Hörse unnmnmmmmme enkurse 1922 =Verein, Schwerke der Berliner Börse urse) Mark: am 28 6. am 24. 8. 10886,30 14581.75 31260,80 42696,55 6466,90 8838,90 11435,60 15330,80 56329,50 76903,75 6466,90 8789.— 38352,— 52534,25 27565.50 37652,85 5068,65 6441,90 143820 1972.53 erte(Nuhr) Amäßige Beilagen: Schwater Hausfron und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter. u Lustiges Allertel. Kinderzeitung Unser Blatt u Unterdaltungs- u. Nomanbeilage. n Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbild. Kunk u. Willen.n Gartenratschläge. Verdunden mit: Cageblatt und Anzeiger Schwerter Deikszeitung Schwerter belksblatt Kreisblaut für den Kreis Börda. Gescheiener Zeitung Zeitung kangscheter Zeitung Betzwicheder Zeitung Sstohechr Erstes und ältestes Cogesorgan des Kreiles.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die Schruer Tähur werktäglich.= Hauptgestp### Druck und Verog: Carl Brauc. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck. Dortmund 2852 Verantwortüche Schriftleitung: Korl Nichter; Stadt und Provinz Staokr=Ktaau,äntich n Schmrct. Nr. 200 Samstag, 26. August 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Gottes Gnade erhält uns an unserem Ort in der Geschichte und gibt uns nicht irgendwelche uns wünschbar scheinende Vollkommenheiten, sondern die Befähigung, an dem Ort, an dem wir stehen, das zu tun, was jetzt recht und gut vor Gott ist. Schlatter. Die Lot des Valeriandes. Neueste Das Ergebnis der Berliner Besprechungen liegt noch nicht vor. * Die katastrophale Markentwertung schreitet mit Riesenschritten fort; die allgemeine Wirtschaftslage wird bedrohlich. * Bundeskanzler Seipel trifft in Verona mit dem italienischen Außenminister Schanzer zusammen. Beim schafts über den Reichskanzler sind die Gewerkführer noch versammelt, um mit ihm furchtbaren Ernst der Lage zu beraten. Der französische Ministerpräsident ist gestern vorm. von seiner Reise durch Nordfrankreich nach der Hauptstadt zu zurückgekehrt. Auf heute vorm. ist im auswärtigen Amt ein Ministerrat unter dem Vorsitz Poincarees einberufen. Der deutsche seinen Berliner kanzler gestern Gesandte Dr. Mayer ist nach Besprechungen mit dem Reichswieder in Paris eingetroffen. Der Deutsche Katholikentag wirft bereits seine Schatten voraus. Die ersten Sonderzüge trafen bereits in München ein. Sie kommen aus Leipzig, aus dem Rheinland und aus dem Saargebiet. Die Anmeldungen aus Tirol waren so zahlreich, daß die Eisenbahn den Ansturm nicht beträltigen konnte und mehr als die Hälfte zurückgewiesen werden mußten. Die Tiroler werden ihr historisches Tiroler Landsturmkreuz mitbringen, das von 20 Männern getragen werden muß. * Zwischen den Vereinigten Staaten u. Großbritannien sind Verträge über die Lieferung von 600000 Tonnen syrischer Kohle innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen worden. * Blättermeldungen zufolge steht, die Veröffentlichung des Buches Asquiths als Erwiderung auf die Memoiren des Kaisers von Deutschland bevor. Der Wirtschaftsrat in Moskau hat den Vorschlag betreffend Konsularrevision zwischen Rußland, der Türkei und Persien gebilligt. Nachdem die Frage der Ausgleichszah lungen auf dem Wege einer gütlichen Regelung angelangt ist, werden die„Retorsionsmaßnahmen“ aufgehoben werden. Die Maßnahmen gegen die Deutschen, die am 12. Aug. ausgewiesen wurden, bleiben bestehen. Vermischte Kunde. Der Zentralverband deutscher Handelsvertre= ter=Vereine und der Verband reisender Kaufleute Deutschlands haben eine Arbeitsgemeinschaft begründet, um nicht an Zirei verschiedenen Stellen eine wesentlich gleichartige Arbeit zu leisten. Zugleich wurde eine Zentralstelle geschaffen, die sich ausschließlich den Verkehrsfragen widmen soll. Bahnlagerndes Expreßgut und beschleunates Eilgut werden anläßlich der Leipziger Herbstmesse in den Tagen von Dienstag, den August, bis Sonntag, den 27. August nur auf dem Zollgüterschuppen des Magdeburg=Thüringer Bahnhofs ausgegeben. In Berlin geheimnisboll zu Ende! Berlin, 26. Aug. Amtlich wird mitgeteilt: Die offiziösen Besprechungen mit den Herren John Bradburn und Mauclere einerseits und dem Reichstanzler u. dem Reichsfinanzminister andererseits, die am Montag begonnen hatten, wurden zu Ende geführt, und die Vertreter der Reparationskommission sind nach Paris zurückgekehrt. Obwohl man nicht sagen lann, daß diese Verhandlungen bis jetzt ein positives Ergebnis gehabt haben, so sind doch verschieene Anregungen gegeben und geprüft worden. Die Vertreter der Reparationskommission glauven jetzt in der Lage 3u sein, der Reparationskommission über die gegenwärtige Lage Deutschlands Auskunft zu geben, was der hauptsächliche Zweck ihrer Reise nach Berlin war, sowie die Reparationskommission über die obenerwähnten Anregungen zu unterrichten. Das„Berl. Tageblatt“ glaubt zu wissen, daß mit einer Fortsetzung der Besprechungen in Paris gerechnet werden kann.(?) s: Haß und Nachsucht haben sich überboten. London, 26. Aug.„Manchester Guardian" schreibt: Wir haben Rußland fallen sehen und dabei nicht geholfen, wir haben beobachtet, wie Oesterreich ihm folgte und haben nichts versucht, seinen Fall aufzuhalten. Wenn Deutschland ebenfalls fällt, so wird das nicht teilweise, wie im Falle Rußlands und Oesterreichs, sondern ganz das Werk der Alliierten sein. Deutschland hätte das gesamte zerstörte Gebiet wieder berstellen können und hat sich auch dazu erboten, aber Haß und Rachsucht haben sich überboten, und die Alliierten mit England an der Spite haben eine Rechnung eingesandt, die kein Land der Welt hätte bezahlen können. Die Reichsregierung warnt vor Streits. Bei Besprecbungen des Reichstanzlers mit Führern der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen über die gegenwärtige Wirtschaftslage wurde seitens der Regierung gebeten, alle Streikabsichten möglichst aufzugeben, namentlich solche Streits, die die Ernährung der Bevölkerung gefährden. in Appell in höchster Not. TII. Berlin, 26. Ang. Der Gesamtver wand der christlichen Gewerkschaften Deutschlands hat folgendes Telegramm an den internationalen Bund der christlichen Gewerkschaften(Sitz Urrecht). sowie an die Gesamtverbände der christlichen giens, Italiens, der Schweiz gerichtet: Deutschland eilt der Wirtschaftskatastrophe und dem Aufruhr im Innern mit Riesenschritten zu. Deutschland scheidet neben Rußland mit 60 Millionen Verbrauchern in kurzer Zeit vom Weltmarkt ganz aus. Dadurch werden alle Industrieländer aufs schwerste geschädigt. Die Arbeitslosigkeit muß in kurzer Zeit zunehmeh. Wir beschwören den christlichen Geist, mitzuhelfen, dieses neue Verhängnis abzuwenden und an zuständiger Stelle einzugreifen, ehe es zu spät ist. Ein Aufruf der SP2. TU. Berlin, 26. Aug. Der„Vorwärts“ veröffentlicht einen Aufruf des Parteivorstandes der S. P. D. an die Arbeiter, Parteigenossen, Republikaner. Es wird darin aufgefordert, jeder Panik zu wehren und Geldspenden für die Partei zu übermitteln. Gewerkschaften Frankreich seiner allen die letzte Woche. Hal Poincarce mit seiner Rede in Vaterstadt Bar=le=Duc. durch die er vernünftigen politischen und wirtschaftlichen Anschauungen den Fehdehandschuh im Namen Frankreichs hinwarf, wirklich seinen Rubikon überschritten? Es will scheinen, als hätte er für einen solchen folgenschweren Entschluß etwas zuviel Worte gemacht. Stand seine Entscheidung felsenfeft, so hätte er auch nicht darein willigen brauchen, daß die beiden Mitglieder der Reparationskommission zu neuen Verhandlungen nach Berlin reisten, sondern er hätte ihnen eine gebundene Marschroute mit auf den Weg geben können. Vielleicht, wahrscheinlich kommt bei den Berliner Besprechungen nicht viel heraus, aber das letzte Wort würde es dann noch immer nicht gewesen sein. * Bei den Lebensmittelpreisen, wie sie jetzt sind. wäre es für Deutschland ganz gewiß eine Herzenserleichterung, wenn wir den Druck der Bank noten einschränken könnten, um die Preise berabzumindern. Wenn Poincaree uns ein wirklich praktisches Mittel sagen könnte, um eine Besserung zu schaffen, würden auch wir uns freuen, aber da hapert es. Und mag die Sekulation noch soviel Schuld an dem Emporsausen des Dollars tragen, sie nimmt doch die französischen Fechterkunftstücke gegen uns zum Vorwand für ihr Treiben. Mag der Mann von Bar=le=Duc nur die Jagd gegen Deutschland abblassen, das wird noch die größte internationale Nützlichkeit in der gegenwärtigen Politik sein. Deutschlands Kredit kann aber nicht steigen, wenn wir wertvollen deutschen Besitz aus der Hand geben, wie dies Poincaree mit der Verpfändung der fis kalischen Ruhrbergwerke, und der linkerheinischen Domänenforsten fordert. Die Anwesenheit des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Seipel in Berlin erinnert uns schon zu sehr an trübe Schicksale der Gegenwart, als daß uns jemand noch besonders darauf aufmerksam zu machen brauchte. Es wird vorteilhaft sein, daß sich der Wiener Staatsmann mit dem deutschen Reichskanzler ausgesprochen hat, aber von finanziellen Aktionen oder von Anschlußplänen Oesterreichs an Deutschland kann bei den beiderseitigen Verhältnissen keine Rede sein. Von der Entente ist teine ilfe zu erwarten, und es bleibt also unseren Landleuten an der Donau nichts anderes übrig, als wegen der Einfuhr der nötigen Lebensmittel mit seinem Naybaritaaten, den Italienern und Tschechen, zu aktordieren, die sich auf Kosten der ehemaligen habsburgischen Monarchie bereichert haben. Daß in Rom und in Prag der Egoismus zu Hause ist, ist bekannt. Aber schließlich darf doch die Gemeinsamkeit der wirt schaftlichen Interessen nicht vergessen werden. Ein anderes Bild in diesen Tagen bot die Anwesenheit des Feldmarschalls v. Hindenburg in München, das auch Ausländer, die in der Isarstadt anwesend waren, tief bewegt hat. Das war ein Feiertag, wie in der vergangenen Zeit. In diesem Aufschwunge der Gefühle wird, auch die letzte Spur der Meinungsverschiedenheit vergehen, die seit dem Beginn des Sommers zwischen Berlin und München bestanden hat. * Verbot einer vaterländischen Kundgebung in München. TU. München, 26. Aug. Die auf dem Königs platz anberaumte Kundgebung der Vereinigungen vaterländischer Verbände hat gestern abend nicht stattgefunden, da der Königsplatz durch eine Hundertschaft der Landespolizei und der Shutzmannschaft vollständig abgesperrt war. berlligung und Joealismus. Zur letzten Rede des Präsidenten Poincaree. Von Wilhelm Georg. Ein häßlicher, jede harmonische Wendung scharf zerreißender Auftatt zu den Berliner Verhandlungen der Reparationskommission ist die Sonntagsrede des französischen Ministerpräsidenten in Thiaucourt. Sie paßt allerdings zu der bisherigen Politik Poincarces! Auch wer eine weniger altive Natur ist, wird sich wundern, daß angesichts dieser Drobreden das deutsche Voll nicht aus seiner Letbargie erwacht und dadurch der Welt den Beweis des Fortlebens und des Fortschaffens geben will. Der Engländer beispielsweise wird es nicht verstehen, daß große Teile des deutschen Volles, die doch bei anderen innervolitischen Angelegenheiten für ihre Ansprüche, kräftig demonstrieren, angesichts des drohenden Unterganges Deutschlands sich mit einem schwachen papierenen Protest begnügen. Die Worte Vergils, daß dem Besiegten nur ein Heil bleibt, am Heil zu verzweifeln, sind eine Philosophie. die uns heute nicht mehr recht liegt. Daß mit den Forderungen Poincarces,(Beschlagnahme der Wälder und der Bergwerke, Ausdehnung der Zollgrenze nach dem Osten) nicht nur unsere Selbständigkeit begraben, sondern auch der Staatsbankrott herbeigeführt wird, ist ohne weiteres klar. Und was ein Staatsbankrott in einem Reiche von der wirtschaftlichen Bedeutung und mit den Außenhandelsbeziehungen Deutschlands bedeutet, ist wohl ebenfalls klar. In einer Berliner Zeitung hal dieser Tage jemand auseinander gesetzt, was die prachtvollen Wälder, die mit ihrem Hochbestand Milliardenwerte repräsentieren— Wälder, auf die es der Franzose abgesehen hat, für das Rheinland bedeuten. Schon einmal vor mehr als hundert Jahren haben französische Habgier und Rachsucht diese Wälder zerschlagen, und es bedurfte mübselisster jahrzehntelanger Arbeit, um neue Forstkulturen in Wälder zu verwandeln. Der französische Dichter Viktor Hugo, der in seinem Vorwort zu„Les Burggraves“ von den Rheinufern spricht, die er wie Thessalien ein mertwürdiges und wundervolles Schlachtfeld nennt, sand trotz seines französischen Herzens ergreifende Worte für dieses schwergeprüfte deutsche Land.„Dort ist in der Tat wie Thessalien alles zerblitzt, verwüstet, zerrissen, zerstört; alles trägt das Gepräge eines tiefen, blutigen unversöhnlichen Krieges an si.b. Kein Felsen der nicht eine Feste, keine Feste, die nicht ein Trümmerhaufen wäre; der Engei der Vertilgung ist darüber hinweggeschritten...“ Will Peincaree ein„Engel der Vertilgung“ sein? Ja. Schwefelgestant durchdringen die Reden dieses Lothringers, der mit dem Korsen den Sadiemus, nicht aber das Genie gemein hat. zur Charatieristil des französischen Ministerpräsidenten: Ein deutscher Diplomat, der wiederholt Dentschlands Vertreter bei den Haager Schiedsgericht sverhandlungen gewesen, unterhielt sich vor einiger Zeii mit einem hervorragenden holländischen Politiker, der Herrn Poincaree sehr genau sennnt, der ihn schon kannte, alster noch Advokat in Paris war. Er sagte:„Halten Sie Poineine Wage hin, und legen Sie auf die eine Seite alle Goldmilliarden, die Deutschland gemäß dem Diftar von Versailles zu zahlen hat, auf die audere Seite der Wage legen Sie ein Dokument. Jollarkurs am 25. 8.= 1847,68 M. in dem ihm das Recht der Zertrümmerung und Verwüstung Deutschlands eingeräumt wird; er greift nach dem Dolument! Dus ist der Spieler Peincaree!"— So weit der holländische Staatsmann. Die Geschichte hat ihre Tiger. Herr Poincarce wird sich als ehemaliger französischer Kultusminister zweifellos mehr mit dem vorhin erwähnten Denker und Philosophen Viltor Hugo. in dem nach dem Urteil eines Kritikers die napolconische, die bourvonische und die republikanische Zeit Frankreichs im 19. Jahrhundert verkörpert war, befaßt haben, als es die meisten seiner Landsleute heute zu tun pflegen. Vielleicht kennt er auch die Stelle in des Dichters Schrift, ing der es prophetisch Aus dem Unerwarteten baut sich das Unvorhergesehene auf. Wir müssen das Unerwartete in der Geschichte begreifen lernen; gerade dem Angenblick, wo das Böse zu triumphieten glaubt, leidet es Schiffbruch; aus seiner andäujung entsteht sein Zusammensturz.“— Dies Raymond Poincaree ins Stammbuch! Schwere Gefahr für das Zeitungsgewerbe. TU. Frankfurt a. M., 25. Aug. Wie der„Frankfurter Zeitung" aus Branchekreisen mitgeteil ellstoffabrikation gegenIhert 54 wird, bezieht die deutsche Zei wärtig 80 Prozent ihres Holzbedarfes aus dem Ausland und zwar vornehmlich aus Polen und der Tschechoslovakei. Die Holzrechnungen sind in Polen in Pfund Sterling oder in Dollar und in der Tschechoslovakei in der dortigen Landeswährung begleichen. Angesichts dieser Haltung u. der rapiden Devisensteigerung hat sich in der letzten Tagung der Verband der deutschen Zellstoffabrikanten eingehend mit der Preisfrage beschäftigt, aber noch keine Beschlüsse gefaßt. Bis Monatsende dürften voraussichtlich die gegenwärtigen Preise bestehen bleiben. Der Verband hat aber eine mit weitgehendsten Vollmachten ausgestattete Kommission gewählt, die an einer für Ende des Monats vom Reichswirtschaftsministerium einberufenen Konferenz teilnehmen soll, bei der auch die Vertreter der deutschen Zeitungsbetriebe und der Papierfabriken erscheinen, und in der über die Preisfestsetzung verhandelt werden soll. Nach den gegenwärtigen Umständen muß man damit rechnen, daß ein etwa 150prozentiger Zuschlag für die Zellstoffpreise also eine Steigerung des Preises von 3.000 auf 7500 für 100 Kg. eintreten wird. Eine derartige ungeheure Preiserhöhung muß natürlich unmittelbare Rückwirkungen auf den Papierpreis auslösen und die gesamte Lage des Zeitungsgewerbes verschlimmern, das sich vor neuen schwierigen Verhältnissen sehen muß. Erhöhung der Wiener Zeitungspreise. TU. Wien, 25. Aug. Mit Rücksicht auf die Erhöhung der Papierpreise und aller anderen Preiserhöhungen erhöhen die Wiener Zeitungen vom 1. September an den Preis für ein Morgenblatt auf 650, Sonntags auf 750 Kronen und den Preis für ein Abendblatt auf 120 Kronen. #4ung ing 3#Por# 2. Szei) R 15Bes 4Vori 4. 159 En in ∆ ach Kaame: Pmit reiche Sr 1PKUau V#erziel ##stehen hülfer Ueber ätsm rahm Aus Stadt und Land. Schwerte, 26. August. Erinnerungen. 381 Ulfilas, Bischof der Goten und Bibelübersetzer, gest. 1278 Schlacht auf dem Marchfeld. 1813 Theodor Körner fällt bei Gadebusch. 1813 Schlacht an der Katzbach, Sieg Blüchers über die Franzosen. 1860 Der Liederkomponist Friedr. Silcher gest. 27. August. 1576 Der ital. Maler Tizian gest. 1879 Der Urheber der Briefmarke land Hill gestorben. Sonntagsworte. Sollte es in unserer Zeit nicht eine Menge Menschen geben, die da erkennen, daß wir allmählich immer mehr verelenden, daß fremde Völker und Menschen uns nicht helfen können und wollen aus den Nöten, die uns getroffen haben u. daß es deshalb dringend notwendig ist, daß wir uns endlich demütigen vor dem lebendigen Gott und ihn bußfertig um Hilfe anrufen? Eine Anrempelung derer, die da gebetlos denken und sind, darf uns dabei nicht stören. Hüten können wir uns ja vor heuchlerischem und hochmütigem Pharisäergebet! dazu haben wir wahrlich keine Ursache, aber absolut notwendig ist das Bußgebet „Gott sei uns Sündern gnädig!" Die falschen Götzen der Zeit können uns wahrlich nicht helfen. Diese Erkenntnis sollte uns nachgerade zur Gewißheit werden. Unser Stolz vor Gott muß brechen bei aller Bewahrung der Geradheit vor MenWir brauchen in dieser wildwogenden Zeit Unseres„Gottes treuschützendes, starkes Geleit. ** Die gelben Bläter zeigen sich in den Bäumen und werden vom Winde herabgeweht. Das heißt in den Mittel= und Kleinstädten, denn in den Großstädten ist das welke Laub schon seit Anfang August nichts Seltenes mehr. Auf das Herbstlaub fällt der Blick mit nicht viel wehmütigerem Blick, wie auf die ernen weißen Haare u. auf die ersten Falten auf der Stirn, nur das letzteres das eigene Ich noch mehr angeht. Dae grüne Laub kommt im nächsten Frühjahr wieder, aber gegen die weißen Haare helfen schließlich alle Färbemittel nicht mehr. Da muß man den mor mit zu Hilfe nehmen, der auch im Leben nicht versagen sollte. Der Herbst ist nicht die schlimmste Zeit im Jahr und Leben, und wer ihm seine Schönheiten abzulauschen weiß, wird auch seine Freuden davon haben. Im Nachsommer machen sich auch noch Gewitter bemerkbar, die auf einen wärmeren Herbst hinzudenten scheinen. ** Ein Wohltätigkeits Konzert zum Besten des Blindenvereins Schwerte=Dortmund findet am Sonntag, 24. September am„Freischütz" statt. Zur Mitwirkung sind gewonnen Frl. Meta Strack=Schwerte(Alt), Herr Fritz Schäfer (Bariton). M. G. V.„Cäcilia"(Leitung Musikdirektor Hanemann) und der Pianist Oecking= haus=Dortmund. Für die Veranstaltung ist ein sehr ansprechendes und hochkünstlerisches Programm aufgesetzt, so daß ein Besuch des Konzerts nur empfohlen werden kann. Im Laufe dieser Woche werden Eintriktskarten zum Kauf ange boten und werden die Verkäuferinnen hoffentlich überall offene Herzen und Hände finden; gilt es doch, den Aermsten der Armen, die des Augenlichtes beraubt sind, zu helfen. ** Meisterkurse für die Provinz Westfalen. Am 9. Oktober 1922 beginnt je ein achtwöchiger Meisterkursus für Schuhmacher, Schneider, Schreiner. Aufgenommen werden Meister und solche Gesellen, die sich in Kürze selbständig machen wollen und die Gesellenprüfung abgelegt haben. Anmeldungen sind bis spätestens 20. September 1912 an die Leitung der Meisterkurse in Dortmund, Brügmannstr. 25(Handwerker= u. Kunstgewerbeschule), einzureichen. ** Vom Arbeitsmarkt in Westfalen. Die Arbeitsmarktlage blieb im allgemeinen in der letzten Woche unverändert. Aus einzelnen Bezirken wurde über einen geringen Rückgang in dem bisherigen guten Geschäftsgang berichtet. Facharbeitskräfte bleiben fast überall gesucht. Für ungelernte Arbeitskräfte hat sich dagegen die Lage vielfach etwas verschlechtert. In der Landwirtschaft war die Nachfrage nach Arbeitskräften aller Art gegenüber der Vowoche gleich groß. Im Baugewerbe werden Maurer und Zimmerer gesucht, doch ist in verschiedenen Bezirken der Bedarf erziehen die chen sie sind kurz, abwechselungsreich Jugend zur tätigen Teilnahme heran. ** Im Silberkranz. Am morgigen Sonntag können die an der Hörderstraße wohnenden Eheleute Emil Kunze und Frau, Auguste geb. Winter, das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern. sprechen dem Jubelpaare unsere besten Bünsche aus.„„„ ** Kriegsfürsorge. Am Dienstag, 29. d. M. erfolgt an der hiesigen Stadttasse die Auszahlung der 2. Rate der Teuerungszulage für Kriegshinterbliebene und erwerbslose Kriegsbeschädigte. ** Gebühren für Kaminreinigung. Der Teuerungszuschlag zu der nach dem Steinkühlerschen Entwurf ist infolge der fortschreitenden Teuerung für die Reinigung der Schornsteine innerhalb des Kreises Hörde u. rückwirkend vom 1. Juli d. J. ab auf 200 Prozent ": Sonderzug für das westfälische Handwert zur Münchener Gewerbeschau. Die Handwertskammer Dortmund teilt mit, daß der Fahrpreis der Karte für den Sonderzug für das westfälische Handwerk, zur Münchener Gewerbeschau nicht 250 M, wie am Dienstag mitgeteilt, sondern 48 Mark(Hin= und Rückfahrt) beträgt. * Die Jungmädchenvereine von Schwerte, Ergste, Hohensyburg, Villigst und Westhofen feiern am morgigen Sonntag, auf Veranlassung der Verbandssekretärin Frl. Dräseke=Elsey ein gemeinschaftliches Fest. Den Schluß und Höhepunkt des Festes soll eine als Jugendgottesdienst ausgestaltete Abendandacht in der kleinen Kirche bilden. Beginn 5½ Uhr. ** Einen bedauerlichen Unfall erlitt gestern der im Grüntal beschäftigte Lehrling Heinrich Schulte. Bei seiner Arbeit flog ihm ein glühender Eisensplitter so unglücklich ins linke Auge, daß dieses vollständig zerstört wurde. Der bedauernswerte junge Mann wurde in eine Klinik überführt. ** Ein Zukunftsbild. Im„Westf. Merkur“ (Münster) lesen wir:„Unserem Mitarbeiter ist es gelungen, mit Hilfe eines Hellsehers einen Blick in eine Zeitung des Jahres 1923 zu werfen. In dem fraglichen Blatte findet der Leser(der selbst der 37. Subabonnent seines Blattes ist) die nachfolgenden Berichte: Ein Aufsehen erregender Vorfall ereignete sich gestern auf der Großberliner Straßenbahn. Seit drei Wochen, also seit der letzten Fahrpreiserhöhung auf 500 A für die einfache Fahrt und 750 M für die Umsteigekarte, wurde zum ersten Male wieder ein Passant bemerkt, der einen Straßenbahnwagen bestieg, um zu seinem Ziel zu gelangen. Schaffner und Fahrer vergossen Tränen vor Freude und wußten sich vor Rührung kaum zu fassen. Nachher stellte sich heraus, daß der überraschende Fahrgast der Dollarkönig Rockefeller war, der sich besuchsweise in der Reichshauptstadt aufhielt. ** Ein Schwein— 390 Schweine. Ein Beispiel, das die Gestaltung der Fleischpreise chara“ terisiert und auf eine Mitteilung der Fleischerinnung Halle zurückgeht, mag hier Platz finden: Ende Juli wurde ein Schwein im Gewicht von zu 84 4= 43848 M gelauft. Fur diese Summe konnte man vor dem Kriege 6½ Doppelwaggon mit je 60 Stück, also 390 Schweine von je 300 Pfund Schwere kaufen. darunter auch der Schwerte, der mit 70 Klasse singt. M. G.=V. Sängern „Cärilia“. in der ersten den Provinzen. Hörde, 25. August. Tod im Stapel. Auf der Zeche„Glückaufsegen“ ereignete sich ein tödlicher Unglücksfall, indem der Aufsichtshauer Joh. Ritolaus Sand, Venninghoserstraße bierselbitz, in den Stapel abstürzte und sich dabei einen e bruch zuzog. Der Verunglückte, der 59 Jahre und verheiratet ist, wurde an der Unfallstelle tot aufgefunden. Dortmund, 25. August. Grubenunglück. heblich zurückgegangen. In den übrigen Berufs= Ende Juli wurde ein gruppen sind keine wesentlichen Veränderungen 522 Pfund, das Pfund zu verzeichnen. kauft. Für diese Sut ** Jugendgottesdienst. Am morgigen Sonntag finden hier die Reichsjugendwettkämpfe statt. Da wollen sich junge Leute in friedlichem Wettkampf in ihrer Kraft und Gewandtheit messen. Am Vormittag dieses Tages um 8 Uhr soll wieder ein Jugendgottesdienst in der kleinen Kirche stattfinden. Es haben dazu ihre musikalische Mitwirkung zugesagt: Der Posaunenchor des Ev. Vereins junger Männer und der Schwerter Mandolinen= und Wanderklub 21. Die Jugendgottesdienste erfreuen sich fortgesetzt der immer größer werdenden Teilnahme der jugendlichen Gemeindeglieder, weil sie dem Wesen der Jugend entspre** Aplerbeck, 25. August. Einen großen nationalen Gesang=Wettstreit veranstaltet der hiesige bekannte Quartett=Verein „Rheingold"(Leitung Musikdirektor Wilh. Kötter) am 7., 8. und 9. Oktober. Einen derartigen Wettstreit wird Aplerbeck wohl noch nicht gesehen haben. Es beteiligen sich an dem friedlichen Sängerkrieg eine große Anzahl namhafter Gesangvereine aus Westfalen und der Rheinprovinz, In der vorigen Nacht geriet auf der Schachtanlage Vereinigte Welheim die Bremskammer eines blinden Schachtes in Brand. Beim Vorgehen zum Brandherd sind zwei Grubenbeamte, trotzdem sie mit Atmungsgeräten ausgerüstet waren, in den Brandgasen erstickt. Weitere 4 Grubenbeamte, sowie ein Hauer sind tödlich verunglückt, als sie mehrere nach ihrer Ansicht gefährdete Bergleute retten wollten. Außerdem haben sich bei dem Versuch, den Brand in dem blinden Schacht zu löschen, noch zwei Beamte schwere Gasvergiftungen zugezogen. Insgesamt sind also 7 Personen tödlich und 3 weitere lebensgefährlich verletzt Die Leichen der Verunglückten sind mit Hilfe der Rettungsmannschaften der umliegenden Schachianlagen geborgen worden. Der Brand ist noc nicht gelöscht, wird aber zurzeit abgedämmt. Die Ursache des Brandes, die noch nicht festgestellt ist, ist anscheinend durch den durch verbotswidrige Abfahrt benutzten und dabei nicht abgestellten Lufthaspel des blinden Schachtes verursacht worden. Hagen, 25.5 August. Seltsame Kar toffelversteigerung In Kalthausen bei Pritorei ließ ein Gutsbesitzer seine Kartoffelparzellen versteigern. Er forderte für die Parzelle Kartoffeln in der Erde mindestens 10000 M. Bei sehr gutem Ertrage würde dies einem Zentnerpreis von 500 A entsprechen. Dazu müßte der Steigerer noch die Kosten des Ausgrabens, des Verladens und des Transportes tragen. Die anwesenden Kauflustigen lachten denn auch den Besitzer aus und ließen ihn bei seinen teuren Kartoffeln stehen. Hagen. 25. August. Bestrafte Gemeinheit. Ein Hausierer von hier hatte zwei Schulmädchen in unflätiger Weise beleidigt, indem er sich ihnen gegenüber in den gemeinsten Redensarten erging. Das Hagener Schöffengericht verurteilte den gemeinen Burschen zu drei Monaten Gefängnis. Es betonte, daß die heranwachsende Jugend vor derartigen Vergiftungen unbedingt wirksam geschützt werden müsse. Von einer Bewährungsfrist und Umwandlung der Strafe in Geldbuße wurde abgesehen. Warstein, 25. August. Schweres Autounglück. Einige Personen hatten einen Ausflug nach der Talsperre gemacht. Auf dem Nachhausewege wurden sie von dem Auto der Gebr. diepmann(Warstein) kurz vor Mülheim überholt. Die Leute haben offenbar, trotz der lauten Warnungssignale des Autos, die Straße noch überschreiten wollen. Der Lenker des Wagens, ein älterer Mann, konnte das Auto nicht mehr zum Stehen bringen und bog in den Straßengraben. Zwei von ihnen wurden jedoch noch erfaßt. Der Kettenschmied Fritz Lenze(Sichtigvor) war sofort tot; er war zwischen Auto und StraßengraKINDIRAEAL 5 enthält beste Aipenmilch 1— Art läßt nicht von Art. 13 Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) „Er erklärte, daß er im Fall deiner Weigerung dem Doktor Odemar erzählen würde, unter welchen Umständen ich dich hier im Schlosse als meinen Sohn wiedererkannt hätte. Und er hat uns in aller Form eine Frist von achtundvierz.: Stunden gestellt, innerhalb deren die Sache durch eine Entschuldigung und durch dein festes Versprechen für die Zukunft aus der Welt geschafft sein müßte.“ „Ich wurde nicht recht klug daraus,“ fuhr der Graf fort, was das alles zu bedeuten hätte. Jedenfalls ist mit dem Major während der letzten Stunden eine sehr merkwürdige Veränderung vorgegangen. Aus dem Samthandschuh, den plötzlich eine eiserne Hand zum Vorschein zu kommen.“ Rolf antwortete nicht sogleich. Nachdenklich betrachtetz er die Asche der Zigarre, die er sehr ungeniert mit in das Zimmer seines Vaters gebracht hatte. Aber als er endlich zu sprechen begann, hatte seine Stimme wieder einen seh. eie Harst dich dadurch nicht verblüen lassen, Popa Mein guter Onkel hat zuweilen derartige Anwandlungen, die indessen ganz und gar nichts zu bedeuten haben. Ich weiß sehr gut, wie man ihn in solchen Fällen behandeln muß, benden Haunst sch seilbe sa nicht wenger bioselen alvch und mich. Und er hat nicht die mindeste Veranlgstung, laß es ruhig mir, mich mit ihm auseinanderzusetzen. Und Doktor Odemar zu schreiben. Wenn du ihn mir übergeben willst, so werde ich Sorge tragen, daß er ihn im geeigneten Augenblick erhält.“ biover“ Enschiedenheit, de sich wogi auf sehr tiftige Einwendungen mehr und giseigg, dem Schreibtisc),pa, Ber. paar Zeilen auf einen Briefbogen zu werfen. 2# langen seines Sohnes mochte ihm ja an und für sich als ein vollkommen berechtigtes erscheinen, denn, guch er begte nach allem, was er da über die Beziehungen Eel#hs zu diesem bürgerlichen und nach seinen Begriffen vozig unbemittelten Schriftsteller gehört hatte, den dringenden Wunsch, rechtzeitig einer weiteren Entwicklung dieses Lsebesidolls vorzahengen. Und die sonderbare Einmischung des Majors, die sein fühl empfindlich verletzt hatte, mußte ihn noch geneigter machen, dem Drängen seines Sohnes nachzugeben. Er faltete den Brief zusammen und steckte ihn in einen Umschlag, den er— ohne ihn zu verschließen meine Ruhe zu haben.— Gute Nacht!“ Rolf erwiderte den Gruß mit einer ehrerdietigen Verbeugung, aber er hatte es nach dem Fortgange seines Vaters nicht besonders eilig, das Zimmer ebenfalls zu verlassen. Vielmehr ließ er sich in den Klubsessel nieder, den vorhin der alte Graf innegehabt, und gab, in dichte Tabakswolken eingehüllt, seinen Gedanken Audienz. Zweimal nahm er den Brief aus dem Umschlage und los jetzten Wort. Donn stützte, tnicken vos, Zie Hand und starrte unverwandt vor sich hin. Wenn as bestimurzeze ientz pigetene konnten es, nach dem Ausdruck seinzz Gesichte erggrelg, der Anbruch des jungen Tages nicht mehr allzu fern, und nie hatte sich die Brutalität und Verworfenheit seines Chafester und unwiderruflicher Entschluß seine Seele ganz zu erfüller Schon auf der Schwelle des Gemaches stehend, musterte es noch einmal mit scharfem Blick bis in den letzten Winkel wie wenn er sich alle Besonderheiten der Oertlichkeit unverwischbar einprägen wollte. Besonders lange ruhten seine Augen auf der Riesenfigur des ausgestopften Bären, und ehe er ging, nickte er der toten Bestie zu wie einem lebendigen Wesen, mit dem er sich in geheimem Einverständnis wußte. 6. Kapitel. Das große Gartenfest des Grafen Bredow=Donnersberg war vom herrlichsten Sommerwetter begünstigt und nahm in allen Teilen den glänzenden Verlauf, den man ihm bei der bekannten fürstlichen Gastfreundschaft des Schloßherrn von vornherein hätte weissagen können. Der größere Teil der, Geladenen, deren Kreis man diesmal viel weiter gezogen hatte, als es sonst bei den gräflichen Festlichkeiten Brauch war, hatte sich nur im Part bewegt, wo für allerlei und Erfrischungen bestens Sorge getragen war, während Terrasse und die Gemächer des Schlosses selbst für die intimeren Bekannten der Familie und für die Angehörigen der Bächten Veislschaftskreise reserviert worden waren. Hier aber Zas Fülsterton wor nämich von einem zum die unerhorte Tatsache weiter berichtet worden, daß sich der heute in die Gesellschaft eingeführte Sohn und Erbe des Grafen in seine Gemächer habe zurückziehen müssen, weil seine schwere Betrunkenheit angefangen habe, Anstoß zu erregen, und weil sich schließlich alle Anzeichen eines biz zur Sinnlojigkeit gesteigerten Rausches gezeigt solchen Vorkommnisses wußte sich in eng sian Weise besprochen wurda. GFortz, tolgt.) rakters deutlicher in seinen Zügen gespiegelt als jetzt, we eia schmeichelhaften Wwehe vespercgen wurde. „Cärilia“ in der ersten izen. 8 Stapel. Auf ete sich ein töd ssichtshauer Joh. ße hierselbst, in ei einen Schädelder 59 Jahre alt r Unfallstelle tot übenunglück. der Schachtanlage mskammer eines im Vorgehen zum imte, trotzdem sie t waren, in den Brubenbeamte, soinglückt, als sie ihrdete Bergleute en sich bei dem linden Schacht zu fere Gasvergiftund also 7 Personen gefährlich verletzt. sind mit Hilfe der iliegenden Schachier Brand ist noch t abgedämmt. Die nicht festgestellt ist, rch verbotswidrige nicht abgestellten schachtes verursacht eltsame Kar In Kalthausen bei seine Kartoffelparrte für die Parzelle estens 10000 M. Bei s einem Zentnerpreis müßte der Steigerer bens, des Verladens en. Die anwesenden uch den Besitzer aus teuren Kartoffeln strafte Gemeinsier hatte zwei Schule beleidigt, indem er gemeinsten Redensr Schöffengericht verchen zu drei Monaten iß die heranwachsende rgiftungen unbedingt nüsse. Von einer Beidlung der Strafe in Schweres Autoen hatten einen Ausmacht. Auf dem Nachdem Auto der Gebr. z vor Mülheim überfenbar, trotz der lauten utos, die Straße noch Lenker des Wagens, ein Auto nicht mehr zum in den Straßengraben. jedoch noch erfaßt. Der (Sichtigvor) war soAuto und StraßengraRAEAL•5 * Aipenmilch be#ele ganz zu erfüller ses stehend, mustertin den letzten Winkel r Oertlichkeit unverlange ruhten seine topften Bären, und u wie einem lebenimein Einverständnis ow=Donnersberg stigt und nahm man ihm bei es Schloßherrn der größere Teil weiter gezogen schkeiten Brauch ei Zerstreuungen ar, während die bst für die inAngehörigen der aren. Hier aber npfundenen Mißar zu vorzeitigem eranlaßt worden en Abschluß der im zum anderen sen, daß sich der 1 und Erbe des en müssen, weil Anstoß zu eren eines bis zur t hätten. Eines diesen Kreisen var kein Wunder, sebers nicht eben (Forts, folgt.) ben eingeklemmt. Der Keltenschmied Vernhard Kramer von hier wurde schrecklich verstümmelt, ein Vein wurde ihm abgerissen und der Kopf schwer verletzt. Den Schwerverletzten brachte man ins Krankenhaus nach Warstein, wo er gestorben ist. Oeynhausen, 25. August. Hotelräuber. Ein Hoteldieb drang in das Hotelzimmer eines volländischen Ehepaares ein und stahl daraus Wäschestücke im Werte von 30000 M. Der Dieb hatte sich tags zuvor in einem Nachbarzimmer ein gemietet. Wie festgestellt werden konnte, ist er mit seiner Beute in der Richtung Dortmund abgefahren.„„„„ A„4 Schwelm, 25. August. com Blitzerschlagen, Bei dem Gewitter wurden vier Jungens, die sich auf dem Felde befanden, von einem Blitzschlag getroffen. An den Nachwirkungen des Blitzes ist der Schüler Schmittmann gestorben. Die drei anderen haben sich bald nachher wieder erholt. Gelsenkirchen, 25. Aug. Die Slowenen organisieren sich. In Westfalen sind 30 000 Slowenen angesiedelt. Nun beginnen auch diese sich zu organisieren. Man trägt sich mit dem Gedanken, die Kinder in eigenen Schulen in der Muttersprache zu unterrichten. Nachdem die jugoslawische Gesandtschaft in Berlin deswegen beim Kultusministerium vorstellig wurde, erklärte sich dieses grundsätzlich mit der Einrichtung slowenischer Schulen in Westfalen bereit. Als bemerkenswert sei gleichfalls darauf hingewiesen, daß am letzten Sonntag in Buer ein slowenischer Arbeiterverein gegründet wurde. M.=Gladbach, 25. Aug. Im Magen einer Kuh. Im Schlachthof in Berg.=Gladbach wurde dieser Tage eine Kut geschlachtet, in deren Mageninhalt sich folgendes vorfand: 2 Sicherheits. nadeln, eine etwa 6 Zentimeter große Nadel, 51 Stücke Draht von 1 bis 3 Zoll, 8 Nägel von 1 bis 3 Zoll, 7 Blechstückchen von der Größe eines Talers bis zu der Größe eines früheren kleinen Pfg. Stückes und ein Stück Feuerstein, mit dem sich unsere Vorfahren Feuer in ein Zunderstück schlugen. Das Tier zeigte durch diesen vielerlei gefährlichen Ballast keinerlei Beschwerden. Viehbesitzer wissen, daß oft schon ein winziges Stückchen Draht usw., das mit dem Fressen verschluckt wird, genügt, um ein Stück Vieh zum Verenden zu bringen. Um so erstaunlicher ist es, daß die betref fende Kuh durch das Schlucken all der genannten Gegenstände keinerlei Schaden erlitt. Brühl, 25. Aug. Ein Zug der Vorgebirgsbahn fuhr hier in ein Lastauto des Bonner Fuhrparks, das auf der Grube Concordia Briketts geladen hatte. Dabei wurde ein Fuhrmann getötet, das Auto selbst 10 Meter weiter geschleudert und stark beschädigt. Düren, 24. Aug. Mit dem Bajonctt erstochen Ein 23jähriger Hilfsheizer aus dem benachbarten Rommelsheim, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2 Uhr zu seinem Dienst auf dem hiesigen Bahnhofe an den Kasernen vorbeiging, erhielt von dem Posten, einem Marokkanet, einen Stich mit dem Bajonett in die Seite. Er ist an der Verletzung heute morgen im städtischen Krankenhause gestorben. Geilenkirchen, 24. Aug. Dynamitatteniat. In der Nachbarschaft wurde gegen ein Haus ein Dynamitattentat verübt. In die Mauer des betreffenden Hauses war eine Patrone eingelas sen, welche nachts zur Entzündung gebracht wurde. Durch die Explosion wurde das Haus zertrümmert, Menschen sind nicht verletzt worden. Es handett sich wahrscheinlich um einen Racheakt. Köln, 24. Aug. Recht hat er... Mit Rück sicht auf die Ueberflutung Kölns durch die Ausländer brachte ein Geschäftsmann in der Altstadt folgenden Anschlag an seinem Laden an:„Geschlossen, weil ich die Waren meiner deutschen Kundschaft für Weihnachten erhalten will.“ Siegen, 25. August. Erdrückt. Beim Hochziehen einer Schrottwalze auf dem Fabrikhof der Firma Karl Buch in Weidenau wurde der 42. jährige Arbeiter Emil Hellmann gegen eine andere Walze gedrückt und so schwer verletzt, daß er schon nach wenigen Stunden gestorben ist. besitzen sie doch allein Saft, aber auch die und Kam man in letzter Woche mittags nachlaufe, dann stand auf dem Tisch das frische, festliche Gericht der Gurke. Ein Vergnügen sondergleichen, Sommerlich nur zu erreichen, Ist, zunächst dem Wasserbad, Der Gurte weißlicher Salat! Ob meine Leser wohl auch wissenschaftliches teresse an der Gurke haben? Sie stammt aus Vorderindien, ist aber sehr wahrscheinlich erst von den jetzigen malaiischen Inseln herübergebracht wor den. Von Vorderindien kam die Pflanze nach Kleinasien, von da, etwa im 7. Jahrhundert vor Chr. nach Griechenland und dann nach Rom. Erst durch Karl den Großen, der sehr viel Nutzpflanzen in Deutschland einführte, sind auch wir zur Gurke gelangt. Im östlichen Deutsch land war sie freilich durch Vermittlung der Hun nen und Tataren schon viel früher fekannt, dies: sind es auch, welche die sänerliche Zubereitung „erfunden“ haben. Im alten Rom war die Frucht so beliebt, daß man sie genau so kultivierte wie jetzt. Gute, reife Gurken schmecken vorzüglich, sie kühlen und stillen den Durst, 97 Proz. Wasser.. Diesen Kerne sollte man niemals wegtun, denn sie en halten eine beträchtliche Menge Eisen Phosphorsäure die sich leicht assimilieren, d. h. in den Körper übergehen. Die saure Gurke ichmeckt so infolge der durch Gärung erzeugten Milchsäure. Dieser Milchsäuregehalt macht die saure Gurke natürlich empfehlenswert für Zuckerkranke und für sol hoe, die- nicht zuckerkrank werden wollen. Die saure Gurke leistet also allen Menschen ausgezeichnete Dienste. Aus diesem Grunde nennt man auch bei manchem Menschen den etwas zu groß ausgefollenen Gesichtsvorsprung mit gleichem Namen. Damit schließt die naturwissenschaftliche Betrach tung und man wende sich dem politischen Teil zu. In Berlin gabs Anfang der Woche Besuch aus London und Paris, um die Finanzfragen zu regeln und wenn möglich, das letzte Gold in's besetz: Gebiet zu bekommen; in München waren die begeisterten Hindenburgtage. Und der Bayer war halt sakrisch närrisch dabei: Wenn i zum heitren Himmel schau, Dann denk i nur an Weiß und Blau, Und seh i aan Vergißmeinnicht, Dann Weiß und Blau es zu mir spricht: Vergiß mich nicht! Der Bayer is halt staad; er verliert seine königlich bayrische Ruh' niemals und bei herrscht viel Aufgeregtheit. Das die Regelung der Lohnfragen, verteuerte Lebenshaltung Fornen 1 d. öport uns macht besonders die sich doch an die ausgleichend anschmie gen müssen. Ohne heißes Blut ist es da schwerlich abgegangen und letzten Endes ist alles nur eine schraube ohne Ende, ein Spielwerk der Sinne. nicht auszudenken, immer im Kreis herum, die Schlange im Leibe. Dabei die Gefahr, daß einer den anderen oftmals nur als seinen geschworenen Feind ansieht. Ach, daß dies doch anders würde bei uns und wir einander wieder mehr tranen und glauben könnten und wollten. Wer gibt uns unsern Kinderglauben An eine treue Welt zurück? Ach. schließ den allzuscharfen Blick Was uns die Zuversicht kann rauben, Zerstört des Herzens Glück! Wohl, wohl dem liébenden Gemüte, Das sein Vertrauen rein bewahrt, Und sein Gefühl sei noch so zart, Nic zweifelt an des Edlen Güte, Noch an der Menschen Art. Eie Schwerter Flimtennn 85 pamte Schwerter Wochennachklänge. vergangene Woche war etwas mehr vom Sonnenschein durchflutet, als die lange Reihe ihrer regnerischen Vorgänger und mancher alte und junge Wanderer flüchtete aus den Mauern der Stadt in den kühlen und würzigen Schatten des Waldes, Beeren zu pflücken, Pilze zu suchen, Luft der Tannen zu atmen: Was weißt du bleiche Städteart Von Wanderlust auf freier Fahrt Und ho und ho roro? Der Tannenwald, der mit mir steigt, Steht schwer u. schwarz, ist ernst und schweigi Und macht mich dennoch froh! Für mich löst sich sein stummer Mund, Hier fühl' ich wieder, wie gesund Mein Sinn noch immer blieb. Jetzt scheint mir's ein verwunsch'ner Spaß, Daß ich in eurer Steinstadt saß Und mich an ihr zerrieb. Nun weiche ich vom Wege ab Und tauche in den Wald hinab, In's grünste Dunkel tief. Nun, Vogel, husch', nun Vogel, sing. Und du, mein Herz, wach' auf und kling, Du Herz, das lange schlief. Die Reichsjugendwettkampfe mschwerte über die schon mehrfach von uns berichtet wurde, sollen morgen nachm. auf dem städtischen Sport platz„Schützenhof“ ausgetragen werden. Annähernd 300 Teilnehmer=Meldungen sind von den Vereinen Schwerter Sportvereinigung v. 1906, Schwerter Turnverein, Spiel= und Sportklub „Union“, Schwerte, Turn= und Ballspielverein Schwerte, Turnverein„Eintracht" Westhosen, Turnverein„Teutonia“., Westhofen, Turnverein Ergste. Turnverein„Westfalia“ Garenfeld, Evgl. Lünglingsverein Schwerte und Evgl. Jünglings verein Westhofen eingegangen. Die den Siegern und Siegerinnen winkenden Auszeichnungen bestehen in Ehrenurkunden des Deutschen Reichsaus schusses für Leivesübungen, Kränzen und Sträußen. Seitens des hiesigen Ausschusses wird der Wunsch ausgesprochen, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Schwerte möchten sich möglichst zu Hause umkleiden; im übtrigen ist Gelegenheit dazu in der Töchterschule und am„Schützenhof". Mit der Oberleitung der Wettkämpfe wurde Kohlhage=Westhofen betraut. Eine Kampfrichte: Sitzung findet um 12½ Uhr auf dem Schützenhof statt. Für 1 Uhr ist der Beginn des turnerisch sportlichen Wettstreits angesetzt. Daran sind beteiligt die Jahrgänge 1904/05, 1906/7, 1908/9 und jünger. Als besonders erfreulich möchte man die starke— überwiegende!" Beteiligung gerade der Jüngsten hervorheben, denn sie zeugt von dem guten, gesunden Kern, der in ihnen steckt, und läßt Zukunftsboffnungen aufkeimen. Ueber die Art der Wettkämpfe sei gesagt, daß neben den rein turnerischen Freiübungen und Uebungen am Reck, Barren und Pferd auch sportliche(volkstümliche Wettbewerbe im Laufen, Springen, Werfen und Stoßen, sowie in Staffelläufen und im Schwim. men vorgesehen sind. Die Gemeinde Westhofen bewilligte für die Durchführung der Reichsjugendkämpfe in Schwerte einen Unkostenbeitrag von 1000 M. Leichtathletik. Ein leichtathletischer Länder=Wettkampf Deutschland: Schweiz findet morgen in Frankfurt statt. Zum zweiten Male messen sich die Besten aus den stammverwandten Nachbarländern. Die erste Veranstaltung ergab. den Sieg der Deutschen Mannschaft. Man rechnet mit einer Wiederholung des Erfolges. Bei den Deutschen Leichtathletik=Meisterschaften am Vorsonntag in Duisburg waren 25.000 Zuschauer zugegen.— Die von dem erst 18jähr. Primaner Trosbach=Frankfurtim 110=MeterHürdenlauf mit 15,3 Set. erzielte glänzende Leistung konnte als neue Deutsche Bestleistung leider nicht anerkannt werden, weil Tr. eine Hürde umgeworfen hatte. Für das städt. Stadion in Duisburg sind seitens der Stadt 10 Millionen A aufgewendet worden. Turnen. Das nächste Deutsche Turnfest findet im kommenden Jahre in der Zeit vom 14. bis 18. Juli in München statt. Die Deutsche Turnerschaft hat zum„Holländischen Turnfest" in Groningen(1.— Sept.) eine Einladung erhalten und wird eine Auswahlriege entsenden. Am Sonntag hielr der Bezirk 4a des Märtischen Turngaues am Seiler= See bei Iserlohn sein diesjähriges. Bezirks=Spiel= und Sportfest ab. an welchem 295 Wetturner teilnahmen. Vom Turkhverein Ergste gingen folgende Turner als Sieger aus dem Vierkampf hervor: 2. Bezitsturnwart Otto Stellpflug, 61 Punkte, Willi Hölscher 53 Punkte und Karl Hövelmann 51 Pkt. Radsport. In der Deutschen Flieger=Meisterschaft siegte Lorenz vor Rütt und Stabe; die Steher=Meisterschaft(100 Klm.) gewann Thomas vor Sawall u. Weiß. Unter den Straßenfahrern Strecke 214 Klm.) war R. Huschke der beste Berufsfahrer, Schlembach Köln der beste Herrenfahrer. Fußball. Heute, Samstag, abend 6.15 Uhr, treffen sich auf dem Sportplatz Schützenhof Res.=Liga„Borussia"(Dortmund) und Union 1. im Gesellschaftsspiel. Den Dortmundern geht ein guter Rui voraus, stehen sie doch in ihrer Gruppe an erser Stelle. Ihre Spielstärke verrät gute AKlasse. Unions 1. wird mit frischen Kräften in neuer Aufstellung antreten. So dürfte den Svortanhängern ein schönes Spiel. vorgeführ: weden. Morgen. Sonntag, nachm. 6 Uhr, wollen sich euf dem Platz hinter der Töchterschule die„Alten Herren“ der seit langem befreundeten Vereine Dortmunder Sportklub 1895 und Schwerter Sportv. 06 im Spiel messen. Auch der Besuch dieser Veranstaltung— ungefähr anschließend an die Reichsjugendkämpfe kann empfohten werden. der„Reichskrone“ wurde gestern abend zunächst ein Sensationsdrama in 6 Akten„Der Abenteurer“ auf die Leinwand geworfen. Gut durchdacht und straff durchgeführt, hinterließ der Film, der uns in Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens führt, einen guten Eindruck beim Publikum. Eine Ballade„Der tote Hochzeitsgast“ nach Heines Roman„„Don Ramiro“ hielt die G.müter längere Zeit in atemloser Spannung, befriedigte aber zum Schluß, desgleichen die Humoreske, die, ohne Inhalt zu haben, die Lachmusteln des Publikums andauernd in Bewegung setzte. Die Musik war gestern sehr gut und hatte in der Zusammensetzung des Programms eine sehr glückliche Hand gehabt. Warum nicht immer so?— Kann denn die Leitung des Thea# ters oder die Polizei selbst dem Rauchverbot nicht Geltung verschaffen? Trotz der Plakate, auf denen in großer Schrift zu lesen ist, daß das Rauchen„polizeilich verboten“ ist, wird gequalmt, daß man die Luft kaum durchschneiden kann. Wozu werden denn eigentlich polizeiliche Vervotc erlassen, wenn man sie keck und dreist übertreten darf? Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus. 27. Aug. Teils heiter, später Wolken, strichweis Regen, warm. 28. Aug. Veränderlich, warm, strichweis Gewitter. 29. Aug. Wolken, teils Regenfall, ziemlich warm. 30. Aug. Sonne, Wolken, angenehm, windig, strichweis Regen. 1. September. Heiter, Tags warm. 2 September, Kaum verändert. Lehle Brähtmethungen. Maßnahmen gegen den Marksturz. Berlin, 26. Aug. Amtlich. Die steigende wirtschaftliche Not, die sich weitester Bevölkerungsschichten bemächtigt hat und sich in den letzten Tagen durch die ungebeure Entwertung der Mark noch mehr zu verschärfen droht, ist Gegenstand ernstester Sorge der Reichsregierung. In gemeinsamer Besprechung der beteiligten Kreise des Reiches und Preußens, die heute nachmittag unter dem Vorsitz des Reichskanzlers stattfand, wurde eine Reihe von Vorschlägen geprüft, die auf die Linderung dieser Not alle abzielen. Es wurden verschiedene Maßnahmen ins Auge gefaßt und die zuständigen Minister beauftragt, ihre Vorschläge hierzu einem Ministerrat vorzulegen, der morgen vormittag unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten zusammentreten wird. Für Montag werden die Ministerpräsidenten und die Linister des Innern der Länder zu einer gemeinsamen Beratung mit der Reichsregierung nach Berlin gebeten werden. Warnungsrufe aus England. London, 26. Aug.„Times“ machen in einem Leitartikel, der die ganze herrschende Besorgnis wiedergibt, der britischen Regierung wegen der Balfournote und Poincaree wegen der Haltung auf der Londoner Zusammenkunft und wegen seiner Rede in Bar=le=Duc Vorwürfe. Sie geben der Hoffnung Ausdruck, daß der französische Mi nisterpräsident jetzt nicht der Geschick Europas aufs Spiel setzen wird. Ein Strich machen. London, 26. Aug. Der Arbeiterführer Thomas erklärte gestern abend in einer Versammlung, wenn Oesterreich zusammenbreche und Deutsch= land auf diesem Wege folge, werde Frankreich zehnmal schlimmer daran sein als jetzt. Er hofft noch immer. Frankreich werde vernünftig werden Das einzige Mittel, um eine Zusammenarbeit der Nationen wieder herbeizuführen, ist seiner Meinung nach, einen Strich durch die Jahre 1914 bis 1918 zu machen und alle Bemühungen lediglich auf die Sache des Weltfriedens zu richten. Handel und Börse? Minnmmennssemniensemmm Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlte deutsche Mark: ür am 24. 8. am 25. 8. 100 belgische Franken 14581,75 13283,30 100 dänische Kronen.. 42696,55 41048,60 1 englisches Pfund 8838,90 8293,65 100 französische Franken 15330,80 19382,50 100 holländische Gulden 76903,75 71910.— 100 italienische Lire.... 8789,— 8029,90 100 polnische Mark....—— 100 schwedische Kronen: 52534,25 49973,50 100 schweizerische Franken 37652,85 34856,30 100 tschechische Kronen 6441,90 6808,50 Ein Dollar....... 1972,53 1847,68 Zur Aufklärung! Magai ist keine all. meine Warenbezeichnung, sondern der Name des Begründers der Maggi=Gesellschaft und eine gesetzlich geschützte Fabrikmarke für Maggi's Erzeugnis: Maggi's Würze in Flaschen, Maggi's Suppen in Würfeln, Maggi's Fleischbrühwürfel. Diese sind nur echt, wenn sie den Namen Magzi tragen Gottesdienste am Sonntag, 27. August. Große Kirche. 9,30 Uhr: Pastor Florin. Kleine Kirche. 8 Uhr: Jugendgottesdienst, Pastor Wischnath. 10 Uhr: Pastor Ohlig. 5,30 Uhr: Jugendandacht, Pastor Ohlig. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Ohlig. Kath. Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, Kaplan Winter. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt(Monatskommunion der Jungsrauen und der schulpflichtigen Kommunikantinnen). 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Pfarrer Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt, Pfarrer Schnurbus. 2½ Uhr: Andacht Westhofen. 8 Uhr: Hochamt mit Predigt, Kaplan Schleep. Holzen. 9,30 Uhr:g. Hochamt mit Predigt, Kaplan Schleep. Lichtendorf. 7 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr: Andacht mit Segen. Evangelische Stadtmission Schwerte, Kubstr. 7. Sonntag 4 Uhr: Bivelstunde; abends 3 Uhr: Gemischter Chor.— Mittwoch, avends 8.80 Uhr: Gebetsstunde.— Donnerstag, abends 3 Uhr: Cemischter Chor. Briefkasten. Kontorist L. Jawohl, wenn ein kaufmännischer Angestellter auf Verlangen einer Firma regelmäßig Ueberstunden leistet, so kannr hierfür auch eine angemessene Entschädigung verlangen. Anordnung betressend die Herstellung, den Verbrauch und Verkehr mit Backwaren und Mehl, soweit sie der öffentlichen Bewirtschaftung unterliegen. I. Die diesbezügliche Anordnung vom 10. 8.) 1921 wird wie folgt geändert. Der einleilende Satz erhält folgende Fassung: Auf Grund des§ 35 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 vom 4 7. 1922(R. G. Bl S. 537) wird für den Landkreis Hörde folgendes angeordnet: § 1 erster Satz wird wie folgt geändert: Für die Abgabe gegen Brotscheine dürfen nur folgende Backwaren hergestellt und veräußert werden.. 996 n § 1 letzter Satz wird gestrichen. Ais neuer Absatz wird dem§ 1 angefügl: Bäckereien und Brotverkaufsstellen sind verpflichtet, auf Wunsch Brot bis zum Mindestgewicht von 250 Gramm(½ Pfund) einzeln abzugeben. § 4 zweiler Satz werden die Worte:„sowie die Reichsreisebrotmarken“ gestrichen. § 5 zweiter Satz werden die Worte:„Brolschein d=125 Gramm Mehl“ gestrichen. A, s: neuer Absatz wird dem§ 5 angefügl Außerdem jede vierte Woche einen Brolschein d, der zum Bezuge von 125 Gramm Weizenmehl in der durch den Aufdruck bezeichneten Woche Gültigkeit hat. § 6 wird gestrichen. § 7 wird§ 6 § 8 wird gestrichen. § 9 letzter Absatz § 9 wird§“. Rummer 10, 11, 12 und 13 erhalten die Rummer 8. 9, 10 und 11.. Mu.. 450 § 14 erster Satz werden die Wolle!„550. Brotmarken K 210 Brotmarken SS“ gestrichen § 14 wird§ 12.„ § 15 erster Satz werden die Worte„§ 49 Ziffer 5“ in„§ 49 Ziffer 6“ geändert. § 15 wird§ 13. II. Die Anordnung mit vorstehenden Aenderungen trilt sofort in Kraft. Hörde, den 21. Aug. 1922. 36s2 Der Kreisausschuß des Landkreises Hörde. KORRRGG Schwerter## Hopfel= Audtitl6 Leiter: Herr Willy Peters Sonntag, den 27. August, nachm. 4 Uhr O„ im Saale des Freischutz. Mitwirkende: Quarlett=Verein Hagen=Delstern Leiter: Herr Fritz Wienbrauck Herr Willy Pelers, Bariton am Flügel: Herr Fredi Peiers Nach dem Konzert: 4 Gemütliches Beisammensein! Eintrittspreis 7 Mk ausschließl. Sieuer. Ese Vorverkauf: Zigarrengeschäft Winkelmann, Osx Friseurgeschäft Gräfe, Vereinslokal Klempt C2)) sowie bei den Mitgliedern.(2 3 Sauerkraut mit Erbsenbrei Gtwas Pökelfleisch dabei. Ist ein wunderbares Ossen! Zeim Bereiten nicht vergessen. Teit und Kohlen sparst Du viel. Isimmst zur Wäsche Du Persil“) *) Persil, das selbsttätige Waschmittel, reinigt, bleicht und desinfiziert die Wäsche in einmaligem kurzen Xochen und bringt durch Mitbenutzung des täglichen Iterdfeuers für die WDäsche größte CCohlenersparnis. kersil wäschl Sehattiahs) § 9 letzter Absatz wird gestrichen. Statt Karten Grete Liesenhoff Armm Gehrts Verlobte Schwerte Düsseldorf-Oberkassel verl. Senningeweg 99 Wildenbruchetr. 48 25. August 1922. Lichispiele„Fal Reichskrone Allltlllllllltllllll Heute bis Montag! Nur 3 Tage! Die große Filmballade Nach Heinrich Heines„Don Ramiro“ Der tote Hochzenlsgast. in fünf ergreifenden Akten. Motto: Zwei Menschen, die sich lieben, wie sie sollen, können einander gar nicht überleben. Der Abenteuret. Sensalionsdrama in sechs Akten mit Michael Bohnen und Hanni Weisse in den Hauptrollen. Wie werden wir unsere Weiber los! Eine tolle Humoreske in 2 Akten. dumkiienunzeigen wie Geburtsanzeigen, Verlobungs-, Vermählungs=, Todesanzeigen, Danksagungen finden weileste Verbreitung durch die* Scht erike 5 Kar 9? * die als einziges Lokalblalt fast von jeder Familie in Schwerle und weitester Umgebung in treuer Anhänglichkeit gelesen wird. Zahlreiche ehemalige Schwerter Bürger, die von hier verzogen find, beziehen auch in der Fremde nach wie vor durch die Post ihr altes Heimatblatt und erhalten durch dasselbe Kenntnis von den Wechselfällen des Lebens in ihrem alten Freundes= und 22225 Bekanntenkreise. 3 * Schaffensfreudiger, vielseitig gebildeter Kaustkaltti Christ, mit langj. lückenloser Laufbahn in Großhandels= und Fabrikgesch., völlig vertraut mit allen Zweigen der Büropraxis, bilanzsicher, gewandter Korrespondent, sucht, gestützt auf Empfehlungen, für bald oder später anderen Wirkungskreis. Gefl. Angebote unters Dd. 1689 an die Geschäftsst. d. Ztg, erbeten. G: d:e: o:n : barietee-Palast " Dortmund • B r ü c k s t r a ß e 3 9/ 4 1„ Teleson 3047 u. 4900: : Vom 022; 16.—31. August 1.—: 3 10 neue Sensations- 10: : 19 Debüts Ib: Drei Original=Har: tinis, die phänomenalen; * Drahtseilkünstler. * Hanny Romano, der: e brillente Dressur=Akt. : Zwei Ottmars, die komischen Jauberer. 8 : Magarete Loube und: * ihr drolligerKomiker, dieentzückende Künstlerin auf: dem Rade : Z w e i R i e d l' s, H a n d und Schleuderdreit=Vols ligeute. : Olga Redis, das ela; nische Wunder. Ludwig Clermont, Meister=Humorist und: Schriftsteller. 3 : Lilly und Forel, das: z u n g l e i c h e P a u r. : Willy Eberhard, Kam.; mermusiker und Piston=; s Vietuose prosongiert • Ellen Martino und : Partner, der Mann in der Wanne. s Karten sind an der Kassee von 10—1 Uhr und ab: “ 4 U h r u n u n t e r b r o c h e n: zu haben. Bekanntmachung. Die städtischen Vertretungen haben eine Erhöhung der Gebühren für den städtischen Schlachthof mit Wirkung vom 28. ds Mis. ab beschlossen. Der von dlesem Tage an geltende Gevuhrentarif liegt im Büro des Schlachthofes und im neuen Ralbaus. Zimmer Nr. 20, zur Einsicht offen. Schwerte, den 25. August 1922 Der Magistrat. V Wagenfeitte Maschinenfette Huffette Lederfette Autofette Maschinenöle Motorenöle Centrifugenöle Fahrradole Autoöle Fußbodenöle Lack u. Oelfarben Carbolineum liefern Engros und Detail Chemische Werke d. Giesberg Schwerte Ostenstraße 19. de Westfalischer blindenverein dortmund=Schwerte Socece ug Honntag, den 24. Jeptember 1922 nachmittags 4 Uhr im Freischüh: 28 Wöhnaliglene kenhert g Mittwirkende: Männergesangverein„Cäcilia“ Schwerte unter personl. Leitung des Musikötrektors hanemann=Iserlohn Frl. Meta Strack(Alt), herr Frih Schäfer (Bariton) u. pianist Geckinghaus=Dortmund Nach dem Konzert: Geselliges Beisammensein mit Ball! Eintrittskarten im Vorverkauf 10 Mk., an 36 der Kasse 15 Mark. Vorverkaufsstellen: Zigarrenhandlungen Kreitz, Bahnhofstr., a Schöttler und Winkelmana, Hüsingstraße. " Sonntag, 27 August 1922: HO8I Er:tklaig Jungesbinl KOTTZERT Beginn 5 Uhr! 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Hopfenblüte) jeden Donnerstag von 9-1 Uhr. Dr. med. Alberts, Spezialarzt, Berlin SW1! Ausger. Haut kauft nach Gewicht Strack, Damen= und Herrenfriseur Schwerte, Hüsingstraße 16 Technikum Lemgo (Lippe) Höhere lechnische Lehranstalt Staatskommissar. dernichtet verbüüstene Beruf und Einkommen. Jetzt, wo eine neue Welle der Gehalts= und Lohnsorderungen über Deutschland hinweggeht, interessiert das folgende Bildchen, das die Einkommensbewegung verschiedener deutscher Arbeitnehmergruppen in den Jahren 1913—1921 darstellt. Das Bild zeigt, wie sich bei allen Gruppen von Arheitnehmern das Einkommen während der vorletzten Jahre ungeheuer gesteigert hat. Wenn jetzt bei der Bewilligung von Teuerungszulagen in der Praxis stillschweigend. der Grundsatz befolgt wird, daß die Zulagen für die verschiedenen Arbeitnehmergruppen annähernd gleich sein müßten, so halten viele das nicht nur für gerecht, sondern auch für vernünftig. Unser Bild stellt dar, daß die monatlichen Bezüge der ungelernten Handarbeiter auf fast das 24fache, das leitender Angestellter dagegen nur etwa auf das 5fache gestiegen sind. Eine ähnliche Entwickelung ist in der Entwickelung der Bezüge oberer und unterer Beamter festzustellen. Ganz im allgemeinen kann man sagen, daß in und nach dem Kriege ein großer Wechsel in der Bewertung, d. h. in der Entlohnung der Arbeit eingetreten ist. Die mit keinen Fachkenntnissen ausgestatteten einfachen Handarbeiter sind wenigstens annähernd in den bisherigen Einkommensverhältnissen geblieben; die qualifizierten Arbeitskräfte dagegen sind auf ein Drittel oder gar ein Viertel ihres Real=Einkommens gesunken. Einkommensbewegung verschiedener Arbeitnehmergruppen 1913-1921 Kersect un(Zhrunsiehn tn# Schrumpft aber unsere Intelligenz der geistigen und der praktischen Arbeit weiter im bisherigen Tempo zusammen, so werden wir nie wieder unsere frühere Rolle im Ausland spielen und außerdem das Werk des inneren Aufbaues nicht bewältigen können. Darum ist es notwendig, den Unterschied in der Entlohnung zwischen ungelernten und gelernten Arbeitskräften wieder zur Geltung zu bringen. Damit ist auf die Dauer selbst den Interessen der ungelernten Arbeiter am besten gedient. Die Bergarbeiterinternationale und die Kohlennot. Die vor kurzem in Frankfurt a. M. tagende Inter nationale der Bergarbeiter hat bei der Reparationskom mission eine Ermäßigung der deutschen Kohlentribute bean tragt. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die An nahme der betreffenden Entschließung einstimmig erfolgte; für sie setzten sich also auch die belgischen und französischen Bergarbeitervertreter ein. Die Reparationskommission jedoch hält es für wichtiger, neue Kontrollen auszudenken, mit denen Deutschland drangsaliert werden soll. Wenn der nicht unmitteibar auf Kohlenverbrauch angewiesene Deutsche der Meinung ist, ihn gingen die übermäßigen Forderungen unserer Kohlengläubiger nichts an, so befindet er sich in einem großen Irrtum. Immer mehr und mehr deutsche Unternehmungen werden gezwungen, britische Kohle einzuführen. Der Preis für diese ausländischen Kohlen hat sich in den tetzten zwei Monaten— entsprechend dem erhöhten Tevisen kurse— auf das vierfache erhöht. Diese Mehrausgaben für britische Kohle kommen selbstverständlich in den Preisen der fertigen Produkte zum Ausdruck. Darum ist es eine Angelegenheit des ganzen Volkes, die Forderung der internationalen Bergarbeiter zu unterstützen und bei den Alliierten Mächten so schnell wie möglich eine erhebliche Milderung der deutschen Kohlentribute durchzusetzen. 112 BFE Es gibt viele, die hierüber mit dem gleichmütigen Wort hinweggehen:„In stürmischen Zeiten sei das eben nicht anders; gewisse Schichten tauchen auf und steigen in die Höhe, andere Schichten dagegen versinken.“ Wer so redet, hätte Recht, wenn es sich wirklich nur darum handelte, daß für die Zukunft des ganzen Volkes wenig bedeutsame Gruppen von ihrer bisherigen Einkommensstufe und aus ihrer bisherigen gesellschaftlichen Schicht nach unten gedrückt werden. Diese Voraussetzung trifft aber in keiner Weise zu. Hoch qualifizierte und leitende Angestellte und Beamte sind nicht nur Menschen mit höheren Ansprüchen, sie sind auch die Träger der wirtschaftlichen Entwickelung und die Säulen des öffentlichen Lebens eines * D Die Reparationsleistungen. Es muß in London doch immerhin eine peinkichgewesen sein, als Poincaré wieder einmal beba##t#t, „blühende“ und„wohlhabende“, Deutschland bade bischer u Grund de: Friedensvertrages fast noch zarmcdis geleiste# Als Poincaré diesen zweisellos wissentlich talschen tat, waren der englische Ministerpräsident Lioyd George undd der englische Schatztanzler Sir Horne uum##nd. Dieser datte erst kurz vorher im englischen Parlament beront, oaß die bisherigen Revarationsleistungen Deutschlands auf enng 10 Milliarden Goldmark zu bewerten seien. Infolgedessen#### sieh Lloyd George sofort und erklärte gegenüber Poinen##e daß Deutschland trotz seines wirtschaftlichen Niedergangs und seiner unsicheren inneren und äußeren politischen Lage nach englischen Berechnungen doch schon 10 Milliarden Goldmark ge##### habe. Nach englischen Berechnungen! In Wirtlichten aber müssen die Leistungen Deutschlands weit höher beiertei werden. Schon Rathenau hat in seiner gloßen Reoe vom 29 März d. J. den Gesamtbetrag der deutschen Repurationsleistungen ohne die Länderverluste und ohne die Kolonien auf 45,6 Milliarden Goldmark beziffert. Im einzelnen verteilte er das folgendermaßen: Goldmark Deutsches liquidiertes Eigentum im Ausland 11,7 Milliarden Die ausgelieferte Handelsflotte 5,7„ Eigentum des Reiches in den abgetretenen Gebieten Eisenbahn= und Verkehrsmaterial Andere Leistungen nichtmilitärischen Charakters Verlust von Ansprüchen bei den Kriegsverbündeten Saargruben Kohlenlieferungen 6,5 2.0 5,8 7,0 1, 1,3 □□ OOOOO OOOOCCOCCCOCCG 8 Volkes. Ihre höheren Lebens=„Bedürfnisse“, sind nicht etwa Anmaßungen und schlechte Angewohnheiten, sondern das Lebenselement, in dem allein schöpferische Gedanken entstehen und leben können. Noch kein Volk hat'es auf die Daner vertragen können, daß die Schicht der Denker und Forscher und der Führer nivelliert werde. für ein abschreckendes Beispiel. politik, wenn man wirtschaftlich dert. Ein verschiedenes Niveau schiedene Leistungen bedingen... Wenn man vor dem Kriege berechtigterweise sagen konnte, das deutsche Volk habe eine Ueberproduktion an gelernten und geistigen Arbeitern, so muß man heute sagen, daß diese Ueberproduktion in eine Unterproduktion umzuschlagen droht. owjetrußland bietet hierEs ist eine falsche Sozial„für jeden das Gleiche" forder Bedürfnisse und ververschiedene Entlohnungen. Mein Volk, Du wanderst den schweren Weg über den Berg Asathon, den Bergder Schmerzen, der zwischen Wehland und Frohland, nebelumflogen, ragt vor den Toren der Zukunft * Wisse, den Weg umwuchert wildes Gerank und Dornengestrüpp. In den Morästen lauern hungrige Nattern, gähnende Klüfte bergen bittern Tod. Mein Volk. wandre klaglos den schweren Weg über den Berg N#arhon, den Berg der Schmerzen. dich vor dem wilden Getier, daß es dein Herz nicht zerreiße, noch, daß deir Schritt nicht erlahme, fern dem rusenden Ziele. Jenseits des nebelumwobenen Gipfels wohnt das ewige Blühen, leuchtet dein neuer Tag. Ueber den Berg der Schmerzen, durch vie Neoer der letzten Erkenntnis, steigst du selig hinab in die schimmernden Lande des Friedens. Sturm- Gundal. KHOKCHHHHHHKCSHHHSCHHH Barzahlungen 13„ Verschiedene kleinere Posten 3.2„ Hierzu käme also noch der Wert des privaten und stoallichen Eigentums in den an Polen, Däuemark und Frantreuh abgetretenen Gebieten. Die Summe der Reparationsleintungen würde sich also mehr als verdoppeln. Die Entente hat aber die Gewohnheit, alles was Deutschland bisher hingegeben und ausgeliefert hat, sehr gering zu veranschlagen. Das ungeheuerlichste Beispiel dafür ist die Bewernung der nswert der deutschen l bei Handelsflotte. Der Friedenswert der dentschen.... etwa 1½ Milliarden Mark im Monat der Ablieferung velief er sich aber auf ein Mehrfaches danon, denn die Preise# Schiffsraum waren damals außerordentlich gestiegen. dem aber wurden Deutschland nur ungejähr 700 Minionen Goldmark dafür gut geschrieben. Weiter: die Saargrnben wurden den Franzosen mit noch nicht ein Drittel des Wertes berechnet, den Wert des in den abgetretenen überlassenen deutschen Staatseigentums hat man mit 2½3 Milliarden Goldmark angesetzt, während er nach deutschen vo: sichtigen Schätzungen mindestens 612 Milliarden beträgt, und so fast bei jeder Zahlung. Die Entente hat es ja auch Wert anzusetzen, wie sie will, denn sie ist Richter in eigene Sache; der Einsetzung eines nentralen Schiedsgerichts gegenüber hat man sich bis jetzt ablehnend verhalten. Das deut Volk hat nur die Ausgabe, immer mehr und mehr Fronarbeit für die Entente zu leisten, deren Forderungen ins Ung messene gewachsen sind. Ob schließlich aber die Entente daber auf ihre Rechnung kommen wird, ist eine andere Frage. Vie leicht wird auch hier einmal eine plötzliche treten. Erkenntnis einAnwägbarkeiten. Von Dr. Karl Ehwald, Man hat unserer bisherigen Denkungsart, insbesondere dem Denken der Vorkriegszeit, den Vorwurf des„Materialismus“ gemacht, den Vorwurf, daß sie nur sichtbare und greifbare Dinge: Macht und Geld, unser starkes, wohlgeschultes Heer, unsere sich mächtig entwickelnde Industrie, alle die sichtbar in die Erscheinung tretenden Kräfte unserer Wirtschaft und unseres Staates, zur Grundlage ihrer Auffassun unserer Lage und unserer Zukunftsmöglichkeiten genommen habe. Dieses rein stoffliche Denken, in seinen Folgen noch dadurch verschärft, daß unsere Blicke sich zu sehr an der glänzenden äußeren Seite unserer Kraft= und Machtäußerungen erfreuten, ohne genügendes Nachdenken über die Bedingungen ihres Gedeihens, und daß sie zu ausschließlich sich auf das beschränkten, was wir unser nennen durften, und dadurch doch etwas den Vergleich mit den wirtschaftlichen und staatlichen Kräften anderer Völker verloren und damit den Maßstab für unser Können und Vermögen: die stoffliche Denkungsart mit diesen— bei der Menschenart fast naturgemäß sich einstellenden— Fehlern wird mit Recht als eine der Ursachen des unglücklichen Kriegsausganges und unserer jetzigen Nöte angesehen. Ist es nun damit anders geworden? Ziehen nicht auch wir heute, wenn wir versuchen, über unsere Lage und über die weitete Entwicklung uns klar zu werden, fast ausschließlich äußere Dinge in Betracht? Ist es nicht ein Hauptgrund für das Interesse, dem die jetzt sehr verbreiteten und ohne Zweifel wichtigen und nötigen Bestrebungen für volkswirtschaftliche und allgemein= und außenpolitische Aufklärung in weiten Kreisen begegnen, der Glaube, daß man durch Kenntnis der wirtschaftlichen und weltpolitischen Kräfte erkennen könne, wie wirklich unsere Lage ist und wohin der Kurs geht? Sind denn diese äußeren, sichtbaren Kräfte wirtschaftlicher und staatlicher Macht allein und endgültig ausschlag gebend? Sind nicht geistige und sittliche Mächte und Kräfte für das Leben und die Entwicklung der Völker wie der Einzelnen immer wieder von entscheidendem Einfluß gewesen? Hat nicht die Mißachtung der in den Dingen ruhenden Maßstäbe und der ewigen sittlichen Gesetze mächtige Männer und Staaten zu Fall gebracht? Müssen nicht auch wir als Ursachen unseres nationalen Unglücks geistige und sittliche Jehler erkennen?„.. gain, Lost Gtg3 Wi. 6. Darum sollen wir dessen gewiß sein, daß eiwas, wie die Lüge unserer Allein= und Hauptschuld am Kriege trotz aller äußeren Mittel, die unsere Feinde anwenden, sich nicht behaupten kann, daß ein„Friede“ wie der von Versailles, der die wirtschaftlichen Gegebenheiten ebenso wie lebendige nationale Zusammenhänge mißachtet, nicht von Dauer sein kann. Wir dürfen vertrauen, daß ein von gesunder innerer Kraft erfülltes Volk, das seine geistige und sittliche Eigenart kräftig zu behaupten sucht, das in seinem Kern wirklich„lebt“— und damit auch alle Krankheiten, die es mehr oder weniger lief ergreifen, immer wieder überwindet—, daß ein solches Vol trotz alles Druckes seiner Feinde und trotz ihres zeilweilig weit überlegenen äußeren Machtmittel nicht untergehen, nicht auf die Dauer niedergehalten werden kann. Aber woher kommt uns die Kraft, an die Macht ewiger Gesetze zu glauben, woher die Gewißheit, daß unser Volk in seinem Kern noch gesund und in seiner geistigen und sittlichen Kraft noch widenstandsfähig und unverbraucht ist, woher die Kraft, selbst in uns und für unsere Volksgenossen an der geistigen nud sittlichen Erneuerung unseres Volkes zu arbeiten? Letztlich aus religiösem Grunde, das ist aus der für uns innerlich notwendigen Verbindung mit dem Ewigen. Eine solche wahrhaft religiöse Gesinnung— sie mag sich beim Einzelnen ausprägen, wie es sei: sie sei nur aufrichtig, redlich und tief— bewahrt uns mit der Unterordnung unter den Ratschluß der ewigen und zeitweise unerforschlichen Macht vor einem Verbrauchen unserer Kraft gegen übermächtige Widerstände und gewährt uns ein Einfühlen in das Mögliche und einen Blick für das Erreichbare und uns Gewiesene; sie gibt die Möglichkeit, im Bewußtsein höheren Beinands der uns gewiesenen Weg zu gehen und das uns Anbefohlene zu tun in der Gewißheit, daß der Weg an ein gutes Ziel und die Arbeit zu einem guten Ende kommen wird, auch wenn wir beides noch nicht sehen— auch wenn es anders sein wird, Nicht Aeußeres und Sichtbares ist es, was letzthin unsere Geschicke entscheidet, sondern Inneres und Ewiges: möge in uns und unserem Volke diese Erkenntnis immer mehr durchdringen und uns zu treuer Arbeit für Volk und Vaterland die Kraft geben. Dazu helfe uns Gott. Der Ohrfeigen-Millionär. Studiosus Friedrich Stromeier benutzte im Sommer 1914 einen Teil einer unverhofften Erbschaft,— die damals noch nicht von der Finanzbehörde zum guten Teil fortgesteuert zu werden brauchte,— zu einer Reise in die schönen Schwe Berge. Stromeier, ein temperamentvoller junger Mann, dem die Fäuste gar locker saßen, geriet,— da er das Dütsch wohl noch nicht beherrschte,— mit seinem Bergfüh in Meinungsverschiedenheiten. Im Laufe der recht drastisch verlaufenden Auseinandersetzung nahm unser Student zu handgreiflichen Beweisen“, seine Zuflucht, die denn auch „einschlugen“. Als die beiden Kampfhähne getrennt werden konnten, stellte sich heraus, daß das Gehör des ernstlich gelitten hatte. Um den zu erwartenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld zu sichern, verlangte das Schweizer Gericht 5000 Franken Kantion. Um in seine Heimat zurückkehren zu können, blieb dem schlagfertigen Stromeier nichts übrig, als seine gesamte kleine Erbschaft mobil zu machen, eine Summe von 4000 Mark in Schweizer Franken einzuwechseln und bei dem zuständigen Schweizer Gericht zu hinterlegen. Jahrelang hatte die Angelegenheit geruht, weil der Schweizer den Beweis für die dauernde Beeinträchtignug seiner Gesundheit und seiner Erwerbsfähigkeit nicht erbringen konnte. Schießlich wurde er mit einem geringfügigen Schmerzensgeld abgefunden. Der hinterlegt Betrag von 5000 Franken war frei geworden. Der nichts ahnende Stromeier, dem Kriegs= und Nachkriegszeit inzwischen pekuniär übel mitgespielt hatten, erhielt eines Tages einen schweren Einschreibebrief aus der Schweiz. Nicht ohne leichte Herzbeklemmung öffnete er den Umschlag. Da lagen, sein säuberlich geglättet, 4 Tausend= und 8 Hundertfrankennoten; ein Schreiben lag dabei mit der Registrierung:„Erledigte Kaution vom 15. Juli 1914.“ Nach dem Stromeler sich von seiner Verblüffung ein wenig erhol hätte, ging er fliegenden Fußes mit seinem Schatz zur Bank. „Der Dollar 1250!“ hatte er gerade eben beim MorgenKaffee=(Ersatz) in seiner Zeitung gelesen. Franken ist zwar kein Dollar“, meinte er bei sich,„aber immerhin Valuta, und Valuta“ ist das Vielfache unserer traurigen Scheine, die noch immer den hochtrabenden Namen „Geld" tragen.— Der ihn abfertigende Beamte in der Wechselstube rief dem im Kurszettel lesenden Kollegen zu: „Herr Müller, letzter Frankenkurs, Schweiz, große Noten.— Herr Müller antwortete:„23.890 Geld, 23.910 Brief.— Wie?“ fragte Stromeier.„Sie erhalten für Franken 23.900 Mark“, belehrte ihn der Beamte, der seinen Kunden mit achtungsvollen Blicken anschaute. Zettel des Bankbeamten reihten sich die Ziffern neu## untereinander; endlich war er fertig:„Macht sagte er. Stromeier stimmte willenlos allem zu, was der Beamte ihm über die Anlage des Geldes in„Harpener „Hirsch=Kupfer“ und„kurzfristigen Reichsschatzscheinen“ v schlug. In seinen Ohren rauschte es unaufhörlich:„Ohr eigen Milionädr“,„Oorstoigen-Aistagrig gendigen Geschichte: Und die Moral von dieser traurig.„#che: Daß unser Geld ein jämmerliches Wertersatzmittel geworden starken Ländern deponierte Vorkriegs=Ohrfeigen Million werden kann; daß einer von uns später unter Umständen sogar„Ohrfeigen=Milliardär“ werden kann, wenn wir nicht offen und vorbehaltlos gegen die Zumutungen unserer biger von der Entente protestieren und im eigenen Lande alles über Bord wersen, was die Arbeitsenergie des einzelnen fesselt und beschränkt! Zur Psychologie des„Gant“k., 3Ferwuen und das Mohsergebgen der Merschelt un #en det## bom allgenelnen“ K 97 15 außer Kraft fördern. P zu setzen. Der Grenzübertritt bleibt nur Personen gestattet, is Sasfeäige Vezistgung dir Rnien furch die Friezeirge, Le eise, Techeshrsenersiege Ver Vei s.hzistser eieh brhseltnid sehen oder sorfeie, Ttigseit ewiher, die ur er auch den Leutschen gegemiber„kair plap“ und wandte hierdurch das sprichwörtliche Ideal des Engländers im Verkeyr von Mensch zu Mensch auf die Politik an. Der Begriff des„fair piay“ gilt aber bei den Engländern nur ein Privatleben; im öffentlichen Leven tritt nur allzu leicht an seine Stelle der„Cant“. Auf diese Tatsache macht Friedrich Brie in einem tiefschürsenden Aussatz über den englischen Nationalcharakter aufmerksam, der in dem bedeutsamen von Erich Marks herausgegebenen, bei E. S. Mittler& Sohn in Berlin erschienenen Werk„Lebensfragen des Britischen Weltreiches“ enthalten ist. Das„fair play“, das sogar das englische Geschäftsleben beyerrscht, ist keine ethische, sondern meyr eine praktische Forderung, indem der Engländer weiß, daß Geselligkeit, Verlehr und Handel, S#h#nm un#######att Ligtur 10000 Feile am besten bei gegenseitigem Vertrauen und Anständigkeit, sprechzentrale des Siemenstonzerne statt, die für 10000 Teilgedeihen. Wo aber das eigennützige Interesse eine andere, nehmer eingerichtet ist und sich seit etwa 12 Jahren in BeMethode des Handelns verlangt, da stellt sich der„Cant", trieb befindet. Ein einfaches Frühstück vereinigte dann die dieser heimliche Beyerrscher der englischen Politik, Teilnehmer im Wernerwerk, dem Stammhause der Telereits ausgedehnte Verwendung im In= und Auslande ge, bestellt worden, Wolst, war funden hat, erregtg besonders der Siemens=Pendeltelegraph anwaltschaft als zurisuscher Schriftsteller tätig. das Interesse der Teilnehmer, eine wertvolle Ergänzung des begründer des Republikanischen Richterbundes. Siemens=Schnelltelegraphen, dergestalt, daß er auch von+ Eröffnung der deutschen Bischofskonferenz.* Die wenig geübter Hand nach Art einer Schreibmaschine be= diesjährige deutsche Bischofskonferenz wurde in Fulda mit dient werden kann. Auch Mitteilungen über die Telegrapleie einer kirchlichen Feier eröffnet.„e eseitigung* Peominepgefobr. Der Beseblsund Telephonie über sehr lange Kubellinien, die in neuerer Zeit von der deutschen Postverwaltung angewendet wird, wurden aufmerksam entgegengenommen. Ein Gang durch das Kabelwerk vervollständigte diese Ausführungen. Zum Schluß fand eine Besichtigung der automatischen Fernein, daß sie ihre eigen und so in aufrichtiger Weise unaufrichtig sind. Es ist die baß die seugungsfraft des guten Glaubens wden. Raturgemäß ist Cant eine Erscheinung, die im Verkehr der Menschen miteinander überall auftritt:“ sagte Brie,„aber nach dem Urteil inländischer wie ausländischer Beobachter erreicht sie nirgends die gleiche Ausbehnung wie in England, hauptsächlich wohl darum, weil der ausgeprägte Nützlichkeitsinstinkt des Engländers weder eine Frümmtigkeit noch Ethik hochkommen ließ, die eine ständige Prüfung des einzelnen wor sich selbst und vor seinem Gewissen erfordert hätte. Auf diese Weise erklärt es sich, daß der Engländer so leicht in dem Augenblick, wo ihm die Möglichkeit vorteilhaften Handelns entgegentritt, über etwaige religiöse oder sittliche Bedenken hinweggleitet und das Rützliche nicht nur von den anderen, sondern oft auch vor sich selbst als das Richtige, Moralische und Gottgewollte hinstellt.“ Der Cant ist in England so alt wie der ausgesprochene Egoismus des Nationalcharakiers selbst und darum schon den ersten ausländischen Beobachtern als eine englische Eigentümlichteit aufgefallen. Schon der französische Chronist Froissart weiß zu melden, daß die Engländer verschlagen sind und sich nie mit einer fremden Nation in natürlicher Weise befteunden können. Der Sekretär eines böhmischen Edelmannes, der 1466 in England weilte, begeichnet die Bewohner als so schlau und treulos, daß ein Fremder unter ihnen seines Lebens nicht sicher sei, und Fügt hinzu, daß man einem Engländer auch nicht auf seinen Knien trauen dürfe. Aehnlich bezeichnet Scaliger in seiner lateinischen Charakteristik von 1561 die Engländer als perfidi, und seitdem ist das Wort vom„persiden Albion“ nicht verstummt. Immer wieder wissen die spanischen und venezianischen Gesandten des 16. Jahrhunderts von der Verschlagenheit und Treulosigkeit der Engländer zu begichten. Reinster Cant ist die Art, wie etwa beim Prozeß der Jungfrau von Orleans die Vision der Jungfrau als Betrug gestempelt worden und nach der Verbrennung die: Tarsachen im Namen der Gerechtigkeit und des christlichen Glaubens entstellt werden; reinster Caut ist die Art, wie z. B. Königin Elisabeth in der Oeffentlichkeit um den Tod der Maria Stuart trauerte. Napoleon war der Ansicht, daßt es nichts so Gefährliches gebe, wie offizielle Unterhaltungen mit englischen Diplomaten, und daß nirgends häufiger politische Tokumente gefälscht würden, als bei den Eng= die Werkstatt geschlossen, das Material besch kändern. Aus der Psyckwlogie des Cant heraus ist es much Eu berhugeg g# g#. hre4 die öffentlsche heig eignete sich in der Stetiner Str. 10. Tort n nung Englands durch nichts so erregt wurde, als durch das Wort des deutschen Reichskanzlers von dem Unrecht, das man Belgien zufüge. Daß ein Politiker in aller Oeffentlichkeit aus idealen Gründen seine ehrliche Meinung seinem Interesse entgegen sagen könne, war für das englische Publikum ganz unbegreiflich. Man empfand diese freimütige Aeußerung als Brutalität und Zynismus. Kriegführung ohne pazisistische Tränen ist für das englische Publikum gleichbedeutend mit Barbarei und Roheit. Als Beispiel von echtem Cant wider bestes Wissen führt der Verfasser aus dem Kriege die Erklärung Lloyd George an, die er auf eine Anfrage hin abgab, er halte die Nachricht, daß die Deutschen aus Leichenfett Seife fabrizierten, für durchaus möglich. Cant ist es auch, wenn Admiral Fisher in seinen 1919 erschienenen Memoiren in einem Atem von einem„Hinschlachten“ des englischen Geschwaders durch Admiral Spee bei Coronel und einem glänzenden Sieg der englischen Flotte über Spees Geschwader bei den Falkland=Inseln sprcht— Rund um Berlin. + Schlußfeier der Wettstreit=Telegraphisten. Der Reichspräsident empfing das internationale Preisgericht und die Sieger im Wettstreit. Der Ehrenvorsitzende des Preisgerichts, Staatssekretär Dr. Bredow, hielt im Namen der Teilnehmer am Wettstreit eine Ansprache an den Reichspräsidenten, in der er die Bedeutung der Veranstaltung für die zutünftige Entwicklung des internationalen Nachrichtenverkehrs hervorhob und mitteilte, daß der vom Reichspräsidenten gestiftete Meisterschaftspreis an Oesterreich, die beiden Länderpreise an Italien und Deutschland gefallen sind, während von den sechs großen Preisen Italien, Spanien und Dänemark je einen und Deutschland drei erhalten haben. Der Reichspräsident dankte, indem er die hohe Bedeutung des telegraphischen Nachrichtenverkehrs für die wirtschaftlichen, kut#urellen und politischen Beziehungen der Bölker hervorhob und es mit Dank begrüßte, daß es diesem friedlichen Wettstreit gelungen ist, nach langer Entfremdung das berufomäßige Band um die Vermittler des Weltverkehrs neu zu schlingen. Als besonders erfreulich bezeichnete er es, daß auch die zweite Aufgabe dieses Wettstreits erfüllt ist, die Freude am Beruf zu stärken und hohe sachliche Leistungen zu erzielen, die überall Hochachtung und Nacheiferung erwecken werden. Die Arbeit, die hier geleistet worden ist, und die Ergebnisse, die dieser Wettstreit sescls esce lie Sescti e ecshchce immer noch vorhanden seien, und sie gaben der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Wiederaufbau Deutschlands nach dem, was sie hier gesehen hätten, nicht lange mehr auf sich warten lassen werde. Sozialistische Versammlung durch Kommunisten gesprengt. Eine von den Unabhängigen nach den Berliner Germania=Sälen einberufene Versammlung, in der der Abg. Dr. Rosenfeldt über seine Erfahrungen bei dem Moskauer Prozeß berichtete, und in der gegen das in Moskau gefällte Todesurteil gegen die russischen Sozialrevolutionäre protestiert werden sollte, wurde von Kommunisten gesprengt. Es kam verschiedentlich zu Tätlichkeiten. Ein Photographenatelier als Werkstatt für falsche 1000=Markscheine. Der Reichsbank=Falschgeldstelle ist es jetzt gelungen, den lange gesuchten Hersteller und die Vertreiber gefälschter Tausendmarkscheine zu ermitteln und jestzunehmen. Schon Ende 1921 wurden in Berlin falsche Tausendmarkscheine angehalten, die aus dieser Werkstatt stammten. Im ganzen waren bisher 80 derartige Fälschungen durch die Kontrolle der Reichsbank gegangen. Geschädigt wurden meistens Zigarren= und Lebensmittelgeschäfte. Als in einem Falle eine Verkäuferin bei einem Herrn einen solchen Schein beanstandete, betrat ein zweiter Mann das Geschäft, machte kleine Einkäufe und mischte sich unauffällig in die Unterhaltung. Er ließ sich den Schein zeigen und verglich ihn mit einem eigenen. Die Bedenken der Verkäuferin wußte er so zu zerstreuen, daß diese den Schein denn auch in Zahlung nahm. Der zweite Mann war natürlich nur ein Spießgeselle des Falschgeldvertreibers. Kriminalkommissar von Liebermann, der die Ermittlungen nach der Falschgeldwerkstatt leitete, gewann aus einer Reihe von Anhaltspunkten die Ueberzeugung, daß die Bande ihren Sitz in Stettin oder Stargard haben müsse. Die Nachforschungen führten zur Festnahme zweier Vertreiber, eines Kaufmanns Richard Herzog in Stettin und eines Installateurs Fritz Petermann in Zachan bei Stargard. Dieser kleine Ort barg auch die Fälscherwerkstatt. Sie wurde bei einem Photographen Otto Scheel entdeckt, der sie in seinem Atelier angefertigt hatte. Beide galten im Ort als angesehene Geschäftsleute. Alle drei wurden festgenommen und beschlagnahmt. Bauunglück ereignete sich in der Stettiner Str. 10. Tort wird die Anlage einer alten Gärtnerei abgerissen; bei der Beseitigung der Baulichkeiten einer Champignonzüchterei gab plötzlich aus bisher nicht geklärter Ursache die eine noch bestehende Decke nach und begrub sechs Arbeiter unter ihren Trümmern. Auch die Kellerfenster, die in regelmäßigen etwa 4½ Meter weiten Abständen aufgeführt waren, konnten dem ungeheuren Druck nicht Widerstand leisten und brachen ebenfalls zusammen. Ein Teil der bei dem Abriß beschäftigten Arbeiter konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr befreite einen Schwerverletzten, den Arbeiter Wilhelm Mesenberg, aus seiner qualvollen Lage; der Arbeiter Ernst Krüger war sofort tot; vier leichtverletzte Arbeiter erhielten sofort Verbände und konnten nach Hause entlassen werden. Wieder ein Hoteldiebstahl. Eine Frau v. Stein aus Budapest, die in einem Hotel in der Friedrichstraße abgestiegen war, entdeckte, als sie von einem Ausgange heimkehrte, daß ein Dieb, wahrscheinlich ein„Spezialist“, ihren Räumen einen Besuch abgestattet hatte. Er stahl eine ganze Anzahl wertvoller Schmucksachen, außerdem einen Maulwurfmantel; mit der Beute, die einen Wert von über einer halben Million darstellt, konnte er ungesehen das Hotel verlassen. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen waren bisher ohne Er Aus dem Neiche. + Erhöhung der Gepäckfracht schon ab 1. September. Mit Rücksicht auf das schnelle Sinken des Geldwertes sowie darauf, daß am 1. September 1922 die Güter= und Expreßgutfrachten sich um 50 Prozent erhöhen, wird die für 1. Oktober 1922 vorgesehene Erhöhung der Gepäckfracht auf 10 Pfennig für 10 Kilogramm und 1 Kilometer schon am 1. September 1922 in Kraft treten. Die Gepäckfracht wird am 1. Oktober 1922 um weitere 50 Prozent erhöht. Von diesem Tage ab beträgt also der Einheitssatz 15 Pfennig für 10 Kilogramm und 1 Kilometer und die Mindestfracht 15 J6. + Maßnahmen gegen den Ausverkauf. Der in letzter Zeit von tschechoslowakischen Staatsangehörigen in den sächsischen Grenzbezirken vorgenommene Massenankauf von Gegenständen des täglichen Bedarfs und die dadurch hervorgerufene Erregung der einheimischen Bevölkerung hat die sächsische Regierung veranlaßt, die zugunsten des sogenannten kleinen Grenzverkehrs zugelassenen Ausnahmen + Beseirigung der Seemmnengefayr. Der Befehls haber der Ostseestreitkräfte hat den Abschluß der Minenräumarbeiten in den dortigen Gewässern gemeldet. Ein Erlaß des Chefs der Marineleitung spricht den beteiligten deutschen Seestreitkräften die Anerkennung für die geleistete tüchtige Arbeit aus, die trotz kriegsmäßiger Gefahr ohne einen einzigen Ziischenfall verlaufen ist. Da im Vorjahre die Minen in der Nordsee und im nördlichen Eismeer beseitigt waren, so sind damit die im Versailler Vertrage übernommenen Verpflichtungen erledigt, mit Ausnahme noch fälliger Nachprüfungen, die gleichfalls in diesene Jahre zu Ende geführt werden. Die Minengefahr in den europäischen Gewässern ist damit, soweit es in planmäßiger Arbeit möglich war, beseitigt. + Neue Streiks in Schlesien. Wegen Lohndifferenzen sind in Görlitz die Arbeiter der Waggon= und MaschinenbauAktiengesellschaft, ettva 4000 Arbeiter, in den Streik getreten. Auch in Grünberg, Neusalz a. O. und Kotzenau sind in verschiedenen Betrieben der Metallindustrie die Arbeiter aus dem gleichen Grunde in den Streik getretenFür Tonnerstag sind Einigungsverhandlungen in Aussicht genommen.— Der„Schlesischen Gebirgszeitung" zufolge sind in Hirschberg die Arbeiter der Maschinenfabrik vormals Starke& Hoffmann, der Firma Theuser, Heyne und Seifert, sowie der Linke=Hofmann=Werke in Warmbrunn wegen Lohndifferenzen in einen wilden Streik getreten. Es streiken insgesamt 2000 Arbeiter. Eine Millionenkantion abgelehnt. Der Staatsgerichtshof hat die von den Rechtsanwälten Dr. Alsberg und Welt für die Haftentlassung der wegen Begünstigung an dem Rathenau=Mord angeklagten Garagebesitzer Schütt und Diestel angebotene Kaution in der Höhe von 1 Million Mark abgelehnt, da wegen der Höhe der zu erwartenden Strafe Fluchtverdacht vorliegt. + Unglücksfall auf einer Gebirgsbahn. Wie die Blätter aus Rosenheim berichten, ereignete sich auf der Wendelsteinbahn ein schweres Zugunglück. Aus unbekannten Ursachen stürzte ein Zug der Bahn unterhalb des Berghotels an der sogenannten Reindlscharte um. Gegen 30—40 Personen wurden verletzt, darunter mehrere schwer. Eine Person, die aus dem umstürzenden Zuge absprang, stürzte die Felswand hinab. + Großes Schadenfeuer bei Dessau. Die Anhaltischen Fahrzeugwerke, Aktiengesellschaft Robert Krause in Jonitz sind durch ein großes Schadenfeuer zum größten Teil zerstört worden. Die hauptsächlich mit der Herstellung von Motorradanhängewagen bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit beschäftigten Werke sind stillgelegt. 200 Arbeiter sind beschäftigungslos geworden. + Weitere Leichenbergung in Hamburg. Aus dem gehobenen brasilianischen Dampfer„Avare“ wurden wiederum zwei Leichen geborgen, so daß bis jetzt nach der erfolgten Hebung des Schiffes elf weitere Opfer gefunden worden sind. Aus aler Weit.= + Faschistenkrawalle in Bozen. Wie die brucker Nachrichten“ aus Bozen melden, kam es dort zu Faschistenkrawallen, deren Anlaß die Entwendung der Trikolore auf dem Gebände der Kunstausstellung durch bisher unbekannte Täter war. Obwohl die Fahne am nächsten Tage zurückgegeben wurde, forderten die Faschisten die Bevölkerung zu einer Sühnekundgebung auf, welcher Forderung sich auch das Zivilkommissariat anschloß, das die Kundgebung selbst anordnete. Zu der letzteren erschien jedoch nur eine große Menge Faschisten, aber keine Bozener. Hierauf durchzogen die Faschisten die Stadt und demolierten mehrere deutsche Geschäfte. 6 + Der Poststreik in Spanien. Die„Gazetta" veröffentlicht einen Erlaß über Neuorganisation des Personals der Post, wobei dem Generalpostdirektor weitgehende Vollmachten erteilt werden. Mit Ausnahme der Briefträger sind nunmehr sämtliche Postbeamte im Ausstand. Wie aus Barcelona gemeldet wird, haben sich dort auch die Finanzbeamten dem Streik angeschlossen. Vom Flug um die Welt. Die englischen Flieger Macmillan und„Malins, die für den erkrankten Major Blake den Weltflug von Kalkutta weiter fortsetzten, haben Sonnabend Rangoon in einem neuen Flugzeug verlassen. Bis jetzt ist von ihnen keinerlei Nachricht eingetroffen. Man fürchtet, daß sie einem schweren Wirbelsturm, der in der Bucht von Bengalen gewütet hat, zum Opfer gefallen sind. + Die Zahl der Arbeitslosen in London betrug am #. Augst K 55100. Eine Brüsseler Schulkomödie. Eine eigenartige „Köpenickiade“ führte ein Brüsseler Schuljunge aus, der sich bei einer Schülerin der benachbarten Mädchenschule, die er verehrte, ein Ansehen verschaffen wollte. Mit dem Leopoldsorden und der Siegesmedaille der Entente geschmückt, begab er sich in die Mädchenschule, stellte sich dort als Vicomte mit einem hochtönenden Namen vor und wies zur Beglaubigung einen gefälschten Brief des Brüsseler Bürgermeisters vor. Er erklärte, daß er abgeschickt sei, um eine der Schülerinnen wegen ihrer Verdienste während des Krieges zu dekorieren. Die Schülerinnen wurden daraufhin feierlich versammelt, und der„Vicomte“ wollte mit einer schwungvollen Ansprache seiner Angebeteten die Auszeichnung überreichen. Er benahm sich dabei aber so ungeschickt, daß die Leiterin der Schule Verdacht schöpfte und einen Schutzmann holen ließ. Dieser brachte dann bald heraus, daß der ordengeschmückte Vicomte ein Schüler der benachbarten Knabenvolksschule und der Sohn eines Straßenkehrers war. LEU DENNTGER Wilhelmstraße 24- Fernruf 478 Danpfbäckerei- Conditorei-Cafe Tosich luadt bache Morgens 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr. ff. Backwaren täglich frisch! BROTOFTEN 9 □ Auterhältuuge= Genagr zur zechwerter=Geilung? Volkstum und Ackerbau. 1. Entwicklung des Volkstums im letzten Jahrhundert. Die geistige Gemeinschaft im Volse, welche unter dem Begriff des Volksiums zu verstehen ist, ist uns im letzten halben Jahrhundere mehr und mehr abhanden gekommen. Die äußerliche staatliche Gemeinschaft hat aber nur Krat und Dauer, vermag schwere Belastungsproben nur auszuhalten, wenn sie sich gründet auf eine innere geistige Gemeinschaft des Volkes. Das haben die Ereignisse in den letzten Jahren gezeigt. Oft hat man den Eindruck, als ob nur allein noch die hochdeutsche Schriftsprache ein gewisse: Band zwischen den Volksschichten und Berufsständen bildet, und auch diese dient ihrem Zwecke, eine Verständigung herbeizuführen, nur in seltenen Fällen. Der jeclische Zusammenhalt im Volke ist einesteils abhängig von einem dauernden Zusammenleben der Familien im Orte, von deren Bodenständigkeit, und anderseits von der ziehung, der Volksbildung, der Religionsübung, von Rechtspflege und Verwaltung. Zu große Abstände und Gegensätze im Besitz und in der Bildung lösen das Volkstum auf. Der Handel mit seiner Beweglichkeit, der Weitverkehr und auch die Wissenschaft verbinden die Völker, lockern aber die einzelne Volksgemeinschaft in sich. Ohne hochentwickelte Industrie und einen entsprechenden Handel kann unser Volk nicht mehr ernährt werden, aber es braucht demgegenüber ein stärkeres Gegengewicht in der Vermehrung der Seßhaftigkeit der Landbevölkerung. Die Bodenbeständigkeit beingt das Zusammengehörigkeitsgefühl, bildet Sitle und Brauch, fördert die Gemeinschaft im Religionskultus und führt auch zur volkstumbildenden Volkskunst, hier auf Grund musikattscher und sprachlicher Begebung, dort auf Grund erblichen Formensinnes und entwickelter Handfertigkeit. Wenn wir rückwärts schauen in die deutsche Kulturgeschichte, so sehen wir ein langsemnes Zusammenwachsen, der deutschen Stämme zu einem mannigfach gegliederten deutschen Volkstum unter dem Einflusse des Christentums und eine hohe Blüte namentlich des städtischen Volkstums unter dem Einfluß der mittelalterlichen Kunstepoche. Währenddessen entwickelte sich die Wissenschaft langsam in klösterlicher Enge. Das Volkstum blieb davon lange so gut wie unberührt und ungestört. Der dreißigjährige Krieg warf alles durcheinander und langsam erwuchs aus den Trümmern des alten im Ringen um das nackte Leben ein neues Volkstum, vielfach getrübt und gestört freilich durch den nun entstandenen Zwiespalt der strengen religiösen Bekenntnisse und sich unterscheidend in den Städten, in den freien Bauernschaften Niedersachsens, in den Gebieten der großen Gutsbezirke und hörigen Bauern und beeinflußt vielfach durch die Beimischung stawischen Blutes in ausgedehnten Gebieten des Ostens. Die Wahrhaftigkeit als Grundprinzip des Luthertums, die Gerechtigkeit und wirtschaftliche Fürsorge im erleuchteten Despotismus der großen Hohenzollern, der Einfluß unserer klassischen Dichterfürsten und Philosophen auf die führenden Volkskreise, geschichtliche Vorgänge großen Stils, wie die Volkserhebung von 1812/13, alle diese Dinge wirkten ausgleichend, veredelnd, stärkend auf den Volksgeist und verhinderten, daß die sort„reitende Geistesbildung in den höherstehenden Volkskreisen eine allzu tief gehende Kluft im deutschen Volkstum des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts schon öifnete. Solange wir in Deutschland die Kleinstaaterei hatten mit ihren Zollschranken, der Verkehrserschwerung, dem Zunftzwang usw., solange erhielt sich auch in den Städten bei ihrem langsamen Wachstum und der Seßhaftigkeit ihree Einwohner das deutsche Volkstum in langsamer stetiger Entwicklung; dann kam mit der politischen Einheit und dem gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, den die Entwicklung der Technik und die Verkehrsfreiheit herbeiführten, und mit der rastlosen Jagd nach dem Gelde auch eine überstürzte Entwicklung des Volkstums, die KehrSanauszannnannnansnnnnnnnnnann Letzte Rosen. Letzte Rosen von dem Strauche Hast du, Freundin, mir gegeben. Letzte Rosen, letzte Grüße Aus dem früh'ren schönren Leben.:7 Selige Tage, längst entschwunden Mit dem farbenreichen Schimmer! Können sie nicht wiederkehren, Die Erinnrung bleibt uns immer Jugendbilder, Jugendträume Aus vergang'nen, schön'ren Zeiten. Wie sie wieder mich umweben Wie sie wieder mich umgleiten. Und bei ihrem Angedenken Fühl ich's schmeichelnd mich umkosen. Ist's der Hauch von jenen Träumen Ist's der Duft von deinen Rosen? Kämpchen. als dem gegebenen Beispiel zu felzen, auch ihrerseits die Stabtkultur zu erstreben und mit dem Austöschen der geistigen Gemeinschaft zwischen den Ständen sich abzusinden, ihr altes Volkstum gleichsalls###szugeben stalt es zu entwickeln. H. J. Der Nußzbaum. snnannunnnunnannannnnmanaannn seite des wirtschaftlichen Aufschwungs, der Verfall unseres Volkstums zunächst in den Städten. Der sich entwickelnde Ausgleich der politischen Rechte und die einsetzende soziale Gesetzgebung haben es nicht zu verhindern vermocht, daß die Volksklassen überall in steigendem Maße auseinander wuchsen. Auch auf dem Lande kam nach und nach und bald in immer schnellerem Tempo die Heimständigkeit des Volkes ins Wanken. Nach der gesetzlichen Einführung der Freizügigkeit kam zunächst die Bevölkerung der Gutsdörfer in Bewegung, und zwar umso mehr, als auch die Gutsherren, von den Fldeikommißbesitzern abgesehen, ihren Grund und Boden immer mehr als Handelsware ansehen lernten und immer häufiger wechselten. Schließlich griffen auch in den Bauerndörfern Besitzwechsel und Schollenflucht mehr und mehr um sich und entsprechend kam das Volkstum ins Wanken oder richtiger in eine überstürzte undeutsche Entwicklung. Der Bau der Verkehrsstraßen und Eisenbahnen, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ihn ersorderte, brachte Stadt und Land einander näher und die Auflösung geistiger Gemeinschaft breitete von der Stadt aus auch in der Landbevölkerung sich mehr und mehr aus. Der im Wohlstand vorankommende Bauer fing an, seinen Kindern eine städtische Bildung zu geben, sei es schon in der Schule. sei es nach der Schulzeit. Mit dem bäuerlichen Heimatstolz und der bäuerlichen Tracht und Sitte ging auch die Heimatliebe und das Gemeinschaftsgefühl in die Brüche, die Bauernjugend wurde überwiegend städtisch, zog tiefer und tiefer den Trennungsstrich gegenüber dem Kleinbauern und Arbeiter Eine Humoresle von Aih. Lennemann. Der Hof des alten Eckmann war vern dem Nachbarhofe des Ersenkämt nur durch einen Lattenzann geschieden. Hüben nuchen die Kohllöpfe des einen, drüben die Kartofseln des andern Bauern. Friedich und schiedlider Lattenzann trennte rechtlich, war in und über der Erde zu Nutz und Frommen der bäuerlichen Kochlopse gesieh. Nur an einer Sielle wies der Jaun eine Lücke auf, und darin stand ein mächtiger Wallnußbaum, der sich hoch aufreckte und seine Zweige in streuger Unpartei ichtett über beide Höfe breitete. Wem gehörte der Baum!— Bieher hatte keiner der beiden Baucen da: alleinige Besitz= und Nutzrecht beansprucht, fand auch keine Gelegenheit dazu, denn der Baum trug keine Früchte, stand jahraus, jahrein im Samucke seiner buschigen, breiten Krone und weinte genug getan zu haben, wenn ec in beizen Sommertagen den Höfen seinen kühren Schaiten spendete, dem einen des Morgens, dem andern des Abends. Geld oder Gelderwert brachte der Baum nicht ein, darum war es nutzlos, darüber zu streiten, wem er gehöle. Der Baum aber war ein Schall Du siel es ihm in einem Jahre ein, eine Menge der. köstlichsten Früchte hervorzublingen, gera#e, als ob er den Bauern einen Schadernick autun und in weltkluger Besheit ihre grieofertigkeit als eitlen Trug beweisen wolle. Und es schien, als solle er Recht erommen. denn aus Augentust und frohem Geschwätz der beiden Bauern wuch: vald iu jedem der Wunsch, die Früchte alein einernten zu tönnen. Und aus dem Wunsche ward eine Meinung, und aus der Meinung bildetc sich in jedem die unumstößliche Gewißheit, daß er, nur er ganz allein der rechtmänige Heite: des Baumes und also auch der Früchte eei. Da die beiden Bauern ihr seqnsühtige: Verlangen nicht lange im Busen verschieren konnten, so stießen ihre Meinungen Hald schroff aufeinander. „Das wird heuer ein gutes Nußjahr, da wird sich mein Bub Weihnachten rteuen!" sagte diesseits des Zannes der junse Frenkamp, und sah tauernd und heimlich seinen Nachbar an. Der horchte auf. Das kam ihm gerade recht. Da konnte er noch beizeiten einen Riegel vorschieben. „Was gehen denn deinen Bub meine Rüsse an!“ fuhr er erstaunt auf. So kam der Zank zwischen die beiden Bauern, und jeder versteifte sich trotzig auf sein Recht. Zumal der alte Eckmann. Lesen konnte er nur knapp, schreiben auch nur gar mäßig; er hatte nicht gern mit solch gelehrtem Kram zu tun. „Da geh' ich halt an die Gerichte!“ shloß er. Der Nußbaum jubelte leise in seine alte Seele hinein; er kannte seine Bauern— Aber bald verging ihm sein Lachen: der Typhus brach im Dorf aus, und auch der junge Erlenkamp mußte sich legen. Die Fäuerin hatte alle Hände voll Arbeit und wußte nicht, wo sie zuerst anpacken sollte. Vergessen waren Baum und Zank und Gerichte; denn auch bei dem Eckmann die fröhliche Streitlun in der Sorge um die peinliche Beachtung aller behördlich vorge#schrievenen Vorsichsmagregern Der Baum waro sich selbst überlassen, und der wartete in Ruhe und Gelassenheil der Dinge, die da kommen würden. uder er sah nur trosttose und beteimmerte Gesichter, auf benen die Nol und das bangen handen. Der Erlentamp lag im Fieder T#g und Nacht; und seine Frau mühle sich um ihn in schmerzlichen und opfervollen Stunden Und der Garten velwilderte, und da: Feld vertam; und da waren kein Knecht und teine Mago aufzutleiben, die für Geld und gule Wolke eingegriffen hatten. Leutenot war phnehin im Tolse, und wer nun nicht durch Zang gehalten wurde, floh aus dem Pestdorse, so valo und so schnell ihn nur seine Füge tlagen konnten. Die Bauelin sah voll Sorge arein. Die Ernie mugte eingebracht, und dann der Acer mit Winlertorn bestellt werden. Der urst halte zKar letzthin etldas Hoffnung ge eben, aber ju.sorgum hinzugesetzt, an ein Arbeilen des nu. gan, altmählich genesenden Batiern sei vorverhand gar nicht zu denten. Da flagie es eines Abends ader en Jayn herüber:„Molgen will ich bei ench aufangen Frau Nachbärin, wo lurs denn No.?“ War der alte Eamann auch lein gelehrter Herr, so halte er doch ein Herz imn Leio. Die Ballerin sah erstaunt auf:„Alh. bar, ihr wollt mir wirtlich—“ und sie 12. einen scheuen Stitenhlia auf deni nugsanm. „ohr meint, hier wegen dem Raßbaum tät ichs nicht! Das hal nig zu sagen, Frau Nachburin, die Frage wird ausgefecht, werz das Dorf wieder rein und die Pest vorbei! So kam es, daß die Erlenkamppäuerin ihre Ernie herein brachte, daß ihre Felde. gepflüg wurden und die Saut zür rechten Veil in die Elde kam. Der Bauer kannte sein Svangel, das war innendig in ihm, und dazu hatte ihm de. Pfurrer lein Wortlein gesagl. Baum aber stand und wartete noch imme., und der Sturm an undsching s. seile Bweigr, daß die Früchte nieverllalschien, auf die Kohllepfe uns, auf die Kartoffelstauden pechts. und dann stand an einem sonnigen Herdstmittag der Erlentamp zum ersten Male wieder braußen und ließ sich von dem warmet Lichte beschlinen. Bluß sah er noch aus. ung die Beine wollten ihn nicht so recht tragen. Da er aber von drüben den alten Eckmann mit grußender Hand an den Jaun kommen sah, tapp.e auch er sich, auf den Arm seiner Frau gestutzt, langsam voran. Dann nach einigen Fragen und Anwwörtex hin und„er meinte der Genesende: „Das soil euch nicht vergessen werdey Nachvar, wie ihr meinem Weide geholle: habt! Ich wills euch danken bis in den 20o!“ „Nix zu sagen, Nachbar, das war Christenpfiicht! wehrte der alte Bauer ab. „Da wollen wir auch den Streit iit dem Nußhaum begraben, Nachbar, ich verzichte barauf!“ sagte der Erienkamp freudig bewegt. „Verzichten? Gesehlt! Das wird ausgesochten!" beharrte der Alte. „Versteht doch, Nachbar, ich trete meine Rechte an euch ab, ich mag mich nicht mir euch wegen des Baumes streiten!“ Wochenlang hatte der Bauer zwischen Le ben und Tod gehangen, da hatte er der besinnlichen Stunden genug gehabt. Und angesichts des Todes, der dräuend vor ihm gestanden, hatte er die Nichtigkeit ind Lächer lichteit so manchen Tandes erkannt, daran er vordem so heiß gehangen. Nun dünkte es ihm lächerlich, einiger Nüsse wegen vor Gericht zu taufen.— Und schuldete er em Alten nicht zudem Dank! Seitst venn er Recht hätte— nein! „Also ich mag den Baum nicht, Nachbar!“ Der Nußbaum horchte erstaunt auf. Das war ja geradezu widersinnig und ging wider Programm, das er den kommenden Heiten aufgestellt. Auch der alte Bauer war mit dem Geschenk nicht einverstanden. „Meinst etwa, ich nehm ihn als Präsen: von dir! Ich eß keine Nüsse von Nachbars Guaden! Mein Recht will ich, und das sollen mir die Gerichte weisen!“ „So will ich euch schriftlich geben, daß der Baum einzeg und allein euch gehört, und daß ich ein Narr war, wenn ich meinte—“ „So gebtis mir, ich will's zuir da überleoen!— Der Erlenkamp ging also zum Notar und brachte dem Nachbar darauf versiegelt und verbrieft seine Verzichtleistung. Der Bauer tat einen Blick in das krause Geschreibsel.—„Lest mir's halt einmal vor!“ bat er. Und der junge Bauer las ihm das Schreiben vor mit all seinen Haupt= und Nebenzsätzen, Perioden, Einschaltungen und gelehrten, juristischen Hinweisen und Paragraphen soundsoviel und mit all seinen lateinischen Brocken und bunten Zierraten. „Daraus wird kein Pferd klug,“ gestand der Alte,„was soll mir der Wisch!“ Und er stand ärgerlich auf. nahm einen Bogen Papier und schrieb mit großen, steilen Buchstaben mitten darauf: Der Acker ist mein! Die Buchstaben standen wie mit dem Meißel behauen. „Verstehst das, Nachbar!“ „Gewiß, das!“.„ 1 „Na, da unterschreibt mir, und da soll die Geschicht ein End haben!" Der junge Erlenkamp blieb ernst; nur heimich lachte es in ihm. vo#g vih##. „Ja, Nachbar, das geht ooch mchl, ou—“ „Unterschreibst, oder ich geh zu den richten!“ drohte er. Also schrieb der Erlenkamp seinen Namer unter die vier bedeutsamen Worte und setzte zuch noch das Datum sein säube lich hinzu Da der alte, welterfahrene Nußbaum diese eigenartige Lösung hörte, hat er verständnislos sein Haupt geschüttelt. Lange gingen seine buschigen Arme hin und her wie in Rat= und Hilflosigkeit; aber schließlich hat er sich doch darein gefunden, seinen Gro fahren lassen und gar vergnüglich in sich hineingelacht. Aber nur verstohlen und leise wie der junge Bauer. Aber er hat fortan keine Früchte mehr getragen. Absichtlich nicht! Er traute der jungen Erlenkamp und dieser Art Verzich: leistung doch nicht recht und fürchtete, einzweite Enttäuschung in seinem hohen Alter nicht mehr ertragen zu können. Aber wem er nun zu eigen war, das wußte er immer noch nicht. Welchem Umstand verdankt die Burg Blankenstein ihre Entstehung. Die Geschichte der Burg Blankenstein, die, malerisch auf Bergeshöhen an der Ruhr unmittelbar neben dem Ort gleichen Namens gelegen, das Ausflugsziel Vieler ist, ist in großen Umrissen wohl allgemeiner bekannt. Weniger bekannt dürfte jedoch sein, was die Ursache war, gerade an dieser Stelle der Ruhrgegend eine Burg zu erbauen. In erster Linie lagen natürlich Gründe der Sicherheit vor, die den Grafen Adolf 3. von der Mark zu diesem Burgenbau veranlaßten, mittelbar war es jedoch der Umstand, daß die Isenburg auf dem Isenberg bei Hattingen geschleift werden mußte. Damit hatte es folgende Bewandnis: Die Ritter auf der Isenburg entstammten einer Nebenlinie der Grafen von Altena und besaßen im Lande einen großen Einfluß. Der Kölner Erzbischof Engelbert, der aus irgend einem Grunde einzuschreiten beabsichtigte, wies den Isenburger zunächst in seine Schrauken zurück. Die Folge davon war die Entneyung von Feindschaft und der Beginn einer heftigen Fehde. Der Isenburger, Graf Friedrich, sammelte ein Heer und zog damit gegen den Kölner Erzbischof zu Felde. Auch die Reisige des Kölners wurden in Bewegung gesetzt. Am Abend des 7. November 1225 trafen sich die Gegner in der Nähe von Gevelsberg. Hier geschah nun etwas Entsetzliches. Der Erzbischof von Köln, Engelbert, genannt der Heilige, Graf von Berg, wurde von dem Grafen Friedrich von Isenburg erschlagen. Der Mörder wurde landflüchtig und in Acht und Bann getan. Die Burg auf dem Isenberge aber wurde zerstört, sie wurde geschleift. Graf Adolf 3. von der Mark wurde mit den Isenburgischen Gütern belehnt. Aus den Steinen der geschleiften Isenburg aber ließ er eine neue Burg aufführen, die nicht weit von dem Blautensteinhof bei Bochum zu liegen kam Blankenstein benannt wurde. Sie sollts eine Stütze für den Grafen Adolf im Falle rische: Verwickelungen sein. Ein sellsamer Fund. Ein Mitarbeiter des Münsterischen Anzeigers ersand kürzlich in einer Atbüche.a ein We.k, stammend aus dem Anfang des vortgen Jahrhunderts. Zu Hause angekommen, war er nicht wenig überrascht, zwischen den letzten Blättern des Buches— einer germanischen Mythologie— Goethes Todesanzeige, die nur noch in wenigen Stücken vorhanden ist, vorzufinden. Der Text der gut erhaltenen Anzeige lautet: „Gestern Vormittag halb zwölf Uhr starb mein geliebter Schwiegervater, Der Großherzoglich Sächsische virkliche Geheime=Rath und Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe nach kurzem Krankseyn, am Stickfluß in Folge eines nervös gewordenen Katharrhalfiebers. Geisteskräftig und liebevoll bis zum letzten Hauche schied er von uns im oreiundachtzigsten Lebensjahre. Weimar, 23. März 1832. Ottilie von Goethe, geb. von Pogwisch, zugleich im Namen meiner drei Kinoer: Walter, Wolf und Alma von Goethe.“ Westfälischer Sagenkranz. Die Tutten im Mindener Walde. Im Mindener Walde wohnte ein kleines Volk, die Dutten. In der Zeit, als die christliche Religion schon in und um Minden viele Anhänger gewonnen hatte, war dies Völtchen den alten Göttern noch treu ergeben, was es jedoch aus Furcht vor dem mächtigen, auders denkenden Nachbarn geheim hielt. Besonders geschah das mit den Wanderungen zum Waillfahrtsteiche zwischen Minden und Todtenhausen, einem heitigen Orte, wo sie öfters ihren Göttern opferten und im geweihten Wasser badeten. Da sie iber nur in finsteren Nächten hinzupilgern wagten, so leiteten sie, um dem öfteren Verirren in dem finsteren Walde vorzubengen, einen Faden von ihrem Wohnorte zu dem heitigen Teiche. Ein mutwilliger Nachbar entdeckte diesen und leitete ihn in einen Sumpf. Darin sind denn alle Dutten elendiglich umgekommen. Seit der Zeit gebraucht man die Bezeichnung Dutten für einen dummen Menschen. Die Hoben Steine. Nicht weit von Rahden, beim Iäserkruge am Mühlendamme, findet man die sogesann ten Hohen Steine. Das sind einige zwanzig Granitblöcke, die übereinandergelegt ein altbeidnisches Hünenbett ausmachen. Außerdem findet man in der Nähe von Rahden im Felde am Wege auf einem Grabhügel den sogenannten Kreuzstein, in dem die Figur eines Kreuzes eingehauen, und neben einigen Buchstaben in gotischen Minuskeln die Jahreszahl 1536 zu lesen ist. Nach der mündlichen Ueberlieferung sollen hier zwei in verschiedenen Kriegsdiensten stehende Brüder mit Namen von Kiente als Feinde zusammengetroffen und auf der Stelle geblieben sein.(Aus Uhlmann=Bixterheide: Westfalens Sagenbuch.) he is en Schoopskopp. Dolf Blenkert is en braven Jungen, vwer en biettken rammdösig. As he noch bie Schulie öwern Tuhn im Kauhstall rüm kalfaktern, hadde dat nix te seggen, ower siet he bie de Dragoners steht, is ehm siene natürlicke Dämlickkeit all saken im Wege west. Wachmmester Druffmeier holl Instrutscheons= stunne af.„Wenn ich einen Befehl erteile, so habt Ihr Euch unbedingt danach zu richten!“ sagg he;„verstanden, Bienkert?“ „Jawoll, Här Wachtmester, wann ick wat befehle, hewwet se sick alle donoy te richten!“ „Schafskopp! Wenn ich sagte ich, dann heißt's ich; wenn aber der Hornochse von Bienkert wiederholt, was der Her: meister in seinen durchlöcherten Rilpferdschädel hineinzutrichtern versucht, dann heißt es nicht ich, sondern: der Herr Wachtmeister! Er hat überhaupt nichts zu befehlen, sondern lediglich zu gehorchen. aber sein wertes Ich unbedingt in den Vordergrund stellen muß, so merke Er sich: Er ist ein Schafskopp. Verstanden?" „Befehl, Här Wachtmester; He is en Scheapelons! S E S 5 S 05 S5 50SSEE S S 1.982S 2 6 □ #5S S a Sp; EÖSPSTEDSE S- a S-ESTSn B„ SPENETSEET E— S"* S 59 E E 6 S E S S% 5g OStge S 565 #=SpeEH S 3U1N 8 ∆ S" 50 So„-EEE Se.SOEGGE E SETGE-OPSTEgE“ SETTT SANG E OEE„OATTGET TPTTVASEN * OGyon OzSnn S S6ogOgOSTE POTES eSa aS =*.3n -SS F, U FAUR S—EU 2 C S S0— 5•„5„—gE " PBgSZOSGES SSSSPSgUPgOETSOEE "S S ga-GFHESSLSSBTLSBEE PGue E— *E S 5 9 E T ∆ 5 5 " agEnS □ S-LIENETEE 2„OSZUEN = 92.— ZOEE B Ep·-og" WSSoEEEE S88S N# TEEE9 GESOOET SEERES UDPTOETETAEEE 6 OOEEGEEE *#yOUaEEZon = cOgSSSgS S••S S SU 8—- F 0·9ST S uEE . 8 TBESS B0SEE0 ZnEESSS9 S □G5 S