enschüttungsarbeiRyeinen bis auf hr 20. Kreises Hörde. zul= und Klauenff. des Viehseuchenchsgesetzblatt Seite herrn Regierungs. iche herrscht: Zt. Kötters Wilhelm bestimmt: ehöft. die Bestimmungen silichen Anordnung g, die im amtlichen vom 18. Aug. 1920 rd nicht gebildet. nschließlich der gemit der Maßgabe s§ 5 Zisser 1 wie Die„Schwerter Jeitung“ erschem! täglich außer Feiertags. Bezugspreis monatlich 6.— Ma., bei der Posi 6.—, My., ohne Beell#geld. Ainzeigenpreise: 1 mm hohe. 35 mm breite Zeile 35 Psa. Wohnungs= und Stellen esuche 30) Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Nachlaß Ik. Tazis. Jeder Rabat! un als Rassenr idatt und erlischt bei Konkursen. Zwan svergleichen. gerichtischen#lagen u. Nicheachten dei gemachten Zahlungsbedingungen. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Dolkszeitung Schwerter Oolksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. S Nr. 195. Mittwoch, den 18. August 1920. rde wird verboten.“ 1920. 4689 komm Landrat. V.: ges Dreves. Aubtonung. taul= und Klauen§ 18ff. des Vieh909(R G Bl. S. Herrn Regierungsiztlicher Feststellung nter dem RindviehKraft in Syburg, eine Neuerkrankung infektion vorschrifts. ch den Kreistierarzt seuche auf dem erenpolizeilichen Anordzeordneten SchutzmaßRindviehbestandes des durg, Kreisstraße 13, 920. Der k. Landrat. I. V.: gez. Dreves. hung. r das Jahr 1919 westfälischen landhaft und der Verjäß§ 1621 Abs. 2 Uugust 1920 ab sicht der Beteiligten r. 11 ans. rist von 2 Wochen segen die Beitragsorstande in Hörde aber zur vorläufilugust 1920. Der Magistrat. iese Woche. 1 Pfd. 2.50 Mk. 1 Pfd. 1.40 Ml. wwürfeln, Kassee1 Pfd. 7.50 Ml. 1 Pfd. 16,00 Mk. und Waren am bei J. Mildenberg, 1920. 4717 Der Magistrat. zn Ausgabe. tgust 1920, vormittags 700 lugust 1920, vormittags 01—1400, nachmittags 01—2100 ugust 1920, vormittags 101—2800, nachmittags 01—3500. Auguft 1920, vormittags 1501 bis Schluß, nachusgabe findet auf der unter 14 Jahren isgabt Als Ausweis Altersausweis, Fau. s. w. Es wird daß Zwiebackmarken Brothülle verabfolgt 4718 August 1920. Der Magistrat. liefert schnellstens Druckerei C. Praus. Deutschland und Frankreich. —„Warum nicht,“ siel der Fürst ein,„wenn Sie sich die Befugnis vorbehalten, unter denselben Doraussetzungen, dasselbe in Serbien zu tun. Ich beDie polnische Nliederlage ist eine Niederlage Erankreichs, und zwar sowohl in militärischer wie politischer hinsicht. Diese Catsache braucht nicht im einzelnen bewiesen zu werden, sie leuchtet auch dem einfachsten Geist ohne weiteres ein, denn es gibt auf dem ganzen Erdball wohl keinen politisch denkenden Menschen, der nicht wüßte, daß Dolen die Rolle des französischen Soldaten gegenüber Deutschland zu spielen berufen ist. Daher die zögernde und absprechende Haltung Millerands gegenüber den immer erneuten Versuchen der zielbewußten englischen Verhandlungspolitik, daher die sranzösischen Instruktionsoffiziere und Abschnittslommandanten an der polnischen Front und daher jetzt die verhängnisvolle französische Aktion mit dem Ziele, für den polnischen Susammenbruch einen militär=politischen Ausgleich am Rhein zu schaffen. Die französische Dresse hat es ganz zynisch offen zugestanden: da der Sieg der Bolschewisten im nahen Osten aus dem Bau der französischen „Sicherungen“ einen der stärksten Stützpfeiler herausgerissen hat, müsse man durch Besetzung des Ruhrgebietes und durch Annexion des Saargebietes andere Sicherungen schaffen. Die Unversöhnlichkeit in der bekannten Flaggenaffäre war ein weiteres Seichen für diese geradezu monoman mutende Politik Frankreichs, und alles in allem erkennt man mit erschreckender Deutlichkeit, daß das Verhältnis Deutschlands zu Frankreich der vielleicht schwersten Krisis entgegengeht, die zu denken ist. Die jüngste Entscheidung des Obersten Rates, die das Weichselufer im schroffsten Gegensatz zu dem Ergebnis im Abstimmungsgebiet in Bestpreußen gewaltsam den Dolen zuschanzt, wird in Deutschland sicherlich nicht mit Unrecht in erster iTnie gleichfalls auf das französische Konto geschrieben, und die geradezu ungeheuerliche Caktik der saarländischen Regierungskommission, die unter der Diktatur des französischen Oberkommissars steht, spricht in so krasser Weise aller Gerechtigkeit hohn, daß die Reichsregierung sich gezwungen gesehen hat, in einer beschwerdeführenden llote auf die geradezu unabsehbaren Folgen hinzuweisen, die sich schon jetzt ergeben haben. Mit Recht setzt sich daher in der deutschen Oeffentlichkeit stärker und stärker die Ueberzeugung fest, daß Frankreich sich im Westen mit allen Mitteln auf Kosten Deutschlands für die Verluste an Ansehen und Stärke im Osten zu revanchieren versucht. Mit Recht erklärt man bei uns, daß der Beamtenstreik im Saargebiet, der durch die rücksichtslose Verwelschungspolitik der Franzosen geradezu erzwungen worden ist, daß die Mleldungen von der Ansammlung großer französischer Cruppenmassen im besetzten Gebiet und in Elsaß-Lothringen nichts als bündige Beweise für diese Revanchegelüste darstellen. Die deutsche llote war daher nur allzu gut begründet, und man muß dringend hoffen, daß man in London und Rom sich genügend Rechenschaft darüber ablegt, wie notwendig es ist, auf die in ihr erwähnten Vorgänge im Interesse Europas ein scharfes Auge zu haben. greise die Kompensationstheorien der Balkanstaaten nicht und schon gar nicht, daß Oesterreich= Ungarn Serbien vergrößern will, da ein Emporblühen dieses Staates in demselben Maße das Wachsen einer Irredenta bei Ihnen befördern müßte. Aber wie dem immer sei, die Demarkationslinie würde allen diesen Uebelständen abhelfen und die Sicherheit bieten, daß sich Oesterreich Ungarn Serbiens halber nicht mit Rußzland entzweie. Ich befürchte dies, wenn OesterreichUngarn der Union wegen noch immer auf eine Enrschädigung für Serbien besteht, und so sehr wir Deutsche Ihnen mit aller Macht beistehen würden, wenn Rußland Sie angriffe, so unmöglich wäre es, der deutschen Heeresmacht die Rolle der hilfstruppen zur Erweiterung des österreichisch=ungarischen Einflusses an der unteren Donau spielen zu lassen. klicht ein einziger Abgcordneter würde sich finden. um auch nur eine Mark hierfür zu bewilligen. Aber lediglich auf Deutschland gestützt, ohne Bürgschaft für die haltung der beiden Westmächte, sollle Oesterreich es auf einen Bruch mit Rußland nicht ankommen lassen. Wir könnten hierbei je nach Gestaltung der Dinge in England und Frankreich einer französ.=engl.=russischen Koalition die Wege bahnen, der gegenüber der Stand der beiden verbündeten Kaiserhöfe ein schwieriger und die Zuverlässigkeit Italiens fraglich werden könnte.“ enklassen worden, darunter neun Generale, über 2000 Offiziere des heeres und der Marine, 575 Justizheamte, gegen 5000 Lehrer, Postbeamte usw. Mag auch bei den vorstehenden Aufstellungen manche Ueberleibung unterlaufen sein und hier und da ein Abstrich gemacht werden müssen, so vermitteln sie doch ein zutreffendes Bild des unerbörten venizelistischen Gewaltregiments. Selbst die ungeahnten Erfolge, die Denizelos bei der Liquidierung des Weltkrieges zugunsten eines Großgriechenlands errungen hat, waren nicht imstande, die wachsende Empörung gegen seine Diktatur niederzuhalten. Nach allen geschichtlichen Erfahrungen mußte sich diese Stimmung einmal in einem Gewaltakt entladen. Wenn jetzt zwei Gpfer der venizelistischen Cyrannei zur Distole gegriffen haben, so haben sie jedenfalls geglaubt damtt ihrem Lande einen Dienst erwiesen zu dalen auf Heller und Pfennig versteuern muß, ist nicht stichhaltig, denn auch das Einkommen eines jeden selbständigen Gewerbetreibenden, Kaufmanns oder Rentners, also jedes einzelnen Dolksgenossen. unterliegt der behördlichen Nachprüfung, trotdem er den Dorteil der Selbsteinschätzung genießt. Diese Nachprüfungen zu veranlassen und jalsche Steuereinschätzungen zu hintertreiben, liegt in der hand eine jeden Cinzelnen. Es ist nicht nur sein Recht, sondern sogar seine Pflicht, falsche zu seiner Kenntnis gekommene Steuerangaben zur Anzeige zu bringen. Von einer Bevorzugung der frein Berufe und von einem Ausnahmerecht, das sich gegen die Arbeiter und Festbesoldeten richtet, kann daher nicht gesprochen werden. 1— —0000 auf Was muß ich von dem neuen Steuerabzug wissen? Welches Einkommen kommt für den Lohnabzug in Betracht? —90000Bismarcks Weltkriegprephezeihung. In einem soeben im Verlag von L. W. Seidel u. Sohn in Wien erschienenen Buche von E. C. Corti:„Klexander von Battenberg, Sein Kampf mit dem Jaren und Bismarck“ finden sich einige, zumeist aus den„Akten der Wiener Ministerien entnommene RAeußerungen Bismarcks. Bismarck sah schon damals am Balkan, insbesondere in Serbien, den Jündstoff zu einem Jusammenstoße Oesterreich=Ungarns mit Rußland. Aus einer Unterredung Bismarcks mit dem österreichtsch=ungarischen Botschafter Grafen Szechenyi am 14. Januar 1886 entnehmen wir folgendes: „Soll das so weit gehen,“ fragte Szechenyi,„daß s Rußzland freistünde, in Bulgarien einzurücken?“ Die Schüsse auf Denizelos kommen nicht überraschend. Die Bemerkung des einen der beiden Httentäter, Denizelos habe jede Freiheit in Griechenland unterdrückt, liefert, so schreibt die„K. D.“, den Schlüssel zum Verständnis der Cat. Seit der Abdankung des Königs Konstantin in den bewegten Junitagen des Jahres 1917 war der„große Kreter" der Diktator Griechenlands. Und es war eine rücksichtslose Gewaltdiktatur, die in der skrupellosesten Weise die politische wie die persönliche Freiheit knebelte. In welch ungeheurem Umfange Denizelos seine Gegner durch Einkerkerung unschädlich zu machen suchte, geht aus einer uns kürzlich von griechischer Seite zugegangenen Aufstellung hervor, in der die„Bilanz der venizelistischen Diktatur“, wie folgt gezogen wird: Bisher wurden von Denizelos folgende Personen eingesperrt: die früheren Ministerpräsidenten Skuludis, Kallis, Dragumis, Lambros und die früheren Minister Salakostas, Csolos, Cssaldaris, Critantaphyllakos, Baltadjis, Lukas, Rusos, Janakitsas, Damianos. Drei von diesen Ministern sind infolge von Mißhandlungen seitens venizelistischer Beamten gestorben. Weiter wurden eingekerkert die Generale Genadies, Papulas, Bairas, Solitis, der Oberstallmeister des Königs Konstantin, Fürst Upsilantis, der hofmarschall Graf Uerkatis, weiter die Häupter des griechischen Klerus, an ihrer Spitze der Präsident der heiligen Synode, der 80jährige Erzbischof Cheoklitos; ferner die Bischöfe von Datras, Agyrokastron, Koritsa, Arta, Florina und der 90jährige Bischof von Kalawrita. Fast alle diese Personen befinden sich noch im Gefängnis. Die Jahl der von der venizelistischen Regierung eingesperrten mittleren Beamten und Privatleute soll sich, nach allerdings unverbürgten Nachrichten, auf 80000 belaufen. Ju den Verbannten, oder denen, die flüchten mußten, um dem Code zu entgehen, gehören sehr bekannte Männer, wie Uerkuris, Eßlin, der im Gefängnis gestorben ist, Sajjas, Desmajdoglu, Matessis, die Generale Stradigos und Exradakttylos und die früheren Chefs der Großen Generalstabes, Dusmanis und Uetaras. Nach einer Schätzung von anderer Seite soll die Sahl der politischen Derbannten in Griechenland 120000 Personen übersteigen; annähernd zwei Drittel aller Staatsbeamten jesen aus dem Dienst 1. Junächst alle Einkommen aus Arbeit, z. B. Gehälter, Besoldungen, Löhne, Gratisikationen. 2. Wartegelder, Ruhegehälter, Witwen= und Waisenpensionen. Ohne Belang ist, ob der Arbeitslohn in Geldbeträgen(Barlohn) oder in Natural= oder Sachbezügen(Deputat, Lebensmitteln) erfolgt. Don beiden ist der Abzug zu machen. Hinsichtlich des Barlohns trat die Abzugsverpflichtung schon am 25. 6., hinsichtlich des Naturallohnes trat sic erst am 1, August ds. Is. in Kraft. Der Nlatucaklohn unterliegt deshalb dem Lohnabzug, weil er einen Bestandteil des Lohnes ausmacht. Würden die in Natur gewährten Bezüge nicht darunter fallen, so würden z. B. die landwirtschaftlichen Arbeiter, die einen Ceil ihrer Entlohnung in Deputaten erhalten, und die Hausangestellten, die außer ihrem Barlohn freie Wohnung und Verpflegung genießen, bedeutend besser gestellt sein, als die gewerblichen und Industriearbeiter und alle übrigen Festbesoldeten, die ihr ganzes Gehalt in Geld beziehen und die kosten ihrer Wohnung und Verpflegung selbst zu tragen haben. Da die Berechnung des Wertes der Natural- und Sachbezüge aber auf Schwierigkeiten gestoßen ist, werden nähere Bestimmungen hierüber erst in Kürze erlassen. Für den Abzug kommen nicht in Betracht: Sulagen auf Grund der Militärpensionen= und Versorgungsgesetze, d. h. Verstümmelungs=, KriegsAlters= und Cropenzulagen, Versorgungsgebührnisse auf Grurd von Kriegsdienstbeschädigungen. Bezüge aus einer Krankenversicherung, Wartegelder, Ruhegehälter. Witwen= und Waisenpensionen unter 500 Mark. Lieg: beim Lohnabzug Doppelbesteuerung vor? ilt irrig. anzunehmen, daß durch den Lohnabzug an der Steuerquelle eine Ooppelbesteuerung des Einkommens vorgenommen wird. Die laufenden Steuern für das nur drei Quartale, April bis Oezember, umfassende Steuerjahr 1920 sind natürlich zu zahlen. Sie werden aber nur dann sofort fällig. wenn dem Steuerpflichtigen von dem zuständigen Finanzamt ein Steueranforderungsschreiben zugeht. In der Ulehrzahl der Fälle soll aber nach den Beschlüssen des Reichsfinanzministeriums die Testimmung, daß die Einkommensteuer non den Cemeindebekörden eingesordert wird, für die für den Steuezabzug in Frage kommenden Oersonen nicht zur Knwendung gelangen. In den Fällen, in denen einzelne im Arbeitnehmerverhältnis stebende Personen trotzdem eine schriftliche Aufforderung zur vorläufigen Weiterzahlung der alten Steuern erhalten sollten, werden die auf Grund des sohnabzugee einbehaltenen und in der Steuerkarte geklebten Beträge für diese vorläusige Steuer Juhlung genommen. Es hat also niemand gleichzeitig und unabhängig voneinander die alte Steuer zu zahlen und sich den vorgesehenen Abzug vom Lohn oder Gebalt gefallen zu lassen. Don einer Doppelbesteuerung kann daher keine edr sein. 00000— An die Ost- und Westpreußen Richtet sich der Lohnabzug nur gegen die Festbesoldeten? Uun könnte es den Eindruck erwecken, als ob der Arbeitnehmer wenigstens für das Uebergangsjahr 1920 das einzige Objekt der Steuergesetzgebung ist, als ob er zunächst seine Steuern vorschußzweise bezahlen muß, während der selbständige Gewerbetreibende und Angehörige der freien Berufe von der Steuer verschont bleibt; dem ist aber nicht so, denn der eben erwähnte Personenkreis hat genau wie der Arbeiter, Angestellte oder Festbesoldete seine Einkommensteuer zu entrichten, nur daß ihm naturgemäß kein Lohnabzug gemacht werden kann. Er erhält seine Steuerveranlagung in der Form eines Steueranforderungsschreibens und hat außerdem meistenteils noch die lausenden Kapitalertrags=, Gewerbe= und Besitzsteuern zu entrichten, sowie Vermögenssteuer, Vermögenszuwachssteuer und die Abgaben auf das Reichsnotopfer. Der Einwand, daß nur der Arbeitnehmer sein Einkommen Hn die Bevölkerung des Abstimmungsgebietes richteten der Reichspräsident und der Reichskanzler nachstehende Kundgebung: Die zur Heimat zurückgekehrten Dolksgenossen heißt das deutsche Dolk mit tiefbewegtem herzen willkommen. Ueber alle Anschläge auf Abtrennung dieser Landesteile hat die in schwerer Drüfung bewährte Liebe zum alten Daterlande gesiegt. Mit treuen Wünschen haben wir Euren Kampf um das Recht auf die heimat begleitet, mit inniger Freude begrüßen wir den Erfolg, den Eure unerschütterliche Standhaftigkeit, Eure unermüdliche Hingabe, jetzt erreicht hat. klicht alle Stimmen, die nach Diederpereinigung riefen, sind erhört worden. Mit Schmerzen vermissen wir in diesen Cagen die Brüder, die ein harter Spruch aus der deutschen Grenze gebannt hat, mit Leid gedenken wir aller Dolksgenossen. deren Sehnsucht sich heute wie immer zur alten heimat wendet. Auch ihnen sendet das gefesselte Deutschland heute seine Grüße. Aber durch die trüben Wolken, die über Deutschland schweben, ist ein heller Lichtstrahl gedrungen, als Ihr Euren Willen bekundetet, daß das Deutsche Reich Kure Heimat sei und bleibe, mit der Ihr llot und Uummer teilen wollt, wie dereinst Glück und Wahlstand. Es richten sich an Eurer Creue viele dedrückte herzen auf. Fern liegen uns Empfindungen des Criumphes, dazu ist uns zuviel genommen. Ruch sollen die Stimmen der Versöhnung heute nicht fehlen. Den nationalen Minderheiten ist besonders Schutz und Duldsamkeit in unserer Mitte gesichert. Jeder Einzelne aber von Euch, der mit beigetragen hat zum guten Ende dieses Kampfes, darf heute Crost und Kraft empfinden.„Der ist in tiefster Seele treu, der die Heimat liebt wie Du.“ Rheinlandpläne. noch reichlicher geschmückt. Am deutschen Hause, Wichsten, un Bcen mit Biumen geUeutraler Pufferstaat. In einer militärischen Ansprache, die der belgische sozialistische Kammervorsitzende Brunet vor einigen Cagen vor einem sozialistischen Verbande hielt, führte er über die Zukunft des deutschen Rheinlandes u. a. aus:„Nicht die Mosel ist die natürliche Verteidigungslinie Belgiens, sondern der Rhein. Ein neutraler Pufferstaat kann am Rhein gebildet werden. Ein ausreichendes Kriegsmaterial muß für das demokratische Heer im Frieden hergestellt werden. Unbedingt notwendig aber ist ein Schutzbündnis mit Frankreich, das sofort in Gültigkeit treten muß. alles andere ist diesem Waffenbunde unterzuordnen, da der gegenwärtige unsichere Sustand nicht länger andauern darf.“ Ein deutscher Landrat von den Belgiern verhaftet. Der Landrat von Ueuß, Irhr. v. Luenick, wurde am 13. August durch belgische Militärpolizei in seinem Büro verhaftet, in Krefeld zwangswoise vorgeführt und nach dreistündiger Vernehmung in Untersuchungshaft genommen, aus der er Sonnabend morgen gegen Stellung von Kaution entlassen wurde. Der Grund der Verhaftung ist darin zu suchen, Frhr. v. Luenick Knordnungen der militärischen Stellen in mehreren Fällen, die sich nicht im Sinne der Bestimmungen des Rheinlandabkommens und der hohen Kommission hielten, nicht sofort ausgeführt, sondern zuerst Aufklärungen und Erläuterungen erbeten hatte. —.000000 Der russisch-polnische Krieg. Ueber den Empfang der Kussen in Soldau wird von den Vertretern Berliner Blätter, die sich dem Dormarsch der Russen angeschlossen haben, gemeldet: 4 fTasse Um die neunte Cagesstunde marschierten Telte der 12. russischen Division nach einem fast I5stündigen, hinhaltenden Kampfe in Soldau ein, nachdem bereits die Spitzenkompagnien auf der Straße Ulawa=Cielum, weiter nach Lautenburg vorgehend, die westliche Rückzugslinie der Polen abgeschnitten hatten, heute sollen sie bereits Strasburg erreicht haben. In Soldau wurden die einztehenden Kussen von den verängstigten Bewohnern, die zum Teil während der kurzen Beschießung in die Keller geflüchtet waren, mit lautem Jubel und Burra=Rufen begrüßt. Bald zeigte die neuaufgehaute Stadt, in deren Straßen noch hohe Siegelhaufen von der Diederaufbautätigkeit zu sehen sind, mit vielen schwarz=weiß=roten Fahnen ihre unvergängliche deutsche Gesinnung. Der russische Cruppenführer wurde vom stellvertretenden deutschen Bürgermeister begrüßt. Das polnische Oberhaupt der Stadt war mit dem Starosten schon vor einigen Cagen geflüchtet. Der Bürgermeister gab seiner reinen Freude über die Befreiung von dem unerträglichen Cerror der letzten Monate Ausdruck. Die Hand zum Schwur erhoben, antwortete der russische Führer:„Ich gelobe, daß wir dieses alte deutsche Land nicht eher wieder verlassen, als bis es Deutschland wieder zugesprochen wird.“ Noch bis tief in die Nacht hinein konzertierte. die russische Musikkapelle auf dem Marktplatz und spielte neben russischen Dolksliedern deutsche Militärmärsche. Am nächsten Morgen war das Städtchen, das nur zwei Brandstellen, darunter das Behnhofsgebäude, zeigte, mit Blumen und Jahnen Lissa liegen die Dinge ähnlich. In der Provinz im Heiel Reichsbof, an Tisch schmückt, Offiziere und Soldaten, die ihr Essen u. ihre Getrnäke genau bezahlten, zurückkehrende Flüchtlinge, von ihren Jamilien tränenden Auges begrüßt. Ergreifende und widerspruchsvolle Bilder, die die Einwohner selbst nach der kurzen Freude der Besreiung beunrnhigten. Was nun? Die Frage auf allen Lippen. Dem stellvertretenden deutschen vurgermeister wurde von dem russischen Kommissar den Auftrag gegeben, die Stadt in Selbstverwaltung zu übernehmen und einen Bürgerausschuß zu bilden. Nur eine Bedingung wurde gestellt: daß kein polnisches Mitglied im Bürgerausschuß sein darf. Eine Seitungszensur wird nicht eingeführt. Warschau gefallen? WaV Amsterdam, 17. Aug. Die„Times“ berichtet aus Kowno: Der Stab der 4. roten Armee in Wilna meldet, daß Warschau am 15. Rugust durch die roten Cruppen besetzt wurde. In Warschau fanden unter den bolschewistischen Elementen im Jusammenhang mit diesem Ereignis große Demonstratienen statt. In einer Meldung der Wiener polnischen Gesandtschaft wird obige Meldung des englischen Blattes für unrichtig erklärt. Die polnische Regierung befinde sich noch in Warschau, wo gegenwärtig alles ruhig sei. Russischer Bericht über die Kämpfe im Korridor. CU Berlin, 17. Aug. Die Operationsabteilung Baranow der 12. russischen Division gibt über die gestrigen Kämpfe folgenden Cagesbericht aus: Die siegreichen roten Cruppen nahmen nach einer Schlacht ron 24 Stunden Strasburg und rückten vor. Wir haben viele Gefangene gemacht. Die 1 Polen ziehen sich in Unordnung zurück. A ee eXU Berlin, I. Aug. Nach Meldungen aus Schneidemühl, die beim Auswärtigen Amt vorliegen, nehmen die Grenzübertritte der polnischen Bevölkerung einen immer größeren Umfang an. Im Korridor sind Plakate angebracht mit der Ueberschrift: Behandelt die Deutschen besser! Posen ist von Flüchtlingen überflutet. In Chorn und Posen herrscht großer Lebenomittelmangel. Jur polnischen Gegenoffensine. aU Warschau, 17. Kug. Gestern hat unter persönlicher Führung des polnischen Oberkommandierenden Polen eine Entlastungsoffensive gegen den linken russischen Flügel bsgonnen. Von Gera kalwarja und der Jestung Domblin aus erfolgte ein starker polnischer Verstoß, der anscheinend die Linie Siedlce—Jancw—Brest=Litowsk zum hat und im Falle des Erfolges den stürmisch gegen Warschau vordringenden Kussen die ohnehin höchst mangelhaften rückwärtigen Verbindungen abschneiden könnte. Bis Montag abend hatten die Polen bereits die Linie Garwolin=Selechew(südlich Luchow) erreicht, also den halben Weg zwischen Weichsel und Bug zurückgelegt, und bedrohen ernstlich die Verbindung Siedlec=Biala. Auch die Russen melden Erfolge. TU Basel, 17. Aug.„Daily Mail“ veröffentlicht einen Moskauer Funkspruch, laut welchem die russische Armee an verschiedenen Stellen nach hartnäckigem Kampfe den Weichselübergang erzwungen habe. Die Moskauer Funksprüche betonen, daß die polnischen Freiwilligentruppen verzweifelten Widerstand leisten, der aber vielfach gebrochen wurde. Die Verhinderung der Kriegsmateriallieferungen an Polen. CU Rotterdam, 17. Hug. Die englische Arbeiterpartei setzt ihre Cätigkeit fort, um jede Lieferung von Kriegsmaterial an Polen zu verhindern. Am Sonntag wurden überall Oersammlungen abgehalten, und allenthalben wurden Käte nach dem Muster der Sowjets eingesetzt, die zu entscheiden haben„ob in den verschiedenen Fabriken Kriegsgerät erzeugt wird. Auch die belgischen Arbeiter haben die englischen unterrichtet, sie würden verhindern, daß französische Munition in Antwerpen durch organisierte Arbeiter für Drangel verladen wird. Gleichzeitig haben die amerikanischen Hafenarbeiterorganisationen telegraphiert, daß das Beispiel der englischen Arbeiter von den Arbeitern Hmerikas ebenfalls befolgt werde. Crotzki über die Lage. Die bolschewistischen Seitungen melden: Crotzki ist in Brest Litowsk eingetroffen, wo er von der velnichen Sopietreaterung mit Vegeisterung enP##gen worden ist. Crotzki hat erklärt, daß Pilsudski und seine weiße Garde von Verrätern und Nationalisten verschwinden müßten. Ein Sowjet polen ist eine Lebensnotwendigkeit für den Siegeszug des Bolschewismus. Die inneren Kämpfe des internationalen Internationalismus werden die Ursache für seinen Untergang sein. Die Entente und mit ihr die internationale Bourgeoisie haben ihr Codesurteil in Versailles unterschrieben, genau so wie der deutsche Imperialismus den Enadenstoß in Brest=Litowsk erhalten hat, und nicht auf den Schlachtfeldern von Frankreich. Ueber die militärischen Operationen erklärte Crotzki: Die Rote Armee vollendet jetzt die Um klammerung Warschaus, die ihr erlauben wird, Warschau mit seinen ungeheuren Militärdepots, die sich dort befinden, zu besetzen. Die militärische Besetzung Polens wird uns von den Sorgen einer etwaigen Intervention der Entente befreien, denn weder die Cschecho=Slowakei noch Rumänien, noch die baltischen Länder werden darin einwilligen, als Operationsgebiet zu dienen, wenn sie wissen, “ daß sich an ihren Grenzen die siegreiche bolschewistische Armee bereit hält. Annahme der russischen Bedingungen. Gens, 17. Aug. Der„Cemps“ meldet aus Warschau: Der polnische Staatsrat beschloß in der Nacht zum Sonntag die Annahme der russischen Bedingungen. Die Russen haben eine gemeinsame Sitzung für Mittwoch mittag angesetzt. —00000— 5 Die beruhmte Aleranderbnicke welche Warschau mit Prags verbindet. Bern Sn ruussen mrmmmmn en erun werem peagerune gersomssmswurr S uneun grem. puuc Im Zuge der Not. Roman von C. Dressel. 17 (Nachdruck verboten.) Aber wie gesagt, auch ich mußte sie ente täuschen. Ich heirate nicht. Das ist meine Bestimmeeng nicht. Wohl aber fühle ich, das Leben, wie ich es mir nun eingerichtet habe, ist das rechte für mich. Mit Tante Berta habe ich's nun freilich verdorben, aber ich trage leicht an ihrem Zorn, meine besondere Freundin war sie nie, wie Du weißt.„. 9....Masen un Da schreioe ich nun Vogen auf Bogen und habe anfänglich wochenlang mit dem Schreiben gezögert. Es war so ungewohntes Tun, ich fürchtete mich fast davor und mehr noch, Dich mit meinen stillen Gedanken und kleinen Erlebnissen zu langweilen. Nun ich dabei bin, kann ich kein Ende finden mit dem Plaudern und sage mir zur Entschuldigung, das ist Weihnachtsstimmung. Die macht sehnsüchtig und beredt, und Vollrad wird das jetzt auch verstehen und darum geduldig zuhören. Ach, daß wir das Fest gemeinsam verleben könnten, aber ich sehe es ein, diesmal gehts noch nicht. Du darfst noch keinen Urlaub nehmen, mußt Deine Mittel zusammenhalten, nun, und ich muß doch gerade am heiligen Abend meinen Kindern einen Vaum anzünden und möchte auch Marie, die mir so rührend ergeben ist, nicht allein lassen. Du wirst nun vielleicht bei den netten Overlachs die Tanne breunen sehen, oder auch Brügges werden Dich liebenswürdig einladen. Du stehst Dich gut mit dem Kommerzienrat, schreibst Du, folglich nuß er mit Dir zufrieden sein. Wie mich das frohmacht, Vollrad. Von der Frau sagst Du nichts, hast sie ja auch bei Deinem Pflichtbesuch verfehlt, wies mir einfällt. Vielleicht hat sich inzwischen einiger Verkehr angebahnt, und so darf ich gewiß hofsen, daß Du den Weihnachtsabend nicht einsam verbringen wirst, lieber Vollrad, nun du Wert legst auf Familienbeziehungen. Bei uns gab's keine trauliche Feier. Eine pompöse Bescherung, o ja. Hierin geizte Vater nie. Aber sobald der Geschenkakt absolviert war, trennte man sich, den Rest des Abends brachte jeder von uns auf seine Weise zu. Mutter fehlte. Das sagt alles und entschuldigt vieles. Ich werde diesmal nicht einsam sein. Ich putze also den Kindern eine hübsche Tanne und lege ihnen kleine Gaben darunter, allerhand selustgefertigte nützliche und appetitliche Dinge, die kein Vermögen kosten, uns aber schon wochenlang in Atem halten. Denn auch Marie hat Freude daran, wenn auch hauptsächlich deshalb, weil sie sieht, wie fröhlich und gesund ihr gnä' Frölen bei dem Weihnachtswerk ist.„„ Besonders erfinverisch und tatig ist sie im Backen allerhand süßer Sachen. Es wurde fast des Guten zuviel, und deshalb kann ich gern mit Dir teilen. Auch bei Dir gibt's ja kleine Leckermäulchen und vielleicht probierst Du selber mal unsere Künste. Zunächst wirst Du freilich lachen über meine Weihnachtskiste, hast wohl nie im Leben eine bekommen; reichen Leuten schenkt man nichts. Nun wir zu den Kleinbürgerlichen gehören, mußt Du zu deren Sorgen auch die bescheidenen Freuden kennen lernen. Drum laß Dir diesen Festgruß gefallen. Und dann, lieber Vollrad, Du wirst in dieser Zeit außergewöhnliche Ausgaben machen mussen, die Dir vielleicht Verlegenheit bereiten, benutze hierfür beiliegenden Schein. Es ist wirtlich steckt. Wer's muß, wechselt ihn eben. Geht's mir mal knapp, springst Du wieder ein. Geschwister helfen eben einander. Mit herzinnigen Wünschen und Grüßen Deine alte Barbara. Vollrad las nicht nur geduldig, sondern fast gerührt diesen ersten Schwesterbrief, dem soviel Wärme und Reinheit und ebenso eine überzeugende Kraft entströmte. Ja, ar lag irpz, zan andern Mal und trank wie ein Du.##### aus dem klaren Born dieses schlichten tiefen Gemüts. Und als er endlich das lange Schreiben zusammenfaltete, war auch in ihm ein fröhlicher nächste Mal kam's ihm vielleicht zu. Sobald dies harte knappe Lehrjahr überstanden war, erweisen mögen und mußte seufzend vor einer fast geleerten Kasse stehen. Barbara sprang ein, und er durf en. Nicht zur Verschwendung. Bewahre, dies schlimme Attrivut seiner goldenen Jugend lag mit ihr dahinten, hätte sich hier auch so wenig geschickt, als man es ihm geAus Stadt und Land. ** Schwerte, 18. August. *(Kugustmeteore.) Unter allen Sternschnuppenfällen, die während des Jahres periodisch auf treten, nehmen die des Monats August, der sogenannte Verseidenschwarm, mit die erste Stelle ein. Ihnen gleichwertig sind höchstens noch die Sternschnuppen im November, die von den Leoniden ausgehen. Ihren Namen tragen die Augustmeteore, deren Dorläufer schon zu Anfang des Monats auftauchen und deren Maximum in die Cage des 9. bis 14. August fällt, von dem Sternbilde des„Derseus"(jetzt abends tief im Uordosten), aus dem namentlich bei dem Sterne Gamma, die leuchtenden Körperchen ausstrahlen. In früherer Seit nannten fromme Christen diese Meteore Laurentiustränen, da sie glaubten, der Himmel weine feurige Cränen um den heiligen Märtyrer Laurentius, der im Jahre 258 um diese Seit in Rom auf einem Rost lebendig gebraten worden sein soll. Schiaparelli erkannte, der„Kstronomischen Seitschrift" zufolge. die Verseiden als Bestandteile des Kometen 1862 III., nachdem er die Bahelemente beider fast genau übereinstimmend gefunden hatte. Die Nachrichten über Beobachtung der Perseiden reichen bis zum Jahre 830 zurück; danach treten die Ueteore vorwiegend gruppenweise auf, d. h. sie schwellen etwa zwei bis drei Jahrzente lang an und vermindern sich dann wieder für längere Seit; sie bevorzugen eine Periode von 108 Jahren, die nicht sehr viel kürzer ist als die Umlaufzeit des Mutterkometen (54 Jahre). **(Der Fortzug der Schwalben) wild aus verschiedenen Gegenden bereits gemeldet. Diese Erscheinung hat übrigens nichts mit der Möglichkeit eines frühen Winters zu tun. Die Schwalben sind in diesem Frühjahr zeitiger gekommen und ziehen nun auch früher wieder fort. Ob wir einen kalten Herbst bekommen wie 1919, kann mit Bestimmtein dißchen nellent Geishzzet Mg kaufte, für Fritz ein gules Lehrdi. wirklich wohlgesinnte„Frau Wirtin“ eine Jardiniere, wer wollte ihm das bernbeln. gehörte sich einfach so, felbst,gegn h, ihn nicht christlich aufgefordert hauSie unsern Baum brennen sehen? Sie sind hier so fremnd, Herr Klüven. a Natürlich hatte er ein feuriges„Sehl gern gerufen. Allerdings kam wie ein Wassersturz gleich hinterher der Nachgedanke:„Annelise kommt also nicht. Und wäre ich der reine Mustermensch, die Mutter hätte mich sonst lieber ausquartiert, als eingeladen. So nett und zutraulich sie auch sonst geworden ist, in dieser dummen Furcht ist sie sich gleichgeblieben.“ Indes, das Weihnachtsweben mit seiner geschäftigen Geheimniskrämerei, seinem unruhvollen Erwartungsfieber, von dem selbst in seine Junggeselleneinsamkeit ein Ahnen drang, sei es auch nur ein Streifblick aus hoffnungsseligen Kinderaugen, ein Tuscheln und Verstecken in Ecken und Winkeln, hatte seiner halb gelähmten Freude wieder auf die Beine geSo holdem Zauber war nicht zu widerstehen. Ja, die Kinder. Welch Ergötzen, wenn er, paketbeladen seine drei Haustreppen herauspolternd, eines der kleinen Mädel als Pförtnerin antraf— meist war's die kecke Suse, die sin in dieser Zeit zu dem Dienst drängte— und nun nicht bloß mit einem besonders tiefen Knicks empfangen wurde, sondern auch mit (Fortsetzung folgt.) Willst du Großes einst vollbringen, Sei genau in kleinen Dingen. Wisse, viele Körnlein Sand geisterung emklärt, daß PilVerrätern und Ein Sowjetfür den Sienneren Rämpfe ismus werden sein. Die Entile Bourgeoisie unterschrieben, rialismus den #lten hat, und Frankreich. itionen erklärte t jetzt die Um erlauben wird, ilitärdepots, die militärische Ben Sorgen einer e befreien, denn Rumänien, noch ein einwilligen, wenn sie wissen, greiche bolschewidingungen. meldet aus Warzloß in der Nacht russischen Bedinmeinsame Sitzung Land. 18. August. illen Sternschnupes periodisch aufAugust, der sogee erste Stelle ein. s noch die Sternden Leoniden aussie Augustmeteore, des Monats aufdie Cage des 9. ernbilde des„Dersten), aus dem nala, die leuchtenden herer Seit nannten Laurentiustränen, ine feurige Cränen irentius, der im om auf einem Rost soll. Schiaparelli Zeitschrift" zufolge. des Kometen 1862 te beider fast genau e. Die Nachrichten n reichen bis zum n die Meteore vorsie schwellen etwa an und vermindern Zeit; sie bevorzugen die nicht sehr viel des Mutterkometen lben) wird aus veremeldet. Diese Ermit der Möglichkeit Die Schwalben sind ekommen undziehen Ob wir einen kalten mit BestimmtWirtin“ eine das verübeln. lbst wenn letzt ert hatte:„Wolle. sehen? Sie sind * zuriges„Sehr gern“ ie ein Wassersturz edanke:„Annelise wäre ich der reine ätte mich sonst lieber 1. So nett und zuorden ist, in dieser gleichgeblieben.“ weben mit seiner gerei, seinem unruhvon dem selbst in t ein Ahnen drang, blick aus hoffnungsTuscheln und Vern, hatte seiner halb auf die Beine gevar nicht zu widerselch Ergötzen, wenn Haustreppen herausNädel als Pförtnerin kecke Suse, die sich enst drängte— und em besonders tiefen , s o n d e r n a u c h m i t Fortsetzung folgt.) wolhringen en Dingen. n Sand heit natürlich niemand voraussagen. Sicher ist nur, daß kein Kohlenüberfluß zu erwarten ist. er(Der Kurtoffelpreis.) Die Einsicht der Landwirte in der Kartoffelfrage beginnt sich gegenüber dem Bürokratismus der Reichsregierung nun doch in Caten umzusetzen. So haben die Landwirte in Frankenhausen am Kyffhäuser erklärt, daß sie auf den Konventionalpreis von 30 Mark für den Jentner verzichten und mit 18 Mark zufrieden sind. Man sollte überall die Landwirte fragen, bevor dekretiert wird, es bleibt für die vorbestellten Kartoffeln bei dem Konventionalpreis von 30 Uk. kein anständiger Landwirt will in den Verdacht geraten, Wucher zu treiben. Judem bedeutet der Abbau der Lebensmittelpreise auch den Preisabbauu der industriellen Fabrikate. *(Nichtraucherabteile 4. Klasse.) Infolge der hohen Fahrpreise wird die 4. Wagenklasse bedeutend stärker benutzt als bisher. Dadurch macht sich das Bedürfnis nach einer Einrichtung und Vermehrung der Raucherabteile 4. Klasse geltend. Es ist daher soeben Anweisung gegeben worden, in den Haupt- und Uebenzügen den vierten Ceil der Abteile 4. Klasse, mindestens aber ein Abteil für Nichtraucher einzurichten. Es ist hinzugefügt worden, daß das Rauchverbot in diesen Abteilen von dem Jugpersonal unbedingt durchzuführen ist. **(Im Silberkranz.) Am gestrigen Cage konnten die Eheleute Oberpostschaffner a. D. Heinr. Böcker und Frau, Huguste geb. Gerdsmann, das Jest der silbernen hochzeit feiern. Den vielen Glückwünschen, die dem allseits beliebten Jubelpaare von allen Seiten zugingen, schließen wir die unserigen noch nachträglich gern an; möge sich das jetzige Silber dereinst in Gold verwandeln. *( T h e a t e r.) D o r v o l l s t ä n d i g a u s v e r k a u f t e m Hause ging gestern abend in unserem Musentempel die Operette„Der Soldat der Marie" in Szene. Die reizende Geschichte von den drei schönen Müllerstöchtern Mariette, Marianne und Marie und dem Soldaten Fritz bezw. Drinzen Kurt hat auch hier ungemein gefallen, zumal die ganze Handlung durch die köstliche Musik des bekannten Berliner Komponisten Leo Escher belebt wird; namentlich die einschmeichelnden Walzermelodien geben dem Werkchen eine besonders gute llote. Schade, daß der Cheaterleitung kein größeres, gut eingespieltes Orchester, mindestens ein Streichquartett zur Verfügung steht. Die Aufführung selbst, ersichtlich mit großer Sorgfalt vorbereitet, stand unter einem guten Stern, zumal die Spielleitung bei der Rollenverteilung eine überaus glückliche hand gehabt hatte. Lissy v. Schenk, Rosl Hartmann und Frau Direktor Weittmann waren drei ganz reizende Müllerstöchter, Max Seibecke, der gestern abend sehr gut bei Stimme war, führte seine Doppelrolle als einfacher Soldat und als Prinz mit bestem Gelingen durch, Direktor Gütschom war als Cambour ganz an seinem Platze und die komik von Fritz Sünemann als ehemaliger Ghoftänzer Mumme und Dater der drei schönen Müllerstöchter war einfach unwiderstehlich. Als seine Gattin— bereits die vierte— spielte Sascha Amberger ganz vorzüglich. Die Ausstattung ließ kaum einen Wunsch offen; nur der Mann im „Flüsterkasten“ hätte seine Stimme etwas mäßigen können. Das Publikum war ganz begeistert und spendete jubelnden Beifall und reiche Blumenspenden.— heute findet die zweite Aufführung der Operette statt; wir können dem Publikum nur dringend raten, sich zeitig mit Eintrittskarten zu versehen. **(Der heutige Wochenmarkt) war ungemein reich beschickt und schon in den ersten Stunden entwickelte sich ein recht lebhafter Handel. Die Preise sind im großen und ganzen etwas zurückgegangen und stellten sich wie folgt: Schlangengurken Stück 50 Ofg. bis 1,50 UI., Einmachgurken Ofd. 1.50 bis 2 UI., Kepfel 70 Pfg., Cafeläpfel Mark bis 1,20 UI., Birnen 50—70 Pfg., Cafelbirnen 1—1,50 U., Pflaumen 1—1,50 UI., Weißkohl 35 Ofg., Wirsing 50 Pfg., Rotkohl 70 Pfg., Butterkohl 30 Pfg., Kohlrabi 30 Pfg., Salat 25 bis 30 Pfg., Möhren 50 Pfg., Stielmus 20 pfg., Grüne Bohnen 50 Ofg. bis 1,50 UI., Swiebeln 60 Ofg., Melde 50 Pfg., Mangold 30 Ofg., Heringe Stück 1.25 M., Fisch Pfd. 2,.50 M. r Lichtendorf, 17. Aug.(Curnerpreise.) Am Senntag errang die zweite Aufmarsch=Riege des Curnklubs Lichtendorf auf einem von ihm besuchten Curnerwettstreit den 1. Preis im Aufmarsch mit Oyramidenbau, außerdem errang der Curnschüler Gustav Blaurock den für den flinksten linken Flügelmann angesetzten Ehrenpreis und der Curner Wilh. Meyer den 1. Preis am Barren. Den Siegern und dem Club ein kräftiges Gut Heil! * Syburg, 17. Aug.(Warnung für Badende.) Wegen der beim Baden in der Ruhr an der hohensyburg vorgekommenen vielen Unglücksfälle hat der Amtmann des Amtes Boele an den gefährlichen Babestellen Warnungstafeln aufgestellt. Kußerdem sind die zuständigen Polizeibeamten zur per schärften Kontrolle veranlaßt. Jur Verhinderung weiterer Unglücksfälle werden die Eltern usw. hiermit nochmals ersucht, ihre Angehörigen auf das strengste anzuweisen, auf diese Warnungstafeln stets zu achten und die gefährlichen Stellen zu meiden. *“ Ergste, 17. Aug.(Geheimschlächter.) In der Nacht gum 9. Mai stahlen der Schuhmacher Heinr. Köster und der Invalide Wilhelm Schmitz, beide aus hagen, ein dem Landwirt Keppmann aus Reingsen bei Ergste gehörendes Kind im Werte von 2000 Uk. von der Weide und teten es gleich an Ort und Stelle. Verschiedene blutige Geräte wurden für sie zu Verrätern, sodaß am nächsten Morgen auf dem Bahnhof in Westhofen ihre Festnahme erfolgen konnte. Jeder der Diehdiebe hatte einen Sack mit frischem I welches dem Bestohlenen abgeliefert wurde, bei sich. Wegen Rückfalldiebstahl wird Köster von der hagener Strafkammer zu 1 Jahr Gefängnis und wegen einfachen Diebstahls erfolgt die Verurteilung des Schmitz zu 4 Monaten Gefängnis. Köster wird eine Untersuchungshaft von 2 Monaten und 2 Wochen angerechnet. —.00002* Cagung des Märkischen Rreises Rhein.-Westf. Stenogr. Vereine. Am Samstag trat in Westhofen nach längerer, durch die Kriegszeit veranlaßter Dause der Märkische Kreis rheinisch=westfältscher Stenographen-Vereine„Stolze=Schrey" zu einer Kreistagung zusammen. Es hatten sich etwa 12 Vereine zur Beratung über die weitere Kusdehnung des Systems und zum friedlichen Wettkampfe eingefunden. herr Beigeordneter Max Lohmann, Besthofen hieß die auswärtigen Vereine namens des Amtes Westhofen herzlich willkommen und wies in eindringlicher Weise auf die Wichtigkeit der Stenographie gerade in der Jetztzeit für alle mit Schreibwerk beschäftigten Oersonen hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Kurzschrift auch in den öffentlichen Verwaltungen immer mehr Eingang finden möge, wie dieses in Handel und Industrie, welche ohne die Kurzschrift kaum noch auskommen könnten, geschehen sei. Nach den geschäftlichen Mitteilungen des Kreisvorstandes wurden die vom Ortsverein Westhofen zur Beratung stehenden Anträge ohne große Oebatte angenommen. Jukünftig sollen demnach bei den Kreiswettschreiben sämtliche preiswerten Arbeiten mit ersten, zweiten oder dritten Preisen ausgezeichnet werden, während früher nur ein Preis in jeder Rbteilung vom Kreise ausgezeichnet wurde. Don der Neubelebung des stenographischen Lebens in Schwerte durch Gründung eines neuen Vereins„Stolze=Schrey" wurde Kenntnis genommen. Auf eine Anfrage aus der Versammlung heraus, an welchen Dolkshochschulen nach„Stolze=Schrey“. Unterricht erteilt werde, wurde mitgeteilt, daß an sämtlichen Anstalten dieser Art innerhalb des Kreises stenographischer Unterricht nach Stolze-Schrey erteilt wird, und daß überhaupt das stenographische Leben im Kreise kräftige Fortentwickelung zeigt. In dem an die Beratungen sich anschließenden, Wettschreiben wurden in den Abteilungen von 60 bis 240 Silben pro Minute geschrieben, das erfreuliche Resultate zeigte. Folgende Mitglieder des Vereins Westhofen und Schwerte wurden ausgezeichnet: Gruppe 80 Silben: B. Docke, Westhofen, Wilh. kogelheide, Westhofen, 1. Preis, Gruppe 120 Silben: herm. Diebahn, Westhofen, Rob. Schneider, Westhofen, 1. Preis, Gruppe 140 Silben: Emil Schermeng, Schwerte, 1. Preis, Gruppe 160 Silben: Wilh. holsiepe, Westhofen, 1. Preis, Gruppe 240 Silben; hans Gras, Westhofen, 1. Preis. Infolge der sich hinzichenden Beratungen mußte das Wettschreiben mit der Gruppe 240 Silben abgebrochen werden, bei den kommenden Kreistagungen wird durch eine andere Knordnung dafür Sorge getragen, daß auch bis zu den höchsten Abteilungen geschrieben werden kann. Einen schönen und würdigen Abschluß fand die Cagung durch einen Festabend, zu dem der Verein Westhofen anläßlich seines 35jährigen Bestehens eingeladen hatte, welcher die Kreisvereine und interessierte Bürgerschaft Westhofens vereinte. Herr Carl Heinz Lohmann, Westhofen, zeigte seine ausgereifte Kunst am prachtvollen Flügel (Roth u. Junius) mit schwierigen Bach= und Liszt= Conwerken, während herr Walter holstepe, Westhofen als Rezitator des Hezenliedes von Wildenbruch und anderer kleinerer Stücke von Goethe die Juhörerschaft mit sich fortriß. Frl. Martl. Schellenberg vom städtischen Schauspielhaus hagen erfreute die Gäste mit dem Dogellied aus „Bajazzo“ und zwei weiteren Liedern, deren feinsinnige Begleitung am Flügel herr Opernkapellmeister h. Morschel vom städt. Schauspielhaus Hagen in liebenswürdiger Weise übernommen hatte. Die Darbietungen der kleinen Künstlerschar fanden bei den Teilnehmern jubelnden Beifall, dessen sich auch herr Musikdirektor Betzel, Dortmund mit seinem Streichorchester zu erfreuen hatte. Der gesangliche Ceil wurde schätzenswert ergänzt durch herrliche Liederspenden des SoloCuartetts vom Männergesangverein„Sangeslust"= Westhofen. Die Festansprache hatte herr Fabrikbesitzer Adolf Ebeling, Westhofen übernommen, welcher, tiefe Sachkenntnis zeigend, lichtvoll und formvollendet die Entstehung der Stenographie und ihre Entwickelung bis in die heutige Seit schilderte und seinem Bedauern darüber Ausdruck gab, daß es trotz aller durch die Revolution de: vorgerufenen Umwälzungen bis heute noch nicht gelungen sei, die bestehenden Stenographen=Systeme zu einem einigen Einheitssystem zusammenzuschmieden, das uns ganz besonders jetzt not tue und zum obligatorischen Unterrichtsgegenstand aller Schulen bestimmt werden müßte. Im fidelen Ceile der Veranstaltung ergriff herr Max Lohmann, Westhofen das Wort zu einer überaus launigen und humorvollen Rede auf die Damen. Ein flotter Canz hielt die Bürgerschaft Mesthofens und auswärtige Vereine noch einige Stunden vergnügt beisammen. 00 den Orovinzen. * Merklinde, 17. Kug.(Lotgedrückt.) Auf der Seche Sollern wurde der Bergmann Hellinger bei den plötzlichen Hochgehen des Förderkorbes erdrückt. Ein anderer Bergmann erlitt so schwere Verletzungen, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. * horst=Emscher, 17. Aug.(Swei Bergleute tödlich verunglückt.) Bei der Personenbeförderung sind auf der Seche„Matthias Stinnes“ zwei Bergleute durch Sturz in den Schacht tödlich verunglückt. Beide sind verheiratet und hinterlassen Jamilie. * Bochum, 17. August.(Ausschreitungen Kriegsbeschädigter.) Hier fand gestern nachmittag eine von etwa 2000 Kriegsbeschädigten veranstaltete Kundgebung gegen den Magistrat statt. Der Umzug begegnete unterwegs dem Stadrat Rumpf, der aufgefordert wurde, eine Ansprache an die erregte Uenge zu halten, was er ablehnte. Daraufhin fielen die Kundgeber über den Stadtrat her und schlugen ihn mit Stöcken und Krücken nieder. Nur mit größter Mühe konnte er in ein nahes e Selsenlichen, Ir. aug.(Das deite Der an der herstellung von Branntwein aus Spiritus beteiligte Klempner Wunderlich ist im evangelischen Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Die Explosion hat nunmehr das dritte Op* Quisburg, 17. August.(Automobilunglück) An der Baustelle der Demag fuhr ein LastkraftKügen eine Mauer um. Iwei an der betreffenden vagen eine Mauer um Iw Stelle spielende Kinder gerieten zwischen Wagen und Mauerung. Dabei wurde der neunjährige Schulknabe Klemens getötet, während die gleichalterige Gertrud bedder schwere Verletzungen erlitt. Ein furchtbares Verbrechen das in seinen Einzelheiten und Motiven an den Granseer Jamilienmord im vergangenen Winter erinnert, ist in der Nacht zum Sonntag in dem Dorfe Jernitz, das in der Priegnitz an der Hamburg=Berliner Strecke in der llähe von Wusterhausen an der Dosse liegt, verübt worden. Dort wurde der Straßenbauarbeiter albert Strogali in seinem Hause mit zweien seiner Söhne und seiner erwachsenen Cochter ermordet aufgefunden. Im Laufe des Sonntags wurde ein dritter Sohn des Ermordeten unter dem dringenden Verdachte des Dater= und Geschwistermordes am Catorte verhaftet. Eine zweite Festnahme erfolgte in Uyritz, wo ein der Mittäterschaft verdächtiger Freund des beschuldigten Sohnes von der Dolizei in Gewahrsam ge—90090— Letzte Drahtmeldungen. Eigener Depeschendienst. Aufhebung der Kartoffelzwangswirtschaft. CU Berlin, 18. Kug. Der Dolkswirtschaftsausschuß des Reichstages nahm mit 15 gegen 12 Stimmen eine Verordnung an, wonach die Kartoffelzwangswirtschaft vom 15. September 1920 ab aufgehoben wird. Raubüberfall auf einen Geldbriefträger. aU hannover 18. Aug. Ein Kaubüberfall auf einen Geldbriefträger wurde gestern vormittag 10 Uhr im Centralhotel verübt. Ein Gast, der unter dem Namen Eduard Jürgen aus Köln seit gestern als der 68jährige Gberbriefträger Heldberg ihn an den vermeintlichen Adressaten abliefern wollte, wurde er von dem Manne überfallen und mit einem Messer und einem eisernen Gewichtstück übel zugerichtet, so daß an seinem Aufkommen gezwotfelt wird. Der Cäter konnte sofort im hotel verhaftet werden. Nach seinen Dapieren ist es ein Kurt Kunze aus Kiel. Auf dem Cransport zur Polizeiwache wurde er auf der Straße vom Publikum arg mißhandelt. Der Geldbriefträger hatte 60000 Mark und 30 Geldbriefe bei sich. Blutige Jusammenstöße in Oberschlesten. (U Beuthen, 18. Aug. Bei den Demonstrationsstreiken für die Ueutralität Oberschlestens kam es in Kattowitz und Rybnik zu Jusammenstößen. In Kattowitz setzte sich ans Ende des Demonstrationszuges französische Kavallerie. Die Menge grisf sie an. Ein französischer Soldat blieb tot auf dem Platze. Die Franzosen eröffneten Maschinengewehr= und handgranatenfeuer. 9 Cote, darunter zwei Sicherheitspolizisten, und 26 Verwundete blieben auf dem Platze. Der Polenführer Rechtsanwalt Dr. Milewski, der eine handgranate aus dem Fenster warf, wurde aus der Wohnung geholt, erschlagen und in die Rawa geworfen. Die Sicherheitspolizei stellte den Dienst ein und gab die Wafsen ab. Gegen 6 Uhr zog die Mlenge zur polizei, um sich der Waffen zu bemächtigen. Das französische Militär wurde auf Grund von Verhandlungen mit den Gewerkschaftsführern zurückgezogen, In Rybnik drang ein polnischer Stoßtrupp in die Protestversammlung ein und sprengte sie. Auf einen Pfiff fielen Schüsse. Eine Person wurde getötet, vier verwundet. Besuch Dr. Simons beim schweizerischen Bundesrat. TU Basel, 13. Kug. Der deutsche Minister des Keußern Dr. Simons, der sich zur Seit bei seiner Schwester in Daedenswil aufhält, hat am Dienstag dem schweizerischen Bundesrat in Bern einen Höflichkeitsbesuch abgestattet und zwar in Be„ gleitung des deutschen Gesandten Müller. Jur Entwaffnungsfrage. TU Berlin, 18. Aug. Der parlamentarische Beirat zur Entwaffnung der Bevölkerung wird, wie der„Berl. Lok.=Knz.“ aus parlamentarischen Kreisen erfährt, am Sonnabend zu einer Sitzung zusammengetreten. Die Einberufung dürfte auf einen Wunsch des Reichskommissars für die Gntwaffnung, Staatskommissar Dr. Deters, zurückzuführen sein, der zur Jeit mit den Vertretern der Länder über die Ausführungsbestimmungen verhandelt. In der Sitzung des parlamentarischen Beirats soll die endgültige Fassung des Entwaffnungsgesetzes beschlossen werden. Direkter Funkendienst Deutschland—Amerika. CU Berlin, 18. Aug. Wie die„Cel.=Union“ meldet, sind soeben wichtige Verhandlungen zwischen der deutschen Reichspostverwaltung und einer amerikanischen Interessentengruppe zum Abschluß gelangt, welche die Wiederaufnahme des direkten Telegrammverkehrs mit den Vereinigten Staaten zum Ziele hatten. Es ist nunmehr möglich, eS-... jchanriggkahel unter Umgehung der bis zu diesem Jeitpunkt d# transatlantischen Verkehr dienenven ueverseekabel von Frankreich und England nach Amerika mit hilfe des Tunkendienstes den direkten TelegrammAnstausch mit den Vereinigten Staaten durchzuführen. Der Dienst wird zurzeit von den beiden Großstationen Hauen und Marion ausgeführt. Lemberg gefallen. (U Soldau, 18. Kug. Die Division hat die Nachricht erhalten, daß Lemberg nach dreimaligem Sturm genommen wurde. Die polnischen Verluste sind sehr schwer. Die Befestigung der polnischen holschewistischen Regierung in Bialystok macht Fortschritte, ebenso wie die Bildung der polnischen Sowjetarmee, von der Ceile auf Seiten der Kussen kämpfen. Die Flüchtlingsnot im Osten. (U Berlin, 18. Kug. Infolge der politischen 0 Ereignisse im Osten, die sich stündlich stalten, nimmt die Jahl der flüchtenden Polen imSowohl in dosen wie ir Uhaen lauGere 3 ∆ 7 — stalten, nimmt die Jahl der flüchtenden 0 * mer mehr zu. Lowoit in Posen wir in Uhen laufen dauernd Jüge mit vielen Causenden von Flüchtlingen ein. Es besteht die große Gefahr, daß infolge der knappen Lebensmittelvorräte die dortige Bevölkerung alsbald in große Schwierigkeiten geraten wird. Sowjetrußland erkennt den Verfailler Vertrag nicht an. aUI Paris, 18. Aug. In einem Telegramm an Kamenew erklärt die russische Regierung: Im Jusammenhang mit dem zwischen Kußland und Lettland unterzeichneten Friedensvertrage forderten die Letten, daß Rußland ihnen einen Anteil an den Entschädigungen gewähre, die Deutschland, nach dem Deesailler Vertrage an Rußland zahlen muß. Die russische Delegation hat auf diese Forderung erwidert, daß sie den Versailler Vertrag nicht anerkenne, daß also weder Rußland noch land an diesem Vertrage als beteiligt gelten könnten. Die lettische Forderung müsse deshalb Seichet wein. belantnottilg V. die Schriftleitung: Fried. Keuas verantwortlich für Der ratlose Elente rKat.!. Druck und Verlag: Carl Braus, beide in Schwerte. M Gestern abei. d 8 Uht versebied nach kurzer schwerer Krankheit unser liebes Söhnchen Wir hasten so langs Gedar!! 1 Mexikanische Staatsanleihen ohne notleidende Coupons Menikan. Hypolhekenbank-Plandbriele (urg und Mieidanden. 86 Achtung! 1 Anordnung. Im Alter von 2 Jahren. Dies zeigen an mit der Bitte um stille Tellnahme Die trauernden Hinterbliebenen Fam. Friedr. Pischer nebst Großeltern. Westhofen, Höchsten, den 17. Aug. 1910. Einlösung von Coupons und Dividendenscheinen ausländischer Renten u. Aktien. Regelm. erscheinende Abhandlungen über den Herren= u. Bamen umpfephale Viel Geld sparen Sie, wenn Sie Ihre alten Hüte auf neue Formen umpressen lassen. Wachen Sie einen Versuch und Sie werden zufrieden sein! Sorgfältige und gewissenhafte Auskunft. Verteilung über alle F.nanztraven kostenfrei Küefernalt: 8-8 Tage unter Garantie! Korkurranzios er billige Preise!. Kapitalmarkt an Interessenten auf Wunsch. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909, Reichsgesetzblatt Seite 519, mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten folgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche herrscht z Zt. unter dem Rindviehbestande des Landwirts Heiur. zu Lichtendorf Als Sperrbezirk wird bes immt: Das Seuchengehöft. Auf diesem Bezirk finden die Bestimmungen K max Samson& Co., Raus, Hamburg 8 Tel.-Adr.: Emesco. 8008 Fernspr.: Hagan 1443. 1444, 1445. &am Uiest. Herran- u. Domenhdl-raorik u. Umpr AbAS-Gi,&ae aunter k meiner vichenchenpolzelichen Anodung X Schwerte, Brückstr. 7, im Hauss d Herrn Köster, Zigatrengescb. 2#8/oom 2. August 1920 Anwendung, die im amtlichen 4782 Beachten Sie bitte unsere Schaufenster!# Kreisblatt(Schwerter Zeitung) vom 13. Aug. 1926 2#1 ab a5 Bat.at dn a. St20t. 8b db 1 5200004. 086. 0— Die Beerdigung flndet Freitag, den 20 August nachm. 5 Uhr, vom Storbehause aus statt. 478 Zukunft Heirat, Rheleben, Reich. tum usw. n. Steinen ber Charakter n. der Handschrift. Nur Geburtst. u. 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Die Abschnitte III—VII einschließlich der genannten Anordnung bleiben mit der Maßgabe bestehen, daß der erste Satz des§ 5 Ziffer 1 wie folgt geändert wird. „In der Gemeinde Lichtendorf wird verboten.“ Hörde, den 7. August 1920. 4726 Der Landrat. I. V.: gez. Dreves. Viehleuchenpolizeiliche Anordnung. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(R G Bl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten folgendes bestimmt: Nachdem nach amtstieräsztlicher Feststellung die Maul= und Klauenseuche unter dem Kleinviehbestande des Wasserwerksarbeiters Gustav Wöste in Villigst 221 abgeheilt und eine Neuerkrankung nicht vorgekommen, die Desinsektion vorschriftsmäßig ausgeführt und durch den Kreistierarzt abgenommen ist, gilt die Seuche auf dem erwähnten Gehöft als erloschen. Die in meiner viehseuchenpolizeilichen Anordnung vom 18. Juli 1920 angeordneten Schutzmaßregeln hebe ich daher hiermit auf. Hörde, den 13. August 1920. Der k. Landrat. 4727 I. V.: gez. Dreves. Bekanntmachung. Die Heberolle über die für das Jahr 1919 aufzubringenden Kosten zur westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft und der Verteilungsplan hierzu liegen gemäß§ 1621 Abs 2 Satz 1 R. V. O. vom 17. August 1920 ab während zweier Wochen zur Einsicht der Beteiligten im neuen Rathause, Zimmer Nr. 11 ans. Binnen einer weiteren Frist von 2 Wochen kann der Betriebsunternehmer gegen die Beitragsberechnuug bei dem Sektionsvorstande in Hörde Widerspruch erheben, er bleibt aber zur vorläuftgen Zahlung verpflichtet. Schwerte, den 14. August 1920. 4716 Der Magistrat. Rlechts-K, Raschertüfe!— O“ Donvelte Otto Loose- Hohenlimburg i. W. Gosthostr. 7—12 u: Ruf 380. besellol„chrueruns inerhalb 24 Stunden gunser Beugamit Prospehte md vielen Dankschreiben gralie Ein neuer 8 zölliger Wagen zu verkaufen. Geeignet für Kohlenfuhrwerk. Reslauran! Jur Linde 4730 Ostenstr. 13. 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Er ∆ 5 ∆ 5 S 55 SRS S# S 8 9 • 0 9 82 8 * * 3 ** * 62 S—* S 2 3 55 2 —S S 99 5 5 : 92 59* * 0 6 I * B 8 5 K 9955 5 95 Fast jauchzend klang es von ihren Lippen und hallte voll durch den Raum. Sie achtete des Mannes nicht, welcher einsam in einer dunkleren Ecke saß, wie müde zurückgelegt in dem weichen Sessel; aber seine Augen hafteten unverwandt auf der Gruppe inmitten des Zimmers. Beinahe unbewußt sprach er es nach: „Es ist der Sommer nur, der scheidet—.“ Aber er vollendete nicht— ihn fror, wenn er an seinen Lebensherbst und an den Winter dachte. Die Sonnenlichtbehandlung Verwundeter in der Türkei. Auch in der Behandlung der Kriegsverletzten hat sich in vielen, oft sehr komplizierten Fällen die Natur selbst als bestes und wirksamstes Heilmittel erwiesen. Besonders mit der Behandlung von Wunden durch Sonnenlichtbestrahlung konnten die besten Ergebnisse erzielt werden. In ausgedehntem Maße wurde diese Behandlungsweise in der Türkei durch deutsche Aerzte eingeführt. Wegen der intensiven Wärme des Sonnenlichtes im Orient erschien die ausgedehnteste Berücksichtigung dieser Behandlungsweise als geboten, und viele türkische Soldaten verdanken ihr die schnelle Heilung ihrer Kriegsverletzungen. Einen ausführlichen Bericht über diese Behandlungsweise in der Türkei während der letzten zwei Jahre veröffentlicht der zur Mittelmeerdivision kommandierte Marinestabsarzt der Reserve Dr. Asbeck in der Feldärztlichen Beilage der„Münchener Medizinischen Wochenschrift". Der Berichterstatter wurde im Mai 1915 nach Konstantinopel kommandiert und übernahm dort die deutsche Abteilung des in der früheren Kriegsschule untergebrachten Reservelazaretts Hardié, wo die an den Dardanellen verwundeten Türken untergebracht wurden. Da zur Zeit der Gallipoli=Kämpfe die deutsche Abteilung durchschnittlich mit 1500 Verwundeten belegt war, konnte die Behandlung der Wunden durch Sonnenlicht in ausgiebigster Weise erprobt werden. Wie Dr. Asbeck bemerkt, hatte er sich bereits auf einer Ostasienreise im Jahre 1899 mit der Behandlung frischer Wunden durch die austrocknende Kraft der Tropensonne beschäftigt. Mit um so größerer Energie ging er daran, diese Methode auch in Konstantinopel zu praktizieren, da die Temperaturverhältnisse hierzu die beste Möglichkeit boten. Im Sommer 1915 konnte die Strahlenbehandlung nicht völlig in der gewünschten ausgedehnten Weise verwirklicht werden, da die damals herrschende große Fliegenplage die Gefahr barg, daß beim Lagern der Verwundeten im Freien durch die Insekten Injektionskeime von einer Wunde zur anderen übertragen werden könnten. Aber die ausgewählten Einzelfälle, bei denen man Freilichtbehandlung anwandte, ergaben die besten Erfolge. Die Eiterungen, selbst hartnäckigster Art, heilten überraschend schnell, meist mit völlig glatter Narbe, und auch die Ueberhäutung ging sehr rasch vor sich. Da im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres die Fliegenplage viel geringer war, wurde die offene Wundbehandlung in großem Maße praktiziert. Man schickte die Patienten an jedem schönen Tag in den parkartig angelegten Hofraum des Hardis=Lazaretts, und die Schwerverwundeten wurden auf 1 Bahren hinuntergetragen. Hierbei machten die deutschen Aerzte die Beobachtung, daß die türkischen Verwundeten die Betten nicht verlassen wollten, so daß sie oft gegen ihren Willen in den Hofraum getragen werden mußten. Als sie aber erst einmal erkannt hatten, daß ihre Wunden sich unter der Einwirkung des Sonnenlichtes virll schneller schlossen als früher, suchten sie selbst freiwillig jede nur mögliche Gelegenheit, die Wunden der Sonnenbestrahlung auszusetzen. Von besonderem Wert erwies sich die lichtbehandlung, als der Skorbut die Verwundeten bedrohte. hier zeigte es sich erst vollends, wie groß die Wirkung der Sonnenstrahlen ist, da bei zunehmender Sonnenwärme mit einem Schlage die Skorbuterscheinungen der Wunden zurückgingen und die Geschwüre heilten. Im Monat Juni gab es daher auf der ganzen Abteilung keinen einzigen Fall von Skorbut mehr. Trotz der Wirksamkeit der im Kriege noch stark vermehrten wissenschaftlichen Methoden kommt auch heute noch der Sonnenlichtbehandlung der Wunden eine Bedeutung zu, die auch von den kunstvollsten Mitteln nicht übertroffen werden kann. # Ein sächsischer Goldfluß. Die Grundlage der gesamten Finanz= und Volkswirtschaft beruht auf einem Metalle, dem Golde, das daher auch in den kleinsten Mengen von erheblicher Bedeutung ist. Wie der Staat zur Sicherung seiner Anleihen möglichst viel verarbeitetes Gold an sich zu ziehen sucht, so dürfte es auch nicht unwichtig sein, die Stellen in der Natur nachzuprüfen, an denen früher Gold gefunden ist. Im neuesten Heft der„Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz" macht der Bahnhofsvorsteher Stöckel in Jocketa auf das Flüßchen Göltzsch aufmerksam, das bei Falkenstein entspringt und bei Greiz sich mit der Weißen Elster vereinigt. Eine recht umfangreiche Goldwäscherei muß im Göltzschtale in alten Zeiten betrieben worden sein, der Sage nach von Venedigern, die für derartige Naturschätze eine„gute Nase“ hatten; viele Sand= und Geröllhügel, die man noch jetzt in Gruppen antrifft, sind Beweise dafür. Im Jahre 1564 wird das Gold im Vogtlande erwähnt in einem Schreiben des Kurfürsten August, bald darauf wurde eine„Goldseifenordnung“ erlassen. Die Blütezeit erlebte dieser Industriezweig im Anfange des 18. Jahrhunderts, wo Münzen aus vogtländischem Golde geprägt wurden. Die Ausbeute aus einem Zentner Schlick betrug 1⅛ Dukaten, 1711 sogar 2¼ Dukaten Gold. Bergwerksmäßig ist der Goldbau nur an einer Stelle in Angriff genommen worden; dieser Quarzgang„Segen Gottes zum goldenen Lamm“ ist noch zu sehen. Zehn Meter weit trieb man ihn vor, dann gab man das Unternehmen auf. Begonnen hatte man es wohl, weil man 1710 in der Goldwäsche bei der Bünauischen Mühle derbe Goldkörner auffand, nicht wie sonst nur Goldblättchen. In den Jahren 1839—42 haben drei Bergmeister die Waschversuche wieder aufgenommen, seitdem sind sie unterblieben. Da man in dem Gebiete Quarz, Schwefel= und Kupferkies, gediegenes Kupfer, Eisenglanz, Magneteisen und andere als regelmäßige Begleiter des Goldes bekannte Mineralien antrifft, hält der Verfasser die Wahrscheinlichkeit des Goldvorkommens für gegeben, abgesehen davon, daß die Mannigfaltigkeit des geologischen Aufbaues für die Möglichkeit spricht. Es dürfte sich demnach empfehlen, diese alten Golderzlagerstätten mit Hilfe der neuesten technischen Erfahrungen gründlich zu untersuchen. □ E. m 8 2. 2 9 S ** * E S S. S# S — 50 S2 g.— S 2 8 S 98P FSys . B. S L.5 S # 3 bsm *—85#E2 50#i# S WgE S Te " SJ Fag SOS“— # e B 58 S Sifye —* SS—eg ** 3 B##gE 2 S SE S S. ms as S S 8263T 3R SSSEE 8. SSTE #. 0. 10# 6. 9 ne # C.g.. * 3*** Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Hörde Daupt- Annoncendiatt. Unterhaltungs-Beilage zu Nr. 195. Mittwoch den 18. August 1920. lähender=Errrcer Ich glaube kaum, daß i einen Tag wartet,“ sagte die Signora endlich,„ich werde nicht wiederkommen, Meister! Mein Mann gibt seine Entschlüsse nur selten auf, in diesem Falle sicher nicht, denn derstörichte Mensch ist eifsersüchtig.„4„ fixierte sie des Kunstiers Gesicht. Es „Wer ein solches Juwel in die Pflicht, es sorgfältig zu Verstohlen siri blieb ernst und gelassen. seiner Gattin besitzt, hat Verächtlich zuckte es um ihre roten Lippen. Laune ist's von meinem Manne, nichts weiter! Der und mich behüten! Oft vergehen lange Wochen, er kaum Notiz von mir nimmt. Ihm ist die Wissenschaft alles! Das Bild wird er kaum ansehen, er hat keinen Sinn für Schönheit und häusliches Glück!“ Sie seufzte tief und herzbrechend.„Vor der Hochzeit glaubte ich sein Alles zu sein, da warb er mit heißen Worten um meine Liede. Aber wie bald wurde das anders! So schal und leer ist wohl selten ein Leben, wie das „Ich kann nicht glauben, daß der Herr Professor an so viel Schönheit und Anmut gleichgültig vorübergeht, Signora. Wäre es nicht die lohnendste Aufgabe für Sie, den Gatten davon zu überzeugen, daß Sie nur für ihn leben?“ „Nein, dazu habe ich nicht die geringste Lust,“ jetzt lachte der reizende Mund schon wieder,„und für ein solches Bemühen würde mein Bücherwurm auch wenig Verständnis haben.... Er ist ja kein Deutscher!“ setzte sie ein wenig mokant hinzu. „So, danke.“ Linden verneigte sich,„ich bin fertig, gnädige Frau, die letzte Sitzung kann recht wohl wegfallen. Haben Sie nur die Güte, mir die Adresse zu übermitteln, wohin ich Ihnen das Porträt nachsenden darf.“ Tief verletzt erhob sich Signora Alvarez. Einfach brutal erschien ihr Lindens Verhalten. Sie öffnete ihre Handtasche und nahm zehn Tausendmarkscheine heraus.„Das Honorar möchte ich gleich heute berichtigen.“ Sie war bemüht, kühl und geschäftsmäßig zu sprechen, aber die Tränen klopften in ihre Stimme; wider Willen wurde Linden von neuem gerührt. Trotz ihres Reichtums kam sie ihm vor wie eine Blume am Wege, nach der jeder Vorübergehende die Hand ausstrecken darf, um sie zu brechen. „Arme kleine Frau,“ dachte er,„wirst du tapfer bleiben? Es kann dir keiner helfen. Dein Stolz und her Kosk alch elie die Kdläs Kral ae d. 4n der „Das Honorar bitte ich erst wvenn dos Vortrot HizerScheln, zusammenfaltend und sie darauf aufdrängen konnte sie ihm das Geld nicht.„Dann mag mein Mann selbst diese Angelegenhei vronen,“ sagt sie verletzt,„leben Sie wohl, Sennor Linden!“ „Leben Sie wohl, teure Frau, leben Sie wohl! heiß und innig hatte er ihre beiden schlanken, feiner Hände geküßt, im selben Moment aber auch die Tür geöffnet, trotz ihres flehenden Blickes. Sie mußte, gehen, er zwang sie durch sein Verhalten dazu. Und doch konnte sie ihm vich, ung zürnen, ihr Feingefühl Jsagte ihr, daß er niese welcher manch Gsggmper Trinkgeld von der schönen, vornehmen Dame berommen, stand schon bereit, um sie mit einer tiefen, respektvollen Verbeugung im Lift aufzunehmen, g.45, Hand Linden konnte nur noch die kleine bevenve Han küssen und seine Empfeblungen an Par.,., giztg, und auftragen, da schloß sich schon die Ture des Eiser, derselbe setzte sich in Bewegung. ngich zehrte Linden Ein wenig ernst und nachdenrn.,. in sein Atelier zurück, wo noch das zucte Po welches die Signora liebte, schwebte. L.(göne, lebens. Wehmütig schaute er in das wundersgzcheln zum frohe Gesicht, das ihn mit schelmischem Saten, ausenimentalen Stir üder hinzugeben. Er nicht, sich senzmennen timmungen dinzeggen. verhüllte das Portrar mit einem Tuche und began einem anderen Bilde eifrig zu arbeiten, zufrieden, daß er der Versuchung nicht erlegen. 3. Kapitel. war um die Teestunde, wo Frau Beeskow sing. Sie hatte kleine Tische mit Konfekt belegten Brötchen aufstellen lassen. gemütlich in ihren Salons; überall die fürsorgliche Hausfrau zu erkennen. me Wärme erfüllte die Räume, Sommereten, herrliches, seltenes Obst stand zum dreit. Ee 10 1S5öSSES: OesE B5ESMES S SSSSE S SWSEMSSSS 33 S 9 2 2" S * C 9 S8.5 S E gSNSESE e S###s SS. E * 55 * S P SSEE B— S— 21—0* E 8 — S 5.5 5 =— 2— 5 E S. S 8 # Ag F S 22 5#ES-„S„EEE S S S Bun „ Ä aS S##5 Aa „**- 1* R 5*s 5 B 5 GBSESESSS * S ESEEE befäse gaag ###SEEES* „ 2 0* ##sO Enes SSES #&a C Denkspructz. Laß nur nicht ab! Gib Cat um Cat! Ob Cränen auch dein Werk begossen— Es in aus mancher Schmerzenssaat Ein Haum der Freude aufgesprossen, Frita Schanz. Lebenswinter. Novelle von A. Ostland.] (Schluß.)(Rachdr. verboten.) Seitdem war die Zeit dahingegangen, ruhig, glücklich, und sie war nun darüber fünfunddreißig Jahre alt geworden. Heute zum erstenmal seit langem dachte sie wieder zurück an jenen flüchtigen Mädchentraum, dem sie einmal so gern nachgehangen, und in der Erinnerung erschien er ihr eigentümlich schön, anziehend und glänzend. Und plötzlich kam es über sie heiße Sehnsucht nach der alten Zeit, nach den Jugend„Mama! Mama!“ tönte da eine helle KinderKimme durch den Wald, erschwoget,ekauf, sing neßen Richtig! Da kam chr ältester Jun, 2. g. seing paper ihm schritt ein Fremder. Als der zenave seile Mutter erblickte, machte er sich rasch von der Hand seines Begleiters los und stürmte auf die Bank zu. Mama! Wir haben Besuch bekommen! Onkel Erich Residenz ist da! Kmm doch Mama!“ „Doch! Nun nach Hause! Vor diesem regnerisch kalten Wetter muß alle Roeste weichen k.,#eshe sich Es war eine heitere kleine Geseuschuft, weichr sich an diesem Tage um den runden Tisch in dem behaglichen Speisezimmer zusammenfand. Man plauderte und lachte; der Rat fend, Luß tigen Gefallen an dem Retter seiner Frau, von dem F „Mama! Wir haben Besuch bekommen! Onkel, aus der Resutg#e Wm.„,. Frau Karin hatte sich mechanisch erho. nahm das Kind an der Hand und blickte so dem Näherrommenden entgegen, mit einem verwirrten, beklommenen Ausdruck in den Augen. Sie wußte noch immer nicht recht, wras um sie her vorging, da stand er schon vor ihr. „Kusine Karin! Grüß Gott!“ sprach seine Stimme. Ein scharf prüfender Blick glitt fekundenlang über ihre schlanke Gestalt und das tieserblaßte Antlitz.„Verblüht!“ bachte er; laut sprach er:„Sie sehen briuunt aus, Karin sah ihn noch immer starr an. Wie er da vor ihr stand, ein mittelgroßer Mann, etwas zu stark, glich er kaum mehr dem Bilde, das sie von ihm hatte; auch seine Stimme hatte nimmer den einstigen Mühsam faßte sie sich ein wenig.„Wie hübsch, daß Sie uns einmal besuchen!“ sagte sie.„Wir haben einander lange nicht gesehen!“ # Er blickte sie wieder forschend an. „Fünfzehn, Jahre, Kisinek“.: „Jawohl, fünfzehn Jahre!“ wiederholte sie, und es lag plötzlich ein heiterer Ton in ihrer Stimme.„Daist wohl eine ordentliche Spanne Zeit! Wie geht es Ipen iminer? Er schritt langsam neben ihr am Seeufer dahin, der blonde, rotbackige Knabe sprang jubelnd voraus und warf flache Steinchen ins Wasser. „O. danke, ich bin völlig zufrieden! Mein Beruf hat freilich im Laufe der Jahre für mich manches von seinem einstigen Interesse eingebüßt, und das Junggesellenleben ist oft etwas eintönig;— aber trotzdem — man lebt, Kusine! Und Sie?“ Karin berichtete von ihrer Hauslichteir, iyrem Mann, den Kindern, und wunderte sich im stillen über sich selbst, daß sie so gleichmütig nehen dem gen Ideal einhergehen konnte; endlich mahnte sie zur Heimkehr. Noch einen Blick warf Erich auf die Ruine; wehmitig lächelnd deutete er hinauf.,, a##rinnere „Da droben standen wir einmalt I Erinnere mich gut daran, ich phantasierte etwas von exäumen, und Sie wurden ganz still und nachdenklut dachte manchmal an jene Stunde voll eigergz. t Frau Karin nickte. Bann aber rie,(i. Feiler. Man plauderte und lachte; der Rat fen richtigen Salln an dem Verter seiner Frau, 5 ihm Karin in ihrer ehrlichen Weise früher sprochen hatte, und dieser empfand wohltuend den Zauber einer harmonischen, friedlichen Häuslichkeit.„In Dämmerung machten alle zusammen noch einen SpazierWie sie nun, bebhast redand, um Armz Bers Beitze lichen Mannes dahinging, in dem das zarte Gesicht rosig angehaucht, da kam sie Erich viel junger vor, als vormittags. woer machte dies bloß der freudige, zufriedene Ausdruck in ihren Wienen? Wenn er damals gewollt hätte, wenn er der Stimme der Klugheit, welche ihn gewarnt hatte, sich an das vermögenslose Mädchen zu binden, kein Gehör geschenkt hätte, dann wäre sie setzt wohl seine Frau... „Weshalb heiraten Sie denn eigentlich nicht, Erichr“. fragte da ganz unvermittelt Karin. Er fuhr betroffen empor und wurde verlegen. „Es ist so schwer“, entgegnete er zögernd. bin vielleicht zu anspruchsvoll und wohl selbst daß ich die Rechte nicht fand. Die eine ist gescheit, aber häßlich, die andere hübsch, reizend, aber unbedeutend, kurz, ich fand noch keine, die allen Anforderungen entsprach. Nur einmal sah nn — er senkte unwillkürlich den Kopf, weil sie ion gar so sonderbar ansah—,„die ging durch mein Herz, wie „Nun, undP“ fragte der Naut, da Erich schwiag, Dieser suchte nach Vorten.„Ach, äußers, Verkäht, nisse,“ murmelte er endlich; da unterbrach ihn Karin: frisch und klingend, daß es ihn e ärgerte.„Sie dürfen jedoch nachgerade dazu sehen, fuhr sie leichthin fort,„sonst wird's zu. spät: Ruht Der Rat nickte freundlich und strich liebevoll über die kleine Hand, welche auf seinem Arme lag. „Ich hatte keinen Traum,“ meinte er behoskich,; „nur als ich dich sah, Karin und FEPgzehtegrgag biee da wußte ich es genau, daß ich die##bte,#####icse Liebe stark und fest genug war, um ein ganzes Leden ue aud bicheich kein Vermögen hatte;, sagte sie leise. „Aber Karin, habe ich je danach gefragt? Hast du mich nicht dennoch reich gemacht?“ Das klang so einfach, ernst und wahr; Frau Karin sah zu ihm empor mit einem Blick voll Liebe und Zärtlichkeit, sie hatte den Weg zurückgefunden aus dem daheim anlangten, nahm sie ihr Kleinstes aus den Arm und tanzte mit ihm durch das große Zimmer, die Größeren liefen jubelnd hinter ihr drein. „Mir ist ganz frühlingsmäßig zumute!“ rief si nichtre entgegnete ihr Mann, vergnügt nach ihr hinblickend.„Es ist kalt, mich fröstelt; der Herbst Da trat sie, umringt von den blühenden Kindern, heran, und den freien Arm fest um seine Schulter legend, sang sie lächelnd eine Strophe aus einem ihrer Lieblingslieder: „O schaudert nicht, wenn auch unmerklich Der hellste Sonnenschein verrann! Es ist der Sommer nur, der scheidet, Was geht denn uns der Sommer an!“