Abs Stoeter seitue gechete Wgste V##ertags. Bezugspreis monatlich 12.—##., bei d# Post 14.— M., ohne Bestellgeid. preihe: Ote 1 zum hohr, 35 mm trette Jeile ontsprochender Nuchlaß II. Tarts. Jeder Radalt gill als Kassenradatt und er#ischt bei gentächenklager: b##uchten der gemachten Juh.un Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung S K Westhofener Zeitung Apierbecker Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Dolksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schnerter Zeitung" gew'hr“ ihren Avonnenten für jeden mit Toc er denden Unsall armäß bren Sr. 5.00 Mark Unfas. Nlaginge Druch u. Verlag o Carl Braus, Schwe te Ruhr) Jernsorech= Anschluß Nummer 6. Telegramm-Adresse: Braus, Schwerte(Ru r. osche##: Dortmund 28. 2, Hannover 21.—7“. Nr. 64 Donnerstag, 16. März 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Begeist're du das menschliche Geschlecht Für seine Pflicht zuerst, dann für das Recht. Gneisenau. K Für eilige Teser. Neuigkeiten aus Nah und Fern. Die Lage der deutschen Wolgakolonisten wird imer furchtbarer. Schwere Epidemien greifen imer mehr um sich. Der griechische König Konstantin hat Stratos it der Neubildung des griechischen Kabinetts beiftragt. Durch Aussperrung in der Maschinenbau=Indurie in England sind 100000 gelernte Arbeiter areitslos. Bei der Wahl in Tingleff, dem betannten Bahn' noten in Nordschleswig, erzielten die Deutschen 98 Stimmen(4 Sitze), die Dänen 201 Stimmen 3 Sitze) * Die norddeutschen Ton= und Steinzengwerke in Vismar sind abgebrannt. Zwei Tageszeitungen in Heidelberg haben zur Nilderung der unerschwinglichen Betriebskosten die Actriebe zusammengelegt. * Laut„Morgenpost" treffen die Polen alle Vorbereitungen zur Uebernahme der oberschlesischen Verwaltung anscheinend zum 1. Mai. * Das Reichsgericht hob das Urteil gegen den Reformpädagogen Dr. Gustav Wynecken, der in Rudolfstadt wegen Sittlichkeitsverbrechens ein Jahr Gesängnis erhielt, wegen Formfehler zur neuen Verhandlung auf. * Nach der Einigung über die neue Beamtenbeldung haben jetzt die Verhandlungen über die Eröhung der Löhne für die Arbeiter in den Staatsetrieben begonnen. * In Parlamentskreisen verlautet, daß die Beetzung des Reichsernährungsministeriums mit inem neuen Minister noch im Laufe dieser Woche rfolgen dürfte. * Der ehemalige bayrische Ministerpräsident, der sorgänger des Grafen Hertling, Dr. Podewill, ist, (2jährig, gestorben. Podewill war mehrere Jahre #ryerischer Gesandter am Quirinal in Rom und in Wden. * Die Interalliierte Rheinland=Kommission hat wiederum die Anstellung von 5 Lehrern aus dem unbesetzten Gebiet verboten. * Der Verbandstag des Reichsverbandes der deutschen Presse findet am Samstag, den 6. Mai und Sonntag, den 7. Mai, in München statt. * In Augsburg ist in den Versammlungen des Deutschen Metallarbeiter=Verbandes, einstimmig beschlossen worden, am Mittwoch in den Streik zu treten. Der Gesandte v. Eckardt ist von der Reichsregierung und der preußischen Regierung zur Führuung der Verhandlungen mit der alliierten Kommission der Uebergabe des den 2 c 4 J* B ETSCHUANELAND * Patereh SPROTEKTORA * ud S r. NIT. verschuan-1: T R eer h K1 K LONIE, # Prrioria sch Laren2. ∆ Soreonia WesT GRIOUA L: Launkruck Koproun K A P-Furd Gaonarrond K baber Sct GeruPerter eloer Lulgumn 13n0. Bevernstome EX- Pbuns EEASE E a Loo Gafsstes a 1ge5 Karte zum Aufruhr in Südafrike Wie aus Johannisburg gemeldet wird, ist seit Sonntag früh im Randgebiet eine große Schlacht mit den aufständischen Bergleuten im Gange. Die Streitkräfte der Regierung sind im Begriff, die Aufständischen einzuschließen. 2200 von ihnen wurden gefangen genommen. Benoni, Dunswart und andere Ortschaften wurden von Regierungstmppen genommen. Aus Südwestafrika kommen außerordentlich alarmiereide Nachrichten über die Entwickelung, die der Streik der Grubenarbeiter im Randgebiet genommen hat. Der Streik begann ursprünglich aus rein wirtschaftlichen Gründen. England und seine Kolonien haben, wie alle anderen Staaten, außerordentlich unter der zerrütteten Weltwirtschaft zu leiden. Der schlechte Goldstand vieler großer Produkionsländer macht es den hochvalutarischen Ländern immer schwieriger, der Konkurrenz standzuhalten. Schon herrscht größte Arbeitslosigkeit bei den„reichen“ Staaten, und Lohnabbau ist der einzige Ausweg, der eine Neubelebung des Arbeitsmarktes verspricht. In England haben die Lohnkämpfe jetzt zur Aussperrung von 400000 Arbeitern geführt, und in Südafrika war der Versuch, die Löhne herabzusetzen und die teuren weißen Arbeitskräfte durch billige schwarze zu ersetzen, der Ausgangspunkt des großen Grubenstreiks. Die Grubenbesitzer erklärten, daß für die unter schlechteren Produktions=Bedingungen arbeitenden Werke die Lohnherabsetzung das einzige Mittel sei, eine Schließung zu vermeiden; die Arbeiter erkannten die Notwendigkeit dieser Maßregel nicht an und traten in den Ausstand. Die erste Verschärfung der Lage trat durch den Umstand ein, daß die schwarzen und eine größere Anzahl weißer Arbeiter sich am Streik nicht beteiligten und von der Regierung geschützt wurden. Die Streikenden griffen die Arbeitswilligen trotzdem an und richteten unter den Schwarzen Massakres an, was nun auch die sarbige Bevölkerung in eine große Erregung versetzte. In den ursprünglich lediglich wegen Lohnfragen begonnenen Streik wurden außerdem noch Sozialisierungs=Ideen hineingetragen, und als die Erregung auf dem Höhepunkt war, kam noch die politische Forderung nationalistischer Einheimischer hinzu, die die Paroie „Los von England“ ausgaben und die Schaffung einer selbständigen südafrikanischen Republik verlangten. Aus dem Streik wurde so eine Revolte, um tächt gar Revolution zu sagen. Die Regierungstruppen, die sich ursprümnglich euf den Schutz der Arbeitswilligen beschränkten und den Streik in sich zusammenbrechen lassen wollten, sahen sich jetzt einem gewaltigen Aufruhr gegenüber. Die Aufständischen haben Johannisburg bereits von drei Seiten geschlossen, und mehrere hundert Tote und Verwundete zeugen von dem Ernst der Lage. Trotzoem dürfte nicht daran zu zweifeln sein, daß es den englischen Truppen gelingt, der Lage Herr zu werden, denn die unter dem Befehl des Generals Smuts stehenden Kräfte sind nicht nur zahlenmäßig sehr stark, sondern auch mit allen modernen Kampfmitteln ausgerüstet. Und die Englände finden bekanntlich nur moralische Bedenken, wenn es sich um andere Nationen und ihre Schwierigkeiten handelt. erkennt jedoch die große organisatorische Arbeit des Wehrministers an. Anerkennende Worte für den Wehrminister findet der demokratische Abgeordnete Heile. bedauert die Beseitigung der allgemeinen Wehrpflicht vom demokratischen Standpunkt aus, wendet sich gegen den Entente=Militarismus und wünscht den Tag herbei, an dem Deutschland wieder ein Volksheer haben darf. Vor einem Kampf innerhalb der Reichswehr warnt der Abg. Ersing(Zentr.) Er hält die Kundgebungen der Sozialisten gegen Versailles für zwecklos, herrsche doch überall der Militarismus. Ersing wendet sich scharf gegen den Besatzungswahnsinn am Rhein. Ueber Ausbildung und Organisation der Reichswehr verbreitet sich der deutschnationale Abg. von Gallwitz, der anerkennt, daß in der Reichswehr auf diesem Gebiet ein Vorwärtskommen zu verzeichnen ist, wenn auch unter dem Druck der Entente viel Zeit zu nutzloser Arbeit vergeudet werden müsse. Der frühere Konteradmiral Bruninghaus teilt mit, daß die Deutsche Volkspartei die Grundsätze des Reichswehrministers billigt. Der Abgeordnete erhebt Protest gegen die Schnüffelei der Entente=Kommissionen, die sich sogar in unsere Reglements einmischen. Nachdem der Admiral die Avignonschande gesennzeichnet hat, sordert er die Regierung zum Kampf gegen die Lüge von den deutschen Greueltaten auf. Heer und Marine dürsen, so schließt Brünninghaus, nicht zum Tummelplatz des Parteikampfes werden. Nach dem Abg. Künstler(U. S.), der von geheimen Militär=Organisationen spricht, redet Reichswehrminister Geßler: Die Spitzelberichte des Abg. Künstler über Geheim=Organisationen kenne ich auch. So saudumm bin ich aber nicht, daß ich Dokumente, die ich geheimhalten will, in Hurderten von Abzügen verbreite. Zu den Mißhandlungen kann ich hier keine Stellung nehmen. das ist Sache der Gerichte. Zur Korruption und Spionagezwecken wird kein Geld ausgegeben. Nachdem Abg. Thomas(Komm.) in breiter Darstellung die Ausführungen des Abg. Künstler unterstrichen hat und die Angriffe auf den Minister noch erweitert, wird das Gehalt des Ministers bewilligt. Mittwoch 2 Uhr: Fortsetzung. die Bedingungen der neireguue bro den solen zuerkannten deutschen Teiles von Oberhlesien bestellt worden. * Laut„Chicago Tribune“ nimmt Poincaree nicht n der Konferenz von Genua teil. * Tschitscherin sandte an die italienische Regieung einen Funkspruch, worin er die Zulassung rusischer Sachverständiger zur alliierten Vorkonferenz im 21. März in London verlangt. TU London, 15. März. Aus Südafrika wird gemeldet, daß der Widerstand nach einem Kampf von 11 Stunden gebrochen wurde. Die Streikenden hatten große Verluste, viele Tausende wurden gefangen genommen. Johannesburg wurde endgültig von allen Aufständischen geräumt. Die Eisenbahnlinie nach Pretoria ist in den Händen der Regierungstruppen. Fordsburg befindet sich noch in den Händen der Aufständischen, die aufgefordert wurden, sich zu ergeben. Falls das Ult matum nicht angenommen wird, soll das Bombardement sofort einsetzen. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 14. März. Berl n, 15. März. Dreizehn kleine Anfragen bilden den Auftakt der heutigen Reichstagssitzung. In Beantwortung einer dieser Anfragen macht Gesandter v. Mu tius die interessante Mitteilung, daß die Zahl der farbigen Truppen im besetzten Geviet normalerweise 45000 Mann beträgt, sich aber in den Wintermonaten auf 25.000 bis 30000 vervingert habe. Die deutsche Regierung habe mehrfach die Zurückziehung der farbigen verlangt. Die britische eine Anregung englischer Unterhausmitglieder, bei Frankreich vorstellig zu werden, abgelehnt. Das Haus setzt dann die in der letzten abgebrochene Besprechung des Haushalts des Reichswehrministersums Der sozialdemotratische Abg. Schöpflin tadelt die große Zahl der hohen Offiziersstellen. Er Preußischer Landtag. Sitzung vom 14. März. Berlou, 15. März. Der Preußische Landtag setzte am Dienstag die Beratung des Handels=Haushaltes Der erste Redner war der Abg. Lüdemann Soz.), der Vorgänger des Finanzministers. Er sprach maßvoll in der Form, aber scharf in der Sache. Bei Sachlieferungen verstehe die Industr zum Schaden der Allgemeinheit gewaltige Vorteile herauszuholen. Wir brauchen eine scharfe staatliche Kontrolle. Unerhört sei die Teuerungswelle, die besonders in den letzten Wochen über uns dahingeflutet sei. Wenn Kaffee, der aus dem Auslande komme, eine Preiserhöhung erfahren habe, so set nicht einzusehen, daß inländische Nabriggsmitrel, wie Zucker, Milch und Gemüse, diese PreisüberFürzung mitnachen,. 2 dcts un Der Abg. Brunk(Deutschn.) beroum, oaß vor einer zu starken Verstaatlichung der Sachleistungen zu warnen sei. 84.2n: G Der neue Handelsminister Szering hielt eine Rede über die wirtschaftliche Not unserer Zeit, wobei er sich nicht ungeschickt dem Hause als künftiger Koalitionsminister vorzustellen wußte. Er meinte, wir müssen mit Rußland zu einem verträglichen Wirtschaftsverhältnis kommen. Aus seiner Rede hörte man eine leise Warnung an das Unternehmertum, gegen die Arbeiter nicht allzu schroff vorzugehen. * deutschen Presse! TU Berlin, 15. März. Die deutschen Zeitungsverleger wenden sich mit einer Kundgebung über die Not der deutschen Presse an die Oeffentlichkeit. Es heißt in dieser Kundgebung unter anderem: Schon reisen geschäftige Agenten von Ort zu Ort, um nicht nur große, sondern auch mittlere und kleine Zeitungen vor dem Eingehen zu erhalten auf eine Weise, die sie in die Hörigkeit unbekannder Mächte und fremdländischen Kapitals bringen wird. Wir fordern strengste Maßregeln dagegen, daß die deutsche Presse gebunden ausgeliefert wird einer grenzenlosen Preistreiberei und Monopolwirtschaft auf dem Gebiete des Holzes, der Kohle und aller Vorprodukte des Papieres. Wir fordern die Sperrung der Ausfuhr von Papier und Zellstoff, solange nicht das Papier für die deutsche Presse zu erträglichen Preisen sichergestellt ist. Wir fordern ferner die Aufhebung und künftige Unterlassung jeder Sonderbesteuerung der Presse. Unsere deutschen Verleger aber bitten wir, auf dem Wege der Selbsthilfe mit uns in Verbindung zu bleiben und wenn die Stillegung der Zeitungen mangels eines Eingreifens der Regierung unabänderlich wird, gemeinsam zu handeln nach den Beschlüssen, zu denen wir dann noch eine allgemeine Verleger=Versammlung einberufen werden. Der Demokrat Fischbeck forderte von den Beamten mehr Kenntnis in den Gesetzen und in der Verwaltung. Insbesondere trat er lebhaft dafür ein, daß der Charakter der Handelskammern erhalten bleibt. Sie hätten auch zum größten Teil reiche Ueberschüsse ergeben. Am Mittwoch geht die Aussprache weiter. Demokratischer Parteitag. Die Deutsche Demokratische Partei, Arbeitsgemeinschaft Industriebezirk, hielt am Sonntag in Hamm einen Parteitag ab, zu dem eine außerordentlich große Zahl von Teilnehmern erschienen war. In der die Tagung einleitenden öffentlichen Versammlung am Nachmittag sprach Verwaltungsschuldirektor Rohrbach=Dortmund Worte der Begrüßung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß aus dieser Veranstaltung reiche Früchte erwachsen möchten. Es gelte, die Lauen aufzurütteln und für die Sache zu gewinnen, die auch die des Vaterlandes sei. Das erste Referat hielt Reichstagsabgeordneter Ziegler über „Auswärtige Politik und Wirtschaft“. Dem beifällig aufgenommenen Referat folgte ein großangelegter Vortrag von Dr. Gertrud Bäumer, der zweiten Vorsitzenden der Partei über „Die kulturellen Aufgaben der Demokratie“. Wir glauben alle, so schließt Gertrud Bäumer an das leider parteipolitisch uns entfremdete Lied „Deutschland, Deutschland über alles“, wir glauben daran, daß mit diesem Wort für uns die Zukunftsaufgabe gewesen ist, aber wir wissen, daß wir diese Zukunft nur erringen können nicht mit einem vorzeitigen Säbelrasseln, nicht mit vorzeitigem Spielen mit der Möglichkeit rascher Wiederherstellung unserer Größe, sondern mit dem Ernst und dem aufrichtigen Willen, uns die sittlichen Fundamente für diese Größe zu erbauen, indem wir vor allem unser Volk auf der Grundlage der Gleichachtung aller und der Berufung aller zur Kultur zusammenschmieden zu einer Nation, die dann wieder imstande ist, ihr Schicksal in die Hand zu Martin Salander. Roman von Gottfried Keller. * 43)(Nachdruck verboten). Herr Weidelich nahm dann einige kleinere, ebenfalls mit bunten Nelken, verzierte Teller, Messer und Gabeln aus dem Schrank und holte zuletzt ein großes Bauernbrot herbei, das er anschnitt. Dazwischen hörte man von der Küche her schon das Feuer knistern und die Butter in der Pfanne spratzeln. „Ei, was machst du denn, Vater?" rief Frau Weidelich, in weißer Küchenschürze und mit gerötetem Gesichte eintretend,„das wäre ja später nach dem Kaffee recht gewesen! Wo soll ich denn damit hin?“ „Bring' nur, was du hast, wenn du fertig bist!“ sagte gelassen Jakob Weidelich,„wir stellen alles durcheinander, so sicht unsere Armut um so reicher aus! Ohnehin trinken ich und die Buben lieber ein Glas Wein als Kaffee.“ „Die Buben ja! Wißt ihr ungeratenen Ratsherren, daß wir den schönen Schinken vergangene Woche schon für euch gesotten haben? Aber ihr habt euch nicht ein Augenblicklein gezeigt und uns vergeblich warten lassen!“ „Du mußt es nicht übelnehmen, Mama!“ entschuldigten sich die Söhne,„wir gehören unseren Stellungen, nicht mehr uns selbst an; Geschäfte und Umstände nahmen uns dies erste Mal so in Anspruch, daß wir uns vor der Abfahrt nie losmachen konnten. Künftig wird es hoffentlich nicht mehr so gehen!“ „Gott, bessere es!“ sagte die Mutter,„aber das Kücheln macht mir einen Heidendurst! Gib mir ein halbes Glas voll Wein, Vater, und schenke den nehmen und vom Objekt zum Subjekt der Weltgeschichte zu werden.(Stürmischer, langanhaltender Beifnt und Händeklatschen). Mit einem kurzen Schlußwort, das für die beiden durch Vortragsverpflichtung in anderen Städten bereits abgerufenen Referenten der Vorsitzende der Ortsgruppe Hamm, Landtagsabgeordneter Dr. Höpker=Aschoff sprach, hatte die öffentliche Tagung gegen 7 Uhr ihr Ende erreicht. An sie schloß sich nach etwa einstündiger Pause ein geselliger Abend der Parteiangehörigen mit ihren Gästen, der wieder eine sehr stattliche Zahl beisammen sah. Und was der Feind uns angetan! Noch mehr Schwarze an den Rhein. Straßburg, 14. März. In den„Straßburger N. N.“ wird eine Pariser Information wiedergegeben, der zufolge der französische Kriegsminister der Kammer eine Denkschrift unterbreitete, in der die Dringlichteit einer Verstärkung der Rheinarmre unterstrichen wird. Mit dem Wiedereinsetzen der wärmeren Witterung werden in den Brückenköpfen kolonialstreitkräfte eingesetzt. Ob und in welchem Umfange dafür andere franz. Truppen zurückgezogen werden, ist bisher nicht bekannt. Die„Oberschlesischa Grenzzeitung“ ist wegen eines Artikels„Was soll das bedeuten?" von der Interalliierten Kommission auf 10 Tage verboten worden. In Tarnowitz wurde die Fortschaffung der Akten des Knappschaftsvereins nach Beuthen verhindert. Aus Stadt und Land. Schwerte, 16. März. Erinnerungen. 1830* Der Dichter Paul Heyse in Berlin (F 1914). 1842* Der Komponist Luigi Cherubini in Paris (“ 1760). 1854* Der Mediziner Emil v. Behring in Hansdorf, Westpr.(F 1917). 1917 Abdankung des Zaren Nikolaus von Rußland. 1920 15.—21. März: Straßenkämpfe in Leipzig. Der Kartoffelpreis für Westfalen. In der letzten Sitzung des westfälischen Kartoffelpreis=Ausschusses wurden die im Januar festgesetzten Erzeugerpreise für Kaktoffeln einer Nachprüfung unterzogen. Nach kängerer Aussprache einigte man sich unter Zustimmung der Verbrauchervertreter auf folgender Grundlage: „Für westfälische rote und weiße Kartoffeln in sortierter guter Handelsware wird ein Erzeugerpreis von 125 Mark, für ebensolche gelbfleischige ein Erzeugerpreis von 135 Mark je Zentner festgesetzt. Diese Preise verstehen sich waggonfrei Verladestation,“ diese Preise bedeuten gegenüber den Anfang Januar d. I. festgesetzten Preisen eine Steigerung um rund 50 Prozent. Für die Einmütigkeit des Ausschusses in der Bewilligung dieses Preises war außer der Rücksicht auf die seither erfolgte eingetretene weitere Geldentwertung und die Steigerung der Kosten der Lebenshaltung im allgemeinen wie der landwirtschaftlichen Produktionskosten im besonderen hauptsächlich wohl die Erwägung maßgebend, daß auch bei diesen Preisen die Verbraucher die anerkannt besseren und besser sortierten westsälischen Kartoffeln noch zu denselben Preisen jungen Herrschaften auch ein, weil's einmal dasteht!“ Weidelich goß einen klaren halbroten Wein in die Gläser. „Zur guten Gesundheit, ihr lieben Jungfern! Zur Gesundheit, Vater! Und Isidor und Julian!" Sie trank das halbe Glas mit einem Zuge leer und wischte den Mund mit der Schürze, sichtlich ersrischt weitersprechend: „Und was machen denn die lieben Eltern, ihr Fräulein? Ist die Mama wohlauf und der Herr Papa auch?“ „Vater und Mutter sind beide wohlauf, wir danken der Nachfrage!“ sagte. Setti,„wir sollen Sie und Herrn Weidelich freundlich von ihnen grüßen, und sie hoffen, bald Gelegenheit zu haben, die geehrten Eltern unserer Bräutigame selbst zu begrüßen!" ist's Zeit für dich als Vater, auch dein Wörtlein zu sagen“, stieß die fröhliche Frau den Mann an, der, von der Verlobungsgeschichte zwar nur halb unterrichtet, den Stand der Sache im ganzen doch zu beurteilen wußte; er räusperte sich ein weniges, eh' er sprach: „Was soll ich da viel sagen, als daß es mir eine Ehre ist, oder uns, wollt' ich sagen! Ich bin ein schlichter Landwirt(die Söhne hatten ihm diesen Ausdruck eingelernt, weil der alte Name Bauer, der immer einen Herrn voraussetze, im souveränen Volke nicht mehr üblich sei), ich bin ein schlichter Landwirt und weiß nicht gelehrte und wohlgesetzte Worte zu machen! Ich kann nur die freundlichen Jungfern, die mir ganz gut gefallen, willkommen heißen, und hätte nie gedacht, zu so vornehmen Sohnsfrauen zu kommen! Möge der Herr seinen Segen dazu geben!" „Ich hab' es schon lang getan!" rief Mama erhalten können, wie die weniger guten Kartoffeln aus den östlichen Provinzen. Auf gegebene Anregung versprachen die anwesenden Vertreter der westfälischen Landwirtschaft, ihren ganzen Einfluß aufzubieten, um die Landwirte zur baldmöglichsten Ablieferung aller irgendwie entbehrlichen Kartoffelvorräte zu veranlassen. ** Märzennebel. Pünktlich mit Anfang März stellten sich in diesem Jahre in größeren Gebieten Deutschlands die bekannten Märzennebel ein. Dieser Naturerscheinung stehen die noch häufiger auftretenden Novembernebel gegenüber. Wir haben also eine Zeit der Nebel vor Beginn und eine andere vor Beendigung des Winters ins Auge zu fassen. An der Häufigkeit der Nebel trägt die verschiedenartige Erwärmung der Luftschichten mit schuld, doch dürften alle Ursachen, die zur Bildung von Nebeln in Frage kommen, noch nicht genügend erforscht sein. Den Gelehrten ist es wenigstens noch nicht gelungen, das Erscheinen der Nebel auf Grund der Luftbeschaffenheit und der Temperaturen prompt vorauszusagen, nicht einmal für die nächsten Stunden. Gelänge dies, so wäre ein Fortschritt erreicht, der im Interesse des Verkehrs nicht hoch genug eingeschätzt werden könnte. Denn bekanntlich bringt ein Nebeltag nicht nur wirtschaftliche, sondern auch körperliche. Schädigungen zustande. ** Der Klavier= und Liederabend des blinden Pianisten Emil Fischer aus Düsseldorf hatte eine außergewöhnliche Zahl Besucher angelockt, bis zur Ueberfüllung des Milbergschen Saales. Insbesondere war auch die Jugend zahlreich vertreten, nur schade, daß sie im Konzert der Zigarette nicht entsagen lernt. Die Fülle der Zuhörer beeinträchtigte durch zeitweilige Unruhe die geübten, sicheren Darbietungen des blinden Künstlers, der ein reichhaltiges Programm gut und mit viel Fleiß erledigte. Seine treue Begleiterin, die jugendliche Konzertsängerin Frl. Erfurt aus Dortmund bor im Bachschen„Ave Maria“ und mit der„MignonArie" erfreuliches. Mit ihren Liedern im 2. Teil erreichte sie nicht endenwollenden Beifall. Nur aber schade— das Rauchen. Das muß ja hemmend wirken. Ohne Zweifel war der Abend aber für alle Beteiligten, Veranstalter und Besucher, mehr als befriedigend. ** Volkshochschule. Der Lehrgang:„Deutsch“ des Herrn Lehrers Honsalek findet in dieser Woche statt Freitag schon heute, Donnerstag abend 6 Uhr, im Lyzeum statt. ** Reklamegeschenk. Die Hindenburg=Oel=Verkaufsgesellschaft m. b. H., Bremen, hat für Werbezwecke eine große Karte(Ausführung von Velhagen und Klasing, Leipzig,„Deutschlands Machtbereich im Weltkriege 1914—1918“ kostenlos herausgegeben. Die Karte gibt dem Beschauer ein eindringliches Bild von Deutschlands einstiger Kraft, das durch interessante statistische Angaben über Deutschlands Leistungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft in entsprechender Weise ergänzt wird. Man lasse sich diese Karte schicken. ** Haltet die Hühner fest! Wir machen zu Beginn der Frühjahrsarbeiten in den Gärten darauf aufmerksam, daß nach einer Polizeiverordnung die Hühner festgehalten werden müssen und daß auch das Umherstreifen der Hunde in den frisch bestellten Gärten verboten ist. Wer sich also gegebenenfalls vor einer empfindlichen Strafe schützen und dem fleißigen Gartenbesitzer keinen unnötigen Aerger bereiten will, der halte seine Tiere in der gegenwärtigen Zeit fest.— Desgleichen sei darauf hingewiesen, daß die Ausübung des Fußballsports in den Straßen der Stadt verboten ist. Weidelich,„es soll gelten! Laßt uns darauf anstoßen!" Sie trank die andere Hälfte ihres Glases aus, wischte sich aber diesmal mit der Schürze gerührt die Augen, statt des Mundes; denn ein schöner Teil all ihres Sinnens und Trachtens schien jetzt in Erfüllung zu gehen. Vorderhand lief sie wieder in die Küche, um ihrerseits die Arbeit am Glücke nicht ausgehen zu lassen; man hörte sie Kaffee mahlen, Zucker zerstoßen und dazwischen laut mit der Magd reden, die, einen Spritzkuchen an der langen Gabel emporhaltend, nicht aus dem Stannen über das Ereignis herauskam. Es blieb keine Zeit für den Spaziergang, auf den die Jungen gehofft; die Frau wollte die unverhoffte Verlobungsfeier nicht unterbrechen, den Triumph sich nicht verkürzen lassen, und sie teilte die Heiterkeit ihres Gemütes auch den anderen mit, zumal den zwei Bräuten, welche für die Ausdauer ihrer Gefühle hier mehr Anerkennung fanden, als im eigenen Elternhause, und sich offenen Herzens daran erfreuten. Es wurde sogar ein Liedchen im Chor gesungen; vor dem Hause sammelten sich neugierige Kinder, bei dem alten,Brunnen mit dem abgesägten Flintenlauf standen Weiber aus der Nachbarschaft, welche dss Gerücht heibeigelockt, und suchten des Anblickes der Brautleute teilhaftig zu werden. Das gelang ihnen auch. Die Herren Notare konnten trotz des mütterlichen Eindringens nicht über Nacht bleiben, weil für beide auf den nächsten Morgen Geschäfte vertagt waren; die Bräute aber waren zuletzt doch froh, sich auf den Heimweg zu machen, um noch vor der Mutter zu Hause zu sein. Die Zuschauer auf dem Brunnenplatze, Weiber und Kinder, sahen daher unvermutet den kleinen ** Heunen, 15. Marz. Personalie. Herr Gemeindevorsteher Fr. Spänig von hier wurde zum Mitgliede des Finanzgerichtshoses in Münster gewählt. ** Heunen, 15. März. Pfarrwahl. Von der Vertretung der lutherischen Kirchengemeinde ist Herr Pastor Albrecht zum Seelsorger der Gemeinde gewählt worden. Auch die Hausväter der lutherischen Kirchengemeinde hatten in ihrer Versammlung am 5. März einstimmig Herrn Pastor Albrecht der Vertretung vorgeschlagen. Aus den Provinzen. Menden, 15. März. Schwerer Verdacht. Auf Veranlassung des Untersuchungsrichters wurde am Freitag der vor zehn Monaten plötzlich verstorbene Sattler Strottmann ausgegraben, um heute obduziert zu werden. Sollte in der Leiche Gift gefunden werden, so wird auch das plötzlich gestorbene Kind des Strottmann ausgegraben werden. Es liegt starker Verdacht vor, daß Strottmann von seiner Frau und deren Hausfreund vergiftet wurde. Es wurden bereits mehrere Personen in dieser Angelegenheit gerichtlich vernommen. Gelsenkirchen, 15. März. Eigenartiger Sturmschaden. Im Hafen der Zeche König Ludwig wurde in dem Sturmwetter der riesige Brückenbau aus seiner Verankerung losgerissen. Auf seinen Schienen fortlaufend, fand er an dem am anderen Ende befindlichen Abschluß nicht genügend Widerstand. Der gewaltige Kran, der mit 250 Pferdeträften arbeitete, stürzte mit Donnergetöse in die nahen Waldungen. Der Kran mit seinen sämtlichen Motoren ist fast vollständig zerstört. Man schätzt den Schaden auf mehrere Millionen. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Sterkrade, 15. März. Ein roher Gatte und Vater. Der Schlosser Karl Fuhrer aus Sterkrade, ein schon oft vorbestrafter Mensch, hatte sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor der Strafkammer in Duisburg zu verantworten. Er mißhandelte seine Frau oft aus nichtigen Gründen, sodaß diese zeitweise bei Nachbarn Unterkunft suchen mußte. Er nahm eine Kanne mit kochendem Wasser, das er über seine Frau und sein anderthalbjähriges Kindchen ausschüttete. Das Kleine starb danach unter qualvollen Schmerzen. Der rohe Patron wurde zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Bottrop, 15. März. Verhaftung von zwei jugendlichen Eisenbahnräubern. Im Güterschuppen des Bahnhofs Bottrop waren zwei junge Burschen durch ein Fenster eingestiegen und hatten sich über die dort lagernden Lebensmittel hergemacht. Als ein Wächter den Schuppen kontrollieren wollte, hielten die Kerle die Tür zu, so daß der Wächter annahm, es sei alles in Ordnung. Erst am anderen Morgen stellte man fest, daß die Burschen wüst gehaust hatten. Sie hatten viele wertvolle Lebensmittel in Säcken fortgeschafft. Die sofort benachrichtigte Polizei konnte die Eisenbahnräuber bald darauf ermitteln und festnehmen; es handelt sich um zwei Burschen im Alter von 20 bis 23. Jahren. Diese hatten den größten Teil der Peute, die auf insgesamt 50.000 „Glänzt in Nu und erhan Festzug aus der Tür treten und sich über den Platz bewegen, zu zwei und zweien, voran die Brautpaare, zuletzt die Eltern als Nachhut. Mama Weidelich wollte sich sehen lassen und bestand darauf, eine Strecke weit das Geleite zu geben. „Seht!“ flüsterten die Leute,„da kommen sie! Das sind die Landschreiber, potztausend! Und das also die Fräulein, die hortreich sein sollen! Sauber sind sie, leutselige Weibsbilder! Und die Alte, die blüht ja wie eine Rose! Guten Abend, Frau Weidelich, guten Abend, Herr Weidelich!" Sie winkte den Weibern dankbar zu, weil sie so hübsch am Wege standen. Nachdem das Doppelbündnis einmal entschieden war, nahm sich die andere Mutter, Marie Salander, der Aussteuer ihrer Töchter um so sorgfältiger und freigebiger an. Nicht nur alles Gewobene, sondern so ziemlich die ganze haushältliche Einrichtung im Lautenspiel zu Unterlaub und in Lindenberg sollten sie mitbringen. Martin, ihr Mann, meinte, man müsse doch den Leuten im Zeisig auch das Uebliche zu tun einräumen; allein sie sagte, vor allem wünsche sie, daß die Kinder in ihrem Zugebrachten sitzen und stehen, schlafen und wachen können; man wisse nicht, wozu es gut sei. Ein weiterer Vorteil bestehe in dem gleichmäßigeren, einfachen Geschmack, der dabei herauskomme; wenn man nicht in altgewohntem Väterhausrat lebe, so müsse man sich das Neue auch für die Augen wohnlich zu machen suchen. „Hör' auf, Frau!“ lachte Salander,„woher fliegen die Mücken? Du wirst mir am Ende gelehrt und arbeitest an einer Mobiliarpsychologie!“ „Laß mich zufrieden“, sagte sie,„ich bin nicht zu Possen aufgelegt!“ (Fortsetzung folgt). mark geschätzt wirk sein tleiner Teil lo# Trier, 15. Mär Bängnis singt ###rpolizeigericht ste # 19. Dezember 1921 #olstein 45 der Rheinlandn. Sie hatten„ #land über alles“ ##gen waren der K. der Smeetspartei tlagten gaben an beabsichtigt zu ha Gefängnis und utteilt. Vechta, 15. A antieren 1 ein Opfer geford sige Krankenhau bracht, der sich einer Schußwas der Tod noch w Nordenham, den Bohrungso dem Gelände Süßwasser sin) sen worden. E ter weithin hör ungefähr 10 M an dieser Stel heute dauert d fort. Das Ga Ob sich die Ge muß abgewart Ein Vorschlag Die„Chi neuen englise nach wird die teilt: Einen anzusehen ist alliierten Kr Deutschland baldigst erfo mit 40 Milli mark in Go lieferungen. innerhalb 5° leihe aufgebi 65 Milliard der Gläubig Kommu Gotha, 1 jungdeutsche schweren 2 Gesmat. Bat... 1gg Harpener Bergw......... 1362 bocch... 100 Humboldt Masch............ ,566 Mannesmann.............. 1100 Oberschles. Eisenb.-Bed. Orenstein amp; Koppel...........! Phönix Bergbau.......... Reisholz Pap.(430 Rhein. Stahlwerke............„ ultan Zuat wird beute Rombacher.................. egypten ausgerufen Schuckerl...............00 Segen=Solingen..........400 Ver. Dl. Nickelwerke............61 Wests. Draht=Ind.......... 900 Westf. Eisen, Langendreer......... Auslands=Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlte deusche Maxiz. g. an s.6. 00 belgische Kronegn. S35268 100 dänische P,pund..7.0 ells Franien..10 100 französische Franken: 2392,60 4411—5 9l 100 holländische Gulden 10289,70 10139,85 100 stallenische Lire.... 1323,65 1363/60 100 polnsche Mark....53.60 gg78. 100 schwedische Kronen..(eöher Wir, 100 schweizerische Franken 5319,60 5244,75 100 tschegische Kronen.. 496,50 484, schneefas und drost und Spauien, d, 16. März. Ein heftiger Sturm h itag und Montag in Nordspanien. hlichen Schneefällen begleitet. I wurden durch gießbachähnliche vemmungen hervorgerufen Es Kälte. Und dies im Lande, drangen jugendliche Kommunisten auf d nehmer des Zuges ein, mißhandelten sie Stockshläge und bewarfen sie mit Steit Cisegtücken.., Mitaug Zwei neue Mittelstadte. (Landkreis=Auflösung). Wattenscheid, 15. März. Der Gen Hoentrop beschloß einstimmig die VereiniGemeinde Hoentrop mit der Stadt W scheid. Damit haben sich sämtliche si meinden des Amtsgebietes Watrenscheid Zusammenschluß mit der Stadt Watten einer Mittelstadt ertlärt. Da sich auch lichen Gemeinden des Landkreises Ge für die Mittelstadt Wanne=Eickel=Röhl ausgesprochen haben, ist die Grundlage den Landtreis Gelsenkirchen aufzulösen Kreisgebiet zwei Mitt geschätzt wird, bereits zu Geld gemacht, tleiner Teil konnte noch beschlagnahmt wer Trier, 15. März. Wie man sich ins 6 gnis singt! Vor dem französischen polizeigericht stand eine Anzahl Bürger, die Dezember 1921 und am 1. Januar-1922 in stein gegen den Artisel 13§ 3 der Verord der Rheinland=Kommission verstoßen haben Sie hatten„Ich bin ein Preuße" und„Del nd über alles“ gespielt und gesungen. Al n w a r e n d e r K a u f m a n n E i f e l u n d d e r A n h r Smeetspartei Himmes geladen. Die agten gaben an, keine Provokation Franf absichtigt zu haben. Sie wurden zu fängnis und 500—1500 Mark Geldstr. r s o n a l i e. H e r r g von hier wurde tshoses in Münster arrwahl. Von Kirchengemeinde im Seelsorger der uch die Hausväter e hatten in ihrer einstimmig Herrn vorgeschlagen. London, werden. as vosenunzmmuur erer Verdacht. ungsrichters wurde en plötzlich verstoregraben, um heute in der Leiche Gift h das plötzlich geausgegraben wervor, daß Strottn Hausfreund verseits mehrere Pergerichtlich vernomnlung des Rhein'sch=Westfälischen Kohlensyndikats. März. Das unvorsichti mit Schutzwaffen hat wiel rdert. Gestern abend wurde ins h aus ein jungerMann aus Erlte h durch unvorsichtiges Hantieren saffe so gefährlich verletzt hatte, während der Nacht eintrat. u, 15. März. Erdgaslager. sarbeiten der Butfadinger Bahn in Eckwarden zur Gewinnung ind wiederholt Erdgasl Gestern entströmte dem Bohrloche örbarem Gebrause in einer Säule Meter Höhe Gas, sodaß die Arbe telle eingestellt werden mußten. die Ausströmung in derselben A Has brennt mit heller, reiner Flar lle nutzbringend verwerten setzigen Kommerzienrat Stollwerk 15. März. Kommerzienra erk, der Mitbegründer der ebr. Stollwerk A.=G., ist im im Sonntag gestorben. Ludwig Schokoladen= Alter von 35 TU Essen, 16. März. Kohlensyndikat beruft auf den tags 3½ Uhr, im Hotel Kaiser lung seiner Mitglieder ein. Au steht Beratung der Erneuer katsvertrages. Eigenartiger i der Zeche König wetter der riesige erung losgerissen. d, fand er an dem Abschluß nicht getige Kran, der mit zte mit DonnergeDer Kran mit seivollständig zerstört. mehrere Millionen. haden gekommen. n roher Gatte Karl Fuhrer aus bestrafter Mensch, örperverletzung vor zu verantworten. ft aus nichtigen bei Nachbarn Unm eine Kanne mit r seine Frau und ausschüttete. Das lvollen Schmerzen. Jahren und drei Sommersprossen zu entfernen geheure Forderung haben die Frandeutschland gerichtet. Der vielgenannte ollet hat dieser Tage an die deutsche eine Note gelangen lassen, in der nichts rlangt wird, als die Auflösung unserer Schutzpolizei. Als Begründung dieses wird geltend gemacht, daß die in militärischen Körper darstelle, der in alt überflüssig sei. Unterschlagungen. 16. März. Hier wurden vier Beamte n S t a d t h a u p t k a s s e w e g e n U n t e r s c h l a g u n g ren 100000 Mark verhaftet. Bei den jenen Geldern handelt es sich in der e um eingezahlte Lustbarkeitssteuern. Drei Kinder verbrannt. est, 16. März. Gestern sind hier 3 Kinlter von 3—6 Jahren, während die Mutifen war, in einem Zimmer verbrannt. er spielten mit Zündhölzern, wodurch die ng in Brand geriet. Als die Mutter nach m, fand sie die Kinder nur als Leichen befallen und mußte Berliner Bör vom 15. mitgeteilt vom Barmer Bank5% Deutsche Reichsanleihe Barmer Bank=Verein... Deuische Bank Dresdner Bank Hamb.=Amer.=Pak. Allgem. Elektr.=Ges. Baroper Walzwerk Bochumer Guß.... Bösperde Walzwerk.... Daimier Motoren urg Deutsche Kaliwerke..... Dynamit Elberf. Farbw... Essener Steinkohlen Ein Vorschlag der Teilung der den Die„Chicago Tribune" veröff neuen englisch=italienischen Reparatio nach wird die deutsche Schuld in zu teilt: Einen ersten Teil, der als r. anzusehen ist; dieser entspricht den alliierten Kriegsschulden. Der zwe Leutschland zur Last Ffällt und baldigst erfolgen soll, ist die Wieo mit 40 Milliarden Goldmark: 10 mark in Gold, 30 Milliarden Gold lieferungen. Die 10 Milliarden G innerhalb 5 Jahren durch eine inte: leihe aufgebracht werden. Die ruhe 65 Milliarden Goldmark soll nur der Gläubiger beglichen werden. Kommunistische Ausschreitungen Gotha, 15. März. Gelegentlich jungdeutschen Ordens in Thüring schweren Ausschreitungen. stadttheater Dortmund. ien für mehrere Tage um verändert. inig verändert. elfach heiter mit Wol! angenehm. rhaftung von bahnräubern. fs Bottrop waren fenster eingestiegen lagernden Lebenssächter den Schupdie Kerle die Tür n, es sei alles in Norgen stellte man aust hatten. Sie tel in Säcken forligte Polizei konnte uf ermitteln und zwei Burschen im Diese hatten den f insgesamt 50000 Für die Schriftleitung verantwortlich für Lokales und Provinzielles: F Schwerte beide in Sch Irrsinn bracht werden. Gelsenkirch. Berguo sind zu haben im Verlage dieser Zeitung sind zu haben Verlage dieser Zeitung Nachteil. Mancher zum Vorteil, sehr vielen ab ings nur dann, wenn sie sich gedankenlos r eine anders geartete Figur gedacht ist. bemühen, benvenzuerneg, zur 5ie meisten Frauen, wenigstens für die reiferen, wird die verlängerte Taille darin bestehen, daß sie den Gürtel vom natürlichen Taillenschluß ab nach unten legt. Das Aufliegen des Gürtels auf den Hüften kann nur für schante Erscheinungen in Frage kommen. Die Gürtel selbst ergeben den Tummelplatz reich begabter Phantasie. Manche Frau wird linschau halten iun Metallplättchen, Ringen und Kettchen, Perlen, Mantelkleid, das man neuerdings wieder Dileid“ benennt, wird auch in diesem Frühja Straßenkleid ist jetzt eigentlich auch der richtige Namen für ein Kleid, das man auf der Straße trägt, ohne es im geschlossenen Raum abzulegen. Den Namen„Mantelkleid“ erhielt es durch seine durchgehende Form, wobei gehendem Schluß eingerichtet war. Heute dagegen sehen wir Mantelkleider, die kleidverarbeitet sind. Immer aber sini auch hier die Linien einfach und schlicht. Die lose AutrelI,zornie pohrg sen, genn auch die anliegendere Frrm, dor auem eus anllegende Lelichen un die Wbunit.# der Frauen ringt. Zu dieser Machart des ghatten Leicheus snd maürlich## die weiteren Rockteile Bedingung, die meistens eingereiht oder ein=### gefaltet eingesetzt werden. Stets## jedoch müssen diese Rockteile in schlanker Linie ausfallen. Doch wie die Form auch gewählt wird, erste# Forderung ist die noch tiefer gelegte Taillenüinie und der nach unten erweiterte Aermel. Beide Forderungen müssen aber an der Figur wohl ausprobiert werden, soll die Erscheinung nicht zur Karikatur werden. Wer starke Hüften hat, sollte an Stelle der losen Kittelform se sich über den Platz voran die BrautNachhut. Mama und bestand darte zu geben. ,„ d a k o m m e n s i e! tausend! Und das sein sollen! Sauer! Und die Alte, uten Abend. Frau Zeldelich!“ bar zu, weil sie so das anliegende Leibchen wählen; hier kann dann der Rock kurz unterhalb der stärksten Hüfthöhe ansetzen, wodnich der höchste Punkt etwas ausgeglichen wird. Der Aermel erweitert sich nach unten, teits gleichmäßig von oben als Pagodenärmel, teils als ausladende, angeschnittene Manschette. Auch hier muß sich die Weite der Figur der Trägerin anpassen. Kleinere Erscheinungen müssen sehr vorsich tig sein, daß sie durch den langen, weiten Aermel, der den Arm länger erscheinen läßt, nicht zu klein wirken. Die lange Taille, der weite einmal entschieden ter, Marie Salanum so sorgfältiger r alles Gewobene, haushältliche Einrlaub und in LinKartin, ihr Mann, ten im Zeisig auch allein sie sagte, Kinder in ihrem hlafen und wachen es gut sei. Ein gleichmäßigeren, rauskomme; wenn erhausrat lebe, so r die Augen wohnMantelkleid in Kittelform mit Tressebesatz. Hierzu Vodach7313, Größe ll oder Ill, für 6 M. für Porto und Versand erhältlich. I Samconon-8. OOOicn 000 Caxl Braus in Schwerte. salander,„woher mir am Ende gebiliarpsychologie!“ e,„ich bin nicht zu empfieblt und besorgt die Buchhandlung n und Schnittmuster Bodachs Modenalben, Frauenzeitschriste irtsetzung folgt) Statt besonderer Anzeige. Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat, Muß scheiden! Heute Morgen entschlief sanst nach kurzem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte, gute Frau, meine liebe Mutter, unsere gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Aiuriha Eeschre, gro.kiouer im Alter von noch nicht 22 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Willi Teschke und Rngehörige. Schwerte, Slawoschin, Ofterönseld, den 15. März 1922. Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 3 Uhr vom evangelischen Krankenhause aus statt.[1218 n Ihast0 Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat, Muß scheiden! Heute Nacht 3 Uhr entschlief nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unser lieber, herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Neffe und Vetter, der handlungsgehilfe Walter Eroteihoihn im Alter von 22 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Grotensohn und Frau Wilhelm Grotensohn und Frau Fritz Grotensohn. Schwerte, den 15. März 1922. 1214 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 18. März 1922, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Fleitg1 mannsplatz 3, aus statt. Hausandacht! Stunde vorher. Gustin ist ein sehr felner SpeisestärkePuder, der in keiner Küche fehlen dart, um Milch, Früchte, Suppen, Saucen, Gemüse, Fette usw. sämig zu machen oder zu verdicken. Mit Gustin bereitet man Puddings, Cremes, Suppen, + Saucen, Kuchen, Torten, Milch- u. Frucht-Flammeris, - Ideale Kinderspeisen,Krankenspeisen aller Art. Iin Versuch wird jede Haustrau uins-. beiriedigen. Rezepte umsonst in den meisten Geschäften. Wenn nicht zu haben, schreibe man eine Postkarte an Dr. A. Oetker, Bielefeld. K N Ri Iavermindere ich die Kosten9 #• VOf, SChuhreparaturen“ Nur dadurch, daß ich„schwarze Schlen“ verwenden lasse. Dieselben sind zu haben bei H. HItsegrad, Schuhmachermeister — Senningrwex 26.— Spezialltät: Aufertigung ven orthopädischen Schuhen für Ketegebeschädigte. Zugelassen vom Versergungsamt Dortmund. Wohnungstausch 2 dimmer-Wohnung in Haspe gegen 3 Zimmer-Wohnung in Schwerte. Angebote unter C. 1192 an die Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ew'ge Ruh'; denkt, was ich gelitten habe, eh' ich schloß die Augen zu. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, gestern Morgen 11½ Uhr nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem „Leiden, meine innigst geliebte Frau, unsere berzensgute Mutter, Schwester,? Kusine, Schwägerin, Nichte und Tante, Frauheineichevirt im Alter von 47 Jahren 2 Monaten zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. die tieftrauernden hinterbliebenen. Westhofen, Lippe, Posen, 16. März 1922. Die Beerdigung findet Sonnabend um 5 Uhr vom Trauerhause, Bahnhofstr. 44, aus statt. Dame sucht gul möbliertes WodnTochwerikr opori=Prreingung? und Schlafzimmer 2 von 1906- K. V. ull ein er Zimmer kom. ein de. Ummmers Die Vereinigung feiert am Sonnabend, Eigene Bettwäsche vor-0 dem 18. März 1922, abends 8 Uhr, im handen. 10 1 Westfälischen Hof(Milberg) Offerten unter F. K.]0 ihr diesjähriges geschlossenes 1209 an die Geschäftsst.] Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief Dienstag Abend 11¾ Uhr sanft und gottergeben, nach schwerer Klankheit, vorbereitet durch den Empfang der heil. Sterbesakramente, unser guter Sohn, innigst geliebter Bruder, Schwager, Onkel; und Bräutigam slols hennitr ohste im blühenden Alter von 24½ Jahre. tiefer Trauer: Familie Franz henneböhle Ruguste Richter als Braut. Schwerte, Lüdensd d, 15. März 1922. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 19 März, nachmittags 3¼ Uhr vom Marienhospital aus statt. Das Seelenamt ist Montag Morgen 7 Uhr in der hiesigen Psarrkirche. Lesen Sie die neue zweimal täglich erscheinende billigste große Berliner Cageszeitung Herausgegeben von Heinrich Rippler Unter Mitardeit von Mar Winferberg, Eduard Spieß, Dilhelm v. Massow, Dr. Gustav Manz, Karl Strecher, Wilhelm Pastor, Burt Kram u. a. Bezugspreis monatlich Mart 15.— frei Haus bei 1eder Dostanstalt zu abonnieren(1. Dachtrag Dostzeitunggnste 1922). Drobeadonnement wird auf Dunsch für oie halfte des normalen frei Haus für Ma 3.50 geliefert. Bestedassen fur das Probeobonnement sind nur an die entenstehende Geschaftostelle zu richten. Dir ditten um gefl. sofortige Abonnemente. bestellungen und Bebanntgabe in befreundeten Kreisen. M.=S.-v.„Flügelrad“ Heute, Donnerstag, abends 9 Uhr im Vereinslokal„W stfälischer Hof“ (Milberg): Rußerordentliche General=Versammlung. Die sehr wichtige Tagessordnung wird in der Versammlung bekannt #K klängc 2 pozu die Meitglieder nebst Angehorigen freundlichst eingeladen werden. ∆ Der Vorstand. 12074 Alte und neue liefert schnellstens Die Frist für den Aufbrauch alter Frachtbriefe ist jetzt vom Reichsverkehrsminister bis zum 30. Juni verlängert worden. Es sind dies 1. die doppelseitig bedruckten, verkleinergegeben. Allseitiges Er#stenz und 2. die gewöhnlichen großen Frachtscheinen wird bestimmisbriefe, auf denen in der Bemerkung am oberen erwartet. Der Vorstand.(Rande die Worte„sowie das Ladegewich!“ 8 Uhr: Vorstandssitzung.(zwischen und„des Wagens“ nicht eingeschaltet ind. Wir haben noch einen Posten dieser alten Frachtbriefe auf Lager, besonders Eilfrachtbriefe, die wir billig abgeben. de die Sühner von unseren Gärten in der Schillerstraße fern zu hallen, da wir dauernd Gift legen. die Gartenbesihzer. Cabliau ohne Kopf, Pfd. 6.50 Schellfisch ohne Kopf, Pfd. 7 50 in blutfrischer Qualität. Fritz Nippus Markt. Ein in allen Arbeiten erfahrenes, tüchtiges#### Mädchen, mit guten Zeugnissen für kinderlosen Haushalt nach Hagen gesucht. —Zu ersragen bei Frau Luise Müller, Berghofen, Hörder Str. 129. Stachelbeersträucher zu verkaufen. 1210 Schäfer Schwerterheide Carl. Braus. UkirOl In Apotheken u Albogererterhallle beseiligt schnell sicher und schmerzlos ** lühnengugen V— vermast venwieten WWarzen. Arzfich empfahlen W A i l l i e n e r d a c h b e w ä h r t Drogerie Max Mehlhose, Schwerte. Für die Reparatur von Gasmessern tüchtiger# *Klempner ferner für die Reparatur von Wassermessern erfahrener Mechaniker od. Uhrmacher sofort. gesucht. 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Für sein Kirchlein„Mariä Gergiärgggge hatte i##n# der Abt einen alten Seitenaltar aus der Klosterlicch gebedect ein großes Bich Daß die alten helleGochen mie hen Lise in de Hoand kerus, Vorsesozen von d espiehe es ruchar, daß der Athos ein antikes Meisterwerk, das einzige, besäße, so stürmten die habgieBei diesem Meister lernte Korydaleus die Geheimnisse der Farbentechnik, aber erst nach Juhr Bilder von ihm Begeisterungssturme auf dem Atbos hervorgerusen hatten, zeigte ihm Parrhasios das Bild des schloß wie geblendet die Augen, es schien ein von vn Ziste in bezselhgen Frische und Kast ersalter, „Kopiere das Bild,“ befahl Parrhasios, du bist der Es wurde eine Lenwand ause nemt,. Ssenisen Bet. Nirmis aufoert gaseitung sn Jug für Zug, Ton für Ton dos hgez schaie, teien unerals es vollendet, konnte das Ange des Talen teinen Untere e spreche ich dich frei,“ sagte Parrhasios und richse seinen Schiler de Hund ve Phose be,; Apeitz, sei dein heiligster Besitz. Wahre das Geheimnis und sei Tauck ertich der Breihe Ggzaie heilsen Bildiahsigte alders als an die Flucht. Nur be Tezez ger i h imiuer weiter, burch Tgndv hersragt zag herauf, er verIII Tal. Die Nacht schwun, ver Lutz#####tucf, er barg sich in einem undurchdringlichen Dickicht und schlief. II Er träumte von goldener Freiheit und von unsterblichem Wieder war es Nacht. Der Flüchtling verließ sein Veund verduntelten die Sterne, ein„ inie salise Bie e über die walbigen Höhen.., hin. Er durste nicht anlst über dem enzauen Won, trozden die Wollenwand sich III bosten,„Schnelligkeit an dem Himmel vorschob. Schon : vit rosendg Schn zu seinen Häupten, Blitze zückten nieder. I rollte der Donner zu seinen 4# K, Blitze züc Da siel ein breiter, beihzit des gaugenhif nur blaue und samer Wanderer vergingen die Sinne, er sank um... Als er erwachte, war es tiefe Nacht um ihn her. Er Gewiöheit, als er Sttgpoh ihr auf ind jührteihn btrunter ins Kloster...... den Blinden, vom Blitz Geblendeten. Gemeinnütziges. Ler Kompf gegen schädliche Insekten. In den gen der Mückenplage und der Belästigung durch allerle. liches Ungezieser wird besonders eifrig der Kampf gegen schäde ove berdoer ign gen, Blatiagen vertrache werder, auf maehe als zwei Millarten Mak. E 1n Amerika Gesetze, die den Import von verseuchten Tieren verbieten, aber es gib: keine Bestimmungen, die verhindern, daß unter irgendwelcher Form Insekten, die auf Menschen, und Pflanzen eine Ansteckung übertragen können, eingeführt werden. Diese Schutzgesetze fordert man nun mit um so größerer Entschiedenheit, als die Ernten in New=Hampshire, Rhode=Island usw. wiederum von unersetzlichem Schaden bedroht waren. Bis jetzt hat nur Masachusetts gesetzliche Maßregeln engewandt, um sich vor dieser furchtharen Ftage zu sichern. In Frankreich hat Dr. die hauptsächlichsten Verbreiter des Sumpffiebers bezeichnet und die Notwendigkeit ihrer Bekämpfung als dringend hingestellt. Besonders in Paris ist die Mückenplage in einzelnen Bezirken für die öffentliche Gesundheitspflege höchlt. gefährlich. Hauptsächlich da, wo stehende Gewässer sie anziegen, hr die Müten ir ung Kurer Menge unt, gejschte, Man wirklich praktisches Mittel, sie ganz zu vernichten. Man hat es mit der Anwendung von Petroleum versucht und damit auch in Amerika, in Kuba und in Ismailia in ne###ten, wo die Rücken eine Sumpfieberepidenie erregt haten, 2200 Opfer forderte, große Erfolge erzielt. Das P###rolen tötet nicht nur die Insekten selbst und vernicktet die., sondern es erstickt auch die höchst gefährlichen Lurven.# Larven, die im Wasser leben, müssen an die Oberflache kommen, um mit Hilfe einer Köhre, die sich an dem hinteren Teile ihres Körpers befindet, Luft einzuziehen. Durch das Petroleum wird die Verbindung dieser Röhre mit der Luft verhindert und die Larve dadurch erstickt. Man hat auch Vergistung angewandt. Fernec sind die Goldfische sehr be gierig nach Mückenlarven. Auch gegen andere Inserten ein energischer Kampf Peyrusson ist der Ansicht, daß Flöhe die Tuberk tragen können, und man daher viel energischer als bisher gegen sie vorgehen müsse, der sauren Gurkenzeit.„Herr Tolior“, sagte der Setzerlehrling,„draußen steht ein Tagen nichts gegessen hat.“—„Hol' Redakteur,„wenn wir herauskriegen, wie er das fertiggebracht hat, dann haben wir wieder für eine Woche Soff!“ 0 S 8 355 5 5 5 S S 95 5 S e S 5 Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt=Annoncenblatt. Unterhaltungs=Zeilage zu Nr. 64 Donnerstag, den 16. März 1922 Aal Herserveral. Roman von Fritz Gantzer. 2. Fortsetzung.) oachim war müde und abgespannt, sein am Sinn war zergrübelt und zersorgt. Das # Bedürfnis nach Stille und Schlaf machte sich geltend. Wenn er doch eine Weile, eine Viertelstunde nur, hätte schlasen können, um für diese kurze Spanne Zeit aller Sorgennöte verzessen zu DürenI, rpofige zn ggmlel nicht. Es war alles Erregung, Nervosität in iym. De der ratternde, klappernde, schlagende Train, eine Fülle peinigender Geräusche erzeugend. scein, an chlaf war nicht zu denken. Mit einem harten Ruck fuhr er auf, strich sich über die schmerzende Stirn und griff wieder nach der Zeitung, di. er vorhin interesselos beiseite gelegt Auch jetzt durchblätterte er sie ohne Aufmerksamkeit und las kaum eine Zeile. Dann blieb sein Blick auf einem kaum eine Zeile. Dann blieb sein Blick auf einem Inserat hatten, das er zuerst stüchtig überflog und dann, gesesselt von seinem Inhalt und einem dadurch plötzlich in ihm angeregten Gedanken, au merksam noch einmal las. Eine helle Röte suhr über seine Stirmn. Erregt, iprang er auf und trat an das Fenster. Nun ja, er brezfgute, vom Zufall, es war eine Torheit, daran zu glausen. ]! Und es würde zudem doch nichts nutzen, wenn er sich um: ' diese Sache bemühte..... Aber man konnte schließlich nicht wissen. Es ging häusig genug merkwürdig zu im Leoen.... Und nun war sein Entschluß schon gefaßt. Den Ver uch wenigstens wollte er machen. Schlug er fehl, so war er höchstens um eine Enttäuschung reicher. Na, die würde er verwinden. Es war ja jetzt seine Spezi tät, Enttäuschungen zu erleben. Auf eine mehr oder weniger kam es also nicht an. Er nahm die Zeitung hastig an sich und steckte sie in die Brusttasche. Es war auf alle Fälle gut, sich daheim in Ruhe über die Sache völlig klar zu werden. Und wenn er sich da nicht gegenteilig entschied, würde er wohl übermorgen unterwegs nach Berlin sein.————— „* * Wirklich, es wurde ihm nicht schwer gemacht, bei seinem in der ersten Aufwallung gefaßten Entschluß zu Gleich in Idersiedt begann's. Iderstedt war die Bahnstation Hesselvördes. Man hatte von dort eine Stunde strammen Sandweg bis zur Klitsche der man erst das lebensgefährliche Pflaster der Iderstedter Gassen hinter sich wußte. Hinrich Baasch, der Kutscher, stand wie eine Trauerfahne neben den Gäulen, als Joachim aus dem Stationsgebäude trat. Sogar die Gäule schienen melancholischen (Nachdruck verboten.) geben. Sie ließen die Köpfe hängen Anwandlungen erg..... Sie ließen und starrten tieff.graggt Wolt Ihr eine Leichenkusche befördern: zusammen, und seine Säute hboibten de Odren, Herrf. soterte Hinrich in sch sch fe=, der 9nd zahrend. Er hatte das Geräusch binein, überrascht zusammen u.g.r..„gört, und nun blieb des einlaufenden Zuges völlig überhi “ die Antwort chuihg, 4.. piederholte Jaachim.„Steht überbaupt vom Erdboden verschwunden. Hinrich Baasch schiuckte heftig, räusperte sich umständch und faste donn:....3, herr.= und Hierauf „Das schon beides nich, gnä' eder Schweigen. Aug, Aber nichts= Gutes sheinDann alse wos.., zlich Dongerwetter einslbar. Na, aber so rede nun en#tu! Donn Da brachte er beraus, aonz trübsgis ang, gerebitz Bir habiu. swei unglug, gesterg Leig Fatterholen Buchswanoch mit ber die finge Vorbersesel zerisen. Der Pesturge und bot bso toschißen lasn. Heute worgen Tierarzt hat'in gleich, kotsuyewen.—in denn is nach ne hat'n der Schinder schon geholt. Un KZuhrbeis Kalben drausgegangen, um ganzen,; rechnete Retto achtzehubund und giß sich auf die Lippen. wenigstens ale noch vorhanden oder hat sich einer von uch auch bo, Den Heyr Gaigenhumor seines Herrn aldie Her uie beit egaghete ue aur ie hlagen wolte, wenn vuir ihm anlügen tärig, Tisgause eis er nich glauben wollte, daß der aud Herr Pnur ung Lang „So“, sagte Joachim von Brandt weiter gar nichts mebr...um Heimlehrenden.. Ideriedt lag schon dinter ven.. Die Pfllen in Er fuhr selbst. Es ging wie em Wezzn, gatte, in toller den Gleisen— Hesselvorge und Umgey... Stunden Erntewetterlaune einen dreimal vierundzwan; g anhaltenden begen, Pergewaltigung ihrer wägen Ruhe empörten sich über die Be.o.—„. zen und seinen beiden und warfen den Rossen, dem Wage — 1 S 258538 #E.288 S S•yE— SPg EoS S9.2o7 16.810 5 2 S 59— 5 5 * E # Insassen eine zahllose Menge von Kotscritzern nach. Hinrich Baasch, der hinten saß, hatte bereits nach zehn Minuten die halbe Landstraße auf dem Rücken. „Du mein Gotte doch,“ dachte er in angstvoller Bestürzung,„was is denn man bloß! Der Herr is woll ganz und gar... Es muß von wegen dem Fuchswallach und die Kuh sin.“ Zum Verschnaufen kamen die beiden Gäule überhaupt nicht. Sobald sie in eine gemäßigtere Cangart fallen wollten, klatschte die Peitsche anfeuernd über ihren Rücken hin, daß sie ruckartig aufs neue ansprangen. Joachim kehrte sich nicht daran, daß sie schon im Schweiß schwammen und der Gischt flockte. Er schien es überhaupt nicht zu sehen. Verbissen starrte er geradeaus.. Wie lieblich die unangenehmen Ereignisse sich häuften! Gerade so, als gäbe es auf der Welt weiter gar nichts mehr, als nur sie noch. Dort auf Wangerooge das glanzende Fiasko, das er Sybillens grenzenloser, unglaublicher Kurzsichtigkeit und Hartnäckigkeit zu danken hatte. Während seiner Abwesenheit Verluste in der Wirtschaft: der Gaul und die Kuh. Unter allgemein günstigen Verhältnissen wäre diese Sache des Aufregens nicht wert gewesen, abgesehen davon, daß keiner lacht, wenn ihm etwas Derartiges passiert. Aber er mußte ja schon beinahe rechnen wie ein Häusler, dem die Ziege krepiert. Dann diese eingesudelten Roggenmandeln, die da rechts und links vom Wege in langen schwarzen Reihen standen. Sollte man sich darüber etwa jreuen? Dazu sah es gar nicht so aus, als wenn das Wetter sich ändern würde. Die Luft war dick und schwül, und die grauen Wolken zogen wie Schafherden von Südwesien her hoch. Schließlich der letzte Bericht Hinrich Baaschs, das, was er von dem erzählt, der gestern abend auf dem Hofe gewesen war und mit dem Kaputtschlagen der Knochen gedroht hatte. Dieser unverschämte Kerl! Na, Klemke, der Inspektor, würde ja wohl nicht gezögert haben, ihm das Hoftor ziemlich deutlich zu zeigen. Denn Karl Klemke verstand mit dergleichen zarten Drohungen keinen Spaß. Kam man dem grob, so blieb er nicht fein. Aber gebessert hätte er dadurch nichts. Im Gegenteil! Denn nun würde Samuel Borscht keine Geduld mehr haben, sondern seine Hypothekengelder samt den rückständigen Zinsen zum 1. Oktober ohne Gnade verlangen. Und abermals bekamen die Gäule die Peitsche. Diesmal so hart und unerwartet, daß sie empört zur Seite sprangen und der Wagen aus den Gleisen flog. Hinrich Baasch schrie leicht auf. „Ja, wir kippen gleich um," wandte sich sein Herr hohnlächelnd zu ihm zurück.„Schreie gleich im voraus noch mal! Aber'n bißchen döller!“ Hinrich verstand die anzügliche Redewendung vom „Umkippen“ nicht. Er lächelte nur blöde und hielt sich mit beiden Händen fest. Der Herr mußte tatsäctlich... Nach einer Weile, als sie schon dicht vor Hesselvörde waren, nur die Dammwiesen mit dem Saum von Erlengebüschen zu beiden Wegseiten trennten noch, wandte sich Joachim Brandt abermals kurz zurück: „Morgen zum Achtuhrzuge den Wagen fertig halten!“ Verstanden?“ „Ja—woll, guä' Herr!“. So pflichtschuldig schnell und diensteifrig ergeben das auch herauskam, konnte sich Hinrich doch ein heimliches Kopfschütteln nicht verkneifen. Der Achtuhrzug war der Kurier nach Berlin. Was wollteder Herr jetzt in Berlin? Jetzt mitten in der Ernte, wenn auch einer mit augenblicklich nicht vorschriftsmäßigem Wetter? Wo er doch sonst nicht mal zu Besuchen in der Nachbarscheft Zeit hatte? Und nun schon wieder eine neue Reise, wo die letzte kaum zu Ende war? Ja, was hatte der Herr! Was war das mit ihm? Fast hätte Hinrich getragt, wenn der Respekt nicht gewesen.—— Ein Gefühl namhafter Erleichterung kam über Joachim, als er sich wieder von den vier Wänden seines Zimmers umschlossen sah. Die entsetzliche Stimmung der letzten Stunden verließ ihn. Er fühlte sich freier, dachte ruhiger. Wenn es sich so regeln ließ, wie er es erhoffte, konnte er Hesselvörde wenigstens ehrenvoll den Rücken kehren. Denn daß es ihm nicht blieb, daran war ja kein Zweifel mehr. Das optimistische Wort:„Heute ist heut“ ließ ihn der Zukunft vergessen. Ein Stück Fatalismus erfüllte ihn. An den Dingen, wie sie kommen sollten, war dach nichts zu ändern. Darum tat er klüger, ihnen kühn und gesaßt ins Gesicht zu sehen, als ihnen kopiyangerisch entgegenzuwarten. Die Lampe auf seinem Schreibtisch brannte so gemütlich und friedvoll. Den Bericht des Inspektors mit den Unglücksbotschaften in zweiter Auflage hatte er glücklich überstanden. Er war wieder allein, draußen verklang eben Klemkes gewichtiger Tritt unter den Fenstern. Er hob eine gemächliche Wanderung durch das Zimmer an, vom Schreibtisch quer durch den Raum, am Bücherschrank vorüber, bis zum Kamin und wieder zurück. Eine geraume Zeit tat er das, mit seinen Gedanken bei der beabsichtigten Reise und ihren möglichen Ergebnissen weilend. Dann zerschnitt ein Wagenrollen vom Hofe her seine Gedankenfäden. Gleich darauf knirschten Räder im Kies vor dem Hause. Und als er durchs Fenster sah, beobachtete er im letzten verrinnenden Licht des Tages, wie Graf Reedern eben vom Wagen sprang und zu ihm hinauf grüßte. Mit seinem Kommen hatte er heute nicht mehr gerechnet. Es berührte ihn unangenehm und raubte iym die Gelassenheit der letzten halben Stunde. Nun galt es, sich wieder mit Dingen zu beschäftigen, die er heute am liebsten nicht mehr erörtert hätte. Denn Reedern kam natürlich nur, um sich nach Sybille zu erkundigen... Nun saßen sie sich schon gegenüber. „Ich kam von Schreibershofen,“ sagte Reedern,— „sah an dem Licht in Ihrem Zimmer, daß Sie wieder zurück seien, und wollte nicht vorüber, ohne Ihnen guten Abend gesagt zu haben.“ „Nett von Ihnen“, erklärte Joachim. Und dann begann er mit Heftigkeit vom Wetter zu sprechen, das unglaublich boshaft, nie so sei, wie man es haben wolle. Es sei ein Skandal, daß die Ernte so einsudle. Vorläufig scheine es sich nicht ändern zu wollen; denn das Barometer falle immer noch mit rasender Schnelligkeit... Er sprach hastig, weitschweisig, erhob sich und ging zum Fenster, wo das Wetterglas hing, beklopfte es, als sei er der Wetterarzt und das Barometer ein verschnupfter Wetterprophet. „Schon wieder um ein paar Millimeter gefallen, sehen Sie, es ist keine Aussicht, keine Hoffnung... Die Ernte wird verfaulen, es gibt keinen trockenen Halm und kein einziges einwandfrei gutes Korn.“ „Aber, lieber Brandt,“ fiel ihm sein Besucher nun ins Wort,—„Sie sind ja ein Schwarzseher von der schlimmsten Sorte geworden! So kenne ich Sie ja überhaupt nicht. Seit wann regt Sie denn eine kleine Wetterkalamität so auf? Haben Sie das auf Wangerooge gelernt? Nun war er glücklich da, wo er hinwollte. Aber Joachim sträubte sich zu verstehen. Er blieb die Antwort auf die letzte Frage Reederns schuldig, holte Zigarren und erkundigte sich, ob ein Schluck Wein gefällig sei. Den Tabak nahm Reedern. Für Wein dankte er. Er könne sich nicht aufhalten. Seine Schimmel seien warm, wären auch unruhig. In ein paar Minuten müsse er fort. Er sei nur herangekommen, um sich zu erkundigen, wie es... Joachim ließ ihn nicht aussprechen. „Bitte, hier ist Feuer,“ schnitt er ab und hielt Reedern ein brennendes Streichholz hin...„Sie brennen noch nicht ordentlich... Die Zigarren müssen feucht geworden sein... Ist auch kein Wunder bei diesem Wetter... Das ist ja.. Reedern erhob sich mit einem Ruck und sah Joachim scharf an.. Hilt, mis Lissam m. „Aber nun wirklich Schluß, birte, mit diesem Wettergespräch! Das vertrage ich nicht länger. Tun Sie mir den Gefallen, Brandt, und reden Sie davon nicht mehr... Weshalb ich zu Ihnen mit herankam, wissen Sie ebenso gut wie ich. Aber merkwürdigerweise weichen Sie mir fortwährend aus.“ (Fortsetzung folgt.) 85 G 5 5 S 5 * 8 * 6 # S 8 30 E □ 3 S 55 □ 5 65 5 5 95 8 0 senkspruch. suicht Hollnung möcht' ich schöpfen aus dem langen gi#ch Dem Unglück ist die Holinung zugesellt. Furcht soll das Haupt des Glücklichen umschweden, Denn ewig wanker des Geichicker Gage. Schiller. r Mönch vom Ein Künstlermärchen aus Neu=Griechenland. von Aloys Kugler. (Nachdruck verboten.) Angelos Korydaleus war ein junger, hochbegabter Maler in Athen. Mit seinem Lehrer, der ihm nichts als das Handwerk beibringen konnte, reiste er im Lande herum, um die auf den Dörfern und Städten neugebauten Kirchen auszumalen. Nach einer alten Schablone wurden dort Jesus, der Kindersreund, Maria mit dem Kinde oder die Heiligen auf die nasse Kalkwand gepinselt, wie es der gute Alexandros Soutlos in Konstantinopel gelernt hatte. Was wußte er von Kunst; er besaß seine hundert Pausen; die ihm die Zeichnungen lieferten, und mit einigen geschickten Griffen and Kniffen zauberte er den Bedürfnissen des Landvolkes entsprechend seine Bilder hin. Anders war sein Schüler geartet. In Angelos' Adern floß ein heißes Künstlerblut. Als Sohn eines Kammerdieners war er im Hause eines reichen und gebildeten Phanarioten aufgewachsen. Dort hatte er nicht nur Werke der alten Meister, sondern auch Bilder moderner Franzosen, Deutscher und Spauier kennen gelernt. Er wollte malen wie diese, aber Meister Aexandros hatte ihn beruhigt: „Halte nur bei mir aus und lerne erst Freskomalen. So haben alle großen Künstler angefangen.“ Aber sie haben Dinge aus dem Leben um uns gemalt, das Land und Feld, den Wald und die Berge, wie sie wirklich sind, nicht wie Du, mit blauen Bäumen und rotem Himmel.“ „Gedulde dich, mein Sohn, du wirst auch se malen, aber lerne erst das Handwerk!“ Und Angelos Korydaleus geduldete sich, aber wo er ging und stand, zeichnete er sich auf kleine Blätter mit Rötel oder Kreide alles, was ihm besonders auffiel: einen Bauer aus dem Norden in der kurzen Jacke und der faltigen Fustanella, einen Jungen von der Akropolis, der gesälschte Altertümer an Reisende verkaufte, einen lausenden einen Neubau mit den Arbeitern, kurz, was er sah, wurde verewigt.„..-4aste 6e Sauf zu Galch Der gute Alexandros schuttelte den Kopf zu solchem unnützen Tun, aber er ließ den Jungen gewähren, denn obgleich er ihn nicht begriff, sah er doch, daß in ihm ein geniales Wollen nach Ausdruck rang. Nun geschah es, daß der Meister eines Tages in den Oeta, das Oxiagebirge berufen wurde, um dort eine altberühmte orthodoxe Kapelle zu restaurieren. Korydaleus mußte natürlich mit, denn er war bereits so weit ausgebildet, daß er selbständig Heilige und Engel malen konnte. Er malte sie sogar besser als der Meister, wie dieser sich in neidloser Selbsterkenntnis Der junge Künstler war beranscht von der Macht der Gebirgslandschaft er malte die starrenden Felsen, das Untergehen der Sonne und ein Gewitter, da: über den Oeta zog. Im Walde streifend, sah er einmal einen Holzhacker, der sich mit seinem Söhnlein nach getauer Arbeit zunr Abendessen auf den zersägten Stamm eines riesigen Nußbaumes gesetzt hatte. Der Alte hielt sein Kind zwischen den Knien und lehrte es die Hände salten und beten. Der heilige Joseph mit dem Jesusknaben, mußte Angelos denken, und schnell skizzierte er die Gruppe mit Rötel. Diese Momentaufnahme gesiel seinem Lehrer derart, daß er ihn bat, sie als Altarbild in der Octakapelle zu malen. Mit leidenschaftlicher Begeisterung ging Angelos ans Werk, er suchte seinen Holzhacker auf, proträtierte ihn und den Knaben, malte den zersägten Nußbaum und die Waldblöße, auf der er gestanden. Als er alles beisammen hatte, komponierte er den Karton, durchlöcherte die Konturen mit der Nadel und pauste die Zeichnung in das Mittelfeld des hohen byzantinischen Altars. Und nun ging er ans Malen. Wie er es von seinem Lehrer gelernt, strich er in schnellen Zügen al fresco das Bild herunter, er war so sehr von seiner Arbeit gesangen, daß er das Eintreten eines Fremden nicht bemerkt hatte. Es war ein Anachoret, der in einer der wilden Octaschluchten eine Einsiedelei bewohnte. „Gut, mein Sohn, was du da malst,“ sagte er, als Angelos einen Augenblick rastete,„aber noch lange nicht vollendet. Mit diesen Farben kannst du nicht arbeiten. Deine Technik ist plump, und deine Mittel sind schlecht.“ „Aber es sind dieselben Mittel, mit denen alle großen Meister der heutigen Zeit arbeiten,“ entgegnete der junge Pustrr.. 1 In 8 „Gut, die großen Meister der ilten Heir arbeitet mit anderen Mitteln. Freilich ist ihr Geheimnis niemandem da draußen in der Welt bekannt, und es wird es auch nie jemand erfahren. Denn die Besitzer der alten Technik hüten diesen Schatz äugstlich.“ „Wer sind die Besitzer?“ fragte Korydaleus mit ausgeregter Dringlichkeit... 82 Ml. 5 „Die Mönche aus dem heiligen Berge Athos. Dort habe ich Bilder gesehen, als ich zum Feste Panigyris gepilgert war, Bilder, wie sie lein Maler der Welt schaffen kann. Dort wird das Geheimnis des Apelles, des Protogenes, des Pausias und Zeuris ausbewahrt. Aber kein Sterblicher wird es über die steile, waldige Schranke des 9 Isthmos tragen, Mönch an. Ja, denn nicht der Mönch einmal die vertrant Bilder es nur dem darf der Laie sehen, und sie haben Bilder, die Mönche vom Athos. Der Anachoret Parrhasios bewahrt ein Alexanderbildnis con der Hand des Meisters Apelles, das einzige Werk der antiken Kunst, das in unsere Zeit hinübergerettet wurde. Werde Rönch, mein Sohn, und pilgere nach dem Athos, so wirst du unsterbliche Werke schaffen!“ Damit wandte sich der Einsiedler und ging von dannen. Angelos blieb wie im Traume zurück. Es erwachte in ihm ein fremdes Gefühl, eine gierige Sehnsucht nach der Unsterblichkeit. Er wollte den Klausnern des Athos ihr Geheimnis entreißen, aber nicht, um sich in den Waldiden und Felsschluchten des entlegenen Chersonnesos zu vergraben, sondern um seinen Ruhm in alle Welt zu tragen. nahte der August, wo das Fest der Panigyris geseiert wird. Nach dem Athos, nach dem Athos! Bei Nacht und Nebel entwich er seinem Meister, um dem Orte seiner Sehnsucht zuzustreben. Mit Tausenden frommer Waller erstieg er die unwegsamen Höhen und gelangte in die einsame Mönchrepublik auf dem Athos, die mehr als zwanzig Klöster umfaßt, Er klopfte bei dem Abte von Laura an und flehte um die Weihen. Der würdige Prälat wunderte sich über den schönen beidenschaftlichen Jüngling, der zu seinen Füßen lag und in glühenden Worten seine Sünden schilderte, der lieber verben, als in die Welt zurückkehren wollte. Er nickte freundlich und überwies den jungen Maler dem Novizenmeister. In strenger Pflichterfüllung, in wilder Selbstpeinigung tat er es allen zuvor, nur von dem Gedanken beherrscht, bald das Geheimnis zu erfahren und wieder über den Isthmos zu entkommen. Statt die Stunden der Ruhe zu benutzen, malte er unablässig Heiligenbilder, die ihm seine heiße Phantasie vorzauberte. Eine Versuchung des Herrn in der Wüste fesselte den Novizenmeister derart, daß er dem Abt das Bild vorlegte. „Er wird einer unserer ersten Künstler werden,“ meinte der Fürst des Klosters.„Ist er reif?“ „Wenn dieser nicht die Weihen verdient, so schließe ich alle aus,“ antwortete der Novizenmeister. „Gut, so soll er die Gelübde ablegen, dann bringe man ihn zu Parrhasios, damit er ihn in die Geheimnisse der Nachmittag Angelos die Nachricht des Abtes erhielt, hätte er vor Freude laut aufjubeln mögen: aber er bezwang sich. Er sank vor seinem Lehrer auf die Knie „D, mein Vater, ich bin unwürdig der hohen Gnade, —.