ten. chule s= und Realschule * den Wint: ber 1907. Auskunft Anzeige. arie Hafner, älteste id seiner verstorbenen in Thunum(Ostfries zuteilen. 1907. eyer, Pfarrer. ef nach kurzem, ann, unser unSchwiegervater, hre. um stille Teilrbliebenen. ober 1907. Nr. 250. ###der Geschäftsstelle n. n allen Postanstakten .20., bei täglicher Zustellung in Bielefold ##40., durch Briesträger.02 M. e c 31. Anzeigengebühr #rdie einspaltige Peinzeile oder deren Ramn 15 Pf., Reklamen 40#. Erichenn sechsmal wöchentlich. Seichtstostelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Bielefeld Donnerstag, 24. Oktober 1907. h in Bielefeld. Historischer Kalender. 24. Oktober: Rudolf von Habsburg zu Aachen gekönt, 1278.— Tycho de Brahe, Astronom, gest. 1601.— Westfälischer Friede, 16.8— Polens dritte Teilung, 1795.— Gras Platen, Dichter, geb. 1796.— W. E. Weber, Eifinder der Telegraphie. geb. 1804.— D. Julius Disselhof, Vorsteher der Diakonissenanstalt in Kaiserswerth. geb. 1827. — Otto v. Gerlach, Hosprediger, Verfasser des Bibelwerks, gest. 1849.— Robert Franz, Liederkomponist, gest. 1892. Heilbehandlung oder Strafe? (Aus der„Deutschen Reichspost“.) Der matcrialistische Glaubenssatz, daß es nur Stoff aber keinen Geist gebe, nur Körper aber keine Seele, macht sich in unserer Zeit auf allerlei Gebieten geltend. Der italienische Gelehrte Cesare Lombroso versuchte den wissenschaftlichen Nachweis zu führen, deß die Ursachen der Verbrechen nur in der auf Vererbung beruhenden körperlichen Beschaffenheit der Menschen liegen, daß somit die sogenannten seelischen Fehler lediglich auf körperliche Gebrechen zurückzuführen seien. Dieser Behauptung entsprechend verlangte er, daß der Verbrecher nicht bestraft, sonbern einer Heilanstalt überwiesen werde. Damit wäre jide sittliche Verantwortung des Menschen geleugnet. Der böse und gefährliche Mensch hätte nur den Charakter einer Gistrflanze; er wäre nicht verantwortlich für das Urheil, welches er unter seinen Nebenmenschen anrichtet, oder für den Schaden, den er der menschlichen Gesellschaft verursacht. In erster Linie sucht sich der Materialismus auf dem Gebiet der Rechtspflege geltend zu machen. Liegt der Tatbestand eines viehlsch rohen Verbrechens ganz offen zu Tage, so verlangt der Verteidiger des Virbrechers vor allem die ärztliche Beobachtung desselben. Diese soll feststellen, ob der Missetäter erblich belastet, halb oder ganz„verrückt“ ist. Der Angeklagte wird dementsprechend einer Heilanstalt zur längeren ärztlichen Beobachtung überwiesen und in einer späteren Gerichtsverhandlung spielen dann die Gutachten der Aerzte— die sich sehr häufig schnurstracks widersprechen!— eine ganz bedeutende Rolle Schließlich kann der Fall eintreten, daß der Verbrecher für„verrückt“ erklärt, vom Gericht wegen dieses die Verantwortlichkeit und Strafbarkeit aus schließenden Naturfehlers freigesprochen und— wieder auf die menschliche Gesellschaft losgelassen wird! So lebt z. B. in der Reichshauptsta)t Berlin gegenwärtig ein besonders geriebener Dieb namens Kirsch. Dieser Mensch hat eine Reihe von schweren Einbruchsdiebstählen begangen, er arbeitet mit einer ganzen Bande von Helfershelfern, war schon vier oder fünfmal zur Beobachtung im Irrenhaus, ist aber amtlich für„verrückt“ erklärt, und deshalb bekommt er immer wieder Gelegenheit zu neuen Verbrechen. Gelingt es nicht, förmliche Verrücktheit glaubhaft zu machen, so wird wenigstens auf„Perversität“ plädiert, d. h. auf Verkehrtheit der natürlichen Triebe. „Pervers“ ist der Schandbube, welcher wehrlose Frauen und Kinder vergewaltigt und mordet, widernatürliche Unzucht treibt, überhaupt durch tierisches Benehmen allem menschlichen und sittlichen Empfinden Hohn spricht. Nach und nach ist das sittliche Urteil weiter Kreise in der heillosesten Weise verwirrt und geschwächt worden, so daß durch ihre Amtstätigkeit und ihre Kundgebungen in der Oeffentlichkeit dem„gesunden Menschenverstand“ förmlich ins Gesicht geschlagen wird. In zweiter Linie macht sich der Materialismus auf dem Gebiet der Erziehung und des Schulwesens geltend. Hat das Kind nur einen Körper aber keinen Geist, dann ist es selbstverständlich, daß auch seine Fehler und Vergehen nur auf körperliche Mängel zurückzuführen sind; eine Verantwortung gibt es nicht mehr und ebensowenig eine Strafe. Der biblische Satz: „Bosheit steut dem Knaben im Herzen, aber die Rute der Zucht wird sie ferne von ihm treiben!“, gilt für veraltet, die körperliche Züchtigung in der Schule— mag sie wegen Trägheit oder wegen Unart verhängt sein— für eine Brutalität des Lehrers, für eine Barbarei! In seinerer oder gröberer Form hat diese Anschauung auch schon unter den„modernen“ Schulmännern um sich gegriffen. Sehr viele Aeußerungen über„Prügelpädagogik“ sind auf diese modern=materialistische Weltanschauung zurückzuführen. Aus Paris wird neuestens berichtet, daß ein Professor Binet eine Schule eingerichtet habe„zum Studium der Kindesentwickelung". Ueber diese modernste Blüte des Schulwesens wird in der Prisse mitgeteilt: „Es sollen vor allem jene Erscheinungen die man bisher als Unart und moralische Defekte ansah, in erster Reihe auf physische Ursachen hin geprüft werden, und man ist bemüht, sie durch körperliche Behandlung zu heilen oder zu bessern. Professor Binet hofft auf diese Art den engen Zusammenhang zwischen körperlichen Leiden und seelischen Fehlern aufzudecken. Er meint, daß im großen und ganzen Heilbehandlung an Stelle der Strafe treten muß.“ Das wird bemerkt:„Der französische Gelihrte hofft, daß man bald in allen größeren Städten derartige Versuchsschulen gründen wird“ Künftig wird also beispielsweise für Verlogenheit und störrisches Wesen ein„kalter Wckel" verordnet, für Grobheit und Mißhandlung eines Mitschülers ein Abführmittel, für Trägheit ein größeres Butterbrot, und für Beschnipfelung der Schuldänke, für Aufdrehen der Gashähne, für Verstecken der Abortschlüssel und Einschließen des Klassenlehrers im Lehrerzimmer— ein längerer Aufenthalt in einem Luftkurort! Sind solche Anschauungen, wie sie der moderne Materialismus in der Rechtspflege und im Schulwesen einbürgern will, nicht auch ein Zeichen von psychopathischer Minderwertigkeit, beginnender Verrücktheit und moralischer Perversität? Gilt nicht von dieser Art Wissenschaft das uralte Bibelwort:„Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden!" Wenn derartige Erscheinungen im modernen Volksleben den einsichtigen Bürgern die Augen nicht öffnen, dann ist unserm Volke wahrlich nicht mehr zu helfen. Wir hoffen jedoch, daß noch so viel gesunde Urteilskraft, so viel sittliches Verantwortlichkeitsgefühl und so viel Kraft der Abwehr des Krankhasten im deutschen Volk liegt, daß wir uns dieser materialistischen Seuche — die wahrlich schlimmer ist als Pest und Cholera— erwehren können. Durch Tausende von Kanäten, insbesondere durch Zeitungen, wird die„moderne Weisheit“ unter das Volk hineingeleitet, wie die Schmutzwässer der großen Städte auf die Rieselfelder. Hoffen wir, daß auch auf diesen Gebieten die frische Naturkraft über die Verwesungsprodukte fiegt, daß unser im Kern gottlob noch gesundes Volk den„mo dernen Kunstdünger", tief unterpflügt. Dann wird er dem deutschen Volksboden nichts schaden. Die bekannte Vilmarsche Literaturgeschichte ist nach den Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes kürzlich„frei“ geworden. Das benutzte ein Vorstandsmitglied des karho lischen Borcomäusvereins, Prof. Dr. Macke, um das Werk einer Bearbeitung vom„konfessionell katholischen Standpunkt" zu unterziehen. Der „Herletsche Verlag“ in Berlin, in dem diese Verschandelung erschien, versandte dazu Mitteilungen an die Presse, ohne zugleich klar und deutlich die vollzogene, allen literarischen Gepflogenheiten nidersprechende Methamorphose zu kennzeichnen. Eine Reihe von Zeitungen, die augesichts des unverändert gebliebenen Titels natürlich nicht deran denken konnten, daß es sich hier um ein tendenziöses katholisches Machwerk handelte, in dem der alte Vilmar auf unerhörte Weise vergewaltigt worden war, zeigten das Werk an und druckten auch bona fide die Empfehlung des Verlags ab, so u. a. der Reichsbote. Als dieser dann ein paar Tage darauf hinter die wirkliche Sachlage kam, nahm er, was sich von selbst verstand, Gelegenheit, unter Klarlegung des Sachverhalts seine Empfehlung zu widerrufen. Nunmehr klagte ihn ein, die ganze ultramontane Presse durchleufender Artikel der konfessionellen Engherzigkeit an.„Der alte Vilmar sei natürlich„objektiv“; sobald ihn aber ein Katholik neu bearbeite und auch katholischen Dichtern gerechte Berücksichtigung zu teil werden lasse, sei das „kendenztöse“. Entstellung, vor der gewarnt werdeg müsse. Und sowas nenne man dann konfessionelle Unbefangenheit.“ Auch die Köln. Volksztg.“ veröffentlichte diese scharfe Zensur am Mortag in ihrer Nr. 888. Schon am Abend desselben Tages aber gab sie der Wahrheit die Ehre und brachte folgende„Berichtigung": „Mit dem im Herletschen Verlage erschienenen Buche sei tatsächlich keine Ehre einzulegen! Der Umstand, daß Vilmars Geschichte frei geworden ist, wurde hier zu einer vom literarischen Standpunkt aus wie nach dem Grundsatz der Pietät, die man dem verstorbenen verdienstvollen Literaturforscher zollen muß, nicht einwandsfreien Ueberarbeitung benutzt, die auch auf katholischer Seite bereits Zurückweisung erfahren hat. Eine eingehende Behandlung des Buchs ist gegenstandslos, da der Verlag die weitere Ausgabe in der vorliegenden Fassung eingestellt hat.“ Die an sich erfreuliche Einstellung der Ausgabe, die weder ein Berdienst des vor aller Welt bloßg stellten Verlages, noch dem Verfasser und Borromäusvorsitzenden zu danken ist, nimmt dem ganzen Vorgang nichts an systematischer Bedeutung. Man verlangt zur Zeit eine schärfere Bestrafung der Weinpantscher und Fälscher; ist es aber nicht viel gemeingefährlicher, wenn die Nachdruckfreiheit ungestraft dazu benutzt werden kann, um geistiges Besitzium der Nation zu verfälschen und zu verschandeln! Was hier mit des toten Vilmar Meisterwerk geschehen, ist nur eine neue Methode der ultramontanen, oft gekennzeichneten Desinfektionsarbeit an unseren Klassikern und dem Schatz unserer Volkzlieder. D. E. K. Zur Lehrerbesoldungsfrage. Auch die Vertreter des Katholischen Lehrerverbandes haben vor kurzem eine Audienz beim Kultusminister gehabt und ihre Wünsche vorgetragen, die fast ganz denen der Allgemeinheit der Lehrer entsprechen. Der Pädag. Woche“ zufolge antwortete darauf Minister Holle dem Sinne nach: Die Sorge um das Wohl der Volksschullehrer beschäftigt mich täglich. Wenn die Lehrer mit den bisherigen Besoldungsverhältnissen wegen der Unzulänglichkeit unzufrieden sind, so muß ich das als berechtigt anerkennen. Täglich finden zwischen den einzelnen Ressorts Verhandlungen über die in Sachen der Lehrerbesoldung zu treffenden Maßnahmen statt. Hinsichtlich des Grundgehaltes sprach der Minister die Ansicht aus, daß es, um die bestehenden Uebelstände zu beseitigen, wohl besser sei, mit dem Sytem der Mindestsätze zu brechen und einen Normalsatz aufzustellen. Er wünschte besonders zu erfahren, ob mit dem Satze von 1500 Mk. gesagt sein solle, daß darüber hinaus keine Gemeinde gehen dürfe. Es wurde erwidert, daß das Ziel der Gehaltsbewegung der Lehrer die Gleich stellung mit den genannten Subalternbeamten erster Klasse sei. Der Satz von 1500 Mk. bedeute die Anfangssumme des Einkommens, die einem jungen Lihrer zur Verfügung stehen müsse. So lange die Gehaltsverhältnisse richt in dem anfangs erwähnten Sinne geordnet seien, sei es notwendig, der Gemeinden in der Festsetzung des Grundgehalts nach oben hin freie Hand zu lassen. Der Sitz von 1500 Mk. sei schon in vielen Gemeinden erreicht, ja, in mehreren schon überschritten. Daraus gehe hervor, daß er eine Normalgrenze nicht bilden könne. Für die endgültige Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse wünschten die Lehrer einen Modus aualog dem, der bei den Oberlehrern an höheren Schulen angewendet werde. Zur Küsterfrage erwiderte der Minister, daß diese Frage nur im Einverständnis mit den kirchlichen Behörden zu lösen sei. Er müsse sich mit diesen zunächst in Verbindung setzen, und er wolle das Mögliche zur Erreichung der Wünsche tun.— Zu den anderen Fragen äußerte sich der Minister nur wenig. Zum Schlusse betonte er nochmals, daß es eine seiner hauptsächlichsten Sorgen sein werde, für die berechtigten Lehrerwünsche einzutreten. Politische Nachrichten Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 23. Oktober. Zur Reise des Kaiserpaares nach England wird gemeldet: Der König begab sich nach Windsor, um selbst Anordnungen für den Aufenthalt des deutschen Kaiser paares zu treffen. 200 Arbeiter sind mit der Ausschmückung des Schlosses beschäftigt. Aus den Niederlanden wird gemeldet: Das Programm für den Besuch des deutschen Kaiserpaares ist vollständig umgeändert worden. Der Kaiser und die Kaiserin kommen nicht nach Haag, sondern nach Amsterdam und steigen im Dampalaste ab, um zwei Tage dort zu bleiben. Der Empfang wird amtlichen Charakter tragen. Die Stadt wird u. a. ein Nachtfest veranstalten. Im Senatssaale der Universität in Straßburg i. E. fand am Dienstag die feierliche Immatrikulation des Prinzen Waldemar von Preußen, des ältesten Sohnes des Prinzen Heinrich, statt. Anwesend waren der Rektor und der Dekan der juristischen Fakultät. Staatssekretär von Köller empfing den Prinzen und geleitete ihn in den Saal, wo ihn der Rektor mit einer herzlichen Ansprache begrüßte. Die„Kreuz=Ztg.“ stellt im Anschluß an die bisherigen Pressemeldungen eine Berechnung der voraussichtlich zu erwartenden Marineforderungen auf. Sie stellt fest, daß infolge der Verkü rzung der Lebensdauer der Linienschiffe von 25 auf 20 Jahre statt der bisher angenommenen 20 Neubauten 23 in den Jahren 1908 bis 1917 votwendig würden. Die Mehrkosten von mindestens 108 Millionen Mark für die drei Schiffe würden sich aber aus eine Reihe von Jahren verteilen. Unter Berücksichtigung der stärkeren Armierung, die eine Vergrößerung der Schiffe mit sich bringe, sowie unter Anrechnung der bereits bewilligten Mehrausgaben von 15 Millionen Mark kommt die„Kreuzzig.“ zu dem Schluß, daß im ganzeu der Marineetat 1908 etwa 30 Mill. Mark mehr erfordern wird. Der„Reichsanzeiger“ widmet dem verstorbenen Fürsten zu Wied einen Nachruf, in dem es heißt: Ein treuer Mitarbeiter an den Aufgaben des Reiches und des preußischen Staates ist in dem Entschlafenen dahingegangen. Wie der Fürst in seinen ersten Mannesjahren auf den Schlachtfeldern für die deutsche Einigkeit mitgekämpft hat, so wird in Zeiten des Friedens seine Hingabe an allen patriotischen Werken im deutschen Volke dem Entschlafenen ein ehrendes Andenken sichern. Als erster Heimtransport nach der Wiederaufnahme der Rücktransporte aus Südwestafrika landete heute vormittag 10 Uhr der Dampfer„Swakopmund“ in Cuxhaven fünf Offiziere, einen Sanitätsoffizier, einen Oberbeam.., 71 Unteroffiziere und 349 Mannschaften; der Transport wurde hier festlich empfangen. Die Berliner städtische Schuldeputation beschloß in ihrer heutigen Sitzung, den Magistrat zu ersuchen, Schritte zu tun, daß die Schulaufsicht von den Behörden auf die Stadt Berlin übergehe. Köln, 23. Okt. Wie die„K. V. Zig.“ meldet, untersagte Kardinal Fischer vorläufig den katholischen Theologen den Besuch der Vorlesungen des Professors der Kirchengeschichte an der theologischkatholischen Fakultät der Universität Bonn, Dr. Heinrich Schroers wegen dessen unlängst veröffentlichten Schrift„Kirche und Wissenschaft, Zustände an einer katholischtheologischen Fakultät, eine Denkschrift". Straßburg(Elsaß), 23. Olt. Fürst Hohenlohe=Langenburg nahm heute nachmittag Abschied von den höheren Beamten des Landes, die sich unter Führung des Staatssekcetärs v. Koeller eingefunden hatten. Der Fürst betonte in einer Ansprache, daß es ihm ein Herzensbedürfnis gewesen sei, den Beamten für die ihm erwiesene Liebe und Treue zu danken. Die Verhältüisse im Lande seien ja recht schwierig; die Beamten, namentlich die Kreisdirektoren, müßten mit Strenge und Gerechtigkeit ihres Amtes walten, aber auch mit Liebe und Freundlichkeit der Bevölkerung nähertreten. Staatssekretär v. Koeller dankte im Namen der Beamten in warmen Worten. Sämtlichen Beamten siele der Abschied von dem langjährigen Vertreter des Kaisers im Lande schwer. Sie würden ihm ihre Treue und dankbare Erinnerung bewahren, wie sie ihn ihrerseits bäten, ihnen auch weiterhin sein warmes Interesse zu erhalten. Aus Wien, 23. Oktbr. Das„Wiener K. K. Tel.=Korr.=Bür.“ erfährt 10 Uhr abends: Der Kaiser war heute vollständig fieberfrei. Das Befinden ist andauernd zufriedenstellend, so daß der entschiedene Eintritt einer Rekonvaleszenz festgestellt werden muß. London, 23. Olt. Der Premierminister Campbell=Baunermann erklärte in einer in Schottland gehaltenen Rede: Die britische Macht stelle jede Feindseligkeit und jeden Gedanken an einen Angriff auf Nachbarn in Abrede. Das Uebereinkommen mit Rußland bezüglich der asiatischen Interessen entspreche der seit 15 Jahren betriebenen Politik der liberalen Partei und könne nur friedliche und freundliche Gesinnung herbeiführen und alle Kosten ersparen. London, 23. Okt. Nach den dem hiefigen Hauptquartier der Heilsarmee zugegangenen Nachrichten ist in dem Befinden des Generals Both eine Besserung eingetreten, so daß die Aerzte seine Wiederherstellung für wahrscheinlich halten. Rußland. Auf der Station Karatschew wurde ein Raubüberfall auf einen gemischten Personen= und Güterzug ausgeführt. Die Räuber hatten es auf den im Zuge befindlichen Kassinboten der Malzewschen Fabrik abgesehen, der etwa 60000 Rubel bei sich hatte. Die Räaber schleuderten eine Bombe, durch deren Explosion der Kassenbote getötet und seine vier Begleiter verwundet wurden. Ein Militär= kommando nahm die Verfolgung der Räuberbande auf, die 15 Mann stark war, und nahm 5 verdächtige Personen und 2 verwundete Räuber fest. Das geraubte Geld wurde wieder gefunden. Marokko. An einem Angriff auf eine französische Rekognoszierungsabteilung nehmen am vergangenen Sonntag 5000 Kabylen teil, die größtenteils der Mahalla Muley Hafids angehörten. Die Franzosen verschanzten sich, die Marokkaner unternahmen darauf dreimal einen Ansturm, bei dem es zum Handgemenge kam. Nach der Ankunft des Generals Drude und nach Verstärkung durch Artillerie wichen die Marrokkaner zurück und ergriffen endlich die Flucht, auf welcher sie von den Franzosen verfolgt wurden. Ihre Verluste werden auf 500 Mann geschätzt. Erst mit Eintritt der Dämmerung wurde die Verfolgung abgebrochen und die Rückkehr nach dem Lager angetreten. Aus Casablanca wird gemeldet: Trotz eifriger Nachforschungen ist der Leichnam des bei Casablanca erschossenen fran zösischen Kaufmanns Küntzer nicht auf gefunden worden. Der deutse Major Wolff ist in Casablarca eingetroffen. Teheran, 23. Oktober. Der Schah empfiig gestern den Präsidenten des Parlaments und unterzeichnete einen Erlaß, durch den das Kabinet entlassen wird. Ein neuer Kabinettspräsident ist noch nicht ernannt.— In dem Bezirke Melir sowie in der Stadt Sendschan sind die Gouverneure tätlich insultiert worden. Nordamerika. In New-York ist eine Finanzkrisis eingetreten. Die Knickboker=Trust=Compagnie befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Der Finanz= minister ist nach New=York abgereist. Er ordnete die Verteilung von 6 Millionen Dollar an die leitenden Nationalbanken an. Parteibewegung. (Die Dreistigkeit des Polentums) im rheinisch=westfälischen Industriebezirk tritt von Tag zu Tag schärfer hervor. Von den Polen der katholischen Gemeinde Wiewelhausen war an den Bischof von Paderborn eine Eingabe gerichtet worden, in der um die Anstellung eines polnisch redenden Geistlichen in Wiemelhausen gebeten wurde. Diese Eingabe ist abschlägig beschieden worden mit der Begründung, daß in Bochum regelmäßig polnische Gottesdienste staltfänden und dadurch den Polen der Nachbargemeinde Wiemelhausen ausreichende Gelegenheit geboten sei, ihre religiösen Bedürfnisse zu befriedigen. In der polnischen Presse hat die Stellungnahme des Bischofs böses Blut gemacht. So schreibt der„Dziennik Kujawski“, die Polen würden in Wiemelhausen unberechtigt zur Kirchensteuer herangezogen, da Pfarrer Thiele nichts für die Polen tne. Es sei daher ganz recht, sich von der preußisch-katholischen Geistlichkeit loszumachen und zur armenichen Kirche überzutreten.— Dem Zentrum beginnt sein Schoßkind auch dort die Zähne zu zeigen. (Von einem Mitglied der christlichozialen Partei in unserm Wahlkreise) wird uns zu unserm gestrigen kleinen Artikel unter dieser Rubrik geschrieben:„Es hat uns leid getau, daß schon gleich nach dem friedlichen Zusammengehen am Montag eine solche Mißstimmung in die Reihen getragen wird. Die Leitung des„Volk“ hätte schon besser informiert sein müssen.“ Zugleich wird bemerkt, daß nicht Herr Rüsser der Verfasser des Artikels im„Volk gewesen ist. Diese Feststellung ist uns lieb, denn wir glaubten bisher gute Gründe dafür zu haben, Herrn Rüffer für den Verfasser der von uns stets mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten, auch viel Gutes und Richtiges enthaltenden mit R. unterzeichneten Artikel des„Volk“ zu halten. Ist er es nicht, dann ist es ein anderer, der sich für Minden=Ravensberg interessiert und den man ja wohl im christlich sozialen Lager kennen wird, und wir wären den christlichsozialen Herren sehr dankbar, wenn sie dafür Sorge tragen wollten, daß Friedenzstörungen der von uns gerügten Art hinfort unterbleiben. Sachliche Polemik kann uns nur erwünscht sein, wie ja auch wir uns das Recht zu einer solchen Polemik nicht verkümmern lassen; aber sie muß friedlich und freundlich sein und die Absicht zu bessern erkennen lassen. Wir haben mit Freude und Genugtuung gelesen, daß Herr Lic. Mumm gelegentlich seines jüngsten Aufenthalts in Minden=Ravensberg das konservative Tivoliprogramm voll anerkannt und sich des hier geschlossenen Bündnisses gefreut hat. Umsomehr aber muß allen Quertreibereien das Handwerk gelegt werden. Wir machen die christlich=soziale Partei für solche Ausschreitungen eines Einzelnen nicht verantwortlich, und hoffen, daß auch die Christlich=Sozialen uns gegenüber dieselbe Praxis beobochten werden. Man darf nicht gleich hoffnungslos werden, wenn ein Einzelner über die Stränge schlägt, sagt Dr. Hermes mit Recht; immerhin aber ist es sehr bedauerlich, wenn ein leitendes Parteiorgan wie das„Volk“ seine Spalten für derartige Strangschlägereien zur Verfügung stellt. Düppelkreuz, Alsenkreuz, Kriegsdenkmäg von 1866 und 1870, Kaiser Wilhelm Medaille und Landwehrdienstauszeichnung. Finder wird gebeter, selblge auf dem Fandbureau der Pol.=Verw. ubzugeben. m.(GBefunden.) 1 Kinder Sportwagen. 1 Kinderjäckchen. m.(Entlaufen.) 1 Jagöhund, brause Brust, etwis weiß, etwa 60 cm hoch. 1 schwarzhrauner Zwergpinscher. Schr.(Städtisches Archiv.) 3. Bierteljahr 1907. Geschenkt: Ein alter Talerschein und ein alter Scheck. Von Herrn Bankier Hermanz Paderstein. (Stadttheater.)„Nora.“ Schauspiel von Henrik Ibsen, hatte große Zugkraft bewiesen; das Haus war gut besetzt. Auch in diesem Stücke zeigt sich die hochdramatische Gestaltungskraft des notwegischen Dichtersürsten, bei dem eine pessimistische Auffossung der gesellschaftlichen Zustände vorwaltet, und der darum düstere, mehr wahre als schöne Bilder des Lebens entrollt. Ob er dadurch bessert, kann nicht unbedingt bejaht, noch weniger freilich verneint werden; es kommt eben auf den Hörer an.— Nora, früher die Puppe ihres leichtsinnigen Vaters, jetzt ihres auch nicht tief veranlagten Mannes, verflacht in unglaublicher Weise. Ihre Kinder sind ihre Puppen. Das Haus Hilmers ist ein„Puppenheim“. Nora macht leichtsinnig Schulden, fälschte eine Unterschrift, wird von ihrem Gläubiger bedrängt, gerät in Verzweiflung und will sich das Leben nehmen. Schließlich erfährt ihr Mann ihr Vergehen. Es kommt zur Katastrophe. Sie verläßt das Puppenheim, Mann und Kinder. Die acht Jahre der Ehe waren Jahre des„Spiels“, nicht des„Glücks“. Gleichberechtigung der Frau neben dem Manne ist fortan ihre Losung. Von einem Gaste erwartit man ganz besondere Leistungen, und Fräulein Auguste Prasch= Grevenberg hat in der schwierigen Rolle(Nora) den höchsten Erwartungen entsprochen. Fräulein Melly Stollberg war als Frau Linden eine prächtige Figur. Dem Spiele der Herren Ludwig Lindikoff (Advokat Helmer), Emil Steger(Doktor Rank) und Oskar Bugge(Günther) folgten wir mit größtem Vergnügen. Altenhagen, 22. Okt.(Diebstahl) Gestern wurden, laut Wsts. Zig“, Herrn Fritz Beinkmann 410 Mark gestohlen. Gelo war in einem Blechtopse in einem verschlossenen Raume aufbewahrt. Das Shloß ist erbrochen worden. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 24. Oktober. X(Den Parteifreunden,) die uns Nachricht von den Ergebnissen der Wahlmännerwahl am 14. d. M. gegeben haben, sprechen wir hierdurch unsern herzlichen Dank aus. *(Die Rechnung der Kasse des städtischen Wasserwerks p. 1906) ist vom Magistrat geprüst worden. Es sollen, wie im letzten Jahre, Mi. 68000 der Kämmereikasse überwiesen werden. Ml. 28609,63 werden als Gewinnvortrag auf neue Rechnung übertragen, um für die nächsten Jahre, in denen die Zinsen und Tilgungsbeträge der neuen großen Anleihe erscheinen, die Ueberschüsse an die Kämmerikasse in der alten Höhe erhalten zu können. (Auszeichnung.) Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin wurde Frau Marie Bertelsmann hier die Rote Kreuz Medaille 3. Klass: verliehen. m. Gestohlenes Fahrrad. Dem Kolon H. Sch. aus Altenhagen wurde vorgestern abend gegen 9 Uhr ein von der Wirtschaft zur Sonne aufgestelltes Fahrrad Marke Elektra 9 B, Nr. 347 465, entweadet. m.(Verloren.) 1 goldene Damenuhr. 1 goldener Haarpseil. 1 Münzenarmband. 1 Dahmenuhr mit gr. Deckel. m(Verloren.) Bei der Kaiserfeier hat ein Veteran folgende Ehrenzeichen, welche an einem Bleche befestigt waren, verloren: Aus den Kreise Herford. A Herford, 24. Oktober.(Herbstnebel.) Zu den Feinden der Gesundheit, die viel mehr gefürchtet werden, als nötig ist, gehört auch das trübe, neblige Wetter, wie wir es in der letzten Zeit wiederholt bis in die späten Vormittagsstunden hinein hatten. Wir fühlen uns bei Nebel allerdings nicht so recht behaglich. Die Ausdünstung wird bei solcher Witterung stark vermindert, da unsere Haut keine Muße hat, neben der Tätigkeit der Wärmeabgabe auch noch etwas anderes zu gleicher Zeit zu vollbringen. Das sind freilich alles unangenehme Sachen, jedoch so schlimm, daß wir uns davor nicht schützen könnten, sind sie noch lange nicht. Wer sich daran gewöhnt, in kräftigem Schritt auch durch den Nebel zu gehen, der wird bald fühlen, wie der Körper die schädlichen Einflüsse desselben gar nicht mehr empfindet. Leute dagegen, die sich ängstlich in ihre vier Wände verkriechen, bekommen beim geringsten Wetterumschlag Erkältungen aller Art. Die Atmungsorgane haben zwar größere Anstrengungen vonnöten, aber das tiefe Luftschöpfen bietet ja gerade große hyzienische Vortelle für die Lunge sowie für die Erneuerung der Lebenssäfte. Wohl empfinden wir bei Nebel nicht die Freude am Spazierengehen wie an klaren, hellen Tagen; denn das Düstere in der Natur übt unwillkürlich auf die Seile seine beeinflussende Wirkung aus, wir geraten leicht in melangolische Grübeleien. Allein über derartige Stimmungen muß man Herr werden. Wer die Herbstnebel, die wie Elfenschleier über der Wiese liegen, mit poetischen Gedanken betrachtet, der wird die feine Schönheit dieser aus Silbersäden und ungewissen Schattierungen gewebten zarten Gebilde bewundern und Sagen vom Erlkönig und anderen fallen ihm ein, während er immer weiter schreitet mitten durch den Herbstnebel hindurch. Von der Reise mitgebracht. Erzählung von Fr. Carl. Nachdruck verboten. „Liebe Erna,“ hob er noch einmal an, „gewiß, es ist etwas Schönes um feste Grundsätze und um unsere Standesunterschiede, ich möchte auch beileibe nicht einem allgemeinen Durcheinander das Wort reden. Aber es gibt doch auch einmal Ausnahmen — und ich finde, es ist in diesem Falle gar nicht so schlimm, wie es ausfieht. Natürlich müßte Reinhardt sich der akademischen Karrière zuwenden— sollst sehen, er bringt es zu etwas darin— und schließlich ist es doch gar nicht so schrecklich, einen berühmten Professor zum Schwiegersohn zu haben, wenn es auch nur ein Bürgerlicher ist. Und das Kind vergißt ihn nicht wieder, das sollst du erleben— sie hat kein Herz wie so viele, die sich in in einem halben Jahre schon mit einem andern trösten!" Frau v. Warnow erhod sich.„Ich kann nicht mehr, Edgar,“ sagte fie mit matter Stimme.„Wenn du mich nicht krank und elend machen willst, dann laß uns kein ort mehr über die Sache reden. Ilse duß und wird Vernunst annehmen, so leicht stirbt es sich nicht an gebrochenem Herzen — und sie wird es mir noch einmal danken, daß ich sie vor dieser Torheit bewahrt habe. Nun tue mir den Gefallen, schreibe sofort an den Doktor, damit er nicht etwa kommt, ehe er unsere Absage erhält. Dem Grafen müssen wir dann morgen früh eine Depesche schicken.“ Sie ging in das Schlafzimmer, um sich nach allen Stürmen des aufregenden Tages zeitig zur Ruhe zu begeben. Lange saß der Oberst vor dem Briefbogen; immer hastiger fuhr die Hand durch das straffe Haar und den grauen Schnuerbart.„Eine verwünschte Geschichte,“ murrte er vor sich hin,„aber den letzten Hoffaungsfaden mag ich ihm doch nicht zerschneiden.“ So warf er denn folgende Zeilen auf das Papier: „Thale, den 25. Juli 1902. Sehr geehrter Herr Doktor! Zu meinem Bedouern muß ich Sie bitten, meiner Tochter das Wort, daß sie Ihnen gestern in jugendlicher Uebereilung gegeben hat, zurückgeben zu wollen. Wir sind leider nicht in der Lage, ihr zu einer Verbindung mit Ihnen unsere Einwilligung zu erteilen. Seien Sie versichert, daß ich Sie trotz allem schätze und hochachte. Vielleicht kommt auch noch eine Zeit, wo die Hindernisse, die heute zwischen Ihnen und Ilse stehen, sich aus dem Wege räumen lassen. Wir reisen morgen ab, und ich darf Sie wohl bitten, ein nochmaliges Zusammentreffen vermeiden zu wollen. Mit dem wiederholten Ausdrucke meines lebhaften Bedauerns und meiner unverminderten Hochachtung verbleibe ich Ihr ergebenster v. Warnow, Oberst.“ Es war am andern Vormittage um 11 Uhr. In einer halben Stunde wollten die Warnowschen Herrschaften abreisen. Die Koffer waren gepackt, man traf nur noch die letzten Vorbereitungen.„Wenn wir nur erst im Zuge säßen!“ sagte Frau von Warnow vor sich hin. Sie hatte eine schlechte Nacht gehabt. Auch ihr waren doch, als sie in der Stille die ganze Sache noch einmal überdachte, Bedenken aufgestiegen, ob sie recht gehandelt hätte, ob sie nicht zu hart gewesen sei gegen ihr Kind. Sie sah immer wieder das blasse, träuenüberströmte Gesicht vor sich— und konnte die schmerzliche Frage nicht aus dem Sinn verlieren:„Hast du mich denn überhaupt noch lieb, Mutter?“ Es hatte ihr nicht geringe Mühe gekostet, sich vor sich selbst zu rechtfertigen und wieder fest zu werden in der Ueberzeugung, daß es so zum Besten ihres Kindes sei. „Wenn wir nur erst im Zuge säßen,“ seufzte sie noch einmal. So mancher neugierig forschende Blick war ihr gefolgt, als sie zu Arnstedts gegangen war, um sich zu verabschieden. Die hatten sie auch so eigen angesehen, beinahe vorwurfsvoll; Annie war gar nicht erschienen. Der Oberst trat ins Zimmer; er hatte an der Kasse die Rechnung bezahlt. Wo ist Ilse?“ fragte er leise— und als seine Frau erwiderte:„Sie ist in ihrem Zimmer, ich war eben dort, sie ist im Augenblick sertig,“ wollte er noch einmal zu ihr gehen, ihr ein Wort des Trostes sagen. Aber er kam nicht dazu. Es klopfte an der Tür, und als sie auf des Obersten„Herein“ sich öffnete, erschien hinter dem Kelluer, der sich nach einer Verbeugung zögernd, als wollte er gern noch etwas von dem Gespräch hören, entfernte, ein untersetzter Herr in unverkenndarer Aufregung. „Habe ich die Ehre, Herrn Oberst von Warnow zu sprechen?" fragte er, indem er sich hastig das erhitzte Gesicht mit dem Taschentuch trocknete. (Fortsetzung folgt.) nachteilig„sei, de „Deutsche Verkehrsz Zubereitung des in wendeten Klebstoffe schließe. Für verwandt: Gummi Kochsalz.5 Kilogr Stärke in Form Wisser 130 Kilogre diese Bestandteil, bestimmt sind, da gummierten Marke durchaus unschädlich bisher in keinem erbracht werden kon der Freimarken mit die Gesundheit geha aus die Gefährdung schon dadurch erübri, von Briesschaften wachsenen bewirkt u 0 Hersord, 24 vative Verein) Uhr im Vereinshaus sammlung ab, zu eingeladen wird. Sache ist es notwei der Versommlung z C Hersord, 24 Konzert.) Das findet am Freitag, Dutzendkarten 8 M C Herford, 2. Lotterie.) Die zur 5 Klasse hat bei 2. November zu ge # Herford, 24 und Betriebszä hat für die Greßste liches Resultat erge ziffer der nachstehen weist folgende Verd zählte 1905: 204 deren 2001 646. — 38502 und er wiederkehrenden Bev zählte 428722 be 7770. Düss=leorf 262436(+ 9162 auf 242 099(+1 gewachsen Duisbu 204 253(+ 119 175577 auf 188 7 Abnshme zeigt Elb auf 162 450 zurück 156080 auf 1583 kirchen von 147005 Aachen von 144095 Bochum von 118 46 Eine sehr geringe verzeichnen, das vo (+ 206) gestiegen à Enger, 21. In der gestern abend versammlung der I in den Vorstand u Als Kommandeur vertreter A. Klausm Weiß, Kassierer## mann der 1. Abteil vertreter Herm.# Abteilung Zigarren Stellvertreter Sch Hauptmann der 3 2 Althoff, Stellvertrei mann der Steigera vertreter Heinr.# mann der Ordnun Stelloertreter H. Ri à Enger, 23. Zigarrenfabrikant Neuestraße wohnhaft meier Nordmeyer h Post und der Fleet Grundstück. II Mahnen, jähriges Dier Herr Kantor und H hierselbst. Es war Herr Wöhrmann an gewissenheft seine Amtes waltet. A# heute zu Ehren des der Schule statt. I Gohfeld, 2 hier stattgefun nur wenig mit Vie preise waren niedri I Bischofsha( stahl.) Dem Kol# selbst wurde verga Hofe ein großer ku von 30 bis 40 M Täterschaft ist nicht Aus den Kreisen Lübbecke, 22. schule.) Der nach Kramer zu Bielefe Kleinkinderschule ist Sonnabend nachmit ). Kriegsdenkmücze Kaiser Wilhelm Mestauszeichnung. Der bige auf dem Fandubzugeben. Kinder Sportwagen. brause wa 60 cm hoch. pinscher. schiv.) 3. Bierteljahr alter Talerschein und rn Bankier Hermann ra.“ Schauspiel von ße Zugkraft bewiesen; Auch in diesem Stücke e Gestaltungskraft des bei dem eine pessimiUschaftlichen Zustände düstere, mehr wahre ens entrollt. Ob er mbedingt bejaht, noch den; es kommt eben a, früher die Puppe jetzt ihres auch nicht flacht in unglaublicher ihre Puppen. Das ppenheim". Nora fälschte eine Unteribiger bedrängt, gerät h das Leben nehmen. in ihr Vergehen. Es verläßt das Puppenje acht Jahre der Ehe nicht des„Glücks“. * Frau neben dem g. Von einem Gaste ere Leistungen, und Grevenberg hat ra) den höchsten Erlein Melly Stolleine prächtige Figur. udwig Lindikoff eger(Doktor Rank) her) folgten wir mit t.(Diebstahl) 3 sts. Zig“, Herrn ik gestohlen. Dis lechtopfe in einem ufbewahrt. Das en. Herford .(Herbstnebel.) dheit, die viel mehr ist, gehört auch das dir es in der letzten späten Vormittagsfühlen uns bei Nebel haglich. Die AusBitterung stark verne Muße hat, neben be auch noch etwas sÜbringen. Das sind Sachen, jedoch so sicht schützen könnten, sich daran gewöhnt, urch den Nebel zu wie der Körper die gar nicht mehr empsch ängstlich in ihre imen beim geringsten aller Art. Die ößere Anstrengungen ustschöpfen bietet je telle für die Lunge Lebenssäfte. Wohl cht die Freude am hellen Tagen; denn bi unwillkürlich auf Wirkung aus, wir Grübeleien. Allein muß man Herr die wie Elfenschleier poetischen Gedanken Schönheit dieser aus Schattierungen geern und Sagen vom hm ein, während er durch den Herbstzur Warnung, Zunge anzuff der Gesundheit rechtfertigen und der Ueberzeugung, 8 Kindes sei. im Zuge säßen,“ So mancher neuihr gefolgt, als war, um sich zu sie auch so eigen svoll: Annie war immer; er hatte g bezahlt.„Wo — und als seine in ihrem ist im Augenblick nal zu ihr gehen, sagen. Aber er ste an der Tür, len„Herein“ sich Kelluer, der sich ernd, als wollte 1 Gespräch hören, Herr in unver#rrn Oberst von ste er, indem er besicht mit dem tsetzung folgt.) nachteilig sei, bemerkt die postoffiziöse „Deutsche Verkehrszeitung“, daß die Art der Zubereitung des in der Reichsdruckerei verwendeten Klebstoffs jede Gefahr ausschließe. Für diesen Klebstoff werden verwandt: Gummi arabicum 100 Kilogramm, Kochsalz.5 Kilogr., Glyzerin 3,5 Kilogr., Stärke in Form von Kleister 2 Kilogr., Wasser 130 Kilogramm. Es ist klar, daß diese Bestandteile, die zu einem Teile dazu bestimmt sind, daß Zusammenrollen der zummierten Markenbozen zu verhinden, durchaus unschädlich sind, wie denn auch bisher in keinem Fall: ein Anhalt dafür erbracht werden konnte, daß das Befeuchten der Freimarken mit der Zunge Nachteile für die Gesundheit gehabt hätte. Der Hinweis aus die Gefährdung der Kinder dürfte sich schon dadurch erübrigen, daß die Frankierung von Briesschaften wohl miistens von Erwachsinen bewirkt wird. 0 Hersord, 24. Olt.(Der konservative Verein) hält morgen abend 8 Uhr im Vereinshaus seine regelmäßige Versammlung ab, zu deren Besuch dringend eingeladen wird. Zur Förderung unserer Sache ist es notwendig für starken Besuch der Versommlung zu sorgen. C Herford, 24. Okt.(SchützenhofKonzert.) Das erste Abonnementskonzert findet am Freitag, abends 8½ Uhr, statt. Dutzendkarten 8 Ml.— Abendkasse 40 Pf. Herford, 24. Okt.(Preußische Lotterie.) Die Eeneuerung der Lose zur 5 Klasse hat bei Verlust des Anrechts bis 2. November zu geschehen. 6 Herford, 24. Okt.(Die Berufsund Betriebszählung) vom 12. Juni hat für die Greßstädte ein ganz eigentümliches Resultat ergeben. Die Bevölkerungsziffer der nachstehend angeführten Großstädte weist folgende Veränderungen auf: Berlin zählte 1905: 2040 148 Einwohner, 1907 deren 2001 646. Der Unterschied beträgt — 38.502 und erklärt sich aus der jährlich wiederkehrenden Bevölkerungsspannung. Köln zählte 428722 bezw. 436492, also+ 7770. Düsseleorf stieg von 253274 auf 262436(+ 9162) und Essen von 231 360 auf 242 099(+ 10739). Noch stärker ist gewachsen Duisburg von 192346 auf 204253(+ 11 907) und Dortmund von 175577 auf 188 784(+ 13 207). Eine Abnshme zeigt Elberfeld, daß von 162 853 auf 162 450 zurückging. Barmen stieg von 156080 auf 158390(+ 2310), Gelsenkirchen von 147005 auf 154 518(+ 7513), Aachen von 144 095 auf 150242(+ 6147), Bochum von 118 464 auf 124 722(+6258). Eine sehr geringe Zunahme hat Krefeld zu verzeichnen, das von 110344 auf 110 550 (+ 206) gestiegen ist. à Enger, 21. Oltbr.(Feuerwehr.) In der gestern abend stattgefundenden General= versammlung der Freiw. Feuerwehr wurden in den Vorstand neu= bezw. wiedergewählt: Als Kommandeur H. Woermann, Stellvertreter A. Klausmeyer, Schriftführer Heinr. Weiß, Kassierer Wilh. Altemiyer, Hauptmann der 1. Abteilung Heinr. Banze, Stell vertreter Herm. Wilke, Hauptmann der 2. Abteilung Zigarrenarbeiter G. Klostermann, Stellvertreter Schuhmachermeister Althoff, Hauptmann der 3 Abteilung Zigarrenarbeiter Althoff, Stellvertreter Aug. Spilker, Hauptmann der Steigerabteilung F. Herke, Stellvertreter Heinr. Klostermann, Hauptmann mann der Ordnungsabteilung Althoff sen., Stelloertreter H. Riepe, Rohrführer Redecker. ∆ Enger, 23. Oktober.(Kauf.) Der Zigarrenfabrikant Herm. Reuter hierselbst, Neuestraße wohnhaft, kaufte von Herrn Sattel meier Nordmeyer hierselbst das zwischen der Post und der Fleer'schen Besitzung gelezene Grundstück. II Mahnen, 23. Okt.(Sein 25 jähriges Dienstjubiläum' feierte Herr Kantor und Hauptlehrer Wöhrmann hierselbst. Es waren heute 25 Jahre, daß Herr Wöhrmann an hiesiger Schule treu und gewissenheft seines verantwortungsvollen Amtes waltet. Aus diesem Anlaß fand heute zu Ehren des Jubilars ein Festakt in der Schule statt. X Gohfeld, 23. Okt.(Der gestern hier stattgefundene Viehmark!) war nur wenig mit Vieh beschickt. Die Schweine preise waren niedrig. I Bischofshagen, 23. Okt.(Diebstahl.) Dem Kolon Stuke Nr. 53 hierselbst wurde vergangene Nacht von seinem Hofe ein großer kupferner Kessel im Werte von 30 bis 40 Mark gestohlen. Ueber die Täterschaft ist nichts bekannt. Ans den Kreisen Minden und Lühlete. Lübbecke, 22. Okt.(Kleinkinderschule.) Der nach dem Plane des Architekten Kramer zu Bielefeld entstehende Bau unserer Kleinkinderschule ist soweit gefördert, daß am Sonnabend nachmitlag die Feier des Richtefestes begangen werden konnte. Herr Pastor Güse hielt im Beisein von Presbyteriumsmitgliedern und der Bauleitung die Fest ansprache.(B..=.) Lübbecke, 22. Okt.(In der letzten Stadtverordnetensitzung) wurde die Einführung einer städtischen SchankkonzessionsNteuer(der Kreis erhebt bereits eine derartige Steuer) mit 13 gegen 4 Stimmen abgelehnt. Weiter gelangte noch ein Antrag Hartmann:„Mit Rücksicht darauf, daß sich bei Ausführung des Bebauungsplanes verschiedentlich Mängel ergeben haben, stelle ich den Antrag. daß der jetzige Bebauungsplan sofort von dem Stadtverordneten Kollegium einer eingehenden Prüsung unterzogen wird. Der bestehende Plan bleibt unberührt", zur Annahme. Veltheim, 21 Okt.(Jagdresultat.) Banze 5 Hasen, 2 Füchse und 1 Eichhöenchen wurden am vergangenen Sonnabend von 22 Nimroden(man munkelt sogar von 24) bei unserer getriebenen Waldjagb zur Streck: gebract.(Sch=9..=34g) Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 22. Okt.(Der Evangel. Bürgerverein) hielt am Sonntag abend im Eoangel. Vereinshaus seine erste Versammlung ab. Der Besuch war zufriedenstellend. Der Vorsitzende dieses im vergangenen Frühjahr rach der unglücklichen Reichstagswahl gegrünbeten Vereins, Herr Seminardirektor Ebers, hieß die erschienenen Mitglieder herzlich willkommen mit dem Wunsche, daß der reue Verein nicht bloß eine Existenz haben wöge, sondern daß die Mitglieder in ihm reiche Agregungen und Befriedigung finden möchten, und daß seine Arbeit und seine Verhandlungen recht fruchtbringend und den Bürgersinn fördernd sein möchten. Da die Geschichte die beste Lehrmeisterin des Volkes sei und da mit der Erhebung Preußens nach schwerer Niederlage das Büegertum in Preußen und in Deutschland sich wieder zu großer Blüte entfaltet habe, habe er zu seinem Vortrage das Thema:„Vor hundert Jahren" gewählt. — Ja etwa einstündigem feindurchdachtem Vortrage gab Herr Direktor Ebers ein fesselndes Bild jener Zeit der Einkehr des deutschen Volks, auf die dann die Befreiungskriege folgten. In überzeugenden Ausführungen wies laut„Güt. Ztg.“ der Redner am Schluß seines Vortrages darauf hin, wie Preußen und Deutschland auf den in jener Zeit aufgebauten Grundlagen zu seiner heutigen Stellung herangereift sei. Nach Mitteilung des Schriftführers zählt der Verein z. Zt. 404 Mitglieder. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. zeitig bemerkt, so daß die Eisenbahnzüge zum Halten gebracht werden konnten, ehe ein Unglück geschehen war. Hinzukommende Personen spannten das Pferd aus und kippten den Wagen um, so daß Schweinehändler und Schweine in lieblichem Durcheinander zur Erde kollerten. Der Händler hatte seine liebe Last, seine Fahrtgenossen wieder zusammenzubringen. Die Sache dürfte für ihn übrigens noch ein übles Nachspiel haben. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 22. Oktober.(Das Gymnastalgebäude) wurde heute mit einem Festzug der Lehrer und Schüler und einem Festaktus, dem auch der Fürst und Staatsminister v. Gevekot beiwohnten, eingeweiht. Detmold. 22. Oktoder.(Fürstlicher Besuch.) Der Jagdaufenthalt des Kösigs Friedrich August von Sachsen beim Fürsten Leopold findet im November statt. Horn(Lpp.), 12. Okt.(Raubanfall) Von einem Unholde überfallen und beraubt wurden vorige Woche zwei junge Damen von hier, die einen Ausflug zum Hermanns. denkmal machten. Der Täter ist entkommen. Horn(Lippe), 22. Oktbr.(Diebstahl am Postschalter.) Nach der Einlieferung einer Postanweisung über 33 Mark durch zwei Galizier beim hiesigen Postamt riß ein Arbeiter aus Oesterreich=Schlesien, der den beiden Galiziern als Dolmetsch gedient hatte, das bereits eingezahlte Geld an sich und suchte zu entfliehen. Mit Hilfe eines Bürgers gelang es dem ihn verfolgenden Unterbeamten, ihn festzunehmen. Er wurde einem Gendarm übergeben, gewann aber einige Tage später wieder die Freiheit und konnte bisher nicht wieder dingfest gemacht werden. Essen, 22. Okt.(Grubenunglück.) Heute morgen gegen 10 Uhr stürzte die zurzeit im Bau begriffene Brikettfabrik des Steinkohlenbergwerks Königin Elisabeth, Schacht Wilhelm, zusammen. Die noch frisch aufgeführten Mauern erwiesen sich der sch weren eisernen Dachkonstruktion gegenüber als zu schwach. Sechs Arbeiter wurden, nach der W.'.“, verletzt, davon einer so schwer, daß er kaum mit dem Leden davon kommen wird. Jülich, 22. Oktober.(Automobil= Wüteriche.) Auf der Landstraße Aachen bis Jülich, zwischen Höngen und Mariadorf, überfuhr am Sonntagabend zwischen 10 und 11 Uhr ein unbeleuchtetes Automobil einen 53jährigen verheiratetin Einwohner aus Siersdorf. Die Iusassen fuhren unbekümmert weiter. Es gelung auch der telegraphische benachrigtigten hiesigen Polizei nicht, das unbekannte Ausomobil aufzuhalten. Der Ueberfahrene wurde schrecklich verstümmelt und war auf der Stelle tot. L Münster, 22. Oktober.(Von der Landwirtschaftskammer für Westfalen) werden in der zweiten Hälfte des Oktober aus Belgien Stuten bezw. Stutfohlen, voraussichtlich im Alter von 1½ bis 3 Jahren, eingeführt. Der Verkauf findet am Donnerstag, den 7. Novbr. d.., 12 Uhr mittags, auf dem großen Exerzierplatz in Hamm statt. Die Besichtigung der Pferde ist am Mittwoch, den 6. November, von 2 Uhr nachmittags an gestattet. Die Vorführung findet am Donnerstag, den 7. November, 9 Uhr vormittags, statt. Verzeichnisse sind am Plotz: zu haben. Soest, 22. Okt.(Freiligrathdenkmal.) Der Gedanke, dem Dichter und Besinger der Soester Geschichte, Ferdinand Freiligrath, in Soest ein Denkmal zu setzen, scheint sich in Bälde zu verwirklichen. Eme Anzahl kunstfinniger Personen veranstaltet im Laufe des Winters eine Reihe von Volk-Unterhaltungsabenden, deren Reinertrag für den Denkmals Fonds bestimmt ist. Unna, 21. Oktober.(Beim Obstpflücken) stürzte am Freitag der Arbeiter Wilhelm Verdot von hier so unglücklich vom Baume, daß er einen Oberschenkelbruch und innere Verletzungen davontrug. Am Sonn. abend ist der Verletzte im katholischen Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Dortmund, 22. Oktober.(Privat= beamtenversicherung.) Hier findet am 10. Nosember die Delegiertenversammlung des Verbandes der westfälischen Vereine zur Schaffung einer staatlichen Privatbeamten= versicherung statt. In der großen öffentlichen Versammlung am Nachmittage wird Abg. Dr. Stresemann über die Pensionsversicherung sprechen. Schwerte, 21. Okt.(Ein eigenartiges Verkehrshindernis) zwang hier einen Schnellzug und einen Güterzug zur Unterbrechung ihrer Fahrt. Ein Schweinehändler hatte zwei Dutzend Schweine zu transportieren. Da er einen über den Durst genommen hatte und sich in mehr als gemütlicher Stimmung befand, kletterte er vom Kutschbock herab und machte es sich mitten unter den Borstentieren bequem, seinem Pferde die Führung überlassend. Auf einer Eisenbahnüberführung blieb das brave Rößlein mit dem Gefährt stehen. Zum Glück wurde das Hindernis rechtThorn, 23. Okt.(Hann..) Die Cholerafälle haben im russischen Grenzgebiet um 16 Prozent zugenommen. In den letzten 4 Tagen sind 37 Choleraerkrankungen gemeldet. 6 Fälle verliefen tödlich. Brüssel, 23. Okt.(Hann..) Auf Ansuchen der Prinzessin Luise wurde die Versteigerung der ihr gepfändeten Schmucksachen aus dem Erbteil ihrer Mutter von Gerichtswegen auf den 20. November verschoben. Die Prinzessin will mit Hilfe dritter Personen die Mittel finden, um die Pfändung aufzuheben und die Sachen zurückzukaufen. London, 22. Okt. Die neue Rekordfahrt der„Lusitania“, hat am Sonntag begonnen; es ist jedoch dem Kapitän Watt bisher nicht gelungen, die Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 Knoten zu erreichen, die er noch zu überbieten hosste. Wie aus Newyork telegraphiert wird, hatte die„Lusitania", nach einem drahtlosen Telegramm von Kapitän Watt, am Sonntag um 11 Uhr vormittags 405 Seemeilen von Sandy Hook ab zurückgelegt und war bis dahin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,34 Knoten gefahren. Die Wetterverhältnisse waren günstig, und man erwartete eine gute Fahrt. New York, 28. Okt. Der deutsche Ballon „Pommern“ landete 9 Uhr morgens im AsburyPark an der atlantischen Küste. Der Ballon hat die etwa 1000 englische Meilen lange Fahrt von St. Louis bis Asbury Park in 89 Stunden 55 Min. zurückgelegt. (Gemeinnützige, kostenfreie Ferienkurse) für jeden Vorwärtsstredenden zur Erlernung der englischen und französischen Umgangssprachen, sowie dopp. und einf. Buchführung, Handelskorrespondenz, Rechnen, Wechsellehre und Stenographie finden in diesem Semester an der Berliner Handels=Akademie L. Reil statt. Auswärtige erhalten den Unterricht nach genauer Anleitung schriftlich. Am Schluß findet eine Prüfung statt. Kostenfreie Ueberwachung aller Arbeiten durch erstklassige Fachlehrer. Die zum Unterricht nötigen Materialien hat sich jeder Teilnehmer selst zu beschaffin, weitere Kosten als Porto erwachsen dann nicht Höhere Schulbildung nicht erforderlich. Unterrichtsdauer—6 Monate pro Fach. Anfragen unter Beifügurg des Rückportos sind an die Direktion der Berliner HandelsAkodemie, L. Reil, Berlin S. W. 68, Markgrafenstraße 19 zu richten. („Was ist eine Matrone?“) so fragte jüngst die kleine Frida ihren Vater.„Das ist eine ältere, ehrwürdige Frau, eine alte Mutter; das Wort kommt aus dem Lateinischen,“ erklärte er. Nach einiger Zeit rust Frida, fteudig erregt über den samosen Einfall:„Gelt, Papa, und eine Patrone, das ist ein alter Vater wie unser Großpapa?“ (Probatumest.) Dame:„Sie wissen also kein Mittel gegen Sommersprossen?“— Arzi: „Nein.“— Dame:„O, ich möchte aus der Haus fahren!“— Arzt:„Das wäre allerdings das einzige, was hallen wärde. Briefkasten. Nach Nordhemmern. Ihr Wunsch wird gern erfüllt, besten Dank für Ihre Umsicht. Der Verlag. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 24. Oktober 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+-11 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+13 CC. Barometer 75,0 cm. Wind: Süd Himmel: bedeckt. Oessentlicher Wetterdiern. Dieuststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 24. Okt. bis zum Abend des 25. Okt. Morgen meist trübe und nebelig, ohne wisentliche Nederschläge, schwache Luftbewegung, etwas kühler. Neuste Nachrichten. Wien, 24. Oktbr. Die Aerzte äußern sich in einem neuen Bulletin über das Befinden des Kaisers zuversichtlich. Das Bulletin lautet: Besserung anhaltend, kein Fieber, Katarrh im Rückgang begriffen, Husten etwas schwächer, Appetit und Kräftezustand befriedigend, Stimmung bedeutend besser, das Antlitz des Kaisers wieder Farbe. Der Kaiser ist sehr befriedigt über seinen ersten Spaziergang in der großen Galerie und erwartet ungeduldig den ersten Spaziergang im Freien. Gestern war sehr viel Publikum im Schönbrunner Park erschienen um den Kaiser zu sehen. Der Monarch erschien gegen 12 Uhr in Begleitung des Leibarztes Dr. Kerzl im braunen Mantel mit Offiziersmütze; er ging etwas gebückt und langsam, aber sicher; wiederholt nahm er Platz, um aus. zuruhen. Petersburg, 24. Okt. Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß die dorttigen Userbauten, die 80000 Rubel kosteten, eingestürztt sind. Durch diesen Zusammenbruch ist man einem emporenden Betrug auf die Spur gekommen. aus Grund amtlicher Marktberichte zusammengeste und nach einigen telegraphischen Berichten bearbeite vrr der Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Lonk wirtschaftskammern Berlin., Köthener Straße sr Essen Vorstehende Preise verstehen sich für 10 Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20 5/8 Taro De amtlichen Schlachtgewichtvreise sin mistel? der au Stadt-Theater. Heute: Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr. Letztes Gastspiel von Auguste Prasch=Grevenberg Herzogl. Meiningsche Hosschauspielerin Ein Tropfen Gift. Sonnabend, den 26. Oktober Anfang 7½ Uhr: Klassiker=Vrstellung zu kleinen Preisen Die Braut von Messina. Das erltscheidende Wort Agent wird gesucht. Hoher Nebenverdienst! Briefe nach Dordmund, postlagernd T UII. beim Einkauf von Malzkaffee ist das Wort„Kathreiner“. Verlangen Sie lediglich„Malzkaffee“, so laufen Sie Gefahr, irgend eine minderwertige Sorte zu erhalten, die den Anforderungen, die man an ein gesundes, billiges und wohlschmeckendes Familiengetränk stellen muss, in gar keiner Weise entspricht. Verlangen Sie daher ausdrücklich:„Kathreiners Malzkaffee“ im geschlossenen Paket in der bekannten Ausstattung mit Bild und Unterschrift des Pfarrers Kneipp und der Firma„Kathreiners MalzkaffeeFabriken“ und nehmen Sie unter keinen Umständen etwas Anderes! Dann sind Sie sicher, einen vollkommenen Malzkaffee zu erhalten, der alle anderen übertrifft. Zum 1. Dezember dieses Jahres, ist die mit der zweiten Lehrerstelle der hiesigen Volksschule verbundene Organisten= und Kantorstelle zu besetzen. Die niederen Küsterdienste werden abgetrennt. Das Gehalt für die kirchlichen Dienstleistungen besteht in 300 Mark aus der Kirchenkasse und freier FamilienWohnung nebst Garten. Geeignete Bewerber wollen ihre Gesuche umgehend an das Presbrierium Borgholzhausen(zeitiger Vorsitzender P. Sander) richten. Zauder #rleiht jedem Gesicht, ein rosiges, ju gendfrisches Aussehen, zarte, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seife v. Bergmann& Co, Radeben! mit Schutzmarke: Steckenpferd. à St. 50 Pfg. bei L. Schäfer, Bielefeld. Petri Gebrüder, Minden Citionensast Salbeih Johannisbeersaft Crobeersaft empfiehlt 50im. Bafke! Möbelfabrik und Dekorationsgeschäft Bielefeld. Sehenswerte Ausstellung von künstlerisch ein= Spezial= * Gilder Einrahmungs Geschäfts fach und vornehm ausgestatteten Wohnräumen, K 4 4p; in solidester Ausführung. K K.# Fein sortiertes Lager in Dekerattchen und Poppichem Ausstellungshaus Schillerplatz 20a Fabrik Waldhof 2. Carl Massmann Herford. Neumarkt 24 Teleson 58. 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Is. machen wir gemäß § 36 unserer Satzungen bekannt, daß der Zinsfuß für Spareinlagen bei der Kreis=Sparkasse Brillen und Klemmer auf 3¾ Prozent erhöht ist. in größter Auswahl, auch nach ärztlicher Vorschrift. Gläser und Reparaturen sofort. Diese Erhöhung tritt für die neuen Spar= H. Bökhaus einlage am 1. Oktober d. Is. und für die bestehenden Spareinlagen am 1. Januar 1908 in Kraft. Uhren, Gold und Optische Artikel. Herford, Radewigerstr. 18, neben dem Vereinshaus. Bielefeld, den 5. September 1907. Das Kuratorium der Kreis-Sparkasse Fritz Kobusch. Delius. W. Bültmann. C. Karstadt, Herford, Bahnhofstr. 2 Ecke Kreishausstr. empfiehlt sich zur Behandlung in echten und gestrichenen Hölzern empfiehlt billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. Eheschließungen: Fabrikportier August Kronsbein und Johanne Düker, Arbeiter August Wemhöner und Anna Hagemann, Schuhmacher Friedrich Soker und Anna Brindöpke, Zimmermann Friedrich Teismann und Amalie Specht, Dreher August Kühn und Pauline Stückmann, Dreher Heinrich Hinnenthal und Pauline Berning, Schlosser Robert Brinkmann und Emma Horsthemke, Hilfslademeister Moritz Kolditz und Mathilde Wolf, Maler Heinrich Lindhorst und Ida Lutterkort, Schlosser Fritz Jerrentrup und Paula Scholle, Dreher Emil Tönsmann und Emma Wöstenfeld, Schuhmacher Wilhelm Oberschelv und Alwine Ellermann, Maurer Hermann Köhne und Emilie Lange, Klempner August Koose und Sophie Tegeler, Arbeiter Wilhelm Stuckmann und Auguste Fenghaus, Arbeiter Paul Rosen und Berta Roddenbrügger, Schlosser August Ziegeler und Berta Werning, Arbeiter Friedrich Schlenther und Marie Koyka, Arbeiter Fritz Grunert und Amalie Kehlert, Arbeiter Hermann Fleckenzen und Helene Brüggemann, Bäcker Heinrich Pötting und Berta Fermarn, Zeichner Friedrich Pila und Johanne Swart, Malermeister Walter Dopheide und Wilhelmine Moritz, Tischler Friedrich Sturm und Emma Borgstedt, Schneider Gustav Schürmann und Amalie Wessel, Polierer Max Graupner und Emma Groß, Schleifer Adolf Schling= mann u. Franziska Münch, Stationsgehilfe Ernst Wagner u. Ella Bahlkamp, Arbeiter Ludwig Wille und Anna Fischer, Kaufmann Eduard Gaus, und Marie Mengedoth, Apotheker Friedrich Saling u. Emilie Brambach, Kaufmann Hermann Denker und Elfriede Bröker, Schuhmacher Alwin Herrmann und Auguste Kehlenbrink, Färbereibes. August Jahns u. Auguste Weber, geb Steinkamp, Kaufmann Adolf Breder und Auguste Grewe, Vizefeldwebel Chrisostomus Lacruex Maria Leifeld, Kaufmann Friedrich Delius u. Margarita Göpfert. NB. Sonnabend ist auf dem Standesamte ein weicher, schwarzer Filzhut vertauscht worden, welcher daselbst gegen den richtigen wieder umgewechselt werden kann. Sterbefälle: Ehefrau Invalidenrentenempfänger Fingberg, Anna geb. Feldmann 73., U fallrentenempfänger Friedrich Höner(gen. Blome) 59., Friedrich Vogelsang 4., verw. Kaufmann Wolff, Henriette, geb. Lindau 70., Arbeiterin Pauline Wattenberg 20., Invalidenrentenempfänger Gustav Koboldt 67., Ehefrau Zigarrenarbeiter Brünger, Auguste, geb. Stoppel 32., Erna Möller 1., Arbeiter Heinrich Siebrasse 63., Landgerichts=Präsident a. D. Geheimer Oberjustizrat Ferdinand Müller 77., Invalidenrentenempfänger Hermann Gehner 45 J, Wirt August Vormbrock 60., Karl Bolte 4., Maurer Wilhelm Sewing 35., verw. Zigarrenarbeiter Stüwe, Karoline, geb. Schabbon 69 Standesamts-Nachrichten des Amtes Herford vom 4. bis 11. Oktober 1907. Geburten: a) Söhne. Handarbeiter August Busch=Elverdissen, Kolon August Bokermann gen. Speckmannn=Schwarzenmoor, Handarbeiter Hermann SteinkampBermbeck, Landwirt Benhard Bensieck=Elverdissen, Bierfahrer Herm. Schwagmeier=Sundern, Tischler Rudolf Meier=Schweicheln, Handatbeiter Wilhelm Scheiper=Schwarzenmoor. b) Töchter. Fabrikarbeiter Hermann Kölling=Schwarzenmoor, Brauereiarbeiter Wilhelm Limberg=Schweicheln. Aufgeboten: Bahnarbeiter Heinrich Wächter=Herford und Näherin Luise Schäfersmann=Stedefreund, Weber Heinrich Wehmeyer=Falkendiek und Zigarrenarbeiterin Marie Heidemeier=Schweicheln. Eheschließungen: Müller Friedrich Sturhahn=Eickum u. Köchin Marie WehmeyerHerford, Maler Hermann Kötter=Schweicheln u. Anna Brandt=Herford, Landwirt Heinrich Schwarze=Schwarzenmoor und Witwe Anna Rottmann geb. Vogelsang=Scheicheln, Arbeiter Heinrich Baute=Bethel und Näherin Karoline Eckernkamp=Stedefreund, Maschinenarbeiter Friedr. Dunker=Schwarzenmoor und Dienstmagd Henriette Tölle=Valdorf (Kreis Herford). Sterbefälle: Frieda Recker-Brake II 2., Gustav Störmer=Elverdissen 1 J, Kolon Heinrich Spellmeier=Schwarzenmoor 73 J, Kolon August Lehbrink=Elverdissen 61 J. Ferner 1 Totgeburt. 9 Zu haben in allen Colonialwaren-, Drogen- und Seifengeschäften. Verantwertlich für den rekaktionellen Teil Hermann Lauge, für den Reklamse= und Inseraten=Teil R. Teantmann, Drus und Verlag von E von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. empfiehlt in grosser Auswahl billigst A. Dürkopp Nacht. Nr. 251. ederöeseinftestete an allen Postanstall .20., bei täglich Lustellung in Bielen ., durch Bri wäger.62 M. ch 25. Oktober: Sieg der Engländer Macaulay, engl — Schlacht bei B 1854.— F. K. v. gest. 1861.— Ein erstürmt Nogent 1870.— Das Reich felder Linie end in Lippe. Leopol (Eingesandt au „Bescheidenheit kommt man ohne amtliches liberal= wenn es nach einig bemerkungen über ersatzwahl, bei de Wahlwänner zu 5 weil tiese Wahl zu dem bescheiden gelangt für 1908 Nationalliberalen ein Landtagsmand blatt schreibt näm „Wir haben schaft, die sich liber alen M Behauptung au die allgemeine Mehrheit d Freuden begrüß der bürgerlichen im Jahre 190 auf die 3 Krei den Konserv liberalen ur ein Mandet zuzu zugesagt, mit treten, einerlei wahl ausfallen Hierbei setzt f über das tatsäch Parteien hinweg, wahl zum Reich heraus gestellt hat, Natiovalliberale ur Freisinn mindeste Soziale 5778 un Die kleinsten P Liberalen, woran Kreises Bielefeld geändert wird.*) ist männig einigten Liberalen die Hilfe der Soz wendung wenig sch ebenso bestimmt if Krücken und Dep insolge der bere erwartenden Ungül genommen wird. Und nun sollen Partei im Lan###tag die Vorgänge bei aus ihrer Sicherh gehörig auf dem schon bei der E konnie, ganz Leder beiden unbedenten kreise je ein Man wirklich nur ann Gesellschaft in sehl sammen war, ei nicht möglich! Der Sieg des unserer Meinung bedeutungsvoll für er hat uns Konserv was wir leisten kön und hat, wie man in die Bude gebre *) Im Stadtkr zusammen genommen nationalliberalen Part erheblich stärker als und Bielefeld Landf