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Erst e allgemein zu stammen stens bring. lus früherer als die Gechen Spracht Brief dei „mettre aus einen hoher Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allertel. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterhaltungs- u. Nomanbeilage. u Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbüd. u. Willen. u Gartenratschläge. Oerdunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Delksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Dörde. bolzwicheter Zeitmg und ättestes Cogesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. urkichich u beundgeschafete Druck und Verlag: Cer! Braus. Celegr. Adr. Braus, Schwerterudr. Cei. 62. Postscheck. Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Richter; Stadt und Provin, Feiodr. Kraas; sämtlich in Schwerte. Nr. 204 Donnerstag, 31. August 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Den halt ich für ein weisen man, Der ihm selber wol raten kan; Der ist auch seines Lobes wert, Der guten Rat folgt unbeschwert. Wer aber selber wüst kein rat, Auch nach der weisen leer nicht tat, Der war und blieb ein toller narr, Bracht sich und ander in gefar. G. Rollenhagen. Der Froschmeuseler. T politische Nachrichten. Der Reichskanzler empfing die Vertreder Großindustrie, Stinnes, Kirbrff. Klöckner u. a. Man besprach die schwebenin Fragen der Wirtschaft. Der Reichskanzler ltte ferner eine Konferenz mit den Vertretern r Vergarbeiterverbände, die sich in der gleichen Richtung bewegte. Die Reichsregierung verhandelte geern mit den Industrievertretern über die angebtenen Kohlen= und Holzlieferungen. * In Cherbourg ist ein aus Bankvertrern und Wirtschaftspoltikern—zuimengesetzter Ausschuß eingetroffen, der im #strage amerikanischer Banken und HandelsgeUschaften Europa bereisen wird, um die Han#smöglichkeiten mit ihm zu untersuchen. Oberst House, sowie Gouverneur Cox kilten gestern bei Lloyd George; in englischen keisen verhält man sich dem Vorschlage Cox genüber ablehnend. die Spitzenorganisationen der Bebuten und Gewerkschaften traten geirn zusammen, um über ein neues Vorgehen zur hyassung der Beamten= und Staatsarbeiter=Einmmen an die Teuerung zu beraten. Nach der Reichspostverwaltung wur12500 Beamte in die Reichsfinanzver#ltung überführt. die Verhandlungen über die Einigung Ar beiden sozialistischen Parteien #rden gestern von den Zentralleitungen aufge#men. * In Kiel wurde gestern die Hauptversammhg des 39. deutschen Gewerkschaftstages ffnet; anwesend waren weit über 500 Ver#r. * Die gestern verbreitete Nachricht, daß der seußische Landtag am 6. Sept. wieder Sammentritt, beruht auf einen Irrtum; die giite STipung findet voraussichtlich am pt. statt. * die in ihrer Mehrheit sozialistische adtverwaltung von Mailand ist ## königliches Deiret aufgelöst worden. Ver chilenische Dampfer„Itala“ ist #leitert, 160 Personen und die Besatzung umgekommen. Wer Druck von Papiergeld soll in ver##riem Umsang betrieben werden. Vermischte Kunde. Röhngebiet sind. nach Wollen echen die Fulda und die Kinzig aus den getreten. In Horas, Gelnhausen und in #####trodenbach stehen viele Häuser unter Wasser. an der Ernte ist ein großer Schaden ange#et. Wine neue Kommunalsteuer hat „.. erg i. Th. ersunden. Die S man in abter. berg i. Th. ersunden. Die Staui ersetzt auch eine Schnapssteuer, die 10 4 Liter beträgt. An unsere Leser! Die deutsche Presse— schon lange in schweren wirtschaftlichen Nöten— kämpft heute den Kampf um das nackte. Dasein. Der Papierpreis ist von 29 A im August auf 80 M das Kilo für den September gestiegen. Alle anderen Unkosten für Redaktion, Druck und Versand reihen sich jener unerhörten Steigerung entsprechend an. Die Verleger wissen nicht mehr, woher das Geld nehmen, wenn nicht die Leser opferwillig für ihr Blatt eintreten wollen, das ihnen den täglichen Verkehr mit den geistigen und wirtschaftlichen Mächten der Umwelt vermittelt, und ohne das sie wohl kaum imstande wären, ihre Pflichten als Familienvater und Staatsbürger voll zu erfüllen. Jetzt erschallt mit greller Deutlichkeit die Losung: Will das deursche Volk seine Zeitungen erhalten, dann darf es vor erheblichen Mehrkosten nicht zurückschrecken! Die gesamten deutschen Verleger haben bei dieser trostlosen Lage ihres Gewerbes beschlossen, den Bezugspreis aller Zeitungen um 150 Prozent zu erhöhen. General=Anzeiger für Dortmund und die Provinz Westfalen, Dortmunder Zeitung, Zeitung„Tremonia“, Dortmund. Westfälische Allgemeine Volkszeitung. Dortmund, Annener Zeitung, Westfälischer Anzeiger, Hamm, Westfälischer Volksfreund, Hamm. Hellweger Bote, Unna. Hörder Volksblatt, Hörder Volksfreund, Schwerter Zeitung. Hagener Zeitung, Westfälisches Tageblatt, Hagen, Westdeutsche Volkszeitung. Hagen, Gelsenkirchener Zeitung, Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung. Wittener Volkszeitung, Wittener Tageblatt, Bochumer Anzeiger. Castroper Zeitung, Wanner Zeitung. Soester Anzeiger, Soester Kreisblatt. der Dortmunder General-Anzeiger kostet ab 1. September 150.— M. monatlich. die Schwerter Zeitung 100.— M. ausschließlich Bringerlohn. die Pariser Verhandlungen. Eine Erklärung Dr. Schröders. Paris, 30. Aug. In der Vormittagssitzung der Reparationskommission hat der deutsche Bevollmächtigte Dr. Schröder eine Erklärung über die Bemühungen der deutschen Regierung, die Wiederherstellungskosten aus den Reichseinnahmen und aus der inneren Anleihe zu decken, gegeben. Er schließt mit den Worten:„Der erwartete dauernde Erfolg der Maßnahmen ist durch zwei Untstände vereitelt worden, die außerhalb des Machtbereiches der deutschen Regierung liegen, nämlich einmal durch das Mißlingen der Beratungen des Anleihe= komitees und die Ermordung Rathenaus. In weniger als zwei Monaten ist der Dollar von 300 auf 2000 gestiegen und, das englische Pfund von etwa 1300 auf etwa 10000. Eine derartige Entwicklung macht jede Hoffnung auf eine Eindämmung der schwebenden Schuld für absehbare Zeit zunichte. Die Masse des deutschen Volkes ist von dem Schicksal der Papiermark abhängig. Schon heute kann man sagen, daß das gesamte mobile Kapital Deutschlands vernichtet ist. In Wahrheit ist die Vernichtung der Mark ,auf die außenpoliti sche Lage und der immer längeren Verzögerung der Lösungen der Reparationen zurückzuführen. Eine Heilung kann nicht durch Zwang, Bedrohung oder Diktat herbeigeführt werden, sondern nur durch eine Wiederherstellung des Vertrauens auf der Grundlage der verständnisvollen Zusammenarbeit.“ Die Entscheidung und die Verantwortung für die Zukunft Deutschlands und Europas liegt nunmehr in Händen der Repko, insbesondere Frankreichs. Die deutsche Regierung hat das äußerste Entgegenkommen bewiesen. Die Durchführung der Erfüllungspolitik hat Deutschland an den Rand des Abgrundes gebracht. Weiter gehen kann die Regierung nicht. Mögen sich die Repko und Frankreich ihrer Verantwortung wohl bewußt sein und danach handeln. * Die französische Regierung ist nach den Meldungen der Pariser Presse immer noch in ihrer Haltung unnachgiebig. Nach dem„Echo National“ soll Poincaree sofort bei seiner Besprechung mit Dubois vor der heutigen Sitzung verlangt haben, daß die französischen Vertreter in der Reparationskommission sich jedem Kompromiß widersetzen. * Der Ministerrat, der am Donnerstag vormittag im Elysee stattfinden sollte, und der über die Entschließung der Reparationskommission beraten sollte, ist auf Freitag vormittag verschoben worden. Katholiken Deutschlands einmütig Protest er die zurzeit das ienideal bevom deutschen Katholikentag. Ueber die katholische Jugendbewegung wurde eine Entschließung angenommen, in der u. a. ein wirksamer Ausbau des Jugendwohlfahrtgesetzes gefordert und die körperliche Ertüchtigung der Jugend als Ziel der katholischen Jugendpflege bezeichnet wird. Angenommen wurde schließlich noch eine Resolution, in der die 62. Generalversammlung der hebt gegen alle Bestrebungen, christliche Ehe= und Fami drohen. Dic 3. Großtagung des Katholikentages war die Generalversammilung des Volksvereins für das tatholische Deutschland. Stegerwald hielt die Hauptrede über das Thema: „Wirtschaftlicher Wiederaufbau und deutsche Volksgemeinschaft.“ Er ging in seinem Vortrage vom Sozialismus und Katholizismus aus. Den Sozialismus nannte er den Vertreter des materialistischen Prinzivs, das die Massen der rechtlosen, scelischen Verelendung zugeführt hat. Der Sozialismus wirkt gemeinschaftezerreißend. Anders der Katholizismus. Er stellt dem Materialismus des Sozialismus die göttlichen, ideellen Sitlengesetze, gegenüber, er baut die Volksgemeinschaft auf sittlicher Grundlage auf. er lehrt, daß die Arbeit nicht Zwang, sondern Gemeinschaftsdieust ist. Der Katholiziomus und der Protestantismus müssen Hand in Hand gehen, um einen starken Wall gegen die materialistische Weltauffassung aufzurichten. Auf Deutschlands wirtschaftliche Verhältnisse übergehend, stellte Stegerwald folgende Forderungen auf: In der Ernäherungsfrage muß das gespannte Verhältnis zwischen Stadt und Land ausgeglichen werden; in der Wirtschaftspolitik müssen alle Schichten und Kreise mitwirken, aber nicht in sozialistischem, mechanischem Sinne, sondern aus innerer seelischer Notwedigkeit heraus, aus dem Gemeinschaftssinn jedes Einzelnen. Kreislag des Tandtreiste heter. 1700 Prozent Kreissteuer- 300 Prozent WohnungsbauabgabeEinrichtung von Unter dem Vorsitz des Herrn Landrats Hansmann tagte gestern im Sitzungssaal des Kreishauses der Kreistag des Landkreises Hörde, der eine außerordentlich reichhaltige Tagesordnung 24 Punkte— zu erledigen hatte. Das Hauptinteresse der etwa siebenstündigen Verhandlungen, an der 30 Kreistagsabgeordnete teilnahmen, konzentrierte sich auf die Festsetzung des Haushaltsplanes für 1922 und Beschlußfassung über die Aufbringung des Kreisfehlbetrages. Der Haushaltplan, den der Vorsitzende kurz erläuterte, dabei ein Bild über die finanzielle Lage des Kreises gebend und auch bei eventl. Aenderung der vorgeschlagenen Steuersätze, die Möglichkeit eines Nachtragsctats streifend, schließt ab in Einnahme und Ausgabe auf den Betrag von 44 502 236,67 M. Die„Einnahmen setzen sich wie folgt sammen: Zinsen und Abtragungen von angelegten Kapitalien 353 423 MA. Einnahmen aus Kreiseigentum und Kreiseinrichtungen 1031300 K, Wohlfahrtspflege 6916 423 esl, darunter sind die Einnahmen aus dem Kinderheim Binz mit 382850M angesetzt, aus dem Heim in Schwerte mit 101 500) Stuern und Gebühren 17509605 M gegen 12 867969 A im Vorjahre. einschl. der vom Reich überwiesenen Anteile an der Einkommen= und Körperschaftssteuer in Höhe von 775 321,19 K. Ueberweisungen aus anderen Beständen 4183,95 J. wieder einzuziehende Posten 559 864 M. durchlaufende Einnahmen 12 333 900 A. vorübergehend angelegte Kapitalien 20,000 K, Einnahmen aus dem Kreiswasserwerk 14 407.A. Insgemein 20000 M. außerordentliche Einnahmen 5000000 M. Kriegsschuldenzwecke 559619.ll. Unter den Ausgaben finden wir folgende Posten: Sachliche Kosten der Kreisverwaltung 175 840 J. persönliche Kosten 2559 604 A. Provinzialbeiträge 4022022 K. Zinsen der Kreisschuld 136 409,65 M. Gebühren, Beiträge und Steuern 212 296,22 M. auszuzahlende Posten 33510,40 MA. durchlaufende Ausgaben 12 333900 M. anzulegende Kavitalien 200 000 M. Unterhaltung der Kreisstraßen 7968 288 M. Kreitzeinrichtungen 5 417 665 J. Vereinsbeiträge 23 802 A. Wohlfahrtspflege 8744 428 ef, darunter das Wohlfahrtsamt mit 3252 110,39 M. die Kreisfürsorge mit 4511487 M. die Kinderheime in Schwerte und Vinz mit 211 600 bezw. 736 201 KK. Pensionskassenbeiträge 193906 M. insgemein 1 164 863 M. Kriegsschulden=Tilgungszwecke 715 700 Der Fehlbetrag in Höhc von 16523029+ soll durch Zuschläge auf die Einkommen= und Realsteuer gedeckt werden und zwar sollen von ersterer ein Zehntel— 195 Proz., von letzerer nenn Zehntel= 1763 Pros. zur Erhebung kommen. Herr Vitrgermeister Rohrmann, wünschte eine anderweitige Verteilung der einzelnen Positionen auf der Einnahmenseite, die insgesamt ein Mehr von 1 Millionen ergeben würden. Er führte hierzu im einzelnen u. a. aus: Die Not der Gemeinden ist ungeheuerlich; sie können trop aller Bemühungen die Mittel nicht mehr aufbringen. sie müssen Bauten einstellen, sie müssen unaufschiebbare Arbeiten zurückstellen und sparen, wo es möglich ist. In diesen Röten muß auch der Kreis sich einschränten und alles zurückstellen, was nicht unumgänglich notwendig ist. Der Kreis darf nicht aus dem Vollen schöpfen, während die Gemeinden darben. Es muß gespart werden. um so mehr als ja die Kreissteuern 1763 Prozent letragen sollen, eine Belastung für die Gemeinden des Kreises Hörde von 16 ½ Millionen AA. Diese Lasten können verringert werden, indem wir die Ansätze in den Einnalmen des Haushaltplanes auf das rihtige Maß bringen und die überhaust nicht berücksichtigten Einnahmen nachträglich noch einsetzen: Es fehlt unter dem Abschnitt Ueberschüsse aus Vorjahren der Betrag. Ein Betriebsstock ist vorhanden, er hätte angegeben werden müssen. Die Einnahme aus dem Wasserwerk ist zu gering; statt 350 000 M können unbedentlich 500000 M eingesetzt werden. Die Abgabe des Westfäl. Verb. Elektrizitätswerks ist ebenfalls zu gering, bei 3½ Proz. können statt 50000 A. 300 000 M eingesetzt werden. Der Anteil des Kreises an der Reichseintommensteuer und Körperschaftssteuer ist mit 775321 A veranschlagt. Hier ist offenbar übersehen, daß der Zuschlag nach dem Ministerialerlaß vom 24. 7. 22. 180 vom Hundert beträgt und daß er für 1920 und 1921 nachgezahlt wird. Der Betrag muß auf 2000 000.4 erhöht werden. In dem Erlaß ist hervorgehoben, daß zur Entlastung der Realsteuerpflichten der hierin liegende Ueberschuß berücksichtigt werden soll. An Kreishundesteuer sind 20000 M; vorgesehen. Dieser Ansatz muß auf einem Versehen beruhen; denn Schwerte hat allein für das erste Vierteljahr 14000 M Hundesteuer an die Kreiskasse eingezahlt, dabei bestanden für das Vierteljahr noch die geringen Hundesteuersätze, die jetzt auf 250 MA pro Hund erhöht sind. 300 000 A müssen hier min destens eingesetzt werden. Die Lustbarkeitsteuer, an welcher der Kreis mit einem Dittel beteiligt ist, fehlt ganz. Wenn 500 000 M angesetzt werden, so ist das bei den neuen Sätzen sehr gering. Die Vorschüsse an die Gemeinden für Besoldung der Kommunalbeamten sind mit 2000 000 A in Einnahme und Ausgabe eingesetzt. Der Anteil. welchen der Kreis für seine Beamten aus Staalsfonds erhält, ist nicht berücksichtigt; er muß nach meiner Berechnung mit 1 500000 M in Ansatz gebracht werden. Es kommen die erheblichen Staatsbeihülfen in Betracht, welche vom 1. Oktober 1921 ab auf die Besoldungen aus Staatsmitteln nachgezahlt werden. Es sollen zur Aufbringung des noch verbleibenden Fehlbetrags die Realsteuern mit 1763 Proz. belastet werden. Hierdurch sollen 14 869672 K aufgebracht werden. Hier kommen hauptsächlich die Gewerbesteuern in Frage. Da nun feststeht, daß das gewerbliche Einkommen im Jahre 1921, welches zu Grunde zu legen ist, durchweg größer ist, als im Vorjahre, so sind auch die staatlich veranlagten Gewerbesteuersätze höher. Aus diesem Grunde muß das Aufkommen an Realsteuern um 1000000 M höher angesetzt werden, also statt 14 869672= 15 869 672 M. Bei den Einnahmen könnten hiernach rund 5000000 M mehr in Ansatz gebracht werden. Nun wird man einwenden, daß auch die Ausgaben gestiegen sind, sodaß die Ansätze nicht mehr zutreffen. Das ist richtig; aber es sind ja für Gehälter und Teuerungen 1000000 A eingesetzt. Außerdem ist der Titel Insgemein auf 1 164 000 A erhöht. Trotzdem möchte ich vorschlagen, den Titel Insgemein noch um 1 Million M zu erhöhen. Immerbin würden aber, wennn wir auch die Ausgaben um 1 Million A erhöhen, doch noch rund 4 Millionen Mark(5—1 Million) Mehreinnahmen gegen den Haushaltsplan zu berücksichtigen sein. In dieser Erwägung beantrage ich, die Realsteuern um 300 Prozent zu entlasten und statt 1763 nur 1463 Prozent festzusetzen. Herr Landrat Hansmann kann sich mit diesen Abänderungsvorschlägen nicht einverstanden erklären, da Herr Bürgermeister Rohrmann bezügl. der Einnahmen zu optimistisch in die Zukunft schaue. Bisher sei die Finanzlage des Kreises eine durchaus gesunde gewesen und er bitte den Kreistag dringend, ihm zu helfen, daß dieselbe auch gesund erhalten bleibe. Herr Bürgermeister Rohrmann tritt nochmals für seinen Vorschlag ein. Die Leistungsfähigkeit der Gemeinden u. auch der infrage kommenden Gewerbetreibenden sei an der äußersten Grenze angelangt. Herr Küch beschäftigte sich dann eingehend mit dem Etat des Wohlfahrtsamtes und der Kreisfürsorge und bat namens der soz. Fraktion um Annahme des Haushaltsplanes in vorliegender Fassung. Herr Schlischo glaubt, daß in diesem Jahre die Gemeinden noch die Steuern aufbringen könnten, wenigstens solange die Wirtschaft noch imgange bleibe. Er bitter auch um Annahme des Etats. Herr Hülsewig stellt den Antrag auf Verdoppelung des vorjährigen Satzes von 845 Proz. auf 1690 Prozent. Herr Braune(Komm.) beantragt das Gehalt für den Kreissyndilus Möhring, der für sein Amt nicht geeiget sei, zu streichen. Herr Landrat Hansmann kann mit dem Kreissundikus Möhring sehr gui arbeiten und gibt dann weiter zu bedenten, daß er als Vorsitzender des Mieteinigungsamtes ein sehr schwieriges Am: habe. Herr Bürgermeister Rohrmann stellt fest daß der Synditus vom Kreisausschuß und Kreistag gewählt sei und daß man, wenn keine ganz besonderen Ursachen für die Versagung der Bestätigung vorliegen, das Gehalt zahlen müsse. Nachdem der Landrat ausdrücklich erklärt hatte. die Verantwortung für einen evtl. Nachtragsetat ablernen zu müssen, gelangte ein Antrag Schlischo 1700 Prozent Zuschlag zu den Realsteuern zu erheben, einstimmig zur Annahme. er Antrag Braune auf Streichung des Gehalts für den Syndikus Möbring wurde gegen 7 Stimmen abgelehnt. Von der Freigabe der seinerzeit beschlossenen 2 etatsmäßigen Stellen für Fürsorgeschwestern sei tens der Fürsorgestelle in Berlin nahm der Kreis1ag Kenntnis. Gegen die Aufnahme einer Anleihe von 5 Millionen zum Bau von Wohnhänsern wurden keine Einwendungen erhoben. Für den Betrag sind 18 Häuser gebaut, 12 sind bereits fertig, 6 sind im Robbau. Die Häuser konnten durch die Kreisbaugenossenschaft billig gebaut werden. Weitere Wohnungen werden in Holzen, Schüren und Sölde errichtet. Die vorgelegte Ordnung bezüglich des Ruhegeldes für Kreiswegewärter fand Genehmigung, desgleichen eine Aenderung der Kreishundesteuer=Ordnung, die eine erhebliche Erhöhung der Sätze auf 150 cA für den ersten Hund vorsieht. Hunde zur Führung von Blinden sind steuerfrei. Zustimmung fand auch die neue Ordnung bezüglich der Schankkonzessionssteuer desgleichen auch eine Gebührenordnung für die Tätigkeit von Organen des Kreises in gewerblichen Angelegenbeiten. Ein. Antrag Braune(Komm.) für die von der Hungersnot in Rußland betroffene Bevölkerung den Berrag von 100000 M zu bewilligen, wurde nach längerer Aussprache abgelehnt, dagegen auf Antrag Küch für Rußland 10.000 M und für die Vertriebenen aus dem Westen gleichfalls 10 000 d bewilligt. Herr Bürgermeister Rohrmann hatte bei dieser Gelegenheit bereits den Antrag gestellt, für die Kriegsbeschädigten des Kreises Hörde einen Betrag von 100 000cA zur Verfügung zu stellen, anstatt diese Summe nach Rußland zu schicken. Der beantragte Beitritt des Kreises zur Kreisbaugenossenschaft wurde gegen eine Stimme gutgeheißen und die Herren Tengelmann. Reinehr und Braune in den Aussichtsrat der Genossenschaft gewählt. In der Begründung zu dieser Vorlage heißt es: Um die vom Kreise in der Gemeinde Hacheney, jetzt Wellinghofen, Ortschaft Brünninghausen, errichteten und noch zu errichtenden Wohnhäuser das Landesdarlehen zu sichern, ist beabsichtigt eine Gemeinnützige Kreisbangesellschaft m. b. H. zu gründen, denn nur einer Gemeinnützigen Gesellschaft kann ein solches Landesdarlehn gewährt werden, während dem Kreise als Kommunalverband ein Darlehen nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht beniligt werden kann. Mit der Uebernahme einer Bürgschaft in Hohe von 12 Millioneni für eine von der Dortmunder Wasserwertsgesellschaft aufzunehmende Anleihe für die Erweiterung ihrer Wassergewinnungsanlagen und einer zweiten Bürgschaft In Höhe von. 15 Millionen für den gleichen Zweck erkläme sich der Kreistag einverstanden. Gegen den Austausch von Grundstücksflächen zwischen dem Kreise, dem Eisenbahnfiskus und der Gemeinde Holzwickede wurden keine Einwendungen erhoben, desgleichen nicht gegen die neue Abgrenzung der Schiedemannsbezirke in der Gemeinde Holzwickede. Als Vertrauensmänner für den Ausschuß beim Amtsgericht Schwerte wurden die Herren Jöckel, Gergmann, Reinehr G. Kramer und Hohenschwert=Lichtendorf wiedergewählt. Der Antrag des Kreisausschusses, vom 1. Oktober 1922 ab die Wohnungsbauabgabe auf 600 Prozent des Friedensnutzungswertes festzusetzen, wurde nach längeren eingehenden Ausfühlungen des Herrn Reinehr abgelehnt; es sollen nur 300 Prozent erhoben werden. Die Stadt Schwerte, sowie die Gemeinden Westhofen, Wellighofen, Kirchhörde, Holzwickede, Berghofen und Aplerbeck haben die Genehmigung erhalten, die Wohnungsbauabgabe selbständig festzusetzen und zu erheben; sie fallen daher nicht unter den obigen Beschluß. Es folgte sodann die Beratung über den Erlaß einer neuen Steuerordnung für Pferde, Rindvieh und Kraftma schinen. In der Begründung dieser Vorlage sagt der Kreisausschuß: Durch die ständig anhaltende Preissteigerung, hervorgerufen durch die andauernde Geldentwertung, sind die Ausgaben bei den kommunalen Verwaltungen, insbesondere auch bei den Kreisen sehr hoch gestiegen. Die vorhandenen, dem Kreise zur Verfügung stehenden Steuerquellen, dazu zählen besonders die Hunde=, Ver gnügungs=, Wertzuwachs=, Schankkonzessions=, Grunderwerbs=, Betriebs= und direkten Steuern genügen nicht, auch nur in etwa die Ausgaben zu decken. Eine Folge davon ist, daß der Etat nur unter den größten Schwierigkeiten ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Selbst wenn das Reich seine Gewährleistungsbeiträge entsprechend erhöhen würde, sieht der Kreisausschuß z. Z. keine Möglichkeit, die Einnahmen und Ausgaben unter den heutigen unklaren wirtschaftlichen Verhältnissen ständig gegenseitig auszugleichen. Die vornehmste Aufgabe einer kommunalen Verwaltung muß jedoch, und zwar jetzt besonders sein, die unsichere Finanzwirtschaft wieder in geordnete Bahnen zu lenken, selbst wenn die einzelnen Stände sehr schwere steuerliche Opfer bringen müssen. Auf alle Fälle muß für die Zukunft vermieden werden, daß etwaige Fehlbeträge durch Aufnahme von Anleihen, ganz abgesehen davon, daß solche z. nur schwer untergebracht werden können, gedeckt werden. Um den Weg der finanziellen Gesundung zu beschreiten, hat der Kreisausschuß eine. Steuerordnung ausgearbeitet, welche die Besteuerung von Pferden, Rindvieh und Maschinen vorsieht. Die finanzielle Wirkung bei der vorgesehenen Bestenerung würde bei vorsichtiger Schätzung folgende sein: Steuer für ca. 2500 Stück Pferde ca. 125 000 M. für ca. 5000 Stück Rindvieh ca. 200000 d, für Maschinenkräfte im Kreise ca. 12 Millionen A. zusammen 12325000 A. Die Gemeinden sollen an dem Aufkommen mit 50 Proz. beteiligt sein. Die Vorlage löste eine lebhafte Aussprache aus. Herr Kühl=Sölde befürchtet, daß die neue Steuer eine große Produktionseinschränkung in der Landwirtschaft, vor allen Dingen in der Milchproduktion im Gefolge haben werde und lehnt sie aus diesem Grunde ab. Herr Direktor Stöckmann=Annen bezeichnet die geplante Steuer als eine zweite Gewerbesteuer durch welche alles Vorwärtsschreiten der Techmiel vollständig unterbunden werde. Er will gegebenenfalls alle gesetzlichen Mittel anwenden, gegen diese neue Steuer Sturm zu laufen. Herr Bürgermeister Rohrmann tritt für die Kuh des kleinen Mannes ein und Herr Käß=Barop für die Interessen des Mittelstandes, der ohnehin schon schwer genug belastet sei. Herr Küch glaubt nicht, daß Landwirtschaft und Industrie durch die neue Steuer allzu belastenl würden und regt die Bildung eines Ausschusses an, der über die Einzelheiten der neuen Steue# beraten solle. Gegen alle erhobenen Einwände führt Henl Landrat Hansmann nur die eine Tatsache in Feld, daß der Kreis eben nicht mehr in der Lagsei, die benötigten Gelder zu beschaffen. Man müsse eben neue Steuerquellen erschließen. Wenn die vorgeschlagene neue Steuer zu Annahme gelange, werde es möglich sein, im näch sten Jähre die Zuschläge zu den Realsteuern hei# abzusetzen. Für den Kuhhalter bedeute die neu Steuer eine Abgabe von 2½ Liter Milch pro Jali und das würde er wohl noch ertragen könne ähnlich sei es auch mit der Belastung der Industrie Er bat dann dringend um Annahme der Vorla## im Interesse des Kreises. Die Vorlage wurde sodann gegen die Stimme der rechten Seite des Hauses angenommen. Einen Antrag der drei sozialdemokratischParteien auf Bewilligung von Notstands=Kr diten begründete dann Herr Küch in ausführ licher Weise. Danach will der Kreis eine Resen von 75000 Ztr. Kartoffeln schaffen, ein durchgreifende Hilfe für Kriegsopfer, SozialKleinrentner usw. schaffen, Volksküchen und Mai senspeisungen einrichten und ähnliche Wohlfahrt einrichtungen. Für die Kartoffelbescha fung verlangt die Kreisverwaltung einen Kred von 25 Millionen und für die übrigen in Aussit genommenen Maßnahmen die Bereitstellung vo vorläufig 500000 M. Nach zustimmenden Ausführungen der Herr## Rohrmann und Schlischo erklärte sich## Kreistag mit den gepianten Maßnahmen einve standen und bewilligte die angeforderten Gelder Eine Vorlage, wonach der Kreis Hörde zusan men mit Dortmund für das Westf. Verbands=El trizitätswerk eine Bürgschaft in Höhe von 50 Mi lionen übernehmen sollte, wurde nach länger## Aussprache aus Antrag des Herrn Hülsewie Hombruch in die geheime Sitzung verwiesen. Zustimmung fand ein Vertrag mit der St## Dortmund betr. Ausbau der Straßenbahn Dol mund—Barop—Annen, wonach der Kreis Hö nicht nur am eventl. Defizit, sondern auch am 6 winn dieser Linie beteiligt ist. Bei dieser Gelegenheit teilte der Herr Ve sitzende mit, daß die Hörder Kreisbahne in Berlin den Antrag auf Stillegung ih Betriebes gestellt hätten. Er werde sich dieser S## legung mit allen Mitteln widersetzen und er# beantragen, die Bahn auf den Kreis zu überne men, selbstredend zu Vorkriegspreisen. Zur Sicherung der Kartoffelve sorgung hat der Kreis Verträge mit 2 pomme schen Gütern, Mentin und Eickhoff, abgeschlosst Den ersteren sind 4, dem letzteren 2 Mill. J# zahlung gemacht worden. Beide Zahlungen s## hypothelarisch eingetragen. Die Güter sind den Viehlieferungen in Verzug geraten und Kreis hat die Verzugsstrafe eingeklagt. Es 5 nen etwa 40000 Zentner Kartoffeln bezogenm den. Es soll Veranlassung genommen werden Abschließung einer Interessengemeinschaft Mecklenburg auf der Basis, Lieferung zur Berlit Börsennotiz. Zum Schluß der Verhandlungen gelangte#n stehende Entschließung zur Annahme: Art laßt nicht von Art. Roman von H. Hill. 191(Nachdruck verboten.) So kehrte er denn schweren Herzens in die Repräsentationsräume zurück, in denen eben jene lebhafte Unruhe und Bewegung herrschten, die den Aufbruch einer großen Gesellschaft Freiherr von Reckenburg ließ seine Blicke suchend über das dunte Menschengewühl dahinfliegen, und sobald er der hohen Gestalt des weißhaarigen Senators ansichtig geworden war, ging er auf ihn zu, berührte seinen Arm und bedeutete ihm durch einen Wink, ihm zu folgen. Ein Blick auf das Gesicht des ehemaligen Regierungsassessors hatte dem Amerikaner gesagt, daß es sich um irgendwelche sehr ernste Dinge handeln müsse. Er leistete der stummen Aufforderung bereitwillig Folge, und hatte zwei Minuten später erfahren, ein wie furchtbares Verhängnis über das Haus seiner unglücklichen Tochter Er war in tiefster Sele erschüttert, aber der Himmel hatte ihn mit eisernen Nerven begnadet, so daß er selbst in diesen schrecklichen Augenblicken die Herrschaft über sich selbst „Sobald sich der Schwarm verlaufen hat, werde ich Harriet und Edith so schonend als möglich von dem schrecklichen Unglück in Kenntnis setzen,“ sagte er. Für das übrige— für die Herbeirufung eines Arztes und für die Benachrichtigung der Gendarmerie werden allerdings Sie Sorge tragen müssen, mein lieber, junger Freund.“ Gewiß, ich werde das alles veranlassen," versprach der Regierungsassessor, indem er schon wieder Miene machte, sich zu entsernen. Der Senator aber hielt ihn zurück und flüsterte „Haben Sie eine Vermutung hinsichtlich des Täters?" „Nein, ich habe noch keine,“ lautete die ingrimmige Erwide„aber ich denke, es soll nicht lange währen, bis ich „Befindet sich der junge Mensch da oben noch immer in seinem unzurechnungsfähigen Zustande? Bei Gott, es ist schwer, sich diesen Jammerburschen als den Nachfolger meines Schwiegersohnes vorzustellen.“ „Ich weiß nicht, in welchem Zustande er sich zurzeit befindet; aber ich werde mich sehr bald davon überzeugt haben. Die beiden Männer sahen einander in die Augen, und sie lasen darin die volle Uebereinstimmung ihrer geheimsten Gedanken. Aber sie sprachen sie nicht aus, sondern gingen mit einem stummen Händedruck nach verschiedenen Richtungen hin auseinander.—„. s Es war ungefähr drei Stunden spaler, uis sie in einem der jetzt längst menschenleeren Gemächer wieder zusammentrafen. Während dieser langen Zeit hatte der Freiherr alles getan, was in solchen Fällen an traurigen, aber unabweisbaren gesetzlichen Pflichten zu erfüllen ist, während der Senator um die bejammernswerten Frauen bemüht gewesen war. Man hatte den Verzweifelnden nicht gestattet, die Leiche des Ermordeten zu sehen und hatte ihnen die Kenntnis der gräßlichen Einzelheiten nach Möglichkeit erspart. In ihrem namenlosen Jammer waren sie noch kaum imstande, das Unglück in all seiner Furchtbarkeit und in seiner ganzen, verhäugnisvollen Tragweite zu erfassen. Sie hatten zunächst nur Klagen und Tränen, und die innige Liebe, die sie mit dem Verstorbenen verbunden hatte, bürgte hinlänglich für die Echtheit ihres Schmerzes. „Nun?“ fragte der Senator, als er sich mit Herrn von Reckenburg allein sah.„Haben Sie mir etwas Neues zu Es bedurfte für den Freiherrn keiner weiteren Erklärungen über die Art der Neuigkeiten, die da von ihm erwartet wurden; denn er wußte ja, daß ihre Gedanken sich in dem Interesse an der nämlichen Persönlichkeit begegneten. „Ich begab mich in sein Zimmer hinauf, sobald ich die nächsttiegenden und dringendsten meiner Obliegenheiten erfüllt hatte," berichtete er.„Und ich fand ihn so total betrunken, wie ich ihn ein paar Stunden vorher verlassen hatte. Ja, ich bin überzeugt, daß er inzwischen sogar noch weitere berauschende Getränke zu sich genommen hatte. Ich fand eine geleerte Champagnerflasche und eine zur Hälfte ausgetrunkene Kognakkaraffe auf dem Tisch neben seinem Er selbst aber befand sich in einem Zustand, der schon nichts Menschliches mehr hatte.“ Der Senator schaute vor sich hin, wie wenn er enttäuscht wäre, weil er etwas anderes zu hören erwartet hatte. Und nach einem kleinen Schweigen fragte er: Sie sind also fest überzeugt, daß er während der ganzen Zeit in seinem Zimmer gewesen ist? Mein Schwiegersohn hat mir erzählt, daß Sie Kriminalist aus Liebhaberei seien. Und ich betrachte Sie deshalb als eine Art von Sachverständigen in diesen Dingen.“ „Ich pflege mir meine Ueberzeugungen nicht gleich auf den ersten Blick und unter dem unmittelbaren Eindruck der Dinge zu bilden, Herr Senator,“ sagte der Freiherr sehr ernst. „Um zu bestimmten Schlüssen zu gelangen, wird man die Umstände noch einer sehr genauen Nachprüfung zu unterziehen haben. Und auch das Gutachten des Arztes wird dabei mitsprechen müssen. Uebrigens wird es Sie vielleicht interessieren, zu erfahren, daß wir beide allem Anschein nach nicht die einzigen sind, deren Vermutungen sich von Anfang an nach einer ganz bestimmten Richtung hin bewenten.“ „Ich begegnete dem Major Brandenfels, als ich das Zimmer des jungen Mannes verließ. Er muß seinen samosen Neffen ja wohl noch bedeutend besser kennen als wir. und ich möchte wetten, daß er ihn in derselben Absichi aufsuchte heißt, um es endlich mit klaren Worten auszusprechen: weil er sich überzeugen wollte, ob sein Nesse zu betrunken gewesen sei, um als der Mörder seines Vaters in Betracht zu kommen?“ „Genau so. Aber selbst wenn ich mich oarin täuschen sollte, das eine steht jedenfalls fest, daß der alte Herr sich in einer Aufregung befand, wie ich sie bei ihm kaum für möglich gehalten hätte. Er suchte sie unausgesordert mit der Beschämung und Entrüstung zu erklären, die er darübe empfände, daß sein ehemaliger Zögling in solchem Zust sei, während das Haus unter dem Druck eines so surchtbaren Unglücks steht. Und er bat mich, noch einmal umzukehre und zu versuchen, ihn zum Aufstehen zu bewegen. Ich mocht es ihm nicht abschlagen und tat, was in meinen Kräfte *(Fortsetzung folgt.) eine zweite Gewerbestener, värtsschreiten der Techn## werde. Er will gegeben Mittel anwenden, gegeng m zu laufen. Rohrmann tritt fürg kannes ein und Herr 2## Interessen des Mittelstan chwer genug belastet sei. nicht, daß Landwirtschaf## neue Steuer allzu belanten Bildung eines Ausschusscc elheiten der neuen Steucn zui Einwände führt H## nur die eine Tatsache i## den nicht mehr in der L## der zu beschaffen. enerquellen erschlie schlagene neue Steuer zu de es möglich sein, im nar ge zu den Realsteuern hei### Kuhhalter bedeute die neu# u 2½ Liter Milch pro Jul# ihl noch ertragen können der Belastung der Industri## um Annahme der Vorta### es. sodann gegen die Stimme Hauses angenommen. r drei sozialdemokratisch. ung von Notstands=Kr inn Herr Küch in ausfuh will der Kreis eine Reser rtoffeln schaffen, ein ür Kriegsopfer, Sozial= un affen, Volksküchen und Ma en und ähnliche Wohlfahr die Kartoffelbescha reisverwaltung einen Kred o f ü r d i e ü b r i g e n i n A u s s i e hmen die Bereitstellung n Ausführungen der Herr Schlischo erklärte sich d pianten Maßnahmen einen te die angeforderten Gelder nach der Kreis Hörde zusa# ür das Westf. Verbands=Elch irgschaft in Höhe von 50 M sollte, wurde nach länger tag des Herrn Hülsewizeime Sitzung verwiesen. ein Vertrag mit der St# sbau der Straßenbahn Don en, wonach der Kreis H Defizit, sondern auch am eteiligt ist. zenheit teilte der Herr e Hörder Kreisbahn ag auf Stillegung iht tten. Er werde sich dieser# Mitteln widersetzen und er iu auf den Kreis zu überne Vorkriegspreisen. g der Kartoffelve Kreis Verträge mit 2 pomme tin und Eickhoff, abgeschloss , d e m l e t z t e r e n 2 M i l l. 4# orden. Beide Zahlungen s# stragen. Die Güter sind 1 in Verzug geraten und zugsstrafe eingeklagt. Es 5 entner Kartoffeln bezogenm ilassung genommen werden r. Interessengemeinschaft r Basis, Lieferung zur Berli Verhandlungen gelangte ung zur Annahme: Zustand, der schon nichts 1, wie wenn er enttäuscht ren erwartet hatte. Und e er: aß er während der ganzen st? Mein Schwiegersohn st aus Liebhaberei seien. s eine Art von Sachvereugungen nicht gleich auf nmittelbaren Eindruck der gte der Freiherr sehr ernst. gelangen, wird man die achprüfung zu unterziehen es Arztes wird dabei mitSie vielleicht interessieren, nschein nach nicht die einich von Anfang an nach a bewenten.“ Brandenfels, als ich das z. Er muß seinen samosen esser kennen als wir. und derselben Absicht aufsuchte mit klaren Worten auszuwollte, ob sein Nesse zu Mörder seines Vaters in n ich mich darin täuschen daß der alte Herr sich in bei ihm kaum für möglich ausgefordert mit der Beerklären, die er darüber igling in solchem Zustande Druck eines so surchtbaren noch einmal umzukehren en zu bewegen. Ich mochte was in meinen Kräften (Fortsetzung folgt.) Anbetracht der sich immer mehr steigernden Not und Verelendung weiter Voltstreise erwartet der Kreistag des Landtreises Hörde von den maßgebenden Instanzen der deutschen Republit rücksichtsloses Vorgehen gegen alle den Bestand der Volksgemeinschaft bedrohende Bestrebungen. Notwendig ist vor allen Dingen: Die Sicherstellung der Lebensbedürfnisse des schaffenden Vol tes. Geschehen kann dieses aber nur, wenn die, die Grundlage der Ernährung bildenden Leven: nttel, Kartoffeln, Brot. Milch und Zucker der ge bundenen Wirtschaft unterworfen werden. Es kann nicht angehen, daß in dieser Zeit der höchsten Not eine Gruppe beutegieriger Profitjäger unserem so schwer geprüften Volke die letzten Kräfte aussangt. Gegen Saboteure der öffentlichen Bewirtschaftung ist schärfstes Vorgehen noiwendig. Weiter fordert der Kreistag das vollständige Verbot der Herstellung alkohol haltiger Getränke zu Genußzwecken. Die bisher verbrannten und verbrauten Getreide=, Kartoffelund Zuckermengen sind restlos für die Volksernährung zu verwenden. Die Voraussetzung einer derartigen Maßnahme ist die sofortige Schließung aller Schlemmerlokale, der Brutstätten unmoralischen und unsittlichen Lebens. Auch das Einfuhrverbot entbehrlicher Luruswaren muß erfolgen, damit die Handelsbilanz der Republik nicht wie bisher in solch verhängnisvoller Weise beeinflußt wird. An die Kreisbevölkerung aber richtet der Kreistag die dringende Mahnung, sich der ernsten Lage unseres Volkes bewußt zu sein und die Anstreng= ungen der maßgebenden Instanzen, das Chaos zu verhindern, zu unterstützen. noch gegen 1914 Aus Stadt und Land. Schwerte, 31. Aug. Erinnerungen. Ferd. Lasalle gestorben. Königin Withelmina von Holland geb. „Kaiser Wilhelm der Große" in neutralen Gewässern völkerrechtswidrig versenkt. Ein Flugzeug bombardiert zum ersten Male Paris. ** Bei den westfälischen Sparkassen betrugen im Juli die Einzahlungen 800 Millionen M. die Rückzahlungen überstiegen diesen Betrag um 200 Millionen A. Das erklärt sich aber, wie stets im ersten Quartalsmonat, aus den starken Abhebungen der Beamtengehälter, die ganz überwiegend über Sparbücher laufen. Dagegen hatten die Guthaben im Scheck= und Kontokorrentverkehr eine Zunahme von 162 Millionen 4 aufzuweisen, wodurch der Abgang im Sparverkehr bis auf 38 Millionen A wieder ersetzt wurde. Der Gesamtbetrag der Spareinlagen beläuft sich noch auf über 5 ½ Milliarden A. Die Guthaben im Scheck= und Kontotorrentverkehr haben sich auf über 1,4 Milliarden A erhöht. Die Zahl der Scheckkonten ist auf 64000 gestiegen. Die Landesbank in Münster i. W. hatte einen Umsatz von über 9 Milliarden A gegen 2,8 Milliarden A im Juli v. J. und eine Bilanzsumme von 2,6 Milliarden A gegen 1,8 Milliarden Mark im Juli v. I. Die Provinziallebensversicherungsanstalt hatte einen Zugang von über 25 Millionen A zu verzeichnen. Das außerordentlich starke Anwachsen der Anstalt hält an. ** Gassperre. Wegen einer Störung im Betriebe des Gaswerks wird voraussichtlich heute und morgen die Gaslieferung in der Zeit von ½2 bis 6 Uhr abends gesperrt sein. ** Weitere Erhöhung der Posttarife Der Verkehrsbeirat der Reichspostverwaltung wird am 4. September zur Beratung der neuen Postgebührenordnung zusammentreten. Halbamtlich verlautet, daß die seinerzeit beabsichtigte Erhöhung der Postgebühren inzwischen durch die notwendige Erhöhug der Beamtenbezüge überholt ist, und daß sie daher durch eine neue ersetzt werden muß. Diese neue Gebührenordnung enthält zum Teil erheblich höhere Sätze, als ursprünglich vorgesehen. Dabei muß es mehr als fraglich erscheinen, ab angesichts der wachsenden Teuerung nicht auch diese Sätze wieder fallen gelassen und abermals wesentlich erhöht werden müssen. Eine Postkarte im Ortsverkehr ist mit 1 M. im Fernverkehr mit 4.A, Briefe bis zu 20 Gr. im Ortsverlehr mit 1.50 bis 100 Gr. 4 M, bis 250 Gr. 6 M. im Fernverkehr bis 20 Gr. 5 M. bis 100 Gr. 7 M. bis 250 Gr. 8 A eingesetzt. ** Der Schutzverein für Handel und Gewerde beschloß in seiner gestrigen, gut besuchten Hauptversammlung mit Rücksicht auf das kaufende Pub likum von einer Verkürzung der Verkaufs zeit vorläufig Abstand zu nehmen. Es soll Verbindung ausgenommen werden mit der Handelskammer und mit den umliegenden Städten und nur, wenn im ganzen Bezirk einheitlich die Verkaufszeit gekürzt wird, wollen die hiesigen Geschäftsleute auch dazu übergehen. Aus der Versammlung heraus wurde sehr über das Borg Unwesen geklagt. Bei den heutigen ungeheuer schwierigen Verhältnissen ist es den Einzelhändlern nicht mehr möglich, Kredit zu gewähren. Die Betriebsmittel sind bis zum Aeußersten angespannt. Die neu bestellten Waren müssen zum großen Teil schon vor Eingang bezahlt sein. Eine Kreditgewährung an die Kundschaft stellt die Fortführung der Betriebe infrage. Mit Rücksicht hierauf beihn zur Herausgabe von militärischen Papieren zu veranlassen. Der Soldat verständigte seine Vorgesetzten und ging scheinvar auf die Weisungen des Belgiers ein, der dann festgenommen wurde. Bracket, 30. Aug. Er. wollte den Blitzableiter stehlen. Eine Polizeipatrouille wurde gegen 11 Uhr abends von einer Frau in Brackel davon in Kenntnis gesetzt, daß sich in ihrem Hause anscheinend Einbrecher besänden. Bei der Durch suchung des Hauses stellte sich heraus, daß ein Einbrecher versuchte, den Blitzableiter abzusägen. Er hatte es auf die Platinspitze abgesehen. Der Mann wurde festgenommen. Wattenscheid, 30 Aug. Der alte Trick. Seit einiger Zeit treibt hier eine Gaunerin ihr Unwesen. Vor einigen Tagen schickte eine Frau ihr zehnjähriges Kind mit einem Tausendmark schein in ein Lebensmittelgeschäft in der Hochstr um einige Einkäufe zu besorgen. Das Kind erhielt über 900 M zurück, was von der Gaunerin bemerkt wurde, die dem Kinde folgte und auf der Partstraße an es herantrat mit dem Bemerken, ne müsse das Geld noch einmal nachzählen. Das Kind in dem Glauben, eine Verläuferin aus dem soeben verlassenen Geschäft vor sich zu haben, gab das Geld her, worauf das Frauenzimmer verschwand. Essen, 30. Aug. Die Beerdigung der pfer bei dem Grubenbrande auf Zeche„Wel heim“, fand heute im Laufe des Nachmittags stalt. Alle Leichenzüge wiesen eine überaus große Betei ligung auf. Duisburg, 30. Aug. Schwer geschädigt wurden einige Familien der hiesigen Stadt. Bei ihnen beschäftigte Dienstboten hatten ihnen Wäsche und Kleidungsstücke im Gesamtwert von 150 000) bis 200000 M fortgeschleppt. Die beiden Dienstmädchen und zwei junge Burschen, die als Hehler bezw. als Begünstiger in Betracht kommen, wurden verhaftet. Cleve, 30. Aug. Ein Rasender im Laden. Durch den Vandalismus eines socben aus dem Gefängnis entlassenen Mannes ist ein hiesiger Geschäftsmann schwer geschädigt worden. Dieser Strafentlassene drang in das Geschäft des Kaufmannes ein, zerschlug gewaltsam die Ladeneinrich lung und warf mit Gewichtsstücken die Schaufenster ein. Dann griff er zu den Waren und warf Vor räte auf die Straße und auf die sich ansammelnde Menschenmenge. Zwei Polizeibeamte mußten den Rasenden mit blanker Waffe zur Ruhe bringen und abführen. Auf der Wache gab er an, sich an nichts weiteres zu erinnern, als daß er aus dem Gefängnis entlassen sei. sprochen, die nicht geduldet werden dürfe. denn etwa die Bahnhofsfriseure nicht auch echte Friseure? Bei der Verpachtung des 240 Morgen umfassenden Kirchenackers in Förderstadt, die in keinen Parzellen erfolgte, war der Pachtpreis auf den Wert von 75 Kgr. Roggen pro Morgen nach dem Stand vom 1. Oktober jeden Jahres festgelegt. Was geschah? Man bot und vot, immer höber und ging bis 360 Kgr.!! Die bisherigen Pächter verließen lopfschüttelnd den Saal, weil sie einen auch nur annähernd so hohen Gewinn beim besten Willen nicht herausrechnen konnten! Wer schüttelt noch mit dem Kopfe? * Die deutsche Flagge tritt auf dem Meere immer deutlicher wieder in die Erschei nung. Am 15. August verließ der neue prächtige Pasiagierdampfer der Stinneslinie„General San Martin" zur ersten Reise nach Montevideo den Hamburger Hafen. Ein weiterer StinnesLampfer„Emil Kirdorf“, trat seine Reise nach Narvik an. Für die Hapag lief auf der Deutschen Werft in Hamburg ein 8000=Tonnen=Frachtdam pfer vom Stapel, und auf den Howaldwerken in Kiel ein 5000=Tonnen=Tampfer für die LevanieLinie. Die 43 jährige Witwe Forberg in Eisleben, die mit ihren 4 Kindern seit Monaten schon in den dentbar schlechtesten Verhältnissen lebt, ist in frige Hungers wahnsinnig geworden. Sie lief zur Polizei und flehte die Beamten an, sie zu erschießen. Die Ponizei brachte die Unglückliche ins Krankenhaus von wo aus sie dem Irrenhaus zugeführt werden sollte. Im Krankenhaus erhängte sie sichan ihren eigenen Haaren. Erlebnisse eines polnischen Klüchtlings. Eine sehr traurige Schilderung seiner Erlehnisse in Polen gab der jüdische Friseur Max Neßmann vor dem Schöffengericht Charlottenburg. Er war in Polen entlassen worden und sollte wieder eingezogen werden. Unter Tränen schilderte er dem Gericht, daß seine Schwester und deren Mann von der polnischen Soldateska ermordet worden seien. Er habe daher nicht Lust gehabt, in Polen soldat zu spielen und sei nach Danzig geflüchtet und von dort im Flugzeug nach Berlin, obwohl er in Polen eine Frau mit einem ein Jahr alten Kin de und die drei verwaisten Kinder seiner Schwester im Alter von 1—4 Jahren zurücklassen mußte. In Berlin meldete er sofort, daß er kein Paßvisum habe. Er wurde auf dem Polizeipräsidium in Haft genommen und seit 6 Wochen festgehalten. Entlassungsanträge seines Verteidigers, Dr. Mendel, wurden abgelehnt, da der Angetlagte Ausländer ist, obwohl der Verteidiger darauf hinwies, daß sein Großvater seit 18 Jahren in Berlin anfässig sei und für ihn bürgen wolle. Wegen Paßvergebens erhielt der Angeklagte jetzt vom Schöffengericht 1 Monat Haft, welche Strafe durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. Nunmehr drohte dem Angeklagten aber die Gefahr, daß er dem Polizeipräsidium sa zugeführt und über das Sammellager Cottvus nach Polen ausgeliefert werden sollte. Da er Deserteur ist, würde er in Polen ohne Weiteres erschossen werden. Den Bemühungen seines Verteidigers, Dr. Mendel, ge lang es, beim Gericht durchzusetzen, daß der Angeklagte nicht per S.hub nach Polen gebracht wird. sondern auf freien Fuß gesetzt wird, sodaß ihm freisteht, aus eigene Kosten ins Ausland zu reisen. Er will nach London gehen. Buntes Allerlei. Der Große Preis von Kopenhagen, eines der bedeutendsten internationalen FliegerRad=Rennen, wird zum ersten Mal seit 1911 wieder unter deutscher Beteiligung vor sich geben. Der deutsche Weltmeister W. Rütt, der schon viermal in Kopenhagen als Erster siegte, ist bereits verpflichtet. Der Schweizerische Bundesrat hat den Bau einer clektrischen Bahn von Me soco über San Bernardino und Hinterrhein nach Thusis genehmigt. Die Bahn ist 60 Kilomet lang und soll den Verkehr von der Schweiz nach Italien erleichtern. Der 51. Bundestag der deutschen Friseur Innungen hat sich gegen die„Konkur renz“ der Bahnhofsfriseure ausge. Lchle Brühtmelbungen. Streikbewegung in Leipzig. Leipzig, 31. Aug. In den Leipziger Buchdruckereibetrieben wird heute eine Urabstimmung über den Eintrilt zum Streik vorgenommen. Für den Fall des Streiks soll die gesamte Presse einschließlich der Arbeiter= und Gewerkschaftspresse stillgelegt werden. Sogar das Organ der Buchdrucker darf nicht erscheinen. Der Kampf soll ganz energisch geführt werden Als Streikforderung wurde Verdoppelung der Löhne vom 15. August aufgestellt Tritt eine Mehrheit für den Streik ein, so würde dieser am 4. September beginnen. Neue Brotpreise.— # TU. Berlin, 30. Aug.ach kdem „Deutschen“ dürfte der Brotpreis vom 15. Okober ab mindestens um das Doppelte erhöht werden, so daß ein Markenbrot (Berliner Brot 1950 Gr) 75 Mark, ein markenfreies Brot 135 Mark kosten würde. Opfer der Zeitungsnot. TU. Leipzig, 31. Aug. Die Leipziger erichtszeitung ist am Mittwoch zum letzten Male erschienen. Nach annähernd vierzigjährigem Bestehen ist auch sie ein Opfer der schwierigen Lage des Zeitungsgewerbes geworden. TU. Fulda, 31. Aug. Das„Fuldaer Tageblat!“ teilt mil, daß es infolge der Papierverteuerung am 3. September ihr Erscheinen einstellen wird. Das Blatt war früher Kreisblatt und erscheintsseit 1868. WTB. Berlin, 31. Augst. Die täglich steigende Not im Zeitungsgewerbe hat den Verlag der Täglichen Rundschau gezwungen, seinen Redakteuren und dem Personal zu kündigen. In dem Wunsche, das Blatt zu erhalten, hat sich der Verleger an Stinnes gewandt. Im Zusammenhang mit dem Nachrichtenapparat der„Deutschen Allgemeinen Zeitung“ wird der Versuch gemacht, die Tägliche Rundschau weiter erscheinen zu lassen. Unausbleibliche technische Notwendigkeiten werden dabei eine Uebereinstimmug des sachlichen Inhalts mit der D A. Z. erfordern. Format und Druckanordnung werden sich völlig ändern. „Roher Ueberfall auf den General von Fraucois. = Berlin, 31. August. Der 64 jährige General der Infanterie v. Francois wurde, wie der B. L.=A. berichtet, gestern nach einem militärischen Vortrag bei Leipzig von einer in den Saal eingedrungenen Rotte überfallen und schwer mißhandel! Er trug nicht weniger als fünf Kopfverletzungen davon, von denen eines mit einem Gummiknüppel, die zweite mit einem Stock und drei mit einem Schlagring herbeigeführt waren. Der General mußle sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Für das Kind geopfert. Hamburg, 31. August. Auf dem Hamburger Sternschanzen=Bahnhof sprang die Ehefrau Söhl auf das Ferndahngleis, auf das unvorsichtigerweise ihr vierjähriges Söhnchen geraten war. Sie packte das Kind und reichte es dem herbeigeeilten Valer hinauf. In diesem Augendlick fuhr der Berliner Zug ein. Die Frau wurde überfahren und war auf der Stelle 1ot. Wetter Aussichten für mehrere Tage im voraus. 1. September. Heiter, Tags warm. 2 September, Kaum verändert. Pesnasanger Ernt Sange Eise Lange geb. Winkelmann Vermählle Annen Schwerte den 31 August 1922 NASARESESENRBAINEESSRAE K ugascher Machanen dortmund=Schwerte Wievermiadere ich die Kosten und Bekanntmachung. Der Gastwirt Carl Wilkes jun. hierselbst ist durch das Präsidium des Landgerichts Hagen als Schiedsmann für den II'. und als Schiedsmannsstellvertreter für den V Bezirk der Stadt Schwerte auf die Amtsdauer von 3 Jahren bestätigt # eidlich verpflichtet worden. Schwerte, den 29. Jugust 1922 Der Magistrat: Rohrmann. Nasseuchengolselche=Farbung Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(R. G. Bl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungs=Präsidenten folgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche unter dem Viehbestande des Landwirts Otto Schulze=Oben zu Persebeck, Landwirts Wilhelm Portmann zu Persebeck, LandwirtsWilhelm Gerwin zu Mlenglinghausen, Pächter Vogt zu Schwerte, Pächter Schäfer zu Schwerte, Landwitts Huntermann zu Wichlinghofen auf deren Ruhrweiden im Amtsbezirks Westhofen ist erloschen. Die bei Ausbruch der Seuche erlassenen viehseuchenpolizeilichen Anordnungen werden hiermit aufgehoben. Hörde, den 25. August 1922. Der Landrat. I V.: gez. Büscher. Hühneraugen, werden Sie sicher los durch Hühnerangen=Lebewohl Hornhaut an d. Fußsohle beseitigt Lebewohl=BallenScheiben. Kein Verrutschen, kein Festkleben am Strumpf. In Drog u. Apotheken. Drogerie Carl Trog. Dradfachen für Vereine liefert schnellstens die Buchbräuerer Eurt Braus. Sonntag, den 24. Jeptember 1922 8 nachmittags 4 Uhr im Freischüh: K wohltätgkoits-Konzert Mitwirkende: 2 Männergesangverein„Säcllig“, Schwerse 9 unter persönl. Leitung des Ulusiroirektors hanemann=Iserlohn Frl. Meta Strack(Rlt), herr Fritz Schäfer (Bartton) u. pianist Oeckinghaus=Dortmund Nach dem Konzert: Geselliges Beisammensein mit Ball! Eintrittskarten im Vorverkauf 10 Mk., an der Kasse 15 Mark. Vorverkaufsstellen: Zigarrenhandlungen Kreitz, Bahnhofstr., Schöttler und Winkelmann, Hüsingstraße. X836RRRRMNRRRNRNU Bekanntmachung. Auf Grund des§ 21 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 wird hiermit bekannt gemacht, das eine öffentliche meistbielende Verpachtung der Jagdnutzung in den Jagdbezirken Lücklemberg, Wellinghoferheide und Bittermark beabsichligt wird. Die in Aussicht genommenen Pachlbedingungen liegen zwei Wochen lang und zwar vom 1. bis einschl. 14. September dieses Jahres im Amtshause, Zimmer Nr. 3 öffentlich aus Jeder Jagdgenosse kann gegen die Art der Verpachtung und die Pachtbedingungen während der Auslegungsfrist Einspruch bei dem Kreisausschuß in Hörde erheben. Ort und Zeit der Verpachtung werden mindestens 2 Wochen vorher bekannt gemacht. Wellinghofen, den 28. Aug. 1922. Der Jagdvorfleher. I. V.: Ortmann, 2. Gemeindevorsteherstellvertreter. liefert schnellsten: Druckereic. Braus für Schuhreparatut Nur dadurch, daß ich„echw Schlen“ verwenden lasse. Dieselben sind zu haben bei fl. HItzegrad, Schuhmachermeister = Senningsweg 26.— Spezialltät: Anfertigung von orthopädischen Schuhen für Kriegsbeschädigte. Zugelassen vom Versorgungsamt Dortmund. W. NIPPUS 8105 Gese euit eicte estesctere Wederverkäufer zu Fabrikpreisen. Ale Hamburg, Mannheim Cassel. Bezirks=Vertretung und Fabrik=Niederlaghornbruch& Co., G. m. b. h., Schwerte Markt 9. Verkauf nur an Konditoreien u. Wiederverkäufer #:33. Schuhmacher=Zwangs-Innung Schwerie. Infolge der fortwährenden Steigerung von Leder und sonstigen Rohmaterialien sind wir gezwungen, unsere Preise zu erhöhen, und zwar sind Damen=Sohlen u. Rbsätze nicht unter 400 me. herren-Sohlen u. Rbsätze nicht unter 500 Me. zu liefern. Mädchen= u. Knaben-Sohlen je nach Größe. Die Preislisten, welche von maßgebenden Personen anerkannt sind, hat jeder Schuhmacher in Händen. Auch müssen wir jetzt Barzahlung verlangen. Kraderurtele Hoch zu MeirgenFraisen Verseüle ieu mein Riesenlager in Wölfen Füchsen aller Art amerik. Opossum Skunks-Opossum Skunks und noch unzahligen anderen Fallarten. 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August 1922 altgeleill vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein........... 250 Deutsche Bank 640 Oiskonto 485 Dresdner Bank 378 Hamb.=Amer.=Pak 650 Allgem. Elektr.=Ges. 875 Baroper Walzwern 1225 Bochumer Guß.............. 2350 Bösperde Walzwerk.. Daimler Motoren........... 510 Deutsche Kaliwerke........... 2400 Deutsch=Luxemburg.......... 2330 dynamit............... ,39 Elberf. Farow. 1200 Essener Steinkohlen.......... 2580 Belsenkirch. Bergw 2430 Hasmol. Deuß 925 Harpener Bergw 5500 Hasper Eisen— Hoesch 2570 Humboldt Masch 750 Mannesmann............. 1750 Oberschles. Eisenb.=Bed.......... 1150 Orenstein& Koppel........... 1712 Phönix Bergbau...... 2700 Reisholz Pap...............700 Rhein. Stahlweike 2200 Rombacher 1110 Schuckhert.............. u47 Slegen=Solingen............ 98% Ver. Dt. Nickelwerke.......... 1800 Wesis. Draht-Ind. 700 Westf. 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Es steht nicht auf ragender Höhe oder am Markte, dafür aber kann es jeder daheim haben und in stiller Stunde zu sich sprechen lassen. Mehr als Namen sind in dies Denkmal hineingeschrieben: die Bilder unserer Helden schauen uns an und ihr Leben geht in kurzen Zügen an uns vorüber. Nicht sollen dadurch alte Wunden wieder bluten— sie sollen heilen durch die Gewißheit: unsere Toten sind nicht vergessen und werden nicht vergessen werden. Wenn an uns keiner mehr denkt: lebt ihr Bild weiter bei Kind und Kindeskind. in stiller Stunde zu sich sprechen lassen. Mehr als Namen sit Das Heldenbuch enthält die Bilder aller Gefallenen der evangelischen Gemeinde Schwerte, die zu erhalten waren, ferner einen kurzen Lebenslauf auch derjenigen, deren Bild nicht eingesandt wurde.„„„ sch#efander Golden ein Damit ist jeder trauernden Familie und Angehörigen unsrer gefallenen Söhne sowie auch Vereinen und Schulen Gelegenheit gegeben, unsern schlafenden Helden ein dauerndes Ehrenmal in ihrer Mitte zu setzen. Kinder und Kindeskinder wollen's lesen und werden gerne darnach greifen Da nur eine kleine Auflage gedruckt wurde, sichere sich jeder Schwerter dieses Heldeubuch.— Es kann jetzt täglich in Empfang genommen werden. Verlagsbuchhandlung Carl Braus, Schwerte(Kuhr), Große Marktstraße 3-5 816 19 3 8 3 3 9 85 8 2 5 Soo 25 e! —7 Sei *6 55 □ — □ 55 1 3 5 Si 60 9 8 c0 5 S cn 8 S A SGIc cn— DE ·1 Koc 0.0 —%0 68c 98 ###S ### 8 aec De 2. JSOEL &a Ochr; K Scy I5 S00S 00— D □0! * E% Jo5s So 00 c Scchg 6 S##: 90• JOSGEESUTUESN 880.5 0-88Sing Cö. 5000 008500 S: 2090— DOn: doKenoc-e 3 3 8. P5MS 993RN 9p SSB SuesCuooefScasuuss 81 * 8 3 S a sein!— Ich gehe!— Doch— Hochmut kommt vor dem Fall— und so wünsche ich denn——“ Er trat dicht an den Wagen heran und deutete mit der zitternden Rechten nach dem Bahnhofe: „—— ich wünschte, daß das Werk, welches Sie auf Kosten unserer Prachtwälder schaffen geholfen— und mit dem Sie morgen vor aller Welt prunten wollen, Ihnen zum Verderben gereichen möge!— Auge um Auge!— Zahn um Zahn! So steht es schon in der Bibel zu lesen!“— Und ohne die Dienstmütze vom Haupte zu nehmen oder sonst irgendwie zu grüßen, wandte der Forstmeister, bebend vor Zorn, sich dem Hause zu. „Das sollen Sie bereuen!“ rief der Graf ingrimmig und voll Bosheit.„Fort— nach dem Schlosse!“ Dahin sausten die Rappen, so daß das Erdreichin großen Stücken hinter der Equipage dreinflog. In der gedrücktesten Stimmung für die Familie Dahlen verging der Tag. Schon begann es zu dunkeln— da kam richtig ein Leiterwagen mit einer großen, geräumigen Kiste, dessen Kutscher vom Grafen Morrisson den Auftrag hatte,„die größeren und schönsten Geweihe abzuholen“. Theo von Dahlen war ein Stückchen in den Wald gegangen, um seiner Erregung in der frischen, ozonhaltigen Lust Herr zu werden. (Fortsetzung folgt.] # E#s. *.** #.. Schach. * N 13 8 e## * Bearbeitet von E. Schallopp. Aufgabe Nr. 374. Endspielstudie von Dr. M. Lewitt in Berlin. („Deutsches Wochenschach“.) Schwarz: 6 Steine. ab e d„ 1 g h Weiß: 6 Steine. Weiß zieht an und erzwingt den Gewinn. #ailn+0—50016 —+—9001•8 10—A 499—890 2 G10—34 80—1P·9 37—8ü 2p—99·9 won zun 3b gun+90—8001•2 U —42(189—1p ·9 32—92 2p—99 S 82—13 2c suXS 9PX99 ·7 syo undb gun 99— e Se 12—99 109—19• 91—9 9-#17 N 73-9217 wohnten Bahnen: gewöhnlich geschieht hier 9. L./1 —03. 9. 10. L11—a6 11. DaiXaß 12. Lg5X16 13. d4Xc5 14. 0—0 15. Da6—e2 Schwarz hat Lc8—b7 L57—a6 c7—05 SdTX6 b6Xc5 Da8-b6 c5—04 zwei das Partie Nr. 377. Gespielt in Moskau am 24. Januar(6. Februar) 1914. Damenbauernspiel. 19. b3Xc4 d5Xc4 20. Tcl—c2 Weiß ist gezwungen, ein Tempo aufzugeben, da z. B. auf h2—13 Schwarz mit Db6—a5 den Springer angreifen würde, wonach die Verdoppelung der Türme auf der c Linie ausgeschlossen erscheint. 20..... Lb4Xc3 21. Tc2Xc3 S16—d5 Weiß darf den Bauern nicht schlagen, da dieses Qualitätsverlust zur Folge hätte: 22. Tc3Xc4 Sd5—c3. 22. Tc3—c2 04—03 23. T•d1—c1 168—c5 Schwarz könnte den Turm gleich nach e7 ziehen, führt vorher einen Scheinangriff aus, um die Aufmerksamkeit des Gegners von der aufgestellten Falle abzulenken. 24. 844—53 Tc5—c6 Jetzt nicht nach c? wegen 25. De2—e3, womit der Bc3, wie es scheint, gewonnen wird. 25. Sb3—d4 Tc6—c7 26. S44—b52 Der ausschlaggebende Fehler. Weiß übersah den letzten Zug von Schwarz. Zwar befindet sich Schwarz im Vorteil; aber Weiß konnte mit 26. De2—13 oder d1 noch mit Aussicht auf Erfolg Widerstand leisten. 26. Tc7-c5 27. SböXc3 SdöXc3 28. Tc2Xc3 Tcöxc3 29. TclXc3 Db6—b21 Weiß gibt die Partie auf. 30. De2—el genügt nicht wegen Ob2Xc3; auf 30. De 2 —03 oder 30. Tc3—c8 würde Db2—a1+ entscheiden; auf 30. Tc3—c2 folgt Db2 —b1+ mit Turmverlust. Schwarz hat die Partic vorzüglich geführt, während die Spielführung der Weißen etwas schlaff erscheint. (Nach der „Nowoje Wremja“.) Zeutrum beherrschende, jedoch dem Angriff ausgesetzte Bauern auf der c- und dLinie, von denen indes der eine gelegentlich Freibauer werden kann. Um einem starken Angriff auf diesc zwei Bauern zu entgehen, entschließt sich Capablanca, einen derselben rückständig werden zu lassen und läßt sogar die Besetzung des Feldes 44 durch eine weiße Figur zu, bloß damit Weiß auch einen schwachen Bauern b2 erhält. 16. 111—01 Der Wendepunkt. Weiß entschließt sich, auf Angriff zu spielen, obwohl kein genügender Anlaß dazu vorhanden ist. Natürlicher war 16. e3—e4 mit voraussichtlichem Remis.(Z. B. 16. e3—64 d5—44 17. Sc3—d5 SI6Xd5 18. e4Xd5 Le7—s6 19. TcIXc4.) 16.... T18-08 17. S13—44 Le7-b4 18. b2—b3 Ein riskanter Zug, welcher dem Gegner einen Freibauern verschafft. 18. Ta8-c8 „ Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General-Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt-Annoncenblatt. 2 5 Denkspruch. Hotinungen sind Farben, Sind gebroch'ne Strahlen Und der Cränen Kinder; Wahrheit ilt die Sonne. J. 6. Herder. Ganaclia. Inatole de Chatelaine hatte von ersten Stunde ihrer Bekanntschaft ein feuriges Interesse für Vera ganz unverhohlen zur Schau getragen. Ihre Schönheit, ihr Geist schienen ihn unlöslich gefesselt zu haben; denn sie behandelte ihn oft sehr schlecht, war launisch und unberechenbarer ihm gegenüber, denn je. Ihn aber schien das nicht anzufechten, er warb mit einer bewundernswerten Langmut und Zärtlichkeit um die reizende Tyrannin. So viel Ergebenheit schien ihr Herz endlich zu rühren; denn als Chatelaine ihr einen Antrag machte, wies sie ihn nicht zurück. Er schien überglücklich, daß sie ihn erhörte und gab seiner Freude in der seinem Wesen eigenen Leidenschaftlichkeit Ausdruck. Er ließ auch durchblicken, daß er zu den reichsten und angesehensten Kavalieren des Landes gehöre und später mit seiner Gattin auf dem Schlosse seiner Väter, dem alten, wetterfesten Chatelaine, Jagd= und andere Feste zu halten gedenke, von denen, wie in früheren Jahren, die ganze Umgegend sprechen solle. Diese Aussichten, eine glänzende, hervorragende Rolle in der ersten Pariser Gesellschaft zu spielen, befriedigten Vera ungemein, und sie malte sich bereits in leuchtenden Farben das Leben aus, melches sie als Schloßherrin führen würde. Sie war ihrem heimlich Verlobten gegenüber— Anatole hatte bei Eicke in aller Form um Veras Hand angehalten— jetzt nicht mehr so spröde und kapriziös wie früher, wenn sie ihn auch immer noch fühlen ließ, daß er es sich zur Ehre schätzen konnte, von ihr bevorzugt zu werden. Eicke aber hatte bei dieser ganzen Sache seine eigenen Gedanken. Ein Etwas in dem Wesen des jungen Mannes flößte dem welterfahrenen Bankier Mißtrauen ein. Er äußerte sich darüber weder seiner Gattin, noch Vera gegenüber, aber er beschloß, auf seiner Rückreise nach Berlin heimlich und in aller Stille zu ersorschen, ob ein Schloß Chatelaine existiere. Zu seiner Genugtuung erfuhr er alsbald, daß Schloß Chatrlaine zu den ältesten und imposantesten Burgen gehöre, die Frankreich aufzuweisen habe, und daß der letzte Sproß der Adelsherren ein sehr reicher, gutherziger und von seinen Untergebenen vergötterter, bei den Standesgenossen hochangesehener junger Aristokrat sei. Diese Auskunft genügte dem Bankier eigentlich (23. Fortsetzung.) der — u Roman von A. von Crrstedt. (Nachdruck verboten.) schon, und in der Stille bat er seinem zukünftigen Schwiegersohn das ihm entgegengebrachte Mißtrauen ab. Aber so nahe dem schönen, alten Schlosse, in welchem alsbald seine älteste Tochter ihre Heimat finden sollte, wollte er es nun auch aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Darum hatte er sich den anderen Reisenden augeschlossen, und er scheute den beschwerlichen Weg zur felsigen Höhe hinauf nicht, trotzdem er ihm sauer genug wurde. An steilen Felskanten ging es vorüber, und stellenweise gewann man einen Blick ins Tal, wo ein kleiner Fluß in vielen Windungen dahinrauschte. Von hier oben aus gesehen wirkte er wie ein blitzendes Band, das die reizende Landschaft umschloß. Doch jetzt war es mit der romantischen Aussicht vorbei, ein Tannenwald nahm die Reisenden auf, würziger Atem weitete die Lungen, und ein geheimnisvolles Raunen ging von Baum zu Baum. Doch schon nach zehn sich der Forst, und nun lag ganzen imposanten Größe Wanderern. Ausrufe der Ueberraschung und ungekünstelten Bewunderung wurden laut. Unwillkürlich machte die kleine Gruppe eine kurze Rast, um sich in lebhaften Erörterungen über den herrlichen, altertümlichen Bau zu äußern. Seitlich von zwei hohen, altersgrauen, fast ganz unter Efeu verschwindenden Türmen flankiert, präsentierte sich das drei Stockwerke hohe Schloß mit seiner langen Fensterfront wie ein drobender Koloß. Mit heimlichem Stolz vernahm der Bankier die Ausrufe des Entzückens, mit denen man das burgartige Gebäude pries, und als er durch den breiten, von Moos und Heidekraut überwucherten Torbogen schritt, überkam es ihn wie Ehrfurcht und Dankbarkeit. Er hatte wohl noch nie so zärtlich an Vera gedacht, wie in dieser Stunde. Daß er durch seine schöne, stolze Tochter hier gewissermaßen Heimatrecht erlangen sollte, imponierte ihm doch gewaltig. Und auch Anatoles gedachte er sehr freundlich. Sein bisheriges Mißtrauen erschien ihm jetzt unbegreiflich. Wie war er nur dazu gekommen? Wenn er sich die Gesichtszüge, die ganze Haltung seines künftigen Schwiegersohnes vergegenwärtigte, war er überzeugt, daß derselbe in jeder Linie einen Aristokraten von edelstem Geblüt repräsentiere. Da konnte man 7 5 8 mp## S Söfrs“: S 5%* 50 5—* — ma 6ES Furs -S25e GSEESS S: 00•• S= B 85 S S 8 „*** * S SEgER U eE Fsug * E•".5"""" WUSTUEEE sehen, daß übertriebenes Mißtrauen ebensowenig am Platze war, wie allzu großes Vertrauen. Ueber dem Schloßhofe lag tiefe Stille. Zwei Knechte saßen vor einer spitzbogenartig geschweiften Tür des einen Seitenflügels und waren damit beschäftigt, Riemenzeug zu putzen.. g6 te Als die Fremden das Pflaster des Hoses beiraten, wurden sie von einigen Kläffern laut begrüßt, die allerdings den Anblick solcher Besucher gewohnt zu sein schienen; denn schweifwedelnd kamen sie näher. Leider erfuhr man, daß die Besichtigung der Innenräume des Schlosses heute nicht stattfinden könne, da der Kastellan nicht anwesend war. Er hatte mit dem Förster eine Fahrt durch den sich stundenweit erstreckenden Forst unternommen... g..1, Ziese Bach, Sehr enttäuscht vernahmen die Leute diese Kuchricht. Ihr Pech besprechend, ließen sie sich nach einem Plateau geleiten, von wo aus man einen weiten Bliins Land hatte, und wo ein herrliches Panorama sich dem entzückten Auge darbot. Sämiliche Fenster Eicke sah am Schlosse empor. Samtiiche Fenstrr waren geschlossen und durch Vorhänge verhüllt. Er drückte dem Knecht, welcher die Herrschaften führte, ein Geldstück in die Hand und fragte nach Herrn de Chatelaine. „Der gnädige Herr ist seit Jahr und Tag auf Reisen,“ bekam er zur Antwort,„wo er sich zurzeit finde, wisse man hier gar nicht. Man hoffe, daß er auf die Brautschau gehe und demnächst mit einer jungen Frau heimkehre. Das Schloß sei nun schon jahrzehnte: lang ohne Herrin, und der junge Herr sei doch la##### in dem Alter, wo Edelleute zu heiraten pflegen. Auch diese Antwort vernahm Eicke mit Vergnügen. Er wußte nun, daß man Vera hier mit offenen Armen empfangen würde. Und dem Einflusse ihrer engherzigen, hochmütigen Mutter entzogen, konnten all ihle Prachtigen Anlagen sich noch enfalten.... Bug, In vorzüglichster Stimmung trat Eicke ven... weg an. Er wartete nicht, bis die anderen sich zur Umkehr entschlossen. Es war ihm lieb, mit seinen Gedanken allein sein zu können. Er spann sonnige Zukunftsträume, was er nie zuvor getan, sah sich in der Karosse seines Schwiegersohnes zum Schlosse hinauffahren, wo er von seiner schönen, anmutigen Tochter, der Herrin auf Chatelaine, empfangen wurde. Erst als er unten das Städtchen erreicht hatte, schüttelte er die aufdringlichen, schöngefärbten Gedanken von sich ab, beschloß aber, seiner Familie von hieraus ein Telegramm zu senden, das seiner Freude detn einer Stunde wolte er die Weiterreise aneinem Pariser Hotel finden wir Frau Eugenie und ihre blendend schöne Tochter damit beschäftigt, für die große Oper Toilette zu machen. Vera war schon frisiert. Ein kunstvoller Lockenbau hob noch die blühenden, verführerischen Farben ihres Ein mit Brillanten besetzes Band legte sich um den Chignon, ein weißseidenes in Prinzeßform gearbeitetes Unterkleid umschloß die herrliche Frau Eugenie hatte violette Seide, mit reicher, wertvoller Spitze garniert, angelegt. Sie sah außerordentlich vornehm aus, und man hätte sie noch hübsch nennen können, wäre nicht der mokante, hochmütige Zug um die eingekniffenen Lippen gewesen. Sie mahnte zur Eile:„Anatole wartet bereits seit einer halben Stunde, Vera, er konnte ungeduldig werden. Möchtest du nicht endlich dein Kleid anlegen? In dem Ton der Mutter lag so viel rücksichtsvolle Vorsicht, wie man sie einer großen Dame gegenüber anzuwenden pflegt. Und in der Tat war Vera für sie gewissermaßen eine Respektsperson geworden, seitdem sie heimlich mit Chatelaine verlobt war. Auch Eugenie, und sie war ohne alles Mißtrauen, sah in ihrer Tochter bereits die Schloßherrin, und oft kam es ihr vor, als sei Vera ihr bereits entwachsen und als müsse sie, die Mutter, froh sein, wenn die künftige Madame de Chatelaine nicht schon jetzt die große Dame Vera tat sehr gleichgültig.„Anatole wird gut daran tun, sich beizeiten in Geduld zu üben, liebste Mama. Ich denke nicht daran, seinetwegen mir auch nur den kleinsten Zwang aufzuerlegen. Du selbst hast mir oft genug gesagt, daß man vom ersten Verlobungstage an sich den späteren Gatten erziehen „Kind,“ auf einen Wink Eugenies brachte die flinke, französische Zofe das leichte, lichtblaue Gewand, ein wahres Kunstwerk, und streifte es der jungen Dame über, ordnete die Falten und schloß es geschickt hinten zu. Nun erst wirkte Veras Schönheit wahrhaft berückend im Rahmen der schimmernden Seide, die mit Perlen übersät zu sein schien. Frau Eugenie vergaß beinahe, ihren Satz zu Ende zu sprechen, so entzückt war sie über den Anblick ihres „Bera,“ sagte sie, die blühenden Wangen des Mädchens zärtlich küssend,„du bist ja wie geschaffen zur Edelfrau, aber du solltest doch nicht vergessen, daß dein Vater ein simpler Bankier ist und dein Verlobter einen hohen Rang in der Gesellschaft einnimmt. Er ist verwöhnt, viel begehrt, und darf seine Hand nach der Tochter eines Herzogs ausstrecken. Spanne den Faden nicht zu straff, damit er nicht reißt. Anatole heiratet dich nur aus Liebe, erhalte dir seine Zuneigung, auch dann noch, wenn du seine Gattin bist. Dein Vater fand wenig Geschmack an den Frauen, er war immer ein beschränkter Arbeiter, nichts weiter. Dein Brautigam aber weiß hübsche Damen sehr wohl zu schätzen, so viel habe ich längst bemerkt. Und wenn du ihn beständig quälst, kleinlicherweise deine Macht an ihm erprobst, so wirst du ihm bald langweilig werden. „Wenn ich das wüßte, Mama, würde ich dich bitten, die Verlobung zu lösen, entgegnete Vera hochmütig, „Anatole mag es sich zur Ehre schätzen, daß ich ihn erhört habe. Ich denke nicht daran, seinetwegen mich zu ändern. Und glaubst du, daß er um eine Herzogin werben kann, so soll auch mir ein Herzog nur gerade Die Damen sprachen deutsch. Die Zose verstand kein Wort von dem, was gesagt wurde. Hochaufgerichtet stand Vera vor der erschreckten Mutter, und hochmütiger Trotz sprühte aus ihren dunklen „Wenn Chatelaine sie so sehen könnte!“ dachte die Mutter,„sie ist hinreißend in ihrem Stolz!“ Laut aber mahnte sie beschwichtigend:....t „Es würde auch wohl oir nicht recht sein, wenn deine Verlobung von seiten des Bräutigams gelöst „Das wird nicht geschehen,“ lachte Bera,„da sei unbesorgt, liebste Mama. Ich weiß ganz genau, wie weit ich Anatole gegenüber gehen darf— er läßt sich viel von mir bieten.“ „Um so unverständiger von dir, wenn du diese Großmut mißbrauchst. Ich habe dich gewarnt. Bist du trotzdem unverständig, so trage auch die Folgen.“ Veras ganze Antwort bestand in einem hochmütigen, sieghaften Lächeln. Ein Lied auf den Lippen, rauschte Als sie den kleinen Salon betrat, in welchem Angtole de Chatelaine auf sie wartete, bemerkte sie noch den ärgerlichen, verstimmten Ausdruck in seinem Gesicht. (Fortsetzung folgt.) Schulaufsätzen. „Der Mut der Türken erklärt sich daraus, daß ein Mann, der mehrere Frauen hat, leichter dem Tod ins Auge sieht als der, der nur eine hat.“ „Als der letzte französische Vorstoß bei Belle-Alliance mißglückte, wurde. Napoleon sehr blaß und ritt in voller Karriere nach St. helena“t, 46 „Ein Dreieck ist ein Quadrat, dem die vierte Eae sehl. „Die gemäßigte Zone ist die Gegend, wo die Männer nicht soviel trinken.“ „Wenn man die Milch vor dem Sauerwerden bewahren will, so läßt man sie am besten in der Kuh.“ „Das hauptsächlichste vegetarische Produkt Amerikas ist Büchsenfleisch.“ 8 Forstmeister Dahlen. Novelle von Mara Markov. (Fortsetzung.)(Nachdruck verboten. Der ganze Tag war schon recht trübselig gewesen. Oklober war es nun, und der Herbststurz, das braungesprenkelte Laub der Bäume vor sich her. Forstmeister Theo von Tahlen saß in seiner„Wafsenkammer“, wie man das Gemach benannte, in gelchem sich seit Jahrzehnten allerlei Schießgewehre, Pulerrhörner, Fuchsteller, Fangeisen usw. gesammelt hatten. Mächtige Dampfwolken aus seiner großen, röhrigen Pfeise hervorstoßend, starrte er breunenden Blickes vor sich hin, den Kopf in die Hand gestützt. Er eceute uucg.— morgen also sollte die Bahnstrecke, die fix und fertig war, übergeben und zum ersten Male befahren werden. Niemand hatte auf seinen protest gehört. Graf Ernest Morrisson tat, als existiere überhaupt kein Forstmeister Dahlen mehr., 5.anf F—e 665 Ach, wenn die Kinder nicht waren: Er und sein braves, so liebevolles Weib brächten sich schon durch, und sollte er einen Posten in der hüter annehmen.— Morgen also— ach, es war zum——. daran zu denien, machte ihm Galle. Prudnitzky, der neue Knecht, den er neulich aufnehmen mußte, weil er just keinen anderen bekommen konnte, und dessen ganzes Wesen ihm eigentlich gründlich mißfiel, hatte Nachrichten gebracht. daß der neue Bahnhof geschmückt sei—, daß Fahnen und Tannengirlanden die neuen, frisch lackierten Waggons und die blinkende Maschine zierten und daß ein großer Trupp Honoratioren aus der Umgegend dem Feste beiwohnen wolle.“ Theo von Tahlen lachte ingrimmig. Nun ja— da waren sie ja schon, die Maulaffen und Sonntagsschützen, die er all die Jahre— im Notfalle durch urwüchsigste Grobheit— ferngehalten. Der Forstmeister ballte die Hände zusammen, daß ihm die Gelenke krachten.— Ach— er hatte dieses Leben satt—— so satt! Leichte Füßchen kletterten die steile Treppe zur Possentaumner Verauf..., 4.5 Köpichen sich um Gleich darauf steckte ein viondes Repschen jich um „Du möchtest herabkommen, lieb' Väterchen,“ sagte Lotte, des Forstmeisters zwölfjähriges Töchterchen, indem sie ihr frisches, rotbäckiges Gesichtchen, das von einer Flut ährenfarbener Haare umgeben war, ganz di göchtest Hoch herabkommen— der Herr Graf sitzt vor dem Hause in seinem Wagen und verlangt nach dir! Die Mutter weiß nicht recht——“ Theo von Dahlen fuhr aus seinem Sinnen auf. Was konnte der Graf Morrisson von ihm wollen—? Schwerfällig ging der Forstmeister die Treppen hinab. Die kleine, blonde Lotte hatte recht berichtet. Vor dem großen Haustore stand der grüne Reisewagen, dessen schäumende Pferde der rothaarige Knecht Prudnitzky an der Kandare hielt. Neben dem Gefährt aber wurde er seine liebliche Tochter gewahr, die auf einem Prunkteller ein Glas Wasser hielt, welches der Graf begehrt hatte. Die Art, wie Ernest von Morrisson dem bescheidenen, lichen Mädchen durch sein Monokel in das errötende Gesichtchen blickte, mißfiel dem Forstmeister von Dahlen Noch mehr aber mißsiel ihm der Ton, in dem ihm der Graf Befehle erteilte, als habe er einen Hundetungen von seiner Meute vor sich. e— alio— diren Siel— Lossen de sofort erige der schönsten, etwa zwanzig bis dreißig Tannen gen und zur Abfahrtshalle hinüberschaffen— und alle Geweihe und Jagdgerätschaften hier aus dem Hause, um die neue Bahnhofsrestauration würdig damit auszuschmücken— und den Perron damit auszuputzen— ich wünsche, daß alles so reich als möglich—“ wünsche, daß alles so rei.#.4 Theo von Tahlen glaubte nicht recht zu hören. „Meine Geweihe und Hirschköpse?— „Natürlich! Ihre— Ihre?“ erwiderte ungeduldig der Graf.„Hä, hä, hä! Sie vergessen, mein Bester, daß das, was in meinem Forsthause sich befindet, mein Eigentum ist, über das ich verfüge nach eigenem Gutdünken, und da lasse ich mir „Herr Graf—“ brauste der Forstmeister auf. Ernest von Morrisson aber, der eigentlich nur halb gekommen war, um den Forstmeister seinen tiefen Groll fühlen zu lassen, wehrte, nachlässig mit dem seidenen Taschentuche gegen den Ergrimmten schüttelnd, verachtungsvoll ab: „Schon gut!— Schon gut! Genug.— Sie meinen Befehlen unverzüglich nachkommen! Ich dem Bahnhofsinspektor bereits zugesagt, daß die Tannen und Geweihe in hochstens zwei Stunden bei ihm Theo von Dahlen war totenbleich geworden. aber raffte er sich energisch auf und erwiderte: „Das werde ich nicht, Herr Graf von Morrisson! — Was ich und meine Gattin im Laufe der Jahre angeschafft— denn wir fanden die leeren vier Wände vor, als wir einzogen!— was ich als weidgerechter Forstmann geschossen und mir zu meinem Vergnügen und zu meiner Freude präpariert habe, ist mein Eigentum—“.„=hoh. Und da der Graf protestierend den urm erhoo. rief er zornig:„Ja, mein Eigentum, Herr Graf, welches ich mir von niemand, auch von Ihnen nicht, lehmen lasse, und über das ich allein Her.##nr Das welke, unschöne gelbe Gesicht des. Schloßherr von Rodaun färbte sich um noch einen — die kohlenschwarzen, kleinen Augen blitzten auf und eeso birelte Opposion in allen und jedent Weil Ihnen die neue Ideenrichtung nicht behagt Sie an dem Vergangenen kleben wollen, wie eine alte Klette, soll ich Ihre verrückten Schrullen hinnehmen Graf von Morrisson richtete sich im Wagen auf und zeigte mit der Reitpeitsche nach dem „Sie werden tun, wie ich Sie — Sie sind zu Neujahr Ihres Dienstes entlassen!“ In des Forstmeisters Gesicht schwollen die dicken Adern der Stirn hoch auf, und ein herzhafter Soldatenfluch kam über seine bleichen Lippen. „J. Schockmillionen Donnerwetter!— Wollon Sie auch Ihnen treu und ehrlich gedien drum: einen alten Beamten, der ein halbes MenscheIhrem Vater und um I#### Nceu hat, wie einen Tagelöhner davonjagen— mag's A S Rsen 8 S 8. Res c