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Der Sozialist Proudhon ging sogar soweit, nicht den Diebstahl, sondern das Eigentum (ls verweiflich zu erklären, durch den Satz: „Eigentum is Diebstahl“. Gerade in letzter Zeit scheint eine bedenkliche Anzahl von Genossen von dieser Spitzbubenmoral angekränkelt zu sein, was die sozialdemokratische Presse freilich leugnet oder beschönigt, wenn sie darüber wohl oder übel berichten muß. Es erscheint daher angebracht, einige Langfinger der Heldengenossen Revue passieren zu lassen, zumal die sozialdemokratische Presse demüht ist, jede Veruntreuung, die im bürgerlichen Lager vorkommt, sogleich den politischen bürgerlichen Parteien an die Rockschöße zu hängen. In der Presse behandeln die Genossen ihre Ungetreuen nach dem großmütigen Grundsatze:„Einmal ist keinmal“. Den besten Beweis hierfür liefern die Berliner Genossen. Vom Vertrauensmann des ersten Wahlkreises waren 2000 Mark zu wenig für Wahlgelder an die Parteikasse abgeführt worden. Das Defizit ist einstweilen von der Parteikasse gedeckt worden, da es sich nur um eine„Meinungsverschiedenheit“ handeln könne, mit der sich aber merkwürdigesweise auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Abteilung IV der Kriminalpolizei beschäftigt. Wieviel Diebsgefindel die sozialdemokratische Wählerschaft den Stadtverwaltungen schon als„Stadtväter“ präsentiert hat, bestätigen eine Anzahl Gerichtsurteile aus letzter Zeit. So wanderte einer der vielen Gewerkschaftsmarder in Mülhansen ins Gefängnis, weil er mit der Kasse des freien Gewerkschaftskartells durchgegangen war und zum Andenken an seine Tätigkeit als sozialdemokratischer Stabtverordneter seine zahlreiche Familie der Armenverwaltung hinterlassen datte.(„Straßburger Post“, 12. Mai 1907). Dem ebenfalls früheren Stadtverordneten Gehrmann wurden von der Elbinger Strafkammer wegen Unterschlagung von Gewerkschaftsgeldern 6 Monate 3 Wochen Gefängnis zudiktiert.(„Freisinnige Zeitung“, 16. August 1907). Ein Mitglied des Gemeinderats von Strehla a. E. unternahm trotz seiner sehr auskömmlichen Verhältnisse mit noch einem Obergenossen nächtliche Streifzüge in benachbarte Kartoffelseime, bis die unsauberen Patrone vom Gendarmen gestellt und dem Gericht übergeben wurden(„Deutsche Tagesztg.“, 24. April 1907). Auch auf eine ehemalige rote Ordnungsstütze war die Sozialdemokratie kurze Zeit stolz. Sie hatte den früheren Gemeindediener von Niendorf bei Altona mit der Kasse der Zahlstelle des Verbandes für Fabrik=, Land=, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen betraut. Der ungetreue Auchger offe flüchtete aber damit nach Holland, kehrte nach Deutschland zurück, wo ihn das Gericht urter seine Fittiche nahm.(„Natzeb. Tagebl.“, 5. Januar 1907). Der sozialdemokratische Fabrikarbeiterverband scheint überhaupt besonders Pech mit seinen Kassierern zu haben, denn auch das „Haunöversche Tageblatt“ berichtet unterm 8. Oktober 1907 von einem ungetreuen Kassierer, der gleichzeitig mit einem Fabrikbetriebslassierer mit Gefängnis bestraft wurde. Zabern blieb glückticherweise noch vor einem ungetreuen sozialdemokratischen Stadtvater bewahrt, weil er zur Ge meinderatswahl als aufgestellter Sozialdemokratenführer wegen Unterschlagung von 1700 Mark in Haft genommen wurde („Deutsche Zeitung“, 12. Juli 1907). Sogar die Bildungsvereine der Genossen werden geschröpft. So hatte der sozialdemokratische Touristenverein„Naturfreunde" das Nachsehen, weil ihr Kassierer, der zugleich sozial. vembtratischer Vertrauensmann war, mit der Kasse durchgebrannt war.(„Deutscher Gewerkschaftsführer“, 1. Januar 1907). Wie schnöden Undank die Genessen von ihren Vertrauensleuten ernten, beweisen die ungezählten Unterschlagungen von Gewerkschaftsgeldern, die wegen Mangel an Raum nicht aufgezählt werden können. Die Liste der sozialdemokratischen Defraudanten wäre sicherlich doppelt oder dreimal so groß, wenn alle Ungetreuen dem Kadi überantwortet würden. Die meiste schmutzige Wäsche wird aber als interne Angelegenheit von den Genossen unler sich erledigt, was recht deutlich aus einer Notiz der „Leipz. Neuesten Nachrichten“ vom 21. August 1907 zu lesen ist. Darin wird mitgeteilt, daß der Vertrauensmann der Steinarbeiter Deutschlands für den Gau Leipzig IV sich vor dem Gericht verantworten mußte, weil er zuwiederholten Malen Mitgliederbeiträge unterschlagen hatte. Sogar nach dem antimilitaristischen Programm des Hochverräters Liebknecht sind Früchtchen sozialdemokratischer Erziehung geraten. Ein Sergeant der 3. Kompagnie des Fuß=Artillerie Regiments brüstete sich nämlich bei seiner Verurteilung wegen Verkaufs gestohlener Kommißbrote damit,„daß er sich vorgenommen habe, den Militärstaat nach Kräften zu schädigen. (Leipz. Neueste Nachrichten“, 23. Juli 1907). Je mehr die Sozialdemokrakie ihr Gewerk schaft monspol zu verwirklichen sucht und an jedem Wegewinkel einen Vertrauensmann mit Kassengeschäften beauftragt, destomehr läuft die sozialdemokratische Arbeiterschaft Gefahr, von gewissenlosen Führern bestohlen zu werden. Selbstachtung! Unter dieser Ueberschrift wurde der„Täglichen Rundschau“ ein Artikel eingesand, den wir, da er den Finger auf einen sehr wunden Punkt legt, unsern Lesern mit voller Zustimmung nachstehend wiedergeben. Er lautet: Wer mit den Verhältnissen und Meinungen des Deutschtums im Auslande Fühlung hat, kann immer wieder Aeußerungen des Verdrusses vernehmen, die dem Deutschen draußen die Art oder vielmehr Unart der deutschen Witzblätter ihrer fremdvölkigen Umgebung gegenüber bereitet. Namentlich in Dinger, die in irgend einer Weise an die nationale Ehre rühren, bewähren unsere Witzblätter fast durchweg eine schier erstaunliche Taktlosigkeit. Und der Niederschlag, den zum Beispiel die betrüblichen Vorgänge jüngster Zeit in den deutschen Witzblättern gefunden haben, war wieder das reine Gift. Der Fremde draußen versteht es selten, deutsch zu lesen, aber er versteht ohne weiteres die gehässige, die obszöne Sprache der zeichnerischen Karikaturen. Was soll er für einen Eindruck gewinnen von einem Volk, das ein ihm widerfahrenes nationales Unglück in so unwürdiger Weise zur Zote ausschlachtet, wie es in diesen Tagen in den Spalten der deutschen Witzblätter mit ganz wenigen Ausnahmen geschah? Die„Mitteilungen des Allgemeinen Deutschen Schulvereinz" wiesen schon früher auf den Schaden hin, den unsere Witzblätter uns auf ähnliche Weise und gerade bei besonders bedauerlichen Gelegenheiten in besonders bedauerlichem Maße bereiteten. Schon vor der letzten, besonders drastischen Probe davon belerchtete die„Deutsche Wochenschrift in den N ederlanden“ die Schädlichkeit dieses Unwesens. Seitdem in Holland und Belgien die Verlagsgeschäfte wie Pilze aus der Erde schössen, seien selbst in den gewöhnlichsten Kneipen beutsche Witz= und Spottblätter keine Seltenheit mehr. Bei den Holländern und Belgiern, die kein Deutsch verstehen, und die doch die Bedeutung der Zeichnungen beispielsweise eines„Simplizissimus“ erraten, entwickle sich dabei eine merkwürdige Anschauung über Deutschland und seine Bewohner, und als natürliche, nicht zu unterschätzenbe Folge davon ein Gefühl der Ueberlegenheit über eine scheinbar aus degenerierten Individuen bestehende Nation. Der Kretin, der dem Beschauer aus der Karikatur des deutschen Beamten, des Offtziers und des Bauernburschen entgegengrinst, gelte solchen oberflächlichen Beobachtern als maßgebend für die Beurteilung des gesammten Volkes. An den gebildeten Ständen, namentlich an den Kauf leuten, gingen solche Augenblicksbilder ja rasch vorüber, aber in den Kreisen, in welchen der deutsche Handwerker und der Reisende für den Kleinhandel zu verkehren gezwungen seien, blieben sie haftei und erschwerten diesen Deutschen das Dasein ungemein. Wieviel Reibereien und Keilereien seien nicht auf Urteile über das Deutschtum nach der Weise von„Simplizissimus“,„Lustigen Blättern“ oder„Ulk“ zurückzuführen! Wer aufmerken will, kann leicht der eigenen Klage begegnen, wo immer Deutsche im Ausland zwischen fremdem Volkstum sitzen. Das ist tief bedauerlich. Auch der Karikaturist sollte sich fester Grenzen bewaßt ein, jenseits deren auch das Recht der Satire in bloße Ungezogenheit und Frivolität ausartet. Der Satiriker sollte nur züchtigen, was er liebt. Wo sie aus Haß redet, hat die Satire ihr Recht verloren. Gar nicht weiter zu gedenken der traurigen Ausartungen ins Zotenhafte. Nachrichten. bem dentschen Reiche. Berlin, 14. November. Ueber den Kaiserbesuch in Eng land ist heute folgendes zu melden: Der Kaiser und König begaben sich vormittags zur Jagd nach den bei Windsor gelegenen Jagdgründen und beteiligten sich später in Virginia Water an einem Sportsverznügen. Auf den Straßen bildeten Truppen Spalier. Am Abend fand ein Bankett in dem Prunkspeisesaal statt, bei dem zwanzig Fürstlichkeiten, die im Schlosse wohnen, mit ihrem Gefolge zugegen waren. Später fand in der mit Chrysanthemenblüten geschmückten, als Thealer eingerichteten Bildergalerie eine Aufführung statt, zu der dreihundert Personen eingeladen waren. Das Abendessen wurde in der St. Georgs=Hall eingenommen. Die Kaiserin besuchte vormittags in London das deutsche Spital, wo sie von 600 vor dem Portal versammelten deutschen Schul. kindern mit Hurra begrüßt wurde. Die Kaiserin trug ihren Namen in das Besuchsbuch ein und nahm dann noch eine Kopie der Berichte des Krankenhauses entgegen, Für den Fonds des Krankenhauses spendete die Kaiserin 1000 Mark. Der Besuch hatte eine halbe Stunde gedauert. Beim Verlassen des Hauses sangen die draußen aufgestellten Schulkinder:„Deutschland, Deutschland über alles“, worauf die Kaiserin zum großen Entzücken der Kinder an sie herautrat und mit den Lehrern und einigen Kindern freundliche Worte wechselte. Dann besuchte die Kaiserin das deutsche Lehrerinnenheim. Mittags kehrte sie nach Windsor zurück. Der Besuch der Kaiserin am holländischen Hofe ist auf den 10. November verschoben worden, da die Kaiserin gebeten worden ist, ihren Aufenthalt in England zu verlängern wegen Festiichkeiten, die zu Ehren der Anwesenheit des spanischen Königspaares stattfinden sollen. 2 Auf die Huldigungsdepesche, die der schwedische Gesandte Graf Taube gelegentlich der Gedächtnisfeier in Lützen an den Kaiser absandte, ist von diesem folgendes Danktelegramm eingegangen: „Hoch erfreut über den freundlichen Gruß der zur Einweihung der Gustav= dolf=Gedächtniskapelle auf dem Schlachtfelde Lützen versammelten Schweden und Deutschen spreche ich allen Beteiligten meinen wärmsten Dank aus. Die Kapelle ist der Ausdruck tempfundener Dankbarkeit für die unvergänglichen geistigen Güter, welche der große Heldenkönig uns mit seinem Blute errungen hat. Möge das Andenken des hehren Mannes bei beiden Bölkern allezeit mit gleicher Treue festgehalten und durch gewissenhafte Pflege seines Vermächtnisses betätigt werden. Dann wird Sottes Schutz und Segen auch ferner mit Schweden und Deutschen sein. Wilhelm I R.“ Dem bisherigen preußischen Gesandten beim päpstlichen Stuhl, Frhrn. v. Rotenhau ist unter Verleihung des Großkreuzes des Roten Adler= ordens der erbetene Abschied bewilligt worden. Zu seinem Nachfolger ist der bisherige Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Wirkl. Geh. Rat Dr. von Mühlberg ernannt worden. Herrn v. Mühlberg wurben die Brillanten zum Roten Adlerorden erster Klasse verliehen. Wenn auch die Nachrichten amerikanischer Blätter nicht zutreffen, die von einer so intenfiven Tätigkeit des Kronprinzen im Ministerium des Innern berichten, daß er sich dort, um alles keunen zu lernen, aln zu den„oesen vomn Alten“ d. F#stige, so bleibt doch ein reiches Arbeitsmaß übrig, das der Kronprinz im Ministerium mit größtem Eifer und Isteresse laufend ledigt. Er arbeitet theoretisch und praktisch mindestens dreimal wöchentlich im Ministerium, wo er sich, trotzdem er in Potskam wohnt, stets früh einfindet, oft schon vor 9 Uhr, so daß er unter Umständen auch mal eher da ist, als einer der Herren Räte. Er liest alle Eingänge; sie werden ihm vom Geh. Oberregierungsrat v. Falkenhayg vorgelegt und erläutert, wobei sich der Krouprinz sehr genau über alles informiert. Die lauferden Vorträge, denen der Kronprinz ein besonderes Interesse entgegenbringt, sind jetzt so gelegt, daß er ihnen regelmäßig beiwohnen kann. Die„Deutsche Tagesztg.“ befürwortet erneut die Einführung einer Dividendensteuer, die das Aufsuchen anderer, bedenklicher Steuerquellen unnötig mache. Auch die„Schles. Volksztg.“, das Ofgan des schlesischen Zentrums, tritt für eine gestaffelte Dividendensteuer ein, die nur konsequent sei, wenn man die Tantiemensteuer eingeführt habe. Die„Deutsche Tagesztg.“ schließt aus dem Eintreten namhafter Zentrumsblätter für die Dividendensteuer, daß mit Sicher heit eine Mehrheit im Reichstag für dieses Projekt zu erwarten sei. Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung die Novelle zum Flotten gesetz genehmigt. Dieser enthält die Herabsetzung der Ersatzfristen der Linien schffe von 25 auf 20 Jahre. Die B.= gründung deckt sich mit den in der Presse bereits gemachten Angaben. Der Bundesrat stimmte ferner dem Vertrage mit den Niederlanden über die Unfallversicherung zu. Ebenso wurde dem Entwurf eines Gesetzes betreffend Renderung des§ 833 B. G. B.(Haftung des Tierhalters) zugestimmt. Aus dem Auslande. Budapest, 14. Nov. Der Ausschuß des Abgeordnetenhauses beantragte, daß von den kroatischen Abgeordneten, die den Präsidenten mit Fäusten gedroht hatten, feierliche Abbitte geleistet werde. Die Beschuldigten erklärten, fie hätten nur heftig gestikuliert und die Zurechtweisung des Präsidenten in dem Lärm nicht vernommmen. Bristol, 14. Nov. Das Bulletin über das Befinden des Premierministers Campbell=Bannerman lautet:„Sir Henry Campbell=Baunerman war durch die An strengungen des gestrigen Tages äußerst erschöpft und fand infolgedessen sehr wenig Schlaf. Es war daher für ihn nicht ratsam, heute das Bett zu verlassen.“ Man glaubt, daß die Erkrankung auf ein Herzleiden zurück zuführen ist. Lebensgefahr ist nicht vorhanden. Italien. Wie der Prozeß Nasi auslaufen wird, ist doch recht zweifelhaft. Die Vernehmung des früheren Ministers des Außeren Capelli gestaltete sich sensationell. Capelli stellte fest, daß Nasi die früher den Studienräten der Provinz obliegende Verteilung der Unterstützungsgelder in seinen Händen konzentrierte, und wie wurde dies Geld verteilt! Von achthundert Personen, die in den letzten vier Monaten seiner Ministerschaft eine Subvention erhielten, hatten nur acht ein Anrecht darauf. Von 700000 Lire, die in Rom angeblich für Unterstützungszwicke ausgegeben wurden, weiß man nur von 266000 Lire, wohin sie gekommen sind. Unter den apokryphen „Lehrern“, an welche angeblich Zahlungsanweisungen abgingen, sigurierten frei erfundene groteske Namen. Verwandte Nasis, darunter ein halbverkrachter Bankier, wurden wegen angeblicher„Verdienste um die Schule" mit Tausenden von Liren bedacht. Die Aussagen Capellis machen auf den Senat einen tiefen Eindruck. London, 13. Novbr. Die deutschen Matrosen haben in Portsmouth einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. „Eine feinere seemännische Truppe hat man Portsmouth lange nicht gesehen," schreibt „Daily Telegraph“,„das Auftreten der Leute war in jeder Weise vortrefflich. Sie sind eine außerordentlich ruhige Gesellschaft von beßtem Betragen.“ Man bedauert, daß die „Schurngorst“ schon heute und die anderen Schiffe morgen absegeln. Petersburg, 14. Nov. Die neue Reichsduma wurde heute vormittag vom Geheimrat Golubew im Namen des Kaisers eröffnet. Die Rede, von den Ministern und Abgegrdneten stehend angehört, wurde mit vem Ruse:„Es lebe der Kaiser" und begisserzen Hurras begrüßt. Hierauf solgte vir Bereidigung der Abgeordneten. Zum Präsidenten wurde Nikolat Alexejewitsch Chomjakow(Oktobrist) mit 371 gegen 9 Stimmen gewählt; Graf Bobrinski erhielt 2 Stimmen und der Präsident der zweiten Duma, Golowin, 1 Stimme. Der neue Präsident nahm die Würde an, er erklärte, die Präsidentenbühne zu betreten mit dem Glauben an eine herrliche Zukunft des großen einheitlichen und unteilbaren Rußlands.(Stürmischer Beifall.) Er habe das Vertrauen zu der Duma und den Abgeordneten, daß sie den sonveränen Willen des Kaisers erfüllen, alle Parteifeindschaft vergessen und dazu beitragen werde, mittels gesetzgeberischen staatlichen Schaffens in Ruß land den Frieden wieder herzustellen. Der Präsident schloß mit den Worten: Gott stehe Euch bei!(Stürmischer Beisall.) Der Tag für dien ächste Sitzung seßt noch nist set. Gericht und Bielefeld, 12. November.(Strafkammer.) Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Arb. D. H. von hier wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens zu 8 Monaten Gesängnis verurteilt.— Der Arbeiter G. L. von hier, mehrsach vorbestraft, war vom Schöffengericht Bielefeld wegen gefährlicher Körperverletzung zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Seine Berufung wurde verworfen.— Der Reisende E. T. von Gütersloh wurde wegen Urkundenfälschung, Diebstahls und Unterschlagung zu einer Gesamtstrafe von 7 Monaten Gefängnis verurteilt.— Der frühere Buchhandlungsgehilse L. P. von Insterburg erhielt wegen Betruges im wiederholten Rückfalle im einheitlichem Zusammentreffen mit Betteln 4 Monate Gefängnis und wegen Tragens einer Uniform 2 Wochen Haft. Letztere Steafe ist durch Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt.— Der Arbeiter A. B. von Herne erhielt wegen schweren Diebstahls 9 Monate Gefängnis, unter Anrechnung von 2 Wochen Untersuchungshaft. Bielefeld, 14. November.(Schwurgericht.) Vorsitzinder: Herr Oberlandesgerichtsrat Gottschalk, Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr Staatsanwalt Dr. Dommes. Wegen Raubes stand unter Anklage der 19 Jahre alte Fabrikarbeiter Oskar Mohrens von hier, welcher trotz seiner Jugend schon einmal wegen Betruges und einmal wegen Urkundenfälschung vorbestraft ist. Die Geschworenen erblickten in dem Treiben des Angeklagten zwar keinen Raub, sondern nur einfache Erpressung Der Gerichtshof verurtellte den Angeklagten wegen Erpressung zu zwei Monaten Gefängnis und brachte ihm auf diese Strafe einen Monat von der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung.— Ein trauriges Bild ist es, welches sich in der Verhandlung gegen die jugendliche Näherin Henriette Martens von hier entrollte. Dieselbe war beschuldigt, am 16. Januar 1907 vor dem Schöffengericht zu Bieleseld und am 5. März 1907 vor der Strafkammer zu Bielefeld in der Strafsache wider den Fabrikanten Louis Wernscheid wegen gefährlicher Körperverletzung je einen Meineid geschworen, außerdem am 16. Januar 1907 dem Fabrikanten Louis Wernscheid durch Vorspiegelung falscher bezw. Unterdrückung wahrer Tatsachen um einen Geldbetrag von 12 Mark und endlich am 16. Januar 1907 den Justizsiskus um einige Groschen Zeugengelder beschwindelt zu haben. Wie jeder Strasprozeß, so hat auch dieser Meineidsprozeß seine Vorgeschichte, aber nicht allein ein trauriges Bild war es, was uns die Verhandlung gegen dieses Mädchen vor Augen führt, sondern auch ein Bild sittlichen Niederstandes ihres Arbeitsgebers. Die Geschworenen sprachen die Angeklagte nach ziemlich kurzer Beratung frei. Am Schluß der Verhandlung hielten die Geschworenen eine Sammlung für die Angeklagte unter sich ab, der sich eine ganze Anzahl aus dem Zuhörerraume anschlossen. Diese Gabe, welche dem Mädchen überreicht wurde, legte ein beredtes Zeugnis dafür ab, welch ein reges Interesse die Menschheit an der Unglücklichen hatte. Möge sie diese Spinde nicht allein vor momentaner Not schützen, sondern ihr auch zum Segen in ihrem späteren Fortkommen werden. und Bieleseld, 15. November. X(Die konservative Herbstquartalversammlung) soll wieder in Enger abgehalten werden. Vorläufig is sie auf Mittwoch, den 27. November augesetzt worden. Mit Rücksicht auf die traurigen Berliner Vorgänge ist für den ersten Tell als Text der Bsprechung 1. Petri 2, 11—12 gewählt worden. Weitere Mitteilungen werden in der nächsten Woche erfolgen. (Stadtverordneten wahlen). In der Wahl der 2. Abteilung siegten die Kandidaten der Nationnalliberalen, Konservativen und Christlich=Sozialen und zwar: Dr. Holtmeier(499) Stimmen), Architekt Lütkemeyer(569), Justizrat Bock, von der Rechten und Linken gewählt(862), Fabrikant Halemeier(517), Königlicher Baurat Graeber(521), Bankprokurist Stellhorn, Ersatzwahl(522). Die Kandidaten der liberalen Partei blieben in der Minorität. Von ihnen erhielten Stimmen: Wirt Löllmann 385, Rechtsanwalt Jokusch 387, H. Nöcker 360, K. Plettenberg 387, K. Benteler, Ersatzwahl 362. Heute wählt die erste Abteilung. X(Buchdrucker Flöttmann f.) Ein alter treuer Freund, der sich für unser Blatt seit seiner Gründung sehr interessiert hat, der Buchdruckereibesitzer Ludw. Flöttmann in Gütersloh, ist am 13. d. Mis. im Alter von 80 Jahren gestorben. Sein Personal rühmt ihm seinen edleu und biederen Charakter, seine strenge Richtlichkeit und seine wohlwollende Güte nach, und wohl nicht mit Unrecht, war er doch eine Persönlichkeit, deren ganzes Wirken durchdrungen war von christlichem Geiste, von ernstem ehrlichen Wollen; und Gott hat ihn reich gesegnet. Unter seinen Augen entwickelte sich die von ihm gegründete Druckerei zu einem blühenden Geschäfte. Das Vertrauen seiner Mitdürger berief ihn in manche ehrenamtliche Stellung und wer mit ihm in einer solchen arbeitete, wußte seinen klaren Blick und sein nüchternes Urteil zu schätzen. Nun ruht er aus von einem langen arbeitsreichen Leben. Er ruhe in Frieden! (Erweiterungsbau der MartiniKirche.) Bei dem Erweiterungsbau der Martinikirche sind nach Beendigung der Vor arbeiten und der Verlegung des Bohnenbaches seit etwa zwei Wochen die eigent lichen Fundamentierungsarbeiten im Gang. Man hofft bei günstigem Wetter die Mauern noch in diesem Jahr bis wenigstens Seckelhöbe zu bringen. Nach den Bauplänen soll mit der Vergrößerung der Kirche der Bau von Gemeindesälen verbunden werden. Das bisher nur mietweise übernommene Bereinshaus an der Gütersloherstraße genügt den Bedürfnissen der Gemeinde und ihrer Vereine schon lange nicht mehr. Da auch eine Vergrößerung der Kirche nötig wurde und das Verlangen nach einer völlig ausgebauten Kirche mit Turm, Glocken und Ocgel sich sehr geltend machte, ist man darauf gekommen, mit der Vergrößerung der Kirche den Anbau oder vielmehr den Einbau von Gemeindesälen, die den Vereinen wie auch dem kirchlichen Unterricht dienen sollen, zu verbinden. Die Vergrößerung geschieht durch den Anbau eines 10 Meter breiten Seitenschiffs nach Südwesten, das nach der Straße zu mit dem Turm endet. Nun soll das eigentliche Seitenschiff nicht zur Kirche gezogen werden, die Mauer zwischen Hauptschiff und Seitenschiff bleibt bis zur Fensterhöhe stehen; das Seitenschiff wird zu Gemeindesälen benutzt, die durch Aufziehen von Jalousiewänden zu einem großen Versammlungssaal vereinigt werden können. Zur Vergrößerung der Kirche dient dann eine 10 Meter tiefe Empore, die über den Gemeindesälen liegt. Hier soll auch die Orgel ihren Platz finden. Die Kirche gewinnt hierbei etwa 250—300 Sitzplätzt. Die Martinikirche wird also künftig Kirche und Gemeindehaus unter einem Dache vereinigt haben. (Schnitzeljagd.) Der Ravensberger Rennverein veranstaltete gestern in der Senne eine Schnitzeljagd, an welcher ag 50 Damen und Herren teilnahmen. Vor dem Ausritt: fand in dem Wirtshause Brandt an dem Schießplatz eine gemeinsame Frühstückstafel statt, dessen Arangement Herrn Hotelier Strunk übertragen war. (Der bisherige Eikgutschuppen) wird jetzt abgebrochen; hier soll später der Halteplatz der Droschken eingerichtet werden, Nach dem„Gen.=Anz.“ werden nach der beabsichtigten Herstellung eines Tunnels die Eil= und Schnellzüge beim neuerrichteten Gilgutschuppen abgesertigt werden. Der Bau einer größeren Unterführung am sogenannten Schiplepaß ist jetzt in Augriff genommen worden. m.(Fahrraddiebstahl.) Berhastel wurde vor einigen Tagen der wegen Diebstahls mehrfach vorbestrafte Gelegenheit: arbeiter I, welcher dringend verdächtig ist, am 3. November 1907 in Schildesche Fahrrad gestohlen zu haben. Das Rad tru: die Marke Dürkopp Diana Nr. 52 mit Kontinental Reisen und Atlas Freilauf. Es hatie die Nummer 302377. Auf dem Hinterrade ist eine sast neue geflockte Dicke. Festgenommere leugnet hartnäckig die Tat. Etvaize Käufer des Rades werden ersucht, über den Erwerb des Rades rähere Angaben umgehend bei der hiesigen Kriminal polizei zu machen, da sie sich sorst der Hehlerei schaldig machen köenten. m(Der Handel mit Blumen und Kränzen) am Sonntag, den 24 November 1907(Totensonntag) ist von 7—9½ Uh. vormittags und von 11½ Uhr vormittags bis 7 Uhr abends gestattet. m(Gefunden.) 1 altes Port=mounaie wit Inhalt. 1 silberne Blosche. 1 goldener Trauring mit Etul. 1 Herakaeiser. Eine Kinderpelerine. 1 schwarzer Damenregenschirm. m.(Verloren.) 1 braunes Herrenportemonnate mit 17 Mark Inhalt. (Im Stadttheater) fand die gestrige Aufführung des Moser'schen Schwankes„Der Bibliothekar", freundliche Aufnahme; bei einzelnen Szenen kam es zu lauten Beifallsbezeugungen. Die Leistungen unserer Kläfte sind durchweg vorzüglich zu nennen. Als die Gouvernante Sarah bewies Frau Direktor Berstl, daß ihre heitere Darstellungskunst nichts von ihrer natürlichen Frische eingebüßt hat, ihr Spiel war sein pointiert. Frl. Bieloff und Beckmann waren ein paar so reizende Backsische, daß es kein Wunder ist wenn sie soviel Verehrer hatten. Anna Smith war briklant als mitfühlende Hauswirtin. Von den Herren an erster Stelle H. K. Felden der die Titelrolle gab, bei seiner Mimik konnte man Tränen lachen. Der Pfeudobibliothekar des I. D. Andreas wurde mit Eleganz und Schneid durchgeführt, es war die beste Leistung die ich bis jetzt vom ihm gesehen habe. Eine kleine Kabinettsleistung war der Onkel Macdonald der I O. Bugge Den Schneider Gilsen gab H. A. Heberling mit seiner bekannt dezenten, herzerfreuenden Komik. H. Lindemann bot als Henryloryland eine recht achtbare Leistung, nur muß er sich vor zu schnellem Sprechen hüten. Die Besetzung der anderen kleinen Rollen war eine gute und daher den Uebrigen ein Gesamtlob. Herr E. Steeger hatte für eine straffe Leitung, flottes Zusammenspiel und äußerst hübsche Inscenierung bestens Sorge getragen. (Wochenspielplan des Stadttheaters.) Anläßlich des 75. Geburtstages und der 55jährigen künstlerischen Wirksamkeit des königlichen Hofschauspielers Herrn August Junkermann. Sonntag, den 17. November, Anfang 7 zu erhöhten Preisen. Erstes Gastspiel des königl. Hofschauspielers Herrn August Junkermann: „Onkel Brästg". Lebensbild in 5 Akten nach Fritz Reuters Stromtid.— Montag, den 18. November, Anfang 8 Uhr, bei erhöhten Preisen. Zweites Gastspiel des Herrn A. Junkermann: „Hanne Rüte's Abschied".„Du drögst de Pann weg“—„Jochen Päsel“.— Dienstag, den 19. November, Anfang 7½ Uhr, bei erhöhten Preisen. Drittes Gastspiel des Herrn A. Junkermann:„Mein Leopold". Volksstück in 5 Akten von Adolf L'Arronge. Musik von R. Bial.— Mittwoch, den 20. November, Anfang 7½ Uhr:„Die Räuber“. Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich von Schiller.— Donnerstag, den 21. November, Anfang 7½ Uhr. Letztes Gastspiel und Abschiedsvorstellung des Herrn August Junkermann:„Möller Boß oder Ut de Franzosen!!d“. Zeitbild in 8 Akten von Fritz Reuter. Musik von Seyfritz. Der letzte Traum. Erzählung aus dem polnischen Aufstande im Jahre 1848. Von 9. Ideler. 14)(Nachdruck verboten. „Alle Wetter,“ sagte Däne überrascht, „welch eine Prachtfigur! Warum sind Sie denn nicht Soldat?“ Der Pole maß den Fragenden mit finsterem Blick. „Ich sollte Soldat werden,“ entgegnete er, „aber ich bin der einzige Sohn meiner alten, verwitweten Mutter, und deshalb wurde ich freigegeben.“ Janko sprach die Wahrheit, aber der Husar dachte, ob wohl die alte, kränkliche Mutter den Polen hindern würde, mit der gerade geschmiedeten Seuse in der Faust den Preußen im Kampf auf Leben und Tod gegenüberzutreten? Der Bursche war allerdings gerade und schlank wie ein junger Tannevbaum, selten sah man so kraftvolle und doch zugleich so geschmeidige Glieder. als er dem Mädchen gegenübertrat, folgten die beiden Preußen mit gespannter Aufmerksamkeit den reizenden Bewegungen des feurigen Tanzes und stimmten in das allgemeine Bravo ein, das dem schönen Paare von allen Zuschauern zu teil wurde. „Halbe Zigeuner sind es!" flüsterte Karl, doch ein wenig neidisch auf die polnische Grazie, seinem Kameraden zu.„Sie winden sich, als hätten sie keinen einzigen Knochen im Kör per, sondern nur lauter Gelenke." Der Csardas war beendet; hoch aufatmend zog sich das junge Paar in ein Killes Eckchen zurück, um dort ungestört mniteinander plaudern zu können. Der Zigeuner strich sich das wirre schwarze Haar, das ihm wäh rend des leidenschaftlichen Spieles fast über die blitzenden, unruhigen Augen gefallen war, aus der Stirn zurück und sah unverwandt nach dem Schloßverwalter hinüber. Dieser aber beachtete ihn nicht. Der Anblick des alten polnischen Nationaltanzes hatte ihn angeregt. Er dachte an seine eigene Jugend. So hatte einst auch er getanzt. Und unn? Verstümmelt und entstellt, vor der Zeit gebrechlich geworden durch die schweren Wunden, die ihm geschlagen worden, war er nur noch die Raine eines Menschen. Zertrümmert der Körper, zertrümmert Glück und Hoffnung! Eine schwere Träne rann aus dem einzigen Auge über die verwitterte Wange. Däne bewerkte es. „Wer hat Sie denn einmal so fürchterlich zugerichtet?“ fragte er mitleidig. Der alte Mann, den die schmerzlichen Erinnerungen überwältigten, zuckte bei diesem freundlichen Toue, den er nicht erwartet hatte, zusammen. Im Augenblick unfähig, sich zu beherrschen, beklagte er sein Leid, das er sonst gegen Fremde nie erwähnte. Hastig wischte er die Träne, die auf der vernarbten Wange wie Feuer brannte, fort und erwiderte leise:„Mit einem Auge wein' ich vur um Polen; das andere gar ich für das Vaterland!“ „Ah,“ rief Däne überrascht,„ein Freiheitskämpfer?“ Der Alte starrte düster vor sich hin. „Bei Ostrolenka geschah es. Die Freiheit wollten wir erkämpfen; unsere Leiber sanken blutend in den Staub, und unsere treuen Herzen zertrat man.“ Däne faßte die Hand des Invaliden; er empfand ein unsägliches Mitleid mit dem alten, gebrochenen Menschen. „Erzählen Sie mir doch!“ hat er.„Es erleichtert Ihr Herz. Sprechen Sie einmal darüber!“ Kasimir zog seine Hand fort. „Dem F inde?“ „Ach was! Wir sind keine Feinde, und besonders sind wir keine Russen. Und wenn Sie mir aus alter Zeit, von längst geschlagenen Schlachten erzählen, so kann Ihnen das doch jetzt keinen Schaden mehr lun, noch dazu im andern Lande. Also nur ganz dreist und unbesorgt, Alterchen; ich höre gern Kriegsgeschichten.“ Kafimir nickte, sein einziges Auge flammte auf. „Wir wehrten uns wie die Löwen, aber die Uebermacht war zu groß. Herr von Stanic siel.—“ „Ein Verwandter von diesem Stawieg?“ fragte Däne. „Sein einziger Bruder. Ich war Leibdiener bei ihm und wäre für den guten, gnädigen Herrn durchs Feuer gegangen. Ich wußte auch, daß seine junge Frau in dangem Zagen auf ihn harrte, allein sein Leben konnte ich doch nicht erhalten. Aber ich wollte seinen Tod rächen und wenigstens seine Leiche retten. So stürmten wir vor, ein kleines Häuflein Sensenmänner, in den Kosakentrupp hinein, der sich uns entgegenwarf. Rechts und links mähten unsere Sensen die Reiter von den Pferden, und es gelang uns auch den treuen Körper aus dem Getämmelzubringen.“ Kasimir holte tief Atem. (Fortsetzung folgt.) — Sonnabend, fang 7½ Uhr, Kl Preisen:„Don C Gedicht in 5 Aufzüg Brackwede, 12 aufgefunden) Wirts Gröppel zu Mann im Alter ist nach der„West weispapiere, ca. blondes Haar und war bekleidet mit Ueberzieher und H 69 Schildesche Vergangenen Sonn an der Heeperstraße mit anderen Pers war, wit einem kle gesacht. Durch Un gegen den Daumer nicht unerhehliche? sosort ärztliche Hil mußte. As den X Herford, 15. Versammlung.) den 17. November, durch Inserat beka mittags 4 Uhr im hause eine konse lung für die Kr abgehalten werden. stehen 1. ein Vor Hark=Gütersloh konservativen Part Statuten des kor für die Kreise Herf des Vorstandes. finnungsgenossen wi teiligung an dieser eingeladen. 8 Hersord, 11 flügelausstellu abend und Sonn Bielefelderstraße, st. Gratisverlosung ver stellung ist geöffne abends 9 Uhr. ch Herford, 11 sinniger,) der a bei Brake i. L. en aufgegriffen. 5 Herford, 11 tungsschulen) ligatorischen H richts in den 2 längerer Zeit fer gehender Erwägung bildet, stößt insofe als die Geldfraged spielt. Es müßte, Seite mitgeteilt, unterricht obligatori würde, ein sehr b Regierung zur Ve Wenn jede Stadt un küche erhalten soll, erste Einrichtung der Mark nötig. # Herford, 15 dunklen Ställe drei Tage strengen kommt er abgespani „Kasten“, heraus. Haustiere zu bedau ganze Jahr in ein bringen müssen! 8 Ahnung von dem den Körper, daher W. die Stalluggen ohne dem man aber eit Licht für die Tiere wichtig als für die in Neubauten für Luft und Licht. Wi älteren Stalle aus? und Spinngewebe s## Vieh erblickt man Laterne. Hier tut Die Ausgabe für ei Oeffnen eingerichtet die verbesserte Ges Widerstandsfähigkeit heiten in kurzer Zeit Ennigloh, 14. Gestern abend kurz dem Hause des Nage Feuer aus, welches de Wegen Verdachts der N. verhaftet. Ans den Kreisen## Minden, 15. N Mittwoch mittag ftieß der Arbeiter Fr. Köl das Pferd des Landn ais Friedewalde ohn Tischenmesser derarti sser soll später der ingerichtet werden. erden nach der beines Tunnels die eim neuerrichteten st werden. Der kerführung am jetzt in Augriff ahl.) Berhaftel der wegen Diebiste Gelegenheit: zend verdächtig ist, in Schildesche ein zu. Das Rad tru: na Nr. 52 mit las Freilauf. Es 377. Auf dem ue geflockte Dicke. et hartnäckig die 8 Rades werden des Rades rähere hiesigen Kriminal e sich sorst der benten. Blumen und sen 24. November on 7—9½ uh. Uhr vormittags tes Port=mounaie osche 1 goldener ernkaeifer. Eine ser Damenregenbraunes HerrenInhalt. id die gestrige Aufwankes„Der Bibne; bei einzelnen Zeifallsbezeugungen. sind durchweg vorvouvernante Sarah daß ihre heitere ihrer natürlichen war sein pointiert. paren ein paar so Wunder ist wenn Anna Smith war wirtin. Bon den K. Felden der die kimik konnte man liothekar des I. D. nd Schneid durchng die ich bis jetzt e kleine Kabinettssonald der I O. gab H. A. Hebern, herzerfreuenden Henryloryland eine uß er sich vor zu die Besitzung der je gute und daher Herr E. Steeger flottes Zusammenseinierung bestens Stadttbeaters.) ges und der 55eit des königlichen Junkermann. mber, Anfang 7 astspiel des königl. Junkermann: d in 5 Akten nach ontag, den 18. ei erhöhten Preisen. Junkermann: :„ D u d r ö g s t d e — Dienstag, 7½ Uhr, bei eriel des Herrn A. eopold", Volksrronge. Musik von 20. November, der“. Trauerspiel Schiller.— Donber, Anfang 7½ lbschiedsvorstellung kann:„Möller enlid". Zeitbild kusik von Syfritz. ssen. Und wenn von längst ge1, so kann Ihnen 1 mehr lun, noch Also nur ganz ichen; ich höre einziges Auge die Löwen, aber oß. Herr von iesem Stawieg?“ Ich war Leibfür den guten, feuer gegangen. junge Frau in rte, allein sein erhalten. Aber und wenigstens rmten wir vor, männer, in den uns entgegenmähten unsere Pferden, und es Körper aus dem sir holte tief Atem. setzung folgt.) — Sonnabend, den 23. November, An aus 7½ Uhr, Klasiken Vorstellung zu kleinen reisen:„Don Carlos“. Ein dramatisches wedicht in 5 Aufzügen von Fr. v. Schiller. Brackwede, 12. November.(Erhängt aufgefunden) wurde in der Scheune des Wirts Gröppel zu Ummeln ein unbekannter Mann im Alter von ca. 50 Jahren. Er ist nach der„Westf. B'g“ ohne jegliche Ausweispapiere, ca. 1,70 Meter groß, hat blondes Haar und blonden Schnurrbar und war dekleidet mit dunklem Anzug, dunklem Ueberzieher und Halbschuhen. 69 Schildesche, 14 Nov.(Unfall.) Vergangenen Sonntag abend hat sich hier an der Heeperstraße ein junger Mann, welcher mit anderen Personen in Streit geraten war, wit einem kleinen Revolver zu wehren gesacht. Durch Unvorsichtigkeit schoß er sich gegen den Daumen und brachte sich eine nicht unerhehliche Verletzung bei, sodaß er sosort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. den Kreise Herford. X Herford, 15. Nov.(Konservati ve Versammlung.) Am nächsten Sonntag, den 17. November, wird hier, wie schon durch Inserat bekannt gegeben ist, nachmittags 4 Uhr im Eoangelischen Vereinshause eine konservative Versamm lung für die Kreise Herford und Halle abgehalten werden. Auf der Tagesordnung stehen 1. ein Vortrag des Herrn Rektor Hark=Gütersloh über die Aufgaben der konservativen Partei. 2. Vorlegung der Statuten des konservativen Gesamtvereins für die Kreise Herford und Halle. 3. Wahl des Vorstandes. Die konservativen Gefinnungsgenossen werden zu zahlreicher Beteiligung an dieser Versammlung dringend eingeladen. 8 Hersord, 15. Novbr.(Eine Geflügelausstellung) findet am Sonnabend und Sonntag bei Wirt Spilker, Bielefelderstraße, statt, mit welcher auch eine Gratisverlosung verbunden ist. Die Ausstellung ist geöffnet von früh 9 Uhr bis abends 9 Uhr. c Herford, 15. Noobr.(Ein Jer sinniger,) der aus der Anstalt Lindenhof bei Brake i. L. entwichen war, wurde hier aufgegriffen. c Herford, 15. Novbr.(Haushaltungsschulen) Die Einführung des obligatorischen Haushaltungsunterrichts in den Mädchenschulen, die seit längerer Zeit fortgesetzt Gegenstand eingehender Erwägungen im Kultusministerium bildet, stößt insofern auf Schwierigkeiten, als die Geldfrage dabei eine wichtige Rolle spielt. Es müßte, so wird von amtlicher Seite mitgeteilt, falls der Haushaltungsunterricht obligatorisch in Preußen eingeführt würde, ein sehr beträchtliches Kapital der Regierung zur Verfügung gestellt werden. Wenn jede Stadt und jedes Dorf eine Schulküche erhalten soll, so wären allein für die erste Einrichtung der Küchen mehrere Millionen Mark nötig. § Herford, 15. Nov.(Schafft die dunklen Ställe ab!) Wenn ein Soldat drei Tage strengen Errest verbüßt hat, so kommt er abgespannt und bleich aus dem „Kasten“ heraus. Wie sind also unsere Haustiere zu bedauern, die zum Teil das ganze Jahr in einem dunklen Stalle zubringen müssen! Früher hatte man wenig Ahnung von dem Werte des Lichtes für den Körper, daher wurden in vielen Gegenden die Stalluggen ohne Ferster gebaut. Seitdem man aber eingesehen hat, daß das Licht für die Tiere und Pflanzen genau so wichtig als für die Menschen ist, sorgt man in Neubauten für reichlichen Zutritt von Luft und Licht. Wie siehts da in manchem älteren Stalle aus? Stockfioster! Schmutz uud Spinngewebe sieht man gar nicht; das Vieh erblickt man nur beim Scheine der Laterne. Hier tut Abhilfe dringend not. Die Ausgabe für eiserne Fenster, die zum Oeffnen eingerichtet sind, macht sich durch die verbesserte Gesundheit und größere Widerstandsfähigkeit der Tiere gegen Krankheiten in kurzer Zeit bezahlt. Ennigloh, 14. November.(Feuer.) Gestern abend kurz nach 6 Uhr brach in dem Hause des Nagelschmieds Ed. Neuhaus Feuer aus, welches den Dachstuhl einäscherte. Wegen Verdachts der Brandstiftung wurde N. verhaftet. Tier eine etwa 1½ Zentimeter lange und etwa 8 bis 10 Zentimeter tiefe Wunde erhielt und sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Nach der Tat band K. die Wunde mit einem Bindfaden zu und lief fort. Strafverfolgung ist eingeleitet. Porta, 13. Nov.(Konsumanstalt.) Im Juli 1905 errichtete die Glasfabrik Porta Westfallka im Interesse ihrer Arbeiter und Angestellten eine Konsumanstalt, durch die den Arbeitern ohne jegliche Einzahlung Gelegenheit gegeben ist, den Bedarf für ihren Haushalt billig und vorteilhaft einzukaufen.— Bereits im ersten Geschäftsjahre konnte die Konsumanstalt an ihre Mitglieder eine Dividende von 10 Prozent verteilen. Trotz der steigenden Konjunktur verteilt genanzte Konsumarstalt im zweiten Geschäftsjahre eine Dividende von 12 Prozent. Außerdem hat die Firma neben der Konsumenstalt vor einiger Zeit noch den Verkauf von frischem Fleisch und Wurstwaren aufgenommen, durch welchen deren Mitgliedern Gelegenheit gegeben ist, das Fleisch 2c. zu besonders günstigem Preise einzukaufen.— Mögen diese segensreichen Einrichtungen auch fernerhin dem Wohle der Arbeiter der Glasfabrik dienen.(M.=9. Kreisbl.) Ans den Kreise Hale. Werther, 14. Nov.(Das Allgemeine Ehrenzeichen) wurde heute früh Herrn Hermann Lührmann, dem lang jährigen Werkmeister der Firma Rentsch u. Cie. verliehen und durch den Landrat Se. Exzillenz Herrn Grafen v. KorffSchmising überreicht. Vorgholzhausen, 14. Nov.(Herr Amtmann Müller,) der bisher unser Amt kommmissarisch verwaltete, ist jetzt definitiv als Amtmann ernannt worden. Aus den Kreisen Wiedenbric und Paderdorn. Güterloh, 13. Nov.(Das Allgemeine Ehrenzeichen) wurde dem Holzschuhmacher Amtenbrink, der als Heuerlirg seit 50 Jahren auf dem Teismann'schen Kolonate in Nordhorn wohnt, verliehen. Wiedenbrück, 13. Nov.(Trotz den niedrigen Schweinepreisen) verkauften die Metzger bisher das Pfuno Fleisch zu 75 Pfg. Um niedtige Preise zu erlangen, wurde nun wöchentlich von hiesigen Einwohnern ein halbes Dutzend Schweine geschlachtet und im einzelnen das Pfund zu 65 Pfg. ausverkauft. Das hat, nach der „Biel. Volls Big“, geholfen. Die Metzger mußten sich endlich zu entsprechend billigeren Preisen bequemen, wenn sie überhaupt noch Fleisch verkaufen wollten. Jetzt wird von ihnen Schweinefleisch zu 60—65 Pfg angeboten. Aus den Kreisen Höxter und Warburg. Warburg, 12. Noo.(Manöver= schäden) In der gestern nachmittag hier stattgefundenen Versammlung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Warburg teilte der Vorsitzende, Landrat Freiherr von Schorlemer, mit, daß sich der Flurschaden im hiesigen Kreise anläßlich des diesjährigen Kaisermanövers auf 405000 Mark belaufe, nicht auf 200000 Mark, wie zuerst schätzungsweise ar genommen wurde. Autorität der deutschen Schule in den Staub zu ziehen, Um nicht die schnöden Vorgänge des Schulstreites im Osten auf den Westen eingeführt zu sehen, sei eine energische Strafe am Platze. Pietrowski wurde wegen öffentlicher Beleidigung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Unna, 13. Nov.(Für das hier zu errichtende evangelische LehrerSeminar) sind jetzt die Baupläne nach hier gelangt. Die Arbeiten, die insgesamt einen Kostenaufwand von 350000 Mark erfordern, sollen im kommenden Frühjahr in Angriff genommen werden. Später wird dem Seminar eine Präparanden= Anstalt angegliedert. Aus den Racdarzeooinzen und Staaten. Wendthagen(Schaumb. Lippe, 13. Nov. (Einen schrecklichen Tod) erlitt der Stiefsohn des Ortsvorstehers Östermeier aus Nordsehl, als er Steine von hier holen wollte. Jafolge Versagens der Bremse geriet der Wagen auf dem steilen Bergwege ins Rollen, der junge Mann verlor die Herrschaft über die Pferde und geriet unter das Gespann, wobei er zu Tode geschleift wurde. Von den Pferden wurde eins getötet und zwei verwundet. Düsseldorf, 13. Nov.(Das größte Kamel) Man schreibt der„Rh. W Zig.“ von hier: Im hiesigen Zoologischen Garten standen ein Vater und sein Sohn bei den Kamelen, und das neugeborene kleine Kamel erregte die besondere Aufmerksamkeit des Jungen.„Vatter,“ sagte er,„es dat Kleene a Kingk von die Grote?“—„J ja!“— „Vatter, dont Kamele denn och hieroode (heiraten)?“—„Nu ja!“—„Motter,“ fragte dann nach einigem Nachdenken der Junge,„wat för ens es denn et Mamma Kamel und wat för ens et Papa=Kamel?“ —„Jong,“ sagte darauf die Mutter,„merk dech ens: Dat größte Kamel es immer der Vatter.“ Und friedlich zog die Familie von dannen. Aus den Kerisen Miaden und Büllete. Minden, 15. Noveuber.(Rohelt.) Mittwoch mittag sließ auf der Simeonsstraße der Arbeiter Fr. Kölling aus Friedewalde das Pferd des Landwitts Heinrich Rathert aus Friedewalde ohne Grund mit einem Tischenmesser derart in den Hals, daß das Aus den Reg.=Bez. Münser und Arusberg. Münster, 13. Novbr.(Eisenbahn= Unglück) In Coesseld wurde ein Brauereiwazen vom Eisenbahnzug überfahren. Der Bahnwärter hatte versäumt, die Wegeschranken zu schließen. Der Kutscher wurde leicht verletzt, sein 5jähriger Sohn getötet. Auch das Pferd wurde getötet. Dortmund, 14. Nov.(Aufgeschobene Hinrichtung.) Heute sollte der wegen Mordes zum Tode verurkeilte Adam Kurschuß hingerichtet werden. Die Geschworenen, Beamten und Vertreter der Behörden waren bereits versommelt, als auf Grund eines Telegramms der Staats anwalt die Hinrich= tung aufgeschoben wurde. Der Grund für die Verschiebung ist darin zu suchen, daß die Verteidigung des Kurschuß das Wiederaufnahmeverfahren betreibt. Bochum, 13. Nov.(Polnisches.) In einer Verhandlung der Straskammer wurde die Feindschaft der Polen gegen die deutsche Schule im Westen beleuchtet. Der radikalgesiunte Pole Anton Pietrowski zu Baukau holte am 27. Juli seinen Sohn gewaltsam aus der Schule. Die Lehrer, die ihn hindern wollten, beschimpfte er als deutsche Hunde. In der Verhandlung erklärte Lehrer Picker, daß der Nationalpole dem Lehrer das Züchtigungsrecht nicht zuerkenne. Nicht selten geständen die Polenkinder, zu Hause die deutsche Sprache nicht gebrauchen zu dürfen, wenn sie nicht Prügel ausgesetzt sein wollten. Das Gericht erwog laut„Ry.=W. Ztg.“ bei der Strafzumessung, daß der Argeklagte aus deutsch seindlicher Tendenz gehandelt, um die Danksagung für 5 weitere sehr nette Stübchen. Ein Polizeipräsident besucht mit seiner Frau Hoffnungstal und findet es dort so anmutig, daß beide sich entschließen, Gnadental ein Stüdchen zu scher ken.— Wieder ein alter Justizrat, der in den Fußtapfen seines Vorgängers in der Freude, daß ihm Arbeit gewährt ist, sein Stübchen mit folgenden Worten begleitet:„Ich hörte am Erntedankfeste eine Predigt über Psalm 128, 2: Du wirst dich nähren von deiner Hände Arbeit, wohl dir du hast es gut. Den Zusammenhang zu finden zwischen diesen Empfindungen und der Absicht für Gnadental ein Stübchen zu schicken überlasse ich Ihnen. Im übrigen rechne ich als selbst verständlich auf Verschweigen meines Namens.“ Ein alter Pastor kiht vom Grabe seiner eignen Schwester zurück und schreibt offenbar bewegt durch den Dank des alten Schiffskapitäns, der seiner Frau im Himmel eine Freude machen will: Ich möchte ihr auch gern wie jener Kapitän eine Freude im Himmel machen und werde daher morgen 2 Stühchen für Gaadental schicken.“ Zum fröhlichen Einzug in Gnadental schickt ein ungenannter Westfale 300 Mark mit folgenben Worten: „Zum fröhlichen Einzug in Gnadental WIl beitragen gerne mit einer Zahl Die nebenbei zu Ihnen spricht; Ein alter Freund vergisset Sie nicht.“ Es dankt von gartem Herzen den 4 freundlichen Gebern für die 5 Stäbchen und hofft auf fröhliche Nachfolger im Namen seiner Aiten von Guadental. Bethel bei Bielefeld, 12. Nov. 1907. F. v. Bodelschwingh. Schlachtviehpreise nach Lebendauf Grund amtlicher Marktberichte zusamminge: und ich einigen telegraphischen Berichten bearbeise#: der Centralstelle für Biehverwertung der Prenßischen der wirtschaftskammern Berlin W., Kötheue. Straß 3. Vorstehende Preise verstehen sich für 10.. Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20 5/8 Ta. De amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelst de arg gebenen Schlachtprozente umgerechnel. Vermichtes Leipzig, 14. Nov. Am 28. Oktober ist der 22jährige Kassierer Julius Michel von der Aktien Gesellschaft Aschinger= Berlin mit seinem ebenfells bei Aschinger angestellten Freunde, dem Buchhalter Reiche, nach Unterschlagungen von 35000 Mark geflüchtet. Reiche hat sich heute freiwillig bei der Leipziger Kiminaspoltzei gestellt, die noch 15712 Mark bei ihm vorfand. Wo sich Michel aushält will Reiche nicht wissen. Beiecktasten Dr. J. Im allgemeinen besteht viert. ljährige Kündigung, wenn aber das Mädchen den Lohn in monatlichen Raten erhält, dann kann es auch monatlich kündigen. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 15. November 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 3½ CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 6 C. Barometer 75,8 cm. Wind: Nord Wes. Himmel: teilweise bedeckt. Posen, 15. Nov. In polnischen Kreisen der Stadt und Provinz Posen hat es großes Aufsehen erregt, daß der bekannte Güter: agent Martin Bieder mann, der in den letzten Jahren Güter aus deutschen Händen ankaufte, *. Konkurs geraten ist, insolge der überaus hohen Preise, die Bieder. mann für deutsche Güter zahlte. Essen, 15. Nov. Zu der Aufsehen erregenden Inhibierung der Hinrichtung des Bergmannes Kurschuß wird gemeldet: Der Verteidiger dieses Bergmannes hatte beim Landgericht in Dortmund die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Diesen Antrag hat das Landgericht abgelehnt. Daraufhin hatte der Verteidiger gestern spät abends noch telegraphisch beim Oberlandesgericht in Hamm und beim Justizminister Beschwerde erhoben. Das Oberlandesgericht hatte in seiner Nachtsitzung die Entscheidung des Landgerichts aufgeyoven und ui. Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Diese Entscheidung ging der Staatsanwaltschaft erst gestern früh kurz vor dem Termin der Hinrichtung telegraphisch zu. Kurschuß war vom Gesangnis=Geistlichen schon auf seinen Tod vorbereitet worden. Warschau, 15. Nov. In den Gesellschaftskreisen Warschaus erregt die Verhaftung des Sohnes des Generalmajors Wilezinski großes Aufsehen. Der junge Mann wurde verhaftet, weil es sich heraus. stellte, daß er als Haupt einer Räuberbande einen Ueberfall auf das Gebäude der Staatsgüterverwaltung in Suwalki inszeuiert hatte. ur ddg sade de Bicht, Fpeunl Zironensastkar, gegen um,„ Fettsucht usw., teilt uns mit, daß er sein weschaft wieder übernommen und Piecer, Sie früher tadellosen Zitton rsast aus sen Früchten(lange haltbar) liesert. Liser dieser Zeitung erhalten Prodefläschchen nebst wendung und Dan schreiden vieler Geheilter Die Aeresse ist Heinr. #19 Be#lin 0. 34, Khrlasberger Stadt-Theater. Sonnabend, den 16. November Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr. Vorstellung zu kleinen Preisen: zum letzten Male Die Rabensteinerin. Von keiner Seite am Platze erOeffentl. Vortrag reichte Auswahl. 6 6 Konkurrenzlos Anläßlich seines 75. Geburtstages u. seiner 55 jährigen künstlerischen Wirksamkeit: Außerordentliche Gastspiele des könig: schauspielers Herrn August Junkermann. Sonntag, den 17. November cr., Anfang 7 Uhr Onke billige Preise. 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Mts., abends 8½ Uhr im Anschluß an die bereits bekannt gegebenen Vorträge in der Volkshalle, Papenmarkt 2, noch halten über: oder Sonntag. Dienstag, den 19. d. Mts., ferner in der Volkshalle, abends 8½ Uhr ein Vortrag für Männer und Frauen statt über: und Heilstätte Lutinoi Ostafrika. Es werden sprechen: Herr Miss.=Insp. Trittelvitz Herr„Georg Liebusch, der 7 Jahre in Lutindi tätg war, und der Vertreter der Arbeit in Lutindi, Herr Diakon Zurheiden. Freitag, den 15. November, abands 8 Uhr ### in der„Eintracht“ M. Abelliemiente-Konzert Grösstes Spezialgeschäft Bielefelds. Ernst Spalter, des städtischen Orchesters Leitung: Städt. Musikdirektor Prof.W. Lamping. Programm: Mozart: Symphonie Es-dur. L.„Weiner: Serenade. Schubert: Symphonie C-dur. Niedernstrasse 8—10. Bruchteidenden und A. V. a. Muhlen, billig Bielefeld, Ritterstr. 43. bieten meine Tag und Nacht tragbaren Gürtelbruchbänder Extrabequem& Monopol die größte Erleichterung. Für jeden Fall Extra=Anfertigung in eigener Wertstatt. 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Waren und Preise bezeugen, wie ernstlich es der Firma darum zu tun ist, die Bestände rasch umzusetzen, ihre Waren zu erneuern und so das Neueste immer zuerst bringen zu können. Die Firma ist eben vor allem bestrebt, nicht nur für den Augenblick zu verkaufen, sondern durch die Gediegenheit ihrer Lieferungen bei allerbilligsten Preisen, durch Promptheit und Coulanz ihre grosse und treue Kundschaft fortgesetzt zu vergrössern und zu vermehren. Heute nachmittag 4½ Uhr hat Gott der Herr unsern lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel, den Buchdruckereibesitzer Laulig Wettmann nach längerem Leiden, im 81. Lebensjahre, durch einen sanften Tod in die ewige Heimat abgerufen. Die trauernden Hinterbliebenen. 270. Bierteljährlich in der Geschäftsste an allen Postanste 1,20 M., bei tägl Zustellung in Biel 1,40 M., durch B träger 1,62 M Postzeitungslist Nr. 5381. Gütersloh und Potsdam, den 13. November 1907. Die Beerdigung findet statt Sonnabend, den 16. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Kökerstrasse 314 aus. Veranwortlich füre den rchaktionelen Teil,= Hermann, Lange, für den Reklaue und Iuseraten Tel R. Trantimnann, Deuc und Verlag von T. von der Mählen, sümtich in Bielsech. 16. Novembe Gustav Adolfs To 1632.— Friedric gest 1797.— Ge 1807.— J. N. B W. Riel, Kult 17. Novembe geb. 3.— General — Menschikow, Feldherr, geb. 1672 Geschichtsschreiber, Katharina II. v Uebergabe von 1818.— Gröff: 1869.— Sieg de armee bei Dreux, lichen Botschaft Ueber sprach sich in sei Dr. von Heyde folgendermaßen au will ma vertretung? Das die sich jeder prak. soll die Jateresse nötigen Sachkenntr Nachdruck verir tei Regierung, wo ist, Unterstützung fragen, ob das pr in seiner je setzung diesen Ai werden ist?(Be können in dieser bis 25 Jahre für lassen. Wenn es vollständig aktion Volkes haben, die ist, so vermisse ie lassung, einen solg so'che Sache anzure Zweifel, bis in litzte Faser des und eine Agitation man fragen könnte, nug davon hat. Aber dieses Wah hören, von den Libe wird, hat seinerzett h5.t. Denken Sie zeit. Da hat das Weise gesiegt, daß Abgeordnetenhans ei der Regierung Stich man nicht gehört, de hätten, das Wahlrech Sie sehen, wie es Städten machen, recht haben: feagen ob er auch in Bei wahlen das allgemei will, dann heißt es: was anderes! Sie jenigen, die diese Disequenzen aus der ziehen, sondern daß handeln würde, das machen, als einem Bedürfnisse zu entspr Richtung im preußisc andere, künstliche Ob wir dabei mi bereit finden lassen uns also sehr reiflich hier nicht untersuchen, nicht theoretisch und möglich wäre und wa an Verbesserungen hie gezogen werden könn scheint mir kein zwin liegen, diese Fragen zu bringen, und zwar es doch mit der Nen nicht abgehen würde