sem Pharrhause im Kreise wird zu Ende Juni ein junges ädchen icher, christlicher Familie rnung des Haushaltes enseitige Vergütung geieselbe muß sich willig aller häuslichen Arbeit rziehen. Dienstmädchen I. sagen in der Expedition tung. „ Herford ernspr. 356. bschlusses zu Liste, besägtes Schutzdecken, tten, Fußböden, achlatten, halb2c. 2c. are Pitsch=pine. ng franko. PiIkeT fert billigst schinen, kkessel, geräte billigst seler. Auswahl billigst P Nacht. ubden Büger. Mitarbeiter und ressant und vorsen aus der ge vell.— ede Buchhandlung mn gralis in jeder## 4“ G. m. b. B. 5se 8. 25 Bierteljährlich in der Geschäfte stelle u. an allen Postarstalten 1.20 M., bei täglicher Zustellung in Bieleseld 1.40 M., durch Briefträger 1,62 M. 31. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. scher Kalender. 16.: April: Prinz Wilheln von Oranien, geb. 1533.— Karl Julius Weder, Schriftsteller, geb. 1767.— Sir John Franklin, Nordpolreisender, geb. 1786.— Busson, Naturforscher, zu Paris geb. 1788.— Verfassung des deutschen Reichs verkündet, 1871. Bielefeld Dienstag, 16. April 1907. Die Mission in Südwestafrika. Seit einigen Tagen läuft durch die ganze Zeutr ums presse unter verschiedenen Titeln ein Artikel gegen die Arbeit der Rheinischen Mission unter den Bondelzwarts. Da dieses Elaborat voller Unrichtigkeiten ist und die Interessenten ivzwischen auch verstanden haben, es in Blätter anderer politischer Richtung zu bringen, erscheint es an per Zeit, die Sache vor der Offentlichkeit zu beleuchten. Der von seiner 1½ jährigen Inspektionsreise in Südafrika kürzlich zurückgekehrte Missionsinspektor Pastor Spiecker schreibt darüber folgendes: Der Artikel ist den„Berl. Neuest. Nachr.“ entnommen und stellt sich dar als eine Zuschrift von einem alten Afrikaner. Es ist zunächst irriümlich, daß die katholische Mission neuerdiugs im Gebiet der Bodelzwarts zugelassen sei. Sie hot dort schon seit etwa 10 Jahren die Station Hiirachabis. Neuerdings handelt es sich nur um einen Vorschlag des Vorstehers dieser Mission, Pater Malinowsly, dahingehend, die evangelische Mission möge sich aus dem Gebiet der Bondelzwarts zurück ziehen und diese Arbeit der katholischen Mission allein überlassen, wogegen die katholische Mission sich verpflichten wolle, den nördlichen Teil des Namalandes einschließlich Keetmanns hoop und der Bondelslokation bei Spitzkopf der evangelischen Mission allein zu überlassen. Diesen Vorschlag hat Pater Malinowsky dem damaligen Oberst von Deimling, jetzigen Generalmajor, unterbreitet, und letzterer hat ihn an den Präses unserer Mission, Missionar Feuchel in Keetmanshoop, befürwortend weitergegeben. Generalmajor v. Deimling hebt im Beginn seines Schreidens ausdrücklich hervor, daß unser evangelischer Missionar Wandres und seine Kollegen sich in sehr anerkennenzwerter Weise um die Auffindung des Bondel zwarts Kopitäus bemüht hätten. Mündlich hat mir Generalmajor v. Deimling diesen Dank in der ellerwärmsten Weise ausgesprochen. Ein Erfolg dieser Bemühungen bestand darin, daß Morris alsbald bedingungs los die Woffen niederlegte und dieses in einem Briefe an von Deimling kundgab. Bis heute hat er die Waffen nicht wieder aufgenommen und wird es auch jedenfalls nicht tun. Dieses Vorgehen von Morris hat ohne Frage auf die Entschließungen des Kapitäns von Warmbad, Johannes Christian, wesentlich eingewirkt. Als ich mich im Dezimber vorigen Jahres in Steinkopf aufdielt, erhielt der dortige evangelische Missionar Meisevholl einen Brief von dem früheren Lehrer Joh. Links in Waimbad, worin dieser mitteilte, daß der Häuptling Johannes Christian sich in Heirachabis befinde, wo er krank darnieder. gelegen habe. Dort würden jetzt Friedensverhandlungen gepflogen. Johannes Links bat um Mitteilung, wie er sich dazu stellen solle. Wir freuten uns, daß es endlich gelungen war, den Aufenthaltsort von Joh. Christian ausfindig zu machen und haben uns um des Friedens willen jeder Einmischung in die dort geführten Unterhandlungen enthalten und sind nun mit allen Bewohnern des Schutzgebietes froh, daß es gelungen ist, auch die Bondels zur Herausgabe der Wassen zu bewegen. Daß uns aus dieser patriotischen Handlung eine Strick gedreht und der Versuch gemacht werden würde, es so darzustellen, als ob die evangelischen Missionare keiven Einflaß auf die Bondels hätten, haben wir Sohl befürchtet, aber doch nicht erwartet, guß in in solcher Weise geschehen würde, wie wir es jitzt erleben müssen. Gleichwohl gerent es uns selbstverständlich nicht, alles getan zu haben, um den Frieden auch in diesem südlichen Teil des Schutzgebietes zu sördern. Wie wohlgemeint der Vorschlag des Generalmajors v. Deimling, der unserer Mission mit großem Wohlwollen gegenübersteht, auch gedacht ist, so sehen wir uns doch nicht in der Lage, daraus einzugehen. Auch das Gouvernement hat nicht, wie der alte Afrikaner schreibt, die Bondels Mission den katholischen Missionaren übertragen. Im Gegenteil, dasselbe hat angeordnet, daß der Besetzung Warmbads seitens der Rheinischen Mission keinerlei Hindernisse in den Weg gelegt würden, es sei denn, daß zwingende Verhältnisse die Besetzung zurzeit noch nicht wünschenswert erscheinen ließen. Es ist richtig, daß während des Aufstandes Warmbad seitens der Rheinischen Mission nicht besetzt war. Auch ist es richtig, daß der alte Missionar mit Namen Möller ein studierter Theologe gewesen ist, und daß derselbe Warmbad verlassen hat. Unrichtig ist es aber, daß Missionar Möller vergeblich Reorganisationsversuche gemacht hat und noch unrichtiger, daß er als erster den Mut hatte, den Mißerfolg der Mission unumwunden zuzugestehen. Wir haben von Missionar Möller über die Lage der dortigen Mission gar nichts neues erfahren, was nicht schon andere Missionare uns immer wieder mitgeteilt hatten. Daß die Arbeit unter den Bondelzwarts äußerst schwierig war, hat seinen Grund schon darin, daß es ein nomadisterendes Volk gewesen ist. Noch nie ist es gelungen, Nomaden zu rechten Christen zu machen. Gleichwohl ist es irrtümlich, wenn behauptet wird, daß die evangelische Mission unter den Bondels gar keine Erfolge gehabt hätte. Missionar Möller hat Warmbad verlassen, weil infolge großer Trockenheit, die viele Jahre währte, die meisten Eingeborenen sich von Warmbad ganz zurückgezogen hatten, und er es für unrecht hielt, weiter dort ohne eigentliche Arbeit zu bleiben, zumal es ihm bei der entsetzlichen Teockenheit des Landes unmöglich war, die Leute draußen im Feld aufzusuchen. Die Arbeit an den wenigen Bondels in Warmbad silöst wurde ihm, wie er mir persönlich mitgeteilt hat, sehr er schwert durch den schlechten Eirfluß, den manche weiße Elemente dort auf die Bondels ausübten, vor allem dadurch, daß sie den Bondels viel Gelegenheit zum Branntweintrinken verschafften. Empörend ist es geradezu, wenn nun der alte Afrikaner den Streitapfel zwischen die evangelische und katholische Mission wersen will, dadurch, daß er die erstere als unpatriotisch, die letztere dagegen als im höchsten Grade vaterlandsfreundlich hinstellt. Es liegt mir sehr ferne, die Verdier ste der katholischen Missionare irgendwie verkleinern zu wollen; aber es ist eine böse Entstillung der Tatsachen, wenn die alte Lüge wiederholt wird, daß unsere evangelischen rheinischen Missionare nicht auf seiten ihrer deutschen Landsleute gestanden hätten. Sowohl der frühere Gouverneur v. Leutwein wie der jetzige Gouverneur v. Lindequist haben unseren evangelischen Missionaren die höchste Anerkennung zuteil werden lassen und dankbar die Dienste hervorgehoben, die sie dem Vaterlande dort in der Kolonie tun dursten. Es würde zu weit führen, alles das hervorzuheben, was von einzelnen evangelischen Missionaren und der Gesamtheit derselben zum Besten unseres Vaterlandes geleistet wurde. Von Anfang an haben sich alle unsere Missionare, die dazu in der Lage waren, zur Verfügung der Behörden gestellt. Es ist jedem derselben eine Ehre gewesen, der deutschen Sache zu dienen, wo sich ihm nur Gelegenheit dazu geboten hat. und dieses ist in sehr reichem Maße der Fall gewesen. Es widerstrebt mir aber, dieses als ein besonderes Verdienst hervorzuheben, da es je ganz selbsiverständlich ist, daß der Deutsche seinem Vaterlande mit Freuden dient. Wenn der alte Afrikaner, der seinen Namen leider nicht nennt, weiter hervorhebt, die evangelischen Missionare hätten es nicht verstanden, einesteils sich das Vertrauen ihrer Zöglinge zu erwerben und andernteils den Charakter der Gingeborenen richtig zu beurteilen und dieses bamit belegt, daß nicht ein einziger christlicher Eingeborener seinen Missionar vor dem Aufstand gewarnt habe, so entspricht diese Ausführung wieder in keiner Weise den Tatsachen. Daß es unseren evangelischen Missionaren möglich war, in einem Jahr 12000 Eingeborene zu sammeln und dazu zu bewegen, sich bedingungslos unserer Regierung zu ergeben, beweist schon allein das Gegenteil. Bei der Friedensvermittelung in Heirachabis hat es sich um einige Hundert Männer gehandelt. Aber noch viele andere Tatsachen lteßen sich anführen, die deutlich zeigen, in wie kohem Maße die Missionare das Vertrauen der Eingeborenen genossen haben und noch heute genießen. Endlich haben unsere Missionare keineswegs die Möglichkeit seines Aufstandes bestritten, sondern immer wieder auf die drohende Gefahr hingewiesen. Richtig ist, daß die Eingeborenen unsere Missionare nicht vor dem Aufstand gewarnt haben, weil sie eben wußten, daß damit ihr ganzer Plau hinfällig werden würde, wenn sie überhaupt den Plan lange vorher gefaßt haben sollten. Der Eingeborene ist sehr plötzlich in seinen Entschlüssen, und mir ist es heute noch sehr wahrscheinlich, daß der Aufstand durchaus nicht lange vorbereitet war, sondern den allermeisten Eivgeborenen selbst unerwartet kam. In wie hohem Maße unsere evangelischen Missionare das Vertrauen der Eingeborenen genessen, geht daraus hervor, daß von vornherein Befehle gegeben wurden, keinem evangelischen Missionar ein Leid zuzufügen. Die Missionare Kuhlmann und Eich haben wochenlang unter den Aufständischen leben müssen, ohne daß sie angetastet worden wären; letztere haben sie dann selbst bis in die Nähe von Ofahandja gebracht. Dört konnten beide Missonare der Regierung wertvolle Mitteilungen über die Pläne und Stellung der Eingeborenen machen: lönnen also mit dem Verlause der diaesjährigen Tagung des Handelstages wehl zufrieden sein, zumal auch sein entschiedenes Eintreten für die deutsche Kolovkalpolitik einen Umschwung zu Gunsten einer wirklich nationalen Wirtschaftspolitik anzuzeigen scheint. Der Einfluß des Kolonialdirektors Dernburg ließ sich deutlich spüren, und so zeigte sich auch hier wieder, daß ein Mann der Tat leicht alle veralteten Theorieen über den Hausen werfen kann. Die Kiantschon=Denkschrift, die dem Reichstage am Sonnabend zugegangen war, behandelt, wie schon erwähnt, die Entwickelung des Kiautschougebiets vom 1. Oktober 1905 bis 1. Oktober 1906. Die Einnahmen sind in dieser Zeit um 37 Proz. von 1001 170 Mk. auf 1870485 Mark gestiegen, der Wert des Tfingtauer Handels von 32,4 auf 33,4 Mill. Dollars, der Schiffsverkehr Tfingtaus hat um 56 000 Tons zugenommen. Die Schantungbahn floriert ausgezeichnet. Der Personenverkehr stieg von 780 228 auf 811 285 Personen, der Güterverkehr von 279740 auf 377649 Tonnen. Gesundheits= und Schulverhättnisse waren die denkbar besten. Im November d. I. kann die Kolonie auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Die Ausländerfrage auf den Hochschulen ist in Leipzig besonders brennend geworden. Die dortige Handelshochschule hat im Laufe der letzten Jehre allmählich einen exotischen Charakter angenommen und sich mehr und mehr zu einer Hochschule für Ausländer ausgebildet, die schon jetzt den größten Prozentsatz der Besucherzahl stellen. Um der Gefahr vorzubeugen, daß das deutsche Element noch mehr zurückgedrängt wird, sind jetzt, vor allem auf Betretben der deutschen Studierenden, verschärfte Aufnahmebedingungen eingeführt worden. 15. April. In hiesigen unterrichteten Kreisen erhält sich das Gerücht, daß die Zarenfamilie in der nächsten Zeit zum Besuche hier eintreffen wied. Politische Nachrichten. Aus dem beutschen Reiche. Berlin, 15. April. Der Kaiser reiste gestern um 11 Uhr 25 Min. abends nach Meppen ab, wo er heute Schießversuchen beiwohnt. Nachmittags 2½ Uhr erfolgte von dort die Abreise nach Bückeburg. Die Ueberfiedelung des Kronprinzenpaares in das Marmorpalais wird voraussichtlich morgen, Dienstag, erfolgen. Am kommenden Sonnabend ir fft der Kronprinz zu fünftägigem Aufenthalt bei dem Fürsten Solms=Baruth in Klitschdorf ein, um in den dortigen ausgedehnten Forsten zu jagen. Prinz Auguß Wilhelm besichtigte heute in Amsterdam das Reichsmuseum und besuchte dann die Königin Wilhelmina und den Prinzen Heinrich in Schloß Het Loo, wo er herzlich empfangen wurde und bis 5 Uhr nachmittags verweilte. Der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg sind mit dem Fürsten von Bulgarien bei der Haltestelle Brauia bei Sosia eingetreffen, und haben sich von dort mittels Automobils nach Sosia begeben. Das Pläsidium des Handelstages, schreibt die„Kreuz Ztz., hat den in voriger Woche von uns mitgeteilten Sleischteuerungsantrag gar nicht auf die Tagesordnung gebracht. Wir Aus dem Auslande. Wien, 1d. April. Der Kaiser ist heute früh in Begleitung des Ministerpräsidenten Fehrn. v. Pick, sowie der Minister Macak und Prade nach Prag abgereist und daselbst nachmittags unter dem Jubel der Bevölkerung eingetroffen. Rom, 15 Aptil. Der„Mfsaggero“ meldet aus Neapel: Der König und die Königin von England werden am 19. d. M. nach Neapel kommen, um dem Herzog und der Herzogin von Rosig einen Besuch abzustatten. Petersburg, 15 April. Der Konflikt zwischen Stolhpin und Golowin ist beigelegt. In der Reichsduma verlautet darüber, daß Sachverständige zur Abgabe von Gutachten, nicht aber zu den Beratungen in den Kommissionen zugelassen werden sollen. London, 15. April. Die Kolonial= konferen; wurde heute vormittag 11 Uhr eröffget. Premierminister Sir Campbell= Bannerman, der in der Eröffnungssitzung den Vorsitz führte, begrüßte die auswärtigen Vertreter und gab der Haffnung Ausdruck, daß die Beratungen zu nützlichen Ergebnissen fähren würden. Nich einer Erwiderung seitens der Kolonialvertreter beriet die Versammlung die Geschäftsordnung. Pittsburg, 15. April. Die Geschenke des Deutschen Kaisers an das Carnegie Institut bestehen, wie Staatsminister v. Möller ankündigte, in einem wertvollen W rie der Staatsökonomie aus dem Ministerium des Innern, Reproduktionen wertvoller Stahlstiche des 15 und 18. Jahrhanderts, Porträls des Kaisers und des Peirzen Heinrich, Washingtons, Roosevelts und Jiffersons, einer Sammlung alter persischer Gedichte und einer Sammlung militärischer Schriften, sowie wissen schaftlichen Werken. Auf die Mitteilung, daß Carnegie den Berliner Museen einen Abguß des im Carnegie Institut befindlichen Diplodecus(eines ungeheuren Sauriers) zum Geschenk gemacht habe, telegraphierte der Kaiser an General von Löwenfeld: „Bitte drücken Sie Herrn Carnegie meinen Dank für sein kostbares Geschenk aus, das ich mit Vergnügen empfange, wie auch für die mir durch seine Gabe bewiesene Aufmerk samkeit.“ Aus den Deutscher Reichstag. 29. Sitzung vom 15. April 1907. 1 Uhr. Der Reichktag beschäftigte sich am Montag mit der Fortsetzung der Beratung des Etats des Reichsamts des Innern. Abg. v. Dirksen(Rp) bemerkte, auch der neue Reichstag werde für eine gesunde Fortführung der Sozialpolitik eintreten, er„dürfe sich dabei aber nicht leiten lassen von mpolicen auf die Sozialdemokratie, die immer Wärge Jar... au=schlossm werden möge. werden, io gesaeigu Arbeitstag zugekanden eere(2 wurbe sie die Forderung auf Einführung des sechsstündigen erheben, wie diese Forderung ja auch bereits von der Sozialdemokratie auf einem internationalen Geverkschaftskongreß aufgestellt worden sei. Auch seine Partei sei bereit, an einem ernsten Arbeiterschutz mitzufestgestellt müsse auch werden, daß die litzten Jahre keineswegs ganz unfruchtbar gewesen seien. Gegen den Terrorismus der Sozialdemokratie und gegen den wirtschaftlichen Boykott, mit dem sie gegen ihre Gegner arbeite, müsse der Sast g, Sreien. Der Abeitonlüge mise ge. werden, das Recht auf Arbeit müsse heilig Der Staatssekretär müsse nicht nur ein Minister für die Sozialresorm, sondern auch ein Fratie being die Auswüchse der Sozialbeno. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärte, wenn zum Schutze Arbeitswilliger heute das Strafrecht versage, so läge es nicht daran, daß das Sttaftech. nicht genüge, sondern daran, daß es an Anklägern fehle, und weil letzten Eodes die Zeugen den Mut verlieren. Eine wirksame Abhilfe könnte nur eintreten, wenn alle Anständigen sich gegen Sammenschedt würde, zu„Euimenschlössen. Bei ver jetzt in Aussicht stehenden Reform des Strafrechts wurde jedoch die Sescr hin. Potthoff(sis. Vgg.) wandte sich gegen die Ausführungen des Abg. v. Dirksen und meinte, auch von der anderen Seite würde , Verhaltasse f serner über di. Vi.hallmig, der Privatbeamten und bemängelte die dem Hause hierüber vorgelegte Denkschrift. solutian Baah augut) erklärte sich für die Reseiulion Raus uuf schärfere Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, befürwortete eingehend eine des Vereins= und Versammlungsrechts, und wandte sich gegen die von Preußen geforderten Schiffahrtsabgaben. kopff ergänzte die Bemerluggen des Ministers und sah den Mangel der bishirigen Oeganisation in der Tatsache, daß nicht für die Ausbildung dir Mädchen bis zum 18. Jahre hinreichen) gesorgt war. Eine weitere Rede des Abg. Ramdohr (natl.) veranlaßte Geheimrat Köpke zu der Bitte, nicht von veralteten Gymnasialeinrichtungen und von modernen Riformschulen zu sprechen. Den Wünschen auf Schaffung von Reformschulen trete aber die Regierung nicht hindernd in den Weg. Abg. Eickhoff(ses. Bp.), der den Reformplan des Ministers gleichfalls begrüßte, forderte größeres Entgegengekommen hinsichtlich der Anrechnung der Hilfslehrerzeit sowie einer Milderung der Zwölfstundenklausel. Geheimrat Tillmann konnte erwidern, der Minister komme diesen Wünschen entgegen Abg. Dr. Arendt(skons) begründete einen Antrag, nach dem die Regierung auch mehr höhere Schulen in Reformschulen umwandeln soll. Abg v. Kessel(kons.) wandte sich gegen diesen Antrag in der Besürchtung, es solle wieder eine Säule der humanistischen Anstalten zerstört werden. Schließlich trat Vertagung auf Dienstag 11 Uhr ein. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 13. April.(Strafkammer.) 1. Der Maurer Georg J. zu Gadderbaum und der Agent B. von hier waren vom Schöffengericht wegen Hehlerei verurteilt worden und zwar I. zu 3 Monaten und B. zu 1 Monat Gefängnis. Gegen dieses Urtel hatten beide Berufung eingelegt. Die Strafkammer nahm bei I Hehlerei und Begünstigung und bei B. nur Begünstigung an, hob das erste Urteil auf und erkannte gegen J. auf 3 Monate und gegen B. auf 1 Monat Gefängnis.— 2. Am 8. Januar d. J. wurde in der Nähe des Bahnhofs Jöllenbeck und zwar auf öffentlicher Straße der Gutsbesitzer Miyer zu Jöllenbeck ohne alle Veranlassung von zwei jungen Burschen— den Fabrikarbeitern W. G. und H. G. von Jöllenbeck— überfallen und in ganz brutaler Weise mißhandelt. Der Gerichtshof hielt für diesen Fall eine strenge Strafe für angemissen und verurteilte den W. G zu 8 Monaten und den einmal wegen Körperverletzung vorbestraften H. G. zu 9 Monaten Gefängnis. Außerdem wurden sie verurteilt an den Verletzten eine Buße von 50 Mark zu zahlen.— 3. Der Haus knecht F. H. von hier, erhielt wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung einschließlich einer zu verbüßenden Strafe eine Gesamtstrafe von vier Monaten Gesängnis.— 4. Die Ehefrau u. C. Abgeordnetenhau s. 43. Sitzung vom 15. April. Im Abgeordnetenhause führte am Montag bei Fortsetzung der zweiten Lesung des Kultusetats die Beratung des Kapitels höhere Lehranstalten zu lebhaften und fesselnden Erörterungen. Erster Redner war Kultusminister Dr. v. Studt, der sich über die bevorstehende Reform des höheren Mädchenschulwesens verbreitete. Der Reformplan biete 1. die zehnklassige bezw. neunklassige höhere Mädchenschule mit weiterer Ausgestaltung nach der Seite des grammatikalischen, naturw'ssenschaftlichen und mathematischen Unterrichts, 2. als Aufbau ein Lyceum mit der doppelten Aufgabe a) Frauenschulen mit dem Ziel der Pädazogik: Haushaltung, Gesundheitspflige und Wohl. fahrtspflege; b) Vorbildung als Seminar für den höheren Lehrerinnenberuf. Dieses Reformprogramm fand im Hause dankbare Aufnahme. Abg. Dr. v. Heydebrand (kons) betonte, hier handle es sich nicht um Parteifragen, sondern um Fragen dis reinen Menschentums. Man müsse den Frauen die Mittel geben, die heute das Frauenleben erfordere. Abg. (Ztr.) bat, auch künftig die Erziehung der Mädchen zu Frauen und Müttern in erster Linie zu pfligen. Ministerialdirektor Schwartz= von Bochum erhielt wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis. — 5. Der Pächter F. S. von Spexard war von der Strafkammer wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung zu 5 Monaten und 1 Woche Gefängnis verurteilt worden. Das Reichsgericht hatte nur bezüglich der Bedrohung, wofür zwei Wochen Gefängnis ausgeworfen waren, das erste Urteil aufgehoben und an die Vorinstanz zurück verwiesen. Es blieb jedoch auch heute bei dem ersten Urteil. Bielefeld, 15. April.(Schwurgericht.) Vorsitzender: Herr Oberlandesgerichtsrat Richter von Hamm. Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr Erster Staatsanwalt Geheimer I stizrat von Hagen. Als Verteidiger fungierte Herr Richtsanwalt Dingerdissen. Vor der Verhandlung fand Begxüßung der Herren Geschworen statt. mu der Bildung der Geschworenenbank begann die Virhandlung gegen den Kolon Johann Rohde von Linteln. Zu der Verhandlung waren vier Zeugen geladen. Der Angeklagte ist am 22. September 1840 zu Linteln im Kreise Wiedenbrück geboren und noch nicht vorbestraft. Er war angeklagt, im November 1906 ein Benachrichtigungs schreiben des Grundbuches zu Wiedenbrück, eine inländische öffentliche Urkunde gefälscht, davon zum Zwecke der Täuschung Gebruuch gemacht zu haben und zwar in der Absicht, sich einen rechtt widrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Angeklagte, welcher infolge der drei letzten Feldzüge stark mit Rheumatismus behaftet ist, wollte um eine Unterstützung einkommen. Zur Begründung seiner Dürftigkeit mußte er seine Schulden nachweisen. Nichts war einfacher als dieses. Er besaß ein Grundbuchbenachrichtigungsschreiben, auf dem die auf seinem Kolonate ruhenden Schuldenlasten verzeichnet waren. Der eine Posten machte 1450 Mark. An diesen Posten machte sich der Alte heran und in kurzer Zeit war diese Summe in Zffern und auch in Buchstaben um 1000 Mark erhöht worden. Mit diesem gefälschten Schreiben begab er sich auf das Amt in Wiedenbrück und brachte hier sein Aoliegen vor Doch die Fälschung wurde entdickt und dem Bittsteller der Prozeß gemacht. Er wurde dann auch heute unter Zubilligung mildernder Umstände für schuldig gefunden und zu 3 Monatin G.fängnis verurteilt. und Bielefeld 16 April. (Jahresfest) Am kommnden Sonztag, den 21. Aptil, feiert der Christl. Verein junger Männer, Papmmarkt 2, sein dies jähriges Jahresfest. Der Festgettesdierst findet vormittags 10 Uhr in der Neustädter Kirche statt. Die Festpredigt hat Herr Pastor Witteborg aus Barmen übernommen. Nachmittags 3½ Uhr findet die eigentliche Festversammlung statt, die auch in diesem Jahre nue für Männer und junge Leute bestimmt ist. Festihema:„Die Bedeutung des Wortes Gottes in dem Leben des jungen Mannek. Reserent Herr Pastor Aschoff Barmen. Für den Abend, 8½ Uhr, ist ein allgemeiner Familienabend im Programm vorgesehen, zu dem besonders die Angehörigen der Mitglieder des Festseiernden Vereins, sowie alle Freunde und Bekannte freundlichst ein geliden sind. Unter anderem wird Herr Sekcetär Niehaus am Abend aus der Arbeit berichten. (Munch=Ausstellung.) Am Donnerstag, den 18. April, wird in Fischers Salon die erste Munch=Ausstellung geschlossen. Mittwoch wird dieselbe ausnahmsweise für Jedermann unentgeltlich geöffaet. (Die Einfuhr von lebenden Wiederkäuern und Schweinen) aus Belgien und den Niederlanden nach Preußen ist wegen Seuchengefahr von dem Landwirtschaftsminister verboten. Ebenso ist die Einfuhr von Milch und Rahm, von frischen und frisch gesalzenen Häuten und Fellen, von feischen Hörnern und Klauen der Wiederkäuer, von frischen Klauen der Schweine, von tierischem Dünger sowie von unbearbeiteter oder keiner Fabrikwäsche unterworfener Wolle, von ebensolchen Haaren und Borsten aus Belgien und den Niederlanden verboten. Die Einfuhr überseeischer roher Wolle, die die vorgenannten Läader nur im Wege des unmittelbaren Durchgangsverkehrs berührs, bleibt gestattet. (Vortrag.) Wir machen alle diejenigen, welche sich für die Rettung der Jugend speziell der weiblichen Jugend interessieren, auf den Vortrag aufmerksam, welchen heute abend Pastor Siebold aus Bethel im Vereinshause an der Altstädter Kirche halten wird; derselbe wird besonders ein in der Provinz Westfalen neu eingerichtetes Rettungswerk behandeln. (Gegen den überflüssigen Wechsel von Schulbüchern) wendet sich eine Berfügung des preußischen Unterrichtsministers. Besonders Bäter und Mütter kinderreicher Familien werden ihm Dank dafür wissen. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Während heute Dienstag„Die Fledermaus“ mit dem neuengagierten Operettentenor, Herrn Richard Linz als„Eisenstein“ gegeben wird, gelangt morgen Mittwoch das Zuzstück der Saison„Die lustige Witwe“ bereits zum sechsten Male zur Aufführung. Wie überall, so hat auch hier die milo vienreiche gefällige Operette eine ganz bedeutende Zugkraft ausgeübt. Die bis jetzt stattgefundenen 5 Aufführungen der„Lustigen Witwe“ wurden von 3470 Personen besucht, gewiß eine staltliche Anzahl, die wohl in keiner voran gegangenen Opernnachsaison von einem andern Stücke erreicht wurde. (Stadttheater.)„Don Juan.“ Groß: Oper in 4 Akten von W A. Mozart. Mih: al: hundert Jahre siad vorübergeslu t, aber„Don Juan" und„Figaro“ konnten die Fiuten nicht mit fortreißen. Wie ungeheure Graaitblöcke liegen sie in der Brandung der Menschheitsgeschichte. So graufig auch das Schicksal den Böstwicht Don Inan ereilt, so wirkt doch der verklärende Schimmer des heiteren persönlichen Naturells Mozacts wohltuend und erlösend. Die Darsteller bemühten sich offensichtlich, dieses tieferen, zum Verständnis des Mozartstils durchaus wichtigen Subjektivismus gerecht zu werden. H.r: Julius Kiefer gab einen prächtigen Don Juaa, der sich allerorten wohl sehen lassen mag. Die Damen Fel. Rausch und Schelper als Donna Anna und Donna Eloica, Frl Rechnitz als Zerline, sowie die Herren Wirner, Hein, Laaß und nicht zuletzt Heur Walther Schäffer(ein famoser Leporello) seien nur kurz erwähnt als vortreffliche Darsteller der verschiedenen Rollen. Die Leitung lag auf der Bühne in den Händen des Herrn Laaß(hier haperte es einigemal) und im Orchester in denen des Herrn die eiwas scmsreig, dessen sichere Leitung auch meicherte. Ensamble= und Chorsätze m(Ueberfahren und getötet) durch die Eisenbahn. Am 15. d. Mts., nachmittags 6 30 Uhr wurde der Eisendreher Gustav Strathmann aus Sieker von dem Eisenbahnzuge auf der Strecke Lage=Bielefeld überfahren und getötet. Veranlassung des Unfalls ist unbekannt. m(Fahrraddiebstahl) Dem Maler Bielsteinstraße Nr. 24, wurde am 15. April 1907, vormittags ein vor dem hiefigen Rathause aufgestelltes Fahrrad„Marke Westfalenrad“ Nr. 46 460, Wert 100 Mk. entwendet. m(Zugelaufen) und im Lutherstift untergebracht ist ein kleiner Knabe im Alter .—.45 Jchren. Anzug: grane Bluse, dunte Hose, schwarze Strümpfe und Hausschuhe. Rufnahme: Karlchen. m(Gesunden)1 silbernes Kettenarmband. m(Zugeflogen) 1 Kanarievogel. m(Verloren) 1 grünes Damenportemonnate mit Inhalt, 1 braunes Herrenportemonnaie mit Inhalt, 1 rotledernes Damenportemonnaie mit Inhalt, 1 silberne Herrenuhr, 1 Herrenregenschirm, 1 silberne Dimenuhr, 1 Korallenbrosche, 1 Paket mit Kleidungsstücke. Erzählung von Heinrich Smidt. 111(Nachdruck verboten.) Plötzlich stand der Student still. Zwischen dem Deich und dem nächsten Acker befand sich eine weite Wasserflöche, die im Sonnenlichte leuchtete, das glitzernd darüber hinflog. „Das ist eine Brake!" rief er aus. „Das heitere Nachspiel einer schauerlichen Teagödie! Die erste in meinem Leben, die ich sehe! Die muß ich ganz in der Nähe beschauen!“ Er betrat einen Fußpfad, der schräg abwärts führte, und stand bald darauf am Rand eines Beckens, das mit klarem Wesser gesüllt war. Die„Augen der Marsch“ nennt ein Dichter diese Braken, die nichts sind, als die Ueberreste eines Deichbruchs. Die Zeit hat sie zu kleinen Binnenseen um geformt. An den Ufern wächst dichtes Rohr; rote und weiße Wasserblumen tauchen aus der Tiefe und wiegen sich auf der klaren Welle. In dem Schilfe nistet das Wasserhuhn, und muntere Fischlein tauchen auf und unter. Bunte Schmetterlinge schwirren mit den Käfern um die Wette und ruhen auf den Zveigen der Weide, die sich melancholisch dem Spiegel des Sees zuneigt. „Wie herrlich das ist!“ rief der junge Mann unwillkürlich aus.„Das ist ein Anblick, den ich so bald nicht vergessen werde! Wie freue ich mich, daß ich meinen Entschluß ausführte und hierher kam, bevor ich nach Göttingen ging! Nun habe ich noch einmal das Meer gesehen und die Elde und dieses Stillleben, inmitten der reichsten, üppigsten Fülle! Ih werde es nicht vergessen, aber ich kann nicht von dieser Stätte scheiden, ohne ein sichtbares Andenken mitzunehmen!“ Er trat an die nächste Weide, brach einen Zveig ab, indem er mit feierlicher Stimme sagte:„Diese wenigen Blätter wirst du mir göanen, mich damit zu schmücken. Ich w.ll sie treu bewahren und deiner dabei gedenken, wenn ich weit von hier im Binnealande weile!“ Kum aber hielt er den Zweig in der Hand und steckte ihn an die Mütz, als die Kjaben, die ihn nachschlichen, ein gellegdes Geschrei erhoben und ihn von allen Seiten einschlossen. Ueberrascht schaute er sie an und rief unwillig:„Seid ihr von Sinnen? Aus den Kreise Herford. r. Herford, 15. April.(Christlichoziale Versammlung.)[Schluß] Zum zweiten Punkt der Tagesordnung:„Was dat die christlich=soziale Pirtei nach dem Ausfall der letzten Wahlen zu tun?“ erhält Herr Gewerkschaftssekretär Wallbaum das Wort. Redner ist überzeugt, daß die christl.= oziale Partei keine einseitige Partei sei, auf ihren Behrens, der aus den Kreisen der Arbeiter hervorgegangen sei, könne sie stolz seig. Die sozialdemokratischen Reichstagsmandate seien zwar auf 40 heruntergegangen, aber die Partei sei damit noch nicht überwunden. Jeder müsse stets auf dem Posten sein, damit sie später nicht wieder verstärkt in den Reichstag einziehe. Die Christlich=Soz. hätten alle Ursache, mit dem Ausfall der Wahl sehr zufrieden zu sein, sei doch auch Stöcker gleich im ersten Wahlgang wiedergewählt worden und der Stimmenzuwachs in Herford=Halle ansehnlich. Jetzt müßten in allen Gemeinden Ortsgruppen gegründet werden, deren Aufgaben recht vielseitig seien. Der Wihlkampf habe hier gezeigt, wie notwendig eine gute Presse ist. Die liberale und freifianige Presse werde mit jüdischem Geld unterstätzt. Das internationale Judentum haßt Redner ebenso sehr wie die internationale Sozialdemokratie. In der Diskussion tritt zunächst Herr Meuckhoff vom Freisian auf, der versichert, die Ziele der Christl=Soz. würdigen gelernt zu haben, siher bessere Lohnbedingungen müsse von Verband zu Verband verhandelt werden. Redner wendet sich dann gegen die Konservativen. Ja der Tabaksteuerfrage sei es Meier nicht gelungen, die Konservativen auf seine Seite herüberzubringen, er habe isoliert gestanden(sic!) Redner vertritt den freihändlerischen Standpunkt und erklärt, die Christl=Sozialen gehöcten auf die linke Was tobt und lärmt ihr?— Geht aus dem Wege!“ „Ge hat den Baum beschädigt!“ Er hat den Baum beschädigt!“ rief einer der Burschen. „Ee muß zum Deichgrafen!" rief ein anderer.„Der Deichgraf wird über ihn sprechen!“ „Ja das Dorf hinein! Jn das Dorf!“ schrieen die übrigen.„Hingt euch an ihn, daß er nicht wegläuft! Ee soll es büßen, daß er die Bäume plündert, die den Deich beschi men sollen!“ Die Knaben hatten ihn so dicht einzeschlossen, daß er nicht im stande war, sich hrer zu erwehren. Halb unwillig, halb lichind gab er dem Drängen nach und wandte sich dem Dorfe zu, woselbst er ohnehin eine kurze Rat halten wollte. „Ih will voraufgehen!“ sagte einer der Kaaden.„Allen Luten will ich es sagen, die mir entgegenkommen, und vor all:n dem Kirchspielsboten mit dem geoßen Stock und der Fingschnur um den Leib. Der soll den Kerl wohl halten, der uns armen Junzen keinen Pfennig göant und obenein die Bäume am Weze beschädigt!“ „Ji j:!“ schrieen die andern dem Forteilenden nach.„Hole den Kirchspielsboten. Bs dieser kommt halten wir ihn fest, und er soll uns nicht entkommen!“ Der Student hatte noch einen vergeblichen Versuch gemacht, sich der Gewalt der Knaben zu entziehen, und schritt nun langsam weiter dem Dorfe zu. Es kam eine plötzliche Aogst über ihn, er wußte nicht woher. Eine schwere Last bedrücke seine Beust, und sein Hirz begann bang zu schlagen. Einer der Knaben war merklich hinter den anderen zurück zeblieben. Es war jeger, der dem jungen Winderer die Hand hinhielt und statt eines Pfennigs einen leichten Schlag auf diese bekam. Eia rachsüchtiger Sio wohnte in diesem Knaben und, höhnisch dem Fortschreitenden nachschzuend, sagte er: „Ge wollte die Hand nicht austun; und soll er sie ganz und gar hergeden. Aber für die pazr Blätter, die er mitgenommen hat, tun sie ihm nichts. Es muß ein anderes Ansehen haben mit dem Baume, sonst hat es keinen Schick!“ Mit diesen Worten eilte der Kaabe zurück nach der Stelle, vo an der stillin Beake die Weide stand. Ge riß von ihr alle Zweige ab, die er irgend ereeichen konate, und streute sie auf den Boden. (Fortsetzung folgt.) Seite. Die K#### Zillerhöung Verte: usw. Abg. Behr Menkhoff von seinen Beckhoff(kons.) Behrens Hand in vativen gehen woll mußten dem Volk Menkhoff nimmt und Herr Behre längerer Rede. Ban der Versammlus täuschung hervor, da nicht zur Besprechun 8 Uhr wurde die § Hersord, 1 Briefkasten.) Ar meisters Meyer, R. 655(Ecke des Olti Weststraß), ist ein worden. # Herford, 16. gesangverein) nachmittags 4 Uhr Generalversammlung Erscheinen der pa wünscht ist. § Herford, 16. gemeinde) wählte müller zum 1. Turn Herford, 15. Apr markte) kosteten M 115—125 Pfg., Eie 25 Pfg., Schwarzu Rosenkohl 20 Pfg., Pfg., Zwiebeln 6—8 Kartoffeln 3—4 Pfg Pfg., Aepfel 15—2 Pfg., 1 Stück Ap Zitronen 7 Pfg., S Meerreitig 20—25 Pfg., 1 Kopf Salat kohl 20—50 Pfg., Weißkohl 10—25 Stück 10 Pfg., 1 8 4 Mark. k. Herford, 15. Am 10. und 11. D Hamm die 29. orden Westfälischen StädtetTagesordnung stehe Geschäftsbericht des 2 legung, Privatindustr Unternehmer von Wass und Straßenbahnen. Stellungnahme zu den 5 Vorschriften betreffend Betrieb und die Uel Starkstromanlagen, E Gärten, die Zentralste in Berlin und ihre p# die Wohlfahrtspflege Wertzuwachssteuer, die neuzeitlicher Anforder: Wahl des Ortes### Städtetag. An den außer den stimmberech Städte nur Mitglieder teilnehmen. ∆ Herford, 16. und Instellateur bandstag des Verbau stellateure, Klempner u Bezirks Minden= Rave April in Lage statt. * Herford, 16. frechheit.) Unter# wir schon vor einigen aus Jägerkreisen per kommen wir eine dritt zeigt, zu welchen St. Gesillen bei Frost, fähig sind. Mitten au Schnee lag ein schwar einem Knochen knadbe der Krone einer alten welche den Hund berei beobachtete. Mit schnel nun die Schwarze in Der Pudel hielt nun den Psoten und knurrt die Krähe kam dem bis dem Köter der G er nach ihr einen v#i# vollführte. Die Schwe früheren luftigen Sitz lange einen Mordsspek ihrer Sippe sich zu ihr das Interessante dabei. bereits schon einmal mit schaft machte, war die Hund von vorn angriff schwester sich ungefähr dem Pudel niederließ. wie vorher der ihn r# jagte und den Knochen ließ, benutzte die ande auf welche sie auch zu mopste den Knochen. tte sie sich in eine Kopfn Puvel umkreifte den Be wie besessen. en. H.er Julius n Jnaa, der sich tag. Die Damen Donna Auna und Zerline, sowie die nicht zuletzt Heur eporello) seien nur arsteller der verlag auf der Bühne (hier haperte es denen des Herrn ere Leitung auch = und Chorsätze getötet) durch Mts., nacher Eisendreher leker von dem Lage=Bielefeld ranlassung des Moler wurde am 15. or dem hiefigen rrad„Marke Bert 100 Mk., im Lutherstift nabe im Alter graue Bluse, sse und HausLeitenarnbend. trievogel. Damenporteunes Herren1 rotledernes lt, 1 silberne m. 1 silberne 1 Paket mit ford. (ChristlichSchluß] Zum jung:„Was ei nach dem tun?" erhält Ilbaum das aß die christl.= Partei sei, den Kreisen ei, könne sie schen Reichs40 herunterdamit noch se stets auf später nicht stag einziehe. sache, mit dem n zu sein, sei en Wahlgang r Stimmeniulich. Jetzt Oetsgruppen gaben recht if habe hier te Presse ist. Presse werde Das interdner ebenso aldemokratie. serr Meucksert, die Ziele it zu haben, müsse von elt werden. die Konserrage sei es konservativen en, er habe vertritt den erklärt, die die link. u fest, und vergeblichen der Knaben. asam weiter itzliche Rogst der. Eine , und sein klich hinter war jener, und hinhielt en leichten rach süchtiger nd, höhnisch ), sagte er: 1; und soll Aber für ommen hat, in anderes sonst hat gabs zurück Beake die alle Zweige nate, und ig folgt.) Seite. Die Kouser####inn selen süc jed: Zollerhö#ung Vertentun; der Lebenttel uww. Abg. Behrens wedrriegt Herra Menkhoff von seinem Staatponkt aus. Hur Beckhoff(kons.) freut sich, daß Herr Behrens Hand in Hand mit den Konservativen gehen wolle, die idealen Güter mußten dem Volk erhalten werden. Herr Menkhoff nimmt noch einmal das Wort und Herr Behrens antwortet ihm in längerer Rede. Bei manchen Teilnehmern an der Versammlung rief es eine Enttäuschung hervor, daß die Depeschengeschichte nicht zur Besprechung gekommen ist. Nach 8 Uhr wurde die Versammlung geschlossen. 8 Hersord, 16. April.(Neuer Briefkasten.) An dem Hause des Bäckermeisters Meyer, Radewiger Feldmark Nr. 655(Ecke des Oltinghauserweges und der Weststraß:), ist ein Brieskasten angebracht worden. Herford, 16. April.(Der Lehrer gesangverein) hält morgen, Mittwoch, nachmittags 4 Uhr im Hotel Görges eine Generalversammlung ab, wozn auch das Erscheinen der passiven Mitglieder erwünscht ist. § Herford, 16. Aptil.(Die Turngemeinde) wählte Herrn Heinrich Obermüller zum 1. Turnwart. Herford, 15. April.(Aufdem Wochen markte) kosteten Montag: 1 Pfd. Butter 115—125 Pfg., Eier 50—55 Pfg., Spinat 25 Pfg., Schwarzwurzeln 25—30 Pfg, Rosenkohl 20 Pfg., Sprossenkohl 10—15 Pfg., Zwiebeln 6—8 Pfg., Wurzeln 5 Pfg., Kartoffeln 3—4 Pfg., junge Kartoffeln 25 Pfg., Aepfel 15—25 Pfg., Rhabarber 20 Pfg., 1 Stück Apselsinen 4—10 Pfg., Zitronen 7 Pfg., Steckrüben 5—10 Pfg., Meerreitig 20—25 Pfg., Sellerie 10—25 Pfg., 1 Kopf Salat 10—15 Pfg., Blumen kohl 20—50 Pfg., Rotkohl 15—30 Pfg., Weißkohl 10—25 Pfg., Braunkohl 6—7 Stück 10 Pfg., 1 Zentner Kartoffeln 3 bis 4 Mark. k. Herford, 15. April.(Städtetag.) Am 10. und 11. Mai d. Is. findet in Hamm die 29. ordentliche Versammlung des Westfälischen Städtetages statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Geschäftsbericht des Vorstandes, Rechnungslegung, Privatindustrie und Gemeinde als Unternehmer von Wasser, Licht., Kraftwerken und Straßenbahnen. Hieran anschließend: Stellungnahme zu den beabsichtigtenpolizeilichen Vorschriften betreffend die Einrichtung, den Betrieb und die Ueberwachung elektrischer Starkstromanlagen, Städtische Anlagen und Gärten, die Zentralstelle für Volkswohlfahrt in Berlin und ihre praktische Bedeutung für die Wohlfahrtspflege der Gemeinden, die Wertzuwachssteuer, die Volksschule im Lichte neuzeitlicher Anforderungen, Vorstandswahl, Wahl des Ortes für den nächstjährigen Städtetag. An den Verhandlungen können außer den stimmberechtigten Vertretern der Städte nur Mitglieder der städtischen Kollegien teilnehmen. ∆ Herford, 16. April.(Klempner und Instellateure) Der nächste Verbandstag des Verbandes selbständiger Instellateure, Klempner und Kupferschmiede des Bezirks Minden=Ravensberg findet am 28. April in Lage statt. e Herford, 16. April.(Krähenfrechheit.) Unter dieser Ueberschrift haben wir schon vor einigen Wochen 2 Zuschriften aus Jägerkreisen veröffintlicht, heute bekommen wir eine dritte Bestätigung, welche zeigt, zu welchen Streichen die schwarzen Gesillen bei Frost, Schnee und Hunger fähig sind. Mitten auf der Dorfstraße im Schnee lag ein schwarzer Pudel, welcher an einem Knochen knadberte. Seitwärts, in der Krone einer alten Linde, saß eine Krähe, welche den Hund bereits eine ganze Weile beobachtete. Mit schnellem Flügelschlag war nun die Schwarze in der Nähe des Handes. Der Pudel hielt nun den Knochen zwischen den Pfoten und knurrte die Krähe an. Doch die Krähe kam dem Hunde immer näher, bis dem Köter der Geouldsfaden riß und enege, ihr einen vergeblichen Risensatz voufuhrte. Die Schwarze nahm nun ihren früheren luftigen Sitz ein und machte so lange einen Mordsspektakel, bis noch eine ##er Sippe sich zu ihr gesellte. Ran kommt Interessante dabei. Dieselbe Krähe die bereits schon einmal mit dem Hunde Bekanntschaft machte, war diejenige, welch den Hund von vorn angriff während ihre Mit schwester sich ungefähr 20 Schritt hinter dem Pudel niederließ. Während der Hund wie vorher der ihn reizenden Krähe nach jagte und den Knochen einen Moment liegen ließ, benutzte die andere diese Gelegenheit, geiggiche sie auch zu lanern schien und sette ge Knochen. Mit ihrem Ranbe S# sich in eine Kopswide. Der betrogene Puvel umkreiste den Baum und gab Laut wie besessen. Kreisen Minden und Lübdece Minden, 16. Av tl.(Besellschaft für Kunst und Wissenschaft.) A.kommenden Sonntag, ven 21. h. M., uben##s 8 Uhr hält der Direktor des Kunstgewerbemuseums in Düsseldorf, Herr Frauberger, im Kolosseum einen Lichtbildervortrag über „ägyptische Ausgrabungen im Interesse des Kunstgewerdes". Karten im Vorverkauf bei Herrn Buchhändler Bleek: Numerierter Platz 1 Mk., nichtnumerierter Platz 50 Pfg., Galerieplatz 30 Pfg. An der Abendkasse: Numerierter Platz 1.50 Mk., nichtnumerierter Saalplatz 75 Pfg., Galerieplatz 40 Pfg. Minden, 16. April.(Ergänzungs= geschworene.) Da verschiedene Herren von dem Geschworenenamte in Bielefeld dispensiert sind, sind an ihrer Stelle Ergänzungsgeschworene ausgelost, u. a. die Herren Kaufmann J. Bachmann=Minden und Kolon Wilhelm Bohnenkamp in Stockhausen, Amt Pr. Oldendorf. Rahden, 12. April.(Reise auf Umwegen.) Folgendes nette Reisegeschichtchen erzählt das„R. W.“: Schnaubend und rasselnd war der Personenzug 8.17 Uhr vormittags in den Bahnhof eingelaufen. Reisende steigen aus, neugierige Gesichter zeigen sich an den Fenstern der einzelnen Abteile.„Rahden, 10 Minuten Aufenthalt!“ ruft der diensttuende Schaffaer. „Wat, Rogen?“ tönt da aus dem Fenster eines 4. Klassewagens eine höchstverwunderte Stimme.„Jawohl, Station Rahden," versichert ein Beamter dem verdutzt zum Stationsgebäude schauenden Mann. Es war wirklich Rahden und dieser macht seiner Ueberraschung Luft:„Nu bin ik oll seewen Stunne ünnerwegs, heb'ne Doaler verföhrt un bin noa ers in Rogen!“ Auf eine Frage des Beamten erklärt dann der Mann, ein Ziegeleiarbeiter, daß er von Lavelsloh sei und von dort sich nach der 14 Kilometer entfernten Station Hille begeben habe, um mit der Kleinbahn nach Minden zu kommen. Dort habe er sich ein Billet nach Geestemünde gelöst, wohin er fahren mußte über Löhne=Bünde= RahdenBassum. Nun konnte der Beamte den Schreck des Mannes verstehen; denn Rahden und Lavelsloh sind nur 11 Kilometer von einander entfernt. Aus den Kreise Hale. Halle, 14. April.(Ins Kloster.) Die jüngste Tochter des Grafen von Korff=Schmiesing auf Schloß Tatenhausen, Komtesse Therese, hat nach der„B. V.=Ztg.“ den Schleier genommen und ist in das Kloster der Klemensschwestern zu Münster eingetreten. Aus den Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Bochum, 16. April.(Ein Straßenbahnwagen überfallen.) Auf der Straßenbahnstrecke Bochum=Herne wurden gestern abend die beiden letzten nach Herne fahrenden Straßenbahnwagen von Raufbolden überfallen und mit Ziegelsteinen demoliert. Ein Kontrolleur wurde durch Messerstiche, ein Schaffner durch Steinwürfe schwer verwundet. Die Fahrgäste blieben unverletzt. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Bückeburg, 15. April.(Zur Feier der fürstlichen Silberhochzeit) treffen außer Sr. Moj=stät dem Kaiser Mitglieder der beiden fürstlichen Familien und hohe Berwandte, sowie Abgesandte verschiedener fürstlicher Höfe ein. Am Sonnabend bezw. Sonntag trafen bereits ein Pinz Friedrich und Prinzessin Alexandra, einzessin Moximilian, Prinz und Prinzessin albrecht, Prinz und Privzessin Adolf und die Kinder des Fürstenpaars; am 15 April treffen Prinz und Peinzessin Ernst von Sachsen=Altenvurg in Bückeburg ein. Aus dem Programm zur Feier der Silberhochzeit teilen wir folgende Einzelheiten mit: Am Montag, den findet nachmittags 6 Uhr Diner im Festsaale statt. Abends 8 Uhr werden die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften der Einladung des Manstrats der Residenzstadt Bückeburg zu einer Theater= und Musikaufführung im Stadttheater Folge geben; abends 9½ Uhr findet ein Fackelzug der vereinten Bürgerschaft statt. Am Dienstag, den 16. Apeil, wird morgens 8½ Uhr ein Chorasl von der Galerie der Hauptkliche geblasen; um 9 Uhr werden Kanonenschüsse auf dem Weinberge abgifeuert. Um 10 Uhr erfolgt der Empfang der Damen und der Herren des Hofes zur Gratulation, worauf um 11 Uhr Gottesdienst in der Hauptkirche folgt. Nach dessen Beendigung werden Se. Hochfürstl. Durchlaucht der Fürst und Ihre Hohheit die Fürstin, die Mitglieder der Immediatbehörden, Aogesandte fremde Höfe u. a. empfangen Mittags 1 Uhr ist Frühstück, nach mittags 2½ Uhr der Festzug der Landbevölkerung des Fürstentums vor dem Residenz schlosse. Um 6 Uhr nachmittags findet Diner im großen Saale statt, dem sich um 9 Uhr Hof konzert anschließt. Eine gestistete Gedächtnis medaille zeigt auf der Vorderseite das bildnis des furstlichen Jubelpaares und auf der Rückseite das entsprechende Ehedoppelwappen. Bückeburg, 15. Apeil.(Die Fest lichkeiten zur silbernen Hochzeit) des Fürstenpaares verk efen heute prozr immmaßin. G genm ttag wur die Ausschnückung dr Stadt vollen#et, so daß min bei einem Rurdzung: tuech die Straßen einen Ueberdück####### bie fatbenprächtigen Dekocation gewinnen konnte. Am reichsten ist diese auf den zum fürstlichen Schlosse führenden Straßen ausgefallen, aber auch die Nebenstraßen des Octes weisen manchen sinnoellen und anziehenden Schmuck auf. Uebrrall Laub= und Blumengewinde, silberglänzende Lorbeerkränze um den Bildnissen des Fü stenpaares, Fahnen in den Reichs= und Landesfarben, die Wappen des fürstlichen Baares und Büsten des Fürsten und der Furstin. Auch originelle Dekorationen der Schaufenster fehlen nicht. Um 5 Uhr 40 Minuten teaf der kaiserliche Sonderzug auf dem festlich geschmückten Bahnhof ein. Zur Begrüßung des Kaisers waren der regierende First, die Peinzen des fürstlichen Hauses, der Bürgermeister der Residenzstadt Bückeburg und Herren vom fürstlichen Hofe erschienen. Vor dem Bahnhof und auf der zum Schloff: führenden Straße hatte sich eine nach Tausenden zählende Menge eingefunden, die den Kaiser und den Fürsten auf der Fahrt zum Schlosse, die im vierspännigen Gala wagen mit Spitzenreitern voraus zurück zelegt wurde, begeisteet begrüßte. Der Kaiser, der überaus frisch aussah, dankte une#mädlich für die jubelnden Zuruse, ebenso der Fürst. In Schlosse empfing die regierende Fürstin ihren hohen Gast. Sofort nach der Ankunft des Kaisers fand im großen Festsaale des Schlosses Diner statt, nach d ssin Beendigung di: Mitglieder der fürflchen Familie, der Kaiser und die übrigen Gäste des Fürstenpaares einer Einladung des Magistrats der Residenzstadt Bück=burg zum Festakt im Stadttheater Folge gaben. Nach Schluß des Festaktes fand ein Fackelzug von 1200 Fackeln der Bücger und Vereine aus Bückeburg und Stadthagen ror dem Residenzschlosse statt, das eberso wie das Rathaus im Lichlerglanz prangte. Rinteln, 13. April.(Die Einweihung) der neuen Kgl. Präparandenanstalt erfolgte heute vormittag 10 Uhr unter Anwesenheit des Provinzialschulrats Otto aus Kassel, der Spitzen der Behörden, sowie vieler Gäste. Moers, 15. April.(Die erstickten Kinder.) Nun sind die Eltern der beiden in der Kiste tot aufgefundenen Kinder, das Ehepaar Ilgner, aus der Untersuchungs haft entlassen worden, da sowohl die staatsanwaltschaftliche Untersuchung wie die gerichtsärztliche Obduktion ergeben haben, daß der Verdacht des Mordes gegen die Eltern sich nicht aufrecht erhalten läßt. Die traurige Affäre läuft sonach darauf hinaus, diß die beiden Kaaben von selbst in den Koffer stiegen und darin erstickten. Der Stier und der Wolf. Eine Fabel. Zum Stiere kam der Wolf und sprach: „Bruder, wir leben, es ist eine Schmach, Im Zustande dauernder Kriegesrüstung. Ich schlage dir vor, den Streit zu schlichten. Ich entwöhne mich jeder Fleischesgelüstung, Du sollst auf deine Hörner verzichten.“ „Gut,“ sprach der Stier,„ich gebe sie hin. Doch erst laß du dir die Zähne ziehn!“ göktine Zähne, Freund? Du hast vergessen: Meine Zahne— die brauche ich zum Fressen!“ Nach kurzem Bedenken der Bulle spricht: „Ne, so ein Ochse bin ich nicht!“ „Pfui!“ rief der Wolf.„Du bist ein schwerer Verbrecher, Raufbold und Friedenstörer.“ Just so verläuft im neuen Lenz Die zweite Friedenskonferenz. Sotticbh im Tag:. Sinlen ggebtacht. Dir auf dem Fahrzeuz nudtiche Zollbootsmann, der Maschinist und der Zollamtsausseher ertranken. Bremen, 15. April. Du Werftarbeiter nahmen heute die Arbeit wieder auf, nur beim Bremer Bulkan erschienen sie nicht vollzählig. — Auch die Schneider arbeiten heute wieder. Hamburg, 15. Axvil. Die Apparate der hiesigen Erkbebenstatton haben gestern und heute sein starkes Erdbeben angezeigt. Der Ort und die Entfernung der Katastrophe si d noch unbekannt. Der Herd ausgezeichneten Erdbebens wird in südwestlicher Richtung in iiner Entsernung von etwa 10000 Kilometer in Mittelamerika zu suchen sein. Stuttgart, 15 April. Vom 1. Bataillon des Greuadier Regimenis„Königin Olga“ sind, dem S#räb. Merk.“ zufolge 160 Mann an Speisevergiftung erkrankt, zum Teil. unter hestigem Fieber und keampfantigen Anfällen. Eine unmittelbare Levensgefahr bestcht füir keinen der Erkcankten. Breslau 15. Apzil. Die heatige Stadtver orsnetenversammlung nahm mit großer M hrheit die Einführung der Werdzuwachssteuer an. Breslau, 15. April. Als der Hausvater des Maitinshauses in GroßRosen gemeinsam mit dem Lihrer einen Knecht, der gedroht hatte, den mit ihm zur sammen dienenden Großtnecht zu ermorden, zur Rede stellen wollte, zog der Knecht plötz: lich das Messer aus der Tasche, burchschnitt dem Hausvater den Hals und schlitzte dem Lehrer einen Oberarmauf. DrHmtoaterist lebens= gefährlich, der Lhres schwer verletzt. Moskau, 15. April. Heute mittag überfiel:a etwi 25 Bewaff nete auf dr Basnannbrück: von Wächtern begleitete Eisenbahnkasserboten die 27000 RubI bei sich hatten. Da sie jedoch auf beweffneten Widerstans stießen, gelang es thnen nur et va 1000 Ribel zu rauben. Ein Riuber wurde getötet und drei verwundet. SLoit Said, 15,„Wpil, Hür wätt ein Sonesturm, der die Schiffahrt im Suezkanal hindert. Bei Ismailia ist der Dampfer„Indraghiri“ auf Grund geraten. Briefkasten. N.=Bethel. Besten Dank für die Zusendung =Luth. Wochenblatts. Wir haben den Artikei mit großem Interesse aufmerksam gelisen und uns gefteut, dem Verfasser Dem„Reichsboten“ tut er aber Unrecht? oder darf man anderen nicht mehr scharf ins Gewissen reden, wenn man zu wissen glaubt, daß es dech nichts hilft? Und weiß man dies denn wirklich so gewiß? Das Ziel des Kampfes der landeskirchlichen Lutherauer ist gerade die von dem Artikelschreider mit Recht geforderte schärfere Lebrzucht zwar unsre Zeitung nicht a arershge über die Verachtigung des üer 2i34#.# der, Kuns“ bergeben, nehmen über nucht oen geringsten Anstand, gelegentlich unsre eigene Meinung darüber oder ihr entsp echende Ausführungen Anderer unsern Lesern mitzuteilen. Was uns dabei leitet, ist die sittliche Pflcht, die Diederce auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens und so auch in der darstellenden Kunst zu bekämpfen, möze sie sich nun in unbekleideten oder bekleideten Gestalten, wenn man nill auch mit Frack und Zysinder bekleideten, in Karrikaturen oder was man sonst nennen mag, offenbaren. Uebersicht der Fr. Böckelmann Wen, die Niebrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 7 0C. Thermorieterstand um 10 Uhr vorm+ 91/°C. „ Borometer 740 cm. Winr: Ost Himmes: bedeckt. Vermischtes. Berlin, 13. April. Um die Juwelen und Insignien des verstorbenen Erzbischofs v. Stablewski ist in Berlin ein hftiger Streit unter den Polen entbrannt. Die Schmucksachen des Primas von Polen sind von einem Berliner Ju. wilier erworben worden und in dissen Schaufenster ausgestellt. Der Verkauf erfolgte auf Grund einer besonderen Testamentsklausel des Erzbischofs, der ausdrücklich den Verkauf aro dnete und den verschuldeten Kirche in Posen=Jersitz, die seinem Namenspatron, dem woase. Die Jus. gewindet wissen sollan erien, die auch einen Kurstoert besitzen, sonen fur das polnische Nationalmuseum in Rapperswyl erworben werden. Das hiesize Polenblatt, der„Dziennik Berlinsk.“, richtet gegen die Familie v. Stabiewski sowie gegen die beiden Geistlichen, die den Verkauf vermittelten, heftige Angriffe, weil sie die Insignien des polnischen Primas einem Deutschen verkauft und nicht dafür gissen haben, daßz sie in polnschen Händen Ein umfangreicher Waldbrand ist in der Umgeburg von Nikolskoe bei Pottdam aus gebrochen. Mannschaften des 1. Garderegiments, die auf Krümperwagen nach Nikolskoe geschafft wurden, halfen bei den voscharbeiten. Durch den B and soll auch ein dem Prinzen Friedrich Liopold gehörendes Jagdhaus vernichtet wordn sein. Hamburg, 15. April. Auf der Streckzwischen den St. Pauli Landungsbrücken und den Zillanlageposten am Hafentore wurde in per gangener Nacht um ½2 Uhr die dort stationierte Zollbarkesse„Ellerholz“ von dem Hafenschlepp. dampfer„Luise“ angerannt und zum Neuste Nachrichten. Berlin, 16. April. In einem Aufruf empfiehlt der sozialdemokratische Parteivorstand den Parteigenossen, überall dort, wo die Gewißheit besteht, daß die Arbeitsruhe am Maitag zu einer Aussperrung führe, unter den obwaltenden Umständen von einer Arbeitsruhe abzustehen. Die Arbeiter, die nicht in die Arbeitsruhe eintreten können, mögen am Abend des 1. Mai zusammentreten, um ihren Forderungen und Bestrebungen den gebührenden Ausdruck zu geben. Altona 16 opril. Das hiesige Schwurgericht verurteilte den Kutzhirten Wehausen, der zu Beginn dieses Jahres das Ehipzar I nseldt in Schöngsteot bei Reinbeck erwordet und beraubt hatte, zum Tode und der Neberstrafen. Petersburg, 16. April. Admiral Nebogatow hat seine 10jährige Festungshaft in der Peter Paulsfestung nunmehr angetreten. Eine große Zelle wurde ihm angewiesen und ihm gestattet, täglich größere Spaziergänge in dem Garten, wie im Gebiet der Festungswiese zu unternehmen. Posteni zudafosgter? Stadt-Theater. Dienstag, den 16. April 1907, Anfang 7½ Uhr. Die Fledermaus. Sabr. von Eisenstein Richard Lenz. Mittwoch, den 17. April 1907, Zum 6. Male. Die lustige Witwe. Ein kleines Häuschen für jeden Zweck geeignet sofort zu vermieten. I. Ellerbrock, Oberutorwall u. Notpfortenstr. 34. *4 *= Hzer. Llsend GeiCgreagschlsen Keine Ausstattung, nur Qualität. Vollwertiger Ersatz die infolge der Cigarettensteuer erheblich verteuerten ausländischen Cigaretten. 3½ bis 10 Pfg. das Stück. am Donnerstag, den 18. April 1907, nachm. 5 Uhr im Musiksaal von Th. Mann& Co., Bielefeld. = Künstler-Urteile.— Nur echt mit Firma: Orientalische Tabak- u. Cigarettenfabrik„TENIDZE“ Inhaber: Hugo Zietz, Dresden. Ueber tausend Arbeiter. = Grösste deutsche Fabrik für Handarbeit-Cigaretten.— „ ssoinn Erster Renntag auf der Rennbahn-Zielefeld-Brackwede am Sonutag, den 21. April, nachmittags 3 Uhr (Oeffnung der Kassen und des Rennplatzes 1½ Uhr). „Mignon“ ist eine ganz ausserordentliche Erfindung von allen derartigen Mechanismen der einzige der auf künstlerische Bedeatung Anspruch machen kann, den Erfindern meine aufrichtigste Bewunderung. Dr. Rich. Strauss. „Mignon“ ist für mich das unerreichte Ideal aller Musikinstrumente, eine Erfindung von unschätzbarer Bedeutung für Lehrer, Schüler, Publikum und alle Künstler. Max Reger. Das einzige, was ich„Mignon“ vorzuwerfen habe. ist nur sein Name, weil er weder der gewaltigen Wirkung (dieses Instrumentes noch seiner kollossalen Bedeutung entspricht." J. J. Paderewskl. Programme, die zum freien Eintritt berechtigen durch Th. Mann& Co. Pianofortefabrik, Bielefeld, Alleinverkauf der Thonola und das Reproduktionsklavier„Mignon“. Bielefeld, Obernthorwall 29. 0 3 Offiziersn Rennen mit ca. mk. 7000 Preisen und sieben wertvollen Ehrenpreisen. resp. Herren-Reiten, 3 Jockey-Reiten, 1 landwirtschaftliches Galopp-Reiten. Während des Rennens: Konzert ausgeführt vom Städtischen Orchester, Bielefeld. Es wird ein öffentlicher Totalisator aufgestellt, zu dem jede, mit einer Tribünen= oder Sattelplatzkarte * versehene Person Zutritt hat. Modern erbaute Naturhell-Anstalt I. Mange's für physikalisch-diätetische Heilweise: Mustergültige medizinische Einrichtungen. Aller Komfort, gesamtes Wasserheilverfahren, Elektrotherapie, Massage, Gymnastik.— Sonnenbäder(natürliche und künstliche), Luftbäder nach Jungborn-Art, Lufthütten, Liegehallen— Diätkuren, Terrainkuren etc. Herrlichste geschützte Gebirgslage(eigener Waldbesitz 40 Morgen), Law’n Tennisplatz im alten romantischen Steinbruche, Turn- und Spielplätze. Elektr. Licht. Zentralheizung. Gute Küche. Sollde Preise. Illustr. Prospekte gratis durch die Verwaltung. Aerztl. 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Die Kirchensteuer der reformirten Gemeinde wird im Steuerjahre 1907/08 durch die städtischen Steuerbehörden erhoben werden. Die reformirte Kirchensteuer ist daher auf dem allgemeinen Steuerzettel in besonderer Kolonne mit notiert und zugleich mit den übrigen Steuern zu zahlen. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder genau darauf zu achten, daß sie als reformirt bezeichnet und nicht für andere Gemeinden eingetragen sind. Sollten Irrtümer vorkommen, so bitten wir die Betroffenen, sich sofort bei Empfang des Steuerzettels an den Vorsitzenden des Presbyteriums zu wenden. Bielefeld, den 15. April 1907. Das Presdyterinm der reformirten Gemeinst. Vorster Pfarrer. 1173 endseilt Herm. König Nachfl. Leibrenten uul den docheneslalt dot der 1e ween Porar Renten- Versicherunge- Anstalt in Berlis und Oeffentliche Versicherungsanstalt. Kapftalien Einkommenserhöhung, Altersversorgung Kapftalversicherung für Studlum, Milltärdienet, Aussteuer.— Aufnahme ohne ärzti. Untereuchung. Portofreier Rentenbesug ohne Lebenszeug als unter den von der Direktios zu erfahrenden Bedingungen.— Strengste Verschwiegenheit. Bielefeld Gold= und Hagenbruchstraßen=Ecke Nähere Auskaaft, Tarife und Prospekte kostentrei bei: Petthef& Castanién in Bieleteld, Obernstrasse 52. Nr. 89. Bierteljähr in der an allen 1.20 M., bei Zustellung in B 1.40 M., durch träger 1,62 Postzeitungs Nr. 5381. Lister 17. April: Venedig, hinger Maximilian E. König, Er leben geb. 1744. gest. 1790.— Beuggen, 182 seki zwischen Ja erklärurg der# 1897. Bückeb Heute em 2 zeit des worgens von Choral geklaset Weinberge Kan Uhr rahmen# Glückwütsche Kaisers und entgegen und e att on die Dar ebruso die Herr den kommandie und den preußt Der Kaiser h Fürsten die S tale zum Ge ein bezügliches Ferner hat der Kreuz der# Hausordens verliehen, der mit der prinzen das Eroß dem Prinzen### Albrecht von Sa Adlerorden 1. K v. Feilitzsch den hat dem Oberhof stein eine golt geschenkt. Prinz a la suite des 7 Gegen 11 u Fürstlichkeiten z dienste nach de großen Menschen tionen begrüßt. Schwester im off mit Spitzreitern paar ebenfalls Wagen. Vor de wurden die Herr superintendenten, gatz empfangen u mächtigen Orgel Allar geleitet, vir Nach dem Gesa hierher hat mich Liurgie und Chorg superintendent ul 27: Was Du,§ net ewiglich, wo Nun danket alle mit dem währet ewiglich. Festgottesdienstes Fürstin die Gratu Behörden und der ertzegen. Um 1 und für die Gesol Jozwischen hatt Festzuge für die Scharen waren sie Landes herbeigestri und jängeren Lar alten Landestrach Kittel usw., die und Mädchen in vösen Festkleidung, Umhängemänteln, d hauben, den mit Brusttüchern, und die Knaben meist ir lichen“ Kleidung, fester an de halten scheinen. 2#