#####horn rot, I geib, Schrift Man Bielefeld Montag, 25 März 1907. 31. Nr. 71. Bierteljährlich ##der Geschäftestelle n. an allen Bostanstalten 1.20 M., bei täglicher Paßeagns in Vieleseld 40 M., durch Briefträger 1.62 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. M Hölzern stter Jernstr. 45 leinr. Kipp. tstädter Kirchstraße 2. pfiehlt äußerst billig wit ehrjähriger Garartie aschenuhren, Regulateure, hreu, Tranringe nd 560 1000 Gold. u, Medaillons, Ketten Doublé und Silber, Pincenez, Perspektive. eparaturen jfältig und billigst un intie ausgeführt. untags geschlossen. ing. eteinfassungen der ng von Zementisterarbeiten für vergeben werden. unserer Kanzlei II n, ebendaselbst sind entsprechenden Aufn am irz 1907, für die Steinmerr, für die Zemen: itersloherstraßeb stadtbauamt. 8 mal 4.75 zuL. 5. 28. nd Dutsburg. en ten geissendirchen. Witten. lettes bunch Erige n. deleteil. ges Feuillston. usorgan Sistorischer Kalender. 25 März: Konradin von Schwaben, alb 1242.— Ferdinand Cortez schlägt bei Tabasco mit 400 Spaniern mehr als 60000 Mixikaner, 1519.— Novalis(Hardenberg), zu Weißer fels gest. 1801.— Aufhebung des Jesuitenordens in Rußlard und Polen, 1820. — Graf Leopold von Sedlnitzky, ehe maliger Fürstbischof von Breslau, Begründer des evangelischen Paulineums in Berlin, gest. 1871. — Herzogin Wilhelm zu Mecklenburg, geb. Prinzessin Alexandrine von Preußen, gest. 1906. Zur Einführung der neuen Eisenbahntarif=Reform am 1. Mai 1907. Die neue Eisenbahntarifreform, die nach Einvernehmen aller deutschen Eisenbahnverwaltungen am 1. Mai d. Je. im ganzen Reiche eingeführt werden soll, wird sich nicht nur als ein Schmerzenskind der Reisenden entpuppen in bezug auf den Geldbeutel, sondern ihnen auch sonst mit seinen verwickelten Bestimmungen viel Kopfzerbrechen bereiten. Der Staatsbürger, der viel reist, wird in den nächsten 6 Wochen bis zum Inkraft teeten der Resorm- gut tun, sich einigermaßen mit den neuen Bestimmungen abze finder, um am 1. Mai gewappnet zu sein. Die Eisenbahnvern altungen wellen dem Gedächtnis entgegenkommen und werden für das reisende Publikum ein Merkblatt kostenlos abgeben, das die nötigsten Winke enthält. Es dürfte jedech für das Publikum von Wert sein, schon jetzt die hauptsächlichsten Bestimmungen sich einzuprägen. Tarifberechnung: Es kostet das Kilometer: für die 1. Klasse 7 Pfg., für die 2. Klasse 4 5 Pig., für die 3 Klasse 3 Pig, für die 4. Klasse 2 Pfg. Dies ist also der bisherige Tarif für Rückfahrkarten. Nuch dieser Skala lassen sich die Kosten einer Reise leicht berechnen, hinzukommt allerdings noch die Fahrkartensteuer. Schellzugs=Zuschläge: Für gewsse Arten von Schnellzügen kommen Zuschläge in Rechnung, sie betragen für 1 bis 75 Km. 50 Pfg., für 76 bis 150 Km. 1 Mk., über 150 Km. 2 Mk, in der ersten und zweiten Klasse, in der dritten Klasse die Hälfte dieser Sätze. Die Schnellzüge werden vom 1 Mai in zwei Gattungen eingeteilt: in zuschlagtpflichtige(Schnellzüge genannt), und in zuschlagsfreie(Eiizüge genanrt) Die Schnell züge dienen dem Schnellverkehr und werden in der Zeit alle in D= Züge umgewandelt werden, es find Züge, die wie Eisenbahnmirister Thielen humoristisch eirmal aus führte, die an allen anderen Stationen vorbeifahren und nur an der eigenen(d. h. der Zielstation des Reisenden) halten Zum Beispiel: Auf der Strecke Berlin Helle hält der Schnellzug unterwegs gar richt, der Eil in Jüterbog, Luckenwalde, Wittenberg, Bitterfeld. Die Eilzüge vermitteln also den Unsteigeverkehr in etwas schnellerer Weise wie gewöhnliche Personenzüge, die an einem Dorfe halten. Die Schnellzugszuschlägverieuern übrigens das Reisen nicht, da sie für die D 8 gsplatzkarten eintreten, die in Wegsoll kommen Reisende, die zuschlagtpflcht ge Züge(der Fahrplan gibt Auskunft, welch: Züge dies ftad) benutzen wollen, erhalten entweder Fahrkarten für Sanillzüge mit eirgerichnetem Zuschlag oder besendere Schnillzugszuschlazkarten, für diese wird ein Fahrkartenstempel nicht erhoben. Die be sonderen Zuschlagkarten werden auf allen Stationen verkauft, auch wo keine Schvelloder Eilzüge halten, auch sollen die Zug föhrer solche Karten immer zum Verkauf bei sich führen. Lösung der Fahrkarten: Rück sehrkarten kommen nicht mehr zur Ausgabe. Der Reisende kann sich auf der Ausgangs kation aber Doppelkarten lösen, er erhält sodann eine Karte für die Hinfahrt, eine für die Rückfahrt. Letztere wird mit dem Stempel„Rückjahrt" versehen und darf nur am Lösungstoge oder am nächsten Tage nach der Lösung benotzt werden. Die Doppelkarten bleiben steuerfrei, wenn die einsache Karte steuerfrei ist. Die Lösung von Doppelkorten ampfiehlt sich also nur bei Markt, Nah= und Aus flugsverkehr, für längere Reise muß man sich schon zweimal Karten lösen. Für die Nord= und Ostseebäder werden übrigens noch nach dem 1. Mai Rückfahrkarten nach altem Muster ausgegeben, die so viel kosten, wie zwei Doppelkarten; hier wird der zweite Gang zum Schalter erspart. Vorausbestellung von Karten und Plätzen in Schnellzügen: Die Vorbestillung von Karten für bestimmte Züge wird nicht geändert. Auch können, obgleich Platzkarten in Wegfall kommen, vorausbestellt wirden. Die Vorausbestellung ist nur gegen Vorzeigung einer für den betreff nden Zug giltigen und zur Fahrt von der Ausgangsstation dieses Zuges ab berechtigten Fahrkarte zulässig. Auf Fahrkarten, die an Zwischenstationen gelöst werden, können Plätze nicht reserviert werden. Die Fahrkarten, auf die Plätze bestellt werden, sind mit dem Bermirk„Pl.“ auf der Rückseite zu virsehen. Fahrpreisermäßigungen. In der Ausgobe von Monats-, Schüler=, Arbeits=, Kinder= und Sonnta##skarten treten Aende rungen nicht ein. Sonntagskarten erhalten eine kleine Begünstigung, als Fahrtunterbrechung und Ueberzang in höhere Wagenklassen zugelassen werden. Den Monats karteninhabern kann die Benptzung von Schnellzügen freigegeben werden, die Ditektionen sind aber befugt, einzelne Schnellzüge auszunehmen oder die Benutzung nur gegen Zuschlagskarte zu gestatten. Die für Reisen größerer Gesellschaften bisher gewährten Preisermäß gungen mit Ausnahme der für Arbeitergesellschaften werden aufgehoben. Wenn öffentliche Interessen in F age kommen, können wie bisher für Reisen größerer Gesellschaften von mindestens 30 Personen Ardeitergesellschaftskarten für die 4 Klosse ausgegeben werden. Diesbezügliche Anträge sind an die der Reiseantrittsstation vorgesetzte Direktion zu richten. Der Fahrpreis wird in diesen Fällen wie bisher auf 1 5 Pfg. für die Person und das Kilometer ermäßigt. Fahrtunterbrechung ist überall gestattet, von einer Bescheinigung derselben soll abgesehen werden. Rückfahrkarten, die vor dem 1. Mai gelöst sind, behel en ihre Gültigkeit betreffe der Berutzungsdauer auch nach dem 1. Mai. Inhaber von Rückjahrkarten, die nach dem ersten Mai zuschlagspflichtige Schn Uzüge benutzen, brauchen keinen Zuschlag für diese Züge bezallin, auch wird Freigepäck gewährt. Nach dem 15 Juni werden Rückfahrkarten im Eisenbahnverkehr als ungüttig betrachktet. Gepäcktarife. Der Gexäcktarif ist roch in den litzten Wochen zugunsten des Publikums geändert worden Freigepäck wird nicht mehr besördert. Dr G.päck arif wird nach Gewichtsabstufungen und Eoiferrungszonen berechnet. Das Abfertigungsverfahren bleibt dasselbe. Das bisherige Freigepäck (bis 25 Klogr.) kostet vom 1—50 Kilo meter 20 Pig, vim 51—300 Kilaneter 50 Pfg., darüber hinaus 1 Mk., 26—35 Kilogr. kosten von 1.—25. Kllom. 20 Pfg., bis 50 Kilom. 25 Pfg., bis 100 Kiom. 50 Pig., für je 50 Kilom. mehr 25 Pig mehr, 36—50 Kilogr. kosten bis 25 Klom. 40 Pfg, bis 50 Kilom 50 Pfg., bis 100 Kllom. 1 Mi., für je 50 Kilometer mehr 50 Pfg mehr. Mehr wie einen Zintner dürfte der gewöhnliche Reisente kaum mitführen, wir lassen deshalb hier die übrige Skalaunberücksichtigt. Die Absertigung gestal et sich nach diesem Tarif bedeutend einsacher, von einer Verwiegung soll tunlichst Abstand genommen werden. Für die Beamten bedeutet der Taris eine wesentliche Erleichterung, da sie nicht mit Tauserden von Frachtsätzen zu rechnen haben. Der Reisende kann die Gepäckfracht leicht kontrollieren, da auf jeder Fahrkarte die Entfernungszone aufgedruckt ist und der Reisende das Gewicht seines Gepäcks meistens kennt. Fahrräder: Unverpackte einsitzige Zweiräder— ausschließlich Motorfahrtäder— werden auf Entfervungen bis 100 Kilometer nach Wahl des Reisenden entweder gegen Lösung von Fahrradkarten oder auf Gepäck schein abgefertigt. Auf Entfernungen über 100 Kilometer erfolgt die Abfertigung stets auf G=päckschein. B quemer ist in allen Fällen der Gepäckschein, teilweise sogar billiger wie die Rakkarte, da der Radler sein Rad dann nicht selbst an den Packwagen bringen und auch nicht vom Packwagen abholen braucht. Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 24. März. Prinz August Wilhelm von Preußen, der vierte Sohn des Kaiserpaares, der zurzeit in Bonn a. Rh. seinen Studien obltegt und soeben eine Studienfahrt nach den Niederlanden unternommen hat, wird, wie der„Mil. pol. Korresponderz“ aus Hoskceisen mitgeteilt wird, am 1. Oktober die Universität Straßburg i. E. beziehen. Der Reichskanzler Fürst Bülow reist am Sonntag, wie es beadsichtigt war, nach Rapallo. E: ist, wie jetzt auch der„Frif. Ztg.“ gemeldet wird, bei bester Gesundheit, und der Gebanke, die Adreise zu verschieben, hat nie bestanden. Das„Berl. Tagebl.“ will von bestunterrichteter Seite erfahren, daß der Kuktusminister v. Studt sein Ant bestimmt nach der Ealberatung, d. h. Ende April oder Anfang Mai niederlegen werde. Von anderer Seit: wied gemeldet, daß keine der bisher genannten Prsonen zu seinem Nachfolger ausersehen sei. Nachdem Deutsch Südwestafrika fast röllig pazifiziert und durch kaiserliche Verordnung vom 31. März ab der Kriegszustand im Schutzgebiet für aufgehoben erklärt worden ist, ist die Abberusung des Höchstkommandierenden Oberst v. Deimling von dort beschlossen worden. Derselbe wird, wie verlautet, schon im Lause des Monats April die Reise in die Heimat antreten. Wer als sein Nachfolger an die Sptze der Truppen treten soll, ist noch nicht bestimm'. Doch tritt die Vermutung wieder auf, daß der Oberstleutnant v. Estorff das Kom mando erhält.(B. N N) Bei dem früheren Laudwirtschaftsminister v. Podbielski hat sich durch den Kurgebrauch in Wiesbaden das alte Gallensteirleiden derart gebessert, daß, nach ärztlichem Dafürhalten, eine vollständige Genesung nicht aus geschlossen erscheint. Herr v. Pod bielski wird in dieser Woche wieder nach seinem Gute Dalmin zurückkehren. Wie verlautet, hat Admiral v. Arnim seinen Abschied eingereicht. Es ist seit einer Reihe von Jahren Inspekteur des Bildungswesens der Marine. Aus Frankfurt a. M. wird der„Tagl. Rundschau" von gut unterrichteter Seite gemeldet, daß der dortige Oberbürgermeister Dr. Franz Adickes, der bekannte Politiker und Pablizist, für einen preußischen Ministerposten ause sehen sei und seine baldige Berufung in eingeweihten Kreisen als sicher gelte.(??) Der„Breslauer Gen=Anz.“ vnröff utlicht folgende an seinen Redakteure gerichtete Erklärung des Kolonialdirektors Deruburg:„Jn dem Artikel„Prsonenwechsel in den höchsten Reichkämtern“ werfen Sie die Fraze auf, ob es wohl in meinen Wünschen und Absichten liegen möchte, meine gegenwärtige Stelle mit einer anderen im Reichsdienst zu vertauschen. Da diese Frage wiederholentlich, ohne daß dazu eine äußere Veranlassung vorliegt, Gegenstand der Besprechung in der Presse gewesen ist, so möchte ich nicht anstehen, zu erklären, daß ich die Aufgabe der Förderung und Entwickelung unserer Kololonieen nach keiner Richtung als eine Durchgangsstelle betrachten kann. Ich erachte diese Aufgabe für so wichtig für unsere gesamte Volkswirtschaft, daß es nur meinen Wünschen ert prechen kann, so lange mir das Vertrauen der dafür maßgebenden Stillen erhallen bleibt, wenn ich meine ganze Kraft diesem Prodlem widmen darf. Diese Aufgabe ist ihrem ganzen Wesen nach in kurzer Frist nicht zu lösen und bedarf eines eingehenden Studiums, langjähriger Arbeit und vorsichtiger, ungestörter Behandlung, soll sie die Früchte tragen, die ich mit Sicherheit erwarten zu dürfen glaube. Dazu bedarf es vor allem, wie ich schon gesagt habe, daß man allgemein vertraut, daß ich dieser Aufgabe auch nicht untren weide. Dieses Vertrauen wird aber gestört durch die sortdauerad in der Prisse aufgetauchten Konjekturen, welche endgültig zu zerstreuen der Zwick dieser Z ilen ist. Mit vorzüglicher Hochachlung gez.: Dernburg, stellvertretender Kolonialdirektor.“ Das militärische Ehrengericht hat, der „Augsb. Abendztg.“ zufolge, in der Verhandlung gegen den anläßlich der Trippelskirch Affäre viel genannten Major Fischer auf schlichte Entlassung des Majors aus dim preußischen Heere erkannt. Das Urteil sei dem Kaiser zur Bestätigung unterbreitet. Braunschweig 24. März. Die Verhandlungen des braunschweigischen Landtages über die Regentschaftsfrage, die am Dienstag stattfinden, werden unter Ausschluß der O ffentlichkeit erfolgen. Kiel, 23. März.(Hann. C.) Der bekanntlich in Algeciras weilende Chef der Hochselflotte Prinz Heinrich von Preußen erhielt einen Nachurlaub von zwei Wochen, um sich von den Folgen der Influenza gründlich zu erholen. gelegt. Der Kommandant des zu den Feierlichkeiten entsandten deutschen Lintenschiffes„Lothringen“ legte am Grabmal des großen Admirals in der Nieuwe Keik in Amsterdam einen Kranz im Namen der deutschen Marine nieder. Paris 23 März. In Tanger wurde der französische Arzt Manchamp von 50 in sein Haus eingedrungenen Arabern durch Dochsliche und St inwürse ermordet. Weil er eine weiße Fahne ausgehängt hatte, waren die Eingeborenen der Meinung, daß dies mit der drahtlosen Telegraphie zusammenhänge. Die Gesandten aller Mächte gaben ihrer Entrüstung Ausdruck. Die französische Regierung desahl dem Dampfer„Jeanue d'hre“, sefort nach Tanger in See zu gehen. Petersburg 23 März Der frühere Obesprokuratol dis Heiligen Syrods, Pobjedonos#ew, ist heute abend, 80 Jahre Auslande. Amsterdam, 23. Mäcz. Aus Anlaß des 300 jährigen Geburtstages des Admirals de Ruyter fand in der Nieuwe Kerk eine Gedächinisseier statt, bei der die Königin Wilhelmina, die KöniginMutter, die Minister und Botschafter, die Spitzen der Militäc= urd Marinebehörden und die Präsidenten der Ersten und Z veiten Kammer, so die Abordnungen von Deutsch= land, England, Dänemark und Ungern anwesend waren. Die Königin drachte bei der folgenden Festtafel zwei Trinksprüche aus. In Blissingen wurde in Gegenwart des Peinzen Heinrich der Niederlande der Geundstein einer zum Gedächtnis de Ruylers zu erbaumden Seefahrtsschule alt, gestorben. Er war insolge seines thecretischen und praktischen Eintretens für den patriarchalischen Despotismus der gefärchteste, aber auch der bestgehaßte Mann Rußlands, der sich infolge dieser Kenntnis auch selbst nie sicher fühlte, und stets Aktentate auf seine Person fürchtete. Erst als die Revolution einsetzte, verlor er an Einfluß und Macht. Aus Rumänien liegt heute eine Fülle von Nachrichten über den Bauernaufstand vor, der jetzt angeblich auch von der Moldau nach der österreichischen Bukowina übergreift. Die Forderungen der Bauern sind: das allgemeine Wahlrecht, Aufteilung der Felder, Garantie dafür, daß die Verträge, die sie von den Gutspächtern während der Uaruhen erpreßt haben, von den Gerichten anerkannt werden. In Regierungskreisen wird versichert, daß die im Auslande verbreiteten Nacheichten über den Umfang der B.wigung übertrieben seien. Die Bswegung werde mit Hilfe des Militärs und durch Einziehung sämtlicher Reserven bald unterdrückt sein. Wie es heißt, wird die Regierung zurücktreten und Sturdza ein neues Kabinett bilden. Auf ihre Richtigkeit lassen sich jedoch alle diese Nachrichten wie auch die folgenden nicht kontrollieren. Wie verlautet wurde in Bukarest ein Geheimverein entdeckt, der die Inszenierung von Judenhetzen besorgt. In Galatzist ein Hasenarbeiterstreik ausgebrochen, der mit der Agrarbewegung in Verbindung steht. In Baslui wourden die Truppen von den Bauern zurück geworfen. Im Distrikt Teleorman hielten Bauern einen Eisenbahnzug mit Reservisten an und nötigten sie auszusteigen, um mit ihren gemeinsame Sache zu machen. Im Orte Alexandria wurden der jüdische Tempel sowie jüdische und griechische Geschäfte verwüstet und der Rabbiner miß handelt. Als Bauern das Steueramt plündern wollten, wurden sie von der Kavallerie vertrieben. In der Gemeinde Nanor wurde ein Gutsbesitzer in die Flammen geworfen und verbrannt; die Bauern tanzten um die Brandstätte. In Bagäu wurde ein Staatsanwalt von Bauern mehrere Stunden lang festgebunden und ein Oberst von ihnen mißhandelt. Der Oberstleutnant ließ darauf das Militäe seuern, wodurch 5 Bauern gelölet, 6 schwer verletzt wurden. In Egypten spitzt sich die politische Lage immer mehr zu, hauptsächlich infolge erneuter Iniriguen der vom Mustafa Kam=el=Pascha geführten Nationalistenpartei. Wie verlautet, hat sowohl die französische wie die türkische Regierung nachdrückliche, jedoch freundschaftlich gehaltene, nicht offizielle Vorstellungen erhoben. Ferner habe der britische Vertreter kürzlich dem Khedive gegenüber betont, es werde sich bald die Notwendigkeit herausstellen, drastische Schritte zu tun, um die eingeborene Bevölkerung zu überzeugen, daß der Khedive urchaus eine Agitation nicht billige, die, dwenn man ihr weiteres Anwachsen gestatte, möglicherweise zu verhärgnievollen Folgen für das gegenwärtige Regime führen werde. Nordamerika. Ueber die amerikanische Flottenstärke sagt die„New Yirk Sun“ bei Besprechung des kürzlich ergargenen Befehls des amerikanischen Marine Departements betreffend die Zusammenziehung der Seestreilktäfte im Stillen Ozean, Amerika werde in verhältnismäßig kurzer Zeit 25 Schlachtschiffe fertig und zwei Schiffe der„Dreadnought“=Klasse in AusEin ungehobener Schatz.*) (Eine ernste Österbitte.) Das Meer singt sein urewiges Lied, der gewaltigsten und erhabensten eines in der Schöpsung. Es ist wie eine Dichtung Gottes selbst, ein Sang von Unendlichkeit, Kraft, Schönheit, Majestät, aber auch von Gewalt, Tod und Verderben. Aus der Tiese kommt es, zur Höhe steigt es, alles in ihm ist Bewegung, rastlose, ruhelose Bewegung. Himmel, Licht, Luft, Erde, Wasser rinnen in ihm zusammen, bald in fardiger Heiterkeit und schmeichelndem Spiel, bald in rätselvoller Schwermut und dämonischer, gestalt loser Zeistörung. Und die ahnende Seele der Menschheit lauscht ihm, heut wie vor Jahrtausenden, wo in den Gesängen der Oyssee das Rauschen der Wogen wie ein verdorgener Reylhmus durch die Hex mmeter floß, wo Catull in der Schönheit der vom ersten Morgenstrahl errötenden See schwelgte, wo der Sturm durch die Segel der Normannen=Schiffe fuhr, wo Gudrun am Gestade klagte und sich das Meerwasser mit dem Blute der Helden auf dem Walpensande mischte. Ja, dem gegenwärtigen GeAus dem Reichsbokur Nr. 70. sicht haben; dann dürfte angenoumen werden, daß eine weitergehende Reorganisation der Streitkräfte in den Gewässern des Stillen Ozeans vorgenommen werde, als sie jetzt von Washington gemeldet wird. Washington, 22. März. Dis Hanbelsabkommen scheint gesichert zu sein. Die Wünsche Deutschlands sind angenommen, mit Ausnahm: eines Punktes, der eine günstigere Gesetzauslegung betrifft und der Entscheidung des Justizministers unterkreitet wird. Varteibeinegung (Einen Nationalverein für das Deutsche Reich) zu gründen hat ir München eine von bey erischen Liberalen aller Parteirichtungen einberufene und von zahlreichen Vertretern liberaler Vereinigungen Süddeutschlands besuchte Versammlung beschlossen. Der Nitionalverein soll in die Seldständigkeit dee liberalen Parteien nicht eingreisen; der Anschluß steht einzelnen Mitgliedern wie liberalen Vereinigungen offen. Es sollen alljährlich Tagungen großen Stils veranstaltet werden. Die Gründung vollzog sich unter begeisterter Zustimnung der Versammlung. Kolonialpost. (Verluste.) Wie ein amtliches Telegramm aus Dar=es= Salaam mildet, wurden Leutnant Siegfried Lang aus München und Unteroffizier Heiar. Schedel aus München am 25. oder am 26 Februar beim Mponda posten, im Bezirk Mahenge, durch Hochwasser im Lulrfluß fortgerissen und sind wahrscheinlich ertrunken.— Eine Depesche aus Windhuk meldet: Militärkrankenwärter Paul Scholz aus Mittelkonradswalden ist am 15. März im Lazarett zu Keet nanshoop an Typhuz gestorber; Gefreiter Geogg Hentschel aus Crostwitz ist am 19 März im Lizarelt zu Swakopmund an Herzschwäche nach Typhus und Lungenentzündung gestorben. (Die Zukunft von Südwestafrika.) Der Kolonialdirektor Dernburg hat sich, wie der„B. L.=A“ von maßgebender Stelle hört, angesichts der zaklreichen Meldungen von Ansiedlern, und zwar nicht nur Farmern und Viehzüchtern, sondern auch Handwerkern und Kleingewerbetreibenden, für Südwestafrika entschlossen, die Ansiedelung zwar systematisch, aber vorsichtig, unter tunlichster Sicherheit der angebotenen Kapitalien zuzulassen. So werden Ansiedler, denen die Kolonie unbekannt ist, auch wenn sie das notwendige Kapital nachweisen, nicht ohne weiteres zugelassen. Bielmehr müssen solche Anwärter zunächst in die Kolonie gehen, bei einem ansässigen Farmer studieren und arbeiten und erst, wenn sie nach sechsmonatiger Lehrzeit, nachdem sie Klima und Bodenverhältnisse kennen gelernt haben, so viel Vertrauen in ihre Zukunst als Farmer in Südwestafrika sitzen, daß sie bleiben wollen, wird ihnen gegen möglift preiswertes Kaufgeld Land überlassen. Auf Anfrage dir Kolonialleitung haben zahlreiche Farmer sich bereit erklärt, kauflustige Eleven gegen verhältnismäßig geringes Entgelt in ihre Farmin aufzunehmen. Dagegen gestattet die Kolonialverwaltung zuverlässigen, tatkräftigen Männern, die währen d der letzten Kämpfe die Kolonie kennen gelernt haben, sich sofort niederzulassen. Männer, die zwei Jahre und länger unter dem Zelt gelebt haben, werden es auch noch ein halbes Jahr weiter tun, bis sie sich ihr Farmhaus aufbauen können, ohre von vornherein Geld dafür anzulegen. Auf diese Weise hofft die Kolonialverwaltung die Uebergangszeit für die Kolonie und für die Farmer am besten zu überwinden und schließlich dahin zu kommen, daß jeder Farmer neben dem schwarzen Arbeitspersonal noch einen Weißen als seinen Stellvertreter sich wird halten können In der Voraus setzung, daß die angekündigte Egtschädigungs vorlage für die Farmer vom Reichstage angenommen wird, kann dann ein gesunder Aufbau und ein normales Wachstum der Ansiedlungen erwartet werden. Der Strom der Handwerker und Kleingewerbetreibenden wird ebenfalls vorschlechte haben sich zweifellos neue, gesteigerte Offenbarungen und Empfindungen für die vielgestaltige Natur und Phantasiewelt des Meeres erschlossen. Was die romantische Schule im deutschen Volke damit begonnen hat, daß sie ihm ästhetisch wieder die Augen aufschloß für die verführerische Lieblichkeit, die zermalmende Größe und den fiegreichen Sonnenglanz der unendlichen Fläche, das hat die wachsende Berührung heute mit dem Leben des Meeres, das vordringende Verständnis für alles, was mit der See zusammenhängt, die nationale Begeisterung für Seegeltung der erleichterte und großartig vermehrte Handels= und Schiffahrtsverkehr, endlich auch die Verfeinerung unserer Sinne und die Vertiefung der Naturbeobachtung mächtig gefördert. Wie ein Bild grandiosesten Lebens liegt es uns wieder da und scheint alles Menschliche, Länder, Völker, Küsten, Schiffe, zu umsangen; alle Stimmungen der Seele, abgeklärte und wildbewegte, jähe und ausgeglichene, zarte und starke, furkelnde und dämmerige, leuchtende und nächtliche, lösen sich bei seinem Anblick aus. Dem entspricht die neuerwachte Liebe, mit der sich auch die deutsche Kunst, vor ellem die Malerei und Poesie, neuerdings dem Meere als einem unerschöpften Mysterium zuge läufig eingedämmt, damit auch jeder, der hinausgeht, Beschäftizung firdet und keine Existenz aufs Spiel gesetzt wird. Lokales und Peovinzielles. Bielefeld, 25. März. a(Die evangelisch=kirchliche Vereinigung) hielt am 12. d. Mis. ihre erste Versammlung für 1907 ab. Gegenstand der Verhandlung war das Thema:„Die Wellübel und die göttliche Weitregierung,“ über welches Pfarrer Waubke einen Vortrag hielt. Die Liiden in der Welt sind nicht ganz so groß, wie die Zärtlichkeit des Fleisches und die phantastische Uebertreibung sentimentaler Gemüter sie darstellen, auch ist der Eindruck auf den Fernerstehenden oft stärker als der Tatbestand des Uebels selbst. Indeß, auch auf seine wirklichen Maße zurück geführt ist das Leid in dieser Welt unermeßlich groß. Eine junge Frau erlebte in 1½ Jahren folgendes: Ein Bruder in der Grube verunglückt, der Vater ermordet von der Mutter und ihren Söhnen, die Mutter selbst und der älteste Sohn vom Henker gerichtet, und der letzte Bruder auf 15 Jahre ins Zuchthaus begraben! Gibts eine Lösung der surchtbaren Spannung zwischen den Agsprüchen an Glück und Freude und der bittern Enttäuschung des Unglücks? Wo bleibt der gerechte, gütige Gott? Wo ist er, wenn die Natur ihre Selbstironie zeigt in furchtbaren Katastrophen, wenn sie gewalttig, drutal schief, geradezu virrückt austritt? Das schlichte Gefühl sucht die einfachste Lösung, nämlich, daß jedes Uebel Strafe ist. Diese Auffassung ist alt, aber die Wirklichkeit spricht gegen sie. In der Verallgemeinerung, daß jedes Uebel auf eine verborgene Schandtat zurückweisen soll, liegt der Fehler. Der Heiland hat diese Auffassung abgelehnt, deshalb sollen auch die christlichen Volksschriften sich in ihrer Anwendung beschränken, damit sie lebenswahr würden, wenn vielleicht auch nicht alles so schön und harmonisch verliefe! Ein andrer Versuch der Lösung ist die vernunftgemäße Bitrachtung. Man darf sazen. Gott ist als Gott wunderbar, über unser Verstehen geht sein Tun hinaus. Der Weltregent ist nicht durchsichtig wie ein Glas Wasser, nicht leicht zu fassen wie ein Rechenexempel. Ein Junge, der in der Fabrik von einem Arbeiter durch Mißverständnis und durch die Schuld eines andern mißhandelt wird, wirft mit einem Stein und trifft zwischen beiden hindurch einen unschuldigen Dritten an die Schläfe, daß er tot hinsinkt. Solche Tatsachen tragen die Natur eines Rätsels, hinter dem sich der verbirgt, der es aufgibt Ferner hat der Mensch einen in Virhältnis zum Weltganzen beschränkten Blick. Er urtellt über die göttliche Weltregierung doch nur, wie einer, der ex digito de statua urteilt, d h der von einem kleinen Finger eines Steinbildes das ganze Kunstwerk und den Kunstler kritisieren will. Und schließlich die Natut, so wirr und finster sie urs oft ent gegentritt, ist unter dem Gesichtspunkt uns unbe. greiflich, daß sie eine werdende ist, und in ihrem Werden, ihrer Entwicklung die gewaltsamen Wendungen, Sprünge und Selbstzertrümmerungen hervorbringt, die dazu naturgemäß gehören. In dieser Richtung liegen auch die Gedanken des Apostels Paulus in dem großargelegten 8. Kaptel des Römerbriefes. Indessen, auch diese vernunftgemäße, rhilosophische Lösung befriedigt auf die Dauer nicht, darum bleibt nur der Ausweg, der aber den Wert eirer vollen Lösung hat, daß man erfährt, wie die Lösung der schmerzlichen Rätsel auf allin Leidensgebieten mit der Erlösung, die in dem Erlöser Christus gegeben ist, gekoten wird. Die Gewißheit des christlichen Glaubens, der in wahrer Genialität aus der Enge des eignen Herzens und des natürlichen Geschehens hinaus zu den Sternen führt und eine über alles Menscher maß erhabene Freude verleiht, macht den Merschen im Leid sicher und getrost, läßt ihn gern auf manche Frage verzichten, gibt ihm stille Gelassenheit, die Mangelhaftigkeit des Erden. und Weltenlebins, zu der seine Selbst erkenntnis auch vor allem die eignen Mängel und Schwäcken rechnet, zu ertragen, und hebt seinen Blick hinauf bis zu der letzten Entscheidurg, wo alle Rätsel dieser Zeit im Licht der Ewigkeit gelöst werden. Auf den Vortrag folgte eine äußerst argeregte, lebhafte Bespiechung. Die Zuhörer werden sich freuen, dasselbe Tema auf dem apologetischen Kursus in der Osterwoche im evangelischen Vereinshaus hierselbst durch D. Grüneberg aus Straßburg behandeln zu hören. (Herr Rektor Wiegand), der langjährige, verdienstvolle Leiter der hiefigen 3. Bürgerschule, ist am 23. d. M, am Schluß des Schuljahres, infolge eines largwierigen Leiders aus dem Schuldienste geschieden, um in den wohlverdienten Ruhestand zu triten. 1863 kam er nach Abwandt haben.— Breit und beeiter fleßt zurzeit der Stron seiner Verherrlichung. Er ist mit ähnlicher Raschheit fortgeschritten, wie die deutsche Seemacht selbst Um so auffälliger ist es, daß noch von keiner Seite ein irgendwie befriedigender Versuch gemacht worden ist, den wunder vollen Geistesschatz, den das deutsche Bolk in seiner Seepoesie seit den ältesten Anfängen bis heute besitzt, einmal umfassend zu sammeln, zu sichten und für die gesamte nationale Gemeinschaft neu zu beleben. Wohl bestehen einzelne bescheidene Anfänge für engere Zwecke, flichtige Anthologien für den Salon, Liederbücher zum Gesang in den Vereinen und ähnliches— selbst ihrer sind aber nur wenig und keiner erschöpft nur entfernt die goldenen Schächte, die hier noch der Hand des Bergmannes harren. Kein einziger steht auf der notwendigen Höhe wissenschaftlicher Durchdringung und Vollstindigkeit, noch weniger bedeutet einer von ihnen eine ästhetische oder literaturhistorische Erschließung. Es ist möglich, daß das scheinbar Uferlose des Stoffes bisher abgeschrickt hat. Er ist in der Tat gewaltig, wie der Unterzeichnete, der sich nach dem bescheidenen Maß seiner beanspruchten Kräfte solvierung des Lehrerseminars zu Wolfenbüttel ins Amt, dessen verantwortungsvolle, aufreibende Pflichten er 44 Jahre getragen hat. Es waren wechselvolle Zeiten in der Geschichte der deutschen Volksschule, Zeiten des Tiefstandes und des Fortschritts und Aufschwunges. Ueber 80 Jahre hat Herr Rektor Wiegand seine biwundernswerte Kraft und charaktervolle Energie dem Bürgerschulwesen unserer Stadt als Lehrer an der 1. Bürgerschule, dann als Leiter der 3. Bürgerschule und als Mitglied des evangelischen Schulvorstandes gewidmet. Als Schriftführer des „Frühstücksvereins", der armen, schwächlichen Schulkindern in den strengen Winterwochen zum Frühstück warme, gekochte Milch verabfolgen läßt, hat er um die Entwickelung dieses wohltätigen Vereins großen Dank verdient. Unsern Bürgerkreisen, in denen er sich großer Beliebtheit ersreut, trat er als Mitglied der größeren Repräsentation der Altstädter Kirchengemeinde, der er noch angehört, und als begeisterter Anhänger und eistiger Förderer des Turnwesens näher. Die Leitung der hiesigen Turngemeinde und des heimischen Gaues hat er jahrelang mit großem Erfolg: ausgeübt, und der stattliche, praktische Bau unserer städtischen Turnhalle ist ein dauerndes Zergnis seiner ausopfernden, rastlosen, zähen Tätigkeit für dierhiesige Turngemeinde, deren Leitung er erst vor einigen Jahren niederlegte, als sein leidender Zustand ihn dezu zwang. Möge ihm nun nach dem arbeitsreichen Werktage Erholung und ein langer, glücklicher Feierabend beschieden sein! (Herrn Rektor Wiegand) wurde der Rote Adlerorden IV. Klasse Allerhöchst verliehen, den ihm Herr Schulrat Stegelmann in seiner Wohnung überreichte. +(Auszeichnung) In dem von dem Verein für religiöse Kunst in Birlin verar stalteten Wettbewerb von Entwürfen für Abendmahlsgeräte erhielt die Kunstanstalt für Kirchenausstattung der Anstalt Bethel den ersten und dritten Preis. **(Verschönerungsverein.) Nachstehende Zahlenanzabm aus dem dies jährigen Haushaltsplan des Verschönerungivereins dürften für unsere Leser von Interesse sein und führen wir dieselben deshalb hier an: Für Wegeunterhaltung 2c find 1500 Mk., für einen neuen Weg zum Kahlenberge 400 Mark, für Vorgärten= und Balkonpceise 150 Mk., als P eis für einen künstlerischen Plakatinrtwurf 800 Mk. und für Schaffung einer sicheren Rodelbahn 300 Mk. vorgesehen, während ein Betrag von 500 Mark dem öffertlichen Verkehrs Bareau zu Reklamezwecken für die Stadt überwiesen worden ist. Ueber die von den neu eintretenden Mitgliedern eingehende Summe ist noch keine Bestimmung getroffen; angesichts der zihlreichen vorltegenden Virschönerungs= und Verbesserungs=Vorschläten macht die Verwendung der bis jetzt 400 Mk. betragenden Summe immerhin Schwierigkeiten. Es wäre deshalb zu wünschen, daß sich dieser Betrag infolge der weiteren Werbung noch gasz erhiblich vergrößern möge. m(Diebstähle.) Dem Kleinhärdler G, Higenbruchstraße 5, wurden in der Nacht zum 23. d. Mts. aus einem Schaufenster, welches die Diebe zertrümmert haben, etwa 30 Eler, 1 Leberwurst, 3 Pfd. Butter und 2 Büchsen Kornettbeef im Werte von etwa 25 Mk. gestohlen. Dem Photographen N., Niedernstraße 27, wurde vermutlich in der Nacht vom 22. zum 23. d. Mts. ein in dem Seiteneingang neben dem Wohnhause aufgehängter Schaukosten mit Photogrophien im Werte von 25 Mk. entwendet. Dem Schlachtergesellen Kr., Gehrenberg 3, wurden aus seinem Koffer aus einem Portemonnaie, in welchem sich 50 Mk. befanden, 20 Mk. entwendet. Dem Kaufmann Lungendorf wurde in der Nacht zum 24. d. Mis. die Glasscheibe eines Schaukastens zerschnitten und 15 Doublegold=Herrenuhrketten, 4 Damenhalsketten und 16 Armbänder von Weißsett etwa drei Ithren näher mit ihm besaßt hat, aus Eefahrung bestätigen kann; er wächst und dehnt sich, wann und wo man ihn angreift, unter den Händen. Aber unüberwindlich ist er nicht, und es ist eine Freude, ihn meistern zu helfen. Etwa in fünf grözere Abteilungen läßt er sich scheiden, die mit eben so viel Bänden gleichwertig werden dürften: 1. in die religiöse Seedichtung, welche ebensowohl die christliche, die cheistlich symbolische, wie die heidnischmythische mit ihren noch vorhandenen Nachklängen und Ausläufern zu umschließen hat, 2. die ältere episch=historische bis zu den Anfängen der preußisch deutschen Siemacht, 3 die neuere nationale Flottenpoesie, 4. die Verherrlichungen des Seemanns= und Schiffslebens in seinen zahlreichen Lebensäußerungen und Ausstrahlungen, 5. endlich die eigentliche Naturlyrik, also die Schöpfunzen, welche mit dem Meere als Element zusammenhängen. Für dies letzte Gebiet, sowie für das dritte ist an brauch varer Vorarbeit noch verhältnismäßig das Meiste vorhanden, schon schwächer ist das vierte versehen und fast ganz vernachlässigt sind die beiden ersten. Um sie handelt es sich zunächst. (Fortsetzung folgt.) metall im Gesamtn wendet. Dem De 1, haben Diebe in mit einem Diaman zerschnitten und au Diamanten mehrer 1 Schuhbürste im wendit. m.(Automate Automaten mehrer: in letzter Zeit mehr Blechmarken vor. hohem Grade gesch m.(Eingelief 24 März 3 Betri am 24. zum 25. M lose und 2 PirsonUufugs. Aus den O Herford. 25 schaftliche Ver am Sonnabend, 2 lokal eine statt Auf der Tagesord: der Vereinsmützen. ging der Verein u patriotischen Festen Mützen zu tragen Kommission hat n jetzt eine sehr schö Lieferung wurde Aug. Tremel übe fertigung soll sofot C Hersord, 2 märkerverein) „Vereinigte Bürge führen. Der Vor anwalt Dr. Jeco)s D Herford, 25 Auf die morgen ab Hause statlfindende nochmals hingewie + Herford,: nahmen.) Heut unserer Sechsjähli statt. Schüchtern klopfen, den Rock in der Hand komm mit hellen Augen nötzliche Glieder# werden. ∆ Herford, liche Fortbild Freitag fand die E statt. In den Kl eine Prüsung in Deutschen statt. zur Verteilung: D an: 1. Paul Melh Melhop, 2. Fritz Bexten(Stift Ber, Herren Niebaum: Krüger bei Kondito erhielten ferner au mann, Rudolf 8 „ Lobende Aner wehrjohann und kennung, weil in erhalten: Albert Arendt Klasse 11 Klimme, Wilyelm Rudolf Meise. Lo Wilh. Bollmann, Vo jihre P ämien Wilhelm Schwarze, Lenger, Wilhelm Prämien: Friel Matthiar, Herm. Lobende Aner höner, Wilh. S. und(im Borjihr Klasse IId. Prä Gustav Overschacht Alfred Spekien. Li August Pühme, Kaiser, Walter Prämien: Feay Helarich Haselhorst, Niermann. Wilh. Heinrich Numeier. Wilhelm Möller, Scheppening, Adol „ erkennung: P## Wilhelm Sander, Fanheff Klasse 1 Menke, Karl Brau Lobende Aner! Heinrich Gräse, Siewert. Aus de Voes eine P ämie Sundern. das Konfirma! Wochen hat hier Landee k.rche verle „ übergetreten. Litd Männer aus Hei der G.meinde ger Glieder der ev. Ki Viele junge C zur Osterzeit ihe metall im Gesamtwerte von 50 Mk. entwendet. Dem Dekorateur B, Papenmarkt 1, haben Diebe in der Nacht zum 24. März mit einem Diamant eine Schaufensterscheibe erschnitten und aus dem Schaufenstern zwei Diamanten mehrere Pinsel, 1 Kleider= und 1 Schuhbürste im Werte von 25 Mk. entwendit. m.(Automatenschwindler.) In den Automaten mehrerer Wutschaften fanden sich in letzter Zeit mehrfach eine größere Anzahl Blechmarken vor. wodurch die Inhaber in hohem Grade geschädigt sind. m.(Eingeliefert) wurden am 23. zum 24 März 3 Betrunkene und 1 Obdachloser, am 24. zum 25. März 1 Bettler, 4 Oddach lose und 2 Pirsonen wegen Verüben groben Uufugs. An den Kreise Herford. O Herford, 25 März.(Der Kameradschaftliche Verein Stiftvere) hielt am Sonnabend, 23 d. Mis., im Vereinsokal eine statt besuchte Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand u. a. Anmessen der Vereinsmützen. Schon seit längerer Zeit ging der Verein mit dem Gedanken um, bei patriotischen Festen statt der hohen Hüte, Mützen zu tragen. Die hierfür gebildete Kommission hat nach eingehender Beratung jtzt eine sehr schöne Mütz: gewählt. Die Lieferung wurde dem Kameraden Herrn Aug. Tremel übertragen. Mit der Anfertigung soll sofort begonnen werden. C Hersord, 25. März.(Der Feldmärkerverein) wird hinfort den Nimen „Vereinigte Bürger aus Stadt und Land“ Uhren. Der Vortrag des Herrn Richtsanwalt Dr. Jecobsen sand lebhaften Beifall. D Hersord, 25 März.(Bankverein.) Auf die morgen abend 8½ Uhr im Vereins. Hause stattfindende Generalversammlung sei nochmals hingewiesen. + Herford, 25. März.(Schulaufnahmen.) Heute finden die Aufnahmen unserer Sechsjährigen in die Bürgerschulen statt. Schüchtern und mit bangem Herzklopfen, den Rock der Mutter festgekcampft in der Hand kommen die einen, selbstbewußt mit hellen Augen die andern! Mögen alle nützliche Glieder von Staat und Gesellschaft werden. O Herford, 25. März.(Gewerbliche Fortbildungs Schule.) Am Freitag fand die Entlassung von 32 Schülern statt. In den Klessen Ia. und lb fand eine Prüsung in der Buchführung sowie im Deutschen statt. An Auszeichnungen kamen zur Verteilung: Die trovzege Staatsmedaille an: 1. Paul Melhop bei Herrn Malermeister Melhop, 2. Fritz Bixen bei Herrn Tischler Bexken(Stift Ber.), 3 Fritz Söderström bei Herren Niebaum und Gatenberg, 4. Heinr. Krüger bei Konditor Pottebaum. Prämien erhielten ferner aus Klasse Ia: Fritz Beinkmann, Rudolf Frentrup, August Horst. Lobende Anerkennung: Aug. Landwehrjohann und jetzt nur lodende Anerkennung, weil im Vorjahre einen Preis erhalten: Albert Schaaf und Paul MeierArendt Klasse ld. Prämien: Friedrich Klemme, Wilyelm Säger, Fiedrich Tielker, Rudolf Meise. Lobende Anerkennung: Wilh. Bollmann, Siwon Stemp: und(im Vo jihre P ämien erhalten), Ernst Müller, Wilhelm Schwarze, Heinrich Homeier, Heinr. Lenger, Wilhelm Vorndamm. Kl ss. IIa. Prämien: Friedrich Klemme, Ferdinand Matthias, Herm. Salmon, Wilh. Steinkaup Lobende Anerkennung: Heinr. Wehmhöner, Wilh. Söderström, Walter Kelder und(im Borjihr Prämie), August Kunst. Klasse lld. Prämier: Heinrich Strunk, Gustav Overschachtfiek, Wilhelm Lindemann, Alfred Spekien. Lobende Anerkennung: August Pühme, Gast. Kleinebenne, Ferdinand Kasser, Walter Düfelmeier. Klesse IIIa Prämien: Feanz Naumann, Eenst Roche, Wilh. Plenker. Lobende Anerkennung: Heinrich Haselhorst, August Wortmann, Heinr Niermann. Wih. Pieper(Vorjihr Prämie), Heinrich Nimeier. Klasse llld. Prämien: Wilhelm Möller, Friedr. Froböse, Karl Scheppening, Adolf Held. Lobende Anerkennung: Piter Bieder, Wilh Berdrup, Wilhelm Sander, Friedr. Roltmann, Joseph Fanheff. Klasse IV. Prämten: Heinrich Menke, Karl Brauns, Heinrich Niedermöller. Lobende Anerkennung: Heim. Kötter, Heinrich Gräse, August Reirke, Oska: Siewert. Aus der Vorklasse erhielt Friedr. Voes eine P ämie. 4 Sundern, 25. März.(Denkt an das Konfirmations=Gelübde.) Vor Wochen hat hier eine Familie H. die v. Landee k.rche verlassen und ist zu einer Sette über getreten. Liider sind nun wieder zvei Männer aus Herford hier in den Häus ri der G.meinde gewesen, um roch mehr Glieder der ev. Kirche abtrünnig zu machen. — Viele junge Christen legen jtzt wieder zur Osterzeit ihe Knsirat'onsgelübde vor Gott am Altare im Gotleshause ab. Mit heiligen(Vorsätzen und guten Eatschlüssen für die Zikunft, die hoffgungsvoll, aber dunkel vor ihnen liegt, verlassen die Konfiemiertn das Gotteshaus. Wohl ihnen, wenn sie im späteren Leben mit seinen vielsachen Versuchungen und Gefahren der Lihren und Eemahnungen ihres lieben Seelsorgets, des treuen Lehrers und ihrer lieben Eltern stets eingedenk bleiben, ihren kindlichen Glausen und ihr Gelübde niemals vergessen!— Die Konsirmation ist die Bifestigung und Erneuerung des Taufbundes. Die jungen Christen bekennen ihren Glauben an den dreietnigen Gott, dm sie einst in der heiligen Taufe von ihren Eltern und Piten dargebracht worden sind, und geloben ihm fortan Herz und Leben zu weihen. Dann kaieen sie am Altar nieder, der Geistlich: gibt ihnen einen Derkspruch mit auf den Lebensweg und legt ihnen segnend die Hand auss Houp', indem er sie dem Schutze Goltes besiehlt.— Nin liebe Mitchristen in hi sizer Gemeinde versetzt euch mil wieder im Geiste in euee Ilgendzeit. Ihr wiß, deß nach dem Augsburger Bekenntnis da die wahrs sichtba#e Krche ist, wo das Wort Gittes lauter und rein gepredigt und die Sakramente nach Christi Einsetzung virwaltet werden. Dies geschleht in der evangelischen Kirche. Darum wollen wir sie doch lieben und treu bis zu unserm Tode anhangen. Spenge 24. März.(Einführung) Am 2. April d. Is. fiadet durch den Herrn Landrat von Borris die Einführung des neuen Amtmanns, Herrn Wirth, Gütersloh, zir Zeit Amtsverwalter daselbst, statt. Der scheidende Amtmann Herr Heidelbach tritt mit diesem Taze, nach einer sezensreichen 25 jährigen Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Man sieht den Herrn Amtmann Heidelbach aus seinem Wirkungskreise ungern sheiden, er es verstanden hat, sich die Liebe der Amtseingesessenen zu sichern. Möge ihm ein froher und langer Lebens abend beschieden sein. 9 Spenge, 24. März.(Kontroll= versammlung.) Die Frühjihes=Kontrollversammlung für die Gemeinden Spenge, Lenzinghausen, Hücker=Aschen, Wallenbrück und Bardüttingdof ftadet am 13. Apell im Saale des Gastwirts Heitmann hierselbü statt. I Obernbeck 23. Mäcz.(Unsitte.) Der Schuler N. von hier, welcher sich auf dem Schulwege befand, setzte sich auf die Deichsel eines hinter einen anderen Wagen gekoppelten Wagens. Hierbei kam er zu Fall, geriet unter die Räder des mit Kohlen schwer beladenen Wagens und erlitt einen Beinbruch. Diese leidige Unsitte hat schon wiederdolt Unglöcksfälle im Gefolge gehabt. II Obernbeck den 23. März.(Ein Schweineversicherungsverein) wurde hier gegründet. Die Vereinzs tzungen haben jtzt die Genehmigung der Aufsichtebehö##e gesunden II Mellbergen, 23 März.(Neue Fabrik.) Kausmann Steinm-yee in Blotho deadsichtigt hier eine neue Wasgpulversabrik zu erbauen. Die Zeichnungen usw. liegen bis zum 11. Aptil c:. im Amtsdurean zu Löhne zur Einsicht aus, wo auch etwaize Elnwendungen anzubringen sind. W Elverdissen, 25 März.(Schulsache) Die durch die Versetzung des Herrn Lehrer Schröder von hier nach Hazen feeigewordene 2. Lihrerstelle, wird vom 1. April d J. wieder neu beswerden und zwar von Heren Lehrer Brömmelmeier aus Ostkilver. W Elverdissen, 25. März.(Besitz wechsel) Herr Bäckerweister Gustav Heidemann hiersülbst, kaufte von dem Lanowirt Hilwaiserbäumer in Alstädterfeldmark ein Grundstück, welches in unmitteldater Näh: der Schule(Elverd sserstraß:) liegt und beabsichtigt dort im Laufe des Sommers eine Bock rei zu errichten. Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Mind u, 25 März.(Militärisches.) Die beiden Infanterie= Regimenter der 26 Brigaoe(I santerie Regiment Nr. 15 und 55) rücken laut„M. L Kisbl.“ vom 6. bis 29 Juni d. Is. zum Truppenübungsplatz Senge aus, um in dieser Zeit das Bata lons, Regiments= und Beigade Exer zieren, sowie die größeren Schießübungen abzuhalten. Das Jafanterie Regiment Nr. 15 und das 1. Bataillon Infanterie=Regiments Nr. 55 erreichen den Urdurgspitz sodie bei der Rückkehr die Garntson mitteln Eisenbohnfahrt während das 2 und 3. Bataillon Jsfanterie Regiments Nr 55 auf Fußmarsch verwiesen sind Das FeldartillerieRegiment Nr. 58, das ebenfalls den Uedungspitz sowie bei der Rückkehr die Garnison mittelst Fußmarsch erreicht, ist vom 22 Juni bis 20. Juli im Sennelager anwesend und hält in dieser Zeit seine gefechtsmäßigen Schieß= und Geländeübungen ab.— Am Sonnabend vormittag fand eine Frontmusterung des Artillerieregiments 58 durch den Kommandeur der 13. Feldartillerie= brigade Oberst Schütz, statt. Minden, 25. März.(Die Weser) führt wieder Hochwasser und hat weite Strecken überflutet. Am Sonnabend zeigte der Pegel morgens 4 Meter. Lübbecke, 22. Mäcz.(Lehrergehälter.) Die Gemeinden unseres Kreises Arrenkamp, Dielingen, Drohne, Oppendorf, Oppenwehe, Wehdem, Destel, Niedermehnen, Sundern, Twiehausen und Levern haben das Grundgehalt der Lehrer mit Rückwirkung vom 1. Aprll 1906 von 1050 auf 1100 Mark erhöht. Lübbecke, 22. März.(Versicherungstaxen.) Da verschiedentlich darüber Zveifel bestehen, wer zur Aufnahme von Texn über Gebände zur Versiherung bei der Westf. Prov.=Feuer Sozietät befugt ist, sei darauf hingewiesen, daß für die Siadt Lüdbeck: die Herren Bauunternehmer Bünemanu und Höinshaus all Truoren angestellt sind und Gebäudtexm aufnehmen können. Auch die von den in den benachdarten Aemtern wohnenden Toxatoren Herren Pott in Isinstekt Schmidt in Hedim u. a. ausgenommenen Tx.n sind hier gültig. Schnathorst 23 März(Schule.) Mit der Vertretung des erkrankten Hauptlehrers Herrn Rahmann ist der Schul amtsbewerber Hur Gustav Brinkmann aus Frothheim vom 15. d. Mts. ab von der Königlichen Regierung beau tragt worden Aus den Kreise Hale. Halle, 22. März.(Zukem gestrigen Monatsviehmarkte) waren angetrieben 2 Kühe urd 5 tragende Sauen, angefahren 41 Wagen und 1 Karre mit Ferkeln Die Kühe kosteten 200—400 Mk, Sauen 80—90 Mk. und das Paar 6—8 Wochen alte Ferkel je nach Qualität 22—30 Mk. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 23. Mäz(Postpersonalten.) An Stell: des von hier nach Posen versetzten Postinspektors Herrn Lindemann tritt Herr Postinspektor Freisen aus Kiel. Herr Oderpostpralt: kant Ludolph ist zum 1. April zur Oberpostdirektion Posen versetzt worden. Ferner ist zun gleichen Zei piakte auch Heer P stasfistert Hoopmann von hier nach Oderschönsweide bei Berlin versetz. Hur Pestassistent Kanne aus Mettmann ist zum 1. Apeil an das biesize Postamt veisetzt.(Besti. Zu.) Aus den Kreisen Münster und Arusberg. Dortmund, 21. März.(Burg Altenal. Heute nachmittag fand eine Sitzung des Ausschusses für die Jubelfeier der 8 ge hörirkeit der Grafschaft Mark zue eerone Preußens statt, welcher auch Oderpräsident Staatsminister a. D. Ex Uenz von der Rck:(Münster) eine Zettlang beigohrte. P.of. Dr Rabel(Doelmund) hielt einen Vortrag über die Frage, oo die Burg Altena tatächlich als Stammsitz des Grasen von der Mark angesehen werden könne. An der Hand von Urkunden und Dekamenten glaubt der Vortragende den Nachweis als unzweiselhaft erbringen zu töanen. Im Gegensatz zu Pcof. Ehrenberg (Münster) und Museumsdirektor Osthaus (Hazen) sprach sich Prof. Fentzen für den Ausbau der Burg A tena aus. Nach lebhafter Dekusion wurde einstimmig besglossen, ar dem P.ane des Wied raufoaues der Burg Altena festzuhalten. Die Sammlung für den gedachten Zueck ergab bisher die Summe von 34000 Mk. Aaus den Nachdarroshuzen und Staaten. Barmen, 22. März.(Kunsthistorische Aus stellung.) Die Stadt Elberseld beab sichtigt zur Echaltung ihrer Kunsthistorten eite kur sthisorische Ausstellung auf die Dauer von drei Monaten zu veranst ilten und ein Fist zu begetzen, in dem alle Künste und Hand werk: seit 100 Jahren vertreten sein sollen und große Festspiele aufgefühet weeden Vermischtes. Berlin, 23 März Auf dem Bahnhof Karon unfern Brankeaburg entgleiste ein Gülerzug. Der Lokomotivführer und der Heizer sind tot. Berlin, 22. März. Heute nachmittag 2½ Uhr ist eine Bedagdroschke vom Lützow Ufer her bei der Landgraferstraße in den Kanal gefallen. Der Cgauffrur Fischer und die Insassen, Frau Jakob Klaus, Frau v. Halle und Frau Rosenthal, sind von Passanten durch Rettungsringe gerettet worden Der Chauffenr ist in das Esabethkrankenhaus geschafft worden. Fischer hatte eine Droschke überholt und dann bei sehr schniller Fahrt zu schnell nach richts gesteuert. Berlin, 28. März Nachdem die Verhandlungen zwischen den Orgarisationen des Holz gewerdes mit dem Holzarbeiterverbande jetzt end gültig abgebrochen sind, hat auch die Berliner Tischlerinrung die Aufhebung des gemeinsam mit dem Holzarbeiterverbande errichteten Arbeitsnachweises verfügt. Berlin, 22. März. Der Streik in der Berliner Elektromobil=Droschken= Aktiengesellschaft „Bedag“ ist beendet. Hamburg, 22 März. Die von Montag, den 25. März ab anzunehmenden 2000 Arbeiter sollen zu einem Stamm fester Leute ausgebildet, und dann soll die Tag= und Nichtschicht eingeführ: wirden. Durch diese Einteilung wird das Jahreseinkommen der festen Arbeiter aus die Höhe von 1900 Mark gebracht die Zahl der Arbeitswilligen ist in stetiger Z inahme begeiffen. Bremen, 24 Mirz. In dem Disziplinarverfahren gesen die Volksschutlehrer Holzmeyer, Gornlmarn, Ganzbig und Lüdeking wegen Arfeiug der Bremer Lezterschaft gegen die Schulbehörde und Mißachtugg wurde gestern abend noch dreitägiger Verhandiung das Urteil o föllt. Alle vier Angeklagten erhielten einen Vuw is und wurden in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Außerdem wurde der Bolkeschullehrer Holzmiyer zu 800 Mark Geldstraf; verurteilt. Dresden, 23 März P.osessor Johann Schilling, der Schöpfer d.s Nederwalddenkwals, ist seit kurzer Zeit völlig erblindet Eine vor mehreren Monaten vorgerommene Operation hat dem über 80 Jah e alten Kürster keine Hilfe gebracht. Trient, 23. Mälz. Der Waldbrand bei Ischia dauert fort. In Novella ist ein großer Waldbrand ausgebrochen, durch den die Gemeinde Flavon bedroht ist. Auch bei Kaltirn ist ein Wildbrand entstanden, der großen Umfang a-zunehmen droht Kingeton(Imalka), 24 März Ein neuer E.dsteß veranlaßte gestern den Emsturz mehrerer Gebäude, die bereits von f ü h e r e n E c d s t ö n e n s c h a d h a f t w a r e n. E i n e Panik entstand soch find, soweit bieher bekannt, keine Menschen und Liben gekommen. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 25. März 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Wi,###e Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht— 1 eC. Thermozieterstant um 10 Uhr vorm.+ 3½° C. Baromeler 760 em Wind Wist. Hinma tiilw. bedeckt Neueste Nachrichten Berlin, 25. März. Reichskanzler Fürst Bülow und Gemahlin sind gestern, Sonntag vormittag, nach Rapollo abgereist. Aus dem Freundeskreise der Familie des Fürsten haben sich den„Berliner N. Nachr.“ zufolge angeschlossen: Prof. Harnack, Geheimrat Prof. von Renvers und der bekannte Physiker Professor Blaserna. Der „L. A.“ tritt der Behauptung verschiedener Blätter entgegen, daß Fürst Bülow auch nach Rom gehe, er wird seinen Osterurlaub ausschließlich in Rapollo verleben. Ebenso falsch sind die Ausstreuungen, daß der Reichskanzler auf ärztlichen Rat reise und weil er der Erholung dringend bedarf. Fürst Bülow ist vielmehr bei ausgezeichnetem Befinden. Bukarest, 25. März. Walachische Bauern verwüsteten die Orte Radauzi und Zimnitschea und begaben sich plündernd und brennend in die Nachbardörfer. Auch bei Kraiova raubten die Bauern auf den Gütern und verbrannten große Mengen Getreide; ebenso in der Umgegend von Alexandria. Die Juden flüchteten überall. Ein Pfarrer wurde als Anstifter ver haftet. Anfruhrszenen werden auch aus dem Bezirk Teleorman gemeldet. Im ganzen sind schon hunderte von Dörfern und höfen verwüstet. Der hiesigen Bevölkerung bemächtigt sich Unruhe. In Galatz kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Bauern und Militär. In Braila sind die Getreidedocks bedroht. Itzkany 25 Mäz. Das Elend der Fuatl age ist undesch eidlich. Hinderte von Fimt ien sind in Dachkammern und Scheunen untergebracht und leiden Manzel an Nahtung und Kidung Die neu sten Nachrichten welden neuerlich: Broustangen im Bezirke Roman. Gestern um 10 Uhr wurde die Otschaft Sarat von 4000 Bauera augegr ffen. Das Militär leistete Widerstand. Blutige Szenen spelten sich ab. Ein russischer Sudent wurde an der österreichisch= rumänischen Grenze verhaftet, weil er Bauern aufreizte. Die Unruhen sind von lagger Hand vorbereitet. Die Antisemiten Tick und Paoleska, welche ein Wochenblatt herausgeden, betreiben die Hetzereten gegen die Juden plar mäßig; sie urt rhalten Beziehuogen mit Lahroary und den hochnen P.r,önlichkeiten Rimäniens. Kufeke“ Kinder mehl. Hervorragend bewährt bei Darmkatarrh, Diarrhoe, Brechdurchfall, etc. 19 E Jahreskursus mit vollem Tagesunterricht für Jünglinge und junge Mädchen über 14 Jahre.— Zur Anmeldung am Montag, Dienstag und Mittwoch früh 11—1 Uhr ist das Schulentlassungszeugnis mitzubringen. Handelsschul=Direktor Karl Ilse, Oberwallstraße 12. Capeten— Linoleum Etherusta „**** Schreder G Bachi Bielefeld Reichsbankstrasse 1 Ecke Bahnhofstrasse. Fernsprecher 101. Evangel. Jungfrauenberein Bethel bei Bielefeld. Ostermontag, den 1. April 1907. — Familien=Abend= mit Gesängen(drei= und vierstimmig), Deklamationen, Aufführung und Ansprochen im Assapheum. Alle Freunde und Freundinnen der Jungfrauenvereinssache sind herzlich dazu eingeladen. Eintritt 20 Pfg. Beginn ½8 Uhr. Peschehech-cheee Herrorder Bann. un Zweiganstalt der Osnabrücker Bank. I Aktienkapital Mark 13,500 G Reserven„ 3.150 151 ! ! LI LI 51 7 Belanurmachung. Nachdem gegen den Plan, welcher die Fluchtlinie der Westseite der Bahnhofstraße zwischen Jahnplatz und Arndtstraße festgesetzt und gemäß der Bekanntmachung vom 20. Februar 1907 offen gelegen hat, Einwendungen nicht erhoben sind, ist derselbe förmlich festgestellt und auf dem Stadtbauamt im Rathause zu jedermanns Einsicht offengelegt. Bielefeld, den 22. März 1907. Der Magistrat. Im Neubau des 9„Hotel Vereinshaus“ Bahnhofstraße ist ein Eckladen und zwei ° LäNen lettere auch als ein Laden Lauei zu benutzen, zu vermieten Auf Wunsch kann eine Wohnung beigegeben werden. Zum bevorstehenden Quartalswechsel halten wir uns zur Belegung von Depositengeldern empfohlen. 7 7 an G Die Zinsvergütung beträgt zur Zeit z 44% bei sechsmonatiger, Kündigung. SSSSESASSRSSEESSSARSSARSEE SaS:! I 535 Bekanntmachung. Nachdem bei der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden für die Einführung des Beitrittszwanges erklärt hat, ordne ich hiermit an, daß zum 1. Juni 1907 eine Zwangsinnung für das Schmiedehandwerk in dem Bezirke der Stadt Herford und der Aemter Vlotho, Herford=Hiddenhausen und Spenge mit dem Sitze in Herford und dem Namen„Zwangsinnung für das Schmiedehandwerk in Herford“ errichtet werde. Von dem gesannten Zeitpunkte ab gehören alle Gewerbetreibende, welche das Schmiedehandwerk betreiben, dieser Innung an. Minden, den 20. Februar 1907. Der Regierungspräsident. I. V. gez.: v. Wehrs. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Herford, den 20. März 1907. Der Masistrat: Quentin. In aparten Formen und reicher Auswahl liefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, BIELEFELD, Niedernstr. 45. Bekanntmachung. der Wehrordnung werden die Namen der im heutigen Zurückstellungstermine berücksichtigten Mannschaften nachstehend gemacht mit dem Bemerken, daß nach Absatz 5 a. a. O. die Zurückstellung nur bis zum nächsten Zurückstellungstermine Gültigkeit behält und von neuem beansprcht werden muß. Es sind zurückgestellt hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr 2. Aufgebots. 1. Herr Landwirt Wilhelm Beste, 2.„ Maurermeister Franz Borchard, 3.„ Apotheker Otto Strumpf. Bielefeld, den 19. März 1907. Zivil=Vorsitzende d. Ersatz=Kommission d. Stadttr. Bielefeld. gez. Toerner. Näheres durch die Vorstandsmitglieder W. Bökenkamp und A. von der Mühlen. Soeben erschienen: Was muß der Steuerpflichtige von den preußischen Steuergesetzen wissen? Kurzer Ratgeber für Alle, die sich richtig einschätzen oder sich über eine richtige Veranlagung zur Einkommen=, Ergänzungs=, Gewerbe= und Gebäudesteuer Gewißheit verschaffen wollen. Im Selbstverlage herausgegeben von Fr. Pfankuch, Stadtsekretär in Bielefeld. Preis 1 NIK. Zu beziehen vom Verfasser. 8 F Flügel, Pianinos, Harmoniums Ständige Auswahl von ca. 100 Instrumenten eigener und bestrenommierter Fabrikate in allen Preislagen Flügel von mk. 1280—5000 mk. stets Pianinos„„ 590—1600 Harmoniums„ 100—900 * * Lager. Monatliche Abzahlungen auch bei gebrauchten Pianos soliden Ursprunges gestattet. Beabsichtigen Sie die Anschaffung eines Instrumentes, so bitten wir um Ihren Besuch, welcher Sie in keiner Weise verpflichtet. coulanteste Bedingungen, schützen Sie vor unliebsamen Erfahrungen resp. frühzeitigen Reparaturen, da jede unserer Lieferungen durch uns voll garantiert wird. Wir gewähren Inhaber: Th. Mann und H. Steinhaus Planoforte-Fabrik. C. 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Die wenden sich jetzt griffen gegen d Grasin Posadon direkt gegen der Zig“ wirft ihm vor; sie will, liberale Seite das Berl. Tag kanzler, die Li regierung ausr und in dieser Fri Hasen geschossen. Flitterwochen zu mit dem Entgege Forderungen Er verlangt nicht gesetzes, sondern Reichstagswahlkr gesetz.„Bülow liberel und im 2 regeten; die M welchen Kurs Reichslanzler üb noch nicht hinaut Ein anderes B hause wurde Schulantrag weil man ihn de virker mitgeteilt, hatte, daß sie ohn Pfeife tanzen mü Antrages durch e montane Mehr am Reiche" demgegenüber die dos für Verrat a wir wissen, wie es tane Mehrheit eine solche sitzt Vertrauen in dem Wahlrecht zu des Abgeordneten es in einer nati in Groß Lichtersel die National dem Zentrum sammen das jetz Pieußen durch ersetzen. 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