W ∆ 80 Zi Sdweter Zeiiang prcheint Whollé auher Feiertags. Bezugspreis monatlich 14.—M., bei der Post 14.— M., ohne Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1 mm hohe, 35 mm breite Jeile 20 pfg., auswärk 1.— M. Bei Wiederholungen elles hasanstean und ezischben dautunse. Iwanzsvergleichen beachten der gemachten Junungsbedingungen. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung Schwerter Oelksblatt Welthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schverter Zeitung" gewöhrt ihren Avonnenten für jeden mit Tok er denden Unfall gemäß ren Te. 500 Mork Anfall. Blggingen Druck u. Verlag o Carl Braus, Schweite Ruhr) Fernsvrech-Anschluß Nummer 6 Telegramm-Adresse: Braus, Scwerte(Ru r. d.sche##: Dortmund 2852, Hannover 21.74. Nr. 53 Freitag, 3. März 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Stimmungen, nichtswürdige Stimmungen! Dagegen gibt es nur ein Mittel: Mit zusammengebissenen Zähnen gegen den Strom schwimmen, in den uns das Leben geworfen hat; Taten! Wenn sie auch noch so klein und unbedeutend sein mögen, wenn sie uns nur das Gefühl geben, etwas zu schaffen, und den Trost, etwas geschaffen zu haben. Das wird wohl daher kommen, daß wir alle ein Fünkchen des großen Schöpfers in uns haben, das nicht stiröt und uns keine Ruhe läßt. Max Eyth. Im Hauptausschuß des Landtages wurde ein deutschnationaler Antrag auf Aufhebung der Zwangswirtschaft auch für Brotgetreide mit 16 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Für eilige Leser. Neuigkeiten aus Nah und Fern. Der Dampfer„Rothenburg“ der deutschen Orientlinie in Hamburg ist südlich von Samsoe gesunken. Die Besatzung rettete sich in fünf Booten. * In Wittenberge ist ein großer Einbruchsdiebstahl im Zollamt verübt worden. Die Diebe erbeuteten Zigarren=Banderolen im Werte von 1½ Millionen Mark. * Der Banknoten=Umlauf wuchs in der neuen Berichtswoche der Reichsbank um 42 Millionen, der Umlauf an Darlehnskassen=Scheinen ging um 111 Millionen zurück. Zur Förderung der Verkehrs=Beziehungen zwischen Stettin und Genua ist die Gründung einer deutsch= italienischen Arbeitsgemeinschaft eingeleitet. * Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten erklärte, daß das Gesetz, das den Frauen das Stimmrecht zuerkennt, konstitutionellen Charakter habe. * Einer Londoner Havas=Meldung zufolge protestiert die englische Regierung gegen die Flucht Dithmars und Bolz bei der deutschen Regierung. * Im Unterhaus wurde mitgeteilt, daß die griechische Regierung ihre Forderungen wegen einer englischen Kreditgewährung zurückgezogen habe. * Am Montag ist zum erstenmal nach 8 Jahren ein Schiff des Norddeutschen Lloyd, die„Seydlitz", im Neuyorker Hafen erschienen. * Der gestrandete deutsche Dampfer„Torcador“ ist am Montag nachmittag von 2 deutschen Bergungsdampfern slottgemacht worden. * Domkapitular Benedikt Hebel in Augsburg, der dem Reichstag bis 1918 als Mitglied der Zentrumspartei lange Jahre angehörte, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. * Der Verband der bayrischen Metallindustrie forderte seine Arbeiter auf, die Arbeit am Mittwoch wieder aufzunehmen. Wer der Aufforderung nicht nachkommt, gilt als entlassen. Der neue italienische Außenminister Schanzer ist aus Washington in Paris eingetroffen und vom Ministerpräsidenten Poincaree empfangen worden. Kranthaste Brulschenfurcht. Paris, 1. März. Die Kammersitzung wurde mit der Besprechung des Gesetzentwurfes betreffend Rekrutierung des französischen Heeres eröffnet. In der Kammer erklärte der Berichterstatter Fabry, alle Kammermitglieder seien Anhänger der kürzesten Dienstzeit, die möglich sei. Die Herabsetzung der Dienstzeit auf ein Jahr sei gewissen politischen Bedingungen untergeordnet, die die Regierung und das Parlament stellen müßten, so u. a. die Organisation einer ständigen Kontrolle in Deutschland, die Schaffung eines neuen Schutzvertrages, die Vorbereitung von Interventionsmitteln für den Völkerbund. Der Heeresausschuß sei der Ansicht, daß die 18monatige Dienstzeit notwendig sei wegen der politischen und technischen Bedingungen, die noch nicht erfüllt seien, die jedoch hoffentlich im Jahre 1925 Wirklichkeit geworden seien. Die materielle Entwaffnung Deutschlands in Bezug auf seine Kriegsmittel sei durch die Kommission Nollet in befriedigender Weise durchgeführt worden. Sie werde es bleiben, so lange die intesnationale Kontrolle ständig ausgeübt werden könne, allerdings gebe es noch viele versteckte(?) Waffen in Deutschland. Hierauf spricht der Berichterstatter von der industriellen Mobilisierung Deutschlands, die nach seiner Ansicht mobilisiert bleibt. Die deutsche Zivilflugzeug=Industrie werde sich nun aufs neue entwickeln können. Hier sei die Verantwortung der Interalliierten direkt interessiert, und die Notwendigkeit einer ständigen strengen Ueberwachung könne nicht geleugnet werden. Der Berichterstatter spricht dann von den deutschen Hochschulen, den deutschen Beamten und den deutschen Arbeitern und von dem Deutschland, dem auch das Heer angehört. Fabry erklärt weiter: Dieses Deutschland in Verbindung mit der Schwerindustrie bilde das Deutschland, das denke und handele. Es präge den Haß gegen Frankreich und Revanche. Stinnes und Ludendorff seien seine offiziellen Vertreter. Es gebe auch ein anderes Deutschland, von dem hauptsächlich in den arbeitenden Klassen gesprochen werde. Aber diese Leute würden selbst zugestehen, wenn man sie fragte, daß sie gegenüber dem ersteren ohnmächtig seien. Dann bespricht der Redner die Organisationen der Reichswehr, der Schutzpolizei und der technischen Nothilfe. Deutschland verfüge über wenigstens 250000 Mann hervorragender Cadres, von denen 100000 Mann in der außerordentlich vervollkommneten Armee und 150000 in Formationen eingeteilt seien, die für eine rasche Mobilisierung ausgerüstet würden. Diese Bédrohung entspreche keineswegs der, die entstehen würde, wenn der Friedensvertrag nicht ausgeführt werde. Also müsse ständig kontrolliert werden und man müsse eine Politik auf lange Sicht betreiben. Das Gleichgewicht in Mitteleuropa könne nicht gestört werden, solange Frankreich am Rhein stehe und gegenüber Deutschland eine genügend starke militärische Macht besitze. So bleibt die Notwendigkeit eines starken Heeres auch in Friedenszeiten. Die Kammer müsse sich für die erforderliche Heeresstärke aussprechen. Mutter wies das Kind, um Weiterungen zu meiden, in das Schlafzimmer, aber der Gendarm sorderte, immer den Browning in der Hand, die Rückkehr des Mädchens. Hilfé durch das Telephon herbeizurufen, verhinderte er. Als die Mutter die Tochter zurückbrachte, stand der Gendarm auf der halben Treppe. Plötzlich fiel ein Schuß.„Mutter, ich bin getroffen“, rief das Mädchen und sank die letzten Treppenstufen hinab. In der Wirtsstube mußte die Mutter das Kind entkleiden. Dem Gendarm, dem es zu lange dauerte, riß selbst dem Mädchen die Kleider vom Leibe und verließ, nachdem er sich selber die Wunde mehrfach angesehen hatte, das Lokal. Das Mädchen liegt lebensgefährlich an einem schweren Leberschuß im Krankenhause. In Portugal hat die Beratung über die ministerielle Erklärung mit einem Vertrauensvotum in der Kammer geendet.— In Lissabon sind ernste Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung in der Stadt getroffen worden. * Der Kanzler betonte einem Vertreter der Badischen Zentrums=Korrespondenz gegenüber, das Ziel von Genua müsse die Gesundung der europäischen und der Weltwirtschaft sein. Weitere Aeußerungen Dr. Wirths betrafen die nächsten Aufgaben des Reichstages. Die Kriegsbeschuldigten vor Ententegerichten. Ein Vorschlag Englands. London, 1. März. Nach einem Vorschlag Englands sollen die Kriegsbeschuldigten vor internationale Gerichtshöfe geladen werden, die in Frankreich, England und Italien ihre Sitze haben sollen. Diese Gerichtshöfe sollen jedoch lediglich die Aufgabe haben, die Fälle zu klären, zu untersuchen, und Strafanträge zu stellen. Das endgültige Urteil soll dann auf Grund dieses Antrages das heimische Gericht des Beschuldigten fällen. * Die Presseknebelung im Rheinland. Die jüngste Ausgabe des Amtsblattes des Kreiskommissars für die besetzten Rheingebiete bringt eine Zusammenstellung nach dem Stande vom 22. Februar, wonach die Verbreitung von nicht weniger als 40 Büchern und Druckschriften im besetzten Gebiet entweder vollständig oder zeitweilig durch die Rheinland=Kommission verboten ist. * Versuche Frankreichs zur Trennung Oesterreichs von Deutschland. TU Wien, 2. März. Die französischen Einflüsse für eine dauernde Trennung Deutschlands und Oesterreichs zeigen sich neuerdings in dem Bestreben der Polen, ein politisches und wirtschaftliches Sonderabkommen mit Oesterreich zu erlangen. Es werden der deutsch=österreichischen Regierung weitere Kredite in französischen Franken in Aussicht gestellt, wenn sie dieses Abkommen annimmt. Die deutsch=österreichische Regierung steht diesem Schritt, der bisher keinerlei offiziellen Charakter hat, ziemlich einmütig ablehnend gegenüber. Der deutsch=österreichische Gesandte in Warschau hat indes seiner Regierung eine Denkschrift überreicht. Darin bekont er den Wert und die Bedeutung eines österreichisch=polnischen Vertrages nach Art desjenigen von Lana, ohne auf den Umstand einzugehen, daß das Abkommen einen weiteren Schritt zur Isolierung Deutschlands im französischen Interesse bedeutet. Das Ortsklassenverzeichnis Und was der Feind uns angetan! Eine Dreizehnjährige von einem belgischen Gendarmen angeschossen. Die Ausschreitungen der belgischen Truppen in Duisburg übersteigen jedes Maß und immer spielt der Alkohol, der in Duisburg auch den Belgiern verboten ist, eine verhängnisvolle Rolle. Weil neulich in einer Wirtschaft einem belgischen Gendarmen Kognak verweigert wurde, verlangte er die Personenausweise der Wirtsleute und der dort anwesenden Gäste. Auch die noch nicht 14jährige Tochter des Wirts, die noch keines Ausweises bedurfte, wurde der Schikanierung unterworfen. Die ist nunmehr fertiggestellt, nachdem auch der Reichsrat am Dienstag endgültig entschieden hat. 1. Aus dem Regierungsbezirk Arnsberg sind u. a. von B. nach A aufgerückt: Wandhofen, Holzen, Billigst, Lichtendorf, Garenfeld, Syburg, Plettenberg, Nachrodt, Werdohl, Hülscheid, Fley, Halden, Herbeck, Holthausen(Kreis Hagen), Altenbögge, Bergkamen, Bönen, Herringen, Südkamen, Menden, Letmathe, Oestrich, Birkenbach (Kreis Siegen), Buschhütten, Dillhütten, Eiserfeld, Eisern, Ernsdorf, Ferndorf, Gosenbach, Neunkirchen, Salchendorf, Niederschelden, Struthütten. 2. Aus dem Regierungsbezirk Münster von B nach A.: Bocholt, Bockum, Hövel, Münster, Hervest, Holsterhausen, Werne.* 3. Aus dem Regierungsbezirk Minden von B nach A kein Ort. Nach B von C sind u. a. gekommen die Orte: Ahaus, Epe, Oelde, Ennigerloh, Neubeckum, Rheda, Coesfeld, Lüdinghausen, Wulfen, Ochtrup, Ibbenbüren, Minden, Herscheid, Valbert, Berchum, Evingsen, Finnentrop, Freudenberg, Werl, Hilchenbach, Allenbach, Bürbach, Eichen, Frellinghausen, Kredenbach, Krombach, Littfeld, Aschenbacherfurt. In Klasse C sind u. a. gekommen die Orte: Warendorf, Rinkerode, Ascheberg, Handorf, Lengerich, Geseke, Warstein, Salzkotten, Laer, Isselhorst, Hillegessen, Senne 1, Brakel bei Hörter, Eldagsen, Marienloh, Wever, Rimbeck, Scherfede, Rheda, Wiedenbrück, Holthausen, Freienohl, Balve, Bachum, Belecke, Sundern, Medebach, Niedermarsberg, Obermarsberg, Winterberg, Olsberg, Beringhausen, Gestwig, Banzel, Hosolpe, Maunicke, Burgholdighausen, Welschennest, Afolderbach, Gernsdorf, Büken, Mausthal, Lützeln, Oberndorf, Borgeln, Dinker, Eickelborn, Holtum, Ostbüderich, Ostönnen, Westbüderich. Fast alles übrige ist in Klasse D aufgerückt, in Klasse E ist sozusagen fast nichts verblieben. Industrie und Von sachverständiger Seite wird uns geschrieben: Der dem Reichstag vorliegende Arbeitsnachweis=Gesetzentwurf erstrebt die Monopolstellung der öffentlichen Arbeitsnachweise mit ausgesprochen behördlichem Charakter unter Schaffung eines äußerst kostspieligen, groß aufgezogenen behördlichen Apparates. Die ungehemmte Entfaltung unseres Wirtschaftslebens setzt Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt voraus, verträgt also nicht die vorgesehene Bürokratisierung und Schematisierung der Arbeitsvermittelung. Die Gefahr besteht, daß nicht mehr die besondere Eignung und Vorbildung des Bewerbers maßgebend ist für die Besetzung der oft mit besonderen Anforderungen und Eigenheiten verbundenen freien Stelle, sondern andere Rücksichten, oder letzten Endes das blinde Nummersystem Platz greift. Ernste Störungen des Wirtschaftslebens und schwere Nachteile und Schädigungen für die Leistungs= und Konkurrenzfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft wären die unausbleiblichen Folgen. Würde eine solche Regelung zur Tat werden, so wären die Qualitätsleistungen der deutschen Industrie, auf denen die Möglichkeit eines erfolgreichen Wettbewerbes mit dem Auslande ausschließlich beruht, in Frage gestellt; außerdem würden der Gesamtheit des deutschen Volkes kosten auferlegt, die mit dem für die Allgemeinheit oder für die deutsche Wirtschaft zu erwartenden Nutzen keineswegs im Einklang stehen würden. Der Gesetzentwurf bedarf daher bei der Durchberatung im Reichstag einer gründlichen Umgestaltung, für die in den nachstehenden, kurz zusammengefaßten Mindestforderungen die vom Standpunkt der Lebensnotwendigkeit der deutschen Wirtschaft unerläßlichen Richtlinien gegeben sind: 1. Notwendigkeit der Vermeidung aller irgendwie entbehrlichen Kosten und Vereinfachung im Ausbau der Arbeitsnachweis=Einrichtungen. 2. Errichtung von örtlichen Arbeitsnachweisstellen nur im Falle des nachgewiesenen Bedürfnisses; bestehende nicht gewerbsmäßige Arbeitsnachweis=Einrichtungen, die sich bewährt haben, sollten erhalten bleiben. 3. Beschränkung der öffentlichen Arbeitsvermittelung auf Arbeiter; die Vermittelung sämtlicher Angestellten muß der individuellen Behandlung vorbehalten bleiben. 4. Fernhaltung aller Aufgaben, die nicht zur reinen Arbeitsvermittelung gehören. 5. Ersatz der im Entwurf vorgesehenen Landesämter durch Bezirksausgleichsstellen in Anlehnung an einen schon vorhandenen größeren Arbeitsnachweis im Bezirk. 6. Ausschluß aller Zwangsvorschriften, die die Rücksichtnahme auf die Eigenart, sei es des Arbeitsuchenden, sei es der offenen Stelle, verhindern und zu einer lebenswichtige Interessen der heimischen Wirtschaft schädigenden Schematisierung führen müßten. 7. Berücksichtigung des Grundsatzes der weitestgehenden Selbstverwaltung durch die Interessenten. 1835 1851 1916 Aus Stadt und Land. Schwerte, den 3. März. Erinnerungen. f Franz der Erste, Kaiser von Oesterreich, in Wien(1768). Der Staatsrechtslehrer Franz von Liszt in Wien(F 1919). Königin Elisabeth von Rumänien(Carien Sylva) in Butarest(1843). ** Eine Einführung in das Familien= und Vormundschaftsrecht ist als Heft 11 der Schrifter der Volkshochschule vom Landgerichtsrat Karl Hagemann=Greifswald in der Universitäts=Ver lags=Buchhandlung Kabißsch u. Mönnich in Würz burg erschienen. All die Fragen, die das Bürger liche Gesetzbuch enthält über das Familien= und Vormundschaftsrecht werden behandelt und geläutert. Wir finden eine Einführung in das milienrecht, feener Kapitel über das Wesen der Verwandtschaft, über das Verhältnis zwischen El. tern und Kindern, die elterliche Gewalt des Vaters und die der Mutter. Weitere Kapitel behan deln das Gebiet des Vormundschaftswesens. Ein Anhang bringt noch Besprechungen der im BG enthaltenen Bestimmungen über Pflegewesen, uneheliche Kinder und den Gemeindewaisenrat. Mancher wird es begrüßen, wenn er sich an Hand einer Einführung in die rechtlichen Fragen des Familienlebens usw. einweihen kann. Die 97 Seiten starke Schrift kostet broschiert 8 Mark, bei Carl Braus, Buchhandlung. ** Wohltätigleits=Bazar. Wie schon kurz mitgeteilt, veranstaltet der Verband der kath. Vereine der Stadt Schwerte am 20. und 21. Mai in sämtlichen Räumen des Vereinshauses einen Bazar, dessen Reinertrag zum Besten des Vereinshauses und zur Beschaffung einer dingend notwendigen neuen Kirchenorgel Verwendung finden soll. Im Fröhlingschen Lokale tagte ein aus sämtlichen Vereinen zusammengesetzter Ausschuß der einen engeren Arbeitsausschuß wählte, dem dann die weiteren Vorarbeiten übertragen wurden. Dem Bazar soll die Idee eines Frühlings= bezw. Blumenfestes zugrunde gelegt werden und wird ausauf die Anzeige in heutiger das ganze Unternehmen in großzügiger Wei gebaut. Eine ganze Anzahl Damen und Herren haben sich bereits in den Dienst der guten Sache gestellt, und von allen Seiten bringt man der geplanten Veranstaltung das größte Interesse ent gegen. Das in großen Umrissen bereits festgelegte Programm stellt hochkünstlerische Darbietungen hiesiger und auswärtiger Kräfte in Aussichk, wel che diejenigen früherer Veranstaltungen vollständig in den Schatten stellen. Auch hinsichtlich der Stif tung von Gewinngegenständen, Blumen, Getränken, Ruchen und anderen leckeren Sachen findet der Ausschuß Verständnis und weitgehendes Entgegenkommen, sodaß auf das bestimmteste mit einem vollen Erfolg der Veranstaltung gerechnet werden darf.— Die nächste Sitzung des Arbeitsausschusses findet am Montag abend 8 Uhr im Lokale Specht statt. ** Musikverein Schwerte. Unter diesem Namen hat sich in unserer Stadt ein neuer Verein gebildet, der die Pflege der Musik auf seine Fahne geschrieben hat. Dem Verein gehören bis jetzt etwa 20 Musiker an, die durch fleißiges, regelmäßiges, stetes Proben sich immen mehr in der edlen Tonkunst vervollkommnen wollen. Die Leitung des neuen Vereins liegt in durchaus sachkundigen Händen, sodaß eine Gewähr für wirklich gute Darbietungen gegeben ist. Wir wünschen der Vereinigung, die einem schon lange empfundenen Bedürfnis entspricht, eine gedeihliche Entwickelung Seeee Martin Salander. Roman von Gottfried Keller. 34)(Nachdruck verboten). und verweisen Nummer. ** Haaß=Berlow=Spiele. Für die Vorstellung am Freitag gelten die grauen Karten und für die am Samstag abend die roten. Auf den Abonnementskarten ist die blaue Zahl für die Vorstellung am Freitag und die rote für die am Sonnabend. Für den Samstag nachmittag werden nichtnummerierte gelbrote Karten ausgegeven; zu dieser Vorstellung sind noch Karten zu haben, ebenso für die Samstagabend=Vorstellung. Bei Beginn des Spiels werden die Saaltüren geschlossen, um Störungen zu vermeiden. * Die gefährliche Sonne. Nanu! So etwas gibt es auch, eine gefährliche Sonne? Jawohl, lieber Leser. Dabei sei hier nicht daran gedacht, daß die Sonenstrahlen so manch kostbarem Möbelbezug oder manch farbenfroher Tapete zu Leibe gehen. Nein, dagegen braucht man sich im Februar noch nicht zu schützen. Im Gegenteil, jetzt kann man nur seine helle Freude daran haben, wenn die Sonne sich oft und lang in unseren Zimmern zeigt. Aber wovor man sich jetzt hüten soll, das ist eine Ueberschätzung ihrer Wärmekraft in dieser Jahreszeit. So mancher hat sich schon durch ihr freundliches Locken dazu verleiden las sen, den dicken Winterrock an den Nagel zu hängen, hat dann diese Leichtgläubigkeit mit einer tüchtigen Erkältung bezahlen müssen. Ein guter in dieser Jahreszeit. So mancher hat sich schon durch ihr freundliches Locken bazu verleiden lassen, den dicken Winterrock an den Nagel zu hängen und hat dann diese Leichtgläubigkeit mit einer tüchtigen Erkältung bezahlen müssen. Ein guter alter Rat besagt bekanntlich, daß man die Winterfleidung spät anziehen, aber auch spät wieder ablegen soll. Vor allem sei auch unsere Jugend gewarnt, die sich in der Freude über die frühlingsmäßige Wärme in frohem Uebermut auf den Rasen oder auf den Bordstein setzt zu fröhlichem Spiel. Um die Erde nach langem Wintershlaf richtig auszuwärmen, dazu reicht die Kraft der Februar=Sonne nicht aus, auch wenn sie es noch so gut meint. Man halte daher die Kinder an, sich jetzt im Freien recht viel Bewegung zu machen und schärfe ihnen ein, alles Sitzen auf Rasen oder Steinen zu unterlassen. Sonst gibt es einige Tage Stubenarrest, oder Doktorbesuch mit bitterer Arznei. ** Kaffee als Hausmittel. Während den meisten unserer Leser die Heilwirkung des Kaffces nur bei jenen Zuständen bekannt ist, bei denen ein saurer Hering dieselben Dienste tut, gibt es tatsächlich mehrere ernste Krankheitserscheinungen bei denen durch starken Kaffee Linderung und Hilfe zu erzielen ist. So bewährt sich Kaffee vorzüglich bei Neigung zu häufigem Erbrechen, bei akutem Darmkatarrh nach vorausgegangener Erkältung des Unterkörpers, bei mancherlei Vergiftungen und bei kopfschmerzen infolge Blutleere des Gehirns. Namentlich letzteres Uebel, wegen dessen man selten einen Arzt aufsucht, läßt sich mit einer Tasse schwarzen, un gesüßten, starken Kaffees rasch beheben. Bei kopfschmerz stellt man Blutleere des Gehirns durch bleiches Aussehen und kühle, feuchte Gesichtshaut fest; Blutandrang dagegen— bei welchem Kaffee nicht angebracht ist— durch Rötung des Gesichts und Anschwellen der Stirnadern.— Brüht man gemahlenen Kaffee statt mit Wasser mit kochender Milch auf, so wird dies Getränk gern von jedem genossen, der reine Milch nicht verträgt, und man kann auf diese Weise schwachen Personen große Mengen Milch zuführen, ohne daß der dabei mitzugeführte Kaffee erheblichen Schaden tut. ** Hennen, 2. Marz. M.=G.=V.„Westsalia In der letzten Generalversammlung, die in der „Post“ stattsand, wurde an Stelle des bisherigen 1. Vorsitzenden Fr. Heyng, der eine Wiederwahr ablehnte, Herr D. Albrecht zum Vorsitzenden gewählt, als 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung Herrn Wilh. Voß. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. In Anbetracht sei ner Verdienste um den Verein und seine B7jahrige Mitgliedschaft wurde Herr Heyng zum Ehrenmitgliede ergannt.— Am 26. Juli dieses Jahres wirv der Verein ein größeres Gesangfest veranstalten, wozu mehrere auswärtige Vereine eingeladen werden; das Fest soll in der Nähe des hiesigen Bahnhofes gefeiert werden. Der Verein zählt jetzt 29 aktive und 46 passive Mitglieder. Der Jahresbeitrag wurde gleichmäßig auf 18 Mark festgesetzt. Aus den Provinzen. Dortmund, 2. März. Auf Grund einre Ausschreivung des Eisenbahnbetriebsamtes 3 in Dortmund zur Vergebung der Erdarbeiten für die Herstellung des Bahnhofes Lünen=Ost(Anschüttung von 25000 Rubikmeter usw.) hatten 19 Firmen An gebote eingereicht. Das niedrigste lautete auf 484080 Mark, die beiden höchsten auf 1 503 969 und 1 507110 Mark. Dortmund, 2. März. Jung verdorben. Hier wurden drei Schüler festgenommen, weil sie von Geschäftswagen auf den Strecken DorstfeldMarten und Dortmund—Huckarde fortgesetzt Waren gestohlen und verkauft hatten. Als Hehler kommt ein Reisender Otto Böhnke in Frage. Hagen, 2. März. Völlig ausgeplündert wurde im Dezember 1920 eine an der Bergstraße gelegene Villa; die Einbrecher erbeuteten ilberzeug, Schmucksachen, Teppiche usw. im Gesamtwerte von etwa 120000 Mark. Erst nach lan ger Zeit wurden die Einbrecher in den Personen des berüchtigten Verbrechers Leushake aus Dortmund und des aus dem Zuchthause vorgeführten Gewohnheitsdiebes Tepel, als Hehlerin die Geliebte des L. ermittel und festgenommen. Leushake, der übrigens vor Jahresfrist in Dortmund einen Mann erstochen hat und angibt, geisteskrank zu sein, sich auf nichts mehr besinnen will, wurde zu drei Jahren, Tepel zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, die Geliebte des L. wurde mit Rücksicht auf ihr Geständnis zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Arnsberg, 2. März. Ein Riesenprozeß. Eine Schwurgerichtsverhandlung mit etwa 80 Angeklagten und über 100 Zeugen wird sich hier in nächster Woche abspielen. Es handelt sich um die bekannten Krawalle und Plünderungen in Siegen und Weidenau im vorigen Jahre. Der Sitzungssaal im Landgerichtsgebäude ist für die Sache zu klein, so daß man den Rathaussaal benutzen muß. Bocholt, 2. März. Reiche Beute. Mit der Tochter eines hiesigen Pferdehändlers, sowie etwa 80000 Mark aus dessen Kasse und 10000 Mark Geldern eines Fußballklubs ist seit Sonntag ein Tscheche namens Sidon Steylik verschwunden. Der Tscheche war hier vor Jahresfrist aufgetaucht und hatte es verstanden, sich in das Vertrauen gut gestellter Kreise einzuschleichen. Es wird vermutet, daß sich das Paar nach Oesterreich gewandt hat. Bochum, 2. März. Tödlicher Sturz. Der Buchdrucker Heinrich Haas stürzte in seinem Wohnhause die Treppe hinunter. Dabei fiel er so unglücklich auf den kopf, daß er bald darauf starb. Buer, 2. März. Die Freude der jüngsten Großstadt. Die Taufe des hundertjährigen Einwohners der jetzigen Großstadt Buer, des Töchterchens des Bergmanns Lamche, seines elften Kindes, vollzog sich in seierlicher Weise in der evangelischen Kirche in Buer=Hassel. Die Patenschaft hatten Oberbürgermeister Zimmermann und Frau Bürgermeister Ruhr als Vertreter der Stadt, Vertreter der Berginspektion und der Wohlfahrtspflege übemnommen. Das Kind wurde auf den Namen„Gerda Bueronia“ getauft. Elberfeld, 2. März. Ein eisersüchtiger Zigenner. Hier hat der 22 Jahre alte Zigenner Paul Häuschen seiner Ehefrau aus Eifersucht die Pulsader durchschnitten. Die Verletzungen der Frau sind lebensgefährlich. Der Täter wurde verhaftet. Elberfeld, 2. März. Weitere 70 Millionen Mark für 400 Wohnungen. In einer Besprechung der Stadtverwaltung mit den Organisationen der Arbeitgeber wurde mitgeteilt, daß die Stadtverwaltung beabsichtige, in diesem Jahre 400 neue Wohnungen herzustellen, die etwa 70 Millionen kosten werden. Seit 1919 sind 850 neue Wohnungen gebaut, 450 Wohnungen instand gesetzt und 75 Millionen Mark verausgabt. Augenblicklich fehlen noch 3400 Wohnungen. Koblenz, 2. März. Brandunglück. Bei einem Brande; in einer Wohnung in der Josefsstraße sind in der letzten Nacht ein Junge und ein Mädchen ums Leben gekommen. Aus dem Eine russische Universität in Berlin. Berlin, 2. März. In Berlin fand eine Versammlung der in Deutschland lebenden russischen Professoren statt, in der die Gründung einer russischen Volksuniversität beschlossen worden ist.— Die ersten Vorlesungen werden schon Anfangs März beginnen. Zur Mitarbeit an der Organisation der Universität wurde beschlossen, die in Berlin bestehende Verbindung der russischen Studenten heranzuziehen. Der neue Bischof von Trier. Mainz, 2. März. Wie die„Fr. Ztg. aus Aachen erfährt, ist der Weihbischof Bronemann aus Aachen vom Trierer Domkapitel zum Bischof von Trier gewählt worden. „Ein neuer Verein“ oder ein Fastnachtsscherz? Am Fastnachts=Dienstag ging durch die Blätter folgende Nachricht: In das Dresdener Vereinsregister wurde unter dem Namen„Verein Haus Wettin, Albertinischer Linie“ ein Verein der Mitglieder des früheren sächsischen Königshauses eingetragen. In den Satzungen heißt es, daß König Friedrich, Kronprinz Georg, die Prinzen Friedrich Christian, Ernst Heinrich, Johann Georg und Mar und die Prinzessinnen Immaculata und Marhilde beschlossen haben, zu einem Verein des Bürgerlichen Rechtes zusammenzutreten. Er erstrebt die Pflege christlicher Weltanschauung, der Liebe zum deutschen Volke und Lande und zur sächsischen Heimat, Wahrung der Familienehre und der Traditionen, gegenseitige Unterstützung durch Rat und Tat, Verwaltung des Familieneigentums und des Archivs. Vorsitzender ist der frühere König. Das größte Braunkohlenvorkommen. Leipzig, 25. Febr. So wenig glaubhaft es klingen mag, ist es Tatsache: Das größte Braunkohlenvorkommen der Welt befindet sich unmittelbar vor den Toren der Stadt Leipzig. Die genauen Messungen haben ergeben, daß an der Eisenbahnstrecke Leipzig—Hof in einem Flächenraume von 12 Quadrat=Kilometern mächtige Kohlenflöße von 7—18 Meter Durchmesser lagern, die dem Tagebau zugänglich sind, weil sie höchstens in einer Tiefe von 40 Metern festgestellt sind. Der Freistaat Sachsen wird den Abbau in eigener Regie vornehmen. Man schätzt den zu „Das mußt du nicht von der Seite allein nehmen. Es ist in Gottes Namen einmal geschehen, ein neuer Fall von Menschengeschichten, woher sollen diese herkommen, wenn es nicht immer neue Erscheinungen gibt? Vielleicht ein lumpiges Lustspiel, vielleicht ein erbaulich ernsthaftes Schicksal!" „Und wie steht es nun? Wie soll es werden?" „Wie ich dir sagte, sie erklären, von den Zwillingen nicht zu lassen, sie meinen, aus ihnen zu machen, was sie wollen und was gut sei! Daß aber der Verkehr in bisheriger Weise aufhört, dessen bin ich ziemlich sicher. Denn als ich ein Wort von Enterbten fallen ließ, fühlte ich deutlich, daß die Herrschaften mürbe wurden. Ich mußte es tun, weil ihrerseits bereits das Wort Volljährigkeit gefallen war.“ Frau Salander wurde in diesem Augenblick totenblaß und griff nach der Seite, wo das Herz hängt. „Enterben!“ wiederholte sie mit jammervoller Stimme,„kannst du denn das wegen einer solchen Sache?“ „Eigentlich wohl nicht leicht" erwiderte Martin möglichst ernsthaft,„ein guter Advokat könnte indessen einen unordentlichen Lebenswandel, fortgesetztes Mißachten und Hintergehen der Eltern, Kinderundank und dergleichen schon so herausdrechseln, daß es durchzusetzen wäre vor nicht allzu scharfsichtigen Richtern.“ Marie Salander packte ihr Strickzeug zusammen. Es rannen ihr Tränen über die Wangen, die sie nicht beachtete. „So weit ist es schon gekommen“, sagte sie, indem sie die Lampe löschte und den Leuchter zum Schlasengehen ergriff,„so weit, daß in diesem Hause ein solches Wort ertönen muß! Zwei Kinder verlieren!" Martin stützte und führte die schwankende Frau und tröstete sie im Gehen: „Ei, bedenke doch, ich müßte ja tot sein, wenn das Testament eröffnet und angegriffen würde! Wenn ich unter dem Boden den Prozeß gewönne, so könntest du und dein Sohn Arnold den Mädchen alles wieder zurückgeben!" Isidor und Julian Weidelich waren sehr erschrocken und kleinlaut in der dunklen Straße hinter der Gartenmauer gestanden und dann einig geworden, nach dem Singhause zurückzukehren, ihre Abwesenheit eher zu vertuschen. Sie setzten sich, als sie hörten, daß immer noch geübt wurde, in ein Trinkstübchen, in welchem sich pansierende Sänger erfrischten, und sie taten, als ob sie die ganze Zeit über vorhanden gewesen wären. Dann schlugen sie erst den Weg nach dem Zeisig ein, wo im elterlichen Hause für jeden ein artiges kleines Studierzimmer gebaut und eingerichtet war. Nach und nach fanden sie Worte, von dem Er eignis dieses Abends zu reden, wurden aber nicht recht klug daraus. Fur sie ragten vornehmlich zwei Di Linge aus dem Abenteuer heraus: die Aufrechtung ihrer verlobten Bräute wegen der Liebe aus Habsucht, ehe der Vater kam, und die Drohung des letzteren mit Enterbung der Töchter. Beide Punkte standen in unheimlicher Beziehung zu einander. Die Fräulein wollten nicht des Vermögens wegen geliebt sein und der Vater ihnen dasselbe entziehen, wenn sie sich überhaupt lieben ließen. Aber konnte denn der Alte sie wirklich enterben? Ueber diesen Gegenstand waren sie als angehende Notare schon von einiger Erfahrung, der betrefsende Abschnitt des Erbrechtes ihnen geläufig. Das Ergebnis des Ratschlages fiel auch ziemlich verständig aus: sie fanden, es dürfte besser sein, sich den Geboten des Herrn Salander zu fügen und die Zusammenkünfte mit den Töchtern einzustellen, um die Frage jedenfalls nicht zu verschärfen. Sie hielten dafür, daß die Mädchen auch keine Neigung hätten, die unbestimmte Gefahr herauszufordern, und von der Volljährigkeit allein nicht leben könnten, wenn es zum Bruche mit den Eltern käme; und sie fürchteten die Mutter noch mehr als den Vater. Dagegen wollten sie einen schriftlichen Verkehr einführen und so die Zeit erwarten, die ihre Aussichten und Hoffnungen krönen würde. Der Treue der beiden Geliebten waren sie ja sicher, wie ihrer eigenen, und indem sie über diese Seite der Angelegenheit ein paar jugendliche Redeblumen von leichter Bauart in die Verhandlung streuten, nahm diese den wunderbarlichsten Ton von der Welt an. Und doch war es ihnen auch hiermit Ernst, da es ja sonderbar hätte zugehen müssen, wenn so junge Gesellen keines dankbaren Gefühles für die Hingabe eines solchen Schwersternpaares fähig gewesen wären. Zu Hause wollten sie den Vorfall verschweigen, damit die Mama nicht neue Verwirrung stifte. 9. Im Salanderschen Haushalt schien der gute Hausgeist der Unbefangenheit irgendwo krank zu liegen. In Erwartung eines schweren Tages hatten Setti und Netti, die in jener Unglücksnacht nicht geschlafen, einander gelobt, dem Gerichte der tief verletzten Mutter mit kindlicher Bescheidenheit aber auch mit wandelloser Treue dem erwählten Geschicke standzuhalten. Als sie am Morgen in der Familienstube erschienen, sagte niemand ein Wort, und auch als der Vater fortgegangen und sie mit der Mutter allein waren, schwieg diese beharrlich von der Sache, gab auch nicht den geringsten Anlaß, den die Töchter zu einer Beichte hätten ergreifen können. So ging es den Tag hindurch, den folgenden Tag und alle anderen Tage. Die Mutter begrub ersichtlich für sich das Unheil in die Nacht des Schweigens, um es so zu vernichten, im Glauben, daß es gelingen müsse. Der Vater tat auch, als ob er es rein vergessen hätte, und nur die Magdalene flüsterte ihnen zweimal zu, sie dürfe nicht davon sprechen, wenn sie nicht fortgeschickt werden wolle. Arnold schrieb, wie gewohnt, nach Hause, bald an die Eltern, bald an die Schwestern. Die Briefe an Vater und Mutter wurden offen herumgeboten, lein Wort verriet darin, daß er etwas von dem Kummer der Mutter wußte, und was er an die Schwestern schrieb, war ebenso ahnungslos und brüderlich ungeniert, wie von jeher. Wenn sie ausgingen, so bemerkten sie nicht die kleinsten Zeichen einer Ueberwachung; man fragte gar nicht, wo sie hin wollten, und noch weniger sah ihnen jemand nach. Kehrten sie zurück, so kümmerte sich niemand darum, wo sie gewesen seien, wenn sie es nicht selbst sagten. (Lortsetzung folgt). eise in der Die Patennermann und er der Stadt, Wohlfahrtse auf den Narsüchtiger #e alte Zigenius Eifersucht rletzungen der ter wurde ver70 Milungen. In ung mit den rde mitgeteilt, ge, in diesem ellen, die etwa 1919 sind 850 jungen instand sgabt. AugenK. nglück. Bei in der JosefsJunge und ein Viertelerfa milliarde raum von—. die Gesamtanlage so großzugig wie nirenden Kohlenreichtum auf etwa eine Tonnen, die man erst in einem Zeit100 Jahren abzubanen gedenkt, obBerlin. fand eine Verenden russischen ung einer russiorden ist.— Die Anfangs März Organisation der ie in Berlin beStudenten herTrier. „Fr. 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Die Tagesforderung *„ auf 7000 Tonnen gleich 700 Eisenbahn= wir# un wagen geschätzt. Da die richtige Ausnutzung der hochwertigen Braunkohlen im Interesse der na tionalen Wiedergenesung eine Notwendigleit und Pflicht ist, wird das Riesenwert neben der Be lieferung der nahen Leipziger industriellen An lagen vor allem auch ein Großtraftwerk verforgen, das mit einer Erzeugungsmöglichkeit von 1200000 Kilowatt das ganze westsächstsch=thüringische Industriegebiet mit Energie beliefern wird. Daneben werden auch Brikettfabriten errichtet, die ebenfalls in iher Größe alle auf diesem Gehiete existierenden Anlagen in den Schatten stellen werden, denn die Tagesproduktion ist allein schon auf 100 Eisenbahnwagen Brilett errechnet. Die Belegschaft arbeitet bereits in drei Schichten, um das gigantische Unternehmen des Staates. sobald als irgend möglich in das Stadium des Vollbetriebes hinüberzuführen. Weltrundschau. Niedriger hängen müssen wir immer wieder das niederträchtige Verhalten Englands gegenüber deutschen Reisenden in der Welt. Sie dürfen in keinem englischen Hafen an Land gehen, auch nicht die Damen, selbst nicht bei mehrtägigem Aufenthalt des Schifses. Und diese verächtliche Behandlung müssen wir uns noch 3 Jahre nach Friedensschluß gefallen lassen Namenllich die Angehörigen der Missionsgesellschaften, die noch dazu wegen der unerschwinglichen Reisekosten jetzt im Zwischendeck fahren, leiden unter dieser frechen Maßregel. Und noch keine Stimme englischer Christen oder Missionsleute hat dagegen öffentlich Einspruch erhoben. Warum nicht? Vom Zionismus. Der Schnellersche„Bote aus Zion“ berichtet vom neuesten Zionistenkongreß. Dieser zeigte, daß die Schwierigkeiten der Judenansiedlungen in Palästina übergroße sind. Die jüdischen Kreise, besonders die amerikanischen Juden, lassen es an der Darreichung der nöligen Mittel fehlen; die Araber in Palästina wehren sich mit diplomatischen und mit Gewalimitteln gegen ein Weitergreifen der jüdischen Einwanderung; auch der Papst hat sich energisch gegen eine Zurückdrängung der bisher in Palästina blühenden religiösen Gruppen, Christen und Mohammedaner, ausgesprochen. Die Engländer verboten angesichts all der Schwierigkeiten zunächst die jüdische Einwanderung; und die Zionisten selbst minderten ihre Hoffnungen auf die Ansiedlung von Millionen von Juden zunächst auf 100000 bis 300000 herab. Schwerter Wochennachklänge. In der vergangenen Woche tauchten Nachrichten über die ersten Frühlingsboten auf, ein Ereignis, das nach dem hinter uns liegenden Winter erhöhtes Interesse in Anspruch nimmt. Nun handelt es sich bei diesen ersten Frühlingsboten keineswegs um die üblichen Redaktionsschmetterlinge, die sich durch die ersten wärmeren Sonnenstrahlen verlocken ließen, einen Flug ins Freie zu unternehmen, sondern um weit wichtigere Lenzesboten und zwar um die Stare. Nach einem alten Volkswort sollen die ersten Stare am 18. Februar eintreffen. Das ist in diesem Jahre auch prompt der Fall gewesen. Aus einer ganzen Anzahl Ortschaften liegen Nachrichten vor, daß die Stare eingetroffen sind und ihre alten Wohnungen besichtigt oder neue zu bauen in Angriff genommen haben. Da kann der Lenz also nicht mehr lange auf sich warten lassen. Darauf läßt der Verlauf des St. Matthiastages(24. Febr.) schließen, von dem es in einer Bauernregel heißt, daß er das Eis breche. Auch das ist in vollem Umfange eingetroffen, so daß wir alle Ursache haben, frohen Mutes den kommenden Dingen entgegenzuschauen. Das Verschwinden der Schneedecke läßt auch langsam an die kommenden Arbeiten in den Gärten denken. Die Samenhandlungen haben sich bereits eingedeckt mit neuem Samen aller Art, der nun seiner Bestimmung harrt. Ehe er in die Erde kommt, werden allerdings noch einige Wochen vergehen. Zuvor gibt es noch einige andere Arbeiten zu erledigen. Der Sturm zur Jahreswende hat so manchem altersschwachen Gartenzaun arg mitgespielt und in manche Laube große Löcher geblasen. Und was der Sturm nicht tat, erledigte in vielen Fällen die anhaltende Feuersnot, der alich mancher Gartenzaun zum Opfer fiel. Doch die frohe Hoffnung auf neues Leben und neue Ernte hilft über vielen Verdruß hinweg. „In jedem Jahr gibt es einen FebruarSonntag, an dem man im Freien sitzt!“ Bei warmem Sonnenschein war der letzte Sonntag ein wahrer Frühlingssonntag. Wenn auch der Boden noch sehr durchlässig und naß ist und man auf schmutzige Schuhe nicht sehen darf, ist eine Wanderung in der milden Frühlingsluft wundervoll. Der erste Februarsonntag: Eisiger Wind. Der zweite: Tiefer Schnee und strammer Frost. Tagen vor der Strafkammer sein gerichtliches Nachspiel. Das Urteil lautete gegen den Vorführer Alber! Voigt auf 15 Monate Gefängnis und gegen die Inhaberin des Kinos, die Chefrau des Ingenieurs Schaffrinski, auf 2 Jahre Gefängnis Einigung im Mannsfelder Bergarbeiterstreib. TU. Halle, 1. März. Nach langwierigen Verhandlungen der Arbeitgeber= und Arbeitnehmerorganisationen ist es zu einer Einigung im Bergarbeiterstreik im Mannsfelder Bezirk gekommen. Die Arbeit soll wieder aufgenommen werden. Grupen hat sich das Leben genommen. TU Hirschberg, 2. März. Der zweimal zum Tode verurteille und flüchtig gewordene Mörder Peler Grupen hal sich heute Nachmittag in der Zelle des Gerichtsgesängnisses, in die er freiwillig zurückgekehrt war, das Leben genommen. Er hat sich erhängt. Als gestern nachmittag gegen 5 Uhr die Ielle revidiert wurde, fand ihn der Beamte an der Zentralheizung an einem Hosenträger hängend auf. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben ergebnislos. Noch um 4 Uhr war alles in der Zelle in Ordnung befunden worden und nichts wies auf das Vorhaben Grupens hin. Er hat das Mittagessen noch in völliger Ruhe verzehrt und man merkte ihm nicht die geringste Erregung an. Irgendwelche Aufzeichnungen wurden bei ihm nicht stattet uns doch, die Fenster weit zu öff= aufgefunden. Der dritte: Uebler Matsch. Da nun aber der Februar nur etwa alle Menschenalter die Möglichleit hat,(im Schaltjahre) fünf Sonntage aufzuweisen, so kam unwiderruflich und unerbittlich alles auf den letzten Sonntag an. Wenn die alten Bauerniegeln recht behalten, dann sind die Kälte und der Schnee in den ersten Wochen nur gute Vorboten gewesen; denn:„Friert“ es nicht im Hornung ein, wird's ein schlechtes Kornjahr sein" oder„Im Februar ist besser zwei Fuß tiefen Schnee auf dem Mist zu sehen, als einen Mann in Hemdsärmeln". Nun, an Frost und Schnee hat es im Februar wahrlich nicht gefehlt. Nun ist der März eingezogen. Und zwar mit einem strammen Abendgewitter. Da tauchen auch wieder neue Bauernregeln auf, die unseren Lesern bekanntgegeben sind. Und das Lied kommt zu Ehren: „Die Fenster auf, die Herzen auf, Geschwinde, geschwinde, Der Frühling pocht und klopft ja schon, Gar milde klingt sein lieber Ton“. Da ist es Zeit, die Fenster zu öffnen. Noch sind wir wohl etwas ängstlich. Die Zimmerwärme war ein zu kostbares Gut, mit dem man nicht verschwenderisch umgehen durfte. Kaum die notwendige Lüftung der Räume wagte man sich zu gönnen. Glücklicherweise ist das nun überstanden.„Mit weichen Händen", um es recht modern auszudrücken, umkost uns der Lenz. Mag es auch einstweilen nur ein Vorfrühling sein; er geu öff= Das Lebensbild dieser Woche 44## unmunmn unrunf gart 1922. Verlag von Adolf Vonz u. Co. die Verfasserin des vorliegenden Romans hat sich durch ihre prächtigen Thüringer Dorfgeschichten schon längst einen hochgeachteten Namen erworben. Damaschte, Bodenreform. Grundsätzliches und Geschichtliches zur Ertenntnis und Ueberwindung der sozialen Not. Verlag Gustav Fischer, Jena. Brosch. 18 Mark, geb. 30 Mark. Soeben 111. bis 122. Tausend erschienen.— In logischer Weise wird die große Bedeutung der Fragen über das wirtschaftliche und soziale Leben entwickelt und sezeigt, daß zwar manches, aber noch nicht alles verloren ist. Die Entwickelung der Weltsprache Von Dr. Albert Steche. Preis 5 Mark. Verlag von E. G. Weinmann, Leipzig, Hospitalstraße 10.— Diese Schrift ist nach Ansicht Sachverständiger für die Esperantisten von größter Bedeutung. Handel und Börse = Holkswirtschaft Sisthnmmmenm Zeche Freie Vogel und Unverhofft. Die Gewerkenversammlung dieser zur Lothringen=Gruppe gehörenden Gewerkschaft genehmigte den Jahresabschluß. Die Kohlenförderung stieg im vergangenen Jahre auf 327380(i. V. 306 227) To. Der Betriebsüberschuß betrug 5,77 Mill. Mark, wovon 554 432 Mark zu Abschreibungen verwandt, 1/ Mill- Mark als Steuerrücklagen zurückgestellt und der Rest von 5,62 Mill. Mark dem Werkerhaltungskonto zugeführt wurden. X8 Viele Enttäuschungen, endlich Durchbruch zum Ruhm und auf dem Gipfel desselben Krankheit und schneller Tod kennzeichnen das Leben des größten deutschen musikalischen Dramatikers Richure Tugner. Als jüngster Sohn eines Polizeiaktuars wurde er am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren und kam 1822 auf ein Dresdener Gymnasium. Webers„Freischütz" und Beethovens Symphonien erweckten in ihm erst später den Trieb zur Musik. Als Student lebte er in Wien und Würzburg 1834, und dann wieder in Leipzig. Ein Opernversuch dort mißglückte gänzlich. Als Musikdirigent verdiente er sich dann in Magdeburg, Berlin, Königsberg, Riga und Paris sein kärglich Brot. Er wurde arm. Aus dem Elend heraus schuf er„Rienzi" und„Der Fliegende Holländer“. Das Dresdner Opernhaus führte diese Opern auf und sein Ruhm war begründet. Acht Jahre blieb Wagner in Dresden. „Tannhäuser“ und„Lohengrin“ entstanden dort. Wagner war berühmt geworden. Da mußte er 1849 flüchtig werden und ging nach der Schweiz. Dort in der Bergeinsamkeit arbeitete er an seinem großen Hauptwerk: „Der Ring des Ribelungen“. 1874 ist es erst vollendet(Rheingold; Walküre; Siegfried; Götterdämmerung). Inzwischen waren 1859„Tristan und Isolde“, 1867„Die Meistersinger von Nürnberg“, fertig geworden. Wien lehnte die Aufführung ab. Da rief der König Ludwig von Bayern und Richard Wagner kam nach Bayreuth, dort sein eigenes Kunsthaus zu schaffen. Im Jahre 1882, also 69 Jahee alt, erlebte er dort den Gipfelpunkt seines Lebens: Sein letztes Werk„Parsival“ wurde als Bayreuther Festspiel erstmalig aufgeführt. Nun brach der Künstler herzkrank zusammen und starb auf einer Erholungsreise am 13. Februar 1883 in Venedig. In Bayreuth wurde er unter Zulauf aus ganz Deutschland bestattet. Stadttheater Dortmund. nen. Draußen ist's jetzt ja linder als in den Steinmassen unseres Häuserblocks. Sonnendurchwärmte Luft draußen, drinnen hingegen noch die grämliche Winteratmosphäre, förmlich geschwängert von Husten=, Schnupfen= und Grippe=Bazillen. Und von trüben Gedanken, die sich schwer auf Kopf und Herz legten! Es sind ja nichk nur Fenster unserer Zimmer, die wir wieder öffnen. Wir erschließen auch alle Poren unseres Leibes und unseres ganzen Daseins zu einem frischen Leben, wenn wir uns aus dem Kerker der Stubenlast befteien, Mantel und Umhang abwerfen und das freie Wandern beginnen, das Turnen und Spielen in frischer Luft. Besonders die Jugend tue also. In der Umgebung unserer Stadt ist es so schön. Man ersteige die Höhen und schaue ins Tal. Höhenluft atmen, welch ein Gewinn. Ein Gleichnis will es uns sein, für das Leben des Herzens: „Was unter den Wolken, vom Berge zu sehen, Empfindet den Sturm, den Regen, das Weh'n. Was über den Wolken, das ruhet in Frieden: Nur himmlischen Herzen ist Ruhe beschieden.“ Uhr:„Götterdäm Aufzügen von Rich. Sonnabend, 4. März, 6—11 merung“, Handlung in 3 Wagner. Sonntag, 5. März, 7—10 Uhr:„Carmen“ Oper von Georges Bizet, Große Echir Brahtmeidungen. Eigene: Depeschendienst. Eisenbahnunfall. Wien, 1. März. Auf dem hiesigen Westbahnhof konnte ein Lokalzug infolge Versagens der Bremsvorrichtung nicht rechtzeitig zum Hallen gebracht werden. Der Zug überfuhr den Prellbock. Die Fahrgäste, die bei der Einfahrt in der Station bereits auf der Plattform standen, wurden auf den Bahnkörper geschleudert. 52 Personen wurden teils schwer, teils leicht verletzt. Gerichtliches Nachspiel eines Kinounglückhs. Das schwere Kinounglück, das sich am Tolensonntag vorigen Jahres in Harburg ereignete und bei dem mehrere Kinder getölet bezw. schwer verletzt wurden, fand in diesen Städt. Schauspielhaus, Hagen. Sonntag, 5. März, nachm. 3—5½ Uhr:„Schneider Wibbel“, komödie in 5 Bildern von Hans Müller=Schlösser. Abends 7½—10½ Uhr: „Das Schwarzwaldmädel“, Operette in 3 Aufzügen von Leon Jessel. Alls unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Buchhandlung Carl Braus zu haben. „Kirchliche Mißstände“..... von P. Barth, Königsberg 1922. Verlag Evang. Buchhandlung, Königsberg. Preis 3 Mark. Eine Broschüre, die mit Recht kirchliche Mißstände des Ostens, wie Parochialfreiheit, übergroße Gemeinden, Vermietung von Kirchenplätzen, Trauungen am Sonnabend, Stolgebühren usw. tadelt, Mißstände, die hier im Westen lange überwunden sind. Mysterien von Sonne und Seele— Psychische Studien zur Klärung der okkulten Probleme von Dr. H. H. Kritzinger. IV+ 196 S. Lex. 8 Tafeln in Kunstdruck. 1922. Universitas Buch und Kunst, G. m. b. H., Görlitz. Preis eleg. broschiert 25 Mt. Geb. 30 Mark.— Aus den von der Tagespresse in ganz Deutschland mit warmem Interesse auf genommenen Vorträgen zur Klärung der Fragen des Okkultismus. „Das möblierte Ehepaar“., Abschreckende Erlebnisse zur Warnung für Wohnungsuchende. Von Meta Schoepp, Illustriert von J. Koch=Goth Preis geheftet 16 Mark, geb. 22 Mark. Verlag vol August Scherl, G. m. b. H., Berlin SW. 68. — Was uns hier die begabte Schriftstellerin in ihren lannigen Plaudereien mittelt, ist im Grunde ein erschütterndes Bild unserer Zeit. Das Patenkind. Thüringischer Roman von Marthe Renate Fischer. 2. bis 4. Auflage. StuttBerliner Börsenkurse vom 2. März 1922 mitgeteilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5% Deutsche Reichsanleihe........— Barmer Bank=Verein. 314 Deutsche Bank 580 Diskonto 455 Dresdner Bank 378 Hamb.=Amer.=Pak. 560 Allgem. Elektr.=Ges. 918 Baroper Walzwerk 1084 Bochumer Guß..... 1280 Bösperde Walzwerk 1100 Daimler Motoren............. 650 Deutsch=Luxemburg............ 1265 Deutsche Kaliwerke..... 1475 Dynamit 960 Elbecs. Farbw. 999 Essener Steinkohlen........... 1495 Gelsenkirch. Bergw 1295½ Gasmol. Deutz............... 861 Harpener Bergw. 838 Hoesch...... 1761 Humbold! Masch. 800 Mannesmann 1775 Oberschles. Eisenb.=Bed. 1239 Orenstein& Koppel........... 1240 Phönix Bergbau......... 1350 Reisholz Pap. 1135 Rhein. Stahlwerke............ 1600 Rombacher 918 Schuckert 850 Siegen=Solingen............ Ver. Dt. Nickelwerke 1(95 Wesis. Draht=Ind. 700 Westf. Eisen, Langendreer......... 885 Auslands=Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlte deutsche Mark: für 100 belgische Franken 100 dänische Kronen.: 1 englisches Pfund 100 französische Franken 100 holländische Gulden 100 italienische Lire... 100 polnische Mark.... 100 schwedische Kronen.. 6108,85 100 schweizerische Franken 4495.50 100 tschechische Kronen.. 390,66 am 28. 2. 1993.— 4870,10 1021,45 2112,85 8741.25 1218.75 am 1. 3. 2073,19 5109,85 1060,40 2187,80 9190,80 1278,70 6353.60 408.5 Buboder Mädel das ist gleich— beide müssen frühzeitig an die Javol-Haarpflege gewöhnt werden. Die regelmäßige Anwendung von Javol lätzt es garnicht erst zur Bildung von Schuppen und Schinnen kommen, das Haar wird und bleibt seidenweich. schön, voll, duftig und locker. Javol ist in allen Apotheken, Drogerien, Parfümerien und bei den Friseuren zu haben.4 Man körbe daheim aur mit echten Draun oechen Stolftorben und fordere die lehrreiche Oratisbroschüre No. 2, Wilhelm Brause, O. m. b. H., Quedliaburg a. P4. Für die Schriftleitung verantwortlich: Karl Richter; für Lokales und Provinzielles: Friedrich Kraas, beide in Schworte, 1 Gestern worgen 10½ Uhr verschied sanft nach langem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater und Schwiegervater Georg heyn im Alter von beinahe 63 Jahren. 1008 Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, den 2. März 1922. Die Beerdigung findet am Samstag, 4. März 1922, nachmittags 3 Uhr, vom evangel. Krankenhause in Schwerte aus statt. 8?! M! 80 II ggggggngag Milhilihisit isdeanzazanlend-sili S 99 W Buc uck ∆ te n * Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen sprechen wir allen Freunden und Bekannten sowie den Vereinen und besonders Herrn Pastor Ohlig für die trostreichen Worte am Grabe unseren tiefgefühlten Dank aus. 999 Witwe heinrich paschedag nebst Kinder. Waderuriehs liefert schnellsteng Drucherei E. Braus Schützenbund. Zur Beerdigung des verstorbenen Schützenbruders 1007 Georg hehn tritt der Verein am Samstag, dem 4. d. Mts, nachmittags 2½ Uhr im Vereinslokal an Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Sorgfältige Herstellung aller vorkommenden Drucksachen für Handel und Gewerbe, Familien, Gesellschaften und Vereine. Alle Aufträge werden schnellstens in moderner Ausführung geliefert zu normalen Preisen. ••• Buchdruckerei Carl Braus. Den Vereinen zur Kenntnis, „ 4* Schwerte** n ein Musik=Verein gebildet hat, welchem zur Zeit 20 Musiker angehören. Bei Bedarf bitten wir, sich schriftlich v ∆ oder mündlich an den Geschäftsführer W. * Baumöller, Moltke=Straße(„Zur„ Börse") zu wenden. Wir sind in der Lage, Blas= nud Streich.* musik in jeder gewünschten Stärke zu liefern bei niedrigst bemessenen Preisen. +* Musiker, 4* welche dem Verein noch beitreten wollen, 2 können sich zu jeder Zeit beim Geschäfts* führer, W. Baumöller, melden. 1006„ der vorstand. 4l. 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