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Fahrenheit, Physiker, Erfinder des nach ihm benannten Thermometers, gest. 1736.— Feldmarschall Graf Wilhelm von Bückeburg, gest. 1777.— Die in Stralsund gesangenen e! Offiziere vom Schillschen Korps werden in Wesel erschossen, 1809. Der Dank des Kaisers an die Provinz Westfalen. Münster, 13. Sept. Der Oberpräsident Freiherr v. d. Recke veröffentlicht folgende Kaiserliche Order: Der erhebende Empfang, welcher Mir durch die Stadt Münster bereitet und die herzliche Begrüßung, die Mir seitens der Bevölkerung zuteil geworden ist, haben Mich sehr angenehm und wohltuend berührt. Eine ganz besondere Freude war es Mir, bei der Parade am 30. August die nach Tausenden zählenden Abordnungen der Kriegervereine begrüßen zu können, die von nah und fern zusammengeströmt waren, um ihre treue patriotische Gesinnung zu betätigen. Ich beauftrage Sie, dies zur Kenntnis der Provinz zu bringen und füge gern hinzu, daß Ich auch die vortreffliche Aufnahme, die die Truppen überall gesunden haben, dankend anerkenne. Wilhelmshöhe, 11. September 1907. Wilhelm. An den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen. Arbeitereinkommen und Verelendungstheorie. An der Hand der Statistik führt„Genosse“ Calwer abermals vernichtende Schläge gegen die sozialdemokratische Lehre von der Verelendung der Massen. Im ersten Teile seiner Jahresberichte„Das Wirtschaftsjahr 1906“ zeigt er, daß im allgemeinen das Lohneinkommen der Arbeiter gestiegen ist, daß namentlich die Löhne der Bergarbeiter, Zimmerer und Metallarbeiter „recht kräftig" zugenommen haben, „weniger stark“ ist das Einkommen der Textilarbeiter gestiegen, während die Löhne im Holzgewerbe, in der Bekleidungsbrauche und in einigen Nahrungsmittelgewerben wiederum„relativ kräftig“ zugenommen haben. Die Löhne der ungelernten Arbeiter zeigten während des Jahres 1906„eine deutlich steigende“ Tendenz, die für die Großstädte wenigstens aus der Bewegung der Lohnsätze in Berlin hervorgeht. Freilich verkennt Calwer keineswegs, daß ein wesentlicher Teil dieser Steigerung des Einkommens durch die Steigerung der Preise aufgewogen wird, läßt jedoch gleichzeitig nicht unerwähnt, daß der Höhepunkt der teuren Fleischpreise überschritten zu sein scheine, und daß die Vermutung, es habe der Konsum quantitativ abgenommen, nicht im geringsten zu hegen sei. Vielmehr habe der Korsum auch im Jahre 1906 noch„kräftig" zugenommen, wenn auch nicht so stark wie 1905. Dieses Ergebnis sei für die weitere Gestaltung der wirtschaftlichen Konjunktur im Jahre 1907 sehr wichtig.„Wichtig ist aber dafür insbesondere, daß die Kaufkraft der Arbeitermassen im Jahre 1906 keineswegs abgenommen, sondern gleichfalls trotz der Warenpreissteigerung eine merkliche Zunahme erfahren hat“, schreibt Calwer Ueber das Verhältnis von Brot= und Getreidepreis und über die ihn bestimmenden Faktoren sagt Calwer:„Daß der Zoll den Getreid=preis beein flußt, daß er entweder gesteigert oder doch sein Fallen gegenüber dem Weltmarktpreis verlangsamt und aufgehalten wird, daß ist eine Tatsache, die nicht bewiesen zu werden braucht. Die Schwierigkeiten beginnen eist bei der Feststellung der Teagweite der Zollwirkung auf Getreide=, Mehl= und Brotpreis. Hier bietet sich aber dem Forscher ein solcher Komplex von Fragen, daß man sich über die Naivität derer verwundern muß, die im Handumdrehen gleich die Lösung gefunden haben... So kann man sehr häufig lesen, daß der englische Arbeiter billigeres Brot esse als der deutsche. Warum? Weil bei uns das Brot durch den Zoll verteuert werde, während in England Getreide zollfrei sei. Diese Feststellung entspricht keineswegs den Tatsachen, sondern in Wirklichkeit verhält es sich etwa umgekehrt: nicht der deutsche, sondern der englische Konsument hat einen höheren Brotpreis zu bezahlen.“ Das beweist Calwer an vier Stichtagen im Jahre 1905. Ein Kilogramm Brot kostete am 1. Dezember 1905 in London etwas über 24 Pfg. in England und Wales annäherd 23 Pfg. Dazu bemerkt er:„Daß in Deutschland der Brotpreis im Durchschnitt tieser steht, dafür bedarf es wohl keiner weiteren Beweise. Selbst in Berlin stand er 1905 noch unter dem Londoner Preise und war etwa so hoch, wie der Durchschnittspreis in England und Wales. Für ganz Deutschland dürfte sich der Durchschnittspreis auf etwa 22 Pfg. pro Kilogramm belaufen. Dieser Unterschied verblüfft zunächst, aber der Grund dieses Unterschiedes ist sehr einleuchtend: der Engländer ißt ausschließlich Weizenbrot, der Deutsche überwiegend Roggeubrot. Roggen steht aber an sich tiefer im Preise als Weizen. Daß Weizenbrot qualitativ höher stände als Roggenbrot, läßt sich nicht behaupten, auch vem Standpunkt der Hygiene sind beide Brotarten mindestens gleichwertig. In Frankreich ist der Brotpreis noch höher als in England; selbst im Weizenlande Amerika ist der Weizenbrotpreis nicht viel niedriger als in Deutschland. Dagegen stellt sich in Rußland das Roggenbrot billiger..... Wir führen diese Unterschiede an, um die üblichen oberflächlichen Preisverzeichnungen zwischen Inland und Ausland in ihrer Unhaltbarkeit darzutun.“ Diese Feststellungen Calwers strafen alle sozialdemokratischen Behauptungen, daß die Lohnerhöhungen hinter der Lebensmittelverteuerung weit zurückgeblieben seien, Lügen und stellen die ganze Lehre von der Verelendung der Massen als eitel Schwindel dar. Da Calwer sich bei seinen Angaben auf authentische gewerkschaftliche Quellen stützt, wird gegen sie auch von den sozialdemokratischen Entstellern des wirklichen Sachverhaltes nichts eingewendet werden können. o. o. Die Jungliberalen. Auf dem Delegiertentage der Jungliberalen in Kaiserslautern ist nicht, wie erwartet wurde, eine reinliche Scheidung der bisher im Reichsverbande organisierten Jugendvereine, die eine Altersgrenze von 40 Jahren als Vorbedingung festgesetzt hatten, von den süddeutschen jungliberalen Vereinen, die keine Altersgrenze anerkennen wollen, vollzogen worden, sondern es hat vielmehr eine Verschmelzung der beiden verschiedenartigen Organisationen im Reichsverbande selost stattgefunden. Dabei haben nicht die süddeutschen Jungliberalen sich zur Erfüllung der Vorbedingung bequemt, sondern der Reichsverband hat nachgegeben, um die rund 11000 Mann starken, bisher abseits verbliebenen Jungliberalen sich anzugliedern. Durch ein kleines Kunststück hat der Reichsverband der nationalliberalen Jugendvereine dieses Abweichen von seinem Statut zu verschleiern gesucht. Man hat sich nämlich in Kaiserslautern auf ein Kowpromiß geeinigt, in dem den füddeutschen Jungliberalen die Bedingung auferlegt wird, als Delegierte und in den Vorstand zum Reichsverbande nur Mitglieder im Alter von weniger als 40 Jahren zu entsenden. Diese kleine Kopzession konnten die Bayern und Badenser um so lieber machen, als dies in dem Wesen ihrer Vereine nichts ändert, ihnen aber volle Gleich berechtigung im Reichsverbande gewährt. Da der Reichsverband, einschließlich der neugewonnenen Süddeutschen, nun rund 25000 Mitglieder zählt, so dürfte es den süddeutschen Jungliberalen, die die Altersgrenze im Anwerben von Mitgliedern nicht hindert, keinesfalls schwer fallen, in absehbarer Zeit in dem Reichsverbande die Mehrheit zu gewinnen. Das würde für die nationalliberale Gesamtpartei jedenfalls recht unerwünscht sein; denn die bayrischen und die badischen Jungliberalen stehen gar nicht unbedingt auf nationalliberalem Standpunkte, sondern neigen der Naumannschen Freifinnsrichtung zu und erblicken ihre Hauptaufgabe in großliberalen Einigungsversuchen und in der Herstellung eines liberal=sozial demokratischen„Großblocks". Demgemäß wird auch bereits in der„Nationalliberalen Korrespondenz“ angekündigt, daß angesichts der durch den Beschluß abgeänderten Grundlage der Jugendvereine„die geordneten Instanzen der Partei bei nächster Gelegenheit dazu Stellung nehmen würden". Das sieht also ganz nach Konflikt aus. Aber wir sind der Meinung, daß der nationalliberale Zentralvorstand schon ein Mittel finden wird, um dem Konflikt aus dem Wege zu gehen. Wozu gibt es Kompromisse? In dem neuen nationalliberalen Oeganisations= statut ist den Jugendvereinen eine merkwürdige Sonderstellung eingeräumt, also die Oeganisation in der Organisation verewigt. Allerdings ist dabei die Altersgrenze von 40 Jahren als Vorbedingung aufgestellt. Die nationalliberale Gesampartei ist also durch den Kaiserslauterer Beschluß in ein peinliches Dilemma geraten. Ob es auf dem bevorstehenden Wiesbadener Delegiertentage gelingen wird, aus diesem Dilemma herauszukommen, muß man abwarten. Erschwerend für den Kaiserslauterner Beschluß aber ist die Tatsache, daß der Vorstand des Reichsverbardes sich mit dem Ausschusse des nationalliberalen Zentralvorstandes darüber vorher ins Einvernehmen gesetzt und den Bescheid erhalten hatte, daß der betreffende Antrag nicht annehmbar sei, und daß trotzdem auf der Kaiserslauterner Tagung die einstimmige Annahme dieses Antrages erolgt is. sch vierige Lage für Rot gerettet worden. Im kritischsten Moment des Tages standen die sechs Regimenter der Kavalleriedivision B mit Artillerie und Maschinengewehren untätig bei Erkeln. Umsichtiger scheint die Führung der Kavallerie bei der blauen Partei gewesen zu sein. Auch einzelne Divisionskavallerieregimenter, wie die Braunschweiger Husaren, die Driesen= Kürassiere und das Husarenregiwent Königin Wilhelmina der Niederlande sind bei der Kritik gelobt worden. Vom Kaiser dazu aufgefordert, wies General v. Kleist, der neue Generalinspekteur der Kavallerie, im Anschluß an die Besprechung des obersten Kriegsherrn auf die einzelnen Fehler hin, die von der Reiterwaffe mehrfach begangen worden sind. Die Insanterie und Artillerie dagegen und in besonderem Maße auch die technischen Truppen haben ebenso wie der„rote Führer, General der Kavallerie von Stünzner, hohe kaiserliche Anerkennung erhalten. Das sehr durchschnittene und unübersichtliche Gelände in der Kampfesgegend zwischen Nethe und Diemel hat große Anforderungen an alle Waffen gestellt. Versagt scheint die Insanterie nach Ansicht des Kaisers nur einmal zu haben, und zwar bei dem schwierigen Nachtangriff vom 10. September morgens gegen Rothe und den Schmaerberg. Der Kaiser hat unter Hinweis auf die Begleiterscheinungen dieses Angriffs vor Nachtangr ffen, außer in übersichtlichem Terrain, dringend gewarnt. Die Eigenart der vor Borgholz nach Rothe führenden Straße des Angriffsweges der 41. Infanteriedivision hat es mit sich gebr cht, daß einzelne Bataillone in der Dunkelheit nach einer ganz falschen Richtung angesetzt wurden. Als der Tag graute, und der Kaiser noch während des Halbdunkels die Stellungen abritt, standen mehrere Abteilungen von Blau auf nahe Entfernung im Feuergefecht gegeneinander, ohne zu wissen, daß Freund auf Freund schoß. Der Kaiser hat die kriegsmäßige Möglichkeit eines solchen Durcheinanders durchaus anerkannt, aber Wiederholungen ähnlicher Nachtangriffe als nicht angebracht bezeichnet. Kritik des Kaisers über die Kaisermanöver. Aus Berlin wird der„Rh. W. Zig.“ folgendes telegraphiert: Die kaiserliche Kritil ist diesmalbesonderseingehend gewesen. Der Kaiser hat nach Mitteilungen der„Militärisch politischen Korrespondenz“ auf der Höhe 243 südwestlich des Ortes Dössel bei Warburg nach Schluß des Kaisermanövers am Mittwoch morgen über eine Stunde die Vorgänge bei den Gefechten des 9., 10. und 11. September in allen ihren Einzelheiten besprochen. Während der Monarch besonders die Marschleistungen anerkannte, hat er sich ähnlich wie im vorigen Jahre gegen die Unzulänglichkeit der Kaval= lerieführung gewendet und den Mangel der höheren Reiterführer an richtiger Initiative getadelt. Am ersten Tage des Manövers hat anscheinend die Kavalleriedivision B. den Erfolg für die rote Partei beinahe in Frage gestellt, nur durch den 65=Kilometermarsch der 19. Division von Pyrmont nach Brakel und ihr rechtzeitiges Eingreifen westlich des vielumstrittenen Hampenhäuser Berges ist die Politische Nachrichten deutschen Reiche. Berlin, 15. September. Der Deutsche Kaiser hat den Zaren als erster drahtlich zur Rettung vom Schiffbruch beglückwünscht. Die zweite Glückwunschdepesche stammte vom Kaiser von Japan. Der Kaiser und die Kaiserin werden, Nachrichten aus London zufolge, während des Besuches, den sie im Monat November dem britischen Hose abstatten, auch mit dem König Haakon von Norwegen und der Königin Mand, der jüngsten Tochter des Königs Eduard VII. zusammentreffen. Am 12. August ist Prinz Friedrich Heinrich, der älteste Sohn des verstordenen Prinzregenten Aldrecht, mit dem „Herzog“ in Swakopmund eingetroffen. Der Prinz hatte einen Empfang ausdrücklich abgelehnt. Prinz August von Sachsen= Koburg und Gotha ist in Karlsbad am 14 ds. Mis. um ½12 Uhr mittags gestorben. Die Norderneyer Konferenzen des Reichskanzlers mit einflußreichen Mitgliedern aller Gruppen des nationalen Blocks nehmen ihren Fortgang. Neuerdings ist seitens des Fürsten Bülow auch an den Leiter der Deutschen Tageszeilung, Dr. Oertel, eine Einladung nach Norderney ergangen. Die„Köln. Zig.“ erfährt aus bester Quelle, daß das Vereinsgesetz alsbald nach dem Zusammentritt des Reichstages diesem zugehen werde. Durch das Gesetz soll den Frauen der unbeschränkte Zutritt zu Vereinen und Versammlungen eingeräumt werden, sowie die Vorschrift der Vorlegung der Mitgliederverzeichnisse, vermutlich auch die Beschränkung der Vereinszugehörigkeit und des Zutritts zu den Versammlungen durch eine Altersgrenze in Wegfall kommen. Das ge nannte Blatt sagt, es sei selbstverständlich anzunehmen, daß sich in dem Reichsvereinsgesetz auch für ein Präventiv=Verbot von Versammlungen ein Raum findet. Die Umfrage über die sexuelle Aufklärung der Jugend ist nicht vora neuen Kultufminister Holle, sondern bereits von seinem Vorgänger v. Studt angeordnet worden. Die an die nachgeordneten Justanzen ergargenen Anfragen sollen lediglich feststellen, was in dieser Angelegenheit bis jetzt geschehen ist. Die Frage der Gleichstellung der Oberlehrer mit den Richtern steht, wie hiesige Blätter hören, demnächst zur Entscheldung der maßgebenden Stellen. Es ist anzunehmen, daß sie im Sinre des Votums des Abgeordnetenhauses fallen wird, das sich bekanntlich seinerzeit einstimmig für die Gleichstellung aussprach. Bis zum 1. Juli waren im Deutschen Reiche insgesamt 245 Kauswanns gericht: ins Leben getreten. Davon entfallen auf Preußen 157, auf Bayern 24, auf Sachsen 17, auf Württemberg 9, auf Baden 6, auf Hessen 5, auf MecklenburgSchwerin 3, auf Sochsen Weimar 4, auf Oldenburg 3, auf Koburz= Gotha 2, auf Anhalt 3, auf Bremen 2 und auf ElsaßLothringen 4. Auf Braunschweig, SachsenAltenburg, Rluß ältere und jüngere Livie, Lübeck und Hamburg entfällt nur je ein Kaufmannsgericht. Die sachliche Zuständigkeit ist bis aus vier Ausnahmen(ia Dresden 1 und 2, sowie in Freiberg i. S. und in Meißen) in allen bestehenden Kaufmannsgerichten unbeschränkt. Leipzig, 13. Sept. Wie der„Döbelner Gen.=Anz.“ meldet, sind die Gutsbesitzer der Kreise Döbeln und Rochlitz von den zuständigen Behörden vertraulich angewiesen worden, die Höhen für nächstes Jahr möglichst nur mit Wintergetreide zu bestellen. Das Blatt schließt daraus, daß die nächstjährigen Kaisermanöver in Sachsen stattfinden werden. Dresden, 14. Sept. Durch die in den letzten drei Tagen vorgenommenen Wahlen der Wahlmänner für 30 verfassungsmäßig erledigte Mandate zur Ersten Ständekammer scheint die Wahl von 16 Konservativen und 18 nationalliberalen Abgeordneten gesichert zu sein, während die Entscheidung über ein Mandat erst in der notwendig gewordenen Nachwahl fällt. Bisher waren 22 Konservative und 8 Nationalliberale im Besitze der erledigten Mandate. Am 27. September finden die Wahlen der Abgeordneten statt. Aus dem Auklarde. Paris, 15. Sept.„Eclair" berichtet, daß die Unterhandlungen bezüglich der marokkanischen Frage fortgesetzt werden und daß der Kabinettschef die Hoffnung hegt, daß ein Ausgleich zustande kommt. Paris, 13. Sept. Hervé hat im Saale der gelehrten Gesellschaften eine Rede gehalten, in der er Jaurés beglückwünscht, der neuen Entwickelung der Sozialdemokratie, wenn auch langsam, zu folgen. Er beschimpfte die französischen Truppen in Marokko und bedauerte, daß ihre Absendung nicht durch einen Generalstreit verhi dert wurde. Belgrad, 15. September. Wie aus Wrenso gemelbet wird, Ist die Haltung der Albanesen sehr beunruhigend. Bewaffnete Arnautenbanden stehen am Grenzgebiet und erwarten einen passenden Augenblick, die Dörfer anzugreisen. Vor zwei Tagen drang eine solche Baude in das Douf Ala ein. Marakko. Dem„Temps“ zufolge hat nach Nachrichten des französischen Gesandten in Tanger die Zerstörung des Lagers von Taddert auf die Marokkaner einen großen Eindruck gemacht. Nach Eingang der Nachricht von der Zerstörung Tadderts zogen sich die Araber, welche bei Titt Mellil lagerten, drei Meilen bis nach Sidi Brakim zurück.— Der Kaid Si Aissa von Abda ist in Marrakesch angekommen und mit 3000 Reitern zu Muley Hafid gestoßen. Der kommandierende General von Algerien und der Divisionskommandeur von Oran haben sich im Automobil nach Udschda begeben. Es handelt sich, wie das Echo de Paris“ erfährt, um den rasch ins Werk zu setzenden Vormarsch der französischen Kolonnen von Udschde ins Innere von Marokko. Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von shecte Achord. 52 Nachdruck verboten.) Das Gärtchen war ihr unbestrittenes Reich, denn die alten Leute, die den übrigen Teil des Palastes bewohnten, fürchteten sich vor der Luft und vor der, den Pflanzen ent steigenden Feuchtigkeit. Hier in tiesster Einsankeit und Abgeschlossenheit bemühte sich Bianka ihr Inverstes kennen zu lernen. Der Prinz, der den Ort zum erstenma betrat, blieb zögernd und überrascht an dem Eingange stehen. Ein verrostetes Gitter von alter, schöner Schmiedearbeit umschloß einen kleinen Kreuzgang mit grauen Sieinsäulen, unter denen einige Trämmer der Bildhauerkunst umherlagen. Wie jeder noch so kleine römische Palast, enthielt auch dieser sein keimendes Museum. Schwerfällig drehte sich die Türe unter den Händen des Prinzen und ohne Bianka zu bemerken, schritt er zwischen hohem Gras und Blättergerank dahin. Ein schmaler Pfad lief zwischen dichtem Buschwerk in gerader Linie au eine Rosenlaube zu. Dort saß die Prinzessin auf einer Steinbank und Cäsar, der stehen geblieben war, betrachtete Kirche, Schule und (Der Deutsche Gymnasialverein) wird seine Generalversammlung dieses Jahr in Basel Montag, den 23. September, unmittelbar vor der ebenfalls dort statt findenden Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner abhalten. Hauptgegenstand der Beratung wird die Frage sein, welche Grenzen der Generaliüerung und welche der Individualisierung bei Zöglingen höherer Schulen zu ziehen seien. Die Berichterstattung liegt in den Händen des Gymnast#aldirektors Dr. Herm. Friedr. Müller, Blankenburg i. (Die Jungliberalen.) Aus Erlangen wird der„Köln. Zig.“ gemeldet: Der jungliberale Verein in Erlangen beschloß einstimmig, die in Kaiserslautern beschlossenen Aenderungen des Reichsverbandes der nationalliberalen Jugend nicht anzuerkennen und den Eintritt in den Reichsverband abzuiehnen, weil die Vergangenheit und die Grundsätze der bayerischen jungliberalen Vereine dem zuwiderlaufen. Auch der Eintritt des Vereins in den Nationalverein wurde als mit dem jungliberalen Programm unvereinbar erklärt. Kolonialpost. (Prinz Friedrich Heinrich von Preußen in Südwest.) D. H. G. Am 12. August ist Prinz Friedrich Heinrich von Preußen mit dem„Herzog“ in Swakopmund eingetroffen. Der Prinz hatte sich einen Empfang ausdrücklich verbeten. Er nahm im Hause des Polizeirats Bösel Wohnung und setzte am 13. Aug. morgens mit der Otavi=Bahn die Reise nach dem Innern fort. Zunächst sollte Windhuk besucht werden, dann Tsumeb und Otavi und auf der Rückreise ein Abstecher nach dem Water berg gemacht werden. Im Auftrage des Schutztruppenkommandos waren dem Prinzen einige Offiziere beigegeben. (Der Ausbau der ersten Strecke der südwestafrikanischen Südbahn) für den Vollbahnbetrieb ist bis zur ersten Hauptstation Aus fortgeschritten. Diese Strecke hat sich bereits seit Herbst letzten Jahres im Betrieb für wilitärische Zwecke befunden. Die endgiltige Bauabnahme fand im August statt. sie aus der Eotfernung. In ein langes, weißes Sergekleid gehüllt, lehnte sie gegen einen Sarkophag. Ein Genueserschal fiel vom Kopf über die Schultern herab und sein milchweißer Widerschein umspielte schmeichelnd ihre blassen Wangen. Ihr zur Seite, in einem kleinen Bassin, stritten sich zwei Nymphen um eine Blume, aus der sich ein dünner Wasserstrahl mit monoton leise plätschernden Sang ergoß. Bianka träumte. Schmerz verriet der friedvoll-verklärte Ausdruck der reinen Züge richt. Ueber ihrer Stirne lag es wie überirdischer Glanz. Vor dieser friedatmenden Schönheit begann Don Cäsars Herz rascher zu schlagen. Jetzt nur zu ihr! In ihrer Nähe die gleiche Ruhe finden! In diesem Moment standen seines Vaters Pläne und Hoffnungen klar vor seinem Gedächtnisse da, deren Verwirklichung Bianka sehnlichst entgegengeharrt hatte. Er hatte sein Glück verscherzt... Endlich hob Bianka die Augen und bemerkle ihren Vetter, der langsam auf sie zuschritt und in der Güte ihres Herzens konnte sie sich eines innigen Mitleids mit dem Verlassenen nicht erwehren. „Mut, Cäsar,“ sagte sle ihn begrüßend, Lokales und Vieleseld, 16. September. X(25jähriges Jubelfest der National=Vereinigung der deutschen Jünglingsbündnisse.) An der Stätte, wo vor 25 Jahren die NationalVereinigung begründet war, hm Hermapns denkmal, fand gestern unter großem Andrang das Jubelfest statt. Schon in der Frühe des Morgens brachten große Extrazüge die Vereine des Minden=Rapensberger Landes rach Detmold. Die I juglingsvereine der näheren Umgebung waren schon meist zu Fuß angelangt. Um 9 Uhr brachten die vereinigten Posaunenchöre unter Leitung des Pastor Kuhlo=Bethel dem Fürstenpaare vor dem Schlosse ihre Grüße dar. Um 10 Uhr fanden in sämtlichen Kirchen des Fürstentums Lippe Festzeitesdienste statt. 11½ Uhr hatte sich eine große Menge aus dem Marktplatz versammelt, um den geistlichen und Volksweisen der Bläser zu lauschen. Einer großen Schlange gleich zogen darauf die Festteilnehmer zur Grotenburg hinauf um hier an historischer Stätte das Jubelfest zu begehen. 3¼ Uhr setzte hier das Sänger Konzert der vereinigten Männerchöre ein. Kurz nach ½4 Uhr erfolgte unter brausenden Hochrufen die Anfahrt des Fürsten Leopold zur Lippe. Sodann nahm die Jubelfeier ihren Anfang mit dem gemeinsam gesungenen Liede: Hier stehen wir von Nah und Fern. Pastor Klug=Barmen, der Präses der National=Vereinigung, erEffnete mit Gebet und herzlicher Begrüßungs ansprache das Fest und gedachte einige der Gründer des Bundes. Den Segenswunsch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Durchl. den Fürsten brachte Herr Major von Revern. Detmold dar. Betend sang dorauf die Festversammlung Jehovo, Herr und König. Sturmglocken waren es, die Bundesdirektor Pastor Stuhrmann=Barmen sodann läutete und im Anschluß an ein Wort aus dem 9. Kap. des 1. Makkabäerb. und dem 13. Kap. des Propheten Jesais in die Festversammlung hineinrief: 1. Hoch das Panier, Hinein in die Rüftung, 3. Das Schwert aus der Scheide, 4. Hinein in die Schlacht. Ein Aufruf zur Treue war der Grundton in der nächsten Ansprache. Darauf sprach General=Superintendent Wissel=Detmold das Schlußwort und schloß mit Gebet und Segen die Feier am Hermannsbenkmal. Vor dem Bahnhof Detmold erfreuten noch die Bläser eine große Zuhörermenge mit ihren schönen Weisen bis die Extrazüge die Posaunenchöre aufgenommen hatten. Die 8. deutsche National=Konferenz begann in Detmold am 13. September und dauert bis zum 16. September. Wir werden darüber, morgen beginnend, ausführliche Berichte bringen. (Fahnenweihe.) Gestern nachmittag 3 Uhr wurde auf dem Kaiser Wilhelmplatz die Fahnenweihe des hiesigen Marinevereins vollzogen. Eine Anzahl militärischer Vereine aus Stadt und Umgegend mit 14 Fahnen und mehreren Musikkorps waren in zwei Treffen aufgestellt. In der Mitte des Platzes erhob sich ein reich mit Flaggen geschmücktes Podium in Gestalt eines Kriegsschiffes, auf dem weißgekleidete Ehrendamen des Kommenden harrten. Pünktlich 3 Uhr erschien in Equipage der Kontre=Admiral z. D. Thiele, der nach Abschreiten der Paradeaufstellung vom Podium aus mit kräftiger, weithin tönender Stimme die anwesenden Militärvereine begrüßte und sie aufforderte, mit Gott dem Kaiser und Reich die Treue zu bewahren. Der Kaiser habe selbst einmal öffentlich ausgesprochen, daß nur ein frommer Soldat auch ein guter und tapferer Soldat sein werde. In Bieleseld, das durch Wirke christlicher Barmherzigkeit weithin weltbekannt sei, werde man das verstehen. Dem Kaiser gelte es eine Mannentreue zu leisten, wie man sie von Hagen im Nibelungenliede lernen könne. Der feiernde Marineverein möge auch gute Kameradschaft mit der Armee halten, die das deutsche Reich errungen habe. Der Herr Admiral schloß mit einem von den versammelten Kriegern kraftvoll aufgenommenen dreimaligen Hurrg auf Se. Maj den Kaiser, worauf Heil dir im Siegerkranz gesungen wurde. Nach Uebergabe der Fahne und ihrer Schmückung mit einem Fahnenbande durch die Ehrendamen nahm der Herr Admiral den Parademarsch der Vereine ab, die darauf zur Fortsetzung der Frier nach dem Johannisberg abrückten. Hier fand die feierliche Ueberreichung der gestifteten Fahnennägel statt und hielt auch der Herr Admiral noch eine kurze Ansprache. Das triffliche Konzert einer Marinekopelle sand reichen Beifall. So hatte das Fest einen schönen harmonischen Verlauf. (Den Stadtverordneten) ist die vom gemeinsamen Kreisausschuß beschlossene neue Matrikel des Wegeverbandes und der Nachtrag zu dem Statut für die Verwaltung der für den Stadt= und Landkreis Bielefeld gemeinsamen Kreisinstitute, ferner eine Zusammenstellung der Ausgaben für die Unterhaltung der Kreisstraßen in den Rechruegsjahren 1903, 1904 und 1905 und endlich ein Bericht über den Stand des Wegebaues des gemeinsamen Kreiswegeverbandes für das Bau und Rechnungsjahr vom 1. April 1906 bis Ende März 1907 zugegangen. Nach letzteren betragen die Gesamt=Ausgaben 234 766,34 Mk., denen Gesamteinnehmen in Höhe von 238227,52 Mk. gegenüberstehen, sodaß am Schlusse des Berichtsjahres ein Barbestand von 3461,18 Mk. verblieb, dazu kommt ein Restbestand in Wertpapieren mit 10542 36 Mk, mithin Gesamtbestand 14003,54 Mk. (Märkte.) In der nächsten Woche finden folgende Märkte statt. 16. Sept.: Alverdissen, Meinberg, Schötmar. 17. Beackwede, Gütersloh, Herford, Lübbecke, Deimold. 18. Stadthagen. 19. Hausberge, Bückeburg. 20. Ennigloh, Hille, Rietberg. (Terrorismus.) Viel besprochen wird in hiefigen und auswärtigen Blättern ein Vorgang, der sich in der vorigen Woche unter der Arbeiterschaft der hiefigen Nähmaschinen= und Fahrradfabrik von A. Göricke abgespielt het Nach Schluß der Arbeitszeit fielen etwa 15 dem freien Metallarbeiterverband angehörige Arbeiter der Fabrik über einen Mitarbeiter her und verprügelten ihn, weil er sich weigerte, aus dem christlichn Metallarbeiterverband auszutreten und dem freien Verbande beizutreten. Am anderen Tage setzten sie ihre Roheit fort, indem sie ihm den Rock zerschnitten. Die Aufregung unter den Arbeitern war so groß, daß sich die Polizei veranlaßt sah, einen Polizeikommissar und 3 Schutzleute vor der Fabrik aufzustellen. Da sosort Anzeige erstattet worden ist, wird der Vorgang die nötige Aufklärung finden. Allem Anschein nach haben die Sozi wieder einmal gezeigt, was sie unter Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verstehen. m.(Urlaub.) Der Oberbürgermeister Bunnemann und der Polizeiinspektor Rose sind bis Ende d. Mis. beurlaubt. m.(Eingeliefert) sind vier Personen wegen Trunkenheit und Verüben groben Unfugs. u- Schildesche, 16. Sept.(Goldene „wenn ich heute nicht zum Onkel kam, so geschah es aus dem Grunde, weil ihr eine Unterredung mit Angelotti haben solltet, bei der ich nicht zugegen zu sein wünschte.“ Cäsar antwortete nicht und sie wiederholte noch einmal: „Mut!“ Wie schal kam ihr das Wort vor. Was aber sollte sie dem dreißigjährigen, energielosen, niedergeschlagenen Manne da vor ihr sagen? „Bianka!" flüsterte er endlich,„Alle und Alles verläßt mich. Wirst du es auch kun?“ „Ich verlasse dich nicht und werde es nie tun, bist du mir doch wie ein Bruder. Denke nicht, daß dein Leid und deine Sorgen mir gleichgültig sind. Deinen Herzenskummer verstehe ich nur zu gut, um dir heute irgend welchen Troßt zusprechen zu können.“ Der Prinz sah sie verständnislos an. „Was sagst du, Bianka? Gerade heute bin ich deines Trostes am meisten bedürftig. Heute, wo muich Alles preis gibt und mich der Verkauf unseres Palastes mitten ins Herz teifft. Ich hoffte ihn zu reiten und nun verliere ich Alles! Blind ging ich am Rande des Abgrundes dahin, bis zu dem Augenblicke, in dem es keine Retitung mehr gibt, ich sinke.... „Ist das die ein zige Ursache deines Kummers, Cäsar? Hast du weiter nichts zu beklagen?“ forschte Bianka zögernd. „Nein, Blanka, endlich hab ich Einkehr gehalten bei mir selbst und zu meinem tiefen Schmerz erkannt, daß ich mein Glück verscherzte.“ „Hast du denn alles, was in deinen Kräften stand, getan, um dir dir dies Glück zu erringen, um es zu erhalten? Wie mit dem Himmelreich reißen es auch nur die an sich, die ihm Gewalt antun. Was tatest du, um dir die Liebe zu sichern, die in diesem Augenblick deine einzige Retterin sein könnte, diese Liebe, die stärker ist als der Tod?“ „Nichts, Bianka, nichts. Ich verstand sie nicht, weder in mir selber noch um mich herum. Ich brauchte ja nur die Hind danach auszustrecken und die Liebe war mein.“ Bianka blickte ihrem Vetter überrascht tief in die Augen. „Wir verstehen uns offenbar nicht, Cäsar. Verzeih, wenn ich die Wunde noch einmal berühre, indem ich an die junge Französin erinnere, von der Angelokti sagte, du liebtest sie. Ich muß dir meine Frage wiederholen, hast du Deinerseits nichts getan, um ihre Liebe zu erwerben, die dir in dem jetzigen Hochzeit) tember, feier Stüwe das Viele Freuhe Zeit ihres Eh aber auch das über zegangen, Jahre eine v Ostern eine es den Tod verl# Gettes ist die das Juhelpaar licher Frische immer auf Städte und 2 unserer Prosin Wenderstab ne legen. Wenn weißen Haar a freundlich emp harten Liuten mit Unwillen o und von ihnen Geld haben“ od da war“, dan freundlich und nehmen, den„ Mal bei des Länger als 4 Kellektant gewe Bethel und Rettungshaus lichen, bewährte wolle Gott einen abend bescheren! Heepen, 1 Heite nachmitt Beisetzung des schwerem Leide Libensjahre ver D. Wilheln Bruders des L in Biesefeld, sta Aus r. Herford, Gartenbauve den Schulkindern zur Pflege überge hause zur Ausstel Die Ausstellung Exemplare von B was mit Mühe, kann. Die Blume prämiiert. Bürger Minna Erichsen, Bottk=, Elisabet Siekmann, Klara Minna Bovermar zapfe, Frieda Schi Emna Wehmeyer, Minna Hahndorf. mann, Frieda G Meyhöfner, Minr Marie Lotte, Will Frieda Stock, Her Grete Scheidt, Lu# Bulk, Paula Eicke bröcker, Klara S# min: Kruse, Fried Marta Speckin, Anna Ströter, 8 Melly Hülsegge, Müller, Auguste Korteseyer, Bru schule Falkstra Anna Schachtsiek, Preise: Fri da Sch Frieda Heidegger, Elisabeth Stratmar schule Elverd Sielermarn. Anna Seeger. Bürge 1 Preise: Paula Gieselmann, 2. Pre Ebert, Luise Engel line Sieker, Friel 3. Preise: Anna 9 hanne Weiß, Em Emma Landre, Jo Ida Nieberg. Bü L. Preise: Magda ulwine Gieselmann Luise Wortmann, Johanne Greise, Mathilde Ebort, 9 mann, Luise Hohen Bröder, Luise 2. Preise: Helene Tolksdorf, Marie B Margarete Schäffer schule Stiftbe Frieda Göning, Me Anna Pracht, Pa Frieda Rasche, Lui Klara Hartmann, meyer, Mathilde 3. Preise: Marie 2 Btiakmann, Marie Helene Quakenack, W Freedensthal Marse““ Kuna Kramer, I Bürgerse Stiädorn Flachme: 3 Vrei Grachunher, Frieda Anna Thüimer, ich ausgesprochen, daß ldat auch ein guter und werde. In Bieleseld, ristlicher Barmherzigkeit sei, werde man das r gelte es eine Mannenman sie von Hagen im n könne. Der feiernde such gute Kameradschaft , die das deutsche Reich Herr Admiral schloß versammelten Kriegern ten dreimaligen Hurra alser, worauf Heil dir sen wurde. Nach Ueberihrer Schmückung mit die Ehrendamen iral den Parademarsch darauf zur Fortsetzung sohannisberg abrickten. sche Ueberreichung der statt und hielt auch eine kurze Ansprache. t einer Marinekapelle So hatte das Fest schen Verlauf. rdneten) ist die vom schuß beschlossene neue zeverbandes und der ut für die Verwaltung id Landkreis Bielefeld tute, ferner eine Zugaben für die Unterin in den Rechrufgsind 1905 und endlich Stand des Wegebaues vegeverbandes für das hr vom 1. April 1906 7 zugegangen. Nach Gesamt=Ausgaben ien Gesamteinnahmen 7,52 Mk. gegenübersse des Berichtsjahres 161,18 Mk. verblieb, stand in Wertpapieren mithin Gesamtbestand nächsten Woche finden 16. Sept.: Alvermar. 17. Beackwede, Lübbecke, Deimold. sausberge, Bückeburg. kietberg. Viel besprochen wird gärtigen Blättern ein der vorigen Woche st der hiefigen Nähabrik von A. Göricke Schluß der Arbeitszeit reien Metallarbeitereiter der Fabrik über und verprügelten ihn, aus dem christlichn auszutreten und dem treten. Am anderen pheit fort, indem sie ten. Die Aufregung ur so groß, daß sich sah, einen Polizeileute vor der Fabrik ri Anzeige erstattet Vorgang die nötige Ulem Anschein nach einmal gezeigt, was eichheit und Brüdererbürgermeister Bunnektor Rose sind bis Ende d vier Personen wegen froben Unfugs. Sept.(Goldene sst du weiter nichts Bianka zögernd. lich hab ich Einkehr ind zu meinem tiefen ich mein Glück vers, was in deinen n dir dir dies Glück erhalten? Wie mit es auch nur die an antun. Was tatest zu sichern, die in einzige Retterin sein stärker ist als der hts. Ich verstand selber noch um mich ja nur die Hind nd die Liebe war Better überrascht tief ffenbar nicht, Cäsar. Wunde noch einmal die junge Französin tti sagte, du liebtest Frage wiederholen, sis getan, um ihre dir in dem jetzigen Hochzeit) Am Dienstag, den 17. Sep tember, feiern die Eheleute Gottlieb Stüwe das Fest der goldenen Hochzeit. Viele Freude hat ihnen Gott in der langen Zeit ihres Eh.standes zuteil werden lassen; aber auch das Litd ist an ihnen nicht vorüberzegangen, haben sie doch vor einem Jahre eine vheiratete Tochter und nach Ostern eine eben korfi mierte Enkelin durch den Tod verloren. Ein besonderer Segen Gettes ist die große Rüstigkeit, deren sich das Jubelpgar erfreut. Mit fast juzend. licher Frische wandert Heer Stuwe noch immer auf seinen Kollektengängen durch Städte und Dörser, über Berg und Tal unserer Prodinz und gedenkt auch wohl den Wenderstab noch nicht aus der Hand zu legen. Wenn der freundliche Mann mit dem weißen Haar anklopft, so wird er meist auch freundlich empfangen; wenn er aber zu harten Liuten kommt, die jeden Kollektanten mit Unwillen oder Mißtrauen kommen sehen, und von ihnen hört, daß sie„kein kleines Geld haben" oder daß„eben erst ein Koll=ktant da war“, dann bleidt er gelassen, grüßt freundlich und darf doch die Hoffnung mitnehmen, den„fröhlichen Geber“ ein ander Mal bei besserer Stimmung anzutreffen. Länger als 40 Iihre ist Herr Stüwe Kellektant gewesen und hat für die Anstalt Bethel und später für das Sch loescher Rettungshaus gearbeitet. Dem unermüdlichen, bewährten Mann und seiner Galtin wolle Gott einen schönen, friebevollen Lebensabend bescheren! Heepen, 15. Sept.(Beisetzung.) Heiite nachnittag fand in Lübrassen die Beisetzung des am 13. d. M. nach langem schwerem Leiden im fast sollendeten 66. Libensjahre verschiedenen Oberstleutnants z. D. Wilhelm v. Ditfurth, eines Bruders des Landrats Franz v. Ditfurth in Biesefeld, statt. Aus den Kreise Herford. r. Herford, 15. Sept.(Der Obst= und Gartenbauverein) hatte auch im letzten Jahre den Schulkindern der hiesigen Bürgerschulen Blumen zur Pflege übergeben, die jetzt im Evang. Vereinshause zur Ausstellung und Prämierung gelangten. Die Ausstellung war gut besucht und hertliche Exemplare von Blumen legten Zeugnis davon ab, was mit Mühe, Sorgfalt und Liebe erzielt werden kann. Die Blumen folgender Schülerinnen wurden prämiiert. Bürgerschule Wilhelmsplatz 1. Preise: Minna Erichsen, Helene Maak, Else Sußiek, Emma Bottk=, Elisabet Karbe, Marta Meyer, Johanne Siekmann, Klara Ellerbrock, Luise Schachtsiek, Minna Bovermann, Grete Brüring, Paula Saunzapfe, Frieda Schröder. 2. Preise: Frieda Möller, Emna Wehmeyer, Frieda Berges, Joh. Schweppe, Minna Hahndors. Emma Ellenbeck, Frieda Wiede. mann, Frieda Göding, Anna Heidegger, Marie Meyhöfner, Minra Wehmeyer, Mimmi Niestrat, Marie Lotte, Wilhilmine Kuhlmann, Erna Kunst, Frieda Stock, Hedwig Vogler, Eise Echternkamp, Grete Scheidt, Luise Schmanzki. 3. Preise: Grete Bulk, Paula Eickmeyer, Ida Koch, Lina Linnenbröcker, Klara Schmidt, Anna Schweiger, Hermin: Kruse, Frieda Baumbach, Marta Landwehr, Marta Speckin, Frieda Spilker, Marie Brand, Anna Ströter, Frieda Beckord, Frieda Busse, Melly Hülsegge, Johanne Landwehr, Helene Müller, Auguste Hombrink, Ida Hoppe, Emma Korteneyer, Brunhilde Wehmeyer. Bürgerschule Falkstraße 1. Preise: Anna Hilbrandt, Anna Schachtsiek, Frirda Bröcker, Luise Klei, 2. Preise: Fri da Schäffer, Frieda Müller, 8 Preise: Frieda Heidegger, Alwine Siebrasse, Auguste Horst, Elisabeth Stratmann, Mathilde Dahle. Bürgerschule Elverdisserstraße 1. Preise: Lina Sielermar n, Anna Schnatmeyer, 2 Preise: Emma Seeger. Bürgerschule Diebrockerstraße 1 Preise: Paula Brünger, Paula Ahler, Frieda Giesilmann, 2. Preise: Johanne Spilker, Johanne Ebert, Luise Engelbrecht, Johanne Kodusch, Pauiine Sieker, Frieda Tilker, Marta Wehmeyer, 3. Preise; Anna Willmann, Auguste Specht, Jovanne Weiß, Emma Brünger, Paula Dörth, Emma Landre, Johanne Welimann, Olga Bowe, Ida Nieberg. Bürgerschule Uhlandstraße L Preise; Magdalena Dücker, Frieda Engeling, alwine wieselmann, Lina Kötter, Hermine Lange, Johanne Gheiste, Johanne Jürziag, 2. Preise: Johanne Meyer, 3. Preise: mann, Lasse Frensemeyer, Matta HofBeöder, Jluig, Jang. Auu icmeyer, Alwine 2. Praise: Hlmne Katb. Bürgerschule Tolkedorf, Marie go. Pula Hartwig, Frieda ue Schar. 3. Preise: Theiese Bendir, schule Stisihe“ Antonte Knülle. Bürger: Frieda Göning Mas 1. Preis: Anna Heidemeyer, Aung Prach Schlüter, Johanne Lücking, Frieda Bas“; Pauline Heidemeyer, 2. Preise: slata Hormang, Detand, Frieda Schwappe, mener, Mathilte Je aun Klemme, Kona Hoh3. Preise: Mari aue mann, Frieda Landoehr, Binkmann, Marie... 1 Kaiser, Emmo Helene Quakenack an Thiemer, Lonise Bartling, Friedenz# Nazit Rotholl, Bürgerschule 3. Praise:§.“ 2. Preise: Keinna Froböst, Marie Kran. a..)“ Anna Wehmeher, Weise. B##“ Joganne Deppendorf, Auguste Preise: Marcg,(Gule Rindenerstroße 1. Stickdorn. 2. Pie#e“ Kuna Beimfohr, Pauline Flachmayer. Preise: Lina Dankwertb, Anna Anna Todimen. Pareindl, Anna Stickdorn, Anna Volmer, Lina Küster, 3. Hlche Homcher, Pohanns Bllhenraher, Preise: iykamp, Alwine Winkelmann, Frieda Anna Ste.. Ausmiyer, Berta Dreyer, Marie Kewo, Minna (In der Werre r. Herford, I5. eute morgen unweit von aufgesunden) wurde## der Salzuflerstraße der Marcusschen Ziegelei an ödchens Lollhöser, die Leiche des 24 jährigen Dienstm. besige Dienstdie am 1. September morgens ihre. ekommen stelle verlassen und nicht wieder zurüa von war Bei dem Mädchen hatten sich Spuren. Tiessinn gezeigt so daß sie den unseligen Schril in geistesumnachteten Zustand getan hat. D.“ Leiche wurde in die städtische Leichenhalle gebracht. C Herford, 16. Sept.(Die Turngemeinde) hält Dienslagaberd eine Hauptversammlung ab. Auf der Tagesor#nu#ng sieht u. a. das Stiftungtsest. X Herford, 16. Sept.(Musik Verein.) Die Uebung zur„Schöpfung“ findet heute, Montag, abend statt. # Hersord, den 16. Sept.(Lehrer Verein.) Die nächste Stzung fiadet am Mi twoch, nachmittags 4 Uhr, statt. Referat über Gurlitts Erziehung zur Mannhaftigkeit. 0 Herford, 16. Sept.(Vereinigte Bürger in Stadt= und Felbmarken.) Die Haoptpunkte der Tagezordnung bekraf innere Vereinsungeleger heiten und boten nichts besonders erwähnenswertes. Interessatzt waren die Mitteilungen des Herrn Stadt verordneten Wendt über die Hersiellugg des Verbindungsweges zwischen Wellbrockerund Oetinghauserstraße. Teilweise sei baares Geld(740 Mt.) gesammelt, teilweise sei Geund und Boden unentgeltlich abgetreten, so besonders von Herrn Koch. Dies möge ein Beispiel auch für andere Stadtgebiete sein. Betreffs des Schulneubaues Minhener= straße sei leider den Anwohnern der Eimterstraße kein Gehör geschenkt worden, dadurch sei viel böses Blut gemacht. Blotho 14. Sept.(Synode.) Am nächsten Dienstag, den 17. d. M. findet hier die Synode statt. Sie beginnt um 10 Uhr morgen mit einem Gottesdienst in der Johanniskirch, in welchem Heir Pastor Schmidt predigen wird., Zur Teilrahme an diesem Gottesdienste sind die Gemeinde mitglieder willkommen, wenn auch nicht öffentlich dazu eisgeladen wird. Aud den Kreisen Wiedenbruc und Paderdors. Gütersloh 14 Sept.(Kein Viehmarkt.) Auch der auf den 17. ds. Mts. sollende Biehmarkt ist wegen Ausbruchs der, Maul= und Klauenseuche im Kreise Wirendorf aufgehoben worden. Amt Gütersloh, 13. Sept.(Schule.) Dem Lehrer Bernhadd Sahr zu Schilvesche ist zum 1 O'tober d. I eine neugegründete Lehrerstelle an der edangelischen Volkss= ule in Pavenßäht II überwiesen wordeg. Wiedenbrück, 14 Sept.(Die Fohlen##. v) und Verteilung von Angeldprämien für den Kreis Wiedenbrück und den## nzenden Teil des Kreises Halle am „. angre., 10 Uhr vormittags, auf dem Mis., Wittschaft Schalück in Lintel Volksliedern, die auf Veranlassung des Kaisers berauf gegeben worden ist, zum Vortrag gelangen. Wahrscheinlich findet das Konzert in der Königlichen Hochschule für Musik statt. Berlin, 15 Sept. Nach einer Berichtigung des„Wolffichen Bureaus" betrug die von dem Dampfer„Lusitania“ der Cunard=Linie bei der Ueberfahrt nach New York erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit nur 23,01 Knoten in der Stunde. Parsag, den der Prämietungs lonmisson, Gestütsda. 8 echern von Schorlemer, statt.—.— Aus dem Reg.=Bez. Rünster Lüdenscheid, 12. Sept.(2 9:eder: wahl.) In der gestrigen Stadtvers rien Versammlung wurde der Erste Bürgern.) Jockusch, dessen Amtsperiode mit# 16. Juni 1908 abläust, vom Kollegin# einstimmig auf weitere 12 Jahre wiedergewählt. Siegen, 12. Sept.(Ausstellung.) Auf Anregung des Innungsverbandes für den Kreis Siegen und des Kultur= und Gewerbevereins wird nunmehr im Herbst 1908 die 3. Gewerbe= und LandwirtschaftsAusstellung für das Siegerland hier abgehalten. Aus den Kreisen Minzer und Lüldeke. Minden, 16. Sepiemb.(Das Min densche Feldaotilberie=Regimen: Nr. 58) wird morgen aus dem Manövergelände wieder in die Garnison eintreffen. Minden, 16 Sept.(Unfall.) Freitag nachmitag geriet hier an der Schlagde der mit einem Pferde bespannte Wagen des Kaufmanns M. in die Weser. Pferd und Wagen wurden nach kurzen und kräftigen Bewühungen wieder auf das Ufer gebracht. Minden, 16. Sept.(Die Stadtsparkasse) befindet sich von morgen ab im alten Regierungsgebände, Eingung Hauptportal. X Veltheim, 14. Sept.(Schule.) Vrsetzt wurde zum 1. Oltober der seit mehreren Jahren hier angestellte Lehrer Wilhelm Lange nach Altenhagen II bei Heepen, Kreis Bielefelb. Bad Oeynhausen, 13. Sept.(Personalien.) Spezialkommissions=Sekretär Schemmel ist zum 1. September von Oeynhausen nach Herford und der Spezial komm ssion=Sekretär Schwarzwald zum 1. Oktober von Münster nach Oeynhausen versetzt Petershogen, 14. Sept.(Ein Tierschaufest,) verbunden mit einer Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen, veranstalten am 19. und 22 September auf der Deichwühle die landwirtschaftlichen Veieine von Petershagen, Stemmer und Windheim. An Prämien kommen mehrere Hundert Mark zur Verteilung, außerdem werden Diplome zuerkannt. Es wird nur Zuchtvieh prämiirt, welches sich seit mindestens einem halben Jahre im Besitze des Ausstellers befirdet oder von diesem selbst zugezogen ist. Das zur Schau zu stellende Vleh muß bis 9 Uhr morgens ausgetrieben sein. Bullen sind mit Nasenringen zu versehen. Für den Aufenthalt im Saale der Deichmühle ist am 19. September von mittags 12 Uhr an und am 22. September von nachmittags 4 Uhr an ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. für jede erwachsene männliche Person, von 30 Pfg. für jede erwachsene weibliche Person zu zahlen. s#en#c voa uedlichem Wert sein In hörster Vrlegenheit suchte der Prinz Ba kas B.ck arszumeichen. Er bickte sich, Blume zu pfl cken, lie er michanisch en Finzern zerzup#te. (Fortsetzzng folgt) Ans den Kreise Halle. Versmold, 12. Sept.(Maul= und Klauenseuche.) Da im berachhatten Kreise Warendorf im Amte Ederswinkel die Maul und Klauenseuche ausgebrochen ist, so wird durch eine Bekanntmachung des rn Ladeats den Biehbesitzern des Kreises hiervon Kenntnis gegeben, damit die selben vorbeugende Maßregeln tiffen können, um eine Ansteckung zu verhindern. Aus den Nachdarprsvinzen und Staates. 8 Bückeburg, 14. Sept.(6. Niedersachsentag.) Der am 6. Oktober d. Is. mit einem Begrüßungsabend beginnende dies jährige Niedersachsentag in Bückeburg weist ein besonders reiches Progcamm auf und verspricht, ein großes Interesse in den Reihen der Heimatfceunde zu finden. Der Montag, 7. Oktober, in den Vorträgen und Verhurd ungen des Heimatbundes Niedersachsen gewiomet. Lehrer Wiegmann in Nienstädt, der erste Kenner der lippischen Volkstrachtensorschung, spricht über die Volkstracht im Fürsteatum Schaumburg=Lippe; Hofrat Prof. Dr. Böhling in Hannover über ausgestorbenes und aussterbendes Sprochgut im Niedersächsischen; Paster Heidkämper in Bück=vurg über die Hagendörfer; Museumsassistent Dr. Schäfer in Bremen über Arbeiten des Vereins für niedersächsisches Volkstum. Am Nachmittag folgen Besichtigu gen der Sehenswürdigkeiten Bückeburgs, unter fachmänntscher Führung. Den Abschluß dieses Tages macht der Niedersächsische Dichterabend, auf der neuere Dichtungen heimat liche: Autoren in beiden Sprachen Niedersachsens zum Vortrag gelangen.— Den Vormitlag des Dienstags beanspruchen die Verhandlungen und Vorträge der unter dem Namen„Niedersächsischer Vertretertag“ in Hannover bestehenden Zentralstelle für Heimat schutz in Niedersachsen. Schriftsteller Sohnrey in Steglitz, der hochverdiente Geschäftsführer des Deutschen Vereins für ländliche Wohl fahrtspflege, spricht über die Spinnstubenftage; Schriftsteller Konrich, Herausgeber der so schnell zu großem Ansehn gelangten Zeitschrift„Hannoverland“, über persönlichen Heimatschutz; Dr. Menzel in Bockenem, Geologe der Königl. Geolog. Landesanstalt zu Berlin, über heimatkundliche Eeforschung des Ambergaus; Oberstleutnant Lehmann in Göttingen und Konsistorialbaumeister Prof. Mohrmann in Hannover über die Restaurierungsfrage(mit besonderem Bezug auf Göttingen); Prof. Dr. Kettler in Hannover über die Gefahr slavischer und monzolischer Ansiedelungen in Niedersechsen. Nachmittags findet das Festmahl, abends unter Leitung des Hofkavellmeisters Prof. Sahla ein „Niedersächsisches Konzert“ der Fürstlichen Hoskapelle statt.— Anmeldungen zur Teilnahme von Vertretern ziedersächfischer Behörden oder Vereine sind, an Professor Dr. Katier ia Hannover zu richten, alle sonstigen Teilnahme=Anmeldungen an Herrn Landrat v. Hinüber in Bückeburg. Köln, 14. Sept.(Exzellenz Becker.) Zu Ehren des nach 21 jähriger Amtsdauer aus seinem Amte scheidenden Oberbürgermeißer Exzellenz Wilhelm Becker sand heute im Gürzenich ein Festmahl statt. Oderpräsident Frhr. v. Schorlemer=Lieser teilte mit, daß der König Becker aus besonderem Vertrauen auf Lebenszeit ins Herrenhaus berusen habe. „Perle#ach, 15. Sept. Gestern abend 10½ ahr ereignete sich auf Schocht 5 der Grube Merlenbach, welche der Saar= und Moselgesellschaft angehört, ein schweres Bergunglück. In einem Querschacht des Schachtes wollte eine Kameradschaft von 12 Arbeitern einen Schuß ablassen. Bei der Schi ßarbeit kamen angesammelte Gase zur Entzündung. Bier Bergleute wurden getölet, drei schwer verwundet. Die Toten wurden schrecklich zugerichtet. Dresden, 14. Sept. Zum Naturforscherund Aerztekongreß sind bisher 2000 Gelehrte hier eingetroffen. Kassel, 14. Sept. Schwere Gewitter mit Hagelschlägen und wolker bruchartigem Regen haben in Kassel und im Fuldatale heute nachmittag große Verwüstungen angerichtet. Ostrowo, 14. Sept. Die Polizei verhaftete den Dienstknecht Hein; und den Fleischerlehrling Sikorski, weil dieselben wiederholt Steine und große Eisenstücke auf die Schienen der Eisenbahnstrecke Ostrowo Skalmiercieze gelegt. Sie gaben an, sie wollten beobachten, mit welcher Kraft die Lokomotive die Steine zermalmt. Drei Züge gingen darüber hinweg, bei dem vierten trat ein Raboruch ein. den ersolgte beim Enladen des Holledischen Dan. Plers g Fge eine fürchterliche Kohlengabs Bier Arbes. Danpfer wunde arg beschädigt,"““##veiter wurden tötlich, viele andere leicht verle. Ff. Krakau„15. September. In dem Vororte Gai sind Er, kankungen an Cholera=Nostra vorgekommen.„ Lissabon, 18. Sept. Die Polizei entdeckle in einer Vorstadt Mi. siaturkatakomben in der Nähe der alten kömischen Vasserleitung, in denen sich die verwesten Körz er von 8 Personen niben großen Haufei, menschlicher beine befanden. Der schau'erliche Fund löst das Rätsel des Verschwindens zachlreicher Bewohner L.ssabo s, das die Polizei mehre. Jahre hir durch in Atem hielt. Die Polizei hat Beweise dafür, daß die Katakomben das Hauptquartier einer Mörderbende bildeten, die ihre ausgeplünderten Opfer umbrachte und die Leichen in den unterirdischn Verstecken barg. Nach einem erbitterten Kampfe gelung es der Polizei, eine Anzahl von Desperados zu übe wältigen und in Gewahrsam zu bringen. Das mit den Verhafteten angestellte Verhör erbrachte, wie erwartet worden war, den Nachweis, daß es sich um einem der schwersten Kriminalfälle der Gegenwart handelt. Oeffentlicher Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen Voraussichtliche Witterung für die Zer: m Abend des 16. Sept. bis zum Abend des 17. Sept. Morzen fortgesetzt trocken und ziemlich heiter, schvere Luftbewegunz, am Tage etwas wärmer. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 14. September 1907. Mitgeteilt von F. Böckelmann Ww., Bielefeld. Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 6 ½° C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+1212°C. Barometer 76,3 cm. Wind: Nord West Himmel: b'dickt Berlin 18. Sept. Auf Wunsch des Kaisers wird der Berliner Lehrergesangverein, der bekanntlich auf dem letzten Gesangwettstreite den Kaiserpreis errang, am 6. November d. J. ein Konzert vor dem Kaiser veranstalten, in dem hauptsächlich Volkslieder aus der Sammlung von Neuste Berlin, 16. Sept. In der Kirche zum heiligen Kreuz am Blücherplatz wurde gestern der 1 Pfarrer der Gemeinde, Pastor Stage, bei der Liturgie von seiner Abschiedspredigt vom Schlage getroffen und starb wenige Augenblicke später, ohne das Bewustsein wiedererlangt zu haben. Berlin, 16. Spt Slstr: i ein Omnibus der Lirie 12 aus d.: N derwallstraße in die Kleine Jägerstcaße eindog, stürzte plötzlich die Straßendecke i## inm Ursang von 12 Qu rotmetern in sich zusammen und der O zibu' verschwagd in der Tiese. Die Fahrgäste waren zu Tode erschreckt, blieben aber unvrsehrt. Der Einsturz is auf dn Bruch eines Wasserrohrs, infolge der Baues der Untergrundbahn zurückzuführen Essen, 16. Sept. Der sozialdemokratische Parteitag wurde gestern abend 6 Uhr hier eröffnet. Gewehr=Elberfeld begrüßte die Delegierten und schilderte kurz die örtlichen Schwierigkeiten für die Agitation. Singer ermahnte die Genossen, die Verhandlungen im Geiste der Brüderlichkeit zu führen. Ein Antrag Eißner, die Wahlrechtsfrage in den Einzelstaaten mit auf die Tagesordnung zu setzen, wurde von Bebel bekämpft und von der Versammlung abgelehnt. London, 16. September. Der britische Kriegsminister Haldane hien gestern in Blair Achol eine Rede, in der er neue Pläne über eine erhebliche Verstärkung der englischen Heeresmacht entwickelte. TMMoolba.3 Lose für die landwirtschaftl. Verlosung auf dem Johannisberge 2 am 21. September er. sind in den bekannten Verkaufsstellen nur noch in geringer Anzahl vorrätig. Die Verlosungs=Kommission. 00cteu Zu haben in allen Colonialwaren-, Drogen- und Selfengeschäften. für die am Mittwoch, den 18. Sept. 1907, nachm. pünktlich 5 Uhr stattfindende Oberrtaischufs-Bierertia. zu 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. Anträge und Mitteilungen des Magistrats Wahl von 4 Mitgliedern des Vorstandes der gewerblichen Fortbildungsschule. Wahl von 3 Mitgliedern des Kuratoriums der Handwerkerschule. Wahl von 2 Mitgliedern der Schuldeputation. Wahl von 3 Mitgliedern der Sparkassen=Verwaltung. Wahl von 3 Mitgliedern für die Abordnung zur Prüfung der Schulddokumente. Wahl von 20 Sachverständigen zur Abschätzung der im Fall einer Mobilmachung nach dem Kriegsleistungsgesetze zu liefernden Gegenstände. Beschlußfassung über die Einwendungen gegen die Bürgerliste. Berichterstatter die Stadtverordneten Schlüter und Rentschka. Kenntnisnahme von der Uebersicht über die Abgrenzung der Abstimmungsbezirke für die diesjährige Stadtverordnetenwahl. Bewilligung von 10000 Mk. an Meyer zu Olderdissen als Entschädigung für die ihm seit Abschluß des Vertrages vom 20. Mai 1905 bis zur Uebergabe des Meyerhofes an die Stadt — 26. März 1907— entgangene Holznutzung. Bewilligung von 2500 Mk. auf Tit. VII b. 2 des Krankenhausetats für 1907 aus Titel XVIII 6 der Kämmereirechnung A für die Umstaltung der Bade= und Abortanlagen für Männer im städtischen Krankenhause. BRM Genehmigung des Planes und Kostenanschlages für eine Bedürfnisanstalt am Güterbahnhof und Bewilligung der Kosten im Betrage von 1500 Mk. Nachbewilligung von 5490 Mk. auf Kämmerei=Rechnung B. Tit. VI C. I. für Befestigung der Lutterbachsohle bei Büscher's Mühle und für die Kanalisation der Bleichstraße. Nachbewilligung von 1500 Mk. auf Kämmerei=Rechnung B. Tit. VI C. 5 für die Regulierung des Wellbachs und Einrichtung der früher Schelpmeier'schen Wiese zu Rieselland. Aufhebung der Fluchtlinie der Angerstraße zwischen Arndtstraße und Bürgerweg. Abänderung der Vorgartenlinie an dem Grundstück des Stucka= teurs Vogt— Ravensbergerstraße 67.—. Genehmigung eines mit dem Stuckateur Vogt und dem Baumeister Klare abgeschlossenen Vertrages über den Verkauf von Grundstücken an der Hermannstraße. Zustimmung zu dem unentgeltlichen Austausch von Grundfläch n an der Weststraße zwischen der Stadt und dem Lagerhalter Jostmeye: und Ankauf von 2 gm von dem Schlosser Hausmann. Genehmigung eines mit dem Schumachermeister Bartling abgeschlossenen Vertrages über den Ankauf des Teiles seines Hausgrundstückes Kreuzstraße 6, welcher in die Baufluchtlinie der Kreuzstraße fällt. Bewilligung von 800 Mark für die Herstellung eines Promenadengitters an den Oberwallanlagen. Mitteilungen des Beschlusses des Bau=Ausschusses über die Vorlage betreffend Aufhebung der Fluchtlinie der Planstraße 313 (Verbindungsstraße zwischen Breite= und Obernstraße) und Beschlußfassung hierüber. Bewilligung von 5000 Mark für die Revision und Aufstellung neuer Gebäudebeschreibungen. Zustimmung zu der anderweiten Festsetzung des Zinsfußes für bestehende und Neueinlagen bei der Stadtsparkasse. Zustimmung dazu, daß zu Ostern 1908 bei der Oberrealschule eine Oberlehrerstelle und eine Hilfslehrerstelle neu gegründet werden. Mitteilung, daß der Marktmeister Paulus als Betriebsbeamter auf Kündigung angestellt werden soll. Desgleichen, daß der Verwaltungsasfistent Denecke in Remscheid hier als Verwaltungsassistent angestellt werden soll, unter Anrechnung seiner Dienstzeit in Remscheid vom 17 Septbr. 1906 ab auf die pensionsfähige Dienstzeit. Desgleichen der Gemeindesekretär Schröder in Altenessen unter Anrechnung seiner Dienstzeit in Altenessen vom 1. August 1906 ab auf die penfionsfähige Dienstzeit. Desgleichen, daß der Verwaltungsgehilfe Goldbeck vom 1. Oktober 1907 ab als Verwaltungsgehilfe angestellt werden soll. Bielefeld, den 12. September 1907. Der Unterricht beginnt am Dienstag, den 17. d. Mts, vorm 8 Uhr sind die Schulbücher nach dem bisherigen Stundenplan mitzubringen. Dr. Reese, Direktor. E7 Leibrenten Gur den enr anse uit der denr teihe wreg, Paroo. Renten- Versicherunge- Anstelt in Berlin Briefbogen, Postkarten u. Couuerts liefert sehnall und billig äusserst geschmackvoll X. u. d. Mühlen, Zielefeld Ritterstrasse 43. Oetfentliche Versicherungsanstalt. und Kapiatien Einkommenserhöhung, Altersversorgung. Kapftalversicherung für Studlum, Millltärdienst, Aussteuer.— Aufnahme ohne ärztl. Untersuchung. Portofreler Rentenbezug ohne Lebenszeug nis unter den von der Direktion zu erfahrenden Bedingungen.— Strengste Verschwiegenheit. Nähere Auskunft, Tarife und Prospekte kostenfrei bei: Potthoff& Castanién in Bielefeld, Obernstrasse 52. □ Wn Beinschäden Krampfadergeschwüre und Hautkrankheiten= behandelt ohne Berufsstörung C. Karstadt- Herford- Sfstägtesröcss.2 Küchenllefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. 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