2 9 S. 55 S S 9 S 9 8 8 S 8 # 10 9 G 8 8 8% S 9= 5 am 5 5 9 5 5 S 7 9—. S 0.55 6 2 9.2— S 5 5 S S 0— *— ** • 8 9 S 2 F Regelwäßige Vellagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatdlätter. n Lustiges Allerlei. Kinderzeitung: Uuer Biatt. nUntersdaltungs- u. Romanbeilage. u Spiel, Sport und Curnen. n Ledensbild. Kunst u. Wissen.n Gartematschläge. Verdunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Velkszeitung Schwerter Volksbiatt Deschotener Zeitung Apferbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwicheder Zestung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Geueralanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schwerter Zeitung“ verktäglich.n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlog: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus Schwerteruhr. Cel.62. Dostscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Nichter: Stadt und Provin# Friedr. Kraas; sämtlich in Schwerte. Nr. 185 Mittwoch, 9. August 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Lebe so mit den Menschen, als sähe es Gott; rede so mit Gott, als sähen es die Menschen. Seneca. Neueste politische Nachrichten. Die Beratungen des Reichskabinetts über die französische Note haben gestern begonnen. * Einer Blättermeldung zufolge ratifizierte vorgestern der Seim die deutsch=polnischen Verträge über die overschlesischen Kohlengruben und den staatlichen Besitz. Nach einer Havasmeldung aus Tokio wird das Gerücht von Verbandlungen zwischen Japan und China einerseits und Sowjetrußland andererseits dementiert, Japan stehe den Verhandlungen schen China und Sowjetrußland fern. * Nach einer Meldung der Montagspost berichtet der Sunda Times. Llond George sei im Begrifs. ein Buch üver die diplomatische Geschichtedes Weltkrieges zu schreiben, das im nächsten Frühjahr erscheinen soll. Die Regierung soll eine Verdoppelung der Ausfuhrabgabe angeregt haben. In Handels= und Industriekreisen herrscht Erregung. * Die irischen Freistaattruppen haben vor der Stadt Cork den Generalangriff gegen die Anhänger De Valeras eröffnet. * Der amerikanische Reiseverkehr hat in diesem Jahre einen Rekord erreicht. Er war den Monaten Mai bis Juli ganz bedeutend stärter als semals in derselben Zeit, der Vorjahre. Nach Uebersee reisten nach Angabe des Paßzbüros im Jahre 1913 rund 12000 Personen. 1919 26 413. 1920 73000 und dieses Jahr 79748. * Das französische Unterrichtsministerium hat sich gründlich blamiert. Es bar den Rektoren sämtlicher Universitäten, Alademien und Gymnasien verboten, in irgend einer Form für die Verbreitung der Weltsprache Esperanto einzutreten, da diese als gefährliches Wertzeug der bolschewistischen Propaganda angeseben werden müsse!(? Zahlreiche voln. Offiziere haben dir japanische Gesandtschaft um Aufnahme in die japanische Armee gebeten. Die Regierung in Totio hat die Aufnahme genehmigt, nachdem die Palen in Japan selbst einen halbjährigen Kursus in der japanischen Sprache durchgemacht haben. * * In polnischen Kreisen wird gesammelt für ein großes Dentmal in Thorn am Weichseluser zur Erinnerung an die„Errettung Westpreußens vom deutschen Joch(!!)“. Vermischte Kunde. Tief unter der Erde gelagerte Oelvorräte sind bei Vordeaur entdeckt worden. Die Sachverständigen, die das Gelände und die Gasströmung einer näheren Untersuchung unterzogen, kamen ebenfalls zu der Ansicht, daß man eine außerordentlich gehaltreiche Lelquelle vor siy habe, die in übrigen ihrer Beschaffenheit nach hinter den Oelquellen von Baln nicht zurücksteht. * Aus der kangdischen Stadt Torontto wird verichtet, daß in der Hudson=Bay ein 72 Jahre alter Ansiedler von einer einsam gelegenen Felseninsel eirettet wurde, nachdem er dort 22 Tage ohne Essen und Trinken zugebracht hatte. Der Ansiedler war mit einem kleinen Boot nach der Insel gefahren, um dort Vogeleier zu sammeln. Ein Sturm riß seinen Nachen los. Erst nachdem der Ansiedler drei Wochen dem Tod ins Auge geschgut Herr Poincarce hat sich den traurigen Ruhm erworben, dieser Kette ein neues, würdiges Glied anzufügen, das Wort„Retorsionen". An und für sich ist„Retorsion" ein Ausdruck für eine völkerrechtlich unter Umständen zulässige Vergeltungsmaßnahme, wenn nämlich ein Staat rechtswidrige Zwangsmaßnahmen gegen für ihn erreichbare Angehörige eines anderen Staates anwendet, falls dieser andere Staat sich vorher ähnliches hat zuschulden tommen lassen. Es ist also ein Ausdruck für eine Art Wiedervergeltung, um einen anderen Staat zu zwingen, von rechtswidrigen Gewaltmaßnahmen abzulassen. Schon hieraus ergibt sit die ganze Rechtswidrigkeit der neuesten Poincareeschen„Retorsionen": Deutschland sollte es unter der Herrschaft des sailler; Vertrages gewagt hahe, gegen F##unz en rechtswidrige Gewaltmaßnahmen gebraucht zu haben? Gibt es einen absurderen Gedanken? Wit ist denn die Rettslage? Deutschland erklärte sich außerstande, die am 15. August fälligen Zahlungen aus dem Ausgleichrabkomnen(das es übrigen: in ausgedehnterem Maße bereits ausgeführt bat, als alle Ententestaaten zusammen) in der seitgesenten Höhe zu zahlen. Es bat um eine Perabsetzung der zu zahlenden Summe. Alle auderen Ententestaaten, selbst Belgien, waren bereit. darüber mit sich reden zu lassen. Nur Frankreich nicht. Es stellte ein Ultimatum, zu dem es gar lein Recht hatte, und griff als dieses ablief, ohne weiteres zu Gegenmaßnahmen, und zwar noch: acht Tage vor dem Fälligteitstermin der strittigen Zallungen. Ein Verfahren also. welches jeder, aber auch jeder nur scheinbaren Rechtsgrundlage entbehrt, gleichzustellen der seinerzeit gleichfalls rechtlich völlig unhaltbaren Besetzung von Frankfurt und Darmstadt. Auch diesmal ist Frankreichs Vorgehen so rein und unverhüllt erpresserisch, daß; selbst seine getreuesten Alliierten es nicht zu billigen vermögen. Das Wort„Retorsion" ist demnach ein Ausdruck für eine Gewaltmaßnahme, die sich auch durch die geschicktesten Advokatenkniffe— und deren ist doch der Advolat Poincarce Meister— nicht einmal auf das Sheinrecht des Verfailler Vertrages zurüdfuhren läßt, denn für solche Erpressungen besteht bereits der Begriff der„Sanktionen". Auch dieses Wort ist also nur ein neuer Ausdruck für den alten Begriff„Erpressung", würdig der Erfindungsgabe des Herrn Poincaree. — Bayern und das Ueber die Führung von Verhandlungen zwischen Bavern und dem Reich ist die amtliche Mitteilung ausgegeben worden, daß eine bayerische Verhandlungslommission unter Graf Lerchenfeld morgen nach Bertin sommen wird. Cs scheint so. als wenn die baverische Angelegenheit doch größere Schirierigleiten macht, als man nach den ersten Meldungen über eine sosortige Reise des Grafen Lerchenield nach Berlin annehmen konnte. Nach zuverlässigen Mitteilungen aus München herrschte dort in den Kreisen der Koalitionsparteien eine ziemlich starte verhandlungs=gegnerische Stimmurg. Die Deutschnationalen wollten ebenso wie ein großer Teil der Bauerischen Vollspartei von Verhandlungen mit der Reichsregierung nicht viel missen, da ihrer Meinung rach die bayerische Norverordnung aufrecht erhalten werden muß. Unter dem Druck dieser Stimmung ist Graf Lerchenfeld. mit dem üner die Führung von Verhandlungen durch den Gesandten von Preger vereits Fühlung genommen war. bisher in München gerlieben. Als Seele. des baur. Widerstandes hat woll der Abg. Dr. Heim zu gelten, während der Frattionsführer Held rargiebiger ist. Der verhandlungs= gegnerische Teil der hayerischen Regierungskoalition hat zut Zeit wohl das Uebergewicht. Doch wird man daruus nicht schließen dürfen, daß die Verhandlungen aussichtslos sind. Es wird sich aber, wie die Dinge in Vayern stehen, nicht umgehen lassen, daß man den bayerischen Wünschen entgegentommt. Soweit eine allgemeine Regelung des Verhältnisses zwischen den Ländern und dem Reiche in Frage kommt. erscheint eine verfassungsmäßige Bürghaft dafür, daß tünftig Versassungsrehte der änder nicht ohne deren Zustimmung allein durch Feine Reichstagsmehrheit abgeändert werden dürFen, durchaus annehmbar. Ein solches Zugeständnis st wohl auch nötig, wenn die Verhandlungen ausichtsreich sein sollen. Ein Alarmruf des Kanzlers. stal! Ver Ds geht in London um Deutschlands Eristenz. In Unterredungen, die er den Berliner KorreApondenten der„Daily News“ und des„Newyork erald“, gewährte, erklärte Reichstanzler Dr. Wirtk, wenn die Londoner Konferenz eine Enttäu#schung bringe, weide Deutschland sein Arbeitszeug #aus der Hand legen und den Mut verlieren. Der Zusammenbruch einer Bevölkerung von(30 Unen Deutschen werde sich nicht über Nacht wieder gut machen lassen. Die Eristenz der Deutschen Republik hänge von dem Ausgang der Reparationsfrage ab. Noch einige Noten von Heren M Poincaree in diesem Tone, und der Zusammen Adruch der deutschen Währung werde vollständig sein. # D e u t s c h l a n d m ü s s e i n j e d e r B e z i e h u n g z a h l u n g Aunfähig werden, wenn die Nevaratlonsvern##rungen nicht herabgesetzt wurden und keine internationale Anleihe zustande käme. Er könne nicht wieviel Deutschland in seiner derzeitigen ungeregelten Finanzlage zu zahlen imstande sel. ## Der Vettag sei heute niedriger, als er vor sechs Wochen war. Das Wesentliche sei, daß Deutschland ein tatsächliches Moratorium erlange. absicht gebe nicht dahin, sich weiteren Zahlungen entziehen. Deutschland schlage lediglich vor, die Fragen weiterer Ausgleichszahlungen mit der ReMparationsfrage zu verbinden. ## Ueber den eventuellen Eintritt Deutschlands in #den Völierbund sagte Wirth:„Erst wollen wir seB den, ob wir am Leten bleiten. Solange uns das * Wasser bis zum Kinn steht, und solange die Mög ##lichkeit vorhanden ist, daß wir darin versinten, # lann die Frage des Völterbundes sehr gut bis zu Weiner späteren Zeit zurückgestellt werden.“ — Unsere letzten Goldwerte. 1 Die einzigen Goldwerte, die wir noh haben. sind die Rohsroffe, die wir im Lande selbst er# zeugen, und unsere Arbeit. Um sie im Inlande zu verbilligen, müssen wir sie möglichst ausnutzen, dürfen nichts davon verschwenden. Es gilt also, aus unseren Rohstoffen durch unsere Arbeit hochwertige Erzeugnisse zu schaffen. Die Menge der Rohstoffe ist begrenzt, unsere Arbeitskraft ist aber vorläufig unvegrenzt. Solange dieser Goldwert, unsere Arbeitskraft, uns noch bleibt, breruchen wir nicht zu verzagen, aber wir müssen wollen. Wir dürfen keine Zeit, die zur Arbeit ausgenutzt werden kann, verschwenden. Wir müssen die Rohmöglichst im Lande behalten und sie zu erportfähiger Qualitätsware verarbeiten. Wir müssen aus den Rohstoffen, die wir vom Auslande beziehen müssen, durch Arbeit so wert M volle Erzeugnisse verstellen, daß es nicht viel schadet, wenn wir an das Ausland Goldmark zahlen Al#; müssen. ### Man tann ams einem Pfund Eisen durch Ar5 Dann wird sich Miarncher an den Kopf fassen und sich fragen, wie er nur so dumm sein konnte, die jevige teure Arbeitszeit so zu verschwenden. die hohe Bezahlung zu venntzen, um sich ein mögen anzusammeln. Jetzt verdient man in der Arbeitsfrunde 10.N. in 10 Jahren, oder schon eher, muß man für 10 M vielleicht wieder einen Tag arbeiten. Für jede Stunde, die wir heute versäumen, müßten wir dann einen Tag mehr arheiten. Aus Stadt und Land. Scuarte 9. August. 1803 1890 beit soviele Uhrfedern herstellen, daß es den Sil##### berwert erreicht. Man kanz Laumiriume ervor tieren und sich mit dem üblichen Nupholzpreise begnügen, man kann sie aber auch als seine Holzwaren ans Ausland verfaufen. Arbeit wird jetzt sehr gut bezahlt, aber man A achtet die Mark nicht mehr. Die Zeit wird aber # wiederkommen, wo fünf Papiermark fünf Gold## mark sind. Jede Papiermark, die man jetzt ertra erarbeiten oder weniger ausgeben und beiseite# legen kann, wird nach Jahren wieder einmal eine Goldmark. Schwerte, Erinnerungen. Vorführung des ersten Dampfbootes durch kulfon. Uebergabe von Helgoland an das Deutsche Reich. ** Bringt der August große Hine? Nach der Aussage eines Kundigen soll der August, besonders in seiner zweiten Detade sehr heiße Tage zeitigen, in seiner dritten hingegen Regen. Während der letzten Augusttage aber sollen wir uns wieder schönen Wetters erfreuen können. Voraussagen über die Witterung sind indessen nach den neuesten schlechten Erfahrungen müßig, denn der Wettergott kümmert sich wenig um die Prognosen der Wetterrovheten. Darüber besteht aber kein Zweifel, daß ein beständiges sonniges Wetter vor allem im Interesse der Volksernährung eine dringende NotwenSateit iv. K. u 8 ** Was ist am teuersten? Die Preise für ausrat batten im März noch das 13,9fache des Kriedenspreises betragen. Vis zum Mai sind sie auf das 60,6fache gestiegen. Bei den Kleidungs= stücken stiegen die Preise vom 44.6fachen auf das 59,lfache oder um 33.2 Prozent. Von den Kleidungsstücken ist insbesondere das Schuhzeug für Erwachsene um 39,7, für Kinder um 18,3 Prozent, die Leitwäsche für Knaben um 35.5 Prozent im Preise gestiegen. Unter dem Hausrat beträgt die Steigerung bei Metallgerät aus Aluminium 17.3 Prozent, Beiten 15 Prozent, Spiegel 52.5 Prozent, Gegenfrände aus Steingut u. Porzellan 10,9 Proz. Teppiche tosten bereits das 96,2fache der Friedenspreise. Die Preise sind um 12,8 Prozent auf das 108,5sache gestiegen. Faßt man die Kleidungsstücke zusammen, so sind sie am teuersten für Frauen mit dem 64,7fachen, dann für Männer mit dem 586= sachen, für Knaben 55,5 und für Mädchen 51,2. sammengesaßt ergibt sich für Kleidungsstücke wie für Hausrat einzeln und zusammen je das 60fache. ** Berufszählung 1923. Nach Mitteilung der Berliner Politischen Nachrichten ist die Berufsund Betriebszählung im Deutschen Reich, die im Früh jahr dieses Jahres statlfinden sollte, zunächst bis zum Mai eker Juni nächsten Jahres verschoben worde:. Die nat dem bisherigen Erhebungsplan versandten Vordrucke waren nur Entwürfe und sollter bemmerken, etwaige Anregungen aus der Geschäftswelt zu veranlassen. Solche Anregungen sino dem Statistischen Reichsamt auch jetzt noch erminickt. Erst wenn der endgültige Erhebungs plan seststebt, ist der Zeitpunkt für die Ausfüllung un Asendunn der Zählpapiere gekommen. ** Art läßt nicht von Art. Mit dem Abdruck dieses überaus fesselnden Romans von H. Hill beginnen wir in der heutigen Nummer. Ein Roman aus der Feder dieses beliebten Schriftstellers ist immer ein Ereignis für die Leserwelt gewesen. Wir sind überzeugt, daß das auch mit dem vorliegenden Werk der Fall sein wird. Das Problem, das zu lösen der Verfasser sich vorgenommen hat, ist ein überaus verwickeltes und spannendes, dessen schließliche Lösung der Leser bis wenige Zeilen vor dem Schluß nicht ahnt. Außerordentlich glücklich ist Hill auch in der Erfindung und Charakter= zeichnung der zahlreichen Nebenfiguren, von denen jede einzelne das Interesse des Lesers zu erregen und seirzuhalten weiß. Wir zeiseln nicht, daß wir durch Erwerb und Abdraa von„Art läßt nicht von Arl“ uns die Anertennung unserer gesamten Leserschaft erwerden. ** Wo wird am meisten gebaut? Die lebhafteste Vantätigleit herricht jetzt von den deutschen Großfrädten in Köln. Dort sind Januar. Februar und März 1221 Wohnungen fertiggestellt worden. An zweiter Stelle steht in weitem Abstande Hamburg mit 305. Es folgen Düsseldorf mit 288, Leipzig 286. Essen 236, Bremen 281, Breslau 212, Mannheim 210. Nürnberg 206. Dresden 196, München 193, Stuttgart 189, Dortmund 173. Halle 152, Kassel 1336, Lübeck 126, Königsberg 112. Magdeburg 109, Stettin 101, Hannover 81, Bochum 78, Frankfurt a. M. 71, Karlsruhe 91, Duisburg 51, BerlinSchöneverg 11. Berlin 33, Augsburg 25. Chemnitz und Elverfeld je 22, Krefeld 20, Wilmersdorf, Allona und Kiel je 18. Barmen 5, Gelsenkirchen ** Der Rückgang der Schülerzahlen. Das Statistische Reichsamt hat kürzlich in Wirtschaft und Statistil nachgewiesen, daß im gegenwärtigen Reichsgevier Schulneulinge Kinder von sechs Jahren waren bezw. sein werden zu Ostern 1920: 1317000; 1921: 1231 500; 1922 721 000 1921: 654 000; 1925: 700 000; 1926: 1318 000; 1927: 1276 900. Von Ostern 1925 bis 1930 werden bei gettjähriger Schulzeit die wenigsten Kinder vorhanden sein. Der Ausfall in diesen Jahren wird san 2.1 Millionen Schulkinder betragen. Bei einer Gesamtzahl von zurzeit etwa 9,8 Millionen Volksschultindern im heutigen Deutschen Reich Leträgt die Minderung nahezu 21,5 Prozent. Diese Zahlenverschievung ist nicht nur für die Vollsschulen, sondern auch für die höheren Schulen von besonderer Bedeutung. ** Schwindler. Seit einiger Zeit bereist ein ann die Städte und gibt an, er sei Kriegsbeschädigter. Er ziebt einen Fuß beim Gehen steif nach und markiert den Nerventranken. In einer Nachbarstadt ist von der Polizei festgestellt, daß der Mann durch seine Vorspiegelungen in 2 Stunden 1300 N an milden Gaben einsammelte. Ferner wurde festgestellt, daß der Mann weder Kriegsbeschädigter noch so trank ist, daß er einem leichten Erwerbe nicht nachgehen könnte; er rechnet vielmehr auf die Leichtgläubigkeit oder Dummheit seiper Mitmenschen, um auf leichte Weise zu. Geld zu lommen. Es sei vor dem Schwindler gewarnt. An verschiedenen Stellen läßt er es auch an der nötigen Frechheit nicht fehlen. Man übergebe ihn der Polizei. ** Gegen das Pumpen. Aus fast allen Kreisen des Einzelhundels wird lebhaft Klage über die große Kreditanspruchnahme der Kundschaft beim Einzelhandel geführt. Da es den Geschäftsinhabern unter den heutigen außerordentlich schwierigen Verhältnissen nnicht möglich ist, der Kundschaft längere Kredite einzuräumen, bitten die Handelstammern die Verbraucherschaft auf das diingendste. vor allem die rückständigen Rechnungen zu bezahlen und ihre Eintäufe stets sofort zu begleichen. Die sofortige Bezahlung der Waren, die zur ordnungsgemäßen Fortführung der Geschäfte in der heutigen Zeit unumgänglich notwendig sei. liege nicht nur im Interesse der Verbraucherschaft selbst, denn die weitans meisten Geschäftsinhaber, die von der Kundschaft gezwungen werden, Kredite zu geben, seien, da sie ihr Geschäftskapital auf diese Weise festlegen müssen, nicht in der Lage, ihre Neuankäufe mit eigenem Kapital zu beschaffen, weil die Lieferanten zum mindesten sofortige. Bezahlung, oft sogar große Anzahlungen monatelang vor der Lieferung verlangen. Sie müßten deshalb Banktredite in Anspruch nehmen, wofür sie Zinsen. zu bezahlen hätten. Solche Sondernnlosten wirken naturgemäß auch auf den Preis der Waren und verteuern diese. Es wird daher nochmals gebeten, die rückständigen Rechnungen zu vezahlen und die Eintaufe sofort zu begleichen. Die Geschaftsin haber seien bei den Riesensummen, die sie für Neueintäufe zur Ergänzung ihrer Läger in der heutigen Zeit gebrauchen, auf Varzahlung angewiesen. Mangel an Vurgeld. Bei den öffentlichen Kassen wie bei den Banken mahte sich in den letzten Lagen ein Mangei an Geldscheinen bemerkbar. der in der Hauptfache auf den Streit in der Verliner Reichsdruckerei zurügzuführen ist. Infolgedessen konnte der lausende Notenbedarf nicht hergestellt werden. Es war daher Sonntag früh bei der Reichsbank nicht möglich, für Lohnzahlun gen das nbtige Geid bereitzustellen. Es handelt sim um eine rein technische Verzögerung, so daß lein Grund zur Bennruhigung vorliegt. Einzelne Werke haven alleroings infolgedessen Lohngelder nicht ausgezahlt, einzelne nur Tellbeträge. Bei seicher Gelegenheit fehlt es natürlich nicht an alierhand undegründeten Gerüchten. So wurde behauptet, die Banten hätten ihr Geld ins undesetzte Gebiet gevracht und dergleichen Unsinn mehr. ** Ergste, 7. August. Personalie. Der Eisenbahn=Assisrent Heinrich Schröer in Hagen, früher Aufseher auf hiesigem Bahnhof, wurde rückwirtend zum Eisenbahn=Setretär befördert. Aus den Provinzen. Dortmund, 9. Aug. Neue Straßennamen. Der Magistrat hat in seiner Sitzung am 8. August 1922 beschlossen, umzubenennen: 1. den Nordmarkt in Republitplatz; 2. die Nordstraße in Bebelstraße; 3. die Prinz=Wilhelm=Straße in Erzbergerstraße 4. die Kaiser=Wilhelm=Allee in Rathenau=Allee. Bei künftigen Straßenbenennungen soll auf die veränderten politischen Verhältnisse gebührend Rücksicht genommen werden. Dortmund, 8. Aug Straßenräuber. In der Nact zum Sonntag wurde auf der Langestraße ein ven einem Feit kommender Zimmerpolier überfallen und durch Hieve in das rechte Auge und das 51 chwer berletzt und ihm auch das Portemonnaie mit etwa 12 000 0 Inhalt usw. entrissen. Auf seine Hilferufe eitten Polizeiveamte hin zu, benen es gelung. den Täter in der Person eines Gelegenleitsarbeiters, der hier in einer Kantine wohnt fesigunehmen. Von dem gestohlenen Geld nurden u J. 10000 M bei ihm gesunden. Hagen, 8. Aug. Dem Tode des Verbrennens 1napp entgangen ist die Frau eines Schupobeamten, die im Begriff stand, die Wäsche auf einem Spirituslocher zu setzen. Der Kocher sam zum Kippen und der Brennstoff ergoß sich über die Kleider der Frau, die alsbald Feuer singen. In ihrer Hilflosigkeit eilte die Frau auf den Korridor und schrie um Hilfe. Ein Anwohner des Hauses eilte der Bedauernswerten, deren Kleider schon in lichterlober Flamme standen, zu Hilfe, indem er ihr die brennenden Kleider vom Körper riß. Die inzwischen alarierte Berufsfeuerwehr, sewie ein Arzt erschienen in aller Kürze auf der Unglücksstelle und sorgten für schnellste Einlieferung ins Krankenhaus. Die arme Frau erlitt schreckhafte Brandwunden an Rücken, Händen und Küßzen. während die Haare der Frau wie durch ein Wundeer verschont blieben. Iserlohn, 8. Aug. Raffinierter Schwindel. Die Tageblatt=Druckerei, die ihren Betrieb eingesrellt hat, hatte zwei Schnellrressen an die Firma Bezuer und Moll in Düsseldorf verkauft. Als der Monteur tam, um die Maschinen abzubauen, fand er bereits einen anderen Monteur bei der Arbeit, der im Auftrage eines Dortmunders Buchdruckereivesitzers die Maschinen abmontieren wollte. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien. Schließlich stellte heraus, daß ein Schwindler, in dem man einen jungen Mann aus Düsseldorf vermutet, die MaArt läßt nicht von Art. Roman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) Sicherung gelöst und die Waffe damit schußfertig gemacht hatte. Diese etwas bedenklichen Manipulationen betrachtete er offenbar als die unerläßlichen Vorbereitungen für sein eigentliches Unternehmen. Und es war nicht el u schwer zu erraten, von welcher Natur dieses Unternehmen sein sollte. Vor der eisernen Tür eines halb in die Wand eingesind Sie des Todes!“ zischte er, und das Weiße seiner Augen leuchtete dabei unheimlich und drohend genug aus den Oefsnungen der Larve., zewachsene weibliche GeDie Angeredete aber, eine hochgewachsene, weibliche Gestalt in weich herabfließendem, ungegürteten Morgengewand, stand ihm so straff aufgerichtet und so regungslos gegenüber, 1. Kapitel. Die silberne Helligkeit einer wolkenlosen Vollmondnacht ertiüte die noch der P=göse ig, Zer Uingebung des Schloses Vor, der esernen, Lhr eine, vo,„uahratisches Stück daß es keineswegs den Anschein hatte, als ob sie von Schrecken laosenen Schrankes breitete ersorgfältig ein guggf gzieger Unter, und Furcht überwältigt sei. Es war wohl mehr der eigengrünen Sügtugegzg gui dem Boden aus, und an v. v.—. arigen Beleuchtung als der Todesangst zuzuschreiben, wenn lage legte er sein sauberlich eine ganze Anzayt, seisam ve. 9. JAäuag nan tasdunssen Haar nurahmntes Gesicht marmor)„TZzeuge nebeneinander, die er gleichfalls seinem gelegenen Räune des Prdch, sorater er, sein äuherlich eine gange Anzaht, sellam zu zor schönes, von tiesdunklenn Haar nuxahntes Gesicht marnorauf beräichliche Ensternung bin jeder enzeine Gegensand rotz leinersleinheltanscheinendunershöplichen Köferhen ent, eibh eizanisch rutzigen Klang, als sie ernoiderter“ gich deurch die bohen, nach nonmen hate.„..— wüsch, der aum.„und wos, wenn ich fragen darf, wird geschehen, dentich zu erteunen wor, lo ve. Poden reschenden Fenster Da sich der Schrank in einer kleinen Rische der Raumes 1ag, Osthte eg,t auf den ersten Blick an leit wenig oder gar zicht vertrauten Freuden die Orienterung nächtlsichen Besichers nicht gleig auf den ersteit Bick gn Zuhilsenahme künstlicher Beleuchtung zu ermöglichen. der saeben geräuschlos von der Parkterrasse namEingangstür des Raumes lag, konnte jemand, der durch diese Tür eintrat, des nachtlichen Besuchers nicht gleich auf den ersten Blick ansichtig dve Sut geonge Mererase werden. Aber mit der Möglagtelt einer heberraschzgs etzieg der sunge Aouge den der ungebetene Gast überhaupt zicht zu rehzen, da er sich er Nusch une ber Berie, beurugge, oug ge. sonst delecht nicht mit se groser, Liensczischetz und under durc emes dieter Bezeize berzugesgiegef zue scgassen.— Laust wvielleicht nicht mit so großer Gemach ie bonuge, bue He, un den Zeaden Nachigesirne sandichteit seiner Beschstigung hugezese=gäise Er gung a. macht, empfand die Gunst des lichtspendengen Nacigetüigns ständlichkeit seiner Beschöftsguggungeiste vergmiglung dar sch erschtlich dle eine besondere Annehmlichteit. Er schob die Were wie engng er segt, auf die Laulosigteit seiter Arbeit elektrische Taschenlaterne, die er seinem winzigen Handtofterchen, jehenfassz größeres Gewicht als auf die Schneligteit ihres entnomnen hate, an ibren früheren, Platz durück und eing Forscgreitenis. Aber als die Schrautfüilung, die er in Anauf den Furpeiben, üiver den dicken Lepvicg, der wohl, auc, griff genomnen, auch nach Verlauf einer halben Stunde 1 A einen festeren Schritt unhörbar gemacht hätte, jener Wandstelle zu, die ihn hier allein interessierte. Es hatte ihn fast eine Stunde Arbeit gekostet, mit Hilse einer Feile und einer seinen Säge bis zu dem innen angedrachten Fensterriegel zu gelangen; aber er brauchte sich trotzdem hier drinnen nicht zu überstürzen. Denn es war zwei Uhr morgens, und er hatte also Zeit genug vor sein Werk zu beenden, ehe die Bewohner des Schlosses aus ihrem Schlummer erwachten. Daß er den griff genommen, auch nach Verlauf einer halben Stunde noch immer seinem Bemühen, sie anzubohren, erfolgreichen Widerstand entgegensetzte, sah er sich doch mit einem halblauten Ausruf des Aergers veranlaßt, unter seinem Werkzeugvorrat nach einem geeigneteren Instrument zu suchen. Er hatte dabei ohne Zweifel mit größter Vorsicht zu Werke gehen wollen, aber er hatte doch nicht verhindern können, daß das stählerne Diebsgerät seiner Hand entglitt und mit vernehmlichem Klirren auf ein anderes auffiel. Und jedenfalls erschien, und ihre gedämpfte Stimme hatt einen erstaumich ruhigen Klang, als sie erwiderte: „Und was, wenn ich fragen darf, wird geschehen, wenn ich nicht schreie?“, gn. Ei, fic uemrnae. „Etwas leiser— bitte! Wenn Sie sich vernünftig benehmen, werde ich lediglich in die Notwendigkeit versetzt sein, Sie dort auf jenen Stuhl festzubinden. Aber es wird Ihnen im übrigen nicht das geringste zuleide geschehen.— Ich habe die Ehre mit der Komtesse Edith von Bredow=Donnersberg — nicht wahr?“ „Allerdings. Aber ich bin erstannt, wie—“ „Wie ein Kavalier von der Profession, die Sie mich augenblicklich ausüben sehen, darüber unterrichtet sein kann — wollen Sie sagen. Aber es ist nichts Verwunderliches dabei. Wir pflegen uns nicht früher auf ein Unternehmen einzulassen, als bis wir uns über die Verhältnisse des Hauses, dem wir einen Besuch abzustatten beabsichtigen, ziemlich genau informiert haben.“„ 64 „Wollen Sie also die Gnade haben, sich dort auf jenen Stuhl niederzulassen! Meine Zeit ist leider zu kostbar, als daß ich mir das Vergnügen gönnen dürfte, mit Ihnen zu plandern.“ Trotz der ironischen Höflichkeit seiner wohlgesetzten Worte (Fortsetzung folgt.) seinem Handisferden eine Lare aues br Zoeng in der Zand. ntelgnlich blante der ermichelte Lals der en. Steh u eudehwnen, Sesientglsche seigez langen Resenantete hobenen Mordwase im Mondicht. —„Wenn Sie schreien oder lauter ale im Flüsterton sprechen, beschaftsin siesie für sel in der ung angeöffentlichen in den letz1 bemerkbar, in der Vert. Infolgenicht hermnntag frin Lohnzahlun Es handelt ing. so daß „t. Einzelne Lohngelder beträge. Bei nicht an al. o wurde beld ins undeUnsinn mehr. ialie: Der er in Hagen, huhof, wurde befördert. sen traßenna Sitzung am 8. nnen: 1. den Nordstraße in Straße in Erz=Allee in Raenhenennungen Verhältnisse den. träuber. In der Langestraße merpolier über Auge und das ich das Portet usw. entrissen. eiveamte hin zzu, r Person eines einer Kantine estohlenen Geld sunden. e des Ver en ist die Frau griff stand, die zu setzen. Der Brennstoff ergoß je alsbald Feuer lte die Frau auf Ein Anwohner erten, deren Kleistanden, zu Hilfe, ider vom Körper Berufsfeuerwehr, er Kürze auf der hnellste Einlieferme Frau erlitt cken, Händen und Frau wie durch erter Schwindie ihren Betrieb nellpressen an die üsseldorf verkauft. Maschinen abzuderen Monteur bei ines Dortmunders inen abmontieren tseinandersetzungen Schließlich stellte in dem man einen vermutet, die Maseiner Augen ius den Oessweibliche Geirgengewand, is gegenüber, von Schrecken hr der eigenreiben, wennn sicht marmortte jedenfalls te: chehen, wenn vernünftig bet versetzt sein, 's wird Ihnen .— I c h h a b e „-Donnersberg die Sie mich htei sein kann erwunderliches ernehmen eine des Hauses, ziemlich genau dort auf jenen ostbar, als daß zu plandern.“ zesetzten Worte bar verstellten Augenblick das r einen Fluchtdes Revalvers rieb siegte über widersetzen. schinen un den Tortmunder Druckereibesitzer der äußert hatte, ohne hierzu berechtigt zu sein. Der Schea, mit dem die Maschinen bezahlt worden wa ren, konnte zum Glück noch vor der Einlösung gerettet werden, sodaß der Gauner um den Lohn seiner Schwindelei geprellt ist. Wetter, 8. Aug. Eine unglaublicht Roheit beging der aus Elbing stamende Arbeiter Wilh. Jodehl, indei###er aus purer Rauflust den Arbeiter August Möller, der sich friedlich mit einigen Betannten auf der Straße unterhielt, hinter listig überfiel und ihm mit einem Messer zwei Finger und einen Teil der Handfläche buchstäblich abschnitt und so einen jungen Menschen zum Kruprei stempelte. Der Stich war nach der Brust des Möller geführt worden und ist durch die rechtzeitige Abwehr, in der allerdings die schon erwähnte schwere Verletzung bervorgernien wurde, noch schlimmeres verhütet worden. Der Rohling wurde dem Gericht überwiesen. Wattenscheid, 8. August. 50 jähriges Bergmannsjubiläum. Der Bergmann Josef Klauß von hier konnte dieser Tage auf eine 50jährige treue Tätigleit als Bergmann auf der Zeche „Holland“, Schacht 3, zurückblicken. Gelsenkirchen, 8. August. Tragil. Der 21 Jahre alte Lehrer Hartmann, dessen Schultlasse bekanntlich unlängst bei einem Schulausflug in der Nähe von Haltern von einem schweren Bootsunglück betrofsen worden war, hat sich den Vorfall so zu Herzen gehen lassen, daß er geistesumnachtet in eine Heilanstalt gebracht werden mußte. Alstaden, 8. August. Ertrunfen. Der bei einem Bauunternehmer in Diensten stehende Aufseher Josef Romboy aus Duisburg geriet auf dem Heimwege. den er über die Eisenbahnbrücke nahm, an eine Stelle, an der drei Bretter fehlten. Er stürzte durch die Oeifnung in den Fluß und fand dabei seinen Tod. Eine Witwe mit vier Kindern trauert um den Tod des Ernährers. Schötmar, 8. August. Jugend von heute. Die 19jährige Tochter eines biesigen Manufasturwarenhändlers unterschlug ihrem Vater Waren im Werte von 60 000 bis 70000 M. Den Erlös legte sie in Näschereien an. Zwei Hehler wurden verhaftet. Weitere Feitnahmen stehen bevor. Osnabrück, 8. August. Mit dem Tode bezahlt. Im benachbarten Haste fand eine Hochzeitsfeier statt. Als nach Schluß die Teilnehmer sich nach Hause begaben, erstieg ein jung verheirateter Teilnehmer namens Schütz an der Netterbeide den Mast einer elektrischen Leitung und berührte dabei den Leitungsdtaht. Von einem elek trischen Schlage getroisen stürzte er zu Boden und mußte mit dem Krantenanto zum städtischen Krantenhause gebracht werden, woo er II.„Lon. Vztg. bald nach der Einlieferung stard. Rhönsdorf, 8. August. Verschacherung deutschen Eigentums. Das Hotel Drachen== sels ist für drei Millionen Mark an einen Franzosen vertauft worden. Bonn, 8. August. Die vielen Pfirsiche. Im Vorgebirge hat die Ernte der Pfirsiche begonnen. Die Bäume hängen stellenweise zum Brechen voll. Die Preise sind schon stark gesunken. Auch Birnen tonnten bereits geerntet wwerden. Merzig, 8. August. Ein furchtbares Fa miliendinma ereignete sich hier. Der in der Marienstraße wohnende Mühlenbesitzer Michael Kreuz hat seine Frau und seine vier Kinder im Alter von 16 Monaten bis zu 16 Jahren durch Schnitte in den Hal: getötet und dann auf die gleiche Weise Selbstmord verübt. Die Leichen wurden in der Wohnung aufgefunden und neven ihnen ein Zettel mit den Worten:„Ich vin schwer krank“ usw., sowie das Dolchmesser, das zu der grauenhaften Tat gedient 8 Schwerter Flimkrite Nach dem prächtigen Film„Das indische Grehmal“ bebeutete die genrige Vorführung in der Reichsirone“ eine gewisse Enttäuschung. Sowohl beim„Nahtbesuch in der Northerrnbank“ wie auch bei den„Taschendieben“ handelt es sich um Tetektir= und Abenteuer=Filme ganz gewöhnlich tei Art, wie sie zu Tausenden von einer betrieb samen Zilm Industrie auf den Martt geworken werden, ind über die eigentsich gar nichts und doch wieder sehr viel zu sagen wäre. Wie uns die Leitung der Reichstrone=Lichtspiele mitteilte, murten die Filme mit anderen guten mit übernomme werden. Hoffentlich werden sich die LichtspielThrater, die dem Publitum nur gute Sachen bieten sollen, recht bald von dem Zwange der straff orgauisierten Filmverleiher frei machen können. Nur dann wird es gelingen, das„Theater des tleinen Mannes“ auf künstlerische Höhe zu bringen au auf derselben zu erhalten. Die Lustspie Einlage ist äußerst harmloser Natur, doch wiro der Zweck, das Publirum zu erbeitern, voll erreicht. Der Besuch ließ gestern sehr zu wünschen übrig. Lehle Brühimtirung... Wiedtfeld beim Reichskanzler. TII. Berlin, 9. Angust. Der Reichskanzler empfing den in Vertin weilenden deutschen Botschafter in Amerika, Geheimrat Wiedtfeld. Bismarckdrama verboten. TU. Berlin, 9. August. Vor der Ferienstrafkammer der Landgerichts 3 Berlin wurde#ue auf Antrag Withelms II. und der Gattin des früheren. Staatsministers Bötticher, dem Schriftsteller Emil Ludwig die Publikation und Aufführung seines Dramas Biemarck einstweilen untersagt. Tumult auf dem Breslauer Fleischmarkt. TU. Breslau, 9. August. Da die Fleischer mit den festgesetzten Höchstpreisen nicht auszukommen glauben, haben sie am Sonnabend so gut wie gar kein Fleisch verkauft. Die Bevölkerung war darüber erregt und stürmte die leeren Fleischerstände und demolierte sie. Die Fleischer ergriffen die Flucht. Auch die übrigen Händler räumten fluchtärtig den Markt. Unter der Einwirtung der Fleisch= und Fettlosigkeit geht der Butterpreis auf 200 M. Ein vollkommener Streik aller Fleischer ist in Vorvereitung, fallts die Höchstpreise nicht hinaufgesetzt werden. Leutscher Protest gegen die Retorsionen. TU. Berlin, 9. August. Die Reichsregierung bereitet, wie wir hören, auf Grund des Rechtsgutachtens, dessen Wortlaut heute veröffentlicht worden ist, einen Protest gegen die Retorsionen vor. In welcher Weise dieser Protest ergehen wird, ob in Gestalt einer Note, einer Kundgebung durch die Presse oder in einer dritten Form, steht bis jetzt noch nicht fest und bildet den Gegenstand von Besprechungen in den beteiligten Ressorts. Völterbundsdokumente gestohlen. TII. Paris, 9. Aug. Ein Koffe. mit Dotumen ten für den Völkerlund, der von einem Kurier nach Genf gebracht werden sollte, ist gestern auf dem Bahnhof von Paris gestohlen worden. Schiffszusammenstoß auf der TII. Hamburg, 9. Aug. In der Nacht zum Montag ereignete sich bei Ochsenwärder eine folgenschwere Schiffstollission. Der Dampfer„Germania“ rammte die Bartasse„Erika 2“, die sofort lenterte und sant. Bei dem Zusammenstoß wurden drei Personen der Vartasse lebensgefährlich und mehrere andere weniger schwer verletzt. Das neue Geschichtshandbuch. Berlin, 9. Aug. Da. Reichsministerium der Innern teilt mit, daß es in Ausführung von Wünschen der Konferenz der Kultusminister vom 19. Juli Vorarbeiten für ein Preisausschreiden zur Schaffung eines Handbuches trifft, das die neue Geschichte von der französischen Revolution bis zur Gegenwart behandelt. Die Darstellung soll neven den politischen Ereignissen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Triebläfte der neuen Geschichte sowie besonders den Einfluß der zur staatsbürgerlichen Mitverwaltung ermachenden breiten Volksschichten gebührend zur Geltung bringen. Wie wir hören, ist als 1. Preis 150 000 vorgesehen, doch sollen auch namhafte Beträge für 2. und 3. Preise bereitgestellt werden. Als ein gutes Stärtungsmittel für Magenleidende hat sich das al Säuglingsnährmittel schon populär gewordene Nestle's Kindermehl bewährt. Magenschwachen. Erwachsenen, denen die gewöhnliche Durchschnittslost zu schwer ist, leisten die Nestlesüippchen vorzügliche Dienste. Wegen seines hohen Gehaltes an Milch von ferngesunden Gevirgskühen entstammt das Kindermehl dem Tierreiche, und wegen des Gehalte= an Malz. Zucker und Weizen usw. dem Pflanzenreiche; es stellt mithin eine äußerst leicht verdauliche, gemischte Kost dar. TII. Münster, 9. Ang. Die beiden 30 und 30 Meter hohen Schornsteine der Klooperwerke auf dem Gasübungsplatz Brelow sind auf Anorduugg der interallierten Militäriontrollkommission gesprengt worden. Buboder Mädel das int gleich— beide mülten früpzeitig an die Jabol-Haarpflege gewöhnt werden. Die regetmäßige Anwendung von Javol läßt es garnicht erst zur Bildung von Schuppen und Schinnen kommen, das wird und bleibt seidenweich. schön, voll, duftig und locker. Javol ist in allen Apotheken, Drogerien, Barfümerien und bei den Friseuren zu haben. Aus dem Leben der Kirchen. Wiederzusammentritt der Verfassunggebenden Kirchenversammtung. Als Termin des Wiederzusammentritts der außerordentlichen Kirchenversammlung zur stellung der tünftigen Verrassung für die evangelische Landestirche der älteren Provinzen Preu# ist jetzt endgiltig der 29. August dieses Jahres bestimmt worden. Die Sitzungen der Kirchenversammlung, welche öffentlich sind, finden, wie im September v. J. vor der Vertagung, im Auditor um marimum der Friedrich=Wilhelms=Universität zu Berlin statt. Internationale Kirchenkonferenz. Vom 6. bis 12. August findet in Kopenbagen eine Konferenz des„Karchenweltbuunde zur Körderung internationaler Freundschaft durch die Kirche" statt, zu der etyn 200 Vertreter von 26 Völkern erwartet werden. Im Anschluß an diese Tagung beginm ebendort am 10. August eine internationale kirchliche Konferenz, die über die Notlage des europäischen Pro testantismus beraten und Grundsätze für die kommenden Hilfeleistungen aufstellen wird. Wissenschaft und Hochschule. Eine Warnung vor dem Hochschulstndium. 1 Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft, die ihren Sit in Dresden hat, richtet einen bemertenswerten Aufruf an die Abiturienten der höheren Schulen, nicht das Hochschulstudium zu ergreifen. Unser Volk habe für eine breite Schicht geistiger Ar beiter nicht„mehr Brot genug. Der Staat fange an, die höheren Beamtenstellen zu vermindern. An diejenigen Berufe, die heute noch gewisse Aussichten bieten, stürze sich die Masse der jungen Studie kenden. Trotzdem ist in den meisten akademisBerufen eine vollsommene Ueberfüllung zu verzeichnen. Die Kosten des akademischen Studium sind gewaltig gestiegen. Selbst für das billigste Studium müssen nach den heutigen Verhältnissen 06 000 bis 60000M gerechnet werden. Das medizinische Studium dürfte unter 200 000 kaum noch durchzuführen sein. Der Aufruf wendet sich dasn an die Schüler der höheren Lehranstalten und fordert sie auf, in die prattischen handarbeitenden BeProf.Dr. Karl Dove; der bekannte Gengraph u Afrikaforscher starb in Jena Prof. Karl Dove war am 12. Nov. 1863 in Ti bingen als Sohn Richard Wilhelm Dove. Kirchenrechtslehrer: 1M. d. R. und Herrenhausmitglied gevoren. Er bereiste als Geograph und Meteorolog Südwestafrika, war dann Professor in Jena, io 2 hezt geitorten s. rufe hineinzugehen. Wer eine ganz besondere B. gabung für wissenschaftliche Arbeit mitbringt. möge dann später Werkstudent werden, damite sich in den Ferien nebenvei Verdienstmöglichkeiten schaffen kann. Diese Warnung vor dem Hochschulstudinm isr leider sehr berechtigt. Aber sie leitet zugleich den befürchteten tulturellen Nieder „ang unseres Volles ein. Wenn der akademische Nachwuchs sich vermindert, dann wird an viel Stellen- unseres wirtschaftiichen und öffentlichen Lebens, die jetzt in den Händen von wissens haftlich gebildeten Männern sind, mit dem Absterben diese: Männer ein vollwertiger Ersatz sehlen. Diese Geahr gibt zu den ernstesten Befürchtungen für das geistige Leben unseres Volkes Anlaß, denn man tann sich schwer vorstellen, wie unter solchen Um ständen eine lulturelle Weiterentwicklung mög seinsoll. Die Abwanderung der Jugend vom Hoch schulstudium würde nicht etwa einen Stillstand in der Entwicklung des deutschen Volkes bedenten, sondern einen Rückgang. Der neue Rektor der Berliner Universität. Zum Rektor der Friedrich Wilbelm Universität wurde für das kommende Geschäftsjahr der Pro sessor Dr. med. phil. Heinrich Effter gewählt. Die Rettoratsühergate erfolgt am 11. Oktober. Kunstnachrichten. Die Somjet=Regierung gitt jetzt in Erfüllung des Friedensvertrages von Riga die Kunstschätze an Polen zurück, die nach der 3. Teilung Polons nach Rußland verschleppt wurden. Es handelt sich um Jahrhunderte alte Möbel, Gemälde, Gobelins usw. tet von 20. Septemper bis 8. Oktover in Leipzig eine großzügige Ausstellung für Photographie und Kinematographie„Das Lichtbild“, an der sich auch Amateure beteitigen können. Bühnenschau. Theaterunion Hagen=Münster. Hagener, Stadtverordnetenversamnlung hat im Renruar die Fortführung eines eigenen beaterbetriebes wegen der hohen Kosten von dimals Millionen abgelehnt. Natürlich hat n agen niemand an eine völlige Schließung healers gedacht, sondern den Anschluß an die Bühne einer benachbarten Großstadt im Ange gebabt. Für den Ablschlun eines Gastspielvertrage; blier nar noch Munner frei. Dazu braucht das Orernpersonal gar nicht, das Schauspielpersonal nur um ennige Personen vermehrt zu werden. Vargesehen sind 60 Gaststiele und zwar 30 Schauspiele und m. Overn. Einschließlich eines an die Staht Münster zu zanlenden Zuschusses von 9500 k für jede Vornestung. die Münster nach Maßgabe seines Theaters zu leisten hat., betragen die Gesamtaus gaven für 60 Vorstellungen 2351.500 J. Bei einem Durchschnittseintrittsprerse von 25 M in Schaufptel und 35 4 in der Oper und 700 verta in Karten bei 970 vorhandenen Plätzen werde sich eine Ei nahme von 1260000. ergeben, sodi ungedeckt bleiben. Tazu tritt Bergnügungesteuer, Heizung, Beleuchtung usw., sodat; h ein stäotischer Zuschun von 2,6 Mill. ergiltt. wosur Wihrend 30 Wochen jeden Dienstag eine Schaufmel und eden Freitag eine Opernvorstellung geboten wird. Bei eigenem Theaterbetriebe großer T per müßte Hagen mindestens 10 Millionenuschaß leisten. Die Vorlage beschäftigt urzeit die zuständigen Ausschüsse der Stadt, ist jedoch in der letzten Sitzung der Stadtverordneten abgelehnt worden. Der Betrieb der städtischen Operette soll nach einem Beschluß des Rates der Stadt Leipzig eingestellt werden, da die Weiterführung einen Zuschuß von 1 700 000. erfordern würde. Gelegentlich soll dafür mit Opernträften die gute Operette gepflegt werden. Vom Film. Sämtliche Kinos in Köln wurden am 1. Augus geschlossen, da eine Einigung it der Stadt wegen der Lustbarkeitssteuer nicht möglich war. Nun hat die Stadt garnichts! Deutsche Filmwoche in München. In München wird vom 4. 11. August eine Deutsche Filmwoche“ abehalten werden. Iir Generalver#ammlun, des Her Sperlander der Lichtspieltbeatecbesitzer. 2. Telegiertensitzung des Zentratverbandes der Filmverleiher. (leneralversammlurg der Zweiggruppe Süddeutächland. 1. Verwaltungsratsitzung der Deuten Filmschule. Hierzu kommen noch die ahlreichen während der Flmwoche ausstellenden Zaotitanten und in= und ausländische Interessenten. Nußer dem bereits belanntgegebenen Programm ist auch noch vorgesehen eine Vortragswrmstaltung, in der von berannten Parlamentariern und von tompetenten, offiziösen Persönlichleiten und führenden Männerxn aus der ndustrie selne turze Vorträge üver den Film und seine Beziehungen zur Volkswirt schaft, zur Ein= und Ausfuhr usw. gehalten werden. Schrifttum. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Buchhandlung Carl Braus zu haben. Das Reichsmietengesetz und die Preußische Ausführungsverordnung. Dargestellt für Mieter und Vermieter von Dr. fur. Hans Laut, Leiter des Mieteinigungsamtes der Stadt Köln, Rheinischer Verlag. Opladen bei Köln. Preis 7. Für die Güte des Buches spricht die Tatsache, daß die erste starte Auflage innerhalb 14 Jagen vergrissen war. Die zweite Auflage liegt setzt vor. Dünnhaupts Studien= und Beruf sührer. Vand 1: Geschichte. Von Dr. Kurt Jagen und Dr. Friedrich Matthaesius. Geheftet 36 44, gebunden 11 c. Dessau 1922. C. Dünnlaupt. Verlag. Auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Gegenwart muß das atademische Studium sich immer mehr einstellen. Die Notwendigleit einer gediegenen, schon auf der Schule einsevenden Veruseveratung ist denn auch heute allgemein anerkannt. Ein Studienführer, ist in diesem Sinne für ihn ein unentdehrlicher Leitfaden. Dem kommt der Geschichtsführer entgegen, mit dem die Verfasser eine neue Sammlung„Dünnhaupts Studien und Verufsführer“ eröffnen. Er gibt den Abiturienten, ihren Eltern, den Lehrern und den Studi#renden ein klares Bild der für den Historiter in Betracht lommenden Lebensberufe, sowohl nach der uinchologischen als nach der wirtschaftlichen Seite. Besonders anzuerkennen ist, daß in dem Büchlein trotz aller Einstellung auf das Praktische mit vostem Nachdruck die sittliche Verpflichturg zu eindringender Geisterarbeit bctont wird. Es ist erfüllt von hohem Verantwortungsgefühl, sovohl der Wissenschaft wie ihren werdenden Jüngern gegenüber. Rahmen derselben werden folgende Kongresse statt * M Durch Schlaganfall verschied plötzlich und unerwartel were Feih Schune aus Bremke. Derselbe war seil 1 Jahre als Lagerarbeiler in zneinem Betrieb lätig. 5 Allgemein beliebt und geachlel. hal uns sein Tod schmerzlich berührt und werden wir sein Andenken in Ehren hallen. Schwerle, den 8 August 1922. Fursonbpiglg liefert schnellstens Waderkrtore-bruckerei u. braus #rl der Ausgabe werden von die Polizeiverwaltung vom i Orlsbehörden noch besonders!S. 265) und der§§ 143 und 144 des Gesetzes die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli Bekanntmachung. Die neuen Brotkarten für die Wochen 341 bis 48 gelangen in der Woche vom 14. bis 19. ds. Mis. in den einzelnen Stadl= und Amtsbezirken des Kreises zur Ausgabe. Tag und Ort dar Ausgabe den einzelnen bekannlgegeben. Nach§ 31 Abs. 3 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mil Getreide vom 4. 7. 1922(R G. Bl. S. 537) sind nicht versorgungsberechligt solche Personen, bei denen nach ihrem eigenen oder nach den Einkommensverhällnissen dessen, der ihnen Unterhall im gemeinsamen Haushall zu gewähren hat, ein Bedürfnis, Brot im Wege der össentlichen Versorgung zu erhallen, nicht anerkannt werden kann. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft erläßt im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und mit Zustimmung des Reichsrats die näheren Bestimmungen. Diese Bestimuungen sind zur Zeil noch nicht erschienen. Nach Erscheinen dieser Viehseuchenpolizeiliche Anordnung. Auf Grund des§ 17 ff des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1939(R G Bl. S. 5 9) wird hier. durch mit Genehmigung des Herrn Regierungs= Präsidenten in Arusberg für die össentlichen Viehund Pserdemärkte in der Gemeinde Annen folgendes bestimmt: S 1. Die Vieh= und Pferdemärkte der Gemeinde Annen werden auf dem zwischen Bahnhol= und Wilhelmstraße gelegenen Marktplatze abgehalten § 2. Die Märkte. beginnen in den April bis einschließlich August um 7 Uhr vormittags und in den übrigen Monaten um 8 Uhr vormittags. Der Austrieb hat bis 9 Uhr vormittags, der Abtrieb bis 12 Uhr mittags zu erfolgen § 3 Das Marktvieh dars dem Markt nur von der Bahnhofstraße her zugeführt werden. Solange der Zutrieb dauert, darf Vieh nur durch den ausgang zur Wilhelmstraße abgetrieben werden § 4. Alles den Märkten zugeführte Vieh unterliegt bei der Ankunft der Untersuchung des Kreis tierarztes oder seines Stellvertreters. Die Untersuchung wird an dem Eingange der Bahnhofstraße zum Markt vorgenommen Vor der tierärztlichen Untersuchung dürsen die Tiere nicht zum Verkaufs. stand geführt werden § 5. Der gewerbsmäßge Handel mit Pferden und sämtlichem Klauenvieh ist an den Markttagen am Marktort außerhalb des markiplatzes verboten. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden gemäß§ 76 des Viehsenchengesetzes vom 26 Juni 1909 bestraft. Hörde, den 14 Juli 1922. 3100 Der Landrat. I. V.: gez. Dreves. II Rete W Ein einfaches wunder#### bares Mittel teile ich gern### jedem kostenlos mit. Frau## M. Polon, Hannovei# L 204, Schließfach 106. Polizeiverordnung. Die Auswechselung von Holzschwellen im Zusammenhange einschließlich Herrichlung der hierzu erforderlichen Schwellen in 600 Uldm. Aus= und Einfahrgleisen auf Bahnhof Geisecke Ruhr) soll ungeteilt vergeden werden. Angebotsheste können, soweit der Vorrat reicht, im Amtsgebäude. Oltstraße 12. Zimmer 14 (Eisendahn Betriebsamt 1) zum Preise von 11 Mh für das Stück abgegeben oder bei vorheriger postfreier Bareinsendung dieses Betrages als portopflichtige Dienstsache zugesandt, werden Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen dis zum 8. August d Is, vorm. 10 Uhr an das unterzeichnete Betriebsamt kostenlos einzusenden. Die Eröfjnung der Angebote erfolgt zum vorstehend angegebenen Zeilpunkt in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlagskrist 3 Wochen. Frist für die Vertragsertüllung 2 Monate. Hagen. d. 3. August 1922 Deutsche Reichsbahn Eisendahnbetriebsamt 3. Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über 1. März 1850(G. S RegNur moderne Neuheiten Farben Gele Lacke Iu la. Qualität Jof. Rolling Schwerte Hühneraugen werden Sie sicher los durch Hühner. augen=Lebewohl Hornhaut an d. Fußsohle beseitigt Lebewohl=Ballen. Scheiben. Kein Verrutschen, kein# Festkleben am Strumpf. In Drog u. Apotheken. Drogerie Carl Trog. Papier-und Papierwaren Großhandlung Hornbruch& Co., G. m.b.H., Schwerte Rohr) Markt# Sämtliche Papiere und Papierwäréle# für alle Geschättszweige. Markt 3. — genfette über 1883(G. S. S 195), in Verbindung mit dem Reichsgesetz vom 21. Dezember 1921(R.G Bl.S 1604) wird nach Beratung mit dem Gemeindevorstand folgende Polizeiverordnung zur Regelung des Verkehrs auf dem Viehmarkt der Gemeinde Annen erlassen: 1. Das Aufstellen von Wagen irgend welcher #rt ist, sofern sie nicht als Verkaufsstände benutzt werden, auf dem Viehmarktplatz und an den anschließenden Straßen(Bahnhofstraße, Märkische straße und Wilhelmstraße bis zur Kirchstraße) verboten. Die Wagen dürsen nur auf den von der Polizeiverwaltung bestimmten Plätzen und Straßen aufgestellt werden. § 2. Die Ausstellung des Viehes in den marktständen pp. darf nur nach Anweisung der Polizeinoch nicht erschienen. Nac,.. 88(bezw, marktbeamten erfolgen. Großvieh pp. ist Ausführungsbestimmungen werden die Dloi=imnt festen Stricken anzubinden. Auf dem Viehmarkt und den auschließenMit Genehmigung der Aussichtsbehörden werden sämtliche Fahrpreise vom 1o. d. Mts. ab um 1 Mk. erhöht. Die Preise für Zeitkarten erhöhen sich entsprechend. Hörder Kreisbahnen. scheine von denjenigen Personen, die nicht versorgungsberechtigt sind, wieder eingezogen. Nach§ 49 Zisser 3 obengenannten Gesetzes wird mit Gesängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu fünfhunderktausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft, wer. ohne versorgungsberechligt zu sein, die Ver=(nung werden mit Genehmigung des Herrn Regie sorgung in Anspruch nimml oder den von dem rungs Präsidenten mit Geldstrase bis zu 300 Mark 8 den Straßen ist verboten: Alles Lärmen, Streiten, Pseisen und Singen. j de Belästigung anderer, sowie jede Störung der Ordnung alle Fuhrwerke einschließlich Motorwagen dürsen nur im Schritt fahren. § 4. Zuwiderhandlungen gegen diese VerordWage Maschineufette Huffette Ledersette Antofette Maschinenöle Motorenöle Centrifngenöle Fahrradöle Autvöle Fußbodenöle Lack u. Oelfarben Carvolineum liefern Engros und Detail Werke H. Giesberg S ch werte PribatMittagstisch von jungem Herrn gesucht. Ang. unter K 39 Samstag, den 12. Ang., an die Geschäftsstelle. abends 8 Uhr, eröffneich imstn die Geschafthstene. Hotel Jungesblut einen Tanz= und AnstandsKursus für Erwachsene. Hierzu ladet sreundl. ein Tanz- u. Anstands-Kursus. Reichsminister für Ernährung und Landwirl= schaft zu§ 31 Abs. 3 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandell. Hörde, den 7. August 1922. Der Kreisausschuß des Landkreises Hölde Pererster mil 0•— entsprechender Hast Bekanntmachung. DTer Wert der Sachbezüge für den Bezirk des Landkreises Hörde mit Ausschluß der Stadt Schwerte der reichsgesetzlich gegen Krankheit, Invalidität und Unfall versich erten Personen wir gemäß 160 p im Unvermögensfalle bestraft § 5. Vorstehende Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Veröffentlichung in Kialt. Annen, den 21. März 1922. Die Polizeiverwaltung: gez. Böttcher, Amtmann. Bekanntmachung. Der Schreinermeister Ludwig Sieling in AnnenRüdinghausen(Schnee) hat die Genehmigung zur Ein Sportanzug iee in Kummer, 1 Paar hohe, gelbe Louis Weißgerber Stiefel u.1 Reuthose und Tochter, Tanzlehrer. m. Lederbesatz zu verkaufen Bahnhofstraße 6, 11 F. W Suiohe zum Zubinden von Einmachgläsern Bachisändlung eart Braus Am Handel und Börse = Volkswirtschaft Milmmmmmmmmemmm Schwerter Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war wieder mit Erzeugnissen des Gartenbaues reich beschickt und bok unseren Hausfrauen große Auswahl. Es wurde denn auch fleißig gesauft, trotzdem die Preise nach wie vor von ihrer Höhe nicht herunterwollen. Sa lostete Weißtobl 5#/ das Psd., Rotkohl 7 M. Stan1 genbohnen 9 und 10 M, Erbsen 10+, Möhren 4 M. Blumenkohl 35 A das Stück, Salatgurken 2 Stück 25 M, Einmachgurten 25 cl das Pfd., Salat Pfd. 1,30 M, Kartoffeln 5 und 6 M. Sellerieknollen 3 und 5 J. Pflaumen 22 M, Pfirsiche 28 J. Birnen 15, Waldbeeren 22 M. Schellfisch 14 und 18 c# je nach Qualität. Absatz 2 der Reichsversicherungsordnung v 5. August Ansiedlung auf dem außerhalb der im Zusammen1922 wie folgt festgesetzt: Berufsgruppen: hang gebauten Ortschaft in der politischen Gemeinde Annen=Rüdinghausen belegenen Grundstück 1139/50 der Katastergemeinde AnnenRüdinghausen zur Errichtung von 1 Wohnhaus mit 1 Wohnung beanteagt. Gemäß§ 16 des Gesetzes vom 25. August 1876 Frzeugnisse erster Eirmen. Verkauf nur an Wiederverkäufer zu Fabrikpreisen. 10. August 19 4 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß dagegen von den Eigentümern, Nutzungs= und Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußstist von 21— 11— Tagen bei dem von dem Verbandsausschuß des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk beauftragten Amtmann zu Annen Einspruch erhoben werden kann. Annen, den 31. Juli 1922. Der Gemeindevorsteher: Sch Bemerkung: Für Verheiratete mit eigenem Hausstand gelten mit Ausnahme des Satzes für, #reie Wohnung die gleichen Sätze. Der Weit der freien Wohnung wird für Verheiratete von Fall zu Fall festgesetzt. In besonderen Fauen bieibt beim Nachweis## erheblicher Mehr= oder Minderwerte eine andere Festsetzung vorbehalten. Diese Festsetzung gilt auch für die dem Angestelltenversicherungsgesetz unterworfenen Berufsgruppen gemäß§ 2 Absatz 2 des Angestelltenversicherungsgesetzes Frühere Festsetzungen des Wertes der Sachbezuge werden hierdurch hinfällig. Hörde, den 1. August 1922. Versicherungsamt des Landkreises Hörde. Der Vorsitzende zugleich als Landrat: gez Hansmann. AO Perertro □ plakate, Eintrittskarten, programme, Festschriften, Johungen, ... Mitglieds=Karten liefert schnell und zu mäßigen Preisen in geschmackvollster Ausführung = C. Braus= Buch= und Kunst=Druckerei. Muster und Preisangebot ohne Verbindlichkell. MOOO Die Schwerter Zeitung wird auf Wunsch während der Reise gleichviel wonin, nschgesandt. Bei kurzem Ortswechsel (weniger als 14 Tage) ist der Bezug der „Schwerter Zcitung“ per Krenzband am vortellhaftesten. Die Gebühren betragen nach deutschen Postanstalten wöchentlich Ak. 20.— bei cinmaliger täglicher Zuster lung. nach dem Auslande monatlich Mk. 125. bei täglich einmaliger Zustellung. Bei längerem Aufenthalt an einem Orte ist Postbezug zu empfehlen Das Postabonnement inß venlgstens für einen Kalendermonat genommen werden und beträgt Ak. 50.—. Bestellungen müssen 4 Tage vor Abreise bei dem Verlag(aber nur innerhalb beutschlands zulässlc) oder sofort nach Ankunft bei dem Postamt des neuen Aufenthaltsortes aufgegeben werden. Postabonnenten beantragen die Nachsendung der Zeitung bei Ihrem Postamt unter Belfügung von Mk. 2—. Vor Rückkehr ist die Rücküberweisung wieder zu beantragen. Diese erfolgt kostentsel. Zur Vermeidung von Rückfragen wird um genaue Adresse. Dauer des auswartigen Aufenthaltes und Vorauszahlung des Reiseabonnements gebeten, da diese besonderer Behandlung und Berechnung unterliegen. Die Geschäftsstelle der„Schwerter Zeitung“. Berliner Börsenkurse vom 8. August 1922 mitgeleill vom Barmer Bank=Verein, Schwerle 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein 212 Deutsche Bank 495 Diskonlo 390 Dresdner Bank 284 Hamb.=Amer.=Pah 500 Allgem. Elektr.=Ges. 735 Baroper Walzwerk 1100 Bochumer Guß 1800 Bösperde Walzwerk 1000 Daimler Motoren.... 440 Deutsche Kaltwerke 2095 Deutsch=Luxemburg............ 1775 Dynamil790 Elberf. Fardw. 820 Essener Steinkohlen 1729 Gelsenkirch. Bergw 400 Gasmol. Deuß Harpener Bergw. 5100 Hasper Eisen..— Hoesch. 1800 Humboldl Masch........ 600 Mannesmann 1475 Oberschles. Eisenb.=Bed. Orenstein& Koppel...... 1285 Phönix Bergbau. Reisholz Pap. Rhein. Stahlwerke 3100 Rombacher 780 Schucker! Siegen=Solingen..... 450 Ver. Di. Nickelwerke 1550 Wesis. Drahl-Ind. 581 Wests. Eisen, Langendreer 615 Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlle deutsche Mark: für 100 belgische Franken 100 dänische Kronen.. 1 englisches Pfund.. 100 französische Franken 100 holländische Gulden 100 italienische Lire... 100 polnische Mark—— 100 schwedische Kronen: 20074,80 19875,10 100 schweizerische Franken 14182,20 14431,90 100 tschechische Kronen.. 1875,10— Ein Dolar 751,55 762,04 am 7. 8. em 6. S. 5817,70 5847,65 16604,20 16329.55 3415,70 3400,70 6177,35 6182,25 30262,10 29563.— 3440,65 3475,65 Nr. 185(2. Blatt) „ 3 Mittwoch, 9. August 192?. Der neue Orient. Mit unerwarteter Plötzlichkeit ist das Orienlpros! in den Vordergrund des politischen Interesses gerückt. Durch den Weltkrieg und besonders durch die auf den Herbst 1918 folgenden Ereignisse hat das politische Bild Vorderasiens ein völlig verändertes Aussehen bekommen. Wo zuvor ein einziger großer Staat sich erstreckte, das Türkische Reich, da finden wir jetzt ein buntes Mosaik von über einem Dutzend größerer und kleinerer Staatsgebilde. Die Grundlage der neuen politischen Karte bildet der am 10. August 1920 abgeschleisene Vertrag von Sövres, allerdings nur insoweit, als er tatsächlich bestehende Machtund Besitzverhältnisse widerspiegelt. Ausdrücklich abgeändert sind gewisse Bestimmungen des Séures=Vertrages durch ein französisch-türkisches Abkommen vom Frühjahr 1921. Die Verhältnisse an der anatolischen Nordostgrenze und in Kaufasien haben durch einen türtisch russischen Vertrag vom 16. März 1921 eine vorläufige Regelung erfahren. Die Staatenwelt Vorderasiens(westlich von Persien) umsaßte nach einer Zusammenstellung der schrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin zu Beginn des Jahres 1922 folgende Staaten: 1. Das Türkische Reich umsaßzt als Kern und Rest der ehemaligen Großmacht fast ganz Kleinasien(Anatolien) und den größten Teil Armeniens, ein Gebiet von rund 700000 gkm mit rund 10 Millionen Einwohnern. Tatsächlicher Sitz der Regierung unter ihrem Leiter Mustapha Kemal Pascha ist Angora. Offiziell bleibt der Türkei auf enropäischem Boden nur die Hauptstadt Konstantinopel, die zurzeit von Ententetruppen besetzt ist, mit einem kleinen Stück ihrer nördlichen Umgebung. Nach dem Sévres=Vertrag soll eine Zone von wechselnder Breite längs der Südküste der Meerengen(vom Schwarzen Meer nördlich von Ismid über Brussa sausschließsich bis zum Golf von Adrampti) neutralisiert werden, ferner ein Teil des Wilajets Smyrna, rund 20000 gkm, mit dieser Stadt selbst zwar unter türkischer Oberhoheit verbleiben, aber unter griechische Verwaltung treten; bekanntlich liegen sich hier Griechen und Türken noch in unentschiedenem Kampfe gegenüber. Zu Griechenland sind ferner die Inseln des Aegäischen Meeres, besonders Mutilene, Chios usw. gekommen; im Besitze Italiens verbleiben der Dodetanes(die Sporaden) nebst Rhodos, Karpathos, Kasos und der kleinen Insel Castellorizo an der Südspitze Lykiens.— Die tatsächliche türkische Nordostgrenze beginnt südlich von Batum, schließt die Gebiete von Artwin, Ardahan und Kars ein, verläuft dann längs des Arpa Tschag zum Ararat und weiter an der bis herigen persisch=türkischen Grenze bis zur Nordgrenze des Wilajets Mossul, südwestlich von Urmia. Der Armenische Staat, der nach dem Sèvres=Vertrag aus den Wilaiets Erzerum. Wan, Bitlis, Trapezunt gebildet und dessen genauere Grenze vom Präsidenten der Vereinigten Staaten bestimmt werden sollte, ist also nicht ins Leben getreten, ebensowenig das antomme Kurdistan, das die Striche zwischen dem oberen Euphrat, dem Gebirge südlich vom Wan=See, der persischen und der mesopotamisch-surischen Grenze umfassen sollte. Alle diese Geviete sind jetzt in Wirklichkeit in türkischer Hand. Dagegen bestehen im ehemals russischen Transkaukasien folgende drei Staaten, die zur Reihe der„Verbündelen Sowjet=Republiken“ zählen: 2. Georgien, 75000 gkm, 3 Millionen Einwohner, mit dem Hasen Batum und der Hauptstadt Tiflis. 3. Aserbeidschau, rund 80000 gkm, 2 Millionen Einwohner, die ehemaligen Gnvernements Bakn und Jelissawetvol umfassend; Hanptstadt Bakn. Der Name ist absichtlich irreführend gewählt, um Verwechslungen mit der persischen Provinz Aserbeidschan vervorzurnsen(in Andrees Handatlas, 6. Auflage 1920, sind beide Gebiete tatsächlich verwechselt!) 4. Armenien, etwa dem Gonvernement Eriwan entsprechend, mit dieser Stadt als Hauptstadt. Rund 30000 qkm, Einwohnerzahl unbekannt. Dazu noch als besonders autonomes Territorium das Gebiet der Stadt Nathitschewan am Aras. 5. Syrien, französisches Mandatgebiet. Die Nordgrenze gegen die Türkei wird in Zilizien vom Tschaihun Hrmak gebildet, weiterhin gehören Aintab, Urfa, Mardin und die Bagdadbahnstrecke von Tschoban=bey bis Nisibin zur Türkei. Die Südgrenze beginnt am Ras Nakura zwischen Akka und Tyrus, umzieht die Jordanquellen, schneidet den See Genczareth. schlieft das Hauran Gebirge ein und verläuft von da nordöstlich nach Albukemal am Euphrat, dann nordnordöstlich bis zu einem Punkt am Tigris rund 120 Kilometer oberhalb Mossul. Weiter wird die Grenze vom Tigris bis Dschesireh=ibn=Omar, dann von der Bag dadbahn gebildet. Das Gesamtgebiet, rund 180000 gkm mit 3 Millionen Einwohnern, zerfällt in drei Verwaltungsdistrikte und den christlichen Staat Groß=Libanon mit Beirnt als Hauptstadt. 6. Mesopotamien, britisches Mandatgebiet und nominell selbständiges arabisches Königreich unter Feissal, mit dem Sitz in Bagdad. Umfaßt die drei ehemaligen türtischen Wilajets Mossul, Bagdad, Basra, rund 370000 Quadratkilometer mit 2,9 Millionen Einwohnern. 7. Palästina, britisches Mandatgebiet, soll unter dem hritischen Kommissar Sir Herbert Samuel zu einem zionistischen Indenstaat ausgebaut werden, jedoch ohne Beeinträchtigung der übrigen Konfessionen und Nationalitäten, ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, daß die Einwohner sich aus rund 515000 Mohammedanern, 63000 Christen und 65000 Inden zusammensetzen. Die Staatsfläche, rund 23000 gkm, umfaßt nur die Gebiete westlich des Jordans. Bei Beurteilung der nachfolgend aufgeführten Staaten Arabiens muß die Natur dieses Landes in Betracht gezogen werden. Arabien ist eine gewaltige wasserarme Hochfläche, rund 23000 gkm, umfaßt nur die Gebiete westlich in vereinzelten Oasen, besonders in den Randgebieten des Südwestens, benutzbar ist. 8. Königreich Hedschas, umsaßt die Westküste mit Mekka, Medina, Dschidda, etwa vom Golf von Alaba bis El Zidh. Nordgrenze gegen Kerak vermutlich die Station Maian der Hedschasbahn, 1 Million Einwohner. König Hussein=ibn=Ali, Scherif von Mekka, hat sich außerdem seinerzeit auf Betreiben Englands zum Kalisen proklamiert. 9. Asir, die südlich folgenden 450 Kilometer Küste nebst Hinterland. 1 Million Einwohner, an der Küste Emirat unter Mohammed=ibn=Ali El-Idrisi, im Hochland unabhängige Stämme. Größte Stadt Sabijah. 10. Jemen, die Südwestecke Arabiens, 1 Million Einwohner, unter dem Iman Jahya Mohammed Hamid#d=Din in Sanaa. Der fruchtbarste Teil Arabiens. Die Hasenstadt Hodemna wurde an Jannar inzt inwoige dwohenden Anmarsches des Imam von britischen Truppen gerhinmt. 11. Aden, britisches Protektorat. Das eigentliche Aden nebst der Insel Perin umsaßt 200 qkm mit 46.000 Einwohnern, das Gesamtprotektorat rund 23.000 akm mit 500 000 Einwohnern. 12. Oman, Sultanat unter Seyjid Tuimur BinFeissal in Maskat. Rund 500000 Einwohner, 210000 gkm. 13. Redsched, das Mittetstück der arabischen Hochebene zwischen den Wüsten Rovacl-Kuli, Dena und Neind, Sitz des ehematigen Wahabiten=Reiches. Der Emir Abdel=Asis Es-Tand mit dem Sitz in Er-Riad hat 1913 die Küstenlandschaft Hasa am Persischen Golf den Türken entrissen und wurde im August 1921 von den Engländern als Sultan anerkannt. Rund 500000 Einwohner. 14. Dschebel Schammar, ein Emirat in dem gleichnamigen Gebirge unter. Emir Abdullah ibn=Mitah in der Oase Hail. 200000 Einwohner. 15. Koweit, ein kleines Fürstentum am Persischen Golf südlich der Mündung des Schat=öl=Arab, bekannt wegen des Streits um den Endpunkt der Bagdadbahn. Der Scheich Achmed ihn Dschobar wird von den Engländern mit Geld unterstützt und als Sultau anerkannt. 16. Kerat, das alte Moab, überhaupt das ganze Gebiet jenseits des Jordau und des Toten Meeres, mit unbestimmter Ausdehnung in die Syrische Steppe. Einwohner= zahl unbekannt. Der Emir von Kerab Abdullan ist eein anderer Sohn des Scherifen Hussein von Metka, also Bruder des Königs Feissal in Bagdad und gleichfallts in englischem Solde. Wie weit sich seine Macht über die Bedninenstämme der syrischen Steppe erstreckt, ist nicht ganz tlar. Ueberhaupt sind außer den genannten„Staaten“ eine große Zahl mehr oder minder unabhängiger Stämme vorhanden, deren Scheichs höchstens nominell dem einen oder anderen der vorstehend aufgeführten mächtigeren Staatsoberhäupter gehorchen. Rund um Berlin. Erhöhte Milchpreise und Steigerung der Lebenshaltung. Von Montag, dem 7. August ab beträgt in Berlin der Preis für Kartenmilch 12.6 je Liter, für freie Vollmilch 15,40 W je Liter.— Nach den amtlichen Feststellungen des Statistischen Reichsamtes sind die Lebenshaltungs= kosten im Juli gegenüber dem Vormonat um 32 v. H. gestiegen. Die Steigerung vom Mai zum Juni beirug nur 9,2 v. H. Streikbewegungen in Berlin. Der Streik bei Wertheim ist beendet. Die Arbeit ist in vollem Um fange wieder ausgenommen worden. Bei der Hochbahn erklärte sich die Direktion bereit, die erst für den 15. August vorgesehene Erhöhung der Stundenlöhne von 1.50.A bereits am 1. August eintreten zu lassen. Trotzdem wollen die Funktionäre der Hochbahn die Hochbahner über Annahme oder Ablehnung dieser Vereinbarungen in einer abermaligen Urabstimmung am Sonntag entscheiden lassen. Kommt es abermals zu einer Ablehnung der vorgeschlagenen Lohnregelung, dann wäre zu Beginn der kommenden Woche mit dem Eintreten des Hochbahnerstreiks zu rechnen. Bei Borsig ergaben sich ernente Schwierigkeiten, wodurch der Streik der Heizer und Maschinisten andauert. Der Betrieb wird durch Ingenieure und arbeitswilliges Personal soweit aufrechterhalten, daß das Werk nicht zur Stilllegung kommt. Von Einbrechern erschossen wurde der Kaufmann Konrad Friedrich aus der Schlüterstraße 20 in Chartotten= burg. Mehrere Verbrecher, wayrscheinlich drei Mann, waren in das Strumrfwarengeschäft Etam in der Pestalozzi straße 13 eingedrungen. Als sie dort kurz vor drei Uhr von dem Wächter überrascht wurden, ergriffen sie die Flucht. Der Wächter verfolgte sie mit Friedzich. Plötzlich wandte sich einer um, schoß auf die Verfolger und traf Friedrich so schwer, daß er zusammenbrach. Die Kuget hatte die Lunge durchschlagen. Leute, die hinzukamen, venachrichtig ten das Ueberfallkommando. Unterdessen kam auch eine Polizeistreise in bürgerlicher Kleidung heran. Man sand aber nur noch Friedrich hilflos auf der Straße liegen und brachte ihn nach dem Elisabethkrankenhause, wo er bald starb. Die Verbrecher waren in der Dunkelheit entkomme mit Schupo und Landjägern die Festnahme der beid entäter. Während der angebliche Wurm sofort ve Rilet wurde, gelang es dem anderen Verbrecher in sein Wohnun, zu enlieien. Er wurde dort von den verfolgenden Beannen gestellt und gleichsalts verhaftet. Die Alten täter sind unter sicherer Bedettung nach Berlin gebracht worden. + Mißhandlung eines Saarbewohners. Ein un erhörter Vorsall trug sich nach der„Saarbrücker Zeitung in Saarbrücken zu. Der bei der Firma Baumann. Elektii zitätswerk, beschäftigte Monteur Dreßler, der von dir Hauplgeschäft zur JFiliale geschickt worden war, gung mi seinem Arbeitskollegen der Lnisenbrücke zu. Er trug einen schweren Korb, der ihm die Nneicht versperrte. Währen? er mit seinem Kollegen in der Unterhaltung vegriffen war. passierte ihm das Misgeschick, daß er einen franzcischen Unteroffizier am Arme streifte. Ehe er sich ennchalbigen konnte, schlug der Unteroffizier mit der Peitiche anf inn ein. Ein in der Nähe steyender Posten setzte ihn sogar das Bajonelt auf die Brust. + Verhaftung von Landesverrätern. Unter dem Verdacht des Landesverrats wurden in Withelme haven durch Kriminalbeamte zwei Personen aus Düsseldorf festgenommen. In ihrem Besitz befand sich un sangreiches Material über deutsche Marineangelegenheiten, das auscheinend dem Nachrichtendienst einer fremden Ma#: ausgeliesert werden sollte. + Explosion in Küstrin. Wie dem„Tag" berichtet wird, erfolgte in einem alten Festungswerk bei KüstrinKietz eine furchtbare Detonation. Es handelte sich um Sprenamunition, die zur Ausrüstung der Festung gehört. Um Unglücksfälle zu verhüten, wurde eine Abteilung Reichswehr zur Absperrung ausgeboten. Auch die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Ursache der Explosion ist bisher noch nicht festgestellt. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Schweres Automobilunglück. Auf der Chaussee Köslin—Stolp in Pommern geriet ein Kraftwagen de: Automobil G. m. b. H. Köslin beim Ausweichen vor einem großen Stein ins Schlendern und raste gegen einen Baum Der 24jährige Abteilungsleiter der Raiffeisen G. m. b. H. Alfred Michel(Köslin) wurde getötet, eine junge Tame, dem„Tag“ zufolge, schwer verletzt. % Erhöhung der Portosätze. Nach Blättermeldungen wird im September dem Verkehrsbeirat und dem zuständigen Reichstagsausschuß die Reichspostverwaltung ihr. neuen Portoerhöhungen vorlegen. Vom 1. Oktober al sollen Briese im Inlande auf 4 ·K. Postkarten auf 2 c bis 2,50., Ortsbriefe auf 1.50 M und Karten auf 1 Drucksachen auf 75 Pf. erhöht, Patete, Fernsprech= und Telegrammgebühren um 50 Prozent teurer werden. + Die neue Notenbank in Wien. Der Prospekt zur Zeichnung auf die Aktien der neuen Oesterreichischen Notenbank, deren Fundierung durch die deutsch=österreichischen Bankinstitute nunmehr gesichert ist, wird in den nächsten Tagen erscheinen. Die Notenbaut wird ihre Tätigkeit am 15. September beginnen. Aus aller Welt. dem Neiche. + Der Verein für das Deutschtum im Auslande eröffnete in Kulmbach in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus allen Gauen des Deutschen Reiches, aus den Grenzländern und aus dem Auslande seine diesjährige Hauptversammlung. Nach dem Bericht des Vereins für das Jahr 1921 wurden in diesem rund 5 Millionen für Unterstützungen ausgegeben und 119 neue Ortsgruppen gegründet. Aufferdem wurden über 450 Schulgruppen mit etwa 100000 Mitgliedern gegründet. Der Verein konnte Ende 1921 einschließlich des Deutschen Schulvereins rund 200 Orts= und Schulgruppen mit rund 360000 Mitgliedern feststellen. + Tagung des Internationalen Bergarbeiterverbandes. Der Vorstand des Internationalen Bergarbeiterverbandes ist in Frankfurt a. M. zur Vorberatung der Verhandlungen des vom 6. bis 11. August tagenden 26. Internationalen Bergarbeiterlongresses unter dem Vorsitz des Engländers Herbert Smith. Mitglied des Unterhauses, zusammengetreten. Die allgemeine Tagung, zu der etwa 150 Telegierte erwartet werden, beginnt am Sonntagabend. Auf der Tagesordnung des Kongresses stehen Anträge über Regelung der Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen, über die Sozialisierung des Bergbaues, über Errichtung eines internationalen Informationsbureaus, über den wirtschaftlichen Stand des Bergbaues und der Bergarbeitergesetzgebung. Zwei kommunistische Zeitungen in Bayern verboten. Der Regierungskommissar von Angsburg hat das Erscheinen des Münchener kommunistischen Organs, die„Neue Zeit“, und des Augsburger kommunistischen Organs, die„Bayrische Arbeiterzeitung“, auf fünf Tage wegen Veröffentlichung eines Aufrufes des Bezirkstages der Kommunistischen Partei Nordbayerns verboten. + Verhaftung der Scheidemann=Attentäter. In Klein=Althammer bei Gleiwitz wurden die beiden Scheidemann=Attentäter festgenommen. Sie hatten sich unter den Namen Wurm und Halber in Klein=Althammer aufgehalten. Die Berliner Kriminalpolizei hatte die Spur bis nach dort verfolgt und erwirkte nach Umstellung des Dorses. + E. köhte Brotpreise in Wien. Von Montag ab wird der Preis für den Normatlaib Brot 2490 Kronen betragen. Neuer Versuch, den englischen Kanal zu durchschwimmen. Der französische Schwimmer Pouilly startete in Grisnez, um den Kanal zu durchschwimmen. Das Meer ist ruhig, der Wind schwach, das Wetter regnerisch und sehr nebelig. + Streikbewegung in Italien. Der regelmäßige Eisenbahnverkehr hat überall wieder eingesetzt, außer in Ancona und Vologna, ivo er voraussichtlich bald wieder aufgenommen werden wird.— Während alle übrigen Städte ihr normales Leben wieder ausgenommen haben, werden aus Parma und Bari heftige Zusammenstöße zwischen Faszisten und Kommunisten gemeldet. Die Regierung hat energische Masinahmen zur Wiederverstellung der Ordnung und zur Bestrafung der Verantwortlichen getrossen. + Verlobung im spanischen Königshause? Madrider Blätter bringen ein Gerücht über Verlobungspläne des italienischen Kronprinzen mit der ältesten Tochter des jpanischen Königspaares.# Vermischtes. Geruchs=Geheimnisse. Der Geruchssinn, dessen forschung sich in letzter Zeit die Physiologie so ei#rig zugewandt hat, bietet doch noch mannigfache Geheimnisse und Seltsamkeiten. Es ist eine bekannte Tatsache, daß der zivilisierte Mensch nur noch einen sehr verkümmerten Geruchsinn besitzt, wenn man seine Fähigkeit des Riechens mit den Leistungen primitiver Menschen vergleicht. Nicht nur in den Indianergeschichten, sondern auch in allen wissenschaftlichen Berichten über die dem Aussterben nahe Rasse der einstigen Herren von Nordamerika wird erzählt, wie die roten Männer schon aus großer Entfernung den Geruch eines nahenden Fremdlings witterten, und die halbwilden Ainus von Nordjapan versolgen noch heute ein Wild allein mit der Nase, so sicher, wie der beste Jagdhund. Gelegentlich gibt es auch noch unter den heutigen Europäern Virtuosen des Geruches. So weiß man vom Taubstummen, daß sie bisweilen so sein entwickelte Geruchsnerven haben, daß sie einen eintretenden Freund oder Verwandten an dem bloßen Geruch erkennen können. Von dem großen englischen Geologen Dea Euckland ist überliefert, daß er, wenn er mit Freunden ausritt und die Gesellschaft sich verirrt hatte, vom Pferde stieg, eine Handvoll Erde aufnahm, daran roch und dann genau angeben konnte, in welcher Gegend man sich befand. Auch die Riechleistungen der Jagdhunde bieten in ihrer seltsamen Verschiedenheit manche Geheimnisse. Jeder Jäger weiß, daß sein Hund an manchem Tage mit seiner Nase Erstannliches leistet, während zu anderer Zeit sein Riechorgan ganz stumpf zu sein scheint; Es ist eine allgemeine Erfahrung, daß Hunde der Fährte des Wildes an einem trüben feuchten Tage besser folgen können als bei sonnenhellem Wetter und trockener Luft. weilen ist der Geruch des Hundes am Morgen gut und ang. Nachmittag schlecht; es kann aber auch umgekehrt sein, u manche Hunde finden am Morgen gar nichts, während### am Nachmittag jeder Spur folgen. Regelmäßige Frauenbeilage zur Schwerter Zeitung Eche Klel Fn., Ak. und Käller Modenberichte Erziehungsfragen, Humor Haus und Rüche Grttach HeezchreitenrrHef.urt Tantenauche ##220. Morgenhaube in Holländer Form, aus Batist oder Mull mit Stickerei. Beyer=Schnitt erhättlich. W201. Nachthemd mit angeschnittenen Aermeln und viereckigem Ansschnitt: zur Garnitur Lochstickerei u. Säumchengruppen rückwärts Falte. Beyer= Schnitte für 44 u. 48 cm Oberweite. Bener=Abpiatimuner Nr. 90142 III. 0 B 117. Hemdhose, Windelhöschenform, mit viereckigem Ausschnitt und Achselschluß. Bener Schnitte für 44 und 52 cm Cverweite. W•97. Taghemd mit Achselschluß. Die Verandung des viereckigen Ausschnitts ist vorn aus Svitze und Stickerei, rückwärts aus Spitze gebildet. BeyerW9s. Taghemd mit rundem Ausschnitt: die Ränder sind langettiert: gestickte Punkte schmücken den vorderen Ausschnitt: Achselschluß. = Schnitte für 44 und 48 cm Oberweite. Beyer= =Schnitte für 44, 48 u. 52 cm Oberweite. A99. Elegantes Taghemd. Vorderpasse und Träger setzen sich aus Durchzugnickerei und zusammen; rückwärts Spitze. Beyer=Schustie für 44 und 48 om Oberweite. Stolz der 7221. Morgenhaube aus Mull, an den Rändern mit Klöppelspitze geputzt, je seitlich rosa Bandschleifen. Beyer=Schnitt erhältlich. gein Lornat an gediegener Wäsche, der aut geisteig schsctzisgen zugchbhäce, wenn man (); dentichen Halstrag gewucsen: beute V. 9 gu Zigzzsgale ist gros, aber auch inden hohen, unierer Mgrisöscheoste verschgengz, hh zst cnich, rausam, bei Rüsche an der Güte, des crug# die Heusfrauen nehmen guten Stoff und nähen Stosts zu hgren, do, It es shon Pratisger, ur Szuz, ig ist die Anigrtigung nicht schuer, die Sachen lieber selbst., Hat man einen auten Stohunt, zum großen Teil die Schönbeit nur schr eigen muß man seiu: denn sauberst=andpähher gihugchuz. giuge Auswahl von Wäschee Aähche au, e aien, Haundlickerei st lüicken, wie sie uuniere Grauen iy, den verthjgtgezzüge macht sich guch bezahlt; denu in den ür Leibwäiche der, chcuste, Sohuusngsiungere Letensdauer als der Stoft. Un die Ränder esich Böhen but die, Tticherztgs ich, vor dem Schürzen der Langeten ein Batistbändchen scht bottyot uumgn iete eignen sich zur Auschmückung der Wäsche; man u erüee, chlicheret mit Hohläumen und Durchbruchsicht auch oit muichreie, Zuidzuncezgctett, v...., und zschselspangen ganz aus Stickerei, woriven. Elegaut wirkt das Heud, dessen, Lo,ggalgnden braucht man im allgeneinen Stitaneinägen, und Spitzen gebicher, Jund, Bhy,.zudes, Um Stoff zu sparen, ziehen von Slem breiten Sto zueiug De Longe 2Pa; Nagzest ur Itz st in dieser Bezisehug viete Zrauen beute vov, Die. oendyo), Zrszelung kaum mehr Stof als zu einem Taahend. miusteraültig; vioy bxeucht zu eiye, Zeudent gugenchm; auch auf Reisen sind die WindelBeionders iür hbeiße Toge, ud biese, zu gasier einnehmen. Die dargestellten Nachtbenden bemdhoien pratiüch, da ste wovig Pug,g Juzitaltung, u- 21, das Heimd mit Kimona=Aermeln, ud gngrciscketel Frsenigrungen geisert. Man rechuet für Kinono=Nachtbenden 3m wit Lechtrgerge, ud utzeugen mit eingese— langen Aermeln etwa 11m Ston für Stoi, 1am breit, vhr Auuggng v..daßz Frazen mit geschickten Händen, mit wenig drei Stück.— aie Mgrget gig#gen##gg# und ohne viel Mühe sich auch Niteln— bier Und v, uuge, ug, ud Stichcrehtey, Zuch die vier Unterleibchen geben den Luns eings Morgczbähbchens.gesgge, Epgenreste praktsch zu verwerten.— Vermanchertei Anreuugen, Sto, S.chuchzug eiungerschtet; setzt ein großer Lums, und doch chiecdene der Modene uund iu, Dony hiezziche ig, daß man se nicht vermissen möchte. Einen wuten diese datten buutegn, Sondchen, dv, ay Zeziagrn, oder Seidentwistreste, leicht herstellen, bütchen, Biutigen Crtotz vouy uoy, Zzenerdings zieht man die Bändchen gern durch einen den woy, diese izue schuft, an den Actmein oder im Gürteschlußt. Dies sicht, besonders bei zarten Geweben, sehr duftig aus, da das farbige Bändchen nur zart durchschimmert: es ottene seiwärts endet es meist in einer Schleise. W 199. Einfaches Nachthemd, mir Stickerei und Fältchengruppen geziert. Beyer=Schnitte für 44 und 48 em Oberweite Xw1 Zi W 150 u. W 151. Wäsche= Garnitur: Taghemd und Beinkleid mit Handstickerei. Das Hemd, W 150, hat einen vierecigen Ausschnitt, die Ränder sind, laugettiert: Achselschluß.— Das Beinkleid, u 151, ist weit und kurz gehalten: Garnitur wie am Taghemd. em Oberweite, W 151 für Beyer=Schnitte: Beyer=Abrlättmu K 150 106 n N 152 u. N 153. Wäsche= Garnitur: Taghemd und Veinkleid mit Spitzensalbel und Banddurchzug: das Hemd, V 152, hat einen runden Ausschnitt, das Beinkleid, V 153, ist seitlich geschlitzt und abgerundet. V 116. Hemdhose, einfache, offene Form mit Vorderschluß. Schmale Spitzen säumen den Ausschnitt und die Beinlinge. Beyer=Schnitte für 44, 48 und 52 cm Oberweite. BenerHotäogt und Nr. 30461,II. = Schnitte: W 152 für 4 em Overweite, M 153 für 106 cm Hüftweite. A E #-511 249 # 250 W 249. Unterleibchen mit angeschnittenen Aermeln und viereckigem Ausschnitt. Spitzen u. Stickerei=Einsatz zur Garnitur. Beyer=Schnitt für 44 cm Overweite. W 250. Unterleibchen aus Stickereistoff mit Trägern aus Stickerei: Zugsaum, den man zum Waschen und Plätten aufziehen kann. Beyer=Schnitte für 44, 48 und 52 cm Oberweite. W 251. Unterleibchen mit Handstickerei und BanddurchRunder Ausschnitt mit Langetten. Vorderschluß. Beyg Schnitte für 44 und 48 cm Oberweite. W 252. Unterleibchen mit reicher Verzierung. Der Vorderteil ist mit Klöppelmotiven geziert: um Ausschnitt und Nermel Kloppelspitzchen. Bever=Schnitte für 44 und 48 cm Oberweite zug. 5 a Me SCw2t W 252 Bage r's Handarbeitsbücher, Beyer's Lehrbuch der Wäsche, Beyer's Buch der Kinderkleidung, Beyer's Modeführer und Beyer's Schnittmuster empfiehlt und besorgl Carl Braus, Buchhanolung. c