Nr. 5. Bierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1,20 M., bei täglicher Paceagns in Bielefeld 40 M., durch Briefträger 1,62 M. 1. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15, Kalender. 7. Jdnuar: Julius Caesar geht über den Rubikon, 49 v. Chr.— Sachsenherzog Wittekind, getoust 785— Peter Bischer, Erzgießer, gest. 1529.— Fönzlon, französischer Dichter, geb. 1715.— J E. Montgolfier, Erfinder des Luftballons, geb. 1745— Reichs postmeister von Stephan, geb. 1831.— Augusta, deutsche Kaiserin, gest. 1890. Vielrstto Montag, 7. Januar 1907. —* Kirchlicher Quartalbericht. (Oktober—Dezember.) II. Am 2 Noo. brachte der Spperirtindent der Kreis=Sygode Dortmund folgenden An trag ein:„Wir wirden bei unseren heutigen Verhandlungen wie überhaupt so auch zu dem Abschritt„Kichenlehre“ ganz besonders uns einer weisen Mäßilung zu befleißigen haben. Inssondere wirden wir uns eine Nötigung aufzuerlegen haben, von dem Gebiete der dogmatischen Einzelheiten fern zu bleiben und unsern Austausch hierzu in die Kommission bezw. in die Pfarrkonfererz zu verweisen. Wir wollen uns dibei bege ugen, heute nur zu den Fundamenten unserer Kirche Stellung zu nehmen, und Syrode kann sich bei der gegenwärtigen Veröffentlichung dieser Frage dies zicht versager, da wohl niemand Willens ist, die teure evangelische Kirche auf brüchigen Boden bauea zu wollen und radikalen Angriffen auf diese Fundamente Tor und Tür zu öffnev. Sogen wir es frei und offen, daß wohl keine Syrode der Welt die Herabsitzung der Person Christi sich gefallen lassen kann, wie Luther diese Person und ihr Werk im 2. Altikel unseres Glaubens für alle Zeiten schriftgemäß und bekenntnistreu zum Ausdruck gebracht hat. Wer mit klarem Ange die Strönungen verfolgt, welche die Wurzeln der Kirche lockern und ihre Jun damente unterspülen, der wird ernsthaft besorgt um die Zukuast und den Fortbestand des christlichen Vollslebeos und die Kirche der Reformation. Es droht ein Uebermaß von Zersplitterung, ein Uebernuchern von Skepfis und Kritik. Zum Zeichen, daß die Synode Dortmund gewillt ist, die Kirche Jesu Christi auf ihren Fundamenten weiterzubauen und in dem Bekenntais zu Jesu Christo, dm eingeborenen Sohn des Vaters, dem einzigen Mittler des Heils zusammenzustehen, wolle hochwürdige Syjode zu diesen Auel ssangen ihre Zustimmung erklären.“ Dieser Beschluß wurde mit 32 gegen 31 Stimmen angenommen. Die gesamte sogen. „Mittelpartei“ stimmte dagegen, befand sich also damit im Schlepptau des Predigers Traub. Es hat diese Tatsache auch darum ein Interesse, weil dieser Mittelpartei auch solche Pfarrer angehören, die in den evangel. Arbeitervereinen mitarbetten. So haben denn auch die erbaulichen Artikel im„Evangel. Arbeiterboten“, Organ des rhein.=westf. und det Gesamtverbandes evangel. Arbeitervereine Deutschlands, zum öfteren einen ganz eigentümlichen Geschmeck. In einem ChristfestArtikel vom 27. Dezember, dem als Motto Joh. 1, 14 vorgedruckt ist, wird die Weihnachts geschichte in einer dem modernen Geschmack angepaßten Art wiedergegeben und dann heißt es: „An diesen Weihnachtsgeschichten haben sich alle unsere Vorväter und uralten Mütter erbau:. Sie sprachen in dieser Zeit voll kindlicher Lust:„Nun singet und seid froh" usw. Und von dieser innerlichen Weihnachtslust haben wir etwas geerbt(!) und können nicht los von diesen alten goidenen Geschichten, trotz aller Gelehrsamkeit, und möchten am lieben Weisnachttfest Kinder bleiben bis an unsres Ledens Ende.(!) Freilich hat ja nun gerade Weihnachten sur aus itwas wie Wehmut bekommen. Rund um uns herum brennen viele Lichter, aber wenig Herzen. Den wahren I.sus, der um und mühselig sein Leben anfing und am Kreuze starb, het man mit viel Menscheuprunk und Pupur behangen, damit er ein Tcost der reichen Leute werden könnte.(!) Das Christentum ist weitverbreitet, aber nicht tief eingedrungen. Am Christfest gibt es Brüder Jesu Christii ohne Dach und ohne Brod. Die Almosen(!) der Weihrachtszeit können den Gram des Jahres nicht zudecken. Der Geist des Opfers und des Dienstes, der in Jesus war, ist fern und fremd. Ach wohin kommen wir, wenn wir an alles das denken, was gerade zu Weih nacht die Seele beschwert? Hörst du fingen „Friede auf Erde“? Sag', sind es Wotte oder find es Taten? Um all dieses Trauerns willen ist uns Weihnachten ein ernstes schweres, hohes Fest, kein Kinderspiel und bloße bunte Heiterkeit. Es fragt uns, ob der Herr für uns geboren ist oder ob wir ihn nicht kennen. Lebt Jesus heute noch? Oder ist er vorbei? Was denkt ihr über ihn? Ich denke, daß er noch lebendiger ist als wir olle zusammen. Er ist noch heute unser Heiland, denn er ist das Wort Gottes, das Fleisch ward, die Wahrheit, die auf die E.de kam, die Gerechtigkeit, die zwischen den Ungerechten lebte, er ist das ewige Heil im Kleide der Sterblichkeit. Er kommt von Gott, ist seines Geistes voll und will die Erde machen zu einer Hütte Gottes unter den Menschen.“ Das ist ein Gemisch von Worten, die nach biblischem Christentum klingen und Sätzen, die sich in einem sozialdemekratischen Blatte recht schön ausnehmen würden. Jesus„ein Trost der reichen Leute", Alwosen der Weihnachtszeit", Jesus„will die Erde machen zu einer Hütte Gottes unter den Menschen“— wohl in der Art, daß es keiner„Amosen“ mehr bedarf. Von dem Heiland der Sünder keine Silbe, von der großen, kaum zu übersehenden Liebestätigkeit der Kirche kein Wort. Fürwahr, es ist uns unbegre flich, daß man dergleichen den evmngelischen Arbeitern an zubieten wagt und wir möchten denen, welche an der Spitze dieser Arbeitervereine stehen, zurufen: videant consules! Wir setzen dem gegenüber her, was Pastor von Bodelschwingh im Novemder schrieb:„Immer reichere Freuden= ernte nach immer reicherer Tränensaat, immer fröhlichere Lobgesärge nach in mer zahlreicheren Trauerliedern“ so darf es, an jedem Weihnachtsabend. in Bethel heißen, wenn die Liebe treuer Freunde von Gottes Liebe bewegt, unseren Kranken wieder den Tisch gedickt hat. Ja, reicher ist unsere Tränensaat wieder geworden. Die Zahl der Leidenstage und Leidensnächte ist im vergangenen Jahre wieder nicht unbedeutend gewachsen. Wir stiegen von 1 Million 040449 Pflegetagen auf 1 Million 112681 Tage, also wiederum um 72252, d h. also pro Tag um 198, ohne das gesamte Pflege personal und dessen Familien Aber wir dürsen auch sagen, daß die Prrole unserer 8 onsgemeinde:„jdes Jahr der Klagelieder weniger, jedes Jahr des Dankens und Lob gesangs mehr“, auch im letzten Jahr nach Kräften eingehalten ist. Wir heff n, daß die Freunde unserer Epileptischen, Geistes kranken, elenden Kindlein und unserer Arbeitzlosen und Heimatlosen auch in diesem Jahre derart gedenken werden, die der große Samariter ihnen und uns an's Herz gelegt hat mit den Worten:„Was ihr getan habt einem unter diesen Geringsten meiner Blüder, daß habt ihr mir getan. Das klingt etwes andets. Und wir fügen hinzu, was der Direktor des Rauben Hauses Hamburg) veröffentlicht hat Ee schreibt:„Das Volk muß wissen, daß bereits im Jahre 1902 10319000 Pirsonen in gesetzlichen KrankerVersicherungen slanden. Das Volk muß wissen, daß unsere Arbeitgeber jihrlich 150000000 Mark in der Unfall Versicherung zugunsten der durch Uafall verletzten Arbeiter aufbrirgen. Das Volk muß wissen, daß das Deutsche Reich zu jeder Altersrente einen Zuschuß von 50 Mk. leistet, und daß durch die drei Versicherungen im ganzen bis Ende 1903 60000000 Personen 4 Mil liarden an Entschädigung erhalten haben, wovon nur die kleinere Hälfte von Arbeitern aufgebracht worden ist. Dazu sind fest 400000000 Mk. der vorhandenen Mittel für den Bau von Arbeiterwohnungen, Keankerund Genesungshäusern, Lingenheilstätten und allerlei Wohlfahrtseinrichtungen verwendet worden.“— Weshalb erinnert der „Edang. Arbeiterbote“ zu Weihnachten seine Leser nicht an solche Tatsachen?!— Wieviel Truppen sind in Südwestafrika notwendig? Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, wozu wir in Südw.stafrika 8000 Mann gegen die viel kleinere Zahl von Feinden brauchen. Diese Frage hat bereits wiederholt in der Budgetkommission des Reichstags wie auch im Reichstage selbst ihre Beantwortung gefunden. Diese Tage brachte auch die„Nordd. Allg. Zig.“ eine ebenso eingehende wie überzeugende Darlegung zum Beweise dafür, daß die Regierung nicht mihe Truppen drüben läßt, als unumgänglich nötig sind. Der Raum verbietet ihre Wiedergabe in dieser Form, air lassen dethalb daraus nur einige allgemeine Sätze folgen: Die 8000 Mann, die augenblicklich noch als unumgänglich nötig für die Kolonien verlangt werden, verteilen sich auf ein Gebiet, etwa 1½ mal so groß als das deutsche Reich. Eisenbahnen sind kaum vorhanden— warum das ist bekannt—, Chausseen und feste Wege gibt es nicht. De„Pad“, d. h. tiefe, sandige Wazenspuren durchziehen das Lnd. 20 pännige Ochsenoa#en und 10spännige Eeikarren sind als Tansportmittel nötig. Die Verbindungen sind also so schlecht als möglich. Man stelle sich vor, über das ganze deutsche Reich sei eine Besetzung von 8000 Mann verteilt, und irgenono, beispielsweise in Schlesien, sei ein Feind ein gebrochen, was würden die kleinen Truppen teile nützen, die im Westen stehen, wenn wir nicht in der Lage sind, sie von dort weczuziehen, weil es dort noch unsicher ist, und überdies die Möglichkeit fehlt, sie anders als auf wochen= und monatelangen Mätschen durch unwegsame Gebiete nach den gefähr. deten Punkten zu führen.— Des weiteren wird angeführt, baß 2000 Mann im Norden stehen und dort gebraucht werden, um die Farmer zu schützen; sind doch im Hererolande 123 Ansiedler ermo det worden, weil nicht genug Truppen zum Schutze da waren Bon den anräherrd 6000 Mann, die für den Süden bleibe, können nur verhältnismäßiß wenig vor den Feind gebracht werden. 1421 sind zur Besetzung der Etappen, zur Bedickung der Transporten uw. tötig. Dann müssen die Telegraphen und Helio graphen Saionen, die Proviaitmagazine und Munitionsdepots besetzt, die Biehherden zur Fleischversergung und Wagenbespannung sowie Reittiere für die Tiuppen bedick werden. Die Kranken sind mit 10 Prozent zu veranschlagen, dazu kommen die Aerzte und das Lazareitpersonal und manches andere, wodurch es begreiflich wird, daß nur wenig als fechtende Feldtruppe übrig bleibt. In allen Kolontalkriegen mackt man die gleiche Erfahrung, alte Kosozialmächte sind darüber nicht erstaunt. An der Fortsetzung des Krieges hat viemand Freude, weder die Anfi dler, noch die Regierung, noch die Soldate, roch der Gouverneur, noch der Truppenführer. Nachrichten. Ans dem Deutschen Reiche. Berlin, 6. Januar. In der milttärischen Neujahrsansprache an die kommandierenden Generale hat sich der Kaiser, wie der„Haon C.“ meldet, nochmals sehr anerkennend über die Leistungen des brandenburgischen, posenschen und schlesischen Armeekorps im letzten Kaisermanöver bei Lignitz ausgesprochen. Weiter hat der Kaiser befohlen, daß(wie schon feststand) die diesjährigen Kaisermanöver in den Tagen vom 9. bis 13. September zwischen dem 7(westfälischen) und 10. (hannoverschen) Armeekorps in der Gegend östlich von Münster i. W. stattfieden. Bide Korps werden durch Teuppenteile des 4, 8., 9., und des Garbekorps auf drei kriegssturke Divisionen mit je einer selbständigen Kavalleriedivision gebracht werden. Die Kasserparade des 7. Korps soll voraussichtlich am 5 September unweit Münster abgehalten werden An den Großadmiral von Köster hat der Kaiser als Ausdruck seines Dantes für ausgezeichrete Dienste sein in Oel gemaltes Bilonis senden lassen. Der Kaiser hat dem nordamerikanischen Bolschafter Tower als Weihnachtsgeschenk in einem Briefe 20 Handzeichnungen Menzels gesandt. Auch beim Neujahrsempfange im Schlosse unterhielt der Kaiser sich angelegentlichst mit dem Botschafter, den er in besonders vertraulicher Weise begrüßte. Bei dieser Gelegenheit wurde, wie verläßlich verlautet, die Frage der Tarisverhand= lungen erörtert, und auf beiden Seiten kam die Ueberzeugung zum Ausdruck, daß die allerdings noch nicht völlig behobenen augenblickliche: Schwierigkeiten durch die weiteren Verhandlungen aus dem Wege geräumt werden würden. Zum Geburtstag des Kaisers stehen, wie verlautet, militärische Beförderungen von Prinzen des löniglichen Heus's in Aussiat, und zwar spricht man von einem Avarcement des Kronprinzen und des Prinzen August Wiltzelm. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der die Wihrachtsfeiertage bei seinem Großvater, dem Hirzog von SachsenAltenburg. auf Schloß Altenburg verbracht: und die Neujahrsfeier auf Schloß Kamenz mit seinem ältesten Bruder, dem Prinzen Friedrich Heinrich von Prcußen begangen hat, wird am 6 d. Mtr. nach Königsberg zurückkehren. Er beabsichtigt dann seine informatorische Tätigkeit beim Oberpräsidium zu beginnen, nachdem die informatorische Beschäftigung beim Königlichen Lindratsamt beendet ist. Nachdem mit dem 1. Januar d J. das gesamte Seetrausportwesen für die Kolonien von dem Kolonialamt auf die Seetransportabteilung des Reichsmarineamtes übertragen ist, hat diese Behörde sosort die erforderlichen Schritte für weitere Rücktransporte aus DeutschSüdwestaftika eingeleitet. In dem Besi den des Ministerialdirektors Dr. Althoff ist eine erhebliche B sserung eingctreten; jedoch ist mit Rücksicht auf eine immerhin mögliche Verschlimmerung des noch keines regs ganz gehobenen Leidens einstweilen nicht abzusehen, wann Herr Dr. Althoff seine dienstliche Tätigkeit wieder aufnehmen kann. Die von der„Voss. Zig.“ verbreitete Nachricht, daß Oberst v. Deimling demnächst nach Deutschland zurückkehren und Mojor von Estoiff das Kommando über die Schutztruppe in Südwestafrika über nehmen werde, ist, wie die„Post“ von zuständiger Seite kört, unrichtig. Es sei bieher noch gar keine Eatscheidung über die Frage getroffen worden, ob und wann Oderst von Deimling nach Deutschland zu ückkedren selle. Die Handelsvertrags=Verhandlungen mit Spanien und den Bereinigten Staaten nehmen ihren Fortgang. Die spanischen Blätter kommen dinnen kurzem nach Berlin, die amerikanischen Bevollmächtigten verlassen die Reichshauptstadt, 9 Sen für um an zuständiger Stelle zu Washington Bericht zu erstatten. Hofprediger a. D. D Stöcker hat den dir Beiliner Stadtmission niederda er der Schonung bedarf. An seive Stelle tritt Hofprediger Ohly. Urzutreffend ist die Nachricht, daß 150 westfälischen Kriegervereinen wegen Nichtannahme der Kieler Beschlüsse über die Beitragserhöhung und nach dem preußischen Landeskeiegerverband das Recht der Fahnenführung entzogen worden sei. Eine unmittelbare Entscheidung ist von dem Minister des Innern noch nicht getroffen werden, vielmehr hat er nur angeordnet, daß ihm das Material vorgelegt werden soll Gleichzeitig bringt die Nordd. Allg. Zig folgende Richtigstellung: Es sind nur einize wenige Vereine, die keine Zveisel da über ließen, daß sie dem Verbaude nicht mehr angehören wollten, im vorigen Sommer in den Linten gestrichen worden. Von rund 150 westfälischen Vereinen, die sich ursprünglich den Kieler Beschlüssen nicht gefägt hitten, haben dies nachträzlich über 100 getan und von dem Rest scheint das zu erwarten zu sein. Posen, 6. Januar. Zur heutigen Protestversammlung gegen die polnische Schulstreik Agitation sind über 500 Per sonen aus allen Teilen des Reiches ein getroffen. dem A Bern, 5. Jan. Für den Posten eines General=Inspektors der Marokkopolizei meldete sich bisher etwa 1 Dutzend Kandivaten Paris 4 Januar. Minister=Präsident Clemenceau wird dem Parlamente am 9. Januar die Entwürfe zu umfassenden Arbeiter=Gesetzen nach deutschem Muster vorlegen. Paris, 5 Im. Im theologischen Seminar in Versailles warde bei der Joventuraufnahme ein Betrag von 250000 Franks vorgefunden und den Wohltätigkeitsanstalten in Versailles überwiesen. Rom, 6. Jan. Ein Spezialkurier des Batikans geht morgen nach Paris ab. Er ist Ueberbringer eines eigendändigen Schreit ens des Papstes an Kardinal Rchard. Wie er heißt, enthält dieses Schreiven die litzten Jastruktionen des Papstes für den französischen Klerus. Wie aus dem Vatikan mitgeteilt wird, beadsict gt der Parst eine noch energischere Protestnote an die katholischen Mächte zu richten für den Fall, daß die französische Regierung die bei Montogmoi beschlagnahmten Dokumente veröffentlicht. Rußland. In Lodz nimmt die Not infolge der Arbeiteraussperrungen unter der Arbeiterbevölkerung in bedenklicher Weise zu. Auch die Zahl der Verbrechen meht sich in schrecklicher Weise. Ambulanzen weigern sich, nach den Vorstädten zu gehen, da diese von Räubern ursicher gemacht werden. Die Gefängnisse sind mit Verbrechern überfüllt. Am 4, 5. und 6 d. Mis. wurden allein 15 Personen ermordet. Sechs große Favriken haben zurzeit ihren B trieb eingestellt. Der Abtrausport von Albeitslosen cus der Stadt dauert weiter an, Teotz einer hestigen sozialdemokratischen Agitation sind rach der„Tägl. R.“ etwa 90 v. H. der ausgesperrten Arbeiter bereit, zu den von den Fabeikleitern gestellten Be dingungen die Arbeit aufzunehmen.— In Warschau wurden am Sonnabend drei zum Tode verurteilte Banditen aufgehärgt Das Keiegsgericht verurteilte nachmittags neun weitere Revolutionäre zum Tode Sosia, 6. Januar. Die Regierung fährt fort, gegen die streikenden Eisenbahner mit äußerster Strenge vorzugehen. Die Post= und Telegraphenbeamten, welche ebenfalls schlecht bezahlt werden, beadsichtigen sich dem Streik anzuschließen. Auf den Konventionalzug wurde bei Slivaitza ein Schuß abgegeben, durch welchen die Fenster des Waggous zertrümmert worden, in dem sich Professor Strauß aus Budapest befand. Tanger, 6 Januar. Die von dem marokkanischen Kriegsminister Gebas gegen Raisuli in Marsch gesetzten Truppen schossen das Dorf Zinat durch Artillerie in Brand. Von Tanger aus hörte man die Kanonade und sah dichten Rauch über dem Orte schweben. Die Teuppen haben sich des Hauses von Reisuli bemächtigt. Dieser will in den Bergen, wo er sich in unangreifbarer Stellung befindet, den Kampf sortsetzen. Bei der Beschießung von Zinat wurden auf Seiten der kaiserlichen Truppen 20 Mann und auf Seiten Risulis 50 Mann getötet Kapstadt 5. Jan. Die Kapregierung hat die Grenze von Deutsch= Südwestafrika bis zur Eeledigung der Streitfragen gegen die Ausfuhr geschlossen. Die Bimühungen hiesiger Kaufleute, dies zu verhindern, blieben erfolglos. Calcutta, 5. Jan. Der Besuch des Emirs von Afghanistan trägt zur Erstarkung der altindischemohammedanischen Bewegung bei, deren Einfluß als Geger zug gegen die antibeitische Hindubewegung seitens der englischen Presse meist günstig beurieilt wird. Nordamerika. Aus Niw Yok wird hierhec telegraphiert: Ein unbekannter Russe warf gestern in der Nitionalbank in der vierten Straß: in Philadelphia eine Bombe vor den Schreibtisch des Kassierers. Der Täter und der Kassierer wurden gelölet, an 20 Personen verletzt und das Gehäude per beschädigt. Es heißt, der Rasse sei das Koutor des Bunkdirektors Rushion gedruigen und habe ein Darlehen von 5000 Dollar verlangt. Als er hin eingeführt wurde, warf er die Bombe, die sofort explodierte in Gerdin unr Mchche treanen, keineswegs in vorderer Linie stehen, uno die Zoll= und Handelsvertragsgesetzgebung im großen und genzen für läggere Zeit geregelt ist, so handelt es sich im känftigen Reichttaze tatsächlich in der Hauptsache um nationale Frazen, in denen Konseevative und Liberale sehr wohl zusammengeben köanen.“ (Wahlkreis Herford=Halle.) Das Wahlkomitee der freisinnigen Volkspartei sordert jtz in energischem Tone zur Unterstützung des nationalliberalen Kandidaten Dr. Contze in Herford auf. Die Blätter machen sich über die Erklärung dieses Heern lustig, daß er am Wintersest der alten Shützengesellschaft teilnehmen müsse und deshalb nicht in der Lage sei, sich am Sanntag(6. Janua:) seinen Wihiern vorzudellen. (In Schaumburg=Lippe) haben die nicht sozi ildemokeatischen Parteien als einzigen Kandidasen den Autsgerichtsrat Dr. Brunstermann in Stadtbagen(Reichs partei) als Reichstagskandidaten aufgestellt. (Aus Melle) wird gemeldet: Dee nationalliberale Landtagsabgeordnete KerkhofHarpenfeld serhlelt Sonnabend abend vm früheren Land wirtschaftsminister Podbielski die telegraphische Nichricht daß er die Kandidatur für den Landwirte im Keeise endaültig ablehne. (Wahlkreis Merzig= Saarlouis.) Da Roerens Kandldatur eine Spaltung der Wählerschaft bervoegerufen hat, wurde ihm von seinen Parteigenossen nahegelegt, auf eine Wiederwahl zu verzichten. (Aus Trier) wird gemeldet: Von ka tholischen Wihlern, die mit Dasbacks politischer Haltung uazufrieden sind, wurde der zentrumsfreundliche Oberlehrer Start Bitburg als Gegenkandidat aufgestellt. (Bochum.) Die Polen haben die geso derte Unterstützung des Zentrums abgelehnt. (Im Wahlkreis RecklinghausenBorken) haben die Nationalliberalen den Bergmann Zieback aus Harpen als Reichstagskandidaten ausaestellt. Bund der Melle Diepholz Seine Ehefrau wurde zu 4 Wochen Haft urteilt.— 8. Der 25 Jahre alte Glasmocher B. von hier erhielt wezen Sittlichkeit verbrechene 6 Monate Gesängnis unter Anrechnung von Monat von der erlittenen Uatersuchungshaft." Eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung hatte sich der Maurermeister und Sandzrubenbesitzer A. von Börninghausen bei Pr. Oldendorf gezogen. Der Angeklagte besitzt in Börnin hausen eine Sandgrube. Im Herbst v. Is. stürzte unplötzlich die etwa 5 Meter hohr Erdwand begrub den mit Sandaufliden beschäftigten Brockmann unter den abstürzenden Ecdmassen, Als man denselben hervorzog war er bereits p. Durch die heutige Beweisaufnahme festgestellt, daß die Sandgrube unvorschrift mißig abgebaut und die zu steile Wand eingestärzt is. Der Angeklagte war also für den Tod des Beock. mann verantwortlich. Der Gerichtshof erk. gegen den bisher unbescholtenen Mann auf 10 Tage Gefängnis.— 5. Der Fürsorgezögling E. G. von Kleinbremen wurde wegen Diebstahlz 1 Monat Gefängnis verurtellt.— 6. Di 27 sce am 2. Novenber v. 33. in die Austäde Kirche zu Herford gegangen und hat dort ein wertvolle aus dem Jahre 1650 stammende Altarbibel gestohlen. Er erhielt wegen Kirchendiebstahls 6 Monot: Gefängnis, worauf ihm 1 M. von der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wurde.— 7. Der Arbeiter R R von hatte eine junge Schülerin auf offener Straß: umfaßt und geküßt. Er wurde von der Strafkammer wegen tätlicher Beleidigung zu 2 Monaten Gefäggnis verurteilt.— 8. Das 16 Jahre Dienstmädchen M. L. von Folkendiek, ein Fürsorgezögling, erhielt wegen schweren Diebstahls 2 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. Sie wurde der bedingten Begnadigung empfohlen. Lokales und Bielefeld, 7. Januar. Aus dem Umsturzlager. (Zu dem Silvesterbrief des Reichs kanzlers) brinzt die„Nordd. allg. Zeitung" ia ihren letzten Rückblicken noch einen Kommentar, in dem die Wahlparole wie folgt formuliett wird:„Für Ehre und Gut der Nation gegen Sozialdemokratie, Polen, Welfen und Zentruc" Das oifiz öse Organ sucht dann den Konservativen die Furcht vor dem anzeblich kommend en„liberalen Regiment“ auszureden.„ Ein Reichstag, in dem die außschlaggebende Stellung des Zentrums— die auf der Mözlichkeit einer doppelten Mehrheitsbildung nach rechts und link: — erschüttert oder beseitigt ist, gewinnt, sollte man denken, auch für die Konservativen ein freu dlicheres Gesicht, indem er ihnen eine größere Bewegungsfreiheit gewährleistet, wrbei doch immer za beachten sein wird, daß mit einer numerischen Verschie bung, die den Liberalismus in die Position der ausschlaggebenden Purtei einräcken läßt (falls sich hiervor die Konservativen scheuen sollten), sch verlich zu rechnen sein wird. Da im Reichstaze die der Landesgesetzgebung zu?ehenden Fragen der Kirchen= und Schulpolitik, in denen sich die Wige der Konser(Einen lehrreichen Beitrag zu der Bauernfreundlichkeit der Sozialdemokratie) bietet eine kleine Zusammenst=kung, wie sich zwei„Genossen", die beide„Volksvertceter“ sind, über dasselbe Thema äußern. 1.„Eine alberne Lüge ist es, daß die Sozialdemokratie die Landwirte beschimpft.“ So sprach„Gerosse" Scheidemann in der Reichstagssitzuvg vom 11. Dezember 1906. Mit„Sehr wahr!“ stiwmten die Sozialdemokeaten dem zu. 2.„Es gibt keinen egoistischeren, keinen rücksichtsloseren, keinen brutaleren und auch keinen bornierteren Menschenschlag als die bäuerlich= Klasse. bleichviel welcher Gegend.“ Das sagte„Genosse“ Bebel auf dem Vartei: tag: in Mänchen.„Sehr richtig!“ riefen auch hier die versammelten„Gevossen". Die Bauern werden bei den bevorstehenden Wahlen wohl die richtige Antwort finden! Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 4. Januar.(Strafkammer.) 1. Die 82 Jahre alte Dierstmagd E. R. von Hannover erhielt wegen Betrugs im wiederholten Rückfalle 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft.— 2. Der 43 Jahre alte Arbeiter I E. W. aus Gütersloh erhielt wegen gewerbsmäßiger Unzucht 1 Jahr Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Roman von A. Andersen. 4)(Nachdruck verboten.) Käihe sprang ungeduldig aus dem Wagen und sah zuerst nach der andern Seite des Hauses hinüber. In dem Vorgärtchen drüben war’s bunt und lustig. Blütz nde Blumen blickten hinter allen Feusterscheiben hervor, aber kein Mensch ließ sich sehen. „Ich dachte, Mama würde uns gleich in Empfang nehmen,“ sagte Käthe enttäuscht. „Du kannst sie ja nachher besuchen, Kind, sag' jetzt Marie mal erst guten Tag. Und dann komm schuell ins Haus, wir veranlassen hier ja einen Menschenarflauf. Dieser Menschenauflauf bestand allerdings nur aus zwei Straßerjungen, die dem Abladen des G päckes mit Interesse zusahen. Aber Käthe wußte, wie unangenehm ihrem Manne alles Oeffntliche und Auffallende war, und ging. nachdem sie Marie freundlich die Hand geschüttelt halte, hinein ins Haus. Es war eines der gebräuchlichen, netten, zwei Stockwerk hohen Vorstadthäuser. Richts on dem schmalen Flur unten lagen zwei eräumige Zimmer, an die sich nach hinten Veranda mit Ausgang nach dem Garten S1e als Flügel angebaut— Käthe öffiete die Tür des vorderen Zimmers— sie hätte laut aufjauchzen mögen! Das war ihr kleiner Salon, die Möbel ihr eigen, von der schmalen Summe gekauft, die ihr der Vater hinterlassen hotte. Sie hatte die Sachen mit vel Lust und Liebe ausgesucht, und ihr angeborener Schönheitssinn war ihr dabei zu Hilfe gekommen. Wie hübsch sich der moosgrüne Mödelstoff von der matten, modernen Tapele abhob, wie gemütlich und doch wie eigenartig das olles aussah! Feau Käthe ginz durch die weit offen stehende Flügelfür weiter ins Eßzimmer. Die alten Möbel waren anders gestellt und ein paar neue Stücke und all rlei Hochzeitsgeschenke hir zuz kommen Freundlich fiel das Abendlicht durch die kunten Glatscheiben der Verandasenster auf den fistlich gedeckten, blumengeschmückten Teetisch— auch hier schien alles neu und schön, und anders als damals, als die andere, die erste hier als Hausfrau einzog. Frau Käthe wor glücklich Sie sehnte sich danach, ih em Manne diese Herrlichkeiten zu zeigen. Aber der legte draußen arf dem Flur eist in Ruhe seinen Paletot ab und unterhielt sich dabei eingehend mit Marie. (Verkauf des alten GasanstaltsGrundstücks) In dem gestrigen Termin zur Beesteigerung des 2193 Otadrameter großen städtischen Bauplatz## Hersorderstraße Nr. 8, des alten Gasanstaltsgrundstücks, war Maurermeister W Klarbors mit 95 Mk. pro Quadratm= 208335 Ml. Meistbielender. Als Mind=stgebot wur 70 Ml. pe. O tadratmeter eingesetzt. Aus den Kaufbedingungen ist rach der„Westfäl Zetung“ folgeudes von Interesse: Der Verkauf erfolgt ohne die auf vem Grundstück stebenden alter G.häude, Brausebad rc Die Uebernahme erfolgt bis spärestens 1. Juli d. Is Anf dem Platze hat der Käufer dis Ende 1909 ein Wohn= oder Geschäftshaus zu errichten, dessen Fassaden einheitlich künstierisch buchzubilden siad. Bei der Gliederung der Faffaden muß echtes Steinmaterial verwendet werden. Die Fassadenpläne unterliegen der Genehmigung des Magistrats Der Verkauf bedarf der Genehmizung des Magistrats, der Stadtverordneten und des Bezirksausschusses. (Herr Pros. Dr. Loescke=Bonn) wird in nächster Zeit im hiesigen Kreislehrer. verein in einer Reihe von Vorträgen die Malerei im 19 Jahrhundert behandeln. Da dieses Thema auch für weitere Kreise der hiesigen Bürgerschaft von Interess: ist, so wollen wir nicht verfehlen, schon heute den Besuch dieser Vorlesungen zu empfehlen, befonders da der Bortragende seine Worte durch Vorführung zahlreicher Lichtbilder illustrieren wird. (Anmeldung zur Stammrolle.) Wir vurweisen auf die in der heutigen Rummer veröffentlichte Bekanntmachung des Magistrats kurch welche die Militäcpflichtigen zur Anmeldung zur Skammrolle aufgesordert werden. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben:„Husarenfieber“ wird heute Montag zum vierten Male gegeben, vorautsichtlich wieder bei gut besetztem Hause. Neueinstudiert geht Gerhart Hauptganns großartiges Drama„Einsame Menschen“ Pracktnück und schon zu Zeiten der ersten Frau ins Haus gekommen. In guten und bösen Tagen hatte sie sich treu bewährt und war ihrem Herrn in den einsamen Jahren fast unentbehrlich geworden Kein Wunder, daß er jetzt allerlei Bernünftiges und Freund liches mit ihr redete. Als er endlich ins Zimmee kam, sprang Käihe ihm wie ein ausgelassenes Kind entgegen.„In's nicht heerlich hier bei uns, Alfrel? Und alles so neu und ganz anders als früher Gar nicht wieder zu erkennen, nicht wahr? Und alles so neu und ganz anders als früher. Gar nicht wieder zu erkinnen, nicht wahr? Und was sagst du zu meinen grünen Möbeln?“ Er sah sich verwundert in den Zimmern um. „Ir Kind,— das ist gewiß alles garz hübsch und modern— aber warum steht diese Cha selongue so schies? Und mein Bücherschrank moß wieder an seinen alten Plotz, in der dunklen Ecke kann ich kein Buch hereu. finden.“ Es war Frau Käthe zumute, als fühle sie einen Stich ins Herz Sie trat ein voar Schritte zurück, und es zuckte um ihren Mund. Der Professor merkte, was er angerichtet gut machen. entgegen. „Aber Käthe— verzeihe, wenn ich dir weh getan habe! Ich muß mich doch erst an all das Neue gewöhnen.— Um Gottes willen, Kind— jetzt keine Tränen! Ich werde mit der Zeit sicher alles schön und richtig fi den, was meiner kleinen Frau gefällt— du mußt mir nur Zeit lassen, ich bin eben ein alter Gewohnheitsmensch!"— Als Kälhe nicht antwortete und nicht aufsah, fuhr er nach einer Pause errsthaft fort: „Laß doch das dumme Empfindlichsein, Käthe. Du verdirbst uns die schönsten Stunden damit. Schau, ich muß morgen wieder in meine Arbeit hinein. Da brauch' ich eine nrohe Frau daheim; weinerliche, nervöse Damen hab' ich genug draußen in der Klinik. Du willst doch mein Sonnenschein sein, nicht wahr, Käthe?“ Er nahm ihre beiden Häade und sah ihr ernst in die Augen. Es lag so viel warme, suchende Liebe in seinem Blicke, daß Frau Käthes Verstimmung auf einmal verflogen war. Lachend und errötend, mit tausend guten Vorsätzen und Versprechungen ließ sie sich von ihrem Mann umarmen. am Diensta der Besetzun Georg Straf # zite! Berstl, Kathe— J ### Buncker,# Leiter der? ist dies dis in dieser Se erweckt das Kunstfreunde (Stadtth brachte eine p# Trauerspiel S dürfte nicht eine kurze Mi gekrönt kehrt Jüngling, P### hat, begleitet erblickt; aber schönen und die Sängerin furchtbare Ei grimmiger Haf Rache nehmen, es nicht zu. 1 sie sich von ein den Göttern. von Fräulein pretin hätte leicht finden la Herr Saltenb (Rhomnes) sow gaben ihr bef Herrn Straßm m.(Eing Schlachtermei Wilhelm=Pla (Festgen Wilhelm M., wegen Verde Diebstähle an fanden Unter m(Grof müssen ei Aus Anloß de Bestrafungen macht, daß b rger, sowie länder und## Umer, dän so Windhunde, sogenanrte B alle bissigen sie eingespann und Pätzen, Menschen zu Maulkorke ver Beißen unmö Saufen nicht lich genannten Zehhunke, so einer höchstengeführt werder gersteigen ist1 X Heepen, lung.) Herr6 heute im Hesse Mitgliedern der suchte Wahlversat hatten sich in besonders das Vr besprach zunäcks lösung des Leuten von der süddeutschen Dem habe der Regier: keiten bereitet und Reichs kriegsrat jetzt zeigen, ob miluärischen Aut Zentrumspartei nationol g sin t daß ein Reichsto der Rezierung d willigt. Diese## schaftlichen Wert Kolonien und 2 Kolonisation. W Fehler gemocht u anderen Nationen uns. Wir kö m: machen, wie die 10 Milliarden Fr haben. Wenn dien gemeinsam einen aufgestellt shätten, aftikanische Politt sie anderwärts tren verband untrstütz wie groß sIrteres Kolor ialpotitik## hun derttausende v wenn es uns de abschneide, währe daß nir später de aus den eigenen diesen sind über all neuer Kulturen vo tatkräftigste Natio bestgehaßte, müssi halten und uns der weist dann die gro deutschen Laadwirt händiertschen Erg fünf Sechstel zurück dank seines Systen Arbeit um 70 Pre dieser Beziehung Ebenso ist in unsere zu vrzeichnen. 2 auch die Preis: d die Gesamtlage der geworder. Das Au die Masse unserer schaftlich mächtig der kleine Beamte keien Anteil ge de zu 4 Wochen Haft# 25 Jahre alte Sitlichkeit verberchen: is unter Anrechnung von ittenen Uatersuchungshaft. gen fahrlässiger Tötung er und Sandzrubenbesitzer F. isen bei Pr. Oldendorf lagte besitzt in Börnin hausen m Herbst v. Is. stürzte ung Meter hohr Erdwand ein daufl iden beschäftigten Kuecht en abstürzenden Ecdmassen. servorzog war er bereits vereutige Beweisaufnahme sandgrube steile Wand eingestärzt is. also für den Tod des Beock. ebescholtenen Mann auf 10 5. Der Fürsorgezögling E. wurde wegen Diebstahls zu verurte lt.— 6. D; 27 A. K. von Charlottendurg v. Is. in die Altstädter gangen und hat dort ein hre 1650 stammende Altarhielt wegen Kirchendiebstahls worauf zihm 1 M. von der erhaft in Anrechnung gebracht rbeiter R R von Herford ülerin auf offener Straß: Er wurde von der StrafBeleidigung zu 2 Monaten — 8. Das 16 Jahre alte von Folkendiek, ein Fürwegen schweren Diebstahls unter Anrechnung von 1 saft. Sie wurde der bempfohlen. ielefeld, 7. Januar. alten Gasanstalts. n dem gestrigen Termin es 2193 Qtadra meter s Hersorderstraße asanstaltsgrundmeister W Klarbors dratm= 208335 Ml. Rind=stgebot wur 70 Ml. gesetzt. Aus den Kaufder„Westfäl Zetung“ se: Der Verkauf erfolgt rundstück stebenden altes 2c. Die Uebernahme 1. Juli d. Is. Auf Käufer dis Ende 1909 chäftshaus zu errichten, itlich künstierisch buchder Gliederung der Steinmaterial verwendet mpläne unterliegen der gistrats Der Verkauf ung des Magtstrats, der des Bezirksausschussetz. k. Loescke=Bonn) m hiesigen Kreislehrer. se von Vorträgen die Jahrhundert behema auch für weitere rgerschaft von Inteuss: verfehlen, schon heute esungen zu empfehlen, rtragende seine Worte lreicher Lichtbilder ur Stammrolle.) die in der heutigen e Bekanntmachung des e die Militäcpflichtigen kammrolle aufgesordert aterbureau) wird sarenfieber“ wird nerten Male gegeben, ei gut besetztem Haufe. Herhart Hauptganns insame Menschen“ seiner Frau die Hand wenn ich dir muß mich doch erst huen.— Um Gottes# keine Tränen! Ich cher alles schön und iner kleinen Frau genur Zeit lassen, ich wohnheitsmensch!"— irtete und nicht aufPuuse errsthaft fort: ume Empfindlichsein, uns die schönsten au, ich muß morgen inein. Da brauch' baheim; weinerliche, h genug draußen in doch mein SonnenKäthe?“ 1 Häade und sah ihr Es lag so viel warme, m Blicke, daß Frau auf einmal verflogen erötend, mit tausend ersprechungen ließ sie umarmen. am Dienstag in Szeue und zwar in folgender Besetzung der Hauptrollen: Bockerat— Georg Straßmann, Frau Vockerat— Feauzite: Berstl, Jobannes— Heinz Saltenburg, „ Kathe— Ilka Challon, Beaun— Heinz 1 Bunicker, Anna Maho— Mely Stollberg. Leiter der Aufführung: Nordert Berstl. Eist dies dis erste Weik Hauptmanns, das in dieser Saison zur Aufführung kommt und erwickt dasselbe sicher das Interesse aller Kunstfreunde. (Stadttheater.) Der Sonnabend abend brachte eine prächtige Aufführung von Geillparzers Trauerspiel Sappho. Der Gang des Stückes dürfte nicht allgemein bekannt sein, deshalb ist eine kurze Mitteilung darüber notwendig: Sleggekrönt kehrt Sappho aus Olympia heim. Ein Jüngling, Phaon, den ihr Gesang dort begeistert hat, begleitet ste, in der er ein höhrres Wesen erblickt; aber Liebe empfindet er zu Melitta, der schönen und bescheidenen Sklavin Sapphos. Als die Sängerin dies bemerkt, erwacht in ihr eine furchtbare Eifersucht gegen Melitta und ein grimmiger Haß gegen Phaon. Sie will schrecklche Rache nehmen, die Güte ihres Herzens aber läßt es nicht zu. Um ihre Schwäche zu fühnen, stürzt sie sich von einem Felsen ins Meer und weiht sich den Göttern. Die Titelrolle lag in den Händen von Fräulein Stollberg und eine bessere Interpretin hätte sich für diesen Charakter wohl nicht leicht fiaden lassen. Auch Frl. Steinsieck(Melitta), Herr Saltenburg(Phaon), Herr Straßmann (Rhomnes) sowie die anderen mitwirkenden Künstler gaben ihr bestes. Die Aufführung wurde von Herrn Straßmann geleitet. „m.(Eingebrochen) wurde bei dem Schlachtermeister Martmann, Ecke Kaiser Wilhelm=Platz und Kaiserstraße. (Festgenommen) wurden die Arbeiter Wilhelm M., Jalius P. und Gerhald D., die wegen Verdechts hier mehrere EinbruchtDiebstähle ausgeführt zu haben. 5 Prsonen fanden Unterkommen im Polizeiobdach. m(Große und bissige Hunde müssen einen Maulkorb tragen.) Aus Anloß der in litzter Zeit vorgekommenen Bestrafungen wird varauf aufmerksam gemacht, daß Aipenhande(Bernhardiner. Leonb rger, sowie deren Mischressen) Nusundländer und deren Abarten, Doggen, Deutsche, Umrr, dän sche Doggen und deren Adarten), Windhunde, Bullenbeißer, Bulldogge und sogenanrte Bexer, Feischerhünde jeder Art, alle bissigen Hurde und Zießhunde, solanze sie eingespannt find, auf öffentlichen Sr.ßen und Pätzen, sowie an Oten, an denen Menschen zu vrkehren pflegen, mit ein m Maulkorke versehen sein mussen, welcher das Beißen unmö zlich nacht, jedoch die Tiere am Saufen nicht hiedert. Feiner müssen sämte lich genannten Hunben, mit Ausnahme der Zehhunte, solenge si: eingespannt sind, an einer höchstens 75 Z mimeler langen Leine geführt werden; das Führen auf den Bürgersteigen ist verboten. Heepen, 6. Jaruar.(Wahlversammlung.) Herr Staat= minister v. Möller hielt vier heute im Hessebruckschen Saale eine von den Mitgliedern der nationalen Parteien recht gut besuchte Wahlversammlung ab. Auch Sozialdemokraten hatten sich in erheblicher Zihl eingefunden und besonders das Vorzimmer besetzt. Herr v. Mölle: besprach zunäckst die Verhältnisse, die zur Auflösung des Rricstages geführt haben. Das aus Leuten von der äußersten Rechten bis zu den füddeutschen Demokraten zusammengesetzte Zentrum habe der Regierung seit geraumer Zeit Schwierigkeiten bereitet und zuletzt eine Art von öcterreichischem Reichskriegsrat spielen wollen. Die Wähler sollten jetzt zeigen, ob sie diesen Polnikern oder den miluärischen Autoritäten felgen wollen. Auch die Zentrumspartei bestehe zum großen Teil aus gut nationol g sin ten Leuen, und so sei zu hoffen, daß ein Reichstog zustande kommen werde, der der Rezierung die Mittel für Südwestaftika bewilligt. Diese Kolonse habe den gleichen wirtschaftlichen Wert wie die englischen südaftikanischen Kolonien und Trarkvaal und eignen sich zur Kolonisation. Wir haben zwar in Südwestafrika Fehler gemocht und kot erg lernen müssen; aber anderen Nationen ist es nicht besser ergangen als uns. Wir kömzen aus Sütdwestafr ka ebensoviel machen, wie die Franzosen aus Algier, für das sie 10 Milliarden Frarkt und viele Mir schen geopfert haben. Wenn die nationalg sinnten Parteien diei mal gemeinsam einen Kandidaten für den Reichstag aufgestellt shätten, so wollten sie damit die südwest aftikanische Politik der Regierurg undeschadet der noch auf den Segen der Arbeiterversicherung hingewiesen hat, weist er einige Verdächtigungen gegen seire Person zurück. Es sei u. a. behauptet worden, er habe irgendwo gesagt, früher hätten die Arbeiter zweimal in der Woche Fleisch gehabt, heute wollten sie es zweimal täglich haben. Das habe er weder je gedacht noch je gesagt. Ebensowenig habe er sich, wie auch behauptet worden sei, in Osnabrück unfreundlich gegen die Handwerker ausgesprochen. Er habe den Handwerkerstand nach Kläften namentlich durch Schaffung von Bildungsgelegenheiten zu fördern gesucht, und kein Minister habe beim Finanzminister mehr Geld für ihn losgemacht als er. Noch einmal auf den Ausgangkpunkt seiner Rede zurückkommend, schließt Herr v. Möller unter lebhaftem Beisoll der Rödinghausen, 5. Jm.(Vertretung.) Mit der vorlä sizen Vertretung der Gendarmeriestelle des Amtes Rödinghausen sind die Gendarmeriewachtmeister Gerats und Gentzen betraut. Aus den Kreise Hale. Hörste, 3. Jan.(90 Geburtstag) Dem Schuhmachermeister Stüssel wurden zu seinem 90 Geburtstage, den er in voller Rüstigkeit begehen konnte, von dem Keieger#er v. Möller unter lebhaftem Beisall der und von dem Gesangverein gegen Abend #. ammlung, Sit einen Aufforderung, durch passende Haldigungen dargebracht. Durnach a Out. gggterung unabbängig du rggesten versammelte man sich im Schröderschen Lokale noch einige Stunden in gemütlicher Geselligkeit.(Hall. Kreisbl.) ahl die Regierung unabhängig zu vom Hearrum, dann würde man frohen entgegengehen.— In der sich hierauf abspielenden Debatte wies Exz. v. Möller die Behaupturgen eines sozialdemokratischen Redners und eines Mitliedes der Zentrumspartei zurück. Recht gut wurde der Sozialdemokrat auch von einem anderen wohl zu den Christlich Sozialen gehörenden Arbeier abgeführt. Nach Schluß der Diskussion richtete Herr Direktor A. Tiemann noch einige kräftige Worte an die zahlreich anwesenden Konservativen. Ein Hoch der Sozialdemokraten auf ihren Genossen Severing, wurde von einem brausenden Hoch auf den Kaiser weit übertönt. Mit dem Gesang der Nationalhymne schloß die Versammlung nach zweistündigem Verlauf. 69 Oberjöllenbeck, 5 Jan.(Feuer.) Vorgestern emstand in dem Wohnhause des Kolons Heinrich Kassing zu Oberjöllenbick Ne. 19 auf unaufgeklärte Weise Feuer. Durch sofortiges Eingreifen der Hausbewohner konnte das Feuer im Entstehen gelöscht werden. Es verbrannte ein Bett und eine Tür, ein Fenster und die Decke wurden stark beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 150 Mark. Aus der Kreisen Minden und Lübbecke. Minden, 7. Jan.(Mariengemeinde.) Der eiste Bezirk, gebildet von dem zur Mariengemeinde gehörigen Teil der Stadt auf dem linken Weserufer nebst Minderheide, wird von Herrn Pastor Graeve in meinschaft mit dem Hilfsprediger Herrn Pistor Müller bedient. Den zweiten Bezick, die Stadt auf dem rechten Weserufer nebst Leteln und Aminghausen versorgt Herr Pastor Köhling. Endlich die Dörfer Todtenhausen und Kutenhauseu bilden den Bezirk des Herrn Pastors Küppermann in Todtenhausen. Alle Amtshandlungen wie Tiufen, Trauungen, Beerdigungen, Kranker= kommunionen sind bei dem Seelsorger des betreffenden Bezirks anzumelden. Auch die Konfirmanden werden von dem Pfarrer eines jeden Bezirke unerrichtet und eingesegnet, so daß also die Kinder vom linken Weserufer nur Heern Pastor Grgeve, vom rechten serufer nur Herra Pastor Köhling zrzuweisen sind. Die Kuchenbücher führt Herr Küster Warnstorf, welcher im Künerhause an der Kche wohnt. Doit werden sämt. liche Auszüge aus den Kirchenbüchern anPolizik der Regierurg undeschadet der sie ander wärts trennenden Ziele als ein Versicherungsverband urt rstütz r. Redner weist darauf nach, ein wie groß s Irteresse der Ar beiterstand an der deutschen Kolorialpotitik hat. Nordamerika könne z. B. hun derttausenbe von deutschen Arbeitern brachlegen, wenn es uns den Transport seiner Baumwolle abschneide, während die Aussicht vorhanden sei, daß nir später den größten Teil unseres Bedarss Koionten beziehen können. In diesen sind über all mächtige Arsätze zur Entwicklung neuer Kulturen vorhanden. Gerade weil wir die zurträftigste Nation sind, deshalb sind wir auch die bestgehaßte, müssen wir unser Pulver trocken halten und uns den rötigen Resp kt sichern. R dier weist dann die große wutschaftliche Bedeutung der deutschen Laadwirtschaft nach. Während im freihändlerischen Ergland die Getreideproduktion um un Sechstel zurückgegangen ist, ist sie in Deutschlond dank seines Systems des Schutzes der produktiven Arbeit um 70 Prozent gesteigert, so daß wir in dieser Beziehung an der Sptze der Welt stehen. Ebenso ist in unserer Biebzucht eine große Steigerung zu vrzeichnen. Durch dieses System sind zwar auch die Preis: der Lebensmittel gestiegen, aber die Gesamtlage der Arbeiter ist trotzdem viel besser geworder. Das Auslard ernährt durch dies System die Masse unserer Arbelker und wir sind wirtschaftlich mächtig in die Höhe gekommen. Nur der kleine Beamterstand dat daran bisher roch keiven Anteil gehabt: eine Besserung seiner Aus den Kreise Herfoct. Herford, 5. Jar.(Diebstahl.) Vorgestern Nicht drangen in die während der Wintermonate st. llliegende Mar cussche Ziegelei Diebe ein, die Metell und Eisenteele ab brachen, sortschleppten und als Altmaterial verkauf en. Formen, Riemen und Maschinenteile wurden abgeschraubt und mitgenommen end dem Besitzer dadurch ein Schaden von über 200 Mark zugefügt. X Baldorf, 5. Jan.(Die General= Versamolung des Evang. Lehrervereins) fiedet am Mittwoch, den 9. ds. Mts., nochwittags 5 Uhr, auf der Loist statt. Tagesordnung: 1. Röm. 9: Referent H rr Lehrer Ridder=Steinbründorf. 2.„Wie gewinnt der Lehrer Einfluß auf die häus. liche Erziehung?" Referent Herr Lehrer Myr Winterberg. f Mennighüsfen, 4. Jan.(In der Kirchen gemeinde Mennighüssen) wur den im Jakre 1906 1. geboren 272 Kinder, 132 Kuaben und 140 Mädchen; 2. konfirmiert 134 Kinder, 70 Knaben und 64 Mädchen; 3. getraut 46 Paare; 4. zum heil. Abendmahl gingen 4397 Personen, 2087 männliche und 2360 weib liche; 5. es starben 112 Pirsonen, 43 männliche und 69 weibliche; 6. die Seelenzahl beträgt 6500. Löhne, 4. Jan. Der neue Güterbahnhof) sell, wie nach dem„B. Gen.=A.“ verlautet, auch durch elekrisches Licht be leuchtet werden. Das Elektrizitättwerk für den Personenbahnhof sell soweit vergrößert werden, daß es auch genüzend Licht für die nach Dorf Löhne hin gelegene Str cke spenden kann. Löhne, 4. Jan.(Hochwasse:). Die Werre ist weit über ihre Ufer getreten. Sie übr chwemmt infolge des sonellen Schmelzens des Schnees weite Länderstr.cken. Besonders ihr linkr Nederflaß, d## E se,.s führt ihr Aus den Kreisen Mänster und Arusberg. Schwerte, 3. Jan. Mit dem Bau der Nebeneisenbahn SchwerteIserlohn) durch das Baartal soll in der nächsten Zeit begonnen werden. Die Bahn erhält drei Haltestellen in Ergste, Hennen und Kalthof und hat eine Länge von 28 Kilometer. Die Baukosten betragen 4 169000; die Grunderwerbskosten über ½ Mllion Mark. Die Stadt Iserlohn erhält durch den Bahnbau, da auch der Bau der Linie Schwerte=Dortmund in Angriff genommen ist, eine um 20 Kilometer kürzere Verbindung mit dem Industriegebiet. Hagen, 4. Jan.(Ein gefährlicher Schwindler) ist heute nachmittag der hiesizen Kriminalpolizei in die Hände gefallen. Im hiesigen Gasthofe hielt sich seit längerer Zeit ein janger Mann auf, der angab, ein in Bonn fludierender Aegypter zu sein. Sein auffallend flottes Auftreten veranlaßte die Poltzei zu seiner Festnahme. Nun stellte sich rach der „R.W. Zt.“ heraus, daß es sich um den 30 jährigen Armenier Elias Johan= nes handelt. Seine Eltern sollen von den Türken eimordet worden sein. Im Besitze des Verhafteten befand sich ein vom Bischof von Kurdestan ausgestelltes Kollektenbuch zu Sammlungen füe Arm nien Während seines 10½monatigen Aufenthaltes in Deutschland hat I von Pastoren, Fabrikbeamten und Geschäftsleuten in Birmen, Essen, Witten, Bonn, Frarkfurt a. M. und Hagen nach vielen Hunderten Marken zählende Spenden erhalten, nach Armenien hat er nle einen Penzig gesandt. In seinem Besitze fand man noch 280 Mark. J. wurde in Untersuchungshaft genommen. Werl, 4. Im.(Mörder ermittelt.) Es ist der Polizei gelungen, die Mörder des Wirtes Stratmann in Bremen bei Weil zu verhaften. Es handelt sich um Verwandte des ermordeten Wirtes, die feüher in Westönnen wohnten, jetzt aber in der Rheirprovinz ihren Wohnsitz haben. Die Mörder hielten sich besucksweise bei Siratmann auf Sie wurden verhaftet und ins Amtsgerichtsgesängnis in Neheim eingeliefert. In der Bevölkerung herischt allgemeine Befriedigung über die F.stnahme der Mörder. Koblenz Vertreter der Regierung sowie eine Anzahl Aerzte an der Unglückt stätte eingetroffen. Die verschütteten Leute stammen fast ausschließlich aus den benachbarten Ortschaften. In den Kirchen aller unliegenden Octe läuteten die Glecken. Vertreter der Staatsanwaltschaft sind eingtroffen. Soweit bis jetzt ermittelt. ist die mutmaßliche Ursache der Katastrophe tat Unterlassen aller Vorsichtsmaß: regeln, wie solche bei Bahnbauten teils vorgeschrieben, teils üblich sind. Eine genaue Feststellung ist nicht wöglich, weil der Schacht durch die niedergestürzten Ecdmessin verschüttet ist. Vermischtes. Berlin, 6. Januar. Wegen Gotteslästerung in einer öffentlichen Volksversammlung wurde der Schriftsteller Albert Störmer zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Straßburg, 4 Jan. Die Maul= und Klauenseuche hat in Elsaß Lothringen erheblich um sich gegriffen. Da die Einschleppung aus Frankreich allem Anschein nach durch ein Ochsengespann in Aoricourt erfolgte, hat das reichsländische Ministerium den Verkehr mit Rindergespannen über die deutsch französische und deutschschweizerische Grenze verboten. Eschweiler bei Aachen, 5. Januar. Bei einer furchtbaren Benzinexplosion in einem Farbwarer geschäft wurden drei Personen schwer verletzt. Das Dienstmädchen, das durch die Explosion über und über mit brennendem Benzin begossen auf die Straße geschleudert worden war, wurde sterbend in das Hospital eingeliefert. New York, 5. Januar. Unweit Pescadeio# (Californien) wurden Rittungsflöße des Pecficdampfers„City of Panama“ an den Strand getrieben, die vollständig verproviantiert, jedoch ohne Ueberlebende waren. Man befürchtet daher, daß der Dampfer mit 100 Passagieren untergegangen ist, da ein Orkan herischte. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 7. Januar 1907. Mitgeteilt von Fr. Böckelmana Ww. d#: Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 2(s. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.— 3 1/37 Barometer 760 cm. Wind: West. Himmel: bedeckt. Neueste Nachrichten. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Essen, 4. Januar.(Die Eisenbahn verwaltung) geht mit dem Plan um, auch bei den Wagen 4. Klasse Nichtraucher= abteile einzurichten. Vorläufig wird von jetzt ab in einer Anzahl durchgehender Prsonen züge Berlin Frankfurt a. M., Berlin=Erfurt u. a in einem Wazen vierter Klasse je ein Abteil für Nchtraucher versuchsweise mitgeführt. Das Ab## wird in dem Wagen eingerichtet, in dem sich das Frauenabteil befindet, und zvar dient das größere Abteil als Nichtraucherabteil. Ein entsetzliches Unglück hat sich in der Nacht zum Sonnabend bei dem Bahnbau in Lanscheid im Hunds rück zugetragen. Zwei Arbeiter waren verschüttet noeden. Un sie womöllch zu retten, wurde von der Bausirma eiligst eine Anzahl Arbeiter nach der Unfellstille gesandt Als diese Arbeiter in den hinteren Teil des verschütteten Schachtes einzudringen versuchten, stürzten große Erdmassen nieder und verschütteten 20 bis 40 Arbeiter. Die Firma Grün und Bissinger sandte sofort Hilfszüge an die Unglöcksstelle. Die Rtiungsarbeiten werden durch fortwährendes Nachstürzen des Erdreiches sehr erschwert. Am Sonnabend wurden 10 Leichen und 18 schwerverwundete Personen aus den ungeheuren Erdmassen hervorgeholt, unter den litzteren befinden sich drei Kinder. Esollen noch 15 bis 20 Personen verschüttet sein. Grauenhafte Szenen spielen sich beim Hervorholen der Verunglückten ab. Von der Saarbrückener Esenbahndirektion sind Berlin, 7. Jan. Die Fraktion der freisinnigen Volkspartei hat beschlossen, im Abgeordnetenhause einen Antrag auf Einführung des gleichen, allgemeinen, direkten und geheimen Wahlrechts für die Wahlen zum preußischen Landtag einzubringen.(Wird wenig Glück damit haben!) Berlin, 7. Jan. Aus Osnabrück wird gemeldet, daß dort die Aufstellung eines Zentrumskandidaten aus hervorragenden Vertretern der Partei öffentlich miß billigt wurde. Ferner hat für den Wahlkreis OlpeMeschede=Arnsberg, dessen Mandat dem Zentrum ganz sicher ist, die Leitung der westfälischen Zentrumspartei die Kandidatur des bisherigen Abgeordneten Fusnagel nicht anerkannt. Dieser erklärt jedoch, daß er seine Kandidatur aufrecht erhalte. Bonn, 7. Jan. In einer liberalen Wahl Versammlung sprach General von Trotha zu Gunsten der Kolonialpolitik. Er wies darauf hin, daß alle Nationen für die Behauptung ihrer Kolonien Blut hätten vergießen müssen. Die Presse habe ihm Unrecht getan, ihm die bekannte Proklamation gegen die Hereros vorzuwersen. Swakopmund werde nach seiner Ansicht niemals ein brauchbarer Hasen werden. Paris, 7. Jan. Die 1. und 2. Schwadron der Pariser republikanischen Garde veranstaltete im Hofe der Kaserne Heinrichs IV. eine lärmende Kundgebung gegen ihre Offiziere. Sie sangen die Internationale und fuhren fort trotz der Ermahnungen des Offiziersstellvertreters in der Kantine über den Hungersold und die Belastung zu lärmen. Diese Kundgebung dauerte 2 Stunden. Ein Offizier ersuchte die Soldaten, ihre Wünsche in ruhigem Ton vorzubringen und berichtete über den Vorfall an das Platzkommando. Reklamatiönen über unpünktliche Zustellung unsers Blattes erbitten wir stets direkt an unsere Adresse! Nur dadurch ist es uns möglich, Abhilfe zu schaffen. Die Geschäftsstelle So: 9 „„Jugswahl 1907. Unser Reichstagskandidat Herr Staatsminister Theodor von Möller wird 9 W „ abhalten: Am Mittwoch, den 9. Januar, abends 7 Uhr in Dornberg im Pappelkrug. Am Donnerstag, den 10. Januar, abends 7½ Uhr in Jöllenbeck bei Strathmann. Am Sonnabend, den[2. Januar, abends 7 Uhr in Isselhorst Zu diesen Versammlungen laden wir die Wähler und Mitglieder unserer Parteien, sowie alle Freunde der Kandidatur Möllen auch aus der christlich=sozialen Partei, freundlichst ein und bitten um zahlreichen Besuch. Für die nationalliberale Partei: Dr. Reese=Bielefeld. G. Meyer zu Jerrendorf-Theesen. Tott=Oberbrodhage. H. G. Straßer. G. Upmeier zu Belzen=Jöllenbeck. Reiersloh=Dornberg. Friedrich Ringstmeyer=Babenhausen. F. Eickmerer. Elmendorf=Isselhorst. F. Meyer zu Hollen. Für die konservative Partei: Liemann=Bielefeld. P. Bethake. Kolon Homann. Kolon Chomas=Dornberg. Georg Upmeier. Landwehrmann. Sundermann=Isselhorst. Verleger=Niehorst. Hollmann=Holtkamp. Dreckmann=Jöllenbeck. Für die freisinnige Volks=Partei: C. W. Vock=Bielefeld. J. Meyer zu Hartlage=Sieker. O. Schunke. Für den liberalen Verein: Wilhelm Hülsmann. Rechtsanwalt Jockusch. Hugo Rempel=Bielefeld. Stadt-Theater. Montag, den 7. Januar 1907, Anfang 8 Uhr: —— Zum 4. Male:—— Husarenfieber. Dienstag, den 8. Januar 1906, Anfang 7½ Uhr —— Zum ersten Mase:—— Einsame Menschen. Drama in 5 Akten von Gerh. Hauptmann. Grosse Jubiläumslotterie Ziehung 9. Februar 1907 Bar Geld für 2400 Gew. u. 121 Gew. m. 8000 221 Gewinne zusammen 44600 Mk. 1. Hauptgewinn 20000 Mk. 2. Mauptgewinn 5000 Mk. 2519 Gewinne zus. 19600 Mk. Los 1 Mk) Porie 2. Tist: 30 Pig. versendet das General-Debit J. Stürmer, Strassburg I. E. J. Sturmer, Langenstr. 107. Langenstr. In Bielefeld bei: Schindelbauer. Verkauf! Am nächsten Freitag, den 11. Januar 1907, nachm. 2 Uhr verkaufe ich im Auftrage des Oekonomen Herrn Sewing in Laar: 40—50 Haufen schweres Buchen=Brennholz, mehr. dicke Buchen auf dem Stamme freiwillig meistbietend geg. Kredit und ladet Käufer freundlichst ein Schildesche, 7. Januar 1907. H. Huwendiek. erlehne gibt G. O. Unger, V Berlin, Wallnertheaterstr. 28. Ankosten werden vom Darlehn ab#zogen. Rückporto. Hans Hermanns Marie Hermanns-Stibbe Konzert 23. Jauuar 1907, Eintracht. Tor=Anneiere. Wissenschaftliche Vorlesungen veranstaltet vom Kreislehrerverein-Bielefeld „Die deuische Malerei in 19. Jahrbundert“ Prof. Dr. Loescke-Bonn. Halerinnbischer Trauen=Herein, Zur diesjährigen satzungsmäßigen Mitglieder=Versammlung Dienstag, den 8. Jannar, abends 5 Uhr im Ev. Vereinshause ladet ein Der Vorstand N. d: M. Huber. Besanntnachung. Die Zinsen der Windthorst=Stiftung für würdige Abiturienten des hiesigen Gymnasiums und Realgymnasiums sollen alljährlich am 24. Februar als ein Stipendium zur Fortsetzung der Studien gewährt werden, gleichviel ob dieselben auf einer Universität oder anderen höheren Bildungs=Anstalt, oder in praktischer Beschäftigung, auf Reisen usw. betrieben werden. Die Fortsetzung der Studien und die Würdigkeit des Stipendiaten ist vor Auszahlung der Stiftungszinsen durch beglaubigte Zeugnisse nachzuweisen, soweit nicht die zu beglaubigenden Tatsachen der Behörde anderweit bekannt sind. Der Einreichung begründeter Bewerbungsgesuche wird bis zum 31. dieses Monats entgegengesehen. Bielefeld, den 3. Januar 1907. Der Magistrat. Pesianntmachang, Es sind mehrere Stipendien im Betrage von etwa 40 bis 60 Mark an Schüler des Gymnasiums und Realgymnasiums zu vergeben und Meldungen bei dem Herrn Direktor der Anstalten binnen 14 Tagen einzureichen. Bielefeld, den 3. Januar 1907. Das Gymnasial-Kuratorium. Das Isringhausen'sche Stipendium für Studirende, ohne Unterschied der Facultäten, aus hiesiger Stadt, vornehmlich bestimmt für in der Altstadt Geborene, soll durch den Magistrat anderweit verliehen werden. Dieses Stipendium beträgt zur Zeit 60 Mark im Jahre. Bewerber werden aufgefordert, innerhalb 14 Tagen ihren Geburtsschein, ein Zeugnis über Fleiß und gutes Betragen, sowie den Nachweis der Reife oder des Abgangs zur Universität beizubringen Die Zahlung selbst ist von der Beibringung eines Seitens der Universität ausgestellten Präsenz=Zeugnisses abhängig. Bielefeld, den 3. Januar 1907. Der Magistrat. Besiannbmachung, Behufs Aufstellung der Rekrutierungsstammrolle für 1907 werden diejenigen in hiesigen Stadtbezirken sich aufhaltenden Militärpflichtigen, welche: 1. während des Jahres 1887 geboren sind, 2. vor 1887 geboren sind, aber sich noch nicht vor einer Ersatz=Aushebungs=Behörde gestellt, 3. sich zwar gestellt, jedoch über ihr Militär=Verhältnis noch keine endgültige Entscheidung erhalten haben, hierdurch aufgefordert, sich bei Vermeidung der gesetzlichen Strafen in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar dieses Jahres im Rathause— Zimmer 43— unter Vorlegung ihrer Losungsscheine, die nicht in Bielefeld geborenen Militärpflichtigen des Geburtsjahres 1887 unter Beibringung eines standesamtlichen Geburtsscheines— nicht Taufscheines— zur Stammrolle anzumelden. Für die zeitig abwesenden Militärpflichtigen müssen deren Eltern, Vormünder, Lehr= oder Brotherren die Anmeldung bewirken. Die Reklamationen sind vom 4. bis 11. Februar ds. Is. im Rathause— Zimmer 43— von den Reklamanten persönlich anzubringen, auch sind in derselben Zeit die 1905 und 1906 angebrachten Reklamationen zu erneuern. Bielefeld, den 3. Januar 1907. Der Magistrat. Toerner. Tüchtiger Tischler für Möbel, sofort gesucht. Ernst Wessel, Bielefeld, Goldstraße 9.“ Bisitenkarten liefert billigst A. von der Mühlen Ritterstr. 43. Kolonats von 3—4 Räumen, von ruhigen Leuten gesucht. Preis bis 200 Mk. F. Michaelis Stechenmarschstr. 71. auf dem Wege: Schillerplatz, Gehrenberg, Am Bach, Dammstr., Am Damm, Kasernensti., Kreuzstr., Gütersloherstr., Bethel(Königswes verloren. Bitte selbigen abzugeben entweier in der Exped. dss. Blattes oder in Vethel, Haus Thpattro. zum 1. April oder auch früher ein junges ev. Mädchen mit guter Schulbildung zur Erlernung im Laden und Haushalt, am liebsten von außerhalb, das gern alle häusliche und geschäftliche Arbeit besorgt. Um nähere Vereinbarung bittet F. W. Lütkemeyer, Welle 43. tüchtiges, ordentliches, z 1. Apri Is. gesucht. Frau Wilh. Schlüter, Ecke Bahnhof= und Arndtstraße. f, Dankburkeil les alten kungen- und a gern u. kostenHalsleidenden mitzutellen wie mein Sohn, jegt Ledrer, duch ein einfoches, diliges und Biches Bahurpradun gen weromn üchen 5 Be 8 Lansnich sen din Stalkhoucden Lis Hernann Lauge, fir den Keleun. un Osenan kel a. Launtanan, Aus aund Gatgz an u. un den Miten, Kauth a Sactea (Lokal wird noch bekannt gegeben.) insbesondere Verrauf. Wegen Sterbefalles und vorgerückten Alters beabsichtige ich mein Kolonat, bei Vlotho belegen, in gutem Zustande, 22 Morgen groß, mit aufstehenden Gebäuden, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu verpachten. Heinrich Lenger, Winterberg b. Blotho. 6. Bierteljährlie in der Geschäftsste an allen Postanst 1.20 M., bei täg Zustellung in Bie 1.40 M., durch? träger 1,62 Postzeitungsli Nr. 5381. Histol 8. Januar: Sieg der Hussite — Sa Motd matiker, ausgezeichneter## Stolze, gest. Belfort wird Der und die Die„Kreuz sich in Watar Zeiturg“ ergeh das Lieblingsbi Stellungnahme gewendet: Ein liberalen, um nennen, in Memel= Hydek Lank sberg: So Osterburg= Stei Unterstützt vativen die in Graudenz= Guben Lübben, Rothenburg= Torgan, Auri Hamm. Soest nenne uns die keeise in denen Nutionalliberale wollen. Wir andere Parteipo sten Kurier" wird: Die nationallib ausstellen, daß si willen in Zugestä Möglichen gegang wohl nicht zuzu: gebende ist und schwindet, um ih z.fähren, Wir m Uebertreibungen s die nationalliberal nach dem Schema nichts anzufangen, also, bitte, vol verschwinden Wenn wir „nationalliberal setzen, sind sie Ja ihrer letzt r#undschau schrei Die Aufnahm des Fürsten Parteien gefun! Bülow auch heut stratege ist. kämpfen will, geschmeichelt; winnen will, Nationalliberale Freunde behande Wah praktiken die ihre Beden nicht in materi lassen, sind gekrd Agrarier hinzest aber dies Wal praktischen Auzer als geschichtliches dem Verfasser leugnet mit sich gefesteten Wir können den Parteiwann für Man sieht deut! liberale Saiten Satten zerreißen er würde nie da seine eigene Berg als Realpolitiker sofort bereit, na rechts der Weg sein Ziel würde aus den Augen aus dem ganzen gebung. Das E