Apterdecter Zeitung Langssroter Zeitung betzwichoter Zeitung Verbunden mitt Schwerter Cageblatt und Schwerter Bolszeitung Scwerter Velksbiatt und diteltes Coossornen dus Kreiles.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Alutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatdlätter. u Lustiges Allertei. Kinderzeitung: Unser Blatt nUinterdottungs u. Romandeilage. n Spiel, Sport und Curnen. u Lodensb#d. Kunst u. Wißen.n Gartenratschläge. werichesche Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62 Postscheck: Dortmund 2852 Berartwortische Schriftleitung: Karl Nr. 272 Samstag, 18. November 1922 55. Jahrgang Zum Zeit und Kräfte verschwinden, die Bessern zehren sich in schnödem, unerträglichem Müßiggang auf als Zuschauer des allgemeinen Elendes und des Treibens der Schlechtern, deren Zahl täglich wächst und deren Gesinnungen krebsartig um sich fressen.“ Frhr. vom Stein 19. 4. 1812. Neueste politische Die Meldung eines Berliner Blattes über angeblich bevorstehende Aufhebung der bayrischen Volksgerichte durch die bayerische Regierung ist, wie die Münchener Augsburger Abendzeitung meldet, vollständig aus der Luft gegriffen. * Havas meldet aus Athen, die ehemaligen Minister Tsaldaris und Johann Rhallis wurden verhaftet. * Lord Curzon reist heute nach Paris, wo er am Sonntag eine Besprechung mit Poincaree haben wird. Beide Staatsmänner reisen dann nach Lausanne. * Das Bankhaus Morgan hat der Bundesreservebank eine weitere Summe von 50 Millionen Dollar als Teilzahlung des Zinsendienstes der britischen Schulden an die Vereinigten Staaten zugestellt. * Die Verhandlungen über die Beamtengehaltsfragen beginnen am Dienstag. * Nach dem neuen Reichswahlgesetz wird der bisherige Arnsberger Wahlkreis in zwei Teile geteilt, wovon der eine die früheren Wahlkreise Dortmund=Hörde und Gelsenkirchen=Bochum umfaßt. * In einer in Paris überreichten Note fordert England die völlige Entmilitarisierung der Dardanellen, aber eine internationale Garnison zur Kontrolle der Einfahrt. Zwischen England und Frankreich soll volles Einverständnis über die Orientfrage erzielt sein. Italien hat den Achtstundentag grundsätzlich abgeschafft. Vermischte Kundt. Arolsen, Nov. Wohnungsloser Bürgermeister. Die Hauptstadt des ehemaligen Fürstentums Waldeck hat mit ihren Bürgermeistern entschieden Pech. Vor einiger Zeit war eine Neuwahl vorgenommen worden, aber hier ging es nicht wie im Faust, daß den Bürgern der neue Bürgermeister nicht gefällt, vielmehr gefiel dem neuen Bürgermeister die Bürgerschaft nicht, aus dem einfachen Grunde...., sie stellte ihm keine Wohnung! Auch in Arolsen seufzt man unter dem Joche der Wohnungsnot. So trat er gar nicht an und es fand wieder eine Neuwahl statt. Vorsichtigerweise hatte man in einem Dörfchen vor der Stadt eine Notwohnung freigemacht. Der neue Bürgermeister kam, sah die Wohnung an und fand sie für die Unterbringung seiner Möbel zu klein. Deshalb stellte er eine Art Ultimatum: Entweder Einbau einer Wohnung in das Gymnasium oder er kommt nicht! Daraufhin setzte sich der Gemeinderat zusammen und erörterte die Frage: Bewilligung der Kosten für diese Bautätigkeit oder keinen Bürgermeister! Das Ende vom Liede war, daß man dem neuen Bürgermeister mitteilte, daß die Stadt nicht in der Lage sei, seine Bedingungen zu erfüllen, man hoffe aber, daß er doch die kleine Wohnung beziehe und wenn nicht, dann muß eben Arolsen noch einmal seine Bürgermeisterstelle ausschreiben. So spielt die Wohnungsnot sogar einem Bürgermeist; mit. Der Kanzlerkandidat Dr. Cuno ist am Freitag abend, nachdem er sich in Hamburg mit seinem Aufsichtsrat auseinandergesetzt hat, nach Berlin zurückgekommen und hat die Versuche zur Bildung seines Kabinetts wieder ausgenommen. Es muß festgestellt werden, daß die Lage sich für ihn nicht gerade zu seinen Gunsten verändert hat. Die Parteien haben sich von ihrer ersten Ueberraschung erholt und deshalb Gelegenheit genommen, die Sympathie, mit der sie ihn zunächst begrüßten, einzuschränken, ganz offensichtlich, weil sie ausgesprochen parlamentarisch orientiert und von dieser Form einer Kabinettsbildung nicht sonderlich entzückt sind. Die eigentliche Kabinettsbildung wird sich nicht in der bisherigen Weise so vollziehen, daß die Fraktionen Vertreter benennen, sondern der in Aussicht genommene Kanzler stelltll sein Kabinett von den verschiedenen Fraktionen durch selbständige Berufungen zusammen. Die Reichstagsmehrheit wird sich dann vergewissern müssen, ob sie dem neuen Kabinett das Vertrauen aussprechen kann. Es entspricht der Ansicht Eberts, kein ausgesprochenes Parteikabinett, sondern ein Kabinett der Tätigkeit, der praktischen Arbeit zu bilden. Samstag vormittag wird Dr. Cuno seine Besprechungen mit den Parteiführern fortsetzen. Es werden wieder eine Reihe von Namen neuer Männer genannt, über die weiteres anzugeben, keinen Zweck hat. Der Reichspräsident empfing heute abend auch den früheren Reichskanzler Fehrenbach, um sich mit ihm über die politische Lage zu besprechen. * Geheimrat Dr. Wilhelm Cuno ist am 2. Juni 1876 in Suhl geboren. Er ist Katholik. Nach Absolvierung seiner Universitätsstudien trat er in den Verwaltungsdienst ein und gehörte der preußischen Staatsverwaltung als Ober= regierungsrat und später als Geheimer Oberregierungsrat an. Er war Votragender Rat im Finanzministerium. Während des Krieges bearbeitete er kriegswirtschaftliche Angelegenheiten, war Leiter der Reichsgetreidestelle und stand nachher an leitender Stelle bei der Organisation des Kriegsernährungsamtes. Im Jahre 1916 wurde ihm im Reichsschatzamt das Hauptreferat für kriegswirtschaftliche Fragen übertragen. Im Winter 1917 verließ Geheimrat Cunolden Reichsdienst und trat in den Vorstand der Hamburg= Amerika=Linie über. Nach dem Tode Ballins wurde er dort bald Generaldirektor. In der weiteren Oeffentlichkeit ist sein Name dann besonders bekannt geworden durch seine Wirtschaftsverhandlungen mit Amerika. Jeden= falls hat er sich als Leiter der Hamburg=AmerikaLinie in allen Kreisen des In= und Auslandes große Sympathien erworben. Bei den Waffenstillstandsverhandlungen in Trier und Brüssel wirkte Geheimrat Cuno als deutscher Sachverständiger mit und wurde ebenso als Sachverständiger zu den Versailler Friedensverhandlungenzugezogen. Als im März 1920 nach dem Rücktritt Erzbergers für diesen ein Nachfolger gesucht und der Ruf nach Fachministern immer dringender wurde, war ihm der Posten des Reichsfinanzministers angeboten worden. Geheimrat Cuno erklärte sich damals auch zur Annahme bereit, machte jedoch zur Bedingung, daß die Mehrheitsparteien geschlossen hinter ihn treten müßten. Er war vorher Mitglied der Deutschen Volkspartei und erst wärend des Kapp=Putsches aus dieser wegen der unentschiedenen Haltung ihrer Hamburger Ortsgruppe gegenüber Kapp ausgetreten. Für den Ministerposten präsentierte ihn das Zentrum, jedoch hatte es schon vor dem Kapp=Putsch mit ihm verhandelt, da das Finanzministerium als ausgesprochenes Fachministerium angesehen werden sollte. In der kritischen Zeit nach dem Kapp=Putsch nahm dann die Sozialdemokratie Anstand an der zu weit nach rechts geneigten politischen Stellung Cunos, und er lehnte die Berufung ab. Finanzminister wurde dann der dem Zentrum angehörige, vorherige badische Finanzminister und spätere Reichskanzler Wirth. Letzthin hielt Geheimrat Cuno einen Vortrag über den Wiederausbau der deutschen Schiffahrt. Bekannt wurde sein Name auch, als er sich zur Zeit seiner Tätigkeit in Staatsdiensten zusammen mit dem jetzigen Landeshauptmann Dieckmann um den Beigeordnetenposten in Münster bewarb. Später wurde sein Name in Verbindung mit der Kandidatur um den Obeebürgermeisterposten in Münster genannt. Die Parteizugehörigkeit des neuen Kanzlers Cuno steht nun nicht fest. Cuno wird sowohl vom Zentrum wie von der Deutschen Volkspartei als Parteiangehöriger angesehen. Nichtsdestoweniger wird man sagen können, daß er es von jeher vermieden hat, parteipolitisch eingestellt aufzutreten. Das dürfte ihm seine jetzige Kabinettsbildung wesentlich erleichtern. auder deutschen Durch das Friedensdiktat von Versailles ist Deutschland gezwungen worden, alle Schiffe über 1600 Tonnen und die Hälfte aller andern von 1000 bis 1600 Tonnen abzuliefern. Die deutsche Handelsflotte, die vor dem Kriege mehr als 5 Millionen Tonnen stark war, wurde damit im wesentlichen vernichtet. Erfreulicherweise ist es aber in erstaunlich kurzer Zeit gelungen, die deutsche Schiffahrt wieder zu beleben und den Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte zu beschleunigen. T. Kellen gibt in der Monatsschrift „Technik für alle“ einen zahlenmäßigen Ueberblick über den Wiederaufbau der deutschen Schifffahrt, dem wir einiges entnehmen wollen. Durch die Blockade während des Weltkrieges war der Hamburger Seehafen fast ganz verödet. Während im letzten Friedensjahr(1913) 15073 ankommende und 16627 ausfahrende Seeschiffe gezählt wurden, war 1918 der Verkehr auf 1471 und 1602 Schiffe zurückgegangen. Im Jahre 1919 setzte eine Besserung ein und 1920 betrug die Zahl der ankommenden Seeschiffe bereits 4868 und die der ausfahrenden 5096. Die Aufwärtsentwicklung ging im Jahre 1921 im stürmischen Tempo vorwärts. Der Bericht des Hamburger Hafenamtes für das Jahr 1921 konnte von einem auf das doppelte angewachsenen Verkehr berichten, denn in dem Berichtsjahre waren nicht weniger als 8633 Schiffe in den Hamburger Hafen eingelaufen und 9940 aus ihm abgefahren. Die Aufwärtsentwicklung hat seitdem angehalten. Auch die Häfen Bremen, Emden, Stettin, Lübeck, Kurhaven usw. haben an ihr teil. Der Schiffsbau hatte vorerst, wie alle anderen Industrieen mit Arbeitsunlust, Lohnsteigerungen, Kohlen= und Materialnot zu kämpfen. Die deutschen Gesellschaften waren daher gezwungen, mit amerikanischen Reedereien zusammenzuarbeiten. Da in Amerika während des Krieges vielmehr Schiffe gebuat waren als in normalen Zeiten nötigt werden, bereiteten die Abkommen mit den amerikanischen Schiffahrtsgesellschaften keinerlei Schwierigkeiten. Die in den deutschen Werften auf Kiel gelegten Schiffe bestehen fast ausschließlich aus erstklassigen auf der Höhe der Technik stehenden Fahrzeugen. Das Ausland, welches durch den Zuwachs der Deutschland fortgenommenen Schiffe einen Ueberfluß an Tonnage besaß, sah sich vielfach zu Schiffsverkäufen genötigt und so konnte die deutsche Handelsflotte auch durch Rückkauf von ehemals deutschen Schiffen vermehrt werden. Der Norddeutsche Lloyd kaufte seinen früheren Doppelschraubendampfer Seydlitz zurück und stellte den neu erbauten Passagierdampfer Köln und den Frachtdampfer Krefeld in den Dienst. diesen Dampfern ist die Neuerung einer Mittelklasse 2 a eingeführt, die zur Beförderung des heute verarmten deutschen Mittelstandes dienen soll, der früher die erste oder zweite Klasse benutzte. Die deutschen Reedereien haben zwar für die ihnen durch das Friedensdiktat fortgenommenen Schiffe vom Reiche Entschädigungssummen erhalten, doch waren diese nicht ausreichend, um vollen Ersatz sicherzustellen. Um so mehr ist aher die Leistung der Deutschen Werften zu rühmen, die im Jahre 1920 327·000 Bruttotonnen im Bau waren. Im letzten Friedensjahr wurden nur 440 000 Tonnen für die Handelsschiffahrt gebaut, so daß also die Jahresleistung des Jahres 1921 vier Mal so groß ist, wie die des letzten Friedensjahres. Es ergibt sich hieraus, daß die Leistungsfähigkeit der Deutschen Wertten ganz erheblich gestiegen ist. Da wir infolge des niedrigen Markstandes auch nicht mehr in der Lage sind, im Auslande für unsere Rechnung Schiffe bauen zu lassen, was in der Vorkriegszeit in nennenswertem Maße geschah, ist diese Steigerung der eigenen Produktion ein rettender Ausweg. Während die Schiffahrt im Auslande eine schwere Krisis durchmacht, konnten die deutschen Schiffahrtsgesellschaften im Jahre 1921 durchweg günstig abschließen. Die Hambung=Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft vermochte ihren Reingewinn von 4,33 auf 7,67 Millionen Mark zu steigern. Die übrigen Schiffahrtsgesellschaften, die allerdings durch Ablieferungen an die Entente in schwerem Masse betroffen wurden als die vorgenannte, konnten auch ihrerseits durchweg ihre Dividende erhöhen. T. Kellen faßt seine Ausführungen in die Worte zusammen:„Im allgemeinen kann man sagen, daß die deutsche Schifffahrt jetzt wohl die schwierigste Periode überwunden hat. Die Gemeinschaftsdienste mit ausländischen Gesellschaften haben sich bewährt und dürften wohl noch erweitert werden. So sind dank dem ungebeugten deutschen Hansageist die Aussichten für die deutsche Schiffahrt auch für die Zukunft als günstig zu bezeichnen". Die letzte Woche. Während in den Verkaufshäusern bereits die Weihnachtsausstellungen eröffnet wurden, berieten die Parteien des Reichstages, wie sie die Umbildung der Regierung vollziehen und damit dem deutschen Volke ein Christfestangebinde vorbereiten könnten, das uns durch seine Wirksamkeit eine Reihe von ruhigen Tagen sichern würde. Es ist lange darüber verhandelt worden, wer daran mitarbeiten soll. Aber das Ende war negativ. Das Ministerium Wirth gab dem Reichspräsidenten Ebert seine Demission, der dieselbe annahm. Er hat dann am Donnerstag den Generaldirektor der Hamburg=Amerika=Linie Geheimrat Cuno mit der Bildung der Regierung beauftragt und Cuno hat den Auftrag angenommen. Neue Männer, neue Zeiten. Hoffen wir das Beste. Die ersten Tage waren schon mit allerlei Gerüchten angefüllt, nachdem die Reparationskommission aus Berlin nach Paris zurückgekehrt war. An der Seine schrieb man Poincaree Rücktrittsabsichten zu, weil er neuen Aerger mit England über die türkischen Angelegenheiten gehabt hat. Der französische Ministerpräsident wiederholte seinen Schlachtruf:„Zahlen!" Dr. Wirth antwortete daräuf mit neuen positiven Vor schlägen an die Reparationskommission. Ausdehnung der Produktion und der Sparsamleit in Deutschland ist in erweitertem Umfange zugesichert worden, der Reichshaushalt wird balanziert und auch die Getreidezwangswirtschaft abgebaut werden, wenn die Entente Entgegenkommen zeigt. Es muß eben anders werden nicht nur bei uns. Der Dollar ist gewichen, steht freilich noch immer so hoch, daß die Stabilisierung der Mark geboten bleibt. Noch notwendiger ist freilsch, wenn wir uns von dem Gedanken befreien, daß der Dollarstand für den gesamten inneren deutschen Produktionspreis maßgebend ist. Wenn wir energisch avanzieren, wird auch der„Turm des Vertrages von Versailles" vaufäl lig werden, und sein Abbau das Werk der deutschen Arbeit vollenden, das den Aufbau bedeutet. * Der Reichstag hat seine Tätigkeit, wie schon angedeutet, wioder ausgenommen. Daß er und seine Tätigkeit in der deutschen Sanierungs aktion eine große Rolle spielen, ist selbstverständ. lich. Heute ist wichtiger, als neue Gesetze zu schaf fen, die Wirkung der bestehenden zu kontrollieren, denn zu den mancherlei Leiden unserer Zeit gehört auch die Paragraphenkrankheit, die mancherlei Hemnisse bereitet und unnötige Ausgaben schafft. Je weniger Gesetze— um so weniger Beamte, um so größere, selbstverständliche Sparsamleit. Wir brauchen die gesunde Einsicht, damit Ausschreitungen, die unsere Kreditwürdigkeit beeinflussen, wie sie jetzt leider wieder im Rheinland vorgekommen sind, verhütet werden. In schönen Wahlreden haben englische männer auch die brittisch=franzö#####e Freundschaft gefeiert. Man kann ien glauben, daß sie in diesem Sinne ihres Amtes walten wollen, und ihr Vorgänger Lloyd George hat ja derartige Aussprüche oft genug getan, ohne damit mehr zu erreichen, als daß Paris bei seinem Rücktritt in ein Jubelgeschrei ausbrach. Ob der heutige Premierminister Bonar Law in London trotz allen seinen guten Willens imstande sein wird, die Franzosen zufrieden zustellen, muß abgewartet werden. In Paris hat man eben, wie bis her das Verhalten gegenüber Deutschland bewies, den Blick für die Grenzen der Möglichkeit verloren. Zur Geschäftsordnung. Reichstags=Sitzung vom 17 November. Am Freitag beschäftigte sich der Reichstag mit der katostrophalen Lage der Presse. Er folgte einem Beschluß seines Ausschusses, wonach die Steuer für die Uebernahme von Anzeigen sich bei Zeitungen und Zeitschriften von der ersten Million des innerhalb eines Kalendervierteljahres vereinnahmten Entgelts auf ½ Prozent ermäßigt werden soll, von der nächsten Million auf 1 Prozent, von der nächsten Million auf 1½ Proz. und von den darüber hinausgehenden Beträgen auf 2 Proz. Gibt ein Steuerpflichtiger mehrere Zeitungen oder Zeitschriften heraus, so ist für die etwaige Ermäßigung jede Zeitung und jede Zeitschrift selbständig zu behandeln. Diese Ermäßi gungssätze sind vom Steuerausschuß einstimmig vorgeschlagen wörden. Der Reichstag folgte dem Beispiel und stimmte einmütig zu. Nur einige Kommunisten verhielten sich ablehnend. Der Erweiterung der Zuständigkeit der Kaufmannsgerichte, die durch die Geldentwertung notwendig geworden ist, wurde zugestimmt. Dabei ergriff kurz der Arbeitsminister Braun das Wort, der als einziger Vertreter der alten Regierung, die die Geschäfte noch weiter führt, für einige Zeit im Hause weilte. Der Reichstag beschäftigte sich dann mit seiner neuen Geschäftsordnung, durch die die Reden verkürzt und der ganze Parlamentsbetrieb sachgemäßer aufgezogen werden foll. Herr Ledebour wollte die Rechte der Minderheit nicht verkürzen lasse und hielt nach wie vor stundenlange Reden als das einzige Heilmit tel, dem deutschen Volke aus seiner Not zu helfen. Sein Antrag auf Zurückverweisung der Vorlage an den Ausschuß fand aber keine Mehrheit. Im Begenteil, man ging eifrig an die Einzelberatung und setzte u. a. 15 ständigc Ausschüsse ein, die die hauptsächlichen Arbeitsgebiete des Reichstages unter sich aufteilen. Das ist eine Verringerung gegenüber dem bisherigen Zustande, der 31 Ausschüsse aufweist. Ein Antrag Kopsch(Dem.), wonach die Beschlüsse von Sonderausschüssen für solche der Vollsitzungen des Reichstages zu gelten haben, wird abgelehnt. Ein Antrag Brodauf(Dem.) will das Stimmrecht in den Ausschüssen in die Hand von Obmännern der Fraktionen legen. Die Ausschüsse sollen beschlußfähig sein, sobald die Mehr heit der Mitglieder anwesend oder durch Obmän ner vertreten ist. Abg. Eichhorn(Komm.) nennt den Antrag den Versuch einer Autokratie. Abg. Dr. Kakl(D. V. P.) gibt zu, daß der Besuch der Ausschüsse häusig mangelhaft ist, da jetzt ja bereits 31 Ausschüsse vorhanden sind. Abg. Dittmann(Unabh.) wehrt sich gegen den Gedanken der Stimmübertragung. Dann würden schließlich die Parteiführer nur allein hier bleiben. Abg. Koch(Dem.) kritisiert den schleppenden Geschäftsgang der Ausschüsse. Das unwürdige Schauspiel, daß die Fraktionsführer herumlaufen müßten, um ihre Mitglieder für die Ausschußabstimmung heranzuholen, müsse vermieden werden. Die Anträge Brodauf werden abgelehnt. Darauf vertagt sich das Haus auf Sonnabend # Uhr: Weiterberatung.— Schluß 6 Uhr. Aus Stadt und Land. Schwerte, 18. November. Erinnerungen. 18. Nov. 1789: Der Dichter Wilhelm Hauff gest., 1882: Der Nordpolfahrer Nordenskiöld geb. 19. Nov. 1770: Der Bildhauer Thorwaldsen geb., 1828: Komponist Franz Schubert gestorben. * und Kriegsfolgen. Von Dr. R. Günther. Im Preußischen Landtage ist es zu einer ausführlichen Aussprache über die Bedeutung volksgesundheitlicher Maßnahmen für den Wiederauf bau Deutschlands gekommen. Die Wichtigkeit staatlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Volksgesundheit ist weit größer, als man im allgemeinen annimmt! Ueber den Umfang, in dem unsere Volkskraft durch den Krieg und seine Nachwirkungen geschädigt ist, ist unser Volk nicht unterrichtet. Zwei Millionen Männer sind im Felde geblieben, Männer im besten Mannesalter, Jünglinge, deren Kraft unserem Vaterlande noch zugute kommen sollte,— der Krieg hat eine schauerliche negative Auslese unter den deutschen Männern gehalten. Zu diesen zwei Millionen Gefallenen treten 800 000 Todesopfer der Hungerblockade. Und unschätzbar ist die Einbuße an Kraft infolge der Geldentwertung, mit der Löhne und Gehälter nicht Schritt halten können, infolge der jahretangen Sorge um die Männer draußen, durch all das Herzeleid des Krieges. Millionen von Kriegsbeschädigten siechen langsam hin. Kurz: in weitem Umfange ist unsere Volkskraft verwüstet, und diese Verwüstung wird sich zeigen an den nächsten Geschlechtern. Denn wie soll unser durch Krieg, Hunger, durch Leiden und Krankheiten aller Art schwer heimgesuchtes Volk imstande sein, für eine gesundere Nachkommenschaft zu sorgen? Schlimmer denn je zuvor wüten die Volksseuchen: Tuberkulose, Rachitis, Geschlechtskrank heiten. Letztere scheinen nach übereinstimmenden Berichten der Fachärzte mehr und mahr auf dem flachen Lande Ausbreitung zu gewinnen. Eine wirksame Bekämpfung der Tuberkulose wird durch die noch immer zunehmende Wohnungsnot außerordentlich erschwert. Und diese Krankheitskeime werden nicht nur auf die unmittelbaren leiblichen Nachkommen vererbt, sondern die Anlagen zu Krankheiten schlummern ein, zwei Geschlechter hindurch, um plötzlich bei Urenteln in der Form von Geisteskrankheiten, Fallsucht, Blindheit, Sprachstörungen usw. in die Erscheinung zu treten. So bedroht die als eine Folge des Krieges sich darstellende Rasseverschlechterung nicht nur das jetzige und das nächste Geschlecht, sondern darüber hinaus bedroht und zerstört sie Gesundheit und Lebensglück ungezählter Tausen der und Abertausender noch ungeborener Menschen auf unabsehbare Zukunft hinaus. Die Erkenntnis dieser Tatsache sollte uns also, ohne Ausnahme, aufpeitschen, den Kampf gegen alles das aufzunehmen, was unsere Rasse verConntagsworte. Es ist viel Böses in der Welt, zerstörender Haß, lieblose Selbstsucht, selten tragendes Helfen. Das kann jeder an seinem eigenen Leibe verspüren. Und doch, nicht ganz wollen wir verurteilen, nicht nur Böses sehen. Auch die erbarmende Liebe ist da. Wir können ja gar nicht leben, wenn nicht das schützende Element tätiger Liebe uns umgeben würde. Schauen wir uns um, so sehen wir doch noch eine ganze Schar guter Menschen, die vielleicht wegen ihrer stillen Art bis. her wenig beachtet wurden. Sie sind bereit, zu dienen, auch uns zu dienen, weil sie eine seltsame stille Kräft haben, Licht von der Ewigkeit, Liebe aus Gott. Es sind die, von denen es heißt:„Wem viel vergeben ist, der liebt viel.“ Gott hat sie errettet und gesegnet, und sie möchten diesen Segen auch weitergeben, auch ausstreuen, leicht wind es ihnen oft nicht gemacht, weil das Böse wider die Guten' streitet. Aber schließlich siegt das schlechtert, den Kampf gegen Alkohol und Nitotin und gegen die Geschlechtskrankheiten. Verbot des Rauchens für Jugendliche bis 18 Jahre, das würde schon etwas helfen. Alle Ehebewerber sollten vom Staat zum Austausch von Gesundheitszeugnissen gezwungen werden, auf denen vermerkt wird, ob dauernd oder zeitweilig die Eheschlie ßung für den Betreffenden bedenklich erscheint. Man braucht kein Eheverbot einzuführen, sondern kann es den Verlobten selbst überlassen, ob sie die Eheschließung unterlassen oder aufschieben wollen, bis die in dem Gesundheitszustand des einen Verlobten begründeten Bedenken nicht mehr bestehen. Ein solcher zwangsweiser Austausch von Gesund heitszeugnissen zwischen Ehebewerbern würde dazu erziehen, daß sich die Verlobten und namentlich auch deren Eltern rechtzeitig nicht nur um Einkommensverhältnisse und Vermögenslage, Stelkung und Familic, also im wesentlichen um Aeußerlichkeiten kümmerten, sondern vor allem auch um den Gesundheitszustand der jungen Leute, die sich heiraten wollen. Im Kampfe gegen die Geschlechtskrankheiten sollten wir uns die Erfahrungen zunutze machen, die andere Länder, Amerika und besonders Schweden gesammelt haben, welch' letzteres Land mit großer Tatkraft und gutem Erfolg den Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten führt. Gute doch, weil Gutes göttlich ist und Gott stärker ist als die Bosheit! An jedem Sonntag will dieser Gott sich aufs neue uns offenbaren. Wir wollen dieser Offenbarung nicht aus dem Wege gehen. ** Zu unserem Artikel: Selbstmordversuch durch Gasvergiftung in Nr. 267 vom 12. Nov. d. geht uns von zuständiger Seite eine Darstellung des eigentlichen Sachverhaltes zu, nach welcher es heißt, daß das Oeffnen des Gashahns in der betr. Wohnung nicht mit Absicht, sondern durch ein herabfallendes Kleidungsstück verursacht worden sei. Das ausströmende Gas drang dann in den Schlafraum des Betreffenden ein, in welchem derselbe sich allein befand. Er wurde am andern Morgen bewußtlos aufgefunden und die Ursache der Gasausströmung wurde entdeckt. Darnach kann von einem Vergiftungsversuch, wie uns erst mitgeteilt wurde, nicht die Rede sein, ebenso nicht von Trunkenheit, wie uns ebenfalls zugetragen wurde. Wir freuen uns, nach odiger Darstellung, vor allem nun auch das sagen zu können, daß kein hiesiger Wirt mit Schuld an dem ernsten Vorkommnis trägt, weil er etwa dem Betreffenden zuviel Branntwein gegeben habe und bitten, für alle Zukunft, uns nicht wieder nach dieser Richtung hin salsche Informationen zukommen zu lassen. Nach eingehender Aussprache mit dem Vorsitzenden des hiesigen Wirtevereins, steht der uns ja bekannte Kreis der Schwerter Gastwirte auf dem Standpunkte, zur Hebung der Volkssitt lichkeit gern selbst mit beitragen zu wollen und selbst alles zu verhindern, was beim Besuch von Gasthäusern und Wirtschaften zu Unzuträglichkeiten führen könnte. Somit dürfen wir offen bezeugen. Hand in Hand mit dem Wirteverein arbeiten zu können und werden auch das hiesige Wirte=Gewerbe vor falschen Angriffen in Zutunft schützen. Die Wirte haben jetzt ohnebin einen schweren Stand, wie sämtliche hiesige Gewerbetreibenden. Allen Auswüchsen schädlicher IArt natürlich, die der übermäßige Alkoholgenuß etwa zeitigt, werden wir und der hiesige Wirteverein entgegenzutreten einig sein. Denn wenn man deutlich das Elend unseres Volkes vor Augen sieht, besonders das der Jugend. dann kann der gewissenhafte ernste Volksfreund, auch der Wirt nicht anders, als warnend und kämpsend eingreifen. Grade heute kommt uns wieder ein Zeitungs=Abschnitt in die Hände, den wir hierhersetzen möchten mit der Bitte an die Oeffentlichkeit, den Kampf der gesunden deutschen Presse und auch des Wirtestandes gegen den Mißbrauch des Alkohols zu verstehen. Heute morgen brachte die„Dortm. Ztg.“ folgenden Artikel: „Wie die Jugend Aus ihrem Leserkreise erhält die„Hattinger Ztg.“ folgenden, für unsere heutige Zeit sehr bezeichnenden Artikel: Ein jugendlicher Bergmann in Linden=Dahlhausen holte sich Dienstag von der Zeche 12000 A Abschlag. Gleich darauf wurden nach VäterWeise mekrere Wirtschaften besucht und mit anderen Berufskollegen dem Alkohol derart zugesprochen, daß die 12000 A auf 4000 K zusammenschrumpften. In einem anderen Lokale wurde mit anderen, inzwisehen hinzugekommenen jungen Leuten weiter Schnaps und Bier vertilgt und in Gegenwart der jungen Kumpels festgestellt, daß noch etwa 3800 A vorhanden waren. Gemeinsam je eine gute Tasse Kaffee und dann auf den hinlebenden Leute bessernd einzuwirken vermag? Was soll aus solchen Menschen werden, wenn sie sich nach wie vor selbst überlassen bleiben? Armes Vaterland? Die Zahl solcher Schwelger und Prasser ist leider in allen Voltskreisen viel zu groß, als daß man achtlos daran vorbeigehen sollte, wie es leider viel zu viel geschieht! (Wir haben vor einigen Tagen darauf hingewiesen, daß dem Alkobolmißbrauch schon wirksam. entgegengetreten werden könnte, wenn der Ver dienst der Jugend mit dem der Verheirateten sich nicht in gleicher Linie bewegte. Der vorstehende Artikel und die kürzlich berichtete Tatsache, daß sich Jugendliche ihre Zigaretten mit einem Hun dertmarkschein anzündeten, sind doch die besten Beweise dafüt, daß die Jugend den Wert des Geldes nicht zu schätzen weiß und den Alkohol in unverantwortlicher Weise genießt. Die Schriftl.) ** Ein Liter Milch 115 M, laut heutiger Bekanntmachung. Welch ein grenzenloses Elend unsers Volkes, unserer Kinder spricht aus diesem einen Satz, welch' eine entsetzliche Verarmung und Erniedrigung unseres Deutschland durch die Hand der Feinde, die gebraucht wird, uns am Boden zu halten. Ein Schrei aus solcher Not dringe zum Himmel empor. Buß= und Bettag steht vor der Tür. ** Umstellung der Brauereibetriebe. In den letzten drei Monaten ist der Bierverbrauch in Norddeutschland im Vergleich zum Vorjahr um ungefähr 45 Prozent zurückgegangen. In der Bremer, Hamburger und Hannoverschen Gegend beginnen bereits Brauereien Betriebsumstellungen vorzunehmen. Es wird als ein neuer Produktionszweig die Herstellung von Margarine, Malzkaffee und anderer notwendiger Lebensmittel. aufgenommen, sodaß alle bisherigen Brauereiar beiter voll beschäftigt sind.. Auch die in ihren Betrieben schwer geschädigten Gastwirte haben somit neue, günstige Vendienstmöglichkeiten, weil sie die Vermittlungsstelle zwischen Fabrikation und Verbraucherkreise darstellen und dem Volke dann seine Hauptnahrungsmittel zuführen können. ** Für den heutigen Jugendnachmittag in der Vilderschau Schwerte muß eine kleine Aenderung vorgenommen werden. Neben dem schönen großen geschichtlichen Film: Vater u. Sohn, aus der Jugendzeit des alten Fritz, (Fortsetzung von Friederius Rex) werden wohl. wie angekündigt, auch noch die. Vilder aus Holland(die holländische Insel Marken, der Hafen von Amsterdam usw.) gezeigt, aber anstelle des Wanderns an die Städte und Stätten der Isar(Bayern), machen wir einen Ausflug nach Böhmen, nach Eger, da uns dieser Film gesandt wurde. Aber interessant ist er doch. Wir sehen u. a. das Haus, in dem Wallenstein er mordet wurde, das Stadthaus mit den schriften aus dem 30jährigen Krieg, und sogar die alte Kaiserburg, die Friedrich Barba rossa erbaut hat und anderes mehr. Geung des Schönen und Lehrreichen. Nur heute, Samstag nachm. 4 Uhr findet die billige, so reich ausgestaltete Jugenddarbietung statt. Der beste Platz (Balkon) kostet 25 J. sonst 20 und 15 M. ** Zur Stillegung der Hörder Kueis=Straßenbahn schreibt das Landratsamt in Hörde: In der Abendausgabe der Dortmunder Zeitung vom 13. November ist ein Artikel erschienen, worin die Stillegung der Straßenbahnlinien auf die Ablehnung eines Zuschusses seitens des Kreises zurückgeführt wird. Dies Verhalten habe entmuti gend auch auf das Personal gewirkt und eine wahre Flucht zur Industrie zur Folge gehabt. Infolge des dadurch hervorgerufenen Personalmangels habe sich die Straßenbahnverwaltung genötigt gesehen, ein großen Teil der Strecken vom 15. d. Mts. ab stillzulegen. Wie uns von der Kreisverwaltung mitgeteilt wird, hat der Kreis bisher den Standpunkt vertreten, der Straßenhahngesellschaft keine Valutapreise, sondern nur den Vorkriegswert mit einem angemessenen Zuschlag zu zahlen. Es kann der Kreisbevöllerung nicht zugemutet werden, ein im Laufe der Zeit sehr herunter gekommenes Unternehmen zu gewaltigen Preisen zu übernehmen. Die Verhandlungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen und wird erst anfangs Dezember beim Siedlungspräsidenten in Essen eine endgültige Entscheidung fallen. Der Kreis hat sich nur vorläufig der Verhandlungen angenommen und verhandelt jetzt mit den beteiligten Gemeinden. Von diesen VerhandAlle Maßnahmen aber zur Hebung der Rasse können nur dann wirklichen Erfolg haben, wenn sie im Volke Verständnig finden, wenn das Volk selber mitarbeitet und mithilft, von sich und seinen Kindern schweres Leid fernzuhalten. Aus der Erkenntnis obiger Tatsachen heraus, soll in Schwerte am Bußtag, 22. November, vormittags 11 Uhr, pünktlich im Kinosaal der Reichskrone, nur für Herren(Väter und Söhne) ein öffentlicher Männervortrag stattfin den, bei dem Arzt und Volkswirtschaftler, beidde von ihrem Standpunkt aus, die seruelle Frage für die Männerwelt und die Fügend der Gegenwart zu bbebandeln gedenken. Knaben unter 13 Jahren kann der Zutritt nicht gestattet werden. Sonst ist regste Teilnahme erwünscht. Eintritt 20 M. Näheres siehe Anzeige. Heimweg. Der jugendliche Held hatte aber immer noch„Brand"., Deshalb kehrte er zurück und bestellte ein weiteres Glas Bier, das ihm auch verabreicht wurde. Als er aber bezahlen wollte. durchkramte er sämtliche Taschen vergeblich nach Papierlappen: die eine Tasche seines Ueberziehers hing beim Betreten des Lokals umgekrempt nach außen der Rest seines Geldes von 12000 A war mit seinen letzten Begleitern verschwunden, Nicht aber der Durst. Er forderte ein weiteres Glas Bier und auch noch einige Zigaretten. Der Wirt weigerte sich jedoch, dem Wunsche zu ent sprechen und mußte sich dafür allerhand liebens wünzdige Bemerkungen gefallen lassen. Von den 12000 M blieb also noch eine Zechschuld! Und derweilen der kaum dem Knabenalter Entwachsene im Wirtshause zecht und hinterher aufs Ka pital schimpft, das„die Knochen ausmergelt", sitzt seine alte Mutter zu Hause, hungert, darbt und weint. Man fragt sich: Ist denn niemand da, der auf die jungen, unerfahrenen und sinnlos da lungen hängt auch die Zuschußbewilligung ab. Wie festgestellt, kann von einer Personalflucht bei den Hörder Kreisbahnen keine Rede sein. Es ist noch genügend Personal vorhanden. ** Verordnung gegen die Spekulation in ausländischen Zahlungsmitteln vom 12. Oktober 1922. Die Genehmigung zum Ankauf ausländischer Zahlungsmittel erfolgt in Einzelfällen durch das zuständige Finanzamt. Das Finanzamt Dortmund=Stadt, Holländerstr. 11, ist zur Entgegennahme von Anträgen auch an den für den Publitumverkehr sonst gesperrten Tagen Dienstags und Freitags vorm. von 8—12 Uhr geöffnet. Die Antrassteller haben einen Beleg in 3 Stükten einzureichen, der bei den Banken zu haben ist und aus dem sich die zu machenden Angaben ergeben. Bei dauernden Geschäftsverbindlichkeiten nach diem Auslande erteilt die Handelskammer eine Bescheinigung darüber, daß der Gewervebssrieb des Antragsstellers regelmäßig Geschäfte mit sich bringt, zu deren Abwicklung Zahlungen nach dem Ausland notwendig sind. In diesem Falle bedarf es einer weiteren Geneh+ migung des Finanzamtes nicht. Unterlagen über regelmäßige Zahlungsverpflichtungen nach dem Ausland sind der Handelskammer, möglichsten den Vormittagsstunden, vorzulegen. In gewissen Fällen kann die Handelskammerbescheinigung auch für Inlandsgeschäfte ausgestellt werden. Auskünfte erteilt die Handelskammer. ** Ein nachahmenswertes Beispiel liefern die Arbeiter der Hagener Textilindustrie, indem sie einstimmig beschlossen, zwei Ueberstunden für die Invaliden des Wertes und deren Witwen zu lei sten. Den gleichen Betrag, der damit erzielt wird und zu Weihnachtsgaben bestimmt ist, wird auch Herr Dr. Elbers für die Textilindustrie zur Verfügung stellen. Die erste Ueberstunde wird schon am nächsten Samstag von 12—1 Uhr geleistet. Ein solches Beispiel zeigt den Oxserwillen der Arbeiterschaft der Textilindustrie und verdient auch anderorts Nachahmung. ** An das Konzert im evangelischen Gemeindehause, morgen, Sonntag nachm, pünktlich 3 Uhr, wird noch einmal empfehlend erinnert. Der Christl. Männerchor Schwerte bietet sein Bestes unter Mitwirkung von Frau Marta Gloch=Essen, Herrn August Klotz=Langendreer, dem gemischten Chor Halver und dem Bläserchor Schwerte. Programme, die zum Eintritt berechtigen, sind zum Preise von 15 A zu haben. Werken der Inneren und äußeren Mission soll die Rein=Einnahme des Wohltätigkeitskonzertes zugute kommen. ** Der Evang. Volksverein Geisecke=Lichtendorf versammelt sich am Sonntag, 19. November, nachmittags pünktlich 4 Uhr bei Bährensmann in Geisecke. ** Evang. Männerverein. Die Mitglieder des Ev. Männervereins(früher Ev. ArbeiterVerein) werden auf die Versammlung am Sonntag nachmittag um 5 Uhr im Gemeindehause aufmerksam gemacht. Es ist unbedingt nötig, daß die Mitglieder alle erscheinen, weil hochwichtige Beschlüsse gefaßt werden müssen über Erhöhung der Vereinsbeiträge, obligatorische Einführung des Arbeiterboten usw. ** Wer bezahlt die Kosten? In Köln wurden zertrümert: Schaufensterscheiben für 50 Mill. A, gestohlen für 10 Mill. M. gesamte VerlustSumme 60 Mill. AA. Die Kosten müssen auf Grund des Tumultschädengesetzes von Reich aufgebracht werden. Das sind saure Steuergroschen. Die Geschäftsleute sind nicht geschädigt. Ihnen muß der Verlust ersetzt werden. ** Weihnachtsbescherung. Die Firma Gebr. Stein von hier spendete für die Weihnachtsbescherung der Armen der Stadt Schwerte den Betrag von 3000 M. Für diese Spende sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt. Weitere Gaben nimmt das städtische Wohlfahrtsamt entgegen. ** Der Zaubertünstler Alfons Mara, und seine Partnerin) hat mit seinen Ankündigungen nicht übertrieben. Das gestern Abend begonnene Gastspiel im Kösterschen Saale hat in der Tat voll befriedigt. Unter Musitdarbietungen wirrt der Illusionist. Vornehme Ausstattung auf der Bühne paart sich mit lebhaftem humorgewürztem Wort des Künstlers bei schlichtem Auftreten und was er leistet, ist stannenswert und sicher. Ohne unnötigen Aufwand von Uebertreibungen folgen Zauberstücke auf Zauberstücke allerlei Art in bunter Folge. Es verschwinden gefüllte Gläser, Ilhren und Ringe. Es erstehen Tauven, Kanarien hähne und frische Blumen in reicher Fülle, mit denen die Damen des Zuschauerkreises beschenkt werden. Die Herren werden durch erzauberten Grog gestärkt und dürfen an einigen ganz hervorragenden Wunderstücken auf der Bühne teilneh men. Was man selten bei derartigen Vorführungen erlebt, die Anwesenden waren stets neu erfreut und bereuten nicht, den gestrigen Abend im Kösterschen Saale zugebracht zu haben. Das Publikum war z. T. ganz hingenommen und stets überrascht und erheitert von dem Gebotenen. Da auch nur wenig geraucht wurde und sonst keinerlei Störungen eintraten, ging man nach 2½ Stunden angenehmster Unterhaltung, von Alfon Mara und Any Eva Fay ganz befriedigt nachhause. Wir glauben, daß noch viele Schaulustige in den nächsten Tagen den Saal füllen werden, denn es wind sich bald herumsprechen, daß man die nötige Geldausgabe dafür nicht zu bereuen braucht. ** Betriebeunfall. Von einem bedauerlichen Unfall betroffen wurde gestern der Schlosser Stiepermann der in der Eisenbahnwerk= statt im Grüntal beschäftigt ist. Bei seiner Arbeit an einer Maschine stürzte ihm plötzlich ein schweres Eisenstück so unglücklich auf den rechten Fuß, daß die Zehen des Fußes fast ganz durch schlagen wurden. Der Verunglückte fand Aufnahme im kathol. Krankenhause. ** Der Kindergarten feiert morgen, Sonntag, 19. November, nachm. 4 Uhr in den Räumen der Jägerstraße die Wiederherstellung seines Heims. Wir hoffen, daß die Eltern der Kinder, die unsern Kindergarten besuchen, aber auch diejenigen, die ihn noch nicht kennen, sich mit uns freuen werden an den schönen Räumen und den fröhlichen Kindern. Treien . Geifecke. 9¼ Uhr: Hochamt mit Previgt, Pfarrer Schnurdus. Lichtendorf. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr: Armenseelenandacht Fußball. In der Gauliga ist das wichtige Tressen 1860 Hagen—Siegener Sportverein (Schiedsrichter Kathenbach=Vorhalle) angesetzt. 1860 ist zwar auf eigenem Platze schwer zu schlagen, doch die Siegener haben das Zeug Drei Entscheidungen sind ist der Kreisliga vorgesehen: Vorhalle—Turngemeinde=Hagen(KaltenbachLüdenscheid) Union=Haspe— Lüdenscheid 6!(Lauer=Herdecke) Hüsten—Arnsberg(2) Vielleicht trifst man das Rechte, wenn man Vorhalle, Lüdenscheid 61 und Hüsten einen kleinen Vorzug einräumt. Knappe Siege oder unentschiedene Ergebnisse sind in der ausgeglichenen Kreisliga bekanntlich an der Tagesordnung Aus der Kreis=A=Klasse heben sich nach ihren bisherigen Erfolgen bereils einige Vereine heraus Morgen sind es Milspe und Lichtenplatz, die ihren Gegnern das Nachsehen geben werden. Es steht an: Meschede- Germ.=Neheim(de Coster=Hagen) Milspe— Lüd.-Höh(Karlhaus=Lüd. 61) B.=V. Iserlohn—Herdringen(Neuloh=Kabel) Wennemen—Lichtenplatz(Kranz=Lüd. 61) Die Terminliste der Bezirks=C=Klasse ist abgeändert. Morgen sollen spielen: Ergste—Beckum, Nachrodt—Langenholthausen, Bremke—Lendringsen. Spielbeginn in dieser Klasse 2,30, in den anderen Klassen 2,45 Uhr. übrigens auch zwischen SSB.06 und Sp. und Spk. Union=Schwerte— und zwar für einen Dezember=Sonntag— vereinbart. Vor und nach dem obigen Spiel betätigl sich die Jugend, 12½ Uhr SSV. 06 2a: Verein für Körperpflege Hamm 2a, 1½ Uhr SSB. 06 la gegen V. f. K. Hamm la, 4 Uhr SSD. 06 ib gegen V. f. K Homm 1b. Die 26 Jugend von 06 fährt nach Wickede zur gleichen Jugend der Turngemeinde. Evangel. Stadtmission, Kuhstraße 7. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Bibelstunde; abends 8 Uhr: Gemischter Chor.— Die Gebetsstunde am Mittwoch abend fällt der Gemeinschaftskonferenz in Dortmund wegen aus. Donnerstag abends 8 Uhr: Gemischter Chor. Stadttheater Dortmund. Sonntag, 19. Nov. 7½—10 Uhr Außer Vormiete. Preise 1. Rigoletto. BTG Auf die Jugendversammlung der SSB O6=Jugend um 11 Uhr bei Quadbeck wird nochmals hingewiesen. gibt Suppen, Gemüse, Soßen Die Spielvereinigung Fürlh trägt Sonnlag in Prag ein Spiel gegen Slawia aus Dem Ausgang sieht man mit größter Spannung entgegen. Holstein=Kiel, der bekannte frühere deutsche Fußballmeister, ist in Hochsorm. Die LigaMannschaft gewann alle bisherigen 6 Meisterschafisspiele, erzielte 29 Tore„für“ und keine „gegen“!! Im Tor steht noch immer der schon ziemlich bejahrte frühere deutsche Repräsentalive Werner. Der Deutsche Fußball-Bund hält am 18. und 19. Nov. in Jena eine Bundeslagung ab Maggi's würze Fleischgeschmack! vorteihaftester Bezug in Originalflaschen Nr. Man achte a. unversehrten Plombenverschluß Sofern das Wetler keinen Strich durch die Rechnung macht, gibt es auf dem Platze hinter dem Lyzeum sehenswerten Sport. SSV. 06 und der Turn= und Spielverein Holzen haben für 2½ Uhr ein Freundschaftstreffen ihrer 1 Mannschaften vereinbart. Liga gegen B=Klasse! Ein Spiel, das für beide Vereine— ohne Ansehung des Ausgangs — zum Gewinn werden kann! 06 hat, da es hier nicht nach Toresfolgen zu sehen braucht, die Möglichkeit, die Technik zu verliefen und zu zeigen, wie weit seine LigaElf darin gekommen ist. Holzen erhält Gelegenheit, von einem befteundelen, spielstärkeren Gegner zu lernen und an seiner Härte selbst härter zu werden. Ein gleiches Treffen wurde K Schwimmen. Rademacher vom Schwimmklub HellasMagdeburg verbesserle bei den internationalen Schwimmwellkämpfen in Amsterdam die bisberige Welthöchstleistung im 200 Meter1 Bekanntmachung. In Abänderung der Bekanntmachung des komunalverbandes Hörde Lande betreffend der Milchpreise vom 31.10 wird der Preis ab 17.11. 22 auf Grund des Beschlusses des Wests. Milchpreiszusschusses vom 14. 11 22 wie folgt festgesetzt: § 1. a) Erzeugerpreis je Liter ab Hof: 80 M. b) Molkereizuschlag je Liter ab Hof: 12 M. c) Kleinverkaufspreis bei Abgabe unmittelbar an die Verbrauch § 2. 115 M. „„ a 200 MelerRückenschwimmen auf 2 Min. 54,4 Sek Sein Verein gewann bei dieser Veranstaltung sämtliche Weltbewerde, nur im Wasserballspiel unterlag er knapp mit 3: 2. Horen. Eine schwere Niederlage bezog der deutsche Schwergewichtsmeister Hans Breitensträter kürzlich von dem Deutsch= Amerikaner Samson (einem geborenen Sachsen). In der 9. Runde gab der Deutsche auf, nachdem er schon lange „gefangen und bereits eine Verwarnung wegen Tiefschlags bekommon halte. Der Sieger wurde von Wagner=Duisburg, dem „kommenden Mann“, gefordert. Bei Abgabe der Milch von dem Erzeuger an den Händler sind die Erzeuger berechtigt, den Molkereizuschlag für sich in unspuch zu nehmen Bei Abgabe der Milch unmittelbar an die Verbraucher wird den Erzeugern der Kleinverkaufspreis zugesprochen. § 3. Ueberschreitungen werden firengstens geahndet. Hörde, den 16. Nodember 1922 Der Kommuralverband Hörde Land. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 69 der Kreisordnung für die Provinz Wesisalen vom 31. 8. 1886 werden die auf dem Kreislage des Kreises Hörde vom 8. November 1922 gesaßlen Beschlüsse nachstehend bekannt gemacht: 1.) Mit Uebernohme der Bürgschaft von 20 Milionen Mark für das Westf. VerbandsElektrizitälswerk A.=G. in Dortmund erklärte Aus den Lünen. Der Wirteverein Lünen tagte bei sturker Beteiligung im Restaurant Erdelbrank, um Stellung zu der seuesten polizeilichen Verfü gung betr. Verkürzung der Polizeistunde an den Lohntagen zu nehmen. Der Vorsitzende führte nach dem Bericht der„Lüner Ztg.“ die Gründ. an, die die Polizeiverwaltung zu dieser Verord nung veranlaßten, wie die wiederhalten Schießedes Bußtages völlig geschlossen. Depisen= und Notennotierungen werden an allen Wochentagen mit Ausnahme des Mittwoch festgestellt. Antrag auf Einführung der sich de Kreistag einverstanden. Einstimmig beschlossen 9 wurde der Erlaß reien in der Münsterstraße u. a. m. Eine Ver größerung der Polizeistärke ist, abgesehen von dem Kostenpunkt, nicht möglich, da auch hier der Friedensvertrag genaue Vorschriften auf Grund der Einwohnerzahlen enthält und auf die Größe des Bewachungsgebietes keine Rücksicht nimmt. Es handelt sich hier um einen, Versuch, und es ist zu hoffen, daß nach einem Monat nur der Schnapsvertauf an den Lohntagen nach 7 Uhr abends verboten, der Bierausschank dagegen ge stattet wird. Die Teuerung bringt es, daß der Verbrauch zurückgeht, so kostet ein Liter Schnaps heute 1200 6l. mithin ein Zwanzigstel Litergläs chen 60 M. solche Preise kann der Bürgerstand. der vernünftig denkende Arbeiter nicht mehr auf bringen und das Gastwirtschaftsgewerbe muß zurückgeben. Es wurde eine Kommission, bestehend aus den Herren Paul Wagenknecht. Emil Hartmann, Otto Gerling, Heinrich Walbaum, Schäpers und Schmidt gewählt, die gegen die Aus wüchse des Alkobolmißbrauchs den Magistrat unterstützen soll. Eine längere En schließung wurde einstimmig angenommen und dem Magistiat zugeiandt. TUI. Berlin, 18. Nov. Der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Hergt hat dem Reichstage folgenden Antrag zur Beschlußfassung vorgelegt: Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen das mir Zustimmung des Reichstages hiermit verkündet wird. Art. 1: Hinter Art. 125 der Verfassung ist folgender Art. 125a einzuschieben: Die Wahlberechtigten sind verpflichtet, bei den Wahlen zum Reichstag und zu den Volksvertretungen der Länder ihr Stimmrecht aussuüben. Die Flucht des Sultaas. Konstantinopel, 18. Nov. Der Sultan flüchtete auf das britische Schlachtschiff“„Malaya" unverzüglich nach Malta in See gegangen sei. Srer Lehle Trähmmeirungrn. Cuno und die Börse. Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlle deutsche Mark: ür am 8 11 cm 16 11 1 belgische Franken 463,83 426,93 1 dänische Kronen.. 1521,18 1326,70 1 englisches Pfund. 33815.25 29326,50 1 französische Franken 498,75 461,34 1 holländische Gulden 2972,55 2593.50 1 ikalienische Lire... 344,13 311,71 1 polnische Mark—— 1 schwedische Kronen 1995,—, 1765,60 1 schweizerischeFranken 1376,55 12 6.92 1 tschechische Kronen. 235,35 209,47 einer Ordnung betr. Erhebung einer Jagdsteuer im Landkreis Hörde. 3.) Die Errichtung der Stelle eines Kommunalarztes genehmigte der Kreistag einstimmig. 4) Die Entlastung der Jahresrechnungen der Kreisobstbaukasse für 1920, landwirtschaftlichen Winterschule und Hufbeschlaglehrschmiede für 1919 und 1920, der Veteranenstiftungskasse für 1920 der Kreiskausmannsgerichtskasse für 1920 und der Kreisgewerbegerichtskasse für 1920 wurde beschlossen. 5.) Zur Errichtung von Licht= und Luftbädern wurde dem Kreisausschuß 500000 Mk. bewillgl... 2.49 M. 6 6.) Weiter wurden 10000 Mk. für Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs einstimmig bewilligt. 7) Zum Bau von Wohnhäusern pp. genehmigt der Kreistag die Aufnahme einer 120 Millionen Anleihe. 8.) Die Aenderungen der Satzungen der Hufbeschlaglehrschmiede wurden einstimmig angenommen. Hörde, den 11. Nov. 1922. 5441 Der vorsitzende des Freisausschusses: gez. Hansmann, Landrak. des Ein Dollar....... 7506, 98 6608.43 TU. Berlin, 18. Nov. Viel besprochen wird in parlamentarischen Kreisen folgende Notiz des „Vorwärts“ in seiner heutigen Abendausgabe: Die Nachricht von der Berufung Cunos auf den Reichslanzlerposten wurde bereits von der gestei gen Newyorker Börse mit einer beträchtlichen Heraussetzung des Markturses beantwortet. Auch in Berlin drückte sich die zuversichtliche Stimmung heute in einem scharfen Rückgang der Devisen Wetteraussichten für einige Tage im voraus. 18. Nov. Kaum verändert. 19. Nov. Wolken, etwas Sonne, kühl, nachts kalt. 20. Nov. Wolken, teils Sonne, kalt. 21. Nov. Wolken, teils Nebel. aus. Der Dollar war gegen Mittag bis auf 6100 Gottesdienste am Sonntag, 19. Robbr. gefallen. TU. Berlin, 18. Nov. Der Berliner Börsen vorstand deschloß, in der nächsten Woche nur am Montag und Donnerstag vollen Börsenverkehr arzuhalten. Die Makler werden am Dienotag und Samstag nur zum Entgegennehmen von Reklamationsausträgen in den Börsenräumen er scheinen. Am Mittwoch bleibt die Börse weneg Große Kirche. 9 Uhr: Beichte. 9,30 Uh: Pastor Florin, Abendmahl. 11 Uhr: Kinder gottesdienst. Kleine Kirche. 10 Uhr: Pastor Ohlig. 5 Uhr: Pastor Florin. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pasto: Ohlig. Westhofen. 10 Uhr: Pastor Klinker. Der Kindergottesdienst sällt aus Kath Pfarrkirche 6 Uhr: Stille hl. Mess: Vikar Winter. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt (Monatskommunion der Mütter und d Elisabethvereins), 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Vikar Schleep. 10 Uhr: Hochanit mit Predigt, Vikar Schleep. 2½ Uhr: Andacht. 4 Uhr: Anbacht für die Mütter und den Elisabethverein in der Krankenhauskapelle. esthosen 7½ Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt Pfarrer Schnurdus. Holzen. 9 ½ Uhr: Hochamt mit Predigt, Biter Minter Bekanntmachung. Durch Beschluß der Preisprüsungsstelle Amtes Wellinghofen sind: 1. August Berg, Wellinghosen 2. Fritz Menze, Höchsten 3 Luois Sölter, Bittermark 4. August Hemesoth, Wellinghosen 5. Alfred Prein, Brücherhofen 6 Wilhelm Eckey, Willinghofen 7. Friedrich Lange, Wellinghoferheide zu Beaustragten ernannt und haben als solche die im 2 Absatz des§ 6 der Bekanntmachung über die Errichtung von Preisprüsungsstellen und die Versorgungsregelung vom 55 9. 1915/4, 11. 1915 angegebenen Befugnisse. Sie sind mit schriftlichen Ausweis versehen. Beschwerden über Preistreiberei usw. sind außerdem bei den Polizeibeamten, Landjägern und auf dem Steuerbüro, Zimmer Nr. 12 im Amtshause anzubringen Wellinghosen den 11. November 1922. Die Pretsprüfangsstelle: Diesing, Amtmann bei kkein Kindern, wurden. wie Dern Dr. medB. R in 23. berichtet. 1 in ganz kurger Zeit durch Obermeyer's Redhinal dollständig beseitigt. Zur Nachbeist Heros=Grame handlung, is Agreaggrems briog, Pesckteeg, Pensesion und Drkhien — * Else Eickhoff August Ewalo Verlobte Schwerke, den 19. November 1922. Mimy Kampmann Ernst Sohn Verlobte Schwerte, den 19. November 1922. : Christlicher Männerchor Schwerte.: : Wohltätt kei#s=Konzers. s zu Gunsten der inneren und äuße en Mission am: : Sonntag d. 19 Nov., nachm. punkt 3 Uhr: S im eogl. Gemeindehause, Hager erstraße. 3 S Mitwirkende: Frau Martha Glock, Essen 5 :(Sopran), Herr August Klotz, Langendreer 5 S(Begl.). Gemischter Chor Halver. S Bläserchor Schwerte 3 s Programme zum Preise von 15 Mark, die zum * Eintritt berechtigen, sind erhältlich bei den Mit: gliedern und an der Kasse. : Jedermann ist verzlich willkommen. ∆8 Im Reiche des Wassers Sonnlag, den 19. November 1922: in den neu renovierten Räumen Es ladet sreundlichst ein Wirt Josef Schramm Attlttlllllllllllllt [urch die zahlreichen Glück- und Segenswünsche und vielen anderen Autmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung, wurden wir hocherfreut. Wir möchten auch an dieser Stelle allen denen, die so herzlich Anteil an unserer Fieude nahmen, unsern innigsten Dank aussprechen. Hans und Magdalene Linner-Braus Grosswäscherei Mark-Hagen Fernspr. 2679. Tadellose Herstellung von Stärke-, Leibu. Hauswäsche Lieferung: Freitag jed.Woche Kahe Vein oderoseler! Bratwurst mag ein jeder wohl And zumal mit grünem Kohl Ist zie jedem ein Genuß. — 7Der mit Kohlen sparen muß, Roche bei der Subereitung Seine Wäsche“) in Begleitung. *) Persil, das selbsttätige 7Daschmittel, reinigt. Bleicht und desinfiziert die Wäsche in einmaligem kurzen Kochen und bringt durch Mitbenutzung des täglichen Iterdseuers für die“Düsche größte Johlenerspornis. 1e Lichtspiele „Zum alten Rathaus“ Samstag-Sonntag Das Wellstadtprogramm Der große Sersations film Scherben! Sensationsdrama in 5 Aken mit Edith Proska in der Hauptrolle Die Ehe der Fürstin Denndoff Ergreitendes Drama in 5 Akten. Lyra Mora u. Bernhard Götzke in der Hauprolle Trippelpaule Lustspiel in 2 Akten Annahmestelle: M. Griese, Mährstr. 4 Liulftspiele„Zur Reichsrrone Ab heute bis Montag! Der Film von dem man spricht! Friereriku Prieh 2. Teil: Vater und Sohn Ferner: Henny Porten in ihrem Großfilm Fradenrxfrt Drama in 5 Akten. Lustspiel-Einlage. Nur für herren, funge Alänner, Manner und Schüler. Am Bußtag, dem 22. Novbr., vormittags 11 Uhr pünktlich im Kinosaal der Reichskrone: Gessentiicher Herrenvortrag. *„Der moderne junge Manns „ die sexuelle Frage." Beleuchtet a) Voml Standpunkt des Arztes aus. Redner: Dr. med. Dickehage, Schwerte. b) Vom Standpunkt der Jugend aus. Redner: Schriftleiter Richter, Schwerte. 9 Onderschau Schwerte, Reichstrone. Nur heute, Samstag, den 18. November punktlich 4 Uhr nachm.: Jugend- und Kinderborführung mit erklärenden Worten, Erzählung und Musik vater und Sohn Erlebnisse aus der Jugendzeit des alten Fritz. Ferner der Landschaftsfilm: Auf holländischen Inseln und der Heimatfilm: Städte und Stätten an derösar Eintritt ½4 Uhr. Preise 25,—. 20,— u. 15,— M. Papier-und PapierwarenGroßhandlung Hornbruch& Co., G. m. b. H., Schwerte(Ruhr) Markt## Sämtliche Papiere und Papierwaren für alle Geschäftszweige. Treibriemen sovie sämtliche andere technische Bedarfsartikel, wie Oele, Fette, Benzin, Benzol, Putzwolle, Dichtungen, Ringe, Gummiwaren, ff. Material, Schmiergelscheiden, Schleiflleine, Schmiergelpapier= und Leinen, Flinlpapier, Werbzeuge, Maschinen, Spiraldorer, Sägeblätter, Feilen usw. Vertretungen und Lager erster Werke. Walter Breuker, Industriebedarf Schwerte=Ruhr, Ostenstraße 10 Fernruf: Privalwohnung und Lager Nr. 100 Büro Ne. 257 Schüler unter 13 Eintritt 20 Mk. Jahren haben keinen Zutritt. Väter und Söhne willkommen. FTalgr. ectigkung! Am Montag, den 20. ds. Mts., mittags 12 Uhr werde ich in Hohensyburg :0:d:e:o:n: : Darietee-Palast: Dortmund: Brückstraße 39/4] s Telefon 3047 u. 4900; führende Haus: am Platze!: Einlaß 7 Uhr. Anfang 7,30 Uhr: Vorstellung 7,45 Uhr.: Vom 16.—30. Nov.22 : Das neue sensationelle: : Weltstadt-programm.: s 10 auserlesene Debüls 10: 5 Felix und Fritz Briani; : in ihrer phönominalen: e Stene„Im Rausche des: s Alkohols“.: : Hellopia Trio. Sensa; s tions Equilibristen. 3 : Original Daysons Coms pannie„Die fidelen; : Nachtschwärmer“, seriös: : komischer Suarischer: e Bar=Akt. 2 : 3 Geschwister Torrero,: : Bühnen Luft=Akt. 3 : Elly Rene, die brillante: : Opernsöngerin. 3 : Fred Hero,„Das gols dene Muskelspiel“.: e Hans Wienert, der be; liedte Grotesque=Komik.; . Joe Astro, das Uriversal: : Unikum. Sidi und Parinerin,: Bomben= und GranatenJongleur. Mox Oheens und Parinerin Combinations an fliegenden Ringen N B Karten sind im: : Vorverkauf an der Ta: geskasse von 10—1 Uhr: = und ab 4 Uhr zu haben.“ : Telefon 3047 und 4900: Priett, meistbietent gegen Barzahlung versteigern. Sammelpunkt für Käufer„Restauration Ulmer“.— Tausch, Gerichtsvollzieher. Suche sofort u. spät. f. kapitalkr. Käuf. Objekte all. Art und Größe zw. Wohn= u. Geschäftshäuser, Hotels, Villen irtschaften, Cafés, Molkereien, Mühlenbetr., Fabrikgeb. od. dazu geeignete Geb., Landwirtschaft, in jed. Größe Zahl. nach Wunsch. Otto Heinr. Scholz Schwerte, Gr. Marktstr. 6 Fernruf 415 Plane. 9 * gebr. gegen sofortige Barzahlung zu kaufen gesucht. Angebote mit Beschreibung u. Preisangabe unt Nr. 5422 an die Exp d. Bl. Allgem. Ortskrankenkasse Schwerte-Ruhr Bekanntmachung. Ausschuß=Sitzung am Montag, dem 27. November 1922, abends 8 Uhr im Lokale W. Specht(Kath. Vereinshaus) Hüsingstraße. Taßeb.orinung: 1. Etat 1923 2. Satzungsänderung 3. Wahl der Rechnungsprüfer für das laufende Jahr 4. Verschiedenes. Um pünkliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Ausschuß=Vorsitzende: Bernh Stern. Bonger Mann zucht flr sofort er oder Schlafstelle mit oder ohne Pension. Angeb. unter 5447 an die Geschäftsstelle d. Zeitung. n Ein paar neue braune Damenhalbschuhe 36 5446 zu verkaufen. Zu erfr in der Geschst. Alladen Zeic gefunden. Gegen Erstattung d. Kosten abzuholen in der Geschäftsstelle dieses Blattes. F. W NIPPUS Vohause Uebungsabend für Anfänger jeden Dienstag und Freitag abends 8 Uhr. Fortbildungskursus jeden Donnerstag abend 8 Uhr in der Sedanschule. Lehrer Keller Sommerberg, Post Schwerte ####. Suche, passendes: Tendizin zschie erie für Roßschlächterei gegen hohe,Vergütung zu mieten. Kaufe Schlachtpferde zu den höchsten Tagespreisen und zahle bis Mk. 80,— und mehr per Pfund Lebendgewicht. Jahle für Weinflaschen Mk. 26, für Hektflaschen Mk. 22.. W. Specht Kalh. Vereinshaus. Ein gut erhaltenes Haus mit Kolonial= und Delikatessengeschäft in ländlicher Gegend mit freiwerdender 4 Zimmer=Wohnung, Lagerräume, sowie großen Garten, gegen ein besseres Bei Unglücksfällen schnellste Bedienung. Für Vermittlung von Käufen zahlelich hohe Provision. Kößschlächterrih. Bungente, Horör Einfamilienhaus eelefon 694. in Schwerte zu lauschen gesucht. Off. erbille unter Nr. 5422 an die Geschäftsst. Hoch zu niedrigen Preisen verkaufe ich mein Kieseninger in Wölfen Füchsen aller Art amerik. Opossum Skunks-Opossum Skunks und noch unzähligen anderen Vellarten. Polzvertriab Dorimund nur Königswall 6 1 Treppe Kein Laden Gegenüber der Bahlpost. Erzeugnisse erster Firmen. Verkauf nur an Wiederverkäufer zu Fabrikpreisen. Zur gefl. Kenntnisnahme! Habe mich in Schwerte als Ruktionator niedergelassen. Mein Büro befindet sich Große Marktstr 6. Fernruf 415. Bürozeit 8—1 und 3—6 Uhr. Otto Heinrich Scholz An= u. Verkauf v. Grundstücken, Gütern, Land, Geschäften, Besitzungen aller Art. Hausverwaltungen, Mietsberechnungen. Rat in allen Angelegenheiten. Finanzierungen, Vermessungen, Versteigerungen usw. Durchaus zuverlässig! Reell! Streng diskret! 1 3 — Wagenfette Maschinenfette Huffette Ledecfette Antofette Maschinenöle Motorenöle Centrifugenöle Fahrradöle Autoöle Fußbodenöle Lack u. Oelfarben Carbolineum liefern Engros und Detail Chemische Werke 9. Giesberg Sch werte Veppecten Ostenstraße 19. 4 Ein neuer, heller Damenstauschmantel und einen schwarzen Knabenhul zu verkaufen. Brückstraße 3 Gebrauchter, gut erhaltener PuppenWagen zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe u. Nr. 5452 an die Geschst. Fast neuer Gadervleuder preiswerl abzugeben. Besichtigung bei Ernst Rahlenback Hellpotstraße 10 Rsthma kann geheilt werden. Sprechstunden in Hagen, Körner=, Ecke Karlstr. (Rest. Hopfenblüte) jeden Donnerstag von 9-1 Uhr. Dr. med. Alberts, Spezialarzt, Berlin SW1“ Kn M n ee gelingen immer Man versuche: Vanille-Geback. Zutaten: 125 g Butter, 100 g Zucker, 1 Päckchen Dr. Oetker's Vanillin-Zucker, ½ Päckchen Dr. Oetker's Backpulver„Backin“, 250 g Mehl, 1 El. Zubereitung: Butter, Zucker, Vanillin-Zucker und Ei verrühre gut miteinander; dann füge das mit dem „Backin“ gemischte und gesiebte Mehl hinzu, verarbeite alles gut miteinander und forme von dem Teig eine große Rolle. Diese stelle einige Stunden kalt, schneide sie in Scheiben und backe sie schnell im heißen Oten. I 2 5—HFSSGES-EES 5AEE ex 80 38 5 8 C R. 09 1""— BS#SSSSG P B E 0 12 ** ES. S 9- Sages 5 22 S 1•37 * #P G. G9* Br 2 9 S#er Syg „ f □ Z#nm 9 0—— ** + 8•—.317 90 2 E S8* E. DENE S80 38 8 2 9 98 DGEU un 8 SSE" 3.2 9 DSS E5 8193* +•S U 21 0811 05 S S##EE FS55R EE EUR S#ae LOPSDEL G# 5 *• 4 * 2 8 5 E B8 SSSTSETE PL##n S% SnEgR9 * BUTGGN *" ∆ SEL EEEHES 2 578 22 55 SSEt. n e e * 5 Sa—S FLEGE STETLOFIEE SSEES BLREE 1Ö81U WUnsa U B S R.• —* **"• T 22 „ eE rR*. Sun W * 2 a gi*** S 22R **„ * 9 2 ST Sron □ m GGOS EGE SEGH GEEE K 5; K 9911 55 9—* 5 1•#• SFSR *# 2k * 2* 2# 60i * ** F ###ö ESLOSEOE B •8SuTn G#gS HüDEE S•3 2 AOESAOS! 958 S E 5 S te KTegn S 58UT15 # SS0DE SSS5sue 5ggnze 9 S TEET 2(en 9— 989 0ESE 9 22 2* S. 00 23 22 5.:* *. S 2 B— 5* P** 5 5* S## S.5 n 8.** ** E 8115 az S555 ereun 8 5 5 398 „** *• 52 S%Gagn " 016 „OS 58 *S0 * Si SEGSE“ #SEE 7— GbS TUEET „EE 5 I. S u. SaEER T-ELAU 5 S5— 9 z. —*0 2 *8 # SS. S-SSSE OExC ANS. 5 S 5 9——5 9 5 Wereechcerreren E S 18 5 . 855 SS— B BUE 95 9 S• C c26 Z SEs 5 42— 0. ÖEEE 930E 8.*•• S 8 58 8E 89 Sa. 99% *„ OS Ar U 88.3T— 2# 5omt Sae W 8. •- F• G 3 8 55 6* Sie 5 K —E• BTE **B0 * 9• 9.½ S5STPR 958E B GRDE SEESE S P*VTEPBEAGZ MEEESSASEg UUSO " uage zwn 9 GagP 0 g*B DeE Sahns E -OTTU9G9TTeP uu Se Sst5sag 9 SESSR B " B E g S e 5 g 1 E"*"•0 Un Bes e „TEOESUSET SSBSES BOSS S 3 im 2 85 850 8 - Saneng a SOTSEOODS„AEET Hm SHEALSUESE Sgsc. ESem2s * S 5. 8 S 9EWE 8 000 S8.5 50LoEE 909128 9• G12 S 2 65 8 2 S 9 9 5 98 * 9— 0 9 99 1** 19 Ei" 6—1S3 D SEgg On-PZEEREEE * 533385. MBS-SG Pgn R Sgger-n * ExBDM F SS 2— 6 „ 8.**„ *% BUE „. z 35M- OEBSöDESSLA S S#Sy" LST n • FUPNEO ∆ 4 B A S D—"5 S„— 0 559„.n Pousbrang. S SSSpEEIS SE #.5O* S Sgung Pagrgag S-S.AC AESNE SBAN 5SSgSSESTeEE HaEEE BGsgn Basus B#-Brsspezzg# SPSEUTEN a. Fpgggs G•STGEU 25gEAE SE„T. 8*1 ann S* S#Ssrn * 95 S2 Sg. SE ==gm-BE 58 55 55. S 2. 9565. S 8en a%„ DERBSUSAERSGDG RR 10ESS * 0 3 9 8D P8PT Diesmal gingen nur 6 sehr sauber geschriebene Auflösungen ein. Als Preis wurden wieder zwei Freischeine für den heutigen Nachmittag in der Bilderschau ausgelost und müssen dieselben heute, Samstag nachmittag um 3 Uhr gegen Vorzeigung der November= Luttlung abgeholt werden von: Rudolf Weischede, Schützenstr. 15, Wilhelm Heimann, Hörderstr 59 Die anderen vier Einsender können sich einen Buchpreis abholen. Das neue Preisrätsel soll leicht sein, damit viele Kinder raten können. Es ist eingesandt von Reinhold Wolf und lautet: Mit a beschwerlich und bedrückend, Mit i gefährlich und berückend, Mit u begehrlich und entzückend. Die weileren Rätsel sind keine eigentlichen Preisrätsel, dürfen aber auch gelöst werden oder eins davon. Ein Buchgeschenk soll jedem Einsender sicher sein. Aber gute Schrift und auch ein sauberer Jettel sind nötig. Das erfordert der Anstand. Also: Auf gut Glück! Bilder=Rätsel. 14-444r 0 für der Kuis börc: 9s. Jeirgung 6#mrs und Sürhm Cerühum an Bate.#1 Wechsel-Rätsel. Macht, Tante, Herd, Leine, Haft, Hast, Rot, Raute, Rast, Erle. Halt. Jedes der obigen elf Wörter läßt sich durch Veränderung eines Buchstabens in ein anderes Wort verwandeln. Sind die richtigen elf Wörter gefunden, so nennen die bei der Verwandlung fortgelassenen Buchstaben ein Drama von Schiller. Die bei der Verwandlung neu aufgenommenen Buchstaben ergeben den Titel eines anderen Schillerschen Dramas. Scherz- Frage. Welches Wort ist stets schwer auszusprechen, und welches Wort Tchreibt sich immer schlecht? Lörungen aus voniger Rummer: St ven-Rättel: Ueberling u. Noah. Domino Admiral Norberi, Kassel. Isergebiege, Saratow, Troubadour. Dolde. Undank ist der Weit Loyn.— GleichtlangKätfel: Pvorn. Die Lösungen der Rätsel müssen dis Mittwoch, nachmittags 4 Uhr abgegeben sein. Genaue Anschrift. Vor= und Juname und die Zusicherung durch die Eltern, daß die Lösung selbständig erfolgt ist, Schule und Klasse, Wohnung und Hausnummer aufschreiben. „ Anser Brärt* Bilderreiche Jugenözeitschrift für die Schwerter Kinderwelt Nr. 33 Kinder=Halage zur„Schwerter Zeitung“ Wie Kiem=Feimnar sich einen Bahtkrannei hersteat S 5 S S 8—8 S E 18 #. S 5 rr S 8 * S 9 9 ### S# S 9— —* S. 9* S SS C * □ E1 2 R2S * S 95" SES " S E 3 S 8 *—— # c We wird die San Und sollt; er mit Se Cchoib. Wie Regnien un Was frinns d. a Laß; die Anne g. Und deine Bur; Dein schöner, se und drunken in dem feuchten Turme De: Heilge flüstert:„Gloßer Gott. Allgegenwärtige: du in Wurme Al: in der Krone bankem Sot. Wie größer d.in Almach zigt Sein Füschen, da: Ubenli# zi# ter:, Als eine Maner. die verwitter:, Und ob ein Babel drüber steig:!“ spricht der Graf, den Humpen schwentend, Wär Norbert her. dein Eselmann, Ich lie; ihm süllen dein gedenk.nd, Und trinen möcht er. wa; er k.nn: da ihm Perz und Stwelel glüht, Wa. andern Stächern mild und süße, So bseidi er beser im Verlisse, Ein wobllasteier Eremit.“ und drun#en sprichts mit mildem Tone: „Du. der der Himmels höchste Zier, Gezogen bist zur Dornenkrone Auf einem still=demürgen Tier. Du. der des Mondes Lieblichkeit In meinem Kerker ließest rinnen. Gezähmt mir die vertranten Spinnen. Du, milder, sein geb.nedeit!“ Und Gottfried, kämpfend mit den Tränen, Ergreift den Humpen. nech gefüllt, Vor seinem Ohr ein leises Stohnen. Vor seinem Aug' ein bleiches Bild. O. dringen möcht er durch den Stein, Wo seine sündigen Füße stehrn O einmal, einmal möcht; er sehen Durch Lichlerglanz den Heilgenschein! „Ha“, zürni der Graf,„was ließ ich schenken Dir meinen allerbesten Wein! Eh' möcht' ich einen Schädel tränken Ja,#der einen Leichenstein. Gottfried, Got frieo, ich schwör' es dir, So wahr ich Friedrich—“ seht ion stocken, Vor seinen Angen schwimmen Flocken; Er hebt sich auf. er schwankt zur Tür. Und plötzlich auf den Estrich nieder: Er taumelt wie ein wande: Roß; Es zucken strecken sich die Glieder, Weich ein Getümmel in dem Schloß! „Krenk“ dieser.„o.“ spricht jener Mund, Ja. wahrlich, das ist Jodes Miene, Und eine mächtige Ruine Liegt Friedrich auf dem eig nen Grund. Die Humpen sind in Hast zertrümmert, Burgunderblut flieft über'n Stein, Die Lampen mählich sind verkümmert, Wie Crdenlust sie quamten ein. Doch drüben in de: Kosers Hut, Enistammte man die ewige Leuchte, Uno knieend alles Volk sich beugie Dem reinen Wein, der Christi Blut. Anne##e von Droste=Hülshoff. n bis nunen, un wann se unnen bi de ltigen H-Bäine antomen. denn schücddel* de Köppe un saggen: Näi! Mulwörmen. Hinnerk Mulworm eß alltid en alwern Kind gewest. He eß dat van Kindesbäinen op gar nich anners gewohnt, as dat Jung un Olt met ehm Aperie driewet. Ban Kindesbäinen #! Ja, mel düese Bäine hadde dat all sinen zaken, un twor en recht krummen Haken. As dat kleine Mulwörmken ep Adebors Puckel de Reise vam Forß=Diek noh de Famillie Mulworm antrat, do brachte he gliek en Paar O=Bäine met in de Weige: en Paar O=Bäine, met de he sick op de Kermiß hädde seihn loten können. Düese O=Bäine woren of de äigenilike ürsake dovon, dat se Hinnerk Mullvorm satecten un dweten, wo se men konnen. In de Schaule hadden de Blagen Dag fö: Dag ehren Spaß met Hinnerk. Bann je Iserbahn spiellten, moch he da: Tunnel oder de Brügge vörellen un de ganze Klasse keop dann woll dür Hinnerk sine präctigen O=Bäine dür. Hinnerk veertjähn Johre alt waß un ine Schaulsudien beennet badde, woll ehm 1ds blle Mulworm i de Lehre dauhn. hadde alle Handwerke dürgemustert, oner so vü#ell he ok sochte, so war recht, Passendes för sinen Hinnerk well sick nih wiesen. Aurlettte verfell he od en Gedansen, de ehm as sen gadden Utweg düchte. „Use Hinnerk sall op Wäirt studäiren," sagg he.„sI'n Wäirt hei dat nih schlecht, he neht den ganzen Dag am Krahnen un lött dat Büir loren un wannt ehm paßt, lört he ot mangt en Droppen in de äigen: Strotte topen. Un Geld verdeihnt de Wäirte ok. wann se ehr Geschäft vernoht. Allo abgemakt, use Hinnert sall op Wäirk sindäirn!“ Frau Rulworm waß et torfriän un noch am selmen Dage gongen de olle un de junge Mulorm op'n Draff, üm irgendwo ne Lehr: niesde as Kellner utfinnig to maken. Ower, wo se ok henkamen, do waß nir los. De Lüe bekänten sick den jungen Mulworm van bonen Lis unnen, ur wann se unnen bi de gewölng ten se So woren de beiden woll op siäwen, acht Stiedden genest un de olle Mulworm hadde sick met de Tid all en düchtigen Tappen angedrunken.„Nu wellt mi st noch bi äinem versoken: wann dat nix batt, dann es et mi ok äin dauhn. Un richtig, se gongen noch op äine Stirdde, dat maz bi im Wäirt tom witten Hahnen. Ower as de sick den kleinen Mulworm bekäit, schlang he de Arme öweräin un meinde lachend:„Näi, min leiwer Här Mulworm; de Junge mag to allem dougen, men blous tom Kellner döcht he nich.“ „Wal?!“ reip de olle Mulworm un trampste met im Faut op.„Worüm döcht he nich tom Kellner? Wat?!“ „Ja, dat well eck. Ink woll seggen. De Junge kann jo nich eß en Proppen ut de Pulle trecken. So in Ix bäinigen, den könnt wi in usem Handwerk noch allenfalls bruken, ower O=bäinige— o jemine! Eck giäwe Ink den Ret, lotet den Jungen Kawalleriste weren.“ Se vor dat en Oiwen un Fareern, wo Mutworm men met jinem Zungen henkom. Rümmers woll ehn hewwen, un all dräiwen se ehre Aperie domet un so etz dat denn gekommen, dat öwerhaust nir ut Hinnerk Mulnorm geworren es wennigstens nie reche:. Tom Wäirtshandmerk bet he owor ümmer en Hang behollen. Dagesdas lagi he in de Wäirtsäasten un talte sine Bidragsgelder sör den Verein tjägen de Verarmung der Bäirbrauer. He hadde dobi sine fasten Gewohnheiten. Wann he op en Süep gong, holl he ümmer ine bestimmte Riegenfolge in: van Kal am Timven gang et noh Lukas Wilm, van Lukas Wilm tom witten Hahnen, vam witten Hahnen tom Ossenwäirt un van do noh Wilm op de Brügge un so widder un so widder, zetrafepe. Allerwegen, wo he henkom, fund he en Tröppken Lüc, de ehren Spaß met ehm hadden un in optrocken, wo se men konnen. Den schönsten Ulk, den se met ehm utgeföhrt hewwet, hadde Edeward Brielieppel utgebrott. He waß in alle Wäirtschaften gecohn, zo Hinnerk onends sine Staziannen mok un hadde do de Pa#ole utgegafft: wann dat Mulwörmken kömmt, mot jederäine lo ehm Här Reimenstrunk seggen. 4 Un richtig. Hinnerk kömmt noh Kal am Timpen, do raupet se ehm tau: Guon Owend, ennk! Hinnerk kielk sick verächtlick um, Beer ut un settet sine O=Bäine wier in Draff. He tömmt noh Lukas Wilm.„Kiek do, de Reiwenstrunk. in Owend Reiwenstrunk! Proust Reinenstrunk!" Im wilden Hahnen grads so.„Lößz Du en Muhsku wär un dat de Lüe am Hairdisch ehm bws vom#en gehatt hidden. Siet de Tid neimten se den b=b##igen Hinnerk zwe: im ganzen Kaff den ümgedöplen Reinenstrunk. Worüm Jupp Kalmus hülen mosg. Pastaur Lüdemann tabde lez en S. undeg munnerschöin priäcet. Eunge Witwer hadde he sogar ant Hülen bracht. Dai Thema vam verluernen Svonn haddett en andohn. Dar waz ok gar nich verwünneclick, denn we den ollen Lüdemann kennt, de weet, dat be sick ov sien: Sake verstäiht. Men wo sick Pastor Lüdemann sewrres dröwer ve wün2 □ # S 8 im wilden Hahnen grade so.„Lö Di ok mol wier seihn, olle Junge: Reiwenstrunk, sett Di en bettken. Proust Reiwenstrunk? Wat giet et Nigges, Reiwenstrunk!“ Bi'm Ossenweert:„Hest Du all dat Niggesie ut Rußland gehört, Reinenstrunk? Wat maket se to Huse, Reiwenstrunk?“ Bi Wilm ep de Brügge: Reiwenstrunk un noch mol Reiwenstrunk! un so widder, zetrarepe: Reinenstrunk, Reiwenstrunk un wiec Reinenstrunk. Dai reiwenstrunkte sick in usem Hinnerk stiem Kopp so wahn düreen, dat he as en rechten Reiwenstrunk noh Huse kom un sin Baar alle Meiße hadde, ehm klor te masen, dat he PReren ner#e da, waß de Ind neck, den sin Priä e op Jupp Kalmusmikt badde. Jupo Kalmrs is van Huse ut gar nich so weekmeidig. Ower os Lüdemann so recht in siene Lex waß, lreeg he sien bio bleimt Schnuffdaus rut un gaff sick ant Hülen, dat sick de Nohwers anstodden. Noh de Kerke reip Lüdemann Jupp in de Zakristei.„Nun, mein Lieber“, sagg be metleidig,„meine Worte von vorhin sind Ihnen wohl sehr zu Herzen geganzen?“ „Jo, Här Pastor; se sin mi arg to Herten (göbe!„ 114 „So, so. Ist wohl in Ihrer Famille auch so ein verlorener herz sich grämt?" „Nee, nec, Här Pastor; dat geade nich; ower ick dachte grade an Wilm Fuhworm sienen Oellsten, Här Pastor, an den Päiter.“ „Ach so. an den. Ja, ja. das war für den alten Fuh.worm ein: trautig: Aber gottlob hal ja auch in diesen Falle der Herr im Himmel alles zun Gu en gwinet. Jupp Kalmus sag; nix De ole Lüdemann keek in verwünnert an.„Dee Pele: ist nun doch wieder zu Hause und darüber dürten wir uns mit den Eltern freuen.“ Hupp krassen sick äch er de Ohren.„Dat is so grade, wat mi Hillen mok, Hä: Pafialter. „Das verstehe ich nicht, mein Lieber.“ „Ick desio biälter. Här Pastauer. Ick hädde leiwer seiln. de Düwelshäuner wö: in de Frümde bliewen un kätte sick sien Lewsdage nich meß in Brünkhusen seihn loten.“ De vlle Lüdemann worde ganz verbiestert. „Aber Ihre Tränen während der Predigi! Wie reimt sich das alles zusammen?“ „De Tränen, Här Pastauer? Ach so, de Tränen: ja, de heww ick ut Aerger hült, ut Aerger öwer Päiter Fuhlworm.“ „Wieso? Hat er sich Ihnen gegenüber schlecht betragen?“ „Wahn schlecht, Här Pastauer, wahn schiecht.“ Kalmus kreeg sien Schnu frank wier rut.— Pastaner Lüdemann tuoseln den gisn Kopp.„Hm, hm“, sagg he bedröwt,„die G.= schichte steht also doh noch nicht zum Besten. Hm. und auf welche Weise hat Ihnen der Tunichtgut Grund zum Verdruß geseben?" „O. dat is lichte vertallt, Här Pastauer; dat waß biem Seffenseßtig!“ „Beim Sechsundsechtig. Ja. ja, des Teusels Gebetbuch hat schen manchen Aerger gestiftet!“ „Git meint de Karten Här Pasauer.“. „Ja. die unseligen Karten! Hm, un dabei kam's dann wohl zum Sreit, wie daz so gebt!“ Jupp tnoseln den Ko p.„Awat. Här Pistauer. is alles ruhig abgohn. Do daubt Se de Karten Unrecht. Striet is do nich bie cominen“. Teagg Sel Lüdemann tucken de Schul ern.„Jetzi w.rde ich aus Ihnen durchaus nicht iehr klug. Sie sagen, es ist alles gut abgelausen? Kein Streit?“ „Nee wat, Här Pastaner, ick hadde lwee Mark sieftig wunnen un waß im besten Gange. De Klocke schlang elwe. Do nahm Päiler siene Kappe van de Wand un sagg adjüs.“ „Hmn, das war doch durchaus lobenswert und vernünftig!"„ „Mug sien. Här Pastauer, van Inkem Standpunkt. Ower nich van ntienem. Wör Päiter sitten blicwen, hädde ick gobdd un licht noch en Daler mehr verdeint un— un— un will Se it pattuh wietten wollen, Här Pastauer: Am düesen Daler hewin ick van miergen in de Kerke bült. Jubhut dem Braute. S E SEUEZE er— O2* 8 S 8 1 B □ 9 2 B 5 5 8 5 : SS E * S 8 * 3·8 E S 2 6 6 2 * S 55 8 85 2.— E 6 8 2 6 0 a S 8 S 5 8 82·8 * S 8 — 15 S S ET • 2 S 1— 10