Anzeiger Zielefeld. , den 3. März 1907. Oeuli. für die bedürftigen nden der Provinz. Kirche. Vorm. Lappe.— Beichte es heilig Abendmahls Kinder gottes dienst. Ittags 4½ Uhr Jung1.— abends 6 Uhr Dienstag ebends Bibeigtunde im Westdienstag abends 9 Uhr im Männer= u. Jung— Donnerstag, nachm. s Pelilersegtisdienft. : P. Deeius. : Kirche. Vorm. Ruhlo. Bichte und mahl. Kollette für die Gemeinden der Voum 10 Uhr in gerschule P. Waubke. mittags 1¾ Uhr dienst.— Nachmittags frauenverein(GesangAbends 6 Uhr — Kollekte für die Montag, 8½ Uhr in der Volkskuhlo.— Dienstag Bibelstunde auf der aubke.— Mittwoch, r Neust. Frauenveremn st.— Abends 9 Uhr stunde im Chr. Verein ter.— Donne##tog, r Passionsgottetdienst. heil. Abendmahl — Freitag, abends belstunde im Blauim alten Lutherstift. rche. Kollekte für die Gemeinden der Pro1. 10 Uhr Keisvikar Beichte und Feier Abendmahls.— Uhr Kindergottesachm. 3 Uhr Prüfurg landen der Petrus— Nachm. 4 Uhr erein.— Nachmittags dabteilung d. Jüngl.= Der Abendgottesdunst " Aberds 8½ Uhr annerverein Dienstag, Uhr Blaukteunz— Mittwoch, abends ##gottes dienn. Beichte hlsfeier P. Hackländer. rachm. 3 Uhr PaulusDonnerstag, abends Zibelstunde in der ale an der HeaperHackländer.— abends ½9 Uhr in der KleinkinderFel. str. P. Kortmann. es=Kirche. Kollekte gen Gemeinden der - Vorm. 10 Uhr — Nachmittogs dergottesdienst.— Uhr Jugendabteilung. Knabenabte lung.— Uhr JungfraumnAbends 6 Uhr eichte und Feier des dmahles.— Abende nabend im GemeindeGerhardtseier).— abends 8 Uhr der Kl. ink nderir Friedrichsr.— nds 9 Uhr Bibelinner= u. JunglingsDonnerstag, nachm ohannesfrauenverein sause.— Donners8½ Uhr P.ssionsint Beichte u Feier Umahles P. Köhne. bends 8½ Uhr Veres Blaut euzverein indehause.— d, abends 9 Uhr ne mit Gebetsstunde. ii Kirche. Vorm. sener. Beichte und iligen Abendmahls, die Konfirmierten hre und ihre AnNachm. 2 Uhr inst.— Nachm. Jur gfrauenverein. Uhr Männer= und n.(Vortrag).— nds ½9 Uhr BlauMit woch, abende Passionsgottesdiens Soonabend, den ds 8 Uhr G meindeinkhoffschen Saale Abei d) Ansprachen b P. Lappe.— Kirche Sonntag, hr P. Murd.— die bedürftigen Provinz— Vorm. dergottes dien st.— Abendgottesdiens Mittwoch, 6 März d#e# st P. Mund. bt Otto Kleusch, erlin, Schönhauserosten werd. v. Darl. ine Vorauszahlung. Vielefeld. Sistorischer Kalender. 2. März: Heidelberger Schloß durch Melac gesprengt, 1689.— Professor Klemens Theodor Perthes, Begründer der Heubergen zur Heiwat, geb. 1809.— Papst Leo XIII, zu Carpineto geb. 1810.— Franz I, Kaiser von Oesterreich, gest. 1885.— Astrorom Olbers, zu Bremen gest. 1840— Kaiser Nikolaus I. von Rußland, gest. 1855. 8. März: Kaiser Konstantin der Große ordnet die allgemeine Feler des Sonntags an, 321.— E. Chr. v. Kleist, Dichter, geb. 1715. — Friedensschluß zu St. Stesano zwischen Rußland und der Türkei, 1878.— Friede von Bukarest zwischen Bulgarien und Serbien, 1886. — Moritz v. Blankenburg: Zimmershausen, gest. 1888.— Kaiser Nikolaus von Rußland kündigt eine Verfassung an, 1905. Vortrag über Am Mittwoch hielt Herr Pastor JägerBethel einen Vortrag, der eine Fortsetzung seines ersten Vortrags über Jesus war, und das Messiasproblem behandelte. Das Leben und Wirken Jesu ist kein Epos, sondern eine Tragödie, die damit endet, daß Jesus in seiner Eigenschaft als „König der Inden“ gekreuzigt wird. Tatsächlich war ja Jesus mit Ansprüchen aufgetreten, die eine derartige Katastrophe herheiführen mußten. Wenn er sich nicht als Knecht Gottes, sondern als Sohn dissen bezeichnet, nicht als Gesetzgeber, sondern als Richter, wenn er auf die Frage, aus welcher Vollmacht er handele, indirekt mit dem Gleichnis von den bösin Weingärtnern antwortet, worin er sich als den Sohn des Weinbergsheern bezeichnet, der Rechenschaft fordert,— wenn er im Gegensatz zur bis herigen Auffossung immer wieder sagt: Ich eber sage euch, so bedeutet das im Siune des Jubenkums den höchsten Anspruch, mit dem ein Mensch auftreten konnte, näwlich der verheißene Messias zu sein. Im Verhör bekennt es denn auch Jesus unuwwunden: Ja ich bin der Messias, ich bin der König der Juden. Darüber also, daß sich Jesus als den Messias bezeichnet, sind sich die Synoptiker einig; unter den Jüngern steht dieser Glaube fest, weshalb Petrus bekennt: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes,“— und durch das ganze Auftreten Jesu hindurch pflanzt sich dieser Anspruch und der Glaube daran fort bis zum Schächer am Kreuz, der mit dem Herrn in dessen Reich sein will. Wie kommt nun Jesus dazu und was meint er damit, wenn er sagt:„ich bin der Messias?" Während der Messias nach dem jüdischen Volksglauben der langerhoffte König aus Davids Stamm sein sollte, der das Volk von der römischen Fremdherrschaft befreien würde, bedeutet das Wort Messias im Munde Jesu etwas viel Größeres, indem er nämlich den Messias als den bezeichnet, der in der Herrlichkeit des Vaters zum Gericht kommt, und der größer ist als David. Das war nicht nur gegenüber der ju dischen Arffassung eine unerhörte Selbst einschätzung, sondern es erscheint erst recht accentuiert im Munde des Jesus, der die übermächtige Stellung Gottes gegenüber den Menschen so scharf betont und vor allem sich selbst vollkommen dem Willen des Vaters unterordnet; dieser Wille bleibt für ihn immer das höchste Gesetz, und er findet ihn zunächst ausgedrückt im geschriebenen Gesetz Mose. Des den Juden so hoch stehenden Spruches von der Liebe zu Gott (aus dem 5 Buch Mose) gedenkt er mit Nachdruck, und läßt keinen Zweisel darüber, daß Liebe zu Gott gleichbedeutend ist mit Gehorsam gegen Gott; wie denn sein eigenes Leben durchzogen ist von tiesster Ehrsurcht vor seinem Vater(Vater ich danke dir— nicht wie ich, sondern wie du willst— Vater in deine Hände 2c). Nur eins vermag ihn deshalb zu erschüttern: der Gedanke, vom Vater verlassen zu sein. Und trotz dieser äußersten Unterordnung erhebt er den Anspruch Messias zu sen. Eine befriedigende Lösung dieses Problems vermögen die Synoptiker nicht zu geben, vielmehr liefert den Schlüssel zu diesem Rätsel das Johannes=Evangelium. Hat man dies als eine späte Dichtung bezeichnet, die des Charakters wirklicher Geschichte entbehrt, weil zu unglaubwürdige Wunder darin erzählt werden, so ist dem gegenüber daran zu erinnern, daß einige Wunder wie die Speisung sich auch in den anderen Evangelien finden, die auch sonst ebenso reich an Wundererzählungen sind, wie das Johannes=Evangelium. In dieser Hinsicht besteht also kein qualitativer Unterschied, so deß man sie vom Standpunkt der Wunderleugnung konsequenter Weise allesamt als Quellen verwerfen müßte. Ueber die Entstehung des Johannes Evaugeliums gibt es zwei Ueberlieferungen: während die eine besagt, daß es gegen Ende des ersten Jahrhunderts in Ephesos vom Apostel Johannes griechisch herausgegeben sei, läßt es die andere Ueberlieferung in Jerusalem im Auftrage sämtlicher Apostel gleichfalls vom Apostel Johannes geschrieben sein, sodaß also über den Schöpfer des Evangeliums nach der Tradition kein Widerspruch besteht. Nach der zweiten Uebetlieferung muß man das Evangelium als aramäisch geschrieben annehmen, und tatsächlich verrät gerade diese Schrift am meisten eine jüdisch=palästinensische Denk und Ausdrucksweise, ja nach dem bisher unwidersprochenen Schlatter'schen Nachweis stimmt die D.ktion Wort für Wort mit den Denk und Sprachformen der Jerusalemer Synagoge des ersten Jahrhunderts überein. Für die Annahme eines ursprünglich aramä ischen Texies spricht auch das flarke Ab weichen der Handschriften, das durch bloßes Abschreiben garricht zu erklären ist, sondern nur durch verschiedene griechische Urbersitzungen eines anderssprachlichen Tixtes.*) Im Lichte dieser Annahme erscheint aber das Johannes=Evanzelium sehr alt, und röckt sehr nahe an die Ereignisse heran. Für das hohe Alter des Evargeliums spricht auch seine Tendenz. Dern während in Pauli Briefen die Zusammengehörigkeit der Worte Jesus und Cheistus feststeht und nicht erst bewiesen zu werden braucht wird dieser Beweis genau wie in der Apostel geschichte(Predigten Pauli und Petri) in Johannesevangelium erst erbracht. Diese Beweis der Messianität ist geradezu der Gegenstand der Debatte, die sich durch das ganze Evangekium hindnichzieht. Ferner wird die Katastrovhe der Christus= Tragödie nur verstän lch kurch Johannes, dessen genauere Schilderung des P ozeßverfahrens die Berurteilung des Herrn überhaupt erst erklärlich macht. Denn während die klare Verteidigung Jesu Pilatus zunäckst einem Freispruch geneigt mach:(„ich fiade keine Schuld an ihm"), wird dieser erst durch die Furcht, es mit dem Kaiser zu verderben, zur Verurteilung bewogen Wenn nun auch das Johannes vangelium so klar und eingehend wie kein anderes den äußeren Verlauf der Dinge schildert, so ist damit das Problem von der Entstehung des Messiasanspruchs Jesu noch nicht gelöst. Gelöst wird es aber dadurch, daß uns Johannes tiefer als jeder andere Bericht in das Bewußtsein Jesu als des Gottessohnes hineinblicken läßt, des Sohnes, der sich als solcher fuhlt nicht insolge von Ideen Spe kulation oder Ekstase, sondern infolge von Erinnerung; er hat es nicht nötig zu glauben(wädrend für den Glauben Anderer dieses Evangelium ausbrücklich geschrieben ist, sondern er„kennt und weiß, sieht und dört“. Weil er im Gegensotz zu *) So entspricht das griechisce en arche und ap’arches dem hebrätschen bereschith. allem Menschlichen nichts für sich selber will, sondern sein ganzes Bewußtsein das Bewußtsein Gottes ist, darum kann er sagen: wer mich fiehet, der fiehet den Vater; aus meiner Person leuchtet Gott hervor, den ihr nicht kennt, wenn ihr nicht etwa lügt,— während ich lügen müßte, wenn ich sagen sollte, ich kennte ihn nicht. Aus dieser innerlichen Verbundenheit mit Gott fließt sein königlicher Auspruch und seine königliche Freiheit, und darum hat er die Macht, auch frei zu machen, innerlich frei von der Knechtschaft der Sünde und des Satans, also einen größeren Kampf fiegreich zu bestehen, als ihn das nur politisch interessierte Judertum erheffte. Wenn das Johanneserangelium Jesum häufig in Jerusalem weilen läßt, so kommt es damit wiederum der Wahrheit am nächsten, denn wie der Zwölsjährige zum Fest nach Jerusalem zieht, so ist er sicher jedes Jihr dorthin gezogen. Nicht im Wirkel ist das Leben Jesu verlaufen, sondern öffentlich auf der größten Bühne der jüdischen Welt: in Jernsalem. Die schon im Altertum über die ganze damals bekannte Welt bis China verbreitete Judenschaft bildete eine Einheit mit dem Mittelpurkt Jerusalem, wohin die Tempelsteuer und jährlich Hunderttausende von Pilgern zum Passah wanderten. Jerusalem war das Rom und das Mekka der damaligen jüdischer Welt, und nicht nur der jüdischen, sondern es bildete sich eine stets wachsende Proselytenschaft aus dem Heidentum, die der Glaube an den einen Gott arzog. So wird Jerusalem der Brennpunkt des religiösen Lebens der ganzen Welt. Hier war die Weltentscheidung vorbereitet, und sie fiel gegen den aus, von dem Johunnes bezeugt:„er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf“. So lange er das Gesitz predigte, solange er Drohworte brauchte, brach die Klifis nicht aus; sie ist aber da, sobald er dem Gichtbrüchigen die Sünden vergibt! Die Beanspruchung dieses königlichen Souvecäritätsrechts der Begnadigung führt zum Zusammen stoß zwischen Körig und Redellen. Auf dieses Ende ist Jesu Bewußtsein von Anfang an gerichtet, der Wille zum Kreuz beherrscht das ganze Auftreten des I hanneischen Christus. Daß der Sohn Gottes König wird durch das Kreuz, diese Paradexie ist der höchste Triumph der göttlichen Weit heit. Wie nun Jesus Chrisius der Gekrenzigte der Herr wird und als Herr sich erweist, das ist das Thema des nächsten Vortrags, mit dem Herr Pastor Jäger am Mittwoch, den 6. März, seine Vortragsreihe schließen Pirs. Dr J. Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 1. März Der Kaiser empfiig heute eine Deputation seines russischn Rigime te Widorg, um ein Gemälde entgeger zunehm auf dem das Regiment während der Salacht bei Sitwantung dargestellt ist. Das Kronpeinzenpaar wird St. Moritz om 6. d. Mts. verlassen und am 7. d. Mts. nachmittags wieder in Berlin eintreffen. Prinz Joachim Albrecht von Preußen, der Sohn des verstorbenen Regenten von Braunschweig, wird, wie die „Boss. Big.“ berichtet, binnen ku zem aus der Schutztruppe von Stdoest afrika, der er seit Mitte Nov mber 1906 als Major angehört, ausscheiden und sich noch Tsingtau begeben. Der König von Sachsen hat sich heute in Hamburg zur Fahrt nach Lssivon an Bord des Dampseis„C ß Ortegal“ begeben Die„Nordd. Allz Zig,“ erklärt die Nach richt der„Königed. Allg. Ztz“ über den angeblichen Rücktritt des Staatssekreiärs des Reichsschatzamts Frhrn. v. Stengel als unbegründet. Nach einer Meldung aus Abgeordnetenkreisen soll Ministerialdirektor Dr. Althoff erklärt haben, daß von einem Rücktritt Dr. v. Stutts nicht die Rede sein könne, da das Staattministerium die Abstimmung über den Entwurf zwar vertagt habe, ihn aber sicher mit sihr großer Mehrheit annehmen nerde. Ueber die Persönlichkeit des Diebes der Briefe des Generals Keim weiß das„Berliner Tagebl.“ folgendes mitzuteilen: Der Dieb heißt Janke, und wurde vor 4 Jahren als Bureaubeamter beim Flottenverein angestellt. Er war, als er dieses Amt übernahm, noch Protestant, trat aber seitdem zum Katholizit mus über und scheint sich dem Jesuitenorden angeschlossen zu haben. Janke entschwand in dem Augenblick, als der „Bayerische Kurier" seine Enthüllungen begann. Man forschte nach und entdeckte, daß er einen Teil der Briefschaften aus einem eisernen Schrank auf noch unaufgeklärte Weise gestohlen hat. Auch der Verluß verschiedener Wert sachen wurde konstatiert. Die Untersuchung hat ergeben, daß Janke wiederholt abends nach Schluß der Bureanzeit in den Räumen des Flottenvereins zurückgeblieben ist, und an dem Morgen, an dem wegen des großen Schneegestöbers die Angestellten in fast allen Berliner Bureaus zu spät kamen, war Janke als einziger Beamter schon um 9 Uhr bei der Arbeit. Man nimmt an, daß er an jenem Morgen, begünstigt von dem Schneesturm und der Einsamkeit, den Raub verübt hat. Ein Bruder des Janke war ebenfalls im Bureau des Flottenvereins angestellt. Dieser Bruder verließ seine Stellung am 1. Jannar, angeblich, um in ein Dresdner Lehrerseminar einzutreten. Er ist zwar bisher in diesem Lehrerseminar nicht gesehen worden, aber man hat doch keinen Grund, an seine Beteiligung an der DiebstahlsAffäre zu glauben. Kolonialdirektor Deruburg hat von den Deutschen Bloemsonteins nachstehende Adresse erhalten:„Die Deutschen der Ot anjeflaßkolonie haben mit einmütiger Begeisterung Eurer Exzellenz tatkräftige Amtsleitung verfolgt und sind beglückt über den Wahlfieg, welcher Ew. Exzellenz einsichtsvollen Polttik zu danken ist. Wir wünschen volles Gelingen auf dem von Ew. Exsellenz beschrittenen Wege.“ Oberst Deimling weilt nicht mehr auf dem südlichen Kriegsschauplatze von Südw stafrika, sondern hält sich seit einiger Zeit in Winehuk auf. De m Abgeordneten Roeren ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Justizdienst bewilligt worden. Der Seniorenkonvent des Reichstags stellte heute den Arbeitsplan fest. Die erste Lesung des Etats soll am Dienstag zu Ende geführt werden. Dann wird der Kolonialnachtragsetat zur Verhandlung gestellt und soll ohne Kommissionsberatung erledigt werden. Darauf wird man dann die Interpellationen besprechen. Dem Reichstage ging ein Antrag Bassermann zu, wonach der Reichskanzler ersucht wirden soll, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wodurch der Zeugniszwang gegen die Presse auf dem Gebiete des Strafrichts und des Disziplinarrechts aufgeboben wird. Mühlhausen j. Th., 1. März. Bei der heutigen Reichstagenachwahl im Wahlkreise Mühlhausen= Lmgensalza Weißensee wurde nach den bisherigen Feststellungen Arnstadt(kons. und Bund der Landw.) mit 11 909 Stimmen gewählt. Merten (is. Bokp.) erhielt 5989, Grunewald (Soz.) 5611 Stimmen. Zersplittert waren 26 Stimmen. * Aus dem Auslande. Paris 1 März. Nach Blättermeldungen haben sast sämtliche 5500 Priester und Seminaristen, welche wegen küchlicher Konflikte zu militärischen Dienstleistungen einberufen worden sind, Beschwerde beim Staatsrat erhoben. Petersburg 1. März. Bis heute abend 8 Uhr siad im ganzen 491 Abgeordnete zur Reichsduma gewählt. Die seit gestern neu gewählten sechs Abgeord nrten gehören sämtlich der Linken an.— Das Mariue=Ministerium teilte den vom Gerichte freigesprochenen Offizieren des Nebogatowschen Geschwaders mit, daß der Kaiser sie im Flottendiens belassen habe. Tanger, 1. März. Die Zustimmung des Sultans zur Ernennung des schweizerischen Obersten Müller zum Inspekteur der Pollzei ist heute hier eingetroffen. Pretoria, 1. März. Das neugebildete Ministerium von Transvaal setzt sich nunmehr folgendermaßen zusammen: Premierminister ist General Louis Botha; Kolonialsekretär und interimistischer Attorney general wird Smuts, Schatzsekretär Hull Devilliers übernimmt das Bergwerks ministerium, Rissik das des Ackerbaues und der öffentlichen Arbeiten. Die Minister werden am Montag vereidigt Das Parlament tritt dann sofort zusammen, nimmt die Wahl des Sprechers vor und vertagt sich sodann bis zum Mai oder Juni. Schanghai, 1. März. Die Unruhen in den von der Hungersnot betroffenen Bezirken sind im Wachsen begriffen und nehmen einen bedroh'ichen Charakter an. Die B völkerung plündert die Reichsmagazine der Regierung. Von Tsing=Kiang=Fu bis Tschou Fu ist alles im Auf stande Ynt schang hat besondere Vollmacht zur sofortigen Enthauptung der bei der Reisplünderung Betroffenen erteilt. Die Truppen sind aber außer Stande, Herren der Lage zu werden. Nordamerika D.:„Frankf. Zeitung“ meldet, daß das Unterhaus der kalifornischen gesetzgebenden Körperschaft einen Gesetzentwurf angenommen habe, nach dem Ausländer, die nicht Bürger der Bereiniglen Staaten werden, keinen Grundbesitz erwerben dürfen. Die Spitz: des Gesetzes richte sich gegen die Japaner und Chinesen. Garten= und Landwirtschaft. (Vom Lande) Nur noch selten stöß. man bei einzelnen Landwicten auf das veraltete Verurteil, Thomasmehl dürste man nur im Herbst ausstreuen. Die Verwendung im Frühjahr hat sich mit der Zeit so ein gebürgert, daß jitzt weite Gebiete im Früh jahr sogar mehe Thomasmehl verwenden als im Herbst. Kurz vor der Frühjahrsbestellung machen sich daher auch schon ähnliche Miß stände bemer klich, wie im Herbste, daß nämlich infolge des plötzlichen großen Ansturme Lieferungsverzö gesungen unvermeidlich find. Damit nun die Thomasmehldüngung recht zeitig, solange noch hinreichend Bodenfeuchtigk it vorhanden ist, ausgeführt werden kann, ist es sehr ratsam, mit der Thomaswehlbeschaffang ja nicht länger zu Jözern. Aus den Parlamenten Deutscher Reichstag. 7. Sitzung vom 1. März 1907. 1 Uhr. Im Reichstage wurde auch am Freitag die erste Lesung des Eiats fortgesetzt. Konteradmiral Capelle erklärte auf die gestrige Anfrage des Abg. Gröder, ob es wahr sei, daß O donnanzen und Karzleideamte zur Wahltätigkeit des Flottenvereins komma diert worden sien, der Sekretär des Flottenvereins habe sich an einen Kanzleidiener gewendet und ihn gefragt, ob er in seiner freien Zeit beim Flottenverein tätig sein und einige Kollegen mitbringen wolle. Dies sei geschehen; der Staatssekretär habe es jedoch, als er davon erfuhr, sofort untersagt. Abg Fürst Hatfeld(Rp.) meinte, unsere heutige Parteipolitik nehme in den Verhandlungen des Hauses leider einen breiteren Raum ein als die eigentliche große Politik, und alle Parteien sündigten in ihrer Haltung mehr oder winiger. Die Sozialdemokratie sündigte, indem sie dem Staate und der Gesellschaft ihre Todseindschaft erklärte, das Zentrum fehlte in seiner Abstimmung vom 13. Dezember, und wenn es damals seine Stillung zur Abstimmung nur einer Lopalie wegen geändert habe, dann habe es sich erst recht versündigt. Warum solle also nicht auch der Flottenverein ein bitchen sündigen? Die Aufhebung des Terminhandels in Getreide habe nach seiner Meinung nicht ungünstig gewirkt, eine Revision des Krankenkassengesetzes sei rotwendig. Einen Kulturkampf wolle auch seine Partei nicht. Abg. Semler(natl) meinte, trotz des dem Abg. Gröber zur Verfügung stehenden Humors und trotz seiner scharfen Worte sei doch ein elegischer Ton durch seine Rede gegangen. Er habe mit der ganzen Kraft seiner Beredsamkeit versucht darzulegen, daß seine Partei ungeschwächt, sa verstärkt aus den Wahlen herausgekommen sei. Wichtiger würde jedoch der, leider vermißte h gewesen sein, daß das Zentrum mit Paterlaus. Verhalten auch innerlich dem gegenüber im Rechte gewesen sei. lei für die Reaierung gewesen, d Zeptrum die Entscheidung darüber zu lossen, wieviele Truppen noch nötig seien, um die Kolonie sicher zu halten. Hier handelte es sich um einen Abstrich von größter Bedeutung, und um eine wirklich nationale Frage. Abg. Singer(Soz) erklärte, die Sozialdemokratie habe eine Niederlage nur in Bezug auf die Wahlen erlitten, ihre Ideen schlagen jedoch immer tiefere Wurzeln im Volke, das beweise die Bies telmillion Stimmen, die seine Partei gewonnen habe. Als unter der anwachsenden Interesselosigkeit an der Singerschen Ride zweiter Vizepräsident Kämpf das Haus um etwas Ruhe ersucht und der Abg. Dr. Arendt ruft: Wir hören schon lange nicht hin, schließt Abg. Singer seine Rede verärgert mit den Worten: Daß man mich nicht versteht, liegt nicht an meinem Organ, sondern an Ihrer Unfähigkeit, solche Dinge überhaupt zu versehen. Dem Abg. Singer erwiderte darauf S'aattsekretär Graf Posadowski, die sozialdemokratischen Redner sprächen immer von der Auspoverung der Massen durch unsere Zölle und beriefen sich dabei auf das freihändlerische England. In England sei jedoch die Bevölkerung mit 16,80 Mk. pro Kopf durch Zölle belastet, in Amerika mit 14,95, in Deutschland aber nur mit 10,50 Mk. Bei uns sei also die Belastung der Menge durch Zölle auf notwendige Ledensmittel weit geringer als in dem sogenannten feeihändlerischen Eagland. Es sprechen darauf die Abg. Eickhoff(frs. Bp.) und Hilpert(bayr. Bauernb.) Abg. v. Liebert (Rp) nahm den Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie gegen die Angriffe der Abgg Beb l und Singer in Schutz, und verlas unter der zunehmenden Heiterkeit der Mehrheit des Hauses verschiedene Zitate aus sozialdemokratischen Blättern, die den Reichsverband mit besonderem Grimm angegriffen haben. Darauf trat Vertazung auf Sonnabend ein. Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenhaus. 23. Sitzung vom 1. März Im Abgeordnetenhouse setzte am Freitag die Einzelberatung des Handels= und Gewerbeetats ein mit der Beratung eines Antrags der Abgg. Graf Spee(Zir) und v. Pappenheim(kons), nach dem bei der Genehmigung gewerblicher Anlagen auch landwirtschaftliche Sachverständige heran gezogen werden sollen, sofern landwirtschaftliche Interessen i: Frage kommen. Der Antrag wurde durch die Antragsteller sowie den Abg. Kirsch (Ztr.) warm empfohlen, stieß aber auf den Widerstand der Abgg. Fischbeck(frs Vp.), Vorster (fkons) und Dr. v. Böttinger(natl.) sowie des Ministers Dr. Delbrück. Schließlich erfolgte aber doch seine Annahme gegen die Stimmen der Linken und eines Teils der Freikonservativen. Im weiteren Verlauf der Einzelberatung bat Abg. Brandt(natl.) um Besserstellung der Hafenminister, während sich die Abga Münsterberg (frs Bag.) urd Krause=Dawillen(kons.) der Lootsen annahmen. Gegenüber den Bemeikungen der Abgg. Dr. Pieper(Ztr.) und Goldschmidt (frs. Vp.) räumte Minister Dr Delbrück ein, daß die Zahl der Gew rbeinsp ktoren noch weiter erhöht werden mässe. Weiter betonte der Minister in bezug auf die gestrigen Anregungen des Abg. Hammer, solle des Landesgewerbeamt nach öster reichischem Muster Gutes stiften, so müsse es auch von einem dichten Netz von gewerblichen Genossenschaften unterstützt werden. Schließlich trat Vertagung ein. Präsident v. Kröcher rügte noch, daß gestern Abg Frhr. v. Zedlitz den Abg. Trimborn als Schrittmacher der Sozialdemokratie bezeichnet habe. Sonnabend 11 Uhr: Fortsetzung. Gericht und Rechtspre Bielefeld, 27. Februar.(Strafkammer.) 1. Uater Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den Schneider F. G. von hier verhandelt. Derselbe arhielt wegen Majestätsbeleidigung in zwei Fällen 6 Monate Gefängnis.— 2. Der Kolon und Jagdbesitzer G. N. von Steinhagen war vom Schöffengericht von der Anklage einer Sachbeschädigung freigesprochen worden. Die Strafkammer hob das erste Urteil auf und erkannte gegen den Angeklagten auf 20 Mark Geldstrase event. 4 Tage Gefängnis.— 3. Der Arbeiter H. H. von hier war vom hiesigen Schöffengericht wegen gefährlicher Körperveil tzung mit 8 Wochen Gesängnie bestraft und hatte Berufung eingelegt. Die Strafkammer soh die Tat des Angeklagten viel milder an und setzte die Strafe auf 3 Toge Gefängnis herab.— 4. Der Arbeiter&a O. von hier erhielt wegen Betruges im wiederholten Rückfalle 6 Monate Sefängnts. Lokales und Vielefeld. 2 Miz (Gewerbebank.) Die gestrige Generalversammlung der Gewerbebank zu Bielefeld, e. G. m b. H., war, wie man uns schreibt, von cr. 200 Mitgliedern besacht. Die Dividen de wirde gemäß dem Vorschlage des Vorstandes und Aufsichtsrates auf sechs Prozent festgesetzt und die heute auch in unserer Zeitung verkff ntlichte Bilanz genehmigt. Die Dividende ist von heute ab an der Kasse der Buk zahlbar. Zi Auf sichtsrutsmitgliedern wurden die Herren W. Bock, H. Brakenfieck, H Kickert, W. Miyerkamp, W. Weber wiedergewöhlt. Zi Revisoren für die Prüfung der Jahresrechnug 1906 wurden die Hirren H Lue 8 Schild, H. Korte erkannt. Auschließend hieran sei auch diesmal wieder auf die Gesamtlage der Gewerdebank zu Bielefeld, e. G. m b. H. hincewiesen und zwar### sonders betreff: des Verzältnisses des eigenen Berwögens zu den fremden Geldern Da ach beträgt das eigene Vermögen der Bauk, bestehend eus den Geschästs anteilguthaben der Mitglieder, dem Reserve sonds von zusammen 1 144097 M:. im V.rhältnis zu den fremden Geldern (d. h. Spar, Schick und Konto Korrentlagen) im Betrage von 2 464 168 Mi., — cg. 46 Pcozent, während das eigene Vermögen im Verhältnis zum gesamten Betriebssonds vmn 3683214 M.— en 81 Prozent, ausmacht. Ueberträgt man dieses Verhältnis auf die Mitgliederzahl (am 1. Januar 1907 waren es 2279), so kommen auf jedes Mitglied ca. 502 Mk. eigenes Vermögen gegen 1081 Mk. fremde Gelder= 46 Prozent. Rechnet man nun aber für den äußersten Notfall noch die Haftsumme von 1 139 500 Mk. zu dem augenblicklichen Stande des eigenen Vermösens von 1144097 Mk.— so ergibt sich die Summe von 2283597 Mf. — und es stellt sich damit beraus, daß die fremden Gelder von 2464168 Mk. durch das eigene Berwögen der Bank inkl. der Haftsumme von 2283597 M. fast gedeckt werden, somit die Sicherheit für die fremden Gelder(d. h. Spar=, Scheck= und Konto=Korrent Einlagen) in hohem Maße vorhanden ist. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben:„Königskinder“ von Ernst Humperdinck erscheint am Sonntag und Dienstag auf dem Spielplan des Stadttheaters. Der große Erfolg des musikalischen Märchens sichert dem selben gut besetzte Häuser. Bei beiden Aufführungen wirkt das gesamte städtische Orchester mit Auf das Benefiz der Soubrette Marga Kuhn„Alt Heidelberg“ sei nochmals besonders aufmerksam gemacht. m(Gefunden) 1 Freundschaftsring mit Opalstein, 1 Teil einer goldenen Brosche. m.(Zugelaufen) 1 weißgelber schottischer Schäferhund, 1 brauner Jagdhund. m.(Eingefangen) 1 weißer Terrier, 1 gelber Hühnerhund. 8 Schildesche, 1. März.(Standesamtsstatistik.) Ju der Zeit vom 16. bis 28 Februar d. Is. wurden auf dem hiefigen Standesamte 21 Geburten und 4 Sterbefälle einschließlich eine Totgeburt angemeldet. E: wurden in dieser Zeit 3 Aufgebotsarttäge gestellt und 1 Eheschließung wurde vollzogen. Ans den Kreise § Herford, 2. März.(Bei einem Marsche durch die Fluren unserer Stadt und weiteren Umgebung) hemerkten wir an verschiedenen Haustüren ein in Eisen gegossenes Schild mit den Worten:„Kill=ktanten, Bettlern und Haufiere n ist der Eintritt virboten.“ Wir müssen gestehen, daß uns der Wortlaut dieser Warnung, richtiger Abweisung, empörte. Wir fragten uns, sind wir denn in der Türkei, in Frankreich oder sonst wo, statt in einer von Gott so gesegneten, erwerbsreichen Gegend unseres Ravensberger Lai des, daß man Kollek arten, die koch nur für geistliche und bumane Zwecke— Bethel, Wilhelmedo f, Rettungsanstalten usw. usw. — und nicht für sich auf G und behördlicher Genehmigung ihre nicht leichten Bittgänge tun, in eine und dieselbe Linie stellt mit Leuten, die nur für sich und ihren eigenen Geldbeutel vorsprechen? Jene Schilder fanden wir an schönen von Wohlhabenheit zeugenden Häusern, nicht etwa an Hütten rsw., um so befremdender und bed uerlicher ist es! Daß die Schilder gegessen sind, beweist, deß sie in größerer Anzahl angebracht sein werden! Wenn auch gegen solchen — sollen wir sagen Uasug?— nichts zu machen ist, so soll er doch wenigstens hierdurch gerügt werden. § Herford, 2. März.(Eine Stadtverordnetensitzung) fand gestern nach mittag 3 Uhr statt. Anwesend waren 27 Stadtverordnete und 4 Magistratsmitglieder und der Direktor des Gas., Wasser und Elektrizitäts=Werkes Hammacher. Die Sitzurg leitet dr Stadtverordneten vo st her Justizrat L cken. Beihendelt und beschlossen wurde folgeodes: Der A trag des Magistrats, betr. Einräun ung eines Kredits von 50006 Mt. für die besteherde Gasanstalt und grundsätzliche Beschlußfassung über den Neubau einer Gasatstalt wurde argenommen und d.m Antrage wegen Neubau einer Gasanstalt grundsätzsich zugestimmt. Der Magistcat wurde ersucht, vorbereitende Schritte alsbald in die Wege zu leiten. Die Vor'age betr. Ankauf der Grunsstück: Fl. III Parz Uen 2294/179 und 2295/178 zur G öße von 3 ha 05 ar 20 gm wurde an den Mazistrat zurs ckverwiesen um 1. in Erwäung zu ziehen, ob es sich nicht empfiehlt das Sch verbricksche oder Westerholtsche Grundstück, in Verdindung mt dem D esnigschen G undstück, anzukaufen und 2 die geuanrten Grundstücke sich an die Hand g ben zu lassen. Es sell noch eine O isbesichtigung stattfi den. Die Haushalts päe pro 1907 a) der Schlachthoskasse, d) der Armenkosse und c) En quastierungskass warden genehmigt und in Ei nahme und Aufgabe festgestzt: zu a) auf 28 400 Mt, zu b) auf 56 550 Mk. und zu e) auf 1800 Bk. Die unigen Pankte wurden von der Tagesordnung abges tzt. Schluß der Sitzung 7 Uhr. A Herford, 2. Mäcz.(Lokales.) Der Winter ist vorüber mit seinen Leiden und Freuden; es geschieht daher für dieses Jihr eigentlich mehr post keatum wenn wir Ver anlassung nehmen, einem Wunsche Ausdruck zu geben, der wahrscheinlich auch der Wansch weiterer Kreise ist und dessen Erfüllung mit Dank begrüßt werden würde. Jedermann in Herford kennt ja den sogenannten Mählerkolk bei der Radewiger Mühle, in welchem schon mehr als ein Kindesleben sein Eide gefunden hat. Dieser„Kolk“ wird nach dem Walle oder„Unter den Linden“ hin von einem sehr abschüssigen Birke begrenz, der im Sommer von Kindern vielfach als Tummelplatz, im Winter als Schluf= und Schlittenplotz gern benutzt wird. Dazegen wäre ja an und für sich nichts zu sagen, wenn dieser Brink nach dem Wesser hin durch irgend ein Hindernis abgegrenzt wäre. Wie manchesmal haben wir kleine Kinder von 3 Jihren und darüber, die im Sommer dicht am Wasser sich spielend herumtummelten, gewarnt und hirweggerufen, und wie manchmal sahen wir im Winter, wie die kleinen Schlitten den glatten Abhang hinuntersansten, um erst dicht am Wasser Halt zu machen! Wie leicht kann da ein Unglück vorkommen! Wie gut und nützlich wäre es daher, wenn das Wasser in einer bestimmten Höhe durch ein starkes Draht=Staket, in dem ja eine Tür angebracht werden könnte, abgegrenzt würde. Ein solches Staket könnte je die Welt nicht kosten, machte sich jedoch reichlich bezahlt, wenn auch nur ein Menschenseben durch dasselbe vor dem Tode bewahrt würde. Möchten unsere Stadtvöter oder diejenigen, welche es angeht, dieser Anregung ihr Ohr leihen! O Herford, 2 März.(Im Stadttheatet) kommt morgen zum zweiten Male „Das Thal des Lebens“ zur Aufführung. 1 Herford, 2. März.(Hannoversche Künstlei) veranstalten Mittwoch aberd 8 Uhr im kleinen Saale des Schütz nhoses ein Gesangskonzert, auf welches wir schon heute hinweisen möchten. Hersord, 2 März.(On parle francais) Ein Mürcherer, der längere Zeit im Auslande weilte, trat nach seiner Rückkehr in einen Laden, um die Wahrheit der Ankündigung:„on parle français“ zu erproben. Er sprach den„Stift“, der zunächst erschien, französisch an, dieser schüttelte den Kopf und holte den Kommis; der schüttelte gleichfalls den Kepf und hofte den Prinzspal. Dieser zuckte mit den Achseln und willte eben sein Bedauern ausdrücken, als es dem Käuser herausfuhr:„Na wer spricht denn eigentlich f anzösisch?“ Da ließ sich der Stift vorlaut vernehmen:„Metschtenteels die Freml'a. O Herford, 1. März.(Als Hilfspredige:) an Stiftberg ist an Stelle des von hier scheidenden Herrn Paunhorst, Herr Pastor Becker ans Lahde berufen. A Herford, 2. März.(Schulneulinge.) Durch die neue Verfügung wonach die Schüler, welche bis zum 30. September d. I1. das 6. Lebensjahr erreichen, schulpflichtig werden, ist zu erwacten, daß überall cs. 2—12 Schulneulinge mehr ausgenommen werden als im Vorjahre. Gewiß ein hoher Prozertsetz gegenüber dem greßen Lehrermangel. Hierorts werden den Volksschulen 1250 neue Schüler zugeführt werden. c' Herford, 2. März.(Zeugen eines Verdrechens am Telephon.) In Weyie in Ohio konnten am letzten Montag fünfzehn Farmersfraren in ihren abgelegenen Landhäusern am Telephon die verzweifelten Hilserufe einer Freundin hören. Die sechzehn benachbarten Fumen sind nänlich durch ein gemeinschaftliches Telephon verbunden und wenn ein Teilnehmer läutet, ohne die Leitung auf einen bestia mten anderen Teilnehmer einzuschalten, so ert#at das Läutewerk in den fünfzehn Mrs. Stech befand sich allein in ihrem Hause, als ein Einbrecher in ihre Wohnung eindrang. Ja ihrem Entsetzen stürzte die hi flose Frau aus Tel phon und läutete und in den fünfzehn Häusern eillen die Frauen an die Apparate. Sie kamen noch zur Zeit, um die verz veifelten Rufe von Mrs Stech zu hören und die Geräusche eines hartnäckigen Kampfes. Die Frauen eilten in die Felder, ihre Männer zu rufen und bald eilten von allen Seiten die Nachbarn zur Hilfeleistung zur Farm der Uederfallenen. Man fand die Frau gebunden und bestanungslos und das Haus ausgeraubt, Die Männer brachen sofort zur Verfolgung des Räubeis auf. 9 Spenge, 2. März.(50 000 Mark) bewilligt das Amt Speuge zum Bahnbau Bünde=Borgholzhausen. Beteiligt daran sind die Gemeinden Bardüttingdorf, HückerBlichen, Venzugtansen Spengen.# Valdorf, 28. Febe.(Besitzwechsel. Dos Schlomm und Schweselbad„Seebruch", das durch seine Heiswirkungen weit und breit bekannt ist, soll, wie der„Bieles. hört, von dem bisherigen Besitzer Herrn Ho'z syr den Preis von 160000 Mark an einen Utternehmer aus Bielefeld v#rkauft sein. Aus den Kreisen Rinden und Lübdece. Veltheim, 28 Febr.(Der Kaiser als Pathe.) Za dem om 7. Jav. d. J. geborenen 8 Soha des Neubauces Wilhelm Todeskind zu Veltheim, hat der Kaiser die Eclaubnis erteilt, als Tiufzeuge in das Küchenbuch zu Veltheim eingetragen zu wirden. Aus den Kreise Halle. Halle, 28 Fdr.(Totaufgefunden.) Herte morgen rurde der Arbeiter Friedrich Gustav Westheide in seiner Wohnung, Göbenstraße 9 hier, unweit der Schlafkammer er#gt aufgefunden W. soll nach der „Wesis. Ztg.“ die Tut in geistiger Um nachturg vollführt haben. Aus den Kreisen Minser und Arnsserz. Hörde, 28 Februar.(Steuernote) Die Verschmelzung des Höcder Bergwerks und Hüttenvereins mit der Aktiengesellschaft Pöix hat für die Stadt Hörde einen erheblichen Steuerausfall zur Folge. Der durch Steuern aufzubringende Fehlbetrag beläuft sich ouf rund 80000 Mark. Die Regierung drängzt nun auf die Einführung neuer Steuern. Der Magistrat plant der„Rh=Wesis. Ztg.“ zufolg; die Einführrng einer Biersteuer und der We tzuwachssteuer. Finer ist die Einführung einer Schanktonzessions steuer irs Auge gefaßt Man hefft durch diese Steuern an einer Erhöhurg der Zuschläge zur Staatef eur und dir Rialsteuer vorbeizukommen. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 28. Fehr.(In lippischen Landtage) beaitegte gestern der Finau= ausschuß, die Regierung zu ersuchen, möglichst bald eine Vorlage über die Verstaatlichu dr Heil und 1fl geanstalt Lad uhaus aus zuarbeiten. Diese Irreranstatt wurde vor 100 Jahren als Stifung begründer, hat aber schon erhebliche Zischusse des Landes erfordert. Wuit. hin besctä#tigte den Lardtag die Vorlage über Veränderungen der Bezirksgrenzen und die über Entschädigurg bei R zverdocht unter den Pferden Beide Vorlagen wurden teilweise wieder al die Komn ssion verwieser. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 18. bis 25. Februar 1907. parke Vermehrung des nach Westeuropa schwin menden Weize quantums, die zu Anfang der Berichtswoche ramentlich auf den nordamerikanischen Börsen ernste Verstimmung hervorrief, hat keinen andauerndungünstigen Eindruck zurückgelassen. Es ist dies zweifellos der Erkenntnis zuzuschreiben, daß diejenigen Provenienzen, denen der Hauptanteil an dem Wochenexport zusällt, eine bedeutend längere Reise zurückzulegen haben und dahrr auch um mehrere Wochen später in den westeuropäischen Bestimmungshäfen in Erscheinung treten kö nen, als die weniger umfangreichen Abladungen näher gelegener Exportländer. Besonders in England viranlaßt die Deckung les laufenden Bedaifs andauernd Rückgriff auf die Bestände, so daß die Annahme, deß sich die dort beobachtete Kaufenthaltung kaum von längerer Dauer erweisen werde, nicht täuschen dürfte. Aber auch in den übrigen Bedarfsländern scheinen sich der vorteilhaften Absatzmöglichkeit für den argentinischen Exportüberschuß um so günstigere Aussichten zu eröffgen, als Rußlands Beteiligung an den wöchentlichen Weizu versch ffungen immer kleirer zu werden droht. Auf den deutschen Märkten war die geschäftliche Tätigkeit in der Berichtswoche winig regsam. Weizen wurde vom Inlande bei hohen Forderungen nur schwach angeboten, da das Wetter die Besitzer zu größter Vorsicht veranlaßte. Infolgedessen trat die Kauflust süc ausländische Provenienzen, deren Eigner gleichfalls kein Entzegenkommen zeigten, vor übergehend etwas mehr hervor. Andererseits stötze sich die besonders am Rhein wahrnehmbare Zurückhaltung der Mühlen auf den schwierigen Absatz ihrer Mahlprodukte. In Berlin führten die mit Klagen über den Stand der Weizensaaten zusammerhängenden Kaufaufträge eine neuerliche B-festigung der Stimmung herbei, die indessen mihr für die Herbstsicht als fü. Mai lieferung zum Ausdruck kam; letztere hatte sich mit der Ele bringung des vorangegangenen Preisvilustes zu begnügen. Für Roggen waren ui sere nordischen Absatzgebiete andauernd, wenn auch mit etwas niedrigeren G.boten im Markte, so daß die vereir zilt größeren Anerbietungen des Jalandes wieder rach den Küster plätzen abgelenkt wurden. In den Versorgungsbedingungen im I lende hat sich daher wenig geändert. Die Mühlen waren weniger kauflustig, da der Mehl absetz nach kurzen Unterbrechungen immer wieder zu wünschen übrig ließ auch mußten viele Mühlin irfolge Hochwessers ihrn Betrieb wesentlich ein schränken. Russische und Donauware komnt unter den gegenwärtigen Preisverh'ltnissen nicht in Betracht. Berliner Roggentermine schließen nach ähnlichem Vrlauf wie bei Weizen ohne wesentliche Beränderung gegenüber dir Vornoche. Unverä dert fest liegt Hafer, der vom Inlande überaus spärlich und nui zu erhöhten Preisen angeboten wird. Auch hier spielt der Auslandsbedarf eine wichtige Rolle. London verbandelt sortgesetzt auf La Plata=Hafer zur Beschiff na nach nordrussischen Häfen. Da das ar einnsche Export: quantum bereits zum größten Te'l seiner Betimmung zugeführt sein soll, dü ste sich dem deutschen Produkt bald noch ein weiteres Absatzgebiet eröffnen. Der Konsum folgt den erlöhten Beeisanlrrüczen, nur z'gernd Togegen haben vie Proviantamter Anstellungen ei gefor ert und dadurch die Befürchtungen eires vreisdrückenden Einflusses der nach Schiffahrtseröff ung zu er wartenden Zufuhren zerstreut. Die Ankünfte von Futtergerste und Mais räumen sich schnell zu anziehenden Preisen. Braugerste kommt in vollkörniger Ware nur noch vereinzelt zum Verkauf. Mittlere Qualitäten werden vernachlässigt. Auf dem Weltmarkt haben sich in der abgelaufenen Berichtsperiode folgende Preisschwankungen vollzogen: Weizen. Paris per Febr. Fes Kels bin Mannheim loko Roggen. Berlin, per Mai Berlin, loko Mannheim, loko anin Hafer. Berlin, Mai berühmten Bühnensärger):„Sie, Herr Lichenmeyer, wie haben Sie eigentlich ihre Frau mahlin kenren gelernt?“— Lerchenmayer:„Mich gehölt— mir gehört!“ ***** Verwischtes. „Beglin, 1. März. Dem ,B. T. zufolge brach beim Bau der Döberitzer Heerstraße am Stössensee 50 Meter Damm zusammen und versank gerade in dem Augenbl ck, als ein Zug von 18 Loweys passierte. 6 Wagen und 5 italienische Arbeiter verschwanden in den eisigen Fluten. Die Arbeiter wurden gerettet. Die Lowiys liegen im Grundschlamm, der etwa 17 Meter tief ist. Remagen, 28 Febr. Durch nieder stürzendes Gestein wurden füns Knaben, die in einem alten Steinbruch trotz aller Warnungen eine Höhle gegraben hatten, verschüttet. Zwei Burschen im Alter von 18 und 10 Jahren wurken als Leichen aus dem Schutt gegraben, der dritte wurde zur Seite geschleude t, erlitt aber tödliche Verletzungen am Kopfe und wurde in die Bor ner Klinik gebracht Die anderen kamen mit dem Schrecken davon. Deu Getöteten ist der ganze Leib aufgerissen. Das Unglück ist durch die arhaltend nasse Witterung entstanden. An der Prst sind wie amtlich bestätigt wird. in Muarse in Deu'sch=Ostafrika zvei Personen gestorben, de erforderlichen Vorsichtsmaß egeln sind genoff a. (Blitzschneller Erfolg.) Herr(zu einem Grdektesten Abonnent-h-, 1 Ihre Eisendung haben wir dim erdrückenden Mauerial beigefügt, das wir sellst scon gegen den g nz und ar ung=fährlich Kleffr im Besitz halten Sollen wie ihn glei abtu.? Wir si d der Mei ung, lassen wir id: est noch einige Male zu sinem Naateile bellen, men's ihm Freude mact 2 Slost Fürst Fülcw mmnt sü; sich in Arstruch, euch ei wirken zu düsen auf das politische L ben im Staat, warrn das nicht Herforder Sterdliche? Im übrigen „Ableger“ ist gut— Detmold! Uebersicht der Wittcenug. Bielefeld, 2 März 1907. Mitgeteilt von Fr. B#rel#a Ww., Niedrigster Thermometerstand i. d. Nacht+- 2°C. Thermrmeterstard um 10 Per vorm.+ 4½°C. Bn" Barometet 16 1 em. Wind: Nord=West. Himwe; bedect Reueste Nachrichten er##e 2. März, In parla. Kreisen verlautet, daß Fürst Bülow heute oder am tag den Angriffen des Abgeord. neten Gröber entgegen treten wird. Heutisch:“: 2. März. Wie die härste Tegeszeitung“ meldet, burste der Kultusminister Dr. von Studt lediglich mit Rücksicht auf sein hohes Alter nach Landtagsschluß seinen Abschied erbitten. Dagegen sei an einen Rücktritt nicht zu denken. „Berlin, den 2. März. Zu den weruchten von dem Rücktritt des Staatssekretärs Frhrn. v. Stengel bemerkt die„Tägl. Rundschau": Das Dementi der Nordd. Allg. Ztg.“ insofern zutreffen, als der Rücktritt nicht unmittelbar bevorst ht. Andererseits haben sich nach unserer Kenntnis aber zwischen dem Staatssekretär und maßgebenden ührern hinsichtlich der gür ftigen Balanzierung des Reichshaushaltsetats durch neue Steuern so erhebliche Meinungsverschiedenheiten herausgestellt, das Freiherr v. Stengel seine Rücktrittsabsichten im Laufe des Sommers noch aus führen dürfte, sofern ein Uebereinkommen nicht erzielt wird. bitten wir im Interesse unseres Blattes, Ihre Einkäufe bei unseren Inserenten vor zunehmen und sich dabei stets auf unser Blatt zu beziehen. KI Gart Echterbecher, Bieleleid Werkstätten und Kaufhaus für die gesamte Wohnungs-Ausstattung. Einrichtungen und Einzelmöbel in eigenen Werkstätten nach meinen und nach Entwürfen erster Künstler angefertigt. — Besondere Pflege der neuzeitlichen Richtung.— Einfachem wie verwöhntestem Geschmack wird Rechnung getragen Reichhaltige Auswahl in Teppiehen, Bezügen, Vorhängen, Decken, Stiekereien, Beleuchtungskörpern. Kunstgewerbliche Gegenstände wie Kleinbronzen, Metallwaren, Marmor, Porzellan u. andere keramische Erzeugnisse. An der Kreischaussee Bielefeld Dornberg habe ich eine Restparzelle von einem Morgen(auf Wunsch gibt Nachbar auch etwas zu) zum Preise von 1 100 Mark abzugeben. Tödtmann, Herford. Bekanntmachung. An der Landwirtschafts= und Realschule in Herford wird für Lagdwirte. Lehrer und sonstige Interessenten(ausschließlich Straßen###e gewarter in der Zeit vom 11. bis 25. März und vom #### 14. Gept. d. J. ein einheitlicher Obstbaukursus abgehalten Anmeldungen zur Teilnahme an dem Frühjahrskursus sind baldden Herrn Direktor der Landwirtschafts= und Realschule hierselbst zu richten. Herford, den 18. Februar 1907. Der Landrat: von Borries. Rentengüter u. freihändiger Verkauf! Von dem früheren Wesingschen Kolonat in Eickum sind noch einige recht schöne Baustellen preiswert abzugeben. Jede gewünschte Auskunft bereitwilligst durch den General=Bevollmächtigten C. H. Tödtmann, Herford. in vornehmer aparter Ausführung liefert schne! A. von der Wir haben uns zur gemeinsamen Ausübung der Rechtsanwaltschaft verbunden. Justizrat Seibertz Rechtsanwalt u. Notar. Seibertz Rechtsanwalt. Unser Bureau befindet sich Rathausstrasse 31. ******* an der Rolandstraße. Am Montag, den 4. Marz 190; vormittags 10 Uhr sollen im Rathaus, Zimmer Nr. 31, 2 Bauplätze an der Rolandstraße(zwischen West= und Friedriche9beh, serge 235 am groß, öffentlich zum Verkauf B.### erden. Kauflustige werden dazu eingeladen. Die Verlaufsbedingungen nebst Lageplan werden im Termin bekannt gegeben, können auch vorher im Rathaus, Zimmer 29, eingesehen werden. Bielefeld, den 16. Januar 1907. Der Mlagisrat. 1 O S e e elg ee g Sonntag, 3. März, nachm. 5 Uhr im Eintracht-Saale: 7 U 5n 5n 7I 90 u 1 KUNZERT von Max Reger 90 400 U 90 H 1 unter Mitwirkung von Fräulein Toni Daeglau(Gesang). Fräulein Berta Zollitsch(Violine) und Musikdirektor W. Lamping(Klavier). Die Bechstein-Flügel sind aus der Niederlage der Firma Th. Mann& Co. 25 0 Eintrittskarten im Vorverkauf in der Buchhandlung von M. Pfeffer: Sperrsitz Mk. 3.50, Nichtnummerierter Sitzplatz oder Stehplatz Mk. 2.—, Gallerie Mk. 1.50. An der Kasse Mk. 4.—, Mk. 2.50, Mk. 1.50. Aesheshen he Buchen i. 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Anträge soztalpolitisch schiedene von ihnen kel mit kleineren AbweiMagdeburgische Zit soz'aspolitischen Anträ in einer ersten sumn behandeln und sie d zu überweisen, die ein bericht zu erstatten hä würde, wie das gen Blatt weint, einer Bi weitere Vorgehen der gebung in der nächst beste vorgearbeitet wer dieser Session rur d Anträge vorbehalten Vorschlag ist nicht so in der laufenden, Session ausfähren lä zwelfeln. Schon die zahlreichen und ungeme würde mehrere Tage und daß die Kommissio ihr#ngedachte Bufgabe erfüllev, wöchten wil dies ist das Reichstags nicht wen'ger als ach liegende Interpellation Zeutrum ist am frag dings rur zwei Inte#p## aber darunter ist eine, verschiedenartige Dinge Die nationalliberale Fi Inter pellatsonen auf ebenso auch die soz konservative und die je eine Intervellation (Ev. Verein für die StadtGeneral= Montag, den 18. im Ev. Vere Tagesordnung: 1)## 2) R 3) 8 4 E 5) S 6) u 7) B Wegen Punkt 5 der die Hälfte der Anteilsch. ers# Zahlreiche Beteiligung Der mit reichem Dr Eintritt 14 Jahren 10 P männer 20 Pfg., Mitglieder eingeladen Kurt Lönsedannen Reinigung gara 1 Mark: 1,40. 2.50. Silz basin 1. 813v Rieigesellendes gegen Barzahlu Re er gerher de Proden und Preislisten. Proden und Preislisten, lostenfet. Angabe der Fre Füllung der Betten in Geger S O Geins Der dauert noch immer an. Bis jetzt ist deren Zihl schon auf weit über siehzig gediehen; dabei hat die sogenannte Fraktions zemeinschaft der entschieden liberalen Parteien ihre Roträge noch nicht einmal eingebracht, auch sollen solche noch von der Sozialdemokcatie zu erwarten sein. Größtent Is haben die Anträge soztalpolitischen Inhalt, und per schiedene von ihnen kehren in allen Parteien mit kleineren Abweichungen wieder. Die Magdeburgische Ziitung" rät num, die soz'aspolitischen Anträge samt und sonders in einer ersten summarischen Berotung zu behandeln und sie dann einer Kommissioa zu überweisen, die einen schriftlichen Gesamt bericht zu erstatten hätte. Auf diese Weise würde, wie das genannte nationalliberale Blatt weint, einer Verständigung über das weitere Vorgehen der sozialpolitischen Gesetzgebung in der nächsten Session auf das beste vorgearbeitet werden können, während dieser Session rur die anderen dringlichen Anträge vorbehalten bleiben würden. Der Vorschlag ist nicht so übel; aber ob er sich in der lausenden, sehr kurz bemessenen Session ausfähren läßt, wöchten wir be zvelfeln. Schon die erste Beratung der zahlreichen und ungemein vielseitigen Anträge würde mehrere Tage in Anspruch nehmen und daß die Kommission imstande wäre, die ihrhngedachte Aufgabe in dieser Session zu erfüllen, wöchten wir bestreiter. Ohnedies ist das Reichstagsplenum ji auch durch nicht wen'ger als acht jtzt bereits vorliegende Interpellationen belastet. Das Zeutrum ist am fragelustigsten, hat aller dings rur zwei Intespellationen eingebracht, aber darunter ist eine, die allein über ganz verschiedenartige Dinge Auskunft verlangt. Die nationalliberale Fraktion ist mit zwei Inter pellationen auf den Plan getreten ebenso auch die sozialdemokratische, die konservative und die„linksliberale" haben je eine Intervellation eingebracht. Die linkiliberale deckt sich mit der sozialdemo kratischen Interpellationen; es soll durch dieses Vorgehen die Reichsverfassung gegen deren preußische„Vergewaltizung“ in Be zug auf die Einführung von Schiffahrtsabgaben geschötzt werden.— Also linksliberal=sozial demokratische „Paarung“,— ein programmwidriger Seitensprung, Herr Erzberger und die Sozialdemokratie. Ja einer Berliner Zentrumsversammlung ist das Stichpahlbündnis, welches das bayerische Zentrum mit der Sozialdemokratie abgeschlossen hat, von Herrn Erzberger warm verteidigt worden. Erzberger begnügte sich aber hiermit nicht, sonbern erklärte auch, er selbst würde einen Sozialdemokcaten neben einem Liberalen als das kleinere Uebel betrachten. Für seine Person konnte Erzberger die Selbstlosigkeit kaum weiter treiben, als es durch diese Erklärung geschehen ist. Denn Erzberger wurde von der Sozialdemokratie von jeher äußerst geringschätzig behandelt. Nannte die sozialdemokratische Presse ihn einen klerikalen Zungenhelden, so verfuhr sie noch glimeflch genug. Denn im allgemeinen bediente sle sich Erzberger gegenüber derjenigen Tonart, die der„Vornärts“ kürzlich arschlug. Dos sozialdemokratische Zentralo gan wüldigte darin die Lorbeeren, die Erzberger im Prozeß Pöplau als Zeuge und Wahrer des Reichstagsrechts geerntet hat und faßt sein Urteil folgendermaßen zu. sammen:„Der Kolonialschwätzer Erzberger ist durch den famosen Huldigungsbrief, den er seinerzeit an den General Trotha geschrieber, als abgeschmackter Heuchler gebrandmarkt, sein neuests Heldenstücklein in dem Pöplau Prozeß muß ihn vollende als lächerliche Persönlichkeit erscheinen lissn!“ Das„vollends“ ist in obigem Zusammerhang vicht am Platze, weil Heuchler, selbst wenn sie abgeschmackt sind, andere Empfin dungen als lächerliche zu wecken pflegen. Aber dies nur nebenbei! Worauf es augen. blicklich ankommt, das ist, an einem hervorragenden Beispiel zu erläutern, wie die Sozialdemokratie über ihren Gönner denkt und spricht. (Ev. Verein für die Stadt= und Landgemeinden des Kreises Herford.) Aus den Rez.=Bez. Mänser und Arusberz. Arnsberg, 28. Febr.(Einreizendes Kleinbahnidyl!) wird aus dem Kreise Brilon gemeldet: Das anhaltende Schneegestöber der letzten Woche hat im oberen Sauerland gewaltige Schneemassen angesammelt, die für die Kleinbahn zum Verhängnis wurden. Am Donnerstag morgen fuhr zum letzten Male der Kleinbahnzug von Medebach in der Richtung nach Steinhelle zu; zwischen Küstelberg und Grünbach ging ihm die Puste aus. Man wollte ihm von Niedersfeld mit einem anderen Zug zu Hilfe kommen. Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten; in unmittelbarer Nähe des ersten Zuges blieb auch dies Zügle im Schnee stecken. Guter Rat war nun teuer, doch man verlor den Humor nicht. Die Passagiere warteten geduldig, bis gegen Nachmittag aus Medebach ein Schlitten kam und sie aus dieser keineswegs beneidenswerten Lage befreite. Seitdem sind 5 Tage ins Land gegangen, die beiden Zügle stecken aber immer noch an derselben Stelle im Schnee; 20 Arbeiter müssen dafür Sorge tragen, daß den 2 Dampfrossen der Atem nicht vollständig auszeht; zu dem Zwecke müssen vom Dorf Küstelberg zu der 25 Minuten entfernten Ugglücksstätte Holz und Kohlen und Wasser hingetragen werden. Solche Tätigkeit ist natürlich anstrengend und verursacht entsprechenden Hunger; schon aber ist der Vorrat an Spick und Würsten in der einzigen Dorfwirtschaft aufgebraucht. Vorgestern erklärte bereits die Wirtin dem nach Medebach mit dem Schlitten zurück fahrenden Landarzte, daß sie den Arbeitern kein Fleisch mehr vorsetzen könne, dieselben hätten schon alles verzehrt. Jazwischen hat man im Stationsgebäude in Medebach eine Bekanntmachung angeschlagen, daß der General=Versammlung Montag, den 18. März, nachmittags 3 Uhr im Ev. Vereinshaus zu Herford. Tagesordnung: 1) Verwaltungsbericht, 2) Rechnungslegung, 3) Zinsen, 4) Etat für 1907, 5) Statuten=Aenderungen(§§ 4, 10, 11 u. 12), 6) Umwahl des Vorstandes, 7) Verschiedenes. Wegen Punkt 5 der Tagesordnung ist Vertretung mindestens die Hälfte der Anteilsch, erforderlich(§ 10 f.). Zahlreiche Beteiligung wird deshalb auf das Dringendste erbeten. Vorsitzende: Niemann, Pfr. „ wegen Umzuges nur gute Ware zu den billigsten Preisen. Beste Gelegenheit für Konfirmanden. Besonders empfehle einen Posten zurückgesetzte Stiefel und Schuhe für Damen und Herren 36, 37, 38, 41, 42, 45, 46. Aufertigung nach Maß. Reparaturen, auch mit grünen Sohlen, werden bei mir gut ausgeführt. Friedrich Wolf Nur Altstädter Kirchstraße 2. Beteieb der Kleinbahn bis auf weiteres eirgestellt sei Zum Glück ist die Post zu Hilfe gekommen, der längst in Vergessenheit gekommene Postillon vermittelt nunmehr wieder Aufruf. Am 26 Nov mber 1907 ist ein Halbjahrhundert verflossen, seitdem Josef Frei### von Eichendorff die Augen zun letzten Schlummer schloß. Im Herzen seiner Heimat, in der schlesischen Hauptstadt, soll ihm nunmehr ein würdiges Denkmal erstehen. Ihn, der unter Lützows Jägern für Deutschlanes Ehre und Freiheit socht und, als der Erbfeind endgültig niedergerungen war, sein ganzes ferneres Leden für Gott, König und Vaterland in die Schanze schlug, ihn, der die unsterblichen Lieder sang. die wiederklingen, ihn, der in lieblichen Märchen und Novellen, im Roman und im Schauspiel Glänzendes schuf, den köstlichen Satiriker, den Meister deutscher Prosa und nicht zuletzt den in allen Stürmen der Zeit neckensteifen, getreuen deutschen Mann, ihn wollen wir ehren. An alle, die Eichendorff kennen und lieben— und wer kennt und liebt ihn nicht— ergeht daher die dringendste Bitte ein Scherflein für dieses Denkmal beizusteuern. Deutsche Männer und Frauen in allen Gauen, soweit man unsere deutsche Sprache spricht, fördert den Plan! Du aber sangesfrohe deutsche Jugend rufe den immer noch vorhandenen Idealikmus des deutsches Volkes wach, ehre Dich selbst in Deinem großen Sänger, sammle und wirb! Auch die kleinste Gabe kann ein Baustein der Liebe und Verehrung sein. Die für das Eichendorss=Denkmal bestimmten Geldspenden wolle man an die Deutsche Bank Depositenkasse C. — Berlin W., Potsdamerst aße 1342— senden. Der geschäftsführende Ausschuß. Sonntag, den 3. März, abends 8½ Uhr Kusikärischer — Abend— mit reichem Programm. Eintritt à Person 25 Pfennig, Kinder unter 4 Jahren 10 Pfg., im Vorverkauf durch die Vertrauensmänner 20 Pfg., Kinder 10 Pfg. Mitglieder mit ihren Familien und Freunde sind herzlich eingeladen. Vorstand. Ohlendorff's echter Pern- Guano „Füllhornmarke“. ist neben Stallmist bekanntlich das vorteilhafteste u. sicherste wirkende Düngemittel. 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So habe sicht der Stichweh Man habe für dies Teil der Zentrumsst den man allerdings rechnen zu dürfen. Indiskretion zu beg der Wahl folgendes sammlung brivge. Führer des Zentru Stichwahl einen per und die kommende sprochen. Unter H vativerseits dem 8 Wahlperioden geleist um Gegendienste für Der Herr habe ihm Zweifel, daß von Auch ein anderer 8 am nächsten Tage zuf ihm erkärt, keinenfall wähler für den Soz er sei von der Wa zeugt. Redner beme die Dinge bei der entgegengesetzte Wend so könne er doch nich geordneten Führer der gewollt und ihren Ei geltend gemacht hättel Man habe sich u# Kopf darüber der