Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Velkszeitung Schwerter Volksblatt Desthofener Zeitung Apierbecker Zeitung Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterhaltungs- u. Romanbeilage. u Spiel, Sport und Curnen. u Lebensbild. Kunst u. Wissen. u Gartenratschläge. Die„Schworter Jeitung" erscheint werktäglich. 2 Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Nichter: in Schwerte. Langscheder Zeitung Amtliches wreisblatt für den Kreis Börde. Holzwickeder Zeitung Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. 55. Jahrgang Montag, 25. September 1922 vom Kriegsschauplatz. Der Aufmarsch vor den Meerengen. London, 25. Sept. Ueber die Verteidigungspläne Englands in Konstantinopel und an den Dardanellen berichtet der Korrespondent der„Morningpost“ in Konstant Das unschätzbare Glück der Freiheit besteht nicht darin, daß man alles tut, was man tun mag und wozu uns die Umstände einladen, sondern daß man das ohne Hindernis und Rückhalt auf dem geraden Wege tun kann, was man für recht und schicklich hält. Gocthe. Wilhelm Meisters Lehrjahre VI. 1796. Form versichern, daß wir den Friedensvertrag von Versailles mit allem, was drum und dran hängt, also auch den Verlust Oberschlesiens, als endgültig und maßgebend anerkennen. Wir sollten meinen, daß gerade heute kein Deutscher, sich zu einem solchen Schritt entschließen könne. Amerika fehlt in Völkerbund und mit ihm fehlen andere große südamerikanische Länder, weil sie in dem Genfer Völkerbund nicht das verwirklicht sehen, was man von einem wahren Völkerbund erwarten muß. Es wäre also geradezu politischer und moralischer Selbstmord, wenn wir jetzt nochmals feierlichst freiwillig als rechtsgültig anerkennen, was wir bisher als uns im Friedensvertrag abgepreßt bezeichnet haben. In den Friedensverhandlungen mit Amerika und vorher in den Verhandlungen mit China haben wir eine neue Bekräftigung des Friedensvertrages von Versailles abgelehnt. Und jetzt sollen wir ihn in aller Form anerkennen? Das kann und darf man uns nicht zumuten. Wir wollen in Ruhe abwarten, bis unter Mirtwirkung der amerikanischen Staaten ein Völkerbund erstanden ist, der diesen Namen verdient. Dann wird es Zeit für uns sein, als gleichberechtigtes Mitglied einzutreten. Die Aufnahme Ungarns in den Völkerbund auf der Genfer Tagung hat von neuem die Frage angeregt, ob nicht auch Deutschland beitreten soll. In Völkerbundskreisen selbst wäre man sicherlich einem Ersuchen Deutschlands um Aufnahme nicht abgeneigt, denn man gewinnt dort immer mehr opel folgendes: Der ei Tschanak wird von Abteilungen geschützt, die in Schützengräben liegen. Es ist eine weitausgedehnte Verteidigungsanlage errichtet worden, da die französischen und italienischen Truppen, die hier zuerst mit den Engländern standen, fortgezogen wurden. Britische Zerstörer liegen auf der Reede von Tschanak. Der General, der diesen Distrikt kommandiert, ist der Ansicht, daß die Stellung sicher ist. Auf der Ismid=Halbinsel, näher bei Konstantinopel. wo man glaubt, daß Kemal vielleicht an der Bahn entlang gegen die Hauptstadt marschieren könnte. halten die britischen Truppen eine starke Stellung besetzt, unterstützt von Lufftstreitkräften der Flotte. Hier stehen auch italienische und französische Truppen. Einem eventuellen bruch von Unruhen in Konstantinopel will man mit Maschinengewehrfeuer begegnen, von dem man annimmt, daß es den undisziplinierten türkischen Mob leicht niederhalten wird. Man politische In'der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist nach schwierigen Verhandlungen eine Einigung mit den Spitzenorganisationen über die Besoldungserhöhungen der Beamten, Angestellten und Arbeiter zustande gekommen. Das Reichsministerium hat bereits der Neufestsetzung der Teuerungszuschläge zugestimmt. Die Getreideumlage wird Reichsministerium und Fraktionsführern nächsten Tagen Gesprochen werden. Die Entschließung über die Entschädigungsfrage, die der französische Vertreter, Senator de Jouvenel, eingebracht hatte, wurde nach stellenweise zugespitzter Debatte vom dritten Ausschuß der Völkerbundsversammlung einstimmig angenommen. Völkerbund nochmal: Nach einer englischen Nachricht ist die Mission Curzens in Paris gescheitert da Frankreich nicht bereit war, England mit seiner Flotte im nahen Orient zu unterstützen. Curzon wolle seine Demission einreichen. Panzerschiffe zwar nicht so schwer sein, aber wenn dann der Sultan in Konstantinopel bliebe. würde er ohne weiteres abgesetzt und ein Nachfolger ausgerufen werden, der gewiß nicht zögern würde, den heiligen Krieg gegen die Engländer und alle ihnen verbündeten Staaten zu erklären. Was diese Proklamation unter den heutigen Verhältnissen für Indien bedeuten würde, braucht nicht erst gesagt zu werden.„ Es ist nicht anzunehmen, daß Kemal Pascha auf das von ihm verlangte Gebiet von der Maritza bis Konstantinopel verzichten wird, das einen natürlichen Schutzwall für die Hauptstadt bedeutet. Und es hieße erst recht der Selbstlosigkeit der Balkanstaaten zuviel Vertrauen schenken, wenn jemand glaubt, daß sie sich diese Verschiebung des Gleichgewichts im Balkan dauernd gefallen lasse würde. Alle Balkanstaaten haben schon so schwere militärische Niederlagen wie jetzt Griechenland erlitten aber alle(Rumänien, Serbien, Bulgarien) haben den Krieg wieder begonnen, wenn sich die Verhältnisse durch irgend welche Umstände für sie gebessert hatten. Griechenland wird die Hoffnung nicht aufgeben, sich zur rechten Zeit für die Niederlage von Smyrna schadlos zu halten, und die ürbigen Balkanstaaten werden ihre Rechnunger präsentieren, wenn irgendein Zwischenfall sie früher oder später einzugreifen veransaßt. Die Dinge dort unten liegen so, daß es jeden Tag wieder eine Explosion geben kann. Es gibt keinen Zweifel daran, daß die Wiederaufrichtung eines nationalen Osmanenreiches mit einem national fühlenden Sultan an der Spitze das in den Entente hergestellte„Gleichgewicht" auf der Balkanhalbinsel über den Haufen wirft, und daß auch die von England angeregte Entente=Einigung keinen Schutz gegen die hier drohenden Gefahren bringt. Rußland blickt schon nach dem Balkan und nach Kleinasien hinüber, und die Sonderinteressen beginnen emporzuwuchern. Der nahe Herbst kann möglicherweise den Ausbruch von militärischen Konflikten einstweilen verhindern, aber der Fanatismus der siegreichen Türken wird sich schwerlich lange in Schranken halten lassen. England und Frankreich haben schon häufig erlebt, daß im nahen Orient manches anders kam, als sie es gedacht hatten, und zudem ist heute ihre Einigung untereinander noch nicht einmal felsenfest gesichert. Es wir davon viel zu viel gesprochen, als daß man die vielen Worte als einfache Tatsache nehmen konnte. Die Saat, die die Entente mit ihren ungeheuerlichen Pariser Diktaten gesät hat, fängt an aufzugehen. Der neue Sultan. kungen für die Alliierten ein, darunter Tanks und Panzerkraftfahrzeuge sowie Marinegeschütze, Luftfahrzeuge, Unterseeboote usw. Der Brand von Smyrna. Angora, 25. Sept. Nach einer amtlichen teilung ist das Feuer in Smyrna am 14. September, abends durch türkische Truppeni gelöscht worden. Einer weiteren Meldung zufolge ist der General Vlachapolos in Kleinasien gefungen genommen worden. Es handelt sich um den Oberbefehlshaber der griechischen Truppen in Thrazien. Große Zugeständnisse an die siegreichen Türken. Paris, 25. Sept. Nach einer Havasmeldung hat die Orientkonferenz bereits ihre Arbeiten beendet. Sie hat die Fassung einer gemeinschaftlichen Note endgültig festgesetzt, die sofort an die Türkei abgehen wird, um sie zu einer Friedenskonserenz einzuladen. Die Einladung an die Türkei erkennt' die Maritzagrenze mit Einschluß Adrianopels an, außerdem die türkische Souveränität über die Meerengen unter Kontrolle ihrer Neutralität unter der Bedingung, daß die kemalistischen Armeen die neutrale Zone nicht überschreiten. Die Türken in der neutralen Zoue. Konstantinopel, 25. Sept. Kemalistische Kavallerie ist gestern in der Nähe von Tschanak in die neutrale Zone eingedrungen. Ein britischer General ist heute früh mit türkischen Parlamentären zu Besprechungen zusammengekommen. Man hofft, daß die Türken auf freuydschaftlichem Wege zum Rückzug zu veranlassen sind. Der Falschgeldabteilung der Münch. Polizeidirektion ist es nach langen Nachforschungen gelungen, eine Bande festzunehmen, die falsche 50=Markscheine herstellen wollte. Der ital. Ministerpräsident hat für morgen einen dringenden Ministerrat einbe2rufen, um über die Lage im Orient zu sprechen. Eine neue Groß=Funstation mit höchster Leistungsfähigkeit sollin Bayern in der Nähe des Walchensee=Kraftwerkes errichtet werden. Die Antennen werden hier aber nicht über hohe Türme verlegt, sondern sie überspannen die Talsenkung zwischen Stein und Herzogstand, wodurch ganz enorme Kosten erspart werden. Die Energie soll ausreichen, um eine Verständigung rings um die ganze Erde zu ermöglichen. Kemal Paschs erklörte sich damit anVerstanden, dab die Neer engen umter Volherbunds: Kofst ralle gestellt werden Es ist ein Glaubenssatz bei den Türken, daß der Scheikh ul Islam, der höchste geistliche Würdenträger, einen großen Rat der geistlichen und weltlichen Behörden befragt, ob der Sultan noch länger auf seinem Throne verbleibten solle, wenn er nicht gemäß den Geboten und den Interessen des Islam regiere. Auf Grund dieser Befragungsformel sind 1976 im Mai Sultan Abdul Aziz, im September desselben Jahres Sultan Murad, im April 1919 Abdul Hamid abgesetzt worden, und jetzt steht das gleiche Schicksal dem„regierenden" Sultan Muhamed bevor, der sich gar zu schnell dem Willen der Entente gefügt hat. Der siegreiche Generalissimus der türkischen Armee, Kemal Pascha, hat die Absicht der Neubesetzung des Sultansthrones bereits angekündigt, und angesichts seiner politischen Ziele ist die Verwirklichung dieses Planes auch eine Notwendigkeit. Wenn die Türkei zu neuem und selbständigem Leben erweckt werden soll, kann sie keinen Sultan gebrauchen der der Entente gegenüber keinen eigenen Willen hat. Einen eigenen Willen wird der neue Sultan freilich auch nicht haben, sondern er wird sich den Männern der nationalen Regierung, mit Kemal Pascha an der Spitze, und der türkischen Volksvertretung zu fügen haben. Diese bevorstehende Ausrufung des neuen Sultans setzt auch die Besetzung von Konstantinopel durch türkische Truppen voraus, und das macht einen großen Querstrich durch das von England beantragte Vorgehen der Entente gegen ein Einrücken Kemal Paschas in Konstantinopel und in Thrazien. Die Abwehr der türkischen Truppen mit Waffengewalt würde mit Hilfe der englischen Der Stadtschulrat zu St. Louis hat einstimimg beschlossen, den deutschen Sprachunterricht an den Schulen wieder aufzunehmen. Anlaß zu diesem Beschluß war der ungeheure Andrang zu den Sonntagschulen, in denen allein seit dem Kriege noch deutsch gelehrt wurde. Jeder Berliner fährt täglich im Durchschnitt 4 Kilometer mit der Stadtbahn! Trotz der hohen Preise betrug die Zahl der Fahrgäste auf der Berliner Stadt= und Ringbahn im Vorjahre über 0,5 Milliarde oder täglich 1,5 Millionen. Die Jahresleistung auf allen Strecken betrug 5705 Millionen Kilometer, das ist 150000 mal am Aequator um die Erde herum oder 20 mal von der Erde bis zur Sonne und wieder zurück. Täglich werden 16 Millionen Kilometer zurückgelegt, so daß im Durchschnitt auf jeden Berliner eine tägliche Spazierfahrt von 4 Kilometern entfällt. Der Einigungsentschluß der u. S. p. TU. Gera, 25. Sept. in der Samstag=Sitzung des Unabhängigen Parteitages wurde über den Antrag Criespien abgestimmt. Dieser Antrag lautet:„Der Parteitag beschließt auf Grund des vorliegenden Aktionsprogramms und der vorliegenden organisatorischen Vereindarungen die Vereinigung der Unabhängigen Sazialdemokratischen Partei Deutschlands mit der Sozialdemokratischen. Partei Deutschlando." Der Antrag wurde unter stürmischem Beifall gegen neun Stimmen angenommen. Die neue ägyptische Handelsflagge, die jetzt auf allen ägyptischen Handelsschiffen zum Zeichen der Selbständigkeit des Landes weht, hat eine grüne Farbe mit einem zunehmenden Mond und drei Sternen in der oberen linken Ecke. Der Herrenreiter Herr von Herder kang in Halle seinen hundertsten Sieg. Der Zusammenschlutz. ger S 9/2. und der TU. Nürnberg, 25. Sept. Der Riesensaal des Herkules Velodroms, in dem die aus Angsburg und Gera zusammengetommenen Delegierten der beiden sozialistischen Parteien die beschlossene Einigung der Sozialdemokratie besiegeln sollen, war mit vielen Parteifahnen ausgeschmückt. Emil Fischer=Nürnberg begrüßte im Namen Nürnbergs. fannkuch eröffnete dann und wurden Wels, bisher SPD., und Dittmann, bisher USPD. einstimmig zu Parteivorsitzenden gewählt. Wels brachte hierauf das von beiden Parteien vereinbarte Aktionsprogramm für die vereinigte Partei zur Abstimmung. Als er die einstimmige Annahme feststellte, erhoben sich die Delegierten und Zu. hörer zu stürmischen, minutenlangen Beifalls. kundgebungen. Zu Parteivorsitzenden wurden einstimmig gewählt Hermann Müller, Crispien und Wels. Aus Stadt und Schwerte, 25. September. Erinnerungen. 1555 Augsburger Religionsfriede. 1723 Zweite Teilung Polens. 1860 Der Liederkomponist Karl Friedr. Zöllner gestorben. ** Eine Stadtverordnetensitzung ist auf Donnerstag nachm. 5 Uhr einberufen. Nicht weniger als 27 Punkte zeigt die Tagesordnung zur ratung auf. Darunter tritt u. a. auch„Ver Findling“ für den Schwerter Stadtwald zutage und verlangt seine Transportgebühren.— Auch das„Kino“ in der„Reichskrone“ ist eingeschaltet(vergl. dazu unseren heutigen Filmschau=Artikel).— Von wichtigster Bedeutung aber erscheint uns Punkt 18: Sorge für die Armen und Rennter, für Kartoffeln und Kohlen. Hier wird hoffentlich nicht geknausert werden mit Rücksicht auf die Punkte 5 bis 16 und 22: Dreizehn (13) mal„Erhöhung“. ** Die Opferwilligkeit der Schwerter Einwoh nerschaft hat sich in den letzten Tagen der vergangenen Woche und am gestrigen Sonntag anläßlich des Wohltätigkeits=Konzerts für den Westfälischen Blindenverein wieder so recht bewährt.(Vor manchen Türen allerdings haben die Blinden beim Kartenverkauf auch eine recht niederdrückende Abfuhr erfahren müssen. Wie ist das möglich?) Das Konzert hatte also einen sehr starken Besuch des Freischütz aufzuweisen, obwohl viele Schwerter noch Eintrittskarten gekauft hatten, ohne dieselben zu gebrauchen. Die mitwirkenden Kräfte hatten sich gern und willig in den Dienst dieser guten Sache gestellt und haben bestes geboten. Wir wollen nicht Einzelleistungen herausheben, da alles Dargebotene auf seltener künstlerischen Höhe stand. Man hatte auch den Eindruck, daß die Herzen der Sänger der„Cäcilia“ wie der Solisten Frl. Strack und Fritz Schäfer, und des blinden Pianisten Oekinghaus bei der Sache waren und deshalb auch die Herzen der Zuhörer bewegen konnten. Wir sind überzeugt, daß diese erste Wohltätigkeitsveranstaltung des Westfäl. Blindenvereins ebensowohl Befriedigung der Konzertbesucher, als auch guten Gewinn gebracht hat. ** Neues Geld. In den nächsten Tagen wird ein Hilfshundertmarkschein herausgebracht werden. Zur Bekämpfung der Bargeldnot sind Druckereien in einer ganzen Anzahl von rovinzstädten zum Notendruck herangezogen worden. In den nächsten Monaten werde es möglich sein, acht Milliarden Mark Bargeld täglich in den Verkehr zu bringen. Anfang Oktober erwartet man einen großen Rückstrom von Bargeld in die Kassen der Reichsbank. ** Wann tritt die gesetzliche Miete in Kraft? eine kleine Anfrage teilt der preußische Wohlfahrtsminister mit, daß die gesetzliche Miete am 1. Oktober in Kraft tritt. Die gesamten Umlagen sind bei monatlicher Mietzahlung erstmakig am 1. November für den Oktober zu zahlen, bei vierteljährlicher Zahlung am 31. Dezember für die Zeit Oktober bis Dezember. Großer Einbruchsdiebstahl in Schwerte. Schwer heimgesucht wurde das hiesige bekannte Herrenkonfektionshaus von Bernhardt Stera, Ecke Brück= und Hagenerstraße. Die Einbrecher welche ein Fenster zum Einstieg benutzten, entwendeten Anzüge und dergl. im Werte von 300000 K. Von der Einbrecherbande hat man bisher nur geringe Spuren entdeckt. Nach Angaben einiger Beobachter wurden fünf verdächtige Personen beobachtet, die mit großen Kleiderbündeln beladen in Westenort spurlos verschwanden. Einer der Cinbrecher hatte den Einstieg durch das Oberlicht im Sternschen Laden bewerkstelligt und Anzüge Paletots, Stoffe mit zu hilfenahme einer Leiter hinausgereicht. Die Leiter fand sich noch vor. Ebenso sonstige Spuren, die obengesagtes deutlich vermuten lassen. Die hiesige Polizei, sowie die Kriminalpolizei Hagen und in der Umgebung sinr benachrichtigt. Auf ** Glockenweihe in der kathol. Gemeinde. Ein Freudentag für die kathol. Gemeinde war der gestrige Sonntag. Ist doch für die Gemeinde die glockenlose, Die schreckliche Zeit, die im Sommer 1917 ihren Anfang nahm, bald vorbei und wird in den nächsten Tagen wieder feierliches Glockengeläute vom hohen Turm die Gläubigen wieder zum Gebet rufen und die Verstorbenen auf ihrem letzten Gang begleiten. Gestern nachmittag erhielten die neuen Glocken, die bekanntlich am vorigen Montag hier eingetroffen waren, auf dem Kirchplatz unter Teilnahme der ganzen Gemeinde die vorgeschriebene kirchliche Weihe. Herr Pfarrer Schnurbus nahm im Auftrage der bischöflichen Behörde die Weihe vor. die durch die prächtigen Vorträge des Kirchenchores sehr verschönt wurde. Nach derselben fand in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshause eine feierliche Dankandacht statt. Im Mittelpunkt desselben stand eine Festansprache des Herrn Pfarrer Schnurbus der auf die große Bedeutung der Glocken auf das ganze kichliche Leben hinwies und für die große Opferwilligkeit der Gemeinde warme Worte der Anerkennung fand. Eine während der Andacht abgehaltene Tellersammlung ergab die stattliche Summe von über 3000 A zu gunsten des Glockenfonds. Gegen 6 Uhr begann dann im überfüllten Saale des Vereinshauses eine Gemeindefeier, in welcher Herr Pfr. Schnurbus nochmals der Freude der kathol. Gemeinde Schwerte über das endliche Eintreffen der lange ersehnten Glocken Ausdruck gab. Köstliche Liederspenden des Kirchenchores, des M.=G.=V. Cäcilia, sowie der Gesangabteilung der Jünglings=Sodalität und einige Soli von Fl. Schnapp boten neben einigen Ansprachen der Unterhaltung übergenug und boten der Festversammlung, die gegen 9 Uhr zu Ende ging, cinige genußreiche Stunden.— Imlaufe dieser Woche werden der Glockenstuhl umgebaut— die neuen Glocken sind bedeutend größer als die alten— und die Glocken eingebaut; am Samstag abend soll zum erstenmal wieder feierliches Geläute vom Turm erschallen während für den Sonntag mittag von 12 bis 1 Uhr ein Trauergeläute für die Gefallenen der Gemeinde vorgesehen ist. ** Fabriken gehören nicht ins Wohnviertel. Der preußische Minister für Volkswohlfahrt hat der Stadt Luckenwalde die Berechtigung gegeben eine Reihe von Grundstücken im Stadtinnern für Wohnungszwecke zu enteignen. Diese Enteignungsberechtigung soll der Gemeinde die Mö lichkeit geben, durch das allmähliche Herausverlegen von Fabrikbetrieben aus der inneren Stadt eine Gesundung der Wohnviertel durchzuführen. ** Die Milchkartenausgabe wird heute im amtlichen Teil unserer Zeitung bekanntgegeben. Man sehe sich die Sache genau an und handle darnach. ** Vergendete Lebensmittel. Amtlich ist festgestellt, daß im Jahre 192: 22 Millionen Zentner Getreide und 25 Millionen Zeamer Karto#sein in Deutschland, dem Lande der Unterernährung, in Altohol verwandelt worden sind. Im gleichen Jahr sind 3½ Mill. Zentner Zucker auf die gleiche Weise vergeudet und der Ernährung entzogen worden. ** Ist Schwerte beteiligt? Bei dem Oberpräsidenten in Münster erfolgte gestern die Gründung einer Westfälischen Provinzbühne G. m. b. H., die der gemeinnützigen Organisation des Theaterwesens und der gemeinnützigen Organisation des Theaterwesens und der gemeinnützigen Theaterpflege insbesondere für die Minderbemittelten in der Provinz Westfalen, dienen soll. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Preußischen Landesbühne G. m. b. H. in Berlin, welcher zur Förderung der Theaterkultur in der Provinz aus dem preußischen Staatshaushalt Mittel zur Verfügung gestellt worden sind. Der Gesellschaft sind bereits eine Reihe westfälischer Städte und Landgemeinden beigetreten.— Schwerte auch? ** Die Preisrätsel in unserer letzten Humorbeilage wurden von Frau.. H. Hagenerstraße 33a, alle richtig gelöst und damil wurde ein Frei=Inserat v. 4 einspaltigen Zeilen gewonnen. Wir bitten um Einsendung des Textes dafür. Wollen Sie ein größeres Inserat aufgeben, können Sie ein Aufgeld leisten für die Mehrzahl der Zeilen ** Herabsetzung der Erbschafts= und Schenkungssteuer. Nach dem vom Reichstag verabschiedeten Gesetze zur Aenderung des Erbschaftssteuergesetzes ist für Zuwendungeng zu ausschlißlich mildtätigen oder gemeinnützigen Zwecken der bisherige Steuersatz von 10% auf 5% herab= und die steuerfreie Grenze von 500 auf 10000 Mark heraufgesetzt worden. Vom Auslande kommende Zuwendungen dieser Art sind in jeder Höhe frei. Diese Gesetzesbestimmungen sind bei der gegenwärtigen Notlage der gemeinnützigen und mildtätigen Anstalten und Vereine von besonderer Bedeilung. ** Gegen die Schundliteratur. Nach sorgfältiger Berechnung kann man die augenblicklich umlaufenden Schundhefte auf 3 Milliarden schätzen. Infolge des ungeheuren Absatzes können sie billiger vertrieben werden als die guten Sammlungen. An eine gesetzliche lung ist nicht zu denken; so bleibt uns der Weg, die Oeffentlichkeit zur Selbsthilfe aufzurufen. Die Haupstelle zur Bekämpfung der Schundliteratur(Berlin W8,unter den Linden 4) für künftiges Vorgehen eine Koch hrutt! müssen Sie für das zweite Vierteljahriden Bezug der# „Schieetitt=Henung“ bei der Post erneuern. Wünschen Sie keine Unterbrechung im regelmäßigen Bezug, dann bestelleng Sie bitte das Blatt sofort beim Briefträger oder beim Postamt. Studierenden auch während der Weihnachtsferien zugängig gemacht werden## sollen, während sie ihnen nach den bisherigen## Tarifbestimmungen nur zu Beginn und Schluß des Semesters gewährt werden. ** Der Storch im Eisenbahnzuge. Freund Adelbar hat manchmal absonderliche Laune. Das sollte auch einelsjunge Franderfahren, welche vor einigen Tagen nach Dortmund fahrenswollte. Kurz vor der# Station stellte sich der Storch ein, so daß dies Reisenach Dortmund eine sellsame Unterbrechung erfuhr. ** Die lateinischen Bahn=Inschrifte### sollen allmählig verschwinden. Die Reichsbahndirektion hot bestimmt, daß die nach einen Erlaß des Reichsverkehrsministeriums herzug# stellenden neuen Anschriften an Gebäuden und auf Schildern in deutscher Schrift(Fraktun auszuführen sind. ** Das nötige Visum. Es wird darau# hingewiesen, daß zur Einreise in den polnischen# Teil Oberschlesiens ein Visum des zuständigen polnischen Konsulats nötig ist. ** Das Salz abermals teurer. Die Salz preise wurden mit Berechnungfab 15. Sept. en döht. Kristallspeisesalz kostet je nach Körnung 240—270 Mark, Meiereisalz 270 Marh Fischereisalz 175—205 Mark, Viehsa 185—200 Mark, für 100 Klg. ** Steigender Preis der Wagen. 9# Verband deutscher Federwagenfobrikantenh seine Ausschläge auf die Grundpceise u 500 Prozent brutto auf 1700 Prozeni herau gesetzt. ** Wer praßt und schlem#### denn heute Deutschland?„Es ist undenkbar,“ schreibt „Vorwärts",„daß der Arbeiter für ein Pfun Margarine oder Schmalz Hunderte von Mark szahlen hat, während die für die Erhaltung sein * Kons turs hat als Unterlage.. nun„ G de Reichsschundliste von 123 der gefahrlichsten Reihen, die alle bei Schulkinder gefunden sind, aufgestellt und alle Kultusministerien und Magistrate und kandere Stellen zur Mitarbeit aufgerufen. Für Mitte Oktoberz ist eine Verrufserklärung gegen alle Schundhändler des Reiches geplant, die den Vertrieb nicht aufzugeben gewillt sind. Durch die Schulen sollen die Eltern aufgefordert werden, in diesen Geschäften, die vielfach auch Schulbücher vertreiben, nichts mehr zu kaufen. Das ist nach amt= und landgerichtlicher Entscheidung rechtlich zulässig. Voraussetzung für seinen durchschlagenden Erfolg ist, daß überall die örtliche Arbeit sofor mit Nachdruck aufgenommen und durchgeführt de Schülerferienkarten. Der Reichsverkehrsminister hat angeordnet, daß Schülerferienkarten(halber Fahrpreis) nunmehr den Arbeitskraft wichtigsten Produtte in Kon. Schokoladen, Likören, Bier, Kuchen und Lurn## backwaren zum Genuß= und Vergnügungsmitth einer leichtsinnig sich amüsierenden Oberschic werden.“ Einmal sind es die Mengen der Aut länder, welche das billige Deutschland schaml## ausplündern, danndie Kreise der Schieber un Wucherer, welche wie nie zuvor in der deutsche Republik gedeihen, aber diese machen noch nic die Massen aus, welche die Schlemmerlokale füllc und den Anschein erwecken, als seien wir ein rch ches Volk. Sagen wir es nur offen heraus— sind auch die Massen der gut verdienenden Arbe ter und Angestellten, zwar nicht die kinderreich Familienväter, bei denen ist wirklich Not, sondetvor allem die Unverheirateten. Man wir dem jugendlichen Arbeiter fast ebensoviel Lohn den Hals wie dem Mann mit Familie. Seh wir uns das Publikum der Vergnügungslokalen# Kinos an! Wer trinkt die teuren Biere un Schnäpse, wer verpufft jährlich Milliarden Ma Zigaretten? Zu Dreiviertel sind es Jugendlich Man beobachte zum Beispiel den Verkehr in### Nähe von Fabriken, in den Arbeitspausen sind voll von jungen Leuten, welche ihr Geld in leich sinniger Weise verprassen. 40 Art laßt nicht von Art. Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) Er zog mit höflicher Verbeugung seinen Hut und schritt davon, ohne eine Erwiderung der Komtesse obwohl ihm das Herz zum Sterben schwer war beim Anblick ihres lieben, kummervollen Gesichtchens. Aber was häten sie jetzt, in Gegenwart dieses Untergebenen, noch sprechen können, was unter solchen Umständen nicht besser ungesagt blieb? Als er den Rand der Lichtung erreicht hatte, wandt, er sich noch einmal um, um zu sehen, daß Edith noch immer an der nämlichen Stelle stand und ihm unverwandt nachblickte. Noch einmal zog er seinen Hut und winkte ihr grüßend zu, ehe er zwischen den Bäumen verschwand. „Mein Gott,“ murmelte er,„es ist beinahe mehr, als ein Mensch ertragen kann. Und doch kam die Unterbrechung gerade zur rechten Zeit. Die hoffnungsvollen Worte des geliebten Mädchens über die Aufnahme, die ich be gehörigen finden würde, waren ja wie Peitschenhiebe. Nein, ich darf mich nicht beirren lassen, und ich muß all meine Kraft zusammennehmen, um das Opfer bringen zu können, mir aller menschlichen Voraussicht nach von der Grausamkeit des Schicksals auferlegt werden wird.“ 14. Kapitel. Nach seiner Begegnung mit dem Waldhüter und nach dem Auftrage, den er ihm in bezug auf den Doktor Odemar erteilt hatte, setzte der Graf den Weg nach dem Schlosse fort, höchlich zufrieden mit sich selbst. Er hatte die erste Probe seiner neu gewonnenen Macht gegeben, und das Bewußtsein, hier der unumschränkte Herr und Gebieter zu sein, dessen Befehlen sich alles widerstandslos zu unterwerfen hatte, ließ Er war überzeugt, auch seiner Stiefschwester gegenüber den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, und er zweifelte nicht, daß seine Enthüllungen ihre Wirkung getan hatten. Aber er hatte es nicht eilig, sich von dieser Wirkung zu uverzeugen und machte keinen Versuch, ihr gleich jetzt wieder zu begegnen, obwohl es ihm ja ein leichtes gewesen wäre, sie auf dem Rückwege abzufangen. Vorerst schwebte ihm eine andere, wichtigere Aufgabe vor, deren er sich zu entledigen wünschte, ehe der Major und der Senator wieder nach Donnersberg zurückgekehrt waren. Denn, so sehr er sich auch bemühte, es zu verbergen, diese beiden Menschen waren doch die einzigen, denen gegenüber er eine lähmende Empfindung des Respekts nicht ganz los werden konnte, und von denen er darum in der Stille seines Herzens fürchtete, daß sie seine Absicht auf die eine oder die andere Seite durchkreuzen könnten. Der Anschlag, mit dem er sich trug, sollte seinem sogenannten Vetter, dem Freiherrn Kurt von Reckenburg, gelten. Die Anwesenheit dieses Mannes auf dem Schlosse war ihm im höchsten Maße unbehaglich, obwohl er sich über die Gründe eigentlich selbst nicht Rechenschaft zu geben vermochte. Es war nicht zu leugnen, daß sich der Regierungsassessor bisher ihm gegenüber stets durchaus korrekt benommen und selbst den heftigsten Provokationen eine immer gleiche, ruhige Höflichkeit entgegengesetzt hatte. Wenn der Graf keinen anderen Grund hatte, die Entfernung seines Vetters zu so schien ihm dieser Wunsch schon hinlänglich gerechtfertigt durch die augenfälligen Beziehungen, die seit der Mordnacht zwischen dem Freiherrn und dem Gendarmeriewachtmeister bestanden. Sein Verbrecherinstinkt ließ ihn da eine Gefahr wittern, der er so rasch und so nachdrücklich als möglich zu Der Zufall fügte es, daß der Graf bei seinem Eintritt in die große Halle des Freiherrn ansichtig wurde, der dort mit Miß Trimmer, der hübschen Nichte des Senators Vanderzee, Diese junge Dame stand bei dem neuen Schloßherrn ebenfalls in sehr geringer Gunst, und er hatte allerdings triftige Gründe, sie nicht zu lieben. Denn wenn es auch beinahe selbstverständlich war, daß sich die Amerikanerin nicht zu ihm, sondern zu ihren Verwandten hielt, so hatte er doch recht gut gemerkt, daß ihre Abneigung gegen ihn eine fast noch tiefere war als die der anderen, daß sie ihn nicht nur für einen unerzogenen, brutalen und lasterhaften Menschen hielt, sonoern mit dem naturlichen Scharfblick der gescheiten Frau noch schlimmere Eigenschaften bei ihm vermutete. Un war von einer Aufrichtigkeit, die zuweilen nicht mehr allzuweit von Rücksichtslosigkeit entfernt war. Schon wiederholt hatte sie ihm recht unzweideutig zu erkennen gegeben, wie sie über ihn dachte, und seine Empfindungen für sie waren darum bei all seiner dreisten Zuversicht nicht ganz frei von Furcht. Der Gegenstand des Gespräches, das sie eben mit dem Freiherrn von Reckenburg geführt, war kein anderer gewesen als der Graf, wie es unter den im Schlosse obwaltenden Verhältnissen ja wahrlich naheliegend und begreiflich genug war. Aber wie immer, wenn derjenige, von dem man gesprochen, plötzlich und unvermutet in die Erscheinung tritt, so gab es auch hier beim Auftauchen des jungen Standesherrn ein plötzliches Verstummen, das selbst für zemanden, der ein besseres Gewissen hatte als jener, beredt genug gewesen wäre. Gemächlich, aber mit einem bösen Zug an den Mundwinkeln, trat er auf die beiden zu. „Nun? Hat man mich wieder mal geyorig deim Wickel gehabt?“ fragte er höhnisch, sich mit den Händen in den Taschen breit vor dem Freiherrn aufpflanzend.„Ich möchte wohl wissen, ob eines von Ihnen die Courage hätte, mir ins Gesicht hinein zu wiederholen, was Sie da soeben hinter meinem Rücken über mich gesprochen haben. Er hatte sich mit voller Ueberlegung des stärksten und drastischsten Mittels bedient, das ihm gegen diesen verhaßten Vetter zur Verfügung stand. Denn er wußte wohl, daß in seinen Worten eine Herausforderung gewesen war, die kein Edelmann und kein Mann von Ehre zurückweisen kann. Er war vollkommen darauf gefaßt, daß der Freiherr heftig auffahren würde, und wahrscheinlich war es gerade das gewesen, was er hatte herbeiführen wollen. Aber er kannte das Wesen dieses Mannes doch herzlich schlecht. Nicht für den Bruchteil einer Sekunde verlor der Regierungsassessor seine gewohnte Ruhe und Selbstbeherrschung. Langsam, mit einer müden, gleichgültigen Bewegung, drehte er dem Sprechenden den Kopf zu und maß ihn, nachdem er sein Monokel ins Auge geklemmt hatte, mit einem Blick, der nicht leidenschaftlich zornig, sondern nur kühl verächtlich war. (Fortsetzung folgt.) Kete. zierteljahrlden Bezug der ünschen Sie keine UnterBezug, dann bestellen t beim Briefträger oder stamt. ihrend der Weihgemacht werdeng n nach den bisherigen## Beginn und Schluß werden. im Eisenbahnzuge. anchmal absonderlichep uch einelsjunge Franp einigen Tagen nacht llie. Kurz vor derd Storch ein, so daß dies esellsame Unterbrechungg en Bahn=Inschriften nden. 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Seh der Vergnügungslokalen nkt die teuren Biere ft jährlich Milliarden Ma iviertel sind es Jugendlich Beispiel den Verkehr in n den Arbeitspausen sind en, welche ihr Geld in leich issen. der gescheiten Frau vermutete. Und sie nicht mehr allzuweit son wiederholt hatte gegeben, wie sie über sie waren darum bei frei von Furcht. is sie eben mit dem kein anderer gewesen sse obwaltenden Versegreiflich genug war. dem man gesprochen, nung tritt, so gab es tandesherrn ein plötzden, der ein besseres gewesen wäre. Zug an den Mundgehörig beim Wickel den Händen in den anzend.„Ich möchte Courage hätte, mir ins Sie da soeben hinter haben.“ ung des stärksten und gegen diesen verhaßten er wußte wohl, daß in gewesen war, die kein zurückweisen kann. Er der Freiherr heftig aufes gerade das gewesen, ber er kannte das Wesen kunde verlor der Regieund Selbstbeherrschung. tigen Bewegung, drehte id maß ihn, nachdem er tte, mit einem Blick, der nur kühl verächtlich war. ** Getreideumlage. Der Regierungspräsident in Arnsberg wandte sich gestern im Anzeigenteil unserer Zeitung durch einem Aufruf an die Landwirte und bittet um Unterstützung der Behörden in der Aufbringung der Getreideumlage. ** Personentariferhöhung am 1. Oktober. Zur Durchführung der Personentariferhöhung am 1. Oktober sind folgende Anordnungen getroffen worden: Mit Rücksicht darauf, daß der 1. Oktober auf einen Sonntag fällt, und die Rückfahrt auf Sonntagsfahrkarten stets an einem Sonn= oder Feiertage auszuführen ist, sind auch die am Sonnabend, den 30. September, nachmittags auszugebenden Sonnntagsfahrkarten bereits zu den vom 1. Oktober ab maßgebenden erhöhten Fahrpreisen zu verabfolgen. ** Zucker=Zwangswirtschaft in Sicht. Wie verlautet, beabsichtigt das Reich die Zwangswirtschaft für Zucker wieder herzustellen, um die tatsächlich bestehende Wuchergefahr für Zucker wirksam bekämpfen zu können. ** 60 Jahre deutsche Bauernorganisation. Die älteste wirtschaftliche Bauernorganisation Deutschland, der Westfälische Bauernverein, veranstaltet aus Anlaß ihres 60jährigen Bestehens am 30. September d. J. in der Stadthalle zu Münster i. W. eine Festtagung, für die der kannte Parlamentarier und bayrische Bauernführer Geh. Landesökonomierat Dr. Heim als Redner gewonnen ist. Vertreter aller deutschen Bauervereine werden an dieser Ehrentagung des westfälischen Bauernstandes teilnehmen. Lichtendorf, 25. Sept. Für 40000 Mark Waren gestohlen. In der Nacht zum 20. ds. Mts. wurde in der Filiale des Kaufmanns Kempken ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe nahmen ihren Gang durch den Keller nachdem sie vorher eine starke Eisenstange aus dem Mauerwerk gebrochen und herausgerissen hatten. Aus den Räumen der Filiale entwendeten sie dann 1 Kisten Schmalz, 1 Kanne Oel, mehrere Pakete Kaffee, eine Menge Plock= und Mettwurst, Margarine und Käse. Der Gesamtwert der entwendeten Lebensmittel beläuft sich auf 40000 C4. Die Filiale ist die des Kaufmanns Kempken in Aplerbeck. Berghofen, 25. Sept. Ankerachse gestohlen. Der Hörder Kreisbahn entwendete man vom Depot hier eine wertvolle Ankerachse, und zwar wurde dieselbe von Dieben nach der Südseile der Eisenbahn zu durch die Hecke getragen. Fähre zum Uebersetzen bereten wollte, aus und ertrant im Rhein. Trier, 23. Sept. Ein Theologiestudie rin der als Handwerksmeister. Ein 22= jähriger Oberprimaner des hiesigen Kaiser Wilhelm=Gymnasiums, der sich dem Studium der Theologie widmen will, aber vor Beginn seiner Gymnasialzeit Lehr= und mehrere Gesellenjahre als Schreiner hinter sich hatte, benntzte laut der „Trierer Landeszeitung“ die Herbstferien dazu, die Meisterprüfung abzulegen. Als Meisterstück fertigte er einen Schreibtisch an, der für seinen eignen Gebrauch bestimmt ist. Er bestandt die Prüfung mit„Sehr gut". Lüdenscheid, 22. Sept. Ferienarbeit. Eine große Zahl von Gymnasiasten und Hochschülern war in den abgelaufenen Ferien auf den hiesigen Fabriken beschäftigt. Das auf diese Weise verdiente Geld können sic gut gebrauchen, zum Teil gar nicht entbehren, denn das Studieren ist sehr teuer geworden. Ein weiterer Vorteil ist das gegenseitige Sichverstehenlernen unter den verschiedenen Berufskreisen. Die Ferien=Fabrikarbeit der Studierenden wird wohl zu einer ständigen Erscheinung der Nachskriegszeit werden. Auch viele andere Industriestädte berichten dasselbe. Aachen, 22. Sept. Gefahr. Die hiesig Strafkammer verurteilte einen Mädchenhändler, der eine 18jährige Musikschülerin aus Köln nach Rotterdam entführte, zu drei Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Wittlage, 23. Sept. Ein anerkennendes Beispiel der Wohltätigkeit hat der Kreis Wittlage aufgestellt, indem die Landwirte beschlossen haben, für die Kleinrenter, Bedürftigen und Waisenhäuser im Kreise Wittlage und Osnabrück von jedem Scheffelsaat Anbaufläche von Kartoffeln 20 Pfund umsonst zu liefern gegen Erstattung der Kosten für das Ausroden von 10 U je Zentner. Unentgeltliche Bürgel, 23. Sept. Aus den Provinzen. Arnsberg, 25. Sept. Zeichen der Zeit! Der Aerzteverein des Kreises Arnsberg hat den Brotpreis als Grundlage der Gebührenberechnung für die Privatpraxis gewählt. Für die Beratung in der Sprechstunde wird der jeweilige Preis des sechspfündigen markenfreien Brotes als Mindestsatz berechnet werden, für den Hausbesuch das doppelte. Alles übrige(Nachtbesuche, Sonderleistungen. Operationen usw.) wird nach den Friedenssätzen(Gebübtenordnung 1896) vervielfacht mit dem jeweils güttigen Brotpreis. Die Aerzte des Kreises Arnsberg sind verpflichtet, nicht unter diesen Sätzen zu liquidieren. Köln, 23. Sept. Mehr Wasser als Wurst. Fleischwurst mit 55 v. H. Wasser wurde im Geschäft eines Metzgers verkauft. Der Metzger will die Wurst in den Eisschrank gehängt haben, damit sie nicht verkauft werde. Seine Ehefrau habe sie dann in Unkenntnis der Dinge verkauft. Das Schöffengericht nahm fahrlässiges Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz an und setzte 2000 A Geldstrafe fest. Köln, 23. Sept. Folgendes charakteristisches Stimmungsbild wird uns erzählt: Morgens 7,30 Uhr Wartesaal. An einem Tisch sitzt ein französischer Offizier und frühstückt. Aber wiel Er hat 228 M zu zahlen, reicht dem Kellner 300 M nimmt, als er 72 K herausbekommt, zwei Zwanzigmarkscheine und schiebt den Rest als Trinkgeld hin. Gleich neben ihm ein Herr mit seiner Tochter. Es kann ein Oberlehrer, ein höherer Beamter oder so etwas Aehnliches sein. „Was kostet eine Tasse Kaffee?“ sagte er fast änglichst.„Zwinzig Mark!" ertönt es knapp und feierlich. Da sieht der Mann seine Tochter an. ringt eine halbe Minute mit sich, dann sagt er „Nein, danke!“ Worauf das Mädel ein rotes Gesicht bekommt und schämt sich vor uns, die wir das doch gesehen hatten... Brake 23. Sept. Ein 3jähriges Kind auf dem Leitungsmast. Ein aufregender Vorgang hat sich Sonntag nachmittag an der Kirchenstraße zugetragen. Dort saß'auf der äußersten Spitze des Leitungsmastes, der im Krankenhausgarten unmittelbar an der Straße steht, ein noch nicht ganz dreijähriges Kind und machte durch sein Weinen eine vorübergehende Frau auf sich aufmerksam. Mit Hilfe einer langen Leiter wurde es heruntergeholt, nachdem andere Versuche, zu ihm zu gelangen, fehlgeschlagen waren. Wie das Kind in diese schwindelnde Höhe gekommen ist, ist noch nicht aufgeklärt; däß es lebend wieder herunterkommen wütde, shat niemand in der sich bald ansammelnden Menge geglaubt. Neuwied, 23. Sept. Tod im Rhein. Sonntag abend glitt ein Neuwieder Bürger, Vater von 8 Kindern, als er auf der linken Rheinseite die eichenbestattung. In der Stadt Bürgel ist die unentgeltliche Leichenbestattung eingeführt worden, wonach die Stadt den Sarg stellt und die Kosten für die Leichenfrau, den Totengräber, den Leichenwagen und ein Reihengrab trägt. Die Feuerbestattung ist der Erdbestattung gleichzuachten. Wird die Annahme einer Leistung verweigert, so ist auch der Anspruch für die übrigen Leistungen verwirkt. Zur Deckung der sich aus der unentgeltlichen Leichenbestattung ergebenden Kosten wird im Umlageverfahren eine Gebühr erhoben, die jährlich neu festgesetzt wird und für das Jahr 1922 beträgt: 50 K bei Einkommen bis 100 000 M(unter 20000 M gebührenfrei). 100 c bei Einkommen bis 200000 dl. Die Gebühr ist in Halbjahrsraten zu entrichten. Ochwerter Flimrrikit 0 8 0 schließen In Dortmund haben Besprechungen zwischen maßgebenden Persönlichkeiten in der Stadtverwaltung und Vertretern der Kinobesitzer stattgefunden Die Kinobesitzer behaupten, daß sie geschlossen hätten, weil sie nicht mehr eristieren können, und ihnen jede Herausforderung der Stadt dabei ferngelegen hätte. Die Herren von der Stadtverwaltung haben darauf den Kinobesitzern nahegelegt, zunächst ihre Theater wieder zu eröffnen, und darauf ihre Bereitwilligkeit erklärt, die Angelegenheit mit dem Finanzam beschleunigt zu prüfen und den berechtigten Wün schen der Kinobesitzer entgegen zu kommen Die Kinobesitzer wollten im Vertrauen auf die Gerechtigkeit der Stadtverwaltung ihre Theater wieder eröffnen. In Berlin ist man den Wünschen der Kinobesitzer entgegengekommen und hat die Steuersätze erheblich ermäßigt, so daß nunmehr von der Schließung der Kinos abgesehen werden kann. Turnen und Sport. Fußball. Ein weiterer verregneter Spieltag Wenn trotzdem manches angesetzte Meisterschaftstreffen zum Austrag kam, mag unbegründetes Terminnotbangen die Haupttriebfeder gewesen sein Die Ergebnisse können jedenfalls keineswegs als einwandfrei angesprochen werden. trennten sich Sportv. Iserlohn und S. S. V. 06 3: 2, nachdem Schwerte zunächst 1:0, dann 2: 1 geführt hatte. Die Hiesigen waren in der letzten Hälfte der zweiten Halbzeit durch Ausscheiden ihres Torhüters und eines Läufers im Nachteil. — Turngemeinde Hagen bezog von Hüften eine 3: 7=Niederlage. Lüdenscheid bezwang Sportunion=Hagen 3: 1. Union Haspe und Vorhalle spielten nicht ganz durch,„3:3 abgebrochen“ lautete die Meldung; 1860 Hagen und Wetter begnügten sich ebenfalls mit einem Teil=Spiel und 1:0, dagegen kämpften Eppenhausen und Neheim 08 unentwegt 2 mal 45 Minuten, wonach man es auf 7:2(!) gebracht hatte. Gevelsberg und Weidenau ließen sich durch den Regen auch nicht stören, indessen siel in diesem Treffen nur! Tor und zwar für Gevelsberg. Sonstige Ergebnisse: Essener Turnerbund: Dortmund 95 5:0(l!, eine große Ueberraschung!), Bochum 48: BfB=Dortmund 10:0!!!) Der auch hierlbestens bekannte Dortmunder Verein scheint seine in früheren Jahren gezeigte hohe Form immer noch nicht wieder finden zu können. Köln 99: VfB=Leipzig 1:9(!) Düsseldorf 99: VfB=Leipzig 0:4(!) Düsburg 8: Styrum 1:0 Spu Sp Elberfeld: Fortuna=Düsseldorf 1: 1. Lethmathe A=Klasse: Kabel 2:0, Milspe Eckesey 3:1. Das Weib und der Hampelmann, ist ein spanischer gefilmter Liebesroman mit schöen photographischen Bildern aus Caoiz und Sevilla; er läßt Blicke in das südländische Leben und in die hitzige Liebes= und Lebensalt der dortigen Bevölkerung tun. „Das Liebesnest". Dieser Film verdankt sein Taselr dem Romar von Stilgebauer. Hans Brennert hat danach das Manuskript geschrieben. Da man am Freitag nur den ersten Teil sah, kann man jedoch noch kein endgültiges Urteil fällen. Der erste Teil baui sich um die Tragödie des Millionirs Ridder, eines ehemaligen Gerbermeisters, auf. Diesem Manne, dem nach kurzer Ehe die Tochte; alles ist. und der es erleben muß, daß sein Kind einem Unwurdigen ihre Ehre opfert, der dann gegen sein Gewisser die Heirat mit dem Jugendfreunde zugibt, diesem Ridder gibt Wegener Gestalt und Leben. Ihm zur Seite Lyda Salmonova, Margit Barnay und Adalbert von Schlettow, Schünzel als Hochstapler etwas farblos, und in kleinen Rollen Käthe Haack. Olga Limburg, Picha und Emil Rannau. Die Regie Rudvlf Walther=Feins ist maßvoll und hält sich am Hergebrachten, es gelang ihr aber nicht, die starken Schwächen des fünften Aktes zu beheben. Die Photographie war bei den Außenaufnahmen gut, versagte aber in wichtigen Szenen und zeigte so hie und da unscharfe Bilder. Ein Teil des Publikums zeigte sich bei tiefgreifenden Szenen manchesmal verständnislos. Die Musik war gut. * Die Krisis der Lichtspieltheater. Schon seit langer Zeit ist bekannt, daß die Lichtspieltheater den Gedanken bewegen als Protest gegen übermäßig hohe Besteuerung zu schließen. Auf diese Weise würden Tausende von Angestellten brotlos und ein Betrieb völlig lahmgelegt werden, der immerhin eine beachtenswerte Rolle spielt. In Dortmund und Berlin ist der Streik da. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Reichsverband der Lichtspieltheaterbesitzer sich dem Vorgehen anschließen und als Protestkundgebung in ganz Deutschland alle Kinos schließen wird. diesem„Sympathiestreik“, soll zum Ausdruck gebrackt werden, daß die jetzt beliebte Steuertaktik über kurz oder lang zum Ruin der Kinobesitzer führen muß Wenn man bedenkt, daß in vielen Städten der Besuch der Theater so teuer geworden ist, daß ihn sich ein großer Teil des Bürgertums nicht mehr leisten kann, dann ist es vielleicht b dauerlich, wenn nunmehr die Kinos. die Theater des kleinen Mannes, ihre Pforten Die Wirtschaft auf absteigender Linie. Ueber den Arbeitsmarkt in der ersten Hälfte des September meldet das Landesarbeitsamt der Rheinprovinz: Die Entwicklung des Arbeitsmarktes geht auf der absteigenden Linie weiter. Textilindustrie, die Neußer und Emmericher Margarineindustrie, die Genußmittelindustrie und Tabakindustrie melden Betriebseinschränkungen, Kurzarbeit, Feierschichten und Kündigungen. Die Einschränkungen der Textilindustrie machen sich stellenweise schon in der Bekleidungsindustrie bemerkbar. Die hohen Oelpreise drücken die Beschäftigung der Anstreicher; das gra phische Gewerbe zeigt Schwäche. Von großer Bedeutung für den Arbeitsmarkt ist, daß die gleitenden Warenpreise auf den Arbeitsmarktsübergegriffen und das Streben nach gleitenden Löhnen wieder belebt haben. Das starke Drängen nach gleitenden Preisen und Löhnen zeigt, daß wir weitere Kraftverluste nicht mehr ertragen können. Die ohne Zweifel nützliche Abkehr von dem Raubbauswird durch die Verhältnisse erzwungen. Da diese erzwungene Wendung uns vor neue große Schwierigkeiten stellt, so ist es klar, daß die Schlinge sich jetzt erst richtig zuzieht. Auf dem bisherigen Wege kommen wir nicht weiter, und das Beschreiten des neuen Weges deckt die bisherlverschleierten verheerenden Folgen unserer Ueberlastung auf und erfordert eine gewaltige Kraftanstrengung. Lehle Brühimeldungen. Hochzeit in Doorn am 15. November. Berlin, 25. Sept. Wie wir hören, soll die Heirat des Kaiser Wilhelm am 15. November erfolgen. Die jetzigen Verhandlungen, die noch in Schloß Dvorn geführt werden, sollen vornehmlich Vermögensauseinandersetzungen betreffen. Einbruch bei der spanischen Militärattachee in Berlin. TU. Berlin, 25. Sept. Am Sonnabend abend drangen Einbrecher in die Wohnung des Militärattachees der spanischen Botschaft, Oberstleutnants Ruio de Valdivia, ein und stahlen eine große Anzahl Silbersachen, meist Bestecks im Werte von 500.000 M. 50000 M Belohnung sind für Piederbeschaffung der Sachen außgesetzt. Kemal an das türkische Volk. TU. Smyrna, 25. Sept. Kemal hat folgende Proklamation an das türkische Volk gerichtet: „Edle türkische Nation!. Wir sind siegreich, unser Sieg ist einzig und allein Dein Werk. Bisher hat der Feind mehr als 100000 Mann an Toten und Gefangenen verloren. Große und edle türkische Nation, Dein siegreiches Heer grüßt Dich vom Strande des Mittelmeeres." A Handel und Börse Berliner Börsen kurse vom 22. September 1922 mitgeleilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerke 5% Deutsche Reichsanleibe 77½ Barmer Bank=Verein 210 Deutsche Bank 585 Diskonto Presdner Bank 332½ Hamb.=Amer.=Pak. 674 Allgem. Elektr.=Ges. 760 Baroper Walzwern 1140 Bochumer Guß... 2390 Bösperde Walzwerk 980 Daimler Motoren 471 Deutsche Kaliwerke 2175 Deutsch=Luxemburg.. 2325 Dynamit 869 Elderf. Farbw. 1275 Essener Steinkohlen 2130 Gelsenkirch. Bergw 2400 Gasmol. Deutz............. 775 Harpener Bergw. 4675 Hasper Eisen............ 2300 Hoesch.... 2350 Humdoldt Masch 672 Mannesmann 1750 Oberschles. Eisenb.=Bed. 1145 Orenstein& Koppel 1635 Phönix Bergbau 2950 Reisholz Pap..... 558 Rhein. Stahlwerke......... 2075 Rombacher 1049 Schuckert 1150 Siegen=Solingen 398 Ver. Di. Nickelwerke....... 1790 Westf. Draht=Ind. 670 Westf. Eisen, Langendreer......... 870 Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlte deutsche Mark: für Buntes Allerlei. In Wien haben die Bierpreise eine weitere Erhöhung erfahren; ein halbes Liter Ab zugsbier kostet 2200, ein halbes Liter Lagerbier 2600 Kronen. Der Preis für eine Fahrt auf der Straßenbahn wurde von 1000 auf 1700 Kronen erhöht. Aus Alsfeld in Oberhessen wird über einen criginellen Streik geschrieben, dessen Schauplat der Glockenturm des kleinen Dörfchens Elbenrod st. Tort hertschte die alte Sitte, das jeweilig vier Schuljungen dem Kirchendiener beim Glockenläuten helfen. Beim letzten Kirchengang schwieg die Glocke, denn die vier Jungen im Alter ron 11 und 12 Jahren waren in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie forderten für ihre Bemühungen jje 100 M. da der alte Glöckner selbst im Jahre nur 500 M für das Glockenläuten besommt, lehnte er ab. Daraufhin traten die Stifte in den Streik.. Ein anderer Junge, der einspringen wollte, wurde als„Streikbrechen" fürchterlich verbleut. Da ein Schlichtungsausschuß nicht zuständig ist, dauert der Streik noch an Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus 26. Sept.: Wolken, teils Sonne. angenehm. 27. Sept.: Sonne, warm, teils Wolken, ziemlich warm. 28. Sept.: Wolken, milde. 00 belgische Franken 00 dänische Kronen 1 englisches Pfund 00 französische Franken 100 holländische Gulden 100 italienische Lire 100 polnische Mark.. 100 schwedische Kronen. 100 schweizerische Franken 25967,50 100 tschechische Kronen 4404,45 am 22. 9 10062.45 28963,70 6142.30 10501,75 53732,75 5867.65 18.75 36754, am 23 9. 10112,30 29088,55 6217,20 10736,55 54232,10 5942,55 36853.85 26367.— 4404,45 1388,26 1405, 140 nur Continental-Absätze und-Sohlen. Sie sind geschmeidiger undsparsamer als Leder, machen den Gang leicht und schonen die Nerven. Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher Absätze und Schlen So gut wie Continental-Reifen! #ss Koch. buch. Die Irrtümer des Justinktes. In der französischen Akademte der Wissenschaften hat Vonnter über die Forschungen Roubauds einen interessanten Bericht erstattet. Raubauv beobachtete bei Wespen von der Belonogaster=Art einen merkwürdigen Irrtum des Instinktes. Diese Wespen besitzen einen Parasiten, eine kleine Mücke, die ihre Larven oft in den Zellen der Wespen niederlegt; die Verpuppung vollzieht sich dann in den Wespenzellen. Aus Sparsamkeit verzehren die ausgewachsenen Wespen jene Larven ihres etgenen Gattung, die durch das Eindringen der Parasiten entwicklungsunfähig geworden sind; aber dabet befreien sie auch chre Feinde, die Fliegen, die ohne diesen Einguss untergegangen wären. Diesem Fehler folgt ein zweiter Irrtun die parasitären Mücken haben ihrerseits einen Feind in winzigen Insekten, die ihre Eier in die Bisweilen werden diese Eier an der Seite der Larve sie entwickeln sich aber trotzdem. Die Wespe jedoch vertilgt auch diese Eier, sie weiß Freund und Feind nicht zu und inden sie den Feind begünstigt, vernichtet erien in Aepnt umd Derein, e Ein Wikinger Schiffsbegräbnis ist kürzlich an der Südküste der Bretagne auf der kleinen Halbinsel bei Port Maria ausgefunden worden. Ein Erquel genannter Tumulus wurde geöffnet, wobei die Reste des Schiffes und zahlreiche Beigaben zutage gefördert wurden. Die Ausgrabung zeigte, wie der„Glokus" berichtet, daß der Tote mit Kleidung, Waffen und Schmuck in einem Schiffe verbrannt worden ist. Man hat nicht nur die Reste des alten Fahrzeugs gefunden, sondern auch zahlreiche Bronzevasen, Schildbuckel, Schwerter, Beile, Pfeile, Goldschmuck, die durch das Feuer stark gelitten hatten. Die Reste des Schiffes zeigen, daß es etwa 11 Meter lang und 2½ Meter breit war. Man nimmt an, daß das Begräbnis gegen Ende des 9. Jahrhunderts stattgefunden hat; von 917—927 haben die mannen, wie man weiß, als Eroberer in der Bretagne eine hervorragende Rolle gespielt; indessen ist das Schiffsbegräbnis von Port Maria der erste Fund, der sich als Spur der Herrschaft in der 5 Bei schwerem, überans körenden 2 O 0 W hat Herr Dr. med. M. in B. mit Obermeyer's Medizinal= einen ebenso schnellen wie vollständigen Erfolg erzielt. Zur Nachbebandlung ist Herba-Creme besonders zu emosehlen Zu haben ummmt. in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerten. .: 4% Ein AlA#lichee Zusull. Der Klete Häus hatte Ane Schüssek mit Backpflaanen umgestoßen. „Ist das aber ein glücklicher Zufall,“ rlef er. “„Was willst du damit sagen?“ fragke seine Mukter, „ich kann nichts Glückliches dabei sehen.““ „Ist das kein glücklicher Zufall? Ich esse doch Backpflaumen nicht gern.“ Kanznchen im Topf. Zwei schöne Kaninchen werden gehäutet und in passende Stücke zerlegt, die man mit Zwiebel, Sellerie, Mohrrüben in Butter oder Fett braun anbrät. Dann legt man alles unter Zurücklassung des Fettes in einen ziemlich hohen irdenen Topf, Salz, Pfeffer, 2 Lorbeerblättern, 3 Nelken, 1 Sträußchen Petersilie und etwas Thymian. Man gießt so darübber, daß es gerade bedeckt ist und fügt 1 Eßlössel Schwammessenz oder Soja dazu. Nun überbindet man den Topf fest mit starkem Papier, stellt ihn in ein Gefäß mit siedendem Wasser und läßt das Gericht 2—3 Stunden sehr langsam dünsten. Zuletzt legt man die Fleischstücke auf eine tiefe Schüssel, macht die Sauce mit etwas Kartoffelmehl und 2 Eßlöffeln saurer Sahne seimig, gießt sie recht heiß über das Fleisch und garniert die Schüssel mit gerösteten Speckscheiben, Makkaroni aden weiße Bohnen schmecken sebe wr beee am m.. cumbr. armet Bn vur: Ach ich wöllte, ich wäre hübsch!“ : Mutter:„Liebes Kind, das ist ein eitler Wansch Vernünftige Männer sehen nicht auf Schönheit.“ Elli:„Ach, Muttchen, ich habe aber gar nicht an vernünftige Männer gedacht, sondern nur an Paul## Enfank tekrible. Die Müllers müssen doch alles auf Abzahlung kaufen,“ meint Frau Piesecke. „Warum denn?“ erkundigt sich Frau Kulicke. „Na, ich habe gehört, wie Artur Müller seinen Vater fragte, oh das neue Babh auch wieder abgeholt ürde. wenn sie die Raten nicht rahlen kännten.“ Einladung zur Sitzung der Stadtverordneten am Donnerslag, dem 28. Sepkember 1922, nachmittags 5 Uhr, im StadtverordnetenSitzungssaale des neuen Rathauses hierselbst. Märkischenstraße, des Senni Schiller= und Wittekindstraße. tingsweges, der Tagesordnung I. Oeffentliche Sitzung. Erhöhung des Aktienkapitals des Kommunalen Elektrizitätswerkes„Mark“ von 52 Millionen auf 104 Millionen Mk. Uebernahme der auf die Stadt Schwerte entfallenden Aktien und Beschlußfassung über die Aufbringung der erforderlichen Mittel. 2. Bewilligung der Mehrkosten für die Fortschaffung eines anf dem Gelände der Eisenbahnhauptwerkstätte aufgefundenen größeren Steinblocks zum Schwerter Stadtwalde.. 8.16s, 3. Anschluß des Wohnungsneubaues in der Lierystr. an die Kanäle in dieser Straße. 4. Genehmigung des Forstkulturplans und des Hauungsplans für den Schwerter Stadtwald für das Wirtschafte jahr 1922 23. 5. Erhöhung des Gaspreises. 6. Erhöhung des Wasserpreises. 7. Erhöhung der Entschädigung für den Uhrenableser des Gat= und Wasserwerks. Erhöhung der Entschädigung für die Am Freitag, dem 29 September 1922, vormittags von 8—12 Uhr für die Bewohner der Brück=, Friedrich=, Hermann=, Hüsing=, Jäger= und„Kampstraße, Kampgasse, der Klepping= und Mittelstraße, des Neumarktes, des Nordwalles, der Nord=, Osten=, Ostberger=, Schützen- und Wallstraße. Am Freitag, dem 29. September 1922, nachmittags von 3—6 Uhr für die Bewohner der Beckestr., des Beckenkamps, der Bismarck=, Bruch=, Wilhelm, Molkke=, Ziethenstr. und der Liethgasse. Am Sonnabend, dem 30. September 1922, vorm. von 8—12 Uhr für die Bewohner der Hagener=, Heil. GeistHellpothstr., In den Höfen, der Iserlohnerstr. Am Kirchhofe, der Költerbachstr., des Marktes, der großen und kleinen Marktstr., der Mähr-, Mühlen=, Ruhrstr., des Südwalles, der Schul-, [Teich=, Westenstr., des Westenortes, des Westwalles und für die Bewohner der Schwerterheide und der neuen Straßen an der Eisenschulwär=bahnhauptwerkstätte. Er, witd geynde..“, Köstel's Saalbau Mittwoch, den 27. Sept, abends 8 Uhr Gastspiel der Oberbaurischen Bauernbühne D Eeßertf rr Wagenfette Maschinenfette Huffette Lederfette Autofette Maschinenöle orenöle Centrifngenöle Fahrradöle Nutvöle Fußbodenöle Lack u. Oelsarben Carbolineum liefern Engros und Detail Bin unter Nr. 364 an das hiesige Fernsprechnetz angeschlossen. Aloys Cremer, Schwerte Bedachungsgeschäft Wilhelmstraße 24. 184 Bes terinnen und für den Schulwärter. Es wird driugend ersucht, während der 9. Erhöhung der Entschädigung für die Schulreini=festgesetzten Zeiten die Milchkarten pünktlich gung zu Schwerterheide.„u. Lan nokmnamttichknsabzuholen. 1146 ge ust, 10. Erhöhung der Vergutung für den nevenamtuchen. Familienstammbun ooer sonfrige Urkunden Unterricht und den Leiter der Berufsschule. über milchversorgungsberechtigte Kinder sind 11. Erhöhung der Entschädigung für die Reinigungsvorzulegen, ebenso die mit Ende ds. Monats des neuen Rathauses...„ g v.3i3augngsablausenden Milchkarten für Personen über 12. Erhöhung der Pflegesätze für Polizeigefangene A uud Aoschiote.#te eug 13. Genehmigung der Ortssatzung für die Erhebung von Marktstandsgeld.„: v..W 4r8 14. Vewilligung eines erhöhten Mitglieosbeilluges für den sauerländischen Gebirgshgreige#. 15. Bewilligung des erhöhten Mitglieosbeitrages für den westfälischen Wohnungsverein. 16. Erhöhung des Beitrages für den Verein Kinderheim„Cecibenstift“ zu Bad Lippspringe. 17. Abkommen mit dem Kinobesitzer Tondock. 18. Bewilligung eines Betrages für die Belieferung der Armen, der Sozial= und Kleinkapitalrentner mit Kohlen, Kartoffeln usw. 19. Gewährung von Vorschüssen an die städtischen Beamten und Angestellten für die Beschaffung von Kohlen und Kartoffeln. 20. Hergabe eines Darlehens. E. 35— 21. Erhohung der Pflegesätze in den beiden hiesigen d Krankenhäusern...... Für dig Süri, 22. Erhöhung der Entschädigung sur bie Fursorgerin. 23. Aufnahme des polnischen Staatsangehörigen Alexander Linde in den preußischen Staatsverband. 24. Anerkennung der Bedingungen für die Gewährung von Staatszuschüssen an das Lyzeum. 25. Wahl von 2 Vertretern für den Westfälischen Städtetag. 26. Anstellung eines Kassen=Assistenten. 27. Mitteilungen. Künstl. Leitung: Ellerdorfer Lindner 36 K * 28 Karlenvorverkauf: Z'garrengeschäft 38 Fritz Schöttler. Näheres siehe Plakate!## 25 Sch werte Ostenstraße 19. Verkaufe: Weißkohl sKbraufenden Besitzer von milchgebenden Ziegen haben keinen Anspruch auf Milchkarten. 1922. Schwerte, den 25. September Der Magistrat. K Lichtsbiele„Zur Reichskrone“ Tergessen a. Tafelobst zum Schlachten kauft Burgwirtschaft Hohensyburg. Nur noch heute! Der große zweiteilige Film Lebestlest! Nach ab Hof 33942 Schulte-Wermingsen Warmen-Ruhr. #### im Gesicht u. am Körper beseitigt rasch u. zuverlässig Zucker’s PatentMedizinal-Seife. Nach jeder Waschungm.Zuckooh-Creme nachbehandeln.„Frappante Wirtung, von Tausenden beTochnikum Lomagl Lätigt. 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Sepiember 1922, nachmittags von 3—6 Uhr für die Bewohner der Bergischenstraße, des Dortmunderwegs, der Haselack= und Hörderstraße, des Kirschbaumsweges, der Königstraße, und des Königsplatzes, der Körner=, Kuh= und dem Roman von Eduard Stilgebauer. Hauptrollen: Paul Wegener, Reinhold Schünzel, Erich Kaiser, Tießz u. Käthe Haack. bei uns anzufragen, wenn Sie eine gute, vornehme u Drucksache benötigen. 22 Das Weib und der Hambelmann! Nach dem Roman von Pierre Louys und Pierre Frondaie in 5 ergreisenden Akten. Wir Sraden Große Auswahl in besseren und billigeren Damen=Hüten. Samme'= und Pelz=Hüte sowie Pelzeswerden preiswert umgearbeitet. Damen= und HerrenHüte werden in 14/Tagen fassonierlida eigene Presserei im Hause. Fran Brenne, Weshosen. Oberschlelier überall! Vom Liedesnest gelangt heute der erste und nächsten Freitag der zweile Teil zur Vorführung. Personen unter 16 Jahren haben zu diesem Programm keinen Zutrilt. Buchdruckerei Braus in verschiedenen Größen vorrätig. 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Der Deutsch Ahat beim Reichsfin nn einer Höchstgren liches Einkom Igung unterbleibt, u kohnabzug sein Bei Der Reichske seinen mehrfach v getreten. Wie die Blätter lrichtshof in L den Schriftstel ner der Burg Saa tion aufgehoben. T suchungsgefängnis er Präside ###on Dubois, ###rmonierte, seine Das beligsch glich fest, daß kei An dem Oberfassel Eich damit begnüge chen Gesandten ir #ber diese Feststell Rußland se England, in d Friedensschluß, zu Auerkennung perse Vern Die japani Ahrem Ende entge hanzen besetzten C unung des Was ##e in China miet Wer Personal oder Stellung sucht, etwas kausen oder verkaufen will, wer Geschäftsverbindungen im kaufkräftigen Oberschlesien anknüpfen will erreicht dieses amd schnellsten durch eine Anzeige im „Wanderer".— Zur Zeit werden von vielen Leuten, die das polnisch werdende Gebiet verlassen wollen, zeue Existenzen im Reiche gesucht. 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