se Zeitung is S 23 B mal 4.75 zL. I. d. M. und Duisburg. zen men, Helsenkirchen. Witten. Slattes durch Krüger ndelsteil. ges Feuilleten. onsorgan dustriebezirkes. Es 35 Oktober kostenlos Essen=Ruhr. ung. jedes des Hauses der Minden— Hofbes Abgeordnetenhauses lärt ist, habe ich für Zahltermin und zwar lmänner Ergänzungs1907 1907 uf Grund des§. 23 ig der Wahlen zum März 1903 bis 20. n Regierungsrat von lort ist Bielefeld. 197. gs-Präsident. ruse. inge ich hiermit zur 1907. r Landrat. stedt, Kreissekretär. Ihtungen Stil ötter dernstr. 45. 930 5 905 907. in Bielefeld. an allen Postanstalten 1.20 M., bei täglicher Zustellung in Bielesel. 4.40 M., durch Briesträger 1,62 M. 31. Jahrgang zelle oder deren 9 eeren damm #i., Retlamen 46 Erscheint leihhmel wüchentich. Geichtstrastelle Ritterstr. 42. Nr. 15. Historischer Kalender. 18. September: Erste Teilung Polens, 1773.— Justinus Kerner, Arzt und geb. 1786.— Niederlage der Franzosen bei Kaiserslautern, 1793.— Aufstand in Frankfurt a. M., 1848— Karl XV. König von Schweden, gest. 1872.— Aufstand in Ostrumelien, 1885.— Mißglückter Generalstreik in Italien, 1904.— Fürst Harbert Bismarck, in Friedrichsruhe gest. zablreiche Scäise lung bei Hongkong, Menschenleben, 1656. un ewire Verluste an Freisinnige Blockpolitik. C. C. Die Verhandlungen des Parteitages der Freisinnigen Volkspartei sind durchweg von der Blockpolitik beherrscht gewesen. Ob man über die liberalen Einigungsbestrebungen, über Börsenfragen, über Handels= und Finanzpolitik, oder über Wahlrechtsreform und über die Blockpolitik selbst sprach, immer war von der Gunst der augenblicklichen Stellung des Freisinns innerhalb der konservativ=liberalen Reichstagsmehrheit die Rede. Natürlich fehlte auch der Hinweis darauf nicht, daß die freifiunige Fraktionsgemeinschaft das Zünglein an der Wage bilde. Aber welche noch so kleine parlamentarische Gruppe des Blocks glaubt nicht, dieses„Zünglein" darzustellen? Man kann fast sagen, daß je kleiner eine Gruppe, desto anspruch“ oller trete sie auf. Der freifinnige Parteitag hat sich mit Einmütigkeit für das Festhalten am Block aus gesprochen, er hat die von einzelnen Seiten erhobene Forderung, die Politik des Abwartens solle aufgegeben werden, zurückgewiesen und sich bereit erklärt, dem Reichskanzler zur Ueberwindung der Schwierigkeiten, die sich seiner Blockpolita ingeblich entgegenstellen, Zeit zu lassen. Die Freifinnigen legen also Wert darauf, den Bestand der konservativ liberalen Mehrheit zu wahren. Sie haben aber auch gar kein Hehl daraus gemacht, aus welchem Grunde sie zu Blockfreunden geworden sind. Es ist reiner Parteiegoismus, der das zuwege gebracht hat. Der Abgeordnete Dr. MüllerMeiningen hat ausdrücklich erklärt, der so genannte nationale B'ock bedeute lediglich ein Zusammengehen der beteiligten Parteien ad hoc,„soweit unser Programm dies zuläßt und soweit wir einen politischen Vorteil für die liberale Sache darin erblicken“ Man wird nicht gerade behaupten können, daß dies ein idealer Standpunkt sei; aber er war der des ganzen Parteitages, das konnte man aus dem Beifall entnehmen, der dem Redner gespendet wurde, und der besonders lebhaft erscholl, als der Redner erklärte:„Sehen wir uns aber getäuscht in unseren Erwartungen nach gemäßigtliberalen Konzessionen im Interesse der fortschrittlichen Entwicklung des Reichsgedankens, dann rufen wir: Zurück auf die Schanzen, es lebe der frischfröhliche Kampf!“ Also nur um des Vorteils willen beabsichtigt der männliche Freisinn im Block auszuhalten. die verheißenen„gemäßigt liberalen“ das tschagen eingeheimst hat, wenn er sieht, zurückalchen u dolen I, gedient er alte zalinende e Einsamkeit. Eine eigentümliche, Vorstellung von einem Block, der Caifte aus konservativen Elementen besteht! Man höre nur die Definition des Abgeordneten Dr. Wiemer:„Blockpolitik ist so erklärte er— das Zusammenwirken mit anderen Parteien von Fall zu Fall, um unter den einmal gegebenen Verhältnissen Gesetze in liberalem Sinne durchzubringen.“ Diese Definition dürfte weder von der Regierung noch von der Rechten anerkannt werden. Um der liberalen Minderheit die Kastanien aus dem Feuer zu holen, ist der konservativ=liberale Reichsgsblock wahrlich nicht geschaffen worden; die Blockpolitik kann vielmehr nur eine Politik auf Gegenseitigkeit sein, sonst würde sie bald in die Brüche gehen müssen. Wie der Abgeordnete Wiemer, auf die zurzeit schwebenden Verhandlungen bezugnehmend, mitteilte, soll bei der Reichs regierung zweifellos das ernstliche Bestreben bestehen, den liberalen Auschauungen möglichst entgegenzukommen. Es fragt sich nur, auf welche Punkte sich dieses Entgegenkommen erstrecken soll. Daß der Reichskanzler sich etwa vorgenommen haben sollte, mit der Zeit das freisinnige Parteiprogramm zur Durchführung zu bringen, wird auch der fröhlichste Optimist der Linken nicht glauben. Es dürfte sich eben immer um diejenigen Fragen handeln, an deren Lösung Fürst Bülow in diesem Februar im Reichslage „gedachl“ hatte. Daneben aber hat der Reichstag doch auch noch andere Aufgaben, die die Blockmehrheit lösen soll. Wie gedenkt sich der Freisinn hierbei zu verhalten? In der Fivanzpolitik will, nach dem Parteitagsbeschlusse, der Freisinn die bis herige Haltung einnehmen, ebenso in der Handels= und Verkehrspolitik. Diese Haltung war bekanntlich eine negative. Hinsichtlich der Militär= und Floitenfragen hat sich der Parteitag nicht festgelegt; doch hat der Abgeordnete Kopsch erklärt, man solle sich über Fragen der Zukunft, wie über Flottengesetz, Quirquennat und ähnliche Dinge nicht den Kopf zerbrechen.„Wir dürfen erwarten, daß man auch dabei uns Rechnung trägt, und wenn man eine Bindung im Flottengesetz macht und das Etatsrecht angreift, so wissen wir: dieses Gesetz ist eine Kriegserklärung für uns, und wir werden nicht warten bis man uns den Stuhl vor die Tür setzt, sondern erklären: auf diese Brüskierung haben wir nur eine Antwort: dann gehen wir wieder unserer Wege"..... Stürmischer, langanhaltender Beifall! Das freifinnige„Zünglein" macht sich bemerkbar! In der preußischen Wahlrechtsfrage jedoch will der Freisinn sich von den Drängern nicht beeinflussen lassen. Nach der vom Parteitage gefaßten Resolution wird die Freifinnige Fraktion des Abgeordnetenhauses „wie hisber mit allem Nachdruck“ für die Beseitige. des Dreiklassenwahlsystems eintreten. Stetereld 18. September 1907. Das Ergebnis der sächsischen Landtagswahlen läßt sich noch nicht völlig übersehen. Es steht noch eine Reihe von Stichwahlen aus, bei denen zum Teil die Sozialdemskraten den Ausschlag zu geben haben. Für die Konservativen dürfte sich ein Verlust von 5 oder 6 Mandaten herausstellen. Das kann als ein großer„Sieg“ der Liberalen, die eine regelrechte Treibjagd auf die Konservativen angestellt hatten, um so weniger angesehen werden, als die konservative Vorherrschaft in der Zweiten Kammer dadurch nicht im geringsten erschüttert wird. Im vorigen Landtage saßen neben 54 Konservativen, 23 Nationalliberale, 8 Freisinnige und je 1 Resormer und Sozialdemokrat. Die neue Zweite Kammer wird voraussichtlich aus 49 Konserrativen, 28 Nationalliberalen, 3 Freisinnigen und ebenfalls aus einem Reformer und einem Sozialdemokraten bestehen. Das ist der ganze Effekt der stürmischen Wahlbewegung, die für die Konservativen erheblich günstiger hätte verlaufen können, wenn sie nicht dem liberalen Ansturm gegenüber zu nachgiebig sich gezeigt hätte und wenn die Parteidisziplin besser gewahrt worden wäre. Die konservative Partei Sachsens wird die Lehren der letzten Wahl beherzigen und die Scharte bei nächster Gelegenheit auswetzen. Die Enzyklika über den Modernismus Wenn der Freisinn gerade in seiner heutigen Lage, als Glied einer Reichstagsmehrheit, auf die die Regierung sich stützen will, besonderen Wert darauf legt, seine Grundsätze und Traditionen so scharf wie möglich hervorzuheben, so ist das begreiflich. Der Uebergang aus der Oppositionsstellung in das Regierungslager ist etwas plötzlich gewesen und für einen Teil des freisinnigen Anhanges verdächtig. Wenn gleichwohl an dem Parteitage in allen Frazen Einmütigkeit erzielt worden ist, so ist das ein Ergebnis, auf das man im Freisinn mit berechtigter Genugtuung blicken kann. Dieses Ergebnis ist aber die Frucht sroher und nicht allzu bescheidener Erwartungen. Im Freisinn sind sonnige Frühlingshofffungen erwacht. Wir wollen diese Hoffgungen gewiß nicht stören. Von konservativer Seite ist am allerwenigsten eine Sprengung des Blocks zu befürchten; droht der konservativ=liberalen Reichstags mehrheit Gefahr, so nur durch die von der Linken kundgegebenen Absichten, die„Gunst der Lage“ völlig einseitig für liberale Parteiinteressen auszunützen. Wenn auch konservativerseits seinerzeit die Bereitwilligkeit, der Zusammensetzung der neuen Reichstagsmehrheit in entgegenkommender Weise Rechnung zu tragen, kundgegeben worden ist, so kann doch nimmermehr verlangt werden, daß die Rechte fortan nur noch liberale Politik machen sollte. Das wäre eine Zumutung, die mit Nachdruck zurückgewiesen werden müßte. stellt fest, daß der Modernismus jetzt eine schwere Gefahr für die Kirche sei, und daß es eine Gestaßr Karsisid Papstes ist, gegen diese Erführ Vörkhrungen zu treffen. In eingehender, kritischer Weise zergliedert die Enzyklika den Richtungen z.— Philgsapße iu der„Phälggaphie(Vonostizismus, Immanentismus), im Blauven(Suvjektivismus und Syusrnsmus), in der Theologie(Anwendung der vorgenannten Richtungen), in der Geschichte und Kritik und den Formen des Radikalismus, welcher die Grundlagen der Dogmen, der Hierarchie und der Disziplin untergräbt. Aus allem diesen muß der Schluß gezogen werden, daß der eine Zusammensetzung aller Ketzereien sei, und daß er folgerichtig Sgene ttesverleugnung führen muß. Die „-nose Wißbegierde und der Ehrgeiz des InLloldualismus, die Unkenntnis und die Nichtwahren katholischen Wissenschaft und pflichtgemäßen katholischen Lehre seien es, welche den Rodernismus in einem beträchtlichen Teile Der Pansse des Klerus gesät haben. Pap erinnett an die Maßnahmen, welche Dey XIII, zur Bekämpfung derartiger Verirrungen getroffen habe, und ordnet folgendes an: 1. Der Phesfgas Holastischen Phllosophie und . in allen Semitaren und an allen Nhelischen Universitäten mit Studiengängen für hat in aufrichtigem katholischem Geiste zu erfolgen. 2. Die Modernisierten müssen aus der Leitung und richt in den Seminaren und in den katholischen Universitäten entfernt werden. 3. Die Bischöfe müssen ebenso, wie die Delegierten des heiligen Stuhles für die Fernhaltung des Klerus und der Gläubigen von der eseikiger. Presse Sorge tragen. jeder Lözese ist für die Prüfung von lgslischen Veroffentlichungen ein Zensorenkollegium einzusetzen. Ferner wird das Verbot Leov XIII bestätigt, welcher der Geistlichkeit seitihest; ohne die Erlaubnis des Bischofs voiterbeite sten zu redigieren. Geistliche Muurvener von Zeitschriften sind zu überwachen. 5. Den Geistlichen ist verboten, Konha#halten, abgesechen von sehr seltenen Ausnahmejauen, in denen keine Gefahr des Modernismus, Presbyterinismus und Latitudinismus besteht. Ferner wird die Errichtung eines die Verbreitung moderner Irrtümer angeordnet, Koiten haben Bericht zu er Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. 17. September. Die Kaiserlichen Herrschaften sind heute abend von Wilhelmshöhe abgereist. Abends kurz vor 11 Uhr begaben das Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise mit Gefolge sich in den auf der Station Wilhelmshöhe bereitstehenden Sonderzug, der Mi twoch in f.ühr Mo gerstunde sich in Bewegung setzte. Die A#kunst in Charlottenburg ist für morgen vormittag 11 Uhr 55 Min. vorgesehen. Die Kaiserin und die Prinzessin werden dort den Sonderzug verlassen, um im Schloß Bellevue Wohnung zu nehmen. Der Kaiser wird die Reise fortsetzen und nachmittags auf der Station Neuhof eintriffen, um am Mittwoch und Donnerstag in der Schorfheide zu pirschen. Folgende Kabinettsorder ist dem kommandierenden General des 7. Armeekorps Irhrn v. Bissing zugegangen: Wilhelmshöhe, 11. Sept. 1907. Ich habe sowohl bei der Parade wie auch an den darauffolgenden Manövertagen in sämtlichen Truppenteilen des 7. Armeekorps eine vortreffliche Halturg, innere Ordnung und kriegsmäßige Ausbildung gefunden, die mich ganz besonders befriedigt und erfreut hat. Ich nehme daher gerue Veranlassung, Ihnen Meinen Dank für Ihre erfolgreiche Tätigkeit auszusprechen und verleihe Ihnen, in ehrender Anerkennung Ihrer Verdienste Meinen hohen Orden vom Schwarzen Adler, dessen Infignien anbei folgen. Zugleich beauftrage ich Sie, unter Bekanntgabe der aus der Anlage ersichtlichen Gnadenbeweise, in Meinem Namen allen Generalen, Kommandeuren und Offizieren für die Sorgfalt, mit der sie die Ausbildung der Truppen geleitet haben, zu danken, den Unteroffizieren und Mannschaften aber Meine Zufriedenheit mit Leistungen zu erkennen zu geben. Gleiche Anerkennung gebührt den zur Verstärkung des Armeekorps und zur Bildung der Kavalleriedivision A von anderen Armeekorps herangezogenen Truppen, ihren Kommandeuren und höhern Führern und wollen Sie auch diesen hiervon mit den in der Anlage enthaltenen Gnadenbeweisen Kenntnis geben. Meine besonderen Bemerkungen über die Manöver behalte ich Mir vor. „ Bitheln R. Der 17. Verdandstag des Verbandes mittlerer Reichs=, Post= und Telegraphenbeamten fordert in einer angenommenen Resolution eine Umgestaltung der Personalordnung, nach welcher die Assistentenstellen in Sekretärstellen und die Sekretärstellen in Obersekretät stellen umzuwandeln sind, und hält ferner eine Mindesterhöhung der Gehälter 1. der Ober Post= und Ober=Telegrophenassistenten, Post= und Telegraphenassistenten, Kanzlisten und Postverwalter von 1500—3000 Mark auf 1800—3600 Mark; 3.der Posg und Telegraphensekretäre von 4100—3500 Mark auf 2200—4200 Mark; 3. der Ober=Post= und Oder Telegraphen= sekretäre und Postmeister von 2100—4200 Mark auf 2500—4800 Mark für notwendig. Auch eine angemessene Erhöhung Gishger de gte der der Assesenten und Gehilfen sei nötig. Vom Manöverfelde weggewiesen wurde, dem„B. T.“ zufolge, bei GroßHettingen der französische Brigadegeneral a. D. Cardot aus Nancy. Ein Feldgendarm hatte den ehemaligen französischen Offizier erkannt und führte ihn ohne Aufsehen der Kreisdirektion in Diedenhofen-Ost zu, wo der General zunächst einem Verhör „uterzogen prde. Hierauf wurde er mit oem nächstf#nigen Zuge an die Grenze geleitet, weil er die behördlich vorgeschriebene Aufenthaltserlaubnis nicht eingeholt hatte. „Die Belohnung für Ergreifung der Felvier, die den Strausberger Eisenbahn=Unfall herbeigeführt haben, ist 300 au 5000 Mart erhhht Aus dem Auslande. Wien, 17. Sept. Der Ausgleich mit ngarn ist abermals auf Schwierigkeiten gestoßen. Die Ungarn scheinen plötzich neue Forderungen gestellt zu haben, die Oesterreich nicht bewilligen kann. Haag 17. Sept. Die Generalstaaten wurden heute mit einer Thionrede der Königin eröffuet. Rußland. Die Ausschreitungen gegen die Juden in Odessa haben von neuem begonnen.— Die Untersuchung über den Unfall der Jacht des Zaren ergab Anhaltspunkte für eine grobe Fahrlässigkeit des Kapitäns Tschagin. Dieser wurde vorläufi; in Haft genommen. Der Gedanke an ein Attentat ist gänzlich ausgeschlesse“. Bulgarien. Von London aus wird einer Meldung entgegengetreten, wonach bei der Ischler Zusammenkunft Kaiser Franz Josefs und Körig Eduards auf Befürwortung des ersteren die Erfüllung der Wünsche des Fürsten Ferdinand auf die Königskrone und Unabhängigkeit seines Landes in Aussicht gerommen worden sei. Et wurde im Gegerteil dem Fürsten zu wissen getan, daß er dafür weder auf die Unterstützung Oesterreich Usgarns noch auf jeue Englands zu rechnen habe. Fürst Ferdinand habe denn auch versichert, daß er zurzeit auf dieVerfolgung der Pläne verzichte. Marokto. Die Abgeordneten der [Stämme haben keine Schwierigkeit gemacht, olgende Bedingungen anzunehmen: Verbot des Waffentragens in einem Umkreise von zwölf Kilowetern von Casa blaret Entwaffnung der Stämme. Auslieferung der Mörder vom 30. Juli. Auslieferung des Kaid Ulad Hari Uied el Hadzhhamon, des hauptsächlichsten Austisters der Unruhen von Casablanca. Wiedereröffgung des Marktes von Casa blarc:. Jede Person, die Kriegskontrebande treibt, sill als Kriegsgefangener behandelt werden. Jeder Stamm soll als Geisel eine Person stellen, die aus den einfluß reichsten Leuten des Stammes zu wählen ist. Ueber eine Kriegsentschädigung soll zwischen Frankreich und Marokko verhandelt werden. Die Abgeordneten der Stämme haben eine Frist bis Donnerstag vormittag erbeten, um den Stämmen diese Bedinzung unterbreiten zu können. Portug.=Südafrika. In dem jüngsten Gefecht betrugen die Berluste der portugiesischen Kolonne: 6 Europäer und 2 Eingebore tot, 9 Europäer und 12 Eingeborene verwundet. Der Vormarsch wird weiter fortgesetzt, sobald die Kolonne neue Verpflegung hat. Schanghai, 17. Sept. Der von dem Geheimbund der Trias ausgehende Aufstand in Südwest=Kwangtung dehnt sich auf das stets unruhige Kwangsi aus. Die Stadt Schangsze ist angegriffen worden. Die Aufständischen, welche Zuzug von Kulis aus dem Süden von Hupeh erhalten, haben Repctiergewehre und Munition mit rauchlosem Pulver. New York, 16. Septdr. Für den in nächster Woche in Boston stattfindenden internationalen Kongreß der Unitarier und anderer kirchlichliberaler Richtungen besteht in intellektuellen Kreisen lebhaftes Interesse. Der deutsche Liberalismus ist vertreten durch die Professoren Rade, Pfleidener und Pastor Fischer=Berlin, Oesterreich durch Masaryk=Prag. Parteibewezung. (Anarchistische Internationale.) Die Anarchisten, die schon längst eine geheime internationale Organisation besitzen, wollen nun auch ein offizielles internationales Bureau ins Leben rusen. Der kürzlich stattgehabte anarchistische Kongreß zu Amsterdam hat, „ausgehend von der Nätzlichkeit, ein Verbindungsorgan zu schaffen zwischen den Genossen der verschiedenen Länder", beschlossen, zu diesem Zvecke ein internationales Korrespondenzorgan zu gründen. Angeblich soll dieses Bu##au keine anderen Aufgaben haben, als die Beziehungen zwischen den Anarchisten, die nicht die Möglichkeit haben, in direkte Korrespondenz treten zu können, zu erleichtern und ihnen alle Nachrichten und Vorschläge von allzemeinem Interesse zu übermitteln, sowie endlich ein Archiv der auarchistischen Bewegung zu gründen, das allen„Genessen“ zur freien Verfüzung stehen sell. Aber der Hauptzweck dürfte doch der sein, vor der O ffentlichkeit einen Mittelpunkt zu haben, der die Blicke von den gehelmen Machenschaften der Anarchisten abzulenken geeiznet ist. Der Sitz dieses offiziellen anarchiftischen Bureaus ist London. Aus dem Umsturzlager. (Der sozialdemokratische Parteitag in Essen) nahm am 16 S.ptember folgende Resolution an:„Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, die mit den lokalistischen Gewerkschaften auf Grund des Beschlusses des Mannheimer Parteitages eingeleiteten Verhandlungen fortzusetzen und dem nächsten Parteitage über deren Verlauf zu berichten. Der Parteitag verurteilt die von vielen Mitgliedern der kokalistischen Gewerkschaften im Gegensatz zum Parteipsogramm betriebene Agitationsweise. In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen früherer Parteitage und des Beschlusses des Internationalen Kongresses in Stuttgart, das Verhältnis zwischen Partei und Gewerkschaften betreffend, hält der Parteitag für den gewirkschaftlichen Kampf eine einheitliche Oeganisation für rotwendig und erblickt in den Zintralverbänden die gegebene Form der gewerkschaftlichen Organisation. Der Parteitag fordert daher die den lokalistischen Gewerkschaften angehörenden Parteigenossen auf, sich den der General= kommission angegliederten Zentralverbänden anzuschließen.“ Parteikassierer Gerisch gab hierauf den Kassenbericht. Die Einnahmen betragen 1191819,42 Mark, die Ausgaben 1358122,39 Tark(!) Die Parteipresse hat die erste Million überschritten und steuert kräftig auf die zweite Million los. Kolonialpost. (Morenga) Wie der„L.=A.“, dem neuerdings wieder offiziöse Oellen zu fleßen scheinen, von unterrichteter Seite erfahren haben will, sind die mit Morenga eingeleiteten Verhandlungen wegen seiner Ualerwerfung noch in der Schwebe. Man dürfe deshalb immer noch an der Hoffnung fest halten, daß Morenga seiner besseren Einsicht folgt und zu einem endgültigen Frieden die Hand bietet.— Nach derselben Quelle haben die Verhandlungen mit dem Bürgermeister Dr. Külz, der in Südwest kommunale Verbände einrichten soll zu einem günstigen Abschluß geführt. Dr. Külz wird am 2. Oktober die Ausreise nach Südwestafrika antriten. Lokales und Provinzielles. Bieleseld, 18. September (Aenderungen im Postverkehr Deutschlands mit dem Ausland.) Infolge Inkrafttretens eines neuen Weltpostvertrags und sonstiger neuen Vereinbarungen für den interuationalen Postverkehr treten vom 1. Oktober ab zahlreiche Aenderungen im Postverkehr Deutsch= lands mit dem Ausland ein, von denen die hauptsächlichsten folgende sind. Für Briefe aus Deutschland nach anderen Ländern gilt— soweit nicht schon niedrigere Sätze bestehen— eine Gebühr von 20 Pfg für die ersten 20 Ge. und von 10 Pfg. für jede weiteren 20 Gr.(bisher 20 Pfg. für je 15 Gr.). Die Gebühr für Postanweisungen nach einer großen Zahl von Ländern wird auf 20 Pfg. für j: 40 Mi. herabgesetzt. Die Toxen für Postpakete und die Versicherungsgebühren für Wertsendungen erfahren im Verkehr mit einer Reihe von Ländern eine Ermäßigung. Die Versendungs=Bedingungen für Postkarten, Geschästspapiere, Warenproben und Drucksachen werden in mehrfacher Beziehung geändert: Bei Postkarten ist die Ueberschrift„Postkarte" oder eine gleichbedeutende Bezeichnung in einer andern Sprache nicht mehr erforderlich. Der Absender kann außer der Rückseite die linke Hälfte der Vorderseite zu Mitteilungen usw. benutzen, auch können daselbst Verzierungsbildchen oder Photographien aus sehr dünnem Popier aufgeklebt werden; im Verkehr mit den deutschen Schutzgebieten, Lrxemburg, Oesterreich Ungern nebst Liechtenstein und Boknien=Herzegowina sowie der Schweiz sied auch andere Aufklebungen gestattet. Die Aufklebung sogen. Wohltätigkeitsmarken auf die Vorderseite der Postkarten ist jedoch nicht erlaubt. Als Geschäftspapiere werden auch angesehen offene Briefe oder Postkaten älteren Datums, die ihren ursprünglichen Zweck schon erfüllt haben, sowie nichtkorrigierte Schülerarbeiten. Gegen die Taxe für Warenproben werden veu zugelassen einzelne Schlüssel abgeschrittene frische Blumen, Tuben mit Serum und pathologische Gegenstänbe, die durch die Art ihrer Zubereitung und Verpocking unschählich gemacht worden sind; die Versendung darf aber nicht zu eirem Handelszwicke erfolgen. Die Vorschriften über die Verpeckung von Warenproben, die Gegenstände aus Glas, abfärbende oder nicht abfärbende Pulver enthalten, sind geändert worden. Gegen die Taxe für Drucksachen kögnen auch versandt werden: Anzeigen über die Absendung von Waren, in deren der Tag der Absendung, ferner Anzeigen über die Abfahrt und Ankunst sowie die Namen der Schiffe handschriftlich angegeben sind. Auf den als Drucksachen zu versendenden Weihnachts= und Neujahrskarten kann der Absender mit höchstens fünf Wörtern oder den üblichen Ansangsbuchstaben gute Wünsche, Glückbünsche usw. handschriftlich hinzufügen. Karten mit der Ueberschrift„Postkarte" oder einer gleichbedeutenden Ueberschrift in einer anderen Sprache sind zum Drucksachentaris zugelassen, wenn sie sonst den Bedingungen für Drucksachen entsprechen. (Der Bielefelder Musikverein) wird im Winter 1907/1908 vier Vereinskonzerte unter Leitung des städt. Musikdirektors Herrn Pros. W. Lamping veranstalten. Beginn der Konzerte nachmittags 5 Uhr. Abonnements gültig für die vier Vereinskonzerte Mk. 15 bei Herrn M. Pfeffer. Das erste Konzert findet Sonnabend, den 13. Oktober 1907 auf dem Johannisberg statt: Szenen aus Wagner’schen Opern (Meistersinger, Tristan u. a) Solisten: Die Herren Kammersänger Ludwig Heß, Anton Sistermans, Frau Cécilie Rüsche. Endorf. Das zweite Konzert: Sonntag, den 1. Dezember 1907 auf dem Johannisberg. Bach: Weihnachts Oratorium und Motette. Solisten: Fräulein Maria Philippi, Herr Kammersänger Emil Pinks, Herr A. Sistermans. Das dritte Konzert: Sonntag, den 2. Februar 1908 in der„Eintracht". a capella Chöre. Liedervorträge von Fräulein Agnes Leydhecker. Das vierte Konzert: Sonntag, den 5. April 1908 auf dem Johannisberg. Händel: „Judas Maccabäus". Solisten: Frau us- denrt bend ur Bhe. Her= Kammersänger Buff Gießen, Herr Rich. Schwidt. *(Aus der Magistrats=Sitzung.) Der Polizeianwärter Oberleutvant Böttge in Saarbrücken ist als Polizeikommissar auf Probe gewählt.— Zur Bewilligung von Stipendien an fieben Bielefelder Schüler der hiesigen Handwerkerschule sind, vorbehalt. lich der Zustimmung der Stadtverordneten, 550 Mk. bewilligt. *(An der Oberrealschule) sand gestern unter dem Vorsitz des Provinzialschulrats Dr. Norrenberg die Schlußprüfung zur Eelangung des Einjährigen=Zeugnisses statt. Es bestanden die Prüfung die Untersekundaner Bornheim, Bültmann und Kriener. Gestern morgen 9 Uhr wurde der Sedantag nachträglich gefeiert. Die Festrede hielt Herr Oderlehrer Dr. Everlin, nachmittags wurden Klassenausflüge unter Führung der Ordinarien unternommen. Am Donnerstag morgen werden die neuangemeldeten Schüler geprüft. *(Das Goldene Buch der Stadt Bielefeld.) Bei der Enthüllung unseres Kaiserdenkmals wurde auch ein Werk des neuerwachenden Bielefelder Kunsthandwerks eingeweiht. S. M. der Kaiser und I K. und K. Hoheiten die Prinzen trugen als erste ihre Namen in das„Goldene Buch der Stadt Bielefeld“ ein. Dasselbe ist entworfen von der Lehrerin an unserer jungen Handwerker= und Kunstgewerbeschule Fräulein Geitend Kleinhempel. Die Goldschmiedearbeiten wurden in der Weckstatt der Firma August Schlüter, Obernste. 11, gefertigt und der Stadt von Herrn Wihelm Schlüter geschenkl, die Buchbinderarbeten sind von Buchbindermeister Brouner, Am Markt 13, ausgeführt. Die in Schweinsleder gebundene Decke ziert das in Gold getriebene Stadtwappen, umgeben von einer Zierschnur von Korallen und Perlen, den Trägern der Stadtfarben rot und weiß. Die übrige Lederfläche wird durch ornamentale Malereien und Ebenholz und Elfendeinkröpfe in Goldfassung gegliedert. Die Schießen sind reich modelliert und mit Elfenbein, Korallen und Perlen geschmückt. Die Vorsätzblätter enthalten gleichfalls ornamentale Maiereien von der Hand der Kürstlerin selbst. Die Schreibblätter sind edelstes unvergängliches Pergament(Schweinshaut). Das„Goldene Buch“ ist mit unserem Ratspokal und der Ratsweir kanne ein erfreulicher Grundstock eines Ratsschatzes der Bürger Bielefelds. Mögen kommende Ehrentage der Stadt oder einzelner ihrer Bürger in gleich edlen Werken heimischen Kunsthandwerks verewigt werden, damit auch unsere Zeit den kommenden Geschlechtern bleibende Zeugen gleichen Bürgerstolzes hinterlasse, wie wir in den sogenannten Ratssilberschätzen aus früherer Zeit und aus anderen aufblühenden Städten unserer Zeit bewundern. (Jubiläum.) Am heutigen Tage begeht der Buchhändler Herr Franz Hagena sein 25 jähriges Jubiläum als Angestellter der Firma Velhagen& Klasing. (Zur Landtagsersatzwahl) der sich zu freifinnigen Grundsätzen bekennende „Liberale Verein“ hat einstimmig beschlossen, für den Kandidaten der Natinal= liberalen, Herrn Rentner Richard Kaselowsky einzutreten, mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, für die im Herbst 1908 stattfindenden allgemeinen Neuwahlen zum Landtage freie Hand zu behalten. m(Vermißte Person.) Der Depeschenbote Rudolf Steinweg in Bochum, geb. am 25. 10. 90. zu Westerfilde, Kr. Schwelm, hat am 4 Septbr. Die Erbin. Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von Adele Achard. 54][Nachdruck verboten.] Während der darauf folgenden Stille mußte Don Cäsar im Herzen Bianka recht geben, gehörte er doch nicht zu denen, die die Liebe über verlorenes irdisches Gut zu trösten vermochte. Das in der Nähe erschallende Ave Maria riß sie aus ihrem Traum. Bianka stand auf und blieb einen Augenblick an den Sarkophag gelehnt stehen. Cäsar betrachtete sie mit mattem Blicke. Sachte schlich die Dämmerung über das Gärtchen hin, und die Traurigkeit seines Herzens wuchs mit der herannahenden Dunkelheit. Die Glocke hatte zu läuten aufgehört, die Sonne war untergegangen, und die Blumen senkten die Köpfe zur bevorstehenden Nachtruhe. Nur der Wasserstrahl lief unermüdlich herab, und seine Stimme murmelte von der Dauer des nimmer endenden ummers. „Hast du denn,“ fragte Cäsar, auf alle eeesetrenden, fiür immer verzichtet? Du esin wuns der Traum eines Poten! Schau doch um dich! Das Leben lacht dich an, weshalb sagst du, dein Herz sei erstorben?“ In diesem Augenblick ging ein Leuchten über Donna Biankas Gesicht, wie er es nie bei ihr gesehen. Ein holdes Lächeln umspielte die halbgeöffgeten Lippen, und lavgsam schritt sie dem Gitter zu. Dort reichte sie Don Cäsar die Hand hin. „Auf Wiedersehen, Cäsar, in einigen Tagen. Ich werde dich nie vergessen und für dich beten!“ Dann war sie verschwunden. Einige Tage später fand das Wiedersehen statt. Cäsar fand Bianka in dem Kloster der„dames du Céenacle“ wieder, dessen Pforten sie mit einem Seufzer der Befreiung auf immer hinter sich schloß.——-— XXII. Frau von Verneuil war für die Österwoche mit ihren Nichten nach Rom zurückgekehrt. Da Nells Hochzeit bereits für den kommenden Monat angesetzt war, eilten sie mit ihren Reisevorbereitungen für die Rückkehr nach Paris. Oakel Burklay war ungeduldig, seine Nell wieder zu haben. Nellie ihrerseits freute sich innig über das Glück ihrer Kufine. Die eigene Wunde war am Verheilen. Sie hatte ihr nicht geschadet, denn in dieser Gattäuschung hatte Nellie etwas von dem Schmerz und von den Dornen, die eines jeden Pfad durchkreuzen, kennen gelernt. Von Kindheit auf an ein sorgloses, von zartester Liebe umgebenes Leben gewöhrt, war sie durch diesen vor übergehenden Gram zu einer tieferen Er kenntnis gelangt. Jetzt aber begannen Jugend und Hoffaung auf weiteres und besseres Glück ihre Seele aufs neue mit ihrem ewig gleichen Liede einzuwiegen. Aus dem kurzen Traum erwacht, schaute Nellie mit klaren Augen um sich. Und wenn sie daran zurückdachte, überkam sie dennoch der Wunsch nicht, ihn aus ihrer Erinnerung zu löschen. Nein, Nell hatte recht gehabt. Und heute verstand sie die Lehre, die die Vorsehung ihr zu ihrem oft unbegreiflichen Walten hatte zuteil werden lassen. Als die Damen nach Rom zurückkehrten, fanden sie die Gesellschaft in großer Erregung bezüglich der letzten Ereignisse vor. Der Palast des Prinzen stand zum Verkauf, und Donna Blanka hatte den Schleier genommen. Diese letzte Nachricht berührte Nell und Nellie auf das Schmerzlichste. Man erörterte lebhaft diesen Entschluß der Prinzessin, deren Erscheinen auf dem Ball einen weitaus anderen zu verheißen schien. Manche sahen darin einen verzweifelten Schritt aus Gram über die fehlende Gegenliebe ihres Betters.— Nell und Nellie fühlten sich im innersten hierdurch verletzt, hatten beide Mädchen doch in der Person der Prinzessin eine Art geschichtlicher oder legendenhafter Heldin geschaut. Ein Blick aus Glaczkowicz, der neben ihr saß, belehrte Nell eines andern und sie freute sich des. „Peinzeß Corglione steht über diesen Dingen“, nahm er ruhig das Wort.„Es ist auch kein Akt der Verzweiflung ihrerseits. Und ich frage die Anwesenden, ob Don Cäsar wohl imstande sein würde, dieselbe ia einem Frauenherzen hervorzurufen?“ Niemand wagte einen Widerspruch. „Zu lange kenne ich schon Donna Bianka, als daß mich ihr Entschluß überrascht haben könnte," nahm Glaczkowicz das Gespräch wieder auf,„sie hat sich einfach von einer Welt zurückgezogen, in der sie das Ideal, das sie suchte, nicht gefunden hat.“ Der letzt Akt dieses kurzen Dramas, der Donna Biankas Herz auf das Tiefste bebewegte, blieb allen verborgen. (Fortsetzung folgt.) 1907 seine Wohn: dorthin nicht zur daß St. ein Ung schreibung: Größe dunkles Haar,### Stirn, braune Au Nase und Ohren, Hände und Füß war St. mit grau Hose, steifen sch Schnutschuhe. m(Diebstahl wurde gestern mo der Unterführung silberne Rimo.toi# 0 Herford, meldestelle.) Herrn Scher#ste straße 14, kann melder benußt#u# 9 Herford, gewerbeschei 1. Oktober bis und zwar auf 3 O Herford, Der Fluchteinten platz“ und den stellt und liegt offen. 0 Herford, Der Markt wa Handel in Pfer 300—400 Mt., Zentner Schlachte Mark, Stangen war flau. # Herford, stellung Deu zu der jedoch au gelassen sind, w stattliche werder. für die dürfte die Vor werden. + Herford, zum 1. Olte der beginnt nac denken, denn G. heikle Gegerständ ständlicher Fürso einmal immer h bekanztich nicht. und kirrt, dann ein Teber oder und ihre Dienstze hinter sich haben tasse, eine schöne im Peck.n keine Erfohlung hat, 1 besten, für diese mann“ zu nehmer sich reichlich und Der alte Spruch, gut wie einmal a noch. Unzags. bannen, diese Fri Art täuslicher R auch vergesser, w des Wotl zefallens ist nicht unbedingt sich'; doch anders Herford, 1 beute morgen ge uflrstraß bei Me Hüfe konnte ma wurden, sodaß der gebracht wei het dunkelbl. bildung, ges Anzug. Die waren erfol ihm diese au 9 Spen nachrichte zum 2. Sepi Standekamt gemeldet. F stellt und dri Der 18 Jal in Lerzingh# einem Schli statt, der G Nich mit v triffil #9 sich a De Die verzeil und Perso I, Fräul. Eise Widen, uff Gießen, Herr Rich. gistrats=Sitzung.) Oberleutvant Böttge 8 Polizeikommissar auf Zur Bewilligung von den Bielefelder Schüler erschule sind, vorbehaltder Stadtverordneten, errealschule) sand orsitz des Provinzialerg die Schlußprüfung Einjährigen=Zeugnisses sie Prüfung die Unterm. Bültmann und morgen 9 Uhr wurde lich gefeiert. Die Festrlehrer Dr. Everlin, Klassenausflüge unter en unternommen. Am werden die neuangeüft. Buch der Stadt er Enthüllung unseres auch ein Werk des elder Kunsthandwerks der Kaiser und I K. Prinzen trugen als das„Goldene Buch ein. Dasselbe ist Lehrerin an unserer nd Kunstgewerbeschule nhempel. Die Goldm in der Welkstatt blüter, Obernste. 11, t von Herrn Wilhelm e Buchbinderarbeten seister Brouner, Am . Die in Schweinsziert das in Gold , umgeben von einer en und Perlen, den eben rot und weiß. wird durch ornamenentholz und Elfendeing gegliedert. Die elliert und mit Elfen#rlen geschmückt. Die gleichfalls ornamen* Hand der Kürstlerin tter sind edelstes unient(Schweinshaut). st mit unserem Ratskanne ein erfreulicher schatzes der Bürger amende Ehrentage der hrer Bürger in gleich chen Kunsthandwerks auch unsere Zeit den zu bleibende Zeugen interlasse, wie wir in erschätzen aus früherer aufblühenden Städten I heutigen Tage begeht Franz Hagena äum als Angestellter & Klasing. rsatzwahl) der sich ndsätzen bekennende hat einstimmig bedidaten der Natinalner Richard Kasegit dem ausdrücklichen Herbst 1908 stattLeuwahlen zum Landalten ou.) Der Depeschenbote um, geb. am 25. 10. 90. lm, hat am 4 Septbr. einen verzweifelten die fehlende Gegen— Nell und Nellie en hierdurch verletzt, doch in der Person t geschichtlicher oder geschaut. Ein Blick eben ihr saß, belehrte sie freute sich des. steht über diesen big das Wort.„Es erzweiflung ihrerseits. lnwesenden, ob Don in würde, dieselbe in rvorzurufen?“ n Widerspruch. schon Donna Bianka, luß überrascht haben owicz das Gespräch ich einfach von einer der sie das Ideal, unden hat.“ kurzen Dramas, der auf das Tiefste beborgen. (Fortsetzung folgt.) 1907 seine Wohnung verlassen und ist bis heute dorthin nicht zurückgekehrt. Es wird vermutet, daß St. ein Unglück zugestoßen ist. Personalbeschreibung: Größe 1.65—1,70 m, kräftige Gestalt, dunkles Haar, volles, blasses Gesicht, niedrige Stirn, braune Augen, dunkle Augenbrauen, kleine Nase und Ohren, kleiner Mund, spitzes Kinn, kleine Hände und Füße, deutsche Sprache. Bekleidet war St. mit grauer Joppe und Weste, schwarzer Hose, steifen schwarzen Filzhut und schwarze Schnütschuhe. m(Diebstahl.) Dem Arbeiter G., Bürgerweg, wurde gestern morgen auf seiner Arbeitsstelle an der Unterführung an der Stadtheiderstraße eine silberne Rimoltoiruhr gestohlen. Aus den Kreise Hersond. 0 Hersord, 18. September.(Feuer meldestelle.) Die Fernsprechstelle bei Herrn Scher#steinsegermeister Degen, Rennstraße 14, kann von heute ab als Feuermelder benutzt werden. 9 Herford, 18. Stpibr.(Wandergewerbescheine) sind in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. November zu beantragen und zwar auf Rathaus II, Zmmer Nr. 1. O Herford, 18. Sept.(Fluchtlinie.) Der Fluchtsintenplan für den„Bahnhosvorplatz“ und den„Richteweg“ ist jetzt festgestellt und liegt im Rathause zur Einsicht offen. 0° Herford, 18. Sept.(Viehmarkt.) Der Markt war nicht überfüllt und der Handel in Pferden gut. Milchkühe kosten 300—400 Mk., Schlachtkühe 60 Mk. pro Zentner Schlachtgewicht. Ferkel kosten 7—8 Mark, Stangen 27—35 Ml. Der Handel war flau. # Herford, 18. Sept.(Die Ausstellung Deutscher Schäferhunde,) zu der jedoch auch Hunde aller Rissen zugelassen sind, wird voraussichtlich eine sehr stattliche werder. Ueber 50 Ehreppreise sind für die Prämiirung gestiftet. Interessant dürfte die Vorführung der Polizeihunde werden. + Herford, 18. Sept.(Der Umzug.) Wer zum 1. Ottober seine Wohnung wechselt, der beginnt nachgerabe aus Einpacken zu denken, denn Glas, Porzellan und andere heikle Gegerstände sind der Mittelpunkt umständlicher Fürsorge, die noch dazu nicht einmal immer hilft, denn Malheur schläst bekant tich nicht. Und wenn es dann klappert und kirrt, dann ist es noch nicht einmal ein T=ber oder Topf. die einen Sprung und ihre Dienstzeit damit in der Hauptsache hinter sich haben, sondern eine Lieblingstasse, eine schöne Base und dergleichen. Wer im Peckn keine wirkliche und bewährte Erfoh ung hat, tut darum in der Tat am besten, für diese Verrichtung sich einen„Fichmann“ zu nehmen, die Ausgade dafür lohnt sich reichlich und der Aerger wird gespart. Der alte Spruch, zweimal umziehen ist so gut wie einmal abbrennen, gilt auch heute noch. Unzags=Leiden lassen sich nie ganz bannen, diese Frist stellt gewissermaßen eine Art täutlicher Revolution dar; sie werden auch vergesser, wenn den Leiden die Freude Wotl gzefallens sich anschließt. Aber die ist nicht unbedingt gewiß, mitunter hat man sich'; doch anders gedacht! ch Herford, 18. Sept.(Feuer) brach Leute morgen gegen 8 Uhr an der Salzufl:siraß bei Meise aus. Dark der schnellen Hüfe konnte man des Frurts schnell Herr wurden, sodaß der Schaden nicht allzugroß ist. r. Herford, 17. Sept.(Seinem Transporteur entwichen) ist heute mittag der 21jährige Gefangene Heinrich Humbach aus Kamen, der aus der Anstalt nach dem Gerichtsgebäude gebracht werden sollte. H. ist 1.59 Meter groß, het dunkelbl. Haar, graue Augen, ovale Gesichtsbildung, gesunde Gesichtsfarbe und trug dunklen Anzug. Die sofort aufgegriffenen Nachforschungen waren erfolglos. H. ist ohne Kopfbedeckung, da ihm diese auf der Flucht entfiel. A. Spenge, 17. Sept.(Standesamtsnachrichten.) In der Zeit vom 8. August bis zum 2., September er. wurden auf dem hiefigen Stanberamt 19 Geburten und 5 Sterbefälle anKere und ane: geg ei u# otsantrag gesteut und orei Eheschließungen vollzogen. 17. Sept.(Unfall.) Der 18 Jahre alte Maschinenarbeiter Fritz Abker einem V Phesen. Nr. 13 is beim Oelander Maschlne ließteil zu nahe gekommen. Durch mehr. der schte, gt gungen des letzteren ist dem p. Able des Nchlt urm gebrochen. Deynhausen, 17. Sep'.(Die Platz= frage für das neue Amtsgerichtsgebäude) ist noch immer in der Sch rebe und die Anstrengungen, den Fiskus für den Westen bezw. den Osten zu gewinnen, dauern in den beteiligten Kreisen in ungeschwächtem Maße an. Neuerdings hat sich auch die Gemeinde Gohfeld veranlaßt gesehen, in die Argelegenheit einzugreifen. Sie beschloß, wie wir hören, für den Fall, daß der Fiskus den Kimenaschen Platz an der Herforderstraße wählt, aus Gemeindemitteln 3000 Mark zur Verfügung zu stellen. Porta, 16. Sepiember.(Von einem Automobil überfahren und sofort getötet) wurde gestern ein wertvoller Hund. Gleich darauf wurde von einem Radfahrer ein kleines Kind angerannt und zu Boden geschleudert. Es erlitt außer einigen Hautabschürfungen glück icherweise keibe Verletzungen.(M. Zig.) Nordhemmern, 16. Sept.(Schule.) Nach einem segensreichen Wirken von länger als 25 Jahren tritt der Lehrer Hilgemeyer hierselbst am 1. Ottoder in den Ruhestand. Vom König ist ihm anläßlich seines Ausscheibens aus dem Dienste der Adler der Inhaber des Königlichen Hausordens von Hobenzollern verliehen worden. Rahden, 16. September.(Titel= Verleihung.) Durch Beschluß der Amtsversammlung ist dem Kommunalkassenrendanten Bock hier der Titel Amtsrent= meister verliehen worden. Aus den Kreisen Minden und Bältete. Minden, 18 September.(Zur Einweihung des Evangel. Vereinshauses) fand Sonntag mittag im großen Saale des Hauses eine Festversammlung Kat, wobei Vertreter der Königl. Regierung, #er Garvison und der Stadt zugegen waren. Feier fand eine Besichtigung des mit vielen, nach dem Geschmack der Neuzeit trifflich eingerichteten Logierzimmern versehenen Hauses statt Ein Festmahl schloß sich an. Oeynhausen, 16. Sept.(Vom Bade.) Die gestern ausgegebeue amtliche Kurliste verzeichnet 15 180 eingeschriebene Badegäste und 18519 Fremde, zusammen 38699 Personen. Bäder sind bis jetzt 202374 verabreicht. Ans den Kreise Hale. Halle, 17. Sept.(Feuer.) Gestern abend gegen 11 Uhr entstand in dem früher Gärtner Kersling'schen, jetzt Maurermeister Pallmeyer gehörigen Wohnhause am Grünen Wege hierselbst auf bisher noch unaufgeklärte Weise Feuer. Die sofort nach der Brandstätte eilende Freiwillige Feuerwehr und Brandwehe tat ihr Möglichstes, um das Feuer einzudämmen. Das verheerende Element griff jedoch mit solcher Schnelligkeit um sich, daß die beiden das Haus bewohnenden Familien Feicke und Nielinger fast nur das nackte Leben zu reiten vermochten. Wie das „Krsbl.“ hört, ist der entstaubene Schaden durch Versicherung gedeckt. Versmold, 16. Sept.(Vermißt) wird seit einigen Tagen der Bückermeister Karl Haverkamp. Er ist am Freitag nach Halle gereist und bis jetzt nicht zurückgelechrt. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Gütersloh, 17. Sept.(Gymnasium.) Heute vormittag wurde der neue Direktor Herr Wilhelm Bruns, bisher Oberlehrer am Gynnasium in Münden, von Herrn Pastor Siebold im Auftrage des Provinzialschulkollegiums und des Kuratoriums der Anstalt in sein Amt eingeführt. Mit Hirweis auf die hohe Aufgabe der Anstalt, charakterfeste Männer aus pofitiv christlicher Geundlage heranzubilden, und dem Wunsch, daß der Herr die Arbeit des neuen Direkiors segnen möge, überreichte diesem Herr Pastor Siebold die von Sr. Majestät dem Könige eigenhänbig vollzogene Bestellungsurkunde. Darauf begrüßte Herr Pastor Möller namens des Lehrerkollegiums, mit den Worten„Gott segne Sie und setze Sie zum Segen der Anstalt!" schließend, den neuen Direktor. Dieser nahm nunmehr selbst das Wort. Mit einem Aufblick nach oben und einem Rückhlick auf die Tätigkeit seines Amtsvorgängers beginnend, führte er den Schülern in herzandringender Weise vor Auzen, was ihnen die Anstalt bietet, das klassische Altertum, die alten und modernen Weltsprachen, Mathematik, Physik usr. Sie sollten aber auch unterwiesen und eingeführt werden in die Heilswahrheiten des christlichen Glaubens, auf dem allein der wahre Wert des Meischenlebers beruhe und ohne den alles Wissen nur Stückwerksei. Hierbei gelte es verstehen lernen, gläubig aufzuschauen auf das Heil der Minschen, den Erlöser, dessen Werk nicht Menschenwerk und=Wissen, sondern Gottes Werk sei. Nachdem der Herr Direktor noch weiter die Aufgaben der Lehrer und der Schüler gekennzeichnet hatte, erklärte er, sein Werk mit Mut und Gottvertrauen beginnen zu wollen mit dem Vorsatze:„Höher hinauf und tiefer hinunter" und mit dem Gedet: Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen. Doch wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohne Verdruß Mit einem Gebet des Anstaltsgeistlichen schloß die erhebende Feier. Mittags 12 Uhr folgte ein Festessen zu 50 Gedecken, bei dem noch manches treffiche Wort gesprochen wurde. Kurz vor 3 Uhr rücklen dann die Schüier mit dem Posaunenchor an der Spitze heran. Die Mehrzahl der Teilnehmer des Fest essens schloß sich ihnen an und wohnte dem Schülerfeste bei, das in dem Bergmannschen Garten den Schluß des Ganzen bildete. Aus den Rez.=Bez. Rünster und Arusberg. Münster, 17. Sept.(Fabrikbrand.) Die Borghorster Warpspinnerei und=Weberei ist bis auf das Kessel haus abgebrannt; auch eine Anzahl Arbeiterhäuser wurde durch das Feuer zerftört. 400 Arbeiter werden in einer neuen Abteilung der Firma beschäftigt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1½ Millionen Mark; er ist durch Versicherung gedeckt. Wanne, 16. Sept.(Denkmal für Ludwig Fischer.) Dem Vater der evangelischen Arbeitervereine, Ludwig Fischer, der in Winner Erde ruht, wird der Evang. Arbeiterbund auf Anregung der Vereine Gelsenkirchen und Schalle ein würdiges Grabdenkmal auf dem hiesigen Friedhofe setzen. Es ist bereits ein Flecken für eine Gruft angekauft und die Leiche dorthin umgebettet worden. Vorerst soll das Grab eine Unfriedigung in Form eines eisernen Gitters auf massiver Grundlage erhalten und diese Arbeit alsbald vorgenommen werden. Vor Errichtung des Denkmals soll aber erst eine Sammlung unter den Vereinen des Bundes veranstaltelt werden. A. G. Dorstfeld, 17. Sept.(Vor stoß des kirchlichen Liberalismus?, Unter dieser Ueberschrift bringt„Das alte Soangelium“ einen„Einige Laien" unterschriebenenen Artikel folgenden Wortlauts: „Von dem Verzeitigen Vorsitzenden des Preslyieriums der hiesigen evangelischen Gemeinde, Herrn Pastor Bartels,(auch Schriftleiter des kirchlichen Anzeigers), wurde unlängst im Presbyierium der Antrag gestellt, bei feierlichen Ankässen und mitunter auch an gewöhnlichen Sonntagen im Hauptgottesdienst— statt Verlejung des Glaubensbekenntnisses— von der Gemeinde ein Glaubenslied singen zu lassen. Leider wurde dieser Anteag mit 5(darunter die Pfarrer Bartels und Große-Oettringhass) gegen 4 Stimmen(darunter Pastor Vohwinkel) angenommen. Wir fragen uns, warum gerade ein Pfarrer einen solchen Antrag stellen konnte; insbesonbere wundert es uns, daß der Antrag auch auf Hauptgottesdienste an gewöhnlichen Sonntagen ausgedehnt wurde. Wir glauben, daß von der Laienwelt bis jtzt niemund Anstoß an der Verlesung des Glusbensbekenntnisses genommen hat, im Gegenteil, es ist nicht wenigen Mitgliedern unserer Gemeinde eine Freude, jeden Sonntag die Heilstatsachen Gottes mit dem Pfarrer bekennen zu können. Wurde der Antrag deshalb gestellt, weil die Verlesung des Glaubensbekenntnisses dem Antragsteller vielleicht unbequem ist? Wir sind überzeugt, das der Beschluß einen Sturm der Entrüstung in unserer Gemeinde hervorufen wird. Nach der Kirchenordnung dürfte wohl noch die Bestätigung des Konsistoriums erforderlich sein. Wir wollen hoffen, daß diese nicht erfolgt.“—„Das alte Evangelium“ ist das einzige Blatt in unserer Synode, das die Interessen der Bibelgläubigen vertritt; es verdient daßer weite Verbreitung. Aus den Nachdarprsvinzer und Staater. Melle, 16. Septbr.(Der Andrang zum Lehrerberuf) scheint dieses Jahr schwach zu sein, da sich der in den nächsten Tagen an der Königl. Präparandenanstalt statt findenden Aufnahmeprüfung nur etwa 20 Schüler unterziehen werden, gegen 50—100 in den Vorjahren. Essen, 14. Spt.(Eine sonderbare Veruntreuung) beging der erst seit kurzem auf der Zech:„Königin Elisabeth“ angestellte Materialienverwalter. Er verkeufte die noch gut erhaltene und im Betrieb befindliche elektrische Lokomotive an einen Althändler und verschwand mit dem daraus erzielten Erlöse. Als der Althändler die Maschine abholen wollte, wurde ihm dies von der erstaunten Direktion natürlich verweigert. Kassel, 14. Sept.(Das hiesige Landkrankenhaus) soll mit einem Kostenaufwande von annähernd 800000 Maik erweitert werden. Die Stadt trägt davon die Hälfte, wofür ihr eine Anzahl Betten zur Verfügung gestellt werden. Da gleichzeitig vom„Roten Kreuz“ ein für 200 Betten bestimmtes Krankenhaus errichtet wird, hat die leidige, seit langem schwebende Krankenhausfrage eine für die Stadtverwaltung gläckliche Lösung gesunden. Vermischtes. Landau(Pfalz), 16. Sept. Zwischen Ottersheim und Knittelsheim wurden in der vergangenen Nacht von einem unbekannten Täter fünf scharfe Schüsse auf einen Wagen abgefeuert, in dem Kirchweihbesucher heimfuhren. Der Buchhalter Hatzenbühler aus Offenbach wurde getötet, einem anderen Insassen drang ein Schuß in den Kopf. Wien, 17. September. Der Komponist Ignaz Brüll ist gestorben. Senftenberg, 17. Sept. Der„Laus. Zig.“ zufolge betrug die Zahl der ausständigen Bergarbeiter heute mittag 1180 Mann Der Betrieb der betroffenen Werke wird in beschränktem Umfange aufrecht erhalten. Tokio, 17. Sept. In der Nähe vor Küre ist am 9. dieses Monats an Bord des Linienschiffes „Kaschima", das dort Schießübungen mit Geschützen vorgenommen hatte, innerhald eines Geschützturmes eine zwölfzöllige Granate explodiert, wodurch 40 Personen von der Besatzung des Schiffes getötet bezw. verletzt wurden. Der größte Teil von ihnen wurde furchtbar verstümmelt, auch das Schiff hat ernste Beschädigungen erlitten. Unter den getöteten Personen befinden sich fünf Offiziere und 22 Mann. Zwei Offiziere und sechs Mann sind schwer und zwei Offiziere und sechs Mann leicht verwundet. Britisch=Indien. Nach einem Telegramm aus Bombay wurden gemäß amtlicher Statistik in der ersten Woche dieses Monals in Indien 2548 Pestfälle konstatiert, von denen 1959 tödlich verliefen. (Die„Lusitania“) hatte für ihre Reise das beste Wetter und überhaupt die günstigsten Verhältnisse. Ihre Reisedauer war nach den vorliegenden Berichten 5 Tage 54 Minuten, der Schnelldampfer„Deutschland“ würde, wenn er denselben Ausgangspunkt für die Reise wie die Cunard Dampfer genommen hätte, diese Strecke in 5 Tagen 5 Minuten zurückgelegt gaben. Berücksichtigt man außerdem noch, daß sich auf der Reise der„Lusitania“ eine Vibration bemerkbar gemacht hat, welche die der andeten Schnelldampfer übersteigt, so ergidt sich alles in allem, daß die Hoffnungen, die man an die erste Reise der„Lusitania“ geknüpft hatte, argenttäuscht worden sind. Die„Lusitania“ hat jeder falls den von der „Deutschland“ für die Westwärtsreise mit 23,15 Kooten aufgestellten Rekort nicht gebrochen. Sie hat auch nicht die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit des Schnelldampfers„Kaiser WilhelmII.“ für die Weswärtsreise von 23,12 Knoten erreicht. Briefkaßten. G. M i. E. Von den 510 Millionen Quadratkilometern der Erdoberfläche sind 366 Millionen Quadratkilometer vom Meere bedeckt; es stehen also 72 Prozent Mier gegen 28 Prozent Land. Die Ausbehnung der Ozeane und der wichtigsten Nebenmeere ist folgende: Stiller Ozean 161 Millionen Quadratkilometer, Atlantischer Ozean 80 Millionen Quadratkilometer, Indischer Ozean 73 Millionen Quadratkilometer, Australisch= Asiatisches Mittelweer 8 Millionen Quadratkilo= meter, Amerikanisches Mittelmeer 4,6 Millionen Quadratkilometer, Europäisch=Afrikanisches Mittelmeer 3 Millionen Quadratkilometer, Ostchinesisches Mittelmeer 1.2 Millionen Quadratkilometer, Japanisches Meer 1 Million Quadratkilomeler, Nordsee 0.548 Millionen Quadratkilometer, Rotes Meer 0,449 Millionen Quadratkilometer, Osisee 0,481 Millionen Quadralkilometer. 2 Oeffentlicher Weiters Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit em Abend des 18. Sept. bis zum Abend des 19. Sept. Morgen keine Witterungsänderung, nachts wärmer, am Tage wieder abkühlend. Frostwetter scheint in Sicht. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 18. September 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 8½° C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+13°C. Barometer 76,2 cm. Wind: Nord West. Himmel: bedeckt. Neuste Nachrichten. Berlin, 18. September. Zur Regelung des staatlichen Schlepp monopols auf dem Rhein=WeserKanal, dem Lippe Kanal und den Zweigkanälen dieser Schiffahrtsstraßen wird, wie die„Voss. Ztg.“ hört, dem preußischen Landtage in seiner nächsten Tagung ein besonderer Gesetzentwurf zugehen. Breslau, 18. Sept. Zwischen den Orten Kauder und Rohnstock wurde der Versuch gemacht, den von Bolkenhein nach Striegau fahrenden Personenzug zum Entgleisen zu bringen. Auf den Gleisen war eine zweirädrige eiserne Flugschleife gelegt worden. Dem Lokowotivführer gelang es, wenige Minuten vor dem Hindernis den Zug anzuhalten. Köln, 18 Sept. Der„Kölv. Zeitung“ wird aus Berlin telegraphiert: In franzö ischen Blättern wird mehrfach von einer gemischten Kormission geprochen, die in C sabiarei die Schäden fststellen soll und zwar geschehe dies in dem Sinne, als ob die beteiligten Staaten sich mit der Mißregel eirverstanden erklärt hätten. Von einer solchen Kommission ist hier niehts bekannt. Wien 18. September. Für den Monat Oktober droht auf allen österreichischen Privatbahnen ein Streik in der Form der pässiven Resistenz auszubrechen, falls die sehr beträchtliches Lohnforderungen d. r Arbeiter nicht bewillizt werden. Petersburg, 18. Sept. Im Gefängnis zu Odessa wurde unter dem Fußboden einer Zelle 3 Bomben und eine goße Menge Sprengstaff gesurden. Politische Gefangene halten sie vort verboczen, um ir##eegneten Augenblicken Exolosionen zu verarstalten und in der allgemeinen Verwirrung zu entkommen. Ein Gesangener lieferte nach der Entdeckung feilwillig noch mihrere Dy#amitpratronen ab. „„ des Städtischen Orchesters (Abonnement-Konzert) im grossen Saale des Assapheums der Anstalt Bethel, Mittwoch, den 18. Sept., abends 7½ Uhr Einzelkarten zu 50 Pfg. und Sechserkarten zu 2 Mk. werden in der Buchhandlung der Anstalt Bethel und am Eingang zum Assapheumsaal verkauft. Die Sechserkarten berechtigen zu sechs beliebigen Einzelbesuchen von Anstaltskonzerten. Programme am Eingang. Ttlllet * . Wir machen hiermit unseren 4 Mitgliedern bekannt, dass wir ; vom 1. Oktober cr. ab ein neues : S p a r k a s s e n- K o n t o m i t g a n z : j ä h r i g e r K ü n d i g u n g e i n r i c h t e n 3 und darauf unseren Mitgliedern Shrifl. Verein junger Manner : * * * * * * * * * * * * * * 4 /0 Einsen * Bieleseld, Papenmarkt 2. 2Sonntag, den 22. d. Mts; vom Tage der Einzahlung bis zum Tage der Abhebung vergüten werden. 2 /2. * 2 abends 8½ Uhr: Rekruten=Abschiedsfeier. Bericht über die 25 jährige Jubelfeier und 8 Nationalkonferenz in Detmold. Männer und junge Leute sind bestens eingeladen. Der Vorstand. : * * * * : * : Gewerbebank zu Bielefeld: Patente. eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. 4 Verbands-Patentbureau Brust. gez.: Lindewirth, Obbelode.al Bielefeld, Klosterplatz, 5#= Telefon 610. NB. Gelder werden auch jetzt 4 eige 4 für unsere Plätterei, 4bei sofortiger Vergütung von 7 Mk. Opro Woche, suchen 4per sofort u. später Elsbach& Co., A.-G. Verrera. " Herford Gonte alle schon für das neue Konto ange- 2lgrößeren bab. einer S 9 groprren, habe ich meine frühere : nommen. 3/ Lampf=Anlage A0030 sehe preiswert abzugeben. Dieselbe besteht aus einem FlammTerannrmächung rohrkessel von 16 qm Heizfläche u. einer 12—15 HP. leistenden Buchsaben v eiezsetdächte Proienten vorzisalen, erhnre hue aodtls er Tachstaden B. und C. aulerhöchste Priviligten vomshmten, ersterer mit vollständig 8. September 1884 und 31. März 1891) sind heute einwandsfreiem, amtlichen Prüausgelost zum 2. Januar 1908. fungszeugnis. stücke zu 500 Mark. Nr. 2831, 2888, W Lindemann, 2926, 2964, 3026 und 3052. Westf. Süssrahm-Margarin Selülcke zu 1000 Mart. Nr. 3135316—d4eischahr Vurgahnsfchnt. 3176, 3233, 3275 und 3291. 1 Am 1. Oktober 1907 wird der Unleihe B. Anleihe C. Stücke zu 2000 Mark. Nr. 3469, 3488, an der Bahnstrecke Osnabrück3582 und 3594. 1 Brackwede gelegene biöher nur 3902 und 9007. sdem Personen= und beschränkten Stücke zu 500 Mark. Nr. 699, 739, Gepäckverkehre dienende Haltepunkt 804, 918, 955, 963, 976, 989, 1023 und Quelle als Bahnhof IV. Klasse 1071. Ifür den gesamten Güter= u. Tier1000 Mark. 254, 288, 293,] Die Annahme und Ausladung 349, 399, 507, 522, 537, 600, 615, 634 4von Sprengstoffen ist ausgeschlossen. und 637.] Eine Laderampe ist nicht vorStücke zu 2000 Mark. 104, 117 und 125.(Statsbahngstertarse und den Ruckzahlungen vom 2. Januar 1908 ab bei unserer Westdeutschen Privatbahnverkehr Stadtkämmerei. Mit dem 31. Dezember 1907 hört die aufgenommen. Verzinsung auf. Es sind noch rückständig aus der Ver= Die Entfernung beträgt bis zu losung der Anleihe C. vom 26. Juni 1906 Nr. 838 und(Grackwede 3.10 km 35 zu je 500 Mark. 1 Steinhagen 3,42 Bielefeld, den 27. Juni 1907. Nähere Auskunft erteilen die 31zi#ut Diensistellen. Der Mugistrut. Münster i. W., 18, Sept. 1907. Königl. Eisenbahndirektion Fahrräder, von d.Fabrikan Private u. Händler v. Mk. 65 an. Bascthäisteie, Luftschläuche von Mk. 2.80 an Repara-üren Fabri at. promt und billigst. Latalog gratis und franke. Duisburger Fahrradfabrik Schwalbe“ Akt.-GeOulsburg-Wanhelmerort Gegründet 1896. „* Plätterinnen S stellen bei hohen Löhnen und dauernder Beschäftigung ein I. Eisbach& Co., A.-G. * Herford. * für Obstausstellung u. Obstmarkt 5 Kiloweise billigst bei A. v. d. Mühlen. 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