nhausen Streck Antritt ein Wege, er mündlich an die seeverwaltung. Unlacher 36. Bürsten d Industrie. vate. ler, Klopter, ne. 135s z. Couverts schmackvoll Eieh eld 185s utsverwaltung. 2 m Versand preiswerte Marke: einer Domthal 12 FI. Mk. 16.— sutschen Eisenbahnnahme oder Voreinages. In Fass von zogen per Liter t ab Nierstein zu Empfängers. gen zum Verkauf . forderstr. 7. sons=Artitel bobenplalten Irbeiten setts stehtroge wecke. tation Sylsaat vorzügmit voller eise günstigen n, bequemen atzgebiet der ten günstiges 1 Bielefeld. der Geschfosele. allen Postanstalten 20., bei täglicher Zustellung in Bielefeld .40., durch Brief31. Jahrgang zeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 48. Fernsprecher Nr. 16. Laiender. 2. August: Passauer Vertrag, 1552.— I E Montgolfier, Erfinder des Lustballons, gest. 1799.— Graf v. Schack, Dichter und Literarhistoriker, geb. 1815.— Gencrol Frossard greift mit 27000 Mann Saarbrücken en, 1870.— Belfort von den Deutschen geräumt, 1873. Verschworer und ihre Freunde. Der kürzlich in Berlin verhandelte Prozeß gegen Karfugkelstein und Geoessen hat den Beweis erbracht, daß die russischen Verschwörer bemüht sind, in einer ganzen Anzahl von Ortschaften in Deutschland Genossenschaften mit Gleichgesianten zusammenzubringen, die mit den terroristisch= anat chistischen Vereinigungen in Rußsand in Verbindung stehen, da ihnen der Boden in Rußland für die Vorbereitung ihrer fluchwürdigen Verbrechen zu heiß geworden ist. Die Angeklagten konnten nicht leugnen, daß sie nicht nur mit Worten die Herstellung von Sprengstoffen und Bomben gelehrt, sondern auch praktisch darin unterrichtet haben. Es war daher eine berechtigte Rücksichtnahme gegen einen befreundeten Staat, daß Preußen hier eingeiff und die Vorbereitung von derartigen in Rußland später auszuführenden Verbrechen verhindert hat, und es war ferner ein Gebot des Selbsischutzes. Denn die Erfahrung hat gezeigt, daß sich die wahnwitzigen Menschen durchaus nicht darauf beschrärken, in ihrem eigenen VBaterlande, das sie mit drohendem Hasse verfolgen, mit Rivolver, Bomben, Gift und Dolch zu wüten, sondern daß sie auch die Länder, in denen ihnen Gastfreundschaft gewährt wird, nicht verschonen. Hat doch in der Schweiz eine Bande dieser Gewaltmenschen sogar versucht, durch einen Bombenanschlag einen verhafteten Genessen zu befreien! Welch ein Nest von Verschwörern der Prozeß gegen Karfunkelstein und Genossen ausgedeckt hat, ergibt am besten die vor Gericht festgestellte Tatsache, daß in dieser Vereinigung nur solche Personen Platz und Stimme haben durften, die sich durch eine mindestens zwei jährige Gesängnisstrafe als einwandsfreie Stützen und Vertreter des Anarchismus ausweisen konnten. Bei uns in Deutschlard glaubt man viel fach, daß die wahnwitzigen Pläne jener schwörer nur wenig Erfolg haben könnten, weil die Sozialdemokratie diese Leute stets von ihren Rockschößen abschüttelte. Wie die Sozialdemokratie, oder doch wenigstens ein großer Teil ihrer Anhänger, sich jedoch tatsächlich zu diesen Gewaltmenschen stellte, haben wiederholt Aeußerungen von Genessen wie Parvus und Rosa Luxemburg bewiesen, die die russische Revolution als ein Vorbild für die deutsche Sozialdemokratie hinstellen und dafür eingetreten sind, bei uns mit ähnlichen Mitteln zu wirken. Auch der „Vorwäts“, das Harptblatt der Sozialdemokratie, stimmt mit dieser Haltung durchaus überein, was sich schon am besten daraus ergibt, daß ja bekanntlich Rosa Luxemburg selum Redaktionsstabe angehört. Allerdings hat der„Vorwärts“ nicht den Mut, sich in einer Besprechung des Prozesses gegen Karfunkelstein und Genossen offen zu ihnen zu bekenneu, wohl aber stellt er die alberne Behauptung auf, daß Karfunkelstein ein politischer Narr und von Lockspitzeln gemiß braucht worden sei, weil man eine Handhabe haben wollte, um diese Leute aus Deutschland abzuschieben. Als dafür führt der„Vorwärts“ an, daß Karsunkelstein in der ararchistischen Zeitschrift„Der freie Arb iter“ selbst die Satzungen der Vereinigung der O ffentlichkeit preisgegeben habe. Daß in diesen Satzungen der belastendste Teil der Aufgaben der Vereinigung, nämlich der Transport von Waffen und Explosionsstoffen, nicht ausgeschrieben, sondern nur punktiert Bielefeld Freitag, 2. August 1907. „„„****** wiedergegeben ist, glaubt der„Vorwärts“ dahin deuten zu müssen, daß hier bestellte Arbeit vorlag; während für jeden Unbefangenen doch gerade dieser Umstand dafüe spricht, daß die Herren Verschwörer etwas zu verbergen hatten.## S Wie traurig muß es mit der durch das Lesen sozialdemokratischer Blätter planmäßig zerstörten Urteilskraft der Genossen stehen, wenn ihr führendes Blatt auf einen so durch sichtigen Beweis hin einen entrüsteten Artikel über das von Lockspitzeln niedergehetzte anarchistische Edelwild schreiben kann. Der Prozeß selbst hat auch nicht den geringsten Anhalt dafür geboten, daß irgend welche fremden Leute die Hände im Spiele gehabt haben. Wenn die Sozialdemokratie das behauptet, so tut sie es nur, um Sympathien für die ihnen innerlich nahe verwandten russischen Anarchisten und Terroristen zu erregen, die ja von ihren eigenen führenden Geistern der deutschen Sozialdemokratie oft genug als Vorbilder hingestellt worden sind. Sie bekundet damit nur, daß sie sich im Herzen eins weiß mit diesen russischen Verschwörern und deren blutigen Verbrechen, die sie bedauert auf deutscher Ecde nicht nachmachen zu können. Die Desorganisation des französischen Heeres. Großes Aufsehen hat in Frankreich und über seine Grepzen hinaus der Rücktritt des Generalissimus Hagron und die Begründung seines Abschiedsgesuchs hervorgerusen. Der„Golos Moskwy“, das nach dem Urteil des Professors Th. Schiemann im Augenblick wohl einsichtigste und bestredigierte russische Residenzblatt schreibt darüber:„Wenn noch Beweise für die arge Dekorganisation der französischen Armee rötig wären, so müßte die Demission Hagrons als eine der schlüssigsten betrachtet werden. Die Mitteilung der Regierung sagt, daß der Vizepräsident des Oberkriegsrats General Hagron(als Präsident gilt der Präsident der Republik) um Entlassung von seiner Stellung gebeten hat, mit der im Kriegsfall das Oberkommando aller französischen Armeen verbunden ist. Als Motiv seines Entschlusses(die Mitteilung der Regierung schweigt darüber) gibt Hagron an, daßes ihm unmöglich ist, die Verantwortung für die Folgen des Gesetzes auf sich nehmen, durch welches das Parlament die zweijährige Dienstpflicht und die vorzeitige Entlassung der Jahrgänge 1903 und 1904 votiert hat. Nun bestreiten freilich die Regierungsblätter die Argumentation Hagrons und teilen seine Befürchtungen keineswegs. Alle anderen Zeitungen aber stimmen dem verabschiedeten Generalissimus zu und bedauern, doß ein so feuriger Patriot und ein so hervorragender Kenrer des Krieges ausscheidet. Sie erklären das unglückliche Votum des Parlaments ausschließlich durch Rücksichten, welche die Abgeord: neten auf ihre Wähler nehmen. Sie seien aber zu jedem derkbaren Zugeständnis bereit, wenn sie dadurch erreichen, daß sie ihren Wählern bei den nächsten Wahlen personse gratissimae kleiben.“ Der„Golos Moskny“ erinnert dabei an eine Rede des Generals Langlois, des jetzigen Senators, der in Anlaß der Dehatte über die Entlassung der Reservisten von dem Eindruck sprach, den japanische Offiziere im Lager von Chalons gewonnen hätten. Es sei vortrifflich manöv iert worden und die jungen französischen Offiziere glaubten, daß alles den Japanern gewaltig imponiert habe. Die aber hälten gesagt, das sei allerdings alles sehr schön, nach ihren Erfahrungen im letzten Kriege komme es aber vorzüglich auf zwei Dinge an: auf den Geist der Truppe(Disziplin und Patriotismus) und darauf, daß die Führer Männer von Charakter sind!. General Langlois fuhr dann fort:„Geist der Truppe? Davon will ich lieber gar nicht reden... Disziplin und Patriotismus!! Ihr habt ji noch in frischer Erinnerung, wie unsinnig und unaufhörlich in der Kammer wie im Senat dagegen Sturm gelaufen wurde. Darüber noch zu reden, ist überflüssig. Es ist zum Weinen!" Was aber den Charakter der Kommandierenden betrifft, so hat ein skandalöses Günstlingswesen beim Avarcement und bei Verteilung der Stellungen die Armee geradezu vergiftet.“ Th. Schiemann bemerkt dazu in der Wochenumschau der„Kreuz=Zeitung“ über die auswärtige Politik folgendes: So zu reden kann sich naturgemäß nur ein französischer Patriot erlauben, dem man die Uebertreibungen nachsieht, weil sie aus dem Willen zu besserv, nicht schlecht zu machen, entspringen. Hagron ist durch einen so tüchtigen Mann wie den Geueral Lacroix ersetzt worden, zu dem Regierung und Armee in gleichem Vertrauen aufschauen, und die Entlassung der Reservisten von 1903 und 1904 wäre eine bedenkliche Maßregel rur, wenn Frankreich in den nächsten Monaten einen Krieg an seinen Grenzen zu erwarten hätte. Daran aber glaubt heute niemand mehr, nicht einmal die Alarmisten von 1905 und ihre Freunde jenseits des Kanals. Wir konstatieren viel mehr mit Genugtuung, daß der Gedanke, deß Deutschland und Frankreich sehr wohl in Frieden nebeneinander leben können, immer mehr Boden und Glauben gewinnt und daß die Hrager Konferenz den bündigen Beweis erbracht hat, daß beide Staaten auch in wichtigen Fragen internatiovaler Politik sehr wohl Hand in Hand gehen können. Herr Bourgeois und der Freiherr v Marschall sind unzweifelhaft die führenden Köpf= auf der Konferenz, und bisher haben sie noch fast immer ihr Votum so abgeben können, daß sie sich gegenseitig unterstützen. ihren Leibern gegenseitig schützten, das Blut über die Kleider. Wie wahnwitzig brüllten die Mordbuben; auf die niederstürzenden Verwundeten gossen sie Anilin und andere ekelhafte Flüssigkeiten. Die 18 Deutschen hielten sich für verloren. Enblich wurde der Bahnhof erreicht. In der Wartehalle verteidigten sich die Deutschen und die Gerdarmen mit dem Mute der Verzweiflung; doch durften die Gendarmen nicht schießen. Infolgedessen erstürmten die Demorstranten ben Bahnhof und versuchten, die Deutschen von dem eben einfahrenden Zuge abzuschneiden. Endlich erreichten die 18 Deutschen, auf die ein ununterbrochener Hagel von Projektileu niedersauste, doch den Zug und stiegen ein. Zu Tode erschöpft, bleich und verstört, mit enstellten und blutüberströmten Gesichtern kamen die 18 Deutschen in Bozen an. Ihre Wunden sind voll Anilin und Schmutz, weshalb Blutvergiftargen befürchtet werden. So werden deutsche Touristen im verwelschten Landesteile behandelt! Eine vollgültige Genugtuung und Garantie gegen die Wiederkehr derartiger Blutalltäten seitens der Regierung des befreundeten Nachbarstaates darf mit Sicherheit erwartet werden. Welschtirol. Die brutalen Mißhandlungen, deuen harmlose deutsche Reisende in Südtirol ausgesetzt waren, haben in ganz Deutschland berechtigte Entrüstung erweckt. Unter anderem wurden folgende Berliner bedeutend ver wundet: Professor Edgar Meyer erhielt drei tiefe Kopfwunden, Genossenschaftssekretär Alfred Rosenfeld eine Kopswunde, Herr Herzog einen Slich in dim Arm, Rudolf Schiffmann und Hans Schellek verschiedene Hiebwunden. Außerdem wurden noch Ludwig Neuner aus Meran, Erich Lemauer aus Wien und Bezirkshauptmann Spengler aus Rovereto und mehrere Gendarmen bedeutend verletzt. Professor Meyer richtete an die Innsbrucker Nachsichten“ aus Freienfelde folgende Depesche: Die Vor fälle in Persen, Calliano und Trient sind unerhört, es ist eine Schande, daß so etwas möglich nar. Es fehlle absolut an Schutz, besonders in Cilliano. Südtirol befindet sich jetzt nahezu im Belagerungszustand, nur einem Zufall ist es zuzuschreiben, daß ich noch lebe. Unser Bahnzug wurde gestümrt, die Fenster scheiben wurden zertrümmert, Revolverschüsse fielen, mehrere Teilnehmer, darunter auch ich, wurden verwundet Die Aufregung in den deutschen Kreisen Südtirols ist ungeheuer. Die Vorsälle können ungeahnte Folgen haben und werden auch den Blinden in deutschen Landen die Augen öffnen. Nahezu tausend wütende Irretendisten waren, wie noch näher bekannt wird, in Calliano zusammengeströmt, um die achtzehn Deutschen zu massakrieren; Doktoren und Honoratioren aus den italienischen Städten waren die Arrangeure dieses aller Zivilisation hohnsprechenden Skandels. Bald floß den 18 Deutschen, die sich zusammenhielten und mit In Rußland ist die tatsächliche Lage bei all' der äußerlichen Stille, die im Reiche zu herrschen scheint, doch im höchst.n Grade beunruhigend. Wenn in Petersburg und Moskau das Leben seinen gewöhnlichen Gang geht und überhaupt in den Stäoten zur Zeit von der Revolution wenig zu merken ist, so weisen doch untrügliche Anzeichen darauf hin, daß das Feuer weiter srißt und daß es plötzlich wieder aufflackern kann. Zunächst haben die Tertoristen nicht entweffaet. Die letzten Wochen haben zur Entdeckung einer Reihe von Verschwörungen geführt, die, von verschiedenen Mittespunkten ausgehend, sich gezen die Person und die nächsten Angehörigen des Kaisers richteten. Man hat Pläne des Kaiserlichen Schlosses bei den glücklicherweise verhafteten Verbrechern gefunden, die keinen Zweifel darüber lassen, wo und wie die Anschläge ausgeführt werden sollten. Studenten, Offiziere, Beamte, Frauen natürlich sind an den Mordanschlägen beteiligt. Einige find entflohen, meisten ergriffen. Aber wer bürgt dafür, daß nicht andere Anschläge unentdeckt geblieben sind? Der Blutwahnsinn, schreibt Th. Schiemannn, hat wie in den Jahren 1878—81 Gewissen und Gefühl dieser Sektierer allem Menschlichen entfremdet. Sie leben nur ihrem Wahn und halten es für eine Ehre, als Henker die Befehle der Mordzentrale auszuführen, die, wie es scheint, all diese Anschläge leitet. Ganz besonders niederträchtig erscheint es uns, daß überall die Frauen, zum Teil halbe Kinder, an die gefährlichsten Posten gestellt werden. Das ist in der Geschichte aller Völker beispiellos. Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 1. August. Heute früh 8 20 Uhr ist die„Hohenzollern“ mit dem Kaiser unter dem Salut der Forts in den Hafen von Swinemünde eingelaufen. Heute nachmittag sind hier eingetroffen: der Kommandant des kaiserlichen Hauptquartiers, Generaladjutant General der Infanterie v. Plessen, der Reichskanzler Fürst Bülow, der Staatssekretär des Reicht marineamts v. Tirpitz, sowie der Chef des Admiralstabes der Marine Büchsel. Sämtliche Herren nahmen auf der„Hohenzollern“ Wohnung. Ein zahlreiches Publikum, das sich am Bollwerk versammelt hat, bringt dem Kaiser, so oft er sich an Dick zeigt, begeisterte Ovationen dar. Die Gäste des Kaisers an der Nordlandreise verlassen heute nachmittag die„Hohenzollern“.— Der Zar reiste an Borb der Jacht„Standart“ heute vormittag von Kronstadt ab. Ueber einen Besuch, den der Kaiser kürzlich auf seiner Norblandfahrt der Ex kaiserin Eugenie abstattele, wissen Wiener Blätter gerüchtweise zu verzeichnen, daß die Kaiserin Eugenie bei ihrer vorjährigen Zusammenkunft in Ischl mit Kaiser Franz Josef den Monarchen um seine Vermittlung für eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm ersucht habe. Der Reichskanzler hat durch ein an den preußischen Minister des Innern gerichtetes Schreiben allen Polizeiorganen des Reiches mitteilen lassen, daß er grundsätzlich es ablehne, Strafanträge wegen Beleidigung seiner Person zu stellen. Er wünsche zwar Vorlage und Anzeige derartiger Fälle, verzichte aber von vornherein auf deren Verfolgung. Ein neues Infanterie=ExerzierReglement für die Marine(ausschließlich Marine.fanterie) ist durch kaiserlich: Order vom 22. Juni genehmigt worden. Eine Kaiserlich: Kabinettsorder stellt in Anerkennung des hohen Werters, den eine abgeschlossene Schulbildung für den Seeoffiziersberuf hat, den als Abiturienten eintretenden Seekadetten eine spätere Vorpatentierung als Seeoffizier in Aussicht. Die besonderen Anforderungen des Seeoffiziersberufes lassen es notwendig erscheinen, die Vorpatentierung auch von guten prakiischen Leistungen während der Dienstzeit als Leutnant zur See abhängig zu machen und sie ferner so zu legen, daß die„Ausbildungszeiten für den jungen Offizier nicht gekürzt werden. Es soll deshalb den günstig beurteilten, als Abiturienten eingetretenen Leutnannt zur See bei der Beförderung zum Oberleutnant zur See durch Vorpatentierung ein Vorteil gewährt werden. Aus den Einzelbestimmungen ist hervorzuheben, daß die neu geregelte Vorpatentierung zuerst für den Seekadetter=Jahrgang 1909 in Kraft tritt. Ueber die Genehmigung neuer Handelshochschulen ist das Handelsministerium, wie gemeldet wird, sich dahin schlüssig geworden, daß der weiteren Vermehrung dieser Art von Hochschulen zunächst Einhalt getan werden soll, da es nicht wünschenswert sei, die bisher erzielten erfreulichen Erfolge durch eine über das Bedürfnis hinausgehende Vermehrung zu gefährden. Davach wird die im vorigen Jahre ins Leben getretene Handelshochschule Berlin für absehbare Zeit die litzte sein, welche die ministerielle Genehmigung erhalten hat. Das Verfahren gegen Dr. Karl Liebknecht wegen Hochverrats war bereits im Mai d. J. in das Stadium der förmlichen Voruntersuchung getreten. Wie die „Leipz. Volksztg.“ erfährt, ist jetzt die Anklageschrift fertiggestellt, sie ist vom Oberreichsanwalt Olshausen gezeichnet. Das Verfahren wurde wegen der antimilitaristischen Agitation Liebknechts eingeleitet. In Bromberg sind in den letzten vier Wochen zehn deutsche Grundstücke im Weite von 600000 Mark in polnische Hände übergegangen. Hamburg, 1. Aug. Heute nachmittag traf mit dem Dampfer der Hamburg Amerika=Linie„Borussia“ der ostasiatische Ablösungstrausport in Stärke von 50 Offizieren und etwa 950 Unteroffizieren und Mannschaften ein. Gießen, 1. Aug. Der heutige Festtag Die Romau von J. d' Anin. Berechtigte Uebersetzung von Adele Achard. 21) Nachdruck verboten.) VIII. Tags darauf befanden sich Tante und Nichten unter den Erstangekommenen vor der von Angelotti angegebenen Türe. Von der Menge gedrängt, die sich mehr und mehr ansammelte, standen sie wartend auf den Stufen der Treppe. Endlich tat sich das Gitter auf, und von dem Strome getragen, betraten sie das Innere der Basilika, in der noch Halbdunkel herrschte. Ersterbend siel das matte Tageslicht auf die bunten Marmorfliesen. In dieser unbestimmten Beleuchtung enthüllte Sankt Peter, erfüllt von geheimnisvollem Rauschen gleich der Stimme des Ozeans, seine unendlichen Tiefen. Zu dieser Morgenstunde schien das Hauptschiff von dem Atem der unzähligen Menge belebt, den Ewigkeitshauch der Jahrhunderte und ihrer Geschlechter auszuströmen. Angelotti erwartete die Damen an der angegebenen Türe im Innern der Basilika. In dem engen Anzug, mit dem Federhut und Kragen würden sie ihn kaum wieder. ###kannt haben. Er sah höchst stattlich aus anläßlich des 300jährigen Jubiläums der Landesuniversität wurde durch Festgottesdienste in der evangelischen Johanneskirche und in der katholischen Pfarrkirche eingeleitet. Zu ersterem waren der Großherzog, die Großherzogin, die Ehrengäste, die Mitglieder des Lehrkörpers sowie besonders geladene Gäste erschienen. Die Festrede hielt Professor Drews. Dem Gottesdienste folgte ein Imbiß in der alten großen Aula, an dem sich der große Festakt in der neuen Aula anschloß, welchem der Großherzog ebenfalls beiwohnte. Karlsruhe, 30. Juli.(Der Fall Schäufele) hat nunmehr seinen Abschluß gefunden. Bekanntlich hat die Eisenbahnverwaltung den in der Hauptwerkstätte in Karlsruhe beschäftigten Former Schäufele, der als Kandidat der sozialdemokratischen Fraktion in den Bürgerausschuß gewählt worden war, vor die Wahl gestellt, entweder seine Beschäftigung im Staatsdienste aufzugeben oder aus der sozialdemokratischen Partei auszutreten. Schäufele wählte das letztere, legte aber zugleich auf die Aufforderung der sozialdemokratischen Partei hin sein Amt als Stadtverordveter nieder. Da ein solcher Verzicht auf ein öffentliches Ehrenamt nach dem Gesetze nur unter triftigen Gründen zulässig ist, so hatte der Bürgerausschuß in seiner gestrigen Sitzung darüber zu entscheiden, ob Schäufele berechtigt ist, das Amt niederzulegen. Der Bürgerausschuß bejahte diese Frage einstimmig. Aus dem Auslaude. Wien, 1. August. Wie das„Fremdenblatt" vernimmt, wird König Eduard auf seiner Reise nach Marienbad am 15. d. M. in Begleitung des Unterstaatssekretärs des Auswärtigen zum Besuche des Kaisers Franz Josef in Ischl eintreffen und hier einen eintägigen Aufenthalt nehmen. Haag, 31. Juli.(F..) Erfreulicherweise bahnt sich zwischen den deutschen und englischen Vorschlag in betreff eines internationalen Oberprisengerichts eine Verständigung an so daß zu erwarten ist, daß das Oderpeisengericht tatsächlich als wichtigtes und praktisches Ergebnis aus der Konferenz hervorgeht. Die Deutschen machten die Konzession, daß das Prisengericht permanent sei und nicht erst zu Beginn des Krieges zusammentritt; die Engländer machten die wichtige Konzession, daß auch die Staatsangehörigen der kriegführenden Mächte im gewissen Sinne an den Prisenhof appellieren können, sie nahmen somit das für den Welthandel außerordentlich nützliche deutsche Prinzip an, daß sich auch Private und nicht nur Staaten an das Prisengericht wenden könner. Rom, 31. Juli. Infolge immer erneuter Enthüllungen über die Unstitlichkeit in geistlichen Konvikten nimmt die antiklerikale Bewegung zu. Gestern fand hier eine große Kundgebung von Parteien aus dem Volke gegen den Klerikalismus statt. Heute gibt die vatikanische„Corrispondenza Romana“ zu verstehen, daß der Papst mit Rücksicht auf die von der Regierung geduldete Agitation die bevorstehende Feier seines PriesterJubiläums aufschieben werde. Lodz, 1. Aug. Trotz der Bemühungen der sozialistischen Parteien ist der Generalstreik mißlungen. Heute streiken nur noch die Arbeiter in den kleinen Fabriken. Die Straßenbahnwagen verkehren unter militärischem Schutze. In verschiedenen Stadtteilen fand gestern ein Schußwechsel zwischen und trug sein etwas theatralisches Kostüm mit einer Ungezwungenheit, die ihn gänzlich umwandelte. Rasch führte er seine Klientinnen zu der Beichtkapelle unter der großen Kuppel, unter der sich die erleuchteten Gräber der Apostel befanden. Rings herum waren Tribünen errichtet worden, zwischen denen herabgelassene Schnüre den leer gelassenen Raum für geladene Gäste bezeichneten. Angelotti wies Frau von Verneuil und ihren Nichten den ersten Rang an, in dem sie Platz nahmen. Nachdem er sich genügend davon überzeugt, daß den Damen weder das Opernglas noch der Bonboubeutel fehlte, um ohne Schwächeanfall der Zermonie bis zum Ende folgen zu können, kehrte er auf seinen Posten zurück. Immer stärker begann das Tageslicht die Basilika zu überfluten. Die Tribünen füllten sich, und im Schiff staute sich die Menge. Bald mußten die 50000 Seelen, von denen Angelotti gesprochen, versammelt sein, um die Ankunft des hohen Greises zu begrüßen. Ohne jedwede Langeweile waren diese ersten zwei Wartestunden für Nell und Nellie verstrichen. Gespannt folgten sie den Vor bereitungen der Zeremonie und stuhierten dabei eifrig die bemerkenswerten oder bizarren Typen, die auf der gegenüberstehenden Militär und Arbeitern stalt, von denen 2 getötet und mehrere verwundet wurden. Sebastopol, 1. Aug. Während einer Haussuchung in einer hiefigen Wohnung explodierte mit ungeheurer Kraft eine Bombe. Ein Pollzeioffizier und zwei Polizisten wurden getötet, ein Gendarm und der Hausbesitzer verwundet. Der Wohnungsinhaber entkam. Marokko Die bereits gemeldete Ermordung von Europäern in Casablanca geschah Dienstag mittag. Bereits am Montag hatten Eingeborene erklärt, daß in einigen Tagen die Stämme der Umgegend in die Stadt eindringen und den Erbauer des Forts, einen Franzosen, umbringen wollten. Die Opfer sind durch Stock. schläge bezw. Messerstiche getötet worden. Erst abends um ½9 Uhr gelang es einigen Europäern, aus der Stadt zu entkommen. Der französische Konsul ist auf seinem Posten geblieben. Der in Tanger aus Casablarca eingetroffene französische Arzt Merlé berichtet über die Ereignisse in Casablarca folgendes: Zahlreiche Eingeborene, die unter dem Vorwande, am Markte Getreide verkaufen zu wollen, in die Stadt gekommen waken, sammelten sich mittags am Hafen, beschimpften die eingeborenen Wächter, mißhandelten sie und ermordeten einige Arbeiter. Europäer, die bewaffnet auf die Straße geeilt waren, wurden angegriffen und niedergeschlagen. Die Israeliten schlossen ihre Läden und flüchteten auf ein Schiff. Ein Sekretär des spanischen Konsulats hat ebenfalls die Stadt verlassen. Der Kapitän des Schiffes erklärte, die ganze Verantwortung für die Vorkommnisse treffe den Pascha. In der Umgegend der Stadt wurden 9 Europäer, 5 Franzosen und 4 Italiener, von den Kabylen ermordet. Aus Tanger wird vom 1. August gemeldet, daß zahlreiche Flüchtlinge aus Casablanca entkommen sind. Die Rebellen besetzten die Stadt und verjagten die Regierung. Die Tore wurden geschlossen und dadurch weiteres Entfliehen verhindert. Wie in Paris verlautet, erhielt der Kommandeur des Mittelmeergeschwaders Befehl, zwei Kreuzer zum Auslausen für Marokko bereitzustellen. Auch der in der Nähe der Azoren weilende Kreuzer„Forbin“ geht eventuell nach Marokko ab. Korea. Das Staatsdepartement in Washington hat eine Depesche von dem Generalkonsul aus Söul empfangen, in der es heißt, daß am 1. August 40 Koreaner getötet bezw. verwundet worden sind. Der Zusammenstoß wurde durch die Entwaffnung der koreanischen Armee veranlaßt. Die Japaner erlitten nur geringfügige Verluste. Kirche, Schule und Mission. Die Tagesordnung für die 20. Generalversammlung des Evangelischen Bundet), die vom 29. September bis 2. Oktober in Worms abgehalten werden soll, ist in seinen Grundzügen jetzt festgelegt worden. Den Vortrag über„Die Annäherung der Konfessionen“ hat D. Hackenberg übernommen. Ferner sprechen Frau Professor Krulkenberg=Kreuznach über„Die heilige Elisabelh in Hessen und das Jheal der deutsch=evangelischen Frau“ Kirchenrat D. Meyer=Zwickau über„Luther in Worms und auf der Wartburg und das Ideal des deutsch evangelischen Mannes“ Die zweite Volksversammlung wird zum Leitsatz haben: Unsere Resormatoren vor 100 Jahren und der beutsche Prot=stantismus der Gegenwart. In der ersten Mitgliederversammlung wird Direktor Liz. Everling einen Jahresüberblick und Jahresbericht geben und Professor Dr. Kohlrausch=Königsberg über den§ 166 des Strafgesetzbuches sprechen. In der Abgeordnetenversammlung wird das Thema„Die Mission und unsere Kolonien“ behandelt werden.„Ein Streiszug durch unsere Kolonien“ wird geführt werden von Reichstagabgeordneten Dr. Arning= Hannover. Die Evangelisch: Mission in unseren Kolonien wird Missionsdirektor ausleiter Barmen schildern. Ueber das Verhältnis von Kolonialverwaltung und Missionstätigkeit wird Reichstags abgeordneter Linz aus Barmen reden. Lokales und Provinzielles. 2. August. (Selteues Jubiläum.) Der bei der Firma Gebrüder Kobusch hier angestellte Kartenschläzer Hermann Bartling blickte heute auf seine fünszigjährige ununterbrochene Tätigkeit bei obiger Firma zurück. Durch Seine Majestät dem Kaiser wurde dem Jubilar das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen, ebenso wurde derselbe von Seiten des Arbeitgebers, sowie der Angestellten und Mitarbeiter durch Geschenke geehrt. x.(Unfall) Gestern mittag karz vor 12 Uhr wurde die Hebamme Frau Br. beim Kleinbahnhof von dem scheu gewordenen Pferde eines Gespanns durch die Deichsel niedergeworfen und darauf überfohren. Dem Vernihmen nach erlitt sie erhebliche ionerliche Verletzuigen, od Lebensgefahr vorhanden ist, läßt sich nicht feststellen. Der Kutscher des Gespanns, den offenbar keine Schuld trifft, hat, wie wir hören, in der Aufregung sofort seine Stelle verlassen. m.(Warnung.) In letzter Zeit ist wiederholt vorgekommen, daß Spaziergänger in solchen Waldungen, deren Betreten durch die Besitzer in bankenswerter Weise gestattet worden ißt, dieses Entgegenkommen dadurch mißbraucht haben, daß sie den Waldbesitzern auf verschiedene Art an ihrem Besitz Schaden zusügten. Jnsbesondere ist durch das Um herlaufenlassen mitgeführter Hunde der Wildstand solcher Waldungen gefährbet worden. Es wird deshalb nachdrücklichst davor gewarnt, innerhalb der Waldungen Hunde frei umherlaufen zu lossen. Diese müssen vielmehr, wie aus den vielen aufgestillten Warnungstafeln zu ersehen ist, im Walde — auch auf den Wegen— stets an der Leine geführt werden. Zawiderhandlungen sind strafbar; auch steht den Jagdberechtigten nach dem allgemeinen Landrecht die Befugnis zu, im Jagdrevier umherlausende Hunde zu töten. Aus dem Kreise Herford. r. Herford, 1. August.(Zur Beschlußfassung über die Feier des Sedanfestes u. d. Einweihung des Jahngedenksteins) hatten sich heute auf Einludung des Kriegervereins sämtliche Herforder Krieger und Militärvereine, sämtliche Vorstände der zur deutschen Turnerschaft gehörenden Turnvereine versammelt. Die vorgeschlagene Festordnung, fand einstimmige Annahme. Am 81. August findet nach einem Durchzug durch die Stadt eine Gedächtnisseier am Kriegerdenkmal statt, wobei Herr Pfarrer Niemann hierselbst die Gedächtnisrede halten wird. An dieser Feier sowohl als an der Hauptfeier, die am 1. September erfolgt, nehmen sämtliche Vereine teil. Die Einweihungsrede hält am Jahngedenkstein Herr Direktor Prof. Dr. Windel. Der Posaunenchor und der Siminargesangchor leiten die Feier durch Vorträge ein und ein gemeinsamer Gesang beschließt diese. Anschließend findet im Schützenhofe Konzert stott, während im Saale die einzelnen Turnvereine turnerische Leistungen vorführen. Tribüne wie ein malerisches Schauspiel vor ihnen auftauchten. Plötzlich wurde ihre Aufmerksamkeit durch die Ankunft einer jungen Frau, die in dem römischen Damenadel gegevüber Platz nahm, angezogen. Bei ihrer Ankunft hatte sich alles zurückgedrängt, um ihr freien Durchgang zu gewähren, und selbst alte Damen des höchsten Standes mit strengen, mürrischen Gesichtern bemühten sich, ihr ihre Ehrerbietung durch eine tiese Verbeugung zu bekunden. Wenngleich ihr Anzug von gesuch tester Einfachheit war, soviel stand fest, es mußte sich bei dieser Frau um eine Persönlichkeit im sozialen und intellektuellen Sinne des Wortes handeln. Voller Entzücken schauten Nell und Nellie zur ihr hinüber. Nie hatte ein schöneres Geschöpf ihren Blick gefesselt. Da sich die reizende Frau sofort auf die Knie geworfen, um in einem längerem Gebet zu verharren, konnten die Mädchen vorläufig nur den Kopf und die Büste der Dame sehen. Das vollendet regelmäßige Gesicht mit den reinen Zügen schien wie aus Marmor, dessen Blässe es angenommen, gemeißelt. In langab fallendem Scheitel umrahmte das tiefschwarze Haar, das im Genick in einen hohen Knoten zusammengesteckt war, das liebliche Antlitz. Die Mantille siel wie ein Schleier über ihre schönen Schultern herab. Sie hatte die Augen gesenkt, und Nell und Nellie warteten sehnsüchtig, daß sie dieselben erheben nöchte. Endlich schaute sie auf, doch ihr Blick wandte sich der strahlenden Krypta zu Von unten scholl jetzt der rythmische Lärm einer im Anmarsch befindlichen Truppe herauf, in der man Sporengeklirr unterschied. Es war die Nobelgarde, die ihre Posten einnahm. Wie eine Hecke umgab sie Altar und Thron des erlauchten Pontifex. Bei dem Anblick der blitzenden Uniformen machte sich eine Bewegung auf den Tribünen bemerkbar, denn jede Dame hatte in dieser auserwählten Schar einen Verwandten oder Freund, mit dem sie einen Gruß oder ein Lächeln auszutauschen hoffte. Von diesem Augenblick an kam Leben in die Reihen und die Mantillen wallten mit herausfordernder Grazie hin und her. Die Aufmerksamkeit der beiden Cousinen hatte sich von der schönen Römerin zu der Nodelgarde gewendet, unter denen die meisten vornehme Gestalten waren. Bald jedoch nahmen Nells Augen wieder die Schönheitsvision von vorhin auf. (Fortsetzung folgt.) # r. Herford, 2. ##rbeiterstatist blatt im letzten Mi nehmung von Ausku zeit in Plätt= und betrieb, zu der au Arbeitgeber und worden waren; uns aus Bielefeld vertrei r. Herford, 2. den Beitragsmi trug im Bezirk 701 066,60 Mark. „Rheinprovinz“ mit „Oldenburg“ mit 48 r. Herford, 2. schen Badeansta verabfolgt 9 Stück 58 Tageskarten., Klasse und 1640( nahmen betrugen 42 9 Hersord, und Gartenb abend, 8½ Uhr Versammlung ab, Lehrer Jürgen über„Obstverwer wird. # Herford, Herforder Ka von 1890) hält im Bürgerverein ab. Auf der T „Ausflug". C Hersord, wird teurer.) Verkäufer teilen d schreiben mit, daf ab von 16 Pig. missen. Mangel Futtermittel in an Milchvieh, b# umsomehr als in keine solche der### # Hersord, 2 wurde ein Strom straße mehrere 2 belästigte und bel 0 Löhne, d maschinen: Bo Zahl Landwirte h dem Probemähen die Witterung v Mähens so schlech Urteil nicht zu wurden„Albion“ „Walter A. Wor! hatte seine Masch irt tümlich glaubte, Preismähen. Die war ziemlich gleich wohnten auch di Borries=Herford u Ans den Kre Minden, seit kurzem ein Stellung war. mit Selbstmord der„M. Ztg.“ sich ein Leid das von Hausb Weggange Bück Minden, 2. Regiment voriger Woche Gegend von 2 das 2. Batai Lavelsloh. Na plötzlich Feuer Kolonatshaus Scheune. Dan kelt der zur Hil wurde größeres wetteres in Be reitet. Den 2 gebührt weitgel zwischen ist da getroffen. Lübbecke, Dem„.=L. s schrieben: In aller thalben sonnen; sie ver gut auszufaller Witterung wäh schadet, aber u komnt, kann allgemeinen zu Ernte macht sich auf dem Lande wichtiger sind d führung von Gelegenheit## arbeitskräften - Gestring der Jugend.) auf Montag, mn der zur Dam; Bielefeld gehört sich herumtreibe der Wagen mit beladen war, schweren Belast Der im Wagen tsche Prot=stantismus r ersten Mitgliederktor Liz. Everling Jahresbericht geben rausch=Königsberg es Strafgesetzbuches ordnetenversam mlung Mission und unsere den.„Ein Streiszug wird geführt werden en Dr. Arning= gelisch: Mission in rd Missionsdirektor Ueber das zal verwaltung und sichstag abgeordneter 2. August. um.) Der bei der sch hier angestellte Bartling blickte rige ununterbrochene ma zurück. Durch Kaiser wurde dem Ehrenzeichen ververselbe von Seiten der Angestellten und uke geehrt. en mittag karz vor sebamme Frau Br. em scheu gewordenen durch die Deichsel uf überfohren. Dem sie erhebliche ionerLebensgefahr voricht feststellen. Der den offenbar keine wir hören, in der Stelle verlassen. In letzter Zeit ist daß Spaziergänger eren Betteten durch erter Weise gestattet egenkommen dadurch ie den Waldbesitzern ihrem Besitz Schaden ist durch das Umter Hunse der Wildgefährbet worden. drücklichst davor gesaldungen Hund: frei Diese missen vielvielen aufgestellten ehen ist, im Walde egen— stets an eden. Zawiderhanduch steht den Jagdlgemeinen Landrecht Jagdrevier umherr. Herford, 2. Aug.(Der Beirat für rbeiterstatistik) hielt nach dem Reichsarbeitsblatt im letzten Monat eine Sitzung ab zur Vernehmung von Auskunftspersonen über die Arbeitszeit in Plätt= und Waschanstalten ohne Motorbetrieb, zu der aus allen Teilen des Reichs 23 Arbeitgeber und 23 Arbeitnehmer eingeladen worden waren; unser Bezirk war durch 2 Herren aus Bielefeld vertreten. r. Herford, 2. August.(Der Erlös aus den Beitragsmarken) im Monat Juni betrug im Bezirk unserer Versicherungsanstalt 701 066,60 Mark. Den höchsten Erlés erzielte „Rheinprovinz“ mit 1628640 Mk., den viedrigsten „Oldenburg“ mit 49358 Mark. r. Herford, 2. August.(In der städtischen Badeanstalt) wurden im Monat Juli verabfolgt 9 Stück Abonnementskarten 2. Klasse, 58 Tageskarten., 296 Stück., 112 Stück 3. Klasse und 1640 Stück Brausebäder. Die Einnahmen betrugen 420,60 Mark. 2 Hersord, 2. Aug.(Der Obstund Gartenbauverein) hält heute abend, 8½ Uhr, im Vereinshause eine Versammlung ab, in welcher u. a. Herr Lehrer Jürgensmann einen Vortrag über„Obstverwertung im Haushalt“ halten wird. # Herford, 2. August.(Der erste Herforder Kaufmännische Verein von 1890) hält Sonnabend abend 9 Uhr im Bürgerverein eine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. „Ausflug“. c Hersord, 2. August.(Die Milch wird teurer.) Die Milchproduzenten und Verkäufer teilen der Kundschaft durch Rundschreiben mit, daß der Preis von August ab von 16 Pfg. auf 18 Pfg. erhöht werden missen. Mangel und Preissteigerung der Futtermittel in Verbindung mit Knappheit an Milchvieh, bedingen diese Steigerung, umsomehr als in den letzten 20 Jahren keine solche der Milch stattgefunden habe. 0 Hersord, 2. Aug.(Eingeliefert wurde ein Stromer, der auf der Salzuflerstraße mehrere Damen in gröblichster Art belästigte und beleidigte. 0° Löhne, den 2. August.(Mähmaschinen=Vorführung.) Eine große Zahl Landwirte hatte sich eingefunden, um dem Probemähen beizuwohnen. Leider war die Witterung vorher und während des Mähens so schlecht, daß ein abschließendes Urteil nicht zu fällen war. Vorgeführt wurden„Albion“,„Cormick“,„Osborne“ „Walter A. Word“. Der Importeurverein hatte seine Maschinen zurückgezogen, da er irt tümlich glaubte, es handele sich um ein Preismähen. Die Leistung der Maschinen war ziemlich gleichwertig. Der Vorführung wohnten auch die Herren Landräte von Borries=Herford und v. Ditfurth=Bielefeld bei. Aus den Kreisen Minden und Lübbeke. 1. se Herford. (Zur Beschlußr des Sedanfestes Jahngedenksteins) sung des Kriegervereins r und Militärvereine, deutschen Turnerschaft versammelt. Die vordeinstimmige Annahme. einem Durchzug durch eier am Kriegerdinkmal Niemann hierselbst vird. An dieser Feier er, die am 1. Soptember Vereine teil. Die Einjedenkstein Herr Direktor Posaunenchor und der ie Feier durch Vorträge Besang beschließt diese. sützenhofe Konzert stott, einzelnen Turnvereine ihren. in Schleier über ihre b. Sie hatte die und Nellie warteten elben erheben nöchte. doch ihr Blick wandte spta zu Von unten sche Lärm einer im ruppe herauf, in der erschied. Es war die osten einnahm. Wie lltar und Thron des Bei dem Anblick der achte sich eine Beweten bemerkbar, denn dieser auserwählten i oder Freund, mit er ein Lächeln ausick an kam Leben in antillen wallten mit e hin und her. niden Cousinen hatte imerin zu der Nodelsenen die meisten vorBald jedoch nahmen die Schönheitsvision (Fortsetzung folgt.) Minden, 2. Aug.(Vermißt) wird seit kurzem ein Dienstmädchen, das hier in Stellung war. Da es sich in letzter Zeit mit Selbstwordgedanken trug, ist es nach der„M. Zig.“ nicht ausgeschlossen, daß es sich ein Leid angetan hat. Das Mädchen, das von Hausberge stammt, trug bei seinem Weggange Bückeburger Tracht. Minden, 2. Aug.(Das InfanterieRegiment Nr. 15) machte Freitag voriger Woche eine Marschübung in die Gegend von Diepenau und bezog Biwak; das 2. Bataillon an der Chaussee bei Lavelsloh. Nachts gegen ½2 Uhr erscholl plötzlich Feuerläem. Es brannte ein Kolonalshaus und bald darauf eine große Scheune. Dank der unermüdlichen Tätigkelt der zur Hilfe her beieilenden Kompagnien wurde größeres Unglück verhindert und ein wetteres in Brand geratenes Wohnhaus gereitet. Den Truppen und ihren Führern gebührt weitgehendste Anerkennung. In zwischen ist das Regiment hier wieder eingetroffen. Lübbecke, 31. Juli.(Leutenot.) Dem„.=L. Kreisbl.“ wird von hier geschrieben: In hiesiger Gegend hat nun allerthalben die Getreideernte begonnen; sie verspricht im großen und ganzen gut auszufallen. Zwar hat die naßkalte Witterung während der Blütezeit viel geschadet, aber wenn das Getreide gut einkomnt, kann man mit dem Ectrage im allgemeinen zufrieden sein. Jetzt bei der Ernte macht sich die herrschende Leutenot auf dem Lande besonders fühlbar. Um so wichtiger sind die.strebungen, durch Einführung von Maschinen dem Landmann Gelegenheit zu geben, den Mangel an Arbeitskräften möglichst zu decken. - Gestringen, 1. Aug.(Verrohung der Jugend.) In der Nacht von Sonntag auf Montag, morgens gegen 3 Uhr, wurde der zur Dampfwalze der Firma FrickeBielefeld gehörende Wohn Gerätewagen von sich herumtreibenden Buben umgestürzt. Da der Wagen mit ca. 30 Zentnern Kohlen 2c. beladen war, hat derselbe infolge seiner schweren Belastung große Defekte erlitten. Der im Wagen schlafende Heizer war kurz vorher in ein Nachbarhaus gegangen; beim Zurückkommen sah er das Umstürzen des Wazens und verfolgte mit einem Gesellen aus der nahen Schmiede die Täter, welche erkannt sein sollen. Dieselben sollen in der selben Nacht dem Wirt Helfer Fenster zertrümmert haben. Die Becrohung der Jugend nimmt zu. Was wird die kommende Zeit noch erleben! Ans den Kreise Hale. Werther, 29. Juli.(Warnung.) Augenblicklich durchziehen wieder fliegende Tuchhändler das Gelände, die ihre Schundwaren mit viel Beredsamkeit unterzubringen suchen. Die Kundschaft bekommt dann Stoffe aufgehalst, die den Nählohn nicht wert sind. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 1. August.(Das Sedanfest) wird hier in bekannter Weise am 6. August gefeiert. Batenhorst, 30. Jali.(Unfall.) Als am letzten Sonntage der Gutsbesitzer Johannes Göddete mit seiner Schwester von dem Hochamt nach Hause fuhr, scheute das Pferd, rannte an einen Chausseebaum und zerbrach das Kreuz. Das Pferd mußte sofort auf Anordnung des Kreistierarztes Hahn abgeschlechtet werden. Der Wagen war vollständig zertrümmert. Glücklicherweise blieben die Insassen des Wagens unverletzt. Aus dem Rez.=Bez. Münster und Arusberg. Dortmund, 31. Juli.(Kultusminister Dr. Holle) empfing gestern hier eine aus den Herren Seminar=Ober= lehrer Hartmann, Rüthen, Seminarlehrer Schoppe, Gütersloh und Präparandenanstaltsvorsteher Großmann, Luasphe bestehende Abordnung des Landesvereins preußischer Lehrerbildner. Der Minister nahm die ihm vorgetragenen Wünsche entgegen und versicherte am Schlusse der ¾ stündigen Unterredung, daß sie auf eine sachliche und wohlwollende Prüfung derselben rechnen bürften. Dortmund, den 31. Juli.(Ausgrabungen) Wie nunmehr feststeht, findet eine Besichtigung des Oberadener Ausgrabungsgeländes durch den Kaiser anläßlich der diesjährigen Herbstparade nicht statt. Die Arbeiten sind übrigens feit etwa 4 Wochen eingestellt, da die zur Verfügung gestellten Mittel bereits aufgebraucht sind. Es soll, uach der„Rh. W. Zig“, versucht werden, weitere Mittel flüssig zu machen, um die Arbeiten nach Beendigung der Ernte wieder aufnehmen zu können. Westerkappeln, 30. Juli.(Ueber ein köstliches Eisenbahnidyl!) berichtet das Teckleuburger Kreisblatt:„Ueber den gemütlichen Betrieb der Kleinbahnen hat man schon soviel geulkt und geschrieben. Wenn man aach der unsrigen eine ziemliche Pünktlichkeit nachrühmen muß, so ereignete sich dieser Tage ein Fall, der wirklich amüsant ist. Ein hiefiger Bürger— mit Vornamen Hein—— wollte mit dem Mittagzuge nach Osnabrück fahren. Auf dem Bahnhose angelangt, fällt ihm ein, daß er etwas vergessen habe und bittet den Zugführer, einen Augenblick zu warten. Spornstreichs eilt er nach Hause, um das Vergessene zu holen, im Galopp gehts, und, um schneller zu kommen, auf einem anderen Wege über Hecken und Zäune zum Bahnhof zurück; ungesehen springt er in den Zug und denkt: Nun kanns los gehen.— Es ging aber noch lange nicht los. Auf die Anfrage eines Reisenden wegen des langen Aufenthaltes erfolgt die Antwort: Hein ist noch nicht wieder zurück. Da erschallt aus einem Fenster des Zuges eine Stimme: „Hein sitt jo all lang in'n Tog!“ Da ging es denn endlich los. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Bückeburg, 31. Juli.(Vom Hofe.) Der Besuch des Fürstenpaares von Lippe am hiefigen Hofe wird nunmehr am 14. August erwartet. Lemgo, 31. Juli.(Die neue Aebtissin zu St. Marien.) Ihre Durchlaucht die Prinzessin Carola zur LippeBiesterfeld, die Schwester des Fürsten Leopold, hielt gesteru ihren offiziellen Einzug in unserer Stadt. Häuser und Straßen waren geschmückt. Sämrliche Schulen und Vereine der Stadt bildeten von der Mittelstraße bis zur Abtei auf der Breite straße Spalier. Zahlreiches Publikum aus der Stadt und nächster Umgebung hatte sich eingefunden, um der neuen Aebtissin den ersten Willkommensgruß zu entbieten. Uelzen, 30. Juli.(Schwerer Unfall). Gestern geriet ein Hofbesitzer aus Dallahn Lei Uelzen infolge Durchgehens des Gespannes in eine Mahmaschine. Durch die Messer wurden ihm die Beine zweimal und der Leid einmal durchgeschnitten. Xanten, 30. Juli.(Eine jugend liche Einbrecherbande), bestehend aus sechs 14—15jährigen Jungen, hatte sich vor der Strafkammer in Cleve zu verantworten. Die Burschen wurden zu Gefängvisstrafen von vierzehn Tagen bis zu einem Monat verurteilt. Die Bande war wohl organisiert und führte schon seit zwei Jahren die verwegensten Einbruchsdiebstähle aus. Es befinden sich Söhne wohlhabender Bürger darunter. Heinebach(Bez. Kassel), 30 Juli.(Ein Poltergeist). Seit einiger Zeit rumorte es in einem hiesigen Schulzimmer, ohne daß man sich erklären konnte, woher das Klopfen und Kratzen im Ofen und im Ofenrohr kam, der„Geist" blieb unsichtbar. Als nun vorgestern der Lehrer das Zimmer betrat, entdeckte er auf einer Schulbank einen Igel, der, obgleich schwach und matt, sich bald wieder erholte, als er eine Tasse Milch ge schlürft hatte. Wie das Tier, das durch den Ruß kaum mehr als Igel zu erkennen war, in den Osen gekommen ist, ist schwer zu erklären. August. Der August hieß bei den alten Römern, weil er der sechste Monat des Jahres war, ursprünglich Sextilis. Da aber der Name des fünften Monats Quintilis zu Ehren Julius Cäsars in Julius umgeändert worden war, so wollte der Kaiser Augustus der gleichen Ehre teilhaftig werden, und der Name Sixtilis wurde deshalb durch Senatsbeschluß in Augustus umgewandelt. Der Kaiser war damit aber noch vicht zufrieden. Weil der Juli 31 Tage halte, so sollte auch der August, der des Kaisers Namen führte, aber nur 30 Tage zählte, dieselbe Anzahl von Tagen besitzen. Es wurde daher der Februar, der bis dahi: 29 Tage hatte, um einen Tag gekürzt und dafür der August um einen bereichert. Im alten deutschen Kalender wird er als Erntig oder Erntemoyat bezeichnet, und in deutschen Wein gegenden heißt er auch hier und da der Weinkoch, weil er vermöge der Hitze, die gewöhnlich in ihm herrscht, am meisten zur Reife der Weintrauben beiträgt. Den alten Bauernregeln zufolge muß der Auguft trocken und sonnig sein, wenn er dem Landmann nützen soll; denn Im August viel Regen, Ist dem Bauer kein Segen, dagegen Im August viel Sonnenschein Läßt geraten Korn und Wein. Im August schwindet mehr und mehr der Schmuck der Felder unter der Sense des Schnitters, der Wald grüner Halme, der im Frühjahr das Auge erfreute, ist gebleicht und wandert jetzt, voll von Körnern, die Freude des fleißigen Lendmanns, in die Schea###en Die Stoppeln sund das zur Herbstbestellung hergerichtete Feld sind die Kennzeichen des schwindenden Sommers mit seinen kürzer werdenden Tagen und kühleren Abenden. Leise zieht die Wehmut des Abschieds von der schöneren Jahreszeit in die Merschenbrust ein, nuc ungern gewöhnt man sich an die Herbstempfindungen und sucht nach Möglichkeit noch die Gegenwart zu genießen. Aber etwas bringt der August, das wieder frischere Empfindungen weckt, er führt ja wieder die Jagd im Schilde. Rebhützner und Hasen, die bis jetzt unbemerkt zwischen den Aehren feldern wechselten, haben mit Mißfallen die Störenfriede mit den Sensen und Sicheln wahrgenommer, die ihnen die Verstecke mit kräftigem Arm niedermähten und sie in die Kartoffel= und Rübenfelder verwiesen; bald wird an Stelle der für sie ungefährlichen Männer mit der für sie ungefährlichen Weffe der Jägersmann mit dem Schießgewehr und seinem Hunde erscheinen und aufzuräumen beginnen unter den Ketten der Hühner und der Familie Lampe. Vermischtes. Berlin, 31. Juli. Auf den Breslauer Schnellzug ist gestern nachmittag ein Anschlag verübt worden. Zwischen den Stationen Erkner und Hangelsberg wurde von einem bisher noch nicht ermittelten Täter aus dem Walde heraus ein scharfer Schuß gegen den Zug abgefeuert. Die Kugil zerschmetterte die Scheiben eines Abtells 2. Klasse und streifte einen der Passagiere In dem Coupé hatten sich vier Herren und zwei Damen besunden. Einer der Herren wurde durch die um herfliegenden Glassplitter im Gesicht erheblich verletzt. Es wurde sofort die Notleine gezogen und, nachdem der Zug zum Halten gebracht wor den war, eine Streife nach dem Täter abgehalten, die jedoch vergeblich verlief. Lüdeck, 1. August. Auf dem Gute Kluß ertranken im Dorfteich vier russische Schnittes. Karlsruhe, 31. Juli. Der Verteidiger des zum Tode verurteilten Rechtsanwalts Hau, Dr. Dietz=Karlsruhe, hat in Baden=Baden ferner ermittelt, daß auf das Hilferufen Olga Molitors zuerst der in der Nähe des Tatortes wohnende Friseur Baudry herbeigeeilt und behilflich war, die Getötete zunächst in die Billa zu tragen. Er hatte auch ein kurzes Gespräch mit Olga Molitor, ehe andere Zeugen am Tatort erschienen. Baudry wurde bis jetzt nicht vernommen. Petersburg, 1. Aug. Prinz Borghese ist auf der Automobilfahrt Peking=Paris heute früh in Zarskoje Sselo eingetroffen. Kilindini, 1. Aug. Der Reichspostdampfer „Feldmarschall", mit dem Staatssekretär Deruburg an Bord, ist heute hier angekommen. An Bord ist alles wohl. Rußland In Libau wurde der Obermeister der dortigen Drahtfabrik, der Reichsdeutsche Hunger, auf der Straße hinterrücks erschossen. Auf die dem Mörder nachspürende Polizei wurde ebenfalls aus dem Hinterhalt geschossen. Polizisten erschossen einen der Angreifer und verwundeten einen zweiten.— Zwei Kassierer einer Exportgesellschaft wurden im Eisenbahnzuge zwischen Seitler und Grammatikovo(Krim) von vier Räubern 20500 Rubel geraubt. Die Räuber brachten den Zug zum Stehen und entkamen.— In Orel wurden der Polizeiinspektor und sein Gehilfe von mehreren Verbrechern erschossen. Oeffentlicher Wetterzien? Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit#m Abend des 2. Aug. bis zum Abend des 3 Aug. 1907. Morgen trocken bei wechselnder Bewölkung, mäßige südwestliche Winde, etwas wärmer. der WEt Bielefeld, 2 Auzust 1907. Mitgsteili vrr Fr. Böceimanu En Niedrigster Ther#umetr##er i. d. Nacht+ 7½% Thermomete#Fans un 19 Uhr vorn+ 12-C Baromete: 5,5 e2. Wind: West. Himmel: bedickt. Neueste Nachrichten Stettin, 2. August. Wie aus Swinemünde gemeldet wird, hörte der Kaiser gestern eine Reihe von Vorträgen, darunter den des gegenwärtig in Heringsdorf auf Urlaub befindlichen Kultusministers Holle, mit dem der Kaiser in lebhafter Unterhaltung an Bord der„Hohenzollern“ spazieren ging. Der Postverkehr mit der„Hohenzollern“ ist äußerst stark. Mit dem Postamt ist das Schiff durch drei Leitungen verbunden. Es besteht die Absicht, bei nördlichem Winde die kaiserliche Yacht„Standard" nach Swinemünde zu schleppen, wo sie den gegenwärtigen Ankerplatz der „Hohenzollern“, einnehmen soll, während diese vor Schuppen 2 festmachen soll. Zur Ueberwachung des Bollwerkes werden morgen in Swinemünde eine größere Anzahl von Schiffsschutzleuten erwartet. Ganz Swinemünde ist festlich geschmückt und auch die Schiffe haben Flaggenschmuck angelegt. Breslau 2. Aucus. Ueber das Lhnsfürstentum Sogan ist die Zwingsverw luung versüt worden, da cte herzogliche Kasse auf Btarlissung französtscher Eläubiger des gepfändet wurhe. Here des Lhusfürstentums ist der in Patte lberd Cref des Jauses Tailli##and, Herzog Boson de Tallerand=Peresord. Paris, 2. Augus Jasolze der Erig nisse in Merokto taben der Mitster des Aeußeren Pichon und der Muinemtnister Tom on ihren U lzub unterbeochen. E ist dereits gestein abreed hier ei gstaffr, litzterer wird heute erwartet. I zvischen hat die Regie ung die wctigsten Mi#egeln für den Schutz der Ecropäer in C sahlorei getirffen. London, 2. August. Aus Tanger wird gemeldet: In Cassa blanca haben die Rebellen die Regierung an sich gerissen. Die Stadt ist von tausenden sanatischen Mauren umringt. Die Europäer befinden sich in schwerer Gefahr, da die Mauren ihnen nicht gestatten, sich auf europäische Schiffe zu flüchten. Einige Europäer, die entflohen, als die Lage gefährlich wurde, sind in Tanger eingetroffen. Auch die Hafenstadt Rabat wird von den umliegenden Stämmen belagert. Petersburg, 2. Aug. Nachdem gestern vormittag der„Stan dard“ mit den Begleitschiffen die Ausreise nach Swinemünde angetreten hat, ist der Minister des Aeußern Iswolski mit mehreren Beamten abends per Bahn von Petersburg abgereist. Die Abwesenheit des Zaren wird auf 8 Tage berechnet. In hiesigen Regierungs. kreisen betrachtet man die Zusam: menkunft unter dem Gesichtspunkt der Festigung der bestehenden gut nachbarlichen Beziehungen. Einige Politiker wollen von besonderen politischen Plänen wissen. Anzeiger Zielefeld. 10. Sonma, a. Trin., 4. Auguß, Altstädter Kirche. Kollektfür die Mision unte: Jerael.— Vorm. 8 Uhr P. Trautermarn — Vorm. 10 Uhr Sin.=Bc. Dr. W ssel Beichte und Fe'er des heiligen##endmahls.— Vorm. 11¾ Uhr Ki dergottesdienst.— Nachm. 4½ Uhr Jun frauenverein Nachm. 6 Uhr Geminschaftlicher Gotesdienst P. Dr. Wess!— Dienstag, abends 9 Uhr Eibelstunde im Männ r. u. Jüsglingsvrein. Neustädter Kirche. Vorm 8 Uhr in der Volkshalle P. Kuhlo. Koll ke f. die Mission unt Jsrcel — Vormittags 10 Uhr in der Volkshalle P. Jordan. Vo mittags 10 Uhr in der 11. Bürge schule. P. Waubke.— Nachm 4 Uhr Jungfcauenvereine.— Abends 6 Uhr: GemeinsamGott sdienst in der Alst. Kirche. Montag, abends 8½ Uhr Bibelstur de in der Volkshalle P. Kuhlo. — Mittwoch, nachmittags 3 Uhr Neustädter Frauenverein. Abends 9 Uhr Bibelbesprechstunde im Cheistl. Verein junger Männer. — Freitag, 8½ Uhr Bibelstur de im Blaukreuzverein im alten Letherstift. Saulus=Kirche. K UIkte f d. Mission un'. Israel. Vorm. 8 Uhr P. Dr. Wessel orm. 10 Uhr P. Heckländer. — Nachm. 2 Uhr Ki der gottesdienst Ausfl).— Nachm. 3 Uhr Jugendobteilung d. Jüngl= Vreins.— Nachmittags 4 Uhr Inn frauenverein.— Abinds 6 Uhr Genensch ftl. Abendgottesdienst in der Atstädter Kirche.— Abends 8½ Uhr Jürgl.= u Mänrer=Verein. Dienstag, abenks 3½ Uhr Blaukienz=Ver=n— Bittwich abends 9 Uhr Bibelstunde in Jünglirgsve ein.— Dognerstag, nechm. 3 6 Uhr Frauenverein Johannes=Kirche. Vorm. 8 Ur P. Knolle Vorm. 10 Uhr P. Köhre. Beichte und Feier des heiligen Aberdmehl“.— Nachm 2½ Uhr Ausflug der Kinder im Kirdergottesdienst— Nachm 2½ Uhr Knaben und Juge-Abteilung: Atmusch zum Srielplatz.— Nachm. 4½ Uhr Jungfrau nverein — Abends 6 Uhr Gemir schaftl. Gotteld enst in der Alst Kirche. ###ende 8 Uhr Männet= und Jün.lingsverein.— Mo tag, abends 8 Uhr Nahverein in der Kind rschule in der Friedtichstraße. — Abinds 8½ Uhr Handarbeus abend füe Frauen und jone Märchen im Gemeineehause.— — Mutwoch, aberds 9 UhBibelstunde im Mänrer= u. Junglings v rein.— Donnerstag nechm 3½—6 Uh Johann=Ffrauen verein. Freiteg aberds 8½ Uhr Ver sammlung dis Blau Kreuz=Vris. Sonna#.d abends 9 Uhr Bibel bespretung und Gebetstunde in Gem ind heuse. Martini Kirche Vorm 10 Uhr P Opder koff Beibel Vorw. 11½ Uhr Kirdergottesdienst—4½ Uh Jungf auenverein Abends 6 Uhr.meirschoftlicher Gottesdienst in der Altstätt. Kirche Abinds 8 Uh: Mäarer= und Jür glingsverein—. Diensrag Bischöst. Methodisten=Kirche, Hermannstraße 24. Sonntag, den 4. August, vorm. 10 Uhr keig Gotte dienst.— Verm. 11½ Uhr Sonntagsschule. — Nachm. 4 Uhr Predigt in Nordjeld Nr. 16, oder im Wald.— Abends 7½ Jugendbund in der Kapelle.— Di nitog, abends 8¼ Uhr Gebetstunde. Jedermann ist sr undlich eingeladen. F. Jokob, Prediger. Fvang.-Intherische(altluth.) Gemeinde Bielefeld. (Evengelisch s Vereinshaus neen der Altstädter Kiiche) Sonntog, den 4. August 1907. oo m. ½10 Uhr Lesegottesdienst. Schmerzlos Zahnziehen 1 Mark. Künstlicher Zahnersatz, auch ohne Gaumenplatte. Reparaturen sofort. Plombieren etc. billig. Kassenmitglieder werden von mir auch behandelt. S. Klarowicz, praktisch. Zahnkünstler, Brunnen=u. Angustastr.= nahe der früheren Wohnung. Ja Ja abends ½9 Uhr Blaukrer zver ein Mittcoch, abenks 9 Uhr Bibelstunde im Männer= u. Jüngl.= Verein. Reformierte Kirche Vorm. 10 Uhr P. Vo ster. Vorm. 11½ Uhr Kindergottesdienst.— Perri Gemeinde. Vorm. 10 Uhr Gotiesdenst P. Knolle.— Vorm. 11¼ U, Taufer.— Nackm. 1¾ Uhr Kinderget#esdienst.— Abends 8 Uhr Männer= und Ill gl.=Verein.— Montag, ebends 8½ Uhr Kirchenchor.— Die stag, ab n. s 8½ UdMissio sverein— Mittwech, abends 8½ Uhr Bie stunde im Ju gl.= u. Män r Veren— Donne sag nach:—4 Ud: Frauenver#n. 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Zur Zusam Wilhelms mit asiatischen Krieges land hereingebroch einmal mit einem ausgetauscht. im Juli in Björko# auf seiner OstseerJahren der Peüfu um den Zaren, d Tagen haben sich aus Angst, es mi zu verderben, das der alten Monarchi vas der englische dem Rufe begrüßte vive la Duma!“ glaubt man auch ein Rußlund, das gestammten Dynaf durfnißen wieder glaub: in Dutschl Unterliegen der r den reoolutionären Kaiser hat es el Aufgabe wie als sei angesehen, in den zum Zaren zu Nckolaus jetzt, wo ruhiger geworden sein Rlich verläßt, und einige Tage e unserm Kaiser verb vor eller Welt ar gehaltene Treue. may diese Bedeut wohl; und namer auch in England ha daß die Haltung, vergangenen Jahren Reiche gegenüder ei und polttisch richti offene Feindseligkei Lauheit, die sich unter stillschweigen zierenden breit ge Ländern um die schlechten schätzigen Politik Abee es bleibt de Blätter haben es außer din politisch wirtschaftlichen Int der rationalen Eh Bö ker zueinander b Hirsicht hat sich Ruf beiden Westmächter gefühlt. Trotzdem w als seien wir in Beziehungen der ei getreten. Nach wie frarzösische Bündni# Rußland nach der land in den asiali schein!, daß man di sehr nahe gerückt ist. wir mit ei#er flark großen Teile des auß rhalb der gevol