Freitag, 8. März 1907. Sistorischer Kalender. FS März: K. F. v. Graese, Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie, zu Warschau geb. 1787.— Ch. A. Tiedge, Dichter, in Dresden gest., 1841.— Emil Rittersbaus, Dichter, gest. 1897.— Beginn des Rückzugs der Russen in der zwölftägigen Schlacht bei Mukden, 1905. Arbeitergroschen her! Die russischen Dinawitcpostel Kauen nicht verderben, dafür sorgt aufs neue die von ueserer Sozialdemokratie aufgepeitschte „##p##erwillige“. Ardei#ersaat. Für die russischen Revolutionäre zu sammeln, hat sih überlebt, denn der„Bo wärts" hat indgültig über diese Sammlungen quttiert Weitergesawmelt wird aber für die russischen Mordbuden, nur geschieht es jetzt unter einem anderen Aushängeschild. Der sozialdemokratische sammelgütige Parteivorsand hielt aber in den litzten Wochen den Genossen die Sammelbüchse hir:„Zur Förderung sozialdemokratischer Dumawahlen in Rußland.“ Es scheint, als ob der sozialdemokratische Parteivorstand sich nur aus Bedrängnis dazu verstanden habe, unter einem neuen Vorwand für Rußland weiter zu sammeln. Ursache war wahrlich dazu da, auf die nie drigsten In stinkte der Sozialdemokratie erzieherisch einzuwitken. Als brandschotzende Raubritter benutzten nämlich rote Jungens die Recolutionsbegeisterung ihrer politischen Ge firnungsgenossen u a. in Spremberg dazu, dadurch Geld zu erschnorren, daß sie sich ihren Genossen unter Vorzeigen längst ver narhter Wunden als Beteiligte an einem russischen Attentate vorstellten. Auffällig war aber: russischer Paß, deutscher Konsiemationt schein und das reine Deutsch. Wie in Spremberg, sind die splendablen Gerossen auch anderweit mit solchen Schwindeleien hineingefallen, so berichtet wenigstens die gewiß einwandsfreie sozial demokratische„Märkische Volksstimme“ vom 24. Februar 1907. Bis jetzt sind für die russichen Dumawahlen noch den Angaben des„Vorwäis“ bereits 11 675,80 Mk. zusammengebettelt worden, während für die russische Revolutionäre unsern deuischen Ar beitern im ganzen 339612 93 Mk. aus der Tasche gelockt worden sind. G: ist eine Schmach, wie durch die sozialdemokratischen Organisationen die Dauwer schraube bei den Genossen angesetzt wird. We viele Teänen könnten getrockget werden, wenn das Geld für die von Genossen vernachlässigten Familien verwendet würde. Diese fröhlichen Geber sind doch sonst grundsätzliche G guer der indirekten Steuern. Hubert ist seit zehn Jahren Mitglied des französischen Parlaments und war Berichterstatter zahlreicher Gesetzesvorschläge, die die Kolonien betreffen, namentlich auch Berichterstatter über die Anleiheprojekte für Frarzösisch Westafrika. Vor ganz kurzem war er auch der Berichterstatter über das Gestz das die Algec'ras=Akte ratifizierte. Voraussichtlich wird Herr Hubert über die französtschen westafrikarischen Kolonien und ihre Finanzwirtschaft sprechen, und sein Vortrag dürfte gerade im jetzigen Augenblick, bei der glücklichen Entwicklung, die die französtschen westaftikanischen Kolonien genommen haben, von ganz besonderer Bedeutung sein. Der Zutritt zu dem Vortrag ist nur gegen Vorzeigung von Karten gestattet. Solche werden in dem Bureau der Deutschen Kolonialgesellschaft, Schellingstraße 4, zur Ausgabe gelangen. Koioniale Vorlesungen des französischen Deputierten L. Hubert. In der letzten Zeit hat man in Frankerich in parlamentarischen und in R.gieruags kreisen wie auch bei uns die Frage ventiliert, ob nicht eine Annäherung auf kolonialem Gebiete im Jateresse beider Länder liegen dürfte. Man dachte der Verwirklichung dieses Gedankens dadurch näher zu treten, daß man in erster Linie Vorlesangen über koloniale Themata in Aussicht rahm. Die auf die Iniliative französischer Kreise settens des Präsidirms der Deutschen Kolontalg sellschaft aufgenommenen Verhandlungen führten zu dem erfreulichen Resaltat daß am Freitag, den 15. März ein erster Vortrag in dem Oberlichtsaal der Philharmonie statt finden wird, wozu die Kolonialgesellschaft eine Emladung an die Behörden, die Mitglieder des Richstages und ihre eigenen Mitglieder ergehen läßt Deu ersten Vortrag wird Herr Lueien Hubert halten, der zurzeit der Biz p äsioent der Kommission für ansrrärtige Angeligenheiten in der Deputiertenkammer ist. Politische Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 7. März Der Kaiser, die Großherzogin von Baden und der Reichskanzler sandten an die Witwe des verewigten Staatsministers v. Bötticher Bileids telegramme. Das Kronprinzenpaar ist heute nach mittag von seiner Reise nach St. Moritz in Potsdam wieder eingetrossen. In dem am Freitag stattfindenden Kapitel des Johanniter=Ordens soll Prinz Eitel Friedrich zum Herrenmeister gegewählt werden. Die feierliche Einführung des Prinzen in seine neue Würde findet am 20 d. Mis. statt. Der in Naumburg verstorbene Staatsminister v. Bötticher wur de am 6 Jaruar 1833 in Steitin geboren und studierte die Rechte. Nach längerem Verwaltungsdienst wurde er 1879 Oberpräsident von Schleswig Holstein und 1880 preußischer Staats minister und Staatssekretär des Reichkamts des Innerv. Als solcher machte er sich namertlich um die Durch führung der sozialen Reformen per dient, ins besondere um das Zusa-dekommen des Alters= und Invalidenversicherungsgesetzes 1889 1 Juli 1888 gurde von Bötticher arstelle Purkamers Ves#präsident de: preußischen Staattmi isteriums Am 30 Juni 1897 erhielt er die erbrtene Ent lassung und wurde im November desselben Jahres Obespräsident der Provinz Sachsen. „Daily Mail“ meldet aus Teberau, Deutschland verlange eine Entschädi gung von 5000 Pfd. Si. für die am 18. Februar ersolote Ermordung eines deutschen Missionars in der Provinz Aserbaidschan und Hinrichtung der Mörder. Fads diese Genugtuung unterbleibt, solle ein Kohlengebiet an der Grenze der astatischen Türket in der Nähe von Bagdad besetzt werden. Deutschlard habe schon lange eine Konzession für diesen Landstrich wegen der Bagdodbahn gewünscht. Das offiziöse „Wolffsche Bureau“ macht zu vorst dender Meldung die Bemerkung: Eine Eatschädigungsforderung wird von der deutschen Gesandtschaft in Teheran ang meldet worden sein. Die Höze der verlangten Somme ist hier nicht bekannt. Die weiteren Be hauptungen des obigen Telegramms sind erfunden. Das Verzeichnis der Mitglieder des Reichstags ist vom Bureau des Reichetags fertiggestellt worden. Danach haben die Fraktionen folgende Stäcke: Deutsch Konservative 62 davon 5 Hospitanten), Reichspartei 24(davon 4 Hospttanten), Deutsche Resormpartei 6, Wirtschaftliche Bereini: gang 19, Zentrum 105(davon 1 Ho pitant: Götz von Olenhosen, Wif), Poten 20 Nationalliberale 55 (oavon 6 Ho pitanten), Freisinnige Bereinigung 14(darunter 4 Hospitanten), Freisinnige Volkspartei 27(Lavon 2 Hospitanten), Deutsche Volkspartei 7, Sozialdemokraten 43, als Fraktionslose haben sich offiziell bezeichnet 15, und unter diesen definden sich die Elsaß Lothringer, die offiziell der Zentrumspartei nicht beigetreten sind. In der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses trat ein katholischer Geist. licher als Vertreter der Zentrums fraktion dem Arspruche der Polen, den Kindern polnischer Herkunft wüsse der Religions unterricht in polvischer Sprache erteilt werden, sehr entschieden entgegen. Weder das Tridentitum noch anberweitige Konzilbeschlüsse verlangten unbedingt die Mutter sprache für den Religionsunterricht. Das Tridentinum rede vom Religionsunterricht in der Schule überhaupt nicht, sondern von der Kirchensprache. Wolle man aber aus seinem Gesamt Inhalt und aus anderen ekklefiastischen Beschlüssen einen Schluß auf die Schulsprache ziehen, so könne es nur der sein, daß beim Religiorsonterricht eine Sprache angewankt werden müsse, die von dem Kinde voll verstanden würde und deshalb greignet wäre, von ihm nicht nur begriffsmäßig aufgenommen zu werden, sondern auch in Herz und Gemüt Die Kirche stehe also hier prinzipiell auf keinem anderen Standrunkte, als jede gesunde, natütliche Pädarogik. Das Zentrum stellte sich also in dieser Frage ganz auf den Standpunkt der Regierung Braunschweig, 6. März. Das Staats ministerium hat beim Landtage, der bekanntlich am 12. d. Mts. zusammertritt. den am 15. Oktoder v. J. gestellten Antrag wiederholt. um nunmehr die Wahl eines Regenten in die Wege zu leiten. nahm eive Parade über das 11. Drag.= Regt„Nuwarcia“ ab, dessen Chef der Deutsche Kaiser ist. Lissabon, 7. März. Der König von Sachsen wurde heute mittag feierlich von Bord abgeholt und im prunkvollen Zuge vom König. dem Kronprinzen und dem Herzog von Oporto durch die Stadt nach dem königlichen Palais geleitet. Tanger, 7. März. Das Gerücht, betriffend Einzichtung von funkentelegraphischen Statioven in den Hauptorten von Marokko beruht aus Wahrheit. Der französische Ingenteur Popp hat bereitz Terrainkäufe vorgenoamen und mit den Bauarbeiten degonnen. Man detracktet hier dieses Vorgehen als eine offenkundige Verletzung der Akte von Algeciras. Nordamerika Die„Morning Post“ meldet aus Wasyengion: Das Staatsdeparte= ment hat Anordnungen aus gegeben, durch welch: das Stille Ozean:, das Philippinen= und das China= geschwader zu einer Flotte mit Honoluln als Berteidige ngtftützpunkt für den Stillen Ozean vereinigt werden. Das ist off ndar ein Fingerzeig für Japan. Aus dem Auslan#r Wien, 6. März. Ofizös wird ent schieden der Nachricht widersprochen, der Kaiser habe den Ungarn die ma yarische Kommandosprache zugestatden. An maßgebendsten Stellen werde an der Einheitlichkeit der Armee festgeholten und die deutschen Minister würden einem solchen Zugeständnis nie zustimmen. Rom, 7 März. Der Justizminister Gallo wurde heute früh von seinem Diener tot im Zimmer aufgefunden. Man glaubt, daß es sich um einen Schlag anfall handelt. Die Nachsicht machte großen Eindruck, namentlich in politischen Kreisen. Der Zustand des Finanz= ministers Massimini ist noch immer ernst. Rom, 6. März. Erzbischof Bonomeili von Cemona wurde gestern vom König in eirständiger Audienz empfangen. El ist dies das erste Mal, daß ein B schof im Quirival einen Besuch micht. Krakau, 5 Mäcz. Die Deligierten versammiung des polnischen Nationalrates, welcher gestern im großen Rathaus. saal in Lemberg zusammentrat beschloß, ruthes ischen Blättern zufolge, in vertraulicher Sitzung die beschleunigte Einleitung von Verhavdlungen mit dem tschechischen Nationalrat und den übrigen slawischen Klubs behufe Herbeiführung eines Zusammenschlusses aller slawischen Parteien Ofterreichs zu einer slawischen MijoritätsKoalation im neuen Reichscat. Moskau, 7 März. Sechs bewaffaete junge Leute in Studentenuniform drangen heute in die Kanzlei der Untversität ein und raubten 30000 Rudel. Ein Polizeikommissar wurde erschofsn. Die Räuder ertflohen. Auch aus anderen Teilen des Reiches werden eine Rih Greueltaten gemeldet. Barcelona, 6. Mä z. Der Fürs von Hopenzolleen traf heute hier ein und Kirche, Schule und Mission (Zum Fall César) Der Oberkirchenrat hat die 147 Geistlichen unlängst abgewiesen, die in einer öffentlichen demor strativen Erklärung ihre Uebereinstimmung mit dem für Dortmund nicht bestätigten Pfarrer César kundgegeben haben. Die Dortmunder Reinoldigemeinde des Pfarrers Liz Trauh hat daraufhin mit allen gegen vier Stimmen folgende neue Erklärung beschlossen: „Die Abfertigung des evangelischen Oberkirchenrates vom 8 d M. an die 147 Geistlichen, welche die bekannte Erktärung nach der Erklärung im Foll César abgegeben haben, ist bedauerlicherweise geeignet, die davon Betroffenen in der Achtung ihrer Gemeinden herabzusetzen. Da sich darunter per Pfarrer unserer Reinoldigemeinde befinden, so sehen wir uns genötigt, diesen unser unerschütterliches Vertrauen öffertlich zu bezeugen und ihnen und ihren Mitunterzeichnern für ihre freimütige Ecklärung zu danken, welche sich durch ihre Eindeutigkeit wohltuend von den bisherigen Erlossen der odersten Kirchenbehörde alhebt. Wir haben sehr wohl verstanden, was diese Pfarrer uns, der Gemeinde und dem obersten Kirchenregiment, damit sagen wollten, wir würdigen und achten die Gewissensbedrängnis, die sie nicht zu einer„zw ckosen Demonstration“, sondern zu einem eyrlichen, aufrichtigen B=kenntris ihrer U berzeu, ung getrieben hat, wie es gewiß Tausende von Gliedern der preußischen Landeskirche erwartet und verlangt haben. Wer woyl diese Erklärung den Kirchenältesten in die Fider diktiert hat? Vielleicht meint der„Reichsbote“ kann diese Frage Herr Liz. Traub, der an der Spitze dieser Gemeinde steht, beantworten. Das meinen wir auch Industrie. Handei und Verkehr (Nächste Abfahrten der Schnell= und Postdampfer des Norddeutschen Lloyd von Bremen.) Von Bremen nach NewDork: D. Main 9. März D Kronprie; Wilhel 14 März. D Großer Kurfürst 16. März. D. Kaiser Wilhelm der Große 19 März. D Rhein 23 Marz. D Kaiser Wilhelm II. 26. März. D Breslau 30 Marz. D. Brandenburg 6. April. D. Kronprinz Wuh=lm 9. April. D. Chemnitz 12. Aptil. D. Großer Kurfürst 20. Ap.il. D. Kaiser Wilhelm der Große 23. Aptil. D. Main 27. Apeil. D. Kaiser Wilhelm II. 30. April. — Von Bremen nach Baltimore: D. Hannover 14 März. D. Frankfurt 21. März. D. Wittekind 28 M'rz. D. Weimar 4. Apeil. D Cassel 11 April. D. Gera 18. April. D. Köln 25. April. D Frankfurt 2. Mai. D. Rhein 9 Mai.— Von Bremen nach Galveston: D. Harnover 14. März. D. Brandenburg 6 April. D. Köln 25 April D. Haurover 16. Mai. D. Brandenburg 5. Juni. D Köln 26. Juni. D. Hann over 17. Juli. Von Bremen nach Brasilien: Nach Bahia, Rio de Janeiro und Santos: D. Aachn 30. März. D. Bonn 27. Apeil. D. Crefeld 25. Mai. Nach Pernambuco, Rio de Janeito und Santos: D. Wu zburg 16. März. D. Halle 13 Apiil. D. Er angen 11. Mai— Von Bremen nach Montevides und Duenos Aires: D. Dermstadt 9. März. D. Borkum 23. März. D. Stuttgart 6 April. D. Tübingen 20. April.— Von Bremen=Hamburg nach Ostasien: D. Bayern 13. März(von Bremen). D. Gaeise nau 28. März(von Bremen). D. Scharnhorst 10. April(von Bremen). D. Roon 25 April (von Hamburg). D Seydlitz 8 Mai(von Bremen). D. Prinz Ludwig 23 Mai(von Hamburg). D. Zieten 5. Juni(von Bremen). D. Prinz Regent Luitpold 20. Juni(von Hamburg). D. Prinz Eitel Friedrich 3. Juli(von Hamburg).— Von Bremen nach Australien: D. Prinz Heinrich 20. März D. Kleist 17. Spril D. Bülow 15. Mai. D. York 12. Juni. Aus den Parlamen#n Deutscher Reichstag. 12 Sitzung vom 7. März 1907. 1 Uhr. Der Reichstag überwies heute das Notetatgesetz einer Kommission und trat dann in die Bespiechung der beiden von dem Abg. Dr. Roesicke Kaiserslautern und von dem national: liberalen Abg. Schellhorn eingebrachten Interpellationen übe: die Resorm des Weingesetzes ein. Zur Begründurg sprach zunächst Dr. Roesicke. Er betonte, daß die heutigen Interpellationen von hohem Interesse für weiteste Kreise seien, da die Uebelstände in der Weir produktion zum Himmel sch eien. Die beiden Hauptbeschwerden der Winzer gipfeln in der Klage über mangelade Kontrolle und über die Schädlichkeit der Bestimmurg die den Zuckrwasserzusatz erlaubt, falls die Menge des Weirs dadurch richt„erheblich" vermehrt wird. Jedenfalls müsse durch angestellte Beamte für die Durchführung des Gesetzes gesorgt werden. Abg. Schellhorn(vatl.) begründete die zweite Interpellation. E= wies darauf hin, daß die Winzer jetzt bei halben Preisen doppelte Unkosten haben, und daß das Weingesetz von 1901 mit seinen Unklarheiten die Schuld an der eingerissenen Mißwirtschaft trage. Redner besprach noch die Verhand ungen des letzten Weinparlaments und erhob ichließlich dieselben Forderungen wie Dr. Roesicke. Staatssekretär Graf Posadowsky meinte, daß die Zustände in Deutschland nicht schlechter seien als wie in Frankreich Die im§ 10 gesorderte Revssion müsse entweder im Weingesetz oder im Nahrungsmittelgesetz festgelegt werden. Sollte es zu einer Ergänzung des Weingesetzes kommen, so werde man die Strafen höher setzen und unter Umständen die Geldstrafen absolnt ausschließen müssen. Nach Besprechung der Interpellation wurde die Sitzung um 6 Uhr geschlossen. Far Abgeortu 27. Sitzung vom 6 März Das Adgeordnetenhaus setze am Donnerstag die allgemeine Besprechung der Eisenbahnetats fort, wobei noch zahlreiche Einzelheiten berührt wurden. Abg Wallenborn(Zintr.) wünscht schnelleren Ausbau des Nebenbahnnetzes, Abg. Schmedding (Zentr) war mit der Eatlastung der Eisenbahn= präsidenten durch die Vermehrung der Oberratsstellen einverstanden. Gegenüber etatsrechtlichen Bedenken dieses Redaers betonte Ministerial= direktor Kirchhoff, der Etat der Eisenbahn= verwaltung müsse nach ganz anderen Geundsätzen aufgestellt werden als Etat von privatin E werbsgesellschaften. Abg. Dr. Voltz(natl.) mißbilligte nach Beschwirden über den Wagenmangel in Oberschlesten den engen Zusammerhung zwischen Eisenbahr si anzen und Staatsfinanzen. Abg. von Pappenheim(kons.) hatte gegen eine Betriebsmittelgemeinschaft keinerlei Bedenken, warnte aber vor einer Betriebsgemeinschaft. Minister Breitenbach kündigte über die Wirksamkeit des Zentralamts eine alljährlich wiederkehrende Denk schrift an Abg. Kirsch(Zentr.) forderte strengere Durchführung der Sonntagsruhe zu Gursten der Eisenbahner, während Abg. Nehbel(kons.) bessere Heizvorrichtungen in Nebenwagen wünschte. Die vom Abg. Reinhardt(Zentr.) bemängelten Auenahmetarise für große Seestädte rechtfertigte Minister Breitenbach unter Hinweisen auf die Auslandskonkurrenz. Mittelstandsvertreter auch im Landeseisenbohnrat wollte Abg. Frisch(nat!) haben, der sich im übrigen für eine generelle Herabsetzung der Sütertarise ins Zug legte. Schließlich wurde ein Schlußantrag angenommen. Freitag 11 Uhr: Fortstzung. unter Verneinung mildernder Umstände zu zwei Monaten Gesängnis verurtelt und war ihm auferlegt worden, an die Verletzte, die Arbeiterin H M von hier eine Buße von 32 Mark zu zahlen. Gegen dieses Urteil hatte W. Berufung eingelegt. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß dem Angeklagten doch mildernde Umstände zuzubilligen seien Es wurde das erste Urteil dementsprechend aufgehoben. Der Angeklagte erdielt wegen gefährlicher Körperverletzung 150 Mark Geldstrafe ev. 80 Tage G.fängnis. Die dem Mädchen in dir ersten Instanz zuerkannte Buße wurde auf 20 Maik er mäßigt. 2. Der Maurer A. S. von Schildesche, welcher schon 10 mal vordestraft ist, ist am Abend des 28 Januar d. Is. von einem Beamten der Schließgesellschaft dabei erwischt worden, als er an der Bahnhofstraße hierselbst an einem ZigarrenPavillon eine Fensterscheibe einschlug, um zu stehlen. Er erhielt diesmal wegen versuchten schwirer Dieb stahls 8 Monate Gesängnis.— 8. Der Buchhalter S., hier in Untersuchungshaft, erhielt wegen Untreue 8 Monate Gefängnis.— 4 Der Wirt H. W. R. von Steinhagen war vom Schöffengericht zu Sütersloh wegen Vergehens gegen§ 10 des Nahrungsmittelgesetzes in 2 Fällen zu einer Geldstrafe von 200 Mk. ev. 20 Togen G.fängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte Angeklagter Berufung eingelegt. Die Strafkammer hielt ihn nur in einem Falle von 1905 überführt und verurteilte ihn unter Aufhebung des ersten Urteils zu eine Geldstrafe von 100 Mark ev. 10 Tagen Gefängnis. (1332 50 2.), gerieß, daß de Verwaltungsausgaben: a) persönliche 68.05 M. 1“..#.. von der schwankenden (— M), b) sächliche 34 88 M.(207,60 M.), mit###rot junitur stärter wie andere Berufsstände hin Gesamtausgade für 1906: 3108,27 m.! beei flußt wird und daß die Aussichten zur wirtschaftlichen Selbständigkeit bei den Konzentrationen in unseter Industrie sh: gering. An den Gericht und Rechtsprecht#### Bielefeld, 5. März.(Strafkammer.) 1. Wegen Mißhandlung seiner früheren Geliebten hatte sich in der Berufungkinstanz L. W. von Bielefeld zu verantworten. Er war vom hiesigen Schöffengericht wegen gefährlicher Körperverletzurg Lokales und Bielefeld, 8. März. (Die monatliche Stunde) firdet am Mittwoch, den 20. März, nachm. 2½ Uhr, bei Kolon Ellersiek in Wallenbrück statt. Tx: Phil. 1. (Paul Gerhardt=Feier.) Am Sonntag abend 8 Uhr findet in der Volkshalle eine Paul Gerhardt Feier statt zu der j dermann freundlich eingeladen ist. Außer verschiedenen Gesangvorträgen usw soll auch an diesem Abeno in karzen Zigen über des Dichters Lebens gang und des Dichters L bensweik referiert werden. Der Eintritt ist ftei. (Generalsuperinten dent Dr. Zöllner) aus Münster wohnte gestern vormitlag dem Religiorsunterricht im Eymnasium bei (Einen großen Menschenauflauf) verursachte Mitt voch nachmittag der Sturz eines Pferd.s auf dem glatten Aephalt in der Obernstraße. Naa dem man annähernd drei Stunden vergeblich versucht hatte, es auszurichten, mußte es auf der Straße geschlachtet werden. (Die Kaiserin=Witwe von Rußland) fuhr dieser Tage in einem Sonderzug von Wievollen nach A. tweipen, Calais über Berl u Bielefeld hier durch. D.e Särke des Ziges betrug 86 Achsen. (Stenographte) In den Tazen vom 3.—8. Juli d. Is simet hier der Verbandstag rhei isch=wef fälischer Stenogrephen System„Gab=lsberger“ statt. y.(Die Dienstboten= Krankenkasse des Landkreises Bielefeld in Bielefeld) hielt am Dienttag, den 5. d. Wts. nachmittags 4½ Uhr, unter dem Vorsitz des Herrn M yer zu Jerrendorf, Theesen ihre ordentliche Generalversammlung im Gasthof Modersohn zu Bielefeld ab Nach dem Geschäfts= und Kassenbericht begann das Vereinsjahr 1906 mit einim Bestande von 324 Dienstherrschaften mit 685 Dienstboten und zählte am Jahresschluß 857 Dienstherrschaften mit 722 Dienstboten An Beiträgen ausschl. Zusatzbeiträge wurden vereinnahmt(die Zffern den Vorjahres in Klammern): 2178 M.(2055 M.), an nicht auf gesetzt Verpflichtung beruhenden Zuwendungen — M(150 M), an Zinsen von angelegten Geldbeständen 5218 M.(32,50 M.), aus zurück gezogenen Sparkossen Einlagen 850 M.(— M.); verschiedene Einnahmen einschl. Barbestand aus dem Vorjahre 38 5 M. Mitbin betrng die Ge samteinnahme für 1906: 3118,33 M(2237 50 M.). An Kosten der Krankenfürsoge wurden v.raus gabt: für ärztliche Behandlung 72 ,25 M.(30530 M), für Arzrei und sonstige Heilmittel 282,39 M. (105,30 M.), für Kur und Veipfl gungskosten an Krank=nanstalten 497,75 M.(248.75 M), zusammen 1505,39 M((59,35 M.) Als weitere (2199.45 M) Hiernach ergibt sich ein Barbestand von 1006 M sowie ein Sparkassenguthaben(einschließlich Bestand aus 1905) 1382,50 M. also ein Gesam bestand von 1392.56 M( 370,55 M.) Die Aufwendungen pro Jahr und Dienstbote betrugen für 1905 290 M. für 1906 2,28 M. also im Jahresdurchschaitt 2.69 M., Nach vorschriftsmäßiger Prüfung wurde die Jahresrechnung abgenommen und dem Rechnungsleger Entlastung erteilt. Die nach§ 4 Absatz 3 der Satzungen vorzunehmende Umwohl des Vo standes ergab die einstimmige Wiederwahl der bisherigen Mitglieder. In Aubetrocht des sehr günstigen Jahresabschlusses wurde die dem Reservesonds zuzufährende Ueberweisurg auf 600 M, wie im Vorjahre, festgesetzt, obgleich nach den gesetzlichen Bestimmungen eine Rücklace von nur 217,80 M. erforderlich wäre. Die Versammlung beschließt sodann einstimmig, auf die im§ 8,2 den Satzungen vorgesehnen Pflegekosten im Vereink jahre 1907, gleichwie im abgewichenen Jahre, freiwillig zu verzichten. Nach einem mit großer Mehrheit gesaßten Beschlusse wird vom 1. Juli 1907 ab von den dem Verein neu beitretenden Dienstherrschaften ein Eintritts. geld von 1 M. für jeden Dienstboten erhoben werden; der Vorstand wird die zu dieser Satzungsänderung erforderliche Genehmigung beim Königlicher Regierung= präsidenten nachsuchen. In den Ausschuß zur Prüfung der Jahresrechnung für 1907 wu den gewählt die Herren Georg Upmeier, Gemeindevorsteher zu Ober Jöllenbeck, Albrecht Henke, Landwirt, Ummeln, Fr. Meyer zu Hollen, Landwiri, Hollen. (Vom technischen Berufe.) Der Technische Verein Bielefeld schreibt unß: Ja letzter Zeit haben sich die Anzeigen in den Tagesbättern gemehrt, in denen jungen Leuten Stellen als„Technikerlehrlinge“ an geboten werden. Beit der Schvierigkeit der Berufswahl wird mancher besorgte Viter sich freuen, durch ein Lehrverhältnis seinen Sohn dim techntschen Berufe zuführen zu köanen, einem Berufe, der vermeintlich sichere und angesehene Lebensstehlung bietet. Es ist deshalb notwendig, einmal über die Ausbildung des Technikers und über die Aussichten des technischen Berufes zu sprechen. Zunächst ist eine grür dliche Ausbildung in einm technischen Bureau allein wohl garz aus geschlossen, überhaupt aber zu verwerfen. Theorie und Peexis nüssen beim Techniker inniger wie anderswo verbunden sein. Deshalb ist eine vielseitige Lehrzeit auf dem Paspsatze für den Bautechniker und eine gute Werkst tip ax's für den Maschinentechniker ynbedingt notwendig. Nach dieser praktischen Vorbildung folgt die Ausbildung an einer technischen Lhravstalt. Auch diese kinn nicht ohne weiteres durch eine L hrzeit im Bureau ersetzt werden, weil der Lehsplan einer guten Schule inj der Hinsicht viel seitiger ist, als die Arbeit in einem Bureau, auch die notwendige Allgemeinbildung er gärzt eine Schule ohne Zweifel besser. Es vergehen dempach 4 bis 5 Jihre, ehe ein junger Mann als Techniker tätig sein kann. muß in dieser Zeit, die hobe Anforderungen an Körper und Geist stellt und eine starke Willenskraft voraussetzt, sehr viel Kenntnisse sammeln, wenn er dann eine Stellung finden will. Durch großen Zulauf zu den technischen Berufen, durch Grü dung von Fach chulen allerorten und durch Ein führuag von Sormerkursen an Bauschulen st ein Aggebot von Arbeitskräften erreicht worden, das die Gehälter der Techn ker stark nach unten beeir flußt hat. Kosspielige und lange Ausbildung, geringe Entlohnung und Ueberzahl an Arbeitskräften warnen darum heute vor dem Ergreifen des technischen Berufes. Wer ihn aber ergreift, der sollte vorsichtig bei der Wahl der Lhrstelle und der Schule sein. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, daß die Stellung wenn nicht ganz auszeschlossen sind. diesn Gesichtspunkten möze der nige seine Entschließu#gen fassen, der den technischen Beruf wählen will, sich auf jeden F.I vorher aber über Weg und Ziel erkundigen. tz.(Standesamts=Nachrichten) Bein Standesamt zu Gadderbaum wurden in der Zeit vom 1. bis 28. Februar angemeldet. 1. Geburten: a) Söhne. 1. Fabrikarbetter Friedrich Wilhelm Dietrich Hagemann, Pellaweg 14, 2 Hausv August Bünemann aus Wehrblick. 3. Fuhrknecht Hermann Heinrich Lippold, Burgsteig 10. b) Töchter: I. Lehrer Christian Wiese. Saronweg 17, 2. Finsterputzer Friedrich Paul Horsthaucke, Eggeweg 16, 8 Fabrikarbeiter Franz Heptner, Gütert loherstraße 113. 2. Aufgebote. 1. Aschbrenner— Brodhage aus Bielefeld. 2. Ellerdrock—Witte aus Gadderbaum. 3. Sterde fälle. 1. Karoline Henriette Triebe 37 Jahre. Gadderbaum. 2. Pflegling Wilh. Grorg Joharnes Wippermann, 41 Jahre, Gadderbaum. 3. Pflegling Hugo Christian Ferdirand Magius, 56 J. Gadderbaum. 5 Johanne Koch, 57 J, Gadderbaum. 6. Fabrikwächter Christian Hernsen, 59 J, Gadderbaum. 7. Pflegling Auguste Marie Klara Steinbrück, 21 J., Gadderbaum. 8. Fritz Wild. Meyer, 1 J., Schildesche. 9. Konradine Luise Christine Heidbrink geb. Diekmann, 49 J., feld. 10. Hanne Christine Wilbelmine Stork, geb. Peper, 89 J., Gadderb. 11. Pflegling Josephine Brüser, 36 J, Gadderb, 12. Pflegling Friedrich Wilhelm Boß, 25 J, Gadderbaum. 13 Kaffeebrenner Gustav August Koch, 42 J., Gadderbaum. 14 Arbeiter Karl Wilhelm Stricker, 31 J., Brackwede. 15. Pflezling Hanne Wilhelmine Luise Wehmeyer geb. Limberg, 58 J, Oberjöllendeck. 16. Pfl gling Karoline Konradine Hentiette Grefe, 40 J., Gadderbaum. 17. Pflegling Johanre Auguste Klara Beckhorst, 24 J., Gadderbaum. 18. Pflegling Wilhemine Karoline Friederike Boß, 51 J. Gadderbaum 19 Pflegling Wilbelmige Eckerbach, 48 J, Gadderbaum 20 Pflegling Auguste Peter, 20 J, Gadderdaum 21. Pflezling Hermann Karl Buchwald, 12 J., Gadderbaum. 22. Pflegl. Heinrich Friedrich Withelm Windmaro, 37 J., Gadderbaum 23. Knecht August Esdar, 31 J., Quelle. 24 Pflegling Marie Schwarzkopf, 41 J, Gadderbaum. 25. Elisabeth Luise Beriha Marie Teichmann, 29 J. Göttingen. m(Eingebrochen) wurde in der Nacht zum 7. März in das Stationsgekälde des hiefigen Kleinbahnhofs und aus einem unverschlossenen Schubkasten 7 Pfennige entwendet. Der Täter muß sich beim Zertrümmern der Fensterscheibe, durch welche er eingestiegen ist, an der rechten Hand staik verlitzt haben, denn die im Zinmmer des Stationkgebäudes vorhandere stirke Blutspur zeigt genau den Weg, den der Dieb genommen ha'; auch sind die von dem Dieb angesaßten Gegenstände we Tische und Schränke stark mit Blut bejudelt. m(Gestohlen) wurde der Dienstmagd Lina Nolting eus einer unverschlossenen Kommode ihrer Schlafflube 10 Mark. m.(Eingefangen) wurden folgende Hunde: 1 schwarzer Bernhardiner, 1 schwarzer Teckel, 1 gelber Jazdhund, 1 gelber Pinscher, 1 schwarzer Wachrelhund und 1 schwaizer Pudel. Die Hunde befinden sich auf dem hi sigen Schlachthofe und können gegen Entrichtung des Lösegeldes und E stattung der Futterkosten in Empfang genommen weiden. m(Eine Person) sand Unterkomnen im Polizetobdach. Hillegossen, 6 März.(Lebensreitung.) Das 3 jährige Kind der Eheleut: Menke weches in einen tiefen Teich gefallen und dem Ectrinken nahe war, wurde nach dem.G.=A.“ von dem auf das Hilfeg schrei her bei eeilten Mischtän le. Heim Plöger mit eigener Lebenegefahr ans dem Wasser gezogen und dem Tode enteissu. Das Königshaleband. Nach dem Englischen erzählt von D. F. Franzelly 7) (Nachdruck verbeten.) (Schluß.) „Es ist ganz sicher, lieber D ck. Ihr wur det beide besiorungslos auf dem Fußboden vorgefurden. Du hattest ihn halb erwürgt. Die Polizei hat ihn in G wahrsam genommen. Sie kennt ihn. Er führt den Doktortitel, ist ader ein lange gesuchter Dieb und kam hierher mit der Absicht, das Halsbond zu stehlen.“ „Und Fräulein Romaine?“ stieß ich aus. „Ich werde dir alles erzählen, Dick Das war ein Fehler von mir. Ich bat sie, uns zu besuchen, sagte dir aber nichts davon. Sie war immer so liebenswürdig, und ich hätte es gern gesehen, wenn auf euch beiden ein Paar geworden wäre. Ich mag sie sehr gut leiden, auch besitzt sie etwas Verwögen. Dick, verwünsche mich nicht. Ich hielt es für das Bste. Ihr Brief verspätele sich, und aus diesem Grunde mußle ich annehmen, daß sie ihren Besuch aufgeschoben hatte. Dadurch ist dann alles so gekommen. Und ie rettete das Halsband, Dick. Sie hörte, wie du mit Tagesanbruch hmunter chittest uns vernahm, wie dann j mand die Stufn vom Boden herunterkam. Am Ende der Teeppe, da wo der Korridor seinen Anfang rimmt, dämpfen sich mit einm Male die Schritte. Neuzierig, wie wir ja elle sind, öffnete sie bedächtig die Tür und sah, wie ein ihr Und kannter verstohlen in dein Zimmer schlich. Sie ahnte nichts Gutes. Durch das Schlüss lloch blickend, sah sie, wie der Fremde den Schmuckkasten in der Hand hielt. Zurück ilen, meinen Schlafrock anziehen, die Tür öffgen und ihm gegenübertreten war eins. Hammond, der dich dazu roch die Tieppe heraufsteigen hörte, war so erschrick, daß er den Kasten wegwarf, auf den Balkon hinauslief und von dort aus an dem Rohr zum Dach hinaufkletterte Oben wartete er, bis du wieder ausgi gst dann schlich er nochmals ein, und dadurch siel er dir in die Hä de.“ „Wird sie mir jemal; verzeihen, Ellen?“ „Ich glaube, sie hat es scon. Sie fand es so artig von dir, als du sie am Morgen laufen ließest, trotzdem der Augerschein so sehr gegen sie war. Das sah sie später ein, und anstatt zur Stadt zu fahren, mietete sie in der„Krone“ einen Wagen und kam zu mir nach Repley Hall herüber.“— ist bür büs wechoruns denilten preu: Bmmue un Bpme war An jenem Abend war ich so weit wieder hergestellt, daß ich die Treppe hinuntergehen und wich bei Fräulein Remaine mit sämmerlichen Entschuldigurgen wieder in Gunst setzen konnte. Zum Zeichen, daß Ellen bereits ihre Verzeihung erlangt, hatte sie eir gewilligt, eines der freien Zimmer einzur ehmen. Auch mir vergab sie. Zar Be kräftigurg versprach sie auf unser Bilten bin, noch drei Tage bei uns zu verbleiben. Und nach drei Wochen weitte sie noch immer in unserer Mitte, ollerdings mit der festen Alsicht, am nächsten Morgen zu gehen. Als Ellen am letzten Abend in mein Arbeitsz mmer eindrang und mich bei garz mü rischer Laune vorfand, sagte sie zu mir:„Du altes Schaf, warum bietest du ihr denn nicht das Halsband an, wenn sie bleibt?“ „Dann mäßte ich mich ja mit dem Halsband weggeben“, protestierte ich. „Na frage sie doch“, gab mir meire Schwester ein. Und als mir Claire spä er bekannte, daß es nicht das Haleband war, das mir ihre Liebe eintrug da hielt ich mich für den glücklichsten Menschen auf der Welt. Vermischtes. (Aus Hummels Leben.) Ein reicher Verleger in Leipzig gab dem berühmten Komponisten Humoel einst ein glänzen es Essen, zu dem auch mehrere andere Gäste aus der Künstlerwelt ei geladen wiren. Hummel hatte gerade seine große Kloviersoule beindet und verlangte dafür 10000 Taler Honorar, die der Verleger aber ucht bewilligen w. lte. Bei Tsch gingen die Verhandlungen über diesen Gegenstand hin und her, und da Hommel nit großer Ruhe auf dem geforderten Peise beherrte, schrie endlich der Musikalienha dler in vollem Zorn: Ihr Kowporisten seid alle ver ückt geworden! Ihr witt gar nicht mehr, was ihr von den armen Verlegern vel ugen sollt!— Diese Worte brachten Hummel aus seinem Gleichgewicht und er erwidert::„Ja, ihr dirflachten Kerle von Verlegern, we lönntt ihr denn solche Essen g bev, wenn wir armen Komponisten nicht wären?"— ganze Tischgesellschaft brach in ein schellendes Gelächter aus, in welches der Berleger, nachdem er sich einigermaßen von seiner Verblüffung erholte, herzhaft mit einstimmte. ∆ Herford, 8 wehrung der B dem hiesigen Posia auflieferungen der nicht mehr zu bem. dem Austragen vo viel Unsug getriebe der„Herforder Nuc gescheut und läßt de Auflage, besonders durch die Briefti iaserierenden Gesch größte Gewähr auf — Herford, 8 nasium) nimmt bi von 11—12 Uhr, Es genügt zundast oder Impfscheines. O Herford, Mietfastenmark 150 Kühe, 390 Sch alfteirieben. auf Rassen, die 300—4 Lex#pferde angete Geschäft schlecht. A# waren besonders## 420 Mi. erzielten, seh markt war trotz bill 9 Hersord, 8. verwaltungsge: zessionsentzieh ng ge wischer, Ahmser Cha der Böllerei gegeben C Herford 8 kartenverkauf) fl tor wird von 1. Ar sche Zigarrenhandlun k Herford, 8. Mä ordnetensitzung) fa statt. Anwesend waren 2 Magistratsmitglieder. Stadtverordnetenvorsteh handelt und beschlossen Magistratsantrag beir des Kaufmanns Herzfwegen Entschädigung s terrain wurde genehmigt erste Lesung des Haushe Titel IA Besoldungen Das Gehalt des Stadtbe gemäß Magist atsbeschlu lich um 150 M. steiger von 6000 M neben den Mark Titel 1B Bern in Einnahme auf 200 D Mark. Titel ID) Ruheg Versorgung in Einnahm gabe auf 9620 Mk. Tite verwaltung in Einnahme gabe auf 193890 M. Liegenschaften in Einnah# gabe auf 10 M.; desgl. auf 7470 M., in Ausga C Waldungen 4870 M. D Denkmäler 800 M 5 Gerechtsame in Einnahme gabe 24 M. Titel V An A Gas=, Wasser und E auf 85000 M; B Schl Ausgabe 28410 M.; C bezw. 700 M; D Aicha E Feuertösch und Rettr 2050 M.; F Frieohof ir auf 5620 M.; G Volk 80 M bezw. 850 M.; bezw. 33800 M.; I Bar 70•0 M.; K Haushaltu 500 M.; L Marktverwal M. Zi Titel V wurde sucht, öffentlich bekarntz Boden zu: E höhung des werden darf. Titel VI Virkehrsanstalten in Eni Ausgabe auf 52700 M waltung in Ennahme a auf 57450 M. Tull VI in Einnahme um 860! entsprechenden Mehra###g etat beir Gründung ein kosse. Die Ausgabe####m 400 M Tiiel IX 11m 15380 M., in Auegabe Kirchen, milde Stistunge M. Ttel XI Reichs, Kreisal gelegenheiten 1306 Titel XII Reservifonds 4 B der Stadtverordneten läuterungen zu Titel VII also auf 11 240 M fest meindesteuerverwaltung in Mark in Ausgobe auf Soistige Ennahmen 794, Der Etat wurd= in Enngesetzt auf 1 493840 M der defia tiven Regelung Die Vorlage des Magistr Garpreise wurde angenom statt 15 Pfennig 16 Pfen zahlen. d Laar, 8 März Feier) Wie in sast fiadet auch in der täcsten Sonntag Läta mittags 4 Uhr, eine in Fom eines liturg statt Die kazu auf ordnung trägt die Urb dir mit Herz urd## Herzei s L.st“, und in mithelfen, daß die Dichtung noch mehr werde. Se sin,! von und Erlöser, dem zu E Sänger unfrer Kirche gesetzlichen Schutz der schwankenden ndere Berufsstände die Aussichten zur gkeit bei den Kondustrie sh: gering, ossen sind. Unter ze derj ulge seine er den technischen uf jeden F.ll vorZiel erkundigen. hrichten) Bein rbaum wurden in Februar angemeldet. . 1. Fabrikarbetter Hagemann, Bellawez nann aus Wehrblick, rich Lippold, Burghrer Christian Wiese, tzer Friedrich Paul Fabrikarbeiter Franz aus Bielefeld. 2. aum. 3. Sterbe Triebe 37 Jahre,, lh. Storg Joharnes derbaum. 3. Pflegd Magius, 56 J., ch, 57 J. Gaddertian Hernsen, 59 J, uguste Marie Klara u. 8. Fritz Wilt. Konradine Luise sann, 49 J., lbelmine Stork, geb. Pflegling Josephine Pflegling Friedrich scum. 13 Kaffee12 J., Gadderbaum. sicker, 31 J., BrackWilhelmine Luise I. Oberjöllendeck. ine Hentiette Grefe, Pflegling Johanre J., Gadderbaum. ine Friederike Boß, legling Wilbelmige n. 20 Pfleglirg um 21. Pflezling I., Gadderbaum. Bilhelm Windmaro, icht August Esdar, Marie Schwarzkopf, beth Luise Beriha ingen. uede in der Nacht tionsgekälde des aus einem ui7 Pfennige entsich beim Bere, durch welche r rechten Hand die im Zinmer nhandere starke Weg, den der ind die von dem de wie Tische ut befudelt. der Dienstmagd unverschlossenen 10 Mark. vurden folgende iner, 1 schwarzer gelber Pinscher, ind 1 schwaizer in sich auf dem inen gegen EntE stattung der kommen weiden. d Unterkomnen (Lebensreiid der Eheleut: en Teich gefallen ir, wurde nach das Hilfeg schrei Heim Plöger is dem Wasser f n n.) Ein reicher dem berühmten ein glänzen es e andere Gäste #laden wiren. große Klovierdafür 10000 eger aber ucht sch gingen die Gegenstand hin it großer Ruhe beh errte, schrie in vollem Zorn: ückt geworden! as ihr von den sollt!— Diese seinem Gleich„Ja, ihr virn, we lönntt ev, wenn wir kren?“— De in ein schellen8 der Berleger, en von seiner mit eigstimnte. An den Kreise Herfocd. H Herford, 8. März.(Eine Verwehrung der Briefträger) trat auf dem hiesigen Posiamie ein, da die Massenauflieferungen der„Hirforder Nachrichten“ nicht mehr zu bewältigen waren. Da mit dem Austragen von Probenummern sonst viel Unsug getrieben wird, hat der Verlag der„Herforder Nuchrichten“ die Kostin nicht gescheut und läßt den allerg ößten Teil der Auflage, besonders in den Lindbezirken, durch die Beiefträger austrugen. Den inserierenden Geschäftsleuten ist dadurch größte Gewähr auf E folg geboten. = Hersord, 8. März.(Das Gym nasium) nimmt bis zum 23. März, täglich von 11—12 Uhr, Neuanmeldangen an. Es genügt zunägst die Vorlage eines Taufoder Impfscheines. O Herford, 8. März.(Auf dem Metfastenmarkte) waren 217 Pferde, 150 Kühe, 390 Schweine und 1475 Feikel alftetrieben, auf dem Pferdemarkt außer Rossen, die 300—400 Mt kosteten, viele Lextpferde angetrieben, doch war das Geschäft schlecht. Auf dem Rindviehmarkte waren besonders Milchkütze, die 400, ja 420 Mi. erzielten, sehr gesucht. Der Schweinemarkt war trotz billiger Preise sehr schlecht. 9 Hersord, 8. März.(Das Oberverwaltungsgericht) beßätigte die Kon zessionsentzieh ng gegen den Wut Breitenwischer, Ahmser Chaussee, da alle Merkmale der Böllerei gegeben seten. C Herford 8 Mäz(Der Fahr kartenverkauf) für die Hiltestelle Lübbertor wird vom 1. April durch die Conradische Zigairenhandlung besorgt k Herford, 8. März.(Eine Stadtverordnetensitzung) fand gestern nachmittag 3 Uhr statt. Anwesend waren 25 Stadtverordnete und 2 Magistratsmitglieder. Die Sitzung leitete der Stadtverordnetenvorstehe Justizrat Lücken. Ber handelt und beschlossen wurde folgendes: Der Magistratsantrag beir Einlassung auf eine Klage des Kaufmanns Herzfeld gegen Stadt Herford wegen Entschädigung für abgetretenes Straßenterrain wurde genehmigt. Er erfolgte sodann die erste Lesung des Haushaltsvoranschlags pro 1907. Titel IA Besoldungen schließt ab mit 56590 M. Das Gehalt des Stadtbaumeisters soll in Zukurft gemäß Magist atsbeschluß vom 10 Okt 1905 jähr lich um 150 M. steigen bis zum Höchstbetrage von 6000 M neben dem Wohnungsgeld von 450 Mark Titel 1B Verwaltungskosten schließt ab in Emnahme auf 200 M, in Ausgabe auf 14800 Mark. Titel I D Ruhegehalt und HinterbliebenenVersorgung in Einnahme auf 1310 M, in Ausgabe auf 9620 Mk. Titel II Zinsen und Schuldenverwaltung in Einnahme auf 12:400 M., in Aus. gabe auf 193890 M. Tael III A Städtische Liegenschaften in Einnahme auf 3230 M., in Ausgabe auf!0 M.; desgl. B G.bäude in Einnahme auf 7470 M., in Ausgabe auf 2000 M.; desgl. C Waldungen 4870 M. bezw. 2110 M.; desgl. D Denkmäler 800 M bezw. 800 M., Titel IV Gerechtsame in Einnahme auf 780,16 M, in Aus gabe 24 M. Titel V Anstalten und Einrichtungen A Gas=, Wasser und Elektr.=Werke in Einnahme auf 85000 M; B Schlachthof in Einnahme und Aus gabe 28 410 M.; C Desinfektionsanstalst 150 bezw. 700 M; D Aichamt 1000 bezw. 830 M.; E Feuerlösch und Rettungswesen 600 M. bezw. 2050 M.; F Frieohof in Ennahme und Ausgabe auf 5620 M.; G. Volks bibliothek und Lesehalle 80 M bezw. 850 M.; H Fuhrpark 36800 Mk. bezw. 33800 M.; I Bareanstalt 4800 M. bezw. K Haushaltungs chule 160 M bezw 500 M.; L Marktverwaltung 10820 bezw 7800 M. Zi Titel V wurde der Magistrat noch ersucht, öffentlich bekar nt zu machen, daß gegrabener Boden zu: E höhung des Lubberbruchs angefahlen werden darf. Titel VI Uoterhalturg allgemeiger Virkehrsanstalten in Eni#me auf 24890 M., in Ausgabe auf 52700 M., Titel VII Polizeiverwaltung in Ennahme af 4700 M, in Ausgabe auf 57450 M. Tul VIII Schulverwaltung wird enaere Penge.#ve. 360 M. ieduziet wegen der emsprechenven Meyrausgabe bei dem Töchterschuletat beir Gründung einer Witwer= und Waisen##„Dd Ausgabe ermößigt sich irfolgedessen um Tiiel IX umenpflege in Ein nahme auf 15380 M., in Ausgabe auf 56 550 M., Titel X Sirchen, milde Stistungen 412.60 bezw 29•1 60 Ttel XI Reichs, Staat., Provinzial und al gelegenheiten 1300 M. bezw. 115110 M. Titel XII Reservefonds A des Magistrats 500 M., anherungen se#e zu Titel VIII um 760 M ermäßigt, #se uuf 11 240 M festgesetzt. Titel XIII Ge meindesteuerverwaltung in Ei nahme auf 608 560 Park, io Ausgobe auf 2#0 M. Duel XIV stige Ennahmen 794,90 M bezw 184640 M. Der Etat wurd= in Ennadme und Ausgabe festgesetzt auf 1 493840 M jedoch unter Vo dehalt der defia tiven Regelung der Wertzuwachssteuer. Die Vorlage des Magsstrats, betr. E höhung der Gatpreise wurde angenommen. In Zukunft sind statt 15 Pfennig 16 Pfennig pro Kubikmeter zu zohlen. d Laar, 8 März(Paul Gerhardt Feier) Wie in sast allen G.meinden, so ftadet auch in der Kirche zu Laar am täasten Sonntag Lätare, 10 März, nachmittags 4 Uhr, eine Paul Gerhaldt Feier in Fom eines liturgischen Gottesdierstes statt Die kazu aufgestellte Gottesdienst ordnung trägt die Urderschrift:„Ih stage dir mit Herz ued Mund, Heer, meines Herzei s L.st“, und möchte an ihrem Tile mithelfen, daß die Fülle Gerhardischer Dichtung noch mehr unter uns b.kannt Se sin,t von Gott, dem Schöpfer und Eilbser, dem zu Ehren allein der große Sänger uafrer Kirche seine Hufe erklingen ließ; sie singt freilich auch von trüben Zeiten, die Gerhardt durchmachen mußte, und die niemand erspart bleiben, um schließlich Herz und Sinn auf das Lickt der Ewigkeit zu lenken, wo Freude und Wonne allem bitteren Leiden ein Ende macht.— Chöre, meist alte Sätze, sowie Gemeindegesänge werden miteinander abwechseln. An geeigneten Stellen sird Vorlesungen vorgesehen, und zum Schluß wird eine Ansprache das Gesungene zusammenfassen. Es sei auch an dieser Stelle auf die Feier aufmerksam gemacht. Alle sind herzlich dazu eingeladen. ∆ Enger, 7. März.(Verschiedenes.) In der gestrigen Versammlung des hiefigen Geflügelzucht und Vogelschutzvereins wurde beschlossen, am 9. 10. und 11. N vember 1907, eine Lokalgeflügelausstellung abzu halten, welche mit einer Verlosung von Geflügel verbunden sein soll Ferner wurde beschlossen, dem landwirtschaftlichen Kreisverein beizutreten.—(Prüfung) Die Prüsung der Konfirmanden der 2. Abteilung fiadet am kommenden Sonntage und die Prüfung der 1. Abteilang findet an dem darauf folgendem Sonntage in der hiesigen Kirche statt.— Zur Hebung der Hasen jagd hat Herr Sattelmeier Wilh. Nord miyer hierselbst einige ungarische Häftanen in seiner Jagd ausgesetzt. Bünde, 7. März.(Konsum=Verein.) Die für Sonntag, den 10. März anberaumt: Genossenschaftsversammlung kann umsände halber nicht stattfinden und ist dieselbe auf Sonntag, den 17. März, nachmittags 3½ Uhr angesetzt. ∆ biddenhausen, 8 März.(Hebung der Ziegenzucht.) Die Ziegenzucht vereine des Kreises schlossen sich zu einem Kreisverbande zusammen und streben die Einführung einer Kö ordnung an. Herr Kantor Schwarzmeier wurde zum Vorsitzenden, Herr Lohmeier=Herford zum Suellvertreter ernannt. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Gütersloh, 7. März.(Herr Direktor Graedet) hat, wie die„Westf. Bg.“ erfährt, die auf ihn gefallene Wahl als Kynnastaldirektor in Getersloh nicht angenommen. Gütersloh 6 März(Schule.) Dim Lehrer Herrn Hermann Lange in Blankenhagen II ist vom 1. Aptil d. I ab von der Königl. Regierung eine L hrerstelle an der evangelischen Volksschule in Nordhorn übertragen worzen— Die in Blankendagen freiwerdende Lehrerstelle ist dem Lihrer Herrn Ernst Bickaese in Südhemmern übertcagen woren. Aus den Kreisen Minden und Lübbece. Minden, 8. März.(Die deutschen Kolonien im Volksschulunterrich t.) Die Regierung in Minden bestimmt nach dem„Hann. C.“ in einer Verfügung an die Kreisschulinspektoren, daß fortan in allen ihrer Aussicht unterst.lten Schulen die geschichtliche Eutwick=lung, die geographischen und insbesondere die wirtschaftlichen Ber hältnisse der deutschen Kolonien mehr alsbisher geschehen ist, behandelt werden. Dies würde naturgemäß in erster Lmie im geographischen Unterricht erfolgen, doch werden sich auch mancherlei Verbinduggen und Anknüpfungen in den anderen Fächern (Geschichte, Naturkunde, Kirchengeschicht.) finden, auch werde sich eine Erweiterung und Bertiefung der hierin gewonnenen Kenntnisse turch die eingehende Behandlung der einschlägigen Lesestücke des Lesebuchs und durch die gelegentliche Verwertung von Aufsätzen erzielen tassen. Die Regierung ersucht die Kleisschulinsp ktoren, die Anzelegenheit auf den Kreis Leyrerkonferenzen in diesem Sommer zu besprechen und die etwa notwendig werdenden Aerderungen in den Lihrplänen der Schulen bis zum Beginn des neuen Schuljahres vorzunehmen. Bis zum 1. Mai ist darüber B richt zu erstatten. Minden 8. März.(Der Vorstand der Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft) bestebt aus den Herren: Generalmajor von Beck, Oberstleutnant a D. Brée, R-ktor Bohnenkamp (Schagmeister) Buchhändler Bleek(stellvertretender Schatzmeister), Rektor Fischer (sellvertretender Schriftführer) Stadtverord neter vorsteher Hattenhauer, Gynnasialdirektor Dr. Heinze, Erster Bürgermeister Dr. Johannsen, Kaiserlicher Ober Posttrektor Gh Oder Postrat Kempe, Regierungspräsidert Dr Kruse(Vorsitzender), G.h Sont ätzrat Dr. Müller, Haupt lehrer Pohlmann, Regierungsrat Schulze (Schriftfützre:) Kaufmann Siebers, Fabrikant Stremmel(zweiter ste llvertrelender Vo sitzender), Töchterschullehrer Wassermann, Oder Regierungerat von Wehrs, Regierungepräsident a. D. Wirkl. Geh. Oder Regielungsrat Winzer(erster stell vertretender Vorsitzender). Mind u, 8 März.(Auf dem letzten Viehmarkt) wiren die Schweinepreise noch so hech wie am letzten Marktage. kosteten 6—8 Wochen alte Ferkel das Paar 21—27—30 Ml. Stangenschweine er brachten das Stuck 24—30—.50 Mi; fette waren winig ausgetrieden Die Preise für Pferde betrugen 300—400—600 Mi für Rirdvieh 180—250—300 Mk.; Ziegen 12—15—18 Ml. Levern 7. März.(Lehrergehälter.) Die O meinde und Schulvertritungen von Levern, D tiel, Niede mehnen und Sundern haben die E höhong der Grundgehälter ihrer Lehrer auf 1200 Mark beschlossen. Aus den Kreisen Münster und Arusberg. Münster, 6. März.(Der Provinziallandtag) nahm gegen 4 Stimmen nach längerer Debatte den Antrag des Landeshauptmanns an, daß der Proo#nzial= landtag den Provinzialausschuß beaustrage, nach Anhörung der Landwirtschaftskammer und sonstiger ihm geeignet erscheinender landwirtschaftlicher Vertretungskörper in Verhandlugen mit der Staatsregierung über die Frage der Neuveranlagung der Grundsteuer in Unterhandlungen zu treten, insbesondere um vorav festzustellen, ob und in welchem Umfange und auf welcher Grundlage die Rezierung zu einer Mitwirkung dehufs Löung dieser Frage bereit sei. Redner spricht sich noch gegen die Tauglichkeit der Wertsteuer für das platte Land aus; er sei jeoch kein Feind dieser und der Wertzuwachssteuer für die Städte. Trotzdem müsse man diese moderne Steuer ein= brutale nennen, sie richte sich nach dem nack en Wert des Steuerobjekts ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit dieses In der folgenden Verhandlung über den Reservesonds der Landesbank beantragt Abg. Sternenberg die Annahme des Kom missionsantroges: daß in Zukunft in der Rechnung der Landesbank ldiglich der im § 19 des Statuts der Lindestank genannte Stammfonds von 1637484,93 Maik als Vermögen„Stammfonde) aufgeführt, der übrige Teil der jetzt Vermögen genannten Summe aber dem R seiv##sonds gutg.schrieben wird Dieser Antrag wird angenommen. Der Verkauf einer Grun stücks fläche bei der Provinzial=Irrenannalt Müoster zum Preise von 378000 Mark wird genehmigt. (Ertappt.) Frau(zu dem heimkehren den Gaiten):„Jitzt ist's drei Uhr, und um zehn Uhr bist du weggegangen, weil du rasch einen Brief in den Kasten weisen wolltist!"— Mann(in die Tasche greifend):„Ach jr, der Brief— da muß ich rasch nochmal inunter!“ (Er weiß Bescheid) An einem Volkefst tritt ein Eu heimischer als bewalter „Wlde“ auf und verzehrt mit schaifen, fle chenden Zähnen zohe Tauben und Fische. Ein Knobe nehert sich dm„Wilden“. Da rief der Impresario:„Geh weg, der frißt dich!“— Antwort des Knaben:„Der feißt mi nit, des isch mei Voater!“ Ueberficet der witga Bieleseld, 8 März 1907. B#ngereilt von Fr. Böcelmaus Bm 12e7 Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+ 1/° S. Thermometerstand um 10 Uhr vorm+ Agrometer 74 9 em Wind Süd=West. Hummel; bedickt. Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht unch ein d, Worh, Herschte. harbeitel ve der Lentealstele für Biedverwertung der Preustschen Lon wietschaftskammern Berlin W., Kötheuer Straße 33 Hannov. Dortm Essen 31—84 Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Hannover 6 Maz.(Ein falscher Postinspekror) Heute worgen eischten auf der hiefigen Hrap post ein Mann, stellte sich als Postivspektor aus Ste tin vor und verlangte die Oeffnung der Packkammer, bei der sio auch ein Gelaß für Wert= und Geldsendungen befindet, zur Vornahme einer Reo sion. Die Beanten gingen aber hierauf nicht ein, sondern verlaitn von ihm eine Legitimation, die er verweigerte. Es en stand nun ein Wortwechsel, in dessen Verlaufe der salsche Jaspektor gewalisam aus dem Picksaale geschefft werden mußte. Dabei zog er einn Revo ver und feuerte zwei Schüsse ab, ohne jedoch manden zu ir ffen. Nun wurde der von mehreren Beamten über wältigt und der Bahnhofs rache zugeführt, die ihn der Kriminalpoltzei überlieferte. Vermischtes. Berlin, 7. März Für die Schneeabfuhr in Berlin ist in diesim Winter eine Ausgabe von nahezu 800000 Mark erfolgt. München, 7. März Die Untersuchung der bei den Ausgrabungen auf dem Platze des Zirkus Bavaria gefundenen Uverreste des Kaufmanns Hendschel ergaden, daß derselbe durch einen Schuß in den Hinterkopf und Zertrümmerung der Schäd ldicke mit einem Schlagwe#kzeug geiötet worden ist. Die Identität der Leiche ist zweifel loe f stgestellt, da verschiedene Sach n ols Eigen tum Hendschels erkannt wurden Ein G.ständnis hat der als der Tat verdächtig verhaftete Niederhofer bis jetzt noch nicht abgelegt. London, 7 Ma z. Im Irischen Kanal ist das Schff„Eemeralda" von dim Dampser „Headly“ verlassen umhertreibend gef. nden worden. Das Fahrzeug hatte zwanzig Tonnen Schießpulver an Lord.„H.adly“ schleppte die„Eimeralda" nach Holyhead, wo sie abseits vom Kurse der mit Irland verkehrenden Passigier dampfer verankert wurde. Von der Besatzung fehlt jede Spur; das Schicksal des Saiffes ist in tiefes Dunk! gehüllt. Rom, 7. März. In Süditalien fand bei Montemurto ein großer Bergsturz statt 2 Kirchen und 25 Häuser wurden zetrümmert und viele Häuser beschadigt. (Der Wecker) Herr(der in der Socmerfrische bi einem Bader wohnt): „Morgen nöch' ich um vier Uhr gewickt sein!“— Bade::„Dös paßt grat' gut; der Moosbauer kommt eh' er ause Feld geht, zum Zahnreißer, da wachen Sie g'wiß auf.“ (Schlechtes Gewissen.) Gast: „Diesen Pudding haben Gnädige wohl seldst zubereitet?“—„Haussrau:„Buum schmeckt er Ihnen nicht?“ 48—49 40—42 34—36 30—31 46 31—33 wn Ochsen. I am am a) vousteischige, ausge= 4./3. 4./3, mästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt(mind. 12 Ctr. Lbg.)48—49 b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete...40—42 e) mäßig genährte junge und gut genährte ältere[35—37 d) gering genährte jeden Alters Bullen. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren 45—46 b) vollfleischige jüngere 38—39|37—39 c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere d) gering genährte jüngere und ältere Kalben und Kühe. a) vollfleischige, ausgemästete Kalben höchsten Schlachtwertes b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren.. c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Kalden d) mäßig genährte Kühe u. Kalben Kälber. a) Doppellender.... b) feinste Mast=(Vollmilchmast) und beste Saugkälber e) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber. d) geringere Saugkälber u. älteres, gering genährtes Jungvieh(Fresser) Schafe. a) Mastlämmer u. jüngere Masthammel.40—41 d) ältere Masthammel.36—37 c) mäßig genährte Hammel u. Schafe(Märzschafe)s29 31 Schweine. a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen bis zu 1¼ J.55—56 b) fleischige 58—54 c) gering entwickelte sowie Sauen am 4./8 48 42—43 36—87 42—43 36—38 31—34 42—44 37—39 34—35 26—29 44—45 8—39 31—33 55—56 50—54 45- 49 40—42 36 38 50—52 56 53—55 51—52 45 38—40 33— 4 26—28 72—74 56- 58 50— 54 42 48 40—41 57 55 56 50 F Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Bid Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20%/ Tara. Die amtlichen Schlacht gewichtpreise sind mistelß der engegebenen Schlachtprozente ungerechnet Berlin, 8. März. Zum 2. Delegierten Deutschlands bei der Friedenskonserenz im Haag ist der vortragende Rat im auswärtigen Amt Geheimer Legationsrat Dr. Kriege, ernannt worden. Die Wahl des 1. Delegierten ist noch nicht erfolgt. Berlin, 8 März. Für den politischen Außendienst werden für das Sommerhalbjahr 25 Kriegs. fahrzeuge in Dienst gestellt werden. Düsseldorf, 8. März. Bereits in allernächster Zeit soll das Benrather Schloß wieder für einen neuen Haushalt der Königlichen Familie eingerichtet werden. Köln, 8. März. Drei Burschen überfielen in Luenen ein Brautpaar und mißhandelten den Beäu tigam bis er floh. Sie schleppten dann die Braut in den Wald, vergewaltigten sie und führten sie darauf in ein verrufenes Haus, aus dem sie erst am nächsten Morgen herausgelassen wurde. Die Wüstlinge wurden verhaftet.— Genügt solchen unerhörten Rohheits verbrechen gegenüberdas Strafgesetzbuch? IK Herförder Ballk (Zweiganstalt der Osnabrücker Bank.) Aktienkapital 13.500.000 Mk. Reservefonds 3 150.000 Mk. Hauptsitz Osnabrück. Filialen: Herford, Münster i. W. Leer i. Ostfriesland. * Wir empfehlen uns zur Vermittlung aller bankgeschäftlichen Transaktionen unter koulantesten Bedingungen. Auf Depositen-Einlagen vergüten wir bis zu 4 p. a. je nach Kündigungstrist, mit Zinsberechnung vom Tage der Ein-# zahlung bis zum Tage der Abhebung. 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Sonnabend, 16. März 1907, abends 8 Uhr im Lokale des A. B. V., Kreuzstrasse. in der aulus=Kirche am Sonntag, den 10. März 1907, abends 6 Uhr, Ende gegen 7 Uhr. 1. Mitteilung der Bilanz vom 31. Dezember 1906 durch den Vorstand 2. Berichterstattung des Aufsichtsrates über die Prüfung der Geschäftsbücher. Jahresrechnung, Bilanz und der Vorschläge über die Verteilung des Gewinnes. 3. Beschluß über die Genehmigung der Bilanz, über die Verteilung des Gewinnes und über die Entlastung des Vorstandes. 4. Statutenänderung. 5. Beschlußfassung über die Erwerbung eines Grundstückes. 6. Neuwahl für das nach dem Turnus ausscheidende VorstandsMitglied. 7. Neuwahl eines Vorstandsmitgliedes(Ersatzwahl). 8. Neuwahl für zwei nuch dem Turnus ausscheidende AufsichtsratsMitglieder. 9. Neuwahl eines Aussichtsrats=Mitgliedes(Ersatzwahl). 10. Festsetzung über die Entschädigung des Vorstandes und Aufsichtsrates. 11. Verschiedenes. Der Aufsichtsrat des Bielefelder Haushalts=Vereins e. G. m. b. H. H. Thleme, Vorsitzender. Zum Gedächtnis des 300jährigen Geburtstages Paul Gerhardts. Lieder von P. Gerhardt, Kompositionen von J. S. Bach und kirchlichen Tonsetzern des 16. Jahrhunderts. Mitwirkende: Der Pauluskircherchor. Chorleitung und Orgel: Herr K. Meyer, hier. Der Eintritt ist frei. Die Bekanntmachung. Die Bilanz liegt von heute ab in unserm Kontor aus.— Zur Teilnahme an der General=Versammlung ist die Vorzeigung der Legimationskarte erforderlich. Kinder, welche Milch nicht mögen, nehmen sehr gerne die Speisen, welche mit Dr. Oetker’s Vanille-Pudding-Pulver bereitet sind. 1 Stück 10 Pfg 3 Stück 25 Pfg. Bekanntmachung. Das städtische Orchester in Bielefeld wird demnächst nach Fortgang des Herrn Musitdirektor Ochs von seinem Nachfolger in bisheriger Weise fortgeführt werden. Aufträge für das Orchester werden bis auf Weiteres von Herrn Musikdirektor Ochs entgegengenommen und von ihm und seinem Nachfolger erledigt werden. Bielefeld, den 6. März 1907. 1 1229 Der Vorsitzende des Musikausschusses. Lieferung v. Schreib- u. Zeichenmaterialien für das Rechnungsjahr 1907 soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot auf Zeichenmaterialien“ bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 13. März 1907, vormittags 9 Uhr, einzureichen. Bielefeld, den 6. März 1907. V Das Stadtbanamt. Bekanntmachung. Die Lieferung von etwa 1500 Kubikmeter Muschelkalksteinen für Straßenunterhaltungen, sowie das Anfahren von Straßenbaumaterialien vom Guterbahnhof nach den verschiedenen Verwendungsstellen und das Fahren von Rohlen, Mauersand usw. im Rechnungsjahr 1907/08 soll in 7 Losen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei I1 zu 0,30 Mk. für jedes Los zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin am Freitag, den 15. März 1907, vormittags 9 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 7. März 1907. v Das Stadtbauamt. Blelefelder Stadt-Theater. Freitag, den 8. März 1907, Anfang 7½ Uhr. Zum unwiderruflich letzten Male! Husarenfieber. Sonnabend, den 9. März 1907, Anfang 7½ Uhr: Egmont. sonntag, den 10. März 1907, Anfang 7 Uhr — Zum 1. Male.—— Nur einmalige Aufführung. Die Agrarier. Volksschauspiel in 4 Akten von William Schirmer. Montag, den 11. März 1907, Anfang ausnahmsweise 7½ Uhr. Benefiz für den Oberregisseur u. 1. Charakterdarsteller, Herrn Adolf Steinmann und für den 1. jugdl. Helden und Liebhaber, Herrn Hans Mantius: Trilby. schauspiel in 4 Aufzügen von M. Potter(nach George du Mauriers Roman). Hierauf: Hans Huckebein. Schwank in 3 Akten v. Blumenthal und Kadelburg. Herschafliche Wehnung. Die vom Herrn Stadtbaurat Ritscher 8 Jahre innegehabte Parterrewohnung, bestehend aus 6 Räumen, geschloss Veranda, Küche, Bad u. Zubehör, mit Gartenbenutzung wird Oktober mietfrei. A. Donner, Kastanienstr. 7. Bielefeld. 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Sprachsorscher, gef bold, in Bethel ge gest. 1906.— F bei Courrières kamen dabei um, 1 Ein Bä hat in dem „Herforder Ze einen Artikel Frage:„Wal kammer in Bi unwahren An kursus der Bä wortet worde: Diesen Ang daß wir auf de und Handwerkin Herford au Herrn Drest der Akten und Versammlung nachgewiesen## Es werden bezirk Minden) kurse abgehalt bei einer allg Kuise derart würden, daß spieligere Fachl einzelnen Teil: rungen stellen, können. Sole rufen, betrachte aufgaben. So wurden Hersord ein Zi mit 225 Mk u Marmormalen den ganzen Bez über 2000 M der Prooinz 2 geben. Dazu für Lehrmittel von Fach= und Angesichts die mit Rücksicht da für die einzelnen erfordern, ist a der Kammer be kuise allgemein sondern nur fa das Unterrichteg übernehmen. D auch in Herford Innung gegerübt einzelne Unbem wurden, es ist 30 Mk. am 1 einzigen Bedingu daß der Unterrie alles ist der Dresing beka mündlich witgerei nehmen, daß allKerntnis haben k. Wir ist denn so elwas auberken ist eine Vertr