07, nachm. 5 Uhr jelefeld. steile.— rdentliche Erfindung er einzige der auf nachen kann, den rung. Rich. Strauss. rreichte Ideal aller unschätzbarer Be1 und alle Künstler. Max Reger. vorzuwerfen habe, gewaltigen Wirkung lossalen Bedeutung J. Paderewskl. itt berechtigen durch 8 Co. elefeld. das Reproduktionshorwall 29. alt I. Mange's Heilweise: Einrichtungen. rfahren, Elektronbäder(natürliche gborn-Art, LuftTerrainkuren etc. gener Waldbesitz ten romantischen elplätze. e. Sollde Preise. ch die Verwaltung. ed. Witte. Gal nlagen empfehle 1e 1en uttergewächse alitäten neier, m. Gemeinde Erinnerung: Personen, die sich vollen, haben sich hier unter Vorsschein bei dem vom 5. 3. 1835 Amt genügt nicht. arramt aus Undurch oft lästige sen Aufgebot und dem Pfarrer die rlichen) Geburtsm Standes=Amte. i Gemeinde wird ädtischen Steuere Kirchensteuer ist el in besonderer übrigen Steuern emitglieder genau rt bezeichnet und n sind. Sollten Betroffenen, sich den Vorsitzenden nechl gerr Poror. stalt in Berlis brungsanstalt. versorgung Kapfum, Milltärdienst, ärztl. Untereuebung. ohne Lebenszeug ton zu erfahrenden Terschwiegenheil. kostenfrei bei: Obernstrasse 52. Bielefeil. Bierteljährlich in der Geschäftestelle u. an allen Postanstalten 1.20 M., bei täglicher Zustellung in Bielefeld 1,40 M., durch Briefträger 1,62 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 31. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Sislorischer Kalender. 17. April: Marino Falieri, Doge von Venedig, hingerichtet, 1355.— Kurfürst Maximilian I. von Beyern, geb. 1573.— E. König, Erfinder der Schnillpresse, zu Eisleben geb. 1744.— Benjamin Franklin, gest. 1790.— Eirzug Chr. H. Zellers in Beuggen, 1820.— Friede zu Schimonoseki zwischen Japan und China, 1895.— Kriegserllärurg dir Türkei an Griechenland, 18977. Bückeburger Festtage. Bückeburg, 16. April. Heute em Tage dir silbernen Hochzeit des Fürstenpaares, wurde worgens von der Galerie der Hofkirche ein Choral geklasen. Später wurken auf dem Weinberge Kanonenscküsse gelöst. Um ½10 Uhr rahmen der Fürst und die Fürstin die Glückwürsche der fürstichen Femilie, des Kaisers und der anwesenden hohen Gäste entgegen und empfingen später zur Gratuatt on die Damen und Herren des Hofes, ebinso die Herren vom Gefolge des Kaisers, den kommandierenden General von Bissing und den preußischen Gesandten von Bülow. Der Kaiser hat zum heutigen Taze dem Fürsten die Schaumburg im Wesertale zum Geschenk gemacht und ihm ein bezügliches Handschreiben übergeben. Ferner hat der Kaiser dem Fürsten das Kreuz der Großkomture des Kgl. Hausordens von Hohenzollern verliehen, der Fürstin den Luisenorden mit der Johreszahl 1813=14, dem Erbprinzen das Eroßkreuz des Roten Adlerordens, dem Prinzen Wolrad und dem Privzen Albrecht von Schaumburg Lippe den Roten Adlerorden 1. Kl, dem Minister Freiherrn v. Feilitzsch den Kronenorden 1. Kl. und hat dem Oberhofmarschall Frhrn. v. Ulmenstein eine goldene Dose mit Brillanten geschenkt. Prinz Stefan wurde als Leutnant a la suite des 7. Jäger Bataillors gestellt. Gegen 11 Uhr begaben sich sämtliche Fürstlichkeiten zum feierlichen Gottesdienste nach der Hauptklrche, von einer großen Menschenmenge mit herzlichen Ova tionen begrüßt. Der Kaiser fuhr mit seiner Schwester im offenen sechsspännigen Wagen mit Spitzreitern und hinter ihm das Fürstenpaar ebenfalls im offenen vierspännigen Wagen. Vor dem Portale der Hauptkirche wurden die Herrschaften von dem Landessuperintendenten, Konsistorialrat Dr. Kühlgatz empfangen und unter den Klängen der mächtigen Orgel durch das Mittelschiff zum Allar geleitet, vor dem sie Plotz nahmen. Nach dem Gesange der Gemeinde: Bis hierher hat mich Gott gebracht, und nach Liurgie und Chorgesang predigte der Landes superinkendent über 1. Chronika 18. Vers 27: Was Du, Herr, segnest, das ist geseg net ewiglich, worauf die Gemeinde sang: Nun danket alle Gott. Der Chor setzte ein mit dem Satze: Die Gnade des Herrn währet ewiglich. Nach Beendigung des Festgottesdienstes nahmen der Fürst und die Fürstin die Gratulation der Mitglieder von Behörden und der Gesandten fremder Höfe ertgegen. Um 1 Uhr war Familienfrühstück und für die Gefolge Marschallfrühstück Jozwischen hatten sich die Teilnehmer am Festzuge für diesen gerüstet. In großen Scharen waren sie aus allen Gemeinden des Landes herbeigeströmt, die kraftvollen älteren und jängeren Landleute, zum Teil in der alten Landestracht, dem langen weißen Kittel usw., die frischen, kernigen Frauen und Mädchen in ihrer wohlbekannten vom pösen Festkleidung, den buntsetdenen langen Umhängemänteln, den breitde bänderten Staatshauben, den mit reichem Schmuck versehenen Brusttüchern, und die Kinder des Landes, die Knaben meist in der nüchternen„bürger lichen“ Kleidung, während die Mädchen noch fester an der guten alten Sitte zu halten scheinen. Daneben rückten nach und Bielefeld Mittwoch, 17. April 1907. nach die Festwagen heran, die in dem Huldigungszuge eine große Rolle spielen sollten, und bahnten sich mit Mühe und Not den Weg durch die immer mehr anwachsende Menge. Kurz nach 3 Uhr fanden sich die Fürstlichkeiten zur Besichtigung des Festzuges auf dem Schloßhof ein und nahmen im Fürstenzelte Platz. Die Fülle des in diesem Zuge Dargestellten war überreich. Nach einem tiefempfundenen, eindrucksvollen, von einem jungen Landwirt gesprochenen Gedicht wurden die Landesgaben dem Fürsterpaar überreicht. In schneller Folge überreichten ein Mädchen Korn, Brot, Kuchen und Kornbranntwein, ein anderes Eier, ein Messerschmied Gartengeräte, Bergleute Kohlen, Mädchen Flachs, ein wunderhübsch geschmücktes Spinnrad, Blumen, Kartoffeln, Stickereien, Obst und Fruchtwein, Linnen, Butter, Käse, Schinken und Wurst, Torf und Honig, Ziegler Ziegelsteine, Fischer ein Netz mit Fischen aus dem Steinhuder Meer usw. Alles mit hübschen, oft humorreichen Gedichten. Das Fürstenpaar nahm alle Gaben mit herzlichem Dank und Händedruck entgegen, um sie dann zur Weiterbeförderung, an der auch der Kaiser sich in heiterster Stimmung beteiligte, den Nahestehenden zu übergeben. Der lange Huldigung'zug währte bis 5 Uhr. Um 6 Uhr war im großen Saale des Schlosses ein Diner. Ueber die gewechselten Reden berichten wir morgen. Der Kaiser brachte das Hoch auf das fürstliche Paar aus. An das Diner schloß sich ein glanz voll verlaufenes Hofkonzert unter Mit wirkung von Helene Stägemann, Leopold Demuth, Prof. Sahla und dem fürstlichen Orchester an. Abends 11 Uhr 50 Min. verließ der Kaiser Bückeburg, um die Reise rach Homburg anzutreten. Auf der Fahrt zum Bahr hof wurden der Kaiser und der Fürst abermals lebhaft begrüßt Ergänzungssteuer. Das ergänzungssteuerpflichtige Vermögen ist allein von 1895 bis 1905, also in 10 Jahren, von 63,86 auf 82 41, also um mehr als 18½ Milliarden gewachsen. Das kann zu einem kleinen Teile auf verbesserter Einschätzung, zu einem anderen darauf beruhen, daß kleine Vermögen über die steuerbare Grenze von 6000 M. hinausgewachsen sind; in solchem Falle ergibt die Statistik einen Zugang von 6000 M., während in Wirklichkeit vielleicht das Vermögen nur von 5000 auf 7000, also um 2000 M. gestiegen ist. Aber auch wenn wir die wirkliche Vermögensvermehrung in Preußen für 10 Jahre auf nur 15 Milliarden beziffern, so ergeben sich für 23 Jahre über 30 Milliarden allein für Preußen. Eine jährliche Zunahme um 1800 Millionen oder 1,8 Milliarden in Deutschland, wie sie kürzlich als sicher angenommen wurde, ist ohne Zweisel viel zu niedrig; sie würde nur etwa 1 Prozent ausmachen, also nicht ein mal dem natürlichen Bevölkerungszuwachs entsprechen und ein Zeichen nicht steigenden, sondern finkenden durchschnittlichen Nationalreichtums sein. Wie groß ist das deutsche Volksvermögen? Noch immer kommt der Streit über die vom Kolonialdirektor Dernburg ausgestellte Schätzung des deutschen Volks. vermögens und seiner Zunahme seit 1884 nicht zur Ruhe. Die Bezifferung dieser Zunahme auf etwa 30 Milliarden bei einem Stande von 150 Milliarden ist vielfach angefochten, ja geradezu als phantastisch bezeichnet worden. Daß die ganze Kontro verse überhaupt aufkommen konnte, ist tatsächlich nur ein Beweis für die Hilflosigkeit, mit welcher der größte Teil unseres Publikums dergleichen 8 ffern gegenübersteht, oder wie wenig es unsere Statistiker bisher verstanden haben, das Verständnis für sie in weitere Kreise zu tragen. Eine inter ssante Ausstellung gibt die„Kreuz=Ztg.“, nach deren Meinung die Dernburgsche Schätzung noch hinter der Wirklichkeit zurückbleibt. Sie schreibt: Das Privat Verwögen des deutschen Volkes wird für die Gegenwart von unseren namhaftesten Nationalökonomen und Statistikern auf weit über 150 bis zu 200 Milliarden Maik oder noch höher geschätzt. Aber wenn es nur 150 Milliarden betrüge und im Jahre 1884 nur 120 betragen hätte, so wäre die Zunatzme um 30 Milliorden, also um etwa ein Viertel, in 23 Jahren keineswegs auffällig hoch. Die B.völkerung ist nämlich seitdem auch rund um ein Viertel gestiegen; silbst wenn also das auf den Kopf der Bevölkerung entfollende Vermögen nur dasselbe wäre wie 1884, so hätte sich ein absoluter Zuwachs um ein Viertel des früheren Bestandes, also um 30 Milliarden, ergeben müssen. In Wirklichkeit ist aber — darüber herrscht wohl kaum noch ein Streit— die Lebenshaltung und das Volksvermögen im Durchschnitt gestiegen, so daß der alsolute Zunochs des Volksvermögens größer als 80 Milliarden sein wird. Dafür sprechen auch die Eritäge der preußischen Seltsame Ideen über Wahlbeeinflussung sind jüngst in der Wahlprüfungskommission des Reichstages zutage getreten, als dort eine aus Zentrum, Sozialdemokcaten und einem Freisinnigen bestehende Mehrheit beschloß, beim Plenum die Ungültigkeitserklärung des Mandats des konservativen Abgeordneten Freiherrn von Richthofen=Damsdorf zu beantragen. Die Meinung, daß die schriftliche Antwort des Reichskanzlers auf eine noch dezu private telegrophische Anfrage als eine ungehörige Wahlbeeinflussung zu erachten sei, weil Fürst Bülow darin unter Hinweis auf seinen„Silvesterbrief" gegen die Sozialdemokratie Stellung genommen hatte, ist unhaltbar. Gegen Bestrebungen, die, wie die sozialdemokratischen, staatsfeindlich und republikanisch sind, einzutreten und die Bevölkerung vor deren Unterstützung zu wurnen, ist die Pflicht des leitenden Staattmannes. Außerdem ist es noch in jedem parlamentarischen Lande jeder Regierung unwidersprochen gestattet gewesen, eine bestimmte, gegen die Opposition zu gespitzte Wahlparole auszugeben. Will man Lei uns in eine Ausnahmestellung treten, um nur ja der sozialdemokratischen Propa ganda keinen Abbruch zu tun? Man sollte koch besonders in der Zentrumspartei einmal von dem Grundsatze, die religionsfeindliche, revolutionäre Sozialdemokratie als eine gleichberechtigte Partei anzusehen, Abschied nehmen. Dieser Grundsatz ist widerfinnig, denn die Sozialdemokratie solost erkennt ihn nicht an, da sie sich nicht etwa nur in politischen, sondern in Klassingegensatz zu allen bürgerlichen Parteien stellt. Im Reichstagsplenum wird hoffentlich der seltsame Kommi sionsantrag abgelehnt werden. Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 16. April. Das kaiserliche Hoflager wird von worgen ab nach Schloß Homburg vor der Höhe verlegt werden. An diesem Tage treffen der Kaiser, die Kaiserin sowie die Prinzessin Viktoria Luise mit einem größeren Gefolge in der Bäderstadt ein. Der Kaiser wird bis zum 27. d. M. in Hon burg verweilen und dann nach Straßburg i. E. weiterreisen. Prinz Gitel Friedrich traf nachmittags 4½ Uhr in Schwerin ein. Die Verlegung des kronprinzlichen Hoflagers wurde aufgeschoden. Der Seniorenkonvent des Reichetages trat heute zusommen und nahm in Autsicht, die Verhandiungen nach einem Orientierungsplan, der nach dem Durch. schnitt der letzten drei Jahre ausgestellt ist, weiter zu führen. Das vorgesehene Arbeitspensum würde danach einen Zeitraum von 20 Tagen in Anspruch nehmen, so daß der Schluß der Session am 8. Mai erfolgen könnte. Es ist jedoch zu bemerken, daß es sich hierbei nur um einen Vorschlag handelt. Die Budgetkommission des Reichstags bewilligte das Gehalt des Staatssekretärs des Reichskolonialamts. Der Vertrag zwischen dem Fiskus von Südwestafrika und der Deutschen Kolonialeisenbahnbau= und Betriebsgesellschaft zu Berlin über den Bau einer Eisenbahn von Aus nach Feldschuhhorn ist dem Reichstage zugegangen. Die Kommission des Abgeordnetenhauses für die Vorberatung des Richterbesoldungsgesetzes hat zum Vorsitzenden den Abg. Mathis(nationallib.) gewählt. Die Wahlprüfungskommission des Abgeordnetenhauses stellte heute den Bericht über die Wahl des Abg. RudorfMinden(kons.) fest. Die Kommission tritt dem Beschluß, die Wahl als ungültig zu erklären, einstimmig bei, weil der Abgeordnete nach Abzug der für ungültig erklärten Stimmen nicht die absolute Majorität gehabt hätte. In der Kommission wurde besonders darauf hingewiesen, daß die Verzögerung des Abschlusses dieser Wahlprüfung seit 1905 nicht Schuld der Kommission sei, vielmehr daran gelegen habe, daß sehr schwierige gerichtliche Ermittelungen angestellt werden mußten, die so viel Zeit erforderten. Die evangelische Gemeinde in Gnesen hat den Bau einer zweiten Kirche beschlossen, und die Stadtverordneten haben genehmigt, daß die Stadt dozu den alten Viehmarkt unentgeltlich als Bavplatz überlasse. Hiergegen erhebt das Gnesener Polenblatt Lech' Einspruch.„Im Namen der 15000 Polen der Stadt Gnesen“ bezeichnet es den Beschluß der„jüdischprotestantischen“. Stadtverordnetenversammlung als einen Schlag ins G.sicht der polnischen Bevölkerung, und fügt hinzn:„Die preußischen Hakatisten haben von den Moskowitern gelernt, die— solange ihnen die Jepaner nicht Verstand gelehrt— auf jeden freien Platz in den polnischen Städten eine Zerkiew gebaut haben, wenn auch nur für drei griechisch= katholische Gendarmen.“ Die Unverschämtheit diese Aeußerung, bemerkt hierzu der„Hann. C“, erscheint geradezu ungeheuerlich, wenn man bedenkt, daß für die„15000 Polen der Stadt Gnesen“ außer dem großen Dom noch acht kathotische Kirchen vorhanden sind, während sich die gleiche Zihl der evangelischen Deutschen Gnesens bisher mit einer einzigen Kirche hat begnügen mussen, und für die zweite nur ein einfacher Bau geplant ist. Prag 16. April. Die Deutschen sind seitens der Stadtgemeinde vielfach brüskiert worden. Man sandte ihnen zu diversen offiziellen Veranstaltungen tschechische Einladungen mit tschechischer Adresse, wies ihnen im Spalier beim Einzug des Kaisers mehrfach die schlechtesten Pätze an, und ließ an verschiedenen Stellen die deutschen Vereine von den angewiesenen Standorten tücsi btslos verdrängen. Petersburg, 15. April. Admiral Nebogatow hat seine zehnjährige Festungshaft in der Peter Paul festung zu Pitusburg nunmehr angetreten. Eine große Zille wurde ihm angewiesen und ihm gestattet, täglich größere Spaziergänge im Garten wie auf der Festungswiese zu machen. Petersburg 16. April. Nach der Vereindarung Goowins mit Soypin werden Sachverständige zu den Kmasionen der Duwa zugelassen werden, doch hängt die Zniassang in jedem einzelnen Jasl= van der Einwilligung Golowins und Stolypins ab. Heute hatte die Duma eine sehr stürmische Sitzung. Es wurde über die Ereignisse in Riga diskutiert. Hierbei wendete sich das Mitglied der äußersten Rechten, Schulgin, an die Sozialisten und sagte: Sie protestieren gegen die Todesstrafe, aber sagen Sie einmal offen, haben Sie nicht eine Bombe in der Tasche? Hierauf erhebt sich unbeschreiblicher Lärm, und es ertönen Rufe:„Hinaus!". Vizepräsident Posnausky läutet und stellt mit Mühe die Ruhe wieder her. Die Duma beschloß mit großer Mehrheit, Schulgin wegen Beleidigung von Deputierten von der heutigen Sitzung auszuschließen. Petersburg, 16. April. Wie„Slowo“ meldet, hat die Polizei am 13. und 14. d. Mts. in sieben Hauptstraßen 25 Mitglieder der Kampforganisation und Sozialrevolutionäre, darunter vier Frauen, verhaftet. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Verhafteten wurde eine große Zahl von Proklamationen, Revolvern, Dolchen, Patronen und Bombenhüllen gesunden. Sieben der Verhafteten sind aus Kiew und Warschau eingetroffene Studenten. In dem städtischen Barakenhospital wurden bei der Feststellung des Nachlasses einer barmherzigen Schwe ster, die Selbstmord verübt hat, Feuerwaffen, Dynamit und eine Bombe gefunden. New=York, 16. April. Unter den Rednern, die in der gestrigen Abendsitzung des Friedenskongresses sprachen, beleuchtete Professor Münsterberg den deutschen Standpunkt in der Friedensidee. Er erklärte, jede Bewegung, welche die sittliche Kraft des Friedens steigere, werde stets in Deutschland einen warmherzigen Förderer finden, aber auch die Armeehabe sittliche Bedeutung für Deutschland. Krieg und Feieden blieben eine sittliche Frage für die deutsche Regierung. Es sei sinnlos, die deutschen Motive deshalb zu verdächtigen. Es gebe kein bess res Bollwerk des Friedens als den guten Wllen und die Aufrichtigkeit der deutschen Nation. Industrie, Handel und Verkehr „. Kolonialpost. (Ueber eine Hungersnot in DeutschOstafrika) teilt Wolffs Tel.=Bur. folgendes mit: Besonders leiden die Landschaften Ungoni(Songea) und Mahenge, wo im vorigen Jahre der Ausstand am heftigsten war und die Eingeborenen die Felder nicht bestellt hatten. Das Gouvernement hat den Nahrungsmangel vorgesehen und vor geraumer Zeit Vorkehrungen getroffen, so daß Wahenge von den Stationen Jeinga und Molbgoro aus mit Lebensmitteln versehen werden kann. Ferner ordnete der Gouverneur an, daß die in den Küstenländern beschäftigten sogenannten Strafarbeiter unter Abkürzung der Strafzeit, mit Listen von Lebensmitteln reich versehen, in die Heimat geschickt werden sollen. Songea kann nur auf dem Wege vom Nyassasee, nötigenfalls aus Mosambik(Britisch=Zentralafrika) und dem deutschen Bezirk Langenburg versorgt werden. Der Gouverneur hat bereits den gesamten verfügbaren Notstandsfond benutzt, um die Not an den meist betroffenen Plätzen durch Heranschaffung von Nahrungsmitteln aus den Orten am Nyassasee zu lindern. Bei dem Mangel an Eisenbahnen ist damit zu rechnen, daß die mit Aufbietung aller Mittel getroffenen Maßregeln nicht überall zureichen. Jedenfalls tut die Re gierung das Ihre zur Milderung der Lage. (Wer ist Schuld an unsrer Geldknappheit?) Ueber dies Thema wurde in einer öffentlichen Versammlung des Berliner deutschkonfervativen Wahlvereins verhandelt, worauf schließlich mit allen gegen eine Stimme folgende von Rechtsanwalt Eschenbach eingebrachte Re solution angenommen wurde:„Die gegen wärtige, schon seit geraumer Zeit herrschende Teuerung des Zinsfußes und die namentlich für den produktiven Mittelstand außerordentlich nachteilige Geldknappheit ist in erster Linie zurückzuführen auf die eine gemeine Gefahr darstellende Heranziehung der Bevölkerung zum Börsenspiel in Verbindung mit einer ebenfalls vor allem durch Bankierund Börseninteressen herbeigeführten Ueberstürzung und Ausdehnung der industriellen Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft. Die Versammlung spricht die bestimmte Erwartung aus, daß bei der bevorstehenden Reform des Börsengesetzes diesen schweren Mißständen Rechnung getragen und den durch dieselben heraufbeschworenen Gefahren für das Gemeinwohl vorgebeugt werden wird, wozu in positiver Beziehung die Regelung des Depositenkassen Wesens an erster Stelle gehört, da gerade durch die gegenwärtige Gestaltung desselben das Börsenspiel und die von weiten und einsichtsvollen Kreisen der Industeie selbst beklagte Auslieferung der Industrie an die Börsen Interessen gefördert wird. Diese Maßnahmen erscheinen vor allem aber auch nötig im Jnteresse des Kredits von Reich und Staat, Kommunalverbänden und ähnlichen Korporationen.“ (Gehen wir einer wirtschaftlichen Depression entgegen?) Es wird von verschiedenen Seiten behauptet. Sicher wird sie auch kommen, ist doch alles im Leben ein Gehen und Kommen, ein Steigen und Fallen. Aber wenn nicht alles trügt, sind wir— so schreibt die„Arbeit geber Zeitung“— noch nicht so weit, daß die Schwarzseher jetzt schon recht haben. Jedenfalls hut die günstige Gesamtkonjanktur auf dem deutschen Arbeitsmarkt angehalten. Der Kohlenbergbau war nach wie vor beschästigt und wurde an seiner Leistungs fähigkeit nur durch den noch nicht beseitigten Wagenmangel etwas beeinträchtigt. In der Eiser= und Maschinenindustrie war die Konjunktur ungewöhnlich günstig und Arbeitskräfte im allgemeinen äußerst knapp. Die chemische und die Texlilindustrie wiesen befriedigende Arbeitsverhältnisse auf, und ebenso war die Arbeitslage in der elektrischen Industrie, von einem Nachlassen in einzelnen Brauchen abgesehen, durchaus günstig. Von den Saisongewerben waren insbesondere das Buchdruckgewerbe und die Konfektion stark beschäftigt, wogegen im Baugewerbe die Nachfrage erst gegen Ende des Monats stärker anzog, während die erste Hälfte vor übergehend größere Arbeitslosigkeit mit sich brachte. Dies alles sieht nicht nach einem Abfluuen der augenblicklichen, günstigen Konjunktur auf dem Arbeitsmarkte aus. anderen positiven Arbeiten zuwenden werde; die Erötterungen über die vorliegenden Fragen hätten lange genug gedauert. Seine Freunde müßten dem Staatssekretär durchaus darin beistimmen, winn er sich gegen den Vorwurf verwahrt habe, daß der Gang der sozialpolitischen Gesetzzebung ein zu langsamer sei Die sozialpolitische Gesetz gebung werde fortgeführt werden, berechtigt sei aber auch das Mißtrauen gegen diejenigen Elemente, die alles niederreißen möchten, was dem Vaterlandsfreunde heilig sei. Wenn die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Arbeitswilligen genügten, wie der Herr Staatssekretär meinte, so genüge dann jedenfalls nicht ihre Handhabung und es müss; dieser daher eine größere Aufmerksamkeit zugewendet werden. Staatssekretär Graf Posadowsky bemerkte, durch das Zustandekommen einer Züsammenlegung der drei Versicherungsgesetze werden viele sachliche Ausgaben und Reibungen zwischen den Verwaltungen der einzelnen Gesetze wohl in Wegfall kommen. Eine völlige Verschmelzung zu einem bureaukratischen Oeganismus über das ganze Land würde jedoch einem Rückschritte gleich kommen, da dann die Sachkenntnis der jetzigen Verwaltungen verloren gehen würde. Dem Abgeordneten v. Dirksen gegenüber bemerkte der Staatssekretär, der Reichskanzler habe betreffs der Aufhebung des Berbindungsverbots sein Wort verpfändet und nur dadurch erreicht, daß nicht eine entsprechende Bestimmung gleich in das Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen würde. Mit dem Arbeitswilligengesetz habe das aber in keinem Zusammenhange gestanden, da von jenem Gesetze noch gar keine Rede war. Nach einigen weiteren Reden wurde ein Schluß antrag angenommen und der Titel„Staatssekretär“ genehmigt. Die vorliegenden Resolutionen wurden fast durchweg unverändert angenommen. Abgelehnt wurde jedoch die Resolution Pauli, betreffs Ansammlung des Reservesonds der Berufsgenossenschaft. Bei der Position„Förderung der Seefischerei“ lag vor eine Resolution des Abgeordneten ise bug), auf witere Unterstützung der SegelResolution wurde angenommen. handelt zu haben, und zwar a) mittels eines dicken Knüppels, b) derartig, daß durch die Verletzung dissen Tod verursacht worden ist.— Verbrechen gegen§§ 223, 223a, 226 des StrafgesetzBemzisaufnahme decke sich vollständig mit der Ferfreuung der Voruntersuchung, sodaß im Einverständnisse der Prozeßparteien auf von Zeugen verzichtet weiden konnte. Nach Aussage einiger Zeugen soll der Vastorbene reicht zum Streite geneigt gewesen sein. Damit war die Zeugenvernehmung beendet und es wurden die den Geschworenen gestellten Fragen nach Körperletzung mit Todeserfolg und nach mildernden Umständen verlesen. Nach Schluß der Beweisaufnahme ergriff Herr Staatsanwalt Gadow das Wort zur Schuldfrage. Er suchte an der der erdrückenden Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten festzustellen, was ihm auch meisterhaft gelang. Er beantragte nicht allein die Schuldfrage zu bejahen, sondern auch die Frage nach mildernden Umständen. Es komme nicht nur die bisherige Unbescholtenheit, wohl aber die Angetrunkenheit des Angeklagten in Betracht. Rechtsanwalt Sierp, der Verteidiger des klagten hatte angesichts des erdrückenden Belastungsmaterials von vornherein einen schweren Stand. Daß der Angeklagte die Tat begangen, war nicht zu bestreiten. Obschon der Aggeklagte sich nicht selber auf Notwehr berief, so hielt es der Verteidiger für seine Pflicht, für seinen Klienten Die Geschporenen solaten=menDie Gesa—rrurn vigen— wie zu erwarten war— den Ausführungen der Staatsanwaltschaft, vejahten nicht nur die Frage nach Körperverletzung mit Todeserfolg, sondern auch die Frage nach mildernden Umständen Der Gerichtshof verurteilte auf Grund des Verdiktes der Geschworenen den Angeklagten zu 3 Jahren Gesänznis. Abgeordurteahau s. 44. Sitzung vom 16. April. Das Abgeordnetenhaus führte am Dienstag die allgemeine Besprechung des Kapitels des Kultusetats„höhere Lehranstalten“ zu Ende. Abg. Dr. v. Böttinger(nl.) regte eine Ausdehnung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an den höheren Lehranstalten an. Geheimrat Köpke konnte erwidern, die Frage werde zurzeit von Fachmännern gepräft.„ Die Anregung von Böttingers zur Wiebeceinführung des biologischen Unterrichts hieß (Ztr.) mit dem Vorbehalt gut, daß Garantien gegen den Mißbrauch dieses Unterrichts geschaffen werden. Abg. Krüger=Marien(Leps:), war mit der Erweiterung des naturwissenschaftlichen Unterrichts wie mit der Berücksichtigung der Biologie einverstanden. Abg. Dr. Berndt(nl.) warnte davor, am Gymnasium zu viel herumzudoktern. Der Antrag Arndt untergrabe die Liebe zum Gymnasium. Abg. Strosser (kons) virwies auf die bedrohlichen Folgen der Ueberlastung der Schülerinnen der höheren Lehranstalten und namentlich der Lehrerinnenseminare. Ministerialdirektor Schwartzkopff erkannte die Klage als berechtigt an und versprach Eatlastung im dritten Jahr des Seminarkursus. Frohe Heiterkeit erklang, als Abg. Metger(ntl) auf eine Firma verwies, die gegen Entgelt Prüfungsarbeiten und Aussätze für Schüler liefere. Geheimrat Köpke stellte die Sache als belanglos hin; wer einmal eine Arbeit bestellt habe, tue es kaum zum zweiten Male. Abg Pallaske(kons) fand mit seiner Abweisung eines Unterrichts in Bürger kunde die Zustimmung der Regierung. Nachdem sich noch Adg. Cassel(fes. Bp) als begeisterter Anhänger des humanistischen Gy nnasiums bekannt und Kultusminister Dr v. Studt noch einige kurze Aufklärungen gegeben hatte, wurde ein Schlußantrag angenommen. Die ordentlichen Aus gaben wurden bewilligt. Forsetzung in der Abendsitzung. Aus den Die Deichschau. Erzählung von Heinrich Smidt. 12](Nachdruck verboten.) Einen Teil der Borke, die sich von dem Stamme zu trennen begann, löste der Bube vollends ab und riß ein gesundes Stück mit fort; dann eilte er dem regellosen Haufen nach, den er wieder erreichte, bevor dieser kaum die Hälfte des ganzen Weges zurückgelegt hatte. Unterdessen hatte der dem Zuge voraneilende Knabe den Kirchspielsboten, in dessen Händen kie Polizeigewalt ruhte, aufgefunden, und keuchend kam dieser herbei. „Ist Er der Tigenichts, der Deiche und Dämme ruiniert?“ herrschte er den jangen Mann an, der ihm mit erzwungener Ruhe antwortete:„Ich habe weder Deiche noch Dämme ruiniert und werde mich zu verantwotten vor dem, dem es zukommt, ein Ber hör mit mir anzustellen!" „Das tut der Deichgraf!" war die Antwort.„Er will nicht Deiche und Dämme ruiniert und nicht die Hand an die Bäume gelegt haben. E: trägt ja noch einen Zweig auf dem Hite! Heda, Jungens! Jt es se heiece Kerl mutoillig die Bäume Deutscher Reichstag. 30. Sitzung vom 16 April 1907. 1 Uhr. Der Reichstag beschäftigte sich auch noch am Dienstag mit der Fortsetzung der Beratung des Elats des Reichkamts des Innern. Den Reden von sozialdemokratischer Seite reihten sich heute auch noch die Ausführungen des Abzeordneten Sachse an, der besonders gegen den Abg von Dirisen polemisierte. „Abs., v. Staudy(konf) gab der Hoffaung ausoruck, daß sich der Reichstag bald wieder haben „Ja, j:!" brüllten diese. es selbst gesehen!“ „So komme Er mit auf den Schauplatz seiner Untaten, damit ich sehe, wie groß das Unglück ist, das Er anrichtete! Widerspreche E: der Obrigkeit nicht, und denke Er nicht mir zu entkommen!“ Die Knaben waren von dem Gefangenen zurückgetreten, dem der Kirchspielsbote hart zur Seite ging. Als sie den Platz an der Weide erreichten, deren Zweige weit umher zerstreut lazen, rief der Kiechspielsbete, indem er seinen Gefangenen fest bei der Schulter faßte:„Er ist dem Deichgesetz verfallen! Weiß Er, wie es lautet? Die Hand die den Baum beschädigt, der den Deich schützt, wird von dem Büttel abgehauen.“ Der junge Mann stieß einen Schrei des Entsetzens aus. Der Kirchspielsbote sah ihr an und sagte:„G aube wohl, daß es Ihm an Herz und Nieren greift. Wirum hat er es nicht vorher bedacht? Nanu ist es zu spät. Heute abend weiß Er, woran Er ist Und nun marsch iis Loch, wo ich Ihn zu. erst unterbringen will.“ Als dies geschehen, eilte der Kirchspielsbote zu dem Deichzrafen, allein dieser war nicht zu sprechen. Ge hielt eine Beratung mit den Deichgeschworenen, die ihm von Gericht und Rechtsprechung. Vorsthernber:.! Apil.(Schwurgericht) Tetsiymnber: Herr Oberlandesgerichtsrat Richter, 1 Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr Staatsanwalt Gadow, Verteidiger: Herr Rechtsanwalt Sierp von Bielefeld.— Vor den Schranken des Schwurgerichts hatte sich heut: der 23 Jahre alte und bisher unbestrafte Ackersmann Heinlich Speckmann von Wehle Nr. 3, zurzeit im hiesigen Ge. richtsgefängnisse in Untersuchungshaft, zu verantworten. Derselbe war angeschuldigt, in der Nacht zum 24. Dezember v. Is. zu Weye den Ackrs mann Wilhelm Bockhorn vorsätzlich kö perlich miß der Gemeinde beigegeben worden waren, und ordnete die Deichschau für deg nächsten Tag an. Zu einer solchen Ziit aber durfte man dem strengen Herrn der zugleich einer der angesehendsten Hofbesitzer war, nicht den Weg vertreten, sondern mußte geduldig warten, bis dieser selbst kandgab, daß er berett, sel, zu höten, zu richten und zu schlichten. Lokales und Bielefeld, 17 April. (Die Veteranenbeihilse) kann vom 1. April 1907 ab auch solchen Reichsangehörigen gewährt werden, die im dänischen Heere die Kriege von 1848 bis 1850 und von 1864 mitgemacht hiben. aonl Petaleherige Hermannstöhe) den Namen„Teutoburger Waldhöhe“ führen. c#us der Magistratssitzung.) Indehaltlich der Zistimmung der Stadtverordneten hat der Magistrat beschlessen, sich mt 3000 Mark an der Bürgschaftssumme, die zur Sicherung des Kreisturnfestes zusammenzubringen ist, im Sommer zu beteiligen.— Dem Arbeier Taraver ein „Westsalia" wird widerruflch gestattet, im Sommer an zwei Abenden auf dem Platze an der Stegfriedstraß Turnspiele zu veranstalten. (Stadttheater.) Eine der beliebiesten Sesteschadent, der gn . Fr. um Donnerstag im Stadttheater ar, Triscährung tomnt. Der neue Operettentenor #. pard Lenz singt die Titeliolle, Herr Laa vin Jun Janigky. Die Laura singt Frl. Rausch, Tronislawa Fel. Ziegler, Palmatica Frl. Moicke. Wir tomischen Partien der Operette sind mit den Herren Walther Schäffer und Felden besetzt. (Stadttheater.) Zwar kann sich„Die Fledermaus“, welche gestein abend wieder einmal über die Bähne unseres Stadttheaters flatterte, an Wert und Alter nicht mit Mozarts„Figaros und„Don Juan“ messen; doch hat sie das mit den größeren Werken gemeinsam, daß sie von Shrenr Pr.. 30 Jahren ihres Bestebens nichts e### anziehungskraft und ihren Reizen verworen yur. Sie gehört immer noch zu den beund schägzungswertesten Opperetten des Wslodien und geigu sind ihre einschmeichelnden verschiedengen prickelnden Walzerweisen in den verschievensten Theatersälen unserer Stadt im Laufe des Jahres erklungen, um ein Bekanntsein erheiternden Stückes voraussetzen zu dürfen. Die im ganzen wohlgelungene Aufführung gewann besonderes Interesse durch das erste Auftreten des Oreretten Tenors Herrn Richard Lenz von den Feigren Stadttheatern Essen=Dortmund in der Noue des Gabriel von Esenstein Herr Lenz gersägtz, über eine kräftige, klare und angenehme Tinersimme, eine wertwolle B herrschung des Sprechgesanges sowie eine äußerst gewandte und Spielfertigkeit und Darstellungskunst. Sein „Eisenstein“ war eine prächtig abgerundete Leistung, an der man viel Feeude hatte. Seine Frau Rosalinde sand in Frl. Frieda Rausch eine DarMit dem Aubruch des neuen Morgens erschien der Deichgraf zu Pierde. Izm zue Seite ritt ein Wasseebaukandiger, den die Regierung sindte. Die Deichgeschworene## folgten. Mit schirfen Bickzn wurden alle weich trecken gemustertund genau nach zeforscht, ob auch die deichpflchtigen Hofleute ihre Shuldigkeit taten und während de: Saumers alle vorhandenen Schäden ausb ssieren, oder nicht. Mehrere Stuaden dauerte dieser Ritt, dann aber begaben sie sich aach der Landesherberge und nahmen ihren Platz an der langen Tafel in der Gerichtsstube. Ein genaues Protokoll wurde aufgenommen und den Beteiligten, die eigens dazu berufen worden, laut vorgelesen. Der Deichgraf las mit lauter Stimme und langsam Satz für Satz. Diejenigen, die gnädig davongekommen waren, reckten und streckten sich und sahen sich, beide Hände in den Tischen, nach allen Seiten zufrieden um. Diejenizen, die mit leichten Otonungs= steafen wegkamea, machten ein verdrießli hes Gesicht, indem sie die Summe zu dee sie verurteilt waren, auf den Tisch zählten. Sie hätten gern das Doppelte gezahlt, wenn sie nicht nötig gehabt hätten, das spöttische Lächeln der Nachbarn ansehen und dazu schoeigen zu mässen. Nan aber rief der Deichgraf den Namen Peter Bolt. Als dieser vortrat, legte der erstere sein Gesicht in ernste Falten und speach:„Peter Bolt! Ih muß Ihn schelten vor der ganzen Gemeinde, daß Ee sein: Pflcht gegen diese schlicht erfüslte. „Kin Deich ohne Lund, kein Lund ohne Deich,“ sagt das Gesetz, und E: hu es übertreten, indem Ge nicht dafür sorgte, daß seige Deichstreck: dem Ganzen Schut und Schirheit gewährt. Darum ist Er zu der höchsten Strafe verurteilt und hat außeedem hier an Eidesstalt zu geloben, daß er binnen heute und acht Tigen den Schaden volltändig heden w.ll, bii der Steafe, die das Gesetz ausspeicht, und die unzachichtlich füe den Fall der Nichterfülung vollst eckt werden soll. Ahte Ge daraus, Piter Bolt, und stillerin, mit welcher Das Stobenmädchen## Ziegler besters aufgehe sie vorzüglich, gefangl besonders ausgiedig un Deutlichkeit unerfüllte# notwindige Amüsement als Gerichtsdiener Fro mit giosem Erfolg. wi kenden mögen noch (G färgnit direktor Fran Oclowety) lobend genan: sich nach Kräften passer Die Alfführung wurd begleitet m(Diebstähle.) aus Brake ist auf der Fabrik der Firm ein Portemonnaie m und 1 Monatskarte windet. Dem Golda 9, sind am 16. d. 1 seiner Wohnung 1 Hosen, 4 Westen, 1 zürstiefel im Ge 300 Mk. entwendet. m.(Sittlicht Wgen Vornahme u mit Kindern unter 1 8 müsehändler Sch. m.(Eingeliefer gefangnis wurden fer: m(Kollekte.) für Waisenpflege in Erlaubnis erhalten, Kollekte in den evang zu veranstalten. m.(Fahrraddiel besitzer S. aus Heepe ein vor der Westfäli bank aufgestelltes Fahl Eilrad“ im Weit: wendet. m.(Schwindler G.rtrud Boker aus 2 einen Dienst beim 2 hierselbst, vermietet um gerommen, den Dienst Der Aufenthalt der## 6 Schildesche, 1 Der Herr Oberpräside falen hat zu Gunsten die Genehmigung zur Kollekte bei den Eit Schildesche und der E In Interesse der g wünschenswert, wenn dazu betrüge. Die S nächster Zeit und in B und Oktober d. Js.## n. Ummeln 16. fest.) Biaher fast di Gemeinde in diesem I sein mit ihrem Missions Sonntag, Jubilate,# der Kirche beginnen Freude sind als Festpr Herr Pastor Seippe an: Neuguinea zurückg Hoffmann gewonne morgens die Missionsp Aus de ** Herford, kinder.) Die Wenn wir das die Schlüss lblun einen Weltbürger fast überall seine doch Europz das land desselben, Teilen, vorzugsn Gebirgsgegenden. blume auch an 6 den stolzeren B miss v, so ist des Wortes ganz Vorbote einer I freudig begrüßer mindestens eben Rse des Garten Gattungsnamen Schlüsselblume a Erstling“, nämli deutschen Namen Aehr lichkeit der Sch üssel der al gelde Blumenkro# Kelchröhre wie ei Schlüsselloch nach Die sptz zulaufend im Innern hohlen Stift des Schlass Schon im grauen in ganz besonderer als Heilpflanze nytoologischen For lasse Er sich von Lege er die Haul des Spruche „Wer Der m a) mittels eines aß durch die Verorden ist.— Verdes Strafgesetz e decke sich voll Voruntersuchung, rozeßparteien auf tet weiden konnte. zll der Vastorbene sein. Damit war und es wurden die gen nach Körpernach mildernden iß der Beweisaufalt Gadow das bte an der Hand ie die Schuld des m auch meisterhaft lein die Schulddie Frege nach me nicht nur die aber die AngeBetracht. Herr idiger des Angeirdrückenden Bein einen schweren e Tat begangen, der Aggeklagte f, so hielt es der seinen Klienten zu nehmen. wie zu erwarten taat sanwaltschaft, Körperverletzung die Frage nach Gerichtshof verder Geschworenen änzule. inzielles 17 April. se) kann vom olchen Reichsie im dänischen bis 1850 und mannshöhe) toburger Waldatssitzung.) g der Stadtat beschlessen, * BürgschaftsKreisturnim Sommer er Taraver ein gestattet, im if dem Platze nspiele zu er beliebiesten melodienreicher im Stadttheater Operettentenor olle, Herr Laa igt Frl. Rausch, ca Frl. Moscke. te sind mit den in besetzt. nn sich„Die wieder einmal eaters flatterte, zarts„Figaros ; doch hat sie insam, daß sie Bestehens nichts en Reizen veroch zu den beOpperetten des nschmeichelnden veisen in den er Stadt im in Bekanntsein en zu dürfen. hrung gewann Auftreten des Lenz von den itmund in der Herr Lenz nd angenehme serrschung des gewandte und zskunst. Sein ndete Leistung, Seine Frau sch eine Dartren, reckten beide Hände ten zufrieden 1 Ordnungl erdrießli hes zu der sie isch zählten. ezahlt, wenn das spöttische und dazu den Namen t, legte der Falten und muß Ihn de, daß Ee cht erfastte. Lind ohne E: hu es sorgte, daß Schutz und Er zu der it auß:edem aß er binnen haden vollase, die das ichtlich füe eckt werden Bolt, und stillerin, mit welcher man zufrieden sein konnte. 4 Das Stobenmädchen Adile war bei Frl. Lina Ziegler besters aufgehoben; schauspielerisch war sie vorzüglich, gefanglich ist die Stimme nicht besonders ausgiedig und die Aussprache läßt an Deutlichkeit unerfüllte Wünsche bestehen. Für das notwendige Amüsement sorgte Heir Kurt Felden ##als Gerichtsdiener Frosch in ausgiebigster Weise mit grosem Erfolg. Von den sonstigen Mitwirkenden mögen noch Herr Walther Schäffer (6 fär gnit direktor Frank) und Frl Moicke(Prinz Oelowsty) lobend genannt sein; die übrigen fügten sich noch Präften passend in das Ensemble ein. Die Arfführung wurde von lebhaftem Beifall begleitet m(Diebstähle.) Dem Arbeiter aus Brake ist auf seiner Arbeitsstelle in der Fabrik der Firma Kr., Friedrichstraße, ein Portemonnaie mit 2.80 Ml. Inhalt und 1 Monatskarte Beake=Bielefeld entwindtt. Dem Goldarbtr. Fl., Kl. Bergstr. 9, sind am 16. d. Mts., nachmittags aus seiner Wohnung 1 schwarzer Anzug, 5 Hosen, 4 Westen, 2 Röcke und 1 Paar Sch zürstiefel im Gesamtwerte von etwa 300 Mk. entwendet. m.(Sittlichkeitsverbrechen.) Wgen Vornahme unsittlicher Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren wurde der 9 müsehändler Sch. von hier festgenommen. m.(Eingeliefert) in das Polizeigefangnis wurden ferner 2 Obdachlose. m(Kollekte.) Der Evangel. Verein für Waisenpflege in der Ostmark hat die Erlaubnis erhalten, in nächster Zeit eine Kollekte in den evangelischen Haushaltungen zu veranstalten. m.(Fahrraddiebstahl.) Dem Ziegeleibesitzer S. aus Heepen ist am 16. d. Mis. ein vor der Westfälisch=Lippschen Vereinsbank aufgestelltes Fahrrad Marke„Basterts Eilrad“ im Werte von 100 Mark entwendet. m.(Schwindlerin.) Eine angebliche G.rtrud Boker aus Dortmund hat sich für einen Dienst beim Wirt Fr., Heeperstraße hierselbst, vermietet und das Mietgeld angerommen, den Dienst aber nicht angetreten. Der Aufenthalt der B. ist nicht bekannt. 69 Schildesche, 15. April.(Kollekte.) Der Herr Oberpräsident der Provinz Westfalen hat zu Gunsten der Kleinkinderschule die Genehmigung zur Verarstaltung einer Kollekte bei den Einwohnern des Amtes Schildesche und der Stadt Bielefeld erteilt. In Interesse der guten Sache wäre es wünschenswert, wenn jeder sein Scherflein dazu betrüge. Die Sammlung soll hier in nächster Zeit und in Bielefeld im September und Oktober d. Is. staltfinden. n Ummeln 16. Aptil.(Missionsfest.) Bisher fast die letzte, wird unsere Gemeinde in diesem Jahre wohl die erste sein mit ihrem Missionsfest, welches kommenden Sonntag, Jubilate, 3 Uhr nachmittags in der Kirche beginnen wird. Zu unserer Freude sind als Festprediger bezw. Erzähler Herr Pastor Seippel Gütersloh und der an: Neuguinea zurückgekehrte Herr Missionar Hoffmann gewoonen. Dieser wird auch morgens die Missionspridigt halten. Aus dem Kreise Herford. ** Herford, 16 April(Frühlings= kinder.) Die Hiwmelsschlüssel blöhen! Wenn wir das anmutige Frühlingsblümchen, die Schlüss lblume oder Priemel auch als einen Weltbürger betrachten missin, da es fast überall seine R päsentanten hat, so ist doch Europz das speziell bevorzugte Heimatland desselben, denn man ir ff es in allen Teilen, vorzugsweise im Norden oder in Gebirgsgegenden. Kann sich die Schlüsselblume auch an Größe und Farbenpracht mit den stolzeren Blüten des Sommers nicht mess n, so ist sie doch eine Bolksdlume in des Wortes ganzer Bedeutung, die wir als Vorbote einer kommenden schönen Zeit freudig begrüßen, und die uns deshalb mindestens ebenso erfreut, wie die erste se des Gartens. Nach ihrem botanischen Gattungsnamen Peimula nennt man die Schlüsselblume auch Primel, d. i.„kleiner Erstling“, nämlich des Frühlings. Ihren Numen hat sie wohl von der aehl lichteit der Blüte mit einem alten Sch üssel der alten Zeit. Zieht man die gelde Blumenkrone heraus, so bleibt die Kelchröhre wie ein zierliches Schoß mit dem Shlüfselloch nach altdeutscher Art zurück. Die sptz zulaufende Krone selber gleicht einem im Innern hohlen Schlüssel, in welchen der Stift des Schliss's geschoden werden mußte. Schon im grauen Altertume stand die Bume in ganz besonderem Aasehen und zwar auch als Heilpflanze. Nach den Arsichen der htoologischen Forscher war primula veris lasse Er sich von mir noch besonde s warnen! sece er die Haud auf das Hrz und gedenke Ee des Spruches: „Wer nicht will deichen, Der muß weichen.“ (Fortsetzung folgt.) die Zwölfgötterblume, jenes wunderbare Kraut, das nicht nur imstinde sein sollte, allen Krankheitsstoff aus dem Körper zu entfernen, sondern sogar die Unsterblichkeit verschaffen konnte. Aber nicht nur bei den alten Griechen, sondern auch bei den Galliern stand die Teadition von der Heillcaft der Primel im Ansehen. Die Priester der Gallier gingen nüchtern und mit entblößten Füßen in den Wald, die Primeln zu pflücken, verbargen sie sogleich in ihren Gewändern, damit die Heilkrast nicht verloren gehe und kochten dann aus den Blumen angeblich wunderwirkenden Tee. Junge, in den Tempeldienst neu eingetretene Priesterinnen mußten den Zaubertrank, dem oft noch andere Pflapzensäfte zugesetzt waren, mit ihrem Hauch erhitzen bis er zu qtalmen arfing, eine Aufgabe, die den armen Mädchen nicht leicht geworden sein mag. 0 Herford, 17. April.(Frühlings schwermut.) Früher sand man die Schwermut schön und interessint, denn man ahnte vicht, daß sie eine Getsteskrankheit sei, die sich besonders im Frühjahr und im Herbste bemerkbar machte. Dann kam eine Zeit, wo man glaubte, die Schwermut sei eine periodisch austretende Geistesschwäche, die sich nur im Frühjahr und Herdst zeige, während der Patient in der Zvischenzeit völlig gesund sei. Die moderne Wissenschaft aber hat festgestellt, daß die Schwermut keine periodische sondern eine chronische Krankheit ist und zwar eine sehr bedenkliche, denn ihr vor allen anderen Ursachen ist die Häufigkeit der Selbstmorde zuzuschreiben, die sich nach der Statistik mit jedem Jahre per größert. Während gesunde Menschen dem Frühjahr mit Bergnügen und gehobenem Gesundheitsgefühl entgegensehen, neigen die Schwermütigen gerade um diese Zeit am meisten zu pessimistischen und selbstmörderischen Gedanken. Die Ursache der Melancholie liegt in unseren Kulturverhältnissen, in der Ueberreizung unserer Nerven und zwar hauptsächlich der jenigen, welche di: Hirnrinde zusammensetzen. Daß sich bei schwächeren Gehirnen, Ermüdung und Niedergeschlagenhei leichter einstellt als bei kräftigen, das ist natürlich. Man finde daher besonders bei jungen Leuten niemals die Schwermut interessant, sondern behandle sie wie eine entstehende Krankheit, zumal im Anfang die Heilung leichter ist als später. O Herford, 17. April.(Die Gewerbesteuernovelle) der Stadt Herford für das Veranlagusgejahr 1907 liegt in der Zeit vom 24 April bis einschl. 1. Mai d. J. im Steuerbureau, Rathaus II Seiteneingang 2 Treppen hoch zur Einsicht der Beteiligten offen. Die Einsicht in die Rolle ist nur den Steuer pflichtigen der Veranlagungs bezirks gestattet. C Herford, 17. April.(SchneiderInnung.) Am Donnerstag abend 8½ Uhr wird Herr R. Tiesler von der„ModenZeitung“ in Dresden einen Vortrag halten über das Thema: Die am meisten vor kommenden Fehler und wie dieselben von vornherein zu vermeiden sind. 6 Herford, 17. April.(Die Ge flugelausstellung) des Nutzgeflügel= und Vogelschutzvereins der Feldmarken und Umgegend findet am 20. und 21. April beim Kirt Spielker, Bielefelderstraße, statt. J Herford, 17. April.(Mond und Jupiter) werden morgen, Donnerstag, eine sehr scköne Konstellation bilden, die bei günstiger Wutterung gewiß die Aufmerksamkeit vieler auf sich lenken dürfte. Der am 20. April im ersten Virtel stehende, also am 18. noch nicht halb beleuchtete, sichel förmige Mond bewegt sich um 8 Uht abends genau südlich unter Iopiter hin, der Abstand beider Gestirne beträgt zu dieser Zeit 20 5°, d. h. rund 4 Bol mondbreiten. Da sie eine sehr starke nördliche Deklination haben (Jupiter+ 230 28) und schon um 4½ Uhr nachmittags im Süden kulminieren, erblickt man das Doppelgestirn gleich nach Sonnenuntergang sehr hoch im Süden, darauf im Südwesten, bis es kurz nach Mitt rnacht im Westen untergeht. Bünde 16. April.(Feuer.) Die dem 8 garrenfabrikanten H Lottmann gehörige B.sitzung, in Hunnebrock belegen, geriet laut Bünd. G A.“ gestern abend gegen 8½ Uh in Flammen. Der herrschende scharfe Ozwind ließ die letz'eren schnell um sich greifen. Die beiden eng aneinanderstoßenden Gebäude, Haus mit Scheune wurden bis auf die Umfessungsmauern ein geäschert. Freiw. Feuerwehren leisteten schrelle Hilfe und beschränkten das Feuer auf seinen Herd. Spradow, 15 April.(Kindesleiche aufaefunden.) In einer Familie wurde die Luche eines von der Tochter geborenen Kindes im Keffer aufgesunden. Bei der gestrigen Obduktion wurde laut„B. Big.“ festgestellt, daß das Kind gelebt hatte. Südlengern, 14. April.(Feuer.) Gestern brannte das Wohnhaus des Arbeiters Bonhaus nieder. Wersen, 16 April.(Bettelei und Diebstahl.) Gestern trieb sich hier ein Mann bettelnd umher, der angab, ein früherer Lehrer zu sein und daß er eine schwere Operation durchgemacht habe. In einem Hause wurde liut ,B. Zig.“ nach seinem Weggange eine Taschenuhr vermißt und ist anzunehmen, daß er diese hat mitgehen heißen. Aus den Kreisen Minden und Lübbete. Minden, 17. April.(Vom hiesigen Kanalbauamt) ist dem„M. L. Kreisbl.“ solgender vom Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten an die Kanalbau=Direktion Hannover gesandter telegraphischer Bescheid zur Veröffentlichung zugegangen:„Das Gerücht, daß die Ueberbrückung der Weser für den Rhein Hannover Kanal bei Minden fortfallen solle, ist völlig unzutriffend: seine Entstehung unbegreiflich. Der Arbeitsminister." Minden, 17. April.(Der kaiserliche Zug) passierte vorgestern nachmittag den hiengen Bahnhof. Auf dem Bahnhofs platz hatte sich eine nach hunderten zählende Menschenmenge eingefunden, die beim Passieren des Hofzuges in lautes Hurrah ausbrach. Se Majestät stand an einem Fenster seines Wagens, worüber das Publitum hoch erfreut war, zumal der Zug mit verminderter Geschwindigkeit den Bahnhof durchfuhr. Holzhausen I, 15. April.(Verunglückt.) Der 19jährige Sohn der Witwe Nehrmann hierselbst hatte am 12. April, abends 10 Uhr, einen beladenen Kieszug von der Kiesgrube zu Costedt bis zum Bahndamm, von wo aus die Züge von der Staatsbahn übernommen werden, zu begleiten. Während der Fahrt stürzte N. von einem Wagen ab und geriet unglücklicherweise unter einen derselben, wobei ihm das rechte Bein überfahren und der Oberschenkel zei quescht wurde. Von der Unfallstille aus mußte er sich nach der in der nächsten Nähe vorbeifließenden Weser geschleppt haben, um sich die Wunde zu kühlen und sich vom Blute zu reinigen. Durch starken Blutverlust ist N. wahrscheinlich besinnungslos geworden und fiel in die Weser. Hier fand man ihn nach dem„M=L. Krsbl.“ am andern Morgen, die Hände fest über den Kopf zusammengefaltet, tot auf. Aus den Kreise Hale. Vorgholzhausen, 15. April.(Musik= aufführung) Am kommenden Sonntage, den 21. d. M., nachmittags von 2½ bis 3½ Uhr, veranstalten die Oratorien Sängerin Anna Wente aus Hannover und der Musikoirektor und Orgelvirtuose W. Kipp aus Bochum in der hiesizen Kirche eine geistliche Musikaufführung, wozu ein vorzügliches Programm vorliegt. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 16 Apcil.(Vom Gymnasium) Mit dem heutigen Beginn des neuen Schulj ihres sind die Herren De. Richter und Dr. Gerh. Bartels als Hülfslehrer eingetreten. Es find 70 Schüler neu auf genommen. Für das Sommerhalt jahr beträgt die Schülerzahl 311, eine Friquenz, wie fi: die hiefige Anstalt seit langen Johren nigt mehr zu verzeichnen hatte.(G. Zig.) tragen worden. Die doppelt lebensgroße Statue ist vollendet und soll nun in Bronze gegossen werden. Das fünf Meter hohe Derkmal wird im Laufe dieses Jahres enthüllt werden. Hameln, 14. April(Die städtischen Kollegien) genehmigten in ihrer gestrigen Sitzung für den Bau eines Lagerhauses die Summe von 216000 Mark. Das Ligerhaus soll der Enrichtung des Kali Umschlagverkehrs fü: die SpeditionsFirma H. J. Bachmann in Beemen dienen, welche dasselbe zunächst auf 15 Jahre pachtete und hier eine Zweigniederlassung errichtet. Elberfeld, 15. April.(Falsches Geld.) Ja den verschiedensten westdeutschen Städten tauchen(wie schon gemeldet. Red.) zahlreiche Falsisikate von 20 Mark. Stücken auf, deren Herstellung, wie nunmehr die Elberfelder Keiminalpolizei bekannt gibt, durch das Zusammenlöten von je zwei galvanoplastisch gewoonenen und schwach vergoldeten Kupferplatten bewirkt wird. Es handelt sich um eine große Falsch= münzerbande, die in den verschiedensten Städten in den letzten Tagen mit großim Erfolge Falsifikate absetzte, deren Sput dis heute noch nicht aufzufiaden war. Berlin, 15. April. Dr. Theodor Barth hat heute die von ihm geplante Amerikafahrt angetreten. Berlin, 15. April. Gestern abend um 9½ Uhr geriet im Kgl. Schauspielhause ein Schornstein von der Heizungsanlage in Brand. Die anwesende Feuerwache beseitigte die Gefahr, ohne daß vom Publikum etwas bemerkt wurde. München= Sladbach, 16. April. In Süchteln wurde auf einen Eisenbahnzug zum dritten Male in kurzer Zeit geschossen. Die Kugel zersplitterte beide Fenster eines Abteils zweiter Klasse.(Hann. C.) Bremen, 16. Apru. Sämtliche Arbeiter des Bremer Bulkan nahmen die Arbeit wieder auf. Eisenach, 16. April. Wegen Lohndifferenzen streiken 400 Spinner und Spinnerinnen der Kammgarnspinnerei Eisenach. Petersburg, 15. April. Bei dem bereits gemeldeten Ueberfall auf Eisenbahnkassenboten, die 27000 Rubel bei sich trugen, wurden nach einer neueren Mildung nur etwa 400 Rubel geraubt. Mexiko, 16. April. Die Ortschaften Chiljancingo und Chilaja sind am 14 April durch ein Erdbeben zerstört worden. Soweit bekannt, sind 11 Personen umgekommen, 27 verlitz“. (Reinfall.) Buchhalter(zum Chef):„Deu ganzen Mittag hat Karl, der Schlingel gefaulenzt!“ — Lehrling(weinend):„Ich hab' nicht gewußt, was ich tun sollte!“— Buchhalter:„Warum hast du mich nicht gefragt?“— Lehrling: „Ich hab' mich nicht getraut, weil Sie so gut geschlosen haben!" (Aha!) A.:„Weißt Du, als ich mit meiner Frau verlobt war, da hatte sie so etwas Sinniges, aber jetzt, da sie sich mein eigen nennt, hat sie das nicht mehr.“— B.:„Da hat sie wohl etwas Eiger sianiges?“ (Kathederblüte.)(Aus der Logikstunde.) Prosessor:„..... Nachdem wir in der litzten Stunde mit dem Verstande fertig geworden sind, kommen wir heute zur Vernunft.“ Uebersicht der Bielefeld, 17. April 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Wo, die Niedrigster Thermometerstaus i. d. Nacht+ 4 0C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 6°6. Barometer 789 cm. Wind: Nord. Limrel: bedeckt. Aus den Rez.=Bez. Mänster und Arusberz. Hamm, 15. April.(Sein 50jähriges Justizjubiläum) feiert am 16 d. Mts. Herr Geh. Justizrat Windthorst hierselbst. Bei dieser Gelegenheit warde er zum Ehrenbürger der Stadt Hamm ernarnt. Windthorst, der auch Ehrenbürger von Bielefeld ist, wurde 1834 zu Halle i. W. geboren und trat 1857 in den Staatsdienst, 1884 kam er nach Haum. Hamm, 14 April.(Ziegenzucht.) Heute wurde hier ein Verband der Ziegenzuchtvereine für Westfalen und Lippe gegründet. Der Herr Regierungspräsident in Münster und die Landwirtschaft skammer hatten Vertreter entsandt. Dem neugegründeten Verbande schlossen sich sofort 12 Sektionen an: Dortmund Hörde, Bochum, Borzeln, Siegen, Witstein, Hattingen, Sendenhorst, Arnsberg, Geisenkirchen, Wadersloh und Oldendorf. Als erster Bo sitzender wurde der Direktor der Landwirtschaftlichen Winterschule in Dortmund, De. Müller, als sein Vertreter Rentmeister Becker in Hirdringen und als Schriflführer Zuchtinspektor Topp in Münster gewählt. Neuste Nachrichten. Berlin, 17. April. Von den deutschen Vertretern auf der Haager Konserenz sind, wie die„Vossische Ztg.“ hört, jetzt auch die militärischen De Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 14 april.(Denkmal.) Die Ausfügrung des Grafregenten Ernst=Denkmals für Detmold ist dem Berliner Bildhauer Heinrich Wesing überSelegierten ernannt. Als Vertreter der Armee wird Generalmajor von Gündell, Oberstquartier= meister im Großen Generalstabe, und für die Marine Kontreadmiral Siegel, Marineattaché bei der deutschen Botschaft in Paris an der Konferenz teilnehmen. Köln, 17 upril. Die Aufstellung des Zentrumskandidaten, Regierungsrats Fervers für den Wahlkceis Schleiden—Malmeky an Stelle des verstorbenen Prinzen von Arenbeig stößt auf entschiedenen Wderst ind der ländlichen Wählerschaft, die 90 Prozent ausmacht und die durch ihr Organ, die„Rzein. Volksstimme“, erneut den Gcafen Spie als Nachfolger des Prinzen Arenberg fordert Petersburg, den 17. April. Staatskontrolleur Schwanebach weigerte sich, dem Vernehmen nach, Jahresberichte der Staatskontrolle der Budgetkommission der Duma vorzulegen. Die Kommission beschloß auf Vorlegung dieser Berichte unter allen Umständen zu beharren. Der Dumapräsident Golowin wird den Blättern zufolge in der nächsten Woche beim Zaren Audienz erhalten. Der Zar hat den Wunsch ausgesprochen, daß ihm alle gewählten Reichsrats=Mitglieder gruppenweise vorgestellt werden. 7 Christl. Verein junger Männer, Papenmarkt 2. Sonntag, den 21. April 1907. = Jahres-Fest.— Vormittags 10 Uhr: Festgottesdienst in der Neustädter Kirche. Festprediger: Herr Pastor Witteberg, Barmen. Nachm. 3½ Uhr: Festversammlung. Nur für Männer und junge Leute. Festthema: Die Bedeutung des Werkes Gottes in dem Leben des jungen Mannes. Referent: Herr Pastor Aschoff, Barmen. Abends 8½ Uhr: Familienabend. Mitteilungen aus der Vereinsarbeit. Herr Sekretär Niehaus. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein. der Gerstend. Das Presbyterium der reform. Gemeinde bringt folgendes in Erinnerung 1. Neu zuziehende Familien und Personen, die sich der reformirten Gemeinde anschließen wollen, haben sich im ersten Vierteljahr ihres Aufenthalts hier unter Vorlegung von Tauf= oder Konfirmationsschein bei dem Pfarrer zu melden(Kirchen=Ordnung vom 5. 3. 1835 § 2). Die Anmeldung auf dem Melde=Amt genügt nicht. Vielfach wird die Anmeldung beim Pfarramt aus Unkenntnis unterlassen, und es entstehen dadurch oft lästige Weitläufigkeiten. 2. Bei der Anmeldung zum kirchlichen Aufgebot und zur Trauung sind von den Brautleuten dem Pfarrer die Taufscheine vorzulegen, nicht die(bürgerlichen) GeburtsUrkunden, diese letzteren sind nötig auf dem Standes=Amte. 3. Die Kirchensteuer der reformirten Gemeinde wird im Steuerjahre 1907/08 durch die städtischen Steuerbehörden erhoben werden. Die reformirte Kirchensteuer ist daher auf dem allgemeinen Steuerzettel in besonderer Kolonne mit notiert und zugleich mit den übrigen Steuern zu zahlen. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder genau darauf zu achten, daß sie als reformirt bezeichnet und nicht für andere Gemeinden eingetragen sind. Sollten Irrtümer vorkommen, so bitten wir die Betroffenen, sich sofort bei Empfang des Steuerzettels an den Vorsitzenden des Presbyteriums zu wenden. Bielefeld, den 15. April 1907. Presbyterium der reformirten Gemeinde. Vorster, Pfarrer. Vertikews, Ppleger und Stühfe empfiehlt als besonders gut und preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. „ — Frühjahr 1907— Kreis Halle i. W. der Reserve 1890 bis 1906. der Landwehr I. Aufgebets Es haben zu erscheinen: a. Alle Jahresklassen d. Alle Jahresklassen 1894 bis 1899. e. Alle Dispositions-Urlauber. d. Alle zur Disposition der Ersatzbehörden wegen Dienstuntanglichkeit oder auf Reklamation entlassenen Leute, sowie sämtliche Halbinvaliden und zeitig Ganzinvaliden. e. Alle Ersatz Reservisten. 1894 bis 1906. Diejenigen Mannschaften, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1895 einge reten sind, sind von den Frühjahrs=Keutrollversammlungen entbunden und haben zu den Herbst Kontrollversammlungen zu erscheinen. Die Jahresklasse steht auf dem Militärpaß, Ersatz=9 die: am 1898 20. 1906 klassen 22. 1906 „*** Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. Die Einlagen sind als mündelsicher anerkannt. Hypotheken-Ausleihungen. * 5 werden entgegen genommen: neues im Erdgeschoß— Eingang durch den Torbogen zum Rathaus, 3. Tür links, An den Wochentagen von 8½—1 Uhr mittags, „„„ 8—6 Uhr nachmittags. An den Sonntagen von 11½—12½ Uhr mittags. Außerdem jederzeit bei den ne I. Bürgerweg 32 durch Herrn Apoth.=Besitzer Dr. Ißleib. II. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassentage eines Monats eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. OSRten-Karten In Patthorst beim Wirt Goebel am 18. April, vorm 10½ Uhr die Jahresklassen unter abede aus den Gemeinden Amtshausen Brockhagen, Steinhagen und Patthorst. In Halle 1. W. am Markt, am 18. April, nachm. 1½ Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschließlich 1906 aus Amt Halle i. W. am 18. April, nachm. 3 Uhr die Jahresklassen 1894 bis einschließlich 1898 und sämtliche Ersatz=Reservisten. In Werther auf dem Hofe des Hotel Rentsch am 19. April, vorm. 10½ Uhr alle Jahresklassen unter abede aus Amt Werther. In Borgholzhausen auf dem Moor hinter der Segeltuchfabrik am 19. April, nachm. 2 Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschließlich 1906 aus Amt Borgholzhausen, am 19. April, nachm. Uhr die Jahresklassen 1894 bis einschließlich 1898 und sämtliche „ Reservisten. In Versmold bei der Kirche am 20. April, vorm. 10½ Uhr Jahresklassen 1899 bis einschließlich 1906 aus Amt Versmold, 20. April, mittags 12½ Uhr die Jahresklassen 1894 bis einschl. und sämtliche Ersatz=Reservisten. Kreis Wiedenbrück. In Gütersloh Reitbahn am Thesing'schen Meierhofe am April, nachm. 4 Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschließlich aus Stadt Gütersloh, am 22. April, vorm. 9 Uhr die Jahres1894 bis einschl. 1898 und sämtliche Ersatz=Reseroisten, am April, vorm. 11 Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschließlich aus Amt Gütersloh und Gemeinden Friedrichsdorf, Avenwedde, Kattenstroth und Spexard., am 22. April, nachm. 2 Uhr die Jahresssen 1894 bis einschl. 1898 und sämtliche Ersatz=Reservisten. In Herzebrok an der Molkerei die Jahresklassen 1899 bis einschließlich 1906 aus Amt Herzebrock, am 23. April, vorm. 11 Uhr Jahresklassen 1894 bis einschl. 1898 und sämtliche Ersatz=Reservisten. In Rheda am Kriegerdenkmal am 24 April, vorm. 8½ Uhr Jahresklassen unter abede aus Stadt und Amt Rheda. In Wiedenbrück städtische Reitbahn am Rietberger Tore 24. April, mittags 12 Uhr alle Jahresklassen unter abede Stadt und Feldmark Wiedenbrück und Gemeinde Lintel. In Hohenfelde in der Gemeinde Selhorst am 24. April, nachm. 2½ Uhr alle Jahresklassen unter a bede aus Langenberg, Batenhorst und St. Vit. In Rletberg Stadtwall Friedenseiche am 25. April, vorm. 10 Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschl. 1906 aus Stadt u Amt Rietberg, am 25. April, mittags 12 Uhr die Jahresklassen 1894 bis einschl. 1898 und sämtliche Ersatz=Reservisten. In Verl in der Schützenhalle am 26. April, vorm. 10 Uhr die Jahresklassen 1899 bis einschließl. 1906 aus Amt Verl, am 26. April, mittags 12 Uhr die Jahresklassen 1894 bis einschl. 1898 und sämtliche Ersatz=Reservisten. Befreiungsgesuche müssen dem betreffenden Bezirks=Feldwebel bis spätestens 8 Tage vor jeder Versammlung eingereicht werden. In den Gesuchen ist die betreffende Jahresklasse und Waffengattung anzuführen. Das Ersch inen auf einer anderen Versammlung, als wie auf der oben befohlenen, ist ohne Erlaubnis verboten. Alle Mannschaften stehen den ganzen Tag, an welchem sie zur Kontrollversammlung einberufen sind, unter den Militärgesetzen. Die Pässe mit den eingeklebten Kriegsbeorderungen oder Paßnotizen und die Führungs=Atteste sind mitzubringen. die I alle Bielefelder Staut Theater! 1967 Mittwoch, den 17. April Anfang 7½ Uhr. Die lustige Witwe. Donnerstag, den 18. April, Anfang 7½ Uhr. Bettelstudent. Operette in 3 Akten von Zell u. R. Genée. Musik von Carl Millöcker. Symon Rymanovicz Richard Lenz. abrräder erstlassig.— •.n. 42 von d. Fahrl eibnte u. Gondir. par direk ar rivate u Händler v. Mi. 55 an prima Mäntel von ca. Mk. 4, Luftschläuche von Mk. 2.80 an Keparaturen Fabrikat. promp und billigst. Latalog gratis und franko Duisburger Fahrradfabrik „Schwalbe“ Akt.-Ges Oulsburg-Wanhelmerort. Gegründet 1896. 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