fahren kob Ring na!— Patent. bestätigt und gen wie: fen- und allen selkrank heiten, siden, Hämorrt, Grippefolgen. 923 leidende! Mannheim. em 2. März mittags. Krätzurgan seit, sehnell. Betthautjucke. nsschlag, Krätse, Flechten bei rwachsenen u. Kinders ohne Be. lestörung. 009G-fach den ans Biekeisigunge Tee Oalvus. Drogerie Mehlhese. lachung. ich& Bleck zu Halden ir Ansiedlung auf dem ammenhang gedauten n Gemeinde Garenfeld lur 3 Parzelle 293/1 renfeld beantragt. des Gesetzes vom ich diesen Antrag mit ntlichen Kenntnis, daß ümern, Nutzungs= und id Pächtern der denachrhalb einer Ausschlußim von dem Verbands verbandes Ruhrkohlennimann zu Westhofen en kann. Februar 1922. Gemeindevorsteher. rverkauf! ärs, vormittags 10 Uhr Röller(„Zur Sonne“) r versteigern: verschrank, 1 Wäschede, 1 Küchenschrank, Regal 1 Parlie rkszeug,1 Herd(Maund Bilder, 1 Jagderal, 1 Hängemakte, Schützen, 1 Klappnr. Böcker, Versteigerer. Uw Opieir indehaus. 3. März: ind Totentanz den 4. kluge Baustntochler. ch um 7½ Uhr. 12.— und 10.— Mark, 4.— und 3.— Mark, Saatmann erhältlich. ig Schülervorstellung: ten Schuhe. Karten 3.— Mark. süiger Neubau von Drahtziehchligung der elektr. Lichlgesucht. Perfekte Dreher 883 n. b. H., Kabel i. w. doinzhöchschale janzen Bedarf an Schreibwuten der Gart Trauk n Kursen erwähnt berden, wenn nicht nellstens besorgt cuu 1. Dbe Fdorrer seime ufhetnt Bolt uher Feiertags. Bezugapreio monatlich 14.— d# Pest 14.— I., ohns Bestelgeid. Anzoigen. prehe: Dhe 1 mm hobe. 35 mm breite Jeite 80., auswärd 1.— I. Bei Wied erde Natztaß u. Torii. Joder Radat! zil an Kaffrusabalt und ei##scht bei Konkursen, Alagenn Rchbeachten de: gtmachten., ungsbedingungen. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt Westhotener Zeisung Hpierbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Amiliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises.— Generalanzei#r für den Kreis Hörde. Dle„Schlerter Zeitung“ gew'hre i2 en urnten für jeden mit Tok er denden Untall gemäd dres 2e 500 Mark Unsas. bingusgen Druck u. Verlago Cari Draus, Sowe. ie Ruer) Fernsprech=Anschluß Rummer Telegramm= Adresse: Draus, Su.weite Ziu?. chetk: Dortmund 28. 2, Hannover 11.. Nr. 50 Dienstag, 28. Februar 1922 §s. Jahrgang Zum Geleit. Deutsche, geliebte Landsleute, welches Reichs, welches Glaubens ihr seiet, tretet ein in die euch allen aufgetane Halle eurer ngestammten, uralten Sprache, lernt und heiliget sie und haltet an ihr, eure Volkskraft und Dauer hängt an ihr. Jakob Grimm. Für eilige Leser. Neuigkeiten aus Nah und Fern. Einbrecher, die über die Dächer gingen, raubten nachts in einem großen Berliner Konfektionshause in der Kronenstraße für 1500000 Mark Seide. * Kanada zählt nach amtlichen Angaben gegenwärtig 8772000 Cinwohner. * Weibliche Abgeordnete des Reichstages rufen zu einer Sammlung auf, um das in Nancy sestgehaltene 8jährige Töchterchen der Familie Heymann in Köln zu erlösen, für das man vorher die grausame Forderung von 5000 Frs. Pflegegeld stellt. Der Hilfsweichensteller Peter Bomi wunde in Köln vom Schwurgericht wegen Raubmordes am Drogisten Bohnen zum Tode verurteilt. * Die A.=G. für chemische Industrie in Gelsenkirchen=Schalke will eine Dividende von 25 Prozent und 500 Mark Sondervergütung pro Aktie vorschlagen. * Die sächsische Regierung bereitet ein Gesetz vor, nach dem alle über 65 Jahre alten Staatsbeamten pensioniert werden sollen, ausgenommen die Richter. Das annektionistische Blatt von Antwerpen, die deutschfeindliche„Aktion nationale“, kündigt an, daß es sein Erscheinen einstellen werde. * Vom Stahlbecker=Konzern hat ein schweizerischdeutsch=französisches Syndikat die Majorität der Steinkohlenbergwerks=A.=G. in Bochum erworben. * In München und Berlin sind, umfangreiche Fälschungen von holländischen 100= und 300=Guldennoten festgestellt worden. Die Niederländische Bank belohnt die Ermittelung mit 150.000 Mark. Der Polizeiverwaltung ist es gelungen, einen gewissen Adolf Klitzelmann als den mutmaßlichen Täter des Raubüberfalles auf den evangelischen Pastor Boeddinghausen aus Horrem, festzustellen. * Der deutsche Botschafter Dr. Meyer hat bei Poincaree gegen die übertriebenen Mutmaßungen bezüglich der Höhe des deutschen, ins Ausland geflüchteten Kapitals Verwahrung eingelegt. * Die französische Regierung lehnte die Aufhebung der militärischen Kontrolle über Deutschland ab. * Die Bildung des italienischen Ministeriums ist von de Facta übernommen worden. * Nach amtlichen Angaben überstieg der Wert der deutschen Ausfuhr im Januar 1922 die Einfuhr um 1,7 Milliarden Mark. * Ein österreichischer Finanzsachverständiger wurde telegraphisch nach London berufen. 9 Polen von Meer zu Meer. 1 80in erag ITAUEN PMoskau Pcur. 2 8 10 Oen U K RAINE, DSTER eget" RUMANIEN Rukerest o S 9 Jarzes M PER Gae it#schKarfe zum Ründnis Polen-Türkei teresse an Polen verlieren würden und die heute polnischen Erdölquellen lieber#ls Sicherheit für die russischen Schulden in cussischer Hand sähen! Ein politisches Pokerspiel von nicht zu bestreitender Großzügigkeit des Bluffs. * Brandstifung in der Gleiwitzer Kohlengrube. Gleiwitz, 25. Febr. Gestern abend brach auf der Gleiwitzer Grube in einem Zimmerschacht ein Brand aus, der sich auf einen Stapel und einen Brandschacht ausdehnte. 5 Mann, die sich in dieser Gegend befanden, wurden durch Kohlenoxydgase betäubt. Es gelang, sie ins Leben zurückzurufen. Heute ist in der 135=Meter=Sohle in der Nähe eines starken Kohlenflözes abermals Feuer ausgebrochen. Nach den bisherigen Feststellungen ist Brandstiftung anzunehmen, die auf politische Motive zurückgeführt wird. Die Grubenverwaltung ist durch diese verhängnisvollen Brände gezwungen, die Belegschaften um 560 Mann zu verringern. Paul Rüsenbergs Beerdigung. Gleiwitz, 25. Febr. Bei der heute vormittag erfolgten Beerdigung des von angetrunkenen französischen Besatzungssoldaten niedergeschossenen Polizeiwachtmeisters Paul Rüsenberg waren die städtischen Behörden vertreten. Die oberschiesische Besatzungspolizei vertrat ein italienischer Offizier. Französische Vertretung fehlte ganz. Der alte Traum der Polen in die Aufrichtung eines Reiches mit doppeltenn Seezugang: Zur Ostsee und zum Schwarzen Meer. Heute wird dieser Traum wieder geträumt. Zur Verwirklichung soll natür!'c das rielgeliebte Frankreich helfen. Vor kurzem mußte ein englisches Blatt von der Aubahnung eines franz sischstürkisch=polnischen Abkommens zu berichten. Das konnte man far eine„Retourkutsche“ halten, nämlich für einen englischen Versuch. Frankreich in Moskau der Doppelzüngigkeit zu verdächtigen, um dem franzosisch=russischen Techtelmechtel zu begegnen, das fur Englund so argerlich wor Jetzt wird aber auh von anderer Seite ahnliches verbreitet. Linem Telegramm aus Korne folge meldet nänlich das Weißrut'enische Piesbüro“ aus Warschau: Die historischen Beziehungen zwischen Polen und der Türkei, wie sie im 17 Jahthundert bestanden haben, sollen allem Anschein nach wieder erneuert werden. Die polnische Politik ist augenblicklich im Orient sehr beschäftigt. Zwischen Waerschan und An gora sind wie vor Jahrhunderten dank der französischen Vermittelung enge Beziebungen angeknüpft worden. Der polnische Traum, Moskau vom Schwarzen Meere abzudrängen und den polnischen politischen Einiluß von der Lüsee bie zum Schwarzen Meer auszudehnen, soll wieder realere Formen annehmen. Zwischen. Moskau und Angora sind die Beziehungen heute nicht mehr dieselben wie vor einem Juhre. Der französische Einflug ist jegt in Anora allmächtig Graz, 25. Fehr. Die„Tagespost“ melde: aus Belgrad: Heute vormit##ig sand die letzte Beratung der rumanischen und sudslawischen Staatsmänner statt, an der auch Bevollmächtigte Polens und der Fichecho=Slowakei teilnahmen. Die polnische Regierung hat ihren Beitritt zur Kleinen Entente ungemeldct. Es wurde beschlessen, die Bezeichnung Kleine Entente aufzugehen und den Bund lüdstrviens, Rumäniens, der Tschecho=Slowokei und Volens Quadrupelallianz zu nennen. Frankreich wiederum gibt den Polen zu rerstehen, daß sie unter Umst'inden mit Rußland so enge Fühlung nehmen könnten, daß sie ihr InEr soll nun auch den volnischen Bestrebungen im Orient die Wege ehnen Wenn das„Weißruthenische Preßbüro“, nicht einfach die englische Meldung aufwärmt, dann sehen wir hier miederum die Vol'tik der zwiei Eisen im Feuer: Irankreich=Polen drohen land mit der Eenbeersfront von der Ostsee bis zum Persischen Golf für den Fall, daß Moskau Frankreich gegefuber nicht so gefügig ist, nie beide es zeitwe lig England und Deutschland gegenüber zu markieren für gut befinden Gleichzeitig aber treibt auch Frankreich gegen Polen und Polen geger Frankreich das gleiche Doppelspiel. Polen deoht Frankreich, die Kleine Iniente durch seinen Bertritt so zu verstärken, daß sie auf den Protektor Iran'reich„pfe fen und die Drohung des Dr. Benesch mit englischer Orientierung wahr machen könnte. Von diesem angeblicher Vielbund wird gemeldet: Unsere Turn- und Sport-Beilage. Die Bedeutung, die den Leibesübungen im Wiederaufbau des körperlichen und sittlichen Lebens unseres Volkes zukommt, muß vom ganzen Volke anerkannt werden. Die Pflege der Leidesübungen muß zur Volkssitte werden, zu einer allgemeinen vaterländischen und volkstümlichen Angelegenheit. Soll dieses Ziel erreicht werden, so darf es nicht beim Erkennen bleiben, es muß die Tat folgen. Es müssen alle sich zusammenschließen, die erkannt haben, was die Leidesübungen für die Jukunft unseres Volkes bedeuten—. Wir haben das erkannt und uns deshalb entschlossen, für Turnen, Sport und Spiel regelmäßig einen größeren Raum in unserer Zeitung zur Verfügung zu stellen. Bekannte und bewährte Sportfreunde unserer Stadt haben sich gern und freudig bereit erklärt. schnell und übersichtlich das Wichtigste zu bearbeiten, so daß wir von heute ab den Lesern unserer Zeitung mit besten Sportund Turnberichten dienen können. Mögen noch andere uns helfen, auch hier fördernd zu wirken. Es ist uns eine Freude, mit der„Schwerter Zeitung“ allen Kreisen unserer Stadt dienen zu können. Verlag und Schristleitung. Politisches für Die Notwendigkeit eines Wiederaufbaues setzt die Tatsächlicheit eines Zusammenbruches voraus. Die brutale Wirklichkeit offenbart den völligen deutschen Zusammenbruch immer deutlicher und handgreiflicher. Er tritt zunächst nach außen in die Erscheinung als wirtschaftlicher Bankerott, in der Unmöglichkeit, die durch den„Friedensvertrag von Versailles“ und die späteren diktatorischen Maßregelungen von Paris und London zwangsweise auferlegten Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die wirtschaftliche Kraftlähmung Deutschlands aber hat weltwirtschaftliche Folgen schlimmster Art: sie hindert nicht nur den äußeren Wiederaufbau Deutschlands, sondern auch eine Wirtschaftssanierung Europas, ja der ganzen Welt. Diese Erkenntnis bricht sich immer mehr Bahn. Amerika und England als weitblickerde Weltwirtschaftsnationen durchschauen die inneren unlöslichen Zusammenhänge, die sich hier auswirken. Ein Sechzigmillionenvolk von der wirtschaftlichen Kraftbedeutung Deutschlands läßt sich eben nicht ungestraft zum Bankerott bringen. Die anderen Nationen als mitbeteiligte Weltfirmen werden— wie immer im geschäftlichen Leben— mehr oder weniger in einen solchen Krach mit hineingezogen. Nur eine Politik der Rachsucht, wie sie von Frankreich getrieben wird, macht völlig blind für diese Erkenntnis. Haß schafft eben blinde Augen. Mit blinden Augen aber kann man nicht sehen und nicht— gehen. Man taumelt und wankt und fällt schließlich in den Graben. So hindert letzten Endes Frankreich allein einen deutschen volkswirtschaftlichen und einen allgemeinen weltwirtschaftlichen Wiederaufbau und erweist sich damit als den eigentlichen Feind der Kulturmenschheit. Aber es ist schließlich ja doch nicht allein das wirtschaftliche Lebensproblem, um das es sich handelt, so wichtig und bedeutungsvoll es auch ist. Schwerer wiegt schon bei der ganzen Frage eines deutschen Wiederaufbaues die Außenstörung der deutschen Staatsgesundung durch die immer weiter fortgesetzte Zwangshemmung der politischen Willensfreiheit des deutschen Volkes. Ebenso wenig wie der einzelne Mensch, den man zum Sklaven macht, dem man sein persönliches Selbstbestimmungsrecht raubt und die Bewegungsfreiheit des Handelns nimmt, noch einen wirklichen Kraftwert für die Gesamtheit des Volkslebens darstellt— er ist eben nur noch ein Arbeitstier, weiter nichts—, ebensowenig vermag ein großes Volk, das man unter politische Zwangskonirolle stellt, für die Gesamtheit der Nationen zum Anshau und Ausbau des großen Völkerlebens etmas zu leisten. Nur freie Menschen und nur freie Nationen sind und schaffen wirtliche Kraftwerke. Das politische Helotentum, zu dem der Friedensvertrag von Versailles das deutsche Volk degradiert hat, rächt sich darum ja auch in weltpolitischer Beziehung von Monat zu Monat immer mehr. Nur eine von Grund aus erfolgende Revision und Norrektur dieses Zwangsvertrages kann die notwendigen Voraussetzungen zu einem wirklichen Wiederaufbau nicht nur des deutschen WVirriichen Wiederansenn Wcht nur Volkslebens, sondern des gesamten Völkerlebens in wirtschaftlicher und in politischer Beziehung schaffen. Zu diesen äußeren Zwangsumständen, welche alle noch so ernsten und ehrlichen Versuche, Deutschland als kräftiges Glied der großen Bölkerfamilie der Menschheit wieder aufzubauen, schon im voraus scheitern lassen müssen, tritt aber vorhanden, und wer nicht in den Ballsälen mit macht, der wird sich einen kleinen Genuß beim duftenden Getränk nicht versagen. Es ist eine Stunde des Frohsinns, und wer weiß, was dem Aschermittwoch folgt. Prinz Karneval wird müde, nicht nur bei uns, auch im Auslande. Selbst in dem lustigen Paris, in Nizza und in anderen Hochburgen des Faschings ist es lange nicht so gewesen wie vor 1914. Die internationale Wirtschaftslage macht sich gerade an den Städten des einstigen höchsten Lebensgenusses am stärksten geltend. Jetzt soll nun der Frühliig bald zu sei nem Rechte kommen und mit ihm die längeren fizit an seelischer Neuten. Kraftwerte fehlt; Volks= und Stein Aber deutsche Volk aus sich selbst heraus leisten langsam, aber gewiß. Denn wrenn es an der ganzen deutschen Tragedie der Gegenwart Tröstliches gibt, so es die menschheitsgeschichtlich beglaubigte Erfahrung, daß starker Druck von außen in einem Volk, das auch noch einen Kern von seelischer Lebenskrist hat, noch immer das große Lebenswunder vollbracht hat: daß dieser Innenkern im Verhssttuis zu dem lastenden Außendruck an Kraft zunimmt und wächst! Und das deutsche Volk hai noch- trot aller seiner sittlichen Gegenwartsverlumptheit— einen gesunden seelischen Lebenskern, mag er auch noch so sehr zusammengescheumoft sein— so sehr, daß er dem, der nicht tiefer sieht und die Oberfläche des deutschen Volkslebens schaut, kaum noch spürbar und saßbar erscheint. So wird sich auch im deutschen Wiederaufbai der„Segen der Sünde" offenbaren, und der Vernichtungswille einer Welt von Feinden wird sich von neuem erweisen müssen— um mit Goethes„Faust“ zu reden.- nicht sowohl als„der Feist, der siets verneint“ sondern vielmehr als„der Zeist. der stets das Böse will und doch das Gute schafft!" Aus Stadt und Schwerte, den 28. Februar. ** Vom Prinzen Karneval. Trotz aller Mah** Vom Prinzen Karneval. Trotz. nungen der Behörden, den Winterlustvarteiten nicht zu stürmisch zu huldigen, hat es doch an Vergnügungen aller Art auch in unserer Stadt nicht gefehlt, und die tanzlustige Jugend wird wohl einigermaßen gefättigt sein, wenn zum kehraus geblasen wird. Die großen Festzüge am gestrigen Rosenmontag sind ausgefallen, die Zeit ist dafür auch wirklich nicht geeignet, aber sonft ist es recht bunt hergesangengu. Pursch, un Benachchen sech uoch der tains. Martin Salander. Roman von Gottfried Keller. 1).(Nachdruck verboten). Martin Salander schlüpfte hinein; es verburg ihn vollkommen. Diesen Platz beschloß er besetzt zu halten, da dem Brunnen gegenüber eine halbrunde Steinbank den zu dieser Jahreszeit einzigen Ruhesitz darbot. Es war auch Zeit, daß der lauschende Vater seinen Standort eingenommen. In wenig Minuten hörte er ganz nahe gedämpfte, aber rasche Schritte, und die dunkeln Gestalten seiner Töchter glitten wie Nachtschatten an dem Brunnen vorüber und umwandelten nebeneinander den runden Platz, ohne ein Wort zu sprechen, zwei= oder dreimal, bis sie plötzlich vor dem Brunnenbecken anhielten. Salander konnte sie nicht erkennen, sie hatten die Schleier tief über die Gesichter und um Hals und Kinn gezogen. Sie streiften die Handschuhe ab, suchten die hohle Hand unter den Delphinen mit Wasser zu füllen und schlürften begierig in sich hinein. Zwar webte eine milde Aprilnacht in der Luft, fast wie eine Mainacht so kau, aber doch nicht so warm, den Durst der Jungfrauen zu erklären. =himmel, da brennt's, daß sie so läschen!“ dachte Martin Salander hinter seinen Koniferen; „natürlich, trägt doch jede ein Elmsfeuer im Herzen!“ Sie schöpften abermals Wasser und kühlten die Stirnen, nachdem sie die Schleier etwas gelüftet. „Die armen Würmer!" dachte der Vater wiederum,„das ist eine schwierige Geschichte!" Jetzt erkannte er auch die jüngere, Nettchen, — Mit der Kartoffelnot im Industriegebiet beschäftigte sich eine Versammlung von Lebensmitteldezernenten und von Vertretern des Großhandels, der Gewerkschaften und der Marktkommissionen in Essen. Beigeordneter Krolik, Essen, führte die Ursache der Kartoffelnot auf die Schafsung der Preisbildungsausschüsse in der Erzeugergebieten und die von ihnen festgesetzten Richtpreise zurück. Diesen Preisbildungsausschüssen habe jedes Verständnis für die wirklichen Verhältnisse gefehlt. Krolik legte eine Entschließung vor, in der die sofortige Aufhebung der Preisbildungsausschüsse mit der Begründung gefordert wird, daß angesichts der aufs höchste gestiegenen Kartoffelnot fernerhin auf die Richtpreise keine Rücksicht mehr genommen werden könne. Da sich die Vertreter der Gewerkschaften gegen die Entschließung wandten, wurde sie wieder zurückgezogen und beschlossen, einen vierköpfigen Ausschuß, bestehend aus Krolit als Vertreter der Lebensmitteldezernenten der Städte des Industriegebietes, je einem Vertreter des Kartoffelgroßhandels und der freien und christlichen Gewerkschaften nach Berlin zu schicken. Der Vertreter Kölns betonte, daß der Antrag Kölns auf Aufhebung der Verordnung abgelehnt worden sei. Die Stadt köln habe in letzter Zeit keine Richtpreise mehr beachtet. ** Die Unfall= und Rentenquittungen, welche am 1. März bei der Post zur Auszahlung kommen, müssen vorher polizeilich beglaubigt werden. ** Einreichung von Lohnbescheinigungen. Zur Vermeidung von Bestrafungen weisen wir unsere Leser nochmals auf die in unserem Blatte bereits erfolgte Bekanntmachung des Finanzamtes Hörde vom 31. Januar 1922 hin, wonach alle Arbeitgeber, auch Behörden, verpflichtet sind, bis zum 28. Februar 1922 dem Finanzamt Lohnbescheinigungen über diejenigen Arbeitnehmer einzureichen, die im Kalenderjahr 1921 länger als zwei Monate gegen Lohn, Gehalt oder sonstiges Entgelt bei ihnen beschäftigt waren. Die Einreichung der Lohnbescheinigungen kann für solche Arbeitnehmer unterbleiben, die während des ganzen Kalenderjahres 1921 bei ein und demselben Arbeitgeber beschäftigt waren und deren Einkommen 24000 Mark nicht erreicht hat. Lohnbescheinigungsvordrucke sind beim Finanzamt und den Ortsbehörden unentgeltlich erhältlich. Treue im Kleinen. Mit der Treue ist es ein eigen Ding. Man hat sich in unseren Tagen vielfach ihr entfremdet und sucht bei dem Auftauchen der allenthalben in hohem Kurse stehenden Unzufriedenheit vergeblich nach dem Grunde dieses Uebels, ohne zu bedenken, daß die mangelnde Treue im Kleinen so manches Aergernis entstehen läßt. Der ganze Tag besteht aus lauter kleinen Dingen, die, wenn sie falsch angepackt werden, mitunter die bekannten großen Wirkungen haben können. Man gewöhne sich daher an, auch die kleinsten Dinge gut zu machen. So genügt es z. B. nicht, daß man die neuen Porloderem Karton gedruckt erwirbt, sondern, daß man sie auch beachtet, um sich selbst und seine Freunde vor Verdruß zu bewahren. Es ist falsch, unsere Wohnräume mit kostbaren Gegenständen auszustatten und die Behaglichkeit und Reinhaltung zu vernachlässigen. Alles, was uns umgibt, alles was uns erfreuen soll, fordert letzten Endes von uns auch Pflichten und wären sie noch so klein. Aber Pflicht und Treue stehen im Jahrhundert der„Rechtsansprüche“ in keinem hohen Ansehen. Man kennt heute nur noch die Forderung nach „erweiterten Rechten", und hat keine Zeit für Pflichten. Und doch kann nur die restlose Pflichterfüllung auch in kleinsten Dingen den Menschen jenes Wohlbehagen und jenes Gefühl der Freude vermitteln, die auch das Leben in unseren Tagen erträglich gestaltet. ** Sparsames kochen und Heizen. Im Saale des Hotels Jungesblut veranstaltet gegenwärtig die Firma Mahling u. Blume zu Charlottenburg eine Ausstellung neuartiger Koch= und Heizapparate, welche den Zweck haben, die jetzt so unheimlich teueren Brenstoffe nach Möglichkeit zu sparen. Ein Vertreter der Firma hielt gestern abend vor einem recht zahlreichen Publikum einen eingehenden Votrag, führte die Apparate auch praktisch vor und verstand es, die Anwesenden, unter denen sich vor allem viele Hausfrauen befanden, von der Vorzüglichkeit und den erzielten großen Ersparnissen an Brennstoffen(Kohlen und Gas) zu überzeugen. Wir können den Besuch der Ausstellung mit praktischen Vorführungen, die noch heute und morgen geöffnet ist, nur bestens empfehlen, besonders aber allen, die mit wenigen Kosten ein Zimmer heizen, oder billig kochen, braten und backen wollen. Im übrigen verweisen wir auf die Anzeige in, heutiger Nummer. ** Konfirmation. Mit dem kommenden Sonntag beginnen die Konfirmationen in der evangel. Gemeinde. Es werden konfirmieren am Sonntag, 5. März, vormittags 9½ Uhr, in de: großen Kirche Pastor Nell, am 12. März, vormittegs 10 Uhr, in der kleinen kirche Pastor Terberger, am 19. März in der großen kirche Puster Wischnath, am 2. April Pastor Ohlig. Die Prüfungen finden jedesmal am Freitag vorher statt.— Bei den Prüfungen soll, wie stets in den vergangenen Jahren, für das Johanneum, die Erziehungsanstalt für Missionarskinder; deren Eltern in fernen Ländern unter den Heiden weilen, gesammelt werden. g H. inemt ** Elisabethverein. Die Vereinsmitglieder seien darauf aufmerksam gemacht, daß am Donnerstag, den 2. d. M., die täglichen Arbeitsstunden im Kasinosaale des Vereinshauses wieder ausgenommen werden. ** Schwerter Frauenbund. Die Kurse für die Mädchen im letzten Schuljahr über Pflege und Wartung der jüngeren Geschwister beginnen am morgigen Mittwoch nachmittag 3 Uhr, im alten Rathause.(Siebe Angeige). ** Veim Spiel verunglückte gestern nachmittag ein 8jähriger Schulknabe an der Hagenerstraße. Der Kleine wurde von einem Ball seines im gleichen Alter stehenden Spielgefährten so unglücklich ins linke Auge getroffen, daß es schwer beschädigt wurde; der arme Junge mußte in eine Augenheilanstalt überführt werden. ** Die Bibel des modernen Menschen, von der wie am Freitag bereits berichteten, hat weiteren Eingang und Anklang gefunden. Es handelt sich nicht um einen Bibel=Ersatz, sondern um eine Umschreibung der biblischen Einzelbücher sprache unserer Tage und in die Redein Leipzig. Hochschuklehrer an der Leipziger Universität, hat die Umschreibungen auf wissenschaftliche Sauberkeit hin durchgesehen und gibt nun sein Uerteil ab, indem er schreibt:„Es handelt sich hier um ein wertvolles und notwendiges Unternehmen. Es ist nun einmal Tatsache, daß die Menschen von heute anders reden, als vor 2000 Jahren, andere Bilder brauchen und teilweise ganz anders denten. So dürfen die Versuche nicht ruhen, den Inhalt der Bibel in der Sprache der Gegenwart darzubieten. Und hier verdient die neue moderne Bibelumschreibung besondere Beachtung.“ Die erschienenen Bücher zu 3 Mark bis 3,50 Mark(alten und neuen Tesiamentes) lesen sich wie eine moderne Zeitung und führen doch in den vollen Geist des kostbaren Bibelschatzes ein. Man verlange nun die Heite reichlich in den Buchhandlungen. Den Hauptvertrieb für Westfalen hat die Buchhandlung Carl Braus, Schwerte. ** Höchsten, 27. Febr. Personalie. Herr Pfarrvikar Klüner, der mehrere Jahre in großem Segen an der kathol. Kirche zu Berghofermark tätig war, ist als Nachfolger des Pfarrvikars Funke nach Schüren versetzt worden. in die Sprache unserer iat e 4. 8. nicht, doß von.., besign, wendungen unseres Volkes, Prosessor Leipol eide unserer Reichsposkt liest oder gar au. vrst. S an der Stimme, als sie nicht laut, aber vernehmlich sagte: „O Setti, ich fürchte, unser Glück hat am längsten gedauert." „Warum? Wegen der schlechten Madlene?“ erwiderte die ältere Schwester, freilich auch nicht ohne einen unfreiwilligen Seufzer. „Ach, schilt sie deswegen nicht, sie ist unserer Mutter doch auch etwas schuldig! Und einmal mußte es doch kommen, jetzt ist es da! „Nun ist es freilich da oder wird bald kommen, ja! Nun heißt es eben kämpfen und ausharren! Oder sollen wir die liebsten Menschen, dies Wundergeschenk des Himmels, leichten Sinnes fahren lassen und verstoßen!" „Und kannst du dich so leichten Kaufes im Unfrieden von den besten Eltern trennen? Wenn nur die Mutter die armen Knaben für brav halten könnte! Aber ich weiß, sie tut es nicht und tut es nicht!“ „Sie hat gut sagen, weil sie aue mit unserem Vater vergleicht, der freilich ein Ausbund ist, dem nicht jeder das Wasser reicht! Und doch ist er vielleicht nicht minder ein kleiner Springinsfeld gewesen, so gut, wie unsere blonden Schätze, die Goldköpfe! Und sind sie nicht jetzt schon so fleißig wie die Bienen, ehe sie nur die Nahrungssorgen kennen? Ich verlasse mich auf die nie ganz versiegende Güte der Mutter und hauptsächlich aber auf den freieren Sinn des Vaters! Ich habe neulich ein gewiß wahres Wort gelesen, daß nur ein Mann im vollen Sinne des Wortes human sein känne, human in allen Lagen des Lebens! Ich fühle wenigstens, ich als es nicht imstande, ich will nichts weiter sagen! Galander war von solch ungeheuerlichen Reden seiner Aeltesten so verwundert und zugleich erschüttert, daß er sich unwillkürlich an einer jungen Tanne festhielt und so ein Geräusch in dem Busche verursachte. Die Schwestern schwiegen mäuschenstill, voll Schrecken in die Finsternis hineinstarrend. Als nichts weiter erfolgte, sagte Setti: „Es ist der Wind oder ein Vogel gewesen, den wir aus dem Schlafe geweckt haben. Wir wollen uns niedersetzen!" Sie wendeten sich nach der Steinbank, hatten sie aber noch nicht erreicht, als im Hintergrunde die Mauerpforte knarrte. Die Mädchen standen wie gebannt und sahen die Zwillingsherren auf den Fußspitzen die mondhelle Allee einhersäuseln. Auf dem Brunnenplatze angelangt, breiteten sie ohne Säumen die Arme nach den Liebhaberinnen aus, wurden jedoch zurückgewiesen. „Halt, ihr Herren!“ schalt Setti mit verhaltener aber entschiedener Stimme,„es ist ausgemacht, daß ihr bei solcher Gelegenheit ungleiche Hüte tragen sollt, damit jede Dame ihren Ritter erkennen kann! Nun kommt ihr mit Hüten, die sich so gleich sehen, wie zwei Eier! Welcher ist denn nun Isidor?" „Und welcher der Julian? fügte Netti bei. Beide riefen gleichzeitig:„Ich!“ offenbar aus Mutwillen. „Laßt sehen!" befahl Setti unwillig,„die Ohrläppchon her!“ Sie ging auf den einen zu und griff nach seinem rechten Ohre, während Netti das gleiche mit dem linken Ohre des an„Ahal“ sagte Salander bei sich selbst,„das Eiernudelchen und das Zuckerschneckchen!" und wieder mußte er an sich halten, um sich nicht durch lautes Gelächter zu verraten.„Soll meine zwei Meisterstücke mit ihren Liebhabern nicht um Geld sehen lassen?" Provinzen. Hagen, 27. Febr. Der Kampf um das Folkwang=Museum. Essen verhandelt mit den Osthausschen Erben zurzeit bekanntlich über den Erwerb des Folkwang=Museums. Die Stadt Hagen sucht ihrerseits das Museum für sich zu erhalten. Auf ihren Antrag hat nun heute das Landgericht Hagen eine einstweilige Verfügung zur Aufrechterhaltung des bisherigen Rechtszustandes erlassen, ohne indessen die Rechtsfrage selbst zu entscheiden, wie sie durch die etwas verzwickten Testamente von Osthaus geschaffen ist. An den Verhandlungen zwischen Essen und den Erben Osthaus wird durch die einstweilige Verfügung nichts geändert. Vielleicht hat sie das Gute, daß durch sie die ganze Frage des Folkwang=Museums etwas schneller entschieden wird. Einmal hätte die Rechtslage doch geklärt werden müssen. Auch von Essen aus war nämlich der Testamentsvollstrecker verpflichtet, durch eine Feststellungsklage über die berechtigten oder unberechtigten Ansprüche der Stadt Hagen eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen. Halver, 27. Febr. Seltene Hundetreue. Eine wirklich seltene Hundetreue konnten Besucher des hiesigen Friedhofes feststellen. Eine junge Witwe legte vor einigen Tagen am Geburtstage ihres verstorbenen Gatten einen Kranz nieder und nahm auf diesem Wege seinen früheren treuen Begleiter mit. Zu Hause angekommen, vermißt die Witwe erst ihren Begleiter. Da inzwischen Dunkelheit eingetreten war, gab sie das Suchen nach dem Hunde auf. Am anderen Tage begab sich die Frau wieder auf die Suche, ging zurück zum Friedhof und siehe da— der Hund saß, steif gefroren, neben dem Grabhügel seines früheren Herrn. Wanne, 27 Febr. Unter dem Packwagen. Als um Mitternacht ein von Gelsenkirchen kommender Güterzug in den hiesigen Bahnhof einfahren wollte, entgleiste plötzlich der Packwagen. vermutlich in einer Kurve. Dabei wurde der in dem Wagen sich aufhaltende Schaffner Andersch aus Gelsenkirchen getötet und ein weiterer Schaffner leicht verletzt. M 411 Gelsenkirchen, 27. Febr. Eine Mirr#on Mark für die Errichtung von— Inzwischen hatten die Schwestern richtig herausgefunden, was ihnen gehörte, ohne sich den Schälten länger hänseln zu lassen. Jeder erhielt einen feierlichen Kuß und sodann auf der halbrunden Bank einen Platz angewiesen neben seiner Liebsten, worauf sogleich die Befehlsworte doppelt zu vernehmen waren:„Nicht umfangen, oder wir gehen!" Zuerst schien die kleine Versammlung sich paarweise zu unterhalten, weshalb Salander nicht ein Er sah nur, daß die recht und bewegungslos saßen, wie Steinbilder, während Isidor und Julian jeder der Seinigen bescheiden zugeneigt, sich begnügen nur mondhellen Gesichter mit den Augen zu kosen. Herr Salander wunderte sich aufs neue über die Mädchen; sie erschienen ihm wie zwei dämonische Verkörperungen einer und derselben Wahr idee, von welcher die Unglücklichen besessen wären. Wenn nun der eine der Zwillinge sterbei müßte oder sonst abhanden käme, würden sie dann würden sich am Ende beide an den übrigblei Teit bängen, Gteich den eiughzilhgen gaidenund das Gespenst ihrer eingeri Andenschaft sie aufreiben? Es schauderte ihm bei dem Gedanken, daß solche Seelenstörungen den so blühenden beschieden sein könnten. Und immer saßen da und flüsterten Unvernehmliches mit den Jüng: lingen, die jetzt aufsprangen, von irgende Worte getroffen. irrest versammtn für Leibes Rath, u. a von Bezir Verfügung kannt, da kurse für Bochum tragische zu Tode g lokal besuc gange; er und brach seine Leich Köln, Schraul vergangen in Eschwe personen des Wirte Soldaten gerei nich nahm ma einen Fa war, daß Schraube: handelte tischen S für jede Mann wi standes d lizeigerich 400 Mar! — Man tiz nicht Leide: 144 sind, ver In welche ##n tete, hat wegen 2 verantw erworbe hatte, n nommer " Entschei wurde Eine fach vor Anfang stähle einer gekomn T. D Ersol Tor, eigenI glatte T ziemli platze weich sehr woh) diese geseh stark werd Tors das ging Hal Schi voll sich die der jegl rag wie glät Her sam Sp. abe 8 r Leipziger Uni auf wissenschaftn und gibt nun ot:„Es handelt notwendiges UnTatsache, daß reden, als vor anchen und teil dürfen die Verder Bibel in der ieten. Und hier Bibelumschreibung schienenen Bücher und neuen Tesiaserne Zeitung und st des kostbaren ge nun die Heite en. Den Hauptdie Buchhandlung r s o n a l i e. H e r r mehrere Jahre in . Kirche zu Bergals Nachfolger des Schüren versetzt vinzen. ampf um das sen verhandelt mit eit bekanntlich über useums. Die Stadt NRuseum für sich zu hat nun heute das stweilige Verfügung sherigen Rechtszustanie Rechtsfrage selbst die etwas verzwickten chaffen ist. An den n und den Erben istweilige Verfügung it sie das Gute, daß Folkwang=Museums dird. Einmal hätte verden müssen. Auch der Testamentsvolline Feststellungsklage e unberechtigten Ane gerichtliche Entscheiene Hundetreue. reue konnten Besucher stellen. Eine junge agen am Geburtstage einen Kranz nieder ege seinen früheren Hause angekommen, in Begleiter. Da ineten war, gab sie das uf. Am anderen Tage r auf die Suche, ging siehe da— der Hund dem Grabhügel seines r dem Packwagen. von Gelsenkirchen komhiesigen Bahnhof einlötzlich der Packwagen. Kurve. Dabei wurde haltende Schaffner Anetötet und ein weiterer zirksspie lplätzen. In der Jahreshauptversammlung des Gelsenkirchener Stadtverbandes für Leibesübungen teilte der Vorsitzende, Rettor Rath, u. a. mit, daß die Stadt für die Errichtung von Bezirksspielplätzen eine Million Mark zur Verfügung stellen wolle. Ferner machte er bekannt, daß auch in diesem Jahre die Hochschulkurse für Leibesübungen stattfinden würden. Bochum, 27. Febr. Tragischer Tod. Au tragische Weise ist hier eine Gewerbetreibender Tode gekommen. Der Herr hatte ein Weinlokal besucht. Beim Austreten irrte er im Ausgange; er geriet auf eine Tieppe, stürzte herab und brach das Genick. Bald nachher fand man konnte Das Gericht seine Leiche. Köln, 25. Februar. Schraubenschlüssel. vergangenen Jahres in Eschweiler zu einer und belgischen Soldaten. Der Sohn Die beteiligten SchläDer gefährliche Am 4. Oktobe: des kam es in einer Wirtschaft Schlägerei zwischen Zivilpersonen des Wirtes wurde festgenommen. Soldaten erklärten aber, daß dieser an der gerei nicht teilgenommen habe. Trotzdem unternahm man eine Haussuchung und förderte dabe einen Fahrradschlüssel zutage, der so gehal war, daß er als Schraubenschlüssel, Hammer und Schraubenzieher verwandt werden konnte. Es handelte sich also um einen außerordentlich praktischen Schraubenschlüssel, den man am Fahrrad für jede Schraube gebrauchen konnte. Der junge Mann wurde nunmehr auf Grund dieses Tatbestandes durch das bereits genannte belgische Polizeigericht wegen„Tragens von Waffen“, mit 400 Mark Geldstrafe oder 100 Tage Haft bestraft. — Man ist versucht, zu fragen, ob eine solche Notiz nicht eher in ein Witzblatt gehörte. Da aber leider solche Beurteilungen nicht Ausnahmefälle sind, verdient das Urteil festgehalten zu werden. Schöffengericht. In der letzten Sitzung des Schöffengerichts, welche Herr Amtsgerichtsrat Dr. Alffers leitete, hatte sich zunächst der Arbeiter Wilh. Schm. wegen Vergehens gegen die Mieterverordnung der verantworten. Weil er zwei Zimmer in seinem erworbenen Hause, Südwall 13, die frei geworden waren, nicht dem Wohnungsamt gemeldet hatte, war er in eine Strafe von 800 Mark genommen worden. Sein Antrag auf richterliche Entscheidung hatte Erfolg; der Strafbefehl wurde auf 50 Mark ermäßigt. Eine gefährliche Diebin ist die bereits mehrfach vorbestrafte Juliane W. aus Dortmund, die Anfang Dezember v. J. hier verschiedene stähle ausgeführt hat. Die Angeklagte war mit einer„Unbekannten" am 5. Dezember nach hier gekommen, hatte sich in das Haus der Witwe 6 Sieberg eingeschlichten und in einem günstigen Moment von der Flurgarderove einen Mantel und ein Pelzbarett gestohlen. Die Gegenstände könnten ihr kurz vor der Abfahrt nach Dortmund wieder abgenommen werden. Acht Tage später versuchte die freche Dievin von neuem ihr Glück in Schwerte. Sie schlich sich in ein Zimmer der Konditorei Köhle und entwendete aus einem Kleiderschrank, dessen Schlüssel im Schrank steckle, 3 Blusen, einen Mantel und eine auf dem Tisch liegende Armbanduhr. Dieses Dievesgut nicht wieder herbeigeschafft werden. verurteilte die gemeingefährliche Angeklagte, die den ersten Diebstahl zugibt, während sie den zweiten ableugnet, zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten, auf welche die verbüßte Untersuchungshaft angerechnet wird; zugleich wurde die sofortige Festnahme angeordnet. Aus Not will die 15jährige Ida S. aus Dorstfeld gehandelt haben, als sie aus einem leer stehenden Hause in Syburg eine goldene Uhr stahl, die die Mutter versetzen oder verkaufen sollte, um der im Elternhause herrschenden Notlage zu steuern. Das Mädchen gibt den Diebstahl zu und wurde vom Gericht zu einem Monat Gefängnis verurteilt; wenn sie sich gut führt, soll sie, trotzdem bereits vorbestraft, auf die Begadigungslisse geseßt werden. Der frühere Güterbodenarbeiter Heinrich aus Hamm, der früher hier beschäftigt war, ist beschuldigt, am 21. November v. J. auf dem Güterboden einen koffer des Leutnants a. D. von Daniels geöffnet und einen Anzug, zwei Kragen und einen Revolver aus demselben gestohlen zu haben. Beim Verlassen des Bahngeländes wurde er, der die Gegenstände in ein Paket verschnürt hatte, von zwei Eisenbahnbeamten gestellt, denen er angab, das Paket unter der Laderampe gefunden zu haben. Trotz seines hartnäckigen Leugnens war das Gericht von der Schuld des Angeklagten überzeugt und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten. Der Angeklagte will Berufung einlegen. Einem seiner Mitknechte hat der Knecht Theodor W., zurzeit in Münster in Haft, der im September 1920 in Ergste beschäftigt war, einen Anzug gestohlen bezw. unterschlagen. Das Gericht nahm Unterschlagung an und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten. Der Knecht Erich H., zurzeit in Untersuchungshaft in Osnabrück, steht wegen verschiedener Straftaten vor den Schranken des Gerichts. Dem Viehhändler Sternberg, bei dem er in Diensten stand, soll er eine Karre Dünger und einen Handwagen gestohlen bezw. unterschlagen haben; den Wagen will er einem Bekannten geliehen haben und hat St. denselben später zurückerhalten. Dem Landwirt Westermann gegenüber hat er sich des Betrugsversuchs schuldig gemacht und ferner ist er im unbefugten Besitz beschlagnahmter Waffen gewesen. Von der Anklage, dem Schachtmeister Tomschak einen Mantel unterschlagen zu haben erfolgte Freisprechung, da die als Zeugin vernommene Frau T. die Möglichteit zugibt, daß ihr Sohn dem Angeklagten den Mantel geliehen hat und dieser denselben übrigens auch wieder zurückbrachte, desgleichen wegen der Unterschlagung der Karre Dünger; wegen der übrigen Straftaten erfolgte die Verurteilung des H.“zu einem Monat Gefängnis, die durch die Unterhause vor einer mehrere Tausend zählenden schenmenge aus allen Berufskreisen über die Entwickelung Deutschlands von der Monarchie zur Republik. Ein besonderer Abschnitt der Rede war parteipolitischer und persönlicher Art. Deutscher Dampfer gesunten. Kopenhagen, 27. Febr. Der Dampfer„Rothenburg der deutschen Orientlinie in Hamburg ist heute im Kattegat, südlich Samsoe, gesunken. Die Besatzung hat sich in Schiffsbooten gerettet. suchung als verbüßt gilt. Lehir Trähtmerlu..g.. Eigener Deveschendienst. Die Not der Zeitungen. Nach den in Berlin gepflogenen. Verhandlungen zwischen Vertretern der Papierfabriken und den Zeitüngsverlegern wird der Preis für 10.000 Kilo Zeitungsdruckpapier im Monat März 80000 Mark betragen, während er im April auf mindestens 106000 Mark steigen wird. Neues Attentat polnischer Banditen. Rybnik, 27. Febr. Hier erfolgte eine weithin hörbare Detonation auf dem Druckereigrundstück des„Rybniker Stadtblattes“. Es waren mehrere Handaranaten geworfen worden, um die Maschinen des Blattes zu vernichten. Das Wohnhaus des Druckereibesitzers Bartels wurde beschädigt. Eine Stunde vor dem Anschlag wurde der Redakteur de Stadtblattes, Rose, in seiner Privatwohnung von einer mehrköpfigen Bande überfallen, die ihn zwingen wollte, das Material auszuliefern. Von der Gattin ermordet. Bischofswerda, 27. Febr. In dem Nachbarort Vurkau wurde am Sonntagmorgen der Landwirt kotte in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden. Als Täter wurde seine Frau und deren Mutter verhaftet. Kotte ist erst seit 6 Wochen verheiratet gewesen. Doppelmord auf einem Alpengipfel. Graz, 27. Febr. Der Hüter des Bergwirtshauses und des bekannten Meteorologischen Observatoriums auf dem 2500 hohen Säntis in den Appenzeller Alpen ist samt seiner Frau ermordek worden. Fernsprecher und Telegraphen arbeiteten schon mehrere Tage nicht mehr. Man hatte dies aber auf fallende Schneemassen zurückgeführt. Einzelheiten fehlen noch. Scheidemann in Kopenhagen. Kopenhagen, 27. Febr. Philipp Scheidemann sprach als Gast der demokratischen Studenten##reinigung in der Halle des Kopenhagener RatHandel und Börse = olkswirtschaft Berliner Börsenkurse vom 27 Februar 1922 mitgeteilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerle 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein........ Deutsche Bank Oiskonto.............. 463½ Dresdner Bank 37 Hamb.=Amer.=Pak. Allgem. Elektr.=Ges. Baroper Walzwerk 1085 Bochumer Guß.. Bösperde Walzwerk 969 Daimler Motoren Deutsch=Luxemburg.... Deutsche Kaliwerke........ Oppamt.... Elbecf. Fardw. Essener Steinkohlen......... Gelsenkirch. Bergw Gasmot. Deutz..... Harpener Bergw. 15 Humboldt Masch. Mannesmann Oberschles. Eisenb.=Bed. Orenstein& Koppel........ Phönix Bergbau...... Reisholz Pap........ 1450 Rhein. Stahlwerke...... Rombacher................ 902 Schucket........... 0 Siegen=Solingen Ver. Di. Nickelwerke Westf. Draht-=Ind.......... 300 Westf. Eisen, Langendreer........ Für die Schriftleitung verantwortlich: Karl Richter; für Lokales und Provinziebes: Friedrich beide in 880½ 1850 741 1730 1319 1250 amee Verbande angeschlossenen Vereine haben wegen Wichtigkeit der Tagesordnung zu erscheinen. Kreisliga Sauerland. T. E. G. 94 Hagen— Wetter Sp. V. 0:1. r. Eine ichtung Million von BeSchwestern richtig hergehörte, ohne sich von seln zu lassen. Jeder uß und sodann auf der Platz angewiesen neben ogleich die Befehlsworte aren:„Nicht umfangen, Versammlung sich paarhalb Salander nicht ein tur, daß die Töchter aufsaßen, wie Steinbilder, lian jeder der Seinigen begnügen mußten, die mit den Augen zu lieberte sich aufs neue über nen ihm wie zwei dämoner und derselben WahnInglücklichen besessen wäne der Zwillinge sterben en käme, würden sie dann Halbierung geheilt, oder de an den übrigbleibenden salomonischen Müttern, er eingebildeten Leideni dem Gedanken, n so blühenden daß solMädchen Und immer saßen sie noch nehmliches mit den Jüngrangen, von irgendeinem Den Wetteranern wurde in Hagen ein billiger Erfolg zuteil dadurch, daß die 94er das einzige Tor, das während des Spieles fiel, eigene Heiligtum besörderten. Jahn 84 Hagen— V. f. L. 69 2:0 Jahn konnte über seinen Ortsrivalen einen glatten 2:0 Sieg landen. Sp. Vg. Schwerte 06— Hüsten 1:2. Trotzdem das Wetter in den letzten Tagen ziemlich trocken war, war der Boden des Sportplatzes hinter der Töchterschule doch noch ziemlich weich. Daß es bei solchen Bodenverhältnissen sehr leicht Ueberraschungen geben kann, hatte man wohl erwartet, aber daß die Sportvereinigung für diese Ueberraschung sorgte, hat wohl keiner voraus* gesehen In der ersten Halbzeit greift Schwerte start an und ist dauernd überlegen; Erfolge werden jedoch nicht erzielt, da die wohlgemeinten Torschüsse, an denen es wahrhaftig nicht fehlte, das gewünschte Ziel nicht erreichten. Mit 0:0 ging es in die Pause. Sofort nach Beginn der Halbzeit erzielt Hüsten den ersten Treffer, den Schwerte jedoch nach einigen Minuten durch den Halblinken ausgleicht Dann erleben wir einen vollständigen Zusammenbruch der Hiesigen, der sich dadurch vielleicht erklären läßt, daß durch die längere Ruhe, die infolge der Unbespielbarkeit der Plätze eingetreten war, die Mannschaft ohne jegliches Training war Aus der Mannschaft ragten der Halbrechte, die beiden Außenläufer und wie immer, der Torwart hervor Bei Hüsten glänzte die Verteidigung einschlietzlich Torwart. Herr Schmieding war dem Spiel ein aufmerkgontgester. Boi Pervole. Bunkte ud dr S. ortvereinigung am Sonntag verloren gegangen, über immer ist noch Aussicht vorhanden, Anschluß „ an die Spitzengruppe zu finden, wenn die noch ausstehenden Ziele ernst genommen werden und die Elf vollständig antritt. In der C=Klasse spielte Westhofen 1— Ergste 1 2:1(1:1). Beide Mannschaften lieferten sich ein flottes Spiel. Unions Spiele mußten wegen der schlechten Verfassung des Schützenhofes ausfallen. Weitere Spiele: Union 4— Sp=V. Bram bauer 0:3. Westhosen 1. J.— Uvion 1. J 2:1. Westhofen konnte nach scharfem Spiel das Treffen für sich entscheiden und wird damit Spitzenführer. * Achtung! Samstag, den 4. März 1922 findet im Hotel Duisberg(Jöckel) um 8 Uhr abends eine Versammlung des Rasensportverbandes Schwerte und Umgegend statt. Sämtliche diese Am vergangenen Sonntag hat der vor einiger selbst ins Zeit gegründete Sport=Klub„Alemannia“ Schwerte einen guten Erfolg gegen die schaft des Sportvereins„Rheinermark" erzielt. Das Ergebnis zeigte 4:3(3:1) Eckenverhältnis war 3:1. Im großen und ganzen war der Sp. V. Rheinermark dem Sp.=Kl. Alemannia gleich wertig. Im Zusammenspiel zeigte Rheinermark gute Leistungen. Alemannia zählt augenblicklich etwa 50 Mitglieder, sodaß er schon 4 volle Mannschaften aufstellen kann. Gau. Durch den glatten 2: 0 Sieg des Duisburger Fußdallvereins 08 über die T. u. R. Union Düsseldorf ist der Bergisch=Märkische Meister endgültig ermittelt worden. Die zweite Stelle eroherze, i mit einem 1:0 Sieg über Sport=Spiel ein####eld der Duisburger Spielverein. Westfalengan. Arminia Bielefeld beendete am vergangenen Sonntag die Meisterschaftsserie ohne Punktverlust durch einen haushohen 6:0 Sieg über S. C. Minden * Der Kreis Sauerland m Westdeutschen Spielverbande hielt gestern in Hagen im katholischen Gesellenhaus einen außerordentlichen Kreistag ab, um zur Frage der Verbandsneueinteilung Stellung zu nehmen. Die Vereine waren fast sämtlich— dann auch vielfach durch Vollmachtsübertragung— vertreten. Außerdem wohnte eine Abordnung aus dem Kreise Siegerland den Verhandlungen bei. Nach einer Begrüßung der Erschienenen durch Dr. SälterHagen erstattete Kreisobmann Dorr einen eingehenden Bericht über den bisherigen Gang und das vorläufige Ergebnis der Arbeit der Neueinteilungskommission. Die weittragende Bedeutung der demnächst zu fassenden und gültigen Beschlüsse wurde klar dargelegt und als das erst werte Ziel für die berechtigten Interessen des Sauer= und Siegerlandes ein neuer Gau Südwestfalen bezeichnet. Nach seinem Vortrage stellte Dorr sein Amt dem Kreistage zur Verfügung Der Kreisausschuß wird sich satzungsgemäß in einer seiner nächsten Sitzungen ergänzen. Als Alterspräsident übernahm Pankok d A. den Tagungsvotsitz. In der sachlich geführten Aussprache legte die für einen Gau Düsseldorf=Berg= Gauerland eintretende Minderheit ihren Standpunkt dar. Bei der Abstimmung entschieden sich 32 Vereine mit 330 Stimmen für einen neuen Gau Südwestfalen(Kreise Sauerland und Siegerland), 4 Vereine mit 74 Stimmen und Hagen 1860, F. Sp. V. Gevelsberg, Turn=Sportgemeinde Hagen und Preußen=Oberhagen mit„nein“, während 4 Vereine(#. S. Eppen hausen, V. f. L. Hagen. Union=Haspe und Eilpe=Delstern) Stimmenthaltung übten. Wenn auch die Vereine des Sauerlandes sich drückender Mehrheit für die Lösung Gau Südwestfalen, die unbedingt als die vorteilhafteste anzusprechen ist, entschieden haben und das Siegerland sich bereits vorher geschlossen für die gleiche Neuordnung erklärte, so sind die Aussichten für ihre Durchsetzung bei den Organen, die darüber zu bestimmen haben, leider nicht allzu rosig Darin und in der Tatsache, daß die Pressepropaganda der Minderheit dem bisherigen obmann die Vertretung der Mehrheitswünsche so außerordentlich erschwerte, hat man wohl die Hauptursache für den bedauerlichen Rücktrittsentschlug des verdienten Obmanns zu suchen. Als Ort des nächsten Kreistages wurde Schwerte bestimmt. Düsseldorf, Berg und Sauerland. Der letztgenannte Kreis erfährt durch den Bezirk Lüdenscheid eine weitere Vergrößerung. Vom Rheingau wird Neuß dem Kreise Düsseldorf überwiesen. Der Westfalengau erfährt dadurch eine Verkleinerung, daß der Bezirk Recklinghausen ohne Lünen, Lüdinghausen und Haltern dem Ruhrgau überwiesen wird. Die Untereinteilung in Kreise und Bezirke soll erst nach Fühlungnahme mit den Obleuten der Kreise erfolgen. * Rücktritt des Westdeutschen VerbandsFußball=Ausschusses. Wie wir hören, ist der Verbands=Fußball=Ausschuß des Westdeutschen Spielverbandes von seinen Aemtern zurückgetreten. Mit der Führung der Geschäfte beauftragte der Verbandsvorstand Paul Schröder, M.=Gladbach, der geeignete Herren aus M.=Gladbach und Umgebung zur Mitarbeit heranziehen kann. Die Entlastung dieses provisorischen Ausschusses wird auf der nächsten Wahlversammlung erfolgen. Zur Neueinteilung des Westdeutschen SpielVerbandes. Wir erfahren aus der Bergisch=Märkische Zeitung: Die Neueinteilungskommission des WSV ragte vorgestern in Duisburg und führte die Besprechungen über die zukünftigen Gaugrenzen zu Ende. Die Zuteilung der Vereine zu den Gauligen wurde zurückgestellt und wird in einer späteren Sitzung erledigt werden. Gleichzeitig soll dann in Verbindung mit dem Verbandsvorstand endgültig über die Frage der Verwaltungsreform Beschluß gefaßt werden. Man beschloß mit Rück. sicht auf die Verbandsfinanzen von einer stärkeren Vermehrung der Gaue abzusehen. Auf der anderen Seite verschloß man sich nicht der Tatsache, daß für die drei Westgaue eine gewisse Entlastung geschaffen werden müßte und erklärte sich daher für einen neuen Gau„Niederrhein", an den der Rheingau den Bezirk Krefeld ohne Kaldenkirchen, der Bergisch=Märkische Gau den Kreis Duisburg, und der Ruhrgau den Kreis Niederrhein ohne die Gegend um Buer abtreten Auch sonst wurden die Gaugrenzen noch schiedentlich verschoben. So erfuhr der HessischHann. Gau eine kleine Vergrößerung dadurch, daß ihm die Bezirke Siegen und Betzdorf, sowie die Gegend um Höxter zugefügt werden. An den Mittelrheinkreis(Rheingau) tritt der Hessen Gau Weilburg und der Bergisch=Märkische Gau den Westerwaldbezirk ab. Somit besteht der Ber gisch=Märkische Gau nur noch aus den Kreisen soll. ver Turnen und geistige Arbeit. Oberbürgermeister Dr. Luppe in Nürnberg hat die berufsmäßigen und ehrenamtlichen Stadt. räte eingeladen, im großen historischen Prunksaal des Nürnberger Rathauses, Freitags von 11—12 Uhr vormittags Leibesübungen unter der Leitung des Direktors Dr. Stein vom Stadtamt für Leibesübungen zu treiben als Ausgleichsmaßnahme gegen die Folgen der hohen beruflichen Inanspruchnahme. * Die tägliche Tuenstunde. Die Notwendigkeit der täglichen Turnstunde wird immer mehr von allen zuständigen Körperschaften rückhaltlos anerkannt. So hat auch jetzt der sächsische Turnsehrerverein für die deutsche Oberschule die tägliche Türnstunde gefordert. Einen Versuch der Durchführung hat das preußische Unterrichtsministerium nunmehr angeordnet, indem es den Direktor der Oberrealschule zu Mülheim=Ruhr, Dr. Neuendorff, beauftragte, ihm einen Lehrplan mit der täglichen Turnstunde vorzulegen, falls es gelänge, die Zu des Lehrerkollegiums und des Kuradiesem Plane zu erhalten. Das Lehrertollegium hat daraushin einen Plan aufgestellt, der für jede Klasse sechs Turnstunden in der Woche vorsieht und einstimmig von allen 33 Herren des Lehrkörpers bewilligt wurde! Ebenso hat das Kuratorium der Schule einstimmig den Lehrplan genehnigt. stimmung toriums zu Städt. Lyzeum Anmeldescheine für Schülerinnen, die Osterns## in Kl. VII aufgenommen werden sollen. sind bei der Schuldienerin erhältlich. Die Anmeldungen nehme ich in der Woche vom 6. bis 11. März, Montag, Dienslag, Donnerstag oder Freilag von 11½ bis 12½ Uhr entgegen Vorzulegen sind der Anmelde=, Geburts=, Tausund Impfschein. Die Aufnahmeprüsung finde! Montag, den 3. April, um 3 Uhr nachmittagsis e" 4% Der Direktor: Prof. Dr. Knochendöppel.) Die hiefige Küsterstelle im Nebenamis ist zum 1. April ds. Is. neu zu besetzen.“ Meldungen nimmt bis zum 10. März entgegen Das Presbuterium der Kirchengemeinde Westhofen I. A.: Klinker, Pfarrer. Um jedermann Gelegenheit zu geben, den Vortrag mit Ausstellung über 92 Sparsame Rochen uHeizen im Saale des Hotel„Sternbere“ zu besuchen, ist die Ausstellung noch bis einschliesslich Mittwoch geöffnet. Vorträge und praktische Vorführungen finden statt: Heute, Dienstag, abends 8 Uhr und morgen, Mittwoch, nechmittags von 3—6 Uhr ununterbrochen. 945 Eiatritt frei! Möntrng& Sium, Cndrtottenburg. Zum Markttage (Mittwoch) rechtzeitig eintreffend: Große Sendung la. blutfrische SER· FISCH Fritz Rippus. sese Chururteroite großer Tonmeister Persönliches und Intimes aus ihrem Leben und Schaffen. Jeder Band mit Bildnissen seiner Meister. Band 1: Bach, Händel, Haydn, Mozart geb. Mk. 19.20 Band 2: Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Rossini, Schumann, C. M. v. Weber. ged. Mk. 19.20 Band 3: Liszi, Wagner geb. Mk. 30.80 Band 4: Chopin, Brahms, Bruckner, Reger geb. Mk. 30,80 Friedrich, aus dem Leben deutscher Musiker, Biographien der Großmeister deutscher Tonkunst. geb. Mk. 24.— Buchhandlung Carl Braus. shaup Derrew Spiere im Gemeindehaus. Freitag, den 3. März: Theophilius und Totentanz Sonnabend, den 4. März: Paradiesspiel u. die kluge Bauerntochier. 1 Anfang pünktlich um 7½ Uhr. Numerierte Karten zu 15.—, 12.— und 10.— Mark, Abonnementszuschlag 6—, 4.— und 3— Mark, nur in der Buchhandlung Saatmann erhältlich. Sonnabend Nachmittag Schülervorstellung: Die Zertanzten Schuhe. Anfang 3 Uhr.: Karten 3— Mark. Suche für sofort ein ondentliches, nicht zu junges oweirmascheit oder Aushülfe. Wo, sagt d. Geschäftsst Suche per 1. April oder früher ein junges *+. Die Kurse 950 für die Mädchen im letzten Schuljahr über Pflege und Wartung der jüngeren Geschwister beginnen Mittwoch, den I. März, nachm. 3 Uhr im alten Rathaus. Schwerter Frauenverband Abilg. Mutterberatung. Alleinhersteller: Werner& Mertz Ar G. Mainz. sichtung! aus achtbarer Familie, welches die Handelsschule besucht hat, für die Kasse und schriftl. Arbeiten. Selbstgeschriebene Offerten unter B. 943 an die Geschäftsst. d. Ztg. Hier oder Umgegend suche ich 939 Wohnhaus und Villa bei hoher Anz. zu kaufen. (Nur v. Gesitzer) Kaufe sonst auch Landstelle. Ausf. Ang. mit Preis erbeten an E. 165„Stella“) Ann.=Exped. Hannover, Eckerstraße 15. sichtung! Rchtung! Empfehle für diese Woche: Dr. fettes Fleisch, ff. Gehacktes, Wurstwaren Kaufe laufend Schlachtpferde zu den höchsten Tel 305. Tagespreisen Tel. 305 SOotan pttt Henko Henkels WaschBleich-Soda mmtberrüch für Wäsche und Hauspag Hersteller:hienkel&am; Cb. 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Hnrmmmmime“ 9 85 ##g 1925S # c..— 182 6 2 — 2 : # 15 15 1 stoff abhält, und das Auftreten mehr oder weniger starker Drucke Durch die Anwendung sehr hoher Drucke ist es neuerdings Dr. Bergins in gemeinsamer Arbeit mit Billwiller gelungen, aus Zellstoff und anderen Kohlehydraten Steinkohle und selbst Aukhrazit künstlich herzustellen. Zellstoff, Holz, Torf usw. werden hierzu in geschlossenen Gefäßen in der Gegenwart von Wasser erhitzt. Die Temperaturerhöhung bewirkt hierbei eine außerordentliche Steigerung des Truckes, der bis zu 5000 Atmosphäzen gebracht werden kann. Bei geringeren Drucken entstehen Stoffe mit einem Kohlenstoffgehalte von etwa 84%; bei den höchsten Drucken und der Erhitzungsdauer von einigen 100 Stunden dagegen Stoffe, die bis zu 89% aus Kohlenstoff bestehen und daneben noch Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und das für natürliche Kohlen besonders charakteristische Methan(Grubengas) enthalten. Der so erhaltene Stoff ist in jeder Hinsicht als Steinkohle bzw. Anthrazit anzusprechen, und der Vorgang vollzieht sich im Laboratorium innerhalb weniger Stunden, wozu die Natur Jahrtausende gebraucht hat. Interessant ist die völlige Uebereinstimmung der künstlichen und natürlichen Endergebnisse, wenn die Entstehungsbedingungen in beiden Fällen gleichartig gestaltet werden. Tort, wo bei der geologischen Bildung der Steinkohle nur verhältnismäßig niedrige Trucke auftraten, finden wir eine kohlenstoffärmere und von Methan ziemlich freie Kohle, wie in Oberschlesien. Tort dagegen, wo sich neben der Ablagerung noch sekundäre geologische Vorgänge durch Verwerfung von Schichten und dadurch bedingte enorme Pressungen vollzogen, finden wir kohlenstoffreiche Magerkohlen, Anthrazit und dergleichen. Den beiden Forschern ist es also tatsächlich gelungen, die Vorgänge bei der Entstehung der natürlichen Kohlen aufzuklären. Von Laura Uincent. Serviettenkloß. Man nimmt so viel Semmeln, wie man Personen hat, schneidet sie in sehr feine Scheiben und übergießt sie mit kochender Milch. In 150 Gramm Butter dünstet man sehr feingeschnittene Zwiebeln goldgelb und gießt sie dann ebenfalls über die Semmelscheiben, auch etwas feingewiegte Petersilie, Salz und Muskatnuß fügt man zu. Jetzt läßt man die Masse ungefähr eine Stunde ruhen und abkühlen, dann gibt man so viel Eigelb, wie es Semmeln sind, daran, sowie den steifen Schnee der Eiweiß und füllt das Ganze in eine gebutterte Serviette, die man zubindet, aber nicht zu fest. Hierauf kocht man den Kloß in siedendem Salzwasser eine Stunde lang. Italienische Polenta. In ¼ Pfund zerlassener Butter verrührt man ¾ Pfund Maismehl und gießt dann tropfenweise 3/4 Liter kochende Milch dazu. Diesen Brei läßt man etwas abkühlen und vermischt ihn nun vorsichtig mit sechs Eigelb, sowie dem steifen Schnee der sechs Eiweiß. Die Masse wird dann in eine Porzellanform gefüllt und eine gute halbe Stunde lang im Wasserbad gekocht. Gefüllte Kartoffeln. Rohe, gleichgroße Kartoffeln werden geschält, oben und unten glatt zugeschnitten, gewaschen und ausgehöhlt. Die Höhlung wird dann mit einer Farce gefüllt, die aus geriebener Semmel, Ei, gewiegter Petersilie, Thymian, feingehackten Champignons oder anderen Pilzen hergestellt wird. Jede Kartoffel wird nun mit einem Kartoffelscheibchen zugedeckt, dann werden sie nebenetumder in eine flache Kasserolle gesetzt und mit etwas Butter und Wasser weichgedünstet. Sie werden dann behutsam angerichtet, und aus dem zurückgebliebenen Saft wird mit saurer Sahne eine wohlschmeckende Saucc hergestellt, die zu den Kartoffeln serviert wird. Weltspiegel. Die Anfänge des Rothschildschen Vermögens. Der Begründer Rothschildscher Größe, Mayer Amschel Rothschild begann schon als Junge sein Geschäftchen mit Auswechseln von Münzen gegen ausländische Geldsorten, und hatte so, mit seinem Geldsäckchen von einem Bankier zum andern wandernd, oft Gelegenheit, Antiquitäten einzuwechseln. Der Landgraf von Hessen=Kassel, ein pastionierter Numismatiker, lernte Rothschild um das Jahr 1789 kennen; er beauftragte ihn mit Agenturen und ließ durch ihn die Zinsen von seinem bei der Londoner Bank deponierten Kapital, das durch den Verkauf hessischer Landeskinder nach Amerika auf die Kleinigkeit von dreißig Millionen Taler angewachsen war, erheben. Rotschild zog Wechsel auf das englische Haus von Notten, das die Vollmacht zur Erhebung der Zinsen besaß, und erwarb sich neben der bedeutenden Provision durch scharssinniges und unermüdliches Spekulieren mit den Geldern des Landgrafen ganz erkleckliche Summen. Nunmehr wußte er den hessischen Fürsten zu bestimmen, dem vorerwähnten Hause die Vollmacht zu entziehen und seinem Sohne Nathan zu übertragen. Zur Zeit, als England seine Armee in Spanien zu unterhalten hatte und kein Bankier die Geldlieferungen der Regierung auf eigene Gefahr dorthin übernehmen wollte, hinterlegte Rothschild aus den hessischen Fonds die erforderliche Kaution; die Geldtransporte gelangten stets glücklich an den Ort ihrer Bestimmung, und der neue Krösus hatte während des achtjährigen englischen Feldzuges in Spanien allein zweiunddreißig Millionen erworben. Während des Krieges auf dem Kontinent übermittelte die englische Regierung den europäischen Fürsten die enormen Subsidien ebenfalls durch das Haus Rothschild. So wuchsen denn Reichtum und Ansehen mehr und mehr, bis sie in den späteren Staatsanleihen gipfelten. Ein gutes Mittel gegen Gläubiger. Ein gutes, recht probates Mittel, seine Gläubiger schnell loszuwerden, erfanden die Guisen, als sie nach Heinrich' II. Tode(1559) sich im Namen des an Geist und Körper gleich schwachen jungen Königs Franz II., des ersten Gemahls der Maria Stuart, der Regierung von Frankreich bemächtigten. Es kamen damals die Gläubiger der Königlichen Kammer scharenweise nach Paris, um ihre Forderungen an diese geltend zu machen. Da man sie weder bezahlen konnte noch wollte, so ließen die Guisen auf dem Grsveplatz einen großen Galgen errichten und an diesen ein Plakat anheften folgenden Inhalts:„Ein jeder, wes Standes er auch sei, der sich wegen einer Forderung an die Königliche Kammer in Paris aufhält, wird hierdurch angewiesen, Hof und Stadt innerhalb 24 Stunden zu verlassen. Wer dies nicht tut, wird wegen Ungehorsams gegen Allerhöchste Befehle an diesem Galgen aufgehängt.“ Man kann sich vorstellen, wie beweglich diese Maßregel die Beine auch der hartnäckigsten Gläubiger machte. # Humor. Das ordentliche Fränzchen. Großmama:„Was tust du denn in der Speisekammer, Fränzchen?“ Der kleine Franz:„Ach, Großmuttichen, ich räume nur ein paar Sachen fort.“ 5 S.“ X 3 0 S 2.. 0 B#ES S S 3 a 5 2 Aurs O: S 5. S. S 5 30 OSnn * S%s 2 2 8 Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt-Annoncenblatt. Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 50 Dienstag, den 28. Jebrnar 1922 Aul färicher Fährte. Roman von Max Esch. 29 Fortsetzung.) (Nachdruck verbeten.) Dann aber wurde das junge Mädchen mit auler Gewalt auf Wossin mit ihren Gedanken gelenkt. Die Baronin erhielt einen Beief. Amanda selbst nahm ihn in Empfang, als der Diener die Postsachen überbrachte, da die Mutter und die Baronin nicht anwesend waren. Kaum hatte das junge Mädchen einen Blick auf die Adresse geworfen, als es fühlte, wie ihm das Blut zu Kopfe schoß, denn das waren die Schriftzüge des ehemaligen Verlobten. Lange schwankte es, ob es den Brief der Baronin selbst überbringen oder ihn durch den Diener senden solle; denn es befürchtete, daß sich eine Aussprache über die Aufhebung des Verlöbnisses an diesen Brief schließen würde, und die hätte es sich gern erspart, um die Tage des Besuches der Baronin durch keinen Mißklang zu trüben. Doch das wäre Feigheit, einer solchen aus dem Wege zu gehen, zumal die Schuld nicht auf Amandas Seite lag. Feig aber war sie noch niemals gewesen, und endlich mußte ja einmal Klarheit geschaffen werden und das Versteckspiel aufhören. Darum entschloß sie sich, den Brief selbst zu überbringen. Sie hatte ja nicht nötig, einer Aussprache aus dem Wege zu gehen, konnte sie doch der Baronin frei ins Auge sehen. Die Schuld lag einzig und allein auf seiten Fritz'. sagte sich Amanda wohl, im Grunde ihres Herzens aber wünschte sie, daß auch der ehemalige Verlobte unschuldig sein und die Szene, deren Zeugin sie gewesen, auf unseligen Zufall beruhen möchte. Ja, wenn sie diese Gewißheit haben könnte, dann wollte sie den noch immer Heißgeliebten demütig um Verzeihung bitten und nie wieder an seiner Treue zweifeln. Pochenden Herzens begab sich Amanda nach den Gemächern der Baronin, die auf ihr Klopfen selbst öffnete. „Ah, liebes Kindchen, du selbst bemühst dich mit einem Briefe zu mir, wie liebenswürdig von dir," empfing sie die Eintretende, die ihr das Schreiben übergav und nur bejahend den Kopf neigen konnte; denn das Herz pochte zum Zerspringen. Als die Baronin hinzusetzte:„Von Fritz also,“ war es mit der Fassung Atandas beinahe zu Ende, sie hörte kaum die Aufforderung der Baronin, Platz zu nehmen, sondern wankte nach einem der Fenster. Zum Glück schien die Baronin den Gemütszustand des jungen Mädchens nicht zu bemerken; denn sie war, nachdem sie das Schreiben erbrochen, eifrig mit dessen Lektüre beschäftigt. So gelang es Amanda, sich wieder zu berubigen. Sie starrte in die grüne und bunte Pracht des Gartens, die sie so oft bewundert, und die sie ja ständig in ein Traumreich geführt, in dem es ach so herrlich war. Würden diese wachen Träume sich jemals verwirklichen? Das konnte nur geschehen, wenn Fritz unschuldig war, würde er das sein? Oh, wenn er es doch wäre! „Liebes Kind,“ wurde sie da von der Baronin aus ihrer Grübelei gerissen,„es ist ein Brief von Fritz, det verschiedenes enthält, das auch für dich vielleicht von Interesse sein könnte.“ Nun also war der Augenblick da, jetzt galt es, ihren Standpunkt zu vertreten. Amanda wappnete sich mit aller Energie, deren sie fahig war. Keine einzige Konzession wollte sie machen, wenn Fritz sie betrogen haben sollte. War er aber unschuldig und erhielt sie darüber Gewißheit, dann würde sie ihre Voreiligkeit ohne weiteres eingestehen und Fritz offen um Verzeihung bitten, aber nur, wenn sie die Gewißheit Mit großen Augen blickte Amanda, nachdem sie sich umgewandt, zu der Baronin hinüber, die auf einem der bequemen Fauteuils saß und fortfuhr: „Zunächst muß ich etwas nachholen, das ich bisher verschwiegen habe, da ich diesen Brief zuerst abwarten wollte, um dir im Zusammenhange berichten zu können. Wie du ja weißt, wurden der Tagelöhner Ruschke wegen des Mordes an Egon zum Tode und der Müller Ilgen zu mehrjährigem Zuchthause verurteilt, weil er den Ruschke zu der schrecklichen Tat angesiftet haben sollte.“. gate Vmandg „Ja, das weiß ich, bestatigre umanda,„ebenso aber auch, daß beide hartnäckig ihre Unschuld beteuerten. Es wollte weder Ruschke den Mord ausgeführt, noch Ilgen den Ruschke dazu angestiftet haben.“ „Und Fritz vermeint nun, daß beide in der Tat mit dem Morde nicht das geringste zu tun haben,“ erwiderte die Baronin. Ein lautes„Ah“ entfuhr dem Munde des völlig überraschten jungen Mädchens.„Ich denke es mir schrecklich, unschuldig verurteilt zu werden. Die armen, armen Menschen,“ setzte sie bedauernd hinzu. „Ja, Kindchen, das ist in der Tat das schrecklichste, was auch ich mir denken kann,“ sekundierte die Aber wer ist denn der Mörder?“ fragte auf das höchste gespannt das junge Mädchen.„Wie ist man „Das ist eine eigentümiche Geschichte; antwortetdie Baronin.„Den Mörder vermutet man allerdings F#ais S i. 5 48 5 S 2 * 2 F 99•* S 9 S. 53 5 84 * = P g — S 14 85 S SSE C 5 8 auch nur, bis jetzt liegen nur Verdachtsgründe gegen ihn vor, doch sind diese so schwerwiegend, daß der Staatsanwalt die neue Spur bereits verfolgt. Der Mörder Egons soll der in Begleitung Feodors in Argentinien weilende Forstgehilse Ehlert sein, den Egon entlassen hatte. Ich weiß nicht, ob du den Menschen auf Wossin zu Gesicht bekommen hast.“ kann mich nicht darauf besinnen," warf Amanda ein.. 848(hsert Krc4. „Das tut ja auch nichts zur Sache. Ehiell brachte die erste Kunde von der Schreckenstat nach Wossin. Damals hielt ihn niemand einer so entsetzlichen Tat für fähig, da man ja bei ihm keinen Grund für eine solche finden konnte,“ fuhr die Baronin fort, jedes ihrer Worte abwägend.„Nun muß ich vorausschicken, ehe ich weiter erzähle, daß Egon durchaus kein einwandfreies Leben führte, zumal im Punrte der Moral hatte er sich sehr laxe Begriffe zu eigen gemacht. Auf Wossin fand er unter einigen weiblichen Dienstboten gecignete Objekte, die er seines ganz besonderen Vertrauens für würdig hieit. Das merkwürdige Verhältnis wutte er ganz geheim zu halten, ohne daß ich auch nur das geringste davon bemerkte. Du kannst dir nun meine Ueberrachung denken, als ich durch Friz erst Klara, die ich de Unwilliki.) mrußte Amendo bei Nennung des Namens der Verhabten, die ihren Fritz zum Treubruch getrieben, einen Schritt vortreten. Sie wußte ja bereits um dieses Verhattnis der verdorbenen Person mit Egon, aber tro=dem empörte sie der Name der Verwenn sie ihn nur vernahm. Fulse klopften und alles verriet den Zustand, in ihr, deß Egon auch mit meiner Zofe u nenels für fähig gehalten, eine en war.“ ehon, über trogbem, emp haßten auf das höchste, dem sich Amanda Rit Beirie#### * ind. beobachtete die Baronin die gen Mädchens. Jetzt war es an der Verwirküchung zuzuführen. dich, liebes Kind, wie ich dir ja kannst du dir meine und Fritz' * T, Go.- do pern Aufger#theit des jung der Zeit, ihren Plan „Das überrascht auch h ansehe. Nun kannst du dn meme und Geitz' Aufregung vorstellen, als wir diese Kunde vernahmen. richrecken konnte nicht größer sein, wenn ein rahi aus heiterem Himmel plötzlich vor uns wäre. Ueber das schamlose Treiben der in war ich natürlich auf das tiefste empört. ste nicht einmal, Egon sehr nahe gestanden ich sie sofort entließ, als ich mir Gen##heit verschaftt, habe ich wohl nicht nötig, dir noch ders zu sagen. Das Unerhörteste aber ist, daß e Jofe die moralische Schuld trägt, daß Egon sein Leben lassen mußte." die Zose?“ fraate verwundert Amanda. „Ja,“ bestätigte die Baronin,„die Person unterhielt nämlich außer mit Egon noch ein Liebesverhältnis mit Ehlert, das ader in die Brüche ging, als letzterer Egon und die Jofe im Walde antraf.“ fui, wie schamlos!“ rief das junge Mädchen empört aus, stand es in diesem Augenblicke bei ihm doch fest, daß Fritz von dieser Kokotte ebenfalls eingefangen war, so daß seine Schuld um ein bedeutendes jank. Freilich, ganz unschuldig war er ja nicht, immerhin bereitete es ihr eine Genugtuung, das wenigstens annehmen zu dürfen. „Das war nicht nur schamlos, sondern geradezu frivol. Ein so schändliches Doppelspiel kann nur eben ein durch und durch verworfener Mensch entrieren,“ pflichtete die Baronin bei.„Nach jener Ueberraschung hat Ehlert der ungetreuen Geliebten, mit der er sogar heimlich verlobt gewesen sein soll, eine heftige Szene bereitet, während welcher die Klara dem Forstgehilfen den Abschied gegeben haben will. Ehlert hat darauf gedroht, sie und Egon zu erschießen. Ein paar Tage später war Egon eine Leiche. Die Kunde von der schrecklichen Tat überbrachte der Forstgebilfe, der mit Egon allein in dem einsamen Walde war und vollauf Zeit hatte, alle Spuren, die auf ihn als Täter schließen lassen konnten, sorgfältig zu verwischen. Aber nicht nur das allein hat ihn stark verdächtig gemacht, sondern mehr noch sein Betragen nach dem Morde. Da ging er wie geistesabwesend umher, sprach mit niemand ein Wort und erweckte ganz den Eindruck eines Menschen, den das böse Gewissen plage. Aber außer den Fröhlichs, das sind die Förstersleute, beobachtete das niemand. Der rechtschaffene Förster erklärte sich die Veränderung im Wesen seines Gehilfen durch den schrecklichen Anblick der Leiche Egons hervorgerusen, er glaubt auch heute nicht daran, daß Ehlert den Mord begangen hat, da der Gehilfe ein sehr weiches und warmes Gemüt haben soll. Die sämtlichen Umstände aber lassen es beinahe zur Gewißheit werden, daß kein anderer als Ehlert die schreckliche Tat in einer jähen Eifersuchtsaufwallung ausführte. Und dieser gefährliche Mensch befindet sich in Feodors näherer Umgebung in der Wildnis, fern von jeder Zivilisation, so daß es uns nicht einmal möglich ist, Feodor eine Warnung zukommen zu lassen.“ „Schrecklich," rief das junge Mädchen aus. „Warum hat denn die Person dem Ermordeten keine ornuy Barum, fragst du, Kind,“ erwiderte die Baronin.„Das habe ich sie ebenfals Zeiegesgäpf darauf gab sie zur Antwort, sie habe Hian gg. Kannst du dir denken, daß eine solche P### überhaupt weiß, was schämen bedeutet? Ich wenigstens kann mir das nicht vorstellen.“ Ich auch nicht,“ sekundierte Amanda. „Und als dann das Entsetzliche eingetreten, das sie mit einem Worte hätte verhindern können, will die dreiste Person von heftigen Gewissensbissen auf das Krankenlager geworfen sein. Krank war ja die Klara zu jener Zeit,“ setzte die Baronin bestätigend hinzu, „ob aber aus dieser Ursache, möchte ich stark bezweiseln; denn ich glaube, das verdorbene und verlogene Geschöpf hat überhaupt kein Gewissen. Von einem solchen Wesen war ich nun jahrelang umgeben, mit ihm habe ich mich unterhalten, da ich es fast visgztggls,Zeuse botin, sondern mehr als Gesellschafterin behanbelte, so daß ich in der Einsamkeit Wossins sogar mit dem Frauenzimmer Gedanken austauschte, ohne den Grundzug dieses Weibes zu erkennen. Es verstand es eben zu geschickt, seinen wahren Charakter zu verbergen. Auch Fritz ist es ebenso ergangen wie mir.“ gmand, „Auch Fritz?“ fragte zweifelnden Tones umanda, konnte sie es sich doch nicht denken, oaß er von dem Verhältnis seines ermordeten Bruders zu der Zofe keine Kenntnis gehabt haben sollte. „Ja, auch Fritz,“ wiederholte die Baronin,„ahnte nichts von dem wahren Charakter, der sich in der glänzenden Hülle des Mädchens verbarg. Immer unruhiger wurde Amanda zumute, nur mit Gewalt ihr heftig pochendes Herz zur zwingend. Was sollte das? War Fritz in der Tat unschuldig? Trug sich der Vorfall damals wirklich so zu, wie er ihn schilderte? Jetzt mußte ja die Beantwortung dieser bangen Fragen kommen und sie aus ihrer zweifelnden Ungewißheit gerissen werden. Offenbar erwartete die Baronin eine neue Zwischenäußerung, ließ sie doch eine kurze Pause eintreten, ehe sie fortfuhr:„Fritz ist vollkommen überrascht worden, als er durch die Frau des Müllers Ilgen davon erfuhr. Durch diese ist dann der Stein ins Rollen gekommen, da Fritz deren Angaben bestätigt erhielt und das weitere veranlaßte.e ger 8 „Ich kann das kaum glauven; venn Fritz stand doch dieser Person sehr nahe,“ entgegnete zweifelnd Amanda. Nun war es heraus, aber sämtliche Nerven auch auf das äußerste angesvannt. (Fortsetzung folgt.) mer ein? ae E. T. A. Hoffmann als Kriegsschüderer. (Nachdruck vervoten.) dem bei Gebrüder Paetel in Beilin erschienenen ersten Band von„E. T. A. Hoffmanns Tagebüchern und literarischen Entwürfen“, der überraschend viel neue und aufschlußreiche Kunde über den als Mensch wie als vielseitiger Künstler gleich fesselnden Romantiker bringt, veröffentlicht der um die Hoffmann=Forschung hochverdiente Hans von Müller ein Fragment aus dem November 18 das des Dichters Erlebnisse und Beobachtungen während der Beschießung Dresdens durch die Verbündeten unter Schwarzenberg enthält. Am 25. August 1813 wohnte Hoffmann einem Gefechte vor dem Pirnaer Schlage derAls aber die Kugeln in unmittelbarer Nähe niederfallen, hält er es doch für ratsam,„mit vieler Schnelligkeit durch das Wilsdruffer Tor zu Haisse zu eilen". Seine Beschreibung dieser Erlebnisse zeigt die gleiche Eindringlichkeit, mit der er seine inneren Gedichte darzustellen wuß e. Das zeigt sich namentlich bei der Schilderung seines Besuches des Schlachtfeldes am 29. August und der vorangehenden Begebenheiten des 26. August. Da erzählt er: „Früh morgens 7 Uhr wurde ich durch den Donner der Kanonen geweckt; ich eilte sogleich auf den Boden des Nebenhauses und sah, wie die Franzosen in geringer Entfernung vor den Schanzen mehrere Batterien aufgestellt hatten, die mit feindlichen Batterien, welche am Fuße der Beige standen, auf das heftigste engagiert waren. Mit Hilfe eines sehr guten Glases konnte ich deutlich bemerken, daß sehr starke russische und österreichische Kolonnen(an der weißen Uniform sehr kenntlich) sich von den Bergen herab bewegten. Eine Batterie nach der andern rückte näher, die Franzosen retirierten bis in die Schanzen, und nun wurde sogar von den Stadtwällen aus grobem Geschütz gefeuert; der Kanonendonner wurde I so heftig, daß die Erde bebte und die Fenster zitterten. Die Russen hatten den großen Garten erstürmt, so wie die Preußen die Schanzen vor der Friedrichsstadt ersteres konnte ich sehen. Die Nachricht kam, daß der Kaiser(Napoleon) eintreffen würde, ich eilte daher auf die Terrasse des Brühl* schen Gartens an der großen Brücke. Um 11 Uhr kam der Kaiser auf einem kleinen falben Pferde über, die Brücke schuell geritten— es war eine dumpfe Stille im Volk— er warf den Kopf heftig hin und her und hatte ein gewisses Wesen, was ich noch nie an ihm bemerkte — er ritt bis vors Schloß, stieg aber nur wenige Sekunden ab und ritt wieder an die Elbbrücke, wo er, umgeben von mehreren Marschällen, still hielt. Die Adju anten sprengten ab und zu und holten Ordres, die er allemal in kurzen Worten, aber sehr laut erteilre— er nahm sehr häufig Tabak und schaute noch häufiger duch ein kleines Taschenperspektiv die Elbe herab. Die Garden kamen im Doppelschritt über die Brücke und eilten, nachdem sie nur sehr kurze Zeit auf dem Platz vor dem Kaiser gehalten, zu den Toren heraus. Ich mußte fort, weil der Brühlsche Garten besetzt wurde, und ging wieder auf mein Observatorium. Zwischen 4 und 5 Uhr donnerten die Kanonen am heftigsten— Schlag auf Schlag— man konnte die Kugeln sausen hören, ich bemerkte es zuerst, man wollte mir es aber nicht glauben, gleich darauf stürzte aber in einer Entfernung von höchstens 25 Schritt eine Feuermauer von einer Kugel getroffen ein, und nun war es wohl klar, daß Geschütze auf die Stadt gerichtet wurden. Wir gingen herab, da unser Aufenthalt oben jetzt lebensgefährlich wurde. Eben wollte ich in meine Haustür treten, als zischend und prasselnd über meinen Kopf eine Granate wegfuhr und nur 15 Schritie weiter vor der Wohnung des Generals Gouvion=St.=Cyr zwischen vier gefüllten Pulverwagen, die eben zur Abfahrt bereitstanden, nieder1 fiel und sprang, so daß die Pferde sich bäumend reißaus nahmen. Wenigstens dreißig Personen standen daneben auf der Gasse, und außerdem, daß die Pulverwagen verschont blieben, deren Explosion das ganze Stadtviertel vernichtet hätte, wurde kein Mensch, kein Pferd beschädigt; es ist unbegreiflich, wo die Stücke der Granate geblieben sind, da in unserem Hause nur ein ganz unbeträchtliches gefunden wurde, welches die Feusterladen des unteren Stockes zerschlagen hatte und in ein unbewohntes Zimmer gefallen war. Wenige Minuten darauf kam eine zweite Grana### an und riß ein Stück vom Dache des gegenüberstehenden Cagirrgischen Hauses weg und drückte drei Fenster der Mezzane(des Zwischenstocks) zusammen, daß das Holzwerk und die Ziegelsteine prasselnd auf die Gasse stürzten — bald darauf fiel eine dritte in der Nebengasse in ein Haus, und es war mir klar, daß eine Batterie gerade auf unser Stadtviertel spielte. Alle Bewohner des Hauses— Frauen, Männer, Kinder— versammelten sich auf der gewölbten steinernen Treppe des ersten Stocks, die aus der Richtung der Fenster lag! Da gab es bei jeder Explosion der jetzt häufiger, doch in größerer Entfernung hineinfallenden Granaten ein Jammern und Wehklagen!— Nicht einmal ein Tropfen Wein oder Rum zur Herzstärkung— ein verdammter, ängstlicher Aufenthalt— ich schlich leise zur Hintertür heraus und durch Hintergäßchen zum Schauspieler Keller, der auf dem Neumarkt wohnt— wir sahen ganz gemütlich, mit einem Glase Wein in der Hand, zum Fenster heraus, als eine Granate mitten auf dem Markte niederfiel und platzte — in demselben Augenblick fiel ein westfälischer Soldat, der eben Wasser pumpen wollte, mit zerschmettertem Kopf tot nieder, und ziemlich weit davon ein anständig gekleideter Bürger. Dieser schien sich aufraffen zu wollen, aber der Leib war ihm aufgerissen, die Gedärme hingen heraus, er fiel tot nieder... 6 p. Fünf Minuten später ritt der Kaiser üver den Neumarkt, gerade wo der Bürger getroffen, nach dem Pirnaer Tor. Noch drei Menschen wurden an der Frauenkirche von derselben Granate hart verwundet. Der Schauspieler Keller ließ sein Glas fallen— ich trank das meinige aus und rief:„Was ist das Leben, nicht das bißchen glühend Eisen ertragen zu können, schwach ist die menschliche Natur!— Gott erhalte mir die Ruhe und den Mut in Lebensgefahr, so übersteht sich alles besser!" Nun folgt eine recht hoffmännische Szene, wie die Hausgenossen„im Biwak auf der Treppe“ essen und trinken und ihnen unter dem Donner der Kanonen und dem Prasseln der Grauaten„ein fröhlicher guter Humor aufgeht, der immer der Nachklang einer durch Gefahr exaltierten Stimmung ist". Es ist bedauerlich, daß Hoffmann seine Schilderung der„drei verhängnisvollen Monate“— so lautet der Titel des Fragments— nicht zu Ende geführt hat.—üh— Denkspruch. Man lieft viel zu viel geringe Sachen, womit man die Zeit verdirbt, und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich zmmer nur cas lesen, was man bewundert. Goethe. Kunst und Wissen. Künstliche Erzeugung von Steinkohle. Die natürlichen Kohlen, Steinkohle, Braunkohle und Torf entstehen durch Zerfall des Zellenbaustoffes vegetabiler Organismen. Die Bildung von Steinkohle und Braunkohle vollzog von ungeheuer langen Zeiträumen, Torf noch vor unseren Augen. Voraussetzung für die Cuthrhung der verschiedenen Kohlenarten ist immer die von Wasser, das vun den zerfaltenen Zellen den 28