(Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterdaltungs- u. Romandeilage. u Spiel, Sport und Curnen. u Ledensdild. Kunst u. Wissen. n Gartenratschläge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oelkszeitung Detthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksbiatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schwerter Jeitung" erscheint werktäglich. n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlog: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck: Dortmund 2652 Verontwortliche Schriftleitung: Rat Tichher. Gume n m Schwettt. Nr. 255 Montag, 30. Oktober 1922 55. Zum Geleit. Wir brauchen nur einmal entschlossen anzufangen, dann gehen uns die Augen auf, und wir sehen rings um uns her aufgebrochenes Ackerfeld. in das wir die Saat der dienenden Liebe ausstreuen können. Und über solchem Geben und Dienen wird unser Leben reif und erlangt Wert für Gott und für die Menschen. G. Benz. Neueste politische Nachrichten. Die gestern veröffentlichte Proklamation des englischen Königs, setzt den 20. November als Tag des Zusammentritts des neuen Parlaments fest. Achfruhr in gulz Statten. In amtlichen Kreisen verlautet, die Vereinigten Staaten beabsichtigen zur Orientkonferenz einen Vertreter zu entsenden. * Auf eine Anfrage der diplomatischen Vertreter Frankreichs, Englands und Italiens wegen der Zustimmung der Schweiz zur Abhaltung der Friedenskonferenz über den Orient in Lausanne antwortete der Bundesrat zustimmend. * Reuter meldet aus Athen, Prinz Andreas von Griechenland ist im Zusammenhang mit dem militärischen Zusammenbruch in Korfu verhaftet worden. * Echo de Paris teilt mit, nach Nachrichten aus bester Quelle solle Berlin das große Zentrum und Wechselarbitragen zwischen Prag, Amsterdam, Kopenhagen und Zürich werden. Dies sei zurückzuführen auf die ausgezeichneten neuen telephonischen Verbindungen, die den Berliner Banken gestatteten, in enger Fühlung mit den Börsen der genannten Städte zu bleiben. * Graf Brockdorff=Rantzau, der zum Gesandten in Moskau ernannt wurde, hat zur Uebernahme seines Amtes Berlin verlassen. * Die Verhandlungen über die Lohnerhöhungen der Reichsarbeiter vom Reichsfinanzministerium werden am 21. Oktober abgehalten. * In Berlin waren Gerüchte verbreitet, daß eine rechtsradikale Gruppe in die Reichskanzlei einzudringen beabsichtige. Nachforschungen ergaben keine bestimmten Anhaltspunkte für diese Rom, 30. Oktober. Die letzten Versuche Factas, sich mit den Fascisten zu verständigen, sind gescheitert. Die Fascisten fühlen sich vollständig als die Machthaber im Lande. Sie haben in allen Orten ihre Verbände mobilsiert und sind im Besitze der Macht in den Großstädten, besonders in Nord= und Mittelitalien. Es handelt sich also um eine Revolution. In Florenz, Pisa und Cremona haben sie die staatlichen Behörden abgesetzt und die Herrschaft übernommen. Die Verbindungen zwischen Nord=, Süd= und Mittelitalien sind unterbrochen. Fast überall geht die Herrschaft an sie widerstandslos über. Nur in Cremona kam es zu einem Zusammenstoß, wobei Fascisten verwundet wurden. In Mailand herrscht noch Ruhe, da dort zahlreiche Truppen anwesend sind. In Pisa wurde eine Bekanntmahung angeschlagen, worin es heißt, daß die Fascisten auf Rom marschieren werden. Die Postanstalten von etwa 10 Ortschaften in Toscana wurden ebenfalls von Facisten besetzt. Alle ihre Anhänger, die aus Norditalien auf dem Wege nach Mittelitalien sind, tragen Dolche und Messer mit den eingegrabenen Worten: Rom oder der Tod. Aus dem übrigen Gebiet Italiens fehlen Nachrichten. Die Neubildung der Regierung ist unter diesen Umständen schwierig. Falls es gelingt, den Fascistenaufstand niederzuwerfen, rechnet man mit einem Kabinett Giolitti. Belagerungszustand. Rom, 30. Oktober. Seit den Nachtstunden ist das Kabinett versammelt, um auf Grund der aus den Provinzen einlaufenden Nachrichten sofort Maßnahmen verfügen zu können. Das Kabinett hat beschlossen, von Sonnabend mittag ab über alle Provinzen des Königreichs den Belagerungszustand zu verhängen. Das Hauptquartier der Faschisten beindet sich in Perugia in Umbrien. Der Telephonverkehr zwischen Italien und dem Auslande ist eingestellt. Aufstand in Ostgalizien gegen Polen. Warschau, 30. Oktober. Polen, das über seine nationalen Bestrebungen hinaus große Gebiete in sich aufnehmen wollte, die weder nach Rasse noch nach Religion zu ihm gehören, erlebt es jetzt, daß sich in diesen Gebieten überall starke Volkserhebungen herausgebildet haben. In Ostgalizien tobt der Kampf der ukrainischen Bauern gegen die polnische Oberhoheit schon seit langem. Das weißruthenische Pressebureau erklärt, daß 4½ Millionen polnischer Untertanen sich entschlossen hätten, der Warschauer Bedrückung offenen Widerstand entgegenzusetzen. In polx nischen Regierungskreisen befürchtet man, daß die Bewegung auch auf die übrigen nichtpolnischen Gebiete Polens übergreifen wird. Inzwischen ist ein zweites Aufstandsgebiet in Weißruthenien entstanden. Zwischen Lida und Bialystock macht sich eine starke Erregung bermerkbar. Bei Baranowitschi hat die Bewegung schon den Charakter eines offenen Aufruhrs angenommen. Es sind Proklamationen erlassen, in der die Weißruthenen und Ukrainer aufgefordert werden, mit vereinter Kraft die polnischen Fremdlinge aus dem Lande zu vertreiben. Es muß betont werden, daß es sich hierbei nicht um bolschewistische Elemente handelt, sondern um, nationale Bewegungen gegen die rücksichtslose Unterdrückungspolitik der Polen. Gerüchte. Kunde. Der Reichsarbeitsminister hat die Landesrezierungen ersucht, alle entbehrlichen Räume in öffentlichen Gebäuden sowie Dienstgebäuden und Dienstwohnungen für Wohnungszwecke in Anspruch zu nehmen, ebenso sollen bei Behörden Wohnungen durch Einschränkung der Räume, Zusammenlegung von Büros usw. freigemacht werden. * Die Einreise nach Polen, die bisher von der Genehmigung des polnischen Außen=Ministers in Warschau abhängig war, ist jetzt insofern erleichtert worden, als die polnischen Konsulate ermächtigt wurden, Einreise=Anträge selbständig zu entscheiden und bei rein geschäftlichen Reisen, die dem Handelsverkehr zwischen Polen und dem Ausland dienen, weitestes Entgegenkommen zu bezeugen. * Nach einem Telegramm der„Daily Mail“ aus Newyork hat das 10jährige Schachwunderkind Samuel Rzechewski im Meisterspiel den bekannten Preisspieler Janowski geschlagen. Rzechewski begann seine Schachlaufbahn vor zwei Jahren in Berlin, wo er im Alter von acht Jahren zahlreiche Erfolge gegen eine große Reihe bekannter Schachspieler errang. Ih Bonar Law mahnt Frankreich zur Einsicht. London, 30. Oktober. In einer Rede, die Bonar Law in Ergänzung seines Manifestes in Glasgow hielt, betonte er, seine Politik sei negativ. weil man das Land ungestört an seiner Rettung arbeiten lassen müsse. Dir Regierung werde so wenig wie möglich Gesetze geben und die Dinge mehr oder weniger gehen lassen. Er sehe keinen Grund, weshalb nicht die Unionisten und die nationalen Liberalen auf gewissen Gebieten zusammenarbeiten sollten. Er halte es für möglich, daß England, Frankreich und Italien zu einem Abkommen über den Nahen Osten gelangen, und es sei keine Gefahr, daß Griechenland oder die Türkei es ablehnen würden, die Entscheidung anzunehmen. Ueber die Reparationen sagte Bonar Law, die Frage sei nicht leicht zu lösen, sie sei sast hoffnungslos, aber nichts sei hoffnungslos, an das man mit gutem Willen und mit dem Entschlusse herangehe, zu einem Ergebnis zu gelangen. Er habe die Empfindung, daß man im Lande zu sehr geneigt sei, anzunehmen, daß es das einfachste Ding von der Welt für England sei, Tausende von Millionen zu zahlen, und daß es unmöglich sei, etwas aus Deutschland herauszubekommen. Er sei nicht dieser Ansicht. Die Bedürnisse Frankreichs seien sehr dringend, und es könnte sein, daß ein Uebereinkommen unmöglich sein würde. aber Frankreich und Großbritannien gingen an diese Sache heran mit demelben Ziel vor Augen. Bonar Law fuhr fort:„Wir brauchten etwas von Deutschland, wenn wir es erhalten könnten. Frankreich brauchte es vielleicht noch mehr. Unser Leiden kommt nicht in verwüsteten Gebieten zum Ausdruck, sondern zeigt sich an den Fabriken und an der Arbeitslosigkeit. Das französische Volk muß einsehen lernen, daß die Zukunft Europas und der Welt von gemeinsamen Handeln abhängt, und wir beide müssen uns hüten, etwas zu tun, was ein gemeinsames Handeln unmöglich macht. Gehende und kommende Staatsmänner in England. Von Dr. Herschel, Mitgl. d. Reichstages. Man spricht bei uns fast nur vom Rücktritt des Erstministers David Lloyd George und er ist gewiß die stärkste Figur des gesamten scheidenden Koalitions=Ministeriums. Mit seinem Sturze schwindet auch der letzte der leitenden Staatsmänner des Krieges und der Friedenskonferenz. Daß er sich so viel länger zu halten wußte als seine ausländischen Kollegen, beweist allein schon seine Fähigkeiten, schwere Lagen zu meistern, wenn es auch nicht ein sicheres Zeichen von Charakterstärke ist. Aber nicht nur Lloyd George geht. Mit ihm treten auch noch zwei andere bedeutende Staatsmänner von der Bühne des öffentlichen Lebens ab, der eine wohl für immer, nämlich Lord alfour, der andere mindestens für eine gewisse Zeit, nämlich Mr. Austen Chamber= lain. Sie verdienen ein Wort der Würdigung wegen ihrer Persönlichkeit und ihres„Einflusses auf die britische Politik auch in Deutschland. Rund 50 Jahre sind es her, daß Bolfour in das Unterhaus gewählt worden ist. Seitdem war er die ganze Zeit einer der besten Sprecher im Parlamente und nebenbei Inhaber der verschiedensten hohen Aemter. Er arbeitete noch unter und mit der alten Diplomatie. So war er Sekretär seines Onkels Sailsbury auf dem Berliner Kongresse von 1878. Er wirkte aber auch noch auf dem Konferenzen von Versailles 1918 und von Washington Anfang 1922. Für seine dortigen. Verdienste erhielt er bekanntlich die Lordschaft in hohen Jahren noch. Er ist Mitte der Siebziger, wegen seiner Beredsamkeit und Laufbahn auch von seinen politischen Gegnern— er ist Unionist— bochgeschätzt. Mr. Austen Chamberlain, der Sohn des bekannten Schutzzöllners Joc Chamberlain. war Staatssekretär für Indien im Kriege, nachdem er schon lange vorher Schatzkanzler gewesen war. Diesen Posten bekleidete er nochmals unter der Koalition von Lloyd George. Er war der unionistische Führer im Unterhause, als Bonar Law wegen parlamentarischer Ueberarbeitung und gesundheitlichen Zusammenbruchs diese Stellung vorübergehend aufgeben mußte. Seine Laufbahn ist trotz seinem heutigen Rücktritt noch lange nicht abgeschlossen. Er steht in rüstigen Jahren. Der gefallene Chef des Ministeriums Lloyd George war seit vollen 17 Jahren Regierungsmitglied. Eine so lange Ministerschaft ist wohl seit Bismarck in der modernen politischen Geschichte nicht da gewesen. Englische Blätter vergleichen sie mit der bisher längsten Ministerschaft des jüngeren Vitt(1783 bis 1801). Der vielgewandte und wandelbare kleine David Lloyd George begann als Arbeitsminister unter Sir Campbell=Bannerman im Jahre 1905 und blieb unter wechselnden Verhältnissen und Ministerien Minister in verschiedenen Aemtern. Unter dem liberalen Asquith war er Schatzminister. Es kam zu den schweren Kämpfen gegen die Konservativen um den Haushaltplan(1909—1911). Damals nannten sie ihn einen„Gossenpolitiker" Später aber vergötterten sie ihn. Wenig bekannt ist in Deutschland, daß er fast bis zum letzten Augenblick gegen die Kriegserklärung war. Später aber hielt er durch und sein Land verdankt ihm deshalb viel. Sein Nachfolger Bonar Law war schon zumErstminister ausersehen, als Asquith 1916 stürzte. Er schlug jedoch selbst Lloyd George vor und dieser übernahm auch die Führung. Kolonial=Minister unter Asquith war Mr. Bonar Law, ein schottischer Großindustrieeller, als„kommender Mann“ von der unionistischen Opposition schon lange in Aussicht genommen. Der Ruf großer Arbeitskraft ging und geht ihm voraus. Eine Zeit lang war er Schatzkanzler und Fraktionsvorsitzender der Unionisten und zugleich auch noch im Kriegskabinett. Diese Ueberbürdung schuf ihm die bereits erwähnte gesundheitliche Niederlage. Als er gestärkt in das Unterhaus zurückkehrte, empfingen ihn die Seinen mit großer Freude. Er war der gegebene Mann für ein rein unionistisches Ministerium nach dem Zerfall der Koalition. An diesem hat Mr. Stanley Baldwin erhehlich mitgearbeitet, ein Kaufmann und Vetter des Dichters Rudgard Kivling, ein noch jüngerer Mann der bislang in der Oeffentlichkeit nicht viel genannt worden ist. In Deutschland wird man zwei Männer zunächst mit Zurückhaltung zu beobachten haben, die nun eine größere Rolle zu spielen berufen sein dürften. Das sind Lord Curzon und Lord Derby, die seinerzeit mit Lord Northelisse zu den größten Deutschlandsffeinden gerechnet wurden. Der ist nun tot. Hoffentlich lebt sein Geist nicht fort. Aber gut sind die Zeichen der Zeit kaum für die nächste Entwicklung. die belgische Jugend gegen deutschland. In der belgischen Tageszeitung„Le Peuple" nagelt der bekannte belgische Sozialist Louis de Brouckere, der auch als belgischer Delegierter beim Völlerbund eine Rolle spielt, Auslassungen fest, die für die Fortdauer der Haßpsychose in Belgien charachteristisch sind. „Ich habe“, schreibt de Brouckere, ein sohr verbreitetes Schulbuch vor mir, einen Handatlas von Alerandre und de Neve. Ein Band des Atlanten behandelt Europa. In dem Kapitel über Deutschland findet sich außer den Bemerkungen über Land und Leute staatliches und wirtschaftliches Leben. folgende Würdigung der deutschen Mentalität, deren erbaulichste Stelle ich hierhersetze: „Die Deutschen müssen als Verbrecher für immer vomn Völkerbund ausgeschlossen bleiben. Denn sie sind. von jeher die Störer des Weltfriedens gewesen. Sie rangieren unter die Völker, die unfähig sind, sich selbst zu regieren und müssen unter beständiger Vormundschaft bleiben, wie die Reger und Papuas. Die Letzteren haben doch wenigstens noh Gemüt. Als man ihnen damit 1 19 In sin un in ela an drohte, sie Deutschlands Despotismus wieder auszuliefern, gaben sie ihrem Entsetzen Ausdruck. Die deutsche Bevölkerung gehört größtenteils der germanischen Rasse an, deren Vertreter sich durch Initiativgeist, Arbeitslust und Ausdauer aus. zeichnen. Aber diese Rasse wird für immer g brandmarkt durch Treulosigkeit, Grausamkeit. Hang zur Lüge und Nichtachtung der Verträge. „So werden also, bemerkt de Brouckere,„die Deutschen für immer von der Gemeinschaft der gesitteten Völker ausgeschlossen, nicht auf Gra# einer einmaligen Verfehlung, sondern eines an geborenen Mangels ihrer Mentalität. Darf man vielleicht die Verfasser des Buches daran erinnern. daß auch die Holländer und Vlamen der germanischen Rasse angehören, und daß sie mit ihrem Urteil einen großen Teil des belgischen Volker als lügnerisch und treulos kennzeichnen?"(de Brouckere hätte außerdem noch darauf hinweisen können, daß auch der belgische König ein„Boche“ ist. Anm. d. Red.) „So lernt,“ fährt Brouckere in seiner Kritit fort,„das belgische Kind im Alter von 12 Jahren bereits, daß es ein Volk gibt, welches für immer verflucht und jedem menschlichen Gefühl fremd ist, dem man keine gemeinsamen Bande hat, das man ewig unter das Joch beugen muß. Und derartige Dinge werden durch die Autorität eines Wissenschaftlers gestützt! Sie prägen sich den jungen Hirnen ein, wie die Namen der Städte und Flüsse. Sie dringen in die jungen Seelen als Same eines Hasses, aus dem ein neuer Krieg emporkeimen wird. Und dabei haben die Verfasser dieses Buches noch die Frechheit, die deutsche Schule für den kriegerischen Geist des deutschen Volkes verantwortlich zu machen. Was soll man von einer Schule denken, die derartige Bücher duldet? Mag de Neve das Deutschland Goethes und Einsteins mit Aequatorial=Afrika auf eine Stufe stellen Das ist schließlich eine Privatmeinung, die keinen Menschen etwas angeht und die zu dumm ist um einer Widerlegung zu bedürfen. Wenn man jedoch unseren Knaben und Mädchen unter dem Vorwande der Erziehung derartigen verbrecherischen Blödsinn vorsetzt, wenn man von ihrer jugendlichen Unerfahrenheit profitiert, um ihnen so etwas einzutrichtern, d nn Ledeutet dus einen schamlosen Vertrauensbruch und einen Mangel an pädagogischem Verantwortungsgefühl. Zur Ehre Belgiens will ich hoffen, saß me zuständigen Stellen dieses Buch umgebend aus dem Schulbetrieb ziehen. So steigt am 31. Oktober vor dem Auge des deutschen evangelischen Volkes aus die Gestalt des Augustinermönches, der am Tage vor Allerheiligen in der Mittagsstunde über fallendes Laub durch die Menschenmenge von des Klosters Pforte zur Schloßkirche in Wittenberg seine Schritte lenkt, um dort nach Gelehrtenart lateinische Sätze gegen den Mißbrauch des Ablasses an die Tür zu schlagen. Der Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517 wer der erste Aufschrei eines Gewissens, das sich von drückenden Fesseln freimachen wollte und seine einzige Gebundenheit nur in Gott suchte. Zur Buße hat Luther damals sein Volk gerufen, zur Einkehr ruft er auch heute wieder das deutsche Volk, das in der Sucht nach irdisch Geld und vergänglich Gut, nach Vergnügen und Genuß zu versinken droht und Gefahr läuft, dabei die ewigen Güter zu verlieren, damit es sich wieder besinne auf die Lebenskräfte und Segensgüter, die der Reformator ihm erschlossen, sich besinne, wo die starken Wurzeln seiner Kraft liegen. in dem Ewigen und Unvergänglichen. Aus dem mutigen Mönch von Wittenberg aber wurde der Held von Worms, der Held des deuten Gewissens, der nicht mutlos schwieg, nicht kleinlaut widerrief, sondern mutig sich bekannte nicht bloß zu seinen Schriften, sondern vor einer ganzen Welt von Gegnern freudig sich bekannte um Evangelium, dessen Kraft er an sich felsenfest erprobt, zu der frohen Botschaft, daß nur in dem Höchsten der Friede der Seele gefunden werden kann. Durch dieses Bekanntnis, daß wider das Gewissen zu handeln unsicher und gefährlich ist, ist Luther der Mann des deutschen Volkes geworden. Und dieser Held des Gewissens, dessen ganzes Werk aus dem Gewissen heraus geboren war, ruft am 31. Oktober dem deutschen Volke mahnend zu, wieder ein Volk des Gewissens zu werden, gegenüber einer Welt von Feinden, die die christliche Weltanschauung vernichten und die christliche Kirche zerstören möchten, sich zu den Segenskräften erste Oper geschaffen, die die Leinwand erblickt hat. Text. Handlung, Dekoration sind nur Fundament und Beiwerk des Tonwerks; es ist alles nur der Musik wegen da. Im Grunde sollen nicht die Worte, sondern die Töne Reformation, zum alleinseligmachenden Evangelium zu bekennen. Denn nur aus dem Evangelium quillt die Kraft zur innerlichen Erneuerung. ohne die unser Volk unrettbar dem Verderben entgegentaumelt. ene en Tone Empfindungen, Leidenschaften, ja sogar die Vorgänge in der Natur zum Ausdruck bringen. Das Tonwerk muß zur Hauptsache werden, des Bild dem Beschauer das Tonwerk verständlich machen. Jetzt tritt zum ersten Male in Schwerte eine wirtliche Filmoper unter dem Tittel„Jenseits des Stroms“ ihren Weg an. Wir dürfen stolz sein, daß es deutschem Geist und deutscher Kunst gelungen ist, das zu erreichen was das Ausland vergeblich gesucht hat. Das Niveau unserer Filme war wahrhaftig bisher kein allzuhohes und unsere Stimme wurde gebört, die sich gegen die sensationsstrotzenden Abenteurer und Detektivfilme wendete. Diese erste Oper in Schwerte führt nun in die traum hafte Wirklichkeit einer phanastischen Welt hinüber, das Erdenleben und Jenseits vermischt mit großer, ernster Kunst und uns den lauteren Spiegel unerbittlicher Wahrheit vorhält. Wir freuen uns, daß Schwerte eine der ersten Provinzstädte ist, in denen die Oper nach ihrer Hauptstadtpremiere vorgeführt wird. Ueber den Inhalt morgen noch ein Wort. ** Der Handwerkertag des Kreishandwerkerbundes Hörde=Schwerte, Stadt und Land ist gestern im Freischütz imposant verlaufen. Aus allen Städten. Aemtern und Ortschaften des Kreises Hörde waren bereits bei den geschäftlichen Verhandlungen am Vormittag Vertreter der Behörden und der Zeitungen, vor allem aber des Handwerks selbst zahlreich erschienen. Ueber diesen geschäftlichen Teil gehen uns die nötigen Unterlagen zur eingehenden Veröffentlichung noch zu. Die Hauptversammlung am Nachmittag, als Der 31. Oktober. Eine alte deutsche Sage erzählt von einer stolzen Stadt, die mit all ihrem Glück und Glanz ihrer Wonne und ihrem Wehe tief unten auf den Meeresgrund begraben liegt; von Zeit zu Zeit klingt aus der Tiefe ein dunkler Glockenton nach oben, deutlich vernehmbar, nicht wenn der Sturmwind braust und die Wogen sich türmen, sondern dann, wenn der Schiffer mit seinem Kahn über das still ruhende Meer dahinfährt; dann kündet ihm der Glockenton von vergangener Zeit. So oft der 31. Oktober sich naht mit seiner Erinnerung an den Thesenanschlag von Wittenberg, dann steigt aus der Tiefe der Vergangenheit lauter Glockenton und kündet von den großen Taten, die der Lenker der Völker durch den deutschen Reformator D. Martin Luther getan. Aber nicht nur wer im wilden Sturm des bewegten politischen und wirtschaftlichen Lebens stebt, oder wer von den brandenden Wogen erregter Leidenschaften umgeben ist, sondern vor allem wer in der Stille nach Frieden, nach Leben, nach Kraft sich sehnt der hört und versteht, was dieser geheimnisvolle 1864 1888 190 Aus Stadt und Land. Schwerte, 30. Oktober. Erinnerungen. Friede zu Wien, Schleswig=Holstein und Lauenburg fallen an Preußen und Oesterreich. Suez=Kanal=Konvention. Zar Nikolaus gibt seinem Lande eine Verfassung. 1914 Beginn des russisch=Türkischen Krieges. Empor. Die erste Filmoper in Schwerte. Es ist gelungen: Höher hinauf!— Das Filmwerk, das brechen will mit allem, was das Kino in Verruf brachte und das es auf eine reine, höhere Stufe führen will, das Kunst ins Volk zu tragen sucht und an edlere Aufgaben herantritt, es ist in Schwerte. Ein alter Opernmeister deutscher Lpernmusit hat die Musik geschaffen! Aus Schulliedern und Männergesang klingt sein Name, Prof. Ferdinand Hummel, altvertraut und seine Opernschöpsungen„Mara",„Angla“.„Die Beichte" und andere haben den Weg in alle Länder der Welt gefunden. Der greise Tondichter hat an seinem Lebensabend der Musii sowohl wie dem Film eine neue Bahn gewiesen und die schelchte Kinomusik, die aus Potpourres. Arien und abgeklapperten Schlagern bestand, Klang aus kündet. einer großen Vergangenheit ihm verdrängt. In enger Arbeitsgemeinschaft mit Ludwig Czerny, dem Dichterregisseur, hat er die öffentliche Tagung, sollte um 3 Uhr beginnen. Erst nach 4 Uhr, also mit erheblicher Verspätung(das soll doch nicht typisch werden beim Handwerk?) wurde mit dem Grußwort von Obermeister Silbersiepe=Hörde vor gestopft vollem Saal eröffnet. Herr Bürgermeister Rohrmann grüßte den Handwerkertag im Namen der Städte Hörde und Schwerte, und nach verschiedenen weiteren Begrüßungsansprachen der Herren SteinkühlerHagen, Vors. der Handwerkskammer und Körsgen=Dortmund vom Westf. Lipp. Handwerksbund ergriff dann Direktor Korthaus=Berlin, das Wort zu 1½ stündiger zündender Rede, die wir im Auszug noch bringen werden, denn er sprach so treffliche Worte, daß sie weithin gehört werden müssen, zudem gestern auch viele Hunderte Handwerker keinen Platz fanden. Mit einem Schlußwort des Vorsitzenden ging gegen 7 Uhr die öffentliche Kundgebung zu Ende. Der gesellige Teil mit Musik und Gesang. auch Tanzvorträgen und Spiel schloß sich an, wie lange, das hat sich unserer Kenntnis entzogen. Der Tag des Handwerks war ein großer Tag. Man konnte erkennen, es ist noch wie allezeit: Handwerk hat einen goldenen Boden. Es ernährt seinen Mann. Gott segne das ehrbare Handwerk! ** Die offizielle Stellungnahme der Hand werkskammer in den Wirtschaftsfragen fand ihren Niederschlag in folgender Resolution: Die augenblickliche Notlage droht für das Handwerk verhängnisvolle Formen anzunehmen. Wenn sich auch die Handwerkskammer Dortmund bewußt ist, daß unser Wirtschaftsleben allgemein unter den Folgen des Versailler Friedensvertages leidet, so weiß sie auch, daß die Schwere der Lage vor allem auf dem Handwerkerstand lastet. Sie fordert daher, daß Reichs= und Landesregierung alles tun, um das Handwerk in dieser schweren Zeit zu unterstützen und alles unterlassen, was das Handwert weiter schwer schädigen und gefährden könnte; insbesondere fordert sie von der Reichsregierung: 1. Beseitigung des schematischen 8stündigen Arbeitstages und die Zulassung freiwilliger Ueberarbeit. 2. Maßnahmen gegen die überspannte Preispolitik der Kartelle und Synditate. 3. Weitgehende Vergebung von öffentlichen Arbeiten durch die zuständigen Ministerien um dem drohenden Arbeitsmangel abzuhelfen und Einführung von Zahungsbedingungen für gelieferte Aufträge, die den Zeitverhältnissen Rechnung tragen. 4. Neuzeitliche Gestaltung der Wuchergesetzgebung und Preistreibereiverordnung, die die Verwendung des Wiederbeschaffungspreises bei der Kalkulation gestattet. 5. Allmählicher Abbau der Wohnungszwangswirtschaft und Ergreifung von durchgreifenden Maßnahmnen zur derung des Wohnungsbaues, der die ganze Tätigkeit des Handwerkstandes befruchtet. 6. Baldmöglichste Einbringung des Reichsratzmengesetzes über die Berufsvertretung des deutschen Handwerks, welches die Pflichtorganisation einführt. Von der preußischen Regierung: 1. Baldmöglichste Durchführung der Reform der Gewerbesteuer, die die Freilassung eines Arbeitseinkommens berücksichtigt und die Heranziehung von Berufsgruppen außerhalb des Handwerks zur Steuer vorsieht. 2. Berücksichtigung der Forderungen des Handwerts bei Einführung der neuen Stadt= und Landgemeindeordnung insbesondere Vermeidung aller Kommunalisierungs=Absichten und=Möglichkeiten. ** Zwei verschiedene Wege, auf welchem bist du? Diese Gewissensfrage stellte der Redner des gestrigen Abends an die Menge der Zuhörer, die in der großen Kirche vereinigt waren. Es geht eine scharfe, große Scheidung durch die Menschheit auf Erden. Gott macht diese Scheidung. kennt Gute und Böse. Er redet von Wegen der Gerechten und von Wegen der Gottlosen, von Kindern der Menschen und Kindern Gottes. Auch Jesus redet von der weiten und engen Pforte, dem breiten und schmalen Weg auf denen die Menschen wandeln. Der breite Weg ist ein angenehmer, bequemer Weg für den Menschen von Natur. Der Fürst dieser Welt sorgt dafür, daß es den Menschen die ihn wandeln, nicht an Abwechslung und Zerstreuung fehlt. Er baut alles an dem Wege auf was unseren Sinnen gefällt und schmeichelt. Die Menschen sollen in Spannung gehalten werden und nicht zur Einkehr und Besinnung kommen, um nach dem Ende des breiten Weges zu fragen. Wie wenig Menschen machen sich Gedanken über Zweck und Ziel des Erdendaseins. Sie gehen dahin unter den Sorgen des Lebens, dem Trachten nach Ehre, Reichtum und Erdenglück und nehmen nicht wahr, daß der Weg den sie wandeln immer dunkler wird und in der Verdammnis endet. Gottes Führungen mit uns Menschenkindern aber zielen darauf hin, daß wir von dem breiten Wege weg uns nach der engen Pforte wenden um gerettet und selig zu werden Wohl ist das Pförtlein der Buße eng und der schmale Weg steil, aber er führt auswärts zu unserem ewigen Heil. Es hat noch Keinen gereut diesen Weg betreten zu haben. Denn auf ihm erlangen wir das was wir in der Welt vergeblich suchen, ein befreites Gewissen, den Frieden der Seele und einen lichten Ausblick in eine herrliche Zukunft. Deshalb rufen alle die durch die enge Pforte auf den schmalen Weg gelangt sind ihren Gefährten von früher zu: Kommt geht mit, reicht uns die Hand, Wir zusammen ziehen zum Heimatland. Spsesemmmemen Art läßt nicht von Art. 68 Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) „Haben Sie in der Stadt etwas von meiner Enkelin— von Ihrer Schwester gesehen, Herr Graf?“ „Von meiner Schwester?“ wiederholte der andere obenhin. „Ich habe nicht einmal gewußt, daß sie da ist. Nein, ich habe sie nicht gesehen. Und es war auch kaum eine Möglichkeit dazu vorhanden, da ich nicht Zeit hatte, die Gesellschaftskreise aufzusuchen, in denen ich ihr vielleicht hätte begegnen können. Ich hatte vor allen Dingen einiges von dem Amüsement nachzuholen, das ich hier habe entbehren müssen. Und dann war ich auch genötigt, meinen Kammerdiener davonzujagen. Der gute Junge dachte sich die günstige Gelegenheit ebenfalls zunutze zu machen, aber wenn es auch ein für Schulbücher sehr passendes Sprichwort sein mag: Wie der Herr so der Diener— im wirklichen Leben kann man es doch nicht gut dulden, daß der Diener und der Herr gleichzeitig auf den Bummel gehen.“ Er blickte von einem zum anderen, als wenn er sich überzeugen wollte, welchen Eindruck diese etwas sonderbare Erwiderung auf seine verschiedenen Zuhörer hervorgebracht habe. Namentlich das Gesicht des Freiherrn musterte er mit argwöhnischem Blick. Aber er sah auf diesem Gesicht nichts als Gleichgültigkeit, oder vielleicht auch Geringschätzung, und er schien von dieser Wahrnehmung sehr befriedigt. „Laß uns hineingehen, mein guter Alter!“ wandte der Graf sich an den Major, ihn kordial auf die Schulter klopfend. „Ich habe ein paar Worte unter vier Augen mit dir zu reden. Leben Sie wohl, Herr Senator! Ich rechne darauf, Sie später noch zu sehen.“ Der Major machte erst Miene, der kategorischen Aufforderung sofort nachzukommen. Dann zauderte er und wandte sich, nahe zu ihm herantretend, an den Freiherrn, wobei jedoch seine Worte immer noch laut genug waren, um auch von dem Senator verstanden zu werden. „Ich habe mich ohne Grund beunruhigt. Meine närrischen Vermutungen sind vollständig in sich zusammengefallen. Ich werde später Gelegenheit nehmen, mich deutlicher darüber zu erklären. Die Rückkehr meines Neffen ist jedenfalls der beste Beweis dafür, daß seine Reise nichts mit der Komtesse zu schaffen hatte. Es handelt sich wohl nur um die Laune einer eigenwilligen jungen Dame— das ist jetzt meine feste „Was machen Sie daraus?“ flüsterte der Senator, sobald die beiden sich entfernt hatten.„Welcher Art mögen die Enthüllungen gewesen sein, die er uns machen wollte, als wir durch das Dazwischentreten des Grafen unterbrochen wurden?“ „Daraus ist weiter nichts zu machen, als daß wir die Gewißheit haben, es sei der lebhafte Wunsch des Majors, den Doktor Odemar vor peinlichen Unannehmlichkeiten zu bewahren. Ich gestehe, daß mir die Dinge dadurch nur noch rätselhafter werden. Denn daß dieser Wunsch nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit entspringt, ist ganz gewiß. Bei, allem Respekt vor den schätzenswerten Eigenschaften des Herrn Maior## zu den Leuten, die uneigennütziger Handlungen und Gefuhle fähig sind, gehört er nach meinem Dafürhalten sicherlich nicht. „Ah, am Ende gehört keiner von uns augenblicklich zu diesen seltenen Leuten," erwiderte der Senator grimmig. „Ich schätze den Doktor Odemar gewiß aufrichtig, aber ich muß gestehen, daß sein Schicksal für mich gegenwärtig eine sehr untergeordnete Rolle spielt neben der schweren Sorge „Gewiß, stimmte der Freiherr zu.„Edithe Verschwinden ist für uns jetzt wichtiger als alles andere— wichtiger sogar als die Entdeckung des Mörders. Ich glaube, es wird am besten sein, wenn ich unverzüglich in die Stadt fahre und den Polizeirat aufsuche. Das Zweckmäßigste, was jetzt geschehen kann, dünkt mich eine sofortige Verhaftung des Doktors.“ „Um des Himmels willen, Mann, was für eine das? Sie glauben doch nicht daran, daß er schuldig ist— und selbst wenn er es wäre, wo sollte man ihn finden? Allem Anschein nach ist er doch einstweilen spurlos verweiß, wo er sich befindet,“ lautete die ruhige Antwort des Freiherrn.„und nicht für einen Augenblick hatte ich seine Spur verloren. Ich behaupte auch jetzt noch nicht, daß er schuldig ist, aber ich glaube mich nicht zu irren, wenn ich annehme, daß er den Schuldigen kennt.“ „Dann,“ sagte der Senator sehr ernst,„ist er nach Ihrem Gesetz als ein Mitschuldiger zu betrachten. Denn wer den Urheber eines Verbrechens kennt und den Behörden diese Kenntnis verschweigt, macht sich doch wohl strafbar— nicht wahr Gewiß!— Und diese Gesetzesvorschrift ist es, von der ich jetzt in Ediths Interesse Nutzen zu ziehen gedenke. Unterdessen waren der Graf und der Major Seite an Seite dem Portal des Schlosses zugeschritten. Zu einer lebhaften Unterhaltung schien keiner von ihnen sonderlich aufgelegt; denn sie waren schon längst weit außerhalb des Hörbereichs der anderen, als der Major endlich das Schweigen brach. Ich bin sehr froh, daß du gerade zur rechten Zeit zurückgekehrt bist, Rolf. Denn ich war eben im Begriff, der ganzen Sache auf die kürzeste Weise ein Ende zu machen.— Es freut mich, daß es mir erspart geblieben ist. sache, daß du hier bist und die Komtesse Edith Donnersberg irgendwo anders, macht ja die Befürchtung hinfällig, durch die ich mich zum Reden gezwungen glaubte."... Mit einem bösen Seitenblick sah der junge Graf seinen grauhaarigen Begleiter an. Dann, mit einem kurzen, widerwärtigen Auflachen, sagte er: „Du hast in der Tat begründete Ursache, dem Himmel dafür zu danken, daß er mich gerade im rechten Augenblick zurückkehren ließ. Denn— so wahr ich lebe— den Menschen, der mich vecriete, würde ich töten, wo ich ihn fände.“ 22. Kapitel. Angesichts der Erklärung des Doktor Pittius, daß ihr Stiefbruder höchstens noch drei Tage zu leben habe, sah sich die Komtesse vor die unabweisbare Notwendigkeit gestellt, sofort ihre Entschlüsse zu fassen. Es entging ihr nicht, daß die Krankenpflegerin sie mit scharfen Blicken musterte, wie wenn sie ihr vom Gesicht ablesen wollte, welche Wirkung die niederschmetternde Mitteilung auf sie übte. (Fortsetzung folgt.) chweren Zeit zu was das gefährden könnder Reichsregieitischen 8stündie Zulassung eit. 2. Maßte Preispoitate. 3. Weitiffentlichen gen Ministerien igel abzuhelfen bedingungen für Zeitverhältnissen Gestaltung und Preistreisung des Wiederulation gestattet. der Woht und Ergreiahmnen zur Fördie ganze Tätigruchtet. 6. Balddes ReichsBerufsvertretung s die Pflichtorgareußischen Regieührung der Rer. die die Freiens berücksichtigt ufsgruppen außerer vorsieht. 2. Berungen des ührung der indgemeindeeidung aller Kom=Möglichkeiten. , a u f w e l c h e m b i s t lte der Redner des je der Zuhörer, die t waren. Es geht urch die Menschheit se Scheidung. Er det von Wegen der r Gottlosen, von dern Gottes. Auch ind engen Pforte, auf denen die MenZeg ist ein angenehRenschen von Natur. dafür, daß es den icht an Abwechslung baut alles an dem n gefällt und schmeiSpannung gehalten ehr und Besinnung des breiten Weges chen machen sich Gedes Erdendaseins. Sorgen des Lebens, leichtum und Erdenr, daß der Weg den oird und in der Verihrungen mit uns darauf hin, daß wir uns nach der engen und selig zu werden Buße eng und der ihrt auswärts zu unnoch Keinen gereut ben. Denn auf ihm in der Welt vergeblich en, den Frieden der blick in eine herrliche lle die durch die enge eg gelangt sind ihren t uns die Hand, zum Heimatland. jetzt noch nicht, t zu irren, wenn ist er nach Ihrem Denn wer den Behörden diese strafbar— nicht ist es, von der gedenke.“ or Seite an Seite 1 einer lebhaften derlich aufgelegt: b des Hörbereichs hweigen brach. echten Zeit zurückegriff, der ganzen machen.— Es t. Denn die Tatdith Donnersberg g hinfällig, durch * G. unge Graf seinen em kurzen, widerche, dem Himmel rechten Augenblick e— den Menschen, hn fände." Pittius, daß ihr ben habe, sah sich wendigkeit gestellt, ing ihr nicht, daß ken musterte, wie welche bte. Ueber die weiteren Versammlungen, in denen Fragen christlicher Zutunftshoffnung besprochen werden, siehe Anzeige. ** Die schleichende Krankheit der wirtschaftlichen Auszehrung, der auch die deutsche Presse in ihrer Gesamtheit verfallen ist, bedeutet nur eine Teilerscheinung für die allgemeine kulturwirhschaftliche Zerrüttung der deutschen Volksgemeinschaft. Die Zeitung, als Bildungsmittel, als die natürliche und populäre Vermittlerin politischen Wissens muß notwendig ihre rein wirtschaftliche Rentabilität verlieren, seit, it## eigentlcher Träger, der geistige Mittelstand, auf das nackte Existenzminimum gesetzt ist. Wir stehen bereits vor der erschütternden Tatsache, daß sich in Deutschland die kulturellen Werte nicht mehr bezahlen. Diesen bedrohlichen Gang der Ereignisse wird das vom Reichstag mit seltener Einmütigten verabschiedete Geetz„über Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Notlage der Presse" nicht ten können. Es kommt, wie immer, zu spät. Welche Möglichkeiten bieten dieses(Gesetz! Es will durch eine Abgabe auf die Ausfuhr sowohl wie die im Inlande abgeschlossenen Holzver# käufe neue Hilfsmittel schaffen, um den Papierpreis zu verbilligen. Aber ganz abgesehen von den Verrechnungs= und Rückvergütungsschuferigkeiten, zu deren Abwicklung ein neuer ourokratischer Apparat erforderlich ist, welchen Ein fluß wird der Gewinn aus dieser Abgabe auf den Papierpreis bestenfalls haben können? Ge heimrat Pfundner berechnet die Verbilligung au 2—4 M für das Kilo Papier. Und dabei muß berücksichtigt werden, daß der Papierpreis bei Inkrafttreten des Schutzgesetzes etwa 20 A für das Kilo ausmachte. Am 1. September aber c und heute bereits 100 c beträgt. Bei einer weiteren hemmungslos sprunghaften Markentwertung wird die deutsche Presse rettungslos zugrunde gehen. An ihr wird auch die dringend notwendige Festlegung des Papierpreises für eine angemessene Zeit scheitern. Die Selbsthilfe, die Preise entsprechend den Unkosten zu steigern, kann sich die deutsche Presse als kulturelles Unternehmen nicht leisten. Jeder Deutsche aber sollte es sich überlegen, ob er auf seine Zeitung, in der er eine im heutigen politischen System notwendige Stimme zur Wahrung seiner Rechte besitzt, verzichten kann. ** Nachlassen der Kälte. Das Kältemaximum, das von Skandinavien aus nach West= und Mitteldeutschland gezogen war, zieht jetzt allmählich nach Osten ab. Gleichzeitig bewirkt Luftzufuhr aus dem Südosten Europas tagsüber im Verein mit Sonnenstrahlen stärkere Erwärmung, so daß die nächtlichen Fröste sowohl an Intensität wie an Ausdehnung abnehmen werden. Immerhin ist die Versendung von Obst und Kartoffeln noch sehr gefährlich, besonders nach dem süd= und östlichen Deutschland. Im nordwestlichen Teile herrscht nur vereinzelter und leichter Frost. ** Die große Weltkatastrophe und ihre Lösung wurde gestern Sonntag vorm. ½11 Uhr in der„Reichskrone" von einem sich nicht nam haft machenden Redner der Wachtturm=Bibel=Gesellschaft Barmen(Zweig der Internationalen Vereinigung ernster Bibelforscher) behandelt. Ueber zwei Stunden lang sprach der Redner. Das war zu lange für viele Zuhörer, deren sich etwa 150 eingefunden hatten. Was gesagt wurde, war zum Teil tiefgründig biblisch, also unbedingt wahr und beherzigenswert. Die Einleitung zeigte die gegenwärtige Ratlosigkeit der Regierungen alter Völker auf, dem Gegenwartselend gegenüber, machte auch den Kirchen aller Konfessionen manchen Vorwurf(mangelhafte Arbeit vieler Feldgeistlichen während des Krieges, fehlender konzentrierter Missionssinn am Volke in der Gegenwart, Konzession an die Welt u. dergl.) und lenkte dann zum eigentlichen Thema über: Gott hat die Weltregierung fest in der Hand und in der Bibel sie uns geoffenbart. Er erfüllt dauernd seine Zusagen und Gerichte; er wird in alle Zukunft das Regiment führen. An der Hand von Bibelstellen und einer Wandkarte wurden diese klaren biblischen Wahrheiten in sehr feiner Form eindrucksvoll verkündet. Lautlose Stille der Zuhörer zeigte, daß die Behandlung eschatalogischer Fragen allgemein von stärkstem Interesse ist. Dann aber kamen auch Irrlehren wie z. B. willkürliche Zahlenberechnungen, die auf das Jahr 1914 zurück und auf 1925 verlockend verwiesen und endlich Bücherempfehlungen des Wachtturmverlages. Es wurde natürlich gut gekauft, denn die Leute waren sehr angeregt worden; mehr biblisches zu erfahren.— Wir möchten auch hier nicht verfehlen, auf die(ohne Irrlehren) ebenso tief greifenden, interessanten Vorträge der Evangelisation in dieser Woche hinzuweisen, die in der Kirche stattfinden. Auch da werden Fragen ähnlicher Art behandelt, die suchenden Seelen zur Leitung dienen können. Auch die ständigen Versammlungen der Stadtmission in der Kuhstraße (Sonntag nachm. 4 Uhr und Mittwochs abends 8 Uhr) dienen in gleicher Weise. Ebenso sonstige Wortverkündigungen im Gotteshause und auch in den christlichen Vereinen unserer Stadt. Es braucht also niemand den Milleniumsleuten“ zum Opfer zu fallen; ernste Bibelforscher finden den rechten Anschluß in Shwerte, wenn sie ihn nur ernstlich suchen. Auf Wunsch erteilt auch die Geschäftsstelle unserer Zeitung Auskunft über. den rechten Anschluß für solche, die nur die Wahr heit suchen. ** Eisen wird teurer. Der Richtpreisaus schuß beim Deutschen Stahlbund hat in der am 24. d. M. stattgefundenen Sitzung u. a. den Stabeisenpreis wiederum erhöht und zwar um 17070 M die 1000 Kilogr. Die Erhöhung be trägt 21 Proz. und ist begründet durch die Steigerung des Guldenkurses, der für den Kau ausländischer Erze zugrunde gelegt wird. Ferner durch die Verteuerung der Inlandserze, der feuerfesten Steine und der allgemeinen Betrieb. osten **„Das war sein"; in frohliches Tachen und staunendes Sprechen und ernstes Erinner mischten sich diese Worte. Das war am Samstag nachmittag, als die Jugend von der Bilder schau Schwerte am Postplatz heimwanderte und zuhause alles erzählte, was es zu sehen gal an wildem Getier, an bösen Schlangen, a schwarzen Menschen und badenden Elefanten, an Löwen, Panther und Hyänen. Dazu einen Kampf im Urwald. Sieg und Scherz.— Ja. der erste Bilderschau=Nachmittag war gelungen. Die Jugendscharen wurden belehrt und erfreut, wei über 2 Stunden lang, die aber keinem Kind langweilig wurden. Der Gang durch Alt Nürnberg wahr anschaulich schön; nur ern: lehrhaft gedacht und erfaßt. Das Stadtbild d# Mittelalters zog gedächtnishaftend vorüber. Anck dafür war die Jugend nur dankbar. Etwas zum Lachen gab's dann durch den bunten Reklame film der unverwüstlichen Exelsior=Reifen, die da drollig hopsten und tanzten. Wie schön ist doch hellfrobes Kinderlachen über harmlose Späße im bunten,beweglichen Bild.„Der ganze Saal lachte“, möchte man sagen. Und dann kams: Sieben lange Abteilungen:„Allein im Urwald und endlich war alles vorbei; halb sieben Uhr abend. Heim gings zu Muttern. Sie mußte da alles wissen und das Abendessen schmeckte. Und noch im Schlafe träumte man von all den Erlebten. Fein war’s.— Ob die„Bilderschau Schwerte“ weiter streben wird nach dem er wünschten Ziele: Der Jugend Gutes, Frende und Lehre zu bringen? Wir glauben es und helfen nach Möglichkeit gern wieder. ** Streikversammlung im Saale Köster. Samstag war diese Versammlung durch Flugblattverteilung, Platatreklame und Geldsamm lung am Sonntag früh, vorbereitet. Es handelt sich um einen Streik von etwa 1000 Metllarbeiunproduktive. Bedenkt man dann weiter, daß der Friseur in einer Stunde durchschnittlich 6 Rasuren vornimmt, so wird der„hohe" Verdienst stark zusammenschrumpfen. Man glaube nicht, daß dem Friseurgewerbe wohl ist, wenn es immer wieder zu Preiserhöhung schreiten muß, da eine beträchtliche Kundenzahl bei jeder Preissteigerung zur Selbstbedienung übergeht und so den Kundenkreis verringert. Wenn also der Friseur immer wieder seine Preise erhöhen muß, so ist es nicht Gewinnsucht, die ihn zu diesen Schritte treibt, sondern zwingende Notwendigkeit. den Provinzen. in 17 Betrieben im Amte Hemer. tern in 17 Betrieben Streikleitung gehören Glieder der verschiedensten Gewerkschaften an. Sie bezeichnet den Streik als gerecht. Er ist seit 18. Oktober im Gang. Bisherige Verhandlungsversuche waren vergeblich. Das ist natürlich bedauerlich und ein Schaden für unzählige. Zustimmungsversammlungen fanden in Hagen und Iserlohn zum Besten der Streikenden statt. So kam es gestern auch hier zu einer Sympathiekundgebung der Versammelten. Hoffentlich nimmt der Streik bald ein gutes Ende, um größeren Schaden im Amte Hemer zu verhüten. ** Versicherungsmarken. Die am 1. Oktober 1922 neu eingeführten Versicherungsmarken ha ben noch nicht in den erforderlichen Mengen geliefert werden können; eine neue Sendung des Hauptmünzamts München ist unterwegs, dem Uebelstande wird daher in nächster Zeit abgeholfen sein. ** Auf die Handarbeitsschule im Gemeind. hause machen wir aufmerksam. Diese notwendigen Einrichtungen sind nur aufrechtzuerhalten wenn alle Gemeindeglieder sie unterstützen. Alle Arten von Handarbeiten, Veränderungen usw. werden dort gemacht unter der geschickten Leitung einer besonders ausgebildeten Schwester. ** Die Not der Presse. Nach dem soeben er schienenen neuesten Nachtrag der amtlichen Zeitungsliste haben wiederum 283 Zeitungen und Zeitschriften ihr Erscheinen eingestellt. ** Gegen den Alkoholmißbrauch wendet sich die Iserlohner Stadtverwaltung. Sie hat eine Verfügung erlassen, wonach Gastwirte sich strafbar machen, wenn sie betrunkenen Personen noh geistige Getränke verabfolgen. Besonders an fallend ist, wie in der Bekanntmachung hervorgehoben wird, die große Zahl der noch jugend lichen Personen, die wegen Rohheits delikten, nächtlichen Ruhestörungen und sonstiger Ausschreitungen infolge übermäßigen Alkohol genusses die berechtigten Klagen der Bürgerschaft hervorufen. * Treppen und Flure beleuchten! Die Tage werden kürzer und die Dunkelheit tritt immer früher ein. Hauseigentümer und Mieter seien da her an ihre Pflicht erinnert. Flure und Treppen zu beleuchten. Unfälle die durch Nichtbeleuchtung entstehen, können nicht nur strafrechtliche Folgen, sondern auch Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. ** Die Notlage im Friseugewerbe. Wenn man heute das Thema Teuerung anschneidet, erlebt man es nicht selten, daß in der Reihe der Beispiele für die hohen Preise auch die Rasier= und Haarschneidepreise erwähnt werden. Gewollt und ungewollt fällt damit ein gewisser Vorwurf auf das Friseurgewerbe. Wie sind die geschäftlichen Verhältnisse in diesem Gewerbe? Für den Friseur besteht eine andere Arbeitszeit, als für andere Berufe, nicht eine achtstündige, sondern eine fünfstündige, d. h. nur diese fünf Stunden gelten als produktive Stunden, alle anderen als Dortmund, 30. Okt. Jugendlicher Dieb. Am Donnerstag nachmittag entwendete ein 10jähriger Schulknabe einem 8jährigen Mädchen, das im nörlichen Stadtteil Einkäufe machen wollte, einen Geldbetrag von 500 A. Der Name des Jungen ist polizeilich festgestellt. Hagen, 30. Okt. Der verschwundene Bürgermeister. Der zweite Bürgermeister der Stadt Hagen i. W., Dr. P., ist seit etwa 1 Tagen spurlos verschwunden. Man fand auf seinem Schreibtisch damals einen Zettel, auf dem Worte„Verreise jetzt" standen. Dr. P., der Finanzreferent der Stadt, hätte aber sowohl von seiner Dienst= wie von einer Privatreise pflichtgemäß den Oberbürgermeister unterrichtet, wie er es sonst stets tat. Außerdem lag tein Grund zu einer Reise vor. Das Finanzdezernat der Stadt, das in Ordnung befunden wurde, hat der Oberbürgermeister einstweilen übernommen. Dr. P. ist Junggeselle, seine Wirtin, seine Hagener Verwandten sowie sämtliche auswärts wohnenden Verwandten, die telegraphisch benachrichtigt wurden, haben von dem Verbleib des Vermißten keine Ahnung. Zudem sagt die Wirtin aus, daß es sich um keine Reise handeln könne. da Dr. P. weder einen Koffer. noch Wäsche, noch Geld mitgenommen habe. Die Sache wird in Anbetracht der Eigenart sehr intensiv. doch unauffällig verfolgt. Man glaubt an ein Unglück um so mehr, als sowohl der Vater als auch der Bruder des Vermißten, wie die Neue Berl. Ztg. schreibt, im Irrenhause endeten und erbliche Belastung seit Generationen in der Familie vorliegt.„ Hagen, 30. Okt. Hohe Strafe für einen Steuersünder. Der Landwirt udw. Rensina in Altenbreckerfeld hatte in seiner Einschätzung zur Umsatzsteuer einen Pferdetausch und den Verkauf von 4 Schweinen verschwiegen. Wegen versuchter Hinterziehung von Umsatzsteuern verurteilte ihn das Schöffengericht in Hagen zu 24000 A Geldstrafe, was dem zehnfachen Betrage der gefährdeten Steuer entspricht. Hagen, 30. Okt. Ein teurer Messerstich. Der Bauarbeiter Heinr. Hartmann hier hatte gelengentlich mit einem Bekannten Streit gehabt und dabei den Kürzeren gezogen. Als später einmal der Gegner des H. in einer Wirtschaft saß, ging dieser in die Gaststube und brachte dem Ahnungslosen einen gefährlichen Stich in den Oberarm bei. Das Hagener Schöffengericht verurteilte den Messerhelden zu einem Jahr Gefängnis und sprach dem Verletzten eine Buße von 20 000 M zu. Hagen, 30. Okt. Zwei hoffnungs volle Burschen, 12jährige Schüler aus Gevelsberg, wurden hier wegen Umhertreibens aufgegriffen und in Schutzhaft genommen. Die Abenteurer waren ihren Eltern unter Mitnahme von 500 entlaufen, zunächst nach Dortmund gefahren und, nachdem das Geld verpulvert war. nach hier zurüjgekehrt, wo sie sich dann planlos umhertrieben. Brügge, 30. Okt. Neue Postbezeichnung. Das hiesige Postamt führt zukünftig wieder die zusätzliche Bezeichnung Westf.(statt in eine pendelnde Bewegung und suchte mit dem Fuße an dem Küchensenster festen Halt zu gewinnen. Plötzlich schlug er mit dem Fuße die Scheibe ein, daß sie klirrned hinavfiel. Durch das Geräusch erwachten seine Frau, Schwiegermutter und Schwäger. Einer der Schwager erschien mit einem geladenen Revolver im Dunkel der Küche und sah den Mann da draußen gespenstisch hin und her pendeln. In dem Glauben, er habe es mit einem Einbrecher zu tun, feuerte er auf ihn einen Schuß ab, der den nächtlichen Besucher in den Arm traf. Der Mann suchte nun unter Aufbietung aller Kräfte an dem Seil wieder in die Höhe zu klettern. Er biß sich mit den Zähnen in das Seil fest und arbeitete sich schließlich wieder auf das Dach emvor. Dann kletterte er schleunigst vom Dache herunter, um mit seinem verwundeten Arm zum Arzt zu laufen. Einer seiner Schwäger Ernst Rother erwischte ihn in einer Gasse und versetzte ihm heftige Revolverschläge auf den Hinterkopf. Nun kamen auch andere Bewohner hinzu; eine geräuschvolle Hatz setzte ein und bevor der Fliehende beim Arzt anlangte, hatte er mehrere Messerstiche im Kopfe und sonstige Kopfverletzungen erhalten. Das Schöffengericht vor dem das nächtliche Abenteuer ein Nachspiel hatte, verurteilte den Schlosser Rother wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Monaten Gefängnis. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. In der Verhandlung vor der Strafkammer erklärte der als Zeuge vernommene vermeintliche Einbrecher, er habe nur seinen kleinen Sohn aus der Familie wegholen wollen. Im übrigen konnte nicht festgestellt werden, wer ihm auf der nächtlichen Flucht all die Verletzungen beigebracht hatte. Die Strafkamt mer verwarf die Berufung mit der Maßgabe, daß dem Angeklagten gegen Zahlung einer Buße von 6000 A eine Bewährungsfrist gegeben wurde. Düsseldorf, 26. Okt. Furchtbarer Selbstmord. Die Düsseldorfer Nachrichten melden aus Opladen: Auf furchtbare Art hat sich der in Quettlingen wohnende Reinh. Kemmler ums Leben gebracht und dabei drei andere Personen mit sich in den Tod gerissen. Kemmler wollte in einem Anfalle von Schwermut Selbstmord begehen. Er zündete auf einem Weidenplatze in der Nähe seiner Wohnung eine Granate an, setzte sich auf sie, um so seinem Leben ein Ende zu machen. Ein Freund. seine Braut und seine Mutter stürzten hinzu und wollten die Zündschnur löschen. Es war aber zu spät. Mit furchtbarem Knall explodierte die Granate und zerriß alle 4 Personen. 45 1 TelePrügge Kr. Altena). In Anschriften bei grammen wird als ein Wort gezählt„Brüggewestf.“ Bochum, 29. Okt. Eine leichtfertge Ge fährdung des Lebens seiner Arbeitskameraden hat sich auf der Zeche„Friedlicher Nachbar“ der Schlepper Sch. sus Linden dadurch zu Schulden kommen lassen, daß er kurz vor Schichtschluß der Mittagsschicht mittels einer Sicherheitsstange die unter Strom stehende Obeileitung mit der Druckluftleitung verband. Es ist durch diese Untat ein Schaden von 11 870 Mk. entstanden. Sch. wurde entlassen und Anzeige beim Bergrevierbeamten erstattet. Soweit der noch rückständige Lohn ausreicht, wird der Schadenbetrag eingehalten. Essen, 28. Okt. Ein gruseliges Aben teuer. Im November vorigen Jahres erlebten die Bewohner des Hauses Maschinenstraße 27, um Mitternacht ein gruseliges Abenteuer. In dem genannten Hause wohnt der Bergmann Max Bräutigam mit seiner Familie, der sich indessen wegen ehelicher Zwistigteiten aus der Wohnung zurückgezogen und sich in einem Ledigenheim einquartiert hatte. In jener Nacht nun beschloß er, ausnahmsweise seiner Familie einen Besuch zustatten. Als er seine Wohnung, die im oberen Sockwerk liegt, verrammelt fand, kletterte er kurz entschlossen durch das Dachbodenfenster, kroch über das Dach hinweg, band ein langes Tau an den Schornstein fest und ließ sich an ihm herunter. Als er zwischen Himmel und Erde baumelte. gerade gegenüber dem Küchenfenster, drachte er sich Die Eutschließungen der Landesbersaramlung der Baherischen Volkspartei. TU. München, 30. Okt. In der heutigen Tagung der Landesversammlung der Bayerischen Volkspartei erstattete der Landtagsabgeodnete Pofessor Dr. Scharnagel ein längeres Referat über die aktuellen Fragen der Kulturpolitik. Es wurde eine Entschließung angenommen, die sich für Wahrung der verfassungsmäßigen Freiheit der religiösen Ueber ung und ein verständnisvolles Zusammenarbeiten von Kirche und Staat im Sinne gegenseitiger Förderung ausspricht. Gegen die Einstellung des Baues von Wohnungen. TII.Magdeburg, 30. Okt. Die vereinigten deutschen Wohnungsbauvereinigungen und Baugenossenschaftsverbände veranstalteten eine große Kundgebuung gegen die Einstellung des Wohnungsbaues. An der sehr gut besuchten Tagung nalmen auch zahlreiche Vertreter der Regierung und Kommunalbehörden teil. Abreise der TII. Paris, 30. Okt. Die Mitglieder der Rebk. und ihre Begleiter, im ganzen 34 Personen, traten gestern die Reise nach Berlin an, wo sie heute abend eintreffen und im Hotel Adlon und Esplonade Wohnung nehmen. Die Verhandlungen mit der Reichsregierung werden am Dienstag vormitlag beginnen. Der Berliner Aufenthalt der Kommission wird auf 14 Tage geschätzt. Schadenfeuer bei den TII. Berlin, 30. Okt.„Die Rumplerwerke in Johannistal sind von einem verheerenden Feuer heimgesucht worden. Die Löscharbeiten werden durch dauernde Explosionen von Benzolbehältern gestört. Die Eisenkonstruktion der Halle ist infolge der kolossalen Glut völlig verbogen. Die aus Backsteinen bestehende Mauer ist zum Teil eingestürzt. Der der„Brandstelle gegenüberliegende Brunnen, der vor einigen Tagen noch geprüft und in Ordnung gefunden worden war, konnte nicht in Betrieb genommen werden, weil an dem Schlauch des Hydranten der Trümmer gestohlen war. Es ist nicht ausgeschlossen, daß dies in der Absicht geschehen ist, den Hydranten unwunicher ui wahen. Der Staden it sehr gref. Stadttheater Dortmund. Dienstag, 31. Okt., 7½ bis nach 10 Uhr B. 7. derpreise. Josephslegende. Hierauf Gianni Schic Watteraussichten für einige Tage im voraus. 31. Okt. Wolken, teilsbedeckt, vielfach Niederschlas. 1. November Wolken, milde, strichweie Niedenschlag. PTruen k. Vport Hn 4 Mr 0 7 1. — Na .522 Stanislaus Indriksanor, der stärkste Mann der Welt, hebt drei Personen im Gesamtgewicht von 520 Pfd. Fußball. Schwerte 06— Jahn=Hagen 0: 01 Ein Meisterschaftsspiel, hart, aber ritterlich! Zunächst betritt die kräftigere Hagener Mannschaft den Platz. Schwerte 06 hat 10 Mann zur Stelle, vervollständigt sich nach 10 Minuten. Jahns Anstoß fängt der linke Läufer Ewald von 06 ab und wirft den Schwerter Sturm nach vorn. In diesem macht sich das Fehlen des einen Mannes bemerkbar, er weiß die Vorlagen vor dem bedrängten Hagener Tor nicht zu verwerten. In der 15. Minute wird 06 ein Elfer zugesprochen. Der Schuß geht neben den Kasten, kurz darauf prallt der Schwerter Mittelstürmer mit dem Hagener Tormann zusammen. Beide, kommen zu Fall. Der vom Schwerter Halbrechten ausgenommene Ball saust in Jahns Tor. Inzwischen hat der Schiedsrichter abgepfiffen, er gibt Streitball. Nach und nach wird das Spiel ausgeglichene:. 3 Ecken für 06 und eine für Jahn bringen nichts ein. Dann ist Halbzeit. Nach Wiederbeginn peht Jahn aus sich heraus. Die Grünw itzen lussen nach. Mancher Schuß kommt aus das Schwerter Tor, wo sich indeß der Hüter ammessen zeigt. Einigen Vorstößen der Hiesigen fehlt der krönende Torschuß. Drei Ecken für Jak und eine für 06 werden unschädlich gemacht oder gehen aus. Keine Partei kann zum Erfolge kommen. Das Spiel steht beim Schlußpfiff wie es anfing: 0: 01 Ecken 4: 4. Aus der Schwerter Mannschaft ragten neven dem Tormann Stua;, der sich immer mehr zu einem Klassespieler entwickelt, die beiden Außenläufer und der junge Rechtsaußen hervor. Leider wurde letzter zu wenig beschäftigt. Die Jahnjünger hatten ihre besten Leute im Mittelund rechten Läufer, sowie in der Verteidigung. Schiedsrichter Schmieding=I.#e#rlohn leitete aufmerksam und gerecht.— Unsere Voraussage für das obige Treffen erwies sich als richtig. Die sämtlich gestern in den Kampf geschickten Jugendmannschaften waren ersolgreich, rbwohl sie Gegner von Ruf hatten. Es gewannen: S#V. 06 1b— VfB. 97 Dortmund 1b 4: 0, SSV. 06 2a Hammer Spielverein 2a 1: 0, SS J. 06 Knaben— Jahn=Hagen Ja 1:0(2 mal 19 Min.), in Hagen— Jahn=Hagen 26— SSV. 06 2b 1:2. In der Gauliga holte sich 1860 Hagen von Neheim durch einen 1: 3 Sieg 2 Punkte, Sporiverein Siegen und Jahn=Siegen trennten sich mit 1:1„unentschieden". Das Kreisligaspiel Union Haspe gegen Hüsten endetc ebenso; Turngemeinde Hagen überließ Lüdenscheid nur einen knappen 1: 2 Sieg. Einen Spielabbruch gab es bei Eilpe gegen Iserlohn beim Stande von 1: 2. Das Meisterschaftstreffen Eppenhausen—. Gevelsberg ist verlegt worden. Der Platzverein hatte sich dafür den BV. Düsseldorf als Gast erbeten; 3:3 lautete das Ergebnis. Aus der A=Klasse liegen Ergebnisse nicht vor. Das B=Spiel Holzen— Oege gewann gegen unsere Erwartung die Oeger und zwar mit 1: 3. Man spricht von einem Spielabbruch, doch ist Näheres nicht bekannt. Weitere Ergebnisse: Bochum 48— Dortmund 95 0: 5; Essener Turnerbund— Dortmunder Sportverein 08 4: 1; VfB. Dortmund— Preußen Essen 1: 4; Borussia Dortmund— Hörder Sportklub 4: 2. "%.„„„„* durch herrn Aliss.=Insp. Hosfmann aus Bärmen in der großen evangel. Kirche zu Schwerte. Jeden Abend 8 Uhr. Montag, 30. Oktober: Gibt es ein Endgericht? Dienstag, 31. Oktober: Im Schalten der antichristlichen Herrschaft Mittwoch, 1. November: Ein Blick in die neue Welt biberstunden in der kleinen ebängel. Kirche Jeden Nachmittag 5 Uhr. Montag, 30. Oklober: Der Glaube und unser Nächster Dienstag, 31. Oktober: Der Glaube und unsre Hoffnung Mittwoch, 1. November: Das Ende des Glaubens. Jedermann ist willkommen. das Dresbyterium. F 8 Uugeusette Maschinenferte Lederset Verchette Autofette Maschinenöle Motorenöle Centrifugenöle Gatossdsie latboie Fußbodenöle Lack u. Oelfarben Carbolineum liefern Engros und Detail Chemische Werke d. Giesber; Schwerte Ostenstraße 19. Herren(Damen) erhalt. Anllag- und Aechbnsch Wo? sagt die Geschäftsstelle Bekanntmachung. Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 2. Oktober d. Is., wird hiermit auf Grund des§ 23 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907(G.=S. S. 207) weiter bekannt gemacht, daß die mit dem technischen Inspektor Kröselberg in Hörde, Penningskamp Nr. 3, fur den Jagdbezirk Lucklemberg und der Freiherrlich von Romberg'schen Forstverwaltung für den Jagdbezirk Bittermark abgeschlossenen Jagdpachtvertrage vom 26. Oktober d. Is. zwei Wochen lang und zwar Habe mich als Schuhnlacher nieder gelassen. Fritz Colombet Garenfeld i. W. Ankauf leerer Flaschen! Zahle für Weißweinflaschen 20 Mk., Rotweinslaschen und Sektflaschen 10 Mk. H. Straetmanns, Freischüt. vom 1. November bis 14. November d. Is. einschließ i lich im Amtshause Zimmer 3 öffentlich ausliegen. 1 Jeder Jagdgenosse kann während der Auslegungs= frist bei dem Kreisausschuß in Hörde gegen die# Pachtverträge Einspruch erheben. Dieser Einspruch darf sich jedoch gegen die Art der Verpachtung und gegen die Pachtbedingungen insoweit nicht richten, als dieselben durch das im§ 21 des obengenannten Gesetzes vorgeschriebenen Verfahren festgestellt sind. Wellinghofen, den 26. Oktober 1922. Der Jagdvorsteher. Dresing, Gemeindevorsteher. Handel und Börse = volkswirtschaft Polizei=Verordnung. 34 des Feld= und ForstApril 1680(G. S S. 330) Auf Grund der polizeigesetzes vom 1. in der Fassung des Gesetzes vom 8. Juli 1920 Zucker(inländ.) S. S. 437), des§ 9 des Vogelschutzgesetzes Auslandszucker...........„ vom 30. Mai 1908(R. G. Bl. S. 317), des Kaffee 800—10 en etz Unbefugter Nachdruck dieser Artikel, auch im einzelnen, ist streng verboten. Es ist uns ein Anliegen, unseren Lesern nach jeder Richtung hin bestenz zu dienen. Wenn möglich, wollen wir jedem auch den ihm zukommenden irdischen Besitz verschaffen. Nun liegen seit mehreren Jahren(etwa seit Beginn des Krieges) in Amerika viele Gelder von dort verstorbenen eingewanderten Deutschen und ähnl., deren Erben oder Besitzer bis jetzt in Deutschland noch nicht gefunden sind. Wir haben uns bemüht, die lange, ausgiebige Liste der gesuchten Deutschen zu erlangen und wurde uns dieselbe nunmehr zur Verfügung gestellt. Darnach besitzen viele tausende unter uns, die selbst oder als Erben gesucht werden, Geld, ohne eine Ahnung davon zu haben. Die Register enthalten über 31 000 amtliche Erben-Gesuche! Wir werden dieNamen dieser bisher noch unbekannten„Reichen" allmählich zum Abdruck bringen und bitten, unsere Veröffentlichungen stets zu beachten und weiter zu empfehlen. Alle jenen, welche auf Grund, der nun folgenden Listen Ansprüche erheben können, wollen sich unter Beilegung von 5 Mark für Antwortporto und Schreibgebühren an die Geschäftsstelle unserer Zeitung wenden, worauf wir weiteres veranlassen Liste Nr. 16 586. 1621 Dol. ca. 1621000 eAl für Otto Weik. 587. 73 Dol. ca. 73000 cll für Joh. Reski. 588. 1225 Dol. ca. 1 225000 a für Georg Pioch. 589. 507 Dol. ca. 507000 dl für Karl Woik. 567. 2559 Dol. ca. 2 559 000 4 für Udo Rall. 150 Dol. ca. 150000 e für Georg Wenger. 76 Dol. ca. 76 000(A für Valentin Reibel. 645 Dol. ca. 645000 e für Gerh. Schrippel. 47 Dol. ca. 47000 4 für G. F. Vollrath. 62 Dol. ca. 62000 4A für F. W. Negler. 105 Dol. ca. 105 000 d für Kurt Schald. 2285 Dol. ca. 2285 000( für E. F. 75 Dol. ca. 75000 cA für Paul A. A. Urban 348 Dol. ca. 348000 A für Otto Schulze. 1108 Dol. ca. 1 108000 c für Jak. Wahl. 200 Dol. ca. 200 000 4 für Otto Thoms. 6632 Dol. ca. 6632 000 d für G. A. Waggon. 1447 Dol. ca. 1 447000 dl für G. Stark. 300 Dol. ca. 300 000 44 für G. B. Roßfeld. 560 Dol. ca. 560000(A für C. C. Tietgens. 73 Dol. ca. 73000 4l für D. Spoja. 170 Dol. ca. 170000 d für Max Schuricht. 145 Dol. ca. 145000 d für D. Kadisich. 300 Dol. ca, 300 000 d für John Starks. 1062 Dol. ca. 1 062 000 il für M. K. Iversen. 16 Dol. ca. 16000 A für Paul Lang. 241 Dol. ca. 241 000 4 für Curt Jacob. 5 Dol. ca. 5000 d für Paul Mathak. 1360 Dol. ca. 1 360000 c für Ernst Henning. 7 Dol. ca. 7000 c für Konrad Heiget. 11 275 Dol. ca. 11 275000 dl für E. Henning. 55 Dol. ca. 55 000 Al für K. Hübschmann. oom § 136 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883(G. S. S. 395) und des§ 1 des Reichsgeldstrafengesetzes vom 21. Dezember 1921(R. G. Bl. S. 1606) verordnen wir für den Umfang des Preußischen Staates, was folgt: S 1. Es ist untersagt, Vögeln mit Fangeisen, an Pfählen oder anderen über die Umgebung hervorragenden Gegenständen angebracht sind (Pfahleisen), oder darauf angebrachten Selbstschüsse nachzustellen. § 2 Solche Pfahleisen dürfen nicht feilgehalten oder anderweit in den Verkehr gebracht werden. s Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften der I§ 1 und 2 werden mit Geldstrafe bis zu 1500,— Mark oder mit Hast geahndet. § 4. Diese Verordnung tritt zwei Wochen nach ihrer Verkündung in Kraft. Berlin, den 29. September 1922. 5227 Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung: gez. Achenbach. mm Haushalts=Preiskalender. Kleinhandelspreise nach den neuesten Notierungen. Die von den betr. Verbänden gemeldeten Durchschniltspreise für: 1 Pfund 9. Margarine 340—400 Schmalz 500—540 Weizenmehl.............. 95-100 36—38 90 Kassee 400—1000 Kakao 520—400 Nudeln 100—140 Reis 85—100 Graupen... 80—90 Karloffeln 5,80 Amtlich festgesetztes Preise: Brot.(1 Pfd.) 24.— Markenfrei........... 85.— Milch 1 Liter 46.— Berliner Börsen kurse 27. Okkober 1922. mitceleilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5% Deulsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein......... 415 Deutsche Bank 2125 Diskonio 1150 Dresdner Bank 880 Hamb.=Amer.=Pak. 1160 Allgem. Elektr.=Ges. 1975 Baroper Walzwern 2350 Bochumer Guß..... 6300 Bösperde Walzwerk 2395 Daimler Motoren 800 4 f. w K. u V. Domänen und Jorsten. gez Eggert. U IV 7142 A. f. L D. u. F. 1 A 1Ie 8000 II 13849 Zur Beachtung! Diejenigen unserer Leser, welche in der vorvergangenen Woche Anfragen über das ihnen zukommende Geld bei uns eingereicht haben, können ihre Antworten in unserer Geschäftsstelle in Empfang nehmen, da dieselben von der zuständigen Stelle bereits eingetroffen sind und zumeist nicht ungünstig lauten, sodaß weiterer Erfolg gesichert erscheint, wozu wir bestens gratulieren. Verlag und Schriftleitung “ d e r„ S c h w e r t e r Z e i t u n g". Feine Lederwaren! Rktentaschen, Büchertaschen, Geldscheintaschen## Brieftaschen, damentaschen, Schultornister ect.“ Carl Braus, Schwerte „Warm zu empfehlen in Zucker's Patent-MedizinalSeite gegen unreine Haut, Mitesser.4 in der Jägerstr. 7 wird geg. eine and, eingetauscht. Freie Wohnung wird geArit“#. S. Sezazt währt gegen Reinigung der Zuckooh-Crome(nicht settend Räume der Kinderschule. u. setthaltig). In allen Apoth., 1 Angeb. unter E. G. 5228 Drogerien, Parsümerie= u. an die Geschäftsst. d. Ztg. Friseurgeschäften erhältlich. In Westhosen in der Drogerie Eugels. Der Preußische Minister für Landwirtschaft, Deutsch=Luxemburg............ 6150 id Forston: Dynamit 1950 Elders. Fardw. 2650 Essenei Steinkohlen.... 6000 Gelsenkirch. Bergw 6750 Harpener Bergw. 15250 Hasper Eisen............... 8000 Hoesch.............. 6280 Humbold! Masch 1600 Mannesmann 4495 Oberschles. Eisend.=Bed. 2500 Orenstein& Koppel........... 3950 Phönix Bergbau........ 6700 Reisholz Pap 1100 Stahlwerke 7200 Rombacher 2310 Schuckert 2752 Siegen=Solingen........... 800 Ver. Dt. Nickelwerke 3300 Wests. Draht=Ind. 1875 Westf. Eisen, Langendreer....... 1798 Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlle deutsche Mark: für am 27. 10. am 28. 10. belgische Franken 264,33 271,68 dänische Kronen.. 862,38 830,07 englisches Pfund..18553.50 18496,10 französische Franken 274,31 holländische Gulden 1620,93 italienische Lire... 157,60 polnische Mark....— schwedische Kronen. 1137,15 713,21 127,68 J. W. Rippus, Ostenstraße 26 (Hur Helle) Fernruf 468. Schokoladen und Zuckerwaren en gros. Erzeugnisse erster Firmen. Verkauf nur an Wiederverkäufer zu Fabrikpreisen. b Vertretung und Fabrik Niederlage. Vertauf zu den jeweiligen Tages-Fabrikpretsse Hornbruch& Co., G. m. b. H. Schwerte(Ruhr), Markt 9. Verkauf nur an Bäcker und Wiederverkäufer. 3 Zimmer=Wohnung Schneiderm welche im Haus arbeitet für mehrere Wochen gesucht. Zu erfr. in d. Geschst. 1 schweizerische Franken 1 tschechische Kronen. 291.73 1612,02 162.91 1107,77 749.87 130.73 TTabereriole Druchereickras Ein Dolar..... 413.60 414788