8T zu geben, unsere nnen, haben wir lit den neuesten die verwendeten sind und die dem Bielefelder Biersorte, sowie Unsere Originalbier mmen zu sein, 9P 348. zarktspreise vorm. 10 Uhr. er Bericht. pr. 1 Pfd. 110 „ 1„ 75—80 1 1 1 1 1 1 1 1 1 65—80 70—90 70—80 80—90 50 80—100 " 6—7 alte 5 Pfd., neue 15—20 „ alte 4—5 Stück 20—40 5—10 20—40 20—40 20— 40 5—10 vord. Pfd. „ * 9„ 30—40 00 erstklassig, direkt von d. Fabrik an er v. Mk. 65 an. prima Mäntel, von ca. Mk. 4, Mk. 2.80 an. auch an fremden Fabrikat. prompt illigst. und franko. ahrradfabrik * Akt.-Ges. Inhelmerort. t 1896. PIIR 31. Jahrgang * engebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Kalender. 10. Mai: Kaiser Otto IV., gest. 1218.— von Nassau, zum deutschen König gewählt, 1292.— Sebastian Brant, Humanist und Wichter, gest. 1521.— Eroberung und Zerstörung von Magdeburg, 1631.— Brand von Glarus, 1861.— Endgültiger Friedensschluß zwischen Deutschland und Frankreich zu Frankfurt a. Main, 1871. — Ferdinand Hiller, Tondichter, gest. 1885. — Eröffnung der ersten Reichsduma in Betersburg durch den Zaren, 1906. ein Sachverständiger. mann' enlack aufarbe. In Dosen. Geld. Medalben. age bei der, Minden. Bei der Beratung des Militäretats im Reichstage hat der sozialdemokratische Abgeordnete Bebel wieder sein altes Steckenpferd geritten, indem er die Miliz gegenüber dem stehenden Heere über alle Maßen lobte. Unter anderem sagte der Führer der Sozialdemokratie, es sei bekannt, daß die schweizerischen Schützen im Schießen zu einer Kunstfertigkeit ausgebildet seien, die in Deutschland ganz unbekannt wäre. Außerdem stehe die schweizerische Artillerie trotz ihrer ganz außerordentlich kurzen Ausbildungszeit durchaus auf der Höhe, nicht nur nach dem Urteile Bebels, sondern auch nach dem hervorragender militärischer Fachleute. Die Leistungen der schweizerischen Kavallerie seien vorzüglich, wie die ausländischen Stimmen über die schweizerischen Manöver bewiesen. Dieses Urteil über die militärischen Verhältnisse der Schweiz hat niemand mehr überrascht als die schweizerischen Militärfachleute selbst. Diese wissen am besten, wie wenig das schweizerische Milizheer den Anforderungen entspricht, welche man an eine schlagfertige und leistungsfähige Armee stellen muß. Schon seit Jahren beschäftigen sie sich deshalb damit, die Heeresorganisation umzugestalten, um die schweizerische Miliz der Neuzeit gemäß zu vervollkommen. Wie man in der Schweiz über den„Militärsachverständigen“. Bebel denkt, das zeigt nachstehende Auslassung der„Thurgauer Zeitung". Das freifinnige Blatt weist darauf hin, daß man sich durch die Lobsprüche schon um ihres Zweckes willen über den wahren Sachverhalt nicht täuschen lassen dürfe, und fährt dann fort: „Wir maßen uns kein Urteil darüber an, inwieweit die Anerkennung, welche Bebel unserer Artillerie und Kavallerie gezollt hat, tatsächlich verdient sei. Wir wollen auch die Frage dahingestellt sein lassen, ob die von Bebel gerühmte Manneszucht unserer Truppen so fest sitze, daß sie auch den stärksten Proben, die nur im ernstfall gestellt werden, standhalten würde. Aber dessen sind wir sicher, daß die Bemerkungen des deutschen Parlamentariers über die Schießkunst unseres Fußvolkes etwas weniger enthusiastisch ausgefallen sein würden, wenn er einmal Gelegenheit gehabt hätte, einen schweizerischen Durchschnittsinfanteristen im„Sonntagsgewande bei der Erfüllung seiner Schießpflicht zu beobachten. Da lehrt denn doch der Augenschein, daß nur diejenigen Hinlängliches leisten, die entweder ganz besonders veranlagt sind oder die sich neben dem Militätdienst aus Liebhaberei noch besonders im Schießen üben, daß aber von einer Birtuosität der großen Masse nicht von firne gesprochen werden kann. Daraus soll natürlich niemandem ein Vorwurf gemacht werden. Jeder. der von Schießen nur eine Ahnung hat, weiß, daß en geeS in die sich zudem noch eine Menge der vsereiches Geh. der biruruht seiner Leotage noch nie ein Schießein sertiger Scha, dund gehabt hat, unmöglich ng, atschühe gemacht werben kann. Ansere Vortage über die neue Militärorganisation zieht aus dieser Tatsache und zu anderen Erfahrungen die zichtige Folgerung, moem sie eine längere Ausbildungszei: vorsieht, und wenn sie diese Maßregel auch auf die anderen Waffengattungen ausdehnt, so wollen wir dem Rat der einheimischen Sachverständigen, shesfischishen Tastatarg=“ Pobsprüchen des ausländischen Diese Sätze stellen der Urteilsfähigkeit der Schweizer in militärichen Dingen ein besseres Zeugnis aus, als dem Abgeordneten Bebel seine schlecht angebrachten Vergleiche ve eschmeizerischen und deutschen MlitärEethaimsse. Die Sozialdemokratie gegen Handwerker= und Bauernstand. Freitag, 10. Mai 1907. Unter der Ueberschrift„Patriotismus und Sozialdemokratie" bringt die Leipziger Volkszeitung“ eine Serie von Artikeln, die höchstwahrscheinlich von Herrn Kautsky geschrieben sind. Bemerkenswert daran ist nur, daß der Verfasser an der längst von den meisten sozialdemokratischen Führern aufgegebenen„Verelendungstheorie“ festhält und indirekt zum Hochverrat auffordert. Außerdem verdient aber auch noch folgender Satz niedriger gehängt zu werden: „Dies(sozialdemokratische) Streben nach größter Produktivität der Arbeit bedeutet das Streben nach dem Großbetrieb, in dem allein sie erreichbar ist, bedeutet die Ueberwindung der handwerksmäßigen und bäuerlichen Betriebsform, eine Ueberwindung, die für Handwerker und Bauern selbst ein Segen wäre, wenn sie unter einem sozialistischen Besime vor sich ginge, weil diese Klassen auf anderem Wege die Ueberarbeit nicht los werden, unter der sie heute seufzen.“ Hier also wird das sozialdemokratische Streben, Handwerker= und Bauernstand zugrunde gehen zu lassen und sogar—„unter einem sozialistischen Regime“— aktiv zugrunde zu richten, ganz offen proklamiert. Zu Wahlzeiten liest man es anders. Was nun die„Ueberarbeit" betrifft, unter der Handwerker und Bauer „heute seufzen“, so liegt die Sache so, daß Handwerker und Bauer sehr gern fleißig sind, wenn nur ihr Fleiß auch gebührend gelohnt wird, während, wie die„Antisozialdemokratische Korrespondenz" bemerkt, sozialdemokratische Theoretiker für den sozialdemokratischen Arbeiter allen Ernstes„das Recht auf Faulheit“ in Anspruch genommen haben. wieder abreisen und kann„zu seinem Bedauern“, andere Länder nicht mehr besuchen. Er hatte vor seiner Ankunft in London die Absicht, nicht allein Paris und London, sondern auch gewisse Hauptstädte zu besuchen. Inzwischen sind aber„unvorhergesehene Ereignisse“ eingetreten. Diese Nachrichten erwecken den Verdacht, daß der ostasiatische Vierbund zur weiteren„Einkreisung Deutschlands“ dienen soll. Das Stärkste aber ist eine Nachricht, die selbst in manchen französischen Kreisen vor den Kopf stößt. Der„Standard“ behauptet nämlich, König Eduard habe es bei seinem letzten Besuch in Londen durchgesetzt, daß bei einem Ausbruche von Feind. seligkeit zwischen Deutschland und England der größte Teil der britischen Handelssahrzeuge die französische Flagge aufziehen dürfte— es wird allerdings nur gesagt,„eine fremde Flagge“, aber es kann nur die französische dabei gemeint sein. Sollte, wie es in der Tat den Anschein hat, Feindseliges gegen Deutschland zusammen gebraut werden, so kann dennoch Deutschland ruhig sein; zu irgend welcher Nervosität liegt keine Veranlassung vor. Mag auch noch so viel böser Wille an gewissen Stellen vorhanden sein, der Starke braucht sich nicht zu fürchten. Das deutsche Schwert ist scharf und wird jenseits der Vogesen und des Kanals auf das Außerste gefürchtet. Reichstages wurde am Dienstag eine Resolution des Abgeordneten Freiherrn v. Richthofen angenommen, welche die Erwartung ausspricht, daß die vom 1. Oktober 1907 noch im Schutzgebiet verbleibenden Truppen nach Maßgabe des Fortschreitens des Bahnbaues vermindert werden. Der preußische Landtag dürfte voraussichtlich am 15. Mai in die Pfingst= ferien gehen und am 27. Mai wieder zu einer kurzen Tagung zusammentreten. Gegen Leutschland richten ersichtlich die heute vorliegenden Nachrichten aus Paris und London ihre Spitze. Im englischen Unterhause richtete Kapitän Craigs an den Premierminister die Anfrage, ob mit Rücksicht auf die kürzlich abgegebenen Erklärungen des Fürsten Bülow in Bezug auf die Abrüstungsfrage die britische Regierung sofort den Bau eines dritten Schiffes der„Dreadnought"=Klasse im diesjährigen Flottenbauprogramm in Angriff zu nehmen beabsichtige. Daraus geht hervor, daß für den Fragesteller und seine Freunde die Spitze des Abrüftungsgedankens hließlich gegen Deutschland gerichter ist. Denn anderenfalls würde ihm die friedliebende Erklärung des Fürsten Bülow keinen Anlaß bieten können, eine unmitteleare Verstärkung der englischen Seemacht zu fordern. Die kurze Erwiderung des englischen Premierministers auf diese Anfrage läßt nicht erkennen, ob er die in der Anfrage liegende Unfreundlichkeit gegen Deutschland gebührend hervorgehoben und seinerseils abgelehnt hat. Der japanische Botschafter Kurino ferner erkärte einem Mitarbeiter des„Temps“ auf die Frage, ob Japan geneigt sei, einen dem französisch japanischen ähnlichen Vertrag mit den Vereinigten Staaten abzuschließen, daß, wenn Japan sich durch einen solchen Vertrag irgend welche Vorteile verschaffen könnte, die Regierung in Tokio nicht zögern würde, in Verhandlungen mit Washington einzutreten. Was einen ähn lichen deutsch= japanischen Vertrag betreffe, so habe ein solcher keine Existenzberechtigung, da Deutschland in Oftasien keinen Besitz habe, Kiantschon sei nur von China gepachtet. Der japanische Prinz Fuschimi sodann wurde in London von König Eduard gläuzend empfangen, wird aber Ende dieses Monatz Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Dr S. i Berlin, 9. Mal. Der Kaiser ist gestern abend im Automobil in Wiesbaden eingetroffen. Auf der Fahrt von Karlsruhe dorthin wurde er überall vom Publikum freundlich begrüßt. In Speyer hatten sich am Portale der Protestations=Gedächtniskirche zur Begrüßung des Kaisers zahlreiche Bürger, staatliche und stäotische Beamte und Offiziere eingefunden. Der Kaiser dankte freundlich grüßend. Das Geläut der Kaiserglocke empfing den Kaiser. Prinz Joachim Albrecht von Preußen traf am verflossenen Sonntag von Swakopmund kommend mit dem Dampfer „Feldmarschall“ in Sansibar ein und besuchte Montag vormittag den Sultan Sepyid Ali den Hamud, der den Besuch im deutschen Konsulate erwiderte. Abends fand zu Ehren des Prinzen ein großes Diner im englischen Generalkonsulat statt. Am Dienstag fuhr mit Tagesanbruch der Prinz nach Dar: es= Salaam weiter und unternahm am Mittwoch einen Ausflug zur Besichtigung seinem Vater angelegten Plantagen. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht in ihrer Parlamentsausgabe folgende Mitteilung: Einige Provinzblätter beschäftigen sich mit angeblich in parlamentarischen Kreisen umlaufenden Gerüchten, die von Differenzen zwischen dem Kaiser und „ Reichskanzler und von einer Kanzterkrise als deren Folge wissen wollen. Wir stellen fest, daß diese Gerüchte jeder tatsächlichen Unterlage entbehren. Ebenso unbegründet ist die Behauptung, daß Fürst v. Bülow unwohl sei und demnächst einen Erholungsurlaub antrete. Der Reichskanzler wird voraussichtlich im Juli seinen gewohnten Sommeraufenthalt in Norderney nehmen. Die Wahl des Abgeordneten Freiherrn v. Richthofen ist vom Plenum des Reichstages nunmehr, wie im Parlamentsberichte ausführlicher gemeldet wird, für gültig erklärt worden. Diese Korrektur des Zufallsbeschlusses der Wahlprüsungskommission, der noch dazu auf unzureichender Insormation über das Schreiben des Reichskanzlers, das als Wahlbeeinflußung ausgelegt war, beruhte, ist mit Genugtuung zu begrüßen. In der Budgetkommission des Aus dem Auslande. Abbazzia(Ungarn), 9. Mai. Gegen einen hier eingetroffenen deutschen Sängerverein aus Klagensurt verübten Kroaten deutschfeindliche Demon strationen. Mehrere Sänger wurden verletzt. Die Kroaten lärmten die ganze Nacht, ohne daß die Polizei dagegen einschritt. Die Billen und die Gasthöse, in denen die Deutschen wohnen, wurden mit faulen Eiern und Kot besudelt. Ebenso wurde in der letzten Nacht das deutsche Schulhaus beschmutzt. Bisher hat sich der Bezirkshauptmann vollständig passiv verhalten, Viele deutsche Familien haben Abbazzta Verlugen. Erzherzog Reiner, der seinen Aufenthalt in Abbazzia bis Ende Mai verlängern wollte, beschloß, heute noch abzuerträihe ig. üder die Demonstratonen Wien, 7. Mai. Der„N. Fr. Pr.“ zufolge hat China einen diplomatischen Bertreter am Vatikan ernannt. Auch Japan trägt sich mit dem Gedanken, einen Bertreter beim Papst zu bestellen. Kopenhagen, 7. Mai. 22 russische zialdemokraten sind heute nachmittag von Esbierg nach Parkesion in England uogereist. Etwa 150 kamen abends hier an und werden am nächsten Tage nach Parkesion weiterreisen. Heute vormittag wurde erue in Klampenborg zusammengetretene Peosisezasch von 52 sozialisischen Führem Sozialisen ge erenst. Anter den rusischen en oefinden sich viele kaum 16 bis 17 jährige Burschen, welche sich als flüchtige russische Hochschüler ausgeben. Die Russen sind anscheinend im Besitze reichster Geldmittel, da sie die teuersten Hotels und fast iur erstklassige Pensionen bezogen haben. Paris, 9. Mai. Die Schullehrer, welche Mitglieder des Verbandes der SchulSe“ Departements der Seine sind, beschlossen in einer gestern abgehaltenen Versammlung, gemeinsam ihre Demission dem Präfekten der Seine einzureichen. m Waxokko. Aus deutischen Kreisen in Marorro kommen Zuschriften, die von lebhalter Sarge dieser Kreise um die Entwicktung der Dinge im scherifischen Reiche Zeugnis ablegen. Die Sorge ist veranlaßt durch das vertragswidrige, anmaßende und aufreizende Verhalten der Franzosen, natürliche Folge steigende allgemeine Unsicherheit der Zustände und insbesondere auch Gefährdung von Leben und Eigentum aler Europker zu befärchten ist. Parteibewezung. (Aus der Zentrumspartei.) Der „Fränk. Kur.“ veröffentlicht ein Schreiben des Erzbischofs von Bamberg Dr. von Albert an den Pfarrer Grandinger in Nordhalben. Der Erzbischof sagt mit Bezug auf die liberale Landtagskandidatur Grandingers, er fühle sich vom religiösen und seelsorgerischen Standpunkte aus verpflichtet, ihm zu erklären, daß es ihm zwar fern liege, sich in Fragen rein politischer Natur einzumengen und die seiner speziellen Aufsicht unterstehenden Geistlichen im Gebrauch ihrer staatsbürgerlichen Rechte irgendwie zu beeinträchtigen; doch halte er es für unmöglich, daß ein katholischer Priester sich als Abgeordneter der liberalen Partei anschließe und einfüge, ohne in weitesten Kreisen des katholischen Volkes Arstoß und Aergernis zu erregen. Kolonialpost. (Das Truppenkommando in Deutsch Südwestafrika) meldet: Die Berfolgung Simon Koppers, der trotz seines Versprechens, sich zu unterwerfen, in die Kalahariwüste zurückgekehrt ist, ist nach zweimaligem Versuch infolge Wassermangels erfolglos geblieben. Die Verfolgung wird jedoch zu gegebener Zeit wieder aufgenommen werden, sobald sich Menschen und Tiere an die Thomassrucht(wasserhaltige Kürbisart) gewöhnt haben. Augenblicklich befindet sich Simon Kopper unmittelbar an der englischen Grenze, wo er von den zunächstliegenden Stationsbesatzungen durch Kamekreiterpatrouillen beobachtet wird.— Mit Teilen der Anfang Februar dieses Jahres auseinander gesprengten Bande des Führers Lam bert fanden am 20, 21. und 24. April erfolgreiche kleinere Patrouillen= gesechte statt, bei denen der Gegner fünf Tote und eine Anzahl Gefangener verlor. Unsererseits sind Verluste nicht zu ver zeichnen. Der Hottentottenführer Fielding hat sich am 5. April allein gestellt. Ein zu seinem Anhang in die Karasberge entsandter Bote brachte vier Mann ohne Gewehre mit. Auch Morris hat nunmehr das Unterwerfungsab kommen vom 28. Dezember 1906 unter zeichnet und will auf deutsches Gebiet zurückkehren. Etwa 1000 Bondelzwarts befinden sich in einer ihnen durch die Friedensbedingungen zugewiesenen Lokation. Die Arbeitsamkeit unter den Hottentotten nimmt zu. Zurückweisen müsse er die Behauptung, als führe die Kolonialverwaltung Kapitalisten in die Kolonie ein mit der Aufforderung, sich zu bereichern. Was die Unterbringung von gefangenen Hottentotten auf den Haifisch Inseln betreffe, so habe dies im Interesse der Sicherheit unserer Truppen geschehen müssen, sowie deshalb, um die Beendigung des Krieges zu ermöglichen. Der Etat für Südwestafrika wurde darauf gleichfalls genehmigt. Ebenso gelangte noch eine Resolution der Bulgetkommission zur Annahme, nach der der Reichstag erwarte, daß die vom Oktober 1907 in Höhe von 4000 Mann in Südwestafrika verbleibende Truppe mit der fortschreitenden Beruhigung und Entwicklung des Landes verringert werde. Freitag 1 Uhr: Etat des Rüchstages, Rest des Ergänzungsetats, Petitionen. Schluß 3½ Uhr. aene end un de ziehung eines Trinkglases, eines Trichters und einer Hohlmaßes auf Grund des§ 40 der Reichs#werbeordnung zu dulden. Gegen dieses Erkenntnis war von seiten der Amtsanwaltschaft Berufung eingelegt und beantragt, auf die Einziehung weiterer zum unbefugten Betriebe des Schankgewerbes benutzten Sachen zu erkennen. Die Straskammer erkannte auf Verwerfung der Berufung, weil das Urteil relativ auf beiden Seiten rechtskräftig geworden sei. Aus den Varlomen. Deutscher Reichstag. 49. Sitzung vom 8. Mai 1907. 1 Uhr. Beim Etat des Schatzamts betonten die Abgg Kirsch(Ztr.) und Eickhoff(frs. Vp.) das Errichtzeitiger Neuregelung des Wohnungsgeldzuschusses. Staatssekretär Frhr. v. Stengel erklärte, die Vorarbeiten über diese Regelung seien bereits so weit gefördert, daß die verbündeten Regierungen ihrer laut Beschluß des Reichstags gesetzlichen Verpflichtung nachkommen werden, die Frage des Wohnungsgeldzuschusses bis zum Jahre 1908 neu zu regeln. Der Etat des Reichsschatzamts wurde genehmigt. Die Etats der Zölle und Verbrauchssteuern wurden debattenlos angenommen. Beim Etat der Maischbottichsteuer meinte Abg. Südekum(Soz.), die Kommission habe durch die Art ihrer Arbeit das Zustandekommen der Novelle noch in dieser Tagung verhindert, dadurch habe man das Gewerbe unnötig beunruhigt. Bei den Reichsstempolabgaben sprach Abg. Graf Kanitz(kons.) die Hoffnung aus, daß die Befreiung der Reichs= und Staatsanleihen vom Stempel werde rückgängig gemacht werden. Au eine Beschwerde aus Handelskreisen, die Abg. Dove (frs. Vgg.) vortrug, daß bei Sendungen, die in einheitlichem Transport, aber in gebrochenem Verkehr expediert werden, der Frachturkundenstempel zweimal erhoben werde, erwiderte Frhr. v. Stengel, es handele sich hier um einen Wunsch, dem nur Rechnung getragen werden könne im Wege der Aenderung des Gesetzes. Dies könne man jedoch jetzt, wo das Gesetz kaum ein Jahr in Kraft sei, noch nicht tun. Darauf folgte der Etat für das südwestafrikanische Schutzgebiet. Abg. Graf Hompesch(Zir.) klärte dabei namens seiner Partei, diese werde sich infolge Ablehnung ihrer Anträge wegen der Truppenstärke der Stimmenabgabe enthalten. Abg. Zattmang(nirtsch. Vag.) stellte fest, daß die Denkschrift des Koionialdirektors tatsächlich davon spreche, daß bei der Einwanderung zweifelhafter Elemente russisch jüdischer Einfluß eine Rolle spiele. Auf Ausführungen des Abg. Ledebour(Soz.) erwiderte Kolonialdirektor Dernburg, der Vorredner sei auch diesmal wieder den Beweis seiner Behauptungen schuldig geblieben, wie er überhaupt mehr mit Phrasen als wie mit Gründen arbeite. Herrenhaus. 10. Sitzung vom 8. Mai. Das Herrenhaus setzte die Etatsberatung fort, ohne sie jedoch, wie ursprünglich vereinbart, auch schon zu Ende zu führen. Beim Justizetat kam zunächst Oberbürgermeister Adickes=Frank. furt auf seine im Vorjahre gebotenen Anregungen über die Reform unserer Rechtspflege zurück. Minister Dr. Beseler kündigte für die nächste Session des Reichstages eine Reform des amtsgerichtlichen Verfahrens an. Pros. DernburgBerlin bat, an der konservativen volksfreundlichen Grundlage unserer Rechtspflege festzuhalten. Eine fesselnde Erörterung entspann sich über einen Antrag des Grafen v. Schwerin=Ziethen auf Einführung schärferer Strafen gegen ehrenrührige Beleidungen. Nach Begründung des Antrags durch den Grafen Schwerin erhoffte Graf Praschma von der Durchführung des Antrags einen Rückgang des Duellwesens. Justizministers Dr. Beseler bezweifelte, daß eine Sitte durch die Gesetzgebung beeinflußt werden könne, und lehnt es ab, vor der Reform des Strafgesetzbuches eine einzelne Frage vorauszunehmen. Graf Schulenburg glaubte nicht, daß die Duelle je zu beseitigen seien, und gebe Fälle, in denen man Genugtuung mit, der Woffe in der Hand fordern müsse. Einen ähniichen Standpunkt vertrat General=Feldmarschall v. Hahnke. Der Justizetat wurde bewilligt, nach längerer Erörterung auch der Etat des Ministeriums des Innern. Abgeordnetenhaus. 64. Sitzung vom 8. Mai. Das Abgeordnetenhaus erledigte am Mittwoch zunächst einige Vorlagen auf Aenderung Mittwo. zen auf Aenderung von Amtsgerichtsvezirlen und begann dann die zweite Lesung des Wanderarbeitsstättengesetzes. Kommission hatte die Vorlage geändert, daß von den Kosten der mit Wanderarbeitsstätten verbundenen Arbeitsnachweise der Staat nach Vereinbarung mit den Provinzen einen angemessenen übernehmen hat. Die Beratung eröffnete Abg. v. Bodelschwingh(b. k. F.), der die Mitglieder in launiger Rede zu einen Besuch der neugegründeten Kolonie Hoffnungstal bei Berlin einlud. Die Vorlage wurde nach längerer Erörterung im wesentlichen in der Fassung der Kommissionsbeschlüsse angenommen. Hingegen konnte die zweite des Entwurfs gegen die Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden noch nicht zu Ende geführt werden. Miakubürgische Treue. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 7. Mai.(Strafkammer.) 1. In der Nacht zum 26. Januar d. J. wurde auf der Bahnstrecke Brackwede Isselhorst aus einem der Kaiserlichen Telegraphen=Verwaltung zur Verfügung, gestellten, verschlossenen Eisenbahnwagen sichs Rouen Kupferdraht im Werte von 800 Mark gestohlen. Der von diesem Vorfalle benachrichtigten Kriminalpolizei gelang es auch bald, den Hehler zu ermitteln. Der Gerichtshof erkannte gegen den Arbeiter H. W. wegen schweren Diebstahls im wiederholten Rück falle auf 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis, gegen K. W., der auch schon mal wegen Diebstahls vorbestraft ist, auf 1 Jahr und gegen den verführten 16 jährigen Arbeiter H. auf 14 Tage Gefängnis. Dem H. W. wurden 14 Tage von der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Der Handelsmann U. erhielt wegen Hehlerei 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis und Uebertretung der Gewerbeordnung eine Geldstrafe von 30 Mark event. 6 Tage Haft.— 2. Der 28 Jahre alte Knecht H. K. von Langendreer, Schildesche wohnhaft, wurde wegen Fahrraddiebstahls im wiederholten Rückfalle zu 1 Jahr Gesängnis verurteilt.— 3. Gegen den Kleinhändler W. O. von Nordhorn hatte das Lokales und Bielefeld, 10. Mai. (Bunte Glasfenster im Rathause.) Im Rathause werden zurzeit die künstlerisch ausgeführten bunten Glasfenster eingesetzt. Entwurf und Vorbilder der Glasmalereien sind Geschenk der Staatsregierung. Wie bekannt, hat der Kultusminister seinerzeit 13000 Mk. für die Kartons zu den bunten Glasfenstern gestiftet. Die Glasmalereien sind geschaffen von den Düsseldorfer Kunstmalern W. Döringer und B. Ehrich mit der Glasmalereianstalt von Gassen und Blaschke in Düsseldorf. Für die Uebertragung der Kartons in Glasmalerei haben Bieleselder Bürger die Mittel gestiftet. Die Tür im Haupteingange des Rathauses wird durch das städtische Wappen geziert. Die Ausführung ist von Herrn Direktor August Tiemann gestiftet. In den Fenstern neben dieser Haupttür sind, die Namen der Düsseldorfer Künstler und der Glasmalereianstalt, sowie als Stifter des Entwurfs und der Vorbilder die Staatsregierung aufgeführt. In der Westseite des Haupteingangs ist das Rosetteufenster eingesetzt. Die Ausührung ist von Herrn Fabrikant Wilh. Modersohn gestiftet. Im Parterre nach dem Hofraum zu ist in einem der Fenster des Treppenhauses durch einen Schmied die Eisenindustrie versinnbildlicht. Andere Fenster tragen entsprechende Inschriften:„Fleiß ist des Glückes Vater".„Kunst bringt Gunst.“ Willenskraft Hilfe schafft". Die Ausführung ist von Herrn Rich. Kaselowsky gestiftet. Nunmehr sind auch die Fenster an der Haupttreppe vom Parterre zum ersten Stockwerk beenbet. In dreien von den sechs Fenstern werden in künstlerisch vollendeter Ausführung die Handspinnerei, die Handweberei und die Maschinenweberei dargestellt. Die drei weiteren Fenster enthalten die Inschriften: „Lug, Untreu, Tücke, falschem Schein Soll dieses Haus verschlossen sein.“ „Wie sich einer schickt, Also es ihm glückt.“ „Thu das Deine, Thut Gott das Seine.“ Auch die Ausführungen dieser Fenster hat Herr Rich. Kaselowsky gestiftet. Zurzeit wird an dem großen Maßwerkfenster im Treppenhause gearbeitet(zwischen dem ersten und dem zweiten Stockwerke), welches den Bielefelder Handel verfinnbildlichen soll. Die Herstellung wurde von Herrn Fabrikant Arnold Crüwell gestiftet.(Westf. Ztg.) (Bielefelder Musikverein.) Es wird darauf hingewiesen, daß die Aufführung des Lisztschen„Christus“ am Sonntag bereits um 4½ Uhr beginnt. Die Generalprobe beginnt Sonnabend 7½ Uhr. Im übrigen bedarf es wohl keiner besonderen Empfehlung dieses Konzertes, handelt es sich doch hier um die Aufführung des bedeutendsten Oratoriums der neueren Mufikliteratur, das zu hören nur selten Gelegenheit geboten ist, da es ganz außergewöhnliche Anforderungen an Chor und Orchester stellt. Für die Solopartien ist das berühmte Von A. Burg. Nachdruck verboten.] Gott selbst hatte ihm einst auf dem Schlachtfelde im fernen Livland, wo er gegen die heidnischen Litauer kämpfte, dieses Kind zugeführt. Als er eines Tages über das Schlachtfeld eines niedergebrannten, von den Bewohnern verlassenen Dorfes ritt, fand er, an einer Mauer gekauert, ein zweijähriges kleines Heidenkind, welches kläglich weinte. Er hob es aufs Pferd, nahm es mit sich ins Lager und sandte es durch einen treuen Mann in die Heimat, nachdem er es vom Feldkaplan halte taufen lassen. Dann übergab er es den frommen Nonnen des Cisterzienserklosters Rehna zur Erziehung. Aber doch blieb die Burg zu Wismar des Findel kindes eigentliche Heimat; wie gern kehrte es aus der Klosterschule öster einmal zu Vater und Mutter zurück. Die braunen Augen der jungen Klosterchülerin leuchteten, als der Fürst und die Fürstin sich dem Platze näherten. „Seid Ihr so fleißig, Ihr Mädchen?“ sagte Anastasia,„das ist recht. Nichts steht besser an, als Fleiß und Geschlhtgteit. „Mutter, sieh her,“ sagte Lustgard, die gleich den Brüdern klarblaue, tiefe Augen haite„steh, was Küthe jetzt gelernt hat. n Golosäden kann sie prachtvolle Schwertgurte sticken, das zeigt sie mir und ich sticke solche für die Brüder. Die sollen sie tragen an dem Tage, wenn sie zum Ritter ge schlagen werden.“ „Und du, kleine Käthe?“ fragte der Fürst gütig.„Wilist du nun kehren aus dem Kloster an unsern Hos?“ Käthe war aufgestanden und hette sich dem Fürsten gerähert, er reichte ihr seine Hand und sie beugte sich zum Kusse darauf. „Mein Fürst und Vater, gewährt dem fremden Kinde, dessen Ihr Euch so treulich annehmt, eine Bitte.“ „Sprich, Käthe, dein Wunsch ist im voraus gewährt, wenn die Gewährung in meiner Macht steht.“ Das tut sie, mein Vater. Scht, ich bitte Euch, laßt mich ferner im Frieden des Klosters wohnen, er ist mir liebg worden Berliner Vokal Quartett gewonnen, so daß nicht nur eine gläuzende Wiedergabe der Solis sondern auch ein vollendetes Zusammenwirken in den Quartetten verbürgt iß. Orgel und Harse sind von den Herren Nacken und Kammervirtuos Haupt freundlichst übernommen worden. Das Orchester ist ganz bedeutend verstärkt. Hoffentlich werden Konzert wie Generalprobe, deren Besuch auch den Konzertbesuchern nicht dringend genug empfohlen werden kann, bis auf den letzten Platz besetzt sein, daß der Musikverein die natürlich sehr kostspielige Aufführung begasen wuh4 (Sozialdemokratische Freiheitshelden.) Wir erhalten von beteiligter Stells, folgende Zuscheift: Die Agtationsmleis der sogenannten Freien, sollte Donnerstag, den 2. Mai, am Bau Güterbahnhof Bielefeld zur Geltung kommen. Am genannten Bau arbeiteten 14 freiorganisierte und ein chriftlichorganisierter. Jene 14 Freiheitshelde. Freiten es für angebracht, den christlich Organisierten in ihren freiheitlichen Zwangsstaat hineinzuzwängen. Es wurde versucht, den christlichorganisierten Maurer zum Uebertritt zu bewegen, und als dies vergebliche Liebesmühe war, versuchte man es mit Gewalt zu erreichen. Wir arbeiten mit einem Christlichen nicht länger zusammen, aber auch diese Trohung war ohne Erfolg.(Ein Bravo dem deutschen Mann.) Nun wurden die Freiheilshel beim Polier vorstellig und(verlangten, daß der christlich Organisierte von der Baustelle verschwinden müsse, oder„wir werden die Arbeit niederlegen". Es wurde ihnen von Seiten des Poliers die Wahl überlassen, mit dem Bemerken, daß der hinderliche Kollege weiter arbeiten würde, zum Entlassen wäre kein Grund vorhanden. Die Freien verließen nun die Arbeit, aber 3 von diesen gereute Mittags schon die ruhmvolle Tat, denn sie zogen es vor, weiter zu arbeiten, trotzdem der Christliche noch da war und auch da bleiben wird. Wieder ein Beweis, daß das Wort Freiheit von vielen nicht verstanden wird, sonst müßte man von derartigen Gewaltmitteln absehen. Würden diese Helden allerwärts so anlaufen, dann würde ihnen jedenfalls bald die Freude an einer derartigen Agitationstaktik vergehen. H. B. (Der Bund der Landwirte) wird im Amte Dornberg seine Organisation neu ausbauen und hält aus diesem Grunde Herr Geschäftsführer Buhl= Unna am nächsten Sonnabend, den 11. d. M., bei Gastwirt Bockermann zu Groß Dornberg eine öffentliche Versammlung ab, in welcher er über das Thema spricht:„Was hat der Bund der Landwirte für die deutsche Landwirtschaft erwirkt und was bietet er speziell seinen Mitgliedern?" Auch über die in hiesigem Bezirke bald stattfindende Landtags= Ersatzwahl, zu welcher die Vertrauensmänner des Bundes bereits Stellung genommen haben, wird sich die Versammlung befassen. c(Altstädter Kirche.) Am nächsten Sonntag, den 12. Mai, findet in der Altstädter Kirche ein Missionsfest statt, bei welchem im Hauptgottesdienste um 10 Uhr Herr Missionar Judt aus dem Namalande in Südstwestasrika die Predigt halten wird. Auch wird derselbe in dem sich daran anschließenden Kindergottesdienste aus dem reichen Gebiete seine Arbeit mancherlei Interessantes erzählen. (Die seit dem 18. April anMaler=Aussperrung) in und vertraut. Ich tauge nicht au den Hof, o hoch ich die Mutter und Euch, mein Fürst, verehre. Laßt mich als Novize bei den lieben Cisterziensernonnen zu Rhena eintreten und mein Leben Gott weihen zu seinem Dienst, Kinder zu unterweisen, Kranken zu pflegen. Wenn Ihr mein bedürft, so ruft mich, die Aebtissin kann mir Urlaub erteilen, dann bin ich da.“ Fürst Heinrich und Fürstin Anastasia sahen erstaunt in das erregte, jugendschöne Antlitz, das sie sich im Ordensschleier gar nicht vorstellen konnten. Und die fürstlichen Knaben standen scheu zur Seite. Wie, die Jugendgespielin wollte Nonne werden— ganz und gar in Rehna bleiben? Sie konnten es gar nicht fassen, und Luitgard auch nicht, welche klagend Käthe umfaßte. Fürst Heinrich zog das Mädchen in seinen Arm und legte die Hand auf ihren lockigen Scheitel.„Es sei, wie du wünschest, Katharina, ich will deinem Entschluß nicht entgegen sein. Aber, mein Kind, bedenke, was es gilt. Wenn dir dein Entschluß leid würde, sobald du das Kleid der Cster zienserinnen trägst, wenn dein Mut sänke und deine Kraft bräche, dann— ja dann würde der abtrünnigen Nonne auch die Burg zu Wismar, auch das elterliche Haus dir verschlossen sein und bleiben müssen. Unstät und flüchtig würdest du sein, mein Kind, dem unsere Liebe so gern die gebotene Heimstatt bewahrt hätte.“ „Ich danke euch, Vater, daß Ihr so sprecht und daß Ihr mich warnt. Aber glaubt mir, das Kind, daß ihr den Glauben lehrtet an den Heiland und Erlöser der Welt das Kind, welchem Ihr die heilige Tause geben ließet, das Kind, welches Ihr der Nacht des Todes und der Dunkelheit des Heidentums entrissen habt, das hat seinen Wunsch, sich ganz dem Herrn zu weihen, reiflich erwogen. Ich bitte Euch, Mutter, laßt mich ganz im Kloster zu Rehna bleiben.“ Fürstin Anastasia kämpfte mit einem schweren Entschlusse. Ihr Herz hing mit mütterlicher Liebe an diesem Adoptivkinde, die stille, klare Weise der Klosterschülerin war ihr so lieb, sie hätte sie gern für immer um sich gehabt. Aber gerade weil sie dieses Kind so sehr liebte, fiegte diese Mutterliebe über alle selbstsüchtigen Wünsche. „Wohin du gehst, mein Kind, soll dich mein Segen geleiten. Geh mit Gott in das Kloster zu Rhena und diene ihm dort, wie du gelehrt werden wirst, diene ihm im kleinen und im großen, diene ihm in Liebe und Treue, dann darfst du auch uns die alte Liebe und Treue bewahren. Johann und Heinrich hatten still zugehört, und Johann sagte heiter:„Schade, daß Schwester Käthe aus Freude am Klosterleben in Rhena bleiben will, ich hatte es mir so schön gedacht, wenn die Klosterleute Rheinland und Wi nachdem gestern neue bis Ende unterzeichnet wort sind um 3 Pfg. m.(Eingeliefe 4 Obdachlose. m.(Zugefloge m.(Zugelaufe m.(Verloren) monnaie mit Inhalt m.(Festaenom Berg aus Röbel w diebstahls. m.(Fahrradd Fr. aus Gadderbaun 8½ Uhr ein an di stelltes Fahrrad Me werdet. Das Radr park liegend wieder des Bäckermeisters 1 8. Mai, nachmittags der Gewerbeschule ein Nummer unbekannt, wendet. Aus den k. Herford, 9. verordneten S mittag im Stadtvei an der 23 Stadtv steatsmitglieder tei wurde von dem Justizrat Lücken beschlossen wurde### tokoll über die an ordentliche Revision Kenntnis genomme betreffend Ankauf stücks Fl. III, Ne. 2 Gemeinde Herford u 11 ha 6 ar 36 gr Schwerbrock, Ufler referierte Herr S dieser Grundstücke Ortsbesichtigung sta den Ankauf des nicht, da es zu n und auch für die Bau einer Gasanst sei; dagegen trat R kauf der weiteren Gru Stadt ein zusammen reichender Größe Vorschlage des Herr zugestimmt und die 154594 Mk. bewi Schwerbrocksche Gri für das Uflerbäumer Mark und für das 6094 Mk. Die Ae und 10 der Ordnur der Wertzuwachssteu Der Bezirksausschuß Genehmigung der Or gemacht. Die für standenen Ausgaben Mark wurden bewill des Bundes für M Kolleg, den Magistre wägung zu ziehen, orts den Vorschläger kommen werden kanr Friedrichsgymnasium Kenntnis genommen Referenten Stadtv. änderte Fluchtlinie nehmigt. Der Mag Ankauf von 200 n und zwei Wagen, üb Stadtv. Weihe refer Erweiterung angenoi eine Drehscheibe anzu betragen 740 Mi. und Deppermann trat Ankauf ein, letzterer daß die gemieteten## nutzt gelagert hätte Weise Miete zu Ueber die Vorlage Uhlandstraße refertei Münter. Auf Vorse wurde die Vorlage an verwiesen, um in Er es nicht zweckmäßiger Aussicht genommenen der Straße zu an di sodaß ein größerer verbleibt, und den A kleinerer Grund fläche Schluß der Sitzung 6 0 Herford, 9. lingstag) wie er werden konnte, war u fahrt gescherkt. Alles wohl unterwegs gewes Tag zu genießen. prangte der Wald n Regen. Wie Fststan sie mit Gewalt wollte ich sie Male stand Krieger mit seine Brust, u gewaltigem St gewonnen, so daß Wiedergabe der endetes Zusammenten verbürgt ist. von den Herren Haupt freundlichst das Orchester ist Hoffentlich werden be, deren i nicht dringend inn, bis auf den ß der Musikverein elige Aufführung zu großen Defizit he Freiheitsvon beteiligter Die Agitations= 1, sollte Donnersmu Güterbahnhof umen. Am gefreiorganisierte sanisierter. Jene für angebracht, n ihren freiheituzwängen. Es stlichorganisierten zwegen, und als war, versuchte erreichen. Wir hen nicht länger Trohung war dem deutschen Freihei!shelden verlangten, daß n der Baustelle wir werden die urde ihnen von Bahl überlassen, der hinderliche zum Entlassen u. Die Freien er 3 von diesen ruhmvolle vor, weiter zu istliche noch da d. Wieder ein heit von vielen müßte man von sehen. Würden anlaufen, dann die Freude an taktik vergehen. H. B. dwirte) wird eganisation neu m Grunde Herr am nächsten bei Gastwirt erg eine öffentvelcher er über hat der Bund Landwirtschaft speziell seinen die in hiesigem ndtags= Ersatzensmänner des sommen haben, efassen. Am nächsten det in der Altfest statt, bei ie um 10 Uhr em Namalande st halten wird. im sich daran inste aus dem mancherlei InApril anperrung) in r den Glauben klöser der Welt heilige Tause üches Ihr der Dunkelheit des as hat seinen rn zu weihen, Euch, Mutter, kehna bleiben.“ mit einem erz hing mit Adoptivkinde, Klosterschülerin gern für immer weil sie dieses se Mutterliebe che. kind, soll dich mit Gott in lene ihm dort, K, diene ihm diene ihm in du auch uns bahren.“ still zugehört, „Schade, daß am Klosterich hatte es ie Klosterleute Rheinland und Westfalen ist heute beendet, nachdem gestern nachmittag in Essen der neue bis Ende 1908 gültige Tarifvertrag unterzeichnet worden ist. Die Stundenlöhne sind um 3 Pfg. erhöht. m.(Eingeliefert) in das Polizei=Gefängnis: 4 Obdachlose. m.(Zugeflogen) 1 Kanarienvogel. m.(Zugelaufen) 1 Tervier. m.(Verloren) 1 rotledernes Herrenportemonnaie mit Inhalt, 1 Füllfederhalter. m.(Festgenommen) wurde der Schweizer Berg aus Röbel wegen Verdachts des Fahrraddiebstahls. m.(Fahrraddiebstähle). Dem Arbeiter Fr. aus Gadderbaum wurde am 8. Mai abends 8½ Uhr ein an der Heeperstraße Nr. 84 aufgestelltes Fahrrad Marke Tempo Nr. 32896 entwerdet. Das Rad wurde tags darauf im Stadtpark liegend wieder vorgefunden.— Dem Sohne des Bäckermeisters V., Rolandstraße wurde am 8. Mai, nachmittags 2—4 Uhr aus dem Kellerflur der Gewerbeschule ein Fahrrad Marke Teutoburg, Nummer unbekannt, im Werte von 50 Mk. entwendet. Aus den Kreise Hersord. k. Herford, 9. Mai.(Eine Stadtverordneten= Sitzung) fand gestern nachmittag im Stadtverordnetensitzungssaal statt, an der 23 Stadtverordnete und 2 Magisteatsmitglieder teilnahmen. Die Sitzung wurde von dem Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Lücken geleitet. Verhandelt und beschlossen wurde folgendes: Von dem Protokoll über die am 28. März cr. erfolgte ordentliche Revision der Kämmereikasse wurde Kenntnis genommen. Ueber die Vorlage betreffend Ankauf des Dresingschen Grundstücks Fl. III, Ne. 2294/179 und 2295/178 Gemeinde Herford und Ankauf von zusammen 11 ha 6 ar 36 qm Land von den Herren Schwerbrock, Uflerbäumer und Naumann referierte Herr Stadtv. Koch. Bezüglich dieser Grundstücke fand vor der Sitzung Ortsbesichtigung statt. Herr Koch empfahl den Ankauf des Drefiagschen Grundstücks nicht, da es zu nahe an der Stadt liege und auch für die beabsichtigten Zwecke— Bau einer Gasanstalt— nicht groß genug sei; dagegen trat Reserent sehr für den Ankauf der weiteren Grundstücke ein, da dadurch der Stadt ein zusammenhängendes Areal in ausreichender Größe geschaffen würde. Dem Vorschlage des Herrn Koch wurde einstimmig zugestimmt und die Kosten in Höhe von 154594 Mk. bewilligt und zwar für das Schwerbrocksche Grundstück 123000 Mk., für das Uflirbäumersche Grundstück 25 500 Mark und für das Nauwannsche Grundstück 6094 Mk. Die Aenderungen der§§ 1, 6 und 10 der Ordnung über die Erhebung der Wertzuwachssteuer wurden angenommen. Der Bezirksausschuß in Minden hatte die Genehmigung der Ordnung hiervon abhängig gemacht. Die für die Reichstagswahl entstandenen Ausgaben in Höhe von 329,20 Mark wurden bewilligt. Auf eine Petition des Bundes für Mutterschutz beschloß das Kolleg, den Magistrat zu ersuchen, in Er wägung zu ziehen, ob und inwiefern hierorts den Vorschlägen des Bundes nachge kommen werden kann. Von dem Etat des Friedrichsgymnasiums für 1907/09 wurde Kenntnis genommen. Auf Vorschlag des Referenten Stadtv. Koch wurde die abgeänderte Fluchtlinie in der Werrestraße genehmigt. Der Magistratsantrag betreffend Ankauf von 200 m Gleis, einer Weiche und zwei Wagen, über welchen Punkt Herr Stadtv. Weihe referierte, wurde mit der Erweiterung angenommen, daß auch noch eine Drehscheibe anzuschaffen ist. Die Kosten betragen 740 Mk. Die Stadtvv. Ströter und Deppermann traten insonderheit für den Ankauf ein, letzterer bedauert es aber sehr, daß die gemieteten Gleise monatelang unbenutzt gelagert hätten, wodurch unnötiger Weise Miete zu zahlen gewesen wäre. Ueber die Vorlage betreffend Schulandau Uhlandstraße referierte Stadtv. Architekt Münter. Auf Vorschlag dieses Referenten wurde die Vorlage an den Magistrat zurück. verwiesen, um in Erwägung zu ziehen, ob es nicht zweckmäßiger ist, den Anbau des in Aussicht genommenen Projekts 3 mehr nach der Straße zu an die Fluchtsinie zu rücken, sodaß ein größerer einheitlicher Spielplatz verbleibt, und den Anbau auf entsprechend kleinerer Grundfläche dreistöckig aufzuführen. der Sitzung 6 Uhr. 0 Herford, 9. April.(Ein Frühlingstag) wie er schöner nicht gedacht werden konnte, war uns gestern zu Himmelfahrt gescherkt. Alles was gesund war, ist wohl unterwegs gewesen, um den herrlichen Tag zu genießen. Wie wunderbar schön prangte der Wald nach dem erguckenden Regen. Wie F ststandarten hob sich das junge Maiengrün vom dunklen Tann ab, bie Vögel schmetterten ihr Jubellied, überall Leben! Winterstürme wichen dem Monnemond! I Herford, 10. Mai.(Der christl.= varerl. Männer=Verein) hält Sonntag nachmittag 6 Uhr im Vereinshause eine Generalversammlung ab. Tages= Ordnung: 1. Besprechung über die Vorstandswahl und Antrag des Vorstandes betreffend Führung des Vorsitzes bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung. 2. Vortrag über Süd westafrika und die Mission daselbst. C Herford, 10. Mai.(Erweiterter Geschäftsverkehr.) Am kommenden Sonntag, als am letzten Sonntag vor dem Pfingstfeste dürfen die Verkaufsläden geöffnet sein in der Zeit von 7—9½ und von 11½ Uhr vormittags bis 6 Uhr abends. 6 Herford, 10. Mai.(Der Berein der Feldwärker) hält seine Generallung heute abend ab, worauf nochmals aufmerksam gemacht sei. G Herford, 10. Mai.(Die Pfingstweinlieferung) wurde Herrn Wilhelm Casselmann, Vertreter der Firma Casselmann u. Jursch, übertragen. ch Herford, 8. Mai.(Maurerstreik.) Heute mittag legten sämtliche freiorganisierten Maurer die Arbeit nieder, weil die Unternehmer sich weigerten, den Arbeitern den geforderten Lohnzuschlag von 5 Pfg. pro Stunde zu zahlen. Die christlich=organisierten Maurer arbeiten weiter, weil diese sich im vorigen Jahre durch einen abgeschlossenen Lohntarif bis zum 1. April 1908 gebunden haben. Es streiken etwa 160 Maurer. ch Herford, 8. Mai.(Die General= versammlung der Schützengesellschaft) wählte per Aklamation die ausscheidenden Herren des Verwaltungsrats August Detring, Karl Müller, Karl Höpler, Karl Hentschel und Wilhelm Siepe einstimmig wieder. Der Etat für 1907 balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 22000 Mark. Die Schulden der Gesellschaft betrugen am 1. Januar 181161,32 Mark. Die Einnahmen betrugen 26 490,60 Mk., die Ausgaben 25 772,80 Mk., sodaß ein Bestand von 717,40 Ml. vorhanden ist. Die Gebäude sind gegen Feuerschaden mit 186 505 Mk. versichert. Zur Auslosung gelangten 20 Schuldscheine à 150 Mk. Es wurden folgende Nummern gezogen: 93, 71, 94, 13, 21, 100, 77, 67, 51, 63, 43, 72, 18, 66, 78, 7, 1, 37, 99, 55. Bünde, 8. Mai.(Evangelischer Arbeiterverein.) Im evangelischen Arbeiterverein wird am nächsten Sonntag Herr Lehrer Nolting Sprabow den letzten Bericht über die Vorträge des Dr. Dennert erstatten. Rödinghausen, 7. Mai.(Revision der Quittungskarten.) Am 15. Mai d. I. beginnt im hiesigen Amtsbezirk Rödinghausen durch den Kontrollbeamten die Revision der Quittungskarten. Es sind daher Quittungskarten, Aufrechnungsbescheinigungen, Dienstbücher 2c. bereit zu halten, so daß dieselben dem Kontrollbeamten zu jeder Zeit vorgezeigt werden können. Auf die Straf bestimmungen des§ 161 des Invalidenversicherungs Gesetzes wird besonders hin gewiesen. Rödinghausen, 7. Mai.(Steuer hebetermine.) Die Steuerhebetermine für den Amtsbezirk Rödinghausen sind wie folgt festgesetzt: Rödinghausen 1. Juni, 1. August, 2. November 1907, 1. Februar 1908. Westkilver 3. Juni, 3. August, 4. November 1907, 3. Februar 1908. Ostkilver 5. Juni, 5. August, 6 November 1907, 5. Fedruar 1908. Bieren 7. Juni, 7. August, 8. November 1907, 7. Fedruar 1908. Schwenningdorf 11. Juni, 9. August, 11. November 1907, 10. Februar 1908. dungen werden bis zum 11. Mai an den Heern Oberstadtsekretär Windhorst erbeten. Minden, 10. Mai.(Zum Viehmarkt) waren am Dienstag aufgetragen: 66 Pferde, 152 Stück Rindvieh, 343 Stangen, 4765 Ferkel und 3 Ziegen. Die Preise für Schweine waren immer noch sehr niedrig. Minden, 7. Mai.(Ueberfahren.) Heute mittag wurde in der Scharnstraße die Frau P. aus Nammen, die mit ihrem Fuhrwerk dort hielt, von dem entgegenkommenden Fuhrwerk des Bierrutschers T. von hier überfahren. Trotzdem T. gesehen, daß durch sein Fuhrwerk die Frau umgerissen und unter ihr Fuhrwerk gefallen ist, hat er sich nicht um sie gekümmert sondern ist fortgefahren. Die Verletzte hat sich mit Hilfe eines Polizeibeamten zum Arzt begeben, der leichte Quetschungen an der linken Fußspitze feststellte. Lübbecke, 7. Mai.(Herr Konrektor Orthmann,) der im Herbst vorigen Jahres sein 50 jähriges Dienstjubiläum feiern konnte, ist zum 1. Oktober er. in den Ruhestand versetzt. Vom 1. d. M. bis zu seinem Ausscheiden ist er krankheits halber beurlaubt. „ der eus Bur ur. ul bn e. sich. nach unten. Lessentlicher Betterdienh — Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 10. Mai bis zum Abend des 11. Mai 1907 Morgen vielfach heiter, nur stellenweise Gewitter, veränderte Winde, warm, Fortsetzung des jetzigen Witterungscharakters wahrscheinlich. Uebersicht der Wilterurg. Bielefeld, 10. Mai 1907. Böckelmann Wre. dir Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 12 ½/20 C Thermometerstaub um 10 Uhr vorei+171 0g Barometer 75.5 enz. Wind: Süd-Ost. Himml: heiter. Schlachtdiedpreise nach gewicht nach Prund Amtlicher Wortr=gerschzt,-hearzeicz. und Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Spexard, 8. Mai.(Brand.) Auf dem sog. Ohlbrock brannte heute nachmittag ein größerer Fichtenbestand. Man vermutet, daß das Feuer durch unvorsichtiges Wegwerfen einer brenuenden Zigarre oder eines Streichholzes entstanden ist. sie mit Gewalt dort festhalten wollten, dann wollte ich sie befreien.“ Und mit einem Male stand der stolze Knabe da wie ein Krieger mit dem Holzschilde bewihrte er seine Brust, und den Speer erhob wie zu gewaltigem Stoß.(Fortsetzung folgt.) Aus den Kreisen Minden und Lübbece Minden, 10. Mai.(Kreisschulinspektor.) Wie der„W Ztg.“ von hier mitgeteilt wird, hat Pfarrer Frohneberg in Müsen, der früher Rektor an der Selekta in Kreuzthal war, den Ruf der höheren Schulaufsichtsbehörde, eine Kreisschulinspektion im Hauptamt zu übernehmen, angenommen, worauf ihm dieses Amt für Minden a. d. Weser übertragen wurde. Minden, 10. Mai.(Ausstellung.) Die Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft beabsichtigt bekanntlich vom 31. Mai bis 15. Juni d. J. in den Räumen des früheren Regierungsgebäudes eine Ausstellung alter kunst gewerblicher Gegenstände zu veranstalten. Die Gesellschaft hofft, nach dem„M. L. Krsbl.“ daß die Besitzer solcher Sachen in Minden und Ungebung gern durch leihweise Ueberlassung die Ausstellung fördern werden. Sie sorgt auf eigene Kosten für die Abholung und Rückzabe, sowie für eine angemessene Versicherung gegen Feuersgefahr.— AnmelAus den Nachbarprovinzen und Staaten. Stadthagen, 8. Mai.(Verhängnis voller Sturz.) In die„Herberge zur Heimat“ kam vor einigen Tagen ein etwa 40jähriger Handwerksbursche zugereist. Er war stark betrunken, und um sich auszuruhen, legte er sich auf eine im Zimmer befindliche Bank. Bold darauf fiel er laut „Westf. Ztg. herunter und war eine Leiche. Der Verstorbene stammt dem Vernehmen nach aus der Umgegend von Bielefeld. Er wurde auf hiefigem Kirchhofe beerdigt. Düsseldorf, 6. Mai.(Innungswesen.) Einen namentlich für das Innungswesen bedeutungsvollen Entscheid hat der hiefige Regierungspräsident als Vertreter der höheren Verwaltungsbehörde erlassen. Es handelt sich um die Errichtung von Innungsschiedsgerichten, die von mehreren hiefigen Innungen schon seit längerer Zeit angestrebt wird. Der Oberbürgermeister als Aussichtsbehörde hatte das bezügliche Gesuch abschlägig beschieden und dieser Bescheid ist nunmehr, wie die„Rh.= Westf. Zig. berichtet, vom Regierungspräsidenten bestätigt worden. Der Bescheid führt aus, daß ein Anspruch der Innungen auf Genehmigung der von ihnen beschlossenen Schiedsgerichte in jedem einzelnen Falle keineswegs bestehe und es Pflicht der zuständigen Behörde sei, die bei Anträgen auf Errichtung von Schiedsgerichten zu ihrer Entscheidung stehenden Fragen nicht nur vom Standpunkte der Interessen der be treffenden Innungen, sondern unter Berück sichtigung aller örtlichen und durch den besonderen Fall gegebenen Verhältnisse zu prüfen Ochsen. a) vollfleischige, ausgemästete Hannod, Dortss. Essen Alters Bullen. a voufteischige, aus mästete bis zu 5 Jahl b) vollfleischige jüngere gering und altere Kalben und Kühe. a) vollfleischige, ausg mästete Kalben höchste Schlachtwertes b) vollfleischige, ausg mästete Kühe höchste Schlachtwertes, bis z 7 Jahren... mäßig genährte Kühe n Kalben Kälber. a) Doppellender b) feinste Mast=(Vollmilchmast) und beste Saugkälber mittlere Mastkälber und gute Saugkälber. d) geringere Saugkälber u. älteres, gering genähr Jungvieh(Fresser) Schafe. Mastlämmer u. jüng Masthammel b) ältere Masthammel. c) mäßig genährte Hammei Schwel mterschafe a) vollfleischige der feineren Rassen und deren KreuzD) feschige 1/ 8 c) gering entwickelte sowie Sauen Preise verstehen sich für 100 Ofd. Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20 3/8 Tar.. Die amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mitteis dee angegebenen Schlachtorozenie umgerechn Berlin, 9. Mai. Im Zentrum der Stadt erlosch gestern abend 8 Uhr plötzlich das elektrische Licht. Die stark besuchten Lokale waren dunkel. In der Königl. Oper mußte die Vorstellung unterbrochen werden. Hamburg, 7. Mai. Im Beisein von Vertretern der Hamburger und Altonaer Staats= und Stadtbehörden und mehrerer höherer Militärs wurde heute der große Hagenbecksche Tierrk in Stellingen, der nach ganz neuen Grundsätzen unter Belassung möglichster Freiheit der Tiere eingerichtet ist, eröffnet. Stuttgart, 8. Mai. Sämtliche Beamte und Wächter der Wach= und Schließgesellschaft in Schwäbisch=Smünd sind gestern abend auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft verhaftet worden unter dem dringenden Verdacht, fortgesetzte Einbrüche und Bessendiebsähle bei den Abonnenten des Insituts begangen zu haben. Sonderburg, 8 Mai. Bei Erdarbeiten für die neuen Marineanlagen wurden drei Arbeiter Zwei sind tot, der dritte schwer verletzt. Die Leichen sind geborgen. Catania, 7. Mai. Das Aetna Observatorium meldet: Die Tätigkeit des Aetna nimmt zu. Eine Offnung im Mittelkretar stößt Rauch und kleine weißglühende Steine aus. Am 4. d. hat sich noch eine kleine Oeffnung aufgetan, aus ber heiße Lava ausströmt. „Lendon, 9. Mai. Der französische Passagierser„Poiton“ ist an der Küfte von Uruguai (Südamerika) gescheitert. Anfänglich wurden 100 Tote gemeldet, später aber kam die Nachricht, daß nur 15 Personen umgekommen seien, die übrigen wurden gerettet. Der Dampfer soll 300 Personen an Bord gehabt haben. (Die Stellungnahme). Eine Bewerberin um den Lehrerinnenposten einer ländlichen Schule wurde gefragt:„Welches ist Ihre Stellungnahme in bezug auf das Schlagen der Kinder?" Sie antwortete: „Gewöhnlich nehme ich meine Stellung so ein, daß ich auf einem Stuhle sitze und das Neuste Nachrichten. Berlin, 10. Mai. Gestern vorUhr traf der Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg vom Anhalter Bahnhof aus seine Forschungsreise nach Afrika an, deren Dauer vorläufig auf zwei Jahre festgesetzt ist. Die übrigen Teilnehmer an der Expedition treffen einige Tage später in Neapel ein, wo sie von einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd aufgenommen werden. Kiew, 10. Mai. Eine hier abgehaltene Versammlung der Partei der wahrhaft russischen Leute hat eine Resolution angenommen, in welcher der Regierung die stimmung darüber ausgesprochen wird, daß die Paktierung mit den liberalen Dumamitgliedern die Revoltionierung der Duma begünstige. Es wurde beschlossen, an den Zaren eine Petition zu richten, in der dieser gebeten wird, Stolypin zu entlassen, die Duma aufzulösen und das Wahlgesetz zu reformieren. London, 10. Mai. 50000 Grubenarbeiter des Beckens der Grasschaft York haben sich für den Ausstand erklärt, für den Fall, daß die nichtsyndikierten Arbeiter nicht verabschiedet werden sollen. Die Zahl der nichtsyndikierten Arbeiter des Beckens beläuft sich auf 15—20000 Mann. Man befürchtet, daß auch die„Gruppenarbeiter anderer Kohlenbecken sich mit denen der Grafschaft York solidarich erklären werden. Eine Zehrerstell au den hiesigen evangelischen Volksschulen ist baldigst zu besetzen. Grund=Gehalt 1400 Mk., „höhung auf 1500 Mk. beschlossen, jedoch noch nicht genehmigt), Alters=Zulagen 200 Mk., MietsEntschädigung 270 bezw. 450 Mk. Bewerbungen bis spätestens 25. ds. Mts. Angabe der nächsten Dienstvorgesetzten erwünscht. Hamm i. W., den 7. Mai 1907. Die städt. Schuldeputation. e 100,000 Ber 50 Muln oder allerhöchster Provision suche allerorts tüchtige Hausierer und Vertreter z. Verkauf von Aluminium=Schildern u. Gebräuchsgegenständen. Auch als Nebenbeschäftigung. Prospekt gratis. Branchekenntnis nicht erforderlich. L. Klöckner, Erbach, Westerwald. 5 elegante, moderne Muster liefert innerhalb weniger Stunden billigst Buchdruckerei A. von der Mühlen Fernsprecher 15 BIELEFELD Ritterstrasse 43. 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Die Bewegun hat genau 50 Jahr des Sepoyausstandes Schrecken und Greu gessen sind, eingesetzt. sich um Militärrevol stabe, heute dagegen einer Bewegung zu bildeten Hinduklasse im Pandschab aus Muhamedaner zu erg leicht noch gefahrdroh und wertvollste engl als es jene im allgen borene Militär beschr rung war. Die gege durch das Aufsteigen Sieg Japaus u dessen Macht mans# übergroße Vorstellung gewaltigen Eindruckg 1905 brachte die„Ea eines Jadiers, in den husiasmus für Japan Hindus und Siths, waltig, 99 Prozent den Sieg der JapanDichter haben die japa und gefragt:„Japan lange noch wird Ind bleiben?“ Und im in einer japanischen 8 Raoji Amin, einem der Nationalkongresses, in hieß:„Indien wird seit die Hilfe eines erreichen. Es erwa zugewinnen, was es ve einig ist, kann kein Unser Banner soll d Bande Mataram!“ des Mikados ziehen nach Japan auf die 1# dort willkommene GästNacji Amius aber schi bekannt wurde, der Lo graph“:„Es ist ein solcher Brief in einer erscheinen konnte.“ Man darf diese ostin lands wohl in Verbindu## „Einkreisungsarbeit“ genimmt die indische Bei wenig von ihr redet, sehr erust. Dafür sp stand, daß es das Komi und energischsten Felt Kilchener, in Indien längert hat. Es hofft z gegen eine indische Em decken werde, richtet sich a