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Mk. 4, Rk..80 an ch an fremden brikat. promp gst. und frank“ rradfabrik Akt.-Ge helmerort dlichen gutem Faminseitige fl. 30 blattes. Lielefeld Montag, 5. August 1907. Kalender. 5. August: Gutenberg, zu Mainz geb. 1396— Prinz Eugen schlägt die Türken bei Peterwardein, 1716.— Erste Teilung Polens, 1772.— K J. A. Mittermaier, Rechtslihrer, geb. 1787.— Napoleon Bonaparte schlägt den österreichischen General Wurmser bei Lastiglione, 1796.— Buchhändler Klasing sen., Mitbegründer der Firma Velhagen und Klasinz in Bielefeld und Leipzig, zu Bielefeld gest. 1897. Die Kaiserbegegnung in Swinemunde. Ueber die Kaiserbegegnung wird aus Swinemünde vom Sonnabend gemeldet: Heute morgen, unmittelbar nach der Flaggenparade, um 8¼ Uhr, machte die„Hodenzollern“ los und ging in See.„Königsberg" und „Sleipner“, welche vorher den Hasen verlassen hatten, schlossen sich an. Alle drei Schiffe führten die russische Flagge. An Bord der„Hohenzollern“ befanden sich mit dem Kaiser der Reichskanzler, großes Gefolge von Generalen und Admiralen sowie die zum Ehrendienst beim Zaren bestimmten Herren. Um 9 Uhr 30 Minuten kam die russische Kaiserjacht„Standart“ in Sicht, begleitet von den Torpedokreukern„SsibirskiStrieiok“,„Pozzanitschik",„Ochotnik“ und „General Kondratenko“, welche in Kiellinie dem„Standart“ folgten. Im Gefolge des Kaisers von Rußland befinden sich u. a. Minister des kaiserlichen Hofes Generaladjutant Baron Fredericks, Minister des Aeußern Iswolski. Die Begegnung der kaiserlichen Jachten erfolgte um 10 Uhr südlich von OderbankSud Boje. Das Wetter war bedeckt, die See ziemlich ruhig. Sobald der„Standart“ die„Hohenzollern“ erreicht hatte, brachten die Mannschaften der letzteren drei Hurras aus. Die Musik spielt die russische Hymne. Der Kaiser in russischer Admiralsuniform mit dem Bande des Anbreasordens, begleitet vom Reichskanzler, der Husaren=Uniform trug, dem Staatssekcitär v. Tirpitz, von den Herren des Gefolges, begab sich in einem „Standart" Boot an Bord des„Standart". In einem zweiten Ruderboot folgten die übrigen Herren der Umgebung. Auf dem „Standart“ empfing Kaiser Nikolaus den Kaiser Wilhelm auf das herzlichste. Die Besatzung erwies die Honneurs. Die Mufik spielte„Heil Dir im Siegerkrauz“, und am Großmast wurde die Kaiserstandarte gehißt. Hierauf nahm der„Standart“ seine Fahrt wieder auf mit beiden Monarchen an Bord und hielt auf die vor Swinemünde ankernde deutsche Hochseeflolte zu. Die „Hohenzollern“ und die beiderseitigen Begleitschiffe folgten. Die Flotte lag in Flaggengala da. Um 11¼ Uhr feuerten die Schiffe Salut, und der„Standart“ durchfuhr langsam die Flotte zwischen dem ersten und zweiten Geschwader. Die sämtlichen Mannschaften standen in Parade, brachten Hurras aus, und die Musikkapelle spielte die russische Hymne. Hiernach gingen der„Standart“ und die„Hohenzollern“ auf den vorgesehenen Ankerplätzen an der Spitze der in drei Gliedern ankernden Flotte vor Arker, der„Standart“ an der Spitze des zweiten Geschwaders zwischen der„Deutschland“, die an der Spitze des ersten Geschwaders vor Anker lag, und der„Hohenzollern“, die vor dem Kreuzergeschwader vor Anker ging. Das Wetter hellte etwas mehr aus. Um 11¾ Uhr begaben sich die deutschen Admirale und Kommandanten, als erster der Flottenchef Prinz Heinrich, an Bord des „Standart“, wo Kaiser.kolaus die Meldung der Herren in Form einer Defiliercour entgegennahm. Zahlreiche Dampfer und andere Fahrzeuge waren auf die Reede hinausgefahren, um die Parade der Floite zu sehen. Um 12½ Uhr ging der Kaiser von Bord des„Standart“. Der„Standart" feuerte, Salut.Gleich darauf kam der Kaiser von Rußland an Bord der„Hohenzollern“ zum Gegenbesuch. Den Kaiser begleitete das Gefolge und der Ehrendienst. Die Mannschaft der„Hobenzollern“ erwies die Honneurs. Die Monarchen verweilten längere Zeit auf Achterdeck. Der Kaiser von Rußland trug deutsche Marineuniform und den Schwarzen Adler= orden. An Bord hatte sich auch Prinz Adalbert eingefunden. Um 1 Uhr fand an Bord der„Hohenzollern“ Früstückstafel statt. Bei dieser saßen die beiden Kaiser einander gegerüber. Kaiser Nikolaus saß zwischen den Prinzen Heinrich und Adalbert, Kaiser Wilhelm zwischen dem Minister Iswolski und Baron Frederik. Rechts vom Minister Iswollki saß der Reichskanzler. Nach der Tafel hielten die beiden Kaiser auf dem Achterdeck Cerele ab. Nach 2½ Uhr begab sich der Zar an Bord des„Standart" zurück. Um 3 Uhr begab sich der Kaiser Wilhelm mit dem Zaren, nachdem er diesen vom „Standart" abgeholt hatte, an Bord der „Deutschland“ zur Besichtigung dieses Panzers. Weiter wurden noch der große Kreuzer„York“ und der kleine Kreuzer„Königsberg“ eingehend besichtigt. Kaiser Wilhelm geleitete sodann den Kaiser von Rußland auf dem Verkehrsboot„Hulda" zum„Standart" zurück und traf um 5½ Uhr wieder auf der„Hohenzollern“ ein. Abends fand an Bord der„Hohenzollern“ ein Diener statt. Kaiser Nikolaus saß rechts neben Kaiser Wilhelm. Rechts vom Kaiser von Rußland saß der Reichskanzler Fürst Bülow, links von Kaiser Wilhelm Minister Itwolski. Den Monarchen gegenüber saß Prinz Heinrich zwischen dem Prinzen Adalbert und dem Baron Frederik. Am Montag findet eine große Uebung der Schlachtflotte statt, zu der sich die beiden Monarchen voraussichtlich auf dem Flottenfliggschiff„Deutschland“ einschiffen werden. Die Abreise des Zaren erfolgt Dienstag früh, die Kaiser Wilhelms Dienstag mittag.— Ein komisches Intermezzo bei Gelegenheit des Besuches der russischen Flokille wird viel belacht. Wie sich bei Ankunft der russischen Schiffe herausstellte; fehlte an Bord geglicher Proviant, sodaß der russische Konsul in Stektin und der Vizekonsul in Swinemünde gezwungen waren, den ganzen Tag herumzulaufen, um Ploviant zu besorgen. Fleisch war in genügender Quantität sehr schnell zu erlangen, der Mehlbedarf ist aber bisher nicht gedeckt. durch welche diese Zahl erst verstäutlich wird und Leben gewinnt, unbeachtet gelassen hat. Diese Erklärung lautet:„Die abgeschlossene Lage mancher kleinen Ortschaften auf Jaseln oder Nehrungen, zwischen Flüssen oder Mooren, in weiten Heidestrecken oder unwegsamen birgsgegenden, dazu die Dotationsverkätrisse mancher Kirchschulen(bei kleinen Filialkirchen) und nicht an letzter Stelle konsessionelle Rücksichten lassen sowohl den Regierungen als auch den Gemeinden das Fortbestehen der meisten kleinen Schulen als durchaus notwendig erscheinen.“ Ein etwas näheres Eirgehen auf die Art der vorliegenden konfessiouellen Rücksichten würde Herrn Tews die Ueberzeugung beigebracht haben, daß die Unterrichtsverwaltung wohl laum in der Lage sein dürfte, die konfessionellen Minderheitsschulen mit einem Federstrich zu beseitigen. Unter den 810 Zwergschulen befinden sich Ueber die Zwergschulen bringt die„Kreuzztg.“ einen Artikel, den die „Nordd. Allg. Ztg.“„wegen seiner beachtenswerten Ausführungen" übernimmt. Er lautet: Der Lehrer a. D. Tews, Generalsekretä: der Gesellschaft für Verbreiturg von Volksbildung, hat im Berüiner Lehrerverein die amtliche Statistik über die in Preußen bestehenden Zwergschulen zum Ausgangspunkt von Angriffen gegen die staatliche Unterrichtsverwaltung gemacht, welche unter andern auch in der„National= Zeitung" zum Ausdruck gelangt sind. Die in den Zwergschulen angestellten Lehrer werden, nach Herrn Tews, zu unrecht andern Schulen entzogen, welche die drei=, vier= und fünffache Besetzung mit Schulkindern ausweisen.„Das ist eine Schulpolitik,“ ruft er emphatisch aus,„wie sie schiimmer nicht gedacht werden kann. Sie ist einzig und allein geboten aus der Ueber. spannung des Konfessioralitätsprinzips.“ Die Nachricht, daß im Jahre 1901 in Preußen bei insgesamt 36.000 Schulen 810 Schulen mit weniger als 20 Schulkindern bestanden haben, dürfte Herr Tews dem ersten Bande der amtlichen Schulstatistik, Seite 112, entnommen haben. Nur einem bedauerlichen Versehen kann der Umstand zugeschrieben werden, daß er die dort gegebenen Erklärungen, allein 129 jüdische Schulen, eine Zahl, die gleichfalls auf derselben Seite zu lesen war. Es ist bekannt, daß die betreffenden jüdischen Lehrer zugleich die jübischen Kultusbeamten sind, und daß jüdischer Gottesdienst usw. in den bezüglichen Bezirken überhaupt aufhören wüßte, wenn der Staat diesen jüdischen Gemeinden die Lihrer nehmen wollte. Des weiteren weisen die Erläuterungen auf die Provinz Posen hin, in welcher die meisten kleinen Schulen auf die evangelische Diaspora entfallen, wo sie der deutschen Bevölkerung Sammel= und Stützpunkte inmitten polnischer Uebermacht gewähren. In anderen Provinzen sind zahlreiche Fälle vorhanden, in denen die Verbindung zwischen Schul- und Kirchenamt seit langen Jahrzehnten, ja seit einem Jahrhundert und länger besteht. Nur unter dem stärksten Widerstand der Bevölkerung, deren Interessen schwer verletzt würden, könnte man hier das hiforische Uebereinkommen zwangweise beseitigen. Der Statistiker kommt denn auch nach eingehender Würdigung der in den einzelnen Provinzen bestehenden geographischen, politischen und historischen Verhältnisse zu folgendem Ergebnis:„Bedenkt man, daß ohne diese Schulen der großen Mehrzahl der betreffenden Kinder der Schulbesuch nicht nur bedeutend verschlechtert, sondern geradezu unmöglich gemacht würde, so heißt es mit Recht ein„Stolz der preußischen Unterrichtsverwaltung", selbst ärmsten Gemeinden unter schwierigsten Verhältnissen die nötige Unterrichtsgelegenheit zu beschaffen. Herr Tews aber hat aus dem gleichen Zahleumaterial den Schluß gezogen, daß es dem preußischen Staate ganz gleich sei, ob Hundertteusende von Kindern geistig Not leiden, wenn nur gewisse Prinzipsen hochgehalten würden. Es zeigt sich in diesem Falle wieder einmal deutlich, in wie bedauerlicher Weise die öffintliche Meinung in den Volksschulfragen irregeführt wird, bemerlt dazu die„Nordd. Allg. Ztg.“. Was verdient ein Dienstmädchen. Von P. H. Hartmann. Immer größer wird die Dienstbotennot. Immer weniger sind junge Mädchen zu bewegen, in den Dienst zu gehen und dadurch sich eine gründliche Ausbildung in allen Zweigen des Haushalts zu erwerben. Sie gehen lieber als Verkäuferin in einen Basar, oder als Arbeiterin in eine Fabrik, oder ergreifen sonst einen Beruf, angeblich, weil sie so mehr verdienen. Das ist aber keineswegs der Fall. Wer genau untersucht, der wird finden, daß ein Dienstmädchen bedeutend mehr verdient als die jungen Mädchen in den meisten anderen Berufen. Ein Dienstmädchen in einer Großstadt erhält je nach Leistung und Gegend heute an Lohn.. 180,— bis 270.— M. Inval.= Versicherungsmark..20„.20„ Krankenkassenbeiträge...—„ 12.—„ Wohnung, Heizung, Licht, Bett, Beitwäsche, Leibwäsche usw., monatlicher Wert 10 bis 20 M. 120,— bis 240.— M. Kost, die bei den meisten Herrschaften, vor allem, wo nur ein Mädchen ist der Herrschaftskost gleicht, bei den derzeitigen teuren Lebensmittelpreisen täglich mit 1,20—1,60 zu berechnen 438.—„ 584,—„ Dazu kommen Trinkgelder, Weihnachtsgeschenke usw. 40.—„ 60.—„ Zusammen 701,20 bis 1161,20 M. Man virgleiche nun die Löhne der Verkäuferinnen und Arbeiterinnen mit diesen Beträgen, urd man wird finden, das sich das Dienstmädchen besser steht. Ganz abgesehen von dem, was ein Dienstmädchen lernt, und was ihr einst im Leben, wenn sie heiratet, zugute kommt. Ein Dienstmädchen kann sich, da ihre Lebensbedürfnisse bei der Herrschaft gedeckt werden, in sechs bis acht Jahren mindestens 1000 Mark sparen, ein Kapital, das eine gute Aussteuer und einen Notgroschen darstellt. Man soll darum nur dringend jedem Mädchen zum Dienen raten. Wenn auch die tägliche„Freiheit“ nicht in dem Sinne vorhanden ist, wie in einem anderen Berufe, so schadet das nichts. Man vergleiche doch das Aussehen eines Dienstmädchens mit den jungen Mädchen anderer Berufe. Das Dienstmädchen sieht gesund aus, strotzend in der Fülle der Jugendkraft, und die anderen sind bleich und ausgemergelt. Wenn ein Dienstmädchen heiratet, so erhält der Mann meist eine gesunde Frau, die gelernt hat, was für den Haushalt nötig ist. Und das ist für den Ehestand und das Familienglück mehr mehr wert als ein Kapital. Aber auch an einem Spargroschen wird es dem gewesenen Dienstmädchen nicht fehlen. Fabrikarbeiterinnen und junge Mädchen aus vielen anderen„seinen“ Berufen bringen aber meist nichts in die Ehe mit als einen Mangel an hauswirtschaftlichen Kenntnissen, stellen große Ansprüche an Putz und Vergnügen, an die sie gewöhnt sind und wofür sie ihren Verdienst ausgegeben haben, wodurch solche Ehen bis zur Unerträglichkeit zerrissen werden. Das Familienunglück heutzutage resultiert in den meisten Fällen daraus. Denn die Ungebundenheit, das leichtfertige Leben, das alle tieferen Ziele verschmähl, birgt für den Bestand des häuslichen Glücks von rornherein die größten Gefahren in sich. Wir entnehmen diesen Artikel dem „Reichsboten“ und setzen aus Eigenem noch folgendes hinzu: Auf dem Lande erhält in hiesiger Gegend ein Dienstmädchen je nach Leistung 150 bis 250 Mark an dar, an Weihnachts- und sonstigen Geschenken 15 bis 45 Mark. Im Uebrigen dürften die von St. P Hartmann angeführten Sitze auch hier gelten. Ein uns bezeichnetes Dienstmädchen hat sich in 3 Jahren 360 Mark gespart. In der Soester Gegend werden auf einem uns genannten Hose an jedes Mädchen von 17 bis 18 Jahren als Vollmagd 240 bis 270 Mark an bar gezahlt, hinzukommen noch 16 Schritt im Quadrat vom Hofe gepflanzte Kartoffeln, ein End Klee und von jeder Saat 2 Morgen Nachharksel. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 4. August. Die Einbringung des Gesetzentwurfs über die Witwen= und Waisenverorgung der Arbeiter wird, in der Reichstagstagung 1908 09 erfolgen. Dies ist der letzte Termin, da das Gesetz am 1. Januar 1910 in Kraft treten muß. Gleichzeitig darf man auch die Vorlage erwarten, die Vereinfachungen und Abänderungen der Unfall, Kranken=, Alters= und Invalidengesetze bezwecken. Der russischienglische Vertragist, wie das„B..“ meldet, bereits unterzeichnet und gestern der deutschen Regierung notifiziert worden. In der letzten Sitzung des Staatsministeriums soll insbesondere auch über polnische Fragen verhandelt worden sein. Die„M. P.“schreibt, die Heeresverwaltung ist sich noch nicht darüber schlüssig, ob— nach dem Wunsche des Reichstages— die Löhnung für Unteroffiziere und Mannschaften schon im nächsten Etat erhöht werden soll oder nicht. Bei einer Aufbesserung von 10 Pfg. pro Mann und Tag betragen die Mehrkosten etwa 28 Millionen Mark(20 Millionen für die Mannschaften, 8 Millionen für die Unteroffiziere). Ihre Majestät die Königin Wilhelmina und Se. Königl. Hohelt Prinz Heinrich der Niederlande treffen heute abend auf ihrer Besitzung Dobbin in Mecklenburg ein. Der König von Siam ist heute vormittag an Bord der englischen Jacht„Albion“ in Kiel eingetroffen. Die Ankunft des Königs von England auf Schloß Wilhelmshöhe zum Besuche des Kaiserpaares erfolgt am 14. d. Mts., vormittags.05 Uhr. Der Kaiser wird in Begleitung der Prinzen und des gesamten Gefolges den König auf dem Bahnhofe erwarten und in seinem Automobil nach dem Schloß geleiten. Die Herbstmanöver der Flotte werden sich in diesem Jahre, soweit bis jetzt als zuverlässig anzusehende Meldungen vorliegen, in der Hauptsache vor der Jade und dem angrenzenden Gebiete der Nordsee abspielen. Die Elbmündung scheint, wie im verflossenen Jahre, auch in diesem Jahre nicht mit in das Manövergebiet einbezogen werden zu sollen. Stuttgart, 3. August. Gestern machten beide Kammern einen Ausflug rach Wildpark. Beim Mittagsmahl überbrachte Ministerpräsident v. Weizsäcker den Dank des Königs für die Einmütigkeit, mit der die Stände durch Annahme der Beamtenaufbesserung für das Wohl der Beamtenschaft eingetreten seien. Frankfurt a.., 4. Aug. Die sozialdemokratische„Volksstimme“ will erfahren haben, daß Fürst Bülow bei Beginn der neuen Landtagssession die Abänderung des preußischen Wahlrechtes verkünden werde. Die Grundzüge dieses neuen Wahlsystems seien allgemeines, direktes und geheimes Wahlrecht, allerdings mit Pluralstimme für Besitz und Bildung und ständiger Vertretung der Landwirtschaft durch Delegierte der Landwirtschaftskammern. Dieses neue Wahlgesetz soll von den 1908 zu wählenden preußischen Landtag genehmigt werden und sei zwischen Friedrich Naumann und dem Fürsten Bülow als Entschädigung des Freifinns für seine Blocktreue verabredet worden. Der Artikel erregt großes Aufsehen, obwohl man seine Einzelheiten teils für Kombination, teils für Mistifikation hält. Aus dem Auslande. Wien, 3. Aug. Die hiefigen maßgebenden Kreise begrüßen die Entrevue vor Swinemünde mit ungeteilter Sympathie. Man verweist darauf, daß die österreichische Diplomatie siets bestrebt gewesen ist, ihrerseits zur Herbeiführung intimer deutschrussischer Beziehungen beizutragen. Wien, 3. Aug. Ueber den Zweck des morgigen Besuches des Fürsten Ferdinand von Bulgarten beim Kaiser in Ischl hüllt man sich hier in Schweigen. Gmunden, 3. Aug. König Eduard von England wird am 16. August, wenn er von Ischl nach Marienbad reist, am hiefigen Bahnhofe eine Zusammenkunft mit dem Herzog von Cumberland haben. Paris, 3. Aug. Aus Toulon wird berichtet, daß heute vier Kriegsschiffe, „Jules Ferry",„Desaix",„Victor Hugo“ und„Dard“ in See gehen sollen. Man vermutet, daß sie den Befehl erhalten haben, nach Tanger zu gehen. Auch der neue groß: Kreuzer„Gucydon“ des Nordgeschwaders wird nach den marokkanischen Gewässern entsandt werden. Turin, 4. Aug. Der Präfekt ordnete die sofortige Schließung der hiesigen Salesianer Filiale an. Bei der Erstürmung des Salesianer=Erziehungsinstituts in Sampierdarena verteidigten sich die Salesianer mit Gewehren und Revolvern. In Spezia weigerten sich 40 Marinesoldaten, gegen die Bevölkerung vorzugehen. Paris, 4. Aug. Wie„Petit Parisien“ meldet, wird der französische Admiral Philibert den Oberbefehl über das nach Marokko zu entsendende französischspanische Geschwader übernehmen. Die französischen Truppen wird General Druide befehligen, der schon früher Beweise dafür abgelegt hat, daß er mit der arabischen Bevölkerung umzugehen versteht. Morgen werden alle Mächte von den gefaßten Beschlüssen bezüglich der in Marokko zu ergreifenden Maßnahmen in Kenntnis gesetzt sein. Madrid, 4. Aug. Eine offizielle Information bestätigt, daß die Kabylen um Casablanca den spanischen Friedhof schändeten. Die gesamte Kriegsflotte wird in Cadix bereit gehalten. Madrid, 3. August. Die Madrider Presse bekämpft lebhaft die Entendung spanischer Truppen nach Casablanca, in der sie eine Demonstration erblickt, die die ernstesten Folgen nach sich ziehen könne. Algier, 3. Aug. Zwei Batterien der Garnison von Algier sowie eine Schwadron berittener Jäger und ein Schützenbattaillon der Garnison von Blidah stehen bereit, um sich nach Oran und von dort nach Marokko einzuschiffen. Tanger, 3. Aug. Der Maghzen hat sich damit begnügt, nach Casablanca zwei Agenten ohne Vollmacht mit einigen hundert Francs für die Truppen zu senden. Diese Maßregel wird wie ein Hohn aufgefaßt.— Nachrichten aus Tetuan melden, daß die Bergstämme nachts die Mahalla den Ben Bagdadi, die gegen Raisuli vorgeht, angegriffen haben. Bagdadi soll das Bein zerschmettert sein; mehrere Kadis und zahlreiche Soldaten sind getötet. Verstärkungen sind hingeschickt. Chicago, 3. August. Der Richter des Bundesgerichtshofes legte der Standard Oil Company eine Geldstrafe von 29240000 Dollars auf wegen der Annahme von Rabatt auf Oelverschiffungen. Kirche, Schule und Mission. (Vomnationalen Kampf in Oesterreich) kommt folgende Nachricht: Den Deutschen Gemeinden Mödritz=Schöllschitz bei Brünn suchte der tschechische Kaplan Stranesky eine tschechische Volksschule mit Hilfe der Behörden aufzuzwingen. Es kam zu deutschen Abwehrversammlungen, bei denen tschechische Gendarmen sehr gewaltätig vorgingen; drei junge Deutsche wurden verhaftet und nach Brünn geführt. Aufgrund dieser Vorgänge bildete sich unter den Deutschen ein Ausschuß zur Gründung einer altkalh. Kirchengemeinde. Daraufhin wurde der Kaplan Stranesly von Mödritz versetzt; auch die Staatsbehörde stellte die Untersuchung gegen die Deutschen ein, ließ die Verhafteten frei und versetzte die tschechischen Gendarmen. Am 21. Juli fand in Brünn der erste altkatholische Gottesdienst in einem städtischen Saale statt; nach ihm schlossen sich 42 Personen der altkathol. Gemeinde an. Weitere Beitritte für den zweiten Gottesdienst, am 4. August, stehen in Aussicht. (Würzburg.) In letzter Zeit haben sich wie in Stuttgart, Reichenhall u. a. Orten auch hier die Altkatholiken zu einer Filialgemeinde gesammelt. Die evangelische Kirchenbehörde hat den Kapitelsaal der Stephanskirche für altkatholische Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Mit den regelmäßigen Gottesdiensten soll im September begonnen werden. Parteibewezung. (Die sächsischen Konservativen und die Wahlreform.) Um den in verschiedenen sächsischen Blättern verbreiteten Behauptungen entgegenzutreten, daß es sich bei dem vielversprochenen Beschluß der konservativen Fraktion der Zweiten sächsischen Kammer zur Wahlreform nur um die Kundgebung eines Teiles der konservativen Abgeordneten handele und diesem Beschluß keine Bedeutung beizumessen sei, stellen die „Dresdner Nachrichten“ folgendes fest: In der Sitzung, in der jene Erklärung einmütig beschlossen wurde, waren von den 52 konservativen Abgeordneten der Zweiten Kammer 41 persönlich anwesend. Zwei hatten schriftlich von vornherein ihre Zustimmung zu einer Erklärung in dieser Richtung ausgesprochen und 8 haben nachträglich, teils mündlich, teils schriftlich, ihr Einverständnis mit dem Beschlusse der 41 Fraktionsgenossen zu erkennen gegeben. Es handelt sich demnach nur um ein Mitglied der Fraktion, das einen abweichenden Standpunkt einnimmt. Damit dürfte die ernsthafte Erörterung dieser Frage als abgeschlossen betrachtel werden können. Kolonialpost. (Regenverhältnisse in Südwestafrika.) Die Regenverhältnisse in der Kolonie haben sich überaus günstig gestaltet; nicht nur aus dem mittleren und nördlichen Teil, sondern auch aus dem Süden treffen Berichte über sehr reichlichen, für die Jahreszeit ungewöhnlichen Regen ein. Noch am 18. Juni hat der Fischfluß am Baiweg stark geflossen, so daß die Wagen ihn nur mit Schwierigkeiten passieren konnten. Diese späten Regen haben dem Weidefeld überall noch außerordentlich genutzt; infolgedessen befindet sich das Vieh in bestem Zustande. (Einfuhr von Zuchtvieh nach Südwestafrika.) Mit dem Dampfer„Clara Menzell“ sind am 15. Juni für die DeutschSüdwestafrikanische Schäferei=Gesellschaft 50 Schafböcke(Rambouillets) in Swakopmund eingetroffen. Die Böcke, die in bester Verfassung ankamen, sind aus der Stammzucht von Gebrüder Thilo in Neubrandenburg geliefert und können wohl als das beste Zuchtmaterial angesehen werden, das jemal Die Erbin. Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von Adele Achard. 221 Nachdruck verboten.] Ein mattes Lächeln umspielte soeben die Lippen der jungen Patrizierin und ihre Blicke schienen sich unverwandt auf einen besonderen Punkt in der Reihe der Nobelgarde zu richten. Nell, die dieser Richtung folgte, entdeckte bald unter dem goldglänzenden Helm einen der Edelleute, ein aristokratisches Antlitz, dessen leuchtend schwarzes Augenpaar sich wunderbar anziehend von der Wachs blässe des Gesichts abhob. Sein Blick begegnete dem der Patrizierin und er grüßte. Dann ließ er seinerseits die Augen über die Tribänen hinschweifen, als suche er dort etwas. Ein ungeheurer Jubel riß in diesem Moment beide Mädchen aus ihrer weltlichen Neugier heraus. Der Papst betrat soeben die Basilika und aus jeder Bruß erscholl der begeisierte Zuzuf„Eviva il Papa re!“ Wie Meiresbrausen schwoll die Bewegung an, das alle Herzen mit unwiderstehlicher Gewalt auf ihren Wogen hinwegtrug. Tränen ent strömten vieler Augen und auf den Lippen, Tpeict müde wurden den Zuruf zu wiederholen, zitterte gleichsam die Seele, während alle Stirnen sich bei dem Herannahen des heiligen Vaters und des Pontifex beugten. Darauf begann die Pontifikalmesse, begleitet von dem Klang der silberhellen Posaunen. Plötzlich richtete Nell wiederum den Blick nach ihrer schönen Nachbarin hinüber. Diese saß regungslos da, den Kopf etwas hintenüber geneigt, sodaß er sich scharf von der roten Draperie abhob. Sie schien in einer anderen Welt zu schweben. Die mächtige, innere Bewegung war auf ihren Zügen ausgeprägt. So schön war sie, daß Nell über ihrer Bewunderung, den um sie her entfalteten Pomp vergaß. Der Magnetismus dieses auf sie gerichteten Blickes riß die junge Frau endlich aus ihrer Verzückung. Sie schrak zusammen und wie aus einem Traume auffahrend, schaute sie um sich. Wiederum suchte ihr Auge das des Edelmannes, doch umsonst— er hatte die Blicke anderwärts hingewendet, und die Patrizierin suchte nun ihrerseits auf den Tribünen den Punkt zu entdecken, der die seinen zu fesseln schien. Diejenigen des jungen Mannes waren unterdes auf den beiden jungen Baroninnen von Verneuil haften geblieben. Die Augen der Römerin begegneten plötzlich denen Nells, in welchen sie Bewunderung und Teilnahme zu lesen glaubte. Nell dachte in diesem Augenblick, daß nur diese dunklen, sanften, von innerer Klarheit erstrahlenden Augen, die sich wie zwei Sammetblumen auf elfenbeinernem Grunde öffneten, in dies Gesicht gehörten. Instinktiv sah Nell zu dem Offizier hinab, dessen heißer, fragender Blick fest auf sie und ihre Kufine gerichtet war... Die Zeremonie war beendet, und der Jubel, der die Erlauchten beim Eintritt begrüßt, geleitete sie wiederum bei dem Austritt. Von der Sedia herab spendete der Pontifer den Segen über die lautlos Knienden, dann verhallte allmählich das Getöse und die Menge zerstreute sich.... Die Unbekannte war verschwunden. Besonders zahlreich waren an diesem Abend die Gäste in der Villa Medici, als die Baronin von ihren Nichten gefolgt eintrat. Einige fünfzig Personen standen und saßen in kleinen Gruppen beieinander und besprachen die Zeremonie vom Morgen. Sofort nach ihrem Eintritt sah sich Frau von Verneuil mit ihren Nichten von einem Kreise sympathischer Menschen umgeben, in deren Gesellschaft sie sich bald äußerst wohl zu fühlen begannen. bahn nach Windhuk verladen und von dort langsam nach Orab getrieben. Herr Weber, der Farmleiter der Schäferei=Gesellschaft, der persönlich die Empfangnahme der Tiere sowie die Ueberwachung des Transports übernommen hatte und zu diesem Zwecke nach Swakopmund gekommen war, ist in etwa sechs Wochen in Orab mit den Tieren anselangt. Aus dem Umsturzlager. (Die Ausbeutung der sozialdemokratischen Arbeiter) durch die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften in Höhe von etwa 70 Mark jährlich gibt der„Vorw.“ ohne weiteres zu. Nach diesem bereitwilligen Zugeständnis zu urteilen, wird es wahrscheinlich noch viel mehr sein, was die„Genossen“ an die Partei= und Gewerkschaftskasse abzuliefern habev. Und wo kommt dieses Geld hin, das sich die Arbeiter vom Munde absparen? Nuch Rußland an die Ritter von Dolch und Bombe und für andere ähnliche schöne Zwecke! Lokales und 5. Augusl. *(Stadt verordneten= Wahlen.) Den in die Wählerliste eingetragenen Bürgern wird durch Postkarte vom Oberstadtsekretär mitgeteilt werden, in welcher Abteilungsliste (I. II. III.) und bei der III. Abteilung, in welcher Abstimmungsbezirksliste(.—IV. sie eingetragen sind. Diejenigen Bürger, die eine solche Postkarte nicht erhalten, müssen die im Rathaus vom 15.—30. August ausliegende Zählerliste einsehen. X(Ziegenausstellung.) Die Ausstellungsleitung kann mit Befriedigung auf den Verlauf der I. Ausstellung zurücksehen, war es doch mehr als erfreulich, welch großes Interesse den Bestrebungen des Vereins entgegengebracht wird. 328 Tiere wurden zur Schau gestellt, wahre Prachtexemplare darunter. Eröffnet wurde die Ausstellung vom Herrn Geheimrat Landrat von Ditfurth mit einem auf die Bedeutung der Zucht hinweisenden Rede. Erschienen waren ferner verschiedene der Herren Amtmänner des Kreises. Die Preisrichter hatten kein leichtes Amt und werden wir die Siegesliste folgen lassen. Die geräumigen Zelte konnten die Zuschauermenge nicht fassen und es war oft ein lebensgefährliches Gedränge. Der Verlauf der I. Ausstellung ader wird jedenfalls für die Leitung derselben ein Ansporn sein, recht bald eine II. folgen zu lassen. z-(Standesamtsnachrichten) des Standesamts Gadderbaum in der Zeit vom 1 bis 31. Juli. 1. Geburten. a) Söhne: Dreher Hermann Brinker, Eggeweg 44. Buchhändler Johannes Koopmann, Bethelweg 11. Fabrikarbeiter Karl Trüggelmann, Eggewig 22. b) Töchter: Knecht Heinrich Fräckem, Eggeweg 10. Ziegelmeister Friedrich Drüner, Saronweg 30. Diakon Heinrich Preckwinckel, Grenzweg 4. Ziegler August Riesenberg, Eggeweg 47. 2. Aufgebote: Valldorf aus Gadderbaum, Burstedt aus Gohfeld. Hill und Heß, beide aus Berlin. Klei vus Gadderbaum, Horsthemke aus Bielefeld. 3. Eheschließungen: Oberlehrer Dr. Karl Richter aus Frankfurt a. M. und Cäcilie Höffler aus Schönberg. Maschinist Julius Bartling, Gadderbaum und Dienstmagd Anna Fick, Bielefeld. Schuhmacher Heinrich Brunke, Bielefeld und Näherin Johanne Stelbrink, Gadderbaum. Büreaubeamter August Bütow, Bochum und Anna Lingenberg, Gadderbaum. 4. Sterbefälle: Diakonissin Selma Grothaus, 23 J. aus Gadderbaum. Dienstmagd Wilhelmine Schonhofer, 48 J. aus Gadderbaum. Pflegling Chailotte Brocks geb. Liesegang, 54 J. aus Gadderbaum. Pflegling Antonie Kuhlmann, 37 J. aus Gadderbaum. Auguste SchuUnter den Gliedern beider Gesandtschaften befanden sich Landsleute und andere auf der Durchreise in Rom weilende Franzosen. Außerdem bot die Villa mit ihrem neutralen Boden einen Sammelplatz für die schwarze und weiße Welt, sowie für alles was Anspruch auf Geburt, Talent, Rang und Reichtum erheben durfte. Nell und Nellies Erscheinen hatte eine vorübergehende Sensation hervorgerufen, denn beide waren für die junge Männer= und Künstlerwelt reizende Gestalten. Die Pensionäre der Villa, von Natur etwas verschüchtert, die sich der Einladung ihres Direktors nicht entziehen konrten, standen gewöhnlich mürrisch und mißlaunig an den Wänden des Salons entlang, von wo ihre dunkle Kette sich wie eine schwarze Schlange ausnahm, in die je nach den gegenseitigen Empfindungen hin und wieder wellenförmig etwas Leben zu kommen schien. Nell bickte erstaunt danach hin. Sie begriff nicht, weshalb diese jungen Leute hartnäckig ihre Plätze an der Mauer beibehielten. Sie ahnte nicht, welche Bewegung ihr und Nellies Eintritt in die Schlange gebracht, und daß die Kreise von Rom einander bereits zugeflüstert, daß dieser Abend wenigstens keine unnütz verbrachte Zeit bedeute.(Forts. folgt.) #ann, 4 M. aus 10 J. aus Gadde 1 J. aus Heepen. 30 J. aus Brackn geb. Schulze, 72 S Müller, 20 J. aus Sieper.50 J. aus Wieslauer 82 J. Lehmann 2 J. aus Schmidt, 19 J. aus Behrend, 16 J. Vormfelde geb. Bo Rintner Friedrich Welticke, 39 J. au Diekmann geb. Gri Kolon Friedrich M Pastor Karl Vorsa Diakonissin Emilie Pflegling Eva Gür Pflegling Friedrich baum. Johanne B Aus# Herford, 5. Jahnstein). Feier des Seda des Jahngedenkste des Kriegerverein und Militärverei zur deutschen Tu vereine versammt ordnung fand e 31. August finde die Stadt eine denkmal statt, wi hierselbst die Ged dieser Feier sow die am 1. Septe liche Vereine teil. am Jahngedeulste Windel. Der Pos gesangchor leiten ein und ein gen diese. Anschließe Konzert statt, wät Turnvereine turn Herford, 5. 2 lehn). Der We willigte in seiner dem Kreise Herfor Blotho ein weiter Hersord, 5. größere Stern der Wunder des sich bei nur einige in diesem Jahre zwischen dem 7. tretende größere seider in ganz bes da wegen des gl Glanz der auffla dunklen Nachthim entfaltung keinerl Mondlicht erfähr schnuppenschwarm dem Kalenderheili zeichnet sich stets haftigkeit als meh zelnen Meteore a Herford, 5. Die Spinnerin Lu ununterbrochen Spinnereien(F. Stönfeld) gearbeit ein Anerkennungs dem Arbeitgeber Geldgeschenkes üb Bünde, 3. A Herr Polizeiserge 1. August mit der Ruhestand versetzt Bünde, 3. gymnasium.) Realprogymnasiun wünschte Aendert Es ist der Antrag Wochen in den lassen und für de stellen. Dadurch notwendigen Vorb siedelung in den Aus den Kreise Minden, 3. Dem Stabsveterin Regiment 58 wi eines Pserdes da des Knies vollstä Parademarsch flü Kanonier desselben einer Kanone. 2 den Kopf, so daß verletzung erlitt. Minden, 3. A. Kutscherstreik gestrigen Sitzung, meister Dr. Koer übernommen hatte, geber und Arbeitn Grund eines gem: tarifs erzielt. 2# wieder aufgenomm Minden, 2. A Fahrtiesen) der letzten Tagen auf hrt worden ist. Am Böcke mit der Staatsrladen und von dort ieben. Herr Weber, serei=Gesellschaft, der ihme der Tiere sowie Transports überdiesem Zwecke nach war, ist in etwa mit den Tieren annsturzlager. ng der sozialbeiter) durch die lei und die Gewerkwa 70 Mark jährlich weiteres zu. Nach jeständnis zu urteilen, noch viel mehr sein, iu die Partei= und iesern habev. Und hin, das sich die sparen? Nach RußDolch und Bombe schöne Zwick: rovinzielles. efeld, 5. August. ten= Wahlen.) ngetragenen Bürgern im Oberstadtsekretär lcher Abteilungsliste III. Abteilung, in rksliste(.—IV. sie enigen Bürger, die bt erhalten, müssen .—30. August aushen. lung.) Die Aust Befriedigung auf stellung zurücksehen, reulich, welch großes ngen des Vereins 328 Tiere wurden re Prachtexemplare ede die Ausstellung andrat von Ditfurth deutung der Zucht hienen waren ferner Amtmänner des ichter hatten kein wir die Siegesliste iwigen Zelte konnten fassen und es war s Gedränge. Der Allung ader wird ung derselben ein eine II. folgen zu nachrichten) des n der Zeit vom 1 bis a) Söhne: Dreher g 44. Buchhändler weg 11. Fabrikarbeiter ig 22. b) Töchter: Eggeweg 10. Ziegelsaronweg 30. Diakon enzweg 4. Ziegler 47. 2. Aufgebote: Burstedt aus Gohfeld. elin. Klei vus GadderZielefeld. 3. Eheer Dr. Karl Richter Cäcilie Höffler aus us Bartling, GadderInna Fick, Bielefeld. Bielefeld und Näherin haum. Büreaubeamter id Anna Lingenberg, efälle: Diakonissin Gadderbaum. Dienstr. 48 J. aus GadderBrocks geb. Liesegang, flegling Antonie Kuhlsaum. Auguste Schuider Gesandtschaften und andere auf der zeilende Franzosen. mit ihrem neutralen t für die schwarze für alles was Ant, Rang und Reichscheinen hatte eine hervorgerufen, denn unge Männer= und stalten. Villa, von Natur sich der Einladung entziehen konrten, isch und mißlaunig ilons entlang, von wie eine schwarze e je nach den gegenund wieder wellenkommen schien. nach hin. Sie bejungen Leute hartMauer beibehielten. Bewegung ihr und hlange gebracht, und einander bereits zuind wenigstens keine eute.(Forts. folgt.) ann, 4 M. aus Bielefeld. Pflegling Luise Fricke, J. aus Gadderbaum. Walter Schwabedissen, 1 J. aus Heepen. Schmied Hermann Möbius, 30 J. aus Brackwede. Witwe Charlotte Wiehe geb. Schulze, 72 J. aus Hilbeck. Pflegl. Friedrich Müller, 20 J. aus Gadderbaum. Pflegl. Hermann Sieper 50 J. aus Gadderbaum. Pflogling Anna Wieslauer 82 J. aus Gadderbaum. Auguste Lehmann 2 J. aus Gelsenkirchen. Pflegling Friedr. Schmidt, 19 J. aus Gadderbaum. Pflegling Fritz Behrend, 16 J. aus Gadderbaum. Johanne Vormfelde geb. Bollweg, 57 J. aus Gadderbaum. Rintner Friedrich Holft. Pflegling Johanneste Welticke, 39 J. aus Gadderbaum. Witwe Auguste Diekmann geb. Grieswelle, 66 Jahre aus Bielefeld. Kolon Friedrich Mohrmann, 71 J. aus Gadderb. Pastor Karl Vorschulze, 48 J. aus Brockhagen. Diakonissin Emilie Eickhoff, 54 J. aus Gadderbaum, Pflegling Eva Günther, 44 J. aus Gadderbaum. Pflegling Friedrich Nockemann, 25 J. aus Gadderbaum. Johanne Bartling, 59 J. aus Gadderbaum. Aus den Kreise Herford, 5. Aug.(Sedaufeler und Jahnstein). Zur Beschlußfassung über die Feier des Sedanfestes und die Einweihung des Jahngedenksteins hatten sich auf Einladung des Kriegervereins sämtliche Herforder Kriegerund Militärvereine, sämtliche Vorstände der zur deutschen Turnerschaft gehörenden Turnvereine versammelt. Die vorgeschlagene Festordnung fand einstimmige Annahme. Am 31. August findet nach einem Durchzug durch die Stadt eine Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal statt, wobei Herr„Pfarrer Niemann hierselbst die Gedächtnisrede halten wird. An dieser Feier sowohl als an der Hauptfeier, die am 1. September erfolgt, nehmen sämtliche Vereine teil. Die Einweihungsrede hält am Jahngedenkstein Herr Direktor Prof. Dr. Windel. Der Posaunenchor und der Seminargesangchor leiten die Feier durch Vorträge ein und ein gemeinsamer Gesang beschließt diese. Anschließend findet im Schützenhofe Konzert statt, während im Saale die einzelnen Turnvereine turnerische Leistungen vorführen. Herford, 5. Aug.(Kleinbahn=Darlehn). Der Westf. Provinzial Ausschuß bewilligte in seiner Sitzung vom 27. v. M. dem Kreise Herford für die Kleinbahn HerfordBlotho ein weiteres Darlehn von 22000 Mk. Herford, 5. Aug.(Der nächste größere Sternschnuppenfall. Freunden der Wunder des gestirnten Himmels dürste sich bei nur einigermaßen günstiger Witterung in diesem Jahre der regelmäßig in der Woche zwischen dem 7. und dem 13. August auftretende größere Sternschnuppenfall der Perseider in ganz besonderer Schönheit darbieten, da wegen des gleichzeitigen Neumondes der Glanz der aufflammenden Meteore am völlig dunklen Nachthimmel in seiner Intensitätsentfaltung keinerlei Einschränkung durch das Mondlicht erfährt. Der August=Sternschnuppenschwarm oder Laurentiusstrom, nach dem Kalenderheiligen des 10. August genannt, zeichnet sich stets weniger durch die Massenhaftigkeit als mehr durch die Pracht der einzelnen Meteore aus. Hersord, 5. Aug.(Auszeichnung). Die Spinnerin Luise Barnholz, die 54 Jahre ununterbrochen in den Schönfeldschen Spinnereien(F. L. Schönfeld und Engelb. St önfeld) gearbeitet hat, erhielt vom Magistrat ein Anerkennungsschreiben, welches ihr von dem Arbeitgeber unter Hinzufügung eines Geldgeschenkes überreicht wurde. Bünde, 3. Aug.(Pensionierung). Herr Polizeisergeant Nickel ist mit dem 1. August mit der gesetzlichen Pension in den Ruhestand versetzt worden. Bünde, 3. August.(Realprogymnasium.) Die Ferien des hiesigen Realprogymnasiums werden eine recht erwünschte Aenderung noch wohl erfahren. Es ist der Antrag gestellt, dieselbe nur vier Wochen in den Hauptferien stattfinden zu lassen und für den Herbst 14 Tage einzustellen. Dadurch wäre Zeit gewonnen, die votwendigen Vorbereitungen für die Uebersiedelung in den Neubau auszuführen. Aus den Kreisen Minden und Lübbece. Minden, 3. Aug.(Unglücksfälle.) Dem Stabsveteriv är Michaelis beim Artillerie Regiment 58 wurde durch den Husschlag eines Pserdes das rechte Bein unterhalb des Knies vollständig zerschmettert. Beim Parademarsch stürzte heute morgen ein Kanonier desselben Regiments von der Protze einer Kanone. Das Rad ging ihm über den Kopf, so daß er eine schwere Schädelverletzung erlitt. Minden, 3. Aug.(Der Taxameter= Kutscherstreik) ist beendet. In der gestrigen Sitzung, in der bekanntlich Bürgermeister Dr. Koernicke die Vermittlerrolle übernommen hatte, wurde zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer en Einigung auf Grund eines gemeinsam vereinbarten Lohntarifs erzielt. Der Betrieb wird heute wieder aufgenommen. Minden, 2. Aug.(Die geringsten Fahrtiefen) der Weser hielten sich in den letzten Tagen auf der Stricke von Hann. Münden bis zur Dreyer Brücke zwischen 95—120—150—170 Cim. Holtrup, 2. Aug.(Ein bedauernswerter Unglücksfall) trug sich hier zu. Die Ehefrau Christine Kohlmeier war damit beschäftigt, Kirschen zu pflücken, als plötzlich ein Ast brach und die Frau herabstürzte und hierbei Verlitzungen am Kopfe und der Brust erhielt, außerdem war ein Bein gebrochen. Die Abgestürzte blieb bewußtlos liegen und wurde von den herbeigeeilten Nichbarn ins Haus getragen. Die Verletzte liegt hoffnungslos danieder und wird an ihrem Aufkommen gezweifelt. Neesen, 2. Aug.(Verschwunden) ist seit dem 30. v. M. der Glasmacher Heinr. Görding hierselbst. Derselbe hat am betr. Tage nachmittags aus seinem Hausverkauf 900 Mark empfangen und ist seitdem verschwunden. Aus den Kreise Hale. 5. Aug.(Kann ein Handwerker für den Kostenvoranschlag Bezahlung verlangen?) Diese Frage hat das Reichsgericht in einer neuerdings gefällten Entscheidung bejaht. Es wird also für die Zukunft demjenigen, der eine Bauarbeit oder Lieferung zu vergeben hat, von einer großen Anzahl von Meistern Kostenvoranschläge, Skizzen und Zeichnungen einfordert, um auf diesem Wege ein billiges Angebot zu bekommen, diese Manipulation nicht mehr so billig zu stehen kommen, wenn nunmehr die Meister sich für die Mühe und Zeit bei der Aufstellung von Kostenvoranschlägen, was nicht mehr als Recht und billig ist, entsprechend bezahlen lassen. Werther, 2. Aug.(Steuererhebung.) Die Steuern, Viehabgaben und Landwictschaftskammer=Beiträge werden hier am Dienstag, den 6. d. Mts. von den Steuerpflichtigen der Gemeinden Isingdorf und Arrode erhoben. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 3. Aug.(Diebstahl.) Es wird munter weiter gestohlen. In vergangener Nacht wurde in die Werkstatt des Schuhmachermeisters Fritz Schwarze an der Kölerstraße, eingebrochen. Die Diebe sind von dem Barkeyschen Garten aus gekommen und durch ein Oberlichtfenster in die Werkstatt eingedrungen. Anscheinend sind sie mit einem Fahrrade angekommen, welches sie an die Gartenmauer angelehnt haben müssen bevor sie über die Mauer stiegen. Es fin ihnen drei Paar neue und zwei Paar ge tragene Schuhe, zwei Paar Schäfte und ei größeres Stück Kernleder in die Hände ge fallen, die im ganzen einen Wert von 70 bis 80 Mark ausmachen. In dem Nachbar garten hatten sie die Leisten aus einen Paar Schuhe gezogen und weggeworfen auch scheint dort das gestohlene Leder zerteilt worden zu sein, da ein altes Messer und einige Lederabschnitte am Orte zurück. gelassen waren. Den Dieben ist man bisher noch nicht auf der Spur, hoffentlich gelingt es aber doch bald, sie abzufangen. Gütersloh, 3. Aug.(Ernennung.) Herr Amtsrichter Ostendorf wurde zum Amtsgerichtsrat ernannt. Paderborn, 3. August.(Ein Zu sammenstoß) ereignete sich gestern abend kurz nach Einlaufen des D Zuges BerlinKöln auf dem hiefigen Hauptbahnhofe. Als die beiden Maschinen des D Zages des Maschinenwechsels halber wegfuhren, kamen sie zwei leeren von einer sog. Teckelmaschine gezogenen Personenwagen, die an den Zug nach Altenbeken gehängt werden sollte, in die Flanke, beide Wagen erlitten starke Beschädigungen, die Teckel=Lokomotive wurde ebenfalls unbrauchbar, die=Zug=Maschinen kamen mit geringem Materialschaden davon. Personen sind nicht verletzt worden. Dem Eisenbahnunfalle von gestern abend ist heute nachmittag ein zweiter gefolgt, glücklicherweise ebenfalls ohne daß Menschen zu Schaden kamen. Von dem heute nachmittag 1 13 Uhr von Lippspringe hier fälligen Personenzuge entgleiste kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Paderborn= Nord nahe der Ueberfahrt über den Rothebach die Maschine und der ihr folgende Personenwagen 1. und 2. Klasse, die Maschine kam rechts vom Gleise(nach Paderborn zu) am Bahndamm zu liegen, der Wagen links; Personal und Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Die Strecke ist bis zur vollendeten Aufräumung vollkommen unfahrbar, da auf der Lippspringer Seite sich keine Maschine befindet und das Gleise gesperrt ist. Da voraussichtlich erst spät abends die Aufräumung vollendet sein wird, dürfte vor morgen früh kein Zugverkehr mit Lippspringe möglich sein. Ans den Rez.=Bez. Rünser und Arusberg. Münster, 2 Aug.(Der 23. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag) des Reichsverbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften findet vom 8. bis 10. August in Münster statt. Tecklenburg, 3. August.(Für den Besuch des Kaiserpaares) sind vom Oberhofmarschallamt die endgültigen Entscheidungen getroffen worden. Das Kaiserpaar trifft am 31. d. M. vormittags mit dem Zuge gegen 10½ Uhr in Lengerich ein und begibt sich von dort im Autowobil nach hier, wo ein einstündiger Aufenthalt vorgesehen ist. Auf dem Festplatz wird ein von Säulen flankiertes Kaiserzelt errichtet. Altena, 31. Juli.(Eine Kuh,) welche zum Schlachthof trausportiert werden sollte, wurde auf dem Wege dorthin plötzlich wild. Auf ihrer Flucht nach Einsal zu riß sie einen Kinderwagen um, wobei ein 1 jähriger Knabe schwer verletzt wurde. Alsdann überrannte sie einen 3 jährigen Knaben, der jedoch nur leichte Verletzungen davontrug. Ferner wurde eine 60 jährige Frau überrannt, welche schwer verletzt liegen blieb. In Einsal angekommen, rannte das Untier über die geschlossene Barriere in den Wald, wo es durch einen wohlgezielten Schuß eines Försters niedergestreckt wurde. Hohensyburg, 1. Aug.(Die Arbeiten am Hohensyburg=Denkmal) schreiten rüstig voran. Bekanntlich müssen an der Reiterfigur des alten Kaisers drei neue Pferd=füße angebracht werden. Erneuert werden müssen die beiden Hinterund der auf dem Podest ruhende Vorderfuß. Dortmund, 2. August Ein Wettturnen) von Schülern höherer Lehr anstalten Westsalens findet am 12. und 13. Oktober d. I am Fredenbaum statt. Bewährt sich die Veranstaltung, so sollen diese Turnspiele, laut„Rh. W. Zig.“, jedes Jihr wiederholt werden und zwar unter Beteiligung von 3 pCt. der Gesomtschülerzahl der höheren Lehranstalten Westfalens. Aus dem Kreise Beckum, 2. Aug. Auf einer Geschäftsreise kam mir dieser Tag ein Katalog von der Wadersloher Tierschau zu Gesicht. Für viele Leser Ihrer Zeitung, die den Katolog nicht gesehen haben, dürfte eine Blütenlese aus dem Schauverzeichnis der Schweine nicht ohne Interesse sein. Wir stoßen da sofort auf einen„Schwerenöter";„Schmul“ und„Attila“ mit.einem„Hofmarschall“ erscheinen unter derselben Nummer.„Laot susen!" räipen se, un braochen us den„Siegfried". Dann kümp (sein uppgekratzt!) de„Mikado“— daoch süh es! dao kümp je aut„De Schoolmester met„Bumbum“ und„Caviar". Hoheitsvoll naht sich der„Sultan“ mit der feschen„Wanda“, verfolgt vom„Seeräuber". Die„Brumhilde"(weshalb nicht Brunhilde? Der Setzer.) fliegt mit einem„Wippup“ einem andern „Schwerenöter“ in die Arme.„De Hofmester stät sik’ne„Zigarette“ an. Sie muß sehr wohlriechend sein, denn sie locktssofort die„Nachtigall“ herbei, welche zu ihrem Gefolge eine„Waldsee" mit„Heideröschen“ und zwei„Schulte Schmaoltappels" zählt. Die„Schmaoltappels“ essen zwei „Vielliebchen". Dieses komische Bild läßt den „Kladderadatsch nicht länger schlafen, er erscheint mit Sr. Mojestät dem schwarzen„Peter“, der sich in Begleitung der zweifelhaften Damen„Fatinitza“, „Luitgarda" und Fatinitza II“ befindet. Hinterher schleicht drohend der Geist der„Draga". Sie stoßen auf„Siegfried“ und ziehen sich topfer mit dim„Nestküken", begleitet von dem musikalischen „Hofmarschall“, und der„Goldammer“ in't„Hahnejück, zurück. Jetzt erscheint auch„Schmüserken“ mit dem„Hofmarschall“ aus„Angelmüttken“ im „Hahnejück“. Sie verstärken sich durch„Attila“ und„Garibaldi“, und ohne Furcht erscheint jetzt „Siegfried" nochmals zum Kampfe.— Dann wird uns noch eine üppize„Ballerina" vorgestellt, die wir beim„Handicap“ treffen. Bei diesem Renven erschien auch der„Hofmarschall“ wieder, die ichte „Brunhilde",„Zigaretten“ rauchend, und, an ihrem Arm, der„Sultan".—— Ein herrliches Abschiedslied sang uns die„Nachtigall“.(W..) Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 2. August.(Eine heitere Szene) spielte sich der„Lipp. Tgsztg.“ zufolge vor kurzem auf dem Jahrmarkte ab. Ein„fliegender Wursthändler“ hatte sich von einer Wurstfabrik unter Nachnahme des Betrages von 75 Mk. 500 Paar Würstchen zum Verkauf schicken lassen. Nachdem er den Betrag eingelöst hatte, wollte er die Ware auspacken. Wie erstaunte der gute Mann aber, als er in der Kiste anstatt Würstchen— Steine vorfand, und dazu die verblüffende Aufklärung, daß der kluge Kaufmann die Steine statt Würstchen eingepackt habe, weil der Händler den Betrag von 75 Mark von einer vorigen Sendung noch schuldete. Vermüschtes Eschwege, 2. Aug. Das Reiten um den Kaiserpreis, zu dem sich 30 Offiziere des Husaren=Regiments Nr. 14, des Dragoner=Regiments Nr. 5 und der 2. Jäger zu Pferde gemeldet haben, nahm heute vormittag um 11 Uhr seinen Anfang. Das Ziel ist die Infanteriekaserne in Göttingen. Göttingen, 3. Aug. Im Ritt um den Kaiserpreis traf gestern als Erster Leutnant Frhr. v. Riedesel um 1 Uhr 53 Min. hier ein. Kassel, 8. August. Das Oberkriegsgericht hob das Urteil der 22. Division auf, wodurch 13 Soldaten des 14. Husarenregiments wegen Meuterei zu je 5 Monaten Gefängnis verurteilt wurden, und verurteilte die Angeklagten wegen einfachen Ungehorsams gegen Befehle im Dienste zu 6 Wochen Mittelarrest. Dresden, 3. August. Das Kriegsgericht verusteilte den Unteroffizier Schmidt vom Leibgrenadier=Regiment wegen Mißhandlung und Beleidigurg in 148 Fällen zu neunmonatigem Gesängnis und Degradation. Homburg(Pfalz), 3 Aug. In der Königsgrube in Mittelbexdach wurden durch Schlagwetterexplosion 18 Bergleute gelötet und 11 betäubt und leicht verletzt aus der Grube herausgeholt. Pittsburg, 2. Aug. 25.000 Kohlengrubenarbeiter der Hartkohlenwerke legten die Arbeit nieder. Ihre Hauptforderung geht auf Bewilligung des Achtstundentages Man glaubt, daß die Bewegung sich weiter ausbreitet. (Vergeblich.)„Ach, das ist der Herr Oberförster? Bitte, stellen Sie mich doch ihm vor, ich möchte ihm eine Jagdgeschichte erzählen.“—„O, das ist nicht der Mühe wert,— der lügt selbst.“ (Boshaft.)„Neulich, auf der Jagd, hab' ich einen guten Freund getroffen.“— „So? Was haben Sie ihm Schmerzensgeld zahlen müssen?“ (Sonntagsjägers Betrachtung.) „Is das da in der Ferne ein Hirsch oder eine Kuh? Schießen möcht' ich nicht, denn wenn es ein Hirsch ist, treff' ich nicht, wenn aber eine Kuh, treff' ich sicher.“ Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 5. Aug. bis zum Abend des 6. Aug. 1807. Morgen vielfach heiter nur strichweise Gewitter, schwache Lustbewegung, warrn. Uebersicht der Witterung Bielefeld, 5. August 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Wwr., dier Niedrigster Therraometerstand i. d. Nacht+ 15 1° S Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 21 66 Barometer 75,2 cm. Wind: Süd=West. Himmel: teilweise bedickt. Neueste Swinemünde, 5. August. Gestern vormittag 11 Uhr fand an Bord der„Hohenzollern“ Gottesdienst statt, an dem auch Kaiser Nikolaus teilnahm. Der Kaiser hielt die Predigt. Um 12 Uhr verließen die Monarchen die Jacht unter dem Donner der Geschütze aller Kriegsschiffe, um dem Wettrudern von Kriegsschiffbooten beizuwohnen. Heute morgen beginnen die Uebungen der Flotte und im Arschluß wird ein vollständiges Gefecht mit einem Durchbruch der Tapedoboote dem Ziren vorgeführt. Um 2 Uhr wird die Flotte wieder vor Spinemünde vor Anker gehen. Adends findet eine große Illumination der Schlachtflotte und Feuerwerk statt. Kaiser N kolaus wird, wenn nicht ein Ausflug an Lund improvisiert wird, gemäß dim Programm auf der Reede von Swinemünde verbleiben. — Der Zufluß von Fremden hatte gestern seinen Höhepunkt erreicht. Zu dem Diner, das gestern abend an Bord der „Deutschland“ stattsand, holte der Kaiser den Zaren ab. Der Zar schenkte der Offiziersmesse der„Deutschland“ nach dem Essen eine große silberne Bowle mit einer russischen Heldenfigur un) einen wertvollen Löffel. Als Regattapreise verteilte der Zar zahlreiche Goldstücke und Silberrubel.— Als der Zar am Sonnabend den Besuch Kaiser Wilhelms erwiderte, ereignete es sich, daß ein.ivatmotorboot innerhald der D markationslinie geraten war, sodaß es sofort zurückge wiesen werden mußte. Der Vorfall wurde auch an Bord der„Hohenzollern“ bemerkt urd soll für einen Augenblick unliebsames Aufsehen erregt haben. Die für gestera geplant gewesen: Illumination unterblieb Biel: Offiziere und Mannschaften hatten Land urlaub, die Torpedodootmannschaften beschränkten Urlaub. De Flotte wird voraussichtlich bis Ende nächster Woche hier verweilen und manöverieren. Paris, 5. Aug. Eine furchtbare Eisenbahnkatastrophe ereignete sich gestern vormittag ¾12 Uhr auf der Bahnstrecke Angers Potiers und zwar sechs Kilometer von Angers. Der 11 Uhr 29 Min. von Angers abgegangene Zug ist am Eingang der über den Loirestrom führenden Brücke abgestürzt. Der Zug zerbrach die Brustwehr der Brücke. Lokomotive, Tender und der darauf folgende, mit Personen vollgepfropfte Waggon 3. Klasse stürzte in den Fluß. Nach vorläufiger Schätzung dürfte der Waggon 50 Passagiere enthalten haben, von denen nicht ein einziger gerettet werden konnte. Bisher wurden 13 furchtbar verstümmelte Leichen geborgen. Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt. 2 Kompagnien des 6. Genieregiments unter einem Brigadegeneral sind zur Stelle. Viele Säuglinge schreien oft Tage und Nächte, weil sie an Blähungen leiden, welche durch die in groben Klumpen gerinnende Kuhmilch im Darme der Kinder verursacht werden. Gibt man als Nahrung einen Zusatz von „Kufeke“=Kindermehl zur Milch, so wird deren Gerinnung feinflockiger, die Gährungen hören auf. die Kinder bekommen wieder ihren ruhigen Schlaf und gedeihen. Bekanntmachung. Die nach§§ 19 und 20 der Städteordnung für die Provinz Westfalen vom 19. März 1856, dem Ortsstatut C. Karstadt C vom 2. Juni 1886, dem Gesetze vom 13. Juni 1900 betreffend die Bildung der Wählerabteilungen bei den Gemeindewahlen und dem hierzu erlassenen Ortsstatut vom 10. 19. Juni 1900 10. Juli aufgestellte Liste der stimmfähigen Bürger Herford, Bahnhofstr. 2, Ecke Kreishausstr. empfiehlt sich zur Behandlung Arrc für den Stadtbezirk Bielefeld liegt vom 15. bis 28. und am 30. August im Rathause, Zimmer Nr. 46, am 29. August, im Rathaus, Zimmer Nr. 1, während der Geschäftsstunden zur Einsicht offen. Am 29. August Eingang nur von der Viktoriastraße aus. Etwaige Einwendungen gegen die Richtigkeit der Liste sind während dieser Zeit bei uns anzubringen. Bielefeld, den 2. August 1907. Den in die Liste eingetragenen Bürgern wird vom Oberstadtsekretär durch Postkarte mitgeteilt, in welcher Abteilungsliste(1. II. III.) und bei der III. Abteilung, in welcher Abstimmungsbezirksliste(.—IX.) sie eingetragen find. und Hautkrankheiten. Sprechtage: Freitags von 9 bis 3 Uhr. Sonnabends von 9 bis 8 Uhr. Sonntags von 9 bis 11 Uhr. omme auf Bestellung auch auswärts. Bekanntmachung. Die Lieserung von Simmerarbeiten für Festdekorationen soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für.— Mk. zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot auf Lieferung von Zimmerarbeiten für Festdekorationen versehen, bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 8. August 1907, vormittags 9½ Uhr einzureichen. Bielefeld, den 2. August 1907. Das Stadtbauamt. Looconen Bis 20. August 3 verreistl: Dr. Fromm. Bielefeld. 8 1907 er schte Ital. Zuchthühner halbgewachsene 3 Mon. alt 4 M..30 b. .40, halbgewachsene grössere ca. 4 Monat alt 4 Mk..40—.60 Bei 20 Stük franko Zusendung. Riesengänse, Prachttiere 4 Mk..25—.50 Garantie für lebende Aukurft. Bezirkstierärztliche Untersuchung vor Abgang. Rassegeflügel Preisliste gratis. etc. Preististe gratis. Geflügelhof zum Strauss, Buchen i. Baden. Junges evangl. 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