Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter n Lustiges Allerlei. Kinderzeitung. Unser Blatt u Unterhaltungs- u. Romandeilage n Spiel. Sport und Curnen. n Lebensbüd Kunst u. Wissen. u Gartenrats#####ge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger U.. PSrrsistex Welthotener Zeitung Apierbecker Zeitung Langscheder Zeitung Schperter Ooltszeung— dCpa# N Schwerter Dolksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde, Voizunneuer Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Die„Schwerter Jeitung" erscheint werktäglich. n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck: Dortmuno 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Nichter; Stadt und Prooinz: Friedr. Kraas; sämtlich in Schwerte. Nr. 75 Mittwoch, 29. März 1922 S5. Zum Geleit. Und droht der Sturm der Zeit dich zu zerschlagen, Und ob er alles Deine dir zerbricht, Eins rette dir aus all den dunklen Tagen, Und ob du stirbst, verlier dich selber nicht! Auf daß ein Samenkorn gerettet werde Aus diesen Schreckenstagen grimmer Pein, Daß Deutschland bleibe auf der deutschen Erde Und ferne Enkelsöhne Deutsche sein. Paul Warnte. K Für eilige Leser. Neuigteiten aus Nah und Fern. Zum Landrate des Landkreises Hamm soll der nehrheitssozialistische Regierungs=Obersekretär (rätzig aus Düsseldorf ernannt worden sein. * Außer den Ministerpräsidenten und den Ministern des Innern sind auch die Finanzminister der Länder zu einer Konferenz über die finanzielle Seite der Reparationsnote nach Berlin gebeten worden. Der deutsch=lettische Wirtschaftsvertrag wird in den ersten Tagen der kommenden Woche unterzeichnet werden. * Die Zentrumsabgeordneten Marx und Genossen beantragten im Reichstage, daß die Reichsregierung ersucht werden sollte, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Bewilligung einer Heiratsbeihilfe für die bei ihrer Verheiratung aus dem Amte ausscheidenden Beamtinnen regelt. Am 1. April wird die neue Luftverkehrsstrecke Bremen Hannover=Magdeburg= Leipzig den durch den Deutschen Luft=Lloyd eröffnet. Die Flugzeuge verkehren täglich in beiden Richtungen und befördern Post, Passagiere und Frachten. Die Flugdauer Bremen=Dresden und umgekehrt beträgt 5 Stunden. Voraussichtlich wird im Mai die Strecke bis Prag durchgeführt werden. * Blättermeldungen zufolge wird amtlich erklärt, daß der Schatzkanzler Sir Rovert Horke nicht, wie gemeldet wurde, in Paris gewesen ist. Er war die ganze Zeit auf dem Schatzamte in London anwesend. Der französische Botschafter in Berlin, Laurent, gestern nachmittag in Paris angekommen. * Am 1. April wird eine Luftpostlinie Parisidapest über Straßburg, Prag und Wien eingechtet als Teilstrecke der großen Luftverkehrslinie ach Konstantinopel, die man im Laufe des nächen Jahres durchzuführen gedenkt. Die Botschafterkonferenz hat in der Frage der iternationalen militärischen Besetzung von Stuiri beschlossen, sie aufzuheben. Kultur und Kirbell. Die Stadt Essen hat das Hagener FolkwangMuseum von den Erben seines Gründers für 15 Millionen Mark erworben. Dieser Ankauf ist eignet den Blick auf eine Tatsache und auf Entwickelungen zu lenken, die man im übrigen Reiche noch nicht genügend kennt und auch noch nicht genügend zu würdigen gelernt hat. Das Ruhrgebiet will aufhören, lediglich ein Reich der nimmer ruhenden Arbeit, des ewig zitrernden Bodens und rauchender Schlote zu sein. Die großen Städte des Ruhrgebietes wollen in Zukunft alle kulturellen und künstlerischen Bestrebungen nicht nur in den dem eigentlichen Indüstriegebiet angrenzenden Städten mit ruhigerer Lebensart und abgeklärteren Formen ihre Heimat finden lassen. Das Wort des tatkräftigen Essener Oberbürgermeisters, daß Kultur und Kunst an die großen Stätten der Arheit herangebracht werden müssen, soll wahr gemacht werden, und der Ankauf des Hagener Folkwang=Museums durch die Stadt Essen ist nur ein Glied in dieser Kette. Theater und Musik haben im Ruhrgebiet in den letzten Jahren einen starken Antrieb erhalten. Das wird am sinnfälligsten durch die Tarsache beleuchtet, daß der Bochumer Theaterleiter Schmidt die Intendantenposten von Mannheim und Düsseldorf ablehnte, um im Ruh: gebiet zu bleiben und dort das Theaterwesen auszubauen. So kam es, daß Bochum sich mit Dutsburg zusammentat, das seinen Theatervertrag n Düsseldorf löste, um an beiden Orten neben der Oper ein Schauspiel zu schaffen, das stärkste Beachtung verdient. Dieser Drang nach Kultur und Kunst, nach gehobenen Lebensgenüssen in einem von Millionen bewohnten Gebiet, das einst nur die Arbeit und reichlich roh und ursprünglich geartete Lebensgenüsse kannte, ist sicherlich geeignet, dem Ruhrgebiet einen ganz anderen Stempel aufzudrücken. Nicht, daß es an alledem bisher im rheinisch=westfälischen Industriegebiet gefehlt hätte, aber es waren früher doch nur Anfänge. Der Ruhrsiedelungsverband, der ja in erster Linie die Entwickelung des Ruhrgebietes und seiner weiteren Besiedelung in geordnete Bahnen leiten soll, damit das ganze Land ein etwas freundlicheres Antlitz bekommt, müßte es darum auch als seine Aufgabe betrachten, helfend einzugreifen, wenn es gilt, die kulturellen Ziele zu fördern. Auch in dieser Hinsicht kann ein Zusammenfassen der Kräfte dem Ganzen nur dienlich sein. Das ganze Reich muß dieser„Entwickelung im größten deutschen Industriegebiet mit allen guten Wünschen gegenüberstehen, denn die Revolutionsjahre haben zu wiederholten Malen bewiesen, daß die Ruhe des Ruhrgebietes eine Vorbedingung für die Ruhe im Reiche ist, und nichts ist der Ruhe dienlicher, als die Förderung von geistigen und körperlichen Erholungsmöglichkeiten, von Kunst und Kultur, die geeignet sind, über die Arbeit hiraus den Blick auf das Leben und alles das zu lenken, was schön an ihm und in ihm ist. Rußland: Die Sowjetdelegation für Genua wird, wie die„Pol. Parl. Nachr.“ hören, aus Ttschitscherin, Litvinoff, Joffee und Krassin bestehen. Epgland: Die englische Regierung hat die Konsalta benachrichtigt, daß Lloyd George am 7. April nach Genua abfahren wird Dänemark: Zu Delegierten Dänemarcks wurden ernannt: Der dänische Gesandte in Paris herr Bernholt und Bankdirektor Staatsrat Glückstadt. Ferner für das Finanzministerium Staatsschuldendirektor Andersen, für das Handelsministerium Departementschel Buck Nielsen und für das Landwirtscha'tsministerium Baron Rosenkrantz. Amerika: 8 Der Flughafen Nordernen soll den im Frühhr zu eröffnenden neuen bremischen Flughafen jetzt mit dem zukunftsreichen Ueberseeflugckehr in dauernde Verbindung bringen. * Die Hauptversanzmlung des Hansabundes finvom 15. bis 17. Mai in Nürnberg statt. Der„Dresdener Lokal=Anzeiger“ hat infolge er Teuerung sein Erschetnen eingestellt. * Der Schnellzug Paris=Ventimiglia ist am sonntag morgen in der Nähe von Mont Bard nigserlt. * Wie die„Münchener Zeitung“ meldet, reist eine intente=Konzission nach Chiemagau, um dort ach Waffen zu suchen. * Zur baltischen Konferenz in Riga, zu der Rußland eingeladen hat, will Litauen nicht erscheinen, wenn Polen an der Konferenz teilnimmt. Die Vertreter für Genua. Deutschland: Gegensatz zu fröheren Gelegenheiten, wobei das Reich nur durch einzelne Ressorts vertreten wurde, werden diesmal die zuständigen Ministerien, das Ausw Amt das das Wirtschaltsministerium und das bau=Ministerium durch ihre Männer, also durch Dr. Hermes, Staatssekretär Schröder, Reichswirtschaftsminister Robert Schmidt und Staatssekretär Hirsch vertreten sein. Dr. Rathenau wird voranssichtlich die Führung üvernehmen. Abfahrt am 8. April. Oesterreich: Als österr. Delegierte gehen Bundeskanzler Schober, Handelsminister Dr. Grünberger, Minister des Außeren Dr. Hennes und Verkehrsminister Dr. Rodler nach Genua. Außerdem noch je ein Sachverständiger des Finanz=, Handels= und Verkehrswesens. 8 Bankier Vanderlip. Ameriles Vertreter in Genun. Frankreich: Der Ministerpräsident Poincaree soll die Absicht haben, trotz der Schwierigkeiten für zwei oder drei Tage nach Genua zu reisen, um wenigstens an der Eröffnungssitzung teilzunehmen Zu Wortführern der französischen Abordnung wurden der Justizminister Barthou und der Unterstaatssekretär Maurice Colrat ernannt. Türkei: Die französische Regierung hat im ständnis mit der italienischen Regierung die Hohe Pforte davon in Kenntnis gesetzt, daß keinerlei Hinderungsgründe dafür vorlägen, daß die Türkei nicht an der Konserenz von Genua teilnehmen solle.? Die Vertreter sind noch nicht bestimmt. Preußischer Landtag. Sitzung vom 27. März. Berlin, 28. März. Der preußische Landtag nahm gestern seine eine Woche unterbrochenen Plenarsitzungen wieder Zunächst nahm das Haus einen Gesetzesantrag an, um den ehrenamtlich tätigen Bürgern GroßBerlins freie Fahrt im Stadtgebiet und Dienstaufwandsentschädigung zu gewähren. Man erledigte dann den Schluß der zweiten Beratung des Haushaltes der Forstverwaltung. Es wak eine ruhige Sitzung; viele Volksvertreter waren nicht anwesend. Die Sozialisten erneuerten ihr Verlangen auf Verstaatlichung der Forsten. Im übrigen spielte der Gegensatz zwischen Oberförster und Revierförster, die Not der Presse, die auf die teuren Holzstoffpreise zurückzuführen ist, sowie die Verfassung auf den Forstakademien eine sohe.„„„ Landwirtschaftsminister Dr. Wendorf äußerte sich zu den in der Aussprache vorgetragenen Wünschen und Beschwerden. Die endgültige Abstimmung über den Forsthaushalt vertagte man auf Donnerstag, um noch in die 2. Beratung des Landwirtschaftshaushaltes einzuAbg. Dr. von Winterfeld(Deutschnat.) erstattet den Ausschußbericht. Dienstag 12 Uhr: Weiterberatung: Kleine Vorlagen. Aus Stadt und Land. Schwerte, den 29. März. Erinnerungen. 1742* Der Maler Franz Bartolomeo in Florene (f 1517). 1592* Der Pädagoge Johann Amos Comenius (t 1670). 1749* Der Mathematiker und Astronom Pierre Simon Graf Laplace(+ 1827). 1824* Der Schriftsteller Ludwig Büchner in Darmstadt(f 1899). ** Westfalen erhält sechs Aufbauschulen. Bekanntlich sollen die 160 Lehrerseminare eingehen und an ihre Stelle 100 deutsche Ober= oder Aufbauschulen treten. Das Verzeichnis der 50 Orte. die zunächst eine solche Aufbauschule haben sollen, ist jetzt erschienen. Es sind ausnahmslos Seminarorte, zumeist kleine Landstädte. Von diesen Orten besitzen 20 bereits eine oder zwei höhere Schulen, darunter sind 11 Städte von 5000 bis 7000 Einwohnern. Westfalen soll sechs Aufbauschulen erhalten und zwar der Bezirk Arnsberg in Soest. Olpe, Herdecke, der Bezirk Minden in Büren und Petershagen, der Bezirk Münster in Warendorf. Bei dieser Auswahl der genannten Orte hat man zunächst der geschichtlichen Entwickelung Rechnung getragen. ** Wieder Landaufenthalt für Stadtkinder. Kinder der städtischen und Industriebevölkerung sollen in diesem Jahr wieder in ländlichen Familten ausgenommen werden. Im vergangenen Jahre sind nach einer vorläufigen Feststellung allein in Preußen annähernd 100000 Kinder zu ihrer Erholung auf das Land verbracht worden. Wenn auch die Beschaffung der Lebensmittel nicht mehr so schwierig ist wie früher, so sind doch sehr viele Kreise nicht zu deren Beschaffung bei den heutigen Preisen in der Lage. Andererseits hat sich aber gerade ein mehrwöchiger Landaufenthalt als ein unentbehrliches Mittel zur Erholung und Kräftigung der Gesundheit unserer Stadtkinder erwiesen. Der Verein„Landaufenthalt für Stadtkinder“ ist schon seit fünf Jahren auf diesem Gebicte der Volkswohlfahrt tätig. Ihm haben deshalb die zuständigen Zentralbehörden auch für dieses Jahr die nachdrücklichste Förderung durch die Behörden zugesagt. Die Minister erwarten, daß die Behörden es sich wie bisher angelegen sein lassen werden, die ordnungsmäßige Durchführung u schers. ** Die teilweise Sonnenfinsternis, die für gestern nachmittag angekündigt war, konnte hier nicht beobachtet werden, da um diese Zeit der Himmel von grauen Wolken dicht verhangen war. Hoffentlich haben die Astronomen in anderen Gegenden mehr Glück mit ihren Beobachtungen und Prophezeiungen gehabt. ** Festgenommen und dem Amtsgericht Hörde vorgeführt wurde der Arbeiter Johann V. von hier, der sich höchst verdächtig in der Aplerbeckermark herumgetrieben hatte. Es konnte dann weiter festgestellt werden, daß sich dieselbe Person im nahegelegenen Walde eine Logierstätte gebaut hatte. Das ganze Verhalten dieser Person ließ den Verdacht aufkommen, daß sie es auf nächtliche Diebstähle abgesehen hatte, weshalb sich auch Anwohner fanden, die den Mann der Poltzei zubeven perbostenes Boncder auf dur ** Strafe für vervorenes Rünchen auf der Reichsbahn. Eine Strafe für verbotenes Rauchen führt die Reichsbahn am 1. April ein. In Nichtraucher= und Frauen=Abteilen darf selbst mit Zustimmung der Mitreisenden nicht geraucht, auch dürfen solche Abteile und die Seitengänge der Wagen, in denen das Rauchen untersagt ist, nicht mit brennenden Zigarren, Zigaretten oder Tabakspfeifen betreten werden. Wer dem zuwiderhandelt, hat dann 20 Mark zu entrichten. Dieselbe Strafe trifft auch Personen, die in Warteräumen rauchen. in denen es verboten ist. ** Aufgeklärte Diebstähle. In der Nacht zum 12 Dezember wurde auf der hiesigen Eisen=Industrie ein großer Metalldiebstahl verübt und Weißmetall, Maschinenlager und andere wertvolle GeB genstände gestohlen. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich auf einen schon lange auf dem Wert beschäftigten, älteren Arbeiter, der denn auch von der Werlskitung entlassen wurde, wenn auch eine Anklage wegen Diebstahl nicht erhoven wurde. Jetzt hat sich herausgestellt, daß der Mann zu Unrecht verdächtigt war, die wirklichen Spippuben sind in vier jungen Burschen von hier ermittelt worden, die sich nun in nächster Zeit vor dem Strafrichter verantworten müssen. Auch ein letzthin auf dem Nickelwerk ausgeführter Metalldiebstahl hat jetzt seine Auklärung gefunden und ist der Dieb— ein dort beschäftigter junger Mann— ermittelt worden. ** Im Silbertranz. Am vorgestrigen Tage feierten die Eheleute Stellwertsmeister Wahl und Frau, Luise geb. Fischer, Klusenweg 51, das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Wir sprechen dem Jubelpaare noch nachträglich unseren besten Glückwunsch aus und hoffen gern, daß sich das jetzige Silber dereinst in Gold verwandelt. ** Der Unfug der Kleingeldhamsterei. Durch gesteigerte Ausprägungen der Münzstätten ist e gelungen, den Kleingeldmangel nahezu zu beheben; denn es entfallen nach dem jetzigen Stande der Münzprägung auf den Kopf der Bevölkerung 10 Stück 50 Pfg., 20 Stück 10 Pfg.= und 22 Stück ö Psg= Stücke. Wenn sich gleichwohl hier und da noch ein Mangel in kleinen Münzen bemerkbar macht, so ist das auf die bedauerliche Gepflogenheit einiger Teile der Bevölkerung zurückzuführen, Kleingeld zu hamstern. Die Zwecklosigkeit dieses Hamsterns vno Kleingeld steht aber außer allem Zweifel; denn jeder sollte wissen, daß sowohl das 5, wie das 10, wie das 50 Pfg.=Stück viel weniger Materialwert besitzt als dem Nennwert entspricht. Umsomehr muß es wunder nehmen, daß unsinnige Gerüchte Glauben finden, wonach 50 Pfg.=Stücke mit gewissen Münzzeichen außer dem unedlen Aluminium Platin enthalten sollen. Wer Münzen auf Grund solcher Gerüchte zu einem höheren Preise als dem Nonimalwert erwirbt, schädigt sich selbst und trägt obendrein dazu bei, den Erfolg der Bemühungen der Regierung zu vereiteln, die auf mögliche Behebung des Kleingeldmangels gerichtet sind. Aus den Provinzen. Hagen, 28. März. Glück im Unglück. Eine Explosion erfolgte in dem Laboratorium der hiesigen Engel-Apotheke in der Mittelstraße. Ans einer großen Benzolflasche, die eine der dort beschäftigten Damen im Arin trug, war anscheinend Benzol in das Feuer geraten, worauf sofort eine Stichflamme die feuergefährlichen medizinischen Mittel umzüngelte und zur Explosion brachte. Während Fensterscheiben und Innen=Einrichtung fast vollständig vernichtet wurden, kam die in dem Raum anwesende Dame, die Nech neute. müssen Sie für das zweite Vierteljahr den Bezug der Schwerter Zeitung bei der Post erneuern. Wünschen Sie keine Unterbrechung im regelmässigen Bezug, dann bestellen Sie bitte das Blatt sofort bem Briefträger oder beim Postamt durch den Luftdruck zum Fenster hinausgeschleudert wurde, mit dem Schrecken davon. Die Berufsfeuerwehr holte sofort die schon warm gewordenen Aetherflaschen usw. heraus, um weitere Erplosionen zu verhüten. Halver, 27. März. Phantastische Jagd= pachtpreise. Bei der Verpachtung der Jagdgerechtsame im Amte Halver, umfassend die meinden Halver und Schaltsmühle, wurde eine jährliche Pachtsumme von 342900 Mark erzielt. gegen gegen 24 450 Mark bei der Verpachtung im Jahre 1918. Soest, 28. März. Im Schlammteich ertrunken. In einem Schlammteich der Zuckersabrik wurde die Leiche eines Arbeiters Heinrich Tüting aus Kutenhausen gefunden. Nach seinen Ausweispapieren hat er sich von Hamm nach Soest begeben und es ist anzunehmen, daß er infolge des turmes durch Abwehen seiner kopfbedeckung beim Nachsuchen von der Straße abgewichen und in den Teich geraten ist. Da die Leiche noch Barmittel bei sich hatte, ist mit einem Unglück zu richnen. Werdohl, 28. März. Gräßlicher Sturz. Als das fünfjährige Söhnchen eines hiesigen Einwohners einen Eisenzaun erklettert hatte, fiel es beim Heruntersteigen auf eine Eisenspitze, die dem bedauernswerten Kind tief in den Leib drang. Das Kind mußte ins Krankenhaus getragen werden. Grevenbroich, 28. März. Vom Sohne erschlagen. In dem nahegelegenen Dorf Gierath wurde gestern ein Landwirt infolge Familienstreites von seinem eigenen Sohne erschlagen. Der Vater war ein dem Trunke ergebener Mann, der den Wohlstand der Familig untergraben hatte. Als er gestern seine-Frau bedrohte, kamen auf deren Hilferufe ihre Söhne hinzu. In dem sich entspinnenden Kampfe erschlug einer derselben den Vater mit einer Mistharke. Gelsenkirchen, 28. März. Auf der Flucht erschossen. Der Bergmann Tramowski, der bei einer Familienfestlichkeit die Gäste mit einem Brotmesser bedrohte, wurde, als er festgenommen werden sollte, von einem Schupobeamten erschossen. Buer, 28. März. Festgenommene kirchenräuber. Die Kirchenräuber von BuerHassel sind in der Person dreier arbeitsscheuer Oesterreicher verhaftet worden. Die Beute im Werte von mehr als 100000 Mark wurde bei ihnen beschlagnahmt. Bottrop, 28. März., Verhängnisvoller Familienstreit. Während eines Familienstreites hat hier der Arbeiter Paprotny seinen Sohn Gustav durch einen Revolverschuß lebensgefährlich verletzt. Seine Frau erhielt ebenfalls einen Schuß in die rechte Kniescheibe. Der Täter wurde verhaftet. Dorsten, 28. März. Der vielgeplagte Hindenburg. Drei Dorstener Herren waren beim Generalfeldmarschall Hindenburg in Hannover, um ihn zur Teilnahme am Kriegerverbandsfest einzuladen. Hindenburg erklärte, daß er leider nicht nach Dorsten kommen könne. Er müsse um die fragliche Zeit nach Ostpreußen, dort sei er fast in jedem Dorfe Ehrenbürger. Die Arbeit, die auf ihm laste, sei nicht gering. Hunderte von Briefen gingen ihm täglich zu; um sie zu erledigen, habe er sich eigens einen alten pensionierten Offizier genommen. An Porto allein müsse er jährlich an 10000 Mark ausgeben. Oftmals wende man sich auch an ihn mit ganz eigenartigen Sachen. So habe kürzlich einer von ihm eine Wohnung haben wollen. In einem anderen Falle habe man sich von einer kleinen Stadt aus an ihn wegen der Kanalisation gewandt, die die Stadt wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht errichten konnte. Gladbeck, 28. März. Verbrüht. Der 3½ Jahre alte Sohn einer in der Steinstraße wohnenden Familie zog einen auf dem Herd in der Küche stehenden Topf mit heißem Wasser an sich heran, dabei bekam der Junge das Uebergewicht, schlug lopfüber und der Inhalt des Topfes ergoß sich über ihn. Der Kleine erlitt schwere Brandwunden, denen er kurz darauf erlegen ist. Kirschenich(Kreis Eustirchen), 28. März. Vergiftung durch Büchsenwurst. Nach dem Genuß von Büchsenwurst ist hier eine Familie von vier Personen schwer erkrankt. Während zwei von ihnen sich auf dem Wege der Besserung befinden, liegen die Ehefrau und deren Mutter noch schwer trank darnieder. Lehls Brühimtelbungen, Wetteraussichten fürmt 29. März: Kaum verän Eigener Depeschen dienst. Aus dem Reich. Die Weichsel=Entscheidung vertagt. Berlin, 28. März. Die Botschafter=Konferenz in Paris hat beschlossen, die Ausführung des Beschlusses in der Weichselfrage vorläufig auszusetzen und zunächst die Grenzkommission um Mitteilung der Gründe zu ersuchen, die zu ihrem Beschlusse führten. Alsdann wird sie prüfen, ob die deutsche Deputation angehört worden soll. Auf der Reise um 250000 Mark beraubt. Magdeburg, 28 März. Im D=Zug um 250000 Mark beraubt wurde ein hiesiger Geschäftsmann. Er hatte das Geld in einer Handtasche und schlief im Abteil ein. Als er in Berlin erwachte, fand er nur noch Zeitungen in der Aktentasche vor. Die Mitreisenden waren aus seinem Abteil verschwunden. Dr. Wirth's Antwort im Reichstag. Der Reichstag nahm in seiner gestrigen Sitzun# die Erklärung der Regierung über die Note de# Reparations=Kommission durch Reichskanzler## Wirth entgegen. An der Aussprache beteiligte sich der deutschnationale Abg. Herght und### Mehrheitssozialist Stampfer. Der Reichskanzl tennzoichnete in einer großen Rede die Bedingu gen der Wiederherstellungs=Kommission als u möglich.(Ausführlicher Bericht folgt). 20. März: milde. 1. Aprik Teils Son Mittwoch, Unsere Kartoffelversorgung. Berlin, 29. März. Auf eine kleine Anfrage### treffend die Kartoffelversorgung erteilte der preuß esch Staatskommissar für Volksernährung die An wort, daß die Staatsregierung der Frage der ka toffeltransporte dauernd die größte Aufmertsan keit widmet. Das Reichsverkehrsministerium wie die amtlichen Bahndienststellen an, die Kartof transporte allen anderen Sendungen vorzuziehe Veränderlich, Sser Stadttheater 29. März, 7 Trauerspiel von Fran Donnerstag, 30. März, 7 Operette mit Ballet i Strauß. Sonnabend, 1. April, 7 Oper von Guiseppe? Sonntag, 2. April, 7,80 terfly“, Musikdrama Aus dem Schloß des Rittergutsbesitzers von Colmar auf Zietzen an der Oder wurde ein Silbergeschirr im Werte von 1 Million gestohlen. Weitere Lohnherabsetzungen in England. London, 29. März. Die Arbeitgeber in#### Baumwollindustrie von Lancashire haben mitgetell daß die für Ende April angekündigte Lohherabsetzung etwa 30 Prozent betrag wird. Städt. Schau Samstag, 1. April, abe und sein Ring", Tr Friedrich Hebbel. Sonntag, 2. April, n Himmelfahrt", Trau von Gerhart Haupt Uhr:„Der Zigeune zügen von Johann Weltrundschau. Ein österreichischer Genbarm von ungarischen Schmugglern ermordert Wien, 27. März. Im Burgenland wurde der österreichische Gendarm Jüttner angeblich von ungarischen Schmugglern durch einen Schuß in die Lunge getötet. Als die Begleitung des Getöteten kam, flüchtelen sie in die neutrale Zone. Der Kampf um den Tod. Anscheinend in einem Wahnsinnsanfalle stürzte sich kürzlich der 50jährige Arbeiter Ginseppe Gabucci aus Fossombrone in Italien aus dem nach Frankreich fahrenden Zuge. Er rollte die Böschung herab auf die Schienen, wurde aber vom Zuge weggeschleudert, ohne Verletzungen zu erleiden. Der hartnäckige Selbstmörder raffte sich jedoch auf und warf sich aufs neue auf die Schienen, auch diesmal ohne den Tod zu finden. Der Zug wurde zum Stehen gebracht und der Unglückliche, der diesmal die Beine und einen Arm gebrochen hatte und aus Wunden am Ropfe blutete, dem Krankenhause zu geführt. Eine 1100 jährige Kirche. Die Michaeliskirche zu Fulda, die neben dem Nachener Dom wohl die älteste Kirche Deutschlands überhaupt ist, feiert in diesem Jahre, wie im „Hessenland" berichtet wird, zum 1100. Mal den Tag ihrer Weihe. Die Kirche, deren Bau 820 von Abt Eigil in Angriff genommen wurde, ist 822 vollendet. Aus dieser frühesten Zeit stammt nur noch der Rundbau, der durch acht im Kreise aufgestellte Säulen in einen Mittelraum und einen ringförmigen Umgang geteilt ist, sowie die Krypta unter der Kirche. Attentat in Berlin. TU Berlin, 29. März. Gestern abend wurden der Philharmonie nach einem Vortrage des an Paris gekommenen russischen Professoz Miljukow mehrere Revolverschüsse gegen Miljui## abgefeuert, die jedoch nicht ihn, sondern den Che redakteur der Berliner russischen demokratisch Zeitung töteten. Die Täter sind junge Leute.## wurden verhaftet. Außer den Schüssen gegen Mi jukow wurden mehrere Schüsse auf das Publiku### abgegeben, wodurch mehrere Personen verletzt wun den, darunter schwer die Frau eines russischen dakteurs. In dem Saale entstand eine wil Panik, sodaß mehrere Verletzungen vorkamen. Für die Stundender Erholung leistet dem erniten Hausherrn und der praktischen Hausfrau die Schwerter Zeitung die belten Dienste. Neben den Neuigkeiten aus Stadt u. Land aus dem In- und Auslande bringt die Schwerter Zeitung ipannende Romane Erzählungen und willenswerte Artikel über Haus und Hof. Ein Probe-Abonnement, zu dem wir freund lich einladen, führt zu dauerndem Bezug Martin Salander. Roman von Gottfried Keller. 91)(Nachdruck verboten). Nun stellte sich unvermutet eine Folge ein, an die er nicht gedacht. In der Gegend, wo das Fest stattgefunden, erklärte ein Mitglied des Großen Rates wegen häuslicher Zerrüttung mitten in der Amtsdauer den Rücktritt und mußte durch eine Neuwahl ersetzt werden. Indem sie sich nach dem Manne umschauten, verfielen die Leute auf den Volksfreund Salander, und weil er schon einmal abgelehnt hatte, sandten sie ein paar Männer, die ihn bewegen sollten, dem Rufe zu folgen. Ueberrascht bat er um kurze Bedenkzeit, so sehr sie in ihn drangen; denn er war aufrichtig gesinnt, nochmals ernstlich zu überlegen, ob er den Schritt tun solle, und sich über dessen Bedeutung für seine Person insbesondere Rechenschaft zu geben. Martin gehörte nicht zu den Befreiern oder Gleichstellern des Frauengeschlechtes hinsichtlich des bürgerlichen Daseins, und seine eigene Frau, so hoch er sie hielt, fragte er nie ausdrücklich um Rat und Meinung in öffentlichen Dingen. Hiermit wahrte er seinen Standpunkt. Um so lieber gönnte er ihr den Einfluß, den sie von selbst übte, wenn er doch so ziemlich von allem sprach, was ihn bewegte, und zwar meist in Gestalt eines lauten Denkeus in ihrer Gegenwart, beim Morgenkaffee, bei Tisch, beim Schlafen= oder Spaziezengehen. Sie hatte dann die Auswahl, einen beliebigen Gegenstand aufzugreifen und ihre Gefühlsansichten oder Widersprüche zu äußern oder ganz zu schweigen. In letzterem Falle nahm er an, die Sache sei ihr gleichgültig, und ließ das Selbstgespräch allmählich verstummen. Wenn sie sich aber zustimmend oder tadelnd aussprach namentlich über Persönlichkeiten, so hatte er wiederum die Wahl, zu benutzen, was ihm klug und wahr schien, oder auf sich beruhen zu lassen, was etwa aus einem Denkfehler hervorgehen mochte oder aus mangelnder Einsicht. Auf diese Weise beraubte er sich nicht der Hilfsquellen, die aus dem Gemüte einer rechten Hausfrau fließen, und gab ihr die Ehre, die ihr gebührte. So begab er sich jetzt mit der genommenen Bedenkzeit in die Nähe der Gattin, ihr zunächst den an ihn ergangenen Ruf mitteilend und irgend etwas Unbedeutendes beifügend. Dann ging er weg, kam bei erster Gelegenheit wieder und begann mit langen Schritten im Zimmer auf und ab zu gehen, nunmehr einer Reihe von Betrachtungen Raum gebend. „Ich habe bis jetzt“, ließ er sich stückweise hören, „mancherlei mitgewirkt und getan, ohne jede Verantwortlichkeit, als diejenige gegen mein eigenes Gewissen, und ohne ein eigentlich zusammenhäugendes Arbeiten. Das würde nun anders werden. Ich kann, wenn ich dort etwas nützen will, nicht in den Rat eintreten, um still auf der Bank zu sitzen und bei den Abstimmungen aufzustehen oder sitzen zu bleiben. Ich kann auch nicht in den Tag hinein schwatzen, wenn ich reden will, sondern ich muß die Akten studieren und aktenmäßig reden; das ist die einzig ehrliche Beredsamkeit und schafft Einfluß! Wissen ist Macht! Ich tue das, gut! Dann komme ich in die Ausschüsse und Kommissionen, und wenn ich es dort wieder tue, so hän. gen sie mir die Berichterstattungen auf den Buckel, und ich kann mich hinsetzen halbe Nächte durch, und Papier beschreiben wie ein Kanzlist.“ Hier unterbrach ihn Frau Marie oder benutzte rielmehr eine der kurzen Pausen, die er häufig machte. „Verstehst du denn alle die Akten“, sagte sie. „oder das, wovon sie handeln, so gut, daß du darüber schreiben und reden kannst?" „Darum sag' ich ja eben", versetzte Martin, ohne stillzustehen,„daß ich sie studieren muß!" Nach einigen weiteren Schritten hielt er dann doch vor der Frau an, die am Tische saß und für die küche die letzten vorjährigen Aepfel schälte; denn die Magd,“ sagte sie, gehe mit den raren Früchten so gröblich um, daß kaum etwas dran bleibe. „Du hast aber“ fuhr er fort,„wohl nicht das gemeint, was man Aktenstudium nennt, sondern was man überhaupt unter Etwasgelernthaben versteht. Da darf man freilich nicht genau nachsehen; der Große Rat soll auch keine Akademie sein. Es handelt sich im Gegenteil darum, in Sachen, die man nicht von Grund aus kennt, nicht mitreden zu wollen, dafür aber die Sachkenner ins Auge zu fassen und sich nach ihnen zu richten, wenn sie einem als ehrlich erscheinen. „Es gilt also in solchen Fällen“— hier setzte er die Füße wieder in Gang—„statt der Akten mehr die Menschen zu studieren, wie wenn zum Beispiel zwei gleich angesehene Fachmänner über eine kostspielige Flußkorrektion, über Bau und Einrichtung einer Landesirrenanstalt, über ein Seuchengesetz entgegengesetzte Ansichten äußern. In diesen Fällen würde ich in einer begutachten den kommission keinen Platz nehmen und mich auf meine Stimmabgabe beschränten, wie jeder andere, je nach dem stillen Eindrucke, den ich empfangen und könnte doch unrichtig stimmen!" setzte er mit einem Seufzer hinzu.„Fragt sich nun, überwiegt das Positive, was man leisten zu können glaubt, die Nichtleistung so beträchtlich, daß es der Mühe sich lohnt, und was habe ich einzuwerfen Er zählte die Fähigkeiten auf, die er zu über oder zu erwerben sich getraute, voraus im En# ziehungswesen, in Staatshaushalt und Volkswi### schaft, Ausbildung und Ueberwachung der Volks rechte, daß sie redlich arbeiten und so noch mehrere Weil aber die Frau nichts mehr fragte oder b### merkte, ließ er die abgebrochenen Sätze endli# ganz eingehen und begab sich, nach der Uhr sehen rasch hinweg. Einen Tag ließ er noch verstreichen, worauf den Leuten in jenem Wahlkreise schrieb, er nehm die Kandidatur an. Mit den besten Absichten blickte er dem neue### Lebensabschnitte entgegen. Nach der mit großen Mehr erfolgten Wahl las und prägte er sich gleich die Ratsordnung ein und was in Verfassung und anderen Gesetzen damit zusammenhing. Sot dann lteß er ein Taschenschreibbuch binden, an dessen vorderste Seite er Auszüge aus den jähr lichen Voranschlägen der Einnahmen und Aus gaben, aus den Staatsrechnungen usw. schicklich### ordnet einschrieb, so daß er die Hauptposten au allen Gebieten der Staatsverwaltung übersichtlit bei sich trug und sich jeden Augenblick über d### ötonomische Gleichgewicht des Landes Rats erholen konnte. Aus dem P 9. Deutscher evo Der Deutsche hält seine 9. Tagu in Essen ab. Die Dr. Ritter=Berlin: Liz. Erfurth=Elberf fahrtspflege“, Liz „Kirchliche Sttie un Die Märkische Bi hat kürzlich ihren Hyprath starb im dem er 11 Jahre hat. An seine S meyer gewählt. wie vor die Verk Neuen Testamentei Grziehun Das Zeniral Unterricht, Berlin Lehrerkammer in April die 2. Päd Sie ist der Theo schule gewidmet, einige der bedeute Gebiete nach Tr studiendirekior 4 Kühnel=Leip, Aus d In Schlesien Ellernbünde au sind neue Elleir hausen=Süd m Hörter mit 110 vereine Dortmu gliedern dem Pre der nunmehr umfaßt. Die Ausgab Zimmer 20 des nach der Reiher gabe und zwar 1928 E3 Altetsausweis, karte. Schwerte, d Be Dies getan, suchte er sich aus gedruckten Be## richten der letzten Periodesüber den Stand der Ge## schäfte im Großen Rate zu belehren, über uner ledigte Anträge, Postulate und Motionen, stockei Gesetzentwürfe, ausstehende Berichte und=Antrage der Regierung und dergleichen, für welche Gegen stände er in anderer Gegend des Taschenbuches u genügendem Raum zur Fortsetzung, eine gedränglen Notizenreihe anlegte. (Zortsetzung folgt). Die Amts 20 März 192 Amtseingesesse mer Nr. 7, 0 Barop, de Be Die Wit durchgehende Schwerte. st. tag. en Sitzung Rote# beteiligt und leichstanz Bedingu# als Infrage der preuß# ig die An je der Ka ufmertsan rium wie Kartosse vorzuziehe Handel und Hörse ue, Nud un un unu cha irz: März: milde. Aprik! SOIT 1.#n. Veränderlich, rauh. esss Stadttheater Dortmund. Mittwoch, 29. März, 7.80—10 Uhr:„Sappho“, Trauerspiel von Franz Grillparzer. Donnerstag, 30. März, 7—10 Uhr:„Fledermaus Operette mit Ballet in 3 Akten von Strauß. Sonnabend, 1. April, 7,30—10 Uhr:„Rigoletto", Oper von Guiseppe Verdi. Sonntag, 2. April, 780—10 Uhr:„Madame Butterfly“, Musikdrama von Giacomo Puccini. * Städt. Schauspielhaus Hagen. Samstag, 1. April, abends 8—10,30 Uhr: und sein Ring", Tragödie in 5 Aufzügen von Friedrich Hebbel. Sonntag, 2. April, nachm. 3—5 Uhr:„Hannles Himmelfahrt", Traumdichtung in zwei von Gerhart Hauptmann. Abends 7,80—10,30 Uhr:„Der Zigeunerbaron“, Operette in 3 Aufzügen von Johann Strauß. Der Schwerter Wochenmark: stand heute im Zeichen der winterlichen Witterung, die trotz kalendermäßigen Frühlingsanfangs seit einigen Tagen vorherrschend ist. Gemüse war noch dürftiger, als aus dem Martt Deutsche Kank............ 6es Auslands=Wechselkurse der Berliner Börse n..... 496(Deosenkurse) Aiskonte............. 36„ Dresoner Bank Hamb.=Amer. Köpfe Weißtohl, der Vorwoche. Einige Möhren und Zwiebeln, war alles, Hausfrauen zur Verfügung stand; unverändert geblieben. Auch nahme einiger Gänseeier zum sehlten vollständig. Ob unsere Hühner mit blick auf den gesteigerten Bedarf zu Ostern einige was unseren die Preise sind Eier, mit AusPreise von 9 Mark, Hinihre burden e des a# Professoz lun reund Bezugg Volks ehrere der## endlit sehen rrauf nehm neue# gropen sich so## rfassung g. inten? Apfelsi zige Obst, kosteten 3,50 Mark das Stück. Reichlich war die Anfuhr von frischen Seefisihen alle Art, die trotz des hohen Preises, der sich zwischen 6 und 9 Mark bewegte, viel gekauft wurden. Berliner vom 28. März 1922 5% Deuische Reichsanleihe....... 77½ Barmer Venk=Vereu........302 Baroper Walzwerk Bochumer Guß.... Bösperde Walzwerk Daimlei Motoren Deutsch=Luxemburg Deutsche Kaliwerke.. Dynamil Elbers. Farbw. Essener Steinkohlen Gelsenkirch Bergw Gasmol. Deutz.... Harpener Bergw. Hoesch...... Humboldt Masch. nesmann Oberschles. Eisenb.=Be Orenstein a Koppel Phönix Bergbau.. Reisholz Pap. Rhein. Steblwerke. Rombache Schuckert Siegen=Solingen Ver. Dl. Nickelwerke — A 90 525 889 200 1315 1200 580 1190 1740 914 775 1585 1238 885 1920 1500 ..760 1660 1170 1250 1425 . 6 8 2 1425 845 80 760 1783 . 6 8 9 Man zahlle deutsche Mark: für 100 belgische Franken 100 dänische Kronen englisches Pfund am 27 8. 2837,15 7167,80 1483,50 3041,95 am 28. 8 2817,15 7112,85 478.50 3029,45 100 französische Franken 100 icklienische Lire.... 1720,75 1690.80 100 polnische Mark.... 8,25 bsche Aronen. 6566/40 3576.40 100 schweizerische Franken 6568,18 8510,16 100 tschenni 613,35 338, 6 33366 wirds so leicht „ gemacht Dein Haar schuppenrein, schön und gesund zu erhalten: durch regelmäßige Pflege mit dem Kräuterhaarwasser Javol. Belebt rkrischt Kophhaut und Nerven, macht d. rein 302 Westf. Drahi-Ind. ube- Aee unnerchen eetnmgh W n zur anan Wissenschaft und Hochschule. Internstionale Tagung ternclionale Togung fl„Iaty Aus Hamburg wiro gemeidel. un er. g—, die eisse Tagung 9. Aus dem Leben ders kirchen. Deutscher evangelischer Gemeindetag. Der Deutsche evangelische hält seine 9. Tagung vom 24. bis 26. April in Essen ab. Die drei Hauptvorträge halten: Dr. Ritter=Berlin:„Gemeinde und Holla“, Liz. Erfurth=Elberfeld:„Gemeinde und Wohlfahrtspflege". Liz. Brandt=Linz a. 2ch.: „Kirchliche Sitie und persönliche Frömmigkeil“. Die Märkische Bibelgesellschaft zu Iserlohn hat kürzlich ihren Leiter verloren. Pfarrer Hyprath starb im besten Mannesalter, nachdem er 11 Jahre lang dieser Arbeit gedient hat. An seine Stelle ist Pfarrer Jürgensmeyer gewählt. Die Gesellschaft wird nach wie vor die Verbreitung von Bibeln und Neuen Testamenten in Westfolen eifrigst fördern. Am Dienslag würde hier die erlte Tagung für soziale und wissenschaftliche Zahnheilkunde eröffnet. Zahlreiche in= und ausländische Vertreler Zahnheilkunde und des Gesundheitswesens sind erschienen. Radiumtag. Vom 29. April bis 1. Mai findet in unmittelbarem Anschluß an den tagenden Kongreß für innere Medizin eine Radiumtagung in Bad Kreuznach Dieselbe ist von der Deutschen Gesellschaft für Strahlentherapie veranstaltet. Vom Posesso zum Miniser.## Der Reichslagsabgeordnete Professor bayrischer Bauernbund, ordentlicher Professor der Hochschule für Landwirtschaft ig, Freysing Weihenstefan, ist auf den Posten des sernährungsministers berufent und #hat den Ruf angenommen. Hilfe für. Lenin. ##Der bekannte schwedische Klinike: Pros. Dr. Rynstraet ist nach Moskau berufen worden zur Behandlung des schwer erkrankten Lenin Grziehung' und Unterricht. Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, Berlin, veranstaltet auf Antrag der Lehrerkammer in der Zeil vom 18. bis 2 April die 2. Pädagogische Osterwoche in Trier. Sie ist der Theorie und Praxis der Arbeitsschule gewidmet, und wird als Dozenten einige der bedeulendsten Kapazitäten auf diesem Gebiete nach Trier bringen. so u. a. Oberstudiendirekior Dr. Gaudig=Leipzig, Kühnel=Leipzig, sowie Paul Keller=Breslau. Aus der In Schlesien ist die Jahl der evanzelischen Ellernbünde auf 600 gestiegen In Westfalen sind neue Ellernbünde entstanden in Rechügghausen=Süd mit 1009, Paderborn mnu 3527, Hörter mit 11000 Mitgliedern. vereine Dortmund haben sich mit 20000 Mllgliedern dem Provinzialelternbund angeschlossen, der nunmehr 200000 evangelische umfaßt. Bühnenschau. Lehrauftrag für Theater= und Bühnenwesen. Wie wir hören, ist dem Direktor des adltheaters in Münster i W., Dr. Max Krüger. ein Lehrauftrag zur Vertretung des Theater= und Bühnenwesens an der dortigen Universität erteilt worden. Händel=Opern im 2 Nach den erfolgreichen Händel=Festspielen in Göttingen(1920=21) beginnt sich eine ersreuliche Händel=Renaissance anzubahnen. So werden zunächst das Landestheater Gera die Oper„Otto und Theophano" im April, und das Landestheater in Oldenburg im September die„Rodelinde“ herausbringen; beide Werke in der neuen Bearbeitung von Dr. Osk. Hagen. eine dreiaktige, daroke Komödie von Max Halbe, stieß bei der Uraufführung im Magdeburger Stadttheater auf wenig Interesse. Es ist eine derbe Zeitsakire, die mit Wedekindschen 1 Figuren arbeitet und vor keinerlei GroteskP sprängen zurückschreckt. Das Stück will die deutsche Kleinstaatenrepublik von heute, ihre Minister und Abgeordneten persiflieren. Kunstnachrichten. Der Dorlmunder Musikverein beschließt seine diesjährigen Vereinskonzerte mit Bachs bedeutendstem Oratorium„Die Matthäuspassion“. Nach der H=mollMesse ist dieses Werk das Gewaltigste und Schönste, was dieser riesengroße Meister geschaffen hat. r berühmte isalienische Bildhauer Jochi, dessen dekanntestes Werk das DanteDenkmal in Trient ist, starb, wie aus Rom gemeldet wird, im Alter von 70 Jahren. Deutsche Kunslauestellung in Nüenbeig. Der Albrecht=Dürer=Berein bereitet für diesen Sommer, für die Monate Mai bis August, eine Ausstellung deutscher Kunst vor, die ein umfassendes Bild der sortschrittlich gearteten neuen Kunstbetätigung geben soll. Deutsche Preisträger eines Wenbewerdes. Der internationale Wettbewerb für Vorentwürfe zum Ausbau des Hafens der schwedischen Stadt Trelleborg hat mit dem Erfolgen eines deutschen Entwurfes geendigt. Denz ersten Preis erhielt, wie das„B T.“ mitteilt, Siemens=Bau=Union G. m. b. H. und deren Mitarbeiter, die Professoren Franziusz und Blum von der Technischen Hochschule in Hannover. Seibstmord eines Kunsmale Der Kunstmater Albert Singer in Schlier dem 3 Preis von 1000 Lire ausgezeichnet. Der Komponist stehl erst im 19. Lebensjahre und besucht noch das Realgymnasium in Blasewitz. Furtwängler als Nachfolger Nikisch's Wie die Direktion des Leipziger Gewandhauses inttteilt, hat Wilhelm Furtwängler den Ruf als achftlger Artur Nikisch's angenommen. Professor Wilhelm Sieben als Nachfolger Furtwänglers gewählt. Für Wilhelm Furtwängler ist in Frankfuct a. M. der Dortmunder Musikdirektor Prof. Wilh. Sieben einstimmig gewählt worden. Ob Prof. Tieben den ehrenvollen Ruf nach Frankfurr a. annehmen wird, steht noch dahin. In Dortmund ist man eifrig bemnüht, Sieben an Vortmund zu hat sich dorf in seinem Aielier in einem Ansallz von geistiger Umnachlung erschossen. lingerzeichnungen gestohlen Aus der Berliner Nationalgalerie wurden vier Federhandzeichnungen von Magx, Klinger gestohlen, die zusammen einen 120000 Mark haben. Diebe haben die Bilder zum Teil aus den Rahmen geschnitten. Preisk önung eines deutschen Musike in Italten. Ende vorigen Jahres veranstallele, der Vom Büchertisch. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Buchhandlung Corl Braus zu Antwort auf die Gegenwartsfragen Verlag: Agentur des Rauhen Hauses in Hamburg Neu: Heft 15. Die Relativitätstheorie und ihre Beziehung zur christl von Dr. Hermann Vortisch. 80 S. 80, karWBer ve einige Fachleute vieleicht ausgenommen— daif sagen, er habe die Ralatinitätstheorie von Prof Einstein verstanden? In diesem Hefle redet ein Nichtfachmann zu yisachleuten, und er verstehl es in der Tai, in die Grundzüge dieser neuen We seht uns eine ungeheuren Bedeutung, Ahnung auf die sie hat. Circole degli Artisti in Turin ein anlernationales Preisausschreiden für Dabei wurde das Kammermusikwerk„Herdstpräludien für 1•1 Instrumente“ von dem Dresdener-Hans Alber! Kreinser mit märken-Rusgt Die Ausgabe der Zwiebockmarken erfolgt aufs. Zimmer 20 des neuen Rathauses hierselbst genau nach der Reihenfolge wie bei der BrotmartenzKus, gabe und zwar ab Donnerstag, den 30. Mi 1928 Es sind vorzulegen: Arztliches Attest, Altersausweis, Familienstammbuch, Lehensmittelkarte. Der städtische ArbeitsnachweisSchwerte, Tüchtiges jüngeres Hörderstr. Nr. 35,(Teleton Nr. ve,““# Schreibmasch Jund 83) sucht für sofort:.* „ d Neu: Heft 16. Die Judenfrage von Julius Hahn. 80 S. 8%, kartoniert M. 7 50 Der Verfasser behandell das zelgenöße nden Kapiieln:„Die „Die Zeistreuung der Juden in alle Welt.“—„ Judenfrage in früheren Jahrhunderten.“ „Die Judensrage in unserer Zeit.“— Wistellen wir Christen uns zu dieser Frage: In diesen Kapiteln muß auf knappem Raum eine Fülle von Stoff behandell werden. Das Büchlein will allein der Wahrheil dienen und ist niemandem zuliebe und niemandem zuleid: geschrieben. S Mootag, den 8. Apiil witd Eine 7 m Lokale des Heirn W.l. TeißzZugnäherin Sraeldangen.— 1457 Schwerte, den 28. März 1922 Der Magistrat. WBekanntmochung. Die Amtskassenrechnung für 1920 liegt vom 29 März 1922 ab 14 Tage lang zur Amtseingesessenen im Amtshause hierselbst, mer Nr. 7, offen. Barop, den 28. März 1022. k. Amtmenn: Wenk. . und Eehtinig Ifür Büro sofort gesucht. : 3 MaSCHDE N- Schlosssr, Lugbst: mit Schaldaunbgeächen anter am. 1 Auldoel un de Besästet v. 316.—. Schweißer, 1 Kiempasr,1 schreiner, 3 Bauschreiner, 15 Aos-)“ 2 Nnechle, 1 Dienstmädchen(Luna), Maurb.,! mten 1 Schmibdegssellen, 1 4s. Bahrhoftraß;, azse., zum Anferligen besseter Daunerslag, dem 30 d. Miz Wäsche in oder nußer entgegen gezammen dem Hause gesucht. Angebote unter C 1470 an die Geschst. d.-Itg. aselb#gg o nachm. 2 d. adends 7 Uhr. 1464 Die Leiterin Süschaliede, 10 Transportarbeiler, 10 Jugenidlichs arbeiler, 1 Jungen iut Für sofort zuverlässiges sauberes, Bekanntmachung. Die Wittekindstraße hierselbst wird für durchgehenden Fuhr werksverkehr gesperrt. Schwerte, den 24 März 1092. Die Länse Röse“. Wanzen Cad.“ Aeue enmn men itigen Sie in E.9- 610 199000 find eg Gc## stelt. asenus uni o Machpt gge 100000 an W stellt. Ueber den Erfolg est) werden Sie staunen. ha Schübe g Sahpe, gr. Stolog. Gerle Vetcegen die uui K3.o Eien. ie Jaden in Drogerie Mar Mehlhofe, Schwerze. 89 e hohem Lohn gesucht. erfragen in der Genach zu vorteithalten Preisen, ferner echten S A. Hanewaoker-Kaufabak Mh. 380.— pro 110 Rollen. Maschwits& Ostermann ## 144 f#####eees Straße 1. Wir ersuchen hiermit die Nachbarn, ihre Hühner von unseren Gärlen sern zu halten, da wir Gift legen. H. Brunke, Holzen, Rosenweg 48. Für kleinen herrschaftl. Haushalt ordentliches Lagemüchen bei gutem Lohn gesucht. Zu erfragen in der Geschf. d. Itg. zu verkaufen. Rosen, Schutstraße4 Bettnässen Befretung sofegt. Alter und Geschlech engeden Auskunft umsonst. Versan. Woodge E 203. Rovuzinerst. ESLAERSCMMMTUEGGLN KONFFKTION, MODEVVÄREN, HUTE ANFERTIGUNC IN EIGENEN UWERKTTXTTEN Heute Morgen 8½ Uhr verschied nach kurzem Krankenlager im Alter von 79 Jahren unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante ged. Espelör. die trauernden, hinterbliebenen. Hohensyburg, Westhofen, Forsthaus Deert, den 28. März 1922. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 31.März,nachm. 4 Uhr vom Sterbehause aus statt. Hausondacht 1/ Std. vorher. Tieferschüttert erhielten wir die Nachricht von dem plötzlichen Hinscheiden unseres lieben unvergeßlichen, teuren Bruders. Schwagers, Onkels, Neffen und Velters e r Lehrer i. R. im eben vollendeten 68. Lebensjahre und leilen dieses allen seinen lieben Freunden und Bekannten mit. Seine Angehörigen. Barmen, Ronsdorf, Langerseld und Nächstebreck, den 28. März 1922. Konsum=Verein für Eisenbahn= Bedienstete für Geisecke,(Ruhr)kund Umgegend, G. m. b.h. Die Einäscherung findet Samstag. den 1 April, nachmittags 4 Uhr, im Kremalorium zu Hagen=Delstern stalt. Kranzspenden im Sinne des Verstorbenen dankend verbelen. 1463 Tiachruf! Gewinn s Billanz am 30. September 1921: Artiot Warenbestand 50600,81 Mr. Kassenbestand 163,71„ Inventarien 4501,75„ Emballagen 978,00„ Außenstände 2005,85„ Bezahlte Versicherung 250,00„ Papier und Düten 306,00„ Wechselgeld 150.00„ assiva: Geschäftsanteile 65,00 Mk. Unverz Darlehen 2856,40„ Warenschulden 37532,90„ Reservesonds 487,72„ Noch zu zahlendellnkosten 1275,00 6639,10 Md ie t MdK Le 51 Mitgliederbewegung.: Bestand am 30. September 1920 Abgang Zugan Bestand am 30. September 1921 Geschästsanteil und Haftsumme je 40 Mi. Blomenröhr, Wachholz, Kleemann 1. Vorsitzender 1. Kassierer I.Schriftführer. 102 Am 27. ds. Mis verschied nach kurzer Krankheit der Lehrer i R Herr Oeter Rüper hierselbst. Der Heimgegangene war 43 Jahre lang im Schuldienste der Stadt Schwerte tälig und hat sein Amt mit sellener Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit verwaltet. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Schwerte, den 28. März 1922. s Die Stadtschuldeputation. Kräftiger Laufjunge bei gutem Verdienst gesucht. Schwerter Zeitung. Zwei tragende Ziegen zu verkaufen. 1458 Zu erfragen in der Geschichstrelle d Zetung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter sagen wir an dieser Stelle Dank. Besonders danken wir der Inhaberin der Firma Braus, Frau Joh. Braus, sowie ihrem ganzen Hause und Herrn Paster Ohlig für die trostreichen Worte. Ferdinand Nielsen Walter Nielsen und Frau Otto Nielsen und Frau Düsseldorf u. Schwerte, am 28. März 1922 Trauerbriele liefert schnellstene Druckarei E. Braus Uldverie=Tupeken in großer Ruswahl bei mäßigen preisen sind stets auf Lager Frih Krihler, Ichwerte, hörderstr. 26 Maler und Anstreichergeschäft. Sinmmnennmmnmmnmmm # Eude April erscheinen die S Erinperungen des Kronprinzen Wilhelm Leere 1474 Cr.e Rühnmamoen D„ee Ser AOSGerereumbt 8 Pesh ercrer Aie eer Zuverlässige Gellangseeien für Wandhofen u. billigst gegen guten Lohn für sofort gesucht. Schwerter Zeitung Aus den Autzeichnungen, Dokumenten, Tagebüchern und Gesprächen herausgegeben von Carl Rosner ca. 370 Seiten. Voraussichtlicher Preis: Geh. 35.— Mk. Halbleinen 65.— Mk. Ganzleinen 80.— Mk., Halbiederband 170.— Mk. und Sort.-Zuschlag In der Anzeige heisst es: „Ein völlig neues Bild gewinnt das deutsche Volk hier von dem Manne, der zu seinem obersten Führer durch die Geburt bestimmt, durch Begabung und Wesensart befähigt war.“ Es ist zu erwarten, dass das 1. bis 200. Tausend bald vergriffen ist, und dass dies2. Auflage teurer sein wird. Schleunigste Vorausbestellung ist darum geboten und ist zunichten an die Düciniandlung C. Drans. Flaschen alle Sorten, kauft wilh. Specht Katholisches Vereinshaus. SaatWicken SaatHafer Pettkuser GelbHafer I. Absaat empfiehlt # T. Weinberg. S Ordentliches, braves Mädchen für sosort gesucht. 1461 Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Zeitung. in Aboldeten u. Drogerien ###g 9 00 der Kolonne aus und wollte sich abseits in die Seitenstraße entsernen...., g, 1426 Liner unn u.. „Müller, du bleibst hier! Es darf reiner weg, unsere Fabrik muß vollzählig vertreten sein.“ „Laß mich gehen, Bürich, ich muß nach Hause. Ich habe zwei kranke Kinder und eine kranke Frau.“ „Ach was, was schiert mich Weib, was schiert mich „Das sagst du so,“ und mit diesen Worten riß sich der mit Müller Angeredete los und eilte schnell die Straße “ am Ende bog er in ein sinsteres, alterthmliches Haus ein, sprang, immer zwei oder drei Siufen nehmend, vier Treppen im Quergebäude in die Höhe und klingelte an der Tür seiner Wohnung.„.. Eg, ähmssten Kinderstimmen wurden laut, kleine Fuße krippelten gegen die Tür, man merkte, wie sich eine kleine Hand hochreckte, um den Türgriff zu erreichen, und wenige Augenblicke später stand Müller unter den Seinen. Vater, Vater, hast du etwas mitgebracht?“ „Nein, heute nicht. Es ist ja wohl noch genug im Hause. Wie geht's Olga, wie geht's Linchen, war der Doktor da? Ist Mutter aufgestanden?“ „Ach Vater, Mutti hat so gejammert, sie hat so große Schmerzen, und Olga liegt ganz still in ihrem Bettchen, wir dachten schon, sie wäre tot.. Es war ein zwölfjähriger Junge, der eben aus dem Zimmer trat und dem Vater die Antwoxt gegeben hatte. Schlichtes, blondes Haar war leicht von oer hohen Stirn zurückgestrichen, unter der ein Paar große blaue Augen klug und zugleich auch schon sorgenvoll in die Welt blickten. Des Vaters Gesicht verfinsterte sich, und nur ganz leicht strich er seinem jüngsten Töchterchen, das sich an ihn schmiegte, über den Scheitel, dann preßte er die Hande vor die Augen, und ein schmerzliches Stöhnen entrang „Das Unglück, das Unglück, und alles vergeblich! Frau und Kinder schwinden hin wie die Schatten, und nirgends kommt Hilfe““,„.. gua, momum Greit „Ja, Vater,“ fragte der tluge Junge,„warum streitt ihr eigentlich? Wenn ihr nicht arbeitet, dann werden wir auch nichts zu essen bekommen.“ „Wir streiken, weil wir streiken müssen. Ob wir wollen oder nicht. Da heißt es, morgen wird die Arbeit niedergelegt, und wer nicht mitmacht, der ist ausgestoßen, der wird verhöhnt, verprügelt. Ja, wenn sie alle eine kranke Frau und kranke Kinder zu Hause hätten....! Aber sie denken nur an sich und immer höhere Löhne, „Aber du verdienst doch jetzt so viel Geld, Vater!“ „Geld, was nützt uns Geld. Kann man von Papierscheinen satt werden, kann ich unseren Kachelofen mit Papierscheinen heizen? Der Doktor sagt immer, Wärme, Wärme, und keine Kohlen. Reichliche Fettnahrung, damit der Körper Wärme erzeugt, aber wo kannst du Fett kaufen?“ Nun, Vater, du hast doch gestern wieder die schöne Butter mitgebracht und den schönen Zucker und den „Pscht, pscht, Junge, das darf niemand wissen, das eo gun tut der Namn in die grske, Gen Gaher das Bett der kranken Frau und der Feoezsetzunge gsghtehe 9 Gestern und Heute. Ein Luftballon aus der Zeit Napoleons. Schon zur Zeit Napoleons war das Fliegenlassen von Luftballons ein beliebres Volksbelustigungsmittel. Am 16. Dezember 1805 ließ der Aeronaut Garnerin in Paris einen Ballon steigen, der allerdings nicht bekannt war. Der Ballon trug folgenden Erkennungsbrief:„Der Ballon, der diesen Brief mit sich führt, ist in Paris am 25. Frimaire abend(16. Dezember) von Garnerin, Leibluftschiffer Seiner Majestät des Kaisers von Rußland und Luftschifser der französischen Regierung, bei Gelegenheit eines Festes aufgelassen worden, das die Stad Paris Seiner Majestät dem Kaiser Napoleon zur Feier seiner Krönung gegeben hat. Die Personen, die diesen Ballon finden werden, werden gebeten, Herrn Garnerin zu benachrichtigen, der sich dann an Ort und Stelle begeben wird.“ 14 Tage lang sah und hörte Garnerin nichts mehr von seinem Ballon. Endlich, am 1. Januar, erhielt er von dem Kardinal Caprera folgende Mitteilung:„Der Kardinal Caprera wird soeben von seiner Eminenz Kardinal Consalvi, Staatssekretär des Heiligen Stuhles, beauftragt, Herrn Garnerin die Abschrift eines Briefes vom 18. Dezember zu übermitteln. Er beeilt sich, ihn ihm zu schicken und auch eine Abschrift der Depesche beizufügen, die den Brief begleitete. Der Kardinal wünscht die Gelegenheit zu benutzen, Herrn Garnerin seine ganze Hochachtung auszudrücken.“ Der in Rede stehende Brief, der von Anguillora bei Rom daliert und von dem Herzog von Mondragone an den Kardinal, den Staatssekretär, gerichtet ist, besagt folgendes:„Gestern in der 24. Stunde sah man in den Lüften eine Kugel von ungeheurer Größe dahingleiten, die, nachdem sie in den See Bracciano gefallen war, wie ein Haus aussah. Man schick Ruderer, um sie aus Land zu bringen, aber es gelang nicht, da ein starker Schneesturm herrschte. Heute morgen haben si sich frühzettig ausgemacht und die Kugel an Bord geschleppt. Sie ist aus geleimtem Taffet und ist mit einem Netz das Drahtgestell ist etwas zerbrochen. Der Ballon scheint durch Lampions und bunte Gläser, von denen noch einige Trümmer vorhanden sind, beleuchtet worden zu sein. Man Kugel folgende französisch geschriebene Mitteilung gesunden: „(Hier folgt die oben erwähnte Mitteilung Garnerins.)“ Ballon, der in Paris 7 Uhr abends aufgestiegen war, war als am nächsten Tage nachmittags 5 Uhr in Rom niedzgoggangen. Er hat mehr als 300 Meilen überflogen und war 22 Stund in der Luft geblieben bei einem wenig günstigen Wetter, da es in der römischen Campagna schneite. Der Ballon war mit mehr als 500 Pfund belastet. 913 Welt und Zeit. Zu welcher Religion bekannte sich Rembrandt? Die Gelehrten streiten sich darüber, welcher Religion Rembrandt angehörte. Bode steht auf dem Standpunkt, daß der Künstler Calvinist gewesen ist, aber der mennonitische Theglogg Sos versocht die alte Auffassung, der zufolge Rembrandt Baptist gewesen sein soll. Er glaubt sogar den Nachwveis führeg. en können, daß der Meister der Gemeinschaft der„Watertumnes“ angehörte, der liberalsten der beiden mennonitischen Gemeinten, die es in Amsterdam gab und der auch andere Maier als Mitglieder angehörten. Ein entscheidender Beweis, die Eintragung in die kirchlichen Register, fehlt allerdings; aber diese Register sind nicht alle erhalten geblieben, und außerdem kann Rembrandt persönliche Gründe gehabt haben, die ihn abhielten, sich offiziell eintragen zu lassen. Wenn dem so ist, meint Vor, so würden zahlreiche Dinge ihre Erklärung finden. Man weiß, wie jeir Rembrandt die Bibel liebte, die er wie kein Zweiter kannte. Nun hielten aber die„Waterlanders" besondere Versammlungen ab, die der Lekküre der Bibel und der Erklärung des heiligen Textes gewidmet waren. Im übrigen hatten sie eine von den anderen Bekenntnissen abweichende Auffassung von der Person Christi, die sie sich mehr in menschlicher als göttlicher Gestalt vorstellten, eine Auffassung, die sich in der Art, wie Rembrandt Szenen aus der biblischen Geschichte darstellt, wiederfindet. Vos gibt allerdings zu, daß der Beweis nicht vollständig ist und daß neue Forschungen notwendig sind, um volles Licht in die Frage zu bringen. und ältestes Cagesorgan des Kreises. General-Anzeiger für den Kreis Haupt=Annoncenblatt. Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 75 Mittwoch, den Aär Herserrerat. Roman von Fritz Gantzer. (8. Fortsetzung.) aß Burmann allein kam, enttäuschte Joachim. Er hatte ziemlich bestimmt gehofft, ihn in Begleitung seiner Tochter zu sehen. Burmann schien außerdem seine beste Laune auch daheim gelassen zu haben. Wenigstens machte er den Eindruck eines Verstimmten, Unzufriedenen, so daß Joachim dem Resultat der Informationen skeptisch entgegensah. Aber als er seinen Besuch dann Tante Malve vorstellte, schlug Burmanns Stimmung um. Er gab sich merklich heiterer, wurde gesprächiger und schien an Hesservörde Gesallen zu finden...„ I. 6 Mie Joachim hatte ihn ourch einige Raume des Hauses geführt. Von dem seit Jahren nicht mehr benutzten, kahlen und öden Speisesaal aus waren sie auf die Terrasse getreten, die den Blick nach dem Park erlaubte und in dem Grün wuchernder Fliederhecken vergraben lag. „Möchten Sie zunächst den Park besichtigen?“ fragte Joachim.„Er dürfte Ihnen gesallen. Hesselvörde und Umgegend hat etwas gleich Schönes nicht aufzuweisen.“ „Ich glaub's, lieber Herr von Brandt. Aber sehen möchte ich ihn trotzdem nicht. Ich möchte mir überhaupt nichts mehr ansehen.“„ nicht mMan Si. „Hesselvörde gefällt Ihnen also nicht, wollen Sie Ein gequälter Zug lief um Joachims Mund und eine merkliche Niedergeschlagenheit sprach aus seiner „Nun, es ist zwar kein Ausbund an landschaftlicher Schönheit, aber es hat doch seine Reize Wissen Sie, unsereinem vom Asphalt gefällt schließlich alles, was'n bißchen Grün und'n Stückchen Stille aufzuweisen hat. Und wirklich, Hesselvörde ist so übel nicht. Kausen möchte ich es aber doch nicht.“ Joachim ließ den Kopf sinken und seufzte.„Ich wußte es,“ sagte er dumpf. Burmann legte seine Rechte auf Joachims Schulter. „Lassen Sie mich ganz offen sein: Ich bin mit dieser Absicht heute morgen von Berlin abgefahren. Es wäre wirklich eine Torheit, sich, der Marotte meiner Tochter zuliebe, ein Gut auf den Hals zu laden— ob es Hesselvörde oder sonstwie heißt und in Hannover oder an der russischen Grenze liegt—, um es dann über kurz oder lang wieder verkaufen zu müssen, wenn eine Marotte die andere ablöst. Und meine Fahrt heute sollte den Zweck haben, meine Tochter zu beruhigen. Ich hätte ihr bei meiner Rückkehr gesagt: es ist wirklich etwas, dies Hesselvörde, das nicht paßt. Nun din ich aber plötzlich auf einen Ausweg verfallen.“ (Nachdruck verbeten.) Burmann hastete in seiner beweglichen Art ein paar Male über die Terrasse und blieb nach einer kurzen in„ schwenkung vor Ooachisitgeben...„6 Gi, damit ein„Es commt naturlich varauf au, vo Sie damit ei verstanden sind. Wenn ich Ihnen also einen Vorschlag balustrade und Joh Seikarz und bähsig zies. lebboste rötetes Gesicht.„Es ist kurg und bundig vies: Ich uhr: nehme einen Tei Aintinohorteit auft zehn Jatre gegen einer vorläufigen Unkündbarkeit au, er2... 8e2 einen Zins von drei auf Hundert, und Sie... Io. g., läßt sich so geschäftlich klar und einfach nicht sogen, ich Ihre werte Person bei der Gegenleistung mal vouig Joachim nickte mechanisch. Er verstand Burmann gicht. „Schön. Und Ihr verehrtes Fräulein meiner Tochter das entscpei- Zig, meine, mit Hieser Tsfung Ansicht? Ich glaube Sie nicht einverstanden zu sehen?“ überrascht. Die unerwartete Aussicht auf ein, doppeltez Glück machte ihn wirr. Er war so betäubt, daß er jragen mußte, um sich zurechtzufinden... Ja, aber natürlich, Herr von Brandt. Ich saniere Ihre Hypothekenverhältnisse, Hesselvörde bleibt Ihr Besitz und Sie nehmen meine Tochter so gewissermaßen als Kurgast in Ihr Haus. Seitdem ich weiß, daß Fräulein von Eberty ihm als Repräsentantin vorsteht, sehe ich einen so prächtig einfachen zueg zur Lösung, deß ig vig, wahr: unter der Voraussetzung, die Zustimmung Fräukein mich derartig glunliche Wendung des Geschicks nicht zu denken gewagt. Wie soll ich Ihnen Ihr Entgegenkommen danken? Ich stehe zeitlebens in Ihrer Schuld, „Ach, nicht dochl:, wehrte der Kommerzenreg, Liezelgz ab.„Sie übernehmen ja Gegenleistungen. hrischei. Denn ich sage Ihnen das i, eler vornweg: meine Tochter ist ein schwer zu nehmendes, häufig exzentrisches Wesen, das Ihnen Uuruhe in Ihr stilles Haus bringen wird.“ Joachim lächelte verloren zu den sommerliches Wipfeln der Partbäume hinüber, die weißen, lichten, dizaer### K n S4888 S MÄOSRL 8.0 S#suSE!? 350 S SgSS S###Sges SSOB5PLS SS. 5Sag * mm Sl 6 6 5 95 55 2 9 S 5 * 56 S.# 91— 5#S B S 5 S S 5 S- 5 9 S# 8 Denkspruch. Drum And die Leiden uns zur Welt gegeben. Drum herrscht in uns so hteid wie böse Laft, Daß wir im Kampf mit uns und diesem Leben Zum kinst'gen Morgen läutern untre Brust. Und keiner wird zur Demut aufwärts schweten, Der nicht zuvor um seinen Stelz gessußt. Cieck. Der zahlende Dieb. Detektiv=Geschichte von Ferdinand Runkel. (Nachdruck verboten. 1. Der Berliner Privatdetektiv Richard Kaisler war eben in sein Bureau eingetreten. Es war kalt und unfreundlich draußen. Er schüttelte die Schneeflocken von seinem Pelze, und in diesem Augenblick sprang sein altes Faktotum zu, um ihm aus der Schale zu helfen. „Na, Alter, wieder nichts los heute? Alles streikt. Die Herren Verbrecher scheinen auch zu streiken; wenigstens unsere alten Bekannten, die das Geschäft verstehen. Bei dem Gelegenheitsgesindel, das jetzt unter dem Schutze der Revolution die Wohnungen ausraumt, braucht man keinen scharfsinnigen Detektiv, da genügt der Sicherheitswachmann mit der roten Binde um den Arm.“ „Ja, böse Zeit, Herr Kaisler, und es wird wohl noch schlimmer werden; trotzdem die Kriminalität steigt, wird man uns nicht mehr brauchen.“ „Abwarten!“ Draußen im Korridor schlug die Klingel an, und der alte Bureaudiener, ein früherer Berliner Kriminalschutzmann, ging, um zu öffnen. Kaisler hatte sich inzwischen eine Zigarette angeI zündet und begann die wenigen Akten durchzusehen, die der Bureaudiener auf seinem Schreibtisch niedergelegt hatte. V!„Lauter Dummheiten, kein anständiger Fall, der das VA Blut in Wallung bringt, keine große Aufgabe für einen II wirklichen Kriminalisten,... ein ungetreuer Ehemann, der sich in den Blumensälen amüsiert, soll überwacht werden; na ja, m. w., machen wir.. Die Tür öffnete sich, und der Bureaudiener ließ einen mit ausgesuchtester Eleganz gekleideten Herrn eintreten. „Habe ich die Ehre mit Herrn Kaisler, dem berühmten Berliner Kriminalisten?“ „Zu gütig, mein Herr, man tut, was man kann.“ „Mein Name ist Marner, ich bin Direktor des Hotels Marnerhof, ich möchte gern eine wichtige Sache mit Ihnen besprecheng, hte uuf Marnerhge 5 Der Detektiv horchte auf... Marnerhof, das war doch das Hotél, wo vor wenligen Wochen der geheimnisvolle Mord an dem Briefträger begangen worden war. Interessante Sache. „Bitte, nehmen Sie Platz, Herr Direktor; hängt Ihr Betuch git dern. „Nein, nein, damit nicht. Die Briefträgersache hat die Kriminalpolizei in der Hand.“ „Schlimm genug, darum wird auch nichts entdeckt.“ „Eben deshalb komme ich in der neuen Sache zu Ihneiz „Also, was lut sich'g,...22 uum 6. „Kurz gesagt... Aber ich kann doch ganz frei reden, Sie betrachten doch alles, was ich sage, als Geheimnis?“ „Selbstverständlich!“.., gansen 6.6#.. „Nun denn, Sie können sich benren, daß wir Hotels I uns mit Lebensmitteln reichlich eingedeckt haben. Was sollten wir denn auch anfangen. Die Gäste verlangen einen anständigen Tisch, und kaufen kann man nichts. Selbst für teures Geld nicht. Das Geld hat keinen Wert mehr. Die Arbeiter streiken, die Kellner streiken, alles verlangt ungeheure Löhne, und das Ende vom Liebe ist, daß die Preise der Lebensmittel ins Ungemessene über1 boten werden. Wir sind also gezwungen, uns reichlich zu versorgen. Natürlich habe ich meine Vorräte so untergebracht, daß sie nicht jedem oberflächlichen Besucher und Haussucher in die Augen fallen. Heute früh nun beobachte ich, oder vielmehr mein Küchenchef, einen überraschenden Verlust an Lebensmitteln.“ „Der Küchenchef.. „Nein, nein, Herr Kaisler, da bellen Sie unter einem falschen Baum. Der Küchenchef ist ehrlich, und er hat ja seinen Vorteil, denn ich beteilige ihn am Gewinn, und wenn er nicht liefert, entgehen ihm große Summen.“ „Also ein Hausangestellter?" „Auch das scheini mir zweifelhaft... Also die Lebensmittel sind gestohlen, und das Merkwärdigste ist, ich finde an Ort und Stelle ein Kuvert, verschlossen, zugeklebt, und darin Papiergeld etwa in der Höhe der Preise der gestohlenen Lebensmittel.“ „Hm... Hm... Haben Sie das Kuvert da?“ „Jawohl, ich habe es mitgebracht. Hier ist es.“ Detektiv Kaisler unterzog den Briesumschlag einer eingehenden Prüsung. Er hielt ihn gegen das Licht, um das Wasserzeichen festzustellen, roch daran und schüttelte der 8e).„* „Meine Sinne tauschen mich nicht. Der Dieb ist ein Mann, denn der Tabakgeruch ist unverkennbar.“ „Verzeihung, Herr Kaisler, ich will nicht in Ihre Untersuchungen hineinreden, aber es gibt doch auch Frauen, die rauchen.„„ „Aber keine kurzen Pseisen, und zwar mit NavyCut gestopft. Der Dieb ist ein Mann. Er ist ein zurückgekommener Soldat, und zwar ist er aus dem Westen zurückgekommen, und ich möchte wetten, daß er in Flaudern oder in der Pikardie gesochten hat.“ Der Hoteldirektor betrachtete den Detektiv, wie Kinder etwa einen Jauberer betrachten. „Ich bin überrascht, wie Sie aus diesem Geruch so weitgehende Schlüsse ziehen können.“ „Ganz einsach, lieber Direktor, nur Ueberlegung, gar keine Hexerei! Sie finden überall in der Welt den NavyCut, ader in Berlin, wie überhaupt in Deutschland, ist zurzeit kein Lot zu haben. Jedoch unsere Truppen, die den Engländern gegenübergestanden haben, konnten entweder den Gefallenen oder den Gefangenen den beliebten englischen Tabak konfiszieren. Sie sehen, der Schluß int sehr einfach.“ „Bravo, bravo, Herr Kaisler...“ Der Hoteldirektor rieb sich befriedigt die Hände. „Aber nun weiter?“ „Ja, weiter. Der Briefumschlag zeigt sonst keine Eigenart, keine Wassermarke, und das Geld.. „Ja, das Geld...“ „Der Mann bezieht sein Geld von einer Behörde, denn es sind lauter neue Scheine. Er arbeitet vietleicht in einer Staatswerkstätte oder?... Ja, ja, das ist auch möglich, in einer großen Bank. Aber darauf wollen wir uns nicht einlassen... Ich werde jetzt mit Ihnen kommen und an Ort und Stelle meine Untersuchungen anstellen.“ Detektiv Kaisler drückte auf die Klingel, und alsbald erschien sein Bureaudiener. „Christian, diesen Briefumschlag hier zu Herrn Dr. Fröhlich.... Das ist nämlich mein Chemiker, er wird ihn untersuchen auf Fingerabdrücke und Aufnahmen davon machen. Wir wollen kein Mittel aus der Hand geben, um planmäßig vorzugehen. Darf ich jetzt bitten, mich an den Ort der Tat zu führen.“ 2. Ein gewaltiger Demonstrationszug bewegte sich durch die Luisenstraße in der Richtung des alten Hamburger Bahnhofs: Streikende Arbeiter, die auf großen Schildern ihre Sympathiekundgebungen für die Regierung gegen das Treiben der Spartakusleute zum Ausdruck brachten. Frauen und Kinder waren in dem Zug, der sich langsam durch den Schneeschlamm der Straße bewegte. Als der Zug mit seinem Ende die Marienstraße erreicht hatte, trat ein Arbeiter, auscheinend ausgangs der Dreißiger, aus