g. dnung und April 1913 Dortmunder verbepolizeides Rechts llen 256 1, g Wenhofen 0 R R um id Beschreiin während hneten Frist bepolizeiliche en die Verund Unterntschädigung ksausschuß zu Prototoll April 1922 dere Anträge jutzung des der Antrageeinträchtigt sse mit den Frist Einrhoben oder nicht gestellt, agsrecht veruf der Frist se auf Verir berücksichi der Ausi in diesem des Wasserind gemacht nachten EinHerstellung und Entsorm. 9 Uhr ftragten des , w o z u a l l e m F a l l e en. teilung r dem Rindwe Melling= ächters Karl Die angebek worden. r. seuchenfrei. 2. ltung. versekretär. für Menschen v. Zu baben 61: *2 10 ## 30 #0 Jahre und einen Auf Vorverlann. lung H Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. Aus dem Reiche der Mode. Heimatblätter u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung Unser Blatt u Unterhaltungs- u. Romanbeilage.n Spiel. Sport und Curnen. u Lebensbild. Kunst u. Wissen. u Garten#ats####ge. Verbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Oolksblatt Welthotener Zeitung Apierbecher Zeitung Langscheder Zeitung belzwickeder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Msessssamsssssssssssssssussssssssss un Ssssssssu ssssssssss sssssssssssssssms Die„Schwerter Zeitung" erscheint werktäglich. n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck Dortmund 2852 Verautwortliche Schriftleitung: Karl Nichter; Stadt und Provinz: Friedr. Kraas; sämtlich in Schwerte. Nr. 72 Samstag, 25. März 1922 §5. Jahrgang Zum Geleit. Das Aufrechte dieser kühn wachsenden Bäume steckt an und ermuntert zu derselben Sonnenrichtung. Die Sonne hat eine mächtige Emporziehungskraft. Sie ist es, die diese Halme und Stämme steilrecht aus der Erde zieht. Lienhardt. Wir sind dazu bestimmt, gleich den Bäumen des Waldes in tausendfacher Mannigfiltigkeit das Besondere unseres Wesens zu entfalten und zugleich mit den anderen zusammenzustehen und zusammenzuranken. Geyer. Für eilige Leser. Neuigkeiten aus Nah und Fern. Die Verhandlungen zwischen den Hauptverbänden der Aerzte und den Krankenkassen führten zu einer Einigung. * Der von Frankreich geleugnete Geheimvertrag zwischen Frankreich und den kemalisten wurde in London veröffentlicht. Die Vereinigten Staaten entsenden keinerlei Vertretung nach Genua. * Das neugegründete Esperanto=Institut für das Deutsche Reich wird auf der zu Ostern in Gen stattfindenden Konferenz betr. Einführung des Esperanto in die Schulen vertreten sein. Die Konferenz der Außenminister der Entente in Paris ist vorgestern nachmittag beendet worden. * Die Nachricht von einer Zusammenkunft des Völkerbundes am 24. März in Paris wird durch eine vorgestern nachmittag herausgegebene amtliche Erklärung bestätigt. Der Reichstags=Ausschuß für soziale Angelegenheiten begann gestern mit der Beratung des Entwurfes eines Gesetzes über Verlängerung der Geltungsdauer von Demobilmachungsverordnungen. Es wurde zunächst beschlossen, daß die Geltungsdauer bis 31. Oktober verlängert wird. * Der Reichspräsident empfing den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister der Vereinigten Staaten von Mexiko, Dr. Caturegli.„ 6 1 ** Der preußische Staatsrat nahm gestern eine vom Frhrn. von Gayl und den ostpreußischen Mitgliedern eingebrachte Entschließung an, die freien Zugang Ostpreußens zur Weichsel fordert und derspruch erhebt gegen die von der interalliterten Grenzfestsetzungskommission festgesetzte Grenze. Die Interalliierte kommission hat den über Gletwitz verhängten Ausnahmezustand auf Kattowitz ausgedehnt. * Ein Teil der italienischen Besatzungstruppen mird Oberschlesien schon vor der Uebergabe verlassen. In einer Konferenz der deutschen Ernährungsminister wurde beschlossen, das Getreideumlageverfahren auch für die nächste Ernte noch aufrecht zu erhalten. 1 f. 6 197 4=82 * Beuthen, 24. März. Das Schwurgericht verurteilte die Grubenarbeiter Miutel und Schwarz und den Wärter Olex wegen Mordes an dem Lancjäger Nohl aus Josefstal während des poinischen August=Aufstandes von 1920 zum Tode. Die Angeklagten behaupteten in ihren Aussagen, sie hätten von Sosnowice aus Befehl erhalten, alle denischen Landjäger im oberschlesischen Abstimmungsgebiet zu beseitigen, wozu ihnen des öfteren eine schwarze Liste vorgelegt worden sei. Die letzte Woche. Unter Schnee und Frost ist der Frühling eingezogen. Trübe schaut der Himmel auf uns hernieder. Man sagt, einem mürrischen Lenz pflege ein um so angenehmerer Sommer und eine gute Ernte zu folgen. Gebe es Gott! Auch am politischen Himmel steht eine dicke, finster drohende Wolkenwand. Der rauhe Sturmwind, der von Westen her seit Jahren mehr oder weniger heftig über Deutschland dahinbraust und immer wieder neue Zerstörungen am deutschen Volkskörper anrichtet, hat ein neues schweres Unwetter herangeführt, das uns gänzlich zu vernichten droht Der erste Blitz des kommenden Gewitters hat bereits eingeschlagen. Mit einem Schlage hat er die von den dunkten Wolken verfinsterte Gegenwart beleuchtet und uns allen gezeigt, welche Gefahr uns drohl. Es gab bei uns immer noch Optimisten, die auf England und Amerika hofften, die sogar glaubten, daß selbst in Frankreich endlich einmal Einsicht der wirtschaftlichen Notwendigkeit über die politischen Machtgelüste und die wahnwitzige Vernichtungs= und Gewallpolitik siegen würde. Als Antwort kam die Reparationsnole, und sie zeigte allen, auch den unverbesserlichsten Optimisten, daß noch Frankreichs Wille die Entente beherrscht, und daß deffen Ziel die völlige Vernichlung und Versklavung Deutschlands ist. Hat es unter solchen Umständen noch Zweck und Sinn, daß der Reichstag das Steuerkompromiß zu Ende führt? Fordert die Entente doch die Verdoppelung dieser Steuern, von denen alle Parteien in Deutschland einmütig bekennen, daß sie das alleräußerste darstellen, was der deutschen Wirtschaft überhaupt zugemutet werden kann. Soll doch dann die Entente selber zusehen, wie sie die Goldmilliarden aus dem verarmten Deutschland herausholen kann! Dann wird sie am ehesten zur Umkehr kommen. Nur den willenlosen Büttel der Entente darstellen, dazu dürfte sich keine deutsche Regierung, kein deutsches Parlament bereitfinden. * Was sind gegen diese Entscheidung alle die Sorgen und Nöte, die uns sonst noch bewegen. Die wachsende Teuerung. der rapide fallende Markkurs, die Lohnnreitigkeiten, die wirtschaftliche und finanzielle Not auf allen Gebieten: All das sind ja mehr oder weniger nur die Folgeerscheinungen des Versailler Diktates und der auf ihn zurückführenden Reparationspolitik. Sie werden ins Ungemessene steigen wenn wir uns diesem neuen ungeheuerlichen Begehren der Reparationskommission fügen. Lehnen wir es ab, dann kann es auch nicht schlimmer werden Dann aber ist es besser, man zwingt uns die Ketten mit Gewalt auf, ehe wir uns freiwillig fesseln, denn um so eher wird man sie uns wieder abnehmen müssen. rundweg ab, der mehrheitssozial. Sprecher, Abg. Löffler, wünscht dagegen, daß das Kohlensteuergesetz bereits am 1. April 1922 in Kraft treie. Während Abg. Lind(Dnll.) sich gegen das Gesetz wendet, erklärt Abg. Imbusch(Itr.) die hohen Kohlenpreise aus der schwierigen Lage des Bergbaues, der Milliardenzuschüsse brauche, um wieder in die Höhe zu kommen. In einer Enlschließung, die in der Abstimmung einstimmig angenommen wird, fordern die Deutschnationalen die Vorlegung eines Gesetzentwurfes zur wirksamen Förderung des osipreußischen Wirtschaftslebens. Mit der Ablehnung eines unabhängigkommunistischen Antrages, die Hausbrandkohle steuerfrei zu lassen und eines deutschnationalen Antrages, die Kohlensteuer auf 30 Prozent zu erniedrigen, ist die 2. Lesung des Gesetzes, das om 2. April 1922; in Krast treten soll, eredigr... g A. 8. Es folgt der Gesetzentwutf über die Erhöhung einiger Verbrauchssteuern und zwar der Lebensmittelsteuer, der Zündwarensteuer, der Biersteuer und der Tabaksteuer. Auch hier sind die bisherigen Sätze meist verdoppeil worden. Stürmische Szenen entwickelten sich, als der Kommunist Köhnen behauptet, die Minderheit werde vergewaltigt und er komme nicht genügend zu Wort. weil nicht über alle Absätze, sondern nur über ganze Artikel diskutiert werde. Es wurde ihm aber erwidert, daß dies nicht zur Sache gehöre, worauf die Kommunisten mit scharfen Schimpfworten antworteten, sodaß minutenlang der Sitzungsiaal von einer schreienden Menge erfüllt zu sein schien. Die einzelnen Steuern wurden von den Kompromißparteien trotz aller Obstruktionsversuche der Kommunisten im wesentlichen nach der Ausschußfassung angenommen Man hofft, bis Freitag die 2. Lesung beenden zu können. Deutscher Sitzung vom 23. März. Berlin, 24. März 1922. Die Einzelberatung der Steuervorlagen ist jetzt bis zur Beralung der Kohlensteuer gediehen, die bisher 20 Prozent betrug und nun auf 40 Prozent erhöht werden soll. In der Debatte wendet sich der deutschnationale Abg. Leopold gegen die Kohlensteuer, indem er ein Gutachten des Reichskohlenrates erwähnt, der eine Besteuerung der Kohlen mit nur 30 Proz. für angängig hält. Für die Unabhängigen beantragte Abg Mehrhof die Hausbrandkohle bis zu 50000 Mark Einkommen steuerfrei zu lassen Abg. Fröhlich(Komm.) lehnt die Kohlensteuer Stadtveroröneten=Sitzung. Erhöhtes Schulgeld.— Erhöhter Gaspreis. ** Schwerte, 25. März. Zur gestrigen Sitzung waren 19 Mitglieder des kollegiums erschienen, während vom Magistrat die Herren Bürgermeister Rohrmann und Stadtrat Melchheier anwesend waren; das Stadtbauamt vertrat Herr Stadtbauführer Wohlfahrt. Es war bereits 5,15 Uhr geworden, als Herr Jöckel die Sitzung eröffnete und man in die Verhandlungen eintrat. Der erste Punkt der Tagesordnung, Genehmigung eines Grunderwerbsvertrages, wurde in die geheime Sitzung verwiesen. Gegen die Entlassung von Parzellen des Sparund Bauvereins aus der Mithaft für eingetragene Sicherheitshypotheken wurden keinerlei Einwendungen erhoben; es handelt sich um die Grundstücke Marquis, Plätz und Heimbeck Die Punkte 3 bis 9 betrafen die Festsetzung einer ganzen Reihe von Haushaltsplänen für 1922 und zwar wurde zunächst der Etat des Realprogymnasiums in Einnahme und Ausgabe auf den Betrag von 1014501,49 Mark festgesetzt, derjenige des Lyzeums auf 692 412,80 Mark, der evangelischen Volksschulen auf 1228 127 Mark, der katholischen Volksschulen auf 795220,99 Mark, der gewerblichen Fortbildungsschule auf 70 195 Mark und derjenige der Kasse des Wohlfahrtsamtes auf 740000 Mark bei einem städtischen Zuschuß von 470000 Mark. Der letztere Etat sah die Anstellung einer Fürsorgerin vor und waren für diesen Zweck 12.000 Mark in den Haushaltsplan eingesetzt. Herr Otten wünscht Aufklärung, ob die neue Stelle notwendig sei, während Frl. Ludwig Herr Bürgermeister Rohrmann und Herr Fabisch warm für dieselbe eintraten. Herr Wilkes ist der Auffassung, die Stelle im Etat zu streichen und den Betrag den Frauenvereinen unserer Stadt zu überweisen, die dann die etwaigen Aufgaben der Fürsorgerin übernehmen könnten. Herr Kemmerling stellt den Antrag, den Betrag nur vorläufig zu streichen und ihn für die Fürsorgerin eventuell später einzufordern. Dieser Antrag wurde mit Mehrheit angenomlen, im übrigen der Etat verabschiedet. Gelegentlich der Beratung des Etats der kath. Volksschule wünschte Frl. Ludwig eine Umzäunung des Platzes an den Kirchschulen mit Rücksicht auf die große Gefahr, in der die Kinder infolge des starken Fuhrwerksverkehrs schweben. Herr Bürgermeister Rohrmann bedauert, dem Wunsche nicht Rechnung tragen zu können, einmal wegen der hohen Kosten, dann aber auch wegen der bestehenden Wegegerechtsame. Doch solle im Interesse der Kinder der Durchgangsverkehr nach der Haselackstraße für Fuhrwerk gesperrt werden. Herr Scharfe richtet an den Magtstrat die Anfrage, was bezüglich der Errichtung der weltlichen Schule getan sei. In die Listen hätten sich ungefähr 300 Familien eingetragen. Herr Bürgermeister Rohrmann erklärte, daß in der Sache nicht eher etwas geschehen könne, bis die Ausführungsbestimmungen des Schulgesetzes herausgekommen seien. Herr Otten kann für Schwerte zurzeit kein Bedürfnis für eine weltliche Schule feststellen. So weit ihm bekannt, sei nur für ein Kind die Befreiung vom Religionsunterricht nachgesucht worden und dieses sei Vorbedingung für die Errichtung der weltlichen Schule. Es sei eine Bewegung, die künstlich an die Eltern herangebracht werde; man solle doch alles vermeiden, Zwietracht unter die Kinder zu säen. Auch Frl. Ludwig kann kein Bedürfnis feststellen; an der lath. Schule sei gleichfalls nur ein Gesuch um Befreiung vom Religionsunterricht eingegangen. Der außerordentliche Haushaltsplan der Stadtgemeinde für 1921 wurde auf den Betrag von 1802 297,76 Mark festgesetzt. Wo die Ausgaben noch nicht genehmigt bezw. gedeckt sind, bleibt besondere Beschlußfassung vorbehalten. Das Schulgeld am Realprogymnasium soll auf 600 Mk. für einheimische und 800 Mk. für auswärtige Schüler erhöht werden; am Lyzeum sollen die gleichen Sätze zur Erhebung gelangen. Bei dieser Gelegenheit beantwortete Herr Bürgermeister Rohrmann eine Anfrage des Herrn Möhle bezügl. des Ausbaues des Realprogymnasiums dahin, daß alle erforderlichen Schritte geschehen seien, daß die Angelegenheit mit Nachdruck betrieben würde und daß man hoffen dürfe, daß die Genehmigung der Regierung endlich eintreffe, umsomehr, als man auf den Zuschuß des Staates verzichte. An der au kommenden Vergnügungssteuer soll der Kreis in der Weise beteiligt werden, als nach Abzug von 10 Prozent Verwaltungskosten zwei Drittel der einkommenden Beträge den Gemeinden verbleiben und ein Drittel an den Kreis abgeführt wird. Beide höhere Lehrenstalten sollen mit physikalischen und chemischen Anschauungsmitteln ausgestattet werden, die bisher an beiden Anstalten fehlten; außerdem sollen im Realprogymnasium zwei Klassenzimmer neu eingerichtet werden. Kollegium erklärte sich damit einverstanden, daß die Kosten durch eine kurzfristige Anleihe aufgebracht werden. Weiter erklärte sich Kollegium mit der Vorlage des Magistrats einverstanden, wonach die Vergütung für den städtischen Desinfektor von 170 auf 500 Mark pro Monat erhöht wird. Gegen die Anrechnung von Dienstzeiten der Beamten Schröder und Börstinghaus auf das ruhegehaltsfähige Dienstalter wurden keinerlei Einwendungen erhoben, desgleichen nicht gegen die Niederschlagung von Gartenpachten, welche der Stadt von der Wwe. Witze und dem Arbeiter H. Rothstein in Höhe von je 15 Mark geschuldet werden. Für die Besichtigung von Wohnungen durch die Kommission soll in Zukunft eine in die Studtkasse Erneuern=Sle bitte Ihre Postbestellung auf die Schwerter wenn Sie diese pünktlich am 1. April weiter* lesen wollen.“ fließende Gebühr in Höhe von 20 Mark erhoben werden, wenn die Unrichtigkeit der Angaben, welche die Besichtigung im Gefolge hat, nachgewiesen wird. In den Schulausschuß der höheren Lehranstalten wurden aus der Mitte des Kollegiums gewählt die Herren Jöckel, Frage und Schulte, aus der Mitte der Bürgerschaft Dr. med. Becker, Lehrer Honsalet und Kaufmann Ad. Lethaus; ferner gehören dem Ausschuß Vertreter des Magistrats, die beiden Leiter der Anstalten und je ein Mitglied des Lehrkürpers an. Außerhalb der Tagesordnung mußte Kollegium wohl oder übel den Gaspreis von 3 cuf 4,10 Mark pro Kbm. erhöhen, entsprechend den gestiegenen Kohlenpreisen. Der neue Preis tritt mit dem 1. März in Kraft. Ein weiterer Antrag, Bewilligung von 72.000 Mark für einen Niederdruck=Kessel im Gaswerk, wurde gleichfalls genehmigt, na chdem Herr Otten ängeregt hatté, Magistrat und Finanzausschuß zu ermächtigen, in besonders eiligen Fällen derartige Bestellungen mit Rücksicht auf das sprunghafte Steigen der Preise selbständig zu erledigen und nachher die Zustimmung der Stadtverordneten einzuholen. Herr Wilkes bestritt an der Hand von Einzelfällen die Notwendigkeit der Schlachtungen des Kreises, der sein Absatzgebiet weit über die Kreisgrenzen hinaus habe; Herr Scharfe war gegenteiliger Ansicht. Ein Dringlichkeits=Antrag des Herrn Hen schel über die Gestaltung der Ortsarmen=Unterstützung gelängte nicht zur Verhandlung; das Kollegium verwies den Antragsteller auf die Vor bringung in der zuständigen Kommission, deren Mitglied er ist. In der anschließenden geh. Sitzung wurde dem Grunderwerbsvertrag mit der Witwe Keller an der Hermannstraße nach dem Vorschlage des Magistrats zugestimmt. Stadt und Land. Schwerte, den 25. März. Erinnerungen. 1880* Der Dichter Robert Hamerling zu Kirchberg a. Walde in Nieder=Oesterreich(f 1889). 1814 f Der dänische Bildhauer Albert Vertel) Thorwaldsen in Kopenhagen(“ 1770). 1801 f Der Dichter Friedrich Frhr. v. Hardenberg (Novalis) in Weißenfels(“ 1772). 1864* Der Schauspieler Max Grube in Torpat 1907 f Der Chirurg Ernst v. Bergmann in Wiesbaden(“ 1836). Zum Sonntag. Mitten in die ernste Passions= und Konfirmationszeit fällt der kommende Sonntag: Lätare, das heißt:„Freue dich!" Alte Bräuche zeigen uns, wie Wintersgrausen und Brotsorge hinausgetrieben wurde durch Umhertragen treibender Frühlingssträucher bei frohem Lied, gegen freundliche Gaben. Das Evangelium des LätareSonntags erzählt von, der helfenden Jesuskraft in der Speisung der 5000 Männer, dazu der Weiber und Kinder in noch reicherer Zahl.„Brotsonntag“ ist darum auch dieses Sonntags Name.— Der Sonntag nach Frühlingsbeginn ein„Freue=DichSonntag", weil Gottes Hilfe sich zeigt in den Mächten wirkender Kraft der Natur: Nach Wintertod das neue Leben. So kann Gott geben Sieg über Not! ** Wohltätigkeits=Konzert. Am morgigen Sonntag, nachmittags 4 Uhr, veranstaltet der Christl. Männerchor im Evangel. Gemeindehause ein Wohltätigkeits=Konzert zum Besten der Anstalt Bethel bei Bielefeld. Ihre Mitwirkung haben zugesagt der gemischte Chor der Stadtmissibn, ein Bariton=Solist und ein Quartett aus Radevormwald. Programme zu 4 Mark berechtigen zum Eintritt. ** Ueber die neuesten Forderungen der Repa rationskommission spricht morgen(Sonntag), vormittags 11 Uhr, im Hotel„Zar Post“(Quadbeck) der demokratische Abgeordnete Dr. Höpker Aschoff. Bei der Tiefgründigkeit und Sachlichkeit, mit welcher der Redner derartige Fragen behandelt, sollte sich niemand den Vortrag entgehen lassen.(Siehe Anzeige). ** Der Bund für die bibel und bekenninis treue Volkskirche ladet zu einer am Montag, den 27. März, nachmittags 2,30 Uhr nach Dortmund im Johanneumsaal, Kielstraße 12, stattfindenden Versammlung ein. Dir Tagesordnung umfaßt folgende Punkte: Bericht über die bisherige Arbeit des Bundes; Zusammenschluß für die Provinz Westfalen; Schaffung der Satzungen und eines Bundesorganes; Verschiedenes. ** Der drohende Streik in der hiesigen Industrie ist glücklich vermieden worden. Bekanntlich waren die letzten Lohnverhandlungen zwischen den Arbeitnehmer=Organisationen und dem hiesigen Arbeitgeber=Verein resultatlos verlaufen und hatten daraufhin die Arbeiter die Kündigung zum 1. Aprtl eingereicht. Inzwischen haben neue Verhandlungen stattgefunden, die zu einer Einigung zwischen beiden Parteien geführt haben, sodaß ein Lohnkampf mit seinen für das ganze Erwerbsleben ties einschneidenden Folgen vermieden wird. ** Volkshochschule. Als letzte Sonderveranstaltung in diesem Winter ist für Mittwoch, den 29. März, von der Volkshochschule eine Einführung in Richard Wagners„Meistersinger" vorgesehen. Als Nitwirkende sind gewonnen: Herr Oberspielleiter Vanderstetten, Herr Kapellmeister Wolfram Frl. Opernsängerin Scheyer und Herr Opernsänger Moog, sämtlich bekannte Kräfte vom Dortmunder Stadttheater, die einen genußreichen Abend verbürgen. Dieselbe Veranstaltung ist vor einigen Wochen in Dortmund mit durchschlagendem Erfolg gegeben. Die Aufführung findet im evang. Gemeindehause statt. Karten für Mitglieder 6 Mark, sonst 10 Mark. Der Vorverkauf findet in den Buchhandlungen von Braus, Neumann und Saatmann statt. ** Im Silberkranz. Am morgigen Sonntag können die an der Hörderstraße wohnenden Eheleute Maurer Emil Trappe und Frau, Auguste geb. Scheurer, das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern. Dem Jubelpaare unseren besten Glückwunsch! ** Zu dem Diebstahl auf dem Nickelwerk, über den wir in der Donnerstag=Nummer berichteten, wird uns mitgeteilt, daß es sich nur um 2 Messingplatten handelt, die W. auf dem Werk gestohlen und an den Althändler aus Hörde verkauft hat. Von früheren Diebstählen könne keine Rede sein. ** Westhofen, 24. März. Ein Sittlichkeitsverbrechen wurde vorgestern nachmittag gegen 4 Uhr am hiesigen Ebberg versucht. An einer Stelle, wo ein Hohlweg den Berg hinanführt, wurde eine schon ältere Frau aus Westhofen von einem Manne angesprochen und nach dem Wege gefragt. Im nächsten Augenblick grif der Minn die Frau an den Hals, würgte###, wars sie zu Prden und band ihr ein Tuch um den Mund. Die Frau setzte sich mit Verzweiflung den Angriffen entgegen, worauf der Unheid schließlich von seinem Opfer abließ und in dei Richtung nach dem Buchholz flüchtete. Er en kam in den Woldungen. Der Täter wird wie folgt Leschrieben: Alter 35—40 Jahre, schlanke Statur, im Gesicht einige Pockennarben; Kleidung: brauner Ueberzieher, dunkler Hut und lange Manchesterhese. Irgendwelche Angaben, die zur Ermittelung des Täters dienen könnten, werden an die hiesige Polizeiverwaltung — Amtshaus, Zimmer 6— erbeten. ** Holzen, 24. März. Ein frecher Diebstahl wurde in einer der letzten Nächte hier ausgeführt. Auf einer großen Strecke der nach dem Höchsten führenden Telegravherieitung wurden sämtliche Leitungsdrähte herausgeschnitten und gestohlen. Der Schaden ist seht bedeurend. Von den Tätern, die vermutlich die Diebesbeute mit einem Fuhrwerk fortgeschafft haben, sehlt noch jede Spur. Beührnleldungen. Eigener Depeschen dienst. Doppeldrama in Hamborn. Hamborn, 24. März. Zwei Beamte der hiesigen Schutzpolizei benutzten am Montag die Straßenbahn. Dort wurden sie von zwei belgischen Kriminalbeamten angesprochen und der Ausweis verlangt. Einer der deutschen Beamten erwiderte:„Wir sind im Dienst.“ Darauf packte ein Belgier den Beamlen an der Brust und zog die Waffe. Der zweite belgische Beamte machte ebenfalls seine Waffe schußfertig. Als der Wagen zum Halten gebracht war, rissen die beiden Belgier den deutschen Beamten heraus und erschossen ihn sofort. Ein Kampf hat nicht stattgefunden. Die belgischen Kriminalbeamten brachten dann die Leiche nach einer Trinkhalle. Sie wurden verhaftet. Diese belgische Schandtat hat nun am Donnerstag ein furchtbares Nachspiel gehabt, dem ein belgischer Offizier zum Opfer fiel. Hamborn, 24. März. Gestern abend fuhr ein belgischer Oberleulnant mit der Straßenbahn nach Hamborn. Mehrere junge Leute betraten die hintere Plattform. Einer von ihnen öffnete die Wagentür und gab zwei Schüsse auf den Belgier ab. Dann sprang er von dem Wagen und schoß von der Straße aus noch dreimal auf den Offizier, der sofort tot war. Ueber Hamborn ist der verschärfte Belagerungszustand verhängt worden. So sehr die Tat an sich zu beklagen ist. so ist sie doch nur die Folge des rücksichtslosen und brutalen Vorgehens, das die belgischen Truppen und Aussichtspersonen in den belgisch=besetzten Gebieten an den Tag legen. Sturm im Kanal. London, 25. März. Wegen des im Kanal wülenden Sturmes ist der Dampferpassagier= verkehr zwischen Dover und Calais eingestellt worden. Der schwedische Dampfer Kullaberg ist auf dem Wege nach Cardiff auf Felsenklippen aufgelaufen. Ein Dampfer aus Liverpol wird vermißt. Ein deutscher Dampfer gesunken. Helsingfors, 25. März. Nachts ist vor Hango der Bremer Dampfer Germa, nach Reval besimmt, gesunken. Handel und Börse =olkswirtschaft nenes Vereinigte Deutsche Nickelwerke in Schwerte. Das Bezugsrecht auf die 10 Millionen Mark neue Aktien im Verhältnisl von 3: 2 zu 250 Prozent ist vom 24. März bis 7. April auszuüben. Berliner Börsenkurse vom 24. März 1922 mitgekeilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein 295 Deutsche Bank 600 Diskonto 493½ Dresdner Bank 367 Hamb.=Amer.=Pak. 511 Allgem. Elektr.=Ges. 835 Baroper Walzwerk 1030 Bochumer Guß.. 1275 Bösperde Walzwerk 1139 Daimler Motoren 553 Deutsch=Luxemburg 1150 Deutsche Kaltwerke..... 1715 Dynamit 880 Elberf. Farbw. 730 Essener Steinkohlen........... 1515 Gelsenkirch. Bergw 1197¾ Gasmot. Deutz 815 Harpener Bergw. 866 Hoesch........... 1450 Humboldt Masch. 705 Mannesmann 1635 Oberschles. Eisenb.=Bed. 1165 Orenstein& Koppel........... 1130 Phönix Bergbau............. 1255 Reisholz Pap. 671 Rhein. Stahlwerke......... 1364 Rombacher 800 Schuckert 780 Siegen=Solingen.... 684 Ver. Di. Nickelwerke........... 1585 Westf. Draht-Ind. 679 Auslands-Wechselkurse der Berliner Börsen (Devisenkurse) Man zahlte deutsche Mark: für 100 belgische Franken 100 dänische Kronen.. 1 englisches Pfund 100 französische Franken 100 holländische Gulden 100 italienische Lire... 100 polnische Mark... 100 schwedische Kronen. 100 schweizerische Franken 6378,60 100 tschegische Kronen.. 569,40 am 23 8. 2782.20 7042,95 1446,05 2972.— 12487,50 1668.30 7.50 8641,35 am 24.3 2797,20 7062.90 1446,0 3016.95 12662.30 1708,25 8601.35 579.4 Ein Dollar. 326,67 331,16 Kohlenbericht Elektrizitätswerk„Murk“, Lagerbestand: Gottesdienste für Sonntag, den 26. März. Große kirche. 9 Uhr: Beichte; 9,30 Uhr: Pasto# Terberger, hl. Abendmahl. Kleine Kirche. 10 Uhr: Pastor Ohlig; 5 Uhr: Pastor Terberger. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor O Westhofen. 10 Uhr: Konfirmation, Pastor Klinter Evang. Stadtmission, Schwerte, Kuhstr. 7: Sonn tag 4 Uhr: Bibelstunde; abends 8 Uhr: Gemeinschaftsstunde. Mittwoch fällt Missionsvereing aus; abends 8.30 Uhr: Gebetsstunde. Donnerstag, abends 8 Uhr: Gemischter Chor. Kath, Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, Pfarrer## Schnurbus; 7,30 Uhr: Frühmesse. Monatskommunion der Jungfrauen und der schul pflichtigen kommunikantinnen. 8.15 Uhr: Schulmesse, Kaplan Winter; 10 Uhr: Hochantt Kaplan Schleep; 2,30 Uhr: Andacht; 5 Uhr Andacht für die Jungfrauen in der Kranken# hauskapelle. Freitag, den 31. März, aven##e# 7,30 Uhr: Fastenandacht mit Predigt. Lichtendorf. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt und hl. Kommunion des Müttervereins. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. 2,30 Uhr: Rosen kranz=Andacht mit Segen. Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus 26. März: Veränderlich, windig, milde. 27. März: Vielfach heiter, milde. Stadttheater Dortmund. Sonntag, 26. März, 7—10 Uhr:„Zar und Zimmer mann“, Komische Oper von Albert Lortzing. * Städt. Schauspielhaus Hagen. Sonntag, 26. März, nachm. 3—5,30 Uhr:„Das Glück im Winkel“, Schauspiel in 3 Aufzügen von Hermann Sudermann. Abends 7,30—10,3¾ Uhr:„Carmen“., Oper in 4 Aufzügen von# Georges Bizet. Fußball. Um die westdeutsche Meisterschaft. Die Kämpfe um die westdeutsche Meisterschaft nehmen morgen ihren Fortgang. In Essen stehen sich die beiden Spitzenreiter Cölner B. C. und Arminia Bielefeld gegenüber. Es ist nicht ausgeschlossen, daß dieses Spiel bereits die Entscheidung bringt. Obwohl wir dem Cölner B. C. die meisten Chancen geben, kann Arminia eotl. mit einer Ueberraschung aufwarten.— In Duisburg spielt der Duisburger Spielverein gegen den Dutsburger Fußballverein 08. Zweimal mußte sich der Altmeister von seinem Ortsrivalen als geschlagen bekennen, morgen wird er alles versuchen, um eine abermalige Niederlage zu verhindern; vielleicht langt es sogar zu einem Siege.— In Bochum tritt der Hessenmeister gegen den Essener Turnerbund an. Essen hat in den letzten Spielen enttäuscht. Ob aber die Spielstärke der Kasseler ausreichen wird, das Treffen für sich zu enlscheiden, erscheint uns fraglich. Wir rechnen mit einem knappen Siege der Turner. Stand der Tabelle am 19. März: Vereine Spiele gew. verl. unent. Punkte — 1 31 Cölner B.C. 2 1— Arminia Bielefeld 2 1— Duisburger Spielo. 2 1 1— 2 T. u. Sp. V.48 Kassel 2 1 1— 2 Fußballv 08 Duisb 2— 1 1 1 Essener Turnerb. 2— 1 1 1 eisliga Sauerland. Hüsten— Schwerke 06 S. S. V. 06 fährt ohne ihren bewährten linken Läufer nach Hüsten, um die Niederlage auf eigenem Platze wieder weltzumachen. Die Umstellungen in der Mannschaft haben sich bewährt, hoffentlich bewährt sich auch morgen die Mannschaft als solche. Der Ausgang des Speles ist durchaus offen Steinkühler 1860 Hagen wird eine einwandfreie Durchführung des Spieles gewährleisten. Gemeinde Hagen- Jahn Hagen, Gemeinde hat in letzter Zeit viel hinzugelernt, ob es aber morgen zu einem Siege langen wird, ist fraglich. Wir geben Jahn als der stabileren Mannschaft die besseren Aussichten. V. f. L. Hagen—Iserl ohn Iserlohn dürfte morgen einen einwandfreien Sieg ernten. A=Klasse. Herdringen—Bruchhausen(Kathenbach) Eilpe=Delstern—Germania=Neheim(Manz) Liga 8 und A2=Klasse Union=Haspe 2— Schwerte 06 3 B. S. V. Iserlohn 2— Eilpe-Delstern 2 Liga4 und As=Klasse Schwerte 06 4—. Union=Haspe 3 Eilpe=Delstern 3— B. T. V. Iserlohn 3 C=Klasse. Union=Schwerte— Fröndenbergs Es wird dem Spitzenreiler nicht schwer fallen, den Gast morgen ohne Punkte nach Hause zu schicken, vorausgesetzt, daß der Platz am Schützenhofe sich in guter Verfassung befindet. Ausführlichen Bericht erwarten wir bestimmt bis 6 Uhr nachmittags in der Sportzentrale. Westhofen— Jahn=Menden Jahn wird den Westhofenern eine harte Nuß zu knacken geben. vielleicht aber glänzen sie auch durch Nichterscheinen. Obwohl Jahn über größere Spielerfahrung verfügt, halten wir den Ausgang des Kampses für offen. Telesonischer Bericht(Nr. 373) darf morgen nicht fehlen Jugendspiele. Die 2 Jugendmannschaft der Schwerter Sportvereinigung fähr! Sonntag, den 26. März zum Sportverein Iserlohn, um das fällige Rückspiel auszutragen. Abfahrt 1° Uhr. Treffpunkl 11 Uhr am Bahnhof. * herliner Börte 3 8. 2.20 2.95 6.05 2.— 7.50 8.30 7.50 1.35 8.60 9.40 am 24.5 2797.20 7062.90 1446.05 3016.95 12662.300 1708.25 8601,35 579.4 .67 331,16 perk„Murk“ sen ele 558 t 1638 4 Kärz. 30 Uhr: Pasto## Ohlig; 5 Uhr lastor Ohlig. Pastor Klinter# uhstr. 7: Sonn ds 8 Uhr: Get Missionsverein unde. Donners Chor. . Messe, Pfarre### messe. Monat#und der schul n. 8.15 Uhr ndacht; 5 Uhr in der Kranken urz, aben redigt. mit Predigt und reins. 10 Uhr 2,30 Uhr: Rosen lage im vorans milde. it viel hinzuu einem Siege r geben Jahn ie besseren Auserlohn inen einwandKathenbach) heim(Manz) Klasse erte 06 3 lpe-Delstern 2 lasse =Haspe 3 V. Iserlohn 3 öndenberg r nicht schwer e Punkte nach t, daß der Platz Verfassung beerwarten wir ittags in der Menden ern eine harte cht aber glänzen nen. Obwohl hrung verfügk, Kampfes für 378) darf der Schwerter ntag, den 26. sohn, um das Ubfahrt 1• Uhr. ber S T E! 0 Herterzier Neuttehlenreinid eingelröften! Preiswerte Modell-Kopien Mil aI L. 2i Epce S Schicke Konfektion für junge Damen in Mänteln: lackenkleidern: Wollkleidern Seidenkleidern: Blusen: Kosfumröcken Grosse Auswahl in allen Preislagen! Extra-Crössen für bes. starke Damen Covercoat-Mantel lesche Raglanform mit Gürtel, mit reicher Lacet-Stepperei.... Covercoat-Mantel weite schicke Form, elegante Knoplgarnitur Covercoat-Mantel aus vorzüglichem Stoff, Seitenteile mit Lacet-Stepperei Covercoat-Mantel aus elegantem Stoff mit Herren- 12.00 Revers in tadelloser Verarbeitung 11800 Frühjahrs-Mantel aus hellfarbigem Noppéstoff mit modernem„0000 Unterkragen zum Durchziehen 39000 59000 87500 Frühjahrs-Mantel aus gutem Donegal, jugendliche Form mit larbigem Unterkragen Frihjahrs-Mantel aus Donegal, flofte Form, Gürtel zum Durchziehen Frühjahrs-Mantel aus modernem englisch gemust. Stoff, weile flotte Form 67500 87500 115000 Tuch-Mantel sandlarbig, jugendliche, fesche Form mit Gürtel...... 9780 Tuch-Mantel sandiarbig. Seitenteile, Rücken.## Kragen mit mod. Biesengarnitur 12500 Tuch-Mantel sandfarbig, bleu, lila. tabac, braun,.00 schwarz, mit reicher Lacetstepperei 14500 Marineblauer Mantel aus reinwoll. Kammgarn-Cheviot 5000 mit Seitenfallen und Stickerei 115000 Gabardine-Mantel Reine Wolle rübe, marine, sand, faupe, braun, 1/#5#00 mit reicher Lacet-Stepperei.. 1800° Gabardine-Mantel Reine Wolle laupe, braun, rübe, marine, schwarz, B05000 mit mödernen gelegten Seitenfalten Regen-Mantel aus imprägnierten Covercoal, offen u. gescchlossen###00 zu tragen, mit Gürtel.... 0100 Reise-Mantel aus vorzügl. impr. Covercoal, fesche Raglanform, offen und geschlossen zu tragen 168000 lachenbleid aus vorzüglichem DoJackenkleid negal, fesche Sportform mit Gürtel und Taschen.. 145000 Jackenkleid aus marineblauem reinwoll. Twill, jugendliche Form 76.000 mit andersfarbigem Paspel... 17500 Gabardine-Jackenkleid Reine Wolle, marineblau u. schwarz, reich mit Tressen garniert, Rock mit Seitenfalten....... 18500 Gabardine-Jackenkleid Reine Wolle, marine u. schwarz, moderne lacke mit seilichen 29500 Zipfel und Lacet-Stepperei Gabardine-Jackenkleid Reine Wolle. marine, schwarz, laupe, geschw. Form mit hochmod. Garnitur 275000 Taillenkleid sus reinwoll Popeline Taillenkleid bieu, gift, vade, silbergrau, kupfer, marine, mit reicher mehrtarbiger Stickerei TaillonLIg:d aus reinwoll. Trikot, Tällienkleidh rost, bleu, mode, grau, gift, mit modernem Zipfelrock Taillenkleid aus reinseid. Taffet, braun, marine, schwarz, rost, bleu, fraise, mit vornehmer Stickerei 115000 75000 97500 37500 Kostümrock keine Wolle, marineblau Cheviot, mit moder-„ggg nen Plisse-Falten..... 27800 Kostümrock aus vorzüglichem Kammgarn-Cheviot, marineblau u. schwarz mit Lacet-Stepperei. Kostümrock moderne Streifen. marine und braungrundig, mit Knopfgarnitur........ 8750 Kostümrock moderne PlisseTollfalten, marineblau mit farbiger 70800 Lacet-Stepperei....... 6950 Bluse jumperform, aus reinwoll. Popeline, kupfer, bleu, gift, rot, fraise mit aparter Wollstickerei Dluse jumperform, aus reinwoll. Stoff, cerise, marine, faupe, mit andersfarbiger Stickerei 25500 29500 Bluse jumperform, aus reinwoll. Trikot, rot, grau, blau, grün, bleu, mit Steppstich....... 3950 Bluse Jumperform, aus Crépe de Chine, rosa, yade, weiß, marine, cerise, bleu mit aparter Stickerei 59000 ar und Zimmer bert Lortzing. Hagen. 530 Uhr:„Das l in 3 Aufzügen bends 7,30—10,35 4 Aufzügen von In unserem Putz-Salon, Täglich Eingang von Neuheiten in Damen-Konfektion Schenswerie Au Ttage: stellung der neuesten Mode-Schöpfungen ImOn in III-IE üten in reichhaltigster Auswahl! Entzückende Neuheiten in Kinder-Mänteln, Kinder-Kleidern u.-Hüten Schaufenster-Ausstellung von 9 Ullstein-Schniffmuster-Papier-Klodelen . 4 ST 9 ee. eeere Erlchrarten. Die Ausgabe der neuen Milchkarten für diel vollmilchversorgungsberechtigten Personen von April bis einschließlich Juni d. Is. erfolgt im neuen Rathause, Zimmer Nr. 5, in folgender Weise: Am Montag, dem 27. März 1922, vormittags von 3½-12 Uhr für die Bewohner der Bahnhof=, Damm=, Eisenindustrie=, Fleitmann=, Feldstraße, des Fleitmannplatzes, der Gas=, Hohenzollernstr., des Holzenerund Klusenweges sowie der Kreuzstr., der Nickel, Post= und Richardstr., des Rosenweges, der Sedanund Theodorstraße. Montag, dem 27. März 1922, nachmittags von 3-6 Uhr für die Bewohner der Bergischenstraße, des Dortmunderweges, der Haselack=, Hörderstr, des Kirsch“ baumsweges, der Königstr und des Königsplatzes, der Körner=, Kuh=, Märkischenstr., des Senningsweges, der Schiller= und Wittekindstraße. Schwerte, den 23. März 1922. 1354 det Magistrat. Weitere Termine folgen Montag. Bekanntmachung. Auf den städtischen Weiden können noch Weiderechte vergeben werden. Anmeldungen nimmt das Stadtbauamt, Zimmer 28, bis zum 29. ds Mis entgegen. 1392 Schwerte, den 24. März 1922. Magistraf. ug- e# en am ent Bih bei gutem Berdienst gesucht. Pinttertru=PVriiteer im., Hegseindehause, Ha.]; P###tmund: Schwerter Zeitung. gesucht. Friedr. Dicherimann& Co., 6. m. d. H. Tempergießerei, Haspe. Einige kräftige Plah und hitsourbenter für dauerno suchen C. Steinhaus& Co. Eisenwarenfabrik, Kabel i. Westf. als Voratbeiter unserer Schleiferei, sowie ein Redandmachane Der Kreisausschuß in Hörde hat die von den Gemeinden Westhofen, Wandhofen, Garenfeld, Syburg, Geisecke, Villigst und Holzen beschlossene Erhöhung der Vorkriegsmiete bei Wohnräumen auf 60% und 70% für gewerbliche Räume genehmigt Westhofen, den 17. März 1922. 1372 Der Amtmann: Arndt. Junge für die Kartonnagen=Rbteilung gesucht. Friedrich Doßmann, Iserlohn Mendenerstraße 1287 Wagners.„A-77 veranstaltet von Mitgliedern des Stadttheaters Dortmund. Eintritt für Mitglieder 6,00 Mark, sonst 10 Mark. Tüchtiger für dauernde gutbezahlte Stellung sofort gesucht. wollen sich nur erstklassige Fachleute melden. Cöppicus=Schulle& Bongard Kommandit=Gesellschaft auf Aktien Neheim= Ruhr. Banstelle Holden=Garenfeld tüchtige Maurer gesucht. Meldungen bei Polier Rüsing auf der Banstelle. Aufust Meolei, Leimide. Stacatrur oder mehrere Putzer sofort gesucht. Akkord oder Tagelohn. Stuke, Kuhstr. 6. Dl schar ir Krute portarbeiten usw. eine Anzahl kräftiger stee.. Stahlwerke Beüninghaus Abteilung Eisenwerk Westhofen in Westhosen(Westf.) — Wir suchen zur sofortigen Lieferung eine Fuhre ca. 30 Jentner Kunkelrüben zn kaufen. Augebote erbitten Michaschen Brausen, Ebeling& atorp G. m. b. Westhofen in Westf. Zuverlässiges älteres Soetimöchen für kleinen Haushalt nach Düsseldorf gesucht. Vorstellungen bei Surhold, Iserlohn, Wallstr. 34. 7199119 Alle Schreib- und Zeichen-Litenlilien für Schule u. Haus kauftmanbilligbei CARL BRAUS im Gemeindehause, Ha=: Dortmund gener Straße:...]: Brückstraße 39/41; Einführung in Richaro:: Teleson 3047 u. 4900; „Meistersinger“.: Für kleinen, einfachen frauenlosen Haushalt(2 Personen) 1871 Mädchen oder Frau für ganze oder halbe Tage gesucht. erfr. in d. 10 gute eegehühner zu verkaufen. Buschhaus, Ergsite.“ : Sonntag nachm. 3½; 5 Uhr, abends 7½ Uhr: :(ermäßigte Preise, un: : gekürztes Programm); : Das neue Weltstadtpro=: I: gramm ab 16.6.##d: 3 2 Musikal Grimsbys: : Sums, der urkomische: : Sprechjongleur: : Netty Janow. Tcuppe: : Hand= und Kopf=Equi: : libristen: : Silwoska der unzer=: : brechliche Holländer 3 : Feltz Schwiegerlings: : humoristische Marionetten: : Hooc 8 Paull, der: : Hundehändler 3 : PaulaStanley, Spitzen=: : tanzerin: : Robert Pohlmann: : der deliebte Komiker,: s p r o l o n g i e r t m i t n e u e n: : Schlagern„ 3 : 4 Dariels, deutsche: : Meislerschaftsturner, die: : weltbekannten.: : 5 Popcheris alte Kunst: : im neuen Rohmen.: :Karten sind an der: : Kasse von 10—1 Uhr; s ununterbrochen zu: : haben Tel 3047 u.4900; ss Krätzurgan schaell. Botthahtischen Ausschlag. Krätse, Flechtes bei Ermache. u. Kind, chge chörung. 1 8900M- fach begährt. Da#s Blatreinkrasge-Tee Sclas. Drogerte Mohlhese. Schwef. Ammoniak empfiehlt Fritz Bährensmann Mollkestr. 30 Teleson: Schwerle 206 Geisecke 540. Kss Meine Sprechstunden finden jeden Dienstag von 9 bis 5 Uhr in Schwerte bei Fröhlig, Beckestraße, am Güle bahnhof stalt. Carl Steinbach pr. Heilbundiger. Baracher ein Triumph der deutschen Medizin. Nur durch Einreiben der Hände beseitigt Barachol **„ Die Wirkung unseres Präparates ist von verblüffendem Erfolg. Bara chol erübrigt außer Schmierkur die Desinfektion der Wäsche. Zu haben in Schwerte: Drogerie Mehlhose. Hiabe meine Praxis wieder aufgenemmen San.-Rat Dr. Gottbrecht Dortmund, Beurhausstrasse 7 Sprechstunden: 9-. 3—5, ausser Samstag und Sonntag *+ K o n z e r t* 3 am Sonntag, dem 26. März, nachm. 4 Uhr 3 * im Freischütz. * Mitwirkende: Herr Fritz Schäfer, Heldenbariton 2 * Streichorchester Keller, Sölde.„ Zwei gebrauchte gut erhaltene Zillmer= Sselt zu kaufen gesucht. Angebote unter C.1362 an die Geschäftsst. Alll Sichlung! Leerr Fiüschen alle gangbaren Sorten kauft 952 Kraumendahl, Westenort 1. elmmmmm, Söihe. ** ? Eintrittspreise: 2 ? Im Vorverkauf 5.— M, an der Kasse* „ erhöhte Preise. 1379„ K s Auf nach benghaus, Rplerbeckermark!!: Sonntag, den 26. März 1922:. s+-4 Frühjahrs=Kränzchen 44: § 10 Mann Blasmusik—— Anfang 4 Uhr 5 S Es ladet freundlichst ein 9 * benghaus. M. Reiß.: Nuf dun Withenepiat! Immmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Samstag, Sonntag und Montag August Iskens „„ das belieble Reitinstt,tu!! Amüsant für Jung und Alt! Jeder kann reiten! Außerdem: Schiffsschaukelsu.Preisschießen Zu zahlreichem Besuch ladet ein August Isken. Wohnungstausch Schwerte-Barmen In Barmen slebt eine s Zimmer=Wohnung zegen Tausch mit Schwerte auf sofort zur Verfügung. Näheres bei 1407 O'to Klein Hüstut str. 15. GENUR und die neuen Forderungen der Enlenie. Sonnlag, den 26. wärz, vormillags 11 Un Hotel zur Post, Quadbeck von dem heimischen Abgeordneten Dr. Höpker-Aschoft Devische demokratische Pariei. Freie Aussprache. Eintrite Mk. 1.— E= — —0 Prima frostfreie Kurkofsern empfiehlt 1396 b. fl. hesse. Hochtragende Krur, zu verkaufen. Ad. Linneweber Bürenbruch. S Mägut Geflügelfutter in Friedensqualitätzur Erzielungunglaublich vieler Eier, auch ohne freien Auslauf. Futterbrot für Geflügel, und Kaninchen, sowie Kükenfutter empfiehlt L. Weinberg. Empfehle prima duckerschnitzel Haathafer Futterhafer häcsel Mischfutter Melasse Fritz Bährensmann Mollkestr. 30. Teleson: Schwerte 206 Geiseche 540. Anteroiele Vornehmes Weinlokal u. Café. Inh. Frau WUw. Andr Sonntag, den 26. März nachm. 4 Uhr: * Konzert: unseres beliebten Ensembles. Ausschank: Gute Weine, Liköre. Koffee etc. Waime und kalle Küche. PERSGNENTLIEFERUNGS LASTICRANNVASEN DURKOPPWERHE AG. BIELEFELD Fih Vertretung Kühnholz& Co. Schwerte Fernruf 61 Hüsingstrasse 2 Benzin- Oele- Bereifungen. Ich wasch bei Euch im Haus nurdann cen Dennich Pereil bekommen kann! Sonntag, den 26.März 1922 Jundosbivl KONZERT Schwerie Beginn 6 Uhr : HotelDuisberg: Kaffee-Restaurast. Senntag, den 26. März, nachm. 4 Uhr: Erstkl. Künstlerkonzert Besetzung: Geige, Klavier, Cello. Elntritt frei! Eintritt frei! Gutgepflegte Blere und Weine. Klttllllllllllllltltll L Wir retten Ihre Haare! Verlangen Sielkostenlos Prospekt. Kur- und Hellanstalt Schloß Falkenberg bei Grünau 980(Mark). 5883 Bedeutendstes Institut für Haarwissenschaft. S S(E. 8 * — Kein Waschbrett, kein Reibe und Bürsten; schnelles un leichtes Waschen bei größte Schonung des Gewebes. PERSN das beste selbsttätig Waschmittel von größter„Waschwirkung Aberell erhöltlich nur in Orizinal-Peckung, niemels los Venisg Rerstelle; Henkel&am; Cie., Düss:idor #vau A. St. in R. empfiehlt als bewährtes Mittel gegen F Antr. 10 II Obermeyer's Medieinal= aufs Wärmste Zur Nachbehandl. R VHerba-Ereme be; zu empfehlen. Zu haben in allen Apotheken, Drog. und Parfümer enWadererteid liefert schnellstens Drucherei E. Prass ischma kann geheilt werden. Sprechstunden in Hagen, Köener=, Ecke Karlst: (Rest Hopfenblüte) jeden Ponnerstag von 9-1 Uhr Dr. med. Alberts, Spezialarzt, Berlin SW1! Rot-, Weiß- und Gelbklee zu haben bei Fritz Bährensmann Moltkestr. 30 Teleson: 206 Schwerte 540 Geisocke. ungen- u. Asthmakranke Verzaget nicht! Wer bisher vergeblich heßte, wird sicher geheilt! Alle, die an Tuberkulose, Lus. zenl-iden. Lungen- und Brustverschleimung, cbron. Asthma, hochgradisem Lungenleiden(Lungenspitzen. kartarrh, hartnäckiger Bronchitis, chron. Husten, Vachtschweiss) erkrankt sind, heilt der Heilkeäuter. Tee Gribollu in 8 Tagen unter voller Garantie. Preis pro Paketchen 15.— Mk. Getbolln stellt alle für obige Krankheiten existierenden Medikamente in den Schatten und jeder Arzt staunt über den Erfolg. Versand per Nachnahme. 1852 Saarländiseher Neuheitenvertrieb Saarbrücken 3. Tuchliges Hausmädchen oder alleinslehende ällere Frau ür sofort als Aushilfe oder Dauerstellung nach Jagen gesucht. Gute Behandlung, hoher Lohn und viel Geschenke zugesichert. Frau Alfeed Slervheim. Hagen Dochstraße 41. II1 Thristlicher Alannerchor Schwerte Sonntag, 26. März, nachmittags 4 Uhr, * im evangelischen Gemeindehause Wohllangreits=Konzert zu Gunsten der Anstalt Bethel Mitwirkende: Herr Ewald Otter, Bariton, Radevormwald, Quartett Radevormwald, Gemischter Chor der Stadtmission Schwerte Programme zum Preise von mr. 4.Iberechtigen zum Eintritt und sind bei den Mitgliedern und an der Kasse zu haben Zuverlässiger für villigst gegen guten Lohn zum 1. April 1922 gesucht. Schwerker Heilung Blasenschwäche beseitigt mit glänzen dem Erfolge. Täglich einlaufende Anerkennungen. Auskunft frei. Institut Naumer Recklinghausen i. W., Nr. 248. Zum baldigen Eintritt zuverlässige Stütze gesucht Bäckerei Schulte Haselackstr. 1. Braves, schulentlassenes Mädchel für einige Morgenstunden gesucht Willekindstr. 15. parl. Mehrere tüchlige Schlosser gesucht. Zu melden Diens. tag vormitlag. 1382 Obermonteur Werth Eisenbahn=Werkstalt Gtüntel Bin 2 Tage in Schwerte Wirtschaft Kremer, Mährstr. 11 am Mostag, dem 27. März und Dienstag, dem 28.März und kaufe alte 8 Münsu. Gebisse Zable für Gebisse bis Mk. 8000.— Zahle pro Zahn bis Mk. 50.— Ankaut von morgens 10 Uhr bis abends 5 Uhr ununterbrochen. Rudoka. Die Vertretung einer erstklassigen Fahrik für feinste Lebens. mittel, wie Weizenflocken. Elernudein und Zwiebäcke ist an rüh igen, bei den einschlägigen Geschäften bestens eingeführten Vertreter zu vergeben. — Verkauf wird durch Irsertion unterstützt.— Angebote an den Genoralvertreter Rlehard Büchter, Dortmand Bismareistrasse 18 F. 2871. Suche eine Wohnung in Schwerte. 3=Zimmer=Wohnung in Gevelsberg kann hierfür eventuell getausch! werden. Angebole an Postsach 30 Schwerte. Pslanz- und Opeisekartossein zu haben bei Bährensmann Moltkestr. 30 Telefon: 206 Echwerte 540 Geisecke N# *• 8 S S: 9 2 S S 0 5 S 8 Enailint * Bug 2GME * BEgOx 89 * SSaSug. S WArS SOOgSTTSTTS SPSSPTPTPTS 10 3K“ 2 P 8 3 S OS *#* assasssaaaseeen 9 9 S MVAACNWS S S 9. SS 659 S“ 8 TOSRG S S SSS„ Z n „„* 9 99. K 00 Sg 9 5—# 9 S SoSü S 275 S S 1 TE * S — 10 o0 1G 9— 00 O 50 S 2 i 1 22 S 8 S 8 „* S S C S—— S 0x 80 *— S O#— S S 2 g. in 10•* 2 ####s S. 2. Ee 0 9090ES.G S—S 3809 S 8 2 SS, S 8 S —S—— 9g9g 5." P 65 5 P s s.— PAS OAOS —"— s 0 S•0 S S• 5 — S 8 8— S 2 S s * 5 = ∆ #g # 5 S 3 9 E: S Sne S• 85 # S. 2 5 *** G.—— = 09.. — S 2 # 8 ** 9••c 799 BSsg sg29 S„* * Ste i K 8. S St Leitspruch. Jung sich enthaltsam preisen, Alt toll von Sinnen sein, Wird nie des wahren Weisen Rat und Beginnen sein. Fr. Bodenstedt. rühl ng. Von Rudi Petri. Die Armengasse ist so schmal, daß kein Wagengespann hindurchkommt. Spärliche Blumenstockreste in irdenen Töpfen sehen hinter kallb inden Fensterscheiben. Da intr zerrissene Gardinen. Die Löcher notdürftig mit Zwirnsfäden und anderm Garn zusammengehalten, rissen das Webemuster ins Bizarre. Und bizart sind beide Häuserreihen. Krumm und schief lehnt sich jede der ärmlichen, souberen Lehmhütten an den Nachbarn. Als hätten sie ursprünglich einen Wettlauf veranstaltet, und je nah Kraft und Atemnot, dies und jenes zurückgeblieben, so stehen sie und halten sich gegenseitig, um nicht zu purzeln. Zwischen den zackigen Fronten geht backlig die Straße, als trage sie nur bucklige Penschen. Dort wohnt der schuhflickende Meister Franz und drüben Flickschneider Erd. Wunderliche Gesellen. Aus ihren Augen guckt zrlichkeit und Scheu vor dem Gelde. Wenn die andern Arbeiter der Gasse allmorgendlich friedlos zur Arb. itestälte trotten, sagen sich vier lachende, beneidete Augen einen guten Morgen. Ei: kümmerlicher Rest von Bodenstandigkeit flüchtete sich in den Wintel der Armut. Am Ende der Gasse steht das Siechenhaus. Grabsteine geben dem schmalen Eingang Psosten. Ritte: und Freiherrn halten drauf Wacht vor dem Siechenhause. Verwitternde Schriftreichen erzählen in Mittelhochdeutsch von Titel und Taten. Halob.inde Greise und weißhaarige Frauen weltmüden Geistes warken auf den Tod. Der Lebensherbst neigt sich dem Winter zu und draufen will's wieder Frühling werden. Frühling!! die blauen Frühlingsfahnen gucken Franz, Ers und Mut er Mine. Horchen auf das Schlagen der Amsel. Lächeln dem ersten Frühlings orgenstraht den Gruß des Lebensherbstes. Mine ist die Aelteste im Stechenhause. Die Mutter der Mütter. Wie sie so stehen, gucken und lauschen, kommt ihnen der Frühling ins Haus und Herz. Macht ihren Sinn so feierlich. Arfslimmende Sonntagsweihe in den alten, ernsten Augen meldet den Herbstfrühling vorm letzten Schlasengehen. Lachend, nickend tr ppel leichtfüßig Mines Enkeltu daher. Den Früling in den kleinen Hänsen haltend. Die Blauangen voll erster Frühlingssonne. Mit fia terwemlsen Gewan um das schlanke Körperchen eilt sie, den Frühling in das Siechen aus zu tragen. Den wonnigen Frühling. Und Jugend. Ein Fichten= und Tannengrünbusch auf dem runden Tisch im Spei eraum bringt den ersten Frühjahrsduft. In Großmütterchens Schlaftammer ein großer Busch schimmernder Weidenkätzchen, Haselstrauch und Schwarzerlenkätzchen. Neben dem zeiligen Buch liegt das erste Schneeglöckchen und lächett.—— Am andern Morgen bleibt Mutter Mine so lang im Kämmerchen.—— Gegen Mittag wagt sich der Pfarrer hinauf. In weißen Leinenkissen gebettet liegt Mutter Mine starr und kalt.—— Die gelden Finger falteten sich um den waldduftenden Frühlingsgruß.—— Das Schneeglöckchen ist in die Heilige Schrift gehuscht. Das weiße Glöckchen hat sich neben dem schönsten Spruch der Berg#retigt schlafen gelegt.—— Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Mutter Mine ist dem Frühling entgegengegangen Hacketauer. (Ein Gedenkbatt.) 10. März ist für unsere engere Heima: ein Tag, an dem vieler Menschen Gedenken in Trauer um verlorenes Glück und voll Stolz auf bewährtes Mannestum in Neuve=Chapelle in Nordfrankr ich geweilt haben wird. Hacketauer nahmen im Oktober 1914 nach dreitägigem Kampfe dieses Dorf. Hacketauer hielten die Frontstellung, als NeuveChapelle im März 1915 wieder in feindliche Hände überging. Beide mal kämpften Munaig asguugununummnunuunnnunsusn Sauerland=Ferienfahrt. Von Willi Lindner. Berge, deuselnd zum Himmel gereckt, Tälr von Wassern durchschäumt, irgend ein Winkel, heimlich versteckt, wo eine Mühle träumt. Leuchtende Soune und klingender Saug, nächtens ein Lager auf Stroh, Quellengemurmel den Weg entlang, Maslzeit im Grünen, hoiho! eren am Hange im Ueberfluß, am Busen Natur, tr umendes Liegen, Kosen und Himmel in Gold und Azur. Friede im Herzen und breit und weit, Freude, ausbrausend im Blut, alles voll singender Seligkeit, und alle Menschen so gut! Munungugununuugunguununsuusumg die Männer aus den Grafschaften Mark und Berg mit der gleichen Opferwilligteit und Entschlossenheit, die ihre Väter schon bei Mars la Taur bewiesen halten. Am 10. März 1915 versuchte Sir Douglas Haig. sein Feldherrn=Meisterstück zu machen und sich als würdiger Nachfolger des alten Sir John French zu erweisen. Mit 48 Bataillonen Infanterie griff er nach kurzer, aber schwerer Artill rievorbereitung in früher Morgenstunde die deutsche Stellung bei Neuve=C apelle zwischen Lille und La Bassee an. Das Ziel des Augriffes war zunächst die Eroberung der Höhe von Aubers und dann! nach Aufrollung der deutschen Front die Einnahme von Lille. Mit zwei anderen Baaillonen lag das dritte Bataillon der Hacketauer in der angegriffenen Stellung. Mona elang hatten an diesem Teile der Front keine Kampfhandlungen stattgefunden. Der briti che Angriff kam als vollkommene Ueberrachung. Kaum ein Dutzend Geschütze stand hinter der deutschen Linie. In dichten Kolonnen stürmten die braunen und weißen Briten immer wieder an. Doch die Hacketauer hielten einen ganzen, unendlich lang cheinenden Tag aus, in zerschmetterten Gräben. in kleine Gruppen zer###r#engt, ohne Ariillerieunterstützung und ohne Maschinengewehre. Im Laufe des Vormittags wurde die erste Kompagnie des Regiments zur Verstärkung durch das britische Sperrfeuer vorge andt. Kaum vierzig Mann erreichten unverwundet die Frontlinie. Als die Nache hereinbrach war zwar der größte Teil der ersten Grabenlinie und das Dorf in britischenn Besitz, aber das, was das erste Meisterstück des neuen britischen Oberstkommandierenden werden sollte, war elende Pfuscharbeit geworden. Das dritte Bataillon und die erste Kompagnie waren vernichtet, der Regimentsführer mit seinem ganzen Stabe war gefallen, aber der Feind war festgehalten und die Zeit zur Heranschaffung deutscher Verstärkungen gewonnen worden. Viele Taten periönlichen Mutes wurden an jenem 10. März vollbracht. Taten, wie sie nur vollbracht werden können, wenn in jedem Einzelgen das Verautwortungsbewußtsein für das Wohlergehen der Gemeinschaft aufs höchste geschärft ist; wenn bewußt oder unbewuß der Einzelne der Erkenntnis entsprechend handelt, daß mit der Volksgemeinschaft auch er steht und fällt. Aus diesem Bewußtsein und dieser Erkenntnis ist der Geist entstanden, der allein es ermöglichte, daß Deutschland ilber vier Jahre seinen übermächtigen Feinden die Stirn bieten konnte. Es wird soviel von der Sozialisierung als einem Weg zur Rettung geredet. Sozialisieren wir den Gei#der Hinzanstellung persönlicher Interessen zum Besten der Gemeinschaft, dann sind wio gerettet. Lernen wir von denen, die draußen auf dem Felde der Ehre blieben. Sie starber nicht, weil sie persönliche Vorteile, Orden. Beförderung erwerden wollten. Sie starden für den Gedanken, ohne den kein Volk bestehen kann. Nicht die Taten, die die Hacketauer bei Neuve=Chapelle und deutsche Männer aller Stämme an allen Fronten vollbrachten, sind das Wesentliche. Das Wesentliche ist der Geist, aus dem heraus sie vollbracht wurden. Wenn das deutsche Volk sich zu diesem Geiste belennt, dann wird es stegreich aus dem Kampfe, den ihm eine Ulbermacht under öhnlicher Feinde aufdrängt. hervorgehen. Tann wird es die Kraft zu Taten der Verteidignung finden, die denen der Kämpfer von Neuve=Chapelle und##### den übrigen Schlachten würdig sind. Der Taten und Toten des Krieges zu gedenken, sollte bedeuten, sich heiliger Pflichten bewußt zu werden. Reinhard Koch. stfälischer Eager kran:. Die Sage von der Blitinde. In alten Büchern habe ich gelesen, daß auf einer kleinen Anhöbe bei Haspe abseits von der viel befahrenen und bevandert## Enneverstraße, vor vielen, vielen Jahlen eine hohe, michtige Linde stand, im Bollsmund die Blutlinde genannt. Kein Vöglein nistete in ihren Zweigen. noch setzte es sich auf ein kleines Aestlein, auszuruhen und ein Liedlein zu singen, und w.nn die Blenen zur Lindenb üte ei fleißig in aller anderen Linden lieblich duf ender# Blüten süßen Honig und goldgelben Blütenstaub samsterten— um die Bluttinde flogen sie ängstlich summend in weitem Bogen herum, um sich einen genehmeren Honig penden zu suchen, denn die er ihnen war. Kein Fußweg führte zu der Blutlinde. den Menschen bätten geben können, um im g — — voen wbendbatmern unter ihrer Preiten zu eräumen und zu sinnen, zu plaudern und zu lachen, zu scherzen und zu singen und hinauszulugen in das schöne Ennepetal— wie sie's doch zu allen Zeiten vis auf unsere Tage gern taten, und tun, und tun werden. Nemn lieblich Blümlein auch wuchs zu ihren Füßen; nur Brennesseln und giftiges Teufelsllaut und Hexenhaar sprossen zwischen Schutl und Geron emphr.— Ocder und unwirtlicher und gemiedener war tein Platz im ganzen Land umher: Die Meischen und die Tiere und die Pflanzeu mieden ihn ängitiich und hielten sich von ihm sern. Lieder machte einer einen großen Umweg, als baß er über den Blullinbenreig gegangen wurt.— Warum der Baum Bluttinde geheißen ward, weshalb sie so genieben war, welche Beirandinis es mit ihr halte und wo sie geftünben hat, das konnte ich nirgends gewahr werden. Woyl erzählten einige alte Leute, hier hätten Vor allen Zeiten, als noch die heilige Feyme im Westsallnland recht und gerecht richtete, die Fehmrichter wahrgesprochen und malchen undutferligen oder auch reutgen armen Sunle. an seinen träftigen Aesten aufgehängt, nachben sie den Stad über ihn gerrochen, und da soich eine Fehlgerichtsste###e bei Haspe sich wirk.ich besunden hat, wie man in allen Chrontten wohl iczen kann, 19 mag woh. elwas an dem sein, was die allen Leute erhählten uns die Lnnde von den also Gerichteten ihren Natten BlulIinde gehadt haben. Es erzählle mi aler ein steina tes Mültertein, das ich beim Berrenpflücken im Wa.de traf, ee wisse es besser, auch habe es in seinen jungen Jahren noch se.bst die B.u.= linde gerannt, bis ein Blitzstrahl sie getroffen und sie mit blutigrotem Feuerschein aufgrloht sei wie Zunder, und seildem sei auch der Bann, der auf den Platz geruht, vorbeigewesen, und die Vogel fängen vort gerabe io neslich wie anderewo, und:„grad hier hal sie gestanden, wo wir zusammen plaudern, ich weiß 23 ganz genau und ich will Dir woyl die Geschichte von der Blutlinde erzählen, s5, wie ich sie von meiner Srotmütter erzählen hörte, als ich noch ein kleines, kleines Kino war. Das ist schon lange her, und doch dente ich manchmal, es war erst gestern oder höchstens vorgestern. — Nun bin ich selost schon alt, wie meine Großmatter war, als sie mir zum letzten Male die Geschichte erzählte.“— Es war einna ein reicher und mächtiger Graf, der halle ein prachtvolles Schlos an der Shen###ele. Talin wohnte er mit seiner schonen, aber hoftärtigen und vören Gemahlin und seinem liebreizenden Töchterlein Irmentrud. Der Graf war ein frommer und guter Mann, aver die Grafin so schon und engelgleich sie auch von Angelich: schlen, so woar sie doch böse von Herzen und halte eine häßliche See.e.— Emn war der Graf mit wenigen Knechten auf die Jand gezogen, um einen prächtigen starten Hirsch zu erlegen, dem er schon oftmals verg###rens nachgesteltt hatte. Ta verirrte er sich im dichen Wald und kam von seinen Kuchten ab, und half ihm alles Scr##en und Rusen nichts, und sie mochlen aach ihm süchen, so viel sie wollren, sie bekamen ihn nicht zu Gesicht. Als nun der Graf so im dichten Wald mutterseelenallein umherirrte, kam er auf eine Froge Waldwiese und da stand plotzlich er dem gesuchten Prachthirch gegenüber, legle an schot, und schoß vorbei. Der Hirsch aber, wüten. gemacht, stürzte sich auf den Grafen und halt dem nicht Armbrust, Speer noch Hieschfänger, er stiez ihn mir seinem mächtigen Geweih zu Boden und brachte ihm manch böse Wunde bei, also daß sein Doc schlug er mit eins die Augen auf, und nachdem man ihm die klaffenden Wunden mit Moos verstopft und notdürftig verbunden hatte, trug man ihn behutsam und fürsorglich nach dem Schloß, altwo man ihn sanft auf sein Lager betlete. Die Gräfin kümmerte sich nicht groß um ihren schwerverwundeten Gemahl, aber sein Töchterlein Irmentrud blieb bei kym, pfleste sein und tat aus liebendem Herzen an ihm, was einem guten Kind gegen die Eltern gebührt zu tun. Am Lritten Tage aber erschien dem Grafen ein Engel uno fragte ihn, ob er sein Gelöbnis, nach dem heiligen Lande zu wallen, auch halten wolle, und als er sagte: „Ja, das will ich, so Gott und die heilige Inn frau mir helten und beisteben!“ da Junzfrau mir heisen und beisteben!“ legte der Engel die Hände au ihn, und da ward der Graf allsogleich gesund und heil und blieben ihm von seinen Wunden nur die Narben, so, als seien sie schon jahrelang verhatscht und verheilt. So säumte auch der Graf nicht länger. zog ein Pilgergevand an und nahm Stab und Muselhut, küßte Weib und Kind und zog von dannen, sein Gelübde zu erfütlen uno zum heiligen Grabe zu wallen. Ward ihm wohl der Abschied schwer von dem Schloß seiner Väter und dem schönen Ennevetal, aber er schluckte die Tränen tapfer hinunter und schritt dahin. Lanze winkte ihm vom Turme ein helles Seideniuch frohe Fahrt und tausend herzliche Grüße von seinem Töchterlein nach und winkte auch er mannigmal ein herzlich Lebewohl zurück bis er nichts mehr sah, noch auch selbst geehen werden konnte. Da schritt er mutig mit schnellen Schritten fürbaß, währeno daheim sein Töchterlein mentind sich die blauen Augen ausweinte nach ihrem geliebten Vater, und die böse Gräfin in ihrem Satansherzen tückische Ränke ersann. Denn sie hatte des guten Grafen bösen Bruder lieber als ihren ehelich angetrauten Gemahl, weil jener auch ein so stolzes und böses Herz hatte, wie sie selbst, r schickte ihm keimlich Batschaft auf seine edtes Blut bald in Strömen floß und er schon glaubte, sein letztes Stündlein sei gevommen Da, in seiner höchsten Not, flehte er zur heiligen Jungfrau und ceodie ihr eine Walljaart nach dem heiligen Grabe, wenn er sein Leben und seine Gesundheit behielte. So gab die Jungsrau ihm die Kraft, dem Hirsch den Doich in das Herz zu stoßel und sank er alscann ohnmächtig zu Boden und das schwere Tier lag mit seiner Last auf ihm. Als es fast Nacht war, san en ihn seine Knechte, und da sie ihn für tot hielten, fingen sie laut an zu jammern und zu weinen, denn da war keiner, der den guten, gerechten Herrn nicht lieb hatte. 4nd schlate kom veimlich Botschaft auf seine Burg an der Lenne und ließ ihn zu sich kommen und beredete ihn, seinem Bruder, dem frommen Pilgersmann, der ohne Wehr und Waffen und Geleit wallfahrte, nachzusetzen, ihn heimlich aus dem Hinterhalt zu überfallen und meuchlings zu ermorden. Und wie es so ost ist in der Welt, daß der Teufel zu Zeiten mehr Macht hat, denn Gott und alle Heiligen so gelang ihnen de: Anschlag, ohne raß jemand gewahr ward, wer die höllische Freveltat begangen, und der Bruder erschlug den Bruder um seines Weides willen, und die Leiche wurde im Walde gefunden und von guten Menschen in das Schloß an der Syenbeke gebracht. So kam der edle Graf eher in die Heimat und zu den Seinen zurück, als er's gehofft und auch sich gewünscht halte, und mit ihm lamen Trauer und Herzeleid. Da weinte mancher Knecht und manche Magd sich die Augen rot aus aufrichtiger Trauer um den clenden Tod des edien Heern. Aber seinem Töchterlein wollte schier das Herze brechen, und auch die Gräsin tat sehr verzweiselt un stand doch die teustische Frende über den Tod ihres Gemahls ihr deutlich auf dem Gesicht. Als nun der Graf in der Gruft seiner Väter beigesetzt war, da hielt seine Witwe wohl das Trauerjahr, aber hernach begann ein wüstes Leben und Treiben auf dem Schloß an der Syenbeke, also daß die Englein im Himmel mußten blulige Tränen weinen aber die Teufel in der Hölle und aller Trufe! Meister, Salanas, Freude die Fülle hatten. Ward auch die Hochzeit gehalten mit aller Pracht zwischen des Grafen Witwe und seinem Beuder, dem jungen Grafen, aber niemand freute sich de#sen, als nur das entmenschte Paar selber.— Da sie aber beide ein böses Herz hatten, gerieten sie oft in Zank und Streit mireinander, und als sie einmal des Weines überroll waren, da börte Irmentrud die teisende Stimme ihrer Mutter den Stiefvater des Mordes an dem edlen Grafen bezichtigen und blieb er ihr die Antwort auch nicht schuldig, also daß das arme Kind nun wohl wußte, wer den Vater erschlagen und wie dur alles zugegangen, und weinte ihres armen unglücklichen Vaters nun noch viel mehr denn zuvor und wünschte sich in bitterem Herzeleid, sie läge bei ihrem derzHleben Rater bat im Grahe— Endlich abe eichtete sie, was sie gehört, einem frommen Priester und bat ihn um Rat, was sie tun soltte. Der verwies sie an den Erzbischof Engeldert von Köln, den sie hernach ven heiligen Engelbert genunnt haben, als den Herzog von Westfalen und wversten Richter im Lande, der just wieder einmal zu Soest Gericht gehalten hatts. Da den nun sein Weg zurück nach Köln an dem Schlog an der Shenbele vorbeiführte. erwarlete Irmentrud ihn mit Zittern und Zagen und warf sich ihm zu Futzen und klagte ihm ihr Leis und ihre Mutter und ihren Stiefvater des mlüchlerischen Mordes an ihrem edlen Vater an. So stieg Engelbert vom Pserde, tröstete oa. arme unglückliche Mädchen und hielt gleich an Ort und Stelle Gericht, und ob die beiden elenden Seelen auch erst lange leugneten verwickellen sie sich doch am Ende allgemach in Wioersprüchs, und half ihnen ihr Leugnen auch gar nichts, wurden der Tat für schuldig besunden und zum Tode verurteilt und an einer Linde aufgeknüpft, die da am Wege stand, welche man hernach die Blut#inde nannte. Freventlich, wie sie gelebt, gingen sie auch in den Too. ohne Beichte noch Bute, nur daß sie einander und ihre unschuldige Anttägerin verfluchten und verwünschten mit grüßlichen Worten und jeder dem andern die Schuld gab an ihrem elenden Too. Zu Füßten der Linde hat man sie verscharrt; Irmenirud aber ging ins Kloster und hat ein Gott wohlgefälliges Leben geführt in Heiligkeit und Fcömmigkeit, bis sie am Ende selig entschlafen ist und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen ward, wo sie nun in alle Ewigkeit mit ihrem geliebten Vater beisammen ist. Das Schloß aber verfiel, und wußte mir niemand zu sagen, wo es gestanden hat, auch meiner Mutter Großzmutter nicht.— Die Blutlinde aber und der Platz, wo sie stand, waren verflucht von Stund an durch die beiden, die an ihr gehängt und unter ihren Wurzeln verscharrt waren, bis iore Knochen ganz und gar verwest und zur Erde geworden wären. Und da hat sie der Blitz gefällt, ich habe sie selbst brennen sehen und werde es nie vergessen, wie schaurig das aussah, als sie auflohte wie trockener Zunder.— Vordem aber soll einmal ein Zimmertrotz aller wohlgena ie Mü erlein, und und sat lange und te. um noch etwas Mätterlein fort.— Uns nun weiß ich fast nicht: hab' ich das altes wirklich von ihm gehört oder— habe ich das alles nur geträumt—? A. Bartz=Gevelsberg.(Aus: Was der Märchenznel erzählt, Märchen, Sagen und Geschichten. Druck und Verlag von G. Butz, Hagen Westf.) Sprichwörter aus dem Siegerlande. Dat es e Sprechwort on e waor Wort. * Hä hält, wie Botter a der Sonn. Drüj Broed macht de Backe roed. Hä hät der Verstand bei ein Schümläffek gässe, awer dät Bäste es derdurch geronn. Geduscht es geduscht; werergenomme es gestoln. * De Honn(— Hunde), de am meisten bluffe. bisse am wenigste. Wenn mer vam Hah schwätzt, da es##### henner d': Heete. □ 9 0 — LSOEEE E* K 588 S.* S OgME = O1 SB ·□ E 8 * * S 8 ESgOR S E811 S„ S SG0 — 6 E F. 10.2 NEOEDSSE S0MTEN • TAOSET GVO 01 8 S90EE —— Seg S S 0 E 5 .9 0 8 5 9 9.1 2 S w FOLEE 9 W•7 S•S 5.5. S* S 5 9 9 # # S S E = SHESE S S 2 •— OEL * 9— 0 8 80 9 S D S SSTEE S OGEU S•S 8 *G•L ng S-EEEE *F%SHES S#* S S•c * 0• 8 — □• 9 E 55 TE8UNG SS 8 E81 D 9 S 2. D · BDS S 9— "* 2 * 8 S 55 9•— 15— 25 OSSE .— 2—5e S 9 65 B.8. 6—.2 □□ 5 □ □ — — 8 2 2 6c ELET S.20 9•. SSESE S S BnETE5 5 S E 9 8S ••• E #: — 53 S#.* 0 8 □ De 1 SEPPE D# 91 S•2 6 —— 3 S#.. 2 1• O□ „SOBEEEG „* EFEESUOE S•HED Eooy X O S Sgs regs „055 E 55.— s -n E 8 9∆ FESSP SOSSMS0½ EPSSEEg 995.5 S S N — 0• LSESENS 80 8 S L.* S• E 9 8 5 10 S. 8 S— E 9 = 8• g S □ S ∆ 1L S O 1 0 S SOE 85 9 6 E — — □ 2 0 S„ 3 # a 90 9 **— S#5 □ 9„GOSE " 5ELE % BBUEDSSENS S S“ JSgSESS * ∆ 8 E SEGSEESSEE BS 2SUE2T3 199 a GI•TOLTR.S S SSMOLSSES *•— 6 S S% 5S# * S 9.9E □ S• 8 * * S 2. 2 G S— 5 8 E E 2E S•# • 55 55 S 60 6 Wesr 1 Der Bauernwirt machte ein bedenkliches Gesicht, sah sich die beiden Zechpreller— denn für nichts anderes hielt er uns— genauer an und sagte: „Ja, meine Herren, so geht das nicht! Wenn Sie mir nicht ein Pfand dalassen, schicke ich nach dem PoliIch war vergnügt, daß wir nun so in der Klemme saßen, und machte dem Wirt den Vorschlag, er möge Herrn Beckmann, dessen Gewehr ja viel mehr wert sei, als unsere Zeche, so lange in Haft behalten, bis ich gegangen sei, um Geld zu holen. Beckmann protestierte, er wollte gehen; aber ich bedeutete ihm, daß er ja doch meinen Reisesack nicht aufmachen könnte, und ob ihm der Jagdaufseher Geld zu leihen vermöchte, das wäre doch mindestens zweiselhaft. Er mußte sich schließlich bequemen, auf meinen Vorschlag einzugehen, und ich tvollte mich von hinnen mit dem boshaften Wunsch, er möge sich die Zeit nicht allzu lang werden lassen. Was bis zum Abend— denn da erst fanden wir uns auf der Eisenbahn zur Heimfahrt zusammen— geschehen war, erfuhr ich aus den Wutausbrüchen meines Jagdgenossen und ein paar Tage später aus den lungen des schlauen Bauernwirtes. „Sie haben mich absichtlich sitzen lassen!“ empfing mich Beckmann. „Meinen Sie?“ „Ja, das meine ich. Der schändliche Bauer! Die Polizei wollte er mir auf den Hals hetzen; nichts wollte er als Pfand gelten lassen. Meine Uhr hatte ich natürlich nicht bei mir: ein so wertvolles Stück ninmnt man doch nicht mit auf die Jagd. Nur mein Gewehr wollte er annehmen; dann konnte ich aber doch nicht auf die Jagd gehen.“ sollten Sie auch nicht, Herr Beckmann! 5 so, Sie denken wohl.... Jetzt schiebe ich weine Reise noch einen Tag auf und gehe morgen erst recht hinaus. 42 Ich lachte still in mich yinein, denn ich wußte es besser. Er, konnte seine Reise nicht aufschieben, er mußte fort, sonst wäre er sicher im Revier geblieben. nerhört ist so etwas, einen so sitzen zu kassen! Ich will Ihnen Ihre Jagdhälfte abkaufen.“ „Nichts zu machen,“ antwortete ich. Aber zur Beruhigung bot ich ihm einen kräftigen Schtuck Nordhäuser aus meiner Feldflasche an. Nein, mit Ihnen trinke ich nicht, und in dem Zorn überhaupt nicht.“ Er konnte nicht weiter schimpfen, denn der Zug fuhr eben ein, und ohne mich eines Blickes zu würdigen, sprang er in das Conpé. Ich hinteryer, immer sein ausgeregtes Schmmpfen stillvergnügten Mutes über mich ergehen Erst als unser Zug im heimatlichen Bahnhof einfuhr, zog ich sein Portemonnaie aus der Tasche und rief den schon zum Aussteigen Rüstenden an: „Herr Beckmann, dies hier habe ich gefunden. Gehört es vielleicht Ihnen?“ ,O Sie!“— er wurde braunrot im Gesicht, gurgelte und suchte nach Worten; aber kein Schimpswort schien ihm grob genug zu sein, bis er endlich abgerissen, hervorstieß: „Mit Ihnen bleibe ich nicht zusammen. Wenn Sie wollen, können Sie meine Jagdhälfte auch haben!“ „Wenn ich sie billig kriege?“ antwortete ich boshaft. „Was, billig!“ Nun regte sich sein Geiz. Nun, ich meine, wenn Sie nichts daran verdienen „Nein, nur los von Ihnen.“ „Einverstanden, Herr Beckmann!“ damit trennten wir uns für immer, und ich habe nachmals einen ganz netten Rehstand auf meiner erzielt. Kunst und Wissen. Die Sprache der Liere. Der berühmte amerikanische Naturforscher Charles Kellogg, der mehrere Jahre in der Sierra Nevada zugebracht hat, um die Gewohnheiten der Vögel und anderen Tiere zu studieren, ist vor kurzem in die zivilisierte Welt zurückgekehrt und hat erklärt, daß er die Sprachen verstehen gelernt habe, in denen die Tiere sich untereinander verständigen. Führende amerikanische Gelehrte und Professoren sind jetzt im Begriff, seine Entdeckungen zu prüfen. Herr Kellogg behauptet, daß Tiere, welcher Art sie auch sein mögen, wenn sie häufig zusammenkommen, sich durch Laute miteinander verständigen. Allerdings gibt er zu, daß Tiere derselben Art sich untereinander leichter verstehen, als solche von verschiedenen Arten. Nachdem er jahrelang die Tiere beobachtet und die Laute, deren sie sich zu ihrer Verständigung bedienen, studiert hat, erklärt Herr Kellogg, daß es ihm gelungen ist, fünfzehn Tier= und Vogelsprachen zu verstehen, und zwar ist ihm die Sprache des gewöhnlichen Huhnes genau so verständlich, wie die des Bären oder der Klapperschlange.(??) Nach seiner Meinung ist die am höchsten entwickelte Sprache unter allen Tierarten, seien es Säugetiere, Vögel oder Insekten, die des gewöhnlichen Heimchens; doch glaubt er, daß der Affe ihm in dieser Hinsicht nicht nachsteht. Nach einem Wörterbuch, das er zusammengestellt hat, besteht die Sprache aus 27 Grundwörtern oder Lauten, während die Sprachen der übrigen Tiere zwischen 12 und 25 schwanken. Sonderbarerweise, sagt der Gelehrte, steht der Hund, den wir gewohnt sind, als ein hinsichtlich der Intelligenz sehr hochstehendes Wesen zu betrachten, was Sprache anbetrifft, weit hinter anderen Tieren zurück, sowohl der graue Bär wie die Klapperschlange sind ihm weit überlegen. Der gewöhnliche Wachhund verfügt nur über einen Wortschatz von 17 Lauten. Der Hund eines Bekannten von mir, ein außergewöhnlich intelligenter Collie, verfügt über 21 Laute, doch ist dies, wie gesagt, ganz außergewöhnlich. Dieser Mangel an sprachlicher Entwicklung seitens des Hundes entspringt nicht einem Mangel an Intelligenz, sondern ich glaube, daß es sich um einen Mangel an Entwicklungsfähigkeit handelt. Der Hund versteht es viel besser als irgendein anderes Tier, das ich kenne, sich ohne Laute verständlich zu machen, diese Fähigkeit ist bei ihm in einem hervorragenden Grade entwickelt. Hunde scheinen aneinander von den Augen abzulesen, was sie sich sagen wollen, ohne dazu eines äußeren Zeichens zu bedürfen. Der Scheinwerfer. Rasches Wachstum bei tropischen Pflanzen. Bei manchen tropischen Pflanzen kann man den Ausspruch:„Sie wa zusehends“, im wahren Sinne des Wortes anwenden. Ein bekannter Gelehrter, der in einem botanischen Garten auf Java Messungen vornahm, fand, daß ein Bambus binnen 24 Stunden über 40 Zentimeter gewachsen war. Ein anderer Bambus, der 58 Tage lang beobachtet wurde, zeigte täglich ein stetiges Wachstum von 20 Zentimeter, während zu laug durchschnittlich 10 Zentimeter täglich ihrer Länge zulegten. 94152 Humor. Mißverstanden. Ein Amerikaner war in einen Prozeß mit einem seiner Nachbarn verwickelt. Vor dem Schlußvermin war er genötigt, eine Geschäftsreise zu unternehmen, und bat seinen Rechtsanwalt, ihm von dem Resultat telegraphisch Nachricht zu geben. Er erhielt folgende Depesche: „Gerechte Sache gesiegt.“ Unverzüglich ging die Drahtantwort zurück:„Sosort Verusung einlegen.“.(4 Mu ued u Munt um i ce uunc#ou gubaczan W n M wn S 1c! un zil eval frzg in u h n n e m hucu gun Mng ut um uar zzwh negung e gu M Nn u u Pue uuct urm mgwon gun n nn S id ncl dcc Juo 1d### n g — M uct gt. uit mnnendug gun Mn dun n#uccs ne oun ussanrick ne Juzuun cun nm n aucd Namste iaadr tarnn nommbaana ET Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Hörde Haupt=Annoncenblatt. zu Nr. 72 Samstag, den 25. März 1922 Aür Herteiterde. 8###)###0 fuhr denn Hinrich etwas nach halb sieben zum Achtuhrzuge nach Iderstedt. Sein Herr wartete daheim in bedrückender Ungeduld. Er stand schon von dreiviertel neun ab am Fenster und blickte nach der Toreinfahrt. In kurzen Zwischenräumen riß er einen Flügel auf und lauschte auf das Räderrollen von den Dammwiesen her. Es dunkette schon stark, als er es endlich vernahm. In guten fünf Minuten mußte der Wagen vor der Rampe h halten. Roman von Fritz Gantzer. Fortsetzung.) Hinrich Baasch nahm das Poltern übel. ung grang „Befehl, gnä Herr!“ stieß er heraus. Ung## vom Bock. Dann kam ein Mädchen aus der Tur zur Erdgeschoß. Nun schnauzte er. Der Herr war schon „Greuliches Weiberzeug, wo steckt ihr! runter! Donnerwitter, faß an. Du alte Schlafmütze Dentst Du, daß ich Dein Asse sein(ui, i, grme auf die Die Dralle aus der Küche stemmte vie Alme auf die Hüften. Na, na, man sachtekens. Sie haben sich woll'n Joachim fühlte eine brennende Unruhe in sich hochkriechen. Sie war so stark, daß sie sich in seinen Händen als ein gewisses Zittern bemerkbar machte. Er lief in den Flur und kehrte in das Zimmer zurück. Wie um eine Ablentung zu haben, zündete er sich den Rest der vorhin gerauchten Zigarre über der Lampe an und sog heitig ein paai dicke Woiken heraus. die er durch die Nase blies. Damit schien er ruhiger geworden. Er lächelte wenigstens, warf den stark glimmenden Zigarrenrest in die Aschenschale zurück und ging vor das Haus. Hinrich lenkte eben in schneller Fahrt auf den Hof. ]] Joachim sah nur ungemis ein sich rasch vorwärtsbewegendes ] Erwas. Alles sah ganz schwarz aus. Einzelheiten unterschied er nicht mehr. Die übersah er erst, als er an den Schlag getreten war und zum Wagen hochblickte. Auf dem Rücksitz kauerte nur wie ein Elendsfigürchen Fräulein von Eberty. Joachim verschlug die Stimme. Heiser, fast unartikuliert fragte er: Wo ist Sybille Tante Malve antwortete nicht sofort. Sie kroch noch mehr in sich zusammen, als lege sich ein lastender Block auf ihre Schultern... Dann, nach Sekunden, schnellte sie hoch— man sah, wie sehr sie sich Gewalt antat— und sagte: Sie kommt in ein paar Tagen nach.“ Natürlich, sie sagte das um der fremden Ohren willen. Joachim fühlte hämmernden Herzschlag gegen seine Brust rasen und hatte Mühe, sich für den Augenblick den sremden Ohren auch anzubequemen. „I. solch ein Racker!" quälte er heraus und streute einen Schein Lustigkeit über seine Stimme.„Da scheint es ihr ja zu gefallen... Aber nun mal erst guten Abend, Tante Malve! Deine Hand, bitte! So. Langsam, so, vorsichtig! So nun!“ Sie stand neben ihm. So, ich will Dich führen, es ist schon finster. Sieh Dich vor!“ Und dann in einem harten Zurückfahren:„Trage den Koffer ins Haus, Hinrich! Schnell, daß die Pferde aus dem Geschirr kommen!" Hüften. Na, na, man sachtekens. Sie haben sit,„ Affen aus Iderstedt mitgebracht, Sie altes niederträchtiges„ Ekel?“ „Zum Donnerwetter! Angefaßt, sage ich! Los!“ „Na, denn laden Sie sich man Ihren Koffer höchst eigenhändig ab.“ Sprach's hoheitsvoll und verschwand. Hinrich Baasch knurrte etwas, das für die Aufnahme in ein Komplimentierbuch völlig ungeeignet gewesen wäre und riß den Koffer mit Verve vom Wasen.—— Ohne ein Wort zu sprechen, hatten fräulein von Eberty und Joachim von Brandt derweil den matt erleuchteten Flur hinter sich gelassen und waren in de Arbeitszimmer Joachims getreten. Hier brannte noch kein Licht. Joachim führte Tante Malve zu einem Stuhl sagte, daß er die Lampe anzünden wolle. Die alte Dame wehrte ab. Es schien, als fürchte si Rein, nein, laß nur, entschied Joachim mit vor Erregung zitternder Stimme. Hamit ich meie. „Ich muß Dein Gesicht sehen, damir ich weiß...“ Er brach ab und setzte die Lampenglacke so hart auf den Tisch, daß es dumpf dröhnte. eu, Ke „Ich weiß ja schon, ich kann es mit wenigstens denken,“ fuhr er dann fort, wie im Grimm sprechend, daß Du Nachrichten bringst, die unsagbar erbärmlicher Art sind. So erbärmlich, daß einem das Blut zu Kopfe steigt vor Scham und Zorn, und daß man am liebsten...“ Er hatte ein Streichholz entzündet und die Lampe angesteckt. Wie in Wut stieß er den Zylinder auf. Ließ die Glocke wo sie war. Mit einem jähen Ruck fuhr er herum und schrie es fast:„So, nun sage mir, daß sich die verrückte Neigung meiner Schwester zu einem Eklat ausgewachsen hat!“ 8 8 Fräulein von Eberty zitterte am ganzen sorper. Sie hob wie in einer Beschwörung beide Hände. „Joachim, ich bitte Dich, bleibe ruhig! Und ich flehe Dich an: Mache mich nicht verantwortlich Nun erst nahm sie Platz. Canz gebrochen sank sie auf den Stuhl. Ihr kleines faltiges Gesicht sah vergrämt 1 S B 55 5 Sots 835 S 25 85 UE S B E* 5 65 S 85 5 5 5 aus. Spuren von Tränen wies es auf. Das Kapotthülchen saß schlei. Nach dem rechten Ohr war es hinübergerutscht. Zwei Haarsträhnen lagen wirr in der Stirn. Die Auflösung in Person war Fräulein von Eberty. Das ungehemmte grelle Licht der Lampe wies alles ganz deutlich. Joachim empjand ein herzliches Mitleid. Wie mochte sie sich geängstigt haben! Was war wohl an Sorge, Gram und Furcht seit langen Stunden über sie gekommen! Er trat hastig näber und nahm ihr Schirm und Handtasche ab. „Verzeihe, Tante Malve!“ bat er.„Aber Du kannst Dir ja denken, daß ich erregt bin... Und natürlich Dich mache ich für nichts verantwirtlich. Erwachsene sind doch keine Wickelkinder, die man im Steäkkissen tragt. S. dille wird ihr Tun ganz allein verantworten missen... Darf ich Dich nun um eine Mitteilung über das Geschehene bitten? Oder wünschst Du. Dich erst zurück zuziehen und mir nachher zu bestätigen, was ich ahne, weiß?“ „Nein, nein, nicht später,“ weyrte sie ab, etwas erleichtert strechend „Ich danke meinem Gott, daß ich endlich bei Dir bin und mich aussprechen kann... Ach, Joachim, das waren fürchterliche Tage, die ich seit Deiner Abreise erleben mußte... Tage, wie ich sie bisher nicht kannte. und um es Dir endlich zu sagen, was Du doch hören mußt, so grenzenlos traurig es auch ist, erschrick nicht:... S., biile hat vergessen, was sie ihrem Namen, ihrem Stande, inrer weiblichen Würde vor aulem schuldig ist... Sie ist mit dem Maler, den sie auf Wangerooge kennen gelernt hat „Durchgebrannt,“ ergänzte Joachim mit kalter, verächtlicher Betonung und legte die zu Fäusten geballten Hunde auf den Rücken, während er im Zimmer auf= und ab jugeben begann, als müsse er etwas tun, um die in Crregung ) K 10 dämpfen. Tante Malve stieß einen tiefen, qualvollen Seuszer aus. „Ja, sie ist mit ihm geslohen... 9 Gott, Joachim, ist entseglich!“ Er lachte grell auf.„Entsetzlich?... Ha! Insam, ehrlos is: das. Es ist unsagvar schmutzig, gemein. Es ist...“ Er schüttelte sich und schlug jah mit der Faust gegen die Stirn.„Man findet keinen Ausdruck, um die Niedrigkeit einer derartigen Handlungsweise zu kennzeichnen!“ Seine Stimme, im Anfung vor Empörung zitternd laut und voll Schärte, mäßigte sich zum Ende seines Sprechens hin und klang kalt und verächtlich wie vorhin. Ein paarmal ging er noch mit weitausholenden Schritten au und ab. Dann bliev er am Fenster stehen, preßzte die Stirn gegen das Glas und starrte in die Dunkelheit hinaes. Er hatte das Gefühl, benellt, beschmutzt zu sein, glandte sich in eine Tiefe hinabgestoß n, die ihn lichtles ungähnte und emp and etwas in seinem Inneren, das einem sich qualvon hochwindenden, wurgenden, heißen Weinen glich. Und ein wirkliches Weinen drang an sein Ohr. Tanle Malve weinte. Das verhaltene Schluchzen des allen Fräuleins bewirkte einen Gefunlsumschlag zum Gegenteil bei ihm. Er wandte sich mit einem harten Ruck vom Fenster ab Malve, so Tranen sind und sagte:„ Menschen d0 Brandt heißt, nicht wert! Da gilt einach: kaltnasige Berachtung. Und weiter keinen Pfißserling mehr!" Seine Stimme klang metallisch, ging einem durch und durch. Und seine Gesichtszüge waren starr, eisig. Tanie Malve zultie erschrocken zusammen, als sei sie auf verbolenen Wegen ertappt worden, unterdrückte das letzte Aufschluchzen und knäulte ihr Tuch verlegen zusammen.„Du tust mir nur so furchtbar leid, Joachim,“ sagte sie wie zu ihrer Ents#onidigung. Gott, Tante Malve, um mich ängstige Dich nur nicht: Ich wer###e mich mit dieser Skandalassare schon abfinden. Und wie andere, Fremde, darüber urteilen, das kümmert mich nicht. Ich stehe durchaus nicht auf dem Standpunkte, daß ich mich nun totschießen müsse. Weil mein guter Name in den Dreck gezogen wäre." Er reckte sich stolz auf.„Ich bleibe trotzdem Joachim von Brandt. Jeder löffelt seine eigene Suppe aus. Und wenn meine... in will sagen, wenn eine gewisse Person sich eine Brühe eingebrockt hat, dann soll sie sich nun auch einen Löffel dazu suchen. Ich“— er machte eine abweisende Handbewegung—„gebe den meinen nicht dazu her... Uebrigens brauche ich ihn selbst. Denn für mich ist auch eine Suppe fertig. Eine gesalzene, gepfefferte, daß einem von dem starten Gewürz die Augen übergehen und das Wasser nur immer so rausrennt. Da könntest Du mitweinen, wenn Du das Bedürsuis zum Weinen hast!" Er lächelte wie in Hohn und Spott und steckte die Hände in die Taschen seiner Beinkleider. Tante Malve reckte sich nun ein paar Zoll auf und sah ihren Nessen mit angstvoll geöffneten Augen an. „Mein Gott, was ist denn, Joachim?“ „Der Pleitegeier zieht seine Kreise über Hesselvörde, Tante Malve. Schon ganz enge. Er wird sich binnen kurzem niederstürzen und die klauigen Fänge in sein Opfer schlagen. Wir beide müssen an die Auswanderung denten und die Sachen packen. Wenn man uns nicht nackt und bloß auf die Straße schmeißt... Ich für meine Person plane Eintritt in die Heilsarmee oder in die Fremdenlegion. Das bleibt sich gleich. Schwindel ist beides... Nur tut es mir leid, daß Du auch aus Hesselvörde raus mußt. Das macht mich ganz unglücklich Die alte Dame schien nicht zu verstehen. Sie schüttelte den Kopf...„Ich weiß nicht, Joachim, Du bist... Ja, ich weiß nicht, wie Du bist!“ „Na, komisch nicht, Tante Malve! Die Komik ist heutzutage verteufelt rar in der Welt. Und mir ist mein bißchen humoristische Ader überhaupt flöten gegangen. Also in runder, unverhüllter, nackter Bekanntgabe der ganzen Tragik: Hesselvörde steht vor der unabwendbaren Subhastation! Ich kann es nicht mehr halten. Es ist bepackt bis zum Dachfirst." Fräulein von Everty sah den eine nervöse Wanderung wieder aufnehmenden Mann entfzt an. Ihr Körperchen flog.„Um Gottes willen, Joachim! stieß sie angstvoll heraus.„Das ist doch.. „Nicht wahr?“ unterbrach er, hart stehenbleibend. „Ja es ist wirklich und wahrhaftig wahr. Zwei verzweifelte Versuche habe ich unternommen, Hesselvörde vor diesem Geschick zu bewahren. Ich bin jetzt nicht imstande, Dir Näheres darüber zu sagen. Später mal... Beide Versuche sind glatt fehlgeschlagen. Und nun... Ja, wie gesagt: Schluß! Der Vorhang fällt vor einer tragischen Sterbeszene. Aber das Publikum wird nicht gerührt sein, sondern hämisch lächeln, daß sich einer das Genick gebrochen hat. Wollte sagen: Zwei das Genick gebrochen haben... Eine sogar moratisch... Pfui Deibel!... Na ja, vielleicht wischen sich der eine oder andere über die Augen weg, weil ihnen das Genickbrechen nahe geht. Bei beiden... Aber die Masse? Eben wie im Theater: bei den tragischsten Stellen lacht die urteilslose Bande...“ Tante Malve erhov sich. Gewisse Angst stand in ihren Augen. „Hör auf, Joachim!“ flebte sie.„Ich kann Dich in dieser Weise nicht mehr sprechen hören... Das Herz dreht sich mir um... Ich kenne Dich nicht wieder.“ Sachte ging sie zu ihm und legte ihre Hände auf seinen Arm.„Guter, lieber Joachim, wenn Du Geld brauchst,... ich meine, wenn Du in Verlegenheit bist Hesselvördes wegen, so verfüge über mein Vermögen!“ Sie streichelte mit zitternden Fingern an seinem Arm hinauf und hinab. Joachim war gerührt. Es war ihm, als wenn seine Augen feucht würden. Da hatte sie nun ihr Kapitälchen „für alle Fälle“, es waren knappe 10 000 Mark, bei der „Darmstädter Bank“ in sicheren Papieren angelegt, und das (Fortsetzung folgt.) u 2 436 S 88 S# 88 F### S S e S 25 5 50 *. 8 E EEE S 55 S 5 2 8E ES * S 5 n 8 2 5 FGEE S 3 1——" * ##9 5 65 8 9 0„•— S• E„ gE S S-sa5 *."•— 9 S 55 Denkspruch. Es ist kein Schnee so kalt und graus. Der nicht ein keimchen noch trieb aus: Es ilt kein Schmerz so groß und tief. Datz nicht in ihm noch Friede schlief. K. müller. Der gerettete Bock. Humoreske von Aloys Kugler. (Nachdruck verboten.) Auf einer gemeinsam gepachteten Jagd war die Wildbahn ziemlich frei, und Rehe kamen nicht vor. Es wechselte nur hier und da aus der benachbarten Forst ein Bock herüber, den zu erlegen aber mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Wir hatten alles Mögliche angestellt, um das begehrte Wild zu fesseln: An den Grenzen wurde lockende Aesung angepflanzt, wie Waldkorn, Erdartischocke und Winterung. Weiter ab legten wir vermittels Weiden und Nadelholz geschützte Wildremisen an, um den Gehörnten Zuflucht und Lockung zu bieten. Das hätte natürlich viel Geld gekostet, und wir hätten uns wahrscheinlich dafür mehr Rehfleisch kaufen können, als wir je abschießen würden. Aber was kommt es einem gerechten Jäger darauf an, wenn er die Aussicht hat, einem kapitalen Bock seine Kugel vors Blatt zu brennen. Nun war aber mein Mitpächter, den mir der Zufall aufgehalst hatte, kein gerechter Jäger, sondern ein Sonntagsjäger in des Wortes verwegenster Bedeutung, dazu ein Geizhals, der jeden Pfennig dreimal umdrehte und alles, was er in Wildschaden oder Pachtzins bezahlen mußte, auch in Rebhühnern oder anderem Wild auf seinem Tisch sehen wollte. Er war so geizig, daß er lieber den versäumte, als seine Uhr mit auf die Jagd zu nehmen, aus Furcht, er könne sie verlieren oder verderben. Aber ich muß dem Genossen doch auch Gerechtigkeit VI widerfahren lassen und darf nicht verschweigen, daß er eine " ganz vorzügliche Eigenschaft besaß, nämlich die, daß sein bürgerlicher Beruf ihn öfter auf längere Reisen führte, wo dann die Jagd manchmal für Wochen und Monate vor seiner Schrotspritze sicher war. Unsere Bemühungen in betreff Ankirrens des Rehwildes waren nicht erfolglos; denn kaum war der Schnee um Weihnachten verschwunden, als häufig und häusiger Böcke, gelegentlich auch mit Ricken im Gefolge, auf unserer Wildbahn gesunden wurden. Kaum hatte mein Mitpächter die Nachricht erhalten, daß wieder ein starker Sechserbock mit drei oder vier Ricken herübergewechselt sei, so machte er sich auf, um sich das Gehörn zu holen und den fetten Rehrücken auf seiner Tafel zu sehen. Ich bekam gleichzeitig davon Wind und war um so mehr darüber empört, als ich den Bock schon mehrere Wochen beobachtet hatte und hoffte, ihn durch Hegen und Füttern an unsere Wildbahn zu gewöhnen, so daß wir allmählich das Rehwild als Standwild hätten. So etwas konnte der Sonntagsjäger nicht begreifen. Die Jagd hatte viel Geld gekostet, und er wollte auch etwas für sein Zahlen haben. Ich wußte nun, daß er nächster Tage wieder eine längere Reise antreten mußte, und ließ ihn deshalb ruhig ins Revier hinausfahren, stieg aber der Sicherheit halber mit ihm in denselben Zug und begrüßte ihn, im Revier angekommen, ganz unbefangen. Wäre sein Motiv allein die Sehnsucht nach dem Gehörn und dem Braten gewesen, so hätte ich es mir nicht so sehr angelegen sein lassen, ihm die Freude zu versalzen. Aber es kam noch etwas anderes hinzu: nämlich sein Geiz. Er wollle gar kein Rehwild als Standwild im Revier haben, denn das verursacht Wildschaden und macht weitere Kusten. Kosten aber scheute mein Mitpächter wie das leibhaftige Feuer. Unser Jagdausseher nun, der ein listiger, humorvoller Jäger war, hatte ihm gesagt:„Herr Beckmann,“— so hieß er nämlich—„gegen den Wildschaden müssen Sie ein Sympathiemittel anwenden.“ „Sympathiemittel?“ fragte der Sonntagsjäger verwundert. „Jawohl. Sehen Sie, wenn so ein Bock in einem Ackerfeld die jungen Spitzen der Winterung abäst, dazu einen großen Teil mit seinen Schalen zusammentrampelt, so müssen Sie nachts zwischen elf und zwölf dreimal um einen Eibenbaum herumgehen und nachher dem Bock seine Leber fressen, dann macht er nie mehr Wildschaden.“ Herr Beckmann, der glückliche Mitpächter einer halben Gemeindejagd, blinzelte den Spottvogel von der Seite an. Aber er hatte doch begriffen, worum sich's handelte, und war nun noch mehr bereit als vorher, mit seiner Schrotspritze auf die Pirsch zu ziehen und den Bock, den wir sorgfältig angekirrt hatten und hegen wollten, abzuschießen. Daran mußte der Mann unter allen Umständen gehindert werden; aber das Wie war mir noch nicht recht klar, denn wir hatten das Abkommen getrossen, daß jeder frei nach seinem Belieben im Revier schalten durfte, und was er geschossen hatte, sollte sein Eigentum sein, er mußte es nur dem anderen Teilhaber anzeigen. Zunächst gab ich dem Jagdaufseher einen Wink, der infolgedessen plötzlich große Zahnschmerzen bekam und Freund Beckmann nicht begleiten konnte, so daß er schließlich mich bat, ihm behilflich zu sein, den Bock zur Strecke zu bringen. Ich solle ihm doch auch einmal ein Vergnügen gönnen; morgen müsse er wieder auf die Reise und bleibe bis März weg, wo ja die Schonzeit beginne; er käme also in diesem Winter gar nicht dazu, einen Bock zu schießen. Ich dachte mir im stillen, er habe sich den richtigen Begleiter ausgesucht, und ich hoffte nun erst recht, zu verhindern, daß er unseren Sechserbock durch Knallen vergrämte. Aber wie, wie? Konnte ich ihn nur heute vom Revier fernhalten, so war zehn gegen eins zu wetten, daß die Rehfamilie im Revier bleiben würde, vielleicht sogar in unseren künstlich angelegten Remisen Kitzen setzte, so daß es möglich wurde, langsam einen wenn auch mäßigen Rehstand in unserer Wildbahn heranzuschonen. Wir gingen also mit kräftigem Schritt zuerst ein langes Stück durch die benachbarte Forst, um dem Bock den Wind abzufangen, wie ich meinem Jagdgenössen sagte. Ich bin ein rüstiger Fußgänger, und es galt vor allen Dingen, den Mann, der die ganze Zeit seines Lebens im Geschäft zugebracht hatte, zu ermüden, damit er schließlich die Jagd aufgab. Aber so leicht ging das nicht; und als wir, aus der Forst heraustretend, ein Dörfchen vor uns liegen sahen, schlug er vor, wir wollten uns doch in dem Gasthaus ein wenig stärken und dann weitergehen. Kommt Zeit, kommt Rat! dachte ich; sitzen wir erst einmal fest, wer weiß, was dann passiert; und allerlei Schauergeschichten von Schlafmitteln, vom Alkohol im Bier, was ja betrunken machen soll, gingen mir durch den Kopf. Aber das Schicksal brachte mich zu einem anderen Entschluß; denn kaum hatte sich Freund Beckmann gesetzt und nach seinem Taschentuch gelangt, fiel ihm der mager ausgestattete Geldbeutel aus der Tasche. Ich griff schnell zu und ließ seinne ganze Barschaft in meinem Jagdrock verschwinden. Jetzt hatte ich ihn, jetzt konnte der Bock ruhig schlafen. Ein halbes Stündchen war vergangen. Der bäuerliche Wirt hatte uns kräftig ausgewartet mit Schinsen, Eiern und vorzüglichem Flaschenbier. Zum Schluß setzten wir noch einen Nordhäuser oben drauf und fühlten uns nun so gekräftigt, daß wir die Pirsch weiter fortsetzen konnten. „Herr Beckmann,“ sagte ich,„es tut mir leid, aber ich habe keinen Heller Geld in der Tasche; Sie müssen schon so gut sein und für mich bezahlen.“ Der Geizhals blickte mich mißtrauisch von der Seite an. „Sie bekommen Ihr Geld zurück. Sie wissen ja, daß ich von Ihnen nichts geschenkt haben will. Beim Jagdaufseher habe ich meinen Handkoffer, und da ist wohl mein Portemonnaie dringeblieben.“ „Schön, schön,“ sagte der Sonntagsjäger und langte in die Tasche. „Ja, was ist denn das! Wo ist denn mein Portemonnaie? Ich hatte es doch mit; das muß ich verloren haben!“