II nhofstrasse. 1. izubringen. rddeutsches KKher, ier 204. Spezialhaus sorderstr. 7. ons=Artikel sobelplatten rbeiten setts ziehtröge becke. Vet P.(00 U Prr. en detall ig UU7 er Art, tter, Bohner, f Ledertuche, 110 ne, Teppiche,##### lefeld, orwall 4 b. ing sämtl. iner ∆ Buckskins 2c. Werstellt sen evangelischen baldigst zu bebehalt 1400 Mk., 1500 Mk. beschlosnicht genehmigt), 200 Mk., Miets70 bezw. 450 Mk. bis spätestens 25. be der nächsten erwünscht. den 7. Mai 1907. huldeputation. isiteur aten, wünscht, um en, Stellung auf entur bei beschein. inter L. 4507 an dies. Ztg. erbeten. sleichelh. Nr. 110. Bierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1,20 M., bei täglicher Zustellung in Bielefeld 1.40 M., durch Briefträger 1,62 M. 31. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. scher Kalender. 13. Mai: Karl von Linné, schwedischer Natursorscher, geb. 1707.— Maria Theresia, geb. 1717.— Friede zu Teschen, 1779.— Friede zu Luneville, 1801.— Napoleons zweiter Einzug in Wien, 1809.— Professor Köstlin, Senior der theologischen Fakultät in Halle, gest. 1902. Montag, 13. Mai 1907. Die Entschädigungsfrage in Deutsch=Sudwestafrita.“ Der Antrag des Kolonialamtes, den Anfiedlern in Deutsch=Südwestafrika 7 Millionen Mark zur Deckung ihrer Verluste bei Beginn und während des Aufstandes zu bewilligen, hat gewiß bei allen Kolonialfreunden freudigen Widerhall gefunden. Es sind ja schwere Opser, die dem Vaterlande für Deutsch=Süstwestafrika zugemutet werden, aber sie dürfen doch auch als eine Saat auf Hoffnung angesehen werden. Wird die Entschädigung den Ansiedlern bewilligt, so ist zu hoffen, daß mit diesem Gelde nicht nur ihr Verlust gedeckt, sondern auch die Entwickelung von Deutsch=Südwestafrika ganz wesentlich gefördert wird. Sehr schmerzlich würde es aber vielen Fceunden von Deutsch=Südwestafrika sein, wenn nicht auch die Missionare, die dort im Lande Jahrzehnte gelebt und für die Entwickelung derselben viel Größeres geleistet haben, wie durchweg anerkannt ißt, für ihre schweren Verluste entschädigt würden. Die Missionare haben zum Teil alles verloren und es ist niemand, der ihnen Ersatz leisten kann. Die Mission hat infolge des Aufstandes so viel außerordentliche Ausgaben, daß sie unmöglich auch die Verluste ihrer Missionare noch decken kann. Dazu kommt, daß infolge der Entwickelung des Schutzgebietes die Aufgaben und Ausgaben der Mission wesentlich größer geworden sind. Die Missionen waren ja bei Beginn des Aufstandes und während desselben der Gegenstand ernster, zum Teil schändlicher Angeiffe. Für jeden Kenner des Landes, soweit derselbe sich einen ruhigen, sachlichen Blick gewahrt hatte, waren diese Angriffe haltund gegenstandslos. Teilweise werden dieselben ja auch heute noch fortgesetzt. Dem gegenüber weisen wir nur darauf hin, daß der jetzige Gouverneur v. Lindequist sich wiederholt sehr anerkennend über die Arbeit der rheinischen Missionare— und um diese handelt es sich nur— ausgesprochen hat. Im Oktober vorigen Jahres sagte er zu Windhuk bei Eröffnung des Gouvernementsrates:„Im Norden des Landes hat sich die Rheinische Mission um die Wiederherstellung des Friedens verdient gemacht. Für die Bereitwilligkeit, mit die sie auf meinem Vorschlag bei Errichtung von Hererosammillagern eingegangen ist sowie für die an 4 Stellen ausgeführte ersolgreiche Sammelarbeit gebührt ihr warmer Dank.“ Der frühere Gouverneur von Deutsch= Südwestafrika, Generalmajor Leutwein, spricht in seinem Buche:„11 Jahre Gouverneur in Deutsch=Südwestafrika" auf Seite 278 üder die Mission in sehr anerkennender Weise. Er sagt unter anderen:„Ein entschiedenes Verdienst hat sich die Rheinische Mission in Südwestafrika um die Aufrichtung der deutschen Schutzherrschaft erworden. Als die Frage, ob englische oder deutsche Schutz herrschaft an die Eingeborenen herantrat, waren es im wesentlichen die Missionare, die durch ihr Eingreisen die Entscheidung für Deutschland herbeigeführt haben.“ Er äußert sich ferner:„Marcher Missionar erlag den Entbehrungen und Leiden, aber immer wieder kehrten die Ueberlebenden oder die Nachfolger der Verstorbenen an die Stätte des früheren Wirkens zurück und begannen ungebeugten Mates ihre Arbeit von neuem. Und warum, wozu? Lediglich zu dem idealen Zweck der Verbreitung des Chrisientums.“ Auch infolge des Aufstandes haben die Missionare sehr gelitten, doch denken sie nicht daran, das Land zu verlassen, sie verfolgen ihren idealen Zweck unentwegt weiter. Dabei werden sie in der Lage sein, unserem Vaterlande nach wie vor manche gute Dienste zu tun. Als rechte Missionare kennen sie das Wort: Fürchtet Gott, ehret den König. Dies ist trotz aller gegenteiligen Behauptungen der Wahlspruch der Missionare. Sie suchen des Landes bestes, darin sie wohnen. Die Rheinische Missionsgesellschaft selbst hat schon Millionen zum Besten des Landes ausgegeben und ist weiter bereit, alles Geld, das ihr zur Verfügung gestellt wird, für das Land zu verwenden. Sie wird aber nie einen Pfennig aus dem Lande ziehen. Sie denkt an keinen Gewinn, sondern will nur zur Hebung und Entwickelung des Landes beitragen. Da wäre es doch ohne Frage recht unbillig, wenn man die Missionare und die Missionsgesell schaft nicht auch entschädigen wollte für die schweren Verluste, die sie erlitten haben. Es ist dies um so leichter, als im Verhältnis zu den beantragten 7 Millionen, die von der Missionsgesellschaft erbetene Ent schädigung als nicht groß bezeichnet werden kann. Dagegen ist die Entschädigungsfrage für die wichtige Arbeit die sie im Interesse, der Eingeborenen des Schutzgebietes verrichtet, von größter Bedeutung. Es entspricht der Billigkeit, fie ebenso zu entschädigen wie die Anfiedler, denn auch die Missionare sind Anfiedler, die im Lande bleiben; ja es liegt auch im Interesse der Kolonie selbst, dieses zu tun, denn die Mission hat nur das beste und das Wohl der Kolonie und ihrer Bewohner im Auge. Summa: man entschädige die Rheinische Missionsgesellschaft nach Recht und Billigkeit, welche die erste und vornehmste Kolonistin in Deutsch Südwestafrika gewesen ist und ist. Partei sich als dringend erforderlich zeigen. Diejenige Partei, der es an einer machtvollen Organisation gebricht, ist schließlich außer stande, nach allen Richtungen ihre Selbständigkeit zu wahren und gerät in Gefahr, ebensowohl von den Gegnern, als auch von verschiedenen„guten Freunden", die gerade den Konservativen bei den Wahlen gern die Pistole auf die Brust setzten, zurückgedrängt zu werden..... Dieser Ruf ist für die konservative Partei um so dringlicher, als politische Agitation und das damit verbundene Hinaustreten in den Lärm der Oeffentlichkeit dem Grundzuge des konservativen Wesens an sich ferner liegen. Man ist in unseren Kreisen nicht selten nur geneigt, sich auf die gute Sache, auch auf die Regierung zu verlassen, und zieht es häufig vor, sich im Verkehr mit Gleichgesinnten in seinen Ansichten zu bekräftigen, anstatt in weiteren Kreisen für die konservative Sache zu werben und für die Verbreitung konservativer Anschauungen tätig zu sein. Wir müssen aber in dieser Hinsicht nicht bloß von den Gegnern lernen, auch auf befreundeter Seite bietet die Organisation des Bundes der Landwirte in dieser Hinsicht für die konservätive Partei ein vortriffliches Beispiel. Wir geben diese Anregungen an unsere Leser zur Beherzieung weiter. Bestrafung von Ausschreitungen, wie sie hier in Frage kämen, nur auf Antrag erfolge. So in der Republik Bern. Im „rückständigen“. Deutschen Reiche vereinigten sich Liberale und Zentrum mit der Sozialdemokratie, um das zahme Arbeitswilligengesetz zu„verscharren“, ohne es auch nur einer Prüfung zu unterziehen. Und seitdem ist zwar der gewerkschaftliche Terrorismus, aber nicht der Mut, ihm durch gesetzgeberische Maßnahmen entgegenzutreten, gewachsen. Frage der Parteiorganisation *) D e r S c h l u ß d i e s e s z u e r s t i n d e r„ K r e u z z e i t u n g“ erschienenen Artikels wurde von uns schon in Nr. 104, zweites Blatt, mitgeteilt; auf besonderen Wunsch aber bringen wir den Artikel heute vollDie Schriftleitung. betitelt sich ein Artikel, in dem die„KreuzZeitung“ auf die erstaunliche Organisationsarbeit der nationalliberalen Partei aufmerksam macht. In der Rheinprovinz seien im Laufe des letzten Winters allein sechzig Neugründungen erfolgt, deren Mitgliederzahl sich steter Zunahme zu erfreuen habe.„Es läßt sich“, so heiße es in dem Geschäftsberichte,„allerorts etwas erreichen, und wenn erst einmal einer den Sprung gewagt hat, folgen auch andere nach. An sängliche Mißerfolge können und bürfen nicht abschreckend wirken." Das sei eine Mahnung, die wan auch in konservativen Kreisen beherzigen sollte. Auch in der konservativen Partei, fährt dann die„Kreuz Zeitung“ fort, wird gegenwärtig fleißiger und vielfältiger als bisher organisatorisch gearbeitet. Aber es wird dabei doch immer noch der Fehler gemacht, daß man hier und da in den Provinzen darauf wartet, daß von der Zentralstelle in Berlin aus die Initiative ergriffen werde. Von diesem Gedanken sollte man sich frei machen. Die Initiative kann nur in den Wahlkreisen und in den Provinzen liegen, und deshalb ist es das erste Erfordernis für eine leistungsfähige Organisierung der Partei, daß selbständige besoldete Provinzialsekretäre angestellt werden, die nicht etwa im Nebenamt den Ausbau der Organisation betreiben, sondern die dieser Tätigkeit ihre volle Arbeitskraft widmen. Was die Nationalliberalen fertig bringen, das muß doch auch die konservative Partei leisten können, und sie ist gezwungen, es zu leisten, wenn sie nicht bei kommenden Wahlkämpfen unterliegen will Schon bei den nächsten Landtags ahlen wird eine um fassendere und strammere Oeganisation der Ein Streikgesetz in der',„freien“. Schweiz. In der Schweiz besteht schon seit längerer Zeit die Absicht, gegen Streik Ausschreitungen und zum Schutze der Arbeitswilligen ein Bundesgesetz zu erlassen. Da es damit aber nicht rasch genug vorwärts geht, haben einzelne Kantone, so beispielsweise Zürich, eigene Gesetze erlassen, um dem überhandnehmenden Terrorismus entgegenzutreten. Vor kurzem ist auch für den Kanton Bern, den größten und führenden Kanton der Eidgenossenschaft, ein Streikgesetz zustande gebracht worden. Es zerfällt in zwei Teile. In den vier ersten Artikeln wird bestimmt, daß zur gütlichen Erledigung von Kollektiv= streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über Lohn und Arbeitsverhältnis 2c. je nach dem örtlichen Bedürfnis Einigungs= ämter errichtet werden sollen, die von Amts wegen ihre Vermittelung anbieten und wenn die beiden Parteien es fordern, schiedsgerichtlich entscheiden. Die andere Hälfte des Gesetzes sieht Strafen gegen Streikausschreitungen vor. Diese Bestimmungen gipfeln in folgendem: Tätlichkeiten, Drohungen, Beleidigungen oder erhebliche Belästigungen gegenüber Arbeitswilligen während eines Str ils werden mit 1 bis 60 Tagen Gefängzis bestraft. So bestimmte der Entwurf: in der Debatte gelangte noch der mildernde Zusatz zur Annahme, daß in geringfügigen Fällen Bußen von 1—100 Franken eintreten. Die gleiche Strafe wird, und diese Bestimmung soll die Objektivität des Gesetzes auszeigen, demjenigen angedroht, der während einer Arbeitseinstellung durch ein Verhalten wie es dem Arbeitswilligen gegenüber bedroht ist, jemand an der Beteiligung am Streik zu hindern sucht. In beiden Fällen können Ausländer mit Landesverweisung bestraft werden. Von den weiteren Bestimmungen des Gesetzes ist zu erwähnen, daß wenn bei einem Streik erhebliche Ruhestörungen durch Insemmlungen erfolgen, die Polizei die Versammelten zum Auseinandergehen aufsordert und daß diejenigen, die dieser Aufsorderung nicht Folge leisten, mit 1—60 Tagen Gefängnis bestraft werden. Weiter können während eines Streiks öffentliche Umzüge verboten werden. Zur Begründung des Gesetzes an sich wurde hervorgehoben, die ordentliche Gesetzgebung genüge nicht für Streikunruhen, weil nach dieser die Anwesenheitsgelder im Abgeordnetenhause. In der Presse findet sich die Bemerkung, daß neuerdings im Abgeordnetenhause eine, auf Einführung von Anwesenheitsgeldern nebst Freifahrtkarten, an Stelle der Diälen, gerichtete Bestrebung bestehe. Die Haltung der konservativen Partei in dieser Frage war bisher die, daß ein großer Teil der Fraktion eine Veranlassung zur Aenderung des gegenwärtig bestehenden Zustandes unter den obwaltenden Umständen überhaupt nicht erkennen konnte, und daß man im übrigen ziemlich allseitig der Meinung war, daß letzterer Zustand einer mit Präsenzkontroll= verbundenen Neuordnung immer noch vorzuziehen sei. Daß sich in dieser Stellung eine Aenderung vollzogen hätte, ist bis jetzt nicht bekannt. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 12. Mai. Der Kaiser nahm gestern nachmittag an der Einweihungsfeier des neuen Kurhauses in Wiesbaden teil. Abends 6 Uhr erschien auch die Kaiserin. Der Kronprinz wird am nächsten Mittwoch die Armee, Marine= und Kolonial= ausstellung in Beilin eröffnen. Anläßlich der Geburt des spanischen Thronfolgers haben der Kaiser, der Reichskanzler Fürst von Bülow und die Gesandtschaften der hiefigen spanischen Botschaft ihre Glückwünsche übermittelt. Außerdem hat Kaiser Wilhelm nach Madrid an König Alfons ein überaus herzliches Telegramm gerichtet. Der„Köln. Zig.“ wird aus Berlin telegraphiert: Aus bester Quelle erhalten wir die Nachricht, daß in dem Disziplinarverfahren gegen den Gouverneur v. Puttkamer die Reichsregierung gegen das erstinstanzliche Urteil die Berufung angemeldet hat. Der Vorbereitungsausschuß für den Gegenbesuch der englischen Journalisten teilt mit, daß der Präsident des Deutschen Reichstags, Graf zu Stolderg Wernigerode, das Ehrenpräsidium des deutschen Komitees für den Empfang der englischen Journalisten angenommen hat. Die Budgetkommission des Reichstags unternahm am Freitag vormittag die schon seit langem geplante Fahrt nach dem Truppen= Uebungsplatz Jüterbog. Außer den Mitgliedern der Kommissionen nahmen auch zahlreiche Gäste an der Fahrt teil. Auch die soztaldemokratischen Abgg. Bebel, Singer, Dr. Südekum und Noske waren anwesend. Von der Regierung beteiligten sich Kriegsminister v. Einem und mehrere höhere Offiz'ere an dem Ausfluge. Zur Vorführung gelangten die neuen Maschinengewehre, die auf Ziele von 2500 Metern Entsernung feuerten und 75 Proz. Treffer erzielten. Es wurden sodann die Rohrrücklaufgeschütze vorzeführt, die alsbald aus Deckungen ein indirektes Feuer auf Schützenlinien eröffneten, der britte Schuß saß. Eine Kavolleriegt acke auf die Artillerie wurde glänzend abgeschlagen. Die Kosten der Vorführung belaufen sich auf 6600 Mk. Der Seniorenkonvent des Reichstags kam heute überein, die Sitzungen am Montag und Dienstag um 11 Uhr beginnen zu lassen, und am Dienstag, spätestens Mittvoch, zu vertagen. Wiederholt wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Redner aller Parteien sich möglichst kurz fassen und sich eventuell auf kurze Erkärungen beschränken möchten. Die Geschäftsdispositionen des Landtages für die nächste Woche sind wie folgt getroffen: Das Abgeordnetenhaus wird den spruchreifen Stoff dis zum 15. Mai ausorbeiten, um dann in die Pfingstferien zu gehen. Nach Pfingsten werden nur noch 3—4 Sitzungen abgehalten werden. Erwartet wird von der Staatregierung noch ein Nachtragsetat mit Teuerungszulagen. Während im Berliner Baugewerbe die Aussperrung vor der Tür steht, bahnt sich in der deutschen Holzindustrie nach langwierigen Verhandlungen der Friedensschluß av. Länger als ein Vierteljahr hat dieser Kampf zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf das Holzgewerbe schädigend eingewirkt. Gestern nachmittag hat das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts nach mehr Töchigen Verhandlungen einen Schieisspruch für die Holzindustrie gefällt, der zw ifellos die Zustimmung der beteiligten Arbeitgeber= und Arbeitnehmerverbände finden wird. Es kommen in Frage fünfzehn deutsche Städte: Berlin, Köln, Barmen, Düsseldorf, Spandau, Bernau, Lüdick, Dresden, Leipzig, Burg, Oldenburg, Halle, Guben, Görlitz und Kiel. Braunschweig, 11. Mai. Am Montag findet eine vertrauliche Sitzung des Landtags in Sachen der Regentenwahl statt. Die Kandidatur des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg ist, wie die„Landeszeitung“ hört, neuerdings auf Schwierigkeiten gestoßen. München, 12. Mai. In dem Beleidigungspeozesse des Reichskomm ssars a. D. Dr. Peters gegen die „Müncherer Posl“ hatte der Vertreter dieses Blattes die Vernehmung des Kaisers beantragt. Dieser Antrag ist von dem Gericht abgelehnt worden. Der Angeklazte hatte beantragt, vom auswärtigen Amte die Akten der Petersschen Disziplinargesetze zu erhalten, das auswärtige Amt hat aber auch diesen Antrag abgelehnt. dem Auslande. London, 11. Mai. Botha hat heute die Rückreise nach Südafrika angetreten. Vorher hatte er eine Audienz beim König, der ihm in herzlichen Worten eine gute Reise wünschte. Rußland. Auf ein Bittgesuch der Abteilung des Verbandes echt russischer Leute in Poltawa, den Schülern der Mittelschulen den Eintritt in den genannten Verband zu gestatten, ist ein Bescheid des Kaisers eingegangen, in dem es heißt, die russischen Anschauungen müssen der Jugend durch die Schule und die Wissenschaft eingeimpft werden, und erst nachdem sie die physische und geistige Reife erlangt haben, könne die Jugend am öffentlichen Leben teilnehmen und für den Kaiser und das Vaterland zu deren Schutz dienen. In Taganrog wurden einem Kassenboten 30000 Rubel und in Samarkand aus einem Geschäftslokal 23000 Rubel geraubt. Konstantinopel, drn 11. Mai. Der Sultan hat den Oberhofmeister der deutschen Kaiserin Frhrn. v. Mirbach den Medschidieorden in Beillanten und dem deutschen Geschäftsträger von Below denselben 1. Klasse verliehen. Madrid, 11. Mai. Aus Anlaß der Meakenburgische Treue. Von A. Burg. 5](Nachdruck verboten.] „Werde ein Ritter, mein Sohn“, sagte Heinrich,„aber ein Ritter kämpft nicht mit wehrlosen Frauen, das ist nicht ritterlich.“ Da ließ der Knabe Schild und Speer sinken und sah den Vater lange an— dann hob er beides wieder und sagte:„Ja, das ist recht, wir müssen die Mutter schützen und das Kloster auch, wenn es uns zum Schutze ruft, aber gegen unsere Feinde dürfen wir käwpfen.“ Eine Glocke tönte durch die stille Früh lir gsluft. „Es läutet Mittag, Heinrich— man harrt unser in der Halle, Strahlendorff und Oertzen hast du zur Bespeechung rusen lassen— kommt, laßt uns gehen...“ II. andern Tage nahmen die Doberaner e Abschied von ihrem Fürsten. Sie standen vor Heerr Heinrich, der, umgeben von seiner Fomilie, in der großen Halle Eesthicnen war. ### odenn ich nicht wiederkehren sollte vom Geburt eines Throuerben begnadigte der König acht zum Tode Verurteilte. Das Ministerium ordnete an, daß der heutige Sonnabend, der Sonntag und Montag Feiertag für das ganze Land sein sollen. Die Geburt des Thronerben bedeutet, wie die Verhältnisse in Spanien liegen, eine Stärkung der Dynastie, die in ihrem eigenen Interesse, wie in dem des Landes sehr wünschenswert war. Königin Biltoria beabsichtigt, ihr Kind selbst zu nähren. Der Thronerbe ist abnorm schwer, groß und stark und hat einen kräftig gewölbten Brußkasten. Seine Züge zeigen ausgesprochen battenbergischen Typus, er hat, wie seine Mutter, blaue Augen und blondes Haar. NewYork, 11. Mai. Nach einer Meidung aus Mexiko ist der Konslikt zwischen Mexiko und Guatemala beigelegt. Mexiko wird auf die Auslieferung des Generals Lima nicht bestehen und der mexikanische Gasandte wird nach Sakvador versetzt. Kolonialpost. (Erzgewinnung in Tsumeb in Südwestafeika) Die„Hamburger Nachrichten“ bringen ein Stimmungsbild über die Eezgewinnung in den TsumebMinen. Sie haben sich als verblöffend reiche Erzlagerstätten entpuppt. Im Kall sitzt steil eingelagert eine Linse von etwa 150 Meier Länge und 20 bis 30 Meter größter Dicke. Das ist der Eizkörper. Die Erze enthalten durchschnittlich 12½ Prozent Kupfer und 25 Prozent Blei, ohne die Nebenerzeugnisse. Auf einem halb in den Berg eingeschnittenen Platteau liegt das stattliche Hüttenwerk mit Hochösen, Aufzügen und Gebläsemaschinen und Essen. Hinter einem kleinen Hügel dehnt sich die Reihe der Beamtenwohnhäuser, Lazarette usw. Weiter nach Süden lugt durch das Grün des gut bewaldeten Geläsdes eine kleine Willblechstadt von Stores und Hotels, und im Osten erheben sich die glockenförmigen Pontoks der eingeborenen Arbeiter. Am betiebtesten sind die Hereros, die zum Teil dort heimisch geworden sind. Der Mann erweist sich als kräftiger und geschickter Grubenarbeiter, während Weider und Kinder unter lautem Gelärme über Tage das Erz ausklauben. Demnächst sollen auch die Erzvorkommen östlich von Otavi in Angriff genommen werden. Aus den Parla Deutscher Reichstag. 51. Sitzung vom 11. Mai 1907. 1 Uhr. Bei schwachbesetztem Hause genehmigte der Reichstag am Sonnabend zunächst in erster und zweiter Lesung den Weltpostvertrag. Staatssekretär Kraetke gab hierbei ein anschauliches Bild von der Entwickelung des Weltpostvereins, dem im Jahre 1874 22 Staaten, insbesondere Europa und die Bereinigten Staaten angehörten, und der bis zum 26. Mai v. J., nach Unterzeichnung des neuen Vertrages in Rom, mit 72 Mitgliedern fast die ganze zivilisierte Welt umfaßte. Dementsprechend sei der Verkehr immens gewachsen; so würden gegenwärtig 31 Milliarden Briessendungen und 4 Milliarden anderer Sendungen befördert und in Postanweisungsbeträgen allein 30 Milliaiden umgesetzt. Deutschland habe es auch durchgesetzt, daß die Gewichtsstufe von 20 Gramm für den ganzen Verein angenommen, und die Taxe für schwere Briefe um die Hälfte ermäßigt sei. Bedeutende Erleichterungen seien auch für Postanweisungen erzielt worden. Die Zusatzübereinkunft zum Handelsvertrage mit der Türkei wurde darauf nach erläuternden Darlegungen des Staatssekretärs von Tschirschky gleichfalls genehmigt, ebenso wurde der Urheberschutzvertrag mit Frankreich in dritter Lesung verabschiedet. Es folgten die schon vor Ostern auf der Tagesordnung gestandenen, aber zwecks näherer Untersuchung vertagten Interpellationen des Zentrums heiligen Lande, liebe Brüder, so seht Ihr in meinem ältesten Sohne Heinrich Euren zukünftigen Herrn, gelobt jetzt im Namen Eures Klosters der Fürstin Anastafia, die an meiner Stelle hier regieren wird, Treue und Gehorsam.“ Die Mönche schritten schweigend zu Anastafta hin und legten ihre Hände bekräftigend in die zarte Hand der edlen Feau. „Und nun zieht mit Gott, liebe Brüder, entbietet dem Abte zu Doberan meinen Abschiedsgruß, und grüßt mir den Buchenwald, in dem ich so gern geweilt, und den heiligen Damm. Ich hoffe und bete zu Gott, daß ich dereinst meine letzt Ruhestätte dort finde, wenn es sein Ratschluß ist. Unter seiven Willen beuge ich mich, hier in der Heimat, dort in der Fremde. Gelobt sei Jesus Christus.“ „In Ewigkeit Amen!“ erklang der Gegengruß und schweigend entfernten sich die Mönche. Auf der Landstraße eilt der kleine Zug dahin, die Mönche und die Klosterkrechte, begleitet von Horst von Bülowe und einigen bewoffneten Knechten, sie schauten sich noch einmal um, ehe der Burgturm von Wismar ihnen aus den Augen entschwand, da erblickten sie Herrn Heinrich und Frau Anastafia hoch und der Sozialdemokratie über die Grubenunglücke der letzten Zeit. Nachdem sich Staatssekretär Graf Posedowsky bereit erklärte, die Interpellationen sofort zu beantworten, bemerkte zur Begründung der Anfrage des Abg. Giesberts(Ztr.), daß sich nach Ansicht von Fachleuten Schlagwetter und Kohlenstaubexplosiosten durch regelmäßige Zuführung von Luft zu allen Arbeitsräumen und durch regelmäßige Berieselung vollständig verhüten ließen. Die Unglücksfälle der letzten Zeit bewiesen deshalb die unbedingte Notwendigkeit einer Aussicht durch das Reichsversicherungsamt und die Einführung von Arbeiterkontrolleuren. Abg. Sachse(Soz.) erklärt, seine Partei verlange zu einer unbeeinflußten Kontrolle vom Staate bezahlte unabhängige Männer, die das Vertrauen der Arbeiter genießen. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärte, auch die Regierung sei auf das Tiefste durch die Grubenkatastrophe erschüttert worden, die Berggesetzgebung sei jedoch Sache der Einzelstaaten und die Landesregierungen trügen die volle Verantwortung überall da, wo eine Nachlässigkeit nachgewiesen werde. Bei den Katastrophen der letzten Zeit sei jedoch der Nachweis erbracht worden, daß eine reichsgesetzliche Vorschrift verletzt worden wäre. Els. lothr. Unterstaatssekretär Mandel gab zu, daß Unzegelmäßigkeiten auf Klein=Rosseln festgestellt seien; ein direktes Berschulden an dem Unglück habe jedoch nicht nachgewiesen werden können. Zweifeklos habe ein Steiger die Sorglosigkeit begangen, den Schacht mit der brennenden Lampe zu betreten, ohne die Wetterführung kontrolliert zu haben. Nach weiteren Reden trat Vertagung ein. Herrenhaus. 12. Sitzung vom 11. Mai. Das Herrenhaus führte in ausgedehnter Sitzung zunächst die Etatsberatung zu Ende. Prof. Niehus=Münster sprach dem Minister wegen seines Verhaltens in der Frage der Schulaussicht das Vertrauen der Konservativen aus. Nach nochmaligen Auseinandersetzungen zur Ostmarkenpolitik sogte auf eine Anregung des Oberbürgermeisters Struckmann=Hildesheim Minister v. Studt zu, für deutsche Künstler in Rom Ateliers und Heime zu beschaffen. Der Etat im ganzen wurde angenommen. Nach Erledigung des Richterbesoldungsgesetzes kam die Noville zum Berggesetz zur allgemeinen Besprechung. Die Vorlage wurde nach kurzen Bemerkungen des Grafen Botho zu Eulenburg und des Pros. Schmoller=Berlin einer Kommission überwiesen. Das Ende der siebenstündigen Sitzung brachte zugleich die Vertagung bis Ende Mai. Abgeordneteuhans. 65. Sitzung vom 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus erledigte am Sonnabend zunächst einen Entwurf auf Bewilligung von 15 Millionen zum Bau von Beamten= und Arbeiterwohnungen, nahm einen Antrag des Abg. Funk(freis. Bp.) auf Aenderung des Gesetzes wegen Umlegung von Grundstücken in Frankfurt a. M. an und befaßte sich dann mit einem Antrage der Abgg. Engelbrecht(freikons.) und Dr. Hahn (B. d. 2.) über gesetzliche Maßnahmen gegen die Aufsaugung des bäuerlichen Besitzes durch das Großkapital. Da Minister v. Arnim zusagte, im Laufe des Sommers über die einschlägigen Verhältnisse ein größeres Material zu sammeln, wurde der Antrag vorläufig zurückgezogen. Darauf wurden noch Petitionen erledigt. Lokales und Prerinzielles Bielefeld, 13. Mai. (Die Einsetzung der bunten Glassenster des Rathauses) ist jetzt beendet. Das große Maßwerkfenster am Treppenaufgang vom ersten zum zweiten Stockwerk verfinnbildlicht den Bielefelder Handel. Die Joschrift lautet: „Koopmanns Gat hat Ebbe und Flut, Koopmanns Hand reicht von Land zu Land.“ Die Ausführung hat Herr Arnold Crüwell gestiftet. Das Fenster links dem Haupteingang enthält unter der Ueberschrift:„Bet und arbeit, Gott gibt allezeit“ und der Bezeichnung„Sparenberg“ die Ansicht von Alt Bielefeld mit seinen Kirchen und Türmen und dem„Sparenberg“. In Medaillon= form find die Abbildungen des Oderbürger= meisters Huber und des Ehrenbürgers Herm. Delius angebracht. Personen in Ravensberger Trachten vervollkommnen das Gesamtbild. Die Ausführung hat Herr Stadtrat Georg Kisker gestiftet. Als Pendant zu diesem Bilde stellt das andere Fenster unter der Bezeichnung„Ravensberg“ und mit der Ueberschrift„Eid, Treu und Ehr vergeßt nimmermehe!“ ein Ravensberger Bauernhaus und Hof, ebenfalls mit Bewohnern in Ravensberger Trachten dar. Ja Medaillonform sind die Abbildungen Sr. Exzellenz Dr. Gg. Hinzpeter, Wirkl. Geheimrat, und Rudolf Rempel, Stadtverordneter, angebracht. Die Ausführung ist durch Herrn Wilhelm Kisker gesliftet. **(Der Berein Bielefel der Fabrikanten, eingetr. B. und der Arbeitgeber=Verband der Textilin dustrie[Sitz Bielefeld,]) haben in ihren Generalversammlungen vom 11. d. M. den Beschlüssen ihrer Vorstände vom 3. d. M., den bestreikten Firmen Bieleselder Akt.=Ges. für mech. Weberei und C. A. Delius u. Söhne die volle Unterstützung der Verbände zu gewähren, einstimmig zugestimmt. Außerdem ist, abgesehen von der den Firmen satzungsgemäß zustehenden sinanziellen Unterstützung durch den Verein Bielefelder Fabrikanten, auch von dem Arbeitgeber=Verband der Textil Jadustrie eine weitgehen Gewährang von Geldmitteln zu gunsten der gerannten Zirmen beschkossen worden. e-(Der technische Feuerwehrtag) des Westfälischen Feuerwehrverbandes war von ca. 280 Vertretern 30 auswärtiger und hiesiger Wehren besucht. In Gegenwart des Brandrats wurden zunächst auf dem Kaiser Wilhelmplatz von den hiefigen Abteilungen einige Schulübungen am Steigerturm vorgeführt und die mechanischen Leitern besichtigt. Daran anschließend fand eine vom 2. Vorsitzenden des Westfälischen Feuerwehrverbandes, Herrn Belten aus Bochum geleitete Versammlung im Konzerthaus statt, in welcher die Uebungen besprochen und Vorträge durch Herrn Ingenieue Spitzsaden=Bielefeld über Gefahren und Vorsichtsmaßregeln für die Feuerwehr bei elektrischen Anlagen 2c., sowie von Herrn Oberfleiger Kolster Bielefeld über die richtige Behandlung mechanischer Leitern, bezw. die dabei vorkommenden Fehler gehalten wurden. An die mit großem Beifall aufgenommenen Vorträge schloß sich eine kurze Besprechung derselben und schilderte der Vorsitzende Herr Belten einige diesbezügliche Ereignisse aus seiner 40jährigen Tätigkeit im Feuerlösch= dienst. Nach Erledigung der Tagesorenung fand ein gemeinschaftliches Essen im Hote. „Drei Kronen“ statt, worüber wegen späten Eingangs der bezüglichen Mitteilungen erst morgen berichtet werden kann. (Der Justizminister) hat, wie die Magd. Ztg.“ hört, für jeden Fall, in dem gegen noch nicht 16 Jahre alte Personen evangelischen oder katholischen Bekenntnisses öffentlich Klage erhoben wird, angeordnet, daß dem ersten Pfarrer der Gemeinde davon Mitteilung zu machen ist. m.(Diebstahl.) Dem Schuhmacher G., Renteistraße Nr. 25, sind am 10. d. Mis. mittelst Nachschließens seiner Wohnung aus einer Kommode 14 Mk. Bargeld entwendet. m.(Schwindler.) Am 10 d. Mis., vormittags 11 Uhr, bestellte bei der Firma Edel u. Decker, hier, eine Person, welche sich Heinrich Denkhaus nannte und angab, aus Mühlheim a. d. Ruhr zu sein, einen Grabstein im Werte von 1000 Mk. Sie K gab ferner an, das Ge Bethel hinterlegt und fang genommen werden Firma bei genannter### Angaben des Besteller Der Schwindler ist die am 10. d. Mts., nachmi von Kränzen sich mehr schwindelte. m.(Gesunden) 1 I m.(Verloren) 1 B paß, 1 Paket mit Fahr m(Intlausen) 2 m.(Entflogen) 1 m.(Spülung der Nach Anordnung der an sämtlichen Wegen un bezirks die befestigten Gossen von den Anliege lich mit reinem Wa gereinigt werden. Für Regentage kommt diese A Diese Anordnung wird i und dagu bemerkt, daß aus Anlaß des trockenen anzewiesen sind, auf erwähnter Anordnung## St. Bethel, 12. Mai fest.) Heute fand das Guttemplerloge„Berg 1. Stiftungsfest ihrer nach" und„Hoffnungkg Katt. Trotz der Hitze gut besucht und verlief einem geweinsamen S Dr. Jungklaus=Bethel Ansprache, in der Schwierigkeiten, die### Gteichgüttigkeit, Beque zeigten, gedachte. Aud Loge könnten sich Feinde und vielleicht auch Bitte Musikvorträgen wurde e das allgemeinen Beifallst Ostermeier berichtete ub Arbeit in sehr anrege einer Fahnenweihe best Pastor v. Bodelschw tribüne und legte in w Mitgkiebern der Logen ans Herz, wobei er auf de der erst recht helfen könn Mitglieder geführt wer dem Schlußwort führte mann=Eckardtsheim der Herrlichkeit der Aufgabe arnten verirrten Mitbrüde geordneten Leben zu he sich vor Mutlosizkeit hütt Brackwede, 11. M plage.) Der„B. B.=8 geschrieben: Seit einigen bei der zunehmenden Wär saftigen Blätterschmuck d fräßigen Maikäfer in so es sonst wohl selten vor fallend namentlich auf de Landstraße, die von hier man sieht einzelne Bäu jedes Blatt mit einem ist. Mit einem einzigen man bequem hundert Sch licher Weise sind es la mit braunem Nackensch schütteln. Unter den zwischen Vierschlingen un Kadaver dieser Tiere so man sie tatsächlich zusa Kinder sammeln denn aue gnügen und Leichtigkeit und Kisten voll als gutver: Hühnerfatter. oben stehen auf dem Söller und ihnen Abschiedsgrüße mit einem Tuche zu wehen. Dann war der Zug der Reisenden vrschwunden. Aber Herr Heinrich und seine Gattin verweilten noch auf dem Söller, der Sonne Gluten spielten über der schönen Landschaft, über den reichen fruchtbaren Feldern, den dunklen Laubwäldern, den fetten Triften und Weiden, auf denen Pferde, Kühe, Gänse und Schweine weideten, und fern, jenseits der Bucht, tauchte das weite blaue Meer auf. „Mein teures Land Mecklenburg", sprach Heinrich ernst,„wie bist du so schön. Ich will deinen Anblick mir ties in das Herz prägen, um dich mir im fernen Palmen lande wieder vor die Seele zu zaubern, wonn ich Sehnsucht habe nach dir. Aber heute ist meine Sehnsucht eben so groß, an den Stätten zu sein, da mein Herr wandelte, an den Stätten, wo er litt und starb für uns.“ Kein Wort der Klage kam über Anastasias Lippen, stolz und ernst stand sie neben dem Gatten, dann sprach sie:„Und im Angesicht unseres Landes, welches so herrlich und schön in der erwachenden Frühlingspracht vor uns liegt, schwöre ich dir, Heiarich, daß ich eine würdige Regentin Mecklenburgs sein werde, wenn du fern bist, damit ich deine Söhne und dein Land dir bei deiner Heimkehr stolz und freudig zurückgeben kann.“ „Sie hatte mit fester Stimme gesprochen, aber nun schwankte sie doch, und Tränen verdunkelten den Blick in das lichtumflutete Land. Dann stiegen sie beide schweigend von Söller herab.... Die Fürstin saß in ihrem Gemach, welches ebenso wie das des Fürsten schön mit Teppichen verziert war. Die Waffen und Schilde fehlten dem Frauengemach, doch das Wappen Mecklenburgs und ihres Geburtslandes Pommern= Stettin prangte, in Hol; geschnitzt, an der Mittelwand. Auf den Bänken und Sitztruhen, sowie auf den hochlehvigen Stühlen lagen Kissen und Polster, einige Wandleuchter zeigten, daß die Fürsten sich den kostspieligen Gebrauch von Wachskerzen gestattete, und Spinnrad und Webstuhl, daß sie, ihren Frauen und Dienerinnen gleich, weibliche Arbeit wohl verstand und übte. Die Fensterladen waren zurückgelehnt, und die Fenster waren mit feiner Leinwand bezogen, so daß Licht und Lust eindriugen konnten. Glasscheiben waren damals selbst in den Schlössern noch nicht üblich. (Fortsetzung folgt.) den Kreise O Herford, 12. M lingsfeier der schaft) nahm, begünstig schörsten Wetter den übl 8 Herford, 13. Ma Wie in den Vorjahren, dieses Jahr die Kleinbahn fahrten. Die erste wird tag nach Porta veranstal bahnhof 12.50 Uhr Preis pro Person bis 2,50 Mk. 0 Herford, den Sommerszeit im Das ist das Thema, Hofrezitator Neander a Stadttbeater am Freit Der Vortrag wird erg durch 200 Lichtbilder. Herrn Pederfen. C Herford, 13. Mai. urlauber.) Diejenigen Anträge auf Dispositio. bei der Kavallerie, reite bezw. der Marine dien erfolgter zweijähriger Die ##nen ihre Gesuche gab ferner an, das Geld sei bei der Anstalt Bethel hinterlegt und könne dort in Empfang genommen werden. Eine Anfrage der Firma bei genannter Anstalt ergab, daß die Angaben des Bestellers ersunden waren. Der Schwindler ist dieselbe Person, welche am 10. d. Mts., nachmittags, bei Bestellung von Kränzen sich mehrfach Geldbeträge erschwindelte. m.(Gesunden) 1 Uhrkette, 1 Herrenuhr. m.(Verloren) 1 Brieftasche mit Militärpaß, 1 Paket mit Fahrradkette. m(Intlausen) 2 Terriers. m.(Entflogen) 1 Wellinsittich. m.(Spülung der Straßenrinnen.) Nach Anordnung der Polizeibehörde sollen an sämtlichen Wegen und Straßen des Stadtbezirks die befestigten Straßenrinnen und Gossen von den Anliegern der Straßen täglich mit reinem Waffer ausgespült und gereinigt werden. Für einzelne einfallende egentage kommt diese Anordnung in Wegfall. Diese Anordnung wird in Seinnerung gebracht und dazu bemerkt, daß die Polizeibeamten aus Anlaß des trockenen und warmen Wetters anzewiesen sind, auf die Beachtung vorerwähnter Anordnung zu achten. St. Bethel, 12. Mai.(Guttemplerfest.) Heute fand das 4. Stiftungsfest der Guttemplerloge„Berg Zion“ und das 1. Stiftungsfest ihrer Tochterlogen„Mir nach" und„Hoffnungkquelle“ im Affapheum Katt. Trotz der Hitze war das Fest sehr gut besucht und verlief sehr angeregt. Nach einem geweinsamen Liede eröffnete Herr Dr. Jungklaus=Bethel die Feier mit einer Ansprache, in der er der mancherlei Schwierigkeiten, die sich in Form von Gteichgüttigkeit, Bequemlichkeit, ja Haß zeigten, gedachte. Auch im Innern der Loge könnten sich Feinde zeigen, so Lanheit und vlelleicht auch Bitterkeit. Nach einigen Musikvorträgen wurde ein Stück aufgeführt, das allgemeinen Beifall fand. Herr Missionar Oftermeier berichtete über den Erfolg der Arbeit in sehe anregender Weise. Nach einer Fahnenweihe bestieg der alte Herr Pastor v. Bodelschwingh die Rednertribüne und legte in warmen Worten den Mitgkiebern der Logen die Rittungsarbeit ans Herz, wobei er auf den Heiland hinwies, der erst recht helfen könnte und zu dem alle Mitglieder geführt werden müßten. In dem Schlußwort führte Herr De. Feldmann=Eckardtsheim der Versammlung die Herrlichkeit der Aufgabe vor die Augen, arnten verirrten Mitbrüdern wieder zu einem geordneten Leben zu helfen. Man müsse sich vor Mutlosigkeit hüten. Brackwede, 11. Mai.(Maikäfer plage.) Der„B. B.=Zig.“ wird von hier geschrieben: Seit einigen Tagen zeigen sich bei der zunehmenden Wärme an dem jungen saftigen Blätterschmuck der Bäume die gefräßigen Maikäfer in solchen Mengen, wie es sonst wohl selten vorkommen mag, auffallend namentlich auf den Bäumen an der Landstraße, die von hier nach Halle führt; man sieht einzelne Bäume, an denen fast jedes Blatt mit einem Maikäser beschwert ist. Mit einem einzigen derben Ruck kann man bequem hundert Schädlinge, unerklärlicher Weise sind es lauter„Müllerchen" mit braunem Nackenschi.d, vom Baum schütteln. Unter den meisten Bäumen zwischen Vierschlingen und Halle liegen die Kadaver dieser Tiere so massenhaft, daß man sie tatsächlich zusammenharken kann. Kinder sammeln denn auch läglich mit Vergnügen und Leichtigkeit große Schachteln und Kisten voll als gutverwendbares, leckeres Hühnerfatter. 12. bis 20. d. M. auf dem Amtsburean anbringen. Las den Aesen Minter umd Lidiecte, Minden, 13. Mai.(Anlage einer Bahnüberführung.) Die am hiesigen Bahnhofe im Zuge der Kaiserstraße vorhandene Unterführung unter den Gleisen wird nur dann von den Fußgängern benutzt, wenn die Bahnschranke geschlossen ist; eine Durchfahrt für den Wagenverkehr ist nicht vorhanden und müssen die Fuhrwerke bei dem hier herrschenden regen Bahnverkehr immer längere Zeit vor der geschlossenen Schranke halten. Zur Beseitigung dieses unleidlichen und gefahrvollen Zustandes, der schon vielfach zu berechtigten Beschwerden Anlaß gegeben hat, haben wiederholt Verhandlungen zwischen der Eisenbahnverwaltung und der Landespolizeibehörde stattgefunden. Bei der vor einigen Tagen von mehreren Kommissaren des Ministeriums und der Eisenbahndirektion Hannover an Ort und Stelle abgehaltenen Besprechung hat man sich nach dem„Bieles. G.=Anz.“ nunmehr für den Bau einer Ueberführung, die auf 461000 Mark veranschlagt ist, ausgesprochen. Die Anlage soll, allmählich steigend, von der Weserbrücke ansangend, unter teilweiser Benutzung der Buntenbrücke südlich des Bahnhofs, in der Nähe des alten Forts C über die Bahn hinweg und zwischen Pleuger und der Grille auf die Chaussee mündend, angelegt werden. Von der Anlage einer Unterführung, die auf 502000 Mk. veranschlagt war, mußte des hohen Grundwasserstandes wegen Abstand genommen werden. Minden, 11. Mai.(Zimmerer streik.) Sämtliche organisterten Zimmerleute haben nach der„Mind. Ztg.“ in einer Versammlung in der Zentralhalle gestern abend mit großer Mehrheit beschlossen, in den Ausstand zu treten. Als Grund gaben sie an, daß die Arbeitgeber die im vorigen Jahre beschlossenen Vereinbarungen nicht innegehalten hälten. Minden, 13. Mai.(Verurteilung.) In Wildungen wurde der Badearzt Dr. Reinhard Röhrig wegen fahrlässiger Tötung der Krankenschwester Käthe Meyer aus Minden zu drei Jahren Gesängnis verurteilt. und die Ueberwachung elektrischer Anlagen. Seiner Bitte, der Städtetag möze sich die Anschauungen, die der V.rbaud der Eiektrizitätswerke für Rheinland= Wesifalen in einer Resolution an den Regierungspräsiventen niedergelegt, zu eigen machen und in diesem Sinne beim Minister wirken, wurde in der Weise entsprochen, daß sie der Vorstand des Städtetages in Erwägung nehmen will. Stadtdaurat Ritscher=Bieleseko berichtete über städtische Anlagen und Gärten. Sein vom Idealismus aus getragener Vortrag war tnt wesentlichen eine geschichtliche Darstellung der auf Errichtung von Gärten und Anlagen gerichteten Bestrebungen. Hamm, 11. Mai.(Der Westfälische Städtetag) beschkoß in seiner heutigen Sitzung, den Oberpäsidenten der Provinz Wesifalen zu ersuchen, den Oberpräsidialerlaß bezüglich der Aufnahme und Enlassung der Volksschüler zurück zunehmen. Der nächstjährige Städtetag wird in Gelsenkirchen abgehalten werden. mit den nördlichen Sektionen Aas den Kreise Heale. Oesterweg, 9. Mai.(Dem hiesigen Krieger=, Landwehr= und Reserveverein) ist nach dem„Hall. Krsbl.“ die Genehmigung zur Führung einer Fahne erteilt worden. Werther, 9. Mai.(Schulbau.) Die Regierung hat der hiesigen Schulsozietät die Genehmigung erteilt, zur Deckung der durch den Erweiterungsbau des hiesigen Schulhauses entstehenden Kosten eine mit 3¾% zu verzinsende und mit 1% zu tilzende Anleihe von 26000 Mk. bei der Kreissparkasse in Halle auszunehmen. (Hall. Krsbl.) Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Köln, 12. Mai.(Flottenverein.) Nach neunstündiger bewegter Sitzung nahm gestern der Gesamtvorstand des Deutschen Flottenvereins einstimmig folgende Resolution an: 1. Die Versammlung nimmt Akt von der Erklärung des Präsidiums, daß der Verein als nationaler unpolitischer Verein einer Agitation für oder gegen eine politische Partei fernbleibt und erklärt unter Zustimmung des Bayerischen Landesverbandes bessen Anträge für sachlich erledigt. 2. Die Versammlung spricht dem Präsidium volles Vertrauen und herzlichen Dank für seine aufopfernde und tatkräftige Führung und Förderung des Vereins aus. Da man der Welt draußen, den Feinden des Flottenvereins, unter keinen Umständen ein willkommenes Schauspiel bieten wollte, zogen die Bayirn ihre Anträge zurück. Die überwältigende Majorität trat von vornherein für das Präsidium ein.(B N. N.) Düsseldorf, 11. Mai.(Kunstausstellung.) In Gegenwart des deutschen Kronprinzen wurde heute mittag die natio nale Kunstausstellung im Kunstpalast vom Vorsitzenden des Ausstellungskomitees, Graf Brühl, mit einer Ansprache eröffnet, in welcher er unter anderem darauf hinwies, daß die ausgestellten Kunstwerke einen um fassenden Ueberblick über alle Richtungen und Strömungen des modernen Kunstschaffens gewähren. Die ganze Ausstellung sei deutsch. Nachmittags fand ein Festmahl statt, bei dem der Kronprinz ein Hurra auf den Oberbürgermeister, die Stadt und ihre jungen Damen ausbrachte. In besonders reicher textlicher Anordnung, künstlerisch wundervoll aus gestattet, erschien das Maiheit von Velhagen& Klasings Monatsheften. Das ganze Heft trägt einen Frühlingscharakter. Lenzwäßig mutet gleich die Eingangsnovelle„Frühling“ von M. v. Versen an: frühlingsmäßig ist der herrlich illustrierte Artikei „Blumen am Wege“ matlich gestimmt ist eine Salzkammergut=Plauderei mit entzückenden Zeichnungen von W. Gause. Gedichte von Hermann Hesse, Wilhelm Jensen, Otto Julius Bierbaum, Prinz Carolath, Busse=Palma u. a. einem sich zu eigen dustenden Lenzstrauß, während Ludwig Fulda ein reizendes„Ständchen“ beisteuert, das Bog. Zepler zur Laute kumponierte. Von dem„Sängerkrieg auf der Wartburg", dessen Jubiläum unmittelbar bevorsteht, berichtet Dr. H. Sendling; über die großartige Lichtenstein=Galerie in Wien schreibt Dr. Franz Servaes; höchst originell erzählt Balduin Groller von dem alten Liede„Ach Du lieber Augustin“. Das Heft brivgt an erzählenden Beiträgen u. a. noch eine Novelle von Richard Huldschiner„Der Tod der Gismonda Boccalino und, woranf nen hirzutreffende Abonnenten besonders aufmerksam gemacht seien, den Beginn eines großen Nomaus von Ida Boy=Ed„Fast ein Adler“. Uebersicht der W####r Witemen„Beleseld, 13 Mai 1907. Angerein von Fr. Böckelmaun#: Niedrigster Thermometerbo#s i. d. Nacht+ 15½° C Thermometerstand um 10 Uhr vorr:.+ 20 9C. Varorieter 75,0 erz. Ost. Hinml heiter. Oeffentlicher Wetterdienst Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit dim Abend des 13. Mai bis zum Abend des 14. Mai 1907 Nach weitverbreiteten Gewittern morgen zunächst heiter, später Gewitterregen. Veränderliche Winde, itwas kühler. Aus den Kreise Herfort. O Herford, 12. Mai.(Die Frühtingsfeier der Schützengesellschaft) nahm, begünstigt von dem denkbar schörsten Wetter den üblichen Verlauf. O Herford, 13. Mai.(Weserfahrt.) Wie in den Vorjahren, so verar staltet auch dieses Jahr die Kleinbahnverwaltung Sonderfahrten. Die erste wird am zweiten Pfingsttag nach Porta veranstaltet. Abfahrt Kleinbahnhof 12.50 Uhr Bergerttor 1 Uhr. Preis pro Person bis Porta und zurück 2,50 Ml. 0 Herford, den 13. Mai.(Zur Sommerszeit im schönen Harz) Das ist das Thema, über welches Herr Hofrezitator Neander aus Hannover im Stadttbeater am Freitag sprechen wird. Der Vortrag wird ergänzt und verschönt durch 200 Lichtbilder. Eintrittskarten bei Herrn Pederfen. C Herford, 13. Mai.(Dispositionsurlauber.) Diejenigen Personen, welche Anträge auf Dispositio sbeurlaubung ihrer bei der Kavallerie, reitenden Feldartillerie, bezw. der Marine dienenden Söhne nach erfolgter zweijähriger Dienstzeit stellen wollen, (D#nen ihre Gesuche während der Zeit vom Aus den Kreison Wiedenbrüs und Paderloerr. Gütersloh, 11. Mai.(Eingemein dung.) Wie der„Neuen G. Zig.“ gemeldet wird, ist die Eingemeindung des Amtes ütersloh in Stadt Gütersloh durch Allerhöchste Ordre vom 26. April d. J. genehmigt worden. Paderborn, 7. Mai.(Unser ältester Mitbürger, Landgerichtsrat a. D. Kellerhoff,) voll=ndet am 12. d. Mis. sein 95. Lebensjahr. Der alte Herr ersreut sich einer geistigen und körperlichen um die ihn mancher Mann in den besten Jahren beneiden kann. Täglich macht er ausgedehnte Spaziergänge, beim Lesen bedarf er keiner Augengläser und sein Gedächtnis ist für die ältesten wie die jüngsten Vorgänge gleich scharf und zuverlässig. Mögen dem allbeliebten Herrn noch manche Jahre in gleicher Frische beschieden sein! Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Hamm, 11. Mai.(Der 29. Wests. Städtetag) wurde heute nachmittag 4 Uhr vom Oberbürgermeister Schmieding- Dortmund im Bürgerschützenhose hierselbst eröffnet. Der Oberpräsident von Westfalen, Freiherr von der Recke und Regierungspräsident v. Gescher=Münster waren persönlich erschienen. Vertreten sind im ganzen 153 Städte. Erster Bürgermeister begrüßte die Delegierten im Namen der Stadt Hamm. Bürzermeister Dr. Jockusch=Lüdenscheid hielt den ersten Vortrag über:„Privat industrie und Gemeinde als Unternehmer von Wasser-, Licht, Kraftwerken und Straßenbahn". Redner ist ein über zeugter Anhänger des kommunalen Betriebes, bei dem sich auch die Konsumenten besser ständen. Direktor Döpke=Dortmuad wandte sich gegen die beabsichtigten polizeilichen Vorschriften betr. die Einrichtung, den Betrieb Vermischtes. Berlin, 11. Mai. Der Magistrat hat beschlossen, für den Empfang der englischen Journalisten in den Festräumen des Rat. hauses den Betrag von 5000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Berlin, 10. Mai. Ein Riesenfeuer, das einen Schaden von weit über eine Million Mark verursachte, kam gestern in der Mühlenstraße 76.77 zum Ausbruch. Das große Lager der ersten Berliner Wäsche=Manufaktur von Franz Wagner und die Märkische Holzstoffund Pappenfabrik, G. m. b. H., wurden vernichtet, auch verschiedene andere Fabeik betriebe haben durch Wasser gelitten. Barmen, 11. Mai. Der Verein Barmer Maschinenfabriken kündigte heute, der„Köln. Volkszig.“ zufolge, allen Mitgliedern des Metallarbeiterverbandes zum 25. d. M. Wenn der Ausstand der 150 Schlosser nicht bis zum 18. d. M. beendet ist, wird auch des weiteren in den übrigen Betriebszweigen gekündigt werden. Magdeburg, 11. Mai.(Hann. C.) Das Kriegsgericht verurteilte heute den Adventisten Einjährigen Robert Rall, der schon einmal zwei Monate Gefängnis aus demselben Grunde erhalten hat, wegen Weigerung aus religiöser Ueberzeugung von Freitag abend bis Sonnabend abend zu arbeiten, zu weiteren sechs Monaten Gefängnis. Hanau, 11. Mai.(Hann. C.) Für die nächsten Tage stehen in der Metallindustrie im Maingebiete große Aussperrungen bevor Ludwigshafen, 11. Mai. Zur Unterdrückung der Arbeiterunruhen ist hier ein Bataillon des 17. Infanterie=Regiments aus Germersheim anzekommen. Ferner wurden 50 Gendarmen von auswärts zur Unterstützung der Polizei zusammengezogen. Innsbruck, 10. Mai. Aus Nordosttirol werden zahlreiche Ueberschwemmungen gemeldet. Catania, 11. Mai. Der Ausbruch des Aetna dauert fort. Große dicke Rauchsäulen erheben sich über den Gipfel des Vulkans. Gestern abend sind mehrere leichte Erdstöße verspürt worden. Die Tätigkeit des Stromboli nimmt zu. Wien, 11. Mai. Sensation in finanziellen Kleisen ruft der Zusammenbruch des Bankhauses Schmidt und Abel hervor. Die Polizei verhaftete heute nachmittag einen der Teilhaber Eduard Schmidt. Abel wurde in Brünn verhaftet. Beide haben sich große Unterschlagungen zu schulden kommen lassen. Konstantinopel, 9. Mai. Aus Medina kommt die wichtige Nachricht, daß ein dorthin geschicktes Bataillon türkischer Genietruppen die Tracierung für die Mekka Eisenbahn degonnen habe. Der Sektion Medina fällt die Aufgabe zu, den Bahnbau bis Madain Salih ausNeuste Nachrichten. Köln, 13. Mai. Ueber der gestern vormittag 10 Uhr im Kassinosaale begonnenen 7. ordentlichen Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins strahlte der Geist der Versöhnung und des Friedens. In den Ausführungen des Vorsitzenden Fürsten Salm erkannten kundige Zuhörer bereits, daß es zu den von vielen Seiten erwarteten Auseinanderplatzen der nord- und süddeutschen Gemüter nicht kommen werde. Der Vorsitzende begrüßte herzlich den Vertreter des Kaisers, den General= feldmarschall von Hahnke. In der Erwiderungerklärtedieser, daßer die begeisterte Huldigung des Flottenvereins, die dem Kaiser dargebracht sei, alsbald an diesem übermittelt werden. Der Kaiser werde hocherfreut sein.„Sie wissen“, so erklärte Hahnke,„daß der Kaiser den Flottenverein hoch einschätzt, sieht er doch in diesem Verein die Verkörperung des idealen Gedankens im deutschen Volke, das Interesse und Verständnis für die Aufgaben der deutschen Flotte zu weckken. Was der Verein zu leisten vermag, ist von dem umsichtigen Präsidium erfreulicherweise erreicht worden. Als General major Keim über Richtung und Ziel der Agitation für die nächste Zukunft sprach, wurden ihm anhaltende Ovationen zu teil. Keim besprach die bekannten Vorgänge, die zu Differenzen mit dem bayerischen Landesverband geführt haben, und erklärte alle von der Gegnerschaft erhobenen Vorwürfe, als wenn die katholische Religion besehdet worden sei, für infame Lügen. Nach einer auf den beschleunigten Ausbau der Flotte bezüglichen Resolution, die einstimmig angenommen wurde, trat man in die Diskussion. Die bisherigen Präsidialmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Die An träge des bayerischen Landesverbandes wurden zurückgezogen. gesünde U. magendarmkranke Kinder 1 Der Feinschmecker schnalzt jetzt mit der Zunge, nach langer Winterzeit schießt jtzt das junge Gemüse und als erstes Leibgericht erscheint der Spargel, die Kone aller Lckerbissen. Spargel und Spargel aber ist ein Unterschied! Von großem Einfluß ist Boden, Kultur und Alter der Anlage. Ausgezeichneten Spargel versenbet seit einigen Jahren die Spargetplantage von Walter Hotopp in Gifoorn und ist der Bezug von dort für Händler und Private sehr vorteilhaft. Todes-Anzeige. Am Sonntag morgen um 11 Uhr holte der Herr unsere innigst geliebte Tochter, Schwester, Nichte und Kousine Tagesordnung für die am Mittwothz, den 15. Mai 1907, nachm. pünktlich stattfindende Hulse Stadtverordneten=Sitzung. Nr. 111. heim in sein ewiges Reich. Sie entschlief sanft nach längerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, im festen Glauben an ihren Heiland im jugendlichem Alter von 15½ Jahren. Um stille Teilnahme bittet Namens der tiefbetrübten Hinterbliebenen August Greve. Isingdorf, den 13. Mai 1907. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 16. Mai, nachmittags um 3 Uhr. Vorteier im Sterbehause 1 Uhr. zu Werther. Ordentliche und zugleich außerordentliche — General=Versammlung— Mittwoch, den 29. Mai 1907, nachmittags 3 Uhr im Gasthof Eickhoff in Werther. Tagesordnung: Statutenänderung, Geschäftsbericht für 1906. Beschlußfassung über Genehmigung der Bilanz und Entlastung der Verwaltung, Umwahl des Aufsichtsrates, Genehmigung von Aktienübertragungen auf neue Erwerber. Werther, den 11. Mai 1907. Der Vorstand. 10. Anträge und Mitteilungen des Magistrats 1. Beschlußfassung darüber, daß die durch Stimmzettel vorgeschriebene Wahl von Ausschußmitgliedern im Einzelfalle durch Zuruf geschehen kann, wenn kein Widerspruch dagegen erfolgt. 2. Wahl eines Schiedsmanns für den II. Bezirk. Wahl von 4 Mitgliedern in den Ausschuß für dasF euer=Löschwesen. 1. Wahl von 3 Mitgliedern in den Musik=Ausschuß(Stimmzettel). 5. Zustimmung dazu, daß die Stadt eine Grundfläche von 0,08 ar gegen eine dem Schmiedemeister Brinkmann gehörige Grundfläche von 0,19 ar— an der Kaiserstraße— schlicht um schlicht austauscht. Desgleichen eine Grundfläche von 0,13 ar— gegen eine dem Restaurateur Risch gehörige Grundfläche von 0,08 ar— an der Siechenmarschstraße. Nachbewilligung von 2950 Mark auf Titel X A I der Kämmerei=Rechnung 4 für 1906„Ausgaben für die PolizeiVerwaltung". Feststellung des ordentlichen und außerordentlichen Haushaltsplanes des Meyerhofes Olderdissen für 1907. Bewilligung von 27050 Mark auf Straßenneubaurechnung für den Ausbau der Turnerstraße, zwischen Ravensberger= und Rohrteichstraße. Desgleichen von 17000 Mark für die Asphaltierung der Straße vor dem Rathaus und Theater und für die Durchführung der Rathausstraße bis zur Brunnenstraße. Hlustrierts Wochenschrift für den deuischen Däger. Vlelseitiger, reichhaltiger Inhalt, erste(itarbeiter Künstler. Aufsätze sieis aktuell, Interessant und schm, daher zahlreiche Anerkennungen aus der samten deuischen Jägerwelt. 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Mitteilung der Abrechnung über die Einrichtung des Schulhofes der Kaiserin=Auguste=Viktoriaschule. Festsetzung von Fluchtlinien für eine Straße im Zuge der Waldemarstraße, zwischen Herforder= und Kleine Bahnhofstraße und Aufhebung der Fluchtlien der Albrechtstraße, zwischen Herforder= und Kleine Bahnhofstraße. 14. Festsetzung der Fluchtlinien der Wilhelmstraße. Abänderung der Fluchtlinien der Planstraße 34 auf dem Schardt'schen Grundstück an der Gütersloherstraße. Beschlußfassung über Aufhebung der Fluchtlinien der Planstraße 813(Verbindungsstraße zwischen der Breiten= und Obernstraße). Zustimmung zu der Aufnahme des Fußbachs in die städtische Reinigung. Desgleichen zu der Errichtung einer von der Stadt zu betreibenden Apotheke im Bleichviertel. Bewilligung der Beihilfe von 10000 Mark für das städtische Orchester auf die Dauer von 4 Jahren. Mitteilung, daß der Schutzmannswachtmeister Dörrbecker in Frankfurt a. M. hier als Polizeikommissar angestellt werden soll. Desgleichen, daß der Schutzmann Scheinemann angestellt werden soll. Zustimmung zu dem Magistratsbeschlusse, daß der am 14. September 1904 bewilligte Zuschuß von 200000 Mark, für den Bau einer Eisenbahn von Münster nach Bielefeld, nur für eine Vollbahn mit möglichst gerader Linienführung geleistet wird sowie Wahl von 2 Mitgliedern in einen in dieser Angelegenheit einzusetzenden Sonderausschuß. Bielefeld, den 8. Mai 1907. täglich frisch, empfiehlt Tagespreisen zu 18. 19. 22. täglich frisch, versendet in Ia. Qualität unsortiert per — Pfund 55 Pfg.— Walter Hotopp, Gifhorn. Für Lager und kleine Reisen sucht hiesiges, größeres Wäscheausstattungsgeschäft per 1. Juli einen evangel. jungen Mann, der über Branchekenntnisse und beste Empfehlungen verfügt.— Stellung angenehm und event. dauernd. Offerte mit Angabe der Gehaltsansprüche unter Chiffre 85 an die Expedition. Hoite-Semnarhmmmher in echten und gestrichenen Hölzern empfiehlt billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. 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Nachdem die in sich zusammenfindenden wahrnehmbaren Tendenz bonorum(Gütergemeinsch dem Bewußtsein der Eigentumsrechtes überwur es dem modernen Kon Tage vorbehalten zu pflügen zu wollen" und bisher in unsern Kirch ohne der Gemeinde bish verleiden, nicht bloß nach wirtlichen Bedürfnis zu r durch Legalisierung des lichen Kommunismus umz 3. Man muß untersch Ordnung, die von den und Aeltesten in den V Christen gehandhabt sein christliche Kirchengebäude konnte, und der Ordnung den für das Bedürfnis bef erbauten Kirchen. Die sowohl nach dem ganzen nach den sozialen Besonde den Gemeinschaften ein sowohl früher, als das sozial und politisch gegliede verschiedensten durch I gebürgerten Rangordnun Organismus sich auch in der Kirchensitze zur Gelt auch jitzt, wo jine Besonder der egoistischen Welt mächte man noch nicht abseher Autoritäten an ihre Stell4. Gott ist ein G nung! Auch in dem für einer bestimmten Gemein Gebäude muß Ordnu nicht Willkür. Was Peinzip der Freikirche al Petozip der Willkür? 5. Ist es Zufall, oder der Zeil“, daß der Ruf jetzt in allen Touarten laut Ist es denn ein unbill daß die, welche durch ihr Hausbesitz dauernd— oft si hunderte— zu der Gemein die Kirche für ihr Geld mi seste Sitze in derselben beanst die Vergrößerung der Ger Beegrößerung der Kirche## die Altangesessenen gern di um auch dem Zumachs die fester Plätze zu verschaffen unter Aufgabe der eigenen durch Vererbung oder Zusamm Grundbesitzungen sich eine zu von Sitzplätzen in den Häl *) Für den Bau neuer Kird jedenfalls die sog.„Freikirche“ ist, empfehlen. Nach un Erfahrung führt diese Einrichtun im Kirchenbesuch.