Dr Art Atelier. Stoffe tikeln. elefelder -Theater. den 14. März 1907. ung 7½ Uhr. letzten Male—— mersholm. den 16. Mürz 1907, lug 7½ Uhr. einen Preisen: heidelderg. eige: Mittwoch, den Einmalige AusJelberg.(Für halbe Preise auf mit Ausnahme der Mner! März 1907, ds 8½ Uhr reinslekal ünger er Vorstand. gabe nur bis 10 Uhr. schier rbeiten gesucht au ernde Stellung. en, Möbelfabrik. Bielefeld herrn Stadtbaurst Jahre inn gehobte ung, bestehend aus geschloss Verando u. Zubehör, mit ing wird Oktober ner. Kastanienstr. 7. Bielefeld. lech genr Paane stalt in Berlis erungsanstalt. versergung Kaplsom, Bilhtürdienst, ärztl. Unterauchung. ohne Lebenszeug kiion zu erfahrenden Verschwiegenbeit. kostenfrei bei: Obernstrasse 52. imoldes 47 Bekanntt, Einenselben hiermt kathaus) Nagschrat. N 8ech Nr. 63. Birrteljährlich an allen Postanstalten 1.20 M., bei täglicher Bustellung in Bielefeld ### M., durch Briefträger 1,62 M. 31. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Listorischer Kalender. 15. März: Julius Caesar wird ermordet, 44 v. Chr.— Kolumbus, von der Ertbeckung Amerikas zurückgekihrt, läust in den Hafen von Palos ein, 1493— Napoleon I. wird König von Italien, 1805— Paul Heyse, Dichter, ged. 1880.— Cherubini, italienischer Komponist, gest. 1842.— Eröffnung der i ternationalen Arbeiterschutzkonferenz, 1890. Fürst Bülow beim beutschen Lanbwirtschafstrat. Beim Festmohl des deutschen Landwittschafttrats hielt Fürst Bülow eine Ansprache, deren Haupesätz; wie folgt lauten: Eir Bald ist im hinter uns liegenden Wahlkampfe erfreulichetweise nicht geleckert worden, sondern, wie ich haffe, noch gefestigt worden: das Virtrauen zwischen dem deutschea Reichskarzler und der deutschen Landwirtschaft.(Lebhaftes Bravo) Dieses Vertrauensverhätvis wird auch keinen Wandel erfahren; ds bin ich sicher. Wenn ich mich auschicke, Wünsche zu erfüllen, die bereits seit langer Zeit von den Parteien der bürgerlichen Linken gehegt werden, wenn ich dem Richstage meine Bereitwilligkeit erklärt habe, die Reform des Vereins= und Versammlungsrechts, des Strafrechts= und der Strafproz=ßördrung durchzuführen, leitet mich die Ueberzeugung, daß ein führender, verantwortlicher Staalsmann gezwungen ist, unzeitgemäße Zustände durch zeitgemäße Reformen zu ändern. Es war eine große Weisheit der englischen Acistokratie, notwendige Konzessionen recht zeitig zu machen. Wir werden bei der notwendigen dringerden Reform des Börsengesetzes nichts bringen, was die Interessen der Landwutschaft schädigen könnte. Ich erwarte deshalb auch, daß die Vutreter der Landwiztschaft im Reichstage den vorurteilslos prüfen werden. Die Land wirtschaft hat kein Interesse daran, daß durch die Börseng setzgebung Treu und Glauben im Geschäftsverkehr erschüttert werden, daß das deutsche Kapital ins Aus land wandert, daß die kleinen Banken jetzt aufgesogen werden durch die großen. Auch die Lundwirtschaft hat ein Interesse daran, daß unsere Börse gegnüber den Börsen des Auslandes nicht in den Zustand der Inferiorität gerchkt, daß der hohe Bankdiskont erniedrigt wird. Die Scheuklappen müssen abgelegt werden. Unargetastet bleibt mein bisheriges wirtschaftliches Programm: Schutz der nationalen Arbeit, Schutz unserer Pro duktion, Schutz und Fürsorge insbesondere unserer Landwirtschaft. (Lebhafter Beisall) Ich betrachte die Bizeichnung Agrarier als Ehrentitel. Weon ich mich einmal aus dem öff ntlichen Leben zurückziehe, so mag man nur auf meinen politischen Leichenstein schreiben: Dieser war ein agrarischer Reichskanzler.(Beifall) Diese meine Politik hat sich bewährt bei den Wahlen. Dem ländlichen Arbeitermangel muß durch planmäßige Ansiedelung und Seßhaftmachung der Arbeiter adgeholsen werden. Für den Reichskanzler sind die Gesamtinteressen die einzige Richtschnur. Er wird aber dem Bund der Landwirte stets Gerechtigkeit widerfahren lassen und er darf hoffen, daß er entschieden, aber mit Anerkennung der berechtigten Forderungen anderer Erwerbestände für die Laodwittschaft eintritt.(Lebhafter Beisall) Die Regiekungen verstehen und würdigen die Beden tung der Landwittschaft. Dies tut auch der Kaiser. Seine Söhne haben in Plön einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Dort hat ein Häuchen eine lateinische Inschrift: Nihil melius, nihil homini libero dignins quam agricultura. Nichis ist besser und des freien Mannes würdiger als der Ackerbau.) In dieser Gesinnung erzieht der Kaiser seine Söhne, und solche hegt er selbst. Ein Mahnwort an die Kriegervereine. Der„Boztländische Anzeiger“ veröffentlicht folgende beherzigenswerte Worte, denen wir die weiteste Verdreitung wünschen: Nieder mit dem bösen Geist, Dir die Zwietracht stiftet; Nieder mit der Schar, die dreist Unser Volk vergiftet! Die letzten Wochen haben bewiesen, daß nationales Emfinden und wahres Deutsch tum noch in unserem Volke vorbanden sind, daß die alte Treue und die Liebe zu Fürst und Vaterland noch leben, und daß der glimmerde nationale Funke nur angefacht zu werden braucht, um alsbald zur glühenden Flamme emporzulodern, wenn dem Vaterlonde Gefahr droht. Und das Vaterland war in Gefahr, es hat gerufen, nicht zu kriegerischen Taten gegen einen auswärtigen Feind, sondern zum Kampfe mit geistigen Waffen gegen den inneren Feind der Zwietracht und des Umsturzes. Es galt eine Tat der Befreiung von dem lästigen Joch der Religions= und Vaterlandsfeinde, welches seit langen Jahren auf urs lastete und alle edeln, idealen Regungen unseres Volkes zu erdrücken drohte. Es ist— Gott sei Dank — vereinter Anstrengung endlich gelungen, dieses Joch abzuschötteln. Auch unsere Kriegervereine haben in diesem Ringen, vereint mit der nationalen Bürgerschaft ihr redlich Teil zu dem schören Ersolge beigetragen. Soll aber dieser Erfolg dauerhaft sein, so gilt es zunächst, die Hände nicht wieder in den Schoß zu legen, sondern das heiß Erkämpste zu behaupten und zu erhalten. Es wäre folsch und schimxflch, auf den Errungenschaften aus zu ruhen und der fortgesetzten Wühlarbeit des Gegners wieder tatenlos zuzusehen. Es gilt daher vor allem, das nationale Gewissen zu schärfen und das gesunde politische Urteil weiter zu erziehen und zu festigen und entschieden Stillung zu nehmen gegen die allesverder bende Volksverhetzung. die selbst vor den Toren der Kriegervereine nicht Halt macht, sondern heuchlerisch einzudringen versucht, was ihr leider auch mitunter gelingt. Hier gilt es, die Augen aufzumachen, mit verschärfter Wacksamkeit dem frevelhaften Beginnen entgegenzutreten und der Gefahr die Spitze abzubrecher. Dasistunsere Soldatenpflicht! Unsere Bundessatzungen verlangen, daß wir Sozialdemolraten und solche Personen, welche sich sozialdemokratischen Bestrebungen hingeben, weder in unsere Vereine auf nehmen, noch darin dulden dürfen, und sie verlangen das mit Recht, denn wer nicht den Mut hit, den an ihn herantretenden Versuchen der vaterlandslosen Volksverführer zu widerstehen, wer seinem König und seinem Kaiser, welchen er im Fahneneid Treue gelobt, diese Treue bricht, wer mit seinen Gesinnungen der sozialdemokratischen Partei huldigt, der istkein Soldat im Sinne des Wortes und für den ist kein Platz in einem Kriegerverein. Hier erfordert es eine reinliche Scheidung. Es ist daher nicht nur eine Pflcht der Vereinsvorsteher, sondern aller treuen Kameraden, streng darüber zu wachen, daß die irgendwo eingestreute sozialdemokratische Saat in unseren Vereinen keinen Boden findet, und daß etwa aufgegangenes Unkraut rechtzeitig ausgerottit wird. Es ist unsere Soldatenpflicht, keine Heuchler in unseren Vereinen zu dulden Lieber weniger und treue, zuverlässige Mitglieder, als eine große Mitgliederzahl, deren Zuverlässigkeit im Ernstfalle versagt. Die wahre Kameradschaft kann nur gedeihen, wenn alle Mitglieder patriotisch derken und fühlen und sich gegenseitig die Treue halten. Möge jeder einzelne Kamerad nach seinen besten Kläften doz: beitragen, daß die Kameradschaft in diesem Sinne in den Vereinen immer besser gepfligt wird, daß alle Standesunterschiede sowohl außerhalb des Vertirs als in ihm verschwinden, daß wir alle eine große vationale Gemeinschaft bilden: Einer für alle— alle für einen! Wenn wir so, vereint mit dem vationalen Bürgertum, der Zukunft entgegengehen, dann wird der Sieg sich stets an unsere Fahnen heften, dann wird für alle Zeit das nationale Banner über unserem Vaterlande wehen.„Treue unserer Soldatenpflicht“ sei unsere Parole, „Mit Gott für König und Vater land“ unsere Losung, und unser Feldgeschrei„Für Kaiser und Reich!" Ein Kamerad. Gegen streikende Arbeiter aufgebotene Soldaten müssen den Gehorsam verweigern. Diesen neuen Kernsatz sozialdemokratischer Moral vertritt ein langer Artikel in der schweizerischen„Arbeiterstimme“ unter der großartigen Ueberschrift „Ueberzeugung, Gewissen und Autorität“, und die beiden„amtlichen“ roten Organe von Zürich und B ru drucken ihn unter demselben Titel mit B hagen als Leitartikel ab, das Züricher„Volks: in Nr. 46 vom 25 Februar, die„Berner Tagwaat“ in Nr. 48 vom 26. Februar (beide S. 1). Da lesen wir folgende wunderliche Bekenntnisse sozialdemokratischer Moral: ist nicht geraten etwas wider das Gewissen zu tun“— d. h. der Fahneneid darf den Genossen vie genieren!—„Die Bourgeoisirkiasse läßt sich nigt gutwillig das F.ll über die Ohren zieher"— räglich bei Streiks, deren Hauptzwick damit in köstlicher unfreiwilliger Komik treffend charakterisiert ist.—„Wir begreisen deshalb wohl, daß die Bourgeoisieklasse auch fernerhin den Arbeiter im Waffenrock dazu mißbrauchen(!) will, gegenüber seinen Brüdern die Henkerrolle(!) auszuüben. Der organisierte Arbeiter im Wffenrock handelt aber gegen feine Ueberzeugung, wieder sein Gewissen(1), wenn er in solchen Fällen nicht den Gehorsam per weigert!“(!!) Das ist im fettesten Druck befohlen.„Der Arbeiter, der als Wehrmann die Waffen gegen seine streikenden Brüder kehrt, z'eht sich auf B fehl der Bourgeoifieklass(?) selber das Fell über die Oh:v. Die Partei verlangt in ihren Be fglössen“(auf dem Ottener Parteitag 1906) „nur(!) Garantien gegen die Wiederholung der Verwendung von Wehrmännern bei Streiks und macht es hiervon abhängig(!), ob sie der neuen Militäcorganisation“(der Schwei)„zustimme. Solange ihr dies: Garantien nicht gegeben sird, rät sie den Soldaten, wenn diesen befohlen wird, streikende Arbeiter anzugreifen oder gegen sie die Wassen zu gebrauchen, den Gehorsam zu verweigern.“ Das neue schweizerische Militärgesetz wird, wie das unsrige, diesen guten„Rat“ und dessen Ausführung jeden falls auch mit recht ausgiebigem Zuchthaus lohnen! vollster innerster Ueberzeugung sagen, es war, wie Maria Stuart, besser wie sein Ruf. Es ist meine innerste, ehrlichste Ueberzeugung, daß ein Gesetz und seine Absichten seiten so mißverstanden sind, wie gerade dieser Gesetzentwurf, und wenn diejenigen, die das Gesetz so augriffen, seine Motive gründlicher stubiert hätten, wären sie vielleicht doch zu einer andern Ueberzeugung gekommen.“ Wir möchten dieser Beurteilung des Herrn Staatssekretärs beistinmen, aber da aus auch noch eine bedeutungsvolle Folgerung ziehen: Wenn es sich mit dem Gesetz wirklich so verhält, wie es Graf Posadowsky auch jetzt noch nach seiner„innersten, ehrlichsten Ueberzeuzung" behauptet, so ist es eine Unmöglichkeit, daß die verbündeten Regierungen sich entschließen könnten, einen extremen Wünschen entsprechenden radikalisierten neuen Gesetzentwurf vorzulegen. Wie wollte Graf Posadowtky einen solchen neuen Gesttzentwurf vertreten, winn er doch noch heute den alten seiner innersten, ehrlichen Ueberzeugung nach für zweckmäßig und sachlich gerechtfertigt hält? Die Regierung kann doch unmöglich eine Position, die sich auch heute noch für sachlich richtig hält, aufgeben, allein unter dem Zwange und im Dienste extremer Parteiwünsche und einseitiger Son erbestrebungen. Eine Unmöglichkeit. A S K Bei der Reichstagsverhandlung über die Interp llation des Zentrums, betriff“ Weiterführung der Soziaspolitik, hat Graf Pesadowsly im besonderen von dem Gesetz##otwurf, betieffend die Verleihung der Rechissähigkett an die Berufsvereine, erklärt: „Von dim Berufsvereinsgesetz kann ich aus Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 14. März. Auf eine Aufrage bei der hiesigen italienischen Botschaft erfährt die„Voss. Zig.“, daß die Nachricht, wonach die Königin von Italien Ende Mai nach Essen zur Einweihung eines italienischen Hospizes reisen wollte, jeder Begrünfung entbehrt. Die Kaisermanöver zwischen dem X und dem VII Armeekoips, werden sehr früh ihren Anfang nehmen. Wie verlautet, findet die Kaiserparade des X. Armeekorps auf dem historischen Paradeselbe am Krousberge bei Hannover bereits am 27. August statt. Die Manöver zichen sich von der Warburger Gegend nach Münster hin und werden gegen Mitte September bereits ihr Ende erreichen. Der Landwirtschaftsrat stimmte einem Antrage zu, den Reichskanzler dringend zu bitten, baldigst dafür zu sorgen, daß die Forschungen Behrings beireffend die Schutzimpfung gegen die Rindertuberkulose vom Reiche unterstützt werden, damit namentlich ähnliche Versuche, wie sie in Argentinien in Aussicht stehen, auch bei uns vorgenemmen werden können. Der Landwirtschaftsrat nahm ferner einen Antrag an, in dem das zuversichtliche Vertrauen zur Reichsregierung ausge prochen wird, daß bei einer Aenderung der bestehenden Börsengesetzgebung keineswegs eine Abschwächung des Verdots des börsenmäßigen Terminhandels in Getreide und Mühlenfabrikaten, und keinesfalls die Aushebung des Börsenregisters erfolgt. Der verstorbene Staatsminister von Bötticher hat wie gemeldet wird, keine Aufzeichnungen nach Art der Hohenloheschen hinterlassen In Gräfenhainichen, dem Geburtsort Paul Gerhardts, wurde der Grundstein zu einem Paul Gerhardts=Gedenkhause gelegt. Generolsuperintendent D. Vieregge, tat am Grundstein die ersten Hammerschläge, indem er die Strophe sprach:„Der Grund, auf dem ich baue, ist Christus und sein Blut“ Aus Metz wird die amtliche Feststellung gemeldet, daß sämtlicke Opfer der Pockenepidemie in der Stadt und den Vororten nicht geimpfte Personen waren. Braunschweig, 14. März Beim Herzoglichen Staatamintsterium ist ein Protest noch bis zum 3. Mai.— In Charkow wurden durch eine in einer Studentenwohnung gefundene Bombe 5 Personen getötet und 6 andere verwundet Von der Balkanhalbinsel. Wie in jedem neuen Frühjahe, beginnen auch jetzt wieder die Balkan Angelegenheiten die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Namentlich macht sih der serbische Nitionalismus bemerklich. Serbische Banden treten in Macidonien auf und wecken dadurch die ohnehin rege Eifersucht der Bulgaren. Die nie zuhende griechische Agitation ist mit reuem Eiser ans Werk gegangen und in Bulgarien hat die Sobcanje in dritter L sung einen außerordentlichen Kredit von 32 Mill. zu Rüstungszwcken bewilligt. Das alles ist wenig erfreulich, kans aber, wie in früheren Jahren, schließlich ohne ernste Störungen, die einen mehr als lokalen Charakter tragen, wieder vorüberziehen. Auch in Byeuth hat es Ausschreitungen gegeben, die von Muselmännern gegen die einheimischen wie gegen fremde Christen verübt wurden und denen eist durch das Zusammenwirken des deutschen und des französischen Botschafters in Konstantinopel Einhalt geboten wurde. Sofia, 13. März. Der Mörder Perkows soll heute nacht beim Verhör, das in Gegenwart mehrerer Zugen statt fand, ein vollständiges Geständnis abgelegt haben. Die Ermordung Peikows soll darathz in der Redaktion der„Balkanska Tribuna“ beschlossen worden sein, unter Mit vissenschaft zahlreicher Studeuten, die in Verbindung mit dem oppositionellen Block stehen. Die Führer des Block: scheinen von dem Anschlage Kenntnis gehabt zu haben. In Garzen wurden bither 30 Personen, meist frühere Beamte, verdastet Madrid, 14 März. Nachd.m nunmehr die Wahlen für den Pooinzialrat beendet sind, ist der Termin für die Wahlen zur Deputiertenkammer auf den 21. April und für die Wahlen zum Senat auf den 5. Mai festgesetzt worden. Tanger, 14 März Der ganze Stamm der Beni=Aros hat sich unterworfen. Raisuli ist aus ihrem Gebiete enfflohen. Aus den Parlane##### Deutscher Reichstag. 18 Sitzung vom 14. März 1907. 1 Uhr. Der Reichstag erledigte am Donnerstag nach kurzer Erbiterung die erste und zweite Beratung des Gesetzentwurfs betr. den Hinterbliebenen=Versicherungsfonds und den Reichsinvalidinson###. Staatssekretär Frhr. v. Stengel bemerkte, die Vorlage bezwecke, die Verwaltung des anzu sammelnden Fonds möglichst einfach und billig zu gestalten; sie solle deshalb dem Reichsinvalidenfonds übertragen werden. Darauf ging das Haus über zur Interpellation der Abgg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim und Dr. Stresemann(natl) betr. eine eventuelle staatliche Pensions und Hinterbliebenen Versorgung für die Privatdeamten. Ja der Begründung der Interpellation bemerkte Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim, wenn die Regierung über eine Flut von Anträgen klage, so sei sie selber daran Schuld. Arbeitneh ner und Arbeitgeber brauchten sich nicht immir noch feindlich gegenüberstehen, wären die in der kaiserlichen Botschaft verheißenen Arbeitskammirn geschaffen Staatssekretär Graf Posadowsky meinte in der Beantwoitung der Interpellation, erst habe man der Regierung vorgeworfen, sie schlage in der Sozialpolitik ein Automobiltempo ein, jitzt heiße es wieder man hinke nach. Die Denkschrift werde dim Reichstage noch heute zugehen, es werde aber zu prüfen sein, ob nicht eine Zwangsverbindung in bedenklicher Wise in die pcivate Versicherung eingreise und die Privatbeamten werden sich namentlich zu fragen haben, ob sie imstande sind, die hohen Betträge zu zahlen. In der Besprechung der Interpellation verwies noch Staatssekrekär Geaf Posadowsky zur Beurteilung der vorliegenden Frage auf das außerordentlich reichhaltige Material. Schließlich konnte die Besprechung geschlossen werden. Freitag 1 Uhr: Interpellation über Wahlbeeinflussungen. Schluß 6 Uhr. Herrenhaus. 4. Sitzung vom 14. März, 1 Uhr. Der Antrag v. Chlapowski aus Einstellung eines gegen das Mitglied des Herrenhauses von Koscielski schwebenden Strafverfahrens wird nach kurzer Erörterung gemäß dem Kommissionsrorschlage abgelehnt Hierauf eriedigte das Haus die Berichte über die Betriebsergebnisse der Eisenbahnen für 1905 durch Kenntaisnahme. Es folgt die Beratung des Beamtenpensionsgesetzes. Finanzminister Fehr. v. Rheinbaben: Wir halten den Wunsch des Hauses, reichlicher mit Vorlagen bedacht zu werden, für vollauf berechtigt und haben deshalb diese Vorlage zuerst dem Hirtenhause unterbreitet. An din Grundlagen des Pensionsgesetzes wollen wir nicht rütteln, sondern nur zu Gunsten der Beamten einige Aenderungen treffen, einerseits, um mit den süd deutschen Staaten Schritt zu halten, andererseits aus Rücksicht auf die allgemein teurer gewordene Lebenrhaltung. Die Persion wird nach vollendetem zehnten Dienstjahre von einem Biertel auf ein Drittel erhöht, ähnlich wie bei den Militärbeamten und den Offizieren. An Stelle des Gnadenmonats tritt im Todesfall für die Hinterbliebenen das Gnadenquartal, ebenso wie beim Milttätpensionsgesetz. Das Gnadenquartal soll nicht nur den Müttern und Kindern, sondern auch anderen Angehörigen, speziell den alten Eltern, gewährt werden. Rückwirkende Kraft können wir dem Gesetz nicht geben mit der Ausnahme der Kriegsteilnehmer, welche eine höhere Pension erhalten sollen. Der Mehraufwand für Pensionen und Relikten ist bedeutend, deshalb können wir über die vorgeschlagenen Sätze nicht hinausgehen. In der Diekussion sprachen sich alle Redner für die Vorlage aus, die darauf einer Kommission überwiesen wird. Nächste Sitzung Mittwoch 20. März. #bgenrone. 33. Sitzung vom 19. März. Bei starkem Besuche und dicht besetzten Tribünen begann das Abgeordnetenhaus am Donnerstag die zweite Lesung des Kultusetats mit einer Besprechung des polntschen Schulstreiks. Die Beratung eröffgete Abg. Stychel(Pole), der, häufig vom Widerspruch der Konservativen und Nationalliberalen unterdrochen, nachzuweisen suchte, der passive Widerstand der polnischen Kinder gehe auf edle Motive zurück. Schuld an der ganzen Entw ckelung sei die preußische Regierung, die den Religionsunterricht nicht in der Muttersprache erteilen lasse. Demgegenüber bitonte Kultusminister v. Studt, die Urheber des Schutstreiks seien die großpolnischen Agitatoren Die schädlichen Folgen des jede Autorität untergrabenden Schulstreiks treffen die polgische Bevölkerung selbst. Dank des großen Taktes der Lihrer und der Festigkeit der Regierung gehe der Streik mehr und mehr zurück. Auf Seiten der Regierung sei nicht nur die Macht, sondern auch das gute Recht. Die Darlegungen des Ministers machte sich in einer meisterlichen mit stürmischem Beifall aufgenommenen R de der Abg. Dr. v. Heydebrand (kons.) im wesentlichen zu eigen. Er stellte als Kern der Argelegenheit die Frage hin, ob die Schulverwaltung oder aber ob die Schüler entscheiden sollen, in welcher Sprache der Religsons. unterricht erteilt wirden solle. Die konservative Fraktion wirde hier, wo es sich um die Stärkung der Autorität handle, undedingt die Regierung unterstützen. Die Polen aber haben allen Anlaß, sich für die ihnen vom preußischen Staate erwiesenen Wohltaten dankbar zu erweisen. Abg Dittrich(Zir.) empfahl zwar eine Verständigung zwischen Staat und Kliche über den Schulstreik, mißbilligte aber, daß die Kinder in einen schweren Ko flikt gebracht worden seien. Gegenüber dem Abg. Dr. von Jardzewski (Pole) wies Kultueminister v. Studt nach, daß die kattolische Kirche nicht die Erteilung des Religionsunterrichts in der Muttersprache verlangt. Nachdem sich noch die Abgg. Dr. Friedderg (natl) und Freiherr von Zedlitz(freikons.) mit großem Nachdruck gegen die polnischen Redner gewendet hatten, trat Veitagung auf Freitag 12 Uhr ein. schreiben des Herzogs von Cumberland gegen den Bundesratsbeschluß vom 28. Februar eingegangen. Das unterm 12. d. Mis. abgesandte Schreiben lautet wie folgt:„Den Bundesraisbeschluß vom 28 Februar können Wir ebensowenig wie den Beschluß des Bundesrats vom 2. Juli 1885 als rechtsgültig ansehen, und mussen Wir Unsere und Unseres Hauses Rechte auf die Thronfolge und Regierung im Herzoglum Braunschweig semt allen zugehöcenden Rechten hiermit offen verwahren, wie Wir eine solche Rchtsverwahrung gegen den Beschluß vom 2. Juli 1885 an das Herzogliche Staats ministerium seinerzeit gerichtet haben. Indem wir Unserem Bedauern Ausdruck geben, daß der Bundesrat ungeachtet der auch nach Ansicht der Beannschweigischen Regierung und der Landesversaumlung durch Unsere Erklärungen vom 15. Dezember v. J. veränderten Sach= und Rechtslage Unserem Vorschlage zur endgültigen Ocdnung der Regierungsverhältnisse im Herzozium Folge gegehen hat, sprechen Wir erneuet in fester Zuversicht die Erwar uug aus: daß die verfassunge mäßigen Oegane des Herzogtums ihre fortdauernde Pflicht nicht ver gessen, mit allen reichs und landesverfassungs mäßig zulässigen Mitteln dafür einzutreten, daß Uns als dem legitimen Souverän die Führung der Regierung nicht weiter behindert und Unser Thronrecht wie das Thronrecht Unseres mit dem Lande Braunschweig in fast tausendjährigee Geschichte durch Huld urd Teeue innig verbundenen Fürstenhauses ungeschmälert erhalten werde. Das Staatsministerium wird ersucht, dieses Schreiben zur Kerntnis der Landesversammlung zu bringen.“ dem Auslaude. Paris, 14. März Der deutsche Bolschafter Fürst Radolin begab sich heute in das Ministerium des Aeußern, um dem Minister Pichon mitzuteilen, daß der Deutsche Kaiser ihn damit beauftragt habe, der fla zösischin Regierung und der Familie Casimir=Periers sein und der deutschen Regierung Beileid zu dem Tode des ehemaligen Präsidenten der Republick auszusprechen. Rom, 14. März. Ein heute veröffentlichter, vom 6. d. M. datiertes Dekret der Kongregation der Inquisition erneuert die bereits am 13. Juni gegen den schismatischen Pariser Bischof Villatte ausgesprochene große Exkommunion. Rußland. Das Kadetteublatt meldet: Die zu erwartende Erklärung des Ministeriums Stolypin sei kurz und im fortschrittlichen Geiste abgefaßt. Sie spreche das Bedauern darüder, daß die Regierung das Land auf Grund des Artikels 17 des Staatsgrundgesetzes verwalten muß, und die Hoffgung aus, daß der Ausnahmezustand im ganzen Reiche bald beseitigt werde. Hinsichtlich der Agrarfrage erkenne sie die Ecklärung an, daß eine durchgreifense Agrarreform notwendig sei, welche jedoch nicht mit gewaltsamer Vernichtung des privaten Geundbesitzes identifiziert werden dürfe. Sie nölige, die die unteren Volksschichten dreckende Steuerlast durch Einführung einer progressiven Einkommensteuer zu erleichtern. Schließlich erwähnt die Erklärung die von der Regierung erteilte Vorlage über die Arbeiterfrage. — Iwaschtschenko(Rechte) sammelt Unterschriften unter eine Petition um Aufhebung der Hinrichtungen. Die Kriegsfeldgerichte bestehen gesetzlich Ein Blinder. Skizze von Paul Hankel. (Nachdruck verboten.) Als die Tür sich hinter dem Arzt geschlossen hatte, war die Kraft des Mannes zu Ende. fast bewußtlos brach er zusachmen, heiße Tränen vollten über seine Waggen, und schluchzend betete er:„Herr Gott, nimm das Kind wieder zu dir! Die Sorge ist grauenvoll eingezogen in mein fröhliches Haus— ein blindes Kiad ist das größte Unglück aus Erden.“ Doch das frevle Gebet fand keinen Einlaß im Himmel— das Kind genas und gedieh an Körper und Geist, kappte aber im ewig Finstern. Das Kind gewöhnte sich an die Nacht, die es umgab, und lachte bald frötlich mit den Geschoistern. Der Blindgeborene lebt in seiner eigenen Weit, und wer die Sonne nie gesehen, empfiadet auch nicht in seiner Uokenu tnis seine Armut. Die Geschwister aber waren harmlose Kinder, die kein wahres Unglück empfinden und wenig Unterschied zwischen Reichtum und Armut erkennen. Die Etern aber seufzten schwer unter dem 4 Kreuz, das der Himmel auf ihre Schultern gelegt hatte. Doch kein Urglück ist so gros, daß es nicht noch größer kommen könnte. Im Jahre 1866 hauste die Czolera in meiner Heimatstadt und verschonte kein Haus Auch in der Fawilie des Uhrmachers hielt sie grausamen Ei zug, uns ein kleiner Sarg nach dem andern wurde hinausgetragen. Alle die fröhlichen Kiader raffte der Tod bahin, nur an dem blinden giag er erbarmung lor vorüber. Die Eltern waren gebrochen und zweifelten an Gottes Gnave. Der blirde Kaabe kam in eine Blinden anstalt, wo er sich durch Begabung und Fleiß hervortat. Hier wurde er stomm und in Gotiesfurcht erzogen und hing daher mit inniger Liebe auch an seinen Eltern. Wie man Gott liebt, so liebt man auch seinen Näcksten, um wieviel mehr Vater und Mutter? Ob diese wohl um die Liebe wußten, daran glaubten und sie mit gleicher Heizlichkeit verzalten? So oft sie das blinde Kind umarmten und küßten, sahen sie vor sich gewiß die fürf kleinen Hüzel auf dem Friedhofe, die fünf Kinder deckien, deren Augen das Lcht der Himmels onne gesehen und so schmerzlich von ihr gewiß Abschied genommen hatten. So oft die Eliern dus blinde Christelchen umarmten, glärzten Trären in ihren Augen. Des blinde Kind sah sie nicht und war glück ich in seinem G brechen „Mutter und Vatr haben mich so innig lieb", dacht es da mit seinem undschuldsvollen Heizen.„Ach wenn ich ihnen diese Liebe doch noch einmal in diesem Leben vergelten könnte!"— Die Jahre gingen hin, und aus dem Knaben wurde ein Jürgling Die Not wendigkeit einen Beruf zu ergreifen, tritt an alle Menichen heran, die nicht auf einem Geldsack, sondern auf einem Strohsack ihre müden Gleder strecken müssen. Auch der Blinde muß einen Broterwerb suchen, wenn er richt as Bettlr die Mildätigkeit von Tür zu Tür anrusen will. Gottlob hat man erdlich einen Weg gebahnt, den aoch Blinde si den können, um in ehrlicher Arbeit itr Brot zu erwerben. Gar manches Had merk ist ihnen erschlossen, und selbst das blindgeborene musikalische Genie eingt sich in seiner Nacht auf der Harmonie der Tone empor und ernte: Ruhm und Lorbeer. So hoch konnte und wollte Cheistian Müllersicht stigen. Er dachte gewiß„Hand wirk hot einen goldenen Boden, wenn man es recht gelernt hat“. Er wählte schlicht Gericht und Rechtsprecht### Bielefeld, 9. März.(Strafkammer.) Der Haussohn H. B. von Borgholzhausen war vom Schöffengericht zu Halle wegen Hausfriedens. druch zu einer Geldstrafe von 10 Mark zv. 2 Tagen G.sängnis verurteilt, wogegen er Berufung eingelegt hatte. Auf Grund der heutigen Beweisaufnahme hielt die Strafkammer den Angeklagten für nicht überführt und sprach ihn unter Aufhebung des ersten Urteils frei.— Der Arbeiter M. S. angeblich aus Odena, war angeklagt, in der Nacht zum 25. Januar d. J. in die Bertels. mann'sche Buchdruckerei zu Gütersloh eingestiegen und daraus Buchbinderprägeplatten in Zink= und Messing gestempelt, und verschiedene Garnitureg von Messingschriften, im Weite von etwa 3500 Mark gestohlen zu haben. Die Sache wurde vertagt, um der Staatsanwaltschaft Gelegenheit zu geben, die Persönlichkeit des Angeklagten festzustellen.— Der Kaufmann Z. war vom Schöffengericht wegen F.ilhaltins von französisch Grün, wegen Verkaufs giftiger Farben ohne Konzession und wegen Nichtführens eines Giftbuches zu einer Gesamtstrafe von 30 Mark ev. 6 Tagen Haft verurteilt worden. Hiergegen hatte der Angeschuldigte, der das Feilhalten von französisch Geün bestreitet, Berusung eingelegt. Die Strafkammer hob das erste Urteil auf und verwies die Sache in die Vorinstanz zurück.— Der 18 Jahre alte Fabrikarbeiter F. R. und der 17 Jahre alte Fabrikarbeiter H. S., beide zu Schildesche wohnhaft, wurden wegen schweren Diebstahls iu 5 Fällen und versuchten schweren Diebstahls in 1 Falle zu 8 Monaten Gefängnis, worauf jedem von der erlittenen Untersuchungshaft 2 Monate in Anrechnung gebracht wurden, verurteilt und Vielefeld, 15. März. X(Abiturienten=Examen am Gymnastum.) Nichdem wir gestern die Namen der drei Dispensierten angegeben, teiten wir heute die Nimen der uenn übrigen Prüflinge mit, die sämtlich bestanden haben: Theodor Bertram(Banksach), Benno Biermann(2), Wilter Egzemann(Kaufmann), Ernst Höke(?), Richard Kaselowsky(Banksach), Gustav Kuhlmann(höhere Verwaltung) Adolf Recker(Baufachz), Heinrich Salich(2), Otto Springmeyer(Baufach) Die deei Tispensterten Engelking, Hövener, Betdake werden 1. Medizin, 2. Theologie und Philologie und 3. Theologie studieren. Die Prüfung der Realgymnasial= Abiturienten fiabet heute statt. Hk(Eisenbahnverkehr.) Einem Autrage der Handelskammer zu Bielefeld en.sprechend werden die im vorigen Sommer versuchsweise zwischen Soest und Benninghausen eingelegten Pursonenzüge Nr. 639 und 634 nuch während des diesjährigen Sommerfahrplanes verkehren und bis und von Lppstadt zum Abschluß an die Personenzüge 685 und 686 Büren Geseke=Lippstadt durchgeführt werden. Die Personenzüge 643 urd 644, welche im vorigen Sommer zoischen Soest und Benninghausen verkehrten, werden dagegen in dieem Sommer nur zwischen Soest und Sassendorf eingelegt werden. *(Die hiesige Gewerbebank) hat auch in diesem Jahre wiederum dem hiesigen Buschönerungsverein und dem Hauptarbeitsnach veise je 100 Mk. überwiesen und sich damit den Dank aller derjenigen verdient, benen die Arbeiten der beiden gemeinnützigen Vereine zugute kommen. (Meisterprüfung.) Die Bautechniker Herren Ernst Kronssoth=Bielefeld und Heinr. Uge Rehme haben vor dem P üfungsausschuß der Handwerkskammer Bielefeld unter dem Virsitz des Heren Geh. Baurats Rüchling die Meisterprüttung im Zmmerer=Gewerde abgelegt und b.standen. Die Genannten haben dadurch ihre technische Befägigung gemäß§ 85a der R.G.=O.(Gesetz vom 7. Jaauar 1907) nachgewiesen und die Berchtigung zur Führung des Meisteitttels und bescheiden das Kordmachergewerbe wie noch ciele seiner Kameraden und brachte es darin zu einer erstaunlichen Fertigkeit. Die Fiuger wurden seine Augen, mit denen er saubere Arbeit vollbrochte, als marcher Korbflechter, der über eine gesunde Sehklaft verfügte Die Eltern freuten sich wohl über die Geschicklichkeit ihres Kindes, aber es blieb in ihren Augen doch immer ein blindes Kind— ein Sorgenkind, mit dem der Himmel sie heimgesucht hatte. Für was, daß wußten sie nicht.— Christian Müller war Geselle geworden und verließ run die Blindenanstalt, um sich in der Welt sein Beot zu verdienen.„Arbeite und bete“ war seine Losung, und so wurdt er überall gut auf zenommen. Seinen Etern gegerüber blieb er das liebevoll: Kind und an den geoßen Feiertagen besochte er sie stets daheim in seinem Geburtshause, wo der Viter immer noch sein Uhrengeschäft hatte und auch noch fleißig arbeit te. Mit dem Geschäft ginz es aber nicht mehr so flott wie früher, die Konkarrenz erdrück etha und seelisch gebrochen fehlte dem ergrauten Manne die Spannkraft, um den Krapf mit den zeitgemäßen Fichgenossen aufzunehmen. in Verbindung mit erworben. (Eine helle Montag abend 9 Aschenhold auf d beobachtet. Sie li senkrecht zum Horiz hellen Sternen A.k Helligkeit erreichte einer genauen Ba Direktion alle Beo Angaben über Zeit Feuerlugel, setner## gehört wurde. an illastrierten Zeitschr verwendte Gebiete tow Berlin, Sternw (Die Hausha schen Reich.) I zur Stattstik des D# sind als weitere Ecvom 1. Dezember die Zahl und Art veröffentlicht. Es Haushaltungen Ein Familienhaushaltung Personen, 61081 Personen. Unter d samtheit solcher# welche freiwillig od sonderer Oberleitung sind. Die Familie mit 928 vH sämt! eiste Stelle ein, ebe Personenzahl mit 9! Auf je eine Fami 4,7 Pursonen, auf Peesonen. Die Zah 1900 erheblich zurd dies zum nicht gerin Erhebungsweise. 2 milienhaushaltungen aus 50 654 994 1305915 Dienstbol deren Personen, wie usw. Ja den 41 sammen 200 198 2 491174 Famil 10 858338 Pirsone mit 450473 Perst eine Famttienhausha Großstädten 4 4 Per 4.7 Personen und a Großsärten 47,9 P gegen 30,5 Personel (Konzert.) Wie der„Verein für Leitung des Herrn O Avlaß der Paul### am Sonnlag Cante abends 8 Uhr in d Konzert zu veranste mit Genehmigung Grundstock für die 1 Ofgel in der Altstä Dem Prograum soll derch das Kirchenja lichen Gerharbischen posttionen von Buch, Miistern zug undeg die Herren Kamme aus Meiniigen(C Eduard Walter au bereitwilligßt ihre Mi machen schon jetzt merksam und geben daß des Ziek#lar, u zu dem Konzert be sich in Anbetracht mit namhaften Beite (Mignon.) Ein 3 dem geheimnisvolln „Mignon", erhalten he findung, ein wahres Wu pneumatischen Tchrik w altangesessenen Pianos und Comp in ihrem einem Kreise Eingeladen schied zwischen diesem n den bisher bekannten Kl. Wesentlichen folgender: Wusnder Rtendet Das Geschaft ging und das Haus war Jamerhin hätt. Ch Gedurtshruse wo! schließen können, n# Unglücksfoll den A. Für einen alten Frei keit er hätte Felsen gut gesagt und zwarf Der alte Fr und ab da stellte sich herau nichts sein eigen ge ate Müller sollte n Schuld ds Verflor Gericht kam ir's Hau mußte bankerott auf dim Abschluß nicht u gleich zustande kam, des arme Eternpaat 35 Jahre miteinande tsprechte Strafkammer.) sorgholzhausen war wegen Hausfriedens. von 10 Mark wogegen er BeGrund der heutigen raskammer den nd sprach ihn unter rei.— Der Arbeiter war angeklagt, in J. in die Bertelsitersloh eingestiegen atten in Zink- und hiedene Garniturer e von etwa 3500 e Sache wurde verift Gelegenheit zu Angeklagten festzuwar vom Schöffenfranzösisch Grün, i ohne Konzession Giftbuches zu einer 6 Tagen Haft vertte der Angeschuln französisch Geün Die Strafkammer verwies die Sache Der 18 Jahre alte er 17 Jahre alte Schildesche wohnebstahls iu 5 Fällen stahls in 1 Falle auf jedem von der Monate in Anrech= ilt v. 15. März. Examen am wir gestern die erten angegeben, imen der uenn ämtlich bestanden am(Banksuch), Walter Eggeust Höke(7), ankfach), Gustav ewaltung) Adolf ch Salich(2), afach) Die deei g. Hövener, zin, 2. Theologie seologte studieren. algymnasial= statt. ehr.) Einem Auzu Bielefeld en:vorigen Sommer st und Benningenzüge Nr. 639 des diesjährigen en und bis und an die PersonenGeseke=Lippstadt Personenzüge 643 Sommer zwischen erkehrten, werden er nur zwischen legt werden. erbebank) hat cum dem hiesigen dem Hauptarbeitserwiesen und sich jenigen verbient, en gemeinnützigen Die Bautechniker elefeld und Heinr. lefeld unter dem Jaurats Rüchling umerer= Gewerbe Die Genannten ische Befäzigung =O.(Gesetz vom siesen und die des Meistertitels achergewerbe wie und brachte es Fertigkeit. Die u, mit denen er , als marcher ie gesunde Sehwohl über die , aber es blieb mer ein blindes , m i t d e m d e r atte. Für was, Geselle geworden enanstalt, um sich rdienen.„Arbeite g. und so wurde n. er blieb er sets an den geoßen stets daheim in der Voter immer le und auch noch m Geschäft ginz wie früher, die seelisch gebrochen e die Spannkraft, seitgemäßen Fichin Verbindung mit dem Zimmererhandwek erworden. (Eine helle Feuerkuge!) wurde Montag abend 9 Uhr 3 Min. von Dir. Aschenhold auf der Teeptow=Sternwarte beobachtet. Sie lief von oben nach unten senkeecht zum Hotizout zvischen den beiden hellen Sternen A.ktur und Denebola. Ihre Helligkeit erreichte die der Venus.— Zu einer genauen Bahnbestimmung bittet die Direktion alle Beodachter, möglichst genaue Angaben über Zeit, Dauer und Wig der Feuerlugel, setner ob ein zischendes Geräusch gehört wurde, an die Redaktion der illastrierten Zeitschrift für Astronomie und verwendte Gebiete„Das Weltal!“, Treptow Berlin, Sternwarte, einzusenden. (Die Haushaltungen im Deutschen Reich.) Ju dem Vierteljahrsheft zur Stattstik des Deutschen Reich:s 1907 I sind als weitere Ecgebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 Nachweise über die Zahl und Art der Haushaltungen veröffentlicht. Es sind ermittelt: 965759 Haushaltungen Einzellebender, 12247691 Familienhaushaltungen mit 57811495 Personen, 61081 Anstalten mit 1864024 Personen. Unter den Anstalten ist die Ge samtheit solcher Personen zu verstehen, welche freiwillig oder gezwungen unter besonderer Oberleitung in Kost und Wohnung sind. Die Familienhaushaltungen nehmen mit 928 vH sämtlicher Haushaltangen die eiste Stelle ein, ebenso auch hinsichtlich ihrer Personenzahl mit 95.3 vH. der Bevölkerung. Auf je eine Familie Haushaltung kamen 4.7 Personen, auf jene eine Anstalt 30,5 Peesonen. Die Zahl der Anstalten ist gegen 1900 erheblich zurückgegangen, doch beruht dies zum nicht geringen Teil auf veränderter Erhebungsweise. Die Mitglieder der Familienhaushaltungen setzen sich zusammen aus 50 654 994 Familienangehörigen, 1 305915 Dienstboten und 5 850586 anderen Personen, wie Aftermieter, Pensionäre usw. Ja den 41 Gloßstäoten wurden zusammen 200 198 Einzelhaushaltungen, 2 491174 Familienhaushaltungen mit 10 858338 Personen und 9409 Anstalten mit 450473 Personen gezählt. Auf je eine Famttienhaushaltung entfallen in den Greßstädten 4 4 Personen, im Reich dagegen 4.7 Personen und auf eine Anstalt in den Großsärten 47,9 Personen, im Reich dagegen 30,5 Personen. (Konzert.) Wie wir hören, beabsichtigt der„Verein für kirchliche Musik unter Leitung des Herrn Organisten Teichfischer aus Avlaß der Paul Gerhardt-Judiiänmsfeier am Sonnlag Cantate(28. April d. J.), abends 8 Uhr in der Altstädter Kirche ein Konzert zu veranstalten, dissen Reinertrag mit Genehmigung des Prestyteriuns als Grundstock für die Beschaffung einer neuen Orgel in der Altstädter Kuch: dienen soll. Dem Prograum soll möglichst eine Wanderung durch das Kirchenjahr an Hand der heerlichen Gerharbischen Dichtungen in Konposttionen von Buch, Meegner und anderen Miistern zug unde gelegt werden und haben die Herren Kammervirtnos Karl Plening aus Meinirgen(Cllo) und Konzertsänger Eduard Walter aus Barmen(Bariton) bereitwilligst ihre Mitwirkung zugesegt. Wir machen schon jetzt auf dieses Konzert aufmerksam und geben de Hoffaung Ausbruck, das Ziek#lar, mi. welchem der Verein zu dem Konzert besonders einladen wird, sich in Anbetracht des Zweckes recht bald mit namhaften Beitcägen füllt. (Mignon.) Ein Klavier spiel Wunder liegt in dem geheimnisvolln Apparat, der den Namen „Mignon“, erhalten hat, verborgen. Diese Erfindung, ein wahres Wunder der modernen elektrisch= pneumatischen Tchrik wurde von unserer heimischen, altangesessenen Pianofortefabrik Th. Mann und Comp in ihrem neuen, großen Musiksaal einem Kreise Eingeladener vorg führt. Der Ugterschied zwischen diesem merkwürdigen Apparat und den bisher bekannten Klavierspi=l Automaten ist im Wesentlichen folgenden: Gegenüder den mechanischen Automaten„Pianolo",„Orch strion" usw., die Das Geschaft ging mihr und mehr zurück, und das Haus war bereits verschuldet. Jamerhi hätte Christtans Vater in seinem Gedurtshruse wohl auch noch die Augen schließen können, wenn nicht ein neuer Unglücksfoll den Altn heewgesucht hätt:. Für einen alten Freund, auf dessen Redlich keit er hätte Felsen bauen können, hatte er gut gesagt und zwar für eine größne Suame. Der alte Fr und aber starb pötzlich, uud da stellte sich heraus, daß er so gut wie nichts sein eigen genannt hatte, und der ate Müller sollte nun dem Gäubizer die Schuld ds Verstorbenen bezahlen. Gericht kam irs Haus, und der alte Mann mußte bankerost ansagen Viel dlieb bei dim Abschluß nicht üdrig, obgleich ein Vergleich zustande kam, und trauernd verließ des arme Eternpaar das Haus, in dem sie 35 Jahre miteinander gelebt hatten. (Schluß folgt) durchweg„ohne Gefühl“ ihre Stücke herunterklimpern, gibt„Mignon“ genau den Charakter, die Vortragsnüarcen, die Steigerungen vom zartesten Pianissimo, bis zum Fortissima, die Dehnung der Melodie, mit einem Worte„das seelenvolle Spiel“ des Künstlers wieder. Alle bedeutenden Pianisten haben für den Apparat gespielt. Wir börten Busoni und Paderewsky. Die Anschlags Eigentümlichkeiten der betreffinden Künstler kommen in phonographischer Treue zum Klingen. Es entsteht überbaupt beim Anhören die Illusion, als ob der Künstler persönlich spiele. Gerade diese präzismichanische Wiedergab: eines von einem bestimmten Klavi rottussen gespielten Stückes mit allen darin enthaltenen Feinheiten des Vortrags ist es, die dem Klavierspiel=Apparat„Mignon" das Prädikat 1a gibt. Und run bedenke man, welchen Wert diese E findung für die Geschichte der kommenden Zeiten hat, wenn man später ganz genau wieder. geben kann, wie einst Gugen d' Albert dieses und Paderewsky jenes gespielt haben. Wie interessant wäre es für uns, mit Hilfe eines solchen Mechanismus, hören zu können, wie Beethoven gespielt hat oder gar der alte Johann Sebastian Bach eine Fuge aus seinem wohltemperierten Klavier! Allen, die sich eine vollendete mechanische Wiedergabe eines Musistückes wünschen, sei„Mignon“ empfohlen. (Aus dem Theuterbureau) wird uns geschrieben:„Der heimliche König", romantische Komödie in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Erstaufführung am Dienstag, den 19 März. Wenn Ludwig Fulda, der feinsinnigste formgewandteste unserer modernen Poeten mit einem neuen Bühnenwerk auf dem Plane erscheint, so verheißt uns das eine Oase in der kürren Oede unserer gegenwärtigen deutschen Bühnenliteratur. „Der heimliche König", Fuldas neuestes Werk ist an Formenschönheit, an Geist und Gedankenstiefe sowie an Kraft und Markigkeit der Sprache den besten Stücken des genialen Verfassers(Der Talisman, Zwillingsschwester) mindestens ebenbürtig. Eine überraschend glückliche Paarung romantischen Geistes aus grauen Vorzeiten mit hochmodernen Serenissimus=Simplizissimusstimmungen tritt uns im„Heimlichen König" überraschend entgegen und der anmutige Reigentanz der Liebe durchzieht das Ganze mit Rosinketten. Ans den Kreise Herford. C Herford, 15. März.(Zurückstellung) Diejenigen Mannschaften, der Reserve, Landwehr, Seewehr und Ersatz Reserve, welche für den Fall der Mobilmachung Anspruch auf Ziröckstillung machen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Gesuche unter Vorlegung ihrer Militär= Papiere, Steuerzettel und etwaiger Schuldendokument: an Dienstag, den 16. März 1907, während der Vormittags=Denststunden auf unserem Stadtsckretariate(Rathaus I. Eisabethstraße Nr. 9, Z'mmer Nc. 5) anzubringen. () Herford, 15 März.(Schutz den Anlagen.) Das Betreten der städtischen öffentlichen Anlagen(insbesondere der Rasen flächen) außerhalb der Wege ist strengstens untersagt. Der Stadtgärtner Dammann ist angewiesen worden, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu beingen. J Herford, 15 März.(Der Naturheitverein) hat schon viel gutes gestistet durch die von ihm veranstalteten popalären Vorträge. Auch Sonnabend abend 8½ Urr wieder ist ein Vortrag im Bürgervereinssaale angesetzt, in welchem Herr Söcker aus Rhey#t über„Vater und Mutter am Kranke.= lager ihres Lieblings“ sprechen wird. Darauf solgt„Stellungnahme zu einer frühzeitigen Schulpflcht unserer Kinder". Der Eintritt für Nichim tglieber ist 20 Pfg., der Besuch sehr zu empfehlen. § Herford, 15 März.(GewerbeVerein) Auf den heute abend 8½ Uhr im Saale des Bürgervereins stutftden##en Lichtbitdervortrag„Mit dem Lustballon zum Nordpot“, des Herrn Jeus Lützen= Berlin weisen wir nochmals empfehlend hin. § Herford, 15 März(Feuer) brach gestern###chmittag gegen 2 Uhr im Bahrhofshotel(I Rosemeiser) eus und vernichtete den Dechstuhl. Die Feuerwehr erschien sehr schnill auf dem Plane und der umsichtigen Leitung gelang es schaell, größeres Ungsück zu vermeiden. = Herford, 15. Mäz(Nach dem Moor) war die Losung der Schüler der Landwirtschafts und Real chule am Dierstag Unter Letung der Herren De. Schalz und Dr. Neumann wurde die Bolelschwinzhsche Moorsultur bei Wietingsmoor besichtigt 8 Herford, 15 März.(Im Stadt theater) kommt heute die mit so gußerordentlichem Beifall aufgesührte Novität „Husarenfieber“ zum zweiten Male zur Aufführung Bünde, 14. März.(Der Lehrer E wredeufö der) von hier ist zu Anfarg April nach Gelsenkirchen versetzt. Blotho, 18 März.(Das eigene Kino erschossen.) Der Stellenbesitzer und Arbeiter Kl. in Uffeln hatg stern abend im Streite mit dem Zimmermann F sein eigenes etwa 6 Jahre altes Kind aus Versehrn erschossen. Das Kind war sofort tot, der Vater wurde verhaftet 2. Hücker=Aschen, 14. März.(Schulpersonalie.) Der Leh er Hitker, welcher seit Januar an der hiesigen Volksschuie tätig ist, ist vom 1. April er. ab nach Dornberg versetzt. A Spenge, 15. März.(Die Prüsung) der hiefigen dies jährigen Konfirmanden findet am nächsten Sonntag, die der Außerschulen am nächsten Sonntag, den 24. März v. Is. hier in der Kuche statt Die Konfirmation aller Konfiemanden findet am ersten Ostertage statt A. Spenge, 15. März(Der Trichinenschauer Kirchhoff) übernimmt vom 1. April d. Is. ab die Fleischbeschau des ausscheidenden Beschauers Langemeier hierselbst A. Spenge, 15. März.(Der Nachfolger) des zum 1. April ds. Is. abgehenden Amtmanns Herrn Heidelbach wird, wie hier verlautet, sehr wahrscheinlich der Amtsvecwalter Herr Wirth=Gütersloh sein. A Enger, 14 Mäcz.(Feuer.) Gestern abend ertönte plötzlich das Feueralarmsignal Es brannte diesmal das Mietshaus der G.be. Prümer an der Wirtherchaussee. Die Sachen konnten größtenteils gerettet werden. Wie das Feuer entstinden ist, ist unbekannt. Die städtische sowie die freiwillige Feuerwehr war anwesend. Aus den Kreisen Minden und Lübbece. Minden, 15. März.(Herr Kreisschulinspektor Schulrat Kindermann) wird dem„M L Kreisbl.“ zufolge nach langjähriger Dienstzeit zum 1. April in den wohlverdienten Ruhestand übertreten. Zu seiner Ehrung ist eine besondere Feier geplant. Bad Oeynhausen, 13. März.(Hundesteueroronung) Der Oberpräsident hat die Genehmigung zu der von den Stadtverordneten beschlossinen Hundesteuerordnung auf die Dauer von 3 Jahren erteilt. Kleinbremen, 15. März.(Auszeichnung) Dem Standesbeamten Meier hier ist das Allgemeine Ehrenzeichen verlieben. Vennebeck, 13 März(Schule.) Die durch das Ausscheiden des Lehrers Kipp hier freigewordene Lehrerstelle ist der„Westf. Zeg.“ zufolge vom 1. April d. Js. ab dem Schulamtsbewerber Friedrich Simon, z. Zi. in Paderborn, einstimmig übertragen worden. Lübbecke, 12. März.(Der hiesige Bürgerverein) beschäftigte sich in seiner letzten Versammlung u. a. mit dem Bahnprojekt Lübbecke— Levern. Der Bürge verein hat wiederholt versucht, in dieser für die Stadt sehr wichtigen An gelegenheit einen Sch itt weiter zu kommen, leider vergebens. Itzt wurde nach dem „Kreisbl.“ im Verein der Vorschlag gemacht, ernstlich zu erwägen ob es nicht wözlich sei, die Automobil Gesellschaft städtischerseits zu urterstützen, damit diese in der Lage sei, die Verbindung aufricht zu erhalten. Nach Beratung wurde ein Beschluß dahin gefaßt, das Kleinbah projekt Lüddicke Levern corläufiz fallen zu lassen und beim Magsstrat vorstellig zu werden, die Antomobil Gesellschaft durch einen jährlichen Zuschuß zu unt istötzen. Hüllhorst, 13 März(Falsches Geruch:) Duich die Lokalblätter gehi eine Notiz die meist die Sptzmarke„Rabeneltern“ trägt, wonach ein hiesiger Heuerling und seine Frau verhaftet worden sind, weil sie ihre beiden ½ und 4 Jahre alten Kinder hätten verhungern lassen. Jitzt wird der„Westf 8g.“ mitgeteilt, daß die Mitteilung vollstänsig erfunden sei, die Kinder seien, das eine an der Lungen entzündung, das andrre am Scha lackfieder, gestorben.— Wir bringen diese Bericht gung weil auch wir die Nachlicht, nachd m sie tagelang unwidrsprochen durch die Blälter gegangen war, schließlich ebenfalls gedracht haben. Aus dem Kreise Halle. Werther 13 März.(Die hiesige Amtsversammlung) bewilligte nach dem „Kall Kisbl.“ dem Amtmann Mensing eine persö tliche pensio sfähige Gehaltszulage von 600 Mt Hörste 18 Mä z.(Ein Schwindler,) welcher in verga gener Woche hier unter falschen Vo speg=lungen ein Buch vertrieb und sich bei Bestellungen derauf eine An zahlung machen ließ, ist gestern in Vers mole festzenemmen, weil seine Angaben erschwindet waren und er sich nicht im Besitze ordnungsmäßig: Legitimat onspapiere befard. E wurde dem Anis ericht Halle zugeführt Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gutersloh, 14 März.(ardeilsjubilaum.— Feuer) Der bei der Firma Greve u. Güh beschäftigte Unter meister Karl Goldbecker begeht heute seen 25jähriges Arbeitsj sdiläum, anläßlich dessen ihm von der Firma ein über 300 Mart leutendes Sparkassenduch überreicht wurde.— In Pavenstädt brannte heute ein an das Keßlersche Haus angrenzender Stall nieder. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 13. Wärz.(Echöhung der Lehrergehälter.) Der Lindtag rahm gestern auch die nese Gehaitsordnung sue die Bolksschullehrer nachz den Anträgen des Finanz=Autsduss's an, nachdem z vo: die Geh lesätze füe die sonst zen staatlichen Bemmten in den vorg schlagenen höheren Sätzen genehmigt worden waren. Die Erhöhanz beträgt etwa 10—30 Prozent. Die Volksschullehrer werden künftig mit 900 Mk. beginnen und in 27 Diens jahren ein Endgehalt von 2400 Mk erreichen. Ein Antrag, ihnen noch wettere Verbesserungen in den Gehalls#rzügen zukommen zu lassen, wurde zurückgesogen, als der Minister erklärte, daß duch Vellere Zigestündasse die ganze Vorlage gefährdet werde.— Ein„Eldorado“ jür Volk sähullehren! Düsseldorf, 12. März.(15 Zöglinge entwichen) Gestern morgen sind 15 Zöglinge aus der Fürsorgeerziehungsanstalt „Lindenhof" bei Kaiser=werth entwichen. Die Flucht soll laat„Rh. W. Zig.“ während des Kirchganges erfolgt sein. Das Alter der Zöglinge ist 15—20 Jahre. Sie sind mit einem braonen Anzug bekleidet, tragen schwarze Häte und Schnürstufel. Hemd und Strüapse sind mit dem Anstaltszeichen versehen. Die Katastrophe der„Jena“. Die Vermutung daß das Unglück auf der „Ima“, auf einen verbrecherischen Anschlag zurück zuführen ist, findet bisher in der Presse keinen Glauben. Dagegen wird allzemein für zutreff nd erachtet, deß die Explosion durch Selbstentzündung des sogenannten schwarzen Pulverrs entstanden sei. In Offizierskreisen der Kriegsmarine hat wan, wie„Echo de Puis“ mitteilt, schon la ge darauf auf merksam gemacht, daß die bi der Artillerte eingeführte Pulversorte sich zu leicht zersetze. Ein Artilleri offizier der„Jena“ habe in einem Briefe an einen Kameraden vor kurzem da üder geschrieben und hinzugesügt: „Eines schönen Tages werden wir in die Luft fliegen.“ In der Munitionskemmer des Hirterschiffe wurde ein Kucuel von etwa 50 furchtbar verbrankten und verstümmelten Leichen aufgesunden. Bis Donnecstag abend waren 103 Leichen geborgen. Bei einem Appell mildeten sich nur 125 unversehrte und leicht verletzte Mannschaften. Der Eindruck war erschütter vd. Vermischtes. Hamburg, 14. März Es ist den aus ständigen Schauerleuten gelungen, etwa 50 von 1500 englischen Hasenarbeiten zur Verweigerung der Arbeit zu veranlassen Diese 50 Mann werden nach England zurückdesördert werden. Finsterwalde, 13. März. Amtlich Heute abend 10½ Uhr ist auf der Stricke KortbusFinsterwalde Personenzug 505 von Halle mit dem Güterzug 9310 an Kilemeter 133 zwischen Gollmitz und Fnsterwalde auf eine wegen Brückenbaus eingleisig betriebenen Strecke zusammengestoßen. Em Lokomotioführer und ein Bremser wurden schwer, andere Bedienstete leicht verletzt. Verletzungen von Reisenden sird bisher nicht bekannt geworden. Der Materialschaden ist bedeutend. Uebersictt der Bielefeld, 15 März 1907. Mitgeteilt von Fr Böselmuas#####, Niedrigster Ther##reterstar d i. d Nacht 0 0C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm+ 3°C. Barorieter 75.4 e25 Wind: West. Lime: bedeckt. Nach# Berlin, 15 März. Die Angelegenheit der Posener Erzbischofswahl wird, wie mehrere Blätter hören, erst nach vollständiger endigung des Schulstreiks ihren Fortgang nehmen. Die Kandidatenfrage sei soweit als geklärt anzusehen, da nur ein Nachfolger volnische Herkunft, von zuverlässiger nationaler Gesinnung in Frage kommt. Die rationelle Ernährung gesunder Kinder bedungt eine Nah ung, werche der Mutiermilch mö lichst ähnlich ist. Ein= solche Nahrung bietet Kufekes Kir deim hl, welcdes nicht nur das Mißverhältnis der Bestandteile, daß duch die notwenige Verdünnung der Kuhmilch entsteht, ausgleicht sondern auch die Kuhmisch im Magin des Kirdes sein flockig, der Mutie mich äbnlich, geriener und diourch leicher verdaulich macht und eidlich den Nährgehalt der Kuhmiich tuch seine Eiweiß und Mineralstesse noch erhöht. Die mit Kufekes Kindermehl und Kuhmilch errährten Kinder gedeihen daher auch wie Brustkinder, sind ruhig, schlafen gut, haben geregeite Verdauung und normale Zunahme des Körpergewichts. Landwirtschafts- u. Realschule PAPAAAAAA! Soschetus *4 zu Herford. Die Anmeldung neuer Schüler nimmt wochentäglich von 11—12 Uhr bis zum 23. d. Mts. im Amtszimmer des Schulgebäudes mündlich, sonst schriftlich entgegen. Der Direktor Dr. Droysen. 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K 1229 Der städtische Musikausschuß. Knechte überhaupt landw. Personal, beschafft August Herdejost, Vermitlungsgeschäft, Bielefeld. 0 sucht auf gleich H. Stüssel, Bielefeld Welle 16a. Tischier auf seine Arbeiten gesucht auf sofort. Dauernde Stellung. Ed. Essen, Möbelfabrik. Bielefeld Zimmer freundlich möbliert zu vermieten. Bielefeld, Welle 16 a. tadt-Theater. Sonnabend, den 16. März 1907. ## Anfang 7½ Uhr. Zu keinen Preisen: kleinen Alt-Heidelberg. Sonntag, den 17. März 1907, Anfang 7 Uhr. Faust 1 Faust: Heinz Bernecker, Mephisto; Adolf Steinmaun, Gretchen: Annemare Steinsiek, Maxtha; Franziska Berstl. Montag, den 18. März 1907, Anfang 8 Uhr. Benifizvorstellung für die Pensionsanstalt der Genossenschaft Deutscher Bühneuangehöriger. sopfenstreich. Schauspiel in 5 Akten von FrauAdam Beyerlein. 5o. Jüngl.= und Männerverein St. Pauli. Gereiaslokal Paulusstraße Nr. 24. Sonntag, den 17. März, abends 8 Uhr im Gemeindehause der Paulus=Gemeinde (Konfirmanden=Begrüßung.) Ansprachen werden halten Herr Sup. Simon(über Paul Gerhardt), die Herren P. Hackländer und P. Kortmann. Musik= und Gesangvorträge. Jedermann, insonderheit die Konfirmanden der Paulus= und Petrigemeinde mit ihren Angehörigen sind herzlich eingeladen. Eintritt srei! Der Vorstand. Kommers am 16. März 1907, abends 8½ Uhr im Vereinslokal Theat al Aufführungen und Besangskorttäge. Der Vorstand. Markenausgabe nur bis 10 Uhr. Zäuder verleiht jedem Gesicht, ein rosiges, jugendfrisches Aussehen, zarte, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seife v. Bergmann& Co. Ridebenl mit Schutzmarke: Steckenpferd. à St. 50 Pfg. bei L. Schäfer. Bielefeld. Petri Gebrüder, Minden. Habe noch ungefähr 1000 Stk. einfache u. 1000 Stück doppelfalzige Vorschlußziegel abzugeben. Lohmann, Landwirt Großdornberg. Brüchasten für Vögel im Freien, wie: Staar, Meisen, Rotschwänzchen, Fliegenschnepper, Spechte usw. empfiehlt F. W. Lütkemeyer, Welle 43. 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Zt. das Sozi weil„es sich al erwiesen hatte". druck„aufgehoben“ vermutlich nur so daß der Reichstag tungsdauer am dann aber viermal, 1890, verlängert die dauernde Gelt Regierung im Okt Praktisch lief diese Aufhedung hinaus, über den fehlerhaft Unzutreffend wa v. Hertling gegebe Wirkung des Gese war, wie die treffend in Erinn Regierung ganz Begründung: „Solange nicht Leiter der Soziald führung eines nur bestehenden Staatserreichbaren sozie gebildes und auf ei gefährdende Agitat die Arbeitermassen mehr empfänglich Kampfmittel gegen zu entbehren sein zwischen den Karte als die Nationallib Ausweisungsparagre seiner Wirkung in zur Ausbreitung d bisher von ihr wen Gegenden geführt wollten, während seiner Beibehaltung Meinungsverschieden heit, nicht aber in Verneinung des## gesetzes überhaupt is am 25. Januar 189 des sorst so fruchtd reichstags, zu Falle Hätten die Konser nahe bevorstehenden vermuten können so lich das Gesetz, wie genommen haben.“ Das Hamburger versichert, mit dem im Augendl haben, wenn er sein Sturz vorausgesehen wie die Konservativel daß der im Februar Reichstag ein ihn Sozialistengesetz noch d. h. vor dem 1. Ok würde. Die Hambu sichern auch, daß d