basta oinz Freude Fressen e Kaat. 1.) en Nutzen Heppe Momertung ten 8. Mustern von* sücher 2 Bände t= Stricken 5 Flickbuch 1-Arbeiten sticherei Ubre ver## Bände! rall zu taben oder ocm . s Zigiti, Mig öese undmmmummife dem viel denn und #eliner Jörse 2. am 12 12. 87 546.13 89 1745,62 50 38802.75 49 596.— 50 8371,55 57 421,44 69 2269.31 .03 1583,53 67 261,34 9 4u1cen 8 B Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung. Unser Blatt uUnterhaltungs- u. Romanbeilage. n Spiel, Sport und Curnen. n Lebensbüld. Kunst u. Wissen. u Gartenratschläge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Dolkszeitung Schwerter Volksblatt Wetthofener Zeizung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung betzwickeder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Erstos und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generglanzeiger für den Kreis Hörde. Die Schmuten Zechur eichänt verktäglich.2 Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr. Braus. Schwerteruhr. Cel.62 Postscheck Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Richter, 97 in Schwerte. Nr 293 Donnerstag, 14. Dezember 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Soweit die deutschen Zungen klingen Und deutsche Art sich regt, Soll uns ein einzig Band umschlingen In deutscher Treu' gehegt. Von Freundschaftssinn durchdrungen, Mit Ehr' und reiner Hand, Wird neues Glück erzwungen Für's Vaterland. Neueste politische Nachrichten Vor dem Berliner Schwurgericht begann die Verhandlung wegen des Attentats gegen Harden. * Der bayerische Ministerpräsident dankte in der Kammer der Reichsregierung, daß sie in der Frage der Sühneforderung der Entente Bayern weitgehendstes Entgegenkommen gezeigt habe. * Poincare kündigt amtlich die Besetzung des Ruhrreviers an; zu gleicher Zeit sollen die Polen in Oberschlesien einfallen. Städteordnung wurde vom Staatsrat angenommen. * Die neuen Teuerungszuschläge für die Beamten und Staatsarbeiter sollen rückwirkende Kraft ab 1. Dezember haben und vor dem 31. Dezember ausgezahlt werden. Ueber den Satz der Erhöhungen wurde noch keine Einigung erzielt. * Die Bürgermeister von Ingolstadt und Passau haben ihr Schreiben an den Vorsitzenden des Münchener Distriktskommandos der Militärkommission den Ausdruck ihres Bedauerns und der Entschuldigung wegen der bekannten Vorkommnisse wiederholt. Vermischte Neuigkeiten. In der gestrigen Düsseldorfer Stadtverordnetensitzung wurde eine Erklärung aller Fraktionen einstimmig angenommen, die sich gegen die französischen Einmarschpläne richtet. * Bei den Chinesen gibt es keine Aerzte für „innen und außen“, d. h. für Medizin und Chirurgie, sondern nur für„oben und unten“, d. h. für den Oberkörper und den Unterkörper. * Aus Oberschlesien sind nach genauen Feststellungen zufolge des polnischen Terrors ca. 80000 Deutsche ausgewandert. Dem gegenüber haben nur fast 10000 Polen und zwar aus eigenem Entschluß das deutsche oberschlesische Gebiet verlassen. Neue Freimarken. In diesen Tagen werden neue 50 Mark=Briefmarken(Entwurf Szesztokat) in grüner Farbe auf rötlich=violettem Untergrund und 200=, 300= sowie 500 Mark=Marken(Entwurf Haas) auf den deutschen Postanstalten zur Ausgabe gelangen. S Londoner Sensationen. Die„Köln. Ztg.“ läßt sich von ihrem Londoner Berichterstatter melden: Die Konferenz scheiterte, weil England nicht in die Besetzung des Ruhrgebiets willigen wollte. Poincare gab amtlich bekannt, daß er die Ruhr am 15. besetzen werde. Bonar Law erwiderte darauf bestimmt, daß keine britischen Truppen dabei mitmachen würden. Die Aussichten auf eine Verständigung im Januar gelten als ganz gering. Ein offener Bruch würde nur vermieden aus Rücksicht auf Lausanne und die Erwägung, daß er eine auffallende Rechtfertigung für Lloyd Geerge wäre.— Eine Meldung der„Times“ aus Oppeln bestätigt, das französisch=polnische Militärabkommen ermächtige Polen, gleichzeitig mit der Besetzung des Ruhrgebiets eine Zone in Oberschlesien einschließlich der Städte Beuthen und Gleiwitz zu besetzen. Die Meldung besagt nicht, ob als Zeitpunkt des französischen Einmarsches ins Ruhrgebiet der 15. Dezember oder der 15. Januar gemeint ist. Für die letztere Annahme spräche der Umstand, daß der 15. Januar der bekannte Stichtag für die Entschädigungsfrage ist, von dem er die deutschen Zahlungen oder der Aufschub neu zu regeln ist. Für den 15. Dezember spricht dagegen der Sprachgebrauch, daß der 15. schlechthin immer der nächste 15. ist. und außerdem die ganze Einstellung der Franzosen und Poincares im besonderen. Trifft das zu, dann hat es gar keinen Zweck mehr, daß man sich am 2. Januar noch in Paris trifft. * Eine bedeutsame Erklärung Poincarees. Paris, 14. Dez. Poincare empfing die französischen Journalisten und erklärte ihnen laut „Köln. Ztg.“ über die Londoner Beratungen, er habe persönlich den Staatssekretär Bergmann nicht gesehen, höre aber allseitig, daß dieser ein loyaler Mann sei, mit dem man die besten Beziehungen unterhalten könne. Mit Bonar Law sei man in vollem Einvernehmen. Alle Verhandlungen seien vom Geiste der Offenheit und Freundschaft getragen gewesen. Vor dem 15. Januar würden keinerlei militärische Maßnahmen gegen Deutschland ergriffen werden. Zeitungsnachrichten über Pfänder, die er(Poincare) zu ergreifen beabsichtige, entsprechen seiner Ansicht nicht vollkommen. Einstweilen solle auch keine Mobilisierung in Frankreich stattfinden. Die Konferenz sei nicht wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem englischen und französischen Kabinett vertagt worden, sondern um einem Wunsche Bonar Laws zu entsprechen, der die Verhandlungen wegen der Tagung des Unterhauses nicht Der Harden-Prozeß. Die Note weist weiter darauf hin, daß es sich bei den unter dem Titel„Umstellung der Fabriken“ jetzt noch strittigen Punkten um Dinge handelt, die sowohl für die industrielle als auch mittelbar für die landwirtschaftliche Produktion unentbehrlich sind. Vor dem Schwurgericht in Berlin wurde über das Attentat auf den Schriftsteller Harden verhandelt. Angeklagt sind der Landwirt Weichardt und der Buchhändler-Grem## wegen Mordversuches und der Anstiftung dazu. Der Haupttäter Ankermann ist flüchtig. Bei der Bildung der Geschworenenbank wurden von der Verteidigung alle Träger jüdisch klingender Namen abgelehnt. Der Vorsitzende ermahnte die Geschworenen, die Politik aus dem Gerichtssaale fernzuhalten und sich nicht durch politische Sympathien oder Antipathien leiten zu lassen. vereben konne. fortsetzen könne Seit dem Abgange Lloyd Georges hätten sich die französisch=englischen Beziehungen merklich gebessert. Wenn er, Poincare, es ablehne, Mussolinis Vorschläge für die Pfänder zuzustimmen, die er selbst im August beantragt hätte, so sei dies desalb geschehen, weil es sich damals um einen fristigen Zahlungsaufschub gehandelt habe, während Deutschland jetzt einen langfristigen beantrage, wofür die im August vorgesehenen Pfänder l. nicht mehr ausreichen würden. Wenn Deutschland bis zum 15. Januar positive Vorschläge mache, würden sie von den Verbündeten sorgfältig geprüft werden. Eine Aktion gegen Deutschland vor dem 15. Januar werde nicht erfolgen. Amerika wacht! London, 14. Dez. Der diplomatische Berichterstatter des„Daily Telegraph“ erfährt: Falls Frankreich mit der Besetzung des Ruhrgebietes beginnen sollte und Großbritannien dies protestlos zulassen sollte, werde sich die Stimme Amerikas enersisch gegen die Sanktionen erheben, die als zu schädlich für den Welthandel angesehen werden In sehr maßgebenden amerikanischen Kreisen ist die von den alliierten Staatsmännern verworfene deutsche Note vor ihrer Unterbreitung geprüft und als angemessene Grundlage für Erörterungen angesehen worden. Cunos Hoffnung. Berli:,. Dez. Die Reichsregierung wird erst nach Rückkehr des Staatssekretärs Dr. Bergmann von London, der Freitag in Berlin erwartet wird, in eine Weiterberatung der Reparationsangelegenheiten eintreten. Man glaubt in Regierungskreisen nicht, daß es zu einem völligen Abbruch der Verhandlungen über die deutschen Vorschläge kommen werde. Die deutiche Entwaffnungsnote. Die nun in Paris überreichte deutsche Note über die Entwaffnungsfrage wird jetzt im Wortlaut veröffentlicht. Die alliierten Regierungen gehen von der Ansicht aus, daß seit mehreren Monaten eine Vergerung in der Ausführung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages eingetreten sei. Diese Ansicht vermag die deutsche Regierung nicht zu teilen. In den letzten Monaten sind allerdings in die Augen springende Fortschritte in der Abüstung nicht hervorgetreten. Dies hat jedoch seien Grund ausschließlich darin, daß ntwaffnung Deutschlands beendet Die deutsche Regierung hat auch nicht, wie die Botschafterkonferenz annimmt, eine erhebliche Anzahl von Fragen in der Schwebe gelassen; sie hat vielmehr lediglich gegen Forderungen der Interal= liierten Militär=Kommission, die sie für unbegrünhielt, bei den alliierten Regierungen Widerpruch erhoben und um eine sachliche Stellungnahme gebeten, die bisher nicht erfolgt ist. Darin liegt auch keine Obstruktion deutscher Unterorgane vor, sondern die deutschen Dienststellen haben gemäß der Anweisung, sich an die Bestimmungen des Vertrages von Versailles zu halten, ausschließlich auf strittigen Gebieten, bei denen eine endgültige Entscheidung nicht getroffen war, den Forderungen nicht Folge gegeben und nicht geben können. Soweit die von den alliierten Regierungen in fünf Punkten zusammengefaßten Hauptforderungen noch in der Schwebe geblieben sind, liegt das daran, daß sie Fragen betreffen, die mit Lebensnotwendigkeiten der deutschen Volkswirtschaft sowie mit der Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im Reichsgebiet aufs engste verknüpft sind. In diesem Zusammenhang muß die deutsche Regierung darauf hinweisen, daß das deutsche Volk sich in den kommenden Monaten angesichts der außerordentlich erschwerten Ernährungslage innerpolitischen Schwierigkeiten gegenübergestellt sehen wird, deren Auswirkungen sich noch in keiner Weise übersehen lassen und die es notwendig machen, einerseits die deutsche Volkswirtschaft vor neuen schweren Erschütterungen zu bewahren, andererseits die zur Aufrechterhaltung eines geordneten staatlichen und wirtschaftlichen Lebens noch verbliebenen Mittel zusammenzuhalten. Fel er Hilfe den Bedrückten. Sitzung des Deutschen Reichstages am 13. Dez. Nachdem der Reichstag am Vormittag die deutschen Bürgermeister über die Not der Gemeinden gehört hatte, erledigte er am Nachmittag zuerst eine Reihe kleinerer Vorlagen. Er stimmte der Aufhebung der Landesversicherungsanstalten Westpreußen und Polen zu und billigte Vorlagen zur Vereinfachung des Verfahrens in Versorgungssachen und erleichterte auch die Zusammensetzung des Reichsfinanzhofes. Er billigte den Gesetzentwurf, der einen deutschen Handwerks= und Gewerbekammertag als Vertretung des Handwerks schafft und die bisherige Vertretung in Hannover damit auflöst. Der Regierung wurde das Recht gegeben, mit Zustimmung des Reichsrates Zuschüsse zu den Steuersätzen des Kraftfahrzeugsteuergesetzes festzusetzen. Der Reichstag beschäftigte sich dann wieder mit seiner Dezemberarbeit, die im wesentlichen in der Erledigung des 7. Nachtrags zum Reichshaushaltsplan besteht und von der er täglich ein bestimmtes Quantum erledigt. Schließlich wurde der Haushalt des Reichsarbeitsministeriums behandelt. Dabei führten die Kommunisten Klage über die Nichtberücksichtigung der Arbeiter= und Peamtenräte Sie feierten den wilden Betriebsrätekongreß und hielten eine Einsetzung von Preiskontrollausschüssen für notwendig. Der Arbeitsminister Dr. Brauns gab zu, daß die Lage der Rentner trostlos ist. Das Reich tue nach Möglichkeit seine Pflicht. Der gute Wille werde aber Zurch die finanzielle Not gehemmt. Ein Arbeitsloser, der über 21 Jahre alt ist, erhält jetzt täglich 250 K. Lebhaften Beifall fand der demokratische Adg. Külz. als er den Kommunisten anriet, die vielen Milliarden, die für die mitteldeutschen Aufstände und die zahllosen Streiks, verwendet worden sind, doch den Arbeitslosen zuzuführen. Dann würde diesen bald geholfen sein. Die Grenze Bezugsberechtigung der Sozialrentner wurde anf 13200 A erhöht. Die Gemeinden sollen gesetzlich verpflichtet werden, Die Fürsorge für die Kleinrentner zu übernehmen. Die Unterstützung für die Sozialrentner ist hinter dem Bedarf zurückgeblieben, das wissen wir, aber die Regierung kann eben dem Bedarf der Notleidenden leider nicht entsprechen. Ein Antrag auf bessere Unterstützung der deutschen Kriegsopfer in der Schweiz wurde angenommen und der Haushalt damit angenommen. Am Donnerstag wird die Einkommensteuervorlage behandelt werden, ebenso weitere Haushaltspläne. Schluß 5,15 Uhr. erienstin 0 bih e Sitzung des Prenßz. Landtages am 13. 12. 1922 Der preußische Landtag ging am Mittwoch bis zum 10. Januar in die Weihnachtsferien. Die zweite Lesung des Grundsteuergesetzes wurde beendet. Das Gesetz wurde nach Ablehnung einer großen Anzahl von Aenderungsanträgen, die zu längeren Aussprachen führten, im wesentlichen nach den Ausschußbeschlüssen angenommen. Bei dem Bericht des Rechtsausschusses über den kommunistischen Antrag auf Verweigerung der Auslieferung des russischen Staatsangehörigen Ghezzi an die italienische Regierung trieben die Kommunisten eine Opposition schärfster Art, die besonders gegen die Mehrheitssoziakisten und den Präsidenten Leinert richteten. Frau Wolffstein und Schultz=Neukölln überboten sich gegenseitig im Mißbrauch der par lamentarischen Redefreiheit, so daß der Präsiden des öfteren Anlaß nehmen mußte, die Kommunt sten auf die unparlamentarische Art ihres Vor gehens aufmerksam zu mahen. Er sah sich dabei gezwungen, einen Beschluß des Hauses her führen, der zur Folge hatte, daß den Kommuni das Wort entzogen werden mußte. Es, kam zu einem stürmischen Abschluß des Sitzungsabschnittes vor Weihnachten. 7 Nach den Weihnachtsferten wird das Haus sin insbesondere mit der dritten Lesung des Grundsteuergesetzes und mit der Verwaltungsreform zu beschäftigen haben. Schluß 5.30 Uhr. Postsekretäre beim Uebertritt in das Verhältnis als sondergeprüfte Obersteuer= oder Oberzollsetretäre ein. Inbezug auf Dienststellung, Beschäftigung usw. werden sie den entsprechenden amten der Finanzverwaltung völlig gleichgestellt ie Bezüge der Besoldungsgruppe 7 erhalten sie Ebenso war Hagenvon Tronje haben.“ 137606 48 1799 1849 1861 1880 Aus Stadt und Land. Schwerte, 14. Dezember. Erinnerungen. Der Begründer der Unabhängigkeit der Ver einigten Staaten und erste Präsident George Washington gestorben. Der Tonkünstler Konradin Kreutzer gest. Der Tonkünstler Heinrich Marschner gest. Transvaal erklärt sich unabhängig. Was kosten Bahnreisen ab Neujahr? Am 1. Januar 1923 werden die Fahrpreise weiter erhöht, und zwar betragen die neuen Einheitssätze für das Kilometer in der 4. Klasse in der 3. Klasse 6 4l, in der 2. Klasse 12 c und in der 1. Klasse 24 M. Die danach berechneten Fahrpreise werden uber weiter aus der Anmerkung zur Besoldungsgruppe 6. Aus dem Uebertritt ergeben sich somit für die Beamten weder in haushalts= oder besoldungsrechtlicher, noch in persönlicher Beziehung Aenderungen. so daß sie keinen Einspruch gegen die Versetzung erheben. Zugsverbesserungen. Infolge einer Eingabe, insonderheit unterstützt durch Fabrikant Lohmann in Westhofen fährt der Morgen=Zug P 392 bereits 11 Minuten früher ab Schwerte nach Hagen. Schwerte ab 7,49, Westhosen ab 7,58, Ha gen an 8. 12. Für rechtzeitiges Eintreffen zum Schulbeginn äußerst wertvoll. Ferner hält der Abendzug ab Hagen 9.43, jetzt auch in Westhofen 9,56, in Schwerte 10,05. Vor dem 1. Dez. fuhr dieser Zug von Hagen nach Schwerte ohne Aufenthalt in Westhofen durch. Auch diese Ver besserung ist günstig für Rückfahrten von Hagen und von Westhofen. ** Das Wasser wird auch teurer sagt eine B kanntmachung im heutigen Anzeigenteil, die zu beachten ist, weil sie an den Geldbeutel appelliert. * Zur Nachahmung empfohlen. Die Lippische Landesregierung hat den Zeitungsverlegern auf entsprechende Vorstellungen hin mitgeteilt, daß die sämtlichen Behörden des Landes angewiesen sind, bei Veröffentlichungen aller Art sich des Anze genteils der Zeitungen zu bedienen und davor abzusehen, Gefälligkeiten im redaktionellen Teil in Anspruch zu nehmen. Es wäre sehr zu wünrückführen müssen. Ebenso n. der Nibelung, ein Westfale. Der ernste Vortrag Pf. Preins hinterließ reichen. Gewinn und vertiefte entschieden die uns anhaftende Liebe zur Heimat noch in bedeutendem Maße. Der schöne B.=K. Abend, als Heimatabend gut durchgeführt, war vorüber. Er sollte nicht in den Kern der eigentlichen B.=K.=Arbeit einführen, wie im Grußwort ausdrücklich betont wurde, sondern nur an den der 100—500 M auf 10 M, die über 500—1000 auf 20, schen, daß alle Behörden diesem guten Beispiel Beamten anwiesen, nicht von den K. über 1000—2000 cl auf 50 c und über 2000 csl auf 100 cl abgerundet. Die Schnellzugszuschläge betragen vom nuar 1923 ab I Zone 1(1—75 im Zonc 2(76—150 km Zone 3(über 150 km) 3. Kl. 100 A 200„ 300 2. Kl. 200 K 400„ 600„ 1. Kl. 400 KK 800 1200 folgten und ihre Geamten anwiesen, nicht von den Zeitungen fortwährend Geschenke zu verlangen, die diese namentlich in ihrer heutigen Notlage nicht geben können. Die betreffenden Etatsposten müssen geschaffen werden, da die Behörden ja aus eigener Erfahrung gut wissen, daß niemand umsonst arbeiten kann. ie auf den bisherigen Fahrkarten aufgedruckten Preise verlieren vom 1. Januar 1923 ab ihre Gültigkeit. Der Fahrpreis ist vom 1. Januar ab auf Grund der Kilometerzahl mit einer Preisberechnungstafel bei Verabfolgung der Fahrkarte vom Schalterbeamten zu ermitteln. Auch die Gepäckfrachten werden erhöht, sie betragen vom 1. Januar ab für je 10 Kg. und 1 km gleich 1 M, die Mindestfracht ist auf 100 0 festgesetzt. ** Die Handwerkskammern lahmgelegt. Die Handwerkskammern ermangeln der Betriebsmittel infolge der Geldentwertung. Ihr Haushalt ist ausnahmslos über den Hausen geworfen. Die Schwierigkeiten drohen die Tätigkeit der Kammern lahm zu legen. Es ist deshalb notwendig, daß die ausgeschriebenen Beiträge in kurzer Frist nach der Veranlagung von den Beitragspflichtigen enrrichtet werden. Immer wieder werden Zweifel laut, wer Beiträge zu zahlen hat. Der Handelsminister macht deshalb jetzt die Aufsichtsbehörden der Handwerkskammern darauf aufmerksam, daß die Gemeinden die Beitragspflichtigen sind. sind nicht befugt, die Bezahlung solange hinaus. zuschieben, bis sie die umgelegten Beiträge von den Betriebsinhabern wieder eingezogen haben. Die Gemeinden sollen zur pünktlichen Entrichtung angehalten werden. ** Der verzuckerte Uebertritt. Der Uebertrit von Postbeamten in den Reichsfinanzdienst ist bekanntlich nicht beliebt. Es werden dem übertretenden Beamten deshalb alle möglichen Vergünstigungen gewährt. So rücken sondergeprüft Heimatgedanken, Heimatlieder, Heimatgedichte und einen Heimatvortrag schenkte uns sinnig zusammengefügt der hiesige B.=K.(Schülerbibel kreis) durch seinen gestrigen Heimatabend im Vereinshause, großer Saal. Es waren schöne Stunden lieblicher Heimatfeier, die wir durchleblebten. Die Freischütz=Ouvertüre leitete ein, das Grußwort des B.=K. Leines, Pastor Nell, leitete zum ersten Heimatlied, dem noch mehrere folgten, unterbrochen von schönen Gedichten, Quartett= und Musikdarbietungen der Schüler, die sich viel Mühe gegeben haben, den Abend vorzubereiten und durch zuführen. Besonderen Eindruck machten die Deklamationen:„Archibald Douglas" und„Zwei Heimgekehrte".— Von hervorragender Bedeutung aber war der Hauptvortrag des Pfarrers und Geschichtsforschers Prein aus Hohenlimburg, der über das Schreckensjahr 8 v. Chr. sprach, in dem Drusus Nachf. Tiberins den alten Westfalenstamm aus seiner Heimat fort über den Rhein trieb, wo er sich in Nordfrankreich ansiedeln mußte und somit seine Kraft den entnervten Galliern zutrug, die jetzt, als Franzosen, unsere erbitterten Feinde sind. Die Reste der Westfalen, die in den sauerländischen Bergen zurückblieben und somit von der Evakuie rung durch die Römer verschont blieben, haben diesen im Jahre 9 nach Chr. in der Varusschlacht im Arnsberger(fälschlich Teutoburger) Walde, besonders im Schluß des Befreiungskampfes schwer heimgezahlt, was sie den Vätern angetan. So wurden die Westfalen Roms Verhängnis. Interessant ist dann die sichere Feststellung, daß ChlodSegen### irdischen Heimat erinnern. Dieser Zweck wurde erreicht. Man fühlte sich wohl in dieser heimatlichen Veranstaltung des B.=K. Dem hat mancher Zuhörer gewiß gern greifbaren Ausdruck verliehen durch reichliche Unterstützung des idealen Strebens der B.=K.=Arbeit in Schwerte Möge bleibende Frucht dieser Arbeit entsprossen. Im Westfalenlied, gemeinsam angestimmt, fand der gestrige Heimatabend einen wirksamen Abschluß. ** Der deutsche Film über die Stagertal soll am Samstag nachmittag in der Bilderschau Schwerte abrollen. Die Jugend dar staunend sehen, wie am 31. Mai und 1. Juni 1916 fast 300 deutsche und englische Kriegsschiffe und Torpedoboote 14 Stunden lang am Nordseetampf beteiligt waren und erbitterte Massen= und Einzelgesechte lieserten. Wohl ist unsere Flotte dahin, aber die historische und moralische Bedeutung der aten unserer Seehelden unter Scheer und Hipper bleibt, bleibt für immer. Genaue Erklärungen werden der einwandfreien Darstellung noch größeres Verständnis vermitteln. Da dieser Film deutscher Macht auch im flottenstrotzenden Ausland gezeigt wird, besteht kein Grund, ihn der deutschen Jugend vorzuenthalten. Schwerte darf ihn sehen, wenn auch nur an einem Tage, nämlich am Samstag nachmittag 4 Uhr. Die weiteren Darbietungen des Nachmittags werden noch im Anzeigenteil bekanntgegeben. ** Kriegerverein. Am Sonntag fand eine start besuchte Generalversammlung statt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, darunter vom engeren Vorstand die Kameraden Althoff. Röhne, Beßlich wurden durch Ziruf wiedergewählt, für den verstorbenen Kameraden Kley wurde Kam. Alberts als Beisitzer gewählt. Wiedergewählt wurden ferner die Vertreter zur militär. Vereinigung, der Fahnenträger von Ohle, die Mitglieder des Festausschusses und die Rechnungsprüfer, auch das Vereinslokal. In der darauf folgenden außerordentlichen General=Versammlung wurde jährliche Vereinsbeitrag mit allen gegen 1 Stimme auf 300 M festgesetzt. Um ein erhöhtes Sterbegeld (ca. 7000 M) zahlen zu können, wird das Sterbegeld vom 1. 1. 23 ab durch Umlage erhoben: 15 KK für jeden Sterbefall, zunächst auf 1 Jahr. Gleichwortlich gewirtschaftet zu haben. 191 600,15 seien in 16 Streiktagen für Flugblätter, Fahrgeld, Anzeigen usw. verpulvert worden. Otto Jüngst habe erklärt, er verzichte auf jede Unterstützung. dabei nahm er sogar 7000 c jede Woche, Walter Wolff 6000 A als Junggeselle. Tausende von Marken wurden für Mittagessen verbraucht. Kukelsberg und Hoffmann fuhren nach Berlin zum wilden Betriebsrätekongreß Otto Jüngst legte sich eine Aktentasche für 4200 U von den Sammel= geldern zu. Wolff und Jüngst durchzechten eine Nacht bei Wein, Likör, Pralinees im Bunde mit dem zarten Geschlechte usw. So schreibt Gewerkschaftssekretär Ortmann, der damit auch die volle Verantwortung für die Richtigkeit der Anschuldigungen übernimmt. Ein Kommentar ist überflüssig. Nur der Arbeiterschaft möchten wir zurusen: Augen auf! Seht euch eure Führer an, bevor ihr ihnen blindlings vertraut. Bildet end lich mit allen Deutschen, die es ehrlich mit dem Vaterlande und der Volksgesamtheit meinen, eine einzige, einige Schicksalsgemeinschaft! Den Ziegenbesitzern zur Kenntnis, daß ein iegenbock des Herrn Halver, Westenheide, angekört ist. * Wieviel Kartoffel braucht man taglich? Vorschüsse zur Beschaffung von Wintervorräten für die Truppenküchen werden auf Antrag der Truppen gewährt. Nach den örtlichen Markt= und Preislagen sowie der Lagerungsmöglichkeit bei den einzelnen Truppenteilen können sie nach einer neuen Verfügung bis zum Betrage erhöht werden, der notwendig ist, um den Kartoffelbedarf für die Kopfzahl der Küchenteilnehmer nach dem Satze von täglich 750 Gr. Kartoffeln für den Kopf auf rund 210 Tage, Dezember bis einschließlich Juni, zu decken. Der Truppenteil muß aber die uneingeschränkte Verantwortung für die Vorräte und die fristgerechte Zurückzahlung des Vorschusses übernehmen. ** Die fehlenden Männer. Der Verlust von Männern infolge des Krieges zeigt mit besonderer Deutlichkeit eine Aufstellung aus Bayern. Die Einbuße ist bedingt durch die Kriegssterblichkeit der Männer und die Geburtenabnahme, die beide die Zusammensetzung der Bevölkerung aus den verschiedenen Altersstufen sehr verändert haben. Der Einfluß der Geburtenabnahme ist hierbei so groß, daß der Kriegsverlust der Männer hauptsächlich durch die Aenderung des Verhältnisses der Geschlechter im Alter von 15 bis 30 Jahren zum Ausdruck kommt. In diesem Alter standen von 1000 Lebenden 1914 in Bayern 249.2 Männer und 246,6 Frauen, 1919 war das zeitig wurde das Eintrittsgeld auf 50, 100, 150 h= 249,2 Männer und 246,6 Frauen, 1919 war 41 Verhältnis aber 263,7 Männer und 280,7 Frauen. wig, der Merowinger, auch westfälischen Siammec ist, wie jetzt noch auch die edlen Geschlechter Nordfrankreichs ihren Stamm auf Westfalen zu je nach dem Alter festgesetzt. Die am Totenfest erfolgte Sammlung auf dem ev. Friedhof für die Kriegshinterbliebenen hat 3343 A ergeben. Sie werden an die zuständige Stelle abgeschickt. ** Die doppelte Abrechnung mit der Streik„leitung“ in Hemer. Vor einiger Zeit war in Hemer ein wilder Streik ausgebrochen, von dem die Gewerkschaftsführer abrückten. Auch in Schwerte wurde bei Köster eine Versammlung gehalten und auf den Straßen gebettelt. Es war wie bei den meisten wilden Streiks. Große Mauk. aufreißer sichern sich einen Anhang in leichtgläubigen Arbeiterkreien, hetzen und wühlen, arbeiten mit den unsinnigsten Schlagwörtern und inszenteren einen wilden Streik, bei dem sie das Fett abschöpfen. Der betrogene, beschwindelte und bestohlene Anhang sieht dann stets erst zu spät ein, daß er wieder einmal einem Phantom nachjagte, und nichts weiter erreichte, als Aerger, Verdruß und starken Verlust materieller Güter. Der Gewerkschaftssekretär Ortmann aus Westig klagt nun in der„Hagener Volksstimme“(Freie Presse) die Streikleiter Otto Jüngst, Walter Wolff. KukelsVerhältnisse Bis zur Wiederkehr regelrechter wird es also sehr lange dauern. ** Wann ist die Milch gefälscht? Bei den hohen Milchpreisen wünscht jeder, auch wirklich reine Milch zu erhalten. Es gibt einige Kennzeichen einer guten Milch, die jede Hausfrau selbst finden kann. So fühlt sich eine unverfälschte Milch, zwischen den Fingern gerieben fettig an. Läßt man einen Tropfen ins Wasser fallen, so muß er bei guter Milch untersinken. Eine sehr wichtige Probe ist die, daß man mittels eines Löffels, Hölzchens oder einer Gabel einen Tropfen ungekochter Milch auf einen trockenen Fingernagel fließen läßt. Bleibt er rund und gewölbt darauf stehen, so ist die Milch frei von jedem Zusatz, fließt er auseinander, so ist sie mehr oder weniger verfälscht. Ein sicheres Zeichen für gute Milch ist ferner, daß gekochte Milch beim Verdampfen ihrer Oberfläche sofort eine feine Haut bildet. ie Kennzeichen der Milch von kranken Tieren sind unangenehmer, scharfer Geruch, starkes bläuliches oder rötliches Aussehen, manchmal auch grünliche Farbe. 104 Art läßt nicht von Art. Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) 1 Kannte er doch tausend Schleichwege, auf denen man sich über seine in die Irre gehenden Verfolger lustig machen kann, und wußte er doch, daß jemand, der sich im Besitz reicher Geldmittel befindet, immer über treue und aufopfernde Helfer verfügt, die ihn zu schützen und zu verbergen wissen. Als er der Gefährtin seiner Verbrechen einige Minuten später die Mitteilung machte, daß oben alles„besorgt“ sei, gab sie sich den Anschein, ihm Glauben zu schenken, und er aeß sich nichts davon träumen, daß sie, ehe sie das Haus verließ, den Feuerbrand an die mit Petroleum getränkten Mit so teuflischer Berechnung war die Brandstifterin bei ihren Vorkehrungen zu Werke gegangen, daß der beizende Qualm, der sich in den unteren Räumlichkeiten entwickelte und naturgemäß seinen Weg nach oben nahm, seine todbringende Wirkung längst vollbracht haben mußte, ehe die Flammen selbst das Stockwerk erreichten, in dem sich die Komtesse befand. Und wenn Ediths Ohnmacht nur zehn Minuten länger gewährt hätte, würde sie unfehlbar aus ihr in jenen Schlummer hinübergeglitten sein, aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Aber der scharfe, erstickende Rauch, der sich durch die Ritzen im Fußboden und durch den Spalt unter der Tür ihr Zimmer stahl, wirkte als ein Belebungsmittel, das sie rascher als irgendein anderes in das Bewußtsein der Wirklichkeit zurückführte. Von dem Moment an, da sie wieder die Augen aufgeschlagen hatte, bedurfte es kaum noch des Zeitraumes einer Minute, bis sie die neué, fürchterliche Gefahr begriffen hatte, in der sie sich befand. Sie sah kein Feuer, aber sie hatte nichtsdestoweniger die volle Gewißheit, daß bereits ein verheerender Brand im Hause wüten müsse; denn das Zimmer war bereits so erfüllt mit dunklem Qualm, daß die an der Decke angebrachte Lampe nur noch wie ein rotes Lichtpünktchen erschien, und daß sie selbst nug noch mit auberster Anstrengung zu atmen vermochte.###n Eiler gräßlichen Todesangst gepeinigt, tastete sie sich mit Anstrengung bis zur Tür. Aber in neuem und gesteigertem Entsetzen prallte sie zurück. Denn die Rauchschwaden, die sich ihr entgegenwälzten, waren so dicht, daß sie wohl daran verzweifeln mußte, durch sie hindurch den Weg nach unten zu finden. Entmutigt lehnte sie sich gegen die Wand; dann aber siegte ihr junger Lebenstrieb doch noch einmal über die gefährliche Schwäche, und sie raffte all ihre Kraft zusammen, um wenigstens den Versuch der Rettung zu machen. Mit angehaltenem Atem fühlte sie sich bis zur Treppe hin; denn die schmerzenden Augen versagten bereits den Dienst, und sie konnte sich nur noch der Fuyrung ihrer tastenden Hände überlassen. Wie sie es fertig gebracht hatte, nach unten zu gelangen, und wieviel Zeit sie dazu gebraucht, vermochte sie später nicht zu sagen; denn diese schrecklichsten Minuten ihres Lebens ließen keine Erinnerung zurück und waren später wie ausgelöscht aus ihrem Geiste. Sicherlich aber war es beinahe ein Wunder zu nennen, daß der vergiftende Qualm sie nicht abermals ihres Bewußtseins beraubte, lange bevor sie das getze da sie auf der Diele angelangt war, wäre sie gerettet gewesen; wenn sie die Haustür unverschlossen gefunden hätte. Aber die Johannsen war keine von den gedankenlosen Verbrecherinnen, die das einmal begonnene Werk nur halb zu Ende führen. Sie hatte die Eingangspforte hinter sich versperrt, daß die schwachen Hande des angst verzweifelnden Mädchens wohl umsonst an den eichenen Türflügeln rütteln mußten. unv es gab keinen anderen Ausgang aus dem Höllenkessel als diesen. Die Komtesse wollte um Hilfe schreien, aber nur ein schwaches Aechzen kam aus ihrer Brust, und nachdem sie sich eine kleine Weile mit letzter Kraftanstrengung nutzlos an der unbarmherzigen Tür abgemüht hatte, brach sie abermals in Da, wie eine Erleuchtung aus höheren Welten, kam ihr in ihrer höchsten Not der Gedanke an den Keller. Wenn sie es fertig brachte, bis in den Keller zu gelangen, war sie vielleicht— wenigstens für den Augenblick— gerettet. Venn der Rauch zog nach oben, und im Keller gab es möglicherweise auch eine nach zußen führende Lute, die ihr ein Atemzüge frischer Luft gestatteten. Sie hatte nicht mehr die Kraft, sich aufzurichten, aber es war zu ihrem Heil, daßs genötigt war, auf Händen und Füßen weiter zu kriechen denn dicht über dem Boden war der Rauch etwas weniger dicht und erstickend. Daß sie den Eingang zum Keller wirklich fand, war freilich trotzdem nichts als eine gnädige Fügung des Zufalls; denn sie hatte selbstverständlich längst alles Orientierungsvermögen verloren. Sie wurde erst gewahr, daß sie diesen Eingang erreicht hatte, als sie um ein Haar die schmale und steile Treppe hinabgestürzt wäre. Von da unten aber drang ihr etwas wie ein Hauch reinerer, kühlerer Luft entgegen, und in gierigen Atemzügen sog sie ihn in ihre verschmachtende, Fünf oder sechs Stufen hatte sie sich mit geschlossenen Augen hinuntergetastet, dann sant Beputzeseigt u., Ho,0 sammen. Aber sie blieb bei vollen, ig und slac, Verlauf einiger Minuten hatte sie auch Wieder Enleigie genug, In der Tiefe des Kellers brannte Licht. Und wenn auch der Rauch, der das ganze Haus erfüllte, seinen Weg ebenfalls schon hierher gefunden hatte, so hatte er sich doch nur erst wie ein schwacher Nebel ausgebreitet, der immerhin noch ein deutliches Erkennen der einzelnen Gegenstände geUnd das erste, was Edith unterschied, waren die Umrisse eines lang hingestreckten menschlichen Körpers am Fuße der Treppe, auf der sie saß. Sie fuhr erschauernd zusammen, denn diese leblggr, Leitg;, da unten konnte ja nur die des Sie wandte den Kopf, um das Gräßliche nicht länger en d shren Wilen gezwungen hätte, doch wieder in jene Richtung zu blicken. Und jetzt konnten ihre Augen sich nicht ; denn der da auf dem Gesicht lag, so daß erkennen konnte— es war sicherlich nicht sie seine Züge nicht ertennen tonntt— es E....„. der Elende, durch den sie so Unerhörtes hatte leiden ** Durchs Kellerfei Grundstück Hörderstraß Butter, neun Pfd. Fei Pflaumenmus und de tenfamilie hatte durch Vorräte gesammelt un bestohlen. Wenn es d Diebesgesindel gründli Denn übrig hat heut, nichts für Diebe. ** Diebstahl eines Nacht 3 Uhr wurde ei lizei ein Metzgerfuhr dem Metzger P. in Be einer Wirtschaft in war. ** Warnung. Vor statt wurden 700 Werte von einer halb Vor Ankauf wird gew Aus des Hagen. Vom Ar sang wurde der Besit Flasnöcker aus Haspe und auf der Stelle g Hagen. Explo Im Thomasstahlwerk einer Pfannenausbes den ein Wasserstrahl wurde abgedeckt und in den benachbarten erntsche mitten im Wi Ob er sehr sti Ist jeder in Elwas zu kn Und kann do Schön seine; Sich dann ar Schauen von Und wird au Andern, die Denn nicht Viele sind al Und möchten Wissen, was Denen kann Fürs neue Es w Was ge Doch wie Und ist Drum z Und häl Und der Vergan Einst Den Of Mon bi Mit B1 Heut sp Und le Zum S Auchi Heu Und di Das A Klingt Daß u Den T Heut Die 3 Me Wo si Sonst Des! ** Durchs Kellerfenster stiegen Diebe in das Grundstück Hörderstraße 79 und fanden acht Pfd. Butter, neun Pfd. Fett, 4 Ltr. Oel, 100 Eier, Pflaumenmus und dergl. Die bestohlene Beamtenfamilie hatte durch fleißige Ersparnisse Vorräte gesammelt und wurde nun so jämmerlich bestohlen. Wenn es doch gelänge, dem ruchlosen Diebesgesindel gründlich das Handwerk zu legen. Denn übrig hat heutzutage der einfache Bürger nichts für Diebe. ** Diebstahl eines Fuhrwerks. Vergangene Nacht 3 Uhr wurde einem Italiener von der Polizei ein Metzgerfuhrwerk abgenommen, welches dem Metzger P. in Berghofen am Nachmittag vor einer Wirtschaft in Holzen entwendet worden G ** Warnung. Von der Eisenbahn Hauptwertstatt wurden 700 Meter blanker Kupferdraht im Werte von einer halben Million Mark gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Aus den Provinzen Hagen. Vom Auto gestötet. In Vogelsang wurde der Besitzer des Schuhwarengeschäfts Flasnöcker aus Haspe von einem Auto überfahren und auf der Stelle getötel Explosion im Sta Im Thomasstahlwerk in Haspe explodierte bei einer Pfannenausbesserung flüssiger Stahl, auf den ein Wasserstrahl getroffen war. Das Dach wurde abgedeckt und eine=Anzahl in den benachbarten Straßen zertrümmert. Mehrere in der Werkstatt beschäftigte Leute erlitten Verletzungen. Werl. Die alte Grenze der Stadt. Bei den Ausschachtungsarbeiten für das Wohnhaus der Standard=Werke auf der Höppe stieß man auf die Fundamente der ehemaligen Stadtmauer. Danach scheinen die Angaben Mehlers in seiner Geschichte der Stadt Werl, daß die Grenzen der ehemals sehr weitläufigen und oft abgebrannten Stadt weiter nach außen lagen, zu stimmen. Werl. Für unsere Vierlinge. In der am 6. Dezember stattgesundenen Generalversammlung der Molkereigenossenschaft Körvecke sind für die Vierlinge in Werl 15010 Mark gesammelt. Anfangs, wo die vier Knaben geboren wurden, wurde manches dafür geopfert; heute, wo die Not größer ist als je, denkt kein Mensch mehr daran. Daher verdient diese hochherzige Spende Anerkennung und Nachfolger. Soest. Vermißt wird die zwölfjährige Hedg Coerdt aus Soest. Aus Anlaß einer Uebertretung hat sie sich von ihren Eltern entfernt und treibt sich anscheinend plaklos umher oder versuchen, bei den Landwirten der Umgegend Arbeit zu finden.„ Wetter. Der vollbeladene Lastwagen der Lebensmittelgroßhandlung Ahrens aus befuhr die abschüssige Wilhelmsstraß bisher nicht geklärter Ursache entzündete sich der Wagen, so daß eine Explosion des Betriebsstoffes befürchtet werden mußte. Der Wagenführer und sein Begleiter sprangen vom Wagen herunter, und dieser setzte in rasender Fahrt über den Bürgersteig in den Geschäftseingang des Kaufmanns Kalb. Die Mauern des Eingangs wurden erheblich eingedrückt und der Wagen schwer beschädigt. Vorgeln. Während des Sturmes am Abend geriet ein Aufkäufer aus Gelsenkirchen auf dem Wege von Schwefe zum Bahnhof in einen an dem Wege gelegenen Tümpel und konnte nur mit Mühe von vorüberkommenden Bahnbeamten aus dem nassen Clement befreit werden. Bielefeld. Der Tausendmarkschein mit Kalender. Bielefeld ist wieder um eine neue Erfindung reicher. Der Direktor der Stadtsparkasse hat sich die Idee der Ansertigung von Banknoten mit Kalender gesetzlich schützen lassen. Das Bielefelder Notgeld zu 1000 Mark wird auch mit einem Kalender für das Jahr 1923 versehen sein. Der Kalender besitzt die Eigenheit, daß er nur Sonn= und Feiertage enthält. Die Arbeitstage sind als nebensächlich behandelt, können unter dem Vergrößerungsglase aber deutlich abgelesen werden. Der Bielefelder Banknotenist mit dem Wahlspruch versehen: Ueb immer Treu und Redlichkeit, bis an den letzten 20g.(61., Lezemtuer!. Dollarkurs am Stadttheater Dortmund. Sonnabend, 16. Dez. 3¼ 5¾ Uhr. Dar neugierige Sternlein.— 7½ bis nach 10 Uhr. Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Bajazzo. Lchle Brühimeirung!n. 1. TU. Berlin, 14 Dez. Reichstagsabgeordnete Rembold, einer der Veteranen der Zentrumspartei, ist im Aner von 78 Jahren gestorben. Die Industrie und das deutsche Angebot. TU Berlin, 14. Dez. Wie die„Zeil“ berichtel, hal der Rlichskanzler mit den Vertretern der Industrie eine Besprechung gehabt, an der auch Abg. Stinnes teilnahm. Das Ergebnis dieser Besprechung hat jeden Zweisel darüber, daß die deusche, Stpdghsse durchaus bereit ist, der Regierung arbeit zur Verfügung zu stellen, beseitigt. Der neue Reichsgesandte in München. TU. München, 14. Dez. Die bevorstehende Ernennung des Herrn v.#1 zum Vertreter der Reichsregierung in Arunchen wird in dayrischen Regierungskreisen bestätigt. Die jüngste Bluttat im besetzten Gebiet. Ludwigshafen, 14. Dez. Der Beamte der Reichsvermögensverwaltung Emil Harlmann, der, wie berichtet wurde, von einem französischen Sergeanten durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt wurde, zist im Krankenhause seinen Verletzungen erllegen. ss Humorbeilage zur t ut e e e zu Baus dos Zelungeld ab Zur Kurzweil. Zeitung nme Weriiste Sn 4 ge er Gibt man der Btuus v., zu znachiagab # Und legt die Quitlung vor als Weihnachtsgab. Das ist ein praktisches Weihnachtsgeschenk, Auf Rosen Gebeleler, doran gedens!. Straftechtsreform. Der Schüler:„Kann der Insteuktionsbunde. Unteroffidier:„Warum ist die Sübelktüinge Gersrgnl und nicht gerade?“— Sotgrzuger gt.— Samst Aröie die Schede bamn er in die Scheibe paßt. Wenn er gerade wäre, wie könnte man ihn dann wohl in die krumme Scheide hineinkriegen?“ Sprachkenninis. Ein amerikanischer Beamler drang eines Tages in Bismark, seinen Sohn für einen diplomatischgz, Zaerep,eg## schlagen.„Er ist ein äußerst ruchuger bemerkte der Vater stolz,„er sprich, sieven Sprachen!—„Wirklich?“ erwiderte Bismarck, der keine allzu hohe Meinung von Sprachkenninissen hatte,„was würde.“ einen wunderbaren Oberkellner abgeven: 9 Gn er uach uag ü2 E E W E E5 52 5 ch mitten im Winter, Ob er sehr streng ist oder gelinder, Ist jeder in Schwerte, der mit Behagen Elwas zu knabbern hal für seinen Magen Und kann dann mollig, ohne zu frieren, Schön seine„Schwerter Zeitung“ studieren. Sich dann an allem Pont'schen erbauen, Schauen vom Bauen, vom Hauen, vom Klauen. Und wird auch angeregt, daran zu denken, Stoßsenszer. Wie die Jeit vergehl! Im Andern, die armer ind, etwas zu schenken. Handumdrehen ist man in den Dreißigern; Denn nicht sind alle auf Rosen gebeltel, besonders wir jungen Mädchen! Viele sind auch an die Sorge gekellet,„„ Und möchlen auch gern ihr Heimatbiat Pantoffelbeld, der auf dem Nachhausewege anzsit gewesen. gefallen wird:„Herr Räuber, lassen Sie mich Wissen, was ist und was los in gewesen. geict ein gudermal, ich muß heute nunb.Denen kann man die Jeilung besellen Lesgt uns sig uthr zu Hause sein!“ Fürs neue Jahr. In solchen Fällen Weiß ziehl und setzt mit dem dritten Zuge mall. Buchstaben=Verstellrätsel. Aus nachstehenden 9 Wörtern sind durch Umstellen der Buchstaben 9 neue Wörter zu bilden. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter ergeben einen berühmten Forschungsreisenden: leis, Reval, Rede, Ratten, Mehl, Amme, Soden, Rille, Asen. „Wo ist der Wallfahrer?“ Zur Anwendung kommen die Silben: a, an, ce, doh, e, git, hir, i, na, ra, rei, der Kätsel in voriger Nummer. Auslösung der Skat=Aufgabe. Im Skal lagen tr O und c D. B halte: tr 10, tr K, tr 9, tr 8, tr 7, p D, p 9. c 9, c 8, car 10. C halle: tr B. c B, p 7, c 7, car A. car K. car D, car 9, car 6. car 7. Der Gang des Spiels war: 1. Stich: p B,(2), c S. tr B. 2.„ c B, car B. car 10. 3." car A. p 8. tr 10. 4,„ car K, p K, p D. 5.„ car D, c K, tr K. 6." car 9, p 10, c 9. 7.„ car 8, c 10, p 9. 8.„ car 7, p A. tr 9. 9.„ p 7, c A. tr 8. 10.„ c 7, tr A. tr 7 durfte, weil C Carreau=Solo halte, nicht Trumpf fordern, sondern mußte durch Vorspielen seiner langen Farbe die Buben bei C heraustreiben. Es wäre dann so gespielt worden: P c 8. p D. car B, c 9, 6.„ car K. p B. kr Den Rest erhält der Spieler: die Gegner sind nicht aus dem Schneider. Slich: p A, c A. p 10. „ car A, c 10, CUr.—. p 7+ II. c 7+ II. c B— 15. car 10+ 23 B— 12. tr 7+ 6. war ein mal so mancherlei, Was gern wir heut noch hälten. Doch was vorbei ist, ist vorbei Und ist nicht mehr zu retten Drum zehrt man von Erinnerung Und hält die Fankasie in Schwung Und denkt der Herrlichkellen Vergangener bessrer Zeiten. Einst konnte man zur Winterzeit Den Ofen lüchlig heizen, Mon brauchte doch aus Sparsamkeit Mit Brennstoff nicht zu geizen. Heut spart man Kohle und Brikelt Und legt sich schon um„8“ zu Belt. Zum Schlaf braucht man kein Feuer, Auch ist er frei von Steuer. Heut schleicht die Not durchs Erdental Und drückt die Slimmung nieder. Das Märchenwort:„Es war einmal“ Klingt lief im Herzen wieder. Daß uns der Freude Sonnenstrahl Den Tag erhellt.— Das war einmal Heut ist der Mensch verdrießlich Die Zeit ist nicht ersprießlich. Man denkt zurück und fragt voll Leid Wo sind wir hingeraten? Sonst gab es wohl um diese Des öftern Gänsebraten. Da hat die Hausfrau froh geschafft, Wie klingt das heut so märchenhaft Heut können sich die meisten Doch keinen Vogel leisten! Verleidel ist uns manch Genuß, Es stöhnt sogar der Jecher, Daß er hinfort entbehren muß Den allen Sorgenbrecher. Wehmütig klingts: Es war einmal, Daß sich vereint der Gäste Zahl Zu froher Stammtisch=Runde In trauter Dämmerstunde Was ehedem gar heilsam schien, Dem muß man sich verschließen. Man kann nur noch als Medizin Den Alkohol genießen; Nur tropfenweis und sehr bedingt, Denn wer ihn heut mit Maßen trinkt. Der leidet an Verschwendung. Zu teuer ist die Sendung. Recht unbehaglich ist die Zeit, Doch muß man dies ertragen Und schließlich in Genügsamkeit So manchem Wunsch entsagen Drum zehrt man von Erinnerung Und hält die Fanlasie in Schwung Und hegt die Hoffnung weiter Auf bessre Zeit! 5 6 Bilderrätsel Nr. 3. Auflösung des Keitenrälsels: Tierhaut, Houtstück, Stückzahl, Zahlwort, Wortbruch, Biuchreis, Reissaat, Saatseld, Feldrand, Randstein, Steinhaus, Haustier. * Auflösung des Prodlems„Glockenturm“; Nach der Jahreszahl auf der Glocke liest man erst auf den Zeilen mit den Vögeln, dann auf den übrigen je den 1., 4., 3. und 2. Buchstaben. Das gibt:„Ein neues Jahr bringt neues Glück.“ Auflesung des Füll-Rälsels. Silbenaustausch=Rätsel. In den nachstehenden Wörtern ist die Endsilbe zu streichen und dafür vorn eine neue Silbe anzuhängen, wodurch neue Wörter entstehen, deren Ansangsbuchstaben einen berühmten deutschen Komponisten bezeichnen: Hegel, Gellert, Derwisch, Tegel, Delia, Besen, Lenin, Nebel, Nase, Terzell, Murnau, Ernst Heiter. Berlin, Sense. leich gertrat Mar nzösit bi# er pesch eig Bekanntmachung. Infolge mehrsacher erhebliche: Kohlenpreis steigerungen können wir den für unsere Abnehmer bei vierteljährl. Verbrauchsberechnung unter'm 6. 9. 1922 bekanntgegedenen Wasserpreis nicht aufrecht erhalten. Vom Tage der letzten in unseren Wassergeldrechnungen vom 30. 9. 1922 angegebenen Messeradlesung beträgt der Wasserpreis Mark 44,— se chm. der unter'm 31. 12. 1922 in Rechnung gestellt wird. Dordmund, den 12. Dez. 1922. 5776 Dortmunder Wosserwerks=Gesellschaft m. d. H. Freiwilliger Verkauf. Am Samstag, dem 16. Dezember, vormittags 10 Uhr werde ich im Auftrage im Lokale der Ww. Möller „Zur Sonne“, folgende Sachen gegen baar versteigern: 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, 3 Tischr, F. 78 Stühle, 1 Ofen, 1 Badewaune, 1 Wascher maschine mit Motor, 1 Aurichte mit Aussatz, S 22 Sitzbänke, 1 Gessel, 1 Gasherd mit Tisch, 1 Faulenzer, 1 Reisekoffer, 1 Küchenwage, 61 Backtrog, 1 Waffeleisen, 1 Vorratsschrauk, 1 Vorratsschrank und sonstige Hausund Küchensachen. # Die Sachen sind gebraucht, jedoch gut erhalten. Heinr. Böcker, Versteigerer, Schwerte. Phsiienrart ein feines Weihnachtsgeschenk fertigt an Buchdruckerei C. Braus EP'ice vermiodere ich die Kosteng Tefür Schuhreparaturen“ Nur dadurch, daß ich„schwarze Schlen“ verwenden lasse. Dieselben sind zu haben bei H. Hlüsggrad, Scbohmachermeiste Kanningrwán 26— Spezialltät: Anfertigung von orthopädischen Seauhen für Kriegsbeschädigte. Zugelassen vom Versorgungsamt Vertmund Statt besonderer Anzeige. Heule Morgen 1 Uhr entschlief sanft unsere liebe, gule Mutter und Schwiegermutter Emilie geb. Duisberg im 85. Lebensjahre. Schwerle, den 13. Dezember 1922. Ernst Klein Otto Klein Emilie Schumacher, geb. Klein Alma Klein, geb. Irle Wilhelmine Klein, geb. Köcke Die Beerdigung findet Somslag, den 16. Dezember, nachmittags 3½ Uhr vom Sterdehause,5Brückstr. 1 aus zsatt. Hausandachl ½ Stunde vorher. Von Kranzspenden billen wir abzusehen. 10000 me. Belohnung! zahle ich demjenioen der mir meine Kleidungsstücke, welche mir, am Dienstag mittag im Hause, Kampstraße 11 gestohlen worden sind, wieder bringt, oder mir den Täter hastbar macht. Kurt Torenzat Kampstr. 11. A Bekannimachung. Ergebnis der Nachkörung von Ziegenböcken am 27. und 28. November 1922 im Landkreise Hörde. Es wurden vorgeführt und augekört, keine Aufängerin, für eine E o##handlung in Schweile sosorl od. 1. Juluar 1923 gesuch Offerten unter Nr. 5750 an die Gesch't. Tafelgesunde schöne Ware gibt billigst jedes Quantum ab. Haus Müller ** Bahnhofstraße 27 Telefon 190. 5 Ininter gessucht. Näh. ins ders Geschäftsst. Vom Ziegen= und Schafzucht verein Wellinghofen dto. 6 dto. Vom Ziegenzuchtverein Buchholz dto. Vom Karl Halver in Schwerte Westenheide..„ Von der Gemeinde Barop, Ort Eichlinghofen Vom Ziegenzuchtverein Rüding= hausen Vom Ziegenzuchtverein Schüren v# Alter Farbe Abstammungs zeichnung 1. Franz 14.4.22 weiß Psungstadt 6D 146 2. Fritz 16.4. 22hornlos Hans 18.4. 2125. 4. Mar 5. Leo 10.3.21 18.4. 22 FHD 147 1 148 Wanne 119 990 Schnee A1) 149 6. Jritz 28.5.21 7. Prinz 5.4.22 8. August 14. 5. 22 9. Peter 114.4.22 Hörde, den 6. Dezember 1922. Schwertes HD 150 HessenK. E HD 151 Aschersleben HD 153 Dortmund HD 152 5775 Der Landrat. für Garenfeld zum 1. Januar 1923 gesucht. Schwerter Zeitung. abzugeben Preis 800,— Mark der Scheffel. Stiftsbrauerei er über in geschmackvoller Ausführung liefert die Car Guchdruckerei rI Graus, Schwerie Das schönste. WeinnachisGeschenk sind Peize Größte Auswahl in Füchsen, Wölfen, Seal, Nerz, Marder, Opossum Telz-vertrieb Dortmund, nur Königswall 6 1 Treppe, kein Laden. gegenüber der Bahnpost. Sonntag geölfnet! Lunssen und Wldfelle kauft zu höchsten Preisen die Verwertungsgesellschaft für Kohmaterialien Sußkind& Co. m. b. F. Dortmund Teles. 8856 Bleichmärstr.:6 Eimmäliger Verfach aretgrag. Ueberbieten jede Konturten. Händler erhalten Vörzugspreise. Eineieum Toppione Eiheisbi Zaufel Speeh,„Purd. mit.28 Platten zu verkaufen. Besichtigung abend. von 6 bis 7 Uhr Herrmannstr. 6 liefert preiswert Soselholling, Marhts Trichterloses Oberich Wer über die Vorgänge in der Heimat untereichtet sein will, der bestelle bei der Post den overschlesischen Wanderer die älteste und bei weitem verbreitetste Tageszeitung, das bewährteste Anzeigen biatt Oberschlesiens. Wer Personal oder Stellung sucht, etwas kaufen oder verkaufen will, wer Geschäftsverbindungen im kaufkräftigen Oberschlesien antnüpfen will erreicht dieses am schnellsten durch eine Anzeige im „Wanderer".— Jur Zeit werden von vielen Leuten die das polnisch werdende Gebiet verlassen wollen jeue Existenzen im Reiche gesucht. Wer sein Grundtück. Geschäft, Fabrik, Gastwirtschaft oder Gut verkaufen will. erreicht dies mit verblüffendem Erfolg durch eine Anzeige im„Wanderer". 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S### KAKENSRNRR RA Die neuen ∆ Wenn sle zum Kochenbacken statt des echten Dr. Oetker's Backpulver„Bachin“ ein minderwertiges Backpulver verwendet. Wenn sie sich, um etwas zu sparen, der Gefahr aussetzt, einen mißratenen Kuchen zu erhalten u Mühe u. Kosten umsonst aufgewandt zu haben. treten am 15. Dezember bereits in Krast. Baros,Versumigeschafte u. Priedte können dieselben käuflich erwerden für 10 Nlk. in der Dachhundirng eurt Braus. NRAE ME Beim Backen ist ein gutes, erprobtes Backpulver das wichligste! Deshalb spare sle nicht an verkehrter Stelle, denn ein minderwertiges Backpulverist—selbst geschenkt— nochviel zuteuer. Mit Dr. Oetker's Dackpulver„Backin“ ist jede Hausfrau gut bedient, denn damit gelingt der Kuchen immer. Ebenso empfehlenswert eind die bekannten Dr. Oetker's Puddingpulver, Dr. Oetker's Vanillinzucker. gefunden! Ostbergerstraße 12. „Ich litt seit 3 Jahren an gelblichem Ausschlag mit barem G-cen # Glüd Zucker's Patent-Medizinal-Selle habe ich das Übel völlig H. 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Znr WASsVUUR Nichte sandlung 1s„n==Crme eion rs zu emofehlen u haben in aeu Apoiheken, Di gerien und Parfümerten. :s e chen S O heit die Manschetten, die Ihr Schwager gewöhnlich ab„Darum auch,“ warf jetzt zähnekmeschend der Studiosus ein,„fehlen meine Manschetten, und ich dachte, meine Schwester hätte sie genommen und in die Wäsche gegeben.“ „Ja, Herr Studiosus, darum fehlen Ihre, Manschetten, Sie können sie wiederbekommen. Zunächst aber haben Sie die schönen Stahlmanschetten, die Ihnen vorläusig die leinenen ersetzen.“ Der abgesaßte Dieb knurrte etwas in sich hinein, aber der Meister verwies ihn sehr energisch zur Ruhe. „Der Blutfleck auf der Manschette konnte von irgendeiner Verletzung herrühren; ich habe ihn vom Gerichtschemiker daher untersuchen lassen. Es war aber kein Menschenblut, sondern ein Tierblutfleck.— Damit war für mich die Sache erledigt. Ich hatte nur noch nötig, mich mit Herrn Mangold anzufreunden, um seine Gewohnheiten kennen zu lernen und kadurch das Versteck des Geldes zu ermitteln. Es hat sich herausgestellt, daß Herr Mangold ein außerordentlich tostspieliges Studentenleben führt, ein Leben, das durchaus nicht mit dem Gelde zu bestreiten ist, das er von seinen Eltern empfängt. Er hat ein Liebchen vom Varieté, dem er glänzende Gescheilte macht und das er sehr oft in vornehmen Restaurants freihält. Das alles hat bisher Ihre Kasse bezahlt, lieber Meister. Das Gemeinste aber ist, daß der Bursche mit teuflischem Geschick den Verdacht auf den armen, ehrlichen Gesellen zu lenken verstand, der leider das Unglück hat, ein häßliches und unheimliches Aeußere zu besitzen, der aber treu und ehrlich wie Gold ist. Haben Sie Ihrem Geständnis, das ich für Sie abgelegt habe, noch etwas hinzuzufügen, Mangold?“„ 1.84 „Nein,“ antwortete dieser frech und trotzig. „Dann werde ich jetzt einen Schutzmann holen lassen und eine Droschte.“.,.: M.s.r G „Halt, Herr Linde,“ unterbrach jetzt der Meister.„Wir haben das Geld wieder, der Dieb ist meiner Frau Bruder, wenn auch Stiefbruder, und vielleicht ist eine Besserung möglich. Wir wollen keine Anklage erheben.“ „Ich habe mir halb und halb so etwas gedacht, lieber Scholl, und habe deshaib meine Ermittelungen geheim gehalten, die Behörde weiß nichts von dem wirklichen Täter, aber sie hat bei der Diskontogesellschaft Erkundigungen eingezogen und—“. i— , h a t e r f a h r e n, d a ß d e r S c h e c k e i n g e l o s t i s t, w a r f erschreckt Frau Scholl dazwischen... 91 „Nein, ich habe das verhütet, indem ich gleich mit Ihrem Schwager, wie Sie sich erinnern, das Haus verließ und nach der Distontogesellschaft ging. Ich habe dort, da ich ja den Dieb kannte und voraussah, daß Sie seine : Bestrafung nicht wünschen würden, Anweisung gegeben, falls die Polizei nach dem Scheck fragen würde, zu erklären, er sei noch nicht eingelöst. Es steht Ihnen nun frei, mitzuteilen, das Papier habe sich gefunden.“ Das ist aut.“ ilgt Gan Laß t., fasa „Wenn du versprechen wilist, Panl, daß ou sofort nach Amerika abreist, will ich dir einen von diesen Tausendmarkscheinen geben. Fange dort ein neues Leben an, bessere dich, aber komme mir nie wieder vor Augen, willst du das?“ Jo, Schwager: 7 6tx Gaur 6.8 „Ich darf Sie vielleicht noch bitten, Herr Linde, ihm das Billett zu lösen und ihm am Hafen in Hamburg das Geld einzuhändigen.“, T.am dam Studenten Lan k. Linde verbeugte sich, naym dem Studenten dann die Handschellen ab und verließ das Zimmer. Im Hinausgehen sagte er noch: M 6 „In einer Stunde, verehrter Meister, schicke ich die Eingabe an die Polizei wegen Entlassung des Christian her, die wollen Sie dann unterschreiben und durch Boten „Ja, ja, Herr Linde, selbstverständlich durch Eilboten.“ Der arme Christian bekam wieder seine Stellung und für seine ausgestandene Qual eine größere Entschädigung. Kunst und Wissen. Ueber amerikanische Studentenlieder. der beliebtesten amerikanischen College Songs Eine Sammlung vom Jahre 1900 meint in der Vorrede, nächst den geistlichen es die von Herzen kommenden studentischen Lie jedermann in Amerika am vertrautesten sei. wirklichen, meist schottischen Volkslieder, wie Ge ingen seien der, mit deuen Die Zah: der Annie Leurie jede Verbindung sind sie doch an genommen nicht gleichen; die oder Fülle mit Lieder. Sie eine feierliche Carmina zerfallen und eine oder My Bonnie lies over the ocenn, ist so gering in den amerikanischen Studentenbüchern, daß sie als eigene Klasse gar nicht heraustreten. Häusiger finden wir schwärmerische Liebesgesänge älteren Datums mit etwas blassen Gefühlen, wie The Quil Porty, und natürlich die zu Volksliedern gewordenen P.##enlieder Fosters. Wald= und Wanderlieder fehlen selbstverständlich völlig, und vaterländische Gesänge sind nur selten anzutrefsen, obwohl der große Bürgerkrieg sie in großer Zahl ins Leben gerufen hatte. Die Masse der auf den Universitäten gesungenen Lieder ist rein studentischen Charakters. Trotzdem nicht nur jede Hochschule ihr eigenes Liederbuch hat, sondern auch innerhalb der Hochschule Fraternität wieder ihr eigenes, so und Mannigfaltigkeit alle zusammen dem deutschen Kommersbuch zu verPrincetonia z. B. enthalten nur 150 im wesentlichen in zwei Gruppen, che und eine humoristische. Die Gesänge der ersten sind meist dem Preis der einzelnen Bildungsstätten, an denen sie entstanden, gewidmet, und die Melodlen dazu sind von allen Ländern zusammengeraubt, ja das Wells College, ein Fraueninstitut, hat zu einem fröhlich=festlichen Loblied die trübselige Weise:„Der Tiroler und sein Kind“ gewählt. muß die Wacht am Rhein herhalten, sie ist so beliebt, daß sie im Buch der Princeton Universität sogar mit dem deutschen Text erscheint. Origineller sind in Wort und Lied die älteren Studentengesänge drollig humoristischer Art, die an die Mother Goose=Reime erinnern, ja ihnen nachgebildet sind. Die Mother Goose=Reime, unsern Kinderreimen au heiterm Unsinn vergleichbar, haben überhaupt in Amerika eine größere Bedeutung, als diese bei uns. Zu dieser Gruppe gehören z. B. Noahs Ark und Bingo. Von besonderem Interesse sind für uns die Studentenlieder deutscher Abkunft, die in Amerika eine Heimat gefunden haben. Jnpeidi und jupeida, Krambambuli, Der Papst lebt herrlich in der Welt, Was kommt dort von der Höh', Gaudeamus und Integer vitae sind die verbreitetsten der älteren deutschen Siudentenlieder; von den jüngeren deutschen Volks= und Studentenliedern sind die beliebtesten Koschats Verlassen, Weh, daß wir scheiden müssen, und die Lorelei. Aber auch anderen begegnet man nicht selten, so Geibels Krokodillied, In einem kühlen Grunde, Fiducit. Von all diesen sind aber nur die Lorelei und ganz besonders Weh, daß wir scheiden müssen, über die studentischen Kreise hinaus ins Volk gedrungen, dazu noch die Weise O Tannenbaum, aber mit fremden Text. Im großen ganzen ist also der Einfluß des deutschen Liedes nicht so bedeutend, wie man bei den Einwirkungen, die die deutschen Universitäten auf die amerikanischen ausübten und noch ausüben, voraussetzen könnte; doch ist zu sagen, daß die deutschen Studentengesänge die einzigen sind, die auf die amerikanischen eingewirkt haben. Humor. O weh!„Warum bin ich wie eine Herr Thaddäus Schnürlein seine Gattin werde erwidern:„Weil du so nützlich bist.“ Sie aber sprach:„Weil es, wenn du verloren gingest, nicht der Mühe lohnte, nach dir zu suchen.“ Stecknadel?“ fragte und erwartete, sie „„ und ältestes Cagesorgan des Kreises. General-Anzeiger für den Kreis Horde. Haupt-Annoncenblatt. Roman von A. Seifert. (10. Fortsetzung.) 9 ranz zweiselte noch. Lauschend neigte er das Ohr gegen den geschl#nen Mund des Verstorbenen. Er wünschte und fürchtete den Tod desselben in gleichem Maße. Er zürnte dem Zufall, der ihm da noch ein Verantwortungsgefühl aufgebürdet, ihn in *" einen Konflilt gebracht hatte. Wenn er den Oheim tot aufgesunden hätte, ja, dann hätte er sich ohne Skrupel dieser Wendung, die er nicht vorgesehen, als eines Glückszufalls freuen können. Er hatte seinen Oheim nicht geliebt, hatte ihm nicht nahegestanden. Er bedauerte den Tod desselben nicht. Aber daß da in seinem Innern jetzt eine Stimme raunte:„du bist schuld, du hättest helfen können und hast es nicht getan, das erregte seinen Unmut. Zum Kuckuck! Er würde mit seinem Gewissen fertig zu werden wissen! Er wollte doch nicht wehleidig und sentimental werden, wo ihm alles so schnell und unerwartet nach Wunsch gegangen war! Er richtete sich aus seiner gebückten Stellung auf und sah scheu auf den stillen Schläfer. Es konnte sich ja auch um eine Ohnmacht handeln. Fast wünschte er, daß sein Oheim am nächsten Morgen noch einmal zum Bewußtsein kommen möge, um sich jedoch gleich darauf über diesen Wunsch zu entsetzen. Alles wäre dann ja in Frage gestellt gewesen, wenn Harnisch noch einmal am nächsten Tage zum Ueberlegen und Handeln fähig gewesen wäre. Er berührte die blasse Stirn und die erkaltende Hand und schauette zurück. Das war zweifellos der Tod, kein Erwachen war mehr zu befürchten. Nun erlangte Franz seine talte Ruhe zurück. Denn keinen Moment länger durste er zögern, das zu tun, was er vorhatte. Noch konnte ein Zufall alles vereiteln, ihn um den ganzen Vorteil bringen! War es so unmöglich, daß Almida aus Besorgnis um den Vater nach Dann wäre der Schein gegen ihn gewesen, der, ohne Lärm zu schlagen, bei dem Toten weilte! Das durfte nicht geschehen. Er mußte das Testament an sich nehmen und unbemerkt in sein Zimmer zurückgehen Dann konnte niemand mehr ihn übervorteilen beugte sich über den Schreibtisch, um den Mechanismus in Bewe ung zu setzen, der das Geheimfach öffnete, in welchem das Testament lag. Er fand einen kleinen, kaum sichtbaren Knopf: ein Druck auf denselben genügte, um jenes Fach zu öffnen. Obenauf lag das Testament. Ein Griff, und Franz vatte (Nachdruck verboten.) den Toten steckte er es in die Rocktasche, die Nähe desvar ihm doch unheimlich. Hatte er sich nicht Toch seivben war iüm Gewatsam lenie er sch von dem Grauen, Ba vig packte, ab, um zu untersuchen, ob in dem Fach sich noch Papiere befänden, die ihn benachtei##en konnten. Doch nur alte, vergilbte Brie###e lagen da und zehn Tausendmarkscheine in einem Kuvert. An denen war ihm Franz versuchte, das Fach nun wieder zu schließen, doch das gelang iym trotz aller Anstrengungen nicht. Nun, so mochte es offen bleiben. Harnisch selb konnte es ja geöfnet haben. Wer sollte auf einen anderen Gedanken kommen? Das Geld war ja doch vorhanden. letzten Augenblicke des Verblichenen hauten der Fürsorge um sein geliebtes Kind gegolten. Nach kurzem Zögern las Franz das Schreiben. Es strömte über von Güte und Zärtlichleit für die Tochter, aber von dem Testament und von seinem Willen, Almida als Uni ersalerbin einzusetzen, hatte Herr Harnisch noch Befrietigt nitte Franz vor sich hin Alles hatte zu seinen Gunsten gefügt. Hossentlich war keine zweile liederschrift des Testaments vorhanden, die alle seine Aussichten vereitelt hätte. Wenn nicht noch irgendein tückischer Zufall ihm alles streitig machte, so war er nuns; der alleinige Erbe, der Besitzer von Millionen. Ein frohlockendes Lächeln glitt über sein Gesich., vas iedoch erstarrte, als sein Blick auf den Toten fiel. Die auf schwarzem Sockel ruhende Stutzuhr auf dem Kamin verkündete mit silberhellen Schlägen die zwölft Franz fuhr zusammen, ein fahler Schein zuckte über sein Gesicht. Er wandte sich zum Gehen. Hier alles bleiben, wie es war. Der Diener würde der erste sein, welcher seinen Herrn fand. Das würde ein Aufruhr werden! Geräuschlos schlich Franz nach seinem eigenen Zimmer. Erst als er den Niegel vorgeschoben hatte, atmeie er auf. Als ein armseliger Tropf hatte er diesen Raum verlassen, als Besitzer von Mittionen betrat er ihn wieder. Keine Ahnung hatte ihm vorher verraten, daß sich so müheles alles zu seinen Gunsten wenden könne. Und wie angenehm, daß er nicht erst in Feindseligkeiten mit seinem Oheim geraten, daß es nicht erst zu einem Bruch zwischen ihnen gekommen war! der unbeendete Brief an Almida; die ## ven hatten der Fürsorae Er mußte jetzt, trotzdem das furchtbare Grauen, das es in seinen Besitz gebracht. Mit einem scheuen Blick auf! der Tod in ihm geweckt, nicht von ihm wich, zu schlafen Kn 2 K a.###. S 55SnS Egesas 00— K KESE e 8 S5 S 8 S50— 90559 2 2 —# 2 9•nL s- s 8 Su- SgESs — 98•EL * 0• 5 5 g S SUSITPS Tg S SUEE * S SSb 15.806 □ 5 8 6 * 5 □ 3 23 S## = 2 8 * 9 12 S 2 0 S 2• S 8 5 E 8 5 8 **— ** # 5 6 S 3 65 65 am S S: II. alssah.“ damit er am Morgen nicht gar zu verwüstet Er entledigte sich seines Rockes, dabei knisterte der Umschlag, der das Testament enthielt. Er wäre jetzt außerstande gewesen, es zu lesen, er mochte es hier auch nicht vernichten. Das geschah besser in seiner einenen Wohnung. So verbarg er das Testament in einer Kommode unter Wäschestücken, schloß ab und sieckt; den Schlüßsel ein.„ gu—42.1 Trotz des Grauens, das seine Anern burchrieselle, wagte er kein Licht zu machen. Er legte sich nieder, Fro#schauer durchbebten ihn. Doch die erschöpfte Natur ihr Recht geltend. Er versank in einen unruhigen, GT Tod muß schon um Mitternacht eingetreten ein, machts ihr Recht geltenen e. ret von wirren Traumen gestorten Schlummer. 10. Kapitel. Almida wurde durch ein Klopfen an ihrer Tür geweckt. Schlaftrunken richtete sie sich auf. Da hörte sie die Stimme der Frau von Herbst:„.„„„„ „Dein Vater ist schwer erkrankt, Kind, Du mußt schneu kommen!“ Der Schreck fuhr dem jungen Mädchen in die Glieder. O Gott, ein solches Erwachen hatte sie seit Monaten gesürchte:. Die Hände versagten ihr fast den Dienst, als sie notdürftig das Haar aufsteckte und den Morgenrock überwarf. Frau von Herbst stand noch vor ihrer Tür.„Mach doch auf, Kind“..... a. 7meren Almida U#nete, praute jedoch, von einer ünchenschweren !* Ahnung gepackt, zurück, als sie in das verstörte Gesicht der mütterlichen Freundin sah.„Um Gottes willen, was ist geschehen, liebste Tante— der Papa—? „Fase Dich, mein armes Kind. Dieser Tag bringt Dir schweres Leid! Aber vertraue fest dem dort oben, der die Witwen und Waisen nicht verläßt. Nach dieser ] harten Prüfungszeit werden auch für Dich wieder schöne, liche Tage kommen. Und Du bist nicht ganz verlassen, 11 Liebung, Du hast mich, Deine beste, aufrichtige Freundin.“ Almida konnte den Sinn dieser Worte ja nicht verD stehen. Mit fanster Ungeduld, schreckensbleich, befreite sit I sich aus den Armen der Dame, deren Worte so geme i waren, wie sie gesprochen wurden, denn Frau von Herbst i hatte viel Schweres durchlitten und doch niemals den Mat sinken lassen.„„ „Was ist mit meinem geliebten Papa?“ rief Almida hinauseilend,„ich muß zu ihm!“ Irau von Herbst zog sie ins Zimmer zurück.„Fasse Dich, Liebling. Er hat einen sanften, schmerzlosen Tod gehabt, das mag Dicy trösten in all Deinem Leid!“ Wehllagend riß Almida sich los und eilte nach ihres r. Dort hatten sie den Toten auf sein Bett gelegt. Der Arzt hatte soeben die Untersuchung beendet. schlag, der Kampf kann hechstens Minuten „Der sagte er,„Herzschlag, der K gedauert haben. g66h1, iammerte hatte ich doch nur eine Ahnung gehaort Ammerte Frau von Herbst,„nach zehn Uhr kam Herr Harnisch von der Vahn zurück und ist dann noch einmal ausgejahren. Inzwischen bin ich zu Bett gegangen. Er ließ sich des Abends nicht gern stören, daher ging keiner zu ihm hinein. Das ende muß übrigens sehr plötzlich gekommen sein, denn Fritz hat seinem Herrn noch den Mantel abgenommen und nichts Auffälliges an ihm bemerkt. Ein leidendes Auesehen hatte Herr Harnisch ja schon seit längerer Zeit.“ Ende war vorauszusehen, gnädige Frau, doch so schnel hatte auch ich nicht damit gerechnet. Es müssen Herrn Harnisch schwere Erschütterungen heimgesucht haben. Anders vermag ich mir den plötzlichen Tod desselben nicht Aimieds Ohr sing nur die letzten Worte auf, und weher, trostloser wurde ihr Schluchzen. Trug sie vielleicht gar die Schuld? War sie nicht fassungslos über Huberts Abreise gewesen und hatte durch ihre Tränen, durch ihren unbeherrschten Jammer dem Vater schwer zu schasfen gemacht? „O lieber, lieber einziger Papa!“ Sie konnte es nicht„ fassen, daß er ihr genommen war, der sie gesiern noch so liebreich getröstet, ihr die Freuden eines bräutlichen Glückes Eie legte das tränenüberströmte Gesicht gegen die geliebte Hand, die nun schon vollständig erkaltet war und bis vor wenigen Stunden noch ihr Leben beschirmte. Und dann irrten ihre Gedanken zu Hubert, und e leiser, leiser Trost dämpfte das maßlose Weh. Nun Hubert ihr natürlichster Beschützer, seinetwegen durfte sie nicht ganz verzagen.... Stimme ihrer Wie aus weiter Ferne vernaym sie die Stimmeihrt mütterlichen Freundin, welche dem Arzt erzählte, daß sie Frühaufsteherin sei und den Lichtschein im Arbeitszimmer des Herrn bemerkt habe. Dadurch sei sie stutzig, geworden und habe den Diener beauftragt, das Licht zu löschen. Der Herr konnte es ja vergessen haben. Eleichn## habe der Diener sie mit allen Zeichen des Schrea##### rufen. Er hatte Herrn Harnisch, vor seinem Schreibtisch Wieder siel ein vom wärmsten Mitleid diktierter Blick aus und entfernte sich. Frau von Herbst fühlte, daß die Füße sie nicht mehr trugen. Sie strich koseno über Almidas dunklen Scheitel. Komm, Liebling, wir wollen eine Tasse Kassee trinken und dann beraten, was geschehen soll. Herr Harnisch wird doch irgendweiche letztwilligen Verfügungen getrossen haben!... Prtg 125 Mi „Ich kann nicht, Tanie, taß mih!". Allein nahm Frau von Herbst das erste Brühstück, zu sich. Sie war noch so benommen, daß sie weder denken, noch zu einem Entschluß gelangen konnte. Fritz hatte sich um seinen Herrn bemüht und laut lamentiert. Frau von Herbst aber entdeckte den angefangenen Brief auf dem Schreibtisch, und der I eit der Stunde nachgebend, las sie das Schreiben:„Mein geliebte Tochter, mein teures einziggsiegenv. 906 Sie las, daß Almida nur sein Pflegekind war, vup### bisher versäumt habe, sie zu adoptieren, oaß er aber in den allerallernächsten Tagen sein Unrecht gutmachen werde. Frau von Herbst hatte einstweilen das Schreiben an sich cenommen. Sie zerbrach sich den Kopf darüber, ob um dieses Geheimnis wisse. Und wenn nicht, wie würde die Wahrheit dann an den Tag kommen? Wo befanden sich Almidas Papiere, ihr Geburtsschein und der Eie galt doch algemein als Harhischs Tochter. Aber freilich, das Erbschaftsgericht würde Urkunden verlangen. Welche Wirrnisse und Enttäuschungen standen dem esgzedenfals solten erst die schweren schmerzensvolen ctreiben ihrs Baters Zeigte., halte sie uinter d. — Daß Franz sich im Hause besant, Vart eizartesie ion. druck der letzten Stunden vergessen. Jetzt Er pfilf eine Operettenmelodie vor sich hin, als er die „Ah— guten Morgen— und so ganz solo beim Frühstüg?.. 104 Um Gottes willen, Sie wissen noch nichts? Er zog mit singierter Gelassenheit seine Zigaretten tasche aus dem Rock.„Steht der Untergang der Welt bevor? Es rührt mich nicht. Was liegt an diesem jammeroben een zst in dieser Nacht am Herzschlag gestorben. Fritz fand ihn heute morgen tot in seinem Lehnuo ben dete Zigarette siel ihm aus der Hand. in die bereitstehende 10 Die angezündete Zigkrrkir Er hov sie rasch Schale. auf und legte sie (Fortsetzung folgt.) 1 A us * 0 S 65 S S 5 5 „ 2 55S• 5 ** S S 5 S.„* 5 6 8 * Sxt###s S u EESTE SS#E: 8 S SSge S5 sgx, E S S S553 ESgEE ES5S Gege#gS „ E####bgoSESDE *„ Sga **####„ 5 S S55-SFEEHES 9 0 5 2 2 nug, wenn es geilig umderschwebt, und Uebereinstimmung bewikt, wenn es wie Elockenion ernst und freudig durch die Lüste wogt. 3 Der verschwundene Eine Kriminalnovelle von Aloys Kugler. (Schluß.)(Nachdruck verboten.) Herr Linde schrieb ein paar Zeilen auf die i gab sie Paul, der sich eilig damit entfernte und in wenigen Minuten mit einem Schutzmann zurückkehrte. Ohne j Peigexung, aber mit Tränen in den Augen, ließ sich der schließen wollte, rief ihn Linde. noch einmal „Wo waren Sie gestern nachmittag?“ „Als das Geschäft geschlossen wurde um zwei Uhr, hatte ich frei, bis wieder aufgemacht wurde. Ich war der Stadt.“ Nachdem der Schutzmagu mit dem Gesellen verschwunden war, ging der Denil aus Teleph klingelte die Bank an.. Mer Sonto „Hier Diskontogesellschaft. Wer vollt „Hier Krimmalkommissar a. D. Linde.“ „Was haben Sie wieder?“ „Ein kleiner Scheckdiebstahl.“ uug, Heols „So, so— was denn? Aus unseren Lepols: „Ja, Schlächtermeister Scholl. Ist der Scheck im Laufe des Nachmittags präsentiert worden? „Einen Augenblick, Herr Linde, ich will nachfragen.“ „Sind Sie noch da?“ Der Scheck auf zweitausend Mark ist gestern nachmittag von einem Schlächtergesellen präsentiert worden.“ „Einen Augenbick Herr Lippe, der Kasseger, hat darauf nicht acht gegeben, er weiß nur, daß der selle eine Mütze auf hatte.“ So, es ist gut, ich danke schön!“„ „Wenn Sie noch etwas wollen, Herr Kriminal= Mal zur Versigung; aber ich muß setzt iuns Kolleg fahren: lief Paul Man„Ein netter Bengel, nicht wahr?“ sagle der Schlächtermeister.„Wenn der nicht gewesen wäre, hätten wir doch den unheimlichen Menschen nicht packen können. Ja,'s ist ein netter Junge! Der Bruder „Ja, ja, wir haben ihn so gewissermaßen, na, so als 1 und soll es auch nicht, aber er will sich nichts#s# . ja, ist ein netter Junge, gesällt mir sehr gut, sagte:„Kommen Sie, Herr Studio, Stückchen lausen.“ Sounit gigage hörte ian gar nichts von der worden war, daß Chrision au, Zienzig aus der ableugue; auch ertlärte, daß er wie einen Fagag Bunde un. Lasise entwender habe. Donn koy und Paul forderte ihn auf, doch mit heraufzukommen. Linde weigerte sich, schließlich aber ging er doch mit; und während er noch plauderte, des Studenten standen. er sich interessierte, er nach einem Buch. „Was denn?“ fragte der erstannt; und Frau Scholl, die am Fenster saß, drehte sich herum und antwortete für „Paul hats nicht gern, wenn man ihm seine Bücher „Ja, das gibt nur Unordnung, und ich finde mich nachhöllisch eigen mit seinen Büchern!“ bemerkte wieder Frau Scholl.„Da darf keiner'ran, er stäubt sie sogar selbst ab.“ „So, so, das ist löblich, wenn jemand etwas auf seine Sachen hält; aber ansehen darf man sie doch?“ Und nun trat Linde herau und betrachtete die Bücher. tümlicherweise sah er über den Vswpogitge, oh Giaug harauf oberen Schnitt, wie wenn er sehen u.o1.7,: Zaat fiel ihm liege. Plötzlich griff er nach einem Buch; pun—— „Richt doch, Herr Kommissar! Sie wissen, ich habe es nicht gern, meine Schwester hat's Ihnen doch gesagt: „Ich will auch gar nichts mit dem Buch. Tropoem hielt er die Hand fest um den Rücken des ergriffenen . lautes Klatschen, wie wenn jemand einem anderen auf die Hand schlägt; dann ein kurzes Trampeln hin und her, ein eigentümlicher metallischer Klang, und dann ik Paul in einen Gesser. Frau Scholl blickte auf und nahm mit Schrecken wahr, daß Paul, sah näher hin, warnun er denn die Hände so zusammennunschlossen, Herr Linde hatte jetzt vu. halte, und entdeckte, daß zwei Ketten wie Kettenarmbänder„ eine Handoele gfe uuzehoy.,„ reichte Frau Schell zwei„ Buch aus dem Regal gezogen und Leichtt#.#####choll z“,„ Tausendmarkscheine hin, die zwischen den Biattern der F Wertes gelegen hatten. Mi inter Geramn „Rufen Sie doch, bitte, den Meister herunf. Als dieser herauskam, war er aufs tiefste betro über die Situation. ist denn los?“ fragte er. Ach.. der „Was eer Junge so regungslos da ossen, „Warum sitzt denn Sie haben ihn geHerr Linde! Nun „Ich will lieder für ihn sein Geständuis ablegen: Sie, der Meister, Laiten im Ttoyge,u, und schickten uun Schliselbund in dem Tresor stecdten o)y. Lulen, In demden Christian herauf, die Rechuugg zu 1 u Sich ain. Buch u. botrez us, Bchzsegund haute, und eu Secheug, der bi. Laz mötzg ihm ühet gedeutet werden, schnuell zurückzog. Der Cezelle Ogegh.egge Alagentsche, Als Sie do; Cezizie geee e ein, Herr Linde; denn da ich dem Christian frei gegeben Latte, so ging sch in. den„Kelter, um die Ware den Aberdbserlauf vor,,. ge Te de 8 „Gut. Inzwischen hat unn Ihr Schwumr on 10. seuheit Christlans beunpt, hat sich seine Bluse, seine weseuhe. Thristlaus ben.. Schürze und seine Mütze geholt, sich stonell in einen stelle erreicht und die Sachen wieder hingelegt. Ex. hat ie erreuch un die zseg, datz, Cgristan seie, Jzuse dirctt von der Arbeit weg ausgezogen, und daß noch frisches an war. Viu färbt aber leider ab, und sehen Sie“— damit zog der Detettiv eine=Manschekte aus dieser kleine Blutsleck an Ihres Schwagers Manschette, den ich gleich am ersten Tage bemerkte, hat auf die Spur geführt. Ich bin dann, wie Sie wissen, noch einmal wiedergekommen, habe mir bei der Gelegen