Ellit Ihrer Churfärstl. Gnaden zu Cölln gnädig stem Privilegio Dienstag den 26. April. I. Citationes Edistales Es werden hiemit alle und jede Gläubigere, S welche an dem des Freyherrn von Aschebergs eigenbehörigen Zellern Timerding zu Hausiette, Kirspels Backum, oder desselben Güter einige rechtliche Ansprach haben, oder zu haben vermeinen mögten, zum erstenmal offener Edictsweise verabladet, um innerhalb neun Tagen nach Publication dieses anhero zu Gerichte selbst, oder durch einen bevollmächtigten Anwaldten zu erscheinen, ihre an besagten Zellern Timerding habende Spruch und Forderungen zu proponiren, die dar auf sprechende Beweißthümer nebst einer richtigen Zinsen=Liquidation, inoriginali zu produeiren, fort zu sehen und zu hören, daß das auf mehrbesagtem Erben obhan dene peculium in ulum jus potius habentium distrahiret werde, mit der Verwarnung, daß denen nicht erscheinenden Creditoren ein ewiges Stillschweigen eingebunden, und mit der Distraction gehörig verfahren werden solle. Geben Vechte den 14ten April 1708. Ex Decreto D. Judicis J. L. Keppel: Gerichtschr. Befehl eines Hochwürdigen Hochwolgebohrnen Domcapituls zu Münster verordneten Hrn. Gograven zu Telgte, werden hiemit alle und jede ad caufam exploratiomis onerum des Zellern Johan BerndDeiterman Kirspels Telgte, Bauerschaft Berdel, erschienene Creditoren citiret und abgeladen, um am Sambstag, den l4ten künftigen Monats May, des Morgens um 10 Uhr an gedachten Herrn Gograven Behausung, aceffectum liquidandi tentandique concordiam persönlich oder durch genugsam und specialiter Bevollmächtigten zu erscheinen. Signac. Telgteden 2r. April 1705. Ad Decretum D. Gogravii J. C. Werien, Gerichtschr. II. Gerichtliche Notificationes. Kraft vom Hochfürstl. Münsterischen geistDe lichen Hofgericht in Sachen Dilculhionis bonorum Daems ausgelassenen mandati ad altimandum& distrahendun wird hiedurch jedermänniglichen bekannt gemacht, daß die denen Erben seeligen Camerarii und Kaufhändlern Daems zu Werne zuständige, in der Stadt Werne auf der Steinstrassen belegene, zur vornehmen Wirh- und Kaufmanschaft sehr bequeme, und überaus wohl gelegene grosse Behausung samt dazu gehörigenBrauhause und sehr räumlicher Stallung für Pferden, auch Scheur, mit dazu gehörigen räumlichen Gehöffde hinterm Hause so insamt auf Vierhundert und fünfzig Rthlr ästimiret worden, behuf gemeldten Erben Daems, obsonsten derenselben Creditoren auf Mitwochen, den irten Monats May, a. c. Morgens um zehn Uhr dahier zu Werne aufm Rathhause dem Meistbietenden gerichtlich verkaufet und zugeschlagen werden solle, die darzu Lust und Mittel haben, können auf bestimmten Ort, Tag und Stunde erscheinen. Sign. Werne den 16. April 1768. De Mandato D. Judicis F. B. Deuz, Gerichtschr. (Fswird hiedurch jedermänniglichen kund gethan, daß am Freytag; den 2hsten Aprik Nachmittags 1 Uhr zu Aschendorf am gewöhnlichen Gerichtsplatz das dem Henrichen Roß zu Hede zuständiges daselbst belegenes Wohnhaus vermög vom Hochfürstl. Münsterischen weltlichen Hofgericht in Sachen Henrich Joseph Conen qua rurorts pupilla von Pinnina contra Henrichen Roß erlassenen Exccurorialium arctiorum gerichtlich dem Meistbietenden sollen verkaufet werden, wer dazu Lust und Mittel hat; der kann sich alsdann einfinden. Signatum den isten April 1768. Ad Mandarum D. Judicis D. Cordes N. Bödiker, Gerichtschr. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Gograven zum Sandwelle, Doctoren Dyckhof, wird hiemit jedermännigsich bekannt gemacht, daß in Sachen Oisens. Bernd Henrich Zumbusch zu Horstmarseel. zuständig gewesene und in der Sandwellischen Jurisdiction belegeneLändereyen als: 1).6 Scheffel Saade aufm Esch am Eggerodder Weg woraus jährlichs ein Scheffél Morgen=Weitzen prästiret werden muß, sd auf 80 Rthlr. 2) 3 Scheffel Saade aufm Schurenkamp, woraus 2 Spint Morgenweitzen jährlichs gehen, so auf 40 Rthlt. 3) Sechs Scheffel Saade im faulen Orde, woraus jährlichs: Scheffel Morgenweitzen prästiret werden muß, so auf 70 Rthir eidlich ästimiret worden, am zosten Aprila. c. Morgens 9 Uhr dahie gerichtlich verkaufet werden sollen; wan nun ein oder ander solche zu kaufen Lusi und Mittel hat, derselbe wolle sich in termino frühzeitig dahie einfinden lassen. Signatum Horstmar den röten April 1768. Ad Decreium D. Gogravii pro ACt. F. C. Bispinck Aug. Bilpinck, Nor. fubfer. (Eswird hiemit bekannt gemacht, daß des hiesigen Bürgern Luesse dahie auf der Poggenburg belegene Behausung samt dabey obhandener kleiner Garte am Donnerstag, den sten Monats May, Nachmittags 2 Uhr im Rathhause hieselbst öffentlich verkaufet, und denen Letzt= und Meistbietenden zugeschlagen werden sollen, die zu Ankaufung sothaner Behausung und Gartens(wovon jährlichs ein Canon ad s4 Groten an der Stadt Vechte prästiret werden muß, und also von denen dieses Gerichts geschworenen Eltimstoren zu r70 Rthlr. angeschlagen worden Lust und Mittel haben, können sich am vorbesagten sten May Nachmittags 2 Uhr dahier im Rathhause einfinden, und des nähern gewärtigen. Geben Vechte den 18ten April 1768. J. L. Keppel; Gerichtschr. ist ein auf dem Roggenmarkt zwischen Suermanns und Benthen Häuseren beIII. Sachen so zu verkaufen. gen baare Zahlung verkaufet werden zu den Antauf Lust har, beliebe sichsobann auf Ort und Zeikeinzusinden, und diefernere Conditionen zu vernehmen. (Es wird hiemit bekannt gemacht, daß auf — den A8sten dieses Monats einige Dradem Meisibietenianns und Benthei. Mäuseren delegenes Haus mit einem Hinterhof und grossen Hinterhaus nebst einem Abfluß, aus freyer Hand zu verkaufen, der darzu Lust u. Mittel hat zu kaufen, kan sich bey den Erben Tondorf melden.# nien= und Lorbeer=Bäume dem Reisthi##### Im Donnerstag, den zten May Vormite den sollen verkaufet werden, wer also Lust tags um 9 Uhr,werden dahier am Frey dazu hat zkann beym Intelligenz=Camtherrlichen Schmisinger Hofalte Weinevom weitere Nachricht fragen Potitotr Japr 172,: 38. 48. den Meistbietenden ge.= IV. Vermischte Nachrichten. Da die Bibliotheque weyland Herrn Vice= von Schatzung auf sichere Jahren wiD Canzler Herde in so weit registrire, Prömiovon Getdgnädiasteugeledas darüber der Catalogus ehesier Tagen sowerden alle diesenige, wol... zum offenen Druck befördert werden solle; verbrenten Mlatz 2.— ur ob, gen so werden abermal und schlüßig allejene„so hiedurcherinnert, die Zeit nichtnorstre daraus Bücher entlehnet, geziemend ersucht zulassen dieselbige ehne Zeiverlust zurückzugeben, von— Freybest und dam Mreainen und zu diesem End in die Wohnbehausungen. sonsten sich nicht mehr erfreuen känVicarii und Eleémolyparii Elperseinliefern zu gleich dann Sastelgenach angechlast a. Cosgeshesgelgsen schecheire #. welscher denen, so auf dem dabier in De Mandato Lenarg. Münster im Bombardement verbrannten I. B. H. Zurhaer 8 Platze neue Häuser erbauen, die Frepheit ecret, labll. Vermischte Neuigketten von verschiedenen Orten. Ron, vom 2. Aprl. Spsbenen erios von Pormaerkassenen Breye zu vertaggen Befchlhat, versiehet, derselbe sich von Rom hinweg begeben, und in den Kirchenstaat einrücken auch Castro und Roneiglione besetzen lassen Komy vom 2. April. Der Königl. Französische Ambassadeur, Vicomte von Aubeterre; der Cardinal Orsim, Minister des Neapolitanischen, und der Herr Aspurn., Minister des Spanischen Hofes haben gemeinfchaftlich um eine Audiene bey Sr. Heiligkeit angehalten, selbige ist aber bis auf die Zurückkunft des Pabstes auf das Quirinal ausgesetzet worden. Ganz Rom erwartet den Ausgang dieser Audienz, von welcher die Beylegung der Sache mit Parma oder der Bruch mit sämtlichen erwähnten Höfen abhänget. Lucca, vom 4. April. Man will wissen, daß, wann der Römische Hof sich nicht zu aller Genugthuung, welche der französische Ambassadeur, wegen den Herzog von warma, der auf diesen Staat noch von dem Farnesischen Hauseher Ansprüche macht, in desselben u se5g, hiervon gesründet oderungegründet ist„wird die Zeit lehren. Janzig, vom 4. April. Auftritt in Podolien fänsich etwas näher aufzurlaren. Eine bereits anz aßsten Merz zu Warschauange kommene Staffette hat die Nachricht mitgegebachterafe us ten, den Befehlshaber der pohlnischen Truppen in dortigem Districte, und Kron=UnterMundschenke, Hern Dzidusryski, aufzuheben. Er sey dieses Unterneymens noch bey Zeiten inne geworden, und hätte sich indem er nur 3 Meilen von Kaminiec gestanden, in diese Vesiung retiriret, allein, mit solcher Eilfertigkeit, daß alle unter seinen Befehlen stehende Pohlnische Fahnen, welche beyläufig 2000 Mann ausmachten, aufgehoben worden. Nach dieser Ausführung hätten die Reconföderirten mit ihrer sämtlichen Macht die Belagerung von Kaminiec vorgenommen; dieser Ort sey von Mund= und Kriegs=Vorrath gleichsam gänzlich entblößt und bestünde die dasige Besatzung lediglich aus einem Artillerieregimente, nebst einigen gar nicht zahlreichen Detaschementern von anderen Regimentern der Republick. In dieser bedenklichen Klemme, worin sich nurgedachte Vestung befindet stehet allenfalls die Nachricht von ihrer Uebergabe, ehe man vermuthet zu vernehmen. Manwill so gar bereits wissen, und so melden auch einige Berichte, gleichwol ohne Hinzufügung der erforderlichen Umstände der Zeit, daß die Vestung übergegangen,und die ganzeBesatzung den Ueberwindern incorporiret worden sey, nachdem man die Officiers entlassen hätte. Nach dem Inhalt näherer Nachrichten, haben nicht nur allein die in der Ukraine ihr Stanquartier habenden Towarzysen, sondern auch die benachbarten Cosacken, welche in Ober=Volhynien: wie auch in der Ukraine wohnen; die Waffen zum Besten der NeuConföderirten, ergriffen. Die Rußischkaiserl. Armee, welche von dem Generale Kreschetnikow commandiret wird, hat sich in Bewegung gesetzt, und ihren Marsch nach der Gegend von Zamosc; einerkleinen befestigten Stadt, nebst einem besten Schlosse in der Woywodschaft Belczo, in Roth=Neussen, 13 Meilen von Bar, wo die Conföderirten ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben, gerichtet. Dies Kriegsheer wird eine Linie ziehen, die sich bis an die Woywodschaft Ergeauerstrecken selltum die Bewegungen der Conföderirten näher zu beobachten und eine Reconföderation mit den übrigen benachbarten Woywodschaften zu verhinderen. Durch diese Vorkehrungen sollen wirklich die Conföderirten von oben her so eingeschlossen seyn, daß sie auf keinerley Hülfe des Orts her rechnen dörfen. Der General Soltikow ist seiner Seits auch mit 4000 Mann im Anmarsche nach eben derselben Gegend begriffen. Straßburg; vom ro. Appil. Herr Dufour, Chursächsischer Legations= Rath, reisete von Paris nach Nancy, und wurde daselbst angehalten, weil er keinen Kö nigl. Paßport hatte. Die Sache kam an den französischen Hof, und wurde sogleich beygelegt. Von Nancy kam er den assten vorigen Monats hier an, wurde aber 2 Tage hernach, als am Palmsonntag, gänzlich vermisset. Endlich hat man ihn verwichenen Ostersonntag in der durch die Stadt fliessenden Breusch gefunden, ohne daß man bisher die Ursachen davon weis, noch wie es zugegangen. Der Geldbeutel, eine goldeneUhr, und andere Effecten, so er bey sich hatte, waren noch unverletzt. Niederelbe, vom r2. April. In Erwartung des Ausschlages der in Pohlen sich erregten neuen Unruhen, wird allhier vieles von Subsidien=Tractaten gesprochen; die wirklich zwischen der Krone Frankreich und einigen Fürsten des deutschen Reichs geschlossen seyn sollen, und dergleichen die Krone Großbrittannien mit anderen Fürsten Deutschlands zu errichten bedacht sey. Man setzet hinzu, es würde Europa sich, bey der dereinstmaligen Bekanntmachung aller dieser Tractaten, in zwey Theile getheilet sehen, derer Endzweck hauptsächlich zum Gegenstande haben werde, die allgemeine Ruhe immer mehr zu befestigen; doch könnte unter dem so mächtigen Schatten dieses Gleichgewichtes auch wohl einstens ein kleines Körnlein der Zwietracht aufkeimen. Was sich noch zur Zeit gewisses melden läßt, ist, daß so wenig es auch das Ansehen zu einem zu befahrenden Ausbruche hat man sich so sehr auf alle Fälle gefaßt mache.