W Die„Schwerter Zeitung“ erschein täglich außer Feiertags. Bezugspreis monatlich 10.— der Dost 10.— M., ohne Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1 mm hohe. 35 mm breite Jeile 80„auswärks 1. M. Bei Wiederholungen entsprechender Nachlaß u#. Taris. Jeder Rabatt gilt als Kassenradatt und erlischt bei Konkursen, Zwangsvergleichen, gerichtlichen Klagen u. Richlbeachten der gemachten Zahlungsbedingungen. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Dolkszeitung Schwerter Oolksblatt Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schwerter Jettung“ gewährt ihren Adonneuten für jeden mit Tod endenden Unfall gemäß ben Ne. 500 Mark Anfall Aunguge Druck u. Verlag v. Car! Braus, Schwerte Ruo Fernsprech-Anschlab Bunc 2: 6“ Telegramm=Adresse: Brauz, Schwerte(Nudr Dostscheckt.: Doctmund 2853, Haunsser 21374. Nr. 296 Montag, 19. Dezember 1 54. Jahrgang Fullwder der ftale der Borliner Vertre=] Stinnes' und Rathenaus mit den maßgebende Der Hauptinhalt der bei der Berliner Vertretung der Reparationskommission eingetroffenen Antwortnote auf das Stundungsbegehren ist in der Reichskanzlei mündlich der deutschen Regierung mitgeteilt worden. Im wesentlichen beschränkt sich die Antwort auf drei Rückfragen, die der Klärung der Sachlage dienen sollen. 1. Welche Beträge wird die deutsche Regierung im Januar und Februar zahlen können.? 2. Für wie lange Zeit wünscht die deutsche Regierung einen Zahlungsaufschub zu erhalten? 3. Welche Garantien kann die deutsche Regierung während der Dauer des Zahlungsaufschubes bieten? Aus der Form der Fragestellung ist mit einiger Bestimmtheit zu erkennen, daß die Reparationskommission nicht ganz abgeneigt ist, unter Anerkennung deutscherseits die von ihr in der dritten Frage gestellten Bedingungen über einen Zahlungsaufschub zu verhandeln. Die zweite Frage läßt bei einigem Pessimismus weiterhin erhoffen, daß die Reparationskommission ein Entgegenkommen nicht nur für die Januarrate, sondern auch für die Februarrate zeigen wird. Welcher Art die Garantien sein werden, die die deutsche Regierung für die Dauer des Zahlungsaufschubes zu gewähren imstande ist, hat Reichskanzler Dr. Wirth in seiner Rede im Hauptausschuß des Reichstages bereits angedeutet. Sie werden vornehmlich in der Reform und damit der Stabilisierung der Etats der Eisenbahn und der Post bestehen, ferner in einer schärferen Erfassung der Steuergesetzgebung. Das Stundungsgesuch auf Anregung britischer Geschäftsleute. Es verlautet, daß das Stundungsgesuch Deutschlands auf Anregung britischer Geschäftsleute erfolgte. Dieser Schritt sei jedenfalls zur Bedingung gestellt worden, da man der Ansicht sei, daß von einer Abänderung oder Milderung der Zahlungsverpflichtungen nicht die Rede sein könne, ehe Deutschlands Zahlungsfähigkeit nicht endgültig festgestellt sei. Es wird nun davon gesprochen, daß Deutschland den verlangten Aufschub oder die nötigen Kredite erhalten werde, sich aber mit eingehender Kontrolle seiner Finanzwirtschaft durch die Entente abfinden müsse. Zahlungserleichterungen für Deutschland. Berlin, 19. Dezbr. Man glaubt allgemein, daß bei der Zusammenkunft Lloyd Georges mit Briand nicht nur die Reparationsfrage, sondern auch das Verhältnis zwischen England und Frankreich besprochen werden wird. Nach den Besprechungen der Ministerpräsidenten dürften die nanzsachverständigen noch zusammenbleiben, um Pläne auszuarbeiten, die dem Obersten Rat bei dessen nächster Zusammenkunft Anfang Januar vorgelegt werden sollen.„Chicago Tribune“ glaubt bereits Mitteilungen über den voraussichtlichen Gang der Verhandlungen in London machen zu können. Danach wäre Frankreich bereit, auf das Londoner Ultimatum zu verzichten, wenn Deutschland eine ebenso große Summe, als darin vorgesehen ist, in anderer Form zu zahlen bereit sei. Ferner würde die französische Regierung eine ernstl. Erwägung der Verringerung der alliiert. Truppen am Rhein anstellen, damit auf diese Weise den Reparationen mehr Geld zufließe. Snnnes und Rulthenaus mit den maßgebenden Persönlichkeiten Englands mitgeteilt würde und nichts spricht dagegen, daß diese Mitteilungen durchaus in der Richtung des bedeutsamen Hauptsatzes der deutschen Note gingen, in dem eine Aeußerung von„maßgebender englischer Seite“ wörtlich zitiert wird, die dahin ging, daß unter der Herrschaft der Bedingungen, welche zurzeit für die Zahlungsverpflichtungen der deutschen Regierung gegenüber der Reparationskommission in den nächsten Jahren maßgebend seien, eine solche Anleihe in England nicht zu erreichen sei, und zwar weder als langfristige Anleihe noch als kurzfristiger Bankkredit". Es ist in der Tat eine gewaltsame Schlußfolgerung, wenn man auf Grund dieser Aeußerung, die von einer englischen Stelle von größtem internationalen Ansehen kam, die Auffassung gewann, daß englischerseits die grundsätzliche Aufrollung des Reparationspro= problems und der deutschen Zahlungsunfähigkeit angeregt werde. Daß Herr Loncheur diese Stelle nicht auch gekannt haben sollte, ist kaum zu vermuten. Er wird also seinem Ministecpräsidenten darüber Mitteilung gemacht haben, und dieser wird auf dieser Grundlage im französischen Kabinett das Problem zur Erörterung gestellt haben, wie er sich gegenüber Lloyd George verhalten solle, falls dieser sich die Anschauung der bewußten „Stelle" zu eigen mache. Wenn man daher in französischen Blättern von einer neuen deutschen List spricht, so steckt nicht viel anderes dahinter, als der Wunsch, sich für die kommenden Londoner Verhandlungen möglichst kostbar zu machen. In diesem Sinne ist es daher auch zu begrüßen, daß die Haltung der deutschen Presse in dem vielgestaltigen Stimmenkonzert der Diskussion über das deutsche Begehren, eine unbestreitbar einmütige Haltung erkennen läßt. Trotz der persönlichen Stellungnahme gegen Dr. Wirth kann man es gleichlautend in den Blättern aller Richtungen lesen, daß die Note vom 14. so ernsthaft und aufrichtig wie nur denkbar aufzufassen ist, und daß es ein Verhängnis für die ganze Kulturwelt bedeuten würde, wenn sich die Entente etwa doch durch ein neues„Kompromiß“ dieser Aufrichtigkeit verschlösse. In Deutschland sieht man also dem Ergebnis der Besprechungen zwischen Briand und Lloyd George mit der allergrößten Spannung entgegen, und zwar in der bestimmten Erwartung, daß man im Ententelager die letzte Gelegenheit nicht versäumt, die europäische Wirtschaft vor dem endgültigen Ruin zu bewahren. Der Lordkanzler führt dann weiter aus: Wenn die Regelung der Weltfragen in seiner Hand läge, würde er Deutschland erklären: Ihr müßt alle Verwüstungen in Frankreich und Belgien wieder gut machen durch Arbeit und Materiallieferungen. Das würde mehr wert sein, als die Verurteilung aller deutscher Kriegsverbrecher. Die dringendste Frage sei die Wiederherstellung Europas. Es sei vielleicht gut, wenn man den Feind für den angerichteten Schaden zahlen lasse, aber es sei nicht vorteilhaft, wenn dabei das ganze eigene Volk ausgehungert werde. Wir müssen, sagte der Lordkanzler weiter, in Europa Werbungsarbeit verrichten. Um das zu tun, müssen wir zu einer Vereinbarung mit Frankreich und Deutschland kommen. Es sei klar, daß Deutschland nicht unmittelbar die Reparationen, die es den Alliierten schulde, erlassen werden könnten. Es sei notwendig, daß jede Regelung mit Bedingung verknüpft werde. Die Alliierten könnten beispielsweise nicht ohne Besorgnis die unbegrenzte Ausgabe neuen Papiergeldes in Deutschland mit ansehen. Alle diese Fragen müßten jedoch klar geregelt werden als Ergebnis des Uebereinkommens zwischen Frankreich und England. Deutscher Reichstag. Das Echo der deutschen Stundungsnote. Wenn irgend etwas angetan ist, um Zweifel zu erregen, so ist es die Haltung eines Teiles der französischen Presse, die erklärt, daß Frankreich sich unter keinen Umständen dazu verstehen werde, dem in der Note des Kabinetts Wirth vom 14. Dezember ausgesprochenen Begehren nach einer ausreichenden Stundung der deutschen Reparationszahlungen Folge zu leisten. Herr Loncheur wurde nach London gerufen, damit ihm das Gesamergebnis der Verhandlungen Havensteins, Eine Stimme der Vernunft. London, 17. Dez. Lord Birkenhaed erklärte gestern in seiner Rede über die wirtschaftliche Wiederherstellung Europas: Noch vor kurzem habe man der Gefahr fast mit Sicherheit gegenübergestanden, daß die reichste Macht in der Welt darauf aus sei, eine größere Flotte zu bauen, als sie die Geschichte je gesehen habe. Das würde ein Bedrohung Englands ergeben haben. Aber jetzt sei diese Bedrohung verschwunden. Amerika habe den interessierten Mächten eine Flottenpolitik vorgeschlagen, die mit Sicherheit die beiden Länder einander näher bringe. Wenn dazu noch die Regelung des alten Konfliktes zwischen England und Irland komme, dann könne England sich hoffnungsvoll den anderen großen Problemen widmen und endlich beginnen, die Größe des gewonnenen Sieges zu genießen, in der Welt, in der wieder redlicher Handel und Verkehr zwischen den Nationen herrschen. Der Redner führte weiter aus: Sämtliche nanzleute und die Professoren der Nationalökonomie, hätten vollkommen Bankerott gemacht. Tatsache sei, daß diese Leute während einer schwierigen Zeit nur wenig Rat erteilen könnten. Denn eine Bezahlung von Reparationen von den früheren Feinden in einem solchen Maße, wie es geplant von hohen Finanzautoritaten war, sei unmöglich und könnte nicht einfach erfolgen. Die Lage sei die, daß die ganze Welt allmählich zu der Ansicht gekommen ist, daß die Summe tatsächlich nicht eingetrieben werden könne. Berlin, 17. Dezember 1921. Zunächst werden eine Anzahl kleinerer Entwürfe schnell aufgearbeitet(die Weihnachtsferien stehen nämlich bevor). Debattelos wird in dritter Lesung das Gesetz über die Wochenhilfe mit einem Antrag, das Stillgeld auf 4½ Mark zu erhöhen, angenommen. Das Gesetz zur Neuregelung drr Zulagen und der Abfindung in der Unfallversicherung, nach dem diese von jetzt ab in erhöhtem Maße weitergewährt werden sollen, wird nach kurzer Debatte genehmigt. Der Entwurf über öffentliche Bekanntmachung der Verurteilungen von Wucherern, Schiebern und Preistreibern, sowie das Gesetz über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln gehen an die Ausschüsse zurück. Das Gesetz zur Erweiterung des Anwendungsgebietes der Geldstrafen sowie zur Einschränkung der kuzen Freiheitsstrafen wird vom Reichsjustizminister Dr. Radbruch kurz begründet. Nach kurzer Debatte werden einige weitergehende kommunistische Anträge abgelehnt, das Gesetz selbst in zweiter und dritter Lesung angenommen. Präsident Löbe schließt die Sitzung um 12 Uhr nachts nach 12stündiger Dauer. Der Präsident beraumt aber sofort eine neue Sitzung um 15,15 Uhr an mit der Tagesordnung: Dritte Lesung des Nachtragsetats, Erhöhung der Postgebühren, Diätenvorlage. dieser Sitzung wurde die dritte Lesung des Nachtragetats erledigt. Die Vorlage zur Erhöhung der Postgebühren wurde in zweiter und dritter Lesung angenommen. Danach kostet ein Brief im Fernverkehr 2 Mark(bis 20 Gramm), im Ortsverkehr 1,25 Mark. Eine Postkarte im Fernverkehr 1,25 Mark, im Ortsverbehr 75 Pfg. Desgleichen wird die Diätenvorlage in dritter Lesung angenommen. Das Haus vertagte sich darauf. Der Präsident wird ermächtigt, daß Haus spätestens am 19. Januar 1922 einzuberufen. Die Ausnahmeverordnung des Reichspräsidenten, deren Anwendung mehrmals zu einer von der Presse aller Parteirichtungen als unberechtigte Einschränkung der Preßfreiheit empfunden wurde, war am Freitag Gegenstand einer langen Debatte im Reichstag, die erst gegen ½9 Uhr abends ihren Abschluß fand. Die Deutschnationalen sowohl wie die Unabhängigen und Kommunisten hatten ihre Aufhebung beantragt. Bei der Abstimmung ergab sich dann ein überraschendes Resultat, für die Aufhebung stimmten nämlich nicht nur die Oppositionsparteien von rechts und links, Deutschnationale, Unabhängige und Kommunisten, sondern auch die an der Regierung beteiligten Sozialdemokraten. Die andere Regierungspartei, das Zentrum und die nicht zu Koalition gehörenden Demokraten, Deutsche und Bayerische Volkspartei, waren dagegen, blieben aber in der Minderheit. Aus Stadt und Land. Schwerte, 19. Dezember 1921. ** Der goldene Sonntag. Eigentlich hat er seine wörtliche Bedeutung verloren, denn das Gold, nach dem alles drängt, ist sehr, sehr selten geworden und an seiner Stelle flutet die bekannte Papiergeldwelle. Bewertet man sie aber als Symbol des Besitzes, so dürften unsere Geschäftsleute mit dem finanziellen Ergebnis des gestrigen Sonntages recht zufrieden sein. Daß noch reichlich fürs Weihnachtsfest eingekauft wird, konnte man gestern beobachten. Eine dichte Menschenmenge wälzte sich in den Straßen fort und das trockene Wetter begünstigte die Kauflust. Einige Geschäfte hatten einen sehr guten Umsatz zu verzeichnen, besonders solche, wo praktische Weihnachtsgeschenke zu kaufen sind. Jetzt sind wir in die letzte Woche vor Weihnachten eingetreten. Wer in punkto Geschäft noch nicht auf seine Kosten gekommen ist, dem wünschen wir noch in den letzten Tagen eine gute Einnahme, damit jeder ein zufriedenes und glückliches Weihnachtsfest feiern kann, worauf unsere Jugend schon mit so großer Spannung wartet. ** O, Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter. Fast ohne jeden Schnee sind die Vergforsten und die Tannenwälder in Deutschland gewesen, aus denen die Weihnachtsbäume herausgeholt worden sind. Die Unkosten waren mithin geringer als sonst, aber die Preise sind, wie aus den meisten Gegenden Deutschlands bestätigt wird, höher als sonst. Ueberall in den Verwaltungen herrscht Geldmangel und bei den kleinen Leuten, die Händler und Verkäufer sind, ist diese Knappheit erst recht vorhanden. Es soll aber auch an die wenig bemittelten kleinen Familien gedacht werden, die des schönsten Weihnachtsbaumes nich: entbehren mochten, denn wo der Christbaum mit seinem würzigen Waldduft fehlt, sieht es nicht nach Weihnachten aus. Denken wir also daran, ein Bäumchen mit bescheren zu helfen, wo er für die fehlt, die sich am heißesten danach sehnen. Der Tannenbaum ist der Baum der Anspruchslosigkeit. * Die Abgabe zur Förderung des Wohnungswesens. Im Reichsrat teilte der Berichterstatter über den Gesetzentwurf, betreffend Erhebung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues mit, daß die Ausschüsse des Reichsrates an der Vorlage der Regierung einige Aenderungen beantragten. So sollen einer Person mindestens drei Wohnräume, zwei Personen in gemeinschaftlichem Haushalt mindestens vier Wohnräume zur Verfügung stehen können. In Neubauten nach dem Kriege sollen Siebenzimmerwohnungen von der Wohnungsluxussteuer frei bleiben. Der Regierungsvertreter stimmte diesen Aenderungen mit Ausnahme des letzten Punktes zu. Der Reichsrat nahm sodann einen Antrag an, d. Wohnungen bis zu sechs Zimmer sreiläßt. Hiermit erklärte sich die Regierung einverstanden. ** 30 Jahre kathol. Lehrerverband der Provinz Westfalen. Vor 30 Jahren erging die Aufforderung an die kath. Lehrer Westfalens zur Gründung eines Westfälischen Provinzialverbandes des kath. Lehrerverbandes nach Werl. Unter allseitiger Beteiligung der kath. Lehrer Westfalens kam damals die Gründung zustande. Die Kriegsjahre erlaubten nicht, 1916 das Silberjubiläum des Verbandes zu begehen. In der Weihnachtswoche dieses Jahres soll nun der 30. Jahrestag der Gründung gebührend gefeiert werden. Der Vorstand des Provinzialverbandes und der kath. Lehrerverein von Bochum erlassen einen Aufruf an die kath. Lehrerschaft Westfalens zur Jubelversammlung nach Bochum. Lehrer Stockmann=Münster wird über die Bedeutung der Gründung des Westf. Provinzialvereins, Prof. Dr. Siegfried BehnBonn über„Kath. Idealismus der Tat und kath. Lehrerschaft", sprechen. Der Bischof Dr. KleinPaderborn wird die Jubeltagung am 28. Dezemver, die mit einem Pontifikalamt eingeleitet wird, mit seiner Anwesenheit beehren. ** Krankenkassen und Aerzte. Den Schiedsspruch der vom Reichsarbeitsministerium ernannten Unpartetischen vom 1. Dezember haben die zentralen Aerzteorganisationen abgelehnt. Es bleiben somit die örtlichen Verhandlungen zwischen der einzelnen Krankenkasse und dem einzelnen Aerzteverein nicht erspart. Erfreulich ist, daß — dabei überall die Aerztevereine milder über den Schiedsspuch denken und bereit sind, auf dieser Grundlage mit den Krantenkassen Verträge abzuschließen. Die Krantenkassen sind von ihren Verbänden angewiesen, ebenfalls auf der Grundlage des Schiedsspruches mit den Aerzten zu ver handeln. ** Ermäßigung der Proise für Nähgarn? Die jüngste umfangreiche Erhöhung der Garnpreise hat sowohl in den Kreisen der Verbraucher wie auch im Handel und in dem Nähfaden verbrauchenden Industrien den lebhaftesten Widerstand gefunden und dazu geführt, daß die Reichswirtschaftsstelle für Baumwolle sowie das Reichswirtschaftsministerium um ein Einschreiten ersucht worden sind. Wie die Textil=Woche hierzu erfährt, werden nunmehr nach Rücksprache der Reichswirtschaftsstelle für Baumwolle mit den Organisationen des Nähsadengewerbes bereits in der kommenden Woche die ter eine Fundgrube werden für die Zeit des Krieges, eine Findgrube, daraus man über die Grenzen unserer engsten Heimit hinaus schöpfen wird. Was ist doch alles enthalten in dieser Chronik! Nicht nur die Ereignisse ans dem Leben der evang. Gemeinde, sondern auch aus dem Lehen und Arbeiten der Stadt, der Schulen, Bilder und Briefe der Fron:, aus der Gefangenich###t, dem Lazarett; der Kriegerverein, die Kriegsgärten, der Nähfäden wesentlich herabgesetzt rbeiterund Bürgerverein, über Krlegs=Glauben Preise für werden. ** T r ü b e A u s s i c h t e n f ü r R a u c h e r? D e r Z w e c k verband der rheinischen Zigaretten= und T sabrikanten befaßte sich in seiner Ortsgruppe M. Gladbach mit der Frage der Herstellung einer noch preiswürdigen Zigarre. Nach der allgemeinen Auffassung ist es keinem Fabrikanten mehr möglich, eine nicht allzu große Zigarre zum Preise von 2 Mark im Kleinverkauf herzustellen. Eine weitere Preissteigerung sei durch die Erhöhung des Goldaufgeldes von 900 auf 3900 Mark zu erwrten. gin 1 ** Für das Kreiskinderheim Binz auf Rügen gingen durch die Amtsfürsorgerin Frl. KnebelAplerbeck folgende Beträge ein: 5 Mk., 30 Mk. und 10 Mk. Die Gaben werden für eine Badewanne des Kreiskinderheims mit verwendet werden. Der theoretische und praktische Kursus von Herrn Medizinalrat Dr. Polten in Hörde und Aplerbeck fällt bis zu Anfang des neuen Jahres aus. Angabe des Anfangs erfolgt in der Presse. ** Reinigt die Straßen! Auf die jedem Hausbesitzer obliegende Pflicht der Reinigung der Straßen und Rinnen sei auch an dieser Stelle wiederholt aufmerksam gemacht. Hoffentlich wird das Reinigungsgeschäft in dieser Woche recht gründlich besorgt, damit sich unser Städtchen am Weihnachtsfefte in einem freundlichen Festgewande prchentder:. ** Westhofen, 19. Dezbr. Zu erregten Auseimandersetzungen kam es in d. Nacht zum Sonntag zu sehr vorgerückter Stunde in der Wirtschaft H. W. hierselbst. Verschiedene Gäste waren derart handgreiflich geworden, daß zwei Aerzte in Tätigkeit treten mußten. und=Aberglauben, über Kriegsanleihen, Kriegsausgaben, Kriegsstiftungen, über Hamsterfahrten id Beereweisen, den Landaufenthalt Schwerter Schulkinder, den Windeltag— kurz alles, alles, Großes und Kleines, enthält diese Chronik. Man kann sogar alle die Ansprachen, Reden und Predigten, die an den bedeutungsvollen Tagen jener Zeit gehalten sind, nachlesen; man kann die erhevenden Gedächtnisfeiern für unsere Gefallenen noch einmal nacherleben. Wenn einmal der Großvater seinen Enkelkindern erzählen soll von den Kriegsjahren, wird er die Chronik aufschlagen und manches wird aufwachen in seinem Gedächtnis, was schlief.— Der zweite Teil des Buches, das Heldenbuch, enthält die Bilder der Gefallenen, soweit sie zu erreichen waren, und die Lebensläufe; letztere auch von denen, deren Bilder leider nicht vorhanden waren. Sie sind nach den Jahren geordnet, in denen sie fielen: da stehen sie wieder vor uns, vom Ersten bis zum Letzten und reden zu uns durch ihr Bild und ihr Leben. Wer da zwischen den Zeilen zu lesen versteht, der erlebt ihre Leiden und Freuden mit und fühlt, wie Kostbares wir verloren haben. Zugleich aber ist das Heldenbuch ein Denkmal, wie man ein schöneres den Gefallenen wohl nicht setzen kann; es ist eben mehr, wie ein toter Name in kaltem Stein. So sollte jeder, der eben kann, sich solch ein Buch sichern. Nicht nur für die Gattin, die den Gatten verloren, hat es Wert, nein, auch für die Kinder, die den Vater verloren haben; sie sollten alle solch ein Buch ihr eigen nennen; wenn sie einmal groß sind, werden sie es bedauern, solch ein Buch nicht mehr erhalten zu können. Und nicht nur diejenigen, die einen lieben Verwandten unter den Gefallenen haben, sollten das Buch besitzen, es sollte in jedem Hause sein: je weiter wir abrücken von jener Zeit, umsomehr gewinnt es an Wert. Auch die Bibliotheten sollten sich rechtzeitig Exemplare sichern. Leider kann es der hohen Kosten wegen nur in beschränkter Zahl gedruckt werden; es wird deshalb gebeten, sich einzuzeichnen in die Liste der Besteller in der Buchhandlung Braus. Der Termin, von wann ab die Photographien wieder in Empfang genommen werden können, wird noch bekannt gegeben. am 17. Juli 1921 von einem Waggon Kohlen, die der Stadt Schwerte gehörten, entwendet. Die Angeklagten geben den Diehicyl zu. M. wurde zu zwei Wochen, T. wegen Beshilfe zum Diebstahl zu drei Wochen Gefängnis verurtent. Auch diesen beiden Angeklagten wurde ein Strafaufschrö von zwei Jahren unter Auferlegung einer Geldbuße von 200 bezw. 500 Mark gewährt. er Gelbgießer Fritz D. aus Westyofen hatte gegen die Regierungspolizeiverordnung betr. Körung der Ziegenböcke vom 26. September 1921 verstoßen und war dieserhalb in eine Polizeistrafe von 30 Mark genommen. Gegen diese Strafversügung hatte er auf gerichtliche Entscheidung angetragen. In der Verhandlung nahm D. den Antrag zurück. Die Ehefrau Anna E. und der Händler August M. von hier hatten gegen die Verordnung vom 7. März 1918 betr. den Schleichhandel verstoßen. Während die Angeklagte E. freigesprochen wurde, erhielt M. einen Tag Gefängnis und fünfzig Mark Geldstrafe. Bezüglich der Freiheitsstrafe wurde M. ein Strafaufschub von zwei Jahren gewährt. Die Ehefrau Friedrich H. aus Villigst hatte selbsterzeugte Butter unter Ueberschreitung der Höchstpreise verkauft. Sie wurde zu einer Geldstrafe von dreißig Mark verurteilt. der Bauarbeiter Walter E. von hier hatte die Polizeiwachtmeister Faust und Heine und die Oberlandjäger Matthes und Trottner am 12. September 1921 gelegentlich des Demonstrationszuges zum Rathaus schwer beleidigt. Der Angeklagte gibt an, er sei betrunken gewesen und könne sich der Beleidigungen nicht mehr entsinnen. Er wurde zu einer Geldstrafe von eintausend Mark terurteilt. Der Fabrikarbeiter Jakob St. und der Tagelöhner Eugen M. aus Villigst hatten dem Holzhändler Schwarzelühr von dem am Bahnhof Ergste lagernden Holz verschiedene Stämme entwendet. Während St. den Diebstahl zugibt, bestreitet M. denselben entschieden. St. wurde zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt, M. wurde freigesprochen. St. wurde ein Strafaufschub von zwei Jahren unter Auferlegung einer Geldbuße von 300 Mark gewährt. Aus den Provinzen. und Heldenbuch. Es wird allgemein interessieren, ettaas Nähetes über das Buch, das demnächst erscheint, zu erfahren. Es besteht aus 2 Teile:, der siriegschronik und dem Heldenbuch. Der erste Teil, die Kriegschronik, enthält die Areikei der„Heimatgrüße“, die unseren Kriegern nachgesandt worden sind. Sie sind in ihrer ursprünglichen Reihenfolge unverändert abgedruckt. Mancherlei sehen wir heute anders, wie damals, als wir mitten in den Ereignissen standen, aber es ist nicht die Aufgabe einer Chronik, zu urteilen, sondern die Dinge so darzustellen, wie sie uns damals erschienen. Vieles können wir heute nicht mehr so schreiben, wie es damals niedergeschrieben ist, das aber ist gerade der Wert dieser Chiolit daß sie ein getreues, unverfälschtes Bild der Gedanken und Gefühle der großen Zeit ist. Es ist jetzt schon ungemein interessant und lehrreie darin zu lesen und In der Schöffengerichtssitzung am 16. Dezember, welche Herr Amtsgerichtsvat Dr. Alffers leitete, kamen folgende Strafsachen zur Verhandino:„ Der Arbeiter Paul H. und der Metzger Friedr. zur Zeit in Untersuchungshaft, wurden, weil sie zu Westhofen gebettelt hatten, erster zu drei Wochen, letzterer zu zwei Wochen Has: verurteilt. Die Ehefrau Karl P. von hier entwendete Juli 1920, als sie n och unverheiratet war, der Schneiderin Anna Schlüter von hier sünf Kleiderröcke. Die Angeklagte gibt den Diebstahl von drei Röcken zu. Die übrigen bestreiter sie. Sie wurde zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt, doch wurde ihr ein Strafaufschub von zwei Jahren es wird später einmal erst diese Chronik wird für die Segr recht lehrreich sein; kommenden Geschlechunter Auferlegung einer Geldbuße von zweihundert Mark gewährt. Wegen Diebstahls hatten sich der Fabrikarbeiter Johann N. und der Knecht Ludwig T., beide von hier, zu verantworten. Dieselben hatten Himmel und Erde. Roman von Otto Ludwig. 40 Nachdruck verboten. wendigen zurücktreten. Was er bis jest von der Dortmund, 17. Dez. Mordversuch und Selbstmord. Gestern versuchte der Fabrikarbeiter Gustav Scharnowski, Alsenstraße 46, die von ihrem Manne getrennt lebende und bei ihren Eltern wohnende Frau Wehmhöver, der er nachstellte, zu erschießen. Er verletzte die Frau schwer durch drei Schüsse und erschoß sich dann selbst. Frau Wehmhöver wurde ins Krankenhaus gebracht. Wanne, 17. Dez. Kindesleiche. In dem Personenzuge, der abends 9,35 von Appelhülsen, Kreis Münster, nach Wanne abfährt, wurde kurz nach der Ankunst in Wanne von einem Putzer in einem Abteil 4. Klasse, in einer Pappschachtel verpackt und verschnürt, die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechtes gefunden. Das Kind scheint gleich nach der Geburt umgebracht zu sein. Ueber die Kindesmutter ist bisher nichts ##ekannt geworden. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Polizeiverwaltung Wanne. Münster, 17. Dez. Der lauernde Tod im Brunnen. Die 31jährige Frau Maria Kordes in Rodenkirchen ist in den Brunnen gestürzt und ertrunken. Die junge Frau ging früh um 6 Uhr zum Brunnen, um Wasser zu holen. Als sie nach einer Stunde nicht, zurückkam, suchte man sie. Man konnte sie nur als Leiche aus dem Brunnen ziehen. Münster i. W., 17. Bez. Exemplarisch bestrafter Pferdeschmuggler. Welche Finessen die Zollbeamten häufig anwenden müsen, um den Grenzschmugglern beizukommen, zeigte sich wieder bei einer Verhandlung der hiesigen Stcafkammer gegen einen Pferdehändler aus Wreden und dessen Gehilfen. Der betreffende Oberzollinspektor aus Beckum hatte von den rischen Spuren zweier geschmuggelter Pferde Gipsabdrücke genommen, die denn auch mit den Hufen der beschlagnahmten Tiere völlig übereinstimmten. Auf Grund dieses Beweises wurde der Händler zu 150000 Mark Geldstrafe und drei Wochen Gesängnis verurteilt, sein Gehilfe zu 30000 Mark Geldstrafe und 8 Tagen Gefängnis. Hiltrop, 17. Dez. Einbruch in ein Kloster. Einbrecher drangen nachts in das Kloster der Missionsschwestern vom heiligsten Herzen Jesu ein und stahlen Kirchenwäsche, Alben und Rochetts im Werte von über 20000 Mark. Drolshagen, 17. Dezbr. Es gibt noch dankbare Menschen. Ein Mann ließ auf seinem Büro in Olpe seine Brieftasche mit rund 2000 Mk. liegen. Sie wurde vom Bürolehrling gefunden, sodaß der Verlierer andern Morgens wieder zu seinem Eigentum gelangte. Der junge Mann wurde für seine Ehrlichkeit mit einem„Danke schön" belohnt. Bochum, 17. Dez. Schadenersatzansprüche wegen des Wassermangels. Die sozialdemokratische Fraktion will in der heutigen Stadtverordnetensitzung einen Antrag einbringen, den Arbeitern, die in der vergangenen Woche wegen Wasserlosigkeit feiern mußten, den Lohnausfall zu ersetzen. Weiter verlautet, daß auch verschiedene geschädigte Industrielle Schadenersatzansprüche an die Stadt geltend machen wollen. Buer, 17. Dezember. Folgenschweres Sprengunglück. Auf der Zeche„Gras Bismarck“, Schacht 3/4 wurden auf der 7. Sohle durch vorzeitige Entladung von Sprengstoffen der Bergmann Koch tödlich und der Bergmann Krone lebensgefährlich verletzt. Oberhausen, 17. Dez. Bluttat. Hier wurde ein junger Mann schwerverletzt in einer Blutlache aufgesunden Er hatte eine furchtbare Messerverletzung am Leibe erlitten, der er im Krankenhause erlegen ist. Vor seinem Tode hat der junge Mann angegeben, daß er von zwei Knaben und zwei Frauenspersonen überfallen worden sei. Als er sich zur Wehr gesetzt, habe ihm einer der Kerle die Verletzung beigebracht. Solingen, 17. Dez. Folgen des Geburtenrückganges. Infolge des Gubrtenrückganges in den letzten zehn Jahren geht die Zahl der Volksschüler ständig zurück. 20 Klassen sind schon jetzt entbehrlich; die Stadtverwaltung hat daher 14 Schulamtsbewerbern gekündigt; weitere Kündigungen werden folgen. Im nächsten Schuljahre kommen wieder 15 überplanmäßige Lehrstellen hinzu; bis 1924 wird sich die Gesamtzahl der überplanmäßigen Stellen auf 65 erhöhen, und erst danmn tritt nach und nach wieder eine Vermehrung der Schüler ein. Köln, 17. Dez. Empfindliche Strafe für Felddiebstahl. Das Schöffengericht verurteilte einen Arbeiter, der mit einem Genossen auf fremdem Acker eine große Menge Herzchen aus Wirsingköpfen geschnitten und das gestohlene Gut in Säcken auf einem Handwagen fortgeschafft hatte, zu 6 Monaten Gefängnis. Die Beute hatte den Dieben wieder abgenommen werden können. Das Drama auf Schloß Kleppelsdorf. Am 5. Dezember begannen vor dem Schwurgericht zu Hirschberg in Schlesien die Verhandlungen gegen den Architekten Peter Grupen aus Holstein, der angeklagt ist, auf Schloß Kleppelsdorf seine 10jährige Stieftochter Ursula Schade und deren 16jährige Base Dörte Rohrbeck, die Erbin des Riterbecert, der zwiüschen zimmelt iund Erde schpeht Es war das seine alte Weise. Er wandte sie hier vielleicht auch deswegen an, weil er meinte, der Geselle würde dann um so weniger wagen, etwas zu verschweigen oder wider besseres Wissen zu verändern. Die innere Aufregung hinderte ihn, zu bemerken, in welchem Widerspruch dieser Anschein mit seinem Gefühl für Ehre trat. Valentin suchte nicht den Schatten zu vertiefen, der auf Frih Nettenmairs Handeln fiel; aber wie er den alten Herrn kannte, schien es ihm nicht nötig, das brawe Tun Apollonius' in das hellste Licht zu stellen. Er kannte den alten Herrn doch nur halb. Er verrechnete sich in der Wirkung, die er damit beabsichtigte, wenn er die kindliche Schonung pries, mit der Apollonius die Kunde von der Gefahr dem Ohr des alten Herrn fern gehalten. Er verdarb damtt, was seine schlichte Erzählung getan, des Sohnes Verdienst um das Teuerste, was der alte Herr wußte, darzustellen. Der alte Herr fah nur immer mehr die Furcht wahr gemacht, die ihm Apollonius Tüchtigkeit erregt hatte. Apollonius hatte ihm die Gefahr unkindlich verschwiegen, um die Rettung sich allein beimessen zu können. Oder er hielt seinen Vater für den hilflosen Blinden, der nichts mehr war und nichts mehr vermochte, als höchstens ihn zu hindern. Und das vergab ihm der alte Herr noch weniger— trotz seines Schmerzes um den Toten, der der Sohn ihm bereits war. Er wurde immer überzeugter, er selbst hätte es nicht so weit kommen lassen, wenn er daum gewußt und die Sache in seine Hand genommen, und Apollonius dürfe niemand seines Mordes anklagen, als den eigenen Vorwitz. Diese #edunken mußten natürlich vor dem zunächst NotVorgeschichte des brudermörderischen Gedankens wußte, konnte den entstandenen Verdacht verstärsen, aber ihn nicht entstehen machen, wenn nicht ein anderes, das ihm noch unbekannt war, dazu trat. Er mußte von dem schuldigen Sohne selbst erfahren, ob es solch ein anderes gab. Sein Entschluß war für alle Fälle gefaßt. Er verlangte Hut und Stock. Ein ander Mal wäre Valentin über diesen Befehl erstaunt, vielleicht sogar erschrocken. Ist man durch ein Außerordentliches aufgeregt, wie es der Geselle eben war, kommt nur das unerwartet, was sonst das Gewöhnliche hieß, was an den alten ruhigen Zustand erinnert. Indes Valentin das Befohlene herbeibrachte und der alte Herr sich zum Ausgehen bereitete, zeigte dieser ihm noch einmal, wie grundlos und töricht seine Befürchtungen seien.„Wer weiß,“ sagte der alte Herr grimmig,„was der Nachbar gesehen hat. Wie will er bei Nacht einen erkennen, der so weit enisernt von ihm ist? Und Er dazu mit seinen Beilstichen! Nun dürfte dem Jungen in Brambach das Seil gerissen sein oder er müßte sonst zufällig verunglückt sein, so wird Er sich steif und fest einbilden, seine eingebildeten Beilstiche sind schuld gewesen, und der hat sie gemacht, den der Nachbar— der so einfältig ist als Er— will haben in den Schuppen schleichen gesehen. Und sagt Er ein Wort davon, oder ist Er so klug, daß Er in Rätseln zu verstehen gibt, was Er sich einbildet in seinem alten Narrenschädel, so ist den anderen Tag die ganze Stadt voll davon. Nicht weil's wahrscheinlich wäre, was er da ausgeheckt hat, und kein vernünftiger Mensch glauben kann, sondern weil die Leute froh sind, einem anderen das Schlimmste nachzureden. Gott wird davor sein, daß der Junge nicht zu Unglück kommt, aber es kann geschehen, und er ist vielleicht schon geschehen. Wie leicht kommt einer hinter dem Ofen dazu, geschweige ein Schiewie ein Vogel, aber keine Flügel hat wie ein Vogel. Darnm ist die edle Schieferdeckerkunst eine so edle Kunst, weil der Schieferdecker das sichtlichste Bild ist, wie die Fürsehung den Menschen in ihren Händen hält, wenn er in seinem ehrlichen Berufe hantiert. Und läßt sie ihn fallen, so weiß sie, warum; und der Mensch soll nicht Gespinste drum hängen, die über einen anderen Unglück oder gar Schande bringen können. Ich bin gewiß, die Sache wird sich so ausweisen, wie sie ist, und nicht, wie Er sie sich da zusammengeängstigt hat. Denn“ So weit war der alte Herr in seiner Rede gekommen, da hörte man draußen eine Last niedersetzen. Der alte Herr stand einen Augenblick stumm und wie versteinert da. Der Valentin hatte durch das Fenster den Blechschmiedegesellen kommen sehen, der eben ablud. „Der Jörg vom Blechschmied,“ sagte Valentin, „der die blechernen Guirlanden vollends bringt.“ „Und da ist er erschrocken mit seinen Einbildungen und hat gemeint, sie bringen, wer weiß wen. Wo ist der Fritz?“ „Auf dem Kirchendach,“ entgegnete Valentin. „Gut,“ sagte der alte Herr,„Sag Er dem Blechschmied, er soll hereinkommen, wenn er fertig ist." Der Geselle tat's. Bis jener hereinkam, fuhr Herr Nettenmair noch in gedämpfteren Tönen in seiner Strafpredigt fort. Er sprach davon, wie Menschen sich Einbildungen zusammendichteten, und sich darüber ängsteten, wie über wirkliche Dinge; wie die Gedanken dem Menschen über den Kopf wüchsen und ihm keine ruhige Stunde ließen, wenn er nicht gleich im Anfang sich ihrer erwehre. Es war, als wollte der alte Herr sich über sich selbst lustig machen. Er dachte nicht daran, daß er den Valentin über seinen eigenen Fehler abkanzelte. Dagegen fühte sich Volentin beschämt, als treffe ihn die Sache verdientermaßen; und er börte dem alten Herrn mit Andacht und Zerknirschung zu, bis der Blechschmiedegeselle hereinkam. Herr Nettenmair faßte den Stock, den ihm Valentin in die Hände gab, setzte den Hut tief in die Stirn, um der Welt so viel als möglich von dem unfreiwilligen Geständnis der toten Augen zu entziehen, und schüttelte sich majestätisch in dem blauen Rock zurecht. Valentin wollte ihn führen, aber er sagte:„Die Frau braucht Ihn, und Er wird wissen, was Er in meinem Hause zu tun hat Valentin verstand den Sinn der diplomatischen Rede. Der alte Herr machte ihn verantwortlich für das Benehmen der Frau. Herr Nettenmair wandte sich nun dahin, wo des Blechschmiedegesellen Respekt in ein leises Räuspern ausbrach, und fragte ihn, ob er Zeit habe, ihn auf das Turmdach von Sankt Georg zu begleiten, wo sein älterer Sohn arbeite. Der Blechschmied bejahte. Valentin wagte noch den Vorschlag, Herrn Fritz lieber rusen zu lassen. Der alte Herr sagte grimmig:„Ich muß ihn oben sprechen. Es ist wegen der Reparatur.“ Darauf wandte er sich wieder zu dem Blechschmiedegesellen.„Ich werde seinen Arm nehmen“, sagte er mit herablassendem Grimm.„Ich leide etwas an den Augen, oder es hat nichts zu sagen.“ Valentin sah den Gehenden eine Weile kopfschüttelnd nach. Als der alte Herr aus seinen Augen war, fiel die Zuversicht, die er der resoluten Gegenwart des alten Herrn verdankte, wieder zusammen. Er schlug die Hände ineinander vor Angst; da ihm aber einfiel, er stehe in der Haustür und sei verantwortlich für jedes Gerede, das der Ausdruck seiner„Einbildungen" veranlassen konnte, tat er, als habe er die Hände ineigander gelegt, um sie behaglich zu reiben. (Fortsetzung folgt). tergutes Kleppels Anklage der Staa dizien, deren Trag fen sollen. Die daß Grupen durch Revolver in die Schade dann im Base Dörte Rohr hat. Es sei seine seine Schwiegerm dorf zu machen. pen seinen Leben eine große, statt! Arm hat er vor dem Kriege zwein dann, nachdem die den sind, die 13 nicht in bestem R Ehe gestaltete sich Frau reiste an nach Kleppelsdor zur Bahn. Die gekommen und Grupen leugnet herrschte Natur Gefühl od. Furch samkeit, ohne da tritt. Die Ank gegenüber einen schärfste Psycholk ist Grupen ein 1 Charakteristischi Lebenslauf teils war er noch Ma ist er bereits Ar der Verlust eine lichen Schulen 1 schnell weiterkon leichtfertigen ur nur eine Etappüber seine an bald zu einer Ur verschwand dani einem Liebhaber sam, daß allen ten, ein so auß den mußte. 11 tritt am marke zieherin hervor, gebracht und Fi teilt hat. In i lichen Feind un sche Klarheit ist teil steht noch a oder nicht?: Verhandlung u geklagten, sich Sicherheit, die gen zur Schau scheidend wird auch Grupens =H01 Krank Sprech 9—1 U „Zum Elly Hens willkom her.. in la au Bahnho Ra Aquare HolzA. St Empfehle Kammg Schhne 1 Peima ge Schmer *: West Schwarte Die 1 Wißmann kehr gespe Wellin Pol tergutes Kleppelsdorf, ermordet zu haben. Anklage der Staatsanwaltschaft stützt sich auf Indizien, deren Tragfähigkeit die Geschworenen prüfen sollen. Die Anklagebehörde nimmt u. a. an, daß Grupen durch Hypnose seiner Stieftochter den Revolver in die Hand gezwungen und daß Ursula Schade dann im Banne der Hypnose zunächst ihre Base Dörte Rohrbeck und dann sich selbst getötet hat. Es sei seine Absicht gewesen, durch den Mord seine Schwiegermutter zur Erbin von Kleppelsdorf zu machen. Mit leiser Stimme erzählt Grupen seinen Lebenslauf. Er ist 27 Jahre alt und eine große, stattliche Erscheinung. Den linken Arm hat er vor Verdun verloren. Er war nach dem Kriege zweimal öffentl. verlobt und heiratete dann, nachdem diese Verlobungen aufgehoben worden sind, die 13 Jahre ältere, vermögende, aber, nicht in bestem Rufe stehende Witwe Schade. Die Ehe gestaltete sich zu einer recht unglücklichen. Die Frau reiste am 19. September vorigen Jahres nach Kleppelsdorf ab, ihr Mann brachte sie selbst zur Bahn. Die Frau ist in Kleppelsdorf nicht angekommen und seitdem spurlos verschwunden. Grupen leugnet hartnäckig jede Schuld. Seine beherrschte Natur verrät nichts von Leidenschaft, Gefühl od. Furcht und doch ist alles an ihm Wachsamkeit, ohne daß irgendwelche Spannung zutage tritt. Die Anklage hat einem solchen Menschen gegenüber einen schweren Stand, da an ihm der schärfste Psychologe zuschanden wird. Jedenfalls ist Grupen ein ungeheuerlich nervenstarker Mann. Charakteristisch ist folgendes, was auch aus seinem Lebenslauf teils schon hervorgeht. Mit 20 Jahren war er noch Maurergeselle. Heute mit 27 Jahren ist er bereits Architekt. Dazwischen liegt der Krieg, der Verlust eines Armes, der Besuch der erforderlichen Schulen und eine Geldheirat. Er wollte schnell weiterkommen. Die Ehe mit einer reichlich leichtfertigen und älteren Witwe war zweifellos nur eine Etappe auf dem Wege des Mannes, der über seine anerkennenswerte Strebsamkeit sehr bald zu einer Unbedenklichkeit gelangte. Die Frau verschwand dann eines Tages, Grupen sagt, mit einem Liebhaber. Sie ist nicht aufzufinden. Seltsam, daß allen Menschen, die seinen Pfad kreuzten, ein so außerordentliches Schicksal zuteil werden mußte. Unter Grupens Belastungszeugen tritt am markantesten Fräulein Zahn, die Erzieherin hervor, die 15 Jahre in Kleppelsdorf zugebracht und Freud und Leid mit der Familie geteilt hat. In ihr sieht der Angeklagte den eigentlichen Feind und ihre Aufmerksamkeit und logische Klarheit ist seiner Taktik gewachsen. Das Urteil steht noch aus. Wird es auf„schuldig“ lauten oder nicht? Das läßt sich bei dem Stand der Verhandlung und bei der eigenen Taktik des Angeklagten, sich zu verteidigen, bei der Ruhe und Sicherheit, die er bei allen Verhören und Sitzungen zur Schau trägt, schwer voraussagen. Entscheidend wird die Hauptverhandlung sein, für die auch Grupen sich noch das Wort vorbehalten hat. Aus dem Zur Frage der Umbildung der Reichsregierung. Neben der Frage der Reparation, die in Parlamentskreisen selbstverständlich am eifrigsten erörtert wird, bildete auch die Frage der Regierungsbildung das Gesprächsthema in den Wandelgängen des Reichstages. Es ging dabei das Gerücht, der Reichskanzler habe erklärt, die Frage der Koalitionsumbildung im Reiche werde noch vor Weihnachten in ein aktives Stadium treten. Gegenwärtig befindet sich jedoch diese Angelegenheit noch in völlig ungeklärtem Zustande.# Die neue Staffelung der Einkommensteuer. Im Reichsausschuß für Steuerfragen wurde vorgestern ein Antrag Becker(DV.) und Lange=Hegermann(Z.), der eine neue Staffelung der Einkommensteuer bringt, angenommen. Die Staffelung der Zensiten ist folgendermaßen aufgestellt: Es werden erhoben an Steuern für die ersten angefangenen oder vollendeten 50000 Mark 10 Prozent, für weitere 10000 Mark 15 Prozent, für weitere 20000 Mark 20 Prozent, für weitere 20000 Mark 25 Prozent, für weitere 100000 Mk. 30 Prozent, für weitere 100000 Mark 35 Prozent. für weitere 200000 Mark 40 Prozent, für weitere 500000 Mark 45 Prozent, für weitere 500000 Mk. 50 Pozent, für weitere 500000 55 Prozent, für die weiteren Beträge 60 Prozent. Die neue Gesetzesvorlage setzt an Stelle des Rechnungsjahres das Kalenderjahr. Die staffelung wird vom 1. Januar an in Kraft treten. Die Arbeitslosenversicherung. Wie verlautet, ist der Referentenentwurf zum Gesetz über die vorläufige Arbeitslosenversicherung nunmehr im Reichsarbeitsministerium, fertiggestellt worden und wird nach etwaigen Abänderungsanträgen den parlamentarischen Instanzen zugehen. Das Braunschweiger Kammergut. Bei der Beratung des Verfassungsentwurfes stimmte die Mehrheit der Landesversammlung einer Erklärung des Staatsministeriums zu, daß das gesamte Kammergut nicht Eigentum des oermaligen Herzogshauses ist, sondern dem Staat gehöre. Ein demokratischer Antrag mit Rücksicht auf den vom Herzog angestrengten Prozeß auf Herausgabe des Kammergutes, diesen Grundsatz nicht in der Verfassung zu verankern, wurde abgelehnt und im Artikel 11 ausgesprohen, das alles Staatsgut einschließlich des Kammergures Eigentum der Gesamtheit des Volkes ist. Karl gegen seine Entthronung. Die ungarische Regierung veröfsentlicht den Wortlaut des Protestes König Karls:„Den unter ausländischem Druck zustande gekimmenen Beschluß der Nationalversammlung über meinen Thronverlust erkläre ich nach dem Sinne der ungarischen Versassung und der ungarischen Gesetze für unwirksam und verwahre mich dagegen. Meine sämtlichen, mir als dem mit der heiligen Stephanskrone gekrönten, ungarisch., apostolischen Könige zugestandenen Rechte halte ich ausdrücklich aufrecht. Ich protestiere gegen die ungarische Regierung, die mich auf Grund des Beschlusses der Botschafterkonferenz dem Kommandanten der Donauflotte auslieferte, weil ich als Ungar im Sinne der ungarischen Gesetze das unbestreitbare Recht habe, mich auf dem Gebiete Ungarns aufzuhalten.“ Deutsch=Oesterreichs Protest in Rom. römischen Auswärtigen Amt ist eine Protestnote eingelaufen, in welcher die österreichische Regierung die Anerkennung der Oedensburger Abstimmung verweigert und jede Verantwootung für die Folgen ablehnt. Die italienische Regierung hat amtlich hierzu noch nicht Stellung genommen, doch verlautet, daß Torretta die Prüfung der Frage übernommen habe. Die Regierung weise entschieden den Vorwurf zurück, daß Italien parteilich vorgehe. Nach der halbamtlichen Tribuna werde sich Oesterreich fügen müssen. Zum Wiederaufbau Frankreichs. Das Aktionskomitee für die verwüsteten Gebiete hielt unter dem Vorsitz des Abgeordneten Besly eine Sitzung ab und brachte angesichts der im Bezirk Chaulnes erfolgten Weigerung, die Beschäftigung deutscher Arbeiter beim Wiederaufbau von 20 Dörfern anzunehmen, das Bedauern zum Ausdruck, daß noch immer das Interesse der Geschädigten zugunsten einiger weniger zurückgestellt werden müßte. Das Aktionskomitee ist der Ansicht, daß bei seiner augenblicklichen Finanzlage Frankreich das Wiederaufbauwerk in seiner Gesamtheit nicht vollbringen könnte und verlangt, daß Deutschland an diesem Wiederaufbau wirkungsvoll beteiligt werde, da Deutschlands Reichtum in seiner großen Produktionsfähigkeit bestehe. Das Komitee ernannte einen Ausschuß von Mitgliedern mit der Aufgabe, einen neuen Wiederaufbauplan auszuarbeiten, in dem wieder die deutsche Mitarbeit in Betracht gezogen wird. Dem Komitee ist nunmehr auch der Bürgermeister von Reims als Mitglied beigetreten. Letzte Drahtmeldungen. Die Frage der deutschen Anleihe. T. U. London, 19. Dezbr.„Standard" bespricht die Möglichkeit einer Hypothek auf die deutschen Goldreserven, welche evtl. dazu dienen, daß Deutschland eine alliierte Anleihe aufnimmt, falls sich Lloyd George und Briand dazu entschließen würden. Er spricht weiter über die Möglicheit der Einstellung der deutschen Einfuhrzölle auf Bücher, die aus alliierten Ländern stammen. Hauptsächlich wird betont, daß der deutsche Finanzminister ungenügend für eine entsprechende Steuerpolitik Sorge getragen hätte. Drahender Hamburg, 19. Dez. Eine von 7000 Personen besuchte Versammlung Hamburgischer Beamten beschloß in den Streik zu treten, falls ihre Forderung auf Auszahlung der Januargehälter vor Weihnachten nicht erfüllt werden würde. Fortsetzung der Ve handlungen von und Skinnes. Berlin, 19. Dez. Wie wir hören, sind die von Hugo Stinnes und Walter Rathenau in London eingeleiteten inossiziellen Verhandlungen nicht etwa abgeschlossen oder abgebrochen. Vielmehr wird in kürzester Zeit Walter Rathenau zu weiteren Besprechungen nach London fahren. Rumänien und der Exkaiser Karl. TU. Wien, 19. Dezbr Seitens der rumänischen Gesandtschaft wird in der bestimmtesten Weise erklärt, daß alle Meldungen, wonach Exkaiser Kar erklärt hat, vom König von Rumänien einen Brief erhalten zu haben, in dem sich Rumänien verpflichtet, gegenüber einem Putsch des Exkaisers Karl sich passiv zu verhalten, vollkommen unrichtig seien. Der König von Rumänien habe keinesfalls einen derartigen Brief an den Exkaiser gerichtet und Kind ums Leben gebracht. Berlin, 19. Dezbr. Unter dem dringenden Verdachte, ihren Mann, von dem sie geschieden wurde, und ihre 15jährige Tochter durch Gasvergiftung gewaltsam aus dem Leben geschafft zu haben, wurde gestern die 38 Jahre alte Frau Bertha Glaß, geschiedene Schreiber, geborene Rogen verhaftet. Kabinektserweiterung. Berlin, 19. Dezember. Zur Frage der Kabinettserweiterung verlautet in parlamentarischen Kreisen, mit der verschiedentlich aufgetauchten Ansicht, daß eine Erweiterung des Kabinetts durch bloße Besetzung der drei offenen Portefeuilles in Frage kommt, werde sich die deutsche Volkspartei nicht einverstanden erklären können. Es sei vielmehr zu erwarten, daß sie Forderung auf vollkommene Neubildung des Kabinetts stellen wird. Da für diese Rezierungsumbildung grade außenpolitische Gesichtspunkte in Frage kommen, wird jede parteipolitische Erwägung zurücktreten und ein Kabinett auf breitester Basis zustande gebracht werden, für das geeignete Verhandlungsführer gewonnen werden. Für die Redaktion verantwortlich: Friedr. Kraas. Druck und Verlag: Carl Braus, beide in Schwerte. Sbetrenene Herren- u. Knauen-Kleidun r kaufen Sie schr vortellhaft in dem Spezialhaus à Wigk& Comd. fir Heren und Kosbenfeiduns der Frmz 241-4-.-“. Bortmunch.) Ostenhellweg 23(gegenüber =Homöopathische Kranken- Behandlung Sprechstunden jeden Mittwoch von 9—1 Uhr in Schwerte im Gasthof „Zum Schwan“, Hüsingstrasse. Elly Hensel, Heilkundige, Hörde, Schulstr. willkommene Weihnachtsgeschenke heren= u, Hem in la Qualitätsung auen Farben aus dem Bahnhofstr. 13=Besuch ohne — E Porkei. bieten wir Ihnen. Nehmen Sie diese in Anspruch. Billiger als in der Großstadt kaufen Sie am Orte. Wegen Umzug und baulicher Veränderung verkaufen wir jetzt schon in manchen Abteilungen zu bedeutend ermäßigten Preisen. Bei uns finden Sie geschmackvolle und preiswerte Vubschennguchungens in Zigarren, Zigaretten u. Rauchtabaken Gondrom& Co., Schwerte Hagenerstrasse 10. Radierungsen: : IAquarelle, Pastell- u. 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Homel, Schwerse Höchstpreisefür Brot und Mehl Auf Grund des§ 34 Abs. a des Gesetzes über Regelung des Verkehrs mit Getreide vom 21. Juni 1921(R G. Bl. S. 737) und der Verfügung des Herrn Regierungs=Präsidenten zu Arnsberg vom 13. d. Mts. 1 15 Nr. 6132 wird folgendes bestimmt: I. Die Höchstpreise für die nachstehend aufgeführten Backwaren und Mehl werden wie folgt festgesetz: a) Graubrot: mit einem Verkaufsgewicht von 6 Pfd. 11,60 Mk. mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pfd. 5,80 Mk. im Anschnitt für 500 Gramm(1 Psund) 2 Mark 250 Gramm(12 Pfund) 1 Mark b) Kasselerbrot oder Stuten: mit einem Verkaufsgewicht vnn 6 Pfd. 11,80 Mk. mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pid. 5,90 Mk. im Anschnitt für 500 Gramm(1 Pfund) 2 Mark 250 Gramm(½ Psund) 1 Mark c) Schwarzbrot: mit einem Verkaufsgewicht von 6 Pfd. 11,10 Mk. mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pfd. 5,55 Mi. im Anschnitt für 500 Gramm(1 Pfund) 1,95 Mark * 250 Gramm(½ Pfund) 1.— Mark 4) Zwieback: für 400 Gramm 4,50 Mark für 200 Gramm 2.25 Mark e) für 1 Pfd gewöhnliches Weizenmehl 2,15 Mk. II. Diese Preise treten mit dem 19. Dezember 1921 in Kraft, gleichzeitig tritt die Anordnung vom 10. August 1921 außer Kraft. Hörde, den 16. Dezember 1921. 6877 Der Kreisausschuß des Landkreises P häftszeit: Wochentags von vormittags 85 Uhr bis 125 Uhr und von mittags 23 Uhr bis 7 Uhr abends 8 Srosser *" SBLYEPGT Hraffen-Abiehungerr ariseres Hauses. Durch großzügige Einkäufe zur günstigen Zeit sind wir in der Lage, für den Weihnachtsbedarf, in allen Abehaugen uochelse rasie Alsel eigen Hetensenstel eu. Tortelhalten Preisen berel eu. selen 8 8 2 6 Damen-Wäsche Taghemden, aus kräftigem Hemdentuch„ mit Stickereigarnierung Stück ö. Taghemden, aus gutem Renforcé mit reicher Stichereigarnierung Stlick 4 Beinkleider, aus seinfädigem Hemden-, such mit Stickerei-Volant.. Stück 5, Beinkleider, aus gutem Renlorcé mit Stickerei-Einsatz und Volant Stück 3 Nachthemden, aus leinfädigem Hemdensuch mit Stickereigarnierung Stück 5 Nachthemden mit deckigem Ausschnilt u. breiter Stickereigarnierung Stück Unterröcke mit hübschen StickereiVolanis.... Stlick 65.— und Prinzen-Röcke, Taille mit breiter Stikkerei. 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