W — K ∆ 0 Ues SStorter schus witeb belt ale Feierlers. Bezagspseie meunttich 24.— dus Post 54.-#., ebn Bettellget. Anzeiganp##l: Die 1 um pte. S um tiece 80# 40.#.„Asuhte 1.—4n Airi Sedenhnsune #####c#der Nachtat u#. Soutt, Juder Süchalt g#l ab Raheneubef und er##0#el Som pertahen gelticniteen u. be#dlten der ventertan Verbunden mit: Schwerter Cagedlatt und Anzeiger werter Velkszeitung Scwerter Velksblatt ener Zeitung Hoserdecker Zei Langscheder Zeit#ng Deizwicheder Zeitung Amtliches Kreisblaut für den Kreis Hörde. Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. die„Schuerte Zettung" gewehre ihren Avonneuten für jeden mit Tot er denden Untall gemnaß Mark Unfas. Na 11909! Druck u. Der au o Carl Braus, 5 nwel iei Ruhr) Fera##res-Anschlus Nummer 6. Telegromm. Adrosse Braito, Sctewerte Zu r. ####n: Doumund B. 2, Hannover 21 Nr. 41 Freitag, 17. Februar 1922 55. Jahrgang Zum Geleit. Ein jeglicher soll mit seinem Amt oder Werk dem andern nützlich und dienstlich sein, daß also vielerlei Werke als für eine Gemeinde gerichtet sind, Leib und Seele zu fördern, gleich wie die Gliedmaßen des Körpers alle eins dem andern dienen. Luther 1520. Für eilige Leser. Neuigkeiten aus Nah und Poen. Infolge der Vereisung der Ostsee und der Zugänge zur Nordsee haben die von Danzig ausfahrenden Dampfer zum allergrößten Teil ihren Betrieb eingestellt. * Die anläßlich des Eisenbahnerstreiks verhängte Sperre nach dem besetzten Gebiet ist aufgehoben worden. Wie die„Münchener Neuesten Nachrichten“ melden, sind die Unabhängigen in Bayern am Werk, einen neuen Eisenbahnerstreik zu inszenieren. * Auf der Rückreise von Rom trafen die deutschen Kardinäle am Dienstag in München ein. * Der„Vorwärts" veröffentlicht ein Einladungsschreiben der französischen sozialdemorkatischen Partei an die S. P. D., worin die deutschen Delegierten zu der sozialistischen Fünfländerkonferenz in Frankfurt a. M., die am 25. Februar beginnen soll, eingeladen worden. „* Eine von dem Belgier Wemelmans geführte Abordnung der Reparationskommission ist in Ber lin angekommen, um mit der deutschen Regierung die Frage der Sachleistungen zu besprechen. Der„Lokalanzeiger" bringt eine Meldung, daß amerikanische Kongreßmitglieder in Hamburg eintreffen, um zur Förderung einer freundschaftlichen deutsch=amerikanischen Handelspolitik eine Reise durch ganz Deutschland zu unternehmen. * In England traten 40000 Baumwollarbeiter in den Streik, um gegen die Herabsetzung der Löhne um 22 Prozent und gegen die Erhöhung der Arbeitszeit von 48 auf 54 Stunden wöchentlich zu protestieren. Im Windschacht einer Gleiwitzer Grube betäubte ein Stapelbrand 75 Bergleute durch Kohlenorydgas. Sie wurden gerettet. Zwei liegen im Spital. In Berlin erfolgten Vorbesprechungen zwecks einer Flugpost=Verbindung Berlin—Prag. * Nach einer Auskunft im englischen Unterhause hängt ein Begehren nach Auslieferung von Kriegsbeschuldigten von den alliierten Regiekungen in ihrer Gesamtheit(also nicht von einer einzelnen Ententemacht) ab. * Wegen der Frage von Tanger erwartet man eine Dreimächte=Konferenz(England, Frankreich und Spanien) in London. Sowjet=Rußland legt für 1922/23 eine Naturalsteuer auf landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Deutsche Gesellschaft„Freitag" bewarh sich um die Konzession für die Ausbeutung der Landflächen im Wolgagebiet. Infolge der Erwärmung ist der Oberrhein eisfrei. Die Schiffahrt ist wieder voll ausgenommen worden. Einer Reutermeldung zufolge wird die japanische Regierung Port Arthur in einen Freihafen umwandeln. Deutscfer=Reicholug. Nachklänge zur Sitzung vom 15. Februar. Die Regierung Wirth hat im Kampfe gegen ihre Widersacher von Rechts und Links gesiegt. Das ist das Ergebnis des spannendsten Ringens, das seit Bestehen des parlamentarischen Systems auf dem Boden des Reichsparlaments ausgefochten worden ist. Mit 220 gegen 185 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen, also mit 35 Stimmen=Mehrheit sind die Erklärungen des Reichskanzlers gebilligt worden. Damit ist der Regierung das Vertrauen für ihre gesamte Politik ausgesprochen worden. : R e i c h s k a n z t e r D r. W i r t h S In der Sitzung war alles Sinnen und Trachten auf die Minute; um 4 Uhr riefen die Glocken und Hupen die Abgeordneten in den Sitzungssaal. Das Reichskabinett nahm mit Ausnahma des Außenministers vollzählig am Ministertische Platz. Ein ganzes Heer der Geheimräte und Beamten drängte sich um die Regierungsbänke. Die Aussprache über die Regierungserklärung wurde fortgesetzt. Die Abgeordneten Hergt, Crispien, Levy und Koehnen hielten ihre lärmenden Reden. An Zustimmung und Widerspruch war kein Mangel. Auch die Regierungsparteien gaben ihre Erklärungen ab. herausgefordert und gezwungen durch das Getöse ihrer Gegner, die nach Art der Worthelden gegen das Kabinett Wirth Sturm lie fen. Man wird, wenn man das Ergebnis der Abstimmung betrachtet, nicht fehlgehen in der Annahme, daß auch Mitglieder anderer Parteien für das Kabinett Wirth gestimmt haben. Noch nie hat eine Abstimmung so verduzte und ver blüffte Gesichter hinterlassen. Entsprechend den vorher leicht anzustellenden Berechnungen hat sich auch eine Mehrheit für den Reichskanzler gefunden, weil ein anderer Ausgang ja überhaupt nicht denkbar war. Hätte sich ergeben, daß der Kanzler mit seinem Vertrauensvotum in der Minderheit bliebe, so wären die Folgen einfach nicht zu übersehen gewesen. Man hätte— unmittelbar vor Genna Neuwahlen ausschreiben müssen. Es wäre ein Wahlkampf entbrannt von einer Heftigkeit, wie sie gerade in diesen Tagen so verhängnisvoll wie nur denkbar gewesen wäre und niemand hätte sagen können, was alles daraus hätte entstehen müssen. Es braucht ferner aber auch nicht besonders betont zu werden, daß durch die gestrige Abstimmung die Krise tatsächlich schon gelöst ist Im Gegenteil hat der Reichskanzler Dr. Wirth selbst mit seiner Ueberzeugung nicht zurückgehalten, daß bei nächster Gelegenheit die gestrige Abstimmung durch eine neue ersetzt werden muß. die der Regierung des Deutschen Reichs den pa lamentarischen und morglischen Rückhalt gibt, dessen sie für ein wirksames Auftreten in Genug unbedingt bedarf. In unterrichteten politischen Kreisen nimmt man daher an, daß der Kanzler bei der Etatsberatung, etwa beim Haushalt des Auswärtigen Amts, von neuem die Vertrauensfrage stellen wird, und wir werden dann ja sehen, wie sich die Parteien dazu verhalten. Auch das Steuerkompromiß und seine Durchführung bedürsen noch näherer Erörterungen zwischen Regierung und Parteien und auch hier wird sich für Dr. Wirth Anlaß und Möglichkeit bieten, die Klärung der politischen Gesamtlage herbeizuführen, die gestern nicht erzielt worden ist. Man muß allerdings hoffen, daß die Parteien sich dieser Notwendigkelten während der nächsten Zukunft voll bewußt sind und sich konsequent auf sie eellen. Es geht nun wirklich unter keinen Umständen mehr an, daß wir etwa in 8 oder 14 Tagen wieder das Schauspiel erleben, dessen staunende Zeugen wir soeben gewesen sind. Allerdings ist zu erwarten, daß z. B. beim Erat des Auswärtigen ohne besondere Mühe eine große Mehrheit zugunften der Fortführung der bisherigen Politik des Reiches schaffen lassen werde. Auch sonst ist es ja eines der merkwürdigsten Symptome der letzten Tage gewesen, daß in der Sache die Einigung zwischen den Parteien viel größer war als es nach außen in die Erscheinung trat. Darüber, daß in Genua die Regierung des Deutschen Reiches die Politik zu führen haben wird, die sie bisher verfolgte, besteht innerhalb der 4 Mittelparteien keinerlei Zwiespalt. Und auch die Unabhängigen sind bekanntlich durchaus der Ueberzeugung, daß wenn überhaupt, so nur auf dem bisher beschrittenen Wege, eine Vereinigung der internationalen Athmesphäre zugunsten einer gerechteren Auffassung der Lage Deutschlands erreicht werden kann. Die Krise ist also tatsächlich noch nicht behoben und Dr. Wirths Stel lung ist nach wie vor nicht so sicher, wie es für den verantwortlichen Lei ter der Reichsgeschäfte unbedingt gefordert werden muß. Aber da man auch über die wirklich nicht geringen Schrierigkeiten der allerletzten Vergangenheit hinweg gekommen ist, wird man auf Grund der Erfahrungen hoffentlich demnächst klüger oper#### ren und das Ziel erreichen, vor dem man auf dem halben Woge liegen gebliebn ist. Mnt Berlin, 15. Februar. Der Preußische Landtag machte am Mittwoch die Aussprache über die Not der Gemeinden zu Ende. Im Lause der weiteren Besprechung nahm Ministerialdirektor Mulert das Wort, um als Wurzel des Uebels das Reichsdotationssnstem zu bezeichnen. Ländern und Gemeinden seien die Hände gebunden. Der Grundsatz, daß für vermehrte Ausgaben auch vermehrte Decklung vorhaiden sein müßte, sei in das Gegenteil verwandelt. Die Verhältnisse hätten sich doch schon wesentlich konsolidiert. Freilich müßte die von einzelnen Gemeinden geübte Praris, die Steuererträgnisse zurückzubehalten, aufhören. Dmit schädigten die Gemeinden durch Verzögerung der Ueberweisung nur sich selbst. Auch die Regierung erkenne die Berechtigung der Forderung an, daß die Gemeinden mäglichst zu Anfang des Betriebsjahres in den Stand gesetzt werden müssen, wenigstens in großen Zügen übersehen zu können, welche Beträge sie an Zuweisungen zu erwarten haben würden. Die Forderung einer Mitwirkung bei Erschließung von Steuerquellen habe ihre volle Berechtigung. Das neue Landessteuergesetz würde für die Gemeinden eine Erleichterung bringen. Der trockene Ton dieser steuertechnischen Darlegungen wurde sodann durch eine Attacke, die der Abg. Dr. Weol von den Unabhängigen gegen den Deutschnationalen Martell, der am Dienstag gesprochen hatte. recht humorvoll abgelöst. Dr. Wevl ließ das Gedichtnis des tapferen Araberbesiegers Karl Martell, der in der Schlacht bei Poitiers die christlich=germanische Kultur gegen den Ansturm des Islams gerettet hatte, aus der Veigessenheit der Zeiten wieder erstehen. Er apostrophierte den deutschnationalen Redner als Nachkommen dieses Vorgängers Karls des Großen, der sich jetzt nach mehr als tausend Jahren als Rerter zwar nicht der Kultur, aber der preußischen Gemeindefinanzen aufgespielt habe. In seinen weiteen Ausführungen verlangte Dr. Wenl als Heilmitrel aller Heilmittel Sozialisierung und Kommunalisierung. Der Abg. Goll(Dem.) verlangte die Durchführung wahrer Selbstverwaltung aus der Bedingung für das Wiederaufblühen des Gemeindewesens. Nach weiteren Ausführungen des Abg. König=Weißenfels(Komm.) überwies man schließlich die Anträge der Ausschußberarung. Darauf setzte das Haus die unlängst abgebrochene Besprechung über die Hilfeleifrung fort, die man den von Polen vertriebenen Landsleuren und Domänenbesitzern angedeihen lassen müsse. Die Abg. Schulz=Neukölln(Komm.) und Klausner(Komm.) bekämpften die Anträge. während Abg. Reinhard deutschnat.) und auch der Landwirtschaftsminister Dr. Wentorff für die Anträge eintreren. Die Anträge werden teils angenommen, teils dem Landwirtschaftsausschuß überwiesen. Zur ersten Debatte kam dann die Vorlage über die Durchführung der staatlichen Polizeiverwaltung im rheinisch westfälischen Industriegediet. Die Vorlage wurde von dem Abg. Dr. d. Drronder befürwortet, vom Abg. Otto(Unabh.) heftig bekämpft. Nach 5 Uhr wurde die Weiterberatung auf Donnerstag 12 Uhr vertagt. die deutsch-polnische Konferenz. Die deutsch=rolnische Konferenz nahm in Geuf ihren offiziellen Anfang und setzte auf Antrag des Präsidenren Calonder die Arbeitsmethode der Zollkonferenz fest. Zuerst hatte eine erste Aubeitssitzung des tt. Unterausschuffes(Minderheitsausschuß) stattgefunden. Nach einer eingenden Aussprache überreichte die deutsche Abordg dem an der Sitzung teilnehmenden V ter des Präsidenten, Herrn Colban vom Vülkerbundssekretariat, einen ausführlichen Entwunf, in dem das Minderheitsproblem im Hinblick### Sprache, Schule und Kirche in seinen Einzetheiten behandelt wird. Aus Oberschlesien. Von Dr. Herschel, N. d. R. In Oberschlesien hat sich im Laufe des Monats Januar allerlei abgespielt, was allgemeinste Beachtung in Deutschland verdient, namentlich, weil es sich unmirtelbar vor den deutsch= pohmischen Verhandlungen auf der Konferenz in Genf ereignen konnte, die am Montag begonnen haben. Zwar ist der Putsch, den viele Oberschlester gegen Ende des Ronats erwarteten, ausgeblieben. Vielleicht ist er zurzeit nur eingeftoren. Die geradezu sibirische Kälte der lepzten Wochen, wobei es in der Nacht bis zu 20 Grad unter Rull gab. erstickte jede größere Volksbewegung. Auch andermärts wäre solches Wetter nicht für geeignet. Die Behörden waren aber auch gewarnt. Das mag dazu gekommen sein, um Unheil zu verhüten. Die Monatswende brachte leider die Scießereien in Gleiwitz. Die Verhängung des Belage rungszustandes folgte und damit eine strenge Vorzenfur für die Presse. Schon deshalb ist er schwer, sich ein klares Bild über die wirklichen Verhältnisse zu machen. Die Einzelheiten des beklagenswerten Vorganges werden ganz verschieden durgestellt. Er ist für unsere Volksgenossen eine fehr ernste Mahnung, alle Unbefonnenheiten zu unterlassen. Solche könnten uns gerade während der Geufer Tagung nur aufs schwerste schaden Die Stidtverordneten-Versammlung hat in einer entschiedenen Kundgebung den Munsch ausgesp#echen, daß nunmehr Ruhe, Ordnung und Sicher#### bald und dauernd wieder gemährleistet sein möchten. Dus richtet sich an die J. 2, welche die Militär= und Zivilmacht in Oberschlesien hat. Wäre die deutsche Souveränität schon wieder hergestellt, dann dürften solche Dinge nicht vorge kommen s.in. Abtretungsgeviete ging es im Januar am lebhaftesten im Kreise Pleß zu. Ueberfälle auf deutsche Versammlungen voni Polen mit Gummi. knüppeln und Prügeln waren auf dem Lande häu fig. Aber tuch in den Städten kam es zu ernsten Zwischenfällen. In Nicolai ereignere sich in der Nacht zu Sonntag, den 5. Februar ein Bombenattentat auf eine harmlose deutsche Gesellschaft, die ein ganz undo litisches Vergnügen mehrer befreundeter Familien darstellte. Kurz vor 12 Uhr platzte auf dem Saal fenster eine von draußen hingeworfene oder hingelegte Ekrasitbombe mit furchtbarer Wirtung. D Personen wurden schwer verletzt, der Saal demo liert und auf der Straße in einem Umkreise von mehr als 100 Metern alle Scheiben zertrümmert. Die Täter und erst recht die geistigen Urhever werden kaum ermittelt werden. Aber man weiß doll in welchem Lager sie zu suchen sind. Ist es Minderheitsschutz, wenn Deutsche heute nicht einmal mehr harmlos zusammenkommen können? Was soll dann im Abtretungsgebiete sich erst ereignen, wenn die Polen ihre Herrschaft angetreten haben werden? Der Vorfall reiht sich würdig zwei Bomven attontaten in Pleß an, die zeigen, wie man deutsche Kaufleute„auszuverkaufen" versucht. In der Nacht wurden die Schaufenster und Geschäfte durch Sprengkörper teilweise zerstört. Früh be kamen die Inhaver ganz zufällig Briefe mit der Frage, ob sie nicht ihre Geschäfte günstig verkan fen möchten. Gefällige Angebote in der und der Zeitung unter Nummer so und so. Ganz zufällig natürlich erhielten die Eigentümer diese Schrei ben im furchtbarsten pschologischen Momente, während sie noch händeringend die Trümmerstätten besahen. Kann man es einem Deutschen ver denken, wenn er nach solchen Vorgängen in seinem Entschluß, im Abtretungsgebiete zu verblei ben, wankend wird? Jede solche Abwanderung ist ein doppelter Verlust für unsere Sache, wenn das Geschäft in polnische Hände übergeht. Das aber war ja der Zweck der Uebung. In Pleß ereignete sich ähnlicher Terror gegenüber dem katholischen Ortspfarrer, Kanonikus Mgr. Thielmann wie in Nicolai gegenüber dem Psarrer Dworski. Letzterem hatten zehn unbekannte Leute einen Ausweisbefehl übereicht, der die Unterschrift Rada Ludawa(polnischer Volk rat) trug. Es war eine Nötigung im strafrechtlichen Sinne, ein Eingriff in die Rechte der Kirche, schließlich eine Mißachtung der regierenden K. Der Pfarrer beschwete sich mit folgender Wirkung bei der geistlichen und weltlichen Behörde. Herr Delegat Kapica(früher Kapitza) sagte den Leuten im Orte, der Pfarrer werde ja doch bald gehen. Ihm selbst drückte er sein Bedauern aus und riet ihm, zu verschwinden. Der Kreiskontrolleur, Herr Vergé, untersuchte den Fall. Die Hauptmacher der Rada Ludawa wurden zur Vernehmung geladen, erschienen aber nicht. Statt dessen kam ein Brief an den Offizier, der dem Pfarrer den Tod durch Erschießen androhte, wenn nicht ein polnischer Freiheitskämpfer Nowak bald entlassen würde. Darauf gab auch der französische Inhaber des weltlichen Schwertes Herrn Dworski den freundschaftlichen Rat, sich für einige Zeit aus Nicolai zu empfehlen. Im Abtetungs=, aber auch im Restgebiete werden Tag für Tag Land= und Häuserkäufe vorge nommen. Dies ist ein von der polnischen Irredenta in Westoberschlesien mit besonderem Eiser etriebener Zweig der Agitation, der entschlossene beutsche Abwehr fordert, weil er weitere polnische Pläne vorbereitet. Unter solchen Umständen sind die Aussichten auf innerliche Versöhnung der Bevölkerung wahr lich nicht groß. Aufruhr, teils schleichend, teil offen; Not; Zusammenbruch des durch deutschen heist und overschlesischen Fleiß geschaffene Industrielandes, daß sind die Folgen des Versailler Friedens und der Zerreißung durch das erste Gener Dittat. Möchten die neuen Verhandlungen von Genf wenigstens in Bezug auf die Sicherheit der Minderheiten einige Besserungen bringen, ind zwar nicht bloß für das Abtretungsgebiet, sondern auch für unsere bedrängten Brüder und Schwestern in Posen und Westpreußen. Reparations= abkommen. Neue schwere Lasten für Deutschland. Die Nachricht von dem zwischen der franzö. sischen Regierung und dem Vertreter der russi schen Sowjet=Regierung. Skoboleff, abgeschlossenen vorläufigen Abkommen hat in Berliner polirischen Kreisen ungeheure Erregung ausgelöst, zumal die Verhandlungen zu diesem Abkommen in Paris in aller Stille vor sich gegangen sind. Die Auswirkung dieses Abkommens bedeutet nichts anderes als Frankreichs politische und wirtschaftliche Hegemonie in Rußland. Der Besuch Krassins gewinnt, unter diesem Gesichtspunkte gesehen, ein ganz anderes Aussehen. Das Abkommen soll, wie wir hören, zwei grundsätzlich voneinander zu trennende Gegenstände betreffen. Einmal verpflichtet sich Rußland, seine im Versailler Friedensvertrage von der übrigen Entente ihm zugesicherten Rechte auf Wiederherstellungskonto, was die Exekutive dieser Rechte anvelangt, an Frankreich abzutreten, und Frankreich sichert auf Grund dieser Rechte Rußland die Lieferung von Sachwerten in Höhe von 800 Millionen Goldmark aus Deutschland zu. Rußland wird dabei in die Lage versetzt, ohne Ausfuhr von Gold oder Waren einen großen Teil der Wiederaufbauarbeiten seines Landes auf Kosten Deutschlands zu leisten. Außerdem aber erkennt Rußland grundsätzlich die Berechtigung der französischen Forderung auf Bezahlung der Vorkriegs= und Kriegsschulden in Höhe von 20 Milliarden Goldsranken an und verspricht, diese in Form eines Prioritätsrechts an allen in Rußland sich vergebenden Konzessionen abzugelten. Der von Skoboleff zum Abschluß gebrachte Vorvertrag unterliegt noch der Genehmigung der Moskauer Sowjetregierung. Er bedeutet einen schweren Schlag für Deutsch= land, welches gezwungen werden soll, noch über die ungeheuren Gold= und Sachleistungen an die Entente hinaus für 800 Millionen Goldmark Sachlieferungen ohne Bezahlung an Rußland zu leisten. Wie uns von gutunterrichteter Seite versichert wird, müssen alle Dementierungsversuche solange als Zweckmeldung aufgefaßt werden, als die tatsächlichen Abmachungen zwischen Frankreich und Sowjetrußland nicht im Wortlaut vorliegen. Die Wirkungen auf die deutsche innenpolitische Situation, die ja gerade durch die Regierungskrise aufs höchste gespannt ist, dürften infolge dieses Riesenerfolges der französischen Politik nicht ausbleiben. Aus Stadt und Land. Schwerte, den 17. Februar. Erinnerungen. 1673 stirbt der Dichter Molière(“1622); 1827 der Pädagog Joh. Heinr. Pestalozzi(“1746); 1851 wird der Ingenieur Alfred Krupp in Essen geboren(F 1902). ** Brandbettag. Einen Gedenktag tieftrau riger Art kann unsere Heimatstadt am 19. Februar wieder begehen: Den sogen.„Brandbettag", der zur bleibenden Erinnerung an die drei schweren Brandunglücke eingesetzt ist, von denen Schwerte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts heimgesucht wurde. Der Chronik unserer Heimatstadt entnehmen wir über die Brandtatastrophen folgendes: Der erste Brand ereignete sich am 23. März 1659. In dem Hause des Bürgermeisters Sachsenschmidt brach nachmittags Feuer aus, das in einer Stunde 130 Häuser verzehrte. Das Hospital wurde vollständig eingeäschert, wobei zwei Hospitalinsassen ihren Tod fanden.— Am 14. März 1661 wurden bei starkem Südwinde durch ein früh um 6 Uhr ausgebrochenes Feuer 50 eben aufgebaute Wohnungen zerstört.— Am 19. Februar 1669 brach am Westentor Feuer aus, durch das in wenigen Stunden mehr als hundert Häuser bis auf den Grund eingeäschert wurden. Von den Hörder Bürgern ist die Kirche am Markt, die bereits im Dachstuhl brannte, vor der Vernichtung bewahrt worden.— Von den Gebäuden aus jener Zeit sind außer dem alt=ehrwürdigen Gotteshause noch das alte Rathaus und der bekannte Gasthof Krämer erhalten geblieben. ** Der Winter vor 200 Jahren. Der Winter, der uns in diesem Jahre nicht mit weichen Pfötchen berührt, weckt die Erinnerung an den Winter von 1722, der gerade das Gegenteil von diesem Winter war. Der Winter von 1722 war; wie eine Chronik schreibt, überaus mild, wie er außerordentlich selten erlebt wird. Während der ganzen Wintermonate schneite es ein einziges Mal, und zwar in der Nacht des 7. März, also schon gegen Ausgang der Winterzeit zu. Statt Schnee bedeckte Staub die Straßen. Von winterlicher Temperatur konnte nicht im geringsten die Rede sein. Die Fluren hatten den zarten grünen schimmer des Wintergetreides, das nicht den geringsten Schaden erlitt, obwohl ihm doch die übliche sorgfältige Schneedecke fehlte. * Volkshochschule. Im Rathause tagte gesten unter dem Vorsitz des Herrn Sturienrats r. Hoffmann der Ausschuß der Vollshochschule. er Vorsitzende gab einen eingehenven Bericht über die bisherige Tätigkeit der neuen# Bildungsanstalt. Nach demselben wird die Anstalt von zirka 260 Hörern besucht, welche sich auf 16 einzelne Kurse verteilen; gestern ist der 17. KurMan färbe daheim nur mit echten Braun'schen Stoffarben und fordere die lehrreiche Gratisbroschüre No 2. Vilhelm Brauns, O. m. b. H., Ouedlinburg a. Lt A.se sus, derjenige des Kreisschulrates Dr. Hörde, eingerichtet. In Geisecke bestehen zwei Kurse mit 43 Hörern. Aus dem Bericht geht hervor, daß die Volkshochschule Schwerte sich in hocherfreulicher Entwickelung befindet. Bezüglich des Schichtwechsels wird den Hörern aus Arbeiterkreisen das weitgehendste Entgegenkommen gezeigt.— Die nächste Sonderveranstaltung findet am Mittwoch abend im Gemeindehause statt. Es wird ein„Kammermusik=Abend“ des bekannten Pöhlmann=Quartetts aus Dorlmund geboten. Das Programm bringt Quartette und Trios von Mozart, Beethoven und Hayde, so daß den Besuchern Stunden ernsten Kunstgenusses bevorstehen, zumal die Hörer zunächst durch einen erläuternden Vortrag mit den Tonschöpfungen vertraut gemacht und in den Geist der Musik eingeführt werden. Hoffentlich wird sich der Abend eines allseitigen Besuches erfreuen.— Eine weitere Veranstaltung ist für den März vorgesehen und zwar soll ein Filmvortrag aus dem Geviete der Industrie geboten werden. ** Von Spitzbuben heimgesucht wurde vorgestern Nacht das Zigarrengeschäft Kreitz an der Bahnhofstraße. Die frechen Dieve zertrümmerten ein Schaufenster und ließen für mehrere Hundert Mark Ranchwaren mitgehen. Leider fehlt von ihnen noch jede Spur. Das Rauchverbot in den Nichtrancher=Abteilen wird in letzter Zeit wenig beachtet. Die Dienststellen und Zugbegleitpersonale sind daher erneut angewiesen, auf die Beachtung des Ver. bots streng zu achten. Verstöße werden künftig unnachsichtlich mit hohen Bahnpolizeistrafen und in besonders schweren Fällen mit Ausschluß von der Weiterfahrt geahndet. Hierbei wird darauf hingewiesen, daß das Rauchen in den Nichtraucher= und Frauen=Abteilen sowie in den D=Zügen auch in den Gängen der Schlaf=, Nichtraucherwagen und in den Wagen mit gemischten Abteilen, d. h. Raucher= und Nichtraucher=Abteilen, unter allen Umständen, also auch mit Zustimmung aller Mitreisenden, verboten ist Auch das Betreten solcher Abteile mit brennenden Zigarren, Pfeifen und Zigaretten ist nicht gestattet. ** Theaterabend. Der Verband der Theatervereine von Schwerte und Umgegend veranstaltet am Sonntag im Köster'schen Saale einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt u. a. das 3 aktige Volksstück mit Gesang:„Am Brunnen vor dem Tore". Das umfangreiche Werk ist auf das sorgfältigste einstudiert— es sind den besten Darsteller aus den Verbandsvereinen die Rollen übertragen— und auch auf die Ausstattung ist großer Wert gelegt, sodaß die Besucher mit einer abgerundeten Vorstellung rechnen können und sicherlich vollauf befriedigt werden. (Siehe auch Anzeige). ** Ein Notruf aus der Vogelwelt. Wiffet, daß der tote Vogel, den Ihr findet, nicht erfror, sondern an Nahrungsmangel gestorben ist Darum: Gebt uns Futter! Richtet an geschützter Stelle auf der Fensterbank, auf dem Balkon oder im Garten Futterplätze ein. Wir Sperlinge, Buchfinken, Ammern und Haubenlerchen bitten um ölhaltige Samen, Hanf, Mohn, Leinsamen, Sonneublumenkerne, wenns möglich ist, auch um Haferkörnchen. Von Rübsamen, Wicken, Erbsen, Bohnen und Linsen werden wir krank und müssen sterben. Wenn Ihr uns Brot reicht, so vermengt es mit Fett, daß es keine Feuchtigkeit annimmt, an zu säuern fängt und uns zum Verderben gereicht. Uns Meisen aber nagelt eine Speckschwarte an die Wand, hängt Knochen in den Baum oder legt Fleischreste, Fettabfälle, Talg aus. Ihr wißt ja, Fett gibt Wärme. Wir Drosseln bitten um faules Obst, Holunder=, Mehl=, Ebereschen= und Schneebeeren. Alle aber bitten wir: Gebt uns eine Tränke mit frischem Wasser. Reicht uns aber kein warmes Wasser, damit die Unvorsichtigen unter uns nicht in Versuchung kommen, darin zu baden. Nachher vereist ihr Ge# MRS C• 10 von Ro b9 #P Zier! den mit arwasser r seidener, frei chinnen. an erhältlich. # Martin Salander. Roman von Gottfried Keller. 25)(Nachdruck verboten). Zwar gab es Gegenstände, die ihm selber nicht recht geläufig waren, weshalb er sich vorher rasch mit ihnen bekannt machen, oder die gedruckten Aktenstücke auf Treu und Glauben verteidigen mußte. Indessen ließ er sich dergleichen nicht oft zuschulden kommen, während er es bei anderen häufiger beobachtete. Zuweilen wollte ihn eine Ahnung beschleichen, als ob das Personal der politischen Ober=, Mittel= und Unterstreber gegen früher im ganzen ein klein wenig gesunken wäre, so daß die etwas geringere Beschaffenheit der einen Schicht diejenige der anderen bedinge und erkläre. Allein er faßte bald wieder guten Mut, auf den unverlierbaren guten Ackergrund des Volkes vertrauend, der stets wieder geradegewachsene hohe Halme hervorbringe. Und er gelobte dann, obschon nun kein Jüngling mehr, auf sich selbst zu achten, wissentlich nie ein gemeiner Stieber zu werden und das gedachte Niveau nicht auch her unterdrücken zu helfen. So löblichem Vorsatze getreu erlebte er aber nochmals einen Verdruß, ähnlich demjenigen des ersten Spazierganges nach seiner Rückkehr aus Brasilien. Ebenfalls an einem Sonntagnachmittage wohnte er in seinem eigenen Heimatsorte der Besprechung einer Nahrungsfrage bei, die in allen Kulturstaaten dieselbe ist und die gleiche neutrale und rein sachliche Behandlung erfährt. Hier aber handelte es sich um den Vorschlag einer nicht nur absonderlichen, sondern ganz unsinnigen Einrichtung, die ein einzelner Kopf ausgeheckt und die in der Gegend einigen Anklang gefunden hatte. Martin Salander sollte im Einverständnis mit seinen Freunden dagegen auftreten. Erst hörte er die Begründung des Vorschlages und eine Anzahl weiterer Reden an, in welchen von ungeschulten, meist jüngeren Leuten statt eingehender Gründe nur immer das Wort Republik, republikanisch, Würde des Republikaners usw. vorgebracht und geschrien wurde. Dieses Pochen auf die Republik bei jedem passenden und unpassendem Anlaß hatte ihn schon lange betrübt, gerade weil er ein aufrichtiger Republikaner war in Ansehung seines Vaterlandes. Als er sich nun zu seinem Votum erhob, fühlte er sich gerungen, eine diesfallige Ansprache vorauszuschicken, zumal ihm die anwesende Mannschaft einer wohlgemeinten Belehrung bedürftig schien. „Liebe Mitbürger!" begann er mit möglichster Ruhe,„ehe ich meine abweichenden Ansichten von der vorwürfigen Sache darlege, kann ich nicht umhin, das auch mir teure Wort Republik zu berühren, das wir jetzt seit einer Stunde gewiß zwei Dutzend Mal gehört haben. Unsere Vorhren haben seit bald sechshundert Jahren die Republik in heißen Schlachten begründet und beestigt, ohne das Wort je in den Mund zu nehmen, und die vielen alten Bundesbriefe und Landbücher enthalten es nicht. Erst später haben es die Patrizier und Bürger dor herrschenden Städte ür sich angewendet, um mit dem schönen Wort ihrer irdischen Herrlichkeit einen antiken Glanz zu verleihen. Wir haben es jetzt im Sprachge rauch, aber nicht zum Mißbrauch. Mich will beünken, wer es immer im Munde führt, und dabei auf die Brust klopft, könne ebensogut sich der Gleisnerei schuldig machen, wie jeder andere Pharisäer oder Mucker! Doch damit haben wir jetzt nichts zu schaffen; nur darauf möchte ich aufmerksam machen, werte Mitbürger, daß auch der Republikaner alles, was er braucht, erwerben muß und nicht mit Worten bezahlen kann; über Naturgesetze hat die Republik nicht abzustimmen, die Vorsehung legt ihr den Plan über die dem Landwirte nützliche Witterung der Jahreszeiten so wenig zur Annahme oder Verwerfung vor, als den Untertanen der Könige und diesen selbst, und der Weltverkehr kümmert sich nicht um die Staatsformen der Länder und Weltteile, die er durch braust. Dies wollte ich mir zu bemerken erlauben, ehe ich zur Eröffnung meiner Ansicht übergehe und dabei mich mehr mit den faktischen Verhältnissen beschäftige, als bisher geschehen ist. Die unerwartete Predigt war nicht wohl angebracht. Nachdem schon früher ein Murren vernommen worden, unterbrach jetzt einer den Sprecher und verlangte das Wort: Es scheine wieder einmal Eile zu haben mit der Reaktion! Kaum seien einige Jahre dahin geschwunden, so möge ein Kind dieser Landesgegend, ein ehemaliges Mitglied der Volksschule, reilich jetzt in goldenen Ketten hängend, so ver möge Herr Martin Salander das Wort Republik nicht mehr zu vertragen! Unter solchen Umständen sei denjenigen, die sich noch dazu bekennen, nicht zuzumuten, in ernster Volksverhandlung Re den der Feindseligkeiten anzuhören. Wenn sonst niemand mehr zu sprechen wünsche, so trage man auf Schluß der Diskussion und Abstimmung an. Salander, der stehen geblieben, wollte mit gehobener Stimme fortfahren. Einige, die aus der Sache nicht klug wurden, unterstützten ihn, andere, denen der Sinn seiner Rede ebenfalls zu hoch gewesen, aber verdächtig schien, ereiferten sich dagegen; es entstand ein Wirrwarr, in welchem diejenigen obsiegten, welche ihn wohl verstanden, wie Martin es meinte, aber eben das von ihm Gemeinte haßten und nicht leiden wollten. Das Wort blieb ihm entzogen, ein Gegenantrag wurde nicht gestellt und die betreffende Sache für beschlossen erklärt. Sie fiel freilich im weiteren Verlaufe später unrühmlich dahin; Martin Salander hingegen war heute um eine Erfahrung reicher. Er verließ das Haus und das ansehnliche Dorf, ohne weiter jemanden zu sehen, und anstatt die Bahn zu benutzen, auf welcher er gekommen, schlug er einen Fußweg ein, der quer durch Felder und Wälder nak Münsterburg führte. Auf diesem einsamen Gange konnte er überlegen, inwiefern es nicht nur für den höheren Staatsmann, sondern auch für den Volksmann zweckmäßig sei, moralische Aufrichtigkeiten zu unterdrücken. Am Ende dachte er, ich bin doch froh, daß ich es gesagt habe! Etwas bleibt davon doch hängen; und wenn sie mich nach ihrem Sinne in die Zeitungen tun, so will ich erst laut predigen, daß der Name Republik kein Stein sei, den man dem Volke für Brot geben dürfe. Das redliche Vorhaben erhellte ihm das etwas verdrossene Gemüt; rüstigen Schrittes bestieg er die Anhöhen, die ihn noch von der Stadt trennten, und der lange Hochsommertag ließ ihn vor Sonnenuntergang die Scheitelhöhe erreichen, wo seiner eine seltsame Ueberraschung wartete. (Fortsetzung folgt). eitigen Besuches staltung ist für soll ein Filmndustrie geboten ht wurde vort Kreitz an der be zertrümmeren für mehrere tgehen. Leider Nichtrancher=Abg beachtet. Die nale sind daher chtung des Verwerden künftig olizeistrafen und t Ausschluß von bei wird darauf in den Nichtrauin den D=Zügen af=, Nichtrauchernischten Abteilen, r=Abteilen, unter Zustimmung aller ich das Betreten Zigarren, Pfeifen and der Theateregend veranstaltet aale einen Thealangt u. a. das „Am Brunnen ingreiche Werk ist t— es sind den bandsvereinen die auf die Ausstatodaß die Besucher llung rechnen könbefriedigt werden. elwelt. Wiffet, daß , n i c h t e r f r o r, s o n orben ist Darum: geschützter Stelle i Balkon oder im Sperlinge, Buchlerchen bitten um Leinsamen, Sonich ist, auch um n, Wicken, Erbsen, ir krank und müsBrot reicht, so verne Feuchtigkeit and uns zum Verdere nagelt eine Speckst Knochen in den ettabfälle, Talg aus. me. Wir Drosseln nder=, Mehl=, Eberle aber bitten wir: frischem Wasser. 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Sorgt auch dafür, daß nicht Ratten und Mäuse bei Nacht unsere Nahrung rauben. * Der Verband der kathol. Vereine hatte gestern abend die Vorstände aller ihm angeschlossenen Vereine zu einer Sitzung in das Lokal des Herrn Böcker eingeladen, die sich eines außerordentlich guten Besuches zu erfreuen hatte. Zum neuen Verbandsvorsitzenden wurde Herr Postsekretär Kaiser gewählt. Dann unterhielt man sich längere Zeit über einen Anfang Mai abzuhaltenden Wohltätigkeits=Bazar, dessen Programm in großen Umrissen festgelegt wurde; bindende Beschlüsse, sowie die Wahl eines oorbereitenden Ausschusses, sollen in einer für Montag im gleichen Lokal anberaumten Sitzung getätigt werden. Auch sollen in dieser Sitzung verschiedene schwebende Vereinshausfragen zur Besprechung kommen. ** Im Silberkranz. Am gestrigen Tage konnten die Eheleute Prokurist Karl Wolf im Kreise zahlreicher Verwandten und Bekannten das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern. Wir sprechen dem Juvelpaar unseren besten Glückwunsch aus; hoffentlich wird sich das jetzige Silber dereinst in Gold verwandeln. ** Rückerstattung des Fahrgeldes bei der Eisenbahn. Vom Reichsverkehrsminister ist angeordnet worden, daß die Anträge auf Erstattung von Fahrgeld aus Anlaß des Streiks mit größter Beschleunigung und in entgegenkommendster Weise erledigt werden sollen. Bei Zeitkarten aller Art ist das Fahrgeld ausnahmsweise nicht nach dem Grundsatz der Anrechnung des regelrechten Einzelpreises für täglich zwei Fahrten, sondern nach dem Verhältnis der Benutzuigszeit zu erstatten. Auf Zeitkarten, die nach der Wiederaufnahme des Betriebes gelöst werden, findet diese Anordnung keine Anwendung. ** Ueberführung von Kriegerleichen. Gegen die Heimschaffung deutscher Kriegerleichen aus dem Auslande von deutscher Seite bestehen keine Bedenken mehr. Maßgebend sind folgende Bedingungen: 1. Die gesamten Kosten sind von den Angehörigen zu tragen. 2. Die Identität muß einwandfrei feststehen. Die Genehmigung zur Ueberführung erteilt das Zentralnachweisamt, durch dessen Vermittlung die Zustimmung des betreffenden Staates eingeholt wird. Die Anträge sind daher grundsätzlich an das Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber in Spandau, Schmidt=Knobelsdorfstraße, zu richten. 3. Die Ruhe der übrigen Toten darf durch die Ausgrabung von Leichen nicht gestört werden. 4. Bei der Ueberführung müssen alle von der Gesetzgebung geforderten Vorschriften beachtet werden. Das bezieht sich auch auf die Gesetzvorschriften der Länder, aus denen die Leichen ausgeführt und durch die sie befördert werden. 5. Für Fehler bei der Grabangabe haftet das Reich nicht. Wegen derartiger Fehler können keinerlei Ansprüche an das Reich gestellt werden. 6. Angehörige, die Kriegerleichen aus dem führen, verpflichten sich zur Instandsetzung und Instandhaltung der neuen Gräber in Deutschland. Zur Laufenderhaltung der Gräberlisten ist es not wendig, daß die Angehörigen dem Zentralnachweisamt eine genaue Mitteilung zugehen lassen, wo die Leiche ausgegraben und wohin sie gebettet worden ist. Anträge auf Ueberführung von Kriegerleichen aus Deutschland in das Ausland sind gleichfalls an das Zentralnachweiseamt zu richten. Aus den Provinzen. Dortmund, 16. Febr, Folgenschwere Explosion eines Tanks. Gestern mittag gegen 1 Uhr explodierte in der Dampfkesselfabrik und Schiffswerft Radoux im Hasengelände aus bisher nicht ausgeklärter Ursache ein Tank. Der im Betrieb beschäftigte 19 Jahre alte Martin Drechsel wurde getötet. Der Vorarbeiter Wilh. Schneider sowie der Schlosser Konrad Münz wurden verletzt. Dortmund, 15. Febr. Ein teuerer Rausch. Einem hiesigen Bürger wurde in einer Witschaft, wo er schlafend am Tisch saß, aus der inneren Rocktasche eine Brieftasche mit 18000 Mark Inhalt gestohlen. Die Spitzbuben, Franz Middelmann und August Lang, konnten aber bald erwischt und verhaftet werden. Iserlohn, 16. Fedr. Sittlicher Tiefstand. Vor der Hagener Strafkammer hatten sich gestern 17 Frauen und Mädchen von hier zu verantworten, denen unerlaubte Eingriffe zur Last gelegt wurden. Die„weise“ Frau, die gegen gute Bezahlung„Rat und Hilfe in allen Angesegenheiten“ gewährte, sitzt in Hagen in Untersuchungshaft und wird sich demnächst vor dem Schwurgericht dort zu verantworten haben. Die Verhandlung entrollte ein betrübendes Bild sittlichen Tiefstandes eines großen Teiles der weiblichen Jugend. Das Gericht verhängte Geldstrafen, Gefängnisstrafen bis zu 9 Wochen unter Zubilligung einer dreijährigen Bewährungsfrist für sämtliche Angeklagten. Gevelsberg, 16. Febr. Um ein Stückchen Wurst entwickelte sich ein heftiger Wortwechsel zwischen den jugendlichen Brüdern Kleinhaus an der Jahnstraße. In sinnloser Wut riß der 19jäh** Wandhofen, 16. Febr. Feuerwehr. Die hiesige freiwillige Feuerwehr hielt am Sonn tag ihre Hauptjahrssversammlung ab, die sich eines sehr guten Besuches erfreute. In dersel. ben wurde auch die Vorstandswahl getätigt und der alte, bewährte Vorstand, mit Herrn August Tetampel als ersten Brandmeister wiedergewählt. Nur der Posten des Kassierers wurde neu besetzt und Herr Schulte=Nähring mit diesem wichtigen Amte betraut. An die Erledigung der Tagesordnung schloß sich eine gemütliche Nachsitzung an Der Feuerwehr Wandhofen, die sich gegenwärtig in erfreulichster Entwickelung befindet, ein kräfti. ges„Gut Schlauch“! ** Geisecke, 17. Febr. Schwer bestohlen wurde in der vorvergangenen Nacht der Gastwirl Schulte=Höppe, der bekanntlich gestern mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit feierte Die Spitzbuben verschafften sich Eingang in die Vorratsräume und ließen mehrere Festluchen, eine große Anzahl leckere Würste und eine Seite Speck mitgehen. Glücklicherweise sind die frechen Diebe bereits ermittelt; es handelt sich um einen früher auf dem Hofe beschäftigten Knecht und einen Arbeiter aus dem„Grüntal“. ** Holzwickede, 15. Febr. Zwei Kinder beim Rodeln verunglückt. Vorgestern gerieten der 5jährige Sohn des Schlossers Karl Büscher und der Sohn des Landwirts Louis Büscher beim Rodeln unter das Fuhrwerk des Landwirts Redick aus Holzwickede. Hierbei wurde der Sohn des Schlossers Karl Büscher lebensgefährlich verletzt, indem er von einem Pferde geschlagen wurde. Er mußte ins Krankenhaus geschafft werden. rige Heinrich ein Messer heraus und versetzte damit seinem um ein Jahr jüngeren Bruder Ludwig einen Stich in die Brust. Mit einer schweren Lungenverletzung brach der Getroffene zusammen und mußte in das Krantenhaus gebracht werden, wo sich eine sofortige Operation als notwendig erwies. Am Aufkommen des Verletzten wird gezweifelt. Lüdenscheid, 16. Febr. Großzügiges Bauprogramm. Einem großzügigen Wohnungsbauprojekt haben die Stadtverordneten ihre Zustimmung gegeben. Zurzeit sind 24 Wohnungen im Bau. Ein weiterer Baublock von 60 Dreizimmerwohnungen soll errichtet werden. Durch Unterstützung eines städtischen Zuschusses von 1600 Mark für den Quadratmeter Wohnungsfläche wird der Bauverein 60 Wohnungen errichten. Auch wird mit der Industrie ein Abkommen für 50 Wohnungen getroffen werden. Die Baukosten der Stadt sollen durch eine Anleihe ausgenommen werden, deren Verzinsung und Tilgung durch eine Wohnungsabgabe zu erfolgen hat. Die auf die Stadt entfallenden Kosten belaufen sich auf 20 Millionen Mark. Gummersbach, 16. Febr. Zwei Kinder beim Rodeln ertrunken. In dem benachbarten Niedersetzmar rodelten zwei Mädchen im Alter von 14 Jahren den Bergabhang hinunerden. 9., ter und fuhren, da sie den Schlitten nicht halten in Auslande ube konnten, in den am Fuße des Berges fließenden Bach. Als die Kinder nicht nach Hause kamen, wurden sie von den Eltern=gesucht, die sie dann als Leichen aus dem Wasser holten. Hamm, 16. Febr. Durch ausströmende Gase getötet. Ein Chauffeur hatte sich in einen Automobilschuppen zum Schlafen gelegt; er wurde durch ausströmende Gasdämpfe aus dem Benzinhalter vergiftet und als Leiche aufgefunden. Paderborn, 16 Febr. Kulturarbeiten in der Senne. Von den bisher kultivierten 500 Morgen Oedland in der Senne sind bis jetzt 90 Morgen mit 11 Siedlungen von 2½ bis 23 Morgen Größe besiedelt worden. Da die Siedlungstätigkeit infolge der sehr hohen Baukosten ins Stocken geraten ist, sollen 350 Morgen an die Kriegerheimstätte verpachtet werden. Herne, 16. Febr. Drillinge. Der Bergmann Bachhof aus der Scharnhorststraße meldere auf dem hiesigen Standesamt die glückliche Geburt von Drillingen an. Mutter und Kinder befinden sich den Umständen nach wohl. Den glücklichen(?) Eltern damit auf schnelle Weise Feststellungen im Bett eine Zigarette geraucht und war dabei eingeschlafen. Durch die brennende Zigarette wurde das Bett in Brand gesteckt, und das Zimmer in dichten Qualm gehüllt. Nachdem der Unglückliche durch schmerzhafte Brandwunden aufgeweckt wurde, sprang er vor Verzweiflung aus dem Fenster in Höhe von 14 Meter auf den Hof. Hier fanden ihn herbeieilende Polizeibeamte mit schweren Brandwunden und inneren Ver letzungen noch lebend vor. Er wurde ins Krankenhaus geschafft, wo er bei der Einlieferung starb. Köln, 17. Febr. Verworfene Revision gegen ein Todesurteil. Das Reichsgericht hat die Revision des Feuerwehrmannes Arpelmann, der wegen Ermordung seines Sohnes zum Tode veurteilt worden war, verworfen. Keuznach, 16. Febr. Eine kleine Erb schaft. Das Konsulat teilte der Familie Coner in Meisenheim mit, daß ihr seinerzeit nach Amerika ausgewanderter Bruder unter Hinterlassung von 80000 Dollar kinderlos verstorben sei. Diese kleine Erbschaft macht nach heutigem Kurs glatt 16 Millionen Mark aus. Koblenz, 16. Febr. Bestrafte Posträu ber. Im Februar vorigen Jahres war in das Postgebäude in Traben=Trarbach eingebrochen worden, und es waren dabei annähernd 200 000 Mark bares Geld und Postwertzeichen gestohlen worden. Die Strafkammer verurteilte jetzt drei Täter, davon einen aus Düsseldorf, die übrigen aus Traben=Trarbach zu je 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Dülken, 15. Febr. Stadtsäckel und Not geld. Die Stadt Dülken hat aus dem Verkauf ihres Notgeldes, das u. a. die Narrenmühle darstellt, 45000 Mark Gewinn gezogen. Von diesem Betrage dienen 35000 Mark zur Herrichtung eines Sportplatzes. Die restlichen 10000 Mark wurden zur Verfügung des Bürgermeisters gestellt. Aus dem Reich. Französische Willkürherrschaft im Saargebiet. Auf der früheren bayerischen, jetzt französischen Kohlengrube St. Ingbert herrscht unter der Belegschaft große Erregung wegen der skandalösen Willkürherrschaft der französischen Grubenbeamten. Die Bergleute erklären, daß sie diesen Zustand nicht länger ertragen können und eine menschewürdige Behandlung verlangen. Die Umformung der Reichsbank. Am 21. Februar tritt der Arbeitsausschuß des Reichswirtschaftsrates zur Erörterung der Frage der Umformung der Reichsbank zu seiner ersten Sitzung zusammen, in welcher der Arbeitsplan festgelegt werden wird. Gegen die weitere Erhöhung der Gütertarife. Mainz, 16. Febr. Die Handelskammer hit sich mit einem Rundschreiben des Verkehrsministers beschäftigt, das eine abermalige Erhöhung der Gütertarife um 20 Prozent ab 1. März an kündigt. Die Handelskammer hat zum Ausdruck gebracht, daß diese Steigerung zu einer völligen Lahmlegung des Wirtschaftslebens führen werde. Der Franzosenschünting vor Gericht. Köln, 15. Febr. In dem heute vor der Straftammer stattgesundenen Beleidigungspyozeß gegen den Redakteur der„Rheinischen Republik“, Smects, lautete das Urtcil auf 8 Wochen Gefängnis. Eine Geldstrafe erschien in Anbetracht des aufhetzenden Artikels ausgeschlossen. Strafmildernd kommt die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten in Betracht. Der Verteidiger hat die Berufung gegen das Urteil angemeldet. Verlängerung des Kapitalfluchtgesetzes. Berlin, 17. Febr. Der Reichsrat stimmte in seiner heutigen Sitzung der Verlängerung des Gesetzes gegen die Kapitalflucht bis zum 31. März 1923 zu, und beschloß, daß künftig 20000 Mark Zahlungsmittel ins Ausland mitgenommen werden dürfen, während es bisher nur 3000 Mark waren. Drohender Riesenstreik in Amerika. Paris, 17. Fedr. In Amerika droht ein Riesenstreik auszubrechen. Die bisherigen Verhandlungen zwischen den Bergwerksbesitzern und den Grubenarbeitern, die durch Vermittelung Hoovers erfolgten, sind ergebnislos geblieben. Die Arbeiter fordern eine 20prozentige Lohnerhöhung und lehnen alle Bestrebungen, ihre Arbeitszeit zu erhöhen, ab. Handel und Börse Snmm Auslands=Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Mitgeteilt durch den Barmer Vankverein Hinsberg, Fischer u. Comp., Schwerke. 15. 2. 16. 2. 100 belgische Franken.. 1653,30 1658,30 100 dänische Kronen...— 4165,80 1 englisches Pfund 874,10 875,60 100 französische Franken. 1733,25 1738.25 100 holländische Gulden. 7497,50 7482,50 100 ikalienische Lire.... 977,50 971,50 100 polnische Mark.... 5,60„.„ 100 schwedische Kronen 5244,75 5204,10 100 schweizerische Franken 3901,05 3921,05 100 tsche nische Kronen..“— 378,60 Dollar. 199,80 200,54 das erste Dutzend Kinder voll geworden. Oberhausen, 16. Febr. Ein schwerer Raubüberfall wurde zur Nachtzeit im Hause Rolandstraße 145 verübt. Drei bisher noch unbekannte Burschen stiegen durch den Hof in die Küche der Wohnung der Eheleute Anstreichermeister August Schroeder ein; einer bedrohte die im Bett liegenden Eheleute mit dem Revolver und hielt sie so in Schach, während die andern die Wohnung nach Geld durchsuchten. Sie erbeuteten etwa 25000 Mark und sind damit entkommen. Horst=Emscher, 16. Febr. Verbrüht. In einem unbewachten Augenblick trank das 2 Jahre alte Söhnchen des Kriminalbetriebsassistenten Giesa aus einer auf dem Tische stehenden Kanne glühendheißen Kaffee. Das arme Würmchen zog sich surchtbare innere Verletzungen zu und starb unter qualvollen Schmerzen. Remscheid, 16. Febr. Die brennende Zigarette im Bett. In der vorletzten Nacht ereignete sich im Hotel zum Freischütz ein folgenschweres Unglück. Ein junger Mann hatte sich in dem Hotel ein Zimmer gemietet, um zu übernach. ten: Hier hatte er dann nach den polizeilichen „Westfalen= Gau". Also betitelt sich ein handliches, schmuckes Heft, die erste Nummer des Wandervogelblattes im Westfalen land. Im grünen Umschlag, mit. kräftigem Bild schnitt, lockt es den Leser zum Inhalt. Und dort vereint sich Gedicht und Erzählung, Bericht und Heftschmuck in bunter Folge zu einem Guß mit vollem Klang. Zielstrebige Jugend hat hier er zählt und gesungen, in deutsch=kerniger Freiheit und im heimlichen, westfälischen Platt. Und Walter Schöttler, ein Meister im Zeichnen und Schnitzen hat eine Bilderkunst geschaffen, die die Herzen gewinnt. Jungs und Mädchen vom Westfalengau, hier greifet zu, das lest und betrachtet und sinnt darüber nach und freut euch über euer erstes selbstgeschaffenes Werk im Bü cherwald. Auf den Innenseiten des Umschlags sind alle Wandervogel= Ortsgruppen verzeichne mit ihren Leitern und Zeiten. Auch findet man einen Quellenführer zur Wandervogel=Li teratur, Gautagseinladungen und anderer mehr. Frohe Jugend frage nach diesem Wander vogelwerk, nach dem Westfalen=Gauheft(Mk. 3.50 Wer's nirgends findet, der bekommt's in den Buch handlungen in Schwerte, insonderheit bei Carl Braus, wo auch der Druck des Heftes vorgenom men wurde. Für die Schriftleitung zeichnet Gust. Heidbrede in Soest. Deühlmeldungen. Eigener Depeschendienst. Gegen neue Streithetze. Elverfeld, 17. Febr. Die Eisenbahndirektion Elberfeld wendet sich mit einer Kundgebung gegen die neue Streikhetze unter den Eisenbahnern. In aufreizenden Flugblättern der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamte und Anwärter wird von vielen 10000 Beamten gesprochen, die gemaßregelt werden sollen. Dazu bemerkt die Kundgebung: Wie unzutreffend diese Behauptung ist, geht daraus hervor, daß im Di. rektionsbezirk Elberfeld, welcher rund 14000 Beamte und rund 21000 Arbeiter umfaßt, bisher nur 3 Beamte durch Kündigung entlassen worden sind. Berliner Börsenkurse vom 16. Februar 1922 mitgekeilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5% Deutsche Reichsanleihe....... 77½ Barmer Bank=Verein. 311 Deutsche Bank 545 Diskonio 451 Dresdner Bank 365 Hamb.=Amer.=Pak. 474 Allgem. Elektr.=Ges. 810 Baroper Walzwerk 990 Bochumer Guß. Bösperde Walzwerk 905 Daimier Motoren... 600 Deutsch=Luxemburg........... 1060 Deutsche Kaliwerke......... 1630 Dynamit Elders. Farbw. 676 Essener Steinkohlen........... 1450 Gelsenkirch Bergw 1080 Gasmot. Deutz 774 Harpener Bergw. 1700 Hasper Eisen...— Hoesch......... 1500 Humboldt Masch. Mannesmann 1530 Oberschles. Eisend.=Bed. 1375 Orenstein& Koppel........... 1100 Phönix Bergbau........... 1085 Reisholz Pap. 700 Rhein. Stahlwerke..... 1210 Rombacher 845 Schuckert 775 Siegen=Solingen............. 630 Ver. Ot. Nickelwerke.... 1625 Westf. Drahl=Ind. 590 Westf. Eisen, Langendreer......... 690 Kohlenbericht Elekrizitätswerk„Mark“. Lagerbestand: Patentbericht mitgeteilt vom patent= und techn. Büro Konrad Köchling, Hagen i. W. a) Patentammeldungen: Eunst Rau, Hattingen=Ruhr, Füllschachtdauerbrand=, Heiz= u. Kochofen mit oben liegender Feuerung und Sturzzug. b) Gebrauchsmuster: Gustav Düsterich, Sprockhövel i. W., Anlaßventil für Preßluftkohlenhaken oder dergl. Fia die Schritleithing vermmtwortich. Hanl bicher: für Lokales und Provinzioles: beide in Schworte. (Fortsetzung folgt). 2 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Kranzspenden beim Heimgang unserer lieben unvergeßlichen Else sprechen wir hiermit unseren tiesgefühlten Dank aus. 804 Beisem Sr r * Wir bringen hiermit zur Kenntnis unserer aus den Niederspannungsnetzen versorgten Kleinabnehmer, daß der Brennstofspreis vom 11. Februar ds. Is. ab eine Erhöhung erfahren hat und zurzeit Mk. 5700.— für 10 t frei 1 Kraftwerke beträgt. ## N a c h d e r b e s t e h e n d e n T e u e r u n g s k l a u s e! ##(beirägt daher der ab 1. Februar ds. Is. bis hauf weileres in Anrechnung zu bringende llefert schneilsten:[Teuerungszuschlag bei 40 Pfg. Grundpreis heinrich Kuhlen nebst Frau heinrich Ortmann Druckerei C. Braus : Spangelischer berein Junder Mönner Am Sonntag, dem 19. Februar, 4414141 abends 3 Uhr 4441111 findet im evgl. Gemeindehaus ein öffentlicher Lichtbildervortrag statt. Thema:„Und was der Feind uns angetan“. Bilder aus dem Westen, Osten und Norden unseres Vaterlandes. 4 Redner: Herr Arnold, Essen. Eintritt 1,50 Mark. 800 Jung u. Alt wird herzl. eingeladen Der vorstand. karten sind zu haben in der Buchhandl. C. Braus. 2 * * * * * * * * * * * * * * Auttllttlltlllllllllll. K Wud Wir deriörenhudrn E. 18 geb. Mark 28,60 Und ch 22 was derFeinduns angetan geb. Mark 30,80 — Zwei Bücher für Deutsche gleich welcher Partei was wir verloren haben: Bilder an der Westmark, der Ostmark und der Nordmark- Entrissenes Land And wad vergeinonndungeran. Illustrationen zum Versailler Schandvertag. Das Buch wurde für dasbesetzte Gebiet verboten „" kurt braus. 438 Psg, zusammen also 478 Pfa Strompreis und bei 20 Pfg. Grundpreis 219 Pfg, zusammen also 239 Pfg. Strompreis für 1 KW Sid. Bei den nach dem Niederspannungstarif 1922 beziehenden Abnehmern stellt sich der Strompreis auf 478 Pfg. bezw. 319 Pfg. sür KW Sld. 792 Hagen i. W., den 15. Februar 1922. Kommunales Elektrizitäts-Werk Mark Aktien=Gesellschaft: F. Overmann. die Abfuhr der Kohlen und Nebenprodukte für das städtische Gaswerk soll für die Zeit vom 1. April 1922 bis 31. März 1923 vergeben werden. Bedingungen liegen auf dem Gaswerksbüro zur Einsicht offen, und es können von dort Angebots=Formulare zum Preise vor 3.— Mk. bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 23. Februar 1922, vormittags 11 Uhr, auf dem Gas= und Wasserwerksbüro, hier, Lielhstraße, einzureichen und werden in Gegenwart der Anbieter geöffnet. 779 Schwerte; den 5. Februar 1922. Verwaltung des Gas- und Wasserwerks. Bekanntmachung. Zur Unterstützung notleidender Kleinrentner sind Miltel zur Verfügung gestellt. Als Kleinrentner gelten bedürftige, im Inlande wohnende Deutsche, die selbst oder deren Ehegatten durch Arbeit ihren Lebensunterhalt erworben haben, sich vor dem 1. Januar 1920 für das Alter oder die Erwerbsunfähigkeit ein Vermögen(auch Rente) mit einem Jahreseinkommen von wenigstens 600 Mk. sichergestel!! haben und jetzt wegen Alters und Erwerbsunmöglichkelt im wesentlichen auf dieses Jahreseinkommen angewiesen sind. Ihnen können bedürstige Personen gleichgestellt werden, die wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen keine Arbeit finden konnten, denen aber aus Vorsorge ihrer Angehörigen ein entsprechendes Einkommen gesichert ist. Arbeit im Sinne dieser Bestimmungen ist nuch eine Tätigkeit inshäuslicher Gemeinschaft, ## die üblichermeise ohne Enigelt erfolgt, aber im J.Falle der Einstellung fremder Kräfte vergütel werden müßte. Ebenso gilt wissenschaftliche W soder ehrenomtliche Tätgkeit im Diensse der inheit als Arbeit im Sinne dieser Be* horhand der Thoatornereine nan Astimmungen, wenn sie Jahre hindurch die ArVerouns der Cheaitrorriie von 2 Schwerte 111 Giat Sonntag, den 19. Februar 1922, veranstaltet der Verband im Saale der Ww. Köster (Wilhelmstraße) einen großen Theaterarene!; . Zur Aufführung gelangt: „Am Brunnen vor dem Tore“. „ Volksstück mit Gesang in 3 Akten. n. Die Pausen werden ausgefüllt durch Kouplets und Duette. Anschließend: Großer Balt.4 Anfang 4 Uhr Anfang 4 Uhr Karten im Vorverkauf Mk. 5.—, an der# Kasse erhöhte Preise. Dieselben sind zu haben bei den angeschlossenen Vereinen und## beim Gastwirt. Um zahlreichen Besuch bittet# Der Verbandsvorstand.## Die Verbandsvereine werden hiermit dringend um Erscheinen gebeten. 7991## Ktttlltltlllulll beitskrast wesentlich in Anspruch genommen hat. Anträge auf Erlangung der Unterslützung können beim städtischen Wohlfahrtsaml bis zum 25. Februar 1922 gestellt werden. Schwerte, den 15. Februar 1922. Städtisches Wohlfahrtsamt: Rohrmann. PieirLrWAIÖNIRCE Mit Baumesse, Schuh- und Ledermessen vom 5. bis 11.März 1922 Jechnische Mlesse, Entwurfs-und vom 5. bis 14.Nlärr 1922 Die allgemeine internationale Nlesse“ Deutschlands Die erste und größte Messe der WeltFür Aussteller und kinkäurfer gleich wichtig. Auskunft erteilen die Ilandelskammer in Bochkuun, Fernspr. Nr. 320, 321, u. Dortmund, Femnspr. Nr. 300, das Niessamt für die Mustermessen in Leipzig und der ehrenamtliche Vertreter des Niesamts fürdie Ilandelskammerberirke Bochum u. Dortmumd G. Langelittig,„Witten-Ruhr, Fernspr. Nr. 425. Neßabzeichen bei Voranmeldung zu Vorzugspreisen durch den ehrenamtlichen Vertreter und#### NIESSANTT FUIR DIENCUSTERNESSEN INIEIPZIG Die Tachdecker= und Klempuerarbeiten der Sauerstoffer zeugungs. aulage der Hauptwerkstätte Schwerte sollen in öffentlichem Verding vergeben werden. Angebote sind verschlossen, postfrei und mit der Aufschrift: „Angebot auf Ausführung der Dachdecker= und Klempnerarbeiten der Sauer stofferzeugungs anlage" bis zum Eröffnungstermin, Donnerstag, den 2 März 1922, vormittags 11 Uhr an die unterzeichnete Eisenbahnbauabteilung einzureichen. Verdingsunterlagen liegen im Dienstgebäude der Bauabteilung 1, Haseneleverweg, zur Einsicht auf. Verdingshefte sind, soweil der Vorrat reicht, zum Preise von 11.— Mk. von hier zu beziehen. Schwerte, den 14 Februar 1922. Elsenbahn= bauabteilung 1. Perfekteselbständige Ochileiderin welche fähig ist, elegante Schneidermäntel und Mantelkleider für ein Geschäft gegen guten Stücklohn zu arbeiten, gesucht. Es wird bei guter, sauberer Leistung bauernd Arbeit geboten. Schriftliche Preisangebote unter B. 796 an die Geschäftestelle der Schwerter Zeitung. — für Flaschenkeller— gesucht. 805 hubert pferdekämper, 805 Ostenstraße 11. — Schokoladen für Wiederverkäufer empfiehlt Fritz Nippus, Markt 6. 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