*•.— ubofstrasse. Kelrseio □ 1. 0 8 huskasse für is Bielefeld. Mark. Bnlagen. lehen. vormittags## von 3 bis und letzten# s von 111 89 en In aller Art, schnungen, hseln, Wertpapieren verlosten lpieren, hr. einlagen 4% ihlung bis zum lebes- u. feuerIn Verschluss rtpapieren n günstigsten itsverwaltung. Versand Preiswerte Marks: iner Domthal 2 FI. Mk. 16— itschen Eisenlahnjahme oder Voreinges. In Fass von rogen per Liter ab Nierstein zu Amngjängers. en zum Verkauf Nr. 127. 82 Herforder# g. Gadderildesche, 935 sche Heid A. G. ank) erven K. 16000000 allen Postanstalten 20., bei täglich #ustellung in Biel .40., durch Briesträger 1,62 M. 31. Jahrgang Anzeigengebühe fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15P, Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 16. Kalender. 3. Juni: Einnahme von Antiochien durch die Kreuzfahrer, 1098.— Aufhebung der Tortur in Preußen, 1740.— Friedrich König von Dänemark, geb. 1843.— Grundsteinlegung zum Nordostseekanal in Holtenau, 1887.— Dr. G. Rohlfs, Afrikareisender, gest. 1896.— Einzug der Kronprinzessin Cecilie in Berlin, 1905. zu viel des Guten! Wer jetzt die deutsche Presse durchmustert, der bemerkt mit einem gewissen Staunen, daß sie sich gegenwärtig großenteils in einer Art von Begeisterungsrausch für England befindet, während vor wenigen Wochen noch in denselben Organen das Bereinigte Königreich als béte noire hingestellt wurde, vor der das bedauernswerte Deutsche Reich zittern müsse. Im Auslande dürfte man diesen Wandel als„Angstprodukt“, aber auch als ein Zeugnis deutscher„Charakter= losigkeit“ ansehen. Um was handelt es sich im Grunde genommen? Ein Reihe englischer Gäste erfreut Deutschland mit seinem Besuche. Im Mittelpunkt davon stehen die korporativ ihren Gegenbesuch abstattenden englischen Preßvertreter. Es ist ganz selbstverständlich, daß nicht nur die Berufsgenossen, sondern auch weite Volkskreise sich beeifern, den Engländern liebenswürdige Gastfreundschaft zu gewähren. Es ist klug, den englischen Gästen, die zweifellos zum größten stätigt. Eine Abteilung Staats matrosen geht heute nach Marseille ab Im Marineamt wird die Meldung ebenfalls als richtig bezeichnet. Paris, 2. Juni. Der Abgeordnet Colin wird die Regierung über den Aus stand der Seeleute interpellieren. Es heißt, daß auch Pelletan in diese Debatte eingreisen wird.— In Algier ist der Ausstand der Seeleute gestern verkündet worden. Keine Dampfer sind abgefahren. Alle Seeleute verlassen den Hasen. Präsident Roosevelt gegen den Mißbrauch der Macht des Kapitals. Aus Indianopolis wird vom 30. Mai gemeldet: Aus Anlaß des Memorial tages, des Tages, an dem die Gräber der im Bürgerkrieg 1861—1865 Gefallenen besucht und geschmückt werden, fand heute hier in Anwesenheit des Präsidenten Roosevelt die Enthüllung eines Denkmals für den General Lawton statt. Hierbei hielt Präsident Roosevelt eine Rede, in der er ausführte: Eine der großen Aufgaben, welche die Nation vor sich habe, sei die Erhaltung des Eigentumsrechtes, das viel weniger von Sozialisten und Anarchisten, als von reichen Räubern bedroht werde. Die ganze Kraft der Nation Teil nicht ohne Voreingenommenheit gegen brechen deutschen„Querköpfe“ zu uns herüber gekommen sind, unser Volk, unsere Zustände, unser Wesen von der besten Seite zu zeigen. Es ist unterhaltend— wenn auch für den gefeierten Teil angreisend— täglich mehrmals die Gäste zu bewirten und anzutoasten. Aber von politischer Wichtigkeit und nachhaltiger Wirkung ist das alles nicht. Wir erwarten, daß die englischen Gäste freundliche Ansprachen freundlich erwidern; wir hoffen selbst, daß die englischen Preßvertreter durch den zwar kurzen meist nur inter pocula gepflogen Verkehr mit den deutschen Kollegen und verschiedenen hervorragenden Persönlichkeiten davon sich werden überzeugen lassen, daß wir nichts sehnlicher wünschen, als mit der Welt in Frieden zu leben. Aber gerade um diese Ueberzeugung mächtig werden zu lassen, ist es nötig, nicht zu viel des Guten zu tun. Alles Ueberschwengliche ist hier vom Uebel und fördert nicht, sondern setzt den Wert unserer Freund schaft herab. Bielefeld. . Der Seemannsausstand in Frankreich. In zahlreichen französischen Häfen streiken die Seeleute. Der„Matin' berichtet vom 2. Juni aus Havre: Gestern kam es zu ernsten Zwischenfällen, als der Dampfer „Susanne und Marie“ mit geringem Personal an Bord sich anschickte, den Hafen zu verlossen. 200 Ausständige drangen auf das Schiff und verhinderten die Abfahrt.— In Bordeaux ist der Ausstand ein allgemeiner. — In Toulon wurden 7 Torpedojäger mobilistert zu dem Zwecke den Postdienst zu sichern. Die Ausständigen verhinderten die Abfahrt eines Dampfers der nach Hamburg bestimmt war.— In Cherburg ist für heute ein großes Meeting der Seeleute einberufen, um über die Frage des Ausstandes zu beraten.— In Dünkirchen ist die Lage unverändert. Ferner berichtet der „Matin“, daß die Rheeder sich an die Regierung gewandt haben mit dem Ersuchen, ihnen Staatsmatrosen zu überlassen, um die ausständigen Seeleute zu ersetzen. Die Regierung hat dieser Bitte entsprochen. Es ist das erste Mal, daß die Regierung einen derartigen Entschluß trifft, der darauf hindeutet, daß sie um keinen Preis die öffentlichen Staatsdienste desorganisieren zu lassen gesinnt ist. Die Nachricht wird auch aus Marseille beKontrolle über den geschäftlichen Gebrauch großer Vermögen, namentlich von Korporationen, durch die Nation selbst notwendig sei, so sei dies in erster Linie bei den Verkehrsmitteln zwischen den einzelnen Bundesstaaten, den Eisenbahnen, der Fall, und jedes Bundesgesetz, das sich hiermit befasse, sei ein Schritt vorwärts auf dem rechten Wege. Der Regierung müsse die Kontrolle über die Eisenbahnen eingeräumt werden, ähnlich der über die Nationalbank. Nach Vorschlägen zur Schaffung gesunder Verhältnisse im Eisenbahnwesen fährt Roosevelt fort, immer wieder müsse er betonen, daß als oberster Grundsatz im Eisenbahnbetrieb die Ehrlichkeit zu gelten habe, und zwar für den obersten wie den niedrigsten Angestellten, von denen jeder auf seinem Posten nicht nur die Interessen der Gesellschaft, sondern auch die des Publikums wahrzunehmen bestrebt sein müsse. Der Präsident schloß mit einem Appell an die Besitzer großer Vermögen, den rechten Gebrauch davon zu machen, und neben dem eigenen stets das Gemeinwohl im Auge zu behalten. Politische Nachrichten Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 2. Juni. Die gestrige Frühjahrsparade des Gardekorps, ausschließlich der Potsdamer Garnison, fand auf dem Tempelhofer Felde vor dem Kaiserpaar, den Mitgliedern des kaiserlichen Hauses, dem Prinzen Georg von Bayern, zahlreichen Diplomaten und einheimischen und fremdländischen höheren Ossizieren um 11 Uhr vormittags statt. Der Kaiser führte bei beiden Vorbeimärschen das zweite Garde Regiment. Nach der Parade uhren die Majestäten, von einem zahlreichen Publikum lebhaft begrüßt, zum Berliner Schloß. Gestern mittag empfing Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg= Schwerin auf Schloß Willigrad die Braunschweigische Deputation. Der Herzog erwiderte auf deren Begrüßungsansprache:„Ich nehme hiermit die Wahl zum Regenten des Herzogtums Braunschweig an, und hoffe, daß es mir vergönnt sein möge, mit Gottes Hilfe die Regierung zum wahren Segen des Landes zu führen. Es ist mir eine wahre Freude, Ihnen, meine Herren, als den berufenen Vertretern unseres Braunschweiger Landes hier in meiner Heimat meinen ersten landesfürstlichen Gruß entbieten zu können.“ Die Braunschweiger Herren blieben als Gäste des herzoglichen Paares im Schloß. Die englischen Journalisten wurden am Sonnabend früh in Pillnitz vom König von Sachsen und heute nachmittag in München vom Prinzregenten Luitpold empfangen. In beiden deutschen Residenzstädten waren ihnen zu Ehren allerhand Festlichkeiten veranstaltet. In München verweilen sie zwei Tage. Nach einer Mitteilung aus dem Bureau des Abgeordneten hauses ist für den kurzen Rest der Session folgender Arbeitsplan „ohne Gewähr“ aufgestellt worden: Mittwoch, den 5. Juni: I. und II. Beratung des Gesetzes, betr. Rhein=Weser=Kanal, Nr. 388; I. und II. Beratung des Antrages Brütt auf Annahme eines Gesetzentwurfes, betr. die Erweiterung des Kaiser= Wilhelm=Kanals, Nr. 408; Einmalige Beratung des Staatsvertrages mit Waldeck, betr. Lotterieverhältnisse, Nr. 403; I. und II. Beratung des Nachtragsetats in Verbindung mit dem Antrag der Budgetkommission, betr. Beamtenbesoldungen; I. Beratung des Antrages Nielsen=Hansen, betr. Kreisordnung für Schleswig Holstein, Nr. 94; Beratung des Antrages Biereck, betr. Strafvollzug, Nr. 104, 106; Petionen. Donnerstag, den 6. Juni: III. Beratung des Gesetzes, betr. Rhein=WeserKanal; III. Beratung des Antrages Brütt; III. Beratung des Nachtragsetats; II. und III. Beratung der Wegeorduung für Posen, Nr. 340(Kommissionsbericht wird erwartet). Vom Herrenhause zurückgelangte Vorlagen(Jagdordnung?); Rest vom Mittwoch; Antrag Linz, hetr Rheinische Gemeindeordnung, Nr. 159; Derr Antrag v. Bieberstein, betr. Entschädigung für Sperrmaßregeln, Nr. 214, 404; Petionen. Freitag, den 7. Juni: Vom Herrenhause zurückgelangte Vorlagen(Verunstaltungsgesetz, Wanderarbeitsstättengesetz?); Antrag Bachmann, betr. Beamtengesetz, Nr. 17; Antrag Ernst, betr. Vorschulen, Nr. 84(Kommissionsbericht wird erwartet); Einmalige Beratung der Reiseberichte über Mädchenunterricht, Nr. 405; Petitionen. Sonnabend, den 8. Juni: Vom Herrenhause zurückgelangte Vorlagen; I. Beratung des Antrages Dr. Arendt(Mansfeld), betr. Steuerfreiheit von Krieger n, Nr. 34; Antrag Friedberg, betr.§ 20 Abs. 2 der Geschäftsordnung, Nr. 259(Kommissionsbericht wird erwartet); Petitionen. Köln, 1. Juni. Heute nachmittag gegen 4 Uhr traf die englische Kommission zum Studium der städtischen Einrichtungen, von Heidelberg kommend, in Königswinter ein, wo für den Abend ihnen zu Ehren ein größeres Rheinfest geplant ist. München, 1. Juni. Der neue Landag wird nach den bisher vorliegenden Ergebnissen folgende Zusammensetzung zeigen: Zentlum 99(bisher 102), Liberale 25(23), Freifinnige 19(20), Sozialdemokraten 20 12). Die Wahl des liberalen Pfarrers Grandinger, welche mit nahezu 2000 Stimmen Mehrheit erfolgte, erweckte großen Jubel. Ein Fackelzug mit Musik wurde dem Gewählten gebracht, der eine Ansprache an die Menge hielt. Aus dem Auslande Wien, 2. Juni. Die hiesigen politischen Kreise äußern sich überaus befriedigt über den schmeichelhaften Empfang des Generals Konrad von Hötzendorf in Berlin. Die Auszeichnung, womit der Kaiser den österreichisch=ungarischen Generalstabschef behandelte, dokumentierte das innige Verhältnis, welches zwischen der deutschen und ungarischen Armee bestände.— Die auf Grund des katholisch konservativen Programms gewählten Reichsratsabgeordneten aus Oberösterreich, Steiermark und Salzburg haben nach eingehender Beratung beschlossen, der christlich=sozialen Partei beizutreten, unter Wahrung der bestehenden Parteiorganisationen und der Freiheit der Abstimmung in wirtschaftlichen Fragen. Budapest, 1. Juni. Hier geht das Gerücht von einer Ministerkrise, weil bezüglich der Vorlage über die Verfassungsgarantien zwischen der Auffassung des Königs und der des Kabinetts keine Uebereinstimmung herrsche. Bei einem Bankett erklärte Kultusminister Apponyi, daß, sollte eine Krise ausbrechen, diese nicht partiell sein werde. London, 31. Mai. Der hiesige russische Sozialistenkongreß endigte mit dem Siege der Extremen. Er beschloß, gegen Kadetten, Oktobristen und friedliche Erneuerer einen ebenso erbitterten Krieg zu führen wie gegen die wahrhaft russischen Leute und die Regierung, weil jene Parteien das Volk nur in konstitututionelle Illusionen einlallten und nur Vertreter der völlig reaktionären Bourgeoisie seien. Rußland. Golowin hatte eine Audienz bei dem Zaren, über deren Ergebnis strengstes Stillschweigen beobachtet wird. Der Zar soll sich in sehr erregter Stimmung befunden und sich über die Duma äußerst abfällig geäußert haben.— Bier Priester waren während der Erklärung Stolypins über den Verschwörungsplan gegen den Zaren der Duma ferngeblieben. Darüber vom Synod zur Rechenschaft gezogen, erklärten sie, daß sie weder die Linke verlassen, noch ihr geistliches Gewand ablegen würden. Ein Gerichtsverfahren wurde infolge dessen sofort gegen sie eingeleitet.— Der Terror ist wieder stark im Anwachsen begriffen. In Tschernigow, Elisawetgrad, Persa und Tula griffen die Agrarunruhen um sich, Truppen schossen wiederholt auf die Volksmenge. In Pensa wurde der Bischof von revolutionären Seminaristen im Seminargarten ermordet. In Riga, Charkow und Irkutsk wurden große Bombenlager entdeckt. Graf Edgar Kayserlingk aus dem Hause Altenburg wurde auf einem Ritte in der Nähe seines Gutes Gresen von acht revolutionären Bauern überfallen, vom Pferde gerissen und unter furchtbaren Mißhandlungen ermordet.— In der Mitauer Vorstadt wurden zwei Schutzleute erschossen. Auf Verfügung des Generalgouverneurs wurden zwei radikale lettische und die verbreitetste russische Zeitung des Baltikums für die Dauer des Kriegszustandes unterdrückt. In Orenburg wurde heute vormittag der Staatsanwaltschaftsgehilfe Isseyeff ermordet; der Mörder, ein Arbeiter, wurde verhaftet. In Soßnowska ermordeten Unbekannte einen Mineningenieur. Marokko. Die neuesten Nachrichten vom Lager des Prätendenten besagen, daß die Anhänger des Sultans in allen Gefechten fiegreich gewesen sind, weshalb sich der Sultan entschlossen hat, einen großen Schlag auszuführen. Er hat eine reichliche Zufuhr von Munition nach dem Kriegsschauplatze abgehen lassen. Die Sultansstreitmacht soll durch 300 zuverlässige Askaris verstärkt werden. Nach einer weiteren Nachricht hätten aber die Sultanstrappen bei Marchica eine Schlappe erlitten und dort den Rückzug antreten müssen. Der Sultan hat kürzlich mehrere Ulemas aufgefordert, sich sobald wie möglich nach Marrakesch zu begeben und den dortigen einflußreichen Persönlichkeiten mitzuteilen, daß ihr Verhalten nachteilig sei für das Land und den Islam, sowie für die Reise des Sultans nach dem Süden. China. Der Aufruhr in Kwantung hat sich über die ganze Provinz ausgebreitet. Die Rädelsführer erklären, daß sie den Fremden Schutz angedeihen lassen und daß sich der Aufstand nur gegen die herrschende Dynastie richte. Die Mandarinen unterdrücken die Nachrichten über den Aufstand. Zum Schutze der Fremden liegen in Pakhoi ein deutsches, zwei englische und mehrere französische Kanonenboote. Die Frauen und Kinder der Fremden sind gestern von Pakhoi fortgeschickt worden. Aus Shanghai wird gemeldet, daß fremden feindliche Agitatoren in dem übrigen Aufstandsgebiet wirksam seien. Die Lage sei ungewiß. Die Verbindung der Stadt Swatow mit Jaopen, das als Herd der Unruhen anzusehen ist, ist unterbrochen. New=York, 2. Juni. Präsident Roosevelt teilte in einem Erlaß den Abschluß des Handelsabkommens zwischen Deutschland und Amerika mit. Kirche, Schule und Wission. (Der Deutsch=evangelische Kirchenausschuß) erledigte in Eisenach eine sehr umfangreiche Tagesordnung. Da dem Kirchenausschuß jetzt ausreichende Geldmittel zur Verfügung stehen, so wird er die ihn obliegende Aufgade hinsichtlich der Fürsorge für die evangelischen Deutschen im Auslande systematisch in Angriff nehmen können, was um so willkommener ist, als gerade jetzt die Entwickelung der deutschen Schutzgebiete auch auf evangelisch=kirchlichem Gebiete ganz besondere Ansprüche stellt. In Windhuk ist die Errichtung einer evangelischen Kirche unter sehr erheblichen Aufwendungen des deutsch=evangelischen Kirchenausschusses im Gange, und in Tsingtau ist eine solche in Vorbereitung. Der Kirchenbau in Lome(Togo) ist bereits so weit gediehen, daß die Einweihang des neuen Gotteshauses in den nächsten Tagen vorgenommen werden kann. Der Druck des vom Ev..=A. herausgegebenen evangelischen Hausbuches ist uahezu vollendet. Von der übrigen Tagesordnung verlautet, daß u. a. die Verhandlungsgegenstände für die im nächsten Jahre in Eisenach tagende ordentliche Konferenz der deutschen evangelischen Kirchenregierungen festgestellt wurden. Kolonialpost. (Wasser in Südwestafrika.) Wie die Hamb. Nachr.“ von zuverlässiger Seite erfahren, hat Herr v. Uslar bisher 580 Quellen fesigelegt, davon 122 in sogen. Durststrecken. Von diesen 850 Quellen ist bisher auf 49 gebohrt worden, und erbohrt trorden sind davon 47. Eine Quelle ist aufgegeben worden, weil sie zu ties in hartem Gestein liegt, und auf die andere wird noch weiter gebohrt. Von einem Mißerfolge oder noch Schlimmerem wird man danach nicht gut mehr sprechen können. Lokales und Bielefeld, 3. Juni. (Die Sterblichkeit) in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern,(19. Woche, vom 12. bis 18. Mai 1907): 40000 und mehr Einwohnern hinsichtlich der niedrigsten Ziffer der Sterbefälle an 42. Stelle. *(Auszugausden Bestimmungen über Fernsprech= Verbindungen zur Nachtzeit.) Als Nachtzeit gelten im Orts=, Nachbarorts=, Vororts und BezirksMecklenburgische Treue. Von A. Burg. 181(Nachdruck verboten.) An dieses letzte Vermächtnis der treuen Dienerin klammerte sich Anastasia in den kleinmütigen Stunden, die sie manchmal quälten. Sie wollte immer noch hoffen, aber sie konnte es fast nicht mehr. Immer tiefer, wie in einem Nebel versanken die Hoffnungsstrahlen, die ihr früher geleuchtet hatten. Da war es eine Beruhigung, daß er die Mutter in der sanften, geduldigen Käthe Nähe wußte, und er dankte der Schwester im stillen für die guten Nachrichten aus Wismar. Schon hatte sich der junge Fürst erhoben, um sein Lager im Zelt aufzusuchen, als Hartwig Bleyer, der längst vom Knappen zum Ritter geschlagen war, auf seinen Herrn zutrat und ihm einige Worte zuflüsterte. Der trat, tief erbleichend, zurück, und die rechte Hand fuhr zum Schwert. „Sag' Hartwig,— sag', daß es nicht wahr ist,“ rief er mit heiserer Stimme— „noch einmal ein falscher Heinrich— das kann 4o nicht tragen, und die Mutter trägt's verkehr, soweit nicht für einzelne Orte etwas anderes bestimmt ist, die Stunden von 9 Uhr nachmittags bis 7 Uhr vormittags und im Fernverkehr die Stunden von 9 Uhr nachmittags bis 8 Uhr vormittags. Während der Dauer des Nachtdienstes sind im Ortsund Nachbarorts verkehr nur Gespräche gegen Einzelgebühren zulässig. Die Gebühr für jede Verbindung beträgt 20 Pfg. Um 10 Uhr abends können bis zum Beginn des Tagesdienstes dauernde Verbindungen gegen eine Gebühr von 20 Pfg hergestellt werden. Für derartige Verbirdungen beträgt bei vorheriger Anmeldung die monatliche Pauschgebühr 1 Ml., vierteljährlich 2,50 Mk. Im Fernverkehr können die Verbindungsleitungen zwischen Ortsnetzen, in denen Fernsprech Nachtdienst abgehalten wird, von den Teilnehmern zur Nachtzeit sowohl zu Einzelgesprächen als auch zu Gesprächen im Abonnement benutzt werden. Für Einzelgespräche find dieselben Gebühren wie für Tagesgespräche zu entrichten. Ueber die Gebühren für Abonnementsgespräche erteilt das Telegraphenamt Auskunft. Während der Zeit von—10 Uhr abends können mit folgenden Fernorten Verbindungen hergestellt werden: Aachen, Altona(Elbe), Barmen, Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Burgdorf(Hannover), Kassel, Chemnitz, Koblenz, Köln(Rhein), Köpenick, Krefeld, Dortmund, Dresden, Dülmen, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Essen(Ruhr), Frankfurt(Main), Friedrichshagen, Gelsenkirchen, Grünau(Mar!), Hagen (Westf.), Halle(Saale), Hamburg, Hannover, Harburg(Elbe'(nur wochentags), Herne, Hörde(nur wochentags), Iserlohn, Kiel, Leipzig, Lübeck, Mazdeburg, Mainz, Mülheim(Ruhr), München, München=Gladbach, Münster(Westf.)(nur wochentags), Nowawes=Neuendorf, Nürnberg, Oberhausen (Rhld.), Oldesloe, Oranienburg, Oznabrück, Osterholz=Scharmbeck, Potsdam, Rheydt(Bez. Düsseldorf), Rousdorf(nur wochentags), Solingen, Spaudau, Stadtlohen, Stuttgart, Trier(nur wochentags), Wandsbeck, Wannsee, Wetter(Ruhr), Wiesbaden, Witten, Würzburg, Zehlendorf(Wannseebahn), Amsterdam, Antwerpen, Arnhein, Brüssel, Deeft, Dortrecht,'Gravenhage, Groringen,'Hertogenbosch, Hilversum, Kopenhagen, Leiden, Lüttich, Maastricht, Nymegen, Paris, Utrecht, Wageningen Zulphen. Nach 10 Uhr abends können im Ortsverkehr gegen eine Gebühr von 20 Pfg. auch Unfallmeldegespräche vermittelt werden. 0(Fahnenweihe der KriegerSanitätskolonne.) Richt Spiel und Tand find es, welche das Band der Kameradschaft um die Sanitätskolonne schlingen, sondern ernstes Streben und der Wunsch jederzeit der leidenden Menschheit Hilfe zu bringen. Wir hatten schon öfters Gelegenheit der praktischen Arbeit unserer Kolonne zuzuschauen und freuten uns, gestern an ihrem Ehrentage zugegen zu sein. Eingeleitet wurde die Feier durch eine praktische Uebung unter den leitenden Aerzten Dr. Rosenberg und Dr. Landwehr, die Kritik sprach Herr Geheimrat Dr. Nünninghoff. Mit einem sinnigen Prolog übergaben Ehrenjungfrauen die Fahne. Sodann hielt Herr Geheimrat Bunnemann, die Weiherede. Seine Worte klangen aus in dem begeistert ausgenommenen Hoch auf Se. Majestät des Kaisers. Mit Worten des Dankes übernahm Kolonnenführer H. Lippold die Fahne und übergab sie dem Fahnenträger und seinen Begleitern. Einige Nachbarkolonnen sowie befreundete Kriegervereine stifteten Fahnen„Herr, die Boten stehen draußen und bitten um Gehör,“ sagte Hartwig,„sie kommen aus Magdeburg, wo sie Herrn Heinrich selbst gesehen haben.“ „Führe sie herein,“ entschied Heinrich finster. Zwei junge scharfgewaffnete Männer traten bescheiden in die zurückgeschlagene Zeltöffnung und blieben, wie gebannt von dem mächtigen Blick der großen blauen Augen Heinrichs stehen. „Was begehrt Ihr, Boten aus Magdeburg?“ „Herr, unser Gebieter, der Domberr zu Magdeburg, entbietet Herrn Heireich von Mecklenburg seinen Gruß und die Nichricht, daß Herr Heinrich, der Pilger, auf dem Wege ist in die mecklenburgische Heimat.“ „Wo kommt der Fürst Heinrich her?“ „Von Rom, sagt mein Herr, wohin er mit Geleit des Sultans gekommen ist.“ „Es ist unmöglich,“ entschied Heinrich, dann rief er scharf:„Hartwig!" und als dieser erschien:„Diese Boten sind bis auf weiteres in sicheres Gewahrsam zu nehmen. Ist die Nachricht falsch und Heinrich ein Betrüger, so stehen sie mit Leib und Leben dafür. Er blickte die Männer scharf an, aber die lächelten sich zu:„Tut, was Euch gut dünkt, mit uips.: sagte der jängere von beiden und nägel. An der Feier nahmen außer den Spitzen der Militär= und Zivilbehörde die Nachbarkolonnen von Herford, Minden, Oerlinghausen 2c., Abordnungen von Kriegervereinen, eine große Anzahl von Freunden der feiernden Kolonne teil. Die Musik stellte das 57. Regiment aus Wesel. Verschönt wurde das Fest durch die Gesangsvorträge der Herforder Sanitätskolonne. Die Fahne selbst ist geliefert von der Firma Buddeberg hier und macht einen überaus prächtigen Eindruck. (Gegen den Mißbrauch geistiger Getränke) Freitag abend fand im Alten Rathaus die Hauptversammlung des Bielefelder Bezirksvereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke statt. Es wurde die Eingabe beraten, welche seitens dieses Vereins infolge des Beschlusses der vorigen Hauptversammlung an die Polizeiverwaltung der Stadt Bielefeld gerichtet war. Der Vorsitzende trug zunächst die 12 verschiedenen Anträge nebst ihrer eingehenden schriftlichen Begründung vor und teilt demnächst die Antwort der Polizeiverwaltung mit. Es wurde jeder einzelne Punkt diskutiert und der Vorstand ermächtigt, eine neue veränderte Eingabe auszuarbeiten und mit ausführlicher Begründung aufs neue einzureichen. Die Versammlung war gut besucht, auch waren Gäste anwesend, welche das wichtige Thma, das Schankpolizei= und Schankkonzessionswesen, interessierte. Es wurde von der Versammlung beschlossen, daß namentlich Anträge gestellt werden sollten, um die Wirte für Ausschreitungen trunkener Gäste verantwortlich zu machen und die Sicherheit der Straßen gegen Ausschreitungen Trunkener zu erhöhen. Ebenso soll das Schankkonzessionswesen durch ein Aufgebotsverfahren verbessert werden. V(Der Obstbauverein für Landund Stadtkreis Bielefeld) unternahm am Sonnabend nachmittag seinen diesjährigen Sommer=Ausflug nach Detmold zur Besichtigung der Fürstlichen Hofgärten und der Strangmeyerschen Konserven: fabrik in Hiddesen. Eine stattliche Teilnehmerzahl— etwa 120 Damen und Herren— hatte sich eingefunden. Nach der Ankunft in Detmold mit dem Zuge .27 Uhr fand unter freundlicher Führung des Herrn Hofgarten=Direktors Schumann zunächst eine Besichtigung der Gartenanlagen am Fürstlichen Residenzschloß und ein Rundgang durch den Obst= und Gemüsegarten statt. Im Obstgarten fanden besonderes Interesse die in den verschiedensten Formen gezogenen Aepfel= und Birnenbäume, von denen namentlich die letzteren zum Teil reichlichen Fruchtansatz zeigten. Nach einem Gang durch die Stadt wurden dann die ausgedehnten Parkanlagen an dem Fürstlichen Palais in der Langenstraße besichtigt. Der Park zeigt einige recht interessante Baumzruppen; mehrere Stellen des Parks gestatten einen überraschend schönen Durchdlick auf die Stadt Detmold. Nachdem im „Neuen Krug“, der Kaffee eingenommen war, ging es mit der elektrischen Straßenbahn nach Hidessen, wo die Konservenfabrik von Strangmeyer u. Co. besichtigt wurde. Hier gab es mancherlei Sehenswertes, da gerade das Einkochen und Verfüllen großer Mengen von Spargel und Spinat vor genommen wurde. Insbesondere konnten die Hausfrauen interessante Vergleiche anstellen zwischen dem Konservieren im Haushalt und dem Fabrikbetriebe. Die bereitwilligst gezeigten großen Lagerräume mit Obst= und GemüseKonserven aller Art erregten staunende Benahm sofort sein Schwert vom Schwertgurt —„uns kann nichts geschehen.“ Diese Ruhe bei der Gefangennahme überraschte Heinrich einigermaßen, er ließ sich aber nicht irre machen. So wurden sie beide abgeführt und gingen, lächelnden Mundes, in das Gefangenenzelt. Heinrich aber beschied Hartwig zu sich, der sofort mit einigen Rittern nach Wismar reiten sollte, um Strahlendorff und Oeitzen herzubitten, wenn möglich auch Fürstin Anastasia zu veranlassen, einige Tagereisen mit gen Gläsin zu ziehen, um den Pilger zu empfangen und zu prüfen, ob es Heinrich sei. „Eilt Euch, Hartwig, nehmt die schnellsten Pferde, Gerhard von Lepell und Heinrich von Linstowe begleiten dich.“ Kaum eine Stunde später jagten brei Ritter nebst einigen Knechten die Landstraße gen Wismar entlang „Schwer ist unser Auftrag," begann Gerhard von Lepell die Unterhaltung, als der Wald die Reiter in seinen Schatlen aufgenommen hatte und das Stampfen der Hufe auf dem Waldboden unhörbar wurde,„wird die Fürstin uns folgen, wird sie nicht wieder und nach so langen Jahren ohne Nachricht, um so mehr einen falschen Heinrich in dem wunderung. Unter Benutzung der Straßenbahn erfolgte die Rückkehr nach Detmold, wo in verschiedenen Gasthöfen zu Abend gegessen wurde. Mit dem Zuge 8 Uhr 45 Minuten wurde die Rückfahrt angetreten. 8(Deutscher Hilfsbund für christl. Liebeswerk im Orient. Gestern abend sprach Herr Pastor Johannes Lohmann im großen Saal des Christl. Vereins junger Männer vor einer zahlreichen Versammlung über seine letzte Reise in den notstandsgebieten Armeniens. Es war ein tief trauriges Bild das er seinen Hörern entrollte. Das ganze Land ist eine Illustration der Schändlichkeit der türkischen und kurdischen Soldateska, Wehrlose Dörfer werden überfallen, beraubt, die Bewohner ermordet, die Häuser zerstört. Es ist kaum möglich all das Elend auch nur annährend der Wahrheit gemäß zu schildern. Wie rapide die systematische Kuinierung der armenischen Bevölkerung in den letzten Jahren fortgeschritten, lies sich besonders auch aus den Schilderungen entnehmen, die Herr Pastor Lohmann über das Dorf Koms, nördlich der Stadt Musch gelegen, gab. Vor etwa 5 Jahren noch erfreuten sich die Dorfbewohner einer verhältmäßig erträglichen Lage. Sie waren noch im Besitz ihres Eigentums und fähig allen, wenn auch ungerechten Ansprüchen der türkischen Regierung gerecht werden zu können. Wie siehl es aber jetzt aus. Ueber 100 Dorfbewohner sind an Hunger und Entbehrung gestorben, viele Familien nach anderen Orten geflüchtet, andere wieder auf grausame Weise ums Leben gekommen. Hatten vor 5 Jahren die Dorfbewohner noch ihr Vieh im Stalle, jetzt ist kaum noch ein Huhn im ganzen Dorfe aufzutreiben und die noch übergebliebenen etwa 100 Familien nagen am Hungertuch und sitzen in einem Elend, das sich nicht beschreiben läßt. Aber nicht nur Koms, auch aus den Dörfern Moguek, Alverinsch, Vertenis, Wan und wie sie alle heißen, kann leider nichts besseres berichtet werden. Zu alle dem Elend, durch Türken und Kurden verursacht, kommen dann noch die fortwährenden Seuchen wie Cholera, Typhus und Hungertyphus, die unausgesetzt die einzelnen Gegenden heimsuchen. Wahrlich hier tut Hilse not. Möge es dem christl. Liebeswerke im Orient auch ferner vergönnt sein, die bisher so reich gesegnete Arbeit unter diesem armen Volk weiter führen zu können. m.(Tödlicher Unglücksfall.) Am Sonnabend, den 1. Juni, vormittags 11 Uhr, wurde das 1 Jahr 8 Monate alte Kind„Martha", Tochter des Glasarbeiters Anton Sicker hier, Sudbrackstraße 23, von einem Selterwagen angefahren und am Kopfe schwer verletzt. Der Tod trat nach wenigen Augenblicken ein. Das Kind spielte unter Aufsicht des Vaters, welcher mit Straßersegen beschäftigt war, auf der Straße, und lief in dem Augenblick, als der Wagen vorbeifuhr unter die Pferde. Ein Zurückziehen des Kindes seitens des sofort hinzugesprungenen Vaters war leider nicht mehr möglich. Ein Verschulden kann dem Geschirrführer nicht zur Last gelegt werden. m.(Probe=Alarm der freiwilligen Feuerwehr.) Am Sonntag früh um 5 Uhr wurde die.,., 3. und Turnerabteilung der freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Als Braudobjekt wurden die Fahrikgebäude der Weberei an der Sadowastraße angenommen. m.(Eingeliefert in das PolizeiGefängnis) wurden 8 Personen wegen Trunkenheit und Obdachlosigkeit. Aus den Kreise Herford. k. Herford, 1. Juni.(Die Bereinigung der leitenden Gemeindebaubeamten) [Stadtbauräte und Stadtbaumeister] hielten heute im hiesigen Weinklub ihre Tagung ab. Der gutbesuchte Abgeordnetentag wurde durch den Vorsitzenden der Vereinigung, Herrn Stadtbaurat Kullrich Dortmund eröffnet und geleitet. Im Namen der Stadt Herford begrüßte Herr Oberbürgermeister Quentin mit einem herzlichen Willkommen die Gäste. Die reichhaltige Tagesordnung wurde eröffnet durch einen hochinteressanten und ausführlichen Vortrag des Herrn Stadtbaurats SchubertWitten über die Adwässerung im allgemeinen und über das Projekt der Abwässerreinigungsanlage für Witten, dem durch Verfügung der Kgl. Regierung Arnsberg jetzt die Genehmigung erteilt sei. In Witten Pilger vermuten? Und wir? Wir waren Kinder, als Herr Heinrich fortzog— und Strahlendorff und Oertzen werden alt.“ „Sie werden doch ihren Herrn kennen,“ erwiderte Heinrich Linstowe,„und Hartwig Bleyer wird doch wissen, ob der zurückkehrende Bleyer sein Vater ist.“ Hartwig seufzte:„Ich war auch damals sehr jung, Herr Heinrich, kaum entsinne ich mich der Züge weines Vaters— aber— wie ist es denn, Herr Verhardus v. Lepell — lebt nicht in Wismar noch, wenn auch hochbetagt, Euer Ahnherr, dessen Namen Ihr führt, Gerhard von Lepell, der einst aus Pommern kam und Truchseß des gnädigsten Fürsten Johann wurde, des Vaters unseres Fürsten Heinrich? Man sagt, daß die Leute, je älter sie werden, desto genquer sich der Ereignisse ihrer Jugendzelt erinnerten— bittet den alten Ritter, unsere Fürstin nach Gläsin zu begleiten.“ „Mein Ahn ist alt und schwach,“ erwiderte Lipell,„nicht tangt es für ihn, ein Roß zu besteigen, und im Wagen fährt solch ein Reitersmann nicht gern. Ge soll den Herrn ja sehen, wenn er nach Wirmar kommt.“ (Fortsetzung folgt. würde der mechanischen der Vorzug gegeben, da einer anderen Richtung nur für die Fertigst=llu gung Interesse gehabt die jetzige Richtung ein 20000 Mk. Dem Re Bravo zuteil und einer Interesse, das das Then rücksichtigung künstlerisch Aufstellung von Fluchtli bauinspektor Laspeyres=2 seinen Vortrag in Flucht teile und solche für ne die Erbreiterung der St fordert wirden könne, nüge, übertrieben. Dan möglichst der alte Charbleiben. In alten Ste Fluchtlinien= Festsetzunge werden. Bei Fertigstell Stadtteile müsse ebenfall Straßen das Vorbild kehrsstraßen, Wohnstraf werden, letztere aber nu und zur Erholung. El daß Fabrik= und Ges Billenviertel zu erricht setzung von Nebenstraßer gegangen werden, um Spielraum zu lassen, a. sich querende Straßer müßten und direkt an Ritscher=Bielefeld bedauet Fluchtlinienpläne jetzt i geschehen müßte, empfie ruhig in die Aendrrung einzutreten. Im übrig redner bei, daß vor nicht schematisch geschehe manches verdorben, das gut machen könnten. für Schulen referierte Hei Dortmund. Mit den Dortmund gebrochen. D errichtet, bei denen die springende kleine Fontä besonderen verhinderen Fremdkörpern. Der* vorlag, sand ungeteilter stellungskosten nicht zu baumeister Nandelstädt( die Arbeiten des Aussch der natürlichen Bauste Stadtbauinspektor Uhlig frage betr. Schulbaukost reichhaltiges Materiale durchgearbeitet. Die wi der Tagesordnung wege gesetzt. Als nächster Lippstadt gewählt. Di sodann die Sehenswürdi Ein gemeinschaftliches### schloß die Tagung. R Herford, 8. Ju verein) hielt gestern n verein eine Generalverse wenige Mitglieder ersch sitzende, Herr Ridderho# sammlung aus dem# über den diesjährigen Versammlung hielt eine auf die jedenfalls dan Beteiligung für zweckn Anregung des Herrn Ausflug am Sonntag, Wetter nach Vlotho= Oe Abfahrt mit der Kleinb Göbenstraße, oder.08 .11 Uhr ab Bergertor Vlotho Staatsbahnhof Amthausbergs in Bloth fahrt nach Okynhausen Oeyrhausen; Blotho an der Kleinbahn.15 1U 9 37 Uhr. Zur zahlr aufgefordert. + Herford, 2. tatskolonne) fuhr Bielefeld, um an ortigen Krieger=Sanit 2 Herford, 3. macher Innung) abenbs ½9 Uhr, bei sitzung ab. Auf d u. a. die Gründur schufs=s. C Herford, 3. schaftlicher Ver neralversammlung sin abend 8½ Uhr in c Herford, 3 S tag) der vereinigter tafeln sir det am näch 4 Uhr auf dem Schütz wird ausgeführt von Bielefeld, Liedertafe Bielefeld, MännerLiebertafel Hameln, #ück, Quartett Ber Städtischen Kapelle. verkauf bei Herrn Bu Herford, 1. Iu der Schützenges biesem Jahre aus sol Otto Mund; Major: ute: Fr. Bock, Poggenpohl, Fr. Reck Wilh. Detering, Oska Quentin, F. Weing Otto Führing. Heinr hard Kamp, Rudolf Miyer jr., Alex Quholst, Kal Schmidt, Stuke; Atjutanter: W. Flachmann; Bat Hentsch.l. In der Verwaltungsrats un sind keine Veränderun ng der Straßennach Detmold, öfen zu Abend Zuge 8 Uhr 45 rt angetreten. nd für christl. bestern abend sprach im großen Saal Känner vor einer eine letzte Reise in 13. Es war ein n Hörern entrollte. sation der Schändsischen Soldateska. illen, beraubt, die zerstört. Es ist h nur annährend ern. Wie rapide r armenischen Been fortgeschritten, den Schilderungen ohmann über das t Musch gelegen, erfreuten sich die erträglichen Lage. es Eigentums und echten Ansprüchen werden zu können. leber 100 DorfbeEntbehrung geanderen Orten auf grausame mmen. Hatten er noch ihr Vieh Huhn im ganzen ch übergebliebenen Hungertuch und nicht beschreiben h aus den Dörfern Wan und wie sie besseres berichtet durch Türken und nn noch die fortera, Typhus und tzt die einzelnen hier tut Hilse eswerke im Orient bisher so reich germen Volk weiter csfall.) Am vormittags 11 8 Monate alte 8 Glasarbeiters kstraße 23, von in und am Kopfe at nach wenigen d spielte unter e mit Straßerer Straße, und als der Wagen e. Ein Zurücks sofort hinzuider nicht mehr nn dem Geschirrwerden. freiwilligen ntag früh um . und Turnerrwehr alarmiert. Fahrikgebäude zwastraße auzedas PolizeiPersonen wegen keit. erford. Bereinigung ebaubeamten) ster] hielten heute ung ab. Der gute durch den Vorerrn Stadtbaurat eleitet. Im Namen Oberbürgermeister Willkommen die rdnung wurde ernten und ausführbaurats Schubertn allgemeinen und inigungsanlage für er Kgl. Regierung rieilt sei. In Witten ? Wir waren fortzog— und verden alt.“ Herrn kennen,“ „und Hartwig ob der zurückist.“ ar auch damals aum entsinne ich 18— aber— hardus v. Lepell ioch, wenn auch essen Namen Ihr der einst aus s des gnädigsten Vaters unseres st, daß die Leute, genquer sich der erinnerten— ere Fürstin nach d schwach,“ eres für ihn, ein u Wagen fährt gern. Ge soll er nach Wismar würde der mechanischen Reinigung der Abwässer der Vorzug gegeben, das bedeute die Einschlagung einer anderen Richtung der Regierung, die bisher nur für die Fertigstellung der biologischen Reinigung Interesse gehabt habe. In Witten bedeute die jetzige Richtung eine jährliche Ersparnis von 20000 Mk. Dem Referenten wurde lebhaftes Bravo zuteil und eine rege Debatte zeigte von dem Interesse, das das Thema geweckt. Ueber die Berücksichtigung künstlerischer Gesichtspunkte bei der Aufstellung von Fluchtlinien referierte Herr Stadthauinspektor Laspeyres=Bielefeld. Redner gliederte seinen Vortrag in Fluchtlinienpläne für alte Stadtteile und solche für neue Stadtteile. Oft würde die Erbreiterung der Straßen, die nur soweit gefordert wirden könne, daß sie dem Verkehr genüge, übertrieben. Dann müßte bei Erbreiterung möglichst der alte Charakter der Straßen gewahrt bleiben. In alten Stadtteilen müsse daher bei Fluchtlinien= Festsetzungen schonend vorgegangen werden. Bei Fertigstellung der Pläne für neue Stadtteile müsse ebenfalls der Charakter der alten Straßen das Vorbild geben. Es müßten Verkehrsstraßen, Wohnstraßen und Plätze geschaffen werden, letztere aber nur vor öffentlichen Gebäuden und zur Erholung. Es sei Bedacht zu nehmen, daß Fabrik= und Geschäftsviertel, Wohn= und Billenviertel zu errichten seien. Mit der Festsetzung von Nebenstraßen müßte zurückhaltend vorgegangen werden, um dem Unternehmungsgeist Spielraum zu lassen, auch sei es nicht nötig, daß sich querende Straßen rechtwinkelig schneiden müßten und direkt ansetzten. Herr Stadtbaurat Ritscher=Bielefeld bedauert, daß die Festsetzung der Fluchtlinienpläne jetzt immer in der größten Eile geschehen müßte, empfiehlt jedoch, wo es angängig, ruhig in die Aendrrung bereits bestehender Pläne einzutreten. Im übrigen pflichtet er dem Vorredner bei, daß vor allem die Straßenlegung nicht schematisch geschehen dürfe; es würde damit manches verdorben, das Jahrhunderte nicht wieder gut machen könnten. Ueber Trinkspringbrunnen für Schulen referierte Herr Stadtbauinspektor UhligDortmund. Mit den bisherigen Systemen habe Dortmund gebrochen. Daselbst sei jetzt ein Brunnen errichtet, bei denen die Kinder ohne Becher durch springende kleine Fontänen trinken könnten. Im besonderen verhinderen diese das Eindringen von Fremdkörpern. Der Brunnen, dessen Zeichnung vorlag, sand ungeteilten Beifall, zumal die Her stellungskosten nicht zu hoch waren. Herr Amtsbaumeister Nandelstädt=Gelsenkirchen berichtete über die Arbeiten des Ausschusses für die Beschreibung der natürlichen Bausteine Westfalens und Herr Stadtbauinspektor Uhlig=Dortmund über die Umfrage betr. Schulbaukosten. In beiden Sachen sei reichhaltiges Material eingeholt, jedoch noch nicht durchgearbeitet. Die weiteren Punkte wurden von der Tagesordnung wegen vorgeschrittener Zeit abgesetzt. Als nächster Versammlungsort wurde Lippstadt gewählt. Die Teilnehmer besichtigten sodann die Sehenswürdigkeiten der Stadt Herford. Ein gemeinschaftliches Mahl im Hotel Rhode beschloß die Tagung. R Herford, 8. Juni.(Der Gewerbeverein) hielt gestern mittag 12 Uhr im Bürgerverein eine Generalversammlung ab, zu der nur wenige Mitglieder erschienen waren. Der Vorsitzende, Herr Ridderhoff, erklärte, daß die Versammlung aus dem Grunde einberufen sei, um über den diesjährigen Ausflug zu beraten. Die Versammlung hielt eine Halbtagstour in Rücksicht auf die jedenfalls dann zu erwartende größere Beteiligung für zweckmäßiger und beschloß auf Anregung des Herrn Buchhalters Amerlan, den Ausflug am Sonntag, den 9. Juni bei günstigem Wetter nach Vlotho= Oeynhausen zu unternehmen. Abfahrt mit der Kleinbahn mittags.03 Uhr ab Göbenstraße, oder.08 Uhr ab Lübbertor, oder .11 Uhr ab Bergertor. Rückfahrkarten sind bis Blotho Staatsbahnhof zu lösen. Besuch des Amthausbergs in Blotho, dann.29 Uhr Weiterfahrt nach Ozynhausen. Rückjart 751 Uhr ab Oeyrhausen; Blotho an.01 Uhr, Vlotho ab mit der Kleinbahn.15 Uhr, Herford Ber eitor an 9 37 Uhr. Zur zahlreichen V. eiligurg wurde aufgefordert. + Herford, 2. Juni.(Die Sanitätskolonne) fuhr heute geschlossen nach Bielefeld, um an der Fahnenweihe der ortigen Krieger= Sanitätskolonne teilzunehmen. 2 Herford, 3. Juni.(Die SchuhInnung) hält heute Montag, abends ½9 Uhr, bei Kropp eine Vorstands sitzung ab. Auf der Tazesordnung steht u. a. die Gründung eines Innungsausschuss.s. C Herford, 3. Juni.(Kameradschaftlicher Verein.) Die nächste General#rsammlung findet am nächsten Dienstag abend 8½ Uhr in Aeckers Turphalle statt. c Herford, 3 Juni.(Der Sängertag) der vereinigten norddeutschen Liebertafeln sir det am nächsten Sonntag nachmittag 4 Uhr auf dem Schützenhof stalt. Das Konzert wird ausgeführt von den Vereinen: ArionLiedertafel=Bielefeld, HarmonieBielefeld, Männer=Gesangverein Minden, Liebertafel Hameln, Neue Liedertafel=Osnabrück, Quartett Verein=Herford und der Städtischen Kapelle. Eintrittskarten im Vor verkauf bei Herrn Buchhändler W. Menckhoff. Hersord, 1. Juni.(Der Vorstand der Schützengesellschaft) besteht in esem Jahre aus folgenden Herren: Oberst: Otto Mund; Major: Max Dresing; Haupt leute: Fr. Bock, Karl Mumperow, Fr. Pogzenpohl, Fr. Reckendorf; Oberleutnants: Wilh. Detering, Oskar Hentschel jr., Christian Quentin, F. Weingarten jr.; Leutnants: Otto Führing. Heinrich Ganzemüller, Leon hard Kamp, Rudolf Lakemeyer jr., Heinrich Myer jr., Alex Quade, Gollfried Schmalholst, Kail Schmitt, Heinrich Schmidt, Fritz Stuke; Atjutanter: Gustav Ernftmeier jr., W. Flachmann; Bataillonsarzt: Dr. med. Hentsch l. In der Zusammensetzung des Verwaltungsrats und der Wahldeputation sind keine Veränderungen vorgekommen. Die 75jährige Jubelfeier der Schützengesellschaft findet, wie bereits bekannt gemacht, am 21. und 22. Juli und die Nachfeier am 28. Juli statt. Aus den Kreisen Minden und Lübbete Minden, 3. Juni.(Das 20. Westsälische Bundesschießen) hat am Sonnabend unter dem Protektorat des Herrn Regierungspräsidenten Dr. Kruse begonnen. Minden, 3. Juni.(Militärisches,) Die beiden Infauterie=Regimenter der 26. Infanterie=Brigade(Ne. 15 und 55) rücken vom.—29. Juni resp. 3. Juli zum Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn aus, um in dieser Zeit das Bataillons, Regiments= und Brigade= Exerzieren, sowie die größeren Schießübungen abzuhalten. Das Infanterie Regiment Nr. 15. und das 1. Bataillon des Infanterie=Regiments Nr. 55 erreichen den Uebungsplatz und bei der Rückkehr die Garnison durch Eisenbahnfahrt, das 2. und 3. Bataillon des Infant.=Regiments Nr. 55 durch Fußmarsch.— Die Feldartillerie Regimenter Nr. 58 aus Minden und Nr. 22 aus Münster sind vom 22. Juni bis 20. Juli im Sinnelager anwesend, und halten in dieser Zeit ihre gefechtsmäßigen Schieß= und Geländeübungen ab. Minden, 3. Juni.(Ausstellung.) Am Freitag ist durch den Vorsitzenden der hiesigen Gesellschaft für Kunst= und Wissenschaft, Regierungs=Präsident Dr. Kruse, die Eröffnung der kunstgewerblichen Ausstellung, die 22 Räume im alten Regierungsgebäude umfaßt, erfolgt. Zugegen waren mit dem Vorstande die Spitzen der Militär= und Zivilbehörden, der Stadt, der Handelskammer, des Gewerbevereins, die Vertreter der Schule und der Presse. Die Ausstellung enthält reiche Schätze aus den Sammlungen des Zentralgewerbevereins in Düsseldorf. Direktor Frauberger hat die Ausstellung trefflich eingerichtet. Eine besondere Zier für die Ausstellung bilden die von Mindener Familien aus ihrem Privatbesitz hergeliehenen, überraschend vielen Gegenstände aus der Zeit vom 30 jährigen Kriege bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts. Die Ausstellung dauert bis zum 17. Juni. Oeynhausen, 30. Mai.(Vom Bade.) Die letzte Kurliste verzeichnet bis zum 27. Mai eine Gesamtfrequenz von 7311 Personen. Davon sind 4261 Eingeschriebene und 3050 Passanten. Am 28. Mai des Vorjahres wurden gezählt 4199 Eingeschriebene und 2853 Passanten. Die Zahl der verabfolgten Bäder betrug bis zum 27. Mai 31142, gegen 30 955 am 28. Mai des Vorjahres. Veltheim, 31. Mai.(Selbstmord.) Der 18 Jahre alte Arbeiter Wilh. Hohmeier von hier wurde gestern nachmittag als Leiche in der Weser aufgesunden. Gegen Hohmeier, welcher geistig nicht ganz normal war, soll Anzeige wegen eines am Pfingstmontage verübten Sittlichkeitsverbrechens erstattet sein. Furcht vor Strafe scheint ihn daher in den Tod getrieben zu habe: Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. i.., 31. Mai.(Jubiläums= feier.) Unter großer Beteiligung fand gestern und heute das 250 jährige Jubiläum des Königlichen Gymnasiums zu Haum statt. Das Gymnasium wurde am 28. Mai 1657 vom Großen Kurfürsten gegründet und führte nach einer langen Blütezeit ebenso lange eine schwankende Existenz, bis es unter Friedrich dem Großen reorganisiert und mit der seit 1250 hier bestehenden Lateinschule im Jahre 1781 zu dem gegenwärtigen Königlichen Gymnasium verbunden wurde. — Die Festlichkeiten wurden laut Rh.=W. Ztg.“ gestern abend durch die dramatische Aufführung der Goetheschen„Iphigenie auf Tauris" und einen Begrüßungskommers eingeleitet. Der Veranstaltung wohnte u. a. der Oberpräsident der Provinz Westfalen, Exz. Freiherr v. d. Recke bei, außerdem war der Geh. Schulrat Dr. Wendt aus Karlsruhe, der bereits das 200 jährige Jubiläum dieser Anstalt als Direktor mitgefeiert hat, sowie eine große Zahl hoch gestellter ehemaliger Schüler erschienen. Heute vormittag 9 Uhr fand Festgottesdienst mit nachfolgendem Festaktus statt. Während des Festaktes überreichte der Oberpräsident Freiherr v. d. Recke dem Direktor Dr. Oetling den Roten Adlerorden 3. Klasse und dem Rendanten Husemeyer den Kronenorden 4 Klasse. Bochum, 1. Juni.(Der erste Rheinisch= Westsältsche Marine=Appel!) dürfte stark besucht werden. Obgleich die Anmelde frist noch nicht abgelaufen ist, haben bereits 32 Vereine von 56 ihre Teilnahme fest zugesagt. Der Marine Apell wird drei Tage umfassen, vom 29. Juni bis 1. Juli, und wird den Teilnehmern nach dem auf gestellten Programm sehr viel bieten. Neun Admirale, an ihrer Spitze Großadmiral von Köster, haben die Einladung zum Marine: Appell angenommen, ebenso die komman dierenden Generale des westsälischen und des rheinischen Armeekorps. Ob auch mit dem Erscheinen eines Prinzen, insbesondere des Priozen Heinrich, zu rechnen sein wird, ist noch unbestimmt. Hohenlimburg, 31. Mai.(Kinderheim.) In Gegerwart des Peinzen von Bentheim, des Regierungspräsidenten von Coels, der Landräte von Hagen und Iserlohn fand heute nachmittag die Einweihung des in Berchum errichteten Kinderheimes statt. Das hübsche, auf sonniger Bergeshöhe errichtete Heim, das bestimmt ist, Kindern unbemittelter Eltern eine Erholungsstätte zu bieten, ist zur Aufnahme von 40 Kindern eingerichtet. Der Bau, der 60000 Mark kostete, ist nur aus freiwilligen Beiträgen errichtet, an denen sich namentlich Hagener Industrielle beteiligten. In dem Heim haben nach der„Rh.=W. Ztg. schon seit einigen Wochen über 30 Kinder Aufnahme gefunden. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 31. Mai.(König Friedrich August von Sachsen) gedenkt unserem Fürstenpaare in allernächster Zeit einen Besuch abzustatten. Diesen Besuch hat der König, wie die„Lipp. Ldsztg.“ erfährt, dem Fürsten bei Gelegenheit der Uebermittelung seiner Geburtstagswünsche angezeigt. Daß gerade der sächsische König als erster unter den deutschen Bundesfürsten dem hiesigen Hofe einen Gegenbesuch abstattet, erfüllt die Lipper mit besonderer Freude. Barmen, 1. Juni.(Einen gefährlichen Fund) machte nach der„Rhein=W. Zig.“ gestern abend der in der Dickmannstraße Nr. 13 wohnende Hausbesitzer Hoffmann. Während er auf dem Speicher mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt war, entdeckte er in einer nur schwer erreichbaren Ecke, unter dem losen Fußboden versteckt, ein Artilleriegeschoß. Die Polizei, welche H. andern Tages mit dem gefährlichen Ding aufsuchte, wollte mit demselben nichts zu tun haben und riet dem H. dasselbe zu einer Schmelzerei zu bringen. Dieselbe bedankte sich schönstens dafür, das Ding einzuschmelzen oder zu untersuchen und nun machte H. dem Bezirkskommando Mitteilung. Dasselbe stellte nun fest, daß es sich um eine noch völlig geladene über 15 Pfund schwere Feldgranate älteren Systems handelt, wie sie im Kriege 1870/71 verwandt wurden. Da nicht festgestellt werden konnte, ob eine an der Granate angebrachte Schraube den Zünder enthält, so wurde Hoffmann ersucht, das gefährliche Ding durch die Artillerie oder aber sonst einen Fachmann sprengen zu lassen. Rheydt, 31. Mai.(Die Zahl der Typhuserkrankungen) ist auf 52 angewachsen. Die bei dem Krankenhaus errichtete Notbaracke ist vollständig brlegt. Gestern war der Regierungsmedizinalrat aus Düsseldorf hier. Nach dessen Ansicht ist es nicht ausgeschlossen, daß durch die bei der Kanalisation mehrfach vorgekommenen Rohrbrüche der Wasserleitung einzelne Wasserstränge verunreinigt sind. Von der Behörde werden gemeinverständliche Belehrungen über den Unterleibstyphus in den Häusern und Schulen verteilt. Köln, 28. Mai.(Ein munteres Giraffenbaby) wurde vorgestern dem hiesigen Zeologischen Garten beschert. Die jange Giraffe stans bereits nach zwei Stunden auf ihren langen Beinen, folgte der Mutter und übt sich jtzt schon in kindlichen Sprüngen. Die Grraffenmutter hat sich ihres Töchterchens, das bereits 1,70 Meter hoch ist, sefort an genommen und nährt es selbst Aurich, 29. Mai.(Das Moorbrennen.) Da die Witterung in diesem Frühjahre dem Moorbrennen sehr günftig war, ist die Zeit in der dieses gestattet wird, heuer bis zum 31. Mai beschränkt worden. Schon im vergangenen Jahre sind in Ostfriesland überhaupt nur noch etwa 1400 Hektar Moorfläche gebrannt worden. In den letzten Tagen war in Westfalen bei Nordwind einige Male dentlich Höhenrauch wahrzunehmen. Vermischtes. Berlin, 2. Juni. Ein folgenschwerer Zusammenstoß zweier elektrischer Straßenbahnwagen, bei dem 12 Personen teils leicht, teils erheblicher verletzt wurden, hat sich gestern Abend auf dem Lützowplatz unweit der Einmündung der Lützowstraße ereignet. Berlin, 2. Juni. Eine unerwartete Wendung ist im Bäckerstreik dadurch eingetreten, daß der Ring der Hefehändler beschloß, den Meistern, welche die Forderungen der Streikenden bewilligt haben, die Lieferung von Hefe für die Dauer des Boykotts zu verweigern. Allerdings soll es der Streikleitung gelungen sein, Hefe in genügendem Maße zu beschaffen. Berlin, 1. Juni. Der Kaiserliche Automobil Klub wird, wie die„Berl. Korresp.“ mitteilt, in ganz Deutschland an den Straßen zur Kennzeichnung besonders gefährlicher Stellen Warnungstafeln anbringen. Die Aufstellung soll gleichmäßig in der ein für alle Mal festgesetzten Entfernung von 250 Meter vor der gefährlichen Stelle erfolgen. Nürnberg, 2. Juni. Im Rettungshause Veithof bei Nürnberg sind 35 Zöglinge, wahrscheinlich durch schadhaftes Kochgeschirr vergiftet, nach dem Essen erkrankt. Ein 14jähriger Knabe ist bereits gestorben. Ratibor, 1. Juni. Das Automobil des Fürsten Lichnowski überfuhr den früheren Gemeindevorsteher von Kronowitz, Schwiedergal. Das Unglück geschah abends, als der Fürst von Kuchelna nach Ratibor fuhr, um von da nach Berlin zu reisen. Schwiedergal starb, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war. Köln, 2. Juni. Im Orte Ingebroich im Rheinland wollte ein mit mehreren Personen besetztes Automobil eine Frohnseichnamsprozession in der: Augenblick durchrechen, als der Segen erteilt wurde. Es kam aus diesem Anlaß zu einem Zasammenstoß mit den gefährdeten Teilnehmer der Prozession, wobei das Automohil unkipp'e. Die Insassen erlitten teilweise sehr schwere Verletzungen. Bremerhaven, 31. Mai. Der Streik der Seeleute hat dem Norddeutschen Lloyd bisher keine Schwierigkeiten in der Bemaniung seiner Schiffe bereitet. Infolge mehr als genügender Anmeldungen war er in der Lage, noch andere Reedereien Leute überweisen zu können. Ein Vergleich der von den streikenden Seeleuten gefordetten Löhne mit der tatsächlich vom Norddeutschen Lloyd gezahlten Heuer ergibt, daß die Löhne schon jetzt vielfach höher sind als die geforderten. Im zweiten und wieder im dritten Jahre setzt der Nordd. Lloyd die Löhne um je 5 Mk. hinauf und kommt damit für einzelne Dampferarten, z. B. die Schnelldampfer und Reichspostdampfer, zu Lohnsätzen, die im dritten Jahre 10,15, auch 20 Mk. moratlich höher sind als die geforderten Löhne. London, 1. Juni. Fünf Personen verbrannt.„Daily Telegraph“ meldet aus NiwYork: Donnerstag Nacht brannte die Villa des reichen Zigarrenfabrikanten Walter Schiffer in Longbranch ab; zwei Töchter Schiffers, zwei Dienstboten und die Erzieherin verbrangten; Herr und Frau Schiffir erlitten bei dem Versuch, ihre Kinder zu retten, schwere Brandwunden. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vem Abend des 3. bis zum Abend des 4. Juni 1937, Morgen fortgesetzt veränderlich, mehrfach Regenfälle, windig, kühl. Nebersieß der Sreiefeib, 3. Juni 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmaus Sw.,##erNiedzigster Thermometers#ars i. d. Nacht+- 9 06 Thermometerstans um 13 Ur vorm.+ 14 0C. Barometer 749 em. Wins: West. Hir####l bedeckt. Neuste Nachrichten. Berlin, 3. Juni. Der Kampf im Berliner Baugewerbe erfährt mit dem heutigen Tage eine weitere Verschärfung. In einer stark besuchten Versammlung beschlossen gestern die im Zentralverband der Maurer organisierten Putzer, von heute ab ebenfalls aktiv in den Kampf einzutreten und überall dort die Arbeit einzustellen, wo die Arbeitgeber die Angehörigen der Baugruppe ausgesperrt oder die neuen Forderungen nicht bewilligt haben. Rom, 3. Jani. Gestern morgen 11½ Uhr, unmittelbar nach Eröffnung des netionalen Schützenfestes auf den Wiesen der Farnesing und während die Radfahrerkompagnie des 8, 4. und 5. Bergsaglieriregiments und das Radfahrer= Freiwilligen bataillos Rom vor den König defilierten, schlug ein Blitz in den Ballon des Lustschiffuparks ein, der wenige Minuten vorher frei aufgestlegen war und in der Höhe von 300 Meter nordwärts trieb. Fast in derselben Sekunde schlugen aus der Seidenhülle des Ballons retgrüne Flammen hervor und einige Minuten später plotzte die Hülle weit auseinander. Anfangs sank der Ballon langsam. Nach wenigen Sekunden aber begann der Korb, über dem die Seile wirr durcheinander wirbeiten, rascher und rascher zu sellen, bis er zuletzt jäh wie ein Meteor zu Boden sauste. In dem Kerbe lag bewußtlos der Führer des Zallous, Haupimann Uliwellt. Man hob den Verunglückten auf und brachte ihn nach Rem in das St. Jakobsspital. Während man ihn verband, trat der König, der vom Schießplatz herbeigeeitt war, an das Beit des Kranken. Der König faßte schweigend die Hand. Uliwelli öffacte die Augen, erkannte den König aber nicht mehr. Um 2 Ur nachmittags wer der Hauptmann lot. Säuglinge sollen nur schreien, wenn sie hungrig oder naß sind. Anhaltendes Schreien findet sich meistens bei Stuhlverstopfung, welche durch die Ernährung mit„Kufeke"=Kindermehl mit oder ohne Milch verhindert wird. „Kufeke“=Kindermehl macht die Milch leichter verdaulich und erhöht durch seinen Gehalt an Mineral= und Eiweißstoffen auch ihren Nährwert. Die Vorstandsfällt morgen aus! Der Vorstand. Grasverkauf! Montag, den 10. Juni 1907, nachm. 3 Uhr soll der erste Schnitt Gras, in den zirka 100 Scheffelsaat großen Milsener Wiesen verkauft werden. Brake II, den 29. Mai 1907. Nr. 128. Pahmeper. Wegen vorgerückter Saison Grsse Preisermässigung auf sämtliche noch vorrätige Damen-Paletots schwarz und farbig. Jackenkleider“— Taillen-Kostüme Um mit den Sommerhüten zu räumen gebe auf sämtliche Damen- u. Kinderhüte 15—20% Rabatt. Vlelseitiger, reichhaltiger Inhalt, erste Oitarbeiter und Künstler. Hufsätze sieis aktuell, Interessant und per. schm, daber zahlreiche Hnerkennungen aus der ge samten deuischen Sägerwelt. 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Gouverneurs Leutn Frieden herzustelle drangen die Anfiel in die Stammesgel Land ging leicht geborenen für Gi Eigentumsbegriff h. ihnen unverständlich Als dann der Ei ganzen Umfang von wurde, sahen sich hier setzte die Erbi Aufstand sich Luft Besehl von Berlin von der inzwischen senen Schutztruppe Allein es war un hatten 4000 Gewi 400, und im afrike Gewehr in der Hal wert, wie in der der Aufstand ausbre bloß 750 Mann sl. Fehler. Entweder nung der Schwarz hätten die Anfiedler müssen. Der Aussta eines gestohlenen He der Leutnant Jobst ling, verhaften woll keit hat das Reich Menschenleben gekost sind gemacht worden, blößung des Hererolg die Abberufung Leu Behandlung der E wichtigste und dringe Dr. Rohrbach die BehDer Engländer beha Fuß wie die Weißen. den Neger wohlwolle erhält ihn im Resp richtige Methode; der ein fester Mensch gege deutsche habe ein vie der Behandlung der Norddeutsche, der Extremen sich bewege, der Verhätschelung Peitsche. Was soll