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Gottschall, deuticher Schriftsteller und Dichter, geb. 1823.— Wilhelm Müller, lyrischer Dichter, gest. 1827.— Theodor Schmalenbach, Superintendent, geb. 1881.— Aufstand in Spanien, Isabella flieht nach Paris, 1868.— Eroberung von Antararivo auf Madagaskar kurch die Franzosen, von Baden*. Großherzog Friebrich von Baben ist am Sonnabend, kurz nach dem Beginn seines 82. Lebensjahres, seinem Leiden erlegen. Sanft und ohne Schmerzen ist er entschlafen. Anwesend waren im Sterbezimmer die Großherzogliche Fimilie, mit Ausnahme von Peinzessin Wilhelm, sowie Geheimrat Dr. Helbing und die pflegende Dienerschaft. Im Nebenbesanden sich die Hofstaaten, Staatsminister von Dusch und der Präsident des Ministeriums des Großherzoglichen Hauses, Freiherr von Marschall Den badischen Thron hat nun der einzige Sohn des entschlafenen Fürsten, Friedrich Wilhelm, geboren am 9. Juli 1857 und vermählt in leider kinderloser Ehe seit 1885 mit Prinzessin Hülda von Nessau, als Großherzog bestiegen. Außerdem hinterläßt Großherzog Friedrich eine tiestrauernde Witwe, die Tochter Kaiser Wilhelms I, eine Tochter, die seit 1881 mit dem Kronprinzen von Schweden vermählte Prinzessin Viktoria, und durch diese mehrere Enkel. Requiescat in pace! Nicht nur das badische Volk, für das er als treuer Landesvater eine reiche Fürsorge bewiesen hat, sondern ganz Deutschland steht trauernd an der Bahre des Ertschlafenen. Mit dem Großherzog Friedrich ist eine echtdeutsche, vornehme Fürstengestalt, einer der letzten Zeugen aus Deutschlands großer Zeit dahin gegangen. Die Marksteine seines Lebensganges sind Höhepunkte im Werden der deutschen Macht. Wo man auch Fürsten preisen und ihrer Herrschaft Verdienste rühmen mag, da wird man den Großherzog Friedrich von Baden in der ersten Reihe nennen mössen, ihn, der am 2. Mai 1852, als man den Huldigungseid leistete vor „Friedrich, von Gottes Gnaden Prinz und Regend von Baden", versicherte, daß er seinen schweren Beruf nach dem erhabenen Vor bilbe seines unvergeßlichen Vaters gewissenst erfüllen wolle. In einem langen Leben voll Pflichterfüllung hat er dieses Versprechen eingelbst, als echter deutscher Mann hat er das Steuer in fester Hand gehalten zum Kurse geradeaus die Augen gerichtet auf das große Ziel der nationalen Einheit. Als die Zeiten des deutschen Bundestages zu Ende gingen und die preußische Politik unter König Wilhelm, dem Schwiegervater des Großherzogs, den praktischen Weg zur Elnigung der Nation zeigle, war der badische Fürst einer der ersten, der die Brücke über den Main zwischen Nord und Süd schlagen half Freiich erklärte er im kadischen Land laze:„Meie Entschluß steht fest, der nationalen Einigung mit dem Norddeutschen Bunde unausgesetzt nachzustreben, und gern werde ich und mit mir mein getreues Volk die Opfer bringen, die mit dem Eintritt in denselben verbunden sind. Um den kommenden Aufgaben zu genügen, wurde das badische Heer nach preußischem Muster organisiert, und als der große Krieg des Jahres 1870 ausbrach, da konnten Badens Söhne hinausziehen und Schulter an Schulter mit den preußischen Kameraden kämpfen, in dem sicheren Gefühl, es ihnen an Kriegstüchtigkeit gleichzutun. Ihre erste Waffentat war die Belagerung von Straßburg. Am 30. September 1870, dem 189. Jahrestage des Raubes durch Ludwig XIV., zog Großherzog Friedrich mit seinen Kriegern wieder in die dem Deutschen Reiche nun für alle Zeit gewonnene Feste ein. Es ist bekannt, wie die badischen Truppen im weiteren Verlauf des Krieges gegen Franktireurs und Mobilgarden, gegen Garibaldis Scharen und Gambettas Neuformationen eine an Kämpfen und Anstrengungen reiche Zeit durchzumachen hatten. Zu derelben Zeit aber war der Großherzog im deutschen Hauptquartier in Versailles tätig, um den Ertrag dieser Kämpfe auch politisch einbringen zu helfen; ihm war es daher auch mit vollem Recht vergönnt, an jenem denkwürdiger 18. Januar 1871 im Spiegelsaale der französischen Könige in Versallles das erste Hoch auf den deutschen Kaiser ausbringen zu dürfen. Fortan blieb er nicht nur in inniger Freundschaft den drei ersten deutschen Kaisern, seinem Schwiegervater, Schwager und Neffen, verbunden, sondern bei allen wichtigen Fragen des inneren Ausbaues bes neuen Reiches erwies er sich stits als ein einsichtiger Helfer und Berater. Wie Großherzog Friedrich vor dem Kriege seine Truppen nach preußischem Moster für den Kampf vorbereitet hatte, so stellte er nach glücklich erkämpftem Frieden seine gesamte Wehrmacht rückhaltslos in den Dienst des neuen Deutschen Reiches Im Jahre 1877 wurde ihm eine der höchsten Stellen im deutschen Heere übertragen, die Armeeinspektion über die aus allen deutschen und lothringischen Regimentern gebildeten, an der französischen Grenze stehenden Armeekorps. Dort waltete er wie die alten alemannischen Gaugrasen als ein echter Markgraf an des Reiches Westmark seines hohen Amtes. Durch sein gewinnendes Auftreten hat er nicht wenig dazu beigetragen, die neuerworbeu### Reichslande inniger mit dem Mutterlande zu verschmelzen. Auch für die Entwicklung der deutschen Seemacht ist der Großherzog eifrig tätig gewesen, so besonders für die Annahme des Flottengesetzes vom Jahre 1898, was der Kaiser damals besonders zum Ausdruck gebracht hat. Ebenfalls den Kriegervereinen, der Armee im Bürgerrock, war Großherzog Friedrich stets ein eifriger Förderer. Es war nicht nur leere Repräsentationspflicht, die er damit ausüble, seit er 1880 das Proteklorat über den Badischen Militärvereinsverband übernommen hatte. Ueber zwei Jahrzehnte hat er in Dorf und Stadt, zu alten und jungen Kriegern herzerhebende Worte gesprochen, in ihnen die Liebe und Treue zu Kaiser und Reich gepflegt und aus den Erfahrungen seines langen Lebens ihnen vor Augen geführt, wie nur die Zucht und Ordnung im Heere und im Staatswesen Deutschlands groß gemacht haben und es festigen gegen äußere und innere Fünde. Badens und Deutschlands Volk, insbesondere aber Deutschlands Heer und Flotte sowie die deutschen Kriegervereine werden allzeit eingedenk bleiben, was sie dem Großherzog Friedrich verdanken. Der Sarg, in welcher die Leiche ruh, wird am Dienstag von 9 bis 6 Uhr auf der Mainau aufgebahrt. Das Publikum wird ungehinderten Zutritt haben. Der Großherzog ruht in weißem Sterbehemd, die Hände sind über die Brust gefaltet. Am Abend wurde die Bettdecke mit weißen Rosen übersät. Ein im Dienst ergrauter Kammerlakei hält die Wache. Der Kronprinz von Schweden war unmittelbar nach seiner Ankunst in das Sterbezimmer getreten und hatte dort erschüttert lange Zeit allein verweilt. Die Leiche wird am Mittwoch nach Karlsruhe überführt. Wenn die Leiche von dem Hügel, auf dem das Schloß Mainau liegt, zum See getragen wird, werden die Bewohner der Insel und die Fischer der Nachbarschaft Spalier bilden. Ein Kommando des Infanterie Regiments Kaiser Friedrich III. hat die Wache vor dem Schloß bezogen und stellt die Ehrenposten. Der Depeschenverkehr ist ein so enormer geworden, daß das Schloßtelegraphenamt nicht mehr ausreicht. In Karlsruhe wird die Leiche vom Bahnhofe nach der Schloßkirche gebracht und dort aufgebahrt. Die feierliche Ueberführung erfolgt dann von der Schloßkirche nach der Beisetzungsstelle im Fasanengarten. Die Beisetzung wird wahrscheinlich am Sonnabend, spätestens aber am Montag erfolgen. Aus Anlaß des Ablebens des Großherzogs von Baden wird eine allgemeine Armeetrauer angeordnet, die bei den Regimentern, deren Chef der Großherzog war, von längerer Dauer sein wird. Der Prinzregent von Bayern hat folgendes Telegramm an den Kaiser gesandt: „Sr. Majestät Kaiser Wilhelm, Berlin. Von tiefem Mitgefühl ergriffen, drängt es mich, Dir anläßlich des Ablebens Deines geliebten Onkels, des um des geeinten Vaterlardes Ruhm und Größe so hochverdienten Großherzogs von Baden, meine innigste und aufrichtigste Teilnahme auszusprechen. Luitpold." Darauf ist vom Kaiser folgendes Antworitelegramm eingegangen: „Seiner Königlichen Hoheit Prinzregent Laitpold, Mürchen. Für Deine gütige Teilnahme anläßlich des Ablebens weines hochverehrten Onkels spreche ich Dir meinen herzlichsten Dank aus. Der Tod des Großherzogs ist für mich u.d unser deutsches Vaterland ein schmerzlicher, großer Verlust. Wilhelm I. R.“ Großherzog Friedrich wurde am 9 September 1826 als zweiter Sohn des nachmaligen Großherzogs Leopold geboren. Der einstige Thronfolger war sein 1824 geborener Bruder Leopold. Dieser verfiel später in eine schwere Krankheit. Am 24. Aptil 1852 schloß Großherzog Leopold sein: Augen. Der Eebgroßherzog Ludwig bestieg dem Namen nach den Thion, Prinz Friebrich aber wurde stait seiner zum Regenten ernannt. Den großherzozlichen Titel nahm er, nachdem die Unheilbarkeit des Leidens seines Bruders erkannt war, am 5. September 1856 an,— am 22. Januar 1858 erlöste der Tod den Großherzog Ludwig. Am 20. September 1856 hatte der Großherzog sich mit der Prinzessin Luise von Preußen vermählt, der Tochler des späteren Kaisers Wilhelm I. Im Kriege von 1866 zwangen politische Rücksichten Baden in die Reihen der Geguer Preußens. Dann aber schsoß es sich immer enger an Preußen an. Gegen Frankreich zog der Großherzog selbst mit zu Felde.— In seiner Gemahlin Luise fand der Großherzog Friedrich eine Gefährtin, die ihm voll Hingebung und Verständnis zur Seite stand. Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 29. September. In der kronprinzlichen Familie sieht man, wie in Hofkreisen verlautet, für Ende November einem freudigen Ereignis entgeger. Die krosprinzessin hat aus diesem Grunde die Herbstreise nach Bad Kreuth zum Besuche des Herzogs und der Herzogin Karl Theodor in Bayern aufgegeben.— Der Kronprinz ist gestern zu mehrtägigem Jagdaufenthalt in der Oberförsterei Groß Mützelberg in Pommern eingetroffen, wo sofort im Revier Entepöhl eine Pieschfahrt unternommen wurde. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt offiziös, daß für den Rücktritt Althoffs lediglich Gesundheitsrücksichten maßgebend waren, und daß der neue Kultusminister nicht daran denkt, sich von der Person des bewährten Ministerial direktors Schwartzkopff zu trennen. (B. T) Kultusminister Dr. Holle hat dieser Tage dem Vorstand des preußischen Rektorenvereins bei einer Audienz erklärt, daß das Lehrerbesoldungsgesetz in der nächsten Landtagssession noch nicht vorgelegt werden kann. Die Erhebungen seien noch nicht zum Abschluß gekommen. Unter kolossalem Andrange des Publikums und starkem Polizeiaufgebot wurde Sonnabend nachmittag der Urteilsspruch in dem Kolonialprozeß verkündet. Bezirks amtmann a. D. Schmidt wurde wegen öffentlicher Beleidigung des Abgeordneten Roeren in eine Geldstrafe von 100 Mark event. 10 Tagen Haft genommen. Das Gericht hat die im Reichstage erhobenen Beschuldigungen Roerens gegen Schmidt als sehr beleidigend aufgesaßt, da ihm Sittlichkeitsvergehen und Totschlag zur Last gelegt Strefmildernd kam feiner in Betracht, oaß der Angeklagte bisher unbescholten und als tüchtiger, fleißiger Beamter sich große Verdienste um die Hebung seines Bezirks erworben hat; aber der Beklagte habe die Grenze des§ 193(Wahrung berechtigter Interessen) überschritten. Strafschärfend wurde angenomnen, daß es sich um Reicht tagsalgeordneten und Richter handele. Nach Verkündigung des Urteils wurde im Gerichissaal ein Hoch auf die Vertreier der Gerechtigkeit ausgebracht und das vor dem Gerichtsgebäude stehende Publikum brach in Kundgebungen aus, die sich teils für, teils gegen das Urteil richteten. Die Verurteilung erfolgte nur, weil Schmidt nicht erweisen konnte, daß diese Unwahrheiten Roerens bewußte seier. Dresden, 28. Sept. Der Minister des Aeußern beantragte bei der italienischen Regierung die Auslieferung der Prinzessin Pia Monika durch die zuständigen Gerichte. Frau Toselli zeigte dem hiefigen Montignosa Freundschaftsbund ihre Heirat an und erklärte, daß sie die Prinzessin Pia Monika behalten wolle dem Petersburg, 27. Sept. Zum russisch= inglischen Vertrage wird, wie der Korrespondert des„B. L.=A.“ erfährt, im Ministerium des Aeußern ein Nachtrag aus gearbeitet. Eine Klausel darin betrifft speziell den Persischen Golf; Rußland erkennt dort die englischen Vorrechte an und beansprucht für sich nur die Mitberutzung dieser Wasserstraße zu Handelszwecken. Marokko MuleyHafid hat Raisuli zum Pascha von Tanger und El Membhi zu seinem Vertceter bei den Mächlen an Stelle von El Torres ernangt. Der Gouverneur von Mogador zögert, sich zu gunsten Mulay Hafids zu erklären; man nimmt infolgedessen an, daß Mulay Hafid einen anderen Gouverneur ernennen wird, was wahrscheinlich Unruhen zur Folge haben würde.— Aus Marrakesch wird berichtet, daß die aus 1500 Mann bestehende Mahalla nicht Jewaffaet und schlecht bezahlt is; infoigebessen verüben die kaiserlichen Soidaten fortwährend Plünderungen und terrorisieren die B völkerung von Marrakesch. Die Juden wagen nicht mehr ihre Wohnungen zu verlassen. Tokio, 28 Septhr. Der amerikanische Kriegssekretär Taft ist in Yokohama eingetroffen und wird am Montag vom Kaiser empsangen werden. Die japanische Presse begrüßt Tafft aufs herzlichste und erhofft von seinem Besuch eine günstige Wirkung für die Lösung der zwischen Amerika und Japan bestehenden Schwierigkeiten. New=York, 27. Sept. In San Franzisco ist gestern das asiatische Geschwader der Vereinigten Staaten eingetroffen. Kirche, Schule und Mission. (Der 34. Kongreß für innere Mission in Essen) hat zur Frage, „welche Aufgaben der Inneren Mission aus der gegenwärtigen Entwickelung der Arbeiterbewegung erwachsen", nach Referaten der Herren Konsistorialrat Mathing in Fcankfurt a. M. und Franz Behrens einstimmig folgende Resolution angenommen:„Der 34. Kongreß für Junere Mission erkennt die Bedeutung an, die eine national gerichtete und von christlichem Seiste getragene Arbeiterbewegung für die Kräftigung und Gesundung des gesamten Volkslebens hat, und wünscht darum von Herzen, daß sie immermehr erstarken und zu einem mächtigen Faktor in unserm Volksleben sich auswachsen möge. Ec sieht in der Arbeiterschaft ein allen andern gleichberechtiges Glied unsers Volkes, das als solches das Recht hat, seine Angelegenheiten selbständig zu regeln und seine Sonderinteressen, soweit sie sich mit dem Wohle des Volksgarzen vertragen, mit allen berechtigten Mitteln zu verfolgen. Er spricht dabei die Erwartung aus, daß der christlich und national gesinnte Teil der deutschen Arbeiterschaft dieser Gesinnung treu bleiben, sich vor Unbesonnenheiten hüten und bei aller Vertretung der eigenen Intetressen auch die Rechte der anderen berücksichtigen wird. Edenso rechnet er darauf, daß die Arbeitgeber und Unternehmer ihrerseits das Berechtigte der Arbeiterbewegung im Rahmen der heutigen Gesell schaftsordnung anerkennen. Allen Versuchen gegenüber, sie zu einer Stellungnahme in rein wirtschaftlichen Fragen und einseitiger Vertretung einer ein zelnen Volksschicht zu veranlassen, muß die Inn. Mission sich ablehnend verhalten und es als ihre Aufgabe bezeichnen, alle Stände mit Glaubens und Liebeskräften zu durchdringen und dadurch an ihrem Teile zur Erneuerung des ganzen Volkslebens beizutragen. In diesem Sinne ernart sie sich bereit, der Arbeiterschaft in der Pflege christlich=nationaler Gefinnung zu dienen und ihr wie zur Gewinnung der notwendigen geistigen Ausrüstung so beim Ausbau ihrer sozialen Wohlfahrtseinrichtungen behilflich zu sein, und wird es mit Freuden begrüßen, wenn auch Vertreter des evangelischen Arbeiterstandes sich in weitestem Maße zur Mitarbeit an christlichen Liebes werken bereit finden.“ eilegfä- echr uen ein großes Zelt errichtet, in dem für 400 Per, onen der Kaffeetisch gedeckt war; es faßte aver noch vielmehr, wehl 600 Personen. Nach einem fröhlichen Kaffeetrinken traten die Vereine auf der großen Wiese hinter dem Zelt zum Parademarsch an, der zuerst in Zügen, dann in Kompagniefront von stalten ging und eia ptächtiges wilitärisches Bild darbot. Das Kommando führte wieder Herr Rittmeister Fehr. v. d. Recke. Herr Oberstleutnant Schacht, spendete dem Parademarsch wohlverdientes Lob und wünschte den Kameraden, daß sie ebenso stramm wie hier auf der Parade durchs Leben marschieren möchten. Wer das Festprogramm nicht kannte, konnte nun wohl meinen, jitzt sei alles vorbei; war doch schon bisher ungewöhnlich viel geboten wo den und hatte sich doch bereits die Sonne, den nahen Abend anmeldend, tief zum Horizent geneigt. Aber weit gefehlt: das Programm hatte noch mehr Nummern und in ihnen war noch recht Schönes und recht Ueber. raschendes verborgen. Zanächst ein Fahnen reigen, auf einem dazu geebneten Platz ausgeführt von 28 gleichmäßig(mit weißen Buxen) gekleideten Mitgliedern des festgebenden Vereins. Nur wer diese vom Kameraden Hauptlehrer Brandt geleitete Vorführung selbst gesehen hat, kannn ermessen, wie viel Fleiß und Hingebung an ihre Einstudierung gewandt worden ist. Stets wechselnde wunder bar schöne Bilder wurden dem Publikum bei Parademusik exakt vorgeführt. Alles klopte vorzüglich. Wohlgeüdte Turnvereine hätten diese Darbietungen einfacher Landleute und Zigarrenarbeiter schwerlich übertreffen können. Der allseitigen Bewunderung gab denn auch Herr Oberstleutnant Schacht durch freundliche anerkennende Worte den entsprechenden Ausdruck. wähnt sei noch, daß der Hüllhorster Verein durch seinen Vorsitzenden Herrn Amtmann Freiherrn v. Schenk einen kostbaren Fahnennagel schenkte Wir setzen dem noch hirzu: Wo Kirche, Schule, Gemeinde und strammer militärischer Geist so zusammen wirken wie in IsenstedtFrotheim, da werden für den Kaiser und König bis in den Tod getreue Untertanen und für das Vaterland tüchtige, fromme, sittlich starke Männer erzogen. Gott gebe, daß es an solchem edlen Zusammenwirken in unserm lieben Minden Ravensberg und im ganzen großen deutschen Vaterlande nie fehlen möge! Allen aber, die denkend, atend, leitend, helfend und ausführend mit großer Treue und Hingebung zewirkt, geopfert und gearbeitet haben, damit Herz und Geist E=hebendes in so hochbeftiedigen der Weise zustande kommen könnte, ihnen allen sei namens der auswärtigen Gäste die größte Anerkennung und der wärmste Dank hiermit ausgesprochen. Was Ihr uns geboten habt, Ihr lieben Isensteit Fotheimer, übertrifft alles, was wir erwarten durften, das Fest war in allen seinen Teilen musterzültig. Ihr habt Eure Sache gut gemacht. Fahnenweihe in IsenstedtFrotheim (Schluß.) Die Nachfeier. „Dem. beschriebenen feierlichen Weihealt im Eichwaldchen folgte eine Nachfeier auf dem Hofe des Kameraden Kolon Stockmann Nr. 7, Frotheim, wohin der Zug unter Posaunenschall, von einer stets wachsenden Das Fest wurde nun bei einbrechender Dämmerung im Zelt, das von einer Kopf an Kopf gedrängten Menge sehr rasch gefüllt war, fortgesetzt. Leider mußte aber Herr Oberstleutnant Schacht nach einer von ihm auf das Herrscherhaus gehaltenen begeisterten Rede das Fest verlassen und unmittelbar nach ihm auch der Berichterstatter und ein großer Teil der auswärtigen Vereine und Festgäste. Wir müssen deshalb in der weiteren Berichterstaitung eine Anleihe an das„Lübbecker Kreisblatt“ machen, dem wir das Folgende entnehmen: Es folgte die Aufführung:„Durch Nacht zum Licht! 1806/7—1870/71“ mit großer Sicherheit und Lebendigkeit in vorzüglicher Weise vorgeführt; die französischen Offiziers= und Soldaten=Uniformen aus der Zeit 1806/7 wiren geliehen und trugen viel bei, den Inhalt der Aufführung lebendig zu machen. Als zweite Aufführung kam: Die Kaiserfeier zu Treuenfels und als Schlußstück ein lebendes Bild unter bengalischer Beleuchtung: 2 Matrosen mit präsentiertem Gewehr und 2 Soldaten in Fechterstellung vor dem Kaiserbild. Herr Oberarzt d. R. Dr. med. Holzhausen brachte noch einen Toast aus auf die Frauen und Jungfrauen, welche so viel für den Verein getan hätten, alsdann wurde um 8 Uhr das von Gott dem Herrn mit so herrlicher Witterung und so schönem Verlaufe gesegnete Fest mit dem gemeinsamen Gesang des Chorals von Leuthen: Nun danket alle Gott! geschlossen. Ohne daß man einen Mißton zu hören bekam, verlief uuud gingen die Festeilnehmer fröhlich und dankbar nach Hause. Gott war mit uns. Ihm sei die Ehre! ErVon der Reise mitgebracht. Erzählung von Fr. Carl. 6][Nachdruck verboten.] Noch ein Händedruck, ein Neigen des schönen Hauptes, dann war sie im Portal des Riesenhotels verschwunden. Eine Weile stand Dr. Reinhardt noch, als warte er darauf, die holde Gestalt noch einmal zu sehen, dann ging er, um sich auch ein Unterkommen zu suchen. Unter einem Dache mit #r. zu wohnen, dazu fehlte ihm doch der dünkte es ihm eine unverantwortliche Verschwendung, wenn er in solchem Palast sich hätte einquartieren wollen. Drei= oder viermal tönte es ihm erst entgegen:„Alles besetzt!“ dann fand er endlich noch ein freundliches Zimmer, wo er sein Haupt zur Ruhe legen konnte. Aber aus dieser Ruhe wurde nicht viel. Als es schon stark dämmerte, eilte er noch einmal davon. Er hatte sich entschlossen, auch die im Tale zu bleiben— im hoffte er, daß der Besuch bei Warnows das einzige Zusammenie gan leig würde;— gab es denn nun un—entsiche Grfindung der Telegraphie, man sie nicht benutzen wollte, um am andern Abend im Besitz seines Gesellschafts anzuges und allerlei andern nötigen Dingen zu sein? inge Und als er dann sein Lager aufsuchte, wollte der Schlaf nicht einkehren. Zu unruhig sah es in ihm aus, zu stürmisch klopfte sein Herz, wenn er die Erlebnisse des Nachmittags wieder und wieder bis in die kleinsten Einzel heiten sich vergegenwärtigte, wenn er im Geist sie wieder vor sich sah, wie sie dort in der dämmerigen Schlucht in seinem Arm geruht, wie sie danach so frei und vertrauend ihn angeschaut und mit ihm gesprochen hatte. Dozwischen kam wohl auch die kühle Ueberlegung einmal zu ihrem Recht.„Wos wiun on eigentlich? fragte er sich sel Er war sonst an klares, scharfes Genke gewöhnt und pflegte nicht in den Tag hine## zu leben und zu träumen.„Was soll deraus werden? Willst du dir wie ein Schmetter ling am Licht, das ihn lockt und zieht, die Flügel verbrennen— willst du ein paar Tage einem schönen Mädchen nachlaufen, um dann mit wirrem Kopf und wundem Herzen weiterzuziehen und vielleicht monatelang keine innere Ruhe und Kraft für deine zu haben? Oder glaubst du im Ernst, du törichter Knabe, daß der Herr Oberst v. Warnow und seine stolze Gattin sich nun Lokales und Bielefeld, 30. September. (Martinigemeinde.) In der Umwahl der Repräsentation der Martinigemeinde, welche am 21. September stattfand, wurden folgende Herren wieder bezw. neu gewählt: Tischler Heidemann, Hallerweg, Apotheker Runge, Lastweg, Amtsdiener Witzker, Gadderbaum, Kontorbote Böckenkamp, Nordfeld, Postschaffner Mihlert, Hallerweg, Arbeiter Dopheide, Nordfeld, Lehrer Kornfeld, Latterstraße, Zuschneider Höner, Langenhagen, Buchbinder Brand, Hallerweg, Tischlermeister Ellermaun, Hallerweg. (Märkte.) Mittwoch, den 2 Oktober: Ennigerloh: Kram= und Viehmarkt.— Paderborn Blehmarkt.— Laer: Kram= und Biehmarkt. Donnerstag, den 3. Oktober: Halle: Schweinemarkt.— Lippstadt: Kram= und Viehmarkt. Freitag, den 4. Oktober: Hövelhof: Kramund Viehmarkt.— Difsen: Kram und Viehmarkt. (Der Winterunterricht der Hand werkerschule) für kunstgewerbliche Tagesklassen beginnt am Dienstag, den 1. Oktober er.— Anmeldungen täglich von 10—12 Uhr im Sekretariat der Schule, Klosterstr. 6, Zimmer 4. Neu hinzugekommen sind: Tagesfachunterricht für die Textilberufe und Tages= und Abendfachunterricht für Modelleure, Holz= und Steinbildhauer) Herr akadem. Bildhauer Hans Perathoner), Vorträge über Anatomie(Herr Oberlehrer Schmale) und anatomisches Zeichnen(Herr Perathoner.) Ferner ist fortgeschrittenen Schülern und Schülerinnen der Handwerkerschule Gelegenheit gegeben an folgenden Unterrichtsfächern der städtischen Handelsbezw. an einzelnen für ihre Berufe wichtigen Teilgebieten dieser Unterrichtsfächer unentgeltlich teil zu nehmen. Handels= und Wechselrecht, Handelsbriefe und Kontorarbeiten, einfache und daprelte„Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Wiltschaftsgeographie. Schüler und Schülerinnen der Handwerkerschule haben gegen Vorzeigung der Schulertarte freien Eintritt in den Kunstsalon von to Fischer, Obernstraße 47. Als Lehrer der Bildhauerklasse für Modellieren, Holz und Steinplastik und als Lehrer für Aktzelchnen und analomisches Zeichnen ist der Bildhauer Herr Hans Perathoner aus München verpflichtet worden. Herr Perarhoner ist im Jahre 1872 in St. Peter hinter Lapen in Südtirol geboren. Er studierte an der Münchener Kgl. Akademie der bildenden Professor v. Rümann), war 1903 bis 1904 Docent an dieser Akademie, dann Lehrer an den bekannten kunstgewerblichen Lehrwerkstätten des Barons v. Debschitz ebendaselbst, und stellt seit 1902 in der Sizession in München und Wien aus. Hervorragend ist er an den Bildhauerarbeiten die das neue Kurhaus in Wiesbaden den Prachtbau des Münchener Architekten v. Thiersch der diesjährigen internationalen Kunstausstellung der Sezession in München ist er durch eine Bronze, das Porträt des Insbrucker Bürgerein ser eer uer fu e und damit die Stadt Bielefeld darf sich beglückwünschen, in ihm einen der recht seltenen Künstler gewonnen zu haben, die gleichzeitig Künstler im idealen Sinne, d. h. Minschen vertiefter Naturempfindung und ernsten künstlerischen Verantwortungsgefühls sind, und das manuelle Können und die technische Erfahrung des Handwerkers beherrschen. m.(Gestohlene Fahrräder.) Am vergangenen Sonnabend morgens wurde dem Musiker Th., Kaiserstraße 99, ein Fahrrad, Marke Greif, Nr. 86497 aus dem Keller seines Wohnhauses gestohlen.— Der Firma L., Viktoriastraße 40, wurde aus dem Hausflur ein Fahrrad Marke Dürkopp, Nr. unbekannt, gestohlen. Beide Täter sind nicht gesehen worden. m.(Die diesjährige Körung der Zuchtheugst:) in der Provinz Westfalen beginnt am 12. November d. Is., meldungen dazu müssen bis spätestens 8. Oktober dem Königl. Landratsamt hi rselbst eingereicht werden. m.(Spielplätze) Wiederholt sind seitens der Jusassin des städtischen Krankenhauses Besch verden über die lärmenden Spiele auf dem Spielplatze an der Oelmühlenstraße geführt worden. Im Jnteresse der Kranken wird um möglichste Vermeidung des Lärmes bei den Spielen ersucht. m(Festgenommen) wurden zwei stickbrieflich Verfolgte, sowie ein hiesiger Arbeiter, der in einer hiefigen Wietschaft eine Taschenuhr entwendet hat und sich dem Beamten, der ihn festnahm widersetzte, wobei er ihm mit einem Stock eine Kopfwunde beibrachte. m(Diebstahl.) Ein Nieter und 1 Knecht boten gestern in hiefigen Wirtschaften einen Klumpen Rinderfett von 40 bis 50 Pfand zum Kanf an, über dessen Erwerb sie keine Auskunft geben konnten. Beide wurden festgenommen. Es wird ersucht, sachdienliche Mitteilungen, die den anscheinend vorliegenden Diebstahl aufklären könnten, der hiefigen Kriminalabteilung zu machen. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Heute 8 Uhr abends wird die mit großem Beifall aufgenommene sponnende Novität „Der Dieb“ zum ersten Male wiederholt. Morgen Dienstag eröffnet einer der beliebtesten und populärsten Komiker der deutschen Bühne, Karl William Büller ein auf zwei Abende berechnetes Gastspiel als Theaterdirektor Striese in dem unverwüstlichem Schwank„Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan, eine der brillantesten i##des berähmten Gastes Am Mittwoch erint Karl WilliamBüller als Charleys Tanie zum zweiten und letzten Male auf. ellung ve ure Ohellagun am Sdulauend abend Shakespeares „Ttheud“, Trauerspiel in 5 Akten, zur Aufführung und wir sagen gern, daß die Aufführung, abgesehen von einigen kleinen Unebenheiten, eine gute war. Die Titelrolle spielte Herr L. Lindikoff mit viel Eleganz, Feuer und Realistik, alles zur rechten Zeit, Herr H. Lützenkirchen verkörpirte ganz den Frschlagenen Jago. Fräulein Ueberhorst gab eine sympathische Desdemona, der Fräulein Stollberg übrigen Darstesen teflich zur Seite stand. Die zum Gelingen des Ganzen wesentlich bei. Die Regie lag in der Hand des Herrn Steger und verdient Lob.— Matinée.— Herr Marcell Selzer ist ein äußerst gewandter vin Grnstg die Zuhörer zu Beifallstürmen x un d meae mit ebender Besuch nicht Kürkter war. dauern, bes Aus den Kreise beeilen werden, dir ihr Töchterlein zum Lohne für deine Heldentat anzubieten, dir, en, Gesh, Oendwerkertsohne, dem Manne und Wörden du. un, Wenn er in seinem Gedankengange soweit gekommen, dann stand er jedesmal vor dem Entschluß, am andern Morgen in aller Frühe abzereisen. Aber der Entschluß wurde doch nicht gefaßt.„Was soll sie von mir denken?“ sazte er sich,„erst seinen Besuch ansagen und dann davonlaufen! Das ist unmöglich Ich kann ja morgen nachmittag immer noch abreisen— das wird wohl auch das VerKünftigste sein", aber tief im Herzen wollte as leise Hoffen nicht schwinden, daß er es vielleicht doch nicht nötig hätte, so„vernünftig“ zu sein. O Menschenherz, wer kann dich ergründen! Als Ilse v. Warnow die Treppe im Hotel hinaufging, kam ihr Vater, der noch ein halbes Stündchen sich ins Lesezimmer begeben wollte, ihr entgegen. Mit sichtlicher Freude uns oulenlichem Stolze musterte er sein schönes Kind und rief ihm zu:„Willkommen, kleiner Ausreißer— va, war es so schön, wie du es dir gedacht hattest?“ Und als sie ihm Hand reichte und mit bejahender Gebärde ven Mund zum Kusse bot, sah er sie sorschend „§ Herford, 28. Sept.(Einfamilien= hauser als Rentengüter.) Der Gedanke, hier eine Genossenschaft zu gründen, welche ihren Mitgliedern die Errichtung eines eigenen Heims auf eigner Scholle zu erleichtern gedenkt, scheint nunmehr der Verwirklichung näher zu kommen. Gestern abend hatten sich mehrere Herren aus den ver schiedenen Ständen bei der Frau Witwe Beinkmann am Renntor zusammen gefunden, um über die hochwichlige Sache zu beraten. Die Versammlung, welche von Herrn Lehrer an:„Ssehst mir so eigen aus, kleiner Kerl, — hast doch nichts erlebt unterwegs? Und wo sind Arnstedts, hast du sie nicht mit gebracht?“ Sie errötete und bat verlegen:„Komm mit zu Mama, liebstes Väterchen, ich will auch alles erzählen!“ Das gab einen Sturm, als sie nun ihr Abenteuer berichtete!„Schrecklich! schrecklich!“ flöhnte die Frau Mama und hielt sich schaudernd die Hand vor die Augen, als sähe sie ihr Kind noch in den rohen Händen des Wegelagerers. Der Oberst war wütend. „Eig, schönes Rest“, schnaubte er, zornot im Zimmer umherlaufend,—„ein schönes Nest, wo sie einem das Geld am liebsten schiffelweise abnehmen und einer Dame nicht einmal am hellen Tage Sicherheit vor solchem Raubgefindel verschaffen können! Und dann nahm er sein Töchterchen in den Arm: „Mein kleiner Kerl, nein, daß du so was erleben mußt! Na, Gottlob, daß wir dich wenigstens heil wieder haben! Braver Mensch übrigens, der Doktor Reinhardt, und man kann ihm nicht mal danken, daß er dir so im rechten Augendlick beigesprungen ist.“ Riehl eröffnet un Ausführungen d# manns Herrn C. Interesse auf. T aus: Es sei heu geben, den wirtsa schaffung eines Scholle behilflich dann an der rungen auf dem von Rentengüter: schon vielen zun Rentengutsgelder üblichen Zinsfuß, hinaus gehe, zu e darlehn seien nu zinslich. Die Ge validen=Renten Ve 8 Prozent zu bese für den einzelne Gelder zu erhalten Bürgschaft einer ersorderlich sei un eines gemeinnützig um sich die mani zu machen. Das Rentengutsgesetz, 1 Preußen bestehe, ländlichen Besitzern den letzten Jahren dieses Gesetzes au zugänglich gemacht güter von 2 Mor viel begründet. erlaß lasse schon Re = 90 Quadrat Ru hier einige Beschr eigentlich nur eine oder aber auch Arbeiter nur Rent = 90 Quadrat= Daher halte er Re Vereins bezw. Gen mäßig. Durch die schaffen. Die Einr hervorträten daß hi in den Feldmarken als Arbeiter oder Einfamilienhaus zu an der Hand von ihm sei noch kürzli fläche zum Preise v Rute angeboten. 25 Mark für die O betrage der Preisf = 90 Quadrat Ru man nun für ein 5000 Mark rechne, das ganze Besitztum (Fontetzung folgt.) + Herfor Ktürzt.) W Lattenberge. die eine davon Kinderhand zu suchte man sie untere, hohle Kinderhand ge O ffnung zu darin anzumae innen aus und wehrleuten um X Herfor im Dienste der 9 schue stetzt hei Wir grstuliere r- Herford, 80 der Hundesch * Erste Preise Jogdhund; K. Kassing, Besenkal Steinbeck, Wachte Jagdhund; C. B F Gödecke, Salz ### fild, Kolli; F. Erping, Bünde, Gütersloh Rehpir D. Schäferhund Dobbermann; H Andre, Bückeburg Zwergspitz: Ref. Aldern, Gütersl. D. Schäferbund; Sabisotzki, O.ypha D. Schäferhund; Brockmann, hausen, Bünke, wachtel und Hünk Dodbermann; W. bund; Leydorf, H Herford, Bernhal D. Schäferhund; hunden; Frau M spanil; A. Neuf Bunkmann, Min mann, Gütersloh, Salzusten, Dobbwernhardiner; 0 F. Eickmeyer, Grit Elbracht, Bielefeld, H.spen, 2. Pintsche tiner; E. Heihter N dick, Pinscher sahletter; Kemper, Herford, Jagdhunk II Löhne, 29 dauerlichen U milie Scheiper in Ehif au S. war g treten. Unsere junge Schule Bielefeld darf sich beglückder recht seltenen Künstler die gleichzeitig Künstler im Minschen vertiefter Naturten künstlerischen Verantund das manuelle Können hrung des Handwerkers beFahrräder.) Am verorgens wurde dim Musiker in Fahrrad, Marke Greif, Keller seines Wohnhauses na 2., Biktoriastraße 40, flur ein Fahrrad Marke t, gestohlen. Beide Täter n. hrige Körung der der Provinz Westfalen ovember d. Is., sen bis spätestens 8. Landratsamt hirse e) Wiederholt sind des städtischen Krankenüber die lärmenden an der Oelworden. Im Joteresse möglichste Vermeidung Spielen ersucht. en) wurden zwei stickdie ein hiefiger Arbeiter, Bietschaft eine Taschenind sich dem Beamten, ersetzte, wobei er ihm Kopfwunde beibrachte. Ein Nieter und 1 n hiefigen Wirtschaften eifett von 40 bis 50 über dessen Ecwerb ben konnten. Beide " Es wird ersucht, en, die den anscheinend aufklären könnten, abteilung zu machen. bureau) wird uns geabends wird die mit mene sponnende Novität kale wiederholt. Morgen ir beliebtesten und popuen Bühne, Karl William nde berechnetes Gastspiel in dem unverwüstlichem habinerinnen“ von Franz 1, eine der brillantesten Gastes Am Mittwoch als Charleys Tanie zum auf. Is erste Klassiker=Vorind abend Shakespeares 5 Akten, zur Aufführung die Aufführung, abgeUnebenheiten, eine gute e Herr L. Lindikoff mit zalistik, alles zur rechten in verkörpirte ganz den lein Ueberhorst gab eine der Fräulein Stollberg zur Seite stand. Die im Gelingen des Ganzen lag in der Hand des t Lob.— Matinée.— ein äußerst gewandter örer zu Beifallsstürmen rosa wechselte mit ebennur zu bedauern, daß r se Herford. t.(Einfamilien= güter.) Der Geenschaft zu gründen, die Errichtung eines ner Scholle zu ernunmehr der Vermen. Gestern abend iren aus den ver der Frau Witwe zusammen gefunden, * Sache zu beraten. se von Herrn Lehrer naus, kleiner Kerl, bt unterwegs? Und du sie nicht mitverlegen:„Komm Väterchen, ich will als sie nun ihr hrecklich! schrecklich!“ ma und hielt sich ir die Augen, als den rohen Händen Oberst war wütend. naubte er, zornrot d,—„ein schönes * Geld am liebsten d einer Dame nicht icherheit vor solchem köanen! Und dann sen in den Arm: 1, daß du so was tlob, daß wir dich en! Braver Mensch inhardt, und man mu, daß er dir so gesprungen ist.“ nitetzung solgt.) Riehl eröffnet und geleitet wurde, nahm die Ausführungen des Referenten des Kaufmanns Herrn C. H. Tödtmann mit großem Interesse auf. Dieser führte etwa folgendes aus: Es sei heute reichlich Gelegenheit gegeben, den wirtschaftlich Schwachen zur Beschaffung eines eigenen Heims auf eigner Scholle behilflich zu sein, Redner führte dann an der Hand seiner reichen Ersahrungen auf dem Gebiete der Begründung von Rentengütern aus, wie dieses Gesetz schon vielen zum Segen gereiche. Die Rentengutsgelder selen weit unter den üblichen Zinsfuß, der heute über 4 Prozent hinaus gehe, zu erhalten. Die Rentengutsdarlehn seien nur mit 3½ Prozent verzinslich. Die Gelder der Alters= und Invaliden=Renten Versicherung seien sogar mit 8 Prozent zu beschaffen. Allerdings sei es für den einzelnen kaum möglich, letztere Gelder zu erhalten, da bedingungsgemäß die Bürgschaft einer Sparkasse oder Kommune ersorderlich sei und daher sei die Gründung eines gemeinnützigen Vereins erforderlich, um sich die manigfaltigen Vorteile zunutze zu machen. Das im Jahre 1890 erlassene Rentengutsgesetz, welches für das Königreich Preußen bestehe, habe in erster Linie den ländlichen Besitzern dienen sollen, aber in den letzten Jahren habe man die Segnungen dieses Gesetzes auch den kleinen Besitzern zugänglich gemacht und werden jitzt Rentengüter von 2 Morgen anfangend schon sehr viel begründet. Der neueste Ministerial= erlaß lasse schon Rentengüter von ½ Morgen = 90 Quadrat Ruten zu. Allerdings wären hier einige Beschränkungen vorgesehen, so eigentlich nur eine Korperation, Kommune oder aber auch ein Arbeitgeber an seine Arbeiter nur Rentengüter von ½ Morgen = 90 Quadrat=Ruten ausgeben könnten. Daher halte er Redner die Gründung eines Vereins bezw. Genossenschaft für sehr zweckmäßig. Durch diese lasse sich hier sehr viel schaffen. Die Einwendungen welche immer hervorträten daß hier die Grundstückspreise in den Feldmarken schon zu hoch seien, um als Arbeiter oder mittlerer Beamter ein Einfamilienhaus zu bewohnen, weiß Redner an der Hand von Zahlen zu widerlegen, ihm sei noch kürzlich eine größere Grund fläche zum Preise von 18 Ml. pro QuadratRute angeboten. Wenn man aber auch 25 Mark für die Quadrat=Rute zahle, dann betrage der Preis für einen halben Morgen 90 Quadrat Ruten 2250 Mark. Wenn man nun für ein einfaches Familienhaus 5000 Mark rechne, dann stelle sich mithin das ganze Besitztum auf 7250 Mark. (Schluß folgt.) + Herford, 28. Sept.(Das Alte stürzt.) Weit bekannt sind die beiden alten und gewaltigen Liaden auf dem Lüttenberge. In der vergangenen Nacht ist die eine davon der Zeit und wahrscheinlich Kinderhand zum Opfer gefallen. Seit Jahren suchte man sie zu erhalten, indem man das untere, hohle Stammende schötzte, aber der Kinderhand gelang es gestern, eine neue O ffnung zu schaffen und Kartoffelfener darin anzumachen. Der Stamm brannte innen aus und wurde von einigen Feuerwehrleuten umgelegt. X Herford, 30. Sept.(25 Jahre) im Dienste der Landwirtschafts und Realschue stekt heute Herr Schuldiener Helcock. Wir grstulieren. r- Herford, 80. Sept.(Premiierungsliste r Hundeschau zu Herford) am 22. Sept. Erste Preise erhielten: D. Kampmann, Enger, Jagdhund; K. Haubrock, Enger, Zwezgspitz; G. Besenkamp, D. Boxer; F. Beckmann, Steinbeck, Wachtelhund; R. Dornwagen, Salzuflen, Jagdhund; C Bornemann, Salzuflen, Jagdhund; F. Gödecke, Salzuflen, Teckel; 2 Küpper, Bielifeld, Kolli; F. Reinecke, Minden, D. Boxer; A. Bünde, Dobbermann; A. Tubbesing, Gütersloh Rehpinscher; W. Sander, Mennighüffen, D. Schäferhund; A. Deppermann, Bielefeld, Dobbermann; H. Bentler, Löhne, Barisis; A. Andre, Bückeburg, Teckel; Liekmiyer, Detmold, Zwergspitz: Ref. Lillie, Hersord, Pointer; A. 2 Schiferbuch. Vetlager, Herfold, Sabisotzkt, O.yphausen, Jagdhund; Flügel, Hannov, Schäferhund; Schütte, Bielefeld, Zwerzwachtel; hausen, Pänka. u. b. Reckling, Jap., Chin. und engl. Zwerg Hoshermann. P. Lehner Decius, Faliendiek, bund: L.ohor.mann, Herford, D. Schäfer. Hersord, Bernbarz Dentlmeyer, D. echäfe hund: geu: I: Zlegemeier, Bünde, hunden:e Lille, Herford, in 4 Jagdspanil: Frau pratillo Lillie, Hersord, 2 Focker. Bmme Neußell, Herford, Zirschletter; W. men Minden, D. Schäferhund; SchlupSalzunen.mann; A. Husmann, Dobbermann; B. Breder, Herford, Pernhardiner; G. Breder, Herford, Jagohund; I Piseiesesh d Schäferhunde; Zwergpintscher; L. Werning, E. Heihter, Bieleseld, Dobbermann; F. &E Wortmann, Bünde, Zirceiter; Kemper, Ehrson, Jagdhund; O. Bickmann, ###ford, Jagdhund.(Schluß folzt) Sept.(Von einem be#ne cen Unglücksfall) wurde die Fa„ Schriper in Bischofshagen betroffen. Die f au S. war gestern auf dem Felte beschäftigt und hatte ihr 1½ jähriges Söhnchen bei sich. Bei der Arbeit hatte sie nicht bemerkt, daß sich das Zind entfernt hatte. Sie glaubte zunächs, daß ins Haus begeben hätte und sah dort nach, jedoch vergebens. Nach kurzem Suchen fand estrunien aumpe Ans der Kreisen Minden und Lübbeke. Minden, 30. Sept.(Personalien.) An Stelle des von hier versetzten Herrn Eisenbahnbau Juspektors Limm ist zum 1. Oktober Herr Eisenbahnbau= Inspektor Kersten von Limburg a. d. L. nach hier versetzt worden. Minden, 30. Sept.(Besitzwechsel.) Das Restaurant zur Geille, das jahrzehnte im Besitz der Familie Vogeler war, ist jetzt in den Besitz des Herrn Restaurateur Brüning übergegangen. Rahden, 27. Sept.(Feuer.) Gestern brannte der Dachstuhl des Uhrmachers Aug. Fischer Nr. 72 Kleinendorf nieder. Es liegt jedenfalls döswillige Brandstiftung vor, da F. seit einiger Zeit in anonymen Briefen mit Hausarzünden bedroht wurde. Oberlübbe, 27. Sept.(Dashiesige Bad) erfreute sich auch in der verflossenen Saison großen Zuspruches. Es sind an 374 Personen 2729 Bäder verabfolgt. Wiederum stammte eine Anzahl Kurgäste aus dem westfälischen Industeiebezirk. C Bergkirchen b. Orynhausen, 30. Sept. (Wassernot.) Heute, Sonrabend, sind polizeilicherseits hierselbst 9 Brunnen geschlossen worden, weil si: entweder gesundheitsschädliches oder gar kein Wasser mehr enthalten. Auch die altberühmte Wittekinds quelle ist völlig trocken. Es bedeutet dies für den Ort eine außerordentliche Verlegenheit. Man nimmt an, daß das Wasser durch einen Eisensteinstollen der Georgs-Marien Hütte abgelenkt ist. J. Lübbecke, 28. Sept.(Der Winter der. Kreisbahn MindenLühbecke) ga# in den Zeitungen zu einem Widerstken der Meinungen und Wünsche darübergeführt. der Frühzug 5.30 Uhr von Lübbecke nach Minven im Winter um dieselbe Zeit fahren soll, oder ob die Abfahrtsauf eine spätere Zeit zu legen sei. Die einen möchten, daß der Zug im Winter mindestens ebenso früh führe als im Sommer, ja wenn möglich noch früher, um nicht nur die Züge nach Hannover 7.07 Uhr und Bielefeld 7.27 Uhr, sondern womöglich auch noch den Schnellzug 6.39 Uhr von Minden nach Hannover zu erreichen.— Was nun diesen letzteren Wunsch betrifft, so sei hier vorweg bemerkt, daß man von Lübbecke aus Hannover auch über Bünde—Löhne erreichen kann und zwar früh 4.59 von Lübbecke, 6.03 in Löhne und von dort 6.19 mit dem Schnellzug weiter nach Hannover, wo man bereits 7.35 eintrifft. Die andern dagegen wünschen, daß der Frühzug 5.30 von Lübbecke, wenn es möglich wäre, im Winter eine ganze Stunde später gelegt würde. Es sind dies alle die Eltern, deren Kinder den Frühzug benutzen müssen, um die Schulen in Minden besuchen zu können. Die Zahl derselben beträgt jetzt schon nach genauer Feststellung 48, von denen 39 die Bahn regelmäßig benutzen, während 4 in Hahle wohnende Kinder, wenn die Witterung es erlaubt, den Weg zu Fuß machen. Zu diesen 43 Schulern treten im Winter noch eine Anzahl hinzu, welche die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Minden befuchen. Da der Unterricht im Winterhalbjahr um 8 Uhr, vom 15. November bis 15. Februar erst um ½9 Uhr beginnt, so würde es für diese große Zahl von Schülern am angenehmsten sein, wenn der Frühzug erst gegen 7.40 Uhr in Minden ankäme, also etwa 6.40 Uhr von Lübbecke abführe. Nun sind doch die Eltern der Kinder, welche die Mindener Schulen besuchen, in ihren Wünschen sehr bescheiden, wenn sie sich damit zufrieden geben wollen, daß der Frühzug im Winter nur 20 Minuten später fährt als im Sommer. Die Schuler kommen dann noch immer 1—1½ Stunden vor Schulbeginn in Minden an, und müssen täglich so viel von ihrem Schlaf abbrechen und täglich so lange auf den Begian des Unterrichts warten, damit eine kleine Zahl Reisender, welche vielleicht alle 14 Tage einmal die Bahn benutzen, ihre Wünsche befriedigt erhält. Denn tatsächlich wird der Frühzug 530 Uhr von Lübbeck= außer von den Schülern sogar im Sommerhalbjahr nur von sehr wenig Reisenden benutzt. Winter würde deren Zahl noch kleiner werden. Ist es denn so schlimm, wenn die Reisenden auch einmal eine Stunde auf die Abfahrt des Zuges nach Hannover— der Anschluß nach Bielefeld Uhr wird nach dem neuen Winterfahrplan noch erreicht werden,— warten müssen? Am er wünschtesten wäre es je, wenn die Kleinbahn ebenso, wie die Staaisbahn dies tut, besondere Schülerzüge fahren ließe. Da die vorhandenen Geld- und Betriebsmittel dies hier noch nicht erlauben, so sollte man es verstehen und ane kennen, wenn die Dir ktion der Kleinbahn eine Vermittelung zwischen den verschiedenen Interessen sucht. Daß dieselbe hierbei den Wünschen so vieler Eitern zu weit entgegengekommen wäre, wird Niemand, der die Verhältnisse erwägt, im Ernst behaupten. Daß aber die Kleinbahn auch erhebliche Einnahmen durch die Benutzung der Bahn von den Schülern daraus hervor, daß obige 48 Schüler für Fahrkarten trotz der ermäßigten Preise ca. 2300 Mark zahlen. Werden die Züge so gelegt, daß deren Benutzung auch den entfernter Wohnenden nicht unmöglich gemacht wird, so wird die Zahl der Schüler in den nächsten Jahren noch erhodlich steigen. Eltern, deren Söhne jitzt noch auf aus wärtigen Schulen sind, haben die Adsicht ausgesprochen, dieselben demnächst zurückzunehmen, um sie unter ihner eiterlichen Aussicht zu haben und sie darn die Mindener Schulen besuchen zu lassen. Wird dagegen die Benutzung der Bahn den Eltern in der Art erschwert, daß ihre Kinder im Winter monatelang zu unverhältnismäßig früher Zeit auf stehen, und dan noch in Minden stundenlang ohne Anssicht und ohne Unterkon men zu haben auf den Beginn des Unterrichts wacten müssen, dann werden viele Eltern vor die Frage gestellt, ob sie unter solchen Umständen nicht besser tun, eine Pension für ihre Kinder zu suchen, und dieselben auf anderen Schulen unterzubringen. Aus den Reg.=Bez. Münser und Arusberg. Hamm, 27. September.(Auf dem 7. Westfälischen Zuchtviehmarkt) in Hamm erhielten für ausgestellte Schweine den Ehrenpreis des Landeshauplmanns der Provinz Westfalen für veredelte Landschweine E. Nacke=Brake; Ehrenpreis der Stadt Hamm (goldene Taschenuhr) Miyer zu EißenSchildesche; für alte Eber über 1 Jahr: 1a. Preis(30 Mark) Meyer zu EißenSchildesche, 1b. Preis E. Nacke=Brake; 2a. Preis E. Nacke Brake; für junge Eber im Alter von 8 bis 12 Monaten 1a. Preis (25 Mark) Meier zu Eißen=Schildesche; für alte Sauen über 1 Jahr: 1a(30 Mark) und 1b(30 Mark) E. Nacke Brake; 2. Preis (25 Mark) Meier zu Eßen Schildesche; 3a. Preis(20 Mark) derselbe; für junge Sauen von 8—12 Monaten 1a(25 Mark) und 1b(25 Mark) E. Nacke-Brake; 4 Preis (10 Mark) Meier zu Eißen=Schildesche. Hamm, 27. Sept.(Bei der heutigen ewerbe=Gerichtswahl) fiegte die christlich=nationale Liste mit großer Majorität über die freien Gewerkschaften. Iserlohn, 27. Septbr.(Eine Gas explosion) entstand gestern abend im Laden des Warenhausbesitzers Hermann Wertheim, Wermingserstraße. Als der Besitzer eine unverstopft gebliebene Gasrohrleitung zwecks Prüfung auf ihre Dichtigkeit, nachdem er sie verstopft, ableuchtete, geriet nach der„Rh.=W. Zig. entströmtes Gas zur Explosion. Wertheim wurde am ganzen Körper gräßlich verbrannt und in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Auch die Frau des Besitzers trug leichtere Verletzungen davon. Die Untersuchung ist eingeleitet. Dortmund, 27. Sept.(Verbrannt.) Eine etwa 6jährige Schülerin spielte gestern nachmittag mit anderen Kindern auf dem Bahnübergang an der Schlägelstraße, als aus einer vorüberfahrenden Rangiermaschine einige glühende Schlacken herausfielen. Ein 12jähriger Schüler nahm diese mit Papier auf und warf sie dem Mädchen in die Schürze. Die Glut setzte die Kleider des Kindes sosort in Brand und brachte ihm so schwere Verletzungen bei, daß es bald dar auf starb. Soest, 27. September.(Eine außerordentliche Provinzialsynode) für Westfalen wird dem Vernehmen nach zum 30. Oktober d. J. einberufen werden. Köln, 27. Sept.(Explosion einer Pulvermühle) Heute ist die Pulvermühle der Köln=Rottweiler Pulverfabriken in Haus Grund bei Lindlar, Kreis Wipperfürth in die Luft geflogen. Ein Arbeiter wurde getötet. Kleve, 26. Sept.(Ein tödlicher Unglücksfall beim Turnen) hat sich hier ereignet. Ein 13jähriger Schüler, der sich mit Springübungen unterhielt, empfand plötzlich einen heitigen Schmerz im Unter leib, sodaß er sich zu B.tt begeben mußte. Jazwischen ist er unter gräßlichen Schmerzen gestorben. Vermutlich hat sich der unglück liche Knabe beim Spingen eine Darmverletzung zugezogen. .545, 81dt hest uate wessere. schwemmungen sind 20 im Erdgeschoß be. 1 6000 Personen obdachlos sind. Im all gemeinen hat sich jedoch die Lage gebessert. Mannschasten des Kanonens aousulat wied durch und die Ausländer befinden aodin bwact, und die As..#. besineen sich in Sicher: Ousitanige K 27 Sept. Der Dampfer Resse osu isu vier eingelausen. Er hat die Minuten zurüchgelag. Seieshet betng 22he Lnaden, cut Wastc tilte. g. Sewverneur von im ganzen a uidter des Innern mit, daß „.. 12 personen bei der Ueberchremmung ums Leben gekommen Schufbumorsen hat von neuem eingsetzt. Ausdrücken für Pflanzen;, Tier= und Steinkunde. Noch fehlt der Ausdruck die Sternegraphi.: ue Oeffentlicher Wetterdiens Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Witterung für die Zeit rim Abend des 30. Sept. bis zum Abend des 1. Novbr. schwache Lastr a. dei wichselnder Bewöltung, geändert.wegung, Temperatur nicht erheblich Aus dem Reg.=Bez. Rünster und Arusberg. Münster, 28. Sept.(Zu einem imposenten Leichenzuge) gestaltete sich gestern nachmittag die Ueberführung des in Essen so plötzlich aus dem Leben ge schiedenen Geh. Konsistorialrats Zillessen zum Zentralfriedhof. Der Leichenzug, in dem prächtige Kranzspenden getragen wurden, eröffneten nach dem Münsterschen Anzeiger die Schülerinnen der evan gelischen Mädchenschule und der evangelische Jungfrauenverein. Es folgten die Chargierten der Studentenverbindung Wingolf und zahlreiche auswärtige Amtsgenossen des Verstorbenen. Dem Sarge schloß sich nächst den Anverwandten eine große Zahl Leid tragender aus allen Ständen. Am offenen Grabe stimmte die versammelte Trauergemeinde das Lied„Jesus meine Zuversicht" an, worauf der Generalsuperintendent Zöllner in ergreifender Grabrede der hohen Charakter eigenschaften und der vielseitigen Verdienste des Verdlichenen gedachte. Ein mehrstimmiger Chor schloß die Trauerfeier. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten * Schötmar, 80. Sept.(Mord.) In der Nacht zum Sonntag wirde der 35 Jahre alte, verheiratete Schlachter Langjürger von hier ermordet. Bei seiner Heimkehr lauerten ihm mehrere junge Burschen auf, öberfi#len ihn und schlugen ihm die Schädeldicke mittelst Wagenrungen ein. Als auf das Hilfegeschrei ein Mann hinzukam, war der Ueberfallene bereits tot und auch der herzugerufene Arzt konnte nur noch den Tod seststellen. Der Bursche, der den verhängnisvollen Schlag ausgeführt haben soll ist vor einigen Tagen estlassener Reserost Drei der Tat dringrnd verdächtige Burs sind im Laufe des Sonntags verhaftet nur dem Gerichtsgesängnis Salzuflen zugeführt. Lemgo, 28. Sept.(Entwichen aus der Heilanstalt Lindenhaus) ist der Geisteskranke Steinm=yer. Es wird um Festnahme ersucht. St. ist mittelgroß, blaß, Curnes, hat schwarze Haare, niedrige Stirn stark hervortretende Backenknochen und war bekleidet mit braunem Jackett, schwarzer Hoie und schworzem Hu Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 30. September 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+-10°C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+15°C. Barometer 75,0 cm. Wind: Süd West. Himmel: teilo, bedickt. Neuste Nachrichten. Beilin, 30. Sept. Der preußische Hof legt nach einer Hofansage für den Großherzog von Baden die Trauer auf 4 Wochen bis einschließlich den 26. Oktober an. Konstanz, 30. Sept. Gestern wurde von einem Karlsruher Bildhauer die Totenmaske abgenommen. Später fand die Einbalsamierung Professor Ernst aus Heidelberg statt. Die Leiche verblieb im Sterbe zimmer. Heute nachmittag soll sie zur Aufbahrung in die Schloßkirche gebracht werden. Eine bemerkensAudienz hatte der Pfarrer gestern nachmittag bei der Großherzogin Witwe. In der Presse war behauptet worden, daß sich der bei der Einweihung der katholischen Kirche in Lizzelstetten auf den Tod erkältet habe. Be ruhigen Sie sich nur, es ist wirklich nicht wahr, daß der Ursprung der Krankheit dort gelegen hat. von Sachsen hat bisher keinerlei Sse t sn geg un die Prinzessin zu erlangen. Die italienischen Behörden ignorieren die ganze Angelegenheit geflissent#. In der öffentlichen Meinung scheint sich ein Umschwung zu Ungunsten der Gräfin vollzogen zu In der Florentiner Gesell schaft dürfte das Ehepaar Toselli kaum Aufnahme finden, da man guchin Italien den Ehebund als ##cim betrachtet. Bestbewährte gesunde und magen darmteranke Kodermehl Nahrung für: SOWie schwächliche, dertsterttung zurückgebliebene Kinder. sowie Brustbeutel, urrersmeii fnach:. Speisek liesert billigst waggonweise frachtfrei allen Stationen. seit dem Monat Juli d. Is. sind in den ver6 a. m Schmante Nachfalger schiedensten Städten Deutschlands falsche Reichskassenscheine C. F. W. Schwante Nachfolger,svon 1882 über 20 Mk. verbreitet worden deren VerKartoffel Export Wiesbaden fertiger und Verbreiter bisher nicht ermittelt werden konnten. sossesesorenosongon Die Scheine sind auf lithographischem Wege hergestellt 3 zu1 gsmaun: Ssund leicht an dem dunkleren Druck namentlich auf der mahmann's 3 Rückseite als Falschstücke zu erkennen. s Heusbaliungs= 3]: Wir sichern densenigen, welcher einen Verfertiger 2 Duushul-ungs= Isoder wissendlichen Verbreiter dieser Falschstücke zuerst „„sermittelt und der Polizei oder Gerichtsbehörde dergestalt Kaffee 8lgachpeist, daß der Verbrecher zur Untersuchung und Strafe Klopfpeitschen, Hosenträger, Schürzen, Knopfgabeln, Pattenscheren, schlösser, Messer, Scheren, Kämme, Spiegel, Rekrutenkoffer 2c. billigst empfiehlt Carl Heinr. Hoetter: 811egogen werden kann, eine Satwen...-———— 1 nich Bonner Art„dunkel"## vorm Louis Dieke Nacht. S nach Wiener„„hel“ 2# Belohnung von 1000 mechan. Kürsten= u. Pinsel=Fabrik[S gebrannt 8 zu Goldstr. 6. Bieleteld, Pernspr. 736 3.1016 pr. 90. M. 1203 6 v. Bitter.. empfiehlt S] Vorstehendes wird öffentlich bekannt gegeben. Carl Massmann s/ Bielefeld, den 20. September Pplong 8 Geg, 101, ug.S Merford. 8. Der Landrat. 5 Neumarkt 24 Teleson 58. 2 v Ditfurth, Geh. Reg. Rat. 230. eete“ lutten Stadt-Theater. I 3 5 6 3 Gastspiel des Hofschauspielers C. W. Büller Wir machen hiermit unseren Mitgliedern bekannt, dass wir vom 1. Oktober cr. ab ein neues Sparkassen- Konto mit ganzjähriger Kündigung einrichten und darauf unseren Mitgliedern 4% Zinsen 5 vom Tage der Einzahlung bis: zum Tage der Abhebung ver-;[Komptoir= Lager= u. : Kellerraume sofort und später zu vermieten. 5 3 3 5 5 5 Der Dieb.—garkt 24 Teleson 58. 8 zu 2. Male Dienstag den 1. 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Die Organisat und der Bauer, der lichen Form der Org später fühlen müssen kann im Interesse der daß diese ernste Mahr nicht aber der Versu Sahionspenune vi 90 u1 gnsbestrebungen## machen.“ werden sich die verständigen Oberpräsidenten dur großstädtischen Zen sehen. Wenn die nationalen Arbeiterb und maßoolle Leut sie in den Herzen ihre und Hoffnungen ul