Nr. 144. Wier ## der Geschäftsstelle u. en allen Postanstalten .20., bei täglicher Passelpns in Bielefel) 40., burch Britefträger 1,62 M. „„ 31. Anzeige fürdie einsp zeile oder deren Raun15 Pf., Reklamen 40 P. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 16. : Erneuern Sie bitte: umgehend das Abonnement auf :..:: unser Blatt und::::: vergessen Sie nicht : P r o b e n u m m e r n f ü r F r e u n d e u r d: Bekannte von uns gratis und franko zu fordern.::::::: Attllllllttttttllllle3 Bielefeld Sonnabend, 21. Juni 1907. 22. Juni: Schlacht bei Murten, 1476. — Machiavelli, italienischer Staatsmann, gest. 1527.— Galileo Galilei muß zu Rom die astronomischen Tatsachen abschwören, 1633.— Wilhelm v. Humboldt, geb. 1767.— Napolcon eröffnet den Krieg gegen Rußland, 1812.— Napoleons Verzichtleistung auf Frankreich, 1815— Professor Willbrand, 67 Jahre alt in Bielefeld gest 1906. 23. Juni: Kaiser Adolf von Nassau abgesetzt, 1298.— Kolumbus, zu Genug geb. 1456.— Ferdinand von Braunschweig siegt in der Schlacht bei Krefeld über die Franzosen, 1758.— Schlacht bei Landshut, 1760.— Karl Reinicke, Komponist, geb. 1824. — Johann Schilling, Schöpfer des Nieder= walddenkmals, geb. 1828.— Arbeiteraufstand in Paris, der bis zum 26. Juni dauerte, 1848. — Einrücken der Preußen in Böhmen, 1866. — E. W. Weber, Erfinder der Telegraphie, gest. 1891. Das„freieste" Land und die rückständigste Sozialpolitik. o. C. Nach demokratischen Grundsätzen soll das freieste Land auch das glücklichste sein, da das scuveräne Volk am besten für seine eigene Wohlfahrt zu sorgen wisse. In der Theorie klingt das ganz schön; aber in der Praxis liegen die Dinge ganz anders. Ein sehr wertvolles Beispiel von der starken sozialpolitischen Rückständigkeit eines der freiesten Länder bringt das„Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften" bei, das jedenfalls nicht in dem Verdachte steht, auf dem Stankponkte der„Reaktionäre“ sich zu bestaden, das im Gegenteil recht demokcatischen Anschauungen huldigt. Das genannte Blatt weißt darauf hin, daß die Schweiz eines der freieften Staatsgebilde der Gegenwart bildet, daß insonderheit der direkte Einfluß des Volkes auf die poltische Gestaltung der Verhältnisse nirgends größer sei als— abgesehen vielleicht von den Vereinigten Staaten von Amerika— in der Schweiz. Die schweizerische Eidgenossenschaft, ein Staatenbund, besteht aus 22 Kantonen bezw. 3 Halbkantonen. Die Kantone haben ihre eigene Verfassung und geben sich ihre privat= und strafrechtliche Gesetzgebung selber. Jeder Konton wählt zwei Vertreter zum Ständerat(erste Kammer), während für je 20000 Einwohner ein Vertreter in den Nationalrat(zweite Kammer) gewählt wird. Wahlberechtigt und wahlfähig ist jeder 20 Jahre alte Schweizer. Nationalund Ständerat bilden die vereinigte Bundesversammlung, die den siebengliedrigen Bundesrat(Bundesregierung) und aus diesem alljährlich den Präsidenten der Republik wählt. Schweizervolk ist also, wie man sieht, inbezug auf die Zusammerstzung der gesetzgebenden Faktoren, der Verwaltung und der Wahl des Staatsoberhauptes vollkommen souverän. Aber es stehen den Schweizern noch andere Volksrechte zu, Dazu gehören das Seierenenm und die gesetzgeberische Jnitiatire, #un#. im Grunde genommen die direkte Sicza dans durch das Volk. Wenn nämlich -ovo stimmberechtigte Bürger oder acht Kantone das Referendum fordern, so muß ihnen selbst über bereits von den Kammern verabschiedete, aber noch nicht verkündete Gesetze zum Zwecke der nochmaligen Abstimmung durch die wahlberechtigte Bevölkerung selbst ein direkter Bericht erstattet werden. Aehnlich ist es mit der gesetzgeberischen Initiative, die das Volk ergreifen kann, sobald dies für konkrete Fälle durch mindestens 50000 Bürger verlangt wird. Diese Rechte sind sewohl in der Bundes= und Kantonsgesetzgebung als auch in der Gemeinde gewährleistet. Aber noch mehr: Alle richterliche Beamte, mit Ausnahme der vom Stände= und Nationalrat zu wählenden Bundesrichter, werden direkt durch das Volk gewählt, ebenso Lehrer, Lehrerinnen sund andere Beamte. Man sollte meinen, so schreibt das genannte christliche Arbeiterorgan, daß in einem solchen Lande für die arbeitenden Stände, die doch die Mehrheit des Volkes bilden, aufs beste gesergt sei. Aber man würde sich in dieser Annahme täuschen. Die schweizerische Arbeiterschutzgesetzge bung, welche früher nach Erlaß des Fabrikgesetzes 1877 mit zu der besten gezählt werden durfte, ist jetzt von andern Ländern weit überflügelt. Eine Revision des genannten Gesetzes wäre dringend notwendig: aber es will diese Revision, trotzdem die Arbeiterschaft schon längst sehnlichst darnach verlangt hat, aus Verschiedenen Gründen nicht vorwäris gehen. Eine staatliche Arbeiterversicherung existiert in der Schweiz nicht. Die Unternehmer haben lediglich für Unfälle zu haften, die in ihrem Betriebe vorkommen. Sie schützen sich dagegen, indem ste, wie in England, an Versicherungsgesellschaften bestimmte Beiträge leisten. Bei dauernder Erwerbsbeschränktheit kann dann der Arbeiter gegen die nach kapitalistischen Grundsätzen verwalteten Versicherungsgesellschaften um seine Ausprüche prozessieren. Die Höchst versicherungssumme für einen unfallverletzten Arbeiter beträgt 6000 Frcs.(Mk. 4800), die entweder je nach dem Grade der Erwerbsbeschränktheit als ein malige Abfindungssumme verabfolgt wird oder als Teilrente so lange zur Auszahlung gelangt, bis der betreffende Betrag erreicht ist. Nachher kann der unfallverletzte oder verkrüppelte Arbeiter sehen, wie er sich die Mittel zu seinem Lebensunterhalt beschafft. Jedenfalls ein wenig idealer Zustand! Unternehmer, die bis zu fünf Arbeiter beschäftigen, unterstehen nicht dem Haftpflichtgesetz, auch dann nicht, wenn sie mit besonderer Gefahr verbunden: Arbeiten ausführen. Für Arbeiter in den Kleinbetrieben ist somit gegen die Unfallgefahr nicht im mindesten Vorsorge getroffen. Eine Alters= und Invaliditäts versicherung kennt man in der Schweiz ebenfalls nicht; gegen Krankheit sind die meisten Arbeiter in Hilfskassen versichert, zu denen unternehmerseitig Beiträge nicht geleistet werden. Gewerbliche Schiedsgerichte sind in größeren Orten vorhanden, doch sind die Mängel derselben ebenfalls größer als die der deutschen Gewerbegerichte. Zunächst findet die Wahl der Besitzer nur dann statt, wenn eine größere Anzahl derselben abgereist oder verstorben ist, also sehr unregelmäßig, und dann ist eine Neuwahl nicht durch Statut vorgesehen, sondern wird von der Behörde bestimmt. Des Ferneren: während in Deutschland wohl in den meisten Fällen die verurteilten Arbeitgeber direkt vor dem Gewerbegericht dem Kläger den strittigen Betrag aushändigen, hat in der Schweiz nach dem Urteilsspruch der Kläger sehr häufig eine langwierige Beitreibung ein zuleiten(Pfändung 2c), um im Besitze des ihm rechtlich zugesprochenen Betrages zu gelangen. Das ist also der sozialpolitische Zustand in einem der„freiesten“ Staalswesen. Man wird zugeben, daß er kaum irgendwo noch reaktionärer sein kann. Die Anschauung, daß ein Land, das das freieste ist, in dem das Volk souverän herrscht, auch inbezug auf die Volkswohlfahrt das glücklichste Land sei, trifft hier also keinesfalls zu. Die deutschen Arbeiter werden das am besten zu würdigen wissen, wenn sie die Zustände, unter denen sie in Deutschland leben, mit denen vergleichen, unter denen die ausländischen Kollegen, gleichviel ob in der Schweiz, in England oder in Amerika, leben. Jeden falls bewahrheitet sich auch durch die vorstehende schweizerische Schilderung wieder der alte Erfahrungssatz, daß die Volkswohlfahrt am besten in wohlverwalteten Monarchien gedeiht und daß die sozialpolitische Fürsorge am gerechtestem und am mächtigsten von einem um sein Volk besorgten Monarchen gesördert wird. Die Winzerrevolte in Frankreich. Die an das französische Ministerium des Innern gelangten Nachrichten melden, daß an den letzten beiden Tagen in Narbonne 6 Personen getötet worden seien. Die Ruhe scheint wieder hergestellt, aber man befürchtet in Montpollier die Wiederkehr der Kundgebungen.— Dem„Petit Journal“ wird aus Montpellier gemeldet, im Laufe der Attacken seien auf beiden Seiten mehrere Personen gelötei und viele verwundet worden. Aus Perpignan wird gemeldet: Das unbewacht gebliebene Präfektur gebäude wurde gestern von einer nach Tausenden zählenden Menge umringt. Zuerst wurden alle Fenster eingeworfen, darn die Möbel zerstört und mit ihren Trümmern ein großes Feuer unterhalten. Die Archive sind vollständig verbrannt. Alle Morgenb ätter beklagen die tragischen Ereignisse im Süden und die meisten bürden in mehr oder weniger heftigem Tone Clemenceau dafür die Verantwortlichkeit auf. Ja Agde meuterten Teile des 17. Regiments. Nach dem Abendappell zogen zwei Kompagnien die in der alten Kaseine untergebracht waren, bewassnet nach dem Kasernement des in einem Klostergebäude untergebrachten Bataillons und zwangen die Mannschaften, sich ihnen anzu schließen. Diese sechs Kompagnien, begleitet von 500 Manifestauten, schlugen dann die Tore der neuen Kaserne ein und zwangen die Soldaten, die bereits zu Bett gegangen waren, auszustehen und sich ebenfalls anzuschließen. Ein großer Teil der Mannschaften war unentschlossen. Darauf schlugen Zivilisten die Tore der Pulvermagazine ein. Patronen wurden an die Soldaten verteilt und Schüsse in der Richtung auf diejenigen abgefeuert, die sich weigerten, zu folgen. Es entstand eine allgemeine Unordnung. Die Unentschlossenen überstiegen die Mauern und flüchteten nach allen Seiten. Die Meuternden marschierten darauf auf Béziers. Die Zahl der Fehlenden beim 17. InfanterieRegiment beträgt 607 Mann. Zahlreiche Lebelgewehre fehlen, andere sind zer brochen. Bei dem Durchzug durch die Dörfer sammelten die Meuterer Almosen ein. Um 6 Uhr 30 Min. trafen die Meuterer in Béziers ein. General Baillond sandte das 81. Infanterie Regiment nach Béziers, um die Meuterer festzunehmen. Als diese aber eine Salve in die Luft abgaben, zog sich das 81. Regiment zurück. In Béziers hat die Kommission für die Gemeindeverwaltung ihr Amt niedergelegt. Tausende von Bauern aus den benachbarten Dörfern stürmen nach der Stadt. Blinde Schüsse zwischen den Meuterern und der Gendarmerie sind gewechselt worden. Die Gendarmerie hat sich zuückgezogen. Paris, 21. Juni. In der Deputiertenkammer forderte Aldy in einer Interpellation Clemenceau auf, die Repressivmaßnahmen gegen die Bevölkerung einzustellen und die Grenzen der Menschlichkeit nicht zu überschreiten. Die äußerste Linke bricht in Schmährufe gegen Clemenceau aus. Aldy spricht den meuternden Soldaten, die sich geweigert hätten, Schergendienste zu tun, seine Billigung aus. Clemenceau und Picquart weisen entrüstet Aldys Behauptung, die Kürassiere hätten zum Vergnügen Revolverschüsse abgegeben, zurück. Im Laufe der Sitzung teilte Clemenceau mit, daß General Bailloud in Béziers eintraf und durchsetzte, daß die meuternden Soldaten wieder in ihre Korps eintraten.(Beifall auf allen Bänken.) Paris, 21. Juni. Der„Matin“ meldet aus Montpellier, Marcellin Albert befinde sich auf dem Wege nach Paris, um sich heute im Sitzungssaale der Kammer während der Sitzung als Gefangener zu stellen. Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 21. Juni. Der Kaiser wohnte heute an Bord des „Meteor“, der Kieler Regatta bei. Heute mittag fand an Bord der Jacht„Meteor" ein Frühstück statt, an dem auch die Gäste des Kaisers bei der heutigen Regatta teilnahmen. Als Vertreter des Kaisers bei der Enthüllung des Karl=Alexander= Denkmals in Weimar, die am nächsten Montag stattfindet, wird Prinz Friedrich Leopold von Preußen anwesend sein. Ferner nehmen an der Feier teil: die Großherzogin von Baden, das Regentenpaar von Braunschweig sowie die Prinzessinnen von Reuß. Die Teilnahme des Königs von Sachsen steht noch nicht fest. Der Staatssekretär des Reichskolonial= amts Dernburg hat heute einen Urlaub von etwa 10 Tagen angetreten. Er wird zunächst an der Kieler Woche teilnehmen. Vor seiner Reise nach Afrika übernimmt der Staatssekretär aber noch einmal die Amtsgeschäfte. Der Unterstaatssekretär des Reichskolonialamts v. Lindequist hat seine Ausreise nicht von Hamburg aus angetreten, sendern den Dampfer unterwegs in einer ausländischen Hafenstation erreicht. Die Vertretung des Unterstaatssekretärs im Reichskolonialamt führt bis zum Herbst der Geh. Legationsrat Dr. Golinelli, Referent für Südwestafrika. Ueber den dritten Tag in Berlin telegraphierte der Lordmayor von London der„Daily Mail“, der er eingehende Berichte sendet, wie folgt:„Der dritte Tag findet uns immer noch lernend und staunend. Jemehr wir sehen, desto mehr werden wir zu der Ueberzeugung gezwungen, daß die Deutschen, someit städtischer Fortschritt in Betracht kommt, an einem fortgeschritteneren Pinkte angefangen haben, als wo wir aufhörten. Die Neuheit aller Dinge ist nahezu gleichmäßig und absolut erstaunlich. Ich hatte gehofft, daß man mir etwas Altes zeigen würde, mich aber refigniert darin gefügt, darauf zu verzichten.“ Gestern fand zu Ehren der englischen Gäste ein Abschiedswahl statt. Lord Treloard führte in humorvoller Rede aus, er scheide mit vollem Herzen aus dieser schönen Stadt. Alles erwartete Große und Lehrreiche sei durch die Wirklichkeit übertroffen. Er heffe, daß Berlin und London, wie auch die deutsche und englische Nation bold so fest verbunden seien, wie es symbolisch geschehen auf der Platte des Photographen. Heute reisten die englischen Gäste ab. Einer Einlatung des Kaisers zu einem Besuche auf der Dacht„Hohenzollern“ konnten sie nicht solgen, da sie sich bereits im Zuge befanden, als die Depesche eintraf. Die Ansiedlungskommission beschloß, 90 aus Rußland aus gewiesene deutsche Arbeiterfamilien auf neu erworbenem Grund und Boden im Osten anzusiedeln. Falls der Besuch sich bewährt, sollen weitere 300 russisch deutsche Fawilien in der Ostmark angesiedelt werden. Die Beratung über die Zivilprozeß reform wird, nachdem die Konferenzen zwischen den Vertretern des Justizministeriums und der Berliner Anwaltskammer beendigt sind, demnächst ihren Fortgang nehmen, so bald die Aeußerungen der einzelnen Bundesstaaten zu den vorgeschlagenen Abänderungen der Zivisprozeßreform eingegangen sind. Man hofft, daß die neue Redaktion des Gesetz entwurses noch im Laufe dieses Herbstes erledigt werden wird. Stuttgart, 21. Juni. Die Zweite Kammer hatte heute den Antrag, die Regierung möge die Verstaatlichung der Gymnasien, Realgymnasien und Lateinrealschulen in Erwägung ziehen, mit 35 gegen 31 Stimmen des Zentrums und der Bauernbündler angevommen. Die Regierung sprach sich gegen den Antrag aus. Aus den Auslause. Prag, 20. Juni. Nach Meldungen aus Mährisch Trübau wurde eine Gesellschaft von 12 Deutschen abends 8 Uhr auf der Ortsstraße in Schmole von etwa 30 Tschichen überfallen, 6 Deutsche wurden schwer mißhandelt und 3 davon in den Grabenfleß geworfen, aus dem sie sich nur mit Lebensgefahr retteten. Ein hinzukommender anderer Tschechentrupp begann auf die fliehenden Deutschen ein schweres Steinbombardement, 8 Deutsche wurden schwer vorlitzt, davon einer lebensgefährlich. Die Deutschen retteten sich vor weiteren Angriffen auf den nahen Hohenstädter Bahnhof. Kein Deutscher ist unverletzt geblieben. Selbst der abgehende Zug wurde von etwa 80 Tschechen mit Steinen beworfen, und eine Anzahl Scheiben zertrümmert. Haag, 21. Juni. Der Vorschlag, den die amerikanischen Delegierten bezüglich der Dragodoktrin einbringen werden, besagt im wesentlichen, daß, ehe zur Eintreibung von Staatsschulden Gewalt angewendet wird, die Anrufung schiedsgerichtlicher Entscheidung obligatorisch werden soll. Der Vorschlag ist noch nicht eingebracht, sondern nur angekündigt. Die amerikanische Delegation werde ferner im Laufe der Konferenz die Schoffung eines ständigen Gerichts für die Schiedsangelegenheiten sowie regelmäßige periodische Abhaltung von Friedenskonferenzen vorschlagen. Die deutschen Delegierten werden im Laufe der Zeit in sämtlichen 4 Kommissionen Anträge einbringen. Einer dieser Anträge bezieht sich auf Vereinfachung im Funktionieren der ständigen Schiedgerichtskommission. Mehrere englische Anträge sollen den Neutralen im Seekriege zugute kommen, ohne daß dadurch jedoch das Seebenterecht abgeschafft würde. London, 20. Juni. Im Unterhause ist ein Antrag auf Verstaatlichung der englischen Eisenbahnen eingebracht worden. In der Begründung wird namentlich auf die vorzüglichen Erfolge Deutschlands hingewiesen. London, 21. Juni. Am 27. Juli findet in Pertsmouth der Stapellauf des Linienschiffes„Bellerophon“ statt, das zur„Dreadnought"=Klasse gehört. Es wird 18600 Tonnen haben gegen 17 900 der „Dreasneughi". Die Pferdekrast ist dieselbe wie bei der„Dreadnough!“, nämlich 23000. Der Bau hat erst am 3. Dezember 1906 bezonnen. Petersburg, 21. Juni. Die verhafteten sozial demokratischen Abgeordneten haben sich geweigert, dem Untersuchungsrichter irgend welche Auskunft zu geben. Lokales und Bielefeld, 22. Juni. (Auslosung der Geschworenen.) Zu der am 1 Juli beginnenden Schwurgerichtsperiode wurden folgende Geschworenen ausgelost: 1. Fabrikant Wilhelm Blöbaum zu Ennigloh, 2. Zigarrenfabrikant Heinrich Steffen zu Kirchlengern, 3. Fabrikbesitzer Heinrich Homann zu Kleekamp, 4. Kauscann Adolf Rautenberg zu Bünde, 5. Bauunternehmer Gustav Sipp zu Minden, 6. Photograph Franz Radmacher zu Bielefeld, 7. Gastwirt Heinrich Fischer zu Eisbergen, 8. Baurat Adolf Thomas zu Minden, 9. Kaufmann Otto Nordmeyer zu Bielefeld, 10. Lundwirt August Beck zu Elverdissen, 11. Kaufmann #ichard Middelkamp in Versmold, 12. Kauf#n Wilhelm Grönegreß zu Minden, 13. Realschullehrer Nolie zu Herford, 14. Prokurist Ernst von der Nahmer zu Bielefeld, 15. Chemiker Wilhelm Noermann zu Herford, 16. Büldhauer Anton Mormann zu Wiedenbrück, 17. Rentner Meier Flankenfeld zu Wiedinbrück, 18. Brauereibesitzer Max Dißmann zu Seelholst, 19. Fabrikant Heinrich Lott zu Milse, 20. Gymnasiallehrer Emil Nierhoff zu Bielefeld, 21. Kaufmann Theodor Kißler von Löhne Beck, 22. Brauereidirektor Paul Niemöller zu Kaltenstroth, 23. Fabrikant Franz Diestelkamp zu Oldendorf bei Halle, 24. Kolon Heinrich Grotthaus gent. Bartel heimer zu Oftkilver, 25. Kaufmann August Gerlach zu Niederbecksen, 26. Uhrmacher Ernst Münch zu Brackwede, 27. Färber Hellrich Sudfeld zu Werther, 28. Kolon Friedrich Meinert zu Rothenuffeln, 29. Appreteur Alvert Wichen zu Bielefeld, 30. Kaufmann Wilhelm Redecker zu Levern. -e-(Der Feuerwehr= Verbandstag des Minden= Ravensberg= Lippischen Verbandes) findet morgen in Versmold statt. Die Delegierten sitzung enthält den Aatrag der Wehr Stadthagen auf Uebernahme des Verbandsfestes im nächsten Jahr. Von Gütersloh wird mittags.40 Uhr ein Sonderzug mit Fahrpreißermäßigung abgelassen. (Das Umsteigen auf der Elektrischen Straßenbahn.) Die Beschränkung der Gültigkeit der Umsteigekarten der Elektrischen Straßenbahn auf die Wochentage ist aufgehoben. Unsteigekarten gelten also jetzt auch an Sou#tagen. (Zum Rennen) am Sonntag wird Seine Exzellenz, der kommandierende Heer General des 7. Armtekorps, General der Kavallerie Freiherr von Bissing, hier erwartet. (Das Alte stürzt.) Ein Opfer des Sturmes wurde gestern mittag einer der alter Kastanienbäume am Oderntorwall hinter Kisker's Fabrik. Etwa zwei Jahrhunderte bot er Wind und Wetter Trotz, jetzt ist er geknickt! Mit furchtbarem Krach, daß die Häuser dröhnten, wurde er zu Boden geworfen, nachdem er noch in diesem Frühjahr besonders schösen Blätter= und Blütenschmuck angelegt hatte. 8(Christliche Vereinigung deutscher Eisenbahner.) Unter großer Beteiligung von nah und fern fand vom 17. bis 20. d. M. die 8. Hauptversammlung der Christl. Vereinigung deutscher Eisenbahner statt. Der erste Konferenztag wurde zunächst durch eine kurze Morgenandacht, von Herrn Pastor Veerhoff aus Eckartsheim eingeleitet, eröffnet. Nach der Andacht übernahm Herr Pastor Michaelis das Wort zu seinem Referat: „Der Reichtum der Gnade Gottes." Der Nachmittag vereinte die Delegierten zu einer geschäftlichen Sitzung im Assapheum der Anstalt Bethel. Der erste Tag schloß mit einer Evangelisationsversammlung, von Herrn Pastor Toelle aus Salzuflen gehalten. Der zweite Konferenztag wurde durch Herrn Superintendent Simon eingeleitet, dem sich das Referat anschloß:„Entstehung und Wachstum des göttlichen Lebens im Menschen.“ Für den Nachmittag war eine Besichtigung der Anstalt Bethel vorgesehen, an der die Konserenzbesucher mit großem Interesse teilnahmen. (Ein Wagenunfal!) ereignete sich nach der „Westf. Zig" Donnerstag nachmittag auf der Detmolder Chaussee in der Nähe des„Scherenkruges". Herr Fabrikannt A Göricke von hier begegnete mit seinem Gespann, in dem auch seine Tochter, Frau Fiedler mit ihrem Kinde war, einem Wagen, auf dem sich ein Kalb befand. Dieses fing an zu blöken; infolge dieser ungewöhnlichen Töne scheuten die jungen Pferde, wandten vor dem entgegenkommenden Wagen um und rasten zurück. Beim plötzlichen Wenden war die Deichsel gebrochen und der Kutscher hatte den Wagen mit den Pferden nicht mehr in der Gewalt. Im Zickzack wurde der Wagen hin und her geschleudert. Als dieser wieder in der Nähe des Grabens war, sprang Herr Göricke aus dem Wagen; aber er erreichte den Graben nicht mehr, sondern wurde auf die Chaussee geschleudert und blieb mit mehreren Verletzungen am Kopfe und an den Beinen liegen. Der durch den Bruch der Deichsel steuerlose Wagen geriet schließlich gegen einen Baum und Frau Fiedler und der Kutscher, welcher mit seinem linken Arm das Kind gefaßt hielt, flogen auf das Ackerland. Während das Kind unverletzt blieb, trugen die beiden anderen Insassen mehrere Kontusionen davon, die jedoch weniger erheblich sind, als die des Herrn Göricke. Herr Dr. Horstmann wurde telephonisch zum„Scherenkrug“ gerufen und legte den Verletzten den ersten Verband an, worauf sie in einem inzwischen herbeigeschafften Wagen nach Hause gefahren wurden. Der Wagen ist sehr beschädigt, auch die Pferde trugen Berletzungen davon. Immerhin aber ist ein größeres Unglück durch die Seistesgegenwart des Kutschers, der seinen Platz nicht verließ, und nach Kräften die Pferde zu zügeln suchte, virmieden worden. (Ravensberger Renuverein.) Nicht nur die Nennungen zu dem bevorstehenden Rennen sind sehr zahlreich eingegangen, sondern auch ganz vorzüglichen Sport werden wir am Sonntag auf der schönen Bahn in Quelle haben. Bei Besprechung der voraussichtlichen Sieger wollen wir gleich mit dem„Großen Preis von Bielefeld“, der mit der hohen Summe von Mk. 10000.— dotiert ist, anfangen. Allen Sportfreunden wird sich die seltene Gelegenheit bieten, in einem Bewerber um den Preis„Minus“ das beste Hindernispferd zu sehen, welches momentan in deutschen Ställen stht, und wir nehmen daher keinen Anstand, ihn als den Sieger zu erklären. Ueber die Platzchancen der ferner startenden Pferde Judith, Quadrath, San Antonie, Leichtfuß, Susi und Kurokt läßt sich mit Sicherheit wenig sagen. Judith und Kurok! haben schon in der besten Klasse in diesem Jahre gute Rennen gewonnen Auch sind San Antonie und Quadrath stets brav gelaufen. Susi hat, wenn auch nur kleine Rennen, aber stets in verblüffender Mauier gewonnen und wird die Stute bestimmt am Ende mit dabei sein. Nun noch Lechtfuß, ja Leichtfuß, das ist eben die Sache, ein unbeschriebenes Blatt! An Klasse weitaus das beste Pferd im Felde, aber noch niemals über Sprünge gelaufen, wird es höchst interessant sein zu erfahren, wie der Saphirschi sich in dieser wirklich guten Gesellschaft benehmen wird. Sein Besitzer, der für die Queller Bahn eine ausgesprochene Vorliebe hat, scheint ihn eigens für den großen Preis gearbeitet und aufgespart zu haben und wäre eine Ueberraschung deswegen kein Ding der Unmöglichkeit. Es sollte daher hinter Minus zwischen Leichtsuß, Sasi, Kuroki und Judith ein ganz knappes Ding werden. Ueber die anderen Rennen kann man mit Sicherheit nichts sagen, da viele Pserde mehrere Engagements besitzen und die Trainer sich voraussichtlich erst morgen, nachdem alle Pfirde eingetroffen sind, entscheiden würden, in welchem Rennen ihre Pflegebefohlenen lausen sollen. Das Teutoburger Hürdenrennen wird voraussichtlich Monte Calwo, Freyja, Tredia, Golddrossel, Sherry, Cobler und Potsphar am Start versammeln. Wir glauben, daß Freyja das Rennen gegen Trebia gewinnen wird, da mit dem unverbesserlichen Uebeltäter Sheriy auch wohl auf der Heimatsbahn nicht zu rechnen sein wird. Schade, galloppieren und glänzend springen kann der kleine Bursche. Auch Potiphar wird vorzüglich laufen, wenn sie nicht an den Hürden scheitert. Sollte Monte Calvo springen können, so ist er der Sieger. Im Verkaufs=Jagdrennen sollen Reporter, Geiser, Laval, Rubin, Lorma und Kreppwör laufen. Das beste Pferd ist Lorma. Die Stute hat lange feiern müssen, doch nehmen wir an, daß sie jetzt wieder auf dem Posten ist und wird sie dann auch vorne sein, vor Laval und Kreppwör, welche beiden Pferde schon mehrere Rennen gewonnen haben, aber stets in der mäßigsten Gesellschaft. Das OffizierJagdrennen sollte Liebesritter nicht verlieren können. Wir erwarten hinter ihm Servus, Brezina oder Szonek, der schon einmal auf der Queller Bahn gezeigt hat, daß er zu laufen und zu gewinnen versteht. Im Gütersloher Jagdrennen wird es ein Duell zwischen Augsburg und Patient geben, in welchem Ausburg wohl das bessere Ende für sich haben wird. Das Stiftungs. preis= Jagdrennen wird voraussichtlich Habebald, Entreaty, Fix, Steuermann, Friquette und Borax am Start versammeln. Friquette, die wahrscheinlich unter Herrn von Wallenberg, unserem absolut besten Herrenreiter starten wird, sollte gegen Habebald gewinnen, da Borax, der sich ja stets brav hält, doch wohl an seinem hohen Gewicht scheitern dürfte. So ist denn alles für die interessanten Kämpfe auf dem grünen Rasen aufs beste hergerichtet. Das Geläuf präsentiert sich in einer großartigen Verfassung, dank der vom Verein aufgewandten Mühe. Nur eins fehlt noch„Sonnen= schein". Wenn der sich am Sonntag hoffentlich einstellt, so werden alle Besucher auf ihre Kosten kommen und auch der Verein, dem wir einen vollen Erfolg von Herzen wünschen. (Die Sterblichkeit) in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern,(23. Woche, vom 2. bis 8. Juni 1907): besten Systeme bei der Arbeit gezeigt werden. .res eie sen Arbeit gezeigt werden. Zugleich souen an dem noch zu bestimmenden Tage einige neue Geräte, wie Grubber und Grasmäher, welcher zugleich als Heuwinder benutzt werden kann daselbst beurteilt und geprüft werden. Indem wir auf diese ebenso lehrreiche wie praktisch wichtige Veranstaltung, welche vom Hauptverein gemeinsam mit der Maschinenprüfungsstation in Münster unternommen wird, nochmals besonders ausmerksam machen, bemerken wir, daß der genaue Termin erst kurz vorher festgesetzt werden kann. Eine weitere direkte Einladung wird nicht erfolgen, doch wird der genaue Termin der Veranstaltung mit dem noch festzusetzenden Programm bekannt gegeben werden. Name der Orte Einwohnerzahl Bielefeld Koblenz Dortmund Wilmersdorf Hagen Hamm Hildesheim Mülheim a. Rhein Münster Oberhausen Osnabrück Remscheid 74567 55914 185459 78985 80998 40665 48356 52632 85106 55339 62115 66314 &a 5gE S SEus FSeas S 555 11.9 16,7 17,9 7,0 20,5 11.5 14,0 13,8 11,6 25.4 20,1 6,3 Bielefeld steht von 110 deutschen Orten mit 40000 und mehr Einwohnern hinsichtlich der niedrigsten Ziffer der Sterbefälle an 18. Stelle. Aus den Kreise Herford. A Herford, 21. Juni.(Schützen=Gesellschaft.) Zu Chargierten sind ernannt bei der 1. Kompagnie(Radewig): Feldwebel Aug. Krüge Vizefeldwebel Fr. Giffey; Sergeanten A. Bram W. Giffey, C Meyer, J. Quest, F. SchauSchnieder; Uateroffiziere H. Drewes, H. Kortemeyer, H. Klusmann, W. Linders, W. T 2. Kompagnie(Altstadt): Feldwebel E. Hebrock; Bizefeldwebel Aschoff; Sergeanten Mühlen Wörmann, Kaufmann; Unteroffiziere Colwes, Gravenhorst, Otto, Linke, Vollmer. 8. Kompagn: (Brüderstraße): Feldwebel Brackmann; Vizef##dwebel Büter; Sergeanten Hillert, Sielemann, Sehls; Unteroffiziere Fenn, Schönfeld, Hanke. 4. Kompagnie(Nustabt): Feldwebel Zimmermann; Vizefeldwebel Johannpeter; Sergeanten Bauer, Hense, Bremer, Wrachtrup; Unteroffiziere Beyer, Ahrweiler, Landté, Illgen, Quade, Kindermann. Die Sitzung der Chargierten findet am 29. d. M. statt. D Herford, 21. Juni.(Schöffengericht.) Wegen Beleidigung des Herrn Polizeikommissars Vozel erhält der Handelsmann B. 14 Tage Gefängnis zudiktiert.— Der Arbeiter M. hat in einem Hause einen Rock gestohlen, wofür er vier Monate büßen muß.— Freigesprochen wurde der Hausierer S.— Wegen Begünstigung muß der Zigarrenarbeiter T. aus Enger 20 Mark Strafe zahlen. Er hatte Branntwein gekauft, die Händlerin besaß aber keine Konzession und bei seiner Vernehmung hatte er den Kauf verschwiegen.— Kolon B. aus Elverdissen wurde freigesprochen. — Wegen Betruges zahlte der Arbeiter Sch. 50 Mark Strafe. Er wollte Tauben gegen Hühner austauschen, Tauben nahm er, Hühner hatte er selber nicht.— Wegen Beleidigung zahlt der Arbeiter I. 10 Mark Strafe.— Wegen Beleidigung und Mißhandlung erhielt der Arbeiter B. 12 Mark Strafe. Löhne i.., 21. Juni.(Getreidemähmaschinen.) Der Ausschuß des Minden Ravensberg'schen landwirtschaftlichen Hauptvereins hat beschlossen, Ende Juli auf dem Rittergute des Herrn Dr. jar. Blomeyer=Haus Beck bei Löhne i. W. eine Vorführung mit selbstbindenden Getreidemähmaschinen vorzunehmen. Es wirden die Aus den Kreisen Minden und Lübbete Minden, 22. Juni.(Der Regierungsassessor v. Hoffmann) von hier dem Landrat des Kreises Büren zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften zugeteilt worden. Minden, 20 Juni.(Die Volksbibliothek) wird vom 1. Juli ab geschlessen und werden wir die Wiedereröffgung z. Zt. bekannt geben. Die entliehenen Bücher sind im Laufe dieser Woche des abends von 7 bis 9 Uhr und spätestens bis Sonnabend, den 30. d. Mts. zurückzugeben. Dützen, 19. Juni.(Die Amtsversammlung) hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, dem Amts= und Gemeindekassin= Rendanten Hermann Kornhardt hierselbst die Amtsbezeichnung„Amts=Reutmeister" beizulegen. Hartum, 20. Juni.(Typhus) In den Gemeinden Südhemmern, Nordhemmern und Hille ist laut„.=.“ der Typhus ausgebrochen; auch in Hartum und Rothenuffeln kommen Fälle vor. In der Gemeinde Süthemmern allein sind bis jetzt 6 Fälle zur Anzeige gelangt. Bisher ist noch kein Fall tödlich verlausen. Die Untersuchung über die mutmaßlichen Ursachen ist im Gange. Vennebeck, 20. Juni.(Unglücksfall.) estern abend gegen 6 Uhr hat sich laut „Westf. Zeitung“ hier ein bedauernswerter Unglücksfall zugetragen. Der Neubauer Nagel aus Vennebeck hatte in Gemeinschaft mit dem Kuecht Friedrich Nolte hier Kies aus der Gemeinde=Kiesgrube auf Gemeindewege zu fahren. Auf dem Wege nach Hause hatten sich dieselben auf die Seitenbreiter des Wagens gesetzt. Plötzlich fiel das eine Seitenbreit um und Nagel fiel vor das rechte Hinterrad. Da die Pferde nicht gleich zum Stehen gebracht werden konnten, wurde Nagel überfahren. Der sofort herbeigerzfene Arzt konnte zur noch den Tod konstatieren. Der verunglückte hinterläßt eine zahlreiche Familie. Aus den Kreisen Wiedenbrück Gütersloh, den 22. Juni.(Gymnasium.) Die Wahl des Oberlehrers Heinrich Wilhelm Bruns am Gymnasium in Münden zum Direktor des hiefigen Gymnasiums ist bestätigt worden. Aus dem Kreise Hale. Halle, 20 Juni.(Zum Monats#viehmarkte, waren angetrieben 5 Kühe, angefahren 45 Wagen und 3 Karren mit Ferkeln. Das Paar 6 Wochen alte Ferkeln wurde je nach#####it mit 18—22 Mk. bezahlt. Kühe m 300—400 Ml. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberz. Münster 20. Juni.(Eine Solquelle) wurde in der Bauernschaft Eichendorf ingebohrt. Das Salzwasser strömt etwa 10 Meter hoch aus dem Bohrloch und hat ine Wärme von zirka 40 Grad.(B.) Künster, 21. Juni.(35. deutscher erztetag.) In festlich geschmückten Rathaussaale wurde heute der 35. deutsche Aerztetag durch den Vorsitzenden Geheimrat Dr. Löbker=Bochum eröffiet. Der Vertreter des preußischen Kultusministers, Geheitarat Dr. Aschenborn, der Oberpräsident v. d. becke, der Rektor Magnisicus der Universität Münster, Projessor Pieper und der Oderbürgermeister hielten Begrüßungsansprachen. Den Hauptgegenstand bildete die Kassenarztfrage und das Krankenversicherungsgesetz. Angenommen wurde eine Resolution, die die gesetzliche Einführung der freien Arztwahl und der paritätischen Einigungskommission fordert. Vertreten sind 20000 Aerzte durch 216 Delegierte. Dortmund, 20. Juni.(Die Landeskulturgesellschaft) für den Regierungsbezirk Arnsberg kann im Jahre 1909 auf ein 100 jähriges Bestehen zurückblicken. Sie beabsichtigt nach der„Rh.=W. Zig.“ diesen Zeitabschnitt in festlicher Weise zu begehen und bei dieser Gelegenheit eine lindwirtschaftliche Ausstellung im großen Unfange zu veranstalten. Als Ausstellungsort ist Dortmund in Aussicht genommen. Hattingen, 19. Juni.(Ein Beispiel von sozialdemokratischem Terrorismus) brachte eine gerichtliche Verhandlung gegen den Bergmann Gustav Liese aus dem benachbarten D als Vertrauensman Partei pflegte er schweren Androhung leute zum Eintritt in Bergarbeiterverbank geklazte war derma meisten Zeugen sich auszusagen. Das Angeklagten zu 2 9 Hattingen, 21 Urglück) Heute Stahlwer! H Schlackenblock. Dur sieben Persone darunter einer tötlic Aus den Rachors Detmold, 20. von Sachsen) traf Uhr hier ein und w dem Fürsten, den Vernhard und dem empfangen. Nach T kompaznie fuhren die einem offenen Vierspä wo im Uhnensaal 2 Uhr begann die FestoNach Beendigung der Uhr, fand auf dem S statt. Zur Vorfül Bilder, u. a.„Herzo von Sachsen empfäl Stadt Plauen zum 8 und Szenen aus„Pr. findet ein Besuch de mals statt. Um 12 Se. Majestät unsere Mülheim a. d. A Alter von 101 Ja starb gestern der Ren in Mülheim-Broich a. hrwürdige Greis er jüngsten Tage hinein geistiger Feische. Mülheim a. d. R Einwohnerzahl) zurzeit rund au jetzigen Anwachsen der auf zu rechnen, daß Monaten den 100( können. Vom Rhein, 18. in der Landwirts eben erschienenen Jah Für die beim H Mutter, Schwieger und Tante bewi Namen der trauer herzli Enger, den W Mittwoch, 3. Juli, Alte Kirche. Burgbacher=Münster. Möller=Gütersloh. Seip Missi Nachm Alte Kirche. Volkening=Jöllenbeck. Gottschalk=Herford. Knolle=B W. v. Bod 39. des Rettungshauses u. Trin., Sonntag, 7 dem Festplatze der Ansta 9 Ae ist ein die Heil Herzkre durenie Spezialität: Moderne dem benachbarten Durchholz(Gem. Herbede). als Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei pflegte er mit Zrang und unter schweren Androhungen wiederstrebende Berg leute zum Eintritt in den sozialdemokratischen Bergarbeiterverbank zu zwingen. Der An geklazte war dermaßen gefürchtet, daß die meisten Zeugen sich weigerten, gegen ihn auszusagen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 2 Monaten Gefänguis. Hattingen, 21. Juni.(Schweres Urglück) Heute mittag barst auf dem Stahlwerk Henrichshütte ein Schlackenblock. Durch die Explosion wurden sieben Personen schwer verletzt, darunter einer tötlich Aus den Rasdarzensinzen und Staten. Detmold, 20. Juni.(Der König von Sachsen) traf heute nachmittag 5½ Uhr hier ein und wurde am Bauhof von dem Fürsten, den Prinzen Julius und Vernhard und dem Staatsminister Gevekot empfangen. Nach Besichtigung der Ehrenkompaznie suhren die hohen Herrschaften in einem offenen Vierspänner nach dem Schlosse, wo im Uhnensaal Tafel stattfand. Um 8 Uhr begann die Festvorstellung im Hoftheater. Nach Beendigung der Vorstellung, gegen 10 Uhr, fand auf dem Schloßplatz eine Sereuade statt. Zur Vorführung kamen lebende Bilder, u. a.„Herzog Albrecht der Beherzte von Sachsen empfängt die Schlüssel der Stadt Plauen zum Zeichen der Lehnshoheit“ und Szenen aus„Preziosa“.— Am Freitag findet ein Besuch des Hermannsdenk= mals statt. Um 12½ Uhr verläßt dann Se. Majestät unsere Residenz. Mülheim a. d. Ruhr, 20. Juni.(Im Alter von 101 Jahren) und 3 Moraten starb gestern der Rentner Franz Faustmann in Mülheim-Broich an Altersschwäche. Der ehrwürdige Greis erfreute sich bis in die jüngsten Tage hinein guter Gesundheit und geistiger Feische. Mülheim a. d. Ruhr, 20. Juni.(Die Einwohnerzahl) unserer Stadt beläuft sich zurzeit rund auf 98400. Bei dem jetzigen Anwachsen der Bevölkerung ist darauf zu rechnen, daß wir in 4 oder 5 Monaten den 100000. Bärger melden können. Vom Rhein, 18. Juni.(Leutenot in der Landwirtschaft.) In dem soeben erschienenen Jahresberichte der allgemeinen paritätischen Arbeitinachweisstelle zu Düsseldorf wird ausgeführt, daß die Land wirtschaft im verflossenen Jahre vielfach die Arbeitslöhne bis um 50 Prozent erhöhte. Trotzdem aber war ein genüzender Zuzug von der Stadt aufs Land nicht zu verzeichnen. Unter diesen Umständen ist es nicht weiter verwunderlich, daß die Land. wirtschaft ein günstiges Feld für die ge mäßige private Stellenvermittlung bildet und daß oftmals Landwirte 600 bis 700 Mk. jährlich für die Besorgung von Pirsonal au peivate Steller vumittler zahlen. Duisburg, 20. Juni.(Falschmünzer.) In Hamborn wurde eine Falschmünzerwerkstätte entdeckt, in der Fünfmarkstücke herge stellt wurden. Mihrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Kassel, 19. Juni.(Superintendent Kröner) ist gestern abend infolge Herz lähmung plötzlich gestorden. Kröner, ein geborener Schaumburger, war über 27 Jahre hindurch als Geistlicher und später Dekan des hiefigen St. Martintstistes, sowie als Metropolitan von Kassel tätig. Er war ein schlichter, biederer Mann, ein beliebter Seeisorger, dessen unerwarteter Heimgang tief betrauert wird. Halle a.., 21. Juni. Heute nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr wurde durch einen plötzlich auftretenden Sturm, verbunden mit Gewitter und wolkenbruchartigem Regen, außerordentlicher Schaden angerichtet. Der Festplatz des Mitteldeutschen Bundesschießens gleicht einem Trümmerhausen, besonders schwer hat die Festhalle gelitten. Durch nieberstürzendes Gebälk wurden acht Personen schwer verletzt, die Anzahl der leichter Verletzten ist erheblich. Auch der gleichzeitig auf dem Roßmarkte stattfindende Jahrmarkt bietet ein trauriges Bild. Hunderte von Buden liegen am Boden. Nur eine einzige Reihe, die durch Häuser geschützt war, ist stehen geblieben. Magdeburg, 21 Juni.(Hann..) Bei dem Elnruerungsbau der Eisenbahnbrücke über die Eibe drohte heute nachmittag, infolge des orkana#tigen Sturmes, ein mit sichs Arbeitern besetztes Gerüst gegen den Pfeiler gesch’eubert zu werder. Die Arbeiter sprangen aus Farcht, geguetscht zu werben, in die Elbe, wobei vier Mann ertranken. Frankfurt a.., 20. Mai. Das KaiserTaunus schließt infolge des schlechten Tibüneibesuches mit einer Viertelmillion Defizit ab. Trier, 21. Juni. Wie aus Avricourt wird, rannte das Automobil des Prinzen von Sachsen Weimar gestern auf der Fahrt nach Paris gegen eine Böschung. Der Prirz und sein Begleiter wurden aus dem zertrummerten Automobil geschleudert, blieben aber beide unverletzt. Der Chaffeur erlitt dazegen schwere Verletzungen. Greifswald, 21. Juni. Die Nachricht der zum Tode verurteilte Lustmörder Tesow sei zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt unrichtig. Die Entscheidung ist noch nicht getroffen. Segeberg, 21. Juni. Heute nachmittag kenterte auf dem hiesigen See ein Segelboot mit 4 Seminaristen. 8 ertranken. „(Das größte Geschäftshaus der Welt.) aus New-York wird berichtet: Ein Haus, in dem eine ganze Stadt von 10000 Einwohnern Unterkunft finden könnte, wird gegenwärtig in dem „Terminal Building“ an der Church Street errichtet. Es soll ein Geschäftshaus werden, und man nimmt an, daß es von etwa 500000 Personen den Tag über betreten werden wird. Das Gebäude wird etwa 70000 Quadratfuß bedecken und sich 275 Fuß über der Straße erheben. Und dieses„Mastodon“ soll ein„schönes Beispiel der italienischen Renaissancearchitektur“ werden, wie ein New Yorker Blatt versichert; von den 23 Stockwerken werden die vier ersten von Granit und Kalkstein, die oberen von Ziegeln und Terrakotta sein. In den großen Hallen wird reichlich Marmordekoration verwendet, wie überhaupt auf schöne Ausstattung großes Gewicht gelegt wird. Einige Zahlen werden einen Begriff geben, mit was für Massen in diesem Hause gerechnet wird. Das Stahlgerippe des Baues wiegt 24000 Tonnen, das Gesamtgewicht beträgt 200000 Tonnen; über 16 Mill. Ziegel werden hineingebaut; 4500 Tonnen Terrakotta werden für den Schmuck der Fassade verwendet. Dampfröhren werden 153000 Fuß verlegt, Wasserund Abzugsleitungen 500000 Fuß. 5000 Fenster werden mit 120000 Quadratfuß Glas bedeckt; 113 englische Meilen Drahtleitung sind für die elektrische Beleuchtung nötig. 39 Pirsonenaufzüge besorgen den Verkehr im Hause. Das Gebäude steht in direkter Verbindung mit einer Untergrundbahnstation, so daß seine Bewohner, ohne das Haus verlassen zu müssen, Reisen zu den fernsten Zielen antreten können. Natürlich wird das Gebäude jede nur denkbare Bequemlichkeit erhalten und so wirklich eine kleine Welt für sich bilden. 11.0 Nach Groß Dornberg: Die Adresse des Mannes ist uns unbekandt! Wir werden ihn aber in einigen Tagen zu Ihnen senden. Nach Löhne: Besten Dank! Wird prompt besorgt. Oeffentlicher Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit den Abend des 22. bis zum Abend des 23. Juni 1807. Nach Aufheiterung des Wetters morgen veränderlich, mehrfach Regenfölle, mäßige westl. Winde, kühl Für die beim Hinscheiden meiner lieben Frau, Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante bewiesene Teilnahme sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen herzlichen Dank. Enger, den 20. Juni 1907. Wilhelm Wilkenhöner. WiieerrnsteernBande Mittwoch, 3. Juli, Anfang 9½ Uhr morgens. Alte Kirche.] Neue Kirche. Burgbacher=Münster. Thiele=Witten. Möller=Gütersloh. Hausleiter=Barmen. Kirchhof. Seippel=Gütersloh. Missionar Hoffmann. Nachmittags 2 Uhr. Alte Kirche. 1 Neue olkening=Jöllenbeck. Sogemeier=Bergkirchen. Gottschalk=Herford.! Niemöller=Enger. Kirchhof. Knolle=Bielefeld. W. v. Bodelschwingh=Bielefeld; Das 55. Jahrrssent an##sshauses zu Schildesche wird am 6. den Feiul..n..: Juli, nachm. 5 Uhr, auf — ptatze der Anstalt gefeiert werden. „Aeosan“ D. R. P. die Rehnen eun... 1 Kchlenskure und Sanerstohbäder. Rerekmunsheiten t cronichen Palen br p schen Fälen uringen. Kostenlose Vorführung des Apparates. Gustav Metzler gas, Merford. Rennstrase 25. alltat: Moderne Badeanlagen für Stadt und Dorf. gitterbos. 200 Zigarren umsonst. Antte,Vor“ da ich bekanntlich die größten Konkursläger kaufe, versende jetzt 200 Stck. feine volle 8 Pfg. Zigarren für 11 Mk. 70 Pfg. und gebe außerden 200 Stck. gratis zur Weiterempfehlung. Also diesmal 400 Stck. für 11 Mk. 70 Pfg.]:, Versand gegen Nachn. ohne Kaufzwang. Garantie: Geld retour. Nur wer bis 29. Juni bestellt, zerhält 200 Stck. umsonst. A. Kauffmann, Versandhaus, Hamburg I. sind alle Hautunreinigkeiten und Hautausschläge, wie Mit esser, Gesichtspickel, Pusteln Finnen, Hautröte, Blütchen 2c. 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Durch herabstürzende Dachziegel wurde eine ganze Reihe von Personen verletzt, viele Fensterscheiben fielen dem Sturm zum Opfer, viel Bäume in den Straßen und Parkanlagen, sowie in den Forsten wurden geknickt. Auf den Feldern wurde das Obst zum großen Teil von den Bäumen abgeschlagen. Auf den Gewässern kamen mehrere Boote zum kentern. Auch auf dem Gebiete der Kolonial= Ausstellung hat der Sturm vielfachen Schaden angerichtet. Paris, 22. Juni. Die französische Deputierten Kammer erteilte im Anschluß an die Debatte über die Unruhen in den Südfranzösischen Weinbauer Gebieten der Regierung ein Vertrauensvotum.— Das 100. Infanterieregiment soll sich dem meuternden 17. Regiment angeschlossen haben. General Bailloud marschierte an der Spitze von Artillerie gegen Berziers und bewog die Meuterer in ihre Korps wieder einzutreten. Der Oberstleutnant der 13. Dragoner reichte seinen Abschied ein und begab sich in das Lager des revoltierenden 17. Regiments. K Soeben ist erschienen: Das geschlechtliche Problem der Kinderstube. (Zur Frauenfrage) von Gesucht ein Gut mit mindestens 300 Morgen Hochwald, evtl. Kiefern, wenig Aecker, aber gute Wiesen. Anzahl. in belieb. Höhe. Offert. unt. Chiffre B 226 an die Exped. d. Ztg. erbeten. Teranntmachung. Zur Anmeldung neuer Anschlüsse an das Fernsprechnetz ist für den zweiten Bauabschnit 1907 der 1. August als Schlußzeit festgesetzt worden. Anmeldungen, die später eingehen, können voraussichtlich erst im Frühjahre 1908 berücksichtigt werden, es sei denn, daß die Anzuschließenden die Mehrkosten übernehmen, die der Reichskasse durch die Arbeiten außerhalb des Bauplans entstehen. Minden(Westf.), den 20. Juni 1907. Kaiserliche Ober-Postdirektion. Bekanntmachung. Vom 25. Juni d. J. ab werden auf der Strecke Bielefeld—Schloß= Holte folgende Personenzüge zur Beförderuug von Arbeitern neu eingelegt: Personenzug 663 W. Schloß=Holte ab 522 vorm. Kracks„ 538 Windelsbleiche„ 539 Brackwede„ 514 Brackwede Süd„ 551 Bielefeld an 600 Personenzug 664 W. Bielefeld ab 620 nachm. Brackwede„ 630 Brackwede Süd„ 635 Windelsbleiche„ 642 Kracks„ 658 Schloß=Holte an 655 Die Züge verkehren nur an den Werktagen und führen.—4. Klasse. Münster, den 17. Juni 1907. Königl. Eisenbahndirektion. in Sebrauche Gänsefehern, Gänsedaunen und alle anderen Sorten Betifedern. Neuheit und beste preisw. Bettsedern per Pfund für.80; bes Tg. Saderweitze Perseden 40 130, Velartedern; halbweitz:, baunen.50, Bola, Jalbagt sedern S:.50; 415. Echt chinesische GanzGrößte Ausmahl in... Petardaunen S; 4; 5 Mark.— zefallendes auf ertigen Inletts, Betstoffen und fertigen Betten. gegen Barzeblung. u. Losten zurückgenommen.— Verkauf nur hegen Barzaylung; nach auswärts nur gegen Nachnahme oder Voraus— zahlung! Sonntags Geschäft geschlossen. Pecher“•(#. Herford in Wetfalen, , er& Cor Lurfüirsenstraße Nr. 20. Proben und Preislisten, auch über Bettstoffe und fertige Betten. 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England Ladungen etwas vor Besitzer von Ladungen nissen veranlaßt zu war meist trockene herrschend; vereinzel Regengüsse, die sich in der zweiten Woch Reiche einstellten, de ernsteren Beschädigung vielmehr übereinstimn den Felderstand und Ausdruck verliehen. dessen anfangs auch unterworfen, indes Preisen und durch da rußlands und Skandit mehr Kauflust kund, gebot vom Inlande ausländische Ware war auch für den a Berliner Markt die lichen Befestigung g 50 Am Diensta 10 Uhr soll der 6 Werburg bei S werden. Käufer w „kleinen AltenBenkhausen, Eernr Bielefeld, Sonnabend, den 22. Juni 1907. 88 abnhofstrasse. **** ini 1907, nachBaumeister's en. u. „Quelle“ lle uren, bei den guten iu und Eisenbahn us Nachbahrorten. kuren 10 Mr, hentlich. Art billigst. 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In den Donauländern scheint man sich von den jetzt herrschenden günstigeren Witterungsverhältnissen eine wesentliche Besserung der Ernte kaum noch zu versprechen. Am unbefriedigendsten lauten die letzten Meldungen aus Rumänien, wo die diesjährige Weizenernte nach Mitteilungen aus amtlicher Quelle im besten Falle 15—16 gegen 40 Millionen Hektoliter im Vorjahre erreichen dürfte. Unter diesen Umständen würde Rumänien höchstens—2 Millionen Hektoliter Weizen für das Ausland erübrigen können. In den westeuropäischen Bedarfsländern werden die Ernteaussichten im ganzen zuversichtlicher beurteilt und damit hängt auch in gewissem Maße die ablehnende Haltung der französischen Regierung gegenüber dem in der Kammer vorgelegten Antrag auf Ermäßigung des Weizenzolles zusammen. England zeigte sich im Einkauf von Ladungen etwas vorsichtiger, ohne dadurch die Besitzer von Ladungen zu größeren Preiszugeständnissen veranlaßt zu haben. In Deutschland war meist trockene und sonnige Witterung vorherrschend; vereinzelt haben wolkenbruchartige Regengüsse, die sich in Begleitung von Gewittern in der zweiten Wochenhälfte nahezu im ganzen Reiche einstellten, das Getreide gelagert. Von ernsteren Beschädigungen wird jedoch nicht berichtet, vielmehr übereinstimmend der Befriedigung über den Felderstand und den Verlauf der Roggenblüte Ausdruck verliehen. Die Marktlage war infolgedessen anfangs auch dem Druck guten Wetters unterworfen, indes gab sich zu den gewichenen Preisen und durch das neuerliche Eingreisen Nordrußlands und Skandinaviens angeregt bald wieder mehr Kauflust kund, der aber nur geringes Angebot vom Inlande und hohe Forderungen für ausländische Ware gegenüberstanden. Dadurch war auch für den aufangs schwach veranlagten Berliner Markt die Anregung zu einer neuerlichen Befestigung geboten, die namentlich für Roggen zuerst eine kräftige Erholung, später bei reger Beteiligung am Geschäft ein scharfes Anziehen der Preise veranlaßte. Weizen schloß sich der Bewegung gleichfalls mit wenn auch geringeren Preisbesserungen an. Dagegen blieb das Mehlgeschäft von der freundlicheren Stimmung für das Rohprodukt nahezu unberührt. Auf dem Hafermarkte verfolgten die Lieserungspreise in Uebereinstimmung mit der entgegenkommenderen Haltung des Inlandes anfangs auch noch eine rückläufige Preistendenz, indes war auch in diesem Artikel in den letzten Tagen eine festere Stimmung unverkennbar. Das Maisgeschäft wird andauernd durch die unbefriedigende Beschaffenheit der Ankünfte behindert; völlig einwandsfreie Ware ist kaum zu beschaffen und wird daher hoch bezahlt. Die neuerdings erhöhten Forderungen für Abladung finden infolgedessen der erwähnten Qualitätsbedenken wenig Beachtung. Auf dem Weltmarkt haben sich in der abgelaufenen Berichtsperiode folgende Preisschwankungen vollzogen: Kolonialpost. (Deutsch=Oftafrika.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Der Feldwebel der Kaiserlichen Schutztruppe Franz, bisher Leiter der Nebenstelle Ikombe im Bezirk Langenburg, hat den Andru Kerani, einen Schwarzen, welcher nach eigenem Geständnis in der Nacht zum 1. Januar 1905 die Stationskasse mit mehreren 1000 Rupien Inhalt gestohlen hatte, zum Zwecke der Wiedererlangung des Geldes in grausamer Weise gepeinigt. Kerani starb auf dem Wege nach dem Gericht in Langenburg. Das Kriegsgericht hat auf eine Anzeige vom Februar d. Is. im Mai gegen Franz verhandelt; es hat einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Peinigung und dem Tode des Kerani nicht angenommen und den Franz wegen einfacher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 300 Mk. verurteilt. Der Gerichtsherr hat gegen dieses Urteil alsbald die Berufung eingelegt, die Angelegenheit kommt daher demnächst in Berlin erneut zur Verhandlung. Parteibewezung (Diekonservative Partei Badens) verliert ihr einziges Parteiorgan, die adische Post“; sie stellt am 1. Juli ihr Erscheinen ein, um in der„Deutschen Reichspost“, dem Zentralorgan der Konservativen Süddeutschlands, aufzugehen. Die „Deutsche Reichspost“ erscheint in Stuttgart. und Bielefeld, 19. Juni.(Strafkammer.) 1. Der Fuhrknecht H. St. und der Arbeiter J. K. von Herford wurden wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verurteilt. St. erhielt 9 Monate und K. 1 Jahr Gefängnis. Da Fluchtverdacht vorlag, wurden beide in Untersuchungshaft genommen.— 2. Der Arbeiter A. W. von Herford wurde von der Anklage des Diebstahls wegen Mangel an Beweis freigesprochen, desgleichen der Arbeiter A. Z. aus Herford.— 8. Am Abend des 27. August v. Is. ging es in der Lübberstraße zu Herford hoch her, eine wogende Menschenmenge schob sich vom.'schen Tanzlokal aus die Straße entlang. Auf die Aufforderung der Schutzleute Möller und Stapel, auseinander zu gehen, fielen aufrührerische Worte und so kam es zu einem Angriffe gegen die beiden Schutzleute. Als Haupträdelsführer hatte sich von Anfang an der Arbeiter C. L. R. von Herford hervorgetan, ein Mann, der wiederholt wegen Gewalttätigkeiten vorbestraft, und wo er hingekommen, mit der Polizei stets in Konflikt geraten ist. Der zweite Angeklagte ist der Zigarrenarbeiter K. von Rheda, der sich zu der fraglichen Zeit in Herford aufgehalten hat und wegen Meineldes vorbestraft ist. Als die Schutzleute sich des R. bemächtigen wollten, regten sich mit einem Male Dutzende von Hände, um den R. zu befreien. Auch der Angeklagte., ein Hauptschreier, ist derjenige, der sich an der Befreiung des R. beteiligt hat. Recht schlimm in diesem Tumult ist der Schutzmann Stapel dabei weggekommen. Im Begriffe gegen den eine drohende Haltung annehmenden R. die Waffe zu gebrauchen, hatte ihm auch R. zwei Messersliche in die Schulter versetzt, die ihn kampfunsähig machten. Vor die Strafkammer gestellt, erklären beide Angeklagten, unschuldig zu sein. Sie wurden aber beide für schuldig gefunden und verurteilt, R. wegen Auflaufs, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und gefährlicher Körperverletzung zu 1 Jahr und K. wegen Auflaufs und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 2 Monaten Gefängnis. Außerdem erhielten beide Angeklagten wegen groben Unfugs 3 Tage Haft. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 22. Juni.(Rentengutsbildung.) Das von der Landbank zu Berlin im vorigen Jahre angekaafte Meistersche Gut in Niehorst soll in beliebig großen Parzellen zu Rentengutsstellen aufgeteilt werden, wozu auf Dienstag, den 25. Juni, ein öffentlicher Termin auf dem genannten Hofe anberaumt ist. Von der Landbank werden die günstigsten Anzahlungsbedingungen gestellt. 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Was die Bewil Abschiedes des betrifft, so darf u daß Unstimmigkeiten zwischen ihm und geführt haben. Der Nachfolger Dr. v. Bethma zrar nicht als Ko werden, aber es hat tätigkeit und sein bewiesen, daß es sachlicher und treue des Vaterlandes zu Sein Nachfolger, de von Moltke, biet gangenheit die Gen antwortungsvolle Ar Innern in verständn wird. Der Rücktritt des wird zweifellos als mentarischen Vorstöße gebeutet werden. D drücklich betont, daf seit geraumer Zeit zu entschlossen war, aber Landtags periode erst nun ertgegen andern Räcktritt des Kultusm ist, so haben dabei wägungen mitgesproch Parlamentsruhe ist be einem neuen Ministe mit seinem Ressort zu Die Meldung von Unterstaatssekretärs