Cüt Ihrer Churfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio ag, den r. Februar. I. Citationes Edistales 350 Rthlr. cum Interette legali fervatis fervan dis vorgenommen und ferners incontumsciam wider obgedachte Beklagte rechtlich verfahren werden solle, wornach sie sich zu richten. Sign. Münster den 26. Januar 1771. De Mandaco D. Judicis urbici J. H. Wartendorf, Gerichtschr. Die Anverwandte sowol als die Creditores des Carl Joseph Wilhelmi, welcher sich etliche Jahren dahre in der Stadt Vechte als Mahler aufgehalten, und am 8ten Nov. a.p. ohnweit hiesiger Stadt todt gefunden werden, werden hiemit zum driten= und letztenmal offener Edictsweise verabladet, um amhten Tag nach Verkündigung dieses ihr etwahabendes Erbrecht, oder sonstige Forderungen dahie vor Gerichte zu proponiren, und die darauf sprechende Urkunden, obsonsten den erforderlichen Beweiß benzubringen mit dem Verwarnen, daß in nicht Erschei, Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Stadts=Richtern werden die im May 1768 und sonsten dahier in der Hauptstadt Münster in Westphalen sich aufgehaltene Comedien=Directoren, Arnold Henrich Porsch, und Comediant Rudolph Clairfield hiemit edictaliter& peremptorié ermahnet, um innerhalb er Tagen nach geschehenerPublication dieses entweder selbsten oder durch einen genugsam bevollmächtigten Anwaldten vor uns allhier am Stadtsgerichte zu gewöhnlicher Gerichtszeit zu erscheinen, sodan auf die Forderung deren Gebrüdern hiesigen Bäckeramtsverwandten Keller zu 350 Rthl. Capital cum Interelse legali rechtlich zu antworten, und die in dieser Sachen etwa habende Rothdurft zu verhandeln mit der Com mination, daß sonsten die Distraction deren denen Gebrüdern Keller extradirten und specirficiten Unterpfänden pro rats Capiralisad nungsfall denenselben ein ewig Stillschweigen eingebunden werden solle. Die Creditores Zellern Gellhues von Ellenstette Kirspels Göllenstette, werden zum ernenmarecetslner veräblader, um am 9ten Tag nach Verkündigung dieses ihre For derungen mittels bepbringenden OriginalUrkunden, und der richtigen Zinsen=Liquidation dey Straf einzubindenden ewigen Stillschweigens dahier vor Gerichte gehörig zu proponiren. Geben Vechte den 24. Januar Ad Mandatum D. Judicis Nechtenf. J. L. Keppel; Gerichtschr. II. Gerichtliche, Notificationes. 9% Befehl des Hrn. Richtern der Stadt Borken wird hiemit bekannt gemacht wie daß in gefolg des vom Hochfürstl. Münstris. weltl. Hofgerichts in Aeusserungs=Sachen des Zellern Remigi Rensing K.Borken erlassenen Mandari ad aftiinandeirn& diftrahendum am Dienstag deu sten Febr. Morgens 10 Uhr das besagtem Zeller zuständige, in hiesigem Hochstift in der Bauersch. Werth K. Borken belegene freye Erbe Rensing cum omnibus Att& Certinentiis samt desselben übeigen Mo,= und Immobil= Güter in utum Credirorum auf besagtem Erbe dem Meisi die tenden gerichtl. verkäufet werden solle. Die dazu Lust u. Mittel habende belieben sich auf bestimmten Ort und Zeit einzufinden. Lign. Borken den 14. Januar I77 Ad fpec. Mandar. D. Judicis J. A. Balcken Gerichtschr em der zur zweyten Ehe geschritte. ner Bäckeramtsverwandter Krechting, Machden # ner? um mit den Vormündern seiner ersterer Ehe Kindern Richtigkeit zu pflegen, nunmehre erkläret und gebeten hat, daß die zwischen iynen in Gemeinschaft stehende, im Kirspel Ueberwasser auf der sogenannten Kuhestraßeldahier belegene Krechtings Behausung im verguldeten Hirsch, samt Brau.= und Hinterhaus fwelche von berideten StadtsMauer= und Zimmermeistern auf 1225 Rtl. werdiret worden, adestec in Gidemil dem Meistbietenden verrauft werden möchte und dann Magiltracus zu dem Endesolchen Verkauf nöthig gefunden und beschlossen hat so wird pro termine diftractiohis Mitwychen, der bte nächstkünftigen Monats Februar, Nachmittags um zwey Uhren auf hiesiger Stadtsschreiberey angesetzet. Retolutum in Congregatione Senarus Münster den arsten Januar 1771. Ex Mandato Senatus F. W. Cramer, Secret. III. Vermischte Nachrichten. Eps wird hiemit kund gemacht, daß am Don nerstag denzten künftigen Monats Februarii, Mergens um 8 Uhr, go Stück Büchen= und 1o Stück= Eichen=Bäume auf dem Stamm, 9 Haufen Büchenholz und Buschen hundertweise beym adelichen Haus Havickhorst denen Meisibietenden gegen baare Zahlung verkauft werden sollen, die dazu Lust habende können sich daselbst um bestimmte Zeit einfinden. Ex fpec. Mandat. G. Lohkampf. Ein auf der St. Mauritz Straße belegenes mit 1884 numerirtes Haus nebst grünen Hof und Hinterhaus ist aus freyer Hand zu verkaufen. Das Intell. Comtoirzeigt den Eigenthümer an. Demnach die Hochfürstl. Hofkammer entschlossen die zu Meppen in gutem Stan de obhändene Fürstliche Wassermühlen dem Meistbietenden stylo terreo auf gewisse Jahrea, gegengnugsame Sicherheit zu verheuren wozu pro termmo der ste Monats Martii Morgens 10 Uhr in der Hofkammer ausgesehen: Als wird obiges denen zur Anheurung Lust tragenden hiemit bekannt gemacht und zugleich verwißiget, daß die Conditiones bey dem Hofkammer=Registratoren nachgelesen werden können. Signat. Münster den 2osten Januar 171. De Mandato Camera H. Schwich Hruf der Freyheit des Klosiers zum Ringe ist ein Haus vor Devotessen oder Wittfrauen zu verheuren. Gothelf Christian Barth, Buchhändler in Hamburg u. Lüneburg, hat zum Nutzen der Liebhaber in den oberen Provinzen des deutschen Reichs, welche meistentheils mit der neuesten vermehrten u. verbesserten Ausgabe der medicinischen Wochenschrift: Der Arzt von D. J. A. Unzer, noch nicht versehen sind, eine neue Subscription veranstaltet. Liebhaber in allen Gegenden können daran Theil nehmen, und von hier bis zur Leipziger Ostermesser71 gegen Einsendung von zwei) Species Ducaten dieses Werk so Deutschland Ehre macht, mit angehender Post empfangen. Es bestehet in 12 Theilen, soin6 bequeme Bände gebracht werden können. Jeder Band insbesondere hat auf dem Tittelblatte eine Vignette von Meil, Crusius und Fritsch, wozu der Hr. Verfasser die Ideen gegeben und die sich laut der Erklärung auf den Inhalt des Bandes, wosie vorstehen beziehen. Eben daselbst ist von eben diesem Verfasser: das medicinische Handbuch so eineleichte und deutliche Anleitung für diejenigen die die Hülfe eines guten Medici soVermischte Neuigkeiten Venedig, vom 8. Januar. Wir vernehmen von guten Orte, das, wenn der Friede zwischen Rußland und der Pforte diesen Winter nicht zu Stande kommen sollte. künftiges Frühjahr noch einige andere Mächte in diesen Krieg gewiß verwickelt wer den dürften. Die Rußische Kaiserinn ist so großmüthig, daß Sie, wie man versichert, von allen Ihren Eroberungen weiter nichts, als die gewonnenen Vestungen am Niestec und am Schwarzen Meere, nebst Bessarabien und der Crim, auf den Fuß, wie ein Theil der Einwohner dieser Provinzen sich mit dem Rußischen Zepter zu vereinigen, bereits gelobet hat verlanget die Moldau u. die Wallachey aber zween Prinzen; die mit den Höfen von Wien und Betlin sehr nahe alliirt sind überlassen will, und zwar so wie gleich nicht habhaft werden können zur Eur aller schleunigen Zufälle und Krankheiten, und dievollständigste Eur der Kinderkrank= heiten, alles mit den dazu geyörigen Recepten für r Rehlr. zu haben. Die Vorredezeigt die Ursache, warum das Tissottische Werk von ähnlichem Inhalt mehr für Aerzte, als für das übrige Publicum brauchbar u. nützlich sey. Zuletzt verkaufet der Verlezer noch 3 Theile von kleinen Schriften, welche die Satyrische physikalische und philosophische Aufsätze des beliebten Verfassers vom Arzt enthalten, für 2 Rthlr. 16 Ggr. Wem darau gelegen ist, diese Bücher oder eins davon zu haben, der kannsich entweder an die Buchhandlung des Verlegers selbst oder an Hru. Joh. With. Schmidt, Buchhändler in Hannover und Osnabrück addreßiren. Sonst kann es durch die vornehmsten Buchhandlungen Deutschlands geschehen; und die bezahlten Exemplarien von der LeipzigerOstermesse erwartet werden. Wenn andere Liebhaber oder auch Buchbinder sich mit Annehmung von Commißionen beschäftigen wollen, denen bietet der Verleger das rzt=Exemplar, und auf 6 Stück die Hälfte desyren zur Erkentlichkeit für ihre Bemühung an. von verschiedenen Orten. die Hofpodaren Dieser Fürstenthämer selbige in den vorigen Zeiken souberain befessit baben auf welche Weise diese känder gleichsam eine Barriere zwischen den Türkischen Stanten an einer und den Rußischen, Pohzkaischen und Siebenbürgischen an der andern Seite für künftig seyn und eben hierdurch den Frieden zwischen den verschjedenen Leren Pachbsrichetfe loese Amiaßzt Kerigen gegeben hat desto dauer hafter machen würden. Man will,essey dieser billige und für auder Veitim ösderseaenesen wige Pehu schon von Preussen, Dero letzte Insammenkunft hatten, bey welcher sich bekanntlich auch der Prinz Heinrich, von Preussen, und der Herzog von Sachsen=Teschen befauden. Die Ottomannische Pforte machet aber immer große Schwierigkeiten, die ihr angetragene Friedensbedingungen anzunehmen, und will sich zu nichts erklären, bevor sie siehet, was für einen Ausgang die Irrungen zwischen Spanien und England gewinnen werden, weilsie glaubt, daß in dem Falle, da diese Irrungen in einen öffentlichen Krieg ausbrechen sollten, sie freyere Hände oder wohl gar Hülfe; bekommen werde. Wien, vom 1a. cannn. Der K. K. General der Cavallerie und Gouverneur in dem Fürstenthum Siebenbürt gen, Herr Graf Odonell, ist neulich von Hermanstadt hieselbst angelangt, und ist bereits bey Ihren Majestäten zur Audienzgelassen worden. Se. Excellenz werden, dem Vernehmen nach, sich ehestens wieder dahin begeben. Danzig, vom 12. Januar. Man will gewisse Anzeigen haben, daß sich zwischen den Höfen von Petersburg, Coppenhagen und Stockholm Ereignisse hervor thun würden vermoge deren diese beyde letzteren sich gegen den erstern erklären dürften. Donaustrom; vom 18. Jaruar. Man prognosticirt in Wien aus der Ankunft des Herrn Grafen Odonell aus seinem Gouvernement Siebenbürgen, neue Scenen an dem Staatshimmel von Europa. Alle Gouverneurs in den K. K. Erblanden sollen ebenfalls dahin entboten seyn. Ausserdem vernimmt man noch durch Briefe aus Siebenbürgen, daß daselbst 12 Regimenter Infanterie und 4 Regimenter Cavallerie erwartet werden, bey denen diejenigen Officiers welche Alters und Schwachheit halber nicht mehr dienen könnec, entfernet worden, um bey Garnisonregimentern placne zu werden. Diese Berichte geben auch) daß zu Temeswar aus den Zeughäusern von Wien. 2000 Carabinerz eben so viel Paar Pistolen, Säbel und Collets engelanget, welche erst aus der Arbeit gekommen und für die Secklerischen Husaren bestimmet sind, und daß der Baron von Wimpfen, welcher dieses Regiment commandiret sich dahin begeben habe, um den Transport zu besorgen. Haag, vom 19. Januar. Der Herr von Larrey, ernannter Dänischer Minister bey Sr. Preußischen Majestät hat seine Abreise von hier nach Berlin bereits am raten dieses festgesetzt gehabt. Allein nach einer eben so erhaltenen Ordre von seinem Hofe hat derselbe bis auf weitern Befehl hieselbst zu verbleiben. Gleichwie dieser Minister selbst den Bewegungsgrund davon nicht weis, se geben sich die speculativischen Köpfe viele Mühe, solche zu errathen. Niederrhein, vom 20. Januar. Privat=Nachrichten aus London melden nunmehro, daß, zum allgemeinen Beßten der Menschlichkeit, die bisherigen Irrungen zwischen Spanien und Großbrittannien in die Wege der Ausgleichung geleitet seyn, und anstatt der bisherigen fürchterlichen KriegsAnstalten, eine freundschaftliche Verbündniß aufkeime. Ein öffentliches Blatt enthält, daß Sr. Majestät; dem Könige von Pohlen; sehr große Summen und beträchtliche Vortheile, mit einem Worte, alle hinlängliche Entschädigung angeboten worden, um zum Beßteneines andern Prinzen die Pohlnische Krone niederzulegen Münster, vom z1. Januar. Seitdem Ihro Churfürstl. Gnaden, unser gnädigster Fürst und Herr, mir einer Unpäßlichkeit befallen worden, sind die Gemüther hiesiger Einwohner äusserst betrübt und niedergeschlagen. Schauspiele, Bälle und andere Lusibarkeiten sind gänzlich eingesteller und an deren Statt=öffentliche Gebeteangeordnet, um von dem allmächtigen GOrt die baldigste und vollkommensie Herstellung dieses so theuren und liebenswürdigsten Fürsten und Landesvakers zu erbitten. Und wie es sich bereits zur völligen Besserung angelassen hat so schmeichelt man sich mit der tröstlichen Hofnung, daß Höchstdieselbe bald wieder hergestellt seyn werden.