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September: Schlacht bei Poitiers, 1356.— Vertrag von Wehlau, der Große Kurfürst erhält die Oberlehrsheirlichkeit über Prußen, 1657.— Jules Favre versucht Frievensverhandlungen mit Graf Bismarck im Heuptquartier zu Ferrières anzuknüpsen, 1870.— Die Deutschen schließen Paris vollständig ein, 1870.— Präsident Garfield der Nordamerikanischen Union, zu Ganshund uik. 1er. 4 Mauz 9 Donnerstag, 19. September 1907. Sanducher Nr. 15. lich in Bielefeld. 25jähriges Jubiläum und VIII. deutsche Nationalkonferenz der evangel. Jünglingsbündnisse Deutschlands vom 13. bis 16. September 1907 in Detmold. (Fortsctzung.) Die Abendversammlung am 14. September im Eoangelischen Vereinshause unter der Leitung des Herrn General= superintendenten Wessel beschäftigte sich mit einem der wichtigsten Themata der Gegenwart: Der Jugend Not und ihre Helfer. Reserent war der weit bekannte Foher, Veigle Essen, der seit mehreren gemidenet dhaer Kleßlich der Jugendpflige gro sen B..t: Er führte aus: Trotz der großen Nor unserer Jugerd ist in weiten Kreisen kein Verständnis für die Jugenddie wielen Saee nict kennen Giuscht die besonders in fitlicher an dem Marke unseres jungen Volkes nagen und eine furchtbare Verrohung vosart eni, derbeigesüihrt haben. Da den seia Viaere noch mit Du anredet, frech rehe:: Wenn du mich mit„Du“ anallerdings in 9 6s auch!— Sichzt won unsere An iun die Verhältuisse, in denen . Jugend aufwächst, so braucht man sich eose Gsesteße“ wundern: Gsahren und rundum, besonders für unsere gererhliche Jugend. Wahre Freunde fehlen Gg canzlich, der verhältniswäßig hohe ## schon in den ersten Jahren wird für le eine Veranlassung zu schlimmen AusUnd doch geben wir unsere Lagend nicht auf. Unseren Klrchengemeinden se ice srer Leusen Kineinrusen, daß Schuld gegen die Jugend besgonbere sar e desr bringe, bemännliche Jugend. Sie müssen für Arbeiter sorgen, die sich um die Jugend kümmern. Wir freuen uns aller Ardeit, die auch von anderer Seite geschieht. Jugendöund für entschiedenes Christentum, Pflege der studentischen Jugend, Jugendklubs nach dem Vorgange von Cl. Schultz in Hamburg gegründet; aber es sind alles nur noch kleine Teile, die damit erreicht werden. In Essen haben wir es doch erreicht, daß 50 Prozent der schulentlossenen Jugend in unseren Vereinen gesammelt werden. Der Hauptschade ist der Mangel an geeigneten Arbeitern. Es müssen Männer da sein, die Liebe, Freudigkeit und Geschick zu dieser Arbeit haben. In den großen Städten ist sie am nötigsten, da kann sie aber der Pfarrer nicht im Nebenamt treiben, sondern es müssen Männer aus dem geistlichen Stande besonders dafür angestellt werden. Die geeigneten Kräfte könnten aus den Bibelkränzchen an höheren Schulen gefunden werden. Sie zählen heute: on 80 Stellen gegen 3000 Teilneh ern. n wir nicht wollen, daß unsere Jugend versinken oder der Sozialdemokratie in die Netze laufen soll, so müssen wir überall mit aller Entschiedenheit in die Arbeit eintreten. In Westfalen will man jetzt eine Anstalt für Vorbildung von Jugendpflegern eirrichten; in Essen wird eine mehrere Hunderttausend Mark kostende Anstalt für gefährdete Jungen gebaut, das sind hoffnungsvolle Anfänge für wachsendes Verständnis. Mögen sie überall Nachahmung finden zum Heile unserer Jugend!(Lebhaster Seifall). Die Besprechung zeigt, daß man allerseits die Not der Jugend erkannt hat, aber auch getrost ist, daß ihe begeguet werden kann, wenn sich die geeigneten Kräfte finden. Pastor Wolf hat um Unterstützung der geplanten Anstalt in Westsalen, Pfarrer und Bundessekretär Köhler=Stuttgart betonte die Notwendigkeit rechtzeitigen Einsetzens der Fürsorge=Erziehung, Brüderhaus= Vorsteher Schuchard Treysa wünschte Eintritt von jungen Märnern in den Dienst der Brüderhäuser, die ganz besonders sich der Jugend annehmen. Prediger Urbschat betonte, daß der Jugendbund vor allem die Jugend in tätiger Arbeit erziehen wolle, auch keineswegs das Spielen verwerse. Sekretär Stange=Berlin forderte zur Gründung von Knaben=Abteilungen(10—14 Jahren) auf, Pastor Scheffer vom Zentralausschuß für Innere Mission wünschte die Zustimmung der Versammlung für die Forderung von Gemeindehelfern und Anstellung von Geist lichen für die Jugendpflege, welche Forderungen auch dem Kongreß für innere Mission in Essen unterbreitet werden sollen. Pastor Kuhlo redete auch der Sorge für die Mädchen und treuen Pflege des Familien lebens das Wort. Herr General= Superintendent Wessel machte die erfreuliche Mitteilung, daß die Sammlung für einen Fonds zur Arbeit an der deutschen jungen Männerwelt im Auslande 279,30 Mark ergeben habe.(Bravo!) Die Versammlung schloß gegen 11 Uhr mit einem Gebet von Herrn Dekan Herrmann=Baden. Ueber den Hauptfesttag der Jubel feier, den Sonntag, haben wir unseren Bericht vom Montag noch in folgendem zu ergänzen. Um 8 Uhr fand eine den ganzen Saal des Vereinshauses mit seinen Gollerien füllende Versammlung statt, die sich zum gemeinsamen Gebet vereinigte und von Nationalsekretär Helbing geleitet wurde. Mit gemeinsam gesprochenem Vaterunser schloß die erhebende Stunde. Die Festgottesdienste in Detmold fanden um 10 Uhr in der reformierten und in der lutherischen Kirche statt und waren bald derart überfüllt, daß noch ein Waldgottesdienst vor der Stadt veranstaltet wurde, wo die Pastoren Walther=Mainbernheim(Bayern) und Weigle=Essen Ansprachen hielten. Dem Festgottesdienst in der reformierten Kirche wohnte das Fürstliche Paar bei. Hofpeediger die Festpredigt über Röm. 1, 16: schäme mich des Evangeliums von Jesu Christo nicht. In der lutherischen Kirche Herr Pastor Herzog= Straßburg im Anschluß an Hebr. 12, 1 und 2(Alse auch wir, die wir einen solchen Hausen von Zeugen haben, so losset uns ablegen die Sünde). Nach dem Gottesdienst begab sich der Geschäftsführende Ausschuß der Nationalvereinigung, die Herren National=Präses Pastor Klug, Nationalsekretär Helbing, Fabrikant Rosenkranz, Kaufmann Bergmann und Fabrikant Ufer(sämtlich aus Barmen) unter Führung des Herrn GeneralSuperintendenten Wessel zur Audienz in das Fürstliche Schloß. Se. Durchlaucht empfing die Herren äußerst huldvoll und ließ sich über die Organisation und die Art und Ausbreitung der Arbeit ausführlich berichten, worauf er seine wärmsten Wünsche für den weiteren Verlauf des Festes und die ganze Arbeit zum Ausdruck brachte. Die Deputation hatte in der Gruft und am Denkmal des Grafregenten Ernst einen Kranz niedergelegt, wovon Se. Durchlaucht mit warmem Danke Kenntnis nahm. Zum Schlufse machte Se. Durchlaucht die Mitteilung, daß er auch am Nachmittag der Feier auf der Grotenburg beiwohnen werde. (Fortsetzung folzt.) parlamentarischen Besuche in Norderney betreffenb, schreiben die„Hamburger „Wir hoffen, daß Fürst Bülow in Norderny bei Empfang seiner linksliberalen Besucher diesen mit aller liebenswürdigen Hofsichtelt, die ihm zu Gebote steht, aber auch mit aller Entschiedenheit die Not wendigkeit klar gemacht hat, von der Stellung zu weit gehender An sprüche in der Richtung auf Erfüllung spezifisch lintsliberaler Forderungen abzusehen, um nicht den Bestand des Blicks von vornherein zu gefährden. Er wird den liberalen Parlamertariern hoffentlich bewiesen haben, daß ein politisches Gebilde wie der Block, welches seiner Natur nach der Ausdruck eines Komprom'sses ist und bleiben muß, die Geltendmachung extremer Forderungen nicht verträgt und nicht vertragen kann, und daß die Regierung, ehe sie die Hand zur Verwirklichung derartiger Forderungen biete, lieber auf die Durchführung der Blockpolitik verzichte. Bülow dies getan. So ganz sicher freilich sind wir unserer Sache nicht. Denn man ist„oben“ sehr geneigt, im Falle des Konfliktes zwischen konservativen und liberalen Ansprüchen, letzteren den Vorzug einzuräumen. Das ist natürlich, denn der Konservativen kann man auch ohne Konzessionen sicher sein; je weiter nach livks man sich aber stützen will, desto mehr Zugeständnisse sind notwendig. Sollte Fürst Bülow derartige Zugeständnisse gemacht haben, so wäre nur zu wünschen, daß sie sich wenigstens nicht auf das preußische Wahlrecht bezögen. Wenn man das preußische Wahlrecht auch nur annähernd nach den Wünschen der Linken umgestalten wollte, so würde der Erfolg in einer Demokratisierung des preußischen Staates selbst bestehen; denn die Demokratisierung des Wahlrechts bedeutet immer die Demokratisierung des Staates. Was aber die Demokratifierung Preußens in der heutigen Zeit zu besagen haben würde, darüber kann kein Zweifel herrschen. Es würde damit der letzte Widerstand gegen die völlige Demokratisierung des Deutschen Reiches überhaupt beseitigt, und wir gelangten langsam aber sicher zu Zuständen, aus denen es schwerlich einen anderen Ausweg geben würde, als die Umgestaltung von Rlich und Staat, etwa nach französischem Muster. Denn wer A gesagt hat, muß auch B sagen, und es gibt kein an sich wirksameres, unwiderstehlicheres Schwergewicht, als das, welches die vollzogenen Tatsachen ausüben. Bis jitzt hält Preußen gegenüber den demokratischen Tendenzen, die Eir fluß auf die Reichspolitik erstreben, das Gegengewicht. Das muß auch so bleiben, wenn die Grundlagen des Reiches nicht erschüttert werden sollen. Es ist mit Rücksicht auf die Wirkungen des demokratischen Wahlrechts zum deutschen Reichstage unbedingt erforderlich, daß das Wahlrecht in Preußen seinen mehr konservativen Charakter behält, wie es überhaupt im Interesse des Reiches dringend notwendigerscheint, daß in Preußen eine konservative, energische und zielbewußte Politik getrieben wird, wie sie den preußischen Traditionen entspricht, und daß diese Politik es auf dem verfassungsmäßigen Wege versucht, auf die des Reiches denjenigen Eit fluß auszuüben, der Preußen als größtem und führendem deutschen Bundesstaat zusteht. Auch Fürst Bismarck hat in seinen parlamentarischen Reden stets der Notwendigkeit einer kräftigen Akzentuierung der preußischen Interessen und des preußischen Standpunktes in der Reichspolitik hervorgehoben. Wenn dies aber ein Staatsmann getan hat, der nicht nur der Schöpfer des Reiches war, sondern dessen hervorstechendes Bestreben es stets war, die Rechte der Bundesstaaten zu schonen, so darf man sicher sein, daß hier eine Staatsnotwendigkeit allerersten Ranges vorliegt. muß darauf halten, daß ihm das Maß von Einfluß auf die Reichspolitik bewahrt bleibt, das es besitzen und ausüben muß, wenn das Reich Schaden nicht leiden soll. Das kann es aber nicht, wenn es bei sich das Wahlrecht demokratisiert.“ Nachrichten Aus dem dentschen Reiche. Berlin, 18. September. Der Kaiser trifft am Sonnaberd abend in Königsberg i. Pr. ein und nimmt im dortigen Schlosse Wohnung. Am Sonntag vormittag wohnt er der Einweihung des in secht jähriger Arbeit restaurierten alten Domes bei, am nachmittag besucht er im Automobil den Lrafen Dönhaff Friedrichstein auf Schloß Frieorighstein bei Königsberg. Am Montag fährt der Kaiser von Königsberg nach Memel, um an der Enthüllung des Nationaldenkmals teilzunehmen. Die Kaiserin wird, entgegen der ursprünglichen Absicht, ihren Gemahl auf der Reise nach Königsberg und Memel nicht begleiten, da sie von ihrem Unfall noch immer nicht völlig wiederhergestellt ist. Von Memel begibt sich der Kaiser nach Rominten. Wie das„Mil. Wochenbl.“ meldet, wurde der Kronprinz von dem Kommando zur Dienstleiftung beim Regiment der Gardedukorps enthoben und zum Major befördert. Der Großherzog von Baden ist in Meinau an fieberhafter Darmstörung errankt, befindet sich aber bereits wieder auf dem Wege zur Besserung. Der König von Sachsen stürzte beim Manöver mit dem Pferde. Nur leicht verLehrotnen. Der aus seinem Amte geschiedene bisSise bstug nister Wilheln von aunt a. Seiesvort porde 1837 zu Franksein 70. Jebernisahe us vor urzen 1876 als Veriernneg 1810 uis Reglerungrusse ssor seinen Abschied, trat aber schon 1881 wieder in den Staatsund zwar als Regierungspräsident in Magdeburg. 1884 wurde er für Mühlhausen(Thüringen) in den Reichstag als Mütelieh den Sousiat gemäht und wer Mügller des Hauses bis 1890. Bis seiner Ernennung zum Minister im Jahre 1888 bekleidete er die Würde des Präsidenten des Reichstages. 1886 wurde#W. auf Lebenszeit ins Herrenhaus berufen. Während Herr v. Wedel= Piesdorf dem Reichstage angehörte, empfing Prinz Wilhelm, der jetzt regierende Kaiser, Insormationen über Reichstagsangelegenheiten durch ihn. Hierauf ertwickelte sich ein persönlicher Verkehr, der später zur Berufung in die so lange verwaltete Vertrauensstellung führte. Hausminister v. Wedel ist Ritter des Schwarzen Adlerordens und Kanzler des Johanntter=Ordens. Die Verwaltung des Ministeriums durch den Grafen Eulenburg gilt nur als eine kommissarische, da die Besetzung dieses Vertrauenspostens noch nicht endgültig geregelt scheint. Sein interimistischer Nachfolger, der Oberhos= und Hausmarschall Graf August zu Eulenburg ist 1838 geboren. Ec trat 1856 auf Avanciment beim 1. Garde Regiment z. Fuß ein, wurde 1858 Offizier, 1865 persönlicher Adjutant des Kronprinzen und 1868 dessen Hofmarschall. 1871 wurde er Vize=Oberzeremonienmeister, 1883 Oberzeremenienmeister und 1890 Hofund Hausmarschafl. Auch Graf Mirbach= Sorqnitten und Freiherr von Wangenheim sollen zu Urterredungen mit dem Reichskanzler nach Norderney eingeladen sein. Kolonialdirektor Deruburg ist, wie das B. T.“ hört, gestern, von Tabora zurück kehrend, wieder in Muansa am BicloriaNjansa eingetroffen. Der Präsident des Oberverwaltungsgerichts, Peters, der eben erst ins Herrenhaus berusen worden ist, hat nach dem,„B. T.“ bis 1. Dezember d. I. Urlaub genommen und wird aus diesem Urlaub nicht mehr in sein Amt zurückkehren. Dresden, 18. Sept. Bei den heutigen hiefigen Landtagsnachwahlen wurden nur sozialdemokratische Wahlmänner gewählt. Koburg, 18. Septhr. Heute vormittag 9 Uhr traf der Exkrazug mit der Leiche des Prinzen August von Sachsen Koburg und Gotha und die nächsten Anverwandten des Verstorbenen auf dem Bahnhofe ein. Nach der Trauerfeier, während welcher Pfarrer De. Thieme die Gedächtnisrede hielt, wurde die Leiche eingesegnet und der Sarg von 12 Unteroffizieren in die Gruft der katholischen Kirche St. Augustin getragen. dem Haag, 18. Sept. Die ersten Delegierten sämtlicher Staaten treten morgen, einer Einladung Nelidows folgend, zusammen, um über die periodische Wiederkehr von Friedenskonferenzen definitive Beschlüsse zu fassen. Die Delegierten sind zu diesem Zwecke mit Spezialinstruktionen ihrer Regierungen versehen worden. Petersburg, 17. Sept. Im Gefängnis zu Odessa wurden unter dem Fußboden einer Zelle drei Bomben und große Meugen Sprengstoffe gefunden. Politische Gefangene hatten sie dort verborgen, um im geeigneten Augenblick Explosionen zu veranstalten und in der allgemeinen Verwirrung zu entkommen. Ein Gefangener lieferte nach der Entdeckung freiwillig noch mehrere Dygamitpatronen aus, da der Plan nun doch unausführbar sei. Marakko.„Gil Blas' schreibt: Falls es in Cusablanca zu einer friedlichen Verständigung komme, würden die Truppen zum größten Teile heimkehren, und es werde dann nur eine französisch=spanische Abteilung dort verbleiben, um die Einrichtung der Polizei sicherzustellen. Die „Déröche Marccaine“ meldet, Muley Hafid habe hundert Reiter nach Saffi und ebenso nach Mogader geschickt, um dort eine Waffensendung entgegenzunehmen, deren Wert zwei Millionen betragen soll. Unter den Waffen befänden sich zwölf Schnellfeuerkanonen. Kirche, Schule und Mission. (Die 59. Haupt=Versammlung des Gustav=Adolf=Vereins) wurde am Mittwoch in Jena nach einem Gettes dienst vom Vorsitzenden mit einer auf die Zeitverhältnisse ein gehenden Ansprache eröffget. Beifall riefen die Artworten des Großherzogs von Sachsen und des Kaisers auf die an sie gerichteten Telegramme hervor. Der Großherzog hatte außerdem den Geh. Kirchenrat, Generalsuperintenden D. Spinner zur mündlichen Begräßung emsandt. Der vom Scheiftführer des Zentralvorstandes erstattete Jahresbericht ergab, deß die Gesamteinnahmen des Vereins mit dem letzten Jahresbetrage von nahezu zwei Millionen Mark auf eine bisher nie erreichte Höhe gelangt seien. Den Vorsitz führt Geh Kirchenrat D. Pank aus Leipzig. Aus dem Umsturzlager. (Sozialdemokratischer Parteitag.) Am Dienstag erstattete Südekum den Jahresbericht. Dabei nannte er die Block politik eine„Versicherungsanstalt für den Fürsten Bülow“. Dann wurde über den Militarismus verhandelt. Kiel brachte den Antrag ein, daß künftig zum Militäretat nur solche Fraktionsredner bestimmt werden, die eine Garantie dafür bieten, daß sie energisch gegen den Militarismus Stellung nehmen.(Beifall und Widerspruch.) Noske verteidigte sich gegen erfahrene Angriffe wegen seiner Aeußerung,„im Falle eines Augriff!keieges würde jeder Sozialdemokrat die Fünte auf den Buckel nehmen". Stadthagen sagte: Noske hat vergessen zu sagen, daß das stehende Heer auch vor allem sogar ein Jastrument der Herrschenden gegen den inneren Feind ist. Wenn mich einer Vaterlandsverräter nennt, so sage ich ihm nicht, daß er ein Lügner ist, sondern ich sage ihm, daß die Herrschenden den Arbeitern das Vaterland geraubt haben.(Großer Beifall.) Dr. Liebknecht erklärt, Noskes Rede war nicht die Rede eines Sozialdemokraten, sondern die Rede eines Kriegervereinlers.(Sehr gut!) Deshalb verdiente die Rede die scharfe Zurückweisung, die ihr zuteil wurde.(Beifall und Händeklatschen.) Dr. David: Ez ist ganz falsch, den Stoß immer nur gegen Noske zu richten und Bebel ganz auszuschalten.(Sehr richtig!) Bebel hat ganz dasselbe gesagt wie Noske. Abg. Bebel: Die Kritik muß nach dem Oeganisationsstatut frei und gründlich sein. Ich stelle aber fest, daß in der Fraktion kein Wort gegen Noskes Rede gesagt wurde. (Lebhaftes Hört! Höet!) Aber das ist nicht wahr, daß Noske dem Hurrapatriotismus das Wort geredet hätte. Wenn wir vom Vaterland sprechen, meinen wir nicht das Vaterland des Kapitalisten, sondern unser Vaterland, das wir zu einem Vaterland machen, wie es schöner und vollkommener nicht gedacht werden kann. v. Bollmar, der jetzt auf dem Parteitag eingetroffen ist, unterschreibt Noskes Rede Satz für Satz. Dr. David: Einschränken oder gar verbieten will ich die Kritik schon deswegen nicht, damit Stadthagens Reden nicht ganz unkritisiert bleiben.(Große Heiterkeit.) Ja der Abstimmunz wird der Antrag Kiel mit großer Mehrheit abgelehnt. (Ein heiteres Stückchen vom Streikpostenstehen.) Aus Freiburg i. B. wird der„Deutschen Arbeitzeber= Zeitung“ folgendes amüsante Stückchen mitgeteilt: „Bei der Arbeiteraussperrung in der Uhrenindustrie auf dem badischen und würtembergischen Schwarzwald wurden von den Streikleitern auch Streikposten beiderlei Geschlechts vor den Fabriken, Bahnhöfen usw. der betroffenen Ortschaften ausgestellt. Ein Fabrikant in Schrambeig, der sich anscheinend auch im Kampfe ein menschliches Rühren oder schwäbischen Humor bewahrte, ließ, als er sah, von welcher Lingeweile die Leute geplagt wurden, ihnen eine Bank in den Schatten sellen mit dem Bemerken, daß sie ja müde würden, wenn sie ohne Arbeit herumstehen müßten; er sei auch bereit, ihnen noch ein Tischchen und ein Kattenspiel zu liefern. Ein Schilderhaus vom letzten Manöver stellte er auch zur Vufügung, falls Regenwetter eintreten sollte Diese Erleichterungen machten sich die Streikposten sofort zunutze, aber nur einen Tag lang; denn es kam sofort die Gegenorder seitens der Streikleitung, daß derartige Vergünstigungen in Kriezszeiten nicht angenommen werden dürfen.“ Lokales und Provinzienes. Bielefeld, 19. September. (Stadtverordnetensitzung.) Gestern nachmittag fand nach Ablauf der Ferien wieder eine Stadtverordneten sitzung statt. Der StadtverordnetenVorsteher begrüßte das zahlreich versammelte Kollegium und hofft, daß die Herren die Ferien gut verlebt haben möchten. Zunächst werden Wahlen vollzogen. In din Vorstand der gewerblichen Fortbildungsschule wurden die bis herigen Mitglieder wiedergewählt; in das Kuratorium der Handwerkerschule werden die Stadtov. Tiemann, Hövener und Stadtrat Georg Kisker gewählt; desgl. in die Schuldeputation die Herren Rektor Kuhlo und Medizinalrat Dr. Rünninghof; desgl. in die Sparkassenverwaltung die Herren Velhagen, Biermann und Prof. Völker; desgleichen in die Abordnung zur Prüfung der Schulddokumente die Stadtvirordneten Klusmann, Klarhorst und Tiemann; desgl. als Sachverständige zur Abschätzung der im Fall einer Mobilmachung nach dem Kriegsleistungsgesetze zu lieferndenden Gegenstände 18 bisherige Mitglieder und ferner an Stelle des Herrn Kramme Maurermeister Franke, des Herrn Dr. Ißleib Apotheker Kupfer.— Der Stadtv. Schlüter berichtet über die Einwendungen gegen die Bürgerliste. Er habe mit dem Stadtv. Rentschka die 69 erhobenen Einsprüche geprüft, davon wurden 44 als begründet anerkannt und die betreffenden Namen in die Bürgerliste eingetragen, 8 wurden wegen mangelnder Berecktigung gestrichen, 22 konnten nicht berücksichtigt werden. Die Versammlung nimmt Kenntnis von der Uebersicht über die Abgrenzung der Abstimmungsbezirke für die diesjährige Stadtverordneten wahl.— Der Magistrat beantragt, 10000 Mark an Meyer zu Olderdissen als Entschädigung für die ihm seit Abschluß des Vertrages vom 20. Mai 1905 bis zur Uebergabe des Miyerhofes an die Stadt— 26. März 1907— entgangene Holznutzung zu bewilligen. Bürgermeister Dr. Stapenhorst empfiehlt die Annahme des Antrages aus Billigkeitsgründen. Die Frist, bis Herr Meyer zu Olderdissen den Kaufpreis erhalten hat, habe sich lange hingezogen und die Stadt habe die Zinsen gespart. Stadv. Modersohn erklärt, seine Freunde würden, weil Herr M. z. Olderdissen sohr viel Holz herausgeschlagen, auch die Jagd bis zuletzt geübt und alles herausgeschossen habe, den Antrag ablehnen. Die Stadtvv. C W. Bock und Hoffmann schließen sich dem an. Die Vorlage wird jedoch, nachdem Bürgermeister Dr. Stapenhorst erklärt hat, es handle sich hier nicht nur um eine Billigkeits= sondern auch um eine Rechtsfrage und es könne also zum Prozeß kommen, an die um die vier juristischen Mitglieder der Versammlung verstärkte Finanz= kommission zurückverwiesen.— Für die Umgestaltung der Bade= und Abortanlagen für Männer im städtischen Krankenhause werden 2500 Mk. bewilligt.— Der Plan und Kostenanschlag für eine Bedürfnisanstalt am Güterbahnhof wird genehmigt, die Kosten im Betrage von 1500 Mk. werden bewilligt.— Der nächste Gegenstand, die Forderung von 5490 Mk. für Befestigung der Lutterbachsohle bei Büscher's Mühle und für die Kanalisation der Bleichstraße wird auf Wunsch des heute abwesenden Stadtbaur ats von der T.=O. abgesetzt.— 1500 Mk. werden für die Regulierung des Wallbachs und Einzichtung der früher Schelvmeierschen Wiese zu Rieselland bewilligt.— Die Fluchtlinie der Angerstraße zwischen Arndtstraße und Bürgerweg wird nach längerer Diskussion mit geringer Mehrheit aufgehoben.— Die Vorgarteulinien an dem Grundstück Ravensbergerstraße 67 werden nach den Vorschlägen des Magistrats abgeändert.— Ein mit dem Stuckateur Vogt und dem Baumeister Klose ab, geschlossenen Vertrag über den Verkauf von Grundstücken an der Hermannstraße wird genehmigt.— Dem unentgeltlichen Austausch von Grundflächen an der Weststraße zwischen der Stadt und dem Lagerhalter Josimeyer und dem Ankauf von 2 gm von dem Schlosser Haus. mann stimmt die Versammlung zu.— Ein mit dem Schuhmachermeister Bartling abgeschlossener Vertrag über den Ankauf des Teiles seines Hausgrundstückes Kreuzstraße 6 welcher in die Baufluchtlinie der Kreuzstraße fällt, wird genehmigt.— Für die Herstellung eines Promenadengitters an den Oberwallanlagen werden 800 Mk. bewilligt.— Ueber den Antrag bitr. die Verbindungsstraße zwischen Breitestraße und Obernstraße soll nach Schluß der T.=O. in geheimer Sitzung beraten werden.— Für die Revision und Aufstellung neuer Gebäudebeschreibungen werden 5000 Mk. gefordert. Diese Ausgabe kommt nur alle 15 Jahre vor. Sie ist zu Vergütungen für eine Anzahl mit der Arbeit beschäftigter Techniker bestimmt und wird bewilligt.— Der nächste Gegenstand„Zustimmung zur Erhöhung des Zinsfußes bei der Stadtsparkasse von 31/3 auf 8¾ Proz für bestehende und Neueinlagen“ führt zu einer längeren Diskussion. Zurächst wird eine Eingabe des Haus= und Grundbesitzer=Vereins, der um Ablehnung oder doch Milderung der Vorlage bittet, verlesen. Beigeordneter Toerner begründet die Vorlage. Schoa seit Jahresfrist habe man sich mit der Frage besaßt, ob der Zinsfuß zu erhöhen sit. Bei ähnlicher Lage vor 5 Jahren habe die Stadtsparkasse mit der Echöhung einen glänzenden Erfolg gehabt. Aus Rücksicht auf die Hausbesitzer sei diesmal bisher nichts geschehen. Nachdem jetzt aber benachbarte Kassen, und auch die Kreissparkasse, der Stadt mit der Echöhung des Zinsfußes vorrangegangen seien, müsse ihnen die Stadtsparkasse notwendig folgen. Gegenüber der Eingabe des Haus= und Grundbesitzer=Vereins machte Herr Toerner noch darauf aufmerksam, daß die Stadt Papiere zu nur 3½ Proz besitzt und auch Darlihen gewährt hat, deren Zinsfuß sie nicht erhöhen köane. Stadtv. Biermann: Die Hausbesitzer würden durch die Maß zegel wenig leiden, denn sie helfe das Kap tal in unserer Stadt festhalten. Stadtv. R.=Anw. Jokusch schlägt Echöhung auf 4 Proz. vor und bemängelt die Schwerfälligkeit der Sparkassenverwaltung. Beigeordneter Toerner: Die Erhöhurg auf 4 Proz verbietet sich durch die Notwendigkeit, mit der Kreissparkasse gleichen Schritt zu halten. Nach Art des Bankierbetriebes könne ein Sparkassenbetrieb nicht eingerichtet werden. Stadto. Hoffmann: Seine Freunde simmten blutenden Herzens für die Vorlage. Stadtv. Modersohn: Auch wir tun es nur der bittern Not gehorchend. Die Vorlage wird darauf einstimmig angenommen. Zu Ostern 1908 sollen bei der Oberrealschule eine Oberlehrerstelle und eine Hilfslehrerstelle neu begründet werden. Die Virsammlung ist damit einverstanden.— Auf Antrag des Stadtv. C. W. Bock soll über die vier letzten Punkte der Tagesordnung, betr. Anstellung einiger neuer Beamten, in geheimer Sitzung beraten werden. Schließlich wird auf dringenden Ankrag der Magistrat zur Aufnahme von Darlehen der Stadtsparkasse nötigenfalls bis zur Höhe von 565000 Ml. ermächtigt. Schluß der öffentlichin Sitzung um ¾47 Uhr. (Wochenspielplan des Stadttheaters.) Sonntag, 22. Sept., 7½ Uhr, Eröffnungsvorstellung. Novität:„Die Rabensteinerin“. Schauspiel in 4 Akten von Wildenbruch.— Montag, 23. Sept., 8 Uhr:„Die Rabensteinerin“. — Dienstag, 24. Sept, 7½ Uhr:„Tartüff“. Lustspiel in 5 Akten von Molière(Ludwig Fulda). — Mittwoch, 25. September, 7½ Uhr, Novität: „Der Dieb“. Schauspiel in drei Akten von H. Bernstein(Rudolf Lothar).— Donnerstag, 26. Sept, 7½ Uhr:„Die Rabensteinerin“. — Sonnabend, 28. Sept., 7½ Uhr. Klassikervorstellung bei kleinen Preisen:„Othello“ von am Shakespeare William Shak.#####. m.(Einbruchsdiebstähle.) Gestern nachmittag gegen 6 Uhr wurden in verschiedenen Häusern Einbruchsdiebstähle ausgeführt bezw. auszuüden versucht. Im Die Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von Adele Achard.“ 55][Nachdruck verboten.) Am Vorabend ihrer Abreise begab sich Nell in Begleitung des alten Polen zu einem der außerhalb wohnenden Treibhausbesitzer. Dort bestellte sie einen Blumen kord, würdig einer königlichen Braut. Damit begab sie sich zu dem Kloster, in dem die Prinzessin weilte, um ihn eigenhändig an der Pforte abzusetzen. Es war ihr Abschied, in dem sich die innige Sympathie, die sie für einander bei jener ersten Begegnung in der Villa Medici empfunden, kund tat. Als Donna Blanka den Korb aus den Händen der Pförtnerin ewpfing, legte sich ein schwermutsvolles Lächeln über ihre Züge. Wer mochte ihn ihe gesandt haben? Sie neigte sich über die schueeigen Lilien und erblickte plötzlich inmitten ihrer weißen Prach: eine in Purpur erstrahlende Passionsblume — die Prinzessin hatte verstanden! Den Korb aufnehmend, trug sie denselben in die kieine Hauskapelle zu den Stufen des mitars, auf die sie ihn langsam niedersetzte. illein in dim Heiligtum blieb sie regungslos der. Da ihrem weißen Kleide sab sie aus wie eine jener Kerzen, der ihre Augen zur Flamme dienten. Die Blumen redeten von weltlichen Freuden. Sie gedachte des Balles der Roccabello, an dem sie von dem Leben Abschied genommen. Dann kaiete sie neben dem Korbe nieder, nahm die Passionsblume zwischen die durchsichtigen Finger und betete. Donna Bianka hatte Frieden gefunden.— XXIII. Den Tag vor ihrer Hochzeit verbrachte Nell in traulicher Einsamkeit mit Onkel Burklay Wie vor Monaten nach ihrer Rückkehrsaus Boston, plauderten sie über ernste Dinge. Onkel Georgs Herz war schwer bei dem Gedanken an den Abschied von seiner kleinen Nell, deren Rückkehr den schöusten Sonnenschein in sein vereinsamtes Leben gebracht hatte. War er denn nicht daran gewöhnt in dem Glück auderer das seine zu fiaden? René wurde ihm mit jedem Tag lieber und Nells Wahl tröstete ihn einigermaßen über den bevorstehenden Verlust. Am Nachmittage sollte der Kontrakt unter zeichnet werden und Herr Burklay gab seiner Nichte noch hin und wieder einige nötige Erklärungen. „Gib mir nun auch das Checkduch zurück, Nell, das du mithattest auf der Reise,“ sagte Herr Burklay,„es kann dir nichts weiter nützen, wir wollen es einfach vernichten.“ „Ehe ich es dir wiedergebe, Onkel Georg, solange ich noch die Herrin bin über wein Vermözen und noch nicht in der Gewalt meines Gemahl, wie man so sagt, möchte ich noch einen davon unterschreiben und zwar einen recht großen.“ „Was willst du damit?“ „Lieber, Onkel Georg, er soll für Nellies Mitgift bestimmt sein,“ sagte Nell, sich auf die Lehne des Sessels setzend, in dem ihr Vormund sich zurücklehnte. „Urd wo bleiben denn deine Prinzipien? In diesem Augenblick scheinst du mir der Logik zu entbehren.“ „Nein, nein, Onkel, indem ich Nellie ausstatte, werfe ich mein Prinzip keineswegs über den Haufen. Vielleicht ist das Weib in ihr, das die Liebe dereinst erringen soll, noch nicht reif zum Kampf, Für mich war es vielleicht eine Ausnahme. Nellie ist sanst und gut, aber sie ist noch schwach und bedarf der Stütze. Ihr Leben muß geebnet vor ihr daliegen.“ „Und was gedenkst du ihr zu geben?“ Nell beugte sich über des Onkel Schreibtisch und krizelte rasch etwas auf das P.pier. „Dreihunderttausend Frank!" rief Herr Burklay aus,„ist das nicht etwas hoch gegriffen?“ „Nein, Onkel. Gatweder— oder Außerdem stehe ich bei Nellie zu tief in Schul), als daß mein ganzes Vermögen sie zu tilgen vermöchte. Ihr verdanke ich mein Glück.“ In kurzen Worten erzählte sie dem Onkel von jenem Morgenspaziergang am Pirci und den damit verbundenen Folgen. Oakel Georg lachte nicht mehr. Er begriff, wie sehr es seiner Nell am Herzen liegen mußte, die Zukunft Nellies zu sichern und sie damit in ruhigere Bahnen zu lenken. „Wie du willst, Kind,“ sagte er,„au welche Weise gedenkst du deiner Kufine das Geschenk anzubieten?“ „Sieh her, Onkel,“ sagte das junge Mädchen und zog babei ein ziemlich großes E nie aus der Tasche.„Dies ist mein Hochzeité= geschenk für Nellie.“ (Fortsetzung folgt.) Hause Jahn Mansarder tür sprengen zu! er mit einem Schlüssel geöf Manschetienkn Hause Düppe Paulusstraß: gebrochen wol dem Täter 1 in die Hände beschrieben alt mausgrauem gelben Schuh Mitteilungen, Täter führen Kriminalpolize m(Berm Stölzer von h der Wohnung entfernt hat. m.(Dieb Allstädter Kire eine goldene## kette abhanden die Nummer 2 m.(Gefun am 14. Sept. und Rempel st Eigentümer si meldet hat. m(Verlo goldene Damei uhr, 1 goldenAus O Herfort Ueber das gest bei Meise, Sal richten, daß da sionen annahm, mit darauf zurü weit hergeholt u brannte schließli Vieh und Mobi zum Teil. 0 Herford haltungsab missionssitzung und stellte das Der erste Aber stott. Festredn aus Iserlohn, zweite Abend, oder 19. Janue Lichtbildervortra Dr. A. Köpp: Vortrag des He ferner versucht Offizier zu eine zu gewinnen, di ftatlfinden. De 20 Pfg. auf 26 aber jeder Besu gramm umsonst. O Herford, verein Har om Sonntag b Süiftungsfest un weihe. Nachmit marsch statt. Bürgermeister B Nachdem Instru abends Ball. C Herford, gemeinde.) 2 beschloß das S zu feiern. Abn man nur eine# nachmittags das da man bei d Gelegenheit geha zu zeigen. Fer inge, alle Hei sie der Deutsche zu einem Verbat Blotho, 18. auf so vie der übernasse ur das eizenartige Korbweiden, Weide, der zahlreiche Famili obliegen, ist und Güte stark zurückgeblieben. II Löhne, 1 seit Jahren Bedürfnis geltend gon. Bielefelb ue biran nach Ki günstiger zu gestal von Bielefeld ke nach Löhne und kette reichenden H schon um 10.39 U die Bünder schon Herfe Der Schui llzug Anschluß über Wartezeit daselbst. von der T.=O. abgesetzt.— die Regulierung des ichtung der früher Schelpzu Rieselland bewilligt.— r Angerstraße zwischen erweg wird nach längerer r Mehrheit ausgehoben.— ten an dem Grundstück verden nach den Vorschlägen ndert.— Ein mit dem dem Baumeister Klose abüber den Verkauf von der Hermannstraße dem unentgeltlichen Aus. ächen an der Weststraße dem Lagerhalter Josimeyer m von dem Schlosser Haus. ammlung zu.— Ein mit Bartling abgeschlossener ikauf des Teiles seines Kreuzstraße 6, welcher er Kreuzstraße fällt, wird Herstellung eines Promein Oberwallanlagen igt.— Ueber den Antrag ngsstraße zwischen Obernstraße soll nach geheimer Sitzung beraten Revision und Aufstellung schreibungen werden iese Ausgabe kommt nur Sie ist zu Vergütungen der Arbeit beschäftigter ad wird bewilligt.— „Zustimmung zur Erßes bei der Stadt8¾ Proz für bestehende einer längeren Diskussion. gabe des Haus= und ins, der um Ablehnung Vorlage bittet, verlesen. begründet die Vorlage. be man sich mit der Frage zu erhöhen su. Bei ren habe die Stadtsparkasse glänzenden Erfolg gehabt. usbesitzer sei diesmal bis hdem jetzt aber benachbarte issparkasse, der Stadt mit ßes vorrangegangen seien, arkasse notwendig folgen. des Haus= und Grundserr Toerner noch darauf adt Papiere zu nur 3½ rlihen gewährt hat, deren köane. Stadtv. Bierr würden durch die Maß sie helfe das Kap tal in en. Stadtv. R.=Arw. ung auf 4 Proz. vor und ligkeit der Sparkassenveroerner: Die Erhöhurg durch die Notwendigkeit, leichen Schritt zu halten. striebes könne ein Sparrichtet werden. Stadto. eunde stimmten blutenden Stadtv. Modersohn: r bittern Not gehorchend. einstimmig angenommen. ei der Oberrealschule eine Hilfslehrerstelle neu Virsammlung ist damit ntrag des Stadtv. C. W. litzten Punkte der Tageslung einiger neuer : Sitzung beraten werden. dringenden Antrag der e von Darlehen der zenfalls bis zur Höhe von Schluß der öffentlichin des Stadttbeaters.) ½ Uhr, Eröffnungsvorie Rabensteinerin“. on Wildenbruch.— MonDie Rabensteinerin“. 7½ Uhr:„Tartüff“. Molière(Ludwig Fulda). nber, 7½ Uhr, Novität: piel in drei Akten von Lothar).— Donnerstag, ie Rabensteinerin“. pt., 7½ Uhr. Klassikerreisen:„Othello“ von iebstähle.) Gestern Uhr wurden in vernbruchsdiebstähle austüden versucht. Im er des Oakel Schreibetwas auf das P. pler. Frank!" rief Herr nicht etwas hoch geEntweder— oder bei Nellie zu tief in ganzes Vermögen sie Ihr verdanke ich mein erzählte sie dem Onkel saziergang am Pirch ndenen Folgen. e nicht mehr. Er beeiner Nell am Herzen kunft Nellies zu sichern ruhigere Bahnen zu Kind,“ sagte er,„au du deiner Kufine das sagte das junge Mädin ziemlich großes E nie ies ist mein Hochzeits(Fortsetzung folgt.) Hause Jahnsplatz 8 hat der Dieb zwei Mansardertüren beschädigt, ohne sie jedoch sprengen zu können. Eine dritte Tür hat er mit einem auf dem Schranke liegenden Schlüssel geöffnet und 1 Paar geringwertige Manschettenknöpfe gestohlen.— In dem Hause Düppelstraße va und in einem Hause Paulusstraß: ist auf ähnliche Weise eingebrochen worden. In ersterem Falle ist dem Täter 1 Portemonnaie mit 4,50 Mi. in die Hände gefallen. Der Täter wird beschrieben als mit schwarzem, steisem Hut, wausgrauem Paletot, blauer Hose und gelben Schuhen bekleidet. Sachdienliche Mitteilungen, welche zur Entdeckung der Täter führen können, werden an die hiesige Kriminalpolizei erbeten. m(Vermißt) wird die Ehefrau Anna Stölzer von hier, welche sich vorgestern aus der Wohnung ihres Ehemannes ohne Grund entfernt hat. m.(Diebstahl.) Einer Seminaristin, Altstädter Kirchplatz, ist vor einiger Zeit eine goldene Damenuhr mit silberner Oxydkette abhanden gekommen. Die Uhr trägt die Nummer 27762. m.(Gefunden) ist ein Fahrrad, welches am 14. Sept. vor der Fabrik von Baer und Rempel stehen geblieben ist und dessen Eigentümer sich bis jetzt noch nicht gemeldet hat. m(Verloren.) 1 Brillantnadel, 1 goldene Damenuhrkette, 1 silberne Damenuhr, 1 goldene Damenuhr. ebenfalls die Verbindung mit Löhne und Bünde, da man schon dort um um 8.45 Uhr abfahren muß, um den Anschluß in Herford zu erreichen. Den wiederholten Anträgen des hiesigen Amtes und des Mitgliedes des Eisenbahnrates Herrn Paul Delius Bielefeld zufolge hat die Königliche Eisenbahndirektion die versuchsweise Befbederung des Personenzuges Nr. 221 bis Löhne vom 1. Oktober cr. ab angeordnet. Derselbe trifft 12.43 nachts in Löhne ein. II Melbergen, 18. September.(Dem Lehrer Stockmann) in Lenzinghausen wurde eine Lehrerstelle an hiesiger Schule vom 1. Oktober ab übertragen. den Kreise Herford. O Herford, 19. September.(Feuer.) Ueber das gestern schon kurz berichtete Feuer bei Meise, Salzuflerstraße, ist noch zu berichten, daß das Feuer doch größere Dimensionen annahm, als es anfangs schien, was mit darauf zurückzuführen ist, daß das Wasser weit hergeholt werden mußte. Das Gebäude brannte schließlich bis aufs Mauerwerk nieder. Vieh und Mobiliar ist gerettet, versichert nur zum Teil. 0 Herford, 19. Sept.(Volksunter haltungsabende.) Die letzte Kommissionssitzung erledigte die Jahresrechnung und stellte das neue Winterprogramm fest. Der erste Abend findet am 17. Nevember stott. Festredner: Schriftsteller L. Schröder aus Iserlohn, Thema: F. Freiligrath. Der zweite Abend, ein Konzertabend, am 12. oder 19. Januar. Ferner am 9. Februar Lichtbildervortrag über Wilhelm Busch von Dr. A. Köppen. Endlich im März ein Vortrag des Herrn Dr. Pohlmeyer. Es soll ferner versucht werden, einen SüdafrikaOffizier zu einem Vortrag über den Krieg zu gewinnen, dieser würde dann im Oktober ftatlfinden. Der Eintrittspreis wird von 20 Pfg. auf 25 Pfg. erhöht, dafür erhält aber jeder Besucher ein ausführliches Programm umsonst. # Herford, 19. Sept.(Der Gesangverein Harmonie Stiftberg) feiert om Sonntag bei Witwe Tiemeier sein 4. Stiftungsfest und verbindet damit die Fahnenweihe. Nachmittags 3 Uhr findet ein Festmarsch statt. Die Witherede hat Herr Bürgermeister Busse freundlichst übernommen. Nachdem Instrumental= und Vokalkonzert, abends Ball. C Herford, 19. September.(Turngemeinde.) Die letzte Hauptversammlung beschloß das Stiftungsfest am 6. Oktober zu feiern. Abweichend gegen früher will man nur eine Abendfeier veranstalten und nachmittags das Schauturnen fallen lassen, a man bei den letzten Festtagen genug Gelegenheit gehabt habe sich dem Publikum zu zeigen. Ferner sind Bestrebungen im Gange, aule Herforder Turnvereine, soweit sie der Deutschen Turnerschaft angehören, zu einem Verbands zu vereinigen. Blotho, 18. Sept.(Von der Weser.) Wie auf so vielen Prdduktionsgebieten ist der übernasse und kalte Sommer auch für das eizenartige Produkt des Wesergeländes, Die Whechgeiben, recht nachtellig gewesen. deren Schnitt und Abschälung Siegen, Jamilien viele Wochen hindurch und Gu, in diesem Jahre nach Länge zurüichesleben. Piuter anderen Jahren Schon sg. 18 Stpi.(Neuer Zug.) dürteig Johren hat sich hier ein dringendes geltend gemacht, die Zugverbindung von Bielefeld nach Löhne und im Anschluß Wan nach Kirchlengern= Bünde nachts Lünstiger zu gestalten. Bislang mußten die von Bielefeld kommenden Risenden, die ## Löhne und dem großen bis zur Berg„#le reichenden Hinterlande fahren wollten, Gon um 10.39 Uhr von Bielefeld abfahren, G####, schon um 9 07 Uhr, um den ####un in Herford 9 45 Uhr zu erreichen. lzug 19 hat für Bünde nur üder Löhne mit 2¼ stündiger Wartezeit daselbst. Von Detmold her fehlt Aus den Kreisen Miaden uus Lüblete. Minden, 17. Sept.(Diebstahl.) Gestern vormittag zwischen 8 und 9 Uhr ist aus einer Schlafstube Marienwall 35 eine silberne Damenuhr mit Goldrand im Werte von 40 Mark gestohlen worden. Als der Tat dringend verdächtig kommt ein etwa 24 bis 26 Jahre alter Mann von gut mittlerer Größe mit dunklem Haare und Anflug von Schnurbart in Betracht, der beim Verlassen des Hauses gesehen ist und auf Befrazen angegeben hat, er sei Former und suche Arbeit. Der Mann hat bunte Wäsche und Schnürstiefel mit Lackspitzen getragen. Minden, 17. Sept.(Ordeusverleihung.— Militärpersonalien.) Die Südwestafrika=Denkmünze aus Stahl wur de verliehen: dem Generalmajor von Beck, Kommandeur der 26. Insanterte Brigage, Oberst Rafalski, Kommandeur des JafanterieRegiments Nr. 15, Hauptmann Lueder, bisher Adjutant der 26. Jafanterie=Brigade, Leutnant Weyland und Oberzahlmeister Hohmann im Infanterie=Regiment Nr. 15, sowie dem Btigabeschreiber Vizefeldwebel Renzel, dem Regimertsschreiber Sergeant Holle und dem Untereffizier Bökemeier im Infanterie=Regiment Nr. 15.— Leutnant v. Ditfurth im Infanterie=Regiment Nr. 145, bisher kommandiert zur Dienstleistung beim Feldart.=Regt. Nr. 58, ist in letzteres versetzt worden.— Assisteuzarzi Rapmund in der Schutztruppe für Südwestafrika, Sohn des Geh. Regts.= und Medizinalrat Rapmund, ist zum Oberarzt befördert. Lübbecke, 16. Sept.(Verleihung) Vom Fürsten zu Schaumburg=Lippe ist dem um die freiwillige Feuerwehrsache hochverdienten Konmandeur der hiesigen Wehr, Senator Waldthausen, die Verdiostmedaille verliehen. Lübbecke, 17. Sept.(Ferien.) Die Herbstferien an den hiefigen Schulen nehmen am Sonnabend den 28. d. M. ihren Anfang und zwar dauern dieselben für die Höhere Knaben= und Mädchenschule 8 Tage und für die Stadtschule 14 Tage. Lübbecke, 17. Sept.(Der heutige Viehmarkt) zeigte guten Besuch. Aufge trieben waren 1991 Schweine und 52 Kühe. Die Schweizepreis: standen sehr ntedrig. Oeynhausen, 16. Sept.(Altes Grab.) In der Kixmöllerschen Sandgrube im Moskamp bei Rehme wurde gesterrn, etwa 2 Meter unter der Erdoberfliche, ein altes Grab auf: gefunden, das neben Knochenresten 2 Schwerter, 3 Dolche, 1 Lanzenspitze, 1 Schildbuck.l silberne Knöpfe, Spangen und mehrere gut erhaltene Zähne enthielt. Etwa 1½ Meter von dieser Grabstätte stieß man, lt.„Anz.“, auf Reste eines Pferdegerippes. Aus den Kreise Halle. Halle i. W., 18. Sept.(Kirchen steuer bei Mischehen.) Eine Anzahl von Personen haben im Laufe der Jahre bei Mischehen zu beiden beteiligten Kirchengemeinden gesteuert. Vom Oberverwaltungs. gericht ist nun der Rechtsgrundsatz aufgestellt, daß die beteiligte Gemeinde nur befugt ist, die ihrem Bekenntnis angehörige Person in die Hebeliste aufzunehmen und ihr eine Zahlungszustellung zugehen zu lassen. Ans den Reg.=Bez. Münser und Arusberg. Dortmund, 18. Sept.(Sammlung.) Ein hiesiger Arbeiter, der Hobler Trachte, hat für die südwestafrikanischen Truppen den Betrag von 6343 Mark durch Sammlungen aufgebracht und dem hiesigen Zweigverein des roten Kreuzes überwiesen. Dortmund, 18. Sept.(Leichenfund.) Heute vormittag wurde in der Nähe des Petroleumshafens die Leiche des auf Zeche Monopol beschäftigt gewefenen Bergmanns Ferdinand Hoffmann aus Bergkamen im Dortmund= Enskanal gelandet. Ob Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, steht nicht fest. Aus der Nacharzensinzen und Staaten. Saarbrücken, 17. September.(Zur Landesverratsaffäre.) Ein Trompeter und ein Sergeant vom 8. FeldArtillerie=Regiment wurden unter dem Verdacht, in die Schiwaraaffäre verwickelt zu sein, im Manözer verhaftet. Oberhausen, 17. Septbr.(Schwer mißhandelt) An der Styrumer Geenze wurde der Maurer Baumann von jungen Burschen, denen er die Bezahlung von Branntwe'n verweigert hatte, zu Boden geschlagen und durch Messerstiche in grauenhaster Weise mißhandelt. Den Ueberfallenen fand man erst am anderen Morgen blutüberströmt vor und überwies ihn dem Krankenhause. Der Zustand Baumanns ist hoff gungslos. Mehrere der Täter wurden festgenommen und hinter Schloß und Riegel gesetzt. Düsseldorf, 17. Sept.(Ueberfahren.) Auf der Essenbahnstrecke Düsseldorf= Eller wurde ein Rottenarbeiter von einem Zuge überfahren und sofort getötet. Die Leiche war schrecklich verstümmelt.— Auf der Landstraße nach Kaiserswerth fuhr ein junger Radfahrer mit seinem Motorzweirad in rasender Geschwindigkeit gegen einen Baum. Tödlich verletzt mußte er ins Krankenhaus überführt werden, wo er noch besinnungslos darniederliegt. Barmen, 18. Sept.(Wie berufsmäßige Verbrecher) gingen zwei Schul burschen namens Hitzberg und Simons aus Wald bei der Beraubung und Ausplünderung einer V lla zu Werk=. Beide hatten beobachtet, daß die Fawilis des Fabrikanten Dirlam am Himmelfahrtstage ausgefahren war. Sofert beschlossen sie, dem nun verlassenen Landhause einen Besuch abzustatten. Sie erkletteiten zuerst die Veranda, gelangten dann wit leichter Mühe in die Billa und unterzogen hier alle Gelass: und Behältnisse einer genauen Durchsuchung. In Geldschrank, den die Einbrecher öffneten, entdeckten sie einige hundert Mark und eine wertvolle geldene Uhr, und nahmen alles, sowie eine Unmenge Früchte als willkommere Beute mit. Um nun ja vorsichtig zu gehen, liefen beide barfuß in den Räumen umher. Nachdem die Diebe gefaßt waren, steckte man sie sofort in eine Besserungsanstalt. Die Strafkammer verurteilte Simons— der andere ist noch nicht einmal 12 Jahre alt und daher noch strafunmündig— zu 1 Monat Gefängnis. Mütheim(Ruhr), 18. Sept.(Erstickt.) Die Eheleute Tops fanden heute ihr zweijähriges Kind erstickt im Bett vor. Das Kind dürfte wahrscheinlich im Schlaf erdrückt worden sein. Da eine andere Todesursache nicht ausgeschlossen ist, wurde die Leiche vorläufig von der Kriminalsehörde dem städt. Leich uhause zugeführt. Ueberruhr, 18. Sept.(Schwer verletzt.) Gestern abend wurde auf der Zeche Heinrich der Bergmann Wilhelm Wünnen berg von hier, Vater von vier unmündigen Kindern, durch einen Sprengschuß so schwer verletzt, daß er bereits auf dem Wege zum Krankenhaus verstarb. Vermischtet Aus den Kreisen Hörter und Warburg. Höxter, 16 September.(Ein nettes Manöver=Intermezzo) spielte sich am Bahnhofe in Eissen ab, als bei dem Sturm der Manöver=Bummler auf den Zug des Fürsten von Waldeck mit einigen dort anwesenden Generalstabs Offizieren den Bahnbeamten, die dem Andrange nicht gewachsen waren, helfend beisprangen, indem sie das Pablikum zum ruhigen Einsteigen veranlaßten. Einige dort anwesende Pyrmonter und Höxteraner, darunter Herr Henze, welche den Fürsten erkannt hatten, brachten ihm bei der Abfahrt, wo er einen Wagen vierter Klasse besteigen mußte, ein kräftiges Hurra aus, in welches alle Anwesenden einstimmten; sichtlich erfreut und amüsiert schaute Se. Durchlaucht aus seinem keines wegs hossähzigen Salonwagen heraus und dankte für die Nugstachte Sautien. Halle, 18. Sept. Bei einer Zugentgleisung wegen Schienenbruchs auf der Halle=Hettstedter Eisenbahn erlitten drei Personen geringe Verletzungen. Der Materialschaden ist nicht unbedeutend. Bremen, 18. Sept. Der Reichspostdampfer„Seydlitz“ des Norddeutschen Lloyd begeguete am 11. September auf 5 Grad 28 Min. südl. Breite und 90 Grad 35 ###l. Länge dem in Flammen nlehenden Dampfer„Fortunatus“ aus Melbourne. Da das brennende Schiff von der Mannschaft verlassen war und der Dampfer den Weg Ceylon Fremantie trieb, ist das Weack laut dem Berich des Kapitän des„Seydlitz“ der Schiffahrt gefährlich. Höchst a. M, 16. September. Im„Höchster Kreisblatt“ war kürzlich nachstehende Annonce einer schwergekränkten und tiefbetrübten Hausfrau zu lesen:„Wer kann mir sagen, wer die Luftschiffer waren, die am Donnerstag 7 Uhr über Nied geflogen sind und mir durch Aussaütten von Sand meinen frischen Zwetschenkuchen total verdorben haben? Jula Schmitt, Bretzelgasse 11.“ ernte hat einen bedeutenden Preissturz zur Folge gehabt, indem gegenwärtig nur mehr 2 Ml. für den Zentner Zwetschen bezahlt werden. Mancher kleine Landwirt ist imstande, 150 bis 250 Zentner dieser beliebten Frucht zu liefern. Besonders in Betracht kommen hierbei die Gemeinden Gimbsheim, Laubenheim, Gonsenheim und Ingelheim. Frankfurt a M., 18. Sept. Heute fzüh stellte sich der 44 jährige Arbeiter Friedrich August Gebeuer der hiesigen Kiminalpolizei und bezichtigte sich, 1894 in Berlin die unverehelichte Anna Winkler ermordet zu haben. Gebeuer, der Sohn eines Gutsbesitzers, war früher sehr vermögend und war bereits unter dem Verdachte der Täterschaft in Frankfurt verhaftet zworden, mußle jedoch aus Mangel an B=weisen, wieder freigelassen werden. Heute gestand er, er habe die Winkler in ihrer Wohnung erwürgt. Sarbrücken, 18. Sept. In Feutsch, einer großen Gimeinde des lothringischen Erzgebiet s, hantierte ein zwölfjähriger Knabe so unglücklich mit einem Revolver, daß ihm eine Kugel in den Leib drang. Er wurde nach Metz in das Spital der Maternité verbracht, wo er starb. Eine von der Polizei vorgenommene Untersuchung ergab, daß ein großer Teil der schulpflichtigen Jugend mit Revolvern beweffaet war, die mit Beschlag belegt wurden. Montreux, 18. Sept. Zwei Männer, die heute vormittag gegen 9½ Uhr in der Filiale der Bank Montteux. Avenue de Kursaal, erschlenen und sich Banknoten wechseln ließen töteten den damit beschäftigten Kassierer durch Revolverschüsse in den Kopf und raubten alsdann den Kassenschrank aus. Auf der Flucht verletzten sie durch Schüsse noch vier Personen, die ihre Verfolgung aufgenommen hatten. Die Verbrecher wurden nach wilder Jagd festgenommen und die entwendeten Papiere wie der Barbestand fast vollständig zurückerlangt. Die Täter sind vermutlich Russen. Einer der Verletzten befindet sich in hoffnungslosem Zustand. Helsingfors, 18. Sept. Das Auspumpen des Wassers aus dem„Standart“ geht so erfolgreich vor sich, daß die Wohnräume der Kaiserjacht bereits wasserfrei sind und die elektrische Beleuchtung wieder funktioniert. Neben der Unfallstelle ist jetzt eine 15 Fuß lange Sandbank bemerkbar. Der in der vergangenen Nacht wüter de Sturm hat die Lage der Kaiserjacht richt verändert. Schanghai, 18. Sipt. Der Dawpfer„Tafumaru", der der Nishen=Kisen=Kaisha Linie gehört, ist drei Meilen von Tschingkiang in Flammen aufgegangen; 100 Personen sollen den Tod dabei gefunden haben (Tätowierte Modedamen.) Man schreibt aus London: Die neueste Mode, die die eleganten Damen zum Schmuck ihres Körpers mit größtem Eifer aufnehmen, ist das Tätowieren. Diese exotische Art der Hautverschönerung ist ja sonst im allgimeinen nur roch bei wilden Völkern üblich, und nur Matrosen, Artisten, kurz Leute, die einem derberen Geschmack huldigten, mochten sich dazu bequemen. Nun plötzlich aber ist bei dim zorten Geschlecht und in der feinsten Gesellschaft die Lust nach Tätowierungen erwacht, und ein bekannter englischer Künstler in diesem Fach, Alfred South, sern„mitteilen, daß die Zahl seiner Aufträge ntunvig wächst und hohe Artstokratirnen zu seinen Kunden gehören.„Ich kade in letzter Zeit“, erzählte er,„verschiedene Damen in ihren Villen auf dem Lunde und in London besucht, ja bin sogar nach Paris berufen worder, um Tätowierungen auszuführen. G wöhnlich lassen sich die Damen auf dem Arm die Monogramme ihres Gatten oder Lebhabers, ein Herz oder andere Symbole einzeichnen; aber auch andere Dinge werden verlangt, und es glbt eigentlich nichts, wes nicht tätowiert würde. So hat sich eine Dame aus Kensington, die bei einem Preisausschreiden die Summe von 3250 Mark gewann, den Spauch der Preisrichter auf ihren Arm tätowieren lassen Eine langwierige und schwere Arbeit vollbrichte beineiner anderen Dame, die sich in den letzter Woche ihr 400 Worte umfassendes Testament auf den Rücken tätowieren ließ! Veise aus Gedichten von Wordsworth, ein Kreuz, Bridgeprobleme sind nicht ungewöhnlich Am beliebtesten sind Blumer, Schlangen, wilde Tiere, Monogramme von Liebenden und Bilder von Rennpferden." Unter den fürstlichen Persönlichkeiten, die tätowiert sind, werden der russische Zar, der Pritz von Wales und die Prinzessin Waldemar von Däremark genannt. Eehsenüicher Dienststelle: Meteorologisches Observateriun Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeu= m Abend des 19. Sept. bis zum Abend des 20. Sept. Morgen fortgesetzt trocken und vielfach heiter, morgens und abends nebelig, räßige nordöstliche Winde, am Tage etwas wärm: Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 19. September 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 7°C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+13°C. Barometer 76,5 cm. Wind: Nord Weß. Himmel: bedaar. Neuste Nachrichten. Gestern abend ällte das Riggg, Kriegsgericht sein V3.kitische Revolutionäre, die im 1905 eine Reihe von Ver. brechen begangen, insbesondere und Militär Personen ermordet, Pastoren und Gutsbesitzer vertrieben, sowie Schlösser geplündert und eingeäschert hatten. Fünf Angeklagte waren nicht zu ermitteln. Von den übrigen wurden verurteilt: 22 zum Tode, zu Zwangsarbeit S auf Lebenszeit, einer auf 20, einer auf 8 und 13 auf 4 Jahre, 6 wurden zur Ansiedlung in Sibirien verurteilt und 12 freigesprochen. Die Verteidiger sind von der Härte dieses Urteils Eiserne Bettstellen. Mossing-Bettstellen. Bettstellen für Kinder. Ruhe behaglich auf Mertens vollständig zerlegbaren Stahlsprungfeder-Matratzen. Rosshaar-Matratzen. CapokMatratzen. F. Mertens. Erstes Bielefelder Spezial-Haus für Betten- u. Matratzen-Fabrikation. Nreie Tpannder. Bielefeld. Freitag, den 20. Sept. erfolgt die Abgabe der Abonnements. Karten im Theaterbureau von 10—1 vorm. u. v. 5—7 Uhr nachm Sonntag, den 22. Septbr. 1907, Nach dem Beschluß des gemeinsamen Kreisausschusses vom 18. Juli d. Is. machen wir gemäß§ 36 unserer Satzungen bekannt, daß der Zinsfuß für Spareinlagen bei der KreisSparkasse auf 7½ Uhr Eröffnungs=Vorstellung: 3¾ Prozent Die Rabensteinerin. Der Vorverkauf an der Theaterkasse für die im Wochenspielplan veröffentlichten Vorstellungen beginnt am Sonnabend(10—2 15r). Abonnements werden noch im Theaterbureau entgegengenommen. erhöht ist. Waschemit Diese Erhöhung tritt für die neuen Spareinlagen am 1. Oktober d. Is. und für die bestehenden Spareinlagen am 1. Januar 1908 in Kraft. Bielefeld, den 5. September 1907. Das Kuratorium der Kreis=Sparkasse Fritz Kobusch. Telius. W. Bültmann. zwäschlam besters Erhst Naschetsver! 1 1 Hervorragende Neuheiten für Herbst u. Winter. in grosser Auswahl Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. Der hiesige Zweigverein des unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin stehenden Vaterländischen Frauenvereins hat auch in dem verflossenen 28. Jahre seines Bestehens, dank der ihm von der gesamten Bürgerschaft gewährten Mittel, seine mannigfache Tätigkeit barmherziger helfender Liebe in erfolgreicher Weise weiterführen und vielfacher Not in unserer Stadt abhelfen können. Aus den Zinsen der R. Hammerschmidt=Stiftung wurden 100 bedürftige skrophulöse Kinder in die Kinderheilstätten in Salzuflen, bezw. Rothenfelde gesandt und durften fast alle wesentlich gebessert heimkehren; eine große Anzahl verwaister, halbverwaister gefährdeter Kinder fand bergende Zuflucht in unsern Kinderhorten, im Lutherstift und Josephsheim; die Fürsorge für arme Wöchnerinnen, durch Gewährung der nötigen Kleidungsstücke, sowie Milch für die Säuglinge wurde in erhöhtem Maße fortgesetzt und nach der von der Kaiserin erfolgten Anregung weitere Schritte zur Minderung der Säuglingssterblichkeit ins Auge gefaßt. Ist die verborgene, stille, verschämte Not, die sich selbst durchringen möchte und nicht der Armenverwaltung zur Last fallen, oft genug die bitterste, so hat auch hier wieder der Verein hülfreiche Hand geleistet und 405 Familien mit ca. 2500 Mk. unterstützt und an Brot= und Kohlenmarken ca. 800 Mk. in 1906 ausgegeben. Dank der Beihülfe des hiesigen Zweigvereins vom roten Kreuz konnte eine sechste Krankenpflegehülfsstation in Gadderbaum errichtet werden, und wurden die zwei Volksküchen im Marienstift und Marthaheim, in denen wieder ca. 68 100 Portionen guter, kräftiger Suppe verabreicht wurden, in bisheriger Weise unterstützt. In sehr dankenswerter Weise hat Herr Stabsarzt Dr. med. Schulz sich, der Abhaltung eines neuen Samariterkursus„zur Ausbildung weiblicher Krankenpfleger im Kriege" unterzogen, an dem eine große Anzahl Damen mit regem Eifer sich beteiligten. In dieser mannigfachen Arbeit sind aber auch die Mittel des Vereins erschöpft. Je dringender aber in unserer stets wachsenden Stadt die Fortführung aller obigen Arbeit notwendig ist, je mehr bei der Verteurung aller Lebensbedürfnisse auch gesteigerte Mittel zur Abhülfe aller Not erforderlich, um so mehr bitten wir herzlichst, wenn die Vorstandsdamen sich jetzt wieder der Sammlung von Beiträgen unterziehen, sie freundlich aufnehmen und reichlich Gaben ihnen einhändigen zu wollen, zumal der kommende Winter wieder Not genug bringen wird, die unserer Hülfe bedarf. blendend schönen Teint, weiße, sammetweiche Haut, ein zartes, reines Gesicht und rosiges, jugendfrisches Aussehen, erhält man bei tägl. Gebrauch der echten Steckenpferd=Lilienmilch=Seife v. Bergmann& Co., Radebeul mit Schutzmarke: Steckenpferd. à St, 50 Pfg. bei L. Schäfer, Bielefeld. Petri Gebrüder, Minden. 5 Damenkonfektion. Kleiderstoffe. Massanfertigung. 1 1 1 1 1 Shrift Verein junger Männer, Bieleseld, Papenmarkt 2. Sonntag, den 22. d. Mts., abends 8½ Uhr: 1. Rekruten=Abschiedsfeier. 2. Bericht über die 25 jährige Jubelfeier und 8 Nationalkonferenz in Detmold. Männer und junge Leute sind bestens eingeladen. Der Vorstand. Wegen der Anfang Oktober stattfindenden Eröffnung unseres neuen * U Bahnhofstr. 39, Fernsprecher 4.69 wird der Betrieb im alten Hause am Altstädter Kirchplatz nunmehr gänzlich eingestellt. Es stehen dort verschiedene Oefen, darunter ein noch neuerer, erstklassiger = großer Saalofen,— der ca. 200 qm Saalfläche(über 600 chm Raum) ausreichend heizt, billig zum Verkauf. Anfragen beim unterzeichnet. Vorstand. Vereinshaus Akt.-Ges. Bökenkamp. v. d. Mühlen. liefert in sauberster Ausführung, modern und preiswert von der Mühlen, Bielefeld, Zitt rstr. 43. Nachdem die Wahl des Mitgliedes des Hauses der Abgeordneten für den Wahlbezirk 2 Minden— Hofbesitzer Rudorf— in der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 24. April 1907 für ungültig erklärt ist, habe ich für die vorzunehmende Ersatzwahl als Wahltermin und zwar für die erforderlich werdenden Wahlmänner Ergänzungswahlen den 14. Oktober 1907 und für die Wahl des Abgeordneten den 21. Oktober 1907 festgesetzt. Zum Wahlkommissar habe ich auf Grund des§. 23 des Reglements über die Ausführung der Wahlen zum Hause der Abgeordneten vom 14. März 1903 bis 20. Oktober 1906 den Landrat, Geheimen Regierungsrat von Ditfurth in Bielefeld ernannt. Wahlort ist Bielefeld. Minden, den 7. September 1997. Der Regierungs-Präsident. Dr. Kruse. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis Herford, den 16. September 1907. Der Landrat. I. V.: Winnigstedt, Kreissekretär. Beinschäden Krampfadergeschwüre und Hautkrankheiten: behandelt ohne Berufsstörung C. Karstadt- Herford- Eestostetracte2 Verantpontlich für den edaltionelen Teil Hermann Lange, fülr den Relanes und Iuseraten=Tei R. Trautmann, Druc und Verlag von A. von der Mühlen, smtlich in Bielesed. 221. udr Sche an allen Postan 120 M., bei u Zustellung in B 1.40 M., durch trüger 1.62 chne 5 : rmgehend verge : P o b e n u m Bekannte vo S Histori 20. Septem von Brandenburg Ryswyk, 169 zu Kolberg geb. Alma in der Jakob Ludwi 1863.— Ei: Truppen in: zessin Cäeili# Fontane, Dicht 25jähri VIII. deuts## der wvangel. D vom 13. bis (Feitsetzung.) Grotenburg. mittag des 15. der Grotenburg, sein, die dort v# der Illug Festplotz war p ½4 Uhr traf Se. von seinem Fl v. Dewall begl Hochrufen begrüß diesem batten d#i# Bü nisse Gufstel vom Nationalpté laucht bekannt geFürst Leopold a Forstmeister v. R Genf sich hatte Feier mit dem Gnah und fern. sprach ein Gebet geisternde Begrüß Von der Höhe Befreiers Deutschla hier grüßt uns die vor 25 Jahren, hi Jubeln und Dank Große, was uns ir schenkt worden ist. daß er das Protekto zu unserer Feier gei Die Grußglocken zur cordia, Eintrachts# zwischen Nord und Klang soll mahnen: der Welt! Der zwe Christ! Der deite Jesu Christi sei und einem al gegrüßt in Jest Mejor von R Segenswunsch auf und Se. Durchlau Darauf hielt Leopold folgend „lce dante Shnen lichen Willkomm, den Es ist mir eine Freu! Jubiläumsfeier in 3 viele Vertreter unsere Deutschen Gauen and po vor 25 Jahren deutschen Jünglings! Ich nehme den reg## christlichen Glauben u