Ae Obstbauverein. end=Fest instaltet von der bteilung des Chrifl. junger Männer, senmarkt 2, am 20. Oktober 1907 mittags 3½ Uhr Bundessekret. ner, Elberfeld. Gesang=Vorträge, klamationen 2c. d Kuchen à Person 50 Pfg. m ist herzlich eingeladen. iche Programme sind zu haben. Der Verkate WRUU dsattelfabrik. unter F. 10 an die altole Mitesser, Pusteln, rten HautunreinigHautausschläge verbedingt beim täglichen iu Steckenpferd Leerschwefel=Seife bei: L. Schäfer. stentüureau Brust lefeld, Klosterplatz, lefon 610.= ren. 4 eigene Geschäfle ötzlich der a. D. Justizrat Mor! eine tiefe, Er war en Treue, hkundigen n Wandel llen hochieden! 1907. der inde 8t BFräulein s Justizrats llasing und Dieckmeyer 07. ang Lol. W Bielefeld. 8 Nr. 244. 31 ang Geschäftestelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 18. 6 AA Bielefeld Tonnerstag, 17. Oktober 1907. DEF Kalender. 17. Oktober: Lutwig XIV ziht in Straßberz ein und läßt sich huldigen. 7681.— Réaumar, franz Natuiforscher, Ersi der des Theimometers, gest. 1757.— Friede zu Camppformio, 1797.— Meisch=ll Mac Mahon, gen. 1893.— Cha les Connod, Opeenkomponist, gest. 1893— Graf, später Fürst Bülow wird zum Reichskanzler ernannt, 1900. Angst der Sozialdemokratie. c. 0. Zeuge Bebe hat im Hochverrats= #oleß gegen den„Gressen" Lebknecht wiel##hel dekangt..ß##ie sonaldemoleatische Parteilettung ans Gugst vor dem Paraz •S sind die nationalen Arbeiterorganisationen nich immer machtlos, wenn ihnen der Staat vicht mit seinen Machtmitteln zu Hilfe kommt. Möglich, daß die schrankenlose Koalitionz= freiheit den nationalen Organisationen Vor lei#e bringen würde; jedoch die meisten Vorteile devon würden die sozialdemokratischen Ocgazisationen haben, und das würde schließ: lich zum Schaden nicht nur der nationalen Arbeiterbewegung, sondern des Staattwesens aussch'agen. Man streitet sich in bürgerlichen Kreisen darüber, ob v. Vollmar, der soeben sich als Vaterlandsfreund aufzuspielen für opportun gehalten hat, patriotischer empfinde als Bebel und Rosa Luxemburg, oder ob Bebels bekannte ans Augst vor dem Paragrophen 112 des Strafg stzbuches und noch wehr de, antimilitoristische Agisation zu zu willen, um dis Vaterland zu verteidigen, v zeggrnt hobe. Zagleisch sieß der als eine Konzessien an das erwachende sozialdemokcatische Führer die Besorguis kurchblicken, daß bei der R vision des Strafgesetzbuches überhaupt eine gesen die Um sturzbestrebungen gerichtete Verschärfung der entsprechenden Maßregeln vorgenommen werden könnte. Nun scheint ja die auf dem Wiesbadener Parteitage von dem Abgeordneten Besserwann abgegebenen Erklärung, daß ein Scharfmichertum, neue polizeiliche Moßnahnen nicht mehr am Platze seien; daß man nur eine ehrliche liberale Sozialpolitik treiben mössen, daß Herrenstandpunkt eis überwunden anzusehen sei usw., die Bebelschen Sorgen einigermaßen beschwichtigt zu haben. über trotztem geht aus der gaszen Haltung der offizüllen Sozialdemo krette hervor, daß man im roten Lager garz anders arstreten wücde, wenn man nicht doch roch Angst vor der Eiführung vo: Rpeessinmaßregeln hätte. Diese Angst flicht von der Behauplung, deß Repressiomaßregeln nur zur Förberung der sozialdemokratischen Bewegung dienen würden, bedeutend ab. Wenn Bebel eindaß schon die bloße Furcht vor einer Verscärfung einiger Strafgesetzbesimnuggen die sozialdemozratische Azitation beeirfl sse, so ist das ein Beweis für die, dieser Azitation unb dingt schädliche Wirkung derartig verschärfter Maßregeln. Man kunn immerhin zugeben, daß die Sozialdemokratie schon viel zu stark geworden sei, als daß sie durch ein Rpessivvorgehen vernichtet werden könnte; aber die Frage ist nicht so zu stellen, ob eine solche Vernichtung überhaupt möglich wäre, sondern ob es notwendig sei, gegen die weitere Unterwühlung der staatlichen Grundlagen einen festen Damm aufzurichten. Und diese Frage wird bejaht werden missen ist eine Illusien, das jitzt die beste Gelegenheit sei, die Industriearbeiter durch liberale Mittel aus der soz''demo kratischen Umschlingung zu befreien, und es ist fast unbegreiflich, daß noch immer solche Illussionen gehegt werden. Man täuscht sich, wenn man wieder einmal meint, die Sozialdemokratie stehe im Begriff=, sich zu mansern. Sie ist im Gegenteil nur immr raditaler und auf radikaler Grondlage immer geschrossener geworden. Früher hoffte man euf einen Zwiespalt zwischen Gwerkschaften und Partei. Diese Haffgung ist, wie sogar der mauserungsfreudige Optimist Naumann zugeben mußte, geschwunden. Auch die Erwarkungen, die man einem steigenden Einflusse der R visionisten entgegenbringen zu können meinte, haben, wie zutreffend der Herr Reichskanzler ausführte, enttäuscht. Die revisionistischen„Genossen" sird vollkommen bedeutungslos geworden, und wer von ihnen sich einmal programmwibrig auszuspielen wagt, wird bald mundtot gemacht. Wohl glaubt man von der nationalen Arbeiterbewegung einen günstigen Eufluß auf die Isdusteie=Arbeiterschaft erwarten zu können; aber gegenüber dem strupellosen terronistischen Vorgehen der Sozialdemokraten patriotische Bewußtsein der„Genossen“ zu betrachten sei. Dieser Streit ist müßig. In dem Bestreben, die Staatsmacht zu untergraben und die vaterländische Whrkraft zu schwächen, fird alle Sozialdemokraten einig. Und wenn Bebel mit v. Vollmar einer Meinung sind, daß bei der Jugendorganisation und der autimilitarist schen Propaganda vorsichtig verfahren werden müsse, so ist das nur die Folge der Angst vor der Einführung von Repressivmaßregelg. Gleubt man denn, die Sozialdemokratie habe von der Anwendung des politischen Massenstreiks als Kampfmittel Abstand genommen? Dann würde man sich schwer täuschen. Von solchen Projekten wirh zwar itzt nicht laut geredet; aber desto eifriger wird an ihrer Verwirklichung gearbeitet. Das scharfe Vorgehen der russischen R gierung gegen dte Revolution hat auch den deutschen Sozialrevolutionären das Kenzepl verdorben. Wäre, wie Bebel und Genossen erwartet halten, die russische Revolution siegreich geslieben, dann würde das Austreten der deuischn Sozialdemokratie ein ganz anderes sein, als es heute aus Angst vor der wendung staatlicher Machtmi tel ist. Hat der Liberalismus die Zuversicht, daß die Sozialdemokratie durch liberale Mittel erfolgreich bekäupft werden könne, so trete er hoch in diesen Kampf mit voller Wacht ein! Nicht etwa nur bei den Wahlen muß aber diese Wucht sich offenbaren, sondern zu allen Z iten. Was für Mittel gedenkt beispielsweise der Liberalismus gegen die verwüstende sozialdemokratische Jugendbewegung anzuwenden? Rit welchen Mitteln glaubt er gegen die autimtlitaristische Propaganda vorgehen zu können? Auf diesen Gebieten ist mit„freihzeitlichen“ oder sozialpolitischen Maßnahmin nichts zu machen. Dazu aber, daß man sich diesem gemeingefährlichen Treiben gegenüber auf den bequemen Standpunkt des laisser-aller zurück ziehen könnle, sind doch wahrlich die Zeiten zu ernst und die Verantwortlichkeiten zu groß Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 16. Oktober. Die Kaiserin ist gestern abend von Hubertussteck kommend im Schloß Bellevue eingetroffen und hat daselbst Wohnung genommen. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen haben mit den Peinzen Waldemar und Sigismund den Kuroct Moritz gestern wieder verlassen. Die Mitglieder der amerikanischen Exportkommission, die auf ihrer Rundreise durch Europa zum Zwecke des Studiums der Exportverhältnisse zurzeit hier weilen, erledigten heuie vormittag ihre amtliche Besuche in den Ministerien und machten sich dann an die Arbeit. Es werden Konserenzen im Reichsamt des Janern, ferner mit den Aeltesten der Kaufmannschaft und einzelnen Exporteuren stattfinden, damit sich die Kommissare über die Lage des Exporthandels unds die Wünsche der Exporteure insormieren Die Abgeordneten Broekmann(Zeotr), Dr. Graf Douglas(freikors.), Hische und Jürgensen(nationallib.), Lückhoff (feeikons.) und Retzner= Frankenstein (Zertr.) blicken am 26. Oklober d. I auf ein 25jähriges Mandatsalter zurück. Die Abgg. v. Detten(Zentr.) und Dr. Hitze Zeitr) begehen am 26. Oktober d. J. die 25jährige Wiederkehr des Tages, an dem sie zueist in das Abgeordnetenhaus gewählt wurden. Der Qugestor des Abgeordnetenhauses, Abg. Henning=Kalau(kons.) begeht am 17. Oltober d. I. seinen 70. Geburtstag. Daß Fürst Bismarck von Stöcker urd der von ihm ins Leben gerufenen christlich sozialen Bewegung nichts wissen wollte, ist bekannt. Stöcker erzählt jtzt in den Etinnerungen aus seinem Leben, die im „Vol““ erscheinen, daß Bismarck ihn wegen seines antisem tischen Angriffes auf Bleichröder aus Berlin habe ausweisen lossen wollen. Zwei Min ster habe er aufgefordert, sie möchten ihn behandeln gleich einem Sozialdemokraten, und die Maßregel sei nur unterblieben, weil einer der beiden, der zugleich Stöckers Oulle für den Vorgang ist, erklärt habe, er könne das nicht, denn schon als Militärgeistlicher sei Stöcker als einer der königstreuesten Männer bekannt gewesen. Nachher sei dann durch ein kaiserliches Schreiben die Sache, iffinbar Bismaick zuliebe, getadelt worden. Der Kanzler aber sei, hierfür b ruft sich Stöcker auf mündliche Mitteilung des Oberkirchenratspräsizenten, bei dieser Gelegenheit über die Aussprache bei dem Kaiser so in Zorn und Wut geraten, daß er diese nicht habe hören wollen. München, 15. Ottober. Der liberale Feaktionsführer Dr. Casselmann gab am Schluß der heutigen Kammersitzung die Ecklärung ab, daß der Verfasser des Berichts in der„Müschn Allz. Zig.“ über die das Zentrum und den politisierenden Klerus so! abfällig beurteilendrn Acußerungen des Bischofs von Regensburg sich ihm vorgestellt und ihn ermächtigt habe, ron seiner Namen, sowie von den Namen zweier weiteren geistlichen als Ohrerzeugen für den Fall einer weiteren Versolzung der Angelegenheit außerhalb des Parlaments— das ist im Gerichtssaal— Gebrauch zu machen. Der Zeuge hält den Bericht über die Aeußerungen des Bisshofs nur mit dem Unterschiede aufrecht, daß sie nicht in einer förmlichen Ausprache an den versammel: Kierus, sondern in Agreden an einzelne Geistliche gefallen sind. München, 16.t. In der heutigen allgemeinen Budgeldebatte der Kammer führte Finanzminister Pfaff aus, die unde friedigende Finanzlage des Deutschen Reiches sei nur auf die Nichtbewilligung ausreichender Steuer vermehrungen zurückzuführen. Man müsse sorgen, daß dem Reiche neue Einnahmequellen eröffget werden. Die bayrische Rezierung sei aber von jeher gegen eine Reichsein kommensteuer u. Reichsvermögens steuer, weil diese dem söderativen Charakter des Reiches widerstreiten und den Einzelstaaten die Erfüllung eigener Aufgaben unmöglich machen würden.— Damit allein schon ist die Ausführung des nationalliberalen Bassermann=Osannschen Steuerprogramms als unmöglich erwiesen. österreichischen Völker mitteilen zu können. Anta##rtschreiben sei ausgesprochen, daß des B fiaden des Kaisers, welcher an Kalarth und I flienza leide, den Unstänen gemäß vollkommen zufriedenstellend sei. Der Kaiser fühle sich kräftig. kirchner sprach im Namen aller die wämste Arteilnahme und den Wunsch aus, der Allbal: a gliebten Kaiser (Stürmischer, nächtige nöge den wieber gesund mach haltei der Beifoll.) Frankreich In der französischen Budgetkommission legte der Finanz= minister Caillaux die finanzielle Lige#ar. Das Desizit beträgt 28 Mill Franken. Die Gesamtausgaben des Kriegsmiuisterium für Marokko überschreiten die im Bu#get vorgesehenen ordentlichen Ausgaben um 2½ Millionen. Serbien. In der Skupschtina, die dieser Tage wieder zrsammengetreten ist, kam es wegen der Erwordung der beiden Novzkowitsch zu einer Kundgebung gegen den Minister des Innern. London, 15. Ottober. Die Flottenmanöver, die am Montag begonnen haben, sind die größten, die jemals in der Nordsee abgehalten worden sind. Die Admitalisät hat strengste Verschwiegenheit befohlen und besondere Verfügungen gegen eiwaige Zeit ougs= korrespondenten erlassen. Die mar överitrende Flolte besteht aus der Kang flotte, der atlentischen Flotte, der Noch=Division und der Heimflatte. Den Oderbesehl führt Admiral Lord Charles Beresford. Der Stäcke nach besteht die Flolt: aus 25 modernen Linienschiffen, 14 gepanzerten Keenzern, 10 gedickten Kreuzern, 4 Auisos und 48 Zerf brern. Petersburg, 16 Okt. Durch einen au den Stzat gerichteteu kai###lichen Ulas sind die Wahlen der Abgeordneten für die Reichsduma in den Stätten Peiersburg, Moskau, Kiem, Ra und Olesse auf den 30. Oktober seffgesetzt worden.— Das Zarenpaar gedenkt seine Schärenfahrt au 21 zu beeuden und am 22. d. M. wieder in Pterbof Wohnung zu sehmen. Manila, 16 Okt. Der Krieges=keitär der Vereinigten Staaten von Amerika, Taft, eröffnete heu'e das erste Philippt Parlament. dem Auslande. Wien, 16. Olt. Im Abgeordnetenhause erklärte zu Beginn der Sitzung der Präsident Weißkirchner, er habe als Vertretr des Hauses es für notwendig erachtet, durch eine Anfrage bei der Kibinet skanzlei Au heutisches über das Befinden des Kaisers zu erfahren, um es den Abgeordneten der Kolonialpost. (Kolonial=Wirtschaftliches.) Ein aus der„Berliner Morgerpost“.(Nr. 237) in den„Vorwärts“ und in die„B. Z. am Mittag“, übergegangener Reisebericht des Herrn Konrad Alberti vom 27. Augu fällt über sämtliche Kulturen Deutsch= Ofafrikas ein Urteil, das alle bisherigen kolonialgeguerischen Kritilen an P ssimiemus übertrifft. Hiasichtsich der aussichtsvollen Baumwellkulturversuche behauptet der Herr Berichterstatter:„Es ist nichts mit der Baumwolle in Deutsch Ostaftika". Dem gegenüber verdient der fo'gende teles raphische Bericht des„L..“ über die am 3 Oktober durch den Staatssekretär des Reichs Kolonial= amtes stattgehabte B sichligung des Baumwollgebietes Sadani Beachtung:„Gestern nahm Exzellenz Dernburg mehrere Baumwollpsantagen in Sadani in Augenschein und sah den Dampfpflug des Kolonial= Wirtschaftlichen Komitecs, welcher den Intcressenten gegen eine feste Rate zur Vefügung gestellt wird, in voller Arbeit. Ee sprach sich dahln aus, daß Baum vollplantagen, namentlich bei künstlicher Bewässerung, sehr rentabel sein dürften. Wenn Herr Alberti weiter behauptet:„Der Vertrauens mann des Kolonial Wirtschaftlichen Komitees hat seinen Auftraggebern den Rat erteilt, den großen Dawpspflug in Sadani zu verkausen und die Baum vollpflanzung eingehen zu lassen“, so stellt das Kolonial Wirtschaftliche Komitee fest, daß diese Behauptung den Tatsachen in keiner Weise entspricht. Das Komitee beabsichtigt vielmehr durchaus nicht, seine Baumwollversuchspflanzung bei Sadani eingehen zu lassen. Ueber den heutigen Stand der deutsch=kolonialen BaumwollUgternehmungen ist ein Bericht des Komitees in Vorbereitung, der noch im Laufe des Oktober zur Veröffentlichung gelangen wird. Nach den amtlichen Feststellungen hat die Ausfuhr von Baumwolle aus Deutsch= Ofafrika wie folgt zugenommen: 1902 371, 1903 9,292, 1904 188,540, 1905 188,785, 1906 183,085 Kilogramm. Für die produzierte Baumwolle wurden folgende Höchst preise erzielt: 1903 55 Pfg., 1904 63 Pfg., 1905 90 Pfg., 1906 106 Pfg. pro ½ Kilozramm. Vorstehende Zahlen sprechen für sich selbst. Seitens des Kolonial=Wirtschaftlicher Komitees ist immer wieder betont worden, daß die Einführung des Baumwollbaues aussichtsvoll ist, aber jahrelanger zäher und ernster Arbeit bedarf. Das Komitee hat stets vor Optimismus, aber auch vor Pessimismus gewarnt. Bedauerlich aber ist es, daß eine Veröffentlichung in einer vielgelesenen Zeitung das aussichts volle und für unsere heimische Volkswirtschaft bedeutungsvolle Kulturwerk stört. Gericht und Rechtsprechunr Bielefeld, 15. Okt.(Strafkammer.) Wegen fahrlässiger Körperverletzung hatten sich der Zimmermeister R. K. und der Bauunternehmer A. F. beide zu Bielefeld wohnhaft, heute vor der Berufungsinstanz zu verantworten. Der Anklage lag der Bauunfall in der hiesigen Rohrteichstraße vom 26. Novemker 1906 zu, Grunde. Das hiesige Schöffengericht hatte beide für schuldig gefunden und jeden zu einer Geldstrafe von 100 Mk. ev. 10 Tagen Gesängnis verurteilt. Die Strafkammer erkannte bei beiden, die alle Verantwortlichkeit ablehnten, auf Verwersung der Berufung. — Der Händler A. D. von hier hatte am 17 Mai d. J. in Sieker„Harlemer=Oel“ feilgeboten. Das hiesige Schöffengericht hatte angenommen, das Harlemeröl zu den Medikamenten zähle und vom Hausierhandel ausgeschlossen sei. Das Urteil lautete auf eine Geldstrafe von 96 Mk ev. 16 Tagen Gefängnis. Die Berufung des Angeklagten wurde verworfen.— Der Bäckergeselle F. G. von hier und der Frieseur W. H. von hier wurden wegen Diebstahls verurteilt; und zwar G. wegen Diebstahls in 3 Fällen und H. wegen Diebstahls in 2 Fällen zu je 4 Wochen Gefängnis, welche Strafen durch die erlittenen Untersuchungshaft verbüßt sind. Bielefeld, 16. Oktober.(Strafkammer) Der Arbeiter F. B. von Brackwede wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rücksalle zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt, worauf ihm 1 Monat von der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wurde.— Der Provisionsreisende C. G. von Salzuflen war vom Schöffengericht zu Vlotho wegen Betruges zu 4 Wochen Gesängnis bestraft. Die Strafkammer sprach ihn frei.— Der Arbeiter E. B. von Lette, Kreis Wiedenbrück, wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu 4 Monate Gefängnis verurteilt.— Auf dem Zollamte zu Herford wurde eine große Sendung unsittlicher Postkarten, welche von einer Pariser Firma an die Firma L. S.& Co. in Herford gerichtet war, angehalten und dem Amtsgericht zu Herford vorgelegt. Das Amtsgericht hat nun am 4. Septör. einen Teil der Karten unsittlichen Inhalts beschlagnahmt. Es war nun heute vor der Strafkammer Termin anberaumt, um über die Unbrauchmachung der Karten zu beschließen. Das Gericht erkannte auf Vernichtung der unsittlichen Karten, zumal dieselben sich zurzeit der Beschlagnahme noch im Besitze des Absenders befanden und darüber verfügen konnten.— Der Kaufmann A. Sch. von Berlin war am 8. November v. Is. von der hiesigen Strafkammer wegen Vergehens gegen § 240 Abs. 3 der Konkursordnung zu einer Geldstrafe von 50 Mk. ev. 5 Tagen Gesängnis verurteilt wurde. Gegen dieses Urkeil war von Seiten des Sch., der behauptete, schon vor Beginn der eigentlichen Geschäftsführung sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt zu haben, Revision eingelegt. Das Reichsgericht hat das erste Urteil aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung an die Vorinstanz zurückverwiesen. Die Strafkammer erkannte heute auf Freisprechung des Angeklagten, indem dieselbe annahm, daß der Angeklagte sein Amt schon vorher niedergelegt habe und für die unordentliche Buchführung nicht verantwortlich gemacht werden könne.— Der 23 Jahre alte Bahnarbeiter F. P. von Dankersen bei Minden war vom Schöffengericht zu Minden von der Anklage der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen, wogegen die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Der Gerichtshof vertagte diese Sache. Von der Reise mitgebracht. Erzählung von Fr. Carl. Nachdruck verboten.) Als Ilse den Salon betrat, war sie nicht wenig erstaunt, die Mutter allein zu finden. Diese teilte ihr mit, daß der Vater schon früh nach Quedlinburg gefahren sei. „Aber warum denn heute schon?" fragte sie ganz verwundert,„Papa sprach noch gestern davon mit den anderen Herren, daß sie anfangs nächster Woche gemeinsam die Sehenswürdigkeiten der alten Stadt besichtigen wollten.“ Frau v. Warnow sah sich schneller, als sie es gedacht hatte, dem entscheidenden Augenblick gegenüber. Sie richtete sich straff auf und sah ihre Tochter unverwandt prüfend an, während sie ihr die inhalt: schwere Mitteilung machte:„Wir reisen morgen gegen mittag schon ab.“ Wie ein elektrischer Schlag durchzuckte es Ilse. Mit erblaßtem Gesicht stand sie vor der Mutter und stammelte mit bebenden Lippen:„Nein, Mama, du scherzest, das ist ja nicht möglsch.“ Da fühlte sie sich bei der Hand gefaßt und hörte eine strenge Stimme:„Siehst Lokales und Bielefeld, 17. Oktober (Landesgerichtspräsident Müller,) der vorgestern aus der Zeitlichkeit abgerufen worden ist, war aus Lüdbecke gebürtig. Nach längerer juristischer Laufbahn wurde er 1886 zum Präsidenten des Landgerichts in Paderborn ernannt und von dort am 16. Sept. 1893 in gleicher Amtseigenschaft nach Biele feld versetzt. Im Jahre 1898 wurde ihm der Charakter als Geheimer Ober=Justizrat mit dem Range der Räte 2. Klasse verliehen. Mit dem 1. April 1891 trat er in den Ruhestand. Dir strengkirchliche Herr, den man selten an seinem gewohnten Platze in der Kirche vermißte, war bis zu seinem Heimgang Mitglied des Presbyteriums der Altstädter Gemeinde. (Besitzwechsel.) Die Herren Heinrich Pilgrim und Wilhelm Bröker verkauften einen Teil ihres Grundstückes Ecke Heeperund Kaiserstrafte an Herrn Schlachtermeister Martmann hier. Herr Martman beabsichtigt nach der„West. Zig“ auf dem Grundstück ein größeres Geschäftshaus zu errichten. Als Kauspreis werden 75 Mk. pro Quadratmeter genannt. *(Wandergewerbeschein für das nächste Jahr.) Diejenigen Personen, welche für das Jahr 1908 einen Wandergewerbeschein wünschen und rechtzeitig in den Besitz derselben gelangen wollen, haben einen dies bezüglichen Antrag unverzüglich im Rathaus, Zimmer 11(Eingang Viktoriastraße), zu stellen. (Eine Generalversammlung des landwirtschaftlichen Kreisvereins) soll am 22. Oktober, nachmittags 2 Uhr, bei C. Modersohn abgehalten werden. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Herrn Medizinalrats Dr. Nünning= hoff über Tuberkulose. Die Gegenwart der Damen ist erwünscht. (Reichsgottesvorträge in Bieleseld.) Pasto Jäger eröffnet den Vortragszyklus über das Reich Gottes mit einem Hinweis auf die Dringlichkeit der Frage, was das Reich Gottes sein solle, was es gewesen sei und was es heute sei, und auf die Beantwortung derselben an der Hand der Worte und Taten Gottes. 1. Vortrag von Pastor Oestreicher:„Das Reich Gottes im Alten Testament.“ Eine uralte Ueberlieferung, die nur einen Gott kennt, teilt sich in zwei Ströme, einen babylonischen und einen israelitischen. Der babylonische ist der getrübte, der israelitische der reine. Diese Urüberlieferung hat ihre Quelle in einer Uroffenbarung. Diese zeigt uns den Schöpfer Gott und den Menschen geschaffen zu seinem Ebenbild. Nie hat die höchste Menschenweisheit, die von Hellas, diese Erkenntnis erreicht. Wie mit der Schöpfung ist es mit dem Fall und der ganzen Urgeschichte. Sie ist Gott geleitete Geschichte, nicht menschliche Phantasse. Und gar die Zeit der Eczväter liegt jetzt im hellsten geschichtlichen Licht. In Babel herrschte ursprünglich laut den Namen nach der Glaube an den einen Gott. Von ihm wurde Abraham berufen, um Freund Gottes und Vater der Gläubigen zu werden. Sein Name, seine Umgebung, sein leben, seine Kämpfe sind gemäß den babylonischen Dokumenten wirkliche Geschichte, so auch die seiner Nachkommen(„was im einzelnen du, wie sehr ich recht gehabt habe wit meinem Argwohn, und wie begründet das Gerede der Leute ist, daß du für diesen Dr. Reinhardt, der wahrlich besser getan hätte unsern Weg nicht zu kreuzen, mehr empfindest als es sich für ein Fräulein von Warnow schickt.“ Und als sie mit einer flehenden Gebärde zur Mutter aufschaute und den Mund zum Sprechen öffgen wollte, hörte sie abermals die strenge Stimme: „Kein Wort, Ilse, ich habe genug gesehen und will keine Entschuldigungen hören. Jedenfalls bleibt es dabei: morgen reisen wir ab.“ Wohl eine Stunde lang saß die Aermste in ihrem Stübchen, zunächst völlig unfähig, einen Gedanken zu fassen— wie zerschlagen an Leib und Seele; dann, als sie wieder zu denken vermochte, eine Beute qualvollster Herzensnot und fiasterer Hoffnungslosigkeit. In dieser Stunde erkannte sie es erst ganz, wie lieb sie den Mann hatte, von dem man sie trennen wollte, und daß sie ohne ihn nicht wieder froh werden könnte— aber sie rußte keinen Ausweg aus ihrer Not, keinen Rat in ihrer Pein, wie eine hinter dicke Kerkermauern für das ganze Leben Verdammte kam sie sich vor. Zuletzt hatte sie das Gefühl, als müsse sie ersticken, mit noch nachgewiesen wird"), vor allen die des Joseph, der den Kult des einen Gottes nach Aegypten bringt. Der Zerfall Aegyptens ebnet Mose den Weg; die anderen Ebräerstämme, die Chapiri, brechen Israel die Bahn. Der Kaltus und das Recht hat seinen Ursprung in uralter Zeit. Dieser ursimitische Kult und dies ursemitische Richt sind von Mose umgeprägt, zum Kult und Recht Israels unter dem Eir fluß der Offenbarung Gottes am Sinai. Sein Offenbarungs inhalt aber ist di: Liebe zu dem Retter Gott und zum Menschennächsten. Kein anderes Gesetz hat dergleichen. Der Wiederhersteller der Offenbarung Gottes nach der dunklen Zeit der Richter ist Samuel. Er rettet Jtrael. Er gibt ihm den König. Er prägt den König ein. Gehorsam ist besser denn Opfer. Der König nach dem Herzen Gottes, der auch nach dem Fall vor Gott Buße tat ist David. Er stellt das erhoffte Reich her und wird so zum Vorbild des Messias. Sein Salomo hat sein eigen Werk, den Tempel bau zerstört, durch Einführung des fremden Götzenkustus. Seitdem sinkt Volk und König in Israel und Juda rettungslos Aber der Reichsverheißungsgeist in den Popheten, die den Untergang des Staates weissagten und ihre Weissagung geht in Erfüllurg. Das Volk muß ins Exil, aber es kommt wieder geboren zurück. Israel wird der Kuecht der Missionare Gottes in der Heidenwelt. Es trägt die Erwartung des Messias über die ganze damals bekannte Erde. Heute abend 8¼ Uhr spricht Herr Konsistorialrat Mahling über das Thema: „Das Reich Gottes im Neuen Testamen!". Herr Mahling gilt als einer der hervotragendsten Redner der Gegenwart. (Schöffen= und Hilfsschöffen für 1908.) Hauptschöffen. Aus Bielefeld: Fabrikant Carl Bertelsmann, Fabrikant Arnold Bertelsmann, Fabrikant Oskar Dickertmann, Bankbeamter Adolf Eberwein, Färbereibesitzer Carl Groneweg, Ingenieur Heinrich Hegels, Ingenieur Johann Kemmerer, Direktor Carl Brüggemann, Fabrikant Wilhelm Berg, Kaufmann Friedrich Buddebirg, Fabrikant Heinrich Calow, Fabrikant Carl Delius, Schuhmachermeister Heinrich Gottschalk, Lackierer Friedrich Gerber, Schornsteinsegermeister Emil Hasubski, Goldschmied Bernhard Holle, Fabrikant Heinrich Kuxmann, Rendant Hugo Lindewirih, Kaufmann Carl Lindewirth, Kaufmann Wilhelm Müller, Kaufmann Paul Oltrogge, Kaufmann August Propping, Fabrikant Ernst Rein, Kaufm. Leo Roos, Konkursverw. Alfred Schröder, Civilingenieur Erich Schröder, Bildhauer von Saher, Malermeister Hugo Stenner, Architekt Bernhard Waltermann, Kaufmann Wilhelm Wilms, Stellmacher Gustav Wehmeier, Malermeister Fritz Kreft, Werkmeister Carl Münch, Schuhmachermeister Ed. Plettenberg, Werkmeister Paul Senftleben, Werkmeister Emil Uhlig, Obermeister Georg Ambos, Handelskammersekretär Max von Ascheraden, Kaufmann Theodor Bartels, Kaufmann Fritz Banck, Obermeister Gustav Brackmeyer, Frabrikant Carl Baumhöfener, Prokurist Hermann Dalkamp, Magazinverwalter Friedrich Frohnert, Kaufmann Franz Goldberg, Kleinhändler Gustav Gartemann, Bäckermeister Friedrich Hegeler, Prokurist Albert Herm, Kaufmann Wilhelm Hülsmann, Malermeister Carl Küster, Spediteur Wilhelm Kobusch, Werkmeister Ludwig Krusemark, Malermeister Gottlieb Lehmann, Aufseher Wilhelm Lippold, Wäschereibesitzer Fritz Meise, Buchdrucker Otto Mirow, Rendant Alfred Ohly, Schlosser Georg Renschka, Buchhalter Wilhelm Ricksiek, Handwerkskammersekretär Theodor Sackmann, Lagerhalter Emil Schmidt, Schneidermeister Andreas Thulin, Schmiedemeister Wilhelm Aufderheide, Tischler Eduard Barlag, Kaufmann Weiner Bertelsmann, Tischlermeister Fritz Güse, Bademeister Eduard Klein, Amtssekretär Fritz Stenzig, Postverwalter August Bünemann, Privatsekretär Paul Behrendt. Aus Brake i..: Landwirt Ludwig Milse, Landwirt Gustav Höner zu Guntenhausen, Landwirt Gustav Rudorf, Landwirt Gottlieb Heienbrock, Gastwirt Otto Segeler, Landwirt Heinrich Ober kobusch, Landwitt Heinrich Tödheide, Landwirt Bernhard Wedepohl, Landwirt Gustav Oberkodusch, Aus Theesen: Landwirt Theodor Meyer zu Drewer, Landwirt Eduard Meyer zu Köker, Landwirt Rudolf Kobusch, Landwirt Heinrich Pöhl, Landwirt Heinrich Bickmann, Landwirt Wilhelm Lakemann. Aus Lasendoer: Eanewar=Eastar Amdermunn, schweren müden Schritten ging sie zum Fenster, um etwas frische Luft in das Zimmer zu lassen; da sah sie draußen in den Anlagen ihre Mutter mit Frau von Arnstedt und.äulein v. Lintorf auf= und abgehen. Ihr kam der Gedanke an Annie: vielleicht ist sie noch oben, da ist wenigstens ein Herz, an dem du dich ausweinen kannst. Wenige Augenblicke später klopfte sie an das Zimmer der Freundin und öffnete auf deren fröhliches Herein! die Tür. Annie sah sie zu: erst nur flüchtig an, auf einmal stutzte sie und eilte ihr entgegen.„O Gott,“ rief sie ganz erschreckt—„Ilse, Liebling, wie siehst du denn aus, ist ein Unglück geschehen?“ Da fühlte sie zwei Arme um ihren Hals und hörte eine tränenerstickte Stimme:„Ja, Annie— ein Unglück— wir reisen morgen ab— weil ich Dr. Reinhardt lieb habe— und das— schickt sich doch nicht für ein Fräulein v Warnow.“ Herzbrechend sing sie an zu weinen. Annie hatte sie zu sich auf das Sofa gezogen, sie lehnte den Kopf der Freundin an ihre Schulter und tröstete unaufhörlich: „Sei nur ruhig mein Herz es ist doch noch nicht alles verloren, Gott wird euch noch glücklich werden lassen, sollst sehen, wenn es Aus Vilsendorf: Landwirt Gustav Kindermann Landwirt Hermann Surmann, Landwirt Auguß Surmann, Landwirt Hermann Boßmerbäumer, Bäcker und Wirt August Böke. Aus Altenhagen: Bäcker und Wirt Gottlieb Kuhlmann. Aus Brönninghausen: Landwirt Feitz Hasenjäger, Gastwirt Fritz Hassebrock. Aus Hiepen: Kolon Emil Große. dokermann, Wirt Eduard Mühlenweg. Aus Hillegossen: Schmied Gustav Meyer, Kaufmann Robert Scharf. Aus Lämmershagen: Verwalter Rudolf Halemeyer. Aus Misse: Landwirt Gustev Schürfeld. Aus Oldentrup: Landwirt Wilhilm Oldekamp. Aus Sieker: Neubeuer Heinrich Detring, Landwirt Reinhard Kipp, Kaufmann Fritz Kramer, Kaufmann Heinrich Möhring.— Hilfsschöffen. Aus Bielefeld: Schonnstein= segermeister Franz Hemrich, Oberbootsmann a. D. Julius Hermenirg, Stadtsekretär Heinrich Laude, Kaufmann Philipp Steinberg, Kaufmann Karl Oltrogg“, Kaufmann Wilhelm Ulrich, Wirt August Goldbeck, Hotelbesitzer Hermann Hohlbein, Kupferschmied Friedrich Rode, Maesseur Hermann SchönFriseur Hermann Wißbrock, Schlossermeister Max Schneidermeister Fiedrich Heibrock, Buchhändler Hugo Anders, Schlossermeister Anton Broer, Uhrmacher Fritz Böck lmann. Kaufmann August Corv.y, Buchbindermeister Peter Dahs, Schneidermeister August Dockhorn, Kürschner Kail Felkeisen, Kaufmann Rudolf Fieder, Kaufmann Slewpgermester Gotag PZaur Landvihrmann, Kiempnermeister Gastar Lulg, Gimüsehändler Adam Marleaux, Kaufmann Hans Oestreich, Installaleur Emil Pauck, Hotelbesitzer Adolf Strunk, Fuhrunternehmer Fritz Imrecke, Kaufmann August Salluager. umann Aagut m(Gestohleues Fahrrad.) Gestern wurde aus dem.schäftslokal des Kaufmanns., Beunnenstraße 12, gegen 6 Uhr abends ein Fahrrad, Marke Basento(Damen= rad), Fabr.=Nc. unbekannt, gestehlen. m(Fingierter Einbruchsdiebstahl.) Die Dienstmagd M. B. im Dienste bei dem Keufmann M. Odernstraße 3, wurde heute morgen an Händen und Füßen gebunden, in einer Dachstube im Bitt liegend aufgefunden. Sie gab an, über Nicht überfallen, in diese Lage verfitzt und beraubt worden zu sein. Bef eindringlichm Verhör stellte sich heraus, daß sie diese Szene selbst ins Werk gesetzt hatte, um sich einen Grund zum Verlassen ihres Dienstes zu verscheffen. (Soirée Fly und Slade.) Zu der heute, Donnerstag, im„Eintracht"=Saale stattfindenden Vorstellung des Künstlerpaares Fly und Slade ist noch zu bemerken, daß der Anfang der Vorstellung auf 8 Uhr 10 Minuten festgesitzt ist. Die geehrten Besucher werden höflichst gebeten, pünktlich zu erscheinen, da Störungen durch Zuspätkommen vermieden werden müssen. In Berlin haben die Fly und Slade Soiréen nicht weniger als 326 Aufführungen erlebt. Aus den Kreise Herford. + Herford, 17. Okt.(Naturheilverein.) Am Sonnabend, abends 8½ Uhr, wird im Bürger Verein Herr Dr. Lindner einen Bortrag halten über;„Das Luftbad im Lichte der Natur und des Geistes". # Herford, 16. Okt.(Der Obstmarkt) war gut beschickt und war es überraschend, daß wirklich bestes Obst so billig vorzufinden. Peima Tafcläpfel kosteten aller dings 22—25 Mk., aber es gab auch eine schöne Auswahl seiner Tafeläpfel zum Preise von 14—17 Ml., also billiger wie bisher freihändig oder auf dem Wochenwarkte zu haben war. Für gute Wirtschaftsäpfel wurden —12 Mk. gesordert und auch gern bezahlt. C Herford, 17. Olt.(Die Personenstands aufnahme) findet heute statt, und wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, die Fragebogen gewissenhaft auszufüllen. Wahrscheinlich wird heute festgestellt, daß die Einwohnerzahl unserer Stadt mehr als 30,000 beträgt und das würde ein weiterer Merkstein in der Geschichte unserer Stadt sein. 9 Herford, 16. Okt.(Straßenreinigungspflicht) In einer Klage zun äußersten kommt, ist dein Papa doch auf deiner Seite, und wird schließlich die Mama auch nachgeben. Das ist schon oft so gewesen in der Welt.“ Nach und nach verfiegten die Tränen auch, und Ilse richtete sich auf. Sie ordnete ihr Haar und betupfte die vom Weinen geröteten Augen.„Ich danke dir, du Gute“, sagte sie innig und küßte die Freundin,„daß du mir so treulich beistehst. Ach, wenn ich doch nur einen Schimmer von Hoffnung sehen könnte, wie wollte ich kämpfen um mein Glück und geduldig ausharren. Aber ich muß wieder hinüber, die Mama kann jeden Augenblick zurückzehren. Sieh zu, ob du nicht später ein Weilchen bei mir sein kannst.“ Noch ein inniger Händedruck, und sie huschte aus dem Zimmer, um in dem ihren sich wieder ihren schweren Gedanken hinzugeben. Als sie gegangen war, stand Annie von Arnstedt zuerst ganz ratlos da. Sie schüttelte den Kopf und sagte nur:„Du armes, liebes Menschenkind, was wird du noch zu leiden haben.“ Aber dann raffte sie sich zu ihrer alten Frische und Energie auf.„Das Jammern und Seufzen bringt die Sache nicht weiter, hier muß gehandelt werden, und zwar schnell. Aber wie?(Fortsetzung folgt.) bezüglich der Straß Nubauten haben 9 landesgericht sich gefällt. Eine Dierst am 13. Februar 190 straße auf dem Bürg bau, der von dem nicht gereinigt war, hat sich eine Verlitzu Folgen dieses Unfall zunächst den den B unternehmer auf dem lich. Die Klage u Landgerichte rechtst der Begründung, da 6 der Polizeiverordne die Pflcht der Beseiti von Bürgersteige den zenden Grundstücke o führende für die Inst steiges nicht zu sorge die Verlitzte die e en Eigentümer de Landgericht gab derse Zivilsenat des Köl wiel sie jedoch mit ab: Ja diesem Fall des Grundstückes di Neubaues an den die Obhut über das sich hieraus ergeben tragen. Der ganze Zeit der Errichtung sorge des Bauun: War er dadurch Sinne des§ 2 Sa verordnung geworder besitzähnliche Rechtest als Vertragswille u# Annahme unabweisli Reinigung dem Bauu sollte. r- Herford, 15. Okt zeit) seiern am näch Fleischbeschauer Jobst Justine Karoline Orti Feldmark. Horst hat de lange Jahre treu gedier seinem hohen Alter beschauers. Wir verse Horst zu ihrem Ehrent wünsche auszusprechen. 0 Eickum, 16. Bäume!) Der He zeit für Bäume, dar Im Herbste hat d Kraft beisammen un gepflanzt werden. im Herbste gepflanzte noch nie erfroren, u im November ausge meist schon ausgere wurzeln, wodurch der wird, weil er seine Wurzelbildung nötig ist dann das Gleich und die Begetation Rosen z B. im Hei gelegt durchwintern im Frühjahr Klager unvermeidlich sind, im April und Mai stören. Alle Beeren beeren, Johannisbehaupt im Herbst g oft schon im Februe wo man noch gar n daher trifft es zu, obstgattungen im# stark im Blätterau was dem Strauche sein kann. Man le Bäume nur etwa Dünger, damit der Will man die Bäun versetzen, so schlägt ein, bedeckt sie mit gleichen und überwir man hat sie dann der Hand und brau sorgen. ∆ Enger, 16. Verein.— Ka Sonnabend, den 19 des hiesigen Literari des Herrn E. A. Konzert des Dortmu Dasselbe beginnt Mit der Kartoffelerr Ende, der Ertrag Der Zentner Kartof von 3 Mark. Bünde, 16. Olt heutigen Viehmarkt —7,50 Mk., Stan bezahlt. Aus den Kreisen Minden, 17. versammlung Grundbesitzerv nach erläuternden A sitzer den für die Ein nrich Pöhl, Landwirt Wilhelm Lakemann. Bustav Kindermann, 1, Landwirt August nn Boßmerbäumer, . Aus Altenhagen: lmann. Aus Brönhasenjäger, Gastwirt Kolon Emil Große. Mühlenweg. Aus Kaufmann hagen: Verwalter e: Landwirt Gustev Landwirt Wilhelm Neubeuer Heinrich Kipp, Kaufmann mnrich Möhring.— efeld: Schornsteinberbootsmann a. D. tär Heinrich Laube, j. Kaufmann Karl Ulrich, Wirt August n Hohlbein, Kupferir Hermann Schöne, Schlossermeister Mox F iedrich Heibrock, hlossermeister Anton lmann. Kaufmann eister Peter Dahs, orn, Kürschner Kail Fieder, Kaufmann sich Landwehrmann, x. Gemüsehändler ans Oestreich, Initzer Adolf Strunk, Kaufmann August rrad.) Gestern lokal des Kauf12, gegen 6 Uhr Basento(Damen= gestehlen. ubruchs diebk. B. im Dienste Odernstraße 3, inden und Füßen e im.tt liegend u, über Nicht sitzt und beraubt zinglichtm Verhör diese Szene selbst sich einen Grund s zu verscheffen. 22, Zu der heute, saale statlfindenden Fly und Slade Anfang der Vorfestgesitzt ist. Die st gebeten, pünktlich urch Zuspätkommen Berlin haben die weniger als 326 seitart. (Naturheil= abends 8½ Uhr, #rr Dr. Lindner ;„ D a s L u f t b a d es Geistes". (Der Obstnd war es übers Obst so billig fel kosteten aller s gab auch eine läpfel zum Preise liger wie bisher Wochenwarkte zu aftsäpfel wurden gern bezahlt. (Die Per) f i n d e t h e u t e rauf aufmerksam ewissenhaft ausad heute festgel unserer Stadt und das würde der Geschichte (Straßen= In einer Klage dein Papa doch schließlich die s ist schon ost en die Tränen 1f. Sie ordnete vom Weinen gedir, du Gute“, Freundin,„daß Ach, wenn ich von Hoffgung sch kämpfen um sharren. Aber ie Mama kann Sieh zu, ob a bei mir sein druck, und sie n in dem ihren nken hinzugeben. and Annie von . Sie schüttelte u armes, liebes noch zu leiden ie sich zu ihrer „Das Jammern se nicht weiter, ind zwar schnell. setzung folgt.) bezüglich der Straßenreinigungspflicht bei Nubauten haben Landgericht und Oberlandesgericht sich widersprechende Urteile cefällt. Eine Dierstmagd zu Düsseldorf ist am 13. Februar 1905 in der Beurather= straße auf dem Bürgersteig vor einem Neuhau, der von dem dort lagernden Schnee nicht gereinigt war, zu Falle gekommen und hat sich eine Verlitzung zuzezogen. Für die Folgen dieses Unfalls machte die Verletzte zunächst den den Bau ausführenden Bau unternehmer auf dem Klagewege verantwortDie Klage wurde jedoch von dem Landgerichte rechtskräftig abgewiesen mit der Begründung, daß nach den§§ 2 und 6 der Polizeiverordnung vom 1. Febr. 1888 die Pflcht der Beseitigung von Schnee und Eis von Bürgersteige den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke obliege, daß der Bauausführende für die Instandhaltung des Bürgersteiges nicht zu sorgen habe. Hierauf erhob die Verlitzte die Schadenersatzklage gegen en Eigentümer des Grundstückes. Das Landgericht gab derselben statt, der zweite Zivilsenat des Kölner Oberlandesgerichts wies sie jedoch mit folgender Begründung ab: Ja diesem Falle hat der Eigentümer des Grundstückes durch Uebertragung des Neubaues an den Bauunternehmer diesem die Obhut über das Baugrundstück und die sich hieraus ergebende Verpflichtung übertragen. Der ganze Bauplatz war für die Zeit der Errichtung des Neubaues der Fürsorge des Bauunternehmers übertragen. War er dadurch auch nicht Besitzer im Sinne des§ 2 Satz 1 der Sraßenpolizeiverordnung geworden, so hatte er doch eine besitzähnliche Rechtsstellung. Jedenfalls ist als Vertragswille und Vertragsinhalt die Annahme unabweislich, daß die Pflicht der Reinigung dem Bauunternehmer anheimfallen sollte. r- Herford, 15. Okt.(Die goldene Hochzeit) feiern am nächsten Freitag die Eheleute Fleischbeschauer Jobst Heinrich Horst und Alwine Justine Karoline Ortmann hierselbst Altstädter Feldmark. Horst hat der Stadt als Flurschutzmann lange Jahre treu gedient und versieht jetzt noch in seinem hohen Alter den Posten eines Fleisch= beschauers. Wir versehlen nicht, den Eheleuten Horst zu ihrem Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. D Eickum, 16. Oktober.(Pflanzt Bäume!) Der Herbst ist die beste Pflanz= zeit für Bäume, daran sei von uns erinnert. Im Herbste hat der Baum seine ganze Kraft beisammen und in dieser Zeit sollte gepflanzt werden. Erfahrungsgemäß sind die im Herbste gepflanzten Bäume und Sträucher noch nie erfroren, weil sie sich wenn z. B. im November ausgehoben, wo die Blätter meist schon ausgereift sind, noch gut einwurzeln, wodurch der Baum etwas geschwächt wird, weil er seine überflüssigen Kräfte zur Wurzelbildung nötig hatte. Im Frühjahr ist dann das Gleichgewicht wieder hergestellt und die Begetation fast unmerklich gehemmt. Rosen z B. im Herbst gepflanzt und umgelegt durchwintern ganz vorzüglich, während im Frühjahr Klagen über das Ausbleiben unvermeidlich sind, weil die trockenen Winde im April und Mai den größten Teil zerstören. Alle Beerenobstsorten, wie Stachelbeeren, Johannisbeeren usw. sollten überhaupt im Herbst gepflanzt werden, weil sie oft schon im Februar zu treiben beginnen, wo man noch gar nicht in den Boden kann, daher trifft es zu, daß man diese Beerenobstgattungen im März und April meist stark im Blätterausschlag verschicken muß, was dem Strauche doch nicht von Nutzen sein kann. Man legt um die eingesetzten Bäume nur etwas Laub, Stroh oder Dünger, damit der Frost sie nicht hebt. Will man die Bäume im Herbst nicht mehr versetzen, so schlägt man sie der Reihe nach ein, bedeckt sie mit etwas Stroh oder dergleichen und überwintert sie so vortrefflich; man hat sie dann im Frühjahr gleich bei der Hand und braucht nicht mehr darum zu sorgen. ∆ Enger, 16. Okt.(Literarischer Verein.— Kartoffelernte.) Am Sonnabend, den 19. d. Mis., findet seitens des hiefigen Literarischen Vereins im Saale des Herrn E. A. Pörtner hierselbst ein Konzert des Dortmunder Soloquartetts statt. Dasselbe beginnt 8½ Uhr abends.— Mit der Kartoffelernte ist man hier jetzt zu Ende, der Ertrag ist im allgemeinen gut. Der Zentner Kartoffel steht hier im Preise von 3 Mark. Bünde, 16. Okt.(Markt.) Auf dem heutigen Viehmarkt kosteten die Ferkel etwa —7,50 Mk., Stangen wurden mit 30 Mk. bezahlt. Ans den Kreisen Minden und Büdbeke. Minden, 17. Okt.(Die Hauptversammlung des Haus= und Grundbesitzervereines) erklärte sich nach erläuternden Ausführungen des Vorsitzer den für die Einführung der seiten: der städtischen Kollegien beabsichtichten Wertzuwachssteuer. Diese hat für die Statt besonderen Wert, da für die Kanallinie und Häfen große Terrains angekauft werden müssen, deren Besitzer größtenteils vicht in Minden wohnen, die aber sehr hohe Preise erzielen gegenüber den Erwerbskosten. Minden, 17. Okt.(Rauchniederschläge) treten nicht selten bei Nebel am Morgen und sommerlicher Wärme am Nachmittag ein, weil die Temperatur der freien Luft höher ist, als die in geschlossenen Räumen, Wird bei warmer Witterung in den Feuerrungsanlagen eines nachts über abgekühlten Schornsteins Feuer angezündet, so wird man sehr bald beobachten können, daß der Schornstein keinen Zug hat und der Rauch zu der betreffenden Feuerungsanlage, oft aber auch aus den übrigen, in diesen Schornstein einmündenden Heizanlagen herausdrängt und die benachbarten Räume. erfüllt. Diesem Uebel ist dadurch abzuhelfen, daß man das Ausräumloch des betreffenden Schornsteins aussucht, von dem dort etwa angesammelten Ruß befreit, dann kleine Mengen Papier oder Hobelspäne hineinsteckt und in Brand setzt. Die im Schornstein stehende kalte Luft wird dadurch erwärmt, der Zug stellt sich wieder ein und der in den betreffenden Räumen angesammelte Rauch wird sich in kurzer Zeit verziehen. in Niederbecksen, 16. Okt.(Vortag.) „Das Getriebe der Gesetzgebung und was ein Abgeordneter zu tun hat“. Ueber dieses Thema spricht am Sonntag, den 20. Okt., nachmittags 3½ Uhr, im christl.=patriot. Männerverein Herr Reichstagsabgeordneter Sielermann=Holsen. Jedermann ist herzlich eingeladen. Um 2¾ Uhr findet Geueralversammlung der Mitglieder statt. Bespcechung des Winterplanes. Hebung der Sterbekassenbeiträge. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Aus dem Rez.=Bez. Münster und Arusberg. Münster, 15. Okt. Von der im Bau begriffenen vollspurigen Nebenbahn Münster i. W. Cöesfeld wurde heute die 19,41 Kllometer lange Teilstrecke Münster i..=Havigbeck mit den Statoinen Mecklenbeck, Roxel und Havigbeck für den Gesamtverkehr geöffaet. Plettenberg, 15. Okt.(Großfeuer.) Das Ohler Feinblechwalzwerk ist in vergangener Nacht bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer soll im Oellager entstanden sein. Ueber 150 Arbeiter sind dadurch brotlos geworden. Altena, 14. Olt.(Infolge falscher Weichenstellung) fuhr gestern abend der.51 Uhr in Lüdenscheid fällige Personenzug der Altener Schmalspurbahn in den dortigen Lokomotivschuppen hinein. Sieben Personen haben sich als verletzt gemeldet; der Materialschaden ist nicht bedeutend. Altena, 15. Okt.(Cyankali statt Zucker.) Hier fand ein Junge eine Schachtel mit Cyankali in einem Aschen haufen. In dem Glauben, es wäre Zicker, aß er davon und verabreichte solches auch seinen Spielgenossen. Den Kindern wurde der Mund und die Hände ganz erheblich verbrannt. Sofort wurden von einem rasch herbeigeholten Arzt Gegenmittel gegeben, so daß das Schlimmste abgewendet zu sein scheint. Allerdings follen zwei Kinder auch innerlich schwer verletzt sein. Hamm, 15. Okt.(Fischottern.) Der Fischereipächter C. Bocges aus Hamm fand in einer ausgesetzten Fischbunge bei Werries an der Lippe zwei große Fischottern, beide schöne ausgewachsene Exemplare. Seit über 20 Jahren waren laut„Rh. W. Zig.“ hier keine Fischottern bemerkt worden. Ans den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 15 Okt.(50jähriges Lehrerjubiläum) Am 1. November feiert Herr Lehrer Schacht in Jerxen sein 50jähriges Lehrer jubiläum. Er ist bekannt als der Verfasser eine Reihe von Schriften über das Vogelleben im Teutoburger Walde. Velbert, 14. Okt.(Ein gefährlicher Polizeihund.) Ein Polizeisergeant wollte zwei sich beißende Hunde von einander bringen, er wurde hierbei von einem der Tiere, einem Polizeihund, angefallen und derart gebissen, daß das Tier nicht mehr loskommen konnte. Es hatte sich direkt festgebissen und der Beamte schrie in furchtbarem Schmerz um Hilfe. Hinzueilende Personen mußten das Maul des Hundes mit Gewalt aufreißen, um den Polizeisergeanten zu befreien. Die Verletzungen sind sehr schwer. Essen, 16. Okt.(Erfindung) Wie der Rh. Westf. Ztz.“ aus Gelsenkirchen gemeldet wird, hat ein dertiger Dreher der Eisenbahnbehörde einen zum Patent angemeldeten Apparat vorgelegt, durch den herannahenden Zügen bis auf 300 Meter Entfernung angezeigt wird, ob die Schranken zu den kreuzenden Wegen geschlossen sind. Ruhrort, 14. Okt.(Rheinbrücke.) Die Vorberlitungen zu der auf den 19. Oktober d. Is. angesetzten feierlichen Einweihung der Rheinbrücke Ruhrort=Homberg und ihre Nebenanlagen über das Homberger und Ruhrorter Eisen bahnbassin sind in vollem Gange. Der feierliche Eröffnungsakt findet am Sonnabend vormittag gegen 10½ Uhr am Ruhrorter Brückeneingange statt, wie es heißt, soll die Brücke den Namen„Kaiser Wilhelm Brücke“ erhalten. Kassel, 15. Okt.(Ein Anschlag auf einem Eisenbahnzug) wurde gestern abend zwischen den Stationen Gersfeld und Altenfeld verübt, indem mehrere Eisenstücke und schwere Steine auf die Schienen gelegt wurden. Der Lokomotivführer bemerkte das Hindernis rechtzeitig und gab sofort Gegendampf. Infolge des langsamen Fahrens blieb die Lokomotive vor einem mächtigen Eisenblock stehen, entgleiste aber nicht. Personen wurden nicht verletzt. Vermischtes. Lingen, 14. Oktober. In dem benachbarten holländischen Orte Denekamp entdickte die Polizei, daß der eigentliche Erbe eines großen Hoses von dem jitzigen Inhaber vor itwa acht Monaten eingemauert worden ist und seitdem nur kümmerlich ernährt wurde. Der Bedauernswerte bot einen jimmervollen Anblick dar. Der gefühllose Täter wurde verhaftet. Petersburg, 15. Oktober. In Kiew sind gestern gegen 100 und heute etwa 60 Cholerafälle festgestellt worden. China. Die Strecke Schanghai=Tischinkiang der Schanghai=Nanking=Eisenbahn ist dem Verkehr übergeben worden. Melbourne(Australien), 16. Okt. Infolge der anhaltenden Dürre gestaltet sich die Lage täglich ernster. Die Getreideernte in Viktoria und Neu Südwales wird kaum auf die Hälfte des vorjährigen Ertrages geschätzt, so daß nur wenig Weizen zum Export übrig bleiben wird. Da sich in vielen Distrikten Mangel an Gras einstellt beginnt man, das Vieh mit der Bahn nach günstiger bedachten Weideplätzen zu schaffen. New=York, 16. Oktober. Nach den letzten Meldungen beträgt die Zahl der infolge der Explosion der Pulverfabrik in Fontanet ums Leben gekommenen Personen 25 bis 40. 600 Personen sind noch verletzt und 1200 obdachlos geworden. (Der geplagteste Mensch.) Da ist jemand der muß alles tun. Ueberall, wohtn ich höre, wird ihm alles zugemutet, vor allem alles, was unangenehm ist. Er muß eine Riesenarbeit bewältigen. Und weißt du, wie dieser arme Geplagte heißt, dem auch du alles zuschiebst, was dir zu mühsam und unbequem ist? Er heißt:„Jemand anderes.“ Immer heißt es:„Ach, das kann wohl jemand arderes tun", oder:„Nun, bazu wird sich ja wohl jemand anderes finden."... „Ich habe schon so viel, diesmal kann auch jemand anderes helfen.“ Da ist ein Kranker zu besuchen, ja besucht soll er werden, das ist klar, aber— das paßt nicht für mich, daß muß jemand anderes tun. Da sollten Blätter verteilt werden da sollte einem Irrenden in Liebe nachgegangen werden,— du bist sehr besorgt für ihn, du hast viel Verlangen, daß der oder die gerettet wird, aber— dazu wird sich wohl jemand anderes, fieden. Da sollte Geld gegeben werden, aber das ist dir klar: du hast schon so viel getan, da sind andere, die viel reicher sind, jetzt willst du jemand anderes auch die Freude görnen, etwas zu geben. Der arme jemand anderes! Ich bitte wohlgesinnte Menschenfreunde, doch die Arbeitslast dieses„jemand anderes“ zu erleichtern und eine Hilfstruppe zu bilden, die einspringt, wenn diesem armen„jemand anderes“ llaes aufgebürdet wird. (Aus der Schule.) Lehrer(erklärt den Unterschied zwischen der Rose und dem Veilchen): „Denkt auch: eine große, stattliche und schöne Dame geht stolz erhobenen Hauptes über die Straße, sie ist sein gekleidet und schaut nicht nach rechts oder links. Das ist die Rose. Hinter ihr geht ein unscheinbares, kleines Geschüpf. Niemand schaut es an, bescheiden das Köpfchen gesenkt, geht es seines Weges. Nun, wer soll das sein?“ Fritzchen hebt freudig den Finger:„Das ist ihr Mann.“ Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 17. Oktober 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 7 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+13 CC. Barometer 73,9 cm. Wind: Weßt. Himmel: bedeckt. Oeffentlicher Wetterviens. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit ni m Abend des 17. Okt. bis zum Abend des 18. Okt. Morgen fortgesetzt vorwiegend trübe und reauerisch, windig, kühl. Flottenparaden, bei denen eine große Zahl von Kriegsschiffen und Fahrzeugen in langer Reihe verankert liegen, sind in England nichts Seltenes. Bei uns war die Flottenparade vor Wilhelmshaven vom 3. September d. J. die größte, die je stattgesunden hat. Die Pläne der neuesten enzlischen Flottenparade vom 3. August und der deutschen vom 3. September bringt das Oktober= best der„Flost"(Deutscher Flotten: verein, Berim SW. 48, Wilgelmstroße 180 II) Der große Anteil der Chemie an allem, was mit der Seifahrt zusammenhängt, wird uns durch einen Fachmann vor Augen geführt. Das Oktober= heft ist mit einer großen Zahl von Bildern, unter denen eine sehr geschmackvolle Zusammenstellung von Jachten der Cowes= und Kieler Woche besonders hervorgehoben sein soll, geschmückt. Die Artikelserie„Deutschlands berühmteste Männer zur See“ bringt einen kurzen Lebensabschnitt Benjamin Raules. An weiteren Artikel nennen wir:„Eine Lehrerfahrt zur Wasserkante",„Neueres aus unserer Marine“ und„Kiel“. Ein sehr interessanter „Aufruf an Schlesiens Jungfcauen“ ist aus einer Zeitung vom Jahre 1861 entnommen. Neuste Nachrichten. Berlin, 17. Okt. Rechtsanwalt Dr. Liebknecht erhielt vom Reichsanwalt die Weisung, seine Strafe am 24. Oktober in der Festung Glatz anzutreten. Berlin, 17. Okt. Der Führer der marokkanischen Gesandtschaft Abeekr Schenouf, der bisher Zolleinnehmer in Rabat war und ein Mann von großem Vermögen ist, empfing gestern abend kurz vor 11 Uhr bei seiner Rückkehr aus dem Wintergarten die englische Meldung, daß der Sultan Abdul Asis die Weiber und Kinder der beiden Gesandten grausam mißhandeln und ermorden ließ. Der Gesandte war sehr erschrocken. Beide Gesandten werden sich heute früh von Berlin nach Rom begeben. Wien, 17. Oktbr. Der Kaiser war gestern vormittag fieberfrei. Der Lungenkatarrh scheint stationär zu sein. Nachmittags erhielt der Monarch den Besuch seiner Tochter, der Erzherzogin Marie Valerie, der Gemahlin des Erzherzogs Franz Salvator, die von ihrem österreichischen Schlosse Wallsee nach Wien gekommen ist. Der Kaiser war über den Besuch sehr erfreut. Heute wird der Besuch der ältesten Tochter des Kaisers, der Prinzessin Giesela von Bayern aus München erwartet. Spätabend trat beim Kaiser wieder Fieber ein, daß das Allgemeinbefinden ungünstig beeinflutzte. Von einem Aufenthalt im Süden, den die Aerzte empfahlen, will der Kaiser nichts wissen, er will den Winter über in Schönbrunn bleiben. nach Lebendgewicht aus Grund amtlicher Marktberichte zusammengestes und nach einigen telegraphischen Berichten bearbeisei von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Landwirt= schaftskammern Berlin., Köthener Straße 39. Hannov. Vortm. Essen Vorstehende Preise verstehen sich für 10 Pst. 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Sonnabend, den 19. Oktober, abends 8¼ Uhr „Das Reich Gottes in unserer Zeit“. Dr. Lepsius. — Eintritt 20 Pfg.— 1198 Gewinne zusammer 26,800 Mk. P.ses cine Sicung Von Anleigescheinen der Staôt Bielefeld, Buchstaben B. und C. Allerhöchste Privilegien vom 8. September 1884 und 31. März 1891) sind heute ausgelost zum 2 Januar 1008. Anleihe B. Stücke zu 500 Mark. Nr. 2831, 2888, 2926, 2964, 3026 und 3052. Stücke zu 1000 Mark. Nr. 3135, 3166, 3176, 3233, 3275 und 3291. Stücke zu 2000 Mark. Nr. 3469, 3488, 3582 und 3594. Anleihe C. Stücke zu 500 Mark. Nr. 699, 739, 804 918, 955, 963, 976, 989, 1023 und 1071. Stücke zu 1000 Mark. 254, 288, 293, 349, 399, 507, 522, 537, 600, 615, 634 und 637. Stücke zu 2000 Mark. Nr. 36, 52, 104, 117 und 125. Rückzahlungen vom 2. Januar 1908 ab bei unserer Stadtkämmerei. Mit dem 31. Dezember 1907 hört die Verzinsung auf. Es sind noch rückständig aus der Verlosung der Anleihe C. vom 26. Juni 1906 Nr. 838 und 835 zu je 500 Mark. Bielefeld, den 27. Juni 1907. Der Magistrat. Loe Mk.)8, 11 Lose 10 Mk. Los matyporto u. Liste 25 Pig. versendet das General-Debit Langestr. 107. In Biesefeld bei H. Schindelbauer C. Schweppe. Dazu ladet ein P. v. Bodelschwingh sen. von Fahrradsattelfabrik. Angebot unter F. 10 an die Exp. d Ztg. 3 a5nd fflr. 2 Ecke Kreishausste empfiehlt sich zur Behan Plüsch-Granituren und Scias in enormer Auswahl zu billigen Preisen. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. Wer seine Gesundheit liebt beseitigt ihn. 5245 not. begl. Zeugnissebe0870 zeugen den hilfebringenden Erfolg von Ralser'? Brust-Caramellen feinschmeckendes Malz=Extract. Aerztlich erprobt und empfohlen gegen Husten, Heiserkeit, Katarrhe, Verschleimung, Rachenka tarrhe, Krampf= u. Keuchhusten Paket 25 Pfg Dose 50 Pfg Kaiser's Brust=Extract Flasche 90 Pfg. Beides zu haben in Bielefeld bei: Dr. M. Ißeib. Neue Apotheke Bürgerweg 32. Ecke Bismarckstr. Robert Hergetöder, Germania=Drogerie Gastav Seelhorst, Paulus Drogerie Kaiser= u. 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Oktober ist unser Ehrenmitglied und vormals langjähriger Vorsitzender " Bielelsia. Nach dem Beschluß des gemeinsamen Kreisausschusses vom 18. Juli d. Is. machen wir gemäß § 36 unserer Satzungen bekannt, daß der Zinsfuß für Spareinlagen bei der Kreis=Sparkasse Ackerbauschule und berechtigte Landwirtschafts= und Realschule zu Herford. Die Ackerbauschule beginnt den Winterkursus am Donuerstag, den 51. Okteber 1907. Auskunft erteilt umsonst die Direktion. uf 3¾ Prozent erhöht ist. Diese Erhöhung tritt für die neuen Spareinlage am 1. Oktober d. Is. und für die bestehenden Spareinlagen am 1. Januar 1908 in Kraft. Bielefeld, den 5. September 1907. Das Kuratorium der Kreis-Sparkasse Fritz Kobusch. Delius. W. Bültmann. Herr Real-Gymnasial-Direkter Prol Stgenunnt, Siegen, aus seinem arbeitsreichen Leben in die Ewigkeit abgerufen worden. Der Entschlafene hat seine reichen Gaben des Geistes und Herzens während seiner etwa 12 jährigen Amtszeit mit grossem Eifer und hingebender Treue in den Dienst unserer Sache gestellt. Dabei war sein Wesen überstrahlt von einer sich immer gleichbleibenden Freundlichkeit und Herzensgüte. Manch schöner innerer und äusserer Erfolg des Vereins, manch segensreiche Einrichtung ist mit seinem Namen unauflöslich verknüpft. Wir werden das Andenken des Entschlafenen stets in hohen Ehren halten. Christl.-patriotischer MännerVerein Bielefeld. ortlich für den redaktionellen Teil Hirmann Lange, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. Nr. 245. Sster Grschftesehe on allen Postonstalte .20., bei täglichBustellung in Bielesel .40., durch Brie wräger.82 M. Historisch 18. Oltober: P — Schlacht bei Tag, 1813— Em. — Friedrich III, von Praußen, geb. Theologie D. Herme in Unua geb. 1884. englischer Premiermini Wilhelm von B: — Euthüllung des K mals und Eröffaung Museums in Verlin Der Zug Immer lauter mangelnde Arbeits Lande. Der landwi seinen Bedarf nur wenn er nicht für zu fremden, meist Zuflucht nehmen Notstand bereits Zukunft befürchtet Diese Erscheinun Teil daraus, daß i Lande nach der Ste Unterkommrn sucht. eine so grotze Anzie ausübt, ist leicht zu bewohner in ponier Ungemein, das ihm Sprache und Man das er ohne weiter: größeren Intelligen Es liegt für ihn ke Gedanken, auch ein Gesellschaft zu sein bessere Verdienst in lichkeit nur ein se ausschließlich mit kl wird, während auf urterschötzten Natur Lohres ausmachen. wechslung, die ma verspricht, lockt die auch das Beispiel Ganz besonders ist eine magnetische Kr. müter ausübt; dort goldene Berge und von dem vielen E in sich biret. Es ist festgestellt, über 100000 Schle überhaupt keine W nur eine Schlafstell fremden Familie währt wird. 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