+L Rasolmäßige Bollagen: Schwetter Hausfron und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatdlätter. u Lustiges Allertei. Kinderzeitung: Unser Blatt. nUnterungs- u. Romanbeilage. u Spiel, port und Curnen. u Ledensbild. ist u. Wissen.n Gartenratschläge. Verbunden mit: Schwerter Cagedlatt und Aazeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Velksblatt Welthofener Zeitung Apierdecker Zeitung Langscheder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. Bolzwicheder Zeitung und ättestes Cogesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die Schwerter Jeitung" erscheint verktäglich. a Hauptgeschäftsstelte, Druck und Verlog: Corl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwertruhr. Cel. 62. Postscheck: Dortmund 2853 Verautwortliche Schriftleitunge Kar Nichter, Stodt vot P# Fried. Kraue, samtlich in Schwerke. Nr. 159 Montag, 10. Juli 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Baue nicht auf bunten Schein, Lug und Trug ist dir zu fein, Schlecht gerät dir List und Kunst, Freiheit wird dir eitel Dunst. Doch die Treue ehrenfest Und die Liebe, die nicht läßt, Einfalt, Demut, Redlichkeit Stehn dir wohl, o Sohn von Teut. E. M. Arndt. Neueste politische Nachrichten. Reichswehrminister Geßler beantragte infolge der gegen ihn erhobenen Vorwürfe eine Untersuchung gegen sich selbst. * Bei der Postverwaltung wird sich ein Fehlbetrag von 11 Milliarden Mark ergeben; es ist deshalb mit einer neuen Erhöhung der Postgebühren zu rechnen. Die Einigungsverhandlungen des Reichsarbeitsministers im Berliner Buchdruckerstreik blieben bisher ergebnislos. * England sieht gesetzgeberische Maßnuhmen gegen die Folgen des Sturzes der deut schen Mark vor. Infolge des Hochverratsprozessen gegen Leoprechting ist in verschiedenen bayrischen Zeitungen über illoyale Beziehungen zwischen dem Angeklagten und Berliner amtlichen Stellen berichtet worden. Diese Verdächtigungen werden von zuständiger Seite in Abrede gestellt. * Die vorgestrige Wahl zur zweiten holländischen Kammer hatte nach der vorläufigen nichtamtlichen Feststellung folgendes Ergebnis: Rechtsparteien 48, Linksliberale 11, Sozialisten 25, Kommunisten 3, verschiedene kleinere Parteigruppen 13 Mandate. Die Münchener Post meldet: Auf Ersuchen des Oberreichsanwaltes sind einige der Organisation C angehörige Studenten verhaftet worden. Anstelle des verstorbenen unabhängigen Abg. Däumig tritt der Mechaniker Paul Wegmann. Die Druckerei der oberschlesischen kommunistischen„Roten Fahne“ wurde heute nacht demoliert. Zwei Setzer wurden mißhandelt. Die Zeitung kann vorläufig nicht erscheinen, da weitere Gefahr für Demolierungen besteht. * Die Beamten=Gewerkschaften sind erneut mit Forderungen an die Regierung herangetreten, um entsprechend der gesteigerten Teuerung eine Aufbesserung der Beamten= und Staatsangestelltengehälter und Staatsangestelltenlöhne herbeizuführen. * Vermischte Kunde. Verschiedenee Städte wollen jetzt ihren Geldbedarf durch Anleihen in Amerika decken, aber in Markwährung. Für Dortmund ist die Genehmigung zu einer 200 MillionenAnleihe in New York bereits erteilt. Bei dem schwankenden Mark wert, der einen spekulativen Moment darstellt, hofft man auf einen guten Erfolg. Einen bösen Reinfall erlebte die Maschinenfabrik A. G. Elsaß in Bochum, die 1918 in der Schweiz ein Darlehn von 6 Millionen Mk. aufnahm, das aber in Franken zurückzahlbar ist und zwar 1928. Die 6 Millionen Franken ergeben 7,5 Millionen Franken, die nach heutigem Valutastand über 425 Millionen Mark ausmachen. Auf dem Vieh= und Fleischmarkt ist in letzter Zeit eine Preissteigerung eingetreten, die alles bisher Dagewesene übertrifft. den meisten Großstädten macht sie innerhalb 5 Monaten über 300 Prozent aus. Noch vor drei Wochen kostete der Zentner Lebendgewicht Schweinefleisch auf den Viehmärkten in Berlin, Magdeburg usw. 3500 bis 4000 heute hat er bereits 6000 Mk. erreicht. Damit sind die Weltmarktpreise längst überschritten. Das Auslandsfleisch ist trotz der Transportkosten und der schlechten Valuta mehr als um die Hälfte billiger. Es müßte nur mehr und überall zu haben sein, leider wird von gewisser Seite alles getan, die Fleischeinfuhr zu unterbinden. Gegen eine solche Auswucherung des Volkes rührt sich noch kein Staatsanwalt. Deutschland vor der Katastrophe. Die Industrie in Preussen 1913-1921. Derh den antlichen Berichten über Geuerbeberriebe mit 10 und mehr Arbeitern. Zehl der Betgiebe W. 175636s12 721 Gesamtzahl der Arbeiter 1975 1021 3635515 3649.500 Von den Arbeitern woren: Erwsche manet 4b T,#roaterinnen Zange inser tu tüm u u-er9S 921 89 34 M 20 9 2 G3— ∆ 45 # Dürfen wir so sagen nach dem Eintreffen folgender Telegramme: Berlin, 8. Juli. Der Berliner Vertreter des„Daily Telegraph“ meldet, nach Ansicht dortiger nichtdeutscher Finanzleute habe die Mark den Gefahrenpunkt erreicht, und nur sofortiges Eingreifen der Verbündeten könne ein Sinken Deutschlands in die Finanzlage Oesterreichs und Polens verhindern. Bis Oktober zu warten, wäre verhängnisvoll. Nur ein kleines Darlehn oder kurze Suspendierung jeder Zahlung könne die Katastrophe verhindern. London, 8. Juli. Reuter Bei dem Empfange einer Deputation von Baumwollspinnern äußerte Lloyd George gestern schwere Besorgnisse über den Marksturz in Deutschland. Da die deutschen Arbeiter 50 Prozent geringere Löhne erhielten als die englischen, seien gesetzgeberische Maßnahmen in Großbritannien gegen die verhängnisvolle Konkurrenz notwendig. T. U. Paris, 7. Der Sturz der Mark läßt hier allgemein die Befürchtung eines eigentlichen Konkurs der Reparationen aufkommen. Die Gerüchte über eine Stundung gegenüber Deutschland werden dahin ergänzt, daß Deutschland ein allgemeines Moratorium verlange für die Jahre 1923 und 24, das zugleich die schon bewilligte Stundung für die gesamten Zahlungen Deutschlands verlängert. Am Sonnabend war der Dollar auf 530.— geklettert und sein Steigen hält noch immer an. Jetzt ist schon eine allgemeine Panik ausgebrochen und jedermann will sein immer wertloser werdendes Papiergeld in fremdes Geld, Aktien oder Grundbesitz umtauschen, bevor es zu spät ist und sei es selbst mit den größten Verlusten. An der Börse spielen sich jetzt täglich wilde Szenen ab und die Kurse der Aktien steigen gewaltig, die Folgen sind unabsehbar. Zunächst werden nun die Preise aller Waren anziehen, dann werden die Beamten und Arbeiter mit großen Lohnerhöhungen kommen, da sie tatsächlich nicht mehr leben können. Der Staat wird diese Forderungen bewilligen und mit neuen furchtbaren Massen von gedrucktem apiergeld beantworten. Dann werden wieder neue Steuern kommen, um die höheren Gehälter zu bezahlen, dann werden die Kohlenpreise steigen und daran schließt sich wieder der Chor der übrigen Industrien an. Dann macht der Staat wiederum neues Papiergeld und zwar ununterbrochen, Dieser furchtbare Kreislauf, der immer schneller, und schneller wird, setzt sich solange fort, bis die Hauptwelle bricht, das heißt, bis der deutsche Staat zahlungsunfähig gewor den ist. Ein kleiner Trost, wenn man das so nennen darf, ist dabei vorhanden. Die törichten Franzosen werden nämlich von uns wohl jetzt garnichts erhalten, denn Deutschland ist bei der jetzigen Valuta schon für das Ausland zahlungsunfähig geworden. Es gibt ein französisches Sprichwort: Wer alles packen will, behält garnichts in seiner Hand. * Was ist zu tun? Es gibt Mittel, mit denen die Lage beeinflußt werden kann. Das eine ist: Zurück zur politischen Vernunft. Entspannung der Aufregung der Massen, die nicht nur durch den Mord hervorgerufen, sondern mit agitatorischen Mitteln ganz ungeheuerlich gesteigert ist, Rechtsgültigkeit aller Ausnahmeverordnungen gegen rechts und links. Derartige innerpolitische Maßnahmen würden zweifelsohne nach außen und innen wirksam sein. Das zweite Mittel ist die sofortige Einstellung der Devisenkäufe und der Devi senablieferung seitens der deutschen Ausfuhr. Daß Devisenkäufe heute auch in beschränktem Umfange verheerend wirken müssen, liegt auf der Hand. Es muß deshalb die Reichsbank die Devisenkäufe für Reparationszwecke in jeder Weise einstellen und die Reichsregierung der Garantiekommission klar machen, daß unter den obwaltenden Umständen der Einstellung der Devisenerwerbung einen zwingenden Akt der wirtschaftlichen Notwehr darstellt. Diese Tatsachen würden zugleich den wichtigen Akt der politischen Bekundung einschließen, daß Deutschland die Reparationen überhaupt nicht mehr erfüllen kann. Es gibt leinen bündigeren Beweis für unsere Unfähigkeit, die französischen Zahlungsphantasien, wie sie in den letzten Tagen noch Herr Poicaree produziert hat, zu erfüllen, als die Entwicklung unserer Währung. Auch Frankreich wird die Unmöglichkeit des deutschen Erfüllungszwanges erkennen und davon lassen müssen. Das deutsche Volk wird aber eine Einsicht in seine Lage von außen nur erwarten können, wenn es selbst im Innern zur Vernunft gelangt und für eine schleunige Entspannung der inneren Lage sorgt. Links oder rechts! Die einseitige Zuziehung der Unabhängigen zur Regierungskoalition kann als erledigt gelten. Die Aktion, die zu diesem Zwecke gemeinschaftlich von den Sozialdemokraten und den Unabhängigen eingeleitet worden ist, stieß sehr bald auf außenpolitische Schwierigkeiten. Es ist von berufener Seite kein Zweifel daran gelassen worden, daß internationale Kreditverhandlungen für Deutschland nicht mehr in Frage kämen, wenn die deutsche Regierung von einer sozialdemokratischen Mehrheit kontrolliert würde und wenn die Unabhängigen einen bestimmten Einfluß auf die Regierungsgeschäfte hätten. Das ohnehin erschütterte Vertrauen des ausländischen Finanzkapitals wäre in diesem Falle vollkommen geschwunden. Daß auch die Sozialdemokratie für diese Schwierigkeit Verständnis besitzt, beweist die Haltung des„Vorwärts“, der die Frage der Regierungserweiterung der Unabhängigen nur noch sehr lau behandelt und beweist auch die Haltung der„Freiheit", die sich von einer maßlosen Behandlung dieser Frage freihält. Das Angebot, das Zentrum und Demokraten an die Deutsche Volksdartei gerichtet haben, wird zum mindesten die Wirkung haben, daß die Frage der Linkserweiterung der Regierung auf das tote Gleis gerät. Denn die Unabhängigen werden sich zweifellos, menn das Angebot der bürgerlichen Koalitions= parteien und die zustimmende Antwort der Doutschen Volkspartei vorliegen, auf weitere Bemühungen, sie zur Regierung heranziehen, nicht mehr einlassen. Voraussichtlich wird dann auch das bürgerliche Angebot an die deutsche Volkspartei weiter keine praktischen Folgen haben, da sich die Sozialdemokratie gegen eine Rechtserweiterung der Regierung wenden wird, wenn sie nicht noch weitere Konsequenzen aus der nunmehr geschafsenen Lage zieht. Wie die Dinge sich weiter entwickeln werden, ist immer noch in ziemliches Dunkel gehüllt. Nimmt man den günstigsten Fall an, daß die Frage der Regierungserweiterung überhaupt ins Stocken gerät und daß eine für die Sozialdemokraten und für die Deutsche Volkspartei gleich erträgliche Ausgestaltung des Schutzgesetzes zustande kommt, so kann selbst dann eine Opposition der Deutschnationalen, der Unabhängigen u. der Kommunisten die Annahme des Entwurfes vereiteln. Die Reichstagsauflösung wäre auch dann in greifbare Nähe gerückt. Näher zu liegen aber scheint die andere Möglichkeit, daß die Sozialdemokraten trotz aller besseren Einsicht ihr politisches Fahrwasser nicht mehr verlassen können u. mit den Unabhängigen zusammen weiter steuern. Dann wäre die innere Krisis ebenfalls da. Preußischer Landtag. Berlin, den 9. Juli. Sitzung von vorgestern. Das Haus nimmt zunächst in 2. Beratung das Schutzpolizeibeamtengesetz an, nachdem der Kommunist Knoth den Entwurf als reaktionär abgelehnt hatte. Ohne Aussprache angenommen wird darauf der Antrag der Beamtenauschüsse über die Aufstiegsmöglichkeiten der preußischen Beamten. Endgültig verabschiedet wird der Entwurf über die Aenderung eines Diensteinkommgesetzes der Lehrer an Pflichtfortbildungsschulen. In schneller Folge erledigte das Haus den Antrag der Sozialdemokraten über das Siedlungswesen im oberschlesischen Berg= revier, wonach auf Schaffung einer Einheitsorga. nisation bei der Inangriffnahme und Durchführung des Siedlungswesens in Oberschlesien hingearbeitet werden soll. Das Gesetz zur Regelung der Grenzen von Bergfeldern wird in 3. Lesung angenommen. Zum Schluß erledigte das Haus Anfragen der Sozialdemokraten über die fachliche Durch=# bildung der Anwärter im höheren Justiz= und Verwaltungsdienst und vertagte sih auf Dienstag. *— Dienstag 1 Uhr: Beratung einer Reihe von Gesetzentwürsen, darunter das Gesetz zum Schutze der Republik. Kleine Vorlagen. Schluß 11,15 Uhr. Stadt und Land. Juli. 1509 1866 Schwerte, 10. Erinnerungen. Der Reformator Johannes Calvin gevoren. 156-4 Schlacht bei Kissingen. 1584 Ermordung Wilhelms 1. von Oranien, des Begründers der Unabhängigkeit der Niede: lande. 1884 Der Aegyptolog R. Lepsius gest. ** Wandern, wandern, selige Lust!“ Es gibt doch nichts Schöneres, als hinaus in das Grüne zu streifen und die Sorgen daheim zu vergessen. Geraade wir haben es jetzt nötig, den Wanderstab zur Hand zu nehmen; mit neuem Mut und frischen Kräften werden wir heimlehren und die Bürde deLebens nicht so schwer empfinden. Schon in alten Zeiten gingen die Deutschen gern auf Wanderschaft. Damals freilich war's ein anderes Wandern. Der Bursche schnürte sein Bündel, um die weite Welt kennen zu lernen, sich irgendwo seßhaft zu machen oder mit Kenntnissen bereichert ins Vaterhaus zu rückzukehren. Sein Zehrpfennig war oft gering; bei manchem ging die Wegzehrung schon hinter den Toren der Stadt zu Ende, und er war aufs„Fechten“ angewiesen. Heute ist das Wandern mehr eine Erholung, ein Sport. Während des Sommers bilden richtige Wanderstraen heraus, auf denen es besonders am Avend ziemlich lebhaft zugeht. In frohes Geplauder mischt sich Lachen und Gesang. Hin und wieder gibt's sogar Zieh= oder Mundharmonikaklänge, freilich nicht immer harmonisch. Auch die„leise Laute“, läßt sich hören. Lippenpfiff noch extra als Jugabe. Neuerdings wird viel nach den Luellen gewandert. Jeder möchte wissen, wo die beimatlichen Gewässer entspringen und wohin sie gehen. Die einen sind die Quellensucher, die andern Stromläufer.„Gut Quell!" tönt's herüber und hinüber. Nur sollte man nie direkt am Wasser wandern; erstens zertritt man fruchtbares Land und 2. kann man recht naß werden. Doch es gibt auch Quekkenwanderer, die wenig wandern. Man her sie tm tiesen Keller zu suchen, wo man direkt an ter„Quelle“ sitzt und noch dazu Karten auf den Disch schlagen kann. Wir meinen jedoch, daß es vor ällem in den schönen Sommertagen besser ist, durchs Weite zu streifen und Gottes schöne Welt in täusend farbigen Bildern kennen zu lernen, als aus dem Gemäuer nicht heraus zu kommen. Darum: Wandern! wandern!" * Die Notopfersammlung für die Liebeswerte der Inneren Mission in Westfalen ist nun im Gange, und die ersten Meldungen über ihren Ertrag liegen bereits vor. So aus Hagen, wo von 7 Firmen zusammen 115000 Mk. gezeichnet worden sind, nämlich 4 mal 20000 Mk., 1 mal 16·000 Mk und 2 mal 10.000 Mark. In Höxter sind bisher 96719 M gesammelt worden, das macht auf jedes Gemeindeglied bei einer Seelenzahl von 3800 mehr als 25. Im Rheinland zwar ist diesee Summe in vie ler Orten höher gewesen, und es ist zu erwarten, daß sie auch in Westialen sich noch steigern. Wir stehen erst im Anfang der Sammlung, die vom Oberprüsidenten der Provinz Westfalen im Hinblie aus die Wichtigreit bereitwilligst genehmigt würde: * T a g u n g d e r H a u s= u n d G r u n d b e s i t z e r v e r e i n e. Der Verband westfälischer Haus= und Grundbesitzervereine hielt am gestrigen Sonntage im Hoter Niemeter in Unna eine zahlreich besuchte Versammlung ab, bei welcher auch der hiesige Verein vertreten war. Im Mittelpuntt der Verhandlungen stand ein eingehender Vortrag des Herrn S Lünenschloß=Haspe über die Ausführungsbestimmungen zum nenen Reichemietengesetz. Als Vertreterdes Verbande. für die Tagung des Zentral verbandes deutscher Haus= und Grundbesitzervereine, werkein Auncen notlfindet, wurde außer gen inntem Rerner Herr Schnieler aus Münster gewählt. ** Einführung des Pfarrers Florin. Der ge#rige Sonntag war für unsere evangelische Gemeinde ein Freudentag, weil er die Einführung des einstimmig als Nachfolger des Herrn Pastor Terberger gewählten Pfarrers Florin brachte. Das große Gotteshaus war dicht gefüllt. Die einleitinde Festpredigt hielt der Präses der Synode, Herr Superintendent Wintelmann aus Elsen bei Hohenlimburg über das Trostwort aus Matth. 11, 5:„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid" und führte im Anschluß daran den neuen Pfarrer in sein Amt ein. Nachdem die Amtsbrüder dem nunmehrigen Mitarbeiter einen Gruß und Gottes Wort zugerufen, bestieg Herr Pastor Florin die Kanzel und hielt unter Zugrundelegung von 1. Korinther 4, 1 seine An. trittepredigt über das Amt eines Seelsorgers, der nach dem Texte Christi Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse sein soll. Die Einführungsfeier wurde durch prächtig dargevotene Chöre des Kirchenchors verschönt. Am Nachmittag fand im Gemeindehause eine Nachfeier statt, welche wiederum durch äußerst starken Besuch aus allen Volkskreisen bewies, wie lebendig das Interesse für das kirchliche Leben in der Gemeinde ist. Nach einleitendem Vortrag des Posaunenchors, Gemeindegesang, Schriftverlesung und Gebet begrüßte Herr Pastor Nell die Versammlung und erschienenen Ehrengäste. Herr Pastor Wischnath überbrachte als Vorsitzender des Presbyteriums dem jüngsten Kollegen die Grüße und Wünsche der lirchlichen Vertretungen und Pfarrersamilien. Herr Bürgermeister Rohrmann hieß Herrn Pfarrer Florin namens der Stadt Schwerte herzlich willkommen und gab dem Wunsche für rege Mitarbeit bei der Betätigung gemeindlicher Wohl fahrtsbestrebungen Ausdruck. Herr Pastor Bar tels aus Hörde, woselbst der neue Pfarrer als Hilfskraft ein halbes Jahr tätig war. übermittelte die Grüße seiner Gemeinde. Der Verein junger Männer ließ durch seinen Vorsitzenden Herrn Hansen unter Ueberreichung eines Blumengrn ßes in Gestalt einer Zimmerlinde um eifrige För derung der für Gegenwart und Zukunft unseres Volkes und Vaterlandes so überaus wichtigen In gendpflege bitten. Treffliche Liederspenden des Vereins junger Mädchen vervollständigten die Begrüßungen in sinniger Weise. Herr Pastor Florin dankte in bewegten Worten für das allseitige Vertrauen und versprach, all seine Kraft in den vielverzweigten Pflichtenkreis seines neuen Amtes zu stellen. Der Vater des neuen Seelsorgers Herr Rektor Florin aus Berleburg brachte den Dank seiner Familie zum Ausdruck. Mit einer Tellersammlung für die Linderung dere finanziellen Notlage der Inneren Mission fand die Feier ihren Abschluß. Auch wir wünschen dem neuen Gristlichen eine lange gesegnete Tätigteit im Dienste der Gemeinde und des Volkes und rufen ihm auch an dieser Stelle ein herzliches Willkommen zu Unseren Leseen geben nir heute die zweite Nummer der Beilage„Deutscher Levens frühling“ in die Hand und machen no; ein mal darauf aufmerksam, dag es gut ist, die einzelnen Blätter aufzubewahren, da die vierte Num ner uis Unischlag erscheint und dann ein werlvolles Rionatsheft fertig vorliegt. Das Konzert im Freischütz konnte gestern nicht im freien Walde abgehalten werden. Das Publikum füllte den großen Saal und die an schließenden Kolonnaden und konnte sich dem seltenen Ohrenschmaus eines künstlerisch dargebotenen Konzertes um so gesammelter hingeben. err Heine hat seine geübten Musiker in ziel sicherer Hand. Das zeigte sich gleich beim Eröffnungsmarsch„Frisch gewagt" und noch mehr in Offenvachs Ouvertüre zu„Orpheus“ und in Fucicks„Traumidealen“, einem schmeichelnden Walzer. Besonders die Pianissimopartien waren gut herausgearbeitet, doch klappte auch das stärtere Zusammenspiel. Mit einem schneidigen „Musikalischen Allerlei“, schloß der erste Teil. Nach der Pause konnten die Herren Loos und Köppilus als Solisten auf Aidatrompeten im großen Triumptmarsch aus„Aida“ ihre Gaben in Vollkommenheit darbringen. Reicher Beifall lohnte. Dasselbe gilt vom„Faufaren= marsch", für Heroldtrompeten und Resselpauten aus derselben Oper. Einige Unevenheiten im Zu sammenspiel dämpften hierbei leider den Gesamt eindruck ein wenig, doch machte das nachfolgende Patpourri„Aus der Woche“ dafür doppelt guten Eindruck. Die beliebte„Post im Walde“ mit Herrn Köppikus als vervorgenen Postillion versehlte auch diesmal wieder ihres Eindrucks nicht und eine recht packende Volkerlangzugabe schloß Teil 2. Weiterhin wurde Suppees„Leichte Kavallerie“ mit dem nötigen Schneid gespielt, das „Lied an der Weser mit Piston= und Kornetsolo wirkungsvoll zum Vortrag gebracht. Das da capo wurde gefordert. Aus dem abgekürzten Schlußteil des Konzertes müssen, wir noch den guten Vortrag vom Meverbeer schen„Fackeltanz“ in B=dur und von Eilenbergs„Mühle im Schwarzwald“, hervorheben, auch Waldteufels „Goldregen"=Walzer. Alles in allem zeigte die Kapelle Heine, daß sie etwas zu leisten imstande ist. Der seltene Konzertgenuß wird den vielen Zuhörern gerne in schöner Erinnerung bleiben und den weiteren Unternehmungen des Schwerter Orchesters zu den alten noch immer neue Freunde werben. ** Großer erneuter Einbruchsdiebstahl im „Freischütz". Ehe man die Diebesbande von vorgestern ergriffen hat, ist in der Nacht von Samstag zu Sonntag, während die Familie Straet manns im großen Saale bei eifriger Arbeit war, erneut ein schwerer Einbruch verübt worden. Kleider und Wäsche sind im Werte von etwa 60000 Mark aus den Zimmern der Familie des Sohnes im Saalanbau geraubt worden. Die Plünderer arbeiteten schnell und gerieben, ließen die gestohlenen Gegenstände an zu Stricken gedrehten Bettstücken aus den Fenstern herunter und ließen dann alles im naben Walde verschwinden. Dort wurden bei einer Abstreife noch einige Stücke gefunden. Scharfe Polizei= und Spürhunde könnten hier wohl die Spur barld finden. 10000 Mk. Belohnung sind ausgesetzt für zweckdienliche Angaben und Entdeckungen.(Siehe auch Inserat). ** Die Geschäftslente in Hörde hängen in letzter Zeit Plakate gelegentlich Vereinsfestlichkeiten aus, die nicht allein in orde stattfinden, sondern auch in der weiteren Umgevung. Es ist festgestellt worden, raß dese Platate zur Ankündigungssteuer nich: angemeldet worden sind. Meistenteil; geh“ aus den Plakaten der Name und die Wohnung des Vorsitzenden der Veranstaltung nicht hervor. Die Steuerbehörde macht ** Die Seuchengefahr insbesondere von Cholera und Typhus läßt es erwünscht erscheinen, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, zum persönlichen Schutz Impfungen gegen Cholera und Typhus durch die praktischen Aerzte an sich vornehmen zu lassen Das Institut für Insektionskrankheiten„Robert Koch“ Beilin Nr. 39. Föhrerstr. 2 hält die Impfstoffe einschließlich Gebrauchsanweisung und Verpackung vorrätig Die Preise für die Impfstosse können bei der Polizei im Rathause Zimmer Nr. 6 eingesehen werden. darauf aufmertsal, daß sie in Zukunft in jedem einzelnen Zulle den Geschäftsintaver, der das Plakat in seinem Geschäft aushängt, zur Steuer heranziehen wird. Es dürfen nur solche Platate ausgehängt werden, die den Stempel der Steuerverwaltung tragen. ** Benutzung der Schlafwagen. Vom 10. Juli dieses Jahres ab werden die Betttartenpreise für die der Reichsbahn gehörigen Schlaftwagen auf 300 Mf. fü die 1. Klasse, 150 Mk. für die 2. Klasse und 80 Mk. für die 3. Klasse erhöht. Die Vormerkgebühren erhöhen sich gleichzeitig entsprechend u b1. 6 und Mars. Aus den Provinzen. Hörde, 7. Juli. Krantheits=Statisti!. In der Woche vom 28. Mai bis 3. Juni kamen im Stadt- und Landkreise Hörde folgende Fälle von austeckenden Krankheiten zur Anmeldung: Es erkrankten an Diphtherie je ein in Hörde und Aplerbeck; Genickstarre 1 in Barop; Scharlach 2 in Schwerte und 1 in Holzen; Unterleibstyphus 1 in Hombruch; Ruhr 1 in Holzwickede. Es starben an Diphtherie 1 in Aplerbeck; Lungenund Kehltopftubertulose je 1 in Annen und Schwerte.— Im Regierungsbezirk Arnsberg ertrankten in der vorstehend angegebenen Zeit an Diphtherie 29, Genickstarree 8, Kindvettsieber 11, Körnerkrankheit 2, Scharlach 33, Unterleibstyphus 12, Paratyphus 2, Grippe 1, Schlafkrankheit 1. Ruhr 13.— Es starben an Diphtherie 2, Genickstarre 5, Kindbettfieber 6, Lungen= und Kehlkopftuverkulose 71, Scharlach 1, Unterleibstyphus 1, Grippe 1, Schlafkrankheit 2. Dortmund, 8. Juli. Mit einer Schußverletzung aufgefunden wurde in einem Hause an dei Westerbleichstraße am Donner###tag Abend ein Kellner. Dem Verletzten leistete ein ein Arzt die erste Hilfe. Hierauf mußte er ins Krantenhaus gebracht werden, woselbst er inzwischen gestorben ist. Die Schuld einer dritten Person liegt nicht vor. Dortmund, 8. Juli. Ein empfindlicher Verlust erstand vorgestern nachmittag dem Schalterbeamten am Schalter 3 des Postamts Hiltropwall. Ein jüngeres Fräulein kaufte im Auftrage einer hie sigen Firma für 35000 Mark Steuermarten. Bei der Abfertigung händigte der Beamte dem Fräulein für 900 M zuviel Marken aus und bemerkte seinen Irrtum kurze Zeit hinterher. Da der Beamte natürlich ersatzpflichtig ist, so handelt es sich um einen empfindlichen persönlichen Verlust. Dortmund, 8. Juli. Seine„unfehlbare Spritze. Vor dem Schöffengericht hatte sich der Dr. med. Otto Knüppel aus Dortmund, 52 Jahre alt. wegen Betruges zu verantworten. Es schweben gegen den Angetlagten in anderen Städten ähnliche Verfahren. Er reiste in verschiedenen Orten herum und empfahl in Wirtschaften und ähnlichen Lokalen sein unfehlvares Mittel gegen Asthma, nach der Methode des Professors K. Die Behandlung bestand in einem Beklopfen der Brust mit einem mit feinen Drähtchen versehenen hammerartigen Stab, der mit einer elektrischen Taschenvatterie verbunden war, ferner in einer Abreibung mit Oel und schließlich in einer Arm=Einspritzung. Bei dieser Einspritzung sollte es sich angeblich um ein besonders gutes Mittel landeln. In Wirtlichkeit war es Salzwasser. Einer der Patienten, der in einer Wirtschaft behandelt wurde, litt lange Zeit an einer Geschwulst, die sich infolge der Einspritzung mit der nicht ganz sauberen Spritze am Arm gevildet hatte. Zwei medizinische Gutachten ließen erkennen, daß es dem Angeklagten lediglich um das Geld und nicht um die Wiederherstellung der Gesundheit seiner Patienten zu tun war. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen Betrugs und gefährlicher Körververletzung zu 6000 Mark Geldstrafe. Der Staatsanwalt hate eine Gefängnisstrafe beanP *„ 41) Roman von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) „Er überraschte meinen Mann an diesem Morgen durch seinen Besuch. Aber ich kann dir auf das bestimmteste versichern, daß das Zusammentreffen ein rein zufälliges ist. Margarete hat mir erklärt, daß sie seit langer Zeit nichts mehr von ihm gehört habe. Und Henry konnte keine Ahnung von ihrem Hiersein haben. Er kam ja auch lediglich in der Absicht, mir das Darlehen zurückzuzahlen, das ich ihm vor anderthalb Jahren gegeben. anden, waif ar Lus Haus Hubert Almröder war aufgestanden, wen er dus Haust mädchen mit einem Briefe eintreten sah und weil die Form wie die zarte Reseda=Farbe des Billetts eine ganz bestimmte Vermutung in ihm geweckt hatte..„ ugsign#. „Entschuldigen Sie mich für einen Angenong, sagle er hastig.„Es handelt sich möglicherweise um etwas sehr Und noch ehe sie sich dem Erker hatte nähern nahm er der Dienerin das zierliche Briefchen aus der Hand. Mitten im Zimmer stehenbleibend, öffnete er den Umschlag und las. In diesem Augenblick gab es nichts auf der Welt, da ihn auch nur in annähernd demselben Maße interessiert hätte wie die rasch hingeworfenen Zeilen auf diesem stark und süß duftenden Blatte. Selbst wenn Cäsar Frederiksen seine Stimme nicht fast bis zum Flüstern gedämpft hätte, würde der Maler darum wahrscheinlich nichts davon vernommen haben, als er in Erwiderung auf Helgas letzte Worte fragte: „Um es zurückzuzahlen, sagst du? Doch nicht die ganze „Ja. Die ganze Summe. Das Geld liegt, wie du siehst, noch dort auf dem Speisetisch. Der Konsul strich mit beiden Händen seinen Bart. Sein Gesicht hatte sich nicht verändert; aber Helga kannte ihn gut genug, um ihm trotzdem die Erregung anzusehen, in die ihre Bestätigung ihn versetzt hatte. „Das überrascht mich. Du hast mit deinem Bruder ge sgrocen?“ „Nein. Ich war noch nicht aufgestanden, als er kam, und er entfernte sich wieder, ehe ich von seiner Anwesenheit erfuhr. Ich beschwöre dich, Cäsar: sage mir die volle Wahrheit. Wie ist es um ihn bestellt? Ist er wirklich in der Lage, jetzt einen so großen Betrag zu zahlen?“ Wenn er nicht andere darum bestehlen will— nein! Soweit meine Informationen zuverlässig sind— und ich bin gewiß, daß sie es sind, steht er zum zweiten Male vor dem Bankrott.“... Jahnt: Hüsterte Gel. „O mein Himmel— ich habe es geühnt, stnsterle Helga mit zuckenden Lippen; aber als sie sah, daß Hubert sich in diesem Augenblick wieder nach ihnen umwandte, nahm sie alle Kraft ihres starken Willens zusammen, sich zu beherrschen. „Ich habe nochmals um Entschuldigung zu bitten,“ sagte der Hausherr, in dessen Augen eine lebhafte Unruhe flackerte. „Aber ich erhalte da soeben eine unangenehme Nachricht, die mich zu meinem Bedauern zwingt, mich für kurze Zeit zu beurlauben. Ich habe doch wohl das Vergnügen, Herr Frederiksen, Sie bei meiner Rückkehr noch hier zu finden?" „Düs zuversprechen, bin ich allerdings nicht in der Lage. Es wird ganz davon abhängen, wann ich meine Schwester sprechen kann.“ „Nun, ich habe Vertrauen genug zu Helgas Geschicklichkeit, Sie festzuhalten. Es handelt sich ja auch aller Voraussicht nach nur um eine kurze Abwesenheit, und ich verschiebe die Verabschiedung darum auf später. Auf Wiedersehen, liebster Er war auf Helga zugetreten und neigte sich über sie herab, um ihre Stirn zu küssen. Sie ließ die Liebkosung mit der starren Regungslosigkeit einer schönen Statue über sich ergehen, und ihr Blick folgte ihm nicht, als er raschen Schrittes das Gemach verließ. Sobald sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, kam jedoch wieder Leben und Bewegung in ihre Gestalt. Sie neigte sich vor und umfaßte mit beiden Händen Cäsar Frederisens Rechte. Du darfst mir jetzt nichts mehr veryeimlichen— nichts — nichts! Auch wenn es das Allerschrecklichste ist, was du mir zu sagen hast. Ich bin ja in einer so grauenhaften Angst um Henry. In meinem Herzen ist eine Ahnung. daß er überer o mein haupt nicht wiederkommen wird— daß Himmel, mein Himmel, warum bin ich nicht schon gleich nach dem Empfang deines Briefes der Stimme gefolgt, die mich trieb, zu ihm zu eilen!" Sauft strich der Konsul mit der freigeonebenen Linken über ihre zuckenden Finger. Beruhige dich, Helga! Wenn dein Bruder gesagt hat, daß er noch einmal hierher zurückkehren werde, so wird er auch seine Zusage halten. Und es ist ja möglich, daß er seine Situation hoffnungsvoller ansieht, als meine Gewährsleute sie ansehen konnten. Nur das mit diesem Gelde da das will allerdings auch mir sehr wenig gefallen. Er muß außerordentliche Mittel aufgewendet haben, um es zu beschaffen. Denn sein Kredit reicht schon längst nicht mehr aus, um solche Summen flüssig zu machen. Ich will dir nicht verhehlen, daß ich nur seinetwegen nach Berlin gefahren war, und daß es die unerfreulichsten Dinge waren, die ich bei meinen vorsichtig eingezogenen Erkundigungen erfuhr. „So ist wirklich alles in Erfüllung gegangen, was du damals voraussagtest. Die Hilfe, die ich ihm gewährt, ist ihm zum Verderben geworden:... g Lzinan 9usaß, dich icht Wenn es so ist, hast du jedenfaus keinen Antaß, bich seymit Vorwürfen zu peinigen. Deine großmütige Absicht rechtfertigt alles, was du getan.“. „Nein! Ich hätte dir Gehör schenten, hatte dir foigen sollen— du hattest mich ja eindringlich genug gewarnt.“ Und doch habe vielleicht auch ich damals geirrt. An mir wäre es gewesen, ihm einen anderen Weg zu zeigen als den, der mir als der richtige erschien. Denn nicht sträfliche Leichtfertigkeit ist es, die Henry in seine gegenwärtige verzweifelte Lage gebracht hat, sondern die nichtswürdige Gewissenlosigkeit der Menschen, die sein Vertrauen zu gewinnen verstanden. Ich weiß, daß er in diesen anderthalb Jahren rechtschaffen und unermüdlich gearbeitet hat, daß er bescheidener und anspruchsloser, gelebt hat als der ärmste Kommis, un daß er heute ein wohlhabender Mann sein müßte, wenn ihm nicht die beiden wichtigsten Erfordernisse des Kaufmannes fehlten: Menschenkenntnis und sicheres Urteil in der Würdigung der Ersoigmöglichkeiten. (Fortietzung folgt.) Lehir Brähmerrig Die Eisenbahnbeamten gegen den Dienstag-Streik. Berlin, 11. Juli. Die Nachricht von einem für Dienstag in Aussicht genommenen Demonstra tionsstreik der Eisenbahner zur Unterstützung der Gewertschaftsforderungen zum Schutz der Republit wird vom Allg. Deutschen Beamtenbund als falsch bezeichnet. Die Eisenbahnbeamten dächten nicht daran, sich an irgend einem Demonstrations streit zu beteiligen. Reichs-Rotgeld. Berlin, 11. Juli: Infolge der Stillegung der Reichsdruckerei durch den Buchdruckerstreil und der starken Inanspruchnahme der Notenbestände der Reichsbank durch den Quartalsschluß ist in der Versorgung der Reichsbantanstalten mit Zahlungs mitteln eine Stockung eingetreten, die in den näch sten Tagen durch Ausgabe einer Hilfsbantnote zu 500 M behoben werden soll. der Teuerung. Berlin, 11. Juli. Die Inderziffer des Sta tistischen Reichsamtes für die Lebenshaltungstosten ist im Juni auf 3779°gestiegen gegen 3462 im Mai Die Enährungskosten allein stiegen auf rund 5110. Die erheblichen Preiserhöhungen infolge der neuer lichen Valutaverschlechterung kommen in der In dexziffer für Juni noch nicht zum Ausdruck. In den mittleren und kleineren Städten zeigt sich diesmal meist ein stärkerer Fortschritt der Teuerung als in den Großstädten. Berliner Börsenkurse vom 7. Juli 1922 mitgeteill vom Barmer Bank=Verein, Schwerle 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein 220 Deutsche Bank 525 Diskonto 40 Dresdner Bank 304 Hamb.=Amer.=Puk. 530 Allgem. Elektr.=Ges. 880 Baroper Walzwers 1150 Bochumer Guß 1375 Bösperde Walzwerk 1060 Daimler Motoren 520 Deuisch=Luxemburg 27 Deutsche Kaltwerke 2075 Dynamit Elberf. Farbw. 820 Essener Steinkohlen 1420 Gelsenkirch. Bergw 1350 Gasmol. Deutz......... 820 Harpener Bergw. 2299 Hasper Eisen... Hoesch........ 1500 Humbold! Masch. 702 Mannesmann 1275 Oberschles. Eisenb.=Bed 1100, Orenstein& Koppel........... 1240 Phönix Bergbau 1490 Peisholz Pap. 612 Rhein. Stahlweike 1390 Rombacher 685 Schuckert 805 Stegen=Solingen 473 Ver. Di. Nickelwerke 1350 Westf. Draht=Ind. 580 Wests. Eisen, Langendreer......... 650 Purken d.. Mrma hm Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlle deutsche Mark: für am 7, 7. am 8. 7. 100 belgische Franken 3905,10 3934,95 100 dänische Kronen.. 11660,40 11364,20 1 englisches Pfund... 2397.— 2332,95 100 französische Franken. 4169,25 4125,15 100 holländische Gulden 20873,25 20625,75 100 italienische Lire.... 2297,10 2307,90 Leichtathletik. # Neue Erfolge der Schwerler. Am gestrigen 6. Nat. Sportfest in Werl nahmen die Leichtathleten der beiden hiesigen Sportvereine teil. Zunächst wurde der Straßen staffellau!„Quer durch Werl“ über die Strecke von 4,4 Km von der Schwerter Sportvg 06 durch Beßlich, Schulze, Wallrabe, Lewe, Störring, Hemeyer, Gördes, Bolcke, Neublum u Roeber mit 21 Sek.(150 Met) Vorsprung gewonnen Damit kommt der wertvolle Wanderpreis der Stadt Werl zum 2. Male nach hier Als zweitbeste Straßenstaffel erwies sich auch diesmal die des Spiel= und Sportklubs Union Schwerte, welche den vorjährigen Sieger, Spielvereinigung Herten— eine der besten Straßenstaffel ganz Westdeutschlands— mit 60 Met. Vorsprung auf den dritten Platz verwies. Als 4. Staffel lief Hagen 1860, weitere 20 Met zurück. Die Einzelkämpfe wurden ebensalls vom Schwerter Sportklub bestritten. Als Siege sind zu melden: 3000 Meter=Lauf: 1. Semmler=Schwerte 06 vor Friesen=Solingen und Gerber=Hagen 1860. 400 Meter=Lauf für Senioren: 1. Störring=Schwerte 06 mit 40 Met. Vorsprung. 400 Mer.=Lauf für Junioren: i. Ernst Lewe=Schwerte.6 vor BieleHüften usw 1500 Met.=Lauf für Junioren: 1. Pierschke Union Schwerte vor Friesen=Solingen 200 Met.=Lauf für Junioren: 3. GörderSchwerte 06. 3 mal 1000 Met.=Etaffellauf: 1 Union=Schwerte in 9 Min 7 Sek. vor Spiel u SportHüsten Speerwerfen für Senioren: 1. Erich Roeber, Schwerte 06 mit 49,50 Meter, 2 Karl Roeber, 100 polnische Mark 100 schwedische Kronen, 13682,85 13560,95 100 schweizerische Franken 10112,30 9937,45 00 tschechische Kronen— 1141,45 Ein Dollar........ 526.87 523.66 Schwerte 06 mit 41,50 Meter. Mit der letzteren Leistung wurde Karl Roeber zugleich 1. Sieger im Speerwersen für Junioren. Weitsprung für Senioren: 1. Karl Roeber, Schwerte 06, 5,75 Mtr, 2. Paul Neublum, Schwerte 06, 5,66 Mtr. Weitsprung für Junioren: 2. P. Neublum 5,50 Mtr. Das Gesamtergebnis lautet für Schwerte 06: 1. Siege: 7, 2. Siege: 3, 3 Siege: 1 und für Union Schwerte: 1. Siege: 2, 2. Siege: 1. Pferdesport. Trotz der Ungunst des Wetters das manchen Sportliebhaber zurückgehalten haben dürfte, wies die Dortmunder Rennbahn auch gestern gewaltigen Besuch auf. Starke Felder gab es und Favoritenund Außenseiter=Siege. Im„Großen Preis von Dortmund“, erwies sich„Fromm“ unter dem Jockey Dyhr als das beste Pferd, vor„Atlas“ und„Ripi“. Am Toto gab es: Sieg 31: 10, Platz 18 und 21: 10. Schwimmen. Bei den in der Badeanstalt zu Unna ausgelragenen Wettkämpfen, offen für den rechtsrheinischensGau der D. S. errangen folgende Mitglieder des Schwimmereins 06 Schwerle Preise: Wilh. Schäfer 1. Preis im Springen mit 3 Punkten Vorsprung vor dem 2. Sieger. Stegemann 2. Preis im Springen für Herren über 35 Jahre. Bierhoff 2. Preis im 60 m Brustschwimmen mit Handschlag, hinter Jungbluth, Dortmund. Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus. 11. Juli: Wolten, teils sonnig, angenehm. 12. Juli: Heitér, warm, später strichweise Gewitter, vielfach Regen. Juli: Wolken, vielfach Regen, angenehm 14. Juli: veränderlich, ziemlich warm. Humorbeilage zur Schwerter Zeitung ** —— 2 e Susih ba ch ist ohne Frage An dem heißen Sommertage Ein erfrischend tühles Bad Und die Cognac=Limokkad. Ein Genuß ist ohne Frage Nach des Arbeitstages Plage, Eine schöne Abendruh Und der Lesestoff dazu. Diesen bietet ohne Frage Die„Schwerter Zeitung" alle Tage, Denn sie bringt tagein, tagaus Jede Neuigleit in's Haus. Hat sich mal ein Hund verlaufen, Gibt es Bücklinge zu kaufen, Sind die neuen Steuern raus, Und wie sieht die Mode aus, Alles dies und andres mehr Was passiert so hin und her, Weiß die„Zeitung" zu erzählen. Darum soll sie nirgends fehlen. Manchem macht sie auch Verdruß Kurz gesagt: Ein Genuß! Der pfiffige Hauptmann. Vor vielen Jahren war ein alter General, ein surchtbärer Kommiskopf, der verlangte, daß jeder Heublmann wissen sollte, wer in der Komranie Socken und wer Fußlappen trage. Das leußte aturlich keiner genau. nur beim Hauptmann Fir da klappte die Geschichte jedesmal vorjüglich. Wenn der General bei der Besichtigung fragte:„Herr Hauptmann, was trägt dieser Mann?“, da sagte der Hauptmann Fir:„Der trägt nur Fußlappen. Und richtig. der Mann zog seine Stiefel aus, und die Sache stimmte. Und so war es auch mit den Socken, der General durfte Stichproben machen, so viel er wollte. Die anderen Kompagniechefs zerbrachen sich den Kopf, wie Fir das anstelle, und einmal im Kasino nach einer füffigen Erdveersowle entlockten sie ihm sein Geheimnis. Das ist doch so einfach,“ sagte Fix,„am Tage der Besichtigung trägt jeder Mann meiner Kompagnie an einem Fuß einen Socken, am andern einen Fußlappen und zieht dann den Stiefel aus, der in Betracht kommt. Bei wem die Sache nicht klappt, der fliegt drei Tage ins Loch.“ Mancherlei Wirtung. Arzt:„Ja sehen Sie, der Aufenthalt in Badeorten wirkt stets verschieden... Ehemann: „Stimmt! Reiner Frau hat er geholfen, und mich hat er ruiniert!" Sehr richtig! Sie:„Adolar, sei ehrlich, ohne mein Geld säßzest Iu setzt nicht an meiner Seite.“ Er:„Aber urdl. Du nicht an meiner!" Zur Kurzweil. Preis=Aufgaben: Problem„der Bildhauer. Skat=Aufgabe: 2(Mittelhand) spielt auf folgende Karlen(Rolhandspiel): 99 33 33 GES— 9 FARE LTAIIN IS FELIESTE EL DM LHE RERM Licht und Schatten. Der Sommer schreitet durch Flur und Hag, Er brachte wieder den längsten Tag, Jahres Höhepunkt ist erreicht, Der sich im herrlichsten Lichte zeigt, Noch steht die Natur in voller Pracht, DasKornfeld wogt und d. Himmel lacht, Der Falter wiegt sich im Sonnenglanze, Und Gärten prangen im Rosenkranze Das glüht und leuchtet und spricht und blinkt, Und wenn im Dämmer der Tag versinkt, Und weich und mild zieht d. Nacht heraus, Dann gehen uns neue Lichter auf, Und durch des Busches dunk'les Grün Geht ein Leuchten und Lichtersprühn, Dann leuchtet in Konkurrenz der Sterne Glühwürmchen uns heim mit seiner Laterne. Der Sommer bietet im Ueberfluß, Was man im Winter entbehren muß, Und übersparen können wir nicht. Von ihm die Hitze und auch das Licht, Als Vorrat zur nächsten Winterzeit, Noch ist die Erfindung nicht so weit, Noch müssen zum Herbste wir Kohlen kausen, Und pflegt dies noch so ins Geld zu lausen Doch dieser herrlichen Sommerzeit Fehlt's an der rechten Beschaulichkeit, Zwar bietet sie uns den Rosenstrauß, Trotzdem sieht es wenig rosig aus, Und stehen wir auch auf des Jahres Höh', Im Herzen brennt es wie bitteres Weh, Denn unsere allgemeine Lage Ist trübe und gibt viel Grund zurKlage. Zerrissen ist längst der Einheit Band, Parteihaß wütet im deutschen Land, Wir sehn, wenn der Haß die Flammes Lschürt, Wohin das letzten Endes noch führt, Wenn die Wahn=Idee den Sinn berückt Und Fanatismus den Mordstahl zückt, Umaller Menschlichkeit Hohn zusprechen, Das ist ein schmachvoll=ruchlos Verbrechen. Und jedem rechtlich denkenden Mann, Wandelt Entsetzen und Grauen an! Wo Haß sich Bahn bricht und wilder Wahn, Da geht man aufabschüssiger Bahn So, deutsches Volk,wirst du nimmer frei, Vernichte das Gift wo immer es sei Und ziehe in Frieden u. Eintracht weiter, Denn Dornenvoll ist dein Weg! Ernst Heiter. W C a i-taee e Streichholz=Aufgabe. Wie kann man mit 9 Streichhölzern drei Vierecke bilden, deren Seiten sämtlich eine Streichholzlänge messen. Illustriertes Volkslied. „Wie heißt das Lied?“ e* p A Car A 4 8 9 Artthmetisches Rätsel. In einer 4 zifferigen Jahreszahl ist die Summe aller 4 Ziffern den letzten beiden gleich, die Summe dieser beiden Zissern ist die Hälste der zweiten Ziffer und die Summe der beiden ersten gleich dem dreifachen der letzten. Wie heißl die Zahl? 8 gewinnt mit Schneider, obwohl keine Zehn blank sitzt und nur 3 Augen im Skat liegen. C hat 48 Augen in seinen Karten und gleichviel Grün und Schellen.— Wie sind die Karten verteilt?— Wie ist; der Gang des Spiels? Auflösungen der Rätsel in voriger Nummer. Auslösung der Schachaufgabe. I. Obl-cl, Sa2xcl(c3) 2. Se2-c3 malt. A. I. KetXd5, 2. Del xc6 malt. B. I. 3Xe2(12), 2 Del-bl matt. C. 1. 43Xc2(d2), 2. Dal-e4 malt D. I 66Xd5 2. Se2-g3 malt. E. I. beliebig. 2. Del-c4 malt. Auflösung des Vexierbildes „Wo ist der Tourist?“ Bild Kopf stellen, dann links am Rande zwischen Blallpflanzen und Sträuchern. Auflösung des Bilderrätsels Nr. „Ein kluger Mann daut vor“ Auslösung des Streichholzscherzes. Man kohlt die beiden Streichhölzer an und macht damit ein Kreuz auf Papier. Auslösung des Jusammenstellrätsels. Frühlingstrost. Was zagst du Herz in solchen Tagen, Wo selbst die Dornen Rosen tragen. P. P Plag, Vonl moumlosere Umnvornn Diegronte-Verallttaftung des ganzenloählres. Enorme Mengen Sommerwaren sind bedeutend im Preise herabgesetzt. In meinen Schaufenstern finden Sie eine übersichtliche Ausstellung. Zum Verkauf kommen nur bekannt gute Qualitäten. Durch eigene Fabrikation aller Art unseres größten Einkaufkonzerns sina meine Preise fuhrend billig. * Hindenburgstraße 54/56 Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Konntnis unserer aus den Niederspannungsnetzen versorgten Kleinabnehmer, daß der Brennstossprets wieder eine Erhöhung erfahren haf und ab 1. Juli ds. Is. 18 190,— Mk. für 10 t frei Kraftwerke beträgt. Nach der in dem„Niederspannungskarif Mai 1922“, welcher jedem Kleinadnehmer zugestellt ist, abgedruckten Teuerungsklausel siellen sich somit die Teuerungszusck lägel und Gesamistrompteise in den einzelnen Verbrauchssiusen. ad 1. Juli 1922 wie folg!: In der Nacht vom Samstag z. Sonnlag ist wiederum bei mir eingebrochen worden. Entwendel sind fünf Anzüge, viele Herrenwäsche, eine silberne Damenuhr mit Grundpreis S 9 35„ 30* 26„ 96„ Teuerungszuschlag 18130— 180=19000: 30-60 600 K 2 Pig.=1 1.75"* 1.5„ 1.4* 1.3 12, M. 10.50 9.— 8.40 7.80 Gesamtpreis lgoldener Herrenkette und eine Krawalten= Gras=Verkauf. [Freitag; den 14. ds, Mis., nachm. 3 Uhr wird der vorzügliche Graswuchs(Flößgras) von ungefähr 30 Morgen bei Theile's Fabrik, Chaussee Schwerte—Ergste nummerweise, gegen sofortige Barzahlung zum Verkauf ausgesetzt. [Gräfl. von Fürstenberg'sche Renteiverwaltung Dahlhausen. sor 1KW Sid 12 40 M. 10.85„ 9.30 8.68* 8.06„ Hagen i. W., den 7. Juli 1929. Kommunales Eietristähsovert Mark Aklien-Gesellschaft. 3095 =Homöopathische= Kranken- Behandlung Elly Sprechstunden jeden Mittwoch von 9—1 Uhr in Schwerte im Gasthof „Zum„Schwas“, Häslogstrasse. Hensel, Hellkundige, Hörde, Schulstr. 21 nadel. Obige Belohnung sichere ich demjenigen zu, der mir die Diebe der beiden Einbrüche angibt oder mir die Sachen wieder beschafft. H. Straelmanus, Freischüß Die Generaloersammlung vom 21. Juni 1922 hat die Liquidation der Genossenschaft beschlossen. Wir fordern yiermit unsere Gläudiger auf. Forderungen an uns alsbald in unserer Geschästsstelle, Hüsingstr. 4, gellend zu machen. Spiegelglasscheiben-Verein eingetragene Gerosenschaft u. b. H. Schperte Gubr) Technikum Lemao Eugen Lippmana. Scwerte, den 6. Juli 1922. Dietrich Büscher. #### iu Gesicht u.am Korver h=seitigt rasch u Roiper beseinigt rasch u. auverläsig Zucker's PaieatRedizinal-Jeise Nach jeder Waschungm. Zuckooh-Creme nachbehandeln.„Krappanie Wirkung, von Tausenden bestätigt. In allen Apotheken, Drogerien, Parfümerie= und Friseurgeschäften erhältlich, In Westhofen in d. Orogerie Engels (Lippe) Höhere technische Lehranstalt Staatskommissas. Die Tischlerarbeiten einschl. der zugedötigen Beschläge zu 4 Wohngedäuden und Stallgebäuden der Siedlung Kreinderg sollen vergeben werden. Angedoisdeste werden, so lange der Vorral reicht, zu 10,80 Mk se Heft adgegeden. Die Angedose sind in verschlossenem Brielumschlag mit entsorechender Au schrilt dis zum Eröffnungstermin, Montag, den 17. Juli 1922, vorm 11 Uhr, dier ein zuceichen Die Ardeiten werden gegedenenfalls in vier Lose geteil. Sywerte, den 5. Juli 1922 Eisenbahn= bauabteilung 1. T— Vertretung und Fabrik Niedertage. Verkauf zu den jeweiligen Tages-Fabrikpretsen Hornbruch& Co., G. m. b. H. Schwerte(Ruhr). Markt 9. Verkauf nur an Bäcker und Wiederverkäufer. „ 5* # sofort gesucht Schwerter Zeitung. Prerheug schlosser für sämtliche vorkommenfür samtliche den arbeiten in angenehme Dauerstellunggesucht. Angebote unter G. 2953 an die Geschäftsst. der Zeg. Suche junge #e Lleute die Lust haben, das Kellenschmiedehandwerk zu erlernen. Theile Schwerte=Billigst