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September: Seeschlacht bei Aktium' 31 vor C.r.— Hans Luft, Bibeldrucker, zu Wittenberg gest. 1584.— Bergsturz zu Goldau, 1806.— Moreau, franz Feldherr, gest. 1813. — Ernst Curtius, Historiker. geb. 1814.— Kapitulation von Sedan, Gefangenrahm: Napolcons III., 1870.— Generalfeldmarschall Herwarth von Bittenfeld, gest. 1884.— Schlacht und Einnahme von Omdurman in Oberägypten durch die Engländer, 1898.— Das deutsche Kaiserpaar in Posen, 1902. Kommerzienrat Ferdinand Bartels in Gütersloh, gest. 1905. von Sedan. wir uns der Väter wert zeigen können! Vor allem aber wollen wir Sedan als ein Fest des Friedens feiern, den das mäck tige Deutsche Reich, soweit es in seinen Kräften und seine Ehre nicht auf dem Spiele steht, stets zu wahren gewillt ist. Und dabei wollen wir auch jener Männer gedenken, die uns ermöglicht haben, so Großes zu erreichen. Vaterlandsliebe, Dankbarkeit und deutsche Treue sollen, das wollen wir auch heute wieder geloben, uns immerdar den Weg weisen, den wir zu gehen haben. Wieder ist der denkwürdige Tag gekommen, an dem vor nunmehr 37 Jahren die letzte französische Feldarmee in Stärke von 85000 Mann die Wassen streckte und der stan zösische Kaiser Napoleon III., der Neffe jenes Napoleon, der Deutschland einst auss tiessie erniedrigt, gefanzen gevommen wurde, und es ist eine nationale Pflicht, der Ereignisse einer großen Vergangenheit zu gedenken, die leider Gefahr liefe, der Vergessenheit anheimzufallen, wenn es nach den Wünschen derer ginge, die unsrer nationalen Entwickelung entgegenarbeiten oder lau zur Seite stehen. Von allen, Greignissen jener glorreichen Zeit hat keins den Eindruck erreicht, den die Kunde von dem Zusammenbruche des napoleonischen Frankreichs bei Sedan im In und Auslande hervorrief. Siebenunddreißig Juhre sind seitdem verflossen, und immer noch schlägt unser Herz höher, wenn wir uns die Stimmung wieder ins Gedächtnis zurückrufen, die damals unser Volk ergriffen hatte. Nun laßt die Glocken von Turm zu Turm Durchs Land frohlocken im Jubelsturm, Des Flammenstoßes Geleucht facht an! Der Herr hat Großes an uns getan. Ehre sei Gott in der Höhe! sang Emanuel Geibel, und er traf damit den richtigen Ton; denn überwältigend war der Jubel, der nach dem Tage von Sedan die deutschen Gaue erfüllte. Nun war erreicht, was viele Geschlechter vergebens ersehnt hatten: die auf dem Schlachtfelde in gemeinsamem Kampfe besiegelte Woffenbrüderschaft barg die Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserthrones in Man wird nicht zuviel sagen, wenn man behauptet, daß trotz vieler Herz und Gemüt erhebender Ereignisse späterer Tage niemals wieder eine ähnliche weihevoll tiefe Erregung unser ganzes Volk von den Alpen bis zum Meere durchzittert hat. Deshalb wurde auch der Sedantag der Tag, in den wir die Erinnerung an die große Zeit zusammenfaßten, und an dem wir unsere Friedensfeier begingen. Er erinnert au die glorreichen Waffentaten, denen nachzueifern in der Stunde der Gefahr die Pflicht gebeut. Er mahnt aber auch daran, nicht durch Zwietracht im Innern an der Unterwühlung der Fundamente zu arbeiten, auf denen der stolze Bau des Reiches ruht. Die Sedanfeier regt nicht zur zu ernstem Nachdenken und Vergleichen zwischen einst und jetzt an, sie predigt uns auch stets aufs neue, daß ohne jene Begeisterung, die den Menschen mit sich sortreißt und ihn das Leben gering achten läßt, wenn es gilt, für die Ehre seines Volkes, seines Landes einzutreten, jede Nation zugrunde gehen muß. Deshalb ist es auch mit besonderer Befriedigung zu begrüßen, daß durch ministerielle Verfügung die Schulen angewiesen werden, den alten schönen Brauch der Sedanfeier zu wahren, damit sich die Jugend erbaue und erhebe an den Bildern aus der großen, gewaltigen, gesegneten Zeit. So wollen wir denn auch in diesem Jahre den Sedantag in dankbarer Erinnerung und unbekümmert um Neider und Nörgler begehen. Möge seine Wiederkehr mit dazu beitragen, das gegenwärtige Geschlecht zu stählen, damit die Stunde der Gefahr, wenn sie, was Gott verhüten wolle, einmal kommen sollte, uns innerlich und äußerlich gewappnet finde und Freiherr von Durant F. Am 29. August ist das Mitglied des Herrenhauses, der Landesälteste und Major a. D. Haus Freiherr v. Durant de Séndgas auf seinem Gut Baranowitz in Oberschlesien in die Ewigkeit abgerufen worden. In ihm ist ein treuer lutherischer Christ und erprobter Vorkämpfer der konservativen Sache, ein Ritter ohne Furcht und Tadel, von uns geschieden. Der nun Entschlasene war am 13. Juni 1837 zu Baranowitz geboren. Er widmete sich zunächst der militärischen Laufbahn und erwarb sich im Feldzuge gegen Frankreich das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse. Späterhin übernahm er die Verwaltung des im Kreise Rydnik liegenden Rittergutes Baranowitz, das sich seit 1803 im Besitze seiner Familie befindet. Freiherr Hans v. Durant wurde auf Präsentation des Verbandes des alten und des befestigten Grundbesitzes im Landschaftsbezirke Fürstentum Ratibor durch Königlichen Erlaß vom 7. Juli 1880 auf Lebenszeit ins Herrenhaus berufen, in das er am 28. Oktober desselben Jahres eintrat. Auch der Generalsynode gehörte er an. Bekannt ist, wie er immer und immer wieder die Notwendigkeit der Besetzung der theologischen Lehrstühle mit positivegläubigen Mäunern betonte. Der Entschlofene hatte auch zu der„Neuen Westf. Volks=Zeitung“, mit derem Redakteur er seit 28 Jahren in persönlicher Fühlung stand, Beziehungen, wobei wir ihn als eine seltene Anima pia etcandida kennen zu lernen Gelegenheit hatten. Seit dem im Dezember 1900 erfolgten Heimgange seiner edlen Gemahlin fühlte auch er sich auf der Erde nicht mehr heimisch; in seinen Briefen klagte er siets über Einsamkeit und Mangel an Lebensfreudigkeit. Demungeachtet erfüllte er seine Pflichten gegen König, Vaterland und Kirche ungebeugt. Nun ist auch er heimgegangen zu einem besseren Leben. Wohl ihm, aber wir empfinden seinen Verlust sehr tief und schmerzlich. Gott lasse ihm das ewige Licht leuchten und schenke unserm deutschen Volke viele Männer von seiner Prinzipien treue, seinem Wahrheitsmute, seiner auf richtigen Frömmigkeit, Lauterkeit und Charakterfestigkeit! nannte Westfalen ein Musterland für konfessionell friedliche Verhältrisse und schloß mit einem Hoch auf die Provinz. Vor dem Diner empfing der Kaiser im Schlosse eine Abordnung des Westfälischen Bauernvereins, die eine aus Landesprodukten bestehende Gabe überreichte. Der Kaiser dankte und sagle: Die feste Treue der Westfalen sei ihm bekannt, auch heute habe er auf seiner Fahrt nach Teckleuburg in allen westsälischen Orten erneute Beweise in vollstem Maße erhalten. Er beauftragte die Deputation den Mitgliebern des Vereins seinen Dank zu übermitteln und schloß mit den Worten, daß die westsalischen Bauern ihm auch in Zukunft die Treue bewahren möchten. Abends war Münster wieder festlich erleuchtet. Um 9 Uhr fand ein großer Zapfenstreich der Musiklorps des 7. Armeekorps statt. Heute mittag traf der Kaiser in Wilhelmshöhe ein, von wo er abends nach Berlin abzureisen gedachte. Der Kronprinz reiste Sonnabend nach Potsdam zurück. Für den Prinzen Eitel Friedrich wird auf dem Darß ein Jagdschloß errichtet. Das Schloß, das demnächst seiner Vollendung entgegengeht, hat nu mehr folgende amtliche Bezeichnung erhalten: „Jagdschloß bei Vorn in Pommern“. Der stellvertretende Couverneur, Geh. Die Leutenot in der Provinz Brandenburg ist so gestiegen, daß man mit den gegöhnlichen ausländischen Aushilfskräften nicht mehr auskommt. Jetzt sind bereits in verschiedenen Stellen Serben und Italiener tätig. In den Bergwerken, in denen die Heranziehung der nötigen Arbeitskcäfte noch schwieriger ist, will man nunmehr sogar Chinesen verwenden. Man verhandelt, wie verlautet, mit einer Gesellschaft in Hamburg, die den Transport der Söhne des himmlischen Reiches in die Hard nehmen soll. Der„Reichsanzeiger" veröffentlicht eine große Anzahl von Verleihungen anläßlich der Anwesenheit des Kaisers in Münster. Unter anderm erhielten der Oberpräsident Freiherr v. d. Recke und Horst die Büste des Kaisers in Bronze. Harz, Geh. Bergrat in Dortmund und Schmieding, Oberbürgermeister in Dortmund, den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub. Ferner erhielten den Königl. Kronenorden 2. Klasse: von Bockum=Dolffs, Landrat in Soest, König, Superintendent, Provinzialsynodalpräses in Witten, Landkreis Bochum, v. Laer, Landesökonomierat, Generallandschaftsdirektor in Münster; den Königl. Kronenorden 3. Klasse: Fuhrmann, Oberregierungsrat in Minden, Greiff, Geh. Justizrat, Landgerichtsdireklor in Bielefeld, v. Hagen, Geh. Justizrat, Erster Staatsanwalt bei dem Landgericht in Bielefeld, Dr. Hammerschmidt, Landeshauptmann in Mänster, Hattenhauer, Weingroßhändler in Minden, Johow, Veterinärrot, Departementstierarzt in Minden, Jordan Pfarrer in Bielzield Graf v. LandsbersLegationsrat Dr. Gleim, und der bisherige# P#fa...— Gunstle, 9auf.v. Lonelrelg Kommandeur der Kameruner Schutztruppe, Velen und Gemen, Mensing, Amtmann in Generalwajor Müller, sind heute vor, Werther, Kreis Halle i. B., Riederstein, in Lüdenscheid, v. Sydow, Konmittag mit dem Dampfer„Eleonore Woermann" auf der Rückreise aus Kamernn in Hamburg eingetroffen. In ihren Rückblicken schreibt die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ zur Katholikenversammlung u. a.: Der Zuist im eigenen Lager blieb dank der all grben 4. Klasse: Graßhoff, Imimam in Seitessz Hurückhaltung muter der sistorialrpräsident in Münster; den Roten Adlerorden 8 Klasse: Baldewein, Beterinärrat in Bielefeld, Balcke, Pfarrer in Hausberge, Bock, Gutsbesitzer in Rahden, Braunschweig, Oberbahnvorsteher in Minden, Bührmann, Beterinätrat in Halle, Ditmar, Postmeister in Gütersloh, Fiedler, Oberbahnhofsvorsteher in Gütersloh; den Roten AdlerAus bem beutschen Reiche. Berlin, 1. September. Der Kaiser fahr nach Meldungen aus Münster gestern vormittag in Begleitung der drei Prinzen im Automobil nach Tecklenburg, das jetzt seit 200 Jahren unter preußischer Herrschaft steht. Nach festlichem Empfang fuhr er nach der Schloßruine. Nach dem Empfang im Schloßhof durch die Kreisdeputierten und die D.putierten der Grafschaft hielten der Herr Landrat und der Ortsgeistliche Ansprachen, wor auf Se. Maj. den Ehrentrunk entgegennahm. Nach ein stündigem Verweilen in Tecklenburg erfolgte die Rückfahrt nach Münster. Hier gab der Kaiser abends 7 Uhr in den Räumen des Landesmuseums eine Tafel für die Stände der Provinz Westfalen. In seiner Ansprache betonte der Kaiser, dem„Münster Anz.“ zufolge, es wäre ihm eine Freude, sich bei den treuen Westfalen einmal offen aussprechen zu können. Er des Ruchbiestages. Man wird sich fürder auf geistige Waffengänge beschränken; man wird die Ibeen in der Stille ausreifen lassen. Die Stellung der Papsttums werden sie im deutschen Katholizismus nicht erschüttern. Stärker ist dem Papsttum, unserer Erinnerung nach, nie gehuldigt worden, als auf diesem Katholikentage. Um Einheitlichkeit in den Maßregeln zur Cholerabekämpfung zu gewährleisten, wurde Oberpräsident von Jagow seitens der Staatsregierung zum Staatskommissar für das Weichselgebiet ernannt. Deutsche Evangelische Kirchenausschuß hat sich, wie erst jetzt bekannt wird, in seiner letzten Sitzung im Mai mit der Errichtung je einer evangelischen Kirche in Windhuk, in Tsingtau und in Lome(Togo) beschäftigt. Die letztere steht unmittelbar vor der Einweihung; die Errichtung der beiden anderen ist im Gange. Die Arbeiten zur Ausführung des mit dem Reichshaushaltsetat für 1907 genehmigten Erweiterungsbaues des Kaiser= Wilhelm Kanals sind bereits nachbrücklich in Angriff genommen. Fünf Bauämter: in Holtenau(2), Rendsburg, Burg i. D. und Brunsbüttel sind zur örtlichen Ausarbeitung der ausführlichen Pläne eingerichtet und zum großen Teil schon mit den erforderlichen technischen Beamten besetzt. Dazu tritt noch ein Hauptbauamt in Kiel, das namentlich die Entwürfe für die gewaltigen neuen Hochbrücken und Schleusen aufzustellen hat. Mit dem Grunderwerb ist an verschiedenen Punkten schon begonnen worden, so bei Holtenau, Rendsburg und vor allem bei Brunsbüttel, wo eine Anzahl ganzer Höfe für die Neubauten angekauft wurde. Im übrigen werden jetzt zunächst die genauen Spezialpläne für alle Teile und Einzelheiten des auf 221 Millionen Mark veranschlagten Baues herzustellen sein, dessen Vollendung 8 Jahre erfordern wird. seld, Huchzermeyer, Justizrat, Rechtsanwalt und Notar in Bielefeld, Kaselowsky, Rentner in Bielefeld, Kohlmann, Schulrat, Seminardirektor in Soest, Mantell, Hauptmann der Landwehr in Bielefeld, Nordbeck, Landgerichtsdirektor in Bielefeld, Wischnauth, Superintendent in Soest. Die Würde als Schloßhauptmann von Münster mit dem Prädikat Exzellenz erhielt der Laubrat und Kammerherr Graf Klemens von Korff=Schmiesing auf Tatenhausen, Kreis Halle i. W., die Kammerherrnwürde: Landrat Freiherr Wilhelm von Ledebur auf Crollage, Kreis Lübbecke, Rittergutsbesitzer Freiherr Friedrich v. Twickel auf Ermelinghoff, Kreis Lüdinghausen, Rittergutsbesitzer Freiherr Friedrich v. BodelschwinghPlettenberg auf Heeren, Kreis Hamm, und Rittergutsbesitzer Freiherr Klemens v. Twickel auf Haus Stovern, Kreis Lingen. Ferner verlieh der Kaiser dem Kammerhern Landrat a. D. Grafen Wilhelm v. Wedel auf Haus Sandfort, Kreis Lüdinghausen, den Charakter als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat„Exzellenz“, dem Generalkommissionspräsidenten Ascher in Münster, dem Regierungspräsidenten von Gescher in Münster und dem Regierungspräsidenten Dr. Kruse in Minden den Charakter als Wirkl. Geh. Oberregierungsrat mit d.m Range der Räte erster Klasse, dem Konsistorialrat Zillessen in Münster den Charakter als Geh. Konsistorialrat, den Ersten Bürgermeistern Cuno in Hagen, Matthaei in Hamm und Heuser in Recklinghausen den Titel Oberbürgermeister und dem Fabrikanten Rempel in Bielefeld den Titel Kommerzienrat. Wien, 31. Aug. Nach der Wiener „Pol. Koer.“ wird die nächste päpstliche Enzyklika sich mit der philosophischen, polittschen und sozialen B=wegung befassen, und sich gegen die liberalen und modernen Bestrebungen richten, die sich auf diesem Gebiete bei einer großen Zahl katholischer Schriftsteller bemerkbar machen. Sie wird für den Heitigen Stuhl das Recht in Anspruch nehmen, den Katholiken Weisungen in Fragen polltischer und sozialer Art zu erteiten. Man lege im Vatikan diesem Schriftstück, das bei den Katholiken aller Länder gewiß starken Widerhall finden werde, große Bedeutung bei. England. Der aus Stuttgart während des internationalen Sozialistenkongresses ausgewiesene Mr. Quelsh hat die Beleidigung der Haager Konferenz nach seiner Rückkehr nach England fortgesetzt. In Northampton sagte er bei einer sozialistischen Versammlung, die Friedenskovferenz sei in Wirklichkeit eine Kriegskonferenz. Es sei eine Zusammen kunft von Dieben und Plünderern, die überlegten, wie sie am besten ihre Diebespolitik durchführen könnten. An der Spitze stehe der Zar. Der Sultan der Türkei möze schlecht und barbarisch sein, aber alle Verbrechen und Grausamkeiten, die ihm zur Last gelegt werden könnten, seien nichts im Vergleiche zu denjenigen, die im Namen des großen weißen Zaren begangen worden seien. Petersburg, 31. Aug. Die Verhandlungen, die seit einiger Zeit zwischen Rußland und England zu dem Zwecke geführt worden sind, gewisse Fragen zu regeln, die die wechselseitigen Beziehungen in Asien betreffen, sind durch den Abschluß einer Konvention beendet, die am 18.—31. August durch den russischen Minister des Auswärtigen und der englischen Botschafter in Petersburg unterzeichnet sind. Diese Konvention wird alsbald nach Aus. tausch der Ratifikationen, der in der nächsten Zeit erfolgen wird, veröffentlcht werden. Marokko. Muley Hafid hat an die Stämme einen Brief geschrieben, in dem er verlangt den Angriff bis zu seiner eigenen Ankunft auszuschieben. Wenn die Ver handlungen mit den Franzosen scheitern sollten, werde er gemeinsam mit den Stämmen die Christen bekämpfen; infolgedessen herrscht Ruhe. Muley Hafid soll viel an der moralischen Anerkennung Eurepas gelegen sein und jeden Gedanken an den„heiligen Krieg" zurückweisen. Diese Gefinnungen Hafids werden in Briefen aus Marakesch mit dem Zusatz bekräftigt, daß der künftige Herrscher nicht den Tod seines Bruders Abdul Afis wünsche. Dieser möge mit einem Teil seines Harems nach Mekka ziehen, um dort für seinen Mangel an Regententugenden Buße zu tun. Schule und Mission. (Eine außerordentliche Generalsynode) tritt im Herbst für die allpreußischen Provinzen zusammen. Wenn sie sich in erster Linie mit der Einkommensverbesserung der Geistlichen beschäftigen wird, so dürfte doch die Frage der Versetzungsmöglichkeit der Geistlichen im Interesse der Gemeinde die Geister am meisten beschästigen. Die Frage wird sicherlich angeschnitten werden. Die Kirchenbehörden sollen, wie geschrieben steht, einer Versetzung der Geistlichen im Interesse des Dienstes(nicht wie bisher aus Disziplinargründen) gerade nicht ablehnend gegenüberstehen. Selbstverständlich ist die Voraussetzung, daß mit einer solchen Versetzung eine Reduzierung des Gehalts nicht verbunden ist. Kolonialpost. (Das Ende der Unruhen in Kamerun) meldet eine Depesche des dortigen Gouvernements. Sie lautet: „Die Bewegung ist mit dem Tode des Malam (Wanderpriesters) Wadai, welcher bei Djabake einen Tagemarsch nordöstlich Garua fiel, als vorläufig beendigt anzusehen. Eine lokale Erhebung zwischen Garua und Ngaundere wurde niedergeworfen. Vier Hauptanhänger des Malam Wadai wurden in Ubao drei Tage südlich Garua hingerichtet. Auch der durch den Lamido(Häuptling) von Garua gefangen genommene Fullah Mahdi, der Anstifter der ganzen Bewegung, wurde hinDie Erbin. Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von Adele Achard. 42] Nachdruck verboten.) „Eine Fremde,“ führ Valrand fort, „möchte ich nicht. Sie würde sich nicht gut für einen französischen Diplomaten eignen. Sie würde höchstwahrscheinlich eine allzu ausgesprochene Persönlichkeit an den Tag legen, wie das fast immer der Fall ist, und dann fügen sie sich schwer in die fremden Verhältnisse ein. Es würde dennoch stets und ständig der französische Sinn fehlen, das Verständnis für meine Mission. Die Französinnen dagegen sind für das eigene Vaterland erzogen, das kosmopolitische Leben, die elegante Bohème, die doch nun einmal einen Teil unseres fahrenden, halb Missionar=, halb Schauspielerlebens ausmacht, ist ihnen fremd. Was soll ich tun? Auf meinem Wege begegnet mir nun plötzlich eine Landsmännin, mir gleich an Geburt und Erziehung, mit Kenntnissen des Auslandes begabt, wie geschaffen für einen Mann in meiner Stellung.“ Zastimmend nickte Glackowicz, und als wolle er des jungen Mannes Ausführungen gerichtet. Die Bevölkerung der Lamidate Rei Buba und Ngaundere ist noch erregt; jedoch haben die beiden Lamidos sich als regierungstreu erwiesen. Die Bewegung hatte einen allgemein europäerseindlichen Charakter. Im südlichen JolaBogen(zu Englisch=Nordnigeria gehörig) wurden Agenten der Senussi=Sekte festgestellt. Am 13. d. Mts.(August) ist ein Transport von 80 Mann mit einem Maschinengewehr unter Hauptmann von Krogh über Burutu nach Garua in Bewegung gesetzt worden. Diese Verstärkung soll in der Hauptsache die Residentur Adamaua instand setzen, der deutsch englischen Jola CroßschnellenGrenzexpedition, welche am 9. d. Mts. unter Major Häring die Ausreise von Hamburg angetreten hat und auf ein bis zwei Jahre berechnet ist, das nötige Begleitkommando zu stellen. Nach Eintreffen der Verstärkung wird aber auch eine Klärung der Lage in den Lamidaten Rei Buba und Rgaundere möglich werden. Eine weitere Verstärkung hält das Gouvernement für unnötig.“ D. K. G.(Epidemie in Windhuk.) Windhuk ist augenblicklich von der dort in solcher Ausdehnung noch nicht beobachteten Influenza heimgesucht. Die Regierungsschule mußte wegen mangelnden Besuches seitens der Kinder und Erkrankung der Lehrer geschlossen werden. Nicht mivder haben die Eingeborenen unter der Seuche zu leiden. Marche wirtschaftlichen Betriebe vermögen wegen fehlender Arbeitskräfte ihre Tätigkeit kaum aufrecht zu erhalten. Die Schuld an dem großen Umfange der Krankheit schreiben die„Windhuke Nachrichten“ dem zur surchtbaren Plage werdenden Straßenstaub Windhuks zu, der Infektionskeime überall hin verschleptt. Morer.) Um die Gemeinschaftlichleit der von den deutschen und britischen Behörden unternommenen Aktion gegen Morenga noch wirksamer, als bisher geschehen, zum Ausbruck zu bringen, wird von Seiten des Kommandos der Schutztruppe in Windhuk außer dem Hauptmann von Hagen noch ein zweiter Offizier den englischen Truppen attachiert. Er ist bereits unterwegs, um zu den britischen Streikräften zu stoßen. Morenga befindet sich immer noch auf englischem Gebiet und macht augenblicklich den Kapbehörden mehr zu schaffen als unseren. Lokales und Bielefeld, 2. September. (Die Sedanfeier) hat in diesem Jahre noch eine besondere Bedeutung. Hundert Jahre sind vergangen, seit am 9. Juli 1807 die edle Königin Luise sich in Tilfit in würdevoller Weise vor dem Kaiser Napoleon, obgleich er sie schmachvoll in ihrer Frauenwürde hatte beschiwpfen lassen, demütigte und für den preußischen Staat bat. Napoleon behandelte sie brüsk. Die Sühne dafür brachte der Tag von Sedan, an dem der Neffe des ersten Napoleon in Bellevue bittend vor König Wilhelm stand. Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Dieser Umstand wird der gemeinsamen Sedanfeier am 8. September im Evangelischen Vereinshause diesmal eine besondere Weihe geben. Alle Freunde der Sedanfeter, Männer und Frauen, sind zur Teilnahme an dieser Feier herzlich eingeladen. (Vom Kaiserbesuch) wird der„Wesif. Zeitung“ folgende Beobachtung berichtet. Die beim Einzuge des Kaisers und der Prinzen vor der sechsten Bürgerschule aufgebauten Pyramiden der Turngemeinde erregten die lebhafteste Aufmerksamkeit der Allerhöchsten Herrschaften. An den drei Leiterpaaren waren vervollständigen, sagte er:„Ein seltener Vogel allerdings.“ „Nicht wahr, den darf ich nicht wieder fliegen lassen!“ rief René aus. „Besser, Sie stecken ihn in den Käfig!“ Nach einer Weile nahm Balgrand noch einmal das Wort, und rasch kam es über seine Lippen:„Es ist töricht von mir, mich meiner heutigen Gefühle vor Ihnen zu schämen, da ich Ihnen doch vor zwei Tagen meine Abreise ankündigte!— Die Vermögensfrage bleibt ja bestehen. Wenn aber die Tatsache auch heute die gleiche ist, so liegt der Unterschied darin, daß ich sie jetzt von einem andern Gesichtspunkte aus betrachte. Mit dem was ich besitze und mit meinem Gehalt werden wir durchkommen. Ohne Glanz allerdings— aber anständig. Ich habe alles genau überdacht. Was das gesellige Leben anbetrifft, so werden wir uns in den bescheidensten Grenzen bewegen. Ich bin im Begriff, eine große Arbeit, die Geschichte der Diplomatie in Frankreich, zu beginnen. Wenn es not tut, so nehme ich einen Urlaub, um besser arbeiten zu können. In höchstens zwei Jahren hoffe ich damit fertig zu sein. Dann werde ich mich, anstatt mich länger auf den sehr angenehmen Posten in europkischen Gesandtschaften aufetwa 40 Turner in heller Turnkleidung mit Fahnen in preußischen und deutschen Farben aufgestellt, was ein farbenprächtiges Bild ergab, das denn auch seine Wirtung nicht verfehlte. Lachend drehte sich der Kaiser im Wagen um, während sich der Kronprinz erhob, um das Bild noch einen Augenblick länger betrachten zu können. Die im folgenden Wagen sitzenden Prinzen machten sich gegenseitig darauf aufmerksam und auch bei den Herren des Gesolges blieben die TurnerPyramiden nicht unbeachtet. (Marine=Verein.) Der Marine=Verein begeht am 14 und 15. September das Fest der Fahnenweihe. Die Weihe der Fahne wird der Kaiserliche Konter=Admiral z. D. Herr Thiele vornehmen. Die Musik stellt die Kapelle der Kaiserlichen 2. MatrosenDiv'sion. Der beim Kaiser in hoher Gunst stehende, bewährte Leiter der Kapelle, Herr Kaiserl. Musik Dirigent Wöhidier, wird die Mufik persönlich leiten. Vorgesehen ist ein großes Konzert am 14. September abends auf dem Johannisberge, Karten im Vorverkauf 60 Pig, an der Abendkasse 75 Pfg., ein Frühschoppenkonzert am 15. September, vormittags 11½ Uhr beginnend, im Saale des Konzerthauses(Karten hierzu 30 Pfg. nur an der Kasse); am 15. September, nachmittags 3 Uhr, Weihe der Fahne auf dem Kaiser Wilhelmsplatz, Festzug durch Wilhelm, Niedern=, Obernstraße zum Johannisberg, hier Uebergabe der Fahnennägel, Konzert, Ball(Karten zu den Veranstaltungen auf dem Johannisberge für Herren 1 Mk., Damen 50 Pfg.). Diese Karten sind auch im Vorverkauf zu haben; diese im Vorverkauf genommenen Karten berechtigen auch zum Besuche des Frühschoppenkonzerkes. Die gründlichen Vorbereitungen bieten Gewähr, daß das Fest ein höchst gelungenes, patriotisches werden wird, dessen Besuch der Bürgerschaft wohl empfohlen werden kann. (Betriebseinschränkung.) Wie der Biel. Volks Ztg.“ mitgeteilt wird, wird die hiesige Glashütte am 1. Oktober den Betrieb bedeutend einschränken. Ein Teil der Glasmacher ist schon nach Heimat in Böhmen abgereist. Das Terrain ist zum Teil von der Firma Bär u. Rempel, zum Teil von der Eisenbahndirektion zum Preise von 1 Million angekaust. Die völlige Aufhebung bedeutet für die auliegenden Geschäftsinhaber einen bedeutenden Ausfall. %(Adressierung von Eingaben an die städtischen Behörden.) Für den Magistrat, die Polizei=Verwaltung, Armen= Verwaltung oder sonstige Dienstzweige der städtischen Verwaltung bestimmte Eingaben werden in vielen Fällen an den Oberbürgermeister, Bürgermeister, Beigeordneten persönlich gerichtet. Da derart adressierte Eingaben seitens der Postverwaltung dem Adressaten meist in der Privatwohnung zugestellt werden, oder, falls sie bei der Stadtverwaltung eingehen, von dem mit der Oeffnung der Postsachen betrauten Beamten nicht geöffnet, sondern dem Adressaten ungeöffnet vorgelegt werden, erleidet namentlich im Falle längerer Abwesenheit des Adressaten von Bielefeld die Erledigung dieser Eingaben eine oft recht erhebliche Verzögerung. Auch ist infolge persönlicher Adressierung eine Terminsversäumnis in Rechtsangelegenheiten nicht ausgeschlossen, welche empfindliche Schäden für den Betreffenden zur Folge haben kann. Es kann nicht dringend genug empfohlen werden, Eingaben stets an die Behörde (Magistrat, Polizei=Verwaltung, ArmenVerwaltung usw.) zu richten. zuhalten, bei denen eine persönliche Auszeichnung schwierig ist, weil die Gelegenheit oft dazu fehlt um irgend eine Stellung als Minister außerhalb bewerben, bei der ich dann ein Arbeitsfeld zu finden hoffe, das meinen Fähigkeiten entsprechen wird. Sie sehen also, um mich aus der Affäre zu ziehen, gibt es nichts Besseres für mich, als nach persönlichem Wert zu streben. Und nun wagen Sie es noch, mir zu entgegnen, daß eine solche Liebesheirat nicht gleichzeitig die beste, vollkommenste Vernunftheirat zu gleich ist. Ueber das Antlitz Glaczkowiczs ging ein Leuchten. „Umarmen Sie mich, mein Kind!" rief er, die Arme weit ausbreitend,„Sie werden das Glück erreichen, weil Sie es nicht verächtlich am Wege stehen ließen. Ja, das Glück! Wie oft denke ich über die Ursache nach, weshalb es dessen so wenig gibt auf Erden. Und immer wieder muß ich mir sagen, daß Frauen sowohl wie Männer es nicht mehr zu sehen imstande sind und darum zu kämpfen nicht mehr gewillt sind. Man opfert es untergeordneten Beweggründen. Und doch will auch das Glück erkauft seiv. Und nur die werden es erlangen, die den Preis dafür einzusetzen wissen.“ +(Edel seider Meusch, hilfreich und gut.) Der Kaisertag ist verrauscht, der Flaggen- und Guirlandeuschmuck verschwindet von den Straßen und die Stadt trägt wieder ihr alltägliches Gewand. Beim Rückblick auf die Festtage aber drängt es uns doch, hineinzugreifen in die grünen Blättermassen und ein Zweiglein Lorbeer mit einem Eiche zu binden und unserer Sanitätskolonne als äußeres Zeichen der Dankbarkeit zu widmen für ihren Opfermut am Kaisertage. Ueber 300 Mal war sie bereit, dem Nächsten hilfreich zur Seite zu stehen bei Ohnmachtsanfällen ernster und leichter Art, wahrlich keine leichte Arbeit für diese kleine Zahl unerschrock mer Männer. Der Kaisertag war eine Prüfung für die Sanitätskolonne, sie hat sie mit Auszeichnung bestanden. Obsequium amicos! *.(Der§ 23 des Einkommensteuergesetzes vom 19. Juni 1906 in der Fassung des Gesetzes vom 18. Juni 1907) wird hierdurch in Erinnerung gebracht. Er lautet:§ 23. Jeder Besitzer eines bewohnten Grundstückes oder dessen Vertreter ist verpflichtet, der mit der Aufnahme des Personenstandes betrauten Behörde die auf dem Grundstücke vorbandenen Personen mit Namen, Berufs oder Erwerbsart, Geburtsort, Geburistag und Religionsbekenntnis, für Arbeiter, Dienstboten und Gewerbegehilfen auch den Arbeitgeber und die Arbeitsstätte anzugeben. Die Haushaltungsvorstänge haben den Hausbesitzern oder deren Vertretern die erforderliche Auskunft über die zu ihrem Hausstande gehörigen Personen einschließlich der Unter= und Schlafsteller mieter zu erteilen. Arbeiter, Dienstboten und Gewerbegehilfen haben den Haushaltungsvorständen oder deren Vertretern die erforderliche Auskunft über ihren Arbeitgeber und ihre Arbeitsstätte zu erteilen. Wer für die Zwecke seiner Haushaltung oder bei Ausübung seines Berufs oder Gewerbes andere Personen dauernd gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt, ist verpflichtet, über dies Einkommen, sofern es den Betrag von jährlich 3000 Mk. nicht übersteigt, dem Gemeinde(Guts-)vorstande seiner gewerblichen Niederlassung oder in Ermangelung einer solchen seines Wohnsitzes auf Verlungen binnen einer Frist von mindestens zwei Wochen Auskunft zu erteilen. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auf folgend: Angaben: a) Bezeichnung der zur Zeit der Anfrage beschästigten Personen nach Namen, Wohnort und Wohnung, eine Verpflichtung zur Angabe von Wohnort und Wohnung besteht jedoch nur, soweit diese dem Arbeitgeber bekannt sind. b) Das Einkommen, welches die zu a bezeichneten Personen seit dem 1. Januar des Auskunftsjahres oder seit dem späteren Beginn ihrer Beschäftigung bis zum 30. September desselben Jahres tatsächlich an barem Lohn (Gehalt) und Naturalien aus dem Arbeitsoder Dienstverhältnisse bezogen haben, dem Arbeitgeber ist jedoch gestattet, statt dessen für diejenigen Personen, welche bei ihm schon in dem ganzen der Auskanftserteilung unmittelbar vorangegangenen Kalenderjahre beschäftigt waren, das in diesem Jahre tatsächlich bezogene Einkommen anzugeben. Naturalbezüge, ins besondere freie Wohnung oder freie Station sind ohne Wertangabe namhaft zu machen. Diese Pflicht liegt auch den gesetzlichen Vertretern nichtphysischer Personen ob. m.(Fahrraddiebstahl.) Dem Kaufmann Karl Siekmann aus Lage wurde am vergangenen Sonnabend nachmittags 7.20 Uhr ein vor dem Hause„Am Bach 17“ aufgestelltes Fahrrad Marke „Concordia“ Fabriknummer 39646 gestohlen. Ein erleichterndes Schweigen war eingetreten. Jenes Glücksschweigen von dem es heißt, daß unterdes ein Engel vorüberfliegt. Auf der Straße lächelten Rosen, Nelken und Iris der Soane entgegen, und die Wasserfläche des Brunnens glitzerte wie fließendes Silber. „Werden Sie morgen mit nach Albano und Nemi zum Pickaick gehen?“ fragte René. „Sicherlich. Die Zusammenkunft soll am Tor Capéne stattfinden. Wir werden sehr zahlreich sein. Sehen Sie die Dame heute noch?“ „Nein,“ antwortete Rens,„ich habe vor, morgen mit Fräulein Nell zu reden. Ich muß erst abwarten, ob sie mir dazu Gelegenheit geben wird. Jetzt sehne ich mich danach, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu Ende zu bringen.“ Der Pole lächelte.„So, nun gehen Sie. Es ist 11 Uhr und ich erwarte den Besuch eines alten Archivisten, der mir Papiere bringen soll. Bei Ihrem Anblick würde er sich einschüchtern lassen. (Fortsetzung folgt) von Nerz, Belich kollegen ein Por entwendet zu hal m.(Eingeli wurden in der# tag elf Obdachlo m.(Straße führender Kanali zwischen der Sul vom 3. d. Mts gesperr!. m.(Lotter Innern hat der in Hannoverz zwecke die Ell# von Silberger Kunstgewerbes in der gesem! Brackwede, Gestern nachm Rottenarbeiter Ummeln von de fahren. Der K getrennt. Heepen, 30 abend wurde Familie des La in Lübrassen indem das 3jäl bei der Häcksel 4 Finger völlig auf dem Felde. Aussicht größere 60 Gellersh brand) Vorf zeug Jetzt in sieht man so of Art herumhanti hätten in der Heinrich Baste Spielens mit durch Kinder be können, wenn d der Schlafkamm zeitig bemerkt dort ein brenne ob aus Unvorf konnte nicht se Fenster geworfer ein Bett so ort Feuer wurde#1 Schaden beläuft 69 Schildest Bei dem gestrig in die Wohnung hiersilbst, Heepei Tisch und einige Durch sofortiges konnte ein weiter und das Feuer bleiben. Der St 35 Mark. r Herso und Einn vollzog sic der Bevölk dächtnisfeie Uhr samme vor Aecker unter folger berger Krie berg, San Herford, 4 Jahn, Turt straße, Ner Rennstraße welche der schmuck auf Kriegervere denkmal Ar beiden Seit der Choral war, hielt H Mit kernig ruhm eichen besondere ar Tag der Sell sein müsse i Schlachten. deutsche Vol inneren Fei gebot und d Ans de viele wie wir lebten, di für den an der 3 daß der schloß der Am Kri prächtige streich: Beim hei heutigen Soldaten dem Will wegte sie fürstenstre Stadt zur Wäldchen stein sein geheure M um der Er gäste wart Vertreter Busse und der hiesigen Nachdem länd. schen Seminarch direktors Meusch, hilfreich sertag ist verrauscht, uirlandenschmuck verraßen und die Stadt iches Gewand. Beim ge aber drängt es uns die grünen Blätterein Lorbeer mit einem binden und unserer äußeres Zeichen der für ihren Opfermut 300 Mal war sie silfreich zur Seite zu anfällen ernster und keine leichte Arbeit erschrock mer Männer. ne Prüfung für die sie mit Auszeichnung amicos! es Einkommen= 19. Juni 1906 es Gesetzes vom ird hierdurch in Erlautet:§ 23. Jeder en Grundstückes oder pflichtet, der mit der nenstandes betrauten undstücke vorbandenen Berufs oder Erwerbsustag und Religionser, Dienstboten und den Arbeitgeber und geben. Die Hausn den Hausbesitzern sie erforderliche AusHausstande gehörigen er Unter= und SchlafArbeiter, Dienstsen haben den Hausderen Vertretern die ber ihren Arbeitgeber u erteilen. Wer für ushaltung oder bei ufs oder Gewerbes id gegen Gehalt oder erpflichtet, über dies sen Betrag von jährsteigt, dem Gemeindegewerblichen Niederigelung einer solchen erlungen binnen einer vei Wochen Auskunft Kunftspflicht erstreckt sen: a) Bezeichnung ge beschästigten Perhnort und Wohnung, Angabe von Wohnort jedoch nur, soweit sekannt sind. b) Das e zu a bezeichneten Januar des Ausdem späteren Beginn zum 30. September lich an barem Lohn 1 aus dem Arbeitsbezogen haben, dem gestattet, statt dessen welche bei ihm schon ukanftserteilung unenen Kalenderjahre In diesem Jahre tatkommen anzugeben. dere freie Wohnung d ohne Wertangabe iese Pflicht liegt auch etern nichtphysischer hl.) Dem Kaufmann wurde am vergangenen 20 Uhr ein vor dem stelltes Fahrrad Marke 39646 gestohlen. schweigen war einschweigen von dem ein Engel vorüberlten Rosen, Nelken entgegen, und die ineus glitzerte wie 1 mit nach Albano sehen?“ fragte René. sammenkunft soll am Wir werden sehr Sie die Dame heute kené,„ich habe vor, ell zu reden. Ich sie mir dazu GeJetzt sehne ich mich heit so schnell wie ngen.“ „So, nun gehen Sie. erwarte den Besuch der mir Papiere m Anblick würde er (Fortsetzung folgt) m.(Festgenommen) wurde der Töpfer M. von hier, welcher verdächtig ist, einem Schlafkollegen ein Portemonnaie mit größerem Inhalt entwendet zu haben. m.(Eingeliefert) in das Polizeigesängnis wurden in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag elf Obdachlose. m.(Straßensperrung.) Infolge auszuführender Kanalisationsarbeiten ist die Mellerstraße zwischen der Sudbrackstcaße und Osnabrückerstraße vom 3. d. Mts bis auf weiteres für den Verkehr gesperr!. m.(Lotterie.) Der Herr Minister des Innern hat der Genossenschaft„Kriegerheim“ in Hannover zur Fürderung ihrer Vereinszwecke die Ellaubnis erteilt, eine Verlosung von Silbergeräten und Erzeugnissen des Kunstgewerbes zu veranstalten und die Lose in der gesamlen Monarchie zu vertreiben. Brackwede, 31. Aug.(Ueberfahren.) Gestern nachmittag wurde der 32 jährige Rottenarbeiter Adolf Flöttmann aus Ummeln von dem Gütter=Eilzug 5006 überfahren. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt. Heepen, 30. Aug.(Unfall.) Gestern abend wurde nach dem„Biel. G. A.“ die Familie des Landwirts Adolf Stieghorst in Lübrassen von einem Unfall betroffen, indem das 3 jährige Söhnchen derselden sich bei der Häckselmaschine an der rechten Hand 4 Finger völlig abschnitt. Die Eltern waren auf dem Felde. Das Kind stand unter der Aufsicht größerer Kinder. 60 Gellershagen, 31. Aug.(Zimmerbrand) Vorsicht beim Spielen mit Feuerzeug Jetzt in der Zeit des Sedaufestes sieht man so oft Kinder mit Feuerzeug aller Art herumhantieren. In hiesiger Gemeinde hätten in der Wohnung des Schumachers Heinrich Basiert gestern abend infolge Spielens mit bengalischen Streichhölzern durch Kinder beinahe üble Folgen entstehen können, wenn die Entstehung des Feuers in der Schlafkammer des Gerannten nicht rechtzeitig bemerkt worden wäre. Kinder hatten dort ein brennendes bengalisches Streichholz, ob aus Unvorsichtigkeit, oder mit Willen konnte nicht festgestellt werden, durch das Fenster geworfen, sodaß die Gardinen und ein Bett so ort in Flammen standen. Das Feuer wurde im Entstehen gelöscht. Der Schaden beläuft sich auf etwa 35 Mark. 60 Schildesche, 30. Aug(Gewitter.) Bei dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in die Wohnung des Maurers Karl Friedrich hiersilbst, Heeperstraße 11, und setzte einen Tisch und einige Kleidungsstücke in Brand. Durch sofortiges Eingreisen der Hausbewohner konnte ein weiteres Umsichgreisen verhindert und das Feuer auf seinem Herd beschränkt bleiben. Der Schaden beläuft sich auf etwa 35 Mark. Aus den Kreise r Herford, 1. Sept.(Die Sedanfeier und Einweihung des Jahngedenksteins) vollzog sich heute unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung. Am Vorabend fand eine Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal statt. Um 8½ Uhr sammelten sich die Militär= und Turvereine vor Aeckers Turnhalle und marschierten sodann unter folgender Reihensolge: Kriegerverein, Stiftberger Kriegerverein, Kameradschaftl. Verein Stiftberg, Sanitätskolonne, Kameradschaftl. Verein Herford, Gardeverein, Turngemeinde, Turnverein Jahn, Turnerbund, Turnklub durch die Hämelingerstrage, Neuer Markt, Comthur=, Johannis= und Rennstraße zum alten Markte. Die Straßen, welche der Zug passierte, weisen reichen Flaggenschmuck auf Auf dem alten Markte nahmen die Serisgtrr gzigg,#or, dem schön geschmücken Kriegerventmal Aufstiuung während die Turnvereine die beiden Seiten des Denkmals besetzten. Nach dem per. Thase 5.; Plarrarcz; alle Gott“ verklungen war, vieit Here Pfarrer Niemann die Festansprache. Mit kernigen Worten erinnerte Redner an die ruhm eichen Tage des Jahres 1870 und insse an den Sedantag, dessen Wiederkehr ein Selbstrrüfung und ein Tag neuer Stärkung im Hinblick auf Gott, dem Lenker der Seuiche Bone deungen möchte das inmeren a.. zu Beginn dieses Jahres den geinven ein vieltausendstimmiges Halt gevor und das Männer hinausschicken konnte auf den sonnendurchglüten Boden Afrikas, von denen viele den Heldentod starben, das ferner beweist, es in unseren Heimatgau erst jetzt ersie vean Hersch an der Feier deg gas Vaterlandes, festhalten daß der Ser Gat mit dem Wunsche, schloß der Redner serner mit und sei, Am Kriagerdn ein begeisternden Ausführungen. prächtige Krknge.. lestn darauf die Vereine hreicgs der Armeg e des ZapfenBeim berrlichen am.; schloß die ersebende Feier. heutigen Sonntag am Soldaten in satuhe dem Withelmsplenen Reihen zum Festmarsch auf weate uch“ Der imposante Festzug befürstenstraße d Musikkorps durch die KurStait zur Blatzoerstraße wor uu u Wäldchen am Schütenhofe d leinen stein seine Aufstellung gecheure Menschenmer gesunden dat. Eine unum der Enthullungssenden gäste wonin geschzgnleie beizuwohnen. Als Chrennin erschienen der Heer Landrat v. Vorries, Husse und#ststrats, Herr Bürgermeister der hiesigen dor Stedtverordnete, serner die Leiter Nachdems der ländischen a“ Posaunenchor mit dem RiederSeming““ vankgebet die Feier eröffnet und der hirestarg.. un Leitung des Königl. Musik Liederna. d“ Röder durch einen herrlichen —bustrag erfreut, hielt Herr Symnasialdizektor Pros, Dr, Wendel die Festrede. Redner schilderte eine Geschichte unseres Volkes, von der man sagen könne, durch Nacht zum Licht. Die Lehre Jahns, den Sedantag als einen Tag der Einkehr, des Rückblickes und des Ausblickes, 1807 und 1907, als die bezwickt, die Jugend zur Wehrhaftigkeit zu habe den größten Anteil mit daran gehabt. Redner feierte Jahn als den Turnvater deutscher Turnkunst, der das Turnen dem Volkstume zugänglich gemacht. Mit einem begeistert ausgenommenen Hoch schloß die patriotische Ansprache Herr Dr. Wille dankte allen die an der Verwirklichung des nun enthüllten Denkmals mitgewirkt, namens der Vereine der Deutschen Turnerschaft und übergab das Denkmal dem Schutz und der Pflege der Stadt. Im Namen der Stadt übernahm Herr Bürgermeister Busse das Denkmal mit dem innigsten Dank an alle, die das herrlichee Werk geschaffen. Mit der Mahnung stets treu zum Vaterland zu stehen, schloß Redner seine Worte mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland, in das die ansehnliche Festversammlung freudig einstimmte. Sodann begab man sich zum Schützenhofe, woselbst im Saale die Turner Zeugnis ablegten von ihrem Können, das bewies, das Fleiß und Ausdauer die Uebungsstunden der Turner begleiten. Die Sedanrede im Schützenhofe hielt Herr Bürgermeister Busse. Sie gipfelte in einem freudig ausgenommenen Kaiserhoch. Volksbelustigungen und ein flotter Ball schloß die erhebinde Feier. Das neue Denkmal besteht aus einem etwa 3 m hohen erratischen Block von 400 Zentner Gewicht, an dessen Vorderseite das durch den heimischen Künstler Wefing, Berlin gefertigte und wohlgelunge Bildnis Jahns in Reliefform angebracht ist. Am Fuße des Denkmals sind mehrere Kieselblöcke gruppiert, in denen die Namen der Stifter des Denkmals die der zur deutschen Turnerschaft gehörenden Turnvereine eingemeißelt sind namlich: Turngemeinde, Jahn, Turnerbund und Turnklub. # Hersord, 31. Aug.(Ein Beutel mit 450 Mark) wurde in der Baracke gefunden, in welcher die italienischen Arbeiter geherbergt hatten. 0 Herford, 31. August.(Ordensauszeichnung.) Herrn Obergütervorsteher Wendel wurde durch Se. Maj. der Kaiser der rote Adlerorden IV. Klasse verliehen. Eikum, 30. Aug.(Feuer.) Gestern aberd zog über unsere Gegend ein schweres Gewitter. Gleich beim Beginn schlug nach dem„G.=A.“ der Blitz in die Scheune des Kolon Berkenkamp und zündete, sodaß sie sofort in hellen Flammen stand. An den Heuvorräten fand die Flamme reichliche Nahrung, und das Gebäude brannte vollständig nieder. Die meisten Ackergeräte und auch einige wertvolle landwirtschaftliche Maschinen, die darin untergebracht waren, konnten noch gerettet werden. Leider sind die meisten Hühner, welche in der Scheune übernachteten, verbrannt. Der herbeigeeilten Feuerwehr Laar=Eikum gelang es, das Wohnhaus und das Kornhaus, welche vom Feuer bedroht waren, zu schützen. Ans den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Wiedenbrück, 30. Aug.(Bersteigerung) In Anwesenheit des Zuchtinspektors von Westsalen wurden Montag voriger Woche in Gütersloh 9 einjährige Bullen versteigert, von denen 2 in Jeverland und 5 in Olpreußen aus erstklassigen Stämmen angekauft waren. Der Hötstpreis(925 Mk.) wurde für einen ostfriesischen Bullen erzielt, der von d.m Meier Peitzmeier=Lintel angekauft wurde. Weitere 3 Bullen aus Ostpreußen wurden von den Zuchtgenossen schaften des Kreises Wiedenbrück erworben, gewiß ein Zeichen, daß man keine Kosten scheut, wenn es gilt, durch erstklassiges Zuchtvieh die Rindviehzucht weiter zu heben. So zahlte noch vor kurzem ein Züchter hier für ein tragbares Rind einen Preis von 750 Mk. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Münster, 30. August.(Der Kaiser und der Burgausbau in Altena.) Gestern abend 6½ Uhr hatten beim Kaiser unter Führung des Oberpräsidenten von der Recke die Herren Professor FrentzenAachen, Landrat Thomee aus Alteno, Kommerzienrat Baare=Bochum und Bergrat Kleine eine Audienz, um dem Kaiser die Ziele des Vereins zur Errichtung der Burg Alteno nzuführen. Prof. Frentzen entwickte an id von Plänen und Modellen den Gedare ind Landrat Thomee führte die geschich. Entwickelung und die Bestreige: es Vereins aus. Der Kaiser sprach sich als vollständig mit dem Plane einverstanden aus und brachte wiederholt seine Anerkennung zum Ausdruck. Er sprach den Wunsch aus, daß dieser patriotische Gedanke baldmöglichst in vollem Umfange zur Ausführung gelangen möge. Rauxel, 30. Aug.(Grubenunglück) Heute früh um 5½ Uhr sind auf der Zeche „Viktor“ vier Bergleute tödlich verunglückt) Die Gesteinshauer Johann Hebner, Wilhelm Schmidt, Klemens Schmidt, Eduard Schäfer benutzten nach Ende der Nachtschicht in einem 80 Meter hohen blinden Schacht verbots widrig das Bremsgestell zum Abfahren. An dem Gegengewichtskorbe löste sich ein Bolzen, welcher Korb und Seil zusammenhält. Beide Körbe stürzten ab. Drei der Bergleute waren sofort tot, der vierte starb kurz nachher. Aus den Kreisen Minden und Lübbece. Minden, 2. Sept.(Ballonaufstiege.) Am 4., 5. und 6. September finden in den Morgenstunden internationalewissenschaftliche Ballonaufstiege statt. Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballou und die Instrumente sorgfältigt birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. Minden, 2. Sept.(Gewitter.) In der Nacht zum 30. August entlud sich an der Weser ein recht schweres Gewitter, wobei der Regen in Strömen niederging. Auf der sogenannten Doktorweide zwischen Rinteln und Kloster Möllenbeck wurden zwei Kühe vom Blitz erschlagen. Minden, 2. Sept.(Die Wespenplage) macht den Obstzüchtern augenblicklich viel zu schaffen, und selten hat man diese schädlichen und wegen ihrer Beshaftigkeit allgemein gefürchteten Tiere in solcher Menge beobachten können, wie diesmal. Sie richten in den Obstanlagen hin und wieder ganz empfindlichen Schaden an. Kaum beginnt am Spalier eine Birne sich gelb zu färben, so ist sie auch alsbald angefressen und zeigt andern Tages schon eine häßliche Aushöhlung. Sie hat für den Markt keinen Wert mehr. So geht es mit Pflaumen, Pfirsichen und Weintrauben. Um sich in etwa gegen solche Schädigungen zu schützen, werden wohl Fläschchen mit Zuckerwasser aufgehängt, in denen sich die Wespen leicht fangen, oder die Früchte werden mit durchsichtigen Leinwandsäckchen umhüllt; aber bei der ungeheuer großen Zahl, in der sich dieses Jahr die Schädlinge finden, sind alle Hilfsmittel von durchschlagendem Erfolg. Aus den Raczlarprosinzen und Staten. Köln, 30. August.(Unwetter.) Ein in den gestrigen Nachmittagsstunden niedergegangenes Unwetter hat im mittelrheinischen Gebiet, namentlich im bergischen Lande große Verwüstungen in Feld und Flur angerichtet. In Solingen rief ein Wolkenbruch größte Verkehrsstörungen hervor; am Südbahrhof waren zeitweise die Geleise überschwemmt. Zahlreiche tiefergelegene Häuser wurden von den herabstürzenden Wassermassen überflitet. Auch im Hursrück, wo jüngst erst ein Unwetter große Verwüstungen angerichtet und zahlreiche Bewohner finanziell ruiniert hat, hat das gestrige Unwetter strichweise die Feldfrüchte zerstört. Hannover, 31. Auzust.(Ein Hölly Denkmal, wurde in Mariensee bei Niu stadt a. Rgb., dem Geburtsort des Dichters, in Gegenwart von Vertretern der Regierung, solchen der literarischen Kreise Niedersachsens und 25 hannoverschen Gesangvereinen eingeweiht. Es ist aus heimischem Material aufgebaut als eine bewachsene Felsgrotte von Findlingen. An einem 3 Meter hohen Granitfindling ist das Bustbild des Dichters in Bronze angebracht, ein Werk der Frau Gertrud Küsthardt Langenhan in Hildesheim. früh mit dem deutschen Dampfer„Prinzessin" hier eingetroffen und nach Paris weitergereist. Mailand, 31. Aug. Der„Secolo“ erhält aus Vorgomanero(Provinz Novara) ein Telegramm, wonach eine in künstlerischem Stil errichtete Kapelle, genannt das Kruzifix von Boca, die vor 70 Jahren mit einem Kostenaufwande von einer Million erbaut war, eingestürzt ist. Infanterie, die in der Nähe von Boca Manöverübungen abhielt, arbeitet an der Aufräumung der Trümmer. daß mehrere Ausländer, die in der Nähe der Kapelle gesehen und dann verschiounden waren, unter den Trümmern begraben sind New York, 30. August. Prinz Wilhelm von Schweden ist auf eirer Automobiljahrt von Coney=Island nach Brooklyn von einem Polizisten wegen Schnellfahrens festgenommen worden Die Einwendungen, die von der Umgebung des Prinzen erhoben wurden, machten auf den Polizisten keinen Eindruck, zumal ihm der Beweis, daß der Verhaftete wirklich der Prinz sei nicht geliefert werden konnte. Zufällig kam ein höherer Beamter vorbe:, der die Freilassung des Prinzen bewirkte. New York, 29. August. Zu einer heftigen Schlägerei zwischen zwei der bekanntesten Millionäre New Yorks kam es in der letzten Sitzung des Direktoriums der Illinois Zentralbahn, dem die ersten Mitglieder der hiesigen Finanz= aristokratie angehören. In dieser Sitzung stellte der abgesetzte Präsident der Bahn, StuyvesantFish, einen gegen den jetzigen Präsidenten I. T. Harahan gerichteten Antrag, in dem eine Untersuchung über den Eiofluß der Harrimanschen Bahnenkonzentration auf den Betrieb der Gesellschaft verlangt wurde. Präsident Harahan beautragte die Vertagung des Vorschlags, die auch erfolgte. Erregt beschuldigte Stuyvesant=Fish seinen Nachfolger, daß er ein Werkzeug Harrimans sei. Darauf erwiderte ihm Harahan mit dem Zuruf: „Lügner!" Jener stürzt: sich sofort auf seinen Gegner und schlug wutentbrannt auf ihn ein. Die Streitenden wurden von den Teilnehmern an der Versammlung getrennt, und Präsident Harahan utüberströmt von seinen Freunden nach seiner Wohnung gebracht. Oeffentlicher Wettervienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit venAbend des 2. Sept. bis zum Abend des 8. Sept. Morgen vorwiegend trübe mit Regenfällen, windig, etwas kühler. Uebersicht der Wittera# Bielefeld, 2. September 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Liedrigster Thermometerstas i. d. Nacht+ 10#6 Thermor#eterstand um 19 Uhr vorn.+ 14(6. Barometer 75,4 em Wind: Nord. Himmel: bedickt. Ans den Kreise Halle. Hörste, 30. Aug.(Blitzschlag) Bei dem gestern abend hier herrschenden Gewitter schlug der Blitz nach dem„Krbl.“ in das Haus des Sägemüllers Wentrup, ohne jedoch zu zünden. Es war also ein sogen.„kalter Schlag“. Mannheim, 31. Aug. Der Khedive von Aegypten ist mit seiner Familie zum Besuch der Jubiläumsausstellung in Mannheim eingetroffen. Duisburg, 81. August. Von einem Automobil der Firma Krupp wurde der Arbeiter Markowtky am Zuschlag in Miiderich überfahren und schwer verletzt. Sein Zustand ist bedenklich. Krefeld, 31. Aug. Gestern nachmittag wurde im Forstwald ein 18jähriger Schüler von einem hier zu Besuch weilenden Studenten durch einen Messerstich in die Herzgegend lebens gefährlich verletzt. Breslau, 30. August. Das hiesige Ursulinerinnenkloster steht seit 6 Uhr nachmittags in Flammen und man glaubt, nur den Turm und die Glocken retten zu können. Die Insassen des Klosters sind nach dem Kloster Tarnowitz gebracht worden. Spät abends wütete das Feuer noch. Lüchow, 29. August. Ein sonderbares Fuhrwerk erregte vor einigen Tagen hier große Heiterkeit. Ein diederer Landmann brachte mittels Fahrrades zwei Schweine hierher zu Markte, indem er einen zweiräderigen Schweinekarren als Anhänger binutzte. So ganz leicht scheint dem erfinderischen Bauersmann die neue Beförderungsart seiner Vorstentiere doch nicht gewesen zu sein, denn, am Ziel angelangt, meinte er:„Petten mößt ick stramm un dat Sweet löp mi min so an de Backen endal— de Pelk aber weeren ganz vergnögt daröwer, dat dat so fix güng!“ Marseille, 81. Aug. Der Sultan von Sansibar ist mit zahlreichem Gefolge heute Neuste Nachrichten. Berlin, 2. Sept. Die Exredition des Staatssekretärs Dernurg ist gestern mittag nach zwölftagigem Marsch von Nuanza in Tabora eingetroffen. Alle Teilnehmer sind wohlauf. Resident Herrmann war der Karawane entgegengereist und traf mit ihr am Gombefluß zusammen. Die Eingeborenen, die ihr etwa 2 Stunden weit entgegengezogen waren, bereiteten ihr einen lebhaften Empfang. Tabora ist festlich geschmückt. — Ein schwerer Betriebsunfall, glücklicherweise Menschen nicht zu Schaden gekommen sind, hat sich gestern kurz nach 2 Uhr auf der Berliner Stadtbahn ereignet. Am Schlesischen Bahnhof fuhr eine Rangierlokomotive bei der Kreuzung der Gleise einem Südringzug in die Flanke, wobei drei Wagen aus den Schienen gehoben und teilweise demoliert wurden. Sämtliche Passagiere kennten sich in Sicherheit bringen. Der Materialschaden ist nicht be. deutend. Baden Baden 2 Septemter. In der Nacht zum Sonnta find Diebe in das offene Fenster des Stephmnobotels eingedrungen. Dir Barohin Ephrass# aus W.en wurden Schmrcksachen im Werte von 90000 Mark und dem Baron Goloschwidt Roth= schld aus Paris die Buschaft in Höhe von 100000 Frarcs geraubt Der Direttor des Hotels vermutet, deß Hetelgässe, die früb obreisten, den Dier stadl begangen haben. Teheran, 2. Sept. Der Großvezier ist am Sonnabend abend beim Verlassen des Parlaments durch 3 Schüsse getötet worden. Die Täter, die Mitglieder eines Geheimbundes sein sollen, sind entkommen. Der Großvevier wird persönlich viel bedauert, doch meint die Presse, die Tat sei die Vergeltung für sein zweidentiges Verhalten. Sommer geborene Kinder machen Sorge, da die Kuhmilch in der heißen Jahreszeit leicht verdirbt. Die Ernährung mit„Kufeke“ Kindermehl, seine leichte Verdaulichkeit und seine Wirkung auf die feinflockige Gerinnung der Kuhmilch verhindern die Darmgärungen und verhüten dadurch das Auftreten von Magen=Darmkrankheiten. Am Dienstag fällt die Vorstandssitzung aus. Der Vorstand. He biscents-GesellschaftVielelein R.-g. in Bielefeld (früher Westfälische Bank) Vollelngezahlies Httienkaptalut. 80 Resees u. 60 OD WEIGDMe enpgscht uich mn sSc4pönner vermittlung von Bankgeschäften aller Alt, Repenber foi us wir bis Endel Eröffnung von laufenden Rechnungen, 1 Tauschpferde werden zu den höchsten Diskontierung von Wechseln,(genommen. Aufbewahrung u. Verwaltung von Wertpapieren Morit Meier„Winden Mer Meie Einlösung von Coupons, verlosten.——419 Miltt: Milben: All u. gekündigten Wertpapieren, * Checkverkehr. Zinsvergütung auf Geldeinlagen#######b je nach Kündigungsfrist bis zu 4%. Etbendu ven Donnastag, den d. Sope. ab morgens 8 Uhr, haben wir in der Baumhöfener'schen Weide II. Bleiche, einen Transport erstklassiger 1½ und 2½ jährige Am Freitag, 6. September verkaufe in der Lax'schen Weide am Bahnhof Minden einen großen Transport erstklassiger 1½ u. 2½ jähr. 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Rubien u. Frau. Bielefeld, im August 1907. S 9205 295 Clara Rubien Karol Rozynski Verlobte. Hagen ∆ 90 W. Bielefeld im August 1907. RR Verautwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lange, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. im wurd bach 5 Anlaß nicht 95 Mani Kraft