ANNNO 7 6 Dienstag den 26. Januar. lI. Gerichtliche Notificationes. Hachwole lang und i+ Fußbi Aus Befehl Eines Hochwürdig verordneten Richtern des Emto Lüdughausen und Gograven des Gogerichts Senden, wird hiemit jedermäniglichen kund gemacht, dßio an vertorn restiton das denen Ehelenten Marschalt zuständige, binnen Lüdinghausen belegene, zur Wirth= sowol als Kaufmannschaft sehr bequeme Principal=Wohnhaus von der Straßebis am Hofy Fächlang und 54 Fuß dreit, worauf cithe##000 Pfannen obhanden sodann der Pferd= und Schweinestall insamt 95 Fuß 62ol lang und 23 Fuß breit, ferner das Brauhaus, 5 Fach lang und 38 Fuß6 Zoll breit auf welchen drey letzteren circa 2300 Pfannen, weiters der hinter der Principal Behausung belegene Kegelplatz, 18 Fuß 6 Zolllang und 24 Fuß6 Zoll breit, nicht wa niger der Wasserweg oder der Erund gerad hinter dem Pferdestall an der Stetter 12 Fuß lang und 14 Fuß breit, item das Gärtgen beneben den Pferdestall en der Nordseite, 4## Fußlang und 44 Fuß breit woraus jährlichs an die Kich. zu Lüdinghaufen 3 Schil, als ein onds inherens prestiret werden müssen sosämtlich von denen beeideten Ettima# roribus zu 605 Rthlr. reästimiret; Endlich auch die zu besagter Prine pal=Behausung gehörige 2 Frauen= undr Mannsplatz in der Kirchen daselbst, ie m Begräbnißsier e nan dem Kirchhofe ohne Leichsteine altmireczu 44 Rihle, nebst verschiedenen ausgedroschenen Korn am Freyrag; den sten nächsitänftigen Monats Februari;, des Morgens um 9 Uhren in##### Lüdinghaus sengerichtlich ausgefellet, und nach vorcite senen Con##tionen den Letzt= und Meisthietenden zugeschlagen weiden sollen: Bienar, den2s. Januar 1758. Es Mlandäre 19. Judicis& Gegrawit ##. Neisclot) Seeichesch# Aus Befebl des Hochfürstl Münsterischen Herrn Gögraven zum Sändwelle, ctoren Dyckhof, wird htemt jedem kund gemacht den uliahri# Kortern Rotgers Kirspels Seie Triamphanten cöhrt, Serd. Heuriechen Tenberge zu Sepe Sutcumbeuten die dem Rötgero verunterpfandete; dem Tenberge zuständige2 Stucke Landes; wovon das eine zwischen der Wiktiben KlumTomberge, und Johan Bernd Lobberings Ländereyen belegen, und auf 75 Rthir=eid= lich#tiintret worden zum Behuf des Triuniphanten deni=Meistbietenden gerichtlich verkaufet werden söllen; Falls mun em oder ander issche#u kaufen Lust und Mittel hat, deran den! Fußpfatt von ie Waarfunders belegen, und auf 70 Rtbir., das andere aber auf die Fisdeleuborg Zwischen der Wittiden selbe welle sicham aten Februgt, Morgens um 9 Uhr Sähie verm Gericht einfinden jaß sen. Lign. Horstmar den 22. Januar 1763. Ad. Oecrekumn, D. Gegrat#5 Pro Achwar.#. C. Bilpinck Anz Bispinct, Nor, füßsen, Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. *** Wermchte piemgtenen Constantinopel, vom 9.Dec. Erst vor einigen Tagen ist der Großbezier hinter einberrächtlichen Schar gekommen den der vor beyläußig 15 Jahren enthauptete Aga Solimanm verschiedene Kisten verschlossen und bes einem Privat=Ranne in Verwahrung niedergelegr hatte Wegen eines grossen steinernen Gebäudes so tetzterer nicht anders, als mir unermeßlichen Kosten allhier aufführen lassen konnte., kam erin Verdacht, und, daer auf Berlangen des Großherrn, von dem Großvezier zu Rede gestellet worden wie er an diese grosse Rkeichthümer gekommen wäre, gestand er, daß die Gelder von virlen Jahren her dey ihm von einer nachher mit Tode abgegangenen Person hinterlegt, aber nimmer zurück gefordert worden. Er erbot sich sodann alles herzugeben, bath sich aber aus, seine ihmeigene Habschaft ungekränkt beybehalten zu dörsen. Die Vergeltung seines freyen Geständnisses war die gefängliche Einhaftung, und mittlerweile wurden die bey ihm vorgefundenen Kisten in den Kaiserl. Schatz gebracht. Seitdem ist man auf vorangeführte Quelle dieses Schatzes gekommen; welche dem unbescheidenen Bewahrer Gut und Leden koster. Rom, vom 27. Decemb. Die Rück=Antwore des Sichlianischen Hefes, auf die von dem Päbsil. angebrachte Klagen wegen Vertreibung der Jesuiten u. Einzichung ihrer Süter wurde am verwichenen Dier stas durch den bevollmächtigten Minister des Sieilianischen Hofes, Cerdinal Orfii, dem Pabst m einerAudiens übergeben. Ihr Haupt=Inhalt gehet dahin: Je. der Landesfürst sey berechtiget, Personen die ihur verdächtis oder gefährlich seven,aus EnbnK— lis angränze als die Päbstl. Staaten 0 hätten die Vertriebenen auch in kein anderes eingehen können. Die Güter solcher Personen welche sich die Königk. Unguade zogenhaben, könne der Fiscus mit Recht in nehmen denen Forberungen und Rechten eines Dritten sollte dadurch nichts benommen und deswegen dieselben untersucht werden. Was der hiesige Hof zu dieser Verantwortung sagt; das wers man noch nicht Warschau, vom zo. Decemb. Letzthin hat ein Husar dey dem Obrissen von Igelstrom, so in dem Pallast des Fürsten Repnin wohnct; demselben eine Ehatoulle von 7#00 Species=Ducaten, einen kostdaren Ring und viele Papiere von Wichtigkeit gestohlen. Man hat ihn aber einige ge bernach in dem sogenaüiten eisernen Krug; hinter den Wilopotskischen Casernen, wieder bekommen, und zugleich alles, was er geKohlen, ausser 30 Ducaten, die er verthan noch vorgefunden. Seine Liebste havihm diesen Liebesdreust erwiesen, und ihn verrathen. Wien, vom 6. Januar, Die Ursache, warum die Pubtication der hohen Vermählung am neuen Jahrestage nicht förmlich geschehen, ist dem Vernehmen nach, däß ssie den taten dieses, als an dem höchsten Geburistage Sr. Königl. Neapolitanischenr Mafestät, vor sich geben sofl. Aus gleicher Ursache ist auch die im Vorschkagegeweseite Proniotion bis zu solchem Festin ausgesetzet worden. Unterdessen ist der Herr Graf Anten von Schafgotsch als Oberhof= teister dey Ihrer Köufgk, Hehert der Ertherzeginn Therese; Sr. Majestät, des Kaisers Prinzesinn Tochter, wirtlich augestellt werden, die Kinigl. Brauk, Erzherzogian Carolina hierächst nuch Jratianr zu begleiten. kendon vom 8. Jannar. Die Ameriranischen Sachen werden tägsich bedenklicher. All Deprschen welche der voit daher einpfängt, sind angefüllt mit der Erzählung der neuen Mittel, welche die Americaner anwenden, unn verschiedenc Artickel zu vermindern, welche nicht allein zur Pracht, sondern guch zu den Rothweudig. keiten des Lebens„aus England verschrieben werden: Zu Beston in Neuengelland, hat man eine ernstliche Ermahnung, mit beygefügter Birte, an das Frauenzimmer gethan, sich aller Ferathe menthalten, welche ausser Lindes gemacht werden, und sich blos in solchem Zeuge zu kleiden, und mir solchen Zierathen zu schmücken, die im Lande verfertiget werden. Diese Piece, welcheden Titl führer: Anrede an das Nordamericanische Frauenzimmer, har emen erwünschten Suckeß gehabt. Der Thee wescher für die Colonien ein wichtiger Artikel war, wofür. steansehnliche Sumnren dezahlten ist daselbst verboten und an dessen Stelle em gewisses Kraut eingeführet welches Hyperion, oder Labrädor=Thee genannt, und in grosser Menge zwischen Lound 60 Graden Nerder Breite gefunden wird, auch viel gesunder als der aus Asten kommende Thee seyn soll. Die ostindische Compagnie sowok, als alle Mannfackuriers von Großbrittannien, sind dergleichen Einrichtungen unzufrieden. Indessen hoffet man, daß das Parlament Mitcel ausfinden werde, um das Interesse von Engkand mit dem Americanischen genauer zu verbinden. Königsberg, vom 1t. Inn. Gestern, als am Sonntage, Mittags um 12 Uhr, hat es dem Herrn über Leden und Tod gefalten die Durchlauchtigste Prinzessiun von Schleswig Holstein=Beck, Sophia Heurieite, Erbin zu Norwegen, Herzogin ur Schleswig, Holstein uc. 1c# verwittwete Reichsburggräfinn und Gräßun zu Dohna Leistenau, an einem bösartigen Flußfieber Ihre Lebenstage beschliessen zu lassen; nachdem Hochdieselben Ihr ruhmwürdiges und gottseliges Leben auf 69 Jahr und fast: nat gebracht haben, Coppenhagen, vom 15. Jan. Den raten dieses, in der Nacht um 12 Uhr, kam allhier in der Königir Breitenstraße, in einer dortigen Jucker=Rasinaderie dem Herrn Richardson zugehörig, Feuer ans wodurch dieses von Grund aus aufgemauerte Gebäude in einen Steinhaufein verwandelt wurde. M ü n s t e r, v o m 2 5. J a n n g e Der Herr Ritter von Taylov hatte gestern in Gegenwart Sr. Churfürsik. Gnaden und des ganzen Hofes die Ehre, au verschiedenen mit Rugenmängeln behafteten Personensseine Operatienen vorzunehmen welchs alle deu erwünschten Erfolg gehabt hahmen Am nemlichen Tage hut er auch verschiedenen Persenen mit gleich gutem Erfolge das Gesicht wiederum he geskeiten. Es finden sich dahier täglich soviele Personen ein, um sich seiner Hülfe zu brdienen daß er die Zeit noch nicht bestimmen kann, in welcher er die Reise über Poderhern ach Caffeh, allwo man ihm mit Verlangen entgegen stehet antreten wi Verwischte Neuigkeiten Maria Adelheide, des höchsisel. Dauphin hinterlassene Prinzeßinn Tochter von 8. Ja## ren, hatte in den Zeitungen gelesen, daß der Pabst anden Prinzen Clemnens zu Sachsen Venötthigen Bullen zu der ersten ledig werbeuden geistlichen Chürfüesten=Würde übersandt hätte. Einige Zeit darauf tam ihr der Päbstl. Runcius vor, zu dem sagtesste aus vollem Herzen: Mein Herr! banken Sie sehr Sr. Heiligkeit in meinem Namen für das, was Sie zum Besten meines Oncle gechau haben. In Holland gewinnet die Einpfrepfung der Blattern allmählig das Bürgerrecht. Manleget die Gewissens=Zweifel vey Seite, undhat ger jenen Satzen an, welche in unsteren Fällen das größere Zeichen der Wahrscheinlichkeit einer guten Wirkung, vor sich haben. Jwey Chirnrgi aus Engeltand, s5 sich in dem Haag aufhalten haben genug zu thun, seitdem die Probe an den Kindern des Herrn Grafen von Bentingk, die Cur so glücklich gerathen ist. Esbleidet alsoganz ohngezweifelt, daß die Inoculation, nach der fasi im allen Theilen der Welt nunmehr vor Augen liegend= und bestättigten Erfahrung nicht zu verwerfen seye; dahingegen würde man ohne'hinlänglichen Grund hanpein, wenn man sie in einem Staat, alb ein Mittel, dus merschliche Geschtecht zu erhalten Befehlsweise einführen wollte. So lunge noch der Satz richtigiist, daß Kinder von diesem Versuich sterbenkönnen; solange hat die Rezierung kein Recht ihre Bürger dazu zu zwingens im Gegentheil aber würde es nicht erläubr seyn; die Inoculation zu verhindern weilen erwiesen ist, daß wann sie auch einigen Personen schadet desto mehveren das Leben erhalte, und die Bevölkerung vergrößere. Die ganze Sache beruhet also auf diesem: Hier sind zwey=Gefahren, die eine ist gegenwärtig aber gering die andere viel grösser aber entfernt, welcher soll ich mich vorzüglich aussetzen? Der Mensch magsich antschliessen wozu er will; sohat er nie eine Beleidigung GOttes zu befürchten, denn hey jedem Eutschluß fetzeter die Verlängerungseines Lebens zum Grunde. Einige Berichts aus Madrid melden, die Unterhandlung des Großbrit annischen Botschafteks, bey Sr. Catholichen Majestät habe einen so glücklichen Fortgang, daß diersowol wegen der Manillischen Insuln, als auch der Handlung in America vorwaltenden Streitigkeiten, zum Vergnügen beyder Höfe ehestens beygelegt werden dörften. Man setet hinzu, daß am sten December ein Kaie ferl Courier durch gedachte Königl. Residenz paßirec sey, welcher nach Lisabon gehet und Depeschen von grosser Wichtigkeit dahin überbringen soll. Es sind auch viele Spanische Couriers dahm abgegängen, derer Depeschen, wie man vernimmt, die Affairevon Paraguay betreffen soll. Briefe von Petersburg geben itzo, daß die Rückreise der Kaiserinn von Moscau nach erstgedachter Residenz gegen den Monat Februar angesetzt sen, wiedann auch die fehlechereit wären ausgestellet worden, die nöthigen Vorspanne zwischendem 1sten und zosten Januar in Bereitschaft zu halten. Dem Rußischkaiserl Generalmasor, Grafen Apraxin, der sich zu Marschau einige Zeit aufgehaltzn het, ist von Sr Königl. Pohlnischen Majestät der Orden des H. Stanislaus ertheilet werden. Einigen Nachrichten zufolge, soll der Bischof von Kiow, Herr Zaluski, zu Wilne nach einer Krankheit von kurzer Dauer gestorben sseyn. Die vornehmsten Fabricanten und Krämer der StadtLondon haben beschlossen, dem Könige wegen der Verkürzung der Trauer, eine Danksagungs=Addresse zu übergeben. Der Prinzeßinn von Oranien Königl Hoheit sind, seit ihrer Wiederherstellung, am Izten Januar zumerstenmal wieder öffentlich erschienen. Diese Intelligenz Blätter werden wöchentlich zweymal, als am Dienstag und Freytag, ber dem hierzu prsoflegirten Verlegeren Anton Wilhelm Aschendorf ausgeben und sind auf allen Kaiserl. Postämtern zu haben.