Detthotener Ooterbecher betzwicheder Verdunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oelkszeitung Schwerter Delksbiatt Erstes und ättestes Cagesorgan des Kreiles. Us„Odwerder Zettung“ verktäglich.2 Haupigeschäftestelle, Druck und Verlag: Cor Braus. Celegr. Adr.=Braus, Schwerterudr. Cel. 62. Postscheck. Dortmund 2852 Verautwortliche Schriftleitung: Karl Richter, Stadt und Provinz Friedr. Kraas; sämtlich ia Schwerte. Rogelwäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatdlätter. u Lustiges Allertei. Kinderzeitung: Unser Blatt nUinterdaltungs- u. Nomanbeilage. Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbild. Kunst u. Wissen.n Gartenratschläge. Amtliches Kreisblaut für den Kreis 55. Jahrgang Samstag, 5. August 1922 stadt der Abruzzen. Auf Ein Tourist kam in eine dem Kastell wird punkt 12 Uhr Mittags nach italienischer Sitte ein Kanonenschuß abgegeben. Der Tourist fragte den Militärposten, woher er wisse, daß es 12 Uhr sei, worauf der Mann erwiderte, Zum Geleit. Der Mensch lann den Strom der Zeit nicht schaffen und nicht lenten. Er kann nur darauf hinfahren und steuern mit mehr oder weniger Er fahrung und Geschick Wie Gott will, es ist ja alles doch nur eine Zeitfrage, Völker u. Menschen, Torheit und Weisheit, Krieg und Frieden, sie kommen und gehen wie Wasserwogen, und das Meer bleibt. Gott wolle uns nicht der eigenen Blindheit c%— Neueste politische Nachrichten. Gegen die alten Hoheitszeichen. Der preußische Minister des Innern und der Finanzminister erließen eine Verfügung, in der es heißt: Die früheren monarchistischen Hoheitszeichen an der Außenseite sowie im Innern sämtlicher staatlicher Gebäude und sowohl die Räume an allen anderen dem Publitum zugänglichen als amtlich gekennzeichneten Stellen, z. B. Wegen, Tafeln, Mauern, Bausteinen, Grenzsteinen, Schildern sind unverzüglich zu entfernen. Ausnahmen sind nur bei Bauwerken in solchen Fällen zulässig, in denen die Beseitigung von früheren Hoheitszeichen nur durch Vernichtung von Kunstwerken möglich ist. * 16,7 Milliarden neue Noten. Die Anforderungen, die der Verkehr Ende Juli an die Reichsbank stellte, haben einen Umfang erreicht, wie er in der Geschichte der Reichsbank bisher noch nicht zu verzeichnen war. Die Reichsbank hat, um diesen Anforderungen zu genügen, nicht weniger als 16.7 Milliarden Mark neuer Noten in den Verkehr gegeben. Die Ausgabe war diesmal aus technischen Gründen besonders schwierig. * Die Parteiführer äußerten in einer Besprechung beim Reichskanzler, daß die Einverufung de: Reichstages vorläufig nicht nötig sei. Die bekannte Frauenrechtlerin Minna Cauer ist in Berlin gestorben. Unter den Sanktionen, welche Poincarce ergreisen will, soll sich die Beschlagnahme deutscher Industrieunternehmungen zunächst in Elsaß=Lothringen befinden; eine solche Maßnahme im Ruhrrevier mache die Verwendung von Truppen nötig und sei deshalb unwahrscheinlich. * Die faszistische Parteileitung in Rom hat befohlen, von der Besetzung derjenigen Provinzhauptstädte abzusehen, in welcher der Streik beendet wird, daß aber die Faszisten bis auf weiteres mobilisiert zu bleiben haben. * Der italienische Minister des Innern teilt mit, daß der Streit gestern beendet wurde. * Nach einer Meldung der„Morning Post“ ist es wahrscheinlich, daß die Verhandlungen in London eine längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Ursprünglich war nur eine Dauer dei Koserenz von 2—3 Tagen vorgesehen. Vermischte Kunde. Der Pilatus=Darsteller in Ober ammergau ohne Stimme. Von den Passionsspielen in Oberammergau ist mitzutetlen, daß der Pilatusdarsteller Mayr unmittelbar nach der letzten Vorstellung durch eine Stimmlähmung aus dem Spiel fortan auszuscheiden genötigt ist, denn es wird ein Jahr dauern, bis er den vollen Besitz der Stimme wiedererlangt hat. In den Honomag=Werkstätten Hannover wurde jetzt die 10000. Lokomotive fertiggestellt, die einen ganz neuen Typ darstellt. Sie ist die erste sechsfach gekuppelte Tender=Lokomotive Europas und besitzt den größten Zylinder aller Lokomotiven des Kontinents. Eine niedliche Geschichte erzählt Sigurd Ibsen, der Sohn des Dichters und ehemalgen Ministers. In Berlin wohnen 250000 Menschen in 42.000 Einzelzimmern! Es kann einen erbarmen ob solchen Jammers! * Vom Tabakmarkt in Süddeutschland wird berichtet, daß der Rathenau=Mord mit der enormen Steigerung des Goldturses die Preise für Inlandstabak um 100 M und mehr für den Zentner in nur einer Woche emporschnellen, daß aber trotzdem größere Umsätze nicht zu verzeichnen waren, weil die Tabal Cigner„große Zurückhal tung“ zeigten, also nichl vertausten, weil— nun warum wohl: Die Gemeindewiesen der Gemeinde Ringleben wurden im Vorjahre für 118000 A verpachtet. Und alle Bewohner staunten über den„wahnsinnig“ gewordenen Bieter. Der diesjährige Bieter war noch viel wahnsinniger, er erstand, und zwar nur den ersten Hieb Gras, für den Riesen betrag von 1 400 000 M 1I Diesmal staunt man schon weniger, sondern freut sich von wegen der Gemeindelasse. Deutschlands„inlwort an Berlin, 1. Aug. Das Reichstabinett beschäf tigte sig in seiner heutigen Abendsitzung mit der Reparationsfrage und vor allem mit der Note, die neuerdings in dieser Angelegenheit an die französische Regierung gerichtet werden soll. Die Note, deren Absendung für heute abend vorgesehen war, soll im Laufe des Samstags vormittags durch den deutschen Botschafter in Paris der französischen Regierung überreicht werden. Die Veröffentlichung der Note in der deutschen Presse erfolgt Samstag abend. Die Note selbst zerfällt in zwei Teile, in rechtliche und wirtschaftliche Außführungen. die Note nimmt Bezug auf die Stellung der Regierungen der übrigen alliierten Staaten, die sich bisher bekanntlich von der Franfreichs unterscheidet. Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeven, daß die gesamte Frage der Reparationen ohnehin vor dem Fälligkeitstermin entschieden werden solle. Im übrigen versichert die deutsche Regierung, daß sie ihr bestes tun werde, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Note beschäftigt sich dann mit der katastrophalen Einwirkung des Marksturzes auf die gesamte Reparationsfrage und läßt durchblicken, daß Deutschland unter den gegebenen Verhältnissen nicht in der Lage sei, das zu erfüllen, was von ihm verlangt werde. Das„Verl. Tagebl.“ schreibt über den Inhalt der Antwortnote an Frankreich u. a.: Die Mitteilung beginnt mit dem Hinweis auf die Antworten, die von England und Belgien auf das deutsche Gesuch um Herabsetzung der Ausgleichszahlungen erteilt worden sind. und weist darauf hin, daß diese beiden Staaten die schleunigste Er ledigung der Angelegenheit in Aussicht gestellt haDie letzte Woche. Wie der erste Napoleon seit der Schlacht bei Austerlitz glaubte, es mit der ganzen Welt mili tirisch aufnehmen zu können, so hält sich Raynond Poincaree seit der Konferenz von Genua allen Staatsmännern gegenüber geistig für gewachsen. Er weiß, daß die Wirtschafts= und Schuldenkrisis zum mindesten Europa umsaßt, daß kein Staat seiner Politik, Unmögliches zu machen, zustimmt, aber er will den Kopf durch setzen. Er will eine große Tat vollbringen, die seinen Hauptgegner Tardieu, der ihn von seinem Platz verdrängen möchte, zum Schweigen nötigt und er denkt nicht daran, daß seine Eitelkeit, sich zu verherrlichen, schließlich Frankreich selbst Nachteil bringen muß. Gerade so war der Ausgang bei Napoleon. * Mit dem Recht nimmt es der französische Ministerpräsident dabei heute ebenso wenig genau, wie früher. In dem Londoner Ultimatum vom 10. Mai 1921 sind die von Deutschland zu leistenden Raten zusammengefaßt, und es ist ausgesprochen, daß sie nicht getrennt werden sollen. Trotzdem, oder vielmehr gerade weil auch die übrigen Ententestaaten hieran festgehalten wissen und Deutschland wegen der Höhe der Summe bei der heutigen Markentwertung eine Stundung zugestehen wollen, hat Poincaree in der Forderung und ben. Die Note erinnert daran, daß die deutschen Ausgleichszahlungen erst am 15. August fällig seien und daß die Folgen, die sich aus der Nichtzahlung Deutschlands ergeben könnten, in den Abmachungen über das Ausgleichsverfahren festgelegt sind. Nach diesem Vertrage, sagt die Note weiter, könne von seiten der Mächte eine sofortige Kündigung der Abmachungen und seitens der deut schen Regierung eine Kündigung mit einmonatiger Frist ausgesprochen werden. Zwangsmaßnahmen für den Fall, daß die deutsche Regierung bis zum 15. August die Zahlung der geforderten Beträge nicht zugesagt habe, sind also nicht möglich, ganz abgesehen davon, daß für derartige Maßregeln überhaupt jede rechtliche Grundlage fehlt. Die Note setzt dann auseinander den Sinn der letzten Mitteilung der Reichsregierung an den französischen Ministerpräsidenten über die Ausgleichszahlungen und hebt hervor, daß darin niemals von der Absicht einer gänzlichen Einstellung der deutschen Zahlungen die Rede gewesen sei, sondern nur von der Unmöglichkeit, sie in der geforderten Höhe zu zahlen. Auch der Versailler Vertrag biete keine Handhabe für das von Frantreich angekünbigte Verfahren. Am Schluß der Note wird noch einmal auf die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands hingewiesen und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß von der französischen Regierung keine Jwwangsmaßnahmen ergriffen werden, bevor nicht die ganze Frage endgültig gemeinsam mit allen Mächten geregelt sei. Der deutschen Note liegen Abschriften der Antworten Englands und Belgiens auf das deutsche Gesuch bei. Extraleistung der sogenannten Ausgleichsraten in Höhe von 2 Millionen Pfund monatlich einen Vorwand zu finden gewußt, uns neue Dau menschrauben anzusetzen. Die Reichsregierung muß diesmal an ihrer ablehnenden Antwort festhalten, weil wir kaum noch Geld genug haben, uns Brotmehl aus dem Auslande zu kaufen, da die ei gene Ernte nicht genügt. Es ist kaum zu glauben, daß England, Italien und Belgien Frankreich tun lassen werden, was Poincaree will, denn die Reichsmart müßte dann ins Bodenlose sinken und das Debacle für die Weltwirtschaft bringen. * Ob die bevorstehende Unterredung zwischen Lloyd George und Poincaree die Verständigung über die deutschen Reparationen bringen und was dabei herauskommen wird, kann niemand sagen, bevor es nicht schwarz auf weiß vorliegt. Es werden auch Stimmen laut, die mei nen, Poincaree würde schließlich auf eine Herabsetzung der Reparationszahlungen als Vorbedingung für die große amerikanische Anleihe für Deutschland eingehen, wenn Frankreich den r. wenanteil dieser Anleihe erhielte, aber in London wird auch schon gegen die französische Habgier protestiert, der zuliebe England seinen Schuldnern nicht Milliarden schenken könne, wenn es nichts davon habe. Aber die Erzielung von Kompensationen ist wiederum nicht leicht. Die Franzosen möchten dauernd am Rhein bleiben, während sie die Engländer von dort möglichst bald forthaben wollen. Ta England aber auch jetzt wegen der internationalen Schulden eine Zirkularnote verschickt hat, wird auch in Sachen Deutschlands etwas geschehen müssen, wenn die Schuldenfrage vom Fleck kommen soll. Oder aber die ganze Welt müßte sich von Frankreich dauernd zum besten halten lassen, das doch auch Schuldner ist, und sogar ein recht großer. * Wenn sich die Engländer und Franzosen auch im Orient einander„geschraubt“ haben, indem sie als Deckmänner die Griechen und Türken Gewehr bei Fuß in der Umgebung des von der En tente besetzten Konstantinopel Aufstellung nehmen ließen, so kann Deutschland auf keinen Nutzen daraus rechnen. Die Griechen haben zunächst erreicht, was sie wollten. Das wertvolle Smyrna in Kleinasien isr unter dem Vocwande der eigenen Verwaltung in ihren Händen, ihre Flotte schwimmt dank englischer Erlaubnis im Schwarzen Meere und das wichtige Rodosto bei Konstantinopel ist von, griechischen Truppen besetzt. Damit kann man in Atben vorläufig zufrieden sein, und England hat den Franzosen und Türken gezeigt, daß es gute Trümpse in der Hand hat. und Land. Schwerte, 5. August. Erinnerungen. August 1772 Erste Teilung Polens. 1809 Sieg der Tiroler am Stiliser Joch. 1866 Frankreich fordert für seine Neutralität im Kriege mit Oesterreich das linte Rheinuier bis Mainz. 1895 Der Sozialist Friedrich Engels gestorben. Kaiserin Friedrich gestorden. 0 August 1806 Kaiser Franz II. entsagt der deutschen Kaiserwürde. 1870 Schlachten bei Wörth und Spichern. Sonntagsworte. Man sollte hin und wieder eine stille Stunde benutzen, um eine Art Selbstprüfung anzustellen, welche Frucht ein vergangener Zeitabschnitt unseres Lebens oder unser ganzes Leben überhaupt gebracht hat. Bemerken wir dann, daß da manche foule Frucht zum Vorschein gekommen ist, anstelle guter Dinge, so muß an unserem Wurzelleben manches nicht in Ordnung sein. Denn ein guter Baum, der tief wurzelt, zeitigt auch gute Früchte. Das gilt dann schließlich auch für das öffentliche Volksleben. Steht da bei uns nicht manches faul? Dann muß es daran liegen, daß unser ganzes Zeitalter zu viel Oberflächlichkeit hat, und daß es an tieswurzelnden Menschen fehlt. Christus mahnt, ernstlich darauf zu achten, daß niemand sein Leben und seine Retigion in Worten bestehen lasse, da im„Herr=Herr=Sagen“ keine Kraft und kein Nutzen ist, sondern eben nur in fruchtbarer guter Tat. Wo unser religiöses Leben geheimnisvoll in die Diefe geht, da erstarkt der Baum, der dann Frucht bringt, die da genießbar ist und segenvoll für Einzelne und das Gesamtleben. ** Die Ernte im Sauerlande. Wenn auch die Roggen= und Haferernte hier gegenüber dem Vorjahre zu wünschen übrig läßt, so haben wir dagegen einen um so besseren Ertrag an Kartoffeln, Gemüse und Obst zu erwarten. Das Gemüse hat sich infolge der anhaltenden Feuchtigkeit während der letzten Wochen besonders gut entwickeln können. An Obst hatten wir während der letzten Jahre fast durchweg das eine Wal nur Kern=, das andere Mal nur Steinobst, und dazu jedesmal nur spärlich. Jetzt aber sind beide Arten derart in Fülle vorhanden, daß viele Bäume, um deren Aeste und Zweige vor dem Zerbrechen zu schützen, schon jetzt einer Stütze bedürfen, trotzdem die Früchte noch lange nicht ausgewachsen sind. Auch die Grummeternte verspricht eine bedeutend bessere zu werden wie im Vorjahre. Freilich bedürfen wir jetzt besonders zu einer gedeihlichen Kartoffelernte, auch eines richtigen Augustwetters, d. h. mehr trocken is eht. ** Die Wegezeichen der Gebirgsvereine. Zu gemeinsamer Besprechung waren in Hagen der Hauptvorstand des Sauerländischen Gevirgsvereins und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft des Vereins Vergisch Land und des Vervandes Vergi scher Verkehrsvereine versammelt. Es handelte sich um die Wegevezeichnung der an den Grenzen der beiden Wandergeviete zusammentreffenden Wanderstrecken. Das Vergische Land und das Sauerland haben das gleiche Wegezeichen, nämliein Andreastrenz. Zur Vermeidung von Verwechselungen an den Grenzen der beiden Geviete wurde vereinbart, daß der Verein Vergisch Land neben dem Kreuz die Buchstaben B. L. und der Sauer ländische Gevirgsverein auf seiner Seite die Buch staben S. G. V. anzubringen haben. Der Verein Vergisch Land wird Kreuz und Nummer noch weiß umrahmen. ** Rauchverbot in Wäldern und Mooren. In der Zeit vom 1. März bis 1. November ist, das Ranchen aus Pfeifen ohne Deckel, sowie das ganze Jahr das Ranchen von Zigarren im Walde außer halb der mit Seitengräben versehenen Wege der boten. Heidegrundstücke werden dem Walde gleich geachtet, ebenso Torimoore; letztere jedoch mit der Maßgave, daß in der Zeit vom 1. März bis 1. 9 vember jede Art des Rauchens nicht nur auf der Moore selbst, sondern auch auf dem dasselbe durch schneidenden Wege verboten ist. Bei Bränden in Waldungen, auf Torfmooren und Heidegrund, stücken hat jeder zur Hilfeleistung Ausgeforderte, und Verpflichtet# sich aut einem Spaten, einer Art oder Rodehacke zu versehen, sofern nicht unabweis bare Hindernisse entgegenstehen. ** Schutz den Gärten! Dem Beispiele anderer Besitzer und Pächter von Kleingärten folgend, ha ben sich jetzt auch die Nutznießer der an der Schüt zenstraße belegenen Gärten zusammengeschlossen, um selbst den Schutz ihres Eigentums zu überneh men. In einer gestern abend im Vereinshause (Specht) abgehaltenen, sehr zahlreich besuchten Versammlung der Interessenten haben sich eine stattliche Anzahl Personen bereit erklärt, das Amt eines Ehrenfeldhüters für jenen Teil der Feld mark zu übernehmen, um dem Diebesgesindel energisch zu Leibe zu gehen. ** Das Brot wird wieder teuerer! Auf oie diesbezügl. Bekanntmachung des Landratsamtes in heutiger Nummer sei auch an dieser Stelle noch besonders aufmerksam gemacht. ** Unsere Ehrenseldhüter sind auf dem Posten der vorlepten Nacht bemertten zwei Wächter der Gärten am Brückentor zwei mit einem schwe eren Sack beladene junge Leute, die über die Iserlohner Straße eiligst der Stadt zustrebten. Die, beiden verdächtigen Gestalten wurden von unsern Ehrenfeldhütern verfolgt und schließlich festgehalten und da stellte es sich dann heraus, daß man es mit zwei Obstdieben zu tun hatte, die von Dortmund gekommen waren und einem Land wirt in Kaltbof über zwei Zentner Birnen ge gestohlen hatten. Die beiden Spirbuben wurden der hies. Polizei übergeben, die das weitere dann veranlaßte. Der eine der beiden Diebe hatte früher auf dem betr. Hofe gearbeitet. * Weitere Ausdehnung des Blitfunttelegrammverkehrs. Vom 1. August ab wird der der suchsweise eingeführte Blitzfunttelegrammvertehr weiter ausgedehnt. Es können Blitzfunttelegram me zwischen Berlin, Breinen, Breslau, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Elbing, Frani furt Main), Friedrichsbafen, Hamburg. Hanno ver. Königsberg Pr., Konstanz, Leipzig, Mün chen, Stettin und Stuttgart einschließlich der Bör sen soweit vorhanden in diesen Orten ausge tauscht werden. Außerdem nehmen über Dort m und vom 1. August am Blitzfuntverkehr auch Bochum, Bottrop, Castrop, Quisburg- Süd, Quis # burg=Nord, Essen, Gelsentirben. Hagen(Weircf., „Hamborn, Haltingen Ruhr' Herne, Hörde, Horst Emscher!, Kamen. Kunferdreh. Lünen. dortmund, Mengede, Mühlheim(Ruhr!, en Rheinlands, Recklinghausen. Littgen verhau Schwerte. (Ruhrs, Stertrade, Unna, Werden(Ruhr!, Wet ter(Ruhr!, Wicede. Asseln und Witten, sowie Elverfeld und Vaimen teil. Durch Blitinnttele gramme erfoigt die schnellste Uevermittlung witiger und dringender Nachrichten Handelsnachrin ten, Kursmeldungen. Börsenaufträge usm.). An lieferung bei den Post- beg. Telegraphenanstalten der genannten Orte durch Fernsprecher oder um Schalter. Besörderung zum Beseimmungsort draht los telegraphisch; Uevermittlung an den Em am Bestimmungsort durch Fernsprecher e0ühr vrzeit 50 A##üir ein Wort. Blinfunttele Wennihe Furert gramme dürfen im allgemeinen nicht mehr 30 Wörter enthalten. Nähere Auskünfte werden am Postschalter und durch Fernsprecher erteilt. waren mit Stroh gedeckt. en Neuerwehren gelang Ausbreitung des Feuere Den schnell herbeieilenes nur, eine weitere 31 Aus den Provinzen. Dortmund, I. August. leverfahren und fort getötet. Auf der Münsterstraße er eignete sich ein schrecklicher Unfall. Ein Lastaut der Firma Plawer kam aus der Torjahrt beraus um in die Münsterstraße zu fahren. Ein Mäd chen von etwa 10 Jahren geriet dabei unter de Wagen. Die Vorderräder gingen dem bedauernwerten Mädchen üver den Kopf. Ein hinzuge rufener Krantenwagen lehnte den Transport ab, da das Mädcyen den schweren Verletzungen sofort erlegen war. Dortmund, 1. August. Ein Geldtäschchen mit 6000. auf dem Wochenmarkt ge srohlen. Einen schweren Verlust erlitt ein junges Arbeiterebepaar auf dem Wochenmarkte. Der Mann. der seine Löhnung und, sonstige Gelder erhoben hatte, wurde von seiner Frau abgebolt, und beide wollten auf dem Nachhausewege noch vom Markte etwas mitnehmen. Als die Frau vor einem Fleischvertaufsstande das Geldtäischchen für ein paar Augenblicke auf die Theke legte, um Fleisch und zurückerhaltenes Kleingeld anzu nehmen, wurde ihr das Täschchen mit 6000 0A Inhalt von unbetannten Spitzbuben geraubt. Iserlohn, 1. August. Selbstmord, verübte in der Nacht zum Dienstag in einem Aufall von Schwermut der 61 Jahre alte Meister Friedr. Schmidt. Der Lebensmüde, der sich mit einem Rasiermesser den Hals durchschnitt, war seit dem im Mai erfolgten Tode seiner Frau schwermütig und außerte schon mehrmals, daß er seinem Leben ein Ende machen wollte. Unna, 1. August. Ein mißglückterPfer dediebstahl. Einem Amwohner der Kaiserstr. wurde in der letzten Nacht gegen ¾ 11 Uhr von der in der Näbe der Adlerbrauerei in Königsborn gelegenen Weide ein Pferd gestohlen. Der Dieb trieb das Tier in einer Cntfernung von etwa zehn Metern vor sich her. In der Hansastraße schwenkte unvermutet das Pferd in eine Seitenstraße ein. Da ertannte plöplich im Lichte einer Straßenlaterne der Täter einen Mann, der von weitem auf ihn zukam. Spornstreichs nahm jetzt der Pferde dieb Reitzaus, während der andere, ein Vergmann. das Tier einfing, das dem rechtmäßigen Eigen tümer wieder zugeführt werden konnte. Bielefeld, I. Jugust. Kleideraufschli Auf Nen=Betblehem wurde ein 28jähriger verhindern. Dahin gegensind sämtliche sün Höfe mit zusammen 13 Gebinden vollständig niedergevrannt. Das Vieg ein Teil des Movilars tonnte gerettet werden. Onhingegen sind sehr viele landwirtschaftliche Ma schinen mit verbrannt. Am meisten ist die Witme der Hofbesitzers Schulz zu beilagen. Sie war nach Liinevurg gefahren, um die Ueverführung ihres kort vernorbenen Ehemannes zu beweristelligen. Als sie abends nach Hause tam, fand sie ihr ge samtes Hab und Gut in Asche liegen. Brandstiftung vermutet. Der angerichtete Schaden ganz ungebener. Barmen, I. August. Zamilienstreit. Der in der Münchener Straße wohnende Bantwirter Ernst Heuser erstach gestern nach turzem Wort bechsel seinen im gleichen Hause wohnenden Schwager Peter Henseling. Der Mörder wurde sengenommen. gust. Dir alte Geschichte. dem hiesigen Hauptbahnhof versuchte ein Rei sender aus Stocholm, auf einen fahrenden Jug 31. gen. Er rutsche aus, geriet-unter den und es wurden ihm beide Beine abgefahren. Berunglückte in im Hospital gestorben. Kohlen;, I. August. ein Heiratsver Pot. Wie die hier erscheinende offizielle Armee seitung der ameritanischen Truppen mitteilt, ist den Mannschaften der Truppe verboten worden. weitere Heiraten mit deutschen Mädchen und Frauen zu schließen. Die verheirateten Soldaten sollen in die Heimat zurückbefördert werden. Auch r die Soldaten der britischen Besatzungstruppen in ein neues Vervol erlassen worden. Die Verordnung bestimmt, daß englische Soldaten und Olsiziere an keiner Festlichteit und teinem Tan vergnngen teilnehmen dürfen, das von Deutschen arrangiert ist. Glösingen, 1. August. Auf tragische Weise sam auf der Chemischen Fabril bei dem Provieren eines neu, angelegten Gasmotors der Schlosser Julius Spindeldreher zu Tode. Beim Anlassen des Motors tam der Lufttessel zur Er plosion. Spindeldreher, der gerade den Motor an lassen wollte, wurde mit solcher Gewalt gegen die Band geschleudert, daß der Tot sofort eintrat, obschon Hilfe gleich zur Stelle war. Der Schwerter Wochennachklänge. nen der einer Anzahl Herren die interhalb der Taschen zerschnitter hatte. Mann seitgenom Jackett Dannenberg, I. August. Fünf Bauern höfe nirdergebrannt. Am 30. Juli brach in dem Dorfe Predöhl auf dem Gehöft des Hofbesitzers Frahm ein Feuer aus. Binnen wenigen Minuten stand das ganze Gehöft in Flammen. Da gerade ziemlicher Sturmmind herrschte, sprang das Die vergangene Woche brachtte zuerst im gangzen deutschen Reih, die große Friedens Resolution: Nie wieder Krieg! und seltsam, am gleichen Tage zogen die Griechen mit blanker Waffe gegen die Türken zum ersten Gesecht, gegen Konstantinopel, das zu mopsen. Poincaree sandte uns zugleich eine scharfe Note der Ablehnung, uns zu erdrücken. avern saß und schmiedete Antworten auf Reichspräsident Everts Versöhnungsbrief und der Monat August hielt am Dienstag bei kühlster Temperatur seinen Einzug. Welch ein Abstand zwischen dem August 1914 und dem trün#eligen August 1922! Aus dem traft strovenden Jüngling ist ein ohnmächtiger Greis geworden. Wenn wir mit tritischem Auge zurück blicken auf die Kriegsjahre, so ergibt sich, daß da als schon, in diesem selben Monat August, wir so fühn jubelten, unser traurige sal entschieden war. Einige sagen, erst die Schlacht an der Marne im September 1911 habe die schlimme Wendung herbeigeführt. Ich glaube, die satalen Würfel sind schon zu Anfang Auguit gefallen, nämlich bei dem Eintritt Eng lands in den Krieg. Denn damit wurde der ganze schöne Plan unserer Generalstabs außer Kraft gesetzt Der erste, der die Gefahr der ade damals durchschaute und zu war der jetzt ermordete Dr. Rathenau. Er veranlaßte die Einrichtung eines Rohstoffansschusses und erward sich dadurch ein großes Ver dienst um das ringende Vaterland. Daß dieser werktätige Patriot von Menchelmördern mit deutschen Namen ermordet werden konnte, steht in schrelendem Gegensat zu der Stimmung im Au ust 1914. Wie arg hart doch inzwischen die Ver wilberung der Sitte und der brutale Mordgeist um sich gegriffen! Darum meine ich, wir dürfen den Rückplick auf den Ansang des Kriges nicht scheuen, wenn er uns auch im August in herde Wehmmt stürzt oder gar vittere Tränen uns pacten. Fur den Monat August gibt's aber auch aller lei zu beachten; was unpolitisch ist. Die Abnahme der Tuge machl sich bemertbar. Die Erntearbei ten sollen jetzt ohne Unterbrechung weiter geför dert werden. Mit dem träftig gewachsenen Gie mise tommen mehr neue Kartoffeln auf den Markt. Die großen Ferien sind da. Von Mitte August ab legen die Bauern Eier ein, der Vertauf läßt dann nach. Die Augusteier sind die besten in Aufbewahren für den Winter. Im August begirm auch bereite die Abreise der Zugvögel. Die en sind die Turmschwalden. Die Nachtigallen. die bis Johanni gesungen haben, wandern Mitte August ab. Und ihnen folgt eine Gruppe der gesiederten Sommergäste nach der anderen. Am August schließen die Hundstage. Was es mit denen auf sich hat, lehrt uns ein böser Buben Brief aus dem Sachsenlande, wo setzt schon die großen Ferien halb vorvei sind. Der Brief lautet: Die Hundstage. Eine Ferienbetrachtung. Von Ende Juli bis Mitte August haben wir die Hundstage. Man nennt sie Hundstage, weil in dieser Zeit die Hunde besonders viel Flöhe haben. Auch unser Bully hat sehr viele. Und shalb ist es sehr gefährlich, an folchen Tagen in einem Abteil zu fahren wo die Tafel steht:„Für keisende mit Hunde!". Denn dann lut es einen sehr jucken. Die Hundstage nennt man in den flachen Gegenden auch die Sauregurtenzeit. Meistens sind sie sehr heiß und deswegen schwitzt man. Infolgedessen fahren wir in den Hundstagen immer auf die Sommerfrische, um dort zu schwitzen. Besonder Vater, der gerade Urlaub hat. In der Sommerfrische macht man sehr viele Belanntschaflen. Besonders meine Schwester. Im übrigen haben es die Mädchen in den Hundstagen sohr gut. Denn Ousel Martin sagt, daß die Män ner infolge der Hitze den Verstand verlieren und deshalb sich verloben. In den Hundstagen wird sehr viel gebadet, weil das gut tut. Dann braucht man sich in der Frühe nicht zu waschen. Vater sitzt am Strande und guckt immer durch ein Fernglas. Er sucht die Seeschlange, die immer um diese Zeit zum Vorschein kommen soll. Die See schlange ist mir sehr unsyphatisch, denn sie soll. sagt Vater, wie Tante Marie aussehen. als chickenglischen Vlo! beschwören suchte, Aber Tante Marie, nenn: Vater eine Blindschleiche. Früher nannte er sie giftig, eine Kreuzotter, aber das hal er zurischgenommen, als sie ihm den Anzug von ihrem seligen Mann schentte. In den Hundstagen geschieht immer sehr viel Unglück. Aber es ist meistens nicht wahr, weil der ich###ag geschlossen ist. Und dann gibt es kein Unglüc, sagte Ontel Martin. Ih freue mich immer auf die Hundstage, weil ich dann meistens nicht in die Schule zu geben brauche. Die Hundstage, so sagt Ontel Martin, sind eigentlich die Schullage. Aber das darf man nicht laut sagen. sonst ist der Herr Lehrer bös. In einem Ferien aussatz muß man immer wieder betonen, wie sehr man sich wieder auf den Schulanfang freut. Denn Heuchelei sagt Ontel Martin, ist das erste Prin zip der Pädagogit. Deshalb nennt Mutter Ontei Martin einen vertommnenen Menschen. Aber W Garttar 63 Roman von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) Wenn mein Gatte Sie „Davon ist vorläufig keine Rede. in Dienst genommen hat, so ist alles in Ordnung. Sagen Sie mir vor allem, wie er sich befindet. Oder ist er vielleicht gar nicht mehr hier im Hause? „Freilich ist er da. Der Doltor wollte ja durchaus, daß er in ein Krankenhaus oder in eine Privattlinik gebracht würde. Aber Herr Almröder=sagte, er wolle bleiben, wo er sei. Es fehlt ihm ja auch an nichts. Die Schwester ist sehr tüchtig, und schließlich verstehe ich mich auch ein bißchen auf Krankenpflege. Wenn man einen Mann und vier Kinder begraben hat, kriegt man Uebung in solchen Sachen.“ „Und seine Krankheit? Man hat Ihnen doch wohl gesagt, was meinem Manne sehlt““ Ja nicht92 F 4 85 „Ach, das wissen gnädige Frau noch gal nihl:“ stagle die Wirtschafterin, und das Mißtrauen glitzerte noch lebhafter in ihren Augen.„Obwohl es doch heute schon der vierte Tag ist oder gar schon der fünfte. Eine schwere Lungenentzündung ist es— auf beiden Seiten und mit Komplexionen oder dergleichen, wie der Doktor sagt.“ „Mein Mann liegt in seinem Schlafzimmer— nicht wahr? Ist er— ist er bei Besinnung?“.. Fraus gr. „Manchmal wohl nicht so recht, gnadige Fraa: Er phantasiert viel. Aber zwischendurch redet er doch auch wieder ganz vernünftig.“ zauderte. Vielleicht rufen Sie die Schwester, mie doch wohl bei ihm ist, auf einen Augenblick heraus. Ich möchte doch nicht bei meinen Manne eintreten, ohne daß er auf mein Kommen vorbereitet worden is.“....(gin zumal der Ger„Ja, das wird auch wohl besser sein, zumat der Heii Doktor streug verboten hat, irgendeinen Menschen zu ihm zu Sie entfernte sich, und Helga, die in der Hast der Abreise nur noch eine kleine Handtasche hatte packen konnen, entledigte sich in dem nächstgelegenen Zimmer ihres Hutes und ihres Staubmantels. Sie hatte kaum den Mut, sich in den wohlvertranten Räumen umzuschauen, die ihr Fuß= betrat. Denn sie kam sich darin wie eine Fremde vor, wie ein Eindringling, der davor zittern mußte, daß man ihm die Tür wies. Schon in dem kurzen Gespräch mit der Wirtschafterin halte sie kaum ihre Haltung zu bewahren vermocht, und als nun die in die dunkle Tracht einer Ordensschwester gekleidete Kranienpflegerin mit dem lautlosen Schritt und dem undurchdringlich ruhigen Gesicht, die diesen Frauen nicht minder eigentümlich zu sein scheinen als ihre Gewandung, das Ge mach betrat, legte sie vollends nicht mehr das geringste Gewicht darauf, die Würde der Hausfrau zu repräsentieren. „Wie geht es meinem Manne?" fragte sie ungestüm. „Sie sind Frau Alimröder— nicht wahrr“ kam es in sehr überflüssiger Frage von den sanften Lippen der Schwester. „Ja, ich glaube wohl, daß Sie ihn sehen können. Es wird ihm nicht schaden, denn er hat schon oft gefragt, ob Sie nich gekommen seien, und er scheint sie mit großer Ungeduld zu erwerten. Aber ich muß Sie freilich darauf aufmerksam machen, daß Ihr Gatte sehr krank wiederholte sie noch einmal mit eigentümlichem Nachdruck. „Sie werden das bei Ihrer Unterhaltung mit ihm nicht vere„Meis Himnnel, er ist doch— er ist doch nicht wirtlich in en ene hin nicht verufen, darauf zu antworten, Frau Almröder! Sie werden besser tun, es den Arzt zu fragen, der in einer Stunde wiederkommen wollte, um, wenn es nottäte, die Nacht hier zu verbringen.“ Wie eisiges Erschauern hatte es Helga bei den letzten Worten der Pflegerin überrieselt, denn trotz der unerschütterlichen Ruhe und Gelassenheit, mit der sie gesprochen worden waren, war in diesen Worten etwas Unheimtliches und Herzbetlemmendes gewesen— etwas wie die düstere Ankündigung von etwas unäbwendbar Fürchterlichem. Und um nichts in der Welt würde die junge Frau jetzt noch die Kraft ausgebracht haben, eine weitere Frage zu tun. „Warten Sie hier noch einen Augenblick,“ sagte die Schwester, als sie vor der Tür des Krankenzimmers standen. „Es ist nötig, daß ich den Patienien auf Ihr Erscheinen vorSie schlüpfte hinein, und erst nach Verlauf einiger Minuten erschien sie wieder auf der Schwelle. Kommen Sie!“ flüsterte sie.„Aber seien Sie vornichtig, Ihr Mann ist sehr trank.“ Gewappnet mit all ihrer Kraft und doch mit leise wankenden Knien folgte Helga dem Rufe. Noch war das Tageslicht ausreichend, das Gemach zu erhellen, obwohl der wolkenverhangene Himmel bereits die Schatten einer frühzeitigen Dämmerung in die weitgeöffneten Fenster fallen ließ. dem breiten Beite inmitten des Zimmers lag Hubert Almröder, schön und stattlich wie immer, und mit der trügerischen Fieberröte auf den Wangen kaum einem Kranken ähnlich. Aoesein Atem ging kurz und mühsam, mit einem unheimlich rasselnden, pfeisenden Geräusch, und in seinen starr auf die Tür gerichteten Augen war ein Glänzen, dessen Anblick Helgas Herz erbehen machte. Er lächelte, als sein Blick ihre königliche Gestalt umfaßte, und, mit einem nur halb gelungenen Versuch, sich aufzurichten, streckte er ihr seine Hand entgegen. Grüß Gott, Helga! Ich hab's ja gewußt, daß ich dich noch sehen würde.— Schön und brav ist's, daß du gekommen bist. Da, setz' dich her und halt ein bissel bei mir aus. Es Helga hatte ja die Absicht gehabt, mit einem freundlichen, herzlichen Wort seiner Anrede zuvorzukommen. Aber es hatte ihr wie eine würgende Faust an der Kehle gesessen, so daß sie keinen Laut hatte über die Lippen bringen können, und während sie sich bemühte, ihre zucenden Lippen zu einem Lächeln zu zwingen, rannen, ihr selber unbewußt, die hellen Tränen „Net weinen, Schatzerl!“ fuhr Hubert fort, als sie neben ihm saß, und seine sieberglühenden Finger streicheiten liebkasend die eiskalten Hände, die sie ihm bereitwillig überlassen. — so, wie's der Himmel jetzt fügt, iste doch am allerbesten. Ein jed's von uns zweiln kriegt eben, was es verdient dal.“ das sagt sie nur, tel Martin steue bei. und das u Vater. Auch sonst bie haltendes. Aber darf nicht in ein den. Wenn die zu Cnde. Dann frische und kehre Vater:„Einmal ten wir wieder Warten! Und der Ern Parten. Das sonders nicht le Duntelheit. Da langsam und in fen! Vist d srimmt: Nicht welcher Art. „Wenn di Bricht die und dein Wird es Vor vollbeset Lichtspieltheater Shlußteil des sche Grabma druck, den der e gemacht hatte, weitert. Mit Publikum wied dem Roman vo uns einen Ein und Kulturlebe tun läßt. Und von selten gesel Leinwand gewr wenn wir beba bietet die„Rei dert abgerollt gens für das gleitmusik nicht ist ja bedar druck, den der Wer etwas Gr wärtigen Vors wird die Stund zumal auch de harmloser Nati bungen unterla Duis Auf Grun die Elternbeir wahl der Sch termin auf S sestgeschäng Scoder9 Tand) den 9 Im Pruch. Lanzinst.# Punztuig standsreh#e" viel vorrt#r druck seum Schrift#ch, waren. Indbre mich#er#### gen. S.##tal Urhebe zzcht Protov# ge das# Uettri bessen der von Fehlerihr vor Sprenzodiel sah detetheri ruhe en#egen bewuf. Hvar. Verfa'r gen und lig mie zog'nen war läufi Nc obiger mich P ranla eit zu gegebe pen al sen Ab Wah herau liege zu d habe 2 Ank dig nach Hans Man diese treffel beut jede Ben schaft Tans geg sein brucken lung hierf Stelle 0 Ar pei sin Genu is füt obige Pau (Fortsetzung folgt.) das sagt sie nur, wenn er nicht da ist. Denn Ontel Martin steuert die Mitgirt für Schwester Anna bei. und das muß berücksichtigt werden, meint Vater. Auch sonst bieten die Hundstage allerlei Unter haltendes. Aber das ist Ramiliengereimnis und darf nicht in einem Ferienaussatz geschrieben wer den. Wenn die Hundslage aufhören, dann sind sie zu Cnde. Dann verlassen wir auch die Somme frische und kehren nach Hause zurück. Dann sogt Pater:„Einmal und nie wieder!“ Und dann warten wir wieder auf die michnen Hundstage. Warten! Damit schließt der lustige Brief. Und der Ernst des Leyen:? Er lehrt uns aucl Parten. Das letztere ist tein leichtes Stück, de sonders nicht leicht in Zeiten der Not un Duntelheit. Da gehr einem Gottes Uhr oft langsam und man möchte am Zeiger rücken helfen! Vist du vielleicht auch gerade also gesrimmt? Nicht froh, sondern unter dem Druck jed welcher Art. Dann bedente. „Wenn die Stunden sich gesunden, Bricht die Hilf mit Macht herein, Und dein Grämen zu beschämen Wird es unversehens sein.“ Lehte drahtmeldungen. Turnen, Spiel und Sport. der Scheidemang-Atteptster denem Stafde iu den deutschen Kampsspielen 1o# Vor vollbesetztem Hause ging gestern abend im Lichtspieltheater„Reichstrone“ der zweite und Scthlußteil des großen Filmwertes„Das indi sche Grabmal" in Szene. Der gewaltige Ein druck, den der erste Teil bereits auf die Zuschauer gemacht hatte, wurde gestern noch vertieft und erweitert. Mit atemloser Spannung folgte das Publikum wiederum der Handlung, vielen aus dem Roman von Thea von Harbon betannt, die uns einen Einblick in das eigenartige religiöse und Kulturleben des indischen Wunderlandes tun läßt. Und dabei werden Landschaftsbilder von selten gesehener Pracht und Schönheit auf die Leinwand geworfen. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn wir behaupten, im„Indischen Grabmal“ bietet die„Reichstrone“ den besten Film, der je dert abgerollt ist. Daß das Hausorchester der eigens für das Werk geschriebenen prächtigen Begleitmusik nicht immer gerecht wird erste Geige! ist ja bedauerlich, lann aber den guten Eindruck, den der Film hinterläßt, nicht abschwächen. Wer etwas Gutes sehen will, besuche die gegenwärtigen Vorstellungen der„Reichstrone"; er wird die Stunden nicht zu den verlorenen zählen. zumal auch das vorhergehende Zaktige Lustspiel harmloser Natur ist, wenn auch einige Uebertrei bungen unterlaufen. Verhäftung der Suhrtormann Zullemmet. Gleimit, 5. Aug. In Klein=Althammer, bei Gleiwin wurden die beiden Scheidemann=Atte täter, die belanntlich am 5. Juni das Blausäure attentat gegen Scheidemann ausgeführt hatten. sengenommen. Die beiden Attentäter hatten sich unter den Namen Wurm und Halber in Klein Althammer aufgehalten. Die Berliner Krimina! polizei hatte die Spur bis dort verfolgt und he wirkte nach Unstellung des ganzen Dorses mit schupo und Landsägern dir Festnahme der beiden Attentäter. Die ersten Sanktionen. 1I Paris, 5. Ang. Nach dem Pelit Parisien beansichtigt die französische Regierung mit Rück sicht darauf, daß unverzüglich umfassende Marnahmen zur Beseitigung der deutschen Finanzpo letit ergriffen werden mußten, die bereite angetündigten Magznahmen Kofort durchzuführen. Information teilt mit, daß Frantreich am 7. An gust die erste Santtion anwenden wird. Sie wird in der Ausweisung von 150 Reichsdeutichen an Elsaß Lothringen und der Beschlagnahme ihre: Privateigentums bestehen. Die zweite Tanttion son in den nächnten Tagen erfolgen. über die deutschen Stundungsgesuche. ###. London, 5. Aug. Alle Vorbereitungen für die am Montag beginnende Konserenz sind vereitgetroften. Lloyd George wird den Vorsitz fülren. Die erste Sitzung dürfte am Montag vormet tag um 11,00 Uhr stattfinden. Soweit auf diezer Tngung in London Entscheidungen gefällt werden sollten, werden sie sich aller Wahrscheinlichtett nach auf das von Deutschland erbetene Moratorium beschränken und die Garantiemaßnahmen, die von Deutschland verlangt werden sollen, sowie auf die Prüfung der Frage, ob es angängig ist, das Bankiertomitee sofort wieder einzuberufen. Es ist nicht unmöglich, daß der erste Puntt der Tagesord nung, das deutsche Gesuch einer Neuregelung der Ausgleichszahlungen sein wird. Es ist noch undestimmt, ob der amerilanische Botschafter als„Beobachter“ der Monierenz beiwohnen wird. Über die Konserenz erslarte Llond George im Unterhause noch: Wenn man eine Heravsetzung der deutschen Zahtungen oder ein Moratorium vorschlägt, so darf dies nicht auf Kosten Englands geschehen. Es muß im Gegenteil im Interesse und auf Kosten aller geschehen. Wir werden also in die Konferenz gehe. um die Interessen der ganzen Welt zu vertreten Wir werden Deutschland ebenso gerecht wie Frankreich behandeln, aver das englische Volk hat An ####ruch auf die gleihe Gerechtigleit. Leichtathletik. An Stelle der allgemeinen wendeutschen Sport mettlämpfe, die im Einvernehmen mit den Verbandsbehörden auf den 2. und 3. September der legt worden sind, dietei die Schwerter Sport 9 g g. v. IIANi morgen nachmittag 222 Uhr auf ihrem Sportplatze hinter der Töchterschule interne leichtathletische Vereinswerttämpfe für Damen. Herren und Jugendliche. Vorgesehen sind Läufe über 108), 100, 808), 1IAN), 1500 Meter, Weitsprung. Hochsprung, Speerwersen, Distuswersen und Angelnogen, sowie Staffelläuse über 1000 u. 16000 Meter. Die gesamte in diesem Jahre in Einzel wie auch in Mannschaftstämpfen bereits besonder erfolgreiche Läuserschar der Sportvag. wird#### em Start einfinden. Ein Vorgabelauf der Damen und Wettbewerde der Jugend bringen ungenehme Anechflung in das sehenzwerte Programm. Seit lungem erwünschte Vergleichsmöglichterten bieten sich in Hülle und Fülle dar. Der Besuch der Veranstaltung in bestens anzuraten. Anschließend an die Leichtathletit und zwar gegen 5 Uhr ein Freundschaftsspiel Schwerte 00 Alte Herren: C. Preußen Werl. Alle Herren stattiinden, das, wie stets reich an heiteren Kampfbildern werden dürfte. Fußball. Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, abgebrochen nach Zstündiger Dauer bei unentschie Amerika verlangt die Zinsen von Frankreich. Washington, 5. Aug. Die Kriegsschuldentom mission hat Parmentier mitgeteilt, daß Amerika die Zahlung der Zinsen auf die französischen Kriegsschulden wünscht. Der Kongreß allein tann die Kriegsschulden streichen. Hardings Mehrheit im Kongren ist gegen eine Streichung. an Sortsgt sr digen Große Kirche. 9,30 Uhr: Pastor Wischnath. Kleine Kirche. 8 Uhr: Pastor Wischnath. 10 Uhr: Pastor Nell. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Nell Westhofen. 9,30 Uhr: Pastor Klinker. 10 4 Uhr: Kindergottesdienst Kath. Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, Kaplan Winter. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Pfr. Schuurbus. 10 Uhr: Hochamt mit digt, Pfr. Schnurbus. 2½ Uhr: Rosenkranzbruderschaft mit Prozession und Kollekte Westhofen. 8 Uhr: Stille Schlect. 0 in den deutschen Kumpespielrn, son zig bis zur Ent##beidung fortgesetzt en. Wit geven dem 2maligen Deutschen MesC. Nürnberg etwas bessere Aussichseinem Gegner, dem Hamburger Friverein, denn die„Kludber". Nurn= bein! werden diesmal wahrscheinlich in stärkster Ansellung einschließlich des hervorragenden Mittelläufers Kalv, antreten tönnen. Kreistag in Neheim. Morgen vorm. 11 Uhr lagt der Mreistag Tauerland in Neheim im Hotel zur Post“ u. a. zur Vornahme von Wahlen. Die lagung ist im Hinblick auf die Beschlusse der Verands Wahlversammlung für alle Verbands=Ververeine von großer Wichtigteit, weshalb kein serein die Entsendung eines oder mehrerer Vertreter mit schriftlicher Vonmacht verausäumen soilte. Sport=Klub„Alemannia“. Am vorigen Son tonnte der Sport Klub mit bestem Erfolge von dem Sportseste in Vinigst heimtehern. So errangen im Viertampf einen Preis: Steinte, ner; im Auge fer. ohen: Delfer, Leschen; im Vallweitstoß: Leschen; Außerdem errang die haft den k. Preis im FußballB.=Klasse. Hochamt mit Predigt, Holzen. 9,80 Uhr:“ Kaplan Schleep. Lichtendorf. 7 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt 2,30 Uhr: Andacht Nach der Andacht Versammlung des St. Marien=Frauenvereins mit Predigt. * Evangel. Sstadtmission, Kuhstraße 7. Sonntag fällt die Bibelstunde aus(Ausflug der Sonntagsschule) Mittwoch abends 8,30 Gebetsstunde. Gemischter Chor Donnerstag abends 880 6 lihr. Stiuc hl. Messe, Kaplan da Hlorn Walter Stamm Verlobte Duisburg, den 6. August 1922. Bekanntmachung. Auf Grund der Ziffer 2 der Wahlordnung für die Elternbeiräte wird hiermit für die Elternbeiratswahl der Schule Schwerterheide ein neuer Wahltermin auf Sonntag, den 17. September sestgeschtang Scoder y den 31. Juli 1922. 3330 germeister. I. V.: Melchheier. s Zur Alustläkrung. Im PFüc 1920•21 gabsich für die Schüler meines Tanzinst. ein Schriftchen„Verhaltungs- und An standsrehlec heraus. Der Tanzlehrer Walter Sprengeviel voirt#r erblickte in diesem Schriftchen einen Nach druck seams von ihm herausgegebenen gleichnamigen Schrift ück, da beide Wertchen lextlich gleichlautend waren. Ind prengeviel strengte hieraufhin Klage mith aber de er damit begrundete, er sei der Verfasser gen. S#####tchens und ich habe durch den Nachdruck das Urheve““Iht verletzt. Zwei Zeugen hatten bereits zu Protovit gegeben, Soxengepiel habe ihnen.„esgzzelt das 9 1stript seines Werichens zur Korrettur.(32 besserrder von orthographischen and grammatikalischen Fehlerihr vorgelegt. Nach ihrer Ueberzeugung könne Sprenzoviel nur als Verfasser in Frage kommen. Ich sah detetherichtsverhandlung mit der größten Seelen ruhe eigegen, da ich mich keiner strafbaren Handlung bewuf gwar. Vor Gericht erklärte ich, den wirklichen Verfa#r genannten Schriftchens beibringen zu können und lig mich auf Weiteres nicht ein. Sprengepiet zog nen Strafantrag zurück. Die Angelegenheit 2c bem sch jsedoch noch beute aus allen Voltschichten bege( bbiger Angeleggzincit, gugegapft, werde„sehe ich Wir eröffneten in Hagen(Westl.), Concordiastr. 5, eine Niederlassung Direction der Disconto-Gesellschalt Berlin. Kapital und Reserven 1.200.000.000.— Mark. Beachtenswert! Lassen Sie Ihr Magginur aus der großen Maggi-Flasche e, Inachfüllen. Sme Höchstpreise für Brot und Mehl Auf Grund des§ 34 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide vom 21. 6. 1921 R G Bl S. 737) und der Verfügung des Herrn Regierungspfäsidenten zu Arnsberg vom 1. 8. 1922 1 15 Nr 2325 wird unter Aufhebung der Anord= nung des Kreisausschusses des Landtreises Hörde vom 15. 6. 1922 betreffend Höchstpreise für Brot und Mehl folgendes bestimmt: 9 Zur Ausführung aller bankmäßigen Geschäfte stellen wir unsere Dienste zur„Verfügung. Stahlkammer An- u. Verkauf von Wertpapieren u. Devisen. Direction der Disconto-Gesellschaft FilialefHagen(Westf.) Fernsprecher 4170-4174 ctachrs.„ e e 96: 8 mit einem Verkaufsgewicht von 6 Psd. 28,00 M mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pfd 14,10 im Anschnitt für 500 Gramm(1 Pid.) im Auschnitt für 250 Gramm(¼8 Pfd.) ") Kasselerbrot oder Stuten mit einem Verkaufsgewicht von 6 Pid. mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pfd. im Anschnitt für 50 Gramm(1 Pfd.) im Anschnitt für 250 Gramm(12 Psd. Schwarzbrot: mit einem Verkaufsgewicht von 6 Pfd. mit einem Verkaufsgewicht von 3 im Anschnitt für 500 Gramm(1 im Anschnitt für 250 Gramm(1 Mehh(Weizenmehl): für 1 Pfund(500 Gramm) 4,80„ 2.40„ 25,20 M. 14.20„ 4,80„ 2.40 26,80 M. Pfd. 13,50„ Pld.) 4,70„ Psd 2,35„ Diese Anordnung tritt mit dem Kraft Hörde, den 3. August 1922. 4,60 M. August 1922 3332 Goncordiastraße 5.# gegenüber dem Stadttheater. K Lohnender Verdienst ich Gerren ader Firmen die Beziehungen z# e2 bbiger Angelegenheit, gugesgaunt werdeg lege##! Lohnender Verdien mich Pranlaßr, der Oefentlichtelt auf diesem Wetze 9½8 tielel sich Herren oder Fumen. dir Oez###, 30 Wahs eit zu unterbreiten. Erkläre, daß das von mit Igoustriee. Handels= und Automodil=Kreisen haven, herau gegebene Heftchen einen Auszug einer mir vor burch Uebernahme einer Verlretung oder durch sillle liege pen alten Tanz= und Anstandsschule darstellt, Verminlung für altangesebene rhein Transport= Aulo zu dpen Abdruck ich vom Verfasser die Berechtigung mobil. und Aufruhr=Vers. Akt=Ges. Weitestgehende e Unteenützung durch Fachmann. D## Tanzlehrer Sprengepiel hat winentlich falche! Briese erbeten unter Df 451 an Ala=Haasenstein Unt#ge gegen mich erhoben. in dem er mich beschul&am# Vogler, Düsseldorf, Hansahaus. 3834 v/g. sein geistiges Produn unberechtigter Weise babe Ant lge gegen mich erhoben. in dem er mich beschuldig 1 sein gerstiges Produn unberechtigter Weise habe nachprucken lassen: hierdurch hat er eine strafbare Handlung begangen. Es liegt mir jedoch fern, den Mann hierfür vor Gericht zu zitieren und erkläre an dieserz Stelle, daß die Sprengepielschen Angaben betreffchd Autorschaft obigen Werschens eitel Windbeutchei sind, erkläre jedoch gleichzeitig, daß ich zu jeden Genugtnung bereit bin, falls Sprengeviel den Bensteis für seine Behauptung betreffend seiner Autorschaft obigen Wertchens erbringt. Paul Möler, Lehrer der modernen Tanzkunst. 4: slammiger mit weiß lakiertem Tisch zu verkaufen. 3358 19. Papier.###**. Grobhandlung Fornbruch& Co., G. m.b. H., Schwerte(Ruhr) Markt# Sämtliche Papiere und Papierweren für alle Geschültszweige. kann geseilt werden Sprechstunden in Hagen, ee sischeschzse. schoston Gung Donnerstag von 9 Uhr.(Lippe) lschaft Dr. med Alderts, Hdhere lechnische Lehrausall Spezalargl, Berlin SAI1“ Staatskommissar In allen Föchern ersohrene scheft#. Wsttzelm Kötter, W. sthofeni 2 Wiesenftr 7,1 G1( Eickhoff. Guche ein von 6 17 Jahresgutem Lohn und handlung Der Kreizausschuß des Landkreises Hörde. Bekanntmachung. Den Eingesessenen des Kreises Hörde=Land, insbesondere den Führern von Fuhrwerken. wird hiermit die größte Vorsicht beim Uebersschreiten und Bejahren von Bahnübergängen und genaue Beachtung der Anschriften der Warnungslosein zur Pflicht gemacht. Bei geschlossener Schranke oder deim Erstönen des Läutewerkes der Schranke oder des verannahenden Zuges dürsen Fuhrwerhe oder Tiere nur bis an die Warnungstafel, uber nicht näher an die Bahn vorrücken. Unachtsamer Uebergang über die Eisenbahn kann eine Bestrafung aus Grund des§ 316 des Strafgesetzbuches zur Folge haben. Hörde, den 1 August 1922. 3331 Der Landrat. J. V. Dreves. oimn 13 August Mädchen Lichtspiele zum'allen Ralhaus. Nur Samstag und Sonntag 2 Tage— Das große Weltstadt Programm! Der große Raubtiet= und Sensationssilm: Der welt der Besnien. fünf gewaltigen Akten mit Carl de Vogt in der Hauptrolle. Ferner: Zwischen zwer Women oder Das Abenleuer von San Franzisko Amerikanischer Abenteuer=Film in 6 Akten. Lafispiel=Eintagt. Allllllllllltlilllllll. Hotel Jöcke " Sonntag, den 6. August 1922: * Erstkl. Künstlerkonzert Besetzung: Geige, Klavier, Cello. * „— Anfang 4 Uhr.— * Eintritt frei! Eintritt frei! X Gutgepflegte Biere und Weine. Atllllllllllllllllllallllll. Hole Jungesbiu Schwerle = Heute bis Montag. = Fortsetzung des mit so großem Beifall = ausgenommenen Films Sonntag, 6 August 1922 Erstklassige KONZERT Beginn 5 Uh: Bei günstigem Wetter findet das Konzert im Garten statt. F.W. Ripdus, Ostenstraße 26 (Jur Helle) Fernruf 468. Schokoladen und Zuckerwaren en gros. Erzeugnisse erster Firmen. Verkauf nur an Wiederverkäufer zu Fabrikpreisen. Tuchlager westfäl. Vekleidungs=Industrie: f. Maßanfertigung f. herren- u. damengardcroben: 2— — = — Sarineische Frarmat. 2 Een Der Tiger von Eschnopal! Drama in 6 langen Aklen mit Mia May als Haupidarstellerin. Der dert Imsresarik! 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Schriftlich bestellte Fahrkarten werden per Nachnahme zugesandt. Meßzugnummer und Einsteigestation genau angeben. Der Verkauf der Fahrkarten ist bei Einkäufen von der gleichzeitigen Bestellung des Meßabzeichens abhängig. Der Fahrkartenverkauf wird am 18. August 1922 oder schon früher eingestellt, sobald die festgesetzte Höchstzahl der Fahrkarten ausgegeben ist. Die Rückfahrkarten werden nur in Leipzig beim Reisebüro, Messamt, Markt 4. vom 25. August ab ausgegeben. Amtliches Kursbuch fürs Reich und für die Nachbarländer an Mossbssucher kostenlos(Verpackung und Porto 2 Mark in Briefmarken). Messamt für die Mustermessen in Leipzig. Schäferhandin 9 Monate alt, zu verkaufen. 3364 Cönnis, Ergste. Krätzurgan beseit. schnell. Bettjuck. Ausschl., Krätse, Flecht, bei Erwachs. u. Kind. ohne Berufestör. 1 000 □KA) tach bewährt. Drogerte Mehlhose. Auch Versand Snitohr PerZumenipapi.“ zum Zubinden von Einmachgläsern Bachhandlung Curt Braio AU. gelingen immer Man versuche: Einfacher Napfkuchen. Zutaten: 125g Butter oder Marparine, 200 g Zucker. 1 Päckchen Dr. Oetker’s Vanillin-Zucker oder ½ bis 1 Fläschchen Dr. Oetker's Zitronen-Oel, 500 g Mehl. —2 Päckchen Dr. Oetker's Milch-Eiweißpulver, ein Päckchen Dr. Oetker's Backpulver„Backin“, ½ Liter: Milch. 6 Zubereitung: Butter, Zucker und Geschmackszutaten rühre schaumig. Dann füge nach und nach das mit dem Milch-Eiweißpulver und„Backin“ gemischte und gesiebte? Mehl und die Milch hinzu und rühre die Masse gut? durcheinander. In einer gut vorbereiteten Form wird: der Kuchen in etwa 1 Stunde gar gebacken. * Nr. 182(2. Blatt) Schwerter Samstag, S. Rugust 1922. Eine eigenartige Fesitrede. Miäthurg un aite Ventchren Biezget, Zerisigesenel si: nud bechchen, u); Verzie Hir dos Eeutschlan im Auslander“ ziu seinen Sand da türzlich zu, Melle im. L.Häseung der in der Heimat des Sachseuherzogs Wirruno, de bekanntlich Kart dem Großen bei Einführung des Christenkums so heitigen Widerstand leistere, eine große Tierschau staft. An den genannten Sachsenyerzog leben in jener Geyend noch mannigjache Erinnerungen, die besonders durch alterhand Volkssagen wach erhalten wurden. So kommt es, daß die Lente dort vielfach ihren Verdtingshe den Namen Witlekind beilegen. Das war unn auch dem Bullen geschehen, der aus der erwähnten Tierschau mit das weidhtiche Geichteh, i, zuzhlich ausigestag. trotdem sie ihm seine, durch die Reisestrapazen verbeigeführte völlige Erschöpfung ansehen mußten. „Laßt mich zufrieden,“ antworteie er unwirsch,„so mäde habe ich mich in meinem Leben uoch), zisen,escamien, Meine Ruh' will ich haben jetzt! Kein. Pricm, schmeln mir mehr und auch das Wiedorkünen Spaß“ Am andern Morzen jedoch, als alle das Frühs ins frisch dustendem Klee hinter sich hatten, nem Wittetind sich nicht lanze miehr nötigen, sondern begalg, a. zipgn. Er wurde dabei von einem Herrn Bruszz. g Btstegge lauscht, der dann seine Ausführungen aus der minoeriprache ins Hochdentsche übersetzte und für die Richtig rberiezung die volle Verantnortugg bg Liesem Gewährsionn Zuteuige, Hgigendes aus: Preisgelrönte, in einer Ansorache an die nuge 19 „Um es gleich vorweg zu nehmen: die Hauptperson der ganzen Lierschan war ich. Um mich drängten Limm edlen, echten Tiere des Hoses, Bullen und Kühr, Ziegen, Samse und Scheine, Gäuse, Enten und Brüder und Vettern alter eurer werten Bekanntschaften vom hiesigen Kwose, die in großer Menge erschienen waren An Zahl noch reicher als sie aber standen die Tiere mit roien Backen um mich herum, die weder Zedern nech, Flauen haben, und die so ürmlich von der Natur duß sie sich Rind=hant auf die Füße ziehen und Sch wolle um den Leib legen müssen. Diese Sorte tat sich se michtig, als wenn die Tierschau nur für sie wäre. Sie tranten scharf dustiendes Wasser aus ganz kleinen durch sichtigen Eimern, schlürsten, schmatzten, kärmten, schrie. brültien, wieherten, mecterten, bletten, grunzten, schnatte ten, guriten, gackerten und konnten dih nichts ordentliches heransbringen. Einige irugen Glasscherben auf den Augen. Eine kleine Gruppe von ihnen machte auf blanken, wunderlich verbogenen Hörnern toch einen Ertralärm, zu welchen ich und unsere Vettern vorgeführt wurden. Am liebsten häütten diese Menschenassen gesetzen, wenn ich mich wie ei Tanzbar aus die Hinterbeine gesteklt hätte und zu den Tätecätä dieser Radaubrüder umverget##pft Festlichkeit litt sehr darunter, daß wir, die und eigentlichen Träger der Veranstaltung, in dem Li dieser ungezogenen Eindringlinge und Gäste kaum unser eigenes Wort verstehen konnten, was natürlich unser Behuhen und unsere Genuitlichkeit empfindlich störte. einem Augenblick aber, als der Tuthorngeseltschaft d.ch gerade die Puste ausgegangen war und ein wenig eingetreten war, hube ich die Festrede an meine lieben Mittiere, die mir als dem schwersten Tier am Platze wohl zukam, doch steigen lassen. Ich sprach also: Lieblichste Prinzessin Taube! Durchlauchtigster Fürst Hahn! Hochanseinliche Festversammlung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mitbürger im Tierreiche! nossen im Viehstande! Wir alle sind heute hier zusammengekommen, um auf der Ausstellung diejenigen Tiere zu sehen, die sich selber„Menschen“ nennen, und die sich hoch erhaben über uns dünken, obwohl sie unsere Spracht weder nachmachen können, noch verstehen. Auf dem hierher haben wir mancherlei Wiesen und Weiden, Aecker und Gärten, Höse, Häuser und Ställe gesehen. Dort und hier ist unsere. alte Erfahrung bestätigt worden: es gibt zweierlei Sorten des kleidertragenden Tieres. Die einen gaben saftige, gut gepflegte Weiden und Wiesen, wohnt bestandene Aecker, saubere Gärten, schmucke Höfe mit gut gehaltenen Häusern und marmen, trockenen, ftiegenfreien Ställen. Die anderen aber sind eitle Mütziggänger wie die Pfauen oder leichtfertig wie die Hundoder Knackstiefel und Knickerpötte wie die Hamster. Einige dieser zweiten Sorte sind zu dumm oder zu faul, um etwas zu erwerben. Andere geben das Erworbene sinntos für Tand und Firlesanz aus. Noch andere legen es unnütz in den Kasten, statt es auzuwenden, daß es tausendfältige Frucht trägt. Eine Schande für die gesamte Tierheit ist es, daß unsere Brüder und Vettern aus den edlen Geschlechtern der Hoftiere gezwungen sind, mit Gefindel dieser Art umzugehen. Möge der Schimmel ihr Brot verzehren, namit sie hungern müssen, wie sie ihr Vieh hunger## lassen. Mögen ihre Lagerstätten im Schmutz erstarren und Grind und Läuse ihre hohlen Schädel fressen, wie sie ihre Tiere verkommen lassen. Mögen ihre Kinder verkrüppeln, wie sie uns ohne Wahl und Srgfalt zu Kruppzeug hinunterzüchten. Ja, mögen die Hunde das Bein an ihren Schwelle heben. Den anderen aber, den arbeitsamen, den klugen, den frohen unter den kleidertragenben Tieren, die uns und iyrem eigenen Geschlecht lieb und wert sind, ihmen wollen wir ein dreisaches donnerndes Muy bringen, in welches ich jeden nach seiner Fasson träftig einzustimmen bitte: unsere Gönner und Freunde in Unterrock und Hose Muy! Muh! Muh! Ihr hättet hören müssen, welche Begeisterung meine Hier wurde der Bulle plötzlich vom Kleinknecht an der Kette weggeführt und die Kühe wurden von der Magd auf die Weide getrieben. Zielen, unter den Volksgena###en in der Fremde das deutsche Voltsbewußtsein und die Liede zur Muttersp## lebendig zu erhalten, ist der Verein mannigsache Wege gegangen. Er hat deutsche Sclen, Erziehungsanstatten Kindergärten gegründet, deutsche Bücherreien errichtet, demische Kunst im Auslande eerbreitet, Stipendien d Studienheime für die Söhne und Töchter von anem dentschen geschafsen, um ihnen die Berufsansbildung in Deutschland zu ermöglichen. Anskunfts= und Vermit lungsstellen errichtet, gemei mätzige Einrichtungen gesi dert, Darlehnskassen, Raisseisen=Genossenschaften und ähnliche Wirtschafts=Organisationen gegründet, deutsche Krantenhäuser unterstützt, deuische Aerzte nach dem Al lande vermittelt, Beihilsen zur Ausbildung deutscher Krantenschwestern, Pflegerinnen usw. für deutsche meinden im Auslande geleistet. Die Feier des Versassungstages. Im Reichstag wird am 11. August eine Feierlichkeit stattfinden. Alle Reichsweyrregimenter haben Beiehl erhalten, zu dieser Feier Abordnungen nach Berlin zu entsenden, die össentlichen Gebände haben Flaggenschmuck zu tragen und auf mehreren Plätzen der Stadt werden Militär=Promenadenkonzert stattfinden. In den Schulen soll auf die Bedeutung des in Schulieiern hingewiesen werden. + Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie. Die Frist zur Erneuerung der Lose 3. Klasse bei den Staatlichen Lotterie=Einnehmern täuft am Mittwoch, den 9. August, abends 6 Uhr ab, andernsalls der Spieler den Verlust des planmäßigen Anspruchs zu gewärtigen hat. Am Dienslag, den 15. August beginnt die Ziehung der 3. Klaise. + Der Streit der Seelente ist bekanntlich beigelegt und der Betrieb der Seeschiffahrt wurde nun wiederauf genommen. Auch der gesamte Ostseebäderpersonenverkehr von Steltin nach Swinemünde, Heringsdorf, Insel sowie der Megierungsdienst Swinemünde—Pillau nach Lsitpreußen ist wieder erösinet. 42.2 8 Entlafsung monarchistischer Polizewfsizierr. In Hannover ist vor kurzem Oberwachtmeister v. Stenden seines Amtes enthoben worden, meil er mit monarchisti schen Kundgebungen an die Sessentlichkeit getreten ist. Dieser Tage sind in Hannover aus demselben Grunde 13 Polizeioffiziere entlassen worden. Die Not der Zeitungen. Wie vor längerer Zeit die „Münchener Augsburger Abend=Zeitung“, mußle nun dem Lok. Anz.“ zufolge auch der„Bayerische Kurier“ in München, eins der früheren Organe der Bayerischen Volkspartei zur einmaligen Erscheinungsweise übergehen. Der Schritt wird mit der katastrophalen Steigerung des Pavierpreises begründet. seirtsg ic Katastrophale Abwanderung kandwirtschaftlicher Arbeiter in Bayern. Da die Abwanderung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in Bayern einen derartigen Umsang angestommen hat, daß die Bergung der Ernte gefährdet erscheint, erläßt das bayerische Ministerium einen dringenden Aufruf an alle Arbeitgever, auf die Verhältnisse in der Landwirtschaft Rücksicht zu nehmen. Ausschreitungen in Herne. Dieser Tage kam es in Herne zu ernsten Tumutten. Bei einem Streit in einem Kaffeehause, dessen Einrichtung vollständig demoliert wurde, wurde die Polizei zu Hilfe gerufen, die mehrere Verhaftungen vornahm. Eine immer zahlreicher werdende Meuge wandte sich gegen Schutzpolizei und verlangte die Freilassung der Verhafteten. Ein starkes Kommando der Schutzpolizei säuberte schließlich mit blanker Wasse die Straße. 8 Ein Grosfeuer äscherte in Predöhl bei Danneberg Prov. Hannover) fünf mit Stroh bedeckte Bauerngehöfte ein. Entstanden war das Feuer in einem Gehöft, dessen Besitzer abwesend war. Man vermutet, daß Brandstiftung vorliegt. Bei dem verrschenden starten Winde mußten sich die Feuerwehren darauf beschräulen, das Feuer auf seinen Herd einzudämmen. Insgesamt sind 13 Gebände niedergebrannt. Der Schaden ist groß und läßt sich noch micht übersehen. Eine verdächtige Person wurde verhaftet. Nur der günstigen Windrichtung ist es zu danken, daß nicht die ganze Ortschaft niedergebrannt ist. Ausdruck gebracht, daß das Personal der Straßenbahn mit grofer Entrüstung von diesem Schiedisp. u l. Kenntnie n und ihn entschieden zurückweisen müsse. In der Enlschliefung wurde serner die Notwendigkeit beiont, diesen Verschleeherung= gelüsten der Straßenbahn die Einheitsfront der Arbeitnehmer entgegenzustellen.— Diene#ag und Mittwoch fand in allen Betrieben der Straßenbahn eine Urabstimmung über Annahme oder Ablehnung dieses Schiedsspruches statt. Im Falle einer Ablehnung, mit der mit Sicherheit gerechnet werden kann, würde seitene der Straßenbahner noch einmal der Versnctz gemacht werden, mit dem Magistrat zwecks Anbahnung einer anderweitigen Verständigung in Fühlung zu treten. Ein sofortiger Streik bei der Straßenbahn käme demnach fürs erste nicht in Frage. Sollte allerdings über die materiellen Fragen des Schiedestruches, um die allein es sich in diesem Falle handelt, keine Verständigung erzielt werden, so wäre allerdings für die nächste Woche mit einer bedeutlichen Verschärfung dieses Konilittes bei der Straßenbahn zu rechnen. Wegenversuchten raffinierten Versicherungsschwindels wurde in Berlin der 26 Jahre alte Buchhalter Marimitian Hantke aus der Korernilusstraße, dessen Ehefran und als Heliersheifer ein Naufmann Schmiel von der Kriminal polizei festgenommen. Hautke hatte vor einigen Monaten sein Leben für den Todessall mit 300000.K, und weiter mit der gleich hohen Summe für den Fall eines(lödlichen Unsalts versichert. Nach seiner Heirat überreichte er beid Policen seine Frau als Hochzritsgeschenk. Hantk. hatte sich fätschlich als reichen Mann ausgegeben, in Wirtlichkeit hatte er nichts und verdiente auch nur ganz unregelmann als Agent. Er woll: tommen. Zu dem Schmiel, den er ins burg, um dort zu„b. er mit Schmiel und keine Ahnung hatte, sollle, bis an die schwand Hantke ple ie nun durch die Versicherung zu Gelde Zwecke fuhr er mit seinem Freunde Vertrauen gezogen halte, nach Hamerunglücken“. In Blautennese schwamm einem dritten Mann, der von dem Plan aber als einwandfreier Zeuge dienen Spinze einer Mole hinaus. Dann verötzlich in den Fluten und kam nicht wieder zum Vorschein. Entsetzt schlug sein Freund Semiel Lärm, schwamm mit dem dritten Mann ans User zuri# und meldete das Unglück dem Bademeister, der sofort die Nachforschung nach dem„Verunglückten“ aufnahm, seine Leiche aber nicht sinden konnte. Unterdessen war Hautke, ein guter Taucher und Schwimmer, unter Wasseru die Mole herumgeschnommen und auf der anderen wieder aufgelaucht. Dort halte er borher an einer ausgesuchten Stelle Kleidungsstücke bereit gelegt. Lie#e zog er an und fuhr dann nach Hamburg. Frau Hautle benachrichtigte nunmehr die Versicherungsgesellscaft von dem angeblichen Tode ihres Mannes. Die Gesellschaft aber vor Auszahlung der Sumume den Tosgsgineg Hanite ersuchte den Bürgermeister Vost hzugg der aber Standesbeamten um die Ausstellung des Scheines, noch nicht gegeben werden konnte, da die Leiche nicht ge sunden war, der Tod also nicht einpandfeg,ätnge, an Versichernngsgeselschaft sellte, weue Azeizem Tode seinen dabei entdeckte sie u. a., daß Hantke nach seinen Vater in Breslau besucht hatte. Die Folge war die eitelung des schönen Panes und die Verhaftung der in die Angelegenheit verwickelten Personen. Der Traum, Hilfe der schönen runden Summe irgendwo ein sorgenfreies Leben zu führen, muß Shevaar ausgerähnt werden, Gharlottenburg war dieser 6. Hundertschaft der Schutzpolizei hatte der Brand schon erhebliche Ansdelnnung erlangt gefährdete das links vom Brandyerde liegende lager. Glücklicherweise wurde, die We ehe die Flammen die Munitionsl angerichtere Süaden ist beträchtlich. im Auslande nun von dem ankam, und Munitions= des Feuers Herr, erreichten. Der Rund um Berlin. Aus dem Reiche. + Der Verein für das Deutschtum im Anslande, der seit 40 Jahren für die Erhaltung und Stärtung des deutschen Volkstums im Auslande und in den Grenzlanden hervorragend tätig ist, hält seine diesjährige Hauptversammlung vom 4. bis 6. Augun in Kulmbach in Bavern ab. Wie stark der deutsche Gedanke wieder Fuß zu fassen beginnt, zeigt die gewaltige Entwicklung des Vereins besonders in den letzten zwei Jahren. 1920 imsaßte der Verein 515 Ortsgruppen mit 74211 Mitliedern, im Jahre 1922 zählt or niehr als 200000 weitlieder in über 1600 Ousgruppen. Wenn man aber bedeutt, mehr als der drure Teil des deuischen Volkes außerEin lang gesuchter Mörder gefaßzt. Nach einer Meldung aus Dresden wurde dort der Polizeimachtmeister Bräcklein, als er einen Mann verhaften wollte, von diesem durch zwei Schiisse schwer verwundet. Der Verbrecher wurde als ein Mann namens Blume festgestellt. Weitere Ermittlungen ergaben, daß man in ihm einen Verbrecher gesaftt hat, der zweier Raubmordüberfälle überführt wurde. Blume gestand, daß er am 3. September 1918 in Berlin den Geldbriefträger Weber und die Zimmervermieterin Rühle und am 2. Jannar 1919 den Geldbriefträger Lange im Hotel Adlon zu Berlin ermordet und beraubt habe. Nähere Unteriuchungen sind noch im Gange. Die Haftentlassung Kühnes abgelehnt. Der Potsdamer Untersuchungsrichter hat den vor einigen Tagen vom Verteidiger Kähnes gestellten Antrag auf Entlaisung seines Mandanten aus der Untersuchungshaft mit der Begründung abgelehnt, daß nach wie vor Verdunkelungsgefahr bestehe. Gegen diese Entscheidung ist vom Verteidiger bei der Potsdamer Strafkammer Beschwerde eingelegt worden. Die Ermittlungen in der Totschlagsasfäre Lase haben bisher keine neuen Momente ergeben. Teure Milch in Aussicht. Der Direktor des Milch= amtes der Stadt Berlin kindigt schon jetzt, der„B. Mo.“ zufolge, für den Winter einen Milchpreis von 25 M für den Liter an, da keine Mittel mehr vorhanden seien, um eine Verbilligungsaktion durchzuführen. Gerüstein sturz am Lehrter Bahnhof. An der Vorderfront des Leyrter Bahnzofs ist zurzeit wegen Ausvesserung der Fassade ein Gerüst ausgestellt. Am Diensla## stürzte plötzlich das Gerüst ein. Es begrub einen Arbeiter unter sich und siel auf eine gerade vorbeifahrende Pserdedroschke. Der Dwschkenkutscher wurde schaer, der Arbeiter leichter verletzt. Die Straßenbahner gegen den Schiedespruch des Reichsarbeiteministeriume. Die Berliner Straßenbahner leyzuten in drei gut besuchten Versammlungen den kürzl#t u Reichsarbeitsministerium gefällten Schiedespruch ab, der den Abban der bisherigen Tonderzuschläge für Sonntags= und Wochenseiertags= und Nachtarbeit bei der Straßenbahn voriieht. Zu einer Entschlietzung wurde zum Kankowski einen Minuten. Aus aller Welt. * Scheree tsotbeozugeg an 961, Sienbah en iu der Nahe von Billeontal onn peitere Tote und Verwundete. Nach enug n n n, eun Bietzig Brioreg, Se -=inizig verwonnger, Getorgen wurden bisher + Vintiges Duell. Dienstag nachmittag sand zwischen nationalen Donankommission in Budapest, ein statt. Beimn dritten Kugelwechsel erhielt Lungenschuß und starb nach einigen Vermuischtes. elsalung. Ariostos Haus die Bositung bestey, Boy.e, Tichterghzutzängsch gemache undbereug be eth zugr. 1228 herum dautse die Zamile nier sturo der Pie zm Jahre 1333, Ueber dem Hause dier sturb der Lochter iun u., Zuscheist jeten: kann man noch die berühmte Inscheift sehen: „Parva, sed apta mihi, sed nulli obnosia, sed non Sordida, parta meo sed tamen aere donus.“ „Klein ist das Häuschen, und passend für mich, durch nichts belastet, aber auch nicht armselig, das ich mir aus benen, Ate, Scaigrgteit bestand in der Entisernung des Stuckes von den Wänden der verschiedenen Räume, um die alte Ausschmückung wieder ans Licht zu bringen, was in der Tat ziemlich gut gelungen ist. U. a. hat man auch die Kriegsrüstung des Dichters wiedergefunden. Sein Zimmer im ersten Stock enthält noch die alte gemalte Decke und einen wundervoll gemeisetten Kamin, ebense Schreibtisch und sein Tintenfaß Zahlreiche Italiener und Fremde haben wertvolle Gaben für das AriosioMuseum beigesteuert, so eine schöne Sandbüschse von der Hand Girolamo Carvis, eines Zeitgenossen Ariostos. Ein Porträt des Dichters, das dem Maler Dosso Dossi zugeschrieben wird und nur wenig hinter Titians berühmtem Porträt in der Nationalgalerie zurünstehen sotl, ist jungst dem Museum von Ferrara zum Geschenk gemacht worven und dürfte für alle Freunde des Tichters und seiner Werte große Autiehunestigft audüben. Deutsche Worte für O Deutschland! Vaterland! Die Träne hängt mir an r Wimper, wenn ich Dein gedenke jetr. Grabbe. Kann Bayern ohne das Reich leben? Die Frage ist vom voltswirtschaftlichen Standpunkte aus zu verneinen. Nur politische Fautasten oder— in fremdem Solde stehende Verbrecher können sie bejahen. Gewiß: Bayerns hochwertige Landwirtschaft vermochte schon vor dem Kriege die einheimische Bevölkerung— trotz ständiger Zunahme— in der Hauptsache zu ernähren. Die mit den Jahren immer nolwendiger werdende Intensivierung des landwirtschaftlichen Betriebes unter Ausnützung der Errungenschaften der landwirtschaft lichen Technik wäre jedoch ohne Reichshilfe undenkbar gewesen. Diese förderte sowohl Produktion wie Absatz der heimischen Landwirtschaft. Der ständig zunehmende Bedarf Bauerns an wichtigen Kunstdüngemitteln wurde vor allem durch das Reich befriedigt. Kali bezieht die bayerische Landwirtschaft ausschließlich von den norddeutschen(insbesondere Staßfurter) Lagerstätten. An der Herstellung des Kalistickstosses ist das Reich geldlich stark beteiligt; auch reicht die Produktion(beispielsweise neuerdings in Trostberg i B.) nicht annähernd aus und muß noch mit Hilse des übrigen Reiches, dauernd ergänzt werden. Ebenso steht es mit dem sch weselsauren Ammoniak, was mit der Kohlenarmat Bayerns eng zusammenhängt. Bezüglich der Futtermittel ist Banern in weitem Umsange auf die Belieserung von außerhalb angewiesen. So werden zuckerhaltige Futtermittel, Trockenschnitzel, Graupenfutter usw. in weit größerer Menge ein= als in das Reich ausgeführt, während Oelkuchen, darunter Raps= und Rübsenkuchen, Haferinttermittel und die sogenannte Kartofselpülpe fast ausschließ lich aus dem übrigen Reiche bezogen werden. Nicht viel anders ist es mit den wichtigsten Betriebsstosjen: Kohle, Benzin, Benzol. Während Benzin überhaupt ein Auslandsprodukt ist, das Bayern am vorteilhaftesten über die norddeutschen Einkaufsund Einfuhrzeutren bezieht, wird das heute immer mehr zur Verwendung kommende Benzol vollständig aus Kohle gewonnen, und Bauern wird hierdurch noch mehr kohlenabhängig vom übrigen Reiche als schon bisher. Wie die Statistik ergivt, erfuhr der notwendige Absatz der landwirtschaftlichen Produktion seit dem Reichsauschluß eine ganz enorme Steigerung, wie in einem gerade heute sehr lesenswerten Büchlein des Präsidenten des bayr. Statistischen Landesamtes(Dr. Fr. Zahn,„Bayern und die Reichseinheit“, München 1919) zahlenmäßig nachgewiesen wird. Ganz besonderen Vorteil von der Reichseinheit genoß seit je die baverische Industrie, deren Entwicklung ohne beträchtliche Zufuhr von Kohle und Eisen aus den nördlichen Reichsgebieten unmöglich den heutigen voben Siand erreicht haben würde. Kaum ein S####bentel des Bedaries an Steinkohlen vermag Banern durch Eigenförderung zu decken. Sechs Tiebentel des Steinkohlenbedarses und drei Fünitel des Brannkohlenbedartes finden Deckung in außer hayerischen Kohlengruben. Nicht viel anders steht es um das Eisen. Banern mußte bisver eine bedeutende Menge von Roheisen, verarbeitetem Eisen, Eisenfabrikaten und Maschinen einführen, um seinen dringenden Industriebedari zu decken. Die einheimische Eisenindustrie bedeutei auch hemte noch wenig im Vergleich zu der des übrigen Reiches, besonders zu Preußen. Rheinland, Westsalen, Hessen=Nassan und das Saargebiet sind an der Zufuyr besonders stark beteiligt, um die bauerische Eisen= Maschinen= und Metall industrie mit den wichtigsten Rohstofsen, Halb= und Fertigsabrikaten zu verseben. Man ersieht aus allem, daß Bayern ohne das Reich nur ein trauriger Torso ist, ein amputierter Rumpf, der nicht leben und nicht sterben kann. Das Reich stellt politisch wie wirtschattlich nun einmal einen einheitlichen Körper dar. Löst sich ein Glied los, so muß es auf die Hilfe des anderen verzichten. Die Blut= und Säftezufuhr hört auf, und es stirbt allmählich vielleicht, doch sicher ab. Das wäre Bayerns Schicksal. Wir wollen ausbauen! Bei der Neuordnung der Reparationsfrage hört man jenseits des Rheins wieder einmal besonders laut den Vorwurf, wir hätten unsere im Versailler Vertrag übernommene Aufbanverpflichtung böswillig unerfüllt gelassen. Die Reichsregierung hat immer wieder— so auf der Spaaer Konserenz im Juli 1920, auf der 1. Londoner Reparationskonferenz im März 1921, in der Denkschrift an die Reparationsmächte vom 28. Jannar 1922 und in zahlreichen Reden der führen den Staatsmänner— Vorschläge über Vorschläge gemacht, wie die französischen Ruinenfelder möglichst schnell und gründlich wiederaufgebaut werden könnten. Daneben haben die Vertietungen deutscher Arbeiter— und auf ihre Anregung hin auch die Amsterdamer Gewerkschafts Internatio. nale— ins einzelne gehende Vorschläge über deutsche Auf baulieserungen und Arbeitsleistungen gemacht. Die Versuche scheiterten teils an der Schwerfälligkeit des jranzösischen behördlichen Apparates, teils an der Stimmung der künstlich ausgeputschten geschädigten Franzosen, teils aber auch an Intrigen französischer Interessenten, welche den Aufbau als Monopolgeschäft betreiben, dadurch jahrelang sicheren Ver dienst haben und gleichzeitig die reisenden Ausländer immer wieder von der„Unbußfertigkeit des deutschen Sünders“ überzeugen wollten. Zu Panist 8 . Hier meine Herren.die Kriegsrulnen die jetzt.— nach 4 Jahren noch des 101 Wiedersurbsttes 0 Nren-# Wir wollen uufbeuen!Der Aufbau Nordfrankreichs soll ein Monopol der französischen Industrie sein. Die noch nicht aufgebauten Ruinenfelder, welche jetzt von französischen Reiseführern mit einer geflissentlich zur Schau getragenen, aber keineswegs echten Empörung gezeigt werden, sind vielmehr eine Anklage gegen die französische Schwerfälligkeit und Feindseligkeit. Selbst die in dem Wiesbadener Vertrage vereinbarten deutschen Sachlieferungen nach Frankreich sollen nach dem Wunsche einflußreicher frau zösischer Industrieller möglichst ganz unerfüllt bleiben. Man hofft dies dadurch zu erreichen, daß man für die deutschen Sachlieferungen hohe Zölle festsetzt, um deren Betrag dann natürlich die deutschen Lieferungen verteuert würden. Der französische Arbeitsminister Le Trocquer hat einen großen Plan ausgearbeitet, wie deutsche Arbeiter an zahlreichen Stellen auch des unzerstörten Fraukreich Arbeit leisten sollen. Es handelt sich hierbei um den Ban von Wegen, Brücken, Kauälen, Ueberlandzentralen und andere Dinge die Frankreich für sich ersehnt. Eine solche Forderung läßt sich nicht einmal aus dem Versailler Vertrag herleiten, der doch in so vielen Punkten mit den Zusicherungen im Widerspruch steht, die uns im Herbst 1918 gemacht worden waren. Die feierliche Bereitschaftserklärung des deutschen Volkes zum Wiederaufbau der französischen und belgischen Kriegsruinen bleibt bestehen; aber zur Kuliarbeit in anderen Teilen Frankreichs werden wir uns nicht hergeben! 300 2 * 4 * * 2 *c Hausspruch Aus eigenem Ich und storkem Du. aus hartem Nein und kühnem Ja wachte. geglüht in der ebernen Not der Zeit, unser tatengewaltiges Wir.— Weh dem der klagt. wer banat verzagt, wenn Müh' und Opfer uniere Kraft unklammern Sprecht Brüder Schwestern, nicht von Qual; For mit dem Jammern! Hart ist das Heute Dunkel die wuchtende Zeit! Seid stärker noch, Zeid Wille. stark wie Satl uund zum Gitten immer bereit! 0 4 0 * 4 * ∆ * ∆ * ∆ Deutschlands Leiftungen an die Enlense. In der französischen Kammer interpellierte am 4. Juli 1922 der kommunistische Abgeordnete Cachin den französischen Finanzminister über die Sachleistungen Deutschlands an die Entente. Diese teilte mit, daß seit dem Wassenstillstand Deutschland bis zum 31. Mäz 1921 Leistungen im Werte von 2958 Millionen Goldmark bewirkt habe, eine Summe, die selbstverständlich der französischen Kammer auffallend klein vorkam. Sie ist aber nicht nur klein; sie ist einfach eine Unwahrheit. Auch dem französischen Finanzminister dürfte die Höhe der Leistungen Deutschlands genau so gut bekannt sein, wie sie es in Deutschland selber ist. Die Berechnungen sind bis zum 31. März 1922 abgeschlossen und ergeben freilich ein ganz anderes Bild, als es die französische Regierung ihrer ohnehin schon nationalistisch genug verhetzten Kammer entworfen hal. Der Wert der vorläufigen Sachleistungen beträgt: 1. 2 808 210 824 Goldmark 2. 1 753 931 288 Pap=Mark 3. 8 231 691 973 franz. Frs. 1. 8 456 373 belg. Frs. Diese Werte setzen sich im einzelnen wie folgt zusammen: Es wurden geliesert: Farben Medizinische Präparate Kohlen Kohlennebenprodukte Viehlieferungen Loemener Bibliothek Vilder für Velgien Lieferung des Reichskommusar für Wiederausbau einschl. Straftieierung— zusammen 1321611 102 Goldmark. Außer diesen Leistungen wurden in dem gleichen Zeitraum u. a. noch 150000 Wagen und 5000 Lokomotiven im Werte von 1,10 Milliarden Goldmark geliefert. An sogenannten Rücklieferungen wurden ausgeführt: 49 353 864 Goldmark 11558 641„ 987619017„ 21552 479 171 816 756 052 200 12 000 000 66 688 145„ Vieh an Maschinen und " Bentewagen „ Rückgabe von Werten a an Frankreich Ind. Material 23 501 722 Goldmark 265 861 0000 97307000„ „ 8 233 661 973 Frcs. ..„ 1 717 168 179 Pap. Mr. § 456373 Frcs. Der Bericht des französischen Finanzministers war also — milde ausgedrückt— unrichtig. Diese Zisfern stehen amtlich fest und sind nicht wegzulengnen. Die in französischen Blättern und in der franzssischen Kammer immer und immer wieder wiederkehrende Behauptung, Deutschland tne nichts, seine Verpflichtungen aus dem Friedensdiktat zu erfüllen, Deutschland sabotiere bewußt den Versailler Vertrag, werden durch ihre ewigen Wiederholungen wahrhaftig nicht wahrer und zutreffender. Die Pariser Presse stellt sich da wohl unwissender als sie es in Wirklichkeit ist. Die Absicht ist durchsichtig geuug. Im übrigen sind natürlich die Gesamtleistungen Deutschlands an die Entente viel größer; denn bei der Aufstellung oben sind die sehr beträchtlichen Barzahlungen, die Zahlungen aus dem Ausgleichsverfahren(clearing), der Wert des deutschen liquidierten Eigentums im Auslande, der Wert des Reichseigentums in den abgetretenen Gebieten, der Wert der Handelsflotte und vieles andere garnicht berücksichtigt. Alles dies zusammengerechnet ergibt rund die Summe von 45 Milliarden Goldmark. Allein schon damit hätte sich die Entente als Kriegsentschädigung zufrieden geben müssen. Aber der Versailler Vertrag gibt ja die Handhabe, immer neue Daumschrauben anzulegen— bis er endlich zerfallen und beseitigt werden wird, wie das Lügengewebe von der Alleinschuld Deutschlands und wie so viele ander Lügengespenster, welche der Krieg zur Folge gehabt hat. 500000000 Großstadt und Heimat. Ein Kapitel aus der Tragödie unserer Tage.*) Rückkehr zur Natur— wie oft hat man über sie leicht die Achseln gezuckt, sie bespöttelt oder gar verleumdet, und, o, wie viele dieser armen modernen Großstadtsklaven sehnten sich doch hinaus, hinaus in das Grün ranschender Bäume und würzig satter Wiesen, in den herben Duft brauenden Herbstnebels oder in die frische Kühle eines sonnenklaren Wintertages.. Die Fron der täglichen Arbeit aber hielt sie an die dumpfe Werkstätte gebannt. D Gewohnheit auch klammerte sich mit ihren grenlichen Spinnensingern an diese Menschen, die schweren Trittes und müden Herzens tagans, tagein durch die nüchternen, baum losen Stratenzüge in der Tiefe zwischen den öden Mietskasernen dahintrotteten und kaum einmal aufzusehen wagten * Ein noch ung drikter Abschuurans M. Roggee z. hen Worte“ zur erstmaligen Veroisentlichung kommen merk 2 chleichendes Gist,— die Tragödie einer *. Ma#fed! Erlaubnis d. Veri. D. Tchr fll. zu dem kargen Zipfelchen blauen Himmels hoch troben über den steilen, eintönigen Dächern. Und doch ließ der Strom nicht nach, der sich zu jeder Stunde durch die Eingangspforten der prunkvollen Bahnhofshallen zwischen die traurigfahlen Mauern der unförmigen Steinriesen ergoß. Unersättlich erschien das Ungebener Großstadt. Von allen Seiten sog es Menschen, neue Opfer, neue Sklaven in sich auf. Mit tausend Heifnungen, die sie im glänzenden Spiegel maßloser Eitelkeit und geschickter Heuchelei dieses modernen Molochs in allen Wunderfarben, strahlen sahen, kamen sie herbei. Zahllose Gestrandete, die die Brandung des Lebensmeores hier answarf; zehllose brave und tüchtige Leute aber auch, die gewissenlose Verführung oder verderbliche Verblendung auf diesen Weg der Enttäuschung und des Unglücks gewiesen haben mochten. Wie die armen bunten und lichttrunkenen Falter, wie die schlichten granen Motten sich zu nächtlicher Stunde in den Strahlenkreis der sunfelnden Bogenlampe zu drängen pflegen, um immer wieder vergeblich zu versuchen, das Ziel ihrer Sehnsucht, das slimmernde blivende Licht zu erreichen, das da inmitten der schimmernden lockenden Glaskugel in trügerischer Schöuhe und Klarheit flammt— so geht es diesen Geschöpfen. Falter und Motte fallen gar bald ermattet vom vergeblichen Kampf, die Flügel versengt von der Hitze der verführerischen Glasalocke, zu Boden und werden dort achtlos zertreten, zermalmt, zerauetscht. Keiner fragt nach ihnen; niemand hört ihre Klage. Das Leben braust darüber hin, und wenn die Sonne weit drüben hinter den blauen Bergen ihrer Heimat im linden Kuß erster Strahlen die leise ranschenden Winsel der alten tranten Bäume rötet, dann geht es an das große Sterben, einsam, unbekannt, verlassen, vergessen und verdorben.. Wer weiß mo...? Wer weiß wann...? Im fernen Heimetdori blühen die Roson und läuten die Glocken wie einst. Auf den Feldern reift die Frucht, die zelleicht die eiane Hand noch in die Scholle gesentt###e mag. Andere Menichen esson unn sein Prot. Fremde heuse in den tranlichen Räumen, die Rater und Warter, Ahne urd Urahn einmal eingerichtet haben, um ihren Kindern, ihren Nachkommen einen sicheren Herd zu sanen. Die Großstadt aber lächelt kalt urd herzlos. Soll sie Mitleid haben mit diesen armen, ze mürbten Scelen, mit diesen angsterfüllten, todesmatten Herzen...?— Sie weist auf jene„Kinder des Glücks“ hin: Saaut da, die schöne Frau im rasend vorbeisausenden Auto- sie hat ihr Glück gemacht— vor einigen Jahren noch irgendwo die kleine Tochter eines bescheidenen Landpächters— heute die— nun— die vielbewunderte„Freundin“, eines bekannten Großbaukiers. Dort, seht den vornehmen stattlichen Herrn, der im eleganten Fuhrwerk, Kutscher und Diener auf dem Bock, zum Pferderennen fährt— wie lange ist es her, seit er einen kleinen Laden irgendwo in einem bescheidenen Landstädtchen innehatte heute ein bekannter Warenhausgewaltiger Und hier wieder, meine Freunde,— dieser Börsenkönig, der durch günstige Spekulationen reich geworden ist— der sich alles leisten kann, vor dem sich alle tief verbeugen, und dort: die vielumschwärmte, preisgekrönte Filmschönheit, deren Wiege auch einmal— sie macht kein Geheimnis daraus— irgendwo in einer armseligen Häuslerkate gestanden hat Und weiter— hier und dort— und dort— Geld, Ansehen Macht... Die Großstadt gibt mit vollen Händen!— Nur Gse muß man haben!— Die andern— ja die vielen andern... So ist eben das Leben: die einen steigen— die ander: insen... Wer kann es ändern? Die Großstadt lächelt, unt mit eben diesem strahlenden Lächeln empfängt sie immer neue und aber neue Scharen gutgläubiger Opfer. Nur der Kenner sieht, daß ihr Lächeln eine häßliche Grimasse ist. Die Schminkund Puderschicht auf dieser schönen Fratze ist dünn— dar unter grinst bleich und hohl— ein Totenschädel Die immer dichter sich bevölkernden Friedhöfe draußen wissen davon zu erzählen, wenn um Mitternacht die Freistunde der ruhelosen Geister schlägt. Da hebt sich manche Faust drohend hervor, da krallt sich manche Hand in ohnmächtigem Weh zusammen, mancher Fluch dringt aus der Tiese empor. Verdorben und gestorben... Die Großstadt aber liegt gleisnerisch schimmernd drüben und wiegt sich lüstern im Scheine ihrer tausend Lampen Zeibst bis hierher dringt noch das dumpfe Dröhnen und Braufen ihres ewig hastenden, buhlerischen Lebens. Niemand aber hört die Weheschreie ihrer Opfer. Leben..! Leben.. Leben.. gellt es rings im Chore. Laßt doch die Toten.. Musik klingt auf—. Tanz flirrt durch die Säle volle Becher werden hochgeschwungen—, Küsse beren#cn— Karten fliegen. Leben— leben— leben....! W A * S= 5— O 7** ∆ S S US e 5850 S 55 2* S E§ 9 E * 5BES S#E5 F" * GEgEES S E B PVTT S-TÄEESSDAÄDEUSBE 5SS X OS ESEEAEERE S 2 Ss *### 5 S SSS“ SSSPA: E*•* S S#gSS! 65S VSEEER-SRE 5##s OE: VSTT: ParTG# 5 g EEE SSATHEEER Auserrk Kindern. a Kindertelefon. Sauber geschriebene richtige Lösungen der Preisrätsel aus voriger Nummer sandten 9 Kinder ein. Keine Lösung war falsch. Es erhiellen Preise nur diejenigen Einsender, welche alle drei Rälsel richlig geraten haben. Nach der Sauberkeit und Schönheit der Schrift geordnet sind dies die Kinder: 1. Robert Perkuhn, Geisecke, Bahnhofstraße 4, 2. Charlolte Balkul, Westhellweg 18, 3. Heinz Wiemer, Wandhofen, Dammstraße 7, 4. Wilhelm Heimann, Hörderstraße 39. Beim Abholen des Preises bis Mittwoch muß die bezahlle August=Quttlung milgebracht werden. Nur Kinder zahlender Leser der„Schwerter Zeitung" erhalten Preise. * die neuen Preisrätsel Süben-Rättel. Ebariette Mattetns. ba— bei— burg— dau— der— du— e—eg— ek er— ei- ge— gen— gen— grad.— 11— in— kai kart— la— la— lett— inan— nat— 0— 0— 0— 05— pen— re— re— 8a— schan— 30— sen— 31—— strie Aus vorstehenden 39 Silben sind 16 Wörter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen. ein Sprichwort ergeben. Die einzelnen Wörter bedeuten: 1. Stadt in Serbien. 2. ausl. Münzen. 3. Erdmolch. 4. Betätigung. 5. Verwandte. 6. Knabenname. 7. Sommerfrische im 8 Sommerfrische in der Sächs. Schweiz. 9. Bildungsanstalt. 10. Gewerbefleiß. 11. griech. Göttin. 12. Dienstbere Person. 13. Deutsche Sagengestalt. 14. Farbe. 15. londwirtsch. Gerät. 16. NaturErscheinung. Kättel-Frage. Von Eite Lächmer. Was ist der Unterschied zwischen dem Monat August und dem Knadennamen Angust: sgastelgeste loleprin, Was hänagen uicde fernt, sernt Haus nimmermegr, Die Lösungen der Rätsel müssen dis Mittwoch. nachmittags 4 Uhr abgegeben sein. Genaue Anschrift. Vor= und Juname und die Jusicherung durch die Eltern, daß die Lösung selbständig erfolgt ist. Schule und Klasse, Wodnung und Hausnummer aufschreiden. Unser Blart Bilderreiche Jugenözeitschrift für die Schwerter Kinderwelt Nr. 33 Kinder=Helage zur Schwerter Zeitung 1922 Hurra, Du schöne Kirschenzeit! Zur großen Freude aller Kinder ist die Kirschenzeit da! Wer von Euch äße wohl nicht gern Kirschen? Wie diese aussehen, wie man sie ißt, und welche Sorten am besten schmecken, brauche ich Euch nicht zu erzählen, das wißt Ihr vielleicht besser wie ich, aber einige hübsche Spielereien, die man mit dieser Frucht ausführen kann, will ich Euch mitteilen. Zwei zusammengewachsene Kirschen als Ohrringe zu tragen, ist wohl am meisten bekannt, und manches kleine Mädel und auch die meisten Kuaben werden es schon versucht haben. Jedenfalls sieht es recht kleidsam aus und hat den Vorteil, daß man den hübschen Schmuck nachher verzehren kann, und daß er vortrefflich mundet. Weniger dürftet Ihr den Scherz kennen, wie man eine Kirsche itzt. indem man das Stielende in den Mund nimmt und die Frucht. ohne die mit den Händen zu berühren, in das Mäulchen praktiziert. 92 5285S ##E 9 S8 2.58 ∆ S S •• 2% Ge w. erranen sole. eivernord neß dahlr. den We'd vort lichten und erbanke eine id. stech: der Bischof zu ehren des heili gen Tekrn= neihte. D.: sromme Eheraar mochte die geheime Ho dung hegen, daß ihnen unn, obgleich ihr Leben abend zu herannihte noch eln Kind #eboren nerden den würde. Das geschah jedech ggihen wai. La die ten beide die Kirche als Lank u1#### für di: große Gaade, weiche ihnen der Herr hatte angedeihen lassen, für nicht genügend und seien nun um die Kirche herum ein große prächtiges Frauenfloner erbauen, das den Namen Freckenvorn erhielt. Endlich schien ihnen aber auch dies noch nich: hinreichend, um dem Dienst der Heiliin geung zu inn. Ewerword und seine Gatan Gewa trennten sich daher ganz und gin in: Kloner. Er wendete sich nach Fulda und wourde Mönch. und dort in auch sein Grahma noch zu sehen. Gewa aber trat in daan dem Vovium. anzuschanen wie Hera, Athene und Anhrodite. Sie machen ein artt ge: Kuickschen, und dann zeigen sie die Kuns Terrsichores. Eine haibe Stunde lang. Immer mi der, immer rasender wird der Tanz. Wie etnatische Derwische tanzen sie unter der Peitiche der Musik. Da zeigt der Direktor ein mensch iches Rühren und gibt das Schluß Dir drei Tänzerinnen schnappen Leider war die wundervolle Plastik ihrer Formen— flüssig beworden. Ihre vor her so anmutigen Gesichter glichen dem Far benspiel eines futurinischen Gemäldes, und der Triko:„sas“ nicht mehr. Wäre Paris, der Liebting der Trojauerinnen, in diesem Augenblick von der Eris gebeten worden, der führte üder Rietderg(Martt), Rennotdttet, Füchtenjane nach Wiedenbrück(Guter##oher Tor, mir Anschluß in Rheda an alle Jüge Schönsten von den dreien den An#### Avfel zu über. hätte den Apfel reichen— ich glaube, er an Eris zurückgegeben. Das traditionelle katobus=Hähncen. Von Idealen allei kann man nicht leben, dessen er Freckenhorst ein und starb als außerdem ähneln sie in unserer materialisti stoner arteuu. sicen Zzeit den Mövsen, daß die immer jeltener Rcbrissin. 8., Jett dey.., Igahugmarkt kennt der Bunte Bilder vom Zaldbimartk. werden. Wer den Inlbonemr#tennt, der kennt und schätzt auch den„Deelhahn", mit em zu Jakobi der Gasthof Reilmann auf. zuwarten pflegt. Es in sehr nett von Mutter Reilmann, daß sie die Jakobihähnchentradi dition ihres setigen Mannes fortsetzt. Der takobideethahn ist inbezug auf Inbereitung Unter dieser lieberschrüt verdseuthy guch(gzbe und Butter) und Größe Gott, sei Dank Ge d: Wlone noht aus der Feder be, Pap uy;, Lu, Schmankenden Valuta unabbängte unseren Leiern nicht unbekannten Don der Schwantenden Barnin undogengeg. Der traufe Sänger. An der Dorfstraße vor der Wirtschaft Große=Vollmer sah ich in den ersten Nachmittagsnunden ein eigenartiges Bild. Ein Sänger sang Lieder zur Orgel. Dieser Orgel des Pserdevormarktes. sänger unterschied sich dadurch von anderen nraße ein Durcheinander von gottbegnadeten Sängern, daß er dauernd Se Autos wie„nickköppte“, so etwa wie es böse Leute bra„Delder Windmütlers“, eine Reihe heiterer Stizzen aus Watho ke. die wir mit Genehmigung der Redostion hier wiedergeven: Der neizier ge Cselreiter. Sieben Sch äge der Manholter Turmuhr kunden den Beginn der An der Rensmen, Berden, Wagen und An De an einem Renutage in Karlshorst bei Berlin. In der Nähe meines Beobachtungsstandes a n e i n r o t h e r a k t e r A n g e s t e i l t e r d e s Z i r k u s Ren don mit der Morgentoilette des noch ver schian danehenden Jirtuszeltes beschäftigt. Penlim unterbricht er seine Arbeit und ver brut mich einigermaßen durch die freund. liche Anrede:„Sie sind hier wohl der Ortsvor#####her.“ Meine verneinende Frage über hört er. und nicht ohne Würde fährt er fort: Ich besorge hier nämlich das Eselreiten.“ Eirichte: Jucken um meine Mundwinkel dente: er auscheinend als Mangel an seit vor seiner Eselreitkunn, denn er setzt Sene hinen:„Ja. das muß auch sein.“ Ich erwidere ihm, daß ich schon deshalb volles Vern udui für sein Eselreiten habe, weil mich in meinem Berufe auch sehr viel mit Eseln verasse musse. Fragend sieht er mich an, dah ich wahl: das Redaktionsgeleimnis und reischtinde im Strom der Mer ge. Vom billigen Jakob. Nuck einer kurzen Betrachtung des Ge neimme= von Pierden Landwirten und Händ lern an dem uratten, den Pferdemarktolatz bi derder Große Wiet eld'schen Hof bemerke ich einen bill ei Jakob, der wie ein Magnet an ei. Marttbefncher wirkt. Die Ursache der Anziehungek. aft seiner Persönlichkeit wird mir k##ur: der Mann hat Mutterwitz.„Wie geäll. Euch diese Bliestasche? Echt See hund eder! Ihr könnt sie durcheinander reißen wie eine junge Witwe— das hält sie aus. Die eine Tasche gebe ich umsonst ab, aber nur an Uen. der die zweite Tasche für 20 Mark kauft.“„Auf Jakobi hat es am ven Gemeindeverordneten wohl mal nachzu sogen pflegen. Auf seiner Sängerbrust trug er ein emailliertes Schildchen mit der Aufschrift:„Nerventrank.“ Anscheinend litt er an Veitstanz, einem unangenehmen Leiden, daß sich aber bei unserem Straßensänger, vielleicht infolge des flotren Absuhes, den sene gebriche un des Tages merzlich am Spätnachmittag mit der Orge der Hektelvertac# mgernmmrre Stimmung hinter einer„dicken Pulle“ sitzen sah, wobei er seinem tagsüber stark strapazierten Haupte die wohlverdiente Ruhe gönnte. tonnte man über den weiteren günstigen Verlauf seiner Krankheit beruhigt sein. * D e r g e n ü g s a m e A f f e. Viel beachtet wurde ein Affe. der in einem Wagen an der Rietverger Chaussee saß. Wie Zur Blumenpflege. Nimm das Blümlein, Und pftanz es sein In die Erde hübsch hineln! Dankbar wird es immer sein. Der Wanderer, der mit offenen Augen seit Jahren die Ortschaften, Bauernhöfe, Költerhanschen anf seinen Ausflügen im mict. leren Ruhrtal betrachtet wird gesunden hiben, da auch die Blumenpflege hier fast überall eine Heimstästtte gesunden hat. Das int freudig zu begrüßen und wohl auf das Konto der Schle zu setzen, die schon vor dem grosen Welttriege 1914 fast überall praktische Anseitung zur Blumenpflege im Schulzimmer gegeben hat. Aber im Kampfe ums Dasein verschwinden solche Anleitungen oft aus dem Gedächtnie, und da ist es nötig, daß sie von Zcit zu Zeit wieder ausgefrischt werden Manchmal erhält eine Blumenliebhaberin von einer Blumenbesitzerin, die die Freundin dadurch zu erfreuen gedenkt, ein hübsches Blümchen zum Cinpflanzen in den Topf als Geschenk. In Hause angekommen, findet die durch die sinnige Gabe Beglückte, daß der passende Topi vorhanden ist, aber die gute Topferde für das zarte Pflänzchen fehlt. Dus ist aber nicht so schlimm, wie es im ersten Augenblick den Anschein hat. Meistens sind die Zimmerpflanzen recht genügsam. Wer über eine gute Gartenerde verfügt, u. diese zu ein Drittel bis ein Viertel mit seinem Sande mischt, wird schon zurechtkommen; denn Begonien, Geranien, Fuchsien, Rosen, Heliotrop usw. zeigen in folcher Erde ganz vortreffliche Gedeihen. Selbstverständlich kann obige Mischung verbessert werden, indem man noch eine dem Sande entsprechende Menge von Mistbeet= oder Lauberde beijügt Besser aber als Lauberde ist unstreitig die sogenannte Stock= oder Baumerde diese findet man im Innern alter, hohler Brchen=, Eich= und Weidenbäume, woraus ## Brchen=, Eich= und ge des flotten Abjüher, ven man sie leicht mit der Had oder mit einen zu 17 Lieder sanden, im Lause langstieligen Lössel herausholen kann. Verertlich besserte. Als man ihn mischt man nun drei Teile Gartenerde, zwei uttag mit der Trgeldreherig. uz9 Teile Baumerde und ein Teil Sand gut mitauserin in aufgeräumter Stim-]„znander so bekommt man eine ganz vorzugernirkerr, 15 beromme man eine hanz Verhigliche Topferde, in der die meisten Blumen gut gedeihen und prächtig blühen. Wer die Konen nicht zu scheuen braucht in dieser teuren Zeit, gibt seinen Biumenlieblingen dann und wann etwas Blumendünger, der beim Gärtner oder Blumenhändler käuflich zu haben ist. Eine mir bekannte Blumenzüchterin, aber holt bei ihrer Nachbarin, die . H a t e r m a l l g l ü c k l i c h e B e s i t z e r i n e i n e r„ B e r g m a n n s k u h genbeiam doch do v. Ause uy:.„ich oder Ziege ist, die niedlichen runden Ererenicht: zu essen, dann wird er nicht 91., mente, gießt Wasser darauf, läßt die Mischung tehellisch und schimpit auf die Landwigitlich, einige Tage in einem alten Eimer stesthen sondern er tut sich an seinen Läusen gutrug), rührt mit einem Stocke alles sein säuberlich die er als eiserne Ration sändig mit sich zu einet jaucheartigen Flüssigkeit zurecht und Abt noch immer Keilerei gegeben. Zu einer Keierei gehört ein guter Stock. Hiee habe ich einen soliden Stock aus Cedernholz vom Libanon. Naturlich wißt Ihr nicht, wo der Libanon liegt. Ich will es Euch sagen: sieden Meien hinter Jernsalem, dort, wo die Weider Mankkörde tragen."„Landwirte! Rehr a; die Getreideumlage ärgert Euch die Umsatzneuer. Kaust Euch dieses feine Rotizbuch das ich für den Svottpreis von in Mar: abgeben kinn, weil es noch aus Heere beständen stammt. Da schreibt Ihr alle: hinein, was Ihr verkauft. Am Jahresschuß reitt Ihr das weiße Pavier heraus und schickt den schwarzen Umschlag zum Finantamt in Wiedenbrück. Dann braucht Ihr keinen Piennig Umsatzsteuer zu zahlen, denn di: Tchien, die Ihr verkanft habt, steben ja nicht mehr drin!“ Die drei Acazien. ##akerschütternde Trovetenstöße lenten de a ig meine Aummerksanklit auf den Weltzeetus Nordon, deisen Direktor dem o. k. PuBeluu bos Bollettonns vor übrt. Trei. führt. Ohne Hast, die ja immer unsein wirkt, verspeist er eine nach der andern, und dabei weiß er, wie der Chinese, das Gesicht zu wahren. Denn obwohl er zweifellos lieber was anderes äß, hat er sich soweit in der Gewalt daß er bei dieser Mahlzeit eine Mine anssetzt, als wenn ihm ein kulinarischer Genuß ersten Ranges geboten würde. Darin liegr entschieden mehr Größe als in dem Verhatten der ihn begaffenden Menschen, die liebto= genne waren, den armen Affen noch ob seiner färglichen Mahlzeit zu verspotten. Erst suchte er die Spötter vornehm zu ignorieren, indem er gar keine Notiz von ihnen nahm. Als es ihm aber zu bunt wurde, da schimufte und spektakelte er nicht, sondern drehte sich ganz einach um und machte eine tiefe Verbengung nach der anderen Seite. Was diese Gest bedeuten sollte, das hat Goethe in seinem Götz von Berlichingen in Worten ausgedrückt. Bei einem Aisen bedarf es dieser Worte nicht, da genügt die entsprechende Verbeugung. S 8 2 Der Gall. die Liebe kein lehrer Wahn ist, dis lehrte handgreiflich ein Blick in das Tanzzelt von Gerhard Stöppel und in den Saal von Schumacher. Sehr angenehm wurde es von den tanzenden Paaren empfunden, daß die dicke Tromme.(tsa inderabumm!) der Dicke nach jedenialls die Königin der Instrumente, eine beherrschende Stellung in der Tanzmusik einnahm. Kam einer mal aus dem Takt— die dröhnenden Schäge auf das kälberne Fei! der Dicken brachten ihn gleich wieder drin. Jur Heimbeförderung benutzten e Schhchhe Sgsehiner dren ettes Lom Astellen. Mien Vaar woll mol en olt Rad beschlohn, No roh du es, Lovüell Niägel goht dotau 6! Een, twee, drei, sief, setz! Eiekn Eiken— Baiekn— Böckenholt, Dat wei midden dürgespolt. We dat siät, de eß en Luegner. Wi wet wedden üm ne Fleige, Wi wellt wedden üm en Spohn, To söllt(z. B.) veerentwintig stohn. * De Jäakster un de Kreige, De säten tehoope un neigden. Jächster saga: Du schwatt# 65 begießt damit ihre Topfblumen dann und wann. Diese sind für die liebevolle Gabe sehr dankbar: denn sie zeigen üppigen Wuchs und reiches Blühen. Selbstverständlich ist es wohl, da tman die Blätter alle 8—14 Tage mit einem seuchten Schwämmchen vom Staube reinigt, der die Poren verstopft, das Atmen der Pilanze beeinträchtigt, und so ihre Lebenedauer verkürzt. Regenwasser lieben die Blumen sehr, darum vergesse man nie, seine Lieblinge dem erquickenden Regen anzuvertranen, besonders in der warmen Jahreszeit. Wer sich lange am Blühen seiner Blumen erirenen will, der entferne sofort die fahlen Blätter und ausgeblühten Blumen, die der Pilanze ein häßliches Aussehen verleihen und durch Samenbildung den andern Bluten viel Nahrung entziehen. 9 S 5 5 #g P.55 S#cuSg5. S S.— 3 S S 518 PPES E 9 SSEGSESS.„ 550 S S####Spgans 2##. * 8 20 8 5 5 9 3 55 * 85 EU 5 S u Spg 2 S SgEE Babg 2n * SeE 5- SSSSAbgESSDES S S S5" SE 2 S 5gE59 30 „ESS T 9 5 5 S: S 89E " S 9# * 5 a ST S"5EE *. a S5SESSEE SS0 STbSEn 5BüE * 4.7T 9E a S 3 S anE 2.S— 5 8. =. 2981— S„TESE 2ESTünE S S SDET GSSSE S Sgag *§ 80— 22 E 3— „.S.aSS 9 SSES A % Tans SSrEEE S 2 —.—*„ 9.. OSOT 9815 E # —— S 2 ##### 5s SpxEAS#g### b#g##5s855 SSESTSESELL S8“ G 3