Segelmätige Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allertei. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterhaltungs- u. Romanbeilage.n Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbüld. Kunst u. Willen. u Gartenratschläge. Oerdunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Veikszeinung Schwerter Boiksbiatt Amtliches Kreisblau für den Kreis Börda. bolzwicheder Zeitung und ättestes Cagevordan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Nr. 209 Mittwoch, 6. September 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Entente=Logik. Eins, hofft' ich, sollt' euch einig machen: Der offen aufgesperrte Rachen Des Ungeheuers, das euch droht! Doch nein, ihr wollt euch erst vertragen, Wenn ihr schon steckt in seinem Magen, Doch seid ihr dann erquetscht und tot! F. Hebbel. Neueste politische Nachrichten. Der Vertehrsbeirat der Postverwaltung wie das„Verl. Tageblatt“ meldet, gestern zur peratung der Vorlage betreffend die Erhöhung dr Postgebühren zusammengetreten und hat eine Im 1. Oktober einsetzende wesentliche Erhöhung # Postgebühren beschlossen. Die Konserenz der Ernährungsminister, der alle Länder zumeist durch die Ernährungsinister und Landwirtschaftsminister vertreten #nd, wurde gestern morgen im Phönixsaal des athauses durch den Bürgermeister Dr. Diestel hamens der Hamburgischen Regierung begrüßt. Reichstanzler Dr. Wirth empfing gestern nach. #ttag Fridjof Nansen, der gegenwärtig in #erlin weilt. Die Parteiführer der SPD. und der sPD. beraten seit gestern vormittag über die eiden Entwurfe eines gemeinsamen Aktionsproamms. Das Korrespondenzbüro teilt mit, daß an den berüchten, der frühere deutsche Kronprinz in Wieringen gestorben, kein wahres Wort Wie der amtliche Preußische Pressedienst mit###t. löste der Minister des Innern den Jungleutschen Orden mit allen seinen Unterganisationen auf. Vermischte Kunde. Eine Vergleichung der Meisterschaftsrfolge der größeren Länder in 13 Wettberben ergibt einen Sieg Schwedens mit 77 PunkAn. wenn für den 1. Sieger 7, für den 2. sechs #ntte usw. angesetzt werden. Danach folgen ##igland und Deutschland mit je 71 Punkten, wo#jedoch zu beachten ist, daß 7 Punkte der Enzhider Nichtengländer zu verdanien sind. An 4. Stelle folgt Frankreich mit 52, dann Ungarn mit Oesterreich mit 26, Shweiz mit 23 Punkten. Das gesamte Auswanderungswesen Rußland ist jetzt monopolisiert worden. Nur „Freiwillige Flotte“ hat eine Konzession er#lien. Die Wissenschaftliche Abteilung beim Obersten Feltswirtschaftsrat in Moslau läßt jetzt eine Reite populärer Vorträge halten, welche die Be###ütung der deutsch=russischen WirtIhafts=Bcziehungen zum Gegenstand ##ben. * In Berlin nahm ein Polizist einen bettelnben #linden mit zur Wache, der allgemeines Aerger#'s erregte, weil er betrunken schien und seinen ###nd aus die Passanten hetzte. Der Mann hatte Tageserlös bereits 1169 A in der ##asche, dabei hatte er schon mehrere Mal in einem benachbarten Lokal gut gefrühstückt, ###s narürlich guch Geld kostete. Auf dem Denkmalsplatz in Tangermünde gichen zwei Nußbäume. Die Früchte daran wureen jetzt versteigert und dem Höchstbieter für ### A zugeschlagen. Da kostet jede Nuß dem #lten Manne rund— 1 M. Am Ende noch mehr, #'ls sich nächtliche Liebhaber der. Früchte einS#ellen. * 1 Die Entschließung der Reparationskommission in Paris vom 31. August ist mit so vielen Möglichkeiten verknüpft, daß es sich eigentlich nicht lohnt, heute daran lange Betrachtungen zu knüpfen. Das ist auch in den stattgehabten Erörterungen direkt oder indirekt zugestanden worden, zumal die Einlösung der von uns auszustellenden Schatzbonds über 160 Millionen Goldmark, die bis zum 15 Dezember 1922 von Deutschland zu zahlen wären, binnen 6 Monaten, also bis zum 23. Juli recht zweifelhaft ist. Aber zur Charatieristit des friedlichen und praktischen Geistes der Reparationskommission sollen dach die Aufzeichnungen einer merkwürdigen Logik ins Auge gesaßt werden. Die Kommission spricht als ihre Ueberzeugung aus, daß Deutschland jeden Kredit nach innen und nach außen verloren hat. Wenn die Herren in diesen Worten die deutsche Zahlungsunfähigkeit feststellen, so könnte nach kaufmännischer Praxis nur zweierlei erfolgen: Entweder wird der Bankerott erklärt, oder aber die Schulden werden solange gestundet, bis der Schuldner wieder Kredit erlangt hat und zahlen kann. Man tut aber keines von beiden, sondern verlangt von dem Staate, „ohne Kredit nach innen und außen“, die Ausstellung von Goldwechseln, die binnen sechs Monaten zu zahlen sind. Und nicht genug damit, soll Deutschland seine letzte Goldreserve hergeben und bei einer fremden Bank deponieren. Was das praktisch bedeuten kann, soll nicht weiter ausgeführt werden. Neuen Kredit für Mutschland weckt es jedenfalls nicht. Das ist Entente=Logi! Nachdem durch dieses Wechselquerschreiben jede Ellenbogenfreiheit genommen ist, will die Konmission die deutschen Finanzen in radikaler Weise reformieren. Das ist ein Schauspiel, als wenn man einem Manne, dem die Beine fest verschnürt sind, zurusen wollte, laufe im Galopp! Der Plan der Entente bringt doch unsere Finanzen nicht in Ordnung, sondern die Möglichkeit seiner Ausführungen durch uns. Das deutsche Budget ins ! Gleichgewicht zu bringen, vermag die Entente nicht und wir auch nicht, solange wir keine Bewegungsfreiheit haben. Und nun kommt die stärkste Probe mangelnder Logik: Die Herabsetzung der deutschen Schulden wird als ein mögliches Mittel zur Hebung des deutschen Kredits erklärt. Ja, wenn die Herren in dieser„etwaigen“ Verminderung der deutschen Reparationsschuld ein Mittel erblicken, uns wieder auf die Beine zu helfen, dann sind wir doch nicht ein Schuldenlump mit schlechtem Willen. sondern ein Unglückswurm, dem zuviel ausgebürdet ist, dann ist das ganze Register der Anklagen des Herrn Poincaree gegen uns hinfällig. Dann hätte die Reparationskommission in ihrer Entschließung klipp und klar sagen müssen:„Deutschland hat seinen Kredit verloren, weil ihm zu viele Lasten ausgebürdet worden sind, kann diesen Kredit aber zurückgewinnen, wenn die Lasten erleichtert werden.“ Dann war auch die Geschichte mit den Schatzbonds überflüssig, und die amerikanischen Bankiers wären freiwillig gekommen und hätten die Goldanleihe für Deutschland bewilligt, die wir gebrauchen, und die zur Stabilisierung der Marf führen würde. Wird eine Herabsetzung der auswärtigen Schulden Deutschlands auch jetzt im Bereiche der Möglichkeit bleiben? Das drastische Volkswort„Zureden hilft!“ müßte auch in diesem Falle zur Anwendung kommen. Dies Zureden besteht in einem weiteren Sturz des Frankenkurses, den wir schon längst als ein amerilanisches Ueberredungsmittel für Poincaree bezeichnet haben und auf das auch die Pariser Kommission jetzt gehört hat. Wird darauf nicht gehört, und die pünktliche Einlösung der auszustellenden Goldwechsel verlangt, sollte deren unmögliche Einlösung nach Poincareeschen Rezept als böser Wille betrachtet werden, dann würden wir im Wurstkessel liegen. Aber hoffen wir, daß die Ernüchterung des französischem Chauvinismus durch den kalten Wasserstrahl des Frankenkurses fortschreitet. In einem könnten wir den Franzosen. beipflichten, daß bald eine Konferenz kommen möge, welche die Reparation über die Atempause zum Alschiche Aligngt Teuerung kosten in diesen Jahren Riesensummen. die wir weit besser anderweitig verwerten können. Das müssen selbst die Franzosen einsehen. Eine Stabilisierung der Mark würde auch die Tätigkeit und den Schaffensdrang heben, denn, was nie vergessen werden darf, billig wird uns das amer kanische Anleihegeschäft nicht werden. Und endlich, tun wir, was wir können, zur Erhöhung unserer Produktion, damit Frankreich keinen Vorwand inbet, mit neuen Interventionsdrohungen zu kommen. Win. Die pöpstliche Friedensaktion 1917. rees werde erst abgesandt werden, wenn das gesamte Kabinett sie erwogen have. In amtlichen Kreisen werde angenommen, daß die Antwort der Downing Street Frankreich im Verlauf der nächsten Woche zugehen werde. Wichtige Vorbereitungen hätten bereits stattgefunden. Lloyd George habe in Ehequers die durch das Entschädigungslompromiß geschaffene Lage mit Bradbury und Horne erörtert. Die britische Haltung über der Note Poincarces sei sreundlich. Die brilische Regierung begrüße den französischen Wunsch nach einer durchgreisenden und umsassenden Regelung der Jriesschulden. Die Konserenz könne nicht dor Ende Ohtoder stattfinden. Brüssel werde als Zusammenkunftsort genannt. Ueber die päpstliche Friedensvermittlung des Jahres 1917 gibt der zweite Unterausschuß des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Reichstager den folgenden Bericht aus: Nach Prüsung des aus dem Auswärtigen Amt und dern Reichsarchiv vorgelegten Aktenmaterials sowie auf Grund von eidlichen Vernehmungen der Staatssekretäre a. D. Kühlmann, Helfferich, Zimmermann, des Reichskanzlers a. D. Michaelis, der Reichsminister a. D. Rosen, Graf v. BrockdorffRantzau, der Gesandten v. d. Lancten, Riezler und Freiherr v. Romberg, der Generale v. Haeften und v. Bartenwerffer, des Botschafters v. Bergen und des Reichstagsalgeordneten Scheidemann ist der zweite Unterausschuß in der Untersuchung der räpstlichen Friedensvermittlung des Jahres 1917 zu folgendem Ergebnis gelangt: 1. Ein Friedensangebot Englande lag im Sommer 1917 nicht vor. 2. Ebensowenig kann in Anbetracht der vielfachen Schwierigkeiten und der immerhin fraglichen Verständigungsbereitschaft auf feindlicher Seite von einer starken Friedenswahrscheinlichkeit gesprochen werden. 3. Eine ernste, von seiten der deutschen Regierung gewissenhaft zu prüfende Friedensmöglichkeit war bei Beginn der päpstlichen Friedensaktion vorhanden. 4. Die Ereignisse der Monate Juli und August in Deutschland und Oesterreich=Ungarn haben die an sich nicht sehr starke Friedensgeneigtheit der Westmächte nicht erhöht. 5. Die deutsche Regierung hat in der formellen Behandlung der pärstlichen Friedensaktion Fehler begangen. 6. Auf Grund der vorliegenden Aussagen und Dokumente kann es als wahrscheinlich bezeichnet werden, daß England und Frankreich jedenfalls Ende August 1917 ein Eingehen auf die päpstliche Friedensvermittlung mit Rücksicht auf die gesamte Krieslage als nicht in ihrem Interesse licgend betrachteten. 7. Die Frage, ob die päpstliche Friedensaktion allein durch die Verzögerung der von der Kurie gemünschten deutschen Erklärung über die Freigabe Belgiens vereitelt worden ist, kann auf Grund der vorliegenden Akten und Zeugenaussagen nicht bejaht werden. Die griechische Niederlage. Die energisch durchgeführte türkische Ossensive hat die militärische und politische Lage in Kleinasien anscheinend entscheidend beeinflußt. Die große Schlacht von Asium Karahissar, die 5 Tage ohne Unterbrechung gedauert hat, schloß mit einer völligen Niederlage der griechischen Hauptmacht, die nach dem griechischen Heeresbericht in zwei Teile gespalten wurde. Die nördliche Gruppe wurde vollständig aufgerieben, während die südlichen Devisionen den Rückzug nach Uschak fortsetzen. Die griechische Regierung hat sich nun anscheinend entschlossen, die Konsequenzen aus ihrer Nirderlage zu ziehen und Kleinasien vollständig zu räumen. Der griechische Oderkommissar in Smyrna hat in einer Rücksprache mit den Konsuln der verschiedenen Mächte erklärt, daß die Griechen bereit seien, Smyrna zu räumen, wenn ihnen freier Abzug mit all ihrem Eigentum gestattet werde, und wenn sie auch die 800000 Griechen, Armenier und Tscherkessen nach Griechenland mitnehmen könnten, um sie unter ihrem Shutz behalten. Selbst in englischen Kreisen ist man Ueberzeugung gekommen, daß Kleinasien für Griechenland nicht mehr zu halten ist, und man erwartei schon innethalb der nächsten Tagc ernste Ueberraschungen sowohl auf den anatolischen Schlahifeldern, nre auch auf dem politischen Gebiete in Alben. In Konstantinopel sand ein Meinungsaustausch zwischen den Alliierten statt um einen Waffenstillstand herbeizuführen. Auch werbei bildete die Räumung der Provinz die Grundlage der Verhandlungen. Durch eine solche Lösung würde der Vertrag von Secores, der den Greehen Smurna und einen großen Teil von Kleinast#n überließ, rollkommen umgestoßen. Griechenland ersucht um Waffenstillstand? London. 5. Sept. Die griechische Regierung hat die Alllierten um Vermittelung eines Waffenstillstandes ersucht. Endlich umfassende Regelung! Der politische Berichterstatter des Londoner „Daily Expreß“ schreibt, es bestehe guter Grnnd zu der Mitteilung, daß die britische Regierung den in Poincarces Antwort auf die Balfour=Note enthaltenen Vorschlag zur Abhaltung einer Kenftrenz der Verbündeten im Herbst über die Kriegssibulden und Entschädigungen zustimmen werde. In britischen Regierungskreisen bestehe keinerlei Wunsch, sich auf eine polemische Erörterung einzulassen zu einer Zeit, wo jede Anstrengung gemacht werden müsse, um die europäische Lage zu bessern. Die britische Antwort werde sich daher mit größeren in Betracht kommenden Fragen befassen. Die britische Regierung begrüße die breite und umfassende Ansicht Frankreichs bezüglich der allgemeinen Lage. Sie bedeute einen Fortschritt berglichen mit der früheren Haltung dieses Landes. Der Sonderberichterstatter der„Daily News“ sagt, die britische Antwort auf die Note PoincaÜberschichtenfrage im Bergbau. Teilstreiks im Ruhrbergbau. Essen, h. Se##l. Die Disserenzen in der. seberschichtenirage, die schon im Essener und S mborner Revier zu teilweisen Arbeitseinstellungen geführt haben, veranlatzten auch die Belegschäft der Zech: Radtob der Bergwertsgesellschaft Trier und der Zeche Sa#h#en der Mansfelder Gesellschaft in den Streif zu tieten. Die Belegschaft der Zeche Radbod gab sich nicht zuftieden, daß die Zecherverwaltung zusagte, er solle niemand gezwrungen werden. die vereindarten Ueberschichten zu verjahren. und daß jeder, der darauf bestehe, nach seiner regelmäßigen Schicht ausfahren könne, sondern stellte dann noch weitergehende Forderungen, u. a. hinsichtlich der Bezahlung der Streikschichten usw. Diese Forderung konnie die Verwaltung nicht benilligen, war aber bereit, einen Schiedsspruch des Berggewerbegerichts oder des Schlichtungsausschusses in dieser Angelegenheit anzunehmen. Trotzdem trat die Belegschaft in den Ausstand. 1813 1903 1905 1914 Aus Stadt und Land. Schwerte, 6. September. Erinnerungen. Schlacht bei Dennewitz. Der Maler Friedr. Kaulbach gestorben. Der Dichter K. A. von Heigel gestorben. Londoner Abkommen zwischen England, Frankreich, Rußland, keinen Sonderfrieden zu schließen. ** Die Natur im September. Der Sommer verläßt uns, und der Herbst kommt. Die Wiesen werden zum letzten Male gemäht und weisen nur geringen Blumenschmuck auf, woran die Spätlinge, wie Minze, Ackerwinde. Enzian usw. nichts än der können; nur die Herbstzeitlosen treten mit ihren blaßvioletten Blüten an manchen Stellen mehr als nötig auf. In den Gärten herrscht dank der Kunst des Gärtners durch Dahlien, Astern, Rauten und die immerblühenden Pelargonien, Begonien und Fuchsien noch eine prächtige Far benfülle, die über den baldigen Blumentod hin wegtäuscht. Der Wald bringt Schwämme, Pilze, Brombeeren und andere Früchte in Menge. Die Vögel ziehen in immer größeren Mengen nach dem Süden, so verlassen uns die Rohrsänger, Mietzahlung vereinbart, so muß erstmalig Ende Dezember die neue Miete bezahlt werden.— Wer die Miete im voraus entrichtet, muß die reichsgesetzliche Miete, wenn die Erklärung dazu vorliegt, am 1. Oktober bezahlen und zwar für die vereinbarte Zeit, also entweder für einen Monat oder für ein Vierteljahr. ** An unsere Leser! Wir machen unsere Leser in der Stadt, welche die Zeitung nicht abholen können, darauf aufmerksam, daß sie dieselbe auch durch den Briefträger täglich erhalten können, ohne besondere Postgebühren. Bestellungen darauf können in unserer Geschäftsstelle getätigt werden.— Für die Bezieher des Holzenerweges, der Dammstraße usw. haben wir noch eine Abholstelle in der Wirtschaft Menke, Holzenerweg eingerichtet.— Weiter bitten wir dringend, die Luittungskarten, welche zum Bezuge der Zeitung berechtigen, bis Samstag in unserer Geschäftsstelle, Gr. Marktstr., einzulösen. ebe ssier aber ziehen, erschl. sang nolh einmal, jahr, als ov sie einem Schlag vorüber. Andere Vögel sammeln sich zu großen Schwärmen und beleben die Fluren. Es sind Häuflinge, Stieglitze, Grünlinge, selbst Zeisige, die man sonst nur wenig bemerkt. An den Ufern von Flüssen und Strömen, von Seen und Teichen, an den Rändern größerer Waldungen halten sie sich=dann gern auf und sino hier am besten zu beobachten. Oft gibt es herrliche Tage, der Himmel ist klar, die Aussicht auf den Bergen schöner als im Frühling und Sommer und die Hitze nicht so drückend wie zur Sommerzeit, womit die Natur ihre Freunde zu den letzten Wanderungen einladet. ** Marienfäden. Das weiße Gespinst, das wir jetzt im Freien erbliecken, daß sih an Zäunen u Sträuchern und auch an den vorüberkommenden Menschen anklammert, ist das Produkt einer klei nen Spinne. Bei den heutigen Materialpreisen für die Textilindusttie wäre es sehr nett, wenn man dieses Gespinst zu einem Gewebe vervollständigen und in der Fabrikation verwenden könnte, aber daran ist leider nicht zu denken. Der Volksmund sagt von den Marienfäden, daß sie alle die, welche die Heimat unüberlegt verlassen und in die Ferne ziehen wollen, zurückhalten. Sie bemühen sich wenigstens in dieser Beziehung, aber es gelingt nicht immer, obwohl mancher, der vom Lande fortzieht, hinterher bereut, daß er sich von den Marienfäden nicht hat halten lassen. Die zarten Fäden umschlingen auch manche junge Leute und ziehen sie zueinander hin, die auf den Felden bei der Arbeit tätig sind. Manches Paar ist durch die Marienfäden zum ersten Male sinnbildlich verbunden worden. ** Mietzinszahlung nach dem Reichsmietenge setz. Die rechtliche Lage ist folgende: Die Höchstmietenverordnung von 1919, auf Grund deren bisher die Miete festgesetzt war, ist am 30. Juni 1922 außer Kraft getreten; das Reichsmietengesetz gilt zwar vom 1. Juli 1922 ab, da aber das Bürgerliche Gesetzbuch eine vierteljährliche Kündigung vorsieht, kommt das Reichsmietengesetz praktisch tatsächlich erst ab 1. Oktober 1922 zur Geltung. Ist also Zahlung nach Reichsmiete vereinbart, so tritt diese ab 1. Oktober ein, also bei monatlicher Zahlung Ende Oktover, ist vierteljährliche ** Vorsorge für den Herbstverkehr bei der Reichsbahn. Die Bewältigung des zu erwartenden starken Herbstverkehrs wird nur bei Anspannung aller Kräfte möglich sein. Der Reichsvertehrsminister hat deshalb in einem soeben herausgegebenen Erlaß Richtlinien für die Steigerung der Leistungen des Personals während der schwierigen Herbstkampagne berausgegeben. Es handelt sich dabei um die Steigerung der Leistungen in den für die Betriebsabwicklung wichtigsten Dienstzweigen, besonders dem Zugdienst, und an denjenigen Tagen, an denen die Betriebslage besonders gespannt ist und besondere Kraftanstrengungen erfordert. Für die in diesen Fällen nötigen Mehrleistungen werden dem Personal(Beamten und Arbeitern) besondere Zulagen gewährt, und zwar werden die Fälle erhevlicher Mehrleistungen und besonders schwere Fälle unterschieden. Je nach den Gehaltsstufen beziffert sich die tägliche Zulage auf 30, 35 oder 40 KK, und in den besonders schweren Fällen auf 60, 70 und 80 M für den Tag. Die Regierungsprämien und die„Aufwandsentschädigungen des Zugpersonals werden, soweit die Voraussetzungen für die besondere Zulage vorliegen, auf die gleichen Sätze gebracht. Auf diese Weise hofft die Reichsbahn ihr Ziel zu erreichen, die Spitzenleistungen des Herbsies mit dem vorhandenen Personal zu bewäl tigen. Ueber die Einführung der Maßnahmen entscheiden, was besonders hervorgehoben werden muß, nicht etwa die Dienststellen oder Aemter. vielmehr ist die Einführung den Präsidenten persönlich übertragen. Die in der Presse mehrfach vertretene Auffassung, als solle mit der Maßnahme etwa der schwierigen Lage abgeholfen werden, in der das Personal wegen der augenblicklichen oder späteren Teuerung befindet, oder als sollte dadurch die bevorstehende neue Teuerungsaktion abgeschwächt werden, ist durchaus irrig. Die vorliegende Maßnahme steht vielmehr mit der Frage der Erhöhung der Teuerungszu lagen in keinem Zusammenhang. ** Woher stammen die hohen Fleischpreise? Die„Voss. Ztg.“ meldet:„Eine Versammlung des Bezirks Unterelbe des Deutschen Fleischverbandes sprach einstimmig die Ueberzeugung aus, daß die zurzeit bezahlten Viehpreise, insbesondere die Schweinepreise, trotz der hohen Futtermittelkosten nicht berechtigt seien. Die Versammlung sprach die Erwartung aus, daß die Reichsregierung im Interesse der konsumierenden Beortte#ung under. züglich eine gründliche Prüfung der Sachlage vornimmt. Die Konsumenten sollten das Bestreben der Schlachter, die Fleischpreise nach Möglichkeit niedrig zu halten, durch Bezug von Gefrierfleisch mehr als bisher unterstützen. Es seien unhaltbare Zustände, wenn ein Viehkommissionär in vierzehn Tagen an zwei Sendungen von 80 oder 00 Schweinen je eine Million verdiene, wie das tatsächlich vorgekommen ist." Leider scheinen solche Zustände auch anderswo zu herschen. Metzger hiesiger Gegend beteuern, daß es ihnen kaum möglich war, Vieh anzukaufen, weil die Besitzer es nur gegen Devisen abgeben wollen.— Es ist wirklich an der Zeit, daß die Behörden endlich durchgreifende Maßnahmen gegen unberechtigte Preissteigerungen treffen. ** Zur Beachtung! Das Betreten der Feldfluren und Feldwege ist durch Polizeiverordnung vom 19. 4. 1922 für den Monat September in der Zeit von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens bei Strafe verboten. Die Polizeibeamten und Feldhüter sind angewiesen, Uebertreter zur An zeige zu bringen. ** Ein Brief 10 M. Dem Verkehrsbeirat der Reichspostverwaltung liegt jetzt ein neuer Entwurf zur Postgebührenerhöhung vor, der beträchtlich erhöhte Sätze gegenüber den anfangs geplanten verzeichnet. So sollen Postkarten im Ortsverkeyr 3 M. im Fernverkehr 6 A kosten. Der einfache Ortsbrief ist mit 4 M. der einfache Fernbrief mit 10 i vorgeschlagen. Auch alle anderen Gebühren sind in dem Vorschlag mit bedeutend erhöhten Sätzen vorgemerkt. Der Entwurf bedarf der Zustimmung des Verkehrsbeirats und eines Reichstogsausschusses. ** Neugestaltung der Wohnungsbauabgabe. Die Verhandlungen über die Neugestaltung der Wohnungsbauabgabe finden im Unterausschuß des 13. Ausschusses des Reichtages statt und begannen am 4. September. Nach Beendigung der Beratungen wird die Frage der Freigrenze spruchreif werden. Bisher sind Einkommen gewisser Art bis zu 20000 von der Abgabe befreit. Eine erhebliche Hinaufsetzung der Einkommensgrenze ist nach dem rapiden Fall der Martvaluta dringend geboten. Es dürfte in einzelnen Fällen zu prüfen sein, ob nicht infolge Untervermietung besonders an valutastarke Ausländer oder bei anderen sonstigen Einnahmequellen eine gesteigerte Leistungsfähigkeit vorliegt, die eine erhöhte Wohnungsbauabgabe gerechtfertigt erscheinen läßt. ** Feld=Diebstähle. Die Landwirte der Nachbargemeinden klagen über die in letzter Zeit überhand nehmenden Felddiebstähle. Besonders werden die Getreidefelder in der Gemeinde Lichtendorf von Felddieben heimgesucht. Ganze Garben lassen die Spitzbuben in mitgebrachten Säcken verschwinden; andere wieder schneiden die Aehren ab Vielfach sind es Burschen von 16—18 Jahren, die solche Diebstähle verüben. Aber auch ganze Wagen voll werden nachts gestohlen. So wurde in einer der letzten Nächte auf dem Weizenfelde des Gutspächters Hakenkamp ein Fuhrwerk angetroffen, auf dem schon sechs Stiegen Weizen verstaut waren. Jedenfalls wird es für den Spitzbuben teurer Weizen werden. tionierten Personals wird noch eine Anzahl Woß, nungen gebaut werden. Für das laufende Rechnungsjahr sind bereits fünf Millionen K zur Verfügung gestellt worden. Im ganzen sind nach dem Kostenanschlage für die Bauten 38,5 Millionen 4 erforderlich. Aus den Provinzen. Hagen, 5. Sept. Auch ein Opfer der Zeitungsnot. Die Katholische Kirchenzei tung, herausgegeben von der Pfarergeistlichkeit des Dekanates Hagen, teilt in ihrer letzten Nummer mit, daß sie infolge der ungeheuer gestiegenen Druck= und Herstellungskosten gezwungen ist, ihr Erscheinen einzustellen. Hagen. 5. Sept. Heiratsfieber. Im letzten Vierteljahr gingen in Hagen 298 Paare zum Standesamt. Diese Heiratsfreudigseit steht in schroffem Gegensatz zur Wohnungsnot. Das Wohnungsamt verzeichnet 3375 Wohnungssuchende. Hagen, 5. Sept. Noch immer Gefäng nisstürmer vor Gericht. Die Hagener Strafkammer verhandelte gegen zwei Personen wegen Teilnahme am Gefängnissturm im Apri 1919. Durch Flucht nach Polen hatten sie sich bisher der Verfolgung entzogen. Der Veiteidiger beantragte Einstellung des Verfahrens, weil die Straftat als eine politische anzusehen und als solche durch das Gesetz vom 4. August 1920 amnestiert sei. Das Gericht lehnte den Antrag ab, da der Zusammenhang dieser Tat mit den damaligen politischen Vorgängen nicht erkennbar, auch den Angeklagten nicht bewußt gewesen sei. Es wurde auf drei Monate Gefängnis mit Bewährungsfrist ertannt. Witten, 5. September. Schließung der Kinos. Die hiesigen Lichtspieltheater werden cm 15. d. M. ihre Pforten schließen, weil der Magistrat das Gesuch um Ermäßigung der außerordentlich hohen Lustbarteitssteuer abgelehnt hat. Wanne, 5. Sept. Lustmord? Die 12jährige Tochter Helene Matowiak, Tochter des Bergmanns Makowiak aus der Vinckestraße, wurde in der Nähe dieser Straße zwischen Kohlrüben liegend erschlagen aufgefunden. Die Schädeldecke ist vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand zertrümmert worden. Bei der Leiche wurde eine alte geflickte Männerhose gefunden. Das Mädchen ist wahrscheinlich einem Mord zum Opfer gefallen. Bochum, 4. Sept. Erstochen. Im benachbarten Gerthe wurde nachts der 18jährige Arbeiter Sobczak in einem Streit, zu dem ein Kartenspiel um hohe Einsätze den Anlaß gegeben hatte, durch Messerstiche in den Hals getötet. Der Verdacht der Täterschaft lenkt sich auf den Bergmann Bassek. Bochum, 5. räuber. A grenze wurde hausen stamn auf dem Rar Eisenbahnwa macht hatten. Festgenomme Recklingha ilfe. Die willigte zur soche ganze tal dabei der in'n Busch se Gelsenkir Sparein kasse ist im um 460 und zurückgegang kehr war zeichnen. Essen, 5. Schließu Oberbürgern Wohnungsa bis 30. Nov geschlossen u Gebiet des usw. erlasse Schließung Verpflichtur werdender Elberfel stürzt. ** Geisecke, 6. Sept. Dem hier vor ca. 10 Jahien fertiggestellten großen Güterbahnhof, dem größten Güterbahnhof Westdeutschlands, fehlte von Anfang an eine Lokomotivschuppen=Anlage. Hier laufen sehr viele Güterzüge aus der Richtung Arnsberg, Schwerte und Dortmund ein, die hier zusammengestellt und weiter geleitet werden. Die für den Rangierdienst notwendigen Lokomotiven stellt in den meisten Fällen die Schwerter Betriebswerkstätte. Durch das Heranbringen der Lokomoti ven entsteht ein erheblicher Zeitverlust und große Unkosten. Die Eisenbahnverwaltung hat sich nun, um diesem Uebelstande abzuhelfen, entschieden, eine Lokomotivschuppenanlage und Betriebswerkstätte, verbunden mit einer Wagenausbesserungshalle zu errichten. Zur Unterbringung des dann hier stafürjeden Rinun nur Continental-Absätze und=Sohlen. Sie sind geschmeidiger undsparsamer als Leder, machen den Gang leicht und schonen die Nerven. Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher Cntinental und Poblar Absätreun Soilien S0 gut wie Continental-Reifen! Art laßzt nicht von Art. 24 Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) Der Major erhob sich mit einer gewissen Anstrengung. „Freilich— freilich!— Und es kann mir ja auch schließlich gleichgültig sein, wer es ist, wenn der Mann nur seine Schuldigkeit tut. Meine Bemühungen aber sind jedenfalls überflüssig, und ich kann getrost darauf verzichten, den Herren von der Kriminalpolizei ins Handwerk zu pfuschen. Es war ja auch nur so eine plötzliche Idee. Und nun will ich versuchen, ob es mir jetzt besser als vorhin gelingt, etwas Nachtruhe zu finden.“ „Das ist auch meine Absicht,“ erklärte der Freiherr. Und sie gingen miteinander in eines der oberen Stockwerke hinauf, wo, nicht sehr weit voneinander entfernt, ihre Schlafzimmer lagen. Jeder von ihnen trat nach kurzem Gutenachtgruß in das seinige ein. Aber der Freiherr dachte noch immer nicht daran, sein Bett aufzusuchen. Er wartete ein paar Minuten, um dann abermals behutsam hinunterzugehen und zum dritten Male in dieser Nacht das Arbeitszimmer des ermordeten Grafen zu betreten. Mit einigen raschen Schritten war er, nachdem er das Licht angedreht hatte, am Schreibtisch und hatte nach der auf der Platte liegenden Schreibmappe gegriffen. Ein einziger Blick überzeugte ihn, daß seine Vermutung richtig gewesen war. Das erste Blatt mit dem Abdruck der Aufschrift eines von der Hand des Grafen an den Doktor Odemar adressierten Briefumschlages war inzwischen herausgerissen worden, und nirgend im Zimmer ließ sich etwas von seinem Verbleib entdecken. 9. Kapitel. Am Morgen nach der verhängnisvollen Nacht zeigte das Leben im Schlosse natürlich ein vollständig verändertes Gesicht. Die Damen blieben auf ihren Zimmern, und für die Herren nicht, wie sonst, im Fa selbe wurde das Frühstück nicht, wie sonst, im Familienspeisezimmer, sondern in dems n kleineren Raume terviert, in welchem vor etlichen Stunden die Unterredung zwischen dem Senator, dem Freiherrn von Reckenburg und dem Gendarmeriewachtmeister Roth stattgefunden hatte. Es war ein verhältnismäßig einfach ausgestattetes, mit dunklem, altem Eichenholz getäfeltes Gemach, dessen beide Fenster auf den Park hinausgingen. Der Senator war der erste, der sich an dem gedeckten Tische niederließ, denn diesen an streng geregelte Arbeit gewöhnten Amerikaner vermochte selbst ein so außerordentliches Ereignis, wie das hier erlebte, nicht aus seiner Ordnung zu bringen. Sobald Speise und Trank vor ihm auf dem Tische standen, schickte er den Diener hinaus, denn er liebte es nicht, beim Essen jemanden hinter seinem Stuhl zu haben. Aber er war noch nicht ganz mit seinem Frühstück zu Ende, als der Major Brandenfels auf der Bildfläche erschien. Er sah auch heute sehr ernst und niedergeschlagen aus; aber es war nichts Uebertriebenes in der Betrubnis, die sich auf seinem Gesicht spiegelte. Man hätte sie schließlich auch für das bloße Unbehagen eines Mannes halten können, der sich plötzlich in eine peinliche Angelegenheit verwickelt und aus seiner gewohnten Ruhe geworfen sieht. Der Senator hatte sich bei der Kürze ihrer Bekanntschaft noch kaum eine Meinung über den Mann gebildet. Er war ihm nicht unangenehm, aber von irgendwelcher Vertraulichkeit zwischen ihnen konnte selbstverständlich keine Rede sein. In seiner etwas kurz angebundenen Art erwiderte er den höflichen Gruß des Eintretenden und sagte: „Entschuldigen Sie, daß ich den Diener fortgeschickt habe; aber ich werde sogleich nach ihm klingeln.“ Durch eine abwehrende Handbewegung hielt ihn der Major davon zurück. „Bemühen Sie sich, bitte, nicht, Herr Senator! Ich helfe mir viel lieber selbst, da ja, wie ich sehe, alles Erforderliche da ist. Auf solche Aeußerlichkeiten kommt jetzt wahrhaftig sehr wenig an. Vor allen Dingen: wie befinden sich die Frau Gräfin und die Komtesse?“ „Meine Tochter und meine Enkelin sind rechtschaffen bemübt, das Unabänderliche mit Fosiung zu tragen. de 1st ein Glück, daß meine Frau und Miß Trimmer da sind, um ihnen beizustehen, soweit eben in solcher Situation von einem Beistand die Rede sein kann. Darf ich mich nun meinerseits erkundigen, ob Sie Ihren Neffen an diesem Morgen schon gesehen, oder ob Sie etwas von ihm gehört haben?“ Der Major seufzte tief auf. „Ich wünschte beim Himmel, daß ich nie mehr etwas von dem Grafen zu sehen oder zu hören brauchte,“ stieß Brandenfels mit einem Ingrimm hervor, an dessen Ehrlichkeit wohl kaum zu zweifeln war.„Es ist wahrhaftig eine Schmach und eine Schande. Noch heute morgen litt er derart unter den Nachwirkungen seines gestrigen Rausches, daß es erst eine Stunde nach seinem Erwachen gelang, ihm das Geschehene notdürftig klarzumachen. Ich beglückwünsche Sie, Herr Senator, daß Sie durch kein Band der Blutsverwandtschaft mit ihm verknüpft sind. Ich bin leider nicht in dieser Lage, und mir ist, als müßte ich mich vor jedem ehrenwerten Menschen wegen solcher Verwandtschaft schämen.“ Mister Vanderzee fühlte sich von der überzeugenden Ehrlichkeit dieses Stoßseufzers angenehm berührt. Dieser Mann war jedenfalls nicht verantwortlich zu machen für das schmachvolle Verhalten seines ehemaligen Zöglings, und vielleicht erklärte sich dies Verhalten nicht so sehr aus einer verErziehung,* fehlten als aus angeborenen und des„9: alb unüberwindlichen Charakterfehlern und aus der schlimmen Wirkung, die der jähe Wechsel seiner äußeren Glücksumstände auf den jungen Menschen geübt hatte. Wenn es überhaupt noch jemanden gab, der einen günstigen Einfluß auf den Grafen zu üben vermochte, so konnte es einzig dieser offenbar sehr anständige alte Herr sein, und der Senator wünschte lebhaft, daß er sich in dieser Hoffnung nicht getäuscht haben möge. Er wünschte es um seiner Tochter und um seiner Enkelin willen, die ja durch die Umstände genötigt sein würden, wenigstens noch eine gewisse Zeit unter demselben Dache mit dem Erben des Verstorbenen zu verbringen. Hotels vor ein Mädch einem Holl fälschte Pä geführt wer riß es ein Stockwerk das Mädch Mülhei lich ver mermann Vater von Steeg aus Belastung Kalk auf eine Stüt Aus Europ in Kope dieser Te Male die ihre amt zusamme Notlage chen in Länder Kirchen 72 Abge kanische Notlage ber=Ber Kirche gebnis Amerik führung besonde in der dischem henkon offiziel 4 Abge gung der Ki meinse samen schuß kontin Beide auf Weltr Wohl * (Fortsetzung folgt.) eine Anzahl Wohr das laufende RechMillionen A zur Verganzen sind nach dem ten 38,5 Millionen#4 ovinzen. ein Opfer der atholische Kirchenzei Pfarergeistlichkeit des ihrer letzten Nummer ungeheuer gestiegenen sen gezwungen ist, ihr atsfieber. Im letzHagen 298 Paare zum atsfreudigseit steht in Wohnungsnot. Das 375 Wohnungssuchende. immer Gefäng. richt. Die Hagene: gegen zwei Personen fängnissturm im Aprn olen hatten sie sich bisgen. Der Veiteidiger s Verfahrens, weil die che anzusehen und als im 4. August 1920 amlehnte den Antrag ab, ieser Tat mit den daingen nicht erkennbar, ht bewußt gewesen sei. tte Gefängnis mit BeSchließung der Lichtspieltheater werden ten schließen, weil der Ermäßigung der außereitssteuer abgelehnt hat. tmord? Die 12jährige Tochter des Vergmanns kestraße, wurde in der schen Kohlrüben liegend. Die Schädeldecke ist vermpfen Gegenstand zerer Leiche wurde eine alte inden. Das Mädchen ist rd zum Opfer gefallen. stochen. Im benachnachts der 18jährige ArStreit, zu dem ein Karitze den Anlaß gegeben in den Hals getötet. Der lenkt sich auf den BergBochum, 5. Sept. Verhaftete Bahnüber. An der Bochum=Altenbochumer Stadt grenze wurden mehrere aus Wanne und Recklinghausen stammende Eisenbahnräuber verhaftet, die auf dem Rangierbahnhof Langendrer wiederholt Eisenbahnwaggons beraubt und große Beute gehatten. In der Hauptsache hatten es die Festgenommenen auf Leder abgesehen. Recklinghausen, 5. Sept. Großzügige Hilfe. Die Gemeindevertretung von Polsum bewilligte zur Unterstützung der Jugendherbergssache ganze dreißig 44. Einer der Gemeindeväter tat dabei den klassischen Ausspruch:„Lot de men in'n Busch schlopen!“ Gelsenkirchen, 4. Sept. Abfluten der Spareinlagen. Bei der städtischen Sparkasse ist im Monat Juli die Zahl der Sparbücher um 460 und der Einlagebestand um 7675 236 A zurückgegangen. Auch im Scheck= und Giroverkehr war ein beträchtlicher Rückgang zu verzeichnen. Essen, 5. September. Vorübergehende Schließung des Wohnungsamtes. Der Oberbürgermeister macht heute bekannt, daß das Wohnungsamt vorläufig für die Zeit vom 1. Sept. bis 30. November 1922 für den Publikumverkehr geschlossen wird. Die Durchführung der auf dem Gebiet des Wohnungswesens, des Mieterschutzes usw. erlassenen Bestimmungen werden durch die Schließung nicht berührt. Infolgedessen bleibt die Verpflichtung der Vermieter zur Anmeldung freiwerdender Wohnungen oder Räume bestehen. Elberfeld, 5. Sept. Aus dem Fenster ge stürzt. BBei einer heute morgen in den hiesigen Hotels vorgenommenen Fremdenkontrolle wirde ein Mädchen aus Lothringen festgestellt, das mit einem Holländer zusammenwohnte und das gefälschte Pässe vorzeigte. Das Mädchen sollte vorgeführt werden. Nachdem es sich angekleidet hatte, riß es ein Fenster auf und sprang aus dem 3. Stockwerk auf die Straße. Schwerverletzt wurde das Mädchen dem Krankenhause zugeführt. Mülheim, 5. Sept. Zwei Arbeiter tödlich verunglückt. Zwei Arbeiter, der Zimmermann Kolletschewsky aus Oberhausen=Styrum, Vater von neun Kindern, und der ledige Arbeiter Steeg aus der Speldorfer Kolonie, sollten eine Belastungsdecke stützen, über der etwa 60 Zentner Kalk aufgeschichtet lagen. Dabei ist anscheinend eine Stütze ausgerutscht, und beide Arbeiter wur den unter den Trümmern begraben. Sie konnten nur als Leichen aus den Trümmern geborgen werden. Godesberg, 5. Sept.„Nebengeschäft“ im Nachtdienst. Auf dem hiesigen Postamt wurden große Unterschlagungen, die von einem schon länge Jahre im Dienst befkndlichen Oberschaffner seit drei Jahren während des Nachtdienstes verübt wurden, aufgedeckt. In der Wohnung des Beamten fand man noch 980000 M deutsches und eine erhebliche Summe ausländisches Geld vor. Der Beamte wurde verhaftet. Detmold, 2. Sept. In der Liebestoll heit. Ein landwirtschaftlicher Arbeiter, der wegen Trunkenheit von seiner Braut geschollen worden war, rannte in der Erregung vor einen Wagen der Detmolder Straßenbahn. Er wurde vollständig zermalmt und auf der Stelle getötet. 65 □ ental-Absätze 1. Sie sind geundsparsamer machen den und schonen Verlangen Sie Schuhmacher Reinal und Schlen etinental-Reifen! Trimmer da sind, um Situation von einem mich nun meinerseits diesem Morgen schon ehört haben?“ ich nie mehr etwas hören brauchte,“ stieß vor, an dessen Ehrlichist wahrhaftig eine ste morgen litt er derstrigen Rausches, daß ichen gelang, ihm das ch beglückwünsche Sie, d der Blutsverwandtn leider nicht in dieser vor jedem ehrenwerten schämen.“ er überzeugenden Ehrberührt. Dieser Mann nachen für das schmachöglings, und vielleicht sehr aus einer veringeborenen und desund aus der schlimmen ren Glücksumstände auf enn es überhaupt noch nfluß auf den Grafen sig dieser offenbar sehr iator wünschte lebhaft, suscht haben möge. Er seiner Enkelin willen, n w ü r d e n, w e n i g s t e n s Dache mit dem Erben Einem gut besetzten Hause wurde gestern abend in der„Reichskrone“ ein Programm dargeboten, welches in jeder Hinsicht als erstklassig bezeichnet werden muß. Die beiden Abenteuerfilme Die Brillantenmarder“ und der„Feuerturm von Lasajette“ fesseln durch den straffen Aufbau und die spannende Handlung. Das Hauptinteresse verdienen jedoch die Aufnahmen vom großen Arbeiter=Turn= und Sportfest in Leipzig. In zwei langen Akten werden die wichtigsten Mo mente dieser gewaltigen sportlichen Veranstaltung auf die Leinwand geworfen; Einzeldarbietungen und große Massenaufführungen wechseln in schneller Folge miteinander ab und erfreuen Fachleute und Laien in gleicher Weise. Ein Besuch der Vorführungen kann nur bestens empfohlen werden. Lehle Brühtmeldungen. Einberufung des Auswärtigen Ausschusses. Berlin, 6. Sept. Der auswärtige Ausschuß des Reichstages ist von seinem Vorsitzenden für Freitag einberufen worden. Ein für die Besprechung mit den Parteiführern in der Angelegenheit der Reparationen bestimmter Zeitpunkt ist noch nicht festgesetzt. Gewerkschaftsvertketer beim Reichskanzler. Berlin, 6. Sept. Der Reichslanzler empfing gestern die Vertreter des Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes, die ihre Auffassung über die bestehende wirtschaftliche Notlage eingehend darlegten. Auf ihren Wunsch sagte ihnen der Kanzler zu die Besprechungen noch in dieser Woche in Gegenwart des Ministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsfinanzministers fort zusetzen. Verordnung gegen das Schlemmerunwesen. Berlin, 6. Sept. Der preußische Minister des Innern veröffentlicht eine Verordnung gegen das Schlemmerunwesen. Der Sinn der neuen Maßnahmen ist, den Konsum in den Gasthäusern. Dielen. Bars usw., der über die jeweilig in den einzelnen Ortschaften von den Behörden sestzusetzende Höchstgrenze hinausgeht, durch eine gestaffelte Steuer zu erfassen und die aus dieser Steuer ein nebenden Gelder einem Fonds zuzuführen, der der Lebensmittelversorgung der unbemittelten Bevöl lerung zugute kommen soll. Die oberschlesische Abstimmung.## Berlin, 6. Sept. Nay der Aufstellung des vorläufigen Ergebnisses der Abstimmung in Oberschle. sien durch den Reichsanzeiger haben 517 125 Stim men gegen ein besonderes Land Oberschlesien, also für das Verbleiben bei Preußen, gestimmt, währent 50 743 Stimmen für die Autonomie waren. Die Brüsseler Konferenz noch im September. XUI. Brüssel, 6. Sept. Hier ist man der Ansicht, daß wahrscheinlich die neue internationale Konserenz zur Regelung der Reparations= und interalliierten Schuldenfrage doch nach Brüssel einde rusen werden soll, zumal die französische Regierung in diesem Sinne bei der belgischen Regierung vorstellig geworden sein soll. Man rechnet damit. daß die Konferenz noch im Laufe des Septembers abgehalten werden wird. Eine neue Heldeutat des sogenannten Völkerbundes. Genf, 6. Sept. Der Völterbundsrat bestätigte Für ein neues Jahr das Mandat des saarländischen Mitgliedes der Regierungstommission für das Saargeviet Dr. Hector trotz der gewaltigen Prolestkundgebung, die im ganzen Saargeviet gegen Hector sich erhoben hat. Der Völkerbundsrat forderte den Generalsekretär auf. Hector ausdrücklih den Dank des Völkerbundes für die Dienste auszusprechen, die er während seiner Amtsführung dem Välterbund geleistet habe. Dr. Seipel über Oesterreichs Zukunftopläne. TUI. Paris, 6. Sept. Bundeskanzler Seipel hatte schon gestern Besprechungen mit den Delemierten des Völkerbundes gehabt und wird, wie verlantei, einen Plan am Mittwoch der Völker bündsversammlung unterbreiten, in dem er einen sofortigen Kredit von 60 Mill. Dollar anfordern wird, der von den einzelnen Staaten garantiert werden soll. Brussa gefallen. Konstantinovel, 6. Sept. In der letzten Mieteilung der Regierung von Angora vom 4. Sepi. heißt es: Der Fall von Brussa wird bestätigt. Die Griechen ziehen sich in der Richtung auf Salihli zurück. London, 6. Sept. Durch den Fall von Brusse: gili die Lage der griechischen Armec als besiegelt. Der Außenminister hatte noch Sonnabend in der Ministerratssitzung erklärt, daß die griechische Meeresleitung Brussa als Mittelpunkt der griechischen Cperationen betrachte und die Stadt unter allen. Umständen halten werde. Der Rückzug der Griechen artet in wilde Flucht aus. Grubenerplosion. TiI. London, 6. Sept. In Wtishausen wurden bei einer Kohlengrubenerplosion 40 Bergleute verschuttet. 10 Leichen sind bisher gevorgen. Schwerter Wochenmarkt. Auf dem heutigen Wochenmarkt, der gut beshictt war, und unseren Hausfrauen reiche Auswahl vor, stellten sich die Preise wie folgt: Einmachbohnen 5 und 8 M das Pid., Salat 2.20 M. Zwiebeln 12 M. Weißkohl 6 JA. Rotkohl 8 M. Salatgurten 15 und 20 A das Stück, Einmachgurken 30 M pro Pfund. Stielmus 1M das Bund, Karloffeln 1,30 MA. Pflaumen 12 und 25 M. Aepfel 10 und 12 fl. Birnen 8, 20 und 25 M. Heringe 9 M das Stück. Die zarte Menschenpflanze will gepflegt sein und gebeirt nur, wenn die Ernährung richtig ist. Nestle's Kindermehl erfüllt alle Anforderungen. di. man an ein Stärtungs= und Nahrungsmittel. für kleine Kinder stellen kann. Illustrierte Broschüre üder flege des Kindes kostenlos erhältlich durch„Linda"=Gesellschaft m. b. Berlin W. 57. — kiultde Bellage zur Ichwerter dettung Aus dem Leben der Kirchen. Europäischer Kirchenkongreß vom 10.—14. Aug. in Kopenhagen. Die weitgreifende Bedeutung dieser Tagung lag darin, daß sich hier zum ersten Male die protestantischen Kirchenkörper selbst durch ihre amtlichen Vertreter zu gemeinsamem Handeln zusammenfanden und zwar zu dem Zweck, über die Notlage vieler protestantischer europäischer Kirchen in den durch die Kriegsschicksale betroffenen Länder zu beraten. Vertreten waren 37 europäische Kirchen oder Kirchenbünde aus 20 Ländern mit 72 Abgeordneten, außerdem Mitglieder des amerikanischen Kirchenbundes. Den Bericht über die Notlage der deutschen Kirche erstattete Dr. Schreiber=Berlin. Auch wurde über die russische luth. Kirche ein erschütterndes Bild gezeichnet. Das E gebnis der Verhandlungen war der auch von den Amerikanern befürwortete Entschluß zur Dur. führung einer wirksamen Hilfsaktion, wozu ei besondere europäische Zentralstelle mit dem Sitz in der Schweiz gebildet wird.— Die auf schwedischem Boden sich anschließende Allgemeine Kir chenkonferenz für Leben und Arbeit, zu dem die offizielle Vertretung der ev. Kirchen Deutschlands 4 Abgeordnete entsandt hatte, gab der Ueberzengung Ausdruck, daß nicht nur einzelne Mitglieder der Kinhen, sondern die Kirche als solche sich zu gemeinsamer Tat für die leidende Menschheit zusamenmschließen müsse. Der 30=gliedrige Ausschuß hat eine amerikanische, eine britische, eine kontinentale und eine orientalische Abteilung. Beide Tagungen sind als ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg der Einigungsbestrebungen des Weltprotestantismus zu praktischer Arbeit zum Wohl der Menschheit zu werten. Der Seelsorger im Flugzeug. Die Amerikaner haben jetzt ihren„Himmelsflieger", wie der Volksmund ihn sofort benannt hat, und sind stolz darauf, auch auf diesem Geb## wieder einmal die ersten zu sein. Der Himmelsstieger ist ein Geistlicher, der im Nordwesten der Vereinigten Staaten Seelsorger einer außeror dentlich weitläufig verstreuten Gemeinde ist. Die Ausübung der Seelsorge wurde ihm dadurch außerordentlich erschwert, und deshalb hat er sich, kur entschlossen, zum regelrechten Flieger ausbilden lassen und wickelt die Besuche bei seinen Gemeindekindern jetzt im Fluge ab. Das Flugzeug ist eingerichtet, daß es nach der Landung dem Geistlichen als Kanzel dient. Der Geistliche läßt sich von einem Gehilfen begleiten, für den ein Musik= nnistrument angebaut ist, und der währenr des Gottesdienstes den Organisten spielt. Die Gemeindekinder des Himmelsfliegers brauchen jetzt nicht mehr auf das Glockengeläute zu warten, sondern sie richten sich nach der Musik der Propeller. Sie höre es, wenn das Flugzeug naht, und sehen es an irgenbeiner geeigneten Stelle niedergehn, wo sich dann die Gemeindemitglieder der nächsten Umgebung versammeln. Es nimmt bei den amerilanischen Verhältnissen nicht wunder, daß der Himmelsflieger mit seiner Erfindung eine lebhafte Propaganda macht und sich bereits eines gloßen Julauses erfreut. Wissenschaft und Hochschule. Der Besuch der deutschen Univer sitäten und Technischen Hochschulen, der vor dem Kriege zuletzt zirka 70000 betrug und seit Kriegsende bis 112000 aufstieg, ist im letzten Semester auf 108000 zurückgegangen. Das ist noch auffallend viel in Berücksichtigung der überaus traurigen Zukunftsaussichten fast aller akademi schen Berufe, der allmählich fast unerschwinglich werdenden Studienkosten und der sonstigen Notlage des größten Teils der heutigen Studentenschaft. Geradezu ungstüm ist der Zudrang zum Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Universitätsstudien zeigen eine rückläufige Tendenz, hauptsächlich in der Medizin; Zahnheilkunde und Stilologie, besonders auch in der Theologie beider Konsessionen. Dagegen nimmt das Studium der Nationalökonomie einen rätselhaften Umfang an, und man weiß nicht, wo und wie die vielen jungen Volkswirtschaftler einmal unterkommen wollen. Eine Wissenschaftliche Woche fand kürzlich in Memel statt, während welcher zehn Professoren der Universität Königsberg Fachund gemeinverständliche Vorträge hielten. Zwesk der Veranstaltung war, weiteste Volkskreise mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschungen dekannt zu machen. Die Wiener Medizinische Fatultät veranstaltet vom 25. September bis 8. Oktober einen 7. Fortbildungstursus für praktische Aerzte aus dem In= und Ausland. Zum Direktor des großen Alerander=Krankenhauses in St. Pe tersburg wurde der Leipziger Universitäts professor Dr. Seyfert berufen. Eine Kamschatka=Expedition wurde jetzt von Japan unternommen. Sie steht unter Führung eines sapanischen Majors und um saßt 13 Japaner und 2 Russen. U. a. sollen auch Geschäfteverbidungen angeknüpft und eine japa nische Niederlassung gegründet werden. Die diesjährige Hauptversammlung der Bunsengesellschaft findet im Rahmen der Jahrhundertfeier der„Gesellschaft der Natur forsher“ am 21. und 22. September in Leipzig statt. Es sind bisher 21 Hauptvorträge festgesetzt über„die Beziehungen der physikalischen Chemie zu anderen Naturwissenschaften.“ Kunstnachrichten. G ——— orädte Der Konsthelle in Hamburg ist durch das Vermöchtais von rduen Amsinck und Freu Antome geb Lattmann eine der groß Frostsammlungen neuester Maierei in Hemburg zugetallen. Eine Tagung für christliche Kuns. iild vom 11. bis 13. Septemoer in Bresleu statt sinden. l. a. sind zahlreiche Vorträge oorn seben seinne ein Ansilug nach dem prächtig gelegenen Kloster Leuons. Auch das Diözesan=Muscum, das Kunstgewerbe=Museum und das Mutenm für bil dende Künste werden ihre wertvollen 2n: den Besuchern vor Angen führen. * D i e S c h a d k= G a l l e r i e in Munchen ist wieder eröffnet worcen. namden sie dar! Geocimrat Justi, dem Direttor der Ver liner Aunionalgalterie, in dem neuen H##n in der Prinzregentenstraße in dreiwöchiger Arbe: völlig neugeordnet wurde. Gleiwitz in Oberschlesien sol im närhsten Frühjahr eine Kunstausstel lung von Werken aller in Overschlesien schaffen den und dort geborenen Künstler stattfinden. Gelegentlich der Jahrhunderfeier der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte vom 16. bis 24. September in Leipzig eine Ausstellung medizinischer und naturwissenschaftlicher Fachwerke im großen Lesesaale der Deutschen Bücherei statt. Die Universitätsbibliothek wird ihre Schätze in ihren eigenen Räumen ausstellen. Sonderausstellungen veranstalten fer ner der Buchgewerbeverein und das Hygiene=Mu seum in Dresden. Die neugegründete Berufo Vereinigung deutscher Prähistoriker hielt in Weimar ihre erste Versammlung ab. Nächst geschäftlichen An gelegenheiten umsaßte die Tagesordnung interessante Vorträge und Mitteilungen über wichtig. neue Funde. Das berühmte Pillnitzer Schloß dei Diesden ist mit seinen 52 Räumen voller Kunstwerke an Möbeln. Gemälden usw., de Publikum wieder zugänglih gemacht worden. Die Instandsetzung leitete Prof. Fänel, der Direktor des oiftorischen Museume in Diesden Für geeignete Führung ist gesorgt. 33s Amundsen der bekeonnre Poborförsther Startet nmn Nordpolrlug. Verschiedenes. Die Vordelle im besetzten Gebiet. Die Amerikaner und Engländer haben gänzlich auf Einrichtung öffentlicher Dirnenhiuser verzichter, die Belgier haben für einige O#rte sollhe Häuser verlangt. aber häufig den Gegenvorstellungen der deutschen Behörde nachge geben. Tugegen ist das von Franzosen besetzte Gebiei sehr reichlich auf Kosten der Irserten Orte mit diesen Schandhäusern versehen worden; so in Kaiserslautern seit Frühjahr 1919. In Landau mußte Januar 1919 ein von 1 Zamilien bewohntes Haus zu diesem Zweck ausgeräumt werden(Konten für Antauf und Einrichtungen 133000 M). In Mainz mußte ein besonderer Haus für die algerischen Soldaten geschafsen werden 170 000 Ms. Ebenso in Kostheim mit aravischen Frauen(100 000.A), in Bürgen(40.000 A1. Langen=Schwalbach. Hoechst. Idstein, Speyer, Diez. Ens. In Siegburg mußte eine Druckerei einschließlich Kontorräume ausgemietet und umgewandett werden(152 000 MAJ. In Wiesbaden wurden 2 Häuser eingerichtet 1660: auch das kleine Griesheim bekam sein Dirnenhaus für afritanische Soldaten. Es ist noch besonders vervorgehoben, daß man in keiner dieser Städte solche Häuser vor der französischen Besetzung kannte. Was dabei an Vergiftung der öffentlichen Sittlichleit angerichtet wird, ist unberechenvar und kaum wieder gutzumachen. Lenm genesen. Anläßlich der Genesung Lenins treffen von ahlreiche Glückwunschtelegramme in Moskau ein. allen Orten Ueber den Mann, der zurzeit an der Spige der russt schen Revolution steht, nachdem zunächst Kerenski und sein Anhang weiteren Widerstand gegen die Maximalisten aufgegeben hatten, äußerte sich kürzlich ein Kenner der russischen Verhältnisse in der neutralen Presse folgendermaßen: „Einer adligen Familie aus dem Gouvernement Simbirsk entstammend, als Sohn des Gymnasialrektors Ilja Uhanoff geboren, hat Lenin— Wirklichkeit Wladimir Iljitsch Uljanoff— seit seiner frühen Jugend an der revolutionären Bewegung teilgenommen und wurde schon in den neunziger Jahren von den russischen Behörden wegen seiner Tätigkeit verfolgt. Harte Strafen wurden von den russischen Behörden über ihn verhängt. Nach Sibirien verbannt, entkam er durch Flucht ins Ausland, von wo er sich dann noch zweimal nach Rußland begab. Vom Jahre 1907 an lebte Lenin im Auslande und nicht zum geringsten Teil in der Schweiz. Im März 1917, als der Sturm der russischen Revolution das Ancien Regime wegsegte, hielt sich Lenin in Jürich auf. Seine äußere Erscheinung macht keineswegs den Eindruck einer großen, hervorragenden Persönlichkeit. Was an seiner gedrungenen, breitschultrigen, etwas beleibten Gestalt von mittlerer Größe vor allem auffällt, ist ein gewisser brutaler. trotziger Zug. Dieser wird noch verstärkt durch seine hervorstehenden Backenknochen und den stark nach hinten hervortretenden Schädel und Nacken, der ihm zugleich etwas Wuchtiges verleiht. Die kleinen, schmalen, hellblauen Augen, die zusammen mit den hervorstehenden Backenknochen an den mongolischen Typus erinnern, blicken eher schlau als intelligent. Etwas Listiges steckt in ihnen, wenn sie bei den stärkeren Momenten seiner Rede oder im Verlauf der Diskussion plötzlich aufblinzein. Wenn man aber seinen Blicken, währenddem er spricht, folgt, so kann man sich, auch wenn man seine Worte nicht verstehen sollte, des Eindrucks nicht erwehren, daß man es mit einem Fanatiker zu tun hat, mit einem Manne, der blindlings der eisernen Logik der Entwicklung seiner Grundsätze folgt, ohne für die Wirklichkeit, für die außerhalb seiner Gedankengänge liegende Welt Sinn zu haben. Freilich, durch seine Rede wird dieser Eindruck erst recht bestätigt. Lenin ist kein guter Redner, wenigstens nach unseren Begriffen nicht. Seine Sprechweise ist eher am Anfaug unverständlich, eintönig. Die bei ihm am häufigten wiederkehrende Nuance ist die der Ueberlegenheit, mit einer leichten Anspielung von Ironie und einem gewissen polnischen Anklang. Von Pathos ist bei ihm nichts zu merken. Sein Hauptmerkmal bleibt aber ein gewisses Autoritätsgefühl, das von vornherein jeden Fehler und ast jeden Widerspruch ausschließt. Auch in der Diskussion zeigt sich Lenin autoritär, seine Gegner geringschätzig behandelud, seine Beweise auf kleinliche Details oder gechickt kenstruierte Redewendungen aufbauend. Im ganzen bleibt es unverständlich, was ihm die Macht verleiht, die er offenbar als Redner auf die Arbeitermassen in Peterszurg ausübt. Ist es eben dieses Autoritätsgefühl, dieses Selbstbewußte und Brutale? Oder ist es die Simplizität seiner gradlinigen Gedankengänge? Im ganzen muß man, wenn man Lenins Reden lauscht und seinen von dem praktischen Leben aänzlich rosgetrennten Gedankengangen folgt, an die durchaus zutreffende Charakteristik Lenins durch einen Genossen denken, wonach„Lenin gerade Linien in die leere Luft zieht". Es ist übrigens eine beachtenswerte Tatsache, auf welche hier gelegentlich hingewiesen sei, daß, wie Lenin selbst, die meisten Führer des„Bolschewismus“, die heute in Rußland„gerade Linien in die Luft ziehen", vor kurzem noch im Auslande weilten und, fern von dem politischen Schauplatz der russischen Revolutionskämpfe, vor und während der Revolution theoretische Gedankengänge spannen. Dadurch erklärt sich vielleicht die Erscheinung des Mazimalismus, der wie keine andere russische sozialistische Partei an der Wirklichkeit vorübergeht und einen Fanatismus an den Tag legt, dessen Folgen heute nicht nur die wieder in Blut gebadete russische Hauptstadt, sondern das ganze revolutionäre Rußland verspürt.“ Die Berner„Tagwacht“ schrieb kürzlich über Lenin: „Bei Kriegsausbruch war er ein unerbittlicher Gegner des Krieges, und er ist seiner Idee treu geblieben, treuer als einige Sozialisten, die ihn jetzt vernichten wollen. Als die Revolution ausbrach, schlug er den Weg über Deutschland erst ein, nachdem ihn: England die Möglichkeit, auf Umwegen auf seinen Posten zu eilen, verweigert hatte. Aber wie die Genossen in Zürich beweisen können, war er so wenig bereit, mit der deutschen wie mit irgend einer anderen verhaßten autokratischen Regierung ein Kompromiß zu schließen. Wei ihn in jenen Tagen gesehen hat, weiß, daß ihn nur ein Gedante bewegte, an seinen Posten zu eilen, um die Revolution vor der Reaktion zu retten.“ Diese Charakteristen scheinen uns durch den Inhalt des Leninschen Friedensangebetes voll bestätigt zu werden. Von Fortbildungsschuldirektor Richard Röpke. Es wird oft gesagt und geschrieben, die Berufswahl sei habe ich keine Lust“ oder„an dem oder jenem Handwerk habe ich Spaß, das möchte ich werden", darf ausschlaggebend für die Wahl des Berufes sein. Wer die Arbeit kennt, der weiß ja, daß sie nicht gerade zum Spatzmachen da ist.— Allein viele Eltern lassen sich durch ihre Kinder betören, sie halten solchen kindlichen Unverstand für ernste Reigung und wundern sich nachher, wenn der Junge mit dem Beruf nicht„einschlägt“ oder machen ihm auch wohl den Dorwurf:„Du hast es ja selber werden wollen— jetzt hältst Du auch aus“ Gewiß soll man den Kindern nicht gegen ihren Willen einen Beruf aufdrängen, aber die bessere Einsicht muß man doch immer von den Eltern verlangen. Sie sollen dafür verantwortlich sein, daß das Rind auch für den gewählten Beruf tauglich ist, daß es im Beruf sein Brot und sein Fortkommen findet, daß der Beruf geeignet ist, das ganze Leben des Rindes voll auszufüllen bis zum Tode. Bei einer überlegten Berufswahl sollen die Eltern mit sich gewissenhaft zu Rate gehen, die geistigen, sittlichen und körperlichen Eigenschaften ihres Rindes prüfen und diese in Beziehung bringen mit dem in Frage stehenden Berufe. Soweit wird doch jeder Dater, jede Mutter ihr Rind kennen, daß sie sich diese Fragen getreu beantworten können. Zum zweiten verschaffe man sich genaue Renntnis darüber, welche Anforderungen der etwa in Frage stehende Beruf stellt und welche Aussichten er in näherer und fernerer Zukunft bietet.— Arbeitsgelegenheit, Verdienstmiöglichkeit, Aussicht auf Selbständigmachung sind solche Berufsfragen. Die landläufige Ansicht,„meine Rinder sollen es mal besser haben wie ich, sie sollen sich nicht zu quälen brauchen,“ ist nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen. Dahin streben wir wohl alle, daß unseren Rindern ihr Los leichter werden möge wie uns. Wenn das aber heißen soll, mein eine 8 der wichtigsten Fragen im Leben der Mienschen, ich möchte behaupten, sie ist die allerwichtigste. Von der Wahl drs Berufes hängen so viele, fast alle Fragen im Erdendasein ab, ihr ordnen sich alle anderen Fragen unter: Freud und Teid, der ganze Lebensganz wird beeinflußt vom Beruf, körperliches und geistiges Wohlbefinden, Eheschließung, Familie, Gesundheit und Arankheit, Rürze und Länge des Erdendaseins, Berufsgefahren und Tod, ja Fragen über den Cod hinaus, sie alle sind abhäng'g oder sie stehen doch in engster Beziehung mit der Wahl des Berufes. Beruf soll das sein, wozu der Mlensch sich berufen fühlt. Beruf soll das Mittel sein, das uns den Unterhalt für des Leibes Nahrung und Notdurft gibt; er soll unser ganzes Streben ausfüllen, soll unserem ganzen Leben Inhalt, Zweck und Ziel geben. Darum, ihr Eltern, seid nicht leichtfertis bei der Wahl des Berufes für Eure Rinder, geht mit Euch zu Rate und besprecht Euch mit Freunden und Bekannten, Lehrern, Meistern und, wenn solche vorhanden sind, mit sachkundigen Berufsberatern. Richt die Rinder können, wie dies leider zumeist der Fall ist, bei der Berufswahl den Ausschlag geben, sie kennen ja die Vorteile und Nachteile dieses oder jenes Berufes gar nicht, und das kann ja auch niemand von ihnen verlangen; es sind ja eben noch Rinder, denen jede Uebersicht fehlt. Auch nicht, daß die Rinder äußern„dazu Rind ist zu schade für meinen Beruf, so ist diese Ansicht falsch und die Folge in der Regel, daß den Rindern ein schwerer Lebensgung bevorsteht. Diese Eltern wissen eben nicht, wie schwer es diesem oder jenem, der ihnen als Beispiel in dem für ihr Rind erkorenen Beruf vorschwebt, geworden ist, wie er hat ringen müssen, um das Ziel, das so gleißend erscheint, zu erreichen. Wie viele das Ziel nicht erreicht haben, davon wissen sie nichts. Diel ist leider diese Mleinung im Handwecks= und Gewerbestand vertreten; ja, Ihr lieben Mleister, wenn Ihr es Euren Jungen leichter machen wollt, wie es Such geworden ist, warum laßt Ihe Euere Jungen denn nicht in Euern Beruf eintreten? Er wirds leichter haben, wenn er sich in ein„gemachtes Bett“ legen kann. Die Handwerkerfamilie gedeiht in der Regel erst mit der Entwicklung des Geschäfts in der zweiten Generation, wenn der Junge in die Fußtapfen des Daters tritt, wenn er das Geschäft übernimmt, zu dem der Dater in saurem Schweiß der Arbeit, mit Sorge und Entbehrung, den Grund gelegt hat. Aber nein, der Junge muß höher hinaus, muß studieren, wird, wenn's gut geht, ein„feiner herr“, der, wenn er nicht ein feiner Charakter ist, wohl seine Eltern bei seiner„Zukünftigen" entschuldigt:„Meine Eltern sind nur einfache Leute.“—— (Meiné Eltern waren auch„einfache Leute“, wer sie deshalb aber als minderwertig ansieht, der irrt sich— ich habe jedenfalls allen Grund, stolz darauf zu sein, daß meine Eltern so einfach waren. Viehfrachengongenich..... K' M“ und Klauenseuche unter dem Die Araul= und Viehbestande des Landwirts Wilhelm Heinrichs zu Salingen und des Landwirts Goerdt zu Salingen ist erloschen. Die bei Ausbruch der Seuche erlassenen viehseuchenpolizeilichen Anordnungen werden hiermit aufgehoben. Hörde, den 1. Sept 1922. Der Landraf. I. V: gez. Büscher. Tuhig..... Zur Ausgabe gelangen Fahrscheine mit Aufdruck Mk. F.W. Rippus, Ostenstraße 26 Jur Helle) Fernruf 466. und Zuckerwaren in gros. Erzeuguisse erster Firmen. Vertauf nur an Wiederverkäufer zu Fadrikpreisen. 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Langendreer Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlte deutsche Mark für 100 belgische Franken 100 dänische Kronen.. 1 englisches Pfund.. 100 französische Franken 100 holländische Gulden 100 italienische Lire... 100 polnische Mark 100 schwedische Kronen. 38152.25 38152.25 100 schweizerische Franken 27665,35 27215,90 100 tschechische Kronen. 4968.75 511855 2075 680 1345 1198 1725 2955 690 2300 1100 1190 509 805 710 735 Ein Dollar. 1458,17 1423.21 am 4. 9, am 5. 9. 10761,50 10561.75 30861,35 30961,25 6516.80 5616,80 11375,75 11136,05 55930,— 55429,35 6367.— 6242,15 — 18.50 38152.25 38152.25 Ueber die schrieben worde gelegt, wie schn werden verwun eit der Fische die Geschwind beobachten, abe Fische im Was naßen sicheren seobachter teil nsichte zunachst, klaren Wasser einwerfen eines ster Bewegung suchen gelangte seiner kleinen beträgt. Die 8 die Makrele, n daß bei sonst gl schwimmen tör Lachs kann fa ger von der muß, entfaltet Ein Saba seiner starken gefangen haber 120 Kilometer Fahrt von Cl sobachtete der formation vo er, wie sie, aug Geschwader tei herum schwam vor dem Schi uterdessen m das Manöver sahen, zu der schnell wie das in der Stun dieselbe Gesch sich ziemlich den Sabalo Kraft und Fli ibertroffen'n ja kein Fisch, genannten Fi Verhaft: serregende Ver iner Polizei er die erste #lieferten Str R#at, wurde selbst von L sihm wurde d Lenkwinat spolizei im heit 17 Jal) Privaldetekti ben“ Grünbe kölln in Haft Die vier die Flucht Einigen Tag #ligt und gef #ungen, soll eines Freun bls Privatde #lm 100 000 Konnte, das Schloß am? Göhne mit diensttuendet #at einer lau aauf Grund( scheines aus befangene g Ergriff Piper hut des La# Anverdächtig dem ist er 1 kuums sowie Brund dies ienst mit: Brot##stet ein m 350 J5, Sch Zwieback 7: 80, Kartenft. Einspr Pehrkräfter P. Septem Achrerinnen solurion be Vlaßiahmne eine Spars wesen fort man beauft Parteien d guns zu tri Die 11 vischen de Ponzei am g##ge in E um Nacht nich gegen der Breiter ersuchte, shäfte ges käume zu or 6 Uhr Menge bel usammen Die C Rösch.“ 3 Stellung Arbeiter u Perung rei indwerk habe 1ggebend für int, der weiß st.— Allein en, sie halten ig und wunuf nicht„einorwurf:„Du u auch aus“. Willen einen uß man doch dafür verantählten Beruf ein Fortkomize Leben des Eltern mit sittlichen und und diese in Berufe. SoRind kennen, nnen. atnis darüber, ehende Beruf fernerer Zunstmöglichkeit, Berufsfragen. ollen es mal en brauchen,“ eisen. Dahin r Los leichter zen soll, mein Ansicht falsch i ein schwerer ben nicht, wie ziel in dem für en ist, wie er d erscheint, zu haben, davon ng im Handieben Meister, wollt, wie es Jungen denn leichter haben, n. Die Handr Entwicklung der Junge in Geschäft überer Arbeit, mit t. Aber nein, wird, wenn's sicht ein feiner „Zukünftigen“ Leute.“—— ver sie deshalb ich habe jedenreine Eltern so Hörse unmenuunpuunmn enkürse er 1922 =Verein, Schwerse 77½ 240 604 458 365 705 1155 2475 1010 497 . 2 2 0 0 2500 965 1255 2275 . 2500 325 ... 2500 . 3 9 5 0 . 2 0 7 5 " 6 8 0 . 1 3 4 5 . 1198 .. 1725 2955 690 2300 1100 1190 509 805 7½ 735 der Berliner irse) Kark: Geschwindigkeit des Vogelfluges ist ja auch leichter zi #eobachten, aber man findet auch für die Bewegung der im Wasser Anhaltspunkte genug, um zu einiger#naßen sicheren Feststellungen zu gelangen. Ein englischer ##eobachter teilt einige Tatsachen darüber mit. Er ver##uchte zunächst, die Schneltigkeit von Forellen in einem A#aren Wasser zu naten#nne- gu ermitteln, nachdem er sie durch das Hineinwerfen eines kleinen Steines ausgescheucht und zu schnellser Bewegung veranlaßt hatte. In einer Reihe von Versuchen gelangte er zu dem Schluß, daß die Geschwindigkeit einer kleinen Forelle etwa 45 Kilometer in der Stunde beträgt. Die Forelle ist aber zweisellos nicht so schnell wie die Makrele, wie überhaupt im allgemeinen zu sagen ist,## daß bei sonst gleichen Verhältnissen die Fische um so schneller#### schwimmen können, je größer sie sind. Ein zehnpfündiger kann fast mit Windeseile dahinsausen. Selbst wenn er von der Angel erfaßt ist und eine Leine mitschleppen nuß, entfaltet er noch eine außerordentliche Schnelligkeit. Ein Sabalo mit seinem langen schlanken Körper und ift soll Sischern, die ihn von 120 silometer in der Stunde schwimmen können. Bei einer Fahrt von Charlestown nach Jacksonville in Florida besobachtete der Engländer eine Schar Tümler, die in Keilformation vor dem Schiffe herschwammen. Plötzlich sah er, wie sie, augenscheinlich auf irgendein Zeichen, sich in zwei Geschwader teilten, die beide umdrehten und um das Schiff herum schwammen, um dann sofort wieder zu ihrer Stellung vor dem Schiff zurückzukehren. Der Dampfer bewegte sich mterdessen mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten. Da das Manöver sich öfter wiederholte, kamen alle, die es sahen, zu der Ansicht, daß die Tümler etwa dreimal so sschnell wie das fahrende Schiff schwammen oder etwa 80 km #in der Stunde zurücklegten. Die Haifische haben etwa Unglücksfälle. In der Güntzelstraße, in der Nähe der Nassauischen Straße war ein Personenauto im Begriff, gegen einen Lastkraftwagen aufzuprallen, als der Lenker des Autos die Gefahr erkannte und in seiner bedrängten Lage so scharf ausbog, daß er auf den Bürgersteig geriet. Hier riß der Wagen einen Baum um und fügte einer Witwe Zweig einen Oberschenkelbruch zu, so daß sie in ein Krankenhaus überführt werden mußte.— Um dieselbe Zeit ereignete sich in der Putbuser Straße ein Unfall, bei dem eine unbekannte etwa 50 bis 60 Jahre alte Frau von einem Geschäftswagen überfahren wurde. Sie war sofort tot. —„ 574 Pchn Aus dem Reiche. schweren Schaden erlitt, mußte nach Hamburg zurückkehren. Der gleichfalls aufkommende englische Dampfer„Kenrix", der den beiden zusammenstoßenden Schiffen ausweichen. wollte, rannte dabei gegen den Anlegeponton der Dockenhuder Landungsbrücke. Der Ponton wurde vollkommen zerstört, der Dampfer„Kenrix“ am Bug beschädigt. Bei dem Zusammenston erlitt außerdem der Segler„Johanne“ Beschädigungen. Menschenleben sind anscheinend nicht zu beklagen.— Die Reichsbahndirektion Oppeln teilt mit: Am 1. September 8,15 nachmittags ist der von Loslau kommende Personenzug bei der Einfahrt in den Bahnhof Annaberg, Oberschlesien, über den Prellbock des Einfahrtsgleises hinaus durch den Zollschuppen in den Warteraum 3. Klasse des Empfangsgebändes gefahren. Der polnische Zugführer, ein deutscher Zugabsertiger und einige Reisende sowie ein im Warteraum sich aushaltendes Kind sind leicht verletzt worden. Der Unfall ist vermutlich auf verspätetes Einsetzen der Luftdruckbremsen zurückzuführen. — A Ein Sabalo mit seinem langen schlanken Körper und seiner starken Muskelkraft soll, wie von Fischern, die ihn Vofangen, haben, versichert wird, mit einer Schnelligkeit von 120 Kiometer in der Stunde schwimmen können. Bei einer dieselbe Geschwindigkeit wie die Tümler, aber sie setzen ziemlich langsam in Bewegung. Nur ein Fisch könnte den Sabalo übertreffen, das ist der Schwertfisch, dessen KKraft und Flinkheit von keinem andern Fisch in den Meeren ibertroffen wird. Die Schnelligkeit des Walfisches, der a kein Fisch, sondern ein Säugetier ist, ist mit der der ggenannten Fische nicht zu vergleichen. Rud um Veriare, W * Verhaftung zweier Kriminalbeamter. Aufsehenserregende Verhaftungen von Kriminalbeamten sind im BerAiner Polizeipräsidium erfolgt. Kriminalkommissar Frentz, er die erste Vorführung der ins Polizeigewahrsam einge##ferten Strafgefangenen zu leiten und zu beaufsichtigen #at, wurde mitten in der Vernehmung eines Häftlings selbst von Beamten der Kriminalpolizei verhaftet. Mit #ihm wurde der im Nebenzimmer diensttuende Wachtmeister. Cenkwinat festgenommen. Außerdem nahm die Kriminalspolizei im Zusammenhang mit diesen Verhaftungen den #eit 17 Jahren in Deutschland weilenden rumänischen Privaldetektiv und„juristischen Berater von Strafgesange#en“ Grünberg und den Kaufmann Kurt Höhne aus NeuKölln in Haft und lieferte sie in das Polizeipräsidium ein. Die vier Personen stehen in dem dringenden Verdacht, die Flucht des Geldschrankeinbrechers Piper, der vor Einigen Tagen aus dem Polizeipräsidium entwich, begün#igt und gefördert zu haben. Nach den bisherigen Ermittungen soll der Kaufmann Höhne nach der Verhaftung #eines Freundes Piper an den im Berliner Polizeipräsidium aals Privatdetektiv tätigen Grünberg herangetreten sein und Elm 100000 u versprochen haben, wenn er veranlassen Konnte, das Piper Gelegenheit fände, aus dem„Roten Schloß am Alexanderplatz“ zu entweichen. Grünberg machte öhne mit dem in der Abteilung des Kommissars Frentz iensttuenden Wachtmeister Lenkwinat bekannt. Das Resul##at einer langen Unterhandlung war, daß Piper am Montag Aauf Grund eines von Frentz unterschriebenen Vorführungsscheines aus seiner Zelle in den Sammelsaal für Polizeibefangene gebracht wurde. In einem unbewachten Moment #rgriff Piper den„zufällig“ in der Nähe befindlichen ZivilLut des Wachtmeisters und verließ nun seelenruhig mit der Anverdächtigen Kopfbedeckung das Polizeipräsidium. Seitdem ist er verschwunden. Im Polizeigefängnis des Präsiiums sowie in allen anderen Berliner Gefängnissen ist auf Prund dieses Vorfalles ein verdoppelter Ueberwachungssienst mit neuen Beamten vorgenommen worden. I Brot= und Milchpreis=Erhöhung. Ab 4. September #stet ein markenfreies Brot in Berlin 65 56, die Schrippe 650 Jé, Schnecken, Hörnchen, Kaiserbrötchen 4.4, gerösteter Bwieback 72 J das Pfund. Ein Liter Kartenmilch kostet #, kartenfreie Milch 34.6 ebenfalls ab 4. September. Einspruch gegen die Massenkündigung von Berliner Lehrkräften. Der Lebrerverband Berlin hat gegen die zum Kusten. Der Lehrerverband Berlin hal gegen die Inni #o. September erfolgte Massenkündigung von Lehrern und Kehrerinnen nachdrücklich Einspruch erhoben. In einer Resolution beschloß er, die Elternschaft zur Abwehr dieser Rlaßnahmen aufzufordern„für den Fall, daß der Magistrat seine Sparsamkeitspolitik in erster Linie im Berliner Schulwesen fortsetze“. Es wurde ein Ausschuß gewählt, den an beauftragte, sofort mit den Gewerkschaften und allen Parteien der Stadtverordneten=Versammlung in Verbindung zu treten. Die Unruhen in Eberswalde. Die Zusammenstöße zwischen den Demonstranten, Plünderern und der SchutzPolizei am Donnerstag haben zu einer Verschärfung der Tage in Eberswalde geführt. Während der Freitag bis zim Nachmittag verhältnismäßig ruhig verlief, bildeten lich gegen 5 Uhr nachmittags in der Stadt, besonders in Breiten Straße, neue Ansammlungen, und die Menge versuchte, die Ladeninhaber, die sast sämtlich ihre Geschäfte geschlossen hatten, zu veranlassen, die VerkaufsKüume zu öffnen. Auf telephonischen Anruf rückten kurz Dor 6 Uhr Abteilungen der Schutzpolizei nach den von der Menge belagerten Geschäften und es ist leider zu neuen Busammenstößen gekommen. Die Gewerkschaften in Eberswalde sind, der„Tägl. Rdsch.“ zufolge, zusammengetreten, um zu der Lage Stellung zu nehmen. In einzelnen Fabriken haben die Arbeiter unter Androhung des sofortigen Streils die Foreerung t erhoben, daß die Berliner Schutzpolizei zurück+ Einfuhrverbot für Rohtabak. Um einem weiteren Sturz der Mark zu begegnen, hat sich die Regierung entschlossen, verschärfte Maßnahmen zur Unterbindung der Einfuhr aller irgend entbehrlichen Waren zu treffen. Zu diesem Zweck hat der Reichswirtschaftsminister die bisherige Einfuhrfreiheit für Rohtabak durch Bekanntmachung vom 30. August d. J. mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Ebenso. wird der Reichsernährungsminister auf seinem Gebiet Beschränkungen der Einfuhrfreiheit vornehmen.— Gleichzeitig werden die Außenhandels= und anderen Bewilligungsstellen angewiesen, für diese Waren und eine Reihe anderer entbehrlicher bereits unter Einfuhrverbot stehender Waren bis auf weiteres Einfuhrbewilligungen nicht mehr. zu erteilen. Der Reichswirtschaftsminister hat alsbald nach Erlaß des Einfuhrverbots für Rohtabake die an der Tabaksbeteiligten Kreise zu einer Besprechung bei sich eingeladen, die am Sonnabend dieser Woche stattfinden wird. + Maßznahmen gegen die Notlage der Rentenempfänger. Im Rahmen der von der Reichsregierung unternommenen Aktion zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Notlage sind vom Reichsarbeitsministerium eine Reihe von Maßnahmen in die Wege geleitet. Die Rentenempfänger aus der Invaliden- und Angestellten=Versicherung erhalten bisher schon neben einer erhöhten Rente laufende Unterstützungen. Zu außerordentlichen Notstandsmaßnahmen für sie stellt das Reich jetzt außerdem den Betrag von 1 Milliarde Mark den Ländern zur Verfügung. Diese oder die Gemeinden, oder beide zusammen, sollen dazu aus eigenen Mitteln wenigstens ein Fünftel der aufzuwendenden Beträge beisteuern, so daß rund 1,2 Milliarden Mark außerordentliche Mittel zur Linderung der gegenwärtigen Notlage der Sozialrentner alsbald verwendbar sind. Auf dem Gebiete der Krantenversicherung wird eine Aufbesserung der Leistungen durch Heraussetzung der Höchstgrenzen für die Bemessung des Grundlohns vorgesehen; ausserdem wird die Versicherungsgrenze erhöht. Auf dem Gebiete der Unfallversicherung wird ebenfalls eine Erhöhung der Versicherungsgrenze und einiger für die Berechnung der Leistungen maßgebender Beträge erfolgen. Auch in der Angestelltenversicherung wird die Versicherungsgrenze erweitert werden. Die Reichszuschüsse an die Länder für Maßnahmen zur Unterstützung notleidender Kleinrentner sind auf 1 Milliarde erhöht worden. Die Teuerungszuschüsse für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene sind durch Verordnung vom 11. August für den Monat September um durchschnittlich 663/8 Prozent erhöht. Außerdem soll noch im September eine Nachzahlung erfolgen, die durchschnittlich die Hälfte der am 1. September zahlbaren Teuerungszuschüsse betragen wird, so daß die Teuerungszuschüsse gegenüber den Augustbeträgen insgesamt um rund 140—200 Prozent erhöht sein werden.— Die Reichsmittel der sozialen Kriegsbeschädigten= und Kriegerhinterbliebenenfürsorge sind bereits von 500 Millionen auf 1 Milliarde Mark erhöht worden. + Die badische Regierung und die Ausländer. Die „Frankfurter Zeitung“ meldet aus Kartsruhe: Die zunehmende Entwertung der deutschen Mark veranlaßte die badische Regierung, die Taxen für die Neubewilligung und Ausdehnung der Aufenthaltserlaubnis für Ausländer zu verdoppeln. + Zeitungsverbot. Der Preußische Pressedienst teilt mit: Das Ministerium des Innern hat heute das Erscheinen der„Deutschen Allgemeinen Zeitung“ auf die Dauer von einer Woche verboten wegen des in der Nummer vom 1. September morgens(383) erschienenen Artikels Keine Illusionen“ und wegen des in der Abendnummer des gleichen Tages(384) erschienenen Artitels„Unannehmbar und undiskutabel".— Das polizeiliche Verbot der„Hamburger Volkszeitung“ wurde auf Grund einer Beschwerde des Blattes durch den Senat von vier Wochen auf elf Tage herabgesetzt. Das Blatt wird von Montag, den 4. September, ab wieder erscheinen.— Das Kölner Blatt Sozialistische Republik“ ist von der beilischen Ersagungsbehörde für die Zeit vom 7. bis 11. September unter der Aus aller Welt. + Der Völkerbundsrat und das polnische Kriegsmateriallager in Danzig. Der Völkerbundsrat in Genf entschied in öffentlicher zum Teil dramatisch bewegter Sitzung die für Danzig so außerordentlich wichtige Frage des polnischen Kriegsmaterial= und Explosivstofflagers auf dem Gebiet der Freien Stadt, und zwar im polnischen Sinne. Es bestätige die Entscheidung des Völkerbundskommissars, des Generals Haking, die ein künftiges Munitionslager auf dem rechten Ufer der Großen Weichsel und bis dahin ein vorläufiges Lager auf der Holm=Insel, also in der Stadtanlage selbst, vorsieht. Der lebhafte, nachdrückliche Protest des Präsidenten der Freien Stadt, Dr. Sahm, der auf die ungeheure Gefährdung der Stadt und ihrer Bewohner durch die ständige Explosionsgefahr hinwies, blieb ohne Wirkung. Diese Gefahr ist, so führte Präsident Sahm aus, um so größer, als das provisorische Lager auf der Holm=Insel infolge der ungeheuren Kosten für eine neue Anlage zu einer dauernden Einrichtung und daher zu einer dauernden Gefahr für Leben und Handel der Danziger Bevölkerung zu werden droht.— Aus den Auseinandersetzungen zwischen dem polnischen Vertreter und dem Präsidenten Sahm ist zu erwähnen, daß der polnische Vertreter die Freie Stadt Danzig beschuldigte, moralisch noch an Deutschland zu hängen. Präsident Sahm bemühte sich in seinen Darlegungen, vor allem Beweise zu erbringen, daß Polen keine stichhaltigen Gründe für seine Forderungen vorbringen könne, da es in dem Kriegshafen Gdingen nach dem Urteil maßgebender Sachverständiger den geeigneten Platz für die Anlegung eines Munitionsdepots besitze. Der Beschluß, den polnischen militärischen Interessen die Sicherheit der Danziger Bevölkerung zu opfern, mußte um so niederschmetternder wirken, als der Berichterstatter des Rales, Graf Ishii, sich im Laufe der Sitzung überzeugt hatte, daß die Frage noch nicht spruchreif sei, und daher eine Vertagung und Neuprüfung beantragt hatte. Nach einer ziemlich verworrenen Debatte verzichtete der Rat auf eine Neuprüfung und stimmte, wie bereits gemeldet, den poleufreindlichen Beschlisen du.. Gaure haben Streikbewegung in Frankreich. In Le alle Arbeiterverbände mit Ausnahme der Metall=, und Hasenarbeiter die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen.—„Petit Parisien“ meldet aus Lille, der Arbeitgeberverband für die Textilindustrie von Roubaix= Tourcoing habe beschlossen, denjenigen Arbeitern, die am 29. August an dem A4stündigen Generalstreik teilgenommen und damit gegen das am 1. Juli unterzeichnete Abkommen verstoßen hätten, den Familienlohnzuschlag für August zu streichen.— Nach Blättermeldungen sind gestern an zwei Stellen in Paris Sprengkörper entdeckt worden. Auch auf dem Gleise der von St. Etienne nach Puy führenden Eisenbahn wurde ein Sprengkörper gefunden.— Wie meldet, hat in einer großen industriellen Anlage in der Nähe von Nancy eine schwere Explosion stattgefunden, als Arbeiter damit beschäftigt waren, von den Schlachtfeldern kommendes Eisen in die Hochöfen zu bringen. Trei Arbeiter wurden getötet, fünf schwer verletzt. + Schiffszusammenstoß. Nach einer Havasmeldung aus Buenos Aires hat der amerikanische Postdampfer „Legion“ auf der Fahrt von Rio de Janeiro nach Neuyork beim Verlassen des Hafens mehrere Kriegsschiffe gerammt, die im Hafen vor Anter lagen. Dabei brachte#er den Transportdampfer„Azoy Ardo“ zum Sinken und beschädigte vier Kreuzer. Auch der Kai wurde beschädigt. Ein Leutnant und mehrere Matrosen wurden verletzt. + Amerika und Rußland. In Washington verlautete amtlich daß zwischen dem amerikanischen Botschafter in Berlin, Houghton, und Krassin in Moskau ein inoffizieller Meinungsaustausch über die Entsendung eines amerikanischen Sachverständigenausschusses nach Rußland stattgesunden hat. Das Staatsdepartement betont dabei, daß die Ernennung der Kommission in keiner Weise als ein Schritt auf dem Wege gut Anlelinnung, der Täffischen g-zierung ist und daß sie keine Vollmachten zu AbmachunAuschuldigung einer Beleidigung Generals Collins verboten worden. Weitere Einstellung von Zeitungen. Die„Hanauer" Zeitung“ hat ihr Erscheinen eingestellt.— Eines der ältesten demokratischen Blätter Schlesiens, die im 76. Jahrgang erscheinende„Breslauer Morgenzeitung“, stellt mit Ablauf September aus wirtschaftlichen Gründen ihr Erscheinen ein. Zwei belgische Soldaten erschossen. In den frühen Morgenstunden sind in Oberkassel bei Düsseldorf ein belgischer Posten und ein belgischer Sergeant erschossen worden. Die Täter sind noch nicht, festgestellt. Die Besatzungsbehörden haben die Untersuchung sofort eingeleitet. Es wurden Haussuchungen vorgenommen. Bisher sind sieben Personen verhaftet worden. Aus den vorliegenden Meldungen ist über das Motiv der Tat, über die Täter und über die näheren Umstände nichts Sicheres zu ersehen. Es bedarf einer besonderen Versicherung nicht, daß ein Meuchelmord, wenn ein solcher begangen wurde, gleichgültig an wem er begangen wird, schärfste Mißbilligung findet. Eine sosortige Aufklärung liegt nicht nur im belgischen, sondern auch durchaus im deutschen Interesse. + Unglücksfälle. In der Nähe von Dockenhuden bei Hamburg stieß der elbavwärts gehende englische Damps#u der britischen Besatzungs= auf dem Wege zur Anerkennung der russischen Regi is 11. September unter der, anzusehen ist, und butß sie teine Vollmachten zu Abmach ng des ermordeten irischen gen hat, welche die Vereinigten Staaten 86— Vernischtes. Urbild des Hamlet. Eine englische Forscherin, Dr. Lilian Winstanley, hat, wie in dem literarischen Teit der„Times“ berichtet wird, eine Quelle zum Hamlet ggefunden, in der sie das geschichtliche Vorbild eront, das Shakespeare bei der Schöpfung seines Helden gegeben hat. Hamlet entstand in den Jahren 1601und in dieser Zeit war ein besonders wichtiges politisches Ereignis der Thronwechsel in Schottland. Johann. Schottland hatte unter den vielen Prätendenten die größten Aurechte auf die Thronfolge. Aber er hatte einen ssehr schlechten Ruf und eine tragische Leperggeschrchegg##men Vater Darnley war von dem älteren Bruder Bothwell getötet worden, und seine Mutter Maria von Schottland hatte den Mörder geheiratet. Das Leben Johanns war voll von Abenteuern, Aufständen und Verschwörungen. Er hatte dabei gegen die schlechtverhehlte Feindschaft seiner Mutter und seines Stiefvaters zu kämpfen, aber er swollte sich nicht an ihnen rächen, wie sein Charakter überhaupt zu ipfer- Trübsinn neigte und sehr unentschieden war; unter seinen dames“ zusammen, der unterhalb der Wasserlinig so schwer#ost unbekgnute Johann von Schottlaud heschädigt wurde, daß er auf Strand gesent werden munte. des Hamter geweien sein. W 8. zur Zeitung Echsa der haussrau uns Käller Erziehungsfragen, Humor Haus und Rüche Aeue Glrapenklf 47 ie Tage 854111. Jackenkleid aus sandsatbenem Seige mit Biesengarnitur. Blusenjacke mit kurzem Schof: Stehkragen aus roiem Leder; Zweibahnenrock. Stoff: etwa 4 m, 110 cm breit. Beyer=Sämitte f. 40 u. 44 cm Oberw. 834114. Straßenanzug, sogen. Schneiderkleid, aus gemsfarbenem Gabardin: glockig fallende Jacke mit Taschen; Zweibahnenrock. Stof: e2iea 4 m, 110 cm breit. Beye: Schnief. 44 u. 48 cm Cderw. KK 44305. Mantel aus rehfarbenem, braun gemustertem Homespun; Passenärmel mit verstellbarer Patte und Gürtel mit Metallichnallen. Stoss: etwa 2 m, 140 cm breit. Beyer=Schnitte für 12 u. 1 20 ∆ 5 er Sommer hat uns zeit seinem kühlen, nassen Wetter recht D) enttäuscht, wenn uns auch weise Propheten vorbereitet hatten. Schade, denn die neuen, weißen Kleider aus duftigem Schleierstoff, Tüll oder Organdy konnten alle nicht oft geuug zur Geltung kommen. Dabei hatte man sich soviel Mühe gegeben mit der seinen bruch= oder Weißstickerei, den selbstgestrickten und gestovften Filetspitzen, den haarfeinen Biesen. Ein Glück, daß das weiße, zumal das dandgestickte Kleid nicht alzu streug der Mode gzierhoz nicht zu einschneidend die Formen zu veröndern pslegt. Fir. ge. G. ist die Sorge um die Kleidung für kühle Sommertage, für den Herbst. Verlangt sie doch als Material durchweg die kostspieligen Wollstoffe, die, der schlichten Mode angepaßt, weichfließend und gediegen in der Qualität sein müssen. Falsch wäre es auch, an der Qualität der Garnituren zu sparen. Genannt seien nur Treisen, Lederbesatz, elegante Knöpfe, die zwar am Straßenanzug mäßig, fast nur noch zweckdienlich angebracht werden, dafür aber bei der Wahl ganz besondere Sorgfalt ersordern. Für das Schneiderkleid, das Sportkostüm, wirkt ein schöner Steinnuß=, Galalith=, Büffelhorn= oder Lederknopf immer am besten, stilgerecht und vornehm. bringt man eine große Auswahl aparter Knöpfe in den Handel, die zum Teil recht groß sind. Außer Bein= oder Bernsteinkuöpfen seien die von der Mode besonders bevorzugten Metallknöpfe genannt. Sie schmücken das Jacken= und Mantelkleid, den eleganten Mantel in der modernen losen Form, für die man auch größere Auswahl in Garnituren hat: Besatz von farbigem Leder, Stickereien — schon jetzt sei verraten, daß Schnurstichstickereien in der He und Wintermode eine besondere Rolle spielen werden,— Tressen, Perlstevpereien und Biesen. Diese fallen besonders schön in stumpfen, glatten Geweben aus und werden in Gruppen, auch strahlenförmig, als feine Streifen, zu Motiven, ja sogar zu einfachen Kanten verarbeitet. Haupterfordernis ist sorgfältige Ausführung. K54112. Kittelkleid aus rotem Wollkrepp mit aufgesteppten Blenden, grauer Lackbandschleife und Gürtel, aus gleichen Lackbandstreifen geschlungen. Stoff: etwa 3.40 in, 80 cm breit für 42 und 44 om Obermeite. MK 44150. Turnanzug aus roten Wolltrikot, mit blauen Blenden besetzt; Schnürschluß. Rock aus blauem Cheviot. f: etwa S m, 100 cm breit. Beyer=Schnitte für 6, 8, 10, 12 u. 14; 3 ss1 Beper's Lehrbuch der Wäsche, Beyer's Buch der Jinderkleidung, Beyer's Modesührer und Beyer's Schnittmuster bn Ansde bun unun pehusien Cenr Braus, Buctunbuns. S sun S 1310 MX 43466. Blusenanzug: Hemdbluse, auch hoch zu schließen, aus Rohieide: Dreibahnenrock aus sandfarbenem, rotkariertem Wollstoff. Stoff: etwa 1.20 m, 30 cm breit, für die Bluse, 1.25 m. 100 cm breit, für den Reck. Beyer=Schnitte für 6, 8, 10, 12 und 14 Jahre. S53166. Straßen= oder Breseanzug aus gemsfordenem, grün gestreiftem Wollsteff. Gösteljacke mit Herrenfragen und Taschen; Zweibabnenrock. Auch aus Rippensamt nachzuarbeiten. Stoft: etwa 4 m, 120 cm breit. Bever=Schnitte für 42, 44 u. 46 cm Oberw. M34108. Uebergangsmantel aus dunkelgrunem Gabardin, mit Biesen und grauer Perlstepperei garniert, langes Leibchen und angereihte Schoßteile. Krasen offen oder geschlossen zu tragen. Stoff: etwa 3,30 m, 120 cm breit. Beyer=Schnitte füt 44 und 48 cm Oberw. S34115.Straßen= od. Besuchsanzuglaus blauem Gabai din mit Tressenbesatz: lange Inck: mit geteiltem Schoß:„Zweibahnenrock mit seitlichen Flügelbahnen. Stoff: eiwa 5,75 m, 110 cm breit. Beyer=Schnitte fur 46 und 52 cm Oberweite. KK 44306. Sakkomantel(weite Form, sogen. Schlüpfer) aus havanabrannem Cheviot mit Herrenkragen, Passenärmeln u. Taschen. AuchausHomespun nachzuarbeiten. Stoß: etwa 2,10 m, 140 cm breit. Beyer=Schnitte für 11, 13 und 15 Jahre. 8 KKANS