=Aufseher ütze des Meisters für warenfabrik in der lds(kl. einf. Massens. Handarbeit) gesucht. ß energisch, im Umbeitern erfahren und die Arbeit unter d Arbeiterinnen einmussichtigen zu können. ter Handwerker wird elle, welche dauernd Jeder Fachkundige irzer Zeit einarbeiten. beten unter•2510. 3tg. Krrote Ritesser, Pusteln, en Hautunreinig= antausschläge veredingt beim täglichen Steckenpferd erschwefel=Seife ei: L. Schäfer, elefeld. k. das Los! issburger Lotterie ewinnaussichten her 16. November betrag 1. W. 00 Mk. uptgewinn 00 Mk. uptgewinn 50 Mk. une zusammen 00 Mk. 11 Lose 1 Ik rto u. Liste 5 Pig. as General-Debit Strassburg I. Eie. Langestr. 107. ei H. Schindelbauer en ter nstr. 45 Herford sollen schlerarbeiten in Turnhallengebäudes. der Aula und mterlagen liegen zur Einsicht aus. fschrift versehene etreffenden VerEinsendung von ten Regierungsfnungstermin r 1907, g 15, post= und ei Abschluß der tober 1907. ag. Geh. Baurat. Honsberg. n Bielefeld. 31. behr geseillceshieseke en allen Postanstalten .20., bei täglicher Zustellung in Bielefeld #0., durch Beietwäger.62 M. serdie etun zelle oder 15 Pf., Reklamen r 257 Sonnabend, 26. Oktober 1907. K Erstes Blatt. Historischer Kalender. 26. Oktober: Freiherr vom Stein, preußischer Staatsmann, geb. 1757.— W. Hogarth, Maler und Kupferstecher, gest. 1764.— Graf Moltke, 1800.— Albr. Thaer, Landwirt, gest. 1828.— Leonhard Windscheid, Rechtslehrer, gest. 1892.— Graf Cavrivi tritt von seinem Amt als Reichskanzler zurück, 1894.— 27. Oktober: Kaiser Albrecht II, gest. 1439.— James Cook, Weltumsegler, geb. 1728.— Gneisenau, preuß. Generalfeldmarschall, geb. 1760.— Napoleons Einzug in Berlin, 1806.— Metz kapituliert, 3 Marschälle, 4000 Offiziere, 173000 Mann gefangen, 1870. Blocktheorie und Blockpraxis. C. C. In welchem Maße auf der Linken die Aufgaben und die Bedeutung des sogen. Reichstagsblocks verkannt werden, ist wieder aus einer Rede zu ersehen, die vor kurzem der Reichstags=Abgeordnete Dr. MüllerMeiningen im liberalen Verein„FreiMünchen" gehalten hat. In diesem Vortrage sprach sich der freisinnige Pirlamenttarier über die politische Lage dahin aus, daß der nationale Block die Aufgabe habe, die bürgerlichen Parteien zu praktischen Zwecken zusammenzuhalten, und zwar unter Ausschluß des„klerikalen Blocks"(Polen, Elsässer, Welfen) und der Sozialdemokcaten; daß aber keinerlei mündliche oder schriftliche Abmachung bestehe und keine Partei der anderen zumute, ihr Programm zu verletzen. Das ist in der Tat die von den Blockparteien wie auch von der Regierung im allgemeinen anerkannte Theorie. In der Praxis aber nimmt der Redner einen etwas anderen Standpunkt ein. Er führte weiter aus, während dir sogen. nationale Block nur ein loses Zusaa menorbeiten der Minderheit vom 13. Dezember und nunmehrigen Mehrheit in Zweckmäßigkeitsfragen bedeute, sei der links liberale Block eine genau stipulierte Fraktionsgemeinschoft, die die Zerrissenheit der liberalen Kreise mitdern solle. Der Linksliberolismus sei durch die Gunft der Verhältnisse an Stelle des Zeutrums zum ausschlaggebenden Faktor geworden und habe die Verantwortlichkeit eines solchen zu tragen. Diesen Gesichtspunkt sollte der Lirksliberalismus nur so rasch wie möglich auf geben; denn er ist nicht nur unhaltbar, sondern auch dem Zusammhalten des Blocks schädlich. Wenn die ganze Wirkung der letzten Reichstagswahlen die sein sollte, daß schließlich an Stelle der ausschlaggebenden Zentiumspartei der ausschlaggebende Freisinn im Reichstage die Herrschaft ausübte, dann hätte man sich die Auflösung des Parlaments ersparen können. Parteiherrschaft bleibt unerträglich, möge sie vom Zentrum oder vom Linksliberalismus ausgeübt werden. Innerhalb des Blocks aber, der bekanntlich zu ziemlich gleichen Hälften aus konservativen und liberalen Abgeordneten besteht, würde die Betätigung eines„ausschlag gebenden Faktors“ zu den Unmöglichkeiten gehören. Im Block ist jede einzelne Gruppe ausschlaggebend, denn wenn sie ausfällt, so ist es mit der ganzen Blockmehrheit vorbei. Daraus ergibt sich, daß jeder einzelnen Blockgruppe die Möglichkeit gegeben sein muß, als„ausschlaggebender Faktor“ auszutreten. Mit anderen Worten: jede Gruppe hat dem Block als solchem Zugeständnisse zu machen; der Anspruch, unter allen Umständen ausschlaggebend zu sein, führt zum Zerfall der konservativ liberalen Mehrheit. Es ist nicht überflüssig, darauf hinzuweisen, daß seitens der konservativen Partei, die die stärkste Gruppe des Blocks darstellt, Ansprüche dieser Art noch niemals erhoben worden sind. Behaupten linksstehende Blätter, die Rechte würde, je näher der Beginn der Pulamentsverhandlungen heranrücke, immer neroöser, so schließen sie nur von sich und ihren Parteien auf andere. Wir können nur konstatieren, daß die Konservativen die Eat hüllung der Ziele der Bleckpolitik mit aller Ruhe abworten; aber natürlich mit allem Nachdruck Verwahrung einlegen, wenn ihnen zugemutet werden soll, sortan die Geschäfte der Linken zu besorgen, deren politische Stellung, die sie, wie Dr. Müller zutreffend bemerkte, nur der Gunst der Verhältnissverdanken, zu befestigen, also gewissermaßen parteipolitisch abzudanken. Der Gedanke, den ausschlaggebenden Faktor zu spielen, mag für den Freisinn ja ungemein wohltuend sein; aber er gehört zu denen, die nur Wünschen Ausbruck geben. Das Zentrum war seinerzeit wirklich ausschlaggebend, denn es besaß die Möglichkeit der doppelten Mehrheitsbildung. Der Freisinn aber ist gar nicht imstande— außerhalb des Blocks— überhaupt eine Mehrheit zusammenzubringen. Er ist also höchstens ausschlaggebend für den Zerfall des Blocks. Aber Dr. Müller= Meiningen legt Wert darauf, zu versichern, daß der Linksliberalismus keine persönliche Politik treibe, nicht um liberale Ministerposten buhle, keine persön lichen Vorteile wolle, sondern„einzig und allein“ den freiheitlichen Ausbau unseres Staats wesens, die Liberalisierung des Reichsgedarkens als Ziel verfolge, Verwohrungen gegen einen Verdacht, der von keiner Seite ausgesprochen worden ist, sollte man lieber unterlossen; aber daykeuswert ist das Bekenntnis, daß der Freisinn in der Block politik„einzig und allein" parteipolitische e se Pe eritn wrat. ar Muh. für die Sesamtheit schließlich nicht viel heraeus wiumen. Politische Nachrichten dem deutschen Reiche 25. Oktober. .„4 Kawesianbeit des Kaisers fand heute vor mittag in Tegel ein Aufstieg der beiden zenkbaten Luf#schiffe statt. Der Wind wel 9 Meler stark. Beide Ballons manövetierten glatt, besonders der Pasevalsche Nach den Uebungen begab sich der Kaiser in das Kasino, no Major Groß eine Ansprache hielt, auf tie der Kaiser antwortete und jagte, er habe bisher der Frage, ob lenkbare Ballons möglich seien, sleptisch gegenübergestanden. Nach dem, was er heute gesehen, blicke er hoffnungsvoll in die Zukunft und glaube bestimmt an weitere Erfolge. Von der beabsichtigten Entsendung einiger deutscher Offiziere nach Japan ist, nach der„N. P..“, vorläufiz Abfsand genommen worden Der Reichskanzler hat in Klein=Floltbeck eine Deputation der christlichnationalen Arbeiter empfangen und ihnen erklärt:„Seien Sie versichert, meine Herren, daß die Sozialpolitik nach dem Willen unseres Kaisers fortgeführt werden wird. Wenn der Fortschritt auf manchem Gebiete sich nicht so rasch vollzieht, wie Sie wünschen, so wollen Sie dabei im Auge haben, daß die Reichsverwaltung die Interessen aller Stände wahrzunehmen hat und daß eine gesunde und kräftige Sozialpolitik von der gesamten Volksauffassung getragen werden muß. Nichts aber wird das soziale Verständnis der gesamten Nation mehr sördern, als wenn die deutsche Arbeiterschaft sich in immer weiterem Umfange auf natiovalen Boden stellt. Damit begegnet sie sich in einer Solidarität mit den andern Ständen, die auf der andern Seite nicht unerwidert bleiben wird und die Freudigkeit stärkt zu weiterem Fortschritte auf sozialem Boden. So wird die deutsche Arbeiterschaft, indem sie frei von einseitigen Forderungen ihr eigenes Interesse vertritt, die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse des deutschen Arbeiterstandes heben.“ Aus Schönbrunn, 25. Okt. Nach dem „Wiener Korr.=Bur.“ werden, da die Genesung des Kaisers ununterbrochen fortschreitet, Bulletins nicht mehr ausgegeben. Wien, 24. Olt. Der Odmann des deutschnationalen Verbandes setzte heute den Ministerpräsidenten in Kenntnis, daß die deutschen Parteien die Erledigung des Ausgleichs als Staatsnotwendigkeit erachten und daß daher Zugeständnisse für die Abstimmung irgend einer Partei nicht zulässig seien, baß irgend eine Zusage an die Tschechen aus diesem Anlasse von den deutschen Parteien als casus belli betrachtet würde. Wien, 25 Okt. Die beiden tschechischen Minister Forscht und Pacak überreichten heute dem Ministerpräsidenten ihre Demission, nachdem die Differenzen zwichen den Ministern und dem Tschechenklub nicht beigelegt sind. Paris, 24. Oktober. Gegen den Autimilitaristen Hervé ist ein gerichtliches Verfahren wegen seiner Aufhetzungen eingeleitet worden. Balkanhalbinsel. Nach in Athen eingetroffenen Nachrichten hat eine starke bulgartsche Bande das Dorf Rekoron bei Monustir vollständig verwüstet, so daß 131 Häuser zerstört wurden und nur 10 Gebäude stehen bleiben. 5 Männer und 2 Frauen kamen dabei um. London, 25. Oktbr. Blättermeldungen aus Gibraltar zufolge, hat Muley Hafid gestern abend einen Argrifs auf Mogador gemacht. Die Kriegsschiffe „Admiral Aubé" und„Desaix“ eröff neten das Feuer und brachten den Angreifern schwere Verluste bei. Ueber 1000 Mann der Armee Ahdul Asis wurden von dem dort eingetroffenen Truppentrausport= dampfer„Artois“ sofort als Verstärkung der Garnison gelandet. Rio de Janeiro, 24. Oktober. Der Bundespräsident hat an den Deut: schen Kaiser ein Telegramm gerichtet, in welchem er ihm mitteilt, deß er sich freue, beim Besuche des Schulschiffes„Moltke“ zum ersten Mise Gelegenheit gehabt zu baben, die außerordentliche Tüchtigkeit, Disziplin und Ausbildung der deutschen Offiziere und Mannschaften zu bewundern. Der Präsident dankte des weiteren dafür, daß die Offiziere die Erlaubnis erhielten, hier länger als gewöhnlich zu verweilen, wo tausende von Deutschen an dem Fortschritt Brasiliens mitarbeiten. Er hoffe, daß sich zwischen diesem und Deutschland stets festere Banden unverbrüderlicher Freundschaf schlingen werden. Der Kaiser sandte in einem Antworttelegramm, in welchem er seinen Dank sowie den Wursch ausspricht, daß die lansjährige Freundschaft immer stärker und Gott den Präsidenten und Brasilten schützen möge. Das Reich Gottes in unserer Zeit. 3. Vortrag. Dr. Lepsius. Im Evangelium ist vielfach vom Himmelreich die Rede. Gemeint is damit das Reich Gottes, wie die Parallelen zeigen. Das Reich Gottes ist in dieser Welt. Vor Jesus war diese Welt unter der Herrschaft des Satans. Jesus hat durch seinen Tod das Richt des Satans gebrochen, die Erde geheiligt, den Menschen zum Eigentum Gottes erworhen. Vorbereitet ist das mit Jesus kommende Reich Gottes im alten Testament. Das Reich Gottes war hier ein Staat, in dem Gott unsichtbarer König war. Sichtbarer König aber wurde der Vater erst im Sohne. Darum trat Jesus beim Einzug und im Tempel als der König auf, aber als der Körig, der für sein Volk stirbt. Durch seinen Tod steigt er statt auf Davids Thron auf den Thron des Menschensohnes. Als solcher sendet er die Arostel ens unter alle Völker. Sie trobern die Volker für dus Reich Ert###. Den Beruf der Apostel führt die Kirche sort. Sie erobern die Menschheit für Gott durch das Wort, um das ganze Leben desseihen dem Willen Goites zu unte werfen. Für alle heißt es: Teachlet am ersten nach dem Reiche Gottes! Jeder soll sich, seinen Kreis, sein Volk auferbauen zu Gliedern des Riches Gottes. Daraus fließen Pflichten nach iunen zum Ausbau unseres Volks im Sinne des Reiches Gottes und Pflichten nach außen zur Ausbreitung des Reiches Gottes in andere Völker hinein. Unser Volk het soweit eine Zukunft, als es die Sache des Riches Gottes auf Erden zu seiner Sache macht. Das Volk der Reformation sollte an der Spitze der Missiorsvöller steher. Heihen, Juden und Mohammedaner gilt es zu gewinnen, 233 Millionen Mohammedaner, von denen 160 Millionen unter der Herrschaft von Christenvölkern stehen. Aber auch die modeenen Heiden in der Christenheit müssen dem Reiche Gottes gewonnen werden. Für sie alle ist das Haus Gottes hier auf Ecben; in ihm sollen wir als seine Kinder leben. Das Recht dazu haben wir durch den Kreuz###tod Jesu. Sorge ist daher in Gottes Augen Sünde gegen ihn, den Vater, der uns auch durch Not und Schmerz zu sich zieht. Diesen Kindesgeist erhalten wir durch den Sohn. Darum ist uns sein Leben so genau aufgezeichnet, sein Leben auf Erden, damit wir unser irdisches Liben in Gottes Dierst stellen lernen. Ihm dienen wir aber am Nächsten. Alles Tun muß Dienst Gottes werden. So gewinnt jedes Tun ewigen Wert, in en die Erde die ewige Hütte Gottes für die Menschen wird. und Prsvin zieller Bielefeld, 26. Oktoder (Der Wert von Polizeihunden.) Ueber den Wert von Polizeihunden schreibt die Zeitschrift„Der Stadtverordnete“ folgendes:„Man verwende: der Polszeihund besonders beim Nacht ienst der Beamten; den unter dem Schutze der Durkelheit werden bekanntlich die meisten Verbeechen und Straftaten begargen. Bermöge seiner scharfen Sinnesorgane kann der Hund den Beamten auf dasslichtscheue Gefindel aufmerksam machen undverdächtige Geräusche in größerer ober geringerer Entfernung durch Krurren melden. Wie oft kommt es vor, daß auf den Nachtpolizeibeamten aus der Hinkerhalt geschossen wird, ohne daß es gelingt, den Tater festzunehmen! Vor= und seitwärts sucht dagegen der Polizeihund den Bezirk seines Führers nach obdachlosen Stromern und anderem Gefindel ab. Rußestörer, die der Beamte nicht erreichen kanv, werden vom Hunde gestellt und dadurch deren Festnahme ermöglicht. Beim Teansport von Gesangenen leistet der Hund große Dienste. Besonders aber soll er den Beamten vor tätlichen Angriffen schützten. Man hat Beweise dafür, daß ein guter Hund einem bedrängten Beamten drei vier und mehr Angreiser vom Leibe zu halten vermag, wodurch die Gefahr in solchen Fällen, in denen man fonst die Schußweffe verwendete, für die Beteiligten und undeteiligte Ungebung vermieden wird. In vielen Orten der Industriebezirke, mo sonst wigen der herrschenden Unsicherheit und der vielen Avgriffe auf Beamte diese des Nachts nur zu zweien gehen konnten, versieht jetzt rur ein Polizeibeamter mit seinem Diensthund den Dienst. Die Sicherheit und Ruhe auf der Straße ist seit der Zeit, daß die Polizeihunbe in den Dienst gestellt werden, bedeutend erhöht worden. Einzelne Häuser und Straßenblöck: und kleinere Anlagen braucht der Beamte nicht mehr abzusuchen, sondern läßt dies seinen Hund tun. In vielen Octen, wo Polizeihunde verwendet werden, wird kein einziger Diebstahl mehr zur Nachtzeit unternommen. Garten= und Felddieb stähle, die sonst zur Tagesordnung gehörten, kommen nur noch vereinzelt vor, da die Hunde die Diebe vielfach eingeholt und gestellt und auch sonst ausfindig gemacht haben. Besondere Umstände sind die Veranlassung, daß der Polizeibeamte von der Wache Verstärkung erbitten muß oder ein Unglück zu welden hat, während er selbst seinen Platz nicht verlassen darf. Hat er dann einen Polizeihund der im Meldedienstüberbringen ausgebildet ist, bei sich, so kann er diesen mit der Meldung nach der Wache senden. — Im allgemeinen belaufen sich jährlich die Unterhaltungskosten auf etwa 100 bis 120 Mk. für jeden Hund; dabei sind die Anschaffangskosten nicht mit einbegriffen. Fertig abgeführte Polizeihunde sind nicht unter 250—500 Ml. zu haben. Bei dem großen Mangel an Schutzleuten und Polizeiserzeanten können diese Ausgaben gar nicht in Betracht kommen, da die Polizeihunde den Gemeinden Ordnung, Ruhe und Sicherheit herstellen helfen. Man hat Beweise, daß durch einen Beamten, der von einem Polizeihunde begleitet ist, bedeutet mehr erreicht werden kann, als durch zwei Beamten, und der Ankauf, die Dressur und Pflege eefordern bedeutend weniger Mittel, als die Anstellung eines Beamten. Mithin ist die Einführung von Po.izeihunden für die Gemeinden ein Mittel, ihre Ausgaben für Polizeihunden für Polizeizwecke sehr zu vermindenn, gleichzeitig die polizeiliche Ueberwachung zu erhöhen und die Beamten vor Dienstbeschädigungen und Unglücksfällen zu schützen.“ 8(Der Bielefelder Zweigverein der Gustav Adolf=Stiftung) konnte im vorigen Jahre an zerstreute evangelische Gemeinden des In= und Auslandes über 3700 Mk. verteilen. Dazu kommen noch von den drei Fcauenvereinen in Bieleseld 764, 296 und 675 Märk. Am Sonntag, den 27. Oktober wird der Verein, nachmittags 2½ Uhr, sein Jahresfest in Jöllenbeck feiern. Dabei werden nach der Predigt des Pastor Waubke Mitteilungen gemacht werden über diese segensreiche Liebestätigkeit. (Vorbereitung auf dir Meisterprufung.) Nach dem Beschlusse des Vorstandes der gewerblichen Fortbildungsschule soll zur„Vorbereitung auf die theoretische Meisterprüfung ein etwa 80 Stunden umfassender Kursus in Buchführung, Korrespondenz. Rechnen, Gesetzeskunde usw. von Mitte November ab eingerichtet werden. Der Unterricht wird an drei Wochentagen abends von—10 Uhr in einem Zimmer des Gewerbeschulgebäudes erteilt werden. Das Schulgeld beträgt 16 Mark. Meldungen werden in dem Gewerbeschulgebäude Zimmer 12, entgegengenommen. (Landwirtschaftlicher Kreisverein.) Schluß.) Die Krankheitserreger(Spaltpilze) gelangen durch Einatmen(Stäubchenansteckung), bei Unterhaltungen(Tröpschenansteckung) und auch durch die Milch(seltener durch Fleisch) kranker Kühe in den menschlichen Körper. Menschen mit schwindsüchtigem Körperbau zeigen eine große Empfänglichkeit; dagegen ist eine einmalige Ansteckung bei Gesunden nicht gefährlich. In gewissen Berufen tritt die Tuberkulose sehr häufig auf, wie z. B. bei Drechslern, Müllern, Steinhauern u. s. w. Auch ungesunde Wohnungen, schlechte Ernährung und übermäßiger Genuß von Alkohol tragen zur Gefährdung des Körpers in dieser Hinsicht bei. Als Maßnahmen zum Schutz gegen die Tuberkulose führt Redner auf: Häufiger Aufenthalt in frischer Luft, gute Wohnungen, gute Ernährung, rechte Wahl des Berufs für schwächliche Personen, Vernichten des Auswurfs, Vermeiden des Küssens kranker Personen, vorsichtige Säuberung des Eß= und Trinkgefäße, Kochen der Rilch, Halten der Milchkühe in guten Ställen, in denen auf peinliche Sauberkeit zu achten sei. Was die Behantlung der ausgebrochenen Klankheit anlangt, schlägt der Herr Medizinalarzt vor: Der Kranke muß im Zmmer für sich schlasen, Schwerkranke müssen in Krankenhausern untergebracht werden. Zum Schluß betont Redner, daß es einer weisen Regierung, tüchtig geschulten Aerzten und einem intelligenten Volke möglich sein werde, die Tuberkulose weiter erfolgreich zu bekämpfen.— Der Vorsitzende sprach dem Herrn Medizinalrat für seinen lehrreichen Bortrag den Dank des Vereins aus und stellte dann das Gehörte zur Diskussion. Das Wort ergriff Herr Dr. Steinriebe aus Münster, der von der Landwirt= schaftskammer zur Teilnahme an der GeneralVersammlung abgesandt war. Derselbe besprach in längerer Ausführung die Tuberkulose beim Rindvieh. Er forderte auf, die Tiere mit offener Tuberkulose auszuscheiden und nur Tiere von Züchtervereinigungen, die sich dem Ostertagschen Verfahren unterstellt hätten, zu beziehen. Ferner ersuchte er den Verein, sich an der seitens der Landwirtschaftskammer geplanten Einrichtung deines Tuberkulose=Untersuchungkamtes zu beteiligen. Die Kosten seien gering und würden pro Kuh 30—50 Pfg. und pro Bullen 1 Mk. betragen.— An der nun folgenden sehr lebhaften Debatte beteiligten sich unter anderen die Herren: Veterinärrat Baldewein, Lücking, Henke, Meyer zu Hollen, H. Eickhoff und Amtmann Hilvoll. Alle waren der Meirung, mit allen Kräften gegen die Tuberkulose beim Vieh vorzugehen, aber auch darauf hinzuwirken, daß in den Molkereien den Vorschriften gemäß gearbeitet werde.— Der Herr Vorsitzende daß der Verein der seitens der Landwirt geplanten Einrichtung sympathisch gegenübersteht und daß die größeren Besitzer ihren bekannt gegeben werde.— Zum Schluß wurde bestglossen, das Stiftungsfest am 22. Nov. in hergebrachter Weise in den Räumen des neuen evangel. Vereinshauses zu feiern. **(Der Vorgarten= und Balkon schmuck in unserer Stadt) hat in den letzten Jahren, seitdem vom Verschönerungsverein und von dem Vereine selbständiger Gärtner Preise für gute Unterhaltung der Balkone und Vorgärten gegeben sind, un streitig sehr gewonnen. An vielen Stellen ließe sich aber noch marches bessern. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn der Balkonschmuck künftig in der Wahl der Blumensorten etwas mehr Abwechselung und Reichhaltigkeit zeigte. Die Gleichfarbigkeit eines rosa Graniumschmuckes ist etwas schönes, doch könnte ein Wechsel mit anderen Farben und anderen Blumen zur Beledung wesentlich beitragen. Und es gibt eine ganze Reihe anderer Blumen, die hier am Platze wären. Auf diesem auch den Minderbemittelten offenen Gebiete des Balkon= und Finsterschmuckes würde es so recht angebracht sein, persönlicher Blumenliebhaberei und eigenem Kunstempfinden freien Lauf zu lassen. Bei der Beurteilung der Vorgärten vor der diesjährigen Preisbestimmung fiel es den Preisrichtern auf, daß mancherlei Gestaltungen üblich sind, bei denen die Wirkung nicht im Verhältnis zu den aufgewendeten Mitteln steht. Man soll in einem Vorgarten von etwa 3 Meter Tiefe nicht einen Park mit gewundenen Wegen, unregelmäßigen Buschgruppen, Hügeln und Grotten nachzuahmen suchen. Der Vorgarten kann nur den Zweck haben, einen fröhlichen Ton in das Straßen bild zu bringen, dem Hause als saubere Folie zu dienen und gegen das Leben der Straße besser abzuschließen. Man sollte nicht daran denken, hier einen Garten im landläufigen Sinne anzulegen, sondern sich bemühen, die saubere einheitliche Rasenfläche mit wenigen, großzügigen Pflanzen zum Hause in Beziehung zu bringen, den Weg, wenn er nicht zu vermeiden ist, hart an die Vorgarteneinfriedigung zu legen, wo er von der Straße aus durch den Sockel der Einfriedizung verdeckt dem Auge des Vorübergehenden nicht störend sichtbar ist, und schließlich sollte ein schwales, langes, vielleicht mit Buchsbaum sauber eingefaßtes und mit leuchtenden Staudengewächsen beetztes Blumenbeet als schönster Schmuck der Hausfront vorgelagert sein. Hk.(Steuer=Auskunftspflicht des Arbeitgebers.) Aus der Handelskammer zu Bielefeld wird uns folgendes geschrieben:„Mit Rücksicht auf die noch immer vorhandene Unklarheit, die über die Art und den Umfang der Steuerauskunstspflicht des Arbeitgebers in den weitesten Kreisen besteht, sei darauf hingewiesen, daß die Novelle vom 18. Juni 1907 zum§ 23 des Einkommensteuergesetzeszden Arbeitgeber verpflichtet, der Gemeindebehörde seiner gewerblichen Niederlassung für diejenigen Angestellten, deren Einkommen den Betrag von 3000 Mark nicht übersteigt, eine Liste einzureichen, die neben der Höhe des Einkommens Wohnort und Wohnung des Angestellten enthalten muß. Eine Verpflichtung zur Angabe von Wohnort und Wohnung besteht jedoch nur insoweit, als diese dem Arbeitgeber bekannt sind. Ferner hat das Gesetz für diejenigen. Angestellten, welche ein Einkommen von mehr als 8000 Mark haben, keine Geltung, und schließlich ist lediglich der Magistrat des Ortes der gewerblichen Niederlassung, nicht aber auch derjenige des Wohnortes des Arbeitnehmers zur Einholung der Auskunft berechtigt. Dem entsprechend muß das Verlangen einzelner Vorortgemeinden an außerhalb ihrer Gemeinde domizilierenden Unternehmer, über die bei ihnen beschäftigten, in der betreffenden Vorortgemeinde wohnenden Angestellten Auskunft zu erteilen, als nicht berechtigt zurückgewiesen werden.“ R. u. Tpl.(Städtisches Museum.)(Hauseinrichtungen und geschichtliche Abteilung.) 3. Vierteljahr 1907. 166. a) Denar des Kaisers Tiberius, b) Mindener Gulden des Gr. Kurfürsten 1676. 167. Zinnerne Kanne. 168. Bettstelle mit Himmel. Geschenkt von Herrn C. Lohmann. 169. Zwei Haubenschachteldeckel. 170. Oellampe. 171. Gepolsteter Armstuhl. 172. Fünf alte Tärschlösser. 178. a) Oellämpchen, b) Spiegelverzierung. 174. Spiegelrahmen. 175. Spiegelverzierung. 176. Photographie des Hauses Markt 11. Geschenkt von Frau Anna Meyer geb. Epping. 177. Große und kleine Feuersteinmesser, Steinbeil, kleine Urne mit Deckel, verzierte Scherben, Bronzespangen u. a. 178. a) Urnenscherben, b) Beigefäß, c) Bronzestückchen. Alles aus Südlengern. Vermittelt durch Herrn Oberlehrer Langewiesche, Bünde. 179. a) Urnenscherben, d) durchlochter Stein, c) zerbrochene Urne. Alles aus Obernbeck. Vermittelt durch denselben. 180. Halsschmuck aus der Schildescher Gegend. 181. Gedächtnistafel aus einer Kirche aus der Zeit der Freiheitskriege. Ueberwiesen vom Magistrat. 182. Spiegelverzierung. Geschenkt von Herrn Schlossermeister Bartling. 183. Anrichte. Geschenkt von Herrn #. Crüwell. 184. Gesellenbrief von 1788. Geschenkt von Herrn S. Huxohl. 185. Bibel von 1670. Geschenkt von Frau Heyer. 186. a) u. b) Zwei zinnerne Leuchter. 187. a) Irdener Henkeltopf, b) Irdene Kaffeckanne. 188. a) u. b) Zwei eiserne Feuerböcke. 189 a) u. b) Zwei Schnapsgläser. 190 60 Fliesen mit diblischen Darstellungen. 191. Kleiner Nähtisch. 192. Dreieckiger Stuhl. 193. Irdener Bierkrug. 194. Eiserner Wandofen. 195. Ein Paar eiserne Brandruten. 196. Zehn eiserne Kesselhaken. 197. Pfannhahle. 198. 15 geschmiedete Türbänder. 199. 25 alte Türschlösser. 200. Alter Fenster= und Truhenbeschlag. 201. a) u. b) Zwei Feuerstübchen. 202. Geschnitztes eichenes Kapitell. 203. 16 alte Koffergriffe. 204. Schiebelampe. 205. Stuhl. Geschenkt von Frau L. Engeling. 206. Koffer mit Eisenbeschlag und Bemalung. Von derselben. 207/8. Kaffeekanne und Zuckerschale. 209. Stuhl. 210. Windfangtür aus dem Hause Niedernstr. 12. Geschenkt von Herrn Maurermeister Geus. 211. Maßwerk von 8 Fenstern der Johanniskirche zu Herford. Vermittelt durch Herrn Geheimrat Bächling. 212. a) u. b) Zwei Wandspiegel 213. Handtuchhalter. 214. a) u. b) Zwei Bierkrüge. 215. Zinnleuchter. 216. Stehuhr. 217. a) u. b) Zwei Leuchter. 218. a) u. b) Zwei Kaffeekannen. Geschenkt von Herrn Heitmeier in Rheda. 219. Tisch. 220. a) u. b) Zwei Stühle. 221. Zinnernes Oellämpchen. 222. Altes Fenster. 223. Haubenstock. Geschenkt von Herrn Blinne. 224. Handwage. Von demselben. 225. Altes Vorlegeschloß. Von demselben. 226. Hölzerne Teekasten. Geschenkt von Frau Meier zu Sieker, Heepen. 227. a) Irdener Teller, b) Porzellanfläschchen, c) Glasschälchen, d) Irdener Teller, e) Goldwage, t) Pfeife mit Pfeisenstopfer. Von derselben. 228 Tisch. 229. Bergmannslampe. Geschenkt von Herrn Lehrer Bitter. 230. Geschirrrahmen. 231.), b) u. c) Trei Bände Photographien alter Bielefelder Haustüren. Geschenkt von Herrn Kommerzienrat Belhagen und Herrn Direktor Tiemann. 232. Kellersenstervergitterung aus dem Hause Detmolderstraße 11. Geschenkt von Herrn Gastwirt A. Strübe. 233. Spulmaschine mit allem Zubehör. Geschenkt von Herrn B. Schiff in Heidenoldendorf. 234. Gehäuse für Standuhr. 235. Oellampe 236. Fuß eines Gesäßes vom Urnenfriedhof Obernbeck bei Löhne. Von Herrn Oberlehrer Langewiesche, Bünde. 237. Altes Tongesäß aus der Werre bei Löhne. Von demselben. 238. Drei Mützen. Geschenkt von Frau Meier zu Sieker, Heepen. 239. Belgische Mütze. Geschenkt von Quintaner Brune. 240. Lippisches 6 Pfennig.=Stück des 17. Jahrhunderts und preußischer Halbgroschen 1777. Geschenkt von Herrn Malermeister Stratmann, Brackwede. 241. Eine Reihe wertvoller Abdrücke ravensbergischer Münzen von 1609 bis 1647. Geschenkt von Herrn Alfred Noß, Elberfeld. 242. Alte Kupfermünze. Geschenkt von Herrn Gärtner Hoffmann. 243 Zwei Knöpfe, Bauurntracht. 244. Uhrkette eines Dorfschlachters. 245. Armschild eines Hornisten der alten Feuerwehr. Geschenkt von Frau Anton. 246 Ring, Holzkohle und Tonpseisen aus der Schanze bei Werther. Geschenkt von Herrn Photograph Baumann. m.(Gefunden) 1 filberne Damenuhr mit Kette, 1 braunes Damenportemonnaie, inliegend 1 Rosenkranz, 1 wildledernes Danesportemonvaie mit geringem Inhalt, 1 braunes Herrenportemonnaie. m.(Verloren.) 1 silberne Damenuhr, 1 Paket mit 3 weißen Schürzen. m.(Entlaufen.) Jagdhund, braun, Brust etwas weiß. 60 Zentimeter hoch, auf den Namen„Treff“ hörend. (Wochenspielplan des Stadttheaters.) Sonntag, 27. Okt., 7 Uhr:„Der Stabstrompeter". Gesangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt. Musik von Steffens.— Montag, 28. Okt., 8 Uhr. Zum zweiten Male:„Das Erbe“. Schauspiel in 4 Aufzügen von Felix Philippi.— Dienstag, 29. Okt., 7½ Uhr: Zum letzten Male:„Was ihr wollt" oder: „Der Dreikönigsabend". Lustspiel in 4 Akten von Shakespeare. Mit der gesamten Musik zu Rosamunde von Franz Schubert. — Mittwoch, 80. Okt., 7½ Uhr: Zum letzten Male:„Der blinde Passagier". Lustspiel in 8 Akten von O. Blumenthal und G. Kadelburg. — Donnerstag, 31. Okt., 7½ Uhr: Zum ersten Male:„Vater und Sohn". Lustspiel in 3 Akten von Gustav Eemann.— Sonnabend, 7½ Uhr: Vorstellung zu kleinen Preisen. „Zriny“. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen von Theodor Körner. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Heute wird als Klassiker=Vorstellung zu kleinen Preisen„Die Braut von Messina", Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller gegeben. Für Sonntag abend 7 Uhr ist eine nur einmalige Aufführung der übermütigen Gesangsposse„Der Stadstrompeter“ von Mannstädt mit der Musik von Steffens angesetzt. In den Hauptrollen sind die Herren Adolf Heberling, Kurt Felden, Oskar Bugge, Leopold Rosen, die Damen Tilly Schulte, Anna Smith, Tom von Bukovics beschäftigt. An Stelle der sonst üblichen Einlage wird Fräulein Telly Schulte das berühmte Orchestercouplet zum Vortrag bringen, das die Posse„Der Stabstrompeter" zu einem Schlager auf dem Gebiete des heitern Genres machte. Montag 8 Uhr wird „Das Erbe“ zum ersten Male wiederholt. (8) Jöllenbeck, 25. Okoder.(Aufgegriffen.) Heute nachmittag gegen 4½ Uhr wurden durch den Polizei=Serganten Kindermann zwei 17 bis 18 jährige Fürsorgezöglinge aufgegriffen. Einer davon ergiff die Flucht und konnte nicht mehr erreicht werden, während der andere mit Hilfe mehrerer Personen verhaftet werden konnte. Derselbe leistete bei seiner Festnahme hartnäckigen Widerstand, so daß er an Händen und Beinen gefesselt werden mußte. Sodann erfolgte der Transport nach dem PolizeiGefängnis in Schildesche mit der Kleinbahn. Im Kleinbahnzuge versuchte er durch das Fenster zu entspringen. Die Angabe seiner Personalien weigert der Verhaftete auf das Entschiedenste. Anscheinend scheinen die Beiden mehrere Straftaten verübt zu haben, worüber von dem Festgenommenen jede Auskunst verweigert wird. An den Kreise Herford. C Hersord, 25. Okk.(Jahresfest.) Auf die morgen nachmittag 3½ Uhr im Vereinshause stattfindende Feier des Eoangel. Jünglingsvereins machen wir nochmals empfehlend aufmerksam. Angesichts der Tatsache, daß sogar die Sozialdemokraten versuchen, die Jugend an sich zu ziehen, um sie mit ihrem Geiste und Ideen zu erfüllen, wäre es wünschenswert, daß obige Feier gut besucht würde und damit die Arbeit des betreffenden Vereins in immer weiteren Kreisen bekannt wird. 9 Hersord, 25. Oltbr.(Schöffen= gericht) Die Ehefrau L. hat sich dem Schneider D. gegenüber der Beleidigung schuldig gemacht und wuß dies mit einer Woche Haft büßen. Die Gegenklage der Ehemanns wurde für kompenfiert erklärt und D ging deshalb stroffrei aus.— Hinter verschlossenen Türen wird gegen den Spinnereiarbeiter G. verhandelt, er hat abends nach Feierabend Frauen und Mädchen arg belästigt und und spaziert dafür 3 Monate in Pension.— Wegen Mißhandlung des Hausdieners B. zahlt der Kutcher R. 5 Maik Strafe.— 3 Privatklagen wegen Beleidigung wurden gegenseitig zurückgezogen und die Kosten gemeinschaftlich getragen.— Hausschlachter H und Javalide O. erhielten ein Polizeistrafmandat über 10 Mk. wegen Vergehens gegen das Seuchengesetz, ihren Wider spruch zogen sie heute zurück.— Der Schlosser H. sollte sich wegen Bektelns verantworten, da er nicht erschienen ist, wird seine zwangsweise Vorführung angeordnet.— Wegen Mißhandlung der Ehefrau L. zahlt der Maschinenmeister R 10 Mk. Strafe.— Freigesprochen wurde der Fabrikant., er sollte gegen die Straßenpolizei=Verordnung verstoßen haben, indem er einen Wagen ohne Laterne Nachts auf der Straße stehen ließ.— 3 Sachen wurden vertagt. r- Herford, 25. Okt.(Unglücksfall.) Der 25 Jahre alte Knecht Held aus Bünde, der mit einem Sandwagen die Kreisstraße Herford-Bünde passierte, stolperte bei der Leitung seines Fuhrwerks und kam dadurch so unglücklich zu Fall, daß der Lastwagen ihn erfaßte und überfuhr. H. erlitt schwere Knochenbrüche am rechten Aim und richten Bein. r- Herford, 25. Okt.(Für erfolgreich angestellte Wiederbelebungsversuche) erhielt der Knecht August Schürkamp aus Herringhausen eine Geldbelohnung von 15 Mk. Sch. hatte den Knaben des Möbelfabrikanten Wolff hierselbst, der beim Spielen in die Aa gestürzt war, vom Tode des Ertrinkens gerettet und sofort an dem als leblos aus dem Wasser gezogenen Knaben mit Erfolg Wiederbelebungsversuche angestellt. # Herford, 28. Okt.(Bleibt der alten Volkstracht treu!) Diese beherzigenswerte Mahnung richtete Frhr. von und zu Gilsa an die zu dem Bundesfeste auf dem Frauenberge versammelten, weit über tausend hessischen Landwirte und ihre Familienmitglieder. Es hatte dort ein Frl. Ruth aus Vellenhausen mit zwei Gefährtinnen in althessischer Bauerntracht ein hübsches Begrüßungsgedicht vorgetragen und im Hinblick auf die in dieser Tracht besonders sympathischen, ansprechenden Erscheinungen der jugendlichen Landestöchter hatte Frhr. v. und z Gilsa die herzliche Bitte ausgesprochen, der deutsche Bauernstand möchte seine von den Vorfahren überkommene Tracht riemals mit der modern städtischen vertauschen, sondern sie als Ehreotracht treu beibehalten. Wenn zu dieser Treue gegen die Tracht der Vorväter noch diejenige gegen die Landeskirche und alte gute christliche Sitte bei den Bundesmitgliedern komme, dann werde das ihren Familien sicher zum Segen gereichen. Auch die alten lieblichen Sagen der engeren Heimat— hier z. B. die von der heiligen Etisabeth— sollte man in der alten heimischen Mundart unter den Kindern weiter verbreiten, wodurch die Liebe zur Heimat nur erhalten und gestäckt werden könne! Möchten diese Mahnungen eines erfahrenen alten Vorkämpfers in der landwirtschaftlichen Bundesbewegung überall in deutschen Landen, wo man noch alte Trachten, Sitten und Sagen kennt gebührende Beachtung finden. + Herford, 26. Okt.(Der Viehmarkt) war mit Pferden und Rindern gut beschickt, aber der Handel war flau. Russen kosteten etwa 300 Mk. und waren viel aufgetrieben. Ackerpferde 300 bis 450 Mk., Wagenpferde 500 bis 800 Mk. Milchkühe, sehr gefragt, kosten immer noch 300—400 Mark. Am Schweinemarkt war nur wenig Antrieb. Ferkel kosteten—8 Mk. Solange 30—50 Mk. Ressen 80—120 Ml. O Herford, 26. Okt.(Rasch tritt der Tod den Menschen an.) Heute morgen ist— dem Vernehmen nach durch Galvergiftung— bei Friseur Richter am Bahnhof Herford ein 12jähriger Sohn und das Dienstmädchen tot aufgefunden worden. Bei einem 10jährigen Sohne werden zurzeit noch Belebungsversuche angestellt. Enger, 24. Okt.(Auf dem heutigen Biehmarkte) waren 26 Kühe angetrieben; 230—300 Mk. wurden für das Stück gezahl. 35 Wagen mit Ferkeln waren angefahren; das Stück kostete—8 Mk., 17 Sauen, welche angetrieben waren, kosteten das Stück 75—90 Ml., 22 Stangen, Stück 20—25 Mk. Der Handel war lebhaft. Von den 6 angetriebenen Pferden wurde nur 1 verkauft. Ans den Nez.=8 Soest, 23. L Gestern fand die Versorgungsheims die Provinz West Ans den Kreise Minden, 26. jährigen im Provinzen.) gab es im preuß im Alter von 1 Davon waren 43 daß die größere Personen klar zu stande nach war Junggeselle und 2 unverheiratet Witwen und 1 scheidung nach der Stellung ergab 5 (darunter 3 Mäl Auszügler(darunt oder Unterstätzun Männer), 7 weid Insassen von Sied eines Krankenha noch eine männl und eine Witwe a wirtschaft tätig“ angabe fehlte bei Fauen, die wa Kinder od lebten. Wollte hältniss: nach der und darüber beurt Schlesien die gesur da ist die Zahl darüber mit 10 al gesundeste wäre H haupt keinen Bei Alter erreicht hat. es, daß die östlich Westpreußen, Brat und Schlesien) die Hinderijährigen m der Rest von 14 P ovinzen verteilt Westfalen gab von 100 Jahren weiblichen Geschlech Lübbecke, 22. Auf dem heutigen die Preise in Borf gestiegen, verhältnis angetrieben. Ferke 7 8 bis 10 Mai ig: woh. darin, beginn Von mor Steiotelt daß obige Feier gut mit die Arbeit n immer weiteren Abr.(Schöffen: L. hat sich dem ir der Beleidigung guß dies mit einer die Gegenklage des mpenfiert erklärt und rei aus.— Hinter gegen den Spinnereier hat abends nach Mädchen arg bedafür 3 Monate in handlung des Haus. uticher R. 5 Maik n wegen Beleidigung ickgezogen und die etragen.— Hausde O. erhielten ein 10 Mk. wegen Vergesetz, ihren Wider 4.— Der Schlosser zelns verantworten, wird seine zwangsordnet.— Wegen au L. zahlt der Mi. 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Davon waren 43 weiblichen Geschlechts, sodaß die größere Langlebiskeit der weiblichen Personen klar zu Tage tritt. Dem Familien= stande nach war bei den Männern einer Junggeselle und 8 Witwer, bei den Frauen 2 unverheiratet gebliebene, 1 Ehefrau, 39 Witwen und 1 Geschiedene. Die Unterscheidung nach dem Berufe und der sozialen Stellung ergab 5 Rentner bezw. Pensionäre (darunter 3 Männer), 11 Altsitzer oder Auszügler(darunter 1 Mann) 4 Rentenoder Unterstätzungsempfänger(darunter 2 Männer), 7 weibliche Ortsarme, 4 weibliche Insassen von Siechenhäusern und 1 Insassin eines Krankenhauses. Außerdem weeden noch eine männliche Person als Arbeiter und eine Witwe als Besitzerin„in der Landwirtschaft tätig" bezeichnet. Die Berufsangabe fehlte bei zwei Männern und 16 Fauen, die wahrscheinlich im Haushalte ihrer Kinder oder sonstiger Verwandten lebten. Wollte man die Gesundheitkverhältniss: nach der Zahl der Hundertjährigen und darüber beurteilen, so würde die Provinz Schlesien die gesundeste Provinz sein, dern da ist die Zahl der Hundertjährigen und darüber mit 10 am größten, und die ungesundeste wäre Hessen-Nassau, wo es überhaupt keinen Bewohner gibt, der dieses Alter erreicht hat. Nicht uninteressant ist es, daß die östlichen Provinzen(Ost= und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen und Schlesien) die weitaus größte Zahl der Hindertjährigen mit 38 eingimmt, währer d der Rest von 14 sich auf die 6 westlichen P ovinzen verteilt. In unserer Provinz Westfalen gab es nur 1 Person im Alter von 100 Jahren und darüber. Diese ist weibl'chen Geschlechts und kath. Religion. Lübbecke, 22. Okt.(Viehmarkt.) Auf dem heutigen Viehmarkt waren, obwohl die Preise in Borstenvieh um ein weniges gestiegen, verhältnismäßig nur wenig Schweine angetrieben. Ferkel von 6 Wochen kosteten 7 8 bis 10 Maik das Stück Der=und gt woh. darin, weil die Schweinepreise noch immer nicht ihre vormale Höhe erreicht hatten. Kühe waren desto mehr vorhanden und hatten noch ihren alten niedrigen Preis. Aus den Nachdarprovinzen und Staaten. Osnabrück, 23. Okt.(Ein Fund von besonderem Werte) ist in der Bibliothek der Loge„Zum Goldenen Rad.“ gemacht worden; es sind nämlich die voll ständigen Manuskripte, Texé und Noten von acht Liedern Lortzings gefunden, die er der hiefigen Loge, der er seiner Zeit angehörte, gewidmet hat. Wie inzwischen der bekarnte Loitzingsorschen Georg Richard Kruse=Berlin festgestellt hat, handelt es sich, wie die„Osnabr. Zig.“ berichtet, um bisber unbekanntes Material. Bremen, 23. Oktober.(Auszeichnungen.) Der Kaiser hat 21 Herren vom Norddeutschen Lloyd, darunter dem Generaldirektor Dr. Wiegand, sowie den Direktoren Bremermann, Leist und Walter die Südwestafrika=Denkmünze aus Stahl verliehen als Anerkennung für die bei der Entsendung des Marineexpeditionskorps nach Südwestafrika geleisteten besonderen Dienste. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 15. Oktober bis 21. Oktober 1907. Bei dem engen Zusammenhang der in Amerika zwischen Waren= und Effektenspekulation besteht, pflegen stärkere Erschütterungen der Newyorker Fondsbörse auch auf den Getreidemärkten mehr oder minder empfindliche Spuren zu hinterlassen. Diesem Umstande ist es zuzuschreiben, daß die Weizenpreise während der abgelaufenen Woche drüben zeitweise ins Wanken gerieten. Auf den europäischen Terminbörsen war die Rückwirkung dieser Vorgänge deutlich warzunehmen, aber die Erwägung, daß die Entwertung keineswegs einer veränderten Auffassung der Marktlage entsprang, brachte die Bewegung nach kurzer Dauer zum Stillstand. Seither haben die olten Einflüsse wieder volle Geltung erlangt und eine kräftige Erholung Platz greifen lassen. Klagen über Schwierigkeiten bei der Herbstbestellung sind in der Berichtswoche auch in Westeuropa laut geworden. Während sich in Frankreich bis vor kurzem Trockenheit als hinderlich erwies, ist es neuerdings ein Ueberfluß an Bodenfeuchtigkeit, der die Aussaat dort stört. In England drohen ähnliche Verhältnisse die beabsichtigte Vergrößerung der Weizenfläche in Frage zu stellen. Deutschland blieb von länger andauernden Niederschlägen auch in der abgelaufenen Woche verschont, so daß die Bestellungsarbeiten und die Hackfruchternte flott gefördert werden konnten. Diese Arbeiten nehmen zur Zeit alle verfügbaren Kräfte der Landwirte in Anspruch und lassen vorerst noch wenig Hoffnung auf eine dem lebhafteren Bedarf entsprechende Vermehrung des inländischen Angebots. Diesem Umstande war es zuzuschreiden, daß die Geschäftslage im Inlande von der zeitweise im Auslande und in Berlin herrschenden Preisdepression kaum berührt wurde. Gegenüber den Schwächeanwandlungen, denen der Berliner Markt in der Berichtswoche ausgesetzt war, erwiesen sich diese Verhältnisse als wirksame Stätze für die vorübergehend um—7 Mk. ermäßigten Weizenpreise, deren Erholung bis auf 1. Mk. schließlich durch die wieder fest gewordene Haltung des Auslandes noch beschleunigt wurde. Auf die Preisgestaltung für Roggen übt außer der bestehenden Knappheit des inländischen Angebots nach wie vor die Höhe der russischen Forderungen einen bestimmenden Einfluß aus, so daß die zeitweise vom Weizenmarkt ausgehende schwächere Stimmung die Preise für Lieferung nicht sonderlich herabzudrücken vermochte. Nach dem festen Verlauf der heutigen Börse läßt sich gegenüber der Vorwoche schließlich eine Wertbesserung von 1¾ Mk. für Oktober und Dezember und 1 Mr. für Mai feststellen. Auf dem Hafermarkte äußerst sich die Kauflust zwar immer noch recht vorsichtig, aber auch in diesem Artikel haben die Forderungen neuerdings angezogen, da die inländischen Leistungen andauernd gering sind und der Export wieder manches ablenkte. Futtergerste war nur vorübergehend, namentlich aus zweiter Hand billiger zu kaufen, zum Schluß aber wieder festgehalten. Der Einkauf von Braugerste vollzieht sich sortgesetzt zögernd, so daß das geringe Angebot der Nachfrage meist genügte. In Maishandel erreichten die Umsätze nur geringen Umfang, da es an passendem Angebot sehlt. In der abgelaufenen Berichtsperiode haben sich folgende Preisschwankungen vollzogen: Diff. in 1907 1907 Mk. per 14. 10. 21. 10. 1000kg Weizen. Berlin, per Okt. Berlin, per Dez. Mannheim loko Roggen. Berlin, per Okt. Berlin, per Dez. Mannheim, loko Aun Hafer. Berlin, per Okt. Easer Dez. Mannhein, loko Mk. Mi. Mi. Ml. Mi. Dr. Mi Mi. Mi. 234.25 236.75 252.— 210.25 208 75 222.— 176.50 181.— 193.— 235.50+.25 235.75—.00 251.—— 100 212.— 210.50 1 1 +.7 221.——.00 175.—— 179.—— 194.—+ .50 .00 .00 hatte Harden bekundet, daß der Zeuge, der über die Orgien in der Villa Lynar aussagte, bei ihm zu Hause in einem Bild des Gothaee Kalenders den Fürsten Eulenburg als einen der in der Villa Anwesenden erkannt hatte. Jetzt ist das Bild zur Stelle gebracht. Der Vorsitzende legt es dem Zeugen vor. Der Zeuge erklärte, er habe den Eindruck und die Ueberzeugung, daß Fürst Eulenburg dabei gewesen sei. aber beschwören könne er nicht. Der Fürst soll vorgeladen werden, kann aber nur kommissarisch vernommen werder, da er krank zu Bett liegt. Vermichtel Qusenstown(Irland), 25. Oktober. Die „Lusitania“ traf gestern abend 9 Uhr 30 Min. von New York hier ein. Die Ueberfahrt dauerte 4 Tage 22 Stunden 53 Sekunden, die Turch schnittsgeschwindigkeit betrug 23,61 Knoten, gegenüber 28,01 Knoten bei der letzten Ueberfahrt. Die größte Tagesleistung betrug 570 Knoten. New=York, 25. Oktober. In der Militärakademie zu West Point wurden gestern rachmittag die von dem deutschen Kaiser gespendeten Büsten überreicht. Der deutsche Militärottacké in Washington, Moior Körner, hielt bei der Uebergabe eine Rede Oberst Scott, der Leiter der Akademie, übernahm die Büsten. General Grent brachte in einer Rede den Dank des Kriegs ministeriums für die Widmung der Büsten zum Ausdruck. Der Uebergabe ging eine Parade der Kadetten voran. Atereriches Beleidigungsprozeß Graf Moltke contra Harden. Berlin, 25. Oktober. In der Beweisaufnahme wurden gestern mehrere Unteroffiziere des Regiments der Gerdedukorps über Vorgänge in der Villa des verabschiedeten Majors Grafen v Lynar in Potédam, sowie der komwandierende General des Gardekorps, General v. Kessel, als Zeugen vernommen. Zwecks dieser Beweisaufnahme war festzustellen, ob Fürst Philipp Eulenburg und Graf Moltke von den Zeugen als Teilnehmer an den Orgien in der'lla Lynar wiedererkannt werden würden. Graf Moltke bestritt solche Teilnahme entschieden, die auch von den Zeugen nicht bekundet werden konnte. Vormittags Kirchliches Rundschau für die evangelischen Gemeinden Rheinlands und Westfalens. Herausgegeben von D. E. Kühn, Pfarrer zu Siegen. Inhalt des 20. Heftes: Der biblische Gottesglaube(Mande!).— Der 34. Kongreß für Innere Mission in Essen(Sogemeier)— Rhein= Westf Vereinigung der Freunde des kirchlichen Bekenntnisses(.).— Kirchliche Chroaik(.).— Aufruf.— Aus den evargel. Gemeinden Rhei.lands und Westfalens(.)— Literarisches.— Versammlungskalender.— Briefkasten. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 26. Oktober 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 5 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 8 CC. Barometer 75,0 cm. Wind: Süd West. Himmel: bedeckt Oessentlicher Wetterdien Dienststelle: Meteorologisches Observato riun Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zen m Abend des 26. Okt. bis zum Abend des 27. Okt. Morgen vorwiegend trübe und Regenfälle, schwache Luftbewegung, kühl. Kaufmahn'S ssohtons Peche beginnt übermorgen, Montag, den 28. Oktober vormittags 9 Uhr. Man beachte Montag unser Angebot in dieser Zeitung! Wir lenken ihre ganz besondere Aufmerksamkeit auf diesen Extra-Verkauf, welcher mit Gelegenheitsposten gewaltigsten Umfanges vorbereitet wurde. Wohl selten wird ein Extra-Verkauf eine grössere Menge wohlfeiler Artikel enthalten haben, nie sind für solide und schöne Waren grössere Preisvorteile geboten worden. Von morgen, Sonntag, nachm. 6 bis abends 9 Uhr: Beleuchtung unserer Fenster welche mit Artikeln aus unserer„Wohlfeilen Woche“ dekoriert sind. Der Verkauf beginnt Nontag vormittag 9 Uhr! Gobrader-Kachhann. Stadt-Theater.— svchhste Wussten Heute: Anfang 7½ Uhr. Ende 10¼ Uhr. Klassiker=Verstellung zu kleinen Preisen Die Braut von Messina. Sonntag, den 27. Oktober Anfang 7 Uhr: Nur einmalige Aufführung. Der Stabstrompeter. Gesangsposse in 4 Akten von Mannstädt. Montag, din 28. Oktober Anfang 8 Uhr: —— zum 2. Male—— Das Eirbe. Die p. t. Passepartour=Abon= nenten werden gebeten die Einzel billets für November im Theaterbureau(—1)(—7) entgegen zu nehmen. dass deutsche Cigaretten auch den besten importierten Cigaretten gleichwertig sind, dann würden Sie Salem Aleikum-Cigaretten rauchen und viel Geld sparen. Salem Aleikum-Ciguretten Keine Ausstattung, nur Qualität. 3½ bis 10 Ptg. das Stück. Nur echt mit Firma Orientalische Tabak- and Cigarettenfabrik„Venidze“, Inhaber: Hugo Zietz, Dresden. Ueber 1200 Arbeiter. # Uoereicht volkonmen! Dss Beste was eziotert! Der Elugeos-Brenner für Votroisum Grählicht Verein janger Männer, Bielefeld, Per nmarkt 2. Sonntag, 27. Oktober abends 8½ Uhr: (Ja. Qualität) brennt heller ale Gasglühlicht. Für jedes Petrole#m Begrüßung neuer Mitglieder. Bericht aus der Arbeit. Besprechung des Monatsprogramms für November. Fabrik=Aufseher wird zur Stütze des Meisters für eine Metallwarenfabrik in der Nähe Bielefelds(kl einf. Massenartikel, hausts. Handarbeit) gesucht. Derselbe muß energisch, im Umgang mit Arbeitern erfahren und imstande sein, die Arbeit unter Arbeitera und Arbeiterinnen einteilen und beaussichtigen zu können. Fixer, gelernter Handwerker wir? für diese Stelle, welche dauernd ist, bevorzugt Jeder Fachkundige kann sich in kurzer Zeit einarbeiten. Offerten erbeten unter 0 2510 an d. Exp. d. Ztg. Herrehzimmer-Möbel in gediegenen Ausführungen liefere sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. Nur IMk. das.os! d. XVI. Strassburger Lotterie Günstige Gewinnaussichten Ziehung sicher 16. November Gesamtbetrag I. W. 39,000 Mk. 1. Hauptgewinn 10,000 Mk. 2. Hauptzewinn .500 Mk. 1198 Gewinne zusammen 26.500 Mk Blos!Mk.#11 Lose 10 Mk. L03 MA. Porto u. Liste 25 Pig. versendet das General-Debit 3¾ Prozent I. Stürmer, Strassburg Langestr. 107. In Bielefeld bei H. Schindelbauer 6. Schuegee. liefert billigst A. von der Mühlen Ritterstr. 43. Awsten Wer seine Gesundheit liebt beseitigt ihn. ** ½not. begl. 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Es haben zu erscheinen: a. Alle in der Let vom 1. April 1895 eingetretenen Mannschaften Aufgebots übergeführt werden. Alle Jahresklassen der Reserve 1900 bis 1907. Alle Dispositions=Urlauber. Alle zur Disposition der Ersatz=Behörden wegen Dienstuntauglichkeit oder auf Reklamation entlassenen Leute, sowie sämtliche Halbinvaliden und zeitige Ganzinvaliden, soweit dieselben noch kontrollpflichtig sind. Jahresklasse steht auf dem Militärpaß Ersatz=Resevisten Die brauchen nicht zu kommen. Hauptmelde-Amt Bielefeld. I. Stadtkreis Bielefeld u. Amt Gadderbaum. Versammlungsort: Garten des Arbeiter-bildungs-Verein, Kreuzstr. 23. Sämtliche Infanterie mit Ausnahme der Garde=Infanterie= einschl. der in der Zeit vom./4—30./9 95. Eingetretenen und Jahrgang 1900 am 19. November, 8 Uhr vorm.; Jahrgang 1901 am 19. November, 12 Uhr mitt.; Jahrgang 1902 am 21. November, 10 Uhr vorm.; Jahrgang 1903 am 22. November, 8 Uhr vorm; Jahrgang 1904 am 22 Novimber, 12 Uhr mitt.; Jahrgang 1905—1907 am 23. Norember, 10 Uhr vorm. Sämtliche Garde=Mannschaften, die Jäger, Maschinengewehrtruppen, Kavallerie, Feldartillerie, Fußartillerie, Pioniere, EisenbahnLuftschiffer= u. Telegraphen=Truppen, Train= Sanitäts= u. Veterinärperional, Oekonomi= Handwerker, Büchsenmacher=Gehilfen, und die als Krankenträger ausgebildeten Mannschaften, sowie die Zahlmeister Aspiranten, Feldbeamte, Arbeitssoldaten und Marine=Mannschaften einschl. der in der Zeit vom 1/4.—30 9. 95 Eingetretenen und Jahrgang 1900 am 19. November, 10 Uhr vorm.; Jahrgang 1901 am 21. November, 8 Uhr vorm.; Jahrgang 1902 am 21. November, 12 Uhr mitt.; Jahrgang 1903 am 22. November, 10 Uhr vorm.; Jahrgang 1904 am 23. November, 8 Uhr vorm.; Jahrgang 1905—1907 am 23 November, 12 Uhr mitt Der Vorstand. verwendbar. Brenndauer von 1 Liter Petroleum ca. 16 Stunden. Kein Nachziehen der Flamme während des Brennens. Die Einfachheit selbst. Passt für jede vorhandene 14““-Lampe. 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Der Zinsfuß für Spareinlagen ist auf Nach dem Beschlusse des Vorstandes der gewerblichen Fortbildungsschule soll zur Vorbereitung auf die theoretische Meisterprüfung ein etwa 80 Stunden umfassender Kursus in Buchführung, Rorrespondenz. Rechnen, setzeskunde usw. von Mitte November ab ein gerichtet werden. Der Unterricht wird an 3 Wochentagen abends von—10 Uhr in einem Zimmer des Gewerbeschulgebäudes erteilt werden. Das Schulgeld beträgt 16 Mk. Meldungen nimmt der Unterzeichnete in Zimmer 12 des Gewerbeschulgebäudes entgegen. Bielefeld, den 24. Oktober 1907. I..: Pontel Karl Menkel Bielefeld, Obernthorwall 4 b. Anfertigung sämt seiner Herren=Garderober in Tuchen Bucksk=: u Bekanntmachung noer Von Anleihescheinen der Stadt Bielefeld, B. und C. Allerhöchste Privilegien vom 8. Septembec 1884 und 31. März 1891) sind heute ausgelost zum 2 Januar 1908. Anleihe B. Stücke zu 500 Mark. Nr. 2831, 2888. 2926, 2964, 3026 und 3052. Stücke zu 1000 Mark. Nr. 3135, 3166, 3176, 3233, 3275 und 3291. Stücke zu 2000 Mark. Nr. 3469, 3488, 3582 und 3594. Anleihe C. Stücke zu 500 Mark. Nr. 699, 739, 804, 918, 955, 963, 976, 989, 1023 und 1071. Stücke zu 1000 Mark. 254, 288, 293, 349, 399, 507, 522, 537, 600, 615, 634 und 637. Stücke zu 2000 Mark. Nr. 36, 52, 104, 117 und 125. Rückzahlungen vom 2. Januar 1908 ab bei unserer Stadtkämmerei. Mit dem 31. Dezember 1907 hört die Verzinsung auf. Es sind noch rückständig aus der Verlosung der Anleihe C. vom 26. Juni 1906 Nr. 838 und 835 zu je 500 Mark. Bielefeld, den 27. Juni 1907. Ausstattungen als Hemdchen. Jäckchen, Wickelbänder, Wickeltücher Kindertücher. Laufkleidchen, wollene Kattun= und BarchendKleidchen, 95 Tanfhäubchen. und Hütchen, Lätzchen, Taillenbündchen Korsettchen, KinderschürzeWasserdichte Betteinlagen Gesundheitskorsetts Wagendecken, Zahnhalsketten 2e. äußerst billig. Baby-Baza: Herm. Sauerlans, Bielefeld, 15 Gehrenbers 13. Der Magistrat. -per— Vielelela. Nach dem Beschluß des gemeinsamen Kreisausschusses vom 18. Juli d. Is. machen wir gemäß § 36 unserer Satzungen bekannt, daß der Zinsfuß für Spareinlagen bei der Kreis=Sparkasse Aitkatholische Gemeinde. Bielefeld. Sonntag, den 27 Oktober ½ 2 Uhr vorm. Golt sdienst in der Kap II der Neustädter Kirche. (Her: Pfar er J. Moog Do lmund). 4½ Uhr nechm. im Vereinslokol: Familiena#end, voranstaltet vom Frauer verein zur Fiee seines 20 jähr. Stiftungsfestes mit Vor rag des Herrn Pfarter J. Moo Kortmund(½9 Uhr vormittags. Lottes verst in der Walderus#r elle in Herso d. R. Ku dt. Pfr.) auf 3¾ Prozent erhöht ist. Pscht. Rechonsenedliete Hermannstraße 24. Diese Erhöhung tritt für die neuen Spareinlage am 1. Oktober d. Is. und für die bestehenden Spareinlagen am 1. Januar 1908 in Kraft. Sonntag, den 27. Oktober Vorm. 10 Uhr Predigt. Verm. 11½ Uhr Sonntagsschule. Abends 6 Uhr Predigt. Dienstag, abends 8½ Uhr G betsstunde.— Jedemann ist freundlich eirgeladen I. Jakob, Bredigt Bielefeld, den 5. September 1907. Das Kuratorium der Kreis-Sparkasse Fritz Kobusch. Delius. W. Bültmann. Evang.-lntherische(a. Gemeinde Bieles (Evangelisches Vereinshhaus nese der Altstäkter Riiche) Sonrtag, din 27. Oon. Vorm. 310 Uhr L segonel####erst Nr. 251. Zweit Freiher: Der 26. Oktober Reichsfreiherrn Hei Stein, jenes Staats Gefinnung, der, eir sischen Ecoberers,i sich um den Staat erworben hat, so d blatt wohl angebra Geboren am 26 an der Lahn als I fränkischen Reichfrei er in Göttingen R schaften und trats# Staatsdierst ein, i schneller Folze 1 Akzise=, Zoll=, S merzialwesens im Berlin aufrückte. wesen, setzte die ländischen Zölle durt Burau ein und r in Ost= und Westp noch wurde sein ElStaatsangelegenheit Schwankungen d empfahl er im M schrift die unmit Königs mit den Nach den Niederla stedt rettete Stein Berlin, wodurch## Krieges in Ostpreu Rate des Königs entschiedenste gegen Napoleon aus. Nach dem Fried Freiherr vom Stei Friedrich Wilhelm tödlich erschöpften Staatswesens, und lichstes Werk, desse Barm Bank-ve. nsberg, Flscher ap; BIELEF Fernspr. I19 Reich Kapital: Mk. 60 Reserven: Mk. 11 —— Bröfzunglaufender! mit und ohne Annahme von Gelde chrift auf pros Scheck-Konti mit Verzinsun Nerainsung von Geic Kündigungsfrist Rechnunge Diskontierung und von Wechs Ausschreibung vo Wechseln, Kred An- und Verkauf papieren Einlösung von Zins dendenscheinen, ve gekündigten Wer Annahme und Verv Wertpapieren als of unter gegetslicher Verlosung-Kon Versicherung gegen usw. Aulbewahrung ges Depôts. Vermietung stählern ##icher(Safes) in diebessicheren 7 Poadaschn Agent wird gesucht. Nebenverdienst! B Dordmund, postla U I1. beronwortich fur den redakionelen Teil O rnaun Lange, für den Retione und Inseranen=Teil R. Traurmanu, Druc und Verlag von A. von der Müdlen, sämtlich in Belestecho. janger Männer, ), Per nmarkt 2. 1,27. Oktober ds 8½ Uhr: g neuer Mitglieder. der Arbeit. Bes Monatsprogramms . Der Vorstand. escbeschoele en und Töchter. 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Freiherr vom Stein. Der 26. Oktober ist der Geburtstag des Reichsfreiherrn Heinrich Friedrich Kerl vom Stein, jenes Staatsmannes von echt deutscher Gefinnung, der, ein scharfer Feind des korsischen Ecoberers, in der napoleonischen Zeit sich um den Staat unvergängliche Verdienste erworben hat, so daß ein schlichtes Gedenkblatt wohl angebracht erscheint. Geboren am 26 Oktober 1757 zu Nassau an der Lahn als letzter Sproß eines alten fränkischen Reichfreiherrngeschlechtes, studierte er in Göttivgen Rechts= und Staatswissenschaften und trat später in den preußischen Staatsdierst ein, in dem er in ungewöhnlich schneller Folze 1804 zum Minister des Akzise=, Zoll-, Salz=, Fabrik= und Kommerzialwesens im Generaldirektorium zu Berlin aufrückte. Er resormierte das Salzwesen, setzte die Aufhebung aller binnenländischen Zölle durch, richtete das Statistische Burau ein und verbesserte die Akzisetarise in Ost= und Westpreußen. Bedeutungsvoller noch wurde sein Elagreifen in die allgemeinen Staatsangelegenheiten. Unzufrieden mit den Schwankungen der preußischen Politik, empfahl er im Mai 1806 in einer Denkschrift die unmittelbare Verbindung des Königs mit den obersten Staatsbehörden. Nach den Niederlagen von Jena und Auerstedt rettete Stein die Staatskassen aus Berlin, wodurch allein die Fortsetzung des Krieges in Ostpreußen ermöglicht wurde. Im Rate des Königs sprach er sich auf das entschiedenste gegen alle Verhandlungen mit Napoleon aus. Nach dem Frieden von Tilfit übernahm Freiherr vom Stein auf Wunsch des Königs Friedrich Wilhelm III. die Neuordnung des tödlich erschöpften und verkleinerten preuß. Staatswesens, und nun begann sein herrlichstes Werk, dessen segenvolle Wirkung wir bis auf den heutigen Tag spüren. Grundeigentumgesetz, Fron= und Bodenfreiheit der Domanialbauern, die in ihren Grundzügen noch jetzt geltende Städteordnung traten in rascher Folge in Kraft, und im Verein mit Scharvhorst entwarf Stein die neue Wehr: verfossung. So schliff er den Stahl zum Zerhauen des Jochs und der Stränge. Dem Korsen blieb das nicht verborgen, und seine Rache blieb nicht aus. Er ächtete ihn, und in Oesterreich fand der deutsche„Eckstein“ vorläufig Afyl, bis ihm im Frühjahr 1812 Zar Alexander I. als Raigeber, doch ohne eigentliches Amt, in seiner Nähe Freistatt bot. In dieser Stellung erwarb sich Stein das unzweifelhafte Verdienst, durch seinen Einfluß den schwachen weichherzigen Alexander zum unversöhnlichen Widerstand bis aufs Messer gegen Napoleon bewogen zu haben, bis dessen„Große Armee“ in Rußland im Winter 1812 bis auf klägliche Reste verhungerte und erfror. Unablässig auf die Erhebung Deutschlands bedacht, hatte Stein die Errichtung einer russisch=deutschen Legion aus zuströmenden deutschen Kämpfern betrieben und folgte nun dem fiegreichen russischen Kaiser nach Deutschland, zuerst mit dem Auftrage, die Kräfte der Provinz Preußen gegen die Franzosen aufzubringen. Bei dieser Gelegenheit geriet er zwar mit dem herben, scharskantigen York aneinander, dem unsterblichen Manne von Tauroggen, doch glichen sich die beiden Edeln bald aus. Später wurde Stein zum Vorsitzenden eines russisch= preußischen Verwaltungsrats für die deutschen Angelegenheiten, dann für alle besetzten und noch zu besetzenden Landstriche ernannt; trotz scharfer Reibungen leistete auch hier seine hervorragende Befähigung die ersprießlichsten Dienste, und an der Spitze dieser Zentralbehörde folgte er 1814 den Verbündeten bis Paris. Nach dem Wiener Kongresse zog er sich auf sein westfälisches Gut Kappenberg zurück, um öffentlich nur noch dieser erwählten engeren Heimat seine Kraft zu weihen, zuerst als Deputierter, dann als Landtagsmarschall des westfälischen Landtags und Mitglied des preußischen Staatsrats. Er starb am 29. Juni 1831 auf Schloß Kappenberg und stieg als der Letzte des uralten Geschlechts derer vom Stein in die Gruft, ein echter Edelstein, auf deutschem Grunde gewachsen. Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 26. Oktober. Auf dem Handwerkstage in Eisenach ist von einigen Reichstagsabgeordneten die Mitteilung gemacht worden, daß das Kriegsministerium die Aufhebung der Militärwerkstätten plane. Bei der großen Bedeutung der Sache für das gesamte Handwerk wandte sich die Berliner Handwerkskammer an das Kriegsministerium mit einer darauf bezüglichen Anfrage. Der Bescheid des Kriegsministeriums lautet:„Es besteht die Absicht, die bei der Mehrzahl der Truppen noch bestehenden Schneiderhandwerkstätten allmählich eingehen zu lassen. Die Werkstätten der Bekleidungsämter bleiben dagegen bestehen. Die hier noch beschäftigten Oekonomiehandwerker sollen aber, wie dies bei einigen Bekleidungsämtern schon geschehen ist, allmählich durch Zivilhandwerker ersetzt werden. Diese Maßnahme erfolgt im Interesse des Schneider= und Schuhmacherhandwerks.“ Die„Münch. N. Nachr.“ erfahren über Unterredung des Staatssekretärs des Innern v. Bethmann=Hollweg mit einer Delegation der Verbände technischer Angestellter über Arbeiskammern, daß das Reichsamt des Innern die Errichtung paritätischer, territorial abgegrenzter nach Berufen und Gewerbezweigen eingeteilter Kammern für Arbeitgeber, sowie für Handwerker, Arbeiter, kaufmännische Gehilfen und technische Beamte im Anschluß an die Berufsgenossenschaften und Handelskammern plaue. Parteibewegung. (Aus der konservativen Partei Sachsens.) In Dresden fand eine vollzählige Fraktionssitzung statt, an der auch die freikonservative Gruppe teilnahm. Es wurde eine gemeinschaftliche Erklärung beschlossen, in der es heißt:„Wie seit Jahren bereits wirtschaftlich einander nahestehende Mitglieder innerhalb der konservativen Fraktion bei besonderen Gelegenheiten zu Gruppen zusammentraten, so wird auch die freikonservative Gruppe in allen Fällen, die sie für geeignet hält, sich zu Beratungen vereinigen“ Um auch äußerlich zu bekunden, daß die konservative Fraktion auch industrielle Interessen vertritt, wurde neben dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden Opitz der Großindustrielle Edler v. Querfurth zum Mitvorsitzenden mit gleichen Rechten gewählt. Aus den Kreisen Münster und Arusberg. Hagen, 23. Oktober.(Ablehnung.) Das Provinzialschulkollegium in Münster hatte dem hiesigen städtischen Gynnasium ein pädagogisches Seminar für Kandidaten des höheren Schulamts vorläufig auf ein Jahr angegliedert und beabsichtigte jetzt, der Einrichtung einen dauernden Charakter zu geben. Als sich der Oberbürgermeister in der letzten Stadtverordnetensitzung entschieden gegen dies Vorgehen aussprach, stellte sich das Kollegium vollständig auf seine Seite und lehnte den Antrag der Regierung ab. Konigl. Preuss. Staatsmedallle Seidenhaus Michels& CieBERLIN SW. 19, Leipziger Strasse 43-4Deutschlands grösstes Seidengeschäft webt sollde Beidchsiaht □ in seiner Krefelder Fabrik sendet Proben von dies m auderen ersthlassigen, Fabr „.-Selse. hsher reb. Gemusterte hlrier.500 //Vdke sovie Katalog von Blusen, Jupons, Morge ungehend und franko. Barmer BankVerein Mnsberg, Flscher& Co. Bleleielé BIELEFELD. Fernspr. II9 Reichsbankstr. 15 Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 500000. 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Der E die Deligierten### wußt seien, die stillen konnten, der festen Ueberzen Jaterisse des Vate stand als gleinationalen Volke! deutsche Arbeiterse und Sicherung i interesse schaffensf Die Antwort war staatsmännist Er lobte mit Fug Kongreß zutage ge Gesinnung der beiter, verwies al des Innern gege den Stand der so fügte hinzu, daß Kräften die Erle stehenden Reich des Arbeitska werde. Die Frag liege ihm besonder der Lebensquellen tum und werde bei den gegenwär lungen über eine Ri nur insoweit Aus: der Sonntagsarbei dies mit Rücksich dürfnisse geboten betonte sodann die behörden, ctwa vor sanitären Arbeits: schweren Industrie auf die vom preuf die Wege geleitete aber, daß die der dieser Frage nute aller Interes Anhörung vor Arbeitnehmer Schluß seiner Au verzint. 4# Gütersloh, den 22. Okt. 1907. Städtische Sparkasse in Gütersloh. der Herren Henri Marteau H. Schmidt-Reinecke A. Pörsken E. Cahnbley W. Lamping Genf Bielefeld — PTOSTaMm.— L. Schlegel, Streichquartett-dur H. 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