werbes! in zwischen den Kraft. Dieser nachgewiesenen um mehr als Diese Lohning der sonstigen it des Buchdruckabweisbaren einstimmung mit ur Ausgleichung eine Erhöhung die Buchdruckereidurch einen Sie stehen insbesondere in ieten unmöglich ben, bitten wir n. Sander, Klasing, 107 eine, choeningh, 17 ky Wwe. *, e itte. Weihnachtsser Anzahl Reste e, Blusen, verkaufe Inventur am IV. 2.00 bei, E Tle übringen. deutsches Kher, 204. ezialhaus bicheid. Nr. 2. Bierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1,20 M., bei täglicher Zustellung in Bielefeld 1,40 M., durch Briefträger 1,62 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Bielefeld Donnerstag 3 Januar 1907. 31. Jahrgang Anzeigengebühr fürdie einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich. Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Historischer Kalender. 8. Januar: Cicero, geb. 106 vor Chr.— Kurfürst Joachim II. von Brandenburg, gest. 1571.— Johannes v Müller, Geschichtsschreiber, geb. 1752.— R. G Carus, Arzt und Physiolog, geb. 1789.— Die Sklaverei wird in den Vereinigten Staaten von Nordamrika für aufgehoben erklärt, 1865.— Schlacht bei Bapaume, 1871 Wegen Ueberhäusung mit unaufschiebbaren politischen Sachen kann mit dem Kirchlichen Vierteljahresbericht erst frühestens am Sonnabend begonnen Die Schriftl. Boes hat die Reichslagsmehrbeit am 13. Dezember gewollt: Was hat das Zentrum gewollt? Der„Reichsbote“ antwortet darauf treffend: Das Zentrum verlangte Aufnahme der Bestimmung ins Dispositiv des Nachtragstats, daß bis zum 1. Aptil 1907 die Regierung Vorsorge triffen sollte, die Gesamtstärke der Schutztruppen auf die Zahl vor 2500 her abzuminderg. Ozne jede Rückscht auf die Kriegslage in Südafreka, ehne daß sie wissen konnte, wie der Bedarf sich gestalten werde, sollte die Regierung sich verpflichten, eine Herabminderung der Teuppen auf eine bestimmte Zahl in bestimmter Zeit eintreten zu lassen. Mit anderen Worten: die Regierung sollte das Zentrum, Sozialdemokraten. Polen und Welfen als Parlaments Kriegsrat anerkennen. Das Zentrum wellte in militärische Operationen eingreifen. Was wollte demgegenüber die Reglerung? Die Regierung hat wiederholt erklärt: Die Hostentolten sämpfen jetzt einen letzten Verzweiflungskampf; wir mössn ihn mit viIIr Kraft durchführen. Sie hat weiter erklärt, daß zu dem Kampf im Süden die Bewochung 16000 gefangener Hereros kommt, die Sicherung des Nordens gegen unbot wäßige Ooambostämme. Wieviel Truppen dazu nötig find, kann aber nur der mili tärtsche Oberbefehlshaber bestimmen, nicht eine Kommission der Heeren Spahn, Erzberger, Roeren, Bebel und Ledebour. Speha hat in seiner Reichstagsrede vom 13. Dezember gesagt, man könne ja an die Stelle von Soldaten Polizeitruppen treten lassen. Es wäre aber doch ein ko#ossaler Unnsinn 3000 Männer heimzuberufen, die das Land und den Feind kennen gelernt haben und an ihre Stille ebenso viele Neulinge zu setzen, die mindestens ebenso viel Kosten verursachen wie jene. Oder wollte Dr. Spohn daß 3000 Soldaten etwa vom 1. Juni 1907 ab den Numen„Polizeiteuppe“ erhalten sollten? Die Regierung hat weiter erklärt, daß, spbald die Kriegslage es gestatte, die Truppe sofrrt würde vermindert werden, und daß vieward ein Interesse daran habe, einen Mann mihr wie nötig im Felde zu halten. Diese Tatsachen, welche die Zentrumspresse vergessen machen will, halte man gegen einander, und man wird finden, daß durch die Ergebung der Bondelzwaits die Beurteilung der Lage vom 13. Dezember nicht im mindesten geändert ist. Das Zentrum hat Hofkriegsrat spielen wollen, das hat zur Auflösung des Reichstages geführt. handelte sich garnicht darum, ob eine Verminderung der Tiuppen wegen baldiger Beendigung des Krieges zulässig war oder nicht, sondern nur um die Frage: Sell über Höhe der für die litzen Maßnahmen in Südwesafrika nötigen Truppen eine in fällige Parlamentsmehrheit dekimmen vom grünen Tisch oder soll die Ration dim Rate der Männer folgen, die 4n Ott und Stelle die Operationen leiten; es handelt sich darum, ob die Spahn. Roeren, L=debour Sachverständige sein sollen, oder Oberst Deimling und Gouverneur Lindegutst. Daß ist der Sachverhalt, an welchem diellnterwerfung der Bondelzwarts nichts geändert hat. Großherzog Friedrich v. Baden hat an die Jugend folgende Anspeache gerichtet:„Der 18. Januar ist für jeden Deutschen ein Gedächinistag, den wir hoch schätzen müssen. Gilt er doch der werten historischen Eeinnerung an die Gründung des Deut'chen Reiches und die Proklamierung König Wilhelms von Preußen zum Deutschen Kaiser. Diese Erinnerung erweckt in uns ein erhebendes Gefühl, dessen Bedeutung wir uns immer wieder zu vergegenwärtigen haben, um zu erkennen, welche Pflichten uns daraus erwachsen Wir müssen für die Erhaltung und Bfstgurg der Macht des Deutschen Reiches besorgi und stets bereit sein, dafür jedes Opfer zu bringen. Diese Macht des Deutschen Reiches beruht aber nicht allein auf der so notwendigen Verteidigungsfähigkeit, sondern auch auf der geistigen Ausbi dung der gesamten Nation. Je mehr die geistige Kraft des Volkes erhöhl werden kann, desto erfolgreicher werden alle seine Unternehnuegen, und desto sicherer gestalttt sich der Ruf deutscher Arbeit anderen Nationen gegenüber. Bedenkt also, liebe Schüler, daß der Fleiß und die Gewissenhaftigkeit in den Siudien aller Altersklassen sich nur bewähren kann, wenn schon früh die Urberzeugung feststeht, daß die Ausbildung des Geistes als eine nationale Pflcht erkannt werden muß. So gedenken wir des 18. Jaruar 1871 und gehen nun mit neuem Eiser an unsere Arbeit, ja, an unsere Pflcht erfüllung. Und nun noch einige bedeutungsvolle Worte Wilhelms des Siegreichen in einer Ansprache an das deutsche Volk bei der Feier in Bersailles cm 18. Jmnar 1871: „Uss aber und unseren Nachfolgern an der Kais rkcone wolle Gott verleihen, allezeit Mehrer des Reiches zu sein, nicht in kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern urd Gaben des Fieders auf dem Gebete a iovaler Wohlfahrt, Freiheit und Gefittung.“ Auf Avordnung des Großherzogs sell diese Ansprache am 18. Januar in allen Volks schulen des Landes den drei oberen Jahr gängen vorgelesen und unter Hinweis auf die Bedeutung des 18. Januar erläufert we den. Im Organ der Deutschen Landes=Kriegerverbände schreibt Major von Simons, der sich selbst als guter Katholik einführt, an die alten Krieger über den Wehkampf. Ehandelt sich, so führt er aus, weder um religiöse noch politische Frazen, die in unseren Vereinen satzungs gemäß nicht besprochen werden sollen, die Fage ist einfach die: Wim sollen wir gleuben, dm Obersten Kriegsberrn und den militärischen Fachleuten, daß 8000 Mann nötig seien, oder den Gegnern, es genügten 2500 Mann. Also eine rein militätische Frage, die mit Pilitik und Religion absolut nichts zu tun hat. Wir alten Soldalen wissen, daß im Kriege nur der Führer, der vor dem Finde steht, entscheiden kann und darf, wieviel Truppen er gebraucht; wir wissen auch, daß dm Schutztrupp n Kom: andeur in Deutsch Südwestafrika niemand in Deutschland die Ver antwortung für das Leben und Wohlergehen seiner Soldaten abnehmen kann. Wir wissen ferner als alte Soldaten, daß die Verminderung der Streitkrät: auf eine ungenügende Kopfzahl durch zu späte Hilfe nicht mehr gut gemacht werden kann. Zi hen wir unsere Schutztruppe zu früh aus Afrika zurück, so lbonen wir erleben, daß unsere von uns verratenen und verlassenen Kameraden noch mehr wie bisher ein Opfer der tück shen und gewandt käwpfenden Feinde werden, die alle Schlupfwinkel kennen. Wohlauf denn, Kameraden, die Kamerad schaft ruft, gehen wir Alle, und sei es von Alter oder Krankheit gebeugt auf einen Stab gestötzt, zur Wahl und geben wir nur dem Manne unsere Stimme, gleichviel welcher staatterhaltenden Partei er angehört, der uns verspricht, dafür einzutreten, daß die Schi tztruppen in derjenigen Stärke in Afrika bleiben, welche die Hieresleitung verlangen muß. Der Dark unserer sämpfenden Kameraden und der Dank des Vaterlandes wird unser Lehn sein. Politische Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 2. Jannar. Der Reichskanzler richtete an den Vorstand des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie, General=Leutnant a. D. v. Liebert, ein Schreiben, worin er sich über die parlamentarische Lage und die Wahlaussichten ausspricht und bittet, für die Verbreitung des Schreibens Sorge zu tragen.(Da das Schreiben ziemlich lang ist, kann es von uns eist morgen im vollen Wortlaut mitgeteilt werden, heute getfn wir nur folgenden Auszug): Der Reichskanzler schreibt, daß er bei seinem Amisantritt auf die Mitarbeit des Zentrums angewiesen war. Doch habe er diesem zu liebe niewals staatliche Hrheitsrechte preisgegeben oder sich in religibsen und kult##ellen Fragen schwach gezeigt. Erst die Haltung des Zentrums zu den Kolonialfragen habe den Eotschluß gereift, jedem neuen Versuch solcher Machtproden mit aller Kraft entgegenzutreten. In Deutschland bestehe keine einheitliche liberale Puttei, die den Wllen und die Fähigkeit gezeigt habe, eine positive Politik zu machen. Der Reichskanzler glaubt auch nicht, daß eine„große, geeinte liberale Partei“ aus den Wahlen hervorgehen werde. „Wohl aber können die Purteien der Rechten, die Nationalliberalen und die weiter links stehenden freisinnigen Gruppen bei zielbewußtem Vorgehen im Wahlkampfe soviel Boden gewinnen, um eine Mehrheit von Fall zu Fall zu bilden.“ Die Konservativen und Nationalliberalen seien in allen großen nationalen Fragen zuverlässig gewesen und würden diesen Ruhm behaupten. In der Linken nehme das Verständnis für die nationalen Bedürfnisse zu, auch würden sich die nationalgesinnten Elemente des Zentrums mit den anderen bürgerlichen Parteien in solchen Fragen leichter zusammenfiaden, wenn mit dem Wegfall der Möglichkeit einer schwarzroten Majorität dem Fraktionsegoismus des Zentrums die Handhabe genommen werde.„Die wahre Gefahr der Reaktion liegt bei der Sozialdemokratie. Alles, was sich etwa irgendwo in Deutschland an reaktionärer Gesinnung findet, gewinnt Kraft und Recht durch die sozialistische Unterwühlung der Begriffe der Obrigkeit, des Eigentums, der Religion und des Vaterlandes.“ Die Abstimmung am 13 Dezdr. war ein Schag gegen die verbündeten Regierungen und die nationale Würde, da mußte die Freundschaft aufhören Niemand will in Deutschland ein persönliches Regiment; aber die Mehrheit des deutschen Voikes will auch kein parlamentarisches Regiment. Kein Vertreter der verbündeten Regierung denkt daran, die Parität auszuheben und die katholische Religion zu bedräugen. Die Parteien, die am 13. Dezember an der Seite der Regierung standen, wirden im Auge zu behalten haben, was sie damals einigte,„den Kampf für Ehre und Gut der Nation gegen Sozialdemokraten, Polen, Welfen und Zentrum.“ Im kommenden Feücjahr wird der König von Siam dem Kaiserlichen Hose in Berlin seine Aufwartung machen. Dem Könige ist Deutschland nicht fremd, da er schon vor Jahren bei einem kuro päischen Besuche, wie die„T. R.“ erinnert, den Fürsten Bismaick in Friedrichtruh besechte. Das Staatsministerium trat unter dem Vorsitz seines Präsidenten Fürsten von Bülow heute zu einer Sitzung zusammen. Der Bundesrat wird, wie verlautet, bereits morgen(3 Januar) wieder zu einer Plenarsitung zusammentreten. Das Bfirden des Staatsministers von Podbielski hat sich nach der„D. Tgs. Ztz.“, in den letzten Tagen wieder etwas gebessert, so daß der Minister auf kurze Zeit das Bett verlessen kann. Der Kräftezufand läßt aber noch außerordentlich zu würschen übrig. Daß er sich irgendwie am Wahlkaupfe beteiligen könnte, ist vollkommen ausgeschless n. F.nanzminister Frhr. v. Rheinbaben legt den preußischen Etat dem Abgeordnetenhause am 8 Januar vor. Zum Bischof der Dlözese Fulda wurde der Domkapitu'ar Dr. Schmitt gewählt. Er ist am 22. April 1858 zu Mardach im Kreise Fulda geboren. Im ganzen Osten werden Volksschüler, die streiken, zu Ostern von allen köheren Lehrar stalten und Preparandten zmückgewiesen werden. Thorn, 2. Jan. An den katholischen Präparandenanstalten wurden auf Anordnung des Danziger Provinzialschulkolleginns die üblichen Unterstützungen am Oartalsschliss: nicht gezohl; es soll erst durch amtliche Ermittelungen festgestelltwersen, oh auch Geschwister oder Ange dörige der Zöglinge am Schulstreik beteiligt sind. Im Keeise Loebau sind 25 Geistliche, welche in po'nischen Zeitungen eine Erk ärung für den Schulstreik velöff utlicht halter, auf Geud bes Puragraphen 110 des N B. G. in den Anklag zustand versetzt worder. Aus dem Paris, 2. Jan. Der jepanische Botschafter in Ptersburg, Motono, der gestern abend hier eingetroffen ist, um seine Familie abzuholen, erklätte einem Mitarbeiter des„Temps“ gegenüber, das die beunruhigenden Gerüchte von den russisch=j.panischen Beziehungen durchaus unbegründet seien. Die Verhandlungen seien von seiner Seite stels mit großr Courtoisie und dem lebhaften Wansche nach einer Verständigung geführt worden. Rußlands und Japzas Beziehungen seien gegenwärtig die besten, und er könne nur wiederholen, daß diese Gerüchte, deren Verbreitung ihm gänzlich unverständlich sei, jeder Unterlage entbehren. London, 2. Imn. König Eduard hat an den Emir von Afghanistan zur Begrüßung bei seiner Ankunft in Indien folgendes Telegramm gerichtet:„Die Kunde von dem Besuch Eurer Majestat bei meinem Biz=könig und Generalgonverneur erfüllt mich mit freudiger Genugtnung, da ich in dem selben einen Beweis für die fteundschaftlichen Beziehungen Eurer Majestät und meiner Regierung erblicke. Ic wünsche von Herzen, daß die Reise Ihnen eine angenehme Erholung von den Staatsflagen bieten wird.“ London, 2. Jan. Zeitungen in Dur bau befuichten, daß im neuen Jahre einenener Ausstand im Zululande zu erwarten sei. Man schließt dies aus zahlreichen Diebstählen von Gewehren. In einem Bezirk allein wurden 20 Gewehre gestobler. Petersburg, 30. Dez. Stolhvin empfing eine vom Moskauxr Generalinner91 de el e1 1 1 2 5 1. 5 t intendenten Fehrmann geführte Abordnung von Pastoren der lutherischen Gemeinden des Wolgagebietes, die eine Denk schrift über die Nichtentwicklung des dortigen Schulwesens überreichte und gleichzeitig auf die Notwendigkeit hinwies, die den Kindern der Kolonisten sremde russische Sprache im Unterricht durch die deutsche zu ersetzen, die Kolonisten an der Schulverwaltung zu beteiligen und einen aus gewählten Gemeindemitgliedern, einem Lehrer und dem Pastor zusammengesetzten Schulrat zu schaffen. Stolypin versprach sich mit dem Unterrichtsminister in Verbindung zu setzen. Rußland. Dementiert wird die Nachricht, daß der Polizei eine 27 Namen enthalterde Liste von Terroristen in die Härde gefallen sei. In Odessa v.r= suchten eine Anzahl juger Leute den Dampfer„Gregorius Meick“ in die Luft zu sprengen. Es gelang ihm zu entkommen. Am User wurden eine Höllenmaschine und verschiedene Sprengstoffe vorgesunden. Gleichz itig mit dem Anschlag auf den Dampfer„Gregorius Meick“ wurde ein ähnlicher auch gegen den neben ihm ankernden Dampfer„Königin Olga“ versucht, aber ebenfalls durch die Wache vereitelt. Bukarest, 2. Jannar. Zu Ehren der Abordnungen des 1. preußischen GardeFeldartillerie=Regiments und des ersten Hannovirschen Dragoner Regiments Nr. 9, die anläßlich der 50jährigen Zugehörigkeit König Karols zur preußischen Amee anwesend sind, fand ein Diner statt, wobei der König einen Trinkspruch ausbrachte in dem er für die liebenswürbige Aufmerksamkeit des Kaisers dankte und die Deputation herzlich willkommen hieß. Tanger, 2 Januar. Aus Tanger wird gemeldet, daß der Kaid von Fahs verhaftet worden sei, weil er trotz der Absetzung Raisalis dem Maghzen zukommende bedeutende Gelobeiträge nach Zinat geschickt habe. Der Kaid sei von einem Bergstamme festgenommen worden, der dadurch die Aufrichtigkeit seiner Reue über sein früheres Vergehen habe kundgeben wollen. Heute sind 400 Soldaten, die von 100 oits kundigen Fahsias begleitet werden, am Meere entlang nach Zinat abgegangen. Die Annexion Kubas durch die Bereinigten Staaten von Amerika scheint sich langsam vorzuberetten. Dim Kriegssekretär Tast in Wishinzton sind von dem provisori'chen Gouverneur von Kuba Magoon neuerdings Nachrichten zugegangen, nach denen in verschiedenen Teilen der Insel die Lage mehr oder weriger unruhig ist und von zügellosen Banden Plünderungen begangen worden. Auf Ersuchen Magoons hat Genera'stabschef B.l eine beträchtliche Verstärkung der amerikanischen Girnison auf Kuba anzeordnet. Zum erstenmal feit der Besetzung Kubas durch die Amerikaner sind die amerikanischen Troppen genötigt, die Unterdrückung von Unruhen zu übernehmen, anstatt diese Aufgabe der kubanischen Landmiliz zu überlassen. Es wird dies in einigen Kreisen als Anzeichen dafür angesehen, daß die kubanischen Zivilbehörden nicht imstande find, den Frieden auf der Insel dauernd aufrecht zu halten. Kirche, Schule und Mission. (Kundgebung der Positiven betr. Fall César.) Wie schon mitgeteilt, wird am Donnerstag, den 10 Januar, abends 8 Uhr, im„Reinoldushof“ zu Dortmund eine große Versammlung der positiv- kirchlichen Gruppen von Weßsalen und Rheinland statt finden, um Stellung zu nehmen zum Fall Célar, zu den Angriffen auf die westfälische Kirchenbehörde und zur Entscheidung des Oberkirchenrats. Nachdem die„Freunde der evangelischen Freiheit“ ihrerseits eine Protestversammlung Ende November in Dortmund abgehalten und die Vertretung der Reinoldi gemeinde eine Eingabe an den Kaiser in Sachen César beschlossen hat, erscheint eine unfassende Kundgebung der„Positiven“ der Wesip ovinzen notwendig zu sein. Das Hauptreferat hat Pros. D SachsseBonn übernommen. Ihm werden sich Erklärungen von augesehenen Männern positiver Richtung aus beiden Provinzen anschließen. Alle positiven Gemeindeglieder beider Provinzen, besonders in Dortmund und Umgegend, werden herz lichst und dringend gebeten, an der Versammlung teilzunehmen. Ei muß kurd werden, daß die evangelischen Gemeinden Rheinlands und Westsalens in ihrer großen Mehrzahl nicht gewillt sind, das alte Eoangelium und Bekenntnis der Väter dem grundstürzenden Radikalismus gegenüber preiszugeben. (Die Redaktion der Evangelischen Kirchenzeitung)(zegründet von E. W. Hengstenbere hat wegen ernster Erkrankung des Pastors Wolff in Friedersdorf Herr Pastorem Gensichen in Bakow inkeimistisch übernommen. Roman von A. Andersen. 2)(Nachdruck verboten.) Professor Petersen hatte seinen Reiseurlaub bis zum letzten Termin ausgenützt, worgen, Montag früh, fing die alte Arbeit für ihn wieder an. Seine junge Frau weckie ihn:„Alfred, wir kommen nach Hause!" Er sprang auf, brachte seinen Anzug etwas in Ordnung und überzählte sorglich das Handgepäck. Dann sah er sich nach seiner Frau um. Die saß in ihrem grauen Reisemantel, mit Hut und Handschuhen, ganz still in einer Eck:. E: setzte sich neben sie und nahn ihre Hand:„Aber Käthe, Kind, du bist so ruhig und schweigsam geworden— freust du dich denn gar nicht auf unser junges Heim? Auf das eigene Wrtschaften und die liebe, alte Mama?“ Sie legte den Kopf an seine Schulter und schloß müde die Augen, und als er auf das junge Gesichtchen herunterblick.e, sah er dort einen ihm fremden Zug von Kummer und Angst— und ein paar große Träuen ter den dunklen Wimpern hervorkommen. Du bist nervös, Liebling, es wird Zeit, wir nach Hause kommen, dies ewige (Eine freisinnige Entdeckung.) Die„Preußische Lehrerzeitung" hat eine eigenartige freifinnige Entdeckung gemacht. Sie berichtet in Nr. 302 von acht zwölfjährigen Mädchen in Halle, die, um sich für wohlverdiente Strafen zu rächen, ihren Lehrer sittlicher Vergehen beschuldigt haben, weiter von dem Stettiner sozialdemokratischen „Volksblatt,“ das einen Lhrer der Mißhandlung eines Schulkindes bezichtigt hat, kommt dann auf Bedrohungen von Lehrern im Lolnischen Schulstreik und erzählt zuletzt von einem rheinischen Arzt, der ein unrichtiges Zeugnis über eine angebliche Schülermißhandlung ausgestellt hat und dafür bestraft worden ist. Wer aber trägt die Schuld an der Verdorbenheit der Großstadt pflinzer, der sozialdemokratischen Denunziation, dem Schulstreik und dem Arzt, der blaue Flicken gesehen hatte, wo keine waren? Das Blatt schreibt weiter: „Aber die Hauptursache all dieses zum Teil staatsgefährlichen Unfugs glaubt man behördlicherseits nicht bezeichnen zu dürfen. Der stellvertretende Kolonialdirektor Dernburg hat zum ersten Male den bewunderns werten Mut gehadt, zu sagen, was ist. Die Ursache aller dieser ober= und unterfaulen Zustände auf diesem Gebiete verschuldet eben die Abhängigkeit des Staates von der kirchlichen Orthodoxie in beiden Lagern.“ Merkwürdig spiegelt sich doch in manchen Köpfen die Wett!— bemerkt dazu die Kreuz Zeitung“ (Wie die Sozialdemokraten die Wahlkasse füllen.) Der sozialdemokrat ische Terrorismus, der schon mannigsache, ekelhafte Blüten getrieben hat, kommt in Berlin bei der Agitation für die Reichstagswahlen in der widerwärtigsten Weise zum Ausdruck. Die sozialdemokratischen Wahlvereinsvorstände haben die„Genossen" angewiesen, namentlich auch die Geschäftstreibenden zu Beiträgen für den Wahlfonds heranzuziehen. Zvei bis drei Mann hoch erscheinen dann die„Genossen“ bei dem betreffinden Fleischer, Bäcker, Kreipwirt, Zigarrenhändler oder Barbier und ersuchen um„Pulver“ für den WahlEisenbahnfabren greift dich an“, sagte er zärtlich.„Was fehlt dir? Hast du denn Angst vor unserem Leben in Vonn? Ist dir bange vor der Zakunst, Käthe?“ Sie schluchzte laut auf. Sie hätte es herausschreien mözen, was sie gtälte und ihr das Herz immer schwerer machte, je näher sie der alten Heimat kamen:„Nicht vor der Zukunft hab' ich Angst, aber vor der Vergangenheit mit ihren tausend Erinnerungen und Gtwohnheiten, die dich an dein anderes, dein erstes Weib seelisch binden!— Und ich möchte dich ganz haben, ganz für mich!“ Sie klammerte sich leidenschaftlich an ihren Mann an. Vielleicht hätte sie jetzt ein Wort gefunden, das ihr das Herz leichter mahte und ihm einen Schimmer von Verständnis für ihe Wesen gab— da fuhr der Big langsamer über ein paar Wiichen, die Straßenzüge der Vorstadt zeigten sich, sie waren am Ziel. Der Professor küßte seine Feau auf die Stirn und sprang auf:„Käthe, laß die dummen Tränen. Wir haben uns ja so lieb, es muß all:s gut werden!— Du, ich glaube, da steht auf dem Perron Therese mit ihrer Kleinen und einem großen Blumenstrauß. Die kann's natürlich nicht bis morgen aushalten und muß uns heute schon begutkaupf. Es kommt natürlich sehr häusig vor, daß der betriffende Geschäftsmann der sozial demokrattschen Partei nicht angehört. Aber da er eine Arbeiterkundschaft hat, gebraucht man das alte Mittel, um ihn willfährig zu machen. Mau erklärt ihm einfach, daß, wenn er nicht einen Beitrag heraus. rückt, die Arbeiter sein Geschäft meiden müßten. Man läßt noch ollerlei andere Drohungen einfließen, man redet von öffentlicher Bekanntgabe des sozialistenfresserischen Geschäftsmannes. Schließlich bleibt dem so Zugesetzten nichts anderes übrig, als in die Tasche zu greifen und einen Beitrag herauszurücken. Ist der Beitrag nicht hoch genug, so beginnen neue Pressionen. So ist es denn gekommen, daß von bürgerlichen Geschäftsleuten in den Arbeitervierteln 5 bis 10 Mk. für den sozialdemokratischen Wahlfonds für die Reichstagswahlen herausgepreßt wurden. Das tut eine Partei, die angeblich für Freiheit säupfen will. Man hat wieder einen Vorgeschmack davon, wie es im sozialdemokratischen Zukunftsstaat aussehen wird. (Staatsminister v. Podbielski) lehnte die ihm in Melle seitens des Bundes der Landwitte angetragene Kandidatur ab und empfahl die Unterstützung des nationalliberalen Kandidaten. (Minden=Lübbecke.) Nach der „Mind. Zig.“ wurde von den Vertrauensmännern der„liberalen Partei“— Irhaber der Firma ist selbstverständlich der edle Freisinn— Herr Wilhelm Kiel als Reichtagskandidat nominiert. (Herr Erzberger) tritt in RheinlandWestfalen in Wahlversammlungen der Zentrumspartei als Hauptreduer auf und beweist eine starke Zugkraft. In den letzten Togen sprach er in Dortwund, Duisburg und Waune. Aus Duieburg wird darüber vom 81. Dezemder berichtet: Hur Eizberger hielt eine 1½ stündige Rede, die oft stürmischt Bewegung herro#rief Er wiederholte die aus der Zintrumspresse bekannte Wahlporole, daß es der Erhaltung der Rechte des Parlaments und des Reichstagswahlrechts gelte. Einen breiten Ruum nahm die Besprechung der Mißslände in der Kolonialverwaltung ein. Der Redner kam dann auf dem Zentrunsstandpankt bei Ablehnung der Nachtragsforderung für Südwestafrika zu sprechen, den er in bekannter Weise zu reichtfertigen suchte. Dann goß er über Bülow die Schale seines Zorrs. Bülow, der bereits dreimal das Budgetrecht des Reichstags verletzt habe, verdiene kein Vertrauen. Siege der liberale Block, so kämen neue Steuern, drohe der Kulturkampf und falle das Reichslagswahlrecht. Herr Erzberger verließ unter stürmischem Applaus die von gegen 1500 Personen besuchte Versammlung, um noch an einem arderen Orte zu reden. (Aus Raveusberg.) In großen Scharen haben die Sozialisten schon am Sonntag vor Weihnachten die Gemeinde überschwemmt und Flugblätter verteilt. Hoff ntlich nehmen unsere Freunde sich diese Rührigkeit im Dienste einer so verderbenbringenden Sache zum Muster, um für Tron und Altar zu wirken. Alkoholeinfuhr für die Eingeborenen in den Kolonien vorbeugen wollen, eine Steigerung des Einfuhrzolles, Erhöhung der Eisenbahnfracht im Kolonialgebiet für Spirituosen und andere Maßnahmen fordern. Aus der die Resolution vorbereitenden Rede des in Kolonial= und Missionskreisen wohlbekannten Kaufmanns J. K. Vietor in Bremen beben wir folgendes hervor: Mit der Erschließung Westafrikas seit 1884 trat eine bedeutende Steigerung des Spicituosenhandels ein. Der Branntwein wurde immer billiger, das Teinken nahm überhand, zun schweren Schaden der Bevölkerung. In Kreta waren z. B. die Bootsleute öfter so betrunken. daß man die Arbeit einstellen ud schließlich für die entnervten Kretzer andere Leute von auswärts anwerden mußte. Von der Küste drang der Branntwein immer mehr ins Innete. Iu privaten und öffentlichen Leben, bei Besuchen, Verhandlungen und Festlichkeiten, überall spielt der Branntwein eine große Rölle. Kein Wunder, daß in den 90er Jahren die Spirituoseneinfuhe in Togo 20—30%, in Kamerun 12—15% der Gesamteinfuhr betrug. Die Regierungen könnten eine Erhöhung der Einfuhrzölle um so leichter durch führen, als dieselbe erfreulicher Weise aus den Kreisen des Handels verlangt wird. Die deutschen Tozokaufl ute haben sich einstimmig für eine Zollerhöhung auf 1 Frank = 80 Pfennig für des Liter— bei mehr als 50% Alkoholgehalt für jedes hötere Prozent 5 Centimes extra— sowie dafür ausgesprochen, die Frachten auf den Eisenbahnen so einzurichten, daß die Spirituosen nicht billiger ins Innere gebracht werden können, als jetzt auf den Köpfen der Neger. Die Bremer Handelskammer hat sich auf den gleichen Stank punkt gestellt und die Regierung aus wirtschaftlichen Rücksichten gebeten, eine weitere Verseuchung der Kolonien nicht zuzulass n. (Der Alkohol in den Kolonien.) Der deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Gettänke hat auf seiner 23. Jahresversammlung in Karlsruhe am 2. bis 4 Oktober v. J1. eine Reihe von Resolutionen gesaßt, die der ungemeinen Gefahr der achten! Mach' ein fröhlich Gesicht, Käthe, sie glauben ja sonst, ich hätte dich schon unter wegs kreuzunglücklich gemacht.“ Seine Ermahnung war unnötig gewesen. Ihre Coufine Therese Josten, der Schwester von Alfred Petersens erster Frau, hätte Käthe sicher kein trauriges Gesicht gezeigt. Als der Zug hielt, sprang der Professor aus dem Coupé. Ee faßte seine jange Frau, die ihm folgen wollte, mit beiden Armen fest um den Leib und hob sie so herunter. Es tat ihr gut, seine Kcaft und sorgende Liebe zu spären, sie sih ihm lachend und dankbar in die Argen. Sie war doch ein Kind des Augenblicks, diese Frau Kätde. Ihr Gesicht hatte auf einmal wieder Glanz und Farbe bekommen, und in ihren Braunauzen blitzte es wie Glück und Lebensfreude. Jetzt begrüßte sie sich zärtlich mit einer stattlichen, blonden Dame, und das kleine Mädchen, das Tarte Käthe mit einem zierlichen Kaix einen großen Strauß Rosen überreichte, bekam auch seinen Kuß. Frau Therese Josten war sehr elegant und recht jigendlich gekleidet, ganz in weißem Cheviok. Ihr etwas extravanter Geschmack zeigte sich nur in der Fülle von roten Mohnblüten, die auf ihrem kleinen Hute und Provinzielles Bielefeld, 3. Januar. (Altstädter Kirche.) Im Jahre 1906 wurden getauft 183(191), 85 Knaben, 98 Mädchen. Konfirmiert 189(173) 99 Knaben, 90 Mädchen. Getraut 108 Prare(90). Beerdigt 81(92), 49 männl., 32 weibl. Kommunikanten 2578(2595) 860 männl. 1718 weibl. Privatkommunionen 62(68) 21männl. 41 weibl. (In der Johanniskirche) wurden im Jahre 1906 getauft 377(378) Kinder und zwar Kaaben 183(216), Mädchen 194 (162); konfirmiert 222(195) Kinder und zwar Knaben 113(96), Mädchen 109(99); getraut 135(110) Paare; kirchlich beeidigt 67(64) Personen und zwar männliche 28 (37), weibliche 39(27); das heilige ebendwahl nahmen 2053 Personen. Die eingeklammerten Zffern beziehen sich auf das Jahr 1905. (Martinigemeinde.) Die Zahl der Tausen betrug 172(180), 87 Knaden, 85 Mädchen. Der Kndergottesdienst wurde um Weihnachten von ca. 530(470) Kindern besucht. Konfirmiert wurden 91(102). 45 Knaben, 46 Mädchen. Am heiligen Abendmahl nahmen teil 1169(1153), 415 männliche, 754 weibliche Teilnehmer. Trauungen fanden statt 45(52) und kirchliche Beerdigungen 34(41). Seelenzahl etwa 5500. (Geschäftsverkauf.) Das hier seit zirka 9 Jahren bestehende Kaushaus Karl Lipschütz ist nach der„Westf. Zig.“ an eine große auswärtige Firma verkauft. Der Inhader beabsichtigt, wie wir hören, sich an augebracht waren. Es stand ihr aber gut zu dem vollen, vergnügten Gesicht und dem sehr modern und bauschig frisierten schönen Blondhaar. Therese Josten, geborene Langengun, halte es sich bisher immer beg tem und vergnügt in der Welt einzurichten gewaßt Eine stöhliche Kindheit und eine lustige Jugend lag hinter ihr. Sie hatte unendlich viel getanzt, und an Verehrern hatte es ihr nie gefehlt, nur daß gar so viele Leutnants und Reserendare darunter gewesen waren, die man wohl eine Z itlang wiederlieben, aber doch nicht heiraten konnte. So verlobte sich die praktische Therese, als sie 25 Jahre alt geworden war, zu jedermanns Berwunderung eines schönen Tages mit dem besten F#eunde ihres verstoebenen Vaters, dem reichen Rentier Josten, der auf der Koblenzer Straße eine wundervolle Billa besaß. (Fortsetzung folgt.) (Das Jubiläum.)(Jader Doefschänke Oberförster:„Ja, was ist denn dös, Rest, mit dem goldenen Kranzl un mein Maßtrug?“— Killerin:„Der Herr Oderfeeschter ham heint grod den Witz von san Dack und dem Rebhündl zum fufzigstenmal dazählt.“ einem größeren Fabrikationsgeschäft hier zu! biteiligen. *(Ueber die Ausstellung der Gewerbelegitimationskarten) herrschen in den beteiligten Kreisen noch vielfach Zwetfel. Von zuständiger Seite wird uns mitgeteilt, daß die Ausstellung der Karten nur auf schriftlichen Antrag des Inhabers des stehenden Gewerbebetriebes erfolgt, und daß das persönliche Erscheinen der hier wohnenden Reisenden zwicks Aufnahme der Personalien und Vollziehung der Unterschrift dei der Ausstellungsbehörde— neues Rathaus, Zimmer 11— unbedingt erforderlich ist. Für die auswärts wohnenden Reisenden ist außerdem die Beibringung eines polizeilichen Führungszeugnisses in jedem e unerläßlich. (Das Stadttheater) brachte am SylvesterAbend eine Aufführung von„Pension Schöller“ Schwank in 3 Akten von Carl Laufs. Was kann man von einem Schwank mehr erwarten als das Bemühen des Dichters, durch Vorführung heiterer, mit guten oder schlechten Witzen gespickter Szenen, für deren Inhalt die Begriffe„möglich“ oder „wahrscheinlich“ nicht maßgebend zu sein brauchen, die Lachmuskeln anspruchsloser Zuschauer möglichst oft in Bewegung zu sitzen. Bei Anlegung dieses Maßstabes kann man das Laufs'sche Produkt als einen ganz leidlichen Schwank bezeichnen. Landwirt Philipp Klapproth, in dessen Heimat eine Hellanstalt für Geisteskranke begründet werden bei seinem Besuche in Berlin einen Einblick in den Betrieb einer solchen Anstalt zu gewinnen, und zwar durch Teilnahme an einem Teeabend oder einer Soirée in einem solchen Institut. Sein Neffe Alfred, den er diesen Wunsch verrät, spielt im Vereine mit einem Freunde dem biederen Onkel dadurch einen Streich, daß er ihn einführt in die Famllien Pension„Scölle“, nachdem er ihm vorber weisgemacht hat, das sei eine für Geisteskranke. Die Begegnung Klopproths mit verschiedenen Gästen der Persion, z. B. einer Schriftstellerin, einem jungen Schaueler, einem Major a. D., einem Weltreisenden, der Schwäger'n Schöllers und ihrer Tochter, die er nun sämtlich für geisteskrank ansieht, führt zu den ergöglichsten Auftritten. Die Heiterkeit erreicht im 3. Akt ihren Höhepunkt, als Klapproth, glücklich wieder Daheim, von den genannten Gästen der Reihe nach aufgesucht wird, und, noch immer in dem Glauben, es seten Geisteskranke, ein Telegramm aufsetzt an die Schöller'sche Heilanstalt für Geisteskranke in Berlin, Chausséestr. 168 und den Leiter ersucht, die entsprungenen Kranken wiederzuholen, Zwangsjacke mitzubringen. Die Ankunft Schöllers, den die Dipesche noch gar nicht erreicht hat, vermehrt zunächst nur den Wirrwarr, dient dann aber bald zur Lösung des scheinbar unentwirbaren Knäuels, wobei noch auf allerdings sihr gewaltsame Weise zwei Verlobungen zustande kommen. Das Spiel war, abgesehen von Rudolf Dittmar(Mojor) und Heinrich Kamm(Bernhardy), die einen etwas zu kräftigen Ton anschlugen, recht gut. Namentlich hatte Ado f Heberling seine Rolle gut ausgefaßt. Die Aufführung mar schwach b.sucht(Sylvester). (Stadttbeater.)„Liselott' am Hofe Ludwigs XIV.“ In diesem Lustspiel entwirst Stobitzer ein Bild von dem Leben am Hofe Ludwigs XIV. Abscheu, ja Ekel erregen die intriganten Hofschranzen, vor allem Madam Scarron die spätere Marquise von Maintenon. Im schroff. sten, aber durchaus wohltuenden Gegensatze zu der Höflingsschar steht Eiisabeth Charlotte, eine deutsche Peinzessin von der Pfalz und Gemahlin Philipps von Orlears, des Bruders Ludwig XIV. Dort ## 5chminke, grzteites Wesen und Oberlachlichten, hier herzerfrischende Natürlichkeit und deutsche Geündlichkeit.— Der Autor hat einen denkbaren Stoff mit dramatischem Geschick im ganzen glücklich verarbeitet, doch fällt der fünfte Aufzug gegen die vorhergehenden ab.— Das Stück fand von dem gut besetzten Hause dankbare Aufnahmi. Besonders reichen Beifall ernteten Frl. von Bukowic:(Liselo11'), F.au Andiée (Madam Scairon), Frl. Stollberg Warsszliu Grancah) und perr Hebei ling (Mirais). (Wochen=Spielplandes Stadttheaters). Sonntag, den 6 Januar 1907: Zum achten Male:„Die Reise ins Schlaraffenland“. Arfang 3 Uhr. Aberds 7 Uhr:„Die schöne Pesse, mit Gesang in 4 Akten von W. Mannstädt, Musik von St ffens.— Montag, den 7. Jmnuar 1907. Anfang 8 Uhr:„Husarenfieder.“ Lustspiel in 4 Akten von G. Kadelburg und R. Skowronnick.— Dienstag, den 8. 1907. Anfarg 7½ Uhr. Zum ersten Male:„Einsame Menschen". Drama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann.— Mittwoch den 9. Januar 1907. Anfang 7½ Uhr. Zum zweiten Male:„Liselot!“" Lustsplel in 5 aufzügen von Heinr. Stobitzer.— Donnerstag din 10. Januar 1907. Anfang 7½ Uhr: Widerspenstigen Zähmung" Lustspiel in 5 Akten, einem Vorspiel, einem Nachspiel von W. Shakespeare. Nach der Schlegel=Tiekschen Uebersetzung für die deutsche Bühne neu bearbeitet von Carl Zeiß.— Sonnabend, den 12. Januar. Abends 7½ Uhr. Klassiker=Vorstellung zu kleinen Preisen:„Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Akten von W. Shakespeare. 1906 Guan.. snte) wurden Pro uu iis ten do manttsteg, 53 weiblich, ferner 20 Eheschließungen und 61 Sterbefälle, 63 männund 28 weibliche inkl. 4 Totgeburten. 3. Jan.(Wahlversammlung.) Die vereinigten bürgerlichen teien werden am Sonntag nachmittag 5 Uhr in Heepen bei Hassebrock, und am Dienstag in Hillegossen bei Wwe. Siekmann um 6½ Uhr große Wählerversammlungen abhalten, , welcher Excellenz von Möller sprechen Witr. Zahlreicher Besuch aller nationalen Wähler ist dringend erwünscht. ingebrochen) wurde in der Nacht zum 1. d. Mts. bei d.r Protulienhändlerin Ehrfrau Siratewann, Nieterwallstraße, und dem Wirt Wörmann, Detmolderstraße 43. (Gefunden) wurden ein Hundertmarkschein und ein goldener Siegelring. (Zugelaufen) ist ein schwarz weißer Ia###hund. „##s vertoren) wurden ein schwarzer P#lggandschuh, ein brauner, lederner Gürtel, eine Korallenkelte, zwei goldene Damenuhren und eine silberne Damenuhr angemeldet. (Festgenommen) wurde eine st. ckbrieflich verfolgte Person. 2 Personen fanden Umerkommen im Polizei=Obdach. an Jöllenbeck, 2. Januar.(Dem Jan.(Der Rheinisch=Organisten=Verein) hatte seine Mitglieder auf Freitag und Sonnabend voriger Woche zur 7. Tagung nach Minden berufen. Aus verschiedenen Kreisen der zugehörigen Provinzen trafen die Mitglieder ein(der hannoversche und schaumburg=lippische Organistenverein entsandte Veralle aufs wärmste empfangen von den hiengen Kollegen. Eine würdige erhebende Einleitung der Tagung bildete das Konzert am Freitag abend in der St. Martinikirche, in dem drei der bedeutendsten Organisten des Vereins hervorragende Orselweike moderner Meister zum Vortrag Frachten, in dem Herr Professor SahlaBückeburg und der hiesige Kirchliche Geangverein mitwirkten Die Bedeutung dieses Konzertes wurde auch in der Bürgerschaft gewürdigt und trotz ungünstiger Zeit Huseremen, um sich an den Sabsrein wurde ein Kunstgenuß seltener Art geboten. Es konnte daher auch nicht verwundern, wenn am Sonnabend morgen 9 Uhr eine Zahl von Kirchenmusikfreunden, die noch unter dem mächtigen Eindruck der Musica sacra des vorherigen Tages standen, sich wieder in der St. Martinikirche einfanden, um Choralvorspielen unsers Altmeisters Bach, vorgetragen von den Herren Kipp- Bochum, Schneider=Rotthausen, Sandmann. Elberfeld und Wasser mann=Minden zu lauschen. Es wird niemand bereut haben.(M. L. Petershagen, 1. Jan.(Todesfall.) Im 92. Lebensjahr ist laut„Mind. Ztg.“ gestern der Kgl. Rentmeister a. D., Rech nungsrat Behrmann gestorben. Isenstedt=Frotheim, 2. Januar. Jayre des Heils 1906) sind in hiefiger Kirchengemeinde 1. geboren 135(+ 9 64 Knab.n und 71 Mädchen, 61 in Isennedt und 74 in Frotheim; 2 gestorben 62(— 10), je 31 aus Isenstedt und Frotheim; 3 getraut 26 Paare; 4. konfirmiert 60 Kinder, 23 Knaben und 37 Mädchen; 5 zum Tsch des Herrn genaht im hlg. Ab ndmadl 3801 arme Sünder(— 61). 31. Dez.(Weihnachtssien). Am Sonntag, den 23. Dezember fand hnachtsfeier des Christl. patriot. Munnervereins statt, zu der sich die Mitglieder mit ihren erwachsenen Angehörigen recht zahlreich eingefunden hatten. Eingeleitet wurde die Feier durch den Posauneuchor mit d.m Liede: „Hostanna, gelobt sei der da kommt im Namen Hierauf wurde gemeinsam:„Hosianna! Daviks Soyn“ gesungen und solgte eine Deklamation. Nun gaben Musik= und Gesangvorträge reiche Abwechslung, es wurde in musikalischer Hinsicht wirklich sihr viel geboten, was wisentlich der gütigen Mitwirkung der Herren Lehrer Kemena, Kurlbaum und Schaiff zu verdanken ist. Die auf dem Harmonium, Cello und Geige unter Begleitung von zwei Hö nern vorgetragenen Stücke, besonters die Lieder:„Seht er kommt mit Preis und„Die Himmel kühmen“ sowie ein Musikstück mit Einlage des Chorals„Ach bleib mit detrer Gnade“(Harmonium und Horn) fanden reichen Beisall, ebenso aber auch die Lieder des gemischten Chors mit seinen ausgewählt besten Sängerinnen und Sängern. Das von diesen u. a. gesungene Lied:„Heil'ge Weihnacht, Fest der Kinder“ hat wohl allen besonders gut gefallen. Gooße Heiterkeit erweckle auch die Aufführung „Weihnachten vor Paris“. Nach einer kurzen Ansprache des Vorsitzerden wurde die Feier mit Gebet und Gesang geschlossen. Möge auch diese Weihnachtsfeier dazu beigetragen haben, uns alle mit der rechten Weihnachtsfreude zu erfüllen, so daß wir auch im neuen Jahre die Botschaft des Engels„Euch ist heute der Heiland geboren" nie vergessen. 1. Dezember 1905 im Amte Ennigloh: Hunnebrock 1198(967), Hüffen 733(668), Wersen 522(510), Ahle 859(717) Holsen 1289(1128“, Muccum 850(826), Ennigloh4539 4123), Spradow 1860(1599) Düne 1848(1704), Südlengern 2382(2031), Steinlacke 57(62). Summe: 16187 gegen (14335) bei der Volkszählung am 1. Dezewber 1900. Enger, 2. Jan.(Statistisches). Im verflossenen Kalenderjahr 1906 waren in der evangelischen Gemeinde 298 Geburten, 93 Tranungen, 137 Sterbefälle, 584 Abendmahlsgäste und 220 Privat= Kommunionen zu verzeichnen. nn Rödinghausen, 2. Januar.(Gemeindestand einschl. Westkilver.) Geboren: 80 Knaben und 67 Mädchen, zusammen 147 Kinder; gestorben: 31 männl. und 43 weibl, zusammen 74 Personen; getraut: 38 Paare; Kommunikanten 3510 (darunter 122 Privat=Kommunikanten). (auieg ur Sechane auf Ersuchen des geschäftsführenden Aus.. ges des Preußischen Lehrervereins folgende Herren übernommen: Pros. Ludwig in Chartottenburg, Pros. Lessing zu Grunewald bei Berlin und Architekt Franz Schwechler in Charlottenburg. Düsseldorf, 1. Ja.(Eisenbahn= unfall.) Amtliche Meldung. Am 1 Januar 1907 nachts 12 Uhr 23 Minuten fuhr der sehr verspätete D Zug 22 in Düsseldorf= Hauptbahnhof auf den in der Einfahrt begriffenen Prsonenzug 204 Verlogen nicht verletzt. Ein Reisender der Dgiges 22 und der Wagenwärter des Personenzuges 204 klagen über Schmerzen. Der Materialschaden ist gering. Betrieb nuwisentlich gestört. Ursache noch nicht aufaufgklärt. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Güters oh, 2. Jan.(Gymnasium) Zig.“ erfährt, ist dem Anstaltsgeistlichen des hiesigen Gymnasiums, Herrn Pastor Jul. Möller, der Prosessortitel verliehen worden. Gütersloh, 2. Jan.(Kirchliches.) In der evangelischen Gemeinde Gütersloh nurden im Jahre 1906 geboren 355 Kinder, gestorben sind 185 Personen, getraut 96 Paare. Korfirmiert wurden 121 Knaben, 143 Mädchen und 14 Knaben in der Aula des Gymnasiums. Die Zahl der Abendmahlsgäste betrug 6353, etwas mehr als im Vorjihre. Aus den Kreisen Münster und Arusberg. Münster, 1. Jan.(Die Prüfung der Lehrer für Taubstummenanstalten) wird im Jahre 1907 von der für die hiesige Provinz gebildeten Kommission bei der Taubstummenanstalt in Petershagen am 12. Juli abgehalten werden. Die Anmeldungen zu dieser Prüfung sind bei dem Königlichen Provinzial=Schulkollegium bis spätestens zum 6. Jaruar 1907 einzureichen. Dortmund, 31. Dez(Die Strafuntersuchung) gegen den Betriebsleiter der Roburikfabrik Annen ist als ergebnislos eingestellt worden. Die Ursache der folgenschweren Explosion vom 28. Nov. wurde nicht aufgeklärt. Die nunmehr abgeschlossene Liste zählt 40 Tote und 104 Verwundete auf. Von letzteren wurden 85 geheilt. Coesfeld, 29. Dezbr.(Schwerer Unglücksfall.) In der Nihe von Billerbick rutschte ein junger Schlächtergeselle, der seinen Meister auf dem Wege zur Ausübrng des Gewerbes in Privathausschlachtungen begleitete, beim Ersteigen einer Böschung aus und fiel in das Schlachtmesser, das er an der Seite trug und das im Fallen aus der Scheide gerutscht war. Dr das Herz getroffen wir, trat laut„Rh.= Westf. Zig. der Tod in wenigen Minuten ein. Siegen, 2. Junuar.(Eisenbahn= unfall.) Amtlich. Am 1. Januar, abends, entgleiste vom Schuellzug 82 HagenBitzdorf der hinter dem Packwagen laufende Personenwagen kurz hiuter Bahnhof Kirchen. Der Wagen ist neben dem Gleis bis auf die Siegbrücke vor Bahnhof Betz oef mit gelaufen, wo der Zug zum Halten kam. Personen wurden nicht verletzt. Der Betrieb wird eingleisig aufrecht erhalten. Die Urfache ist noch nicht aufgeklärt. Die Kriminalpolizei hat zwei Pferdewurstlieferanten, die ganz Rheinland under felischer Flag. Bferdanurst überschwimmt hatten, auf ertappt. Auf dem Lehrter Guter bahnhof bezw. auf dem Lehrter Ringbahnhof sind 3 Kisten und 4 kleinere Kolli Pferdewurst beschlagnahmt worden, die unter falscher Bezeichnung in den Handel gebracht werden sollten. Von Darimsung Jes und eine Kiste für Streßturg i Estl ger dusi Häser follen nach e—.#ehen, zwai Kisten mit cn. 100 Pfund P####bewurst hatte die Kantine des 15. Ulanen=Regiments in Saarburg bestellt, und die vier kleinen Kolli trugen die Adresse einer Firma in Frankfurt a. M. Der Absender der letzteren drei Sendungen war der bekannte PferdewurftLieferant A. Krüger in Ponkow. Die Sendung „wollte der nicht minder bekannte Pferdewurst Lic###ant H. Schroller aus der Kleinen Alexanderstraße aufzeben. Bei Schroller wurden außerdem, wie die„Allgem. Fleischer Zeitung" meldet, noch Kundenlisten, Bestellungen und Lieserscheine beschlagnahmt, die er bei sich führte. Die Eillere untersuchung, die einen großen Umsang annehmen dürfte, ist bereits eingeleitet, und von hier aus ist u. a. die Beschlagnahme der Bücher der Schrollerschen auswärtigen Agenten telegraphisch versügt worden Berlin, 2. Im. In der Sylvesternacht wurden insgesemt 212 Personen polizeilich festgenommen. Wegen groben Unsugs werden sich zu verantworten haben 164 Pirsonen, wegen Trunkenheit 2, Schlägerei 8, Körperverletzung 6, wegen Führung eines falschen Namens, Bileidigung, gung von Damen, vrbotenen Handelns, Sochbeschädigung usw. zusammen 32 Personen. 31. Dez. Die Hungersnot, die infolge der durch die übermäßigen Regenfälle irten Mißernte in Schansi, in Honan, im südlichen Teile von Schantung und im ganzen Norden ron Klangsu heirscht, ist viel schlimmer, als eine solche, die in den letzten 40 Jahren vorgekomnen ist. 40 Mislionen Menschen sind dem Verschmachten nahe. Zehntausende b finden sich auf der Wanderung. Die Gesahr wird vermehrt durch die Tätigkeit der geheimen„Hesellschaften, denen sich das Volk willig unschii p., um Keis zu erhalten. Bei den Bizekönigen sind wiederholt Bittschriften wegen der gebeimen Gesellschaften eingereicht worden. 50000 Flüchtlinge sind in bejammernswertem Zustande in Nanking angekommen. Die Behörden sind außerstande, dem Elende wirksam abzuhelfen. Ausländische Hilfe ist willkommen. Heute wurde ein Edikt erlassen, durch das die Landpachten in der Provinz Schantun zeitweilig aufgehoben werden, da die Bevölkerung wegen der Hungersnot nicht imstande ist, sie zu bezahlen. Briefkasten. II. hier. Besten Dank! Aber es ist wegen bleiblichen Konsequenz, daß wir mit ungen aus verschiedenen Gemeinden überschüttet werden, unmöglich, Stück; aus Predigten in der Zeitung mitzuteilen. Aus den Kreise Herford, 2 Jan.(Genickstarre,) die dirher hauptsachlich im Kohleurevier euf rot, hat sich jtz auch hier eingestellt Der Schutzmarn, Heir L stmeier, ist an der töckischen Krankheit, die leicht übertragbar ist, erkrankt und in das Krankenhaus trans portiert worden, woselbst er laut„H. Kr.“ h#ute Nackht virstorben ist. Mennighüssen, 2. Jan.(Auszeichnung.) Das allgemeine Ehrenzeichen wurde Heern Gendarmeriewachtmeister Jacobs verlieben. Spenge, 2. Imn.(Das allgemeine Ehrenzeichen) wurde Herrn Gendarmerienachtmeister Wendtland verliehen. Ennigloh, 31. Dez.(Endgültiges Ergebnis der Volkszählung) vom Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. a Bückeburg, 2 Jan.(A. Lüling; Heute morgen entschlief hier ein Mann, dessen Leben ein reichgeseguetes genannt werden kann, der für die Sache des Reiches Goltes, für die konservative Sache und für viele Einzelne ein überaus wairtes Herz und eine offene Hand hatte. Herr Reutner August Lüling, früher Chef der Füma Heidsicck Monopole in Reims, wohnte seit 30 Jahren in Bückrburg, wo er jetzt im gesegneten Alter von 74 Jahren gestorden ist. Hannover 30. Dez(Eine größere Eingemeindung von Vororten) wird die Stadt Hannovrr am 1 April 1907 vollziehen können. In Frage kommen 7 Ortschaften mit zusammen etwa 25.000 Einwohner. Die Verhandlungen mit den Gemeinden sind abgeschlossen und es wird jetzt von der Stadt der Antrag beim Minister gest llt, damit der Provinziallandtag und der preußische Lindtag in der nächsten Session darüber beschließen köanen. Essen, 31. Dez.(Bosse=Denkmal.) Der Prreuß'sche Lehrerverein will dem ver storbenen Minister Bosse zu Schreiber hau im Riesengebirge ein Denkmal errichten. Die von bedeutenden Künstlern hergestellten Entwürfe sollen demnächst abUebersicht der Witternug. Bielefeld, 3. Januar 1907. Mitgeteilt von Fr. Beckelmann Ww, hier. Niedrigst Thermometerstand in der Nacht+ 2 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+— 3(s. Barometer 73,9 cm. Wind: Süd-West. Himmel: heiter. Neueste Nachrichten. Dortmund, 3. Jan. 22 Werke, darunter auch Krupp Essen haben wegen Explosionsschaden eine gemeinschaftliche Schadenersatzklage gegen die Annener Roburitwerke eingereicht. iga, 3. Januar. In Libau übersielen gestern nachmittag Revolutionäre einen Kassenboten der Firma Kühler. 2 begleitende Schutzleute wurden erschossen. Der Kassenbote und ein Kutscher wurden schwer verwundet. Die Räuber entwendeten 2000 Rubel und entkamen. Warschau, 3. Januar. Hier wurden zwei nach ihrer Kaserne zurückkehrende Gendarmen durch Unbekannte erschossen. Ihre Leichen wurden darauf nach der Kaserne gebracht. Darauf brach eine berittene Gendarmerieabteilung in die Grzybowskastraße vor und tötete durch Säbelhiebe einen jüdischen Uhrmacher. Drei andere unschuldige Passanten wurden auch tötlich verletzt. „G 1901. Unser Reichstagskandidat Herr Staatsminister Theodor von Möller wird A Fammrungen abhalten: Am Senntag, den 6. Januar, nachmittags 5 Uhr in Heepen bei Hassebrock. m Dienstag, den 8. Januar, abends 6½ Uhr in Hillegossen bei Siekmann. Kengbiche ein uds Seiten unr asteichen Beisch. ene aie Grade der Bausikbur e eeshie s. Der Vorstand der nationaliberalen Partei: Der Vorstand der konservativen Partei: Tiemann=Bielefeld. Hachmeister=Hillegossen. Henrichsmeier=Stieghorst. Mexer zu Sieker=Sieker. P. Phili Namens der freisinnigen Parteien und des liberalen Vereins: C. 1. Bock=Bielefeld. J. Mexer zu Hartlage=Sieker. O. Schunke. Wilhelm Hülsmann. Rocht Rechtsanwalt Jockusch. Hugo Rempel=Bielefeld. Stäut-Theater! Donnerstag, den 8. Januar cr., Anfang 7½ Uhr: Zum dritten Male: Husarenfieber. Dr. Timmermanns Hannov. Hruchheilanstalt Hannover, Wiesenstr. 60(für Unterleibsbrüche, Wasserbrüche, Krampfaderbrüche: ohne Operation). Prospekt frei. Ist wieder eröffnet. Dr. Wollermann, Arzt I Sonntag, den 6. Januar 1907 abends 6 Uhr im Vereinslokal Remke Besprechung der Vorstands=Neuwahl. der Vorstand. 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Der Rei arbett dieser versuchen, ihre 4 teresse des Lan lichen und nattot Daß er dem## pr religidsen und geseigt habe, best nicht vergessen w Aufgaben, die V. Ha delz vertecze, des Zentru gelüst worden sin stane der Athängi Ergehnsse von Portei in dem viel geteiehe immer als den. Ihn zu ar keinen Grund, als zeigte, mit den posttiv: Arbeit zu suchung. seine por mißtbrauchen, nicht Aber bereits in fenen Ithres wurd Focderungen: die die Entschädigung eines Koionialamtes und Sozialdemokral mehrheit verworfen. schwerer Krankheit eingreisen. Aber e schlaß, jedem neuen proben bei ernsten heiten des Reiches zutriten. Neben Wahrung der Autor ihrer Stellung über auch ein gewsser Wa Enschauungen der Bürgerkums und de eegen das sozialden Heffzung zu rechtfert tung der parlamentat deutsche Volk selbst u# In Deutschlard gi Itderale Partei, und die Fähigkeit zu mechen.