2□ 7 #3 9 S 65 S 5 2.55 8 6 Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung. Unser Blatt nUnterhaltungs- u. Romanbeilage n Spiel, Sport und Curnen. u Lebensbild. K# u. Wissen. u Gartenratschläge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oelkszeitung Schwerter Velksblatt Desthotener Zeitung Aplerdecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. Erstes und ättestes Cagesorgan des Kreises.— Generglanzeiger für den Kreis Hörde. Die Schwerter Zeitung" erscheint werktäglich. n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Korl Nichter,— —. in Schwerte. Nr. 295 Samstag, 16. Dezember 1922 Die heutige Nummer umfaßt&8 Seiten. Zum Geleit. Ein Charakter wird man nur, wenn man frühzeitig verzichten lernt. Von einer charaktervollen Persönlichkeit kann man bestimmt voraussagen, wie sie entscheiden wird. Ein christlicher Charakter wird ein Mensch dadurch, daß er nichts mehr werden will als das, wozu Gott ihn werden läßt, dadurch, daß ich die Frage bewege, wie komme ick heim? und wie helfe ich andere heimzukommen? dadurch, daß mein ganzes Leben auf das eine gerichtet ist, wie ich Christo gefalle. von Bezzel. Neueste politische Im Beamtenausschuß des Reichstages erklärten die meisten Parteien die von der Regierung vorgelegte Gehalts= und Lohnskala für unzureichend; es soll die Frage der gleitenden Gehaltsstala untersucht werden. * Ein vorläufiger Bericht des Staatssekretärs Bergmann über seine Londoner Mission soll nicht ungünstig lauten. * Der Reichskommissar erhob Einspruch gegen die Verurteilung des Regierungsassessors Dr. Prange in Wiesbaden durch das französische Kriegsgericht. Infolge der Frage der Flamisierung der Genfer Universität erwartet man in Belgien eine Ministerkrisis. „ Die Türken erklärten in Lausanne ihre Bereitwilligkeit zum Beitritt in den Völkerbund. Der Budgetausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses forderte, daß Präsident Harding neue Verhandlungen über eine Abrüstung zur See einleite. Der sozialpolitische Ausschuß des Reichstages beschloß einstimmig die vierfache Erhöhung der heutigen Unfallrentenzulage. Die letzte Woche. Der Reichskanzler Dr. Cuno hat sich rechtschaffen Mühe gegeben, dem deutschen Volke ein wertvolles Weihnachtsgeschenk in der auswärtigen Politik zu bescheren. Sein Brief an den englischer Premierminister Bonar Law, in dem er auf die Notwendigkeit einer Verständigung hinwies, zeigte den ehrlichen Willen der Reichsregierung so klar, daß er doch wohl nicht ohne Eindruck auf den britischen Staatsmann geblieben ist, zumal auch dessen Vorgänger Lloyd George, der Verband der englischen Industriellen und deren Arbeiter, sowie der frühere italienische Premierminister Nitti dem französischen Kabinettschef Poincare wegen seiner Ansprüche auf Rhein und Ruhr gehörig den Kopf gewaschen hätten. Poincare selbst will total unschuldig sein, er will kein deutsches Gebiet mehr annektieren. Aber was bedeutet das Verlangen des Ruhrgebietes als Pfand für das von Deutschland nachgesuchte Moratorium anders, als eine Annektion, nicht dem Namen, wohl aber der Tat nach? Wenn Frankreich sich im Ruhrgebiet festsetzt, so ist England künftig im Festland von Europa„unten durch". Monsieur Poincare sitzt heute in der Klemme wie noch nie in den bald zwölf Monaten, in welchem er im Amte ist. Der Effekt der Londoner Konferenz ist doch der, daß dort anerkannt worden ist, daß Deutschland ein Moratorium gewährt werden muß und daß die Vorschläge des Reichskanzlers Dr. Cuno eine Grundlage für die weitere Verhandlung bilden können, wenn sie auch noch nicht als genügend befunden worden sind. Es handelt sich nur um die Garantien für die Zahlungsstundung In dieser Frage steht Poincare allein. Von den großen Versprechungen, die er in der Pariser Deputiertenkammer gemacht hat, konnte er bisher keine erfüllen. Er hofft daher auf Erfolge im Orient und wahrt sich am Rhein die volle Aktionsfreiheit, indem er meint, eine Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen würde die englischfranzösische Freundschaft nicht erschüttern. Die Entente, wie sie 1914 war, ist in Wahrheit heute schon hinfällig, die Interessen ihrer Mitglieder sind längst nicht mehr dieselben. Alle Verkleisterunger des Bruches können nicht über die Tatsache hinwegtäuschen. Der neue englische Premierminister Bonar Law wollte mit Poincare gut Freund sein. aber schließlich steht ihm der Vorteil Englands höher als die Intimität mit den Franzosen. * Haben wir abzuwarten, was im Januar in sachen der Reparation sich weiter begeben wird, so wollen wir hoffen, daß die sonstigen Streitfragen, besonders die über die Vorkommnisse in Passau und Ingolstadt, bis dahin geregelt sein werden. Es ist ein weites Zugeständnis, daß die Reichsregierung die„Strafe“ von 1 Million Goldmark zahlen will. Die Gehässigkeit, die in solchen Vorgehen der Entente liegt, sollte ausgeschaltet und durch gerechte Beurteilung ersetzt werden, schon um deswillen, weil das französische Schuldkonte der Ausschreitungen gegen Deutsche stark genug belastet ist. Das Arbeitsreitgesetz. Der Reichswirtschaftsrat beriet gestern den Gesetzentwurf über die Arbeitszeit. § 1, der besagt, daß das Gesetz für die gewerblichen Arbeiter Geltung haben soll, wurde dahin geändert, daß die Lehrlinge eingefügt werden. Eine längere Debatte entspann sich bei§ 3, der das Gesetz auch auf die Betriebszweige der Landund Volkswirtschaft ausdehnen will. Von Arbeitgeberseite wurde scharf gegen eine Ausführung des Achtstundentages in der Landwirtschaft Stellung genommen. An der Mißernte trage zum größten Teil die verkürzte Arbeitszeit bei. Von Arbeitnehmerseite wurde diese Behauptung zurückgewiesen. Ein Arbeitgeberantrag auf Streichung der diesbezüglichen Bestimmungen wurde angenommen. Bei§ 4 wurde dann auf Arbeitgeberseite ausdrücklich festgestellt, daß das Gesetz keine Anwendung auf landwirtschaftliche Betriebszweige und Nebenberufe der Land= und Forstwirtschaft fände. Auch für die beim Hafenumschlag beschäftigten Personen soll die Bestimmung eine Geltung haben. § 5 bestimmt, daß die Arbeitszeit, ausschließlich der Pausen, 8 Stunden nicht überschreiten darf. Etwaige Arbeitsausfälle an einzelnen Werktagen oder Tagen vor Festtagen können durch entsprechende Verlängerung am anderen Tage ausgeglichen werden. Jedoch darf die Gesamtzahl der Stunden nur 48 wöchentlich betragen. Die Arbeitgeber gaben den Paragraphen eine vollkommen neue Fassung, in der sie fordern, daß die bloße Arbeitsbereitschaft nicht als Arbeitszeit gilt und daß außerdem die Lehrlinge zu Vorbereitungsund Aufräumungsarbeiten täglich bis zu 1 Stunde Mehrarbeit herangezogen werden können. Die Frage der Arbeitsbereitschaft stiegen auf den heftigen Widerstand der Arbeitnehmer. Ebenso die Frage der Mehrbeschäftigung der Lehrlinge. In der Abstimmung wird dem Antrag der Arbeitgeber auf Nichtelnlerechnung der Arbeitsbereitschaft mit 106 Stimmen gegen 100 Stimmen im Hammelsprung zugestimmt, zu Absatz 1 der§ 5 in dieser Fassung angenommen. Die Mehrbeschäftigung der Lehrlinge wird mit 103 Stimmen gegen 97 Stimmen ebenfalls angenommen. § 6 enthält die Sonntagsarbeit. Er wird nach den Ausschußbeschlüssen angenommen. Ebenso§ 7, der Nebenarbeitern und anderen Betrieben untersagt, daß der Achtstundentag überschritten wird. § 8, der verhütet, daß Arbeitern, Arbeiten zur Verrichtung außerhalb des Betriebes übertragen werden, wird nach dem Antrag der Arbeitgeber gestrichen. Die§§ 9—17 behandeln die Schutzbestimmungen für Kinder, jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen. Im übrigen werden die§§ 9—17 nach längerer Aussprache ohne wesentliche Aenderungen angenommen. Sitzung des Deutschen Reichstages am 15. Dez Der Reichstag ist eifrig bemüht, den noch reichlich vorliegenden Arbeitsstoff möglichst bis zum Sonnabend zu bewältigen. Die Freitagssitzung nahm daraushin schon um 12 Uhr ihren Anfang. Am Sonnabend will man schon um 10 Uhr beginnen. Die kleinen Anfragen, die die Einleitung bildeten, wiesen auf die deutsche Not im Westen hin. Wegen der Sicherung der deutschen Staatsangehörigkeit von Frauen, die einen Ausländer heiraten, wonach Frau Dr. Lüders(Dem.) fragre sind internationale Verhandlungen im Gange. Nach Erledigung dieser kleinen Anfragen wurde die Beratung der Haushaltspläne fortgesetzt und zwar beim Ministerium des Auswärtigen, bei welchem die Kommunisten dem Kabinett Cuno den Vorwurf machten, es sei nur großkapitalistisch eingestellt und habe sich der Schwerindustrie glatt unterworfen. Der Sozialist Breitscheidt wehrte kommnnistische Angriffe gegen seine Partei ab und gab dann selbst zu, daß es im gegenwärtigen Augenblick unzweckmäßig sei, weitere Fragen der auswärtigen Politik zu erörtern. Der Haushalt des Auswärtigen Amtes wurde daher auch ohne nähere Aussprache gebilligt. Beim Finanzministerium forderte Abg. Mumm(DN.) eine Erhöhung des Ehrensolds der alten Veteranen, die jetzt nur 50 c monatlich erhielten. Auch dieser Haushalt wurde genehmigt. Da weitere Haushaltspläne noch nicht fertig waten, wurde um 3 Uhr die Sitzung abgeschlossen und eine neue auf 4 Uhr anberaumt. der zweiten Sitzung, die um 4 Uhr nachmittags ihren Anfang nahm, wurde zunächst die Reichshaushaltsordnung angenommen. Dann stritt man sich einige Zeitlang um die Zwangsanleihe. Sie beträgt nach den Ausschußvorschlägen bei den ersten 200 000 c 1 Proz., von den nächsten 300000 M 2 Proz. und steigt schließlich bis auf 10 Prozent. Die Vorlage wurde in dieser Fassung unverändert angenommen. Abänderungsanträge der Rechten und Linken verfielen der Ablehnung. Man setzte dann die Beratung zum Nachtrag des Reichshaushaltsplanes fort und zwar beim Ministerium für Ernährung und Landwirtschäft. Hier forderten die Deutschnationalen die sofortige Bezahlung des Umlagegetreides, Kredit zur Düngemittelbeschaffung und Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Betriebe, besonders auf dem Gebiete des Tarifwesens. Abg. Dr. Heim(B. Vp.): Wucher= und Schiebertum können nur durch Steigerung der Produktion bekämpft werden. Seit vier Jahren habe man nichts oder zu wenig für Produktion getan. Keine Regierung werde die Brotversorgung dem freien Spiel der Kräfte überlassen können. Der Bund der Landwirte treibe auf dem Lande eine Agitation, wie man sie sich gemeiner nicht vorstellen könne. Wenn sich das nicht ändert, werden wir mit ihnen die Schwerter kreuzen. Redner appelliert an den Minister, in dieser Zeit der Not keine Experimente zu machen. Reichvernährungsminister Dr. Luther gibt zu, daß die Milchversorgung in den Städten besorgniserregend ist. Eine Konferenz der Ernährungsminister werde Hilfsmaßnahmen erwägen. Der Landwirtschaft müsse der notwendige Dünger zugeführt werden, das Brotgetreide möglichst rasch in die öffentliche Hand kommen, berechtigte Wünsche über die Menge des abzuliefernden Getreides berücksichtigt werden, ohne daß die Versorgung der Bevölkerung leidet. Gegen bösen Wil55. Jahrgang len muß das Gesetz scharf durchgeführt werden. Die Regierung wird für einen Preis eintreten, der den Landwirten die nächste Bestellung ermöglicht. Es wird eine erhebliche Steigerung notwendig sein, die sich natürlich auch im Brotpreis ausdrückt. (Hört! hört! links.) immerhin hier weit geringer als im Getreidepreis. Die Brotpreiserhöhung soll dem Einkommen angepaßt werden. Es muß dafür gesorgt werden, daß unser Volk nicht verhungert. Die Produktion muß daher gesteigert werden, die Preise müssen tragbar bleiben. Der Minister erklärte, er wisse nicht, ob die Landwirtschaft von den Preisen voll befriedigt sein werde. Er fordert sie auf, sich ihres Zusammenhanges mit dem ganzen Volke bewußt zu sein, damit wir gemeinschaftlich durch die Not dieses Winters kommen. Abg. Bartz(Komm.) lehnt jede Erhöhung der Umlagepreises ab. Die Entschließungen werden angenommen. Der Haushaltsplan für das Ernährungsministerium wird bewilligt. Das Haus vertagt sich auf Sonnabend 10 Uhr: 3. Lesung und kleine Vorlagen.— Schluß 8 Uhr. London, 14. Dez. Im Unterhause erklärte Bonar Lam bei der interessanten Debatte über die Reparationsfrage, alle seine Informationen gingen dahin, daß Deutschland dem Zusammenbruch sehr nahe sei. Großbritannien könne keine Aktion gleichgültig zusehen, die wahrscheinlich den Erfolg haben werde, daß keine Reparation geleistet und es schwierig, wenn nicht unmöglich machen würden, sie zu erhalten. Er hoffe, daß die britische und die französische Regierung die Zwischenzeit zu einem Meinungsaustausch benützen würden, um einen gemeinsamen Weg zur Behandlung der Frage zu finden. Zu der Ruhrfrage gab Bonar folgende Erklärung ab:„Die britische Regierung kann keiner Handlung mit Gleichmut zusehen, von der es uns wahrscheinlich erscheint, oder von der wir glauben, daß sie keine Entschädigungszahlung herbeiführen, sondern diese vielmehr schwieriger, ja vielleicht ganz unmöglich machen würde.“ Zum Schluß drückte Bonar Law die Meinung aus, daß es in der schrecklichen Verwirrung, in die Europa sich stürzte, keine Hoffnung auf eine Lösung gebe, wenn nicht Franzosen und Briten zusammen einer Meinung sind. Der schlimmste Ausberkauf. Das deutsche Nationalvermögen, der Besitz des deutschen Volkes, der in Geld umgesetzt werden kann, betrug vor dem Kriege gegen 300 Milliarden Mark in Gold. Diese für die damaligen Verhältnisse ungeheure Summe ist im Kriege und nach dem Feldzuge zum erheblichen Teil aufgebraucht worden, und wenn wir das, was gegenwärtig noch vorhanden ist, unseren riesigen Schulden gegenüberstellen, so ist es mehr als zweifelhaft, ob überhaupt noch ein Plus bleibt. Die Ziffern aus der Industrie dürfen, wie auch der Reichsminister Hermes vor dem Reichstagsausschuß ausführte, nicht blenden, denn sie sind nur Scheinwerte, die wie Schnee vor der Sonne zusammenschmelzen, wenn sie mit gutem Geld bezahlt würden. Neben dem Scheinbilde der industriellen Markziffern steht aber als schlimmere Tatsache der Ausverkauf desjenigen Teils des Nationalvermögens, der dem Mittelstande gehört. Diese Kreise des deutschen Volkes können bei der heutigen Teuerung von ihren Einnahmen nicht existieren. Sie müssen von ihren Ersparnissen oder von der Veräußerung ihres in der Friedenszeit erworbenen Besitzes leben. Dieser Ausverkauf ist der schlimmste und bedenklichste, denn alle die Werte. die vor 1914 in Goldmark von den Eigentümern erworben wurden, gehen heute für Papiermark fort, und die dabei eingetretenen Verluste am Na tionalvermögen bringen. Beim Mittelstande tritt dieses Leben in Substanz, von dem Nationalvermögen, am deutlichsten hervor aber es ist auch allgemein vorhanloses Leber Deutschlands für das europäist ein großer Schaden ist, hat sich ücher den, weil wir überall im Reiche, in den Staaten in den Gemeinden, mit einem Defizit wirtschaften. Die Verteuerung geht stellenweise schon bis in das Tausendfache, die Steuern können sie nicht beseitigen, denn sie bringen nur neue Lasten, aber kein neues Nationalvermögen. Auf die Schaffung eines solchen muß unser Bestreben hingehen, des halb immer wieder die Aufforderung zur Produktionsvermehrung und zur Sparsamteit. Und was wir erarbeitet und erspart haben, soll auch nicht zum Lande hinausgetragen werden, wir sägen damit dem Schemel die Beine ab, auf dem wir uns ausruhen wollen. Wenn eine internationale Goldanleihe unter reger Teilnahme des noch vorhandenen deutschen Kapitals zustande täme, wäre das ein großer Nutzen für uns. Daß die Ausschaltung eines leintungsfühigen e Wirtschaftsleben vu ereits gezeigt. Die 1 wird Mark hat den Franken schon in den Bereich ihres Niederganges gezogen. Ebenso wie das Deutsche Reich für die übrige Welt wiederhergestellt werden muß in seiner produktiven Tätigkeit, ist es auch von Notwendigkeit, dem Mittelstand wieder auf die Beine zu helfen. Ein Deutschland, das nur aus Millionären und Arbeitern besteht, ist kein Deutschland mehr, eine solche Volksschichtung, wie sie in Amerika zu Hause ist, widerspricht unseren Lebensauffassungen. Der deutsche Mittelstand ist eine solche Eigenart des Volkes, daß wir uns ohne ihn unser Vaterland nicht denken können und auch nicht denken dürfen. Die Volksentwicklung steht in Deutschland seit Jahrhunderten bis heute fest. Aus den Dorfbewohnern und aus der Arbeiterbevölkerung rückt ein Teil zur gewerblichen Selbständigkeit vor, aus dieser zur Beamten= und Kaufmannschaft, Zum dritten Advent. Macht hoch die Tür. das Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit! Was wären wir wohl gerade jetzt in dieser surchtbaren Zeit ohne diese Botschaft, die uns im Wort Gottes verkündigt wird. Es wäre ein kraft Dasein ohne diese Himmelsgabe, ein öde: sweg ohne dieses göttliche Licht. ein freudeAngstleven öhne die herrliche Offenbarung er heiligen Schrift, welche uns die frohe Ausicht ewiger und doch gegevener Liebe gewährt. Ach. ie of: sucht unser Herz Trost und Mut bei andeen, die selbst des Trostes bedürfen und des Mutes mangeln. Wie oft setzen wir unsere Hoffnung uf nichtige Dinge, während wir an Gottes Wahr eiten und Worten unachtsam vorbeigehen, an der Külle der Gnade und des Heiles in Christus. Viele halten es ja noch für selbswerständlich, des Sonntags Gottes Wort hörend zu genießen. Aber st das nicht zu wenig? Wir können doch auch da E im die Medizin der Liede trinken im Buch der st zwar teuer geworden, das Vibelr es hat, der benuße es auch. Dann ntssegen nicht ausbleiben. ber as Weihnachtsges. de und Hoffnung spricht das letzte häft. nes und aus ihnen zum höheren bedeutenden Unternehmungen. würde mit dem Ausscheiden der terbrochen und die natürliche beseitigt werden. Staatsdienst und zu Dieser Werdegang Mittelstandes unVervollkommnung m Akten Ein geiinst Berlin, 16. Dez. Im Hardenprozeß wurde gegen 1 Uhr nachts das Urteil gefällt. Es lautet bei Grenz wegen Beihilfe zur Körperverletzung auf 4 Jahre 9 Monate Gefängnis, gegen Weichardt wegen Beihilfe zur Körperverletzung unter Zubilligung mildernder Umstände auf 2 Jahre 9 Monate Gefängnis. Beiden Angeklagten wurden zwei Monate der Untersuchungshaft angerechnet. Außerdem wurde die Einziehung des Totschlägers verfügt. Die Angeklagten erklärten sich mit dem Urteil beruhigen zu wollen. Aus Stadt und Land. Schwerte, 16. Dezember. Erinnerungen. 1700 Kurfürst Friedrich III. nimmt die Würde eines Königs von Preußen an. 1770 Ludwig van Beethoven geb. 1859 Der Sprachforscher Wilhelm Grimm gestorben. 1878 Der Dichter Karl Gutzkow erstickt bei einem Zimmerbrand. 1897 Der franz. Schriftsteller Alphonse Daudet gestorben. Dez. 1187 Papst Gregor VII. gestorden. Er gierte nur 27 Tage. 1860 Neapel und Sizilien werden Italien einverleibt. ** Heute, zu Beethovens Geburtstag, bringen wir in der Beilage einen interessanten Artikel für unsere musilliebenden Leser: Wie sah Beethoven aus? und bitten um Beachrung. in normalen Zeiten jeden Geschäftsmanidende Wort für die wirtschaftliche Beurteilung eines zu Ende gehenden Jahres. Wollte man auch das Jahr 1922 nach seiner Geschäftslage beurteilen und danach, wie sich jetzt, kaum eine Woche vor dem Feste, das Weihnachtsgeschäft abwickelt,— wahrhaftig, die Kritik dieses Wirtschaftsjahres kann nur bitter sein und abfällig lauten. In der Tat: Wir haben keinen Anlaß, das Sterben des Jahres 1922 besonders zu beklagen weder nach der politischen, noch nach der wirtschaftlichen Seite hin. Denn was man, bei einer aufmerksamen Betrachtung des Bildes, das sich dem Beobachter in den Ladengeschäften und Kaufhäusern bietet, heute feststellen kann, ist alles andere denn erfreulich. Und die Erfahrungen, die jeder Klein= und Großkaufmann im Ein= und Verkauf, mit seiner Kundschaft und mit seinen Lieferanten macht, sind mehr als geeignet, die jetzige tiefe Zerfahrenheit und Zerrissenheit des deutschen Wirtswaftslebens zu beleuchten. Wer hinter die Kulissen zu schauen vermag, spürt den Hauch einer verwesenden Wirtschaft uud die Folgen eines Friedensvertrages, der das Wort Frieden zum grauenvollen Spott umwandelte. Niemand hat flüssiges Geld. Am wenigsten die Schichten, die sonst die kauffreudigsten waren, die Unter= und Mittelschichten, die immer bereit waren, etwas zu kaufen, was über den unmittelbaren Lebensbedarf hinausging. Heute vermögen auch schön ausgestattete Schaufenster und prächtige Auslagen, die kommende WeihGelegenheit der Weihnachtsbescherung dabei mitnehmen. Es ist daher zu erwarten, daß sich das Geschäft am„silbernen“ Sonntag, am vorletzten Sonntag vor dem Feste, der eigentlich schon der lepzte ist, da der letzte Sonntag, der„goldene“, auf den Heiligavend fällt, besonders günstig gestalten und den„silbernen“ in einen„goldenen“ Tag für den Geschäftsverkehr verwandeln wird. Da die unmittelbaren politischen Gefahren verschwunden bezw. in den Januar hinausgerückt sind, so ist auc die Stimmung zum Einkaufen eine bessere, als es sonst der Fall gewesen wäre. Ueber der Weihnachtszeit walter ja stets ein Schutzengel. der uns auch dies nal Frieden und Freuden zu den Feiertagen bescheren wird. * Die Verkaufszeit ist den hiesigen Geschäftslenten für morgen und nächsten Sonntag auf S bis 9 Uhr früh und 11 vorm. bis 6 Uhr nachm. festgesetzt. ** Was schenke ich zu Weihnachten? Wir sind wieder in der Zeit des großen Kopfzerbrechens. Was schente ich diese Weihnachten? Was ist für den das Beste? Worüber wird die sich am meisten freuen? Und wie teile ich meine Papierlappen am besten ein, daß es für alle langt? Freude machen, schenken, geben ist in so schön, so beglückend. Aber man hat auch seine Pein dabei. Was wähle ich also? Es soll doch auch etwas sein, was eine dauernde Erinnerung bleibt und nicht morgen schon vergeht oder übermorgen vergessen ist. Viel fragen, viel überlegen. Hier ist die Antwort: Einc ganze Welt könnt Ihr auf einmal schenken. Eine ganze Welt, die Euch doch nur ein paar Papiermark kostet. So billig könnt Ihr es haben, und für jeden, alt und jung. für Männlein und Weiblein, für Verwöhnte und Anspruchslose, für Menspiele und Humoristische Bilder.— Ferner: Vatt! in der Garage, nur zum Lachen. Also: ein reiches Programm. Fast zu viel des Guten. Die musikalischen Darbietungen werden völlig den hervorragenden Bildern deutscher Seekampf= und Sporttüchtigkeit angepaßt sein, denn für die gend ist auch hier das Beste nur gut genug. Die Eintrittspreise sind nicht erhöht. Die Lebensmittelpreise. Im Berliner Kleinhandel kosteten gestern je 1 Pfund Rindfleisch 190 Schweinefleisch 800—950 M. Meiere bis 850 M, butter 1500—1600 M. Margarine 980—1300 Kl. Schmalz 1350—1450 M, Rindertalg 1300—1400 M Pflanzenfette, lose 1150“, Kartoffeln 800—810 K. Kafsee, geröstet 3200—3900 M, Tec 1900—1200 M. Katao 1000 1600 M. Zucker 175 A. Weizenmehl 215—9* 206 M, 1 Ei 80—90 M. Preisprüfungsstelle. In der schen der Tat, wie für Menschen stiller Besinnlichleit, findet Ihr etwas Passendes. Wo? Im Buchladen. Geht nur hin, schaut Euch um, greift zu „und wo ist Ihr es packt, da ist es interessant". Das such in das billigste und zugleich doch das wertvollste Weihnachtsgeschenk! Die Stillegung der Hörder Kreisbahnen. Wie wir erfahren, hat am=14. cr. beim Präsidenten des Ruhrsiedlungsverbandes eine Verhandlung nachtsfreude ankündigen sollen, nur ein wenig die Stinimung zu beleben,— So hält sich der Besuch des kauflustigen Publitums zum Teil in bescheidenen Grenzen. Man kauft, was man unbedingt kaufen muß und was zum dringenden Bedürfnis des Lebens gehört, übt im übrigen aber eine Zurückhaltung, die einfach aus der Not der Zeit heraus geboren worden ist. Di ie große evangel. Kirche ist jetzt geheizt. Das kostet 10000 A für morgen. Möge sich die Kirche füllen, das Herz und— der Kollektenteller. Der silberne Sonntag stehr in diesem Jahre unter dem Zeichen der großen Banknoten und der kleinen Weihnachtspakete. Viele haben sich in diese Tatsache hineingefunden, freilich nicht ohne Wehmut. Dabei erfreulich ist nur, daß das Weihnachtssest im Gange ist, daß trotz der vielen Klagen doch gekauft wird. Es fehlt nicht i Leuten, die das Papiergeld in Sachwerten anlegen und die günstige über den Antrag der Straßenbahngesellschaft auf vollständige Stillegung der Hörder Kreisbahnen stattgefunden. Vertreten waren außer den Aufsichtsbehörden, die Städte Hörde und Schwerte, der Kreis und die Gemeinden des Kreises sowie die Gesellschaft. Es wurde beschlossen, den Betrieb am 31. d. Mts. einzustellen, falls nicht die Städte und Gemeinden des Kreises bis zum 28. d. Mts. die Erklärung abgeben, vorerst für den kommenden Monat der Gesellschaft die Hälfte der Betriebszuschüsse zu erstatten. Nebenher sollen Verhandlungen wegen Uebernahme des Unternehmens durch den Kreis oder die Gemeinden geführt werden. Eine Kommission bestehend aus 2 Vertretern der Städte und Gemeinden des Kreises soll versuchen, die Gemeinden in dieser schwierigen Frage unter einen Hut zu bringen um die erforderlichen Mittel zum Weiterbetrieb auf einigen Linien bereit steklen oder die Bahn ankaufen zu können. So sehr die Aufrechterhaltung des Betriebes im Interesse der Allgemeinheit zu begrüßen wäre, besteht u. E. u. bei der bekannten Finanzlage der Gemeinden wenig Aussicht, daß die erheblichen Mittel für den Weiterbetrieb aufgebracht werden können. ** Jugend und Sport. Wie die heutige Anzeige der Bilderschau Schwerte(Reichskrone) besagt, bietet der heutige Jugendnachmittag neben dem großen deutschen Film der Skagerrakschlacht in der Nordsee vom Mai Juni 1916, wo sich wohl 300 Kriegsschiffe 14 Stunden lang im Kampfe befanden, noch etwas besonders schönes für die Schwerter Jugend: 3 Akte deutsche Sportbilder asessaner. Fußball, Hockey, Tennis, Cricket, Radball und Wasservall. Lehrbilder, Wettkampfbilder, Ländergestrigen Sitzung der Preisprüfungsstelle wurde eine Behauptung, die in voriger Sitzung gefallen war, wonach der Kreis für die Mehlverteilung pro Sack ca. 1000 M berechne, dahin richtig gestellt, daß sich die Vergütung für den Kreis nur auf 550 M stelle. Die Preisprüfungsstelle nahm mit Vefriedigung von dieser Aufklärung Kenntnis. Weiter wurde dann über die Verhandlungen der verschiedenen Unterkommissionen mit den hiesigen Geschäftsleuten bezügl. der Preisgestaltung Bericht und das Entgegenkommen der hiesigen Geschäftswelt gebührend anerkannt. Ferner wurde berichtet über verschiedene bei der Staatsanwaltschaft anhängig gemachte Verfahren, die teils durch Bestrafung, teils durch Niederschlagung ihre Erledigung gefunden haben. Dann unterhielt man sich noch längere Zeit über die verschieden hohen Zuckerpreise in hiesiger Stadt, über die Pachtpreise für Kleingärten, die in gar keinem Verhältnis zu den Landpächten stehen und andere Fragen. ** Tötlicher Unglücksfall. Gestern, Freitag abend gegen 8 Uhr, kam der jugendliche Bahnarbeiter Gustav Flüshöh in der Ausübung seines Berufes auf dem hiesigen Hauptbahnhof beim Rangieren so unglücklich zu Fall, daß ihm beide Beine abgefahren wurden. Er starb bald darauf im hiesigen evang. Krankenhause. Wir bedauernmit dem Vater auf's tiefste den Verlust seines Sohnes als Opser für seinen Beruf. ** Kinder= und Märchenbücher. Es ist durchaus nicht leicht, gute Bilder= und Märchenbücher für die verschiedenen Altersklassen unserer Kinder herzustellen, die wirklich den Ansprüchen genügen, die man an ein gutes Kinderbuch stellt. Dazu gegehört nicht nur ein feines Einfühlungsvermögen in die Seele des Kindes und die Einstellung des Schriftstellers auf die kindliche Phantasic, sondern auch der Verzicht des Illustrators auf eine durchkomponierte Zeichnung. Je mehr sich Text und Bild der Einfachheit und Natürlichkeit des kindlichen Vorstellungsvermögens anpassen, desto größer wird der Eindruck sein, den ein solches Buck auf das Kind macht. Bei Carl Braus sind gute Märchenbücher zu haben. ** Hotel=Diebe. In ähnlicher Weise wie der „Kaiserhof“ ist vor einigen Tagen auch das Hotel „Zur Post“(Quadbeck) von Gaunern heimgesucht worden Dort hatte ein angebliches„Ehepaar“ Wohnung genommen. Während sich zunächst der „Ehemann“ mit der Beute unbemerkt aus dem Staube machte, mußte etwas später die„Ehefrau" die ihren Weg durch das Wirtszimmer nahm, für ihren Garten noch ein Arzneimittel aus der Apothete holen und blieb dann gleichfalls auf diesem Gange. Als man später Verdacht schöpfte und Nachschau hielt, war das Zimmer fast ganz ausgeräumt; sämtliche Bettwäsche, Handtücher, Dekken usw. sind verschwunden. Leider sind diese Gauner mit ihrer reichen Beute unbekannt enttommen. Mögen diese Fälle unseren Hotel=Wirten zur Wahrnung dienen. Art läßt nicht von Art. Roman von H. Hill. 106 (Nachdruck verboten.) Weigelt beteuerte, daß er niemals die Absicht gehegt habe, der Komtesse ein Leid anzutun, daß er im Gegenteil fest entschlossen gewesen sei, sie gegen jede persönliche Gefahr zu schützen, und er versuchte sich darauf hinauszureden, daß der von ihm an dem Grafen verübte Totschlag die Folge eines Streites gewesen sei, der sich gerade über diesen Gegenstand zwischen ihnen entsponnen habe. Er schwor hoch und teuer, von der Brandstiftung nichts zu wissen, und wälzte alle Verantwortung für dies Verbrechen, das sich ja nach Lage der Dinge als Mordversuch charakterisierte, seiner Mitschuldigen zu. Diese aber hatte sich schon am dritten Tage ihrer Untersuchungshaft dem irdischen Richter dadurch entzogen, daß sie sich in ihrer Zelle das Leben nahm, und so war es nach Lage der Dinge in der Tat sehr wahrscheinlich, daß Weigelt bei der Hauptverhandlung nicht als Mörder zum Tode verurteilt werden, sondern mit einer langjährigen Freiheitsstrafe wegen Totschlags und Diebstahls davonkommen würde. Die Verletzung des Doktor Odemar hatte sich als verhältnismäßig leicht erwiesen, und nur an den Folgen der durch den Schlag herbeigeführten Gehirnerschütterung hatte er eine Woche lang empfindlich zu leiden gehabt. Aber seine kraftvolle Natur hatte diese Folgen überwunden, ohne daß irgendeine üble Nachwirkung zurückgeblieben wäre, und er hatte auf die herzliche Einladung des Freiherrn von Reckenburg brieflich erwidert, daß er ganz wiederhergestellt sei und heute auf Schloß Donnersberg erscheinen werde. Eine innere Stimme hatte der Komtesse zugeflüstert, daß er sicherlich seinen Weg durch den Rosengarten nehmen werde, um zuerst das Erdensteckchen zu grüßen, auf dem sie mehr als einmal in verschwiegener: Stelldichein glücklich gewesen waren. Und Liebende auftauchen sah. Und durch nichts in der Welt hätte sie sich zurückhalten lassen, ihm entgegenzueilen und sich mit einem jubelnden Freubenschrei an seine Brust zu werfen. Ein paar Minuten lang vergaßen die Liebenden in ihrer Seligkeit alles, was außer ihnen und ihrem jungen Glück noch in der Welt sein mochte. Plötzlich aber machte sich Doktor Odemar sanft aus Ediths Armen los, und indem er einen Schritt zurücktrat, sagte er: „Vergib mir! Ich habe vielleicht einen schnöden Raub begangen, als ich deine Küsse hinnahm und erwiderte. Denn ich habe dir ein Bekenntnis abzulegen, nach dessen Empfang du dich möglicherweise von mir abwenden wirst als von einem Manne, der seiner Herkunft nach der Verbindung mit einer Gräfin Donnersberg unwürdig ist. Alles, was ich zu meiner Rechtfertigung anführen kann, ist, daß ich selber es erst seit dem heutigen Morgen weiß, und daß es mir noch immer mehr als ein böser Traum erscheinen will. Wenn ich auch den Namen, unter dem du mich kennen gelernt hast, mit voller Berechtigung führe, weil ich von den Leuten, die ich bisher für meine Eltern hielt, in aller Form adoptiert worden war, so ist es doch nicht der Nawe, unter dem ich auf die Welt gekommen bin. Und du darfst nicht erschrecken, wenn ich dir diesen Namen nenne. Er lautet—— Brandenfels.“ „Das heißt, du bist der Sohn——“ ..„Der Sohn des Majors Brandenfels— ja. Es ist für oich eine furchtbare Enthüllung— nicht wahr?“ reizendes Lächel. Lesicht des sungen Mädchens glitt ein auf die Schultern,un särtlich legte sie ihm ihre beiden Hände #Es ist überhaupt keine Enthüllung für mich, du törichter Faun:„Denn ich weiß es bereits aus dem Munde meines genen pflegen durch derartige Ahnungen selten getäuscht zu werden. Sie saß kaum eine Viertetstunde auf ihrer Bank, als sie Seitslt nes aslisbten Manuss Amlichen den Rüicten Retter= a#nt ich weiß es bereits aus dem Munde meiner # 9#utt, der mir mitteilte, daß ihm schon vor der letzten Ralustrophe derartige Vermutungen gekommen seien. Denn nur auf diese Art habe sich das widerspruchsvolle und teilweise ganz rätselhafte Verhalten des Masers erklären lassen. Ganz klar ist es mir allerdings bis jetzt noch nicht geworden, weohalb dein Vater dich anderen überließ, wahrend er diesen Sohn seiner Schwester wie sein eigenes Kind „er glaubte zu meinem Bestem zu handeln, weil er vamit mich nicht an seinem Abenteurerleben teilnehmen lassen wollte. Ich sollte in einer reineren Atmosphäre aufwachsen, als es die war, die ihn umgab. Dem Sohne seiner Schwester gegenüber aber war er offenbar weniger rücksichtsvoll und gewissenhaft.“ „Aber wenn dies sein Beweggrund war, so haben wir ja die triftigste Ursache, ihm von Herzen dankbar zu sein,“ rief Edith.„Wer weiß, ob ich jemals das Glück gehabt hätte, dich als den berühmten Dichter kennen und lieben zu lernen, wenn er weniger zartfühlend gewesen wäre.“ Tief ergriffen, aber noch immer ein wenig zweifelnd, blickte ihr Odemar in die leuchtenden Augen. „Kann dies denn aber wirklich dein Ernst sein, Liebste? Kann ich es denn noch wagen, meine Augen zu dir zu erheben — als der Sohn eines Mannes, der——“ „Der durch unglückselige Verhältnisse gezwungen worden ist, mancherlei Unrechtes zu tun? Das war es doch wohl, was du sagen wolltest? Aber du mußt sehr klein von mir gedacht haben, wenn du im Ernst derartige Befürchtungen gehegt hast. Denn erstens liebe ich doch nicht deinen Vater, sondern dich, und zweitens habe ich nicht die mindeste Veranlassung, auf irgend jemanden von oben herabzusehen, nur weil es einen dunklen Fleck in seiner Familiengeschichte gibt. Ich brauche dir das doch wohl nicht erst noch weiter auseinanderzusetzen.“ Hochbeglückt schloß Odemar die Geliebte aufs neue in seine Arme. Sie aber suchte mit fragendem Blick seine Augen, und nachdem sie eine kleine Weile mit sich selber gekämpft hatte, sagte sie: „Mit dieser Ueberraschung war es also nichts. Eine andere Aufklärung aber bist du mir allerdings noch schuldig, und du darfst mir nicht zürnen, wenn ich sie jetzt von dir erbitte, damit nichts Geheimnisvolles und Unausgesprochenes mehr zwischen uns sei.“ ### Frage mich, was du willst. Ich verspreche im vorauu, Uug ug dil keine Antwort verweigern werde.“ *: Noch einme Allen Angestellte gestern der„blaus wurde zum 1. J. greifen des Krei also den Betrieb Westhofen. kanntmachung me Steuern und G vor der wenig an ren. Westhosen. T beschädigten und morgen, Sonntag Amtshaus, seine für die Kriegert gütigst mitwirken Westhofen. 3 beiden ältesten „Männergesangve einstätigkeit zuri einem Verein zus men Namen„Sät Chorleiter wurde wählt. Der weit sangverein„San Die verga mit Kälte und S wieder um, das alten Schmutz: Leben dieser Zei als wären wir 4 dann sitzen wir! wie wäre uns de ten zu wünschen Freude. Ob's de Ein Gang dur uns die volle Ge geht. In den A Herrlichkeiten zu Gemüt erfreuen, tagsüberraschung Preisschildern se und Tausender lassen dadurch: offen. Unsere li chen platt an d das Traumlan schlummert— fl wenn man heute von den vielen tert, dann begr. Geld haben kan Schirm aufspani ter regnet. In vielen Hi Weilnachtsliedet nachtsstimmung ohne Frühling, Schuld trägt? Zeit, um erst w echte Weihnacht wie vor Jahren christliche Weihr eben inzwischen man alles Erl wieder in uns. Verwandelte M was nutzt alleKinderzeit zuri wieder. Ja, die Wul sche schon beim rechnet, werder sehr bescheiden höchstens den bald einsehen: wir es verdien Ein jeder M Die reicht an Für Eisenba In Autodro Die sich hier Aus vollen Ich möcht'n Und weiß 5 O große Zei O neuer W Wär' ich Be Verlegte ich Ich weiß ge Und sparte Dann könn So weiß ich Eine Wei Zuckerkarte. süßen. Aber Denn vor u also: Da lauf' Um ein Iu Ausländise Inladbe Will man Heißt es: Dabei gib Für unste Schnell n *: Noch einmal Stillegung der Straßenbahn? Allen Angestellten der Hörder Kreisbahnen ist gestern der„blaue Brief" zugestellt worden; ihnen wurde zum 1. Januar gekündigt. Nür ein Eingreifen des Kreises oder der Gemeinden könnte also den Betrieb noch aufrecht erhalten. * Westhofen. Eine gestern veröffentlichte Bekanntmachung mahnt an das Zahlen rückständiger Steuern und Gebühren, um diejenigen, welche. vor der wenig angenehmen Beitreibung zu bewah. ren. Westhosen. Der hiesige Verband der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen veranstaltet morgen, Sonntag, nachm. 3 Uhr, bei Schulte, zum Amtshaus, seine diesjährige Weihnachtsbescherung für die Kriegerwaisen. Der Zitherverein wird gütigst mitwirken. Westhofen. Sänger=Vereinigung. Die beiden ältesten Gesangvereine„Eintracht" und „Männergesangverein“, die auf eine 70jährige Ver einstätigkeit zurückblicken können, haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen unter dem Namen Namen„Sängervereinigung Westhofen". Als Chorleiter wurde Herr W. Peters, Schwerte, gewählt. Der weitere Zusammenschluß mit dem Gesangverein„Sangeslust“ ist gescheitert. Schwerter Wochennachklänge. Die vergangene Woche hatte so schön mit Kälte und Schnee eingesetzt und dann schlugs wieder um, das Wetter und wir hatten dann den alten Schmutz Das ging so, wie im politischen Leben dieser Zeiten, wo es manchmal so aussieht, als wären wir auf erfreulichen Höhepunkten und dann sitzen wir wieder drin im alten Dreck. Ach, wie wäre uns doch auch ein politischer Weihnachten zu wünschen mit wahrem Frieden und rechte: Freude. Ob's denn ganz ausbleiben wird? Ein Gang durch die Srtaßen unserer Stadt gibi uns die volle Gewißheit, daß es auf Weihnachten geht. In den Auslagen der Geschäfte sind all die Herrlichkeiten zu schauen, die nicht nur Herz und Gemüt erfreuen, auch für den Magen eine Festtagsüberraschung sein könnten Aber auf den Preisschildern schwirren die schwarzen Hunderter und Tausender im Zahlenrausch um uns her und lassen dadurch manchen sehnsuchtsvollen Wunsch offen. Unsere liebe Jugend quetscht sich die Näschen platt an den Spiegelscheiben, hinter denen das Traumland der Kinderweihnachtswünsche schlummert— für viele unerreichbar fern. Doch wenn man heute sieht, welcher Segen schon allein von den vielen Notgeldbildern auf uns herabflattert, dann begreift man nicht, wie jemand kein Geld haben kann. Ja. man darf eben keinen Schirm aufspannen, wo es Tausender und Hunderter regnet. In vielen Häusern erschallen die alten trauten Weilachtslieder. Und doch: die richtige Vorweih. nachtsstimmung fehlt. Ob dieses komische Jahr ohne Frühling, Sommer und Herbst daran die Schuld trägt? Wohl mancher verschliefe die tolle Zeit, um erst wieder aufzumachen, wenn wirkliche, echte Weihnachtslichter in der Welt brennen; so wie vor Jahren, als noch„Friede auf Erden" die christliche Weihnachtsbotschaft verkündete. Es ist eben inzwischen zu viel geschehen. Gern möchte man alles Erleben zurückrufen. Es klingt nicht wieder in uns. Wir selbst sind anders geworden Verwandelte Menschen, verwandelte Umwelt. Aber was nutzt alles Jammern. Wenn man auch die Kinderzeit zurückwünscht, sie kommt doch nicht wieder. Ja, die Wunschzettel von heute, wo jeder Deutsche schon beim Erwachen mit vierstelligen Zahlen rechnet, werden bei den meisten Menschen wohl sehr bescheiden ausfallen müssen. Wir dürfen höchstens den Wunsch äußern, daß die Welt recht bald einsehen möge, daß es uns schlechter geht, als wir es verdienen. Ein jeder Monat bringt Gehaltszulage. Die reicht auch immerhin auf ein paar Tage Für Eisenbahn und saubre Oberhemden. In Autodroschken=reisen reiche Fremden, Die sich hier vollzuprassen wenig scheuen, Aus vollen Schüsseln, aus gesüllten Glas. Ich möcht' mich auch so gern auf etwas freuen, Und weiß doch nicht, auf was! O große Zeit des Lügens und Betrügens! O neuer Winter unsres Mißvergnügens! Wär' ich Betriebsrat, wie so viele Männer, Verlegte ich den Mai gleich in den Jänner. Ich weiß genau, ich würd' es nicht bereuen, Und sparte mir Verstimmung. Koks und Gas. Dann könnt' ich mich mit Rechr auf etwas freuen, So weiß ich#icht, auf was! Eine Weihnachtsfreude wurde uns ja: Die Zuckerkarte. Nun können wir uns die Zeiten versüßen. Aber auch das gelingt noch nicht allen. Denn vor uns liegt ein Stoßseufzer, der lautet also: Da lauf' ich nun, ich armer Schlucker, Um ein kumpiges Pfündchen Zucker! Ausländischer ist nicht zu bezahlen, Inlandszucker kann man sich malen—. Will man die neue Ernte probieren, Heißt es: Sie müssen erst raffinieren! Dabei gibt's Zucker nach Belieben Für unsre Schieber nämlich, zum Schieben. Schnell nach drüben! Im Augenblick Kehrt er als Auslandszucker zurück, Und hat doch grad' nur die Grenze passiert! Ist der noch nicht genug raffiniert?! Seht, da sind also auch wieder trübe Bilder zu schauen. Und so bleibt es, wenn wir unser Glück und unsere Weihnachtsfreude in äußerlichen Dingen suchen. Drum hält sich der innerlich gerichtete Mensch auch immer mehr an die bleibenden Werte. „Liebet Euch untereinander!" Deutsches Volk, wenn du nach diesem Heilandswort handelst, so wirst du ganz von selbst den Weg der Wahrheit finden trotz der Gegenarbeit. Haben nicht, bei Licht besehen, trotz der wunderschönen Programme alle Parteien während der letzten Notjahre versagt, mochten sie die Wahrheit noch so oft am Rockzipfel fassen, mochten unter ihren Führern gern welche sein, die wahrheitsliebend genug waren, um im stillen Kämmerlein selbst die Erfolglosigkeit zuzugeben! So war man ein arm seliger Lebensdilettant. Das System der Partesen bleibt eben ein Schachspiel. Das Brett ist Deutschland, die Figuren die verschiedenen Volksklassen, die Offiziere die Parteiführer. Und der Erfolg, schachmatt auf der ganzen Linie! Die Liebe aber nimmt einem jeden die Parteibrille von den Augen und lehrt ihn, jeden Mann der deutschen Blutes ist wie er,„Bruder“ rufen ohne Vorbehalt. Und diese Liebe führt auch äußerlich zur Freiheit durch Einigung. Hat aber unser Vaterland aufgehört, der Aashaufen der Welt geier zu sein, so wird es auch die„Sieger“ erlösen Drum freue ich mich doch auf Weihnachten und sage mit Gustav Schüler: Den Tag durch freue ich mich drauf, Und nachts steht's Lichtlein wieder auf. All meine Sinne Kindlein sind, Die lauschen: Heut kommt's Christuskind. Das Herz fegt alle Winkel rein: Christkindchen, ziehe bei mir ein! * Hohenlimburg. Einen guten Fang machte die hiesige Polizei. Sie nahm zwei schwere Jungen von auswärts, die ungezählte Ueberfälle auf dem Gewissen haben, hier fest. Man fand bei ihnen zahlreiche goldene und silberne Uhren Brieftaschen, Zigarren= und Zigaretten=Etuis, Bekleidungs= und Ausrüstungsstücke, Schmucksachen, wie Ringe, Broschen usw., die sichergestellt wurden, während die Räuber hinter Schloß und Riegel kamen. Geschädigte wollen sich bei ihrer zuständigen Polizeiverwaltung melden. Herdecke. Ein ungeratener Sohn hatte sich in der Person des Arbeiters W. von hier vor dem Schöffengericht in Hagen zu verantworten. Der mißratene Bursche bestahl seine Eltern um Wäsche, Uhr usw. Er arbeitete dann in Dahl. wo er seinemArbeitgeber unter der Angabe, heiraten zu wollen, einen Vorschuß in Höhe von 5000 Mark abschwindelte. Hagen. Hoffnungsvoller Bursche. Gestern. überraschten zwei Polizeibeamte einen 14jährigen Schüler dabei, als er bei einem Althänd. ler in Altenhagen Blei verkaufen wollte. Der Junge gestand, das Blei vom Dache des Hauses, in dem seine Eltern wohnen, gestohlen zu haben. Schon vor einigen Wochen hat der Bursche bei dem Althändler ein Geschäft gemacht und den Erlös von 1800 Mark in Zigaretten und Süßigkeiten um gesetzt. Burscheid. Verhängnisvoller Schuß. Der Eisenbahnarbeiter Richard Schröder aus Hil gen wurde vor einigen Wochen von einem Land. wirt in dessen Baumhof angeschossen. Eine schwere Blutvergiftung war die Folge des Schusses. Schröder ist nun durch den Tod von seinen Qualen erlöst worden. Der Landwirt wurde in Haft genom mien. Hannover. Zu der Schieberaffäre hannovers ver Schüler ist mitzuteilen, daß sich ein 16jähriger Sekundaner heute in der Wohnung seiner Eltern erschossen hat. Ein Banklehrling, der den Schülern 30000 A zu Schiebergeschäften gab, ist gestern, nach Unterschlagung von einer halben Million geflüchtet. Die Untersuchung zieht weite Kreise. Preien r4 ***** Jußball. Die Zeit bis zum Wiederbeginn der Meisterschaftsspiele im Februar nützen die Vereine zu Gesellschaftsspielen. Schwerte 06 fährt mit der Liga unter Ersatzeinstellung nach Neheim, um dort der Gauliga=Mannschaft ein Freundschaftsspiel zu liesern. Auf dem Platz hinter der Töchterschule, der noch in zweifelhaftem Zustande ist, soll am Sonntag die Austragung eines Spieles versucht werden. Jahn=Altenhagen 2 liefert dort um 2,30 Uhr der 4. von 06 ein Rückspiel. 5 Jugendmannschaften von 06 begeben sich nach Hagen zum Ver einsjugendtampf gegen Hagen 1860. Abfahrt 1 und la 8,35 Uhr, 2a, 25 und Ba 11,43 Uhr. Einen beachtenswerten Gegner hat Union nach hier geln. den. Sportfreunde 09 Königssteele 1.(A=Klasse) wird um 3 Uhr auf dem Sportplatz„Schützenhof gegen Anion 1. antreten. Am vorigen Sonntag tat Union dar, daß es noch Tore zu erzielen weiß. Morgen sollte das allerdings nicht zu leicht wer den. Die Klasse und Güte des Gegners bürgt für ein gutes Spiel und eine annehmbare Zuschauerzahl. Vorher, um 1,30 Uhr, ist ein Treffen Union 2.— Hohenheide 1.(Verbandsneuling in der#C Klasse angesetzt. Die 3. Mannschaft von Union trägt in Herdecke ein Gesellschaftsspiel aus, die 1., 2. und 3. Jugend stattet den gleichen Mannschaften des T. und Sp. Eckesen einen Besuch ab. * Tagung des Westdeutschen Spielvekbandes in Efsen. Der Vorstand des Westdeutschen Spielverban des lädt die gemischten Turn= und Sportvereine auf morgen vormittag 10 Uhr nach Essen(Städt. Saalbau, Kammer=Musiksaag) zu einerTagung ein. Die Versammlung wird sich mit den durch Mei nungsverschiedenheiten zwischen den Verbänden für Turnen und Sport aufgeworfenen Fragen beschäftigen. Außerdem haben die Verbandsausschüsse wichtige Sonderberatungen. Der Besuch der allgemeinen Tagung ist den gemischten Turn= und Sportvereinen d. WSP. dringend anzuraten. Turnen. Der EssenerTurnerbund hat vom Deutscher Fußballbund die Erlaubnis zu einer Spanienreise bekommen. 6 Spiele sind vorgesehen. Die Abreise erfolgte schon vorgestern über Paris. Radsport. Ein 6 Tage=Rennen in Neuyork wurde von dem Paar Goutlet=Belloni gewonnen. Der Partner des Deutschen Rütt, Lorenz, war durch Sturz schon kurz nah Beginn ausgeschieden. Rütt verband sich für die Weiterfahrt mit einem Amerikaner Mac Beath als neuen Partnex und beendete das Rennen an zehnter Stelle. Derartige Rennen haben eigentlich keinen besonderen sportlichen Wert. In Amerika ist man allerdings anderer Meinung darüber, als bei uns. Jugen dversammlung von 06. Heute nachm. 6 Uhr versammelt sich die In gend von 06 im Anschluß an die vorzüglich beleh rende Vorführung in der Bilderschau im Hotel zur Post. Achtung Schwerte! Jugendliche und Freunde von Turnen und Sport: Heute, Samstag, bietet die Bilderschau nachm. 4 Uhr. Schwerte(Reichskrone) für einen kleinen Eintrittspreis den deutschen Turnund Sportfilm. Der deutsche Sport. 1. Fußball. Vorübungen. Regelwidrigkeiten, Richtiges Zuspiel. Schülerspiel.— Wettkämpfe: Berlin=Dänemark, Berlin=Schweiz. Budapest=Berlin, 10000 Zuschauer, Glänzende Abwehr. 2. Hockey. Aufblühender Sport. Verbandsspiele. Wett spiele: Charlottenburg=SpP. Berlin. 3. Tennis. Der elegante Sport. Internationaler Wett kampf. Damenspiel. Herrenspiel. 4. Cricket. Sommerscort, Meisterschaftsspiele. Verteidi gungen. 5. Radballspiel u. Wasservall. Humoristische Szenen. Diese interessanten Sportvorführungen finden nur heute Samstag. nachm. 4 Uhr, statt.(Siehe auch Anzeige.) Cleve.„Der Schwanenturm brennt!" Das Feuer war in dem Archiv des Clever Landgerichts ausgebrochen, das an dem dort aufbewahr. ten Aktenmaterial und den sonstigen Papieren rei che Nahrung fand und den starken Qualm verur. sachte Erst nach Einschaltung einer Hochdruckrumpe konnten größere Mengen Wassers auf die schwelenden Papiermassen geworfen werden. Nach mehr als zweistündiger angestrengter Arbeit war die Gefahr behoben. Tchie Brühimelrungen. Richt 44, sondern 64,7 Prozent Erhöhung der Beamtengehälter. TU. Berlin, 16. Dez. Wie uns zuverlässigst mitgekeilt wird, beträgt die gegenwärlige Einkommen=Aufbesserung der Beamten gegenüber Ende November nicht 44 wie zuerst angegeben, sondern 64,7 Prozent. Die entrichtete TU. Paris, 16. Dez. Die Goldmillion, die Deutschland als Sühne zu bezahlen hat, ist den verbündeten Regterungen gestern übergeben worden im Mliner Kaiser-Friedrich-Nuseum In den letzten Wochen sind zahlreiche Dieb stähle in den Räumen des Kaiser=Friedrich=Museums in Berlin verübt worden. Die Museums Direktion hat daraufhin die Ueberwachungsmaß regeln verschärft und den Wachtbeamtenstand, so weit es sich finanziell ermöglichen ließ, vermehrt. Trotzdem ist jetzt während der Besuchszeit abermals aus mehreren Vitrinen überaus wertvolles Kunst iaterial geraubt worden. Die letzten Nachfor schungen haben den Verdacht aufkommen lassen, daß als Täter zwei bis drei Ausländer in Frage kommen, die in ihrer Sammelwut die sehr wert vollen Gegenstände für ihre Privatsammlungen geraubt haben. Es ist allerdings auch nicht aus geschlossen, daß eine Bande internationaler Mu seumsdiebe zurzeit Berlin heimgesucht. Der Hungerkrieg gegen die Infolge der Weigerung der brannschweigischen Landesregierung, die Zuschüsse an die Kirche der Geldentwertung entsprechend zu erhöhen, beziehen die wangelischen Geistlichen in Braunschweig heute ein durchschnittliches Monatseinkommen von 5 700 M. ein knappes Fünftel der Beamiengehälter von Gehaltsgruppe 1. Zahlreiche Pfarrfamilien. besonders die Psarrerwitwen, hungern und frieren. Neue Hilfe Amerikas für Jeutschlauds Kinder. Neunork, 16. Dez. Wie aus Washington ge meldet wird, brachte das Mitglied des Kongresses Newton eine Eintschließung ein, nach der eine Summe von 70 Mittionen Dollar dazu verwend:! werden soll, der Unterernährung in Deutschland und Oesterreich abzuhelfen. Für diesen Betrag sollen in een Vereinigten Staaten Lebensmittel gekauft werden. Der Friedensvertrag habe die Hergabe von Milchfühen und anderen für die Ernährung wichtigen Dingen gefordert und eine große Menge Kohlen für Frankreich und Belgien neggenommen. Newion sagte dann: Wir sind eine christliche Nation. Während Deutschland und Ocbterreich im Kriege unsere Feinde waren, sind sic jetzt unsere besiegten Gegner. Ich bin dessen sicher, datz Amerika nicht zusehen wird, wie hilflo: Frauen und Kinder durch Kälte und Hunger zugrunde gehen. Der Orient=Sxpreß eingeschneit. TU. Athen, 16. Dez. Der Orient=Expreßzug. der am Montag abend von Athen abfährt, ist in den mazedonischen Bergen seit 24 Stunden ein geschucit. Der Schnee liegt drei Fuß haot. Handel und Borse volkswirtschaft Auslands-Wedselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Wen zahlle deutsche Mark: ü: am 12 12. 1 belgische Franken 546,13 1 dänische Kronen.. 1745,62 1 englisches Pfund. 38802,75 1 französische Franken 596.— 1 holländische Gulden 3371,55 1 italienische Lire 421,44 1 polnische Mark 1 schwedische Kronen: 2269,31 1 schweizerische Franken 1583,53 1 tschechische Kronen. 261,34 Stadttheater Dortmund. Sonntag, 17. Dez. 7—9½ Uhr. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Rittwoch, 2. Dez 3½—5¾ Uhr. Dirs neugierige Sternlein. am 15 12. 495.25 1538.64 34513,50 538,64 2967,56 369.07 1990.— 1396.50 222,94 8418,90 7406,43 Sottesdienste am Sonntag, 17. Jezember. Große Kirche 9,30 Uhr: Pastor Wischnath. 11 Uhr: Kindergottesdienst Kleine Kirche. 10 Uhr: Pastor Nell. 5 Uhr: Pastor Wischnath. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Nell Westhosen. 10 Uhr: Paster Klinker. 11,15 Uhr: Kindergeitesdienst. Montag abind 7,40 Uhr: Bibelkursus in der alten Schule. Evangel. Stadimission, Kuhstraße 7. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Evangelisationsvortrag: „Die rechte Weihnachtsfrende“ (Redner: Schriftietter Riezter); abends 8 Uhr: Gemeinschaltsstunde. Mittnoh abends 3,30 Uhr: Gebetsstunde. Kath. Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. 8¼ Uhr: Schulmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2½ Uhr: Andacht. 5 Uhr: Jünglings=Sodalität. Getsecke. 7¼ Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. 5 Uhr: Kirchenbau verein. Westhofen 9¼ Uhr: Hochamt mit Predigt. Holzen. 9 ¼ Uhr: Hochamt mit Predigt. Weihnachten steht vor der Tür. Allen Haus frauen kann man mit Maggi's Erzeugnissen (Magei's Würze, Maggi'e Suppen, Magni'Fleischbrühwürfeln) Freude bereiten. Durch ihre vielseitige Verwendbarkeit helfen sie das teure Fleisch, Kohlen und Gas sparen; außerdem erleichtern sie die Ko#harbeit. ### Lichtspiele „Zur Reichskrone" Eiisaboth kenher Witheim Opating Verloble Mutterstadt(Pfalz) Schwerte 16. Dezember 1922. Gott dem Allmächligen hal es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, heute Nacht 12½ Uhr, nach kurzer, schwerer Krankheit, meine liebe unvergeßliche Frau, meine treusorgende Mutler. meine liebe Tochter, unsere Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Bekanntmachung. Die rückständigen Steuern, Gebühren und Abgaben für das 3. Vieleljahr des Steuerjahres 1922 sind bis zum 18 ds. Mis. zu entrichten. Vom 19. ds. Mis. ab werden die Rückstände zwangsweise beigetrieben und sind von diesem Tage ab die Mahngebühren bezw. Beitreibungskosten fällig. Eine Mahnug durch Mahnzetlel erfolgt nicht mehr. Es wird empfohlen, bei der Einzahlung das diesseitige Postscheckkonto Nr. 15397 Dortmund und das Scheckkonto Nr. 9 der Sparkasse zu Schwerle, sowie das Konto beim Barmer=Bank=Verein Schwerte zu benutzen. Westhofen, den 12. Dez. 1922. 5789 Die Vollstreckungsbehörde: Weistenhöfer, Amtsrentmeister. Johanna ged. Koenig im blühenden Alter von 25 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In liefem Schmerz: Offermann da Offermann Famisie Ww Adolf Aoenig Familie Zeinrich Offermann Schwerte, Hennen. Neubachenbruch, Lehe, den 15. Dezember 1922. Nur 3 Tage! Samstag Sonntag Der größte SensationsKriminal=Schlager: Von der Zensur freigegeben! Aus d. Schwarz= buche eines Polizei-Kommissars in 3 Teilen. 16 Abteil. 1. Teil: Verwischte Spuren. Der gr. Auslandsfilm: Recht auf Liebe. Drama in 5 ergr. Akten. Fatth in Garage. Lustspiel in 2 Akten. I 9 Lichtspiele zum alten Rathaus Samstag—Sonntag Nur 2 Tage! Shlbester Theater=Verband v. Schwerte u. Umg. (E. V.) Die Beerdigung findet Montag, den 18. Dezember 1922, nachmittags 3“, Uhr, vom elterlichen Hause, Klusenweg 18, aus, statt. in feinem gRoden in seinem groß Kriminalfilm. Bitkler Abello Obiger Verband veranstaltet am 17. Dezember im Saale Milberg(Wessäl. Hoi) Bahnhofstraße, einen Bunren Abend mit anschließendem Ball.— Zur Auf führung gelangen die besten Couplets, Duette und Possen.— Kassenöffnung 3½ Uhr, Anfang 4 Uhr.— Zu zahlreichem Besuch ladet ein der Vorstand.—— Bekanntmachung. Jussuf ei Janit der Wüstenräuber. Kriminaldrama in 7 gewaltigen Akten. Der Wert der Sachbezüge der Versicherten Personender in Stadt Schwerte wird gemäß§ 160 Absatz 2 der Reichsversicherungsordnung vom 1. Januar 1923 wie folgt festgesetzt: Berufsgruppen: Welhnachte=Rucstraung! Feine Lederwaren! Besuchstaschen Geldscheintaschen Damenhandtaschen Portemonnaies Toiletten Nagelpflege„Etnis Handarbeits Uhrarmbänder Brieftaschen Scheinportemonnaies Zigarren= und Aktenmappen Schulranzen Schreib=Einis Visites Japantaschen Die Rächte Ruppert Scharba. Abenteuer= u. Detektiv= film in 5 Akten. 2 Weihne chlsGbschieln 4 siod.# Peize Bldersban Schwerte Größte Auswahl in Füchsen, Wöllen, Seal, Nerz, Marder, Opossum Pelz-Vertrieb Dostmund, nur Königswall 6 1 Treppe, kein Laden, gegenüber der Bahnpost. Sontag geölfnet! Samstag, d. 16 Dez., nachm 4 Uhr: Der deutsche Film von der Seeschlacht 14 Stunden Nordseekämpfe mit 300 Kriegsschiffen im Mai—Juni " 1 9 1 6. Anschließend: Fröhliche Bilder. Vatti in der Garage Vorher: Der deutsche Sport: Fußball, Hockey, Tennis Cricket, Radball, Wasserball Musikspiele. Einlaß ½4 Uhr. Preise 20.—, 30.— und 40.— Mk. : 0=d:e:o:n barietee-Palast Dortmund Brückstraße 39/41 Vom 16.—31. Dez.: 1922: Sonntag, d. 17. Dez.: Große: Elite=Vorstellung!: : Nachm 3¾ Uhr bei: ermäßigten Preisen.: Abends 7,30 Uhr: : Das neue sensationelle: : Weih nachts pro gramm!: ; M o h a m e d E r g i = Araber=Truppe(6 Pers.); : Gert& Gräfe,: Exentriks Skatsch„Alles; s in Trümmer". Drei Bruhns, die: zoriginellen Akrobaten. 3 Dia— Medes Ares: : Comp., seriös komische: Diabolo=Spieler. 3 * Herakles Trio, die: : phänomonalen Equili= 1e bristen. Hans Arrino, Meister: :=Jongleur: : Sieben Oranie=Blu: men, Holländ. Ense O ine schöne 4 Zimmerwohnung auf dem Lande mit Stallung, großem Garten und 5 Morgen Ackerland und Weide, gegen eine 4 Zimmer=Wohnung mit Stall und Garten in der Nähe bei Schwerte zu tauschen gesucht. Zu erfr. i. d. Geschäftsst. Kängernhsagd.„: 2,#####rtenemble: Lustspiel in 1 Akt. 1## Mand Cutterston; : Compagnie, Meißner: Bier a unst, etn hrtft, die jeder weid. „erecht. Jäger, Wildforcher urt Gebrauchshundeteurd geleter haben muß. ist die mo atlich dreimal ercheiner de illustrierte und Jaad“. Irjeder Rummer bringt sie Beiträge erster Nitarbeiter. Wer als gereir Ganzi villu d nem die Heg. Wildnandes am Herzen begt sol kostenlos u. postewel eir: Probenum ner vom Berund Ses“ sl1 ger a. D. verlar gea, Im G: e##(: Porzelan=Kunst, er eherd : Willy Roberts, der: Conntag, d. 17. 12. 22.: erfolgreiche Humorist.: Großes:N B. Karten sind im: 5ee:: Vorverkauf an der To=: : Vorverkauf an der Ta=: :s geskasse von 10—1 Uhr: Hautkranke empfiehlt als Weihnachtsgeschenke M. Große, Schwerte Hagener Straße 18 AAttllltutl à Gesang Musik* . Tanze bieten Ihnen im trauten Heim — die neu eingetroffenen— 4 „ Pratcasb; Die schonste Weihnachtsfreude bereitet ein solcher Vox-Apparat mit seiner wunderbaren Tonfülle, die den verwöhntesten musihalischen Ansprüchen genügt.— Reiche Auswahl in ernster u heiterer Musik. Ein sohneller Kauf sichert Ihnen noch die Vortelle der Novemberpreise. Reiche Auswahl in sämtlichen anderen Musik-Instrumenten. Musikhaus Kümper Schwesto, Teichstr.(am Wilhelmsplatz). * Rllttlllltilttll.... Intelligenter Junge findet als Für Verheiratete mit eigenem Hausstand gelten mit Ausnahme des Satzes für freie Wohnung die gleichen Sätze. Der Wert der freien Wohgung wird für Verheiratete von Fall zu Fall seftgesetzt. Diese Festsetzung gilt auch für die dem Angestelltenversicherungsgesetz unterworfenen Berufsgruppen gemäß§ 1 Absatz 3 des Gesetzes über Aenderung des Versicherungsgesetzes für Angestellte vom 10. November 1922 Der Wert der Ziegeletarbeitern gewährten Schlafstelle einschließlich Feuerung und Licht wird je Kopf und Jahr auf 3000 Mk hiermit festgesetzt In besonderen Fällen bleibt beim Nachweis erheblicher Mehr= oder Minderwerte eine andere Festsetzung vorbehalten. Die früheren Festsetzungen des Wertes der Sachbezüge vom 18. Okt. 922 T B Nr 2270 f1 wird hierdurch hinfällig. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die höhere Bewertung der Naturalbezüge, welche zum Gehalt und Lohn gehören, höhere Beiträge für #o# Franken=, Juvaliden=, Hinterbliebenen= und ungestelltenversicherung zur Schwerte, den 15. Tezember 1922 Des Versicherungsamt der Stadt Schwerte: Rohrmann. Neuer se Machafen braun, f. Alter von 16—18 Schwert.— Wesisofen, Hut, Weite 55, umständeu Zu erfr. in der Geschäftsst. preiswert zu verkaufen. Zu erfrag. i. d. Geschäftsst. Aplerbeckermark 55 Sonntag, den 17. Dezember: TanzKränzchen. s und ab 4 Uhr zu haben.“ ; Telefon 3047 und 4900; Flechten, Krätze, SchönH heitsfehler, Hautjucken, Ar. Penghaus Bleichsucht, Magen u. Darmleiden, Gallenelches Fuyrwerks steine behandelt oder Ruto kann] G. Lohoff eine Hettstelle Schwerte, Hörderstr. 54 Sprechzeit 9—12, 3—5. L 1000 a. d. Geschäftsst. Krätzurgau Technikum Lemgo (Lippe) Höhere technische Lebranstalt Staatskommissar. „ Klavier beseit. schnell. 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Uebernahme v. Abbrucharbeiten und Verwertung des Materials. Schilling& Co., Schwerte Telefon 881. Bechestraße 5. 0 v# * Vobach-Schnitte sind erhältlich im Verlage dieser Zeitung. Aus dell Nelltse der Andde itte Vobachsind erhältlich im Verlage dieser Zeitung. W Die Winterbluse Zenn wir von der Winterbluse sprechen, dann müssen L wir zwei Kategorien unterscheiden; die Bluse im Hause, die Alltagsbluse, also die Bluse, die im weniger gut geheizten Raum den Körper genügend erwärmt, und die elegantere Bluse, die gesellschaftliche Formen zeigt. Selbstverständlich gibt es zwischen diesen beiden Kategorien sowie innerhalb jeder Variation unzählige Variationen, ganz nach Zweck und Geschmack. Gerade letzterer ist heute bei der Vielseitigkeit und der Toleranz der Mode bei der Wahl einer Form entscheidend. Oder wer hätte es noch vor einem Jahre gewagt, am Abend in einer hochschließenden Bluse zu erscheinen? Heute können wir uns bis zum Kinn zuknöpfen, wir sind immer noch modegerecht gekleidet. Unter' diesem„am Abend“ versteht man natürlich nur den kleineren, einfachen Kreis sowie Konzerte und Theater. Damit ist also gesagt, daß wir nicht nur die praktische Wollbluse, sondern auch die Seiden= oder Samtbluse hochschließen können. Ansere Abbildungen veranschaulichen drei hochschließende Blusen, von denen Abb. 2 und 3 für elegantere Zwecke gedacht sind, während Abb. 4 die einfache Hemde form zeigt. Alle drei Blusen sins mit Stehkragen gearbeitet#### jeder ist anders, so daß ausf##### der persönliche Geschmack entsih den kann. An Abb. 2 sehen wir den vorn schließenden Stehkragen, der mit einer übergreifenden Spite schließt und dessen Rand umgeschlagen ist. Abb. 3 schließt an der linken Seite und wird oben von Pelfröllchen begrenzt, eine Machart, die natürlich einen schlanken Hals erfordert, diesen aber dann reizvoll umrandet. Die Hemdbluse ist mit dem obligaten Stehumlegekragen ausgestattet, der heute wieder durch die lange Krawatte ergänzt wird. Selbstverständlich muß diese Krawatte der heutigen Tendenz folgend lang und schmal sein. Während Jacken und Mäntel und auch die Taillen eng und schlank erscheinen, greift man bei Abb. 1. Blusenrock mit seitlich eingesetzten Teilen. Hierzu Vovach=Schnltt E 8100, Größe II oder III, für M. 60.— nebst M. 6.— für Portou. Versand erhältlich. Abd. 2. Bluse mit Rückenschluß und Stehtragen. Hilerzu Vobach=Schnit D 8097, Hoöße 1 oder II, für M 60.— nebst M. 6.— für Porto u. Versand erhältlich. Abb. 3. Samtbluse mit Pelz= Abb. 4. Hemdbluse mit Stehumberandung und seitlichem legekragen und la ger zrndtiaSchluß. Hierzu Vobach=Schnitt warte. Hierzu Loduch Scht D8/96, Größe I1 oder III. für D 7989, Gröte I1 oder l11, für M. 60.— nebst M. 6.— für M. 30.— nebst M. 6.— für Porto und Versand erhältlich. Porto und Versand erhättlich. der Bluse häufig zu Säumchen, die durchgehend oder ausspringend doch eine gewisse Fülle geben. Die Säumchen bilden dadurch eine angenehme Abwechslung. Anter den verschiedenen Blusenformen steht die Jumperform immer noch obenan, zum mindesten die verlängerte Taille. And mit dem Jumper herrscht die Schlupfform. Unsere Bluse Abb. 3 ist zum Schlupfen eingerichtet, während Abb. 2 im Rücken schließt. Selbstverständlich muß der Schlitz lang genug, die Taillenweite weit genug sein, um ein bequemes Schlupfen zu ermöglichen. Als M sterial für die elegantere Bluse sind neben glatter oder gemusterter Seide, Samt, Velvet und von den glatten Wollstoffen Tuch, Trikotstoff und die modernen Ripsstoffe brauchbar. Bei gemusterten Stoffen muß man stets auf die Farbe des Rockes Rücksicht nehmen, zu dem man die Bluse trägt. Eine blau und rot gemusterte Bluse darf nur zu einem blauen Rock getragen werden. Wie die Bluse in der Farbe, so muz der Rock in der Machart abgestimmt sein, d. h. er darf nicht Formen und Garnituren zeigen, die als Ergänzung nur die Taille verlangen, an der sich die Garnitur wiede rholen kann. Wir haben hier zwei Röcke zur Darstellung gebracht, die als Blusenröcke dienen können. Abb. 1 ist schlicht in sich gearbeitet. Trägt man diesen Rock nur zu Schoß= und Jumperblusen, ist es ratsam, die seitlich angebrachten Knöpfe fortzulassen. Für Schoßblusen eignet sich dagegen der Rock, Abb. 5, vorzüglich. Biesensäumchen geben ihm eine Karomusterung, doch kann man statt dessen auch nur Perlstepperei ausüPn Will man einen Blusenanzug elegant gestalten, dann kann man z. B. zu einem schwarzen Seidenoder Tuchrock eine hellgraue Bluse aus Seide oder Kreppstoff tragen, die man mit etwas schwarzer Stepverei oder Stickerei ausstattet und dadurch einen Zusammenhang mit dem Rock findet. Nur bitte keine grüne Bluse mit grauer oder gelber Aus nattung zu einem melierten Rock. Das wäre der Gipfel der Geschmacklosigkeit. P. Gratz. T A Abb. 5. Blusenrock mit Biesensäumchen undKaromusterung.Vieszust d#ch echaitt F. 3552, Geüze f ooe. 11, für M. 60.— zeve. N. r.— für Porto u. Versand erhältlich. (OOnienen P##o c ee Woin ei u Mo bcrr16 Ooiher-Olobni# N. D0ober 6 3 vobachs Modenalben, Frauenzeitschriften und Schnittmuster empfiehlt und besorgt die Buchhandlung Carl Braus in Schwerte. Preisrätsel. Diesmal gingen 32 sauber geschriebene Auflösungen des Preisrätsels:„Zwieback, Zwiebel“ ein. Als Preis wurden drei scheine für den heutigen Nachmittag in der Bilderschau bestimmt und müssen dieselben heute. Samstag nachmittag um 3 Uhr gegen Vorzeigung der Dezembei=Quittung abgebolt werden von: 1. Hildegard Emde. 2. Otto Ressitek. 3. Wilhelm Schäfer, Geisecke. Diese drei Kinder hatten am schönsten geschrieben. Die folgenden Einsender können sich für die Lösung beider Rälsel, also auch des Versteck=Rätsels(Donau, Illar, Lech. Isar, Inn, Drau, Sau, Nad, Regen) einen Buchpreis abholen: Willy Hartmann. Walter Röhrscheidt, Heinrich Carle, Albert Giel, W. H., Hagenerstraße. Otto Wilkes, Gisela Kölling, Erwin Koch, Olto Schäfer, Kurt Schöttler, Helmut Giolt, Herbert Born, Josef Paul, Wilhelm Heimann, Walter Broer. Diese Bücherpreise sind am Dienstag nachm pünktlich 3 Uhr gegen Vorzeigung der Dezember=Quittung in Empfang zu nehmen beim Rätselonkel. Wilbelm Hücker erhält für sein drolliges, wirklich selbstgemachtes Rälsel noch einen bunten Bilderbogen. Ebenso Albert Giel. Das neue Preisräisel soll wieder leicht sein, damit viele Kinder raten können. Es ist das nachfolgende Rätsel von Alwinchen Voß: Bei 10 Grad Kälte schwitzen sie Und hatten doch nicht Plag' und Müh'. Amtliches Kreisblaft A Anser Brürt* Bilderreiche Jugenözeitschrift für die Schwerter Kinderwelt Kinder=Beilage zur„Schwerter Heitung“—1 1922 Nr. 42 Die Lösungen der Räse Uhr abgegeden sein. Genaue Anschrift, Vor= und Juname und die Jusicherung durch die Eltern, daß die Lösung seldständig erfolgt ist Schule und Klasse, Wodnung und Hausnummer aufschreiden. Die drei Sterne. Drei Sterne sind schon angezündet Von lichter Pracht. Ein jeder zu dem vierten kündet Die Weihenacht: Da ward geboren Von Gott erkoren Das Christuskind, Dem alle wir zu eigen sind. Jum 3. Advent. K 160 Frerk#— 53 U SSF ## 0 □ E 0 G S L *□ □ mS G 0 5 99—0 O 55 D S S•8S-8 *# 8·0 5121 6 6 93 65 Wofür? Die Hausfrau zeigte einer Besucherin einen neuen Hutständer, den sie für ihren Korridor gekauft hatte, als ihr kleiner Junge hereinkam, ohne seinen Hut abzunehmen. „Aber Hänschen,“ sagte die Mutter vorwurfsvoll,„wofür hale ich diesen Hutständer gekauft?“ „Für sieben Mark fünfzig,“ erwiderte Hänschen prompt, „aber du hast mir doch gesagt, ich soll es niemand erzählen.“ 82 Ein vielseitiger Herr. Carnso, der berühmte Sänger, erzelliert nicht nur auf diesem Gebiet. Er ist von Beruf Ingenieur, hat in der Artillerie gedient und ist außerdem ein sehr talentvoller Schwarz= und Weißkünstler. Merkwürdig. Der berühmte Erfinder Edison hat vor kurzem im Gespräch mit einem Freund erklärt, daß er seit zehn Jahren kein Telephon benutzt habe, und daß er, wenn möglich, alle Räume meidet, in denen Gasglühlicht gebrannt wird. Humor. Enttäuschung.„Bist du zu Mittlboch irgendwo zum Essen eingeladen, Nassauer?“ „Nein, alter Freund, noch nicht, wenn du also—“ *„Oh, ich wollte nur sagen, dann wirst du Donnerstag recht hungrig sein.“ Wie sah Beethoven aus? (Nachdruck verboten.) Von Beethoven existieren unzählige Porträts, Medaillons, Büsten, sie sind aber alle mehr oder weniger unähnlich. Nur eins stellt den großen Tondichter in aller Treue dar, wie er in seinem neunundvierzigsten Lebensjahre ausgesehen hat. Es ist von dem bayerischen Hofmaler Stieler gemalt, der längere Zeit in Wien lebte und mit Beethoven befreundet war. Oefters hatte er den eigensinnigen Meister gebeten, sich von ihm malen zu lassen, aber vergebens. Durch Vermittlung einer Frau von Brentano, in deren Familie er viel Freundschaft und Liebe gefunden, wurde sein Widerstand gebrochen. Der Komponist ist dargestellt, wie er gerade an der Missa solemnis arbeitet. Die sinnigen braunen Augen scheinen in eine andere Welt zu blicken; unvergleichlich ist dieser ganz in das Innere gekehrte Ausdruck des schafsenden Ton=Genius wiedergegeben, der auf keinem anderen Porträt Beethovens wieder zu finden ist. Stieler erzählte, Beethoven habe ihm versichert, daß er sich bisher nie habe malen lassen und es nie mehr tun werde, was er aller Wahrscheinlichkeit nach getan hat, da neben diesem Originalbilde alle anderen Porträts kalt, wild und fremd erscheinen, keines den tiefen, wohltuenden Ausdruck wiedergibt, welcher hier zur Liebe und Bewunderung auffordert. Die Haare, grau meliert schon, aber in Fülle, umgeben die prachtvolle Denkerstern. Die braunen Augen haben noch die Eigentümlichkeit, daß sie einen blauen Eindruck machen, weil der Augapfel mit einem Weiß umgeben ist, das einen merkwürdig bläulichen Schimmer ausstrahlt. Der Teint hat von den Pocken etwas gelitten, ist aber frisch und blühend. Ein roter, genial um den Hals geschlungener Schal hebt sich eigentümlich ab unter dem breiten weißen Hemdkragen. Im Waldesdunkel, von Laubwerk umrahmt, wie er den göttlichen Offenbarungen seines Genius lauscht, hat Stieler hier Beethoven verewigt. Das Bild kam durch Verlosung in den Besitz des Kammerbaumeisters Wilhelm Spohr, und später wurde es Eigentum seiner Tochter, der Gräfin Saurma. Die erste Zeichnung Beethovens mit Worten verdanken wir dem Beethovenforscher Ludwig Nohl. Dieser lernte in Augsburg eine Zeitgenossin Beethovens, die 1783 geborene Frau von Bernhard kennen. Sie war die Tochter des Herrn Ktissow, der im Anfang der achtziger Jahre von Reval nach Augsburg zog und sich dort verheiratete. Im Jahre 1794 kam sie als zwölfjähriges, aufgewecktes Mädchen nach Wien in das Haus des ersten Sekretärs des russischen Botschafters von Klüpfell. Als fertige Klavierspielerin schon die Klaviersonaten Beethovens besonders gut vortragend, zog man sie zu den familiären Musikunterhaltungen bei den Gönnern des jungen Meisters, den Fürsten Lichnowsky und Rasumowsky. Dort lernte Beethoven sie kennen und ihr Talent so schätzen, daß er ihr selbst von da an fast jedesmal ein Exemplar seiner jüngsten Klaviersachen, sobald sie im Druck erschienen waren, mit einem kleinen, meist scherzhaften Briefchen zuzusenden pflegte. Frau v. Bernhard erzählt:„Wenn er in unser Haus kam, steckte er gewöhnlich erst den Kopf durch die Tür und vergewisserte sich, ob nicht jemand da sei, der ihm mißbehagte. Er war klein und unscheinbar mit einem häßlichen roten Gesicht voll Pockennarben. Sein Haar war ganz dunkel und hing fast zottig ums Gesicht. Sein Anzug war sehr gewöhnlich und nicht entfernt von der Gewähltheit, die in jener Zeit und zumal in unseren Kreisen üblich war. Dabei sprach er sehr im Dialekt in einer etwas gewöhnlichen Ausdrucksweise, wie denn überhaupt sein Wesen nichts von äußerer Bildung verriet, vielmehr unmanierlich in Gebärden und Benehmen erschien. Er war sehr stolz; ich habe gesehen, wie die Mutter der Fürstin Lichnowsky, die alte Gräfin Thun, freilich eine sehr exzentrische Dame, vor ihm, der in der Sofaecke lehnte, auf den Knien lag, ihn zu bitten, daß er doch etwas spiele. Beethoven geruhte aber nicht, ihren Bitten zu willfahren.“— Auch sonst ist der Ton merkwürdig, den er sich gegen seine Gönner aus den höchsten Kreisen des Adels erlaubte. Mit Zmesball v. Domanovcez; der Cello spielte, ging er auf die rücksichtsloseste Weise um. Er sprach zu ihm oder schrieb wohl an ihn:„Mein wohlfeiler Baron“, oder:„Liebster siegreicher und doch zuweilen manquierender Graf" oder „Graf, Graf, Graf, liebster Graf, liebstes Schaf“. Solche und ähnliche Scherze ließen sich die Grafen und Fürsten von ihm gefallen. Das war in den Zeiten seiner Jugend und seines stolzen Uebermutes. Anders sah ihn Rochlitz im Sommer 1822 in Wien, fünf Jahre vor seinem Tode.„Wäre ich nicht vorbereitet gewesen,“ schreibt er,„sein Anblick würde auf mich störend gewirkt haben. Nicht das vernachlässigte, fast verwilderte Aeußere, nicht das dichte, schwarze Haar, das struppig um seinen Kopf hing und dergleichen, sondern das Ganze seiner Erscheinung. Denke dir einen Mann von etwa fünfzig Jahren, mehr noch kleiner, als mittler, aber sehr kräftiger, stämmiger Statur, gedrungen, besonders von starkem Knochenbau— wie Fichtes, nur fleischiger und besonders von vollerem, runderem Gesicht; rote gesunde Farbe; unruhige, leuchtende, ja bei fixiertem Blick fast stechende Augen; keine oder hastige Bewegungen; im Ausdruck des Antlitzes, besonders des geistund lebensvollen Auges, eine Mischung oder ein zuweilen augenblicklicher Wechsel von herzlichster Gutmütigkeit und von Scheu; in der ganzen Haltung jene Spannung, jenes unruhige, besorgte Lauschen des Tauben, der sehr lebhaft empfindet; jetzt ein froh frei hingeworfenes Wort— sogleich wieder ein Versinken in düsteres Schweigen.“ N. Pr. C. ) IE HTEEEOEOEEUUg1 SgomorSagSSS9S ##n D „OSEBSRES SE GUE B EMMM TSS %SEEOEE *•SS □ 52 □ ∆ S 89 22 = O 1— — 23 3•nS .* 8 85 " 5„- K—.2— S SCSBTLEE 8.19 " 268 5 T5USBSGE½SLL „SS BSOSZESOEEN GE9 WBmE SSSUSE ECBDOGSSS EUUS ODOEGEGTREFER 993“. Se SEbMTBE-BUSESE. □ 6 55 9 555 88, 0 9 3 * 59•- S SSSF S D 5 6 E SSSUBS ·OSGEES9 85 S 5 5 S "* 19 00 □□ 2 S 22 75 9 E 2681 * =* S•2 S 8.885 ∆ 3 # S SS.S DGSSSSG, nöFg-ebgin. En = SSESOgEPONSGS S5OTEE * 8.920 *2 8 EETPESS S S.-S E 98885 8.9—— 69 282 GEUESLS * SSgENE S SS2.5ES S“. ——• U 5= S 5 □ S 2 9 SSGSSSSE S E S Sa gpEGESSgESS SER. EESC EPSSSDE s.5“ Seg og. S 5H°PESPSSGEEEE —— S 5 2 5 * ∆ * 9 ∆ 56 8 # Sagr#g, B5. SSEEeSSG Bunhge-AOTENS• 9 BESEEETOETGOOgöESHEE SoAouats UzsOSGSGRUKNS TNG S g. S Sncs * ac = SE* ..** 0—.* S.955: S•2 50 D* * E“ G * S: OBASETEEE S E Sa# —— S 9s 9 5 2 a ee = S 22 = T= S 1 5 S 90 02 S S.551: S S SSDE # SEESSETHBTOSSSS SOSSMAE! E“TDSST9 FUA“ ( S. Jonge FEES * 8 Ser * C•*T * 5B EUES #N S8 E S S 1 S SOTSE a B8. · SugS SSgsSc. F•986nS9 n gPSGS5 50 *.— SSNG E S S 9.— S A02in 5 . S SSoPOEE STSRSS S SSuS AUEES a#. S S Sa SSgn. # 9 se S S6S, GSS ES 9#" a L F E TOSTOPOETE * 8-0 EUUDTETEO! — 3 6 S □ S• S T ü—•„SHnET SaELOSSOESE BEESOES S* 8 SS. FSSS GocS.. S0 9%• S 88 858. FLOUSBENT #—n„EE T DES SSSoTEEGCDEEE SgESS" S 85 "SBSERTTS „ HTSoxS G E 88- GOEESSSnRG SSE RSBEES SENS Ae-gOenEs = SOhogpen Ors S 9 ge.g #%osr G. E S S.g 9 D# 1 5— E SSTLGU-• SÖE, EGGSESLNG, EESEERBS B. 830 LI SSAE Se. E. GAEEE USLHNERSE etne M e 742 ∆ Rberts-Eachet in Ganzleinen, Halblader, Ganzleder K goment Autoren, Herzog, Keller, Rosegger, Zahn, Löns, Ganghofen, Speckmann Romane, Novellen, Erzählungen usw., Gedichte, Sammlungen, Authologien, Dramen, Stratz, Huch, Sapper, Li hühmt Sven. 965 lben und Mädchen), für reifere MädchenSpiel und Beschäftigung, Zeichenbücher: Bilderbücher und Fibeln, Märchen, Sagen, Schwäf (Unterhaltendes und Belehrendes), für reifere Kl insonaden u mappen und Prachtwerke— Musik und Memorien, Briefwechsel, Essays— Philokatholische Kreise—. 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