horgens. 9 c8 T f. Tassruft geprüft von 7—9 Uhr och frei, wünscht in dieser ge Damen zur Behandl., Abreiben, wie Packungen. Inmeldungen uimmt die n des Marthaheims, straße 15 entgegen. im ganzen Deutschen esetzlich erlaubte BraunPrämien= und SerienlosBrunonia“ hat der heuimmer unserer Zeitung spekt, betreffend Beitritt, lassen. Die Beteiligung roßen Gewinnziehung am dürfte wieder eine sehr werden. Anmeldung ist Geschäftsführer Carl nann, Braunschweig, 30, erforderlich, welcher pekte kostenlos versendet". ehdünger S. Drever sen. ontrollkasse. ins=Berlin), zu verkaufen Lütkemeyer, Bielefeld, bühr geZethNie oder denen Baue 184.„Bellamen 492 Erscheint leheme! Kehchern Fernsprecher Nr. 15. Erstes Blatt. SSSessss Unsere Freunde und Leser bitten wir zum bevorstehenn Qua tals wechel uns bei der Gevingung neuer Abonnenten behilflich sein zu wollen. Wir bitten dringend nicht nur selbst das Akonnement zu ervenern, sondern auch neue Leser mit werben zu wollen. Zu diesem Zuick stellen wir Peobenummern in jeder Anzahl stets gern gratis und franko zur Versügung, sende: außerdem an jede uns aufgegebene Adress bis Ende der Monats das Blatt täglich#umsonst Werbet für die - konservative Presse! Lur aus den Wahltagen wie notwendig ein Parleislatt ist le 8000 bstmarkt t bei len. g O möbel, el itter 45 Larst Bahnhofstr. 2 Kreishausst: ich zur Bebandiung 21. September: Friedrich I., Kurfürst von Brandenburg, geb. 1372.— Kaiser Friedrich III., geb. 1415.— Savonarola, italien. Reformato, geb. 1452.— Kaiser Karl I. gest. 1558.— Der französische Nationalkonvent tritt zusammen, 1792.— Walter Scott, englischer Romandichter, gest. 1882.— #sand des Dresdener Hoftheaters, ehemaliger preußischer Kultusminister(von 1881 bis 1891), gest. 1902. 22. September: Vergil, gest. 19 vor Christo.— Papst Clemens XIV.(Ganganelli), an Gift gest. 1774— Eröffnung des Wiener Kongresses 1814— Lincoln erklärt die Skleven der Südstaaten Nordamerikas vom 1. Januar 1843 an für frei, 1852.— sa.l der Franzosen aus siegreich zuruugewiesen, 1870— Prof. ##o##dt, berühmter Theologe, zu Leipog 9rr 3 itkrankheiten. rechtage: von 9 bis 3 Uhr. von 9 bis 8 Uhr. von 9 bis 11 Uhr. Bestellung auch enswärts. in Bielefeld. 25jähriges Jubiläum und VIII. deutsche Nationalkonferenz der evangel. Jünglingsbündnisse Deutschlands vom 13. bis 16. September 1907 in Detmold. (Schluß.) Der zweite Teil der Jubelfeier am Sonnden Festgottesdiersten in ser Hauptstadt noch in 21 anderen Kirchen des Landes Festgottesdienste stattsanden, am Aberd in der reformierten Kirche „358 Eröffeung mit dem Gesang:„Ein lest Bug“ ließ Pastor Müller Leipzig zuerst „Tankesglocken“ erklingen, in denen er ansenche dem Herrn“ auf das Wachsen des Vereinsas hinwies, das nicht bloß in die Weite, in die Tiefe gegangen sei An and und Verkennung habe es nicht Sheie gg Jesus Christus hat sich als g erwiesen, und darum wollen wir von Herzensgrund danken. Die Gemeinde sang: „Nun danket alle Gott“. Zveiter Redver war Bundes=Sekretät Wegner Elberfeld. Er läutet: die Totenglocken und gedachte der Heimgegangenen, vor 25 Jahren mit in der ersten Rehe gestanden haben. Darauf ließ Pfarrer Walther Bayrischen Bund die Bußglocken eiktingen auf Grund von Jerem. 9, 23: ich von(anzem Hrzen suchet, so will ich mich von such finde lessn.“ Nach dem allgemeinen Gesang:„Ach bleib mit deiner Gnabe bei uns" machte Forstmeister a. D. v. Rothkirch Berlin den Schluß mit den Betglocken. Eindringlich wies Redner daraufhin, daß sie erst recht erklingen könnten, wenn es im Leben zu einer vollen Kehrtwendung gekommen sei, der Sünde und Welt ab und dem Heilande zu. Nur wenn wir in rechter Gebetszemeinschaft mit unserm Herrn und Heilande stehen, werden wir gesegnete Leute sein. Möge in keinem Vereinshause in Zukunft das Gebetskämmerlein fehlen! Den feierlichen Gottesdienst beschloß der Gemeindegesang:„Betgeweinde, heilge dich“, worauf Herr Pistor Brunn den Segen sprach. Montag, den 16. September, dem letzten Festtage, füllte noch einmal eine zahlreiche Teilnehmerschar die Räeme des Vereinshauses, standen doch noch zwei wichtige Themata auf der Tagesordnung:„Kampf gegen die Unsittlichkeit" und„Pfleg= der Missionsarbeit“. Die Einleitung zu den Verhandlungen bildete die Andacht, die Herr Dekan Herr: mann über das Apostelwort hielt:„Laß dir an meiner Grabe genügen. Die warmen und eindringlichen Worte des treuen obertheinischen Bundespräses machten sichtlich Eindrick Herr National=Sekretär Helbirg machle Muteilung von telegraphischen Gaüßen aus Mem=I. Seminaroberlehrer Freuzel(Sachs'n), Oberstleuinent von Hassell und Hausvater Ahlmann vom Kellnerheim in Paris; ebenso war ein Brief mit beezüchen Segenswünschen von dem Vostande des Jürglingsbundes der altlutherischen G.meinde in Preußen eingegangen. Herr Nationalpräses Pasto: Klug verla: das am Abend vorher eingegangene Antworttelegramm Se. Moj. des Kaiser, daß die Versammlung stehend anlöite: Es lautete: Schloß Wilhelmshöhe, 15. Sipt. Se. Majestät der Kaiser und König haben d. treuen Gruß der Jubiläumskonferenz der Nationalvereinigung ev. Jünglingsbündnisse Deutschlands huldvollst entgegengenommen und lassen mit wärmsten Wünschen für eine weitere segensreiche Entwickelung der ev. Jugendvereine danken. Auf Allerhöchsten Befehl: Der Geh. Kabinettsrat v. Lucanus. Seine Durchlaucht Fürst Lerpold halte bereits am Sonnabend achmittag folgendes Telegramm gesandt: Für den freundlichen Huldigungsgruß sage ich der Jubiläumskonferenz der Nationalvereinigung deutscher Jünglingsbündnisse meinen wärmsten Dank. Ich habe d. Protektorat über Ihre Konferenz gern übernommen, und freue mich, bei dieser Gelegenheit so vielen Mitgliedern von Jünglingsvereinen aus allen Gauen Drutschlands in meiner Residenz zu wissen; ich wünsche von Herzen einen schönen Verlauf der Feier. Nun nahm Herr Kaufmann ZimmermannStuttgart das Wort zu seinem Vortrage: „Unsere Mitarbeit im Kampf gegen die Unsittlichkeit". Die Unsittlichkeit ist ein Feind, der am Werke unserts Volkes zehrt und der deshalb von allen Seiten bekämpft werden muß. Kirche und Schulen suchen durch ihren erzieherischen Einfluß vorbeugend zu wirken, aber bei der Unmenge von Feinden (schlechte Bücher, Bilder, Karten usw.) können sie der erwachsenen Jugend nicht allein helfen. Im Jahre 1883 entstand in England der„Bund vom Weißen Kreuz", der bald gute Erfolge aufzuweisen hatte und 1890 auch in Deutschland Eingang fand. Wurde ihm anfänglich viel Mißtrauen entgegen gebracht, so schwand dieses nach und nach, und ein Verein nach dem andern entstand. Das„Weiße Kreuz“ hat den Zweck, über die Gefahren aufzuklären und dem Gebundenen zum Frieden zu ver#„Vorausgehen muß ein Zusammenbrechen dev eigenen Ichs, eine gründlich Bekehrung. Wer zum lebendigen Glauben gekommen ist, der kann in diesem Kampfe mithelfen, der ein ganz besonders schwerer ist. Es gibt viel Spott und Hohn auszustehen, aber die Ansichtung bringt Bewährung. Von den Mitgliedern muß unbedingte Unanstößigkeit in Wort und Wandel gefordert werden, sonst können sie nicht auf andere wirken. Von Zeit zu Zeit sind größere Werbeversammlungen zu veranstalten, bur a Porbereiturg Lulch Veirellnung guter Schrif en dem Feinde entgegenzuwirken. Ter Leiter und geeignete Helfer müssen, zu selsorgerlicher Aussprache bereit sein suchen. Viel Schaden Suhlung zu erlangen an, se üind ast deen. sichten zu frühe Lichschaften sind vft die Ursache zur Untreue gegen den darum warne man, wo es nötig ist. In der Kunst macht sich leider vielfach das Bestreben geltend, die Sinnlichkeit zu reizen, und darum gilt es auch auf diesem Gebiete zur Vorsicht zu mahnen, besonders für schwache Gemüter. „Hostegi der Pflege der Gereteten gilt es fest. „ daß man gegen die Versuchungen am besten gesichert ist, wenn man mit Jesu in Verbindung bleibt, deshalb ist treuer Gebetsumgang pflegen im Kämmerlein und in der Gemein###ezu fleißiges Forschen in der Schrift. Mit vem Gesauenen rede man besonders und stärke ihn zum neuen Kampf und endlichen Siez. So wollen wir gege über dem riesengroßen tcenlich get dies klagen und jommern, sondern ssen####eitin und an unserm Teile helsen, dem Losen Feinde unserer Jugend und Männerwelt entgegenzuwirken.(Lebhaftes Bravo!) Gegen 12 Uhr nahm Herr Missions Wisorehee Hubleter vem Barner das Wort zum letzten Vortrag: „Die Pflege der äußeren Mission als Forderung unseres Missions. werkes“. Grenzen des Reiches Gottes gehen immer das semper Auflustus des alten kömischen Reiches gitt von ihm in erhöhtem Maße. Die Jünglingsvereine haben der Mission allezeit ein iebhaftes Interesse entgegengebracht. 80% der Missionare sind durch die Vereine gegangen. Dadurch entstehen schon ganz von selbst enge Beziehungen zwischen der Mission und den Verüberalls bewußt und regelmäßig gepflegt werden, denn die Beschäftigung Gorsrs, Wistgsgihers anziehend und belchrend (Tollluge, Lichtender), erweckend und begeisternd, betannt macht wuh genden Persönlichkeiten ## und zwar oft mit lebenden, die gloßes geleistet haben. So bekommt das Nationale eine geripolle Vereicherung durch die Erweiterung Volls Hinaus. ds .„ Der Jugend treten Idiale vor die Seele, vir ihr einen mächtigen Antrieb zur Nachahmung geben und damit vertiefend und erwieten Khanen, die Entolckelung dei Charalters „herr General: Superintendent Wessel gab noch einmal der Freude und dem herzlichen Dank für die unvergeßischen Jubi äumstage Ausdruck die so recht die innee Einheit kundgetan, da sich alle zu dem einen Haupt Jesus Cheistus bekennen wollten. Er fuhr fort: eines besonderen Auftrages ertledigen,(die Versammlung erhebt sich) Se. Durchlaucht Fürst Leopold hat geruht, dem P. Klug die 3. Klasse des Fürstlich Lippischen Ehrenkreuzes, Herrn Pastor Kuhlo die 4. Klasse, 8. und Herrn Nationalsekreiäe Helbing die 4. Klufse o des Ehrenkreuzes gnädigst zu verleihen.(Stürmisches Bravo!) Es ist mir eine Freude, Ihnen die betraffenden Schriftzu überreichen richenden Ordensauszeichnungen Nationalpräses Pastor Klug folgendes aus: „Hochv.rehrter Herr Generalsuperintendent! Lassen Sie mich im Namen unser drei und der ganzen Kunferenz herzlichen Dank aussprechen. Wir wollen die Auszeichnung als unserer Konferenz erwiesen ansehen und uns freuen, daß von so hoher Stelle vas Werk unserer Vereine solche Anerkennurg gefunden hat. Paulus berief sich nicht auf sein römisches Bürgerrecht, wir können vielleicht auch Tag hinmes Peu unsere Soche auf diesen ##mien, darum herzlichsten Dank. Wir haben in den Festtagen den Fürsten lieb gewonnen und uns in seinem schönen Lande so wohl und heimisch gefühlt, daß wir wieder kommen wirden.“ In das Hoch auf Se. Durchlaucht stimmte die Versammlung begeistert ein. Und dann schloß Redner mit einem kurzen Schlußwort, indem er noch einmal herzlichen Dank sagte für die gastfceundliche Aufnahme, und einem innigen Gebete, dem das gemeinsam gebetete Vaterunser solgte, die Jubelfeier, und dann klang der ergreisende Atschiedsvers durch den Saal:„Zieht in Frieden eure Pfade“. Möge die Jubelfeier der schönen Residenz, dem lieben Lipperlande, und unserem ganzen deutschen Volke zu bleibendem Segen gereichen. Politische Nachrichten Aus dem ventschen Reiche. Berlin, 20. September. Der Kaiser ist heute früh 6 Uhr mit Sonderzug nach Posen abgereist. Abends begab er sich im Automobil von Glowno durch die Stadt zum Offizierkafino des Regiments Königsjäger zu Pferde, wo er das Winler einnimmt. Auf den Straßen hatte sich eine tausendköpfige Menschenmenge eingefunden, die den Kaiser stürmisch begrüßte. Die Stadt hat reich geflaggt. Nach dem Diner kehrte der Kaiser nach Glowno zurück, wo er im Hossonberzuge übernochten wird. Von Posen wird der Kaiser nach Königsberg, Memel und Rominten weiter reisen. Nach Beendigung seines Jagdaufenthalts in Rominten wird er einige Tage gemeinsam mit seiner Gemahlin in Cadinen verleben. Die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise sind heute mittag in Potsdam zur Feier des Gebuttstags der Kronprinzessin eingetroffen. Der Zustand des Großherzogs von Baden ist leider bedenklich. Der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin sowie der Ministerpräsident Frhr. v. Dusch sind in Mainau eingetroffen. Auch die Kronprinzessin von Schweden wurde telegraphisch benachrichtigt und ist heute von Borgholm (Insel Oelant) nach Mainau abgereist. Der bohe Patient schlummert sehr viel. Der Pulsist schwach, unregelmäßig und ehr beschleunigt. In Laufe des Tages trat eine Besserung im subjektiven Befinden ein, die Herztätigkeit war jedoch noch nicht befriebigend. Die Ursachen der Eckrinkung sind auf die Teilnahme der Kircheneinweihung in Litzelstatten am letzten Soc tag bei un eundlichem Seiter zuröckzuführen. Die Ernennung des Vortragenden Rates im Reichsamte des Innern Geheimen Ober= regierungsrats Kutz zum Präsidenten des Kaiserlichen Kanalamtes ist nunmehr vollzogen. In Köln wird zur Zeit ein Kolonial= prozeß verhandelt Der Reichstagsabgeordnete Roeren hat den früheren Kolonial= beamten Schmidt in Togo wegen Beleidigung verklagt. Heute wurde der frühere Kolonialdirektor Stübel als Zeuge vernommen. Er erklärte annehmen zu dürfen, daß Roeren nicht versucht habe, bezüglich der Mission irgendwie einzuwirken. Versuche einer Einwirkung auf das rechtshängige Bergegen die Mission seien nicht vor gerommen. Bezüglich verschiedener anderer die die Entlassung von Deumien betreffen, verweigerte Stübel die Aussage, da ihm mit Rücksicht auf diese die Genehmigung zur Aussoge nicht erteilt worden sei. Schließlich bekundete der Zeuge noch, daß nach den Vorkommnissen in der Kolonie von der Mission die Versetzung Schmidts gewünscht und betrieben worden sei. Rechtsanwalt Bredereck, der Verteidiger Schmidts, zog darauf die Widerklage zurück. Der Kyffhäuserbund der preuß. Landeskrieger verbände hielt in diesen Tagen auf dem Kyffhäuser eine Vertreterversammlung ab. Aus den Verhandlungen heben wir folgendes hervor: Die Versammlung präzisierte die Stellung der Kriegervereine mitglieder zu den sozialdemokratischen Gewerkschaften, sowie gegenüber den noch sismet in teiuzehee einigungen nech Einaiat in fbigende: Erklärung: Die Kriegerverbände und Kriegervereine haben, soweit dies die Verschiedenheit der Verhält nisse in den einzelnen Bundesstaaten gestattet, die nachstehenden Grundsätze zur Turchund Bereiaager.. 1 Iu dan Verkand): die Kameraden über die Sozialdemokratie auszuklären und bei geeigneter Gelegenheit an die Betätigung ihrer Pflicht zur Bekämpfung der Sozialdemokratie zu erinnern. 2. Mitglieder der Kriegervereine können nicht gleichzeitig freien Gewerkschaften angehören, so lange diese sozialdemokratische Organisationen sind und die sozialdemokratische Partei direkt unterstützen. 3. Die beruflichen Interessen der Kameraden Arbeiter sind außerhalb der Verbands= und Vereinstätigkeit durch geeignete Kameraden tunlichst zu fördern, insbesondere durch solche, welche als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer oder in anderer Eigenschaft dem gewerblichen und industriellen Leben nahestehen.— Unter den weiteren Verhandlungsgegenständen sei die Fürsorge für die Veteranen hervorgehoben. Es wurde mitgeteilt, daß 497000 Kriegsveteranen aus Reichsmitteln weder gesetzliche Javalidenpension noch Unterstützungen nach Maßgabe des Allerhöchsten Gaadenerlasses vom 22. Juni 1884 bezögen. Von diesen Kriegsteiluehmern haben 248000 jährlich ein Einkommen unter 600 Mk., 158000 unter 480 Mk. Es wurde darum eine Entschließung angenommen, in der gesordert wurde, daß das Reich weitere Mittel zur Verfügung stelle, demit möglichst alle bedürftigen und würdigen Kriegsteilnehmer berücksichtigt werden können. Als einen Weg, bei dem großen und immer noch anwachsenden Bedarf, diese Würsche zu befriedigen, sieht der Vertretertag die Einführung einer Wehrsteuer an. Der Vertretertag, die Vertretung von 2½ Millionen alter deutscher Soldaten, erblickt in einer Wehrsteuer keine Beeinträchtigung des ehrendienstlichen Charakters der all gemeinen Wehrpflicht, wenn sie sich auf solche Wehrpflichtigen beschränkt, welche völlig gesund und berufsfähig, aber als überzählig oder wegen geringer Fehler zum Dienste nicht herangezogen worden sind. falschen Namens 4 Wochen Haft. Letztere Haftstrafe ist durch Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt.— Der Friseur R. W. von Leipzig erhielt wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle 5 Monate Gefängnis.— Der Gärtnergehilfe A. W. aus Zabern erhielt wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle und Hausfriedensbruchs 5 Monate Gesängnis und wegen Mundraubes 2 Wochen Haft.— Wegen Vergehens gegen§ 241 der Konkursordnung hatte sich der Tischlermeister H. F. H. von Pr. Oldendorf zu verantworten. Er soll in der Absicht seine Gläubiger zu schädigen, einige seiner Gläubiger kurz vor Ausbruch des Konkurses begünstigt haben. Dem Angeklagten konnte der Schuldbeweis nicht erbracht werden. Es erfolgte deshalb seine Freisprechung.— Die Wehrpflichtigen A. W O. und C. B. von hier und 27 Wehrpflichtige des Kreises Herford wurden wegen Entziehung der Wehrpflicht ein jeder zu einer Geldstrafe von 160 Mk. ev. 32 Tagen Gesängnis verurteilt. Bethlehem ein Eber in einem unbewachten Augenblick einen Wärter an und riß ihm mit den Hauern den rechten Oberschenkel auf. Der Wärter wurde schwer verletzt in das städtische Krankenhaus gebracht. Das Vieh wurde gestern nachmittag wieder abgetrieben, die Ausstellung währt aber im übrigen noch bis zum 22. September. Ihr Besuch kann jedem empfohlen werden, denn sie gibt ein recht anschauliches Bild von dem gesegneten Fleiß und der Tüchtiokeit unsrer heimischen Land=, Obst= und Gartenwirte und unsrer Industrie. Die Ausstellung des landwirt. schaftlichen Kreisvereins zu Aus dem Stockholm, 19. Sept. Dem nächsten Reichttage wird eine Vorlage, betreffend Einführung der Zivilehe, zugehen. 19. Sept. Wegen der Ermordung des Fabrikanten Silberstein wurden heute abend alle Arbeiter der Fabrik, etwa 800 Mann, in Untersuchungshaft gebracht. In den Lodzer Spinnereien ist wieder ein Ausstand ausgebrochen. San Sebastian, 20. Sept.(Havas.) Der Minister des Auswärtigen erklärte, entgegen im Auslande verbreiteten Nachrichten, daß Spanien niemals kriegerische Absichten in bezug auf Marokko gehabt habe. Die in Tanger getroffenen Maßnahmen bezweckten lediglich die Verteidigung der Europäer im Fälle eines Angriffes seitens der Morokkaner. Tanger, 20. Sept. Nachrichten aus Larache bestätigen, daß Raisulis Leute am 17 September Postkuriere, die von hier nach Larache unterwegs waren, abgefangen haben. Fünfzehn berittene Krieger, die angeblich zum Stamm der Beni Aros gehören, üderfielen vier Wegstunden von hier französische, englische und deutsche Postkuriere und mißhandelten sie. Winnipeg(Canada), 19. Sept. Der hier tagende Kanadische Arbeiterkorgreß beschloß einstimmig, von der Regierung die sofortige Kündigung des Vertrages mit Japan zu verlangen, der die Einwanderung von Japanern nach Kanada gestattet. Aus dem Umsturzlager. (Auf dem sozialdemokratischen Parteitag) speach, B oel um Donuerstag in der Diskussion unter stürmischem langanhaltendem Beifall gegen die Fest legung der Stichwahltaktik. In der Abstimmung wurde die Herausgabe seines Referats als Agitationsbroschüre beschlossen, alle übrigen Anträge wurden abgelehnt. Bemerkenswert sind noch folgende Worte Bebels:„Genosse Leber hat die Schwierigkeiten des Zusammengehens mit den Christlichen und anders Organisierten betont. Aber es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht die Arbeiter des Zentrums und des Liberalismus gewinnen köanten.“ GLebhafte Zustimmung.) Gericht und Bielefeld, 18. Sept.(Strafkammer.) Die Schlosser W. W., E. und R. S. von hier sind in der Nacht vom 15. April d. J. am hiesigen Niederntor wegen angeblichen Singens von dem Schutzmann Schmols angehalten worden und sollen sich die drei Angeklagten hierbei des Widerstandes gegen die Staatsgewalt schuldig gemacht haben. Das Schöffengericht hatte sämtliche Angeklagten freigesprochen, heute wurde auch die Berufung der Staats anwaltschaft verworfen— W. T. aus Soest verkaufte gewöhnliches Wasser mit einigen Tropfen als Arznei, die Flasche dis zu 40 und a## Er erhielt wegen Betruges 2 Jahre und monate Zuchthaus und wegen Abgabe eines wurde gestern morgen durch den Landrat Herin Geh. Reg.=Rat von Ditfurth eröffaet. Sie ist sehr reich beschickt und bietet zugleich durch das geschmackvolle Arrangement ein prächtiges Bild. Vom Ministerium ist eine Reihe von Staatspreisen zur Verfügung gestellt worden und zwar für Pferde eine silberne und eine bronzene Medaille, für Rinder und Schweine je eine silberne und zwei brouzene Medaillen, für Gemüsebau eine silberne und eine bronzene Medaille Für die Viehausstellung diente der Bethlehemsplatz auf dem Johannisberg. Das Preisrichter. mt über die 67 angemeldeten Pferde hatten die Herren Gust. Upmeier zu Belzen Jöllenbeck, Niewöhner=Quelle übernommen; dazu wurde vom Ravensberger Rennverein Graf Schwiesing=Steinhausen entsandt; Obmann war Oekonom Oberwelland Wertber. Die Rindviehzucht war mit 100 Nummern vertreten, als Preisrichter fungierten die Herren Myer zu Bentrup: Oulle, Lück'ng und als Obmann Greve=Isingdorf. Ferner waren einige 50 wertvolle Schweine und etwa 40 Ziegen ausgestellt. Oben auf dem Kinderspielplatz befindet sich die Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen. Man fieht in großer Zahl Mähmaschinen, Heuwender, Kultivatoren, Drillmaschinen, Pflüge aller Systeme, Pumpen, Molore, Selbsttränker, Rübenschneider usw. U. a. sind vertreten die Firmen: MeyerHillegossen, Kluckhohn Lage, Tiemeier= Diebrock, Gräbe und Bahle=Bielefeld, W. Lohweg=Bielefeld, Kamplabe= Stiepel, W. Steeger=Vohwinkel und die Herforder Motorenfabrik. O. Lorentz hat künstlichen Dünger, insbesondere Guano, ausgestellt, die Gäciner Finhold= Wilhelmsdorf und BerkenkampOldentrup haben in gärtnerischen Anlagen Hochstamm, Pyramiden=, Spalierobstbäume rc. ausgestellt. Die Geflügelausstellung zeigt sehr schöne Exemplare. Reichhaltig ist die Ausstellung von Jagdwagen (Jacosi) und Kutschwagen(Schlüter). Die Ausstellung der Firma Redeker dietet Waagen aller Art, darunter auch Viehwaagen dar, eine mit Laufgewicht, die Firma H. Lanz in Mannheim hat das zerlegte Modell ihrer Zentrifuge neben einer Sammlung von Milchentrahnungsmaschinen, Söpel, Häckselmaschinen, Schrotmühlen, Rübenschneider, Stiftdreschmaschinen für kleinste Betriebe rc ausgestellt; desgleichen die Firma Hale meyer=Bielefeld Zentrifugen, einen selbsttätigen Futtermeßapparat, Schrotmühlen 2c Dürkopp zeigt eine Eismaschine im Betrieb, die Firma Wiegand eine Lehrschmiede, H. Fiedler Treibriemen, Riemenscheiben, Spiralschläuche. In der Tonhalle defindet sich die Obst= und Gemüseausstellung, dieser Raum ist höchst geschmackvoll mit Blattpflanzen dekoriert. Prächtiges Obst ist hier auf den mittleren, langen Taseln in reicher Fülle zu sehen, zugleich aber alles, was mit dem Obstbau in Zusammenhang steht. Rühmend hervorgehoben zu werden verdient hier die Ausstellung des Provivzial-Obstverbandes in Herford. Riemann zeigt uns Obstaufbewahrungsschränke, Riemeier Bielefeld eine Sammlung von Gerätschäften für den Gartenbau. Unter den Ausstellern von Gemüse und Obst verdienen Nacke=Brake, Cronemeyer Tannenkrug, Meyer zu Eißen, Speckmann=Oldentrup, Henke=Ummeln, Buschmann=Ubedissen, Fischer=Bielefeld, v. d. Mühlen, Pastor Niedermöller=Dahle und Kantor Plenge gerühmt zu werden. Im selben Saal haben auch F. Buddeberg Bielefeld Jagd= und Sportanzuge und W. KuslerGütersloh Raubtierfallen ausgestellt, desgleichen die Haushaltungsschule in Gohfeld ihre Produkte und Bewekenhorn Brake Fruchtsäfte. Nachmittags fand die Prämiierung statt, die Preisrichter hatten ein tüchtiges Stück Arbeit zu leisten. An dem darauf solgenden Festessen nahmen etwa 250 Personen teil. Leider ist das Ausstellungsfest icht ohne Unfall verlaufen, denn, wie uns mitgeleilt wird, griff gestern morgen auf Lokales und Provinztelles. Vielefeld, 21. September. (Nach der revidierten Bürgerliste) zählt dem„G.=A.“ zufolge die erste Abteilung 170(zegen 154 im Jahre 1905), die zweite Abteilung 1358(1048 und die dritte Abteilung 11147(9724), insgesammt 12675 Wähler, gegen 10926 im Jahre 1905, also 1749 mehr. (Der Bericht der Handelskammer zu Bielefel) für das Jahr 1906 ist soeben erschienen. Der von dem Geschäftsführer der Kammer, Herrn Dr. Freiherrn von Ascheraden verfaßte Bericht gibt eine vollständige Uebersicht über die Tätigkeit der Kammer bis zum 15 Juli 1907. Er enthält eine Sammlung der Gutachten und Eingaben, welche die Kammer im Interess: der Beziehungen zum Auslande, der Gesetzgebung, des Eisenbahnwesens, des Fernsprechund Telegrepzenwesens, des Verkehrs mit der Post und sonstiger Angelegenheiten gemacht hat. Die Eingaben zeugen von großer Sachkenntuis, und aus ihrer Zahl geht hervor, wie umfangreich die Arbeit gewesen ist. Die Tätigkeit der Kammer war im ab zelaufenen Jahre von guten Erfolgen begleitet. (Vertagung.) Der in der Privat= beleidigungsklage des Herrn Rebakteurs Hoffmann gegen Herrn Direklor Dr. Reese gestern anstehende Verhandlungstermin vor dem hiesigen Schöffengericht ist auf Freitag, den 11. Oktober verlagt worden. *(Das mündliche AbiturientenExamen am Gymnasium und Realgymnasium) fand gestern unter Vorsitz des Herrn Direktors Dr. Herwig, statt. Am Gymnasium bestanden die Reifeprüfung die Oberprimaner Rudolf Delius, Oflermeyer, Reiersloh und Strang= mann, am Realgymnasium der Oberprimaner Hoffmann. H(Die Ausschachtungsarbeiten zum Turmbau an der Martinikirche) und der Erweiterungsbau derselben haben begonnen. Maurermeister Filges führt die Arbeiten aus. m.(Vermißt) wird seit dem 18. ds. Mis. der Bäckermeister Karl Hawerkamp aus Versmold. Dieser war mit der Bahn nach Gütersloh gefahren um von dort über Bielefeld nach Halle zu reisen, um geschäftliche Angelegenheiten zu erledigen. H. ist 43 Jahre alt, 1,68 Meter groß, von untersetzter ziemlich beleibter Figur, hat rundes, volles Gesicht, dunkelblondes Haar und kleinen blonden Schnurtbart. Im Oberkiefer fehlen zwei Schneidezähne. Besondere Kinnzeichen ist schwerfälliger Gang. Bekleidet war H. mit graukariertem Anzug, schwarzem Ueberzieher mit hellen Streifen, schwarzem steifen Hut, schwarzem Schlips, Schnallschuhe, Normalwäsche. Ferner trug er eine silberne Remontoiruhr mit goldener Kitte und schwarzen Regenschirm. Etwaige Mitteilungen über den Aufenthalt des Gesuchten werden an die hiefige Keiminalabteilung erbeten. Aut den chaie dersoch. C Hersord, 20. Sept.(Ordensauszeichnung) Dem in den Ruhestand tretenden Direktor der Strafanstalt, Herrn Werther, wurde bei der Abschiedsfeier von Herrn Reg.=Rat von Dombris aus Minden der Königl. preuß. Kronenorden VI. Klasse überreicht. C Herford, 20. Sept.(Militär= dienstzeit der Lehrer.) In Preußen sind die jungen Lehrer durch Revers ver pflichtet, sich der Bezirksregierung ihres Ausbildungsortes 5 Jahre zur Verfügung zu stellen. In den letzten Jahren ist nun die Frage, ob das Militärjahr in die Zeit der reversalischen Verpflichtung einzurechnen sei, wiederholt erörtert worden. Nun endlich bringt das Zentralblatt 1907“, S. 384, den so überaus wichtigen Erlaß des Ministers, daß das Militärjahr auf die reversalische Dienstzeit der Lehrer anzurechnen ist. Damit ist die Angelegenheit endgültig erledigt. # Herford, 21. Sept.(Abendkursus für Koch= und Haushaltungskunde.) Wie früher so wird auch in diesem Jahre wieder, beginnend am 14. Oktober, ein 4 Wochen dauernder Kursus abgehalten werden. Meldungen bis 11. Oktober auf Rathaus I, Zimmer 5, erbeten. X Hersord 21. Sept.(Lehrschmiede.) Der nächste Lehrkursus für ländliche Schlosser und Schmiede an der Plüfungsstation für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte in Münster i. W beginnt am 15. Noumber. Meldungen sind an den Direktor, Münster, Demardstraße 9, zu richten. # Hersord, 21. Sept.(Zur Betämpfung der Feldmäuse) geht uns von der Landwirtschaftskammer nachst hende Zuschrift mit der Bittte um Aufnahme zu: Wie Berichten aus allen Landesteilen zu entnehmen ist, tritt die Mäuseplage in diesem Jahre wieder ganz besonders stark in die Erscheinung. Wir machen daher die betroffenen Kreise erneut darauf aufmerksam, daß sich nach unseren langjährigen Erfahrungen zur Massenbekämpfung der Feldmäuse am besten der Löfflersche Mäuselyplusbazillus eignet. Die Mäuselyphuskalturen stod ein sicher wirkendes und billiges Mittel und im zu Giften(zum Beispiel Steyhnin Phosphor= und Arsenikpräparaten) für Menschen, Haussäugetiere, G.flügel und Wild undschädlich. Die in unserem Auftrage hergestellten Kalturen können von der Zentral=Ankaufstelle in Halle a S, Merseburgerstraße 17—19, zum Preise von 0,60 Ml. für ein Röhrchen(für ca. 1 Morgen Landes ausreichend) bezogen werden. Außerhalb des Kammerbezirkes erfolgt der Versandt durch die Frma:„Laboratorium füc bakteriologische und chemische Präparate“ Halle a. S., Große Steinstraße 17. Den Sendungen liegen genaue Gebrauchsanweisungen bei. Es werden nur srische und auf ihre Wirksamkeit geprüfte Mäusetyphuskulturen abgegeben. Die geeignetst: Zeit zur Bekäwpfung der Feldmäuse ist der Herbst, der Winter und das Frühjahr. Die nachhaltigsten E folge werden erzielt, wenn sich die durch den Mäusefraß geschädigten Landwirte zu einem gemeinsamen Vorgehen zusammenschließen. + Herford, 21. Sept.(Schöffengericht.) Der Hausterhandel war für den Hausierer J. L. nur der Bettel=Deckmantel und schützte ihn nur seine Arbeitsunfähigkeit vor größerer Strafe, er erhält 1 Tag Haft. — 4 Wochen Haft trägt den Arbeiter H. R. seine Stadtbettelei ein.— Weil er die Näherin M S. mit dem Fiherad überfuhr, zahlt der Knecht H. S. 15 Mark Geldstrafe.— Von der Anklage des groben Unsugs wurde der Zigarrenarbeiter G. M. freigesprochen.— Edenso der Zigarrenmacher G. v. R.— Im Kotten des Kolon F. W. waren die Fensterscheiben eingeworfen worden; überführt wurde der Zigarrenmacher A. S., er zahlt 10 Mark Strafe, während R. M. freigesprochen wurde, da ihm richts bewiesen wurde.— Das Fuhrwerk des Maurers L. H. gefährdete eines Tages die Kleinbahn, sodaß der Zug halten mußte. L H. bewies aber, daß er am fraglichen Taze sein Fuhrwerk verliehen hatte, weshalb Freispruch eintrat.— Der Tischlerlehrling W. L. erhielt wegen eines Ladendiebstahls ei#en Verweis.— Wegen Beleidigung und Mißhandiung zahlt der Arbeiter G. P 30 Mk. Strafe. ch Stedefreund, 20. Sept.(Goldene Hochzeit.) Heute feierte der pensionierte Bahnwärter Herm. Brünger 38 mit seiner Ehefrau das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Herr Pastor Gottschalk jun. wies an der Hano des Bibelwortes Luc 24 29 auf die Bedeutung des Tages hin. Er überreichte die von Sr. Mojestät gestiftete Ehejubiläumsmedaille, eine Gratulation von Herrn Landrat von Borries und eine vom Presbyterium der Münstergemeinde gewidmete goldene Bibel. Sieben Kinder und zwölf Enkelkinder feiern dankerfüllt mit dem Judelpaare. Verschönt wurde die Feier durch den Posaunenchor von Laar. Auch an dieser Stelle dem Paare einen herzlichen Glückwunsch. Blotho, 16. Sept.(Gräberfund.) Dieser Tage ist in der am sogenannten Mooskampe(Gemeinde Rehme) gelegenen Kiesgrube der Gebrüder Kixmüller ein Gräberfund gemacht worden. Die Arbeiter fanden in einer Tiefe von 1.50 Meter das Grab eines Reiters nebst seinem Pferde. Außer menschlichen und tierischen Ueberresten wurden verschiedene Teile von Ausrüstungs= stücken zutage gefördert, nämlich ein gegen 80 Zentimeter langes, zweischneidiges, eisernes Schwert, ferner eine kürzere schwertähnliche Waffe, eine Sperrspitze, Teile von Helm und Schild, eine Kandare, Kaöpfe, Spangen und dergleichen. Rödinghausen, 19. Sept.(Was horst) Mitten im Frieden des heim schen Gaues, umgeben von Gärten, Wiesen, Feldern und Wäldern liegt das Gut Waghorst, eine Rulage aus der Koroliager Zeit, baulichen Umänderungen aus dem 15. Jahrhundert. Der Besitz ist durch Kauf an die Familie König, Besitzer des Nachbargutes Böckel übergegangen. Es wird nun, nach der„Bünd. Ztg.“, beabsichtigt, den Gutsbetrieb und die ganze Verwaltung nach modernen Prinzipien umzugestalten. In diesen Rahm Gutsgebäude, haus mit sein Es wird dah niederzulegen erstehen zu! teresse unseres bedauern. Ans den At Oeynhause zur der hiefigen H 263 Personer von 180,6539 einzelnen wurd verpflegungen, tagsverpflegung in 567 Stund beitgebern ginge ein und erfolg von denen 10 Lübbecke, Der letzte Vie Aufgetrieben u 52 Kühe. Die niedrig. Aus den Kreise Verl, 19. S freigegeben gegangenen tel der Herr Regi das auf den 2 schaufest der L# Kaunitz freigege kreise Warendor und Klauenseuch findet also nach Programm in v von Pferden, flügel usw. statt Aus dem Rez.= Münster, 11 Ankauf.) Inde die Stadtverordi Ankauf der bei Die beiden Hä Drubbeliade bes uralter architekt münsterscher Rui: zusammen einen Quadratmeter. hindernis an dem Lippstadt, 1 Beim Ungraben der Soeststraße wi menschliche S von etwa 60 8 Wie sie dorthin noch in Dunkel g Aus den Rashh. Köln, 19. stähle.) Geleg Ben-Au Am 1 Septen 2 Uhr Gust. dem Halt in den Wieser kannter beste gegen Kredit Hierzu lade Schildesche, Hei 9. Hut Beu-Ruß An Mittv Lentemder mittags 1 Uh kaufe ich im besitzers Herr Meyer zu Brake 1. Heu ginnt am 15. Nouember. den Direktor, Münster, richten. 11. Sept.(Zur BeFeldmäuse) geht uns saftskammer nachst hende sttte um Aufnahme zu: allen Landesteilen zu die Mäuseplage in diesem besonders stark in die machen daher die bezut darauf aufmerksam, angjährigen Erfahrungen ug der Fildmäuse am se Mäuselyp#usbazillus lyphuskalturen stad ein billiges Mittel und im zum Beispiel Steyhnin, Arsenikpräparaten) für getiere, G.flügel und Die in unserem Aufilturen können von der n Halle a S, Mersezum Preise von 0.60 n(für ca. 1 Morgen sezogen werden. Außerkes erfolgt der Versandt Laboratorium füc bakische Präparate“ Halle ße 17 Den Sendungen auchsanweisungen bei. und auf ihre Wirksamkeit Iskulturen abgegeben. zur Bekämpfung der rbst, der Winter und nachhaltigsten E folge 1 sich die durch den a Landwirte zu einem Vorgehen zusammenSept.(Schöffenerhandel war für den der Bettel=Deckmantel eine Arbeitsunfähigkeit er erhält 1 Tag Haft. ägt den Arbeiter H. R. 1.— Weil er die iem Fiherad überfuhr, S. 15 Mark GeldAnklage des groben garrenarbeiter G. M. Ebenso der ZigarrenIm Kotten des Kolon terscheiben eingeworfen rde der Zigarrenmacher Nark Strafe, während urde, da ihm richts beFuhrwerk des Maurers es Tages die Kleinhalten mußte. L H. am fraglichen Taze hatte, weshalb FreiTischlerlehrling W. Ladendiebstahls eien beleidigung und Mißbeiter G. P 30 Mk. 0. Sept.(Goldene sierte der pensionierte Brünger 38 mit öne Fest der goldenen Gottschalk jun. wies elwortes Luc 24 29 es Tages hin. Er ir. Mojestät gestiftete eine Gratulation von orries und eine vom stergemeinde gewidmete Kinder und zwölf rfüllt mit dem Judelrde die Feier durch Laar. Auch an dieser len herzlichen Glückt.(Gräberfund.) der am sogenannten Rehme) gelegenen üder Kixmüller ein orden. Die Arbeiter von 1.50 Meter das nebst seinem Pferde. tierischen Ueberresten eile von Ausrüstungs= , näglich ein gegen ses, zweischneidiges, eine kürzere schwertSperrspitze, Teile von le Kandare, Kaöpfe, n. 9. Sept.(Waz rieden des heim schen Gärten, Wiesen, gt das Gut Waghorst, Koroliager Zeit, mit 1 aus dem 15. Jahrst durch Kauf an die r des Nachbargutes Es wird nun, nach sichtigt, den Gutse Verwaltung nach umzugestalten. In diesen Rahmen passen die altertümlichen Gutsgebäude, namentlich das alte Herrenhaus mit seiner eingeengten Umgebung nicht. Es wird daher beabsichtigt, diese Gebäude niederzulegen und andere Wirtschaftsräume erstehen zu lassen. Im geschichtlichen Interesse unseres Gaues ist dies lebhaft zu bedauern. Aus den Kreisen Minden und Lübleke. Oeynhausen, 19. Sept.(Herberge zur Heimat.) Im Monat August sind auf der hiefigen Herberge zur Heimat insgesamt 263 Personen mit einem Kostenaufwand von 180,651Mark verpflegt worden. Im einzelnen wurden verabreicht 162 volle Tagesverpflegungen, 78 Mittags= und 23 Sonntagsverpflegungen. 162 Personen leisteten in 567 Stunden Stationsarbeit. Von Arbeitgebern gingen 20 Nachfragen nach Arbeitern ein und erfolgte Zuweisung in 15 Fällen, von denen 10 mit Erfolg begleitet waren. Lübbecke, 19. Sept.(Viehmarkt.) Der letzte Viehmarkt zeigte guten Besuch. Aufgetrieben waren 1991 Schweine und 52 Kühe. Die Schweinepreise standen sehr niedrig. eines Taschendiebes machte vor der Kölner Strafkammer der Staatsanwalt die Mitteilung, die Untersuchung habe ergeben, daß der Spitzbube auf der Essener Taschen= diebhochschule aus gebildet worden sei. Dort bestehe tatsächlich eine Schule, die Taschendiebe ausbilde und alsdann in die verschiedentsten Gegenden entsende. Ueber den Spitzhuben wurde eine empfindliche Strafe von drei Jahren Zuchthaus und 5 jährigem Ehrenverlust ausgesprochen. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Verl, 19. Sept.(Tierschaufest Verl freigegeben!) Nach einer soeben ein gegangenen telegraphischen Mitteilung hat der Herr Regierungspräsident zu Minden das auf den 24. d. Mts. festgelegte Tierschaufest der Landw. Lokal=Vereine VerlKaunitz freigegeben, weil aus dem Nachbar kreise Warendorf kein neuer Fall von Maul und Klauenseuche gemeldet ist. Das Fest findet also nach dem ursprünglich aufgestellten Programm in vollem Umfange mit Auftrieb von Pferden, Rindvieh, Schweinen, Geflügel usw. statt. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Münster, 19. Septbr.(Städtischer Ankauf.) Inder gestrigen Sitzung bewilligten die Stadtverordneten noch 80000 Mk. zum Ankauf der beiden letzten Drubbelhäuser. Die beiden Häuser, die sogar in einer Drubbeliade besungen wurden und deren uralter architektonischer Charakter, darin münsterscher Ruinenstil, bewahrt war, hatten zusammen einen Flächenraum von etwa 100 Quadratmeter. Sie bildeten ein Verkehrs hindernis an dem belebtesten Platze der Stadt. Lippstadt, 18. Septdr.(Skelette.) Beim Ungraben eines Gartengrundstücks in der Soeststraße wurden heute mittag mehrere menschliche Skelette in einer Tiefe von etwa 60 Zentimeter aufgefunden. Wie sie dorthin gelangt sind, ist vorläufig noch in Dunkel gehüllt. An der Köln, 19. Sept.(TaschendiebGelegentlich der Verurteilung Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 10. September bis 16. Sept. 1907. Seit der letzten Berichtswoche hat die Lage des Weltmarktes für Getreide wohl keine wesentliche Beränderung erfahren, trotzdem aber waren die Preise mehrsachen Schwankungen unterworfen. Am stärksten waren die Preiserschütterungen in Berlin. Die durch die ungünstige Verfassung der New.Yorker Effektenbörse ohnehin verstimmten amerikanischen Getreidemärkte folgten der von Berlin gegebenen Anregung anfangs willig, setzten jedoch im weiteren Verlauf den auf eine Verbilligung des Exportproduktes hinzielenden Bestrebungen energischen Widerstand entgegen. Auf den russischen Märkten hat sich die Situation nicht geändert. Die Zufuhren in den Häfen bleiben knapp und machen es namentlich den kleineren Firmen sehr schwer, ihre Kontrakte zu erfüllen. Erfreulich lauten bisher nur die Meldungen über die Vorbedingungen der argentinischen Ernte, ohne daß sich jedoch in dem gegenwärtigen Entwicklungsstadium irgendwelche Schlüsse auf das Ergebnis ziehen lassen. Zu bemerken ist nur, daß sich argentinische Offerten auf Februar März=Abladung zu Mk. 172—173 (unverzollt) im Markt befinden. In Deutschland übte der Umstand, daß die zu Anfang der Berichtswoche eingetretene schöne Witterung die Aussichten der Kartoffelernte in weniger ungünstigem Licht erscheinen ließ, zunächst einen staik verflauenden Einfluß auf den Getreidemarkt aus. Natürlich wird von einer Besserung nur dort die Rede sein können, wo die Ernte durch das vielfach vorkommende Faulen der Knollen nicht bereits uneinbringlichen Schaden erleidet; nur mit dieser Einschränkung wird man sich der günstigeren Auffassung anschließen können. Die gleichzeitig auf eine Vermehrung des inländischen Angebots gerichteten Hoffnungen haben sich jedoch nur in bescheidenem Maße erfüllt, weil die durch die Verzögerung der Ernte im Rückstand geslieberen Bestellungsarbeiten vorerst die meisten „Arbeitskräfte in Anspruch nehmen. Allerdings skonnte dem Drusch in der letzten Zeit etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, aber es war dies meist dort der Fall, wo feucht eingebrachtes Getreide der schleunigen Bearbeitung auf dem Boden bedurfte Damit stimmen auch die zahlreichen Klagen über die zu Markt gebrachten Qualitäten überein, und sofern sich bei Verwertung der Ware Schwierigkeiten ergaben, waren es meist auch qualitative Bedenken, die den Preisdruck noch virschärften. Guter Weizen sand zu den ermäßigten Preisen bereitwillige Aufnahme. Auf die amerikanischen Preisforderungen vermochten die zeitweise 9—12 Mk. betragenden Berliner Rückgänge nur vorübergehend Einfluß zu gewinnen, vielmehr brachte die neuerliche Erhöhung der ausländischen Offerten im Zusammenhang mit der ungünstigeren Beurteilung der amerikanischen Frühjahrsweizenernte und einer Schätzung, die für Rußland gegenüber dem Vorjahre einen Minderertrag von 1,8 Millionen Tonnen Weizen in Aussicht stellt, die rückläufige Bewegung zum Stillstand. Die Berliner Lieferungspreise konnten schließlich den größten Teil des vorangegangenen Verlustes wieder einholen. Den gleichen Erfolg hatten bei Roggen fortgesetzte Rückkäufe seitens russischer Firmen. Auch findet das keineswegs dringliche InlandsAngebot in den teuren und spärlichen Offerten Rußlands keine ernste Konkurrenz, bei den Mühlen dagegen lebhaftere Nachfrage. Unter der festeren Stimmung der letzten Tage konnten Roggentermine ihren vorwöchigen Stand bis auf 1½ Mk. wieder erreichen. Auch für Hafer konnte zuletzt eine Erholung durchgreisen, da Abgeber unter Hinweis auf von England vorliegende Nachfrage in ihren Forderungen zuletzt weniger nachgiebig waren. Braugerste wurde in feinen Qualitäten zu letzten Preisen mehrfach umgesetzt. Futtergerste wurde von Rußland nur vorübergehend billiger angeboten. Das Maisangebot bleibt knapp und teuer. Die Aussichten der Maisernte werden in Nordamerika wie im Südosten von Europa neuerdings ungünstig geschildert. Nach dem Stand vom 1. d. Mks. berechnet der Statistiker Heinzer das voraussichtliche Ergebnis der amerikanischen Maisernte auf 2540 gegen 2927 Mill. Bush. im Vorjahre. In der abgelaufenen Berichtsperiode haben sich folgende Preisschwankungen vollzogen: Diff. in es. Berlin, 20. Sept. Die Brandkatastrophe, über die wir bereits berichteten, hat noch Opfer gefordert. In vergangener Nacht sind im Augustahospital die Frau von Rudczinski und deren einjähriger Sohn ihren schweren Verletzungen erlegen, die sie durch einen Sprung aus dem Fenster, ohne auf das Sprungtuch zu warten, davongetragen haben. Heute morgen gegen 10 Uhr fuhr die Kaiserin persönlich beim Krankenhaus in Moabit vor, ließ sich von dem dirigierenden Arzt über das Befinden der Verletzten unterrichten. Karlsruhe, 20. Sept. Referendar Lenk, der bekannte Zeuge im Prozeß Hau, wurde heute von der Strafkammer wegen Erregung öffentlichen Aergernisses und Beleidigung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt; ein Monat wurde auf die Untersuchungshaft angerechnet. Mexiko, 20. Sept. Auf der Linie Mex'ko=ElPaso erfolgte bei der Station Encarnacion ein Zusammenstoß zwischen einem Schnellzuge und einem Güterzuge. Dreißig Personen sollen getötet worden sein und viele andere Verletzungen erlitten haben. Sydney, 20 Sept. Ein hier eingetroffener Dampfer meldet, daß der Vulkan auf Sawaji (Samoa Inseln) ununterbrochen in Tätigkeit ist, und daß auch fast täglich Erdstöße auf der Inselgruppe verspürt werden. Oefsentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vim Abend des 21. Sept. bis zum Abend des 22. Sept. Morgen trocken bei wechselnder Bewölkung, windig, etwas kühler. Neuste Nachrichten. Trier, 21. Sept. Die Regierung lehnte es ab, im Obersteiner Metallarbeiter: Streik die Vermittelung zu übernehmen. Die Aussperrung wurde bis zum 15. Oktober verlängert. Zürich, 21. Sept. Die bei dem Bankraub in Montreux aus der Kasse entwendeten 10000 Franks sind bis auf 2000 Franks, die man noch zu finden hofft, herbeigeschafft. Der ermordete Güdel wurde gestern nachmittag in Luzern, wo seine Eltern wohnen beerdigt. Paris, 21. Sept. Der einflußreiche Kaid des Stammes der Anflus hat den Gegensultan Muley Hafid als Sultan anerkannt. Petersburg, 21. Sept. Wie aus Wladiwostok gemeldet wird, sind dort großartige Arbeiten zur Befestigung von Wladiwostok und zur Anlage eines neuen Hafens bei Nikolajewsk, sowie zu einer umsangreichen Kaserne in Chaborowsk geplant. Die gesamten Baukosten sind auf 37 Millionen Rubel veranschlagt. Wladiwostok, 21. September. 10 verkleidete japanische Offiziere wurden beim Spionieren angetroffen und verhaftet. Japan fordert die Freilassung der Offiziere, wogegen seitens Rußland protestiert wird. Warschau, 21. Septbr. Die Polizei entdeckte eine vollständig eingerichtete Druckerei der polnischen Sozialisten Partei. Vor gefunden wurden 2 Druckmaschinen, Manuskripte, Korrespondenzen und Waffen. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 21. September 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+10½° C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+15°C. Barometer 76,1 cm. Wind: Nord-West. Himmel: bedear. Eod Crantton Am Dienstag, den 24. September 1907, nachm. 2 Uhr läßt Herr Gutsbesitzer Gustav Halemeyer auf dem Halhofe zu Schildesche das Neu in den„Wiesen am Viadukt in bekannter bester Qnalität meistb. Kredit verkaufen. Hierzu ladet Käufer freundl. ein Schildesche, 23. September 1907. h. Huwendiek. Non Eraßtton An Mittwoch, den 25. September 1907, nachsittags 1 Uhr anfangend, verkaufe ich im Auftrage des Gutsbesitzers Herrn Hermann eyer zu Jerrendorf Brake 1. W. das Carl Heinr. Hoetter vorm. Louis Dicke Nachf. ### mechan. Bürsten- u. Pinsel-Fabrik Fernspr. 136. Blelefeld. Goldstr. 6 empfiehlt billigst Bürsten, Besen u. Pinsel jeder Art und Ausführung Läufer, Matten, Wachstuch, Auflegestoffe Schwämme, Fensterleder, Kämme etc. en gros en détail. — ttolgl, Prauss Stastametolle Seidenhaus Michels& Cie. BERLIN SW. 19, Leipziger Strasse 43-44 Deutschlands grösstes Seldengeschäft "Stialiisiahlt 1 in seiner Krefelder Fabrik und ver# sendet Proben von diesen und anderen erstklassigen Fabrikaten: Glatte Meter 1.—bis 8.50 M. Gemusterte Meter 1.50bis 15.-M. sowie Katalog von Seidenen Blusen, Jupons, Morgenröcken umgehend und franko. Die Erd=, Maurer=, Zimmerer=, Dachdecker=, Klempner=, Tischler=, Schlosser=, Glaser= und Anstreicherarbeiten für den Neubau eines Gemeindehauses der reformierten Gemeinde in Bielefeld in der Güsenstraße sollen vergeben werden. Zeichnungen nebst Kostenanschlag und Bedingungen liegen beim Küster Blumenberg, Süsterplatz 2, zur Einsichtnahme aus. Ebenda können auch Abschriften der Kostenanschlagstitel gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden. Angebote auf die einzelnen Teile oder das Ganze sind bis zum Freitag, 27. September 1907, vormittags 12 Uhr im Gemeindehause, Süsterplatz Nr. 2, einzureichen. Ebenso sind daselbst Angebote über den Abbruch der Häuser„Güsenstraße 18 und 20(altes Pfarrhaus) und Desenligung derselben einzureichen Bielefeld, den 20 September 1907. Das Presbyterium der ref. Gemeinde Vorster, Pfarrer. Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer& Co. Blelefeld BIELEFELD. Fernspr. 119 Reichsban ksr. 15 Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 500000. Heu in den Meeh=Wiesen, in bekannter er Qualität meistbietend gegen Schildesche, 20. September 1907. " Annimachung. im Jahre 1908 ein Gewerbe im Umherziehen (Hausiergewerbe) betreiben will, hat den Wandergewerbeschein baldigst, jedenfalls aber bis Ende Oktober, im Rathause, Zimmer 11, zu beantragen. Der alte Wandergewerbeschein ist vorzulegen. Bielefeld, den 16, September 1907. IV Die. Polizei-Verwaltung. Eröffnung laufender Rechnunger mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gut. chrift auf provisionsfreien Scheck- Konti mit günstige Verzinsung. Verzinsung von Geldern, je nach Kündigungsfrist(DepositenRechnungen). Oiskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecke Wechseln, Kreditbriefen. An- und Verkauf von Wert. papieren. Einlösung von Zins- und Div Jendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung vor Wertpapieren als offene Depöt: unter gesetzlicher Haftung. Verlosung-Kontrolle, Versicherung gegen Kursverlus usw. Aufbewahrung geschlossener Depôts. Vermietung stählerner Schrank #cher(Safes) in feuer- und diebessicheren Tresoren. Tipfung. Oeffentliche Impftermine für den Stadtkreis Bielefeld finden in diesem Jahre nur noch am Mittwoch, den 25. September nachmittags 3 Uhr und am Freitag, den 27. September, nachmittags 4 Uhr, in der 1. Bürgerschule an der Kaiserstraße statt. Eltern und Pflegeeltern der impfpflichtigen Kinder und Schüler werden aufgefordert, die noch nicht geimpften Impflinge(kleine Kinder und 12 jährige Schüler) in einem der vorbezeichneten Termine pünklich zu gestellen. Bielefeld, 1 II. September 1907. Die Polizeiverwaltung. Stapenhorst. — vosen Dr. Kuhn's Edel # weiß=Creme im Gebrauch, der einzig empfeblens“ G werte Haut=C eme. 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Sept. abends 8½ Uhr: Einführung des Vereinssekretärs und Rekruten=Abschiedsfeier (Theeabend). Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder bittet Gernend. Staut- Thbater. Shrist. junger Rielefeld, Papenmarkt 2. Sonntag, den 22. d. Mts. abends 8½ Uhr: 1. Rekruten=Abschiedsfeier. 2. Bericht über die 25 jährige Jubelfeier und 8 National= konferenz in Letmold. Männer und junge Leute sind besteas eingeladen. Der Vorstand. Sonntag, den 22. Septbr. 1907, 7½ Uhr Elöffnungs=Vorstellung: Die Rabensteinerin. Montag, den 23. Septbr. 8 Uhr: Die Rabensteinerin. Rontrollkasse. neu(Martins=Berlin), zu verkaufen bei F. W. Lütkemeyer, Bielefeld, Welle 43. LL. O. Dämmig. Niedernstr. 39. Optiker-Spezialist für Brillen u. deren Ersatzteile. ##m 4 Freie Tparnar! Bielefeld. Nach dem Beschluß des gemeinsamen Kreisausschusses vom 18. Juli d. Is. machen wir gemäß§ 36 unserer Satzungen bekannt, daß der Zinsfuß für Spareinlagen bei der KreisSparkasse auf Hirchlicher Anzeiger Bielefeld. 17. Sonntag o. Trin, 22. Sept. Altstädter Kirche. Kollekt: f. deevange! Dusch nin Ameriks. Vorm 8 f1 r P Decius. Vorm. 10 Uhr P. Lappe.— Vormitt g: 11½ Uhr Kindergott.s dienst.— Nachm. 4¼ Urr Junzfrauenverein— Nachmittags 6 Uhr Gem inschaftlicher Gottes die st P. Knobe. Din tia, abend 9 Uhr Bib lstunde im Mäneru. Jünzi Vrein.— Donners#teg nachm. 3 Uhr AltstätterFr uro#ei im Gmi dehaus. wrustädter Kirche. Vorn itta, s 8 Uhr P Waub'e.— Vorm. 10 Uer P.Jo.dar.— Bechte und Aondm alefe#er. tollekte für tie eo. Ges lisch. u. die prorest Dutsch n in Amerika. Nachm. 1¾ Uh: Kindergottesd#enst.— Nachm. 4 Uhr Jun. feauenv=reine.— Abends 6 Uhr:„Gemeinsamer Guttesdienst in der Aust. Kirche.— Abends 8 Uhr Gib lstunde m Bai=Kieuz 3¾ Prozent erhöht ist. Diese Erhöhung tritt für die neuen Spareinlagen am 1. Oktober d. Is. und für die bestehenden Spareinlagen am 1. Januar 1908 in Kraft. Bielefeld, den 5. September 1907. Das Kuratorium der Kreis=Sparkasse Fritz Kobusch. Delins. W. Bültmann. 19 Verein im alten Lutterstift— — Mittwoch, nachmittag; 3 Uh. Neustädtee Frauenverein, im nun Latherstift— Abends! Uhr Bileldesprechstunde in ch ist chen Veiein jeng. Männer.— Freitag, 8½ Uhr Bibelbesprich stunde im Blaukleuzverein im altn Lutherstift.— Kollek e zue D ckung des D.fizits der Rheinischen Mission.— Vorm 8 Uh P.Hackländer.— Lorm. 10 Uhr Sup. Smon Nachm. 12 Uhr Kirdergottesdinst— Nachmittags 3 Uhr Jugendab teitung des Jünglings=Verein.— 4 Uhr Jungfraunve#en— Abens 6 Uhr G.missh. Gottesdenst in der Austacter Kirche.— Abends 8½ Uhr Jürgl. u Mä ner verein(Einf d. Vreins=S.kretärs) Di nstag, abenbs ½9 Uhr Blautreuzversamm. Muswoch, abnds 9 Uhl Gebelstunde im Männer u. Jürgliag v rein. Donne##tag nachm 3 Uhr Paulus Frau no rein Petri Gemeinde. Vorm. 10 Uh. Gottesdenst P. Konman1.— 1¾ Uhr Kind#r#ot#esnenst.— 2¾ Uhr Taufen.— Nachm. 4 Uhr Jungfrauenvtreie. Abends 8 Uhr Mägner=u Junglingsoer#in Montag, abends 8½ Uhr Kirchenchor. Dien tag Abend 8½ Uhr Missions=Verein Mittwich, abende 8½ Uhr Bibelstunde im Jü gl. uno Männer Verein.— Donner##tag, nachm. 2 Uhr Frauenverein.— Abenis 8½ Uer Bibelstunde P. Kortmaur.— Johannes=Kirche. Vormittags 8 Uhr P. Knolle.— Vorm. 10 Uhr P. Köhne.— Nachm. 2 Uhr ait dergottes dier st. Nachmittags 3½ Ur: Jugendabt. 4 Uhr Knab.nabn#i un Nachm 4½ Uhr Jungf aue velei Abends 6 Uh. Genersch. felit er Gottesdiinst in der Atstädter Kirche P. Knolle. Abends 8 Uh Mä net= u. Jü#glingsv.(Vo trag von P of Per des. Montag, abe ds 8 U,: Nähv rein in der Kindersch e in d. Friedrichstraße.— Mittwoch, asends 9 Uhr Bibelstunde i Männer u. Jünglingsverein.— Donnerstag, nachtr. 3½—6 Uhr Johann=tfraueno##ein i. Gemeinde hause. Fretag, abends 3½ Uhr Bibelbesprechung, für di guz: Gemei de.— Sonnitens, aten 9 Uhr Gebetsstunde. MartiniKirche. Vorm. 10 Uhr P. anolle. Vormittags 11½ Uhr Kieder gottesd enst. Nechmittage 4½ Uh: Jungf. auenverem.— Abends 6 Uhr Gem inschaftlicher Gotteszienst in der Anzärt. Kirche Ab nds 8 Uhr Männer= u. Jünclo. Dienstag abend ½9 Uhr Blaukreuzverein.— Mttwoch, abends 9 Uhr Bibelstutde im Männer= und Jüngl.=Veerin. Reformierte Kirche Vorm. 10 Uhr P. Vo ster. Vorm. 11½ Uhr Kindergottesdienst.— Aben### 6 Uhr Gemeinschaftl. Gott sdienst in der Altstäbter Kirche Fvang.-Intherische(altluth.) Gemeinde Bielefeld. (Eo ngetisches Verei#shaus neben der Altstärter Kirche) Soni tag, dn 22. Sept mber. Vormittags ½10 Uhr Lesegotteldienst. Altkatholische Gemeinde. Bielefeld. Sonntag den 22 Sptember. Gotteszienst fällt aus wigen Urlaub des Geistlichen. R. Kundt, Pfarrverw. Bischöst. Methodisten=Kiche, Hermannstraße 24. Sonnlag, den 22. Sept mber vorm. 10 Uhr Predigt und Abendwahl. Vormittas 11½ Uhr Sonntagsschule.— Nechmittag Uhr Liedetfest— Abends 9 Uhr P edigt.— Dienstag, abends 8½ Uhr Gebetsturd:. Es ladet freundlichst ein A. Schülde u. F. Jakeb, Brediger. liefert in sauberster Ausführung, modern und preiswert A. von der Mühlen, Zielefeld, Ritterstr. 43 Nr. Die nati macht der Ge Die süddeutsch Delegiertentag dingung eing liberale" Pol Schwabenalter in die Jugen Mainlinie ni dadurch selbstt Bestrebungen, nicht gehinder ihren„Einigu Sozialliberale: fahren. Die„ unwirsch: „Angesichts so nicht zu wunder sich mit dieser liberalen, zween kann. Die Offe liberalen Politik Tageblatt“ sich dem Linkslibera genosse sein, steh der von dem Ge vertretenen Anfibekennten sich fr nationalliberalen Unseres Wi seitens der St Vorbehalt abg auch die Aufn tausend südde parteitreuen vereine anzug liberalen Lage worden. Jetzt geht, mit diese bemerkt u. a. „Eln entscheide auch auf derartie in einem Zeitpi und Verständigu Parteien so drin Man sollte der gedenken und au frage mit der hi# keit und mit Ver Parteiprinzips en Vereinen gehen ander; während verhält sich Erla eine Scheidung vielleicht ganz nu Man hofft deutschen, weni das Entgegenk dankend ableh allerdings die aber von den Ratalog ar Duisburge „Schwal Oulsburg. Vatel ver dahus-Patentou Verantwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lauge, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. Flliale Bielefeld, = Telefon 8 Prins Referenzen. 4## Beachten Sie bitte meine Schaufenster am Niederwall. AA ASFr E„„ retag, abenks 8¼ Uhr techung, für di guz: — Sonnitend, aten ebetsstunde. Martini. Vorm. 10 Uhr P. anolle. s 11½ Uhr Kinder st. Nechmittage 4½ Uhnoerem.— Abends m inschaftlicher Gottesder Anzärt. Kirche. Uhr Männer= u. Jünclo. abend ½9 Uhr Blaui.— Mttwoch, Uhr Bibelstu:de im und Jüngl.=Veerin. erte Kirche. Vorm. Vo ster. Vorm. 11½ gottesdienst.— Abends neinschaftl. Gott sdienst stäbter Kirche utherische(altluth.) einde Bielefeld. 5.s Verei##shaus neben Altstätter Kieche) , dn 22. Sept mber ½10 Uhr Lesegottelolische Gemeinde. Bielefeld. den 22 September. : fällt aus wigin UrKistlichen. . Kundt, Pfarrverw. Methodisten=Kirche, mannstraße 24. , d e n 2 2. S e p t m b e r hr Predigt und Abendrmitta, 8 11⅛ Uhr zule.— Nechmittagt #ifest— Abends 9 .— Dienstag, abends sebetsturd:. Es ladet ein u. F. Jakob, Prediger. en und preiswert ld, Ritterstr. 43 10 Uhr P. Köhne.— Uhr air dergottes dier st. #s 3½ Ur: Jugendabt. 1 Uhr Knab.nabnei un 1 Uhr Jungf aue verei 6 Uh. Genersch. fili# er nst in der Atstädter Knolle. Abends 8 Uh u. Jü gglingsv.(Vo trog bes. Montag, abe ds wo ren in der Kindersch e drichstraße.— Mittwoch, 9 Uhr Bibelstunde i u. Jünglingsverein.— ag, nachtr. 3½—6 Uhr frauenv# ein i. Gemeinde. Die nationalliberale Jugend macht der Gesamtpartei noch immer Sorgen. Die süddeutschen Jungliberalen, die auf dem Delegiertentage zu Kaiserslautern die Bedingung eingegangen sind,„nationale und liberale" Politik zu treiben und in das Schwabenalter hineingewachsene Mitglieder in die Jugendvertretungen nördlich von der Mainlinie nicht zu delegieren, fühlen sich dadurch selbstverständlich in ihren besonderen Bestrebungen, nach links Anschluß zu suchen, nicht gehindert. Sie wollen deshalb in ihren„Einigungsbestrebungen", die sie den Sozialliberalen immer näher führen, fortfahren. Die„Köln. Zeitung“ schreibt darum unwirsch: „Angesichts solcher Meinungen braucht man sich nicht zu wundern, daß die nationalliberale Partei sich mit dieser Absicht der süddeutschen Jungliberalen, zween Herren zu dienen, nicht befreunden kann. Die Offenherzigkeit des bayerischen Jungliberalen Politikers, der im Stuttgarter„Neuen Tageblatt“ sich dahin geäußert hatte, man werde dem Linksliberalismus ein brauchbarer Bundesgenosse sein, steht doch in deutlichem Gegensatz zu der von dem Generalsekretär des Reichsverbandes vertretenen Ansicht, die süddeutschen Jungliberalen bekennten sich frank und frei zum Programm der nationalliberalen Partei.“ Unseres Wissens ist ein solches Bekenntnis seitens der Süddeutschen immer nur unter Vorbehalt abgegeben worden; deshalb war auch die Aufnahme des Beschlusses, die elftausend süddeutschen Jungliberalen dem parteitreuen Reichsverbande der Jugendvereine anzugliedern, im ganzen nationalliberalen Lager höchst skeptisch aufgenommen worden. Jetzt sucht man sich, so gut es geht, mit diesem Beschlusse abzufiaden. So bemerkt u. a. die„Magdeburgische Zeitung“: „Ein entscheidendes Gewicht möchten wir indessen auch auf derartige Besorgnisse nicht legen, zumal in einem Zeitpunkte, in dem eine Annäherung und Verständigung der verschiedenen liberalen Parteien so dringend geboten ist wie in diesem. Man sollte der gemeinsamen liberalen Interessen gedenken und auch die vorliegende Organisationsfrage mit der hieraus sich ergebenden Weitherzigkeit und mit Vertrauen auf die Krast des eigenen Parteiprinzips entscheiden. Unter den süddeutschen Vereinen gehen übrigens die Neigungen auseinander; während die Badener sich anschließen, verhält sich Erlangen ablehnend. So scheint sich eine Scheidung und Klärung zu vollziehen, die vielleicht ganz nützlich ist.“ Man hofft also darauf, daß die Süddeutschen, wenigsteus zu einem großen Teile, das Eatgegenkommen des Reichsverbandes dankend ablehnen werden. Das wäre allerdings die einfachste Lösung; es wäre aber von den süddeutschen Jungliberalen nicht recht verständlich, wenn sie dem dargebotenen großen Vorteil, im national: liberalen Reichsverbande eine gesicherte und vermutlich recht bald ausschlaggebende Stellung einnehmen zu dürfen, ohne in ihm aufzugehen, entsagen wollten. Uebrigens wird der Zentralvorstand der nationalliberalen Partei in seiner Sitzung vom 5. Oktober sich über die Kaiserslauternen Beschlüsse entscheiden. In der Sitzungseinladung wird auf die„außerordentliche Wichtigkeit der Tagesordnung" besonders aufmerksam gemacht und zu vollzähligem Erscheinen aufgefordert. Die Nachwehen des Aufstandes in Ostafrika schildert Missionar Neuberg von der zerstörten, aber längst wieder erbauten Station Milow in einem Briese, dem wir Folgendes entnehmen: Das war ja vorauszusehen, daß nach dem unruhigen Kriegsjahre der Hunger seinen Einzug halten würde, aber daß er in so entsetzlicher Weise auftreten würde, wie wir es hier täglich vor Augen hatten, das hatten wir doch nicht gedacht. Bis Ende des vorigen Jahres hatten die Unterworfenen von dem gelebt, was sie vor und während des Aufstandes in ihren versteckt liegenden Vorratshäuschen für den Notfall aufbewahrt hatten. Jeder nahm, was er fand, und das war manchmal recht viel. Bupangwa ist ein fruchtbares Land und hatt besonders im Aufstandsjahre eine gute Ernte gehabt. Daß die Vorräte einmal ein Ende nehmen mußten, und daß man auch das Ackern nicht vergessen durste, daran dachte niemand. Eine stumpfe Gleichgültigkeit hatte viele gefangen genommen und als im September die erste Ackerzeit herannahte, rührte keiner eine Hand zur Bestellung der Felder. Die Folgen davon konnten nicht ausbleiben. Schon Ende des vorigen Jahres wurde nicht mehr viel gefunden. Das wenige Korn, das noch entdeckt wurde, reichte kaum für den Tagesbedarf. Für die Saat, die jetzt ausgesät werden mußte, blieb nichts mehr übrig. Der Hunger hielt seinen Einzug und wurde von Tag zu Tag größer. Bald forderte er die ersten Opfer. Man suchte erst noch durch eßbare Kräuter, die man fand in Feld und Wald, den Hunger zu stillen. Aber auch die wurden schließlich alle. Dann griff man nach allem, was grün und nicht direkt giftig war. Die Zahl der Hungers Gestordenen nahm von Tag zu Tag zu, das Elend wurde immer größer. Nur noch Haut und Knochen schlüichen die Menschen umher. Wie vielen solcher Gerippe war der Tod nur eine Erlösung. Daß bei solcher Lebensweise bald böse Krankheiten ausbrechen mußten, war nur zu natürlich. Die rote Ruhr brach aus. Es kam schließlich dahin, daß zum Begraben der Toten nicht mehr Anverwandte und Freunde vorhanden waren. In der Verzweiflung verfielen die Leute dem Trunk. Viele sind im betrunkenen Zustande den häufig niedergehenden kalten Regen= und Hagelschlägen zum Opfer gefallen. Ich glaube, ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, daß in diesem Vierteljahr mehr Leute gestorben resp. gefallen sind, als im ganzen vorigen Jahre. Die Reihen der Pangwa sind furchtbar gelichtet. Und noch ist kein Ende des Elends abzusehen". Natürlich tut die Mission, was sie kann, um dem Elend zu steuern. Eefreulicherweise helfen dazu die eingeborenen Christen, deren einer sagte:„Die Leute müssen sehen, daß es auch ohne Bambusbier geht. Wenn wir nicht fest sind, was soll daraus werden? Auf uns sehen die Leute. Wenn wir uns betrinken, dann sagen sie: Seht, daß sind die Christen; die machen es ja auch so wie wir, da brauchen wir garnicht erst Christen zu werden!" Ist ein Mann mit solcher Denkweise nicht auch ein Tatbeweis für die eminente Wichtigkeit der Missionsarbeit in unsern Kolonien? Verhältniswahlen und einem mäßigen Pluralwahlrecht beruhend, eine sichere Gewähr für eine vaterländisch gesinnte Mehrheit der Volksvertretung bietet. Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht Ret und st von der für Riedverwertung der schaftskammern Berlin W., Köthener Strad: 99. Dortm. Essen. Ochsen. 46—47 39—40 85—36 48—49/47—48 Parteibewezung. (Die sächsischen Konservativen und die Wahlrechtsreform.) Für die am 27. September in Dresden stattfindende ordentliche Generalversammlung des Konservativen Landesvereins im Königreich Sachsen wird nunmehr die Tagesordnung veröffentlicht, auf der als Hauptpunkt die Aussprache und Stellungnahme zur Wahlrechtsreform steht. Bei dieser Gelegenheit wird vom engeren Vorstand der Partei folgende Resolution zur Annahme empfohlen: Die Versammlung des Konservativen Landesvereins spricht die Erwartung aus, daß ihre dem Landtage angehörenden Parteifreunde im Einvernehmen mit der Königlichen Staatsregierung in der bevorstehenden Landtagssession die Wahlrechtsreferm zustande dringen helfen und ersucht sie daher, in eine wohlwollende Beurteilung der Regierungsvorlage über die Wahlrechtsreform einzutreten und dahin zu wirken, daß ein namentlich auch den Mittelstand und die minderbemittelten Klassen befriedigendes Wahlgesetz verabschiedet wird, ein Gesetz, das, teilweise auf a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt(mind. 12 Ctr. Lbg.) b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete.... e) mäßig genährte junge und gut genährte ältere d) gering genährte jeden Alters Bullen. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren b) vollfleischige jüngere c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere d) gering genährte jüngere und ältere... Kalben und Kühe. a) vollfleischige, ausgemästete Kalben höchsten Schlachtwertes b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren..... e) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Kalden d) mäßig genährte Kühe u. Kalben... Kälber. a) Doppellender b) feinste Mast=(Vollmilchmast) und beste Saugkälber c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber... d) geringere Saugkälber u. älteres, gering genährtes Jungvieh(Fresser) Schafe. a) Mastlämmer u. jüngere Masthammel d) ältere Masthammel.. c) mäßig genährte Hammel u. Schafe(Märzschafe): Schweine. a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen bis zu 1½ J. b) fleischige e) gering entwickelte sowie Sauen......55—59|58—6054—58 Vorstehende Preise verstehen sich für 101 Pfo Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tar: Die amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelst dir angegebenen Schlachtprozente umgerechnet. am 16./9. 44—46 37—39 83 41—42 36—38 34 am 16./9. am 16./9. 40—42 34—36 30—81 42—44 35—37 29—31 21—25 42—43 36—88 33—84 26—29 54—55 48—53 42—47 42—44/40—42 48 36—38|34—3837-38 25 29!— 63—64 60—62 64 61—63 42—43 37—38 41 34—36 27—29 23- 25 44—45 38—40 33—34 26— 28 72—74 40—48 42 64 60 62 erstklassig, direkt Fahrrader, von d. Fabrik an Private u. Händler v. Mk. 65 an. Zudehörteile, von 6a. Nr. 4. Luftschläuche von Mk. 2.80 an Aeperaturen Fabrikat, prompt und billigst. Ratalog gratis und franke. Duisburger Fahrradfabrik „Schwalbe“ Akt.-Ges Oulsburg-Wanholmerort. 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Die Verwaltung der Stadt=Sparkasse. Bekanntmachung. Zur Erleichterung des Verkehrs ist bahnseitig hier die Einrichtung getroffen, daß vorgedruckte Anmeldekarten zur Abholung von Fracht= und Eilgütern kostenfrei durch die Raiserliche befördert werden. Diese Anmeldekarten sind bei der Königlichen Güter=Abfertigung und bei mir unentgeltlich zu haben. S. Drever sen.. Bahnamtliches Rolfuhrgeschäft. Neu erbaut! Fabrik ED. ESSEN Grösstes Etablissement für Wohnungs. Einrichtungen Eigene Poister. und TischlerWerkstätten 30 Muster-Zimmer Konglette Sehlatzimmer Gewerbebank zu Bielefeld gez. eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Lindewirth, Obbelode. 34 NB. Gelder werden auch jetzt schon für das neue Konto angenommen. Frauenbart, lästige Haare, Warzen, Leberflecke. Muttermale können durch Elektrolyse unter Garantie dauernd entfernt werden, ohne Narben zu hinterlassen Frau Dettloff, Turnerstr. 21, in allernächster Nähe des Theaters. 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Oktober 1906 den Landrat, Geheimen Regierungsrat von Ditfurth in Bielefeld ernannt. Wahlort ist Bielefeld. Minden, den 7. September 1997. Der Regierungs-Präsident. Dr. Kruse. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis Herford, den 16. September 1907. Der Landrat. I. V.: Winnigstedt, Kreissekretär. Capeten— Linoleum Lincrusta Kanarespannsterre. Schröder& Dadh Nr. 22. Zwei Bund chri deutsche: Am 21. Sept bei Bielefeld die des Vereins deutschen Sprach Vegrüßungsansp Hurr Sanitäts Marienhafe folg des Bundes: a bildet in seiner liche Kraft hinat unverrückbare Gi Scheidung zwisch den Kräften voll immer deutlicher steht unter dem — hie Belial. scheiden sich die das Kreuz auf die anderen, die und Leben haber Bundes auch„in eine Gewähr da der Mitglieder de Kraft wirken kön am Weinstock bl und Wille, sich d zu bedienen, um sein Geist befähig „Wenn ich schwa Pauli Stärke mu und sie kann es uns zur Arbeiti sind alle Haut: und Hautausschl esser, Gesichtspi Finnen, Hautrö Daher gebrauchen Steckenpferd=Tee v. Bergmann& mit Schutzmarke: à St. 50 L. Schaefe. Petri Gebrü Pater Verbands-Patentbur Fillale Bielefeld, K = Telefon 611 vins Relerenzen. 4 ei Karl Men Bielefeld, Obernthorwall Anfertigung si feiner in Tuchen, Bucksk Nr. 222. Zweites Blatt. Bund christlicher Aerzte des deutschen Sprachgebietes. Am 21. September 1907 tagte in Bethel bei Bielefeld die erste ordenliche Versammlung des Vereins„Bund christlicher Aerzte des deutschen Sprachgebiets“. In einer längeren Vegrüßungsansprache führte der Vorsitzende Herr Sanitätsrat Dr. Schomerns Marienhafe folgendes aus:„Der Wahlspruch des Bundes: alles und in allem Czristus bildet in seiner weit über Zeit und mensch liche Kraft hinausreichenden Bedeutung eine unverrückbare Grundlage für den Bund. Die Scheidung zwischen erhaltenden und zerstören den Kräften vollzieht sich auf vielen Gebieten immer deutlicher erkennbar, und unsere Zeit steht unter dem Kampfesruf: Hie Chrisius — hie Belial. Auch in der Aerztewelt scheiden sich die Geister, die einen, denen das Kreuz auf Golgatha eine Torheit ist, die anderen, die in dem Gekreuzigten Heil und Leben haben. Daß der Wahlspruch des Bundes auch„in allem Christus" lautet, ist eine Gewähr dafür, daß die kleine Schar der Mitglieder des Bundes dennoch in größter Kraft wirken könne, so lange sie als Rebe am Weinstock bleibt. Es ist Gottes Rat und Wille, sich des Schwachen und Unedlen zu bedienen, um seine Absichten aus zuführen Maener ic se S#gich schwach bin, so bin ich stark“ Pauli Stärke muß auch unsere Stärke sein, und sie kann es auch denn Gott hat auch uns zur Arbeit in seinem W.ioberg berufen. Bitierdes Und darum getrost voran, denn unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ In erfreulicher Einmütigkeit wurden sodann die vorliegenden Agträge behandelt, so vor allem der Entschluß gefaß, sem sterweise Mitteilungen aus der Arbeit des Bundes an die Mitglieder in Form besonderer Hefte gelangen zu lassen. Große Bedeutung wurde Frage beigelegt, wie man die kommende Generation der Aerz'e gewinnen könne, eine Aufgabe, die fortgesetzt die größte Aufmerksamkeit des Bundes erfordere. Auch der enge Anschluß an die holländischen und dänischen Beudervereine wurde wiederholt warm befürwortet. Nach Erledigung der geschäftlichen Punkte der Tagesordnung erfreute Herr Dr. Jungklaus die Versammlung durch einen tiefgründigen Vortrag, in dem er ausführte, sehr wohl eine christlich idealistische Weltauffossing mit den Eegebnissen der modernen Naturwissenschaft vereinbar sei. Vortrag ercheint in extenso in den Mitteilungen, diese sowie sonstige Auskunft werden auf Verlangen Freuoden und Tilnehmern der Bestrebungen vom Schriftsührer des Burdes Dr. Fldmann, Eckirdtsheim, Bez. Mieden zugesandt. Die Tigung des Bundes erhielt dadurch noch eine besondere Bereicherung, daß die Anwesenden am 22 Spember die ausgedehnten Haup'anstalten in Bethel sowie die Zwe ganstalten in Eckardtsheim besichtigen konnten. Die gemeinsame Arbeit und Fieude hatte vmn neuem die eiozelnen Mitglieder miteinander verbunden und gestärkt, ihre Arbeit im Sinne des Wahlspruches des Bundes urd in allem Cheistus" zu treiben. Aus den Kriise Herson. II Obernbeck 25. Sept.(Die zahlreichen Altertumsfunde in dem Obernbecker Felde) unterhalb der EggeHöhe am Werretal ließen vermuten, daß dort in der Gegend ältere Ansiedlungen bestanden haben müssen. Am südlichen Steilhang der„Egge“ finden sich Spuren alter Wälle, die teilweise verackert, doch noch die zwischenliegenden Grabenlinien erkennen lassen. Allem Anscheine nach hat hier auch auf diesew, zurch tine großartige Fernsicht nach allen Seiten hin hervorragenden für eine Befest'gung wie gescheffenem Platze eine alt: sächsische Volksburg gestanden, in welche die Anwohner mit ihrem Bieh flüchteten bei feindlichen Einfällen. Diese alten Wall spuren wurden ohnlängst vom Herrn Ober lehrer Langewische=Bünde besichtigt und heute durch geschulte Arbeiter untersucht. Die guer durch die Befestigungen gezogenen Gräden zeigten deutlich Wall und Gräben, brachten jedoch außer Holzkohlen keinerlei sonstige Funde, aus denen besondere Schlüsse gezogen wirden konnten. Hoffentlich werden bei päterer Nachgrabung noch Zeichen alter Kultur gesunden, ehe der Pflug alles begleicht und jegliche Spur vernichtet. Der Nichveis, daß oben auf der Egge eine altsächsische Volksburg gestanden hat, läßt sich aus dem Lauf de: Wallspuren deutlich erkennen.— Dann wurde noch auf dem Felde des Gemeindevorstehers Detert am Rinde der Sandgruße eine Grabung gemacht und sofort auf einer kleinen Fläche 2 schöne Urnen und eine Schüssel aus Ton, die den Urnen wohl beigegeben zu werden pfligten, gefunden. Dieselben wurden vom Herrn Oberlehrer Langewiesche behufs Konservierung mitgenomnen. Es wäre dringend zu wünschen, daß von allen derartigen Funden dem Gemeindenvorsteher oder Amtmann Mitteilung gemacht würde, damit diese Sachen, die ohne sonstigen Wert nur für die Wissenschaft Bedeutung haben, der Nachwelt erhalten bleiben. Das befördert die Liebe zur Heimat und zum Vaterlande. Vermüchtes. Gic e ochenzis) MRutter:„Ihr habt eiratetzn gezant und seid erst eine Woche ver— Junge Frau:„Ja, Mox hat vorhin gesagt, ich mache ihn weit glücklicher als er mich!“ „. A#. Frackanzug billig auszuleihen. Besonders für Kandidaten geeignet. In demselben Kanden. i Statirganen zlingend der. spangelischen Missionen. Illustriettes Familienblatt. Herausgegeben von Pfarrer lius Richter. 13. Jahrg. 1907. 30 gich)'3 3chrl. 12 Heste(müt er. ## Sur7, 5 Mk., mit Porto 3,60 Ml. Probeheft gratis. Verlag von C. Bertelsmann in Gütersloh. Inhalt des neunten Heftes: Skizzen aus der Rheinischen Mission in Syrien.(Mit 9 Bil(Mie 2 Büdern) Wecher aier Oriumrauchern. ets###emkasten.— Dit Bedeutung des Klrchen. vaters Chrysostomus für die Heidenmission.— Die Jahr hundert Missionskonserenz in Schanghai. Von ichiemn den(Dit 4 Büdern.) Nachbespechungen den Missonsselbe.— Diese Monatszeitschrift gibt einen Ueberblick über Missionsgebiete der Welt und zeichnet sich durch vorzüglichen Bilderschmuck aus Sie sollte in keinem christlichen Hause fehlen. sind alle Hantunreinigkeiten und Hautausschläge, wie Mit esser, Gesichtspickel, Pusteln Finnen, Hautröte, Blütchen 2c. Daher gebrauchen Sie nur die echte Steckenpferd=Teerschwefel=Seife v. Bergmann& Co., Radeben! mit Schutzmarke: Steckenpferd. à St. 50 Pfg. bei L. Schaefer, Bielefeld. Petri Gebrüder, Minden. Patente. Ver banbs-Fatentbureau Brust Bielefeld, Klosterplatz, = Telefon 610. Erinz Referenzen. 4 eigene Geschäfte " Hager& Schweikher* 9 Bielefeld. 5 Obernthorwall 7. 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