90 X Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatdlätter. u Lustiges Allertel. Kinderzeitung: Unser Blatt. n Unterdaltungs- u. Romanbellge m.S ric. Sport und Curnen. u Ledensbüd. Kunst u. Willen. u Gartenratschläge. Verdunden mit: Schwerter Cagebiatt und Razeiger Schwerter Velkszeitung Schwerter Volksbiatt Gettholener Zeitung Aplordecker Zeitung Langscheder Zeitung Gmtliches Kreisbiatt für den Kreis Börde. belzwicheter Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgen des Kreiles.— Generalamzeiger für den Kreis Hörde. Die Schwerter Jeitung" erscheine 2 Heuptgeschäftsstelle, verkiägsich,„#ee Druck und Verlog: Corl Braus. Celege. Adr.: Braus, Sthwerteruhr. Cel. 62. Dostscheck. Dortmumd 2852 Berantwortsiche Schriftleitung: Karl Richter: Stadt und Drovi## Nr. 199 Freitag, 25. August 1922 5s. Jahrgang Zum Geleit. Ich bin überzeugt, daß ein jedes Volk ein unverlierbares Recht an so viel Freiheit hat, als mit der nötigen Ordnung bestehen kann, und daß Freiheit mit Subordination und Subordination mit Freiheit die notwendigste Bedingung des Wohlstandes eines jeden Volkes ist. Wieland,„Adresse an die französische Nationalversammlung“(1789). General a. D. Krug von Nidda f. 9 Staetrereeenke fun.g ee ½#an für 1000 Nie 9an Gowerhosteuerordnun Der haushallspian fül 1922.— Die neue Grweldesteuerdtonuug. Sch et 9* Augnst 1 gefarder„1¼ Mil gawirkag kiinne; man habe Neueste politische Nachrichten. Thüringischen Blättern zufolge hat der Verleger des„Arnstädter Nachrichtenblattes“ Paul Frotscher infolge der Not der Presse Selbstmord verübt. Das„Arnstädter Nachrichtenblatt“ ist eine der ältesten Zeitungen. Es erscheint seit etwa 170 Jahren. Auf der Sitzung des Völkerbundrates im nächsten Monat soll die Zulassung Deutschlands wieder aufgerollt werden. Die nächste Konferenz der Alliierten soll in der ersten Oktoberhälfte in Brüssel stattfinden. Die Besprechungen mit dem österreichischen Bundeskanzler können zu einem wirtschaftlichen Anschluß zwischen dem Deutschen Reich und Deutsch=Oesterreich führen. Am Sonntag ist auf seinem Gut Gersdorf bei Görlitz General Krug von Nidda, der letzte Kommandeur des XII.(I. K. S.) Armeckorps, gestorben. General der Kavallerie Krug von Nidda wurde am 14. Februar 1857 zu Dresden geboren. Um die Jahrhundertwende wurde er Militärbevoll, mächtigter in Berlin. In dieser Stellung hat er fünf Jahre lang die sächsische Armee vertreten. 1909 wurde er Kommandeur der 24. Division in Leipzig, als deren Führer rückte er 1914 ins Feld. Das Xil. Korps hat unter General Krug von Nidda hervorragenden Anteil au den großen Angriffen in der Champagne am 15. Juli 1918 genommen. Erst Mitte Januar 1919 zog General Krug von Nidda mit den Truppen der Garnison Dresden wieder in die sächsische Hauptstadt ein. Schwerte, 25. August. Unsere Stadtväter haben gestern in über dreistündiger Arbeit eine außerordentlich reichhaltige Tagesordnung erledigt; auch der ordentliche Haushaltsplan für 1922 wurde unter Dach und Fach gebracht, der die Stadtverwaltung in die Lage versetzt, endlich wieder Steuern einziehen zu können. Herr Bürgermeister Rohrmann leitete die Beratungen mit einer ausführlichen Etatsrede ein, die keinen besonders günstigen Ausblick bezüglich der städt. Finanzen vot. Eine lange Aussprache zeitigte die Magistratsvorlage bezügl. der neuen Gewerbesteuer=Ordnung, mit der sich Magistrat, Finanzkommission und Vertreter von Industrie, Handel und Gewerbe schon seit Wochen in eingehender Weise beschäftigt haben. Schließlich einigte sich Kollegium auf einen Vorschlag Cloidt, der eine Schonung der schwächeren Schultern und stärkere Belaftung der leistungsfähigen Kreise vorsicht. Hoffentlich werden die gestrigen Beschlüsse dem Erwerbsleben unserer Stadt zum. Segen gereichen. Die gestrige Sitzung des Kollegiums war von gesowvetten 1#2 Mill. beiirten konne; aber Wohnungen geschaffen. Herr Gorholt bezeichnet es als geradezu wahnsinnig, daß man die angefangenen Bauten jetzt halbvollendet stehen lassen müsse. Wo ein Wil have sich auch ein Weg finden ille gewesen sei, lassen. Nach weiteren Ausrührungen der Herren Bürgermeister Rohrmann, Möhle, Scharfe und Wilkes wurde die Magistratsvorlage mit Die Mitglieder des Staatsgerichthofes sind ernannt. Die Kot. Hinter der Forderung der Polen auf Zuerteilung der Delbrückschächte und der Königin Luise=Grube steht Korfanty als Aufsichtsratsvorsitzender des Konsortiums, in dessen Besitz die abzutretenden Gebiete kämen. Der deutsche Botschafter Dr. Mayer ist Berlin nach Paris zurückgekehrt. von In England wird man auf die Anklag rede Poincarces nicht antworten. Auch die Sozialdemokraten in Straßburg wollen, wie die Kommunisten gegen die„Retorsionsmaßnahmen“ der französischen Regierung eine Kundgebung veranstalten. Eine Vertretung der Bergarbeiterin ternationale begibt sich nach Paris, um beim Wiederherstellungsausschuß eine Milderung der Bestimmungen über die deulschen Kohlenlieferungen zu erzielen. TU. Berlin, 24. Aug. Die Berliner Abendblätter bringen in Fettdruck die heutigen Dollarkurse und knüpfen Betrachtungen über die notwendig eintretenden Folgen daran. So schreibt der„Lolalanzeiger“: Was diese erschütternden Zahlen für unser Volk und unser Wirtschaftsleben bedeuten, kann man sich schon im Augenblick vorstellen, aber es kommt auch gar nicht mehr darauf an, mit dem Rechenstift hinter der Kursbewegung des Dollars herzulaufen. Wenn sich die Wertverhältnisse von einem Tag auf den andern, ja, von einer Stunde zur andern grundstürzend ändern, wie es von gestern mittag auf heute mittag der Fall war, so müssen alle Bemühungen, hier noch regelnd und ordnend nachzuhelfen und ausgleichend tätig zu sein, erfolglos bleiben. Die Dinge sind nachgerade so weit gediehen, daß selbst, wenn unsere politische Lage noch in dieser oder jener Weise eine Erleichterung erfährt, wir wirtschaftlich doch zur Hoffnungslosigkeit verurteilt bleiben. Der preußische Innenminister verbot die Versammlungen des deutschnationalen Ju gendbundes. In Kattowitz dauerten die Indenver folgungen, die vor zwei Tagen begannen, auch gestern fort. T: oberschlesische Zentrumspartei erläßt an ihre Anhänger einen Aufruf, am 3. Sept. für das Verbleiben Oberschlesiens bei Preußen zu stimmen. In Bozen kam es aus Anlaß der Entwendung einer italien. Fahne von dem Gebäude der Kunstausstellung zu Faszistenunruhen, wobei ein Schaden von 1 Million Lire angerichtet wurde. Auch Barthou hielt dieser Tage eine Hetz kede gegen Deutschland. Die in Eupen eingerichtete französische Schule zählt nur 2° Schüler, dagegen sind 175 Schüler in der deutschsptachigen Schule. Die Forderungen der Gewerkschaften. TU. Berlin, 21. Aug. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund hat dem Reichswirtschaftsminister folgende Forderungen unterbreitet: Beschlagnahme der Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Rationierung derselben, Festsetzung eines Zwangskurses der Mark, Festsetzung von Höchstpreisen. Uebernahme des gesamten Ausfuhrhandels durch die Reichsregierung, Devisenein= und Verkauf nur durch das Reich, scharfe Ueberwachung der Preisbildung durch das Reich, sofortiges Verbot von Kuchen und Lurusbackwaren, sofortiges Verbot der Herstellung von Likören, Konfitüren usw., Einschränkung der Biererzeugung, Verbot von Schaumweinfabrikation für den Luxusverbrauch, Einfuhrverbot für Weine, Apfelsinen usw.— Die Gewerkschaften haben diese Forderungen schon seit Anfang der vergangenen Woche dem Reichswirtschaftsminister vorgetragen, ohne daß eine bindende Stellungnahme des Ministers zu diesen gußerordentlich weittragenden wirtschaftlichen Forderungen erfolgt wäre. Es bleibt abzuwarten, wic sich der Reichskanzler zu der von den Gewerkschaften geforderten Wiedereinführung der Zwangswirtschaft stellen wird. 23 Mitgliedern besucht; vom Magistrat waren die Herren Bürgermeister Rohrmann und die Stadträte Kogelheide, Burgemeister u. Reinehr anwesend, das Stadtbauamt vertrat Architekt Kramer, den Schlachthof Direktor ieckerhoff. Eine Aenderung der Gebührenordnung für den Schlachthof, die eine Erhöhung der Gebühren vorsieht, wurde nach kurzer Aussprache mit Mehrheit angenommen. Herr Wilkes wünschte Sparsamkeit im Betriebe des Shlachthofes, Herr Fund bemängelte die Höhe der Gebühren für Hausschlachtungen, die Herren Krumme und Sürig forderten Befreiung von der Anerkenntnisgebühr für die Anwohner der Schwerterheide, während Herr Bürgermeister Rohrmann die Vorlage mit der ungünstigen Finanzlage der Stadt begründete. Zur Uebernahme von 750 neuen Aktien des Komm. Elektrizitätswerks„Mart“ soll bei der hiesigen Spartasse eine Anleihe von 750 000 d aufgenommen werden; weiter wurde dem Antrage des Magistrats zugestimmt, das für die BenzolAnlage am Gaswerk ausgenommene Darlehen nicht mit 2 Proz., sondern mit 5 Proz. zu tilgen. Der Ausstellung eines Bürgscheines für den Eisenbahn=Bauverein und der Bewilligung eines weiteren Kostenvorschusses an den Verein von 63000 es wurde zugestimmt, dagegen die Bewilligung von weiteren Mitteln in Höhe von 1½ Mill. 4, welche zur Fortführung der Bauten im Senningsweg notwendig sind, abgelehnt. Die Eisenbahnverwaltung will nämlich nur noch Baugelder gewähren, wenn auch die Stadt mit Mitteln einspringt. Die Stadt will sich jedoch bereit erklären, für jede freiwerdende Wohnung dem Eisenbahn=Bauverein 30000 A zu zahlen. Herr Hesse bedauert den Beschluß des Magistrats, da ja durch die geplanten Bauten der Wohnungsnot in etwa gesteuert werde. Die Arbeiten an den Bauten müßten eingestellt werden, die Eingänge zu den Häusern würden vermauert und die Häuser verfielen schließlich. Bezügl. der freiwerdenden Wohnungen stehe der Eisenbahnfiskus auf dem Standpunkt, daß diese Wohnungen zunächst den Eisenbahnern und dann dem Wohnungsamt zur Verfügung gestellt werden sollen. Herr Bürgermeister Rohrmann, betonte, daß die Vorlage mit größtem Wohlwollen geprüft sei. Die Stadt habe mindestens ein ebenso großes Interesse an den begannenen Bauten wie der Eisenbahnfiskus. Es fehle nicht an dem guten Willen, zu helfen, sondern an den Mitteln hierzu. Herr Hesse gab zu bedenken, daß von den 780 000 MA Bauabgabe ctwa, der siebente Teil auf die Eisenbahner entfalle und daß man mit diesem Betrage wohl die Verzinsung und Tilgung der angroßer Mehrheit angenommen. Dem beantragten Veitritt der Stadt Schwerte zur gemeinützigen Kreis=Bau=Gesellschaft wurde nach kurzer Aussprache zugestimmt. Die Stadt hat sich jedoch das Raht vorbehalten, die Mietabgabe nicht an die Gesellschaft abführen zu brauchen. Das Stammkapital der Gesells. stellt sich auf 21000 fl. Der Gaspreis mußte mit Rücksicht auf die gestiegenen Gestehungskosten von 8,50 auf 10 M erhöht werden. Von den Herren Schulte, Möhle und Gorholt wurde die Höhe des Gaspreises scharf bemängelt, doch wurde die Vorlage schließlich mit Mehrheit angenommen. Eine Vorlage, Beitritt des Gas= und Wasserwerkes zu dem hier bestehenden Arbeitgeververband, wurde abgelehnt. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Vereinbairung des hiesigen Arbeitgebervereins, welche die Freizügigkeit der Arbeiter sehr behindert, von verschiedenen Seiten des Hauses als gegen die guten Sitten verstoßend, einer scharfen Kritik unterzogen. Für die Anlage einer elektrischen Lichtanlage am„Freischütz“ nebst Zuleitung ist ein Kredit von 250000 angefordert. Die Pächterin des„Freischütz“ hat sich bereit erklärt, diesen Betrag mit 6 Prozent zu verzinsen und für 9 Jahre im Voraus zu entrichten, zwei Drittel der Summe sollen bereits bis zum. April 1923 gezählt werden. Die Vorlage wurde angenommen. Der Nachtrag zur Hundesteuer=Ordnung, die eine erhebliche Erhöhung der bisherigen Sätze vorsieht, wurde mit Mehrheit angenommen. Von der Anstellung eines weiteren Polizeibeamten, der seinen Wohnsitz auf der Schwerterheide haben soll, wird Abstand genommen; es soll viellmehr einer der bereits früher bewilligten beiden. Beamten auf der Heide seinen Wohnsitz nehmen. Im Prinzip wurde einer Vorlage zugestimmt, wonah für die Benutzung der Turnballe im Gymnasium durch Turnvereine und Privatpersonen Gebühren zu gunsten des Hauswarts erhoben werden sollen. Jugendpflege treibende Vereine sollen auf Antrag von der Zahlung der Gebühren befreit werden. Die Pflegesätze im Armenhause wurden für Erwachsene von 29 auf 50., für Kinder von 25 auf 35 A erhöht. Von verschiedenen Rednern des Hauses wurde der bestimmten Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Klagen über mangelhafte Verpflegung verstummen müßten. Zustimmung sand nuch die beantragte Erhöhung der Pflegesätze in den Krankenhäusern, die von 80 auf 100 M bezw. von 59 auf 62,50 KK erhöht wurden. Für die Beschaffung von Kohlen für bedürftige Kriesersamttien mit je 10 Ztr. wurde ein Betrag von 200 000 M bewilligt. Auf Antrag des Staidtv. Schulte soll dieser Betrag durch ein nfristiges Darlehen gedeckt werden. Trei Einbürgerungsgesuchen wurde ohne Aussprache stattgegeben. Es folgte sodann die Vergtung über die wichliesten Punkte der Tagesordnung. Festsetzung des ordentlichen Haushaltsplanes für 1922, Beschiußfassung über die Aufbring= ung des Gemeindefehlbetrages und Genehmigung der neuen — Gewerbesteuer Ordnung. Herr Bürgermeister Rohrmann gab zu dem ushaltsplan folgende Uebersicht: Der HausAtsplan wird Ihnen sehr spät vorgelegt. Die brlage konnte nicht früher erfolgen, weil die muptunterlagen fehlten. Auch heute fehlen sie Teil noch, auch heute wissen wir noch nicht, #e hoch die Zuwendungen sind, welche die Stadt As der Reichseinkommensteuer und KörperschaftsZuer zu beanspruchen hat. Das erschwert die AufAllung des Haushaltsplans außerordentlich. Es Immt hinzu, daß die Ausgaben jetzt fünf MoRite nach Beginn des Rechnungsjahres schon der####t gestiegen sind, daß alle Ansätze überholt sind. An aber der Kasse eine Grundlage für ihre weire Arbeit zu geben, muß der Haushaltsplan doch Bidlich verabschiedet werden. Die Einnahmen sind vom Magistrat und Um Finanzausschuß eingehend geprüft. In dem #streben, den durch Steuern zu deckenden Betrag vermindern und dementsprechend die SteuerEhler zu entlasten, sind bei den Einnahmen in unzelnen Fällen höhere Beträge in den HausKltsplan eingesetzt, so insbesondere bei dem AnZil, welchen die Stadt aus der Warenumsatzsteuer #hält, ferner sind die Einkünfte aus der LustbarZitssteuer und der Hundesteuer erhöht und endlich als erhöhter Anteil an der Reichseinkommenuer der erhevliche Rehrbetrag von 1 550 000 M schträglich eingesetzt. Dies ist geschehen in der Arwartung, daß die in dem Ministerialerlaß vom 1. Juli 1922 in Aussicht gestellten erhöhten Steuerkteile, das heißt 180 vom Hundert des SteueraufOmmens aus dem Jahre 1919 auch tatsächlich für 20, 1921 und 1922 an die Stadt gezahlt werden. Auch die Ausgaben sind sorgfältig geprüft, ee e e! Perden, da feststeht, daß die vorgesehenen Ausaben schon jetzt nach Ablauf von 5 Monaten seit beginn des Rechnungsjahres infolge der immer Reigenden Teuerung auf allen Gebieten weit über#olg ind. Der Ihnen vorliegende Haushaltsplan schließt Einnahme und Ausgabe mit der Summe von ##6 705 149.34 M ab. Im Vorjahre betrugen, die Ausgaben nur 4 763 258,80 AAssie haben sich also um ### 941 890.54 u erhöht. In der Hauptsache sind iese Mehrausgaben entstanden: sotzen dieses Betrags von den Gesamtausgaben bleiben ungedeckt rund 13 140000 M. Diese Summe soll aufgebracht werden wie folgt: Grunderwerbsteuer 10.000 MA, Wertzuwachssteuer 60000 M. Lustbarkeitsteuer 125000 K. Hundesteuer 40000 M. Schankkonzessionssteuer 10.000 K. Wanderlagersteuer 400 M, Anteil an der Reichseinkommensteuer 3550.000 M. Anteil an der Reichsumsatzsteuer 1 250000 M. Betriebssteuer 1500 v, Hundert= 22 500 K, Grundsteuer 5000 v. H. 110000 M. Geoäudesteuer 1500 v. H. 510000 M., Gewerbesteuer nach der Gewerbesteuer=Ordnung 7422 113 M. zusammen 13 140 013 K. Diese Sumrichnungen ermittell. Wenn die Veräge einiom= vie 50000 J 0.45 Proz, bis 60000 Jk 055 Proz, di: Ausaaben, soweit sie jetz 1 bis 70 000 Jll 0.65 Proz., bis 80 000 4K 0,75 Proz., Die Magistratsvorlage bezügl. der Steuerordnung, die bei einem Ertrage bis zu 10000 A eine Steuer von 0,7 Prozent vorsah, die bis 3.75 Proz. stieg bei einem Ertrage über 3 Mill. M. fand jedoch im Kollegium wenig Gegenliebe, es wurde vielmehr nach langer, eingehender Aussprache, an der sich die Herren Cloidt, Schulte, Brand, Scharfe, Duisberg, Willes und Bürgermeister Rohrmann beteiligten, ein Antrag Cloidt mit überwiegender Mehrheit angenommen, der eine Staffelung der Steuersätze auf folgender Grundlage vorsieht: Bei einem Ertrage bis 30000 MK 0.25 Proz., bis 40000 K 0,35 Proz., 1. Auf dem Gebiete der allgemeinen Verwaling durch Gehälter und Löhne. Es sind für 1922 ingesetzt 2672 724,23 c gegen 929 789.20 M im korjahre, also mehr 1 742 935,03 M. 2. Auf dem Gebiete des Sicherheitswesens(PoFizei) sind für 1922 angesetzt 823 762,34 u gegen 88 815.40 MA im Vorjahre, also mehr 484 946,94 M. 3. Auf dem Gebiete des Bauwesens einschl. zege für 1922 2 746 675,20 c gegen 753 718 A im sorjahre, also mehr 1 992 957,20 K. 4. Auf dem Gebiete des Schulwesens für 1922 159 722,83 u gegen 815 756,85 4 im Vorjahre, lso mehr 2343 965,.98 M. An Kreiss euern für 1922 2559000 A gegen 64 850 M im Vorjahre, also mehr 1 725.050 c. 6. Für unvorhergesehene Ausgaben infolge der Steigenden Teucrung 4508 369,75 KK gegen 904045 im Vorjahre, also mehr 3604324 K. Die Gesamtausgaben betragen fast das Vierfache im Vergleich zum Vorjahre, leider muß dait gerechnet werden, daß die Ansätze nicht auszumal jetzt schon einige Titel erschöpft sind. Von den Gesamtausgaben 16 705 149 4 sind innahmen, welche nicht aus Steuern wie die aus Grundvermögen entEstehenden Einnahmen, sowie die staatlichen BeiBülfen zur Beamtenbesoldung und weiter auch die eberschüsse aus den Gas=, Wasser= und ElektriziRätswerken und dergleichen. Diese besonderen Einahmen belaufen sich auf 3565000 M. Beim Abmen, so können wir die Ausgaben, sowen sie jepzt zu übersehen sind, ungefähr decken. Auf Grund der Beschlüsse des Magistrats und des Finanzausschusses empfehle ich die Annahme des Haushaltsplans und auch die Aufbringung des durch Steuern zu deckenden Betrages in der vorgeschlagenen Weise. Nachdem die Haupteinnahmequelle, die Eintommensteuer, für die Gemeinden fortgefallen ist, bleibt ihnen neven den geringfügigen besonderen Steuern lediglich die Gewerbesteuer. Um die übermäßige Belastung der Kleingewerbe insbesondere der Handwerker zu vermeiden, ist eine besondere Gewerbesteuer=Ordnung zu erlassen. Nach eingehenden Verhandlungen im Magistrat und Finanzausschuß und nach Anhörung der Vertreter des Kleingewerbes und Handwerker, des Handels und der Industrie ist jetzt endlich ein Entwurf zustande gekommen, welchem die Vertreter des Handels und der Industrie zugestimmt, während die Vertreter der Handwerker sich ablehnend verhalten haben. Trotzdem in diesem Entwurf die Großbetriebe ungefähr 3/3 des durch Gewerbesteuer zu deckenden Betrages aufzubringen hatten und auf die mittleren und kleinen Betriebe einschl. des Handwerks nur ½ entfiel, ist nachträglich noch eine Entlastung der Kleinvetriebe und Belastung der Großbetriebe vom Magistrat und Finanzausschuß beschlossen. Die Erwartung, daß sich mit diesem abgeänderten Entwurf nun auch die gewerblichen Kleinbetriebe einverstanden erklären würden, hat sich nicht erfüllt; denn es ist mir gestern bereits ein neuer Vorschlag von dieser Gruppe überreicht. Wir haben uns zunächst nur mit der Magistratsvorlage zu beschäftigen und ich möchte über die Steuerordnung kurz folgendes ausführen: vis 100000 K 0,85 Proz., bis 130000 0 0,95 Proz., bis 160 000 0 1,0 Proz., bis 200000 M 1,1 Proz. und steigt bei einem Ertrage über 2000000 A auf 3,0 Proz. Bei diesem Vorschlage stellen sich die Grundzahlen auf 398 662 M, der Fehlbetrag in Höhe von 7422 113 M ist danach durch einen Zuschlag von 1900 Prozent zu decken. Gogen die beantragte Erhöhung der Entschädigung für die Bürobeamten Brüggemann, Tillmann und Schmidt wurden keinerlei Einwendungen erhoben, desgleichen nicht gegen die Bewilligung einer Dienstaufwandsentschädigung für den Vollziehungsbeamten Heimbeck und gegen die Erhöhung der Bezüge des städt. Desinfektors. des Fnuig von ven Se ####bzusetzen die Ein #####erzielt werden, n Es werden drei Maßstäbe vorgesehen, nach welchen die Gewerbesteuer erhoben wird, 1. nach dem Ertrage, 2. nach der Kopfzahl der Arbeiter und Angestellten, 3. nach den staatlich veranlagten Gewerbesteuersätzen. Einem Steuerpflichtigen gegenüber kann immer nur ein Maßstab Anwendung finden und zwar derjenige, welcher die höchste steuersumme ergibt. Die Veranlagung erfolgt wie sonst durch den Magistrat, der jedoch zweckmäßigerweise die Vorarbeiten dem Steuerausschuß überträgt. Nach dem vorliegenden Entwurf werden an Gewerbesteuer aufgebracht im Ganzen 7519890 K. Es sind beteiligt drei größere Werke mit 5 116884 M. 16 mittlere Betriebe mit 584024 U und 485 kleinere Betriebe mit 1818 982(. Zu den letzteren sind gerechnet, alle Betriebe, deren Ertrag unter 100000 M bleibt. Unter den 485 kleineren Betrieben befinden sich 378 handwerksmäßige Betriebe. Diese letzteren(378) bringen im Ganzen rund 700000 M auf. Sowohl im Magistrat wie auch im Finanzausschuß ist großer Wert darauf gelegt, die Steuerlasten auf breitere Schultern zu legen und die kleineren Betriebe zu entlasten. Das ist in reichlichem Maße geschehen, wie aus den Angaben ersichtlich ist. Ob unter diesen Umständen eine weitere Entlastung der kleineren Betriebe möglich und ratsam ist, scheint mir zweifelhaft zu sein.“ Stadt und Land. Schwerte, 25. August. Erinnerungen. 474 Untergang des weströmischen Reiches. 1758 Schlacht bei Zorndorf, Sieg Friedrichs Großen über die Russen. 1822 Der Astronom Herschel gestorben. 1840 Der Dichter Karl Immermann gestorben. 1900 Der Philosoph Friedr. Nietzsche gestorben. 1921 Der Parlamentarier Erzberger ermordet. ** Staatliche Anerkennung für Gesangvereine. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst u Volksbildung hat als staatliche Anerkennungen für Gesangvereine drei künstlerische Gedenkblätter gestiftet, die an Männer=, Frauen= und gemischte G.sangvereine auf Antrag aus Anlaß des 50=, 75= u. 100jährigen Vereinsjubiläums verliehen werden. Gesangvereine, die seit dem 11. Juni 1921 eines dieser drei Jubiläen gefeiert haben, können auf Antrag die Gedenkblätter nachträglich verliehen werden. Mit dieser Regelung ist ein seit langer Zeit gehegter Wunsch der in Betracht kommenden Kreise in Erfüllung gegangen. Voraussetzung für die Verleihung ist, daß der Verein sich in jahrelanger ernster und erfolgreicher Arbeit überwiegend der Pflege des Chorgesanges und des deutschen Volksliedes gewidmet hat. Anträge der Vereine sind bei den Ortsbehörden zu stellen. ** Das Schwerter Doppel=Quartett gibt am Sonntag unter Leitung seines bewährten Dirigenten Herrn W. Peters ein Konzert am„Freischütz" unter Mitwirkung des Quartett=Vereins HagenDelstern; als Solist(Bariton) wird sich der Dirigent des konzertgebenden Vereins betätigen. Das Programm beider Vereine ist ein sehr vielseitiges und sieht eine reiche Auswahl aus den besten Werken unserer Männerchor=Literatur vor. So singt das hiesige Doppel=Quartett, dessen Leistungsfähigkeit allseitig bekannt ist, u. a. den großen Chor„Ostermorgen“ von Courvoisier, die„Waldquelle“ von Baumann,„Du mein Leben" von Jüngst,„Da, wo am Bach die Weiden stehn" von Zerbka; besonderes Interesse dürfte der aufgegebene 14 Tage=Chor vom Gesangwettstreit in Wetter„Westfalenart“ von Wildt beanspruchen dürfen. Der Gast=Verein wird u. a. Curtis großes Chorwerk„Hoch empor“ und Lachners„Hymne an die Musik“ zum Vortrag bringen, während Herr Peters mit dem Prolog aus dem Bajazzo und Mattinata von Leoncavallo und Liedern von Curschmann und Necke auf dem Programm steht. Die Begleitung am Flügel hat Herr Fr. Peters übernommen. Ein Besuch des Konzerts, welches sehr genußreich zu werden verspricht, ist nur zu empfehlen. ** Ein Wagen Zeitungspapier 280 000 M. Die Hoffnungen auf schnelle, teilweise Hilfe, welche die deutsche Verlegerschaft auf das endlich zustande gekommene Gesetz zur Linderung der Not im Zeitungsgewerbe setzte, müssen als gescheitert angesehen werden. Dagegen ist abermals der Papierpreis gewaltig in die Höhe geschnellt. Der Wagen Zeitungspapier, dessen Preis von rund 2000 A im Frieden allmählich auf 100000 M im Juli 1922 gestiegen war, kostet ab 1. August rund 280000 K. also eine Steigerung um das 140fache. ** Ein Sommernachts Fest veranstaltet die Schwerter Sportvereinigung 06 am morgigen Samstag abend in den Gartenanlagen und sämtlichen Räumen des Hotels„Zur Post“ Quadbeck). Das Programm sieht Konzert(Frl. Schnapp, Ruhrtaler, Kapelle Heines, Verlosung u. Tanz vor. Hoffentlich ist das Wetter der Veranstaltung recht günstig gesinnt, damit die Feier im Garten, für den eine prächtige Beleuchtung vorgesehen ist, abgehalten werden kann. ** 10 Gebote für jugendliche Wanderer. 1. Kleidet euch anständig und vermeidet alles Auffällige und Geschmacklose an eurer Kleidung. 2. Meidet unterwegs Alkohol und Tabak, trinkt dugegen reines Wasser aus Bächen und Quellen oder andere alkoholfreie Getränke. 3. Meidet verbotene Wege, Schonungen, ungemähte Wiesen, bebaute Ackerflächen. 4. Bekritzelt und beschmutzt nicht Bäume, Tische und Bänke, schont die Wegweiser, entfernt oder versetzt nicht die Wegebezeichnungen, laßt kein Papier oder sonstige Abfälle auf Ruheplätzen liegen. 5. Seid im Wald vorsichtig mit Feuer. 6. Pflückt und rupft nicht unnütz und massenhaft Blumen, Zweige, Aehren, Feld= und Obstfrüchte ab oder aus. 7. Hetzt kein Wild oder harmlose Tiere, schlagt nicht nach ihnen, quält sie nicht unnötig. 8. Lärmt und tobt und schreit nicht ungebührlich unterwegs, wo ihr euch niederlaßt oder einkehrt; singt anständige Lieder und keine Gassenhauer oder Zotenlieder. 9. Seid höflich und freundlich gegen die Landbewohner und verhöhnt sie nicht mit spöttischen Redensarten. 16. Verhaltet euch gesittet und anständig da, wo ihr einkehrt oder übernachtet; betrinkt euch nicht, sondern geht früh zu Bett und steht früh wieder auf. ** Obst an überhängenden Aesten. Es wird häufig gefragt, ob man die Aepfel usw. vom Nachbargrundstück herüberhängenden Aesten pflücken u. behalten darf. Nach§§ 910 und 911 des bürgerl. Gesetzbuches kann der Eigentümer eines Grundstückes Zweige, die von einem Nachbargrundstück herüberragen, abschneiden und behalten, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstückes eine angemessene Frist zur Beseitigung bestimmt hat und die Beseitigung nicht innerhalb der Frist erfolgt. Früchte, die von einem Baume oder einem Strauche auf ein Nachbargrundstück hinüberfallen, gelten als Früchte dieses Grundstückes, wenn es nicht dem öffentlichen Gebrauche dient. ** Holzen, 25. August. Wohltätigkeitsfest. Die vorjährige Feier der Gemeinde Holzen zum Besten der Ortsarmen hat derartigen Anklang in allen Kreisen der Bürgerschaft gefunden, daß der Wunsch nach einer Wiederholung derselben immer lauter wurde. Ein Festausschuß hat daher wiederum umfangreiche Vorbereitungen für eine derartige Feier getroffen, die jetzt am morgigen Samstag und Sonntag in den RäumlichkeiArt läßt nicht von Art. Roman von H. Hill. 14](Nachdruck verboten.) „Das mag berechtigt sein, soweit es sich nur um Sie selbst handelt, Herr Graf; aber Sie können in Ihrer Duldsamkeit und in Ihrer selbstquälerischen Rücksichtnahme auf die Vorkommnisse der Vergangenheit doch wohl unmöglich so weit gehen, auch Unschuldige darunter leiden zu lassen. Ich bin jedenfalls nicht gesonnen, so skandalösen Vorgängen als ein müßiger Zuschauer zuzusehen.“ „Ah, das klingt ja beinahe wie eine Drohung.“ „Das Wort ist nicht glücklich gewählt; aber wenn Sie es durchaus dafür ansehen wollen, so widerspreche ich nicht. Denn darauf kommt es nicht an. Ich bitte Sie nur auf das dringendste, den jungen Grafen zu einer Abbitte zu veranlassen, die er dem Doktor Odemar unbedingt schuldig ist.“ „Und wenn ich es ablehnen müßte, Ihnen etwas Derartiges zu versprechen.... m. 4-ten meinerleits 9“. 8. „Dann würde ich dem Beleidigten meinersells die Genugtuung verschaffen, die er beanspruchen darf.“ „Auf welche Art, wenn ich fragen darf?“ „Dadurch, daß ich ihn über die wirklichen Qualitäten des Beleidigers aufkläre und ihm begreiflich mache, daß ein Mensch, den man bei einem Einbruchsversuch ertappt hat, seiner Ehre überhaupt nicht zu nahe treten kann.“ „Ist das Ihr Ernst, Herr Major?“ „Mein voller Ernst. Ich würde die Notwendigkeit zu einem solchen Vorgehen auf das tiefste beklagen; aber meine Begriffe von Kavaliersehre würden mich dazu zwingen.“ „Und bis wann müßte ich Ihrem Wunsche entsprochen haben, um zu verhindern, daß Sie diesen— diesen heroischen Entschluß ausführen?“ „Während der nächsten achtundvierzig Stunden werde ich nichts unternehmen. Ich denke, das ist für Ihren Sohn Zeit genug, zur Einsicht zu gelangen— oder für Sie, ihn zur Einsicht zu bringen.“ Der Graf starrte schweigend vor sich hin, aber als er dann nach einer Weile die Augen erhob, mußte er zu seinem Erstaunen wahrnehmen, daß der Besucher ihn bereits verlassen hatte. Dieser geräuschlose Abgang ohne jede Verabschiedung war wohl der beste Beweis dafür, daß es diesem sonderbar verwandelten Herrn voller Ernst gewesen war mit seiner Drohung. Graf Rüdiger stand auf und reckte seine mächtige Gestalt, wie wenn er sich damit gewaltsam aus seiner Niedergeschlagenheit emporreißen wollte. Dann streckte er die Hand aus, um sich eine letzte Zigarette für den Weg ins Schlafzimmer anzuzünden. Aber er kam noch nicht dazu, die Ruhe zu suchen; denn abermals, und diesmal ohne vorheriges Anklopfen, wurde die Tür des Zimmers geöffnet, und der junge Graf erschien auf der Schwelle. Sein Gesicht sah gedunsen und gerötet aus wie das eines Berauschten, aber seine Haltung war sicher, und auch die Sprache hatte er noch vollkommen in seiner Gewalt. Der alte Herr hatte Mühe gehabt, den Widerwillen zu verbergen, der beim Anblick des jungen Menschen in ihm aufgestiegen war; aber er nahm es bitter ernst mit dem Vorsatz, durch geduldiges Ertragen des Unabwendbaren die Verirrungen seiner heißblütigen Jugend zu büßen und zwang sich darum zu einer ruhig freundlichen Anrede. „Ich war eben im Begriff, mich zu Bett zu begeben, mein Sohn; aber wenn es etwas Wichtiges oder Eiliges sein sollte, was du mir mitzuteilen hast, bin ich gern zu deiner Verfügung.“ „Ja— ich halte es wenigstens für wichtig und für eilig. Es handelt sich um Edith. Ich habe sie an diesem Abend beobachtet, wie sie mit dem Burschen, dem Federfuchser Odemar, oder wie er sonst heißen mag, auf den einsamsten Wegen des Parkes spazieren ging. Wohlgemerkt: nach Eintritt der Dunkelheit! Es war mir sogar, als od ich gehört hätte, wie er sie küßte. Ich will nicht darauf schwören, aber ich halte es für beinahe sicher. Du wirst ohne Zweifel gleich mir der Meinung sein, daß es höchste Zeit ist, diesem Roman ein Ende zu machen. Und ich bin einigermaßen erstaunt, daß es nicht schon längst geschehen ist. Jedenfalls habe ich dem ehrenwerten Herrn kein Geheimnis daraus gemacht, wie ich über ihn denke.“ „Du erwartest also, daß ich dem Doktor Odemar das Haus verbiete, und daß ich ihm bedeute, sein Verkehr mit meiner Tochter müsse ein Ende haben?“ „Jawohl, das ist es, was ich als etwas Selbstverständliches erwarte. Ich habe natürlich kein Recht, dir irgendwelche Vorschriften zu machen. Aber wenn ich das morgige Fest als mir zu Ehren veranstaltet ansehen soll, habe ich wohl auch das Recht, gegen die Anwesenheit eines Gastes zu protestieren, dem ich unter keinen Umständen zu begegnen wünsche. Da er trotz unserr beutigen Auseinandersetzung möglicherweise die Dreistigkeit cätte, zu kommen, wird es nötig sein, ihn durch ein Billett, das er schon morgen früh erhält, darüber aufzuklären, daß seine Anwesenheit weder morgen noch an irgendeinem anderen Tage erwünscht ist.“ Das Gesicht des alten Grafen hatte sich immer mehr verfinstert. „Ich möchte beinahe wünschen, daß ich dich in jener Nacht dein Werk an meinem Geldschrank ungehindert hätte vollenden lassen,“ sagte er mit hervorbrechender Bitterkeit. „Jedenfalls hast du ein erstaunliches Talent, mich in die peinlichsten Situationen zu bringen. Weißt du auch, daß dein Oheim, der Major Brandenfels, soeben hier bei mir war, um sich in sehr scharfen Worten über dich zu beklagen und um darauf zu bestehen, daß du den Doktor Odemar wegen der Szene von heute abend in aller Form um Entschuldigung bittest? Du solltest dich verpflichten, Edith hinfort in Ruhe zu lassen und dich weder um ihr Verhalten noch um ihre Bekanntschaften zu kümmern.“ Es war nicht zu erkennen, welch. Wirkung diese Mitteilung auf den jungen Grafen hervorbrachte. Erst hatte es allerdings so ausgesehen, als ob ihm ein heftiges Wort auf den Lippen läge; dann aber besann er sich jedenfalls anders und fragte auffallend ruhig: „Du sagst, er hätte darauf bestanden?“ „Ja. Und er verstieg sich sogar bis zu einer Drohung, die allem Anschein nach techt ernsthaft gemeint war.“ „Zu welcher Drohung, Papa?“ (Fortsetzung folgt.) des Herrn Hosang stattfinden soll. Mit der##n soll die Austragung der ReichsjugendwettLse verbunden werden. Alle Vereine unserer keinde haben sich in den Dienst der guten gestellt, so daß den Gästen ein äußerst reichEges Programm dargeboten werden kann. Für * Eingesessenen muß daher die Parole lauten zum Wohltätigkeits=Fest!" Der Festausschuß Bet auch auf starken Besuch der NachbargeEiden. Aus den Provinzen. örde, 24. August. Eine gefährliche BeAntschaft. Gestohlen wurden einem Manne, In einem hiesigen Hotel die Bekanntschaft einer Ane“ gemacht hatte, eine Brieftasche mit 25.000 ###. 3 Wechsel über 61000 Mark und 2 Ringe. Sportmund, 24. August. Die Mutter anSchossen. Durch unvorsichtiges Hantieren Seinem Revolver schoß ein Arbeiter aus der ##tenstraße seine Mutter in den Unterschenkel. vor Strafe wollte er sich dadurch die #ader öffnen, daß er mit den Armen in eine ##erscheibe schlug und sich hierdurch mehrere #ittwunden beibrachte. Auf der Polizeistation #urde ihm ein Notverband angelegt. Die Mutter S#e mittels Krankenwagens dem Luisenhospital tortmuns, 24. August. Raubüberfall. #päten Abendstunden wurde ein Dortmunder Einann in unmittelbarer Nähe der Emscher= nie von 6 bis 7 jungen Leuten überfallen uno n schwarzledernen Brieftasche mit 1100 M Inund eines braunen Naturspazierstockes be##. Zwei der Räuber hielten dem Ueberfallenen ###ände fest, während die anderen Burschen ihm Stock und die Brieftasche entrissen. Die Ver##er sind nachher verschwunden. ###achrodt, 24. August. Gasvergiftung. ##schwerer Unglücksfall ereignete sich Sonntag im Betriebe des hiesigen Werkes„Phönix", ##g. Westf. Union. Wie gemeldet wird, wollten Arbeiter, welche als Gasstocher an den sogen. ###eratoren beschäftigt sind, nach beendigter S#ci noch Reinigungsarbeiten in den GaskaAn vornehmen. Der Arbeiter Ang. Urban wur#abei durch giftige Gase ohnmächtig und brach Hmmmen. Dem Arbeiter Ernst, welcher seinem legen Hilfe bringen wollte, passierte das gleiche, ##nfalls dem Aufseher Menne, welcher vorber noch Hilferuf ausstoßen konnte. Die sofort angelien Wiederbelebungsversuche hatten bei Menne Ernst Erfolg, während der Arbeiter Urban on dem Tode verfallen war. Wetter, 24. August. Tödlich abgestür:t. Arbeiter Karl Braune von hier war bei einem Abau mit einem Hilfsarbeiter damit beschäftigt, Reichsjugendwettkämpfe am 27. Rugust Aauf dem städtischen Sportplatz in Schwerte. die Reichsjugendkämpfe sollen für die ganze #iche Jugend eine Anregung sein, ihre Kräfte Leibesübungen zu messen und zu heben. Sie Simsleisten am Erker zu befestigen. Er hatte sich zu diesem Zweck ein Hilfsgerüst angebracht. Dieses zerbrach jedoch plötzlich an einer Stelle und Braune stürzte vom dritten Stockwerk in die Tiefe. Unten schlug er mit der Stirn auf angefahrene Schlacken und war sofort tot. Werl, 24. August. Ein Hunderjähriger Franz Düsener von Siederingen wurde 100 Jahle alt. Der alte Herr, der noch vor kurzem eine Lungenentzündung gut überstanden hat, ist in rüstiger Unermüdlichkeit auf dem Felde tätig. Büren, 24. August. Totschlagameigenen Bruder. Zwei junge Leute, Brüder, aus Hegensdorf hatten mit einer Anzahl anderer im benachbarten Leiberg eine Wirtschaft besucht, wobes zu Wortstreitigkeiten kam. Einer von den Ersterwähnten drohte dabei mit einem kleinen Taschenmesser. Als sein um ein Jahr jüngerer 17jähriger Bruder ihn zur Ruhe mahnte, stach der Angetrunkene auf diesen ein und traf dabei das Herz, so daß der Unglückliche in einigen Minuten an Verblutung starb. Barmen, 24. August. Aufsehenerregende Verhaftung. Unter dem dringenden Verdachte der Beteiligung an der Fälschung brasiliischer Noten wurde der Direktor Meyer verhaftet. Er soll Werkzeuge und Maschinen zur Herstellung der Falschscheine geliefert haben. In die Angelegenheit sollen noch andere angesehene Persönlichkeiten verwickelt sein. Höhscheid, 24. August. Im Schlamm er stickt. Beim Schließen des Wehres am Obergraben des Ohligskottens stürzte der 20jährige Schleifer Jakobs topfüber in den Kottenteich, er blieb im Schlamme stecken und erstickte. Düsseldorf, 24. August. Eine Ueberra schung. Ein Wirt, der sein 25jähriges Berufsjubiläum beging, bereitete aus diesem Anlaß seinen Gästen eine Ueberraschung. Er verabfolgte ihnen Getränte=usw. zu Vorkriegszeitpreisen, ein großes Glas Bier zu 15§, einen Korn zu 5 S, eine Zigarte zu 6 S. Das Bezahlen brachte große Schwierigkeit, da niemand das nötige Kleingeld in der Tasche hatte: Man kann sich lebhaft vorstellen, daß die Anerkennung groß war. Schade. daß das Jubiläum nicht allgemein bekannt war; es wäre sonst sicher an dem Tage noch mancher Düsseldorfer zu dem Gasthaus gepilgert. Oberhausen, 24. August. Das Ende eines jugendlichen Verbrechers. Die Tavak= firma Sulzbacher& Wally im Knappenviertel wur de in der letzten Zeit wiederholt arg bestohlen. Wiederholt war die Schaufensterrollade hoch gehoven und aus der Auslage Tabak, Zigarren usw. von bedeutendem Werte geraubt worden. Als einer der Haupttäter ist von der Kriminalpolizei ein 17= jähriger Bursche Hermann D. von hier ermittelt worden, der sich aber durch die Flucht der FestHänden, Vorschwung, Kreuzen nahme entziehen konnte. In einer der letzten Nächte ist nun D. auf dem Fußsteig vor dem genannten Geschäft tot liegend gefunden worden. Bei dem Versuch, die Rollade hochzuheben, entlud sich die Selbstschußvorrichtung, die die Firma hatte anbringen lassen, und das Geschoß drang dem EinLrecher in die Brust, so daß der Tod sofort eingetreten sein muß. Siegen, 24. August. Neun Gebäude eingeäschert. In dem benachbarten Burbach sind durch ein Großfeuer 4 Wohnhäuser und 5 Wir:schaftsgebäude niedergebrannt. Der hiesigen Feuerwehr und mehreren auswärtigen Wehren gelang es, das Uebergreifen des Feuers vom mittleren Dorf abzuhalten. Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. Das Getreide ist noch nicht eingebracht, sonst wäre der Schaden noch weit größer. Warstein, 24. August. Zwei Arbeiter durch Ueberfahren getötet. Von einem Personen=Auto wurden zwei Arbeiter überfahren und so schwer verletzt, daß sie bald nachher gestorben sind. Ibbenbüren, 24. August. Der Onkel aus Amerika. Bei einer hiesigen Witwe erbat dieser Tage ein unbekannter Herr Unterkunft. Er wurde abgewiesen, weil kein Raum zur Verfügung stand.„Wenn ich nun mal Ihr Bruder wäre, der vor 39 Jahren nach Amerika ausgewandert ist u. von dem Sie seitdem nichts gehört haben- bekäme ich dann ein Zimmer?" meinte er.„Wie, mein Bruder?" Und wirklich, er war es, der Bruder und„Onkel“ aus Amerika, aus dem Dollarlande, den man längst totgeglaubt hatte. Das war ein fröhliches Wiedersehen. Tchie Srahinieirungen. Besetzung des Ruhrgebietes. TU. Haag, 25. 8. Nach einer Mitteilung des Manchester Guardian=Korrespondenten in Berlin hat Sir John Bradbury während der dortigen Verhandlungen zwischen den Reparat.=Delegierten und der Reichsregierung die Möglichkeit einer Ruhrbesetzung zum Ausdruck gebracht. Von zuverlässiger Stelle wird mitgeteilt, daß England keine Maßnahmen treffen würde, um die Besetzung der Ruhrgebietes zu verhindern. Kein Abbruch der Berliner Verhandlungen. TU. Berlin, 25. 8. Wie die Telunion hört, sind die von gewisser Seite verbreiteten Nachrichten über den Abbruch der Reparations=Verhandlungen unzutreffend und damit zugleich die Behauptung über die bereits erfolgte Abreise der ReparationsDelegierten. Die Herren Bradbury und Mauc leure befinden sich nach wie vor in der Reichsehauptstadt, und werden an der angesetzten FreitagVersammlung über das Reparations=Problem Schutzmaßnahmen gegen den Ausverkauf Deutschlaude. TU. Dresden, 24. August. Zur Verhinderung des Ausverkaufes Deutschlands sind jetzt auch in Sachsen außerordentlich scharfe Maßnahmen getroffen worden. Der Dresdener Hauptbahnhof wird von einer ganzen Anzahl verkleideter Beamten bewacht. Vor allem sind an der sächsisch=böhmischen Grenze auf beiden Seiten alle Wachen bedeutend verstärkt worden, namentlich die geheimen Grenzkontrollbeamten. Ungeheure Steigerung der Viehpreise. TU. München, 25. August. Eine ungeheuere Viehpreissteigerung hat auf dem Münchener Viehmarkt eingesetzt. Großvieh wurde bis zu 5 M., Schweine bis zu 10 M. und Kälber bis zu 14 M. per Pfund Lebendgewicht höher gegen den letzten Marksatz bezahlt. Wiedereinführung von Ueberschichten. Berlin, 25. Aug. Im Reichsarbeitsministerium fanden gestern unter dem Vorsitze des Reichsarbeitsministers Verhandlungen über die von den Vergarbeitern geforderte Lohnerhöhung statt. Man tam zu einer Einigung. In Würdigung der außenpolitischen Lage und der volkswirtschaftlichen Bedürfnisse Deutschlands vereinbarten die Parteien ferner, daß die Bergleute des Ruhrgebiets ab 1. Septem ber bis auf weiteres an drei Tagen der Woche im Anschluß an die regelmäßige Schicht je zwei Stunden verfahren werden. Die Bergleute er halten für diese Ueberarbeit einen Lohnzuschlag von 50 Prozent. Dieser Lohnzuschlag wird nicht durch Erhöhung der Kohlenpreise gedeckt sein. Im übrigen sollen die Organe der Kohlenwirtschaft am 30. August über Preiserhöhungen beschließen, die durch die Lohnerdöhung notwendig werden. Wettkämpfe und finden im Laufe des Soms an zahlreichen Orten nach den Richtlinien Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen statt. Für die Sieger und gerinnen werden vom Deutschen Reichsausschuß #renurkunden gestiftet, als weitere Auszeichnunsollen nach Möglichkeit Kränze gegeben iden. Die Durchführung der Reichsjugendkämpfe #schieht für Schwerte und Umgegend(etwa enter Westhofen und Ergste und Teile vom Ereise Hamm) durch den Rasensportvervand für #hwerte und Umgegend und die Arbeitsgemein#aft der D. J.=Vereine von Schwerte und Umgend. Uebungen für Knaben: 1. Altersklasse Jahrgang 1909 und 1908. Vierkampf: 100 Meter Lauf: 19 Sek.=0 Punkte, je V Sek. weniger= 1 Punkt, 15 Sek.— 20 Punkte. Reitsprung: 2,80 Meter= O P., je 5 Zenneter mehr= 1 P., 3,80 Meter= 20 P. Schlagballwurf: 25 Meter= 0 P., je Neter mehr= 1 P., 45 Meter= 20 P. Fkeiübung: aus den allgemeinen Freibungen. 2. Altersklasse Jahrgang 1907 und 1906. Siebenkamrf: 100 Meter==Lauf: 17 7/ Sek.= 0 P., 8 Sel.= 20 pochsprung: 0,85 Meter= 0 P., 1,35 Me= 20 P. Schlagballwurf: 30 Meter= 0 P., 60 eter= 20 P. Freiübung: aus den Aibungen. Geräteübungen: neck: Höhe der Reckstange 170 Zentimeter. Aus ern Seitstand vorlings mit Ristgriff, KnieaufWbung linte vorw. neben der Uünken Hand, KuleVin Perng, rückwärts, Zurückspreizen, Vorsenken #den Sturzhang, Zwischensprung. Felgaufettähung und sofort Felgumschwung rückwärts, Unterschwung. derren: Höhe des Barrens 120 Zentimeter. ns dem Außenquerstande vorlings Sprung in den der Beine und Ueberspreizen rechts vor der linken Hand, Schraubenspreizen links vorw. mit einer halben Drehung rechts durch die Holmengasse in den Außenquersitz vor der rechten Hand, Ein= und Rückschwung in den Querliegestütz vorlings, Zwischenschwung und Wende links. Pferd:(für Nichtschwimmer.) Das Pferd ist mit Pauschen versehen; Höhe des Pferderückens 115 Zentimeter. Ohne Benutzung des Sprungbrettes. Aus dem Seitsrand vorlings mit Griff auf den Pauschen, Wende links mit einer viertel Drehung rechts in den Hockstand mit Griff auf den Pauschen(Zwischensprung) und sofort Flanke links. Schwimmen:(Für Schwimmer anstelle der Pferdübung) 50 Meter. 3. Altersklasse Jahrgang 1905 und 1904. Siebenkampf: 100 Meter=Lauf: 16 3/8 Sek.= 0 P., 12% Sek.= 20 P. 3.50 Meter= 0 P., 5.50 reilnehmen, ken in den Stütz rückl., Flantenschwung l. rückw. in den Stütz vorl., Zwischensprung und Wender. Schwimmen.(Für Schwimmer anstelle der Pferdeübung) 50 Meter. Ein spätes Hölz=Oper. Berlin, 25. Aug. Als Opfer der Hölz'schen Landen stard jetzt 36jährig Dr. Arno Schneider, lut Lok.=Anz., in Wernigerode. Dr. Schneider wurde seinerseit von Hölz'schen Banden als Gei sel mitgeschleppt und erhielt in einem Gefecht Verletzungen, von denen er sich nicht wieder erholte. Man wird am Grave dieses Opfers Hölz erinnern müssen, daß er sich in seinem Gefängnis für„nicht standesgemäß untergebracht" erklärt und die Aufmerksamleit erst dieser Tage durch eine mißglückte Hungerkur auf sich lenkte. Neuer Rekord im Segelflug. Gersfeld, 24. Aug. Der Rhönflugwettbewerb endete heute mit einem mehr als dreistündigen Fluge Hentzens(Hannover). Hentzen stellte damit einen neuen Rekord im motorlosen Segelflug auf. l. vorw., mit Umgreifen ½ Drehung r. rückw. Kammgriff r. Spreizabsitzen I. mit ½ Drebung r. in die Hockstellung und sofort Unterschwung. 1. 1908. 0 Punkt. „ 3.50 Me0 Punkt, FreiWeitsprung: Meter= 20 P. Kg.: 5,60 Meter= O P., aus den allgemeinen Freiallgemeinen Freistütz mit Vorschwung, Rückschwung und VorWewung in den Außenschrägsitz vor der linken 8d 828, Apithenschwung in den Grälschsit vor den Kugelstoßen: 9,60 Meter= 20 P. Freiübung: übungen. Geräteübungen: Reck: Höhe der Reckstange 160 Zentimeter Aus dem Seitstande vorlings mit Ristgriff Lauftippe, Felgumschwung vorlings rückwärts, Rückfallen in den Sturzhang, Unterspreizen links, Knieaufschwung links vorwärts, Knienmschwung rückwärts, Zurückspreizen links, Stützkippe, Ueberspreizen rechts, Rückfallen in den Knieliegehang, Knieaufschwung rechts vorwärts, Zurückspreizen rechts und Unterschwung. Barren: Höhe des Barrens 155 Zentimeter. Kleineren Turnern ist die Benutzung des Sprungbrettes gestattet. Aus dem Außenquerstande vorlings Sprung in den Streckstütz mit Vorschwung, Rückschw. und Vorschw. in den Reitsitz vor der linken Hand, Zwischenschwung in den Reitsitz vor der rechten Hand, Zwischenschw. mit Stützwippen, beim Verschw. in den Grätschsitz vor den Händen, Vorgreifen und Vorsenken in den Oberarmliegehang, Einschw. in den Oberarmhang, Oberarmkippe und Rückschwung in den Liegestütz vorl., Stützeln vorw. bis an das Ende des Barrens, Zwischenschw. und Ueberschlag mit gebengten Armen. Pferd:(Für Nichtschwimmer) Höhe des Pferderückens 125 Zentimeter. Aus dem Seitstande vorl. mit Griff auf den Pauschen DurchhokUebungen für Mädchen Altersklasse Jahrgang 1909 und Vierkampf: 75 Meter=Lauf: 16 3/8 Sek.— 12¾ Sek.= 20 P. Weitsprung: 2,50 Meter= 0 P. ter= 20 P. Schlagballwurf: 20 Meter 40 Meter= 20 P. Freiübung: aus den allgemeinen übungen. 2. Altersklasse Jahrgang 1907 und 1906. Fünfkampf: 75 Meter=Lauf: 16 Sek.— 0 P., 12 S — 20 Punkte. Schlagballwurf: 24 Meter= 0 P., Meter= 20 P. Freiübung: aus den allgemeinen Freiübungen. Geräteübungen: Höhe der Reckstange 160 Zentimeter. Seitstande vorl. mit Ristgriff. Knieaufinks vorw. neben der l. Hand, Knierückw., Zurückspreizen I., Felgabin den Stand, Anspringen und Reck Aus dem schwung umschwung I. schwung vorw. Unterschwung. Barren: Höhe des Barrens 110 Zentimeter. Aus dem Querstand in der Barrenmitte. Sprung in den Stütz mit Vorschw. in den Liegestütz rückl., Ein= und Rückschw. in den Liegestütz vorl., Einund Vorschw. in den Außenschrägsitz vor der l. Hand, Kehrschw. r. in den Außenschrägsitz vor der r. Hand. Ein= und Rückschw. in den Innenquersitz hinter der l. Hand, ½ Drehung r. in den Querstütz mit Vor= und Rückschw. zur Wende I. 3. Altersklasse Jahrgang 1905 und 1904. Fünfkampf: 75 Meter=Lauf: 15 Sek.=0 P., 11 Sek. = 20 Punkte. Kugelstoßen 5 Kg.: 3 Meter= 0 P., 7 Meter= 20 Punkte. Freiübung: aus den allgemeinen Freiübungen. Geräteübungen: Reck: Höhe der Reckstange 160 Zentimeter. Aus dem Seitstande vorl. mit Ristgriff. Felgaufschwung, Vorsenken in den Hocksturzhang. Durchhocken l. in den Nesthang am r. Fuß, Knieaufschw. Barren: Höhe des Barrens 150 Zentimeter. Schwingen im Oberarmhang in der Barrenmitte, Oberarmtippe in den Außenquersitz vor der linken Hand, Zwischenschwung in den Außenquersitz vor der r. Hand, ¼ Drehung l. in den Seitliegestütz vork. und sofort Spreizen r. in die Holmengasse und Ueberspreizen r. vorw. über den vorderen Holm in den Grätschseitsitz, Griffwechsel r. Spreizabsitzen l. vorw. mit ¼ Drehung r. Allgemeine Freiübungen: 1. Uebung: 1. Zeit: Vortritt l. und Vorhochschwingen der Arme, 2. Zeit: ¼ Drehung r., Senken der Arme in die Seithalte, 3. Zeit: wie Zeit, 4. Zeit: Grundstellung, 5.—8. Zeit: Wie vor. jedoch mit Vortritt r. und ¼ Drehung l. 2. Uebung: 1. Zeit: Seittritt l. und Seitheben der Arme, 2. Zeit: ¼ Drehung I., Vorschw. der Arme durch die Seithalte zur Vorhalte, 3. Zeit: wie 1. Zeit, 4. Zeit: Grundstellung, 5—8. Zeit: Wie vor, jedoch mit Seittritt r. und ¼ Dretung r. 3. Uebung: 1. Zeit: Vortritt l. Armbeu## zum Stoßen durch die Seithalte(Hände zur Faust) 2. Feit: Knieveuge I., Schrägvorhochstoßen der Arme(Hände offen), 3. Zeit: wie 1. Grundstellung, 5.—8. Zeit: Wie vor, jedoch Vortritt r. und Kniebenge r. 4. Uebung.: 1. Zeit: Auslage l. seitw. Heben der Arme durch die Seithalte zur Nackenhalte, 2. zeil: ¼ Drehung l. Wechzelbengen der Knie, Seilstreclen der Arme und Kumfssenken, 3. Zeit: wi1. Zeit, 4. Zeit: Grundstellung, 5.—8. Zeit: vor, jedoch Auslage r. und ¼ Drehung r. Staffelläufe: Knaben der 1. Altersklasse 1909/06: 16 für K 75 Meter; b) für Knaven der 2. und 3. Altersklasse 1907 und 190304(getrennt) 4 X 100 Meter; c) für Mädchen beider Altersklassen(getrennt) X 75 Meter. Allgemeines: Die Wettübungen werden bie 20 Punkte gewertet, wovon ¾; zur Erlangung eines Sieges erreicht werden müssen. Die bei den volkstümlichen lebungen Laufen, Springen, Wersen) hinausgehenden Leistungen werden voll ungerechnet. Abbildungen und Vorschriften über die(Beräteübungen sind aus dem Buche: Kunath„Bezeichnung der Goräteübungen“, Verlag von P. Evorhardt, Ortsstatut für den Amlsbezirk Annen, beiressend Uebertragung der Rechle und Pflichten eines Vor mundes an Beamte des Amtes Annen. Henkel's Dutz= und Scheuerpulver; für Haushalt; Gewerbe und Industrie ui unentbehrlich. Stleinige Hersteller: MENKEL& Cie., DUSSELBORP. Auf Grund des Arlikels 78 des preußischen Ausführungsgesetzes vom 20. September 1899 zum Bürgerlichen Gesetzbuch und des Beschlusses der Amtsversammlung vom 13. Januar 1922 wird hierdurch vorstehendes Ortsstatut erlassen: § 1. Der Amtsdeigeordnete August Schlischo Suche zuverlässigen Joppel auattenF Kuhrmantt Leiter: Herr Willy, Peiers() füe mein 27. August, nachm. 4 Uhr: Juchsgespann. empfiehlt im Saale des Freischütz. Mitwirkende: Quarlett-Verein Hagen=Delstern Leiter: Herr Fritz Wienbrauck Herr Willy Pelers, Bariton am Flügel: Herr Fredi Pelers Nach dem Konzert: * Gemütliches Beisammensein! Eintriktspreis 7 Mk ausschließl. Steuer. Vorverkauf: Zigarrengeschäst Winkelmann, Friseurgeschäft Gräfe, Vereinslokal Klempt ees n Gufiol eichter uschmerzlos ee AUUPP. h Apotheken u besseren Drogerien erhältlich. Gns38 Gegen filsschweiß und Wundlaufen Hukirl-Fußbad! Drogerie Max Mehlhose, am Posiplatz. Leinöl la., dopp. gek.(keine Mischware) vernsteinfußbobenlackfarbe über Nacht glashart und dauerhaft, sowie sämtliche Lacke, Farben, Pinsel, Schablonen, Bohnerwachs usw.- Streichfertige Gelfarben und Genehmigt. Hörde, den 10. August 1922. Der vorsitzende des Kreisausschusses gez. Hansmann, Landrat. liefert zu konkurrenzlosen Preisen in guter Qualität direkt aus dem Lager=Verkauf sraum! Kein Laden! H. Haueisen, Lack= und Farben=Industrie, Dortmund Fernruf 3836, Brunnenstraße 16, im Hos, Gegr. 1907 Zu erreichen durch Linie Nr. 6 (Haltestelle Heroldstraße). 1118 Carl Braus, Schwerte(Luhr) verbunden mit Handel und Börse Volkswirtschaft Berliner Börsenkuese vom 24 August 1922 witgeleill vom Barmer Bank=Verein, Schwerle 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Jur AirP.00.... Puhe Drr heimal von Gramberg 2 Bände k. hutsleinen ioe, Air. Bachhändlung Curt Braus am Samstag, den 26.% und Sonnlag, den 27. August den Räumlichkeiten und Anlagen### ∆ des Wiris Hosang unter Mitwirkung ∆ der Holzener Gesang= und Turnvereine * Ansang der Foder:. ∆ Samstag 5 Uhr, Sonntag 2 Uhr * Z u z a h l r e i c h e m B e s u c h l a d e t f r e u n d l i c h s t# * ein Der Festausschuß. Allllnltll swerter Sportdereinigung othe. V. nstag, den 26. Zugust, abends 8 Uhr in den Gartenanlagen und sämtlichen Räumen des Hotels zur Host: Sommernachts=Fest „ Mitwirkende: Fraulein Henny Schnapp.(Mezzo=Sopran) Ruhrialer Sängerverein.(Doppel=Quartet!) 2 * Kapelle Heine “ Einführungen gestattet. Der Vorstand.„ Barmer Bank=Verein Deutsche Bank Diskonto Dresdner Bank Hamb.=Amer.=Pak. Ailgem. Elektr.=Ges. Suche für sofort od. später für kleineren Haushalt ein selbständiges, besseres Baroper Walzwerk Bochumer Guß... Bösperde Walzwerk Daimler Moioren Deutsche Kaliwerke Deutsch=Luxemburg Dynamtt Elderf. Farbvo. Essener Steinkohlen Gelsenkirch. Vergw Wagenfette Maschincufette Huffette Ledersette Autosette Maschinenöle Motorenöle Centrifugenöle Fahrradöle Antoöle Fußbodenöle Lack u. Lelfarben Carbolineum liefern Engros und Detail Chemische Werke H. Giesberg Sch werte Osenstraße 19. Mäbchen Heute bis Montag! Nur 4 Tage! Die große Filmballade Nach Heinrich Heines„Don Ramiro“ als Stütze, nicht unter 20 Jahren, welches etwas nähen und kochen, kann. 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