ves jr., sen d. Vereinshaus, r- u. Pumpenstelephon und * Gasglühlichtüchengeräten. enung. Geden dunde u. Neuheit und beste per Pfund für 0,80; arfedern: halbweiß 2, Echt chinesische Ganzen 3; 4; 5 Mark.— und fertigen Betten. u.— Verkauf nur nahme oder Vorauslossen. ford in Westfalen, ürstenstraße Nr. 20. und fertige Betten. roben erwunscht! wenigen Minuten! 20 r 1838 gegr. Peruse. Instalt in Berlin herungsanstalt. braversorgung. Kapfidlum, Milltärdienst, neürztl. Unterauchung. ig ohne Lebenszeug ektion zu erfahrenden #e Verschwiegenheit. kostenfrei bei: " O b e r n s t r a s s e 5 2. nmehl sphorsäuresaaten Zeit mit worden. rücklich farke“ Tchufsd gewarnt. m. b. H. bekannten uswahl ter rnstr. 45. AE schen Jäger. (itarbeiler 324 ressant und soren aus dei ge1et.— ede Buchhendlung in gratis in jedet gd“ G. m. b. B. sst 8. Nr. 100. Bierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1,20 M., bei täglicher Zustellung in Bielefeld 1.40 M., durch Briefträger 1,62 M. 31. Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 49 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. 3 0. upiil: Friedtich von Hohen zollern wird Kursürst von Branderburg, 1415. — Tilly. beyrtscher Gereral, gest. 1632.— Gauß, Mathematiker und Sstronem, geb. 1777. — Albrecht von Roon, Kriegl minister, geb. 1803.— Erzberzog Kerl, Sieger von Aprn, gest. 1847.— Gustav Freytag, Dchter, gest. 1895. „Wir sind vereil!“ Das sind drei kurze Worte, der preußische Kriegsminister hat sie in der vorigen Wiche im Reichttag gesprochen, aber sie sind inhaltsschwer und werden im Inlande und im Auslande nicht geringer bewerlet werden, als einst der berühmte, stolze Aussprrch des großen Reichskarzlees Fürstin Bismarck:„Wr Deutschen fürckten Gott und sonst dichts auf der Welt" bewertet wurde. Wie tief der Eirdiuck der kurzen Grklärung des Kriegemitisters auf den deu schen Reichsiag gewesen ist, zeiete bessen Entschlosser heit, das drutsche Schwert scharf urd klank zu erhalten, sellst die Sozialdemokratie schloß sich dieswal nicht röllig en?. Des Auslard, ivsbesordere das stolze Aldion, fürchtet dies beutsche Schwert ebenso sihr, als es uns die fortschreitende Entwickelung urserer Industrie und unsers Handels beneidet, es weiß jitz:, woran es mit uns ist. Deutschland ressilt nicht bei jider Gelegenheit mit dem Säbel, es geht stolz und ernst seinen Weg, aber wenn kein anderes Mittel, sein Recht und seine Ehre zu wahren, gegeben ist, dann zieht es blank und is setzt blutige Köpfe. Sollte dieser Fall einmal eintreten, dann werden seine Feinde und Neidinge wie einst 1870 ganz Diu schland geschlossen binter seinem Kaiser sehen. Dal ist der Inhalt jiner kurzen drei Worte:„Wir sind bereit“, die von den Vertretein des deutschen Volkes im Reichstage in männlicher Ruhe, aber entsal sseren Herzens und leuchtenden Auges entgegengenommen wurden. Deutschland ist friedliebend, das hit es der Welt bewiesen und wer es trotzdem nicht glauben will, dem ist nicht zu helfen. Ader mag ein Voik roch so friedliebend sein, so muß es doch stits mit der Mö,lihkeit eines Keieges rechnen und darauf vorbereitet sein. Das gilt unter den gegenwärtigen Zeitläufen, in denen sich in der ganzen Wilt eine starke Gegnerschaft gegen Deutschland bemeikbar macht, für uns doppelt und dreifach; denn die beste Scherung des Friedens ist eine Karke Krlegsbezeitschaft. Nichts ist in gleicher Weise geeignet, kriegerische Gelüste anderer Völker zurückzu ämmen; deshalb danken wir dem Herrn Keiegtminister für sein Wort:„Wir sino bereit.“ Wir wollen kriegsjertig sein unter allen Umständen, möe wan auf der Haoger Konferenz beschließen, was immer es sei. Wir folgen darin auch uu: dim Beispele Eaglands, das noch in Zeit, während es für die allgemeine Herafminderung der Kliegsrüstungen der Vö.ker eingetreten ist, ritzts unterlassen hat, um seine Kriegtberei schaft zu heben und zu vervollkommten. Sehr richtig sagte der Kriegsminister, der deutsche Soldat miss dem Ausbruch eines Krieges die denkbar besun Waffen in der Hand haben, und es ist gut, daß Herr von Einem bei dieser Gelegenheit darauf hinwies, daß es im Kiege nicht allein auf die Beweffnung an kommt, sondern auf den Geist, die Moral des Heeres, denn solche Worte sind und müssen ein Ansporn sein für unser Hier, diesen Punk. nicht zu vernachlässigen, sondern auch vor einem überiegenen Gegner nicht zur#ckzuschrecken. Das deutsche Volk aber varf die Urberzeugung haben, daß nach dieser Seite von unserer Armeeverwaltung alles geschehen ist und geschieht, was otwendig und geeignet ist, die Schlagfertigkeit des He es zu erhalten und zu erhöhen. Der weitere Verlouf der Verhond ursen hat rich in Wott des Generals von Liebert gezeitigt, das gleichsells verdieit, in weitere Kreite zu deingen. Es bezieht auf unser Ossizierkorps. Generel leninent von Liebert unterhi lt sich im Juli vorigen Jahres mit einem zur deutschen Aimee kommandierten ausländischen Obersten über deutsches militärisches Wesen, wobei der letztere erklärte, er sähe die Ideale seines Lebens im deutschen Offizierkorps verkörpert. Der Geist der Hingebung, die Dienstfeeudigkeit in der Leutschen Armee und dem deutschen Offizierkorps seien für ihn das Höchste. Generellentnott von Liebert hat dem fremden Offizier die gewiß in jedes Deutschen Beust lebende Zurersicht ausgesprochen, daß wir mit dieser Armis und diesem Offizierloips siegen werden, wenn wir in die Notwendigkeik kommen. Auch Fürst Bülow wird dem Vernehmen nach bei der bevorstehenden Erb.terung seines Etats sich zur auswärtigen Lage äußern. Er kann kabei frei von der Leder reden, und wenn er auch nach Diplomatenart beruhigende Worte sprechen wird, so werden diese doch, wie wir heffen dürfen, kein Wasser in den Wein des Kriegsminisiers gießen, der ihm durch die Bereitstillung seines wächtigen Schwertes den notwendigen Rückhalt für seine Politik dietet. „Wir Deutsche fürchten Golt, aber fonst nichts auf der Well“ und die Gottesfurcht ist es schor, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt. Wer ihn aber tretzdem bricht, der wird sich überzeugen, daß ti kampsesfreudige Vaterl#indsliebe, welche 1813 die gesamte Berölkerung des damals schwachen, kleinen ud ausgesogenen Preußen unter die Fahnen rief. heoteutage ein Gemeingut der ganzen deuischen Nation st, und daß der jenige, welche: die Nation iegendwie angreift sie einheitlich gewaffnet finden wird und jeden Wehrmann mit dem festen Glauben im Herzer:„Gott wird mit uns sein!“ Reichsverfessung derichttt, Anträge beim Bundesrat zu stillen. Auch den Muiierien der Einzelstaaten steht dieses Recht nicht zu, sondern nur den Lindesherren und den Seraten der freien Städte. Wenn daher die preußische Bolksvertretung einen B.schluß von der Art des elsaß lothr. I itiativontrages geseßt hätte, so hätte kas preußische Ministerlum ihn zurächst dem Körige urterbreiten müssen und der Reichskar zler hätte als preußischer Bevillrächtigter zum Bandesrat ihn vur auf Befehl des Königs dem Bundesrat vorlegen können. Im Reichblande übt aber der Kaiser die Staattgewalt ars; er hat dort also die Regierungsrechte auszuüben, die in den Burdesstaaten die Lindeeherren Diraus folgt, daß der Richskarz'er in el aß lothrirgischen Angelegenheiten eine Verlage an den Bundesrat nur machen kann, winn er vom Kaiser dazu ermächtigt ist. Wenn der Kaser es ablihnt, die Vorlage an den Bundesrat gelangen zu lassen, dann übt er sein versassungsmäßiges Richt aus, und es sei nicht einzusehen, wie dadurch Rechte des Lan#desausschusses verletzt werden könnten. Bielmehr sei ein Verlangen einer deutschen Volksvertretung, daß ihre Anträge dem Bunbesrat vorgelegt werden müßten, eine den Grundsätzen der Reichsverfassung direkt wider strebende Anmaßung. Heffentlich verfehlen diese deutlichen Worte des bekannten Staatsrechtslehrers nicht ihren Eindruck auf die Lundesautschuß ibgrordneten, denn diese sied, wie der Staatssekretär v. Köller auch her#orhob, auf dem besten Wege, den maßzebenden Stellen im Reiche die Lust zu nehmen, die Verfassung Eiseß Lothringens vub ssernd anszugestalten. dorf nach Pesen abreisen müssen. Die meist.n sind den Bezik Beomberg zugetoiesen. Posen, 27. April. Die Ansiedelungs= kommisston für Westpreußen und Posen hat vom 1 Imuar bis itzt über 600 Ver. träge mit Ansiedleen abgeschlossen. Gegenwärtig liegen gegen 2000 Arsiedlerstellen vrschiedener Größe zur Besiedelung aus. Im Mai und Juni finden mehrere gemeinschaftliche Besichtigungsreisen statt, für bie sich Anfiedelungsinstige aus vielen Teilen Deutschlands angeweldet Eine Elsaß=Lothringische Verfassungsfrage." Wie bereits mitgeteilt wurde, besteht zur Zeit ein scharfer Konflikt zwischen der Regieung in Straßburg und dem Elsaß Lotheingischen Landesauschuß. Der letztere hatte eine Besteuerung der Reighseisendahnen beschlessen, den die Regierung ablehnte. Spater kam er noch einmal auf die Sache zuröck und veelangte von der Regierung, dasü zu sorgen, „daß die vom Landesausschaß besch osseren Gesetzentwürse dem Bundesrate zur verfassungs wäßigen Beschluß: fassung vorgelegt werden.“ Dir Stiatesekaitär von Köller erklätte jeroch, daß ein derartiges Vorgehen nur einen Schlag ins Wasser bedeutete. Jafolgedessen ist die Geregunggegen die Rezierung zur Zut sehrgroß. Die Rezierung hat aber eine wertvolle Unterstützung durch eine staatsrechtsiche Darlgung, die Prosesser De. Laband in der „Straßburger#ost“ gibt. Er sagt, daß die Asschanung, von der die Miglieder des Landes ausschisse auszirgen, auf einer sonderbaren Unkenntnis der Reichsverfassung beruhe und dem oft ausge prochenen Wunsche, daß Elseß Luhringen oerfessingsrechtlich den Bundesstaaten gleichzest Ut werde, widerspreche; denn das Rcht, das der Antraz Bluwenthal für den Lanesausschuß beanspruche, habe kein anderer deutscher Lindtaz P osessor Ladand zieht als Bispiel für die Besugnisse der Laddesparlamente das preuß. Abgrordnetenhaus herau und sagk folgendes: Faßt das preußische Abgeordnetenhaus den Beschluß daß ein Antrag dem Bundesrat vor gelegt werden soll, dann hängt es von der freten Entschlußung des Königs vo1 Preußen ab, ob er dem Verlangen stut geben soll oder nicht. Denn nicht die LanzAus dem deutschen Reiche. Berlin, 29. April. Der Kaiser nahm gestern in Steaßburg am Gottesdierst in der Garnisonkirche teil und machte dann im Automobil eine Fahrt nach der Hohlbaiesdurg. Abends traf der Kaiser über Schlettstadt wieder in Straßburg ia. Heute nachmittag unternahm der Kaiser im Automobil einen Aut flug nach Digsburg. Abends folgte er einer Einladung des Staats sekretärs v. Korller zum Diner. Das Bfilden des Peinzen EitelFriedrich ist andauernd gut. Die Folgee scheinungen des Uofalles, den der Prinz deim Ruten erlitten hatte, siad gänzlich gemichen. Pitz August Wilhelm ist aus Bonn zum B such der Kalserin in Homburg eingegetroff.s Dem Reichstage werden demnächs der Entwurf, betreffind Sicherung der Bauforder ungen und der Entwarf, betressend den Versicherungsvertrag zugehen. Die Dispesitlonen im Abgeordneten hause sind dahin gränder: worder, daß die Berggesetznovelle noc vor Pfingsten erledigt wirden soll De tätste Sitzung des Herrenhauses fiüdet am 3. Mai stalt. Eine außerordentliche General synobe wird, wie der Kultusmiaister am Sonnabend im Abgeordnetenhause mitteilte, noch in diesem Jahre zusammentreten We es heißt, wird ihr ein Gesetz zur Neuord nung der Pistorergehälter vorgelegt werden. Zim Nachfo'ger Prof von Bergmanns ist der Bonrer Chirurge Gh. Medizinalrat Poi. De. Bler berufen worden. Ueber Versetzung von Lehrper sonen aus dem Westen nach dem Often teilt die„Rhein. W stf. Big.“ mit, daß am kommenden Montag inegesamt 30 junge Lehre:, auch eirige mit mehreren Dienst jahren, aus dem Regierungsbezirk DusselAus dem Belgien Das Ministerium de Trooz scheint fertig zu sein. Die Kammer tritt am 7. Mit wieder zusammen. Paris, 29. Apell. Der„Petit Parisien“ hat verschiedene deusche Staatsmägner und Purlamentarierint##viewen lassen. Der Reichstagspäsident Graf Stolberg sagte u. a.: „Kein Souverän ist friediicher gesinnt als der Kaiser, winn wir wünschen, uns mit Fearkreich zu verständigen, so streben wir nicht minher an, in gutem Einvernehmen mit England zu leben. Wir wollen mit diesem großen Lande dauerhafte, normale Beziebungen derstellen.“ Auf die Antworten, die der Ausfrager von den anderen Stellen erhalten hat könnten sich die Fravzosen nur von der Friedenkliebe Deutschlands und seinem Wunsch nach einem guten Verhältnis mit Feankreich und allen Ländern überzeugen, wenn anders fie sich überzeugen lassen wollen. Orleans, 29. April. Der Gemeinderat hat beschlossen, einer Abordnung der Freimaurer die Teilnahme an dem aus Anloß der Jsanne L'Ac=Feier am 7. Mai staltfindende. Festzuge zu gestatten. Die Geistlichkeit wird infolgedessen an dem Festiuze nicht teilnehmen. Petersburg 29. Apris. Die geheime Sitzung der Duma über die Festsetzung des Rekrutenkontingents für 1907 ist heute abend nach 8 Uhr geschlossen worden. Die Weilerberatung dieser Frage ist auf morzen vormittag 11 Uhr anbergunt worden. Die gestrige Sitzung teug einen stürmischen Charakter. Infolge heftiger Angriffe gegen den Thron und die Armee schlugen die Mitglieder der Rechten, zugleich mit den Füßen trampelid, mit den Fäustea auf die Pulte und verließen die Minßter den Saal. Die Mehrheit des Hause? scheint aber willens zu sein, die Forderungen der Regiernag zu bewilligen. Bukarest, 27. April. Der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg siad hier eingetrossin und am Bahnhose vom Könige und der Königin empfangen worden. Fürst Ferdirand von Bu.garten hatte ihnen bis zur rumänischen Grerze das Geleit gegeben. Heute abend findet Feßmahl im Kgl. Palaste statt. Marokko. Diefranzösischen Kreuzer haden Marokko wieder verlassen. Die Zollb.hörden der Häfen wurden angewiesen, nunmehr das Material für die drahtlose Telegrophie prssieren zu lassen. Australien. Die Tatsache, das dem Norddeut#chen Lloyd urd der DutschAustralischen Dampsschiffthitgesellschat zusammen im Borjahre ein Drittel der Ausfuhr zugefallen ist, veranloßte den Sydneyer „Herald zu Angeiffen wezen des„unlauteren". jediglich zurch Subrention ermözlichten #tbe##rbs der beiden Linien. Dim gegenüber wies der Geveralazent des Norddeutschen Lleyds in einer längeren Zuschrift an den„Herald“ die Haltlosigkeit der Bihaupt ing und die Schädlichkeit derartiger gehätsiger Erörterungen für die englist= dentschen B ziebungen rach Deut ch: Re chstag. 41 Situng vom 29 Aptil 1907. 1 Uhr. Der Reichstag beschäftigte sicz am Montag zunächst mit der ersten Beratung des G.setzentwurfes, betr. Aenderungen des Reichssbeamten= gesetzes(Per sionen). Nachdem Schatzsckratär Frhr. v. Stengel die Absicht des Entwurfes, die materielle Lage der pensionierten Beamten zu verbessun und für deren Hinterbliebenen zu sorgen, erläutert und diese Verbesserung als ein Gebot ausgleichender Gerechtigkeit gegenüber den im Vorjahre besser bedachten pensionierten Militärs bezeichnet hatte, wurde die Vorlage auf Antrag des Abg. Grafen Hompesch(Ztr.) nach kurzer Erösterung an eine besondere Kommission verwiesen. Darauf sitzt; das Haus die Beratung des Postetats fort. Abg Beck= Heidelberg(natl.) trat in bezug auf die Resolution Hompesch gleichfalls für eine vermehrte Sonntagsruhe ein, hielt jedoch als bestes Mittel zur Ecreichung dieses Zieles die in der zweiten Resolution Ablaß vorgeschlagene erhöhte Anrechnung des Nacht= und Fiiertagsdienstes auf die Dienststunden Din größten Wert lege seine Partei auch auf ein ungehindertes Javerbindungsetzen mit Abgeordneten in persönlichen wie in dienstlichen Angelegenheiten, da eine Schädigung der Disz'plin hierbei nicht zu befürchten sei. Abg. Singer(Soz.) bezeichnete die Resolution betr. die Ostma kenzulagen als Produkt der„kon servativ“=liberalen Paarung. Die Resolutionen seien für seine Partei unannehmbar, denn sie würden für die Regierung nur ein Mittel zu politischem Mißbrauch sein, um die Beamten zu korrupieren. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel bimerkte, die Vorlage betr. Teuerungszulagen werde in den nächsten Tagen dem Bundesrat zu gehen und von diesem wohl angenommen werden. Staatssekretär Kraetke wandte sich mit Schärfe gegen den sozialdemokratischen Redner und wies dessen Behauptung von einer unzulässigen politischen Ei wirkurg der Behörde auf die Beamten energisch zurück Abg. Lattmann(wirtsch Vag.) richtete an den Staatssekretär die Frage, ob die deutsche Postverwaltung den Beschluß des Weltpostkongresses in Rom auf Erhöhurg der Gewichtsgrenze bestimmt am 1. Oktober d. J. einführen werde, und hielt die Resolution des Zentrums bet: Erleichterung des Fernsprechwesens auf dem Lande insoweit für berechtigt, als damit nicht eine Verteuerung des städtischen Funsprechwisens zugunsten des platten Lindes verbunden werde. Abg. v. ChlapowoChlapowski(Pole) trat ausführlich gegen die Gewährung von Ostmarkenzulazen an Postbeamte ein. Abg. Kovsch(freis. Vp) empfahl Rückkehr zum billigen Ortsporto, erklärte sith aber im Prinzip ausdrücklich gegen Postsparkassen. ##bgeordnetr#haus. 55. Sitzung vom 29 April Im Abgeordnetenhaus begann am Montag die eiße Lesung der Sekundärbahnvorlage. Die Beratung eröffnete Minister Breitenbach, der den im Entwurf gebrachten Strecken vorwiegerd Meleorationsinteressen zuwies und eine Uebersichzt über die seit der Verstaatlichung der Eisenbahnen gebauten Haupt= und Nebenbahnen bot. Abg. v. Quast(kors) begrüßte, daß in der Vorlege vorsorglicherweise sogleich der Grund und Boden für zwii Geleise angekauft werden solle, und bat zu erwägen, ob nicht die Kreise besser tun, den Grurd und Boden selbst zu kaufen, statt dem Staate eire Summe dafür zu geben. Die Denkschrift gebe zwar ein erfreuliches Bild von der Entwcklung des Kleinbahnwesens; gleichwohl müsse der Bau von Kleinbahren ein noch schnilleres Tempo annehmen. Abg. Macco(natl.) stand der Vorlage ebenso freundlich gegenüber, bedauerte aber, daß die vom Minister v. Budde für die Nebenbahnen in Außsicht gestellte höhere Geschwir digkeit seither nicht erreicht sei. Im Verkehr zwischen dem Norden nach dem Süden, insbesondere von Westfalen nach dem Süden müssen noch Verbisserungen erstrebt werden. Auch Abg. Gyßling isrs Bp) bedauerte, daß die in din letzten Jahren gischaffene Streckenmenge nicht so groß sei, wie man es bei der steigenden Rentabilität der Nebenbahren eigentlich erwarten könne. Gern stimmen seine Freunde für die zu Gunsten der Ostmark geforderten Linien; bei solcher Polenpolitik sei der Freisinn an der Seite der Regierung zu fiaden. Ost und Westpreußen stehen bezüglich der Nebenund Kleinbahnen erheblich ungünstiger da als ande e Provinzen. Darauf ergriff eine lange Reihe von Rednern das Wort, um den Bau neuer Bahnlinien zu befürworten. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 27. April.(Strafkammer.) 1. Eine Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahutransportes hatte sich der Metzger J. M. von Rheda zugezogen. Da dem Angeklagten ein Verschulden an dem Unfall nicht nachgewiesen werden konnte, erfolgte die Freisprechung.— 2. Der Käsefabrikant H. von hier wurde am 16. Die Beichschau. Erzählung von Heinrich Smidt. 21)(Nachdruck verboten.) „Ich komme zum Deichgrafen!“ antwortete der Bauer ernst.„Gehe Er mit seinen Geschworenen nach dem Boltenhofe; dort findet er am Hicktor den Spaten, womit ich den Deich nicht festigen kann, tief in den Geund getrieben, der starken Hand harrend, die ihn herauszieht! Weiteres brauche ich wohl nicht zu sagen?“ „Nein, unglücklicher Mann, bu hast genug gespcochen!“ sugte der Deichgraf.„Gehe heim und trage dein Los mit Geduld! Ich will tun, was meines Amtes ist!“ Und Peter Boli ging, die Augen zu Borca geschlagen, weder rechts noch links schauend. Und die ihm begegneteu, arrieten, was vorgefallen war, und wichen ihm aus. We eine Stummbö, die aus der See kommend über die Marichn hinabfährt, flig die Kunde von dem Mßgeschick des Ptr Bolt von Hof zu Hof, von Dorf zu Dor „Spatenland! Ei gibt Spatenland!“ rief es hier, und„Spatenland! Spatenland!“ dies es dort. Januar d. J. vom hiesigen Schöffengericht wegen öffentlicher Beleidigung zu einer Geldstrafe von 150 Mark event. 30 Tagen Gefängnis verurteilt, wogegen der Staatsanwalt und der Beleidizte wegen zu niedrigen Strafmaßes und der Angeklagse wegen seiner Verurteilung Berufung eingeligt hatten. Der Gerichtshof setzte die Strafe auf 100 Mark event. 20 Tage Gefängnis herab.— 3. Der Kaufmann A. B. von Niesen bei Minden kam am 5. Januar d. I von einer Geschäftstour zurück. Als er das Gefährt vor einer Wirtschaft halten ließ und er auszusteigen versuchte, siel plötzlich ein Schuß und es stellte sich leider bald darauf heraus, daß der auf dem Bocke sitzende Kutscher Fritz Niermeier schwer verletzt war. Wie war nu: dieses möglich? Der B. hatte in der Hosentasche eine— wie er angab— gesichirte Repetierpistole getragen, welche bei dem Aufstehen aus der Tasche gefallen und sich beim Falle auf den Boden des Wagens entladen hat. Der Getroffene war natürlich kurze Zeit nach dem Unfalle eine Leiche. Dem B. konnte heute zwar ein strafdares Verschulden nicht nachgewiesen werden, aber es wurde festgestellt, daß er keinen Waffen schein besaß Er wurde von der Anklage der fahrlässizen Körperverletzung freigespeochen, aber wegen Uebertretung der Polizeiverordnung vom 28 Juni 1901 zu einer Geldstrafe von 30 Mark event. 6 Tagen Haft verurteilt.— 4. Der Arbeiter F. R. von Minden, der ab und zu sein Leben durch Schaaps zu verschönen scheint, hat an einem solchen Stimmungstage seine Tochter Klara mit einem Gehstock; derart gezüchtigt, das dem Kind das Blut am Kopfe heruntergelausen ist. Für diese Roheit auf die Anklagebank gebracht, war er vom Schöffingericht zu Minden wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 20 Mirk event. 4 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der Staatsarwaltschaft war die Strafe zu gering erschienen und hatte si: Berufung eingelegt, die jedoch verworfen wurde.— 5. Der Arbeiter W. Sch von Minden, welcher am 14. März vom Schöffengericht zu Minden wegen gefährlicher Körperverleßung mit 2 Monate Gefängnis bestraft ist, hatte Berufung eingelegt. Da er aber im Termine nicht erschienen war, wurde seine von ihm eingelegte Berufung verworfen. Bielefeld, 30. April. (Was an den Schaltern zu lesen sein wird.) Mit Einführung der Tarifresorm, 1. Mai d. J., sollen— nach einem Erlasse des Ministers Breitenbach vom 18. d. M.— zur Erleichterung des Verkaufs und der Kontrolle der Fahrkarten, sowie der Gepäckabfertigung in großer Schrift gedruckte B=kanntmachungen an auffallenden Stellen der Fahrkarten= und G.päck Schalter angebracht werden, und zwar, für erstere, folgenden Wortlauts:„Rückfahrkarten wirden nicht mehr ausgegeben(ausgenommen im Seebäderund Auslands=Verkehr). Wer bei Lösung der Fahrkarte schon entschlossen ist, an demselben oder am nächstfolgenden Tage die Räckreise anzutreten, kann— soweit nicht Doppelkarten verausgabt werden— gleichzeitig mit der Fahrkarte zur Hinfahrt auch eine Karte zur Räckfahrt lösen. Die zur Rückfahrt bestimmte Karte wird durch den Stempelaufdruck„Rückf.“ als gleig zur Fahrt in umgekehrter Richtung gekennzeichnet. Zur Vermeidung von Beizögerungen bei den FahrkartenPrüfungen wird ersucht, die mit dem Stempel „Rücks" versehenen Fahrkarten den Schaffnern an der Bahnsteigsperre oder den Zügen bei der Hinfahrt nicht mit vorzuzeigen.“— Die an den Gepäckabfertigungen anzubringenden„Bikanntmachungen“, sollen lauten:„Freigepäck wird nicht mehr gewährt. Reisegepäck im Gewichte bis zu 25 Kilogramm einschließlich wird zu folgenden Sätzen befördert: auf Enfernungen von 1 bis 50 Kilometern(Zone N und 1) 0,20 Mi, auf Entfernungen von 51 bis 300 Kilometern (Zone 2 bis 6) 050 Mk. auf Entfernungen über 300 Kilometer(Zone 7 bis 14) 1 Mk. Die Frachtsätze für höheres Gewicht sind aus dem aushängenden Tarife zu ersehen.“ *(Hausoriefkasten.) Für die Wihrnehmung des Postbestelldienstes ist es von wesentlichem Vorteil, wenn die Korrespondenten an den Eingängen zu ihren Wehlungen Beiefkasten anbringen. In solche Peivat briefkasten dürfen von den Beiesträgern gewöhnliche frankierte Beiessendungen gelegt werden, soweit die Beschaffenheit des Kastens es gestattet und andere Verabredungen nicht bestehen. Je größer die Zihl solcher Woh nungsbriefkasten ist, desto shneller gehi die Bestellung von statten In allgemeinen Die Reichen zuckten die Achseln und waren im Janern froh, daß sie einen Mann los wurden, der eigeatlich nie zu ihnen gehöet hatte. Ein Halbfremder, der nicht fest zuhalten wußte, waz ihm das Glück zu warf. Die Armen rieben sich die Hände und konnten ihre Fieude nicht verbergen, daß einer von denen, die so stolz auf sie herabsahen, wieder zu ihnen herunter maßte. Nur wenige waren, die ein aufrichtiges Mitleid empfanden, und diesen wenigen gedrach es an Kcaft, dem Sinkenden eine heifende Hand zu bieten und ihn dem Untergange zu entreißen. Er war unrettbar verloten. Dir Deichzraf hatte einen Tag angesetzt, an dem das Spatenland unter din Bedingungen vergeben werden sollte, die das Gesetz vorschreibt. Es war ein kalter, unfceundlicher Taz und kein Sonnendlick vermochte sich durch die Wolken eine Bahn zu brechen. Auf einem Hauklotze, der unsern von der großen Elagangstür sand, saß, den Kopf in die Haldg stützt Piter Bost und wartete in dumpfer Gleichgüttigkeit der kommenden Dinge. Neben ihm stand seine Tochter. Sie beugte sich zu ihm nieder und wollte ihn trösten, allein die Sprache versagte ihr, Interesse liegt es daher, daß mözlichst jeder Wohnung inhaber einen Hausbriefkasten anbringt. Hier in Bielefeld wird von dieser auch für die Bsteiligten vorteilhaften Einrichtung noch aicht in der wünschenswerten Weise Gebrauch gemacht. Es empfiehlt sih, genügend große und starke Kasten zu wählen und sie mit dem Namen des Besitzers zu versehen. Bei Neubauten wirden zwecknäßig von vornherein in den Eingangstücen zu den einzelden Wohnungen Einwueftspalten und an den Janenseiten der Tücen Beief: kasten vorgeseheg. Die Einwurfsspalten müssen so groß sein, daß auch stärkere Beiefe und Drucksachen usw. von den Beiefträgern hindurchgesteck; werden können. *.(Westfalenfahrt zur Wasserkante.) Vielfachen Anregungen folgend hat der Westsäl. Provinz=Verband des Deutschen Flotten Vereins beschlossen, in den Tagen vom 2. bis einschl. 6. Jali ds. J s. eine Sonderfahrt Dortmund—Hamburg— Kiel—Laboe—Helgoland— Hamburg zu veranstalten. Die Abfahrt nach Hamburg erfolgt mit Benutzung eines GesellschaftsSonderzuges am 2. Juli vormittazs von Dortmund aus; die Teilnehmer aus der Proviaz schließen sich auf den in Betracht kommenden Stationen an. Außer dem Besuch: Hamburgs ist eine Besichtigung der großen Anlagen in Kiel, eine Fahrt zum Küser Wilselm Kanal, sowie der Besuch des Ostseebades Laboe und der Insel Helgoland in Aussicht genommen.— Die Kosten der ganzen Fihrt von der Ankunft in Hanburg bis zur Rücklehr nach Hamburg einschl. Unterkunft, Verpflegung(ausschl. Getränke) usw. mit Einschluß der von Himburg aus erfolgenden Eisenbahn und Seefahrten werden sich auf etwa 95 Ml. belaufen. Eine bessere Gelegenheit, mit geringen Kosten und in verhältnizmäßig kurzer Zeit eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und Eineichtungen der Handels und Keiegsmarine unter sachverständiger Fthrunz in Augenschein zu nehmen, dürfte sich in absehbarer Zeit nicht wieder bieten. Nihere Auskunft erteilen die einzelnen Octsgruppen des Deutschen FlottenVereins, an welche Melduagen zu richten sind. Das vorlä#fig# Prozraum der Sonderfahrt kann auch von dee Huptstell: des D. F. B. in Dortmund bezogen wirden. (Wie sich die Zeiten ändern.) Der weibliche Student ist heute eine in allen Hörsälen bekannte Pirsönlichkeit und sitzt ruhig und selbstverständlich neben dem männlichen Kommilitionen. Ii lustiger Wise erzählt nach der„Akademischen Korrespondenz“ Theovor Kipstein. ein bekinnter Feuilletonist, wie einst Heinrich von Teeitschke in den achtziger Jahren des vorigen Iahrhunderts den ersten welblichen Zihöee# ia seigem Kolleg begrüßt hat. Der berühmte Historiker betritt den Höesaal und erblickt zum ersten Mile in seinem Leben unter seinen Zihörern eine Dame. Nach winigen Sätzen unterbricht er seinen Vortrag, schreitet vom Katheder auf die Unglückliche zu und reicht ihr, ohne ein Wirt zu sazen, ritterlich den Arm. Dann führt er sie unter dem Jubel des ganzen Auditorium; zum Stale hinaus, bei seiner Rückkeh durch ftenetische Beifall sbezeugungen der Studenten begrüßt. Tempora mutantur! X(Eine amtliche Lehrerkoaferenz) tagte gestern unter dem Vorsitze des Herrn Shuleats Siegelmann. Diesmal stand der wichtigste Unterrichtsgegenstand zur Bispeechung und Beratung Hier Rektor Beckmann hatte es übernommen, die Frage zu beantworten: Welche Amnderungen im und bittere Trägen rollten die Wangen herab. Es sammelten sich nach und nach viele Leute auf dem Hofe, ader Vater und Tochter achteten nicht darauf, sondern sie waren mit ihrem Schmerze mitten unter den vielen allein. Scheu blickte jedermann darauf hin, allein keiner wagte, sich ihm zu nähern. Ee war wie mit einem Bann umgeben. Da nahten der Deichgraf und die Deichgeschworenen sich dem Boltenhofe. Der erstere trat hinter den Spaten, und die Geschworenen standen um ihn her. Die herbei gestcömten Leute bildeten einen Hilbkreis, und eine lautlose Stille herrschte auf dem Hose, als der Deichzraf anhub:„Kund und zu wssen, daß der Volldauer Peter Bolt von dim Deichgrafengericht verurteilt worden ist, seinen schrohaft gewordenen Deich binnen einer gewissen Frist wieder herzustellen. Diesem gerechten Befehl ist er nicht nach gekonmen, und er hat einen Spaten öffent lich vor aller Augen in den Boden seines Gehöftes gesteckt zim sichtbaren Zeichen, daß er sein Recht daran verloren gibt. So ist nun dieser Hof ein Gut, das keinem per boten und jed m erlaubt ist, und nur, wenn niemand sich meldet, der ihn haden will, fällt er der O#meine als Eigentum und gemeine List zu. Winn aber einer ist, der Religionsunterrichte ergeben sich aus der Verfügung der Königlichen Regierung zu Minden vom 26. Mil 1906? Reserent führte folgende Gedanken weiter aus: Die Regierungsvirfügung stellt keine neue Forderung für den Religionsunterricht auf, sondern bietet eine überaus praktische Auslegung daz u, was§ 15 der Allgemeinen Bestimmungen als die Aufgabe des evangelischen Religionsunterrichts in großen Zügen bezeichnet, indem betont wird, das eigentliche Ziel des Religionsunterrichts sei Jisus Christus, ihn sollten die Kinder ehren und lieben, ihm nachfolgen lernen in Gestanung und Windel. Das kann nur von zielbewußten Religionslehrern erreicht werden. Die religlöse Erziehung, wie sie in der Verfügung gefordert wird, setzt christlich: Persönlichkeiten voraus, nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie und Gemeinde, die den Schülern vorleben was sie in sittlich=religiöser Beziehung werden sollen, weil es sich hier mehr um die Gesinnung und den Lebenswandel, als un das Wissen handelt. In biblischen Geschichtsuaterrichte, der die Grundlage des ganzen Relizionsunterrichts ist, soll den Kindern vor allem ein anschauliches Lebensbil; vorgeführt werden. Un dazu die nötige Zeit zu gewinnen, ist die Geschichte des Alten Testaments zu kürzen. Dim religiösen Erziehungsziele entscrechend, hat in allen Zweigen des Religionsunterrichts, selbst im Katechismus, Jesu Leben und Lehre im Mittelpinkte zu stehen. Die Maloerfügung fordert also einen christocentrischen Religionsunerricht. Auf die Stoffneuge kommt es nicht so sehr an, als auf die zwickmäßige unterrichtliche Behandlung. m.(Diebstahl.) Dim Bäcker und Kleinhäadler. D. sind am 28. d. Mis. abends zwischen 8 und 12 Uhr aus seinim Hausflur eine Kiste mit Stärke und mittelst Einsteigens in ein unverschlossmnes Fiaster der ersten Stage etwa 40 Pid. Schinken vurst und mehrere Prar Holzschuhe im Psamtwerte von 60—70 Mt. entwendet. m(Utbekannter Selbstmörder) Am 23. d. Mis., moegens 8 Uhr, wurd: der nachstehend beschriebene undetamte Main tot auf einer Bink des Reenzberger=Friedhofes in Biemen gesurden. Der Bestorsene, dir in der rechten Hurd einen Reoovn hielt und zweif=lles Selbstnocd begangen hat. ist ein Mina von zirka 40 Juhrer, 1 63 Mtir groß, hat dunkelblo##des, an der Stirn gelichtetes Hi#r, dunklen, langen Schnurbart, volles Geiht, hohe Stirn, vollständige Zihne, spitzes Kina, er teug goldene Beille. Bekleidet war der Uramte mit weißim Hemd, gez. O W, waßer gestickter Unterhose graugesreifter Tuchhose, sch virsen Cheoiotrock und ebensolcher Wst=, grau meliertem Ueberzieher, weißem Vorhem) mit Klappkragen und Schlips, einem Paar roßlederner Zigstiefel, eizem schwarzen steifen Hat, einem Paar Gummihosenträgern und einem Prar weißer Manschetten mit Kaöpfen. Dir Undekannte fühete bei sich ein Pocte: monnate mit 36.48 M!, einer 3 und einee 5 Pfennigsmarke, eine silberne Zylin deruhr mit Monogramm, anscheinend gez. A. W. und Nickelkette, ein Taschentuch, auscheinend gez. O. W., ein norddeutsches EisenbahnKursbuch, eine Taschenbürste, einen Taschenspiegel, eine Dose mit Stahlfedern, eine Nigelfeile, ein Tischenmesser, einen Kamm, eine Bleifeder und einen Spazierstock mit Horngeiff. Nachrichten über die Prrsötlichkeit des Selbstmörders erbittet die Polizeivicektion, Keiminalabteilung, in Beemen. von dem Rechte Gebrauch machen will, das ihm zusteht, der lege seine Hand an diesen Spaten und ziehe ihn aus der Erde!“ „Das will ich tun!“ sagte Cirsten Nagel, indem er aus dem Kreise t at. Ein lautes Gemurmel lief durch die Reihen. Der Deichgraf hielt ihn zurück und sprach:„Er hat erst die Bedi zzurgen zu vernehmen und zu geloben, daß Ee sie erfüllen will. Ik Er bereit, zu hören?“ „Ich höre!“ „Zierst ist es seine Pflicht und Shuldig keit, seine Hand an den beschädigten Deich zu legen und ihn so schnell, als es nur geschehen kann, spät stens in vierzehn Tizen, wieder herzustellen!“ „Das gelobe ich!“ „Dann soll er dem Miane, der gezwungen ist, sein Gigentum aufzugeben, dieses nach seinem vollen Wert und nach der bestehenden Shätzung ausbezahlen, bar und blank, keinen Heller zu viel und keinen zu wenig. Is Ge dazu bereit und vermögend?“ „Ih bin bereit und vermözen) es 31 tun!“ „Dann möze geschihen, was ich nicht abzuwihren vermag. Nehme Ge sein Richt!“ (Fortsetzung folgt.) X Sieker, 29. Unfall) hat sich getragen. Beim N ein Gewölbe ein, Wand und des an nach sich zog. Beit Arbeiter schwer bei andere ohne erhe kamen. Dem Vern Verunglückten verha wird sich aber erst ob sie ohne dauert G sundheit bezw. kommen werden. Konstruktionsfehler a worden sein. Aus den C Herford, 29 Baoeanstalt.) I bis 31.3.07) wurden und 35 185 Brausebä zeigte sich beim Bra (4675), beim Wani die geringste im Okt Dem Stande nach 5 12 716 Arbeiter, 441 674 Frauen und 17 Zahlen für das vorhe 10 838 Arbeiter, 383 694 Frauen und 14 h Herford, 29. Das gestrige Kanta recht würdiger Weise Münsterkirche hatte als 3000 Andächtiger lange vor Beginn de sämtliche Sitzplätzee leistungen waren d bezeichnen. Wenn au der schwierige Satz etwas tief lag, so m vorzüglich, den Höhep chor mit der Motette (Paulus). Dus Ther sich auf" hatte gerad kung, die durch die gehoben wurde. Da Ausgang wurbe tadel es kein eigentlicher? Nichfeier im Vereins präses Herr Pistor die Bedeutung des Ka S uhrmann über die und der ganzen Ve vin Christo. Herr P de Keilik aus. Rüh ## beit der Leiter He H Hell nderbäumer k. Herford, 29 sandwirtschaftliche Bei hierselbst, Meierstraß Freitag vergangener m sser, daß ihn beim Daumen der rechten eine erhebliche Verletzt k Herford, 29. krieger verbands det hierselbst amE 1907, nachm. 3¾ einshause statt. A st hen folgende Punkte souls über die Her Feststellung der Anw uder das Jahr 1906 dies jährige Abgeordne verbandes und des di Der neu eingerichtet dienst. Antrag auf 4flchtversicherungs VeWohlfahrtseinrichtung bundes, hierüber wah Generasagenten G. Die Parole und da des engeren Vorstand k. Herford, den 2! beamtenversamm den 5 Mai, nachmit im Hotel„Hamburge die dies jährige Haupt zurksverdandes Minde ordnung statt: Erst nd Kassenberichts fü: des Schatzneisters. revisoren für 1907 kassen Buchhalters Ti geschichtliche Eutwcke 1bgabenrechts der pi Lindgemeinden. Wa; Povir zial Verbands1907 Festsetzung d für 1907. Wahl des n ortes und ev. Zu fell Mitteilungen und An ammlung. An der auch Nichtmitglieder#t C Herford, 30 Verein) Die Ura A. Piets Ocatoriums Sonntag, nachmittag Solisten sind gewonnen aus Weimar(Sopra X Sieker, 29. April.(Ein schwerer Unfall) hat sich heute vormittag hier zugetragen. Beim Neubau der Kirche stürzte ein Gewölbe ein, was den Einsturz einer Wand und des an ihr befindlichen Gerüstes nach sich zog. Beim Absturz wurden drei Arbeiter schwer verletzt, während mehrere andere ohne erheblichen Schaden davon kamen. Dem Vernehmen nach geht es den Verunglückten verhältnismäßig befriedigend, wird sich aber erst morgen feststellen lassen, ob sie ohne dauernden Schaden an ihrer G sundheit bezw. mit dem Leben davonkommen werden. Der Unfall soll durch Konstruktionsfehler am Gewölbe herbeigeführt worden sein. Aus den Kreise Herford. C Herford, 29. upril.(Städtische Baoeanstalt.) Im Jahre 1906(1. 4. 06 bis 31. 3.07) wurden verabfolgt 7103 Wannen= und 35 185 Brausebäder. Die höchste Frequenz zeigte sich beim Brausebad im Monat Mai (4675), beim Wannenbad im Juni(866), die geringste im Oktober(1328) und(478) Dem Stande nach benutzten das Brausebad 12 716 Arbeiter, 4410 Kaufleute und Schüler, 674 Frauen und 17385 Schulkinder. Die Zahlen für das vorhergehende Jahr lauteten: 10 838 Arbeiter, 3838 Kaufl ute und Schüler, 694 Frauen und 16.063 Schulkinder. h Herford, 29. April.(Kantatefest.) Das gestrige Kantatefest wurde wieder in recht würdiger Weise gefeiert. In der großen Münsterkirche hatte sich eine Schar von mehr als 3000 Andächtigen versammelt und schon lange vor Beginn des Gottesdienstes waren sämtliche Sitzplätze einzenommen. Die Chorleistungen waren durchweg als gute zu bezeichnen. Wenn auch in der ersten Nummer der schwierige Satz von Eccard der Tenor etwas tief lag, so waren die übrigen Chöre vorzüglich, den Höhepunkt bildete der Posaunen chor mit der Motette„Herr du bist der Gott“ (Paulus). Dus Thema„Die Heiden lehnen sich auf“ hatte geradezu eire pompöse Wirkung, die durch die Orgelbegleitung noch gehoben wurde. Das große Helleluja beim Ausgang wurbe tadellos vorgetragen, so das es kein eigentlicher Ausgang war. In der Nichfeier im Vereinshaus sprach der Kreis. präses Herr Pastor Niemöller=Enger über die Bedeutung des Kantatefestes. Herr Pastor S uhrmann über die Stellung des einzelnen und der ganzen Vereine zum Evangelium vin Christo. Herr Pastor Kuhlo Bethel übte de Krilik aus. Rühmlich wurde der treuen ### beit der Leiter Herrn W. Schachtfiek und Hell nderbäumer gedacht. k. Herford, 29 April.(Unfall.) Der kandwirtschaftliche Betriebsleiter Franz Spork hierselbst, Meierstraß:, durchschnitt sich am Freitag vergangener Woche mit einem Stroh m sser, daß ihn beim Schärfen ausglitt, den Daumen der rechten Hand und zog sich auch eine erhebliche Verletzung des Zugefingers zu. k Herford, 29. April.(Eine Kreiskrieger verbandsversammlung) sindet hierselbst am Sonntag, din 5. Mai 1907, nachm. 3¾ Uhr im evangel. Vereinshause statt. Auf der Tagesordnung st hen folgende Punkte: Verlesung des Proto kous über die Herbstversammlung 1906. Feststellung der Anwesenheitsliste. Bericht uder das Jahr 1906. Mitteilung über die dies jährige Abgeordnetentage des Provinzial verbandes und des deutschen Kriegerbundes. Der neu eingerichtete Bundesversicherungsdienst. Antrag auf Erneuerung des Haft4flchtversicherungs Vertrags für 1908. Die Wohlfahrtseinrichtungen des Deutschen Kriegerbandes, hierüber wahrscheinlich Vortrag des Generasagenten G. Siebert aus Münster. Die Parole und das Jahrbuch. Neuwahl des engeren Vorstandes. k. Herford, den 29. Apzil.(Gemeindebeamtenversammlung.) Am Sonntag, den 5 Mai, nachmittags 3½ Uh, si det im Hotel„Hamburger Hof“ in Gutersloh dies jährige Hauptversammlung des Beziksverdandes Minden mit folgender Tagesordnung statt: Erstattung des Geschäfts nd Kassenberichts fü: 1906 und Entlastung des Schatzneisters. Wahl der Rchnungsrevisoren für 1907 Vortrag des Kämmerei kassen Buchhalters Tiemann, Herford, über geschichtliche Entw ckelung des Steuer= und tbgabenrechts der preuß'schen Städte und Lundgemeinden. Wahl des Vertreters zur P ovir zial Verbands= Hauptversammlung in 1907 Festsetzung des Verbands Beitrages für 1907. Wahl des nächsten Versammlungsortes und ev. Zu fell der Juli Vorsammlung. Mitteitungen und Anfragen aus der Vir sammlung. An der Versamalung können auch Nichtmitglieder teilnehmen. C Hersord, 30 April.(Musik= Verein) Die Uraufführung von Herrn A. Piets Oeatoriums stadet nunmehr am Sonntag, nachmittag 4½ Uhr, satt. Als Solisten sind gewonnen: Fel vom Scheidt aus Weimar(Sopran), F au GellerWolter aus Charlottenburg(Alt), Herr Jungblut aus Berlin(Tenor), Herr Rothenbücher aus Berlin(Barilos). Das Orchester ist verstärkt durch Mitglieder der fürstlichen Kap=lle in Bückeburg sowie des Ravensberger Streichguartett. Der Chor ist verstärkt durch Mitglieder des Lehrergesangv ereins sowie des Seminarchors. Der Aufführung wird mit großer Spannung entgegengesehen. 0 Herford. 29 April.(Thelicher Frieden) Gestern abend bot ein Ehepaar auf der Hämelingerbrücke ein recht widerliches Bild indem sie gegenseitig mit Schirmen auf sich lotschlugen. Zum Schluß wollte die Frau übers Brückengeländer spriagen, wurde aber von Zuschauern daran gehindert. Herford, 29. Apcil.(Aufdem Wochenmarkte) kosteten Montag: 1 Pfd. Butter 110—120 Pfg., Eier 45—50 Pfg., Spinat 15—20 Pfg., Sprossenkohl 10—15 Pfg., Schwarzwurzeln 25—30 Pfg., Wurzeln 5 bis 6 Pfg., Rhabarber 15 Pfg., Zwiebeln 8 Pfg., Kartosseln 3—4 Pfg., 1 Bund Radieschen 10—20 Pfg., 1 Kopf Salat 10 kis 15 Pfg., Blumenkohl 20—50 Pfg., Rotkohl 15—30 Pfg., Weißkohl 10—25 Pfg., Gurken Stück 25—35 Pfg., Steck rüben 8—12 Pfg., Sellerie 10—20 Pfg., Meerreitig 20—25 Pig, role Rüben 5—6 Stück 10 Pfg., 1 Zentner Kartoffeln 3,50 bis 400 Mk. 0° Herford, 29 April.(Schützengesellschaft.) Die in Vereinsjahre 1907/08 abzuhaltenden Festlichkeiten finden statt: Schützenfest am 20., 21., 22. und 28. Juli er., Herbstfest am 13. Otoder cr., Winterf st am 6. Januar 1908 und Frühlingsfest am 14. Mai 1908. Für die dies jährige Exerzierübung wurde der 7. Juli bestimmt. O Herford, 30. April.(Ein Kranken pfleger) soll auf städtische Kosten aus gebildet werden. Wer Meinung dafür hat, möge sich Rathaus I Zimmer 3 melden. I Löhne, 29. April.(Lebens gefährliche Körperverletzung.) Zwei auf der hiesigen Düngerfabrik beschäftigte Arbeiter gerieten gestern abend in Streit; sie wurden jedoch von den Mitarbeitern besänftigt, sodaß es nicht zu Tätlichkeiten kam. Als sich nun der eine der Streitenden zur Ruhe begeden wollte, wurde er von seinem Gegner hinterrück: überfallen und in grau samer Weise mit dem Messer bearbeitet, sodaß er zusammenbrach und nachdem ihm die erste ärztliche Hilfe zuteil geworden war, ins Herforder Kreiskcankenhaus geschafft werden mußte. Ob er am Leben erhalten bleibt ist roch sehr fraglich. Der rohe gefühlslose Täter, der vor Begehung der Tat den Ausspruch tat:„Du sollst Frau und Kinder nicht wiedersehen" wurde verhaftet und dem Amte gericht vorgeführt. II Mennighüsfen, 29. April.(Als endant oer Amtssparkasse Mennighüffen) wurde der Kaufmann Herr Aug Schaffer gewählt und von der Aufsichteb-hörde bestätigt. ∆ Enger, 29. April.(Verschiedenes.) In der Generalversammlung des hiesigen Turnvereins„Corcordia“, welche im Saale des Hrrn E. A. Pöctner hierselbst statt sand, wurde beschlossen, die hinter der Hildedrandtschen Wirtschaft hierselbst gelegenen Gru dstücke als Spielplatz auf 5 Jahre zu pachten. Die Hälfte der Pacht trägt die Stadt:— Seitens des hiesigen Schießklubs „Wittekino“ fiadet hier in der Gümke ein Preisschießen statt. Die Preise sind im Schaufer ster des Herrn Ernst Tremel hierselbst ausgestellt. Aus den Kreisen Minden und Minden, 30. April.(Personalten.) Wie das„Rahd W.“ meldet, wird Herr Amtsrichter Schroeter zum 1 Juni von Rahoen nach Minden versetzt.— Die Regierungs Bareau Diäare Herren Behrmann und Thiele sind laut„Amtebl.“ zu Rgirungs=Sekretären ernannt worden. Minden 30. April.(Die zweite Lanopost) von Friedewalde nach Todten hausen fähr: vom 1. Mai ab eine Stunde später ad. Die Frhrzeiten sind folgende: Ab Friedewalde 6 Uhr abends, ab Stemmer 6.15, ab Kutenhausen 6 40, an Todten= hausen 7 5 Uhr abends. Minden 29 April.(Militärisches.) Heute nachmittagz trifft der kommandierende General des 7 Amerkorpe, General der Kovallerie Freiherr von Bissing, hier ein. Ihm zu Ehren sirdet abends ein großer Zapfer streich sämtlicher Mufitkorp= und Spiel leute der Garnison statt. Am Dienstag beschtigt Se. Exellenz 4 Kompagnien des Irsanterie=Regte Nr 15 im Exerzieren und Gefechtsschießn auf der Mindenerheide und fährt 4 43 Uhr nach Bielefeld, wo am Mittwoc das 2 Bataillon des Ins. Regts. Nr. 55 besichtigt wird.— Das Feldartillerie Regiment Nr. 58 wird am 1. Mai in drei Sonderzügen nach dem Teuppenübungsplatz Munster befördert. Aus den Kreisen Wiedenbric und Paderdor. Wiedenbrück, 26. April.(ZuchtViehmarkt) Der vom lundwirtschaftlichen Kreisverein hier heute veranstaltete 2. Zuchtviehmarkt war mit Rindvieh gleich stark wie im vorigen Jahre betrieben, dagegen war die Anfuhr in Schweinen weitaus stärker. Der Katalog wies 77 Nammern Rindvieh des schwarzbunten weßfälischen Tiefland schlages und 33 Nummern Schweine der Minden Ravensberger und Ostmünsterläsder Zurichtung auf, letztere in bevorzugter Anzahl und Beschaffenheit. Im großen und ganzen lautete das Urteil der Sachkenner über den Zuchtviehmarkt sehr gänstig, und es darf, wenn unsere Landwirte fortfahren, ihr Interesse der Rindvteh= und Schweinezucht mit gleichem Eifer und Bestreben wie bieher zuzuwenden, mit Sicherheit angenommen werden, daß der Zuchtoiehmarkt immer mehr an Bedeutung und Anziehungskrast sowohl für Züchter als auch für Käufer gewinnen wird. Gütersloh, 28. April.(Verschiedenes.) Heute worgen gegen 7 Uhr traf hier ein Extcazug mit zirka 10000 Brieftauben aus Mülheim(Ruhr) ein, deren Insassen gegen 8 Uhr frei gegeben wurden — Die Untersuchung des nach Berlin gesandten Hundekopfes(Lehrer Koke in Blankenhagen wurde bekanntlich in voriger Woche von seinem eigenen Hunde gebissen) hat die Tollwut bei dem Tiere festgestellt. Das Befinden des Lehrers Koke, welcher sich sofort zur Behanklung in das Pasteur'sche Institut nach Berlin begab, laßt weiter keine Besorgnis zu. Aus den Rez.=Bez. Minster und Arusterz. Münster, 28 Apil.(Der Senior der preuß. Gymnasialdirektoren,) Geh Regierungsrat Dr. Frey, der seit 24 Jahren das hiefige Königlich Paulirische Gymnasium leitet, begeht am 15. Mai d. Is. sein 50jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wird eine Feier vorbereitet, bestehend in Gattesdienst, Schulaktus und Festmahl. Am Abend soll ein Kommers den Treffpunkt für die ehemali gen Schüler des Gymnasiums abgeben. Dortmund, 27. April.(Ausstellung.) Heute mittag wurde li Provinziolausstellung für Kochkunst, wirtschaftliche Betriebe und verwandte Gewerbe, die in der Zeit vom 27. April lis 14. Mai am Fredenbaum stattfindet, erbffaet. Mit dieser Ausstellung ist ein Wettvewerb deutscher Archi tekten zur Erlangung von Plänen für die Ausstattung von Hotelrestaurants verbunden. Es wurden lirbei sünf Preise in Höhe von 500 bis 1500 Mk. verliehen. Recklinghausen, 26 April.(Die enickstarre) ist in der Abnahme begriffen. Die Schulen in RicklinghausenStd sollen in den nächsten Tagen den Unterricht wieder aufnehmen. Schwerte, 29 April.(Ausschreitungen.) Auf einem von einem sogenannten wilden Turnverein veranstalteten Turnest kam es zu unerhörten Ausschreitungen. Auswärtige Turner, die sich bei der Preis verteilung benachteiligt glaubten, feuerten mit Revolvern auf die Preisrichter, von denen mehrere verletzt wurde. Nachts ver übten die Wütenden in der Stadt allerlei Uafug, sie zerstörten die Krone eines Neubaues und flahlen einen Automaten, den sie in den Wald schleppten, erbrachen und seines Inhalis beraubten.(Hann. C.) Werl 28 Apiil.(Schverer Unglucksfall.) Ein Automobil aus Bochum überfuhr auf der Chaussee von W sionen nach Werl einen aus Lerche bei Kamen stammenden Peimaner, der in Soest das Gym asium besucht. Der Ueberfahrene wurde tödlich verletzt und starb bald darauf. Dir auf so traurige Weise ums Leben ge kommene halte nach der„B. V.=Z.“ mit 2 Schulkam raden eine Radtour von Soest nach hier gemacht; unterwegs fuhren sie z oischen dem sich mit einem Fuhrwerke begegnenden Automobil hindurch. Zwei kamen glücklich hindurch, der dritte ftürzte und wur e überfahren. Witten a. d. R., 29. April.(Die arserin) hat 5 Mitgliedern der KriegerSanitätskolonne in Wtten in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste bei den Hilfeleistungen anläßlich der Roburit: Katastrophe die an der Uhrkette zu trag nde E innerungsmedaille überwiesen. Soeft, den 25. April.(Ausstellung kirchlicher Altertümer.) In Sachen der im Monat August d. Is. hierselbst stattft denden Ausstellung kiechlicher AltertAmer war heute der Direktor des Düsseldorser Kunstgewerbe Museums Frauberger hier anw send. Dirselde berbsichtigt, eine Aldegreder= Separat Ausstellung gelegentlich der geplanten Ausstellung zu veranstalten. Die Hergabe des in der Kgl. Kunst Gallerie in Berlin befindliche Putroklischreins zur Ausstellung, wie auch sonstige, sehr wirtvoller Wand= und Taselgewälde ist gesichert. Wie nach d.m„Westf. Vel'sbl.“ verlautet, wird die Stadt Soest eine größere Gacantiesumme stellen. Soest, 25. Api.(Das Schweinefleisch) wird hier mit 55 Pfennig das Pfund metzgerseitig angeboten. Aus den Nachdarrovinzen und Staten. Oberhausen, 25. Apeil.(Eine Auzahl jüngerer Lehrer) aus Oberhausen und der Umgegend sind in den letzten Tagen nach den östlichen Provinzen versetzt worden, wo ein empfiablicher Mangel an deutschen Lehekräften herrscht. Wunstorf, 27. April.(Ueberfahren) wurde auf dem hiesigen Bahnhof gestern nachmittag der auf dem hiefigen Bahnhof bedienstete Schlosser Bartels aus Gloßheidorn. Bartels war im Dienst und wurde von dem um 4 Uhr 12 Min. in Bückeburg eintreffinden Zuge erfaßt und schwer verletzt. Er wurde nach Hansover ins Krantenhaus geschoffi, wo er inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Birtels hinterläßt eine zadlreiche Frailie. Osnabrück, 25. April.(Eine beachtenswerte Hausinschrift) aus den vierziger Jahren des vorigen Ichrhunderts findet sich an dem Giedel eines Bauernhauses im Olnabrückschen. Sie lautet: „Erbaut o#hr' Bir und Beannte vein, Soll dieses Haus ein Zeichen sein, Daß Mauermann und Zmmermann Auch one Beannt vein bauen kann.“ Vermischtes. Berlin, 29 April. Die in Lchtenberg beschäftigten Kriminalbeamten Schaper und Schönfeld revidierten am Sonnabend abend ein an der Ecke der Frankfurter Allee und Niederdarnimer Straße gelegenes, vielfach von zweifel haften Leuten besuchtes Lokal. Als nach Schluß um 12 Uhr die Beamten das Lokal verließen, wurden sie von einer zusammengerotteten Minschenmenge tätlich angegriffen. Schaper erhielt von binten einen Stoß gegen den Arm, infolgedessen sich sein Revoloer entlud und den Omnibuskutscher Janus tödlich verletzte. München, 29 April. Im Fichtelgebirge herrschten gestern stärtere Schneestürme als im Jonuar. Die Täler waren 30 Zentimeter, die Höhen 1 Meter mit Schnee bedeckt. Der Verkeyr stockt, Schneebrüche virursachten großen Schaden an den Obstfluren. Baltimore, 28. Ap. il. Bei dem Zusammenbruch des Eisenbahnpiers sind 8 Arbeiter getötet und 18 verletzt worden. Durch eine sichs Fuß hohe Welle, die dem Zusammendruch des Piers folgte, sind auch Schiffe beschädigt worden. Briefkasten. L. B. K. Besten Durk! Der Artikel wird gebracht werden. Für die Zusendeng der Romanliste würden wir Ihnen jehr dankbar sein. L. Uebersicht der Wine###### Bielefeld, 30 April 1907. Mitgeteilt von Fr. Bönelmaun Wu### Niedrigster Thermomeserstans i. d. Nacht+ 5 07. Thermometerstand um 10 Uhr vorn.+ 9 06 Baronieter 74 4 en Wind: Süt=West Htr. I teilw. bedeckt. Neuste Nachrichten. Petersburg, 30. April. In der gestrigen geschlossenen Dumasitzung erklärte der Sozialdemokrat Surabow, die Rede des Kriegsministers bedeute eine Beleidigung der Regierung und der Armee. Präsident Golowin forderte den Redner auf, den unparlamentarischen Ausdruck zurückzunehmen, andernfalls werde er von der Sitzung ausgeschlossen. Der Sozialdemokrat Zeretelli schrie laut: Surabow habe nicht nötig, zu widerrufen, da er im Namen der ganzen Partei gesprochen hätte. Der Lärm wurde darauf so stark, daß Golowin 10 Minuten Pause anzeigte, woraus aber zwei Stunden wurden. Zeretelli erschien laut schreiend wieder. Golowin verbot ihm zu sprechen und schwang ununterbrochen die Glocke. Er beantragte, Zeretelli ebenfalls auszuschließen für sein ungebührliches Betragen, andernfalls er sein Amt niederlege. Darauf verließ die gesamte äußerste Linke den Saal. Auf den Vorschlag Golowins beschloß das Haus, sich auf heute zu vertagen. Die Deputierten blieben noch lange Zeit zusammen und diskutierten in den Wandelgängen das Benehmen der Linken, das sie als eine Provokation zur Auflösung der Duma verurteilten. Rom 30 Aptll. Der König vor Italten wird heute das englische Rbngepazr rei dessin Durchreise nach Puis auf dem Bah. hof in Rom begrüßen.