Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterhaltungs- u. Nomanbeilage. n Spiel, Sport und Curnen. n Ledensbild. Kunst u. Wissen.n Gartenratschläge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Volhszeitung Schwerter Delksblatt Auttiches kreisblatt für den Kreis börde. holzwickeder Zeitung Erstes und ätteltes Cogesorgen des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Welthotener Aplerbecker Langscheder Zeitung Zeitung Zeitung Die„Schwerter Zeitung" erscheint verktäglich. n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Nichterz im Schwerte. Nr. 250 Dienstag, 24. Oktober 1922 55. Jahrgang Atitra och, abeno zu Hoffmann ins Gemeindehaus Zum Geleit. Im deutschen Vaterlande treiben Trunksucht und Trinksitte jährlich annähernd 1600 Menschen zum Selbstmord, 11 300 verunglücken tödlich, 30 000 wandern ins Irrenhaus oder gehen am Säuferwahnsinn zugrunde, 4200 deutsche Männer gelangen in die Obhut der Arbeiterkolonien, 32000 verfallen der Armenpflege und 150000 dem Strafgesetze— dies alles in einem Jahre dank dem AlNeueste politische Nachrichten. Lloyd George hielt seine erste Rede seit seinem Rücktritt in Leeds, in der er seine Kriegsund Friedenspolitik rechtfertigte und gegen die Konservativen den Kampf eröffnete. * In einer Versammlung des nationalen liberalen Rates wurde Lloyd George zum Präsidenten gewählt. * Die unionistische Zusammenkunft, die einberufen werden wird, um Bonar Law zum Führer der Uinionisten zu wählen, wird heute stattfinden. * Im volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstages wurden die Zentrumsanträge zur Getreideumlage angenommen. * Eine in Berlin einberufene Versammlung des deutschnationalen Preußenbundes, in der auch Graf Westarp sprechen sollte, ist auf Grund des Gesetzes zum ver boten worden. Schutze der Republik Gegen die wegen der Zusammenstööße beim Zirkus Busch verhafteten Kommunisten hat nunmehr der Untersuchungsrichter Haftbefehl erlassen; die Angeschuldigten sind in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. * Die Reichstagsfraktion der sozialdem. Partei wird eine große Anfrage einbringen über die Urteile des Volksgerichts München im Landesverratsprozeß gegen Fechenbach. Gargas und Lempfe. * Die Blätter in Athen bringen ergreifende Schilderungen von dem Abzug der ihre Heimat verlassenden thrazischen Christen. schte Kunde. Während der bisherigen Schiffahrtsperivde sind über Petersburg 2 Millionen Pud Alteisen ausgeführt worden, hauptsächlich nach Deutschland. * Zum Landrat des Kreises Emden ist der sozialdemokratische Arbeitersekretär, Bürgervorsteher und Landtagsabgeordnete Buder: aus Osnabrück ernannt worden. * Den Preis von 1000 Pfund Sterling, den die Daily Mail für den längsten Gleitflug ausgesetzt hatten, wurde von dem Franzosen Meneyrolle mit einer Flugzeit von 3 Stunden und 21 Minuten gewonnen; dadurch hat er die deut sche Höchstleistung um 15 Minutenge schlagen. * Das Kaukasus=Gebiet ist fast so groß wie das Deutsche Reich vor dem Kriege. * Bei dem Segelflug=Wettbewerb in Itford Hill stellte Olley auf einem Focker=Doppeldecker durch Aeine Flugdauer von 45 Min. eine Höchstleistung #für einen Flug mit Passagier Der deutsche Zucker-Verbrauch vom Sept.1920 Juli.1922 Sept.20 J Sept21## Juni 22-d. Juli22 Verbrauch Sept 20: Juli 21- 9240908 Ooosel-Zenta be Sepf 21: Juli 22- 11617198 Nach den neuen Ausführungsbestimmungen betr. den Verkehr mit Zucker im Jahre 1922=23 wird der Zucker durch die Zuckerwirtschaftsstelle in Preußen an den Handel verteilt. Die Zuckerfabriken haben den Zucker an Großhändler abzugeben, die einer zugelassenen Organisation angehören. Der Zucker wird für die Bezirke zugeteilt. Neben Groß= und Einzel=Handelskreisen sind auch z. B. die Konsumvereine und die landwirtschaftlichen Genossenschaften zur Verteilung zugelassen. Die zugelassenen Organisationen aber müssen in Berlin eine gemeinsame Hauptgeschäftsstelle haben und in jeder Provinz auch noch eine Kontrollstelle. Die Großhändler haben dafür zu sorgen, daß die Einzelhändler den zur Versorgung ihres Kundenkreises erforderlichen Zucker erhalten. Ueber 15 Proz. der bezogenen Gesamtmengen dürfen sie nur mit Genehmigung der Kontrollstellen verfügen.(Ausgleichsanlage.) Vom 1. Dczember an darf der Mundzucker nur gegen Zuckerkarte abge geben werden. Für den Kleinhandel ist der § 13 wichtig, der verbietet, daß die Abgabe von Zucker von dem Zukauf anderer Waren abhängig gemacht wird. Großhandel und Kleinhandel haben Verpflichtungsscheine zu undie sich Ausführungsbestimverpflichten, danach terschreiben, in denen sie mungen anerkennen, und zu handeln. Monatlich ein Kilogramm. Berlin, 24. Okt. In der preußischen Ausführungsanweisung über die Zuckerversorgung im Betriebsjahr 1922/23 wird der Einzelverkauf durch die Wiedereinführung der Zuckerkarte geregelt, die am 1. Dezember in Kraft treten soll. Es wird monatlich ein Kilogramm Zucker auf den Kopf der Bevölkerung verteilt werden. Verboten wird, die Abgabe von Inlandszucker von dem Zu kauf anderer Waren abhängig zu machen. * Einer umfangreichen Zuckerschiebung ist man in Dortmund bei der Westfälischen Speditionsgesellschaft am Hafen auf die Spur gekommen. Zwei Angestellten der Firma wurde nachgewiesen, bisher 25 Sack Zucker unterschlagen und für sich verkauft zu haben. Die Untersuchung über verschwundene weitere größere Posten Zucker ist noch nicht abgeschlossen, doch nimmt man an, daß auch hierfür als Täter die beiden Angestellten in Frage kommen. auf dem Kriegopfade. Mit Erlaubnis des Verlags K. F. Kochler, Leitzig, bringen wir nachstehend einige bemerkenswerte Stellen kurz vor dem Erscheinen der Erinnerungen Kaiser Wil helms II. Nich Schilderungen seiner Nordlandreise und vorzeitigen Rückkehr im Juli 1914 schreibt der Kaiser: In Pot-dam eingetroffen, fand ich den Kanzler und das Auswärtige Amt im Konflikt mit dem Chef des Generalsnabes, weil General v. Moltke die Ansicht verrrat, der Krieg werde unbedingt ausbrechen, wührend die beiden ersteren fest auf ihrer Au#ung bestanden, es werde nicht dazu kommen, der Krieg würde sich vermeiden lassen, wenn ich nur nicht mobil machen ließe. Dieser Streit dauerte die ganze Zeit über an. Erst als General v. Molkte meldete, daß die Russen bereits ihre Grenz=Kordon=Häuser angesteckt, die Grenzbahngeleise aufgerissen und rote Mobilmachungszettel angekchlagen hätten, ging auch den Diplomaten in der Wilhelmstraße ein Licht auf. Ihre Widerstandskraft und sie selbst brachen zusammen. Sie hatten an den Krieg nicht glauben wollen. Hieraus geht deutlich hervor, wie wenig wir im Juli 1914 auf den Krieg gefaßt waren, geschweige denn, daß wir ihn vorbereitet hasten. Als im Frühjahr 1914 Zar Nikolaus II. von seinem Hofmarschall über sein Frühjahrs= und SommerProgramm befragt wurde, antwortete er: werde in diesem Jahre zu Haus bleiben, weil wir Krieg bekommen.“(Diese Tatsache soll dem Reichskanzler v. Bethmann gemeldet worden sein, ich habe damals nichts davon gehört und sie erst im November 1918 erfahren.) Zu derselben Zeit, als der Zar sein Sommerkriegsprogramm aussprach, beschäftigte ich mich in Korfu mit Ausgrabungen von Altertümern dann reiste ich nach Wiesbaden und schließlich nach Norwegen. Ein Herrscher, der Krieg will und ibn vorbereitet, um seine Nach barn zu überfallen, wozu es langer heimlicher Mobilmachungsvorbereitungen und Konzentrationen bedarf, der befindet sich nicht monatelang außer Landes und läßt nicht seinen Generalstabschef auf Sommerurlaub nach Karlsbad gehen. Die Feinde haben unterdessen planmäßig Vorbereitungen zum Ueberfall getroffen. Der Kaiser führt dann weiter eine lange Reise von Tatsachen an, aus denen hervorgeht, wie sicher man in Rußland mit dem Kriege rechnete und wie sorgfältig man ihn vorbereitet hatte. So hat ein hochgestellter Russe, Mitglied der Duma und guter Bekannter von Sasonow, später einmal esgählt: Graf Carmer f Zwei Tage nach Kriegsausbruch sei er zu Sasonow zum Frühstück geladen gewesen. Dieser sei ihm freudestrahlend entgegengekommen und habe ihn, sich die Hände reibend, gefragt:„Nun, lieber Baron, Sie müssen doch zugeben, daß ich mir den Moment des Krieges vortrefflich gewählt habe?“ Als der Baron ihn etwas besorgt fragte, wie denn England sich dazu stellen werde, schlug der Minister lachend auf seine Tasche und flüsterte dem Baron mit listigem Augenzwinkern zu:„Ich habe etwas in meiner Tasche, was in den nächsten Tagen ganz Rußland erfreuen und die Welt in staunen setzen wird: ich habe die englische Zusage erhalten, daß England mit Rußland gegen Deutschland gehen wird!" Russische Gefangene des sibirischen Korps, die in Ostpreußen gefangen genommen wurden, sagten aus: Sie seien im Sommer 1913 mit der Bahn in die Umgegend von Moskau transportiert worden, weil dort ein Manöver vor dem Zaren stattfinden sollte. Das Manöver fand nicht statt. Die Truppen wurden aber nicht zurückbeförder: sondern für den Winter in der Umgegend von Moskau disloziert. Im Sommer 1914 wurden sie in die Gegend von Wilna vorgefahren, weil dort ein großes Manöver oor dem Zaren stattfinden sollte. In und bei Wilna seien sie aufmarschiert und dann seien plötzlich die scharfen Patronen (Kriegsmunition ausgegeben und ihnen mitgeteilt worden, nun sei Krieg gegen Deutschland. Warum und weshalb, das wußten sie nicht zu sagen. Die Mordpläne. Eine Verhaftung in Hagen. Berlin, 24 Ott. Zu dem geplanten Attentat gegen den Reichslanzler berichten die Morgenblätter, daß der Overreichsanwalt Ebermayer. der gestern in Berlin eingetroffen ist, die Leitung der Untersuchungen in die Hand genommen hat. Der in Hagen Verhaftete ist von dem Oberreichsanwalt vernommen worden, wobei er seine Angaben wiederholte, daß er von anderen Perionen zur Ausführung des Attentates angestiftet worden ist. Die Beamten der politischen Polizei sind noch mit der Prüfung der Angaben beschäftigt. die keineswegs zweifelsfrei erscheinen. Der Oberreichsanwalt, der natz den Informationen der Deutschen Allgemeinen Zeitung. haurtsätzlich zur Teilnahme an der Tagung des Fürsergevereins für entlassene Strafgefangene, nach Berlin gekommen sei, habe am Samstag abend Berlin bereits verlassen. Er hat alle zuständigen Stellen des Reiches und Staatskommissariate für die öffentliche Ordnung und die volitische Abteilung der Berliner Polizei auf das strengste verpflichtet, keinerlei Einzelheiten über die mit aller Energie fortgeführten. Untersuchun gen an die Oeffentlihkeit gelangen zu lassen. Wie wir hören, ist der in Hagen verhaf tete Mitwisser des Attentates auf Dr. Wirth ein gewisser 19 Jahre alter Willy Schulze von auswärts; er wurde am Freitag in das Untersuchungsgefängnie Noabit überführt. — — die Kot im Rheinland. Reichstags=Sitzung vom 23 Ektober Am Montag wurde im Reichstag wie im prenßischen Landtag Einspruch erhoben gegen die Wi## kürherrschaft der interalliierten Rheinlandskommission. Seit 1918 seufzen die Rheinländer unter dem Druck der französischen Militärherrschaft. Jetzt hat die Rheinlandskommission es sogar gewag den deutschen Behörden die Vollstreckung eines Urteils zu untersagen, durch das der politische Agent Frankreichs Herr Smeciz zu S Monalen Gefängnis verurteilt worden ist. Man greift also jetzt sogar schon in das Rectsverfahren ein. Das ist ein beispielloses Verfahren, das im Reichstag von den Redner aller Parteien gegeißelt wurde. Alle Parteien fanden sich zu einem einmütigen Protest zu einer geschlossenen Einheitsfront zusam men. Sie alle konnten seitstellen, daß da: Rheinland treu zum Reiche hätt, und daß alle Ententelockungen tauben Ohren begegnen werden. Reichskanzler Dr. Wirth. der die Interrellation beantwortete, legte die rechtliche Unhaft barkeit dieses Verbotes dar. Er hob bervor, da die deutschen Beamten angewieten worden sind, auf ein möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten mit den Besatzungsbehörden hinzuwirken. Diese Absichten seien aber durch das Verhalten der Rheinlandskommission dauernd durchkreuzt worden. Man hat sogar die Beschimpfung des Reichspräsidenten und seiner Beanten als„unerheblich“ bezeichnet. Die deutschen Vertreter in London. Paris und Brüssel sind deswegen dort vorstellig geworden. Sie haben die Aufhebung des eigenartigen Verbotes verlangt. Eine Antwort ist jedoch nicht eingetroffen. Die Kommunisten verlangten eine besondere Besprechung dieser Erklärung, die aber von den anderen Parteien abgelehnt wurde. Damit schloß diese Kundgebung. Der Gesetzentwurf über die Abgabe auf den Kaiser Wilhelm Kanal wurde angenommen. Das Haus beschäftigte sich dann mit der Besoldungsvorlage für die Beamten. Sie wurde in zweiter und dritter Lesung in der Ausschußfassung angenommen, nur bei den Ortszuschlägen wurde die Regierungsvorlage wieder hergestellt. Die Kriegsbeschädigtenrenten wurden verdoppelt. Das Haus setzte dann die zweite Lesung des Versicherungsgesetzes für Angestellte fort. Hier wurde die Wiedereinführung einer oberen Gehaltsgrenze für die Versicherungspflicht mit 113 gegen 164 sozialistischen Stimmen, zu denen sich auch einige Arbeiter und Angestelltenvertreter aus anderen Parteien gesellt hatten, beschlossen. Der Rest des Gesetzes wurde in zweiter Lesung angenommen, nachdem ein sozialistischer Antrag, wonach zwei Drittel des Beitrages von den Arbeitgebern bezahlt werden sollen, gefallen war. Die Verordnung über die Lohnpfändungsgrenze wurde gebilligt. Das Haus nahm dann in später Stunde noch die zweite Lesung der Vorlage zur Regelung des Verkehrs mit Getreide in Angriff. Die Regierungsvorlage schlug für das erste Drittel der Umlage einen Roggenpreis von 20 500 A vor. Der Ausschuß hat den Preis auf 28300 A erhöht. Die Sozialdemokraten erhoben dagegen starke Bedenken. Die Vorlage wurde in der Ausschußfassung angenommen. Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr. Anfragen dritte Lesung der Getreideumlage und Besoldungsvorlage, kleine Vorlagen. Schluß nach 8 Uhr. Um den deutschen Rhein. Sitzung des Prent. Landtages am 23. Oktober itzung finanzpolitiDer preußische Landtag begann seine am Montag mit einer eindrucksvollen Kundgebung für die Noi des Rheinlandes. Bekanntlich hat die interalliierte Kommission die Strafvollstreckung gegen Smeets, der unzählige Untaten Deutsch. land gegenüber auf dem Gewissen hat und dessen Verurteilung nur eine gerechte Sühne bedeutet, verboten. Sämtliche Parteien des preußischen Landtages mit Ausnahme der Kommunisten hat ten deshalb eine Interpellation eingebracht, zu deren Wortführer Abg. Dr. Heimann=Köln von der D. V. P. aufs neue eine Darstellung des unerhörten Druckes, der Qualen und des Elends gab, unter dem die rheinische Bevölkerung durch die Besatzung zu leiden hat. Sind es doch nicht nur mi litärische und Zivilbehörden allein, die es so schwer drücken; der ganze Schwarm der Angehörigen, von Frauen und Kindern angefangen bis zu den Schwestern und Schwiegermüttern hat sich ja in besetzten Gebiet eingenistet und macht der Bevöl. kerung das Leven zur Hölle. Ministerpräsident Braun erhob sich sofort. um die Interpellation selbst zu beantworten und der schwer leidenden rheinischen Bevölkerung zuzusichern, daß Preußen und das Reich die unerhörten Leiden wohl zu würdigen wissen und daß es hier verstanden wird, daß in diesen schweren Zeiten gerade an die Vaterlandsliebe des Rhein landes die größten Anforderungen gestellt werden. Mit bitteren Worten ging Ministerpräsident Braun des näheren darauf ein, wie die Verhältnisse im Rheinland gestaltet sind. Dabei wird von den Franzosen noch eine Kulturpropaganda getrieben. Zum Schlusse, als der Ministerpräsident den Gemienschaftsgedanken gerade dieser nationalen Sache gegenüber hervorhob, fielen die Kom munisten, die sich bis dahin Reserve auferlegt hatten, ein, so daß die Schlußworte in ihrem Lärm untergingen. Einer Besprechung, die die Kommunisten verlangten, stimmte das Haus nicht zu. Eine solche über die gesamten Rheinlandsfragen schloß sich dann an im Rahmen der 9 Anfragen, die sich auf die Zustände und Verhältnisse im besetzten Gebiet beziehen. Es sprachen dazu, nachdem die einzelnen großen Anfragen von den Parteirednern begründet worden waren, außerdem für die Sozialdemokraten Abg. Dr. Kleinmeyer und für das Zentrum Dr. Schwering. Durch alle Reden zog sich das tiefe Mitgefühl mit den Nöten des Rheinlandes und des Saargebietes. Am Dienstag wird die Besprechung noch for“: gesetzt. Der Fall Stubenrauch, der ebenfalls zur Debatte steht, wird voraussichtlich noch lebhafte Auseinandersetzungen hervorrnfen. Schluß 5¼ Uhr. handwerk hat einen goldenen Boden. Kundgebung der Westoeutschen Handelskammern ue 90 Die westdeutschen Handwerkskammern haben sich auf einer Konferenz in Traben=Trarbach mit den Einwirkungen der augenblicklichen Wirtschaftskrise auf das Handwerk eingehend beschäftigt und eine Reihe von Maßnahmen zu deren Behebung erwogen. Die Ursachen der Krise sind in der Hauptsache in der stetig wachsenden Kreditnot und dem Mangel an Betriebskapital, bei einzelnen Gewerben in starkem Maße in dem Mangel an Rohstoffen und an Aufträgen zu suchen; hinzu kommt immer unerträglicher sich gestaltende Druck der gesetzlichen Bestimmungen sowol scher wic sozialer Art. Bezüglich der Kreditnot sehen die Kammern für das Handwert ein erfolgreiches Abwehrmittel in einer engen Zusammenarbeit mit den mittelstandsfreundlichen Banken und einem sesten Zusammenschluß in den handwerklichen Genossenschaften. An die Verbrancherschaft wird der dringende Appell gerichtet, die Handwerker— dem allgemeinen geschäftlichen Brauch entsprechend nach Erledigung der Aufträge sofort zu bezahlen. Bei größerem Materialbedarf muß gefordert werden, daß eine Vorauszahlung geleistet wird, die dem Handwerker die Materialbeschaffung erleichtert. Der Mangel an Rohstofffen, der einmal durch die Kreditnot der deutschen Lieferanten und weiterhin durch spekulative Ausnutzung und Verschiebung wichtiger Rohstoffe und Halbfabri tate in das Ausland herbeigeführt ist, läßt sich nur bei durchgreifenden Maßnahmen der Regierung beheben! Die westdeutschen Handwerkskammern fordern daher von der Regierung eine scharfe Ausfuhrsperre aller derjenigen Rohstoffe, die infolge ihrer Knappheit im Inlande gebraucht werden. Der Mangel an Aufträgen darf den Handwerker unter keinen Umständen dazu bewegen, seine Selbständigkeit aufzugeben. Einen Ausweg ermöglicht der Zusammenschluß einzelner Meister zum Zwecke gemeinsamer Ausführung von Aufträgen. An die Vergebungsstellen und Reichsvermögensämter wird der dringende Appell gerichtet, das Handwerk bei den zu vergebenden Arbeiten weitestgebend zu berücksichtigen. Dabei soll die Vergebung zu annehmbaren Bedingungen, vor allem unter Berücksichtigung von Materalpreis und Lohnsteigerungen erfolgen. Desgleichen fordern die westdeutschen Handwerkskammern eine großzügige Beteiligung des deutschen Handwerks an den Wiederaufbauarbeiten in den zerstörten Gebieten. Ein weiteres Mittel zur Behebung des Auftragsmangels wird in dem energischen Kampf gegen gewerbliche Nebenarbeit und gegen die Handwerksarbeit in den Regiebetrieben gesehen; namentlich von den Staatsbetrieben wird erwartet, daß sie die von ihnen unterhaltenen Regiewerkstätten mit Rücksicht auf die starke Gefährdung des selbständigen Handwerks und mit Rückdarauf, daß meistens nur eine Verteuerung statt einer Verbilligung eintritt, aufgeben. In engstem Zusammenhang mit diesen Forderungen steht der Druck der gesetzlichen Bestimmungen, die auf dem Handwerk lasten. Vor allem erwarten die westdeutschen Kammern, daß nunmehr alles geschieht, um auf schnellstem Wege eine Reform der Gewerbesteuer herbeizuführen, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen unerträglich ist. Schärfster Protest wird gegen die immer wieder auftauchenden Kommunalisierungspläne in einer Reihe von Gesetzentwür. fen(Städteordnung, Provinzial=Autonomie=Gesetz usw.) erhoben und von Regierungen und Parlamenten erwartet, daß sie derartigen Plänen mit Entschiedenheit entgegentreten. Desgleichen sprechen die Kammern die Erwartung aus, daß der für die Erhaltung der Selbständigkeit des Handwerks und für die Entwicklung notwendige Raum in dem den neuzeitlichen Verhältnissen entsprechenden Berufsgesetz für das deutsche Handwerk auf dem schnellsten Wege geschaffen wird. An die Handwerkerschaft selbst richten die Kammern den dringenden Mahnruf, die Reihen noch fester zu schließen und restlos ihren Berufsorganisationen beizutreten. Ein unerläßliches Mittel zur Stärtung des Gemeinschafts=Gedankens ist die Heimatpresse, die das Handwerk vertritt und deshalb unter allen Umständen erhalten bleiben muß. Auf den Ausbau des inneren Handwerksbetrieben nach den Grundsätzen rationeller Betriebsführung ist mehr als je der größte Wert zu legen. Gelingt es, diesen Forderungen des Handwerts allgemein Geltung zu verschaffen, so liegt lein Grund vor, daran zu zweifeln, daß das Hand werk glücklich durch die schwere Zeit hindurch kommt. Staot und Land. 1648 Schwerte, 24. Oktober. Erinnerungen. Westfälischer Friede. Ende des Dreißigjährigen Krieges. Dritte Teilung Polens. Die Franzosen besetzen Berlin. Der Liederkomponist Rob. Franz gestorben. Früher Winteranfang. Die Wetterprophemung im Mark ten, denen das Heidekraut, das in diesem Jahre bis in die äußersten Spitzen blühte, einen frühen Winter anzeigte, sollen recht behalten. Jetzt, noch mitten im Oktober— unmittelbar nach ein paar köstlich schönen Herbsttagen— gab es Nachtfrost, der im Verein mit dem kühlen Nebel die welken Blätter in Massen von den Zweigen löste und die frostgekrümmten raschelnd in die Winkel trieb und es fiel der erste Schnee! Die letzten Stare, unsere liebenswürdigen Freunde aus dem Frühling, die sich in diesen sonnigen Tagen noch immer nicht zu dem weiten Fluge nach südlicheren Ländern entschließen konnten, sammeln sich auf den Drähten der Telephonleitung, wo sie schwarz aufgeplustert und bekümmert sitzen und nach freiem Flugfelde ausspähen. Es scheint der Winter dem wir alle mit so ernster Sorge entgegensehen müssen, seinen Einzug zu halten. Wir wollen nur boffen, daß er gnädig zu uns ist, und daß die Wetterpropheten auch über sein Ende richtig weisgesagt haben. Dann muß nämlich um die„grüne“ Weihnachtszeit bereits der Frühling beginnen. *r Schutz der Gas= und Wasserleitung. Bei Eintritt der kälteren Witterung sind sowohl Gasals auch Wassermesser gegen Frosteinwirkung zu schützen. Es ist deshalb darauf zu achten, daß durch entsprechendes Schließen der Fenster und Türen die betreffenden Räume frostfrei bleiben. Am besten umgebe man den Messer mit einem Holzkasten und fülle die Zwischenräume mit Sägemehl aus, sodaß der Messer von allen Seiten mit einer 10 Zentimeter starken Schicht umgeben ist, jedoch muß das Ablesen jederzeit möglich sein. Die durch Frostschäden entstehenden, häufig nicht unbedeutenden Ausbesserungskosten fallen ausschließlich dem Benutzer des Gas= und Wassermessers zur Last“, so schreibt das städt. Gas= und Wasserwerk. ** Volkshochschule. Noch einmal wird daran erinnert, daß auf allgemeinen Wunsch der Hörer der Lehrgang:„Volkstümliche Redekunst"(Ausarbeitung von Referaten, Berichten und Vorträgen, sowie Gewandtheit in der Diskussion), nicht heute Dienstag. sondern stets Mittwoch, abends 8 Uhr, in der Aula des Lyzeums stattfinden soll. Einige Hörerkarten zu 90 0 können noch morgen, Mittwoch abend in Empfang genommen werden, da die Zahl der Teilnehmer eine nach oben hin unbeschränkte sein kann. Die Hörer sind gebeten; sich mit Notizpapier und Bleistift zu versehen, weil die praktischen Uebungen nunmehr beginnen.— Die Kirmes gilt nicht als Entschuldigungsgrund für etwaiges Fernbleiben. ** Bilanz= und Geldentwertung. Ueber dieses aktuelle Thema wird im Auftrage der Handelskammer, der Handwerkskammer und der kaufm. Fachvereine am 26. Oktober, abends 6 Uhr, im Kasinosaal in Dortmund, Eingang Olpe, der Universitätsprof. Dr. F. SchmidtFrankfurt a. M. einen Vortrag halten. Inhalt des Vortrages; Geldentwertung. UnternehArr laßt nicht von Art. 64 Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) „Haben Sie eine Nachricht oder einen Brief für mich?“ fragte er hastig. Jawohl, Herr Baron! Der Herr Senator schickt mich her, damit ich Ihnen berichte, was sich gestern in der Stadt zugetragen hat. Der Herr Senator meinte, es wäre notwendig, daß Sie es erfahren. Er läßt sagen, daß er selber gekommen wäre; aber seine Gemahlin befindet sich leider nicht ganz wohl.“ „Aber wie geht es zu, daß Sie wieder hier in Donnersberg find? Ist die Komtesse mit Ihnen zurückgekehrt?“ „Nein, mein Herr! Das ist eben ein Teil der Botschaft, die ich Ihnen ausrichten sollte. Die Spannung in seinen Zügen verriet ihr, von wie großer Wichtigkeit diese Botschaft für ihn sei, und weil sie sich infolgedessen sehr bedeutend vorkam, brachte sie ihre Geschichte möglichst umständlich und mit so viel theatralischen Effekten vor, als ihr nur immer zur Verfügung standen. Der wesentliche Inhalt ihrer Erzählung aber war folgender: Bei ihrer Ankunft um drei Uhr nachmittags war sie auf dem Bahnhofe von einem Chauffeur in der ihr wohlbekannten Livree der gräflich Steinkirchschen Dienerschaft erwartet worden. Er hatte sie sehr höflich begrüßt und ihr unter Beifügung einiger Komplimente, deren Wiederholung ihr offenbar lebhaftes Vergnügen bereitete, erklärt, daß er sie nach der von der Komtesse Donnersberg gegebenen Beschreibung sofort erkannt habe. Der Chauffeur sagte weiter, sein Wagen warte draußen, und er habe Befehl, sie mit ihrem Gepäck in das gräfliche Palais zu bringen. Er hatte einen Kofferträger herangerufen, und sie waren zusammen zu dem wartenden Wagen hinausgegangen. In diesem Wagen hatte ein Hert gesessen. der von ihr nicht die geringste Nötiz genommen hatte, bis sämtliche Gepäckstücke, die die von der Komtesse gewünschten Gegenstände enthielten, in dem Auto untergebracht waren. Erst als dies geschehen war, hatte er ihr einen Brief eingehändigt, der, wie sie sogleich erkannte, von der Hand ihrer jungen Gebieterin an sie adressiert war. „Und dann— stellen Sie sich das Unerhörte vor, Herr Baron!“ rief sie, während ihr bei der Erinnerung die Tränen des Zornes in die Augen traten,„dann— noch ehe ich Zeit gehabt hatte, den Brief zu erbrechen, sprang der Chauffeur auf seinen Sitz, und der Wagen fuhr davon, während ich wie ein begossener Pudel dastand und nicht wußte, wie mir geschah. Ich rief ihnen zu, mich mitzunehmen, ich lief ein ganzes Stück hinter dem Wagen her; aber sie kümmerten sich nicht im mindesten um mein Geschrei, sondern sausten davon, als ob der Teufel hinter ihnen oder bei ihnen wäre. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Brief zu lesen, und darin fand ich denn den Befehl, mit dem nächsten Zuge nach Donnersberg zurückzukehren. Ich hätte es wahrhaftig nie für möglich gehalten, daß die gnädigste Komtesse, die immer die Güte selbst gegen mich war, mich jemals so behandeln könnte. Selbstverständlich mußte ich gehorchen. Ich kam mit dem letzten Zuge auf der Station an und hatte das Vergnügen, in stockfinsterer Nacht mutterseelenallein den weiten Weg nach dem Schlosse zu machen. Das ist meine ganze Geschichte.“ „Haben Sie den Brief noch, den die Komtesse Ihnen geschrieben?“ fragte von Reckenburg ruhig. „Jawohl, der Herr Senator hat mich beauftragt, Ihnen denselben zu übergeben.“ Der Freiherr nahm das Billett in Empfang und studierte es sehr lange, als wolle er jeden Federzug darauf prüfen, ob er mit der ihm wohlbekannten Handschrift seiner Cousine übereinstimme. Dann faltete er es zusammen und barg es, ohne ein Wort dazu zu äußern, in seinem Portefeuille. Nach einem kurzen Nachdenken fragte er: „Hatten Sie den Herrn im Wagen je zuvor gesehen? Oder haben Sie sonst eine Vermutung hinsichtlich seiner Persönlichkeit?“ Die Frage war so einfach, daß er wohl erwarten mußte sie würde ohne Zögern mit einem runden Ja oder Nein beantwortet werden. Statt dessen aber sah Mademoiselle erst eine ganze Weile vor sich hin, bevor sie zaudernd und merklich unsicher erwiderte: „N— nein! Ich kann mich nicht erinnern, jemanden zu kennen, der ihm vollständig ähnlich gesehen hätte.“ „Haben Sie die Güte, mir sein Aussehen zu beschreiben, so gut Sie können. Er trug einen dunklen Anzug und einen großen, weichen Hut, wie ihn manchmal die Künstler oder die Gelehrten aufsetzen. Aber er sah eher einem Doktor ähnlich als einem Künstler. Er hatte schwarzes Haar und ein gelbliches, mageres Gesicht. Einen Bart hatte er nicht. Ich bin ja schon öfter mit der Komtesse bei der Familie Steinkirch gewesen, aber ich habe ihn in jenem Hause niemals gesehen. „Ich danke Ihnen, Mademoiselle! Man hat Ihnen in der Tat übel mitgespielt, und ich bedauere Sie aufrichtig wegen der Enttäuschung, die man Ihnen bereitet hat. Haben Sie die Freundlichkeit, dem Herrn Senator meine Grüße zu übermitteln und ihm auszurichten, daß ich ihn bitten lasse, mich in einer Stunde auf dem Wege außerhalb des nördlichen Schloßflügels zu erwarten. Wenn ich mich etwas verspäten sollte, so möchte er doch jedenfalls die Güte haben, mein Erscheinen abzuwarten. Noch eins: ist der Herr Graf schon aus der Stadt zurück?“. g.gg un.„ „Nein, Herr Baron! Der Herr Gra, und sein Kammerdiener Weigelt sind noch drinnen.“ Die Erwähnung des Dieners begleitete sie mit einem eigentümlich forschenden Blick auf das Gesicht des Freiherrn, wie wenn sie aus seinen Zügen lesen wolle, ob die Nennung des Namens einen besonderen Eindruck auf ihn mache. Aber sie besaß nicht Miß Trimmers besondere Fähigkeit, in den Mienen des Herrn von Reckenburg zu lesen, und der gelassene Ausdruck seines Antlitzes sagte ihr jedenfalls nicht das geringste. Sehr wohl," erwiderte er nur.„Also vergessen Sie nicht, dem Herrn Senator meine Bestellung zu übermitteln. Und nehmen Sie nochmals besten Dank für Ihre Bemühung. Adieu!“ (Fartichung folgt nehmung, Betriebsr#e# lanztorrettur durch fassung und Ausblick. ses Vortrages nur an ten zu 30 M sind an ** Der Antauf vo die Reichsbank und P 23. bis 29. d. Mts., zu ein Zwanzigma Zehnmarkstück. ** An unsere Lese tatastrophalen Preisst tungssterben unaufha preis hat im Ottover preises erreicht. Die M. wiederum um volle sind Lasten, die ein Ur auf eigene Schultern wir daher, dem Beisp gend, eine Erhöhungd und zwar ab 1. Nove zeugt, bei unseren Lei stützung zu finden. Weise haben viele Blatte bisher die uns auch wieder führt. Das soll uns Treue zu vergelten Ausbau unseres Blat ** Der Evangeli Missionsinspektor Ho war am gestrigen Al besucht. Das Thema den" mochte manche a gehalten haben. Der hörer zunächst nach 9 tes in der Weihnacht Beispiel, wie manche lastetem Gewissen in allen Zerstreuungen nen, bis ein Bekenn des Gewissens am F dann, anschließend al ein Beispiel nach den oft eine Seele mit geschleppt, oft unter oder reger Arbeit. wie die Entwendung blutrote Schulden, d fluchtnahme zum Kre wurden. Der Redner mit allerlei Lasten Licht und zu dem zu tes die Sünden der auch heute noch seli kann nicht genug em lichen packenden Vo fang bis zum Schli sammlung im Bani gen Abend wird er „Grobe und feine G seren Lesern empfeh versäumen, sondern Wer Zeit hat, möge um 5 Uhr in der klei stunde zu besuchen, Glaube und die hei Die bisherige Teiln zeigt den großen Ein Zuhörer macht.— 4 gewiesen, daß die 2 abend nicht in de Gemeindehause statt und Mädchen bestim tung empfohlen. ** Ein Kind Personenzuge, der g von Arnsberg mit eintraf, stürzte nach plötzlich ein etwa 3 lie aus Dortmund. des Wagens vierter ging, während der! te. Sofort wurde d damm abgesucht un bruch schwerverletzte wagen aufgebahrt. trug ihn der erschi Selbstvorwürfen in arme Mutter war gen doch alle Erwa allem Ernst darauf an die Türen der kann dann viel Lei ** Ein Gespräch vom 15. an bei der Goldfranken mit T 150—1650, Luxemb teren für jede wei Niederlanden 450. Budapest 900, Belg 6750, Italien 165 Schweden 2625—60 ** Die Zahl d und Lippe. Nach Landesarbeitsam fingen in Westfall vom 4. Oktober1 insgesamt 88 Pei Stande am 19. 9. Hierin ist die Zal stützung auf Grut mung im Markte. Rechnungsführung der Unternehmung, Betriebsrechnung der Gegenwart, Bilanztorrektur durch Inderziffern, Zusammenfassung und Ausblick. Wir können den Besuch die ses Vortrages nur aufs wärmste empfehlen. Kar ten zu 30 sind an der Kasse erhältlich. ** Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 23. bis 29. d. Mts., zum Preise von 10000 A für ein Zwanzigmarkstück, 5000 für ern Zehnmarkstück. ** An unsere Leser! Unter dem Drucke der tatastrophalen Preissteigerungen geht das Zei== tungssterben unaufhaltsam weiter. Der Papier preis hat im Oktover das 500fache des Friedenspreises erreicht. Die Druckpreise sind Anfang d. M. wiederum um volle 50 v. H. erhöht worden. Das sind Lasten, die ein Unternehmen, wie das unsrigeauf eigene Schultern nicht nehmen kann. Wenn wir daher, dem Beispiele der anderen Blätter folgend, eine Erhöhung des Bezugspreises vornehmen, und zwar ab 1. November, so sind wir fest überzeugt, bei unseren Lesern Verständnis und Unterstützung zu finden. In hocherfreulicherfreulicher Weise haben viele unserer Leser unserem Blatte bisher die Treue gehalten und uns auch wieder neue Freunde zugeführt. Das soll uns ein Ansporn sein, Treue mit Treue zu vergelten und unentwegt am weiteren Ausbau unseres Blattes zu arbeiten. ** Der Evangelisationsvortrag von Herrn Missionsinspektor Hoffmann in der großen Kirche war am gestrigen Abend von etwa 400 Personen besucht. Das Thema des Avends„Geheime Schul den" mochte manche angezogen, manche auch zurück gehalten haben. Der Evangelist führte seine Zuhörer zunächst nach Neu=Guinea, und Selbsterlebtes in der Weihnachtsnacht zeigt uns zunächst ein Beispiel, wie manche Menschen jahrelang mit belastetem Gewissen in der Welt umherirren und in allen Zerstreuungen nicht zur Ruhe kommen können, bis ein Bekenntnis erfolgt und Entlastung des Gewissens am Fuße des Kreuzes. Er folgte dann, anschließend an das biblische nach Psalm ein Beispiel nach dem andern. 30 Jahre lang hat oft eine Seele mit dem verborgenen Bann sich geschleppt, oft unter der Fülle scheinbaren Glücks oder reger Arbeit. Oft waren es geringe Dinge, wie die Entwendung eines Stocheisens, oft auch blutrote Schulden, die durch Bekenntnis und Zufluchtnahme zum Kreuz von Golgatha hinweggetan wurden. Der Redner schloß mit der Aufforderung, mit allerlei Lasten alter und neuer Zeit aus Licht und zu dem zu kommen, der als Lamm Gottes die Sünden der ganzen Welt getragen hat und auch heute noch selig machen kann immerdar. Es kann nicht genug empfohlen werden, die volkstümlichen packenden Vorträge zu besuchen. Von Anfang bis zum Schluß stand die lauschende Ver sammlung im Bann des Redners.— Am heutigen Abend wird er üver das Thema sprechen: „Grobe und feine Götzen". Wir können allen unseren Lesern empfehlen, die Gelegenheit nicht zu versäumen, sondern möglichst bald zu benutzen. Wer Zeit hat, möge auch die täglich nachmittags um 5 Uhr in der kleinen Kirche stattfindende Bibelstunde zu besuchen, in der heute das Thema:„Der Glaube und die heilige Schrift" behandelt wird. Die bisherige Teilnahme an den Veranstaltungen zeigt den großen Eindruck, den der Redner auf alle Zuhörer macht.— Es wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß die Versammlung am Mittwoch abend nicht in der großen Kirche, sondern im Gemeindehause stattfindet. Sie ist nur für Frauen und Mädchen bestimmt und wird besonderer Beachtung empfohlen. ** Ein Kind schwer verunglückt. Aus dem Personenzuge, der gestern nachm. kurz nach 5 Uhr von Arnsberg mit 20 Minuten Verspätung hier eintraf, stürzte nach der Durchfahrt von Geisecke plötzlich ein etwa 3jähriges Knäblein einer Familie aus Dortmund. Das Kind stand an der Tür des Wagens vierter Klasse, als diese plötzlich aufging, während der Vater sich zum Umsteigen rüste te. Sofort wurde die Notleine gezogen, der Bahn damm abgesucht und der durch doppelten Schädel bruch schwerverletzte Knabe gefunden und im Pack wagen aufgebahrt. Nach der Ankunft in Schwerte trug ihn der erschütterte Vater unter schweren Selbstvorwürfen ins katholische Krankenhaus. Die arme Mutter war einer Ohnmacht nahe.— Mö gen doch alle Erwachsenen hier wieder lernen, mit allem Ernst darauf zu achten, daß sich Kinder nie an die Türen der Eisenbahnabteile lehnen. Es kann dann viel Leid verhütet werden. ** Ein Gespräch 6750 M. Tagesgespräche kosten vom 15. an bei dem Satze von 600 d für den Goldfranken mit Dänemark 900—3150 K. Litauen 150—1650, Luxemburg 450—1950, die beiden letzteren für jede weitere Zone 150 c mehr, den Niederlanden 450—2100, der Schweiz 22—2175, Budapest 900, Belgien 568—1425, Frankreich 563—. 6750, Italien 1650—4200, Norwegen 3825—5175, Schweden 2625—6075 d. ** Die Zahl der Erwerbslosen in Westfalen und Lippe. Nach den Zusammenstellungen des Landesarbeitsamtes Westfalen und Lippe emp fingen in Westfalen und Lippe nach dem Stande vom 4. Oktober 1922 Erwerbslosenunterstützung insgesamt 88 Personen, was gegenüber dem Stande am 19. 9. 22 eine Zunahme bedeutet. Hierin ist die Zahl der Erwerbslosen, die Unterstützung auf Grund des Tabaksteuergesetzes bezie hen, nicht enthalten. Erwerbslose, denen die von ihnen gewünschte Beschäftigung nicht vermittelt werden konnte, die aber keine Unterstützung be ziehen, waren bei den öffentlichen Arbeitsnachwei sen insgesamt 4682 gemeldet, die Zahl dieser Pe sonen ist gegenüber dem Stande vom 19. 9. 1922 um ca. 100 zurückgegangen. ** Ueber die geradezu unerhörten Wucherpreise der Kartoffeln, des unentbehrlichsten Volksnah# rungsmittels, herrscht, so wird der Dortm. Ztg. geschrieben, in allen Kreisen des Industriebezirkes außerordentliche Entrüstung. Wie aus den Reihen der Landwirtschaft und von durchaus zuverlässiger Seite festgestellt ist, kann in diesen Jahre im Reich mit einem Mehrertrage von 8 bis 10 Millionen Tonnen Kartoffeln zu je 20 Zentner, also mit einer Mehr=Ernte von 160 bis 200 Millionen Zentnern im Reich gegen das Vorjahr gerechnet wer den. Dabei steigen die Preise von Woche zu Woche und haben in einzelnen Sorten schon den Wucher preis von 750 A für den Zentner erreicht. Es wird die dringlichste Sache der Regierung sein und nicht, zuletzt im Interesse der rechtlich denkenden Landwirte festzustellen, wo der Wucher steckt und ihm dies mal schleunigst und ganz energisch entgegenzu treten, damit es nicht in Kürze zu Ausschrei tungen kommt und keineswegs nur in jenen Krei sen, bei denen solche an der Tagesordnung sind. Was die Regierung in der Kartoffelfrage zu tun gedenkt, hat sie bereits durch die Zeitungen bekanntgegeben, viel wichtiger ist aber der Bevölkerung, namentlich des Industriegebietes, zu er fahren, was sie darin getan hat und mit welchem Erfolge. Es ist geradezu empörend, wenn man hört, wie manche Händler gewissenlos vorgehen. * Sölde, 21. Okt. Gestohlen wurden die Eisenplatten von den erst kürzlich eingemauer ten Wasserbassins an der Landskronerstraße in Sölde. Anreiz zu' diesen Eisendiebstählen bietet neben den hohen Eikenpreisen wohl hauptsächlich die allzu große Bereitwilligkeit vieler Lumpensammler, solche aus Diebstählen herrührenden Produkte anzukaufen. Aplerbeck, 24. Okt. Zu einer wilden Jagd gestaltete sich Freitag die Verfolgung des aus dem Gerichtsgefängnis Hörde entwichenen und hier festgenommenen Zuchthäusler Wilhelm Heimann aus Schüren, als er kurz vor de. Amtshaus in Aplerbeck seinen Transporteur wieder ausriß, um sich durch die Flucht erneut seiner Bestrafung zu entziehen. Unter tatkräftiger Mitwirkung der Bevölkerung gelang es schließlich dem Beamten, des Verbrechers wieder habhaft zu werden. Holzwickede, 21. Okt Mit dem Brecheisen öffneten Diebe zur Nachtzeit von der Straße aus die Ladentür der Drogerie Berentz in Holzwickede und stahlen größere Mengen Tabak, Seife, Schokolade, Kämme usw., sowie verschie dene Flaschen Likör und Wein. Aus den Provinzen. Aus dem Sauerland, 23. Okt. Bei kaltem Nord wind hat es geschneit. Mit Ende der Woche ist die Ernte eingebracht worden, abgesehen von den höher gelegenen Gebieten. Trotz der langen Regenpe riode haben die späten Kartoffeln keinen Schaden gelitten. Die Ernte an Kartoffeln ist reichlich und gut. Trotzdem haben sich die Preise von 700 A pro Zentner stellenweise eingebürgert. Augen blicklich sind die Landleute mit Roggensäen be schäftigt. Hamm, 24. Okt. Arbeitersekretär Isenrath wurde zum Regierungsrat er nannt und mit der Leitung des Polizeiamts in Buer beauftragt. Als Arbeiter= und Volks vereinssekretär des Bezirkes Hamm=Soest=Bekun war er eine weitbekannte Persönlichkeit. Finnentrop, 23. Okt. In der Nacht zum Frei tag wurde in die hiesige Bahnhofswirtschatf ein gebrochen. Ein Täter konnte bereits am gestrigen Tage von der Polizei festgenommen werden. Bochum, 23. Okt. Zwei Todesurteile Das Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger, hinter verschlossenen Türen stattgehabten Verhandlung die Dienstmagd Anna Konopka und den Ma schinenschlosser Josef Roth, beide von hier, wegen gemeinsamen Kindesmordes zum Tode. Für die Konopka werden die Geschworenen ein Gnadenge such befürworten. Die Verurteilten erwürgten das 14 Tage alte Kind der Konopka, die Leiche desselben warf Roth in den glühenden Koksofen der Zeche Karolinenglück. Recklinghausen, 14. Okt. Ein bedauerlicher Unglücksfall, dem leider ein Men schenleben zum Opfer fiel, ereignete sich hier. Die Pferde eines schwerbeladenen Kartoffelwagens scheuten plötzlich aus irgendeinem Grunde, gingen durch und rasten die Münster Straße entlang. Der Kutscher Niemann, der die Gewalt über die Tiere verloren hatte, versuchte sie wieder zum Stehen zu bringen, glitt dabei aus und stürzte vom Wagen. Die Vorder= und Hinterräder des schweren Wagens, gingen über den Bedauernswerten hinweg. Da er die Leine noch fest in der Hand behielt, wurde er noch eine Strecke mitgeschleift. Mit schweren Verletzungen wurde er in die Wirtschaft Uhlenbrock geschafft, wo er nach wenigen Minuten starb. Bochum, 21. Okt. Einen glänzenden Sieg meldet die„Westfäl. Vztg." Die städtische Schuldeputation hatte den Beschluß gefaßt, und bereits ausgeführt, in die Feldsieperschule in Kinder der son.„weltlichen Schule" gemeinsam mit katholischen Schulklassen einzu schulen. Darüber entstand begreiflicher Weise in der ganzen tatholischen Bevöllerung stammend. Entrüstung, die, sich soweit steigerte, daß der S yulstreit=der kath. Schulkinder in de ganzen Stadt bereits beschlossene Sache war. Nun hat sich die Schuldeputation in letzter Stunde be sonnen und beschlossen, die Feldsieperschule wieder von den„weltlichen". Schulklassen räumen zu lassen und letztere in der Schule in der Halden straße unterzubringen. Diese kleine Schule diente bisher kathol. Scpulklassen, ist aber nicht ent wicklungsfähig. Die Ueberlassung der Halden schule knüpft sich an zwei Bedingungen: l. es darf an der Haldenschule nichts geändert werden, die nächste zu bauende Schule ist für die kathol. Kinder bestimmt. Die katholischen Eltern bringen, damit zwar ein großes Opfer. aber es ist ein immerhin gangvarer Ausweg gefunden. Aner kennung verdient besonders, daß die evange lische Schulorganisation mit der katb. treu zusammen stand und das auch für die Zukunft verspricht. Der ganze sehr beachtenswert Vorfall beweist, wie stark die christliche El terschaft beider Bekenntnisse ist, wenn sie in festen Zusammenhalten gemeinsam vorgeht und ihre u veräußerlichen Rechte mit aller Entschiedenheit geltend macht. Frankfurt a. M., 24. Okt. Zehn Landwirte in Niederursel wurden in das hiesige Polizeigefäng nis eingeliefert, weil sie gegen Beamte der Wuch erstelle, die in Niederursel eine Nachprüfung über die abgelieferten Milchmengen vornahmen, eine drohende Haltung einnahmen. In letzter Zeit waren zahlreiche Anzeigen eingegangen, daß die Landwirte in Niederursel nicht genügend Milch ablieferten, sondern die Milch zu hohen Preisen an Schleichhändler abgaben. Plettenberg, 14. Okt. Aus der elektri schen Schaltstelle im Hestenberg wurde vor einigen Tagen eine Rolle Isolierdraht von ca. 70 Meter gestohlen. Als Täter konnte ein Monteur ermittelt werden., der die Tat bereits eingestan den hat. Der Draht. der einen Wert von ca. 6000 A hatte, war von dem Monteur für 100 A an den Metzgerlehrling A. F. von hier verkauft wo den. Dieser hatte den Draht inzwischen an einen Landwirt veräußert, der ihn für Leitungen bereits verbraucht hatte. Die beiden Täter wurden del hiesigen Amtsgericht zugeführt. Herstelle a. d. Weser, 14. Okt. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit fei erten am 7. Oktober im Kreise ihrer Kinder und Kindeskinder die Eheleute Lehrer a. D. Ferd. Ebert und Elis. geb. Kesting. Das hochbetagte Jubelpaar erfreut sichheiner noch verhältnismäßig guten körperlichen und geistigen Frische. Der Ehe entsprossen 13 Kinder, von denen 10 noch lebe Zwei folgten dem Berufe des Vaters, je zwei er wählten den Priester=, Ordens= und Kaufmanns. stand,— bei dem damaligen kärglichen Lehrer gehalt gewiß keiie leichte Aufgabe für die Eltera. Der Amtmann von Beverungen überreichte ein Glückwunschschreiben des Regierungspräsidenten von Minden, in dem dieser im Namen der Staats regierung die herzlichsten Glückwünsche au sprach. Münster, 17. Okt. Einsturz des Neu baues der Hermannschule. Gestern früh vor 5 Uhr, stürzte, ein großer Teil des Neu baues der Hermannschule am Dahlweg mit großem Krach ein. Der Neubau, der sechs Klassen un im Kellergeschoß ein Schülerbrausebad aufnehme sollte, schließtsich an den Flügel der alten Hermannschule, der am Dahlweg entlang führt, an Er war bis zum Dache fertig; im Innern der Räume waren bereits die Verputzarbeiten in An griff genommen. Gestern sollte das Dach gerichte werden. Wenn das Unglück einige Stunden später eingetreten wäre, würden 20 bis 30 Menschen da bei in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Wi folgenschwer das Unglück ist, kann man an de Trümmerstätte erkennen. Bielefeld, 24. Okt. Zigeunerkampf. In Brackwede entspann sich unter Zigennern ein er bitterter Kampf. Ein aus Herford stammender ! Zigenner wurde von einem Stammesgenossen durch einen Revolerschuß schwer verletzt. Der Täter ist flüchtig. Minden, 24. Okt. Selbstmord, eines Soldaten. Hier hat sich ein 19jähriger Artil lerist erschossen. Der junge Mann hatte schon öfters Selbstmordgedanken geäußert. Lengerich, 24. Okt. Tragischer Festab schluß. Nach einem sogenannten Rübenfest wollte die Tochter des verstorbenen Lehrers König aus Mattenvenne abends mit dem Zuge zurückfahren Das junge Mädchen sprang auf das Trittbrett des schon in Bewegung befindlichen Zuges, glitt aus und wurde vor den Augen seines Bräutigams ge tötet. Ratisbonn eine Sperre über die Vonas gebeut, bestehend in einer 210 Mtr. tangen, doppelkammigen Schleuse mit sechs Toren von je 25 Mtr. änge. Auch im Main bei Bamberg ist mit dem Bau von vier Sperren begonnen worden. Ein Gramm Radium entwickelt eine Energie, die hinreicht, um 6000 Zentner 1000 Meter hoch zu beben. * Die Stadt Berlin hat neben vielen anderen auch ein Gut in Weißensee. Die Mitteilungen von diesem Gut ergeben, daß die dort vorhandenen Kühe, insgesamt 16, in den letzten Monaten zusam men nur 30 Liter Milch am Tage gegeben haben. Es tommen also auf Kuh und Tag rund 2 Liter Milch, während sonst eine Kuh im Durchschnitt 10 und mehr Liter liefert. Wo steckt die sozialisierte Milch? * Die Botschafterkonserenz hat die Bezüge der Mitglieder der Interalliierten Kontrollkommissionen in Deutschland schon wieder einmal erhöht, und zwar hat sie die bisherigen Gehälter mit Wirkung vom 1. September ab verdreifacht. Danach erhalten fortan monatlich außer ihrem Heimatsgehalt der vorsitzende General 310 800 MK. sonstige Generäle und Obersten 229 425 M. Hauptleute und Leutnants 139 275 M. Unteroffiziere 75 730 M und Gemeine 45900 M. Diese Gehälter und Bezüge sind selbstverständlich von den deutschen Steuerzahlern aufzubringen. * Der Tod am Schreibtisch. In seinem Arbeitszimmer in der Schriftleitung des„Grazer Tagblatt“ wurde am 2. Oktober morgens der Redakteur Adolf Jarosch tot aufgefunden. Mitten in der Arbeit— er war Sonntagsnachmittags in die Redaktion gekommen, um den Bericht über die Jubelfeier des Vereins der Kärntner in Graz zu schreiben— raffte ein Schlaganfall den im 56. Lebensjahre stehenden Journalisten dahin. Ein Arzt schreibt dem„Fränk. Kurier" „Gestern bezahlte mir die Schuhmacherkrankenkasse das ärztliche Honorar für das Quartal 1922: Behandlung des Schuhmachermeisters H. V. in 6 Sprechstunden mit Untersuchungen usw. à 12 M= 72 M. Heute brachte ir der Schusterjunge ein Paar Stiefel, gesohlt und gefleckt= 1000 In der„Akener Ztg. war folgende Anzeige zu lesen:„Ehrenerklärung! Da ich Herrn K.. F, mit dem Worte Lump beleidigt habe, nehme ich dies zurück und bedaure sehr, daß er kein Lump ist. F. * Goethes Lieblingsblume war die Reseda. Buntes Allerlei. Als praktischer Mann, der die Not der Zeit erfaßt hat, zeigte sich dieser Tage einer der treuen Adonnenten. Er bezahlte den Bezugspreis der Zeitung für Oktober mit acht Eiern; erfahre wir aus Dorsten. Die Rhein=Main=Donau=Gesellschaft hat nunmehr die Ausnutzung der Wasser kräfte in Angriff genommen. Zur Gewinnung einer Energie von 25 000 P. S. wird unterhalb Lehir Trahtmielrung Ruhegehalt für den Reichspräsidenten. Berlin, 24. Okt. Der Reichsrat beschloß die Gewährung eines Rubegehaltes für den Reichspräsidenten, und zwar im ersten Jahre nach der Präsidentschaft, dem sogenannten Uebergangsjahr reiviertel seiner Bezüge mit Ausnahme der Repräsentationsgelder, weiterhin die Hälfte der Bezüge. Die Bezüge der Hinterbliebenen werden nach dem Beamten= und Hinterbliebenengesetz geregelt. Bonar Law endgültig Premierminister. London, 24. Okt. Bonar Law ist gestern abend 5 Uhr vom Könige empfangen worden, um ihm die endgültige Uebernahme der ihm übertragenen Würde als Premierminister mitzuteilen, nachdem am vormittag von seiner Partei zum Führer wählt worden war. Graf Zech Gesandter in Helsingfors. XU. Berlin, 24. Dkt. Wie die„Tel.=Union“ erfährt, ist der bisherige Gesandte in München Graf Zech zum deutschen Gesandten in Helsing= fors ausersehen worden. Der bisherige Gesandte in Helsingfors Goeppert wird im inneren Dienst des Auswärtigen Amtes Verwendung finden. Brandkatastrophe in Newhork. TU. Newyork, 24. Okt. Gestern brach in einem hstöckigen Wohnhaus Feuer aus. 15 Personen, 8 Frauen, 4 Kinder, 3 Männer, fanden ihren Tod in den Flammen. Das Feuer war von einem Geistesgestörten angelegt, der einen Kinderwagen im Eingang des Hauses anzündete. Sämtliche Insassen des Gebäudes schliefen noch, als das Haus in Flammen stand. Das ganze Treppenhaus ist verbrannt, sodaß die Insassen über die Dächer und durch die Fenster gerettet werden S Stadttheater Dortmund. Sonnabend, 28. Otk., 7 bis nach 9½ Uhr. Außer Vormiete. Sonderpreise. Jokephs=Legende. Handlung in 1 Aufzuge von Harry Graf Keßler und Hugo von Hofmannsthal, Musik von Rich. Strauß. Hierauf: Zum 1. Male. Gianni Schicchi. Komische Oper in 1 Aufzuge von Giacomo Puccini. Vorverkauf Mittwoch. Sonntag, 29. Okt. 7—10% Uhr. Außer Veomiete. Preise 1. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Vorverkauf Donnerstag. Wirtschäfts Eressnung! dienstag, den 24. Oktober nachm. 6 Uhr werden die Wirtschaftsraume „Im Keiche des Wassers wie der eröffnet Am 1. November wird das große Gesellschaf tszimmer und der kleine Saal eröffnet Sämtliche Räume werden am 1. Dez. dem Betrieb wieder übergeben. Alle Vereine bitte ich, davon Kenntnis zu nehmen Einem geneigten Zuspruch sieht entgegen Zosc Schran, Wilt Für Kirmes=Abend spezial Rinderwurst! Aiatierberatling Schwerte Mittwoch, den 28. Oktb.1922 nachmittags 2½ Uhr Schwerke, alles Rathaus, Brückstr. 1 Schrolt KupferMessingRotguß= kauft für den eigenen Bedarf Franz Pflug, Haselackstraße 6—8 K KAtlluttllntnltlt.. Hotel„Jum Bähnhof (vormals Kaiserhof) Heute Viebrreffnung meines neu eingerichteten Weinzimmers H. Falkenroth. Attltll. zum Schlachten kauft Burgwirtschaft Hohensyburg. Ankauf leerer Flaschen! Zahle für Weißweinflaschen 10•20 Mk., Rotweinflaschen und eektstaschen 10-16 Mk. H. Stractmanns, Freischütz. 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Oktober: Der Glaube und das Gebei Montag, 30. Oklober: Der Glaubé und unser Nächster Dienstag, 31. Oklober: Der Glaube und unsre Hoffnung Mittwoch, 1. November: Das Ende des Glaubens. Jedermann ist willkommen. das Dresbyterium. Tächnige Gaublanger Ero nad Belonndener suchen Schmidt& Rietze Kraftwerk der Hauptwerkstätte in Schwerte Der Ausstoß des vorzüglich geratenen 1 Teilererriertr (Münchener Hackerbräu) lbeginnt heute und gelangt in folgenden Lokalen zum Ausschank: Holel H. Jöckel Fritz Krämer, Markt Paul Milberg, Bahnhofstraße Ww. Andree, Ankerdiele H. Wächler, Gasthof alles Rathaus Ww. Becker, Zum Stadtkeller Hotel Franz Jungesblut H. Walter, Zum Wintergarlen Carl Klempt. Mährstraße H. Falkenroth, Bahnhofshotel Jos. Schulte, Westhofen, Zum Amtshaus Ww. Weiberg, Westhofen. Restaurant Ww. Köster, Wilhelmstraße. mit Rücksicht auf die Verordnung über Lebensmittel v. 8. 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Doch der Kampf, ob langer, ob kurzer Rock, ist wohl endgültig zugunsten des langen Rockes entschieden. Die lange Taille ist allgemein geworden, ja sogar stärkere Damen haben sich der Allmacht der Mode geneigt und tragen den Gürtel stark nach unten verschoben; doch ist ihnen anzuraten, ihn möglichst schmal und unauffällig zu wählen. Die Neigung der Mode scheint dahin zu gehen, dem Gürtel seinen richtigen Platz wieder anzuweisen, die Folge wäre dann auch, daß die Taille wieder mehr betont würde, wie man es bei den Stilkleidern, bei denen man auch den gebauschten, weiten Rock sieht, schon tut. Die Pariser Schneider bringen sogar Kostüme, an denen die Taillenlinie stark nach oben gelegt ist; sie ähneln in der Linie den modernen Herrensakkos und sind auch wie diese auf einen Knopf gestellt. Jackenkleider werden viel getragen, neben den Gürteljacken sieht man noch viel Schneiderkleider, die klassische Form für das Straßenkostüm, die ja auch nur wenig der Mode unterworsen ist. Die Gürteliacke wird besonders von jungen Mädchen getragen; man Seht den Gürtel, meist tief gestellt, aus Stoff, Leder oder kettenartig zusammengesetzten Stahl= oder Galalithringen und platten. Man verbrämt Jackenkleider mit Pelz oder besetzt sie mit Leder. Dieses kostvare Material wird jetzt ja auch so tunstvoll gegerbt und zugerichtet, daß es keinem Stoff an Schmiegsamkeit nachsteht; es ver führt direkt dazu, es zu allen möglichen Garnituren zu verwenden, besonders für Sportkleidung, Kostüme und Mäntel, siehe Abb. Nr. 55129, um so mehr, als man es versteht, das Leder in allen möglichen Farben zu färben. Ein guter Ersatz für Leder ist unter der Bezeichnung„Lederol" im Handel. Hat sich die Linie der Mode auch nicht wesentlich geändert, in bezug auf die Farben hat sich eine Wandlung vollzogen. Man liebt diskrete Farben, B. Pastellfarben, daneben viel braun, grau, schwarz; das man mit etwas rot und Stahleffekten belebt; sonst werden die Garnituren Ton in Ton gehalten. Diese Art der Farbengebung ist für die teuren Zeiten wie geschaffen: denn ein Kleid in unauffälliger Farbe und schlichter Form kann man länger tragen als ein auffallendes. Auch die Kleider aus zweierlei Stoffen, einfarbig und kariert, gestreift oder gemustert, Wolle und Samt oder Seide, geben günstige Vorbilder für das Umarbeiten älterer Kleider, nur muß man darauf achten, daß die Stoffe, besonders in bezug auf die Farbe, harmonieren, s. Abb. K35256. Auch für die Ueberkleidung liebt man diese Wirkung, s. Abb. M55115 und 55129; der karierte Mantel ist aus doppeltgewebtem karierten Gabardin mit einfarbiger M55129. Praktischer Umhang, Capeform mit Passe aus kastanienbraunem, rehbraun gestreiftem Wollsamt mit Wildlederkragen, auch geschlossen zu tragen. Erforderlich: etwa 2.,80 m Stoff, 120 cm br. Leyer=Schnitte für 42 und 46 cm Oberw. K35256. Frauenkleid aus raucharau=blau karierter Seide u. grauem Wollpopelin. Am Aermel Wollstoffblende, vorn leichte Stahlperlenstickerei. Erforderlich: etwa 3,50 m und 1.50 m Stoff, je 110 cm breit. Beyer=Schnitte für 46 und 52 cm Oberweite. M55113. Praktischer Mantel, Schlüpfer, aus holzbraunem, blaukariertem Gabardin mit blauer Rückseite. Kragen, auch geschlossen zu tragen, und Aufschläge mit brauner Stepperei. Erforderlich: erwa 3,50 m Stoff, 130 cm br. Leyer=Schnitte für 42 und 46 cm Oberw. B 15278. Jacke aus gestreift. Wolltrikot. Fur Kragen, Aufschläge u. Randblende mit Tascheneinschlupf ist der Stoff auer genommen. Erf.: etra 2 m Stoff, 140 cm dr. B. Schu. f. 44 u. 48 cm 5 bio. Innenseite gearbeitet: zu Kragen, Aufschlägen u. Taschenbesatz dient die Innenseite des Stoffes. Auch das gestreifte Cape hat einen Kragen aus Leder, der durch glatten Stoff, etwa Ledertuch oder Wollsamt, ersetzt werden kann. Während die Röcke der Straßenkostüme zwar länger geworden sind, aber doch höchstens bis zum Knöchel reichen, haben die Nachmittagskleider ganz lange Röcke, oft bis zur Erde reichend. Viel Beifall findet eine neue Form, ein schlicht herabfallendes Kleid, dessen vorderer Teil an einer Seite gerafft ist: eine Schnalle oder Agraffe, oft in sehr kostbarer Ausführung, hält die Raffung und bildet den einzigen Schmuck. Die Aermel sind ebenso öft weit, wie eng, die Fantasie und der Geschmack der Frauen oder ihrer Schneider haben weitesten Spielraum; bei Nachmittagskleidern sind sie allerdings meist lang, nur das Abendkleid, das im Gegensatz zu den dunklen stumpfen Tönen der vorerwähnten Kleider meist hellfarbig ist, hat kurze oder gar keine Aermel; man sieht da hübsche Modelle, bei denen eine Spitzenberte, ein Schal oder ein Cape aus demselben köstlichen Material die Aermellosigkeit verhüllen. Zur Ergänzung der Besuchs= und Nachmittagskleider trägt man kurze Jacken oder Caves aus demselben Stoff oder auch aus Zibelin, Samt oder Matelassee, dann aber in der Farbe harmonierend. Matelassee, ein Stoff, der schon einmal unsere Großmütter entzückte, ist ein Liebling der Mode geworden. Er verlangt keinerlei Ausputz, es sei denn sparsamer Pelzbesatz. Man verarbeitet den Stoff gern zu den oben erwähnten blusigen Jucken, die ebenso elegant, aber nicht ganz so unerschwinglich, wie Pelzjacken sind, und außerdem zu Mänteln. Auch ramagierte Wollstoffe werden viel mit glatten Stoffen zusammen verarbeitet. Diese gemusterten Stoffe brauchen kaum Garnituren, glatte Stoffe dagegen belebt man gern mit Stickerei, die aber meist Ton in Ton gehalten ist. Sehr beliebt sind Schnuroder=stichstickereien, s. Abb. 855127, aber auch Perlstickereien sieht man in vielerlei Ausführungen, etwa in Verbindung mit Seiden oder Metallfadenstickereien; man liebt es überhaupt, metatlische Effekte anzubringen, sei es in Gestalt von Stahlperlen= oder Steinchen, s. Abb. 35256, sei es als Gold= oder Silberfadenstickerei oder als Brokatbesatz. S55127. Praktischer Straßenanzug aus dunkelblauer Serge mit Schnurstichstickerei: Kragen auch geschlossen zu tragen: Wildledergürtel. Erforderlich: etwa 4 m Stoff, 120 km breit. Beyer= Schnitte für 42 und 46 cm Oberweite. ener= Abplättmußter Nr. 199726 1, 2 Stück für 8 M., Nr. 10917I, 1 m für 8 2. B15218. Hemdbluse, auch offen zu tragen; neuartige Aermel. Aufschläge mit Doppelknopf. Erforderlich: etwa 2.25 m Stoff, 80 cm breit. Beyer=Schnitte für 44 und 48 cm Oberweite. ager's Handarbeitsbücher, Beyer's Lehrbuch der Wäsche, Beyer's Buch der Kinderkleidung, Beyer's Modeführer und Beyer's Schniktmuster *“ empfiehlt und besorgt Carl Braus, Buchhandlung. S Deutscher Elendswinter. Der Vorstand der Aerztelummer der Provinz Sachsen hat nach einer Meldung aus Magdeburg gegen den Wucher, die Preistreiberei und die dadurch begünstigte Zunahme der Hungerkrankheiten soeben eine Entschließung gefaßt, die weiteste Verbreitung verdient und namentlich von den Stellen beachtet werden sollte, denen die Möglichkeit in die Hand gegeben ist, hier helfend, lindernd und vor allem abwehrend einzugreifen. Die Entschließung hat folgenden Wortlaut: Aus allen Gegenden Deutschlands, zumal aus den größeren Städten, mehren sich die Meldungen über das neuerliche gehäufte Vorkommen meist tödlich verlaufender Erkrankungen an Skorbut(Scharnbock, einer mit Lockerung und Geschwürbildung des Zahnfleisches einhergehenden bedenklichen Form von Unterernährung) und an Hungerwassersucht. Auch die Tubertulose nimmt erschreckend zu und fordert mmmer mehr Opfer. Der Winter steht vor der Tür. Die diesmal durch Kohlennot und Kleidermangel doppelt erschreckliche Kälte fördert und beschleunigt unheimlich das Zerstörungswerk des Hungers. Gewiß, auch während des Krieges hat es Zeiten gegeben, in denen Tausende und aber Tausende in deutschen Städten— das flache Land lernte dies Elend weniger kennen— der Unterernährung mit der unausbleiblichen Gefolgschaft von Tuberkulose und Knochenerweichung ausgeliefert wurden und dem Hungertod zum Opfer fielen. Damals war Krieg, alle Lebensmittel waren knapp und mußten zur Stärkung der Frontkämpfer den Daheimgebliebenen gekürzt werden. Vom baldigen Frieden erhofften alle Darbenden ein Ende der Hungersnot und ertrugen in dieser Zuversicht die Entbehrungen. Und jetzt, nahezu vier Jahre nach Kriegsende, geht noch grausiger wie damals das klappernde Gespenst des Hungertodes in den Städten um und fordert namentlich in der Kinderwelt, aber auch aus den Erwachsenen zahllose Opfer. Dabei stvotzen die Schaufenster wie niemals im Frieden von verbocenden Lebensmilteln und Delikatessen, von Schokoladen, Litören und Zigaretten. Alle Lebensmittel sind in bester Beschaffenheit und protzender Fülle vorhanden, wegen der unerschwinglichen Preise sind aber für recht viele die albernötigsten Lebensmittel nicht zugängig. Es klingt wie Hoh, wenn den von Tag zu Tag in taumelnder Geschwindigkeit sich steigernden Preisen noch das Wörtchen vorgesetzt ist. Neven bitterster Not und gransigstem Hungertod macht sich allerwärts ekelhaftes Protzentum und Schlemmerteben breit. Wie muß das verbittern und den guälenden Zahn des Hungers noch schärfer in den Eingeweiden wühlen lassen. Verzweiflungstaten aller Art, Jomilienselbstmord, epidemisch um sich greisende HungerGeittesstörungen sind unausbleiblich. Daraus entspringende Greneltaten fallen einzig und allein denen zur Last, die purch Wucher, Preistreiberei und Schiebertum, kurzum aus m Eigennutz die Preise für Nahrung, Kleidung und unentbehrliche Gebrauchsgegenstände ungerechtfertigt ud unrechtmäßig in die Höhe schrauben. Produzenten, Awischenhändler, Verarbeiter und Verkäufer überbieten sich Bomlich— heuchlerisch einer den andern als den allein Schabigen bezeichnend— in unersättlicher, immer sich Leigernder Raffsucht, auf Kosten der Volksgesundheit, der Orperlichen wie geistigen, möglichst schnell unermeßlich reich zu werden. Djesem von Tag zu Tag zunehmenden Verelendungswerk am Volk muß durch Zusammenarbeiten aller Gutgesiunten mit Nachdruck zu Leibe gegangen werden. Parleruent, Gesetzgeber und Behörden, staatliche wie kommuwete, müssen schleunigst durch schärfste Bestimmungen und Koutrollen gegen die Totengräber der Volksgesundheit den Krieg eröffnen und unerbittlich zu Ende führen. In allen Städten müssen Ausschüsse berufener Männer und Frauen allen Stände und Parteien eingesetzt und behördlich gestätzt werden, welche das willkürliche, frevelhafte Hinaufweiben der Preise gründlichst aufdecken und den Behörden vie erforderlichen Unterlagen zu nachdrücklichstem Einschreiten unterbreiten. Volksküchen und Nahrungsabgabestellen für verschämte Arme müssen schleunigst wieder eingerichtet, und alle Lebensmittel=Produzenten, Zwischenhändler, Verarbeiter und Verkäufer zu prozentualer kostenwsen Belieferung der Darbenden angehalten werden. Eile weit not!. * Geht es so weiter wie bisher, dann werden im kommenden Winter viele Tausende deutscher Mitbürger den entsetzlichen Qualen des Hungers selber ein Ende machen, werden beispiellose Verzeiflungstaten um Rache zum Himmet schreien, wird die Tuberkulose auf viele Jahrzehnte naus zur verheerenden Volksgeißel Deutschlands emporterucher. Der Verztekammervorstand der Provinz Sachsen hält # f ä r s e i n e h e i l i g s t e P f l i c h t, z u m s c h l e u n i g e n K a m p f g e g e n Wucher und Preistreiberei nachdrücklichst alle Berufenen und Gutgesinnten aufzufordern, um das grausige Gespenst Hungertodes zu bannen und das unheimliche Anschwellen der Tuberkulose einzudämmen.— S. H. der Siemens& Halske A.=G. in Siemensstadt bei Berlin, in Auertennung seiner hervorragenden Verdienste um die Entwickelung des elektrotechnischen Betriebes die Würde eines Dr. ing. h. c. zu verleihen.! + Die Untersuchung der Die im Zusammenhang mit den Ausschreitungen vor dem Zirkus Busch verhafteten Redakteure der„Roten Fahne“ und kommunistischen Führer Brandler, Thalheimer, Borowski und Sievert sind von der Polizei wieder freigelassen worden. Dagegen werden der Redakteur Heinrich Süßkind, ein Ausländer und eine Reihe von ParteiFunktionären noch in Haft behalten. 300000 Wohnungslose in Berlin. In Berlin stehen etwa 300000 Wohnungssuchende auf den sog. ringlichkeitslisten. Es sind meistens Deutsche. Ausländer sollen weit heimische, leichter ein Unterkommen finden, EinAus dem Neiche. + Holz an Unbemittelte zu mäßigen Preisen. Der preußische Landwirtschaftsminister hat in einem Erlaß Bestimmungen für den Holzeinschlag des kommenden Winters herausgegeben. In den Richtlinien wird auf die dringende Nund um Berlin. geunterfschlagungen bei der Berliner Brotversorgungsabteilung. Das Berliner städtische Nachrichtenamt teilt mit: Die Ueberwachungsabteilung des Magistrats Berlin hat vor einiger Zeit Mitteilungen erhalten, in denen angedeutet war, daß bei der Abteilung für Brotversorgung Anregelmäßigkeiten beständen. Die von der Ueberwachungsabteilung eingeleiteten umfassenden Nachforschungen ergeben bis jetzt, daß bei den seitens der Brotversorgung getätigten Mehlverkäufen Mißstände Platz gegriffen hatten. Eine daraufhin bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts s erstattete Anzeige führte zur Festnahme mehrerer Perenen. Die genannten sind dringend verdächtig, sich der tene und des Betruges oder der Beihilse, der Hehlerei und des Kettenhandels schuldig gemacht zu haben. g Ein beachtenswertes Jubiläum. Im Oktober 1882 Burde von dem Schriftsteller Konstantin Liebich die sogenannte Schrippenkirche in Berlin gegründet. Winter für Winter sammelte sie seitdem Sonntags morgens insgesamt über 800000 Obdachlose zu einem Frühstück— ein Topf Kaffee und zwei Schrippen— bei einer Andacht im warmen Gaal. Nur wer selbst einem solchen„Schrippengottesdienst“. beigewoimt hat, kann ein Bild bekommen von der furchtbaren Not, die auf den Obdachlosen liegt., gleichzeitig aber auch von dem Segen, der durch das Liebichsche Unternehmen geseiftet worden ist. + Zum Ehrendoktor ernannt. Die technische Hochschule zu Karlsruhe hat auf Antrag der Abteilung für Skeitretechnik beschlossen, Ennnerich Frischmuth, Direktor der 3. Zone(über 150 Kllometer) 270 T; diese Schnellzugszuschlagskarten werden am 1. November neu aufgelegt, jedoch nur mit den halben Beträgen dieser Sätze— also 45 bezw. 90 bezw. 145 K bedruckt, um einheitlich die Verdoppelung der Preise durchzuführen; die bisher für die 1. und 2. Klasse gültigen Schnellzugszuschlagskarten werden in solche für die 2. Klasse abgeändert.— Die Mindestpreise für Fernzüge betragen vom 1. November ab bei Einzelfahrten 1. Klasse 30 J, 2. Klasse 16 M, 3. Klasse 10.K und 4. Klasse 7 K6; bei Monatskarten 2. Klasse 252 3, 3. Klasse 152 J6, 4. Klasse 102 J und bei Wochenkarten 4. Klasse 25 J. Diese Preise entsprechen einer Entfernung von 7 Kilometern für Einzel=, und von 8 Kilometern für Zeitkarten.— Mit Fahrkarten, die mir einem Tage des Monats Oktober abgestempelt sind, mut die Fahrt im Oktober angetreten werden. Notwendigkeit der Versorgung des heimischen Bergbaues mit Grubenholz und der Eisenbahn mit Schwellenholz hingewiesen. Beim Nutzholzverkauf soll dafür gesorgt werden, daß die kleineren Handwerker und bedürftige örtliche Selbstverbraucher das für ihren Betrieb und Bedarf notwendige Bau= und Nutzholz unmittelbar im Walde erschwinglichen Preisen kaufen können. Einen breiten Raum nehmen die Anordnungen des Ministers hinsichtlich der Abgabe von Brennholz an„Unbemittelte“ ein. Um der dem Walde benachbarten Bevölkerung den unmittelbaren Einkauf wenigstens des notwendigen Holzes zu ermöglichen, sind Verkäufe mit örtlich beschränktem Bieterkreis abzuhalten, wobei nur in kleinen Losen ausgeboten und jedem zum Bieten Berechtigten nicht mehr als ein Los zugeschlagen wird. + Teilstreik bei Krupp. In der Krupp'schen Gießerei III zu Essen hat der größte Teil der Belegschaft, obschon der Schmelzprozeß in vollem Gange war, kurz nach 12 Uhr mittags die Arbeit niedergelegt, die Arbeitsstätte verlassen, ohne die Betriebsleitung irgendwie in Kenntnis zu setzen und ohne auch nur die Notstandsarbeiten zu verrichten. Um für die Zukunft derartigen Vorkommnissen vorzubeugen, die den Berrieb und das Werk in hohem Maße gefährden, hat sich die Firma genötigt gesehen, denjenigen Teil der Gießterei III, der auf diesem Wege die Arbeit verweigerte, fristlos zu entlassen. Die Firma warnt durch Anschlag die gesamte Belegschaft vor unbesonnenen Handlungen und fordert jeden einzelnen auf, an der Arbeit zu bleiben. + Schuhwarenbeschlagnahme in München. Dieser Tage war von großen Beschlagnahmungen bei der Schuhwaren=A.=G. Neptun und Romeo in München berichtet worden. Im Stadtrat München wurde nun ein Antrag angenommen, der die Regierung ersucht, die beschlagnahenten Schuhwaren(es handelt sich um Zehntausende von Paaren) der Stadt München zur Uebergabe an die Minderbemittelten durch die Bohlfahrtsämter zu überweisen. Der Rechtsbeistand der betroffenen Firma veröffentlicht in der Sache eine Erklärung, worin behauptet wird, daß weder eine Zurückhaltung noch eine Höherzeichnung der Waren erfolgt sei. Kartoffelschiebungen eines Gemeindevorstandes. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft sind dem Taag“ gufolge in Bboth a. d. Weser der sozialistische Gemeindevorsteher und mehrere Gemeinderatsmitglieder unter der Anschuldigung des Betruges, der Bestechung und der Urkundenfälschung verhaftet worden. Die Veryafteten sollen sich bei der Kartoffelversorgung, bei der Errichtung von Siedlungsbauten und anderen sozialen Unternehmungen auf Kosten der armen Bevölkerung vereichert maben. Zu der Verhaftung schreibt die„Lippische Landeszeitung“, die Erregung in der Bevölkerung sei um so größer, als sich die Verhafteten bei den ihnen schon seit längerer Zeit gemachten Vorwürfen immer wieder auf antisozialistische Mache beriefen und damit die Zustimmung ihrer Parteigenossen fanden. Unter schwerem Verdacht. Nach einer Meldung des „Fränkischen Kurier“ sollen der Porzellanbrennereibesitzer Lederer sowie ein gewisser Meisel einen in einem Nürnberger Hotel wohnhaft gewesenen sehr wohlhabenden Holländer namens Engelmann aus Amsterdam getötet und in ihrem Porzellanofen verbrannt haben. Bei Meisel sollen die goldene Uhr und die Brieftasche Engelmanns bereits gefunden sein. + Furchtbares Familiendrama in Bronnen. Ein furchtbares Drama ereignete sich in Bronnen im Allgäu, wo der schwachsinnige Hauptlehrerssohn Anton Scherer seine Schwester mit einer Axt niederschlug. Der zu Hilfe eilende Vater unterlag im Handgemenge und wurde von dem Wütenden durch einen Axthieb getötet. + Riesenbrand in Bamberg. Auf dem Volksfestplatze in Bamberg brach im Zirkus Busch aus unbekannter Ursache ein Brand aus, der einen Schaden von 10 Millionen Mark anrichtete. Aus aller Welt. + Die Korruption bei den Wohnungsämtern. Großes Aufsehen erregt in Innsbruck die Verhaftung des Chefs des Wohnungsamtes und eines Registrators wegen Bestechung bei Wohnungszuweisungen. + Neuer Dauerflug=Rekord. Zwei französische Flieger, Bossontrut und Tronthin, haben einen neuen Weltretord für die Aufenthaltsdauer eines Flugzeuges in der Luft aufgestellt. Sie sind in ihrem Apparat am Sonnabend und Sonntag zusammen 34 Stunden 14 Min. 7½ Sekunden ohne Notlandung in der Luft gewesen und haben in diesen Zeit eine Entfernung von 4400—4500 Kilometer zurüchgetest.„„ + Churchill an Blinddarmentzundung errranrn Der Kolonialsekretär Winson Churchill ist an Blinddarm= entzündung ertrankt. Die letzten ärztlichen Berichte melden Besserung und man hofft, eine Operation vermeiden zu können. + Ein amerikanisches Lenkluftschiff explodiert. Das Lenkluftschiff C. D. exptodierte in San Antonio(Texas) Von 29 Personen wurden 7 verletzt und 4 getötet. Aus dem Gerichtssaal. Drei neue Anklagen vor dem Staatsgerichtshof. Für den 24. Oktober und die folgenden Tage sind drei neue Anklagen vor dem Staatsgerichtshof zum Schutze der Republit zur Verhandlung vorgesehen. Zunächst wird, wie bereits in der Presse mitgeteilt wurde, gegen den Kapitänleutnant Wolzgang Dietrich und den Schriftsteller Stein aus Burg Saleck, wegen der bekannten Verwicklung mit der RathenauMordsache, verhandelt werden. In zweiter Linie wird verhandelt gegen den Kaufmann Goethe aus Halle a. S., wegen Beleidigung des Reichspräsidenten, und an dritter Stelle gegen den Landwirtschaftseleven Zieske aus Greifswald i. Ein neuer Landesverratsprozeß hat am Mittwoch vor dem Münchener Volksgericht, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, begonnen. Er richtet sich gegen den aus Augsburg stammenden Studenten Gustav Riedinger, der beschuldigt wird, Landesverrätern wissentlich Beistand geleistet zu haben. Im Mai 1920 batten der damalige Inhaber der Luftflotten=Gesellschaft, dlf Wolff, und der Betriebsleiter des bayerischen Luftwyd, Franz Hemberger, einer Ententekommission verräterischen Material übermittelt, und waren deshalb später zu Zuchthausstrafen verurteilt worden. In diese Affäre ist Riedinger verwickelt. Riedinger, der im Kriege Flugzeugführer war und im Jahre 1919 als Mitglied der damaligen Roten Armee wegen Hottwerrats verurteilt wurde, bestritt in der Verhandlung jede Mitschild + Reichstagsabgeordneter Dr. Struve wegen Beleidigung verurteilt. Wegen Beleidigung des Seeoffizierkorv## im allgemeinen und des ersten Offiziers vom Kleinen Kreuzen Mainz“, des damaligen Kapitänleutnants Tholens im bekonderen, war vor der Lieler Strafkammer der Reichstagsabgeordnete Dr. Struve angeklagt. Die beleidigenden Aeußerungen sind in einer am 12. Dezember 1918 von der Demokratischen Partei im„Schloßhof“ zu Kiel abgehaltenen Versammlung in einem Vortrag über das Thema:„Marine— Eintrieg— Rewolution“ gefallen. Dr. Struve erklärte bei seiner Vernehmung, er habe in dieser Versammlung nur gesagt, daß ein jüngerer Offizier im Seegefecht bei Helgoland am 28. August 1914 als einer der ersten Offiziere über Bord gesprungen sei, obgleich noch zwei Geschütze gefechtsbereit waren und sich noch Mannschaften und Verwundete an Bord befanden. Er habe weder den Namen des Schiffes noch den Offizien genannt. Nach der Bekundung eines Kapitänleutnants war es dem anwesenden Offizier jedoch klar, daß es sich um den Kleinen Kreuzer„Mainz“ und dessen ersten Offizier handele. Das Gericht erkannte wegen der angeblichen Herabsetzung des Ansehens den Seeoffizierkorps auf Freisprechung, aber wegen formeller Be leidigung des Korvettenkapitäns a. D. Tholens auf eir Geldstrafe von 2000 K und Tragung der Kosten des Verfahren Dr. Struve wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Vermischtes. + Die Durchführung der Tariferhöhung am 1. November. Am 1. November werden, wie mehrfach berichtet, die Personenfahrpreise auf der Deutschen Reichsbahn um 100 v. H. erhöht; bisher wurden bei Tariserhöhungen die neuen Preise den Fahrkarten aufgedruckt bezw. durch Ueberstempelung angegeben. Vom 1. November ab wird jedoch lediglich das Doppelte der auf den Fahrkarten angegebenen Preise erhoben, ohne daß. dieser neue Preis auf der Fahrkarte vermerkt wird. Nur bei den handschriftlich ausgefertigten Fahrkarten wird der neue Preis eingesetzt.— Auch die nach dem 1. November gedruckten Fahrkarten werden mit den Oktober-Fahrpreisen hergestellt und die wirklichen Verkaufspreise werden während des November doppelt, vom 1. Dezember ab vierfach erhoben. Die Preise für Bahnsteigkarten werden ebenfalls verdoppelt, kosten also vom 1. November ab 4 J. Die bisher üblichen Hundekarten werden abgeschafft; für jeden Hund ist künftig eine halbe Fahrkarte 3. Klasse zu lösen.— Ferner werden mit Wirkung vomr 1. November besondere Schnellzugszischläge für die 1. Klasse eingeführt; sie betragen in der 1. Jone(bis 75 Kikometer) 90., in der 2. Jone(bis 150 Kilometer) 190# unnd in Der Spürsinn der Tiere. Dieser Tage ging dur die Presse die Nachricht, der Bulle eines Bauernhofes be Krothen in Kurland hätte durch sein auffälliges Benehmen den Hirten auf eine Stelle aufmerksam gemacht, wo, wie sich beim Nachgraben zeigte, ein getöteter Mensch begraben lag. Man fand hier einen seit Tagen verschwundenen Libauer Einwohner Karl Salminsch vor, der bereits vermißt worden war. Die Entdeckung der Leiche führte auch zur Entdeckung des Täters, des 27 Jahre alten David Gailis, der verhaftet werden konnte. Es ist nicht der erste Fall, wo Kühe eine menschliche Leiche aufspürten. Man wird sich erinnern, daß vor etwa 15 Jahren auf einer Weide im pommerschen Kreis Schlawe ein toter Unbekannter ausgegraben werden konnte, weil die Kühe sich rasend zeigten und gerade diese noch mit frischem Gras bewachsene Stelle mieden. Sie gingen hastig um die Stelle und machten durch ihr Verhalten den Hirten stutzig. Im Hessischen ist es Wildschweinen zu danken gewesen, daß ein Verschollener aufgefunden wurde. Sie hatten ihn an die Oberfläche gewühlt. Es war nicht festzustellen, ob es sich hier um einen Mord handelte. Der Fall liegt Jahrzehnte zurück. Hier haben die Wildschweine aber wohl nicht Spürsinn gezeigt, sondern der Fund ist wohl lediglich auf ihre den ganzen Waldboden durchsuchende Tätigkeit zurückzuführer Man spricht den Hunden großen Spürsinn nach. Doch liegen nur wenige Fälle vor, daß vergrabene Leichen von Hunden aufgespürt wurden. Hunde haben Tote meisten nur dann gefunden, wenn sie unmittelbar unter der Erde lagen oder nur in Buschwerk und Moos vergraben. Mehn oder weniger werden alle Tiere größeren Spürsinn für vergrabene Leichen zeigen, da ihre Geruchnerven besser arbeiten, wie die der Menschen, und sie werden auch stets verraten, wenn sie verwesendes Fleisch aufstöbern, daß etwas Besonderes vorliegen muß, da der Verwesungsgerug# die Caua berwgstigt. Regelmäßige B Schwerter Hausfrau Aus dem Reiche de Heimatdlätter. u Lusti Kinderzeitung: Unser B haltungs- u. Nomanbei Sport und Curnen. u Kunst u. Wissen. n Gart Nr. 251 Zum Der Welt mehr geb Die Welt mehr lieb Nie um den Beifall Macht ruhig leben u Neueste pontist Nach einem Abkomm der Ausgleichsämter am haben, werden Deutschla Zahlungen im Ausg stundet. Nach einer französise Bradbury dem Plane Ba deutsche Finanzkoi Dem amerikanischen Rhein ist offiziell nich Zurückziehung der ame pen.— Der Landeshauptman Holstein, Graf von Pla gangene Nacht gestorben. Der größte Teil der angestellten trat g den in einen Ueberstunde bemühen sich, solange als zu halten, jedoch die Ar weisungen unter je 100 lehnen sie ab. Staatssekretär Hughe Ver. Staaten würden! neigt sein, einem Völ Izur Verwaltung beizutreten. Der preußische Staat Gesetzentwurf zur Abän Abekreffend die einweilig mittelbaren Staa Ruhestand an. Ein Alensafena Die Anregungen zur neren Verhältnisse ford Einfachheit in der Verw Luxus, Kontrolle der Strafen für Wucher usw IArt an, wie diese Vorsch lEs genügt nicht, daß mar macht, sondern unse Iben und die gesamte 2 durchtränkt sein. Sonst die Dinge beim rechten wird hier auf die Notwe #dem sparsamen und ans wiesen, wie es vor eine ##stand; es braucht deshall schaft des mordernen C den, aber es erübrigt si: #beliebte luxuriöse Rahn tung des Einzelnen kar anpassen. Die Reden, d oder Kriegsjahre Ersatz Mönnen jetzt aufhören. M sbeit leisten, das ist die P Meichspräsident Ebert Wirth ausgegeben haber Die Versuchung, in Veierns zu geraten, die stügt wurde, muß abg Wochen, frohe Feste", Bedlicher Arbeit, sei das hiltere Generation hat lchon wieder hineingefu Allter folgt dem Beispi ESchiebern mehr, als gut Lebenshaltung ein Vor wohl aber bestechend, di