setzblatt S straße stimimt: Bestimmungen Anorduun amtlichen 13. Auguft 5705 ht gebildet. der genannten peseben, kaot verboten. 10. landeat. üscher. Desthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Die Schwerter Zeitungf gemührt Ihres Btarneuten für jeden mit Tod endenden Infoßl gemat rn Sr. 300 Mark Anfall. bagugen Druck u. Vorlag a. Cau Boanz. Schwerte(Ruhr) Fernsprecher 62. Telegramm= Adraßsee Schwerte(Ruhe). Postscheckhonto 2852 Ebür. 0 und Klauen8 ViehseuchenS 519) mit agspräsidenten r Fesistellung dem SchweineAplerbeck abvorgekommen, 1sgeführt und n ist, gilt die Is erloschen. tlichen Anordn Schutzmaß. 5704 gez. Büscher. s zu Hörde äuglings= lenge von rüher von Säuglings= efindlichen 5. Oktober 920. Amtmann. ng. ahaus A.=G., Westhosen hat if dem Grundder Katastergem 10. August dem Bemerken denselben von ichsberechtigten ndstücke inneragen bei dem rhoben werden Tatsachen bee rechtfeitigen, Nutzungen bed= oder Forster Jagd oder 1920. evorsteher: n. 16 harantie jede 1 jed. Ter m m. Haar unschadl. d. Eckold,(Ess##. rischy, Büsing ilmitt#el n 3889 — jei verbiüstend fork, gerachles. ken u. Drogerten R r. Keinte schuellesten •I C. Die neue Wehrverfassung. von besonderer Seite wird uns geschrieben: Der verstorbene Freiherr von der Goltz hat einem bekannten Buche„Das Dolk in Waffen“ den Satz geprägt,„Wehrverfassungen stehen in engster Beziehung zur Kulturstufe eines Dolkes“. Wenn sich in Kürze der Reichstag mit dem neuen Wehrgesetz zu befassen haben wird, so mag es naheliegen, die Goltzeschen Worte als Maßstab der Beurteilung zu wählen. Einschränkung ist jedoch geboten, denn die Arbeit der gesetzschaffenden Köpfe ist diesmal nicht das Orodukt freten Willens, sondern das Erzeugnis der Abhängigkeit von besonderen Verhältnissen unseres Staatslebens, wie ste Versailles und Spaa(gebracht haben. So sehen wir denn schon von vornherein als Anmöglichkeit, jene Forderung des Erfurter Programms der Sozialdemokratie zu verwirklichen: Erziehung des Dolkes zur allgemetnen Wehrhaftigheit. Am Grabe der allgemeinen Wehrpflicht stehend, dürsen wir wohl heute mit Goltz sprechen, daß sie„dem Wesen nach das Ideal" darstellte, das man sich von der Wehreinrichtung eines gesitteten Dolkes machen konnte. Sie gab wieder die Kuffassung des modernen Staats als einer Vereinigung, welche jedem Angehörigen den gleichen Schutz und die gleichen Vorteile gewährt, welche hinwiederum aber das Recht besitzt, einem Jeden die gleichen Lasten aufzuerlegen.“ Indem wir also jetzt diesen Gedanken ausschalten, bekennen wir uns hazu, uns in ein unabänderlich scheinendes Mluß zu fügen, ohne jedoch darauf zu verzichten, in der künftigen Wehrmacht in gewisser Weise den Niederschlag der Kultur unseres Dolkes zu sehen. In vier Hauptabschnitten liegt das Gesetz vor uns. Sie sind überschrieben: Gliederung und Befehlsverhältnisse, Landsmannschaft, Oflichten und Rechte der Ingehörigen der Wehrmacht und Uebergangs= und Schlußbestimmungen. Es ist selbstverständlich, daß Fachfragen militärischer und marieimer Art— es sollen nur genannt werden: Gliederung der Wehrmacht, Regelung der Befehlsverhältnisse. Dienstverpflichtung— einen breiten Kaum einnehmen. Klar und bestimmt tritt hervor, daß wir gewillt sind, den Versailler Vertrag zu erfüllen. Der einleitende Daragraph betont die Freiwilligkeit des Dienstes, die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht. Das hunderttausend Köpfe starke Heer wird vom 1. Januar 1921 ab kn zwei Gruppenkommandos, sieben Infanterieund drei Reiterdivisionen zerfallen, die insgesamt wiederum 21 Infanterie=, 18 Reiter=, 7 ArtillerieRegimenter und eine Anzahl kleinere, insbesondere technische Cruppen aufstellen. Die Reichsmarine in einer Stärke von 15000 Köpfen bildet eine Klotte von insgesamt 36 Einheiten, worunter je sechs Linienschiffe und kleine Kreuzer sich befinden. Die oberste Befehlsgewalt über die gesamte Heermacht liegt in den händen des Reichspräsidenten; der Reichswehrminister übt sie in seinem Auftrage aus, ohne in selbständigen Entschlüssen gebunden zu sein. Im Susammenhang mit diesen fachlichen Fragen greifen wir aus dem 3. Abschnitt des Gesetzes Einzelheiten über die Rechte der Wehrmacht=Angehörigen heraus: Die Jugehörtgkeit zur Cruppe dauert für Unteroffiziere sund Mannschaften 12 Jahre, für Offiziere 25 Jahre. Der Vertrag ist im allgemeinen nur von seiten des Reichs unter gewissen Bedingungen kündbar, im besonderen, wenn die Dienstfähigkeit durch Gesundheitsstörungen behindert wird oder schwerwiegende, gerichtlich zu ahndende Vergehen vorliegen. In Dienststellungen der früheren Wehrmacht erworbene Rechte bleiben weitgehend gewahrt. Von Bedeutung dürfte auch sein, daß anstelle der Versetzung in die zweite Classe des Soldaterstandes künftig Dienstentlassung tritt, wodurch der rielangesochtene Daragraph 39 des Militärstrafgesetzbuches aufgehoben wird. Ueberhaupt steht der Rbschnitt 3„Pflichten und Rechte der Wehrmacht“ in gewisser Weise unter dem Seichen der Seit; wir finden hier die gesetzlichen Bestimmungen, daß Unteroffizieren und Mannschaften während ihrer Dienstzeit eine vorbereitende Ausbildung für den Uebergang in bürgerliche Berufe zu gewähren ist, und daß sie nach ihrer Entlassung Anspruch auf Versorgungsgebührnisse nach dem Maßstabe des Versorgungsgesetzes haben, die auch für die Versorgung der Hinterbliebenen maßgebend sind. Fähigkeiten und Leistungen bilden künftighin den Maßstab, nach dem Angehörige der Wehrmacht aufsteigen können; Herkunft und Dermögenslage sind ohne Bedeutung. Wenn die Uebernahme einer Uebenbeschäftigung von der Genehmigung der Dorgesetzten abhängig gemacht wird, auch die Verheiratung ihrer bedarf. so ist dabei dem Rechnung zu tragen, daß die Wehrmacht nicht einen Cag für Cag arbeitenden Betrieb gleicht, sondern ein Instrument des politischen Willens ist. Hier und da soll es angesetzt werden; für Wochen und Monate müssen vielleicht Cruppenteile ihre Garnison verlassen, weil die Regierung infolge zahlenmäßiger Beschränkung ihrer Kräfte nicht in der Lage ist, zu jeder Seit und an jedem Ort ihre Kutorität zu wahren. Unter diesem Gesichtspunkte wollen wir den „politischen“,§ 35 betrachten, der die politische Betätigung innerhalb des Dienstbereichs sowie die Jugehörigkeit zu politischen Vereinen und die Teilmahme an politischen Versammlungen untersagt. Dieser Paragraph macht auch die Angehörkgkeit zu nicht=politischen Dereinen von der Genehmigung der Dorgesetzten abhängig. Die es bei den letzten Wahlen bereits geschah, so wird auch künftighin das Recht zur Ceilnahme an Abstimmungen in dem Reich, in den Ländern und in den Gemeinden für den Soldaten ruhen. In Ansehung der Catsache, daß zahlreiche Wehrmachtangehörige Bünden angehören, ist mit einer gewissen Opposition gegen diese Bestimmungen zu rechnen. Im besonderen wird der Begriff des koalitionsrechts wieder eine Rolle spielen. Dielleicht ist es von Nutzen, heißen Köpfen hier die Clausewitzschen Worte zur Ueberlegung zu stellen: „Man hüte sich, den Geist des heeres mit Stimmung desselben zu verwechseln.“ Für die kleine Wehrmacht des deutschen Dolks darf es nur einen Geist geben, den des Gehorsams. Oder der politischen Leitung entgleitet die Führung. Etwas Ueuartiges gegenüber früheren Wehrgesetzen ist die besondere Behandlung landsmannschaftlicher Rechte. In den einzelnen Ländern werden künftighin besondere Landeskommandanten bestellt werden, deren Aufgabe es ist, die Interessen ihrer Länder zu wahren, sei es bei besonderen Maßnahmen der Reichsleitung, sei es bei Besetzung der Führer= und Beamtenstellen, sowie bei Ergänzung der Reichswehr. Besondere geschlossene Verbände der einzelnen Länder werden gebildet. Die Cruppen erhalten neben der Bezeichnung als „Reichstruppe“, eine„landsmannschaftliche"; das militärische Beschaffungs= und Lieferungswesen wird in einem Reichsamt zusammengefaßt, in dem die Landesregierungen vertreten sind. Auch haben die Regierungen der Länder das Recht, selbständig bei öffentlichen llotständen und zu polizeilichen Zwecken militärische Hilfe aufzufordern. Anstelle früherer Militärkonventionen ist jetzt also das Reichsheer getreten, ohne daß jedoch der föderalistische Gedanke völlig negiert worden ist. Dielmehr sehen wir einen gesunden, freiheitlichen Jentralismus, bei dem Glieder voll Blut im Sinne des Ganzen arbeiten. Möge die Oeffentlichkeit das neue Gesetz mit dem Ruge eines kritischen Beobachters betrachten. möge es ermessen, ob es der kulturstufe uunseres Volks entspricht, möge es aber dabei bedenken, daß der Standpunkt parteiischen haderns nicht dazu angetan ist, objektiv das Beste zu erfassen: Die Wehrmacht taugt zu nichts, wenn sie nicht über dem Getriebe der Parteien steht! Die Brüsseler Konferenz Keine Aussicht auf Verwirklichung der gesteckten Jiele. Der Brüsseler Korrespondent des„Detit Journal“ meldet: Die Finanzkonferenz wird Ulittwoch oder Donnerstag ddieser Woche geschlossen, da man zu der Erkanntnis gekommen ist, daß die gesteckten Jiele nicht verwirklicht werden können. Gegenwärtig bemüht man sich, nur die Lösung der Probleme zu finden, die einen unbegrenzten Charakter haben, und man denkt nicht mehr daran, eine allgemeine Reform durchzuführen. Dagegen ist in Ausicht genommen, die Konferenz in ermanenz zu erklären, und zwar dergestalt, daß Finanz schverständige aller Länder miteinander in Berührung bleiben sollen. Wahrscheinlich wird am Sitz des Dölkerbundes eine eigene Kommission geschaffen, die die Brüsseler Beratungen fortführen soll. keine internationale Anleihe an Deutschland. Nach einer Aleldung des„Brüsseler Soir“ haben England und Frankreich sich in Brüssel für die Aufnahme einer allgemeinen Zwangsanleihe ausgesprochen. Die deutsche Knregung, einer internationalen Anleihe an Deutschland näherzutreten. wurde für die Brüsseler Konferenz abgelehnt. Kmerika und die europäischen Finanznöte. Das Washingtoner„Journal of Commerce“ dus bedeutendste Handelsblatt der Vereinigten Staaten, protestiert gegen die Rede des amerikanischen Vertreters Boyden auf der Brüsseler Finanzkonferenz und erklärt, daß er kein Recht zu der Behauptung habe, daß die Vereinigten Staaten in keine wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa treten wollten. Diese Rede könne zu schweren Mißverständissen führen. Allerdings habe der amerikanische Staatssekretär für Finanzen Glaß eine Beihilfe durch den amerikanischen Staatsschatz für die europäischen Staaten bisher verweigert, aber damit sei nicht gesagt, da sich amerikanisches Kapital nicht an europäischen Unternehmungen beteiligen „wolle. Es müsse daran erinnert werden, daß Amerikaner für 50 Millionen Dollars belgische Anleihen und für 100 Millionen Dollars französische Anleihe gezeichnet hätten und soeben im Begriffe seien, 20 Millionen Dollars norwegische Anleibe zu zeichnen. —00— Schlesien Was mus jeder über Oberschlesien wissen? 1. Oberschlesien besitzt die mächtigsten Kohlenlager der Welt, mit einem Dorrat von 165 Ulilliarden Connen und einer Lebensdauer von 1200 bis 1700 Jahren 2. Seine Sinkindustrie nimmt die erste Stelle in Eurepa ein. 3. 1907 betrug die Roheisengewinnung 752595 Connen mit 5588 Arbeitern. 4. Oberschlesien ezeugte 1913 etwa 4½ Millionen Faß Jement(je 170 Kilogramm). 5. In der Blei=, Schwefelfäure=, Kalk= und Jementindustrie nimmt es auf dem Weltmarkt eine hervorragende Stellung ein. 6. Im Jahre 1916 betrug der Gesamtbruttowert der Erzeugung allein aus der Montanindustrie 1,2 Milliarden Ulk., ausschließlich Selbstverbrauch. 7. Seine Verkehrseinrichtungen und Staatsgebäude stellen Milliardenwerte dar. 8. Es besitzt ein Eisenbahnnetz von 1532 Kilometer Länge. 9. Oberschlesiens Güterverkehr steht an zweiter Stelle in Deutschland. 10. 1913 wurden festgestellt 755000 hektar Akkerland. 285 Hektar Wiese, Weide und Hutungen, 382 000 hektar Forsten und 12000 hektar Gartenland. 11. Sein Wahlreichtum beträgt 3911,73 Quadrat= kilometer= 1,75 Millionen Uorgen(von 13000 Quadratkilometern). 12. Oberschlesiens Leistungen an Einkommensteuer betrugen im Jahre 1912 6681390 Mark. Die (gesamten Staatseinnahmen werden im Jahre auf mehr als 100 Millionen veranschlagt. Vernichtende Wirkungen Die niederschmetternden Folgen des SpaaAbkommens. Es liegen jetzt die amtlichen Sahlen für den Monat Rugust vor, die die ersten Wirkungen des Spaa=Rbkommens zeigen. Wenn diese Wirkungen sich in ihrem ersten Monat auch noch nicht in voller Wirkung zeigen, so sind sie doch schwer genug, um für die Zukunft die ernstesten Befürchtungen hervorzurufen. Demnach verfügt die deutsche Industrie über Dorratsmengen der früheren Monate, doch macht sich schon jetzt der Ausfall von 900 000 Connen hochwertiger kohle recht bemerkbar. Die uns noch verbleibende hochwertige Kohle kann nur für lebenswichtigste Betriebe verwendet werden, die übrige Industrie erhält also nicht nur weniger, sondern auch schlechtere Kohlen. Im einzelnen wurde z. B. mitgeteilt, daß die Eisenbahnen nur mit größter Mühe die notwendigen Verbrauchsmengen erhalten konnten, 200 000 Connen weniger als sie haben sollten. Bunkerkohlen für Binnen= und Sceschiffahrt reichten bereits im Rugust nicht aus. Selbst der geringe, wiedereinsetzende Ueberseeverkehr, der zum Wiederaufbau Deutschlands so zwingend notwendig ist, ist daher sehr in Frage gestellt. Die Gas anstalten konnten nur 75— 80 Proz., in einer Anzahl Großstädten sogar nur 30—60 Orozent ihres Kontingents erhalten. Hier spielt allerdings auch der Ausfall an oberschlesischer Kohle infolge der ddortigen Unruhen eine Rolle. Ruch die Elektrizitätswerke hatten schwer zu leiden. Die Belieferung der Industrie ist mengenmäßig im August noch nicht stark verringert worden, wohl aber mußten 900000 Connen guter Kohle durch minderwertige ersetzt werden. Es mußten daher bereits starke Einschränkungen und teilweise Stilllegungen erfolgen. Letztere sind allerdings auch mit auf die ungünstige wirtschaftliche Konjunktur zurückzuführen. Hier wird die ganze llot erst in den nächsten Monaten zutage treten, wenn die letzten Vorräte aufgezehrt sind. Uur eine Ulehrförderung kann uns retten. Diese aber auch nur, wenn uns die oberschlesische Kohle sichergestellt ist. Wenn das nicht möglich ist, ist die deutsche Industrie vor dem Jusammenbruch nicht mehr zu retten. —00000— 1 Der russisch-pelnische Krieg Große polnische Erfolge. Warschau, 4. Okt. Amtlicher polnischer heeresbericht vom 2. Oktober: Um die Reste Sowjettruppen, die nach den letzten Kämpfen fliehen, völlig zu zersprengen, überschritten unsere Verfolgungsabteilungen den Fluß Serwecz. Dabei wurde llowogrodek genommen. Südlich der Oripjetsümpfe wird die weitere Verfolgung der zurückgebliebenen feindlichen Cruppen nur noch mit Uavallerie unternommen. In der verflossenen Woche wurde der Feind, der bei Bialystok, Brest=Litowfk. Samosz und Lemberg die Offensive wieder ergreifen wollte, mit schweren Verlusten an Loten, Verwundeten, Gefangenen und Kriegsmateriat weitere 100 bis 150 Kilometer zurückgeworfen. 16 Sowjetdivisionen wurden ganz oder teilweise gersprengt. Die Stäbe der 3. und 4. Sowjetarmee und der Sowjetdivisionen 21, 41, 55 und 57. Jowie mehrere Brigade=, Regiments= und Bataillonastäbe gerieten in unsere Hand. Die während des letzten Leiles unserer Offensive festgestellte Beute beträgt 42000 Gefangene, 160 Geschütze,#950 Uaschinengewehre, 18 Panzerautos, 7 Danzerzüge, 24 Flugzeuge, 2540 Waggons, 10 Lokomotiven und reiches Kriegsmaterial. Diese große Alenge von Kriegsmaterial ist ein sicheres Seichen der beabsichtigten großen feindlichen Offensive. Große Anerkennung verdient die großartige Bravour aller unserer Abteilungen, die in den letzten Cagen ungewöhnliche Kampfleistungen verrichtet haben. aU Warschau, 4. Okt. In militärischen Kreisen verlautet, daß die Verfolgung der Kussen jetztaufgegeberr wird, da die polnischen hea#e den russischen Widerstand vollkommen gebrochen und die Linie der ehemaligen deutschen Schützengräben westlich von Rlol#detschno und östlich von Hinst erreicht haben. Diese Stellungen bieten den Dolen die Sicherheit, daß die Sowjetarmee bei einer etwaigen meuen Offensive nicht mehr vorwärts kommt. Dfe russisch=polnischen Friedensverhandlungen. der Warschauer Korrespondent der„Berlingske Cidende" telegraphiert nach halbamtlichem Meldungen aus Riga: Es scheint in den Friedensverhandlungen eine ungünstige Wendung eingetreten zu sein, da Joffe, wie man annimmt, auf Befehl Crotzkis eine Reihe russischer Forderungen vorgelegt hat, auf die Polen nicht eingehn will. Die nussische Rbordnung erklärt u. a., daß Rußland nicht in die Eingliederung Wilnas und Grodnos in Polen einwilligen könne, da, wenn die Städte in den Bereich Dolens kämen, das eine ständige strategische Gefahr für Rußland bedeuten würde. die russische Sowjetregierung verlangt daher, daß die polnischen Cruppen sich aus Litauen zurückziehen. Ferner verlangt sie, daß in Ostgalizten eine Dolksabstimmung abgehalten werde, und daß der Ceil von Wolhynien, der östlich des Bug liegt, an Rußland fallen soll. Diese letzte Forderung hat in Warschau besondere Mißstimmung hervorgeersten Unruhen in Narwa, Detersburg und an der Front. Der Seitung„Dolitiken“ wird aus Helsingfors gemeldet: Aus llarwa treffen Drahtmeldungen ein wonach dort schwere Unruhen stattgefunden haben. Ein Dolkskommissar ist getötet worden. Ruch die Unruhen beim heer an der Westfront nehmen täglich zu. Ein Kusschuß, bestehend aus 92 Mann, der nach Moskau gesandt worden ist. um den Abschluß des Friedens zu verlangen, ist erschossen worden. Aus Moskau besagen unkontrollierbare Gerüchte, daß Crotzki verwundet worden Ist. Die Unruhen in Oetersburg nehmen in bewniruhigendem Maße zu. In Oetersburg streiken die Arbetter wegen Brotmangel. Man nimmt an, daß die Unruhen den Sturz der Käteregierung zum Jiel haben. General Budjenny, dessen Cruppen von den Dolen vernichtet sind, soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Die Stimmung in Uloskau ist gedrückt. Kamenew wurde bei seiner Rückkehr aus London von der bolschewistischen hauptleitung sehr kühl aufgenommen wegen seines Mißerfolges in London. —00000— Der Streit um Moskau. Reichstagsabgeordneter Ledebour(USp) hielt in einer Versammlung der Dortmunder Unabhängigen einen längeren Dortrag über die Oritte Internationale. Er sagte: Wir alle innerhalt der UsP. Deutschlands halten es für notwendig, einen Zusammenschluß mit der Dritten Internationale zu bewirken. Einig sind wir uns über die Grundlätze, daß wir die Weltrevolution und die Revolution in Deutschland forttreiben, Räte=Rußland unterstützen und in der Dritten Internationale zu einem Jusammenschluß aller Revolutionäre der ganzen Welt kommen müssen. Aber was ich nicht unterschreiben kann, das sind die Bedingungen, die die Vertreter der Oritten Internationale auf ihrem zweiten Moskauer Kongreß als Vorbedingung für den Eintritt unserer Partei und der sozialistischen Parteien aller Länder in die Oritte Intermationale aufgestellt haben. Der Grundgedanke, die Weltrevolution von einer Stelle aus zu dirigieren, ist falsch, weil die Verhältnisse in den einzelnen Ländern grundverschieden sind. Die Entscheidung darüber, ob Revolutionsbewegungen gemacht werden sollen, kann nur in dem betreffenden Lande selbst erfolgen. Wenn der Kampf beginnt, muß diktatorisch gehandelt werden. Die Kussen haben bisher bewiesen, daß sie ihrer Aufgabe gewachsen sind, sie dürfen aber nicht beanspruchen, uns ihre Methoden aufzudrängen. Ulan muß zu einer Umgestaltung der Ovitten Internationale kommen, die wirklich die Ukeinungsfreiheit unargetastet läßt. Ledebour erklärte, daß er vor einiger Seit aufgefordert worden sei, nach Daris zu kommen. um bei der Crauerfeier für Jaurés zu den franhösischen Proletariern zu sprechen. Millerard aber im Kabinettsrat durchgesetzt habe, daß ihm te Einressceerlaubnis versagt wurde. SämtDiskussionsradner sprachen sich für den Anschkuß an die Dritte Internationale aus. In einer aneren Verommlung der Unabhärgigen prach der Deikewärtschtaftter Dr. Klsons Goldschmundi itter ie Wirtschaftsorganisation RäteNufsands. Er griff den Gbgeordneten Littmann wenren einer Veröffentlichungen über Räte=Kußlans schwer an. — Das englisch-russische Handelsabkommen. In aller Stille haben Kamenew und Krassin ihre Verhansdsurg# in London weitengeführt und jetzt steht bereits das lange angestrebte englischrussische Zandelsabkommen in seinen Hauptzügen fest. Die bereits von beiden Teilen genehwigten Jcuptbodinzungen sirdd, wie der in diesen Dingen gut unterrichtete„Dakly Herald" berichtet, solgeche: 1. Waren jeder Art, mit Ausnahme von Kriegsmunition, können frei ein= und ausgeführt werdem von und nach Rußland.— 2. Die Schiffahrt zwischen beiden Ländern wird den allgemeinen internationalen Gesetzen unterstehen, alber beide Parteien können Bedingungen stellen für das Anlandgehen der Seeleute.— 3. Beide Staaten in das Gebiet der anderen Handelsagenten entsenden, denen alle P.ivilegien, die gewöhnlich die Konsuln besitzen, gewährt werden.— 4. Die britische Regierung verzichtet auf jede Konfiskation oder Beschlagnahme von Gütern, die Sowjetrußland oder seinen Bürgern gehören.— 5. Die Sowjetregierung verzichtet auf jede Konfiskation oder Beschlagnahme von Gütern, die Orivatpersonen britischer Nationalität gehören.— 6. Ole Frage der Schulden der zaristischen Regierung wird bis zu einer Friedenskonferenz vertagt.— 7. Beide Darteien können das Kbkommen mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. 49— Aus Stadt und Land. ** Schwerte, 5. Oktober 1920. **(Der Himmol im Oktober.) Crübe wird's, die Wolken jagen,“ sagte der Dichter. Und gewiß ist der Weinmonat derjenige, wo man am deutlichsten merkt, daß die schönen age vorüber sind besonders, wenn der Oktober regenfeucht ausfällt! Gilbhat, wie man den Monat der vergilbenden Blätter früher auch nannte, bringt uns schon recht kurze Cage, denn die Sanne geht am Ersten kurz nach 6 Uhr(Ende Oktober kurz vor 7 Uhr) auf, um uns bereits um 5½ Uhr(Ende Oktober 4½ Uhr) zu verlassen. Die Cageslänge verringert sich in diesem Monat um zwei Stunden! Am 23. abends 6 Uhr tritt die Sonne in das Seichen des Skorpions. Am s. Oktober haben wir abnehmenden Mond, am 12. Ueumond, am 20. zunehmenden Mond und am 27. Vollmond. Am 27. Oktober tritt eine Mondfinsternis, die zweite in diesem Jahre, ein. Sie ist eine totale und kann in den ersten Nachmittagsstunden in Deutschland(allerding: nur teilweise) an den Orten beobachtet werden, die westlich der Linie Husum, Braunschweig, Regensburg liegen. Don den Plameten ist zu sagen Uerkur ist unsichtbar. Der Denus Sichtbarkeit ist zunehmend bis fast ¼ Stunden. Des Mars Sichtbarkeit ist zunehmend bis fast 2 Stunden. De: Jupiters Sichtbarkeit zunehmend bis über 4 Stunden. Des Saturn Sichtbarkeit wächst von ¾ Stunden bis 5½ Stunden. *(Jalsche Gerüchte über die Eisenbahn.) Es geht zurzeit wieder ein Gerücht, wonach eine angeblich ab 1. Oktober 1920 erfolgende weitere Erhöhung der Personentarife und eine zum 1. Juli 1921 in Aussicht genommene Durchführung des Iweiklassensystems auf den Reichseisenbahnen bevorstehe. Das Reichsverkehrsministerium hat hierzu kürzlich amtlich erklärt, daß mit einer in Kürze bevorstehenden Cariferhöhung im Oersonenverkehr nicht zu rechnen sei, und daß sich über den Zeitpunkt einer etwaigen Durchführung des ZweiFlassensystems zurzeit keinerlei Angaben machen ließen. *(Der deutsch=russische Gefangenenaustausch.) Die Reichszentralstelle für Kriegs= und Sivilgesangene teilt mit: Im Ulai befanden sich in Rußland tungefähr 200000 Kriegs= und Jivilgefangene, darunter etwa 15000 deutsche Kriegsgefangene In Deutschland befanden sich um jene Seit etwa 250000 russische Kriegsgefangene. Seitdem sind aus Deutschland 55000 Gefangene und aus KußLand 50000 Kriegsgefangene aller Nationalitäten heimbefördert worden, darunter 13000 reichsdertsche Kriogs= und Sivilgefangene. In diesem „Winter werden noch etwa 3000 bis 5000 Reichsdeutsche, in Rußland verbleiben müssen, da sie sich in Urbeitskommandos befinden, wodurch ihrem Ubrransport greße Schwierigkeiten lin den Weg gelegt werden. Es ist jedoch Dorsorge getroffen, daß diesen Gefangenen in jeder Weise die notwondige Unterstützung zuteil wird. **(Die herbsttagung des westfälischen Hauptbek eins des Evangelischen Bundes.) Unter starker Beteiligung aus allen Kreisen der Provinz der westfälische Orovinzialverein des Evangelischen Bundes im evangelischen Bürgerhause in Dortmund seine herbstliche Delegierten= und Mitgliederversammlung ab. Gegon die päpstliche Ulischehenversügung wurde in einer Entschließung Protest erhoben. Im Mittelpunnkt der Verhandlungen stand ein Dortrag des neuernannten Schriftführers des Provinzialvereins. Pjarrers Dr. Haberkamp in Dortmund, über„Hoffnungen, Wege und Itele römtscher Propoganda und ein Bericht des aus der Steiermark zur Cogung berufenen Dorkämpfers des Protestantisms in Oesterreich, Pfarrer O. Ludwig Mahnert aus Mürzzuschlag. Ju den auf der Cagung erledigten geschäftlichen Dingen gehörten Erneuerungswahlen des Donstandes und der Beschluß. den Ultrbestjahresbett##ag der Mitglieder auf 4 Mark zu erhöhen. Am Abend schloß sich an die Cagung eine Feier in der Petrikirche an. bei der die Pfarrer Proebsting, D. Mahnert und Quincke die Herzen der zahlreich versammelten Bundesgemeinde durch ihre geist= und gemütvollen Ansprachen zu packen wußten. Auch trug der Kirchenchor der Uartengemeinde durch seine herrlichen Ltoder zum festlichen Schmuck der Abends trotz *(Theater.) Bei recht gutem Besuch— ti-4 der ziemlich erhöhten Eintrittspreise— ging gestern abend unter lebhaftem Beifall das hübsche Singspiel„Goldschmieds Cöchterlein“ in Szene. Die Ettelpartie jang Rosl Hartmann, bereits bei ihrem ersten Kuftreten stürmtsch begrüßt und auch während der Aufführung sehr gefeiert, desgleichen ihr Partner Max Seibecke. Das liebenswürdige Werk, in dem weiter noch Sascha Amberger, Dir. Weittmann und Dir. Gütschow hervorragend beschäftigt waren, war sorgfältig einstudiert und erlebte eine ausgezeichnete Wiedergabe, wenn man mit dem Dianisten nicht allzu strenge ins Gericht geht. Von dem Inhalt erzählen wir nichts, für die Wissenden hätte es keinen Zweck und den anderen soll die Freude nicht vorweg genommen werden. heute„Dienstag) findet eine zweite Kufführung statt, dere: Besuch wir um so mehr empfehlen möchten, als die Einnahme beider Abende zum Umbau der Bühne verwandt werden soll. *:(Bekämpfung des Erenzschmuggels.) Nach einer Mitteilung des preußischen Staatsministeriums ergalben die Besprechungen in Münster zwischen den zuständigen Behörden über die Bekämpfung des Schmuggels an der holländischen Grenze, daß die Sustände an der Grenze von Westfalen und Hannover sich wesentlich gebessert haben, seitdem Westfalen mit Unterstützung der Sicherheitspolizei scharf zugegriffen hat, das aber trotzdem eine Derbesserung des Jollüberwachungsdienstes nötig ist. Da gie Bevölkerung über die jetzige Swangseinquartierung von Sollbeamten Klage führt, wird die Errichtung fester Bauten für die Sollbeamten beabsichtigt. Ferner gelten Auffangsorganisationen im Hinterlande und eine scharfe Ueberwachung der Eisenbahnknotenpunkte als notwendig. *:(Bunter Abend.) Im hotel Quisberg(Jöckel) findet am Donnerstag, den 7. ds. Alts., ein Kabaret=Abend statt, dessen hervorragendes Programm von Mitgliedern des hiestgen Stadttheaters bestritten wird: Kosl Hartmann, Sascha Amberger, Annemarie Cornsten, Max Seibecke und W. Spielmann. Die reichhaltige Dortragsfolge sieht Solovorträge und Quette ernsten und heiteren Inhalts vor= die jeder Geschmacksrichtung Rechnung tragen, so daß ein Besuch der Veranstaltung nur empfohlen werden kann. Eintrittskarten sind in den bekannten Dorverkaufsstellen und bei den Mitgliedern des Cheaters zu haben. lläheres folgt moch durch Anzeige. **(Sängerpreise.) Das Solo=Quartett„Schubert=Schwerte—Lichtendorf errang auf einem Iserlohner Sänger=Wettstreit unter schwerer Konkurrenz den 1. Hauptehrenpreis, 1. Ehrenpreis und zweiten Klassenpreis. Kuf einem früheren Wettstreit in Holthausein errang das Quartett den ersten Hauptehrenpreis. Die Sängervereinigung, die herr Uusikdirektor Haselhoff leitet, besteht erst seit etwa 8 Wochen. Unsern besten Glückwunsch! Wittekind in Westhosen entwendet. In Schwerte wurde ihm der Stuhl von einem Dolizeibeamten abgenommen und dem Eigentümer zurbeigegeben. Wegen Lichstahl erhielt Dr. 2 Cage Gefärgnis, wurde jedoch zur Begnadigungsliste vorgeschlagen. Wegen Unterschlagung wurde der jugendliche Arbeiter C. von hier in eine Geldstrafe von 30 Mark genommen. Er hatte gelegentllich einer Hamsterfahrt in Obermarsberg einen Ring entwendet. Der Dreher Wilh. C. von hier hatte mehreremals MMetall von seiner Arbeitsstelle entwendet und dieses verkauft. Der Cat überführt, wurde er zu 2 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von einem Mowat für erlittene Untersuchungshaft verurteilt. Der Schuhmachermeister B. von hier, früher Verkmeister der städtischen Schuhbessohlanstalt, sollte als solcher eine Rolle Leder entwendet haben. ** Ergste, 5. Okt.(Im Silberkranz.) Am heutigen Cage können die Cheleute Fritz Lueg und Frau, Minna geb. Beutel, auf dem Steinberg das schöne Fest der silbernen hochzeit feiern. Wir sprechen dem Jubelpaar unsern besten Glückwunsch aus urld hoffen gern, daß sich das heutige Silber dereinst in Gold verwandelt. ** Ergste, 4. Okt.(Cheaterabend.) Einige äußerst genußreiche Stunden bereitete am Sonntag der dramatische Dilettanten=Derein Ergste einem zahlreichen Dublikum im Saalle des herrn Josef Schulte durch den von ihm veranstalteten Cheaterabend. Sämtliche Stücke wurden einwandfrei zur Kufführung gebracht. Das Lustspiel„Heini, schläfst du schon“ fand den ganz besonderein Beifall der Gäste. Sehr bereichert wurde das Programm durch die Mitwirkung der bekannter Coupletsäntger des Cheatervereins„Fröhlichkeit"= Holzen, die einige sehr interessamte und äustige Sachen darboten. Hoffentlich bietet der Verein dem hiesigen Dublikum recht bald wieder einen der##ertig schönen Abend. ** Aplerbeck, 5. Gkt.(Lebensmittel.) In der laufenden Woche wird in den Geschäften gegen Ubgabe des Fettscheines Nr. 41 50 Gramm Schinalz zu 1,70 Mark abgegeben. Für Geschäfte: Dom Lebensmittellager können Bohnen und Marmelade in beliebiger Ulenge entnommen werden. Die Geschäfte haben die Lieferscheine gegen Bezahlung im Wirtschaftsamt abzuholen, worauf ihnen die Ware am Lager verabfolgt wird.— Für Kranke entfällt an Fettzusatzkarte Nr. 41 und 42 für die Seit vom 5.—16. Oktober je 50 Gramm Streichfett. bei. Schöffengericht. Ir, der am Sonnabend stattgefundenen Schöffengerichtssitzung, wesche herr Amtsgerichtsrat Dr. [Alffers leitete, kamen solgende Sachen zur Derhandlung: Der Buhnarbeiter Fr. W. zu Lichendorf war des HDiebstahls beschuldigt. Unberechtigter Wesse war (D. über die Baustelle von Wimmler u. Gärtner gegangen und hat von dort ein großes Brett weggenommen, ließ diches aber auf einen Anruf des NNachtwächters hin egen. Die micdrigste Strafe vor1 Cag Gefängnis wurde als ausreichende Sühne erachtet. Der Sechenarbeiter E. Dr. zu holzwichede hatte gelegentlich der Kirmes auf hohensoburg in angetrunkenem Justande einen Gartenstuhl des hotels Seine Angaben, das Leder für Zwecke der Werkstatt verarLeitet zu haben, konnten nicht widerlegt werden und erfolgte deshalb Freisprechung. Der Schlosser Kug. h. von hier hatte sich ein Jahrrad geliehen, Ddasselbe dann für 100 Mark verkauft und den Erlöß verjubelt. Wegen Unterschlagung wurde er zu einer Geldstrafe von 200 Mark verurteilt. Wegen Forstdiebstahl— begangen im Ohl wurden die Irbeiter R. und H. von hier zu einer Geldstrafe von 250 Ulk. bezw. 90 Ulk. verurteilt; außerdem muß ersterer 50 Ulk., letzterer 18 Ulk. Schadenersatz leisten. Die Dienstmagd J. von Garenfeld hatte ihrem Nachbar Geitz einen Kleiderrock vom Jaun entwendet. Sie gab an, aus Rot gehandelt zu haben. Da sie noch nicht vorbestraft war, kam sie mit einer Geldstrafe von 60 Ulk. davon. Der Schlosser Wilh. C. aus Brambauer war der Kostgeldhinterziehung angeklagt. Er hatte sich saus seiner Wohnung entfernt, ohne die Kostschuld von 28 Ulk. zu zahlen; 30 Ulk. Geldstrafe werden als ausreichende Sühne erachtet. Fundunterschlagung wird der Arbeiterin Cherese H. von hier zur Last gelegt. Ein Herr fand auf der hörderstraße eine Geldbörse mit 50 Mark Geld und einigen Lebensmittelmarken, welche von der h. als ihr Eigentum reklamiert wurden, trotzdem eine Frau Märtin das Dortemonnai verloren hatte. die Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 30 Ulk. verurteilt. —0000** Turnen und Sport. Fußball. Die Reisterschafts= und Verbandsspiele am Sonntagg nahmen im allgemeinen den erwarteten Verlauf. Sportvgg. 1. mußte D. f. B. l.=hagen die Punkte mit 0:3 überlassen. In der ersten Halbzeit war hagen überlegen, während in der 2. Halbzeit Schwerte drängte, ohne indessen zählbares zu erreichen, weil Hagen geschickt verteidigte. Ein unentschiednes Ergebnis hätte dem Spielverlauf besser entsprochen. Sportvgg. s teilte sich die Punkte mit lleheim 3. 2:2, wobei ein Elfmeter vornehm verschenkt wurde. Sportvgg. 2. unterlag in leheim der 2. Ueheimer Eff knapp 2:1.— In der B=Klasse konnte Hennen auch diesmal noch keinen Erfolg buchen. Eintracht 1. Iserlohn nahm die Punkte durch einen 0:7 Sieg mit und schickte die 2. Mannschaft Hennen 4:1 zurück.— In der CKlasse gab es einen torlosen Kampf zwischen holzen j1. und Langschede 1. Beide Verteidigungen sollen auf der höhe gewesen sein. Ergste js. holte sich in Bosperde von der dortigen 1. Elf einen 0.5 Sieg, während Bösperde 2. desgleichen von Ergste die Dunkte durch Nichtantreten leider kampflos überließ. In der D=Klasse endete dann noch der Kampf Langschode 2.: Holzen 2. 6:1 und Union 2: Sportvgg. 4, 8:1.— Weitere Ergebnisse: Halden 2: Union 3. 2:5; Dellwig u. Ird:„Union 2. Jgd. 2:6, Sportrgg. 2. Jeld.: Sportrag. 5. Jgd. 2:2. Union 5. Jugend,: Ergste 3. Jugend 3:3. Leschtathletik. Der Deutsche Ruppert hat kürzlich eine neue Welt=Höchstleistung im Laufen über 22 Kilometen in 1 Std. 28 Min. 9.7 Sek. aufgestellt.— Die deutsche Höchstleistung im Kugelstoßen.(14½ Ofd.) wurdde durch den Münchener Haymann auf 15.37 Meter(bisher 15,16 Meter. Halt=München) gebracht. Der Weltmeister Irigerio=Itallien ging kürzlich in 46 Min. 10 Sek. Aus den Orovinzen. hagen, 4. Okt.(Der Meister=Detektiv.) Nach dem Muster des Gesssenkirchener Weltdetektivs hatte hier ein 22jähriger Mensch aus Bielefeld ein sogenanntes„Oetektivbüro Lux“ aufgemacht, das angeblich sungen Leuten Ausbildung für den Oetektivberuf gewähren sollte. Dem Meisterdetektiv scheint es aber hauptsächlich darauf angekommen zu sein, den Lernbegierigen, die sich aus den verschiedensten Berufen zusammensetzen, die recht beträchtlichen Lehrgelder„abzuluxen". Das ist ihm auch feider zu gut gelungen. Jetzt hat die Kriminalpolizei den neuen Sherlock holmes festgenommen. * Münster, 4. Oktbr.(Das Schwurgericht) verhandelte gegen den Landwirt Wilh. Nürenberger und dessen 19 jährigen Knecht herm. Baumer, beide aus Altenberge, wegen Mordes. Em Kbend des 8. Januar d. J. wurde die Frau des Nürenberger, die sich mit Anpehörigen im Zimmer guß hiell, durch das Fenster in den Kopf geschossen. Die- nur das Geringste gehört worden ist. Man schöpfte1 Die Auslieferung der“sofort tot. Nürenberger, der erst zwei Monate Verdacht gegen den Landwirt, der verhaftet. wurcde. eiteiratet vor, beite Büuie Sotyoye. guet aud am Samstag die uertächecte Eische der Hauz, Eu Cendon, I. Jut. Dit. Eischworenen amahnen, daß er in dalterin im Eatrzazgennteder gigeugeg worvölliger Verwirrung gehandelt habe, wegen über den. Hoffentlig.. zu. guhe Stet. se legten Cotschlages auf 5 Jahre Gefängnis und scheußliches Verbrechen dir grrechte Strafe. gegen Nürenberger wegen Anstiftung auf 15 Jahre—00000 * Bottrop, 4. Okt.(Drei Bergleute verschüttet.) Letzte Drahtmeldungen. Ein schweres Unglück ereignete sich auf der Seche Eigener Oepeschendienst. Krenberg-Fortsetzung. Drei Bergleute wurden durch abrutschende Gesteinsmassen verschüttet.] Die Arbeiten der Finanzkonferenz. Zwei von ihnen konnten nur als Leichen geborgen! gu amsterdam, 5. Okt. Wie der Berichterverden, während der drite zurzett noch lebt, aber natter des„Celegracf“ vernimmt, wird Herr waledensals in großer Lebenagesahr schwebt. Die 1anbg. Den) in der Kommision für die inbeiden Coten waren unter dem Gestein erstickt, tenderz(Schm.. sgautungen den plan Ker. hom ebersict, t. Oter. ensenschlerstreit) vratenter Areonvenn... gan Dig kramssischen Sosialisten und Ueber 4000 Schulki##oer sind hier nach vorange= meuten(Holland) amendieren, indem er den vor Die französischen Sozi eeuenr Vunigs uit bu eien und ue Saht; Bug mast, aun Aughut üur Au. Berschreung ur 8ur1 1 au. un uun uum iun den Schulfteeik getreten, Es wird die abgeschlossenen Krevtte zu ertagen. t der minderbeit gein letzten deutschen iffe. CU sondon, 5. Gkt. Die Kuslieferung der deutschen Flotte an die Verbündeten ist gestern mit dem Eintreffen der letzten fünf kleinen Kreuzer im Firth of Forth abgeschlossen worden. Unruhen in Sizilien. TU Paris, 5. Okt. Eine Presseagentur vernimmt aus Sizilien: Bauern und Kriegsteilnehmer besetzten die brachliegenden Felder und Wiesen der Großgrundbesitzer. Die Regierung hat sich bisher für keine der beiden Parteien ausgesprochen. Man fürchtet eine große Ausbreitung der Bewegung. Zu Gewalttätigkeiten ist es bisher nirgends gekammen. in den Schulstreik getreten. Es wird die Einführung der weltlichen Schule zum 1. Oktober verlangt, während die Schuldeputation als Einführungsdatum den 1. April vorgesehen hat. * Düsseldorf, 4. Okt.(Das Urteil im Eisenbahndiebstahlsprozeß.) Vor der hiesigen Strafkammer ging heute nach langwierigen Verhandlungen der große Eisenbahndiebstahlsprozeß zu Ende. Die Diebstähle liegen teilweise bis zum Jahre 1918 zurück. Von den 48 angeklagten Eisenbahnbediensteten wurden drei freigesprochen. Die übrigen 45 wurden wegen Hehlerei und Diebstahls zu Gefängnisstrafen von einer Woche bis zu einem Jahre und Kredite zu errichten. 1 au Orleans, 5. Ot. Kuf dem Kongreß au pari. Der Sonderberichterstatter haben sich die Vertreter der Minderheit geeinigt havasagentur in Brüssel schreibt: Es steht jetzt und ein Komitee für die fest, daß die Finanzkonferenz die Errichtung einer stische aktion gebildet. Weiter haben sie beschlossen, ständigen internationalen Grganisation unter Kon=s der Gewerkschaftsinternationale von Moskau beitrolle des Dölkerbundes beschließen wird. Diese zutreten, ohne jedoch etwas von ihrer Selbstän Grganisation würde die Ausführung der Beschlüsse Die russischen Arbeiter gegen die Sowjetregierung? (U London, 5. Okt. Verschiedene Blätten veröffentlichen übereinstimmende Berichte über umruhen in Sopsetruhland. Steibbenegurgen sollen in allen Ceilen des Landes ausgebrachen sein, die die herrschaft der Sowjetregieruing erschüttern. Nahezu alle Arbeiter der Fabriken von Petersburg stellten die Arbeit ein. Sie erklärten, der Grund zu dieser Maßnahme sei der große Brotmangel. Das wirkliche Jiel dieses Stueiben ist jedoch der Sturz der Sowjetregierung. 35 000 Arbeiter in Bilbao in den Ausstand getreten. TU Bilbao, 5. Okt. Das Syndikat der Metallarbeiter beschloß den Generalstreik. 35 000 Arbetten haben die Arbeit niedergelegt. Es herrscht Kuhe. Verantwortlich für die Schriftleitung: Fried. Kraas Druck und Verlag: Carl Braus, beide in Schwerte. 6 Monaten verurteilt. * Godesberg, 4. Okt.(Schwerer Verdacht.) Unter dem Verdacht, seine Haushälterin ermordet zu haben, ist in Dillip der Landwirt Fingerhuth verhaftet worden. die Haushälterin war seit mehreren Cagen spurlos verschwunden. Man erinnerte sich, daß vor etwa zwei Jahren auch die Frau des Landwirts verschwand, ohne daß bisher auch der Konferenz zur Aufgabe haben. Eine Steuerreform. aI Berlin, 5. Gkt. Mit Rücksicht auf die fortschreitende Zerrüttung und die unbefriedigenden Ergebnisse der Kriegssteuergesetzgebung hat eine Anzahl Mitglieder des vorläufigen Reichswirtschaftsrates einen Antrag auf Einsetzung eines Währungs= und Steuerausschusses gestellt mit dem Hauptziel der Umformung unserer Steuergesetzz gebung. keit als französische Gewerkschaft aufzugeben. Rapitulation der bolschewistischen Südarmee? aU Berlin, 5. Gkt. Im„Berl. Cgbl.“ wird berichtet: Der„Matin“ meldet aus wurschau. Die Atten die sich von der Reichhaltigkeit der„Schwertes Seitung" und von der Schnelligkeit und Zuveslässigkeit ihres Nachrichtendienstes überzeugen Warschau: Nie wollen, stehen Probenummern berichtet: der„Mainr neiber aus Baurzau. die 1. ar ie unserer Geschertsele rusische Südarmee hat kapituliert. 35 000 Mani bei unseren Vore. floste haben sich der Armee Wrangels ergeben.(Große Marktstraße) gern zur Verfügun hierzu bemerkt das„Berl. Cgbl.“: Die letzten haben die Gewißheit, daß ein Probe=Kbonnemens Nachrichten über wrangels Lage machen einen zu dauerndem Bezuge führt. derartigen, entscheidenden Erfolg nicht wahrscheinlich. att besonderer Mittellung. ∆ Am 2. Oktober, abends 8½ Uhr, entschlief sanft nach längerem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein guter Mann, unser einziger, innigstgeli bter Sohn, Bruder, Schwager und Gokol. der 18 Elektromonteur Hans Assmann im Alter von fast 23 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinierbliebenen. Schwerte, den 4. Oktober 1920. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. Oktober, nachmitags 8 Uhr, vom Sterbehause, Theodorstrasse„u6a Lichtspiele zur Reichskrone Nur 3 Tage! Hente bis Donnerstag. Die Herrin ser 91el I 3. Teit : Der Rabbi von Kuan 9u 6 spannende Akte. Mia May in der Hauptrolle. Außerdem: Romeo u. Julia im Schnee Glänzendes Lusispiel in 4 Akten, Lotte Neumann in der Hauptrolle. Ab Samstag: Fluch der Menschheil II. Tell Im Rausche der Milliarden. Prima KernSeite Doppelriegel nur Mark 6.30 empfiehlt Alelchen choche meiner Lebensmittel für diese Woche. zensmittel fil. meiner 9 Weite und braug, Bogr,, Bd. 1.40 wi. Tanzschule 6) Kunsthonig nach Bedarf 1 Pb. 7.39 Mitz im Lokale des Herrn., bes e-. 55 ge 1 Pie. 1600 mu. Möder, Wrlschgl. aur e) Reste: Suppenwürfel, 9 Weizenmebl 62½ gr. 1 Pfd. 1,40 Mk. von 8—10 Uhr statt. Abgabe gegen Brotmarken. G. 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S. 519) folgendes vorläufig bestimmt: Das Wegbringen von Klauenvieh aus dem Bezirke der Gemeinde Wellinghofen— und das Durchtreiben von solchem Vieh sowie das Fahren mit angespannten fremden Wiederkäuern— ist Diese vorläusige Anordnung tritt sofort außer Wirksamkeit, wenn der beamtete Tierarzt feststellt, daß Maul= und Klauenseuche nicht vorliegt und daß auch der Verdacht dieser Seuche nicht begründet ist. Wellinghofen, den 28. September 1920. 5716 Die Polizeiverwaltung. J. A.: Ortmann, Amtsobersekretär. Viehseuchenponlzelliche Anbtonaug. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund der§§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(R.=G.=Bl. S. 519) folgendes vorläufig bestimmt: Das Wegbringen von Klauenvieh aus dem Bezirke der Gemeinde Wichlinghofen— und das Durchtreiben von solchem Vieh sowie das Fahren mit angespannten fremden Wiederkäuern— ist Diese vorläufige Anordnung tritt sofort außer Wirksamkeit, wenn der beamtete Tierarzt feststellt, daß Maul= und Klauenseuche nicht vorliegt und daß auch der Verdacht dieser Seuche nicht begrünWelinghofen, den 28. September 1920. Die Polizeiverwaltung. 5713 J. A.: Ortmann, Amtsobersekretär. (Pfund 18.— Mark) empfiehlt anburg. Kaberlager Thams& Garfs Schulstcaße 6, am Markt Sabentonal in günstiger Geschäftslage per bald zu mieten gesucht. Gefl. Offert. u. J. 5600 an die Geschäftsst. d. Zeitg. s S t a d t t h e a t e r Schwerte 5 3 Dr.: Guschon=Velimaun S S Dienstag, 5. Okt: 8 auummme Mutterberatungsstelle Mitlwoch, den 6. Oklbr. nachm. 2½ Uhr Schwerke, altes Rathaus, Brückstr. Schweine werden voraussichtl. wieder teurer. 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